M. Jahrgang W.152 Der »i. Beck; sämtlich in Gießen. Geriliche mpse südlich des (MTB.) yrotzeS Hauptpuartif r, 1. Juli. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Geftchtsrätigkeit lebte am Abend an vielen Stellen der Front auf. Lebhafte Erkundungstätigkeit hielt an. Englische Deilangriffe nördlich von Albert wurden abgttviesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Aisne und Marne rege Tätigkeit des Feindes. Mehrfach stieß Infanterie zu starken Erkundungen vor. Bei und südlich von St. Pierve-Aigle griff der Franzose gegen Mittag nach heftiger Vorbereitung an. Er wurde abge- wiestn. Ebenso scheiterten hier nächtliche Vorstöße des Feindes. * L-eutrmnt Löwenhardt errang seinen 32. Lustsieg. * Nach Abschluß der Prüfungen beträgt die Zahl der seit Beginn unserer Angriffsschlachken — 21. März 1918 — bisher über unsere Sammelstellen abgcführten Gefangenen, ausschließlich der durch die Krankenanstalten zurückgeführten Verwundeten: 191 454, dann haben die Engländer 94 939 Gefangene, darunter 4 Generale und etwa 3199 Offiziere, die Franzosen 89 999 Gefangene, darunter 2 Generale und etnm 3199 Offiziere verloren. Der Rest verteilt sich auf Portugiesen, Belgier und Amerikaner. Von den Schlachtfeldern wurden bisher 2476 Geschütze und 15 924 Dlaschinengewiehre in die Beutesammelstellrn zurückge führt. ., f Der Erste Generalauartrerrneister Ludendorff. * Der Abendbertcht. Berlin, 1. Juli abends. (WTB. Amtlich.) Oertliche DeiMmpfe südlich des Ourcg. Der Meuchskanzler Gras H e r t l i n g weilt seit Sonntag abend fLr einige Tage im Großen Hauptquartier, wo er im persönlichen GedanLnaustausch mit dem Kaiser und den Vortvetern der Obersten Heeresleitung steht. Es handelt sich dabei, wie der Berliner Mitarbeiter der „Frankfurter Zeitung" erfahren haben will, um zahlreiche offene Probleme, besonders wohl um die bevorstehenden Bündnisverhandlungen mit Oesterreich-Ungarn und die polnische Frage, über die die W^einungen in Berlin und Wien bekanntlich noch auK- einandergehen. Die Francs. Ztg. läßt sich im Schlußsatz dieses Berliner Telegramms auch mitteilen, daß „eine Vereinbarung zwischen den Interessen der militärischen und denen der politischen Leitung des Reichs gesucht werden wird". Es überrascht einigermaßen, daß das Blatt in diesem Zusammenhang nicht wieder über die Abhängigkeit der Regierung von „Machtsaktoren" Klage erhebt. Eine bloße Zivil? regierung ist aber in Kriegszeiten doch wohl schlechterdings unmöglich. In keinem der kriegführenden Länder w-erdeir g^euwartrg poit.rsche Beschlüsse von großer Toachvctde o h ne die Berüchsichligung der militärischen Notwendigkeiten gefaßt, und diese militärischen Notwendig leiten lassen sich von keiner Regierung übergehen. Es ist ungemein beFeicl>nLnd, daß dem „Berliner Tageblatt" die gegenwärtige Rerchswgierung absolut nichi mehr gefällt. Es meint in seiner Montagsnummer, ,chei einem Regierungswechsel würde wirklich nichts Groß-^ verloren geheir". Früher, vor Hertling, war alles viel schöner; da war ein fröhlicher irrnerpolitischer Kampf und es konnte so erquicklich „debattiert" werden: - „Bevor Graf Hertling kam, waren in einer sehr bedeutungsvollen Angelegenheit, der elsaß-lothringischen, die Anträge der Reiche tagSmehrheft der Verwirklichung nal-egeführt. Diese Angelegen l-eit ist von der Bildsläche verschwiunden, seit die sogenannte Mehrhritsvemerung am Ruder ist. Als die Vorgänger des Grafen Hertling auf dein Kanzlerplatze saßen, wurde stürmisch über die alldeudsa-e Propaganda im Heere mrd über verwandte Dinge debattürt." Das fehlt fetzt alles. Die Reichstagsmehrheit hat, so führt das Blatt weiter aus, dieser Regierung auch zu viele Ue berzerrgungsopser gebracht. „Sie hat mit innigem Widerstreben die gaicze Ostpolitik, hinter der die dynastischen Hausmachttoünsche sichtbar lv-erden, mitgemach t." Und von der alben Reichstagsentschließung wird gar nicht mehr wel Aufhebens ^ gern acht; so gar die „Kriegsz.i-elrhetorik" uuylnianns genügt dem „Berl.ner Tageblatt" nicht ganz. . halb im Ernst, l-atb im Spaß, den Vorschlag, eurmal den Alldeutschen das Regierungsruder zu lassen, dann „wurde man ja sehen", das wäre' dann tvreder eine Freude zu leben. 'Auslegung zu Rezept des „Vor- warts , der da schrieb, die KühlnmM-Krise sei auch eine .^ur werden diese Sehnsüchte fiirs erste S S at bIctb 5 n ; '^rtlings Stellung, erscheint sehr ge- wackelt der Stuhl des Staatssekretärs. Die m ihrer Montagsausgabe scharf seinen Rücktritt. Herrn v Payer und Dr. Friedberg'sei erfreu- ucherweue die Klugheit zuzutrauen, daß sie den FallMibl- Sache qnsehen werden, die mit der inneren P lur. des Müffchen dieuyos und Preußens nicht das min- d-!.V U ff tU Q+ at ’ - a ?* m Kühlmann gehen müsse, wird von der Vo>). Ztg. mn wlgenden Sätzen begründet: „Wann Mm den Querschnitt der Wirkung in England Italien und Frankreich ninrmt, so zeigt sich deutlich, daß die Worte des deutschen Saatssekretärs es her krieghetzerischen Presse in jenen Ländern ernöglick)«r hat, den Siegeswillen von Deutschlands Feinden zu erhöhai. Geradezu einmütig erklärt die englische Presse, daß die Räumung des ganzen Rußland eine unerläßliche Vorbedingung jeder Frierensverhandlung sein müsse. Kühl manns ganze Politik aber war ja gerade daraus gestellt, daß "England sich, aus Kosten Rußlands mit Deutschland vertragen werde." Wir können grr nichts Kmsenhas.es mehr an unserer Lage finden, denn wiir sind gewiß, daß die Besprechungen im Großen Hauptquartier nie>ts außer acht lassen werden, was dem Reiche schädlich odrr gesähulich werden könnte. Der österrüchisch-uvgarische Tagesbericht. Wien, 1. Jrli. (WTB) Amtlich wird verlmrtbart: Von der P i a re - F ro nt keine besonderen Ereignisse. Süiwstlich von A s i l go kam e? erneut zu hestigm Kämpfen. Da der Eo l b e l Rs s so undder M o n te d i v a l V e l l a sich nur unter großer Opftrn -alten bchaupten lassen, wurden die Vesatzungm dieser Pinkte in die früheren Hnupt- stellungen am Walde von Steifte zurückgenommen. Südlich von Eunova,bei Asiago, wiesen wir feindliche Erkundungen ab. Unsere Land- und Seelieger unternahmen im Mündungsgebiet des Piave erfolreiche Flüge gegen militärische Anlagen des Feindes und kertzen vollzählig zurück. Dc Chef des Generalstabes. Die Tschcen in Wlaoiwosiok. Schanghai, 3 Juni. (Reuter.) Die Tschechen haben den Sowjet vn Wladiwostok aufgelöst. * Die rnsfrst Schwarzemeerflotte. Haag, 2. Jrcki. (Lü-Ter Volkskommissar des Auswärtigen m Wloskau teilt der mit, daß ein Teil der Schwarzmeerflotte nach S^astvpol zurückgekclTrt sei Die Re- grerimg habe dieser Rückv zugestimmt unter der Bedingung daß Deutsückand und seine Adesgeiwssen ivührend des Krieges von! d«sen Lcküffen kwren Gauch machen und sie nach Friedens schluß sofort an Rußlorzurückgeben. Die ehemalige Regiung Bratianu» unter Anklage gestellt. Bukare st , Vizepräsident der rmnänischMArm. Er gab wilatzlrch der LtzdeLatte rm N-mm der Regierung die r -?'-? 8 ,® "«ti anns werde nicht unter Anllage geltcllt werden,^ ,ie den Krieg tewnc! fyab-:, sondern Idnl sie die Vprfasinng > die Geletze des Stclntes vedletzte, * B der Ukraine. TTifrFv5Ai e r ü -r^ ernannte ukrai- msche Gesandte BaroL) t e x n 6 e 1 1 ist am 29. Juni mit dem Gelandtschaftsperal nach Berlin abqereist . Feldmarschall v.ichhorn begibt sich heute in Be- glettung seines Chefss Stabes nach Odessa zwecks Er- widerung des kürzlick Besuches dcs Hüchstkommaichicrew- den der osterrerchlsch- arrsck>en Os tarmee General Kraus. wie die §raitzo?e»ie öffentliche Meinung knebeln. Tic übcrras^nd f;lle Besctznrcg großer, bisher vom Kriege unberlihrt gebliebener Mete durch Misere siegreichen Trnvpmi hat uns ma!w>en nützlh Einblick in die augenblicklichen Verb alt- m,se ^rankreick-s gega Besonders ck^arakteristisch rür die fast nervös zu nennende sst dar Negierung vor der Ansbreituna einer ihr unliebsamenimmung ist die mrerbittliche Verfvlanna teglick>er freien Regnmr öffeutlickieii Mericung, mie sie ims m. den Anordmmgen zur-chlagnahme einer recht stattlichen Anzabl von Zertungeii und Bhüren gezeigt lbird, die in Soissons im Bureau des „Lommch de Police" vorgefunden wurdeii. Diese Befehle stammeii ans Zeit vom 5. Jmnmr bis 8 Mai biefe^ Zahres und tragen fn dem Tattwi den Namen der S6adt. Ehoteau-Thierry. die mutlich zu genannter Zeit das fvanchsi- sche Hauptquartier lisergte. Fast alle diese Lhwrdmmgen be. mu den,Wvst Entsprechend den vom „President du Evnseil", dem Kriegckster, erteilten Jnitruktionen wirb ange- ordnct, daß folfleiwc Äsentlichuiigen zu beschlagiiahmen sind ' " Es folgt dann leloeüs! lÄigere Reihe von Seitfdmftni, Büchern, Broschüren unb issluglecri. Unter ihnen finden wir verschiedene Schweizer Blätter und Broschüren, zumeist hx franzSffscher Sprache, bte m Zürich, Geflif, Bern, Jnterlaken, Lausawie und Arvsa erschienen find; sodann wieder spanische Beröfßentt«Hungen ausj Madrid und Barcelona, schwedische Zeitungen ans Sttxö- holm und Y^ochenhurg, ein holländisches Blatt aus Utrecht eüt B rch chlus Rst) de Janeiro, eine Zeitschrift aus Bilboa, ein in Genf erfcheinendes serbisches Journal und sogar eine in Holland hermis- gegebene Zeitschrift in der Esperanto-Weltsprache unter dem Titel Svzio'. Am zahlreichsten sind die russischen, wohl! meist bol- schewifttschen Veröffentlichungen vertreten. Die aufgeftchrten Titcck der PubUkatron-en lassen verhältnismäßig selten Schlüsse auf ihren Inhalt zu. Nlur einige, wie etwa „La Nouvelle Ealastwphe" „Die neue Katastrophe" (Genf), „El prvblema submarrno" — „Das Unteffeeproblem" (Madrid), „L'entente imperial'iste" — „Der Jm- lpnnalismus der Entente" (ebendort), „La voix du front" — „Die Sttmrme von der Front" (Broschüre russischer HmBmst), „La mi- ,ere qahsanne" — „Das Unglück des Bauern" usw. zeigen teil- lveise die Rilchtuna, die den unernrüdlichen Krvsgsverlängevcrn m; der französis.chen Regi-erung natürlich besonders gefährlich erscheint. Cm m französischer Sprach verfaßtes Buch spanischer Herkunft beginnt, wie wir aus einer Njotiz ersehen, mit den Worten: „Ein imgcheueres Verlangen nach Frieden ..." und endigt: „ der sofortige Friede, der allein noch Frankreich ccttcu kann." (Sri Anderes beginnt: „Der Krieg tötet sich selbst, der Frieden setzt sich durch." Diese mro zahlreiche andere Schriften verfielen der Be- Magwahme durch die Regierimg, die krampfhaft versucht, durch Knebelung der öffentlichen Meinung den irr Frankreich unter dem Eindruck unserer Wafsenerfolge offensichtlich immer mehr zunehmenden, den Machchabern Frankreichs so verhaßten „Dsfai- ttsmus" niederzuzwingerr. Ob es ihnen auf die Sailer gelrngent wird? Wir haben guten Grund, dies M beMieifeln und weiden eS ia bald sehen — wenn erst Hnrdenburgs neue Schl^e sallett werden. Die Nervosität der französischen Heeresleitung. Berlin, 1.Juli. (WTB.) DieNervositätder Foch- schen Heeresleitung hält an. An der gesamten Front vom Nremoport-Kanal bps nach Milchmrsen suchte sie am 30. Juni und in der Nacht zum 1. Juli durch Vorstöße von PM-rouillen und Grkundimgsabteilungen euren Einblick in die deutschen Absichteü zu bekommen. An der Amiensfront versuchten die Engländer ünd Franzosen bei Albert wrd Cassel durch größere Vorstöße die Lttnen zri verbessern. An ayen Stellen wurde der Angreifer ver-i tu streich im H andgramtten- und Maschinengewehrseuer abgewiesen oder im Gegenstoß völlig zurückgeschlaMN. Gefangene blieben zahlreich m deutscher Hand. * Uefttv 200 000 ©fföttgette. , ^Berlin, l.SMi. (WTB.) Der d-Msch- H«r-rSeriart sich die ganze Grüße des bisher erjtnttenen Kampfzieles, das ja nicht der Erreichuiig einer geographischen Liine, sondern derVernichtungderlebende'nund toten Kriegs mittel der Entente gilt. Was an englischen Und französischen Keimtruppen in den bisherigen Angriffsschlachten Geccht gesetzt worden ist, laßt sich durch noch so große amerö- kamsche Massen Niemals ersetzen. Ein gewaltsamer Ai.sschlutz an» dem englischen Unterhaus. 1. Juli. (Reuter.) Unterhaus. Ms Billmck hartnäckig darauf bejtand, entgegen der Entscl-eidung des Sprechers! die ttrage der Internierung der feindlichen Ausländer zur Sprache zu bringen wurde er vom Sprecher aufgefordert, das Haus zu verlas)en. Billmg weigerte sich, dies zu twr. Das Haus nahm darapf emsfimmig einen Antrag Bonar Law aus Ausschlicßungi Billings von den Sitzungen des Unterhauses an Da Billing sich auch iveiterlfin weigerte, zu gehen, wurde er schließlich durch fünf, wiener aus dem Saal entfernt und vor das Parlameittsgedäude^ geführt. Seme Auslchließung gilt für unbesttmmre Zeck. Eine Spaltung in der englischen Arbeiterpartei. Rotterdam 1. Juli. Der „N. Rott. Cour." meldet aus Loirdon: Am Sonnabend abend fand cineBersammlunavon VJ Äl f ^ C r n hf s äußersten rechten ^ “ 9 f 1 ^ ü^rt' «r bcicf)U»fTcn wurde, gegen die Kündigung des Burgfriedens durch d^ Arbeiterpartei und gegen die allgemeine Halttmg von Männern, wie Henderson, Widerstmid zu triften Es «■ €U *y? vtc J bildet, die nur aus Mttglie^ von Gewnckschchten besteht und keine Nur-'Poliliker aufnehmen wird G, ijst ^schwierig, such von der Stärke dieser neuen Bewegung Mid der Zahl chrm: Anhänger ein Bild zu machen cHer die Frag« iUbeanttoorten, ob sich miter den Abgeordneten aus der Acbeiler- partei Anhänger finden werdeii. Ten ,,Daily NOos" zufolge könrtte man aus der Gründviiqs- v-ersammlung liber dw Ab,ickxten iind die Zusanrmenstellnng ^ neuen Partei noch Nicht mel cutnehmeii. Nach ihrem Lekttäi- lat Bekäinpsimg der Pazifisten abgeistchgi, und daranfi güttn P^oüm. iMe Roberts, ihre Stütze in der Regierung oU erhalten. ^asBlatt stellt ferner die Frage, im<- da? Vech.ttrfis dieci ireuen Partei gegenüber den FiXppm iwn Kapital und Arbeit Mid Ö; ? U dnn sü: pon reaktionären Kreisen, «und Blattern begrüßt wurde, chr zamr Vorteil gercichen ivsrde. ^ Sonboiter Sortcfiwnbcnt des „Manchester dhiorbton meldet, daß es ihm nicht gelungen sei, ein maßgebendes Mitglied der Arbeiter patt ec zu .entdecken, das der neuen Piartei irgend ivelche Bedeutung zuschreibt. In der Leitung der Arbeiterpartei, bei deren Wahl die (Gewerkschafter! den Ltusschlag geben, seien - um die Terminologie der Franzosen anzuwenden — die Mehrheils und Minderheilssozialisten jetzt ungefähr gleich stark und in der Partei scheine die Minderheit allmählich die Oberhand zu erlangen. Eine französisch-amerikanische Truppenschau. Berlin, 2. Juli. Auf dem Jena-Platz in Paris begannen laut L. A. die Vorbereitungen für die f r a n z ö s i s ch - a m c rikanische Truppe n re vue am 4. Juli. Poincarö und Pershing werden Ansprachen halten; letzterer wird eine Festbot schast Wilsons verlesen. Der Pariser Gemeinderat bewilligte Geldmittel, um die Unter dringung der Pariser Kinder in den Dörfern Mittelfrankreichs zu erleichtern. Nachrichten der Voss. Ztg. zufolge schließen Amerikaner und Franzosen Kontrakte für den Bau zahlrcick>cr Fab i ke n für Kriegsmaterial ab. Mit dein Bau soll 1919 begonnen werden Amerikaner in Italien. Amsterdam, 1. Juli. Einem hiesigen Blatte zufolge wird der „Times" aus Mailand gemeldet, daß das erste amerikanische Truppenkontingent in Italien angekommen ist. Poincarvs „Märtyrernationeu". Genf, 1. Juli. (WTB.) Nach einet HavasMeldung fand heute vormittag in Anwesenheit P o i n c a r 6 s die Uebergabe der Fahne an die t sche ch i s ch s lo waki sche Ar mee statt. Poincare hielt bei dieser Gelegen l?eiL eine Ansprack)!', in der er den Wunsch aus- sprach, daß die junge tsckMhisch-siowäkische Armee bald durch „die lieldenhaften tschechischen Legionen, die sich durch' Sibirien einen) Weg bahnten" verstärkt werden möge. Po in ca r6 schloß: Nicht weit von hier wartet eine alte französische Provinz, die uns entrissen wurde, gleichfalls auf den Sieg für ihre Treue. Der Tag, der über dem befreiten Elsaß-Lothringen aufgehen wird, wird alle Märtyrernationen mit einem neuen Lichte bestrahlen. Bald werden Sie am Horizonte die ersten Schimmer dieser Morgenröte erblicken. Ghmnafialturse für HecreSangchörige in Bukarest. Bukarest, 30. Juni. (WTB.) In Bukarest haben Gpmnasialkurse für Heeresangehörige mit anschließender Abiturientenprüfung stattgefunden. Sechzig feldgrauen Schülern konnte das Reifezeugnis erteilt werden. Gelegentlich der Abschiedsfeier richtete Generalseldmarschall v. Mackensen folgende Worte an die Abiturienten: „Es ist!mir -eine ganz besondere Genugtuung, Euch zu Eurem heul- tigen Erfolge beglückwünschen zu können. Jlir habt Eure Pflicht getan und habt Euch eine Grundlage geschaffen, mit der Ihr tüchtige Männer in nnserm deutschen Vaterlande werden könnt. Ich! glaube nicht, daß-einer unserer Feinde eine ähnliche Tat für die geistige Fortbildung seiner Angehörigen im Felde vollbracht hat, wie es hier nie Militärverwaltung durch die Einrichtung der Ghmnasialkurse getan hat. Ihr zieht nun wieder hinaus zur Front. Ich bin überzeugt, daß Ihr mit derselben Willenskraft und Pflichttreue, die Ihr hier in Eurem Studium gezeigt habt, auch draußen zum Heil und Segen imferes Vaterlandes die Waffen gegen den Feind führen werdet." * . * Die Reise Hertllng» nach Wien. Berlin, 1. Juli. (WTB ) Heber den Zeitpunkt der Wiener Reise des Reichskanzlers Dr. Grafen v. Hert- ling steht vorläufig, wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" mitteilt, nichts fest. * yin^nburg und öle Besiedelung Nurlands. Ko, , 27. Juni. (WTB.) Generalfeldmarschall v. Hin» denbnr., hat als Chef des (Ämeralshrbes des Feldheeres, »vis YJf ,,Baltisch-Litauischen Mitteilungen" erfahren, unter dem 17. Juni eine Verfügung über die Bodenfräse in den Gebieten den östlichcki Militärverwaltungen erlassen, die in großzügiger Wlnsä die Besiedelung K Umlands anbahnt. Sie hebt hervor, daß, wenn die von Rußland Jahrhundert lang vernachlässigten Randstaaten in den schützenden zkreis des deutsck>en Wirffchafts- lebens treten, dis ganze Volk und die Allgemeinheit den Nutzen davon haben soll. „Volkswohlstand besteht nicht in einer f(einen| Zahl von Großlapitalisten, sondiwn in einer müglic!)st großen Zahl leistungsfähiger, selbständiger, heimfester, l-eim froher Staatsbürger, die den» Staate das liefern, NM er in allererster Linie braucht: Menschen, gesund an Leib und Seele. Ein solch Ge schlecht von Siedlern läßt sich nur begründen, »venu die Spekn- lation ferngehalten rvird." Durch zielbewußte Handhabung der vom Generalguartier- meister vom Oberbesehlsliaber Ost erlassenen Berordmingen sind die gemeinschäd.ichen Gefahren nnd Bodenpreissteigerungen zu bannen und einjr gesunden Besiedlung des Landes die WSgc- freizubaltcn. Tie vom gleichen Tage datierte Verordnung des Generalgnarliermeisters Hahndorff über diese Landabaabe nudl Siedelung in Kurland verpflichtet jeden knrlänoischeu» Rittergutsbesitzer, dessen Gesamtgrundbesitz die GrößS von 1000 Lofstcllcn (gleich 390 Hektaren) erreickit, an die Land ge»ellsck)aft „Knrlaild" als Trägerin des Ansiedelungsunterneh^ nvenö ein Drittel seines Gesamtareals und zwar für Zwecke der Besiedo-inng aeeignetes Land im Wege des« Kaufvertrags zum Friedenspreis des Jahres 1914 zu überlassen. Tie Verpflichtung ist zunächst in dem Umfange zu erfüllen, daß jedes beteiligte (out 25 Prozent seiner Fläche an die Landgesell- schast „Kurland" vertäust. Tie xeftHrf>eu 8 1 /» Prozent sollen nach Möglichkeit sreihäudig zum Friedenspreis des Jahres 1914 durch die LandgesellsclM „Kurland" erworben norden. Dir L^rord nung gilt auch fiir die im Herzogtum Mirlaud gelegenen Fidei- isse. kommst Die Verbindung Holland» mit Niederländisch-Jndien. Haag, 1. Juli. Das Kvrr>Burvau teilt mit: Der Bor- utzende des Mlnifterrats Eott van der Linden l)at ans Anfrage Mgoordncttu Boort van Zijk sckwiftlich geantwortet, daß der Ntinisterrat deshalb beschlofi, die Ausfahrt des R egie - r u n g s k o n v o i ö nach Indien zu verscl-ieben, »veil die britische Regierung wtrgen eines kleinen Teiles der Ladung des Dampfers Nvovoem Scktwierigkeiten ncachte und »peil auch noch einige andere Punkte von geringerer Bedeutung untersucht »oerden mußten. Der Marirwminister smrd, daß der Beschluß des Mi nisterratss sich mit seiner BerantwottlilMit nicht vereinbareii lasie, und war der Ansiclit, daß das Konvoi trotz der Schwierige keiwn ausfahren müsse. Sein Beschluß, seine Entlassung nachui >uchen, »tand uiurschüttierlich fest. Ter Ministerrat fand, als in Müschen das Demijsionsangebot des Mairnemtnifters in die Oeffentlichkeir gedcnugen mar, daß es im Interesse des Lartdes gelegen wäre dem Ersuchen keine Folge tyu (jeben. Italienischer Bericht vom 90. Juni. Auf der Hochfläche von Wcrgo, k>o der heldenmüikige Widerstand unserer Truppen am 15. Juni den Ansturm der an Zahl überlegenen feindlichen Massen brach und wo italienische, fraii 'ösrsche und enalisck-e vrupp'n der tapferen 6. Armee im täglichen Wetteifer an Tapferkett sich im Kampfe verbrüderten, lebte der Kamps gestern früh nieder ans, durch starkes Wrtii'criefeuec genährt und unterstützt durch DioersionSunperuehmmigen. Unsere Truppen griffen den Monte Val B el l a an und es gelang ihnen, ihn dem Feinde nach harte»! Kampfe fottzunehmen. Tag und Nacht war den große Massen des Feindes vergebens zu Gegenangriffen und zum Aiassenmord vorgeworsen. Sie wurden durch unsere In fanterie zurr'ickgett'ieben und durch konzentriertes Arttlleriefcuer und kühne Kanipfflieger mit Maschinengen>.chren dezimiert. Die eroberte Stellung wurde durch uns siegreich gehalten. Wir machten 21 Offiziere und 788 Mann m Gefangenen und eroberten außerdem Kanonen, Mörser nnd /.alilreiche Maschinengewehre. Mehr nach dem Osten zwiscknn dem Frenzelo-Tal und der Brenta nahm eine unserer Abteilungen einen starken Stützpunkt und den feindlichen Beobachtungsposten auf den Südabhängen des Sasso Rosso im Sturm und machte dabei zrvei Offiziere und 31 Mann zu Gefangenen Auf dem übrigen Teil der Front führte unsere Artillerie ein wirksames Stöiarngsseuer aus. Patrouillcnunternchmungen bei Cap Sile brachten uns Gefangene ein. Der Seekrieg. Neue U-BoollErfolge. Berlin, 1. Juli. (Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote neuerdings 1 7 000 Br.-R.-T. feindlick-en Handels- schiffsramnes vernichtet. Der Chef des Admiralstabes der Marine. >ben Aus dem Reiche. Flieaeraugriffe. Karlsruhe, 1. Juli. Am So.iu,ag voririttag gegen 9 Uhr tu a r f e rt f e i n b 1 1 cf> c Flieger ans oi: o feie Stadt Landau mehrere Bomben ab. Es entstand nur g.-rnger Hänserschadcn Perwnen »vurden nicht getroffen. — In de, Nacht aus Montag firmen feindliche Flieger Ludwig s h a fe n, Landau und Homburg t. d. Pfalz mit Bomben an. Cs wurde einiger Haujerlchrden verursacht. Leider wurden in Ludwigsl-asen eine Person getütet, eine fchver im> jrtm leicht verletzt. * . Berli n, 2. Juli. Den! Re i chStage ist der bereits ange- t'undrgte (vesctzentiours über du abermalige Verlängerung, Legislaturperiode und zwar sts zum 12. Januar 192(1 zugegangen, ferner der Entwurf eires Gesetzes über bcui Landtag für E l s aß - Lothr n g en. Dmach »vird die Legislaturperiode dort bis zum 31. Januar 1919 verlängert. Aus Sem yauptauschuß ds Reichstags. Ter H a u pta u s sch u ß d'Z Re ichz ta g s beriet heute zunächst den Eutwnrf, betreffend E r h ö h l n g der Po st - nnd T e l e g r a p h e u g e b ri h r e n u zweite! Instanz. Ten in erster Lesung neu.e-mesührü'n 8 2a, der die Porto- frechnt der Fürsten, ihrer (Gstihtiunen nnd Witiven aufhebt, 'Eit lie nicht durch die Sbmtsveuäge des 'Norddeutschen Bundes mit den Königre.chm Bal>crn uich Wütttemberg für den inneren Vebkehr die, er Bundesstaaten zugeGiett' i t, ersuchte Staatssekretär Nublin wieder aufzn'heben. Tie Festen haben einhellig ei\m erheblichen Einschränkung ihrer P»ofrei»nnt zngeftimmt. Es ist anchi ein Eesetzentwurf in V .rbereitiig, .der alle Sendungen an die ebew den Telephoiivechrhr. Nur von >en Fürsten selbst ausgohen, ge- Fürsten portopflichttg macht, Briese und Telegramme, die __ __ sollen frei bleiben. Nach, dieser Erltirnng wird § 2a" iviedec strichen. Es folgt die zweite Lesung^ des des Reichs stempelgesetzes. Anscha ffmi gsgesckzästen" woi' in erst mländisck>c, ausländisck)e 9Mien usw. eines vom Tausarld ermäßigt »vorden, hau sen (ton s.) die Erniatzi m mg ans twurfs zur Ae n d e r u n g, nter „Kauf- nnd sonstiaen Lesung der Steuersatz für n drei vom Tansend ans hvend ein Antvag v. Bruch ei pom Tausend gefordert fyotte. Dieser Antrag Bvvchhnusen ist zu zweiten Lesung als gemeinsamer Antrag abermals eingebracht tvoden. (Er svnrde iumen mu&mwmMBmMmmmimmmmmwMMrsi Deutfdiand brauch! lidnner and) und) dem ticgc! Jeder Kriegsbesilüdtttte muß seinem Berns wieder zn,siihrt werden. Gib Dein Scherstein sofort, baut die Kriegsbeschädigten neues Glück in der Arbeitsinden, zu ihrem und des Buterlunis Wohl. LttdenÄorff-Speridefiir!rregsbeschädist> ■ HaiHiiiiiiiiussaiiaaHRa»siiii Militär- und Znvaiideu-Reies, (Kranfcnrenten). Von Kontvollinspektor F. Ouatmnn, Oldenburg i Gr 'Der Weltkrieg hat nns eine große)ühl v l Kranken reute) besteht, allgemees Interesse. Boriunveg sei fomertt, daß die Begrisf« „Mälitäri-iwDität" nnd „Invalidität in, vas gesunde Perfom-n derselben Artuit ähnlicher Ausbildimv in idorselben liegend zu verdienen pgen. Wer nicht dauernd invalüie ist, hat Anspruch auf Jnvialid (Mankenrentetz wenn er 2 6 Wochen ununterbrochen ialide gewesen ist in achten ist, daß nicht B e r n f S i n v a l ij t ä 1, sondern Invalidität aus dem allgemeiiien Ar bei IS n r ft e in Jvage kommt Es kann einem Rentenbeiverber also k wohll ein Berufswechsel ugemutet worden, nnd zwar auch dm. er in dem neuen ^ierufe einen eicheblich wningeren dhrltsverdienst erzielt. Wenn B. seinem Berufe nicht mehr tätig feiu kann nmß er jebe andere.annehmen. Einem »aiid1ungsgel)ilsen 'wiib nmn nnbichnklntne Tätigkeit als Srlireib- hilse zumuten kömeen^ der Facl»arbei- wird auch die Dienste eines ungelernten Mbeiters leisten mim. Während die Mlitärversorgmm sgl Platz greift, wenn eine geringe Einbuße der ErwerbAsähigkett »-liegt, tritt Rentmgetoäl». nmg nach der RVO. erst ein. wenn du-l-werbssähigkeit um mein- als 7 a beschränkt ist. Da selbst der- xtust eines ylrines odeq beines dauernde Invalidität mchwwingt kommt für die Tauer reute tun' eure verhältnismäßig Zahl Kriegsbeschä- t igter in Betraäst. Weit mehr m den -rchergnrnd tritt die Reute ü>- vorübergeh^'nde Invalidität rxrra Fast alle Be- »ü iidigten, die seit der Verwmidung rt Erkrankung 2(> Wochen luuiinterbro.chen in den Lazaretten liege ^ dieienigeu die sich an den Berlnft der Gliedmaßen noch nicht gen>öhnt Hab« während dos halben Jahres), können mit Erfolg Rentenanspruch geltend machen. Allgemein bekamü wird sein, daß neben der Militärrente die Invalidenrente gezahlt wird, »venn die Voraussetzungen hierfür vorliegen. An» StcZ-t nnd Cand, Gießen, den 2. Juli 1918. ** Amtliche P-or so na l n a ch r icht e n. Ter Groß Herzog hat am 29. Juni d. I. den sdaatliichen Zsvntrollbeiamten der Stoo tsschildenvenva l tun g Buchhalter August .Keller mit Wirkung vom 1. Juli 1918 ab znm Ministerialrevisor bei der Bucht-altung ees Ministeriums der Finanz-en ernannt und deli Bezirks kassier der Bezirkskasse Nieder-Olm Philipp Grie-.h-imer in gleicher Dienst-. eigen,ehast an die BeziAskasse Lampert'heim v-ersetzl. — Tao Ehren-, zerä'e.l für N.ilglieder freiwilliger Fenerive-Hren wurve durch den Großherzog ve liehen: Peter Alleborn, Karl Herrmann, August Aäaurer, Philipp Sauer, Karl Schtlamp, sänttlid, zu Wendelsh^-rm. ** B e f ö rde r u n g e n. Unteroffizier und Osfiz.-Asp. Heinrich Magener ist zum Vizefeldwebel befördert worden. — Der Sigiralist Fritz Sei bei, Inhaber der Hessisäien Tapserkeits- Medaille und des Eisernen 5krenzes 2. Klaffe, Sohn des I. Seibel. Ludivigsplatz, wurde zum Unteroffrzier befördert. D. II. Von d e r L a u d c s u n i v e r s i t ä t. Gelegentlich der I a h r e s f e i e r der Universität wurden durch den Groß-- Herzog folgende Auszeichnungen verliehen: Dem 1. Vorsitzenden der Hochschulgese l lscha st Justizrat Grünewald das R,ltt er kreuz 1. Klasse mit der Krone des Orden s „S t e r n v o n B r a b a n t", dein 2. Vorsitzenden Geh. Hofrat Prof. Dr. Behaghel der Charakter als „Gehet m c r a t", dem Privatdozenten Dr. Briefs das Ritterkreuz 2. Klasse des Philipps-Ordens. - Preisträger der von der philosophischen Fakultät gestellten Prei San sgabe aus der Philosophie, „Darstellung nnd tn tische Wurdrgttng der Freiheit slel/re von Henri Bergson" ist sind, plfflos. Karl Heinz Lauckhard aus Schlitz. Preist rager der Aufgabe aus der deutschen Sprachwissew- schaft, „die OUeßener Mundart im Verhältnis zu den Nach- barmuudartcn", ist Robert Atf sen. sind. Phil., aus Gießen. * * D a s W i nterscmcster der Landesuniversität A r* n 1 Vh , oTJo ^^üiis rf>eii Hochsckmle Darm stabt beginnt, wie me. schon 1.1 1 7/18 geschah, früher als in anderen Jahren, uiü) endigt Zemger. Die Vorlesungen finden vom 30. September 1918 o/ iS. nn ^, ^bb^uar 1919 statt, die Weilmachtsferien dauern vom tn 1018 bis zum 2. Januar 1919. Der Grund für die * Jta )rü a r e r!?; , !n ! hr, i>ic KBHleuepbMrnis. Sämtliche butsche Hochschulen l>abe7t die gleick>e Regelung getroffen. ^ Diebstahl. In der Sandgrube des Bauunterneh- mers Seipp lvurden zwei wertvolle Treibriemeil, der eine 11 Zeiitlinseter breit, 18 Meter lang, der andere 12 Zentb- rrteter breit, 8 Meter lang, gestohlen. Sachdienliche Mitteistungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. 1*y M ilitärwochenblatt. Befördert: zu Hauplleulrii: *bac Oberlts. d Res. : Schumacher, Konrad, des Fuß- artill^e Regts. Nr. 3 (Worms). Brendel des Feldart -.Reals. Nr. ^2.) l! Frankfurt a. M.s, Nsinger des Fetdart. Regts 63 «1 ^armstM), Hmkel des FAdart.Meats. 61 (I Darmstady, Hosfman,. des Feldart.Megts. 25 (Gießen); zum Rittmeister: die OberltS. d. Rel Schneider des Drag.-MM'. 6 (II MMhaus.ar), Trehl des DragAReM. 24 (Eisen ich: zum Obertt: v. Storch nn Garde-D'rag.°,R>egt. 23; zu Leutnants d. bett. Regts.:: Lt. (I Darmstadt), .Aeinkops arnb- dre Bizewachmeifter Dvackert stadt), Herrlid (GraudenA», im Feldart.-.Regt. 25; Vizeseldw Hoch (I Darmstadt), zum Lt.d. Res. der Dion.: Vizeseldw Mer (11 Darmstadt), !zium Lt. d. Landw. 1. Alufgeb. des Lufttch. Ir,- surn Lt., vorl o. Patent, der Fähnr. Schmitt, Alfred, im Faißart.Megt 3 jetzt im 2. Bttt. d. R.; Vizeseldw. Seltz lWorms), zum Lt. d. Res. der Fußart.; Vizesetdlv. Benhillüd Aiainz). im Fuhart.-Regt. 18 zum Lt. d. Res des gen. RegtS. Feldioebellt. Fixnlmg (I Frmikfurt a. Ml) jetzt im Leibg.-Jnf. Regt. 115, znm Lt der Landw.-Inf. 2. Aufgeb. ernannt, v. Jawtzky, im Leibgt- Jnf.-Regt. 145, Notabiturient der Hanpt-Kadette,mnstatt, als Fähnrich in der Armee eingestellt und zunächst dem bett. Ersatztruppenteil überiviesett. "L u d e n d o r f f - S p e n d e. Es sei nochmals darauf hingewtesen,' daß nur noch bis Ende dieser Woche die Zeickie nlmgslisten bei den Banken offen liegen. Wer also noch nicktt gezeichnet hat, der benul>' diese letzte Gelegenheit und gebe sein ^cherflein für die Kriegsbeschädigten. ** Käse-Verteilung. Aon Mttllmw^ den 3. bis Samstag dm 6. Juli einsMießüch gelangt in 16 (Rchchästeu Käse zur Vertelllmg. Näheres Siech gen teil. . ** Zur Tages! äug c i m I u l i. Die Sonne hat bereits beit Abstteg voin höchsten Punkte ihrer schnnlmren Bahn durch die Bilder des Tierkreises begonnen. Nach Sominerzeil geht sie anfangs imi 9Vs Uhr ruid gegen Ende ktirz vor 9 Uhr unter. auf 5 l / 4 Uhr verspätet. der in der hentigcni! nährend die Änsgangszeit sich von 4 3 /* Allmählich macht sich auch das tiefere Herabsinken der Sonn« unter lmseren Nordhorizont bemerkbar, so daß twn Mitte Juli ab schon nüetxn auch nn astronomischen Sinne Dunkelheit ei,ittitt, derlNi Dauer bis Ende des Mon!crtS ans über drei Stnndiw an ge-» »vachsen ist. ft andser Hebung von Wismut. Am 2. Juli 1918 ist eine Bekauntinachniig (Nr. U. 703/8. 18. K R A), betreffend Bestandserbebmig von Wismut, in Ät*raft gettelen, durch welche eine Meldepslicht für Wismut als Wismutmetall, mi einem Reulgewicht von Mindestens 90 vom Hundert des Geioichlv. für Wismut in W^mutlegierungnl und für Wismut in Sätzen und sonstigen chennschen Verbindungen mit einem Wismutgebalt von Mindestens 10 vom Hundert des (öesamtgewielsts, angeordnet ist.. Die Weldmigen sind nach den vorhlnidenen Vorräten vom 2. Juli bis znm 12. Juli an das Sanitäts-Departement (Medizinal« Abteilung) des KölDglich Preußischen KriegSministerrnmo in Bell in m erstatten Ans«geil.ommen von der Meldepililln und ' l.uive an Wismut als Wismntnietall bis zn 1 i<^, an Wis'mnt in Alls- mntlegierungen und in Salzen oder sonstigen chemischen Verbiwz düngen bis zu 5 kg. Die näheren Bestimmungen der Bekannt-« machnng ergeben sich aus ihrem Wortlaut, Nummer unseres Blattes einznsehen ist. ** D ie ,Beliefernng der deutschen Gemüsemär kt e bessert sid), zusehends. Im Ansangsstadinin der Ernpv betnig die Zahl der tm gesawteii Bereich der Preußisch Hessischenl Eisevbahngemeitlsd'iaft zum Ztvecke der Geinüsebeförderung gestellten Wagen noch nicht 200. Währeich sie sich Ende Atai aus diirch^ schiiittlich etwa 200 täglich belief, betrug die Zahl der für den, Gemüseverkehr gesdellben Wagen nach auttlicher Auskunft am 20. 21. und 22. Juni 1918, 325, 309 und 316 Wagen. Der meitcuuS größte Verkehr fand im Bezirk der Eisenbahndil-ektion Matchebnrg mit 136 und 122 Wagin am 20. imb 21. Juni 1918 statt. Ter gestt'igerteu WagAmstellimg entsprach m,.ch hie inzwischen erheblich gestiegene Belieserung i es Berliner Gemüseinarktes, der nam»ntlich mit Kohlrabi, Spitzkohl. dicken Boimeu, frisll^m Salat nnd jungen Zwiebellt befne'digend b'schickt ist, wovvn einen nickp unvr1>eblti1wnt Teil die Reiche stelle für (tzemüfe mtb Obst aus dem Ausland hrr-i bei geschafft l)at. • Ä l a ' 1 ffiuirt—«erliu U ub Lei», zig. Die Verbesse nmg d<^ Fahrplans wird weiter fortgesetzt g» sind jetzt nsne D-Züge von Frankfurt a. M. nackt Berliu sotvie zunschen Frankfurt und Leipzig vorgesehen. Von Frankfurt wirb der neue Ziig. 12 16 mittags abfahreu rmd in Erfurt 5.57, in Halle 8.05, "l Berlin 10.40 nachm, dntreffei,. Der jetzt 7 22 mm Frank- ^»rt nach.SUfthn hitombe D-Zirq ipirb hnim nach SriJwn m-Hlbrt. ®r trifft l» ©rfnrt 1.24, tn SnPWifl 4.09 nachm, rin. tWn twnln 1 (MK-frrnwtfl E Non öei«ni 11,85 nachts, wn Erfurt 2.12 unl, ip NI Franffurt 8.0.) vorm. Die neuen Züge verkehren voraussichtttL vlom 1. Jttli an. Der genaue Tag steht aber noch nicht ** Gi e ße ner Waldbühne Die Aufführung von Björn- lons gehaltreichem Lustspiel „Wenn der junge Wein blüht" beginnt morgen (Mittwoch) mn 3^/^ (nicht e r st, tme neulich auf dem ^heaterzettel vermttkt worden »var, um 3 l /a), und zwar um 37i „Pu ” f 11 1 ch". Um nämlich eine Störung der gerade in meicm ^tiidc so wirkungsvollen Eingangsszenen zu verhüten, ist ern rechtzeitiges Erscheinen der Besucher dringend erwünscht. Da der Andrang an der Waldkasse gewöhnlich sehr groß ist, empfiehlt J®. Uch, die Karten jedesmal schon im Vorverkauf (bei .Herrn Ehallier, Neuenweg) zu lösen. — Voraussichtlich wird das Lustspiel rn diesem Sommer nur einmal gebracht. Es wirken mit die .Damen Mar^cks Poetzsch, Wossidlo, Ka llma r, W e r ne r, Evlverg, melden, Havenith imd Robert ferner die Sollte diese Herren Volck, Tel eckst, Feigel und Lerch cwer eine der nächsten Vorstellungen infolge schlechter Witterung wer auS irgendeinem andern plötzlich eingetretenen Grund der- lv ' er ^ en müssen, dann lvird dies sofort nach erfolgter Ent- npließung — spätestens aber eine Stunde vor dem auf den ^heaterzetteln und im Inserat angesetzteu. Zeitpunkt — durch Aushang an .der Bürgermeisterei (Süd-Anlage) bekanntgegeüen. Tre gelösten Karten behalten in solchen Fällen ihre Gültigkeit für den nächsten Lluffüh rungslag. (S. heutige Anzeige.) , ** Tie S ch w a r z - W e i ß - L i ch t spiel e, Seltersweg 81, bringen von heute ab bis einschließlich Freitag, 5. Juli, einen! ^pielvlan zur Vorföl nng. in dem Edith Meller in „Tie wilde! Ursula" nach dem gleichnamigen Roman von H. Courts-Mahler au stritt. Auster dein wird das graste Film werk „Schwert und Herd" tn 6 Men von Tr. Fritz Söowronne? aufgrführt. Die Haupt- wlleir sind von SoMeästen dos Schruspielhanses Berlin besetzt. Zeit: vor, wahrend und nach dem Kriege. Tie Direktion hat bei, diesem Programni die Prüfe der Plätze um je 10 Pfg erhöht und rührt 10 °,0 der Gesang, imiahme MI die Ludend-)rff-Spende ab. . Li ch t spi el h au s, Bahnhofstr. 34. Von heute ab bis ein, wl restlich Freitag steht das Film-Schau spiel „Das verlorene Paradies" nach dem bekannten Roman von Ludwig Fulda auf ^.m Spielplan. Madtz Christians, Bruno Kästner, Erich Kaiser- Titz haben die Hauptrollen inne. Austerdem wird das Lustspiel „Zwei Künstler" vocgeführt. Kreis Schotten. — Schotte n, 2. Juli. Landtagsabgoordntter Dr. Weber kwt aus Anlaß des Held- ltod-Z seiner beiden Söhne und einzigen Kinder 100 000 Mari als Grundstock zu einem Denknial für die gefallenen Krieger Oberhesfens gestiftet. Das Denkmal, für dessen Errichtung bereits der oberhesfischo Provinzialtag eine namhafte Dumme zur Verfügung stellte, erhält bekanntlich seinen Platz in der mengen OX'martung auf der 11 Morgen großen Bergkuppe des Winterberges. Kreis Wetzlar. va. Wetzlar, 1. Juli Zur letzten Sitzung des Kreistages waren 18 Abgeordnete erschienen. Die Rechnung der Kreiskomh rnunalkasse für 1910 wurde in Einnahme auf Ausgabe auf 1 035 563,00 Mark .festgesetzt. Bestand von 17 292 65 ™ ‘ ~ Me chnnngsjahr 1918 l? 051000 Mark gen Heimat für 1918 mit bi: Aufnahme einer n Zahlung der vom Kreise K rie a sunt erst ützuv ge n an die und Wehrleute. io.vi.' der Reick 1 082 859 60 Mk., in! Somit verbleibt ein ' Hark. Der Kreis ha ns ha l ts plan für das ^ nmode in Eiimahme nnd Ausgal>e mit beniat -desgleichen der der Herberge zur ' 5100 Mark. Sodann be'chloß der Kreistag eiteren Anleihe von 5 Millionen Mark zur ils Lieferungsverband vorzulegenderk Familien oinberufener Reservisten wochnlhilfe. Der neu zu gründenden j 'T.'iuf ragendfte Ereignis des kommenden Winterhalbjahres bilden, da sie nicht nur die loerwollste Privatsammlung Frankfurts, sondern eine der bedeutendsten der Welt ist. Die Sammlung ist besonders reich an kostbaren Gemälden (Rubens, van Dyck», antiken Gläsern und Plastiken und einer blendenden Fülle antiker und moderner Juiveten- und Goldschmuckstücke, die allein Millionenwerte var- stelleu. Der jetzige Besitzer, Fritz von Gans, steht im 85. Lebensjahr. = Frankfurt a. M., 2. Juli. Ter kürzlich aus einttn Militär-Arresthaus entwichene berüchtigte Einsteigdieb und Einbrecher Ferdinand Scheller, 22 Jahre alt, wurde von der hiesigen Kriminalpolizei verhaftet. Scheller, der diesmal in ordensgeschmückter Feldwebelunisorm einherwandelte, ist bis jetzt nicht weniger als fünfmal aus Gefängnissen oder seinen polizeilichen Begleitern auf offen er Stra ße entwiche n. Nachrichten des Standesamtes Gießen. Geschäfts stunden: An Wochentagen für Aufgebote, Geburts- und Todesfälle vorni. von 8—10 Uhr und nachm, von 3—4 Uhr, im übrigen vorm, von 8—12 Uhr und nachm, von 2—6 Uhr. Gestorbene: Juni 1. Marie Kausimann, geb. Kurz, 68 I., Ehefrau des Fabrikanten Eugen Kaufmann, Bismarckstr. 45. — 1. Karl Löttgen, Kaufmann, 51 I., Gartenstr. 30. — 1. Johannes Wetter, Schneioer, 57 I., Schützenstr. 9. — 2. Karl Fink, 7 I., Sohn des Forstwatts und Landwitts Otto Fink zu Reöges- hain,, Kreis Schotten. — 4. Elvira Äenrme, geb. Traemann, 80 I., Wittve des Leder fabrikanteu Eduard Lemms, Moltkestr. 32. — 4. Margarete Theresia Traud, geb. Schneider, 49 I., Ehefrau des Zinu. ermanns Franz Karl Traud zu HerbstHg. — 5. Hein- rick« Felömar, 1 Mt., Sohn des Eisenbahnsck-affdeZ Karl Feld- mar, Krosdorfer Str. 30. — 6. Wil-elm Klee, 5 I., Soha des Schrei» e.s Heinrich Klee, Walltorstr. 18. — 5. Wilhelm Wagner, Bergmann, 15 I., zu Bieber, Kreis 'Biedenkopf. — 6. Max Schweitzer, Landw irt, 55 I., zu Ober-Mörlen, Kreis Friedberg. — 6. Margarete Schäfer, geb. Wießm'r, 84 I., Wittve des Taglöhners Heinrich Schäler zu Königsberg, Kreis Biedenkopf. — 6. Marie Wenzel, geb. Ritzel, 43 I., El-efrau des Gastwirts .Heinrich Wenzel zu Bergheim, Kreis Büdingen. — 7. Friedrich Kroll, Sattler und Postageut, 46 I., zu Bleichnbach. Kreis B nein gen. — 7. Peter Karl Hermann Zehner, Ta-chdecker, 26 I., Sandgasse 23. — 7. Emilie Christiane Marie Luise Henriette Frank, geb. Löber. 63 1., Wittve des Gvoßh. Kanzleiinsp.NtorS Johann Karl Gustav Sldolf Frank, Ebelstr. 12. — 8. Elise Ritter, ohne Bin ui, 64 I., aus Helde:, bergen, Kreis Friedberg. — 8. Elisabeth Fleischhauer, geb. Fleischhauer, 74 I.. Witwe von Georg Fleischhauer V., zu Bad- Nauheim. — 8. Wilhelmine Bergemann, geb. Roloff, 68 I., Eh-e- fra u des Oktwierhcbws August Be egen rann, Seltersweg 74. — 11.. Elisabtth Diergardt, geb. Dörnemann. 66 I., Ehefrau von Heinrich DiergarHt, Licker Str. 74. — 11. Sophie Becker, geb. Schilling, 78 I., Wittve des Gärtnereibesiyers Georg Becker, Kaiser- Mee 13. — 12. Anna Heim, geb. Schmidt, 26 I., Ehefrau des Schreiners Johann Karl Heim. Stephans« r 41. — 12. Frieda Cheimowicz, geb. Lutennirska, 39 I., Ehefrau des Althändlers Nüssen Cheimowicz, Walltorstr. 6. -- 13. Margarete Schön, geb. nunrlieiocg.' 94. m. b. H., zu Düsseldorf tritt der .Ureis mir einer S ammsiulage von 10 000 Mark bei. Tie Kreis iteuer wurde um 10 v. H-. erhöht, der Mehrertrag soll zur neckung cmßergeioöholicher Kriegsausguben Verwendung stnden. Stark.'nbura und Rheinhessen. ** O f f e n b a ch. 30. Juni. Eine Ofsenbacher Firma, so erzählt i 6je „Offenst Ztg ", suchte einen HauDurschen und erhielt auf ihre ^ Anzeige folgende Antwott: „Sie suchen schon lange einen Hausburschen. Ich /bitte mich Ihnen an, bin 17 Jahre alt, noch militärfrei und verlange 100 Mk. pro Woche, freie Wohnung, freies und Mtez Essen. Wie sind Ihre Bedingungen? Wie Ihre Arbeitszeit? Es wäre mir erwünscht, wenn ich um'5 Uhr mittags frei wäre und leick^te Arbeit hätte. Wenn Sie mich wollen, dann > ehreiben Sie. Angebot fofott erbeten." Dazu fst jede weitere Bemerkung^wohl überflüssig. K P. Stadecken -Rheinhessen), 1. Juli. Seinen Tod selbst beim Bürgermeisteramt schttftlich angezeigt hat der von hier stammende Apotheker Sualo zu Mainz. Beigeordneter Wolf von hier, der zurzeit die Bürgermeistereigeschäste sühtt, erhiett einen i>mi dem Apotheker unterzeichntten Bttef, worin dieser mitteilte, daß er sich in der Nacht vom 27. zum 28. Juni auf dem hiefigeti Gemeindefriedhost ans Lebensüberdruß mit Morphium vergiften »verde. Ter Beigeordnete machte sich nach Empfang des merkwürdigen Schreibens joiort, nach dem Friedhofe auf und durchsuchte diesen genau, ohne indes etwas von deni Lebensmüden zu sehen. Die sehr bestimmten Mitteilungen Saales veranlaßten ihn, sich alsbald in Be.tz.'it.ing des Dorffchmiedes nochmals nach dem Friedhofe zu begestul. Nach längerem suchen fanden |te Grabe liegend vor. auch Der wirklich den Apotheker sterbend cm einem Tod ttat alsbald ein. Hessen-Nassau. Frankfurt a. M„ 1. Juli. Das eudgülcige Vwsteigerungstz Ergebnis von 50 Gunälden aus dem Nachlaß Fritz Boehles bei Preftal bezifferte sich auf 456 500 Mdrk. Den höchsten Preis erzielte das Gemälde ..Feierabend auf dem Lande" mir 140 000 Mark. _ ; Frankfurt a. M,, Juli Die Versteigerung der Sammtmig Fritz von Gans fin-det, wie »vir erfahren, i.u Dezember d. I bei Cassirer-Holbing in Berlin statt. Sie wird das hervor- We'mum, 63 I., ckbe des Wei l.neisüers 0rinri.fi Schön I., WMttmstr. 43. — 14. Marie Schmidt, geb. Ger!ach, 77 I., Wittve des Ratsdierr-ers Philipp Stz.not. G-'etstnstr. 50. — 14. Otto Zimmer. 2 I., Sohn des L^idtvirtS H inrich Zimmer, zu Wohn seid, Kreis Schatten. — 14. Georg Lii-g'ionck . Bäcker, 73 I., von Grünberg, Kreis Giesten. — 1.4. Margarete Breitstadt, geb. Lemmer, 83 I., Witwe des Werkstättehfilofsers Kon ad Breitstadt, Wetzl'einstt.' 40. —* 15. Fmnzi.ck.i Katl-.rrina Karolin? Pfeil, geb. Massing. 60 I., Witwe d?S Bahasch-einers Georg P?eil, Credneichr. 38. — 16. Marie Pfarrer, geb. Juirg, 31 I., Ehefrau des Maurers Wilhelm Pfarrer, von Vittingeg. — 13. Wilhelm Kvch. 7 I., Sohn des Landwirts Jakob Kockt zu Roßbach, Kreis Biedenkopf. — 17. Wilhelm Roth. Privatmann, 71 I., Kaiser- Allee 5. — 18. Anna Marie Schlichsr, geb. Grutfch. 82 I., Elvesrau des Schchmackers Heinrich Schlicher, Dammstr. 20. — 19. Heinrich Schwing. Tagst' imer. 54 I., Neuenweg 48. — 19. Dorothea Groß, geb. Schweitzer, 64 I., Witwe des Maurers Joseph Groß. Licker Str. 74. — Ferdinand Katz, Handelsmann, 59 I., von Watzenborn. — 21. Hemrich Rüster. 12 I., Sohn .-es Weiß- bInders Ludwig Rüster zu Oppenrod. ,- Josephat Ksiaxszkiwiz, 3 I., Tochter des Arbeiters Anton Ksiarszkiwiz. zu Wetzlar. — 25. Margarete Guntrum, ohne Beruf. 26 I.. aus.Schlitz. — 27. Christine Geißler,^ g?b. Schäfer, 61 I., Wittve des Taglöhners Franz Geißler, Astttweg 3. — 27. Marie Seist geb. Nachtigall, 2? 2.' mf £ xau ^ Fuhrmanns Wilhelm Leip-, Wolsstr. 14. — 28 Berta Schwabe, geb. Ostrnther, 83 I., Witwe des Stadtkantvrs Ludwig L-chivabe, Kirchtr. 5. — .28. Elisabtth Hederich, geb. Mandler, 39 I., Ehewau des Schossers Heinrich Hederich zu Kruzeeibach, Kreis Wetzlar. — 29. August Ebel, Dvengler, 61 I., Licher Str. 74. — 30. Christine Froh-ihäuscr, geb. Kauf, 84 I., Witwe des Rentners Louis Frohnhäuser. Süd-Anlage 10. — 29 Marie Tocter Dienstm^cktzn. 29 J.„ von Oberndorf, Kreis Wetzlar. — oO. Walter Willy Hartmannshenn. 4 Tage, Sohn des Landwirts Konrad Harttncnmshenn. Zu Ebersgöns. Kreis Wetzlar. — 30. Nachigall, Knabe ohne Vorname, 3 Stunden, T-ntti des S-ckveiners Attsti Nockgioali. St rin str. 65. Vermischte». * Strausberg, 1. Juli. (Privattel.) Auf der Nebenbahn Strausberg — Strausberg-Stadt ist gestern, als sich der um 2 1 / a Uhr fällige Ans htzkßzug für den Berliner Vorortzug der Einfahrt z-nm Nebenvahnhof Sttausberg nähette, die Lokomottve aus dem Gleis gesprungen. Zwei auf der Platfform des ersten Wagens stehende Männer wurden herunter geschleudert. Ter eine, der Handwerker Wiltv Lauschst- auS Lichtenberg, ist tot, der zweite, der Arbeiter Gustav Uster aus Berlin, umrde schwer verletzt. * Stuttgart, 1. Juli. Wie die städtische Polinndicekriorr mitteilt, tritt die sog. S p a n i s ch e K r a n k h e i t auch hier auf. ES handelt sich um Grippe, deren Verlauf bis jetzt gutattig ist. * Frere Rückfahrt deutscher Flüchtlinge nach Estland. Teittsäne Flüchtlinge w-rden nach Estland frei zurückbe- fördert. Ter Minister der öffentlichen ?lrbeiten hat die Eisenbahn- direktionen ermächtigt, geflüchteten, hilfsbedürftigen Deutschen für ihre dauernde Rückkehr nach Estland freie Fahtt zu gewähren. Sie dürfen auch ihre Habe frackckfrei mit sich führen. Es geschieht dies in demselben Umfang wie hei den rückwandernden Flüchtlingen aus Livland. Für die freie Fahrt ist eine Empfehlung der Ver- kehrspvlitifchen Abteilung des Oberbefehlshabers Ost notlvandig. Sie wird gleichzeitig mit der Genehmigung zur Rückkehr abgegeben. Für rinen vorübergehenden Aufenthalt an den früheren Wohnorten in Estland wird diese Bergünstigmrg nicht geivähtt. Dieselbe Anvieisung hat der Chef des Rcichsamts für die^ Verwaltung der Reichseisenbahuen der Gcneraldirettion in Straßburg erteilt. Auch die Eisenbahnkommissare sind beauftragt, den Privatbahnen nahezulegen, dieselbe Vergünstigung auf ihren^ Strecken zu bewilligen. Ebenso ist den Bundesregierungen mit Ltaatsbahnen anheimgestellt worden, sich anzuschließen. Letzte Nachrichten. Der neueste Bericht der Heeresleitrrng. (WTV.) Großes Hauptauartier, 2. Juli (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Ata vieken Stellen der Front leiteten starke Feuerüberfülle Unternehmungen oes Feindes ein-, sie wurden ab- gewiefen. Heeresgruppe Deutscher Westlich der Oise und südlich der ron prinz. Aisne rege Erkmr- Das K?ger-M in Iena. Aus Jena wird IMS geschrieben: Wie fremd auch unserm Ohr heute das Wott Fest klingt, das von der Witwe deS vecstorbenen Tondichters, Frau Dr. Reger veranstaltete Musikfest, das vom ~ ri# f 3*1™; in Jena tagte, hatte freudigen Widerhall im mn,,lauschen Deutschland gefunden, nnd von fern und nah ivareni zadlreich«' Regericeunde herbrigerilt. TaS Programm gab ein mit »ehr feinem Ver,tändn>s zusammengestelltes, ganz besonders die letz'e Schaffensperiode des Tondichters berücksichtigendes Bild des 3'egerwi'rsts. imd ein Smb auserlesener künstlerischer Kräfte war zu Ieiner 6-ettattung geioouueu worden: das Philliarmonifche Or- ckiester Berlttl, das Leipziger Gewandlmus-Ouartet! und eine AnS- wlisti,ck>er Künstler aus allen Teilen Deutschlands, die hin- ttchilich^ Umr BekMltung für die Reger-Jnterpretterung au der c:vitz^ stehen. TaS Wunder, unter den gegenwärtigen Zeittwrhält- inin'n eine so anspruchzoolle Veranstaltting durchzuführen, vollzog um glatt: nur an zwei Stellen mußten in letzter Stunde Aende- (£V' ne u ^uckrtten: der Klarinettist (Hennann Wiebe! und K'ark Wkrairve konnte'' dienstlicher Verhinderung halber nickst eintreffen: , ’L^tnettomiren trat mit schönstem Gelingen Heinrich O s- ■; " la ctKn ein. Er vor allem bestritt den großen Erfolg des .nronrnronzertes' in der alten tradittonserfüllten Stadtkirckst, in *|, L nrit |?imn Auftakt hatte. Introduktionen, Pafsagagli-, über Elwralthemen kamen durch ihn m Gestaltung z„ Gehör. Gettrnd Fischer- r lu än ^ m c 00'O* 11 gkrin seit lange iMmlichst bekannt, !!!!,, ^duster .^eitiemng der Auffassung-einige geistliche Lie- der, Palma Er dm a n n - P a ß t h o r y gab im Vorträge des Praludnnns und Fuge für Solo Violine A-moll, op. 131, Nr. 1, brnte Schönheit voi, Ton und Cantilene und reife Auffafsnng. ttwei voianittagllche riannnermusikkonzerte und zwei große K Lrch'itertonzerte fanden int iShlNises der Zeißwerke statt Untc — überall,Ivo Reger zu Wort kommt app an de, Spitze. Sie spielte Variationen und Fuge über ein n0t - s Sl mit rmverghrichlicher technischer Reise ünd hurrngend leidensck)aftticher Kraft des Ausdrucks. In den Bokaldarbietimgen vereinte sich mit (Pertrud Fisckter-dNaretzki die Lopranistin ..."'ta rilotnicka zum Vortrag einer Anzahl kostbar JHtr die auvgefallene Klarinetienfonatu Pleiten Georg Dohrn (der als »ehr feinsinnstrer Begleiter undi dungstütigkeit. Stärkere Teilangrisfe des Feindes südlich des Ourry und westlich von Ehateau-Thierrp wurden in unserem Kampfgelünde zum Scheitern gebracht. Leutnant Udet errang seinen 37. und 38.. Leutnant Kroll seinen 28. und 29. Lustsieg. Der Erste Generalguartiermeister L u 0 e n d o r f s- Unzufriedenheit der ukrainiWen Bevölkerung mit dem Kabinett. Berlin, 2. Jrili. Am 27. Juni empfing der Hettman eine Delegation des a l l - u k r a i n i s -ch! e n Sem st w o - K o n - gresses, die eine Denkschrift überrejchre über die Organieswrung der Regierung in der Ukraine. Darin heiß: es, daß die Politik des jetzigen Kabinetts Unzufriedenheit und Unruhen im Lande Hervorrufe, und daher ein neues uationales Kabinttt gebildet werden müsse, das bald eine konstimierende Versammlung nnd einen. StaacSrat, der noch vor der Versammlung in Tätigkett tteten soll, rinsetzen müsse. In ukrainisck-en .Regierungskreisen spricht man von einer baldigen Kabineitänderung. Es werden drei Kandidatenlisten genannt: 1. die des Großgrundbesitzers Kntschubei, 2. die des Sozial-Förderalisten Mischnowski und 3. des (öeneralsdaaksamoalts Markewitsch. Tie dritte Liste wird für die aussichtsreichste gehalten. Aus der französischen Kammer. Bern, 1. Jtrli. (WTB. McAamtlich.) Bei der Erörterung der provisorischen Budgttzwölftel in der französischen Kammer am vergangenen Donnerstag wies der Finirnzmirnster Klotz darauf hin, daß mfvlge des immer ausgedehnteren Eintreffens amen- konischer Truppen in Frankreich die von der Regierung bei der Bank von Frankreich angeforderten Kredite erhöht werden müssen. Klotz erklärte sodami, daß durch die von ihm ergriffenen Maßnahmen bez.üglich der Papierverteilung der kleinen Presse das weitere Erscheinen möglick ^mackst wurde. Der Deputierte Laurent führte Bestchwerde über die HMiohabung der Militärzensun in feinem Departement Bievre, worauf der Unterstaatssetretär Jgnace in seiner Erwiderung bttonte, daß die Zeiffur besonders in den in die Kriegszone rinbezogenen Departements nicht abgeschafft oder^gemildrrt werden könne. Schließlich gab Mistral seitens der Sozialisten folgende Erklärung ab: Wir wollen die Ve- tierung des Budgets nicht verzögern und werden besungen eine Debatte .über die äußere Politik nicht auswerfen. Wir behalten, uns dies für später vor. Mistral verlas sodami ein Manifest der Federation generals du travril und wies nachdrücklich auf die Forderung des Manifestes bezüglich der Bekanntgabe n riegsziele hin, wobei er sagte, es loerde bald die Initiative zur Eiörterung des ManisesteS^in der Kammer ergriffen werden, was lebhaften Beifall bei der äußersten Linken auslüste. ReckZts wurden Protestrufe laut. Die provisorische:! Zwölftel wurden sodami mit 181 gegen drei Stimmen angenommen. Nochschulnachtachten. Göttin gen, 2. Juli. Ter bttanute Oßinäkotoge Pros. Dr. Jung ist im Mter von 58 Jahren gestorben. Kammerspieler sich bewährte) und Meta Zlotnicka vornehm lind "ar in der Auffassung Liolinsonate H-moll, oy. 122. . . . Klinst stttuhe Eindrücke allerersten Ranges kamen von den Vorträgen des in Kjangschönhrit und Stilreinhrit hervorragenden Gewandhaus- u ldie Herren T o l l g a n d t, W o l s ch k e, H e x r m a n n| iunb ffOnnel). Das Strrichauartett Fis-moll, op. 121, diese Kostbarkeit Regerscher Satzkunst, Trio T-moll op. 141b und Ma- vierguartttt A-moll, op. 133, wurden in der vollendeten Wieder- A"ve zu tief riudringlichen Offenbarungen des tiondichterischen ihres Komponisten. . . . Ten Gipfel alles östbotenen aber Mten die großen Orck>esteraufffihrnngen dar: der svmphonische Prolog zl> einer Tragödie, op. 108, die romantische Suite, op. 125, die Variationen und Fuge über ein Mozartthema, op. 132, die Serenade G-dur, op. 95, Hymnus der Liebe, op. 138, und die, vaterländische Ouvertüre, op. 140. . . . Ein Gesamtbild von erschütternder Grüße und Kttaft des Genius! der Musik. Werke und Wiedergabe lösten allertiefste Wirkungen ans. Fritz Busch, der an der Spitze des Orchesters stand, war bis vor kurzem noch ein Name, dessen. Klang nicht allzu weit in der deutschen Oeffemlick,- rert trug; er ist einer von den Künstlern, die in der Stille fertia» geworden, plötzlich entdeckt wenden amd dann gleich auf einem Gipwl stehen. Vmi Aachen kommt sein Weg: nach Stuttgart, wo er Stelle Max Schillings einzunehmen berufen ist. geht er Was Viisch, der noch sehr jung ist, als Regerimerprel zu geben hat, Unke beute von keiner Stelle ans überboten merben können; die, Fähigkeit, weiteste Spannungen zu füllen, kennzeichnet seine Lei- ulng, rin hinreißendes rhpthnnsches Temperament und ttefer Ernst tm Erfassen des Geistigen kommen hinzu. Äffr haben feit diesem Regerfest einen großen Orchesterleiter in Deutschland mehr. Sehr' schön fügte sich in den Rahmen der Wietn'rgabe deS Hvmnus der Liebe das Siaritonsolo, von Albert Fischers vornehm-pathe^ ttjcker Bortragsttinst prchchttg gestaltet, rin. Auch die Suite für Solovioloncell D-moll, op. 131, von Paul Olrüm mer in Klang nnd Sttl hervorragend Mpiell, war ein höchst wertvoller Bestand- des setzten Orchi'sterkvnzerteS. ... Tie Künstler alle wurden enthusmsttsch gefeiert. S. D. G. f a & V T b? p «'s Flammenwerfers. W tcheint das ^-Mckfak gerad-? der „inodei-nsten" Kampfmittel m fein dpß sie in Wirklichen d-irrcknus nicht Erfindnngen unsinei- Feit sind, sondern fast ansnahmslios rin sehr hohes Mter haben Ties gilt auch, wie Franz M. Fridihaus in der „tlmfchan" trusfühtt' für den Flammemverfei'. der vielfach irrig als ganz neue Was bezeichnet wurde. SckNN im Ja Hwri 24 v. Ehr. wurde ein Flamme, werser benützt, und zwar gebrauchen ihn im Pelope.nneii>ä.k Kriege die Botiei- bei der Belagerung öou Platää nnd Pheieoi Dieser erste betanntgewvrdene Flammenwerfer bestand ans o F'ttier bnm Nahkampf mks wriwn metallenen Hondrohren bera,,.' schlägt. Diese Kampfart war besonders beim Angriff übe- brückeil beliebt. Spätere Flammenwerfer, die im 15 ttahrtmiwei gebrauttp .mirden, hatten die Gestalt hohler Mttallgefäste. über Feuer stellte, um ans ilmen uurer Druck brennen> T^rpentindämpfe lieranSschlaw'" zu lassen. Effn solll. l. im r r 1555 von dem Bischof von Upsala, Olans Maqnn- bri i r,e e e Flammemverfer hatte die Geslalt eines Müimri und a>,ir\- roi einem Reiter auf dem Sattel mitgenommen, sttn der Rückseite de Metallfigur war der Blasebalg angebpwltK, dura, den mau di Flamme entfachte, die harnt aus dem Arimdk der Figur ssch.a Em grösserer Flannnenn»erser, der zur selben Zeit im Gebwiii war, hatte d,e^ Gestalt rines lebensgwßen nrelallencm Pserde- das von zwei Kriegern auf riuem langen Gestüll gegen dst frind ll>che Linie gesehoben wurde. .Form und Wrrkmmsweise warn nattiurlickj. liocki plump unb mnständlicki. im OVnm^' war es ntv dasselbe Prinzw. das auck, den Flaimnemverün-'i de>> A1ritkri-ae« zu Gnmde liegt. Amtlicher LeU. MMmchilW Nr. KI. 703/3. 18. K. N. A., betteffend Beftandserhebung von Wismut, vom 2. Juli WS. NaMiichenLe BeVcrmrLmackMtg wird hiermit auf Ersuchen des Königlichen Knegsminisberiums zur allgennnnen Kemrdnis gebracht mit dem Bemerken, daß jede Zuwiderhawdlimg nach» 8 5 *) der Bc-arrnttnachtrng über Ausktmftspflicht vom 12. Juli 1917 (Reichs- Gesetzbl. S. 604) bestraft wird. Auch kamr der Betrieb des Handels- gcwerbes gemäß der Bekanntmachung zwr Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (Reichs- Gesetzbl. S. 603) untersagt werden. § 1. Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände. Von dieser Befawntnnichimg werden betroffen: Klasse .73: Wismut als LSismntmetall, mit einem Reingehalt von mindestens 90 v. H. des Gesamtgewichts, ohne Rücksi-ckü auf den Bcarbntungsznsdand. Klasse 74: Wismut in Wismutlegier nngen ohne Rücksicht aus den Bearbeitlmgszuftand. Unter Wismutlegierungen wird ein Material verstanden, in dem Wismut mit insgesamt mehr als 10 v. H. anderen Stoffen verchmolzeri ist, in dem **) Wer vorsätzlich die Auskunft, zu der er auf Grund dieser Bekanntmachung verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist erteilt oder wissentlich unrichtige oder innvoUständige Angaben macht, oder wer vorsätzlich die Einsicht in die Geschäftsbriefe oder Geschäfts- büU^r oder die Besichtigung oder Untersuchung der Betriebseinrich- tungen oder -räume verweigert,. wird mit GesängsnS bis zu sechs Monaten ,md mit Geldstrafe bis zu zehn- tmrseird Mark ober mit einer dieser Strafen bestraft, auch können Vvrräte, die verschwiegen worden sind, inr Urteil als dem Staate verfallen erklärt werden, ohne Unterschied, ob sie dem dtuskunfts- pflichtigen gehören: oder nicht. Wer fahrlässig die ?kuskunft. zu der er auf Grund dieser Bekanntmachung verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist erteilh oder unrichtige oder unvollständige Angaben macht, ...... wird mit Geldstrafe bis zu 3000 Wart bestraft. es dem Gewicht nach gegenüber jedem anderen in der Legierung verschmolzenen Stoff überwiegt. Klasse 75: Wismnt in Salzen und sonstigen chemischen Verbindungen, mit einem Wi-mutgehalt von nitudestens 10 v. H. des Gesamtgavichts, insbesondere WiSmtUprLpävate — Drogen. 9 2 . Meldepflicht. Tie im § 1 bezeichneten Gegenstände unterliegen einer Meldepflicht. 8 3. Meldepflichtige Personen. Zur Auskunft sind verpflichtet: 1. Personen, die Gegenstände der int Z 1 bezeichneten Act in: Geroahrsam haben: 2. landwirtschaftlick-e und gewerbliche Unternehmer: 3. öffentlich-rechtliche Körpers ck-aften und Verbände. 8 4. Meldcbestimmungen. Tie im § 1 bezeichnten Gegenstände sind nach dein Stande vom Beginn des 2. Juli 191$ (Stichtag) bis zum 12. Juli 1918 zu melden an das Sauitäts-Tepartement «Medizi nalabtei lung) des Königlich Preußischen K r i e g s m i n i st e r i u m s, Berlin 66, Wilhelmskraße 94—96. Tie Meldungen sind getrennt nach den Klassen des 8 1 zu erstatten Für Nasse .5 ist fjede Art von Wismutsalzen ober sonstigeil Wis lutverbinöungen urtter Anwendung der handelsüblichen Bez< ijütutig besonders zu melden. Mengen, vic am Stichtage unterwegs sind, sind nach Eingang vom Empfänger binnen einer Frist von IO Tagen zu melden. Neben dem Gesamtgewicht in kg ist bei jedem Posten der Meldung der Wismut ge halt in kg anzugeben. In der Unterschrift der Meldung hat der Meldepflichtigc außer Namen (Firma) und genauer Lldresse die Art seines Geschäftsbetriebes genau zu bezeiclmen. Sowohl die Meldungen als die Briefumschläge sind mit dem deutlichen Vermerk „Betrifft Bestandsmeldung von Wismut" zu versehen. Es ist «unzulässig, andere Angelegenheiten (Anfragen und dergleicheir) zusammen mft der Meldung zu behandeln. Tie Meldungen find ordnungsmäßig zu frankieren. Von den erstatteten Meldungen ist eine zweite Ausfertigung (Abschrift, Durchschrift, Kopie) von dem Meldepflichtigen bei seinen Geschäftspajneren zurückzubehalten. 8 5. Ausnahmen. Ausgenommen von der Meldepflicht auf Grund dieser Bekamtt- machung sind schche Bestände im Besitz eines Gewahrsamhalters, die am Stichtage (§ 4) nickst mehr betragen als 1 kg in Klasse 73, 5 kg in Klasse 74, 5 kg in Klasse 75. 8 6 . Anfrage» lmö Anträge. Me Anfragen und Anträge, welche diese Bekanntmachung betreffen, sind an das Sanitäts-Departement (Medizinal-Abteilung) des Königlich Preußischen Kriegsministeriums, Berlin W 66, Wilhelmstr. 94—96, zu richten. Sie müssen in gleicher Weise wie die Meldungen auf dem Briefumschlag sowie am Kopfe des Briefes den Vermerk tragen; „Betrifft Bestandsmeldung von Wismut". 8 7. Inkrafttreten der Bekanntmachung. Diese Bekanntmachung tritt am 2. Juli 1918 in Kraft. Frankfurt a. M., den 2. Juli 1918. Ter stellv. Kommandierende General Riedel, General der Infanterie. Mainz, den 2. Juli 1918. Der Gouverneur der Festung Mainz. Bausch, Generall-cutmrnt. B e t r.: wie oben. An den Oberbürgermeister zu Gießen, Großh. Polizeimnt Gießen rmd an die Großh. Bürgermeistereien oer Landgemeinden des Kreises. Judein wir auf vorstehende Bekanntmachung des stellvertretenden Generalkommandos des XVIII. Armeekorps von heute verweisen, beauftragen wir Sie, von dem Inhalt derselben den Interessenten alsbald Kenntnis zu geben und die Bekanntmachung, in Ihrem Amtszimmer zur etwaigen Einsicht -offen zu legen. Gießen, Iben 2. Juli 1918. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _ I. V.: Hemmerde. B e t r.: Laubheugewimrnng. An den Oberbürgermeister zu Gießen, die Großh. Bürgermeistereien und die Leiter der Ortssammelstellen in den Landgemeinden des Kreises. Nächsten Freitag dm 5. 7. 1918, nachinittags 3V» Uhr, wird Herr Hauptmann H. Emmerling, Vorstand des Kriegs wirlschafts- amts am stellvertretenden Generalkommando des XVIII.Armeekorps, in der großm Aula der Universität Gießen einen Bortrag über Laubheugewinnnug halten. Indem tvir Sie auf Ersuchen des stell- vertretenden Generalkommandos hierzu Einladen, wird zugleich ist Anbetracht der Wichtigkeit des Vortragsgegenstandes um allseitiges! Erscheinen dringend gebeten. Gießen, beit 28. Juni 1918. Grvscherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Langermann. Kaffee Ern5l Ludwig Inh.: Aug. Rath 4208 Heute *^@1 -= ftonzerf =- Eigene Konditorei. Wir bitten die Kundschaft, bis auf weiteres die Milch abzuholen. Mo Säuglings Milchkiiche. Käse-Verteilung. (Ausgabe Nr. 3.) Bon Mittwoch den 3. bis Samstag den 6.J ulieinschließlich gelangt in den nächste l-endcn Geschäften Käse zur Verteil ung: 1. Eisenbahn-Wnsumverein, Liebigstraße, 2. Emmericher Waren-Expedition, Seltersweg, 3. Fisckbach, Emil, Seltersweg, 4. Frebel, Hch. II., Krofdorfer Straße, 5. Garrs, Phil., Tammstraße, 6. Geiße, Gustav, Seltersweg, 7. Gessert, Karl, Krofdorfer Straße, 8. Gräf, Ludw., Leihgestern er Weg, 9. Grunewald, R. (Gebr. Berdux), Bahnhvfstrave, 10. HaaS, Wilh., Bleichstraße, 11. Hanbach, Ehr. II.. Schützenstraße, 12. Häuser, Jak., Ludwigstraße, 13. Hecker, Robert, Brandgasse, 14. Heyne, Hch^ Walltvrstraße, 15. Heikel, Karl, Marburgec Straße, 16. Kalbfleisch, Hch., Liebigstraße. Ter Verkauf des Käses erfolgt nur gegen Vorlage des Beftellausweises der Lebensmittelkarte und Mgabe beS Be zuasabschnittes Nr. 3. Auf jedm schnitt entsältt ein halber Käse zum Preise von 40 Pf. Tie Kunden der nicht anfgefsthrlen Meinhandelsgc- schäfte haben den Bezugs ab schnitt Nr. 3 der Lebensmittelkarte aufzude wahren, da sie beim Eintreffen weiterer Käseserrdnngein gegen Mieferung des Bezugsabschnittes Nr. 3 beliefert loerden. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die eingegangenen Bezugsabschnitte Nr. 3 der Lebensmittelkarte bis spätestens Dienstag den 9. Juli l. I. dem Städtischen Lebms- OTtfcdümt, Zimmer Nr. 12, ab zullefern. Gießen, den 1. Juli 1918. 4971B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Am Mittwoch den 3. Jnli 1918, nachm. 4 Ubr, wird im Jmpslokal — Turnhalle der Stadtmädcken- schule, Schtllerstraße 8 — der letete diesjährige ttfl'cntliche Impftermin für die Erstimpsimge der Stadt Gießen nbgebalten. Wer diesen Termin nicht benutzen will, niuß sein impf- pfltchtigeS Kind auf eigene Kosten impfen lassen. Gießen, 26. Juni 1918. 4874iz Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien, Beigeordneter. Bekanntmachung. Großh. Oberversicherungsamt bat den OrtSlohn tnit Wirkung vom 1. Juli 1918 festgesetzt und bereits veröffentlicht. Die Sätze werden hiermit nochmals bekanntgegeben: männlich weiblich für versicherte über 21 Jahren 4.50 Mk. 3.30 Mk. „ „ von 16-21 „ 4.- „ 2.80 „ ^ * unter 16 „ 2.50 „ 1.80 Der OrtSlohn ist maßgebend für die Invaliden- und Hinterbliebenen-Versicherung der unständig Beschäftigten. Für derartige Bersichene, also insbesondere Tagelöhner. Wasch- und Putzfrau n. Näbermuen, Büglerinnen u. dgl. m. find fortan, soweit eS sich um männliche Personen handelt, Beiträge der V. Lobnklasse --- 50 Pf. die Woche zu e»u- richten Für gleichartige wclbltche Versicherte von 16 bis 21 Jahren sind Betrage nach Klahe III — 34 Pf. die Woche, von über 21 Jahren sind Beiträge nach Klasse IV — 42 Pf. für die Woche »u verwenden. Gießen, den 28. Juni 1918. Berstcherungsamt der Stadt Gießen. I. B.: Or. Selb, Stadramtmann. 4960L Deufsciie Vaterisndspartej S^Sifiwoch den 3. Juli, 8 ! / 2 Uhr auf der Liebsgshohe Geselliges Zusammensein der Mitglieder (mit Familie) Musikalische Darbietungen oeschätzter Künstlerinnen (Gesang und Klavier) 4900D Der Vorstand. Geshwungsverwandte Gäste willkommen. Bekanntmachung. Betr.: Die Matdildenstiftung für die Provin» Ober- besten. Die Vorstände von Kleinkinderschulen, die für 1918 eine Unterstützung aus der Matbildenttiftung für Obcrbeffen zu beantragen beabsichtigen, werden ersucht, zahlenmäßig begründete Gesuche bis zum Ift. Juli hierher einzuretchen. Aenßere Adresse: Großh. Kreisamt Gießen. Gießen, den 1. Juli 1918. Der Vorstand der Matbildenstistung für Oberbesten. KbJtv* •4 Zimmer LWie 4 ^tnir.=^fll)itii zu vermieten. Schr. Angeb. unier03(K9an den Gien. Anz. \ Möbl Zimmer] 3 Herrschaft!, möblierte Zimmer m. Küchenbcnntzung evtl. Bad zu vermieten. Zu besehen von 11—1 vorm, und 4—6 Ubr nachmittags 03027 Wilb elmstraße 46 v. Möbl.Zimmcr z. vermieten 03044 Kanzleiberg 5. immer mit zwei Betten vermieten 03043 Jriedrichstrgße 3,11. I VGrsohisdene\ kleine frbl. Wohnung an ruhige kleine Fain. zu verm. 4961 Neuen Bäne 17,1. 8 küv«» nvmtttl.rlLmor z v n. Näh. Wilhelmstr. 47,1. wv> >« | IL&den u. dgl Bahnlivsstr. Laden, ca. 55 qm groß, fof.au verm. Näh eres dasel bst. 4872 Laden mit Mohuung zu vrm. FiaM. 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Aber selbst wenn diese Voraussetzung richtig wäre, müsste dre praktische Durchführbar Kit eines solchen Wunsches ernstlich ge-! prüft werden, und selbstverständlich, haben wir auch von unserem Standpunkt ans das politische Interesse des Deutschen Reiches der neuen Staatsbildungxn an der Oftgrenze zu erwägen Diesen Kernpunkt der ganzen Frage hat der sozialdemokratische Schriftsteller Ernst Heil mann in der von chm geleiteteltz „Internationaler Korrespondenz" mit nüchterner Sachlichkeit untersucht. und er kommt dabei zu einem durchaus klaren, eindeutigen. Ergebnis. Heil manu hat vor einiger Zeit, zusammen mit änderest deutschen Pressevertretern, Estland und Livland besucht und dabei. Gelegenheit zu offener Aussprache mit der estnischen Führern deck Unabhängigkeitsrichtung gehabt. Als ihr Ideal bezeichnet er die Gründung einer Republik Estland unter internationaler Garantie, wie Belgien oder die Schweiz, und unter rein estnischer politischer Leitung. Gro^ Vorteile versprächen sie sich dami von ihrer wirtschaftlichen Zwischenstellung zwischen Deutschland, dem skandinavischen Norden imd Rußland, und sie hofften einen erheblichen, Teil der russischen Ein- und Ausfuhr über Reval zu lenken. Vom Deutschen Reich erwarteten sie zunächst, daß es Estland mit Zucker, Brotgetreide, Saatgut und Düngemitteln versorge; des deutschen! „Schutzes" glaubtei sie aber schon entraten zu tonnen und ver^ langten daher das baldige Verschwinden der deutschen Militär-/ Verwaltung. In sichtliche Verlegenheit brachte sie dagegen die Frage, wie sie sich die zukünftige Sicherung ihres neuei Staatswesens vorstellten, wenn nach dem Abzug der deutschen Truppen eine neue bolschewistische Welle vop Rußland her angewälzt käme. „Nach vielem Wenn und Aber gaben sie zu, daß sie dann nötigenfalls wieder an Teutschlands Hilfe appellierei niüßten. Wir fragten sie weiter, ob die paar Hunderttausend Menschen in Estland jemals in der Lage sein würden, ihr Land zu verteidigen; ein auch nur halbwegs Wiede' erstarktes Rußland wtstrde den herrlichen Hafen von Reval wieder zurückzugewinnen suchen; es könne vielleicht vor ein^m neuen Krieg mit Deutschland um dieses Ziel zurückschrecken, abey niemals vor der ganz ohnmächtigen estnischen Republik. Tie Esten/ ewiderten uns, sie würden sich aus den Schutz de internationalen Verträge verlassen. Außerdem aber habe Deutschland ein Lebens- inteesse daran, Reval nicht wieder in russische Hände fallen zul lassen. Es kommt also im Tönnisson-Programm letzten. Endes alles darauf heraus, daß hinter der estnischen Bourgeois-Republik ständig der Schutz der deutschen Weltmacht als latente Drohung! stehen soll, indes Deutschland in Estland nichts zu sagen hätte und die Esten selbst die Freiheit behielten, je nach Parteiung und Stimmung zfvischen Deutschland und Rußlmrd hin und her zu schaukeln. Eine solche Lösung können sich die naiv-kindlichen estnischen Politiker vorstellen, die über keinerlei praktische Erfahrung verftigen. Sie können auch, mit heiligem Ernst die Forderung vertreten, daß Torpat eine estnische Uuiversitätsstadt werden soll, obwohl noch kein einziges wissenschaftliches Originallverk in estnischer Sprache vorliegt. Jede verständige Deutsche wird sich abe für die Rolle! bedanken, daß wir jederzeit auf einen Hilferuf hin den Esten', vielleicht wenn es schon $u spät ist, zu Hjilfe kommen sollen, sie im übrigen aber nach Belieben schalten und walten lassen." Nachdem Heitmann so mit schlagenden Gründen nachgewiesen hat, daß für die Gründung eines selbständigen Estenstaates alle politischen und kulturellen Voraussetzungen fehlen, kommt er zu! dem zwingenden Schluß, daß das Larrd sich nur unter deutscher Schutzherrschaft gedeihlich entwickeln könne, denn seine Aussprachen! mit den deutschgegnerischen estnischen Politikern haben ihn davon überzeugt, daß auch sie durchweg mit aller Entschiedenheit die Wiederkehr der russischen Herrschaft in ihrem Lande ablehnen. „Uebernimmt aber das Deutsche Reich in irgendeiner Form militärisch außerpolitisch die Schtitzherrschaft über das Baltikum, dann muß es sich auch den maßgebenden Einfluß auf die innere Entwicklung sichern." Werks. Dias Mädchen verlor das Uebergewicht imd stürzte in den Hof, üD es mit zerschmetterten Gliedern tot liegen blieb. ]f Mnr bürg, 2. Juli. Vor etwa 14 Tagen besagte eine landrätliche Bekanntmachung, daß mit Ausnahme von sieben Ortschaften sämtliche Gemeinden mit ihrer Milch- und Butteclieserung! im RüdsUande seien und eine Schließung der Zentrifugen in Au6- stchlt (stände. In einer neuerlichen Bekanntmachung wird darauf hingewiesen, daß der Fettgehalt der angelieserten Milch stark zu- rückgegangen sei. Eine Molkerei habe berichtet, daß zur Herstellung eines Pfundes Butter jetzt 14 Liter Vollmilch benötigt würden. Es liege die Vermutung nahe, daß mit Wasser over Magermilch vermischte Milch angeliesert würde. Tie Kgl. Gendannerie sei zur Entnahme von Proben angewiesen. Ferner ,verden die Bürger- meffter angewiesen, den Hühnerhaltern, ivelche ihrer Eierabliese- rung nicht genügt haben, die Zuckerkarten zu entziehen. R Mtzarbu r g , 2. Juli. Ter bei einem Jäger bataillvn die- neirde und bei Kriegsbeginn als Gefreiter der Resecve eingez-ogene ^chiriftsetzer Heinrich Komb ächer von hier, der bereits das Eiserne Kreuz zweiter Klasse erhielt, wurde unter Ernennung zum Ofsizierstellvertreter mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet. Provinzmr-Ausschutz der Provinz Oberhefien. Sitzung am 29. Juni 1918. 1. Die Errichtung des Bahndammes der Nebenbahn Bad-Salzschlirf — Schlitz hatte in der Gemarkung Nieder-Stoll eine Ablenkung des Wasserablaufs zur Folge, so daß die angrenzenden Wiesen bei jedem stärkeren Regen überflutet und dadurch versandet und verschlammt wurden. Die dagegen von der Eisenbahnverwaltung getroffene Vorkehrungen hatten keine wesentliche Besserung des Zustandes bringen können. Ende 1914 wurde deshalb von der Eisenbahnverwaltung ein neues Projekt ausgestellt. Da hierüber eine Einigung mit den Grunde eigentümern nicht erzielt werden konnte, stellte die Eisenbahnverwaltung Antrag auf Enteignung in der Form, daß zugunsten der dem Großh. Hessen Landeseigentum gehörigen Parzelle als Grunddienstbarkeit eingetragen werden solle, die Verpflichtung der jeweiligen Eigentümer der betreffenden Grundstücke, das von dem Bahngrnndstück kommende Wasser aufzunehmen, zur Schlitz weiterzuleiten und die eisenbahnseilig neu hergestellten Gräben innerhalb ihres Eigentums .zu erhalten, zu unterhalten und zu reinigen, und zwar gegen eine einmalige Entschädigung. — Der Provinzialausschuß hat den Antrag aus Durchführung dieses Enteignungsverfahrens aus versckstedenen Gründen als unzulässig erklärt und demgemäß abgewiesen. 2. Die Stadt Bad-Nauheim hatte die Geschwister Will zur Zahlung von Beiträgen für die Herstellung der Mittelstraße längs ihres Hauses herangezogen. Hiergegen haben die Genannten Beschwerde erhoben und diese in der Hauptsache damit begründet, daß das fragliche Haus ein Eckhaus sei und seinen Eingang von der Hamburger Straße habe. Auch würden die Abwässer nach dieser Straße geleitet. Der Provinzialausschuß hat die Beschwerde als unbegründet znrückgewiesen, da die Heranziehung der Anlieger zu den Straßenherftellungs-, Trottoir- und Kanalisattonskosten auf Grund des Art. 21 der allgemeinen Bauordnung und des § 5 des Ortsbaustatuts für die Stadt Bad-Nauheim vom 19. Juni 1890 nicht zu beanstanden ist. 3. Durch die Mfnahme des Robert'Ehrig von Brücken in das Bürgerhospital zu Friedberg waren der Armenverwaltung Pflegekosten entstanden, die für die ersten 13 Wochen von der Allgemeinen. Ortskrankenkasse für den .Kreis Friedberg ersetzt wurden. Für meitere 13 Wochen hielt die ArmenVerwaltung Friedberg die Gemeinde Bauernhcim auf Gruud des § 29 des Unterstützungswohnsitzgesetzes für verpflichtet. Diese lehnte jeden Erstattungsanspruch mit der Begründung ab, daß Ehrig länger wie nötig in der Anstalt behalten tvorden sei. um dort Dienste als! Krankenwärter zu verachten. Da sich diese Annahme der Gemeinde Bauernheim als nicht stichhaltig l)erausstellLe, erkaintte der Vertreter der genannten Gemeinde den gegnerischen Anspruch an. Briefkasten -er Ue-nktion. (-lnonyme Anfragen bleiben nnberücksichttgt.» MM Wir treten grundsätzlich einer anonymen Anfrage nicht üAer. Falls Sie Wert auf Beantwortung legen, wiederholen Sie Ihre Auftage mit voller Namensnennung. Aus Stadt rrird Land. Gießen, den 3. Juli 1918. ** Rotes Kreuz. Von der Verband- und Kranken- Erfrischnngsstelle des Roten Kreuzes am Bahnhof Gießen wurden iin Monat Juni 847 durchreisende Soldaten und Verwundete mit Kaffee erfrischt; die Sanitätswache führte 1193 Transporte aus und hat in 248 sonstigen Fällen Hilfe geleistet. **Großherzog-Ernst-Ludwig-Jubiläums- Stiftung. Auf die heutiLe Veröffentlichung zur Groß- Herzog-Ernst-Ludwig-Jubiläums-Stiftnng im Anzeigenteil 'wird hier besonders aufmerksam gemacht. ** Bauernregel n für den Monat Juli. Im Juli nruß vor Hitze braten, was im Herbste svll geraten. — Ein tüchtiges Juligewitter iflj >gut für Winzer und Schnitter. — Baut die Ameis große Haufen auf, folgt langer, strenger Winter draus. Reißet die Spinne ihr Netz entzwei, kommt ein Regen bald J-eebei. ;— (Sankt Kilian (8.) [ fcetXt Schnitter an. — Sieben Brüdeo- Regen (10.) bringt nicht Nutzen irych Segen. — Wjenn der Kohl gerät, verdirbt das Heu. — Julitage hell und klar, zeigen an ein gutes Jahr. — Am Margaretentage (13.) Regen, brrngt den Nüssen reüren Segen. — Wie die Hundstage anfangen, so gehen sie aus. - Nach Jakobi gehen die Störch^. ** Die Aus sühru n g s bestimmun gen über die Höchstpreise für Getreide und Hülsenfrüchte. Der Staatssekretär des Kriegsernährnngsamts hat die ersorderlichen Aussül)rungs bestimnrmcgeu über die Höchstpreise für die von der Reichsgetreidestelle bewirtschafteten .Früchte (Getreide, Hülsen- Trüchte, ^Buchveizen imd Hirse- erlassen. (Reichs-Gesetzbl. Nr. 84.) T-^re Beittinmuugen ldhmm sich an die bisherige Regelung an und bringen Vorschriften 'über die Höhe der Trvcknuugslöhne, über die für die Belvertung der FrückKe geltenden Grundsätze, über Sackleihe, Kommissions- uüd ähnlichje Gebühren. In den Bestimmungen sind cuvch die Höchstpreise für Saatgut geregelt. Originalsaaten sind ^ wce^bisher^preisftei gelassen, während^ für anerkannte Saaten imd! 'Kanittges Saatgut entsprechende Zuschläge festgesetzt wurden, or c n, Die Saat gu tvero r dnung für die Ernte 1918. ,, er Reichsgetreidevrdnung für die Ernste 1918 hat der Staats!erretädes Kriegsernährungsamts Bestinunungen über den Verkehr mit Saatgut erlassen. (Reichs-Gesetzbl. Nr. 84.) Tste bisherige Regeliciig ist in ihren Grundzügeir beibehalten ivordeii. Tie Neuerungen gegenüber dem Vorjahre bezwecken zunächst eilte Be- lLUi> größere Ordnungs Mäßigkeit in der Ausstelluirg und damit eine Förderung der landioirtschaftlichen stivdiillron. Außerdem.lallen Licl>iebungen mit Getreide und Hül- uitter dem Deäinantel des Saatgutes in den .^chleichlhandel gebracht wurden, tuiitrchK vlerhiitdert und der metfcen ^veckmäßiger und wirksamer üb'eriva'cht Q L ü r iI. Hinsichtlich der Vergütung, ov- .?,-!!>> , wr das aus seinem Grundstück nach der Verordnung über ^chrls vmn .26. Februar 1918 geerntete Schilf imra daraus chin gewiesen, daß diese Vergütung für ^chrl s i ic l ii fit rocken em Zustande gilt. Sie beträgt bei grünem, d. h vor der Blute geworbenenr Schiss 1 Marck für 100 Kilmp-amm ÄÄ heittrocken so ist die Vergütimg im Ver- '■ Eisern Zllslaitd-.' zu dem OKM'ickt in lufttrocleueni Zustande herabzusetzen. Hessen Nassau. " 1 ^ hEsu - t a. BlD 2 Juli. Bei Ui Abnehinen von Wäschie Oilqte die ach.jahnge Tochter des Schlossers Franz, Hein- rrchitr. 1/, zu wett über Pas Balkoirgeländer. des dritten Stock- Letzte rzaLt-vscvtett. Dcp neueste der Äceresleitrnrg ™ Großes Hauptquartier, 8. Juli (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rn pp recht. Ersvlgreiche Erkundungsgeftchle. Stärkere Vorstöße de Engländer bei Merris mrd Aloyenneville und südlich vo! Arras scheiterten. In örtlichen Kümpfen nördlich von Al bert machten wir Gefangene. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nördlich der Aisne haben fidu heute früh örtliche Kampf entwickelt. Zwischen Aisne und Marne hielt rege Tätigkci des Feindes an. Teilangriffe bei St. Pierre-Aigle und west lrch von Chateali-TIhierry wurden abgewiesen. * Aus einem amerikanischen Geschwader von neun Ein heiten wurden vier Flugzeuge abgeschossen. Leutnant Ilde errang hrerbei seinen 89., Leutnant Löwenhardt seinen 88 und 34 Luftsieg. Leutnant Friedrich imd Vizeftldwebe Lhorn schossen ihren 29. Gegner ab. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * * * England und die Murnmn-Kilste. B e r l i n, 2. Juli. Die Anfrage des Mg. King im Unter ??us berührte etne der schwebenden Fragen des englischen Ver h^tmsses zu Nordrrtßlmw und Finnland. Me die „N o r d d e u t st ch/. A l l gemeine Zeitung" schreibt, ist an ihr auch da deutsche Interesse stark beteiligt. Die Arttwort Lord Robert Cecill sagt bte „Norddeutsche", ist nicht geeignet, .Aarheit in die Auge legenhect zu bringen. Mail erkennt aus ihr höchsteiw, daß bi F^age einer großen Aktion Englands vom nördlichen Eismeer au noch nicht entschieden ist. In dem Tatbestand, ben Cecil als in wesentlichen richttg bezeichnete, ist „vergessen" worden zu erwähnet ratz die rufsische L^owjetregierung formell Prote^ eingelegt hat gegen die Landung mid Awoesenheit englische Triippen an der Murmanküste. England hat sich jedoch um bm ^?^ip der Unversehrtheit russischen O^ebietes iiicht bekümmert uni imirbe sich auch bei weitergehenden Entschlüssen nicht darinn küni mern, wenn diese Vorteile versprechen. Es ist also wohl kann richttg, daß England nur aus-das Signal ans Moskau wartete, un gegen Finnland M marschiereir. Daß ein solches von der heutige] Regierung in Nord-Rußland nicht zu erwarten ist, weiß man woh in London. Aber die Tinge dort können sich wenden und für diesei Fall hat sich England die nördliche Jnfallspforte offen gc'halteu Aber in Finnland kennt man die Gefahren und wird ifrr auch mi deutscher Hilfe zu begegnen wissen. EugliMe Aluuufchastsiwt. , Rotterdam, 2. Juli. Im Unterhaus gab Prother eine Erklärung über die Einbernfung von Feldarbettern zum Vii litärdienst ab. Abg. Roch erklärte, daß er eine Unmenge Briefe an• allen Teilen des Landes von den Bauern erhalten hübe ganz ungeheuerliche Berichte über die Zustande mtthalten' bi ciltstehen könnten, wenn die Regierung mit der Eintuwufung voi Landarbeitern so vorgeht, wie bisher. In einzelnen Fällen bleib das Heu auf den Fellxwi'. weil die Bauern erklärten, daß sie ge zwangen sein würden, m Mch apf die Hecher m tvechou, au denen die Ernte, selbst die Getreideernte, noch hock) siehe. In dev Debatte sprach Lambert über bie traurigen Zustände bei der ^Ausbildung. So käme eo vor, daß Wcänner, die erst drei Monate geübt hatten, nach Frankreich gesckstckt würden. Dal ziel betonte, daß Jungen von 19 —21 Jahren aus Schottland nach sechsipöchiger, Uebung in die Feuerlinic kämen. Bathurst warnte die Regierung, daß sie unverantwortlich l-andele, wenn sie nicket für eine gute ^Ernährung der Nation sorge. Bei diesem Punkt griff jBou-ar Law mit einer türz-en Rede in die Tebittte ein und scsgte, es sei die erste Pflicht der Regierung, solche Aiasnahmen zu treffen, daß England in diesem Feldzug keine Nickderlage erleide. Was die Einübung der Mann schäften angehe, so setzte er auseinander, daß alle Mannschaften in England drei Monate ein- geübt werden, aber im Falle äußerstier N?)tWendigkeit zehn Wo-ckZoi, und daß eine zweite Uebung von einem Niionat in Frankreich folge. Die „interalliierte parlamentarische T.lftrenz" in London. London, 2. Juli. (WTB. Nichtau.ttich.) Rewer. Die interalliierte parlamentarische Konferenz wurde heute in der Royal Gallery des P ar la mente gebivnde-- eröffnet. Es sind vertreten: England, Frankreich. Belgien, Griechenland, Italien, Rumänien, Portugal, Elch-a, Japan und die VereinigtMs L tauten.^ Das Programm umfaßt die 'Erörterungen der deutschen Wirtschaftsmethoden, um die Vorherrschaft in der Welt zu erlangen, die Tonau-iSchlissahrt, den Kanal-Tunnel und zahlreiche andere Fragen von kommerziellem Interesse. Unter den bei dev Eröffnung Anwesenden waren Mitglieder des Kriegskabinetts ltnil andere Minister, die alliierten Botschafter und Gesandten, die gegenwärtig in London weilenden R i inisterpväsidenten der überseeischen Xominien 5 und offizielle Abgeordnete der Alliierten Re- gierungen zugegen. Tie Konferenz sandte eine Kundgebung mr König Georg, worin sie den unabänderlichen Beschluß der vertretenen Nationen bekräftigt, alle ihre Anstvengungen fäer kräftigen; und erfolgreichen Fortsetzung des Krieges zu widmen. Die angeblichen Bombenabwürfe auf englische Feldlazarette. Berlin, 30. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) (gegenüber den Ende Mai und Anfang Juni mehrfach von englischen Frontberichterstattern gemeldeten und von der Zensur zugelassenrn Nachrichten über angebliche deutsche Bombenabwürfe auf englische Feldlazarette, bei denen ausdrücklich betont wurde, daß die Angriffe keinerlei militärischen Zielen, sondern; lediglich den Feldlazaretten gegolten haben können, stellt „Man- ch e fte r G u a r d i a n" vom 15. Juni fest, daß nach der Ansicht der Militärbehörden kein ausreichender Beweis dafür vorhanden sei, daß es sich^ rum geflissentliche Angriffe ans Hospitäler ,ge- handelt habe. Tie Zettung schreibt: Tic militärische Anffasftmg! sei die, daß gelegentlich auf beiden Seiten 5)ospitäler in der Nähe von Oertlichkeiten von militärischer Bedeutung, wie Effenbahnen, Truppenlagern und Munittonsniederlagen errichtet werden müssen und daß bei^ nächtlichen Luftangriffen diese Hospitäler Gefahr laufen, getroffeir zu werden, wenn die militärischen Ziele um sie herum angegriffen werden. Die Zeitung ist entrüstet, daß trotz dieser gegenteiligen Auffassung den Berichterstattern gestattet wurde, die fraglichen verhetzenden Berichte zu senden und daß keine spateren Schritte unternommen wurden, den dadurch hervor- gerujenen schlechten Eindruck zu beseittgen. Das japanische Flottenprogramm. ÜlotUrbüiii, 2. Juli. Die „Times" melden unter dem 29. Juni Es Tokio, daß der japanische Landtag das F l o 1 1 enprogr a mm, wonach bis zum Jahre 1923acht Schlachtschiffe und sechs Kreuzer gebaut werden sollen, genehmigt hat. Tie Vorlage wurde sehr abfällig kritisiert, weil -sowohl die Anhänger des Ministerium^' als ihre Widersacher das Programm Zür unzureichend betrachteten. Der Mariveminister - betmtte, daß Japan wegen seiner industriellen und finanziellen Beschrünruiig nicht imstande sei, ein größeres Programm aus)>i- sühren. Auch habe inan mit Schwierigkeften in der Materialbeschaf- fuirg zu rechnen, namentlich was den Bedarf anbetresse, jjen man vor dem (Kriege aus England bezogen habe. Die türkische Anleihe. K o n sta nt in o p e l, 1. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Nach Eingang der Provinzzeichnungen beträgt nunmehr das Ergebnis der neuesten inneren Anleihe insgesamt J4 Millionen türkische Pfund. Die 9Uüle Oesterreich--UngLrns. Wien, 2. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Das „Fremvenbl-att^ führt ungefähr folgendes aus: Nach der vom Reuterbureaft verbreiteten Antwort der -englisck-en Regierung aus die erste Rede des Staatssekretäi's v. Kühl mann sieht die Entente O e st e r r e i ch> -Ungar n als militärisch und tiolittsch erledigt an und lieltt es als eine Belastung sür den Bundesgenossen hm. Die Entente stellt den Rüc^ug an der Piave, ohne sich ihrer vielen- Niederlagen aus allen Schlachtfeldern zu eriuneru, einen RückMg, der nur von den Elemeuteu erzwungen war, als die grüßte Niedere läge aller Zeiten hin und teilt Oesterreich-Ungarn auf dem Papier mit einer Uuverfforenheit auf, -die den über das Ausland schleckst unterrichteten Völkern den ganz sal schien Glauben beibringen muß, es sei um dir Monarchie ein sür allemal geschehen. Damit erreicht sie den Zweck, den einzigen, den sie mit ihrer Aktion verfolgt, dev Mut der ihrigen mifzupntschen. Der Kühlmann-Prozeß. Berlin, 2. Juli. Zn d-em am Donnerstag beginnenden Prozeß Kühlmann gegen die „Deutsche Zeitung" wird nur eine beschränkte Zahl Zuhörer zu gelassen werden, da der Sitzungssaal nur etwa 20 Zuhörer faßt. Brotmarkcnfälschungen in Hannover. Hannover, 2. Juli. (Pr.-Tel.) Hier sind 30 Personen^ darunter Bäckermeister ans Hannover und Linden, wegen Brot- k a r 1 e n f ä l s ch u n g verhaftet worden. _ • Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Der P rov inzi alans schuß hält während der Zeit vom 15. Juli bis 15. September Ferien. Während dieser Ferieir können in öffentlicher Sitzimg mir ftlsteunige Sachen zur Verhandlmig gelangen. Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen sind die Ferien ohne Einfluß. Gießen, den 28. Jmii 1918. Der Vorsitzende des Provinzialausschnsses der Provinz OverlMeir Dr. U singer. B e t r.: Lailbheugeivinnnng. An dir Schulvorstände des Kreises Auch diejenigen Lehrer und Lehrerinnen, die nicht Sammet- leider sind, können an bem am 5. Juli 1918, nachnuttags 3> - Uvr in der großen Aula der Universität stattsindenden Vortrag des Herrn Hanptmanns Emmerling vom stell vor trettndeit (Verweal- komniiando des 18. ^Armeekorps teilnehmen. Sie wollen die Lelm- kräftc darauf aufmerksam nmcheu. Gießen, den 2. Juli 1918. Großherzvgliche Kreisschulkoinntissivn Gießen. I. V.: L an g er mann. Betr.: Enleigunng und Mliefmung voir Einrich-ttmgsliegen' ständen aus Metall. An Die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unsere Umdruckverfügung vom 10. Mai lf. Jö. ist erst von 69 Blürgermeistereieu erledigt worden, obwohl damals nur eine Frist von 14 Tagen festgesetzt worden war. Von allen rück ständi-um Bürgerineistereien erwarten wir nunmehr die Erledigung iunerlmll» 3 Tagen. Gießen, den 2. Juli 1918 Grvßlvrzoglich» är^iwutt Gießen. I. V.: v. G r o 1 nt a u. SieKcncr ftoipfdhmgefeHiffiaft. eüilaöung zur Dortragsmöe über fluslandskunfle 5. öortrag: Die foslale Bewegung ltn motleraen england (Prloatdozciif Dr. Briefs), am Donnerstag dm 4 . Juli 1918 , abends 8 1 /, Uhr, im SwKen üörfaai ries Oorletungsgebäudes der UniperfltäL Der Dorftanü Srüneicalü, Jufttzrat. Or. Setzaghri, s-h. hofrat. Safte find willkommen. 4938D Schwarz-Weiss-Lichtspisle • SeÜerswsg 81 . *Nj ---- Täglich KüiiHtlerkoQKerte. - - ■ ■ ■ ,-— 23S?" fiilescn-.Sensatiofisprogmmm “1351 K. Courts Maliler-ßouiane im Film Sie wilde Vrarala.! vornehmes und Gesellsehattsdrama in 4 Akten nach dem gleichnamigen Roman für den 1 lim beai beitet. In der Haupt- MT' * t S-t rfrf* A i) S ^ rolle wirkt der beliebte Filmstar «Willi Mt © fl £ 43 F. Außerdem das große Filrnwerk von Dr. Fritz Skowronnek ®enschenschicksale im Weltkrieg in 6 Akten. Personen Verzeichnis, von den Solo-Kräften des Königl. Schauspielhauses Berlin besetzte Kittergutsbesitzer Krallt . . T , r T - . fefbä’Ä- '• • - '• - '■ '• '• '• '■ - - - - Diese Witt. ein Bauernmädchen.Hannes Hoff. Soldaten, Bauern, Verwundete. Fabrikarbeiter, Volle. Z*eit: Vor, während und nach dem Kriege. 40o3a ^ iemand wolle diese ganz erstklassige Darbietung versäumen. m *'rovent der &eMamtefmiahsmc füllt der Ludendorff-Speiide *k. Lichtspielhaus - Bahnhofstr. 34 , Künstierkonzerte 4954a Programm Isis inki. Freitag: Das verlorene Paradies Schauspiel in 4 Akten nach dem bekannten Roman von Ludwig Fulda. I.d. 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Juli 1918. 4990 _£er Oberbürgermeister (£eben^mitrelisaale der Herberge zur Heimat dabicr stattfiudeudev ötztÄlilhey KlNl-tvttsi»«1si8 werden die Mitglieder ergebenst eingeladen. < m j. r < m Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Vorlage der geprüften Rechnung nebst Bilanz und 1v"ln- und Berlustbercchnung für 1917, sowie Erstavlung des Rechenschaftsberichtes für 1917. 3. Entlastung des Vorstandes. 4. Berteilnngsvorschlag bezüglich deS 1917er Reingewinris. ^Erauszerung des Häuschens Landmannstrahe Nr. 10. h. Wahlen in den Vorltand und Aufsichtsrat. Ersrattttng des Revisionsberichtes über die stattgefundene gesetzliche Nevrnon. « Zerich; über die Ellsabeth-Kleinkinderschulc. 9. VerichiedeneS. Giehen. am 2. Juli 1918. Der Vorsitzende des AufsichtSrateS der Baugenossenschaft 1884 zu Gieren Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Or. Krausmüller. N ß - Die Rechnung für 1917 liegt 8 Tage lang zur Einsicht der Genossen in unserem Geschäftszimmer — Stevdan- stratze 17 II — offen. 4969D GrofZherzog-Lvnft-Ln-rVig Inbilä»»nrsstiftunA. Seitersweg 38 befindet sich mein neu eröffuetes Spezialgeschäft für 03053 Einkochgläser -Apparate Gummi usw. Carl Schissick. ----— ,, . .. ..... mm, I«in yn,U. Z3UÜ (äriniifEEset Iferinnjlitetuiiittei t zu Grünberg. Die Besichtigungen der Pferde finden statt: In «rünberg Samstag den 6. und 13. Juli, vormittags 8 A / 2 Uhr. In Rieder-Ohmen Montag den 8. Juli, nach- nlittags 2 Uhr, und in Mücke am selben Tage nachmittags 4>/ 2 Uhr. Zn Londorf Mittwoch den 10. Juli, nachmittags 2 Uhr. Grünberg, den 1. Juli 1918. Schäfer, Direktor. Mäuse,Ratten, Hamster, Wühlmäuse, unschädlich für Menschen, Haustiere und Wild. TERROR PULVER gegen Schwaben, Kellerasseln, Ameisen, Wanzen und Flöhe. Wirkt unter Garantie. Ungiftig. Chemisch-pharmazeutisch. NährmiltelO.m.b.H, Kassel, Mönchebergstraße 10. 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Es ist die Erhebung einer Umlage beschloffen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Hungen, den 1. Juli 1918. Grohh. Bürgermeisterei Hungen Fendt. 497» Erhöhung des Einkommens durch Versicherung von Leibrente bei der Preußischen Renten-Versichecungs-Anslalt Sofort beginnende gleichbleibende Rente f.Männer h.F.intnilsalUJabro): 50 | frr> I (>0 I (j ö | 70 I 75 'P4,2ojy,°.2jl I n.iMin i n i 'jährlich %d. Einlage: 7,2.si ’jttiiuivu /u—— « - 1 4,18,190 Bei längerem AnlsohKb der Rentenzahlung wesentlich höhere Sätze. I48uid Für Frauen gelten besondere Tarife VermÄßonswerte linde 1917: l^Hmillon.Mk. Tante und nähere Auskunft durch: W. Bart dt in Frankfurt a. H., Blcicfastr. 52 viiunp aus Esche zu verkaufen 49!)2D KM, IS,