V.M tifäc tru iciqlkfc, autzer Sonntags. - Beilagen: Aietziner ^!i\' uWaittr; Kiesiic» ßU len Kreis Sietzc«. Vczilßspreiz: monatt. M5. l.20. vlertei- iährllch Dck. ß.6- ( ; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl All. 1.1durch diePost Dik. 3.60 viertet- lährl. ausjchl Bestsllg. Kernsprech - Anschlüße: wrdieLchrist ilnngllS D«rlaq,K sschä' is ftctieöl AnschrillsiirDrablnach- nchten. ANzeiger Gietzen. Erstes vlatt M. Jahrgang pofffcheckkorrto: ZkMchur! a. Li. U68b Donnerstag, 2 . Zun! \%S Vankverkehr: Gewerbebank Gietzen 3w!llingrr«nd-niS u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vach. u. SteinSruckerel R. Lange. Schristleitung. Seschästrstelle u. vrmlerei: Schulstr. 7. L.u^u^.ue dorr Anzeige« l. die LaqeSnnmmer bis zum Nachmittag vorder ohnejedePerb'.iidlichkett Tettenprelke: für örtliche v. nzeigen 26 Pf., für auswärnge 3) Pf., ür Reklanien Dik. 1.—: der Pagvor- fchrist 2 1 ) °/ 9 Aulstdlaa. Hauptschristleiler: Au^. Goetz. Perautwottlich für Politik u. Feuilleton: Aug. iÄoetz; Stadt !>.>b Land,Ver,nischte9u.>Äe* richtssaal: W. Meyer; Anzeige,ite»L: v. Beck; |ä null et) rn Gienen. (WTB.) GrotzeS Hauptyuartirr, 26. Jruü. sAmtlick.) ^ Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupp recht. Südlich der Scarpr griff der Engländer gssti'rn stütz mit mehreren Kompagnien in breiten Abschnitten an. Del Fnrchn und Neuvitte-Vilasse wurde er im Gegenstoß zurück- reworfen. In den Nachbarabschnitten scheiterten seine Vor- toste in unserem Feuer. Am Abend lebte die Artillerretätigkeit fast an der ganten Kraut auf. Zwischen Arras und Albert und beidersnts *cr Sonrme blieb sie mich während der Nacht lebhaft. Mehr- fach stieß der Feind zu starken Erkundungen vor. Er wurde abgewiesen mifc liest Gefangene in unserer Hand. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Aorc und Marne zeitweilig auflebende Ge- stchtstätigreit. Westlich der Oise erbeuteten wir in Vorftld- kämpfeu französische Maschinengewehre. Ein feindlicher Teil- angriff nordwestlich twn ChLkeau-Thierry wurde abgewiesen. Heeresgruppe Herzog Albrccht. Nördlich vom Rhein—Marne-Kanal brach baperi'che Landwehr in die französischen Stellungen nordwestlich von Bures ein und brachte 2 Offiziere und 46 Mann Gefangene zurück. * Aus einem feindlichen Geschwader, das am 24. Juni östlich t*m Doisfvus bis zur AiSne zum Bombenwurf vor- drantz, nmrdrn 5 Flugzeuge abgefchofstn. — Gestern wurden 12 fewdliche Flugzeuge und 3 Fesselballone zum Absturz gemacht. — Leutnant Udet errang seinen 33., 34. und 35.. Leutnant Kielstern feinen 27., Leutnant Rumv feinen 24., ! Leutnant Beltjems seinen 23. und Leutnant Billik feinen 21. Lustsieg. Der Erste GeneralymrNiermejster Ludendorff. I 9 Der «»endvericht. Vrrf iv, 26. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Mn den Kampffronten nichts Neues. Der Rachstatz ist gestern wieder in ein etwas ruhigeres mhrn>asser geraten, nachdem die Fvakrionen beschlossen - y 3 tn 'J' a * Zurückhaltung aufAuerlegen. Wie ein Watt mit- | etli, haben sich u .a. Herr Grzibevger und Dr. ^ Wiemer ß^nder Rednerliste streichen lassen. So blieb die Frage * stwerührt, vb in der Leitung unserer mrswärtiaen Politik nne Aenderung eintreten solle. Der Berliner Mitarbeiter I Ztg.", der lost sehr aufgeregt den Prügel der Ocehchert schwingt, berichtet, in interfraktionellen Be- ( wenigen sei ^ festgestellt worden, daß die Reichstags- . nehrheit noch hinter Kühlmaim stehe und daß Graf Hert- I/A Herrn v. Kühlmann nicht desavouiert hal^ und nicht desavouieren wollen. Gleichzeitig vergißt dieser Gewährsmann nicht, auch ein grollendes Wort über den I m sprechen, der, mrsterhalb von -Parlament 1 Regierung stehend, schon so oft entsck-eidenden Einfluß »'NsHeudt habe und möglicherweise auch in die Kühlinann- I ense emgreifen werde. Natürlich ist damit die Oberste » xeuesleitung gemeint, deren Mitwirkung bei der Kriegs-und z Friedensstage der „Franks. Ztg." oft schon ein Dorn im wM. MeQercht ist aber die Mehrheit gar nicht so 'estrg mit eigeiuvilligem Beharrungsvermögen geladen, als s m dem genannten Matte hingestetlt wir!). Ddan fühlt cke Schwack^ der Situation für eine etwaige Wieder- wlmiy berühmter „Entschließungen", und im Zvieget der Erscl)eint die Stimmung der Mehrheit keineswegs nMeden günstig für Mhünann zu sein. Der Staats- ervetar erhielt auch von Zeitungen der Lircken eine kühle t f^ at ^st, bei der „rednerischen 8 ^Mng^ Naumanns habe sich der Beifall „auf Deite der Volkspartei und der Sozialdernvkratie do- » zSSlJ ^^nd der Abgeordnete Stresemarm ,^eradeMi M Änderte Zustimnru.ng" erlveckt habe. ,/Ofser^bar", so fährt 1 8% fort, „teilt der Reichstag die Sehnsucht ^^oßen Massen nach einem politischen Führer, dem ^evenso bedrnMngswS zu vertrauen berechtigt sino, wie die uirser Heer zum Siege führew' lDer * tnb seine Berechtigung, «ÄSE. ^lrtrsch mrtzusprechen, werden im allgemein^ «was anders bervertet, als es in der Tranks Ä®* SJ*™' ^ StaatsseEEr t>. Kühtm-mm eigenmächtig 0 ^ 0 ^ f« tnbetn er mit seiner Rede nicht im ®im SStSf uviy Sleichberechtigten F Mlllttte seiner vordersten Linie in Besitz nahmen. So sind denmach dank der Tapferkeit und dem herzhaften Zugreifen unserer in ungebroa-ener- Kampst'nrft fechtenden Truppen alle italienischen Anstrengungm, das am 15. Juni eingebüßte Gelände zurückziservbern, blutig gescheitert. Bei der Heeresgruppe des Feldurarschalls Bsroevic keine besonderen Ereignisse. Der Chef des Generalstabes. * * " Soh der ita? ienischen Front. 27 Jum. (S. 9L) In auffälligem Widerspruch zu der holbamll^en italienifchxu Berfuüerung, datz die Ve » luste der Diazschen Slreitkräste 100 000 Manu nicht erreichten, stehen Sondermeldungen über dre notgedrungene Umgruppierung aller italienischen und verbündeten Praveaufgebote. Lloyd E-orge über die irische §rage. London, 25. Sjuri. MTB.) Reuter. Unterhaus. Lloyd George sprach im Verlaus der Diskussion über die Lage in orlanb Ül>er bi« Homerule-Frage. Er bat um Nach- sscht für die R-merMg. Problem läge in der Frage, wie man r l «Y me völlige Zustimmung seiner Bevölkerung regieren solle. Er ^ast in denkbar, daß eine solche Entdeckung nichts bleuten sollte? S^e hat dre Atmosphäre der Einstimmigkeit, die pch rn Irland wre in die,em Hause zu bilden begami, zerstört E zweite bedeutende Tatsache war die Haltung der Kircke gegenüber der Trenftpflicht. Die Kirche verbildete sich mit der Bewegung, die die Oberhoheit des Reick?es l>ercmsforderre. Das war eüT; verhängyisvollsten Jrrtümer, den die Kirche begehen konnte. Es machte für den Augenblick jeden Versuch einer Gesetz- ^ jcn * Stimmung wieder beseitigt und die Atmosphäre der Elnsirmmigkoit wieder hergestellt war. Tie ganze Sttlnnrung der Umonvten in Irland, die zum Einlenken bereit toenren, tft inngeichlagen. Es w-ird hoffentlich trotzdein möglich Ähnlichen Geist imeber zu schaffen, der einmal alle Parteien hier und m Irland beherrscht hat. Vielleicht ist es ,o^rr möglich, das Problem während des Krieges zu lösen Cs ist bllre ME Angelegenheit, es ist ein Kriegsproblem. f0 ^ rb f ^ Durchführung des Krieges Deshalb mag Carson etwas von dem tz^eiste, den auch jetzt beweisen und seinen ^Änlleilen Gnrstnß m Ulster ansivenden, um die Annahme der Maßregel sicherzustellen, dre es denl irischen Volke erleichterir wurde, bie Glnhett des Reiches anzuerkermen. Die Regierung bleibt ber ihrer Politik, die sie am 9. Aprü bekannt gab. In der prakssscixnl Ausführung derselben laßt sie sich von den Männern leiten, denen sie die Venvaltung Irlands an vertraut hat. Das Hans wird sich ^Bitterkeit, die b.crch die Torheit der letzten Wochen in Irland hervorgerufen wurde, bewegen lassen, sich m dre Dirrchführuug dieser Politik emzumischen kämpfen für densÄben Grundsatz, für den ÄAand kämp^' mw bernt ist, freiwillig seinen Anteü an diesein .^mpf aufzuuehmen. GS ist mcht wir mcser Krieg, es ist der Kn eg für die Zivilisation. Asquith, der nach Llopd George sprach, schlug vor daß man die letzt m England weitenden Vertreter der Domi- ^ons. die dem Reichskriegskabinett angehören, bitten solle Frage zu enttverfen. Sie ^Aufgabe aussühven, dle ton größerem Lebeiisbelang mt das Reich oder wichttger für dre Führ,mg des Krieges wäre Ans der letzten Rede Asguiths. (WTB.) LLus der Unterhansrede Asqurths ^ snw noch folgende Satze hervorzuheben: -ckw habe das Gesachl — meb wer von uns liat das nicht? — T^^^ r r an der, Krrttk bezugllch der Kriegführung beizutragen. Das ist zweuellov dre erste den Mrtglredern des Hauses oblie.Mrüe Pflicht La sen ^re ms nicht unsere Augen vor d-mr Ernst der Lage ver- brn kein Alarmift und war niemals Pessimist; ich ™\ e r2l5? ^ rmurer von der Gerechtigkeit uniT dem mver- merdlrchmr Triumph der- großen Sache, der wir uns verpssickst-et haben, uoerzeugt.^ ^loer um lo m-hr geziemt es sich meinesErachr.mZ für uns, den Gerft vmr — ich will nicht sagen OptimismriS — .aber v ^^chtrg-tem Selbstvertrauen gänzlrch beiseite zu lassen. Die ’* ü ^eimchtig und die Lage viel zu ernst für retho- ^che Glanzimftmgcn. Ich bitte die Mitglieder des Hmsses, der das Be,te zu geben, was jeder von unS in Form von patrrotrsaiem Rat rmd ernfter Unttstützung zu geben vermag. Troelstra. . n .^ 0 u, 26. Juni. (Reuter.) Urrterhans. In Beairtwortung erner Anfrage erklärte Lord RobertCecilim Namen der Re- r^^2 9 '- Droel stro imcrbe die Erlaubnis, anläßlich der Ar- berperkonferenz Englarrd zu besuchen, verweigert. Maar ging dabei derErwagmg aus, daß es mter keinen Umstanden im öffent- »LLÄL Der Drntschenhatz einer englifchen HandelSkaA«,«-. tvi- r^,^' fWTB.) Ter .Dlill» Mail" juW*. «chm die Sondclskammer tu Dorkina rate eitüdjCirfuaM nst. m IjeT »wi dem gänzlrch unbeyrLrktten Hasse des deutschen britische Reich und von grausamer Bchandkung der bntt chen Gefangenerr rn Teirtsckstand gesprochen und erllärt wird Bedingungen d^ künsügen Friedens! seur nrogen, diese Handelskamnrer für einen Zeitraum von 2b Jab-, ren l e o e n D e u 1 s ch e n von der DtttgliLdschm '1 a u s s ch l i e ß e n - fairer mtt allen rhr zu Gebote stehenden Mitteln alle Güter denk- ^?r Herkunft oder Fabnkcttwn boykvttteren und es ablehnen wird, Ä Gcschaftshauscnl Geschäfte zu nva-irnr oder mit ^ Gefchäste Beziehungen zu unterhalten. SP; rrgendwelche Zeitung oder Verüsmttlichmrg, zu Unterftützen, dre Inserate über deutsche Fabrikate ausiriimrrt. Kerenski rn England. Londo n 26 Juni. (WTB.) „Central News" meldet: Keren skr ist rn England angekonrrnen. Line Verteidigungsrede Wekettez. 17 tJ? 11 ^ a ? e J\' 26- Juni. (WTB.) WgüorLnrettnlwns. Bor dem ttebergang m dre Tagesordnung verlangte der A'ogeo'-dnete La^ vusKY von der Kawlyipa^ei die Abdankung der Regierung, weil re dre Wahlrewrmrm Sttche lres). Der Redner bomttragte schlich- sich, dre Wahlreformvorlage von der Tagesordnrmg abyusevcn. (Großer Lärm rechts.) Minssterpväsident Wekerlc erklärte, es ser richtig, daß in den dre Arbeit eingestellt -vorden sei. Selbst dre Zeitungen erscheinen nicht, was umEmehr zu bedauern ser, als rnfvlgedesien die verschie-densö-n Sckrcckens-, nachrrchtelr und dre größten llarwahrheieen Verbreitung fänden So werde eure Agrtzatwn geschürt, damit die Arbeiter die 'Arbeit nrcht aufnehnrerr. Zu d-iesem Zivecke würden titzflich Flug'.etttl vertellt, rn deiren es herße, es bäürfe nur dar, ZAübauer denn du, Tage der Regrermg seren gezahlt. In einigen Tagen schon lverde ^ueue Regrermnst üonrmen. „Es ist absolrtt umnöglich" fuhr ^ Regrerrrngsgewalt von einzelnen provisorisch gebildeten Organriatronen, Llrbeiterräten und dergleichen ausge^ ubr wevdeir kam. (Langanhaltender Beifall rechts, großer Lärm «uk der «ußechvir Linken. Rufe: Das ivollen die Arb-Ater auch nicht, daß sie von mlauteren Elementen regiert .verdeu Gro ßer Lä rm lmks.) W^kerle fortfahrend: Die Arveiter forverü dre Entfernung der (^ndarmerve md die Errtsenduirg von Mili^ • ar oi ITt Fabriken. B'n wirklich das Interesse des Polles rnr ^lllge hat, der muß wünjchm, daß die milder vorgehende Potl" zer und Gendarmerie md nicht das strcnaere Mliräu die Auf- ^ Fabriken «msübe. Der Minpterprchident .vies die Anschirldrgungen zurück, als ob die Regierung die Tcnde-nz ver- wlge, dre Lohne herabzwetzen. Es habe noch kebre Regienrng geben, welche aus d^em Gebiete so wert gegairgan sei, als gerads dre gegeiooarttge. Tre Errtfernuirg der pricht vollkommen den Tatsack-^n - dem ittver dieser Regnwmrg wird vom KAmig gebilsiot und bezüglich der WMvssvrnr als in jeder -nävm Hinsicht. Dre Regrermg verfolgt ln ne pmölckickxn Zwecke aber eS Muht der .Regierung, daß sw ihren (©wfeer Beifall rechts lebhafter LM^spruch m.f der faSni dlbgcostdn-cter 'Fenves wird n^eyen fortwtih'.'ender Zims Vn< «[ e ft inM! r Tn Rumänen empfangen. Es steht bisher noch nicht fest, für welchen Zeitpunkt man die Entscheidung zu erwarten hat. Eine Intervention Spaniens? Rotterdam, 27. Juni. (L. A.) Reuter meldet aus Madrid: Wie verlautet, wünscht die spanische Regierung das Parlamentzuvertagen, um Zeit und Gelegenheit zu finden, in internationalen Angelegenheiten von größter Wichtigkeitzu intervenieren. * Tie Haltung Chinas. London, 2v. Imn. WTB. Nichtamtlich. Wie die „Daily Mall" von ihrem Rundceiseausfrvger aus Peking erfahrt, sagte der chinesische Minister des Neustern Lu-Ehen- 2rang in einem Gespräch: China muß in seinem eigenen Interene und im Jnteresst der 2ttln-erten den Vormarsch der Deutschen nach dem fernen Osten verhüten. Da China keinen territorialen Ehrgeiz hat. fcnnr es feilten Verdacht erwecken. Wir werden die Inürnitionen der Alliierten abirmrten. wenn nicht die äußerste Gefahr jeden Verzug verbietet. Die Intervention würde ihren em*tgcjt Zweck haben, den Vormarsch des gemeinsamen Feindes auizuhatten. Die würde ein für alle Umstände 'entsprechend moralischer und politischer Vorteil sein. Das ckinesrjch- 7 avairische Abkommen ist kein Offensiv-' oder Defensivbündnis. Es Lsurde Ai einem bestimrrtten Zweck für eine bestimnrte Operationssphäre abgeschlosten und -würde nur wirksam nrerden, falls es in Sibirien zu einem Käriegszustande käme und würde außer Kraft treten, sobald die Feindselrgkaiteit auchörten. Ich betone ausdrücklich, daß China keine heimlichen Absichten.bat und daß das Vorgeben nur eine Fol Ae der Tatsaclie ist, daß es sich mit Deutschland im Kriege befindet. Obwohl das gegen China stets angristslustig rvcrr. sind wir der Ansicht, daß Rußland als Großmacht für das Gleichgewicht der Welt notwendig ist. Ein starkes dc^NLkratisches Rußland würde sowohl' für Asien nüe für .Eurem gut sein. Chinas.Entschluß, Deutschland den Krieg zu erklären, war ein Beweis seines Vertrauens in den Erfolg der Schwankungen, denen das Glück der Alliierten ausgesetzt !var. * Tic Herabsetzung der Arbeitszeit in Norwegen. K r i st i ö it i ö , 26. Juni. (WTB.) Im gestrigen Staats- rat wurde die Einbringung eines Gesetzentwurfes beschlossen, der die Regierung ermächtigt, die Arbeitszeit in den industriellen Betrieben. chwstt die Verhältnisse es nwglich machen, auf 48 Stunden wöchentlich he r a b z u s e tz e n. * Unavhängiskeitserkkärung Armeniens. Kiew, 26. Juni. (WTBZ Kaukasisch-Armenien hat vor einigen Tagen senie staatliche Unabhängigkeit erklärt, Ministerpräsident ist O. R. Katschcnnuni, Minister rür auswärtige Angelegenheiten Dr. Ä. Chatiffiark. Eine armenische Delegation, an deren Spitze der Präsident des armenischen Nationalrates A. Morvmirn steht und zu deren Mitgliedern auch der Minister für auswärtige Angelegenheiten Dr. Ä. Chatissian irnd der srühero Dumaabgcordnete Dr. Papadianian zählen., ist zur Besprechung der schwebenden transkaukasischen Fragen am 19. Juni in Kon- sinnllnvpel emgetbDff-en. * Rußland und die Entente. Stockholm, 27. Juni. Wie „Svenska Tagbladet" aus Moskau erfährt, berichtigt die englische Gesandtschaft in Moskau, daß England ein bewaffnetes Eingreifen in Rußland beschlossen habe, während die Vereinigten Staaten eine friedliche Einwirkung wünschten. Das Blatt der russischen Negierung zZswestiia" behandelt die englischen Pläne. Rußland aufs neuern den Welt- krieg hinein zu ziehen, und erklärt, selbst wenn Japaner und Engländer den Kamps gegen die Deutschen auf russischem Boden aufnehmen mürben, so könne Rußland doch reicht die Grundlage einer neuen Front bilden. Die ukrainisch-russischen Frieden-verhiZndlungen. Kiew, 25. Juni. (WTB.) In den ukrainisch-russischen Friedensverhandlungen ist Uebereinstimmung über den Grund satz für di? Grenzen dahin erhielt worden, alle nach Friedens- Durch vie Krim nach Zewastopal. Aus Sewastopol schreibt ein Leser unseres Blattes, Leutnant Sch. aus Grebenhain, len und Instlchen in die Krim, die ganz ilack, und langivertig aussah. Am Naä-mittag erkannten wir zuerst unklar und von oeu Wolken kaum zu unterstchüden, barm, immer deutlickIr einen bedeutendst Gebirgszug im Südosten. Tort saßen nach unserer Mernnng rwch dve Bolschewiki. Abends kamen wir nach Simserovol. Am Morgen .-wurde:!, wir durch die neue bergig werdende Landschaft weitergerolit bis nach Buchisarei. Dort toxü0 unsere Division Leuwant Redenz fuhr mit dem ^fttillerie-Komurando vor; ich lud die Batterie aus und führte sie durch das reifende, srüAingsgrüne, blühende Bielbecktäl- chen nach Duvanhoz, einem tartarischerr Dorf mit vielen Mi- narets urrd anderer! Türmchm. Hier biwakierten lvir. Am nächsten Morgen um 4 Uhr rückte ich mlt dem Beabachtrmgswagen los. Erst war's bitter kalt, aber als die Sonne hoch kam. nrurde es wärmer, fast zu üwrm. Das TälctLn war ein einziger Garten und die Bielbach stetst unserem „SckiwLrzen Fluß" an Lebhaftigkeit und klarem Waiser nich: nach. Ms dann nicht ohne große Mühe sestgeßrttt wurde, daß heute der 1. Mai rvar, hallten die steilen Felsen hänge vom „Mui ist geionrmen" wiÄer. Nach l l /-> Weg- svmden sahen wir an einer- Biegung has weite, tiefblaue Meer vor uns, dasselbe, das Tenophms Soldaten vor 2000 Jahren mll ihrem „Th-rlatta" begrüßten. Auf einem Fort südlick), der Biel- bek'Münbrmq, fast am Meer, sollte die Hauptbeobachtmu? eingerichtet werden. Ich ging mit 2 Fernsprechern vor, nn, möglichst weit vorn eine vorgeschobene Beobachtung einzurichten. Unsere Aufgabe war. den Ausgang der Buckst von Sewastopol zu sperren, da dir russische Flotte im Hafen lag und man deren Entireicken besürckcketc. ')>. rch etwa 2 l h Kilometer .komme ich an den Rand der L«chftäche, die zienilich steil .zur Bucht hin abfällt. Vier hätte ich dich gerne einmal dabeigehaüt. llnchr ims die lange Bucht und de? Hafen mit den vielen Kriegsschiffen, die unaufhörlich qualmten. Ta'rr:Zsgen ilinse Motorboote und Dampfpinassen durch, Killm-: unk Segrlboore ziehen ihre Bahn«! durch die grüne, glitzernde Ducht. Die Bucht ist so^nahe. daß man fast mit einem Stein \f- nvnz*v bis endlich! alles unter Wache gestellt wurde. Ein Pferd hat aber keme-r mehr bekommen. Nachmittags um 3 Uhr waren auch vom Süden her unsere Truppen an chie'Stadt herangelommen und stiegen in dieselbe nieder. Ohrte Widerstand fiel die schöne starke Festung. Nicht lange dauerte,es, da kam schon Feldgrau cm den Südstrmrd, und die Niilitärmusik .spielle im .Pavillon, ivährend liorks' und rechts davon leichte Feldhaubitzen miffuüjren, die ihre Mündungen auf die im Hafen li-egenoen Schiffe richteten. Meinen Fr^chs hatte ich zur Batterie bringeor lassen. Vorher war er mir noch einmal durchgegangen und wir mußten eine geschlagene Stunde auf der Halbinsel ^Krim I^-ruimreirnen. bis wir ihn 'wieder halten. Gegen Abend tvar auf den Schiffen auffallend viel Leben. Man schaffte an den (tzesckühen, entfernte Mündungskappen, so daß wir bestrimnU mit einem Ausfall rechnete!!. Es blieb aber ruhig. Am nächst«! Morg«r fuhr ich nur einem Offi^ier-Stellvertret-rr und einEn mn Heka terinoLla w mitgeschkeppten Dolmetscher in die Stabt. S!e macht auch innen einen sehr girten Eindruck. Ich wurde mehrfach aus Deutsch anqejprocheu. Man ist froh, daß die Bolsthewisten.weg sind. Aus dem Rückweg pchc ich an eines der .^riegsschitst btmn und itm» bä b- mich ebt, es Pr S«llckttgkn 0 besetzten Gebieten kann die militärische Verwaltung nicht entbehrt werden. Die litauische Beoöliecung wird allmählick) zur Verwaltu^ her au gezogen werden. Das Ziel, oas uns dort v orscktwelst, ist nr cht die Vergewaltigung der dortigen Bewohner, sondern die Lichter-' stellung ihrer Ordnung und Freiheit. , , _ Abg. Noske (SvzI: Wir betrachten es als beschämend, daß die Regierung ans die Anklagen des Herrn Hauß so wenig zu erwidern weiß Bei dem leisten Kauzterwechscl hatten nur einen gewissen polnischen. Fvrtschrrtt, aber wegen der Behandlung der WaU- rcchtssrage durch die Kraut iunk er und Schlotbarone herrscht große Erbitterring im Lande, i Präsident Fehr^nbach bittet, nicht eine* selche Kvitik an einem anderen Parlament zu üben.) Ter Vernichtungswille besteht bei unseren Feinden fort. Das veranlaßt uns^ in den Fragen der inneren Politik eine l^ewisse Zurückhaltung zu üben. Die Reichstagsmehrheit will einen Berständi gnng^frieden, Durch die Ereignisse der letzten Zeit sind wir dem Frieden näher gebimmen. Daß es sich hier um eine Kraftprobe handelt, um ein Kesseltreiben, die Mgierung zu beseitigen, di.' nicht großsprecherisch genug auftritt und eiirem Frieden zuskrebt, der den Msichtent gerviffer .Kreise des Hauses nicht entspricht, Nüssen wir. Auch Herr Sttesemann glaubt zuweilen nicht an eine Entscheidrrng durch das' Schwert. Wir sind jederzeit tzum Berstcnrdigungsfriedeu bereits Es ist närrisch, zu beha.upteu, daß das Heer allein die besitzendem Klassen beschützt, überall haben durch eine Niederlage die Proletarier am meistpn gelitten. Wir uwllen aber, daß die deutsche Regierung sich über ihre Kriegsziele klar und deutlich ausspricht, so« « deutlich nne denkbar. Nienrand verlangt, daß imsere Regierung chra Trümpfe vorzeitig aus der Hand geben soll. Ter Kanzler nmrde der Welt einen Dienst erweisen, wenn er eine klare und unzweideutige Erklärung über Belgien abgäbe. Ich ztoeifle mcht daraus daß, wenn einmal die Arbeiter sich geeinigt haben, hier ein Schritt zum allgemeinen Friedep getan ist. Das dentsckie Volk läßt sich wicht nntcrkriegen, aber' die militärische Aktion soll verbunden sein nxit einer Politik strengster Ehrlich terc und Qiseuheit. (Dev Reichskanzler hat inzwischen den Saal betreten.) Abg. Freik)err v. Richthofen mat.-lib. : Ilch bedaure, daß es bisher noch nicht möglich war, die Frage des pveußtschsn Wahlrecksts aus der Welt zu schaffen, zumal ich ein unbedingter« Anhänger des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts bin. Der Glanbe an den Sieg unserer Waffen wird im* doftentikb nicht verlassen, sonst kämmen wir überhaupt Jtictit zn einem Friedensfchlnß. Abg. Graf Pos ado wsky-We hner (D . Fra Lt.) . Auch ich teile einen Teil der Bedenken, die gegen den Staatssekretär geäußert worden.find. Es gibt Dinge, die inan wohl in engen Kreisen erörtert, che man nicht öffentlich von der RiKmeitribüne res Hauses verkünden darf. Bezüglich der Schuw Rußlands am Ka«ge bin ich jedoclz der Meinung des Staatssekretärs v. Kublmann. In Italien st and che Monarchie vor dem Kriege auf ziemlich schwachen Füßen. Die Irredenta trieb schließlich das Land zu dem schänd- liefen Berrot. Dadurch, daß gegenüber den Berlenmdkmgen unserer Gegner unsere Regierung nicht immer .pronrp: gearttworret hat, hat sich der Aberglaube bei unseren Feinden festgesetzt/ daß wrr die Schänder der Kultur ßüen. Darrk der deutschen Siege haben sich die Rcnidvölker befreit. Man sollte es diesen Völkern überladen, ans eigeirer Kraft ihre Zukunft auizubauen.^ sonst übernehmen wir eine schwere Veramworcumz. Die au stro-pol nische Lösung kann für uns schwere Folgen haben. Aber der Ausgang der Verhandlungcnr hängt von den Waffen ab. Das deutsche Volk l-at den Glauben an den Endsieg und muß an ihn glauben, sonst kann es die Opfer nicht ertragen. Diese Siegeszuversicht im Volke darf die Regierung nicht zerstören. Abg. Graf v. Westarp ikons.) : Herrn Noskes .Kritik an der Person des Kaisers müssen wir zurücbveiselu Unsere Meirnrng ist, daß wir eine Politik nicht für richtig hatten können, die dazu bestimmt ist, die Sozialdemokratie unter allen Umständen an der Stange zu halten. Mit den gestrigen Ausführungen des Reichskanzlers sind wir völlig einverstanden. Wir haben nie ein HehL daraus gemacht, daß wir die Friedensresolution bekämpfen müssen. Tie militärischen Erfolge haben die Lage so verändert, daß wir! Von dieser Resolution frei geworden sind. Wir haben die Zuver-f sicht im deutsck-en Volke zu erhalten. Präsident Fehrenbach: Früher war es üblich, die Persoft des Kaisers nicht in die Telwtte zu ziehen, allmählich ist man aber davon abgegangen. Ich will hier keine Aendernng eintreten lassenwerde aber darauf sehen, daß eine solche Bespcechnng dem Ansehen der Krone und der Würde des Hauses entspricht. Abg. Haase (U. Soz.): Das Aiuftreten des Herrn Nosü: beweist, daß die Politik der Regierungssoziakisttn vollständig zu- sammen gebrochen ist. Abg. Sche i d e m an n { Soz.) : Den Wahlrechtsgegnern haben wir rächt den Vorwurf macki-en wollen, daß sie Geldmtere'ff.en verfolgen. Gras Westarp ärgert sich darüber, daß fttzt der infamen Verleumdung die Spitze abgcbrock) 2 a ist, die (Sozialdemokratie setze sich, aus vater!andslosen Gesellen zusammen, mit der man früher so beguem gegen uns arbeiten tonnte. Ter Reichskanzler hat gestern nichts gesagt, was mit seinen ftüheren Aeußermigerc im Widerspruch ) steht. Solange die Regier:mg zu dem »'rchi, ivas >w versprochen lwt, \ haben wir keinen Cwund, ihr entgeqenzutveten. Es handett sich hier ? nicht um den Glaicken an den Sieg, sondern darum, ob es möglich ! ist, daß es der einen MäckKegruppe gelingt, die andere ganz zu Boden zu schlagen. Da halte ich unseren srülieren Standpunkt völlig aufrecht. 1 'Aus naheliegend«! Gründen unterließ ich es. NackMittags ging täl zur Feuerstellung zurück, um den Batterie-Offizier (Leutnant Gehe) auch einmal iwc Stadt und Motte sehen zu lasten. Große Zelte und Feuer tauchen mitten in der Batterie auf. Der.Krieg, (wenn man es.überhaupt Krieg nennen darf, ich hatte es für eine schöne Reist) erinnert viel an September-Dezember 1914. Unsere jtfijwnint haben .feste geschlachtet 1 Rind, 3 Schweine, mehrere Gänse nsw.); alles brät, bäckt und freut ^ sich. Unser Quartier ist wunderbar. Eine Billa mit schönem Park, ^ in dem unsere Reitpferde weiden. Die Toni behalte ich noch 8 Tage, >. bis ich den Fuchs eingeritten habe. Dann kommt sie zur Bagage , oder an den Wassettvagen. Gegen.Abend kamen 2 türkische Kreuzer ^Goeben und Hwmö- dis?) und legten sich in die BuchtmÄndung. Nachts ^ mußten wir nock« wachen, da die Flotte noch nicht twn mis besetzt war. Ich hatte die erste Wachse. Aus der Bucht stehQi tausend und abertausend Lichter. Die Sttandlampen werfen zitternd Reflexe, die roten und grünen Lichiter der Pinassen und Trajekte husck?en an den. ^ langen, dunklen RiesenL-eibern der Gwßschffst vorbei. Gveben läßt ! plötzlich seine Sckzeinwerser spielen und die ganze Bucht ist taghell erleuchtet. Ein mit G. und H. nütgo kommen es Torpedoboot fa^rt gegen die Minensperre (vor. Das Bug- und Heckwasser ist im Scheinwersorlicht selbUeucktend und hinter dem Schiff ziehen lange grün-weiße Streifen. Dazu kommt noch, daß die Russen irgendeinen Fiäertag haben müssen, cm dem^ es Brauch ist^ offene Licker vr?n der KirrlL heimzutragen, beim allenthalben läuten die 6'ckocken (und aus den Kirchien ziehen lange Lrct-terreihen durch die Stvaßen. Sv schnell ist mir noch! nie eine Woche herumgegangen. Heute am 3.5. bat unsere Flotte gewattigen Zmvachs bekvmrnen. k Der Kreuzer H. ist durch die Sperre gefahren: ein Boot mit hohen Marineoffizieren fuhr an die russischen Schiffe heran, au denen bald daraus Witter Hurra die deutsche Kriegs flagge hocl^ ; ging. Auch die Handelsschiffe nnrrden beschlaifnahmt. Für uns bleibt nun eigentlich, nichts mehr zu tun übrig. Äne der Fotts- batterien haben wir in Stand gesetzt. Vielleicht dürfen wir einmal damft (Versuchs-) schießen. Wie ich höre, sollen wir bei der Divis von bleiben. Wir smd - nicht entzückt davon. Von den drei S-oldaten rmserer Familie habe ich wohl doch das beste Los gezogen. Erstens habe ich mm schon % Jahr keinen Krieg mehr nr.itgenw.cht, und dann besehe ich nrir in aller Must ein sck)ön Stück Welt. Vom Westen Horen wir wenig. In eine! russischen Zsitemg stvnd heute, Calais wäre gefallen, das müßten nnr aber doch eher wissen. Was gibt'Z in Gr. Neues? Seit Braila habe ich keine mehr l>etonnnen. iverde auch so bald keine ntekv erhottmr. Am Urlaub rechne ich vor FeiedeiwschLnß mcht mehr. I «bg. Gro- 4x aßcftöt tf Mr wetaöt, daß der ReichS- Vo^ler fick» wn der der Rki'ÄZtaqsvesvlutton wsILftu tvrll. D-amü schließt die allgemeirre BespnÄilMw. Ter Etat des Reichskanzlers, der ReiäMarztei und des Auswärtigen Amtes werde» genehmigt, ebenso ohne wesentliche Eröct^ niTig der Etat des ReiicWmilitäryerichrs, des Rechnungshofes des DaMchen Reiches, der der Schulden- und der der ailgem-ernen Fmanzverwaltung. , , t _ ,, Damit ftt die zweite Lesrmg des Etats beendet. Schluß 5ffz Uhr. Nächste Sitzung, Mittwoch, 3. Juli, 2 Uhr nachm stta-ys. T-a-gesordrnnrg i ,Dritte Lesiurg des Etats. * Aus dem Ernährungsausschuh des Reichstags. Berlin, 24. Juni. Im Ernährungsvusfchuß des Reichstags vrachte Geheimrat v. Eynern Mitteilungen, über den Oelfruchtanban: Der Anbau ist infolge dauernder Anregung gegenüber dem Anbau von 1915 erheblich vermehrt »vorden Im Jahre 1913 rvarrn mit Oelfrüchten bebaut rund i>4 000 Hettar und 17 000 Hektar mit Gespinstpflanzen; im Jahre 1917 waren bebaut 82 000 Heltzar mit Oelfrüchten und 33000 vektar jmt Gespinstpflanzen. Einer weiteren starken Vermehrung des OÄ- sruchtbaues stehen entgegen der Samenmangel, das starke Htrfi'M bei diesem Anbau, die verschiedenen klimatischer Verhältnisfe imd der Mangel an Spezi-ttkeurwrifien in der Landwirtschaft^ der uer Behandlung dieser Frucht. Der Landwirt soll einen -leck der lelbstgebautnl Oclfrüchte für sich Malten. Nicht äweamäßig er- scheint es, unter einer Bevölkerung Oes zu verteilen. Es M bflter, best Ocl mit Knocheir-extrakten, fauxcn Pstanzenstosfen und iüajier vir Margarine zu verarbeiten, weil die zur Verteilung gelangende Menge größer ist. Die MargarmeTabrikativ'.t^ hat nur durch die starke Hercutziehung der Erzeugnisse des O ff ftnchtbaues erbe lick gefördert werden kvrcnen. Der KriegsauSscbuß für Oae Uno Felle fördert durch Abschluß von Anbauvertrügen >md, durch reichliche Belieferung mit künstlichen DüngeMitteln den rüwan. Oelmühlen mußten während des Kohlen mangels vielfach ge- schtosien werden. Soweit sie ohne Kohlen betrieben roerden können, steht ihrer Eröffnung regelmäßig nichts an Wege. Darüber, » der Landwirt das Getreide zu entteftnen hat, bestimmen kw£m unsere VerwalürngÄrehöeden: «ne zentrale Regebrng ist nrcht Prvkitwut Kt steigern, sondern darum, eine der IvkMkgsten vaterländischen Aufgaben m erfüllen. Uns leitet der Wunsch, die Dolks- ernährnng im stwiege wie im Frieden soweit wie möglich durch die heimische Erzeugung zu sich ern." Handel. Das 25jährige Bestehn des ftittzin.-Wefts. Kalktensyndikats. Essen (Siuhc), 26. Juni. (WTB.) Vor Eintritt in die Tages- h«h,runy der hsntigen Bersammittcng der Zechenbesitzer fand aus Anlaß des f ü n f u n d z wa n z i g j ä hrr gen Bestehens des Rheinisch- Westfälischen K o hke n s y n di ka t s eine Ehrung für Herrn Geheimrat L. Kirdorf statt. In dankbarm Erinnerung an bk großen mrd unvergänglichen Verdienste um die (iüündung, die Emrichttmg und die mehr als ftmsundzwanzigjährige Leitung des Rheim sch-Westfülischen KvHlenshndiÜarts stellen die beteiligten Zechenbesitzer aus chren Mitteln ihrem Vorsitzenden Herrn Gsheimrat E. Kirdorf eine Summe von einer Million Mark zur Errickffn:rg einer E. Kirdorf-Stistmrg zur Verfügung, mit der Maß- embc. über die Verwendung für Wohl fahrtszwecke im Kreise des rheinis ch-wests'Äischen Bergbaues nach freiem Ermessen zar bestimmen. Me Ders-cmnrckuirg beschloß sodann die Richtpreise für die Nächsten beider: Monate unverändert zu lassen. Ter Antrag .des Eisen- und Stahlwerk H o e s ch, gemäß § 18 des Syndikatsvettrages die Schachtanlagen der Gewerkschaft Fürst Leopold und seinck eigenen Schacht aulageu als ein Ganzes zu betrachten, würde angenommen. noraesehen. .. . t A Ein Vertreter der R e i chs stelle für S ve ,) «fett e: htWe aus. daß Molkereien zur Erfassung von Mich und Butter besonders günstige Vorbedingung seien. Nack, eingehender Darlegun g u rerl die Einrichtung und Tätigkeit von Milchsammelstellen, Entrahmungsstellen, den Anschluß von Kuhhaltern an bestehende Molke- reigeiwssenschasten und einer Erörterung über das Preisvernait- nis zwischen frischer Milch und Butter, sowie einer Darstellung über die Aussichten für die Einfirhr auslälünscher Butter betonte er, daß gerade bei der Ablieferung von Milch und Butter du Nercho- stelte besonders ans die Arbeitsfreudit>teit der Landwirtschaft, die er voll anerkennt, angenüesen sei. Ans die Tätigkeit der Remsorett fimiie nicht ganz verzichtet werden. Wenn hin und wieder Mitzgrstse erfolgt seien, so sei dafür der Weg der Beschwerde offen. Me Ber- öffentlich:mg über d:e Erttägnisse der Molkereigenvstenschoß :>n Kreise Hameln könne nicht auf die Verhältnisse des ganzen Reiche^ verallgemeinert werden, tveii Hameln besonders gute Werdegelegen- l>eit habe. Bei der in der Presse verbreiteten Berechnung einer allgemeine,: Anwendung des im ^kreise Hameln mrgewanvten Sy- stemes sei übersehen morde::, daß dieser Bereckswung der drrrchßapntt- iiche Milchertrag nicht eines Jahres, sondern ernmer mckchrerchster Monate, Juli und Andrst, zugrunde gelegt sei. Auch se: dl? Zahl der Milchkühe um 2 Millionen zu hoch in Ansatz gebracht worden. Berlin, 26. Juni. Der Ernährungsausschuß des Reichstags hat heute eine Entschließung gegen den Schleichhandel und eine zur Getreideablieferung angenommen, und Beschlüsse zur Pre:sregel:mg und ülwr den Anbau von Oelsamen, vor allem des Rapses, gefa ßt. Gründung einer Gesellschaft zur Förderung der La'rdwirtscivast. Berlin , 26. Juni. (WTB.) Im Sitzungssaal des Llbgvvrd- \ ! hiESw-chsm m ftnem Lehrbüch düütschm Leben« Ter Natur- nne Au-abl ' Achter ist über die Zeit zum Kultinckchrer geworden. Mit den Jah- K r® bewußter, nfätml chm Läuterung und Erziehung als seine smr,ü 'Vertrete- poetische Smdimg, er betmtto die Tcnde::z schlechthin als Forderung i dichü'Zschen Schssstms. Man wird mit ihm hierüber rechen dürfen, i U.U auch, daß in: Fluß seiner fruchtbaren Arbeit manches kraft, kstrasen pertung war rrn Nnttrst^aatsserretar anweiTno.^ v.:nw ^ hinausgegangen ist, aber er steht unbestritten nebe,: den Peter Rosegger Graz, 26. Juni. Peter Nvsegger ist m Krieglaich ge- fivrben. Der Wailddilchcher vion Krieglach ist mm dalnngegangen. kurz vor der Sichlwelle seines 75. Geburtstages. Mt ihm ist ein Dichter des Volkes, ein Mensch mit warmem Herzen und tiefem Verständnis für die Seele des Bllres, von uns geschieden. Kein Stürmer undfDränger war Rosegger, kein Erzähler, den die Moderne mit sicht riß, sondern ein -ck^rr Dicher,^ groß geworden m harter Lebcns- (diote »ML erstarkt tm Kampf für seine Ideale. — Am 31. Juli 1843 als Sohn eines G-Lbirgsi^nceru geboren, war Rosegger selbst als Bauer bis -u fernem 16^ Levensjahre tätig. Z:.r Kathrern am Haukrstein erlernt: rr das Sch'Mderhändmerk mib kam 22jährig nach Graz, das seine zweite Heimat werden sollte. Dort entdeckte der Leiter der Grazer Tagesv-oft, Dr. Sv-llkoda, die große, schrist- stell er ischie Begabmrg Roseggers und förderte der: jrvkgeu Dichter. Durch Vernkiltluug des damaligen Klerikevs Falb, des später so berichml gervordenen Wetterpwphet'e::, erhielt er eine Freistelle in der rieuerrick-ttten Akademie für Handel und Indrrstric und konnte nun fein Wissen ergänzen oder vielmehr seine Bildung überhaupt erst beginn«:. In jener Zeit führte ihm sein chitiges Geschick den s^fllerteu Dichiler Robert Hamerlckrg zu, der Roseggers ersten Gedich'band „Zsther imb .Hackbrett" 1870 mit ernene Geleitwort in die Welt lstnaussandte. Der Erfolg ivar, durchsästagLNd, so tstaß sich Peter Itosegger fiv' das Dichten als Beruf entscheiden konnte. Den ersten großen Erfolg brachten 1875 „Die Schriften des Dorfschickmeisters", ein Werk, das den Diesternamen Roseggers erweiterte und ihn hinaustrug über die Grenzen seiner Heimat m die deutsche Weit. Wrs seit dieser Zeit Rosegger geleistet hat. wieviel schäme und innige Erzählurcgen er dein deutschen Volke ge- schenkt bat, das weiß fast jeder. Rvstgger gehörte zu den populärsten Erzählen:. „Die SckwiftTN des ,Waldschulmeisttrs", „Heidepeters Gabriel", „Das Buch d-er Novellen", „Mlerhand Leute", „Oie- schichten m:d Gestalten aus den 'Alpen" inib zahlreiche andere Werke ivrrden in der deutschen, schlichten,, volkstümlichen Erzäh- dmgsliterattcr uiwergänglich bleiben. Des Dichters äicßeres Leben teilte sich seit fernem 50. Geburtstag zwischen .Krieglach und Graz. Im Sommer das eine, und das 'w:dere im Winter. Beides seine geliebte Heimat, die er in seiner Jugend nur selten zu kurzen Reisen verlassen hatte, um vom Heimweh überwältigt, stets den kürzesten Weg zn ilyr zurückzufinden. Sv verwurzelt steht er in ihr. Aus ihr fk:ttet seine Kraft, mit der er, ein Wegweiser, sein dnrtsches Volk' begleitet, selber beirtfd} bis in den fcu; in „Heimgärtners Tagebuch" hat er znsammengc- ^k N.n-snnmck:i^a oreustischer -Landwirte ' flössen, was dieser .Kri^ ihm gab an kleinen täglichen Begebnissen, 1 - r KSrd^r die, mit reine« köstlichem Dnnwr errWt. über das Nachdenkliche ng einer Ge:ettlcyalr zur p o r o e r u n g oer - n+-,rr. schaftsminiüer v. Eisenhart und Kultusmi'chster Dr. w«ren persönlich erscküenen. Die Versammln na wurde nnt einer %b\ spräche des Staatsministers Freiherrn v. Schorlemer-Lies-w eröffnet, in der (er u. a. sagte.' „Der Landwirtsehast erwächst die Ar?f- gabe, uichi allein die Wunden, die ihr der Krieg geschlagen hat, wieder auszuheilen, nicht allem die alte Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen, sondern darüber hinaus sich völlig veränderten Wirt- 'fchcistsbedingungen anz:wassen und eine :veitere S t e i g e r u n g der> Errrage in allen, auch in den kkeimten Betrieben sobald tvie möglich zu erveichm. Die letzten Jahrzehnte der ^friedlichen Entwicklung haben uns gezeigt, daß die Lrudwirffchost imstaide war, ohne namkaffe Uusde.munci der Fläche, fast :rur mit Hüte einer besseren Kultur und vrtter schärfster Ausmrtzung der z-:rr Vc-rfügung stehenden Roh- und Hillsstofdie Erträge so zu heben, daß auch die ftetig zunehmende Bevölkerung fast von ihr allein mit den wrenc- behrlichste:: Nahrungsmittkln unterhalten tverden konnte. Das war mw möglich durch das verständnisvolle Zuslnnnmnw-irken von land- Wirtsck>aitlick^r Praxis und Wissenschaft, mit tatkräitiger Hilfe Md Hcngabe der die tmchwirtscha'ttick-e Eneugung belebenden Ivifsen- schaftlichen Forschu:rg. Dem gleichen Ziele zuzustreben, ist der Zweck und die Ausgabe der Gesellschaft, die mit dem Namen „Preußische Fvrschungsgesekychmt für die Landwirtschaft" unter ihrer Mitwir- f mg ins Leben gerrcken werden soll. Nicht darum handelt es sich, das Einkommen des Landwirtes zu bessern oder seine angeblick-e besten rnfterer Zeit, und lioch steht er mit dem Wort, daS er ein- n?sl von sich sprach: „Ich habe vieles aus inrcerer Notwendigkeft, manches aus Erwerbsbedürfnis, nichts aus Elwgeiz geschrieben." G>n Wort, das den Dichter und den Manschen ehrt. Und er :aar beides. ALLS Ste des Aufsichtsrates erstattet Bericht über die Tätigkeit des Aussichtsrales. Hierauf lvird die Jakresrechmrug! und Bilanz genehmigt. Ebenso die vorgeschtagene GLrftnnvettei- !,mg. Ein Antrag aus der Bersamrnlkma, statt 4-Prozent 5 Prozent Dividende zu gewähren, ivird zurückgezogen und zugunsten der Zirrückvergättmg der Bettöge, welche eine Reihe von Genosstn schäften in 1914 für den Aufkauf renitenter G!äubigergenossew- schaften der Landwrrffchaftlichen Genossenschaft; ufgehrrHt'D >ml>en. (Siehe unten.) Die drei ausscheideudeu r.ttsmite glieder HirschArheilgen, Solms-NierUein und 2o ch -Auerbach a.,B. werven durch Zurufe wiesergewädl ' ic.iskerrcht wird genehmigt. Der Gesamlletrag, welchen u und Spareinlagen nicht überschreiten sollen, wird aui 50 Millionen Mark festgesetzt. Seinerzeit haben 173 Genossenschaften 117_0Ü9 Mark rftifso bracht (während sich 140 ausschlossen), um den er Mv wirtschaftsbank zu vermeiden. Die Generalversammlung erteilt einstimmig die Ermächtigung, nach Llbschluß der Halbjahrsbilanzj diese Summe Kurüc^uzahlen. ^ Auf Anttag vm: O senlo ch-'Ai n t heu werden die Tagegelder des Aufsichtsrats und des Vorstandes um 35 Prozent erhö Damit ist die Tagesordmmg erschöpft und die Versammlung wird geschlosse::. Berlin, 27. Juni. Dem B. T. zufolge :neri>et lwB Äatlfci Journal fu*3 Madrid: In den Pyrenäen iß starker Schneefell eingetreten. Die Temperatur sank aus 10 Kältegrade. '■ EBBWS-T 3f-> für einzelne Bezirke von Fabrik kosmetischer Prä- vara:e gesucht. Nur Herren, oie die Parsüri'.erie-, Friseur», Droaisien-,Avolherer- undWarcnhaus-K'.mdschait regelmäßig besuchen und aut eiugefuhri und, können Berückücknigung sin den. Offerten unter Aiffgabe der verlreienen Firmen, sowie Referenzen an 4843 FV. S. K> , 5*bs«B( ?and gesucht. Lohn nach UebereiN- kuifft. Fra« Hiltza Bcienbeim b. Lriedberg. * :H PAtzjxsty ßksHt Krnukfnrler Str. 23, l. is M. 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Du reichst uns nicht mehr deine Hand, Du sankst dahin wieRoeen sinken, Wenn sie in stolzer Blüte stehen. Im Jenseits werden wir uns finden, im Jenseits werden wir uns seh’n. Jungund einfach wardeinLeben, Trt-u und fleißiar Deine Hand, Schon in deiner blühen den Jugend Starbst du in dem Feindesland. Immer hattest du die Hoffnung, Deine Heimat bald zu seh’n, Doch es war dir nicht beschicken, Daß wir uns nochmals konnten seh’n. Ach, du hast in letzten Stunden, Gedacht an deine Lieben daheim, Ja, wir haben's all empfunden, KonntenabcrdochnichtbeidirseiD. Ach. herzenspruter Sohn u. Bruder, Nun bist du schon in Himmelshöhn, Doch dieser einzige Trost uns bleibet: Uns einstmals dorten Wiedersehn. y m 3 Plötzlich und unerwartet erhielten wir am 4. Juni die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, unvergeßlicher, hoffnungsvoller Sohn. Bruder, Enkd und Neffe Musketier Ludwig Rau Reserve-Infanterie-Regioient 118, 11. Kompagnie Inhaber des Eisernen Krenzes II. Klasse nach 22 monatiger treuer Pflichterfüllung am 28. Mai infolge schwerer Verwundung durch Granatsplitter im blühenden Alter von 20 Jahren rm Feldlazarett sanft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Lina Ran Wwe. geb. Launspach Lina Rau Heinrich Rau Emma Damm nebst allen Verwandten. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag den 30. Juni, nachmittags um 3 Uhr, in Annerod statt. 4824 Annerod, Trohe, Hausen, Rciskirchen, 26. Juni 1918. I ■; .i Wenn nach kurzen Pilgerwegen Einst auch unsers Leibes Hülle bricht, Ach, dann eilen wir uns froh entgegen Droben vor des Vaters Angesicht. Tieferschüttert, erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass am 27. Mai unser lieber, guter, unvergesslicher Lohn und Bruder Gefreiter Karl Pfaff Inhaber des Eis. Kreuzes u. d. Hess. Tapferkeitsmedaille nach vollendetem 21. Lebensjahre, dnrvtz einen Granatsplitter getroffen, sein junges, blühendes Leben opfern musste. In tiefem Schmerz s Wilhelm Volk und Frau verw. Pfaff nebst Familie TVflhelm Pfaff, z. Z. in französischer Gefangenschaft Ernst Pfaff in Böblingen und alle Verwandten. Klein-Linden, den 24. Juni 1918. 02829 Dem Aojre bleibet du lern, Dem Herzen ewig nah. Todes-Anzeige. Freunden und Verwandten hierdurch die traurige Mitteilung, daß heute abend unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Heinrich Horn IV., Gastwirt Veteran von iS66, 1870/71 im Alter von fast 79 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Burkhardsfelden, den 25. Juni 1918. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2 Uhr statt 484? Stß] und einfach war dein Leben, Treu und fleißig deine Hand, Wollt’st nach dem Kriege welterstreben, Mußt nun mh’n in Feindesland. Wie wird der Tod gewesen sein? Wie schwer und tief die Wuade dein? Wie hast du wohl in letzter Stunde Gesehnt dich nach dem Elternheim. Nun ruhe sanft, du lieber guter, O braver Sohn, geliebter Bruder. Sollst nie von uns vergessen sein. Am 26. Juni, morgens 3 Uhr, verschied nach längerem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Elise Döll geb. Huber im Alter von 70 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Jacob Döll Familie Ludwig Döll, Lehrer in Laubach Wilh. Döll, z.Z. im Felde, und Familie, Alten-Buseck Fritz Eberh. Becker u. Frau geb. Döll, Alten- Buseck Friedrich Hahn und Frau geb. Döll,Großen-Buseck und 11 Entel. Alten-Buseck, den 27. Juni 1918. Die Beerdigung findet statt Freitag nachmittag 2 Uhr, vom Sterbehause aus Können wir dein Grab nicht schmücken. Trauernd an der Gruft nicht steh’n, Auf zum Himmel woll’n wir blicken. Denn dort gibfs ein Wiedersehn! Plötzlich und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, treuer, unvergeßlicher, einziger Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Musketier Karl Krug Infanterie-Regiment 81, 3. Kompagnie am 1. Juni infolge schwerer Verwundung im blühenden Alter von 21 Jahren in einem Feldlazarett entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Familie Georg Krug Frau Elisabethe Mengel, als Großmutter nebst allen Angehörigen. W ; ■A m UV; Lindenstruth und Reiskirchen, den 24. Juni 1918. 4826 m . vm m pH Statt jeder besonderen Anzeige. Am Sonntag abend entschlief sanft und unerwartet infolge eines Schlaganfalles unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Trauth Wwe. geb. Mann im 75. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. 1. d. N.: P. J. Möbs. Oberursel, Gießen, Corbach, den 27. Juni 1918. Die Beerdigung findet in Gießen in aller Stille statt Von Beileidsbesuchen wird gebeten Abstand zu nehmen. V «v> Ö Zimmer | bchöne ü'Zinir.'^ohK. | mit allem Zubeh. iGas, elektr. Licht, auch Veranda usw.izum 1. Okt., evtl, auch früher be- ^ ziehbar, zu vermieten ! 02870 (yvetbestr. 42,». 4 Zimmer j l/iimmer-'Vohnu nfs 1. Stock, tm nördl. Sradtteil zum 1.Oktober zu vermieten. Schrift!. Angeb. unter 02900 an den Gietz. Anz. Anne l-Zilnr.-Ächng. II. 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Es brach emcg b Christenversvlgung aus, und sieben edle -ftutg^nge, Tiomedes, Eugenius, Stephanus, Probattus, Sabbatru^ und Enri eus, die Sühne vornehmer Leute, Treuer tm karswrch-N Tarall, wurden ihm als starrköpfige Chriften angegeben. sie zu sich berufen imb verlangte, Itc sollten l^nen Gtttcrn opfern: als sie sich weigerten, bewilligte er chiveu cm W jU vr, wn anderen Sinnes zu werden Tu-sieben ^£ aus der Stadt und verbargen sich rn der Hohle des-Berges verbuchten einige Tage im Gebete und schien. Unter Unten, Tiomedes, zur L^dt ^nab> der, ^ Btttl^gcw d um nicht erkannt zu werden, Lebensmtttcck und Bwt taufte^un* firftfipütidv wieder zu dem Berge hinaufstaeg, als er vernoiuttn.^ hatte, der Kaiser 'habe beschlossen, auch die sieben Jünglinge ijmto den heidnischen Göttern opfern. Ttc ltebert JMglrnge m der fröUe nahmen ihre Abendmahlzeit ein, verbrachten tuW Zeit in traurigen Gesptächen und entschliefen, sanft. Ter V«r aber ließ sie einen sanften Tod erleiden, bannt durch fte spater ern Wunder verrichtet werden solle. .. Am nächsten Morgen befahl der Kaiser, die sieben Jünglinge sollten gefuckt i»ert>cn^ er lies; ihve Väter zusich rufen, Md iIW Piben an, die söhne hätten ihnen Gald, nnd Silber Staubt, linier die Armen verteilt und sich dann rn der Hohte^dcs^Lerge^ Anrhilns verborgen. Toranfhin lies; der Miser den ^ngang l^r Lg hie mü Steinen vermauern; zwei der Diener des Karf e^, me Unfalls Christen waren, sch,rieben die Gescktzchte vom ^larlyrrr- tode der sieben Jünglntg-e aitf Tafeln und legten diese heunUch unter die Meine, mit denen die Höhle verschlossen wurde. Kaiser Tecius starb; andere .Kaiser folgten ttjan, Theodosrus bestteg den Thron, und im 38. Regierungsjahre dieses frommen christlichen .Herrschers erhobeii sich, die Ketzer, die die Auferstehung der ^oren leugneten und selbst den Kaiser in seinem Waubcn wankend machten- Da geschah ein großes Wunder, ^ der Christenheit das Geheimnis der Auferstehung offenbarte. Ter Be,itzer des Berges Anchilus, ein reicher Manu namens Adolius, wollte auf dem Berge einen Stall erbauen, und seine Arbeiter benutzten S>teme, mit denen die Höhle verschlossen worden war. um daraus die Mauern aufzuführen. Da flößte denn Gott den sieben Jünglingen, die in der Höhle schliefen, neues Leben ein; sie erwachten, begrüßten einander und glaubten nicht anders, als daß sie |HW eine Macht geschlafen batten. Wieder sandten sie Tiomedes aus, er solle in der Stadt erfragen, was Kaiser Dectus ^beschwisen habe, auch sollte er Boot kaufen. 'Ms Tiomedes in die Ltadt kam, ivun- derte er sich nicht wenig, als er cm allen Toren das Kreuzeszeichen sah und viele beim Namen Christi schwören hörte. Dve Ltadt Gph^ sus kam ihm völlig fremd vor. so hatte sie sich rn den -OO Jahren — es war im Jahre 447 — verändert.. Als er dem Bäcker das Brot bezahlte, wunderte -sich dieser über die alte Mun^e und meinte, Tiomedes müsse einen Sichatz gefunden haben. Du Kunde, er habe einen Schatz gefunden, durchlief die Stadt; das Gerücht kam dem Bischü und dem Statthalter zu Ohren, uno bte M änner von Ephesus führten den Jüngling diesem vor. Bei, dein Verhör wäre es Tiomedes beinahe schlecht gegangen, oreme ferner Angaben fand Glauben, und er selbst wußte aus den Worten der Epheser uickit 'klug zu tverden. Schließlich fiel er vor dem Bifchof aus die Knie und fragte, wo der Kaiser Tecius sei. Der Bischof erwiderte, Kaiser Tecius sei schon vor vielen Jahren gestorben, ivorauf Tiomedes den Bischof ansfordertr, ihm zur^Höhle des Berges zu folgen. Tos geschah: der Bischof, der Statthalter, die Vornehmeii der Stadl und eine große Volksmenge erstiegen den Berg, wo sie das Wunder erkannten trnd bald auch), die Tafeln fanden, auf denen die Geschichlte der sieben Jünglinge Verzeichnis war. Kaiser Theodosius erhielt Kunde von dem Wunder und kam selbst von Konstantinopel herbei, siel vor den sieben Märtyrern auf den Boden und dankte dem Herrn, daß er den Christen dieses Wundei- der Auferstehung gezeigt habe. Bor aller Augen legten darauf die Jünglinge ihre Häupter nieder auf, die Erde und entschliefen. Thoodosius.ließ sieben goldene Schreine für ihre Leiber unfertigen. * ** Auszeichnun g Tem Gefteiten Hermann. Weiß wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen; die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt er schon 1916. — Der Diener. Georg Schupp Von hier, der als Militärkrankenwärter-Gefteiter im Felde steht, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. ** Beförderung. Gefreiter Franz Veith, Inhaber der Hessischen TapferkeilsmedaiNe, wurde zum Waffenmeister und Unteroffizier befördert. ** Meldepflicht für gewerbliche Verbraucher von Kohle, Koks Und Briketts im Monat Juli. Es sei wieder darauf hingewiesen,,daß der in unserer gestrigen Nummer veröffentlichte Hinweis sich rtirr auf die Verbnrucher bezieht, die über 20 0 Zentner monat- l i ch verbrauchen. ** D i e b st a h l. Am 25. d. M. wurden in hiesiger Stadt zwei weiße Gänse mit grauen Köpfen gestohlen. Es sollen Kinder gesehen worden sein, die die Gänse in der Wetzsteingasse vor sich Hertrieben. ** Wem gehört bie gestohlene Wäsche und Schuhe? Bei einer Durchsuchung wurden tin weißer, wollener Kinderrock mit Leibchen, zwei weiße Kinderhemd- chen, davon ein größeres mit Spitzenbesatz und Achselschluß, ein weißes Kinderhöschen, eine weiße Trägerschürze und ein Paar Damen-Halbschuhe mit Spangen vorgefunden und beschlagnahmt, die offenbar von einem Diebstahl herrühren weshalb die Eigentümer ersucht werden, sich dieserhalb mit der hiesigen Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen. ** schützt Getreide vor Mäuse fraß! Ein äußerst wirksames Mittel als Schutz der Scheunen und Schober gegen Mäuse bildet der Wacholder. Bei Schobern wird das Getreide etwa. 60 Zentimeter hoch und der Erdboden um den Schober herum etwa 30, Zentimeter breit mit einer einfachen, jedoch dichten Wacholder- schicht bekleidet. In den Scheinen säubert man vor Einbringen des Getreides die alte StroHunterlage und legt den Wacholder so aus, daß es den Mäusen unmöglich gemacht wird, in die Scheunen- släche von außen hincinzukommen, also etwa au den Riegeln und den Eingängen. Die Erfahrung lehrt, daß derartig geschützte tdfobex und Schennensächer frei von Mäusesraß bleiben, weil wie anzunehmen ist, die Mäuse, die diese hin und wieder verlassen, nicht wieder iwrthin zutückgelaitgen können. Das Anbringen des Wacholders, muß möglichst sofort statt finden, sobald der Schober oder das <-cheu:ienfach vollgefahren ist. Ter Wacholder bildet für die Mäuse ein 'müberwind bares und unzerstörbares Hindernis; denn bei dem Versuch, darüber himvegzulaufen, kommen die Tiere stets mtt ihrem ganzen, Körver auf die Wacholderstacheln zu liegen und bei dem Versuch, einen Stachel abzu nagen., stoßen sie mit Nase, Augen und Ohren gegen viele ^andere Stacheln. Unter solchem L-chutze ist Getreid? 7ür Mäuse omzugänglich. A k t i v e F e l d w e b e l als Z e u g l e u t n a n t s. Akttve Zeugfeldwcbel und Oberfeuerwcrker können jetzt während des Krieges zu Zeug- und Feuerwerks-Leutnants des Beurlaubtenstandes, ebenso lvie Unterofsiziere zu Feldwebel-Leutnants, befördert werden. Das Wnmba des Kriegsministerimns hat setzt die Voraus- setzrmgen aufgestellt, imter denen der Vorschlag zur Beförderung M Zeug- und Feuerwerks-Leutnants der Reserve stattsinden kann. Krmrussetzung eute mindestens 12jährige aktive Dienstzeü und fortgesetzt ausgezeichnetes Verhalten roährend des Krieges. Der! Vorznschlagende muß nach diensttichen Kenntnissen und Leistungen, soldatischem Verhalten, militärischen Formen, Führung in und außer Tienst und allgemeiner Bildung geeignet sein. Er .muß kriegsverwendungsfähig oder bei einer Tienst- oder Kriegsdienst- beschädigung voll garniso^.oerwendungssähig sein. Er muß den. zweijährigen oder oberen Lehrgang der Oberseuerwerkerschule mit Erfolg besucht oder die Befähigung dazu erlangt haben. Er muß ich in einer freien Zeug- oder Fenerwerksosftzierstetle befinden.. Notwendig ist auch die Bestätigwig einer Zivilbehöiä)e oder Privat- irma, daß er nach dem Aussck-eiden aus dein Heeresdienst znv Probedienstleistung in eine Stelle einberusen wird, die als >ine gesicherte und den Standes Verhältnissen entsprechende Lebensstellung anzusehen ist. Tie Beförderung gilt als Entlassung aus dem aktiven Äcilitärdienst. ** Eine neue Ai aßna h m e g e g e n d i e B e r a u b u n g aus der E i s e n b a h n. Stückgüter werden jetzt vielfach schon beraubt, ehe sie vvn der Güterabfertigung angeorommen sind. Die allgemeinen Absertigungsvlorschristeu schreiben nun vor, daß von der Verwägung unter bestimmten Voraussetzungen abgesehen werden kann. Ter Minister der öffentlichen .Arbeiten liat jetzt an geordnet, daß dieses Verfahren aus Sendungen van Lebensmitteln nicht anzuwenden ist. Dasselbe gilt für alle Güter, die erfahrungsgemäß der Beraubung besonders ansgesetzt sind, ch.ü Gütern, die nicht oder nicht in gleichem Miaße der Beraubung ausgesetzt sind, verbleibt es bei den: bisherigen Versalien. Hier handelt es sich hauptsächlich um Sendungen mit .Eisen, Näaichwenteilen, Feuergut, Möbeln usw. Auch bei der Stückgutbefördenmg vvn Anschlußgleisen tritt eine Aendernng nicht ein. Tieselbe Awoeisung haben auch die Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen erhalten. ** Verwertung ungesäuerter Milch im Haushalt. In der jetzigen heißen Jahreszeit ist cs zumal infolge der verminderten Desörderuugsmöglichkeiten nicht immer zu vermeiden, daß die Bezugsberechtigten Milch in angesäuertem Zustande erhalten. Da saure Milch ein ebenso ivertvolles NahrungsmfttÄ darstellt wie süße Milch, so ist ihre restlose Verwertung im Haushalte in der Kriegszeit von besonderer Bedeutung. Vielfach wird angesäuerte Milch von den Hausfrauen zur Bereitung von Käse- guark benutzt, jedoch gehen hierbei die in den Molken verbleibenden wertvollen Nährstoffe, besonders der Milchzucker, verloren. Dies kann leicht vermieden werden, 'wenn das Zusammengehen der an Stern zum Kgl. Kronenorden 2. Klasse. (Gestern schloß sich in dem mit Vlumeri geschmückten Hörsaal der juristischen Faftrltät in der Universität eine^ von seinen Hörern veranstaltete kleine Jestserer an. Tie Universität' Göttingcn erneuerte ihm sein Doltordiplom. — Der a. o. Professor der Philosophie, Dr. Ose. Weigel/wurde zum ordentlichen Professor ernannt. Vvtefknften fcer Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) A. v. im Felde. Tie Hess. Tapferkeitsmedaille kommt am Kriegsbande zur Berleihang au Kneg-.-tälneh uer, ,ow i )i- lessi che Staatsangehörige sind, in l-essisiäien Formationen stehen oder früher längere Zeit gestanden haben und einer Auszeichnung würdig erachtet werden. Ausnahmen von diesen Gruuf s."tzm sind Vorbehalten, doch soll die Auszeichnung nickst gleick>zeitig mit dem Eisernen Kreuz, sondern erst nach erneuten Verdiensten verliehen werden. veizt die Zufjbödrn! Ans wiederholte Anfragen sei mitgeteitt, daß die Firma, !velck)je die Fußboden beize vertreibt, z. Z. hier in Gießen iwch nicht vertreten ist, daß oder, ivie wir ^rsahreir haben, in nächster Zeit auch hier eine Zweigstelle eingerichtet wird. Tie Oessentlichkeit wird dann sicher liinfassenb Kenntnis erhalten. £. H. Wir empfehlen Ihnen die Broschüre „Wie tverde ich Seeoffiziers" von Frhr. v. Bülow, die bei Mittler 6- Sohn, Berlin, erschienen und aus der alles Nähere für Sie zu ersehen ist. LetztNa^vrchLe«. Dcv neueste Bericht der Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptguartier, 27. Juni. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und Deutscher Kronprinz. Die Lage ist unverändert. Rege Tätigkeit des Feindes lüirdlich der Tcarpe und Somme, westlich von Soissons und südwestlich von Reims. Auf der Kathedrale von Reims wurden erneut Beobachter des Feindes erkannt. Während der gesäuerten Milch beim Kochen durch einen geringen Mehlzusatz ver- Nacht nahm die Artitlerietüligkeit auch an der ülh v en Front vt 1 O 4 (TD.f di m« ah « i«. IC a Ci\ ..«iS lfl.1 ^ a « 4* 03 a S 11 %-t a • 4- ! i > 11S it ii . hindert wird. Für 1 Liter Milch verwendet man einen Eßlöffel voll Mehl. Das Mehl wird mft wenig ungekochter Kstilch in einer Tasse glatt verrül)rt und alsdann der anderen Milch zugesetzt, die nunmehr unter ständigem kräftigen Umrühren zum Kochen erhitzt wird. Durch das ständige Quirlen wird das Zusammenballeir und die Abscheidung des Käsestoffes in größeren Klumpen verhindert, und man erhält eine Milch, die, ähnlich wie Buttermilch, das Milcheitveiß in seinftockigem Zustande enthält und nicht nur ein wohlschmeckendes Getränk darstellt, sondern auch in Suppenform genossen tverden kann, ohne daß irgendwelche Nährstoffe verloren gehen. Insbesondere ist die so zubereftete Milch auch für die Kinderernährung gut geeignet. Landkreis Gießen. ** Allend orf a. Lda., 26. Juni. Musketier Max Joseph erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Tie Hessische Tapferkeits- medaille wurde ihrn schon früher verliehen. z. Geilshausen, 26. Juni. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt Heinrich P c e i tz, So^r des Landwirts Christian Preiß. ** Grün b erg, 26. Juni. Sckstitze Mvotz, Solm des Hch. Kappes II., erhielt kürzlich zum Eisernen Kreuz 2. Klasse die Hessische Tapserkeftsmedaille. Kreis Lauterbach. rr. Lauterb ach, 25. Jimi. Tie diesjährige Synode des Dekanats Lauterbach findet hier am Z. Juli statt. In der Hauptsache wird sie sich mft der Bornahnw von Wahlen befassen. Außerdem flehtjem Vortrag auf der Tagesordnung. rr. S ich l i tz, 25. Juni. Für die Ludendorsf-Spende gingen hier 1521 Mark ein, darimter ein Beitrag des Grafen Wilhelni von Schlitz m Höhe von 500 Mark. Kreis Schotten. tt Schotten, 25. Juni. Im Friedberger Lazarett starb nach schwerer Krankheit der Fahrer Fritz Po PP low, Inhaber des Eisernen Kreuzes. Auf dem Felde der Ehre starb der Gefreite Karl M e i d t, Inhaber des Eisernen Kreuzes wrd der Hessischen Tapferkeilsmedaille. In einem Feldlazarett starb der Pionier Karl Drescher. — Hartmannshain. Auf dem Felde der Ehre starb der Unteroffizier Fritz Luft, Inhaber des Eisernen Kreuzes und _ der Hessischen Tapferkeitsmedaille. — Rainro d. Sein 25- jähriges Jubilärrm als OrtsgerichjtsvvrsLeher und Standesbeamter feierte der Bürgermeister und Mühlenbesitzer Karl Viehl. e. Ulfa, 25. Juni. Musketier A!ppel, der einzige Sohn seiner Eltern mrd Karl Jäger starben den Heldentod für ihr Vaterland. e. in rief* ft ein, 25. Juni. Wegen Ausbruchs der Tollwut unter einem Rindvichbestmrd in Ober-Seibertenrod wurde die Sperre bis zum 16. September d. I. verlängert. Kreis Fricdberg. 4b Fried ber g, 26. Juni. Nach 44jähriger Dienstzeit tritt am 10. Juli der Kanzleirat Graulich in den Ruhestand. Hessen-Nassau. = Fraukfurt a. M., 25. Juni. Zum dritten Male ist der berüchtigte Wohinmgseiubrecher Scheller entsprungen. Men Anzühen nach bäxt: er sich abermals in Frankfurt aufh lte.i und, hier seinem „Gewerbe" nachgeheir, bei dessen Ausübung er eine besonders erfolgreiche Rdethode zur Anwendung bringt. Am Hellen Tage steigt der sehr gut gekleidete Burscho von den Hintergärten in die zu -ebener Erde gelegen.cn. und geivöhntich offen steheirden Schlafzimmer eftl. Hier schließt er alle nach den anstoßenden Zimmeret führenden Türen ab, plündert heit Raum aus und verschwindet auf den: gleickren Wege, den er femt, mit seinem Raube. Scheller hat auf diese Weise bisher mehr als 50 Diebstähle aus- geführt. ^ Geviclpssnal. I Darmstadt, 26. Juni. Vom Schöffengericht Darm stadt I wurde die Gattin des hiesigen Arztes Tr. L e y d h e ck e r wegen Uebertretung von Kriegs Vorschriften zu Geldstrafen von 1000, 630, 300 und 100 Mk. verurteilt. Sie halte auf dem Schleichhandel große Merrgen von Lebensmfttelü, Butter, Mehl, Kartoffeln, Vollmilch ohne Karten, Bezugssck-eftr oder ärztlich' Vorschriften eingekauft. Tie Tierrstboten wurden natürlich von dem (benutz der^ Hamsterware cnrsgeschlossen, und eine Aushilfskraft, die nur drei Wvcki-en beschäftigt war. plauderte aus. I:: der kurzen Frist von drei Wochen hatte die Frau 22 Pfund Butter (Preis 8,10 Mk. und mehr), 50 Pfturd Mehl (das Pfund 1,70 Mk.), 5 Zentner Kartoffeln (der Zentner 15 Mk.) und täglich 2 Liter Vollmilch (gegen Trinkgeld) urrrechtmäßig für ihre außer den Dienstboten aus drei Köpfen bestehende Familie gehamstert. Ursprünglich waren gegen sie Strafbefehle in der Höhe von 3200 Mk. >Lrlassen tvvrden, gegen die sie Berufung eingelegt hatte. Ta inzwischen die Bestimmtlng herausgekommen war, daß die Ueber- schreitung der Höchstpreise für den Käufer straffrei ist, wurde die Strafe, wie oben mftgeteilt, herabgesetzt. Bon den Verkäuferinnen I)tette sich eine bei dem Strafbefehl berrrhigt, die andern tvurden zu 630 Mk. (Kartoffeln), 150 Mk., (Butter) uud 100 Mk. Milch) und zur Einziehung des Uebergetvinns verurteilt. jr Marbur g, 26. Juni. Anläßlich des 50jährigen Tvktor- jubiläums des Seniors der juristischen Fakultät der hiesigen Universität, des Geh. Justizrats Prof. Tr. E n n e c c e r u s, wurderr dem verdienten Jubilar eine Menge Glückwünsche und Ehrungen! zuteft. Ter Kürator der Universität, Geh. Ober-Negienmgsrat sowie die Berbindrmg n durch Tclen rrb imd Telephon mft Dwnt< zwischen Ufer und Marne in Verbindung mit Ercrmdungs- gefechten der Infanterie wieder zu. Heeresgruppe von Gallwitz. Auf dem östlichen Maasufer führten wir erfolgreiche Erkundungen durch. Nördliche von Sr. Mihiel wurde ein stärkerer Vorstoß des Feindes abgewirsen. * Aus feindlichen Bombenstaffeln, die in den beiden letzten Tagen zum Angriff gegen Karlsruhe, Offen.burg und das Lothringische Industriegebiet wffLießen, wurden 5 Flugzeuge abgeschosftn. Unsere Bombengeschwader griffen gestern Paris und auf dem Wege dorthin BahriknoteuMnkte uud Flugplätze des Feindes an. Leutnant Runly ermng ftinen 25. Luftsieg. Der Erste GeneralguartierureisLer Ludendorff. Die englische Presse und die Rede Kühlmanns. Am st er dom, 26. Juni. (WTB. Nichchnftlich.- Reuter telegraphiert aussührliick^e Kommentare der englischen Blätter zur Rede; Kühlmanns. Tie „Times" schreibt: Die Rede enthält keine Stelle und keine Silbe, die darauf hindsutet, daß Teutschland in der großen Frage, um die die Welt kämpft, auch nur um Haaresbreite von seinen tradftioitellen Anschatmtrgen abgcMtge sei. Atlch bekennt sich Teutschland noch zum Aäftilarismus, ohne aua) nur die geringste Spur von Zweifel wrd Ruhe^zu verraten. Ter Krieg wird sick)erltch sv lange faiuraioent, als Teutschlcutd die Politik ber Rede Kühlmanns unterstützt. Kühlmann hält es .für zweckmäßig, die Totsack)e zu übergehen, daß Amerika berefts am Kriege teilnimmt, mrd daß die Alliierten eine tatsächliche Erklärrmg über ihve Kriegs-' ziele abgegeben haben. ^.Er wird die meisten dieser Ziele mit einer Präzision, die TeutsMand nicht nachzuahmen lvagt, irr den Reden Wilsons finden, nämlich in der Botsckjaft an den, Kongreß vom letzten Jahre. Unter ihnen nimmt eine hervorraMtdü Stellung die Forderung nach der Räumung des ganzen russischen! Gebietes 'imb nach einer Regelung, die Rußland unbehindert Gelegenheit geben würde, mft Hilfe dec fteiett Nationen selbst über seine Enllvicklmtg und Polftik zu e^rfchüden, ein. — „Fally Expreß" schreibt: Tie Alliierten chrbeu nickft die Msicht, über einen Frieden zu verhandeln, der Teutsthland die .Uebermacht inj Osteuropt überlassen würde. — „Taily Chvoniole" schreibt in efttem „Tie Fried-ensvffensive'' betitelten Artikel, Kühlmanu habe es mtterlassen zu sagen, daß die Miierten mehr als einmal ziemlich ausführlich öffeittlich ihre Friedensbedingungeit formuliert haben, während Dechsch'and sich darauf beschränkte, zu erklären, daß sein (öebiet einschließlich der Kolonien und d>rs Gebiet seit rer Verbündeten ungeschntälert erhalten bleiben müsse. Das Blatt schließt mit den üblickM dlusfälten gegen Tetttschlands Vertragsbrüche mrd Grausamkeiten. — Tie anderen Blätter äußern sich ächtlich „Tally News" schreibt: Wenn Kühlmanns Darlegungen die gagLtmärtigl rn Teutschland herrsckieude Stimmung wiedergebcn, so steht zü befürchten, daß die Friedntskonferenz nvch nicht in Aussicht ist. Jur übrigen halten es die Blätter für ein gtrtes Zeichen, daß atlch Kühlmann !der Ansicht ist, daß der Krieg nicht durch eine m i l i t ä r i s ch e E n t s che i d u n g b e e n b e t lrerben könne. TieS sei wenigstens etwas, nätnlich der Anfang des Willens zum Frieden. Mi niste rkonserenz der drei Nordstaattn. Kopenhagen, 26. Juni. (WTB. NftlOamtlich.) Die Mini st erkv n seren z der drei nordischen Staaten hat heute hier begonnen. Die Ernührum;sfrage in der Schweiz. Bern, 26. Juni. (WTB. Mchtamllich.) Bei der BelumdliMit des bundesrätlichen Berichtes über die Neutralitätsmaßnahment kam es im National rat zu Debatte!t über die Ernährungsfrage, die von verschiedenen Rednern als bÄrrohlich geschildert wurde. Mehrer.' Redner verlangten eine bessere Erfassung nndi gerechtere Verteilung aller vorhmcdeuen Lebeusmfttelvorrätr imtev die gesamte Bevölkerung. Birndesrat Schult Heß, der Chef des Bolkswirtschasts- departements, stellte fest, daß neben der durch die Abbäugigkert der Schiverz von der Einfuhr aus dem Ausland bedingten Teueruugt tatsäck-lichl eine gewisse küuslliche Deuermtg l>estehe, al- Finge ellieS Auflaufs und enter Zurücklxilttntg von Mrren. Er versicberte, daß der Bundesrat energisch gegen jegliche Hamstere, eiirschreiten werde. Gr verteidigte sodann die Ausfuhrpolitik der Regiermtg und.erklärte, von jedeni Bürger ntüsse l>eu^ verlangt werden, daß er sein persönliches Interesse dem Gesamtinterefler unterordne und sich der notwendigen Be>chrämkungeu unterziehe. Burtdesrat Schultheß schloß jeine mft starkem Beifall' aufgenom^ mene Rede mit der Erklärung, der Bitndesrat werde alles ttm, unt den sozialen Frieden im Lande auftecht zu erhalten, wöbet er aus die Mitwirkung aller Parteien intb die Stände aller (hegenden -des Landes reckwe . Hockyvasser in Norwegen. Kristiania, 26. Juni. (WDB. NickMmllich.) JMlge starker Niederschläge nnd Hockiwassers im Gillaftuß ist die Elisen b ahn * strecke Kristiania-Dr ont heim auf einer 'Strecke voit 67 Kilometern zwischert Lwtglotat und Stolvren w e g g e s p ü l t. Tie Eisenbahn brücke ist ein ge st ürzt, so daß jeder Zug-, verkehr eingestellt werdest mußte Auch der Land6raßntverkehr. Hasseupflug, überreichte dabei dem Jubilar den diesem verliehenen' heim sllid unterbrvchu. Holzscfeuo der neue ges. gescfa. Einzigartig 5n Form, Material mul Ausführung Praktischere uud gefälligste Fußbekleidung für Arbeit und Straße, für Erwachsene und Kinder. 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Wahl zweier Rechnungsprüfer »or Prüfung der Jahre«. rechnung 1918, 4. Neuwahl des BereinsvorstaudeS; 5. Ausschust-Ergänzungswahlen: 6. Wahl des Ortes der nächsten Hauptversammlung; 7. Bortrag deS Herrn Kgl. Landesgeologeo I)r. Ahlburg, Wetzlar: „Die nutzbaren Mineralien des LahngebieteS als Grundlage des LahnkanalS"; 8. Sonstiges tAnregungen und Anfragen, kleine geschafb liche Rlitteilungen usw.). Die Hauptversammlung ist öffentlich; nicht nur Mitglieder unseres Vereins, sondern auch alle sonstigen freunde unserer Besrrcbungen haben freien Zutritt. — Angestchts der grosten Bedeutung, welche den Wasserstraßen als Berkehrsvermtttler jetzt und künftig bet' zumeffen ist, bitten wir um recht zahlreichen Besuch. Geschäftsstelle Wetzlar, den 6. Juni 1818. Lahnkanalverein, e. V. Inh.: Ans. Rath ®^F" Heate Elseae Konditorei. 1915 er unö 1917 fr vorzüglielie Wae preiSwürdig bei 4210 August Wallenfels Telephon 262 Marktplatz 17 . lIMMOiiF L.Ä.G.M. P' ent in Otter reich U.'.ar:'. Cdinieiz n >." 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