Nr. 162 Ter ftkftcrtr Jfnjrf^e? erscheint täglich. auEet Sonntag». - Beilagen: OtcbenerFsrniUendlLtter; Ktcsi !«tt ffir den Kreis Sichen. Vc,L85preis: monatl. t<‘!. 1.20, oifrtel- jährlrch Mk. S >. durch Adhole. u. Zweigstellen monatl. 'Dif. 1.1); durch bie'iJoü ».60 uiertcl- jährl. auSschl. Beitellq. Fernirnech - iünscblnsse: stirdie Lchrötle uingI12 Vcrlaa.O^eschäslostel'esl AnschrölfürTrapinuch- nchlen: Anzeiger Sichen. 168. Jahrgang §aknrtag, 1^. Zu!! 1918 Amiuvme von Anzeige» y. dle iüqffruummcr ins |um Ruchmiuog vorder ohne jedeBci luudltchkert Sei!en?rel?e: für örtliche ^inzetarn 26 l.ii..kür au-^n' ärl,a« 30 Pi^ 'ür ReNa inen "M. 1.— ; bei i'insuor- schrisl »)•/, ‘Jluiivilaa. Hauvtjchn't euer: '.Hin,. G,oe g. Perankivortlich für Politik u. Feuilleton: Vankverkehr: Aug. bweg; Stadt u>ld SkwerdkdanI SiehkN La,,». rrchrvsaal: A. Meyer; Stvillmzsrnnr-niik u. Verlag: Vrühl'jch« Umv.-Such- «. SttikdruLerrl N. Cange. Schulleitung, SrschSst,stelle n.vruckerei: Schulstr. 7. Postscheckkonto: 5r«nis«rt a.N. H686 General-Anzeiger für Oherhefjen Die VewKigllng der Uriegrkredite durch den hauptaurfchuß. Eine Erklärung der Reichskanzlerr öder Belgien. wochenrückblrck. Es gibt Dingo, auf die der kluge und vorsichtig^ Reichskanzler Gras Hertling den Lnruptausschuß des Reichs- tt^'s nrcht zu. schroff und fyaxt hrrt hinlveisen wollen, weil sx die Ernpfmdlichstert zu besckpvichtigen, nicht neu aufzuquellen, bemüht war. Aber nach seinen ruhigen und ein- -leuchtlnrden Darlegungen ist es wohl erlaubt, dem Wesen seiner Politik noch etwas näher zu folgen. Er stützt sich uoch Zimmer auf die bekannte urnec Aäittmrkniig des Reick-Stags AustLNtde gekommene Antwort cru.f die Note des Papses, Lvrchei er die friel>en.sbereire Gesiunurig, die darin zrun Ans- idruck kam, hervorhob. Graf Herllmg fuhr fort: „Was ha- Den toir nun aber erlebt'?" In diese? Frage steckt suock) ettvas tnehr, als er rveirerhin über die Schmühsucht Arnd den Bern ichtuirgsw Ulen der Ferivde ausführte. Wir haDen die F^iedeusschlüsse im Osten erlebt, die der Reichstag Nutgeheißen l^rt, obgleich rnrarck-e Vertreter der Mehrheit Daran tadelten, daß sie der bekannten Entschließung vom 19. Juli nicht richtig entspräck-eu. Mer die Aufgaben sind Kveiterhrn gewachsen, und os bedarf doch lvirklich noch einiger staatsmännischer Erleuck>tung mehr, als sic in der LieiÄ-stagsenffchlieftnng eutl-alLen war, um diese wachsenden Mlsiixaben KU lösen. Was würde zmn Beispiel dem Staats- Knoun racd Dchlomaten, der denrnächst in Moskau den Platz des ernwrdeten deutschen Gefurchten eiunehmen soll, der Zettel der Reichstagsn«chrh>eU in der Tasche nützen, werm «er das 'Programm verwirklichen will, das Graf Hertling hnit virrzcn Spitzen vorgezeichner hat. Ja, wir glauben es, tauch Herr Ledebour und die Herren Sck-eidenraun und Erz- derger „wollen Keinen neuen Krieg mit Rußland". Mer was dereinst die Not der S>turche an Entschließungen gebeut, »veim der Nrrchfolger Mirbachs ,/Ohren und Augen Offen I)äU", darüber würde das genarrnte Kleeblatt auf Grund der Reichstagseickschließung wat-rschnulich nickft so schnell und so glatt einig werden können. Rdan darf Hert- lings Fragestellung also noch ettveitern: BZas haben wir ierlebt und was könnteu wir altes noch erleben'? Auch an die Hauptgegner im Westen können wir nicht Svittksam herxinkomnien, »v-enn wir nur an dem kurzgefaßten jSprach fü hre rhes tck)en der Reichstakgsnielfrheit uns zu reckst^ Helsen wollen. Ein Arzt, der immer rate die gleiche Salbe rversci/reibt, wird schließlich nicht mehr ernst genommen jwerden. Und unsere Feinde snrd wirklich keine dummen fPatteirten: sie kennen hinlänglich die Salbe des Reichstags! !Sie sirrd dadurch nicht gefälliger und gefügiger geworden. MZenn mm: die politisckie Kunst im Kriege der strategischen Nleichsteilen, ihr gleiä)en Wert einräumen will, sollte man wach der oberflüchlichien Phrase, ob der Klrrs der alte ge- Dlieben oder ob er sich goiindert habe, nicht allzu viel tfragen. Diploruatische Er-folge tverdeu nicht auf abgezirkelten Kursgleiseu errunge::, sie müssen gesucht und geplant werden, wie auch der Feldherr im wechsesirdeu Spiel ldie richtigen Mittel finoet. In unserer Heeresführung waren Wir dem Feinde tveit überlegen, in der polittsck^en Kunst wareit sie uns bisher überlegen. Mit gewaltiger Faust chatte die Mehrheit oes Reichstags in die jungen Pflänzchen zuitserer vorjährigen Staatskunst die Stecken hrueingetrieben, ^an denen sie emporklettern sollten, aper die Bohnen sind .nicht gelvachsen, weil sie au der Wurzel getroffen »zwirnt. Herr v. Mhlrnann, den die 9Nehrl)ett pries, hatte rais Der Entivilllung nicht lerneit wollen. Er förderte oie Politik ^rm Reichstag nicht, sondern er ordnete such dessen Mehrheit /allzu dieustlxeslissen unter. Der für die Politik des Reiches verantwortliche Iteick)skanzler entloickelt, wie uns sck-cint, Zeinen besseren Sinn für Sachlichkeit und Zweckdienlich kett. Gras Hertling und Herr v. Paner wollen das Ziel der innerlichen Unnvandlung des Willens und Vechalteus unserer Gegner nicht mehr durch beharrliches Eiurammen der alieu Stecken erreick)eu. Das niar bei ihnen affem 1 Anschein nach schon beschossene Sache, bevor Kühlmann dre enlsä-eidende Reise ins Hen. Der Wecktet im Sla-atssekretariat hat n ich'S Tendenziöses Mi sich, sondern bedeutet nur eine Klärung der deuisck>en Politik von eincin nebetl)aften Dunstkreis. Besonders nützlich und willkommen war die Feststellung Hcrtlings, daß auch die Oberste Heeresleitung bei ernstein Friedenswillen auf der gognerstckZen Seite durchaus geneigt ^ sei, ,cher Sache nackizirgeheii". Danach wird es hoffentlich die Regierung nicht mehr nötig hriben, unsere verdiertstvolisten Männer gegen eine leick>tsertige Hetze in Presto und Parlament in Schutz zu nehuren! Mit seiner gestrigen Erklärung über die Zukunft Belgiens hat der Kanzler einigen Drängern der Linken ein bcmcrkniswertcS Zugeständnis gemacht (siehe BerickH im voiliegenden Blatte!). Kein Mensch wird übrigens von der sachlichen Erklärung sonderlich überrascht oder erschüttert sein. Nach manckierlci Reden vom Regierungstische wußten wir es sckwn, daß Belgien vom Reiche nickst mit Haut utü Haar verschlungen werden sollte. Trotzdein muß der deulckien Politik eine „Neuordnung" vorschweben, die der veimittcluugsbegabte Kanzler in der mildesten Ausdruckswcise anlüudigte. Von der Wirkung der Erklärung im feiirdlickien Ausland, besonders in England, verspreck)en wir uns nicht viel. Lloyd George wird uns darauf schwerlicki brauchbare Mitteilungen über den künftigen Frieden machen, und lvir werden vermutlich vergeblich darauf warten, daß er als Gegenleistung eine ähnliche Bereitschaft in Bezug ans die Rückgabe der dcutsck)en .Kolonien an den Tag legt. Der Reichskanzler hat die Aeußerung über Belgien offenbar nur darum getan, um fortan vor allem Drängeln von der Linken l)er Rul)e zu bekommen und uniso wirksamer durchzusühr^n, was er für die Zukunft für nötig hält: ein ruhiges Abwarten, bis der Vernick)tuugswille der Gegner geb wehen ist. (WTB.) Großes Hauptquartier, 12. Juli. (Amtlich.) Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Artillerietätigkeit lebte cm Abend auf und steigerte sich wahrend der Nackst zu kräftigen Feuerüberfällcn auf Kampfstellungen und Hinteritrläid!-. Südnoest ich von Bpern und Bailleul, sowie nördlich von Albert wurden stärkere Vorstöße, mehrfach ErknndungMteilungen des Feindes, abgewiesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zivisckien Aisnr und Marie blied die Tätigkeit der Franzosen rege. In Vor^eldkünnfen im Wawe von Villers- Eotterets machten wir Gefangne. Oestlich von Reims schlugen wir Erkuildungsvorstößc der F-eindcs zurück. « * Leutnant Neckrl errang friten 20. Luftsirg. » Don dem gestern im Anflig auf Eoblenz gemeldeten amerikamsckwn Gesünder stel mch das 6. Flugzeug durch Abschuß in unsere Hand. Der Erste Zeneralqnartiermeister ^ Zudendorff. Der dlbenwcricht. Berlin, 12. Juli, abends (WTB. Amtlich.) Oertl-.che Kämpfe südwcstiülBailleul und auf dem Destnfcr der A vrr. * Der österreichlsch-uiiga ische Tage»bericht. Wien. 12. Juli. (WTB.,Amtlich wird verlantbart: Nirgends gröbere Mmpchadlung-n. _Der 6ref des Grn eralftabeS. Vie Aussprache im houptaisschus; te; Reichstaas. .. .Berlin, 12. Juli. Ter In hat der gesttigm Rede des sott- icvrittlichcn Abgeordneten F \ f dj b cf bewegte sich dahin, daß er »eine Zuwmnnmg zu den Ausfüllungen des Reichskanzlers gab und seine Erlvartun^ äußette, daß le 3tegicrnng die Versprechungen die der ReickBianzler gegeben habe, mich tatscickstich ersülli-n. so lange das der Fallsein würde, föimte die Fott , c? Tl S ld, fr Volkspartei dieser Reguung Gewlgsäwst leisten. Ten pauptansschuß setzte heute m Annxenheit des Reichskanzlers und w,t sumrlicher Staatssekretäre sonn zahlreicher, Abgeordneter die Äusspraclie über die politisch' Lage ort. . Z^.^ne^r S t r e s e m,a n n chloß sich m der Beurtrilnng ^,xsNonlichkert d<-s Staatssekretas v. Kühlmann den gestrigen Ausführungen des Abg. Groeber an Ter Staatssekretär l)atte nn- lcre Unterstützung ft!r eine lange Priode seiner Anitszeit. Schon der nlmanischc ^riedensvertrag hc seine Fn-emwe w-enigcr lw- rricbiot letzte Rede des Staalsekretärs, die ja die Urfailwr letnev Sturzes geioorden ist, ließ da Augenmaß stir die Wirkung einer Ausnthrnngen im Innern ii einem Maße fehlen, »me es, N ^"enl Staatsmanne niemals Pommmen dlirsre. Angesichts der Wirkung dieser Rede m-rstel-cn »mr Z, daß der Staatssekretär um seine Eutlammg gebeten hat, und Nr können dem Herrn Reiche kauzier nur znstimmeu, wi-un er fi’hbic Genehmigung dieses Abschiedsgesuches eingelreten ist. Die llngviffe ans die Politik tn-* rcanzlerö lehnen wir ab. In der -ra>7e di'r preusnschn Wahl- re,orm liegen die Schwierigkeiten'J bei* Durchführung klar vor ^ugen. Alle verfassungsmäßigen Mel müssen erschöpft werden, eye an die Auflösmig gegangen »irden kann. Taß der §1'rv MeichSkanzler in, gi'gebenen Augenbck diese Auslösung durchscpeu wird, unterliegt keincin Znwiiel. T Schwierigkeiten der Durchführung deo Arbeitskammergesefs lügen Rum Parla- und nicht bei der Rca-rimg. Tie sozialdemokra. Uch?. ^orwürse gegen den Kanzler>u»d daher durchaus hinfällig. Wir sind mch der wiernung. daß ma durch'die Bildung l>estimmter ävrmelu zur T^endiwing di-s KrieK beitrügt. Vmi einer- Kuird- M'buug über dre Herausgabe Behftis vermilgeu »mr uns 5-rne srilDeusfordernde Wittimg versprühte, wi-e »mm dies lwi der Linki-^ mt, Tein neuen Staalssekrctär Von mir wir vorntrteUssrei entgegen. Wir keimen ihn uich lind »verdr'gr ihu»eslxüb mm nach seuven Taten deutteckeii tvnnen. Ter Reichskanzler ging auf die Rede des ylbg. Stvese- mann mit einer kurzen Erwiderung ein, indem er den wichchsten Tcü sech'r gestrigen Anssührimgen über die Zicke der Üteuli*- Pvlittr int Osten und Wcjteli uwch einmal mrvcrstrich Was die Zukunft Belgiens betrifft, sagte Graf Hertling. so Ivdeutet. nste ich gestern schon sagte, die Oikuvrtuwi und der m-geiuvarckge Besitz Belgiens mir, diitz wir ein Faustpfand für die kimstigeu Verhandlungen hcü>en. Im Begriff des Faustpfandes lügt es, daß man das, was man als Faustvimrd in der Hand hat. nicht behalten will, nwnn me Verhandlungen zu einem günstigen Resultat geführt haben. Wir beabsichtigen nicht, Belgien in irgendeiner Form zu behalten. Wir wünschm, genau so »nie ich schon am 24. Februar gesagt habe, daß das nach dem Kriege »meder- erttandeue Belgien als selbständiges S t a a t's w c s e rr. keinem als Vasall miternwrfeii, mst uns iir g u t e n, -f r c u n d- schastlichen Verhältnissen lebe. Das ist der Slandpuntt, den ich zu dem belgischn Problein von Anfang an eingcuvlnmen habe und auch heute noch ein nehme. Meine Herren! Diese Seite meiner Politik steht durchans nn ZusMnmcnhang »rrit den allgeineinen .Rchlinien, die ich Vv-ien selbst dargelegt habe. Wir führen den Krieg als Verteidig gungSkrieg Weil »mr ihn als Verteidigungskrieg führen, noeil unS von Anfang.an jede imperialistiscl-e, jede aus die Weltherrschaft gerickWete Tendenz ferngelcgen hat. darum »verdeu auch unsere/Fi edenSzicle dem entspreü^n. Was »rnr »iw-len. das ist die Unversehrtheit unseres Terriwrülms, das ist freie Luft für die Entwicklung imsenÄ Volkes, insbesondere aus dem »virlsck>ait!ichen Gebiete. DaS ist natürlich auch die nvttvendige Sick-cruiig für künftige sckumerige Verhältnisse. Das trifft w.iu>mmen auch für den Standpunkt zu, den ich Beltiien gegenüber emnchme. Wie sich dieser Standpimkt aber im einzelnen sestlegen läßt, das hängt von den künftigen Berhandlirngen ich. Ich muß mich damit begnügen. dte»c allgemein »naßgebenden Richllrinen hier nachdrücklich fest- gelegt zu haben. _ Graf Hettlmg sckiloß mit den Watten: Helfen mich Lie, meine mit, daß wir im Innern die LünheitS- front hallen, die so überaus ustchftg für rmsere Briider draußen, nn Felde ist. Helfen Sie alle mit, daß wir die schuvre Zeit des Krieges, den wir fuhren werden, solmtge »vir nrüisen, bis zu emcin ehren vollen Ende bestehen. Abg. Warmuth (D. Frakt.): Wir danken es dem RrickK- Linzler, daß er duixh die Walst der Form, ru der sich der Wechsel un Ltaalssttretariat vollzogen l)at. bennesen hat, daß er dem aldrn Ver so ff u u g sgrtm dsa tz, daß demMiser d,rs freie, vom wrlameutari-. f-n^cu 2.ruck mibehinderte Entlassungs- »me EruQnmiigsreäck zustelie, wieder zu ,einem albm Rat. Auck» die Aeußerung«» des Kanzlers ülvr die Politik in Ost und West ftndet uiyere ckisii- giing. ^.er Reickis'Lmzler sollte in den Gegensatz zum Vcrmck»itungs- willen mperer Feinde Misere friedensbereite Gesiiurung und Berckt- willigkint, ernst,7emeinten FriedensiVrsch.ägeii eutiie^nzukommen. Zw >ckie darin, das betone ich nrit besonderer Genugtuung, das Bekennkuis cingescklossen, daß inan mffererscits die Periode der Friedensangebote ftlr definitiv zum Schluß gebracht hält, d. nng auf- genvinmen imd als Silväcch'ö^nntlfts unserer inilibirisc'.eu »vie nnttlchaftlichen Lage beivettet »verden. also ent-tegen der raxiilvn Absicht knegverläugernd statt kri^verkür-zett. den K r i e g S k r e d i t von 15 Milliarden Mark lvurde angenomiueu ne um die Stimmen der Unabbü bigen Sozialdemkriiitcn mrd bei S-immen- ttitlnilttmqen der Polen. , Zum Berichterstatter für die Vollversammlung tmrrde Alg. Fischbeck (Fnäschr. Vp..) l>estimmt. Reichsschatzsekretär Gras R ö d e r n regte an. einen Unteraus s ch u ß einzusel^n zur M i t be r a t u n g von V e r t r ä g e n, hre erinnert oder neu ab schlossen werden sollen. Tie ARm. Noske (S>z.> und Erzberger (Zmtt.) .mbttr ihrer Genugtmmg driüber Ausdruck, daß die Regierung mit dieser rlnregnng an den Reichstag herantt'itt. ,, Zum Bel-ichterstatter über die Frage rtntx Re'orm des »vartigen Dunstes für die VollvcrsamuUung ivurdc Mg. Frhr v. R r ch t h o s e n (iKTtl.) gewählt. Ter Vorsitzende Mg. Ebcrt schloß daraus die letzte Sitmng deS Hauptausichusscs in diese,n Tagungsabschnitt. ^ . * ttriterredung Hintzes mit den Parteiführern. Berlin, 12. Juli. Tie Zusammenkunft txw Partei- f ü h r c r mit Herrn v. H i n tze fand im Glitten des Viz.kaurlers v. Pa \> c t statt. Uvzu .Herr v. 'Paper geslern al^-nd le> einer vi^r-ur» losen Einladung die (Rlegrnh.nt gab. Mit Ansnabmc cvi l'-nd- hängigen Sozialdeuwkrateu hatten alle Fiakliouen ilue entsandt Von^der Softalbemottatie waren erschienen bie Abg e-> ncteii LViTd, Selmdemanti und Dr. David, von der Fon, liche»i VoWparter Fisckchnk, Tr. Wienu-r. Liescküng mrd :'.>.üi»er- Meinmgen, von den Natchnallilvralen Tr. Stresennnm und Prir,- Lckiünaich-Ejrwlath, vom Znittum Trimlwrn und Erzbergrr den K.mservalim-n ÖViaf Westarp, von der Deutsü»-», Fr.ckkimv Warmuth, von den Polen v. TQMlpczinvky und Sepda, von t^n Elsässeni Hauß. Englische Maßnahmen. London, 11. Juli. (WTB.) Reittermeldung DaS Unter^ chnu ö erörterte die Frage der allgemeinen B e h a » d l u n < ferndl r cher Au sländer. die in der lfttten Zn ,yi\ viele, M er»unrgsverschiedenlieitcn Anlaß gab. Cave sagte namens der Rv Vierung, daß diese die ganze Fvage nochmals erwogen habe. Ulli >^gen brr ^nterrttcrung obfr Deportation, sowie alle ^MMkra.tm.tonsbewMiAMgen sollten nochmals geprüft werden. ian«n Bänderung wird für ungültig erklärt weichen, wenn vnn besonderer ErlaubNissckZein vom Ministerium des Innern vvr- Uegt, um> zwar wird dir- mich bei frülyn er solch er NamcmSänderimg der.Fall sein Bezüglich der feindliche,lBankcn. die übri- k§enS schon so mit wie lahm gelegt sind, werden die nöligen Schritte -ur soforngen Liguidierung getan werden. Ta die feindlichen Banken da-u benutzt wurden, den eMstischm Handel an sich zu reiften wro zir schämten, müsjlm sie auch nach dem Kriege besonders be- hattdrit und durch ein Gesetz ftir eine Reihe von Jahren nach dem Knepr verboten werden. Ich gtoibe, sache Laue, daft diese Ab- sichten de,- Regierung venri'tnstigen Erwägungen Rechnung wagen !und den Bedürfnissen des Landes entsprechen. ^ave sagte im lttrwrl>mise weiter.' Tie Stellung der seind lichen Geschäftsunternebmen unter die staatlich- Auf sichtSbehörfre würde erleichtert werden. Weitere (besuche von Unter-' toten feindlicher Länder würden während des Krieges nicht an ge IMmrmen ttirrden. Im Lame der Devatte fand die Politik der Re !gi«UNg allgemeine Zustimmung. Premierminister Llond Ge drge sagte unter Hinweis auf me tiefe Erregung der ösfentlick-en Meinung, diese sei lediglich den Teilt scheu selber zu zu schreiben Das Blut koche, it*nm man von ihren Gewalttaten gegen die .Ho spitralschiss.! und hililvse Gefangene höre. Tie Ausländer müßten auf- genaueste ausfindig geinacht tverden. Mit Deutschlands Mangel an Menschlichkeit, Gerockstigkett und Billigkeitssinn könne Eng Land nicht konkurrieren. Eine schweizerische Bitte an Wilso».. Bern. 12. Juli. (WTB.) Meldung der Schweizeriscl/en Te pescheit-Agentur. DaS katholische FriedenSinstitut in Freiburg. im _ Verein mit dem Genfer Komitee für leinen dauerhaften Frieden sowie die zahlrcicl-on ihm an gegliederten Gesellscliaften richteten an Präsident Wilson ein Tsegr-amm, in dem er gebeten ivird, die Rede beö Staatssekretärs v. Kühlmann sowie die wiederholten Erklärungen des Reichs kanzlers Grafen v Bertling, daft er die liier von Wilson selbst als Basis für einen Frieden ausgestellten mnfrfelfte im Interesse der ganzen Menschheit mterkenne und bereit sei, in Unterhandlungen über einen allgemeinen Friedcnr aus dieser allgemein «naewandten Basis einMtreten, in Berücksichtigung ziehen zu wollen Die Wahlreform in Nngnrn. Budapest, 11 Jntt. (WTB.) Die Gesetzes Vorlage über die Dahlreform wurde mit großer Mehrheit als ^trnndlage der Ein-elLevatung angenommen. Bor Schluß der Erörterung er- tzrift Ministerpräsident Wekorke das Wort. Er sagte, im Verlause dar Beratungen sei Kirtage getreten, daft die Wahlresorm in diesem Sxmfc nicht in einem Umfange dtrrchgesetzt werden könne, «Ke d« Regierung beabsichtige. Er habe jedoch vermieden, zur Auflösung zu schreiten, weil diese die Aufregung rnfolife der Wahlkämpfe verlängern und die Wahlreform mindestens ein Jahr lnn- «Usschiclnm würde. Tor Ministerpräsident wies darauf hin, daft die fetzige Vorlage immerinn bedeutende Fortschritte auflveise. Auch werde infolge der tn der Vorlage enthaltenen Bestimmungen die Zahl der WälLer sich automatisch vermehren. Das Frauen- wahlrecht habe der Ausschuß abgelehnt, doch werde die Regierung in der Einzelberatimg eine besondere Abstimmung beantragen. Ter Ministermäsident erklärte schliefttich, er habe schon aus dem Ofrimfrc ben Bermittlun^vorschlag angemnmnen, weil immerhin die Vorlage einest gewissen Rnlnttunkt bedeirte und ermöglichen werde, wichtige Aufgaben zu lösen. Namentlich werde die Reform d« nationalen Armee, die er als Boraussetzrng für seine Amts- Lbernabme betrachtete, durchgeführt werden. Der Ministerpräsident empfahl die Vorlage zur A nnahme. Der Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 13. Juli. (MTB. Amtlich.) Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz vernichteten unsere U-Boote 15 500 Brutto registertonnen Kindlichen Handelsschiffsraums. Drei von den versenkten Dampfern wurden aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Hardt, Heinrich, Hermanns und Doerbecker enthalt, sind nur noch morgen Sonntag und Montag ausgestellt. In der Gieftener Kunstsammlung findet morgen 12 Uhr wieder eine Erklärung der neu ausgestellten Aquarelle und Radierungen statt. ** W e m g e h ö r t d i e Z i e g e? Am 10. Juli 1918, mit dem Zuge, der um 1O,5O Uhr in Frankfurt a. M. ankommt, cntdeche man in einer Kiste, die in Gießen ausgegeben »vorden war und die dtc Anfschrtft „Altes Eisen" trug, eine weiße, etwa 3 Jahre alte, lebende Zrege, die offenbar von einem Tiebstahl herrühren muß, da sich die beiden Soldaten, die sie in Empfang nehmen wollten, eiligst entfernten, als sie ihre falsche Deklaration entdeckt sahen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ** Chemisches Untersuchungsamt. "lern Jahres bericht des Chemischen UntersurlMNgSamtes für die Provinz Ol^r. Hessen Oltnehlucn tvir folgendest Tie Gesamtzahl der untersuäZtni, Prolin betrug 1802 mit 313 Beanstandungen. Tiefe verteilen sich ans 1641 Nohrungs- und Geimßmittel, 91 Gebraivchzgegenstänfre. 27 hftgtenische und phpsioloyiscl^cknmisck-e und gericlstlickse und 43 technische Untersuäumgen. Bon den zahlreichen zur Unlersuchuiig ge- langten Milchpcobeit wurden 80 weyou Wasserznsaftes, 75 wegen n-ettentzugcs und 4 wogen kiurbuncrter Fälschmg beanstandet. 1 ( Fällen waren Fleisch,brühoürfel, Fleischbrüh-Ersatzwursel der zu Aus Stadt und Land. Gießen, den 13. Juli 1918. Lebensmittelmarke«. Für die Zeit vom 15. Juli bi- 31. Juli 1918 haben nach- stehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 39. Woche, gültig vom 15. 7.1918 - 21. 7.1918 Buttermarken „8V. „ , „ 15. 7.1918 - 21, 7.1918 Eiermarken Nr. 18. * * 15. 7.1918 - 21.7. 1918 Fleischmarken , 89. „ „ , 1b, 7.1918 - 81. 7. 1918 Selkenmarken für den Monat Juli 1918. Ein Nmtansch verfallener Marken findet nicht mehr statt: ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Renaumeldungeu und Anmeldung von Nengeborenen haben unter Vorlage der nötige« Ausweise, insbesondere der Lebensmittel-Ausweistarte, aus dem Lebensmittel- amt zn erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt und Megzüge von Gieße« si»d tu den zuständigen Bezirken auzumelden. Geschäftsstunde« des Ledensmtttelamtes von 9—12 Nhr dorm., 2—4 Uhr nachm. Markenacrsgabe ß'ir Urlailber: Sonntags von 10—12 Nhr vormittags. ** AuSlandS-Eier. In der nächsten Woche kommen in den Verkausssdellen der Firmen Gebn Gneb und A. Steinreich ausländisch.- Eier zum Preise von 40 Pf. daS Stück zur Ausgabe. Tie Eier sind von der „Hess. Versormrng-stelle für Anslandseier" zu dem angegebenen Preise überwiesen worden. ** Buttermilchverteilung. Tie Abgabe der Buttermilch geschieht in denjenigen Verkaufsstellen, in denen die Anmeldung erfolgte. 9iähc-reS siehe Anzeigenteil. ** Die Auszahlung der FamilienUnterstützungen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einbentsenen für 16.—31. Juli 1918 findet in den .nächsten Tagen statt. Siehe Anzeigenteil. ** u n ufl Wilhelmv. Hofmann in Gießen Wegen Raummangels im Hauptblatt bringen wir den angckttndiaten Artikel über August Wilhelm v. Hofmann iin/ heutigen Frinilien- blalt. Es fei nochmals an dieser Stelle ga»kz besonders auf die interessanten AluSfülmingen hingewiesen. ** Ter Gieftener Hauöfrauenverein veranstaltet Tienstaa den 16. Juli eine Kochprobe mit Gebauers Kvnserven- gläfern. Dem Erfinder dieser Gläser ist eS gelungen, eine Abschluß masse herzustellen, bei deren Gebrauch weder Gummiringe noch Glüserbalter nötig sind. Auch vorhandene Konservengläser können aus diese Weise aeschlossen werden. Tie mit dieser Masse geschlosse- tren Gläser sind sehr leich zu öffnen. — Sodann nürd das B a cf e it in einfachen, selbst hergestellten Kochkisten gezeigt und erklärt. ** Allgemeiner Deutscher Frauen verein ODrtfl* gruppe Gießen). Ein Lehrgang für aebtldetc Mädchen zur Ausbildung als Laboranttrulen oder Hilssarbeiterinnen für bakteriolo-» gische und hygienische Institute findet vom 1. Oktober ab statt. Näverrs siehe Anzeige. ** Ober hessisch er Kunst verein. Die jetzige AuS- ftrlluna. welche Gemälde trem Prof Bracht. Pvof. ricm-ausen, Droi Paul Scgissen Olga Hasselmmtn-Birz, ,'owic die rx,r »inigen Tagen neu ausgeftellten von Prof. DierkS. Prof, übriger ^ttchttisfgeli-.stt vor. In verschiedenien WursUvaren wurde ein zu hoher Wassergehalt festgestellt. Bier EiMlvor, Eisparpulver und Ecerkucheupulver vernwclxten daS Ei in seinem Nähnoert sow-ohl. als auch m seinem (Gebrauchswert nicht zu ersetzen. Es waüvr lcmgltch mit Toerfarbswff pefarbte B-acttmlver. die übermäßig viel ivhiensaul-en Kalk enthielten. In den Birctpulvern IvnrdLk. wiedcrlwlt Bftulfale und Atom als saure Bestand teile festgestellt, sie itrußtcm deshalb ve-cioorsicm lverden. Ein als feinstes Backpulver bezeichtctes Präparat bestmrd nur aus .Kneide, ein anders enthielt ausser dieser nur L^ren von Weinstein, «ich to'tanid der »nasser- nird säuren- lKUcho Rücksiand in Hi!he vm .41,9 o/o aus Talkum. Lebk,rar ein Weizerrnwhl biu-4] drs Vorhandensein eirucr Unzahl voJ Brandpilzsswreu zum m«ln standet ioerdeir. Eine Mi- Mng von tz-ersteir- und Hafernehl komtte mir als Futtennittel sezelchnet werden. In den Sclvmrnspeisen und sogemnvnlen Schlag- ah lEsatzmitteln Umrde statt der crwartz-ten Gelatine gewölrulicheS Letinpulver festgestellt. Geleesmlver eittlstelt neben 13,59 °,o Zitronensäure etwa Z v/o freie Lievofelsaure. Infolge Einkochens in verzückten .Kesseln Nwr Marne lade m bersch >a)etven Fällen ge- silndheitslchädlich. Bvcruselinvona.d' vxrr unter Verwendung gesu.nd- h. itsschäfrlästen Wassers l>ergestellt. Sogennvnter Kriegsbitter mt- hielt nur 1,93 Bol. 0/0 YIWHvl, auch war sein Verkaufspreis zu hoch Zu ntedrtger ^änr^vchrlt wurde bei enter Anzahl >wwölmlichw Essige beobachtet, auch fchlteir zwei WeinZsigeit die Weinbestaud.- tnle. Als Ko nserv-ierungsnrittel wurde im Berühr das zur Halt- barmaclwng vvn Fleisch- und Fleischvaren nicht geeigirete Eh or- ammonmm anaett-offen. Zwei Brumtenwät'ser tmrren dnrch Zuflüsse iaucheartiaer L-wffe der tiensÄickien Mundlwit gefährlich Tw banplsächlichsten Be^andtcil' der int Handel itz. ** L i tt d e n st r u t h, 2 .Juli. Gefr. Ludwig S ch e p p, Musk. Karl Krug und PtS7. Hrch. Schäfer erhielten dos Eiserne Kreuz 3. Klasse. ** Wieseck, 13. Juli. Ttm MlrSftttier Gustav Wen 1 g,er wdirde das Eiserne Kreuz zwter .Klasse verlielren. ** Staugenrvd, 1 Juli. Ter hieftge Schmiedemcister Landsturmmann Karl Sauerhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Früher wurde er schm mit der Ktftegs^Derdieust-Diedaille am Kriegsbande ausgezeichnet. Kreis Alsfeld. ** Nieder-Ofleiden, 11. Iuü. Schütze Karl Horst ivurde zum Gefreiten befördert. Hess nMnssau. --Frankfurt a.M., 12. Juli. Am Mittwoch nachmittag yanden krtcgsgefangene Franzosen nahe der Haltestelle Schwan- l-erm in einem Walddicktch eine Rote-Kpeuz-Schwester mit auf- gcschriPleiten Pulsaderir bewttßtloS m ihrem Blute vor. Die SchlLOtr wurde, nachdem ich von einem Arzte die erste Hilfe zutetl geworden nwr. dem hiesigen Städttschett Krankenhcmle ffu- tzetücht. Hrcr stellte es sich heraus, daß das Mädchm, das sich Hauömann nenttt und beim Roten Kreuz als Hil sschwcher tätig sein null, sckwn aut Montag nrorgeit im Schwanheimer Walde die Tat ausgesnlwt und seitdem — zwei Tage und zwei Rächte — betonßtlos in seinem Btttte am Tatorte gelegen hatte. Ueber die Betveagründe zur Tat verweigert die Schwester jede Auskunft. K P Offenbach a. M., 12. Juli. Ein gewaltiges Feuer, das von abends 8 Uhr bis tief in die Nacht hinein wütete, zerstörte erneu großen Teil der Sännirg-lmbrik von Mayer u. Schmidt, frte mehrere hundert Arbeiter bescchftigte. Der 5>erd des Feuers Rohstoffmühle, wo wahrscheinlich die Entzündung durch Heiß laufen eines Lagers verursacht wtrrde. In rasender Este verbreitete sich das Feuer über das aus trockenem Holz bestehende Ge- tnebe und alsbald brannte auch schon das ganze Gebcnifre. Als die Osfenback)er Feuerwehr das weitere Umsichgreifen des Feuers frof teils eilt Rcmb der Flammen, andere Gebäude bramtten ganz nie« der. Eine Menge darin lagernden Roh- und FertigmaterialS mmrde zerstört. Ter Ofsenbacher Feuerwehr, die durch Einberu- ftingen trnr noch liber verhältnismäßig wenig Wehrleute verfügt^ gelang es nicht, die nötige Anzahl Schlauchlinien herzustellen, die zu einer wirksamen Bekämpfung diese- Riesenfeuers nöttg war, zumal dort auch noch ein Mangel an Hydranten zu herrschen, schien Sehr spät erst entschloß man sich, die Frankfurter Wehr zu Hilfe zu rufen, die aber bei ihrer Ankunft nicht mehr viel zu helfen vcrnwchte. Tcr bedeutende Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Ter Betrieb der Schmirgelfabrik kann nicht aufrecht er-- halten bleiben Es fn ausdrücklich benrerkt, daß die Ofsenbacher Psltchtseuerwetz keinerlei Schuld an der großen Ausdehnung des Feuers trifft. Sie hat alles getan, was in ihren Kräften stand. Letzte Nachrichten. Dcr newefti öctidjt der peeresleitrrng (WTB.) Grob«§ Hauptquartier. 13. Juli (Amtlich.) Westlicher Krieqsschauplab. Kronprinz Rupprecht. Südlich von Ballleul wurden metstsache Anqrtf.e starker knq,„chk,- AbteiluiiMn abm-wi sen. tSiienio scheiterten nöcht- lm>« Borstobc deS Feindes nördlich von Alverk. Hestigem Aeuerkampf auf Sem Westnfer der Avrc folgten zwischen E«ftel und Maillv Deslangriffe der Franzosen, die drr Feind am NMiintttag bei Mailly. am Abend in dem Kampsabschnitt nach erneuter, stürfster Aristierievorbrreitung wlcöerhoitr. "« GMft Auchin setzte sich der Feind fest. Oestlkt, dieser Linien brachen seine Angriffe tn unserem Gegenstoß zusammen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Orse und Dtarne blieb die Gefvhtstätfakest Bvrstöße des Feindes nördlich von Loncpont und südlich deS Ourcq fchetkerten. Heeresgruppe Herzog «lbrecht. mittleren Mgestn und am Hartmannswetler- lebte die GcfachtStütigkctt auf. »tvrdöftltch von P-n, ^»lousson und ,m Favr-Grund scheiterten nächtliche «or° stoße des Feindes. * ^ Im Sinti wurden an den deutschen Fronten 468 ftind- ltche Aug-enge, davon 92 durch unsere Flugnbwchrgeschütze. und 62 Fesselballone abgeschossen. Hiervon sind 217 Flug zeuge in unserem Besitz. Der Rest ist jenseits der gegnen". ftlfen Stellungen erkennbar abgestürzt Wir haben im Mmpf 153 Flugzeuge und 51 Fesftl» ballouc verloren. Der Erste Generalguartiermeifter Ludendorff. * » * Die britifchen Berluste. Rotterdam, 12. Juli. Nach betn N. Rott. Eonr sieben me englrscheii Blätter die britischen Gesamtverlufte im wwett sve veröffentlicht wurden, mit 4406 Offiziere und 135 729 Mcnrn an Dazu kommen ttod* 40 Offtziere und 204 Mann v Jrt J& ^ lr Avril, Mai und Juni stellen sich die Berlnstztsfern.aui21097 Offiziere und 337 918 Mann ^ ^ ^ ^.Japans Haltung, Tokio, 12. Juli. (Reuter.) Ter Bericht aus Washingwu. dnß Japan beschlossen tzabe, das Ersur'.MN der^ttentemächte, unten A^ffA} l S3r nb 5!r J* vvrzugchen, zur-üchmtoeisen, wird amtlich filr unrickrttg erklatt In Japans .Haltturg ist keine Aende- rung eiugetretnt. Amerikas Antwvrt in der Angele- S 1 n enI,f r/ ,r ^ öbflc > ö . rtd ' Außerhalb der amtltrten Kreise .st man !ich nt Jcchan ziemlich einig darüber, daß es augenblicklich incht nativen big ist, Truppen nackL Sibirien zu schicken. Eine Ansprache des Königs von Bauern. - . Mckim ch e n 12. Juli In, Hofe der Prinz Arnnlf-Kaserne "anv beut« rwrnnttag eine Tmippenver.ckdiaiuig statt, der der Wnig' "^teralität beiwvlmten. Nach eurer ntarligeu Anfprackx' Dtury, die in Hurrarufe auf den König auSklang, und vcr Vereidigung der Truppm richtete der König eine An- spräche an die Tritppeu. in der er darauf hinwies, daft es ür ftegetcwärttgeti ZM. wo öS heißt, das Wvhlergebea und dick Enttmklnng des eigenen BokkeS, deS eigenert Baterlattfre^ .Tegen einet Welt von ?reinde'i zu schützen, eine doppckt? Elir.' sei. S.'ldat zu sein. Wir alle ifrrbeu den Krieg nicht gewollt und itumt iedcrzen bereit zu eurem ehretiveklen Frieden. Unsere Feinde aber haben die wahr- hasttg sehr l>escheidenen Anträge mtt Hohn zurück.n'wiAen. Es bleibt niis daher nichts andews übria, als weiter zu kätnpsen und weiter rn siegen, bis tinstre Feinde etns>?hen, daft ihre Mistrengunaen er- wlglvs bletl>en. Wir motten eilten Frieden, der unsere Znckunst sickert, der verhinfr-ert. daß wir wieder von der aanzcn Welt übersatten rverden. der uns freie Bahn frfxifft »n Waff-r und zu Lande, so daß jeder Teutfck)-, wo ec sich beftndet, sich ftdvri fühlt. Zum Schrift sprach der König den Truppen die besten Wünsche und die Hoffnung nuS. daß sie gleich ihren heldenhaft kämpfenden K-me« vadcn neuen Rulim an ihre Fahnen h e 'ten werden. Grttgescnrdt. r CT 5^ lc1< 550111 wicht auch einmal daran er- S ÄÄÖÄ in bieten «nftat Vricfkaften -er Ne-akNon. ^. 5"^"^-..,^"' Ihre Anfmae kSn-m, wir Ihnen mikk-ilm, -6 e ha g he l aus dem L^llmidilchen stammt. ?^)et l ß z-u beachten, daß der Ton nicht auf dem c SNbe sondern auf dem a der zweiten Mb. Deutscher Reichstag. « .... ^ „ I9 °- Sitzung ovm 12. Juli. Präsent Fel^bach eröftnet die Sitzung nach 1'/. Uhr. >i»r der TageSvrduung nrmmt das Wort ^.Eueral v. Wrisberg.- In seiner Nnchstagörede vom f.'d .ltzU der Mg. scheidemann behauptet, bei uns Benchderstactirng über Nie an ^Qa aen und Krndern„ das erfalzren rmr nicht. Tiefe Behauytzmg eru- bcyrt der famIrciMn Grundlage. Gemäß Beifügung der Ol^r- ^eni trrstelle werden^ von den stellvercvetenden (Ämeralkommandos, tÄmwernemeirts. Mnmnandanturen uflv. sachliche Darstellungen ^ ^ -^1 erkennbaren Sech und Personenschcche-.t und PcrC/^ %l c ^ a Opfer sofort nach den Fliegerangriffen in der Presse ihres Befehlsbereichs veröffentliche Ten Ausführungen -r*} Scherdemann muß erügetTengetreren »verbeiß da sonst der Ern-bcuck entsteht, da« die Rerctzsleimug die in m mutzen Kreisen Ort BQwlverimg leider bestehenden Zweifel an der amtlichen Be- ruyteritatlirilg teilt. Aus der TageSvrd'MMg ftzchrn ^ ^ Anfragen. M»g. Dr. M ü l l e r - Meiumgen (f. Vp.) fragt NN. was der Mlerchslantzler *at tun gedenke um den Verkehr z,msck)en den An.go Höngen der Ajrmoe und den R.ÜLtzSr-ag-su.biVwckntettvr, der vml vv'c.l. nmitärischiur Stellen mit Strafe bedroht fei, zu gewährleisten. Äeuer alv. Wrisberg: Wie bereits von einem Vertreter der Hoeresverwalttmg erklärt woiden ist, besteht ein rllgeML-ines Derbol des Verkehrs ^m cherr Äjrrg^'höriMN des Heeres und ton ALg^ordureten des Rcäck-sdaen. General v. Wrisberg: Sobald der Heeresverwaltung solche Falle begannt werden, roerden sie geprüft und soweit Bestrafungen vorgekommen sind, ttrirb diesen nacl-gegMrgen werden. Abg. Stücklen (So.;.) weist darauf hm, das; bei einer Reil)c von GesangenenübenvachungIlalvillonen die Gepflogenheit besteht, daß dar ganzen Mannsä-ast der Urlaub gesperrt wird, soroeit Ent- weichtlrrgen vori Gefmrgeiren Vorkommen und fragt arr, ob der fftcicMfcnulrt diese Härten beseitigen wolle. Oberst v. Fransecki: Falle, in denen die Entweichung von Kriegsgefangenen einer allgrmetz'.en Nachäfsigkrit der Bewachtlnas- rmnurschajten zrMcfchrcibm ist, find sehr w»hl denkbar. In solaien Fällen ist gegen dte vorübergehende Verschiebung des Urlaube zWerks FeststelUurg der Undrcsuchrng nichts ernzuwenden. Mchr gebilligt worden könnte es jedoch, wenn Urlaubszurückstellimgerl bei Entweichungert von KriegsgesWrgerren all gern ein ungeordnet würden. Sollten solche Fälle bekannt werden, so wird für die Be- seitimeng nnbckliger Härten gesorgt werden. Darauf wird die zweite Lesung des Br«,mttvcinmsnopolS wrtyesetzt. Paragraph 1 wird angenommen, ebenso wird eine awtzo Reche weiterer Paragraphen in; wesentlichen nach den BefchLÜjfen des Ausschusses angenommen. In Paragraph 132 wird gesagt, daß den Krankenkassen und KnappschaNsrnEnSassen für jedes Mitglied mto Jahr et» Marl als Mch»ergütung aus der Monopolkasse zu zahlen ist. In Berbiridimg mit dieser Vorschrift bemttragt Abg. Tr. B l u n ck (F. Vpt.), dem Paragrapl-en 252d hnrzuzu- fügen, ,,bei den Rückvergütm^en 6 ibiüliorren z^cr Ermästigungi der Mstn, der alkoholharügen H-nimittet für die müldcrbemiltettru! Bolkskreise. insbesorrdcre die Mit»stieder der skrankcn- und Kuapp- scktzlstslassen", n-ähcrnd Abg. Becker (Arnsberg) (Zerrtr.) bittet, cs bei den Beschlüssen des Ausschusses zu belassen. Tircktor im Rcichsschatzmnt Menschel bittet um Annahme des Antrages. Abu. Hoch (Sog): In erstier Lnne werden wir für die Aus- schlchfassung stimmen. Sollte diese nickü Murenommen werdsr, so wollen wir die Smnwe tv^ügsiens auf 16 Million.en erhöhen. Mit 8 Millionen i,st> Lichts zu m^l-en. Abg. K r e t h (bms.): Ter Jahvesb<Äarf an Alkolwl zu Arzneien, MpndtvLsser, Frvnziwnmmvchl usw. war bisher 16,000 Hektoliter. Dann' genü.gkt der Betrag von 8 Milliorven. Hrer kommen nam.eutllch AiitteUrmrdsintevesM nr Frage. Ter Antrag Tr. Blmuk wird aru^nvnrmerr. Ter oben ettoahnp.' satz in Puragw.py 132 nmt> geskrickKM und Paragraph 252b der Satz hinzugefügt: llriter Erhohuirg der Stimme auf 16 ivlillioncn. Abg. Wurm (Sw .): Auch der Sivisoessig wird sehr erheblich verteuert werden. Abg. Tr. Blunck (s. Vpt.): Das trifft nÄl^t zn. Paragraph 151 besagt, dah KvrnbrainttweiTw-erschnitt nicht irr den Verbchr gebon-flt locwden darf, solmrge die Ääonopolvor- waltirng einer Vereini-mng van Korubvennern die ldebernahrne des Kvrnbrauntweirrs überläßt. Abg. Tr. Bärwirrkel (N-atl.) Lemrtmgt nackLtamnn'l'Mui'g stmrmen 161 ?lbgwrdnet>e mit Ja, 121 mit Män. Der Antrag ist fromtt mkgemmvnrn. Damit sind die Steuersätze in zweiler Lesung erledigt. Es folgt die zuveite Äestmg betr. Abänderung' des Gesetzes über den Mfatz von Knlisalren. Nach kurzer Attlssprache wird die Vorlage Mi genommen. In eringen Pimkrerr wird die Negicrungsstlss-ung imeder l-ergestellt. Jnz'tväsckxn werden noch zwei Anfragen erledigt. M>g. Dr. Hecks che r (Vpt.) erbittet Auskunft über die Schritte, die zur lleberft'chrung der dentfchen 6sefen Verhälttüffen sich befinden, nach Italien mttenronttnen w.>rden sind. Direktor im AnÄvärrigeu Amt Tr. Kriege: In Astniara, in der italienischen .Kolonie Trvttca, befi,rden sich die Besatzungen der dort besck^agnahm tan bculfd)cn Handelsschiffe in einem ver- gleichi'eise günstigen Klima, aber sie im'tnschen, solange sich ihre Entlassung in die Heinmt nicht crl«ög?ichm lassen wird, wenigstens ihre Ucberfü^rung nach Italien. Die deutsche Regierung hat daher in der Verständigung über Gefnngencnfragen mit Italien die italienische Regierung wissen lassen, daß die deulscl-eir Zidilper- smren in den italienischen K>lonieil auf ihren Wunsch nack- Italien zn verbringen sckrd. Diese Verständigung ist bisher nicht in Koaft getreten, tveÜ die italienische Regierung sich nicht verpflichtet, von trer sind aus Monaco au.Sgewiesen worden. Tie Regierung twm L^'orvacv mach, den T^rtscherr die Fortführmrg ihrer tzieschäfts- betrr<4« ulrmögiich mrd ttägt für die Erhaltung dos deuAcheni Eigerttums keim Sorge. Die ReicWeittrng har den Schartz der boutjchon Intereffen verlangt. Ta die Llfntwort nickst genügte, ist von der Regierung in Monaco die grundsätzliche Anertemiurrg ihrer SVtPTOlfcaifl Nmt thrWö jDCrfrr vvchkNrrBrgtgler GchLd«; bet1tm(# worden mit furz bemesseicer .Frist Mr Be,!utn>ortcmg. Sollte ke. ne lx> friepiaenpe Arckwort eogchen, werden wir zur SüiZnung der deutschar Forderung zur Beschlagnahme des in unserer Machtsphärc Liegen- ixir monagassisckZcn Eigertturns, insbesondere desjenigen des Fürsten, schreiten. Daraus wich di« Aenderung deS KaNgesetzeS in dritter Lesung angenommen. Es folgt die dritte Lesung des Gesetzes betreffend Zusammen- setzmlg des Neickistages und die Bechälttlickwühl in grvbnr Wahlkreisen. Das Gesetz wird oiiaeiuxmmen. Sodann werden die zurückgestellten Abstimtnungen über die Resoluttonen zu den vor einiger: Tagen entgegengenommenen Berichten über Ernähricngs-, Kohlen- ir.tb Bekleidungssragen vor- genmnmen. Tie Resolutu-n-en werden angenommen. Eine große Reihe von Petitionen wich nach den Anträgen des Ausschusses erledigt. Sodann beginnt die dritte Lesung der Struervorlagen, und zwar mit der ausunwrdentlichm Kräegsak-gabe von Mehre in lommen und von Berniög-en für da-^ RechnmlgAahr 1918. Abg. Keil (Soz.): Mit diesen Stenervorlagen bekommt das Reich weit niehr als es ursprünglich h"'^n wollte. Der Reichstag i!t damit ein gröher.-r Hüter der NeichLsinan-en als da- Reich selbst. Trotz der Mängel dieses außer«identlichen Krieg-gefetzes stimmen när der Krie^wgcüx: m, ferner dem Wechselstempelgesetz, dein Rejch^stevrpelgesetz, dein Gesetz über die Steuerflucht und bet Errichtung eines Reichsf inanz Hofes. Auch der Schaum wein steuer stimmen wir zu. Die übrigen Verbrauchs'teuern lehnen wir ab. Staatssekretär Gras Rödern: Mit dem Ergebnis der Ver-- Handlungen ist bit; ReickSregierrrnci zufrieden. Der Rcichssinan^hos ist eine drnrgend erwünfck^e Einrichrmg. Er lvird nicht nach Berlin. Indern nach SüddeurschLand verlegt werden. (Lebh. Bravo im Zentrum.) Werrn darüber geklagt wird ,daß die Arbeit zu schnell gemacht ttwrden sei, so kann ich dem nickst ganz zustimrnen. Die Vorlagen haben dern RcickMag drei Mormte Vorgelegen. Sie hätten bei ^ der großen Finanzreform unbediwft mit vprgclegt werden; müssen. Ter Bedarf des Reiches wird derart sein, daß er durch drrekte Stcw-rn allein — ich rechne dazu auch die Erbschaftssirueü — nicht ausgebracht werden kann. Paragraph 6a, der der Regierung die ErmächtiMlg gibt, die Aktienstruer auf 2 Prozent zu ermäßigen oder au» 4 Prozent zu erhöhen, wird erst im späteres Stadium befolgt werdet!. Jedenfalls stnrd von dem Ermäßigungs- rccht in umfangrrickstm Maße Gebrauch gemocht tverden. (Bravo.) Abg. Bernstein (U. Soz.): Ter Paragraph 6a bleibt ein mißglückter Versuch, Mittelstandsretterei zn üben. Wmm man dr- refte und indirekte Steuern Anfuhren muß, so versuche ich nichts, daß man die indirekten zuerst vornehmen muß. Tie Verbrauchs- stetiern lehnen wir ab. Von der Umsatzsteuer stimmen wir der Luxus steuer zu. Damit schließt die Generaldebatte. Ter Präsident ruft die einzelnen Gesetze im ganzen auf und erklärt die Annahme des Kriegsabgabengesetzes, des Biersteuergesetzes und des Bierzolles, des ©ein« fteucrgesetzes, des Schaumwein Ae uergesetzes, der Mineralwasser - und £tmonabcn)'ttuer imb der Zölle für Kaffee und der Po st - und Tclegraphen-Reichs- a b g a b e. Es svimmerl gegen die Gesetze die beidett sozialdemokratischen Parteien. Die sozialdemokratische Mehrheitspartei sttmmte auch für die Schmrmweinsteuer. Beim Reichsstmnp'lgesetz beantragten die Sozialdemokrat«!, die Bezüge für fideikommissarisch gebundenen Besitz mit 10 Prozent zu belasten. Ueber diesen Antrag wird namentlich abgestimmt, nachdem Staatssekretär Gras Rodern um dessen AblehrQiu.g aus formalen Gründen gebet«! hatte. Die Regierung könne einem solchen Beschluß, der nicht in den Rahmen dieses Sreuergesetzes Hineinpasse, nützt rustimmen. (Unruhe.) Von 307 Mgeordneten stimmen 151 für den Aütrug, 151 dagegen. ztvei Abgeordnete enthalten sich der Mstimmung. Der Antrag qt somit abgelehnt. Das Reichs stempelgesetz wird darauf angewmmen, ebenso die Kriegsabgabe, die Umsatzsteuer, das Steuer- s l u ch t g e s e tz und das Gesetz betreffend Errichtung eines Reichs- sinanzhofes. Bis auf das Brannttveüchvcuermorwpvl ftnb die Staurgesetze in dritter Lesung erledigt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Nächste Sitzung Samstag 10 Uhr: PetitiMnrr, Branntwem*. steuermonopol, Kreditvorlage, Besoldungsgesetz. Schluß 3 /*8 Uhr. Die Leipziger Herkß-Muftermefle zu der Mafterlaget von Keramik n. Glas, Hok*, Metall-, Papier-, Leder-.Gummi-, Korb-»,Kurz^,Galanter! e^,Spiel* waren, Nahrungs- und Erfatzmittein, Textilwaren, sowie verwandten Waren aller Gattungen ausgciteilt werden, wird vom 25 . bis 31 . Auguft 1918 abgehalten. Gld<&xeitig finden als Unterabteilungen der AHg. kvlaüermelle (latti PapiermelTewni leipziger Mcö- paiaft Rudolf FUri Kau er, Prtrrtftr.44, md Stouzknr Hof, ^tenßr. V/41, Ker tonn agen mcflfe ho Me». foialt Specks Hof, Rdd»fir. 4/4, SportarttkcfmefTe im Meß- b*us MryflDEdliA, Neumarkt20|22/ NahrungsmittelmelTe ia Ed&ighauj, N Casar kt 15, Verpadumgsmittelmeffe in Mt Oha as Reidukaozler, Peter»* Krise 20, T edini IHie MdTe ha Or6nlSmJcr,PcttrsflrJ!4, and Im Meß» haus Reidiskanzlcr, Pctersßr. 20, BanmclTe lm McOhaos Baamcffe, Markt! NorööeMschbr Lloz?S ig Bremen fldt. ftssekuranz Reifryspäck verficheruM zu mAZtgeu PräMien. NüHrre Aurkonft: Theodor Loos, Sietzen, ED am Mrchenplatz. F;zLterv§rforgung der heimischen Hunde. Zur Sicherstellung der Versorgung des Feldheeres mit Diensthunden und zur Förderung ihrer Nochzucht hw me Heeresverwaltung Futter für die Kriegshunderassen: deutsche Schäferhunde, Dobermann-Vinscher. Airedate- Terrier,Rottweiler u. rmchhaarige >)agdhundftämme geaen Bezahlung hereitgesteltt. Die einzelnen Tiere müssen eine Schulterhöhe von 48 bi^ <14 cm besitzen und dürfen im Alter 6 Jahre nicht überschreiten. Die FutterauSgabe für Hessen Nassau mit AuSn »bme deS RegiernngsdezirkS Liastel sowie für Hesseu-Darmstadt erfolgt bei der Kriegshundmeldestelle Darmftadt, Leiter Kommerzienrat Hicklcr in Darmftadt. Dorthin sind Anträge von Besitzern der oben er» wähnten Hunderaflen auf Ueberweisung von Zütter unmittelbar zu rtchien. Die näheren Bedingungen werden von dort anS mitgeteilt. 52Ü3iiv k^leAwoikKntin^^" vermittelt cker^odnangsnacd^e!« ckeL^lellsmts tnLeipeig Anmeldungen von Ausflcllcr- und Einkäufer-Firmen and Anfragen in Meß-Angelcgenheitcn ünd zu richten an (Lt* Meßamt für dieMuftermeüen in Leipzig. Vertreter für den HandefskammerSczIrk Gießens Karl Gufiav Schmidt Verlag Gießen x xx öooooocraao ogao orx Crr-rxXX^Trjf'yY^i Islali^lillniei Ernst ChaIÜcr,Neuenweg 9 . TnormrnoQ oooc la- Md Mia! öetrcUicmäörr, ßrasmäöcr, üorüer- wagen, Dcicöfclträgcr, Pfcrdered)cn, SadiftDeroenatpflüge UuiDcrfalpfliigc, lutdfdtjarpflüflc, eggen. 5 a&fd?tSamafcb inen mit ucnefler Cmlccrung. KartoUcIcrnicmafdtjincn, futtcrfdjnctdmartöincn, sowie alle anderen Geräte für die landwinschafl oorrätio und fofort lieferbar. 5266 c ffl.Kofenti)alÄ££ ßroßes CrUbtetllaoer. - Rcparatur»n)crhftätte. ßeseilsct.sfl Glosäör» und Damenabtnllung E. V. n«^rru*htöpian. Beginn am 15. tfttft im Ccknlliause Neustadt 61. AnsüntzLNurterLcht: Dienstags und Freitags von 8—6 Uhr A. Karndach, ttaatl. gevr. Lehrer der Stenographie. 5ortbilöuttg: Dienstags und ft-rettagS von 9—10 Uhr August Sievert. Redeschrift. Donnerstags von 8—9'/, Uhr K. H. 51ubl. staatl. gepr. Lehrer der Stenographie. Diktat: Montags von 8—9 1 /, Uhr Frl. Martha Beck. 5N1v I>«k' V«»r»ocmxKoaeca»ccx^ von Anrignttälen. Möbeln, ganzen Elnrichiungerr, Alb eisen» sowie «wen von nur D'!kl!!'i!tkkr'Aftz in drei Qualitäten liefert u- Louis Rothenberger. Ä‘iÄ BtIfltalli Ä geiührien Aritkelu. 4955 ert. Kriegsbeschädigter. Näh. Tust. WiUilorür. X4L —> Frifc»rr-Innung Montag den 15. Inli.' abends 8 Uhr im Kaiserdof: rr e r s a m u» l u n a Tageöordnting: 1. Berfngnng des Stellv. Generalkommando-^, 2. Festsetzung der Mindest, preise tm Beruf, a Berschtedenes. 08329 Der Vorstand. Schieb karren Einmachsässer Emnrachftändee Kartoffel körbe in größt. Auswahl, empfiehlt Wilh. 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Wir konnten Dich nicht sterben «h u, Audi nicht an Deinem Orab« stch'n; Und weinen wir auch noch so sehr, Der Krieg hat kein Erbarmen mehr. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß am 14. Juni unser lieber braver Sohn und Bruder Unteroffz. d. Res. Ludwig Hofmann Beserve-Infanterie-Regiment Nr. 441, 10. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferkritsmedaflle nach fast 4jähriger treuer Pflichterfüllung im Alter von 27 Jahren infolge eines Kopfschusses SU auf dem Felde der Ehre gestorben ist In tiefem Schmerz: Ludwig Hofmann und Frau als Eltern Margarete Hofmann Heinrich Hofmann, z. Z. im Felde Otto Hofmann Karl Hofmann, z. Z. in Garnison Sophie Hofmann Friedrich Hofmana, z Z. in Garnison Wilhelm Holmann nebst allen Verwandten. Daubrfngen, Bersrod, den 8. Juli 1918. osro Wer ihn gekannt, wird unsern Schmerz ermessen. Was er uns war, wir werden’s nie vergessen. Ast 18. Juli, morgens 2 1 /, U&rv wurde uu3 unter UebeS DSHuchen, Brüderchen, Enkel und Urenkel Erich im Alter von 1 Jahr durch eine türkische STran!» * beit emrlffen. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schmidt L und Familie Johannes Stein und Familie Wild. Schmidt und Familie. Grohen-Bnscch den 13. Juli 1925. C8382 Die Beerdigung findet Sonntag nachm. 3 Uhr statt. Dankfag««g. Men, die uns beim Heimgange unserer Heben, teuren Entschlafenen so viel Liebe und Teilnahme erwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Architekt Ludwig Mehrum und Kinder. f^bSra^uM J * bna starb “ Ber stud. jur. Robert Nathan Laftiehlffer bol der Laftiperr-Abteilanf 7 nach kurzer, schwerer Erkrankung im Reserve-Lazarett Wadgaasen. Die schmerz^©beugten Hinterbliebenen: SJltÄ*“ " 1 ! d wv Pr V »Ob. Kats (Därmstadö PrlvatdoEent Dr. Krnat Nathan (Frankfurt &. M.) candL nied. HArgot Nathan (Giehen) Fran FransUka Kmtm (Gießen). Dar m sta d t, Beinrlebstraße 11 0S&4 Gießen (Trednerstr. 16),13.Iuli1918. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden. Sekanut«. Rarneraden. Vereinen, dftr Kompagnie und der Krankenschwester, welche bol dom Krankenlager, dem Hlnscheldon und IBe- grabub unsere* *o lieb gewesenen, unvergeßlichen Gatten und Vaters, des Landstmanns Wilhelm Wagner ln tiefem Schmerz telinahmen, besonders Herrn Pfarrer Naumann für seine so trostreiche Grabrede, der hiesigen Schule unter stellv. Leitung des Hem» Lehrers Gunderloch für die Grabgeöänge, sowie für die Überaus zahlreichen Kranzspenden sagen tiefgefühlten Dank Frau Luise Wagner und Kinder. Kirch-Göns, den 13. Juli 1918. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Wenzel, Zugführer. Lützellinden, den 12. Juli 1918. 98876 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste meiner lieben Frau, unserer innigst. geliebten Mutter, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer- Hartmann und für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: zrieürich §rennd nebst Löhnen und allen Angehörigen. Men-Buseck, den 13. Juli 1918. 0*497 Stets ganze 0333(3 Strümpfe ohne Bezugschein könne« «ie haben. Pro Paar Mk. 1.25. Von 3 Paar alten Strümpfen werden 2 Paar wie neu angeferital E. MSnrer (9^ Löberstrahe 19, Nebenbaus, parh Versteigerung von ca. 70 Bocklämmeru, einer Anzahl Schafe und Mutterlämmer (Colswolds-Kreuzung) aus den odtrhespschen Gramrnschdferetei, Götzen, Babenhausen II und der Fürstlichen GutSverwattung Lich Donnerstag den J8. Juli, vormittags l k\\ Uhr. in Lich. Aukerhesfische Steigerer müffen von ihrer Ortspolizeibehörde eine Bescheinigung beibringeu, daß die Tiere, die sie ersteigern wollen, in -rnckt. zwecken dienen sollen. Gießen (Friedrichstraße 6 p.), den 19. Juni 1918. Landwirtschaft-kammer-Unsschuß für vberhefierr: ___ Breideudach. swsd Handelsschule v. Ci. Herme«, G!e««eii, Bahnhofstr. « 0 . TeL 1097 . -Gegr. 1909 . GeschLdurchgef. Mal kjaliroi-m. Jakr9iklass »ä d.gp p rtift eil ande laleh rer. Beginn des nächsten EalbUhreskartoi JLu faap Jall. Aufnshm« tüglich bis LL. Juli noch möglich, l’rhtu-l nterrlcht in a. IIaridel»fticliern« $ Encliiehrana, SlanoaranWt, Easchlatzsohrtlb«*, * Kchh nach re Iben. Frcmd-Sprachen u^w. WselitnIKsffl. u. Abendknrte. Prospekte frei. Peraöül.Kückapr.cL nichtigste. AnmeMurigontägUch. Daili-GIQhstoff inm Platten and Bügeln 3885hv jed«*m Glähstofl- und Kohieneisen Ist In der altbewährten FriedensqualltÄt in allen besseren LIsen waren- und Drogengeschftften wieder zu haben. DentHche Glühittoff-GiieAeHiichaft Oremden. Einkoch- 4-läser 03813 « Apparate f Gummi | Carl Schnnrk SiUot.hM, Bak*k.Htr.M. Km ST. Mai 1918 park bra für« Vaterland «aser lieber Freund, der Grfttilk Kurl Kfüß Inhaber de- Eisernen Ltrenze- tt. Klaffe J und der Hessischen TapscrkcilSmedaille im Alter von 21 Jahren. 8ai inaa trcia grauten gorirtttt ft. Keil «ug. Keulchling Ph. Jung «ug. Volk H. Atu« «. Ruht. Al ein.Linden, den IS. Jnll 1918 . «»w Danksagung. Für dle Vielen Beweise herrlicher Lett- nähme bei dem tm* s« schwer betroffenen ver» luve unseres lieben Sohnes und Bruders lasen wir ans diesem Wege allen rrslere» innigsten Dank. Die trauernden Hllnerblrebenea: Familie Bb. Vln» nedit allen AaaebSrtae«. Metzen lVrvchftrahe den 13. Jnll 1818. 03349 LANDWIRTSCHAFTLICHE MASCHINEN-LOKOMOBILEN MOTOREN usw. REPARIERT HEINR. SCHÖN&co. GIESSEN i!Uiiiimiiiiiiiiiiiiiimiiim?i’iPimiiniimniriiiini!iimiminiiii':i|.';Mini'iiiri Ideal-Tabak-Mischung best. 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Buchen-, Eichen- und Tannenbol», geschnitten, empfiehlt ab Lager und waggonweise 8772 J. Happel Holz- und Kohlenhandlung Mühlstratze 18. Sichern Sie sich rechtzehig Plätze 5537a B? kt. \ 2 §DEer Vlcckt Gktzener Llrzeiger (General-Anzeiger Kr Oberheßen- Lümttag, (5. Zuü \%$ Hessischer €att££a<}» Erste Kammer. o * er, bitzung jj wn li. Juli, v, ir T'ürst zu Leinrngen eröffnet um I1,1o Uhr d^e SiHung. Das Haus ist nur sckstvach besucht, die Lrurune leer. Am megrerungstisch sind die drei Münster a,uvesend. ldeoer ine ^'Mfrungsi-orlage betr. Kriegsteuerungs- d.e r 9,11 e n f fl r 43 ea rn t e erstattet der Aussckmßberichterstatter A ^ ch mündlichen Bericht, der sich mit dein AuSschutjbencht der Zweiten Kammer deckt. Daraufhin wird ohne Aus!Prache d,e^Regierungsvorlage mit den in der Zweiten Kammer getro,;eninl Abänderungen angenommen und die weitergehenden Anträge Reh und Bach abgelehnt Auch die übrigen 84 Punkte der Tagesendnung werden durch Beitrttt zu den Be,n-lüs,en t»er Zweiten Kammer erledigt. Dabei mir bn btlgeni^n Punkten ixtä Wr-rt geitrihtf#: ^ 55?F]r c . n "9 ^ Zeutnll Verbandes deutscher Konsumvereine um Beriickftchtigung der Konsumgenvssenschaften in der ösfentlich- rechtluchen Interessenvertretung macht Geh. Kommerzienrat Bam- verger barauf aufmerksam, daß das Handelskcrmmergesetz keine Vertretung i^n, >zn-eressentenverbänden kenne, sondern nur von Er- Ztterbsgruppen. Die Konsumvereine würden von der hessischen Re- tzierurcg nicht als ErrverbsLenossenschasten behmrdrit und nicht zstr Gttvmbes teuer heran gezogen, was rrach dem Standpunkt der Haw- delskannner allerdings nrcht richtig ist. Nach den bestehenden Be- stimuchmigen sind die Konsumvereine weder aktiv noch passiv zu den Handelskammern Ivahlberechttgt. Beim Antrag Uebel uird Genossen, Jedensmittelversorgung, unü Zerteilung, wülisckst: Freiherr von Heyl zu Herrnsheim, daß die bestehenden Zwangswirtschastsorganisativnen nicht weiter verschärft werden mögen, insbesondere M man beim Obst- hcmdel die bisher mrt der Erfassung betrauten Händler nicht ausschalten. Mftnsterialvat Wagner erklärt: Die Landesobststelle war bestrebt, den Handel möglichst Heranz,reichen, leider habe der Handel das in ihn gesetzte Vertrauen nicht immer gerechtserftgt. Speziell beim Obttgroßmarkt Worms sei die Frage noch nicht spruchreif, ob die dort UorgcEomnwnten Unregntnäßigfeiten nickst den Staatsanwalt beschäftigen würden. Freiherr von Heyl erklärt, nicht den Obstgroßmarkt Worms, sondern die kleinen ortseingesessenen Händler im Auge gehabt zu haben, die durch Genossenschaften verdrängt werdet: sollen. Bei dem Antrag Dorsch, betr. die Schließung der kleinen Backereien, stellt Geh. Gewerbercrt Falk fest, daß nicht nur das Bäckergewerbe, sondern das ganze Handwerk entschieden gegen die Zusammenlegung der Bäckereien Stellung genommen habe. Er- sreulichenoeise ist auch ein Umschwung i:i der Meinung der Behörden in dieser Frage eingetreten. Der Staatssekretär des Reichswirtschaftsamts l)at zugegeben, daß die Vorteile der Zusammeir- legung in keinem Verhältnis stehen zu der Erschütterung des ge- werblichen Mittelstandes. Me Regierung hat sich in ihrem Er- !La/ß an die Zdreisämter auf den .Standpunkt gestellt, daß.nur in den dringendsten Fällen einer Zusammenlegung zugestimmt werden soll. Bei dem Antrag des Abg. Köhler, Bereitstellung von Holz aus staatlichen Waldungen für Kleinwohnungsbau und Herstellung von Hausmöbeln, weist Frhr. v. Heyl aus die kommende Wohuungs- snot ,nrd die finanziellen Vorbedingungen zu ihrer Behebung hin. Den Reichstagsbeschluß. 500 Millionen für die Wohuungsfürsorge Au bewilligen, wem, die Getneinden ein Drittel dreier Summe «aufwenden, hat der Städtedag der KonsekpienM, halber abgeliehnt. Der Redner bespricht die Zerfahrenheft in der Finanzpolitik des Reiches und der Bundesstaaten. Io. Hessen sind 6000 Wohnungen lnötig. Die Baukosten sind verdoppelt, dre Mieten um 25 Prozent gestiegen. Der Redner erkundigte sich nach dem Schicksal seines im LÄrjahre mft dem Baron von Riedesel gestellten Antrags, nx>- nach die Regierung 25 Prozent zu dem Stammkapital der rriituam Wol'MmgSgesellschaften Airschi ehen solle. Die Lande»- kreditkasse schläft, sie kann und will nichts leisten, die Hypothekenbank ist Au veu^r. Der Redner empfiehlt, die Zentrvlkosse der landwi rtfchaftlichm Gemos >er cschaföen nach dem Vorbftde der Preußenkasse aus xubauen. Geh. Oekmvomieral Walter; Die Denosftnschasten der Zen- tvallmse sitzen ft, den lärrdlichen Orten, wv keine WvhnuTrgsnot herrscht. In den industriellen Vorort gemeinden haben Schulze- Telitzsche Vereine ihren Sitz. Ministerialrat Tr. Wagner: Die Regierung beschäftigt sich seil zwei Jahren mit der Wohaungssürsvrae. Ter einzige der Regierung mögliche Weg ist die Äusgcche von Obligationen der Landeskreditkasse. Durch Rückzahlung der Hypotheken sind etwa 1 Million Mark zu 4,56 Prozent für diese Zwecke verfügbar. Tie Anträge v. Heyl, Wiegand und des Ernst-Ludwigs-Bereius unterliege der Beratung der Regierung. Tie Regierung hat alle Maßnahmen zur Besördeiung des Baugewerbes getan. In Tarmstadt fand vor einigen Tagen eine Sitzung des (Generalkommandos statt. Hier Wurde ein Zwangsversügungsrecht für leerstehende Wokmimgen in Aussicht genommen. El-enso soll eine Auskündi^rung der Wohnungen nicht ohne Zustimmung der Bel/örden möglich sein, nachdem man im Bezftk des 7. Armeekorps damit gute Erfahrungen gemacht habe. Frhr. v. Heyl: Zur Lösung der Wohnungsfrage gehört vor allem ergiichen Abgeord ne ten, bei dem das Reick^sgerickfl daß die verfassungsmäßige Imnnmitüt der lnrrd''sstaal> Uchrn Abgeordneten war für die Gerichbe des betrefferrden Bundes- ftaatos maßgebend sei, nicift für Midere Gerichte. Der Antrag ent- h Ät^ fl oei Prnttte: Der erfbe will der bisherigen Mcftrungsvev- ^chledeui-eit über die Dauer des Landtages ein Ende machen, in- dmr «Irmrmt wich, daß dieser mit der Einberuftmg, nicht erst mrtde-m Zusammentritt begirrnt. Der Mute Punkt imll d^.r Moch.iede7r aller Landtage durch eine Bestimmimg in dem Eilt- M^cungsgesetz zur Stoafln-ozeßordnung dieselben Junrinnitäts- rechte Iihc den stieick^agsaogeordneten verleihen. , Staatsmimster v. Ewald gibt hierzu folgende Erklärungen ab: Zu Rr 1 des Antrages der W-gg. Kehler u Gen ist Ihr Ausschuß den B'mc-rkun^-u der Regierung nur insotoeit nicht gc- wlgt, als fte sich auf die zeftlich? Begrenzung d<-r Immunität der Abgeordneten bezogen. Tie Negierung glaubt ihrer Pslickst genügt zu haben, ,oem, sie mif die Zweifel cnifmerksam gemacht bat, me gegen die Rc^chtsgilltigkeit der Ausdehn,mg des Schutzreckftes me Zeit vor der Eröffnung des Landtages erhoben tverden können. Sie wird ihre Zustimmung zu dem Gesetz nicht deshalb ver- wem, die Landstände diese Zweifel nicht teilen. Zu Nr. 2 des Antrages sind ihre Bedenken, gerade jetzt die Berfolgungs-, Möglichkeit hoch- und lalldesverrUerischer Uarternehmungen ein- Mtzchryuüt n . jpcht hchober^ Abg. Tr. Fulda lSoz.) will in dem Bedenken der Regierung nicht eine Unfreundlichkeit erlsticken, aber doch einen Mangel ans Entgegenkommen. Ter Landtag-sobgeordnete darf nicht unter einem minderen Recht stehen als der RerchÄlmxsabseordnetc. Lehnt die Regierung cS ab, die Würlsäie der Kammer beim Iteichc zu vertreten, so hat die .Kammer die Möglichkeit, sich mit derr andereil bundesstaatlichen Purteierc über ein gemeinsames Vorgehen zu verstündigeil oder sich cur die Fraktionen des Reichstages zu wenden. .... ^ . Abg. Stephan (uatl.) trtTt auch bie ^kbertfen bet Regierung nicht. Das Reich bericht aus dem Gedeihen der Bundesstaaten. Desl-alb muß aus staatscechilichOi, nicht aus persönlichen Gründer! der bunbesstaattiche Aibgeordriete eine volle Jmmunftät besitzen. Jetzt iväre der Fall denkbar, daß oberhessisch? Abgeordnete, die zum Landtag nach Tarmstadt reisen, ans preußischem Gebiet verliaftet werden. Ter Antrag wird einstimnng wrgercommcnr. Naäfträglich lvird für den Abg Stöpfer (Natl.), dat bereits m einer Aeußerung an den Erweiterten Ersten Ausschuß zum Ausdrrnk gebraclft, daß sie gegen ein ettvaiges unmittelbares Au'sichtSrecht einer solche,: Kommission unter Arksschalttmg der Smatsregierung erliebliche staatsrechtliche Bedenken geltend zu machen l-sbe. Im AuSsckmßberich, selbst ist auch anerlcurut. daß derartige Bedenken nicpt iE de,' ^>and zu weisen seien und daß deshalb gegebenenfalls der Auffassung der Regierung beigetretrn tverden könne, sofern kein Apparat gefrierten werde, der zu schoerfällig und kompliziert sei, um ernstlich wirksam zu werden. Es ist nicht anznnehmcn, daß bei dem vor, der Regienrn« gemachte,! Vorschlag diese Befürchtung gerechrserttgt wäre. De soll bei den, Großh. Ministerium deS Innern unrer Zujichunv von Mitgliedern der Erstm und Zweiten Kammer eine Komnnssion gebftdet werden, die ernrächtigt wird, den von dem Ausschuß gewünschten Einblick in die G-sri-äsFührung der in Betracht kommenden Stellen imb Verbünde zu nehmen. ES steht natürlich auch nichts im Wege, d<,ß durch Beschluß der .Kommission einzelne Mtglieder beaultragt. werden, etwa erforderliche Information an Ort und Stelle em$u#el)en. Ebenso sind deren Mitglieder selbst- verständlich berechtigt, Anvegrmgen der K«nrnission zur Berück- siriüigiing zu unterbreiten. Wie berefts erwähnt, haben die sämtlichen Stellen besondere Aontrollaussri)Üsse aus ihrer Leitung zu bestellen und diese wieder sind angennesen, ihre jewr-iligen Nevi'ioiisbenrieu. Dieses MatEiürl toird der zu bildenden Komnlisf'wn zugä iglich gemacht tverden und die Grundlage für etwaige Nachprüfungen anneben. Ich darf deshalb darum bitte,, der Ziffer 2 des Ausschuß- crntrages in der Auslegung bei;utreten, die ich Ihnen soeben dar- gelegt habe und die nwhl auch de: den Bericht des Aiissri-usjeS dergegebrnen Degriftü^rng von dessen Auffassung enrsprr.cchl. Abg. Nebel (Ztr.): Seine Anträge seien vor zwei Jahren gestellt worden, jtzt erst st)mmen sie zur Verhandlung. Erzeuger u.'cd Verbcauchcn: hätten sie freudigst begrüßt Tie Regierung sei, kvie rhre heutige Erllänmg be. weist, ni.cht mchr so ablehnnw wie früher. Gegen die öffentlich-rechtliche Bcwirtfthaftung der Futter- und Lebensmittel ist niriüS zu sagen, aber die Kriegs stellen müssen sich der Oeffertlichftht -regenübrn vmar^omtlich sschlen.. Me Alleemein- l-eit muß die Preisbild'.v'.g der Lebens,nitti-l kontrollieren können. Ebenso bereckchgt ist die Frage nach der VertiLmdung der Hebet» ßrijitffc. Wenn die Regierung glmcbe. daß die Trittgü-it der Krirgs- 65ftllschasten volles Vertrauen verdient, so verkenne sie die Botts- ftiinmuncl. Nicht ftin-e Anträge srirpe,, Venniuhigung im Volk, sorrdern sie seien worden, um die beue5enbc Bamruhigiing zu beseitigen. Die VoikSstimmnng i-t b:-unr,lhigt durch s.-lche Bor- komnmisse, wie in Msleld, wo der Kreisamtmann sährlüch 18 000 Mark uitb ein reklamierter Gutsbesitzer jährlich 6000 Mk. allein auS der. Milri»ve^prgun.st Promstvn decieh.m, wenn Obstnuskäuser bis zu 100000 Mk Provision erhielten. Funktionäre des» Vieh- l-e,chelsverbanr>es jährlich 15000—2UOX) Mk. in-rdienen und Bin» traue„sn,än,per bei der C'iervmsorgimg 2000 Mk als Reivnverdienst in die Tasche flecken. Im ül,rigen erklärt sich der Redner mft der Fassung, die der Ausschuß seiner, Arrträgen gegeben hat, einverstanden. Abg. M. Dehlinger (Bbd.) wünscht bessere Versorgung der Landwirtt'ckmft mit Kitnstdünger. LLbg. Henrich (Fortschr.) erlcftitert die im Aussckmß vor- genonnnene Fassungsänderung, die für eine Nachprüfurig der Ge- ^ LvmmupaLverhüift« völlig avtügs. Abg. Eißnert (Soz.) stimmt den Ansschußanträgen zu, weist aber auf die Notwendigkeft der slommunalverbärwe h,n. Bei freiem Handel wären die Preise siri-erlich höher. Abg. Fenchel (Bbd.): Mchl bloß die VerbtLncher, r ,mvez& arich die Erzeuger freuen sich üben die £ur.,trolle. Abg Korell -Ingelheim (Fortschr.) begrüßt, von der Fwnt kommend, die Anträge Uebel als sehr wiriftig für die Slimr .an^ an der Front. Für viele draußen, deren ganze Eristenz vera.ri.^r sei. sei der Gedanke niederdrückeno, daß in der Heimat all unabkömmlich Erllärie Riesengewinne einsteckten. Tori drcn> ,/m ist mau überzeugt von der 9chlloendigkeft der ösfentlich-ncchtlirimm Gemein foirtschast, deshalb habe der im Reichstag gestellte Antrag Rov- ftcke an der Front Beunruhigung heroorgerufen. Es icheirie in der vielfach das richtige Augenmaß für das Riä/Ngc und Unrichtig. zu fehlen. Man versteht es nicht, tcenn in der Heimat Fragen schon jetzt wahlagitatorisch behandelt würden. Draußen an der Front nwlle man weder vom Annexionisnrus noch vom Pazi- ftsmus etivas wissen, dort wünscht man, daß das Reich ungr^ ichmälert aus dem Kampfe hervorgche. (Bravo!) Abg C a l m a n (Natl.): Im Kommunal verband 2llzey roer- den dieselben Posten ehrenamtlich versehen, für die andersno, tois aus den Aussri>ußverhandlungcn hervorging, hohe Provisionen be- S hlt toürden. Tie Verhandlungen über den Antrag Uebel in voller cssentlichkeit urü) die breiteste Berichterswttniig darüber in der Presse sei nur vorteill)ast. Bon den geheimen AnSschußberatung<-n^ die man am Anfang deS Krieges in den deutsri,en Parlanreiitess für nötig gehalten habe, sei man mit Recht abgekommerr. In den Landesstellen sitzen zu einseitig Städter, die von einem ungerecht- fertigten Mißtrauen gegen die Landwirtschaft erfüllt sind. (Sehü richtig! bei den ländlichen Abgg.) Wo kein Obst- unb Wernbmij dabei ist, bringt es der kleine Landwirt nock) heute nicht zu der» Entlohnung seiner Arbeft, die der Jnduswiearbeiter erfährt. (Sehr richtig! bei den ländlichen Abgg., Widerspruch bei den Soz.) Abg. Heerdt (ffortsttZr.) bittet um Festsetzung von Richte lrnien für die beabsichttgte Ivntwlle. — Äbg. Wolf- Sta-- decken (Wild) sich, am die Vertretung eines vern agrarijchen StandMnlls belchrär:kt. Um so w^iiger kann es ihtzn. verülx-ll werden, wein, er sich heute der Pwbuzenteu mmimmt. — Abg, Dorsch (Bbd) leyift für seine Fremide den Vorwurf ab, daß sie mit ihren Anfragen Wahlagitation treiben wollen. Tiefer Vorwutx möge an die Adresse des preußischen LLbgoo^netenhauses gerichtet werden. — Abg. Ko r e l l - Angenrod (Bbd) glaubt, daß der Borwurf des Abg. Korell-Ingelheim »vvh! auch nicht g^gn, beit hessischen Landtag grntttnzt war. Tiefen, muß das Ze^-niL [a&l.ttpt Arbeit ausgestellt toerden. Ter Redner spießt sich den Ausführungen des Abg. Kooell-Ingelheim als Vertreter der Front an. stttlr den Lüitrag Roesicke hielt er für nützlich und nottveudig für die 'kommende Uebei:gangswirtschaft. — Abg. Ade lung (Soz) verteidigt die Komnrunalverbände. Wohin man ohne Zivangs- Wirtschaft komme, sehe man ja an Oesterreich. — M spreri-en noch die Abg. V ähr (Bbd) und Cal man (Natl.) Ter Antrag des Ausschusses, die Regierung zu erff-uchs,. bei den Kommunalverbändm und Land-esstrllen für Futter- und Lebensmittelverfvrgung Kvntrollauschässe zur Prüfung ihrer Fi- nanzwirtschast zu errichten und jrme parlamentarisck-e .Kommission ftus Mftglisdern des FfturnzauSschtpses mft gleidjpru Bechinisten bestellen, wird einstimmig angenommen Ter Antrag Urstadt und Gen., betr. FamilienftdeiÄnmnisse, wift) auf Antrag Tr. Osann abgesetzt gegen die Sttmme des Antragstellers. Auch der Staats minister hielt den Gegen staud nicht für dringlich Desgleichen wird der Antrag Wiegand ftfar Me 2 TaowMitungrn aus Brrlangen des ALftnagslollerö abgesrtzt, da er noch nidjt ftn Ausschüsse zur Sprache kommen konnte. Ebenso wird abgesetzt die Anfrage Brentano u. Gen. wcge» der Wernsteuer wegen Abwese,ckieit des Flnanzministers, ivnb eni» lich «ruf Wunsch des dttit 0 t,gstellerS die Anfrage Tr. W-Hnrngsnot nach dem Kriege betr. DageE werden noch mit Zustftnmnng des HaUsrs verfchrÄnw Anträge Dorsch, den Anbau von Oespfl-rnzeu rmd das Oeb« schlagen betr., xur Beratung gestellt. Die Rtgicrung hat im Ausschüsse bereits befriedigende Ankwort«, erteilt. Ter Vßckrogstellet Dorsch (Bbd.) weist daraus Hin, daß seine Mckräge nur bezweckten, den Anbau vcnr Oelsaaten. dnertz Zeit jetzt im Angnst komm-, möglichst zu fördern. Er weist ans die Notwendigkeit des vermehrten Anbaues hin. Abg. Hof mann (Ztr.) bittet die Legierung unter Hinweis auf Falle in der Seligenstadter Gegend, das Oelschlagen m dens tiächsten Mühlen zu gestatten. Eine reiche Bucholernre sei zu ec-- wartzm. Ten Sammlern möge der Ertrag ihrer Scmunlungeni möglichst vollständig zugute kommen. Me Abgg. Fenchel (Bbd), Brauer (Bbd), Dr. Weber' (Bbdst und Bähr (Bbd.) unterstützen die Vorredner. Abg. Brauer bittet darum, daß die Kleirmrühlen mit Wasserkraft nicht unter dent Deckmantel der ...Kvhlenersparnis" gegei'über den mft Ta mp kraft arbeitenden GvoßmOlen zurückgesetzk würden. Mb.,. Tr. Weber rveist auf die Notnvndigkeit der pflegliche,! Bchaiidlung der leicht verderblichen Oelsrüchte hin. Er ist für völlige Freigabe der gesammelten Bucheckern an die Sammler. Ein Antrag U r st a d t, in der n ächsten Woche wvck, eine Sitzung abzuhalten, findet nicht das W-oftlw-stlen des fast leeren H«:. eS. Und so wird gegen ty,2 Uhr die Sitzung geschft>>,en unv das Haus Nachtrag zu der Aussprache über die Teuerungs^ b e i h i l f e n. Akt^ Calman (natl) ettucht urrs, nachz,ttrner Xckrrte erklärt lwbe. er Nnne die Erklärung deS Iinanzminifters in der Frage der Besteuerung der preuß'^che« Cisenbalmbeamten in Hessen noch nickst als letztes W-wt in dieser Angelegenlieit betrachten Er wisse, daß allein in der Salion Alzetz Preußen an 13 Eisenbahnbcomte 218 Mk. hch'ische Steuern zurück^ vergüte. Uirchiiche Nachrichten Gottesdienst am Scnnftag den 14. Juli (7. nach TrinittE>. Evantzrllsche Sellrett.ör. In der Stadtkirche 8: Zugl. Chttstenl. f. d. Neickonftrnu ans d Mark.-Gem. Pft. Schwalm: 9'/»: Pfr.-Ass. Liz. Reurnna: 11: Kinderk. f. d. Matth *0Vm. Pfr.-Äss. Liz. Remnng. M'.ttniochl den 17. Juli. abds. 8' Kriegsbetstmrde Pfr 'Sn-- knck And. Menstag n. Freitag, adds. 8: Krie-rsbittaird. SumK^ tag 20. Juli, nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl Backst. — Diastwrw, Govtl-Sdftnift am 14. Juli: Grünlerg 9Vr, Hungen 9V». Mrt-oroioHischr vrodacht-irigk» der StaUj«t Sie^e«. Juli 1S18 s. = s°z pi & il i* lf S 1 lf \H T~ i i 1 L 5 £ - a 1 fili * 1 '■lOtllti 12. H 22,0 8,7 44 _ 9 wechselnd be- 12. 9 i 18,0 96 62 — — 10 wölkt, bH auf 13. 7 ,fc 17,6 10,4 69 9 en>reli,kRegen- sälle trocken Höchste Temperatur am 12 . bl« 13. Juli Nredrtzste . ..... Niederschlag 0,2 1918 + 1«,3' a 1918 =n-f 13,6* 0, I. Nachtrag zur Satzung der Allg.OrtskrankenkaffeGießel >iassenmitglieder bis 10 Lik. für den 't llv ♦ vc f« f c i3 « »nvj des Grundlobne- lverden die srauenmUflueder etngelettt in solche, deren Arbettsoerdienu für den nibettäLin betrügt: Stufe I bis 1,27. Mk. ieinschl. der ohne Enigeld beschäftigten Lehrlinge) Stufe II bis 1,75 Mt. " Ul * 2 'L - " IV ff 2, / 5 ft * V , chA . » VI „ 8,75 „ Stufe VII bis 4,25 Dik. . VIII „ 4,75 „ • IX „ 5,25 - . X » 0,25 „ - XI „ 7,25 „ , XII * 8,25 „ » XIII „ 0,25 * XlVüber9,25 » Hiernach wird der Grundlohn bis aus weiteres festgesetzt Stufe I 1.- LU. Stufe VIII 4.50 2115 II II IV V VI VII i,rx> L- 2,50 a- ano 4, IX 5,- x a— XI 7,- XII 8,- XIII xiv ia- SDie Llbsätze 3 bis 5 in § 17 der Satzung bleiben unberührt- . A 19 Absatz I Ziffer 2. c^k.?^Ü5ENaeId, und ztvar an ledige nauenninglteorr tu V'öve von 55.Prozent, an verheirateie Kauenmitglieder I f /u.- t« n ' wiiumnifir scancnuuiflurori fc*S?S e 1,0,I k *2 ^ ro * e . nl des Grundiohne» für jeden Ar- vettStaa und den auf einen solchen fallenden .Veiertag, wenn dte Krankheit den Verfilterten arbeitsunfähig - wlrd vom vierten .WrankueilSiage. wenn aber die Arbeusunfablgkett erit später etntrin, vom Tage ihres Eintritts an gewahrt. Har der versicherte von seinem Arbeitsverdienste An- gehvrtge ganz oder überwiegend zu unterhalten, so erhält er das Krankengeld nach dem Satze für verheiratete. Lehrlmgen. die ohne Entgelt beschäftigt werden, wird Krankengeld nicht gewährt. Der Adiav i Ziffer 1 und der letzte Absatz in 8 19 der Satzung bleiben unberührt. 8 42. Die Kassen betträge werden auf 5 vom Hundert des im 8 u festgesetzten G ... Woche berechnet. Sie betragen: irundlohnS festgesetzt und je für eine für die I. Stufe „ , II. - III. bet 6 Arbeitstage bei 7 Arbeitstage 0,3" Mk. 0,30 Mk. 0,45 Mk. 0/)l Mk. 0,60 M5 0,00 Mk. 0,75 M5 0,87 Lik. 0.90 Lik. t05 Lik. 1,05 M5 1,23 Mk. 1,20 M5 1,41 Li 5 1L5 M5 1,50 M5 1.50 Lik. 1,74 Li5 1,80 Mk. 2,10 M5 2,10 Lik. 2.40 M5 2,40 M5 2,79 Mk. 2,70 Li5 3,15 M5 a00 M5 3,51 M5 Mr Lehrlinge aller Art, die ohne Enrgeld beschäftigt »erdew beträgt der Beitrag */, des Satzes der niedrigsten Stufe Die Beiträge für dte unlländ?g*BeschLlltgten werden Ruf 6 Hundertstel des Ortslohnes ,88 149 bis 152 der Reichs. oerficherungSordnung) festgesetzt und je für eine Woche berechnet. Dieser Nachtrag tritt mtt dem heutigen Tage in Kraft- Genehmigt. Darmitadt, den 1.Ju!i 1918. Vrotzb. Oderverficher,ug»a«t. 8D1V 9. B.: Hey d. IV. V. VI. VII. VIII. IX. X. Xl. XII. XIII. XIV. 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Sfjjinn 1.Meber. AniütlSithz «ZzliG bis I.Le-t. Nähere Auskunft erteilt die Auskunftsstelle für Frauenberufe des „Allgem. Deutsch. Frauenvereins" Dienstags und Freitags abends von 7—8 Uhr im '-alten Rathaus, Marktplatz 14. 50820 Eichener hausfrauLN-Yereirh Kochprobe tmit Gebauers Konservengläsern ohne Gummiring Dienstag den 16. Juli, nachmittags 4y 2 Uhr lSaal wird in der Montags 9?ummer angegeben). Alle Einmachgläser sind obneGummirtng sicher abschließbar. Im Anschluß an die Kochprobe wird das Backen in der Korbkisie gezeigt. |524*tv Die Mitglieder des Vereins haben gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte freien Zutritt. Nichtmilglieder zahlen 30 Pf. leine Spnechsiunde an Sonn- und Feiertagen ftllt bis auf 5*67 Richter. weiteres ans. Dr. Deutsche Vafertendspartel Im Saal „Fürstenhof“ Dentist Zutt, Lieh - verreist bis einschließlich 1. August IMiaas Klchelstadt i. Odeuw. (Linie Hanau-Eberbach.) 577088 Kcfeagl. Kuriielfl» Hir jtfervö«© und Erholungsuchende ZsitisnU |Bts V«r?»f egsai. Prospekt 9. Snn.-Ua( Ulrslberfer. Stadttheater Gretzen Gastspiel des Wandertheaters des Stellv. Generalkommandos XVIII. A..A. Mittwoch den 17. 3*H, abends 8 Nbr. zum Besten der hetmkehrenden Kriegsgefangenen. Baugenossenschaft 1894 um Treue 9 ffltt anA Sa«* -ooa _ zu Gießen Cingetr, Genofscnschast mit beschränkter Haftpflicht. Einladung. Lu dertMontag den IS. Juli l. I.. abends 8 Ubr, im ^aale der Herberge zur Heimat datrier stattfindeuden erDMilhtl! KWKkt'sWAlüiig Twerdeu die Mitglieder ergebenst etageladen. _ . Tagesordnung, d. Bericht des Vorstandes. L Vorlage der geprüften Rechnung nebst Bilanz und «>e- winw und Verlustberechnung für 1917, sowie Erstattung deS Rechenschaftsberichtes für 1917 3. Entlastung deS Vorstandes. 4. BerretlungSvorschlag bezüglich deS 1917er Reingewinns V. Veräußerung des Häuschens Landmannitraße Nr. 10. 6. Wahlen in den Vorstand und Aufsichtsrat. 7. Erstattung des Neoisionsberichtes über die stattgefundene gesetzliche Revision. §. Bericht über die Elisabeth-Kleinkinderschule. v. Verschiedenes. Gießen, am 2. Juli 1918. 'Der Vorsitzende des Aiiffichtsrates der Baugeuossenschaft 1894 zu Giesten Etngetr. Genossenschaft mit beschränkter Hafwsttcht. . Or. KrauSmüller. P- Die Rechnung für 1917 liegt 8 Tage lang zur Einsicht oer Genossen in unserem Geschäftszimmer — Etcuban- _ ttrake 17 11 — off en. 496UD Bekanntmachung. Die der Stadt Gießen durch die ^Hess. Versorgungs- Kelle für Auslandseier" zugewteseneu ausländischen E-er «ollen in der Woche vom 15. bis 21. Juli ds. IS. zur Aus igade gelangen. Auf jede Berfon entfallen 2 Eier gegen Abgabe jder Eiermarke Nr. 13. Der Verkaufspreis ist auf 4o Pfg. ffür das Stück festgesetzt. Gießen, den 12. Juni 1918. OSSjOD Der Oberbürgermeister (Lebensmrttelamt). Buttermilch-Verteilung. Die Abgabe der Buttermilch geschteht tn^ denjenigen Verkaufsstellen, in denen die Anmeldung ersolgte. ES werden beliefert: Gruppe I (weiße Karten) Montags n II (rote „ 1 Dienstags n III(blaue „ ) DitttwochS „ IV (gelbe „ ) Donnerstags * V (grüne * ) Freitags * VI (orange „ ) SamStagS. Die Verkaufszeiten sind wie folgt sestgejetzt: Verkaufsstelle Schanzenstraße: Vormittags lO—12Uhr „ Ltndenplatz: Nachmittags 3—5 „ „ Jrankf. Straße: * 3—5 „ Bei der Abholung der Buttermilch sind die Biitter- »ailchkarten zur Entwertung vorzulegen Für jede Person wird V* Schoppen abgegeben: mehr als 3 Schoppen werden «für eine Jamilie nicht verabwlgt. Buttermilch die nach Ablauf der Verkaufszeit noch -vorhanden ist, gelangt ohne Marken zur Abgabe. Bezugs- lberechligte derjenigen Gruppe, die an diesem Tage zu 'beliefern ist werden vorzugsweise berücksichtigt. Da die zur Verfügung stehenden Butterniilchmengen ^wankend sind, kann ein Anspruch auf Belieferung mit iButtermilch nicht anerkannt werden. Die erste Ausgabe von Buttermilch in sämtlichen BerkaufSstellen erfolgt am Montag den iS. d. M. Gießen, den 12. Juli 1918. 52581! Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung Die Auszahlung der Namilieunnterstittzunger, an iMe Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für '15.—31. Juli 191& findet statt • An diejenigen, deren Namen beginne« mit: A—II Montag den 15 Juli 1918 J—R Dienstag den 16. Juli 1918 8—Z Mittwoch den 17. Juli 1918. Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr tm Stadt- HsuS. Zimmer Nr 7, statt. Die Uuterstütznvaen dürfen aar a« den varge- «surrten Tagen abgebolt werden. Gießen, den 11. Juli 1918. . 5257B Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Die im Jum 1901 geborenen Landslurmpfltchttgen der Stadt Gießen müssen sich am 15. Juli d. vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 hlS ü Uhr, Im alten Nathans am Marktplatz zur Landsturmrolle melden ÄuswänS Geborene haben bei der Anmeldung ihren Geburtsschein vorzulegen. Gießen, den 4. Juli 1918. 5047V Der Oberbürgermeister. I. B.: fcimjint, Beigeordneter. Bekanntmachung. Zwecks Vornahme von RevisionSarbeilen ist die Stromrung tm Ueberlandgebiet milAusnah,ne der Gemeinden idori'Gleivera. Heuchelheim, KletN'Ltnden, ANendorf iwhn und der Gteßener Braunstetnbcrgwerke am lutag den 14. d- MtS. von vormittags 8—IO Uhr rrb rochen. 52560 ekttliiliüöwLrk nab Straßenbahn der Stadt Gießen. Stolte. Ein Spiel aus der Gegenwart. Worheri Bunter Teil Gewöhnliche Preise. Gewöhnliche Preise. Barverkauf beginnt Dkontag den 15. Juli 1913 um 10 Ubr an der Kaffe des StadtthealerS. Cafö Ernst Ludwig Inhaber: Aug. Rath Samstag und Sonntag: KONZERT Eigene Konditorei. 522 8838 Caf 6 Astoria Jeden Sonntag Künstler-Konzert Empfehle vorzügliche Getränke, Torten and Eie. / Cafe Amend e«fliit«c and Seanta* [4119 Künstler - Konzert Achtung 1 JssjspIataE an d@v* Lahn Einem jeden ist jetzt Gelegenheit geboten, ssch reichlich zu amüsieren, da der Platz mit allen ucOgltchen erstklassigen Geschäften besetzt ist. 0a9M Walldorr. Juxplatz (öicfjcn Juxpiah Zirkus A. Kuhlen Heute SamStaa, morgen Sonntag 1« zwei Vorstei- i n. Nachmittags 4 Uhr extra Kinder- und Familien-Vor«te>lan«. Jür Kinder halbe Preise. Je abeudS 8 Uhr: (Jrolie brliloate Vonilellunf, 9) outag. sowie folgende Tage, abends 8 Uhr Vor, stellungeu mit neuem Programm. Preise der Plätze: Sperrsitz 2.- ml, 1. Platz 1.50 JüiL 2. Platz t- Mk.. Gallerte 60 Psg. 03403 Fritz ©reiner Emmi ©reiner geb. Ettel Vermählte Frankfurt a. M. Dich« 13. Inü 1918 den 15. Juli, abends S'j, Öhr* pünktlich 0 ©ff©BitiicSh©r» M©r*frag (mit Lichtbildern) „Englands Gewaltherrschaft in Indien“ Redner: Herr Ingenieur Chempakaraman, Pillai Zahlreicher Besuch erwünscht Dsr Verstand Schwarz-Weiss-Lichtspiele Selt ®; swe 9 Tfi^llch Kfinst ler-Kepaerte V. Film unaar Joe-Deebs-Serie 1918 Der lehendigeTofe Ein seltsame« Detektiv-Abenteuer des berühmten JToe Deebs in 4 äusserst spannenden Akten In der Hauptrolle wirkt 52u Max Landa als Joe Deebi. Die Hännerfeindiei Moderner nordischer Lustspielschlager in 3 pikanten Akten, mit ersten nordischen Künstlern in den Hauptrollen. Karl Fach Dntenbantur-Sekretör Liefe! Fach geb. Stenner kriegsgetraut Bretzenheim b. Mainz, 13. Juli 1918 Arme Köhllnger Peter Stefanowitsch Verlobte. Sichen, den 18. Zull ISIS. 93405 # üitr odrr Hü« ftor|QgL Lechrduch S. btuiiar« f pr*-i# 2 Rechne, 8. 4. Kitit« (chrtN 6. eun*kir«9|i« 0. --.atchmenstüietb^i 7. iun| t eint..bevp.u.cmcnt) 8. D. Recht«an»2 ' Hius» 8 Briesdetler 10 . Aechischrei^ trhr, 11.Fr'«dwtNerbuch uhie liwui tnulilcb 1«.>uu»Lran»bsiI«-»lochduch. löv rzügL Ledrdüchcr, »«|. «. LL SR. l.-US ^»achn. i. k Bert ln 1* wir liefern auch (ed«8 andre« Buch . (4S71H