nt. (.14 Ter »tetz«ner A«Zel-er erscheint täglich, aus er Eormtags. - Beilagen: f kftttwt jfamilUttMatter; XtcisM«tt ff? Lrn Hr aus. Sie nahmen 1 Offizier und 72 Msnn und erbeuteten ein Maschinengewehr. In der Gegend nsrdlüh des Gravva sicherten uns die an diesem Vca-rgen in früher Stunde begonnenen Unternehnnm- gen den Besitz wichtiger Stellungen und brachten uns 569 Ge- fcmgeue, darunter 19 Offiziere und zahlreiche Maschinengewehre ein. — Vom 20. bis 30. Juni erbeuteten Jmr auf dem Münte di Bal Bella, auf dem Münte del Russe Md auf dem Cvl d'Echck vier Kanonen, 14 Bombenwerstr, 57 Maschinengewehre und mehrere taufend Gewehre sowie eine große Menge von Kriegsmaterial. Die rrsmpfe im Westen. Berlin, 3. Jrrli. Wiederholte Angriffe nöMich Albert haberi den Englcmben^ hohe blutige Verluste gebrstet. Das Vorfeld liegt voll englischer Toter. Auch sonst bezahlten Engländer. Amerikaner und Franzosen ihre 'Versuche, durch Pa- trrmillenunternehmungen und Teilangriffe die deutschen Linien zu erkunden, mit erheblichen Ovsern. Im Kemmelgebiet. Mischezt Meppe-WaL> und La .Baffee-Kanal büßten die Engländer bei mißglückten PatrvniüeimirternehTnungen mehrstch zahlreiche Gefangene ein. Eine fraTrzösisck^e Grvßpatrrnrille, die östlich Reims nach starker Artülenevorbenntung vorzustoßen veffnchte, kam im deutschen Sperrfeuer nicht über das eigene Hindernis hinaus. Den Amerikanern wurden nördlich Oargizen zwei Maschinengewehre abaenommen. Schwere deutsche Flachfeuer beschoffen französische Industriemckagen bei Pompsy, Dienlouard und Dom- basle mit beobachteter guter Wirkung. Der Lnftkampf. Berlin, 3. Juli. Unsere Bombengeschwader waren in den Nächten vom 28. zum 20. und vom 29. zrrm 30. Juni mit gutem Erstlg 100 000 .Klg. Bomben wurden auf Truppenunterkünfte, Mumtionslager, Bahnanlagen und Flugplätze gercxir- fen. Zahlreiche Brände in den Zielen lvurderc beobachtet. Eigene Infanterie- und Schlachtffieger griffen aus niedrigen Höhen iw den Kamps ein und überschütteten feindliche Jnfmrterie- und Bat- teriestellnngen mit Maschinengewehrseuer und Boml>en. Der oft bewährte Ängriffsgeist unserer Jagdstreifkräfte ftigte den Gegnern besonders schwere Verluste zu. In den letzten drei Tagen des Juni tvurden 37 feindliche Ffiwzeuge im Luftkampf und 8 durch Aug- abwehrkarwnen abgeschossen. Unsere eigenen Verluste betrugen demgegenüber nuc 14 abgeschossene Flugzeuge imd Ballone. Fünf Flugzeuge werden vermißt. Französische Zlopfpreise auf die Gefangermahme von Deutschen. Berlin, 3. Jmki. (WTB.) Aus einer Anzahl kürzlich von Deutschen erbeuteter Befehle gch>t hervor, daß die Franzosen immer noch an der so oft gebrandmarkten Gewohnheit festhallen, einen Kopfpreis auf die Gefangennahme von Deutschen zu setzen. So ertthält ein von General öumbert IrnteiHeichneter Armeebefehl Nr. 33 vom 15. April einen genauen Tarif dieser Belohnungen, der 75 bis 100 Franken für einen Unteroffizier verspricht. Auch sind bestimmte Sätze und dementsprechende Preiserhöhungen für das Einbringen nrehrerer Gefangener vorgesehen. Die Amerikauer im Westen. Rotterdam, 3. Juli. (WTB.) Der .Nieuwe Rottervamsche Courant" schreibt: Unserer Ansicht nach befindet sich von den amerikanischen Truppen höä>stens der siebente Teil an der Front. Das macht wahrsck^enrlich. daß e3 noch geraume Zeit dauorri wird, ehe die amerikanische Lftmoe ihr volles Gewicht in die Wagschale werfen wird. Auch eine Offensive großen Stils voir seiten der Mnerten wird noch lauge auf sich warten laff-sn. Die Deutschen werden in dieser Kanipfpcmse Uwcrr etwas mehr belästigt werden als ftüher, aber ihre Vorbereitungen für^ den 'ommeuden Schlag werden daMrch doch nicht fühlbar gestört. Ze länger die Vorbereitmrgen dauern, um st gewaltiger wird die Kvaftcmspamrung fern. Amerikanischer Bericht dom 2. Juli. Gestern nachmittag bemächtigte sich unsere Infanterie in der Gegend von Chateau-Thierry mit wirksamer Unterstützung unserer Batterien des Torfes B a u x und des La Roche -Waldes sowie der benachbarten Gehölze. Dpr Angriff wurde zu^s Rechten von den Franzosen unterstützt, die ihre Linien auf die Höhe 204 vorverlegten. Wir schoben unsere Stellungen 1000 Meter auf einer Front von 1500 Metern vor. Der Feind erlitt schwere Verluste an Toten und Verwundeten. Das deutsche Rechment, das den angegriffenen Abschnitt besetzt hielt, leistete G> r ^ wn Wider-! stand und wrrrde fast vollkommen vernichtet. Unsere Verluste sind verhältnismäßig leicht. Ein von den Deutschen frühmorgens gemachter Gegenangriff wurde gänzlich zinmckgeschlagen. Der Feind erlitt abermals schwere Verluste und ließ erncait Gegangene! in unseren ^Händen. Im Laufe des Angriffs undxGegenangriffZ machten wir über 500 Gefangene, darunter 6 Offiziere. Tie Zahl der von unseren Truppen in dieser Gegend im Laufe des Mmiats irrsgesamt gemachten Gefangenen beläuft sich auf 1200. An Beutel brachten unsere Truppen bei der Kampshandlung von gestern nachmittag einen Schützengrabenmörser und über 60 Maschinengewehre ein. Ter Tag war an den übrigen Punkten der Front ruhig .1 Amerikanisiche Filieger arbeiteten Hand in Hatrd mit den Truppen nordwestlich Chateau-Tbierry. Treivonunseren! Fliegern sind nicht -urückgekehrt. Durch Kerenski entflammte französische Wünsche. Bern, 3. Juli. (WTB.) Tie französische Presse befunr-ortet anläßlich ^es Wiederauftmch«ns Keren skis dringlicher als je eine Intervention der Alliierten. Das ,^Jomrnal des Tebats" meint, man brauche nicht auf das Eingreifen Japans zu! ' warten, man könne sch auf die schwachen alliierten KontiugeE beschränken, die, verbunden mit Tschecho-Sstkoalen, genügendes Widerstand in Rußlmrd bilden würden, „öomms Libre" sagt: „Unsere Pflicht, Rußland zu retten, verschmilzt^ ^,unseren Interessen. Wenn die Ostfrvirt Meder hergestellt wird, fft das Ende des Krieges nahegerückt." „Popnlaire du.Centre'^ befürchtet, daß ein von Keren ski unterstütztes Eingreifen ein revoluttonsfeardliches Unternehmen sein würde. London, 2. Juli. (WTB.) Reuter. In einem Ueberblicküber die militärische Lage sagt die „Times" die gegenwärtige Gruppierung der deutschen Armee würde den Deutschen erlauben, an jedem Pirnkve der Front von Reims bis znw Kanal anzngreifen, möglicherweise auch an Mrderen Punkten. Me Sachverständigen seien einig, daß der Schlag bald erfolgt. Die Miierten haben völliges Vertrauen, daß sie ihm.widerstehen können, wo immer er faUe. In der ZwischerlKeit taten sie ihr bestes, es den Deutschen st unbehaglich wie möglich M machen. Aus England. London, 2. Juli. (WTB.) Reuter. T-a: L^erL-nnttelkrm< troUeur Lord Rhondda ist gestorben. London, 2. Juli. (WTB.) Nach einer Rcnttermeld'.rng wurde auf der parlamentarischen Konferenz der Alliierten beantragt, die beteiligten Regierungen sollten entsprechende: Maßregeln gegen die „Deutsche Verschwörung zur Beherrschung des Welthandels", gegen das Dumpings System, die Handelsspionage und ähnliche Praktiken ergreifen. F-er- ner nmrde vorgeschlagen, Delegierte zu ernennen, um eine HandelS-l Entente der Alliierten herbeizusühren. Eine Adresse der Dienftpflrchtgegner in Irland an Wilson. Bern, 3. Juli, Bekanntlich richtete die aus Nationalisten, Sinn-Fement lutb Anhängern der Arbeiterpartei bestchonde Konferenz der Dienstpflichtgegner in Dublin vor einiger Zeit eure Advesse an W i l s o n, worin er gebeten wird, zugunsten Irlands in London zu vermitteln. Ter Bürgern leister von Dublin sollte diese Lldresse nach Amerika bringen und Wilson persönlich überreichen. Wie sich jetzt heraussteltt, machte ürdesscn das britische Außenamt die Erteilung des Reisepasses von der Bedingung abhängig, daß zuvor die ftaglickZ: Advesse dem Lordleuttrant F r c n ch vor gelegt werde. Die Iren lließen sich aber nicht auf dres e Be- dingrmg ein, sondern der Bürgermeister übergab die Adresse dem amerikanischen Botschafter in London nebst einem an letzteren gc- ricküeten Schreiben, dessen Wortlaut der Tublirrer Berickiterstatter der „Times" mitteill. Dieses Schreiben, das bat Sachverhalt entgeltend darlogt, betont, daß die von der arglis.chen Regierungj gestellte BedimMmg drrrch keine gesetzliche Besttmntung geroäüferlisft werde. Ta aber die Entscheidung dos Dcßenanrtes es dem Bürgermeister unmöglich mache, dem Präsideitten perslmlch die Adresse zu überreichen, st übergebe er sie hiermit dein Botscixrfter, der ia einen Toll Amerikas darstelle, mit der Bitte, um Beförderung im Tepeschensatz. Das Schveiben schließt mit der Botrerttmg. daß die Adresse am 4. ^nli, wo sie Washington ecrvick» herben kmuvL in Irland verSffentlicht werde. Amerika und die Türkei. Washington, 2. Juli. (WTB.) Reuter. Tie Bereinigten Staaten forderten erneut die Erklärung der Türkei zu dem Gerücht, daß die türkischen Truppen das amerikanische Hospital in T ä b r i s vernichtet .und >die dortigen Konsulatsbeamten sestgerwmmen hätten, lieber Spanien ging die Deftätiguitg dieses Gerückstcs ein. Tie Beamten dos Staatsdepartements teilen mit, daß die Att der an diesem Vorleben beteiligten Truppen voit Bedeututrg firr die Haltung der Berernigteu Staaterr in dieser Angelegenheit sein lvird. Ein Besuch des Königs AlfonS in Paris? - . ^uli. Wie dem „L. A." aus Genf beachtet NTrrd, yar Pariser Blattern zisiolge König Alfons in der Vorwoche nr Par7 ^» geweilt, nach einer Angabe wegen einer ärztlichen Beratung, nach einer anderen zu politischen Besprechungen. Wechsel im holländischen Kabinett. JL Das Korrespondenzbnreau meldet: rfj- des Morgenbla ttes des „Nieriwe Rotterdamsche Conr.", oay das Kabinett morgen der Königin seine Demission adgeben wird, kann bestätigt werden. Das Kabinett ist der.Ansicht datz der Ausgang der Wahlen zur Demissionsfrage nicht ab- gewartet zu werden braucht, da durch die allgemeinen Wahlen, ^ dEute stattsinden, der Zeitraum für das Auftreten eines extroparramentarischen Kabinetts ohnehin abgelaufen ist. - , 3 Juli. (WTB. i Korrespondenzbureau. Der Minister des Aeuyern Hot gestern die beratende Kommission für wirk , nur r f T i ch * Qf-,. f a or,.^r_r .rk .. . leiftouig liehen, und was gedenkt Gwßh. Regierung gegen solche dre Lebenshaltung des Volkes in bezug auf das wichtigste und ^wendigste Nahrungsmittel, die Milch, verteuernde Einrichtung Es ist bekannt» daß die für die Regelung des Verkehrs mrt Much rn den einzelnen Kreisen tätigen Personen V» Pfennig *"» ^SRLSF^SS* 1 - Dleft Vergütung soll in ihrer Höhe den Betrag von 30 000 Mk. und mehr erreichen und sich in der Regel aus 3 Personen, verteilen. Da die Preise pro Liter Milch fta) stetig gesteigert haben, so wird dadurch die Lebenshaltung des Volkes ganz unberechtigt verteuert. Hiergegen muß nngeschrrtten werden. Zu detaillierten Angaben bin ich bei einer Besprechung berert. Eine umgeherrde Antwort ist dringend er fmderlrch. Zur Eirrabgube Hai Abg Wolf-Stadecken fol-rende Anfrage im Landtag einge- o . I i- - t ^ rc Graßh. Regierung Kenrrtnis davon, oaß die Landes-Ererstelle in Mainz bei den zuständigen Staatsanivalt- ;chasten beantragt hat: allgemein für jedes Ei, das zu schaftliche Aufklärung im Auslände seinem Departemem * ti>Qft?en beantrag t hat: „ _ _ angegliederl. *** wenig abgelrefert wurde, im Jahre 1917 eine Mark Strafe . -- anzuietzen? 2. Ist die k' r * ' " ' " - Die russische Republik und der Schutz der Murmauküstc. Moskau, 1. JilM»Lch Meldung der „Krasnaja Gaseta Jflt Situjieir Qi^Qlii aii iju Murmanbahnlinie und den Nord bahnen gelegenen ^o: ^eis -uif alle. Organi ationen dieser Bahnen solgeMrer.-. T cl e gr a i^m/gerichtet: In Murwan gehen aufregende Dinge vor sich. -iic Land lt it g fremdländischer i. r .JJ & 71 vnb bte Umgruppierung dieser Kräfte auf verschiedene stellen des Murmans lassen einen UcberfallaufdasMur- man gebiet erwart e n. Vorgehen weißer Garde ist möglich, um sich eventuell mit den Tscheche-SlovascM zu vereinigen. Deshalb bestimmt der Sowjet der VolkskomMssare: Der Schutz aller Stationen und Brücken der Murman- und Nordbahnen ist unverzüglich zu verstäricu. In allen Zügen sind die Passagiere zu koittrvllieren. Alle unter dem Befehl der Sowjetmacht stehenden Streitkräfte sind in Kampfbereirschsit zu setzen. Gegen alle gegen- i-Äwlutionären Elemente, die »nitWen auslÄrdischen Truppen Verständigung suchen, sollen die schärfsten Maßregeln getroffen werden. Heber die getroffenen Maßnahme»» ist sofort Bericht zu erstattest. Dschavid Bey iu Berlin. Berlin, 3. Juli. (WTB.) Ter türkische Finartzminister Dschavid Bey ttas, von Wien kommend, heute vormittag hier ern.. Zum Empfang fanden sich auf dem Bahnhof der türkische Botfchaster mit den Herren der Botschaft und Graf Rex in Vertretung des Staatssekretärs v. K ü h l m a n n ein. Der Seekrieg. Neue N-Voot- Erfolge. Berlin, 4. Juli. (WTB. Amtlich.) Im Sperrgebiet umEngland wurden durch unsere U-Bvote 14 5 0 0 B r.- Reg.- Tonnen versenkt. * Der Chef des Admiralstabes der Marine. Ein österreichisch-ungarischer Flottenersolg. Wien, 3. Juli. Amtlich wird perlautbart: In den Morgenstunden oes 2. Juli stieß eine kleine Abteilung unserer T o r - pedoeinheiten in der Nordadria auf stark überlegene feindliche Torpedobootsstreitkräfte. Es entwickelte sich ein lebhaftes Feuergefecht auf kurze Distanz, wobei es unteren Einheiten gelang, einen großen feindlichen Zerstörer in Brand zu schießen und einen zweiten schwer zu beschädigen. Der weitst) brach das Gefecht ab und zog sich mit überlegener Geschwindigkeit gegen seine Basis zurück. Unsere Einheiten erlitten nur ganz belanglose Schäden: außer einigen Leichtverletzten sind keine Verluste entstanden. - 3- Juli. (WTB.) Nach einer Reulermeldung aus Washington versenkte ein deirtsches U-Boot den belachen Dampfer „Chili er" (2966 Brt.) 1400 Meilen von der Atlcnrttschen Küste am 21. Juni. 25 Ueberlebende wurden am 27. Juni geborgen. Kopenhagen, 3. Juli.. (WTB.) „Politiken" wird aus Mandol gemeldet, daß die Besatzung des dänischen Motorschiffes ,>Ero n din g Thyra" gestern dort eingetroffen ist. Das Schiff wurde am Samstag abend von einem deutschen U-Bvot 20 Seemeilen westlich Lindesnaes versenkt. Er war von Göteborg, nach Rouen mit Holzmasse unterwegs. .„^Eockholm, 3. Juli. Wie „Allehanda" aus Gothenburg erfahrt, ist der schwedische Dampfer Grekland (2756 Brt.' aus der Reife nach London versenkt wottxm. Aus dem Reiche- Dem Reichstage ist ein neuer Kriegskredit zugegangen. Es werden 15 Mil- liarden als Nachtrag zum Reichsetat für 1918 gefordert, die durch Anleihen gedeckt werden sollen. Die Börsensteuer. Juli, (WTB.) Gegenüber dem vom Steuer- ausscyutz des Reichstags angenommenen Antrag Gröber wurden m der heutigen Sitzung des Berliner Börsenvor- und es die Ansichten »me folgt zusammengefaßt: „Die jetzt in Aussicht genommenen Steriersätze bedeuten eine unerttägliche Schä digung für den deutschen Börsenverkehr und die mit ihm verbundenen »mrtschaftlichen Interessen. Die unausbleibliche Störung ber Fimkttonen der Börse würde das solide Ansagegeschäst ans das empnrtdlichste beemträchtigen, ohne spekulativ Ausschreitungen verhindern zu können. Die ungeheure Erhöhung des Stemels tze Um^äHi^ert deS^bereits in Wertpapieren angelegten Teiles des deutschen Nationalvermögens außerordentlich ersch»ve ren und damit eme Eirttvertung des Aktienbesitzes zur Folge hiben. Gegenüber ^rBer^utbarung in Nr. 333 der „Nordd. All^ Jtg- stellt \xx Börsenvorstond fest, daß die im Vorstehenden bekundete Anpassung der .^nmittigen Ueberzeugung aller soliden Krer^. des gesamten deutschen Bank- und Bankieraewerbes ent- spricht. (A ergeht an die gesetzgebenden Körperschaften die drin.- genoe Warnung, durch Irrige Hoffnungen auf Steuererträgniss —r^ ‘ uui v^LrutTmraqni c E rm,Knege so bewahrte Lebenskraft urch Leistungsfähigkeit der Borie aurs Spiel zu fetzen Und sie der Fähigkeit zur Erfüllung der ihrer harrenden Zukunftsaufgaben zu berauben." Die Berliner Vom vuMMto Öütibtnn * ' gÄK. »% Vom preutzischen Landtag ^ ^ lWTL) «tl t C ft « n - « U t f d> » fj ordneten hau ses trat heute vormittag zu ^ner Besprechung zusanimen. In der morgigen Sitzung des Abaeord- »retenhauws wtrd die 5. Abstimmung über die W a h l r e ch t s- o orla g e st«fttsinde»i. Von der Regierung liegt^ it t umtem* n 9 ^ ^ ^ ^ 12 ' bis zum 20. Sep- » .. Berlin, 3. Juli. (WTB.) Das Herrenhaus besinnt die Etatsberatung am Die nstag den ^9. Juli nachmittags 1 Uhr! Ämj Hessen. Utbtr bk Regelung des Verkehrs mit Milch «bg Re h in der Komm« iolgmdk Anfr-rg-^ Ist r<5 Gr-sth Regrerimr bekmrnt. dch ine für die Milch, und Speise- pitv«r sorgung m den ein^lnen .Komnruuolverböndeu des Großher»ogtumK tätigen Personen ganz erhebliche Ver gütungen beziehen, die in keinem Berhöltnis «>r Arbeit-,. - Ti “ Gwßh. Regierung bereit, diesen zu hohen allgnvenken Strafansatz mindestens auf die Hälfte zu ermäßiget? l3Nsbeloi»dere ist sie bereit, dem dariir liegenden allzugroßen «chemattsmus dadurch entgegen zu »virken, daß sie veranlaßt, daß durch die örttichsn Vertrauensmänner vorher der Grund ^ M geringen Eierablieferung durch die Hühnerhalter festgc- ttellt imrd? Ist sie bereit zu verhindern, daß der .Hühnerhalter, dein es^ unmöglich war, die verlangte Zahl von Eiern abzug-eben, genau so bestraft wird, wie derjenige, der in rücksichtsloser Weise dre Dorichriften mißachete? Die Wohnungsnot noch Hem Kriege. Abg Dr Osann stellte folgende Anfrage: Welche Maß- ätahnien hat Gwßh. Regierung getroffen, um der nach dein! Kriege drohenden Wohnungsnot!zu begegnen? ^ ^ Fischen an Sonntagen. Das hessische Ministeriuin de-.' ^nnern hat betr. Fischen an Sonntagen folgende Bekamtt- machung erlassen: Für sämtliche offene Fischwässer des Groß- herzvgtums wird bestimmt: Tic wöchentlich Schonzeit für nOc Fpchgattungen mit Ausnahme von Lach und Maisisch wird auf- gehoben 1 bis zum Ende des Jahres 1918 für die Gewässer mit Iruhlahrsschvnzett, 2. bis zum S. Oktober 1918 für den Neckar vie Gewässer mit Winterfchonzeit und mit doppelter jährlicher ^chonzert. , Deutscher yeichstag. 182. Sitzung vom 3. Juli. Am Bnndesratsttsch: v on P a y er , v0 n C a pelle,Wall ras, von Kühl mann. Bi^präsident D o v e eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 13 Min , Auf der Tagesordnung steht die dritte Lesung des Haushalts in Verbindung mit der zweiten Lesung des Friedensvertrages mit Ru man »en. ^ Abg. Scheidemann (Svz.): Gegen einzelne Punkte des ^nedensvertrages haben »Vir Bedenken, so gegen die Dobrudscha- frage, die Angelegenheit der Fremdftäminigen und gegen die Regelung »rnrtschastkicher Tinge. Unsere endgülttge Stellung behalten ichir uns vor Der Krieg muß für Deutschland de:» Charakter als na pönaler Derterdtgungs krieg behalten. Tie Auffassung, die ^taatssclretär von Kühlmann ausgesprochen hat, wird von allen ehemaligen R-elchskabzlern, Staatssekretären und Diplomaten geteilt, wenn sie es Mich nicht sagen. Machen wir mit dem ganze»t Lngmtram ein Ende! Wir können es. Lassen »vir an die Stelle Frved«tsoffensive eine Offensive -der Wahrheit treten. Der Welirrreg kann nicht durch das Schtvert entschieden werdeir. Dies llt nur mogllch durch Umbildurtg des Geistes, durch die Polftik der Tat. Abg. Ledebour (Unabh. Soz.): ,Bei uns herrscht noch immer die Hof- und Militärkamarilla. Der ReichskaTtzler und die Staat^ekretave haben diese Hintertreppenpolitik rmr in der Oeffcnt- llchkeit zu lngckwnigen. Ich rufe das deutsche Pwletariat von dieser Stelle zur Revolution auf. (Gwßer Lärm bei der Mehrheit. Glocke des Präsidenten. Ordnungsrufe.) Vizekanzler Dr. y. Payer: Ans die Bemerkung des Abg. Ledebour zu ertmdern, brn ich durch den Präsidenten enthoben. Der Abg. Scheideinann hat, »venn ich ihn recht verstanden habe, erllärt, daß die sozialdemokratffche Paatter den Etat ab lehrte n wird. Es ist doch recht gut, ^ daß das nur eine Demonstration bleiben muß und pvakttsche Folgen nicht hahvi kann (Sehr »vahr rechts.) Durch die lebhafte Beschäftigimg des Mg. Scherdemann mit der Friedensfrage ft'llWe ich mich nicht veranlaßt, »vrederum eilte pvogrammattsche Erllärung der Regierung über die Friedensfrage abzugeben. Wals soll nach den Er- llärungen, die wir jetzt schon so oft abgegeben haben, eine solche Erllärung -nützerr? Die regelmäßige Folge ist zunächst immer ar Ä ^ ^ § ung des Volkes Utch ein Aufeinarlderprallelt der Anschauunge»r innerhalb des Deutschen Reiches gewesen Man sieht M hier und da etwas, was aussieht »vie ein zartes Fünkchen, das d« .Hoffnung auf bessere Einsicht bei unseren Gegner»» aufkom- men läßt. Mnfe lrnks : Auch bei uns), aber das ist sin allgemeinen w schnZach, daß dadurch die Nachteile, die durch solche Erllärungeu rm Auslande herDorgerufen werden, nicht ausgewogen »oerden . döachjLile sind, daß die feindlichen Regierungen »hre Volver auspeitschen, um denj Zusammenhall aufrecht zu erhalten ?wem sie unseren Worten, so ehrlich sie auch gemeint sind, eine k * «v.? D ^ ntung geben, vahm, als ob wir nicht vermögen, den Erreg zu emem siegreichen und unserem B-erlanger» ent- iprechenden Ende zu bringen. Oder, wenn dieses Mittel nlcht zieht erklärte jnan unsere Worte für eine Falle, in die die Völker hinein gelockt werden sollet, um einen Frieden zu schließen, »me sie »hn eigentlich nicht.haben »vollen. Aber der Formulierung unseren oeutschien Friedens ziele, »nie sie Herr Scheide mann gegeben hat — Schluß m Ehren und keine Beeintt-ächtigrcng Deutschlands bei de»r "'^^sbedtngungen —, ^rnren »vir ohne weiteres zustimmen IM glaube, »v-rr sim» über diese Forrirulievung »msererseits schon hma^gegangen. Das ist die Forirmlimmng, die »edermann unter- (chreiben kann. Nach »»reiner Meinung wird der Friede so ,v-»e dre Tinge sich jetzig gestaltet haben, in dem Augenblick koininen in Anr der Kriegsnnlle und der Bernichtungsiville unserer Fernde gebrochen sein »oerden. Und ich sirrchte, so sehr 'ch das Gegeitterl »vünsche, daß alle Versuche, vorher zum Frieden zu kommen, den wir alle ersehnen, ergebnislos bleiben »oerden Wir müssen warten, bis der Zeitwmtt gekommen sein wird in dem unsere Gegner . sich innerlich »nngewandelt haben. ' Dann kann man ernstlich darüber reden. Zu meinem aufrichtigen"Bedauern hat der Abg. Scheidemann ein Bild von der Aät und dem Wesen der obersten Heeresleitung gegeben, das nach meiner Ueberzeugwtg falsch ist und in dieser Weise »sicht hätte Polittk betreiben, die »vtt getrieben haben — was soll der Wechsel dann nützen? — oder Sie »oürden melleicht den Versuch machen, och»e Fühlungnahme mit der Obersten Heeresleitting die äußere und untere Politik zu betreiben. Eure solche Positck müßte im erftert Augenblick scheitern. Oder aber — und das ist die Auffassung, »venn »ch recht verstanden habe, von der die Herrey ausgehen — es wird der Zustand eintreten, den Sie für den ztveck- mäßigsten Halden »oürden, daß die Oberste Heeresleitung sozusagen iw Nebenaint auch noch die zivile Politik des Reiches leiten »vürde. Dann, so sagen die Herren, wird sich im Augenblick Herausstellen, daß die Oberste Heeresleitung des politischen Ber- Iländnisses entbehrt. Dann »mrd sofott ihre Politik Bankerott machen, und da»rn »st die Oberste Heeresleitung nicht mehr, »vas sie vorher ge»vesen ist. Aber »vas, ineine Herren, könnte zum Nachteil des Vaterlandes passieren, bis diese Probe ganz durchgemacht wäre, und »vas wäre schließlich durch eine solche Polisik für den Frieden getuoratcu, den Sie wünschen? Was die Polisik im Innern anbelangt, so hat Herr Scheidemann behaufüet. nur hätten kein rechtes Herz für die Not der breitest Massen. Da tut er uns urrrecht. Wir haben in der Tat ein Herz für diese Not der breiten Masse»», nicht »urr für ihre leibliche, sondern auch für ihre .geWge. WiL »visien, daß die Unzufticdeuheit und Mißssinrmung im Volke nicht allein von der Ernährungsfrage herrührt, soildern auch von der inneren Polisik. von der Besäsiäicümg der Bewegungsfteiheit. Ist anderen Ländern Ul es ebenso. Wir müffen aber fragen, ob inan all da: so bchcrndelir kan»», »me es die Herren wünschen, ohne Schaden für das Vaterland und für die Sache. Wir können »sicht zum Sieg und Frittxnr gelangen, »venn ma»r unter Anfhebimg des Belagerungszustandes reden einfach läßt, »me er »nag »»nd nüe er im Frieden' tun kann. Der Abgeordnete Scheidemarrn hat darauf Hingeiviesen, daß imge- Heuer viel auf ldem Spiel steht. Das ist sehr richtig. Für uns alle steht ungeh>2uer viel auf ixrnt Spiel. Deshalb sollten wir es aber auch nicht allzu tragisch nehme»:, wenn »vir uns vorübergehend! ge»visse Freiheite»! versagen müssen. Es geht ja schrsittveise immer vonvärts. ^.ch will nicht bestreiten, daß es laitgsam geht, viel langsamer, als es denen erwünscht ist, die uuter den Beschränkicngen lerde»». Aber es geht vorwärts, u 'ad wir kommen allmählich zu Z iisiänden, die auf diesem Gebiet durchaus als ersprießlich be- zmchnet werden können. Was soll bei solchen Reden heranskonr-> men? Erne Förderung unseres Zusammenarbeilens kann da- ourch nicht herbeigesührt ^»oerden. Wir sollten uns nicht ausetnanderreden, sondern nsir sollten zusannnenar- berten, b»s »mr zium Frieden gekommen sind, mrd bis dahrn alles Tren»rer»de^ nröglichst beseisigen. Wir n»üssen Ihnen ja lllnhe»»,»geben, ob Lie in d»eser Richtung uns helfen »vollen, oder ob ^e, wie es scheint, das Verhältnis von Verhandlung zu Verhandlung nnmer schroffer gestalten wollen. Darauf habe»» .mr keinen GtNjlus; Tafur müssen wir Ihnen die Bercurttvortung überlassen. Wa^ »insere Aoircht »lt, kann ich Jh»ten mit »oe»nge»t Worten sagen: rT"? n .' tcr ‘ >tVTl ' rtnr bisher unseres Weges gegangen sind und ver- ttcht lsilben, es jk> glitt Tülle möglich zu machen, auch weiterhin un* ?*ges gchm, weil wir wissen, daß di^'er Weg »oeder, »vre pre vehaupt-en, zu»n mtlrtärischen Despotismus uns führen tvird — noch.zum Erubermrasfrieden. den Sie als unser Ziel chn?ustellen versucht haben, so »»der»» zu einem Frieden der Verständigung, den ^venn nicht alle, »0 doch jedenfalls iir der wiitaus übenviegenden .Reiirlsitt d»e»es Hauses und irrnerhalb der Regierung gemeinsam sin streben. (Beifall.) Wir bitten Sie um Ihren Beistand. Wir weichen »ncht aufhören. diesen Weg »vsiter zu gehen, bis wir zum Sieg und z»nn Frieden gekommen sind. (Beifall.) - ..Graf Westarp >kons.): Herr Schridemann hat, als er von ttestter .Not ^des Volkes ..und Knechtscl>aft gesp-rochen hot, »veit übertrieben. Tie Regierung darf nich,t angesehen werden als Dott^ zugsaus schuß des Parlaments und besortders der Soziald emo Er asi e. Abg. Tr. Thvma (ntl.): Unsere Fesiude wollen keinen Frie- den, aus dem DeutsckLand in Ehren hervvrgeht. Was deirtsch war, muß deusi'ch bleiben. Wir »vollen verständnisvolles Zusamnienavi be»ten bis zum Schluß in Ehren. - Abg. Scheidemann ^Soz.): Wer hindert die Auffösunst ^?^E>awrdnetenhauses! Wer- hält den Belmgeümgszustand au^ recht? Wer nmcht den Schutz des Schutzhaftgesetzes Musvrisch? Wer Hat Ine Wiederkehr der litmsischen Uborünung nack». Berlin Vorboten? Wer hat die Rede Kühlmcmns zensiert? Alles die Oberste .Heeresleittmg! Zur Verständnisvollen Zusammenarbeit mft der Re-- grerung ist volle Klarheit in .der Friedensfrage »uotwendig. Abg. Ledebour (U. Soz^: Wer hat das Unsiedlungsn»e»7k m Kurland kommandiett? Tie Oberste Heeresleitung. Das ist ein Eingriff m die Selbstverwaltung. Helfen kann allein ein allge^ me»»»er Massenstreik. Damit schließt die Eieneraldebatte. * In der Spezialdebatte wird der Etat des Reichstages ohne Aussprache bennlligt. Bei»»t Etat des Reichskanzlers fordert Abg. Dr. von L a s - ze»vski CPvle) Berücksichtigung der Wünsche des polinschest Volkes ber der Neugestaltung Pölerts. Beim Etat des Nuswärsigen Amtes wird der Friedensvertrag mit Rumänien mitverhandelt. Abg. Freiherr von Richthofen erstattet den Bericht des Ausschusses und empfiehlt unverändette Annahme der Vorschlag , mg. Graf Praschma (Zentr.): Tie Mrechnung »nit den Kriegshetzern können wir fetzt Rumänien selbst^ überlassen. Für stn.s muß jetzt die Wahrung des eigenen Interesses maßgebews sein. Wir stimmen den Verträgen zu. Abg Thoma (ntl.) wendet sich scharf gegen die Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen in Rumänien und verlangt sttengste! ^ühne. Abg. Tr. R ö s i ck e (k.): Wir müssen Sühne verlm»gen für diese Greueltaten, um auch auf die übrigen seindlickM Staaten ab- chreckend zu wirken. Ministerialdirektor Dr. Kriege: Beide Forderungen — Ent- chadrgung und Sühne — werden erreicht. Die Entschädigung steht bevor Bezüglich der Sühne hatte die rumänische Regierurrg be- re»1s Schritte unternoinmen, als wir vorstellig ivurden. Wi^ gegen Rrnnämen, so werden wir gegebenenfalls auch gegen andere feindliche Lander Vorgehen, eventuell gegen Frantteich. (Beifall.) Darauf üLrd die Weiterbervtung aus Dmrnerstag, 2 Uhr, vertagt. Schluß gegen 81/2 Uhr. L ft l e ' ^ cfe Scknldcnung ist falsch. Es zeigt auch ein geringes Maß vvn Tankbarkett für »msere .'Oberste Heeresleitung, »venir man m dieser Werse über ihr Wesen nnd ihre Leistungen spricht Wir halten es mcht ftrr angebracht, daß der Mg. Scheideman»i uns den lreundschaftltchen Rat gibt, daß nur uns möglichst bald zuruckzrehen sollen, wenn es uns »sicht gelingt, ein Verhältnis Elchen der Obersten Heeresleitung zu schassen, wie es ihm vor- schwebt Merneit Sre, emer von uns sitze zum Vergnügen hier aus dtffen Stühlen? Snck Ste irch nicht cn»ch darüber klar, daß die Lchwierrgketten, die wir gegenüber unseren Feinden und nach allen Rtchtungen durchKukämpfen habe»», so schwer sind, daß wir oft all unseren Mul zusammensassen müssen, un» all dies zu eine»n guten Ende zu führen? Ein Persönliches Opfer wäre E für kernen von uns, seinem Rate zu folgen Handelt es sich dem» um unsere Person? Dir sind dock hrer dazu da, den» Vaterhurde zu di»ven in der schwersten Zeit, dre es \t durchlebt hat. Da halten »vir es für unsere Pflicke auszuharren und nicht m»f jeden beliebigen Rat von irgendeiner ^cite hrn die Flmte rns Korn zu »versen. Was würde dabei heraus- lonunen wenn nur de», sttai des .Herr»» Sck>eidenraun besolgm, »vurder»? Dann sähen »mr mrdere kommen, die entrvedec dieselbe A«s Si«rdt nud Land. Gießen, den 4. Juli 1918. ** Amtliche Pers 0 nalrrachrichten Der Großhn-zog einpsing zum Vortrag: den Staats»nsilister Dr. von Ln>ald, den Minister des Innern Tr. von Hourbergk zu B1 l^enmal- adjutanteil G^reral der Kavallerie von Hahn, den Vorstand des Kabinetts Wirktw Geh. Rat von Röncheld, der» Obe»jägerme»stev Frhr. van der Hoop, außerdenr, den Dr. Eorwegh. Leipzig. — Ter Grvßherzog hat am 3. Juli .den Direktor der Realsck>icke z»r Oppenheim Kär'l Hensing zun» Direktor der Oberrealschule am Friedrichsplatz zu Osfenbach und den Oberlehrer an dem Real- gßmnasimn zu Gießen Prof. Dr. Otto Knauß zum Dir.cktor der Realschule zu Oppenheim, beide nsit Wirkung pom 1. Auanst 1918 ab, den Direktor der Realschule und des Prvg»>muasiums zu Alzey Tr. Karl Zulauf zum Direktor dös Realgymnasiums zu Mainz und den Oberlehrer an der Realschule imd den» Pwgym'tasi- um zu Alzey Pwf. Dr. .Karl Becker zum Direktor dieser Schule, beide mit Wirkung vom 1. Oktober 1918 ab, ernannt. ** Ans öem Militär-Wochenblatt. Befördert zum Oberstabsarzt Stabsarzt Dr. Ktßner (Gießen : den Charakter als Oberstäbsarzt hat erhalten: Stabsa^t der Reserve a D Dr Büchner (Giesst); zu Oberärzten befördert: die Assistenzärttr 's lcf ? n) S^?r länger, Julius der Assistenzarzt der Landwehr 1. Aufgebots: Dr Kalbflnsch. Wilhelm (I Darmstc^tst^uin Assistenzarzt der Reserve besörde»?: Unterarzt Traudt, Ludwig (I Darmstadl): für die Dauer ihre« Berweirdimg in» Krie^sa»silätsdienst zu Feldhilftärzten ernaimt: du, »t,ckMp»>re>b lftitw-arzte (Jeldunterärzte): Spitznagel, Zeulrech^ lGwß^''. ^aft^emrech (I Tarnistadt), Becker, Ftstix *“ 1,1 — Denkt an die Luderrdorff-Speude Äawbetft bu noch, mo sie alle kommen, Diele, denen ihr Liebstes genommen — U»d bringen der Opfer noch mehr? rZMn tnr s wirklich so schwer? dir wirtlich so leid — . Gin kleines Opfer in großer Zeit?.... ^ Curt Reinhard Die tz. Ä , eichinnng. Kmroni-er Kraft erhielt das Eiserne Krenz 2. Klasse. ?* b ^ " s mit telkarten - Ausaabe. Die Ausgabe der OT)t-% -Butter*, Mersch-, Kartoffel- 5*1110 Wurstmarken erfolgt eyceitofl und Samstag Siche dlnzeigcnteil. cu- r OefsENtliche Bücher Halle. Im Juni wurden 2211 Bande ausgelE-en. Davon kamen auf: Erzähilenbe Literatur 1282, Zeitschriften l80, Jugend sch r iften 2.82, Literaturgeschichte 14. Gedichte und Dramen 38, Länder- und Völkerkunde 55, Knltur- geschichte 40 Geschichte und Biographien 105, Kunstgeschichte 7 Natuctmstenschasl und Technologie l07..Heer- und Seewesen 7, u?* 1 * 5 ult ^ ^lmdwirtsehrst 12, Gesundhejtslehre 33, Religion und Ptl!owuhie 53, Htaatswissenfchaft 8, Sprachwissenschaft 16. Fvcmdiprachlrchcs 22 Bände. Rach auswärts kamen 45 Bände. Stadttheater. Auf das am Samstag den 6. Juli stattsmdende Gastspiel des Frankfurter Schauspielhauses sei auch an dieser Stelle ganz besonders hingewicsen. Tie nachfolgende Ptesse- ttimme über „Jan den Wunderbaren" dürfte von Interesse sein. Es schreibt der „Berliner B ö r s e n - C 0 u r ier" : Frankfurter Schauspiel h a u s. Friedrich Kahßlcrs Galgenvogel- tomödae „Jan der Wunderbare" ging mit ifrrer behaglich-würzigen Eulenspiegelkkomik so vergnügt über die Bretter, daß die unge ttvungene Heiterkeit der Spielenden bald anstec^nd zu wirken be gann und beifallsfreudiges Echo fand. Dazu gab es reizende Genre mtder, die man per Inszenierung Walter Brügmanns zu danken Mitte Außerdem ein wunderbares Spitzbubentrio: Impekoven Krautz, Ebelsbacher — das. wenn cs die Hände in den .Hosentaschen im Gänsemarsch gegen Jan den Wunderbaren aufmarschierte allein schon das Zwerchfell in Schutt ngung brachte. ^ r c ü ^ f n 1,1 m lung. Die .Heeresverwaltung hat umfangreiche Laubheusammlungen organisiert: dieselben haben bereits seit mehreren WockM, begonnen. Das Laub' wird aus harren getrocknet, dami vermahlen und .mit Melasse vermischt als Laub mt ter tuchen der Front zu geführt. Dieser Laubfutterkuchcn soE keineslwgs, wie vielfach angenommen wird, das Rauhfutter ersetzen, sondern den .Hafer. Im Frieden ist bei uns mir in Klein- tmrtschaf^n regelmäßig Laub verfüttert worden, und so ist uns allmählich das Empfinden dafür verloren gegangen, daß Pas ^aub ein gutes Futtermittel seiner Natur nach ist. Tie Er,ahrun gen, die man in andere, l Ländern mit der Laubfütterung gemacht hat, hab^n dazu geführt, daß 80 kg reines Laub Heu in Frankreich >vgl. die Instruktion des französischen Ackerbau-Ministeriums) wie 100 kg mittleren Wiesen Heus Ivewertet werden, die norwegisckie Fachleute rechnen mit 85 t^g Laubheu, in Italien und den öfter reichischen Mpen rechnet man mit 82 kg, die den Toppelzentnc mittleren Wiesenheu ersetzen. Tie Organisation ist zusammen ge as't in der Laubfntter-teile für die Heeresverwaltung, Berli, Potsdamer Straße 31a Tie einzelnen Kriegsnttrtschaftsämter ^richteten wieder, wo cs angängig loar, Sammelnellen, an deren ein OlchÄmgesefsener (Lehrer, Geistlicher' als Samnielleiter i.nt. der die SammelMaßnahmen zu treffen hat. Als Sammler ltei-eu die Stnuer uno Schülerinnen sonst.' alle diejenigen, die sich 5azu melden, zur Verfügung, und es ist erwünscht, wenn sich eine recht zahlreiche Heiligung findet. Tas gesammelte Laub wird ent weder im Schatten getrocknet oder grün angeliefert. Es muß der mieden werden, daß grünes Laub weit transportiert wird, weil die Fracht zu viel koste, und die Futtergualität sehr leidet. Daher wird Grünlaub mir dort angenommen, wo eine Darre in nächster Nähe ist Im andern Fall wird das Laub schattentrocken angeliefert und dann auf der Darre völlig getrocknet. Tie kaufmännische Verwertung hat die Bezugsvereinigung der deutschen Landwirte. Für größere Gebietsteile hat sie Haupteinkäufer bestellt, denen zahlreiche Untereinküuftr zur Seite stehen. Tas angelieferte Laub haben diese Untereinkänser sofort zu bezahlen, und zwar nach dein Satz: 1 Doppelzentner Grünland 4 Mk., 1 Doppelzentner Lrockenlaub 18 Mk. Außerdem sorgen sie für Säcke und Geräte zur Laubgewinnnng und den Transport zur Darre. Die Verarbei tung der getrockneten Ware m Futterküchen geschieht durch eine größere Anzahl geeigneter Fabriken unter Leitung des Kriegsausschusses für Ersatzfutter, der für die Ablieferung dieses Futters an die nlilitärischcn Aonahmestellen Sorge trägt. ** taucht Rosen blatte r! Von einem Leser, der seit 28 Zähren die Rosenblätter als Tabakmischung verwendet und damit die besten Erfahrungen gemacht hat, wird dem „Mannh. Gen. Anz." geschrieben: Rosenblätter als Tabakersatz bis zu 25 Prozent gibt einen guten Brand und Geschmack, besser als Bucken-, Birken- und Kirschenblätter. Ich habe diese Mischung ans alle Arten erprobt und bin dabei nie enttäuscht worden. Nur darf man nicht die frischen Knospen, abschneiden, sondern muß die Blätter kurz vor den: Wfalleu ernten und in der Luft, nicht am Herd, trocknen. Landkreis Gießen. -n- G r 0 ß e n - L ind en, 3. Juli. Gefreiter Otto Kl otz, Sohn des Schuhmackermeisters Philipp Klotz, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Masse ausgezeichnet. Tie Hessische Tapferkettsm-edaille besitzt er schon längere Zeit. ** Muschenbeim, 4. Juli. Gefreiter Wilh. Bender erhielt das Eiserne Kreuz 1. Masse -und das Kri eg sehren Zeichen in Eiwn : das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die hessische Tapferkeits mevaille besitzt er schon länger. .. tt. Treis a. L., 3. Juli. Als vierter aus unserer Gemeinde \)t der seit 2 Jahren gefangene Musketier H. Weber aus russischer Kriegsgefangenschaft entkommen. Die Hessische Tapfer kertsmedarlle erhnlt Landfturmmann Joh. Friedrich Kehr, das Eiserne Kreuz 2. Masse der Landsturmmann .Heinrich M ü l l e r I., zu Äergeanben sind befördert worden die Unteroffiziere Hettlr. Benner, zum Gefreiten der Wehrmann Soc Sammlung für die Ludendorfffpende ergab >60,Oü Mt. Kreis Büdingen. . tm V * en ^ ®. r 9/ d Juli. Zum Oberstleutnant befördert ^2?- a l or Biegtcr, früher im Regiment Kaiser Wilhelm in (ffietzen^ Das Eiserne Kreuz 2. Masse erhielten zu der Hessischen Tapierkeitsmedaille: Landfturmmmrn Georg Schmidt und Pionier Arthur Bauer. — Der Frauen verein eröffnete in Verdi iwung mit dem Roten Kreuz erneiit seine Einmachstelle zum Besten der Verwundeten und kranken Soldaten. Kreis Lauterbach. % \ 3"^- Beter Eisenbach, der sich bei Kriegs- uvbruch m Ruß!«K> befand und als Zivilgefangener dort interniert worden war, ketwte dieser Tage in die Heimat zurück. Kreis Friedbern. Reke^itz L l ;!y fr i 3 Juli. Das Eiserne Kreuz erhielt der G c y er. — .Ilben st adt. Zu Sergeanten Brüder .Karl Joseph Brücker und Peter r 'c_-? c,r ’ 0 Purden sie mit dem Eisernen Kreuz ausge- ITfV™' t - <e Tapverkecksm^ille und das Hessische Kriegsehrenzeichen der Gesreite Heinrich Weickert. In unserer 1 Masse I ^ t ^ ^ldzugsteünehmer das Eiserne Kreuz - ^ Starkenburg und Rheinhessen. t dach, 3. Juli. In der Nähe unseres Ortes tn dem Wäldchen «t ber Röllbacher S iße wurde ^in Mann tot auf gefunden.^ Die ^.e,che wies am §1 ■ klaffende, ansckieinend Jon artcm Lchlagc i»errühcende Wi.,i nif. Offenbar liegt ein Verbrechen vor, dcim die Kleider des Toten waren in einem Zu- K^tertoi läßt, daß er vom Tatort an die Fund- U^le geschleppt ivorden ist. Wie verlautet, soll es sich um einen S,” " Kmdwill Uätzlein auf dem .Klotzenhof stehenden .Knecht nanDein der fea einigen Tagen vermißt ,vird. Das Nähere wird vre sofort eingeleitote Untersuchung ergeben. Krris Wrtzlar. ^Wetzlar, 3. Juli. Der Berteilungsb'amte Hahn vom städtischen Lebensmitttlamte wurde seiner Stellung enthoben, weil er sich umfangreicher Schiebungen mit Butter und Eiern schuldig gemacht hat. Die Verfehlungen Hahns haben schon vor zwei Jahren ihren Anfang genommen. Hessen-Nassau. — Bad Hvmbur g v. d. H., 3. Juli. Die Stadtverordne tenversainmlung stimmte in geheimer Sitzung dem' Vertrage mit lder Aktien-Gesellschaft Bad Homburg, betr. Uebernahm-e der -Kur- und Badeeinrichtumgen burefji die A.--G. zu. Der Vertrag wurde heute in Frarikfurt a. M. vor Gericht unterzeichnet. Frankfurt a. M., 3. Juli. Ter heutige P^erdemarkt am Ostbnhnhof wies einen Auftrieb von 416 Pferden auf, die bei reger Kauflust! rasch verkauft waren. In der Hauptsache waren Landwirte die Käufer. Tie Preise bewegten sich wieder in schwindelnder Höhe, namentlich wurden für schwere Arbeitspferde erster Güte fast unglaubliche Preise — bis zu 15 000 Mark — an gelegt. Aber auch lei chte re Tiere erzielten ^hohe Preise. = Fulda, 3. Juli. Im Fuldatal hat man allgemein am Dienstag mit dem Kornschnitt begonnen. Nach der Ansicht von Fachleuten ist durck^oeg mit einer guten Mittelernte zu rech'nen, stellenweise sogar mit errier uneingeschränkt guten Ernte. — Hattenheim, 3. Juli. Durch ein Großfeuer wurden in der vergangenen Nacht ein Wohnhaus und zwei Scheunen einge- äschert. Zur Eindämmung des Brandherdes mußten die Mainzer Militürfeuerwehr und die Wiesbadener Feuerwehr alarmiert werden Kpovt. Am kommenden Somttag be 1 7 Juli, findet auf dem hiesigen Sportplatz des Vereins für Rasenspiele von 1900 an der Hardt das erste diesjährige Verbandsspiel der 1. Masse statt.'Es ist das erste Verbandsspiel, das seit Beginn des Krieges auf eigenem Platze ausgetragen wird. Es treffen sich die beiden 1. Mannschaften des Wetzlarcr Ball spiel kl ubs und des Gießener Vereins für Nasen spiele von 1900. Da beide Vereine über eine gleichstarke Mannsck-aft verfügen und der Wetzlarer Ballspielklub/der führende Verein im hessischen Bezirk ist, tvird ein sehr interessanter Kampf zu erwarten sein. Das Spiel beginnt um 3.30 Uhr. B. kp. Mannheim, 3. Juli. Wegen Raubmords hatte sich vor dem Schwurgericht der 26jährige Arbeiter Jakob Einig aus Mannheim zu verantworten. Einig übersiel am 18. September vorigen Jahres in der Wirtschaft zur Fortuna in der Augartenstraße den 65 Jahre alten Wirt Theodor SchnePf, der sich allein in seinem Lokal befand, schlug ihn mit einem Hammer niedeck urtt boraubte ihn. Tor Wirt ist einige Tage später seinen schweren Verletzungen erlegen. Einig wurde nickst wegen Raubmords, sondern wegen erschwcrten Ieaubet, aber unter Versagung mildernder Umstand, z>u 12 Jahren Zuchthaus und Bcrlust der bürgcrlichenj Ehrenrechte aus zehn Jahre verurteilt. Vrkefkaftsn 6er Ncüa7Non. lAnsuymc Anfrage» bleiben nuberüasichligi.» L. onarchie zu erschüttern, rmd die selbst vor öem Versuch nickst zurückschrecken, jene festen Bande inniger Liebe und Verehrung, die das allerhöchste Kaiserhaus nkit der- getreuezr Bevölkerung verknüpfen, zur Lockerung zu bringe>r. Er brauchst nicht zu sagen, daß dieser Erfolg diesem schamlosem Treiben nicht bc,chleden sein könne. Kein.vernünftiger Hiensch werde an einen derartigen Unsftm glauben. Jedenfalls verbürge er, der sistkinister- präsident, sich persönlich dafür, daß alle jene abscheulichen Gerüchte, dre in der letzten Zeit über ihre Majestäten verlTveitet worden seien, nicht einen Schatten ^von Wahrheit enthalten Die Berbreftungs derartiger Märchen sei deninach! ein höchst verderbliches Vorgehen, dem mit aller Strenge des Gesetzes werde .ntgegengetreten: werden, da durchs sie den Manövern unserer Feinde geradezu Vor- ichub geleistet und das „Vaterland schwer geschädigt werde. Es werde ohiie Ansehen der Person rücksichtslos vor gegangen werben. Es sei Pflicht eines jeden Staatsbürgers, die öffentliche Verwaltung bei der Unterdrückung .dieser ruchlosen Umtriebe zu unter stützen, wie dies sehr erfreulicherweise auch bereits geschehe. Er verweise insbesondere auf die imposante Kundgebung, die der katholische Volksbund kürzlich veranstaltec habe. 'An die Herren W- geordneten wende sich die Regierung mit der dringenden Bitte, m dem gleichjen patriotischni Sinne wirken zu wollen. - Tie er* schunenen Abgeordneten nahmen die Mitteilung des Minister- Präsidenten mit Befriedigung.zur Kenntnis und sistierten ihm ihre ünd ihrer Parteien k,yale und patriotisch? Mitarbeft zu. Börsenproteste. Hamburg 3. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Entsprechend dem gestrigen Beschluß haben an der heutigen Hamburger Fonds- b o r, e keine Notterungen stattgeftlnden. Die Abwicklung der Geschäfte unterblieb demonstrativ. Auf telephonische Anrufe dcn Bstsoen in Berlin und Franchurt wurde nicht geantwortet. Uir 1 Uhr erklärte der Vorsitzende der Wertpapierbörse, Herr Hamburg, daß sich der Vorstand dem gestrigen Beschluß der Mitglieder, o wett er sich auf die Propaganda gegen die droheittien Maßnahmen bezieht, voll anschließt. Er habe ein entsprechendes Telegramm an den Reichstag, den Hauptausschuß des Reichstages und an eine Anzahl von Reichstagsabgeordneten gerichtet. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.n Hundetvllwut. Tie Hundesperre wird mit Wirkung vom 10. Juli 1918 auf- gehoben. Gießen, den £. Juli 1918. Grvßherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: L a n g e r m a n n. An den Ob?rbürgermeifter zu Gießen, die Großh. Büraer- mclstereien der Landgemeinden des Kreises. Großh. Volizei- amt Gießen und Großh. Gendarmerie des Kreises. Vorstehende B-ckanntmachana ist ortsüblich zu veröffentlichen: die in >chrem Bezitzk liegenden Eisenbahnstalsionen sind cntwcech'nd zu verständigen. Gießen, den 2. Juli 1918. Grvßher^ogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. AuS Rußland. Moskau, 28. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Pressenachrickiten zufolge wird die Naphta-Not bedrohlich. In den Wolga- Häsen liegen statt 105 MrUionen Pud Naphta wie ; 'n Jahre 1917 lieht nur 12 Millionen. Man befürchtet auch ein baldiges, gänzliches Stocken der Wolgaschisfahrr wegen des Diangels an Naphta. „Prawda" teilt mit, daß die Reise nach der Murmanküste wegen ber Nahruiigs- und der Wohnungsnot verboten worden ist. .,Shisn" meldet, baß außer Vertretern Frankreichs Und der Vereinigten Staaten von Amerika sich zurzeit in Wologba auch eine englische Militärmission besindet. Aus dem (Gouvernement O l o n e tz siiw dem Rate der Volks kommissionäre dringeiide Telearaimne über eine Hungersnot zugegangen, ebcmso von den Ktckebaka- und den Jnserski-Werken. Ti'e sibirische Regierung hat ein Ansfuhrverbot ft'ir Getreide und .Vieh erlassen. Tas bisherige Wahlergebnis in Petersburg ist das flolgenbe: 406 Bolschewiki, 30 Bolscheiviki-Anhmrger 51 linke Sozi-alrevolutionäre, 19 rechte Sozialrevolutionäre und 29 Mensckse- wtil'i. — Trotzki -oll geäußert haben, baß der Rat der Volks- kommissionäce eine Einuttschung der ehemaligen Verbündeten in die inneren russischen Angelegenheiten Äs einen feindlichen Akt aegen die Selbständigkeit der Sowjetrepicklik ansieht. ^Ein Aufruf des Großfürsten Michael. Kopenhagen, 2. Juli. Wie aus Telegrammen hervorgeht, die nach London gelangt sftid, hat Großfürst Michael eine Kundgebung erlassen, wonach er es als seine Pflich-r an- icht, die Orbnimo wiederherzustellen und in Rußland die Macht neu z h begründen, nachdem die Aliflösung ber Kvn- titiwnte, die über Rußlands Regiernugsform frei lEstimmen sollte nur zu Rußlands Verfall gch'ihrt habe. Der Großfürst verspricht allen Amnestie, die au ber Bertreilmirg ber jetziger, Regierung teil- nehmerr wollen. Ein Vorstoß stttren Clömeneeau. Gens, 3. Juli Der „Matin" meldet, daß man im Kammer- 'vher v-on eurem Vorstoß dervereinigten.Sozialisten gegen das Ministerium Clemenceau erzähle, der nach 'Ab Mich der in AuSbechnrung begriffemeu Offensive, spätstem abei- Bckanntmachnng. Betr.: Truschlöhne. Nach Anhörung der Preisprütungsstelle für die Provinz Oberhessen werden folgende Richtpreise für das Dreschen bestimmt: 1. Für Dreschen mit vollständigem Dreschsatz (d. h. mit Presse) auf- gemeinsamem Treschplatz und bei Stellung von drei fachkundigen Bediennngsleuten, ohne Verköstigung, ohne Stelttmg von Kohlen und ohne Bindegarn, ein Stundenlohn von. 8.— Mk. bei Stellung von voller Verkösttgung seitens des Landwirtes für die Bedienungsleute ist für Mann und Tag eine Vergütung von Mk. 3.— abzurechnen. Für Kohlenstellung settens des Dreschmaschi- nenbesitzers sind für die Treschstunde Mk. 3.50 zuzusetzen. Bei Stellung von Bindegarn sind nur die Selbstkosten zu vergüten und zwar nach (Gewicht. 2. Für Dreschen in der Hofreite, für ein und demselben Besitzer bis zu 5stündiger Arbeitszett — unter den gleichen Voraussetzungen wie bei Ziffer 1 — ein Stundenlohn von.8.75 Mk and von 5—lOstündiger Arbeitszeit ein solcher von 8.50 Mk Tie Abschläge für Verkösttgung und die Zuschläge sirr Kohlen und Bindegarn bleiben bieselben wie unter Ziffer 1. 3. Für Hä für die 0.50 Mk. ;u ment« ln eitle Vergütung von ...... inde. 4. Für größere Wirtschaftsbetriebe mit längerer Drrsck- dauer bleibt freie Vereinbarung Vorbehalten Es wird empfohlen, hiernach schriftliche Vertrag baren. Wir vertoeisen auf die Reichsgetreideordnung vom 21. Juni 1917 und 29. Mai 1918, nach welcher, falls eine Einigung nicht zustande kommt, die höhere Berrvaltimgsbebörde lProvinzialaitt'- schuß der Provinz Oberhessen) die Festsetzimg vorzunehmen hat J-ügt sich der Treschmaschinenbesitzer alsdann nicht, io kann die Maschine vom Kvnimunalverband in Ansprikch genommen werden. Gießen, den 2. Juli 1918. Gws herzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. An den Oßerbürgermerfter zu Gießen und die Groß!, Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Vorstehende Festsetzung ist zur .Kemitnis der Landwirte und Drelchmaschmenbesitzer zu bringen. Gießen, den 2. Juli 1918. GrvßheAogliches Kreisamt Gießen. I. V.: L a n g e r m a n it. Bekanntmachung. Betr.: Straßensperre. Der Ba hn ü bergailg in Hungen tev KreLstzrnße gen-Langsdvrf" wird am Montag den 8. J uli I I ' , mittags von 3 bis 6 Uhr ,vegen Ausführung dringlicher bessernngsarbeiten für sämttichen FuhrwetWverkchr ge sperrt Gießen, den 3. Juli 1918. «esperrr. Grvßherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: CellarßnL nach. Statt jeder besonderen Anzeige. Gestern abend entschlief sanft nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Eberhard Schä-er im 63. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Gießen. Bergwerk, 3. Juli 1918. Sophie Schäfer Ww. nebst allen Angehörigen. Die Beerdigung findet Freitag den 5. Juli, nachmittags 3 Uhr, in Leihgestern vom Sterbehause Rathausstraße 32 aus statt. 1 Nachruf. Nach schwerer Krankheit verschied am 2. d. M. unser Oberknecht Herr Eberhardt Schäfer im Alter von 62 Jahren. hast 40 Jahre hat der Verstorbene in unseren Diensten gestanden. Wir betrauern den Heimgang eines pl ichttreuen, besonders zuverlässigen Beamten, dessen Andenken wir stets in hohen Ehren halten werden. Gießener Braunsteinbergwerke Bergassessor Dr. Wemmer. 5000 D Todes-Anzeige. Heute nachmittag 6 Uhr entschlief sanft in dem Herrn ganz plötzlich und unerwartet nach 1 tägigem Kranksein unser liebes, gutes Kind, Enkelkind, unsere liebe Gote und Nichte Irmgard im Alter von 1 Jahr und 2 Monaten. Ludwig Vopp und Frau Elisabeth geb. Becker nebst allen Angehörigen. Bellersheim, den 2. Juli 1918. 50 °7 Die Beerdigung findet Freilag, 5. Juli, nachmittags 3 Uhr statt. Ihre im Juni vollzogene Vermählung zeigen ergebenst an Zahnarzt Paul Fischer und Frau Elfriede geb. Erdmann Giehen, Seltersweg 77. 12. Preußisch- /rSS.Königlich^ l Preußische ) Die Ziebuug der 1. Klasse biefer Lotterie beginnt wieder am 9. Ctuli Mileiltsche KWMerie Lose 11 11 ii ii >8 _k_ |i .^5 ^*20 ä jtlafft sind zu beziehen durch dte Köuiglich Vrenstifcheu Lotterie- Einnehmer in Giesten: Kräftiger Kriegsjunge angekommen! Zahnarzt Earl Pfaff, Leutnant d. L. und Frau Martina geb. von Doste. Dresden-Blasewitz, 2. Juli 1918. Stormslrahe 9. VuchaSer Neuen Baue 11 Keruivr. 877 Almm Walltorstraße 38 Sermivr. 237 Legier Süd-Anlage 5 Fernspr. 82 Ziebuugslittcn Abonnement 80 Bf. bei freier Zusendung der Listen 1. bis 6. Klaffe. 4789V Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Auf. Rath 4808 Heute Konzert Eirene Konditorei. *4» «G» Für die uns anläßlich unserer SHber-ßodizeff erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir auf diesem Wege verbindlichsten Dank. 5014 Franz Bock und Frau Elise geb. Sfedier. Gießen (WUsonstraße 4), den 4. Juli 1918. [Drucksachen aller Art “" liefert io Jeder gewinsefcten Amttattsnf prdt*rrt die Brflhrschc Universitäts-Druckerei, Scfaubtr. 7 Bekanntmachung Die Beiträge zur iand- und sorstwirtschastltchen Be- rufSgenoffenschaft für das Rj. 1917 können in den nächsten 8Tagen noch ohne Kosten an die Stadlkaffe bezahlt werden. Gi ^ 1 ‘ " tehen, den 4. Juli 1918. Der Sladtrechner: Mäser. 5006 Lebensmittelkarten-Ausgabe. Die Ausgabe der Brot-, Butter-, Fletsch-, Kartoffel- und Wurstmarken geschieht wie folgt: 1. Freitag den 5. d. M. für die Bezugsberechtigten, deren Zunamen beginnen mit den Buchstaben A—K. 2. Samstag den 6. d. M. für die BezugSberechkigren, deren Zunamen mit den Buchstaben L,—Z beginnen. Giehen, den 3. Juli 1918. 5004B Der Oberbürgermeister ^Lebensmrttelamt). Aufruf! Der Alldeutsche Verband verfolgt keine „extremen" deutschen Ziele, sondern die notwendigen deutschen Ziele. Im Kriege Huben ihm alle Gegner innerhalb und außerhalb des Reiches bestätigt: wer deutschen Siegeswillen lehrt, wer deutsche Ziele fordert, wird als Alldeutscher bekriegt. Es heitzt jetzt, zum politischen Endkampf rüften; wer die Bedeutung des Alldeutschen Verbandes als schärfster Waffe im Kampf um den deutschen Frieden anerkannt hat, sei es durch Vertiefung in die Arbeit desselben, sei es aus dem Hatz der Gegner eines deu schen Friedens, säume nicht länger und trete dem Verbände bei. 4997 D Anmeldungen sind zu richten an die Ortsstelle des A. V., Gietzen, Henselftr. 4 I. Jährlicher Mindestbeitrag 7 Mk., für das 2. Halbjahr 1918 4 Mk. Höhere Beiträge erwünscht. Sank. ord. Dienstmädchen in kleinen Haushalt zum 1. August gesucht. Näheres bei Frau K. Noll, Bahnhof- stra he 6, II. Et. _03033 Gesucht z. t. Aug. für kleinen herrschaftlichen Haushalt ttirht. Allelnraiidclien, das selbständig kochen kann u. in Hausarbeit erfahren iit. 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