Nr. M Der Gieheutr Anzri-er erschein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen: -lebeverKenillkndrStter; Nreisdiatt für den Kreis Glrtzeu. vrzJgrpreir: monatl. Bl k.l.20, vierteljährlich Mk. 3.60-. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Bit. 1.1O: durch diePost Bit. 3.60viel-1el- jährl. ausschl. Beslellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchriltleilung112 Bevlag.SfeschäilffteUeöl Anschrill für Drahtnachrichten: »nzeiger Sietzen. Erster Blatt 168 . Jahrgang 5 amrtag. 29 . Znni 1918 Postscheckkonto: Zranksnrt a.M. 11686 er mr vankverkehr: Gewerbedank Gießen LN.tUljN Zwillingrrunddruck u. Verlag: Brühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei «.Lange. Zchristleilnng. Seschästrstelle u. Druckerei - Schulftr. 1 . me von Anzeige« tue Tagesnninmer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkelt Zettcnpreif«: für örtliche Anzeigen 2ö'Ls.»füranswärtige 30 Pf., Htr Reklamen Mk. 1.—: bei P:ahvor- schrist 20°/, Ausschlag. Hanptschritleiter: Aug. G o e tz. Berantivortlich für Politik u. Feuilleton: Aiig. (Äoetz; Stadt imb Land, Vermischtes u.®c- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich iu (Äiefecn. heftige Teilangriffe des Kindes nördlich der Lys und südlich der Ifftte. roodjtnrüdbHd. Nachdem in den erften Junitagen die deutschen Heere zwischen Oise und Marne ihre in den großen Schlachten errungenen Fortschritte ausgebaut und gegenüber blutig gescheiterten Gegenangriffen der Franzosen befestigt hatten, ist in diesem Monat im Westen keine weitere überragende Entscheidung gefolgt. Llber unsere Feinde täuschen sich über die Bedeutung der kurzen Kampfpause nicht. Nachdem A s g u i t h im englischen Unterhause bereits am 18. Juni, wie wir durch nachträgliche Berichte erfuhren, eine auffallend düster und ernst gestimmte Rede gehalten hatte, kündigte am Dienstag auch Lloyd George für die nächsten Stunden, „sicher aber für die nächsten Tage", eine große Schiacht an, und zwar, tute aus. seinen unteren Ausführungen hervorging, eine neue deutsche Offensive. Die Heerführer der Entente blickten, so fügte er hinzu, vertrauensvoll in die Zukunft. Einige Stunden später trafen dann in England die Kunde vom Rückzug unserer Bundesgenossen über den Piave, über die Räumung des Montello, und ferner die Nachrichten über die Rede unseres Staatssekretärs v. Kühlmann ein. Die Wirkung des Satzes, daß militärische Entscheidungen allein den Frieden nicht bringen könnten, daß vielmehr diplomatische Verhandlungen die Vorbedingung seien, kann man sich ausmalen. Die bevorstehenden neuen Waftenschäge — die Italiener sind ja neuerdings selbst so klug, zuzugeben, daß die österreichischungarischen Truppen keineswegs enrpsindlich getroffen seien, sondern voraussichtlich neue Angriffe ansetzen würden — sind durch Herrn v. Kühlmann eines guten Teils ihrer politischen Wirkung entkleidet worden. Der ursprüngliche Sinn des Wortes „ckekairs" (auflösen, auftrennen) wäre also in diesem Punkte praktisch erreicht, wenn nicht die nachträgliche Korrektur des Reichskanzlers eine Umkehr zum Besseren bewirkt habe» sollte. Wie wenig indessen die deutsche Staatskunst für das Fallen des englischen Siegesbarometers getan hat, beweist der Verlauf der Jahresversammlung der englischen Arbeiterpartei, in der (nicht etwa Verhandlung und Verständigung, sondern entschiedener Sieg über die Mittelmächte als Parole ausgegeben worden ist. Staatssekretär v. Kühlmann ist in England und überall da, wo er an gegnerischen Tischen durch seine diplomatische Kunst Friedensbrünnlein erbohren wollte, ebenso gründlich mißverstanden worden als in Deutschland. Daß einige Wiener Denwkratenblätter ihm zugenickt haben, besagt nichts. Die „Weftminster Gazette", das Blatt, das dem düsteren Sprecher Asguith gesinnungsverwandt ist, atmet auf und sagt laut „Frankfurter Zeitung": „Die Bedeutung dieser Erklärung, daß eine rein militärische Entscheidung kaum mehr zu erwarten sei, dürfe man nicht unterschätzen- denn diese Erklärung komme in dein Augenblick, in dem Deutschland auf dem Höhepunkt seiner Offensive stehe." „Daily News" erklärt: „Falls Kühlmanns Rede die gegenwärtige Auffassung in Deutschland widerspiegelt, ist sie ein Beweis dafür, daß das Stadium erreicht ist, in dem Deutschland zugibt, daß eine militärische Entscheidung den Krieg nicht beenden kann." „Daily Teloggnp-h": „In dem Ton seiner Ausführungen über diese Angelegenheit lag das E i n g e st ä n d- t nisder Schwäche, trotzdem er sich weigerte, den Ententemächten Zugeständnisse zu machen." Im übrigen ist Kühlmanns „Appell an dchr guten Willen", wie es Graf Westarp ausgedrückt hat, von allen englischen Blättern schroff ahgewiesen worden. „Daily Chronicle" schlägt den Staatssekretär mit dem Völkerrecht: Der Standpunkt eines Faustpfandes in der belgischen Frage sei ganz unhaltbar. „Der Angriff auf Belgien," so erklärt das Blatt, „der Ueberfall auf einen friedlichen und harmlosen Nachbar war ein Verbrech-en, bas aus die Völkergemeinschaft zerstörend wirkt. Es muß bedingungslos ungeschehen gemacht und gebüßt werden." Einige Organe der Reichstagsmehrheit, d. h. der Mehrheit des 19. Juli vergangenen Jahres, suchen die „Kühlmann-Krise" auf ein anderes Geleise zu schieben. Nicht Tat, Wirkung und Zweck spielen bei ihnen die Rolle, sondern Rechthaberei, Theorie und Prinzip. So meint Die „Franks. Zeitung", der Reichskanzler müsse im Namen der Regierung nochmals in aller Form feststellen, daß die Regierung nach wie vor bereit sei, denk Kriege durch eine unferni Lebe ns no twend igkeitei c gerecht werdende Verständigung ein Ende zu machen, oder die Träger der Einflüsse, deren Wortführer im Reichstage erklärten, die Negierung wolle und könne keine Verständigungspo litik machen, hätten selbst die Verantwortung für Deutschlands Politik zu übernehmen. Das Blatt schlägt in dieselbe Kerbe wie der „Vor- wärtS^^, der erklärte, die Mhlmann-.Krise sei auch eine Reichs'ftruzfer krise. Dre „Nationallibevale Korrespondenz" zieht daraus die richtige Schlußfolgerung, diese Krerse beabsichtigten , die Resolution des 19. Juli wrEr als Popanz rm Reichstage zju errichten. Es wird nicht darnach gefragt, daß Kühlmann bei seinem nutz- loien, unzweckmäßigen und schädlichen Vorgehen das notwendige Einvernehmen mit der Gesamtregierung, dem Reichskanzler und der Obersten Heeresleitung außer acht ge- w.Ktt hat, sondern sein „Fall" soll dazu benutzt werden, Einen Vor,boß zur einseitigen Vorherrschaft eines Teiles des deutschen Parlamentes zu machen. Das nennt man dann noch wirksame äußere Politik und Förderung baldigen Friedens! In Wahrheit werden durch ein solches Vorgehen alle diplomatischen Messer gestumpft und den staats,männlichen Aufgaben, auf die Erfordernisse der Zeitlage ernzugchen, die Köp^ abgeschlagen. Daß Kühlmann augenblicklich aus seinem Amte entfernt werden soll, hat kein Mensch zu fordern sich erkühnt. Seine Handlungen an der Hand ihrer Wirkungen sachlich zu kritisieren, ist doch wohl erlaubt. Im übrigen vertrauen wir auf das redliche Zusammenwirken des Grafen Herling, dessen Geschick und Begabung sich wieder erwiesen haben, mit der Obersten Heeresleitung, die, weil alle Freunde von Unterhandlung und Verständigung, einschließlich des Herrn Troelstra, drüben abgewiesen werden, den Frieden 'türm reis zu macken hat.. Die nächsten unumgänglichen Aufgaben unserer Diplomatie hat Staatssekretär v. Kühlmann in seiner Rede skizziert. Ob seine Mitwirkung bei der Lösung der Dobrudscha-Frage, der, Besprechung der Selb- 'tändigkeitswünsche Estlands und Livlands sowie der Unter- uchung der von den kaukasischen Böllern aufgeworfenen Fragen entbehrt werden kann oder nicht, das mögen die zw kündigen Stellen entscheiden. (WTB.) Großes Hauptquartier, 28. Zum. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Rege Tätigkeit der Engländer und Franzosen beiderseits der Somme. Airch in anderen Abschnitten, zwiMn Yser und Marne, nahm das Artilleriefeuer am Abend zu. Heute früh steigerte sich das Feuer des Feindes beiderseits der Lys, zwischen Bailleul und Bethuns und süvlich der Aisne zu größerer Stärke. Unsere Artillerie nahm den Kampf kräftig auf. In einzelnen Abschnitten haben sich Jn- fanteriegefechte entwickelt. Starker Fliegereinsah führte zu heftigen Lustkämpfen. Unsere Flieger säwsstn gestern 25 feindlich« Flugzeuge und einen Fesselballon, unsere FtUgabwehrgcschütze 5 feindliche Flugzeuge ab. ^ 0 . , 0 Hauptu ann Berthold errang seinen 37., Leutnant Loe- wenhardt seinen 29., Leutnant Rumey seinen 26. und 27. Lustsieg. . Ter Erste Generalguartrcrmeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin, 28. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Nördlich der L p s und südlich der A i s n e kämpfen wir in der Abwehr heftiger Teilaugrifft des Feindes. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 28. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: In Judicarien, im Arro-Vecken und im Etstlftal richtete der Italiener fein wirkungsloses Zerstürungsseuer bis weit hinter unsere Linien. Im Presema-Raum scheiterten mehrere feindliche Erkundungsversuche an der Wachsamkeit unserer Besatzungstrrlppen. An der venezianischen Gebirgsfront stand der am 26. heldenmüttg bcharchtete Col del Ros so, der westlich davon gelegene Alante de Val Bella, sowie der Raum westlich Asiago unter starkem anhaltendem Artillerie- und Minenferrer. Ein unter Ausnutzung dieses Feuers südlich Eanove angefetzter feindlicher Vorstoß wurde durch Abteilungen des Infanterieregiments 72 blutig abgewiesen. An der Pi ave front wurde ein neuerlicher Ucber- gangsversuch der Italiener bei Fossalta vereitelt. Der Piave führt anhaltend Hochwasser. Der Chef des Generalstabes. Bom Kamps an der italienischen Front. _ Wien, 28. Juni. (WTB.) Die Agenzia Stefani behmtptet daß die im österreichisck^ungarischen Generolstal>sberickilt von: 22. Juni veröffentliche Gesamtzahl von 40 000 Gefangenen deit Ge samtverlust der italienischen Armee an Toten, Verwundeten uitd Vermißten ausryach. TemgegeTtLber weist das Wiener K. K. Tele- gvaphen-Korrespoitdeiizbureciu darauf hin, daß die Zahl der seit dem 15. Juni gemachten Gefangenen mif Grund genauer Zählung stuf über 30 000 gestiegen ist, wobei die den: Kinde zugefügten blutigen Verluste nicht mitgerechnet ftvtb. Wie bereits amtlich verlautbart wurde, berechnet selbst die vorsichtigste Schätzung der öfter reichisch-ungarischen Heeresleitung den italienischen Ge samtverlust auf 150 000 Mann. Ungar!! und das Bündnis mit veutjchland. Budapest, 28. Juni. (WTB.) Der „Pester Lloyd" veröffentlicht eim interessante Unterredung mit dem Grafen T i s z a über die Kommentare der deuffchen Presse zu seinen Ausführungen über die Vertiefung des Bürrdnisses mit Deutsch l a n d. Im weseirttichen sagte Graf Tisza: Ohne mich in eine Polemik mit den Ausführungen des Vizekanzlers v. Payer eiiüassen zu wollen, möchte ich nochnals aus die Darlegungen meiner ersten Rede Hinweisen und sveziell den wirtschaftlichen Teil derselbeit dahin zusammenfassen, daß auch ich sehr wohl ein weites Feld für eine nnrtschaftliche Annäherung vor uns sehe. Dabei wird sowohl! der allgemeine Verkehr zwischen den wirtschaftlickien Mitglieder::) des Bündnisses, als auch im Besorideren die Liste der zollfreien Waren wesentlich vermehrt werden können. Ferner wird es mög-> lich sein, den Zollsatz bei ioenigstens dem größten Teil der übrigen Waren lvesenttich herabzusetzen. Tagegml halte ich eine voll ständige Zollunion auch für die fernere Zukunft kaum für möglich. ^Andererseits muß vom oyvcrrischen Standpunkt allerdings das Hauptgewicht barmst gelegt wischen, daß anderen Staates gegenüber der gesick-erte Zollschutz effektiv bleiben ivird, rmd daß da her das Gebiet des Wirtschaftsbivwnisses für die wichtigsten in Frage komuiLvde« Artikel nicht W einem Expartgcbiet wftL. m wetz- '(firm Falle der Zollsatz stinen Wert sclbstvedend «enz ernbügen würde. Dieser Gesichtspilntt soll bei der Entschndmrg der Frage, ob dre außerhalb der beiden mitteleuropäischen Grotzmachtrfliegenden gebiete und wenn ja, welcl-e, zum Zoübiuünns zugelasten werden, me -mbnacht gelassen werden. Es m«: lebeuter&etajigtra SaaM bezüglich inner neuen Teilnahme an dem Wlrtschafisbünbud» das Vetorecht eingeräumt n-erde:!. Ich würde mich unerrdlrch sreuen., wenn sowohl meine früheren Erörterungen über den rern, r.rprr- nationalen defensiven Charakter der politischen ^-luidniste als auch die jetzt eru-ähnteu Gesichtspunkte sich mit der Austastung des Vizekanzlers decken würden. Wich dies wider Erwar.cn . mdyt der Fall feilt, so glaube ich mit der -offenen Betonung der mch mir am Herzen lienenÄen Sache der Vertiefung mfferes VerhÄtnpses zu Deutschland gedient zu haben. Die, berufenen ^vccra beä Deutschen Reiches wevdeit ja ganz gewiß auch em sol.nes Bündnis dem jetzigen Zustande vorziehen, der chren Wu;iscyen nicht vollständig entspricht. Durch eine von ab,olut bundesfreluiiürchar Gesnrnung getragene offene Darlegimg der etwa bejtehendeu ^sto- renzen glaube ich zu einer rechtzeitigen Beseitigung vvit Muzver- 'liäuduissen beigetvagen zu haben, welche, falls sre etwa in der öffentlichen Meinung der verbürrdeten Mächte weiter greifen und tiefe Wurzeln fchilagen sollten, das Zusürirdekommen des Blutdurst^ erschweren und dasselbe jedenfalls^ seiner edelsten Frucht, nanilch des s^enbringenden Gefühls gegenseitiger Zufriedenheit und Ueber- einslimmung, berauben würden. Budapest, 28. Juni. (WTB.) In der heutigeil Sitzung des Magnatenhauses sprach im Verlaufe der Verhandlungen über das Budgetprvvi'orium -Graf Mail ah über die Vertiefung des deutschen Bündnisses und erklärte, er ltzüte es für notwendig, daß auch das Magnatenhaus der Ueberzeugung Aufdruck gebe, daß das Bündnis mit dem Deutschen Reche srüf auch in diesen schweren Zeiten vollauf bewährt habe. Dies Ier jetzt besonders zu beachten, wo eine Vertiefung dieses Bundnstses auf der Tagesordnung: stehe. Die ungarische Nation biete hierzu mit Freuden ihre hilfreiche Hand (Lebhafter Verfall), doch werde sie auch eine Bürgschaft dafür verlangen, dast ihre wirstchastliche Unabhängigleit mtch in Zukunft voll gcroahrt und gesichert wurden. (Zustimmung.) Die Hauttausgabe der Rsgtc- rung während der bevorstehenden Verhandlungen wnde sein, dahrn zrt streben, auf tvirst-ckZaftlichem Gebiete foefe Hand zur Wahrung unserer Interessen sich vvrzu.behalden, auf staatsreck>tlick)em und pvlistichem Gebiet, aber tmsere Verfassung und Unabha-ngigLeüj zu sichern. Mit Freude tarnte er fessttellen, daß die im Abgeordneten Hause erklungenen wütistgen Kundgebungen wie auch die och denstck>er Seite hierauf erteilten Antworten etwaigen Zweifel vollkommen zu zerstreuen geeignet seien, .lim so weniger vermochtcm wir daher die Angriffe zit billigen, welche einzelne Personett imtee dem Mantel der Jmnnmität bei dieser Gelegen heit ohne jeden Grund, und er könne sogar sagen, ohne eirstpvechende Envagungj im Abgeordneten Hause gegen Teittschttand und unser Bündnis mit DcutWand gerickftet hätten. Es sei für ihn unmöglich, diesen Worten gegenüber zu schweigen und die imgarische Nation mrd ihre Berttetung in einem Lickte ersck^emen zu lassen, als waren sie nicht erfüllt von dankbarer Anerkennung für die treuen Verbündeten. Das Magnaten Haus möge ihm daher gestatten, auch in seinem Namen der unerschütterlichen Anhänglichkeit für dieses! Bündnis, wie dem Wunsch und der Hofsmmg Ausdruck zu verleihet:, seine Erneuerung, Festigung und Vertiefung werde zum 5>eil beider Verbündeten und zum Wähle beider Länder gelingen, ohne daß dadurch die verfassungsveckchiche. polittsckx rmd Wirt- sckxifttiche Selbständigkeit und Unabhängigkeit der ungarischen Na- tiou auch nur die geringste Einbuße erleiden werde. (Lebhafter Beifall.) Graf Julius KarolyA erklärte, er unterschi^ibe icdes Wort der Ausführungen des Grafen Mailah bezüglich unseres Bündnisies mit Deutschland. Er ftchr dann fort: Die Gehässigkeit unserer Feinde wird dafür sorgen, daß der Kamps, wenn auch auf anderen Gebieten, noch lange nach Friedensschluß sottdauert. In diesem Kampfe iverden wir ebenso den deutschen Verbündeten nicht entbehren können, wie dies in militärischer Hinsicht der Fall war. Deustchland ist der einzige Staat, für den ein mäch- stger, einheitlicher ungarischer Staat ein Lebensinteresse lckldet. Wir sind auf allen Seiten von Feinden umgeben. Für uns ist das Bündnis mit Deutsckstarrd gleichfalls ein Lebensbedürfnis. Die Entente n>eiß sehr wohl, daß dieses Bündnis das größte Hindernis dafür bildet, ihre gegen mis gerichteten Bestrebungen: zit verwirklichen. Eben deshalb sieht der Redner mit Befriedigung und Beruhigung, daß die Regierurrg bestrebt ist, dieses für Ungarn so wichstge Bündnis dauernder und sicherer gestalten. (Lebhafter Beifall.) Deshalb ist es nicht zu verliehen, warum die Regierung den gegen dieses Bündnis gerichteten Umtrieben gegenM über eine solche Reserve bekundet. Agenten der Entente sind bemüht, auch in Ungarn Unruhen hervorziurufen. Es ist eilte unverschämte Verhetzung, des Volkes, zu sagen, die Sstüaten seien bei der Wahlreform über- vvrteitt wordeit. Das sagt aber gerade jene Partei, die durch ihr Verhalten die Minierarl*eit der Entertte unterstützt tmd die Feinde zum Ausharren ermutigt. Ich hoffe, die Regierung wird alles tun, nur das Land vor den von dieser Partei ausgeheirden Umsllrrz- idoen zu retten. Das Ende des Autzftandes in Budapest. Budapest, 28. Juni. (WTB.) Die sozialdeuwkratische Parteileitung veröffentlicht einen Aufruf, in dem gesagt »vird, daß die Arbeiter seit einer Woche im- Kampfe steheir, sie seien jedock, nicht imstande gewesen, ihre Forderung durchzusetzen. Auf allen Seiten des Parlaments sei mit Ausnahme einiger Ehrlichen die Arbeiterschaft im Sstche gelassen worden. Die Parteilcitmtg fordere nunmehr auf, in kürzester Zeit die Arbeit wieder anfzuneh- m e n, nachdem in der gegenwärtigen Lage und im gegenwärtigen Augenblick der Kampf kern Ergebnis bringet könne. Di>- Fortsetzung des Kampfes Erde mrr zwecklos die Kraft der Arbeiten schaft brechen. ^ , Budapest, 27. Juni . (WTB.) In dem Arl'etterltverk. ba übrigens mrr partiell geroesen ist, ist auch der SetzerstreiI beendet. Die parlamentarische Lage in Oesterreich. Wien, 28. Juni. (WTB.) Wie die Korrespondenz Austria meldet, erllärtett die Vertreter der Ukrainer in Besprechungen mit dein Ackerbaimiinister Gvafelt Sylva Taw-va, daß die itjEcft* mfnje wrtnetung deg tzwMVrdnetachqnshS ratr Darat silr das BudgetprVoifvrülM und die Krffegskredite stimmen werde, wenn der gegenwärtige Ministerpräsident im 21mte bleibe, weil die Ukraiirer nie zugeben körurteir, daß der KabrnettAchei infolge eines polrnfchen Befehls fülle. VIe Londoner Arbeitettonferenz. London, 27. Juni. (Reurcr.) Bei Wiederaufnahme der SiAung der Arbeiterkonferenz wurde die Resolution, daß der öott der Regierung organisierte soziale Wieder - ausüau sich nicht mit Flickgesetzgebung begnügen dürfe, sondern der allmähliche Aufbau einer neuen sozialen Ordnung sein möge, die sich auf eine gut durchgeführte Organisation der Produktion und Verteilung gründet, nach kürzer Besprechung angerrommen. Ein Amendement. daß eine Vermehrung der Produktion durch Soziali sierung der Industrie erreicht werden müsse, wurde mit 1255 000 gegen 653 000 Stimmen migenommen. Nachdem der Vorsitzende die ausländischen Sozialisten begrübt hatte, erklärte Renaudel, daß die französischen Mehrheitssozial iften der Kvnferenz versicherten, daß die französischen Arbeiter den Krieg fortzuführen beabsichtigten, bisder Feind aus Frankreich herausgedrängt und Belgien wie der her ge stellt sei. London, 27. Juni. Nach einer Reutermeldung wies in einer Ansprache an die Arbeiterkonsercnz Keren ski darauf hin, doh Rußland drei Jahve laug eine lcbrgeve Front als die Fronten aller .anderen ^Verbündeten gehalten habe und daß Rlußland jetzt noch Nus diesen Wrniden blute. Die russischen Arbeiter und zugleich die anderen Klassen protestieren gegen die Tyrannei, die wieder in Rußland herrsche. In Moskau hätten die Arbeiter kürzlich eine Entschließung angenommen, in der die Beseitigung dieser Tyrannei und die Wiederherstellung demokratischer Einrickitungvn gefordert werde. Zu meinen: Erstaunen, sagte Kerenski, halten sogar einige sehr ernste europäische Politiker ein Regime für deim>- kvatisch, das die konstituierende Versarnnlsung auseiilandertrerbt. die Redefreiheit beseitigt, das Leben von der Gnade jener Roten Gardisten abhängig inacht, sogar die Wahlfreiheit in den Arbeiterräten vernichtet imb alle Institutionen der Selbstverwaltung abgeschafft hat, die auf dem allgemeinen Stimmrecht beruhten. Nach Nenaudel sprachen Albert Thomas, Vandervelde und Branting. Vandervelde berichtete, die belgischen Sozialisten in den besetzten Gebieten seien bereit, an einer internationalen stvne serenz teilzntcelTmen, aber nur unter der Bedingung, daß diejenv-- gen, die die Grundsätze des JuternotionalisnuÄ verraten hätten, dort nicht vertreten seien. Bvcmting äußerte, es sei ein großer Fehler, daß man Tvoeküras Komnren verhindert habe. «rbeller der „Franks. Ztg.", ern. ^nmatzestzer und gewöhnlicher Ton vor, der «m die Zeiten erinnert, wo die Blätter prophezeiten, daß das italienische Heer in acht Tagen.in Trieft und in vierzehn Tagen in Wien einziehen lverde. Ter klerikale „Corriere d'Jtalia" meint über hebend, Ludcndorsis Plan, in Italien eine Enrscl-ccdung herbeizuführen und das gesamte österreichische Heer alsdann an der Westfront einzufetzen, sei gescheitert, und deshalb habe jetzt Kühlmann das Wort zu einer neuen Friedensdfsensiv ergriffen. Das „G i v r n a l e d'J t a l i a" schämt sich nicht, zu schreiben, der Ton Kühlmanns sei bescheidener als der der Red«' „des bösen deutschen Tieres, welches einem Histrionen gleicht, der alle Rollen spielen kann/' Auch ein römischer Brief des „Corriere della Sera" beginnt anmaßend sestzustelien, die Stwtdc der deutschen überinütigen Trunkenheit begirme zu verstiegen, was aber noch nicht bedeute, daß die Stunde der wahren Einsicht herausziehe. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 28. Juni. (MTB.) Amtlicher Tagesbericht vom 26. Juni. Palästinafront: An siebende Artillerie- Und Erkundungs- tätigkeit Mif der ganzen Front. Ein Angriff starker eörftmdrmgs- truppen des Gegners im Küsten g eb iet und vorfühlende feindliche Patrouillen wurden abgewieseir. Stoßtrupps und Patrouillen Von uns führten erfolgreiche Erkundungen durch. 9lus dein Oft- Jvrdmmfer drangen wir mit einer Abteilung bis zur Jordan- m/ündung vor. Begleitende Batterien überraschtet: mit ihrem Feuer feindliche Kavallerie im Lager. Aufkläningstrirps^ setzten über dm Fluß. Ent egeirgeworfene feindliche Ker Küste ein stark von Einsitzern gesichertes billigt. Tas Manifest erklärt, die Wbstinrimtng der Konferenz end spreche nicht den Ansichten der Arbeiter im ganzen Lande. Tie Arbeitern'.inister werden anfgesvrdertt ihre Mandate «im Untcr- frw niederAstogen, und sich Mt ihre Wähler zur W^derwahl zu wenden. dürften das mit vollem Vortraunt in den Ausgang tmr. Die deutschen Banken in England geschlossen. London, 28. Juni. (Retter.) Tie „Taily MaU" erfährt: Tre Negiecimg -hat beschlossen, daß die.dentscheu Ba n ke n sofort widgültig geschlossen werden müssen. Donar Law hat die sielernahni' der Wertpapferc durch das Schatzamt an geordnet. Eilatt erfährt- baß die crforver! itfjK Summe weniger als '00000 Pfund .Sterling betrage. Englische Arbeit im Oste«. WvUfan, 27. Juni. Dvesiemeldunaen smfofge machte Kvmp wiff« Unitzki in der -Sitzung des Petersburger Arbeiter- und rvte Armee-Kates folgende mrffehenerregende DÄttellnug: Die Zeitung Mvlva" wird durch englisches Geld geleitet. In Archangelsk befindet sich ein englisches Bureau, das mit den tschechischest Truppen und den re ch te n ÄMalvevokutturiLrerl in Verbuchung steht. Gegenrevolutionäre Parteien haben dorr England 40 Millionen Rubel lluterstützuny er- hnstlse wn o m be n geschw adr r nn. Im Mrlaufe tzkn alle feindlichen Flugzeuge — ungeMr zwanzig — eingriffen, gelang es unserer Kette, die nur aus vier Flugzeugen bestand, vier friudliche Flugzeuge abzw- mncsten. Leutnant Osterkamp errang seinen 15. Lufrsieg-. Flugmaat Zenses war an dem Erftilg mit zroei Abschüssen beteiligt. Am Abend des 27. Juni gerieten Teile unserer Torpeb ostreitkräfte Flandern auf einer Patrouil- keufahrt vor Ostende in ein Gefecht mit englische n Zerstörern unter Führrmg eines Zcrstörerschiffes. Rach einem envn halbstündigen Gefecht zagen sich die feindlichen Zerstörer mit lwtzer Führt zurück, indem sie sich durch Ein- nebeln der Sicht entzogen. Es wurden Treffer auf dem Füb- rerschiff unö einem der feindlichen Zerstörer beobachtet. Untere nZen-en Boote sind ohne Verluste und Beschädigungen erngelaufru. Der Chef des Bdmiralstabs der Marine. Sibfrittt. Stockhv lm, 28. Juni. (WTB.) Laut einem Telegramm an „Svenska Dagblad" aus Helsrngfors finden in Omsk gegenwärtig bedeutsame Konferenzen zwischen der javanischen und der sibirischen Regierung über gemeinsame Operationen gegen die bolschewistischen Gruppen statt. Auch China ist bei den Verhandlungen vertaten. Japan sei bereit, Sibirien gegen gewisse wirtschastriche Zugeständnisse, wie das Recht zum Goldwäschen, zu helfen. Fapan lehnt eine Intervention ad. Washington, 27. Juni. (WTB.) Reuter-Meldung. Eine hier veröffentlichte nichtamtliche Meldung besagt: Die japanische Regierung hat beschlossen, das Ersuchen der Ententemächte nach einer Intervention in Sibirien abzulehnen. In den amtlichen Kreisen und Ententebotschasten in Washington wird die Absage nicht als eine Aufgabe der Entente oder der Vereinigten Staaten aufgefaht, Rußland bei seiner „Rehabilitierung" und Ueber- windung des deutschen Einflusses zu helfen. Ein hoher Beamter erklärte, dah Japans Ablehnung einer militärischen Expedition nur dazu beitragen werde, Rußlands Freunde in der Absicht zu stärken, den Elementen, die bestrebt seien, Gesetz und Ordnung im Lande wieder herzustellen, Hilst und Unterstützung zu bringen. Exzar. Äuni. (WTB.) „Washa Rodima" erfährt von einem Mttgtiede der Sowjet-Regiecung, daß das Ge- - i P** bre (5 rmo rdu n g des früheren Zaren l Der Zar und seine Familie seien gesund und am-er Msahr. Unwahr sei auch das Gerücht, daß der ^ar vor das Revolutionstribunal gestellt werde. Das griechische Heer. Lugano, 29. Jyrni. (L. A.) Wie der „Secvlo" ans Saloniki unterm 26. Juni meldet, ist dort General Danglis bn Oberbefehlshaber des grieckftschen Heeres, emgetwffen, mn seinen Ans- enthlllr endgültig in Saloniki zu nehmen. Die griechische Mv- bil i sat lon werde brrmen kurzem einen größeren Umfang mr- nehnren, besonders in Saloniki zu dem Zrveck, Griechenland in den «tand zu setzen, besser xum Dienst auf den rückwärtigen Ber- mnvungÄmren m der Intendantur usw., beizutragen, der bislier fa,t auvichttetzltch von den Engländenr imd Franzvfen besorgt J9HR. Getreidebcschlagnahme irr Schweden. s t ^ >hnii. (L. A.) Nach ZeittmgSmeldunaen hat d:s Juittzkonrmrssanat ern Dekcet Mwgearbertet, drrrch das alles Getreroe, gemahlen und ungemahlen, als Staatseigentum erklärt wird. Die Wirkung der Kühlmannfchen Rede in Italien. Lugano, 27. Juni. In den italienischen Kommentaren zur Rede Kühlmanns herrscht, so schreibt ein Mit- Aus Sem Reiche. Weitere Einschränkungen des Freuldrnvnkchrs w Bayern. München, 28. Juni. Die Korr. Hoff mann meldet amtlich: Dce allgemeine GrnährungSla ge hat sich m der letzten Zett so ungünstig Ktsüallrt, daß die Besorgung der eiuhcimisä-en Bevölkerung unt LebaEmittÄn in den von Fremden be,onders stark besuchten Bezirken den gt'ößten Schwierigkeiten begegnet. Tieg gilt vor allem für die Fleisch- und Fettversorgurlg. Weitere Einschränkungen des Fremdenverkehrs lassen sich deshalb nicht vermeiden, zumal, ha dar Zuzug an F-remden hier weit größer ist, als in den letzten Friedensjähren. Aus Grund einer Besprechillig Mit den Vorständen der hauptsächlichsten am Fremdenverkehr beteiligten Wmmirnalverbände, insbesondere des bayerischen Hochgebirges wird daher die Tauer des ohne amtsärztliches Zeugnis zngelassenen Aufenthalts in diesen Bezirkenausdre, Wochen herabgesetzt wer- d e n. Außerdein werden die Vorstände der betreffenden Kvmmmval- verbände ermächtigt, die Höchstzahl der ortsstcmden Personen zu bestimmen, die in den einzelnen Verkehrsorten obti Gaststätten beherbergt lverden dürfen. Als Maßregel soll hierbei gelten, daß in der Regel mir: 50, höchstens GO Prozent der vorhandenen Betten in den Gaststätten, Foenweichäusern usw. belegt werden dürfen. In qlciü^v Weise soll auch eine EinschränkMlg in den Pnvathaushalttmgen durchgeführt iverden. die sich mit deni ^c- rmeten von Wohnungen an Fremde befassen. Mit Rücksicht aut die jetzt schon anwesende große Zahl von Fremder; in nnzelnen Kurorten und Erhottingsptätzen ivecden die Fremden im eigenen Interesse darauf aufmerksam gemacht, daß sie nur dann auf Unterkunft und Verpflegung rechnen können, wenn sie sich diese vorher gesichert haben. Die VkNvildLnmg der Jugend. Reichstagsabgcvrdnrter Ta. Müller- Meiningen Ijat fol- geiide kleine Anfrage gestellt: „Die Derwildermig der Ilrgend ist nne der bellageriswertesien Folgen des langer: Ztzrieges. Ihre Krinnrralität steigt in bedenklicher Waise. Der Mangel mr geeigneten ^.ehrkrästcsr ist einer der.HarMtgrüiche ftdr das Mißlingen der Bekämpfung dieser bevanerlichen KriegserscheÄrrmg. Ist der Herr Reichskanzler bereit, daft'cr &orgc zu tragen, daß d.-rrch Ent- l a i s u n g aller garnisorwerroendungsfähigen Md arbeitSverwen- dungsfähigen Lehrer für Hock)!-, Mittel- und vor allem Volkssch.leii ftnoie ber älterer: Jal-rgänge der kriogsver'wvchur^sfähigen Lehrer den qnoßen Gesahreri, die der deutschm Jrrgerw mtä den bisherigen! Zuständen droherc, «ntgryengetreben wiw?" Berlin, 28. Juni. (WTB.) Ter „R^Ll-Ämzeiger" meldet: b. H. fünf . r ..; 7 w v - --pveußische plari- wayige imd aichecplanman.ige unmittelbare Staatsbeamte zur Bei'fügliNg gestellt erhalten. Tie geiiarmte Verbandskasse wurde vertraglich verpffickM. auf BeAmifM von pvenßischm planmäsii- gei: und au verplan mäßigen Staatsbcamtm dunch Vermittlung der W uw.u'schlosserten Spar- uns Tarlehcnsvererne, deren Mitglied- st.',rft die Darlehensnehmer besitzen oder erio.'rben. nach Prüfung i er Verhälttriise Darlehen nach den stattrtenmäßigen Grundsätzen dreier Verein« zu gaoLlineir. Die Tarckel^n, die das Eimckiihalbsach. des reinen Ial/r^ü-albos, emschüestlich der ruhegel-altssalsigm Zulagen, im Huch, csalle für den ein-ttnen Vvamtcri jc-dack). 10000 Mark nicht übers,liTeiben dürfen, sind von den Beamben mit vier Prozent zeu verzvisen und dürfen im allgemeinen für den Zech vaum von 5 bis 10 Jahren gegeben werden. vom haoptaurschutz des Reichstags. Berlin, 28. Juni. (WTB.) Der Hauptausschuß des ReM/siagS Mn ff l-ente zunächst Es die gestern bei der Beratung der autzerordeiillirhl-n Wegsabgaben zurückgcstelltc Bestftnmung zuruck, loonach Offrzie-re uffv. nur mü ihren Friedensbezügrn zur Knegsabgabe herangezogcn lverft-en sollen. Beschlossen wurde dre Heranzu-Hung mit den KrügSbe^ügen abzüglich der Dienflauf. wanvemschMgimg Hieraus wmde die zweite Ksmig l*# Gi,t- über die .Kriegsstern'r der schaffen vorgeiionimen. Mub SiaM rZttv CaMI« Gießen, den 29. Juni 1918. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 1. J«lt bis 7. Juli ISIS haben nachstehende Levensmitteliuarken Gültigkeit: Brotmarken der L7. Woche, gültig vom 1. 7.1918 - 7.7,1918 Buttermarken „ 27. , „ „ 1 . 7. 1918 - 7. 7.1918 Elermarken Nc. 11. 1.7.1918 - 7.7.1918 Fleischmarken , 87. „ „ „ 1 . 7.1918 - 7. 7.1918 üartofselmarken, 27. , „ „ 1,7.1918 - 7.7.1918 Setsenmarken fiir den Monat Juli 1918. Ein Umtausch verfallener Marteu findet nicht «ehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken keirr Ersatz gewährt. Nenanmclonngcn und Anmeldung von Nengeboreuen haben unter Vorlage der nötige« Ausweise, tn4besoodere der Lebensmittel-rlusweiskarte, ans dem Lebeuönrittel- amt zn erfolgen. Nmzüge innerhalb der Etadt und Wegzüge vou Gießen sind in den zuständigen Bezirken anznnrekdeu. Geschäftöstnuden des LebensmittelamleS von 9—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm. ÄtarkenallSgabe iür Urlauber: Sonntags von IN—12 Uhr vormittag». ** Dienstjubiläum. Mn 1. Juli begeht der Königl. LoKoinotivsülwer Th. Heb streit sein 25jähriges DienstjubilLum. ** Käse- Derleilung. Don Montag den 1. Juli bis Freitag den 5. J«li 1918 gelangt in einer Anzahl von Geschäften Käse >zür Berffeilmig. Siehe Anzeigenteil . ** Kleiderabgabe. Tie seit Begftm dieser Wache in die Wege geleitete Klerdersanimümg hat bis jetzt recht «ftwuttch« Resultate gehabt, wenn auch die .Zahl der vvn dem Komnnomlver- band Stadt Gießen aufznbrsiigendcn Anzüge bei weitem noch nicht erreicht ist. Es ist dal)er Twtwendig, datz diej«rigxn, dir zur Ab- liesecung eines Anzuges in der Lage sind, und bisher die Ablieferung noch nickst vorgOrommen haben, die baldigst tun. Zur Zell werden 10 o/y über den ^»urch eine Sachaerständigsikommissio« festge e!ffen Siliffhinigsiverl bezahlt. Trese Bergürffttg'.mg kommt demn(vck)it in Wegfall. Falls die form Konrmunalverband Sttürt Gtesten auferlegde Anzahl Mzüge nicht durch sirwvillige Sammlung zusam me ng ebrackst laich, wird die ReichsbolleidungssteKe wm bat für die Ablieferung in Frage komniarrden Personen die Vorlagst eines BerzersMisses üs-er ihren Bestrmü an Kleid ungsstücken vcr- langen. Tie Rickchgfett des Berzeichirisses toird nachccprüst werden. Weittre Matzna hinan der Reichsoellerdimgssielle sucd zu erwarten. Wer einen Anzug abgeliefert hat, bterbt von diesen Un- annelstnlühiellen versckpict. Tie Anzüge sind dringond noöwend-g, um die in der Rnstuirgsindustrie mrd in sonstigen kriegöwsthtig«-« Betrieben tätige dlrbellecsickBrft mit bat unbedingt erftxvderLich«^ Kleidungsstücken zru versehen. Von der Feuerwehr. Elstern abend 6 Uhr 58 Mn. erLÄrte plötzlich die Sirene auf s»er allen Hirscküu^t'he5r am MerÜ- platz. Infolge dr's Gen.n1wrs rmr in der Leitung ein Schaden entstanden und frie Sirene hatte sich selbsttätig eingeschaltet, ein Fehler, der in kurzer Zeit durch die Feirerioehr beseitigt war. Jnzloischeu hatte sich auf dem Marktplatz eine große Mrnfihon^ menge angesanimelt und es wurden alle möglichen Mutmaßrmgen laut. Tie einen sprachen von ^lliegergeftchr, die andern von Großfeuer. Wie wenig aller alle Äusflärungen des Ptilstikums in p'a Presse isiitzett, l-at sich gestern bei dem unsrei'.nilltgen Marin so recht gezeigt. Im Ernstfull-e bei Fliegeralarm hätten kne Leute M-rade das Gei-enteil von dem getan, was sbckrdig in Wort und Schrift gepredigt wird. Es kann nicht genug darauf hingewiesett werden, daß bei Fliegeralarm die Leute sofort d« Stramm vao< lass«: und in den näckx.lcn Häusern DecAmg zu ftrchs, haben. Aliffanmtlungeir aus Straßen \ctb Plätzen sind auf alle FÄle vermeiden. Aber auch bei Grvßfeueralarm ist es besser, wem, die Leute zu Hause bleiben, statt m Mengerr nach dem Brandpliatz zu eileu und die Feuerwehr i?l ihrer Arbeit zu stören. La mit den Sirerren sowohl Flieger- wie Großfeueralarm gegeben wird- und von vielen Leichen der IlittL-rschied m hm Signabm nicht erkamP werden wird, so ist eS auf alle Fälle am besten, das erste anyu- nehmeir und ferne Maßmühmen darnach zru richten. ** Vom W v ch e n m a r 1 1. Tie Nachfrage nach GemLse und Boerenobst war auf dern heutigen Wochennmrkte sehr groß. Die städtische Kleinverüaussstelle am Bvandplatz hat eine große Menge Süß- und Sauerkirschen, rote rnrd weiße Joymntisbeeren und Stachelbeeren aus Heidesheim zrcnr vorgeschriebenen Höchstpreis zum Verkauf gebracht. Da daS Gedränge sehr stark Mir, hielt ein Schutz- mttnn die Ordnung ans recht. Da die Enrte des BeerenobsteZ sich chlrch bas schleckste Wetter verzögert hat, so sind in den nächsten- Togen größere Seirdnngen aus Rhcinhessen und von der Bergstraße zu erwarten. Das vorhandene Ge:nüse, das die Stadt zum Höchstpreise verkaufte, wurde auf dem Wock^mnarkte zum Teil be- deittend über dem Höckchpreis v^kauft. Salat war in Neberkkuß da: die ersteir Erbsen und K'arvtoen waren bald ausve. kauft. Der guto Regen wird dem Gemü^em-angel bald ein Ende machen: in ein vaar Tagen kommen die Bohnen. ** Wohltätigkertskonzert. Zum Besten der Lutzor- dorff-Spende findet morgen aberrd 8 Uhr rm Hotel Fstrftenbof ein Wohltätigkeftskonzert statt. 35 Mitglieder der aus dem Felde be- ilrlaubten Kapelle des Res.-Jnf.-Regts. 222. das sich brfarmrtTitä aus Gicßener Freiwilligen rekrittiert, spielen unter Leitung hei, Kapellmeisters O. Mank. Bei dem guten Zwecke der Veranstaltung kann der Besuch nur empfohlen werden. Auch wird sicher mancher Gießener gerne einmal den .Klängen der Musikkapelle larffchen, dies draußen im Felde den Gießener Kriegern AbienLmg. Unterlxrlttmgi mrd Ansporir gibt. (Siehe Anzeige.) ** Deutsche Vaterland spartet Oberheffen. Mttttavch den 3. Juli, 8'/g Uhr, siudet auf der Liebigshöhe kp:selliges Zu- sammerffein der Mitglieder (mit Faimlle) statt. Siche Anzeigr ** GebtsürdieVerwun beten! Die Vorräte an Obst- konserven, die im vergangnten Jahre von oeickchiet««i Seiten flür die Bcrwundcttn tu den hingen Lazaretten dem Roten Kreutz gespendet wurden, sind zmn größten Teil mlfgebrwicht. Es bnnte danrll vielen. Verwrrudeteu und ^kwankcn eine große AalLwt erwiesen uvvdeir. Beim Hcrannahem der Einmachzeit bittet das 8ivto Meuz w-k'der in einer Aüfffvrderung im heuttg«i Anzeigenteil mn Zmvendmrg von Obst Von serveri (Marmeladen, Kompotte, Frucht- schtt), für dereir Zu^Meitturg aZ den nötigerl Zucker urrd dre Ellr- machgcsäße ans Wunsch ilNLntgelllich zur Verfügung stellt. — Amh wiir unterstützen diese Bitte des Rvden .Kreu-eö und hoffen, daß sie Erfolg haben inöge. ** Beschlagnahme von Fasern ans Schilf, Bast, Hopfen, uffw. ?lm 29. Juni tritt eine Nacytragsbelanntmachsna lNr. W III. 3000/6. 18. K. R. A.) zu der Brlmmtmachlmg (Nr. F. III. 3000/9. 16. K. R. Ä), betreffend Beschlagnahme, Verwendung und Veräußn-nm^ von Flachs- und .Hanfswoh, Bast' fasern, lJutc, Flachs, Raim-c, euwMschem und anßerQK^psiischem, -Han.f) und von Erzeng-.nsseu arns Bastfasern in Kraft. Es unter* liegen -auf Gnmv der Nachtragsbekairnttwack^iNg außer den beoeitS beschlagnahmten ßn^.ftÄitk'u rax:tmd>T auch Fasen: miß Kvlbcrp- sch'lf, Weidenb-ast, Lpchfen, Luvmcn. Getwidestwh. (Stranfa) und Besenginster der Veichlarpialmw. Tw VorLuf^rinrg mrd Lieferung der aus inländischem K'lbmschill und Besenginstrr geroouEen Fasern ist nur an bu' Ncss>?lanbau,-Gesellschaft m. b. H , Berlin W H Mvhrnrstraße 12—44, die Veränsienmg und Lieserm^ der aus iw ländischem Weideirbast, Hopsen, Lupinen and Grtwidesttvh ge- wor.ner.en Fasern ist nur an eine, von der Kriegs-Rohstc-ff-Abttilung des Königlich Preußpckx-!: Kriegsmiinswrinms besttmkntc Stelle der«m Affine im Ten.tfchen Niffchsanzeiger veröffentlicht w<".char nnrd, oder an Pei^onen gestattet, die eimm fchnftlicben Auchveiöi der Kriegs-Rohstoff^llöttilu^ de>s KMialich Prriitzisll^i .Krieas- minMeriums zur Dewcht,.gung deS Aufkaufs dieser Gegenstärrde erhalten l>afom. Anträge aus Erteilung eines derartigen An Gneises sind bezüalrck) WlbcnsckMs. MenMnsterfafern an die Nessel- archan-Ges«1l!ckiaft m b. H., Berlin W 8, »blimiftmfe 42-44, .Hopßm-, Lupinen- und GrtceidestwhfasM unrmttesbar an ote Beckm 8W 48, Verl. HedemamrstMße 10, -u richten. LsRdkreis Glttzen. Gteinh«4m bei Hung«r, 26. JrmV. Auf dem ?refi>e der Dhre fiel infolge schwerer Gramstvincketzimsen der Fahrer Wilhelm Litz in einem F-ddart-Regt. tm Weite«. . , .„ _ ** Lützellinden, 29. Juni. Katumier Friedrich Andev- «iaitn erhielt das Eiserne ZdrcuL 2. Klasse. Kreis Büdingen. O Lvrbach, 29. Juni. Fürs Vaterland storb der Kanonier F-riedÄch Schäfer. — Eckartsbvrn. Dar Heldentod starb der Obergefveite Heirrrich Pfeiffer. — B o b en ha u f e n. Zum Sergeanten befördert wurde der Unlewffi-ier Karl Rö d l in g, sein Sohn, Füsilier Mbert Rödling, erhielt die Hessr,che Tap- frrteits medaille. KrriS Schotten. e. Gedern, 28. Juni. Lehrer Wilh. Rothmann von Kaulstos, Leutnant d. Res., wurde schwer verwundet rmd erlag seinen schweren Verletz, mgen. Schulvermalter Philipp Schiff- m a nn von hier, der als U.rctewffizi:n: im Felde stand, starb an den Folgen einer Verwmrdung und Gasr>ergiftting im Lazarett. O Gedern. 28. Juni. Am gestrigen Hagelftiertag sand hier ein örtlrcl»^ M>issionsfeft statt, öei toelchem Mtnonar Spa ich ans Wiesbaden die Festpredigt lftell. Mm i Nachnnttag curtwars er der Jugend anschauliche Bilder ans dem Misst-onsleben seines früheren Arbeitsfeldes Jnoien. Durch Kollekten und Schrif- tenoer'kaus gtnyen für die Basler Mission 115.65 Mark em. e. 6)rotz- Eichen, 29. Juni. Zum Gemeinderechner nnirde Otto Jvst von hier ernannt, verpflichtet und in seinen Dienst .'Y Scker-dorf, 28. Juni. Mit Wirbmg vom 1. Juli iübernilmnl der aus dem Heeresdienst entlassene Bilrgermeister P h i- lippi wieder die FÄHruna der Bürgermeistmx-ft-reschäste der hiesige:: Gemeinde. — Wem HMrich Ulrich von Glashütten und dem Heinrich Appel von Breungeshain ist der Wieder- betrveL ihrer MÄtzlen ab 1. Juki gestattet worden. Kreis Frledberg. e. Griedel, 28. Juni. Gefreiter Ernst D e r n erhieA tzu dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse bk Hessische Tapferveitsmedaille. Sein Bruder, Untrvoffizi-er Fritz Dern wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse anSg^zefthrrot. e. Ober-Wöllstadt, 28. Juni. Dern Sohne des hiesigen Lebrers Schmidt, Leutmnrt der Reserve Schmidt, wurde daö Eisern« Ä^veuz erster Klasse verliehen. # Obcr-Wollst-adt, 29 Jniri. Tos Eiserne Kveuz 1. Klasse erhielt der Leutnant Schmidt. — Ossenheim. Das Eiserne Kreuz 1. Masse, früher 2. Masse, irnd Mo Hessische Tap- ferkeitsm^xville, erhielt der Unteroffiz-ier Georg Stephan. — Södel. Tie Finnische Fveicheitsuvcixstlle und die Hessisclflk' Tap- sciie-tsinedaille erhielt der Ersatz-Reservist Arranst Decket, die fische 'Tapserkeitsmedastle, früher das Eiserne Kreuz, der Gefreite; Y ddil. Lamot te. Starkrichurg und Meinhesfen. R.M. K. Ta rm stadt, 27. Juni. Für den Beitritt der Stadt M der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Landes- Universität Gieften geneftmicnen die Stadt ueoordneten einen evu- maligen Beitrag von 10 000 Marl. Hess ■Ssi! Ablieferung getragener Männeroberkleidung Mühlprat« 3 9»/,—12 m,d 2—4 Uhr, außer Samstag». Ihre VermädiunZ beehren sied anzuzeigen Dr. med. Wilhelm Rompf und Frau Erika geb. von Hartmann Darmstadt, den 27.Juni 1918. K P Mainz-Ka stel, 28. Imst. Eure ergötzliche Homster- aeschidM spielte sich in. dieser W^ste am hiesigen Bahn hon? ab. Eine Dame hatte ein Köttchcn mit einigen Pftmd Kirschen m der Haiü,, die sie chren auswärts wohnenden Verwandten brmgm: wollte. Da trat plötzlich der nrit der Ueberwachung des Bahnliofs betraute „.Hamster"-Kontrolleur an sie l-eran, um die Kirschen zu kreschlagnaInnen. Der WäclBer des Gesetzes war diesmal Kdoch an di- unreclste Adresse gekommen. Die Dante verweigerte ganz» entschieden die HcvmlSgade des Korbes, da nur die .Archen, aber nicht der Korb selbst ötMag-ackhml lverden könnten. Man zerrte znm Gandrnm der Umstel-enden am Korb:' hinüber und herüber, bis endlich der Kontrolleur sich entschloft, nach einem leeren Korbe suche,: Ol gehen. Endlich kam er auch mit einem solchen an. Mrttlenovile war aber bereits der Zug erugelaufeu, der mrter dem Gelstckster der Menge mit der siegeSstolzen Dame und ihren Kirschei: davonbrauste. ^ Nackenheim a. Nh., 28. Juni. Aus Merger über einen kleinen Obstdiebstahl hat die hier wohnende Eliesrau Zrmmermmm ihren 11jährigen Sohn mit der Axt erschlagen. Tu Frau stürzte sick dann mit ihrem kleinen Kinde nt der: Rhem. Während me Mutter noch lebend den Wellen enttnssen werden konnte, ertrank das And. Die Frau, deren Imin im Felde steht, wurde dem Mainzer Krankenhaus zugesührl. Kreis Wetzlar. ** Fellingshausen, 28. Juni. Dev Schütze Robert RAspeler, Sohn des Laitduntts Jakob NmZpÄer, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Hessm Nassau. F u l d a, 29. Jtrrct Im Städttschen Museum wird heute eine Kriegsnotgeld-Ausstelln n g eröffnet, die von ettva 1000 beutsäi-en Städten „beschickt" ist. Tie fesselnde Schau dürste die erste i!-rer Art in Deutschland sein. ., , Höchst a. M., 29. Jum. In n:chtbfsentticher Sitzung stimmte bk ötab:wrovdr.etciwSammlung einem MasiistralSantrage ans Ankauf der Rutzsabrik von Michel und Diovell für 4 5 0 0 0 0 Mark zu. Das nahezu 7 Morgen große Grundstück soll zur Erweiterung des angrenzenden städtt^n Schlachthyfes und zur Bevert- st^lung von Lo.gerräumen und HoQenbaur n ^'Nvendung ttnden. Bevkitt, 28. Juni Arw.-Del.) «egOn crrr dem 76 Jahve alten Kaufmann Adolph Löwenstzmem rau Guttcntag und an dem settRehnj äbrchen Hänslecs^hn ?{vm Wtaxd ans RenL^m verurteilte das außerordenttichc Kriegsgericht in Oppeln tmr entsprungenen Zuchtl-ctz^ler Bergarbeiter Chlebvsch zweimal Mm Tode. Wegen Raubanfalls erijürü bet Angeklagte 14 Jahre Zuchthaus. Sechs Mittäter er fattni von einem Jahr Gefängnis bis M 15 Jahren Zuchthaus. Attnft «nd rvissenschatt. — Rudolf Presber, der bekannte lhrische. rpische «d dramatische Dichter, begeht am 4. Jul: seinen 50. Geburtstag. Ui»ch!iche Nachrichte». Gottesdienst am Sonntag den 30. Juni (5. nach TrÄtttttiO. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkircha. 8: Fäll-t aus, siehe JohamvEArchr. m 2 : Psr.-Ass. Liz. Reuniirg: 11: Mil.-GotteSd. Pfr. AusfeL. 2: Kinderk. s. d. PLatth.-Gem. Pfr.-Ass. Li-. Reunülg. Actttwoch 3. Juli, abds. 8: Kriegsbctstunde Pfr.-Ass. Lrz. Reumng. -- In der Johanneskirche. 8: Zugl. CMstenL s. d. Neukonftrm. aus der Joh.-Gem. Pfr. At^iseld: 9V-: Pfr. BechbolAhMrar: 11. Kruder- kirche f. d. Luk.-Gem. Pfr. Bechtblsheimer. — -krrchberg. Vorm. 10; 11:Christen!. s. d. männl. Jugend. — Lollar. Borm 10. — Mainzlar. Abds. 8y?: Kriegsbetstunde. ttatholische Gemeinde. 6V?: Gel. z. hl. Beicht: 7: Hl. Messe; 8: Au St. d. hl. Komm.; 9: Hochamt m. Prrd.; 11: Hl. Messe m. Pred.; 2: Ctzpierrl., darauf And m. Segen; 8: Moysiusand. Dienstag uno Jratm, abds. 8: Krieasbittand. Samstag 6. Juli, nvchon. 5 u. awds. 8: Gel. z. hl. Beicht. — Diaspm;a-Gottesdie7rst am 29. Jum: Lich *&h, Snntgen 91 / 2 . Israelitische Religionsgesekischaft. Sabbatfeier «n 29. J»ri. Freitag abd.: 8.30; Samstag vornu: 8.30; nachm.: 4 30; Sabdtt- ausgang: 10.40. Wochengottesdienst; morg. 7.00, aoös. 8.00. Amtlicher Teil. Bekanntmachnrrg. Tie den Absatz des Herbstobstes fAeM, BiraM:, PflMkmen und Zwetschen) regelnde Bekanntmachung der MtchSLtttte vom 20. August 1917 (ReiaOcmAeiger 199) tritt am ^aqt oe r Ber- ftoxburtfl dieser Bekanntnwchimg auster Kmfr. Berlin, den 7 Juni 1918. Reichsstelle für Gsmüse und Obst. Der Vorsitzende; v. Till t). __ 4019 D |vER tU r^ Tl J N QE N^ l ST- we , ^ItUgB^LAtowStlftck WWW tpf. zum 1. Oktober »u vermieten 4875 Ladwiaktr. 31,1. VerlevunaShalber eine wob. ö.Ziwr.'Wohna. auf 1. Ott. 8" verm. 62SI1 Ka r, Hab», Averstr. 17. K'Zimmer-Wohunna, au<ö getlennl, mit Mansarde, znm I. ,6. l8 von kinderlosen Leuten gesucht. ?lng. n,. Preis unter 02947 an den Gietz. Anz. S-8r«r.-Va?>«g. z. vm. 02960 Kuiier-Atlee 32. Der 1. Stock meines Hauses. Saal von über 100 gm. mit Neberräumen, der von der Mitteldeutschen Crednbank seither benutzt wurde, iü vom I.Dept. an z. vermieten. Jiir Bankzwecke geeignet. Näh («oetbestc. 10». Kl. Manlardeuwobna. mit GaS a. rnh Miet., l—2 Verl., m cti». 145491 Gbel»r.D»N M anfardenwobus. Äiiie der Stadt für t bis 2 Perl, fof. zu verm. ?läh. z. erl. tm 6-ienener Anzeiger. 02896 Pension Brandt fB«Uevnel. dkenen Bäue 28. Mut möbllerlr Zimmer mit Berpslegung. Bad. Televhon 1068. Mi> tag- u. 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Juni 1918. 49OIZ Der Oberbürgermeister (Lebensmittelam t). Bekanntmachung. ichulc, Tchillerftraöc 8 - der StadtmSdchen- i« ar irgermetfta. 3.8.: Krewrien. Bcise°rt>E Ludeudorff.-Spende. VI. Gabeiwerzeichrris. . oan« für ifoichrl und 3«ö«ftriei Klasse nur I Schüierj gesucht 02941 Schulstrade 6. Tüchtige Verkäuferin gesucht. Angebote mit Ge- laltüansvrüchen unter 02910 an den Gieß. Anz. ! Wn ckr lick für 2 Stunden vorm, gesucht. 3rau Prof. Kaiser, ^ 1 4806 Gartenftrane 28 . Lnttsfrau sfksücht. Augebote unter 02793 an die Geschäfts^, des Gieß. Anz. Fräulein, ^ ^ bas mit b S r «ssr Lohnbuchhaltung SSSÄÄr ,0f0t ‘ °"uch.. A»g°b. mit I ttdustriewerke Stockheim,G. !N. b.H. Abteilung Munition. Arbeiterinnen Ordkntl. Mädchen am liebsten vom Lande, für l kletnen Haushalt gesucht. > xnAiereS zu erfr. ln der Ge- schafrSttelle d . Gteh. A nz. .Ein tüchtiges Mädchen für Küche und Haushalt zu alt. kinderlosem Eheoaare auf 15. 0uii od. 1. Aug. gesucht vonk enror,tMSwl,rI.t,der. Ludwigur.4>-, II. 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Bei geeigneter Witterung geht Björnsotrs „Wetrn der junge Wein blüht" nächsten M i t t - wo chden 3. Juli zum ersten Mal iir Szene; Anfang 3Vi, Eitde igegen 5Vs Uhr. Die bereüs zum 19. Juni gelöster .Karten gelten für diese Vorstellung. Außerdem wird heute der Vorverkauf (bei G, Ehallier) rvieder eröffnet. (Siehe Anzeige.) ** Oberhessischer Kunstverein. In der Geutälde- Ausstrllung im Turmhaus wurde eine teilweise Aendcrung der Genrätde vorgenommeu und gelangten von Düsseldorfer Künstlern neu ztkr Ausstellung Bilder von E. von Gebhardt, A. Dirks, H. Hermanns, E. Hemisch. W. Poclimann, A. Schlüter und W. Schreuec. Der Sammlung Olga Hassel manu-Kur tz wurden! 2 Bilder, „Landschaft" nnd „Tierstuck" beigefügt. Ter Malerrabierer Robert Baß-G testen hat 2 Orig.-Radierungen „Schloß Lich" imd „Motiv aus Gießen" sowie 1 Zeichnung „Marburg" ausgestellt. Jin der Giehencr Kunstsanunlung im Reuen Schloß werden kommende Woche im Kupfer- und von Ritgew-Kabrnett die gegentoärtig ausgestellten Bilder misgewechselt. Es sei daher nochmals ans die Migen Serien hingewiesen. > ** Anlagenmufik findet Sonntag den 30. Juni, vorm. 12 Uhr in der Süd-Anlage (bei günstiger Witterung) mit folgender Spiel-Folge statt: Ouvertüre z. Oper „Die weiße Tante" von Boieldieu: Ave Maria, von Frz. Schubert; Potpourri a. „Der Zigeunerbawn" von I. Strauß: Frühling in Japan, Charakterstück i von L. Jessel; Eoburger Josias-Marsch. bearb.: Voigt. ** S chwa rz - W e i ß - L i ch t s p ie l e, SeUersloeg 81. Von ; heute ab bis ein schließt icl)i Montag, 1. Juli, tritt Maria Widal in ihrem neuesten Filmwerk „Rosen, die der Sturm errtblättert"'i auf. Außerdem stehen „Alles fürs Kind" und „Tie schlaue Nera auf dein Spielplan. asse Gießen-Stadt hielt «am lebten Donnei^ag im Gewerksä-astslums eine Ausschuß- sitzuug ab, die sich in der Hauptsache mit der Erhöhung der Grundlöhne, der Beiträge und des Krankengeldes beschäftigte. Nach einer Buudesratsverordnung müssen die Grundlöh ne den derzeitigen Lohn Verhältnissen entsprechend erhöht werden. Der fAussämß beschlos. daher, über den Vo. schlag des Vorstandes, der die Einfügung von 2 Stufen vorgeschlagetr hatte, hinausgehend, vier neue Stufen des Grundlohns eiuzurichten und zwar 7 Mk., 8 Mt., 9 Mk. und 10 Mk. Da die Krankenkasse durch die Folgen des Krieges in ganz besonderem Maße belastet wird, ist es unmöglich, mit den derzeitigen Beiträgen auszukommen. Es wurde daher beschlossen, die Beiträge ab 1. Juli l. I. von 47 2 Prozent mit 5 Prozent zu erhöhen, zumal die meisten übrigen Ortskrau kenkassen diesen Prozentsatz, teilweise noch mehr, bereits seit längerer Zeit erheben, ohne daß die Mitglieder dieser Kassen die Dorre le der freien ärztlichen Bchcrudlung der Fauälienmitglieder genießen. Mit Rücksicht ans die derzeitigen wirtschastlitl)en Verhältnisse wurde weiter beschlossen, mich das Krankengeld zu erhöhen, und Uvar für Verheiratete auf 60 Prozent, für Ledige aus 65 Prozent des Grundlohns. Tagung der Evangel. Kriegsgefangenenfürsorge. Unter dem Vorsitz des Geh. Konsistorialrates Jäger-Bierstadt fand am Dienstag den 25. Juni die diesjährige Jahresversammlung der Ev. .^egsgefangeuarsürsooge im Hotel Müller u Bad Nassau statt. Nutzer den aus allen Teilen des Neides erschienenen Vertretern der verschiedenen Larrdes- und Freriirchens Deutschlands hatten der Oberpräsident der Rheinprovinz Herr Oberregierungsrat v. Dult zi g - Koblenz, das Kgl. Preuß. Lan- des-Ockonomiekollegium, Berlin, Herrn Ockonomierat K e i s e r - Berlin, die Zentrale für Siedlung und .Rücktvanderung Herrn Professor S o hn re h- Steglitz, sotvie eine Anzahl Vereine besondere Vertreter gesandt. Außerdem befanden sich unter den Anwesenden der Dezernent für Literatur des Kgl. Polizeipräsidiums Berlin, Professor Tr. Brunner, Dr. Kroker vom Sächsischen Landcsverein für innere Mission und der Bisrchch der Mtkatl-olischen Kirche Tr. M o o g - Bonn. Ihre Kc;l. Hoheit die Frau Großherzogin Luise von Baden und L-r. Durchlaucht der F ü r st von Lippe ließen der Versammlung Grütze übermitteln. Beiden Fürstlichkeiten wurden Huldigungstelsgramme gesandt. Direktor Schriftsteller Br epo hl -Nassau erstattete den Arbeitsbericht. Bürgermeister H a s e n c l e v e r - Bad Nassau erstattete den Kassenbericht. Nach Erörterung geschäftlicher^ Fragen überbrachte Oetonomie- rat K e i s e r die Grüße des ain Erscheinen verhinderten Präsidenten des Mgeordnetenhaüses Exzellenz Gras Tr. S ch w e r i n - L ö - Witz und Professor Sohn rep solche Sr. Exzellenz des Herrn Staatssekretärs v. L inde q ui st. Es fanden dann Ergänzuugswahlen statt. Professor Bernhau s e n - Marburg, Professor .Rade-Marburg, wurden in den Vorstand und zum 2. Vorsitzenden, vorbehaltlich der Annahme, Se. Exzellenz Staatssekretär v. Lindequi st-Berlin gewählt. Ter Ausschuß wurde um 12 Herren erweitert. Bon >JHrer Kgl. Holest der Frau Grvßherzogin von Baden lief auf das gesandte Hub gmrgstelegramm folgende Antwort ein: An den Direktor der w. Blätterveveinigung, Herrn Brepohl, Bad Nassau a. d. Lahn. Tic freundliche Begrüßung, welche ich gestern abend aus Anlaß der Jahresversammlung der Ev. Blätterveveinigung erhielt, hat mich außerordentlich erfreut und ich möchte meinen sehr aufrichtigen Tank dafür mit den Herzlichsten Segenswünschen verbinden für die fernere segensreiche Entwicklung und Förderung der so sehr hilfreichen mrd weitverzweigten Tätigkeit, der Ihr Verein seine Kräfte in selbstbiser, mrerru üblicher Arbeit widmet, möchte Gottes Segen auch ferner darauf ruhen. Gwßherzogin Luise von Baden. Der neueste Bericht der L)eere lertung. Cctztk .Nncbrrcltten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 29. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupprecht. Nöwlich der Lys sind heftigem Feuer Jnfanteriean- griffe der Englärrder gefolgt. Dreilualiger Ansturm gegen Mery brach unter schmn-en Verlusten äusammen. In der Mitte des Karnpffeldes drang der Fvürd in Vieux-Berquin ein. Gegenstoß der Bereitschaften brachten ihn dort zum Stehen und warfen ichl über den Westrand des Dorfes zurück. Nördlich non Merviltt sä)citerten die fti.ndlichen Angriffe in unserem Feuer. An der übrigen Front flaute die lebhafte nächtliche Artillerietätigkeit in den Vtorgensttlnden ab. Südwestlich von BucquohS wurden stärkere Vorst ße gemacht, mehrfache Er- kundungsabteilungen des FnutzeS abgewiesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südlich der Aisne griff der Fmnzofe nach starker Feuerwirkung an. Bei Ambleny wurde er nach hartem Kampfe abgewiefcn. lieber Cutry hinaus gewann er Boden. Mffer Gegenstoß wttrf ihn auf oie Htzhen beiderseits des Ortes zurück. Versuche des Feindes, unter Einsatz von Panzerkraftwagen den Angriff feiner Instruierst weiter vorzu- tragen, scheiterten. Am Walde von Villers-Eotterets stießen wir dem weichenden Feinde bis in seine Ausgangsstellungen nach und machten Gefangene. In der Luft erlitt der Feind eine schwere Niederlage. 19 feindliche Flugzeuge wurden abgeschosstn. Leutnant Udet errang seinen 35., Leutnant Löwenhardt seinen 39. Lnftsieg. Siidwestlich voll Reims wurden bei einer kleinen Unter-' nchmung 20 Italiener gefangen. Ter Erste Gener lauarliermeifter Ludendorff. ^ * ^ * * Die Vorgänge bei der ehemaligen nrssischen Schwarz-Mrrr- Flotte. Berlin, 28. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Ter in Litauisch- Brest zrvischeu Rußland und den Verbündeten abgeschlossene Ftte- densvertrag sieht in Artikel V vor, daß die russischen Kriegs sch cffej entweder in russische Häfen gebracht rmd dort bis zum allgemeinen! Friedensschluß bleiben, oder, falls sie russische Häfen nicht erreichen können, in fremden Häfen entwaffnet und unbeweglich gemacht werden müßten. Einzelne Teile der Schwarz-Meer-Flotte setzten sich über diese Bestiuunung hinweg und kreuzten auch nach dem Frie- densschlnß weiter im Schwarzen Atter und Asowschen Meer. Nach und nach nahmen sie sogar eine feindlick)e,Haltung gegen die verbündeten Strcttkräfte an rmd zwangen dadurch diese meh-ftach bewaffnetem Einschreiten. Im Verlaufe des Frühjahrs wurde es immer klarer, daß der Einfluß der Aäoskauer Regierung aus einzelne Teile der Schwarz-Meer-Flotte gleich Null war und daß diese Flottentette vielmehr selbständig den Krieg sort- setzende Freischaren auf dem Wasser d-arstellten, die nxan auch mit dem Ausdruck „Piraten" bezeichnen kann. Erst mit der Besetzung der Halbinsel Krim und des Kriegshafens Seba- stopol wurde Ende April der größte Teil der ehemaligen russischen Schwarz-Meer-Flotte an weiteren Verstößen gegen den Brester Frieden verhindert. Tie wichtiwten und neuesten Einheiten der ehemaligen russischen Schwarz-Mcer-Flotte hatten sich xedoch eut-- gegen der- in.Brest vereinbarten Regel nach Noworossisk l^geben und verweigerten die Rückkehr nach ihrem Ausgangs Hasen. Für die verrvorrenen Verhältnisse an Bord dieser Schisse ist es bezeichnend, daß sie in wenigen Tage:: mehrfach die Staatsangehörigkeit wechselten und nacheinander die rote Bolschetvistenslagge, dann die rotgoldene Flagge der neu gegründeten russisclxn Republik, dann die blau-gelbe Flagge der ukrainischen Republik und neuerdings wie- !der die' weiß-blaue Andrcasslagge des rrffsiscl)pn Käiser reich es setzten. Neben den Besatzrmgen bevölkerten auch Frauen, Kinder und Zivilistten dixse Kriegsschiffe. Nach den Erzählungen russisches Seeoffiziere und Matrosen, die sich diesen unklaren Verhältnissen.^ durch Abreise entzogen, muß mtter den Besatzungen dieser Schiffe weitgehende Meinungsverschiedenheiten geherrscht haben. Im Verlaufe dieser Streitigkeiten ist Mttte Juni das Groß-« k a m p f s ch i f f „S w o b o t n a j a R o s s i j a" (früher Jekate- rina IO durch einen Torpedoschnß des russischen Torpedobootszerstörers „K^erisch" versenkt worden. Auch einige Torpedobootszerstörer ffelen diesem Kampfe zum Opfer und smd nach Angaben der erwähnten Offiziere an der Osttüste des Schwärzet Meeres versenkt oder auf Strand gesetzt worden. Das Großkampfschiff „Wolga" (früher Imperator Alexander III. gena.utt) sowie mehrere moderne Törpedobvotszerstörer kehtten am 19. Juni nach Sebastopol zurück, wo sich nunmehr die gesamte für Kriegszwecke noch brauchbare ehemalige russische Schwarz-Meev' Flotte unter deutscher Kontrolle befindet. DaS Mrristerium Sewler verbleibt im Amtr. Wien, 28. Juni. (WTB. Nichtanttlich.) Die „Wiener Ztg." bringt nachstehendes Allerhöchstes Hmidschreiben: Lceber Ritter Tr. o. Seibler! Wiewohl der in meinem Handschreiben vom 23. Juni d. I. vvrbehaltene Versuch, die Schwierigkeiten zu überbrücken, »velche mein österreichisches Ministerium zu seiner Demission veranlaßt haben, bisl)er noch nicht ztu dem gewünschten Erfolg geführt hat, ftude ich mich dennoch bestimmt, die Demission nicht anzunehmen, und hat das Ministerium demnach ineiter tut Amte zu verbleiben. Da es aber anderseits mein fester Wille ist, keine Unberbre-ehung m der parlaureittarischen Negierungssoxm eiuttettn zu lassen, finde ich mich bestimmt, den Reicl)srat zur Wiederauffrahme seiner Tätigkeit für den 16. Juli d. I. einzuberusen. Karl m. p. Göerhessen. MiM-°ch den I. Juli, 8'/, Ubr, auf der Li-bigchSH- i E-,eiliges Zusammensein der Miiglieder L> Llglich Grefte Ktlnftlerkonzerfe L> L> L» L L» Hur 3 Tage bis iickl. Montag Oo oerpfu festes Heben ober Das geborgte Heben 6anz berporragznbes öefellfctjafrsbrama in 4 üklen, i. d. f). £ya Borr6, Victor Janfen. hufjerbem die entrückende custspiel-llomtüt in 3 Nklen: 8 c!mgfr-V/öi 88 -Uoi,r 5 piö!s Täglich KräoMtler-Konzerte —— IT. Film nnnerer Urban-Gad-Serie 1918 T&- Uraufführnng -«w ROSEN, DIE DER STURM ENTBLÄTTERT Ergreifendes Liebes- und Oe.ellschaftsdrama in 4 Akten * ÜtSÄi, MARIA WIDAL „ALLES FÜRS KIND“ ln der Hauptrolle die gefeierte Künftlerin Kita Clermont. Filmschwank in 3 Akten mit MKUTA SP^FTRI ]0£(BKRT Ät’LHDLLER SLÄ-.O a EIKEHT ßie schlau*© ßierss! Die lustige Akrobatin. Statt Karten Renditen $: Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Sara Ru3 Dawid Halperin den 26. Juni 1918 daXzxiua der öicßenerKmüerfürforgel beitrage nehmen an: 2352D Miltelämrsche Creditbank Bnincr ck Krumm, vahnhoMraße 40 Leopold Mayer, Jahnhoftlraße 63 ]. 1 ?. fuhr, Sonnenftraße 25 Schwester Anita kermanny, frankfurter 5 tr. 7 z Gießen Fulda ... 7 . wun Einmachgläser und Zucker ----- werden auf Wunsch zur Verfügung gestellt. ------- Die Vorsitzende Ver Vorsitzende der Rlice-Zrauenvereinz der Zweigvereins Eietzen Zweigverein Gießen vom Roten Rreuz 5 rau B. Gebhardf wiener. Oats Astoria 388 Jeden Konnta^ Künstler-Konzert Empfehle vorzügliche Getränke, Torten und Eis. Die früher von den katholischen Schwestern geleitete Klein» Kinderheimle in von dem Ortsausschuß für Kranen« rb eit tm Ärrege Frankfurter Str. SS p, neu eröffnet worden. Anmeldungen daselbst Wochentags vormittags von S—IS Ubr. Cafe Amend Künstler - Konzert Raadelsschnle l v. G. Hermes, Gies«en, Bahnh fstr. 60. Toi. 1097. , ° Oe.gr.19vst. 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Bepler II. und Familie Familie Georg Bepler VII. Familie Joh. Will Hornsheim, Eiserfeld und im Felde, den 28. Juni 1918. 029&4 Moderne Schiefer in allen Farben sowohl abgepaßt wie am Stück, sind ln reicher Auswahl am Lager. 4 * 0 » Q7/bfJchnus'\ a!omo n. Gassparherde Gastische Gaslampen 0Kn ) empfiehlt billigst Inst.'Geschäft, • Tgöittkt, ^udwigstr. 40. Zöpfe Hanrun 1 erlag.,Locken,Dreher sowie alle sonstigen Haar- arbeiten werden schön und dauerhaft augesertigl in dem Spezial Damen-Frisier- n. Haargeicküft Hermann plan! Wwe. Seltersweg 8. Du treuer Oatte, braver Sohn und lieber Bruder, Du uns’re Hoffnung, lebst nicht mehr, Du starbst zu früh in Feindesland, Du reichst uns nicht mehr deine Hand, Du sankst dahin, wie Rosen sinken, Wenn sie in stolzer Blüte steh’n. Im Jenseits werden wir uns finden, Im Jenseits werden wir uns wiederseh’n. Immer hattest du die Hoffnung, Deine Heimat bald zu sehn; Doch es war dir nicht beschieden, Daß wir uns nochmals konnten seh'n. Ach lieber Gatte,herzensguterSohn und Bruder Nun bist du schon in Himmelshöh’n; Doch dieser einz’ge Trost uns bleibet, Daß wir uns dorten wiederseh’n. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die erschütternde, tieftraurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, unser guter, braver, unvergeßlicher Sohn, Bruder und Schwager Eduard Mölcher Sergeant im Feld-Ärtillerie-Regiment Nr. 27, 1. Batterie, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der hessischen Tapferkeitsmedaille nach fast 4 jähriger treuester Pflichterfüllung im blühenden Alter von 30 Jahren am 2. Juni abends 11 Uhr den Heldentod für sein Vaterland gestorben ist. In tiefstem Schmerz: Frau Kath. Mölcher geh. Rcpp hcinr. Mölcher XI. und Frau Wiesbaden, Lardenbach, 29. Juni 1918. Willi. Mölcher und Frau Heinr. Mölcher Adolf Mölcher Giefiener fr eiw. Feuerwehr. Montag den 1. Juli, abends pünktlich 8 V, Uhr: Uebung Vollzähliges Erscheinen erforderlich. ‘ ew c £>a* Kommando. Freiwillige Versteigerung. Am Mittwoch den 3. Juli, dorm. 10 Uhr beginnend, sowie die folgenden Tage versteigere ich im Auftrag der Erben der Eheleute Balenttn Hedrich zu Lautrrbach an Ort und Stelle die gesamte Einrichtung de- Hotel-Restaurants „gum Anker" in Lanterbach, bestehend aus: 10 Fremdenzimmer«, sowie Kleider- schränken, Tische», Stühlen, Tafel- klavier, Eisschränke, Blumentisch, Leitern, 2 Regulatoren, Spiegeln, Bildern, Vorhängen, sämtl. Küchengeschirr, Porze lle.n, Gläsern, Flaschen, Eßbestecken, Küchen- und Dezimal- wage, Belenchtnngskörperi: und vielen anderen Sachen gegen Barzahlung. Die Sachen sind gebraucht, jedoch noch sehr gut erhalten. Die Besichtigung kann am Dieri»tag den 2. Juli, von 10—12 und 2—6 Uhr, erfolgen. Ludwig Schuch, Auktionator. 4873D Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Naehricht, daß unser innigstgeliebterf treuer,|braver Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Kanonier Heinrich Deines Feldartillerie - Regiment 260, 8. Batterie Inhaber de« Eisernen Kreuze« II. Klasse and der Hessischen TapferkcltsinedaiHe nach beinahe 4 jähriger treuer Pflichterfüllung im Alter von 28 Jahren sein noch so junge« Leben im Kampfe fürs Vaterland lassen mußte. Et folgte seiner am 16. April d. J. verstorbenen 15 jährigon Schwester. In tiefem Schmerz: Iitadwfg Deine« I. and Fraa Lindenstrath, Ruppertenrod, LodIm Deine« ged. Appel Lehnheim, Retnnardshaln, Ludwig Deines, z. Z. in Urlaub den 28. Juni 1918. Pauline Deines nebst allen Angehörigen. 02994 Todes-Anzeige. Heute mittag verschied sanft, nach langem, schwerem, mit grosser Geduld getragenem Leiden mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Velten Hilfsweichensteller !. P. im Alter von 55 Jahren. In tiefer Trauer: om6 Elisab th? Velten ged. Müller Wilh. Veiten und Familie Grossen-Linden, Wilhelms- Ober-Maat LudW. Velten haven, den 27. Juni 1918. nebst allen Verwandten. Die Beerdigung iindet Sonntag den 30. Juni, nachm. 3 x / a Uhr, statt. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß gestern morgen 6 Uhr infolge Lungenentzündung unser liebes Söhnchen, Enkelchen und Neffe Heinrich im Alter von 9 Monaten entschlafen ist. In tiefer Trauer: zrlldrich vecker und Zrau §mma „„ , aeb. Naumann nebst alle» Ausebörigcn. Saasen, den L9. Juni 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den SO. Jnni, nachmittags 3 Uhr, statt. 03fl81 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während des langen Krankenlagers und bei dem Hinscheiden unserer lieben Ent- schlasenen, sowie für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspcnden sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten und meinen Schülern und Schülerinnen aufrichtigsten Dank. Auch danke ich Herrn Pfarrer Hainebach für die trostreichen Worte am Grabe. Für die trauernden Hinterbliebenen: Hch. Bnß, Lehrer. Leihgestern, 29. Juni 1916. Qott der Herr hat unsere gute, treue Mutter nach schwerem Leiden im 84. Lebensjahre in seine Ewigkeit gerufen. Wir teilen dies Verwandten und Bekannten mit und bitten um stille Teilnahme. Für die Hinterbliebenen: MM Schwalle, Plärrer, oad Freu Anna ged» Flick Jault, Bakan, mi Frao Lina ged» Schwabe. M Oießen und Planig, 29. Juni 1918. 4915D Die Beerdigung findet Montag den 1. Juli d. J., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, meine liebe Tochter Frau Marie Seip 4900D im Alter von 34 Jahren am Donnerstag den 27. Juni, morgens 5 Uhr, in der Klinik nach kurzem, schwerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen: Herveant V* lihelm &eip, s. Z. im Felde fielni Help Mariecheu Help Frao KUee Sauer Familie Welcher, Lieh. Oießen, den 29. Juni 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 30. Juni, nachmittags 3 Uhr, au dem Neuen Friedhof statt. 029N2 w 'M<" MM: .'X - , . .. ... ... ,s fürs Vaterland »tarben im verflossenen Halbjahre wieder zwei unserer Kunstgenossen: Am 25. Marz Leutnant Reinhard Kauß ^mldde?' K?rSir HeN^Tap^TrkJitiraedatHe nnd des Kesgfschen Kriegs-Lhrenselchens in Eliea, am 19. April Blinker Heinrich Geißler Blinkerznjc 44. Ein ehrendes Gedenken ist ihnen gewiß. Gießen. den 28. Juni 1918. 4879v Msctafi „Oaheisbenjer“ und BaieoaliJeilsag e, l A. Karnbach, I. Vorsitzender. Statt jeder besonderen Anzeige. Am 13. d. M. fand in den letzten schweren Kämpfen durch Schuß in sein selten treues Herz den Heldentod unser stets bescheidenes, heißgeliebtes Kind, unser unvergeßlicher, sonniger, jüngster Sohn, unser treuer Bruder, Bräutigam und Schwager, der stud. ing. Fritz Gail Leutnant der Reserve in einem Feldartillerie-Regiment Inhaber des Eisernen Kreuzes im Alter von 24 Jahren. Rechnungsrat Gail und Frau • Luise Gail geb. Biehl Georg Gail Gustel Habicht, als Braut Emrny Grein. Rotenburg a. F., den 28. Juni 1918. wo W ! W M t Z 'D >■ So ruh’ nun in Frieden geliebtes Hera, Denn du hast den Frieden und wir den Schmerz. Wir konnten dich nicht sterben sehn, Auch nicht an deinem Grabe stehn, Und weinen wir auch noch so sehr, Der itaieg hat kein Erbarmen mehr Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung! Todes-Auzeige. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die tieferschüttemde Hcherl Gefreite Karl Weller , . „ Inf*mtepie-iE6esfi«n©iit 341. 5. Kompanie Ink. d. Eis. Krenzeis II. Kl.n. derftless.Tapferkeitsniedaille nach 3jähriger Pflichterfüllung. im Alter von fast 24 Jahren, durch eine feindliche Granato getroffen, am 3.