irr. 155 £ei i :cfeugspre!r: monatl. Nik. t.SL meitei- jÄ)tt«rü Nk. 4 6 Durch Abtzote- u. ^veD-fteilen msnall ML 1.1 e Dur h di« Mt. vrettel- jähri. alt^chi. Oeiteüg. Feruj-precv - Anschlüsse: für die Schriia, Geschäflrfteüe u. vnrckLrei: Zchulstr. 7. ^nnuowe o^s Lnzeiz«, \ lue laqr^mtmmec bif zum Nachm1tt«g ooiiKt ol)neicbetirTbuibttcl)feil A«iie»;r8iie: für örtliche Än-mgrn 26 31.,iür au-wärttg« 30 Ps., ^ür Reklamen Mk. 1.— : bei Piagoor- schrist 20 •/„ Aussnüaa. HauptschriitleNer: Au^. Goe»z. Keraill wörtlich fül Politik u. Feuilleton: Aug. Ittoet); otabt >d Land, Ber>nischteSu.Ae- richtdiaal. W. Meyer; Anzeigenteü: d Beck; sämtlich in Siieben. izauoä. ejcheilert. MDV.) GrsßeS Hsupt-uartier. 4. IM. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. HeereSgruppe Kronprinz Rupprecht. Die GeftchtStärigkrit lebte am Abend in einzelnen Abschnitten auf. Seit frühem Morgen starkes Feuer des Feindes beiderseits der Somme. Hier haben sich Justmteriekämpfe entwickelt. - Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Heftige Teilangrifse der Franzosen nördlich der Aisne. Oeftlüh von Mvulin-sous-Touvern wurde der Feind im Gegenstoß in unseren vorderen Kampflinien abgcwiesen. Im übrigen brachen seine Angriffe vor unseren Hindernissen zusammen. Enieute Vorstöße des Gegners westlich von Cha- teau-Thierry scheiterten. Heeresgruppen Gallwih und Herzog Alb recht. Ein starker Vorstoß des Feindes auf dem östlichen Maasufer wurde abgewiesen. Im Sundgau machten wir bei erfolgreicher Unternehmung Gefangene. * Leutnant Ndet errang seinen 40., Leutnant Numry seinen 29. und 39. Luftsieg. Der Erste Cenernlauartiermeister Ludendorff » Der AVendberlcht. Berlin, 4. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Beiderseits der Sonmre wurden starke englische Teil- avsrifse in unserem KampfZelärwe zum Scheitern gebracht. Der „parlamentarische Skandal", mit dem Herr Scheidemann am Dienstag im Reichstag durch sein ganzes Auftreten gedroht hat, indem er wohl hoffte, andere Gruppen der Mehrheit würden ihnr verständnisvoll sekundieren, ist durch das Eingreifen des Vizekanzlers v. Paper ziemlich harmlos geblieben, und es wird der Sozialdemokratie vorderst nicht gelingen, auf das Volk weiterhin zersetzend einzu- wirkcn. Im Gegenteil, die Freunde und Schürer der innenpolitischen Schadenfeuer sind in ihren Beniühungen etwas ab gekühlt worden. Die Auslegung, die der „Vorwärts" den Scheideinannschen Ausführungen über die Politik der ,Mahrheitsosfensive" gibt, wird überall da auf Abweisung und Abneigung stoben, wo unnützes und nur dem Feind willkommenes Gerede verabscheut wird. Der „Vorwärts" schreibt u. a.: „Die Politik der „WahrheilSosfensive", wie sie der soziak- demokratisckie Redner verlangt hat, fordert das Eingeständ-, uis, daß die wirtscha ftl i chen Kräfte des deutschen! Volkes nicht unerschöpflich sij.Nd und daß die Absperrung von den überseeischen Rohstoffmärkten immer empfind-- nütt>. Je offener wilr über diesen Punkt reden, defto chers werden wir bei unseren Gemiern Glauben finden, wenn wir ihnen sagen, daß dieser drückende Zustand uns nochauf Jahre hinaus nur zu stärkeren militärischen Anstrengungen, nicht aber zu nrtfm C^ngehyn auf entehrende, die deutscl-en Volktzürteneffein dauernd schL>igerü>e Bedingungen veranlassen könnte." Eine nette „Wahrhcitsoffensivc"! Wenn es wahr ist, dast wir, wie das sozialdemokratische Blatt zugibt, im schlimmsten Fall noch jahrelang durclchalten können, so ist »6 lediglich eine Offensive gegen uns selber, wenn wir dem Heind gleichwohl zu seiner Ermutigung sagen, daß unsere wirtschaftlichen Kräfte „nicht unerschöpflich" seien. Durch welch ein ungereimtes Zeug „unterstützt" der „Vorwärts" die Rede des sozialdemokratischen Führers! Das Blatt gibt selbst zu, daß das gegnerische Ausland „kaum die Gunst des Augenblicks erkennen und ergreifen iverde", und ss flogt dcrrmn wärürch zu: „Der Friede jetzt könnte nur möglich werden durch eine propagandistisch fortreißende Gewalt, die von der deutschen Regierung selbst ausginge". Affo roohl neue Fr iedenscrngxlbote, neue Freibriefe für die Feinde zur beliebigen Foctsttzung des Krieges! Im Grunde merrren die radikalen Umstürzler wohl, die Regierung werde ihre internationale Propaganda unterstützen, und sie die Skrupellosigkeit von „Kriegsgewinnlern", die ft'ir ihre Theorien und Utopien die Konjunktur wahrnehmen wol- feit. Man braucht nur auf den unter den neuesten Meldungen ätzenden Beschluß der e n g l i s ch e n Gewerkschaft- l e r zu verweisen, die jede internationale Konferenz ver- loerfen, solange Deutschland noch nicht den bekannten Gang nad) Canossa angetrctcn hat — um die ganze Weltverloren- heit der „Vonoärts"-Leute richtig einzuschätzen! Der Ssterreichisch.ungKrische Tage-berrcht. Wien, 4. Juli. (WTV.) Amtlich wird verlautkmrt: Der GMützLÄmpf ist an ^hlreick-en Abschnitten der Südfront sutzevord-rntlich rese. Mi Nksgo und auf Monle Sistmol ststeitkrtnr englische Stvßtruppuntcrr.etnnen. Im Alündungsgcbiet des Piave dauern die Kämpft an. Neuer Kriegsrat in Versailles. Genf, 5. Juli. (B. T.) Ter italienische Mimsterpräsiderrt Orlando imd der Munster S o n n i n o sind in BersaiNes eingetroffen, um an dem dort stattsmdenden interalliierten Kriegsrat teilznuehiTien. . . » Dir englischen Arbeiter und die FriedenSfrage. London, 4. Juli. (Neut-er.) Der Vollzugsausschuß des allgemeinen Gewerkschastsbundes spr.cl-t in dem Bericht, der der heute erösfneten Jahreskonfevcnz in Leicestier vorgelegt wird, über den F e h l s ch l a g d e r B e st r e b u n g e n, eine Arbeiter- kouferenz der kriegführcnsden Länder l)erbeizufüh- ren. Ter Vorstand des Verbanves ist in seiner Haltung durch die Haltung des amcritanischi'n Arbeiterverbarides und der ganzen amerikanischen Nation bestärkt worden. Ter Bericht fährt fort: Die Fiordorring der Arbeiter, auf jeder Friedenskonferenz vertreten zu sein, ist gerechtfertigt. Wer nur die Nationen, nicht die Parteien, sind berechtigt, Friedensbedingungcn vorzufchlagen. Deswegen ist es für jede Arbeiterpartei unmöglich, ihrerseits Friedensbedingungen zu bestimmen. Eine A r b e i t e r k o n f e r e n z zur Besprechu«^ der Friedensbedingungen ist ssrvohl würdelos wie vergeblich, solange Belgien, Serbien, Rumänen und yflißland unter deutschem Druck sdel-en und Provinzen Frankreichs und Italiens in deutscher Hand sind. * Die russische Sowjetre-irrung gege« England. M o § k -a u, 30. Juni. Nach einer M^dung dar Moskauer Zeitung „Swoboda Rosstj" hat Tschitscherin folgende Note an den englischen Vertreter gerichtet: „Nach dam Milben des arbeitenden Volkes, das sich seiner Jntevesseneml^it und Solidarität mit den Arlx-itenn-assen der ganzen Mett bewußt ist, hrl die russische sozialistische föderative Rat- re publik die Reihen der kämpfenden Mächte verlassen und hat den 5äeiegsznstand aufgegeben, dessen fernere Andauer die innere Lage Rußlands unnröglich lnackrte. Das ArdeitSvolk Rußlands utw die Keinen Willen ausführrnde Sdegierrrng der Arbeiter und Bauec» toachret nur danach, in Frieden und Freundschaft mit alßm übrigen Völkern zu leben. 5temem einzi^eri Volk droht das Arbeitsvolk Rußlands mit Krieg und keinerlei Gäfahr kann von dieser Seite Großbritannien drv^r. Mit um so größerer Cutscknedenheit muß die Arbeiter- und Bauernregieeung Rußlands gec^en den durch keinerlei aggressive Handlung rufsisch:r>cits hervorgernseneri Ein- brnchenglisch erbe waffneterTr uppen protestieren, die soeben erst am M u rm a n gelmrdet sind. Ten Streitkräfteir der russischen ReMblik ist der Schutz des Murmangebictes gegerr jeden fteirrdlärrdi schon Nnbnrch auferlegt and chese il-re Pflicht werden die Rattvupven rsvveigerlich> er- st'illen und bis zuletzt ihren RLvoüetivrispfüchden zum Ähutze des Rates Rußlands ncvclSonrm«r. Drs BolKwimnissariat des Aeußcru bestelltem der «rtsch^-denshen Weise darauf, daß in Murmmrsk, einer Stadt des neutralen Rußlands, sich keine bctvasfneten Stneit- llräfte Gr»ßbrit.Mnie7ls oder irgsndsireer anderen fremdländisch«: Mgcht aufli-alten, imd .indem -Ä rVch.:mls senren schon mehrst ch vargebrachten Protest gegen: die Arrwesenheit i c n g l i s ch e r Kriegsschiffe in Murmans Häfen lvve-derhvlt, spricht sie gleiä>- zeitig die bestimmte Erwartung aus, daß die großbritarmtfck^ Re- giermrg ihre der mtemn£k»taten Lxvge Rußlaichs ivid«-rsprschenden Maßnal.men zuräeknimmt, damit das Arbeitsvolk RuUanvs, dos den heißen Wunsch hegt, in mrgestörteir frenndschaftlick>en Beziehungen mit Ga-oßbribrnnien zu v-crbleiben, nicht .p^en seinen Willeri in eine Lage Drängt Ußrd, die seinem akeranfrichltig- sten Dest»eben nicht erLspricht." Das englische Eingreifen an der Mnrmanküste. Stockholm, 4. Juli. (WTB.) Nach einer Nachricht aus Helsingchrs ist der Moskauer Regierwrg genreldet ivvrden, daß m Ar changelsk ein englisch eSGeschwader von dreizehn Kriegsschiffen eingetroffen ist. .Ar^ Petersburg »vird berichtet: Eine Berstmml'inrg von Vertretern der Verwaltringsräte von 37 Gemeinen Nordrußl^ erließ einen Ausnff cm alle, in dem der Di stri ktS-Ausschu ß von Mur man des Doppelspiels beschädigt wird. In dem Anfrnf heißt es, daß sich der Vorsitzende dieses LluLsclstsses den Engländern verkauft l>abe und dicnVle Bezielumgen zu dch einflischen RegiermngSverstetern pflege. Sem und seiner (^llefttr- nungsgenossen Ziel sei, die Derbbrdung zwiscl-en England und den T s ch e ch o- S l o wa ken herzuftellen, um die Revolution in Rußland zu ersticken. Alle nördlichen Distrikts rate werd^m zrrm stärksten Widerstand gegen den Vormarsch der englischen Truppen mrsge fordert und sollen zu diesem Zivecke die Brücken sprerrgen und die Eisenbahnlinien zerstören. Washington, 3. Juli. (WTB.) Reuter. Der jetzt in Wo- logda beflndliche Botschafter der Bereinigten Staaten, Francis, meldet dem Staatsdepartement, das; die Bolschcwiki die Mitglieder der Arcl-angeln'sclTen pwvinzialnr Regierirng verhaßten. Auch die Duma in Mvlogda tvurde mit Festnahme bedroht. Einbruch in das Palais der deutschen Botschaft in Rom. B e r l i n, 4. Juli. Am 24. Juni abends 8 Uhr versammelten sich ungefähr 200Mensctien vor dem Botschastspalais, erbrachen mit Gewalt eine Tür und drangen in die Botschaft ein. In verschiedenen Räumen wurden die Möbel umgelvvr- ftn, Bücher zerrissen und Schubladen geöfftret. Bedauer- lick>erweift wurden auch drei große Bilder der kaiserlick^en Familie und verschiedene Krmstgegenstände vernichtet. Verschiedene Gegenstände sind arch verschvunden. Besonders bezeichnend erscheint es bei diesem Zwischenfall, daß die Polizei viel zu spät einschritt und den Pöbel gewähren ließ. Der schweizerische Gesandte in Rom ist unverzüglich bei der italienisck-en Negierung vorstellig geworden ur^d hat sich der Augelegerch'it in dankenswerter Weise angenommen. Wie es hl'ißt, wurde der zuständige Polizeikomnnssar, der die Schuld an dem zu späten Eingreifen der Polizei trägt, seines Amtes enthoben rmd seiner Besoldung für verlusttg crNärt. Rücktritt des holländischen Kabinett». H a a g, 4. Juli. (WTB.) Korrespyndenz-Bureau. DaS Minv- sterium hat mit der Begründung, daß mit den Neuwahlen die Zeit, ftir die das ailßerparlainentarische Kabinett die Regierungsgcsäm^' übeimommen hat, abgelauseil ist, die Kötligm um seine Einlassung gebeten. Haag, 4. Juli. (Korr.-Bur.) Tie .Königin hat das Temissüms- gesuch des Ministeriums zur Ki'inrtnis genommen urrd die Attnister beauftragt, einftrveilen die lausenden (Zjeschäfle sortzusühreu. A m ft e r d a m, 4. Juli. Tie Wahlen habcm nicht daS von ihnen ernwrtete Ergebnis einer kmiservativ-klerikalcn Ndelrrhieit gehabt. Tie katholische Partei ist zwar von 2b auf 30 Sitze in der Kammer gestiegen, die Antfrevolutionäre von 11 auf 13. Rechnet man jedoch die drei konservativ-klerikalen Parteien, tzie Katholiken, die Antirevolutionäre imd die christlich, historische Bar-tei zusammen, so erhalten sie nicht mehr als 50 Sitze. EinAlöntschei- dende Niederlage bedeutet das Wahlergebnis für die beiden.flibc-ra-- len Parteien, die die Hauptstützen des Ministrriunrs Eort van der Linde waren. Tie liberalen Unionrsten und die Freiltbcralen hatten zusammen 31 Sitze: jetzt verfügen sie rrur über 10. Tie sozialdemokratische Arbeiterpartei Nnrd 7 Abgeordnete mehr in dis Kammer schicken, im ganzen 22. Die sozialdenwkritische Partes und die sozialistische Pattei, die bisl>cr nicht m der Kammer vertreten waren, haben zwei bzw. einen Sitz erhalten. Bon acht Abgeordneten wird jeder eine besondere Pattei. d. h. eine Interesse»- gruppe vertreten. Vorlauffg steheir sich also die Parteien der Linken und der Rechten gleich stark ^egerrübcr. Amsterdam, 4. Julr. Bei den gestrigen Wahlen füL die Zweite Kammer wurde zum ersten Male in Holland auch ein weiblicher Abgeordneter, Frau Grom^eweg (Soziakdemo- kratische Arbeiterpartei) gewähtt. r ' J Die parlamentarische Lage 1» Oefierr^ich. Wien, 3. Juli. (WTV. Nichtainllich.) Nach einer Meldurql der „Neuen fteien Preffe" hatte der srül-ere AttnislXTr des Aus^ lvättigen Gjraf Czernin eine längere Besprechung mit dem Ministerpräsidenten v. Seidl er. W i e n, 3. Juli. (WTB. Nickstamtlich) Wie dem Wiener k. k. Korrespoudenzbureau von zuständiger Seite mit geteilt wird, ist Gras Czernin auf seine Bitte und mit Wiffen des Mmisters des Auswärtigen vom Kaiser in Privat-Audienz empfangen worden. Die Audienz hatte einen gänzlich uiwsstrielleni Charakter: damit entfallen alle an sie gekirüpsten Kombinatiomm. Die wirtschastlifchc Annäherung zwischen Deutschland und Oeftcrreich-Nngarn. Berlin, 5. Juli. Heute fand im Reichswirt- schastsamt eine im einzelnen streng vertrauliche Besprechung über die wirtschaftlickie Annäl)erung zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn statt. Geladen tvnrßn Vertreter der Wirtschastsvcrbände, der Landwirtschaft, des Handels und der Industrie. Nach einleitenden Worten des Staatssekretärs des Reickiswirtschafts- aintes wurde von Vertretern der Regierung ein kurzer Uebei> blick über die bisher geleisteten Vorarbeiten gegeben, die teils in Verhandlungen der maßgebenden dcutsck)en Stellen unter sich, teils in Borbesvrechungen mit unserem Bundesgenossen gedielien sind und die die Erstellung eines einheitlichen Zollgesetzes und Zollschemas sowie die Durchführung eirves einl-eitlickien Zollverfahrens urnfassen, ferner die Vereinheitlichung der gesetzlichen Regelung auf dem Gebiete des Gewerbes und Handels, in weiterer Linie den gewerblichen R^lKsschutz der Statistik und der Verkehrsund Schifsahrtsverhält-nisse anbahnten. In einer für den 8. Juli 1918 in S a l z b u r g anberaumten Zusammenkunft von Vertretern Dentschlmids und Oesterreich-Ungarns sollen nunmehr die Grurrdsätze festgelegt werden, nach denen die späteren Einzelverhandlungen erfolgen sollen. Die vorliegenden Fragen werden einer eingehenden Besprechung unlev- zogen. Wie in dieser Sitzung wird auch künftiglsin den Wird- chastsverbänden imd Interessenten Gclegenhcil gegeben wer- >en, sich zu allen einschlägigen Fragen zu äußern und ihre Gesichtspunkte und Wünsche zum Ausdruck zu bringen. * Förderung der Berkehröpeziehuugen zwischen Deutsch- land und den verbündeten Ländern. Budapest, 3. Jrili. (WTB.) In diesem Tagen fanden dccnchj Direktor Shtthmacher vom Bund deutscher Verkehrst vereine als Generalsekoetär dar bcmts-chpöspwreichisck)«! Verkehrs- vereinigrmg hier Berchandlimgen statt zur Borbercitrrmi von Maß- rcahmm zur wochselse itigeir Förderung der Ve^hrsbeziehnuqenl zwischen Teatschlarrd ^nrd den vcrbüubaten Ländern. Nach eine« Ltuösprachc im irucplttsckstn Hairdelsimursterirnu, wo Lchubmacher vom ungorischrm Handels mini fturr eurpfmdgeu nyrrde, fanden B». prechungen mit der Verwaltung ^ ,per in^arrscken Staatsbadn, der städtisckMn Berlvaltreng inrd mit Vertretern der bedeu-lendsten Neiseunten^lnmmgen statt. Es wurie an allm? Stellen cme lieber- einsbinnuung in den Richtlinien für die ^rkehrStverbmrg erzielt und eine Grundlage für die g^Teuseiti^' Fördernicg dieses Besp!^'chl,ngen :mter Waveinra voller Selbs>bndu.kkttt in der Tättg- feit der einzelnen La»»de^Dramnsationeu erreicht Für ''Anfang Oktober d. I. ist eine Tagmrg des großer Ai^schisses des deutsch- chiterreichisch^lrnsa«istl^-n BerM)rsvn-eins jn Budai»ost.in ShllsOcht fljwnawoi. Ptr prszetz Kfi^iinoHns gegen öfc „Deutsche Zeitung" B erlin, 4. Juli. iWTB.) Heute vormittag begann vor der /^ Strafkammer in Moabit der Prozeß des Staatssekretärs v. ■V vtmann gegen den verantwortlichen Redakteur der „Deut- Kn Zertuns" Max L o h a n und den Redakteur der „Alldeutschen Blatter Julius Tumcke. Als Zeugen erschienen Justtzrat Rechtsanwalt El aß aus Mainz, Generaldirektor Rudolf Nöllen-, bürg, Direktor der Deutschen Dank v. Strauß, Kommerzien- wt Friedrichs aus Potsdam, Direktor Georg Solmsen- Mvxor v. Keßler, Reichstagsabgwrdneter Major Gra ßrfl | ® nt a, Staatssekretär v. Kühl mann. Legationssekretär Voesch, Vizekanzler v. P a v c r, Legationssekretär Rittmeister Horstmann und die Chauffeure .Knorr, Rademacher und Wiese. Ter Gesandte v. Rosenberg trifft erst am Nachmittag in Berlin ein. Nach Verlesung der Zeugen richtete der Vorsitzende Landge- rrchtsdrrektor Westermann etwa folgende Worte an die Be- Aagten: Besteht die Möglichkeit, die Sache durch eine loyale Erklärung aus der Welt zu schaffen? Sie erhielten Kenntnis von den Akten und wissen, worauf es ankommt. Ich weiß nicht, wie der Staatssekretär v. Kühlmann sich dazu stellt. Ich habe keine Fühlung nach oben. Ich möchte vollkommen unbefangen mit Ihnen sprachen, wie ich es stets in Bcleidigungsprozesserr zu tun pflege. Angellagter Dr. Loh an: Uns liegt nichts daran, hier vor dem feindlichen Auslande schmutzige Wäsche yu. waschen. Vor> allem liegt es uns ganz fern, roie die Herrn v. Kühlmann ergebene Presse behauptete, Bettlakengeheimnisse ccuszuwärmen. Ich glaube aber, daß es im Interesse des Vaterlandes, der Diplomatie und des Auswärtigen Amtes liegt, daß hier die Verhandlung bis zum Ende durchgeführt wird. Ich persönlich würde gern die Hand dazu reichen, daß diese unangenehinen Dinge nicht vor der Oeffentlichkeit verhandelt werden. Der politische Effekt des von mir zu verantwortenden Artikels geht dahin, Herrn v. Kühlmann ats politischen Schädling zu beseitigen. Wenn icb die sichere Gewähr habe, daß Herr v. Küblmann in absehbarer Zeit Hrrücktrrtt, so bür ich gern bereit, dem Privatmann v. Kühlmaun eine Erklärung ab^ugeben, daß mir jede Absicht fern liegt, den Privatmann v. Kühlmann zu beleidigen. Angellagter Dumcke schließt sich biefen Ausführungen an. Vorsitzender: Dann dürfte der Versuch gescheitert sein, denn eine solche Erllärung kann der Staatssekretär gewiß nicht abgeben. Deswegen braucht er nicht erst ^gefragt zu werden. Angellagter Dr. Lohan: Ich bedauere es jm Interesse des Staates und im Interesse der vaterländischen Angelegenheit, die rch zu vertreten habe. Die ganze Aktion wäre aber sinnlos, wenn die Sache durch eine Erllärung beigelegt würde, die nur den Privatmann KüHlmann befriedigen könnte. Der Privatmann läßt sich aber vom Staatsmann nicht ttennen. Was wir dem Staatssekretär vorwerfen, ist, daß er beides voneinander getrennt hat. Vorsitze nder: Ich wollte Sie nicht dazu drängen. Daraus beantragt der Staatsanwalt den Ausschluß der Oeffentlichkeit und- Besckstußfassung hierüber in nichtöffentlicher Sitzung. . Verteidiger Dr. Sch mi dt widerspricht dem und erllärt, beide Telle hätten ein Interesse daran, daß die Sache in voller Oeffentlichkeit verhandelt werde. Verteidiger Dr. Jacobson (Hamburg) schließt sich seinem Vorredner an. Das Gericht zieht sich darauf zur Beschlußfassung zurück. Nach Wiederherstellung der Oeffentlichkeit verkündet der Vorsitzende folgenden Beschluß: Die Oeffentlichkeit wird während der ganzen Dauer der Verhandlung ausgeschlossen, weil sie eine Gefährdung der Staatssicherheit besorgen läßt. Die Anwesenheit soll nur den oder dem Beauftragten des Reichskanzlers gestattet werden. Als Vertreter des Reichskanzlers wird nur Geh. Reg.-Rat Schlieben zu-gelassen. Darauf verließen die Zuhörer een Saal. _ Don weiten der Angeklagten wurde ein zwei umfangreiche S^ffm um^ssender Beweisarttrag gestellt. Das Gericht beschloß deshalb, dre Verhandlung zu vertagen und zu dem neu anzu- bevaumenden Verhandlungstermin, außer den zu heute geladenen Personen eine Reihe weiterer Zeugen zu laden. Ter ebenfalls als Zeuge neu genannte frühere rumänische Minffterpräffdent Carp dürfte kommissarisch vernommen werden. Der Seekrieg. Neue U-Boot Erfolge. Berlin, 4. Juli. (Amtlich.) Unsere U-Boote haben auf dem nördlichen Kriegsschauplatz neuerdings 15 500 Brutto-Reg.- Tonnen feindlichen Handelsschiffscau- mes vernichtet. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Aus dem Reiche. . Bundesratsbeschlüsfe. X Erlin, 4. Juli. r Spitzel tum im neutralen sie Friedensverttäge werden in zweiter und drttter Lesung gegen -die Lttmmen der Unabhängigen Sozialdemokraten anae- nommen. J Ter Etat des Auswärtigen Amtes wird' bewilligt Es folgt der . Etat des Innern. Abg. Haa, e (Unabh. Soz.): Die Deharrptung, daß es bei uns Wi^Aegun^b ^ UX 9tbt/ ^ndet in täglichen Vorkommnissen ihre u« ^^.sekretär Wallras: Dem Deutschtum im Ausland lassen wir rede Forderung zutctt werden. Das Auslandsschiil.oesen 'gehört aber znm Auswärtigen Amt und das Deutsche Auslands- muieum rn Stuttgart zum Reich:wir!schast amt. Ueber die Hand- yabung d^ Zensur hat sich jüngst ein bekannter Sozialist dahin Seauverff daß, wenn em französischer Genosse sich so frei äußern wjnrde, tme es hier der Fall ist, er überhaupt nicht aus beim Gefängnis hevauskiommen würde. (Zurus; Wer hat es gesagt?) Der Etat des Innern loird bewilligt, as- RrichZwirtschaftsamtes beschwert sich der Abg. Tr. B e l l. (Ztr.) darüber, daß die GerieralLonrinandos sich in die Angelegenheiten der Mietseiiiigungsäntter eimnißchen. Diese Angelegenheiten sollten rn einer Hand bleiben. Bei der Kleidevab- gabe müjsen alle Härten vacmieben und Rücksicht aus die soziale Wellung des Betroffenen geirouirnen werden. Bei der BEagnahme der Türklinken und Fenstergriffe mü,sen die öffentlichen Gebäude den Prwathauierii Vovangchm. Ebenso nruß die Einschnielzung unzeitgemäßer Teiikniäler vovangehen. Ottl ): Tie neue Textilverorduung ist eine Probe auf das Cuempel der Uebergangswirtschift. Es'wird auch da viel zu viel organisiert. Und der sreü Handel geht dabei zu Gründe. Geheimrat v. Simso u: Tie Textilverordnung ist. eine Rab- menverordnung. Es fft nicht gesagt, daß alle vorgesehenen Or- gauisalrouen auch wirklich rns Leben treten .oerden. Das Scheina bvauclü nicht auf andere Branchen übertrageii zu werden Abg. Ahrens (Deutsche Frakt.): Wir müssen sobald als -uoglicy aus der Zwangswirtschaft hemuskoinul-eii. Die Interessen N.^H'ausbeiitzer dürfen nicht außer Bedacht bleiben Die Ent- sichadlgungQi für die TürklinkÄi müssen so hoch sein, daß es möglich ist. diese Metallreu wen später nneder ju beschaffen Die Ersatz- klrnkeu sind von besonderer Häßlichkeit, ettvas Befferes ioäre zu wünschen gewesen. , Oberslleutnant Küth: T-cm ersten Tett der vorliegenden Reso- ^^-^^T^^^krmkeiiersatz, tvelcher verlairgl, daß zunächst me offenrlicheii Gebäude herangenvinmen werden sollen, werden tmr erfüllen. Bei der nächsten Tagung wird der- Reichstag auch ichon ff^nen Teil hergegeben haben. Die Denkmäler werden nickt viel Metall hergeben. Sie sind hohl und liefern nur 2500 Tonnen Die fünfte Lesung der preutz. wahlrechtrvsrlage. Abgeordneteuhausfitzung vom 4. Juli. Präsident Graf S ch lv e r i n - L ö w i tz eröffnet die Sitzung um 12*/» Uhr mit der Mitteüung der Trarierbotscl-aft von dem gestern abend erfolgteii Hinscheiden des Kaisers der Osmanen Mehmed V. DaS Haus erhebt sich. Erster Gegenstand der TageSordimng ist die 5. Beratung des (Gesetzentwurfs über die Aenderung der Berfasfungsurkunde vom 31. Januar 1850. Zunächst findet eine allgemeine Besprechima statt. Abg. Strobel (Unabh. Soz.): Das Weiche Wahlrecht ist feinen Pfisterling wert, tvenn es mit all den Sicherungen bepackt wird, die die Mehrhett beschlossen hat. 9lbg. Hue (Sr^.): Wir erwarten, daß die Regierung ohne Verzug zur Auflöiung schreitet. Wir fordern das gleiche Wahlrecht ohne Unterscksted des Geichlechts unter Beseitigung aller Vorrechte Wenn das, lvas wir beschlossen haben, Gesetz wird, so bedeutet daS eine Verhöhnung des Volkes, vor allem der Arbeiter, die in den seltensten Fällen die Alterszusatzsttmme erreichen Die Be,prechung schließt. Auf Anttag des Abg. Dr. Porsch (Ztr. wird über die drei Gesetzentwürfe einzeln en bloc in einfacher Abstimmung abgestimmt. Das Gesetz über die Wahlen zum Abgeordnetenhaus wird mit groster Mehrheit nach den Beschlüssen der 4. Lesung en bloc angenommen. Abg. 2ldolf H o f f m a n n ruft: Das ist der Dank des Vaterlandes ! Tagegen stimnren einige Zentrumsabgeordnete, ein Teil der Nattonalliberalen, die Bvlkspartei. die Sozialdemokraten, Polen und Tänen. Vitt der gleien Mehrheit wird das Gesetz über die Zusammensetzung der Ersten Kammer und das Verfassungsgesetz angenommen. In der Ge,amtabsttmmung werden, alle drei Gesetzentwürfe ebenfalls Mit derselben Mehrheit angenommen. (Abg. Adolf Hofsmann riist: Auffösen!) ' Hierauf wird die Beratung des dlntrages Dr. Heß über die Handhabung der Sammlung von gettagenen Kleidern fortges etzt. Ans Stndt Htifc Cant« ** ar , y • m Gießen, den 5. Juli 1918. ** Amtliche Perl ^ na lnach richten. Der Großherzig hat dem seitherigen Intendanten des Gvoßlferzoq lrchen Hoftheaters Dr. Paul Eger das Komturkreuz 2. Klasse rmt der Krone des Ordens Stern von Brabant verliehen und dem Oberarzt an der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Heppenheim Dr. Rud.ftf Götze den Charakter als Medizi- nalrat erteilt. 0 "F. Wilhelm v. H o f m a n n. In einigen Tagen, ttm 8. Juli, w»ird vor einem geladenen Kreise von Gästen das von der ^iemens-Mng-Gefellschast für den großen Chemiker August Wilhelm v. Hosmann gestiftete Denkmal in der Frankchrter Straße eingeweiht. Beim 100. Gebiirtstag, am 8. April, traben wir bereits unsere Leser über den bedecttenden Sohn Gießens zu unterrichten versucht. Da aber doch vielfach noch Unklarhett über die überragende Bedeutung v. Hosmanns als Forscher und Lehrer der Wlffenschaft besteht, ergreifen iuir anläßlich der Tenkmalseinweihung nochmals , die Gelegeiiheit, sowohl den große.: Wissenschaftler wie den ücenschen v. Hofmann der jetzigen Generatton seiner Heimat- joaot Gießen näherzubringen. In der morgigen Samstags- nunimer Werder: wir einen Aufsatz „August Wtthelm o/'HofmanuS Lebenswerll veröffeittlichen, dem dann nach der Deukmalseinwei- M'ng.im Latlse der folgenden Woche ein Arttkel folgen wird, der v. Hamanns Bezieh'ungen zu Gießen und feiner Bürgerschaft darlegt. Tre Deutsche Vaterlandspartei, Landesverttn Oberhenen, hielt, ime man uns schreibt, am 3. Juli auf dep Liebigshohe zu Gießer: eine ihrer nionatlichm Mitgliederverfamm- lilngen ab. Fer Vorsitzende gab einen Ueberblick über die politt- llchen Ereignisse der letzten LÄocheri unter besonderer Berücksichtt- glmg der K ü h l m a^un's che n Reichs ta g s r ede. Nach Mitteilungen über die ffdeigendeu französischen ErnährungSnöte und über den gutnzenden Fortgarig unseres Dauchä>votkrieges und Taucv- vootbaues, belchloß die Versammlung einmüttg. der, von de« Parteileitung rücksichtlrch der Mhlmann'säion polittsclmr Auffas- lungeri gefaßten^ Entschließung folgenden Inhalts beizutreten: Eerkffche Vaterlandspartei legt Vernxihrung ein gegen die Ausführungen des Staatssekretärs v. Kr'chlmann im Reichstage, die dahin ausgelegt rverden mußten, daß an einer sieg- reicken Durclfführnng deS .Krieges dmch den Erfolg unserer Wapeii Zweistl möglich sffen. solche Zweifel sind unvereinbar nnt der wiederlwlt von S. M. dem Kaiser u. dep Obersten Heeres- Intung knndgegebenen (dewißl^eit des Sieges, einer Gewißhett. die auf Tatiac! en fest gegründet ist. — Tie Deutsche Vaterlaudsvartei hält die pvlittsche Auffassung, die in der Rede des Staatssekretärs zutage getreten ist, lur verhängnisvoll und gibt der Ueberzeugung Ausdruck, daß sic in lcharftm Gegensatz zu dem unbeirrbaren Diegeswillen der großen Melwhfft des deutschen Volles steht, das nickt rul-en wird, bevor der Bund seiner Gegner durch das deutsche Schwert zum,Nachgeben gezwungen ist und die Notwendigkeiten anerkennt. - J~ xz M anschließenden musikalischen Darbietungen, welche der gesellige Abend den Mitgliedern der Vaterlandspartei bot, fant«nj reichen Beifall. — Für beu 15. Juli steht ein Vortrag des ^'Uhrers der englischnndischen Unabhängigkeitsbewegmi-g in Ans- sicht, um- außerdem für die allernächste Zeit eine Versammlung der Gietzeiier akademischen Gruppe mit emem Vorttag über die Genfer Universttät. r - Stadtthea 1er. lieber „Jan der Wunderbare", welcher bekanntlich am kommenden Samstag im hiesigen Stadttheater zur Aufsirhrung gelangt, schreiben die „Frankfutter Nachttchten": Jm Sll) leitete Kvnsisto- rlalprastdent ^r Nebel die Versammlung und begründe die Erschienenen, die Vertreter der Bahörd eii (Provinzial- und Kreis- direrwren), ime die Deleaierteii der emzelnen Zweigvereine vom Roten Kreuz, Und des dVoe-F-vauenvereius Oberbürgermeister i. R. Schäfer erstattete sodann den Bericht über die ln Frankfurt gefaßten Beschlüsse der RotcwKreuz- Vcrerm im Bezirk des 18. Armeekorps. Es sei Grundsatz, daß leder Korpsbeztrk dieienigeii Trnppcitteile nrit Liebesgaben versorge, deren Ersatztruppenteile irr seinem Bezirke lägen. Wegen der in- Nigerr Vermisclmng hessischer und tnchthessischer Truppenverbände tm 18. Armeekorps könne nicht vermieden werden, daß hessische Lrelxsgabenkisten an nichthessische Truppenteile kämen imd umgekehrt^ A/tc Kisten müßten also im ganzen Korpsbezirk einheitlich setll. Ailßer den Truppen im Felde feien ttoch zu be denket: mit ^.redesgaben die Kriegslazarette, die beiden hessischen Lazarettzüge^. dre hessischen Internierten in der Schweiz, seruer sei ein Beitrag zu lersteu sür die Flotten mm m schäften. Für die Lazarette in der _werde in M cicm Jahre eine W eihnachtsbeisteuer! von 3,50 (gegen 2 Mark im Lorstchve) gewährt. Me diese Zwecke erforderten 1916 für den hessischer Landesvere« einen Aufwand von 140 000 Mk. Sondersammlungen für Spezialtruppen (Eisenbahner, Flieger) werden diesmal im 18. Korpsbezirk nicht gattet. Der GesttnÄMr-oand für die im Felde stchenta: Truppenteile darf aus nrilitärrsAxen Gründen nicht genamtt werden. Ter Außvand ist infolge der allgnrveinen Preissteigerung auf 6 Matt pro Mann gestiegen (einschließlich Verpackung), and zwar für einen GebrauelB- und einen t^i^ßgeMtsiand. Cs dürfen diesmal keine Pappschaclüeln vewloendet werden, sondern Kisten für 50 und 125 Mann. Tie Lieferzeit (10. November) ist unbedingt ein- zlchalten. Tie.Diateriatienabteilung ist erbötig, ,oie voriges Jahr zun: SelbstSosdetrpreis .tat Emkartf und Versand für die Zweig- vereine zu übernttMen. Ter Umschlag erfolgte auch diesmal rmch der Steuettrast der Städte im Kreise. Tic Untervetteilung ans die Gemeinden müßtelt die Kreisdirtttoren vornehmen. Tie Gemeinden rt üssen ihre Zuschüsse erhölsen. Mehrere Zweigvereine und ein Ott dürfen kenre Tvppelsammblngen vornehnien. Vor OttspEeten, wie sie besottders in Rheinhessen üblich seien, müsse entschiede g-Qvarnt werde::. Tarunter leiden die allgemeine:: Sammlungen in den betreffenden Orten not. Sie sind ein Unrecht gegen die anderen. Tie Empfänger von Otts Paketen erführen eine Toppelv-ersorgnng duvch die Deimatgeineinde imd die allgemeine Sammlung, wMrerck die .Heintadzem-em.de nichts zur allgemeinen Versorgung beistetrere. Die Versorgmtg unserer Feldgrauen mit WeihnaDsUebesgaben erfordett diesmal beträchtliche) Summen. Llber sie müsset mtfgebracht werden. Das Wörtchen „unmöglich" gibt es nicht. Oberbürgermeister Dr. G l ä s s i n g - Darmstadt: Die öffentlichen Verwaltungen roerden Eire Pflicht ttm. Darmstadt hat dieses Jahr 60 000 Mark bewilligt gegen 40000 im Vorjahre. Es empfehlen sich vieUeicht Liebesgaben. in Geld Sehr viele preußische Städte ichiäen direkt an ihre Truppenteile. Wir haben den Wunsch, daß ttrnlichft heffffche Truppen von uns beschentt werden. - Oberbürgermeister S chüfer: Vom Mckitärpakttamt geschieht alles mögliche. Die Trnwpertteile vergessen vielfach, die Quittungsformulare einzu schirren. — Hof rat Levi - Worms ist für einen einheitlichen Landesaufruf mit örlticl-en Zusätzen. — Dr. Reben- ti s ch-Offenbach ist liegen Geldgeschenke, gegen die noch mehrere Redner sind. Mehrere Redner bezweifeln, ob Rauchmalerialien zu beschasfeir seien. Man solle Bücher, Spiele, Mundharmonikas geben. (Oebrbürgernleister Schäfer: Auf je 5 Mann wird ein Buch gegeben.) — Kreisdirekbor v. Hahn- Heppenheim: Ist ein Opsettag beabsichtigt? Die Sammlungen drängen sich vielfach zusammen. — Kreisdirektor Gräff - Dieburg: Auf die Beiträge der politisck-en Gemeinden können wir in meinem Kreis nicht verzichten. — Kortsistorialpräsident Dr. Nebel: Ob Umlage aus die Gemeinden oder Sammlung, bleibt den Kreisen überlassen. Hinsichtlich eines Opsertages empfiehlt Geh. Kommerzienrat Herdt- Mainz Gwßherzogs Gebuttstag. L e v i - Worms hält den Termin für ru spät. — Pfarrer Ka h n-Ortenberg: Es muß besser bekannt werden, daß die Weihnachtsgeschenke vom Roten Kreuz stammen. — Llpotheler Georgi: In Friedberg hat man mit tat Opfettagen schlechte Erfahrungen gentacht. — Fürstin zu Erbach- Schön berg: Empfiehlt sich vielleicht der Gebuttstag der Groß- herzogin? Es wird beschlossen, im allgemeinen an Großherzvgs Geburtstag als Termin für tat Opfertag festzuhalten. — Medizinalrat Dr. Vogt-Butzbach empfiehlt noch eifrigere We»bung in der Tagespresse. — Bürgermeister Schäfer weist darauf hin, daß die Klagen, das Rote .Kreuz tue nichts für die Truppen, uw« berechtigt seien. Der Landesverem sei jeder Klage nachgegangen. Es hat sich immer heraus gestellt, daß es Vetteumdtmgen itxrren, deren Urheber bestraft wurden. Nachdem die Aussprache einmütige Zustimmung zu den Vorschlägen des Referenten ergeben hatte, schloß der Vorsitzende tnit ^ onkesworlen ta Versammlung. Am 1. Juli starb im Reserve-Lazarett Dessau im Alter von 37 Jahren an den Folgen seiner am 1. Mai d. J. erlittenen Verwundung mein herzensguter, lieber Mann, unser lieber Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Wehrmann Heinrich Duil! Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, Mit ihm sinken alle meine Hoffnungen in ein frühes Grab. im Namen der Hinterbliebenen in tiefem Schmerz: Badenburg, den 5 . Juli 1918. Wilhelmine Duill ged. Sommerlad und Kinder Paula und Ottilie. Die Beerdigung findet am Sonntag dem 7. Juli 1918, nachmittags 3 Uhr, von der Badenburg aus statt bossd *f*V*i.' t Todes-Anzeige, Heute mittag 5 Uhr entschlief sanft unsere liebe, gute, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Katharina Schmidt geh. Bitmwlir wohlvorbereitet mit den hl. Sterbesakramenten, im Alter von 77 Jahren. In tiefem Schmerz: Lina Kinkel geb. Schmidt Wilhelm Kinkel, z. Z. im Felde Kurt Kinkel. Gießen (Kaiser-Allee 6), den 4. Juli 1918. Die Beerdigung findet in der Stille statt. vielt, Ebevaar olme Sliuöer iiu Ut auf 1. Oki. 3-Zimmer- Wobunng mit Garten auf dem Lande oJer in Gieben. Angeb. m. Preis unter 03121 an d e n Gieg ene r An zeiger. Ae!t.-re OfsirierSdame mit ihrer Enkelin suchen j für längere Zeit 2 bis 3 pt mööL Anlinel' 1 mit Klavier. Nähe Groner | Sleinweg erwüuschk. Schr. ) Anaeb. unter 03063 an den ! (^iehener Anzeiger. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten dw 'chmerzliche Mitteilung, daß unser liebes, gutes Kind, mein liebes Brüderchen, unser Enkel. Urenkel, Pate und Onkel Heinrich nach kurzem Kranksetn an einer starken Lungen- ^ enlzundung, int Al.er von 2*/ 2 Jahren, gestern RJ nacht mnft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Familie Ferdinand Schmidt Familie Heinrich Jost (Straßenwart) Fam. Cliristovb Schmidt Ww., Alten-Buseck und alle Bnaeböriacn. Rödgen, Alten-Buseck, den 4. Juli 1918. Die Beerdigung findet Samstag nachntittag 2 Uhr in Rödgen statt. DanksaKNNg. . Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bet dem Verluste unseres lieben Entschlafenen Km» Axt»« Nit» UN Metzgcrmeister sowie für die schönen Kranz- und Blumenspenden, ferner für die trostreichen Worte des Herrn Psarrers Weber am Grabe sagen wir aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Lang-Göns, Leihgestern, den 5. Juli 1918. 031« 5036 Wegen Sterbefans bleibt der Nestaurationsbetrieb auf der Babenvurg am Sonntag dem 7. d. M. geschloffen. stwou Wilhelnttne Duill Ww. Kleine Wobnnng z. vertu. 03111 Walltorstr. 45. Möhl. 2txin m&r Möbl. Wohn- und Schlafzimmer in Hess. Hause i. guter Lage z. verm. Näheres in der G es ch MA ü. d. Gieß . A n z. Möbl. Zimmervermieten 03116 Schlllerstr. Ä3 p am liebsten Cinsamilicn- baus m. größerem Garten, letzteres mit Vorkaufsrecht, zu mieten gesucht. Schriitl. Angebote tut er 03062 an den Gießener Anzeiger. r^M, M Wiir.-Wi. ” t —***— —M — i m ■ ■—■acrjati .aiiMiJ llfin flnltlPV ftnUllljl» ,,,,,, Laden mit Wolinung zu vrm. fr&ckl. »tr»L, 13 ,®. um * von kleiner Familie zum 1. Oktober gesucht. Angebote unter 4öüö Auz. Zwei gebildete Herren suchen ein rcsv. zwei nett möbl. Zimmer mit Klavier- denutrn. a. 'Jittgebote unter 03i:>7 an den Gieß. Anz. ! Krchc, helle Werkstatt ^ mit Hetz- und Lichtanlage zu ^ inteiea gesucht. Schriftliche ! Angebote unter 0:1082 an den Gießener Anzeiger. c - Ali? er. Kriegswichtiger Betrieb sucht energische, schreibgewandte Beweiber (auch Kriegsbeschädigter) aus dem Bauoder Maschinenfach bevorzugt. Eintritt sofort. Schr. Angebote unter 5031 an den Gießener Anzeiger. Ein tüchtiger Schreiner und mehrere Schlssser sofort gesucht. 6019 Vilbel & Appel Alicestrahe 25. KAM gejucht vrichl'sche Druckerei Gietzcncr Anzeiger ===: $djulfttsSIi!INl2I,j am SamStag d. 6. Juli t abdS.8r,UbrimPostkell« Zahlreiches Erscheinen e wünscht, [som] BerVontac H Al imc Lertung : Hof rat Hwraano St«tMo SamStag den 6. J»lj. abends 7'/, Ubr: Gastspiel ton Mitgli^ern ta Prankfurter kimMn«, ilflii Der Bnn&rrfinrf Ein derbes Stückt n 5 Bilde r n von Jrirdrich «mchier. Du braver Sohn, du Heber, treuer Bruder, Du, unsere Hoffnung:, lebst nicht mehr. Du starbst zu früh in Feindesland, Du i eichst uns nicht mehr deine Hand, Du sankst dahin, wie Rosen sinken. Wenn sie in stolzer Blüte st* h’n. Im Jenseits werden wir uns finden, Im Jenseits werden wir uns seh n. Jung: und einfach war dein Leben, Treu und fleißig deine Hand, Schon in deiner blühenden Jugend Starbst du in dem Feindesland. Immer hattest du die Hoffnung, Deine Heimat bald zu seh’n. Doch es war dir nicht beachieden, Daß wir uns nochmals konnten sehiL Ach, du hast in den letzten Stunden Gedacht an deine Lieben daheim, Ja, wir haben’s all' empfunden, Konnten aber doch nicht bei dir sein. Ach, herzensguter Sohn und Bruder, Nun bist du schon in Hirnmelshöh’n Doch dieser einzige Trost uns bleibet: Uns einstmals dorten wiederseh'n. Wir erhielten am 20. Juni die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber guter, treuer Sohn, Bruder und Bräutigam Johannes Schepp Oefreiter im Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 441, 9. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes I. und II. Klasse, der Hess. Tapferkeitsmedaille, des Kriegsehrenzeichens in Eisen und des Verdienstkreuzes nach 45monatiger treuer Pflichterfüllung im Alter von 28 Jahren am 9 Juni bei einem Sturmangriff durch einen Herzschuß den Heldentod fürs Vaterland ee- storben ist. In tiefem Schmerze: Phil. Schepp u. Frau als Eltern Katharine Dietz Wwe Philipp Schepp, z. Z. im Felde Familie Rübsamen Karl Schepp, z. Z. im Felde Margarethe Kraft Wwe Wilhelm Schepp Familie Nickolai Katharine Schepp Familie Frischholz Elisabethe Nickolai als Braut Familie Chr. Nickolai I. Anna Schepp, Tante Familie Wagner. Rüddingshausen, den 4. Juli 1918. 4M» Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nacliricht, dass unsere liebe, gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Frau Anna Margarete Rinn geb. Steinmüller im 77. Lebensjahre Mittwoch nachmittag 3 Uhr nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe R inn Karoline Rinn Familie Böhmer Wilhelm Krämer, z. Z. im Lazarett, und Familie Friedrich Kroch, z. Z. im Felde, und Frau nebst Enkel. Heuchelheim, Kansas City (Nordamerika), den 5. Juli 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 6. Juli, mittags 1 Uhr, vom Sterbehause Bachstrasse 14 aus statt. kvro 0 Vaterland, du forderst viel. Still und einfach war dein Leben, Treu und fleißig? deine Hand, Wollt’st nach dem Kriege v/eiterstreben, Mußt nun ruh’n in Feindesland. Wie wird der Tod gewesen sein? Wie schwer und tief die Wunde dein? So ruh' nun in Frieden, geliebtes, teures Herz, Denn dn hast den Frieden, wir den Schmerz. Wir konnten dich nicht sterben sehen, Auch nicht an deinem Grabe stehen, Und weinen wir auch noch so sehr, Der Krieg hat kein Erbarmen mehr. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute mittag 12 Uhr entschlief sanft unser lieber Vater Christoph Weiß im 80. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Angehörigen: Ludwig Weiß, Ober-Rostsekretär. Gießen (Nord-Anlage 28), Frankfurt (Main), Worms 3. Juli 1918. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden wolle man absehen. »«i- Todes-Anzeige. Verwandtem Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, und Gote*" 0 innlf?stgellebte Mucter ’ Schwiegermutter, Cousine, Tante Frau Luise Schlaudraff schlafen isf 611 2 ^ Ungern schweren Leiden sanft ent- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fritz Schlaudraff, z. Z. im Felde nebst Braut. SS3 Gießen (Rodheimer Str. 34), Frankfurt a. M., Rodheim, den 4. Juli 1918. .Die Beerdigung findet Sonntag den 7. Juli, nachm. 3V, Uhr. von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 03118 \ erwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Älit- teilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine innigst- gehebteFrau. die treusorgende Mutter ihres Kindes, unsere liebe,gute Ffiegetochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Launspach geb. Stein gestern abend plötzlich und unerwartet im Alter von 27 Jahren zu sich zu nehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilh. Latin spach, z . 7j . in englischer Gefangenschaft Erna Launspach Wilh. Albohn und Frau, Pflegeeltern Joh. Georg Launspach und Familie nebst allen Verwandten. osm Hattenrod, Gießen, Gailshausen, Ettingshausen, den 4. Juli 1918. Die Beerdigung findet Samstag, den 6. Juli, nachmittags 1 Uhr, statt itr- liil-lilllllllHlillllllliliHlHlilillliniillillilllllllllllHHililinillllillllillllllillliiiHHini trocken und fldmjemarin empfiehlt billigst KüftreiSommkrkorn Bleickfirafie 10. < 83 8 denkbar bequemste .Ein) können sich besonders alleinstehende Personen beiderlei Geschlechts durch den Abschluss einer Rentenversicherung verschaffen. Sehr hohe Rcntenätzse mit Anspruch auf Erhöhung derselben durch Dividende. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß am 9. Juni unser lieber, guter, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Man verlange ohne jede Verbindlichkeit kostenlos mit Angabe des Alters Prospekte und Auskunft unter R. 8. 24B5 au Sleasenstein & Vogler A.-G., Frank* Inrta.M. 4858h v Musketier Otto Velten Res.-Inf.-Regt. 441, Nachr.-Abtlg., I. Batl., Inhaber des Eisern. Kreuzes II. Kl. u. d. Hess. Tapferkeitsmed. nach vollendetem 21. Lebensjahre sein Leben opfern mußte. In tiefem Schmerz: Karl Velten III. und Frau Christine geb Becker l Gefr - Phili PP Bröck - z - Z. im Felde, und Familie Leihgestern, Stemberg Gefr. Karl Velten und Braut Marie Schneider den 4. Juli 1918. Karl Grimmei, z. Z. in Garnison, und Familie Kalh. Velten Richard Velten nebst allen Verwandten. Damenfrisieren Shampoonieren — Kopfwäschen — mit neuestem Warmluf tstrom*Tro cken app ar&t Frau Bernh. Dosch , j Neuen Bäne 12 , Ecke Weidengasse Dämon-Frisiersalon separat J Ankauf von Wirrhaar. 03098 Wer ihn gekannt, wird unsern Schmerz ermessen, — Was er uns war, wir werden’s nie vergessen. Steppdecken üliSflg- werden aalpearlseile!, bessert und neu am Stolle am Lager. Schott, Walllorslrasse 24 L