vr.IRl Ter fticfetRcr Sirjtft«? erscheint täglich, a#t LonntagL. — Beilagen: Sieget Kamillendiöttrr; Lrelsdlatt f«r den K**i$ Liehen. Vrzogsptell: monqtl. Akk. 1 30, viertel- jährlich DU. 3.00durch Avhote- u. Zweigstellen inonall. Mk. 1.10.- durch diePost Mk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Beslellg. öernsprech - Anschlüsse: für die Schröck e uungllL Berlaq,Geschäi lssteÜeöl AnschvillstirDrahtnach- nchten: Anzeiger Gietzen. Erstes Slatt >(,». Zahrgmg Mittwoch. 3 . Z»!! \m Postschetttonts: $vaittfmt a. itt. U686 Bankverkehr: Gewerbebank Kietzen 3wiUingrn,«tzrn>ck «.Verlag: Yrühl'sche Univ.8uch- u. Strin-ruäerri R.Large. Sqriftleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schulflr. 7. Annahme von Alrzeigen die Xanesnummee bis zuin Nachmittag vorder ohuejedeBcrbindüchkelt ZeUenpreisr: für örtliche Anzeigen 25Pf.,für auswärtige 30 Pf., : ;üu Reklamen Mk. 1 .— : bei Plaüvor- schrift 20 0 / o ^luHilap. Hauptschristleiter: Aug. Goey. Verantwortlich für Politik u.FeuiKet»,r: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Rieyer: Anzeigenteil: H. Beck: sämtlich in Gießen. Bc|$ (WTB.) Gro hes Hauptquartier, 2. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. An Pielien Stellen der Front leiteten starke Feuer- lwerfalle Unternkl^mrnOen des Feindes ein-, sie wurden ab- gewiesen Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Westlich der Oise und südlich der Aisne rege Erkun- dungstatigteit. Starte» Dellangriffe des Feindes südlich des Ourcq und westlich von Chateau-Thierry tourden in unserem Kawpßgelände zum Scheitern gebracht. Leutnant Udel errang seinen 37. und 38., Leutnant Kroll seinen 28. und 29. Lustsieg. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. j * \ Der Abendbericht. Berlin. 2. Juli, abends. (WTB. Amtlich.) Ron den Kmnpsfwsuerl nichts Neues. Die -cyesbern vervifsentlühöe kur^e Notiz des Wolff- Bureaus über die von Generalseldmarschall v. Hindeuburg cmaerorvaede Besft;deümg Kuollmds lleß schon erkennen, welch! «nßerLnd-Lirtlich beLeallskMws Werk htver vorbereitet wird. ErfrruHchkuw-eiisse findet: deren auch die UnorÄnimg überall in der Presse reichen Auklang, und Berliner Blätter bringen heute rveitere Mitteilungen über die Vorgeschichte der HinLenbinr-gischen Verfügurrg. Nnchdenr im Sounner 1915 die deiurschen Druppen Kurland von der rnssisechm ' errschcrft befreit Hallen, tva.ten rm .herbst deZ-^ selberr Fähiges in Kurland Kreisversammlnngen der N i t t e rg«u t s b e s i tz e r gjusttmTnen und beschlossen, im Falle einer Angliederinng Kurlands an das Deutsche Reich ein Drittel ihres Landbesitzes zu den vor dem .Kriege übilichen Preisen zu A'nsied- luugsAweck-en zur Verfügung zu stellen. Am 22. Septernber 1917 stellte auch der außerordent-- liche Landtag der kurländischen Ritter- und Landschaft sich auf den Boden dieser bedeutungsvollen Entschließung und beschloß, einen dreigliedrigen Älusschuß einzusetzen, dessen Aufgabe es fein sollte, die Ausführung dieses Beschlusses der Nitttergrttsbesitzer in die .Wege zu leiten. Den hon diesem Ausschuß ausgearbeiteten Vorschlag hat die allgenreine Konferenz der kurländischen Ritter-- und Landschaft in der am £>. Dezember 1917 tagenden Versammlung angenommen und das Ritterschaftskmnitee beauftragt, alle Schritte zu unternehmen, nur die für die Siedlung als rrotwendig dargelegten gesetzlichen Bestimmungen herbeizusühren. Auf Grund dieser Beschlüsse wandte sich das Ritterschastskomitee an die deutsche Militärverwaltung mit der Bitte, die Beschlüsse durch Erlaß einer Verordnung auf eine gesetzliche Grundlage zu bringen. BÄnenöens 1 v>ert und für die buwccnkratisch-parlarnen- ta rische Arbeitsweise der soziaildemobvatischen Führer be- ^.nchnend ist der Einspruch,. den der „Vorwärts" gegen die Versüg:mg Hrndenbürgs erhebt: „Es scheint uns aus versassungsvechtlickieir Gründen nicht möglich, ifk Frage der Siedlung in Kurland so brrzerhand aus dein Amor i; nun gslvsge zu erledige, Itrie das anscheinend geschehen soll. Die baltische".,. Barone sollen ein Drittel ihres Grundbesitzes gegen Bezahlung l-ergeben, — der Plan einer unentgeltlichen Hergabe, U^ie sie diese Kreise selber ursprünglich als Tank für die Einbczie- l-un Kintands in die deutsche Machtsphrre in Aussicht gestellt traben, ist esfenbar als zu „bolschewistisch" fallengelassen wprden. Solle?! -aber die Güter bezahlt werden, so ist es doch das Reich, das zunächst mittelbar oder unmittelbar ('fe&er dazu hergibt. Daraus ergibt sich ganz Non selber Reckst ?rud Pflicht des Reichstages, in dieser Sache mitzureden. ?hber auch abgesehen vom rein FmMrziellen handelt es sich um eine ^Fvage, die für das Geschick von vielen Hundert-, tausenl' Rei--! Baugehörigen entscheidend werden Va-nn. Auch deshalb ip eine Ausschaltung des Reichstages bei ihrer Lösung nicht -angängig. Schließlich l)ot die ganze Frage abar noch eine hoch- pvriaslcha Bed-rmtuirg: -es wird lster eine Mie Ostnravknipoliftk Inauguriert, die nrit der pr-eußisch-pol:nsä>en Ostnlarknipolitik ge- ünste P-vullelen anfweist. Nicht z-nletft a?ls diesem .Grunde ist « nie ichrrst parlarnentarische .Kontvolle des lln.ternehr.ums not- ^vem>tg." Daß, der „Vorwärts" die „baltischen Barone" ir lotm würde) war ja Al -erwarten. Daß das in Frage tc Land aber von ihnen zju alten Friedenspreisen zu ßyaffen ist, dagegen würde doch Uiohl ailch der Reichs: „vorn strängtellei i Stan-dpunkt" aus nichts einweni tonnen. Die „Voss. Zch." hat über diese Einwände - „Vo>'.oarll" eine Aeußeruiig dos Reichstonuniss-ars l ,^llegchasine?i eftrgeholt, nnd dieser stellt darin zunä- J ■ ' _ ülC Lkki^aii onsbehörde sei völkerrechtlich als einz lieuuen, wahre»id der Dauer der Besetzung Verordirnngen eruaWen.^ „Mit dein Mrshoren der Besetzung nnterliec L'wordnungei! der Bestätigung oder Alifhebv cm • ’ ein tretenden gesetzgebende'I Körpersch-aste Das; Mrttel des Reiches in Anspruch genourmen wert w-ile,!' oavon kann auch keine Rede sein. Die Landgesellsch „Kurland lji. eine Privat rechtliche Verein igun deren L>ache es^ sein wird, sich, die erforderlichen K chndorff erlassenen, v> 1». V^unl d. I. oalrerten Verordnung hervor: .. Niltermcksbesiker, desse: .R'famlgru.'db ß* 3 i*m 1000 LvsstAbm (M 360 Hektar) ervelcht. verpflichtet, an die La?rdgesell scha.ft §urland als Trägerin des Ausiedln^ngsuuter nehn-ers in Kurland -n BesiedlungKz^veckeu ein Drittel seines Gesamar-eüs, und zwar.für Zwecke der Besiedlung geeignetes Land, int bes Kaufvertrages zu überlassen. T-er Grloerbsprns für die Lachrsellschaft Kurland !I>at dem Friedenspreis des Jahres , *1. 4 zu entsprochen. Im Falle der Nichbeini guug -obliegt die PreiMetzuug bestintnrden Ausschlüssen. Tie Verpflichtung zur Landabgoi ist zunächst in dem Umfange zu erfüllen, daß jedes beteiligte Gut ein Viertel seiner Fläche an die Landgesellschst Kurland vertäust. Dieser steht in Höhe der bzutvetLnden Guts- slüche ein Lieferungsanspruch- z-u, H, iwitn er bis dahin nicht geltend gemacht worden ist, chr Jahre nach dem allgemeinen Friedeusschlnß erlischt. .. Dien der Abtretung von 25 v. H. der Fläche der beteiligten Güjbean der Ges.rmlfläche von 33 V. v. H. des kur ländischen Grund-böses fehlende Fläche soll nach Möglichkeit freihändig «zum Friedenseis des Jahres 1914 drirch die Landgesellschaft Kurland ern-ortn ,verden. Die Land- g-esellschaft Kürlcvrd hat bis Ende 1943 d Recht, in alle Kaufverträge, die sich auf ländlickse Liegeusck-afll beziehen, als Käuferin r einzutreten. . . . Ferner hat die Landgellschast das Recht, bei I Z:vangsversteigerurg nach ersvlgtem Zuschge als Erwerberin ein- ! znlrele^. Die Bercvdnnng gilt auch für ie im Herzogtum Kurland belegenert Fidstkommisse." Aus der in. ll)oem Inhalte afäm schon wiedergegebenen Verfügung Hitdenburgs sind fyende trefflichen Sätze noch hervorz-uheben: „Wenn die von Rn^lmrd jahrhmertelang vernachlässigtest Randstaaten in den schltzenden .Kreis des mischen Wirtschaftslebens treten, der deutsche ünnemnartt sich huen ersfchließt, deurschg Organisation ihnen Straßen, Eisenbahm und Mnäle schafft und ver veullwe Kredit ihner den llebergan zu erhöhter Wirtschafte kraft ermöglicht, soll das deutsche Volk,,'lÜ die Älllg-enteinheit best Nutzen davon haben. Nicki- einer dü?men Schicht von Besitzern darf Vorbehalten bleiben, die Vorteile der Narodmmg für sich vorweg^ zunehmen, indem sic den chrch Deutschlars Siege erhöhten Wert des Bodens in spekulativen Verkäufen anmtzLn. Die zu hohen Preisen, vetmrsten und it Hypotheken belasteten Güter wären keine geeignet Grmrdlao für ein gesundes Geschlecht. Ten Siedler?? umreit'euer errichte Hofe mrr eine schwere Last. Sol äuge die landoirtsckiastlM! Erzen Misse hohe Preise haben, kömrten sie bestehn. Jedc wirtschaftliche Rückschlags aber würde sie zertrüminerir. r ^t Sto' ans den eigenen Boden, die Freude am eigenen Hianse ^äre thrn. llnMrfrredenheit und Gvpll gegen die Befreier loäreu « Fgen. Gewiß wirch mau ein! allmähliches Steigen der Bodeich-eif-nicht verhindern können, aber es ist keineswags gleichgültig, wlc-lu Bevölkerungsklassen und luelchen Bevülkerungsmengen die stunden Bodenprcise zugute kommen. Volkswohlstand besteht nichü'. einer lleinen Zahl von Gr-otzkapitalisven, sondern in einer möchst großen Zahl leistungsfähiger, selbständiger, heintfester und imfroher Staatsbürger, die dem Staat das liefern, ums er in allerterLinie brauckst: Menschen, gesund an Leib und Seele. Solch ein Ghlecht von Siedlern läßt sich nur begründen, wenn die Spü'ulati serugehallan wird. Also trägt die M i l i t ä r v e r w a l^ u it g d-en östlichen Randstaatcu gerade jetzt, wo der llckergang JÜriedlichcr Siedluugsarbeit angebahnt werden sott, eine schoerÄe ran t w o r t u n g. Mit unbeugsamer -Energie ist alles zurm^»eiseu, was wltor den Einwohnern die Bodenspeblläti-on IvecklDurkch tzielbewuhte Handhabung der vom GeueralquarLiermeist und vom Oberbeschlslzaber Ost..erlassenen VecoMtmrgen sntd dgememsichädlicheu' Gefahren der Bodeumeissteigernng zu bamunstud einer gesunden Besiedlung des Landes die Wege sreizuhaltei Der Sflerreichisch-nngarhe Tagesbericht. Wien, 2. Juli. (WTB.) ntlich wird verlautbart: Die Artillerietütigkit ist an der ganzen italienischen Front sehr re. Sie steigerte süß- hlltte früh zwischen Brenta und Pive und an dem unteren Piave zu namh-afler Stärke. Gröre Jnfanteriekampfstgnd- lungen sind gestern tagsüber uutllieben. Der Cl des Generalstabes. * * ^Larienischer^erichr vom 1. I. zpfischen Truppen. M.an beurteilt in Amerika die Lage in Europa vollständig -s-alich. Alle Einzel vor stoße mrd örtlichen Angriffe der Alliierten ini Westen iuud in Italien ändern nichts cm der Tatsache, Idaß trotz der Mr Schau getragenen Sicherhell doch alle Mkiisrten luuter dem Fortschreiten der deutschen Offensive bangen." Die amerikanische Karte. Bern, 2. Juli. (WTB.) In „Le Poputaire" äußert sich P r e s s e m a n e in einem stark zensurierten Artikel über die Frage nach den 'Effektivbeständen und der ssgenannten amerikanischen Karte. Die Alliierten hätten gleichviel Truppen auf der Westfront wie die Mittelntächte. Dies könnte uns über^ das Schicksal von Paris beruhigen, wenn einzig 'die Tapferkeit der Soldaten der ausschlaggebende Faktor wäre. Aber es spielen andere Faktoren mit, die für uns sehr ungünstig sind, über die wir uns jedoch nicht aussprechen dürfen. Jmnöerhin sind unsere Armeen stark genug, den Stoß abzufangen. Die Frage nach der Wiederaufsüllung unserer Lücken bleibt indessen bestehen. Man muß es uns ersparen, unsere Hilfstruppen, unsere Zurückgestellten, neuerdings nachzumustern. Frankreich, hat genug geblutet. Wir müssen jetzt die amerikanische Karte ausspielen. Wir werden gewinnen oder verlieren, je nachdem wir sie zu gebrauchen wissen. Gehen wir vorsichtig damit um, denn die Entente konnte militärisch geschlagen werden, bevor die versprochene Aushilfe sich voll vertoirklichte! Dann wären alle unsere Trümpfe nutzlos gewesen. Deshalb muß die amerikanische Karte zunächst auf diplomatischem Gebiet gespielt werden: so kann man vielleicht Menschenleben retten. on 927 Millionen Dollar für militärische Einrichtungen vorgesehen wird. * Eine drohende Streikbewegnng in Amerißa. Washington, 2. Juli. (WTB.) Reuter. Wilson kündigte im Reprasentantenhause tan, daß die Mgierung Maßnahmen bezüglich des sTeleg r aphen- und Telephon d i e n st e s plane. Man wird versullzen, m dieser Woche ein Gesetz durchzubringen, sdas den Präsidenten ermächtigt,, die Mtwiendigen Schritte >zu ergreifen, um dem drohenden Streik auf den großen Telegraphenlinien zu begegnen. * Das englisch-amerikanische Verhältnis. Bern, 1. Juli. (WTB.) Der Neuyorker Berichterstatter der „Dally News" drahtet, durch die Ankündigsmg der englffchen Regierung, daß die Homerule für Irland satten gelassen worden sei, loerde die ganze hoffnungsvolle englische PropogaWa in den Vereinigten Staaten zur Beselligmrg amerikanischer MG- verständnisse und zur Befestigung der englffch-amerckantsche-t Freundschaft, für die derzeit 'u .a. 180 Briten Bortragsreffen, ausgeführt haben, in Frage gestellt und die brllische Diplomatie in Amerika stark gehemmt. Der erste Erfolg der Ankündigung sei die Stiftung v-vrr 20000 Dollar für den irischen Partciftmds durch hervorragend Amerikaner geweserr. Die Zeitungen beobachteten die größte Znrückhaltimg, uni England nicht Verlegenheiten zu bereiten. Trotzdem sei es klar, daß in vielen Kreisen sich die Herzlichkeit des englisch-amerikanischen Verhältnisses abkühlen werde. Die „Chicago Tribüne" sck-reiot, die Entscheidung über die Homerule werde in den Bereinigten Staaten eine tiefe Enttäuschung Hervorrusen, da Anrerika daran wesentlich, wenngleich nur mittelbar, interessiert sei. Tie Wehrpflicht für'Irland, sagt das Blatt, war ein furchtbarer Schlag für unser Vertrauen. Ihre Zurücknahme ist ausreichend, um in Friedensseiten das Prestige irgendeiner Zeitung zu zerstören, und ist auch jetzt nicht angetan, bas Ansehen Lloyd.Georges zu erhöhen. Die Londoner Arbeiterkonferenz. Auf dem Asiago-Platecuc ergrll unsere tapferen Truppen gestern die Offensive. Der fürchterli Cvl del Rosso wicrde im Sturm genommen. Der Col D^el c wurde der Sckiauplatz harter Kämpfe nxihrend des ganzen ges. Die Tapferkeit unserer Truppen behauptete sich schließlich gn den hartnäckigen Widerstand des Feindes. Die itmstrittenStellung blieb in unseren Händen. Gegen Mittag, am Pachnng und am Abend richtete der Feind zwei starke Angriffe gsr den Monte di Val Bella: aber dse feindlichen Masseillngemäht im Feuer unserer Artillerie, wurden glatt durch unseJnsanterie aufgehalten ruid gezwungen, zu weichen. ^)ie Fliegersteiligten^sich mit Kühnheit ml allen Phasen des Kampfes. DVerluste des Feindes am 29. Juni und am gestrigen Tage ib außergewöhnlich schwer. 88 Offiziere und 1953 Mann wurdigefangengenommen. Unsere Verluste blieben dank dem errtscheiiden Angriffsgeist und der vopzüglickien Zusammenarbeit unser Artillerie leicht. An der übrigen Front blieb die Gesechtstätist gestern in den gewohnten Grenzen. Im Daone-Tal und ller Gegend des Nozzola (Judikarien) überraschten wir einige ine feindlicl)e Posten, wobei wir einige Gesandelte machten unMasckinengewehre nahmen. In der Gegend der Zuglva wurd«eindliche Erkundungsabteilungen zurückgewiesen. Ftalier Bern, 2. Juli. Nach italienischMlättern ist in Italien ein Ausschuß von 6—700 Mitgliedernr Prüfung der n a ch d e m Kriege zu lösenden Fragelebildet worden, dem Pec- lönlichkeiten aller Parteien aus Kamr lmd Seitat, Finanz, Industrie, Landwirtschaft und Verwalg angehöretr. Die Psressej bemcnrgelt den treuen Ausschuß. Die Amerikaner an e Westfront. i. Köln , 3. Juli. Die „Köln. Vtz-tg." meldet aus Ba fei: In seinem militärischen Bericht sagt ^rst Egli in den „Basler Nachrichten" über die Bewertung dertorikanischen'H x f f e an der Westfront: „Bis jetzt ist den amerikanischeLruppAi anscheinend noch nirgeud-Z eru größerer Fwutabschnllt ständig Mkvectraut lvordeiu llebevall sind sie fest LelÄtitzt valt i«o^ !Hj.a a g, 3. Juli. (L.-A.) Wie aus einem Artikel dee englischen Zeitschrift „Nation" hervorgeht, ist der Bepsturf der A rbe i terko n seren z in wesentlichen Punkten anders gewesen, als Rente r und die rechLssr^hend-e englische Presse es dargestellt haben. Biele Redlrer bedauerten die maßst volle Sprache der.Entschließung und forderten einen vollständigen Bruch mit der -Regierung. Die englischen Bemühungen an der MurmEMfte- 2. Juli. (WTB.) Im Unter hause fragte der Abg. King (lib.) den Staatssekvetär des Auswärtigen, ob ihm folgende Taffachetk bekannt seien: Die ruffische Stwistrschernng I>at>e die Unabhängigkeit Finnlands anerLaurrt. Diese Xbmb hängigkeit wurde der sinnländifckieu Sowjet-Regietamit gew^chrt. dia durch die ffnnländischen Bürgerlichen mit deutscher Hilfe befeirigt war. Die rusffiche Sowjet-Regierung lch-rte es ab, die Unabhängigkeit Finnlands zti ratifizieren und legte bei der d«chch«i Regterung Protest dagegen ein, daß deutsche U-Boote die Murin an käste benutzten und daß dll U-Boote mit fimlländischer Uuter- ftützung arbeiteten,. Kritg ftagtc au, ob England oder die B»k- bündeten der rpffischen Sowjet-Regierung maritime und 'nnli- täriichc Utnterstützung angeboten habe oder artbieten werde, um die Häsen der Murman-Küstc Rußland gegen Finnland und den deutschen Einfluß zu erhallen. Lord Robert Ce eil antwortete, dte angeführten Tatsachert seien im wesertttichen richtig. FaSls die' Sorvfet-Regterung eine Llnfforderung zum maritimen oder will- tarn,chen Verstände ergehen ließe, um russisches Gebiet gegen Teuftclstand zu vertmdigert, werde sie sympathftckrc Erwäguno sinder, - aber er set zurzett nicht in der Lage, lveiüre Erttärrmg«: abzng-Smu Stockholm, 2. Juki. Wjie „Svenska Drgbladet" auo SM* srngfors erfahrt, er^äMt ein Petersburger Gelehrter, der von einer wirtichastllchen Ez-pedifton aus Nordrußlaitd zurückgekehrr ist von den Krtegsvorbercitungcn der Entente an M r r . r m a 11 J 11 Ta nach Hegen in den Mnrm-anhäfcn zwei e« l^slh-e nnd »wer französische Kriegsschiffe und in der Petfchengabucht eru französisches. In Kandsbaks ?) ist ein Panzerzn g mi, Ettglmtdrrn, Franzosau, Serben wvb :)Uif£at «tgekvmmen. Kant ft'dturch eine Garnison vort Engländern ckt eure slarkc venvandell worden. Infolge der regelutäßigeti Zu-< suhr aus England sntd die Vorräte an Lebcirsmitteln restlich Bern. 2. «a* K*»ukreich. I oberen ^mfchen Truppmtteilar mtfjmb des Krieges als Heeres- >-'-i ./xPvsgreU de Lyon" meldet aus Paris ,die N5Ä. - J* T ™ , g Dienstzeit im ruffifdjn Heere wird mrgerechnet. <**'i für dee isrse n bah-rue de, die der Obersten Heeres- unterstchen, seien U«ter nach Süden verbogt worden. O Deutsche Flieger über Pari». Baris, 2. Juli. (WTB.) Amtlich. Um 12.48 Uhr Juchts wurde von neuem Alarm geblasen, da weitere e i n d l ich e Flugzeuge versuchten, sich dem Pariser Be- Atrk zu nähern. Unsere ^Geschütztesten eröffneten das Feuer. Die ren. sfervargehi. hat fteurand an Bord ein U-Boot oder Torpedo ^ Ursache dös Verlustes auf eine eitglrsche Mine r-jrüch-rfüHren sefer.) Am st er dan, s . des t . ..._ _ jg ijSl beoittfen.' Das ^.'chiff^ist um 10.30 ÄI abends,der flacht vom 2<. Junr 170 Meilen von bas guftie öcrfcnft n»Ao| Tie „Llaüdoverv Castle^ fu^hr mit 14 ^eetnrüen Gesr^vtzrnkett. T^ Himmel war bedeck:. Twzdem so.c ne gut zu seber md in ihrem Eharakter als Hospital schiff ^ Erpöosipn des Torpedos war das erste Zeichen de. Urrwenheft elftes U-Bootes. Tie Liäfter gingen au.^ und alle werterÄBorgünye spielten sich belnahc ganz im ^/amki'ln ab. Nachdem slgcftellt wvrdcm. daß das Schiff manvvri-er- lunsamg g«vor-d.- ? uvrr,nurde der Befehl gegeben, das Schiff zu ruE T« I.g'roäte m%Vm schren gesprungen zu seul, als Wasser das Schiss rnnerhal- 10 Minuten, des Kapttan ftfchte elf Personell auf. Als sie noch zil einem anderen, dasstu Hilfe rief, hörvatftil'oen, wurde von dem auftauchenden. U-M Nnederholt der Beschl gegeben, daß das Boot langch efts desU-Bootes krmrmen sollte. Tor Kapitän. fern ».Kpin nrandrurm des U-Bootes gebracht und durch den U-^loots-K'omftumdanft nach dem Namen ds Schiffes gefragt Der. KonnnMidant tagte, «tz die „Llmrdovinp " kanadische Fliegerv f f \ zr ere a! Bor d gehabt lütte. Ter Kapitän leugarete das mw erklärtes seicm sieben 'anabisch: Saintgts-. oftlzrere an Bord getvefeg Das Schiff sei von der 'kanadischen Rcgrcrung gech'rteri wvrdl.für den Tvane 'Ofn-zrere für die Fpu befördert, »ab der Kapitän sein Ehrenwort, baü er in dg sieben Monften, seit er mit dem wchrfte fuhr, nur .'kranb rud Berwundee befördert habe. Tann wurde nn kanadischer öoiitätsosfi'ier an Bord gebracht und ^ fite nod) bfr zweite Offizier an Bord des U-Boot^ befragt. Dient erklärte dr Zkvmmandant, das; nach der Starke derEsploftonWunitioic an Bord germscn sein müßte. £ et Offtzacc eowtfc, der Kcsel sei gesprungen und der System rneoer ge stürz t, Auch btcfm Offizier wurde erlaubt, rn das Boot zu-ructzukchre Später oegmrn das U-Boot auf ein mdfi erkennbares Ziel züfchießen Ohne daß bisher nur der- Schatten ernes Beweises vosegt. wcd — es bleibt mittcr, ob von dem Kaprtän, de,sen Be^t die erwähnten Einzelheiten ent- rtmmneu sind, ober von R4ter - bel>auptet, daß diese Schüsse den andere.! Booten gegoltrntzttn. Nach 70 Stunden Fahrt wurde das Boot des KaprtänS au' fin Mege zur irrscl>en Küste von denr TorpedobootSzerstörer Lysa-Ha gerettet : 1. Das Schiff soll alsHospital- sctnfs deutlich erkennbar ge^en fern, doch fehlt jeder 'Bewers für diese Behauptung. 2. Wol soll der Koni Mandant des U-Bootes gewußt haben, daß kauatve Flieger an Bord >varcn^ 3 Die kanadische Regierung hat oeblich das Schiff auch für Gefangene gechartert, WM aber glei»obl innerhalt» sechs Monaten kerne beföwett habeu. 4. Die 5>ruptung, das deutsche U-Bvot habe auf die Nettun^oote ist ohuc Zweftel eine beiviesene Unwahrheit. 5. Ter BericLes ll-Boot-KvniMandanten über die Vorgänge bei der Bersenkn muß ftbgeivrrt-et werden sei mit dein Gehaukeugang der )Nede rift allgemeinen einverstzrnd,m. Die .Rof'e hätte aber den Fehler, daß eine EntlastungKoffemsüoö für England nicht am Platz sei; denn sie stehe mit den bekannten! Taftachen der Einsreisuugspotitik in Widerspruch. Auch bewirke die Rssd-e eine Erschlaffung des Millens. England bleibt auch derjenige Staat, der für die Verlängerung des Krieges verautivorb« Uch ist. Ter Sab .Kühlmanns über die Beendigung des Krieges Hütte in anderer, nicht mißverständlicher Farin ausgesprochen werden müssen. Der Sa'^ über Oie mögliche Kriegsdmlcr stand auch in einem unglückseligen Zusammenhang. Die stdede ist, wie ich Au sagen wage, rin Einverständnis mit dem Reichskanzler und per Obersten Hceresverivaltung gehalten. Mer sie haben nicht die unge-, schickte Form gewollt. Das Hoffen auf ein . Echo in England ist vergebens. Die Wirkung auf das deutsche Volk ist auch nicht diejenige, die Kühlmanu gewollt Hat." * München, 2. Juli. (WTB.) Auf das Hüldigamgstel'-gra.mm von der- In bil änmsfeier der P en s i o n s a n st al t beu’M scher Journ allsten und Schriftsteller au den Kaiser traf aus dem Großen Hauptquartier folgende Antwort ein: Se. Majestät der Kaiser und König lassen den Teilnehmern an der 25. Jubiläumsfeier der Peirsionsanstatt deutscher Journa- lrfteu und Schriftsteller für den Huldigungsgruß vielmals danken und der Penjionsaustalt weiteres scgeusrriches Wirken wünschen.. Se. Mai'slät gedenken gerne der verdienstvollen Mtarbeit des deutschen Schrifttums an der Erhaltung und Kräftigung des uner- schütterlichen Siegeswillens und des zuvers!ckftlick)e!r Glaub^nsl an den glücklichen ^ttrsgang unserer 'gerechten Saü)e im Kampfe für Leben und Frül-eit der- deutschen Vaterlandes. Auf Mlerhöchstrn Befehl: 0>eh. Kebiuettsrat v. Berg. Berlin, 2. Juli. (WTB.! Inder Sitztmg des Bundes- lrats wurden der Entivurs eines (fesches, bete, die Aenderrmg des Gesetzes über den dtbsatz von .re a l i s e i f e u und der Entwurf einer Wsevordnnng über die K a r t a f f e l v e r f v r g!u n g augenonemen. ^ Berlin, 2. Juli. (WTB.) Ter Staatssekretär des Reichs- Zolonialmnts Tr. Sols ist nach Berlin zurüekgekehrt und hat Lue AnlltSgffch:ftte übenumrnl'en. Tie Frage der Fürsorge für oie von unseo«m Jeiaden iinnrer noch sestgehattmien Kottmialdeütscl-en, die einen der HaupL^lfenstände der Verl-midlungen mit den Eng- länder'.i un Haag bEtt, wird die Tättgkeft des Staatssekretärs ganz besonders m Anspruch nehmen. Ans yessee?» Die TErungsbeihilftis ffir die Beamten. 1 ^ arm ft a v t, 2. Juli. Heute vormittag fanden Fraktion s b e s p r e chu n g e n statt, worauf an: Rachlmittag^ im .F i --- nanzausfchnß eine einitiinmige Beschlußfassung üoer die K ri e gs Leu erungs beih i l sen erzielt wurde. Es wurde eiru V e r st ändignng mit der Negierung getrrftfen, nack^ der die Regiermtgs'oiorlage in zwei Punkten abgeäirdert wördt aac KiUderzuläge n iverden von 200 aus 250 Mark festgesetzt fae Beamten, die int Militärdienste stehen, erhalten', fo.l.s }ic unverheiratet sind, das in der Regierungsvorlage vor--, gcjet-ene Viertel der Zulagen, den Verheiraceten dagegen wird. statt dein Viettel die Hälfte der Zulagen beimlligt. . .Ta sich mmmel-r alle in Frage kommenden Faktoren in zustimmendem ^rrnne geäußert haben, ist die glatte .Annahrne der fh t>ffiernnftsvorlage mit den beiden Verbesserungen in beiden Kam- meril^genchut. ^.ie 2. Kanmcer beginnt ihre Sitzungen am näck>- sten Dienstag, den 9. Juli, die X. Kammer tritt am Donnerstag, den 11. Juli zustanMen . ^Er Mahlprilsungsausschuß hat in einer kurzen Sitzung die 7 Ersatzwahlen ^utgeheißen. Rivrgen vvnnittag 9 Uhr fmLet erne Sitzung des Kriegsausschufses statt. Ili'L em Uerche. Ab«. KopsttzÄt die R :nen^Maun in der Newa versinken. (Ein paar Männer, pte ÄDobc mit Stangen und Aexten au' de:n Eise arbeiteten, eilten tfra&, aber als ,'fe in die Näh.' der gefährlichen Stelle gekominen MEwen, bbebea fee stehen, rauchten richig ihre Zigaretten. weiter «ervm den Mrnn ertrinken, ohne sich weiter um ihn zu küm- pivxi M Öl ' " .... ... festige tyi mc.i %&(& man tzeichuet sich ßfeptldere daran beteiligt iind.^ Sie liegt in Händen eines ^stonr- r m ^ c ^evne Hand auf Bürger und Begüterte leÄ, bct ven«m Butter, Mehl und sonstige Lebensmittel zu finden P T^e tmrmdym Verbrecher haben es fieiäch auch nicht gut: mit Urnen macht man in Wahrheit kurzen Prozeß; sie werden kurzer- v ra ^ 1)ur ^ d«s Volk hinqerichtet. Zwei (oidye Fälle )otr ^cfesba^.'it hat der Schwede miterlebt. Einmal iah et muo-ii femer Wohnung «m Knnal einen Volksauslauf. Ein Mensch lqa im Wasser und schrie, und auf der Brücke stand eirt E^ldat und schoß nach ihm. Ein Kunstschühe war dieser Soldat der Noten t^arde gerade nicht, denn na.hdem er fünf Schüsse stifte, ertrank sein Ziel unget.offen. Der Ertrunkene war eher von drei uneben, die men in einer fremden Wohnung er- tMtze. zwo- w»*en entkommen, den dritten hatte dir Bol^- meaot eMniffen jufe m den Nanal fleuwrfen; der zufällig daher- ßkMmr-nd« Soldat hatte sich dann erboten, ihn durch Erschießen, bhmtw&un Da- cmbeit Mal ßch der Schwede, nne zwei Diebe f* EBW« chckm, erwffcht nnabm ©fe rtwtben auf 6te Lttaße a* Aus bm yauptausjchutz des Reichstags. Berlin, 2. Juli. Der vom Hauptausschuß des Reichstages eingesetzte Unterausschuß zur Vorberatung der Heeres- und Mariniebeanltcu- sofvie der Arbeitenragen nabnt iRmte einfttmmig eine Entschließung aus eine durchgreifende kugamsche Reform der Heeres- und Marincverwal - t u n g mit Tnrchsührung nach Fri^>ensschluß an. Weiter nahnr der Hauptausschuß den gestern zurüagefteNtm Artikel 8 (Geldumsätze» des R e i ch s st e m p el a e s c tze s mit einem Urrtevausschußantrag! >an, nach dcflit nur die Hälfte der Steuer zu entrichten ist von eur^ getragenen Erwerbs- und nüttsäMftlickstm Genossenschaften oder Uifternehinungen genosscnschastlichen Charakters, die als den Ge- no,semchütrn gleichstehend att-erkrnmt werden, fenveit der ck^schafts- detrieb nicht über den Kreis ihrer Mtglieder hinaarsgeht, fernxr von öisentlichen Sparkassen und in Einzelsällen von nichtöfferrt- lickfen Sparkassen. Befreit sind die Reick^imnk und die Staatsbank ftdr dst stViben-Zinsen, die sie für die ihnen überlassenen Reichs-- oder Staatsgeldcr berechnen und Haben-ZLklsen, die von ihnen nach ß 76 Ms. 1 mrmeldepflickckigen UnternehmLu eines anderen der- arttgen Unternehmens bcrechtuft werden. In der zweiten Losmig des Urnsa tzstetrergesetzes wurde der Zentrumsantrag, der die Bekämpsimg der Konzenlratioit bezweckt, ials § 6a scher die Besteuerrmg von Unternehmungen, die als Zusamnrensassung mehrerer Entzeluntentehmimgen ersck-emen, ttotz Erklärungen des Reichsschatzsekretärs Grafen v. Roedern und am Wjrc iahen auch in diesem Falle ruhig zu; oeuzigten sich — das war alles. Petersburg jetzt unter Rechtspflege versteht, >aaurch .us. daß weder Rechtskundige noch sonst schleppt und inS Wasser gevsten; damr wurde der nächste Soldat gel-olt, um sie zu erschießeiBei einem gelamg dies, der andere schrie, er nwkle ferne Helfeielfer nennen, ttxmn man ihn leben ließe; darauf ivltrde er iver aus dem Wasser geigen. Bei diesem Geri chtSversahrrn kmt es oft vor, daß UnschiUdige hingerich:et werden. Be- Straßenbahn ihren Geldbeutel. Irgendeiner ihrer Mitfienden, so dachte sie, müffe ihn gestohlen haben; ein ihchcäg gegenüber sitzender Mann erschieß ihr besonders verdäck, er tenrprtete die Tat, daraus hielt der Straßenbahnwagen an,um holte einen Soldaten und der Unglückliche wurde sofort esoffen! .Kunz darauf fand die Frau ihr Geld wieder, imb zwar sich. Sie zeigte es und mm machte man chr den Prozeß, d. l rmm ließ pcn Wagen halten imd sie fygleuhl erschicHm ! Wie es ftmfl- um die östlich: Sicherhett bestellt ist, inag an dem Beispiele der FenerwÄgezeiat werden. Der Schvedc wurde Zeuge, wie ein Brand in ent Zefinngslmiife ansbrach Mehrere Spritzen, mit mächtigen stdcnr bespannt nnd mtt brennenden Fackeln besteckt, waren in kurzer Zeit zur Stelle ebenso viele Männer. daß der Brand lstitte gelöscht werden können. A die Spritzen blieben stehen dre Fenerwehrleute rühn sich nicht, lmd auch die angesammelte Vteitschenmentat nichts zur Löschung des Brandes. Ter Schwede wantete eine le Stunde, das Haus bratmtc ruhig weiter, an die hunderte Femeh-rlente sahen zu? Wie es um bie' Hüter der Ordnung, die ,stdaten", besckfaffen sein muß, kann man sich hnmnach denken, m Mannszucht ist bei der „Roten> Armee" ificht die Rede. Tikoldsten gel)en gekleidet wie es ihnen paßt; sie gehen durcheincrn!. wie es ihnen gerade einfältt, und der Schlvede hat mehr als eial gesehen, wie sogenannte Soldaten ans dem Wege zur Uebung adem Marsfelde oder bei Pattoiiillcn gangen wild durcheimmder hinzogeu, immer auf dem Fußwege, stets eine Zigarette im Rtamund oft eine Frauenspersou am ?lrm. » — Die Frauzoseals Kunstzerstörer. Professor Tr. Ernst Stemmann bechgt sich seit einiger Zeit mit Forschungen zur Geichchte per .Tt-erstörmigen durck> die Frauz-ften Was sie zur napole»nisch.teft am Aachener Münster gesündigt, wie sie in den Twen bn Rlutivn die ehrwürdigen Königsgräber zu St. Denis geschändet ha darüber 0- zenz VI., Clemens VI., Urban V., GrabmZfer von ersten Künstlern Frankreichs in einer Pracht und Schönheft erhalten haben, von der man sich I>eute ftrcmlöglich noch eine VvrsteMmg nvacben kann. A« einem einziger! Grabmale nxtrm bis zu 60 Marmvrstatueir wl- gebracht, und Stviwmann meirrt, daß der Typus des mittelaller- lick-en Papstdenkmals überhaupt in Frankreich geschafferc worden ist L.er größte aller Vettuste ist Wohl der des Grabdenkmals bfS prachtliebenden Clemens VI. aus dem GesckLsclste der Grafen Baarr-- fanrt gernesen. Ties ganze Geschlsckft gab hier dem vornefenen Sprößling der alten Familie das Goabgelefte. In den Marmor gestalten warm die holten geistlichen und wettlich«ac Würderittchn''-' aus dem Hause Beauftrnrt crn ^en Wänden des Freigmbes dm - gestellt ein almjl»cl)?s Dmknial ist aus der Papstgeick^icküe nicht nachzuweisen. Das ist mm alles dahin; Beil wud Hacke haben uw Werk -- -- Päpste uiib ki'instler ischien Herrlichkeit nichts . . T der Zerstürrmg pber l-at die neueste Zett kLN fast noch Ictzlimmeren - der ,,W iedprhe rste l lung" hinzugefügt. Was dfe F-ran- rosen, die sich als das führende Volk des guten Geschmacks anpreisen, aus diesem Gsbiete gesündigt haben, das ifrerfentfe m übers>airpt alle Begriffe: iväre Aebnlich.'s, selbst vfec Bestieide,iere» in Deutschland geßbeheu. die Welt wäre rwh! voll Geschrei über div deutsche Gescbmackl.'smfeit. Sieben Ätillionen Framcs liaben die Franzose^! aufgenmndt, um St. Dems so crründlich zu veruuftatteii, daß die d.'rtigeu Keiuver nackMi>cklich Einspruch erl^b«! nmßden. Und nun Grollte das neue Framfe-eich auch seine Papsßdenkmäler wieder l-abei', und wie m«i m Si. Denis .aus alleiNoeilert, wenn ma die längst in völlige Oedigkeil wts- -ioarteten ftanzösischeu gegen den angebliche,! dimtsä^en tvan-dal isn»w liest, lvird man an den .Kmsf jenes Oiaunm:- rrmnett, der, um den Verdacht des Diebstahls von sich abzu- le,ften, aus Leibeskrüslau schreit: „galtet den. Dstb!" ttuterfkoitöjcfret&rö Schisser gegen bre TwrchMrbackttt solcher Be- stffninrmgell an(iciri>ium«n. Bei Ltzeiterberalung im HanpLarteschuß des Reiäiötages lvurdc v 1 des Umsatzstruergesttzes (Steuer auf Lieferrmg und Leistung) wkgcrwmmem. Zu tz 2 (Ausnahme von der Besteuerullg) wird ein Antrag Wald 1 dein (VPt.) auf gle-ichsteuerliche Behandlurca der Händler und der Ostrwslenschaffen angenommen. Bei § 3 (Steuerbefrei- tmrd auf Antrag 5g rold die Negierungsvorlage wieder her- grgk".llt. tz 6 wird auwnvmmen mit der Aenderung, daß die Steuer- , *5* Do ^L- uach unten abzurunden sind. Bei ^ 7 (erhöhte Steuer für üi i vilsgegenstände) werden von der erhöhten Steuer ausgenommen doublierte, tftattierfce und echte plattierte, vereidete oder vcrfrlberle Gegenstände, sofern der (Entgelt für die L^est-ncng.100 -Racknicht überscfprcitet und Fassungen von Augen- gläsernr Btt § < (Werke der Plastik) erklärt ein Regienmgsver- treter, daß hrer nur eine einmalige Steuerpflicht in Furage komnte ILttter wird beschloisen: Flügel, Klaviere, Harmoriien und Vorrichtungen zur mechanischen Wiedergabe musikalischer Stücke nebst oubehvr unterliegen der erhöhten Steuer, ebenso Teppicte, ein- tchlietznch Wandteppiche, sofern der Entgelt 30 Mark für den Lmadratmeter übersteigt. So wird § 7 angenommen. Aus- Sta-t und Lau». Gießen, den 3. Juli 1918. Lar,bheA?animSung. Me im ganzen Deutschen Reich, so wird zurzeit auch im Be- zick de.' Stellvertretenden Generalkommandos des 18. Armeekorps Lmteheu gesammelt. Vielfach ist mm die Meinung verlweitet, daß der Volks- und kriegswirtschaftlich: Wert der auf die Laubheusamm- Lang gerichteten Tätigkeit, welche in erster Linie von den Schuten vns^Wt wird, nur -wring sei, mrd in stinckn Verhältnis zu der von Lehrern und Schülern ausgewendeten Rdühc stehe, sicherlich aoer? deo. Ausfall dr? Schulunterrichts nickst reckstferllgen könne. Diese Llnsichr verkennt durchaus die Lage unserer Futtermittelversorguna wnd deren unmittekbrre Bedeutung snr Heer und Heimat. Es ist bekannt, daß das Deutsche Mich im Frieden sehr große Mengen Futtermittel aus dem Ausland einführte, für welche es nunmehr ik^lnr größten Teil Ersaß zu schassen gilt, Alls eures der wertvollsten Ersatzfutter mitte! Eommt das Laubheu in Betracht, das in berc ausgedehnten deutschen Wäldern leicht zn gewinnen ist und, in k^stumnter Weise zu Futterküchen verarbeitet, einen vollwertigen Erfaß mr 5>afer gewäl^rt. Es macht uns ^mithin non den ausländischen Zufuhren. Äums-o wie von dem Ausfall der Futtermittelerntjc bis zu einem gewissen Grude mralchängig. Schon ans diesem allgemein Volkswirtset ritlichen Grunde erfährt die Lanbheusammlung Ühwe volle Recht ^eck^gI^ng. In noch viel höherem Grade gilt dies im Hinblick aut die Unmittellwoen Erfordernisse der Kr'iegsührung. Für die erfolgreiche Fortführung der militärischen Oper-ationen ist es ritemfa erforderlich, nufere tapferen Truppen ansreichend zu er- Ewen, ww es irotwenvig ist, die Pferde des Feldheeres im vollen Dtefftze ihrer .Kräfte zu erhalten. Nur darm. wenn die Bespannungen der Batterien. Kolonnen und aller sonstigen Formationen, Morn die Pferde unserer Kavalleristen voll leistungsfähig sind, ist jauch die ungern in derte Schl agserll gleit des Heeres gesichert, und nrcr dann ist es möglich, der kämp: enden Truppe alle die unzähli-wn Tinge zuzutühren, deren sie zur Erstillung ihrer hohen und schweren Aufgaben bedarf. Dazu soll und muß uns das 2turnten verhelfen, p§ soll Um> vor .allem chas nötige FsPkttr Me daZ Heer sichern. TLn' Laubhgn sammelt, arbeitet daher für die Schlagfertigkeit unteres Heeres, fite die siegreiche Beendigung des Krieges. Tie Lauö- httrstrmmLung ist von unmittelbarstem vaterländischen Interesse und von größter Wichtigkeit für die Landesverteidigung. Wem! unsere Sr^ilen, wenn Lehrer und Schüler sich iw den Dienst dieser Sache gestellt hlü en. in arbeiten: sie nicht für eine gleichgültige und N'.ltz- lose Spielerei, sondern sie haben in der Front -fc Hermatheeres ecvvr wichtigen und vevcrnLwortungsvollen Posten, mit dessen Aus- svDrnA. sie nicht minder wie der Munitionsarbeiter an der Drehbank sich den Dank des Vaterlandes verdienen. U * Auszeichnung. Der Musketier Ludwig Junker von hier jerchielt das Werne Ksteuz 2. Klasse. L-ll. Von der Lan desu ni ve r s'i t ä t hören wir, daß ^ wertvolle Bibliothek des jüngst versroirbenen Geheinrrats< vvchard Aß mann von einem hochherzigen Gönner der Universität augel-ruft und der Universität überwiesen worden ist. Sie tenfc in der Hauptsache in der Universitäts-Bibliothek, zum kleuteven Teil in dem physikalischen Institute Aufstellung finden. Kein Gießener darf sich von der Abfall- A^^^serung ansschließen. Vielfack> sieht man in dejtz vofallsammlimg der Schulkinder nur eine Spielerei. Die Familien, die wine Kinder in der Schule haben, werfen ihre Abfälle einfach vr den iNülleimer. Das darf unter keinen Umständen so bleiben. 8« den großen wirtschaftlichen Schmeck gkellen, mit denen wir tejt in steigendem Maße zn kämpfen haben, muß auch der'kleinste Abfall (Papier, Weißblech, Lumpen, Metallgegenstände und Kno- Hcn) der Kriegswirtschaft zngeführt werde::, damit neue Stoffe daraus «eworrnen werden können. Bei der vielseitigen Jnanspruch nähme der Schulkinder durch die Laubheu-, Vrennesstlsammlnng vsw ist es nicht möglich, dafür zu sorgen, daß die kinderlosen! vwrser regelmäßig von Kindern zrrr Abholung der Mfälle auf- arswht werden, wie dies im Winter geschehen ist. Alle kinder-i lasen Familien werden deshalld inachdrücklichst gebeten, ihre Abfälle Kind<>rn aus bekannten oder benachbarten Familien wit Hnr Schule zp geben, oder durch Vermittlung des Rote?i Kreu- es, Alte Klinik (Tel. 2025) sich Schulkinder aus der ^ b a r s ch a f t z n w e i s e n zu las s e n. Es ist der dringende Die Zichte. Bon Wilhelm Sicharrelmann. Es cs nur ein Baum, aber rc hat seine Geschichte, wie selbst das unschcr.,barste Ding seine Geschichte ihat. . . Dvr bale 50 Jahren, im Herbst, als der Krieg über Frankreich «mmgging, trieb der Wmd das winzige Samenblättchien, aus tetn er erwachen tollte, wie ein Kornckien Staub in die Luft. »Utk weite, wiebelnde Fahrt war es, bis zur Höhe der Wolkör hmam Uilt endlich tetrch staubfeinen, kalten Regen niederwärts, dis es rn einer ickjmalen Spalte im Fels zur Ruhe kam. Im re.ldenen Teil der Vogesen lag der Platz, so Iwch mid steil (u, nur l er Falk dort horstete, imd die ransckAmde Einsamkeit vor Wälder unter ihm blieb wie ein leise brausendes Meer untep l)oyen^ Felwn. ^ann im Frühling begann es zn teimcn und trieb seine Wurzeln m i.-en steinigen Grund, hob den ersten zagen Trieb ans uri ^ ^uchs, Jahr um Jahr, jammerte sich an nut^ Wurzeln, die zuerst wie ein Netz von Adern den tarrtigen »Ws inniivnincn, bis sie stark und unzerreißbar geworden nxiren vne Tauwerk g-h ^) c . a[ jf einem Mtan ftiartb- der junge Baum, sah in drei , ' 1 '’’ J ' .^Örte lies unter sich das Wässer des Langelbaches £r,^!r € sah in den Hellen Mondnächten das Hochwild auf ven Wie,ni am Lmzenkopf äsen, horchte denk Winde, reckte sich ..jjjjr W')er, trug die Tannenmeise und den Bergfinken und ni nähre schm den .Häher, breitete seine Zkveige über den lri ' jMntejüie eine dunkle Säule im Sommer mit) wie ^ '^^htes Gebairde aus Zweigen und Nadelir iu manck>er rroftNrrienden Wurternackst. Der Wind Harste in seinen Zweigen, bog ferne Spitze, als wolle er den Stamm und mmU n u^bt Und der Baum stand und wuchs ^ n ' r ^ 1 der Weg, gewaltiger denn je, ließ die Felsen ?7T’'. sich mit Pulverdämpfen erfüllen, «Ute »Ä.-b.octe und Bergkuppen zu Tal, als tobten Riesen auf den m™. äerteMe die Wälder und knickte die Stämme, daß sie «ttplkttert die Abhange bedeckten. Wenn der Mvnd .schien, sah dev am finsteren Mann drüberr wie ein Gräberfeld ans, und das der zerrisseneir Rinde leuchtete wie Tvtengebeite Back-e tranken Blut, und der Wind hatte deir Atem der Ber- Wunsch unserer Heeresleitung, jederlei Abfall für Kriegszwecke; wieder zu verwerten. Mit der Sammlimg und Abgabe des Abfalls erfüllt daher jeder Gießeiier eine errffte vaterländische Pflicht! ** B utter milch-Verteilung. Die Ausgabe der Buttermilchkarten erfolgt von Donnerstag dem 4. bis 6. d. M. in dem Butteiimilchveckaufsstellen, in denen die Anmeldung erfolgt ist. Näheres siehe Anzeigenteil. ** V ersa ndkontrvll e für bestimmte Gem üseil nd Obstsorten. Durch die Verordnungen der Michsstelle für Gemüse und Obst vom 5. April, lind 24. Juni d. I. wird mit Wirkung vom 1. JE ab der Versand von sogenannten Kmr- trollgemüse (Weißkohl, Rotkohl, Wirsmgiohl, Aiarrüben, Möh ren imd Karotten) sowie von .Wutrolliobsi (Aepsetn, Kirschen oder smtstigen gemäß besonderer Anordnkcng als Koni rollobst zu hf hakidelnden Obstarten) mit der Eisenbahn .oder mit dem Kahn von der Ganehmignug des für den Versandort zuständigen Kominn- nalverbandes abhängig gemocht. Die Genehmigung darf mir in besonders foftimmten Fällen mit Rücksicht aus das tzfemeinwohl verweigert werden. T-ie Bestimmungen bezwecken led'iglick>, eine Verkehrs ko nttolle für die betreffenden Gemüse- kmd Obstarten zit sckteffen, um Anhaltspimkte über ihren Verbleib zu gewinnet urtd damit lveiter dem Schleichhan.del entgMnzuwitkert itnd die Beschickung der Märkte und der^ Verkaufsstellen des regnlärerr Handels zu fördern. Es wird .Sorge daftrr getragen, daß die Kontrolle weder ^u Akksffck?rverbote>r (ober -beschränckungen führt, noch den ordetttllchen Handel und Verkehr ltehrndert. Ter Post- versand wird von den Borschristern rffcht betroffttt. ** Kvhlrabiin der Küche. Gar zn gerne reißt man oder schneiet mmt den jungen Kählrabi ab, ehe er sich voll eutiuictelt hat. Sv kommt es, daß man eine gute Blätterernte, aber nur wenig Knollen erhält. In Schtl/eswig-.Holstein und in manchen an deren Gegenden verwendet man aber die Blätter gar nicht. Natürlich ist. das, besonders lkenttgentags, Verschwendung, denn alles, ivas uns zuwächst,,svll und rmiß ausgenutzt 'werden. Kohlrabiblätter sind von Matur zart und können als Gemüse für sich, wie Kohl bereitet aber auch mit den Scheiben der Knollen zusammen..gekocht, prächtig, scstnecken. Die alleren Blätter, die meistens schm ein wemg hart sind, lasse man zurück, die ganz zarten nehme mmt zum Trocknen..imd die mittleren Blätter benutze man zum Gemüse. Auch die Blattstiele und Blattnspen schneidet man m ferne kleine Stücke, lasse sie mit den ebenfalls zerkleinerten Blattstücken in wenig Salzittxrsser ankyichen und gebe zuletzt seine Kohlrabi scheiben oder Streifen dazu. Das Gericht wird mit Kartoffeln ein- göweft; eine Mehlschwitze schmeckt freilich besser. Landkreis Gießen. e. Lich, 2. Juli. Oberlentttant Heß wurde zum Hauptmanu in einem Feldart.-Rgt. befördert. — Leutnant Karl Petry starb den Held-eirtod fürs Vaterland. Kreis Büdingen. = Büdingen, 2. Juli. Durchs Entschließung des Groß- hcrzogs Wurde der Braut des 1916 gefallenen Oberleutnants Hans Kühn, Frätckein Anna Mohr, gestattet, an Stelle des bisherigen Namens deit Familiennamen Kühn mit der Bezeichnung „Frau" zn führen. Kreis AlSkeld. ** Hvmberg a. Ohm, 3. Juli. Ter Ers.-Res. .Heiurich Mensdvrf erhiell das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Tie Hessische Tapserkeitsmedaille besitzt er bereits. e. Romrod, 2. Juli. Ans unmittelbare Veranlassung der Großherzogin waren seither hier eure Atrzahl hilfsbedürftiger Stadtkinder auf die Dauer von vier Wochen unter- gebracht. Gestern sind sie wieder in die Heimat zrrrlickgekehrt, nachdem sie sich hier unter sorgsamer Pflege vorzüglich erholt haben. Auch in dem Großherz-oglichen Schlosse in Mönchs- brnch sowie in Bad-Nauheim sind durch die Großherzogin derartige Kinder ans der Stadt untergebracht. Kreis Lanterbach. rr. Schlitz, 2. Juli. Das diesjährige Schlitzerländer Mis- sionsfest wurde am Sonntag im nahm Hntzdors gefeiert, nnd war sehr stark besucht. Die Festpvedigt wurde von Professor D. Paul, dem . Direktor der Leipziger Missionsyesellschaft, gehalten. In der Nachversammlung, die im nahegelegenen Walde stattfand, sprachen noch verschiedene Redner zu Hunderten von Missions freunden^ die sich zusamittengefunden hatten. Kreis Friedberg. Fc. Friedberg. 2. Juli. Ter Bau einer neuen katholischen Kirche wurde besckstvssen, da die por einigen Jahren erbaute^ katholische Kirck)e nickst mehr für ihre Zwecke ausveickst. Sie erhält chren Platz am „dRainzer Dor". e. Ob er- Nosbach. 3. Juli Ter Gefreite Geisel wurde mit der Heffischm Dap'erkeilsmÄXlilte ansgezeick-net. Starkenburg und Rheinhessen. ** Darmstadt, 2. Juli. Ter Großherzvg bat der am letzten SamS ag gegrilltdu n Ernst-Ludwi, -Hochschul,c!el'schaü aus seiner Privaffchrtulle 5000 Mk. gespendet. Fc. Aus dem Odenwald, 2. Juli. Hier wird in den nächsten Tagen die Heidelbeever-nte ein setzen. Das Mücken ist frei- gegeben. Hessen-Nassau. -- Bad Ems, 2. Juli Unter dem Vorsitz des Bergrats Grvebler- Wetzlar trat im chelrgen Kurhause der Lahn-Kanal- Verecn zu seiner diesjährigen .iwuptversammlwrvg zusammen Tem Jahresbericht zufolge konnte sich die Tätigkeit des Vereins infolge des Krieges nur. auf die Erfassung statistischst Materials erstrecken. Im Mittellmtikt der Verhandlungen stand ein Bortrag des LandeSgevlogen Dr. Ahlburger über Die nutzbaren Mini- ralien des Lähngebietes als Grmrdlage des' Lahnkanals". Berg rat Grvebler sprach über den geplanten Lahnkanal. Das Ve - snchsschisf habe .ein ruhniloses Ende gesunden. Die Hegieru:- \ müsse nebctt der Kanalisierung von Aiosel und Saar zugleich die Lahn schiffbar machen. Als Normalfchifs sei das 1000-Tonnen schiff zu fordern. Ferner müsst oer Fluß für die Schlepp- schiffal)rt eingerichtet werden. Tie^ Ausarbeitmtg der neuen Kanal- pläne soll der Regiermrg überlasseit hleiben. Eine Entschließung! mit deu genaunten Forderungen fand Annahme. Reichstagseckg. Tr. T a h l c m -Niederlahicstein üb-erilahm die persönliche Uebcr- gabe tec Wünsche des Vereins beim Minister. — Tie nächstjährige Hauptversammlung findet in Weilburg statt. ^ Frankfurt a. M., 2. Juli. In der heutigen Staotvcr- ocdnctenversaminlung wurde bei der Magistratsvorlage über Beteiligung der Stadt an der Milchbeschaffung festgestelll, daß die gesamte stadlfeitige Milchversoratmg bisher 'vähvend des Krieges eineri. Fehlbetrag von 5 Millionen Mark ergedm hat. Die Hälfte des gesmnten Milckstvdarfs bezieht nach den Anssührun- gen des .Stadtrats Woell die Stadt nunmehr mw den kleinen Bauernlvirffchafteu der Umgegend, bei ihnen städtische Küh-e eingestellt sind. Trotz des hohen Fehlbetrags sprachen sich die Redner aller Fraktionen für die unbedingte Wripersührimg der Milch- 3te g i e'w i r 1 s ch a f t aus, da allein auf diese Weist der Mischnot Einhalt geboten werden könne. Die Stadtverordnetenver- sammllmg genehmigte sodann die Errichtung eines städtischetr Wohlfahrtsamtes. ]\ Marburg, 2. Juli. Heute wurde ivstder unter großen, Zustrom der ländlichen Jugend der althergebrachte „Kirschnmarkt" abgehalten. ,Leider fehlten wieder, wie im vorigen Jahre, die Kirschn. Mit allerhand Tand, der ja auf dem Marktplatz massenhaft angeboten wurde, mußten sich die kleinen Hesstnkindec ttösten. W. Z. Wiesbaden. 2. Juli. Vergangene Nacht waren! feindliche Flieger mit Richttmg ans Adainz gemeldet. Durch das abgegebene Sperrfeuer gelang es diesen nicht, die Stadt zu erreichen; sie sind alsdann in der Richtung Bingen abgeflogen, urrd kmben in Geisenheim mehrere Bomben ohne wesentliche Erfolge abgeivorfen. Keri - strafe. Es handelt sich um imbereckstigten Ankauf und Geheim- schlackstung von Schweinen, deren Fleisch unter Ueberschreiwng der Höchstpreise nach Frankfurt verkauft wurde. vesmisehteK. Die spanische Krankheit Nahm in Süddenffchlaird einen großen Umfang cm Sie tritt in den meislteic Städten auf und erreicht ywi Zeit in Karlsruhe, M>annheim und Lvdwigshafen den Höhepmrkt. wo ein Drittel oder noch höherer Prozettsatz der Bevölkerung von ihr ergriffen wurde. Soweit bis jetzt bekarrnt geworden ist, nimmt die Krankheit einen gutartigen Verlauf. Im Sttaßenbahn- und Postwesen sind seit gestern infolge der Masseneckrankmrgen Störn.ngen zu verzeichnen. DesgleickMi in München, uw auch von der Schutz- mannschaft 65 Mann sich in Behandlung befinden. Ueberha^mt sffrd am meisten jene Leute erkrankt, die der Beruf in größere Zahl vereinigt. Auch im Saar gebiet, in Bonnuiü> Koblenz sind viele Personen von der Epidemie ergriffen, desgleichen in Thüringen, im Regi-erungsbezirk Frankfurt a. O. Nnd G örli tz. Nach einer Meldung aus Bern tritt die Krankheit nenerdinE auch in Bern auf. In Berlin sind im Rudolf- Mrchow-Kvcmkerchaus eine größere ATtz-ahll neuer Fälle gemeldet, doch tritt die Krankheit in Beckin westnttich leichter auf als in Süddeutschland, z. B. fehlt hier die arte Süddeuffchtand allgemein gemeldete Anfangs form, das Erbrechen. Wie die „Bayerische Staatszeitung" schreibt, ergriff die Kvank- heit woht^ mehr als 1500 Personen. Ziemlich hoch ist der Kranken- sdand beim Fahrpersonal dor Straßenbahn. Im Telephona.nt erkranllm 30 Beanrtrnnen. Eine weitere Ausdehmmg der Üvank- heit würde die Durchführung dos Telephmüüenstes beeinträchtigen. Bon der Schutzmann schaff beffnden sich 65 Mann wegen der Jnfluenz-a in Behandlmig. Auch der Postbestelldienft leidet infolge von Erkrankungen des Postpersonals. * * Gegen dic Drei klasson-Einteilirrrg der Ve rw u ndeten-Abzeichen. Ter Reichsbuitd der Kckegsc'e- schädigten und ehemaligen Kriegsteillvehmer nahm gegen die Drei- klaffen-Einteilung der Vettoundeten-M zeick^en Stellung. Er erblictt ein Unrecht darin, daß ,nnmol, aber Schwerverletzte imd vielleicht dauernd kriegsimbrauck>bar Gewordene in die niederste Klaffe eingereiht werden, rvährend andere, die durch mehrmalige Kriegsunfälle mit leichten Verletzungen davonkancen, das Abzeichen einrr lwheren Klasst erhalten. Er verlangt daher die völlige Be seitigung der Klassifizierung. * Handschuhe aus Walfischdarm. In 3iortocgen uffrd der Ledermangel von Tag zu Tag einschneidender Man hat deshalb der Herstellung von Handscknrhm aus Walflschdarm ernst- Haffe Ausnverksamteit zugewarrdt, rncd ein Sachverl'tändiger Hot kürzlich ecklärt, >daß dieser Lederersatz in jeder Hinsicht ausgezeichnet sei: chmiegswlc, weich und tfcxe allen, erstmmlich stark. Seitens des Staates werden bereits Versuche mit der Handschuhiabrikation aus Walfischdarm gemacht. wesung, und die gualzerrissene Erde schien zu stöhnen unter der Satt des Todes. Unbewegt staird die Fichte auf chrer Höhe, sah nicht das Leid der Sterbenden unten tm Tal nnd wußte nicht, wie schwer es ist, diese Erde zu verlassen. Sie gehörte dem Tage und dem jvucten, stacken. Leben, das in ihr war, ließ die Smrne auf ihrrn 'Radeln ruher, und warf im Herbst wie sonst ihre Zapfe,: von ihrey schwindelrcden Höhe herab. ‘ Im Sommer vor dem Kriege hatte zum erstenmal ein Faltenpaar in ihr gehorstet, und drei junge Falten hatte sie ans ihre,: Zivttgen ge'wiegt und über deM Tale kreisen sehen. Nun horstet ein Ääensch im Asttveck der Fichte! Tamren^weige um Brust und Beine gebunden, das Geivehr über den Knien, m:t bremienden Anger: wie ein Falke zu Tale spähend. Unten im Tale Ml der Krieg nicht weichm, här:gt wie mit Suetten -au ben Hängen, fegt Bergrücken kahler als die nackte, Hnde, steht wie .eiu kläffender Hvllenhund mit tausendfachen: -Mw auf den Höhen und in den Gründen, rvochnckang, monatelarig. Und bellt nch picht heiser und rcht nicht. Ter Regen löscht seine Fenecbrände nicht, der Fwst vertreibt ihn nicht, der Schnee deckt rhn n:cht zu, die Hitze des Sommers macht ihrr nicht müde imd der Platz in der Tanne wird nicht leer. Eines Tages, bei der Ablösung, klinunt ein Achtzehn;äl/riger herauf, schlank und sehnig, ans den Lippen das Lächeln der Jugend sorglos sitzt er auf der luftigen Höhe, späht und scharte, ein Menig neugieckg und zugleich erstamte über den Fernblick, den mm: von der Frchte lmt, rückt, als er sich satt gesehen, unruhig hin und her, daß der Wipfel leist schwankt und begiim: dam: eins S:eb zu summen, ein kleines, »ag-es Lied, bei dem- es sich träunren und srnneil und an die Heimial deuten läßt: „Ah, . ma petitej Cecile . . das Gesicht noch barttos, die Hände noch schmal und das Haar schwarz wie Rabengeffeder, .funtmt und stuszt, larw- werlt ):ch zuletzt, zielst die Feldflasche, mehr zur 'Zerstreuung als aus Durst, verliert ein Stück von seinen: Brot, klein luiie cm Leus, das die Wühllmrus sich holt, die unter den Wurzeln der Fichte ihr Loch hat, ißt ein lvctrig zum Zeiweckreib, summt wieder sein Lied, verstummt von neuem und ergibt sich seuszcmd darem, die langsam schleicktendei: Stunden auf die Patrouille zn wartet:, die schließlich einmal temmen muß. ihn abznldsen Aber bit Stunden dckmen sich zn Ewigteiten, Und nieniarch läßt s:ch sck^n. Freilich, es ist ein gefahrvoller Weg hier herauf, und mm: muß mit allem rechnen . . . Wieder späht er, ob man nicht kommt . . . Jtckes oder Fron oois . . . Aber die Zweige unter ihn: verdecken ihn die Sickst auf den Pfad, der chnnuffühtt. Nur das leist Wiegen der Fichtenkwlvcn über ihm und das sanfte ^oirstn des Wirwes . . . und die Wolllrn, sttrmm und feierlich, wie Troumgchichte. Eine konmtt über da: Berg, weiß Ime eine .Handvoll Schriee, nein, lvie eine .Insel der Seligen^ so unberührt wie ein Segel aus blauem Meer, rwr-m die Btittag^- sonne darüber stelst. Nur unten im Tal ist es lcbhiffec als sonst, und Flintenwuec prasselt wie Hagel uns glas-hartem Ms, und GesMtze grollen wie well ertefernte Gervitter. Nein, cs d.rueck ihm zu lange zu sitzerr. Bvckichtig kletteck er. abwärts, teiecht über den Fels rmd späht den Hang hinab. Mch rmmer läßt sch memand sehen. Wer weiß, ivvrmr es liegt? Jraem^ e:n Aufenthalt. Da snrd so viele MpglickKnten . . . Er- bleibt eine Zeitlang liegen, sonnt sich und streckt die Gllechw, die steif geworden sind vor: dem langen Sitzen auf dem Baum. .Hier ober: ist ntan ja sicher wie in Abrahams Schoß . . . imd lwemte sich eine Ztgar-ette an. „Mi . . . ma pellte C6cile ..." Und stockt imd wirft die Zigarette we,; und will auf und davon und fleht, daß er nickst tera: . . nnd im näckstter: Angorckstiäl ffti es schon da, ichlägt aus die Bergkuppe, daß der Fels erbe-t und Ranch und Feuer hermnspritzen, als spränge die Welt in Scherten, zerbreckte mit einem Sckstage wie eine hoble Kugel ans Glas. Als der Wirte pan Ranch verweht, i|t es eine innere Bera - kuppe . . . Ter Baum ist r:icht mehr da . . . uite der kleine Zranzost'. Dt nickst mehr da .. . Fels stücke polterten nock, zn Tal, sprrngen ersckKeckt gns mlntmffendalter Ruhe. Eut paar Tage später schreibt Jules Lammte eine Karte nach Hans: , -Es geht mir gut. Mer denkt Euch — Pierw- ist gefallen' Auf Vorposten. -Er -muß ein wenig leichffmnig genaden sein lind dm Preußen schießen gut. Eff:e zerschossene Fichte tert ihn er schlagen Grüßt die klrme Cecile Fernnte von ihn E: l>te rnich frstter einmal darum gebeten." „Ah . . . ma pellte Cäcile ..." Statt jeder besonderen Anzeige. Im Kriegslazarett starb infolge schwerer Verwundung den Tod fürs Vaterland unser heißgeliebter Sohn, Bruder und Schwager Hauptmarm d. Res. Pau! Wieber. Im Namen der tieftrauernden Angehörigen: Frau johannette Wieber geb. Molly. Gießen (Marburger Str. 10), den 2. Juli 1918. Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. Wir erhielten die traurige Nachricht, daff unser langjähriges Vorstandsmitglied Kmkestl'Sgtt Wich Sorenj nach fast vierjähriger, treuer Pflichterfüllung sein Leben lassen muffle. Als eifriger, gesellschastltcher Svortskollege bekannt, wird er bei allen Mitgliedern stets in Erinnerung bleiben. Am 30. Juni starb an seiner schweren Verwundung in einem Feldlazarett unser lieber Sohn, Binder und Schwager Musketier Philipp Blum im Infanterie-Regiment Nr. 81, 5. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse. Die trauernden Hinterbliebenen: Ph. Blum und Frau Musketier Chr. Kaiser, z. 2. im Felde, u. Frau geb. Blum Schütze Willi. Blum, z. Z. im Felde Dragoner Gotth. Blum, z. Z. in Garnison Lina Blum. Gießen (Bruchstraße 3), 2. Juli 1918. 03050 « M Danksagung, Für die überaus zahlreichen Beweise inniger Teilnahme während der .Krankheit und beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, des Herr» Ludwig Velten Hilszweichcnsiellers !. p. für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schulte, für das ehrende Geleit des Krieger- Vereins und der Eisenbahner, sowie allen, welche ihm das letzte Geleite gaben, für die vielen Kranzspenden sagen wir aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Ae tmuffniifH Hinterbliebeilkii. GroffenLinden, den 30. Juni 1918. Hauöburfche sofort od. später gesucht. 4846 I. Wcincrt, Neuenweg 9. Jonfici’ Uaasbssrsche laud) Schüler) gesucht 03034 Sch ul straffe 6. i Eiue im N»i. 2 ht»snuSdsL bewan.derte Person für 8 dauernde Beschäftigung z sofort gesucht. 03077 i Otto Iftäncfc, Seltersw. 89. Einfaches Fräulein ob. alleinstehende Frau für bürgerlichen frauenlosen Haush. gesucht. 2chr. Angeb. unter O3O75 an den Gieff. Anz. Lansfrani,es»cht 1 Heff, Frankfurter Str. 19. Znverl. Lauffrau für 2 bis 3 Stunden täglich gesucht O3O58 Die'»itraffc 7. L ftrau oder Mädchen für Gartenarbeit und zum Melken für sofort gesucht 03034 Dammstraffc 35. Lauffrau ob. uiöbthcii ge sucht. Frau Ost. 03048 Ludivigstr. 26,1. In Haus und Küche crs. 'ffl n o ch e n zu zwei Personen gesucht. 9iäh. Bleichste. 12 v. nbds. von 8 Uhr ab. 03066 Wegen Erkrankung sofort junges, gesundes Mädchen tagsüber oder ganz gesucht 03036 Goethestr. 31, 1 . Für sofort ein $ , fr Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Tochter, unserer guten Mutter Kl!« Marie Sei« ßkb. NMiM foiote für die schönen Kranz- und Blumensvenden sage ich hiermit meinen herzlichsten Dank. Für die irauerndett Hinterbliebenen: Elise Sauer. mum gesucht. GießeueeSiempel- u.Farbenfabxik. Jos. Kreuter, Greffen, Frsuks. Ar. 123. AussQb.reibTB.nsr. Geschäftßgewandte Herren, insbesondere aus dem stilliegenden Erwerbsleben, bieten wir Gelegenheit, die Bczirkö Generalvertretung unserer alten, bekannt leistungsfähigen LebenSverncberungsgesellschaft zu übernehmen. Der Bedarf au Lebensversicherungen steigt dauernd ganz aufferordentlich und ist von keiner Konjunktur abhängig. Wohnsitz gleichgültig. Feste Bezüge und Provisionen. Organisations- und Werbekraft Bedingung. Andere Branchen gestattet. Fachleute naturgemäff will- kommen. Verschwiegenheit zugesichert. Mancher Versuch hak zum Berufswechsel geführt. 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Juli, nachmittags 3 Uhr, vom Neuen Friedhof aus statt. 4989 Für alle Beweise freundlicher Teilnahme, welche wir bei dem Heimgang unserer Mutter erfahren durften, sagen wir tiefgefühlten Dank. 49910 Pfarrer B. Schwabe und Frau Anna geb. Flick Dekan F. Faudt und Fran Lina geb. Schwabe. Gießen und Planig, 1. Juli 1918. Jüiiljkrks Fräulein sucht Lehrstelle bei einem Zahnarzt. Angebote unter 03052 a. D. Gieff.Anz. erbeten. ! \ Lüden u. dal . M ■■■■ ,~~t: |»MWWWWWW DIE LEIPZIGER JL haben ihre Stärke in dem von keiner ähnlichen Einriditung der Welt erreichten Befuch durch Einkäufer sämtlicher Warengattungen. Ihre Kaufkraft madit es dem Fabrikanten zur Pflicht, ße mit feinen Mußem zu besuchen! HerbiKMufigrmelfe 25.-31. i Aug. 1918 Jede gccrthift&tc Auskunft über Befuch, Vergünftig ungen ufw. erteilt das Meflamt für die Multermeflen in Leipzig V^MZM!äMllW8lZWlZ!VVlällZlW' Sooden 4 Radiumhaltlje Solquellen. -'-a Hewtlhrte3 Heilbad bei: Katarrhen der Blotarmut, AtnamRSorgane. 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Geg. flute Belohnung abzugeben Bleichstraffe 4211. 03081 and DmuenabtelliiEiff. Tonnerötag den 4. Juli: lilcbigehöhe. 43St v Nr. <5i Zweites BM Giegener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Freitag. 5 Juli *9$ Aus -ein Unegsausjchutz -er heff Zweiten ilammer. I T a r m ft adt, 3. Juli. Der Erweiterte erste Ausschuß (Kriegsausschuß) der Zweiten Kammer beriet heute mit der Regierung. Ter Antrag Tr. Osann über Wiederaufbau des durch den Krieg gesündigten geiverblichen Mittelstandes und der im Zusammenhang damit zur Beratung gestellte Antrag Herdt u. Gen. über Fürsorge für den durch den Krieg geschädigte:: Handelsstand und seine Angestellten wurden zurückgestellt, da die von der Regierung angeordneten, im Gange befindlichen umsang- reichert Erhebungen iroch nicht abgeschlossen sind. — Der dringliche Antrag Cal man über Zustärrdigkeit der Landeseierstellc und Strafverfolgung wegen urrgenügcnder Ablieferung in 1917 ries zusammen mit einer Anfrage Wolf- Stadecken in gleichem Betreff eine lebhafte Aussprache hervor. Mit Ausnahme seirrer sozial- demokratisü-en Mitglieder verurteilt der Ausschuß entschieden das scharfe Vorgehen ohne Berücksichtigung des Einzelfalles, auch seien die Strafen zu hoch. Die Angelegenheit ivird in der nächsten Woche noch weiter behandelt werden. — (An Antrag Lang auf Vertilgung der Saatkrähen wird erledigt durch die Regierungserklärung, daß sie die Abschuß vvrsckpiften noch einmal besonders einschärfte. — Ein Antrag Fenchel über Fest setzung und Auszahlung der Preise für Brotgetreide, Hafer iriih ßWffi» »rrirh AirÄckkilü im mit her Neciiernna und Gerste ivird vom MssckMß im Einverständnis mit der Regierung etwas in seiner Fassung geändert und dann einstimmig angenommen Darnach soll in den Kommunal verbänden, in denen die Nachschau nicht im Februar abgeschlossen war, die Landwirte also ohne ihr Verschulden nicht vor dem 1. März abliefern konnten, auch für spätere Ablieferung der höhere bis pm 1. März gültige Höchstpreis bezahlt werden. — Einem im Landtag ausgesprochenen Wunsche entsprechend ivurde die Zusammeiffetzung der Lcrndes- fettstelle usw. so abgeändert, daß neben den Verbrauchern die Erzeuger Ku ihrem Recht kommen. Bei der Landesfettstelle wurde bestimmt, daß die Erste Kammer einen Verbraucher, die Zweite Kammer einen Erzeuger entsenden solle. Infolgedessen wählte der Ausschuß heute an Stelle des Abg. Henrich (Stellv. Herdt), der als Verbraucl)er ansscheiden muß, den Erzeuger Abg. v. Helmolt (Stellv. Fenchel) in die Landesfettstelle. Drei Anfragen Dorsch, die alle den Anbau der Oel- pflanzen zum Gegenstand haben, toter den erörtert, wobei von verschiedenen Seiten die Meinung vertreten wurde, in bezug auf das Oelschlagen usw. die Bestimmungen möglichst weitherzig an- zuwenden, damit der Airreiz zun: Anbau von Oelsaat möglichst groß sei. — Zu dem Antrag Köhler über Kohlen Versorgung t m Tell skr allen mit steigerrder Bevölkerung können Mga, Reval und andere Städte große Industriezentren werden. Eilte haben bereits irr der russischen irrdnstriellen Produktion bedeutend mehr geleistet, als ihrem Anteil an der Bevölkerung ent- sprickK. Hindernisse von der eingeborenen Bevölkerung sind bei der Ansiedelung nicht zu erwarten. Denn die Ansiedelung soll auf deutschem oder ehernals kaiserlich russischem,, also jetzt herrenlosem, Btodeu stattfinden, und Letter: inib Esten sollen kein Stück ihres Besitzes verlieren. Zur Besiedelung des geteilten Großgrundbesitzes' sind diese Völker bei ilfter geringen Volks Vermehrung nicht in der Lage. Ein gutes Verhältnis zwischen den Deutscher: und den Gingeboreneu ist um so Mehr zu erwarten, als deren Kultur bereits deutsch beeinflußt ist und beide, die Letten und che Esten. Mieinmcher im Gegensatz stehen, also der deutschen Vermittlung bedürfen. Der Haß gegen das Deutschrum, der in den letzten'Jahren namentlich unter den Letten aufttat, ist ein künstliches Erzeugnis ^russischer Verfolgung und kann nicht von Dauer sein. Viele Letten haben auch schm gelernt, die Deutschen als.Hort der bürgerlichen Ordnung M betrachten. Ein Anschluß an Deutschland bedeutet für tchse Völler Sckintz ihrer Eiaenart uiü> materielle Wohl'ahrt, eiu Anschluß an Rußland Vernichtung. Selbstäiüu gleit ist bei lichteren unmöglich. ©w Recht Rußlands, diesen Ländern den Anschluß an Deutschland zu verbieten, besteht nicht, da die Esten und zum Teil die Letten von einem in Deutschland wenig bekannten russischen Gesetze pom November 1917 Gebrauch gemacht und die Unabhängigkeit beschlossen haben. Sie stehen also rechtlich nickst inehr unter russischer Oberhoheit. Auch wirtschaftlich sind die baltischien Seehäfen für Rußland durchaus entbehrlich. da der von ihnen vermittelte Jm- \tnt und Export wesentlich nur das baltische Gebiet selbst und die Mr>n! N(,ßland setzt gelnennten RandLänder betraf. Eine nähere Verbindung.inij Deutschland in irgendeiner Frvnn ist also für die dre: Vvovrnzen wie.für Deutschland geboten. Bortraa mn den sich eine Ansprache an schloß, würde von L?. Versammlung. mit großem Beifall auOenommew. Die nächste "^'Ä^b^^m'am'lliug wurde für den 24. September ds. Js. fest- igttetzt mll einem Vorttag von Herrn Professor Michel über !at:onal:«mnuschaicsb>esitzer ihre Fren:denzimmer Tag und Nacht geheiKt haben, trotzden: die Räume unbewohnt waren. Gasträ'ume usw dürfen nicht üb-erh-eitt werden, denn Besitzer lceufer: sonst Gefahr, gegen Ende oer Heizperiode 1918/19 ohne Breimstos ?' AU seiu, da die Brenn st offzu fuhr angesichts der Kohlentuappheit knapp bemessen werden muß uui) 'Nachlieserunge: über das vorgesehene Quantum nicht erfolgen können. — döauieutlich! aber wird es an Kücheubraud (Stein- bzw. Nußkoblen) sehr mangeln; es wird den Gasthänsern, Speiseanstatten und größeren Haushaltungen deshalb empfohlen, ihre Kücheicherde nach System Schreider umbauen zu lassen. .Hierorts sind bei Herrn Jochem (Pulvernnihle), Rösinger (Westcmlage 64) und Schermuly (Zum Pfau) die Küchenherde mit denkbar bestem Erfolg mit sehr geringer: Kosten (bis 5 Mark) umgebaut, i., it die Berbrennurrgslust eine andere Führung erhält ui d sie Querschnitte der Rauchgjasabfi'lhrungcn verkleinert und verändert werden. Die .Kohlenersparn:s ist nach den von den Beteiligten gemachten Angaben ^eine namhafte, nähere Auskunft hierüber ertellt die Orts- kohlenstelle, aber auch die obengenaunten Wirte haben sich bereit erklärt, jede gewünschte Auskunft über den Brennstoffverbrauch ufw. zu >erteilen. Im Vaterlandis chen, aber auch im eigenen Interesse der Brennst o ff Verbraucher liegt es, mit dem Umbau der Küchenherde e h e st e n s z.U b e g i n n en. ** NeueVerord nun gen de rReichsbekl eidun gs- st e l le. Nach einer Bekanntmachung der Neickisbelleidungssttlle sind in Zukimft vor Ausstellung eines Bezugsscheines regelmäßig schriftliche Bestandsversicher:mgen abzugeben. Bei Verdacht unrichtiger Angabe:: sind die Msferttgungsstellen verpflichtet, häusliche Nachprüfungen vorzunehmen. Alle Antragsteller, die wegen; zu hoher (ftgenbestände einen Bezugsschein nicht erhalten können, sollen auf die Möglichkeit der Erlangung eiius Bezugsscheines! gegen Abgabe ei:us Kleidungs- oder Wäschestücks hingewiesen wer-» den. Gebrauchsgeger:stände aus reinem Papiergarn werden auf der: Bestand an Kleidung:md Wäschestücken nicht angerechnet. — Kriegsbeschädigte oder Persoiren, die durch das Tragen künstlicher Glieder die Leibwäsche besonders stark abnutzen, dürfen Bezugsscheine für Leibwäsche auch über den vorgesel-ene:: Bestand hinaus erhalten. — Gleichzeitig ist angeordnet worden, daß Herren- Oberbekleidungsstücke nur noch in beschränktem Umfange mit Futterstoffen versehen werden dürfen.^ Bei den am Halse geschlossen zu ttagenden Joppen für Herren imd Knaben dürfen nur noch die Aern:el gefüttert werden. Ausgenommen sind schwere Winterjoppen, die anstelle von Mänteln getragen) werden. Tie Rückentelle von Röcken und Jacken der Herren- und Kimben-Oberkleidung dürfen überhaupt nicht mehr, Westenrücken-! telle mir noch mit emfachen: Futter versehen werden. Mäntel und Ueberzieher für Herren und Knaben dürfen im Rücken nur bis zun: unteren Rande der Handseitentaschen gefüttert werden. Röcke und Jacken sollen künftig nicht mehr als vier^ Westen und Hosen nicht mehr als drei Taschen eillhalten. Bon dieser Verordnung werden nur neuangeferttgte Kleidungsstücke erfaßt, sie gllt nicht für Umarbeitung gettagener Stücke, wenn das alte Futter verwendet wird. ** Kalte Nächte. Fortgesetzt haben wir Latte Mckste. Wenn einmal am Tage die Sonne ein paar Stunden wann scheint, so entsteht eir: Gewitter, es erhebt sich der Wind, und es tritt wieder eine dlbkühlnng und Herabnrrnderung der Temperatur ein, die ganz empfindlich wirkt. Auf drnsem fortwährenden Wechsel beruhen denn auch die vielen lKvankhellsersckMrvungen der Menschen. Im Pftanzenreich ist keir: rasches, fortschvellendes Wachtum, aber das Ungeziefer ini> die pflanzlichen Krankheiten nehmen überhand. Heute nacht sank in der Frühe zur Zell des Sonnenaufgangs, wo immer die Temperatur am niedrigsten steift, das Thermometer auf 2 Grad herab, so daß das Gras und die Pflanzen am Morgen mit einem leichten Wasser-Tau-Reif bedeckt waren. Wem: auch dabei kein direkter Fvostschaden flttstandei: ist, so leide:: doch die Bohnen und Gurke:: garrz erheblich. Tie Gurken sterben schon! ab bei 1 Grad, uiü> die Bohnen, die vor kurzer Zell so vielversprechend anssähen, sind gelb und versvreck)en Leinen gutenl Erttag. .Hoffentlich gibt es bald einen dinchdringenden, warmen Regen und darauf milden, warmen Avnnenschftn, der Pflar^ei:, Tieren und Menschei: zur Gesmwheit notweillftg ist. ** Für den Reiseverkehr zu beachten. Jeder, der verreist, inib auswärts die amtlich? Lebensmlltelversorguing ll: Anspruch nimmt, muß sich in den Besitz einer schriftlichen „Abmeldung" setzen, die er bei den: Lebensmittelamt erhält. An Marken müssen bis aus drei Monate Reisebrotmarken, bis zu sechs Monate:: Zucker in Natur oder ZuckcrnnrtVpckLarten mitg«wu:meu werden; ferner Seife und die Tausenden Flei schmarken. Oefters werden auch die weiteren Fleischmarkeu zur Mitnal^ne oder Nachsendung verlangt. Ties ist nicht richttg. Auf Gruill» der Aömttdnng ist jeder Ort verpflichtet, eine weitere Fleischkarte auszugeben. Bei der Abmeldung müssen die i'rbrigcn Leb«:smittelmarken im allgemein^ abgegeben werden. Tvch, sticht es frei, deren auch während der Reije zu behalten, z. B. die Nährmittelinarke::: es wird dies aber in der Abmeldung venuerkt und köm:en dann auswärts diese Matten nicht beansprucht werde::. Vielfach gehen Personei: lovg, ohne sich abzumelden. Brauckner: diese crrrswärts gecvisse Marken, z. B. Brotmarken oder Fleiftb-firvarken, so müssen sie sich dieselben mitnehmei: oder wachsenden lasse::. Es tritt dabei ziuveilen di« Anforderung an das Lebei:smittelanll heran, Brotmarken über die laufende Periode hinaus im vvrw:s zu geben. Dieses kann nur gesck/iehen, wein: der Lebensmlltelausiveis in Händen des Lebensmittelamtes bleibt. Ein Nachsenden von Marken durch das Lebensmittelamt frmn nur erfolgen, tvenn'die Abmeldung erfolgt ist. Vorstehendes gilt aber nur für Reisen über 14 Tage. Bis zu 14 Tage muß jet-er selbst für sich sorge::. Abmeldungen werden erst für Reisen über 14 Tage ansgestellt. Ebenso werden Fremde nur aufgenormnen, wenn sie länger als 14 Tage von zu Hause weg sllid. ** Stenographie: Tie Stenographen -Gesell - schast „Gabelsberger" und Damenabteilung, e. V. eröffnet am 12. Jüli einen neue:: A:ffLngerlehrya7.u:. Näheres siehe Anzeige. Kreis Schotten. A Aus dem Vogelsberg, 3. Jüli. Bollkomme:: hat sich nach dem letzten Reg«: der Weizen entwickelt, selbst am Korn beobachtet man noch die Wirkung des Regelt. Ganz besonders tt:äMjg steht die Winterftucht in der WettMU, ivie uns ein Besuch dort jüngst zeigte. Kartoffeln und Sameuflmcht nehmen gleichfalls gedeil-lichcm Fortgang. Nur der Nachrm:chs des Grüru futters bleibt zurück, ivell lfterfür !die Niederschläge rächt durchgreifend sind. Hoffentlich geschieht das jetzt drnch den neu ell:- getretenen Regen. ^ ^ . Hessen-Nassau. sc. D i e r d v r f, 4. Juli. Bei dem Frost in den Nächten tarn Freitag auf Samstag urll» Samstag auf Sonntag sind hier wieder fast sämtliche Bolmeu «rftvren, auch die Kartoffeln habcm teiltveise unter dem Frost gelitten. - In voller Fahrt mußte die Kleinbahn T:erdors-Raubach vor einige: Tagen halten. Die Ursache des unfreuvllligen Mifsntlivttes war weder Mafchirrendefekt mul)! Kohlen^ Mangel, sondern mitten dgm Mir den Erreger der Erkrankung, oen von R. Pfeiffer ent- deckten Jnsluenzabaziitus, tennen, wissen :vir auch näheres über Idie Uebertragung. Sie geschieht von Mensch zu Mensch, und zwar aller Wahrscheinlichlell nach meisteitt durch die Einatmung der Krankheitserreger. Wir müssen die sog mannte Tropf chen-Ji:fektwn nach Flügge unschuldigen, die darin besteht- daß das von Kranken beim H:Wen, Niese::, aber auch schon bei lebhaftem Sprechen au&* geworfene, sein verseuchte Nasen-, Bronchial- oder Luftröhrensekret mit seinm: sehr reichlichen Bazlllengehalt von anderen eingeatuvet üiiird. Daß sichl die Krankheit gegenivärttg so sehr schnell verbreiten kann, liegt ohne Zweifel daran, daß die Jnflueuzabazillsn M gämiffen Zellen in ungeheurer Ausbreitung auitreten und somit sehr schnell über große Ländersttecken hin nach allen Sellen lchrsgesiorut werden. Begreiflich ist es auch, daß das Krankheits- gift du ich einen an Influenza erkrankten Me nicken an einen andern, bis dahin von der Jnfllrerrza freie,: Ort verschleppt werden kann, wobei die Infektion unter llmstände:: sogar durch das an Taschen- tücherri, Kleidungsstücken usw. hastende feuchte Sekret (Auswurft vermittelt wird. Aus dem GeslUgten geht hervor, daß die Jnflscenza dem Verkehr folgt, und zwar scheint ihre.Urheimat in den as:attscheu Hinterländern von Rußland zu liegen. * Zeitgemäßes. Im Allgäuer Anzeigenblatt liest man folgende Anzeige: „Welch edeld-eukender Munllionsarbeiter wäre, bereit, meinem Beamten durch Uebcrlassimg eines noch gut eclutteneuj Anzuges beii Besuch des Sonn tag s gottesdienstes zu ecinöglichen? Gell. Angaben unter . ." — In einem Witzblatt lesen wir: „Komme ich gestern in meine Stamm'kneipe, um zu Mlltag zu essen. Eilferttg bringt mir die Kellnerin die Spftsekarte und ich lese mll Entsetzen: 1 / 1( - Ei (7-artgckkockft), ein Fingerhut voll Rostbraten, 15 Gramm Pfamckuchen, ein Teelöffel Öloulasch. Empört wollte ich das Lokal verlassen, da meint? die Kellnerin hilldvoll: „Die Rückseite müssen Sie auch lesen!" Und ich las aus «ft Rückseite: .,Sv, verehrter 6/ast, nrüßte mcnne Speisekarte lmllen. wenn ich mich an die aintliche Zchveisung und an die Höchstpreise hielte, Ta ich aber hamstere, lautet sie: „Roßbrate:: mit Salat, Hühnersuppe, -Ochsen- sleisch mit Kartoffeln usw." Letzte Dev neueste BcriAi -er k^eeve leitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 5. Juli (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht Oestlich von Ypern wurden stärtere Vorft'ße des ]-niu des abgewiesen. Beiderseits der Somme si- d gestern früh dem starken englischen Feuer Infant:rieangriffe des Feindes gefolgt. Auf dem Nordufer des Flusses brachen sie vor unseren Linien blutig zusammen. Südlich der Somme Orang der Feind in Dorf und Wald Hamel ein. Auf der Höhe östlich von Hamel wurde der Angriff durch unseren Gcgenstotz zum Scheitern gebracht. Oestlich von Villers Breton ne ur warfen wir den Feind in seine Ausgangsstellungen zurlick. Am Abend leble die Gefechtstäligkcit fast an der ganzen Heeresgruppen-Fwnt auf und blieb auch wäh . nd der Nacht, namentlich im gestrigen Kamysabschnitt, gesteigert. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz, Erchchtc Gesechtstätigkeit auf dem W:stufer der Avre und beiderseits der Aisne. * Leutnant Menkhoff errang seinen 35., Leutnant Thuy seinen 24. Lufffieg. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * . * Die italienische Offeufive. Wien, 3. Juli. (WTB. .Nickidamtlick-.) Aus dem Kriegspresse- guartiei' wird gen:eldet: 9(ach mehrtägiger verhältnismäßiger Ruhe, welcke wohl vor allem durch die erlittene:: . schweren Veiluste des Feindes erzwungen war. hat sich die italienische Heeresleitung an einzelnen Abschsnlltcn sowohl im Gebirge wie ist der Ebene auch zu einem offensiven Vorgehen eillsäftos- sen. Beim Morgengrauen.setzte gestiern un: 3 Uhr immer heftigere, ftelleuineife bis zun: Twmmelft'uer gesteigerte Arttllerietättgkeit an der Front von Acontello bis zur Piavemündung ein. Unnnttel- bar. nördlick, San Tons erfolgte der feindliche Stoß, der sich hauptsächlich gegen das Piavedelta richtete. Hier trachtete svwoW in birdfrem Ansturm im Westen und Süden, wie auf lleber- schisfnngsmitteln von See l-er die llalienisckie Infanterie, aleich- zellig im Adündung-sgebiet des Flusses vorzndringen. Die wurde überall nach erbittertem Kampfe, der bis zum Einbruch der Dunkelheit dauerte, abgewehrt und erlitt xn ißerordentliche Verluste. Nur bei Chiesa Nuova. 4 Kilometer südlich San Dona di Piave, wnnten die Jtalie::er nackj, Ueberschreitung der Slle sich in einem! lchmalei: Geländestreiün: des Westrandei des Deltas festsetzen. Wetter iwrdlich wurde bei Zensm: der Besuch emer feindlichen Abteilung, ai:f Kähi:en das Ostuser der Piave zu erreiclien. durch Feuer vereitelt. Weniger -einl-elllich geleitet, aber gleichfalls 'ehr hartnäckig, 'waren die italieni'chm Vorstöße an der 0-ebirgsfrvnt beiderseits der Brenta. Alle Bemührmgen des Gegiuws, hier über einzelne Punkte seiner Kamplinien vcmi 16. Jn-tt Raun: nach vorwärts zu gewinnen, scheitertei: >an den wrerschütterlickien Stellunge:: unserer braven Infanterie zum Teil schon unter der Wirkung des raschen Eingreifens unserer Arttllerie. Stapellaus eilies neuen dänischen KriegGstiffes. . Kv p e n h a g e n, 4. Juli. (WTB. Rckftamtlich.) Gestern nack>- m:ttag :st auf der hiesigen Knegswerft ein neues dänisches K ü st e n P a n z e r s ch i f f vom Stapel gelaufen. Die königliche tfOTmUe und eine große Zahl von hohen Offizieren des Heeres und der Mar:ne waren anwesend. Das Schiff erhielt den Namen Rels Juels. Das Schicksal der prentzisckren Wahlr:'sorm. Berli n, 5. Juli. Zur Vertagung des Abgeord^ ^ . .. .. Herrenhm^ mll den Reg:erungsvorschlchsen [\mb den Korrekturen der Drei- klassenmehrl?eit absiudei: wird, läßt sich mxb nicht erkennen Voraussichtlich wird sich das Herrenhaus den BeschWssen der Mehrlxüt des Abgeordneterrhauses nicht einfach anschließcn wollen. Die Kom- mission des Herrenhauses wird ein? eigene Lösung der Wah! rechts- Pwobleme suchen. Diese Löfting wird für die Anhänger des gleich«: Wahlrechtes genau so »unannehmbar sein, wie diejenige des Abgeordneten ha:i ses. Tie „P o st" schreibt: Die Regierung hat zil'ar gestern zu dem Ergebn:s der fünften Lesung geschwiegen, aber barum ist es nicht minder offenbar, daß sic an ihrer Absicht festhält, die Ursprünge ttchen Wahlrechtsvorlagen dem Hause aufzuzwingen, sei es mich mit Hilfe der Riflösung brä Avgeordne ten haus es. Alles kommt darauf an, die Recherung bis zu dem Auflösnngstermin von dev Unzweckmäßigkeit e:nes solchen Vorhabens zu übeweugen. Die Beratung des Herrenhauses kann nach dieser Rckftnng hin mit« Dienste tun. Ter „Vorwärts" sagt $nt Annahme des Plmalwalürechts: Inneren Hader darf sich die Arbeiterschaft ll: dieser Zeit uüdt leisten. Teil Lösuilgen Unverantwortlicher darf sie nicht folmn. Aber alles muß sie tun, um Kruft zu sammeln, die sic in den künf ttgen Entscheidumiskämpsen unübenviuplich machen wird. WWM,WWMGWWUW 5 ich 1 spie!hau 5 , Sghnhofftwße 34 . L L> L> L> L> tvstkiassM Künstlevkonrerte L> L L> L> L> Vom Samatag bis inkl. üontag D; 2 Mädchenschicksal© in 4 hochspannenden Akten. In der Hauptrolle die liebreizende Künstlerin SASOLÄ TOELLE. IXHALT: 1. Akt. ^tvdeatenliebe — Folgen der ]| 3. Akt. Im Bare »in des Bavdeo für . I &t'’~ E1,, e oracUüUemde *■ Anf"schiefer t-L' GP “ ßSt “ dt - fl 4 ‘ *"* »«— Ausserdem: Rita Clermont in ihrem neusten Lustspiel Sie Scbokolade&br£.TB.ta. Wegen des zu erwartenden großen Andrangs in den Abendvorstellungen bitten wir das titL .Publikum hofl. nach Möglichkeit die Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wollen. 5032 a KtteiMtthkMs IWtchkU. K.B. Zur diesjährigen haAptoersammlüng werden die Mitglieder für Dienstag den 9. Juli, nachmittags 6 Uhr, in den Kvnsirmandensaal der Lukasgemeinde (Liebigstraße56) ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Rechnung _ für 1917. 5022 D Gießen, 4. Juli 1918. Für den Vorstand: Slrack. bereinigte gnjrnierKieiiJer von Gießen. ^ Samstag den 6 . 3 uli 1918 . cibcnös 8 V 2 Hf?r bei Mitglied L. Jochem, zur Prrlvermühle: General- S>8N>Wr>»r3ßNSe^3 Sek $iteltiaf esucht. Angebot« ru kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe unt. 03148 an den Metz. Anz. erbeten. binkvek- Gläser 03144 -g Apparate Z Gumsiii | Carl ^ciisinek SfltarswegSS, Bahnholstr. B4. ... ©innfehle mein Lager in Waschkttsn, WaschmasehiiBn Ei ssern. s I. Lang, Küsermeisrer, Lang ÄöönS, am Bahnhof. Ferkel r-ud Läuferschweine zu verkaufen 5037 Rodheimer Straße S, neben Möfers Mühle. FIfösin mit Junten billig zu verkaufen 03119 __Wilbelmsirasie 2. JungeS Schafdorklamm zu verkaufen. Peter Hahn, Strinbach b. Gießen. Mrt8 Gedeckter Riejenbafe und Haie mit Jungen zu verk. Larasr»bs r 3. H.,iCaf6Ebel). Gebr., gut erh. LLr a.nkea- Lakrstakl zu verkauf. WvtaUx, 3ophiia»tr. 23. Hasen zu verkaufen "" iM Kro fdorier Strasie 10. Eine Glucke mit 12 Küken, vierzehn ^age sitz zu verkaufen. 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Arbeiter in einem kleinen Betrieb. 6 Former und 6 Brenner für Dmncnziegelei. 6 Eisendreher, 8, Schlosser. 3 Werkzeugschlosser, 3 Schmiede, 1 Küfer, 5 Schreiner, 2 Bäcker, 1 jüngerer Schneider, 1 Frinerer, 10 Bauarbeiter, 1 Dachdecker, 1 Photographen- gehilfe, 5 Maurer, 30 Hilfsarbeiter für Eisenbahn. 2 Heizer,, 2 Krankenwärter, 10 Kohlenlader. 5 Straßenkehrer. 5 Streckenarbeiter, 3 kräftige Arbeiter, 3 Wiesenarbeiter 2 Fuhrmänner. 1 Stukkateur, 1 Schuhmacher-, 1 Wagner-, 1 Bäcker-, 2 Schlosser-, 1 Schneiderlehrling. b) bei auswärtigen Arbeitgebern 1 Gärtner, 18 Schlosser. 10 Dreher, 1 Modellschreiner, 5 Schreiner, 4 Bäcker. 3 Äküller. 1 Frinerer, 1 Schneider. 3 Zimmerleute. 10 Maurer, 3 Weinbinder oder Stukkateure, 2 Hochbaurcchntker, 1 Buchdrucker oder Schweizerdegen. 4 Plattenleger, 2 Heizer, 1 Kaufmann lEifensach), 80 gesunde Arbeiter. 10 Arbeiter für Bahnbau, 15 Streckea- arbetter, für Pulver- und Geschogsabrik eine Anzahl Arbener, 1 Hausverwalter (Mechaniker oder Installateur) 2 Hausburschen. 1 in Apotheke. 2 Kriegsbeschädigte suchen Arbeit, die im Sitzen auS- neubt.werden kann, 1 Hilfsiechniker, 1 Heizer, 2 kriegs- be,chadkgte Buchhalter. 1 für Anfangsstellung. 1 Schreiber- lehrirng. Weibliche Abteilung Bei hiesigen Arbeitgebern können eingestellt werden: J- fachkundige Verkäuferin in etn Schuhgeschäft, 1 Köchln, 10 Dtemtmadchen, 8 Lauffrallen, 2 Waschfrauen, 10 Mädchen für Bahndienst tZugdienst», 2 Lehrmädchen, 1 in ein Schuhgeschäft. 2 schulpflichtige Kinder für Botengänge: bei auswärtigen Arbeitgebern: w Mädchen, 4 Dienstmädchen, für Pulver- und Gefchonsabriken werden Frauen und Mädchen gesucht. Es suchen A r b e i t: 1 Kontoristin, junge Mädchen, die zum Teil Maschinen- schrelben erlernt haben. ^ §ur die Etappe werden gesucht: Eme Anzahl Helfer und Helferinnen für verschkeücne Drenftzweige. 5(mB Holzverfteigerrmg. Montag den 8. Juli l. I., vorni. 8 Uhr an- saugend, werden in den Waldringen der Gemeinde Allendorf a. d. Lunida aus verschiedenen Distrikten der Forstwarlei II folgende Holzsortimente versteigert: 5 Eichen-Stämme mit 3,46 Fstm. 230 Fichten Derbstangen mit 17,5b Fstm. 54 Fichten-Reisstangen mit 0,84 Fstm. 6^ Rm. Eichen-Nutzknüppel 5 Nm. Buchen-, 3 Rm. Fichten-Scheitholz 173 Rm. Buchen-, 37 Rm. Eichen-, 54,5 Rm. Kiejern-, 28,5 Rm. Fichten-Knüppe! 38 Rm. Fichten-Reisholz. Zusammenkunft im Distrikt Steinwald bei Brennholz Nr. 794. Das Holz in den Distrikten KaulS- köppel, LauSköppel, Langebruch und Homberg wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt und kommt im Distrikt Kinnwald zum Ausgebot. Allendorf a. d. Lumda, den 4. Juli 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Sumo*. Rein. 5028