Nr. 15b Su eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag-. - Vertanen: GtebeaerFamilitnblätter; KreiStldtY ffir den Kreis Sieben. vezuqrpreis: monntL 'l'it 1 .20, viertel- iLhrllch Mt. 8 6'); durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. I.lch durch die Post Mt. 3.60 oiettel- jährl. ausschl. Bettellq. Ferujprech - dlnschlüße: für d:e Echristleaungl 12 BerlamGeschaitsstelleöl Anschritt fürDrabtnach- richten: Anzeiger Glehen. Erstes Blatt 168 . Jahrgang Samstag, 6. 3ull l9j8 postscheckfonto: Srauijurt a. M. U686 Zwillingsrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-bnch- Annahme von Anzeige» t. die Tage»m:mmer vis zurrfRochmillag vorher ohnejedcBt rlundüchket» öeilenpreise: nir örtliche Anzecgrn 2 S Pf., siir auswärttgr 30 Pi., 'ür Reklamen Rlk. 1.— : bei Plagvor- schrist 20 */ 0 Vlulld loa. Hauvlschriilleiter: Au^. Äoen. Peraukioortlich für Politik u. üeuillelon: Aug. csoeg; S:aü: und Land, Berinischtesu.Äe- richtsioal: W. Älever; u.Steinörmferei K.Sangt. IchristleHung. Geschäftsstelle ».Druckerei- Schnlstr. 7. [älfuudT'i» General-Anzeiger für Oberhesjen vankoerkehr: Sewerbedank Siesten Eine mm Rede Gilssm über die Ariegsziele. wochenröüdlSS. Am ttrnerpolittfchen K.ssel hat es in den letzten Tagen tüchtig gechrodett, rurd man t)anm mcl>t sagen, daß der Erfolg die G^ffver geeinigt hätte. Der Hauptausschuß des Reickis- 1«gs hat ttnmerhin in der Frage der sogenannten Besitz- 'fteuern, die wir für gerechtfertigt halten und mit denen das Steuerbukett der Regierung bereickiert lvird. etwas Branckchares zustande gebracht und eine dankenswerte Entschlusskraft an den Tag gelegt. Ein großes Blatt der Linien hatte aus diesem Aifiaß berechtigte Bescl)werde erhoben gegen das Uebennaß von Protesten uns Entschließungen, die von industriellen und anderen Interessentengruppen gegen diesen gerechten Steu-eransgleich eingelegt 'worden ftxrren. Aber eo zeigt sich, daß auch andere als die genannten „Gruppen" empfindlich um sich hauen, wenn es an ihren Geldbeutel geht. Am Montag hatte der Reichstagsausschnß den Steuersatz für Atrien nsw. auf zwei von: Tausend erhöht; die Folge waren srürmisck>e Auflehnungen Der Börserrkreise, die so weit gingen, daß es teilweise schon -jetzt zsu rege' rechtem Streik kam. Die große Rttchrheit des -Volkes wird hei diesem Kampfe für „berechtigte Speku- lativrr" wohl ziemlich kühl und mitleidslos bleiben, denn wo alles blutet, darf die Börse nicht verschont bleiben. Gesährttckfere nmerpclitiscbe tz>egensätze tcetcn sich im Reichstag und im preußischen Abgeordnetenhaus auf. Das Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag die Wahlrechtsvorlage bei 5. Lesung in ihrer Weise endgültig erledigt. Man darf auf das Herrenhaus u no auf die Vermeidbarkeit des Wahl- krieges nicht rnehr viel Hoffnungen setzen Es ist und bleibt bedauerlich, oaß die Rechte sich unabwendbaren Tatsachen sind düotwendigtzeilen entgegensetzt nnd damit nur den- lerrvgen Kreisen Wasser auf die Mühlen liefert, die in den großen Fragen des Krieges jegliches Verständnis für die gemeinsamen Interessen aller Deutschen vermissen lassen. Was sich am Mittwoch im Reichstag abgespielt hat, scheint eine allTnähtiche ScüeÄnnrg der Geister auch inner- 'halb der Reichsvagsmchrheit M^znkündigen Zwar fehlte es Dvn seilen des Zentrums und der Fortschrittler einstweilen noch an der wüüschenswerten deutlichen Abschüttelung der Scheidemamtsck-en Vorstöße gegen die Regierung, a.lciu die Abwehevede des Vizekanzlers v. Pccher wird auch in diesen -Kreisen nicht ohne parteipolitische Folgen bleiben. Scheide- mxrnn hat nicht nur der Obersten Heeresleitung, sondern auch der Regierrrng Hertlrn-gs Kampf angesagt. Die Soziat- denrokratie verweigert den Etat derselben Regierung, die unter ihrer Mitwirkung innerhalb der Mehrheitsverabredungen zustande gekonrmen war. Herr v. Pai-er hat milden, aber entschlossenen Tones die Erfüllung der neuen soziaLemokratisck-en Forderungen abgelehnt. Scheidemann begehrte dreierlei: Die Aufhämng des Belagerungszustandes, die Abtvenonng der Regierung von der Obersten Heeresleitung und eine „Offensive der Wahrheit", mit welch«:: Schlagwort er das Ansinnen bezeichnet, über das nachträglich erst der „Vorwärts" deutlicher geworden ist. Herr v. Payer hielt diesen Forderungen ein Programm entgegen, das, wenn ihm die anderen Teile der bislferigen Mehrl>eit zustimmen. vielleicht ein Abschwenken der Sozul- jdemakvatie zür Folge haben wird. Noch ist nicht ganz deutlich jyewvrdeu, ob der Riß sich noch einmal überkleister:: läßt. Mer Vizekanzler bezeichnete es als gänzlich unmöglich, daß än Kriegszeiten tfi:: jeder tun nnd lassen könne, nxts ihm beliebe; er nahst: die Oberste Heeresleitung, die ein Recht jzur politischen Mitwirkung habe, entschieden in Schutz, iirnd er zerteilte mit einigen ehrlichen Fragen und Gewissens schärfungen das Aschenhäufchen der vor: Scheide- anann gewünschten Friedens- oder „Wahrhcits"-Offensive, inde m er erklärte, bevor neue Friedenscnrbahnungen unter- awmmen werden könnten, nrüßten unsere Gegner sich innerlich umwandeln, lieber die Theorien sei man fisch ja so ziemlich einig, und weiteres Debattieren m'lhe nichts. Wir srnd gespannt, wer außerhalb der Sozialdemokratie den: Herrn Scheidemann noch die Stange halten wird, nachdem dessen Parteiblatt, der „Vottvärts", seine Gedairken weiter ansgeführt hat: wir nküßten dem geginnischen Ausläicd offen sagen, daß die wirtschaftliä)en Kräfte des deutschen Volkes nicht unerscl>öpflich seien. Nicht mit Unrecl)t hat ein Berliuer Blatt geäilßert, Herr v. Kühlinann sei zu solcher Untersttitzung und Gutheißung seiner Politik zu „beglückwünschen"! Jur übrigen tönt es aus der Presse übereiw stimmend l-eraus, wie krieg sverlängernd, ohtie irge?w welchen Nutzen, das Auftreten Scheidenlaims gc- nnrkt habe. Wir zitieren daraus nur einige Sätze. Die ..Voss. Ztg." schreibt: „Das imverpolitiscl>e Unglück, das durch solche Reden mewrick>t>et wird, wiegt federleicht gegen- iiber der Kriegsverlängerung, ore dadurch mit Not- tnendigkeit herbeigechhrt werden muß Die Scheidemamchchen Ausführungen erinnerten Mi die schlimmsten Zeiten parlamentarischer Veranttvorttlngslosigirit tvahrend der Frie- densjahre, in deicen bei Uns niemand gewohnt war, die Wirkungen von Handlungen und Reden aufs Ausland zu berücksichtigen." Den Grtlnd, warum Sck)eideinann sich so gebärde, erblickt die „Tagt. Rimdsch" in nackten Partci- intevessen und darin, daß er die Konkurrenz der „Unabhängigen" unter Üedebour fürchte. Die „Nationallib. Korr esp." bestätigt: „dioch nie hat er bei seiner Friedenspropaganda so handgreiflich wie diesnral dem Feinde Mittel der Stiminnrrgsmache gegeben, um den Krieg gegen uns neu zu beleben, noch nie l>at er so siirir- und verantlvor- tungslos den Agitator gespielt, wie am Mittnwch im Reick>s- tag." Auch das ziemlich weit links gerichtete „Leipziger Tagebl." findet: „Wer die Rode unbefangen auf sich wirken ließ, fand vor allem, daß sie, auf offenem Markte vop^ tragen, mehr sck>aden als nützen könrtte." Indem das Blatt es für möglich hält, daß „das Band in^verchalb der bisheriger: Reichstagsmehrl)eit ein wenig gelockerk' worden sei, filgt es hinzu: „Gegen die Massen wird sicher nicht regiert werden und kann im vierten Kriegsjahr auch gar nicht regiert lverden." Das ist wohl richttg, aber die Pflicht bleibt bestehen, den Massen die Augen darüber zu öffnen, lvv die wahren Kriegsverlängerer sind. Daß die Regierung, Hano in Band mit den Fichrern unserer siegreichen Heere, eine Politik fuhren muß. die uns möglichst bald dem sicheren, ehrenvollen, die dcutsck-e Zukunft schützenden Frieden zuführt, das ist ganz selbstverständlich. (WTB.) Großes Hauptquartier, 5. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Oestlich von sht^ern wurden stärkere Vorstöße des Feindes abgelvie'en. Beiderseits der Somme sii gestern früh dem starken englischen Feuer Jnsanterieangriffe des Feindes gefolgt. Auf dem Nordufer des Flusses brachen sie vor unseren Linien blutig zusammen. Südlich der Somme drang der Feind in Dorf und Wald Hamrl ein. Auf der Hche östtich von Hamel wurde der Angriff durch imseren Gegenstoß zum Scheitern gebracht. Oestlich von Billrrs Bretonneur warfen wir den Feind in seine Ausgangsstellungen zurück. Am Abend lebte die Gefechtstäligkeit fast an der ganzen Heeresgrnppen-Front auf und blieb auch wüheend der Nacht, namentlich im gestriFrn Kampstb'chnitt. gcsteigett. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Erhöhte (^esechts'atigkeit auf dem Westtifer der Avre und beiderseits der Aisne. * Leutnant Menkhoff errang feinen 35., Leutnant Thlly keinen 24. Lustsieg. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Der -lbendbericht. B e r l i n, 5. Juli, aberids. (WTB. Amtlich.) Von den Kampsfrvuten nichts dteues. 9 Scv österreichisch.ungarische Tage-bericht. Wien. 5. Juli. (WTB.) Amtlich wird nerlautbart: Die Kämpfe an der Piave m ündung h den auch gestern kcire Untrrbrcchnng ersahren. Die lniocrmls an- gcsetzten Kräfte h fiten e der Sieben Gemeinden und au der Tiroler Front letzh^rfte Artillerie- tütigkeit. Der Chef des Gencralstabes. Amerikanischer UnabhängiUeitstag. Londo n, 5. Juli. (WTB.) Reutermeldimg. Il der zrrr Feier des amerikanischen UnQbhangigk.rtttazcs abgch.fi!enen Versammlung der Anglo-Saxon-Fcllowship in Weßminster hielt der Muni-tionsmirrister Ehnrchikl eine Rede, i.r der er sagte, die amerikanische Unabhänrigkätserklärnng vom 4.JriU 1776 sei nicht nur ein amerikanisck)cs Dvüunent, sondern si? sei ein großer Rechtstidel, auf dem die Freiheiten der englisä>en Völker beg.mndet seien. Nachdenr Churchill den gegenwättigeu Krieg als einen >.ainpf -nüscben Zivilisation imd nnsseuschafilicher Barbarei urid znniritn Staaten, iw die Völker Regierung m besitzen, urid Staaten, n» die Regierungen Völker besitzen, bezeichnet hatte, iuhr er fort, eines der beiden Systeme müsse en t s cD.?: den d sie gen. Deutschland müsse geschlagen werden ww wissen, daß cs geschlagen sei. Genf, 4. Juli. (WTB.) Ter amerikanische Unab- hängigkeitstag wurde nach einer Havasmeldung in ganz Frankreich festlich begangen. Eine Pariser Straße b.k-.un aus diesen: Anlaß den Namen Avenue Wilson. Pichm und Teschanel hielte:: bei der Einweihungsseier die üblichen Phrase für Phcase sattsam bclianntcn Reden. Wilson über seine Ziele. Neuyvrk, 4. Juli. (WTB.) (Reuter.) Wilson sagte in einer Rede am Grabe Wafhirrgtvnsi in Diount Brrpon am Tonne: s- tag nachmittag: Tas Grab Waftnngtons ist keine Stätte des Takes, sondern eine Stätte der Tat. Es ist bezeichnend für Washington imd seine Helfer, daß sie nicht für ei.ee Klasse spracht, vndern fiir das Volk. Ihr bewußtes Ziel war. die Ntcusckxn aller Klassen zu befreien und ^lmerika zum Zufli^sott für die MensckZen aller Länder zu machen, wenn sie den LÄinsch hatten, die Rinhte - und Privilegien freier Aiärrner zu tcnlen. Wir haben die'clben Ziele wie sie; wir tu Amerika glauben, daß unsere Tcilnahnre am Kriege nur die Frmcht ist von den:. iw3 ie gesät. Unsere 'Sluffassung von dem großen Streit, in den! wir verwickelt sind, ist sölgende: Auf der ein«: Seite sieben die Völker der Welt, nicht nur die, die arn Kampf teilnehmen, sondern auch viele andere, die .unter der Oberl-errschrft leiden, Völker vieler Rassen und alter Teile der Welt. Indigos uild d:e Erzeugung vrganisck-er Basen, welche Chlor und -vLvm eirthMytzi Sq.« txmu chm jb*e goldene Pichastte der .Soeüstö de pharmatte de Paris ein und verschafften den: junger: Maime sofort eine angesehene Stellung unter deir Chemikern, Er überraschte darin die chemisck>e Welt durch die Emdeckimg einer Reihe einfacher dlbkömmlinge des Anilins, deren KemrttUs danwls von höckfftem theoretischen Wert für sie war. Diese beiden Arbeite:: waren bestimmend für A. W. v. Hvf- maims ganze spätere wissenschaftliche Tätigkeit. Dem Steinkohlen- teer und im besonderen dem di:rin e:Uhaltenen Anilin ist cv sein ganzes Leben hindurch treu geblieben. Sein langjähriger Aufenthalt in England, dem klassisck-en Lande der Steinlöhlenverivertung, gab ihm dazu besonderen Anlaß, aber auch später in Berlin hat er d:ese Arbeiten mit großen: Erfolg fottgesetzt. Auf die Besämsttgung m:t. den organischen Basen im Steinrohlenteer, dem Anilin, Ammoniak, Ammouiumverbiudungen usw. folgten in London die Aufsehen erregenden ivisscuschaftlichen Untersuchungen über die Anilinfarben, die seinen dtamen auch in wleitereu weisen berühmt machten und den Grund zu einer der M-vßattigften Industrien legten. Daran schloß sich weiter eilte unglaublich' Fülle hervorragender Untersuchungen und Arbeiten au, die er allein oder zusammen mit seinen Säiüleru aussühtte. Nach twlegeittlicheu Untersuchungen aus anderen Gebieten, über Holzteeröle, Alkaloide u. dgl., kehrte er immer wieder zum Steinkohlenteer zurück. Das schwr^e, schu, irrige und übel rieche che Nebenerzeugnis der Leucht- gasgewimnnlg und besonders das darin nttlialtene Anilin erwies sich als eine uuerschöpslich Fundgr:lbe von Stoffen, die seinem Forschnngsdrang große und dankbare Aufgaben stellten und aus denen sich m:ter seiner geschickten Hand zahllose neue Körper bü- deten, die unsere theorcttschu Kenntnisse in ungeahnter Weise er weiterten intb z. T. auch von MMwöhnlichr praktisch:' Bedeutung gclvorden sind. Für A.- Wl- v. Hofmcnn: stich sie flrts in erster Linie Gewustand rein wissenschaftlichr und theoretischer Fvrschimg zielvefe» Als einer seiner Schüler, William. H. Perkin in Lo:chon, im Jahre Itzöö aus dem .Amüm im Fardstofh das Mauvein, dargestellt hatte, war cs sein erstes Bestreben, die dabei sich abspielenden chem:sck)en Vorgäniw zu ergritnden. Tie dad:rrch ge- wonncnre Erkennttns fühttc alsbald zur Hen'telluug vieler neuert Farbstoffe, unter denen das nach ihn: benannte Hos:namw:oletß seinen Namen in alle Welt ttnrg. Auch fernerhin hat A. W. v. Hof- mann die Ergebnisse der sich ungemein rasch und großartig ent- trncleluden Anilin- und Teerfarbenindusttie durch seine scharfe sinnigen theoretischen Forschung:':: unterstützt und gefördert. Seine Tätigkeit ließ ihn den ungehcrrren Vöort e:k?n:wn, den das Zusammenwirken von Tlieorie und Praxis, von Wissenfckxift n:ch Industrie für l>eide Teile hat, w:ch diese feinen in Lorchvn ex> iw r bene Erke:rntnis fülwte ihn im Ja Irre 1668 in Berlin zu der Gründung der Dolttsck)e:: clxnniscben YXl'ellsckM, die die ganz be- soicherc ^ttffgalx' !>at. chenriscve Wisst'nschast und chunische Industrie gle:chmäßig und in ihrem gcmeinsainen Wirken zu fördern. A W. v. Hosmann hat die tz)esellsckmst viele Jahre hindurch mit imver- gleichlichm tzß:sch:ck geleitet. Nicht zum geringften semer Tatkraft und seinem Ansehen ist es zu verdanken, daß sie in diesem Jadro aus eine überaus ersolgre:ck»e fü::szigiährige Tätigkeit und auf ein unglaublich rasck>es Wackffen und Gedeihen zuttitklüicken konnte. Die Bersamnünuaeu der hockmugeselw'nen l^eseNs:-hast. die xcttt in dem nach ihren: Begründer bimannten Lwfmann in der Sigis- nnindstraße in Berlin stattsind:'::, vereinigen alliührlich regelmäßig mehrere Male hervorragende Vettretcr der chemischen Mistensck'ast und Industrie zu regem Gedankenaustausch und dein ü,.i.:u>ch ihrer Erfah:-un.wn imd Ergebnisse. Eine reicküialtige Büttrerei und ihre jährlich mehrere ffcurfe Bände füllenden Berichte umfassen alle Gebiete chemischen Wissens und sind ein unentbehrliches Rüstzeug chemischer Forschung gcnwrbcn. Obgleich A. W. v. Hofmann die beispiellose Entnnc^irngH-er chemisckw'w Industrie mit berechtigten: Stolze und große: A,:i- merksamkeit verfolgte, hat er nie in rem techmsche Fragen eing^ NNftcw Drc Derabdrückung zu tatsächlicher -«fcfaiiflfcü. ^ Regelirng aller Fragen, sowohl der territori- ^ ^^ränitütsjragen und der ioirtschaftlicheu und volttttchen Fragen auf der (i-rundlage der freien Annabnre durch das Bork. das unmittel- dar da^i b«rossen ist, und nicht auf der Grundlage deS materielle- ^'Meress^ oder des Vorteils irgendeines anderen Volkes, das eine anve« Regelung zur «ürsbreitung seines Einflusses oder seiner u-unicht. 3. Einwilligung alles Völker, in ihren Ver- MUsnffot zueinander sich iwn denselben Grundsätzen der Ehre und ?? ^ Gewohnbeitsrecht der .zivilisierten Gesellschaft Uir lden einzelnen Bürger moderner Staa- ^ dergestalt, datz alle Beriprechungen und Verträge ge- wissenhav beobachtet, daß keine Sonderanschläge und Verschwö- werden, Und daß ein wechselseitiges Vertrauen ^ ..ans der Basis wechselseitiger Achtung vor dem .necyt 4. ^ Schäftung einer Mncdensorganisatron, die vcrbürat Wo(Öt ber freien Nationen jede Rechtsverletzung 5? cm Schiedsgericht emrichtct. dem alle Internationalen Gegenmtzc unterbreitet werden sollen. Die'e großen ^^m ermm Gedanken zusammenfas'en : Wir Rechtes, gegründet auf Zustimmung ^ensch^ft^ ^ gestützt durch die organisierte Meinung der Amerikanische Stimmungen. B e r n , 5. 3jtlt (WTB) Bezeichnend für die Stimmung > v. cw v*. u *fr'” f |u-, DK e. nach dem 12 Städte ^b^E^ka^^ßen. und meint, daß bei der Amiahme des Rn- 5^^ ltfT * Namen andern müßten. Aehnlich wird allrnt- ^5^^- .^>l Ewo rt Gernian-American Zeitigt. Bei Firmen, dies mcht fteiwlNrg geschieht, greift der Pöbel ein. wie in w % lü! ^rnnelOta,w, von 160 Rekruten das Wort German £*£**"* L ? der. Gernmn-American-Bank gewaltsam ent- *^ Gä} Ul binnen und an Gelächen iwr- ^rmawa wird ilberall durch Liberty und zeit- gemäße <-Magroorte ersetzt. Tie bekannte deutsche Zeittmg Oser- marna feevotd" wandelte ihren Namen in „Milwauko? feewld" um Japans Diplomatie. . 9 ?- r b - 4 ’Auli. (Reuter.) Der japanische Botschafter I s htl hielt nt Farchaven (Massachusetts) eine Rede, in V er , cr < ?Yn ö, ^ rac ^' Japan seinen vollen Anteil am Kriege in der Weise trage, die seiner Ansicht am wirksamsten und am meisten zum Erfolge beitragen könnte. Er bezeichnete die l sip €C b i e Mö-llichkeit einer Wiederannäherung Deutschlands an Japan als d e u t sch e I n t r i g e, die dazu bestimmt sei, die Alliierteii voneinander zu trennen. Jsbii ^l.gende Botschaft des japanisclien Volkes an das der Vereinigten Staaten mit: Wir vertrauen Euch und lieben Euch!, und ivenu Ihr das gestattet/ lverden wir in loyaler guter Kameradschaft in den kommenden Jahren Eucl> zur Seite wandeln. ’ Die Haltnug der Eisenbahnarbeiter Frankreichs. Die Entente und die Durchfuhren durch Holland. ’ ^ cr E^iandtschiften der Bereinigten Staaten. Fr,mk- reichs, Großbntnruueus und Jbaliars: Die niQdcrländischc Presse N ec: .(£onnturmxm^ veröffentlicht, durch das chmnLc^ daß die allcrertm Rechcrnngeit *** vom April anläßlich des mit der dsw- ichen Regierum, entücmdenen .Amsliries an Konzessionen Durchfuhr auf der Limbnrgi sch en Bahn url-'/,, ct. irT ' ^mmt mit den Datsacbm nicsg überein. Mit ' r.'f d-- w^lgernng der Passe für Stockholm scharf angr-nst .nnd die fealtunq Generale du Tvavail ausdrücklich tadelt, erhielt 4o 468 Omnien. ^ ---- u-nuiajua viu.iyc.it'. mu Uli ^ Regrerun^n dci völliger Handhabung deI der church?ftrhr von >Land .und Kies swts verteid ^ ^ ■ m ^ ,CT Frage mrf sich fitnommen, jxfe ’K .fote mcht ran Bmurlet aridere .ftjitKf* Pa» ftf sehr »fftfa, i»h ine holländische Sftcgwrimtt in keiner aiu i®. 71 ^ Nrmrdsäyen Mnitmliräi, die sie InS- ^mricheu ioürde. Wenn sich ne,Ni Fragen er- Qtafü dr gwetungai, Soft sie im rcSriL™ Wmachungrn gemhrt werben, «us diqen Äü ine allnerten Regierungen Konzissumcn be- W , ?a,,rott " Mi. Der Kampf pegen die Tschecho-Slowaken. m)., Eoskau, 2. Juli. Die hiesige Presse meldet: Das ^.Lilttarkommtssariat hat die sofortige Formierung von Batterien zum Kampf gegen die T sch ech o-S lo v a- k c n verfugt. Die We stur alb ahn ist von Gegen revolutionären gesäubert. Aus dem Abschnitt Slatoust haben sich die Gegenrevolutionäre nach Ustikinsk zurücktzezvgen. Die Naph- taunternehmen m Jaroslaw, Ryüinsk, Kmeschma und Wo- bogdabeuuden sich im Ausstand. Die Naphtaversorgung der Rordbahn und die Schiftahrt der oberen Wolga ist eingestellt. für tne Angestellten verwendet würden. Auch wenn das Zigarrcn- h e r st e l l u n g s ge w e r b e noch weiter eingeschränkt werden müsse, >o sei damit zu rechnen, daß die Angestellten ohne Schwierigkeiten eine lohnende Beschäftigung in anderen Zweigen finden werdeii. Im äußersten Falle werde die Kriegswohlfahrtspflege der Gemeinden einsetzen töimen. Abg. Dr. M ü l l e r - Mciningeii fragt an, ob der Reichs- tanzler dafür Sorge tragen wolle, daß durch Entlassung aller garmsonvern'endrmgssähigen und -arbeitsve'-wendnngsfähigen Lehrer, sonne der- alten Jahrgänge der kriegsverioenLungssähigen Zehrer den Gefahren der VerrMilderung der Jugend entgegen-« getreten werde. Oberst v. Braun: Eine reUose Freigabe der Lehrer vom Heiwesd'lenft widerspricht dem Grundsätze der allgemeinen Wehrpflicht. Der Verwilderun g der Jugend infolge Blangels an Lehrkräften hat das Kriegsministerium seit langer Zeit iemc Aufmerksamkeit zugewaudt. Das Kriegsminht^ium hm den Bedüftmssen der Schulpflege tr -!I? :c e- Andererseits darf den Feldstellen nicht die Möglichkeit genommen n-erden, dienstlich unentbehr- liche Leute bei der Truppe zu b?halten. - - dlbg. S t ü ck t e tt (Soz.) fragt an, ob der Reichskanzler bereit sei, das Verbot des Vorwärts" und des , Stettiner Bolksboten" m den Lazaretten durch den stellvertretenden Kommandierenden! General des 2. Armeekorps v. Vietinghof aufAuhc-ben General v. Wrisberg: Der stellvertretende Komman-- dierende General des 2. Armeekorps hat den „Vorwärts" für Lazarette, den „Volksboten" für Kasernen, Lazarette und Solda- ttnheime verboten Das Recht dazu kann dem Komütandierenden General nicht bcfiritten werden. Das Kriegsministerium wird an. das stellvertretende Ofcneralkommando herantreteii mit dem Ersuclxm, fernen 'Ltandpunfr nachzu.prüfen. Abg .Dr. Müller-Meiningen foagl an, was der Reichs- s Uin bie deutschen Ingenieure. Chenriker und Techniker rm Heere in einer ihrer Bildung entsprechenden Stellung zu verivenden. General v Wrisberg: Für die Besetzung der Kriegsfor- matwnen mit Personal ist in erster Stelle das militärische Bodürf- nis mavgebend. >^oweit es die Bedürftlisse des Heeres ersordernu werden Ingenieure usw. mit feochschulbildung ihrer Bildung ent- sprechend verwendet Eine Vermehrung solcher Stellen lediglich im ^ittcresw der erwähnten Leute ohue dienstliches BÜ>ürfnis kann! Nicht vertreten werden. Kühlma««4 Rede und da» englische Unterhan». f®*».) Starter. Unterhaus Ter was die Regierung zu lmternchmen ge oenve rm Hinblick aus die Erklärung des Staatssekretärs Kühl IlISPJSF ^ Rutschen Kriegsziele int Reichstag Der Unter- auswarttge Angelegenheiten Cecil antwortete, ems chen. daß es nützlich wäre, ^ruf eine so unl>e- «d unmftchi^ene Erklärung hin «was zu unter;iehmen. linse« Kriegs ziele und allgemem bekannt, aber wir warten ivr- g,Mrch aus eine Plate wü> rm-weideutig-e fctfteüimg der Kriegs- StrlESFZ suchte Mason darum, eine Er- Kichlnurnnschen Erklarung zu eröffnen. Kein einziges Mitglied des Hauses erhob sich zu seiner Unterstützung. Kaiser Karl an Kaiser Wilhelm. u ® 1 c ^ ^ (WTB. ) Meldung des Wiener Korrespondenz- ttrreaus. Da d,e gegenwärtige Verpflegn ngsla g? zo g?- unlösbare» <2 ch wier i g t ei t en ge übrt hrt ridi - 9 i a - € r £ Ö I la " Kai se r Wilhelm cm Schreiben, das Vnm durch Generalmasor VLaz Egon Fürst von Fürsten- Grund der nach Empfang dieses Hand- durch denTaut^en .Kaiser erteilten Weisungen fanden XrSr 1 b«uAgwrrt«rimd bei den zuständigen ©tePCrn in Berlin m L S? wn bcr Etgarksche Ernälmungsminister Ä ?? Vertreter des P. u f. Oberkommandos teil- ^ 7TLtwhw beider Monarchen emgelefteten Verhandlungen führten & einem vollen Einvernehmen t^ufflicf) «Tneutfniirer und planmäßiger Verwertung aller Getreide- Vorräte bis zur neuen Ernte. Li« Verteidigung der Murmanküste. U ’ ^ ^ ßt ^ BoskskonrmissmL hat folgende ÄekE>t77,mtnrng erlasien: Ter Vorsir-,-nde des Äiurmanschen Imperialisten. übern« m d-n glichen Äu^^Tb,/^: wird als Feind venÄben erklärt ^ des Äesetzes itrhend l^trachltek — Wie die WOTfclnt ^ der Kriegszustand verhäng! § Ult ( n? Hc dr-sse veröffentlicht folgenden Bc- lx * ^ fremdes Militär gelandet "^^Eltchen Protestes des Kommissars für —k^aenkimten Der Svmjet der Bolkskvmmissore ff? T 'K^. rt ’? a n ^ nMl JP' Strrttkräftr ,u entsenden um die Küste des Weigen Meeres vor der Besitz- Der Zeettieg. Nr»e U-Boot-Erfolge. Berlin, 5. Juli. (WTB. Amtlich.) Eines mtjerer im Mittelmeer operierenden U-Boote unter Führung des Oberleutnants zur See Ehrensberger versenkte aus stark gesicherten Geleitzügen vier wertvolle Dampfer von rund 15 000 B r u ttoregister 1 on- n e n. Ein fünfter Dantpfer von 5000 Tonnen wurde durch ^orpedoschuß schwer beschädigt, vermochte aber wahrscheinlich den nahen Hafen zu erreichen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Gedankenarbeit beruhenden Spekulation. hnl ^ fernes Forschrns war und btteb stets ^^uch tm Laboratorium. Dafür ersaun er VcrsuchSanordnungen und scharfsinnigen Untere ^ zumeist noch letzt unverändert in Gebrauch nS ™hSl ^ at H r uus diesem Wege cinwandfrei selbst M!>. Deutscher Reichstag. 184 .Sitzung vom 5. Juli. Am BundeSratstisch: v. Wrisberg. v. Payer v Stein U- Dr. Solf, Graf Reedern, Rüdlin. 9 U i iL rd[ ^ n L 5 ^hrenbach eröffnet die Sitzung um 2.20 Uhr Aus der Tagesordnung stehen an erster Stelle Anfragen. - chwaba ch inatl.! fordert Beseitigung de. Parßzwanges gebi^n^^ ^ Ostpreußen und den früheren russischen Grenv „ v Wrisberg: Aus militärischen Glwndrn ist die' noch nicht möglich. t Gatl.) ftagt an wegen Bereitstellung f^br??a?son^ hl fteamfof€ Angestellte in der Tabak. Geheimrat W ü r m e l i n g erwidert, daß die zur Untei-stt'iwmg ^ ^bertern der ^xüxrffahi ika. ion auSgesetzten Reichsmittel auch .« VH T T, ,„ .r uuum ^oege c ÄtTtV ü,n wissenschaftlickn Gültigkcit und Wort ^ «z ^^k"^L^L^ÄrsSum-«.u'.'d w°r drr Prüf bSi„Sl £ C ®Ä' ihrer Era^U^^rch h7 e7^e,t UN ^ und jeerfarboninbuftric genannt werden. ^.?uch meisterhaft, in seinen für [eine Wlftentchait zu ivecken und sie ÜLS^ 1 HvFche" crnzuregen Sein Vortrag war ^raus anschaulich und wirkungsvoll, und durch seinen liebens- SK ^lmor wußte er sich in persönliche Benely.ng zu den A^böreru zu letzen. Er bereitete seine Vorlesungen sehr genau und ibnf JSnZ™ ** §schickter Experimentator Seine von iym erdachten Vorlesungsgeräte, ixe Hofmannschen Apparate, sind bcmc bnm Urckernchl ,m Gebraich und sein. ,m Jahre 1565 ^»lhienene „Einsühr.mg in 2 er " nnm> bvs'Nmrn". war lange Zeit ° ber Zungen Chennebeflissenen Er um, me l u DerlM' stets von einer großen Schar ?^ e u' ölc ll)m ai I 6 ber ganzen Welt zuström- Jr tt ii 6 L nM,, T a ?f ,l t bC r U P b Ehrende Stellungen chemischenWchenschaft und Jnonstru- eingenommen haben, s^p wertvolle Anregungen für ihre Wie groß dafür and) bir dankbare Liebe und Aa.echr.nq für ihren großen Lehrer und Düeijüer war das zeigte ^ ^eier seines siebzigsten Geburts- tages tiefer Tag büdcte den feohettuikt rm Leben A. W. v. Hof- höchste Anerkennung seines Strebens den personlick-en und kurz daraus den erblichen Adel ^tzamit wurden neben seinen ausgezeichneten Leistungen als For- Qr^f^ n ’ Mwsten Verdienste anerkannt, die er sich um das Ansehen Rutschen Geistes und deutscher Wissensckwft nicht fernem Vaterland, sondern in der ganzen Welt erworben hat e. jumeift hervorragenden Chemikern, gewidmet !>at .rnd die ge,amknelt tri einem dreidäiidyTen Merk: „Zur Erinne- rimg an vorangegangene Freunde" erschienen siiid Dadurch hat er "setzt^^' stlbst ein unvergängliches Tenk- • wir A. W. v. Hofmanns Lebeirswerk, so sehen wir 7^ rastlos tätiges und erfolgreich^ Schaffen und WftI ken em^s hochlx'gabten Forschers imd vorzüglichm Menschen seiner rwsseichchaftlichen Tätigkeit im Gebiete der organischen Che- alle.» die Biel seitigkeil seines Wissens und Könnens, das sich in dem Bestreben, chijzerte, Theorie und Praxis. nicht vertreten werden ,r ifJän Ü1 1 e Meiningen fragt ergänzend, ob bekannt ist, ^^d^ninrre mit gemeinsten Arbeiten, wie Flug^ Kartoffelschälen usw. in demütigender Weise be- lchajngt werden. Oberst v. Braun: W«nu uns solche Fälle bckamü werden, werden wir eingreuen. hoä T ^r m ^ 0 r n k ) ftagt nach der Stellungnahme ff^ 1Tt ver feindlichen Presse gegen die deutsche oberste Heeresleitung erhobenen Beschuldigung, daß diese am Frohnleichnamstage Paris beschossen l)abe ö ‘ Wrisberg: Pari- ist auf Bet- l der Obersten der französischen Feier des Tages, am Z^ntag den 2 Jum nicht beschossen worden. Tie Franzosen feiern h*,Wf?r Ü ' J i lrf, V ari denr eigentlichen Festtage, sondern an dem %u \ die» Datsaäie hatte Kardinal v. mack? *** ^resleittmg rechtzeitig aufmerksam ge- der mündliche Bericht der Gesck^istsordnungskommis.- fton, die beantragte Strafvenvlgung des Abg. voii Bonin wegew Steuerhinterziehung zu verweigern A^ 0, ; ,fl Ans): Der Ruf der RerchStagsabgeordneten must geschützt werden, ^ch bitte, die Genehmigung zu meiner Straf- verfolgimg zu ertmlen, damtt ich rneinc Unschuld Nachweisen kann, ^zch mutzte sonst mein Mandat triederlegen, um die Sache rur Erledigung bringen zu können. Jbafi Unmtc Debatte, an der sich die Abg. Gröber (Ztr ) K ^ u d s b erg (^>z. \ £. t e!ching(Vpt.h Brackhausen Ens',' v-1 n v \ ^lolgt Me Abittmmung. Präsident dle Gei echinigung zur Strafperwl - L?« werden fe. (Lebhafte Ruse: !) N^chwck- ^u ^cn. i inrd die Gegenprobe Vovgenvurmen. Diese ergibt, daß das AbstrmNiUngsresullcü zweifelhaft bleibt. Ter Hammelsprung wird pollzogen. Hierauf wnd die dritte Lesung des Etats svctz- ^E/t wird über den gestrigen Antrag Ms Abg. Arendt v» Reichswirtschaftsamt betr. Beschlagnahme der Türklinken (diese zun aa st in osfentlick>en Gebäuden vor?,nnechmeii und die Entschädi- si'lng so zu gestalten, daß später kostenfreie Wiederherst-elliMg des lewgen ZustES ermckstich: wird), abgejtimmt. Tie M,limmutig Oiiibt zweisettMt. Auch hier mutz Hammellprung stattfiilüen Es stimmen. I.A ^Mwdnete für den Antrag. 85 dagegen Der Llntraq ist soniit angenommen. Sodann wird der Etat des Reichsheeres beraten m Verbiirdnng imt der zweiten Lesung des Netzes zur Har- anziehung vvn Heeresimfähigen zmn militärischen Arbettsdierist und des Gesetzes zur.Milderung deS Sttafgesetzes. Präsideitt Fehrenbach ermahiit die Redrrer, sich der Kiärze zu befleißigen, ioeil der Etat heute zu Ende geführt werden must o T „g. ^ T -„ W irth (Ztr.): Die jetzt cingezoqenen jüngsten ^abrgange müssen m den Garnisonen gut behrndelt werden -Sie müssen genügend SlAafzeit mid auch Mittags Ä-Hvlungspaufen haben. Es Mrrf nicht sein, daß den tungen Rekruten die Zwil- kleidung heichlagnahmt wird. Abg. S tü ckl en (Soz.): Wir haben gegen das neue Arbeits- dienstgeirtz schwerv Bedenken Es sollen mit Zuckühans Bestrafte z-um Arbeitsdienst herange>agen werden. Dieses (ise.'etz anrd ein rnnes PolizeWefetz Wir lehnen das Gesetz ab. Am besten wäre eS \dtsm id*r Soldat mit Erreichung des 48. Lebensjahres auto^ mattsch zur Erttlassung känn-. Abg M üller-Mstnüigen (Bpt.): Die im Felde Berurreil- teri müssen das Reckst der Beru^nrg und der Rxwision erhalten. Sllax muß gestellt me^n, ob die Feldgrauen sich mit ihren Abgeordneten in Vorbindimg setzen dürsm. Ist es der MilitärverwaL- tting bekaimt daß tu völkerrechtswidriger Weise deutsch- .^gs- gesangcne nach «stnrien verschlel>pt werdeii? Das deutsch H«r miiß demokixittsiert iverden Ab»g. fe 1 1 b fnatl.): Für die im Felde Ausgezeichneten muß unbedingt ein beioiideres Abzeichen znm Eisernen .Kreuz ge-schffen Wissenschaft und Industrie auf das engste mitei 7 mnder zu ver- ttiupfen. Urteil über A. W. v. Hof mann können wir nicht besser znsammenfassen als in den Worten zweier hervorragender 'oenreter der Ehemie, bcrai einer. Emil Fischer, sein durch seines Ziicker-ilrid Ei weiß forsch ngen berühmter Nachfolger cm der Berliner lttiiversität ist, und deren anderer, Heinrich Cany lange Jahve eines der größten Werke der chmischir Großindustrie, die Badisch .lnilm- inü> Sodcrfabrik, geleitet hat. Der .B^treter 'der reineii Wissenschft scheibt am Schluß stirwr, zusammeti mit Jakob Bolhard. dem Frernid und Schüler Liebiits und A. W. v. .HvfmannS, heransgegebenen Lebensbeschreibung: „So ist die Behauptung berechtigt, daß von den Fachge* swssen, die ihre Laufbahn bereits vollendet, außer Kckulv. iiiemand m der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eineii gleich grvßest Einfluß auf den Fortschritt der organischen Chemie ausgeübt hat" Er schießt damit, daß A. W. v. HofmannS Tätigkeit das Urteil der Zeitgenossen v'chtfertigt, die gewöhnt sind, ihn nach f^nrr ganzen Persörilichkeit den ferroen der deutschen Chemie. Liebia Wöhler und- Bunsen. anzuvei^n." Und der Mann aus der chemischen Großindustrie sagt am Schlüsse seines Vortrages über die Entwicklmrg der Teersarbenindustrie. den er im Fahre 1891 m der Tnttsch-n, chemischen GoffNscha« aetzaltm hal: „Sot unffrro «aftf Mt bcrjömnn bcr beut,chm chcnnschen Industrie mit seinen ragenden Aesten und Zwetgeti. W,te naturgemäß hat sich doch sein kräftiges WackMum vollzogen! Boden und Nahrung faiw er m der Wissenschaft. - Und so oft Sie sich dieses BaumÄ erinn^i, ^ er r-’ ■ Ä < ntC ] . ,l5 tMuunro erinnern, ver- aeftfii eiernd« bes treuen Partners, der Ntrskieä Zweiäes qewartet Kat, sert ^rZnvrg noch ein Reis war — säst ern halbes Tkahr- hnnberi^Terchn, Lie sb^ m Lrebe unb ÄmT« Ä August 88,ilhelm von feofmann!" Werben. Bei der (RnfMtung der A»ttdftarmLr^8 irorfc Mcksicht «uf die Zivilbevölkerung genommen werben. Es dürfen nicht so viel Aerzte eingestellt werden. Die Beurl-cruL ungen vorn Militär müssen rechtzeitig ^erfolgen. Wir stimmen der Resolution zu, daß dieiemgerl, deren L-tvase zehn Jahre zurückliegt, freibleiben sollen und b'tei'CUiQt'ii, bie höchstens zu 6 ^muiteii bestraft sind, und das; »«resmnälnge die seit längvver Zeit ein geregeltes, ehrnHaftes ^eben gejührt haben, nach Befund sofort oder nach angemessener mnU zum Dienst im Heere oder in der Marine einzustellen find. Zunl Arbeitsdienst sollen nur die wirklich Unverbesserlichen heran- gez^en iverden. Die Militärurlauder. meist alle Landsturmleute, ^^>>bn recht' eilig in die Heimat geschickt werden. Abg. Behrens (D. F.): Biele Feldfriedhöfe sind nicht würdig genug angelegt worden. Kriegsminister v. Stein: Die ans Rußland zurüükehrendeu Däegsgesangenen sind natürlich wieder an der Front zu ver- wenden. Mit Rul, laich haben wir Frieden und keine weitere Verrichtung. Anders ist es mit England und Frankreich. Ueber die Abzeichmfrage wird selbst mrter den Beteiligten niemals eine Eini guna erzielt werden. . Eorf ant h (Pole): Bei den bisherigen Streiken in Obers c!>leswn ist nicht nur die Militarisierung der Betriebe ersolgr, ore Arbeiter werden sogar- durch Hunger zur Arbeit getrieben. Sre werden ausge,ogen und ausgeplündert. (Präsident Fehren- j et - • Achter, sich zu mäßigen. Ltbg. Ledebour ruft: in die Debatte. Der Herr Präsident ruft r^eoebour zur Ordnung, aus eineii abermaligen Zwischenruf nochmals Zn Polen ist alles verwüst«. Wir enthalten uns der Abstimmung über den Etat. D - Sc^eu^: Ich habe jetzt Unterredungen mit der oberschlesischen Bergarbeitergescllscl>af1 gehabt Dabei wird mehr yerMrslommeii als wenn wir hier eingehend darüber sprechen, i^oetzr gut.) !lns leitet dabei nur der deutsche Standpunkt. General v. Wrisberg: Der Anschuldigung über das Bor- geyen gegen dre Ostieezer-ung wird nachgegangen werden. In seiner vamal^en Rede hat Abg. Cohn sehr leichtfertige Ausführungen ^ ^ einem Major gesproclien, der gar nicht . _ Präsident Fehrenb a ch teill mit, daß der gesamte Etat rwch les Ut itegen t llhr abends) erledigt werden muß. Dabei seien ttoch neuii Redner gemeldet. (Unruhe.) Abg. Hüttmann (U. S.): Was soll mit den nicht kriegs- verwendimgssalngen Soldaten geschehen, die anläßlich des Streiks emg^ogen worden sind? Ein Beschiverdegericht gibt es beim MUllar m der Praxis nicht. «-rr ^ ^ ^^rg er (ätr r ): Ist die Zentvalpreisprüfungs- stelle schon crinchtej^ und ilst die Heeres- und die Mattneverwal» vmg iln beigetr^en? Der Bischofsstuhl in Wilna muß schlc-unigst w«der besetzt werden. .^^Encral v. Scheuch: Die Preisprüfungsstelle arbeitet KQDtt. Hoffentlich erfüllt sie die Erwartungen, die an sie gestellt Mg. David (Soz.): Wir lehnen das Gesetz zur Heranzich,lng ..lilltaruntauglicher ab. Man sollte den mit Zuchthaus Vorbestraften Gelegenheit geben, sich zu bewähren. Abg. H a a s (Bpt.): In England werden die deutschen Kriegs- SesMcgeircn abscheulich behandelt. Hoffentlich schreitet die eng- Ipche Regierung gegen die schuldigen Offiziere ein, sonst muß von unsM Heeresleitung das Erforderliche geschehen. ^ Ob erstlei r tn am v Fransecky: Aist England wird der nötige : ■ >Tb?n. Genügt im c Prot et g gen die Behandlung tec Kriegsgeialigenen nickst, io juirb imt aller Strenge vorge gangen ioeroen. General o. Langermann von Erlenkamp: Bei der vteuoronung des Osn-ierspensionswesens .werden die wieder verwundeten altvenswnierten Offiziere nicht vergessen werden. Ma. v^ T r a m po z y n s k i (Pole): Das Kriegsamt begünsUgt ^ nil ^ eTI Arbeitern gegenüber die LolMrückerei. General v Scheuch: Wenn gegen die Auswalst der Vertrauensmänner für die rtürsorgekommission Einspruch, erhoben wird serttnc> .ces Kriegsamtes, so ist das durchaus berechtigt. Tie Auswahl mutz sorgfältiger getroffen werden. Abg. Bernstein (Unabh. Soz.) beantragt gegen 9 Mn Vertagung. P räsident Fehrenbach macht aus die Geschäftsordnung aufmerksam. Bei nicht zu» langen Reden könne das Ziel erreicht werden, ^ute den Etat zu verabschieden. """ U«bhLnM-n marr- To h lt »JterbWjat (U. ®oj.l: Tic Em-Hnmg der genug: nickst angesichts der schweren und langen. Ä! l )f'2. öerl wäbr daü^/K.vxlenkt gemeldet wurden, so liegt darin die Ge- ?&<>»'enn auch vielleicht Herr Frlner rH'l,; auc ^ rricht.äu wenig sagte. Ich hoffe, daß - ihjavr, wenn der Krieg dann noch andauern sollte, uvgeiprochene Hofniung sich als nicht zutreffend er- Punkt —, um den Momn laufend mit der nötigen Zufuhr, im wette- sten Sinne gedacht m versorgen. In -allen Tonarten wird in der feindlicher, Presse verbreitet, der ll-Bvotkrieg wirke nicht mehr, sei mcht mehr — um „rit Llopd George zu rä>e,i — eine GefalM, sondern nur nvä) eine Belüsttgcrng. Wir sollten uns durch fold>e zuversichtlichen Reden unserer Gegner nicht irre machen lasse,i. Selbstverstiindüch muß auch das Ergebnis des U-Bootkrieges einmal germger ,verden, wenn der Seeverkehr abnintntt. An dem Endersolg aber vermag das ebenssuvenig etwas zu ändern wie der Umstarä), daß unter besonders günschien Verhältnissen vorüber- gehNid einmal ein stärkerer Verlust an ll-Boottn als der normale eintritt. Fester Siegesniilte, der unsere .Heere im Westen von Sieg zu Sieg gefüllt hat, ist auch in der Mattne lehendig und ,oirt> auch, den ll-Boot-Urieg das ihnr gesteckte Ziel erreichen lassen. (Lebhafter Beifall.) Der Haushalt der Marine wird im übrigen bewilligt. Ohne Aussprache werden Einzeletctts bewilligt, so der Kolvnial- etctt rmd der Etat der Reichseisenbahnen und des Reichsschatzamts. Beim Etat des allgemeinen Pensionschuds tritt Abg. W e r n e r - Hersseld (D. Frakt.) für die Altpensionare ein. General Frhr. v. L a n g e r m a n n: Die Altpensimräre werden mit Teuenmgszulagen bedacht. Lange Gesuche brauchen sie nicht einzureichen, es ist Tnrc ein Schema ausznsüllen. Beim Postetat l>eschwert sich Ahg. Emmel (Soz.) darülEr, daß für Mühlhausen nur der private Paketverkehr eingestelll sei. Irgend einen Zweck habe die Maßnahme nicht. Sie werde als Schikane empsuudcm. Staatssekretär Rüdlin: Die Maßnahme trifft ganz Oberelsaß: sie ist eine militärische Anordnung. Die Sache wird geprüft ,verden. Bis auf den Etat der Reichsschuldeu und den der allgemeinen Finanz-venvaltung wird der Etat in dritter Lesung genehmigt. Nächste Sitzung Samstag 1 Uhr: Kleine Vorlagen, Kaligesetz, Ernährmrgsfragen, Kohlenversorgung m,d Reicl-sbekleidmrg. -Schluß 10 Uhr. Sletzener hochschrilgcseHschaft. Herr Pttvatdotzent Dr. G. Briefs hielt am 4. Juli den 5. Vorttag in der Vortragsreihe über Ansla,rdsknnde. Er sprach vor einer zahlreichen Zus-öwrschast über „Die soziale Be wegung im modernen England". Der ökonomische Liberalismus und seine Praxis, der Kapi- taliÄnus, zerstörten im bcginneicden 19. Jahrhundett in England den alten sozialen und wirtscl-aftlichen Auf bau des Königreichs. Wirtschastsformne, Berufsstände und Berufsidee zersetzen sich: ^ bntsteht eine BolkswirtsclM, beruhend aus dem freien Spiel der Kräfte und pttvaten Interessen, ohne Beengung durch den Staat. Die Lage der bunt ilse dazu boten die Aufrüttelung des sozialen Gewissens Englarrds durch die ethischen Sozialresormer, der wachsende englische Nttchtum und die verstärkte politische Macht der ArbettersclM.fr infolge der Wahlrechtserweiterungen. Die ursprünglich unpolittschen Gewerkschaften politisieren sich, -lösen ihre Politik mehr und mehr vom alten Liberalismus, stellen eigne Arbeiterkandidaten aus, bilden nach und nach eine ttgne politische Patter mit op!wrttmistischer Klassenvolttik. Die Zahl der Abgeordneten dieser Richtung ist kein Maßstab für ihre politische Bedeutung: dadurch, daß der Liberalismus ihrer zur Mehrheits-- bttdung bedarf, muß er in das Fahrwasser der Arbttterpattei nnlenken — so entstand der moderne Sozialliberalis,nus in Englarch, verkörpert in Lloyd Geor-ge, mit seiner Fülle an sozial- polittschen Gesetzen, mtt seiner starken Hmeinrückung des Staates in Wirtschaft und Gesellschaft. Der stark verblaßte Gegensatz Konservatto-Lrberal hat an alldem wieder neue Schärfen ge- wonnen:^ merkwürdigerwttse ist der Konservativismus heute der Hüter des a1t«i liberalen Programms (abgesehen vom Freihandel!), Sozialgesetzgebung und jtarrite Regelung von Wirtschaft und Gesellsä-aft durch den Staat im Interesse des sozialen Friedens vertreten. Für den Sozial- liberalismus lntt der sittliche Wert obgestegt über den WirAÜMfts- 'Zkrt, ^der Menichemoert über den „Gc-ldwert" in jeher Form Zum Teil liegt hier ein Verdienst der dentscl-en Sozialphilosopbie Kcrnts und Ficht es, deren Einfluß auf mamiigfachen Wegen drüben stark Würbe; zum Teil maniftttiert sich dattn auch die starke ^rbildwirstrng des „deutschen Systems" und des deutschen Staa- r* mneren „Nenorreittierung" steht das Ä sähe, elafttsche England unserer Tuge; ,vie in'Rußland der Mpoluttsmus des Zaren dr,rch die deutscl^en Waffen zusammenbrach, so brach das alte England edmsalls durch die deutschen Waffen zusammen — aber mit dem Erfolg, daß ein neues starkes England ohne Ghao^ l-erauNtteg, ttn England, das den Friedim nau) innen, b;c Macht nach au Yen will, leider durch das Mittel des mackügewlltigeu Staates. .Herren, tti Amcrittmc! im nächsten die von rh, weisen wstl werde:: t Ä Krieg , Knft, ;.; -inw-achs rc fügung i.vverwollen Ladumgen , Mohstoffen und Lebensmtttern ver !!>» r Win aimul^rnd gleicher Schift's- Mttt. alw cm dauernder Rückgang des zur Ber- ß -! l dauernden Rückgang steht f gegenüber Wir alle unssen, >B'tt.dre vochaudeue Tonnage nicht mehr unserer Feinde in ausreickwubem ' " ?'benr.. amenkMuschen Soldaten aber, i-cu Bcwen betntt. wächst der Bedarf an Schiffsraum 2?M* Sto-r »S?ld Cfltt®, Gießen, den 6. Juli 1918. " Amtliche Persona (Nachrichten. Tcr Großherzog 3«?!* *>- verliehen: Dem Obcrbahnnni teilten in der |vift|dKl'Tajtjifrf>cn Enenblihngcmnnichaft Karl Lichtenecker M Auiii^ Anlah semer m» l. Juli d. I. vollendeten fünfzigjäh^- 0™ •Atroiwit die Krone zum Silbernen Koeuz des Be-Sienld- ordens Phrlrpps des Sroßmüttgen, dem Lobo:nvtiviührrr «rick-arl Gruber M Dorms »ch dem ZugMrer G.'org Jochi.n zu Friedberg. [*nCt «t der vAMch-ibreubtsche-l Elwibahugemeiuschtift. aus Anlatz ch«r am 1. Jul, i>. I. «Een Bersetzrmk, in den Rr,bestand ixrs Salberne Kren» des lchrtnensdotchens Philipps des Äro» mütrqen, dem Maschinenmisseher Peter Schulmeicr zn Main» SS 0 ' 1 *« ,««J>-6oin&iiro und bat Bahn- PKIwv Grüncivchd zu «emvren nnd Johann .tzämer z», KE-Gerau. samtltch m on Hessisch-Preußischen Eisenbahn!- gcninnschaft. aus AM«, rarer am l Juli i>. I erfolatst Ber- Ä® Am Ruhestand das Mgcmciire Ehrenzeichen mit der Inschrift ..Für treue Dlerche". — Das Ehrenzeichen für Mit- a.nLer freinnlltgcr »euerm-ltren trmrdr dur-cll !ien Großb-r»-« »'■»" ***. Heinrich LK ^?rg Teimel. Jvhmwes bechert, Friedrich Kars Große Amon Heu manu, Jvhannes Baptist Klo mann. Joses Mich-P Äi'hestn Aa^b Si,non sämtlich zu Mainz, und Httnttch Marquardt L,.^Eburg. - Bestattgi wurhe mn 26. Juni der von dem Herrn Grasen zu Ett^FrwsMtau auf die dritte Lehrerstelle L K schule zu Beerfelden UN Kreise Erbach, präsentiert^ stZtter Wilhelm Jeck von Wurzburg für diese Stelle - Am Ä- 3- wurden der Lokomotivführer Michael Gruber zu ^'^rms und der Zugführer Georg Hochim m Friedberg beide in ^r^sst,ch-P^ß,scheu Eisenbahii^nnschaft, auf ihr Nachsuchen vom^l. Juli d. I. au m den Ruhestand versetzt. — Am 6 Juni } mvbe ^ Lokomotivführer in der HttsischPreunis.^r EtteiiLahngememschast Jakob Schnuck zu Fwauffurl a M uxwen ge,chwach1er GesinEii vom 1. Oktober 1916 an in den Rube- itand verletzt. ' ** B'H"chnung. Sergeant Iiobert Loos wurde wtt dem Verdienstkreuz sur Krregshtlfe ausgezeichnet, nach- hatte kurzem das he,fische KriegSehcenzeichen erhalten ** K äse- Verteilung. Von Montag den 8., bis Donnerstag den 11. Juli etnschlicßltch gelangt in 10 Geschäft, ten Käse zut Vertrrlung. Näheres siche Anzeigenteil ) r, « b e v o n K u n ft ho n i fl . ' Vom 8. bis « ! 918 «fohlt in den Klemhandelsgeschäften der Laadk Gießen die Ausgabe von Kunsthonig gegen Vorlaae des Bc,lellauswct,es zur Lebensmittetkarte und Ablieferung Kunsthonig. Siehe Anzeige. ** 2 - M ark - S t ü cke. Auf die Bekanntmachung im Anzeigenteil wird besonders verwiesen. ** Lehrgang für junge M äd chen. Me uns von dem Mg. d. Frauen verein mitgeteilt wird, soll demnächst hier ein dreimonatiger Lehrgang eingerichlet w'rden, in dem junge Alädchn >ich zu Laborantinnen oder Hilisarbcitettunen für la t rio.ogisch- und hygieittsche Institute ausbilden können. Es handelt sich um eine ttngehende llmerweisung durch einen enahrenen Fach.uann Vorausgesetzt wird der abgesclilossene Besuch einer 1()Massigen Döh. Töchterschule und gute Allgemeinbttdung. Da die Tätigkeit sich für gebildete Fruum gut eignet, und auch die Verwendungsauslichten günstig sind, ist eine zahlreiche Betestigung zu erwatten und baldige Anmeldung erwünscht. Siehe Anzeige. ** Anmeldung zur Land sturm rolle. Auf die Bekanntmachung im Anzeigenteil sei besonders hingewiesen. ** Lieferung von Waren auf militärische K l e i d e r k a r te n. Durch Bekanntmachung der Reichs-Be- ^!^!?Os)belle vom 9. März l. I. ist besiimnit worden, daß Militärpersonen nur noch durch die nnlilärischen Betlei- dungsämter mit den erforderlick>en Web-, Wirk-, Strick- und Schuhwaren auf Grund besonderer 5lckeiderkarten versorgt werden sollen. Näheres im Anzeigenteil. ** Ludendo rff -Spende. Die Mitglieder des All- gem. Staatseisenbahrr-Vereins Gießen stifteten für die Ludendorfs-Spende den Betrag von 1055.83 Mk. Der Verkehr mit Obst nicht freigegeben. Es ^st ldas Gerücht vettbrertet, daß das Frühobst für den Verkehr srestgegebeu sei. Davon ist keine Rede. Nach Bestimmung der Landes obststelle ist nach wie vor oer unmittelbare Bezug von Obst durch den Selbstverbraucher beim Erzeuger verboten. Trotzdem hat die Sihleickwersor- gung in einem Maße um fid’^egrtffen;, daß die kontrollierenden Organe vollkommen machtlos sind. Die Oefsent- lichkcit wfrd es sül> zuzuschrriben haben, wenn die de wirtschaftende Behörde aus der vollkornmen urwernüns-- tigen Art, mit der die Selbstversorgung betrieben lvurde, für die spätere Ernte die nötigen Folgen zieht. Es soll aber hier nochmals darauf hingÄviesen rverden, daß Erzeuger und Käufer, die wegen der Schleichhandelsversorgung Obst womöglich unter Ueüerschreitung der.HöchschrüF verkaufen oder erwerben, strenge .Strafen zu gewärtigen haben, und daß gegenüber solchem die Allgemeinheit so empfindlich schädigenden Verhalten rücksichtslos durchge- grstssen wird. ** Oberhessischer Kun stverein. Tie Ausstellung im ,rt m fN r* tl i rf\ .. X t ; ■ ic 1/ui x-/riyviuuiüe „«Jl|Ujerooiy UilO „o-iounru- Hasen" ausgeitellt, die beide eine feine impressionistische A-lsiassung verraten. Ist im „Fisckierdorf" noch eine gewisse Ruhe, sowohl in ber Fläch wie in der Stimmung vorhanden, so ist im ,.Jnduj.rie- hafen" alles beloegt. flvckig: eine Ettnnerung an Kalllnorgrn.1 E. v. Gebhardt zeigt in der „Sttkdie zum Bilde Musi-sterenVi Engel" bereits die tiefe Verinnerlichung, das schtt charaktett- sierende Moment, das seine Gestalten auszttchnü. A. Schlüter (Düsseldorf) ist mit einem sein abgestimnnen, sarbensatren Aquarell „.Httbelandschrft" ,E. Heinrich (Düsseldorf) mit zwei „Abend- stimmungen" voll intimen Reizes vertreten. Pochmann (Düb'ch dvrf) schlägt mit seinem Bild „Auf der SMbe" die Bahnen des jungen Zügel ein. Zur Impression feinster Art hat H. Hermann (Düsseldorf) sttn „Motiv aus Spanien" gestaltet. Hart ragen die reiferartigen Bäume in die Landschaft, sie gkei:::sain zerschneidend. Und doch fällt nichts auseinander, da die ©tim-aung ettiheitlich und die Lokalsärbung so kompakt ist, daß das Ganze geschlossen wirkt. Aeußerst wirkungsvoll erschmt das im warmen, lichen Rembrcmdt-Ton gehaltene holländisch Interieur „Best. ch von W. Schreuer (Düsseldorf). Tie Sammlung der Pustelle von Olga Hasselmann-Kurtz (Wieslxtt-en) ist durch einen misdrucksvollen Hundekopf „Bobli" und den farbenfrolien g-obelinartchen „Sommertag" erweitert M Radierer Zeichner von kraftvoller Eigenart zttgt sich Dverbecker (Marburg) in zahlreichen Blättern. Fällt in den Landschaften das feine RänmgeMl ans. so hat man l>tt bat ^5orttät^töpsen den Eindruck tiefer, durcbmststigter A.bttle-l R Baß (Gießen), der die Radierungen „Schloß Lich" und „Motto aus Gießen", sowie die Zeichnung „Schloß Maröuvg" ausg«>eLl hat, verfügt über vielversprechende Anlagen und erzielt persxek- livisch schöne Wirkung. In der Gießen er Kn n stsa mm lug i Nerun Sl-'ß gelangten im Ritgenzinimer Aquarelle von dm Wiartburg me^che bei der Diederl-ettt ^ r., en-ß ^ ^ - io- aus dem Lpütt.nger Wald zur Aufstellung. I.:: -in e tttt mstrett wurden Radierungen von Müller-Sch e.:tt'.d, HossmMM. Fallerslelien, Hausmann, Wilttm, Elze, Damtter, so'.oie ättchiun- R- Koch (Motive von Büdingen, Nidda, Orte:r erg und Wimp'eni neu ausgestellt. Auch wurde ert Oelgemälde „Weiße Rv»en vm, Anna B yer-Darmstadt de- Au steilurg neu einecrleibt. , . . ' ^tadtthe ater. In Tcgter Stunde fei nochmals auf die heutige interessante Aufführung von „G r der Wunderbare" mit allere st n K:ä.' tu bc;> Frauksur e Sc auipiel- yaujes besetzt, hiugewicseu. Ger'LÄ-tsiLrLrl. Fc. Wiesbaden, 5. Juli. „Sind Sie der Arbeiter Joseph Kellmeyer aus St. Jngbett?" „Nein. Ich heiße Gottlob Snr? ctg lcher Ne ^Morgenstern genannt der Stern vom Morgen, ligion?" — Mcs." — „Wann geboren?" — „Bin nicht g 6o . rci ?ft ~ [inb Sk?" — „Ich bin der Fri-dcnsbtt.'.ße' mir ist aber meine Mach gestohlen ivorden." — fstft solchem r . loorlni versuchte ber 3.1 jährige Arbeiter .Ällmeve» lieute vsr bi Strafkammer den Verrückten zu spielen. Das Gerücht ging abc daraui aosolut nicht ern nnd nahm ihn kurzer Hand Tiek ftaI)B eines Anzuges in ber Logierherberge in Höchst a. M. in ein Gclau gnlsltrale von ne un Mon a ttm. K püsupf eli?Ä der !»;dnv»neii‘Apotheke in Frankfurt, Kain wird amlich serue verordnet bei Krämpfen '«« p . .. E r «I» Mk. 5.—, zu höben durch die i; v v. M« t c§ in FrMklirt, t.» » U«. ^ b>t. ..H"e.mo^lob,84ttn ^ttenbrorv n.O^/o tt->zian l i: terst. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber, guter Mann, unser lieber Bater, Schwiegervater, Großvater und Bruder Jakob Bern iv. im Alter von 74 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen- Sopljfe Dern nebst allen Angehörigen. 'Watzenborn, den 6. Juli 1918. Beerdigung findet Montag nachm. 3 Uhr vom Sterbehause aus statt. W Tieferschüttert erhielten wir die sehr traurige Nachricht, daß mein herzensguter Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe M*«h UoffOE, banger UBgewißboil «fcioftjyä wir die traurig« Nachricht daß mein innigstgeliebter Mann, der trcusorgend© Vater seines Kindes, unser lieber,unvergeßlicher*weiter Sohn undßruder Rudolf Doepfer ’^jgj am 28, April den Heldentod fürs Vaterland gestorben Ist In tiefem Schmer*: Frau Berta Doepfer und Böhnchen Familie Stadtreehner Doepfer. GKefiea CLaradmarmatraÄo D, den 5 l JuK 1018. Ton Boi! ekK besuchen bittet msa abettsehen. 5060 Sanitätssoldat Ernst Schnecko nach fast 4jähriger, treuester Pflichterfüllung im Alter von 36 Jahren durch Fliegerbombe am 12. Juni den Heldentod für sein Vaterland gestorben ist ln tiefstem Schmerz: Frau Luise Schnecko geb. Rose und Kind. Gießen (Woikengasse 7), Gladenbach, Cassel, Berlin, Zierenberg, 6. Juli 1918. Vom Beileidsbesuchen bittet man abseben zu wollen. osm Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann, unser lieber, guter Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Witwitersehen war seine und unsere Hoffnung. Wilhelm Lenz Fahrer in der 21. Train-Ersatz-Abteilung am l.Juni in einem Feldlazarett an Darmverschlingung verstorben ist. ln unermeßlichem Schmerz: Frau Wilhelmine Lenz geb. Germer Wilhelmine Lenz Wilhelm Lenz. i. a Ach, wir können Dich ja nie vergessen Denn nur wir wissen, was wir an Dir besessen. Auf Wiedersehn! schriebst Du in jedem Brief nach Ilaoa. Nun bst es Dir nicht mehr besehteden, Du ruhst nach heißen Kampf«» aus. Du mußtest fort von all den Deinen, Dein Weib und Kind waren Dir das grdAte Glück. Sie können nur noch um Dich wetnen, Weil Du ja kehrst nie mehr surflek. Zu schnell war es um Dich geschehe, Doch ruhe sanft anf Wiedersehn. Klein-Linden, den 5. Juli 1918. 03175 Danksagung. Für die uns anläßlich des Heimganges unseres Heben Entschlafenen in so reichem Maße erwiesene Teilnahme sprechen wir auf diesem Wege unsem herzlichen Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Sophie Schäfer Ww. Gießen (Bergwerk), den 6. Juli 1918. 5087 Versteigerung von ca. 70 BvMäMmern, einer Anzahl Schafe und Mutterlämmer (CotSwoldS-Kreuzung) au- den oberhesfischen Stammschäfereien Götzen, Bobenhausen II und der Fürstlichen Gutsverwaltung Lich Donnerstag den 18. Juli, vormittags M Uhr. in Lich. Archerheffische Steigerer müssen von ihrer Ortspolizeibehö daß die Tiere, die sie ersteigern wollen, zu Zucht- Bescheinigung beibringen zwecke» diene« sollen. Gießen (Friedrichstraße 6 p.), de« 1V. Juni 1918. Laudwirtschast-kammer-Au-schuk für Oberheffen: ' Breidenbach. 3rbe eine 5048D vSSSn mria Laser i» n, InchuscHm flmeUlMn. Ö. Lang, Küfermetsteh •töditS, am Bahnhof. Lang Brennholz. kurzgefchnitten und gehauen, liefert jede Menge Bdilivv Jakobi, Auf der Bach i Hinter der Stadrttrche. 9X99 Zöpfe! | Drektr, HaaMJhr- kittan, Toayata, Scholl»! ttni Pcrflekeo werden billig nngefertigt ZSpXs werden gefärbt >ezlali Spezialität in grauen und weißen Haaren. Damenkopfwaschen mit Frisnr. Tichy, Seltersweg 43 geke der Goethestraße. v-erkattcher [4858 Snrtfdtt äopdf roieder eingetroffen bei Job. Seidel, Ludwtgövlalz. Radfahrer enbU ‘ 6 ^ erreicht! Die beste und billigste »>eder- bereifung ist mein Militärreife«, bestehend aus einzelnen Federn. Keine Er- schlitterung u. Beschädigung der Räder mehr. Breis per Garn. Mk. 35,—. Ebenfalls Kaufmann Übernimmt Buchführung stundenweise. Angeb. unter 02861 an den Gieß. Anz. erbeten. imnmmrnmünraiiiniiimHiüHiMßMi Sniralsederretfen Perfekt Breis per Paar Mk. 15,—, Verpack«. Mk.geg-Nachn. Mitteid. Federt« & a./ 8 . Schltehfach 22. [4822 lgn|tIfiSl«!|t« jeder Art werden über nommen Neueuweg 80. Empfehle mich außer dem Haufe Schneidern». G. Grein, Schöne Aussicht. Privatunterricht und Nachhilfe ln Griechisch, Lateinisch,Deutsch nnd Geschichte für alle Klass.. Eng- lisch nnd Französisch für Unter- u. Mittelstufe. Priy. Vorher, f. alle Schulklassen «.-Examina, speziell f.Matn- rum u. Ergänzungsprüf. [ Dr.Roese°>Ä!5 L , Goethes tr. 34. ln von Antlouttäten, ganzen Einrichtungen, Alt Möbeln, eisen, sowie allen von mir geführten Artikeln. 4955 Louis Rothenberger. PWfcttLA uud ua*jrwartet erhielten wir eße traurige Nachricht, daß mein Heber, guter und braver Mann, der stets treubesorgte Vater seine« geliebten Kindes, unser lieber, guter Sohn, Bruder, Sehw.oger und Onkel Gefreiter Wilhelm Becker ßw«rv«*In Tt aterle-Begiment Nr. *34, 6. Kompagnie, II. BttallUi, Inkaber des Ehernen Hreose« II. Klasse nach fast 4 jähriger, treuer Pflichterfüllung im Alter von 33 Jahren am 30. Mal infolge eines Kopfschusses durch eine Maschinengewohrkngel anf dem Felde der Ehre gefallen Ist. In tiefem Schmerz: Frau fUroliee Becker geb. Steiimfiller nebst Kind Familie Christian Becker Familie Ludwig Steinmüller Familie Karl Schmidt III. Familie Robert Becker Familie Wilhelm Schmidt Lina Becker u. Bräutigam, z. Z. i. Felde Emma Becker Margarete Steinmfiller Wilhelm Steinmaller z. Z. im Felde nebst allen Angehörigen. Krofdorf, den A Juli 191Ä. Danksagung. Dalli-GUIIistoff BAnla L Kohle 38S5hv Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme verrvffenei bei dem mich so schwer betroffenen Verluste meines lleben unveräeLltchen Mannes sage ich auf diesem Wege allen meinen innigen Dank. sara «ad mit jedem Glühstoft- und Kohle neigen ist in der altbewährten Friedenaqualit&t in allen besseren Eisenwsiren- und Drogengeschäften wieder na haben. toff-Gei Deutsche GlUhstoff-tiesellsohaft Dresden. Im Namen aller Angehörigen: Jda Schnbecker. Giehen iSchistenberger Weg 60) den 4. Iutt 1918. 03172 LANDWIRTSCHAFTLICHE MASCHINEN - LOKOMOBILEN MOTOREN usw. REPARIERT UMinttLenWrFrMMmil Ortsgruppe Gietzen LehrgangfürgebrlöetMäöchett zur Ausbildung als Laboranttnnen oderhilfrarbeiterinnensürbatterio- logische und hygienische Institute. BkZiiur I.Lkisßn. A««elh,g «SzW MS l.Sf|L Nähere Auskunft erteilt die Auskunftsstelle für Frauenberufe des „Allgem. Deutsch. Frauenvereins' Dienstags und Freitags abend« von 7—8 Uhr im alten Rathaus. Marktplatz 14. Getreidemäher, Grasmäher, Vorderwagen, Deichselträger, Pferderechen, Sack’sche Wendepflüge, Universalpflüge, Zweischarpüüge, Eggea. Sacb’sehc Sämaschinen mit Muaster Entleerung. KartoffelerniemascMnen, Futtersdmeldmascälnen sowie alte anderen Geräte für di© Landwirtschaft vorrätig und sofort lieferbar. 5068 , M. Bosenthal IAobigatraßo 13. Fernsprecher 77. Bros«. Ersatzteillager. — Reparat.-W®rkstätt*. HEINR. SCHÖN &Co. GIESSEN Erntemaschinen Reparaturen Ersatzteile A. J. Tröster«, Butzbach Einkochapparate und Gläser «Gummiringe inoxid. 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Number 1844 zu Konstantinopet geboren, hat also ein Alter voir 74 Jahren erreicht. Sultan Mohammed galt als eine schlichte, anspruchslose Natur, «sein etwas selbes und vorsichtig zurückhaltendes Wesen entsprach der jahrelangen Mgeschlossenheit, in der unter der Regierung Abdul Hamids die Prinzen des kaiserlichen Hauses wie ängstlich gehütete Gesungene bewacht wurden. Erst die jungtürkische Revolution, die den Sturz Und die Absetzung seines Bruders brachte, gab mich dem zu seinem Nachfolger erwählten, bereits 64 Jahre alten Prinzen die Freiheit. Mohammed Reschad Esfendr. wie er, damals hieß, also einfach: Herr Reschad, besaß nicht einmal den Titel eines Paschas, als ans ihn die Wahl fiel. Cr ivar allerdings als ältester Prinz des Hauses der legitime Thronfolger, doch dass auch die Jungtürken seine Kandidatur unterstützten, hatte wohl hauptsächlich seinen Grund darin, daß Mohammed Reschad als ein ruhiger, politisch nicht sehr interessierter, im übrigen aber freiheitlichen Gedanken durchaus zugänglicher Mann galt. Sultan Mohammed, der diesen entscheidenden Kampf irm den Bestand des von seinen Vätern gegründeten Reichs geführt hat, war eigentlich durchaus keine kriegerische Natur. In Uniform hat man ihn imx äußerst selten gesehen. Fast stets trug er den einfachen sä Warzen Rock. Der Beiname „der Gütige", den man ihm gleich zu Beginn seiner Regierungszeit beilegte, entsprach seinem schlichten Wesen besser als,der volltönende Titel des Siegreichen ,,el Ghazi". den er auf Bitten des MinisVerrates im April 191b annahm. Iw Februar 1916 ist der Sultan, der damals erst sechs Jahre Soldat war, auch Feldmarschall des deutschen Heeres geworden. Der neue Sultan. Kon ftantinopel, 5. Juli. (WTB.) Meldung unseres Sonderberichterstatters. Mit großer Feierlichkeit fand am 4. Juli vormittags die Piat genannte P r o k l a m i e r u n g des Sultans Mebmed Vl. im Palast Top Kapu statt. Üm 10.50 Uhr trat der Sultan in den Throeisral ein, worin der Thronfolger Abdul Medsänd Effendi, die kaiserlichen Prinzen, der Großwefir, die Minister, das Parlament und der Khedive ix'rsammeft waren. Nachdem der Sultan einen Mgenblick Mif dem Sessel neben dem Throne Platz genommen hatte, begann die Zeremonie, wobei die Anwesenden das Satschk, das die Hand des Padischahs darstellt, küssen. Hieraus nahm der Sultan auf dem Throne Platz. Abgeordnete aus dem Nordkankafus und Aferbeidschjan wohnten der Feier bei. Auf das Biat folgte die Beisetzung der Leiche Meh- m eds V., die zu den Waschungen nach dem Palast Top Kapu gebracht wurde. Der Sultan solche dem mit reichen bunten Decken behängten Sar<^ bis an das Tor des Palastes. Dann begab er sich auf seiner Jacht nach Zjnb, wohin die Leiche ans einem Motorboot geschafft wurde. Dort fand die Beisetzung in dem von Meh- med V. errichteten Grabmal statt. An- utt& C cntb. Gießen, den 6. Juli 1918. 41/4 bis 41/2 Prozent Zinsen. Die Kriegsfinanzierung des Reiches erfordert es, daß alle flüssigen Gelher dem Reiche zugesührt werden. Das Reich gibt daher Reich§schatzanweisungen in Stücken zu 5OO, 1OOO, 10 000, 10O000 und 1 Million Mark aus und vergütet dafür an täglichen Zinsen 4 1 /* Prozent. D ie Zinsen werden sofort beim Einzahlen des Kapitals für die Zeit der Anlage im voraus entrichtet. — Die Reichsbankstelle in Gießen ist bereit, den Ankauf solcher Schatzanweisungen kostenlos zu vermitteln und die beschafften auf Wunsch kostenlos aufzubewahren. Ebenso wird die Einziehung der Reichsschatzanweisungen bei Fälligkeit von der hiesigen Reichsbankstelle kostenlos besorgt. — Wer also zurzeit irgendwie über freie Gelder im Betrage von mindestens 5O0 Mark verfügt, kann sie auf diesem Wege ohne Risiko und ohne irgendwelche Spesen oder Unkosten täglich durch die Reichsbankstelle in Gießen zu 47* Prozent, bei weniger als 30tägigec Laufzeit zu 4 Prozent Zinsen an- legen. Wird die Rückzahlung des Geldes vor Fälligkeit der Schatzanweisungen gewünscht, so kann dies jederzeit geschehen. Die Reichsbank übernimmt in diesem Fall die Schatzanweisungen selbst, sie kürzt alsdann Zinsen bis zum Fälligkeitstage, und Awcrr zum jeweiligen Banksatz, gegenwärtig 5 Prozent. Sonstige Kosten erwachsen durch die vorzeitige Einlösung nicht. Diese überaus günstiges nur aus der Kriegszeit heraus gegebene Gele ge n heit zu einer Kapitalsanlage, die hochverzinslich ist und dabeidoch täglichflüssiggemachtwerde n kann, ist bereits von weitesten Kreisen wahrgenommen worden und findet täglich mehr und mehr-Anklang. Falls jemand sich verpflichtet, die Gelder für die nächste Kriegsanleihe zu verwenden, so werden 472 Prozent Zinsen vorweg vergütet. Die Einzahlung der Gelder auf die Kriegsanleihe erfolgt zur ge- gebeiren Zeit kostenlos. Zur näheren Auskunft ist die Reichsbankstelle Gießen in den Vormittags-Dienststunden von 9 bis 1 Uhr gern bereit. 5059V. Babenhausen 11. u. Lich (Fürstlich Lich'sche Giitsverwaltung) gezüchtet fiitb und dem gestellten Zuchtziel entsprechen, versteigert. Dir zur Versteigerung gelangenden Böcke sind von einer Kommission von Fachmäimern ausgesucht. Oberesfischen Gemeinde-, Gesell- schafts- und PrivatsclKfereien, die Schasböcke ettteigern, werden aus Antrag Zuschüsse durch den Landwirtschaftskaiiuner-Ausschuß bewilligt. Tie diesjährige Versteigerung findet in der Fürstlichen Feldscheune in Lich — Gießener Straße — statt. Zur Versteigerung gelangen ca. 70 Lammböcke, ferner ein Anzahl Schafe und Mutter- lämmer. Näheres siehe Anzeige. Landkreis Gießen. ** Allendorf a. Lda., 6. Juli. Der Hilfsschaffner Heinrich Ablieferung getragener Manneroberkle?bung! Mühlstrahe 3 täglich, anher Somstcgs, 8 l / a —12 und 2—4 Uhr. Schluß: Dienstag den 16 . bs. M§. ** Freibank. Montag den 8. Juli 1918 von 2—4 Uhr von Nr. 501—580. ** Anlage musik findet Sonntag den 7. Juli, vormittags 11 Uhr, in der Nord-Anlage (bei günstiger Witterung) mit folgender Spiel-Folge statt. Jubel-Ouvertüre von ^Chr. Bach. Der Wanderer, Lied, von Frz. Schubert. Potpourri a. d. Oper: Czacrr und Zimmermann, von A. Lortzing. < „L-chmeichelkätzchen", Salonstück, von R. Eilenberg. Treue um Treue, Marsch, von Blankenburg. . ** Schwarz-Weiß-Licht spiele, Seltersweg 81. Bon heute ab bis einschließlich Vdontag tritt Erich Kaiser-Titz mit feiltet Partnerin Kitte Hank in dem Filmwerk „Die Stricknadeln" auf. Außerdem erfreut Paul Heidemann in einem Lustspiel die Besucher. Siehe Anzeige. ** V erstei ger ung von Schafböcken. ..Wie bekannt, hat der Landwirt schaftskammer-2tus schuß für die Provinz Ober- hesseii im Verein mit pem Oberhessischen Schaft üchterve rein sich bie Aufgabe gestellt, dos Vogels bevger Landschaf planmäßig mit Bocken der Eotswoldsrasse zu kreuzen und auf dem Wege der AielWvattonsireuzmlg ein wmhsigeS Schaf von leichter Ernahr- barrnt, beTriÄngeildem Wollertvag und guter Anpassung an die besie.-enden Halttmgsverhältnisse in Oberhessm heimisch zu machen. Leit Jahren werden Böcke, die in den Stamm schiiseceien Götzen, M a is wurde mit dem Verdienstkreuz für Kriegshilfe ausgezeichnet, u. Heuchelheim, 5. Jüli. Zur Ludelidorsf-Spende sammelten .die Beamten und Arbeiter der Firma Rinn & Cloos unter sich die schöne Summe von 1220 Mark. Der Inhaber der Firma. Herr Ludwig Rinn, überwies für den gleichen Zweck 20 000 Mark. ** Lich, 5. Juli. Die Sammlung für die Ludendorsf-Spende ergab in hiesiger Stadt den Misehnlichpn Betrag von 2993,40 Mark. Kreis Alsfkld. e. Kirtorf, 4. Juli. In Bech.'heim lRheinhefsen) starb die Frau Sanitätsrat Dr. Jost Witwe im Alter von 76 Jah^n, deren Mann in unserer Gemeinde lange Jahre als praktischer Arzt segensreich tätig gewesen ist. Kreis Schotten. e. Schotten. 4. Juli.» Das hiesige Kreisamt stellt zur Zeit Erhebungen an über die Zahl der in den einzelnen Gemeinden' durch die. hessische Organisation untergebrachen hilfsbedürftigen: Stad'.linder, damit den Pflegeeltern, einerlei ob Selbstversorger oder Nicktselbseversorger, die bei Unterbringung der Kinder zugesagten Lebensmittel für die Zeit ihres Aufenthaltes zugewicstm tverden können. Hessen-Nassau. 1l Biedenkopf, 5. Juli. In der Hosvitalkirche fand am Mittwoch unter dem Vors'ne des Herrn Dekans Christian d:e diesjährige Kreissynode statt. Nach Erstattung des Berichts über die kirchlichen und sittlichen Zustände des Synodalbezirks nmrdcn als Abgeordnete für die Bezirkssvnode außer dem Vorsitzende^ Herr Bürgermeister Grünewald-Biedenkopf gewählt. .Im Lause der Verhandlungen wurde ein aus der Mitte der Versammlung gestellter Antrag aus Abschaffung des Klingelbeutels den OKmeinden überwiesen. Ebenso besprach man die einheitliche Einfübrnng des neuen Wiesbadener Gesangbuches mrd die 400 mterhalb —-- .. ~ „- Fische erschienen plötzlich cm der OeertlS.se, schnappten nacki- Lust und schoßen dann p .eilgesch.mud da.stn, bis sie sich verendend auf die Leite legren, oster i. Sprung aufs Ufer sich, dem wtüringenden Element entzogen. Dort wurden sie massenweise einges-ammelt. Vermutlich, sind Fabriklvässer die Ursache des Fisck)- slerbens, die, vnc schon früher, auf Jahve hinaus die Till entvölkerten. =-. Frankfurt a. M., 4. Juli. Ans einem Poftpaket- Eisenbalmneagen, der regelmäßig ohne Begleitung von lster Nlgch Hamburg rollt, wurden stets zahlreiche Pakete gestohlen. Trotz schärfster Aussicht komrte jedoch niemals der Dieb entdeckt werden. Da ließ sich mit Erlaubnis seiner Vorgesetzten ein hiesiger Oberpostschaffner mit in den Paket- wagen „einbcnlen" und machte die Reise nach Hamburg mit. Und er hatte Glück. Kaum stand der Wagwn aus dem. Hamburger Bahnhof, als er mich sckwn von dem geheimnisvollen Dieb besucht wurde und ausgevlündert loerden sollte. Ter Täter war eilt im Dienst ergrauter Rangiermeister, der sich seit langer Zeit an dem fremden Gut vergriffen batte. mr. Frankfurt a. M., 5. Juli., Die Arbeiten an der Kaiserbrücke wurden neuerdings, nachidem sie anfänglich ganz hätten; eingestellt werde'.: sollen, mct verstärkten, Kräften wieder ausgenommen. Man will vor alle!: Dingen die Fischprlöcher, deren Grundwasser die Bel^nbanten immer wieder überflutet, ausfüllen, um dann die Kaimauer aus der Fvarkksurter Seite sertigzusüellen. Gleichzeitig wird enn Abbruch der le cken, Psei'-erresde der Alten Brücke gearbeitet, die noch dm Grundstein mit den werftwllen Tocknmenten enthalten sollen, dem: bisher l-at man trotz eifrigen; Forsckens noch ^keinerlei Schriftstücke, die über den Bau Auskunft geben, in den Brückenresten gefumdm. X Hanau, 8. Juli. In dem KoEurse über das Vermögen der Firma „Hessische Flugzeugwerft", Herm. Demnth in Bruchköbel, fand heute vor dem Amtsgericht Hanw.! die erste Gläubigerversammlung statt. Aus den gegebenen Darlegungen ist zu eut- nebmen, daß die Passiva rund 400000 Mark betragen, darunter 146 000 A'ark Hypotbekenschulstau. Der Wert des Grundstückes ist auf 200 000 Mark veranftUagt. Ein Flugzeug ist fertig- gestellt, jedackn nockj> nicht abgenommen. sc. Vom Taunus, 5. Juli. Im Vergleich zu den Vorjahren fällt die Waldbeerenernte in diesem Jahre recht schlecht aus. Der Frost im Frühjahr hat den Beeren sehr geschadet. Auch die Dürre hat die Entlvicklung der Beeren sehr gehemmt. I D a r m st a d t, 5. Juli. Tie Strafkammer verurteilte ein 14jähriges Mädchen von O s s en b a ch wegen Betrugs zu 1 Monat 2 Wpchen Gefängnis. Es hatte durch gefälschte Zettel einer Frau in drei Fällen Beträge in der Gesamt höhe von 137 Mk. entlcicft.' Dtts Gericht nahm an, daß die Einsicht für schwere Urkundenfälschung nock) fehle. Das Kind stammt ans traurigen Familien Verhältnissen. Die Eltern leben gettennt. Der Vater, der den Schaden ersetzte, hat selbst Fürsorgeerziehung beantragt. — Der Spengler Leonhard Bär und der Schuhmacher .Heinrich Ennl M lö l l e r von Offenst a ch haben in einem dortigen Geschäft 15 Ueberzieher und 6 Anzüge gestohlen und sie an einen nichtermittel- ten Abnehmer für 330 Aik. verkauft. Beide erhalten wegen Rücksall- diebstahls, B. 2 Jahre, M. 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Bärs FrMi erhätt wegen Begünstigung 1 Monat Gesämgiffk' und Möllers Schwager, der Schreiner Gustav Wolf K ü nt m e l, wegen Hehlerei 2 Monate Gefängnis. ^kirchliche Nach richte:», Gottesdienst »am Sonntag den 7. Juli (6. nach Trinftatis '. Evangelische Gemeinde. .In der Stadt ki r che. 8: Zngl. Christenl. f. d. Neukonftrm. ans d. Match.-Gem. Pfi.-Ass. Liz. Rennittg; 9V,: Pfr. Schwabe: 11: Kinderk. f. d. Mark.-Gem. Pfr. Schwabe. — In der I o Hanneskirche. 8: Zngl. Christenl. f. d. Neukonftrm. aus d. Luk.- Gem. Pf!r Bechtolsheinier: 97s: Pft. Ansfeld: 11: Kinderk. f d. Joh.-Gem. Pfr. Ausfeld: 8: Bistelbespr. im Johannessaal. Mittwoch 10. Juli, aüds. 8: Kriegsbetstunde. Pfr. Bechtolsheim er. —' Kirchberg. Born:.: 10: 1t: Christenl. f. d. weibl. Jugend. — Mainzlar. Vorm.: 10. — Lollar. Abds. 87 2 : .^driegsbetst. Uatholische Gemeinde. 67s0 Gel. z. hl. Beicht; 7: Hl. Messe, gemeinsch. Komm. d. >mngfr.: 8: Aust. d. hl. Kommt; 9: Hochamt m. Pred. ; 11: Hl. Messe m. Pred.: 2: Christenl., darauf And.: 47 2 : Jnngsr.-Kvngr.; 8: And. z. hl. Aloisius. Dienstag u. Freitag, alws. 8: Kriegsbüt- apd. Samstag 13. Juli, nachm. 5 u. abds. 8: Gel z. hl. Beicht. — Tiaspora-Gottesd. am 7. Juli: Laubach 10, Lich 97 2 . Lioch-chulnaeh-ichien. ^ . = Frankfurt a. M., 4. Juli. Dem ocoentlichen Proftssov m der medizinischen Fakultät der Unwersität Frankfurt a. M., Tr. Neißer, wurde der Charakter als Geheimer Aceoizinalrat verliehen. Letzte Aachrichten. Der neueste Bericht der L^eere. leitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 6. Juli. (Amtlich.) * Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupp recht. Mehrfache Angriffsversuche des Feindes westlich von Langemarck scheittrten. In d.m Kampsabs-hnitt südlich der Somme blieb die Artillerielätigk-ü tagsüber gcste gert. Am Abend lebte sie auch an der übrigen HeereSgruppen-Fwnt auf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. . Zwischen Aisne und Marne und südwestlich von Reims zeittveilig erhöhte GefechtstätmkZt. Stärkere Vorstöße des Feindes oep,en den ClignonMbschnitt wurden abgewiesen. Erlundungsgefechte in der Eharnpagne. Leutnant Bolle errang seinen 20. Luftfi^g. Der Erste (v e er l uar iermeister Ludendorff. DeuSsche pressrstimmm zu wi^onr neuen Phrasen. Berlin, 6^. Juli. Zu den Phrasen Wilsons am Grabe Was- hingwns bemerkt die „Morgenliost": „Herr W.lckn ist noch immer dem deutschen Reichskanzler die Antwort schuldig aus d.e Rede, in der dieser sich in allem Wesenttichen mit den damaligen vier Punkte.: einvecschnden erklärt hatte. Wem: Wilson wirtlich daran! gelegen wäre, einen dmreeiden und gerechten Frieden zusLrnd«- znbringen, so hätte er, statt die Friedensfoeunde in seinem Lande zu veriolge: und den Pöbel gegen sie zu ijeyen, doch txn Anregungen des Grafen Hertlcng nachgehen sollen, um zu sehen, wie weit sie vielleicht auf Grund ferner damals aufgegelltcn Benin gung-en eine WdöglichjZeft für den Frieden etthielten. Ein holländisches Blatt bezeichnet Löilsvns .Rede als eine akademische Rede. Sic sei jedoch keine Rede, ncft der ein Staatsmann Politik treibt, und ist auch Misere Meinung." Die „Post" sagt: Von diesem Bluidwerk glänzender Phrasen, mit denen Wilson am Grabe des Gründers der ameriLrni! chen! Union die wirklickssn Ziele seiner Krieg spul ft ik zu ' verschleiern sucht, verdient allein die Forderung eines .indernatMialea Sck-ieds- gerickfts'lwfes Diochtnng. Meier die Erfahrungen, die mit dem Haager Schieds<;erickMhof gemacht wurden, sind l. hrreich genug. Ter „Vorwärts" führt aus: „Die Reden Wft.on l und Ehr r- chills köimen in keiner Weise dem Frieden dienen. Warn beide Staatsmänner für den Friedensschluß die Bedingung^ l bei eig wM entsckMdenden Waffensieges voraus fetzen, so hat das deu st che Volk gegenüber einer solchen Zumutung nur ein glattes nnan^ n eh mbar. Alte Verschlungen, daß Teutschlmid'nach seiner Besiegung gar nickfts Schlimmes, sondern nur Gevechfigkeit widerfahren würde, sind hinfällig für den, der auch mir über einen tleinenj Schimmer geschichtlicher Kenntnisse verfügt. Wenn, da Wilson den Kanft-s aus Leben mrd Tod proklamiert, so kmrn niemand dem deutschen.Volke znrmtten, daß es fveiwillig sich mit dem Tode einverstanden erklärt. .Bei solchw Gesinnung der Gegner bleibt ihm nur der entschlossene Verteid i g u n gs kam pf übrig, bis sch auch.die ^Gegner überzeugt haben, daß nicht der .Endsieg, sondern nur die Versta'udig'nng die Aiöglickckeft für eine gedeihliche Zukunft der Menschheft bietet." Gründung einer sozialistischen Akademie in Rußland. Berlin, 5. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) „Nasche Slowo" vom 3. Juli meldet, daß im Rat der russisck>en Volkskommissare die Gründung einer sozialisttschen Akademie erwogen wurde. Einstimmig wurden zu Mitgliedern erwählt Bucharin, Largin, Stud- setka, Radek, Riasknow,' Bogdanow und Lenin (Lenin lehnt die Wahl ab) AusTeutschland lvnrden gewählt Rosa Luxemburg, Georg L e d e b o n r, Karl K a u t z k y, Franz Mehring und Karl Liebknecht, aus Oesterreich Otto Bauer. Tie ebenfalls als Mitglieder vorgesehenen Russen Koni Kwpatkin und Plechanow haben kategorisch abgelehnt. Neue Haussuchungen und Verhaftungen in Irland. London, 5. Juli. (Reuter.) Die Polizei nahm an: frühen Morgen in der Grafschaft Galway und den anschließenden Grafschaften ausgedehnte Haussuchungen nach Waffen vor. Die Stveiszüge erstreckten sich über einen Umkreis von 50 Meilen um Ballinasloe herum. Es wurden Hunderte von Gewehren und andere Waffen beschlagnahmt. Im allgemeinen ergaben sich keine Schrvierigkeilen. In einigen Fällen, wo ftcb Widerstand zeigte, wurden Verhaftungen vorgerommen. DlSfuhrverbot fiir LVertpapiere aus Frankreich. Genf, 5. Juli. (WTB. Mchtamtlich.) Ter ftanzösische Finanzminister Klotz hat die Ausfuhr von Banknoten! Frankreichs, Rußlands und der Vercftligten Staaten durch Personen ans Frankreich verboten, abgesehen von Beträgen bis zrl 100 Francs. Dieses Verbot wird wahrscheinlich noch weiter auf die Banftwten der anderen Alliierten ausgedehnt werderr. Diel Ausfuhr verschiedener Wertftmpiere, besonders von Aktien indu-^ strieller Gesellschaften in Rußland und den Ballanstaaten wirb gleichfalls verboten werden. Vrantings Aruß-erungen. Stockholm, 5. Juli. (WTB. Nickftamtlich.) Wieder Pariser Berichterstatter von „Stockholms Tidningen" mcltzet, erklärte Brau- ting in Paris einem Redakteur des „Petit Parlsicn'n Ich glaube m: die Zukunft der Demokratie und Iwsft, daß duldenl>ft-e Offensive zurückgewiesen werden wird. Wenn Schweden auch neuttal ist, so besitzt die Sack-e der Demokratie doch Sympathien bei der großen Vdenge. Die deutsche Bewegung hat sich einen AugenbluI lang bemerkbar gemacht, ist jetzt aber stark geschwächt und noch wernger zu fürchteil als jemals. Llußcrdein sprach Brmtting seine Freude darüber .aus, daß sich unter den Amerikanern, die ihre Bemühung mit derjenigen der Entente vereinigen, so viele sckme- disck-er Absttmniung seien. Im Anschluß hieran bemerkte er: Ich hoffe, daß die Haltung der sckpvedisck-en Amerikaner einen, großen Einfluß auf die Bolksmeiimng in Äcwveden ausüben toird. Anmerkimg des WTB.: Mit den hier miedergegebeneti Aeuße- nntgcit hat Bvanting in Paris nur das wiederholt, was er sckwn in Lcmdon gesagt hatte. Wenn er den Wunsch miS-peicht, die Ml der fianzösisck>en F-rvnt kämpfenden mnerikanisa)en Schweden möchten die öffentliche Meinung Schwedeils beeinflussen, so ent- sprickft das ganz der ihm eignen Neutralität intb Kriegssreundsüxrft. Nackidem bereits sein Llustreten in London \xm der sckpvedlschen Regierung sck>arf mißbilliift und lredmiert worden ist, stellt B:an- ting sich durch sein neuerlick-cs dluftreten in Pa:fts vor aller Welt als das hin. was ex ist, nämlich als lächerlicher. un^nnUwort- lichr Schvätzer. LL'D Sehrheg^ni ira Csbraadi. beliebtes HsusmiSSöl für ScSiwache, ÜBlioras beitete,Nervöso." Käse Verteilung. (Ausgabe Nr. Z.) t 1 rf 11 , • ^ e n 6. bis 'Tonnerstag den ein 'gelangt in nachstehenden Geschäften Käse zur Verteilung: 1. Kalkhos Nachfolger, Mst-Anlage, 2. Kaisers Kaffee-Geschäft, Kirchenplatz, ?' Eln^enbach, W., M-tzsteinftraße, 4. Klein, Marie, Wolfstrahe, 5. Kleinhenn, C. G., Bahnhofstraße, 6. Klmgclmeyer/ C., Lndwigstraße, 7. Koch, A. Nachfolger, Schulstraße, 8. Konsumverein Schmizenstraße, 9. Konsumverein Asterweg, 10. .Konsumverein Neuenbäue. Xer Verkauf des Käses erfolgt nur gegen Vorlage des Bestellüusweises der Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugsabschnittcs Nr. 3. Auf jeden M-» schnitt entfällt ein halber Käse zum Preise von 40 Pf. ^ Tie Kunden der nicht aufgefiihrten Meinhandelsgeichäste haben den BezugSabscymtt Nr. 3 der Lebensmittelkarte aufzubcwabren da sie beim Eintreffen weiterer Käsesendnngen geg Ablieferung des Bezugsab- Schnittes Nr. 3 beliefert werden. Die Kleinhandelsgeschäste haben die eingegangenen Bezngsabschnitte Nr. 3 der Lebensmittelkarte bis spätestens Samstag den 13. Juli 1918 dem Städti- 'chen Lcbensmittelamt, Zimmer Nr. 12, abzuliefern. Gießen, den 5. Juli 1918. 50756 _ Ter Oberbürgermeister Gebensmittelamt). _ Ausgabe von Kunsthonig. (Ausgabe Nr. 4.) . 1- Vom 8. bis 15. Juli 1918 erfolgt in den ' Kleiuhandelsgeschäften bet Stadt Gießen die Ausgabe von Kunsthonig gegen Vorlage des Bestellausweises zur Lebensmittelkarte und Ablieferung des Bezugsabschnittes Nr. 4. Einzelne abgetrerrnte Abschnitte Nr. 4 sind ungültig und berechtigen nicht zum Empfang von Kunsthonig. Es entfallen auf den Bezugsabschnitt Nr. 4 5 00 Gramm Kunsthonig. Wer bis zu dem festgesetzten Zeitpunkt den Kunsthonig nicht abgeholt hat, hat keinen Anspruch mehr darauf. 2. Die Kleinhandelsgeschäste haben die Bczugs- obsckmtte Nr. 4 bis spätestens 17. d. M. an das Städtische Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 11, unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der vereinnahmten Bezügsabschnitte abzuliefern. 3. Ter Kleinverkaufshöchstpreis für das Pfund Kunst- !honig in kleinen Packungen (Würfel oder Platten in Tosen oder Paketen) beträgt 75 Pfennig: in großen Packungen (in Pappkartvn und Holzgefäßen) beträgt der Kleinverkausshöchstprcis 7 3 Pfennig. Mcinhandelsgeschafte, die die festgesetzten Höchstpreise überschreiten, haben außer strafrechtlicher Verfolgung die Ausschließung von iveiteren Zuteilungen zu gewärtigen. G i e ß e n, den 5. Juli 1918. 50766 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). _ 2?rffr ? !nn "M teil -m mlitSrW SHdärrfarffn. Durch Bekanntmachung der Reichsbekleibunasstelte vom 9. Marz 1. I. ist bestimmt worden, daß Militärpersonen nur noch durch die militärischen Bekleidungsämter mit den erforderlichen Web-, Wirk-, Strick- und Schuhwaren auf Grund besonderer El eider karten versorgt werden sollen. Gewerbetreibende dürfen daher auf Abschnitte der militärischen Kleider- karten feine Waren abgeben. Gewerbetreibende, die entgegen dieser Bestimmung Waren auf Abschnitte der militärischen Kleiderkarte abgeben, haben die in obengenannter Bekanntmachung festgesetzten Strafen zu gewärtigen. Gießen, den 5. Juli 1918. 50746 Der Oberbürgermeister (Lebensdritteloryt). Bekanntmachung Nach der Bekanntmachung, betreffend die Außerkurssetzung der Zweimark,ducke, vom 12. Juli 1917 — Rnchs-Gesetzbl. >L>. 625 — laust die Frist zur Einlösung am 1. Juli d. I. ab. Auf Grund der im § 4 dieser Bekanntmachung dem Reichskanzler erteilten Ermächtigung rst laut Bekanntmachung vom 1. Juni 1918 — Reichs- Gesetzbl. S. 437 — für diejenigen Zweimarkstücke, für welche glaubhaft gemacht wird, daß sie aus den deutschen Schutzgebieten oder aus dem Ausland nach dem 1. Juli 1918 eingegangen sind, die Eiulösungsfrist bis zum 1. Juli 1919 verlängert. Tie Einlösung solcher Stücke erfolgt jedoch nur bei der Reichs Haupt kasse in Berlin SW 19, Oberwallstraße 3. 50776 Gießen, den 4. Juli 1918. _ Ter Oberbürgermeister: Keller. Betr.: Straßenbahnbetrieb. Bekanntmachung. Am Diontag den 8. Juli d. I. wird der Berrieb der Straßenbahn der roten nie vom Marktplatz bis zürn Batinhos von 10 Uhr vormittags bis 12 Uhr mittags eingestellt. _ 5090c Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen. _ Stolle. Bekanntmachung. Die im Junt 1901 geborenen Landsturmvflichtigen der Stadt Gienen müssen sich am 15. Juli d. I., vormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 b,S 6 Uhr, im alten Natbaus am Marktplatz zur Landsturmrolle melden. AuSwans Geborene haben bei der Anmeldung ihren Geburisschein vorzulegen. Gießen, den 4. Juli 1918. 50476 %ex Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien, Beigeordneter. Bekanntmachung. Das Konkursverfahren über das Vermögen oes Philipp und des Heinrich Arnold, beide in Rödgen, ist, weil eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Konkursmasse nicht vorhanden ist, eingestellt worden. Gießen, den 1. Juli 1918. _GroßherzoglicheS Amtsgericht. 50S7 B Hofreite-Verkanf. Die den Erben des Fräuleins Franziska Buderus von Grünberg gehörende Hofreite, bestehend aus einem 3 stockigen Wohnhaus mit 11 Zimmern, Scheuer und Stallgebäuden, großem Hofraum und Hausgarten, zusammen 990 (Dm*, soll Montag den 8. Juli l. I., nachmittags 5 Uhr, im Nathaussaal zu Grünberg versteigert werden. Die Hofreite eignet sich nicht nur für landwirtschaftlichen Betrieb, sondern sie kann auch wegen der Nebengebäude für eine Fabrik eingerichtet werden. Kaufliebhaber wollen sich zur Erlangung von Auskunft an Herrn Rendant Karl in Gründern wenden. Großh. Lrtsgericht Grünberg. Ranft. 4793]) Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsreglster wurde heute bezüglich der ZigarrengenossenschastSsabrik Gießen, eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Gießen, eingetragen: An Stelle des aus dem Vorstände ausgejchiedenen Johannes Diehl zu Gießen ist Alfred Kiel daselbst nunmehr als wirkliches Vorstandsmitglied und als Stellvertreter für den im Heere stehenden Richard Andrea, Heinrich Hörr zu Heuchelheim gewählt worden. Gießen, den 25. Juni 1918. Großherzogl. Amtsgericht. 5056B Bekanntmachung. In unser Genojsenschastsregister wurde heute bezüglich des landwirtschaftlichen Konsumvereins, ein getragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Attendorf an der Lahn, eingetragen: Die Satzung ist hinsichtlich des § 36 derart geändert, daß die Bciöfsenllichungeu der Genossenschaft nunmehr im „Hessenland" erfolgen. Gießen, den 1. Juli 1918. Grotzh. Amtsgericht. sowB Holzversteigevurrg in der Königlichen Dbcrförsterei Krofdorf. Donnerstag den 11. 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Es heißt jetzt, zumpolitischen Endkampf rüsten; wer die Bedeutung des Alldeutschen Verbandes als schärfster Waffe im Kampf um den deutschen Frieden erkannt hat, sei es durch Vertiefung in die Arbeit desselben, sei es aus dem Haß der Gegner eines deutschen Friedens, säume nicht länger und trete dem Verbände bei. m Anmeldungen find zu richten an die Ortsgruppe de« A. D., Gießen, Henjelstratz« 4 I. Jährlicher Mindestbeitrag 7 Md., für das 2. Halbjahr 1918 4 Md. Höhere Betträg« erwünscht. aus Eiche zu verkaufen ««d leMttfl der Srieisiesciiädigten-Försörye, Kirebitr. 16. G!chnttH»nsfm»kii.Vkttiii. Die Ausgabe von Material erfolgt Montags nachmittags von 4—5 Uhr in der Oberrealschule, Zimmer Nr. 12. k«v Daselbst können auch die Leiste« eingetanscht werben. Kurhaus Michelstadt i. Odenw. (Linie Han an Eberbach.) 1770m Behagl. Kar tieft m für NoitOm und Erliolangradiende Sttt««nAl nt« VorpflcfHog. ? —' ■■■ P r unk t 8. Nun.-Hat Gigglberger. 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