Kr. 1-1 Ter «dle^ner XMjtfjet erschemi täglich, nutzer Sonntags. - Brunnen: Histzener^amillenblütter; tlle r: ic.tt für den Ureir Gießen. Vez^qrpreis: monatl. Atk. 1.20, piertcl- jfibrlieti Vtt. durch Ad hole- u. Zweigstellen monarl. 1.1 >; durch die Polt Pik. 3.60 viettck jährl. arisscht. Be stetig. Fernsprech - Ansedlusie: iür die Schrille lunq NL Verlag.^ eschä'l-s- stelleöl Anschrift für Tradinach- richien: Anzeiger OZetzen. Erstes Vlatt 168. Jahrgang Montag. 1. ZuN 1918 ZwillmgrrunSdniü u.Verlag: Brühl'sche U»!o.-8uch- u.Steindriukeret kl.Lange. §chrtft!e!iung. Keschästrstclle ».Druckerei Zchulstr.7. uhuuifUkt üvn äuzrige» ‘. Oie Lagesnunrmei dtS zürn NochiniUag vorher ohne jedeBrrbnrdltchkeir SeUrnpreise: iür örtliche Anzeidrn & Uf., für auswärtige 30 Pf., ‘’tir Reklamen 21 ik. 1.— ; der Plarzvor- schrift 20°/, Äufstt.laa. Hauptschriitleiter: Aug. Goeg. Berantwortlich für Politik u. Feuilleton: Auq. <»oeg; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtsiaal: W. Meyer [ Anzelgentetl: H. Beck; sämtlich ui Gießen. ca MTB.) Trotzes Hauptquartier, 29. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz N upprecht. Nördlich der Lys sind heftigem Feuer Jnfanteriean- gnffe der Engländer gefolgt. Dreimaliger Ansturm gegen VLerys brach unter schweren Verlusten zusammen. In der Mitte des Kampffeldes drang der Feind in Vieux-Berguin ein. Gegenstöh der Bereitschaften brachten ihn dort zum Stehen und warfen ihn über den Westrand des Dorfes zurück. Nördlich von Merville scheiterten die feindlichen Angriffe in unserem Feuer. An der übrigen Front flaute die lebhafte nächtliche Ar- tUlerietötizkeit in den Morgenstunden ab. Südrvestlich von DucauoyZ wurden stadere Mrstötze gemacht, mehrfache Er- knndungMbteilungen des Feindes abgnviesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südlich der Aisne griff der Franzose nach starker Feuerwirkung an. Bei Ambleny wurde er nach hartem Kampfe ab ^wiesen. Ueber Eutry hinaus gewann er Boden. Lnstr Geaenftoh Mrrf ihr: auf die H-f'hnr beiderseits des Ortes zurück. Versuche des Feindes, unter Einsatz von Pan- zerkraftwagen den Angriff feiner Infanterie weiter vorzu- tragen. scheiterten. Am Walde von Villers-Eoiterets stieben wir dem weichenden Feinde vis in seine Ausgangsstellungen «ach und naschten GefanKene. In der Luft erlitt der Feind eine schwere Niederlage. 19 feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen. Leutnant Udel errang seinen 35., Leutnant Löwcnhardt seinen 39. Luftsieg. Südwestlich von Reims wurden bei einer kleinen Unternehmung 2- Italiener gefangen. Der Erste Generalauarliermeister Ludendorff. (WTB.) Trohes Hauptquartier, 30. Juni. (Amtlüh.) Westlicher Kriegsschauplatz. In den Kampfabschnitten nördlich der. Lys und süd- lüh der Aisne lffelt tagsüber erhöhte Artillerietätigkeil an. Am Abend lebte sie auch um der übrigen Front zwischen B'/er uw) Marne auf. Kleine Infanterie ge fähte. Bei stärkeren Vorsbi^m des Feirckes südlich des Ourcq und ersblg- reicher eigenrer Unternchrmrng am Hartmannsweilerkops machten wir Gefangene. Leutnant Met errang seinen 36., Leutnant Löwenhardt seinen 31. Luftfteg. Leutnant Jakobs schitz in den letzten Tugen feinen 29.. 21. und 22. Gegner ab. Der Erste Generalquartier meister Ludendorff. * Die Abendberichte. Berlin, 29. Juni, abends. (DTB. Amtlich.) Von den Kampffronten nichtsNeues. B e r l i n, 30. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) . Von den Mmpffwnten nichts Neues. Me Regen- und Kälteperiode scheint jetzt enölief), weichen AU motten; dafür ist jedoch die allgemeine politische Stirn- Nvung noch lange nicht ungetrübt. Der leise Schritt der sogenannten „spanischen Krankheit" geht jetzt auch irr deutschen Stad dm um, so z. B. irr Nürnberg urrd dem b enacht- barten Frankfurt, und es wird ängstliche und abergläubische Genräter gerrag geben, die aus diesen nach medizinischen flachten doch ziemlich harmlosen Erscheinungen weiteres Urcherl Au prophezeien gerreigt sind. Wir halten dagegen, daß die Errtteaussichten srch erheblich gebessert haben und von mkheblichen Schädigungen der Vokksaesundheit auch in absehbarer Zeit keine Rede sein wird. Aber, so wird dann w:rder geklagt, im Osten rumort es, gibt es Stoff zuv Beurrruhrgurlg. Ja, es ist wahr: die bolschewistische Regie- «rug m LDoskau her i-.n^nte gegenüber endgültig abg. lehnt hat, n, Srvnnen xn intervenieren! Das tmrr vor einiger Zeit ja auch so ein ecrgcnrtitb mancher Schw«rM,t-r!' Wir sind frei davoiu oap-an tvrrd den Eirgländern tn Ostasien keineswegs J abl tocrDeitbo Schleppe tragen. Jedoch der nahe Ojten — der verursacht einiges >!nbehc usw. — ist uns sck)ädigend dazwischen gekommen. Eine amtliche Wiener Vteldung ^berichligt die genannte hohe Ziffer und mildert den ernsten ^Eindruck, den Herr Weierle bei seinen Zuhörern und seinen Bundesgenossen erwecken konnte. Immerhin hat ja auch er die Sck).ußfolgerung gezooen, in )er Gesamtkriegs'age sei die Offen'ive an P ave und Brenta zu unseren Gunsten und zum Schaden der Entente verlausen; die Bertusle der Italiener sind um 50 Prozent größer. Auf der Seite unserer Gegner sehen wir in diesen Tagen des Nachhalls der Kühlmannscl-en Rede eine gwße Rührigkeit. Lauter denn je rasselt §>err Wilson mit seinem Wehr- gehenk. Err ruft — um besser siegen zu können? — die Neutralen hirrzu, damit sie ihrn bestätigten, wie sehr er sich in Frankreich attjrreiche. Jmooch, wir wi>sen es. die Vorbereitungen gelten weniger Hinderrburg als dem deutschen Volke, dem Reichstag, den Entmutigten und Kriegsmüden. Me Keule der Reklame, des unablässigen Himveises aus die größeren Macht- und Ausharrensmiitel der „alliierten" Völkerfamilie sott uns treffen. Daher auch der neue Schreüschu». mi einem i..tera liierten parlamentarischen Handelsausschuß, der uns nach dem Kriege die Zufuhren fern halten soll, und ähnliches mehr. Unsere Truppen haben reißende Ströme, beschwerliche Gebirgswege in Schnee und Eis überwunden — das deutsche Volk wird hoffentlich auch über diese Sümpfe der gegnerischen Tücke und Fälschung hinwegkommeu! Die österreichisch-nngarischeu Tagesberichte. Wien, 29. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Bei Zen so n und Noventa di Piave versuchten feindliche ErkundmrgÄtbteilungen den Fluß zu übersetzen. Sonst überall Artilleriekampf wechselnder Stärke. Der Chef des Generalstabes. Wien. 30. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Unsere Stellurrgen auf der Höhenfläche der Sieben Gemeinden lag gestern seit 3 Uhr früh unter dem sckpversten feindlichen Artilleriefener. dem einige Stunden später starke Angriffe gegen OenColdelRosso und den M o n 1 1 d i Dal Bella folgten. WWrend die grgen den Col del Rosso gerichteten Anstünne von Hus aus crwlgloS blieben, vermochte auf dem Monte di Bat Bella der Italiener nach erbitterten Nahkänrpftn in unsere erste Linie einzubrechen, doch wurde er durä^ Batailstsne des ungari'chen Jnfantens- 9iegiments Nr. 131 und des Warasdiner-N-egiments Nr. 16 im Gegenstoß wieder hi na u s gewo r fe n. Weitere Angriffsversuche sowie Teilvorstötze w'gen den Sisemsl und bei Asiago erstickten in unserem Geschütz Heuer. Sor:st überall Artillerielampf von wech'?el!lder Stärke. Der Chef des Generalstabes. Graf Hertling im Hauptquartier. Berlin, 1. Juli. Der Reichskanzler Graf Hertling ist gestern abend ins Große Hauptquartier abgereist. In seiner Begleitung befanden sich der Unterstaatssekretär in der Reichskanzlei v. Radowitz, der Vertreter der Obersten Heeresleitung beim Reichskanzler Oberst v. Winterfeld, und der Sohn des Reichskanzlers, Rittmeister Graf Hertling. Der Aufenthalt des Reichskanzlers im Großen Hauptquartier dürfte, wie der Localanzeiger schreibt, allgemeinen Besprechungm, insbesondere auch über die Bündnisverhandlungen mit Oesterreich-Ungarn, gelten. Lord Cecil über die Rede KühlmarruS. Amsterdam, 29. Juni. (WTB. Nichtamrlich.) Wie ein hiesiges Blatt aus ^London vom 28. Juni erfährt, erklärte Lord Robert Cecil in einem Gespräch mit amerikanischen Journalisten heute abend, daß seiner Ansicht nach die Rede Kühl- ma uns größtenteils an das Ausland und an die kriegsmüden Elemente im eigenen Lande n?ie in den arideren Ländern, besonders aber in England gerichtet sei. Kühlnurnn habe den Kleinmütigen den Glauben beiürmgen wollen, daß sie erstens von ihm anneyrn- bare Frrcdens.'edmgrrngen erhalten können, zroeitens, daß andern- fatts der Krieg bei den großen Hilfsmitteln, die Deutschland zur Verfügung stünden, iroch unbestimmte Zeit sottgesetzt werden könne. Kühlmann wollte nicht mit einer Niederlage des Gegri.erS drohen, wndern nur damit, daß, wenn kein Vergleich zustande kÄne, der Krieg .noch auf imbestimmte Zeit fvrtgeführt werden könnte. Es v-evdume Boachttorg, daß Kühlmann Knrlmrd und Litauen nickZt länger cwnl Stand^mkt der äußeren Politik bettachte. Seine Hauptforderungen seien erstens: eine historische Grenze, zweitens: koloniale Besitzrmgen, drittens: Freiheit der Meere. Nichts in der Kühlmannschnc Rede richte sich gegen die Alldeutschen, während rn hezng ans Belgien die Hoffnung belassen worden sei, daß man es behalten werde, wenn man könne. Wenn an den Gerüchten von eurem Gc.gensatz zwischen Hertling mrd Kühlmann ettoas Wahc-es ser, dann kömre es sich nur um parlamentarische Memungsverschie- denl-eidm handeln. Er ^glarcbe aber nicht, daß etwas Wahres daran sei. Die KriegStonferenz in London. Landon. 30. Juni. Die Kriegskonferenz in London nahm eine Entschtießimg über die Maßrrahmen an, die efforderlich s-ind. um für das britisck^ Reich imi> bk* ttierrfülxrendekr Alliierten die Verfügung über gewisse Rohstoffe zu sichern, uin sie in dmr Stand zn, setzen, dk Kriegstvrrknugen sobald als nrögluh wieder gut m machen und ihre mdustrkllerr Erfordernisse sicherzustellen. Me Konferenz genehmigte Wfe Forderung ttttb sprach die Ansicht aus, das; die Regierungen des briäphen Reiches' urtter sich Vorkehrungen treffen, um sicherzustellen, daß die rprferrta !irf)cti Rohstoffe, die rnrrerhrtb des brittscl-en Rekhes erzeugt würden^ für die oben genannten Zwecke verfügbar gemacht würden und sie sollten mit den alliierten Ländern sich dahin verständigen, daß vie in diesen Ländern erzeugten Rohstoffe für den gleichen Zweck nutzbar genracht würden. Eine Konferenz parlamentarischen HandelSan-schÜsse in London. Amsterdam, 30. Juni. „Brittsh News" ersähtt von ihrem Londoner Korrchpondenten, daß in der nächsten Woche eine int er- alliierte Konferenz der parlamentarischen Handelskommissionen in London stattfinden werde, an der Telegiette Grovbritannkns. Frantteichs, Italiens, Belgiens, Ser-^ biens und Portugals teilnehmen roerden. Die Bereinigten Staaten werden inoffiziell vertreten sein. Tie erste Konferenz wurde 1917 in Rom abgehallen. Tie Konferenz wird sich hauptsächlich mit dem Bericht beschäftigen, der auf Wunsch der englischen parlamentari- schen Handelskommission entworfen worden ist. Es sotten ^ die besten Maßnahmen festgelegl werden, um nach dem Krieg ,,den verschiedenen ungesetzlichen Methoden, mit denen die deutsche Handelskonkurrenz arbei'et", entgegentteren ya förrnen. Auch wird ein Entwurf für einen interalliierten Handcls- verband vorgelegt werden, durch den^ gemeinsame Maßnahmen! des Handelssä-utzes regelmäßig verbreitet werden sollen. Die Amerikaner in Frankreich. Rotterdam, 26. Juni. (WTB. NüÄamtlich.) Dir ortttd* tonischen Behörden luden die ^nenttalen ^ Zeittlngsberirhtersdattai ein, sich persönlich von den uurfassenden Kriegsvorbereitun^ gen der Amerikaner in Frankreich zu über^-ug-cn. Ter Berufnerstatter des Nieuve Rott. Cour, meldet nun seinem Blatt« laus Frankreich, er sei naä) dem, was er bisher in Frankreich satz, davon überzeugt, daß jetzt die mn-erikanische Periode des .Krieges begonnen habe. Fvankreül^ sei mit Amerikanern und amerikanischem Einfluß durchsetzt. Dies bilde einen Unterschied gec^nüber den Eng-, ländern, die nur die nordwestlichen Ecken beseel hielten. Ich« 93** setzung sei zwar intensiver, aber weniger en den Llmerikonern und dech Franzosen vorhanden, wie zwischen den Engländenr und FvanMstu^ Ein Franzose sagte dem Berichterstzttter, daß die. ssstnerÄaner die Franzosen besser verständen als die Engländer. Tie Frar»osst seien ganz begeistert von den Amerikarecn mrd ihren iniittürischru! Eigenschaften. Ter Berichterstatter schilderte dann die ausgedehnten amerikanischen Kriegsanlagen hinter der Front. Washington, 29. Juni. (WTB. Nichtcrmttrch.) Reuter. In einem Aufruf, den der Provost marschall veröffentlicht, wird bekannt genracht, daß im Juli in Wstanden eine erhöhte Mobilisation stattsinden werde. In Verbindung mit einem anderen Aufruf, der vom 22. Juli ab die Mobilisierung von 220 000 Viann anordnet, werden im Juli im Ganzen 367 961 ^ Mann _ dent bittgerlkhen Leben entflogen werden, d. h., mehr als bisher, jeitdenf die militärische Dienstpflicht in Kraft getvetm ist. Im Gegensatz -m den amerikanischen R ekla meme?-' düngen iilxn die Zahl der in Frantteich gelandeten am^rikairischen Truppen meint der Mili:ärttitiker des ..Berner Bundes", man werde mit etwa 500 000 amer i ka ni s chen ^Streilern rechnen können, von Herren vielleicht die Hälfte feld^ dienstfähig sei. Die Friedensfrage in Frankreich. Bern, 30. Juni. Lmtt „Progreß de Lyorr" veröffeirkkicht dSk» Eonfederativ n General du Travail eine Erklärung, worin nacl^drücklich verlangt wird, daß der Arbeiterklasse eine gewisse moralische Genugtuung gegeben, Mißverständnisse zerstreut und das Land über die Kriegsziele, dk Kriegführung untt die attgeineinen Bedingungen, unter dnren Frieden geschlossen nier- den könnte, aufgellärt werden müsse. Vor allein müsse die imeder- anftauchende Fonnel des gerechten dauernden Friedens inhaltlich näher umschrieben werden, umsonrehr, als zurzeit eine an- nexionistische Kampagne innerhalb FrankreichSl statt sin de. Es sei bedauerlich, daß die Gtt cntteregiermrgen di« Friederrsbedingungen immer noch nickst beLr.mtgegeben. hätten. Da; Programm der rumänischen Regkenmg. Bukarest, 30. Juni .(WTB.) Die Kammer nahm heut« nach dem vonr Minister des Auswärttgen A r i o n mrd dent MinisterpväsideTtten Marghiloman gel-alleicen Reden^ ein- stnnmig die Antwort-9ldvesse aus die T hronrede an. Der Minister des Lllkswärtigen erklärte, daß die Sttrnde der Gerechttgkett geschlagen habe, und daß das Land vom Parlameitt die Fest st«l- lÜung der Verantwortlichkeit verlange. Er sagte: Die begangenen Fehler müssen gebüßt mrd die Verbrühen bestraft wecken. Tie Negierung ist ferner beruferr, eine große Finanz resorm durchzufttt/ren, da die Lasten des Krieges drei Milliarden! übersteigen urrd unsere Staatsschuld auf 10 Milliarden angewachfen ist. Wir werden alle Anstteirgungen machen, um die Bedürsnissa des Landes zu decken. Ter Riinistei' fügte lstnzu, daß die Regierung muh die Agrar- und Wahlvesorrn durchfül-ren werde. Tie konservative Partei wettx' alle gegenül>er dem Lande eing^angenerr Ber- pflichttrngen zu erfüllen suchen. Ter Ministerpräsident erklärte, daß die Regierung mrd das Parlament berufen seien, Entschlüsse von großer Bedeutung für das Land zu fassen. Ich habe", sagte er, „das Wott ergriffen, um in meftuw Eigenschaft als Ministerpräsident das tm Laufe der Erörterungen Vorgel,rackste zu bekräftigen. Ich nxrr gr-gen den Krieg, weil ich die Gesckstckste und dk G'ograo'-k mein^ > LmrdeS kannte rmd weil ich den Pl.rn R-ißlands, sich zuui Herrn tw* Konstanttnopel zu machen, eine Gefahr für mei7i La.no erblickte. Deshalb blieb ich meinein Standpunkte treu und schloß Frieden- tim zu retten, was noch dank d«n >llrckdit zu retten roar. dessen ich mch bei denen erfreute, mit denen wir unterhricketvän. Der Ministerpräsident stellte fest, daß General Aber esc u keineswefps die Absicht hatte, zu unterhandeln und Frieden zlu schließen, sondern einzig mch alliün die Dinge zu verschleppen. Das Ergebnis war. daß die Beiwllmächtigtm ihni die ^Demobilisierung und den Durchzug dcrttsck-er Truppen durch die Moldau aufztvangcn. Der Mrurfterpräsidettt bestritt AA* abevalen Partei alS auch ber Gruppe Avereseu das S?Ti'JS?Lr oillf abx l n °u sprechen. Er sagte: „Der Führer ^rliperalen Partei ma.^e nur oen Vorwurf allzu großer Ver- E'uev -Vigos un Senat die bessarabische Frage berühr, und General Aoerescu lehnte es ab, sich mit Bessarabien fÄ' ^ ™ ari l j> m davon sprach" Der Ministerpräsident ent- L^'te hrerauf das Programm der Negi.-rung: Vermehrung der ^orsfchulen, Befreiung der Hochschullehrer von der politischen Bormunvfchaft, zeitweilige Aushebung der llnäösetzbarkeit der dichter und Neuregelung der Finanzen und Verwaltung. Er erklärte ferner: „Wir wolleii «ms der Neuonalbank eine Bank des Staate^ Politischen Partei inachen. Das gleiche gilt für die Pchrkreditanstalten. Die Agrar- uiid die Wahlrcfvrm werden un- geprumt un Interesse der Ordnung, die im Staate herrschen muß durchgefuhrt werden. Nachdem der Ministerpräsident sich für das ^lu i al-W a hl recht ausgesprochen und erklärt hatte, daß das .^blrecht ohne Einsä/ränkung eine Gefahr für das Land darstellen würde, sagte er: „Bis ziir Durchführung der Agrar-Reform tverden dieGroß- der durch ein Gesetz verpflichtet werden, einen Teil v w ^. ü f tcr ben Bauern zu verpachten. Wir haben ^^v tchtung übernommen, Reformen einzuführcn, und wir roerdeii die Berpflichtting erfüllen. Glanben Sie, das; ich zur Macht .'elommeii bin. nur um mit blutigen Tränen den Friedensvcrtrag f c ' baß. ich nur zu diL Zwecke Sie alle hierher gebracht habe? Ncnn, wir wollen die Reformen durch- gebracht h-^be? Nein, wir wollen die Reformen durch- L^beti es tun, mtb wir werden beim Werke des W^raufbaues ^hre Mitwirkung und die des ganzer: Landes Deutsche Werkbnud.AuSstevuug in Kopenhagen. ~ 39 Lwri. ree ^ 1€ eincn ausrick)tigen Bestrebungen nicht ent- h 2b) Mvskmrer „Nascha Slowo" fck-retbt, die E n t c n t e habe sich entschlossen, in Rußland 5b"? n grc: se^n, weil dieses die deutsch,? Forderung aus Aus- Auft-et^i w w ü ** *ll.otte angenommen habe. Ein :n -Sibirien, an der Murmanküste ^ be: ArchaNagels sei.zu erivarten. Ae Sovjetregieruus n>me nt diesem Falle Deutschland um Hilfe bitten. Gcgenrcoolutionärc Umtriebe in Moskau. i ^uli. Laut L.-A. drang in Moskau eine ^wasfnete Bande m das Volkskommissariat für UUb ^agte die Regierungsbehörde, wobei Rubel entwendet wurden. Die entdeckten gegenrevolutionäre Umtriebe in den dem Volkskommissariat nahestehenden Kreisen. Der Kampf gegen die Tschechen-Slowaken. London Der Seekrieg. ..., P C ?°; S“»- v »u'fOrv» f» P «"1.^/A / f*X 10000 chlark zu überrei-chscn. i?' 26-Simi. Reuter erfährt aus Ctzarbin- Oester- KriwsgefMgeM haben Irkutsk beseht, 1 >.\S e ^3 j ® lvvaken fyaben sich tn der RichtikT?^ mn , ! zuständigen Kreismnts. Ebenso ist das Beherbergen von Kurfremdm in Privathaushaltungen nur mit schriftlicher immung des Kreisamts zulässig Seldst- Beherbergung von .Kurftenwen Vermieter semer Mliefer:mgspslicht tn bew« anr Lebensmittel gegenüber dem .Komnumalverband nicht oder ist" D i ^ nachkommt oder nachgekommen Y - .. . -- ^, lv , IJ*- Kommunal verbände bestimmen die Höchst^abl der in ibrk'rn haben suh in der Richtung aus Krasnmv- M beherbergenden .Kurfremden und I>aben das Rech? der Gesahr^rng des Nahrungsstandes der einheimi,'cl>en :n ton Fremden stark besuchten Bezirken den Frem- denverkehr vorübergehend vollständig auszuschalten. sanitbesurh in diesem Snnmcr 1648. Im Heere stchen jetzt über 1100 Studenten, in Gießen anwesend sind ungefähr 400. Den für das Vaterland Gefallenen widmete der Rektor Worte herzlichen Gedcirkeiis. Bei der ?dennung ihrer Namen erhoben sich Ine Antvesenden zu ihrem ehrenden Gedächtnis. Groß ist die Zahl ber Schenkungen, welche der Unwersität zuteil .wurden. Besonders bedeutungsvoll ist die Gründung der Gesellschaft der Freunde und, Förderer der Universität Gießen, die der Rektor zum ersten Male bei der Jahresserer begrüßen konnte. Das Vermögen der Gesellschaft beträgt 600000 Mark, die Jahresbeiträge beziffern sich aut 17 000 Mark. In einer Zeft, in der die Zukimst der Universität^ uns nicht unerhebliche Sorge machte, ist diese Gesellschaft erstanden, um mit eurem Schlage die Sicherstellung der Heilligen Einrichtungen: nicht nur zu gewährleisten, sondern sogar eine' Erweiterung des. Lehrbetriebes. Ganz besonders soll das ?luslandsstillium bei unseren Stndeillen gefördert werden. Auch sollen gemeinverständliche Vorträge die Dozenten mit der 'Allgemeinheit in nähere Fühlung bringen. Herr O^ehermer Kmnmerzienrat Heichelheim stiftete n a. einen hohen Betrag zur Schaffung einer neuen Volkswirtschaft- lickten Professur. Nach der VerkÜ7idu.ng der Preise für die letzt- jährigeii Preisausschreibuirgeii, über die wir später berichten werden, erreichte die Feier mit den; Frauenchor „Surrexft Pastor bonus'' von Meudelvsohn-Bartholdh und dem Kriegsmarsch mis Rienzi von Wagner um 12-/, Uhr ihr En.de. G i e ß e n « r H o ch s ch u l g e s e l l s ch a f t. Der fünfte Bortrag über „Die soziale Bewegung im modernen Eng- land (Privatdozent Dr. Briefs) findet am Donnerstag den 4. ^ul: 1018, abends 8 1 / 2 Uhr, im großen Hörsaal des Bor-- ^lungsgebaudes der Universität statt. Siehe Anzeige. w - (jj rr° *ni Hkiudels von Ge müse mit Kraut, /^ib..Reichsstelle für Gemüse und Obst, Berwaltungsabreilung, hat ^rwgt, daß künftighin Rhcibarber nur noch mit einem Blattan- satz bis m 3 Zentimeter, Mairüben, Möhren und Karotten überhaupt mchl mehr mit Kraut gehandelt werden dürfen. Für die letzteren drei Gemusesorten gilt eine Ansnahnre nur insofern, als wS" unt Krlnrt nod} für den Fall zugelassen ist, daß die Ware vom Erzeuger m:t Fuhrwerk und dergleichen aus kurze Ent- sernungkm — ohne Benutzung der Bahn — an die Absatzstelle, besonders auf oftentliche Märkte, gebracht wird. Im Vorjahre hat Verladung dieser Gemüs? mit Ktaut vielfach zu Unzuträglich- s^tes -Eftitreffen der Ware am BLstimmüngs- ^.^rschuldet vie Reichs;!Ale hat sich daher nach Anhörung der Landen-. Provinzial- und Bezirksstellen und mft deren fast all- emschllssen^^^"^ * um Erlaß eines Verbots im erwähnten Sitme .WrrwÄ? 01 "bue Gemüsepslanzen. Angesichts des . rangell, an jungem Gemüse bemüht man sich ttneber, Pslanzeni bisher uicheachtete Eigeiischasten vcrioertet k^'Uiten. Auf zwei neue derarftge Gemüsepflanzen macht vahn m der „Deutschen Landlvirtschaftlichen Presse" U UI >t ( meie Haushaltungen in Stadt urw Lwid ! 7 s ^^Ä..k^^chbares Gemüse ist der sogen. „Wilde Wein" _■ betrachten, de: den Schmuck vieler Häuser bildet, an deren Mauern er sich L-mpyvrankt. Beacht'-nswert ist der Hinweis aus Bedeutung des Wllden Weines als Gemüse gerade in diesen cr um d"-§e Zeit von den Gärtnern beschnitten ^^uur so ausfallender, daß Mali bisher ganz achtlos an ihm voruberging, als er einen Verwandten unseres echteir H V tC PL ^^.Urilde Wein wird am besten genau rvie Spinat zuüerertet, un Geschmack ähnelt er aber mehr dem Sauer- n dem Kriege nicht beachtet wurde, heute aber viel,ach als Gemüse geschätzt ioird. Eine gutverwendbare Gaillenpslanze ist auch der Amarant oder Fuchsschwanz. fur (Vnv.-Teleg-r.) Die Reuter-Agerv- tur erfährt von zuverlässiger Seite, daß Kerenski nach crn- od«r zweiwoftngem Aufenthalt von Paris nach L v n- mit, später, falls keine radikale Aendv- A? russiilhen Lage emtritt, nach den V c r e i n i q , reit Staaten gehen werde. Es verlautet daß Kerenski Einzelheiten über seine Reise nach En'q! ^nd^mitzuteilen, we,l er furchtet, di« ihm helfen, bloßzü * Qint Antwort Kühlmanns über den Aufenthalt der russischen Kaiserin-Witwe. ^?^?E.uhagen 29 Juni. (MB. Mchtamllich.) „National- lloertku richtete aus Anlaß der G-wüchte, daß der russischen Karserrn-Witwe in der Krim von der deutschen Militär- 4-4- Arrr Stabt titid €attb, Gießen, den 1. ff ,l S bhÄ-L der G-rüchte, daß ber russischen ur der Krim von der deutschen Militc wSJf S SJ ¥}^ lw $ Dänemark abgeschlagen Jfl '- beri Stwat^fekretär von Kühlmann eine drah U liche^Anfrage und erhielt folge nbe Antwort: Mitglieder ber früheren russischen Kaiserfamitie die P** ^'^.^ibalLen, also auch die Kaiserin-Witwe, haben WKjltefatixxme ilner Lebensweise vorzu- nehmen L^er chren Mrfenthalt dort m vermrdern. Die Vermutung, Katsevm-WrLwe bie Erlaubnis, nach Dänemark zu reisen bern^iergt ivorden rsk, ist also imrichtig." ^ 2E Wie gemeldet wird, sind M'it- Ur rJ ar ™lL a m 1 r 1 c m. Enz lau d -mgeSammeu. ate betanoen ftch unes eualischm Schlffrs Juli 1918. a , r „. St [ 5( de tu tt g. Unteroffizier und Offiz.-Asp. Karl ^ des Ober-Bahu-Ass. L. Bernhard, 5 r cl? ^-ewachtmeister b«fördert. Das Eis. Kren, zweiter Klasse und dre Kess. Tapferkeilsinedaille sind schon lange IN seinem Besitz. r Universität. Heute beging die Land^mirverfttat :n ihrem schönen Fesiramn, der neuen Aüla, .s^^^feiev Unter den Erschienenen benierkten tvir den Erster des Innere Erzellenz von Ho m be r g k z u Vach und bei: Mimßeriasrat Dr. von Weber, ferner Graf Kuno zu S t o l b,e r g -Roß t a wid Gras W i l he l m z u S o l m s - La u - va cp , sowie dte Vertreter beider Äwnmern der Stände Auch die Vertreter unserer V^öwen und zahlreiche Teilnehmer aus unserer Gießener Bürgerschaft litten sich eingesundeu ebenso koie die hier wellenden Angel-örigen der llniuersftät, dve Dozenten mit ihren Lamen und die shi&mtm imb Stuüentiw^n. Die Fallen der studentisllMi Kvpporaticmen umgaben des 'Rednerpult. Nack- deni ^aug an Aogir als emlellendem Musikstück trug der Aiademi'ckp GesangvMtn^en Psaln: 139 für Frauenchor,' Solovioline und tvavauf der Rektor, Gehnmer Hoftat Pros Dr.sGisevi.us die Akrwefenden willkoinmen hieß In seinem Festv^rtrage b-cham>lte er das Thema „Der Boden .As Betriebs- mitte! r.i der Landwirtschaft" Dann erstattete der Rektor den Jahresbericht. ^ Zauerarbeiten ^llben gegenwärttg rn das restaurierte Schloß am Wawel zurück- bm m ‘SH' im Wawelschloffe, dessei, ^ecke foltye Bnften fchmucken, war Bersanimlungsorr des polnischen Reichstages zu der Zeft, als dieser noch in K^rakarl tagte. Die Büften dürfen aus drefem Saale stammen. L-v-nd-r Kleinlebewelt des Staubes. Eine bemerkenswerte Untersuchung über den Gel>alt des Staubes mt .Klein- beso'^s Krankseitserreyenl, hat Dr. Burnet, einer der Asft^nüm des Pasteurinftituts m %atiz, ausgeführt, wie die „Revue Snenttsigue" berichtet. Jm ganzen l-andelt es sich dabei “ m "V Staubprooen, die an Oriet: gesammelt wurden, wo lebhafter ^nMair herrfck-t; zum Teil stammen sie aus Omnibussen, Sttafp'N' vapnen, anderen oftenttichen «fuhrwerken und von der Straße selbst waren sie mit dem Staubs-rugrr von Möbeln und Winden ni Xpeafcrrn, Lichtspielhmifern, Gastwirtschaften usw. gewonnen wor- ven Lie llnterfuchzmq erfolgte auf zwei verschiedene Arten: eiw- J” 1 }™* 11 m der üblichen [a(icrioloqifdyn Art Klilturversuck>e> rmt üahrboden anaestelft, d:e dann mikroskopisch untersucht wurden, oann aber wurden auch Aufschlämmmrgen der Staubpwben Ber- . fuch->tiere7i (Meerschweinchen) eingespritzt. Unter den 18 Probens ^ft^ch^^kaubsauger gewonnenen Staubarten anthielten drei Biwerrelbazillen, dre star kviruleill waren. Von acht Staub vrober?! mrs Omnibussen enthielten znvi TnberkelbaMen.. Ter Prvtensi J 11 o? 0 ? 1 Proben, wahrscheinlich, weil er Luft und Lickst nicht vertragt Gewöhnliche Fäullliserreger, Bazillus perftingensi (Bel!Ion) B. Sporogenes und B. tftanicus lvnrden lfäufig aufqe-! Wnden Offenbar find chre Sporen sehr foiderstandsfähig. In einem a ^ r dwben fanden sich die Erreger des Starrkrampfes i und Burnet nimmt an, diese würden auch noch in weiteren Probest embecEt werden können, wenn man besonders schaft auf sie fahndet. Ein Tenkmal Michelangelos, aus dem Ka- Jl ? JiV €ff0 L fe V murt>eit ~ Tie jetzt in die Mqe geleitete Einschmelzung vmi Bronzedenkmälern kvird von der d-entschen Kunstwelt eher mit einer gewissen Befriedigung als mit Bedauern begrüßt: fre wird Misere Städte vou so maiichem Mittelgute befreien, das ihnen, nicht zur Zierde gereichte, während Gewähr da- siir gegeben ist, daß alle Denkmäler von nmhrhaft ll'mstlerischem oder geschlchilechem Werte geschmll bleiben. Die .Kimstgesckiichte kennt ledockf auch tfaüe, wo wirklich b-edeutende mrd schätzenswerte Er^denckn, cller den sttotwk-rdigkeften oder den Wechselsällen des Opfer gefallen sind, und der größte Verlust, den die Menschheit es Denkmals Michelangelos, das einaeschmolzeii und so sirr immer vernichtet worden ist. Ties war sein Denkmal des Papstes Julius II. Es war kurz nach der berühmten, von Vasari so drastisch geschilderten Bersöhnnngss^ne zwischen dem Papste mü> dem Meister, als Jn- -ftiftrag gab, ein Bronzedenkmal größ- ^ii Maßstabes von ihm an;uferttgen, das er sich in dem über- wundeneii Milogna setzen wollte — oder vielmehr vom „Volke von Bologna" setzen lafsen roollte. Ter Meister nabm den Auftrag £2' r 2 l Ä, nirfrt hne Bedenken, weil der Brönzeguß nickst seine Arbeit t«rr. Msbald machte er sich an das Modell seines \ und bereits im Januar des Ialnes 1507 konnte der 1,1 ^^angelos Werfftatt das Modell besichtigen, das Ds »var tat Werk größten McrftÄ.r Julius fL Körnerliefeoant in Betracht, was chn m ^Irnolick ausden Mangel an Körnerftttter für das Geflügel bereits genügend wertvoll macht. Aber auch für den Menschen ist der Amarant gen^ßbar^ er sprelt in Ostasien und Indien eine große ftinc Blatter werden auch in Brasilien als Gemüse ve^ zepri. Fn dieser Form scheinen allerdings nur zwei im Garte» ge^gene Abarten penvendbar zu sein. Die verwilderten Formen? >mrde^^ iU ^Ewten, müssen vorher aber reichlich gewässert .. V ^ 1 1 1 ^l>rplan. Tie Elsenl'ahkivenpaltlliigen sind ^brsarbellung des Entwurfs für den Wiillorsahnstan be- schasttgt. Mft einer Vermehrung der Personenzüge ist wohl nicht ^ ^ rb *? ^ ^atlcheii Fällen möglich sein, di- Fahrpläne bestellender Züge so zu andern, daß sie eine für die Be- vviverung ^Änsttgere Lage erhallen. Etwaige dahftigehende Anfrage werden der Elseilli-ahndirektion zweckmäßig jetzt mftaeteilt .Wenn wickstigere Jrckeressen der Jtudustrie und des Handels in Frage kommen, empfiehlt es sich, die Vermittlung der Handels-' kammern nr Anspruch zu nehmen. Kreis Büdingen. ■n, rrifr, Das Eiserne Kreuz, srüher^ die He,fisch. TaperckentsNuHaille, erhielt der Phllipp Müller. ^r^!k/nberg. Den Heldentod ^erlitt Gisttav Hebbel, Jn- hal^r.des Eisernen Kreuzes und des Hessischen Kriegsehrenzeichensl . * b- b-. 1 Juli. Das Eiserw .Kreuz erhielt der Lehrer Hermann Lev— Bur g-G r a fe n ro de. Das ^!brire Kreuz erchrelt der >SlMtze Konrad Jöckel. a Nach Ijähstger Pflickstersüllum, staro chrs Hrteria:^ der Vizerelorvebel Wilhelm Gischler, In- l-aber des Elsernen Kreuzes mrd der Hessische Tstpferkcitsm-dgille^ — R a r u r o d. In innem Kr:egslazarett starb nach schverer Verwundung der Pwnier Friedrick), Wilhelm Konrad. Kreis Lautcrbnch. Lauterbach, 1 Juli. Am Sourttag den 7 Juli vor- nntt°S N Ul^ftndet hier (^dienst für' Lbslnmme stE Ausweise zur Erlampiirg von Fahrpeeisermäßigimg stellt Dekan Müller in Lauterbach aus. Starkenburg und Rheinhessen. q ’xP ? ü b JDlivmlstadt—Mchaffenburger 8-ug« ,ch>vmde1tc m „Soldat" «mein Mädchen ans Ätmm. baS in ^Bayern Hühner einkausen NVllbe, die gesamte Barschaft von und verschtvand in Mchafftnburg mit n^ar in mehr alch dreifacher Lebensgroße sitzend dargestellt, die Rechte war erhoben — an die Gestalttmg der Smftn knüpft sich mc bekannte hübsche Anekdote, daß Erörterungen darüber ent^ soandcn, was man dem Papste wohl in sie geben solle. Ein Buch brachte Michelangelo in Vorschlag. „Gib mir ein Schwert hinein," nes der Papst schnell, „ich bin frin Gelehrter." Im weiteren Verlaufe desselben Jahres rvard das Werk bereits zum Gusse ge* Mben. Es geschah, was Michelangelo befürchtet hatte: der erste Girß mißglückte. Er würbe in Florenz ausgeführt, und das Mißlingen bereitete Michelaiigelo großen Verdruß. Allein sihon »oe- mge Wocheir darmif machte Meister Bernardino, der Gießer, sich zum tzweften Male an die Arbeit, und diesmal gelang der Guß Am 2. August war die Statue fertig, und sie war gut ansgesalbm. Reichlich ein Jahr, nachdem Julius dem Künstler den Auftrag erteilt hatte, -erichlgle die Eilllstillung des mächtigen Werkes Elockengeläutc uird Musik begleiteten sie, des Abends war Bologna festlich erleuchtet. Mick-elangelos Werk fand über dem mittelsten, den: Hauptportalb des berühmten Domes San Petrvnio seinen Platz: und die nach Wesen und Maßen mächtige Papst- geftalt, dre dort von der Domtür herab dem VolL mit der Rechten! den Segen erteilte, muß wohl von gewaltiger Wirkung gewesen, kn». Mer nur wewge Ial-re hat das Denkmal an diesem Platze ,1«h-n «NE. I« J°hr«151, kgwureu «-ss. ritut. 3eftt warnt he B-ntwvffli Mc Herren ber Stadt, und JulMs' Namc tref verhatzt. Es war am .10. Dezember des 1ab«S Ntütchen kuhlllch- Sie stürzten es herab. Damft sefti aewaktiaes Gewicht die Kirchentreppe nicht zerstöre, ha^tc mau Stt^h chch Fafchinen darunter angehauft. Es wurde in Stücke zerschlagen ,mV ^ Das Erz bekam der Herzog vm: Ferrara l^ m ^’ T1 A ^voncn., die er lieferte. Ter Kops allein .^bwog, blieb erhallen und war noch lange Zeit ift würbe eingeschmolzen. Das »oar das Sjckftchal dieses Werkes, das erne Bolgneser Chronik ..die schönst« Statue Italiens" nennt. Kon <3dbe. Auf Nnylerge des MiDchenS wmlbe der Schwindler Ü>äft(rr tu MürLburg ermittelt und ststgouvurmen. Der Bursche entpuppte sich als der längst gesuckste EinbreckZer Rudolf Donn e rach mts Berlin, der, um mit größerer „Sicherheit" seine Schwurdo- LeiÄl auSsichren z-u können, in Uniform und mit EhrerMichen und Orden aufirat. = Buden heim, 1. Jstrli. Die süddeutsche Gisenbahngeselt- kchast erbaut gegenwärtig hier ein großes Bahnhofsgebäude. Noch vor wenigen Jähreu hatte der Ort eine befä>eidene Haltestelle, „Apfelbaum" genaimt. Heute herrscht hier ein Verkehr wie auf Mittleren Bahnhöfen. Die Obsternte Obcrheffens 1917. Von der hessisckien Obsternte 1917 in Höhe von 862 823 Doppelzentnern im Werte von 29 464117 Mk. fallen auf die Provinz Ober Hessen 309 366 dz = 9 687 057 Mk. Im einzelnen erzeugte die Provinz 79 731 dz Tafeläpfel = 3 736 898 Mk.. 156 396 dz Wirts ckmftsäpfel, 16 991 dz Tafel binnen = 607 345 Mk., 33 216 dz Wirts chcrftsbiruen — 677 523 Ml., 15 273 dz Pslaninen und Zwetsckni ^ 548 713 Mk., 6809 dz Kirsck>en --- 404 374 Mk., 176 dz ?lprikosen -- 10120 Mk., 95 dz Pfirsiche -- 8555 Mk.. 679 dz Walnüsse --- 47 530 Mk. Unter den 6 Kreisen steht der KreiZ F r i e db erg hinsichtlich der Menge weitaus obenan und üb er r agt vUkä) a lle^rei^^s^s.^r ^z^g^^124 94^6^ Obst =— 4024186 Mk. Dann folgen Bübtvgen mit 107533 dz = 3 353 560 .Mk., Gießen mit 47049 dz-- 1557 986 Mk., Schotten mit 15 873 dz = 410403 Mk., Alsfeld mit 10402 dz = 234 232 Mk. und Lauterb ach mit 3561 dz --- 106688 Mk. ; dieser brachte unter den hessischst Kreisen auch die weitaus geringste Obstmenge hervor. Hinsichtlich der einzelnen O b st a r t e n erzeugten die meisten Tafel äpfel Friedberg mit 34 900 dz, Wirtschaftsäpfel: Büdingen mit 63874 dz (an der Spitze Hessens!), Taselbirnen: Friedberg mit 9699 dz (SpitzeHessens). Wirtschaftäbirncn: Friedberg mit 11439 dz, Zivetschen und Pflaumen: Büdingen mit 6742 dz. Kirschen: Friedberg mit 4138 dz, Aprikosen: Gießen mit 108 dz, Pfirsiche: Friede berg mit 66 dz, Walnüsse: Friedberg mit 431 dz. Die Kreise Alsfeld, Lcrnlerbach und Schotten erzeugten gar keine Aprikosen, der Kreis Schotterl keine Pfirsiche. Die Leipziger Illnstrierte Zeitung beging am 29. Juni die Feier ihres 75jährigen Bestehens. Mus diesem Anlaß fand Mittags im Geschäftshaus der Firma I. I. Weber in Gegenwart des Prinzen Johann Georg von Sachsen eine Festlichkeit statt, loozu Vertreter des Reiches, Staats und der städtischen Behörden, von Kunst, Wissenschaft, Handel und I ndustrie sich eiugesnndeu hatten. _ »:*w v t m-> 'V '^ .vxamoMBiomsBKSyr ommmm^wmimtJmesfWKiewama aM wMiaiBaMBi iiB Briefkasten der Bedaktion. («vonyme Anfragen bleiben nrrberüSfichtl-i.» h. G. in E. Um Invalidenrente beanspruchen zu tarnten, ist die Zurüälegung einer Wartezeit uotwendig. Taeselbe betrogt 1. bei versid-ermrgs pflichtiger Beschälfichmig 200 Wochen, 2. bei Weiter Vers iä-e rung 200 Wochen (wovon allerdings 100 in einer Zeit geklebt sein müssen, in welcher der Versicherte in per sicheruirgspflichtiger Befchästtgung gewesen ist), 3. bei der Selbstversicherung 500 Wochen. Ist die Wartezeit crsüKt, dann genügt oß, rvenn der Versicherte innerhalb 2 Jahren (vom Tage dar Ausstellung der Quittnngskarte gerechnet- 20 Marken (bti dar frei- ivilligeit Versicherung 40) klebt. Die Jtwalioenrento wird »hn» Rüch'icht auf das Alter gemährt, sobald der Versicherte irmwtfe*- brachen mehr als 26 Wochen invast.de im Sinne der :1^eichSve»- sicherungsordnung ist. Gr gilt als invalide in diesem Sinne, wenn er nicht mehr imstande ist,. V 3 von dem zu verdienen, war gesunde Personen derselben Art, mit gleicher _ Ausbilcnrng an demselben Ort zu verdienen pflegen. Die Wartezeit für die MterS- rente beträgt 1200 Wochen. Die Wersrente wird vom vollendeten 65. Lebensjahre ab, und zwar ohne Rücksicht auf die Gesund- Heils Verhältnisse, gewährt. Die Höhe der Renten richtet sich nach der Zahl und der Höhe der geklebten Beitragsmarken. Teilrente bzw. Bvllvente wie bei der Unfallversicherung oder Mkiitärversor- gung^enn^die^nvalidenversicherung nicht. Bekanntmachung. Die Mitglieder dcS Spar- und Borschust- vereius 11., E. G. m. u. Haftpsticht zu Beuern, werden hiermit zu einer iHlMrdenllichtn GknmlvttsiMlMli wegen Abänderung nnd Ergänzung des Statuts auf Mittwoch den 19. Juli d. I, nachm. 6 tthr, in der Wohnung des Rechners eingeladen: Beuern, den I.Juli 1918. 4951 «ilh. Bctlsst II., Ludw. Ranft 11., Direktor. Rechner. Holzsnbmission. Donnerstag den 4. Jutt l. I., vormittags 8 tthr, sollen aus den Waldungen der Gemeinde Allendors a. d. Lda. folgende Holzsor- iimcnte in Submission vergeben werden. (Dörr- und Wtndsalltzolz.) 1. Forstwartei 1. 1 Kiefern-Stamm 3. Kl. mit 1,09 Festm. i!liii!SI!lll!!iillil!:!lili!l!Slf!l!!S}!!!S!iil!l!l!iill!lll!llll[iS$lli!S!llillllli!!!ill!l!!l!!lii!j!!!(!!!!n}l!l[||i]!li!iilSI!!l!S!l!ll(i}jllill!llii!lj!li[|||!i!l!ill|[!lü!ll!iü= Wer haben I! will, mutz Oelfrüchte anbauen. - Schon jetzt ist es Zeit, vsrdemtMgen für den Anbau 14 Kiesern-Stämme 4. ,, i/ 5 s. 5 b 46 56 12 Fichten-Stämme 3. 5 35 240 4. 5a 5b 9,53 19,80 16.59 17.60 3,51 20,92 56,71 II. Forstwartei II. 4 Kiefern-Stämme 3. Kl. mit 4,11 Festm. 25 „ „ 4. 163 , .. 5. 3 Lärchen-Stämme 3. 6 .. „ 4. 9 „ , 5. 1 Fichten-Stamm 2. 15 Frchten Stämme 3. 26 „ „ 4. 59 „ „ 5a 207 .. 5b 21,32 69,34 4,88 5,21 4,68 2,70 23,60 22,42 35,78 50,76 Das Holz in Forstwartei I wird durch Forst, wart Krieger, Allendorf a. d. Lda., in Forstwartei II durch Forstwart Römer, Allertshausen, auf Wunsch vorgezeigt. Angebote mit zusammengezogenen Klassen oder Bemerkungen versehen- werden nicht berücksichtigt. Angebote sind verschlossen mit Ausschrist versehen bis zu obigem Termin bei Unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen. Allendorf a. d. Lumda, den 28. Juni 1918. Großherzogl Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda Rein. l!!ll!I!!lj!!I!IIIlli!!!!!!!li!!i?lii!!l!l!i!k!'>k!!!!!!lI!!lll!l!!l!l!!!!!!ll!l!!!l!!!l!l!>!!!!!!!H!ll!!I Gasbackapparate! mit und ohne Grill in großer Auswahl. (Auf Wunsch zur Probe.) Brüder Schmidt. 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Rübsen erhält man 85 bzw. 83 Mark und Anrecht auf 40 kg. Oelkuchen. IurFörderungdesAnbauesstehengröstereMengenAmmoniak zur Verfügung, aus denen für jeden zum Anbau gelangenden Hektar Oeifaaten der Bezug von 80 kg voraussichtlich für den gesamten Herbstanbau vermittelt werden Kann. Uriegsausschrch sür Gele und §ette, Ernte - Abteilung Berlin NW l, Unter den Linden 68». Vermietungen ß-Zisr.-Mjs. «.Zuöeh. zum 1. Oktober zu vermie.cn 4875 Ludwigstr. 3l,!. 3-Zimmer-W»bnuna im Hin «erb. zu vermieten. 4814 H. F ast, Kaiser-Allee 20. Eine 3-Zimkncr-Wobnuug per 1. Oktober zu vermieten 02088 Qtt-Anlaae 2 7. 2-Zimr.-Wobng. . verm. 030CK» Sandaassc 41. Möbl. Zimmer an ruhigen Herrn zu verm. "" Bahnhosstraste 591. Schön möbl.Zimmer z. vm. 0S -‘ J7 S?h>siriaß?r. 16III, r. Frdl. möbl. Zimmer zu vermieten. Näheres 02972 Balinbofste. 61 , 11 . Schönes, möSl. Zimmer zu vermieten Zwei bessere Damen suchen sür längere Zeit 2-3 zsilt krsbl. Zi«sitr mit Zllavier. Nahe Großer Steinmeg erwünscht. Schr. 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Der Dorflanfl ertlneiDald, jnftizrat. vr. veyaghel, S«h, Von-St. Sssic sind willkommen. «kd Statt jeder besonderen Anzeige. Heute abend entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Christine FrohnhäuserWw. geb, Kauf im 85. Lebensjahre. Wir machen Verwandten, Freunden und Bekannten die Mitteilung mit der Bitte um stille Teilnahme. Gießen (Süd-Anlage 10), För die Hinterbliebenen: den 30. Juni 1918. Otto Frohnhäuser. Die Beisetzung findet in der Stille statt. osooi Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden wolle man absehen. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber, guter Mann, der treusorgende Vater seiner einzigen Tochter, mein guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Lvdmg Ttroh, MelmSeittt nach kurzem, schweren Leiden im Alter von 34 Jahren am SamStag abends ll 1 /, Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Margarethe Stroh geb. Weber und Kind Johannes Stroh Heinrich Stroh, z. Z. im Felde Familie Ludwig Leib Familie Karl Daniel Familie Heinrich Weber Familie Reinhard Weber Familie Wilhelm Weber. Wißmar, Heuchelheim u. Aßlar, 1. Juli 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 2. Juli, nachmittags 3 Uhr, statt. 4952 12. Preußisch- / 238. Königlich ^ l Preußische ) Süddeutsche Klasseulottcrie Die Ziehung der 1. Klaffe dieser Lotterte beginnt wieder am 9. Juli 5 ^20 «^^0 ä Slift sind zu beziehen durch die Königlich Preußischen Lotterie- Einnehmer m Eichen: Buchacker Neuen Baue 11 Klimm Leglrr Wnlltorstraße 38 Süd-Anlage 5 Fernivr. 877 Fernlvr. 237 Jernspr. 82 Ziebuvaslisien-Abonnement 60 Pf. bei freier Zu- lendung der Listen 1. bis 5. Klasse. 4789O rücker Nationaler frauenömut Allgem. Deutscher Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Auskunft und Hilfe für Angehörige von 5kriegStetlnehmern bereitwilligst und unentgeltlich: Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr vormittags: 102V Süd-Anlage 4ü, Frau Professor Kalbfleisch. Die früher von den katholischen Schwestern geleitete Klein-Klnderwchule ist von dem „Ortsausschuß für Frauenarbeit im Kriege" Frankfurter Str. 23 p neu eröffnet worden. Anmeldungen daselbst Wochentags vormittag- von 9-12 Ubr. „^v Sooden 4 RadJumhaltlge Solquellen. Bahnlinie Göttingen Bebra. jedohnter Gnbtrg Waldungen. Holbtder all r Art In halt liehe Lage Inmitten ausgedehnter Gebirge- „-iqu Bewährte« Heilbad bei: Katarrhen der Atmuii^eorKane, Herzleid n Blutarmut, Frauenkrankheit, Rheumatismus, Gichi, Hkrof lose Rachitis, Rückstand n ron Influenza. Lunten- und Rippenfellentz. GesonStzte horr- tlonen.Gradierwerke Pneumatische Apparat« u. Kammern Trinkkuren. 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Mobiliar-Versteigerung. Donnerstag den 4. Juli 1918, nachmittags 2 Ubr. werden zu Gienen, Neustadl 55,Wirtfchaft„ZumPfan" öffentlich, fretwiüig gegen bar versteigert: 1 Kücheneinrtchtung, 1 Bücher- und 1 grober Kleidcr- fchrank, 1 Kinderbettstelle usw. Versteigerung bestimmt. 4960 Scintouges, siellvertr. Gerichtsvollzieher. Norööeutscher Llopö Seemen Jtbt Me ku ranz empfiehlt Reisegepäck- Versicherung zu mäßigen Prämien. NShere Amfunst: Theodor £oo$, Sieben, i 88 vv am Uirchenplatz. Bekanntmachung. Das Backen von Krankeubrot für den M»«at Juli d. I. in folgenden Bäckermeistern übertragen: W. Loeber, Walltorstrahe, H. Müller, Neuenweg, Job. Müller, SelterSweg. Gießen, den 28. Juni 1918. 49968 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Nutzholzverkauf der Stadt Gieheu. Aus den städtischen Forstwarteien I und II sollen nachverzeichnete Nutzhölzer getrennt nach Losen durch schriftliches Angebot verkauft werden: Aus Abteilung Kleines Wäldchen 89 zwischen der 12 * und 13. Schneise: Eichenstämme. Los 1 1 St. 2. m. --- 1,53 Los 2 7 St. 3. Kl. = 5,54 Los 3 22 St. 4. Kl. -- 15,31 LoS 4 23 St. 4. Kl. ~ 14,38 Los 5 8 St. 5. Kl. -- 4,37 Los 6 Kiefernstäm me 1 St. 3. Kl. = 0,96 Fstm. Aus Mteil. Kuhstall 23 zwischen der 2. und 3. Gch-wise an der Grünberger Chaussee. Kiesernstämme. Los 7 1- St. 3. Kl. = 0,40 Fstm. und 8 St. 4. Kl. --- 4,47 Fstm., Los 8 74 St. 4. Kl. -- 23L1 Fstm., Los 9 62 St. 5. Kl. = 21,08 Fstm. Das Holz, das mit der Rinde gemessen ist, wird verkauft, wie es im Walde liegt, und ist vorher anzusehen. Etwaige spätere Einwendungen wegen der Vermessung und Güte des Holzes werden nicht berücksichtigt. Nähere Auskunft durch Förster Karl Brück zu RSdgen und stwart Arft zu Hochwart, die das Holz vorzeig Das Gebot geht auf den Festmeter und ist für jedes lgen. Los besonders anzugeben. Gegen ausreichende Sicherheit wird Zahlungsfrist bis MM 15. November 1918 gewährt. Angebote sind verschlossen und mit der Ausschrift „Submissionsholzverkauf" bis spätestens 15. Juli 1 91 8, v o r m ittags 11 Uhr, an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen einzureichen, woselbst um die angegebene Zeit die Eröffnung der Angebote in Anwesenheit der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Gießen, den 29. Juni 1918. 49108 Ter Oberbürgermeister, I. B<: Krenzien, Beigontmeters Ak. 151 Zweiter Blatt Gießen« Anzeiger IGenerai-Anzeigrr für GbecheUn) mofttas, 1 . Juli 1918 Der ungarische Ministerpräsident über die Verluste bei der letzten Offensive. Bu da Pest, 29. Juni. (WiLBtt Im ?lbgeordtretenhause hat Sestern $u Beginn bet Sitzung MmsterprÄsidmt Dr. Wekerle Svkgende Erklärung, abgegeben: Ja Verbindung mit her letzten Offensive, insbesondere mit tzmserem in: Gebiet der Piave stack der Brenta erfolgtet: Vor- icücken und imjerm Rückzüge sind so lveitgehende und unglaubliche Ausstretarugei: tnt Umlauf, daß ich nvich zur richtigen Feststellung des Tatbestandes und um die übertriebenen Nachrichten aus ihren wahren Wert zurückzufü streu, zur Beruhigung der öffentlichen M>eimmg mit voller Ätsiricl-tigkeit vor der Oeffentlichkeit zu äußern wünsche. Kürt, Hort!) Ich hielt es für meine Pflicht, diesbezüglich von der Heeresleitung unmittelbar Informationen emzuholeu, die ich dem Haüsi' mitzubülen wünsche. Zunächst stelle ich fest, daß wir mit voller Aufrichtigkeit und ohne jede Sckstm- färbcrei alle Kriegsnachricksten veröffentlichen. Das Haus weiß, vaß wir an der Piave und an der Brenta vorgsdrungen sind und, un: Meirschenleben zu sckwnen, nachdem die Festhaltung unserer Positionen mit riesigen Verlusten verbündet: gewesen wäre, uns an der Piave zurückgezogen haben und nur an der Brenta manche okkupierten Gebiete behalten haben. Bei diesem Rückzuge sind insgesamt 12 000 Gefangene in die Hände des Feindes gelangt. Wenn ich trotz dieser traurigen Ergebnisse von den: Ganzen Folgerungen aöleite, steht ohne Zweifel fest, daß wir den Italienern bedeutende Verluste verursachten und sie hinderten, einen erheblichen Teil ihrer Truppen an die Westfront zu senden, was im Interesse der gemeinschaftlichen Kriegführung ohne Zweifel ein Ziel ist, das zu erreichen ebenfalls unsere Pflicht war. Diesen Zweck üittben wir auch erreicht. So traurig auch die Ergebnisse sind, glaube ich, wem: wir die Gesche'hnisse in ihrer Gesamtheit in Betracht ziet-eu, können dieselben vom Gesichtspunkt der Kriegführung ans nicht als eine N«tzerlage bezeichnet werden, denn diese Operationen haben dem Feinde entert größeren Schaden verursacht als Uns. Wenn wir ccker den Zweck nicht erreicht haben, daß wir große Fortschritte hätten machen können, so haben nur doch keinerlei Ursache, unser Vertrauen zu verlieren. Sotvohl die Arinee wie das Lmck köta:-et: beruhigt sein, daß uns hier größere Verluste nicht treffen .werden, daß unsere Stellungen gesichert sind und daß, wenn wir auch keinen vollständigen Erwlg hattet:, wir der Tätigkeit unserer Armee in Zukunft und dem Ausgang des Krieges mit Bertvauen entgegen sehen kö nnen. Abg. Zlinscy: Wie hoch waren die Verluste? Wekerle: Ich wlll mich ganz aufrichtig äußern. Ter Hon- vednnnister sprach vor kurzem von 8000 Gefangenen. Als er hiervon sprach, hatten rvir das aus den bis zum 22. Juni veröffent-, lichten Berichten des Generals Tiaz festgestellt. Auf (frcunb dev sertyer erschienenen Berichte muß ich dies richtigstellen und feststellen, daß 12000 Mtann in italienische Gefangenschaft geraten find, während 50000 italienische Gefangene in ünsere Hände fielen. Die Ziffer der Kranken und Verwundeteikann nickt strenge abgesondert werden, tveil der Stand in der Weise sestgefteltt zu werden pflegt, daß wir die Zahl der Heimkehrendens Truppen zur Grundlage genommen haben. Wir erlitten einen riesigen, sehr bedauerlichen Verlust, der aber im Vergleiche zur 10. und 11. italienischern Offensive, die damals erlittenen Verluste nicht überschreitet, ja hinter diesen zurücköleibt, denn bei der 10. und 11. italienischen Offensive hatten wir einer: Verlust von 80 000 bis 100 000 Mann. Jetzt aber ist rasier Verlust gleichfalls annähernd 100 000 Mann. (Bewegung.) Diesen bedauerlichen Umstand bin ich gezwungen festzustellen. In dieser Ziffer sind die Gefallenen, die Leicht- und Schwerver-« letzten und jene enthalten, die als Marode zurückgebvacht wurden. "Bewegung und Rufe: Lauter Ungarn?) Ich, sichre diese Ziffern deshalb cm, um mit ganzer Aufrichtigkeit die Lage darzulegeitz (Zustimmung.) Ferner führe ich sie auch aus dem Grimde an, weil unsere Feinde diese Verluste gewiß in übertriebener Weise schildern werden und vielleicht auch unsere öffentliche Meinung^ Ich will nur noch bemerken, well auch solche Gerüäste im Um Ums find, daß auch diesmal wieder ungarische Truppen in über mäßig großer Zahl in Anspruch genommen worden seien und daß der Verlust bloß diese treffe, daß an der ganzen Offensive und an dem Rückzug 33 ungarische und 37 österreick)ische Regimenter teil- gcwnnmen haben, also 47 Proz. Ungarn und 53 Prvz. Oesterreicher. Ter Verlust der Italiener betrug beim ganzen Vorrücken und beim Rückzug 150000 Mrrnn. Er übersteigt somit weit unsere Verluste au Toten, Verwunderet: und Kranken. Ties stelle ich auch aus ihren ei getreu Taten fest. Auch wurde die Nachricht verbreitet, daß der Verlust durch den Mangel an Munition verursacht worden sei. (Ruf: Mangel an Pooviattt?) Mit Munition war unsere Armee nie so gut versehen, wie um Rillte Juni. Richtig ist, daß, nacijdem von dxtr über die Piave geschlagenen drei Brücken unglücklicherweise die oberste ein stürzte, dorm die beiden anderen mitgerissen wurden, wodurch in der Beförderung von Prvviattt und .Munition ramberwmdiiche Schnürigkeiten etttfamb-esn. (Bewegung.) Gegenüber den Gerüchten jedoch, als ob dort Fälle vot: Hungertod vorgekommen seien, muß ich ftstnellen, daß anch nicht ein einziger Fall bei uns vor gekommen ist. (Lärm links.) Ter Rückzug erfolgte ganz systematisch und nur wenige Trirppen, die zur Decktmg des Rückzuges dort zurückblieben, fielen in italienisch Gefangenschaft. Wien, 29. Juni. (WTB.) Zu den vom ungarischen Mmister- präsidenten im ungarischen Abgeordneten hause abgegebenen Erklärungen über die Verlustziffern anläßlich der jüngsten Offensive gegen Italien wird dem Wiener K. K. Korr.-Bureau von maß- gebender Seite folgender Kommentar gegeben: 1. Die Zahl 100 0 00 beruht auf einer irrtümlichen Ausfassungder elligst abgegebenen Telephondepesche. Es wurde der ungarischen Regierung von: Armee-Oberkommando mitgeteilt, daß die Verluste gerinaer aSs die in der 10. und 11. Jsvnzv- Schlacht seiet:, die 800CK)—100000 Mann betrugen. Jrgendwelch qenaum Daten liegen über die in Rede stehende Einbuße an Mattn- .chaften ubechaupk nicht vor. 2. Die durch den Vergleich mit der ^0- und 11. >;souzo-Schlacht angedeütete Verlustziffer bezieht sich nicht am die Pmve-Fvrmt, noch weniger auf die vom Miinfterpräsi- oeirten angeführten 70 Infanterie-Regimenter allein, sondert: auf d« ganze Front vom Stilfser Joch bis zur Adria und umfaßt den fcitrmm vom 15. bis 20. Juni, also sechs Kampftage. .1 In den Gesamt Verlusten sllck immer auch die Abgänge an «ranken einbegriffen, wie dies ja der Ministerpräsident heute auch betonte. Dr^si betragen je nach der Witterung an der Südwest- wvnt tagllch 2 —4000 Manu, ergeben also für sechs niederschlag- imd t alteret che Tage 20—25 000 Mann. Die Verluste überstieget: demnach in kemer Weise das normale Maß uttd bietet: der Oeffeut- ttchkett dw Geroähr. daß die Kampssührrms alles tat, um die Zahl der Opfer etuzuschränlen. hervor gerufen ansmeh-m. Man Hab« dort ein miütälrifckM Regime eingeführt, dessen Aufmchlorchlttct:g 60 000 Mann erfordere, von betten die meisten besser an der Front ll: Fvcackreich wären. Aber damit iyaht man keineswegs Irland amzusichüchtevn vermocht. Tie Lage sei schlechter denn je «rvvr. Bern, 29. Juni. (WTB.^ Die „Dallh N-SvS" meldet aus Dublin vom 21. Istmi, die öffentliche Mellrung sei auf die Ankündigung, daß die Wehrpflicht und Homer ule fallen gelassen wüüdrn, vorbereitet geraesen und sehe diese treue Phase der irischen Politik einfach alS ell: netres föaplltel in der Polllik des unchrstülllsn Zwanges an. B»ck bespruxchu wurde WimbarneS kalte Tusche auf das angeblich deutsch-irische KvmMttt. Mar: fveise ldavauf 'hin, daß na-cl), der Erklärung Curzons das ZöoMplott im Mai et:tdeckt, der geü-eimnisvolle Marm in dem Faltboot aber bereits am 12. Sepbember festtgeimmitten tvotllen sei, und mtter- streche die Bvmerkmm Wtmbornes, daß es sonderbar ser, daß weder er, der damals Vizäkönig war, twch ein sonstiges Mitglied der irischet: Exekutive von. dem bestzÄ«nden KotUplott eine Ahnung hatten. Tie ttatiotulliskischien Kverse seien daher geneigt, die gatuze Gochichte als ein Zbontplott der Regiierung anzusehen, da in Irland dem Prinzip der Srsbstb-eiammirng zuwider regiert werde und man eine neue MmosiMve schaffen wolle. „Foeemans Journal", ein Organ der irischen parlametrbarischcn Partei, erklärte: Jie Regierung ist in ibreo iIrenlpollliknM nur bankerott, sondern sie ist eine betrügerische Bankevotteurm: Wimborne hat ihren Betrug mthüllt tmd Cnrzm: hat den Batikervtt zürgegeben. Der Korrespondent schließt: Ich scche die Lage so an, daß die Nationalist^, die seinzige Gesetze und Ordnung .apräsetttieretcke Partei, narl^ent ilir Ziel, näml«l> Hvmerule, m Wegfall ödßoratnöt ist, ihoe konstitu- ttvuelle Kampa gtw nicht s»irtz«fetzet: vernwgen und m amvfyc der Flut des gesetzlosen 2imrfeM:ertt:ms nichts urchr strtgegen zu setzet: ltaben. Gleichzeitig stehen ihnet: die Orangemänuer gegenüber, die durch die ZurLüt-ochme des .HomeiMe-Äerspr-echeus ermutigt worden sind. Krrrz gesagt, die beidan Extvemis^vparteiet: haben jetzt die Obellhm ck. __ Ans Stadt «nd Die Jrenpolitik Englands. ^ Bei der Oberhaitsdebatte an: ^ W^nrborne die Jrenpolitik der in ^lmtn«nt«r Krllck und bella:dete da- Zweifel über das tatsächiche Be- Komplotts in dem Sinne. l> *S n «ÄprortMi hatte. Wie dac ,.Ttmcs" «^>«oni,7 aiüi, man .menfct,- von 2 " W*- ®» fei loutx'dxrr, daß Kr%.t £ v2^*L ifmÖ co E nt «--der-n Mitqli.-k>e der mfa*,, L te Ä -^ r §iey°.rden ÜRWet teg 17 d -ulffch c fomptät, ttmä sich letzthin tyüx , nvchr als die Folge eines gutkehveudan B-s-ns, Oü MxMaiMen W-chs-, in der L-g^ in Inland Gießen, den 1. Juli 1918. ** A m tliche Personalnachcichten. Der Groß- Herzog empfing zum Vortrag: den Staatsminister Dr. von Ewald, den Finanzminister Dr. Becker; außerdem den Generalleutnant z. D. Nvell. — Der Grvßherzog hat am 26. Juni d. I. den Direktor der Gewerbeschule zu Darmstadt, Professor Dr. Ferdinand Meisel, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treue:: Dienste mit Wirkutrg vom 1. Oktober 1918 an in den Ruhestand versetzt. ** Beförderung. OOcraefrcilec Max Pohl, Juchaber des Gsernen KveuMs, wurde z-mu Unteroffizier befördert. ** Das Fest ihrer Silberhochzeit feierten gestern, Sonntag den 30. Juni, Tapezierer Franz Vock und Frau, Wilhelmstraße 4. ** Aus dem Militär Wochenblatt. Befördert: Leut- nwtt Mvrtrewa? d. R. d. FeSxirt.-Hrgts. 35 (I Darmstadt), jetzt b. d. Frldart.-Schie^sckul« Jütet1>»g, :-u'r OSfrst^ttnant; die B^e- wachtmeister Vogt (I Darmsbadti, Armkwcht (WortuM zu Leu^ ncrntts der Reserve b. Feldal r.; jjwi Oberst, der Leutnant d. Res. MueÄ d. Jnf.-Rgt. 87 (H-ageu-, bisher Soest; Bizefcldw. ZiAtmer- mann (I Darmstadr) «rnt Letrtn. b. Arw.-Inf. 2 Aufg.; Scheid, llntewff. d. Fekdart.-Regtzs. 27, zum Fähnrich: Dizefeldw. Barth (Mainz) zum &uüt. b. R«s. der Ins.: Vizeßldw. Hellaud (Worms) zum Lattn. d. Res. d. Fußart.: Bizeselltw. Schwanitz (Mainz), Fachart-Rgt. Nr. 5, zun: Lcutn. b Res. dieses RegstÄ.; zutn Haupttnamr: der Oborleuttr. d. Äw.-Jnf. 1. Aufg.: Emmerich (Worms): Bizefeldw. Atrgstein (Main») zum Äeuttr d. Res. der Inf.; zu Ober-Vetr.: die Beter, der Rrs.: Molk (I Dartnstadt), Hummel (II Darmstadt), Uhrig (Gießei:). ** Nachforschungen nach vermißten deutschen Heeresangehörigen in Rumänien. Nachdem der Rücktransport der in rumänische Gefangenschaft geratenen deutschen Heeresangehörigen nunmehr nahezu a^ durchgeführt erachtet werdet: kaim, soll in Rumänien eine Sondcr-Nachsvrschung nach denjenigen eingeleitet werden, die aus der Gefangenschaft geschrieben haben oder geineldet worden ttnd, über derct: Schicksal aber weiter feine Nachrirdkcn vorlregen. Zu diesem Zweck ergeht' lfiermit an alle Angehörigen vor: in rumänische Gefangenschaft geratenen Sot- daten das Ersull>en, die Natnetr solcher Vermißlen aus den Kreisen Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Schotten und Wetzlar an den hiesigen Bezirksausschuß ftrr Ver- mißte und Krriegsgefangene in der L i e b i g st r a ß e, A l t e llnrk, bekmmtzugeben und zwar unter Vorlegmtg einer Die Htzchtung wird oder beschränkt oder auttorei&kfiat bei einem Mrtverschulden des Arbeiters, wenn dieser zum Heiststel Kostbar- ketten «ickringt oder die Ordnung für die Kleiderablage nicht beuchtet. Die Haftung wird auch eitrseichräutt, wenn der Arbeiter mit einer bcfriitmrten Art der UnterL::tisu:-g einverstanden ist oder E MitLetoachung durchs die Artzei:erschail eingefü^tt ist. Eine moße Abbchnutrg der Haftmig in der Kleiderablageordmrng etct> o:ndet nutzt vot: der Haftung. Die Haftung geht aus dem Arbeits- Vertrag hervor. Es bedari keines bestmderen Berwahrungsverlrages. **MilitärpersonLt:unter"ehende.iBorjchrii- j. c n des Krieg s w i r 1 s ch a s t s r e ch : s. Die Bvi lswir i, chaft- hat: LtbteLung des Kriegsernährun.^samt hat den Preisprü ungs- tbclleit mitgcfceilt, es könne nicht zweifelhaft seit:, das; die Bestrm- munget: der Vevordnurng über den öan&el ntü Lebens- mid Futter- m:tteln von: 34. Juni 191i» auch auf Milllärpersonen, die einen genehtuigungspflichtigen Handel betreibet:, Amvendung finden, und Q^b dtese sich bei einer Uebertrelung jener Borschritte:: strafbar luuchen. § 10 des Strajgrsetzduck>s bestimmt ausdrücklich, daß auf deutsche Militärpersvnrn die etÜHetueitlerl Straigch'etze dstz Reiches msowell Atnuendung flltden, als illcht die Milllärgesctze ettvas anderes bestimnten. § 3 des ^ Mi-, itärstrasgesetzbuchs geht noch werter, indem er anordnet, daß strafbare Handlungen der Militär- persotren, dre nicht tnilitärische Vergehen oder Verbrechen sind, nach den allgemeinetr Strasgesetz^l beurteilt tverdeu, also die Mllllär- persoueu der LandesstrafgesttzgÄmng uuteruürft. Wenn das preußische Kriegsmini>gehen, soweit es sich init sen dienstlichen Wußten vereitckaoe.: lasse, so ist darin kerne Dnrchk-verhtmg geltender R«ckstssätze zu finden. ** Warnung vor Verwendung von Zinkkesseln zu m Ei n k o che n. In den letzten Jahren ist zu wiederholten Malen ine Beobachtung gemacht toorden, daß Ztoetschettlatwerge und ähnliche Obsteimkochunget: in Privathaushaltunaeu unter Ver- ivendung von Zinkkesseln hergestellt worden sind. Durch chemische U::terst:chut:gen hat man dann festgestellt, daß sich oft größere Mengen^von Zinksahzen in den eingekochten Obstmengen befunden baden. Sobald durch den Säuregehalt deS Obstes Zinksalze ll: Lösung gebracht worden sitck, kann die Latwerge wegen der damit verbutrdener: Gestrnd heitsschädlichke llen nicht genossen werden. Marmelade und Latwerge sind dann wertlos, toas bei den gegenwärtigen tetrren Obstpreisen für die em-einen Haushaltungen doppelt etnpfindlich erscheittt. Das Publikum wird daher nackHrücklichst davor gewarnt, Zinkkessel zum Elltko-chen von Obft zu verwendet:. ^ . ^.driefaufschriflen. In der jetzigen Zeit, wo der Bestelldienst der Pojbcrn!kalten zum gr>)ßen Teil durch wenig geübte HiffSkrälte besorgt werden muß, wirken Mängel in der Aufschrift der Postsendungen (ungenaue Bezeichnung des Empfängers, Fehlen in der .Arrgabe von Straße, Hausnummer, Gebäudeteil, Stockwerks usw. auch bei wenig bekannten Personen oder (^)eschäften) besonders erschveretck auf den Betrieb tmd verursachen nicht selten erlöblich- BerzötTerung ll: ihrer Bestellung. Rickuigkeit. ^eut.ttchkell uuö Vollständigkell der Aufschrift sind bk unerläßlichen Vt >« /*«(«« ^ ^— *_ * . _ » i c «rv bandschristlichet: Mitteilung bei Betreffenden Urs"der fangenschaft, odc ' . oder emer sonstigen Unterlage, aus welcher ein- wandpre: festgestellt werden kann, baß der Vermißte tatsäch- lrch rn rumänischer Gefangenschaft war. ** Der unmittelbare Postverkehr zwischen Deut; chland und denVereinigtenStaalen von A m e r: k a ist u n t e r b r o che n. Nack> einer Mitteilung des amerrkanischen Roten Kreuzes „ist jegliche ^rresvondenz zw:schen Atnerika einerseits und Deutschland mib Oesterreichs- Ungarn andererseits, sei es direkt oder indirekt — auSgenotn- men b:e Kriegsgesangenenpoft — streMterrs verboten. Den Personen, welche diese Vestimmmig übertreten, dn-ht in Amerika Gefängnis,träfe". Es ist jedoch ellu- beschränkte Nachrrchtenvermittlung durch das Rot? Kreuz ztlgelassen. Die Zentralauskunftsstelle für Auswanderer ""in Berlin,' Am Karlsbad 10, nimntt knrzge^aßte, ,ni ' ~ " .. - a z-~ .. nicht in Briefform gehab- tme Angaben zur Werterlettung entgegen, die den bctreffttr- den Angehörigen in den Bereinigten Staaten, gleichwie in Kanada und Südamerika, ^persönliche, nicÄ geschäftliche AufenHalt oder Be- Nachrichten mitbeiletr oder über deren finden Auskimst erbftten. ** Das Reichsgericht über Schäden durch Luft- fahr zeuge, lieber die Bersill^-vimg gvg-a: Schadon, die durch Lufkstchrzettge verursacht wacker, hat das eine bs- merkeusrverte ^ch.cl^ckrmg getrost, tw ^ brat Bleich b^r -Lteuervertvartuirg metgeteilt tmrd. Als Feuerperfichertorg \M drs RerchS-Llernpelgeietz jede Versickert mg angc^hen tmsia.:, die ae- wm-llken besteht Be"xuhungs^ltck^ tn (^U^rücket: sogar BerwahamElickst. Ä-i Verletzt mg dief^ Michtan ist der Hchtestgcher zu Ersatz Ms GchaMuts v«vvMchtot. PostbezirSe ( -- ?>. - L? uns. > crud) die Ühonmer des PostamM anMgeben, von dem bk Sendung bestellt ober abgchott wird (z. B. Berlin S 42, Berkir: C 17). Selbstverständlich darf aber auch die Angabe der Straße, der Hausnumnter, dos Gebäudotäls und des Stockwerks in der Aufschrift nicht fehlen. ^ ** Ein gutes 5)asenjahr in Sicht! Von dem guten Märzwetter begünstigt, haben die Hasen zum Teil schon Anstmtz dieses Monats ihre Jungen abgesetzt. Da die Fu-lder und Wiesen gute Nahrung bivdon, haben sich die Jungen gut entwickelt, so daß aus eine ergiebige Hasenja^» zu rechnen ist. t&ui, 4#£Zim' fivr oMjo, C^oityebjlpn, /%»%■ Die GM- mb ZilherankaufzsteNe in öcn Haunten der Bezirks parkasse Siesten ist tnorgen nachmittag von 3 bis 5 Uhr geöffnet! Landkreis Gießen. . ** Allendvrf a. Lahn, 29. Juni. Dem Unteroffizier vertrr. Keiner vo nhier wurde das Hessische Mil.-San.-Kreuz am sti 7 Sbat.de verliehen e. Grünberg, 30. Juni. Der Feuer Versicherung^^ verband hessischer Lobrer, der im Jahre 1897 Pier' gegründet worden sitz l-at sich fett diesem Zeittmt:kt außerorventtich d:eb stahl mtt übernsttcm«:. Das Kaiser liüZe Äusiickcksamr rn Berlm liat mll dieser Erweiterung des Betriebs fcdi etmcrftalcn eillärt. ** Rod h e i m b. Hunger^ 30. Juni. Ten: llnttroffizier Koch tvuche d. Bruch Häuser von Mri-.hstein, gÄe^ct werdet:. e. Nlfa, 29. Jum. Der hiesige HiM- tmd Sparverell: e. G. !P^ £'«* ^i 106 Mtgliedertr einen Reiug. wllm von 939,72 Mk. Vorschkssse aus Hr>lwLhesim utck Scllv.dsn'teit« betrugen 218 971,72 Mk., die aal Kaufschillinycu 6970Ü9 M nährend die anfgenommeuen Darlehen sich auf 240 757,69 Mk' beliefen. Starkenbirrg und Rheinhessen. I Darmstiadt, 30. Jum. Me in der Stadtverord< netenversammluna wurde, hat Dartnstadt 1498 Arrzüge Mksz-übritrgen^ jetzt wsurda: über 1000 frei- willig abglliesert, fo daß vorläufig an eure z-wmrtstveise üefertmg nicht geLmdt zstr werden brrucht. — Die Sta^tver>rd'- netcuvers-srumLung VamllwL'e eittstimung ellte ErMstm t der Teu». xmtcflw’la'wn. Der F-atu?A«rp:sttzuü betvikrt bei entern ernstckxV.ren L^istgehalt twu 2400 Mk 900 Mk.. bei einem HE t ball tut 5300 Mk 1000 Mk. und brntlbcv lloo Mk. für alle 2e!>rkräft^ 1000 Mk., für sonstige Bediensirte und Velv»esckästtt 7 te ?tt1etter ^00 ML Für jedes Ktllck 200 Mk. Itrlaye. Beamt? otzt:e. etmm.t, HmB-tatt d erh alten 70 Prvzm; des Famil^tizas -). Beamte nrt Rffiltestroch und SmtinWietn' ,e arbtllen Zusäettsa in der Hobe vmr 200—700 M7. — Die Beschwerden neem, den Tarif tre i&m lbwei: sich bei nälterer Prüfimg im erweiterten Varkr'u>^ imbSscknuß grötztetttals als nicht stickjhaltlg erwvsteu Kreis Wetzlar. va. Wetzlar, 30. Jtmi. Die Stadt Wetzlar hat jetzt tdre »evrsorgtrng unt «lektrischen: Stron: d-irrrb einen m.meu Äer'fno mck den 8sied«Ew«ckett Ä. G. g,w"geit. dein die StEvervtdrteierT,' 4 in ihrer setzten L-itznirg zustimmten. Die Buderuswerke versorgen NLhezu beit gen, der Kochst verbrauch 2 600 000 K.-W.-St Dazu erklärten Wer ciiuge ^utniftncHc aus der Versammlung, daß sie demnächst .ihren Strom ,elbst erzeugen und somit als Großabnehmer aus- '»cheDen. hat die Versammlung gegen die Mindestmenge wme Bedrutt,: Die Versammlung beschloß, für die ersten 100 000 K.-W. -Sl. 7 Pf., für weitere 700000 K.-W.-St. 6 1 /, Pf. zu zahlen. neue rttag gill rückioirkend vom 1. April 1918 bis einschließlich März 1981. Ins Auge gefaßt wurde ferner der Vau einer elektrischen Bahn mit Vollspur, die hauptsächlich dem Güterverkehr dierren soll. Gerichtsfaak. 1 Darm fta dt, 30. Juni. (Strafkammer.) Das Leser: von Kriminalromanen hat auch einmal eine gute Wirkung gehabt. Sie erweckte in einem 16jährigen Fabrikarbeiter in Offen buch den Wunsch, „Detektiv" zu werden. Um sich für diesen Beruf vor- ^bereiten, bat er einen gleichalterigen Arbeitsgenossen, der mit feinen Gilterwageneinbrücheii prahlte, ihn einmal mitznnehmen. Dies geschah. Der „Detektiv-Anwärter" benachrichtigte jedoch vorher den Vorsteher des Güterbahnhofs. Bei einem nächtlichen Besuch des Güterbahnhofes erbrach der andere mehrere plombierte Wagen. Als^ er in enieii der Wagen einftieg, schlug der Detektiv die schwere Türe hinter ihm zu und bervirkte die Festnahme. Der auf solche Weise erwischte Einbrecher erhielt 3 Wochen Gefängnis. — Ein 14jähriger Bursche von Sprendlingen bei Offcnbach erhielt wegen Verbrechens gegen § 176 Ms. 1, 3 des StGB. 4 nate Gefängnis. == Frankfurt a.M., 30. Juni. Ein interessanter Prozeß . wurde gestern vor der Strafkammer verhandelt. Der Metzgermeister Gustav Neigenfind im Stadtteil Praunheim hatte gemeinsam nnl dem Bockenheimer Viehtranspvrleur Karl Krämer größere Mengen Vieh im Auftrag der Chemischen Fabrik Gries heim-Elektron aufge läuft, geschlachtet und der Menageverwaltung der Fabrik tzUgeführt. Krämer bezahlte seinen VieMefcrauten für das Pfund Lebendgewicht 2,40 Mk. und erhielt vom (K.ttvon 4 Ml. ivieder .Der Fabrikaufseher Jakob Litzinger uw' der Bureau Vorsteher Heinrich H e r m a n n aus Griesheim leiteten d-n gesamten C)rheim-- schLachtnngsbetrieb: sie erklärteii vor Gmudt, im A-rntrage der Fabrikleituikg gehandelt zu haben, die geziruugen sei, ihren schwer schaffeudeu Arbeitern besondere Lebensmtttelz;iwendimgen zu verschaffen, zumal die Griesheimer Rüstuirgsindustrre die Gesundheit vesonders angreife. Die Direktion sehe sich, imm nicht eine bessere Ernährnng^cnngeführt werde, gezwungen, den Betrieb teilweis zu schließen. Lie habe sich im vaterländischen Sirrne für die Lebens- vnttelbeschcttsung auf geheimem Wege entschieden. Der Fabrikarzt «Is Zeuge bestätigte vorsteheiide Angaben der beiden Beamten. Die 'Stvafkammer verhängte folgende Strafen. Neigenfind, der t«*# in einer anderen Sä-leichlZandelsgeschichte ab geurteilt wurde, erhielt wegen verbotener Schlachtungen Und Schleichhandels 4 M v- Nate Gc.ängnis und 1500 Mk. Geldstrafe, Krämer wegen verbotene Schlachtungen und Ueberchreitung des Höchstpreises 8 Monate Gefängnis und, 1500 Mk. Geldstrafe. Je 6 Wochen ^uterukeb-!!? z daft kamen beiden Angeklagten zur Anrechnung. Die .FWrikoeam t it ermann und Litzinger erhielten wegen Annahme von Fleisch obne Marken 150 bzw. 100 Mark Geldstrafe. iAußerdem ^zgg das Gericht den Erlös für das noch vorgeffmdene ^nd an k'.u' KommNualverband verkaufte Fleisch ein und von Kramer fcu; a.is dem Fleischp^fanf erzielten Gewinn von 1800 Mk. mÄhte die Erschienenen und erläntertk die Ziele und Zwecke der Bereinigung Industrie und Hochschule seien einig geworden, eine Che zu schließen zn beider Besten und zum Nutzen des Vaterlandes. Heute gelte es, das Kind dieser Ehe, die Vereinigung, aus der Taute zu heben. 1 Tie vorgeschlagenen Satzungen wurden genehmigt und damit dre Gründung für vollzogen erklärt. Minister von Hombergk zu Vach teilte mit, daß der Großherzog persönlich als Mitglied beigetreten sei und genehmigt habe, daß die Vereinigung den Na- meli Ernst-Ludwig-Hv chschul-Gesellschaft führe. Auch das Niiuisterium des Innern sei mit einem einmaligen Beitrag von 10 000 Mk. Mitglied der Vereinigung geworden. Ter Vorsitzende teilt mit, daß durch einmalige Beiträge bereits em Kapital von 700 (X Mk. zusammengebracH worden sei, und daß man hoffe, in Kürze eine Million zu erreichen. An jährlichem Verträgen würden 14 750 Mk. zur Verfügung stehen. (Beifall.) Cs wurde sodann ein 9köpfiger Vorstand (davon vier Professoren der Hochschule) und ein 42köpfiger Verioaltungsausschuß gebildet. Pros. Tr. Wähler hielt einen Ungemein lehrreichen Vortrags über die Verwendung der flüssigen Lun unter Vorführung zahlreicher Versucl-e und Lichtbildern. Ter Vortrag legte Zeugnis ab von der wichtigen Rolle, die die Chemie in diesem Kriege spielt. Ohne sie hätte das deutsche Volk schon nach wenigen Monaten die Waffen strecken müssen, weil ihm die Rohstoffe ausgegangen wären, womit unsere Feinde auf das bestimmteste rechneten. Das Beispiel zeigte abckr auch die Notwendigkeit einer ständigen engen! Verbindung zwischen Landesverteidigung, Forschung und Industrie und Technik. Ter Vortrag ivurde mit gespanntester Aufmerksamkeit entgegengenommen. Zum Schlüsse wurden noch zwei Arbeitsausschüsse für Papierfabrikation und Lederlchemie gebildet. Tie Teilnehmer an der Versammlung vereinigten sich sodann zu einer gemeinsamen Mittagstafel im Hotel zur Traube Vermischtes. Die Beisetzung )m-st'Mers. Krieg lach 28. Juni. (WTB.) In größter Einfachheit und stille ist Freitag nachmittag Peter Rosegger zu Gin in' getragen worden. Tie Bewohner des ganzen Aäürz-Tales erwiesen dem treue,: Landsmann und Dichter die letzte Ghve. Bauern aus Lllpil, dem Geburtsort Roseggers, trugen den einfachen Sarg. Nach der Einsegnung der Leich wurde er aus dem Ortsfriedhos nem Krieglach beigesetzt, Grabvedeti unterblieben auf ausdrücklichen Wunsch der Familie. Ebenso waren cuntlia-c 'PersönlichLeifen von auswärts auf die Bitte der Familie hin nicht erschienen. * Konstantinopel, 28. In in. WTB. i Den Blättern zu- svlge sind bei dem Brand, der vorgestern in der nicht ivei: von Konstaittiiwpel an der anatolisch.! Ätüiir des Marmara-Vtecres gelegenen Stadt Kart«l gewütet Hai, 3 00 Häuser, 35 Ge» schä-s'dsbaden, die Kirche und drei Schulen zerstört worden. * Die erste Post in Deutschland. Ms erste Post in Deutschland wurde neuerdings die Landes post zwischen Münster und Worms im Jahre 1534 bezeichnet. Jetzt iveist Postrat H. Her- Sründr-no der Ernft-rv-wigs-yochschul-Sesellschast. 1. D a r m st a d t, 30. Juni. Gestern vvrmittag II 1 /* Uhr fand im Hörsaal des Chemischen Mkstltuts der Technischen Hochschule unter dem Vorsitz des Geh. Baurats Prof. Bern dt die Gründungsversammlung der Ver- einiNrng der Freunde der Technischen Hochchule statt. Zu ihr war der Großherzog mit Gefolge erschenen, ferner die drei Minister^ der Dezernent für die Technische Hochschule im Ministerium (Staate rat von W"ber, der Präsident der Zweiten Kammer, Oberbürgermeister Köhler-Worms, der Vorsitzende des Finanzausschusses Tr. Osann sowie zahlreiche Vertreter der ober- und mittelrheinischeü Industrie und des Handels. Der Rektor der Technischen Hochschule Prof. Dr. Finger, von dessen Anregung die Gründung der Vereinigung ausging, be- zl^g in Schwerin st eüi- gerichtot oder die Berkehrseinrichtung Post genannt wurde, läßt sich schwer sagen. In dem ältesten bisher bekannten Schriftstück wird ein Postmeister ^rus deui Haust Taxis erwähnt. Danach hat vi österreichschen Landeri jedenfalls Ln.de 1489, wahrscheinlich aber schon früher, eine Taxissche Pvst bestanden. Die erste Taxis sch Polt in Deutschland verlegt Ohmann in das Jahr 1490. Vielleicht sind schon früher Posten im Südwesten und Westen Deutschlands entstanden. Lchvn in den folgenden Jahren ist von Posten und Postboten die Rede. 1494 berichtet der Postmeister Meurl aus Koblenz an den Kaiserlichen Prvtonotar Zpprian von Northeim genannt von Sernstem über eine Post von Bingen nach Koblenz In einer Urkunde aus dem Jahre 1499 spricht er von Freiburg i B suiid Mainz,. 1495 ist die Rede von Worms, Kännstatt, Kirittl- Ungen und Rheinhausen. Schon am Ende des 15. Jahrhunderts gab es ziemlich ausgedehnte Posten in Deutschland. * Eine neue Friedensprophezeiung. Diesmal ist es zur Mwechslung ein japanischer Skinto-Priester, der als Prophet oirv im März 1920 geschlossen. Es wird aller mir ein Friede von zwei Jahren iein^ denn im Februar- 1921 wird ein neuer großer Krieg beginne»; in dem Japan gegen drei große Weltmächu kämpfen .mrd Dieser Krieg wird drei Jahre dauern. — Der Prophet KvMvshita beruft sich darauf, daß seine frühereil PlwvlN'Kiungen bezüglich des russisch-japaiiischen Krieges (1904/0?- und des jetzil?en Weltkrieges Mts eingctvoffen sin d. Lctztc NacyL'ichtcn. Dev neueste !3cridbt dev Heevesleitnng. (WTB.) Großes Hauptquartier, 1. Juli (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. HeeresgruppeKron Prinz Rupvrecht Die Gesechtstätigkeit lebte am Abend an vielen Stellen der Front auf. Lebhafte Erkunduntistätigkeit hielt an. Englische Teilangrifft nördlich von Albert wurden abgewiesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Aisne und Marne rege Tätigkeit des Feindes. Mehrfach stieß Infanterie zu starken Erkundungen vor. Bei und südlich von St. Pierre-Aigle griff der Franzose gegen Mittag nach nächtlicher Vorbereitung an. Er wurde abgc- wiesen. Ebenso scheiterten hier nächtliche Vorstöße des Feindes. . * Leutnant Löwenhardt errang seinen 32. Luftsieg. Nach Abschluß der Prüfungen beträgt die Zahl der seit Beginn unserer Angriffsschlachten — 21. März 1918 — bisher über unsere Sammelstellen abgeführten Gefangenen, ausschließlich der durch die Krankenanstalten zurückgefichrten Verwundeten: 191 454, davon haben die Engländer 94 939 Gefangene, darunter 4 Generale und etwa 3100 Offiziere, die Franzosen 89 099 Gefangene, darunter 2 Generale und etwa 3100 Offiziere verloren. Der Rest verteilt sich auf Portugiesen, Belgier und Amerikaner. Von den Schlachtfeldern wurden bisher 2470 Geschütze und 15 024 Maschinengewehre in die Beutestellen zurück- gefützrt. Der Erste Generalguartiermeistcr Ludendorff. * * * Der türkische Bericht. Kv nstantinvpel, 28.Ami. >WTB. TttchtmMictz.i Tagesbericht. Pal ästi na front. Stellenweise lebhaftes ArtiUerieseuer anf unseren Dtellnngen und den: rücklvärtigen Gelände Wir er- ividerten das Feuer mit schveren Geschützen aus feindliche Lager in der Gegend von Jericho urid norbösdlick Die beiderseitige Fliegertätigkeit war sehr vege. Es fanden mehrere Lustkumpfe statt, in deren Verlauf ein feindliMs Flugzeug hinter nuferen, Linie abgeschlossen wurde. Ter Führer ist tvt, der Berrbachter gefangen. Ein anderes feiirdlick^S Flugzeug wurde zur Landung gezwungen. Ein Angriff der Rebellen zwischen Matz« und Maon wurde abgeschlagen. Von den übrigen Fronten nichts treues. Konferenz zum Anstausth der Kriegsgefangenen. Berlin, 1. Juli. Ter erste britische Delegierte für die Konferenz zum Austausch der Kriegsgefangenen, Str George Cave, teilte einem Vertreter der in Amsterdam erscheinenden „Britisch News" .mit, daß die Bespvechrmgen heute wieder ausgenommen und voraussichtlich innerhalb einiger 'tnae zu Enr geführt würden. Bezüglich der Behandlung der Kriegsgefangene v erwarte man keine größeren Schwierigkeiten, indessen scherm der 'Austausch schwieriger zu sein. Er bege die beste Hofsiiung, sagte er, daß es gelingen werde, auch hierüber zu einem guten Erfolg zu kommen.