W.159 Der Ltetze*er Hnzefße, erschetrü täglich, außer Sonntag». — Beilagen: OietzeurrKamsrienblLtler; Xreisdtatt fRr »ea Kreis -letzen. Vemxrprelr : monatl. ML. 1.20, viertel- MttichMk. 3.VS. d.rrch Sdhole» u. Zweigstellen monatt. Mt. 1.10: durch dienst Mt. LKS merrrl- jährt. auSschl. Befrellg. Ferrstprech - Anschlüße: ikir die bchristleilung 112 Derlaü.GeschäittsteUeöl Anschnlr fücDralUnach- richlem Anzeiger Sietzen. M. Jahrgang Mittwoch. \0. M E ; 'Mm AM pastscheSiOnt»: 5r«mkfnrta.«.tt686 General-Anzeiger für Obechchek Annüvmr W-n Anzeige« 1 die Ta^nunnner t,iO zum Nachmittag v-rh« ohnejedeBerbindltchkeit Sel!enpre4ft: für örtliche Anzeia« 85V1.für auswärtig« 90 Ps, Är Reklamen Mk. 1.— : bei Platzvor- fchrtft 20 •/» Aufschlag. Hauptschrittleiter: Au«, o e q. verantwortlich ftir Bolitck u. Feuilleton: Aua. 'Äo«tz; «studt und Sewerhrbi»! Sicht» Land.Br..nPht««L!Se. yimtverlehr: richssaal: W. Meyer; 3wi!li7!grnl«-dr»< u. vri!«g: vrühl',che Univ.-Such-». St«i»-n>ckerei A. Lang«. SchristlettMg, SeschLstrMIe o.vrgSerei: 5ch»!str. r. «i^n! ver Rücktritt -e§ Sföolsfcfrdats v. Hf (WTD.1 WrotzrS yauptpuarkier. ff. Frrli. (Amtlich.) Westlicher KriegSschauplstz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Südlich des La BassLe-Krrrrals wurden mehrfach! wiederholte Teilangriffe, auf dem Norduftr der Somme starke Vorstöße des Feindes abstnmcfen. Der Bnillcrickampf blieb in diesen Abschnitten lebhaft und er imhm am Abend bewerftits ^er Somme zeitweilig wieder große Stärke an. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Westlich ®n Aucheuil, südwestlich von Noyvn haben sich heute früh nach k-eftigcm Feuer örtliche Angriffe des Feindes entwickelt. Am Wald von Bitters Cotterets scheiterten Teil- umgriffe der Franzosen in unserem §1mnpsge!ün-e. * Gestern wurden 18 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Leutnant Billik errang seinen 23. und 24., Leutnant Friedrich seinen 21. Luftsieg. Der Erste Generalguartienneister Ludendorff. * Der Abendbericht. B e r l i n, 9. Juli. (WTV. Amtlich.) Südwestlich! N o - von wurden französische Teilangriffe ebgrioieftn. Oertlich erstrlgreichc Kämpfe westlich Chütcau-Thierry. ———MHMCW6- Igan arau— > — Der Rücktritt des Staatssekretärs v. Kühlmann hat zunächst irur in einigen unmaßgeblichen Kreisen und Zeitml- gen der Neichstagsmehrheit eine krisenhafte Aufregung hervorgerufen. Wie die Lage in den richtunggebenden Instanzen der in Frage konnnenden Parteien beurteilt wird, kann man noch gar nicht erkennen. Eine gewisse Gefahr, daß manä-e Mehrheitskreise wieder auf der Unterzeichnung eines bindenden Vertrages bestehen werden, ist vorhanden, aber es besteht auch die Dtoglühkeit, daß der Reichskanzler und der Vizekanzler große parlarnentarische Aktionen nicht für nötig halten und ihnen bis zu einem gewissen Grade entgegenwir- fen werden. War denn der Herr v. Kühlmann wirklich der führende Mann in der Regierung, oder war er nicht vielleicht nur der ausführende Beamte, der sich cm die Ruhtliniett der Herren Henling und Payer zu halten hatte? Zweifellos hat seirre letzte, vielbesprochene Rede den Anstoß zu seinem Aussck-eiden gegeben. In gewöhnlichen Zeiten Ware dieser Personenwechsel crnf eine so deutlich gewordene „Unfrtmmigfcit'' hin wohl viel schneller gefolgt. Man kann als Anhänger einer bestimmten politischen Rich- tAwg doch so verfehlt handeln, daß dieser Mchtnng Abbruch geschieht. Sind alle die, welche über den Wechsel im Staats- sekretarnat ihren Unmut äußern, nicht am Ende innerlich doch ein wenig davon überzeugt, daß Kühlnmnn letz chm im Reichstag den Gedanken eines Verständignngs friedens herzlich ungesAstckt vertreten hat? Genügen denn nur guter Wille und feste Gesinnungstüchtiakeit, um dauernd ein hohes Amt Ku führen? Kein Aoeifel, Staatssekretär v. Kühl- nrcrnn hatte vor versammeltem Reichstag politisch und taktisch eine Extratour gemacht; er war der Mehrheit und der Regierung disziplinkis vorausgeeilt, und in der Politik wird solch kühnes Berlasfeu der Stellungen zweifellos schwerer verziehen als in den Feldschlachten. Es wirkt oft auch noch störender irnb verhängnisvoller. Kein Mensch kann daran zrveifeln, daß Graf Hertling mit Kühlmanns Rede ganz und gar nicht einverstanden war. Er durfte sie natürlich nicht offen tadeln ,rnd Mrückweisen, solange ihr Verfasser neben ihm rm Amte stand, aber lag denn nicht schon eine völlige Preisgabe in Hertlings Sätzen, daß dieses und jenes der berührten Dinge ^zwecklos und nutzlos sei! Es ist recht wohl möglich, daß dieser erfahrene Staatsmann auch tmkerlich und politisch von der gefährlichen Taktik des Staatssekretärs nichts wissen wollte. Dann blieben petförc!t^^e RerbungKflää)en übrig, die bei der Entscheidung rm Haichtguartier mitgewirkt haben mögen. Oder schätzt Man die Staatskunst des führenden Reichskanzlers nur so ein, daß er sich darauf beschränken müsse, die verttampel- ten Teppiche der Mehrheit wieder auSzuglätten? Dann Würde er wirklich feilte eigne Meinung und keinen eignen lWiNerr hadert. Zweifellos fenrmt hinMe, daß dis übrigen, in MLrßgebQcden Stellungen mittvirfenden Persönlichkeiten von den Bortänzen Kühlrnanns wohl noch lveniger erbaut waren als der Graf Härtling. Und die WirÄrng mtf das WrSlaaid? Es kann Sawn etwas schaden, wenn dort die Annahme wieder cvusgelösclst wird, als fei unsere Regie- Z^^der Meinurrg, Deutschland müsse eis aufgeben, dicrch die Wassrir den Sieg zu erriirgerr Dieser Annahme hatte fast Die tzes- rer der Sozialisten-Revobltionäre wurden aus dent Kongreß hevrus verhaftet. Ob die Mörder auch schon gefaßt ist nicht bekannt. Gegen 7 Uhr abertds war in Moskau ziemliche 7lttche eingetteten, Arrillerreseuer war nicht zu hören, mrr noch »Äanloses zeivoeiliges Gewehrseuer. Die russische Regierung ließ m Mcgblättern eine Erklärung verbreitertem der sie die restlose Unterdrückung der ganzen Bewegung in Mrs sicht stellt und für den Fall des Wiederm rsbrnchs die volle Veranttvvrtmrg den Sozialisterr-Revolutionären überläßt. Moskau, 8. Juli. Die Presse veröffentlicht eincir A tl f-- ruf der Negierung, der wie folgt beginnt: Gestern hat die allrussische Versammlung der Sowjets mit erheblicher Stimmenmehrheit die äußere und innere Politik des Sowjets der Volkskommissare gebilligt. Tie sogenannten linken Sozialrevolutionäre, die in den lebten Wocl)ert geschlossert in das Lager der rechten Sozialrevolutionäre über- gegartgeir waren, hatten beschlvssett, die allnissische Versammlung aufzulösen. Sie versuckMr, die Ratsrepublik entgegen dein Willen der überwiegenden Mehrheit der Arbeüer und Bauern in einen Krieg hineinzrttreiben. In Verfolg dieses Zieles wurde gestern 3 Uhr nachmittags der deutsche Gesandte von einem Mitglied der Partei der linken Sozialrevolutionäre ermordet. Gleichz-eitig versuchten die linfeit Sozialrevolutionäre den geplanttn Ausstand zur Ausführung zu bringen. Nach Darstellung der Umfturzoeivegnng schließt der Llufruf: Es unterliegt keinem Zweifel, Mi im Laufe der nächsten Stundett der Ausstxmd der linken Sozial rerwlutionäre, der Agettfen der russischen Bourgeoisie urrddes englisch-französischen Imperialismus umerdrückt sein wird. Welche weiteren Folgen dieses sinnlose rmd schmachvolle Abenteuer der lütken Sozialrevolutionäre für die internattoiralc Lage der Ratsrepublik habett wird, kann augeiiblicllich unmöglich vorausgesagt werden. Aber wenn unser erschöpftes und verblutetes Land von treuem in einen Krieg gebracht ward, so ttägt die Schuld daran einzig und allem die Partei der linken .So-Mlrevolutwnärr, Umstürzler rmd Verräter. Mögen in diesem kritischen Augenblick alle Arbeiter und Bauern der Sachlage voll Rechnung ttagen und sich wie ein Mann um die allrussische Dersamnrlung der Räte der Arbeiter- und Barrerndeputtetten sck-aren. Die Gewaltpolitik der Entente. Rotterdam, 9. Juli. (Priv.-Tel.) „Daily News" schreiben in einem Leitartikel: „Wenn wir noch an der Lehre von dem Vernichlungsplan festhalten, so würden uns noch endlose Kämpfe bevorstehen. Deshalb begrüße:: wir mit umsomehr Zustimmung die nachdrückliclien Worte des Premierministers vom Freitag, in denen er erklärte, daß der Deutsche Kaiser morgen den Frieden haben könne, weinn er nur Wilsons Formel anirehmerl wollte. Es ist nicht anzunehmen, daß der Kaiser auf dieses Anerbieten eingehen wird, denn Wilson hat die Skizze von einer Welt entworfen, in der wenig. Raum für einen Kaiser nach dem heutigen Muster sein wird. Wenn es aber den Staatsntärt- nern der Alliierten gelingt, dem deutschen Volke deutlich zu machen, daß Deutschlands Bestehen als organisierter Staat in den Händen eines Völferbundes ebenso verwirklicht sein wird, wie das Bestehen Großbritanniens und Amerikas, so flVmrie der Krieg um Monate, wenn nicht Jahre verkürzt werden." Amerikanische EroSerungSplSirre. Berlin, 9. Juli. (WTB. NichtLurtlich.) Unter der IW«* fchrist „Hinüber über den Rhein" bettchtet «n. Teto- gvcmmr der „Vüorning Post/^ aus Wushmgton übe: die Tinsüchiung des Verteidiguugsgesetzes im amerrLmisaiteu RepräsenttmLschMLsL Indem das führOrdc Kongreßmitglied Borland den Erftwurf zur Annahme empfahl, führte es aus, ,^>aß die amerikanische Armee dadurch in den Stand gesetzt werde, den Rhein in voller Kraft Uütd Stärke zu überschreiten und dabei allen Hindernissen, denetr sie begegnen könne, gewachsen jtt sein". Be- Sanntlch hat im vorigen Jahre der damal rge brittsche Minister Sir Edward Carson in einer vielbeachttten Rede die Wendrmg gebraucht, Englands Kriegsziel sei, die deutschen Heere iä-er den Rhein zurückzurverstm. Diese Acußerung hat man in Ätgland seMer» zeit vergebercs als eine bedeutinrgslose Entgleisung hftezusbtlar versucht. Die dem genau entsprechende Erklärung des amerikanischen dlbgevrdneten bewerft jedvcki. wie ftes Ervberwmsroünsche wie in der Kriegsstimmurrg dev «ngelsächi ischar Völfer wurzeln. » Amerika und der norwegische Schiffsbau. Kopenhagen, 9. Juli. Es besteht noch feine An^- sicht auf Abschluß der Verhandlungen zwischen Amerika und Norwegen über die Frage der norwegischen S ch i f f s n e u b a u t e n, die auf amerikanisä-en Werften fertiggestellt werden. Von solchen Ss.hiffen, die auf norrov- gische ReckMung auf amerikanischen Werften bestellt sind, bc- ffnden sich bereits 180 000 Tonnen für Amerika in Fahrt, furrb die Reeder erhalten nicht einmal Zinsen für die 150 Milliorren Kronen, die sie amerikanischen Wersten bezahlt haben. Dfe Lage ist nun so unhaltbar geworden, daß der Ausschuß des norwegischen Reederverbandcs zur Erorrevuns der Schwierigkeiten zusammenberufen wurde. Au» dem englischen Unterhause. London, 9. Juli. (WTB0 Im Unterhause sagte der Fincmzsekretär der Admiralität Mac N a m a r a er Pattamenlssekretär des Lebensmittelm irrtfi»* riums, wtrrde als Nachfolger von Lord Rhouda zum Lel«rsmi»«l- kontvolleur ernannt. Die Beuteziffern der Ztaliener. Wien, 8. Juli. (WTB.) Zum Nachtrag des italienischen Heeresberichtes vom 6. Jilli bemerkt das K"lregspressecpiartver: Wenn die Italiener aus il^ten Fortschritt rm im Piavo-Telt« möglichst viel Kapntal sckAageit, so sei darüber fern Wort verloren. Dagegen verdiene:: ihre Gefangenen- und Beutezahten s ch ä r s st e A b w e i j u n g. Die Zahl der burtfi sie eingestviäüLn !Goq fmtgenen ist durch die letzten Kämpfe an der Gebirgsstvnt rmd an der unteren Piave höchstetrs unc 3000 Manu. !>rs ist seit Beginn der Schlacht in Verretien von 19000 ach 15 000 gestieg-cn. An dieser Tatsache ärtdert ^rrcch der ^3 911te Gesangette nichts, dar italieuischerscits „gezählt' n«rd«i ist. Tie dem k. u. k. Llrmeevberkvmmandv gemeldete Geschütz- c i n b u ß e beläuft sich feit denr 15. Junr aus mSgesamt 12 Geschütze. Man muß da fügli chdie Frage stellen, ob die fünffache llebettreibrtng des italienischen Berichts niift dadurch entt, standen ist, daß der Feinde seine „zttrüefewberten". das heißt, die von uns wieder stehen gelassenen ital deutschen Geschütze inrtt- zählt. Da mag solche Menge ^ranszurechiten fern. ES ist schließ ich verständlich, d.rß :vir bei der Rämnung des reckten Piavectsers das HauptgewiM Mts das Betten unseres Maderials gelegt Ixrben. Seltsamerweise ftndet sich aber die Uebertreibung cnts das Fünffa-clie auch in dctt feütdlichen Angaben über dte M a s chi nenge web re. In der Tat haben nur nicht viel über 200 Stück dieser Waffe eingebüßt, ei:re Ziffer, die in Anbetracht der großen Menge dieses timf;fti£fcn Kampfmittels als durchaus normal bezeichnet werden muß. Tie drei Vergleiche genügen, auch and ere Awnrdm de- italisü- schm .Heeresberichtes über die Betrtc ins reckche Licht zu setzen. Da» spanische Epionage-A-wehrgesetz. Bern, 9. Jrlli. Wie „Jo:rrmrl" aus Madrid erfährt, setzte das Spivnageabwehrgesctz fest, daß, wer aus spanischem 0>ebiet einer mtsländisck)m Macht Nachrichrm beffialich der 9^«»- tralität Spauims oder solche enre andere auslärtdische Macht be^ tteffend mitteilt bzw. deren Mitteilung erleichtert, mit Geiä-rguU und Buße von 500 bis 20 000 Pesetas bestraft »vird. ES ist der spanischen Negiemng gestattet, die öffcntliÄ?« Verbreitung imd Uebermittelung der NackMichten, die gegm die spaniftlre ^Neutralität oder gegen seine Sick>erheit verstoßen, zu unterdmckem Zuwider-, handlutrgm Uierden mit Gefmr)en. Es richte sich nicht gegen ddy vermmftige Presse,' sondern nur gegen oie, die sich zr: l-imp- ffmgert lsinreißen lassen rmd dalnrrch eine umfeaNtStswidrigo Kampagne ttciben. Das Gesetz beztvecke, Beeinftussung der mneteit Politik Spanims zu beseitigerr. Madrid, ^7. Juni. (Meid. d. Vettr. d. Marter K. lh. T. K. B. Verspätet erngetroffen.) Die mrgehem'en Anstrengungen, die die Engländer und Franzosen fortgesetzt prachm, um eilte Besserung der Valuta der Enteuteländer rix sifteTt SRartte Kr ertftfcu, ftnt» bn^ber ganj er«* Jjfs« y* gcMTeöen. Die Kurse für die englffche und französische MMrvnq dce rn der vergangenen Woche vlötzlich aus 1807 bzw !6b,b0 gelttegen waren, sind neuerlich aus 1708 bzw. 63.30 gefallen Die spanische Neutralität. ^Madrid, 8. Juli. (WTB. Nichtamtlich) Amtlich h*rb das yfofo veröffentlicht, welches der Regierung die lurmngängtichen oft TsrtlulKn Mackttbefugnisse z-ur Gewährleistung der j pantschen Neu- trolttät überträgt. DaS türkische Kabinett. Konftantrnvpel, 8. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Mel «mg der Agenoe Milli. Ter Großwesir hat dem Sultan eine Mrnisterliste unterbreitet, nach der das Kabinett Talaat vollständig unverändert bleibt. BnndniStreue des neuen Sultans. . Konstantinopel, 9. Juli. (WTB.) In dem Schreiben, tn dem der Sultan das Kabinett Talaat bestätigt, betont er seine Absicht, treu an der Verfassung festMhatten, sowie die NoLwendigkeit, zu einer glücklichen Beendigung des Krieges alle Kräfte zusammenzufassen und die Ordnung im Lande aufrecht zu erhalten. Die Teuerung müsse energisch bekämpft werden. Politische Verbrecher, die Reue zeigen, imb leichte Verbrecher, die drei Viertel ihrer Strafe verbüßt haben, sollen begnadigt werden. Der BelagerungsMstand solle nur in den Militärzonen bestehen bleiben. Die Strafprozesse sollen an die gewöhnlichen Gerichte verwiesen werden. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage soll durch eine Steigerung der Produktion herbei ge führt »verdcn. Uebler die äußere Politik sagt das Schreiben, daß es den: wohlverstandenen Interesse des Landes entspreche, in voller Ueberein^ stimMung pi den Mittel mächten und Bu lgar ien zu bleiben. Es sei daher das Ziel des Sultans, die Bündnisbande zwischen der Türkei und diesen Staaten noch mdyc zu festigen. Zum Schlüsse ftfrfr die Hoffnung auf baldige -greiche Beend igmrg des Krieges ausgesprochen und Heer lmb Flotte zu weiterem tapferen Kampf vufgesordert. Die wirtschaftlichen Verhandlungen in Salzburg Wien. 9. Juli /WTB.) Zu den beginnenden deutsch Lsterreichi sch-ungarischeu W irt schaftsverhand langen in Salzburg erfahren die Blätter von informierter Seite, daß die Konferenzen einen ausschtießlich wirtschaftlichen Charakter tragen und keinerlei Fragen politischer oder militärischer Natur zuch Erörterung gelangen sollen. Ter Vorschlag Oesterreich-Ungarns geht dahin, daß die Beziehungen zwischen den beiden .Staaten nicht auf dem Grundsatz eines vollkommen zollfreien Verkehrs basiert fein sollen, jcm.be nr, das; alle wesentlich schutzbedürftigen Produkte inrtrqf einen Schutzzoll gestellt werden. Jene wichtigen Erzeugnisse, die durch einen freien Verkehr zwischen Oesterrei ch-Ungarn und Deutschland benachjteiligt wären, ivürden,einem bestimmten Zollsatz unter warfen werden, während für «indere Produkte Zollfteihett zur Einführung käme. Es handelt sich daher um ein gemischtes System, eine Kombi Nation von Zoll und Zollfreiheit. Bezüg lich der landwirtschaftlichen ErzeuMisse wird der freie .Verkehr vor^-eschlagen und weiter wird festgestellt, daß das znj schaffende Zoll- bünonis keiner! aggressiven Charafter gegen die derzeit feindlichen) Staaten habe, vielmehr derart gestaltet sein soll, daß die .Herstellung freundlicher Bezi die handelspolitische ’it möglich werde, überhaupt soll, ifveiheit für den Fall eines Han- deLsabüammens mit irgendeinem anderen Staate gewährt lverden. Als Gellungsdauer für das Abkonrmen wird eine Frist von 20 Jahren geplant. Nach \z 5 Jahren ioII eine Revision dies Vertrages eintreten; vermutlich wird eine solche Revision auch 1 vetterst hin von 5 zu 5 Jahren vvrgenvmmen. Der Seekrieg. New U-Boot-Erfo?ge Berlin, 9. Juli. (Amtlich.) Von tomfcttt im Mittelmeer versenkt: 5 Segchr von rund 15 000 Br.-R.-T. Der Chef des Admrralstabes der Marine. A msterda m , 8. Juli. (WTB.) Das „AlgemeenHan-- delSblad" meldet: Das holländische Fischer fahrreu g „R. O- 38" wdrrde heute morgen 10 Meilen von Gchevenrngen von vier deutschn Flugzeugen, die Bomben auf das Schiff abwarfen, angegriffen. Die Besatzung unseren U-Booten Dampfer und ein verließ das waren .ging Schiff, ohne weg ein fuhr. Schiff. Nachdem die Flugzeuge verschwunden die Besatzung wieder an Bord, worauf das Schaden erlitten zu haben, in Nieuwe Mater- Bonn, 9. erhielt Geheimrat Aus dem Reiche. Hin Telegramm des Kaisers. Frlli. (WTB.) Auf das Huldigungstelegramm Duisberg, Leverkusen fügende Antwort: . _ Großes Hauptquartier. Ter ersten Hauptversammlung der Gesellschaft von Freunden und Förderern meiner teuren rheinischen Fried ri ch-W il Helm-Universität herzlichen Dank für das Gelöbnis der Treue zu Kaiser und Reich. Hell erstrahlen aus der Finsternis des gewaltigsten BöNerringens aller Zeiten die unüberwindliche Tapferkeit und der unbegrenzte Opfermut des deutschen Volkes. Noch gelang es unseren siegreichen Waffen nicht, den feindlichen Vernichtungswillen ganz zu brechen, aber mit unerschütterlicher Zuversicht scharen sich Deutschlands Söhne um chren vberften Kriegsherrn und ihre erprobten Heerführer, dem gtorlanfre ^ben. Glück und Freiheit endgültig zu erkämpfen und ^ve Bahn piJrreblufcv Dttfattung seiner geistigen und wirtschaftlichen Kräfte zu schäften. Gott wird mit uns und unserer gerechten, heiligen Sache sein. ^ . Wilhelm I. R. %$txlin, 9. Juli. (Priv.-Tel.) Das wiederholt aufgetauchte Gerücht, das wehrpflichtige Höchstalter worde auf 50 Jahre heraufgesetzt, entbehrt jeglicher Begründung. Straßburg, 9. Juli. (WTB.) Wie die „Straßburger Post" erfährt, werden am Montag den 15. d. M., vor- mitta^ 9 Uhr, 800 von dien Franzosen verschleppte Elsaß-Lothringer in Singen Eintreffen. Bekanntlich war dre Freilassung sämtlicher Geißeln zunächst verzögert worden. Abermaligen Verhandlungen ist es nun gelungen, dre letzten Schwierigkeiten zu beseitigen. Mb. Deutscher Reichstag. 167. Sitzung vom 9. Juli. Am Bundesvatstische. v. Payer, Graf Roedern Schiffer Indent Fehrenbach eröffnet die Sitzung Um 11.25 Mg. Grober (Zentt.) schlägt vor, eine Mittagspause Zusehen. _ Präffbent Fehrenbach schlägt die Pause von 1 bis 3Vs Uhr vor. " ' fr-gt, tme bet RÄchsH-mzi« dw schwere Unbilligkett, die den Hausbesitzern durch das Mretsstergerungs- und Miets kündigungsverbot durch die stellvertretenden Generalkommandos des 1 2 und 7 Armeekorps zugefügt wird, verhindern wolle. cr General von Wrisberg: Diese Verordnungen erfolgten auf Antrag und im Emverwhmen mit den Zivilbehörden, um eine durch Masi enkunomungen und Massen mietssteigerungen bis zu 45 Proz WMt-andene Wohnungsnot und eine daraus folgende schwere Benn- vchiMNg der Bevöl^rung im Interesse der Sicherheit des Reick>es ^schnell wie möglich m beseitigen. Die Verordnungen stellen nur Ergänzungen zur Vundesratsverordnung vom 26. Juni 1917 dar Abe,;rrk des stellvertretm- den Generalkommandos des 2. Armeekorps sind Mitglicderver- sammlnngen aller Parteien jauSnahmslos scstattet. ebenso das Auftreten mrswärtiger Redner in deirselben. auch solcher der fozialdemokrataschen Vertreter. Nur dos Sluftreten auswärtiger bersonen, deren Reden beunruhigend wirken, ist verboten. Bettoffen wurden bisher lwn diesem Verbote die in der Anfrage genannten Abgwibneten (Brandes, Adolf Hvfmann und Vogt Herr b Am >5UNi war ohne Aninelduug ulttec Aenderung der Tagesvrdnmm der 2lbgeordnete Vogtherr in der Mitgliederversammlung der un abhängigen Sozialdemokraten ersästenen. Er erhielt ohne Ramensö nennung das Won, wurde aber von überwachenden Polizeibeamten erkannt und da er weiter zu reden versuchte, wurde die Versammlung geschloffen. Gegen die Einberufer der Versammlung ist An- llage erhoben, weil dieselben um das ungerechtferttgte Auftreten Bogtherrs gewußt haben. (Lärm bei den Uuabh. Soz) Dr. Müller-Meiningen iveyen weiwrer Belieferung der Mannschaften nnt deni verbotenen Buchenblattertabak erwidert GeiMralleutnant v. Oven: nicht geliefert worden. Tie fügung M>m 13 .Mai nickst mehr an die Worden. Diese Mischung ist bis zur Entscheidung über die Ersatz- pftrckst der Lreferer ans Lager genommen. Die bereits an die Fxld- magazrne gelangten Mengen werden an die Proviantdepots Mrück- geführt. Ehe der Erlaß überall dnrchdrang, mag manches Paket noch an die Truppen ausgegeben worden sein. Aus ein« ErgänMngskfrage des Aby. Dr. Müller-Michnn. gen wegen Verhinderung der gesundheitsschädlichen Wirkungen erwidert Genemlleutnant von Oven, daß andere MschuUMN bereits auf Brauchbarkett geprüft werden und^ vorläuftg nur reiner Tabak an die Truppen geliefert wird. Es ^lgt die erste Lesung des neuen Kriegs kr edits. Abg. Ebert (Soz.) beantragt .Konimissivirsberatung - Ueberweisung an den Hauptansschuß wird nach längerer L^batte beschlossen. Es folgt die ziwefte Beratung der Steuervorlagen. (Bierfleuer.und Bierzvll). Siehr-Jnsterburg (Vpt.) berichtet über die Aus- schußverhandlungen. Keppler (So».): Tie heutige Vorlage bedeutet eine Jiahresbelastung von einer Milliarde Mark Steuer für das Brer Die 'heutige Struktur im Brauereigew-erbe weist auf erneu dauernden Rückgang hin Volle Abwätzung der Steuer auf das Publikum rft gegeben. Eine Folge wird ern größerer Zulauf zu den Ab- sttrienzlern sein. c Zubcik (U. Soz.): Die für die Höhe der Steuer vorge- fehene Skala geht ziu weit. Die Kontingentierung sollte von '10 mrf 3 Jahre herabgesetzt werden. Abg. Süehr (Vpt.): Wir stimmen der vom Hauptansschuß festgesetzten Kontingentierung px. Staatssekretär Gras v. Rödern- Ich.kann erklären, daß in ao s e h ba r er Zert an eine weitere B i erste uer n icht Heran getreten werden wird. Die Regierung betrachtet die Ge- ttnmkesleuer als fvesentlichen Teil der spateren Finanzreform, der fetzt aus praktischen Gründen vvttveg genommen wird. Bei der endgültigen Finanzreform bleiben die jetzigen Steuerobjekte unberührt. ^ Herzog (Dt Fralkt.) erklärt sich gegen einen Antrag urnstadt, der rm Paragraph 5 den z-iveiten Absatz stteichen 'will, wonach die Erhöhung der Steuer für neue Brauereien.' die m den ersten fünf Rechnungsjahren auf das Dreifache, iu, den nächsten fünf Rechnungsjahren auf das Doppelte bemessen wird, ferne Anwendung ftndct auf neue Brauereien, die von Gastwirten auf genossenschaftlicher Grundlage errichtet ^werden jollten. ... dlb-g-. Z'ubeil (U. Soz.): Tie Zusage des Staatssekretärs ist ftlr mrch nicht sttchlEg. Wir haberr früher schon ähnliche ftu- sagen.erhalten, dennoch ist bald wieder eine Vorlage glommen Der Absatz 2 des § 5 wird gestrichen. Bei § 63 beantragt ('^®&-) Beseitiguiig der Gemeindebiersteuer Mg- Krel (Vpt.): Ich persöiilrch halbe die Kommuualbier- steuer ftir das Ungeheuerlichste in der ganzen Gesetzgeburig. . . Zubeil (11. Soz.): In Berlin lvurden die Biergläser sofort, als die Gemeindesteuer eintrat, kleiner. Auch in Zukunft werden die Konsumenten die ganze Biersteuer zu tragen haben _ Der Antrag wird abgebchnt. Es bleibt beim § 63. Der Rest'des Gesetzes wird angenominm, ebenso das Gesetz über den Vierzoll. Reiner Buchenblättettabak ist cg ist seit der Ber Proviantdepots geliefert um Darauf tritt die Mittagspause ein. Schluß V/2 Uhr. „ Die Nachmittagssitzimg. Noch der Dnttogsp-mse rriMet Präsident Fehrenbach 3.45 Uhr die L-itzung. Am Bundesratstisch Graf Rödern, Schiffer. Zur Mersteuer wird nachttäglich noch über den Anttag der un- abyangTgen <^zialdeniokraten aus Aenderung der Steuerskala (tz 3l abgestimntt. Der Anttag wird abgelehnt. Weinsteuer. ,_H 0 ffinann - Kmserslaittern (Lvz.): Mr lehnen es ab, ourch nne derartige Gewattsteuer einen ganzen GewerbeUveig zp untergraben. Auch diese Steirer fällt aus die breiten Massen zurück. Wenn die Weinpreise so außewrdentllich hoch sind, so wird der Weinbauer seine beften Abnehmer verlieren. .Abg. K v ps ch (Vpt.': Meine politischen Freimde in ihrer über- grotzeir Mehrheit Unnmen einer Steuer von 20 Prozent zu. tun dies ttber in der Erwartung, daß. wenn die befürchtete Schädigung des Winzergewerbes und des Wein Handels eintreten sollre. die Reichs- regi-erung unverzüglich, auch ohne Drängen des Reistages eine Aenderung des Weingesetzes und eine Herabsetzung der Weinsteuer in Vorschlag bringen wird. Abg. Dr. H a e g y (Clsäffer): Der Wein ist bei uns in Südwest- deutschland kein Quxusgettänk, sondern ein Volksgetränk. Goas Rödern: Ich kann die in der Kommiffion abgegebene Erklärung der Regrerirng nur wiederholen, daß die vcrbündtten Re- k Fierungen an dem Zusatz zu § 2 fest halten werden Abg. Feuerstein (Soz.): Wir haben keine V^insteuer, sondern eine Wernumsgtz: teurer in der rohesten Form vor uns. ^Die Weine bis zu 4 Mark sollten steilerfrei bleiben. Zu ß 10 wird ein Aittrag Guns ffe r u. Gen. angenommen, in dem Absatz sind die Worte ,.in Flaschen" zu streichen.' Abg. Müller-Reichenbach '.Soz.): Es ist nicht einzusehen, warum man so hohe Weinschußzölle sestsetzt. Djer Rest der Vorlage findet im wesenMchen nach den Beschlüssen der Kommission Annahme. Schaumweinsteuer. Die Vorlage wird nach ganz tcnerheblicher Debatte in der Kommisftonssaffung angenommen. Mineralwässer und klmstltch bereitete Gettänke, sowie Zollerhöhung für Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade. Abg. Buch (Soz.): Ich halte mich für verpffichtet, die be- rechttgten Einwände der Konsuuienten gegen diese Stauer zur? Sprache zu bringen. Wir können auch diesem Gesetzentwurs unsere Zustimmung nicht geben. Bon Surrogaten haben wir jetzt während der Kriegszeit ^enug bekommen. Wtt sehnen uns lmefrer einmal nach einer richtigen Tasse Kaffee. Abg. Reumann-Hofer (Fortschr.): Das Verfahren der Kommv'ion, dre natürlichen Fruchtsäfte im Gegensatz zu den ü'insilichen von der Besteuerung fteizülassen, halte ich für nicht zweckmäßig. Abg. Zubeil (U. Soz.): Die Steuer .wird tatsächlich dem Mtn^rbemittelten, dem Leistungsunsähigen, auferlegt. .rr- n Neumann-Hofer, die Steuersätze, die von der Kvm- mtsswn erhöht worden sind, im wesentlichen auf die Höhe der Regierungsvorlage herabzusetzen, u. zwar für Minevalwässer von 0,65 auf 0,05 Mk., für Limonaden u. andere künstliche Gettänke von 0,15 airf 0,10 Mk., für konzentrierte Kunstlimonaden von 1,50 auf 1 Mark und für Grundstoffe zur Herstellung von konzentrierte! , .Kunstlimonaden von 30 auf 20 Mark für dos Liter findet durch Hammelsprung Annahme. Tie Vorlage wird im übrigen ohne wesentliche Aenderung nach den Kommisfivnsbeschliffsen angenommen. Zum Gesetzentiours bettefferid eine mit den Post- und Telegraphengebühren M erhebende cmßerordenlliche Reichs- abgabe wendet sich Abg. Taubadel (Soz.) gegen die Vorlage, die er ungerecht finbet. Tie Abgabe würde nicht zu einer Erhöhung,, fondem zu einer Schmälerung der Einnahmen der Reichs post füh- reTt ‘ t^ ie Vortofreiheit der Fürlteit sollte endlich beseitigt werden. Abg. Vogtherr (U. Soz.) tritt gleichfalls für sosvttige Beseitigung der fürstlick)en Pottofteiheit ein. Dre Vorlage ivird unverändert in der Kommiffionssassung angenommen. Hierauf vertagt sich das Haus. Sitzung Mittwoch mittag 1 Uhr (Reichsstempelgesetz. Wechselstempelgesetz, Kriegsabgabe, Umsatzsteuer, Steuerflucht). Schluß V 2 8 Uhr. Ans Bild hierüber Kaiserlichen Gesund- St«rdt «nv CaitH. Gießen, den 10. Juli 1918 Wie man Arzneikväuter sammeln soll. Sammelt enchemrische ArzineEräuver! Das Ist vattrlänvtichc Pflicht, denn es macht uns vom AnÄarcke unabhäiigig. uiw oben- drem rann es, richtig betrieben, einen ganz hübschen Gewinn etnbrrngen. Jetzt, wo die Ferien beginnen, ist die günstigste Jahreszett zum Sammeln der meisten etitlieimischeli Arzneipflanzen. Aber wte und was soll man sammeln? Kurzgefaßte, dabei aber vollkommen ausreichende Belehrungen in Wort und geben die 32 Arzneipflonzen-Merkblätter des __ heitsamtes, die einzeln und auch in Form eines wvhlseilen Büchleins bei.Julius Springer in Berlin erschienen sind. Das Wichtigste über das Lammeln von Arzneiträutern sei aus ihnen hier angeführt. Ehe man mit dem Sammeln beginnt, muß man sich den! Absatz sichern: die Arzneipflanzen sollen dem ^ftoßdrogenhandel zugängig gemacht werden, und wer in seiner Gegend keine San:ntcl- stelle auffindet, wendet sich an den „Reichsverband der Skreiiti* Fungen _ des Trogen- und iEhemitalienfachs" (Berlin) oder die ^Geschäftsstelle der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft" in Ber- lin-Tahlem: ist der Msatz der Ware gesichttt, muß man Vorkehrungen für das sachgemäße Trocknen treffen, und dann muß wtan sich darüber entscheiden, welche Pflanzen man sanunclli will. Dabei gilt als Regel, daß man nur solche Arzneipflanzen wählt, die in einer Gegend reichlich vorhaiiden find und für die eir| lohnender Wsatz in sicherer Anssichlt steht: wo dagegen Arzneipflanzen nur vereinzelt wachsen, soll man Flur und Wald mdni ihres Schmuckes berauben. Selbstverständlich^ ist auch, daß mar Felder und Wälder, Aecker und Wiesen, bei der Suche nack Arzneipflanzen zu schonen hat. Die Güte der Ware hängt davmi ab, daß man zum Sammeln die günstigste Jahves- und Tageszeit und den geeignetsten Wache.- tumszustand wähtt, sv daß die Pflanzen den aus ihnen zu gewinnenden Hellstoff am reichlichsten enthalten. Daher soll die Ernte dann erfolgen, wenn die Wanze die aufgespeichnten Sttfft zur Erzeugung vvn neuen Trieben, Blättern, Blüten, Frübtni und Samen noch nicht wieder verbraucht hat. Tlaraus folgt, daß Wurzeln und Wurzelstöcke im Herbst oder Frühjahr gegraben werden, daß das Kraut zu sammeln ist, wenn die Pflanze an* fängt zu blühen: Blätter werden gewöhnlich vvn blühenden Pflanzen gesammelt, Blüten sollen in jugeitdlichem, aber ausgedlühtcrn Zustande, stark riechende Blüten zur Zett der eben atlfsprmgenden Knospe gesammelt werden: bei Früchten und Samen wartet map der; Reifezustand ab. IlTtterirdische Pflcmzentkile können zu jeder Tageszeit gesammelt werden, bei .den oberirdischen aber muß die Ernte an trockenen, wenn niöglich an sonnigen Tagen gesammelt werden. Besondere Vorfickä i.st bei giftigen Pflanzen vonnöten: es handelt sich hauptsächlich um die Sauren der Herbstzettlose, die Knollen des Eisenhutes und die Blätter von: Fingerhut, Stechapfel, Bilsenkraut und Tollkirsche: bei dreien Ofiftpflanzen sollen nur Erwachsene sich am sammeln beterligen, ja für das Pflücken von Tolllirschenblättern empfiehlt das Merkblatt des Kaiserlichen GesimdRntsamtes das Tragen von Handschuhen. Welclpe Pflanzen teile sind es mm, Oie hei den einzelnen Gewächsen ftr Frage kommen? Tie, die im Juli oder später gesammelt werden können, seien hier angeführt. Blätter sammelt man von der Bärenttaube, vom Huflattich, vonc Stechapfel, Vvn der Tollkirsche, vom, Fingerhut, und .vom Bilsenkrmtt: Blüten pflückt man vvn ?lrmka und Kamllle, von Stiefmütterchen kann) man Stengel, Blätter und Blüten ernten, bei Schafgarbe, Tau- sendgüldenlkraut, Quendel, Malven irnd Steinklee ist ebenfalls das ganze Kraut brauchbar, nur die Blumenkronen sind von Wall blumen zu sammeln. Blüten imd obere Telle enttfimmt titon bem Rainfarn, Krautspitzen und Blüten dem Wermut. Unterirdisch' Teile sammelt man Vvn folgenden Pflanzen: vom Kalmus, dein Wurzelstock, von der Haulwchel alle unterirdischen Delle, von Bibernellen die Wurzeln; Beeren sammelt man vom Wacholder: poren gewnrnt man vom Bärlapp. Marx, Lonystt. 1, das Eiserne Kreuz ** Auszeichnung. Stud. jur. Fritz wurde zum Gesretten befördert und erhielt 2. Klasse. _ ** Beförderung. Zum .Hauptmann d. R. befördert wurde Oberlt. d. R Otto Boeckncr, 2. bayer. Inf.-Regt., kommandiert zum Kgl. Bayer. .Krregsmimsterium. 9M h »rf® Befördert: Kl J%R M- J W J Sl E^ Weicker (M-inO. Redke (I K-ankfurt r- “S7..5* Etter MaiN»tt arm & nrrrf ohne 'Kmenf • cm.Mv' -*-~ v * Vfc Mainz): Mm Lt. vor!. ohne Patent 1 <*ufort.-0teflt. 3h. 3, jetzt im 1 53» 6 ’ ». ö. ^S' Feldw. (M>rms) zum L!“& E bEptleuteu: bei Oberleutnant Lt. d. Ldw.<;ns. b. Res.: Harnisch- (Halle fl. S.), der Oberleutnant der - £ L%i 9 c- Ulrich (I 3)armftabt); zum Leutn. d. Res J? 1 Ör ^ >el decker (Friedberch: zum Leutnant des 1 ^y g LL^.I Bizewflchtmeister Roß iDarmftadt): «Er bAe^ldwebel S ch l i e p h a k e (Gießen) ^a 3, ö - Q* n - Rgts.; zum Fähnrich :bei ^Leibga^-Znf.Rgt. Nr. 115; zum Leutn b H>KH ' bn Bizeseldw. (Latin <1 Darmstadt). . s5 ** ? “ * 9 a & e - Der bei den Kleinhändlern der StcM Gießen bestellte Zucker für Juli 1918 kann von Donnerstag dem 11. d. M. ab gegen Vorlage des Bestellaus weises zur Zuckerkarte und Ablieferung der Zuckermarke Nr. 7 llx - EPfS? 1 ® genommen werden. Siehe Anzeigenteil. . ^^^öeg locken und Orgelpfeifen. Vom Krregsnnntstertum Kriegs amt — in Berlin ist eine noch malige ^ urchprusung der Brvnzcglocken und Orgelpfeifen aus iyre Zugehörigkeit zu den einzelnen Gruppen angeorduet wordeil, da es notwendig ist, daß noch weiteres Glockenmetall uno Orgelzinn zur Ablieferung gelangt. Näheres hierüber d^leiliglEn in der dazu heute erscheinenden amtlichen Bekanntmaclinng. Äm 8. Juli 1918, abends zwischen ~ U r .. .. ,lihr^ wurde ein in dem Hofe des Kaufmannisckmn Vereinshauses stehendes Fahrrad, Marke ,,Sport , mit fttstvarzern Rahmenbau, gelben, mit lchwarzen streifen versehenen Felgen und weißen Oelluloidgritten entwendet. Sachdienliche Mitteilungen rnmmt die Kriminalpolizei entgegen. S1 atzttheater. Am Sonntag den 14. Juli, abends 1 /2 Ä wird, von ersten Mitgliedern des Mainzer Stadttheaters d>MgeNeuL. der lusttge Schwank „Das Extemporale" von Sturm mD Färber z-nr 2hufführnng gelangen. Das Stuck hat bei Heu gleichzertta staltgcsundenen Uraufführungen am Albert-Theater in L'vesden, Schanfvrelhaus in Bremen und Thalia-Theater in Ham- mrrg einen ungewöhnlich großen, durchschlagenden Erfolg erlebt. Bezeichnend für den Erfolg dieses humorreichen Lustspiels voll ausgelagener Lustigkeit und herzerhebenden Frohsinns ist die.Kritik der Wrierzeitung. die wörtlick) schreibt: „Im ersten Akt lachten me Zu schauer, int zweiten quietschten sie vor Vergnügen und im dritten kamen sie überhaupt nicht mehr zu sich." Der nächste Sonntag im Stadttheater dürfte sich also für das Gießener Thvaler-Publikum zu einem äußerst lustigen gestalten. ^Bewirtschaftung des Spargelkrauts und der S p ar g e l b e e r e n. Der Staatssekretär des Kriegsernäh nln^anios hat die Preise, zu denen die Reickissnttermittelstrile Geschäftsabtellung G .m. b. H. Spargelkrant und Spargelbeeren zu übernehmen hat, in der Weise festgesetzt, daß für Spargelkraut, das grün geerntet und lufttrocken ist, 60 Mk., für Spargelbeeren 400 Mk. für die Tonne zu zahlen sind. Spargelkraut und Spargel- dceren dürfen nur an die Rrick^sfuttermittelstelle Geschäftsabteilung G. m. b. H. (Bezngsverrinigmig der Deutschien Landwirte) Berlin W 35, Potsdamer Straße 30, abgesetzt werden. Der Oleander als Haustierfeind. Oleander- daunie kömum. wie in der Deutschen Landwirtsckmtlick-en Presse iestgestellt wird, l^n Tod von Haustieren zur Folge l-aben. So nnrd z. B. von Gänsen berichtet, die durch den Genuß vow Oleanderbl altern vergiftet worden waren. Zwei in Kübel ein- gepflanzte Oleanderbäume waren vom Winde umgeworsen worden, die in der Nabe befindlichen Gänse fraßen am nächsten Tage nicht mehr, sie erschienen bald gelähmt und verendeten schließlich innerhalb 24 Stunden. In ihren Mägen fand man außer anderen Futtermassen Oleanderblätter, deren Giftgehalt die Tiere getötet hat. Es ist datzer stets darum zu achten, daß Haustiere nicht der Blätter von Oleanderbäumen habhast werden .können; dies gilt nicht nur für Geflügel, sondern auch für größere Haustiere, z. B. Ziegen. Im übrigen sollten Tiere, die Oleanderzweige gefressen haben, so schnell wie möglich getötet ioerden. weil bei rechtzeitiger Tötung ihr Fleisch noch verwertbar ist. Das schnelle Töten ist bei BergistungSverdacht von Geflügel und kleinen Haustieren überhaupt in vielen Fällen zweckmäßiger, als abwarten und eine Behandlung, da das Fleisch vergifteter Tiere in den meisten Fällen noch genießbar ist, während sie nach dem Verenden natürlich in keiner Weise nrchr verweirdet werden Wun en. Kreis Fnedberg. Friedber g, 8 Juli. Die Geheimfchlachtungen, die schleichverforgung der Fremdenbetriebc und Gasthöfe und das Hamstern der Ortsfremden, besonders brr Kurgäste (Bad-Nauheim!) haben im Kreise Friedberg einen solchen Umfang angeirvmmen. daß sich das Klreisaimt in einem öffentlichen Aufruf an die Bevölkerung zur Bekämpfung dieses Treibens wendet. Das .(ßreis- nntt kriift darauf hin. daß der größte Teil der Erzeugnisse der Geheimschlächtereien und des hstmlich au-.geführten Viehs nach Frankfurt a. M. verbracht wird und daß der Grund dieses Tuns nicht in Nor, sondern in verwerflicher Gewinnsucht zu suche:! ist. In eindringlicher Weise werden besonders die Landwirte verwarnt, unter denk .Hin.aa.vs, daß di ' bereits abgefaßt n Schleichhändler ausnahmslos mit Gefängnis bestraft rverde?:, im Rückfalle mit- Zucht- achrs. Für die Ast zeige von Geheim s chl ächtereien usw. setzt das Kreisamt fortan eine Belohimug von 50 Mk. in jedem Falle aus. ** Bad-Nauheim, 9. Juli. Ein Svnderkonzert der Kurkapelle findet Dawnerstag den 11 . Juli statt. Mitwirkende: Jan Gefterkamp-Hamburg Vwline) und Raoul v. Kvczalsdi Klavier). ^ A us der W e tt e rau, 9. Juli. In ber vorigen Woche hat auf deil größeren Gütern der Ausdrusch der Wintergerste begonnen Sie liefert einen sehr guten Ertrag. Starkertburg und Nheinhessen. sc. Erbe nh ei m, 8 . Juli. Hier wurde mir der Frühkartosfel- ernte begonnen. Infolge der Trockenheit fällt dieselbe in manchen Lagen wenig befriedigend aus. fc. Ausdem Rhein-Maingebiet, 8 .Juli. Die Gnrken- ernle venpncht einen geringen Ertrag. Auch die Bohnen haben durch die Ungunst der Witterung sehr gelitten. Kreis Wetzlar. = W e % \ a r, 8. Juli. Der Vorstand des hiesigen Kgl. Staats- nrchlv-s, Archrorat Xr. Rich ter, .ist zum Tirektvr des Staatsarchivs in Schleswig ernannt ^niorden. Hessm-Nassau. nrr. Frankfurt a. M., 9. Juli. Was schon lange befürchtet wurde, ist mtnmehr Omgetr-eten. Frankfurt hat keine Kartoffeln SSito Lebensmitt.stamt tröstec mit der baldigen Ernte der ^rMMrtoffeln. die ihm aus Hollcuid „versprochen" seien. Benrer- «^wer: nt. daß man in Nnterst'Lnk.'n an die Eimvohner Kirr- wffeln zentnerweise losschlägt, nur damit sie nicht vollkommen ver- s 6 . 10 Juli. Ist den hessischen und Hintei'fänder- tcnben m der letzten Zeit walmägimde Zigemrersranen ihr . -- s kindm i r-b^, dn: R°qel bei atf.HrL zu Saufe rwitmivS mögliche vor imi> halten dabei bei der 6 >ele«nheu acftohlen ^^ ten S«b es uiianvm-ldelen ^inch - -vurgwaldsMgend werden in den letzten Tag«, mehr-« n Lsochschulnacheichten. on n, 8 . Juli Jii der Aula der ttnioersit-t fand vor gestern im Beisein des Oberpcäsidenten und des Landeshauptmanns der Rheinprovinz, der Regierungspräsidenten von Aaä-en, Düssei borf und Köln, zahlreicher Vertreter von Verwaltungen -rnd Körperschaften Rheiiäands und Westfalens, vieler Einzelpersonen ans allen Kreisen der Industrie und des Handels sowie der Dozenten der Urnversität die erste Hauptversammlung der vor Jahresfrist gegründeten Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Bonn statt. Ter Vorsitzende, Geheimrat Duisberg (Leverkusen) teilte u. a. mit, daß der Kaiser das Protektorat der Gesellschaft übernommen hat. Nachdem der Vertreter des Kullusministers, Geheimrat Becker (Berlin), die Versammlung begrüßt l-atte, gab der Vorsitzende bekannt, daß der Gesellsü-ast bis jetzt 665 Mitglieder langehören uiid über 2 300000 Mark eingegangen find. Die Deutsck-e Ammv- niak-Verkaufsvereinigung ist rnih 500 000 Mark der GesellsckMst bei getreten. Jnr Anschluß cm die Hauptversammlung fanden wissenschaftliche Vorträge statt. des schweren chen >011 uxi - ^ei w'rd soebm die ^roße Schnellzugslokomotive, Bei ^ m *n(rr nt die Nabe stürzte, gehoben. -wch vier Leichen von Mrlitär- -Mvnen, die bei dem Unglück ra der Nahe ettntnfea sind. Hessischer Landtag. Zweite Kammer. 63. Sitzimg vom 9. Juli 1918. Ter Präsiderck eröffnet um 10.15 Uhr die Sitzung. Das Haus ist gut bffetzt, auch ebensio die Tribüne. Am ReMerungsttsch lirrd die drei Minister rarivesend. Präsident Köhler begrüßte die Abg. in herzlicher Weise und gab sjodann die Namerr der neugewählteu Abg., Gemernd-ervchner Bickel- Affolterbach (WaL^Aiclxlback>), Generalsekretär H o s- m a nn- Lorsch (Lampertheim), Gutsbesitzer Tr. D e h l i n g c r (Gernsheim-Pfmigsücvdt), Bürgermeister T i e h l - Hachweisel (Bad- Na-nk)eini-Butzback,^, Partei,'ckretär N e u m a n n - Offenbach, (Vilbel), Prof. Tr. Werner- Butzback- (Grünberg) und Lehrer Schorn- Mainz (Gonsenheinr-Nieder-Olm) bekannt. Der Wcchlprüfmrgsaus- sichuß hat die Wahlen geprüft und für chrltig befunden. Ter Präsident nimmt die Vereidigung der neu eintretend-en Mttglieder vor. Hieraus wird als landständischies Mckgli^ der Großh. Dtaats- schnldenverwaltung Abg. Dr. Osann, als dessen Stellvertreter Abg. Brauner bestellt. In den ersten Aus sch iß (Finanzausschuß) wird Abg. Stoepkr, in den Erweiterten ersten Ausschuß (Krregs- aus,chu.ß) Abg. So Herr, in den Vierten Ausschuß (Petittonsaus schnß) Abg. Singer gewählt. Das Haus tritt sofort in die Beratung der RegierungSvor- lage, Kriegsmaßnahmen für Beamte usw. und der 'dazu erngegan- genen Anträge und Vorstellungen ein. Abg. Dr. Osann als Redner für die Nattvnalliberale Fraktion vertrftt den einhellig gefaßten Beschluß des Ausschusses. Seit dem 1. ?lpril sind die.Preise für die wesentlichsten Bedürfnisse d?s Lebens (Wohnung, Nahrung und Kleidung^ sprunghaft in die L he gegangen. Deshalb ivar über die NoVvendigkeit de " Berwilli gungen lein Zweifel, und es handelte sich rrur um den Umfang der Brr will igun gen. Die Vorlage komme in den ineisten Fällen auf die in Preußen gewährten Sätze hinaus, nur erschien es für Hessen Nicht richtig, einen Unterschied zwisä-en städttschen uiid ländlichm Beamten aufznstellen, denn die Beamten auf dein Lande seien oft. insbesondere auch durch'das Tenerwerden der KindererziehNng, in schwererer Lage als die in den Srädteii. Zu bedauern sei, daß nicht eine Einheitlichkeit in der Erhöhung für staatliche und städlische Beamte Herbergesübrt iverden könne. Die Teuerungszulage ist ansehnlich Man dürfe die finanziellen Verhältnisse des Staates und die Rücksicht aus die Steuerzahler nicht außer acht lassen. Es stehen sich wicht nur Kriegsgewiwnlw und Beamtenschaft gegen - über, soildern weite Kreise des erwerbstättgen Volkes im lleiireren Handwerk und der nifttleren Kaufmannschaft leiden schivere Rot durch die Kriegsverhälttrisse. Die Beaintenschaft lebt immerhin in gesicherten Verhältnissen, auch die Beamten, die arrs deni Feld znrück- konrmen, kommen wieder in gesicherte Stellungeii. Im Mittelstand aber ist durch die Läirge des Krieges und die Einberufung oft die ganze Existenz vernichtet. Lebhaft begrüßt ivird von seiner ''Partei die Erhöhung dar Kinderzulagen. PrinAipieU müßten alle küns- ttgen Besolduiigsvrdnungen Rücksicht nehmen aus den Familien- ftand. ^Mcnr müsse auch voransiehen, daß diese grundsätzlichen Gedanken nicht allein bei den Besold ungsordnnii gen für me Beamten, sondern überhaupt bei jedem Berhälttiis der Vergütung zwischen Arbeitgeber und Arbeiter in weitestem Sinne späterhin maßgebend sein ,würden. Einen verhältnismäßig großen Fortschritt haben die Pensiolräre der Vorlage gewonnen. Früheö nur Beivuligmrg im Einzelfall, beim Nachweis des Bedürsniffes, letzt aber allgemeine Berwilligung, wenn auch selbstverständlich in geminderten Sätzen ^der Beamtenschaft gegenüber. Spätere Besoldung sordnurrgen müssen in analoger WÄse eine Erhöhung deri Pensionsgesetze zur Folge haben. Das -Verhältnis der Beamten z-u Staat wird nicht etwa mit dem ?lusschndm aus dem Staats- dre fft . u gehoben W em ist ein für Leiz.-ften abgeschlossenes Eingehend wandte sich dann Tr. Osann den finanziellen Erforder- mffen zu: Die Erhöhung der Beamten-Bezüge im Jahre 1912 und 1913 habe über 2 Millionen erfordert, die endgültige Erhöhung der Beamtengehälter nach dem. Gesetz vom 21. März 1914 eip Mehr von jährlich 3 310 000 Mk. notwendig geniacht. Alles in allem verlangt die jetzige K-riegsteukwungsbeihilfe über 10 Rrillio- nen, von ivelch.'n 4 Millionen in den Hanvtvoranschlag bereits auf Grund des früheren Gesetzes ausgenommen worden sind Damit ergeben sich für jeden Verantwortlichen Grenzeu zumal ber der Ungewißheit der künftigen Gestaltung der Staaisein- lnahmrn. Für die watchnalliberale Partei ist es maßgebend gewesen daß im Interesse der Harmonie der Regierirng mit ihrer Beamtenschaft die Regierungsvorlage nur in den Pnntten verbessert ,werde in welcherr wirklich Beeinträchtigipigen Vorgelegen hatten Der einheitliche Beschluß des Finanzansschusses hat zum Ausdruck gebraclp daß man sich auf einer mittleren Linie habe beivegen ivollen und diese Einmütigkeit möge Mich in dem Hanse Beiiall unb in der Beamtenschaft volle Anerkennung finden. «Lebhafter 'tt.'ifall. Abg. Brauer (Bbd. >: Wir haben de'- Vorlage zu gestimmt erklären aber schon jetzt, daß wir künftigen BeAnttenforderunge^ «gegenüber ttn Interesse der M>gemernl)eit sehr vorsichtig »ein lver- !ben. Als BorMg bettackwen. ,mr es, daß die Beamten tu Stadt und Land gleichgestellt sind. Wegeni&er falschen Behauptungen in der Presse, daß der Bauernbund der Teuerimgsvorlage Schwierig- keitm bereitet habe, stelle er fest, daß die Verbei'senmg der Regr- rmrgsvvrlage in bezarg aus die Beamten im Militärdienst vom BauMbund misgegangen ist. Wenn die Städte jetzt so freigebig nsöt Teuerungszulagen snrd, sio ist zu besürchren, daß sie später wenn es an die Ziirsendeckilng herangeht, an dm Staat mit Untw'- stützungsgesuchen herantreterl. (Ironische Zurufe von den Sozialdemokraten.) Es ist zu tvünschen, daß der L9ettbcwerb zrvischen Staat urrd Stadt in Zn An ist unterbleibt. Es muß in Zukunft vor- tzhr erne Verständigung erzielt ttlerbm. Den Städten rnuß die benere Bezahlung ihrer Lehrer verboten werden. Ter Redner be- fthicht sodann die finanzielle Lage des Staates und kommt zu dem Schluß, daß die Beamten gelvarnt werden müssten, an die jetzige Bewilligung .Hoffnungen zir knüp'en, die mit ein r gesunden Fftian',- polttik nicht vereinbarlich sind. Die Glesthwa berei nttt Preußen w dem Reich ist üuberechttgt. (Zrrruf des ?lbg. Adelung: Und >''hre (Michirbacherei zwifcst n Stadt irnd Land!, Abg^ Henrich (Fortsäir. Bokksp.): Ter Beaintc weiß auch, baß er Opfer zu bringen J#rt, er fordert nur mit Recht, daß er mdüt dauernd hinter airberen Bevölkerungsschichben kiilturell znrück- gen«rsen ivird. Als Maßslab für die Höhe der Zirlagen habe nmn nirr dre Leisttrngan anderer Staaken, namentlich Preußen Die preußische-i Sätze seien wohl in einzelnrn Fällen, aber nicht in ihrer Gesamtwiickimg erreicht. Die Fanttlien der zum Heeresdienst emgezogenen Beamten dürfeir nicht schlechter gestellt iverden als andere. Ter Redirer hätte es Hebet gesehen, lvenn nach dem Vorbild der hessisckien Städte die Familienzulagen um je 100 Mark erhöbt worden ivären. Die vom Ausschuß vorgeschlagene Erhöhung der Krnderzulage um 50 Mark ist tvokst sozial schöirer, aber wich billiger. Der Redner hat sich schließlich denr .Wnunviniß gefügt irm Nicht w gefährden. Die Frrnde Tuch, und Me Wirkung erlvies deutlich genug, daß'.Kühlmann das erloiende Wort, das die stunde erheischte, nicht gesunden ha c schlimmer indes tvar. daß er griprochen l-atte, ohne sich zuvor nnt der obersten polttiiä^n wie militärischen Leitung in-'- Einvernehmen gesetzt zu liaben. Der Kanz-lm sab sich am folgenden' Tage genottgt, mtt emer Erläuterung zu der Rede einzugreifen mrd aiis dem Großen Hanptguartier kam ein Echo, das nicht aur ben Eh^imaidenttm gestimmt war. So wenig erlmnlich nun auch dre Rade an sich sem mußte, so hätte in am sich schließlich oost noch mit ihr abgeplnden, wenn sie nur der Tlusdruck einer einhritlichen m sich ges äst offenen Politik der llsttenden Ztzreise gewesen iväre.' ^as war fte aber nicht, wie sich ja am nächsten Tage llärlrch genug von ztver seiten her, zeigte. Tiefe Ekrthüllung einer heillosen Zerfahrenheit der Anschauungen mußte verwirrend wirken m btefen Zeiten vor allem brauchen, ist Ge'stl^'en'- beit, ist Einheit des Wollens mrd Handelns und Redens aller dazu Berufenen, nickst aber Politik auf eigne Faust, bei der die Rechte Nicht weiß, wrs die Linke tut, besonders iricht in einem Äugen blick, da die Umtvelt begierig ist auf das Wort, das vom Regie- rungstische fallen sollte." Amtlicher Teil. ^erannrmacyung •. hierdurch verboten. Nutz- ,md Zuchtvtcl, zusammen mtt Schlachtvieh nach unseren Sammelstellen zu verladen Alle Vieh, das zu den Abnahmetagen nacl» unseren Sammclstellen ver laden imrd, wird künftig als Schlachtvieh al>genommen, mit Ans nähme der Tiere, die zur Besichtigung znrecL Ausfuhr unsere, Berttairensleilten vorgeftlhrt werden. . ^ Landler, die gegen dieses Verbot verstoßen, werden mit Ein zrehung der Ausweis karte besttaft. Gießen, den 9. Juli 1918. 5177 ^ Gberdesflscher viehhandelrverbanv. Der Vorsitzende: Rosenberg. Bei ften •nK an Wt A»o»tl t« «eW SWranfen cm der ront haben f'kfe Hunde durch stärkstes Trommelfeuer die Meldungen , iwL vorderster Linie in di« rückwärtige Stellung gebracht. Hunderten unserer Soldaten ist durch Abnahme de- Melde- ganges durch die Meldehunde da- Äben erhalten worden Militärisch wichtige Meldungen sind durch die Hunde recht zeitig an ote richtige Stelle gelangt. Obwohl der Stützen der Meldehunde im ganzen Lande bekannt ist, gibt es noch immer Besitzer von kriegS- brauchbaren Hunden, welche sich nicht entschiiehen können, ihr Tier der Armee und dem Bateriande zu leihen! ES eignen sich der deutsche Schäferhund, Dobermann Airedale- dte/en Ra und von Neufundländer. Bernhardiner und Doggen. Die Hunde werden von Fachdresseuren in Hundeschulen ausgebildet und im Erlebensfälle nach dem Kriege an ihre Besitzer zurückgegeben. Sie erhalten die denkbar sorgsamste Pflege. Sie müsien kostenlos zur Verfügung gestellt werden. An alle Besitzer der vorgenannten Hunderasien ergeht daher nochmals die dringende Bitte: Stellt Eure Hunde in den Dienst des Vaterlandes! Die Anmeldungen für die KriegS-Hunde-Schnle und Meldehnndfchuien sind zu richten an die Inspektion der Nachrichtentruppen, Berlin-Halensee, Kurfürsten- damm 152. Abt. Meldehunde. [5181hv Zncker-Ausgabe. Der bet den Kleinhändlern der Stadt (Stehen bestellte Zucker für Juli 1918 kann von Donnerstag den II. d. MtS. ab gegen Vorlage des BestellauswetseS zur Zuckerkarte und Ablieferung der Zuckermarke Nr. 7 in Empfang genommen werden. Einzelne abgetrennte Zucker- markeu ohne den Bestellausweis sind ungültig und berechtigen nicht zum Empfang von Zucker. Auherdem gelangt eine nochmalige Sonderzulage von Zucker für die häusliche Obstverwertung, sowie eine Sonderzulage für die Kürzung der Mehlration zur Ausgabe. Es entfallen auf die Zuckermarke 7 lJuli 1918) 5 Pfund Zucker. Mil dem 31. Juli 1918 verliert die Zuckermarke 7 ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt den Zucker nicht abgeholt Hat, hat keinen Anspruch mehr darauf. vereinnahmten zu je 100 ge- daS Städtische Lebensmilleiamt unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgeiieferten Marken einzu- fenden: die nicht abgehoiten oder mehr überwiesenen Zuckermeugen sind nach vorgeschrtebenem Muster dem Städt. Lebens mittel amt zu meiden. Nichteinhaltung dieser Frist, sowie unrichtige Angaben über den Zuckerbestand und Unregelmähigkeiten bei der Abgabe des Zuckers haben den Ausschluh von derZuckerver- letlnng zur Folge. Gleichzeitig mache ich daraus aufmerksam, das, mit einer fpätcrcu Obstzuckerzulage nicht mebr zu rechnen ist; jeder bebe daber diese Zuckermengen für die Einmackzeit aus. Der Kleinverkaufshöchstpreis für das Pfund Zucker beträgt: 1> Kristallzucker und gemahlenen Zucker a) nicht raffiniert (Konsumzucker) . . 42 Pfennig d) raffiniert.44 „ 2 1 Hutzucker, Plattenzucker a) im ganzen Hut oder Platten . * 42 „ b) lose gewogen.44 „ 3. Würfelzucker Tod©»-AjMBoige. Heut« morgen um 7 Uhr entschlief sanft DAch längerem, schwerem Leiden meine lieb« Frau, unsere liebe, gute, treusorgende Mutter, Tochter, Schweetor und Schwägerin Maria Wenzel geb. Kolmer im 39. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Angehörigen: Georg Wenzel, Zugführer. Lützellinden, Weidenhausen, den 9. Juli 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 11. Juli, nachmittag« 2 Uhr, in Lützellinden statt. »SSM 46 „ 4. Kandiszucker.55 „ Stehen, den 9. Juli 1918. .Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). 5173B Wiesen-Verpachtung. Die Domanialwiese, Gemarkung Giehen, Auf der Hohleiche, Flur 38 Nr. 347 - 3.1482 ha, hinter dem Schlacht Hof. dem Güterbahnhof gegenüber an der Lahn gelegen, wird Douncrötag den 18. d. SJh, nachm. 5 Ubr, in 8 Losen auf weitere 9 Jahre an Ort und Stelle verpachtet. Zusammenkunft V« Stunde vorher am Schlachthof. Giehen, den 10. Juli 1918. Grohb. Obersörtterei Giehen. _ Koehler. 5159V Bekanntmachung Inder autzerordentlicheu Generalversammlung deS Spar- und Vorschuß-Vereins I E. G. m. u. H. zu Beuern vom 21. Mai 1918, wurde die Annahme der beschränkten Haftpflicht beschlossen. Die Gläubiger, welche der Umwandlung wiedersprechen, werden aufgesordert, sich bei der Genossenschaft zu melden. 616 i Beuern, den 8. Juli 1918. Cm- und Vorschuß-Verein I 8 . 8 . UI. u. H. Lindenstruth, Direktor. K. Walther, Rechner. Grösberger MrdeversilherknOerei» z« Gröuberg. Die Besichtigungen der Pferde finden statt: Sn ReiSttrcherr: Freitag, 12. Juli, mittags 1172 Uhr, In Groken-Buseck: an demselben Tage, nachmittags 17- Uhr, In Garbenteich: Montag, IS. Juli, nachmittags V/ 2 Uhr. Grünberg, den 8. Juli 1918. 5157V Schäfer, Direktor. DalSi-Glühstoff zum Pltttten und Bügeln 3885hv mit jedem Gltihstoft- und Kohleneisen ist in der altbewährten Friedensqualität in allen besseren EUenwaren- und Drogengeschäften wieder za haben. Deutsche Glühstoff*C*enelIschaft Dresden. ©lei Jnxplatz an der Lahn Giessen Zirkus Kuhlen Rheinlands schönstes «.leistungsfähigstes Unternehmen Donnerstag, 11. Juli 1818, abends 8 Ubr: Grosse Erßffnnngs-Vorstellung! Freitag, 18. Juli und Samstag, 13.Juli, abends 8 Ubr Sonntag, 14. Juli zwei grobe Vorstellungen nachmittags 4 Uhr extra für Familien und Kinder zu er« mäßigten Preisen, abends 8 Uhr grohe Sport-Vorstellung Montag, 15. Juli, abends 8 Ubr, Gala-Vorstellung Stets ein erstklafftges Grohstadtprogramm ° 3 * 71 Alles Nähere durch die Plakate. Preise der Plätze: Sperrsitz 2 M.. 1. Matz 1.50 M.. 2. Platz 1 M., Gallerte 60 Pf. Cafe Amend ILeute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Todes-Nnzeige. Nach 3V, jähriger treuer Pflichterfüllung starb am 3. Juli infolge einer sich tm Felde zugezogenen Krankbett, tm BeretnSiazarett zu MteS- bach in Oberbayern unser heihgeliebter und hoffnungsvoller ältester Sohn und Bruder Hrönfeatrüp M\ tonal) Die Beerdigung erfolgte daselbst mit allen militärischen Ehrungen am 6. JuU 1918. In tiefer Trauer. Familie Emil Geroand. Giehen (SelterSweg 89), den 10. Juli 1918. 03,75 Eberversteigerung. Bemerkt wird, daß sich der Eber für eine a Gemeinde noch sehr gut als Zuchteber eignet. Annerod, am 7. Juli 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. EaMeiSSC'mle v. G. Kermes. Glennen, Bahnh-fatr. 00. Tel 1097. Gegr.1909. Geschl-durchgef. Hai 7 d»isres-Ä.Jahr8sklasß8nd.ff:'prüfteHande!slehrer. Beginn des nächsten Math Jahr-uslrmr ans Äafaai 4«II. Auf:iahme täglich bis 22. Juli noch möglich. Privut-llBiorrieht in a. I9f&"dcl*fUcheru. j EneStfahrans, SisB&gratiMs. Slaachlaesathrdibsi, £ Schönschreiben. Frcmd-bprschen usw. Kachniädtag»- n. Abendkurse. Prospekte frei. Persönl.Bückspr.cL Richtigste. Anmeldungen täglich. Pension Brandl (Bellevue). Neuen Bäue 22. Gut möblierte Zimmer mit Verpflegung. Bad. Telephon 1085. Mittag-u. Abendtisch.«ol 4 ♦»•Zimmei’- Wohnung ies werden auch 3 Zimmer f. Bureauzwecke abgegeben, zu vermieten 5049 Babnbofstrahe 4.'». Wir fachen za rp baldigem Eintritt tüchtigen, zuverlässigen Mschinijlm anlage. Angellote, beschädigten, mtl Ang. Eine kleine, neu der- gerichtete Wohnung an ruhige Leute sofort zu verm. 03225 Neuenwcg 10,1. I Möbl. Zimmer] Möbl. Zimmer an ruhigen Herrn zu verm. Babnbofstraste 591. usw. zu richten an und Eisengießerei (Aktten-Geseüschasl), Giehen. 12 dfiri Tj Laden mit Wohnung zu vrm. Frank!. Straße 92,z>. 03179 Leeres Zinrmer zum Ctnstellen von Ptöbeln gesucht. Angebote unter 03267 an den Giehener Anzeiger. Hofreite zu mieten oder zu kaufen ge- ucht. Näheres i. d.Geschäsls- tclle des Gieh. Anz. 03258 Kommis flott in Maschinenschreiben und Stenographie, auch kriegsbeschädigt, od. Dame, keine Anfängerin, für bald gesucht. Angeb. unter 5156 an den Gieh. Anz. erbeten. Mehrere Dreher Hilfsdreher und Schlosser gesucht. Göbel & Appel, Alicestraße 25. 5176 sucht ZigarrenFabrik, Kaiser-Allee 23. Heize, für L August sucht 50988 Uim.-AiiMklinik 03241 Lehrstelle fürSattlerssohn imFachlge- sucht. Kost u. Wohnung erwünscht. Schr. Angebote unt. 032tLa. d. Giehener Anzeiger. Fräulein, einige Jahre bei einer Spedition und Amt- iichen Güterbestätterei tätig, sucht wieder ahnt. Posten, Nähe Hungen-Ltch. Zuschr. unteröl N a. d. Gieh. Anz. erb. Fräulein erfahren in allen Bureau- arbetterr, sucht Stellung in Nähe Giehen-Hungen. An« geböte unter 5110 an den Giehener Anzeiger erbeten. A Tüchtiger, ordentlicher Fuhrmann für sofort gesucht. 5139 Betonbaugesellschaft Marburger Str. 14. Jung, hausbursche § gesucht. 5148 August Ktlbfnger, SellerSwcg 79. ÄPthekeldkGe f gesucht 51258 | Medizinische Klinik- ' Mige WsMilll , gesucht 5162 U Sfotel Schatz. . Saubere Putzfrau e suchen für den Laden Brüder Schmidt, Seitersweg 83. 61OT 5 Mod es. Tüchtige Zuarbeiterin und - ein Lehrmädchen sucht 03203 Fr. Siever. MM Ä»M!I daö auch mit 5ttndern um« zugcben versteht zum baldigen Eintritt gesucht 5104 Ludwigsplatz 1. Dienstmädchen sofort gesucht 51186 khiliirgWe Klink. ^ ^i« ordentliches fteitzifleS t Tienttm,,dcheu gesucht t 5122 Schanzenstratze 6. 11 aa ti mii debeo sofort gesucht. 5030V l EtäLtiiches Krankenhaus l Bockcnhcim, Ginnheimer Landitrahe 42. ' In kleinem, besserem Privathanse erfahrenes, zuver- ' läsiges Mädchen gesucht, t das auch eine für den Haus- ' halt gehaltene Kuh melken - muh. Füttern und Pflegen * der Kuh wird durch den Kutscher besorgt. Die Stelle » wurde bisher von einer Verwandten bekleidet. Eintritt baldigst erwünscht. Schriftl. Ang. u. 5141 a. d. Gieh. Anz. Jüngeres Mädchen für vormittags gesucht. 03279 Heuselsirahe 8, II. $8 «leben welches kochen kann, zum ) 1. August oder später gesucht. Zu erfragen in der Geschäfts- > stelle deS Gieh. Anz. 5166 Zur Beaufsichtigung eines Kindes 5176 ; junges Mädchen . für einige Stunden täglich gesucht. Moltkestraste 25 i. Maschinenfabrik in Gießen sucht für ihr technisches Bureau zum baldigen Eintritt einen tüchtigen, jüngeren Techniker für BorrtchtungS- und Werkzeugbau, sowie einige Zeichitt »d. techn. welche flott und sauber nach Angabe zeichnen können. Bewerbungen, auch von.Kriegsbeschädigten, mtl selbstgeschriebenem Lebenslauf, Zeugnlsabschrislen, Angabe der GehaltSansprüche und des Einlrittstermins usw. unter 5180 an die Geschäftsstelle deS Giehener Anzeigers erbeten. Bekanntmachung. Zum sofortigen Antritt werden einige tücht. WmMsührer und Wagenführermnen gesucht. Dteldungen mit Lohnanfvrüchen sind zu richten an die Direktion der Strahenbahn der Stadt Giehen. Elektrizitätswerke u. Strahenbahn der Stadt Giehen. S t 0 i t e. 5124c Einige liinbeiierinnen sofort gesucht. O. «& I. Gutmann, G. m. Frauksurter Straße 114. b. H. 5145 ksdUSotes. f&ckf. B&deken, 22. J^ das auch Liebe zu Kindern hat, wünscht sich auf einem gröheren Gute bei vollem Familtenanschiuh und gegen Taschengeld im Hans- Halte zu betätigen. Angeb. umer5163a. d. Gieh. Anz. erb. Aelteren nßdehoo sucht Stellung in frauenlosem kleinen Haushalt. Angebote unter 03277 au den Giehener Anzeiger erbc.en. Möbel- Verkauf. Kleiderfchränk, Sofa, Küchenherd, ovale Ausziehtische, Sekretär, kleiner Bücherschrank, Piano, Bilder Regulator, komplette Betten, Waschtisch mit Marmor, Trumeau - Spiegel, Kommode, kleiner neuer Badeofen preiswert za verkaufen Hans Kratz Brandgasse 8. 03266 Einen gebrauchte» starken Einspänner - Kastenwagen, eine nicht gebrauchte rohe Wagenachse ohne Büchse, 44 Pfd. schwer, eine neue Hivtcrwage« - He««- schraube, 22 Pfd. schwer, und zwei schwere Jauchefäffer verkauft 03278 Karl Zimmer Lollar. mn, 2,0 »kutsche Pinscher 10 Wochen alt, koupiert, Pfeffer-u. salzfarbig, Stammbaum, Mutter scharf auf Ungez. und sehr wachsam. 50 Mk. inkl. Vero. 5168 E.Heaenhagen,SchQUQB($en.) Wolfshund mit pr. Stammbaum, 2Jahre alt, scharf und wachsam, Prachtexemplar, für 15 Mk. zu verkaufen. Angeb. unter 5167 an den Gieh. Anz. Deutsche n Hühner band 4jährig, braun, kurzhaarig, kräftig, vorzüglich abgeführt, verkauft 5165 Ä. Rlecktn&nn Frankfurt a. M., Baumweg 38. Ein gut erhaltene- © rcheatrion mit eiekir. Antrieb, Schleifring-Anke > -Motor, mit 25 der neuesten Stücke, sehr taktvolle Lstusik. sorv. ein gut erh. Tafelk lavier wegen Neuanschaffung sehr preiswert zu oerk. Anged. unter 5164 an den Gieh. Anz. Ln verkanten: 1 kl. LVring- und Wasch- Maschine, 1 Gasherd, ein ttinderiabritubl. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieh. Anz. 5174 Ein älteres Break zu vrrkansru 03218 Ärostzorf Nr. 286. GnteS Kabrcad z« oerk. 0 SKi 3c!iiffcaberg«r W#g 69, p. K;u ujosiiche und Kaffeemühle zu kaufen gesucht. Schrtfrl. Ang. um. 5184 a. d. Giehener Anzeiger. Gut erhaltener Neifekoffer zu kaufen gesucht. Näheres zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieh. Anz. («280 Leltige Bttueisemze «HÜ MmMkijk zu kaufen evrl. in Lohn zu verarbeiten gesucht von Aufbereitungsanstalt mitLäuter- eiurichtung. Schriftl. Angeb. unt 5027V an den Giehen. Anzeig, erbet. Hirlauf von Alteisen. Lnmve». Papier, Klaiche«. Louis Rothenberger, Teleph. 17 8. N eue nwe g 22. Gebr. Angelzeug (Fisch- gerte! zu kauf. ges. Schr. Ang. m. Preis unter 1085 an den Gi ehener A n zetaer. _ Gebe. Waschtisch au kauien gesucht. Schrift!. Ang. u. GÖ274 a. d. «ieh. Anz. Zirka 35—48 Waggon Bttchettscheitholz Z. Kl. zur baldigen Lieferung zu kaufen gesucht. 5170 Hve-h. Jtcngl., Holzbandlung, Kl.-Linden, Tel. 482. M .der Wich? Einkochapparate EinkochMset, Gummiringe (für alle Systeme Passend) Glasöffner, jedes Glas spielend leicht öffnend, empfehlen 3868 Brüder Schmidt. Empfehle mein Lager in Vaschbisn, Waschmaschinen Eliradiläsm | I. Lang, Küfermeister, Lang-Göns, am Bahnhof. Brennholz. Tr. Buchen-, Eichen- und Tannenbolz, geschnitten, empfiehlt ab Lager und waggonweise 3772 J. Happel Holz- und Koylenhandlung Müblstrahe 18. 100 Postkarten Blumen-, Kopf-, Landach.-, Kunst-, Liebeskarten usw. 5 M., Prachtsortim. 7 50 M. P. Wagenknecht Verlag, Leipzig. 5158 ss Einkoch- Gläser 03282 s Apparate | Gummi | Carl Schnnck SalttrsvagSS, Babnliofstr.64. vorzüg' Srhrd fr. brwtf.-t. Uprothe 2. S 12 Geo» graph. IS. Richt- Englt1ch l4 VtichUa französisch 15. Der Lut, Lr». 16 v-mü-z. Kehr», i« » ijofuSi JU Miwui &, Uw SallR u fl» MchrGMÜst? ©aff Loch fßr nfrennfre, fterf SSrfrril, eryöht bc 'rfrüg. Oran Ltnscnbung von . ,'f. In 27!««^ — «DamenprelsUsir sostevtoff «fr Abkr&<£o / (Srfud — Äßmmeriäger P. flrni Gießen, Taufelslssülrtch. 22, vertilgt unter Garantie und Verschwiegenheit Hatte», BAnsfl, Waases, Mnwxb«a, sowie jedes Eaosonseslefiir. Karte genügt. 08290 Verlsreu. Momag -wisch. 1 u 2 Uhr t. d. Kltntkftrahe Gaminlbadenatae. Abzugeben gegen gute Belohnung beim Pförtner in der Frauenklinik. 03273 Juncer Herr t. Staatsdienst, vermögend, wünscht jg. geb. Dame aus nur ersten Kreisen zwecks späterer Heirat kennen zu lernen. Nur ernstgm. Angeb. evtl. m. Bild unt. 03270 a. d. Gieh. Anz. w. berücksichtigt. N. H. 4729 Brief liegt. mm Alldcntscher Verband. Sonntag, 14. Juli, 8V a Uhr, Im „'Augustiner", Ludwtgspl. Blitflileder hanplvei sammloas 1. JahreS- u. Kassenbericht, 2. Wahlen. 5itzyv