Nr. 158 Der Gietzeiier Rozelzrr erscheint täglich, außer Sonntag-. - Bellagen: SlebenerLamllienblatter; Nreirblatl fflr den Kreis Stehen, vez lgrpketr: monatl. Alk. l.80, viertel- jährlich Mk. 3.60 . durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Pik. 1.10: durch die Post UM. 3.60»iertel- jährl. ausjchl. Beitel lg. Fernsprech - Anschlüsse: jürdieSchristleilungII2 Verlag,GeschäNsstelleLI Anschr ift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen. Erster vlatt 168. Jahrgang Postscheckkonto: Zrantfmt a.M. U 686 General-Anzeiger Kr Oderheßen vienrtag, 9. Zuli 1918 Sankverkehr: Serverbebank Giehen 3wM!nMAN-dnlck «.Verlag: VrÄhl'scht Untp.-Such- u. StelndrAckere! 8.Lange. §chnst!«tt»ng, Seschäftrstelle A.vruSere!: Schulst!, r. Llnnahme von Anzeige« *. dle Tagesnnmmer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkeu Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25Pf.,für auswärtige 30 Pf., Är Reklamen Mk. 1.—: bei Plahvor- schrift 20'/. Aufschlag. Hauptschriitleiter: Auy. Goeg. Verantwortlich für Politik u. Fearlleion: Aug. 6)oetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Be- richtsjaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Bett;' sämtlich in Gießen. ^ Trotzes Hanptauartier, 8. Juli. (AMtlUY.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Die Artillerietätigkeit lebte am Abend auf. Sie nahm wahrend der Nacht beiderseits der Lys. au, La Basjse-Kanal uno zu beiden «eiten der Somme zeitweilig grotze Stärke an. ^^.^'^"^u^äStäiigkeit. Stärkere Porstätze des Feindes bei Merry und snülrch der Lys scheiterten. Heeresgruppe Kronprinz Ru sprecht. . „ **£■■ LMeau-Thierry hielt lebhafter Feuer- kampf an Vorsitze des Feindes gegen den Clignon Ab- schnitt und südwestlich twn Reims wurden abgewiesen. * Leutnant Billik errang feinen 22. Luftsieg. Der Erste Geucralguartiermeister Ludcndorff. « Der Abendbericht. Berlin. 8, Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Englisch- Teilangriffe beiderseits des L a B a s s s - K a - Nllls sind untere schweren Verlusten gescheitert. . <5 CU€n Wendung in Moskau gegenüber, die vom deutschen I nteresse aus allerdings mit ernster Aufmerksam-- vrlL< ad7tet ^Erden muß, ist seitens des Publikums ruhiges Abwarten am Platze. Ganz verkehrt und zwecklos ist es, werrn einige prinzipienfeste Kreise jetzt ausrufen: Da haben JvJ^ r in Brest, wie er geschlossen worden ist, war 1 ®* lt Nichten! Wer glaubt denn, daß die Macht der Bolschewisten unbedingt gesichert gewesen wäre, wenn unsere Unterhändler in Brest ihnen weiteres Entgegenkommen bewiesen hätten! Wir brauchen uns nur an die lange Zeit der Garung während der türkischen Revolution zu ^r^.. ö ^ e . * n Koustantinopel beinahe ebenso wechselhaft und unbeständig war, als sie es bisher in Petersburg g^vesen ist. Hätte unsere Diplomatie die schlimmen Schürer ^ öu fr reden her t, Hunger und Not in der Bevölkerung und der Feinde, etwa ganz unschädlich, machen köii- nen ? So wünschenslvert es jetzt auch ist, daß die Bolschewisten, mit denen wir Frieden geschlossen haben, vorläufig am Ruder bleiben, so gut wissen wir doch auch, daß sie eine nichts weniger als ideale Regierung zu führen in der Lage sind. Es hat gtuckluyerweffe den Anschein,'als sei der Putsch- ö ^ u _fi jener Gruppe der Links-Sozialrevolutionäre, die .^brkaleren Mitteln zju hausen gewohnt sind, als die Bolschewisten, und die sich offen zur Urheberschaft des GesarLtenmordes bekairnt haben, mißlungen. Es ist jetzt für Deutschland von großer Wichtigkeit, wer auf den schwierigen und gefahrvollen Posten des Grafen Mirbach AbsbeUt wird. Ist es, wie einige Blätter z-u melden wissen, der bisherige Gesandte in Kristiania, Admiral v. Hintze so werden Energie und diplomatische Gewandtheit in Mos- tau besser auf der Wacht stehen als bisher. ... •*** Nachhall der Auseinander,'etzrurg^i im Reichstag ist durch die neuen Ereignisse in Rußland etwas gedämpft wowen. Herr v. Kühlmann ist aus dem .Hauptquartier wieder rmch Berlin zurück-gekehrt, und die „Germania" versichert, das Auftreten Scheidemanns habe vorläufig noch ^rnen Bruch rn der bisherigen Reichstagsmehrheil bewirkt. Bon errngem Jicheresse ist es, daß das „Berliner Tagebl." den Zerchunkt für gekommen erachtet, sich ausführlich über ^«^verlängernde Politik ausAulassen. Da in den verschie- Vb^uv. Kühlmann svioohl als Scheidemann das Vorhaltungen gemacht worden sind, schreibt dab heute noch eine Rede, die bringt, den Krieg verlängern oder ^ hangen nicht mehr von Worten, L-Eine solche Tatsache ist es, daß das alän^md<.v ^i^^^^NiiMich neu bewährter Kraft und unter ftetig werter zurückgedrängten ©egner* Wenn,.trotzdem diese Gegner den Frieden hi? b?s, ..weil eine andere Tatsack-e, wieder bellbt^"^ Amerikas, vorläufig ihren Kampfmut immer ?* a§ Blatt die Borwürfe auf diejmi- w b fe. n . K rieg mit Amerika auf die leichte Schüler genommen hatten. Wer kann aber heute sagen, ob der fouSt m termHSF, tfa M SS l ? Iftl7t§ Gesinnungen für uns über- Haupt vermeidbar gewesen wäre! Wie dem auch sei geleat^werden^^§^ Verwahrung dagegen ein^ Behauptungen wird das VerantwortunasaeküK im Ser österreichisch.,,,igarlsche Tagesbericht. aHrgSS-« Oberstleutnant .Karl Culler, ist au der Spitze feiner Braven den Helbmtod gestorben. Sonst im Südwester; keine größeren Kampfhandlungen. In A l b a n i e n ging gestern der Italiener an der mittleren und unteren Vojnsa mit starkem Wcstflügel zum Angriff über. Mir mHmen die im Flusita! vorgeschobenen Postierungen gegen die Hanptstellung zurück. Der Chef des Generalstabes. Die Vorgänge in Moskau. Moskau, 7. Juli. (WTB.) Ju Moskau ist der Belage- rungs^znstand erklärt worden Dir gestern nabt von dem Itnfm Sozialrevolutimrären besetzte .Telephon- und Telegvaphen- station ist von den Bolsstsetoiki einige Stunden später zurückeroberl iovrden. Tie in ihrem Quartieren mit Artillerie beschossenen linken Sozialrevolutionäre haben tm Laufe des gestrigen Tages Parlamentäre geschickt. Tie BvtsckMoiki -hoben die bedingungslose Unterwerfung gefordert. Tie SoziLlrevalutw- näre sollen sich sc.luch mit der Aufforderung zum Streik an die >Eisenbahner gewandt haben, habeir aber anscheinend eine Absage erholten. ^ _ Die Gerüchte, daß im Petersburg, Jiaroslaw und anderen Städten der 2lufstand losgebvochen sei, werden von der Regierung als unbegründet bez-eichiret Tie Linksrevvlutionären hoben gestern nacht ein Bulletin hervusgegeben. worin sie mitteilan, daß Gras Mirbach von der Terroristensiktion der Linkssoziolrevolutionäre getötet worden sei. Nach einer Mitteilung der Regierung haben die bisher verhafteten Führer der linken Sozialreviollitionäre, unter denen sich Sprrido- nowa befindet, erngestzandm,Idaß das Attentat mit Wissen der Parteileitung ausgesührt worden ist, um den Bruch des B r e st e r Friedens z u erzwingen. Soweit bisher fest zu stellen ich hat das Attentat und die seitens ^ leg gegen abwendig ge- ^ 4 _ Bolschewik! in Moskau der Lage Herr werden. . Die über den Gesandtemnvrd angestellte Untersuchung hat werter ergeben, daß das Verbrechen offenbar von langer Hand vorbereitet war. Der ungarische Graf Robert Mirbach wurdo nämlich vor ungefähr vier Wochen als Bewohner eines Hotels, in der eine schwedische Artistin, arrgeblich in Zusammenhang mit der Gegenrevolution, Selbstmord verübte, verhaftet. Er war, wie die ül^dern der Kvnlmrssion zur Bekämpfung der Gegenrevolution künstlich geschaffen worden, um einen Vorwand zu haben, zu dem Gesandten persönlich vorzudringen. Moskau, 8. Juli. Tie Kämpfe in Moskau sind bisher zugunsten der Bolschewik! ausgelaufen. Das Gerücht von der Ermordung de» Zaren erfunden. Moskau, 7. Juli. Meldung der Petersburger Telegvaphen- Agentur. Der Dizeprästdent des Vollzugsausschusses des Sow- lets m Jekaterinburg hat dem Rat der Volkskommissare telegraphisch mitgeteilt daß die Nachricht von der Ermordung des ehemaligen Zaren eine der Michen provokatorischen Lügen ist. Die „Verdienste" russischer Revolutionäre. Vvn der Schweizer Grenze, 8. Juli. (B. T.) Dem Berner Tagblatt zusvlge wurden große Sunnnen, die die russischen Revolutionäre in den Arbeiter- und Soldatenräten verdienten, bei Schweizer Banken deponiert. Welschschweizerische Blätter sprechen von 18 Milliarden. vie wirren im Osten. ia ^ —hiesige Presse meldet: Am lt>. Iunr rst än Kem ent Panzerzug mit englischen, lranzosischen und serbtsdien Truppen tntter Führung russischer Offizteve eingetrosi'en. Der Führer des Zuges gab an, Die Bolschewisten in der Bncharei. London, 8. Juli. Tie „Times" erfahren aus Peking vom 3.Juli, daß die russischen Konsuln in Chinesisch-Turkeftan in ihren telegraphischen Berichten nach Peking surckstbare Sästlde- trungen von den Ereignissen in dem von den Bolschwiki beherrschten benachbarten russisck-eu Gebiet geben. Danach haben die B o l s ch e- wi k i im März ein Ultimatum an die Bncharei gerichtet, Ws^rin der Rücktritt des Emirs und die Einführung der bolsche- wisttschen Regiernngssorm verlangt werden. Die (Spedition, die dusgeschickt Wurde, um diesetn Ultimattim Nachdruck zu geben, soll sich höchst brutal benommen haben. Die auf dem Lande arbeitenden Bwrern seien ans Panzerzügen nieder geschossen, Städte seien geplündert und Frauen vergeioalligt worden. Der Staatsbank seien 40 Millionen Rubel gestohlen worden. Im April sei dann ein Abkommen geschlossen worden, demzufolge die Bevölkerung entwaffnet und die Armee auf 12 000 Mjtchm, die ausschließlich mit alten Waffen ausgerüstet sind, herabgesetzt wurde. Tie russischen Flüchtlinge seien ausgeliesert 'und den bolschewistischen Truppen sei go- stpttet Iporden, alles, was sie benöttgten, zu reguirieren. Weiter melden die „Tim^": Dem Sowjet von Taschkent hll sich die Provinz Semirjetschensk unterworfm. Die Ko- sakenbevölkerung hat sich gut gehalten, ist aber rächt imstande gewiesen, Widerstand zu leisten. Sie hat sich jetzt in der ltördlichen Ecke der Provinz versammelt, von wo sie am 5. Juni einen dringenden Hilferuf an die Alliierten richtete. * Der Nachfolger des Grasen Mirbach. Berlin, 9. Juli. Wie versck)äedene Blätter erfahren, dürfte als Nachfolger des ernrordeten Grasen Mirbach der Gesandte v. H i n tz e in Frage kommen. Herr v. Hintze ist mit den rusiischem Verhältnissen besonders gut vertraut. Ter Gesandte Paul v. Hintze ist aus der Marine hewvr- gegangen. Er ist aM 13. Februar 1864 in SHoedt a. Oder als Lohn eiiisss bürgerlicher: Kaufmanns geboren und trat im April 1882 als Seekadett In die kaiserliche Marine ein. Im Sommer 1903 erfolgte seine Ernennung zum Atarineattachse für die skandinavischen Staaten mit dem Sitz in Petersburg. Im FrÜh-r iahr 1906 wurde er zum Flügeladjutanten des Kaisers ernannt. Zwe: Jahre später erhielt er den erblichen Adel. Im Sommer 1908 wurde er MilitärbevvllmäichtiFter am kaiserlich russischen Hof und als solcher der Person des Kaisers attc^chiert und dem muptGixxc* tter frngetetlt Im aktiven Dienst verblieb er bis zum FrühjaLr 1911 und trat >:ter Verleihung des Charakters als Kvnt^ admtral m das Auswärttge Amt ein. Im Mai 1911 wuÄre er als Gesandter noch Mexiko geschickt, mclchsr er bis nach Ausbruch des WelikriegeS ba- Aechete. Hter erhteL er den Auftrag, die deutsche Vertretung in MNng zu übernehmen, wohtn er aber, da der Vierverband das , verwetgerte, mir unter größten Schoierigkeiten und Gefahren gelangte. Nach Abbruch der Beziehungen mit China kehrte er auf dem sogenannten Diplomaten schiff gemeinsam nnt dem Enowch über Amerika nach Holland und Deutschland zurück. 7 enMi# ging H-rntze nach kirrzem Aufenthalt in ^rlM nach Chnchauta, um hter an die Stelle des abberufenen Gesandtem Tr. MtchaHelles zu treten. Zug sei eiitgetwffen, um die Stadt gegen dte"anrückenden lyinitlaitoer zu verteidigen. Die Angestellten der Murman-Bahn haben sich in einer E 28. ^um nt Kem abgehaltenen Versammlung für ihre bolschewisttschen Vertreter ausä^piwä-en und die Mitglieder der ^oztal-Revoluttonäre und der Menschewiki-Partei aus dem Eisen- bahner-Sowret ausgeschlossen. Militär- unb Seeabteilungen des Ab- icyntttes Wetstmeer-Murmansk hat die Einberufung eines all- Kongresses der Seeleute beschlossen, um die Aufgaben der Flotte in der retztgen Lage zu Nären w ^dlb^ämitt Syaran gelegenen Stationen Naleika i^ Nowa-Posakmeo sind von den Rätetrupt'eu eingenommen S* 1 !- In der Richtung aus Shlckrinsk zeigen sich Kosakew- pattomllen. Im Absckmitt Omsk envmckeln sich Kämpfe zu- der Rätttruppen. Auch im Don-Gebiet wird mit den Zeoiaten hefttg gekämpft. «rs ftchechischm Kreisen in Mostan «r- stch d« ^rflrck der ftckE/chen Kommunistenpartei unter ® tn ^ ne tschechische Abteilungen haben 3lr Tl * u k-mpfen. und verlangen genaue Angabe der Krtegsztele und ber russ sck>en Friedensbedin- gungeit sowie Verhandlungen mit der russ^ Regung Die Tschcchen-Slowaken in in Wladiwostok. aus Ä \ Reutersche Bureau rneldet 30.^:. Der Kommandant der Truppen überreichte dem ort- ^^?Sowiet etn Ultimatum, Nrirtn er die Msicht ankündiat d^e orlllchen Bolschennkt zu entwaffnen, wegeit ihres Widerstandes Mgcn den Durchzug der Tschocho-Slowaken aus Westsibirien nackr Wbadllwojtok. Er geivährtc eine halb- Stnjche Mst fZ die Ähüw^§ ^st ralLÄ ^tchieli schritt er Mir E>itwaffnun^ dch mnrde. fcur ,m, ein ^ Etserckahtnstatwn scyck ein Kampf statt Dre Tschechen nahmen es abends ein. Viele Bvlsck^oiki wurden Mötet dder verwmidet. Die frühere örtliche Berivaltung imeder eingesetzt. Es herrscht vollkomniene Ordnung. Die Salzburger Besprechungen. .. ^ e J t ' ?• 2uli. Die Korr. Hofftnann meldet: Me handelt es sich bei der bevorstehenden Besprechung rn S alz bürg über die Gestaltung der ftmfU Ugen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreiig-Ungarn zunächst rmr um eine vo rläu fiae Fühlungnahme, an der deutscherseits lediglich einige Vertreter des Auswärtigen Amtes, nicht aber Vertreter der übrigen Rerchsbe^rden oder einzelnen Buiidesstaaten beteiligt iein werden. Bei den eigentlichen Verhandlungen dagegen werden, abgesehen von den beteiligten Reichsämtern. Preußen, Bayern und Sachsen zugezogen. Die Lage in Irland. ^nem Gewährsmann der „Voss. Ztg." ist es gelungen firki in v^läsll^s a^nhalttm. W ist ihm mwlS'eLsS Verl affiges Bild von der gegenwärtigen Lage in dem wnst von dev Außenwelt abgesperrten Irland zu geben. Die Sinn-Feir^ dte t£nen verwandten Organisationen hatten alle BorkektrunaeiS etnen großen allgemeinen Ausilmtd^ bemmten. Im gegebenen Augenblick sollten in Irland alle Betrieb und Hafen schließen, jo daß die Umwälztmg innerhalb eines Tages eine vollendeteTaffache setn sollte. Sowohl die Nattonalisienpa-rteü aT ^ lte !ü ber Bewegung nicht entgegen. sind letzt Vorgänge ^merll worden, aus denen sich geheime Bc- kurchwngen ^r die Iren herleiten. Die Engländer haben anfS englischen auch amerikanische, Truppen nach Irland gesandt T§n nner vertrauensvollen Persönlichkeit lwrrde versichert, daß^ Amerikaner die Sache an die Engländer verrieten. Es kommt iefct ^ arc H r die Gehermkomltees auch ohne die entdeckten Wafferij den llnfftand durchsetzen wollen, der bei der Erbitterung der Be- vo^lng sich zu einer blutigen Katastrophe in Jrlmrd gestalt Die Lage im westen. »^Berlin, 8^ Juli. Vielfackie P at ro uillen v o r stöße der Ve r b an d s t r u pp e n, die zwischen Merri und dem LaBasseo-Kanal sowie südöstlich Hamel mit stär keren Kräften ausgeführt wurden, sind ausnahmslos ab Z^/Esen worden. Am Clignonbach versuchte der Gegner di Deuffch^r ^^burch zu täuschen, daß seine Patrouilloi d e u t sche^- t a h l he l m e a u f se tz te n. Diese Vüllerrechts Widrigkeit wurde rechtzeitig erkannt und brachte seinen '^up Pen nur Verluste ern. Compiögne wurde wiederum be ff unserer Flieger auf die Dünkirchens Dockv hatte beobachtete, langanhaltende Brände zur Folge Die Kämpfe an der italienischen Front. ^ 7. Juli. (WTB.) Llus dem Kriegspresieguartier wir gemeldet: Bahrend die Ramnung der Piave-Insel olni Störung durch den Feind mit Ruhe und Ordnun/L^cK teerten konnte, setzte bereits um 4 Uhr früh auf der Hochfläche her sieben Gemeinden heftiges Attillerieseuer gegen unsere Stellungen bei Asiago ein. Einzelne hierauf folgende feindliche Vorstöße im Raume bei Sisemol und Asiago scheiterten. An dem Zusammen brechen eines in der, Morgenstunden ebenfalls nach starker Artrllerievorbereitung östlich vom Monte P e r t i c c mrgesetzten italienisck)en Angriffe hatten neben den braven Kroaten des Infanterie-Regiments 79 auch eigene Batterien rühmlichen Anteil. Ein mittags neuerlich versuchter Angriff wurde ebenfalls glatt abgewiesen. Der Feind erlitt schwere Verluste. An der Ttroler und der Südfront herrschte Attillerietätigkeit. An der Abwehr von italienischen Angriffen an der Piavemünbung tmrkten auch Luflstteitkräfte erfolgreich mit. Am 4. Juli griff ein starkes Geschwader um die Mittagszeit in dem Raume von Cave Zuccharina den Feind erfolgreich an, wobei aus niedriger Höhe 1065 Kg. Bomben und üocr 20000 Maschinengewehr schüfst ^gegeben wurden. Hierbei zeichneten sich besonders die unter dem Kommando des Oberleutnants Hautzmeyer stehenden Jagd- Sieger aus. Der in den Abendstunden desselben Tages wiederholte Jagdslug hatte auf den Feind eine panikartige Wirkung. Don beiden Flügeln sind sämtliche Flugzeuge z-urückgekehtt. — Auch in Albanien herrschte sehr rege Fliegertängkeit. Frankreich und der Friede. Bern, 7. Juli. (W. B.) Laut „Pays" forderte die Lrga der Menschenrechte den Präsidenten Wilson ans, darauf hinzuwirken, daß die En tenberegrerungen ihre Kriegsziele veröffentlichen und die Erklärung abgeben, daß sie nicht beabsichtigen, ihren Frieden dem besiegten Gegner auftu- zwrngen, sondern, daß sie den Frieden aus sich selbst heraus organisieren wollen zum Besten der Menschheit. Japan» Heer und Flotte. London, 8. Juli. (Reuter.) Die Times melden aus Tokw vom 1. Juli: Der Rat der Feldmarschälle und Admirale hat den Plan wegen Zusammenwirkens von Armee und Flotte angenommen und der Vermeh- rung derArmee auf 21 Korps gleich 42 Divisionen oder 120 Regimenter grundsätzlich zugestimmt. Da» spanische Spionagegesetz. Amsterdam, 8. Juli. (W. B.) Das Reutersche Bureau meldet aus Madrid: Das Spionagegesetz hat in der liberalen und in der sozialistischen Presse Empörung hervorgerufen, da sie die Maßnahme als deutsch freundlich ansieht. Sie glaubt, daß eine Kabinettskrise eintreten wird. Die Kammer beriet das Gesetz in einer sehr heftigen Aussprache,die die ganze Nacht andauerte. Der Minister des Auswärtigen leugnete, daß das Gesetz als ein Maulkorb der Presse gemeint sei. Der Zweck sei, die unverschämte Sprache gewttser Organe gegen gewisse Staatshäupter zu mäßigen. Die Kammer nahm das Spionagegesetz an, nachdem sich die republikanische und sozialistische Opposition aus dem Hause entfernt hatte. Außerhalb des Hauses sammelte sich eine Menge an und bewarf die Polizei mit Steinen, als sie zerstreut wurde. Kühlmanrr wieder in Berlin. Berlin, 9. Juli. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Kühl mann traf laut Berl. Tagebl. gestern aus dem Großen .Hauptquartier kommend, wieder in Berlin ein. Die spanische Krankheit. Haag, 5. Juli. (B. a. T.) „Hollandsch Nieuws Bureau" meldet aus London: „Daily Expreß" veröffentlicht verschiedene Nachrichten über die Verbreitung der Grippe in Europa und Asien. In Frankreich bleibt sie nicht auf das Heer beschränkt, sondern verbreitet sich auch unter der bürgerlichen Bevölkerung. In C h i n a würden besonders dichtbevölkerte Distrikte von ihr heimgesucht. In Tientsin seien über 20000 Menschen erkrankt, in Pe- fing viele Tausende. In England werde die Krankheit letzt erfolgreich mit Chinin behandelt. Der Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge, 33 e r 1 1 n, 8. Juli. (WTB.) Unsere II-Boote vernichteten im Sperrgebiet um England 17 000 Brutto-Re- gister-Tvnnen feindlichen Handelsschiffsraums. Den Hauptanteil an diesen Erfolgen hat das vom Kapitänleutnant von Rabenau (Reinhart) befehligte Boot, das an der Ostküste Englands sechs Dampfer, zum größten Teil aus stark gesicherten Gleitzügen heraus, versenkte. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Erfolgreiche Seefticger vor der Themse-Mündung. Berlin. 8. Juli. (WTB.) Wieder hat der amtliche Bericht von »er hervorMeridcn Leistung eines unserer besten Seeflieger. Lberleutmants 5*. Chrrstiansen, Meldung erstatten könncm WFui 3uIt , nachmittags hat dieser bewährte Offizier mit seiner «taffel vor der Themse-Mündimg zwei englische U-Boote angegrrffehr und beide erlMich beschädigt, eines davon so Awer, miß fern Sinken wahrscheinlich ist. Ter Kampf zwischen U- m tst eine der phantastisch annrutenden neuen lsefechtsarten che chesen Erfolg uns gebracht hat. der Kampf zwischen zwei chchmschen, aufs höchste entwickelten, selcht wdbringenden aber auch äußerst verletzlichen Waffen. e^ren zu dieser Begebenheit noch folgend- Einzelheiten - bes. Marinekorps, unter der Führung fhe? L a ”I 6 - mittags von der flandrischen .Küste mrs bei hel^m Wetter zur Fernaufklärung nach der englischen B or der Thein, e-Windung in der Nähe des Saiidcs ^m itlugzeugr ein aufgetaucht fahrendes englilches U-Boot das che Bezeichnung „6 25" groß am Turm m-igcmalt tiug. Bevor es Zeit ,and, zu tauchen, stießen unser« Flieger -ms ihre Beute herab und griffen das Boot aus nächstbo l?5 f Ähl, e -5 s ® w . e6rfe . uet fln - «"nen kurzem "nr di) au Teck bepudl,che BpaSung des Fahrzeuges getötet, ™ der Kommaichant hr-lt sich noch tmt Zeitlang auf dem Turm de?! Karabiner feuernd, der gefährlichen Gegner- Tauchmechanismus war otfenbar ,o beschädigt, bcB ein lbMerwasferbringeii des Bootes, nicht mehr möglich war. Aus nächster Nähe wurde das U-Boot Salden unserer Maschinengewehre über- schüttet, bis ihre gesamte Munitwn verfeuert war. 35 Minuten laim dauerte das Gefecht. Steuer- imd bewegungslos trieb das " unsere Flugzeuge den Rüctzng antraten. ^7 t . err “ Staffel nach dem Ort f r ^"/-Ni Schlepptau eines anderen, U-Bootes „L öl i und griff sofort beide Boote an, diesmal auch mit Bomben. Aus „C 25" wurden zwei Bomben: iu5 1 5Lt c pafy einer halben Stunde wurde das, Mccht abgebrochen, nachdem abernuus der Munitionsvorrat erschöpft war. Tie Stafiel Christiansen, die sich inzwischen erneut ans den Weg gemacht, stellte iest, daß „C 25" völlig manövrierunsähih anscheinend tn sinkendem Zustande, vor der Themse trieb wahrend das andere Boot in offenbar schwer beschädigtem Zustand -Mlilchen Zerstörern in Schleppe genommen ( "ur de. Siol, -ms ihren Erfolg kehrten unfere Flugzeuge, ohne selbst irgendwelchen Schaden erlitten zu haben, m den Hafen zurück. Einweihung des venrmals für August Wilhelm von Hosmann. -w Gießen, 9. Juli 1918. . azurblauer Himmel und strahlende Sonne lachten gestern früh über der festlichen Schar, die sich vor dem „Tintenfaß" in der Frankfurter Straße zur Enthüllung des Denkmals von August Wilhelm v. öofmann eingefunden hatte. Als im vorigen Jahre dre Liemeils'Rlng-Stiitung sich in Berlin bildete und in ihren Latzungen festlcgte, lebende Gelehrte durch die Verleihung eines Ringes, des Siemens-Ringes, verstorbene Meister aber durch ein besonderes Denkmal zu ehren, da ttat zuerst der Gedanke des Denkmals für den großen Erforscher des Anilins und der Anilin- Farben, August Wilhelm v. .Hofmann, in den Vordergrund. Von vornherein gab es für die Siemens-Ring-Slistung keinen Zweifel, daß das erste Denkmal nur August Wilhelm o. Hofmann geweiht sein dürfte. So entstand denn das Marmorbild, das nun in bayerischem Marmor von der Meisterhand K. Baurs-München an dem Elternhause v. Hofmanns prangt. Ans einem streng archaischen Rahnren blickt nahezu in Lebensgröße der große Gelehrte herab, umgeben von Buch und Retorte, den Sinnbildern der chemischen Wissenschaft. Spielende Putten bilden unten rechts und links einen harmonischen Abschluß. Tie unterhalb des plastischen Reliefs eingefugte Tafel ttägt die Inschrift: August Wilhelm v. Hofmann geb. am 8. April 1818 gest. am 5. Mai 1892 zu Gießen zu Berlin Ein Meister un dg längender Lehrer der Chemie. Ter erfolgreiche Forscher des Anilin und der Anilin-Farben. Auf dem Rahnren liest man: Gewidmet der Stadt Gießen von der Siemen s-Ring-Stiftung. lieber der Eingcmgstür des Hauses nach der Frankfurter Straße zu ist außerdem noch eine ovale Tafel mit dem Vermerk „Elternhaus August Wilhelms von Hofmann" an- gebracht. Die ganze Anlage zeigt einen durchaus einheitlichen, künstlerischen Charakter und ttägt wesentlich zur Verschönerung des Sttaßenbild-es bei. Die Einweihungsfeierlichkeiten verliefen äußerst stimmungs- vätl- Nach den einleitenden Klängen der Garnisonkapelle ergriff der Vorsitzende der Siemens-Ring-Stiftung Wirkl. Geh. Ober Reg.-Rat Prof. Dr. Marburg das Wort, widmete dem großer Merster Wilhelm v. Hosmanr: warme Worte, legte kurz dii Gründe dar, die zur Stiftung des Denkmals geführt hatten, mtf übergab das Denkmal an die Stadt Gießen. Die Uebernahm« erfolgte durch Oberbürgermeister Keller, der besonders die über ragende Bedeutung v. Hofmanns betonte, ihn neben Liebig all er neu der größten Sterne am Himmel der Chemie nannte ,und ei alä eilten besonders glücklichen 55edanken bezeichnete, das Denk- Ural mit dem Elternhcm.se zu verbinden, an das v. Hoftnarm bis ir ferne spätesten Tage mit Liebe gedacht hat. Zum Schluffe führtt Oberbürgermeister ,Keller aus: Zu den mehrfachen Zeugen dankbarer Erinnerung an dieser wahrhaft großen Mann gesellt sich nunmehr, im Jah're seines 100. Geburtstages, dieses schöne Denkmal am Elternhaus in seiner Vaterstadt. Ich danke allen, die zu diesem Werke geholfen haben, vor allem, der Siemens-Ring-Stiftung, welche die große Gute hatte, in satzungsmäßiger Erfüllung ihrer Aufgaben zur Ehrung des Andenkens von Hofmanns dieses Denkmal zu erstellen und der Stadt Gießen in Eigentum zu ükurweisen. Ich danke dem Künstler, der in diesem hervorragenden Denkmal ein glänzendes Zeugnis seiner Kunst gegeben hat. So übernehme ich hiermit im Namen der Stadt Gießen dieses Denkmal in Eigentum, Schutz und Unter ' Haltung der Stadt mit der Versicherung, daß die Stadt Gießen dieses herrliche Denkmal in treuester Obhut immerdar bewahren wird. Nun aber schmücke ich dieses Denkmal mit dem Lorbeerkranz, den die dankbare Vaterstadt ihrem großen Sohne gewidmet hat Llnschließend hielt sodann Geh. Rat Professor Dr. Will, der noch selbst mit v. Hofmann gemeinsam gearbeitet hat und ihm nahe stand, die Festrede. Der Redner entwarf ein packendes Bild des großen Chemikers und zeigte seinen Entwicklungsgang von seiner frühesten Jugend an. Thn der SSadt Gießen, die mit ihrer schönen Umgebung stets anziehend wirkte, hat v. Hofmann bis in das späteste Alter mit »rührender Liebe gehangen und immer wieder tauchen in seinen „Grurnerungen" die Jugendtage in seiner Vaterstadt auf. Der Werdegang v. Hofmanns ist im höchsten Grade interessant. Von dem ßteqr, dem Hofkam mewvat Hofmann aufs sorgfältigste erzogen, mit Verständnis für Kmrst, Literatur und die Natur, bestand der junge Hofmann hier in Gießen das MaturilSts-Examen und ließ sich als st'ud. jtrr. immatrikulieren. Wer er kam nicht vorwärts, trieb Allotria, wie Carl Vogt behauptet, bis ihm sein Vater seinem Freund Liebig, dam er das Laboratorium baute, unver- tttaute. Unter Liebigs Leitung fand Hofmiann die rechte Bahn. Durch Liebiig, dessen Assistent er später wurde, erhielt er auch die Anregung zu jerrer ersten größeren erfolgreichen Ext>erimental- Untersuchung, die das „AnUin" zeitigte. Nach dem ersten Erfolg stellten sich neue ein, bis Hoftnann aus dem Wunsche zu größerer Selbständigkeit heraus sich im Frühjahr 1815 in Bonn habilitierte. Da kam der Ruf nach England zur Ueberuahme des neuen Londoner Chemischen Jnstttitts. Nach manchmlei Schwierigkeiten konnte Hofmatcn dem Rufe erst folgen. In England gelangte .Hofmann zu großen Ehren: er zeigte, was deutsche Energie zu leisten vermlag. Aus den Uutett"uchungen von Hoftnann und seinen Schülern sind dort die wunderbaren Schöpfungen der Chemie der Teerfarben hervorgegarrgen und in die Limdoner Arbeitsperiode fällt jauch die beruhmle Mbeit über die Ersetzbarkeit von Wasserstoff im Anilin und Ammoniak durch Moholradikale, einer der Grundpfeiler für die heuttgen Anschauungen über die Struktur der chemischen Berbindungeii, und vieles andere. ' Von London folgte Hoftnann 1865 einem Rufe auf den Berliner Lehrstuhl, den er bis zu seinem Tode inne hatte. Welche gewaltige Arbett Hoftnann bewältigte, wie überragend an Bedeutung er ist, das zeigt am besten die Entwicklung der Farbstoffchemie. Wenn heute die Betaute herbe Kritik Liebigs über den Zustand der Wenige in Preußen aus dem Jahre 34 nicht mehr zutrifft, wenn) im Gegenteil Preußen sowohl was den Unterricht loie die Unterrichtsmittel anlängt, vor anderen Ländern voranschreitet, so ist mA Rrcktt Aesiagt worden, daß der Beginn dieser Aera geknüpft ist an den Namen August Wilhelm v. Hofmann, der in den Banken der chemischen Laboratorien in Bonn nnd Berlin zuerst dem Fortschritt chemischer Forschung angemejsene Arbeitsmittel geschaffen hat. . Das Bild, das der Redner sodann von dem „Menschen" vor! Hofmann entwarf, zeigte den großen Forscher gleich anziehend und gewalttg wie als Wiffenschaftler. Er liebte die Jugerrd, deren vorbildlicher Lehrer er war. Seine Studenten vergötterten ihn und trauerten tief, als ihnen ihr verehrter Meister unerwartet mittet, in voffem Schaffen entrissen wurde. Wie ihm die Vaterstadt Gießen lieb war, das zeigte er unter anderem auch darin, paß er nicht richte, bis nicht nur München .sondern >cmch Gießen das Denkmal Liebigs erhielt. Das Ehren- Mrgervecht, das ifj-m die Vaterstadt verliehen, galt ihm als die höchste (Ihrimg. So hat er sich stets in Gießen zu Hause gefühlt und so gehört er zu Uns, auch heitte noch, immer. Nach den interessanten Msiührungen des Redners ergriff der Dekan der Plnlosophifchen Fakultät der Landesuniversit'ät Pro- fiessor Dr Lvchlesinczer das Wort. Ausgehend von Liebig der es verstand, Wissenschaft und Praxis miteinander zu verbiirden' und mmnander greisen zu lassen, kam her Redner auf v. Hofmann zu sprechen, der den Spuren seines Lehrers und Meisters folgte Hof- mann war es auch, der sich 1855 gegen eine Teilmig der PKta sophischeu Fakultät und die Einführung einer Naturwiffenschaft- lrchen stemmte urrd betonte, daß auch das Doktordiplom der ungeteilten Fakultät die Würde eines Doktors der Wissenschaft ver- lnht, nicht aber jimt Doktor einer besonderen Wissenschait stempelt In diesem öhme hat denn auch die Philosophische Fakultät der Landesnmversttät drei im praktischen Leben stehenden Männern K Berlnen'te um die chemische Wissenschaft die Würde eines Dvktas der Philosophie ehrenhalber erteilt. Zu Dr. phil. ehrenhalber wurden promoviert: einer, Kgl. Sächsisckier.Hofrat, Verlagsbuchhändler in Ra vhael G. L i e s e g a n g, Chemiker in Frankfurt a. M., Dr.-Jng. Max Epting, Chemiker in .Höchst a. M. Im Namen der „Deutschen Chemischen Qtefrnjdjaff", fe N0Ü Jahr ihr 50jähriges Sttftungsfest begehen konitte, wümuete Gehle Rat Professor Dr. Lepsius dem Andenken von Hoftnann», der auch der Begründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft ift, innige Worte und legte einen Kran^ am iDenkmal nieder. Bei der nachfolgenden Besichttgung des Liebi^-LabvimtornkmÄ begrüßte Geh.-Rat Proftffor Dr. Sommer an Stelle ldes abwesenden Vorsitzenden der Gesellschaft „Liebig- Museums" die Anwesenden und entwickelte in einem Vortrag ein Bild von dem Wiederausbau des Liebig-Laborawriums und Museums. Mit unermüdlicher Zähigkeit, durch jahrelange Arbeit und nur nach Beseitigung großer Schwierigkeiten gelang, e», das Liebig-Laboratorium zu rebmstruieren und den Plan des Lrebig- Museums der Verwirklichung näher zu bringen. Was hier durch Forschung und Ausdauer erreicht worden ist, erscheint nicht nur anerkennenswert, sondern auch bewundernswert und es ist mit Freuden zu begrüßen, daß eine Stätte, die zur GeburtSstätte einer unserer bedeutendsten Zweige der chem. Wiffensäzaft wurde, erhalten bleiben kann und nun auch gesichert dasteht. Nach dem mit lebhaftem Jntereffe aufgenommenen Borttag führte Geh.-Rat Professor Dr. Sommer durch die Räume des Laboratoriums und gab Erläuterungen. Tie Besichtigung des Liebigdenkmals und ein Mittagessen im Fürstenhof" bildeten den Abschluß der offiziellen Fest-Ordnung. Auch hier wurden in herzlichen Worten Gefühle des Dankes und der Anerkennung zum Ausdruck gebracht Oberbürgermeister Keller brachte einen Trink- spruch auf die „Siemens-Riug-^Sttftung" aus. Reiäisrat von Müller widmete der Stadt Gießen und besonders Oberbürgermeister Keller herzliche Worte. Geh.-Rat Professor Dr. Sommer begrüßte die anwesenden Damen, naMenttich die Gattin A. W. v. Hofmanns, Professor Dr. Schlesinger die neuen Ehren- dottoven. Verlagsbuchhändler Hofrat Dr. Meiner dankte mit stvem Triukspruch auf die Philosophische Fakultät der Landes- universität. Beigeordneter Krenzien gedachte des anwesenden! Erschaffers des Denkmals, des Bildhauers K. Ba ur, und Geh. Oberreg.-Rat Prof. Dr. Marburg sprach auf das hessische Volk. — Su* Stadt und fand. Gießen, den 9. Juli 1918. * * A u s ze i chnun g. Dem Dem Finonzatntsbureauvvrsteher Stanzlerrat M ö b u s wurde das Kriegsehrenzeichen verliehen. .. * Anzeigen über getragene Kleidungsstücke, me mit Pelz gefüttert oder überzogen sind, fallen nicht unter das Verbot der diesseitigen Verfügung Tgb. Nr. 4574 vom 27. Ok tober 1917. .G i eßener Waldbühne. Die Eröffnung der diessähri- gen Spielzeit, die infolge ungünsttger Witterungsverhältnisse leider schon zweimal (am 19. Juni und 3. Juli) verschoben werden- mußte, ist nunmehr auf nächsten Donnerstag iAnfangBV^- angeietzt. Hoffentlich ist es nicht nöttg, noch einmal zu verlegen, wodurch sich die bereits entstairdenen erheblichem Unkosten wiederum vermehren würden. Näheres siehe im Anzeigenteil. m Oberhessischer Kunst verein. Die gegenwärtige Ausstellung, welche nur noch bis zum Montag geöffnet, ist außer )xm o ^ Uhr auch morgen Mittwoch nachmittag von 3 brs 5 Uhr geöffnet. ^ l ch t s p i e l h a n s B a h n h o f st r a ß e 3 4. Von heute ms ernschließlich Freirag tritt Viggo Larsen in dem Film „Tie Kunst zu heiraten" aus. Llußerdem wird das Detektivdrama „Tie Wachsmaske" aufgesührt. Siehe Anzeige. ** Schwarz-Weiß-Lichrspiele Seltersweg 81. Von heute ab bis einschließlich Freitag den,12, Juli tritt Trautmann rn seinem neuesten Detektivdrama „Haß und Liebe" oder „Das verräterische Armband" auf. Außerdem wird das Lusffpiel „Flaschengeister" gegeben. Siehe Anzeige. Hesftn-Nassau. == p u Tbu , 8. Juli. Die deutsche Kronprinzessin stattete Freitag nackmnttag von Bad Brückenau aus dem Kloster .^euzberg vi der Rbön einen fünfftündigen Besuch ab. == Wiesbaden, 8. Juli. Die Kriegsstistung der Handel»- Mmn^er zu Wresbaden für die durch den Krieg in Not geralenei« Geschästsleute erbrachte bisher 416 000 Mark. Mb. Deutscher Reichstag. 186. Sitzung vom 8. Juli 1918. Am Bundes ratstisch: v. Payer. Präsident FehreNbach eröffnet die Sitzung um 1.20 Ubr. Zunächst wird über die .Verlängerung der Legislaturperiode beraten. Abg. Scheidemann iSoz.): Wir müssen notgedrungen! die Berlär'.genmg billigen. Neurvahlen und die notwendig vorangehende stlusllärnngsarbeit sind w'aktisch einfach ittcht möglich. Wir stimmen daher für die Vorlage, Abg. Al b recht (U. Soz. .' Wir können nicht einsehen, weshalb wir nicht lvählen sollen. Der Belagerrmgszustand muß aus- horen. Die Verlängerung ist verfassungswidrig. Wir lehnen die Vorlage ab, ebenso die Verlängerung des elsaß-lothringischen Landtages. Die Vorlage wird in. allen drei Lesungen angenommen, ebenso me Verlängerung des elsaß-lothringischen Landtages. Es folgt die zweite Lesung des Gesetzentwurfes über die Zusammensetzung des Reichstages und die BerhäLtnislvah! in großen Reichstagswahlkreiftn. Abg. Landsberg (Soz.-: Wir stehen der Vorlage durchaus kühl gegenüber. In kritischen Zeiten kann nur derjenige Staat sich behaupten, der fest im Herzen der Bürger verankert ist und dessen Bürger auf die Gestaltung der Berhältniffe des Staates Einfluß ausüben. Zu dieser Erkenntnis I>at sich die Regierung noch nicht durchgerungen. Dabei ist noch feierlich erklärt worden, datz in absehbarer Zeit nicht über diese Reform hinausgeganaeit werde. Diese Erklärung ist im Ausschuß noch verstärkt worden gegenüber der Erllärung des Vizekanzlers, daß die Verhältniswahl in den großen Städten die Gelegenheit geben werde, eine Probe auf int Verhältniswahl überhaupt zu mack>eu. Die Frvueu bilden auch die Mehrheit der Kranken versicherten. Mrzlich >oar eine Fru, in einem Ausschuß sogar Regierungsvertteterin. Das Wahlrecht bekommt sie aber nicht. Wir schlagen den Proporz ganz allgemein vor. Abg. Dr. Müller-Meiningen lBpt.tt Die Vorlage ist gut, denn sie ist klar, urrd das ist für die Verhältniswahl das Richttgfte. Der Ausschuß hat mehrere wichtige Berbefferungeni vorgenommen. Mit unannehmbare Anträgen sollte man jetzt nicht kommen. Mg. 33* U (Z.): Die Verhältniswahl, die für einige Wahlkreise im § 5 festgelegt ist, ist ein Sprung ins Dunkle. Die Prüfung imrfe von Zeit zu Zeit erfolgen und ztoar durch den Reichstag, vb neben der Einwohnerzahl auch die ^onstigm Kriterien, die wirtschaftlichen und historischen., zutteffen. Auch die vielen nicht wahlberechtigten Einwohner müßten von der Ernwohner-zahl al>- gezogerr tverden. Die Fassung des Llusschusses ist keine Berbefso- rnng. Wir beantragen die Wiederher-stellung der Regierungsvorloae. Mg .G tfl f Westa r p (K.): Wir können dem Gesetz als grun!^ sätzliche Gegner der Verhältniswahl und weil es keine endgültigen Zustände schaffen will, nicht zultimmen. Die Verändern gen. die der Ausschuß vorgeswmmen hat, bedeuten eine lveseintliche Bevorzugung der großltMisa^i Bevölkerung und der organisietteiT Arbeiterklasse. Der Vizekanzler hat die Verhältniswahl in diesem 'Geies', eine Probe genannt. Das kann doch nur bedeuten, daß das iGesetz weiter ausgedehnt lverden soll, wohl auf das ganze Reich Das halten wir für völlig ausgeschlossen. Auch gegen die gebundenen Listen haben wir Bedenken. Vizekanzler von Payer: Ter Mgwrtmete Cftaf Westarp hat geglaubt, auf eine Bemerkung von mir der der erften Lesung die Vermutung begründen zu können daß die Regierung den Entwurf nur als einen vorläuffgen Versuch angesehen nnssen wolle. Gegebenenfalls sei die Ausdehnung der Verhältniswahl aus das Mnze Reich ins Auge zu soffen. Tie^ Auffassung ist irrtümlich Ich habe damals aus die unbestreitbare Tatsache hrngSviesen. datz bei der Durchführung des Gesetzes im Llnife der Jahre sich Erfahrungen ausammeln werben, die auf me Möglichkeit oder Nichtmöglichkeit, auf die Ziveckmästigkeit oder NrchtMettmttiugkcit eines imtcrai Ausbaues der Verhältniswahl Schlüffe zulassen werden. J^h habe aber weder gesagt noch sagen! jwU-en dafz diese Erfahrung einseitig in dem Smne einer weiteren. Ausdehnung der Bt'rhaltnisivahl ausfallen werde, noch weniger, dah dieser Ausbail beabsichtigt' sei. Ich kann also nicht Ergeben, v m ■ aTCT Lateren nach Jahrzehnten möglichen Entscheidilng! acx Jientmmg vor ge griffen hätte, noch daß ich das Geheimnis ins Lrcht gezogen halte, daß die Regierung zunächst eine spätere Aus- dehnuilg des Entwurfes ins Auge fasse. Das trifft weder für die Regierung, troch für meine Person zu. Mg. Tr. Herzfeld (U. Soz.): Vierzig Jahre haben wir auf das, Wahlrecht gewartet. Nach vier Jahren des Krieges, in dem die Arbeiter ihr Bestes hergegeben haben, wird der Grundsatz, festgelegi für das Reich, das ungleiche Wahlrecht für die Arbeiter. . „ Abg- Tr. von Las z ewski (Pole): Die Verhältniswahl neust, soll sie gerecht wirken, überall hurchMführt werden. In einzelnen; Bezirken gelten solch: Vestimrnungeii als .Ausnahinegeseste. Wir stimmen gegen die Vorlage. Mg. Hoff (F. Votts'p.): Tie Vorlage will ein offenkundiges schweres Unrecht beseitigen, das darin Island, dast viele Millwneu Einwohner, die zu der Einwohrrerschpft Trutschlands hinzugekommen Und und keine Vertretung hatten, nun auch eine politische Vers tretung erhalten sollen. Abg. Graf Westarp (K.): Die verbündeten Regierungen verwalt cu sich gegen den Gedanken einer Ausdehnung der Derhält- tniswahl. Das hat der Vizekanzler nicht getan, er hält die Möglichkeit offen. Kanzler von Payer: Ich must durchans bestrei- -- ^. • — ‘ - - - • T verbün-- itandpunkt . _ _ . . . .... im Sinuc hatten, schon für später eine Ausdehnung in Aussicht zu nehmen. Ich meinerseits habe daraus hingewiesen, dast es zweckmäßig sein wird, daß man Erfahrungen sammelt. Es ist mir dabei das Beispiel von Württemberg im Gedächtnis gewesen, das auch eine teilweise Verhältniswahl hat. Auf diese objektive Tatsache habe ich> hm- Aennesen und ich must bestreiten, daß irgend jemand das Recht hat, die Glaubwürdigkeit und Bestimmtheit der verbündet-en Regierungen in 'Abrede zn stellen. spie Paragrccphen ,1 bis 5 werden angenommen. Paragraph 5a, den die Kommission hinzugefügt hat, besagt, daß, wenn die Zahl der auf einen Wahlkreis entfallenden Ein-' twehner nach den letzten all genreinen Volkszählungen mehr als 300000 beträgt, bei den nächsten allgemeinen Wahlen für jede augeiangenLir 200,000 Einwohner je ein neuer Abgeordneter hinzutritt. Die Abgeordneten dieser Wahlkreise sind nach den Grundsätzen der Verhältniswahl zu wählen. Mg. Gradnauer (S.): Wir stimmen dieser automatischen Mg ev rd n eten Vermehrung ^u. An; Antrag des Abg. Tr. Müller-Meiningen (Vpt.) soll am Ende der Beratung über den Paragraphen 5a namentlich abgestimmt werden. Abg. Kuck ho ff (Ztr): Wir stimmen gegen diesen Paragraphen, er bringt neue Ungleichheiten mit sich. Abg. Dr. B ö t t g e r (natl.): Wir tteten für ihn ein. 'Abg. Hoff (Vpt.): Lehnt man den Paragraphen 5a ab, so must man auch gegen das ganze Gesetz stimmen. Nachdem sich der Sprecl>er der Deutschen Fraktion und der Abg. Bell (Ztr.) gegen den Paragraphen 5a ausgesprochen haben- da er eine Verschlechterung der Vorlage darstelle, erklärte der Abg. Tr. Müller-Meiningen (Vpt.), daß die Einwände mit der Platzfrage im Plenarsitzungssaale nicht stichhaltig seien. Tie Abstimmung erfolgt am Schlüsse der Berattrng. Die folgenden Paragraphen werden zusammen beraten. Abg. Kn ckho ff (Ztr.) tritt für die Wiederherstellung der Regierungsvorlage Hinsichtlich der Gültigkeit der Stimmzettel eich Abg.'Tr. Müller-Meiningen (VptO: Es must nach Möglichkeit mit gebundenen Listen gewählt werden. Streng gebundenä Listen sind nicht rnöglich. Unterstaatssekretär Tr. Lewald: Die Negierung will nicht, daß Listen, aus denen einzelne Aenderungen oder Umstellungen vorgenommen worden sind, für ungülttg erklärt werden. Abg. Graf Westarp (kons.): Wir werden für die Wiederherstellung der Regierungsvorlage stimmen. MWWMWvrKL ) * ö Zimmer Der Antrag des Zentrums auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage zu § 2 wird ab gelehnt. Es bleibt bei den Beschlüssen des Äusschu>ses. Alsdann wird über den § 5a namentlich äbgestimmt. Es stimmen von 288 Abgeordneten 158 für und 130 gegen den Paragraphen. Er ist somit angenommen. Das Gesetz wird auf Antrag des Abg. Müller-Meiningen auch in dritter Lesung angenommen. Darauf werden die Beamtervo-rganisationen irnd die Beamtenfragen in Heer und Marine besprochen. . Präsident Fehrenbach bittet, dem Wunsche des Aeltesten-e ausschusses zu entsprechen und sich auf halbstündige Redezeit zu beschränken. Abg. Trimborn (Z.): Tie Beamtenreorganisation muß sofort nach dem Kriege verwirfticht werden. Tie Beamten beklagen sich darüber, daß sie kontrolliert und revidiert werden von Beamten, die die zu kontrollierenden Stellen nicht aus eigener Erfahrung kennen. Tie höheren technischen Beamten wünschen die Schaffung von mehr Tirektorenstellen in den technischen Instituten. Namentlich in Siegburg ist dies notwendig. Tann wünschen sie den Titel Baurat und den .Rang der Räte vierter Klasse. Abg. S t o l l (Soz.): Tie Zustände in Spandau in den Werkst ätten sind keineswegs mustergültig. Tie Behandlung der Arbeiterschaft läßt viel zu wünschen übrig. Sclffmpsworte sind cur der Tagesordnung. Ein Meister zeigt sich als Gewaltmensch. Darin muß einmal gründlich aufgeräumt werden . General v. O ve: Die Neugestaltung der Beamtenorganisation ist nichts Neues. Sie ist schä-n lcnrge geplant ,hat sich aber durch den Krieg etwas verzögert. Generalfeldzeugmeifter v. Coupette: In Siegburg ist bereits ein weiterer Direktor im Ambe. Alle Arbeiter in unseren Betrieben haben auch wahrend des .Krieges Urlaub. Irgendwelche Abmachungen mit der Privatind-ustrre auf Herabsetzung der Stücklöhne sind nicht getroffen worden. Nach dem Kriege u-erden die Löhne sofort eurer Revision unterzogen iverden. Die Kriegsbeschädigten konrmen in ihre alten Stellen und ihre Renten werden ihnen nicht abgerechnet. Bisher haben wir 11000 Kriegsbeschädigte, darunter 113 Kriegsblinde, eingestellt. Mg. Weinhausen (Vpt.): Die technischen Beamten können aNensalls Betriebsdirektoren werden, dem Leutnant steht der Weg -um Feldzeugmeister offen. Kein Wunder, daß die höheren Be- amten sich zurückgesetzt fühlen. Redner bringt sodann eine groß« Reihe von Wünsck)en der verschiedenen Beamten kategvrien vor. Die Urlaubsverhältnisse müssen von Grund aus geändert werden. Wg. H e l d (natl.): Wir erwarten, daß auch fixt die technischen Beamten der Grundsatz Geltung erlangt:. Freie Bahn dem TüclKigen. Sie dürfen nicht sofort wieder versetzt werden. Dem must durch die Bildung eines Berwaltungsbeamtenkorps abgeholfen werden. Die Boamtenstellvertreter müssen nach längstens zehn Jahren zu Hilfs- beamten befördert rmd besser gestellt werden. Generalfeldzeugmeister von Corpetie: Den Oberbeamten müssen wir mit allem Wohlwollen begegnen. Nach dem Kriege wird auch hier Durchgreifendes geschehen. !A!b>g. Graef-e (kons.): Der Ausschuß hat fruchtbare Arbeit geleistet im Sinne einer wirklichen Reform. Es wird endlich etwas Positives dabei herauskommen. Die Militäranwärter mit Öffners- gualifikationen müssen nachträglich befördert werden. Mg. Werner- Hersseld (D. Fr.): Das Prüfuugswesen, muß von der Verwaltung getrennt werden. Besondere Prüsungsämter Essen eingerichtet werden. Tie Wünsche der Zahlmeister, Unterzahlmeister, Mühlen- und Maschinenmeister müssen erhört werden. General v. Oven: Für den Beurlcrubtenstand bilden die Mili- .tärbeamten die nötige Grundlage. Nach dem Kriege wird das Erforderliche geschehen. 2lbg. Büchner (Unabh. Soz.): Tie Staatsbetriebe sollen Musterbetriebe sein. Tie Bestimmung, dast bei Lohnfragen die 2lus- schüsse gehört werden sollen, steht nur aus dem Papier. Nicht Offiziere, sondern gut vorgebildete Fachmänner sollten an die Spitze der Betriebe gestellt werden. Sie sind freit körperlichen Anstrengungen nicht gewachsen. Die Nachtschicht für Frauen must beseitigt werden. Tie Arbeiteransschüsse dürfen nicht der Spielball für Offizierslaune sein. Damit schließt die Aussprache. Nächste Sitzung Dienstag 11 Uhr: Anfragen. Kriegskreditvorlage, Steuervorlagen. Schluß V-ilO Uhr. Amtlicher Teil. Betr.: Hundetollwut. Grostherzogliches Kreisamt Gießen hat die Hundesperre mit Wirkung vom 10. d. M. aufgehoben. Gießen, den 9. Juli 1918. Grostherzogliches Kreisamt Gießen. Hemmerde. > n Wmtt'VM. mit Badez., fort), all. Zu beb. 8tun 1. Oft. zu verm. bei 00202 E. Kock, Seltersweg 75. jv or& o hie dane") Eine kleine, neu her- gerichtete Wohnung an ruhige Leute sofort zu verm. 03225 Neu enweg 10,1. ti vermieten Schlafstelle 03227 Walltorstraste 45. \ Möbl. Zimmmr\ Sch. möbl. Wohn u. Schlafzimmer i. guter Lage in best. Hause z. vrm. Näheres in der GefchättSit. d . Gietz . Anz. « M 2iw mit Feil zu vermieten 5126 Nicolaus, Se lterSw. 81V 10 I. Eins. möbl. Zimmer z. tun. Zu erfragen 03229 Weit-An.aae Z71U, links. | L,&den u. dgriTl Laocu r.tit ttzobuung zu vrm. rra-tü!. Lttaüs 82. i.. Laden mit Hirtterräumen zu vermieten bei 03264 E. Kock, Seltersweg 75. r Professor sucht zum 1. Okt. evrl. später ä-ö-gMUia-WshnMji in ruhiger Lage. Schr.Llngeb. unter 03233 an den Gieß. Anz. Zum 1. Oktober wird eine föäne »-Zimtr-Ws^,;. von kleiner Familie gesucht. Schriitl. Angeb. unter 03073 an den Giegener Anzeiger. Möbl. Zimmer möglichst mit votier Penston, znm 15. Jnli ges'rcht. Angeb. unter 03130 an den Gieß. Anz. Hofreite zu mieten oder zu kaufen gesucht. Näheres i. d.Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 03258 Ich da nach hier versetzt, f. 1. Aug. od. Sevt. 3—5-ZImmcr- Wohnungitt schöner Lage zu mieten. (3 Personen). Z4Z WZr. icli demjenigen, der mir passende Wohnung besorgt. Schr. Angeb. unter Nr. Ü3250 an den Gießener Anzeiger. Mechaniker, Elektriker. Schlosser, Treber, Monteure, Zeichner usw., welche im Beruf vorwärts streben, verlangen kostenlos die Broschüre,,v«r aeuaWsa" von lag. F. Gakaa. Brataea. Varftaaar Str. 83. 5115ss Ein tüchtiger Schreiner und mehrere Schlosser Jung, hausbursche gefüllt. 5148 Aacnst Kiäbingcr, SelterSweg 79. 3!»?ol gesackt _Mel Hansbn für leicht 03241 hekerbillsche 5125B dizinische Klinik- ricke tauch Schüler) e Beschäftigung ges. Eckulstraste t». sofort gesiicht. 5019 Göbei & Appel Alicenraße 25. gejucht Srühl'sche Druckerei Gietzener Anzeiger rrm Zchulftratze 7. = Korbmacher gesucht. 5129 Heinrich Kock Griedel bei Butzbach. Tüchtiger, ordeutlkcher Fuhrmann für sofort gesucht. 5139 Betonbttngesetlschaft Marburger Str. 14. A rbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht. 5150c 91. Rosenthal, Landwirtschaft!. Maschinen. Bekanntmachung. Zum sofortigen Antritt werden einige tücht. WaMZzführer und Wagensührerinnen gejuckt. Meldungen mit Lobnansvrüchen und zn richten an die Tireküon der Straßenbahn der Stadt Gießen. Elektrizuarswerle u. Straßenbahn der Stadt Gießen. S t 0 l t e. 5124c Zum sosortigeu Eintritt einige LlsLcldi^n für leichte Arbeiten gesucht. B. Oppeniieimer Sohn, 5152 Walltorstraste 48. Gebrauchtes Herren- und Damenrad, 5rinder-Ltege- wagen mit Gummi iMarke Brennabor) zu verkaufen 8Petz larer Weg 67 v., lks. 2 gebr.Kinderbettst. z.verk. Wieserk, Grabeustr. 16. dopvelspünnige zu verkaufen 5066 Pulvermühle. (auch älteres) mit Garten kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 03155 an den Gießener i'lnzeiger. Fr?menhaare kauft Karnbach, KavlanS- gnfle 27. 02791 n sofort gesucht. I. Gutmann, G. m. b. H. Frankfurter Ltratze 114. 5145 Ei« Miikllhe» ßts. Frau Pros. LuciuS, 5123 Ludwigsplatz 9,11. Jüngeres tücht. Mädchen für kleinen Haushalt gesucht 03243 Walltorstraste 17. Zur Mithilfe im Haushalt braves konfirmiertes München soßleich gesucht 5132 Bismarckstraste 6, II. Uansmädchen sofort gesucht. 5030D Städtisches Krankenhaus Bockenheim, Ginnheimer Landstraße 4L Gejucht ein ehrlich., zuverläss. Dieustmädchen. Frau Emil Stamm. 5078 Fri edb c rg, Schn»rgasse8. auch Damen, die hierfür Interesse haben, gegen Gehalt und Provision gesucht. Nn- geübte werden angelernt. Zu melden Seltersweg 52 1 Mittwoch abend von 7 biß 9 Ubr. 03217 SaiDcreö flciß. 1 Kraulein, einige Jahre bei einer Svedtlion nnd Amtlichen Güterbestätterei tätig, sucht wieder äbnl. Posten, Nä e Hungen-Lich. Zuschr. unter5111a. d. Gieß. Anz. erb. !- II. Tü od.Eiitzelmöbel zu kauf. gef. S chriftl. Angeb. u.5155an den Gießener Zlnzeiger erbeten. Eilt^ -rbal.en'Eh 6 isel 0 N 6 Ue I' r ä u 1 e i n erfahren in allen Bureau- arbeiten, sucht Stellung in Näde Gießen-Hungen. Angebote unter 5110 an den Gießener Zlnzeiger erbeten. Fräulci«. 28 I., perfekt im Kochen, tzläben u. allen bäusl. Arbeiien. sucht pass. Stelle in kl. ruh.Haush. als Stütze od. z. Führ, eines irauenl. Haush. Ang. unt. 03235 a. d. Gieß Slnz. Besseres Mädchen, das kle.nen HauSh. führen kann, sucht Stellung in gutem Hairse. Angeb. unter 03246 an den Gieß. Anz. erbeten. für .Küche uttb Hans für 1. August wird gesucht von _ Frau Urstadt, 4963 Gartenstr. 14. Dienstmädchen sofort gesucht 51186 GeNocht auf 1. Aug. in kl. Familie ein ordeutl. Hausmädchen. 1. Mädchen vorhanden. Bor- zustellen mittags von 12—2 und abends von 6—8 Uhr bet Fran Bänninger, 51 19 Ost-A nlage lll_ Ein ordentliches fleißiges Dienstmädchen gesucht 5122 Schanzcnstrafte 6. In kleinem, besserem Prinat- ha se erfahrenes, z,lver° !ä fizes Mädch-n gesucht, das auch eine für den Haushalt gehaltene Kuh ntellen muß. Füttern und Pflegen der Kuh wird durch den Kutscher besorgt. Die Stelle wurde bisher t on einer Verwandten bekleidet. Eintritt baldigst erwünscht. Schriftl. Ang. u. 5111 a. d. Gieß. Anz. Tüsht. Milölze» gesucht. Blerchstraste 13. *uii|in«uujti! täglich vaar Stunden sucht Fraa E. Sloch , Selttrsw.75. ^»3 oocnaoJXT^rocxMoocDOCoooo Lehrmädchen für sogleich oder später gegen Vergütung gesucht. 03254 Carl Schanck. XOOCCÜOOOCKÜCO Für kl. Haushalt, 3 Pers., Mädchen für ganz od. tagsüber gesucht. Zu erfr. Diezstr. 13. 5130 Knecht sucht Stellung bei größerem Landwirt. 03242 Fr. Wilb. Busch. Maudelu (Dtllkrels). zu taufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 03252 an den Gieße ne v Sin z e i g er erbe len. 8L!!I!!li'L!lstW!l7°ör.'7 kaufen gesucht. Schriftliche Llngeboie unter 5128 an den Me euer Anzeiger erbeten. Es empfiehlt in nur gttten Qualitäten u. zu den billigsten Preisen: 5112 Rumän. Maschinenöl, Zylinderöl, kons. schinenseLL, Wagen-, Leder-, 5)ussetL usw. FL Nassbaam, GötUcgsn. Versteigerung. Mittwoch den 10 . ds. MtS , nachm. 2 Ubr, versteigere ich :?leus1adt 5 5 dahier gegen Barzahlung: 1. Eine neue goldene Damenuhr, 2. 1 Pianino und 1 Sofa. Versteigerung zu 1. bestimmt. 5133 Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. Gericht der stellv. 86. Jnf.-Brig. III b 350'18. St. Avold, den 1. Juli 1918. Der am 13. Avril 1918 hier veröffentlichte Steckbrief geg. den Älluskelier Karl Ludwig Daubert. Ers.-Barl.J.-N.55, Detmoldnvird hiertnit zurück- genommen. 51141) Gummireifen v. Kinderwagen vermutlich am Neuen Friedhof verloren. (Segen Belohnung abzugeben bei °^- L1iagvtträkor. Bl8tehatr.*7. 03M) Kriegersfrau verlor Sonntag am Karussell rJur- platz» eine Elsenbeinbrosche. liegen Belo nung abzugeben Neucnbäne 2 U. 032281 Vorklaisselilss evrl. Abzugeb. LLdLbolslralks 58 1. LebLksrhaNSla sallsakeu. Vor Allkauf wird gewarnt. 03234 Louis Schäfer, BerSrod. Das Zud} fQr Garfer.freunte, ^arß Arbeit, erhöht den Ertrag. Gegen Etascndmig von 45 Aß in L'arfe^ — SamenpretSlifle kosicn!»< - Näheres Löwengasse 10. 032261 Itür.Klciderschrank. Hascnkasten, 2 Glaskasten, I Handwagen zu verkaufen. Walltorstraste 45. Eea« Zimmertflre mit Bünd- rahaea, sowie ein Fenster- föfter m. Bekleldaag u. einem T&rektn mit Gl&s zu Der- kaufen. Wilbclmstr. 5, 1 IF 1 I für 3359 D Kriegerswitwe mit 7iähr. Knaben sucht f. einige Woch. Aufenthalt ans dem Lande gegen Arbcitöleiitunr. Für Knaben wird ev:l. bezahlt. Angeb. unter 5146 an den Gießener Anzeiger erbeten. feosrtplw*. ßssßiissäan J,Sa 6 Blsbßr§ir* G? essen Klavieronte rJchtmirb erteilt. Näherem in der Ge- schäftsst. d. 09ieß. Anz. 03248 AbencUlscli von jungen! Kaufmann in bürgerl. Hause gesucht. Angebote mit Preis trnter 08:37 an den Gießener Anzeiger. VA- Heirat. "198 Tücht., strebst, besserer Ge- schnflsm. tPhotogr.). m. gut- geh. Geschäft, eign. gr. Hause (Wert ca. 50 000 Wit), sucht, da er noch m. gut. Verdienff in einer chem. Fabrik als Bureauangest. beschatt, ist, m. bravem 'Mädchen (etivaS Vermögen ertv.), zw. Heirat in Verb, zu treten. Suchender ist 35 I. alt, evgl. mit angen. Aeußeren. Offerte möglichst mit Bild unter 5151 an den Gießener Anzeiger. SMUM»!! Frsakiort a. I Einkoch 03255 Gläser Apparate Z Gum Bai | Carl ffichunck; S«!t«rrvtg38, Bahnhoistr. 54. Rechtsschutzstelle. Frauen u. Mädchen erhallen unentgeltlich Rat und Auskunft iv RechtSaKlselegenheiten im alten RathauSMarkt- platz 14 Mittwoch abends von 6—8 Uhr. t8975D und Damenabteilung E. V. Wir eröffnen Freitag den 12. Jnli 1918, aben-S 8 Uhr, im Schulhaufe Neustadt 61 unterLeitung unsereSl.Bor- sitzenden,HerrnA.5tnrnbach, üaatlch gevr. Lehrer der Stenographie, einen AjistWkk-Letz in der Gabelsberaersche« Kurzschrift für Damen «nd Herren. UnterrichtSgeld8M. Slnmeldungen an denOben- gcnünnten, Landgrafen- «raste 5, oder zu Beginn des Ntttcrrichts erbeten. 5046v Der Vorstand. l-«itung: 5140c Kofral Harmann Stalnjoettor. Sonntag den 14. J,li, abends 7V* Ubr: von Mitgliedern des Mainzer Stadtthgaters: Lss WkRPrgle. Eine lustige Schttlgeschichte in 3 Akten von Sturm u. Färber. Wie erlerne ich rasch und gründlich den (4306D Kontor-Beruf? Auskunft kostenlos durch Lebrmlttil-Verlag „Hansa“, Fraakfart a. BTT. B, Bornheim er Landstraße 58. Gelbe Brosche verloren von Nlarburger Str., Neuer Friedhof über Feldweg bis Johannesburg, fffegen Bel. abzugeben, da Andenken. Marburger Etr. 22. (gAgr. IvSS). I. Gastspiel des GroBli. Kcrliass-Tliwters Donnerstag, 11. Juli 1918 nachm. 3 l u ttbr: ta iierjospleiß W Lustspiel in 3 Akten von Björnstjerne Björnsou. ... ' “ 'Icf. Spielleitung: Karl Vol Anfang 3'/«. Ende gegen 5 1 /». Ir. Bernbeck. 5147 v Er war uns lieb, Er wird uns unvergeßlich sein. ,, Verwandten, Freunden, Bekannten und Kameraden hierdurch die überaus schmerzliche Mitteilung, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Gatte, der treubesorgte Vater seiner beiden Kinder, unser guter Sohn, Bruder, Enkel, Schwiegersohn, Schwager, Onkel Neffe und Cousin Landsturmmann Wilhelm Wagner L4st.-Iof.-Enk>Batl. XVIII/32, 8. Komp. infolge eines sich im Dienste des Vaterlandes zugezogenen Leidens mi 40. Monat treuer Pflichterfüllung nach kurzem, schwerem Krankenlager heute morgen 67* Uhr im Alter von nur 33 Jahren als Opfer des grausamen Krieges in seiner Wohnung sanft dem Herrn entschlafen ist. V. JÄ , -fcvjy,.. ■ E/' Allen denen, die meinem teuren Mann und unserem lieben Vater die letzte Ehre erwiesen, sowie allen, die uns in diesen schweren Tagen trost- und hilfreich zur Seite gestanden haben, sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Ln tiefem Schmerz die tieftrauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Frao Lal^e Wagner geb. Bopf Kirch-Göns, den 8. Juli 191& nnd Klnder - Heinrich Duill Ww. und Kinder. Die Beerdigung findet Mittwoch den 10. Juli, nachmittags 37, Uhr vom Sterbehause aus statt 03238 Badenburg, den 9. Juli 1918. 5154D Besondere Einladung erfolgt nicht. Danksagung, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste meiner lieben, unver- gehlichen Gattin, unserer treusorgenden Mutter und Schwiegermutter Todes-Anzeigc. Frau Anna Nikolaus geb. Mohr Heute abend 7% Uhr entschlief sanft nach längerem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Ludwig Schön III. im 75. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Angehörigen: Veronika Schön geborene Schultheis. Rixfeld bei Lauterbach, den 7. Juli 1918. sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden und die liebevolle Pflege der Schwestern aus dem evangel. Schwesternhaus sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Weihbindermeister K. Nikolaus u. Kinder. Gietzen, den 9. Juli 1918. 5135 Danksagung. Oie Beerdigung findet Mittwoch den 10. Juli, nachmittags 4 1 /, Uhr, in Rixfeld statt. BH4 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter sagen wir aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Fritz Schlaudraff, z. Z im Felde nebst Braut. "rst Gießen (Rodheimer Str. 34), 9. Juli 1918. Danksagung. Bür die unseren Herren so wohltuende feil nähme bei dem schweren Verluste unseres lieben Sohnes und Bruders öüt Me vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Heinrich Karl sagen wir unseren tiefgefühlten Dank. Hof Albach, den 1. Juli 1918. sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Groth, besonders für die zahlreichen Kranz- und Blumensvenden sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ferdinand Schmidt. Rödgen, den 7. Juli 1918. 5127. 6093 Kar! Petry und Familie. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die mir bei dem herben Verluste meines lieben, hoffnungsvollen Sohnes Richard in so zahlreicher Weise zuteil geworden sind, sage >ank. ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dan In tiefem Schmerz: Fran Bich. Wagner Wwe Karl Wagner. Wetzlar, den 8. Juli 1918. 5100 DeofscheVaterlandspartei Akademische Gruppe Mittwoch den IO. Juli, abends 8 1 /* Uhr, im Saale Gasthoff Hindenburg snbd Vortrag des Herrn Prof.Versluys aus Gen! Auch Nichtmitglieder u.Kommilitoninnen willkommen. Der Vorstand. WILHELM KAISER Leutnant der Reserve KATRIN KAISER geb. Frey kriegsgetraut Langenhain, den 6. Juli 1918. Statt Karten. Käthe Schneider Willi Weissenborn VERLOBTE Giessen Riegelpfad 39 Juli 1918 Dillenburg Heute wurde uns eine gesunde TOCHTER geboren. Hermann Schlosser, Leutn. d.R., z.Z. im Felde, und Frau Milly geborene Grub. 1 Frankfurt a. M., 7. Juli 1918. Güterstr. 4. 5137 Allg. Deutscher Eisenbahner verband. Achtnnf! Achtung! Donnerstag den 11. Juli, abend» sr/4 Uhr, Restauration Kobel, Liebigstraße. 5184 Tagesordnung: Was uns not tut. Res.: Berbandsvors. L. Brunner, Berlin. Freie Aussprache! Mü kolleg. Gruß Der Vorstand. Danksagung. Für die uns erwiesene Teilnahme an dem Tode unserer lieben, unoergehltchen Mutter FmAmMMckRi»» geh. Steinmüller für die vielen Kranzspenden und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer- Dörr am Grabe, iowie für die liebevolle Pflege der hie- swen Krankenschwester sagen wir auf diesem Wege unseren herzltchsten Dank. 5131 Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 8. Juli 1918- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem schweren Verluste unseres lieben Kindes Irmgard sowie für die überaus zahlreichen Kranz-und Blumenspenden, ferner die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers König am Grabe sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die tieftrauernden Eltern: Ludwig Bopp und Fra« nebst allen Angehörige«. Bellersheim, den 6. Juli 1918. Freihttriiih Mksel'jW bester WMH. Nutz-«. Brennholz-Versteigerung Freitag den 19. Juli 1918. Distrikte: Röhrenrain, Btrkig, Fuchsratn, Pfingstweide' Sandwiesen, Lindenwald, Barlekuppe, Hohwald. Eichen: 1 Stamm 2. KL --- 0,74 Fstm., 2 Stämme 4. KL —1,11 Fstm.: Buchen: 510 Rm. Scheit und Rollen, 368 Rm. PrügeL 423 Rm. Reisprügel: Hainbuchen: 4 Rm. Rollen, 16 Rm. Prügel: Fichten: 21 Rm. RetSprügel: Metern: 3 Rm. Rollen, 4 Rm. Prügel. Die Versteigerung wird in der Gastwirtschaft von Gvabn in Rudlos abgehalten und beginnt um 10 Uhr ' ' kä. “ morgens. Wiederverkäufer find zugelassen. Wegen vorheriger Befichtigung des HolzeS wolle man sich an Förster Jaeger, Eisenbach, wenden. Etsenbach, den 5. Juli 1918. Rofimähler. 5117D üss Witz kler-Knerl des unter gütiger Mitwirkung des 11 » findet Sonntag den 14. Juli (Anfang 4 Uhr) im groben d sind Programme Saale auf der LiebigSböbe statt um . bei Kruse, Weierstrahe 16, zu haben. — Eintritt mit Programm 59 Pfennig. — Alle Anhänger des Instituts sind freundlichst eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet C. Kruse. 8153 Die Hauptprobe findet Sonntag. 8 Uhr, auf der Ltebigs- höhe statt, sowie eine neue phorogr. Aufnahme daselbst 4208 Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Äug. Rath Heute "HW Konzert Eigene Konditorei. Waffeltag morgen Mittwoch Kaffee Astoria MMer-WH in drei Qualitäten liefert u. wech.elt aus Karl Krailin Süd-Anl^g- 22. Vorzüglicher 14958 Deutscher $opfl( wieder eingetrossen bei Dotz. Seidel. Ludwigsplatz. >58 I rtz. Ki. M Zweiter Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) Dienstag. 9. Juli ^(3 LE > i IMilHli MM—HE Moralifüse Gsfensive. Wir hoben mit den Waffen qefiogt, irwralisch aber sind Nnr bi bat Augen bet Welt, über wenigstens des weitab größten Teiles der- Welt, in eine Niederlage gelvhuseir ,vorden, daß keiner uns für chrlich> nehmen will. Tas ist die größte Tragik! dieses Weltgescliehens. Ein Volt, das in seiner Naivität ehrlicher ist als jedes andere, mntz sich so ausgestoßen sehen, mw seine moralisäi-en Gegenoffen-- sweu, oftmals begmmen und versucht, sind nie zum Heil ausgeschlagen. Ls liegt auf der Hand, das; viele bei uns zü Lande sich' Dadurch bedrückt fühlen, um deswillen mit Kleinmut in die Zeit nach dem Kriege 'b,licken und auch die Friedensziele sich dadurch beeinträchligen lassen. „Wir sind ja so beliebt," hört man resigniert Lüftern, und der Gedanke eines Machtstrebens tvie der eines Derzichtsrieseus wird dadurch gestützt: Tie einen sagen „Mögen sie uns vassea oenn sie uns nur fürchten", also: Geival tfriede! — die anderen: Wir müssen unsere wahre geduldige Güte zeigen — also weitgehender Verzicht! Beides ist falsch. Wir müssen aus der moralischen Defensive .heraus. Ter Spieß muß mngedrcht weroen. Einmal negativ, indenr wir den Feinden die Mffske der Menschlichkeit vollends voni Gesicht reißen, wo sie nicht hingehört, und weiter vositiv, indem wir Vns ahne pharisäische Ueberhebuug zu unserer Würde, M unseren Aufgaben und unserer Ehrlichkeü laut bekenn. : Tenn das ist der Weg zur Verständigung mit den Feinden: nicht schwäche und nicht UeberHebung, nicht Hegemonie und glicht Sklaverei — frei neben Freien zn wohnen, aufrockK und geachtet. Wie die Tinge liegen, ist gerade diese Anerkennung unserer: Würde zu gewinnen oder znrückzngewinnen sehr schwer. Tenn unter, Englands Führung hat 'die uns feindliche Welt mit klugem Vvrbedachit von ^Anfang «m alle moralische Schande arzs unser 'Haucht gehänst. Sie wußten wohl, warum sie uns Schand' und Brand nachsagten: um ihr eigenes böses Trachten zu verdecken, mußten sie gleich offensiv in dieser Hinsicht Vorgehen, derm sonst, wären sie zu leicht in eine ffir sie aussichtslose moralische Dnen- sive gekommen. Es war politisch klug imd taktisch geschickt. Tenn wurden wir schwach, so waren nur gerechtermaßen gestraft: zeigten wir uns stark, so sollte das nun aus dein Boden brutaler Rücksichtslosigkeit gewachsen sein. Und dieses Lied ging durch die vier Kriegsjahre und durch alle englischen Kabel über die Welt. Tom können wir nur durch unentwegte Ueberzeugung von unserem Recht und durch geschicktes, aber hörbares Bekennen dieses Rechts 'und unserer wahren Tenkweise emgegentreten. Dazu ist es niemals zu spät: noffvendig bleibt es immer. Wie Englands nwralische Offensive in den feindlichen und neutralen Ländern gewirkt hat, wissen wir leider -zur Genüge. Aber sie wirkt - und das ist schlimmer — auch bei uns selbst. Und wenn in dieser Hinsicht " den Anfängen solchen Wirkens nicht gleich nrit klarem Bewußtsein entgegen getreten wird, so könnte daraus die größte Gefahr entstehen. Dadurch würde jede Gegenoffensive 'aus sittlichnn Gebiet ber uns im Keim erstickt. Daß diese Gefahr gegeben ist, sehen wir neuerdings beinahe täglich daran, daß Gedankengänge, die sich unsere Feinde in ihrem Interesse znrechtgelcgt haben, bei uns Kurswert erhalten. Ein Beispiel: In ihrer Wut nnd Verzweiflung prägten die Feinde den Satz, auch wenn Paris und die Kanalhäsen verloren gingen, würden! sie den Krieg nicht enden lassen. Statt daß wir wlcker Fanfare eine Gegenfanfare entgegensetzen, betet man im Publikum solche Großsprechereien nach, setzt sich dadurch von vornherein die kommenden militärischen Ereignisse in ihrer Bedeutung herab, nimmt den Kämpfern das Bewußtsein von der Größe ihrer Tat und erfüllt gerade das, was die Feinde mit ihrem bluffenden Gerede bezweckten. Aehnlich mnß man über den Gedanken urteilen, der Krieg könne nicht durch die Waffen entschieden werden. , Taß es auch diplomatischer Mittel bedarf, ihn zu beenden, ist selbstverständlich Aber wir dürfen den Feinden nicht den Gefallen tun, jetzt, nachdem die Waffen zu ihren Ungunsten gesprochen haben, die Entscheidung mit der Waffe in ihrem Wert herabzusetzen. Tenn sie waren es ja, die zum Zweck ihrer politischen Ziele an die Waffen avvcUiert hatten. Tst Ausnahme feindlicher Großsprechereien und Gedanken steht aber auch ans der gleichen Stuft wie die fflüfnahwe der uns an gedichteten Delterobernngspläne — aus beiden Extremen baut die Entente ihre großzügige Politik und diese Politik wird aufs beste unterstützt, wenn .ihren Lehrsätzen dauernd durch Widerhall aus deutschen Landen Nahrung gegeben wird. Bedenken wir das und bauen mir daraus — jeder an sein ein Teil und maßgebende Stellen für die Gesamtheit — die moralische Festigkeit, die nicht nur.zur Tesensive. sondern auch zur Offensive taugt. Die Güte der Nerven entscheidet auch hier den Krieg! Ans Stadt und Land- Gießen, den 8. Juli 1918. Die Reichsdeutsche Waffenbrüderliche Bereinigung wird, wie wir hören, in einigen Tagen auch hier in Gießen einest Vortrag veranstalten, und zwar wird der Leipziger Historiker Geh. Hofrat Prof. Tr. G o e tz über das Thema „Der groß deutsche Gedanke" sprechen. Tie „Reichsdeutsche Waffenbrüderliche Bereinigung" ist im Anfänge des Kneges gegründet worden, um die Verbindung der Völker der europäischen Mitte, die jetzt wie Brüder in Waffen stehen, mehr und mehr zu verinnerlickren und zu vett ttefen und einer weiteren Annäherung und Esttfaltung ihrer gemeinsamen Kräfte den Boden zu bereiten. Die Vereinigung hat also der Festigung und Vertiefung des Bündnisses mit Oesterreich- Ungarn, von der jetzt so viel die Rede ist nnd an der gegenwärtig unsere Staatsmänner besonders eifrig arbeiten, durch eine regel Tätigkeit bereits den Boden bereitet. Und zwar ist zumeist im stillen gearbeitet worden, indem besondere Abteilungen und! Ausschüsse für alle Zweige des Kultur- und Volkslebens die dkuf- klärung des Notwendigen gefördert haben. Hand in Hand mit uns arbeiten gleichartige Organisationen in Oesterreich und Ustgarn, und manche feste Brücke ist auch zu den anderen befreundeten Völkern, zu den Bulgaren und den Türken, geschlagen worden. Eist unermeßliches Gebiet war da zu sichten, um dem erwähnten Gedanken Eingang zu verschaffen: In Wort nnd Schrift wurde Aufklärungsarbeit geleistet über die politische, wirtschaftliche und Kuk-, turgeschichte unserer Verbündeten, über Art von Land nnd Leuten^ Recht und Sitten, über die Förderung der Sprachenkenntnis, die Ausgleichung des Rechtes mw die Erleichterung des Rechtsverkehrs; man einigte sich über Austausch und Verbreitung von Werken der Kunst und Literatur, über Annäherung und Zusammenschluß der gleichen Bildungs- rmd Berussschichtcn in den verbündeten Staaten. Auch in großen, öffentlichen Versammlimgen nnd Verhandlungen, über die seinerzeit berichtet worden ist, suchte man diesen! Znlen näherzukommen. Tie engere Fühlimgnahme mit unseres Stadt und Provinz wird sicherlich in weiten .Kreisen auf Verständnis und Förderung rechnen dürfen. Die Kartofftlversorgung im Wirtschnftsjichr 1918/19. Ter Buudesrat hat in seiner Sitzung vom 2. Juli 1918 dem Mtwurs ecner Verordnung über die .Kartoffelversorgung zuge-i stimmt Tie. neue Verordnung läßt die bisherige Verordnung über ^ Wirtschaftsjahr' 1917/18 vom 28. Juni ill i Reich,-(»ftfttzbl. S. 569) mit einigen Mänderungen in Gel- flP» Herungen sind nicht grundsätzlicher Ncttnr. Sie be- chranken sich, Abgesehen von der zeitlichen Ausdehnung der Gül- tigkett der ^ersrdnung, ans eine Ausgestaltung der verwaltnngs- maßigen Besugmsie zur Durchführung der Aufbringung der Kar- wffeln mrd erur^ redaktionelle Verbesserungen. Ter Vorstand des' T^cn 1 ?' .der Ernährungsbeirat des Reichstags so- wre Vertreter der Bedarfs- und Ueberschußverbände, der Landwirt- w x UTtb K glichen Industrien sind zn dem Entwurf gehört worden und! haben ihm. von 'Meinrnrgsverschiedenheiteil Hinsicht- m "F^sttmmungen abgesehen, ihre Zustimmung erteilt. m^^i^,^rorwnmg tntt mit dem 1. August in stvast. Die ü^r Kartosfelii vom 10 . August ^wie die weiteren Bestimmungen^ welche aus Grund der alten Verordnung über die Kattoffelversor- gung iui Wirtschaftsjahr 1917/18 vorn 28. Juni 1917 erlassen worden sind, bleiben bis zn ihver Aufhebung oder Abänderung in Geltung » Im Lauft des Augusts, sobald sich die Ernteergebnisse annähernd übersehen lassen, wird alsdann, wie im Vorjahre, durch die im Rahmen der neuen Verordnung vom Staatssekretär des Kriegsernährungsamts, der Reichskattoffel stelle nnd der Landesbehörden zu erlassenden Ausfuhr ungsbestimmnngen die näherff Ausgestaltung der Bewirtschaftung erfolgen, welche insbesondere den Umfang und die Sicherstellung der Ernte, die Abgrenzung des Bedarfs der Selbstversorger, die Festsetzung der Ration der ver sorgungsbevechtigten Bevölkerung sowie die näheren Verpflichtungen der Kommunalverbände nnd Vermittlungsstellen zu regeln, haben wird. . , , , Ter Verkehr mit Saatkartofftln wird, wie im Vonahre, durch eine besondere Verordnung des Bundesrats geregelt werden. * ** Auszeichnung. Schütze Albert Lehrmund erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Jungwehr: Ferien bis Ende August. ** Stiftung von Ruhebänken für den Gießener Stadtwald. Gcheimrat Tr. Gail stiftete für den Gießener Stadlwald ebenfalls 20 Ruhebänke., welche int Lauft nächster Woche zur Aufstellung gelangen sollen. Für die Förderung der Bestrebung, unseren ausgedehnten Gemeindewald immer mehr zu einem angenehmen Erholuw^ansenthalt anszugestatten, wird das Gießener Mtzblikum immer dankbar sein. Tie Bänke werden seinenr Schutze angelegentlich empfohlen! ** Stadttheater. Auch au dieser Stelle sei auf das am nächsten Sonntag stattfindende Gastspiel von Mitgliedern des Mainzer Stadttheaters hingewiesen. Zur Aufführung gelangt die überall gegebene Luftspiel-Neuheit „Das Extemporale" von Sturm und Färber. ** Das diesjährige Schüle r-Ko nzert des Kruseschen Musikinstiti^ts unter gütiger Mitwirkung des Königlichen Kammervirtnvsen W. Kruse findet Freitag den 14. Juli im großen Saale auf der Liebigshöhe statt. Näheres siehe Anzeige. ** Zur Herstellung von Sauerkraut. Um eine Entblößung des Friscknnarktes zu verhindern, hat die Reichsstelle für Gemüse und Obst durch eine im „Reichscmzeiger" Nr. 154 veröffentlichte Bekanntmachung die gewerbsmäßige Verarbeitung auch von Weißkohl aller Art zu Sauerkraut für die Zeit vom 1. Juli bis 20. August d. I. verboten. Ausgenommen von diesem Verbote sind die an den Frischmärkten verbleibenden Ueberstände von Weißkohl, die durch Einsäuern vor dem Verderben geschlitzt werden müssen. Das Verbot gilt ferner insoweit nicht, als Weißkohl auf Grund besonderen Auftrages der Reichsstelle zur Deckung des Bedarfs von Heer und Marine zu Sauerkraut eingeschnitten! werden wird. ** Ein neuer Winterfahrplan. Ein neuer Fahrplan für den Personenverkehr wird ohne Zweiftl wieder in gewohnter Weise zum 1. Oktober eingeführt. Die beteiligten Eiseubahndirek- tionen sind bereits mit den Bvrbeveitungen beschäftigt. Ter erste Entwurf wird zur Zeit.aufgestellt. Durchgreifende .Aenderungen sind kaum zu erwarten. Tie Betriebslage macht es natürlich nicht möglich, neue Züge einzustellen. Wohl aber ist es angängig, die bestehenden Verbindungen nach den bisherigen Erfahrungen den Bedürfnissen anzupasfen, beffeL: 'Anschlüsse l-wzusteilen nsw. T>er Fahrplan erfährt jetzt bekanntlich nach und nach mannigfache Aende- rnngen. Zug um Zug wird wieder ausgenommen. Der neue Fahrplan wird deshalb insofern von grmrdlegender Bedeutung sein, als er sämtliche Aenderungen berücksichtigt und zutreffende Auskunft über jebeit einzelnen Zug geben kann. **BescheinigungspflichtvonBeschlagnahmen. Um Attßüräuchen bei der Beschlagnahme von Lebens- und Futter Mitteln vvrzubeugen, hat der Staatssekretär des KriegsernährungK- amts die Bundesregierungen ersucht, Anordnungen zu treffen, daß die zur Ueberwachung des Verkehrs mit Lebens- itrtb Futtermitteln bestellten Personen bei der Beschlagnahme von Waren, die sie in Ausübung dieser ihrer UeberwackMigstätigkeft vornehnceln, eme Bescheinigung ausstellen, aus der Art und Menge der beschlag nahntten Gegenstände, Ort und Tag der Beschlag'nnhnre, Name und Wohnort des Betroffenen sowie Dienst- und Auftrag stelle der beschlagnahmenden Person ersichtlich sind. **Wir haben es in der Hand! Draußen geht der große Kampf. Kämpfen braucht Muskeln. Muskelkraft heischt Atzung — bei Mensch Und Tier. Den Hunger derer draußen zu stillen, muß Sorge der Heimat — ernste, verantwortungsbewußte Sorge sein. Nun ist es nicht zu leugnen, daß an Viehfutter ein Mangel ist. Sollen das auch die fühlen müssen, die draußen in stillem schweren Helderttum Euren Brüdern und Söhnen des Lebens Nahrung von der Etappe in die Schützengräben schleppen? Die in straffen Stkängen die schvere Bürde der Munition in die vordersten Stellungen bringen? Eure Pferde, die Pferde Eurer Väter, Eurer Söhne, Eurer Brüder? — Wißt Ihr, daß jeder Sieg mehr oder minder von der Leistung Eurer Gaule abhängt? Ob sie die Kräfte haben. Tag und Nacht in der schweren Front des Krieges das wichtige Zeug den Kämpfern in die Stellungen z-n bringen? — Habt Jhr's schon bedacht, ivclche Verantwvr tung da drin liegt? Diese Verantwortung lastet auf Euch in der Heimat? Schafft Futter für che Pferde an die Front! Ihr habt es in der Hand! An Hang und Tal grünen Busch nnd Wald. Rafft Laub, frisches, grünes Laub! Das wird die §>eeresverwaltung trocknen, mahlen und zu Kuchen pressen lassen, die als leicht versandfähiges, ivenig Raum beanfpnichendcs Futter den fehlen dm Hafer ersetzm sollen. Die Laubsanrmlnnq lmtb allenthalben im Reich eben betrieben. Wer kann, gehe selbst, ncitzuhelfen. Wer nicht selber kann, schlicke seine Kinder! Es ist ernst, bitter ernst, Ihr Eltern, Ihr Pfarrei', Ihr Lehrer, die Ihr schon so oft nimniermüd für des Vaterlandes Wohl die Sorgm auf Euch nahmt. Helft auch chesmal wieder! Es kommt darauf an, daß alle helfen. Alle! Ter Sieg hängt davon ab! Ihr habt ihn in der Hand! Landkreis Gießen. ** Saasen, 8. Jnli. Musketier Heinrich Münch erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Kreis Büdingen. # Geiß-Nidda, 8. Juli. Das Oesterreichische Milrtär- Verdimst-Kreuz- in Silber mit der Krone, früher das Eiserne Kreuz ünd die Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Sergeant Georg Fischer. — Düdelsheim. Fürs Vaterland starb Ehristoph Reuß Inhaber der Hessischen TapferkeitsmedLille. — Wolf. Nach 46moiratiger tteuer Psiichterfüllung starb nach schwerer Verwundung in einem Feldlazarett der Unteroffizier Peter Bauer Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klafft und der Hessischen Tapfer-' keitsmedaille. — Büdingen. Das Eiserne Kreuz erhieltm der Pwnier Heinrich Weinberger, der Musketier Rudolf Bärget und der Mlusketier Max- F r e i m a r k. —Orleshausen Firrs Vaterland starb nach 41moiratiger treuer Pflichterftillung der Schütze Heinrich L e i st n e r, Inhaber des Eisernen .Kreuzes_ Nidda. Die Ludendorff-Spende ergab hier den Gesamtbetrag von 4408 Mark. — Unter-Schmitten. Das Eiserne Kreuz. eMelt der Gefreite Klee Kreis Alsfeld. # Nieder-Ohm en , 8. Juli. Zum Lerrknaut d. R befördert wurde der Seminarist Karl Reitz, Inhaber des EiftrnecH Kreuzes und der .Hessischen Tapferkeilsmedaille, zmn Gefreiten! und Offiz.-Aspiranten der Schulamtsafpivant Otto Langohr Inhaber des Eisernen Kreuzes. Kreis Schotten. # Ulfa. 8. Juli. Fürs Vaterland starb der Musketier Hugo Appel. — Schotten. Für den .Heünatdauk rmrrden im Kreise 5178 Mark gesammelt. Das Eiserne Krmz erhielt der Gefreite Heinrich Straub. - Hartmannshain. Die Hessische Dapftrkeitsmedaille erhielt der Gefreite Lehrer Mgust Schenk Inhaber des Eiseriren Kreuzes. Hessen Nassau. ^Frankfurt a. M., 8 . Juli. Unter dem Vorsitz des Stadtrats Dr. Landmann -Frankfurt wurde am Samstag für den Regierungsbezirk Wiesbaden eine Genieinnützige Nasfanische Möbel- vertriebs-Gesellschaft m. b. H. gegründet, die den Zweck verfolgt, die minderbemittelte Bevölkerung mit gutem und billigem Hausrat zu versorgen. An der Gesellschaft sind 12 Städte, 8 Kreise und die Handwerkskainmer Wiesbaden mit einem Kapital von 380 000 Mk. btteiligt. Bon der Nassauischen Landesbaiik ist der Gesellschaft ein Betriebskapftal von I 1/2 Millionen Atark zur Versügnng gestellt worden und ein Betrag von 3 Millionen Mark, für den die .Kreise und Gemeinden Bürgschaft übernahmen, um den Käufern ratenweise Mzahlnng des Kaufpreises zu ermöglichen. mr. Frankfurt, a. M., 8 . Juli. Ter Magistrat bearttragt bei der Stadtverordnetenversainmlung deii Ankauf des Hauses Römerberg 22, in dem sich ein wertvolles Gemälde von Schütz beftndet. Mit dem Ankauf dieses Gebäudes ist dann der gesamte Römerberg bis auf ein .Haus in städtischem Besitz. = Limburg, 8 . Juli. Am Samstag vormittag wurde auf der Stafftler Eisenbahnbrücke die Leiche einer etwa 34jährigen Frau gefunden^ Man nimmt an, daß sich die Unglückliche in einem Ansall geistiger Umnachtung das Leben genommen. Gevichtssaal. ** Grünberg, 8 Juli. Vor btm Schöffengericht m Grünberg wurde der Gutspächter Wilh. Pous auf dem Warthvf bei Grünberg, weil er größere Mengen b-esMagnahmten Geireioes unbefugt beiseite geschafft hat, zu einer Geldstrafe von 3000 Mack, die im Falle der Uneinbringlichkeit mit 300 Tagen Gefängnis zu verbüßeir ist, verurteilt. Das Schöffengericht ging dabei noch nrit Rücksicht auf die rafftnierte Ack und Weift der 3^iseiteschaffung der Frucht über den Älntrag des Vertreters der Staatsanwaltschaft, der nur 2500 Ma-ck beantragt hatte, hinaus. . = Fran kfurt a. M., 8 . Juli. Eine bemerkenswerte Entscheidung fällte das hiesige Oberkandesgericht. Ein Kaufmann in Sindlingen überraschte in seinem Gatten einen Schulbuben beim Hrnlbeerendiebstahl und züchtigte i'hn dafür an Ort und Stelle Der Kaufmann hatte sich deshalb wegen Körperverletzung vor dem Höchster Schöfftngettcht zu vermrtworten, erhielte aber einen Freispruch, ebenso vor der Straskammer in Wiesbaden, bei der der Vater des Jungen Berufung eingelegt hatte. Da- hiesige Oberlandes- gencht als weitere Berufungsinstanz verwarf abermals die Revision des Vaters und verutteilte dieserr zu den .Kosten und weiter zur Zahlung der dem beklagten Kaufmann entstandenen Unkosten Das Utteil führte dazu begründend aus, „daß es statthlft ist, einen. Jungen, auf fttscher Tal ertappt, in augenblicklicher Abwesenheit ,d^ Vaters zu züchjtigen, wenn, wie im vorliegenden Fall, das MM lder Züchtigung nicht Mer die vernünftige Grenze geh«" Das Urteil des Frankfurter Oberlandesgettchts dürfte in weitesten Kverftn lebhafte Zustimmung finden. = Frankfurt a. M., 8 . IM. Für dos am 16. September beginnende Stirdienjahr 1918/19 der Universität Frank- ku^.5, wurde Prof. Tr. jur. .Heinttch Titze, Ordinattus für rompchesRecht, deutsches bürgerliches Recht, Rechtsvergleichung, zum Rer t 0 r getvähll. — Professor Tr. Norbett Krebs in Würz- mrrg hat den Ruf auf den geographischen Lehrstuhl an der hiesigen Universität als Nachfolger des verstorbenen Professors Emik Deckert angenommen. Mnsuyme Anfragen bleiben uuberüSfichttgL^ ^ militärische Ange. S. Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am Vermischte». Fliegerangriff auf Kaiserslautern. ® ü rilf ru ll'. 8 - 3^?- Mehrere feindliche Fliegei griffen gestern nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr die offene Staü^ Kaiserslautern an Eine Anzahl der abgeworftnen Bom- oe? ÜF/n^ und außerhalb der Stadt nieder und richtete znm Tei Hauserschaden an. Leider wurde auch eine Person gttötet unt eine andere lercht verletzt. Ein feindliches Flugzeug wurde in der Nahe von Pirmasens abgeschvffen. (Fpff. 3 ^.) ^ ,* Bochum, 8 . Juli. (WTB.) In einem von Essen nack Boamm kommenden Zuge wurde in einem Abteil zweiter Kla, se eure Frau mit eprem Stich in der Brust tot auf, gesunden. Man vermutet Raubmord. ketzte Nachrfchjen. Der neueste Bericht der peeresleitnna. Grohrs Hauptouartier, 9. Juli. lAmtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rapp recht. Süülich des La Bassße-Kanals wurden mchrfach m jeder- holte Teilangriffe. Lif dem tztordufer der Sonnnc starke Vor- stotzr des Feindes abgnviesen. Der Artilleriekampf blieb in diese,! Mschnitten lebhaft und er nahm am Abend beiderseit-, der Somme zeitweilig wieder große Stärke an. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Westlich von Autheuil. südwestlich von Noyon haben sich heute friih nach heftigem Feuer örtliche Angriffe des Feinde« entwickelt. Am Wald von Millers Cotterets scheiterten Teil- angriffc der Franzosen in unserem Kaurpfgelänüe. 1 - 0 * 10 knnoniye SmgMlge adge.chosftn. Leutnant Blllrk errang fernen 23. und 24.. Leutnant Frird- rnh ftinen 21. Lustsieg. Der Erste Genenrlguartiermeister Ludendorff. Die Einmischung der Entente in Rußland Stockholm, 8 . Juli. (WTB. Nichtanltlich) „Svenska Dag- blcwet" erfährt am> Petersburg: Die Erttente stellt für ihre Einmischung in Rilßland die Bedingung, daß hervorragend- russische Staatsmänner dieselbe verlangen. Diese fallen eine Regierung buben, tvelcl>e das Erbe Kerenskis übernimmi Ms Mitglieder- derselben werden Kerenski, T ore st s che n ko. Sta- ch o w i t s ch als Minister des Innern und I s w o l s k i als Minister des Aeußern genarrnt. Die neue Regiernng wird auf englischen Schiffen nach Mar man gebracht. Dort soll dann die Erfüllung der Bündnisp'lichten gegen die Entente mW die Aufhebung des Brester Frieden^ pwllamiett werden. Lissaboner Verschwörung. Genf, 8 . Juli. Wie aus Lissabon bettchttt nstrd, dauerrr in der Haupfftadt wie in den großen Zerrt re n Pottugals die M assen- v er ha sinn gen der Anhänger einer Berschrvörmig zugunsten^ der früheren Regierung fort. Tie Lissaboner Staatspollzm kennt den Ursprung der tzftldmittel dieser Orgmrisation, an deren Stütze einige Juttsten stehen. Viggo Larsen der Liebling der Damenwelt, in seinem neuesten Possenspiel in 4 Akten Außerdem: Der gewaltige Detektivschlager in 4 Akten In der Hauptrolle dio bildschöne Künstlerin LU 8YXD 5121a -lliHIBi ngUcb MeF-Eoirt. ta Dieaslag, 9. M bis eissebl. Freilog, !2. Juli Yeoester LadwicTranimann-Schlajer Hass aast dl Liebe oder: I>as verräterische Armband Sensationelles Detektiv- und Gesellschaftsdrama in 5 Akten mit dem gefeierten Filmkünstler Ludwig Trantmann. Lia Lev und Lene Voß in ihrem pikanten zweiaktigen Lustspiel Fläschengeistei* Ab Samstag: „Der lebendige Tote“, neuester Joe Deebs-Detektivschlager,HauptdarsteüerMaxLanda 5120a in- und Maui von Anttauttäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt- eisern sowie allen von mir geführten Artikeln. 4955 louis Rothenberger. Holzverfteigerrrng in bet Königlichen vberförfterei Krofdorf. Donnerstag den 11. Juli, von vormittag- 8 Ubr ab, wird zu Krofdorf tn der Gastwirtschaft Freund nachstehendes Holz öffentlich, meistbietend zu Berkauf gestellt. Schutzbeztrk Krofdorf, Distrikt 2a, Eichen: Schicht- Nutzholz HI s2 Mir. lg.), 13 Rrw, 5knüppel 2 3km., RetS HI 840 Rm., Buchen: RetS HI 770 Rm. 50738 Aachener und Münchener Feuer-Verficherungs-Gesellschast. Gegründet 1825. Die Aachener und Münchener Keuer-Berftcherungö-GefeSfchaft besteht seit über 92 Jahre» und ist bekannt als eine der allergrößten deutschen Versicherungsgesellschaften. Auszug aus dem RechuuugSabschlutz für das Jahr 1017 über de« «eschästdstaud der Gesellschast. Versicherungssumme.. Jt 19 354 484 736.— Grundkapital ... „ 9000000.— Prämien-, Zinsen- und Mieteinnahme.„ 28 252 462.44 Prämienreserve. . 13 374 763.24 Kapital- und besondere Reserven.„ 11 162 980.98 Geldanlagen: Wertpapiere. 9 21 395 364.21 Hypotheken und Grundschulden.. , 7 894 767.— Grundbesitz. 4 769 000.— Guthaben bei Banken und Darlehen . * . 4 383 728.63 Ueberweisung aus dem JahreSergebnis 1917 für gemeinnützige Zwecke 9 316 416.70 Durch S