Kr. *46 LrAes Blatt * 68 . Jahrgang Dienstag, 2 . Zurrt * 9*8 fcti Oi«tze»er Reifet didxnm iöfltuä, no Land, Bern »licht e»u.Ge- richtsiaaft W. Gieper; Anzergenteü: p Beck; sälltUich ln Gießen. * » . §KTB.> Vrotzes HaÄPt quartier, 24. Ami. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Sage ist unverändert,.^ An der Anrre und Avre blich'die ÄefechtstStigkeit tagsüber gestei'^rt. Anr Abend lebte sie auch in'anderer. Abschnitten der Kampffront auf. Währerw der Nacht rege Er- kundungstätigkeit. Oeftlich von Badonoillers drangen Sturmtrupps in amerikanisch-französische Gräben ein, fügten dem Feinde schwere Verluste zu und brachten 40 Gefangene zurück. V Leutnant Udet errang seinen 31. und 32., Oberleutnant tzöhring seinen 20. und 21. Luftsieg. Der Erste Generalauartiermeifter Ludendorff. ; * " Der NSerrdSericht. Berlin. 24. Juni, aberrds. (WTB. Amtlich.) Von den Kampffronten nichts Mues. Der öfterreichisch-nugarische Tage-bericht. — Wien, 24. Juni. (ATB.) Amtlich wird verlautbart: Die durch- 5)rÄMasfer und WitterungSunbill entftan- Deste Lage veranlagte uns, den M o n t e l l o und einige W- schnitte anderer, auf dem rechten Piaveufer erkämpfter Stellungen zu rüumeu. Der hierzu schon vor vier Tagen erteilte Befehl umritt trotz der mit dem Wechsel ver- burweneil Schwierizkeiten so durchgeführt, daß dem Gegner unsere V-eweglMgen völlig verborgen geblieben sind. Mehrere der lttveits geräumten Linien waren gestern das Ziel starker itaffc,rischer Gefchützrvirkung, die sich stellenweise bis zunr Tronrmelseuer steigerte. Auch feindliche Infanterie ging gegen die von uns verlassenen Gräben zum Angriff vor. Sie wurden durch unsere Fernbatterien zurück- getrieben. Der Chef des Generalstübes. * Au» dem italienischen Bericht. Rom, 24. Juni. Das Oberkommando teilt mit: Vom Montello bis zum Meere ist der Feind geschlangen und geht, von unser m tapferen Truppen verfolgt, in Urwrdnung über den Piave zurück. Die Gegenrevolution in Sibiriers. Moskau., 22. Juni. Tie hiesige Presse meldet: Der Sov» jet in Tacho w wurde unter der Losung „Für die konstttuievende Versammlung" von den durch Vtobilmachmigsbesehl Lrnberufenen vertrieben. Tie Ententevertreter «ntwoNeten auf die Note Tschitscherins, daß sie x\yct Schisfe ans den rufitic&ru Häsen nichlt entfernen können, da sie zmn Schutz der Ententetruppsb und des Materials, die vor dem Brester Frieden aelandet wurden, verbleiben müßte. Trotzki gibt die Stärke der TsäLcho-Swvaken ans 30 000 Mann an, die von den Franzosen erhalten werden. Cine-Äasansche Zeitung berichtet: Bei der Entnahme Lannrras wurden die Tschchen durch die dortigen raten Truppen .und besorrdnH die Bevölkerung unterstützt. Die Bevölkerung jubelte den Tschechen Moskau, 22. Juni. Nach Meldungen der hiesig Presse ist der Dampfer Feldnurrschall SuMrvw" von den .tschecho- s l o v a k i s ch e n Truppen zwrsck>en RybftM und Astrachan der- fcrift worden. Tie Schiffahrt ans der Wolga wird zwischen RpbrnSk und Kasan mrd -österreichi- schon Bevölkerung mrs dem Spiele steht, wenn die vereinigten Polen und Tschechen dve Ueberhand zu gewinnen versuchen. Was diese Fragen für die auswärtig Politü Oesterreichs zu bedeuten haben, liegt auf der Hand. Wir können dt^halb nur wünscheil und yoffen. daß die österreichische R^>si:erung, sei cs unter dem Mirristerpräsi- Lenken Seistlec oder einem N-achsstLger, dye Zügel rchcht der t.Hcmd verliert. * Prinz Leopold von Bayer« in Reval. Berlin, 22. Juni. Bei herrlichstem Früb.ingÄvett« traf dev Oberbefehlshaber Ost, Prinz Leopold von Bayern, Freitag den 21. Juni, früh um 7.30 Uhr in Revak auf dem baltischen Bahnhof ein, wo sich zur Degrüßm^ der Kominandierende General,Frhr. v. Seckendorfs mit den Spitzen der Militärbehörden «ingesundcn hatte. Bom Bahnhof begab sich d^er Prinz, in dessen Begleitung ffich der Sohn des Ächzen, Prinz Georg von Bayern befand, nach dem Peterplatz, rsfi dem die Truppen AussteEung genommen hatten. In einer spräche wies der Prinz aus dir Befvettmg des baltischen Landes und Finnlands durch deutsche Truppen hin wrd betonte, daß Deutsche band dank dem HcLdennatt seiner Truppen sich von Ta^ §u Tag «irrem ehreiwollen Frieden mehr nähere. Nach der Ansprachk erfolgte dir Borsttllung der Oftizreve,, dre Berttilung jxm Zeichen an Offiziere und Mannschaften und Vorbeimarsch dor Truppen. Dann ftrhr der Prinz, von einer zahlreichen Menscherdmenge jubÄnd begrüßt, zmn Schluß. Pünkttich mn 10 U.hr vov- mittags fand im Weißen Saal des bei dem D«m Schlosses ei» feierlicher Empfang statt, zu dem die Mit- gtien Besrsti- gungsanlagen aus der Insel Nargen. Abends erfolgte die Ahsahtt na ch N arva. ^ ^ Der Seefrieg. Neue U-Vsot-Erfolge. ^ Berlin, 24. Juni. (WTB. Amtlich.) llnse« U-Dovte haben auf dem nördlichen Kriegsschauplatz, Vonviegerrd im Kanal, wiederum 17 500 B r. - R. - T. feindlichen Han- delsschiffsraumes versenkt. Der Chef des Admiralstabs der Murine. Wieder eine Probe englischer „Tapferkeit". Bern, 20. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Das Genfer „Feuille d'Avis" bringt aus dem „Feuille d'Avis de Lausanne" vom 8. Juni phrende Notiz: Ein englischer Offizier derHandelsmarine, der mit einer jungen Neufchatelerin verheiratet ist, wurde soeben dem König von England vorgestellt und erhielt eine hohe Auszeichnung für die kürzlich erfolgte Versenkung eines deutschen Untersee^ bootes. Das Han^lsschiff, durch das U-Boot angegriffen, überwälttgte das U-Boot durch Geschützftucr. Das U-Boot sank schnell mit der Besatzung. Trotz der „KMirerad"-Ruft seitens der Besatzung des Unterseebootes nahm der englische Offizier von der Rettung der Mannschaft Abstand, die in den Wellen umkam. „Feuille" bemerkt hierzu: Die deutschen' Nntersee- bootsmannschaften sind oft getadelt worden, daß sie sich ihrer Opfer nicht annehuten. Man hat aber noch niemals gehört, daß sich U-Boot-Mannschäften damit öffentlich gebrüstet hätten imd dieserhalb dem Kaiser vorgesteltt urck) aussereich- net worden wären. (Diese neueste Ruhmestat reiht sich denen ebenbürtig an, die die Leute des „King Stephen" und ihre Kämet irden, die den deutschen Oberleutnant Crompwn mißhandelten, vollbrachten. Wir schlagen dem Könrg von England vor, die hohe Auszeichnung, mit der er solche Taten belohnt, als „Bacalong-Orden" zu bezeichnen. Die Red.) * Bern, 22. Juni. (WTB.) Der „Matin" meldet aus Marseille: Der japanische Dampfer „Taften Maru", 5800 Tonnen groß, ist Mitte April von einem deutschen Unterseeboot versenkt worden. Der Dampfer fuht ftftr die italienische Regierung zwischen Neuvork und Italien. Damit ist der ^fünfte japanische Dampfer seit fcttm Ausbruch des Weltkrieges im Mittelureer versenkt wordcu. Mb. Deutscher Reichstag. 179. Sitzung Vvm 24. R'u'rti. Vtim Bandesratsnsche Graf Hertlrng, v. Kühlmann, von Patzer, SSttfire 1 . Präsidelkt Lehre nbach eröffnet die Sistig. Zur ^örtyeruttg bec Arbeiten des Ausschusses sollen die Tage vom Donnerstag dij^er Woch* bis zum Dienstag irächster Wock-c sitzungsfrei sein' Mcktn-ivst nachher Ä^oche irirc die driOe Lesung des Etats mit der Konten Lesung des rumänischen FriedenSoertrages erfolgen. Der Not-Etat wird in allen drei Lesungen ohne Mssprache «NGenommen. Es folgt die zrveite Lesung des Etats des Reichskmi^lers und der 3ieichskanzü: rmd des Auswärtigen Amtes. Prinz Schönaich - Carolath berichtet über die Ber- handlnng- lungen in Europa beginnen, eine befriedigend« Lösung. Im kasus ist der noch bei weitem und am ine men konsolidierte Staat Georgien vvu An parrg mr bestrebt gewesen, nach dem Ber- schwurden der rmsisäMr Oberherrschaft seine nationale Eristenz neu auszubauen -mri» lelüstärrdrg vorzugehen. Au Georgien schlossen N'M verbchtwsinäDig neue und wenrg ^festigte Bildungen an, welch- den Vennck erner staatlrckren Selbständigkeit unternahmen, rmd auch im Wch^en des llralMchietes schlossen sich Teile zu einenr Staate zuwmmen. T«je drei Staaten rvieoermn suchten sich- in der Form der trniMautasstchen Republik zu vereinigen, um so ihre Widerstandskraft nach außen zu erhöhen. Die Türkei hat sich in all erneue ärer Zeit durch die Entwicklung der strategischen Vei'- hältnrsse in Obcr-Mesopotamien gezwungen gesehen, die Bahn Batum—Däbris zu benutzen, um eine Etappe-durch das nördlichi' Werbeidschau r»ch dem Tigris-Dal zu legen. Bei den: Vormarsch hat der vorgeschobene linke Flügel aus Sicherheitsgründen ziemlich iveite (sstbiete besetzt, tvelche dauernd als Okkupation oder Airnexion für die Türkei nicht in Frage kommen konnten. Der türkische Vormarsch nach .Kaukafien ist eingestellt und die Modalitäten der kiwftigen Regelung der ßaukasischM Angeleg-cnheitenj werden in einer Konserenz in .Prmstantinopel festgesrellt werden. Der Staat ('Georgien hat uns seinen Menister der auswärtigen Ar.m legen Herten, mit dnn wir im Gedankenaustausch stehen, ge- swcht, wir i. nstverseits 'haben den Genera! v. Kreß in diplo- matiLcher j&ijimn nach Tiflis entsandt. Bezüglich der A a la n d s i n s e 1 n hat eine diplvmatische Einigung darüber iwltgrsunden. baß die Besestigamgen beseitigt rverdeu sollen. Ueöcr die Zukunft dieser Inseln, deoen Neutralität für alle Zeiten gesichert werden muß, ist eine lLrtschejdurrg noch nicht getrofsev. ^ Däricmarch Holland und die Schweiz, roenn ich von diesen drei Nachbarn reden betrf, haben den festen Willen und den unlreirrten Entschluß, an der N«mtralität festzuhalten. Mle drei Staaten hoben darüber hinaus in menschenfreundlicher uird hach- berziger Weise alle Bestrebungen unterstützt, um die Leiden der Kriegsgefangenen und der Zivil-Internierten zu lindern und für i>. verschiedenen Besprechungen zivischen den Kriegführenden, weläle stattgefunden, ihre Länder gastfreundlich zur Verfügung zu stellen. (Bravo im Zentrum und links.) So tagt nach dem ZlbscUnß der in der Schnviz glücklich zunr Abschluß gebrachten Gesaugenen- konferenz zwiscki-en Deutschland und Frankreich augenblicklich im Haag eine Konferenz zwischen Vertretern Deutschlands u. Englands über einen weitgehenden Austausch von Kriegsgefangenen und Zivilmternierten. Ein Ergebnis hat sre schon gehabt. Es ist gelungen, den verabscheuungswürdigerr Gedanken der Deportation der China-Deutschen bereits aus der Welt zu schassen. (Allseitiger Beifall.) Auch Spanien hat in striktester Weise an der dteutralüat festgehalten. Irgendwelche Befürct)- tung, daß sich in der strenger Beobachtung der spanischen Neutralität etwas ändern türmte, scheinen zurzeit keineswegs berechtigt. In Amerika sind einige kleinere Staaten unter dein stets steigenden Truck der Union auf die Seite unserer Feinde getreten, und ich möchte die Politik der Reichsleitung dahin charakterisieren, daß wir alles in imferer Macht Liegende zu tun beabsichtigen, um den Eintritt weiterer neuftaler Staaten in den Verband unserer Feinde unmöglich zu machen. Wenn ich, nach dieser politischen Uebersicht mich nun ganz kurz der militärischen Lage zuwenden darf, so ist ja der glänzende ^Verlauf der Operationen in Frankreich be- kannt, -chei denen unsere Heere unter genialer Führung von Sieg zu Sieg geschritten sind. Tie Initiative dort ist volliommen bei J>er deutschen Obersten Heeresleitung, und wir können denen, der Sommer und der Herbst werden unseren Waffen neue große Erfolge brängen. Auch die österreichisch-ungarische Armee hat in flottem Anlauf die italienischen Stellungen a nge g r i f f e ii, nennenswerte Erfolge errungen und große 'wichtige Teile der verbündeten Kräfte an ihre Front gefesselt. Der längste Tag des vierten Kriegsjahres ist vorüber, und gerade, wenn man von weiter Warte aus die Ereignisse überblickt, so muß man sich fragen, wie der Krieg nach menschlichem Ermessen noch über Herbst und Winter, über das nächste Jahr hinaus dauern kann. (Bewegung.) Vielfach herrscht in unserer O essen tlichkeil die Mei- icung, daß der lange .Krieg ein absolutes Novum ist. Auch habe man mit einem sehr langen Krieg« in der.Neuzeit an den maßgebenden Stellen überhaupt nienials gerechnet. Diese Meinung ist unrichtig. Feldmarschall Graf M ol t ke fühaste in diesem Haust am 14. Mai 1890 aus: Wenn f>er Krieg, der jetzt schon mehr als zehn Jahre lang wie ein Damollesschivert über unserem Haupte schwebt, wenn dieser Krieg zum Ausbruch kommt, so ist Tauer und Ende nicht abzusehen. Die Verhältnisse haben sich seit ftner Zeit, in der der Altmeister der deutschen Strategie die Aeuße- rung machte, insofern verschoben, als die Mächte, die am Kriegs beteilig^ sind, ihre Rüstungen rveiter ungeheuerlich gesteigert haben und daß nicht nur die europäischen Mächte, sondern auch große überseeische Mächte, wie Japan uicd Amerika, in den Kamps cin- ^ treten sind. Eine Sicherheit, irgend einen Augenblick ins Auge zu fassen, zu welchcm man sagen könnte, um diese Zeit müsse bei? Krieg zu Ende gehen, ist meines Erachtens unmöglich. Das Auge, das nach den politischen Motiven ausfpäht, welche sich eventuell zu FrwdensMöglichkeiten eignen könnten, und nach dieser Richrmigj kkn. muß ich »agen, daß trotz der glänzenden Erfolge imsecc^ Wa,fen aus seiten unserer Gegner ein Friedenswille an der maßgebenden Stelle eine Friedensbereitschaft noch nirgends klar hervorgetreten sind. Nichts haben unser« Gegner aufzmrxusen, was sich einigermaßen mit dem deutschere Friedensangebot, mit der Resolution dieses Hanfes oder mit der Bewertung der Papftnote in einer Reil)e stellen könnte. (Schr richtig im Zentrum und links.) Und die Aeußerungen unseres Gegner lassen noch keinen Lichtstrahl in das Tuußet d-ieses kriegerischen Dramas fallen. Balfour hat vor einigen Tagen die alte L^geiwe erneuert, daß Deutschland diesen Krieg entfesselt habe, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Diese Legende wird dadurch, daß sie immer wiederholt wird, nicht mal,rer. Ich glaube nicht, daß irgeudeüi verantnwrtllcher Mensch in Deutschland auch nur einen Augenblick daran gedacht hat, es könnte durch Entstsseiung des Krieges in Europa die Weltherrschaft zu gewinnen. Ter Gedanke einer Weltherrschaft in Europa ist eine Utopie. Die Nation, welche diestlbe verwftklichen wollte, rvürde in einem endlosen Kampfe verbluten und in ihrer Entwicklicng aus das schwerste geschädigt und zurückgeschraubt iverden. (Sehr richtig im Zentrum und links.) Dieser Krieg zeichnet sich deutlicher unb deutlicher als das Werk Rußlands, der gewisstnlvsen Politik Rußlandih l>er Angst der russischen leitenden Kreise vor der Revolution. Je tiefer Wir in die Vorgeschichte des .Krieges eindringen, desto llarer wird' sich ergehen, daß die Macht, die den Krieg geplant unb ge* ivollt hat, Rußland gQvesen ist. Daß die andern Mächte, daß Fiankreich als Kriegshetzer dabei aufs schlimmste mitgespielt hat, daß die englische Politik sehr dunlle Seiten in dieser Beziehung auszuw^üfien hat, daß insbesondere die Haltung der englisckren Re- grewc:»gin denTagenvor dem.Kriogsausbril.ch dve russische.Kriegspar- tex stärken lmtb vntsesstln mußte, dafür gibt es Beweise genug in den bereits publizierten Aktenstücken. Soviel über die Schuld am Kriege. Dnftsch^and hat nicht einen AugeMick daran gedacht, einen Krieg zu entseffeln, und hat vor allen Dingen nie einen Augenblick daran gÄrachit, dheffer Krieg könne auch nur zu einer Herrschaft über Europa, geschweige denn zu einer Weltherrschaft führen. Im Gegenteil. Die deutsche Politik befand sich dami in der Lage, begründete^ Aussichten zu haben, rveitschauende Ziele, die Ordnung der Ber- hslüMe im Ostjen und die Ordnung der künftigen Verhältnisse auf den Wiegen friedlicher Verhandiungen in zufriedenstellender Weise verwirllichen zu können. In keinem Augenblick unserer neueren Geschichte war weniger Veranlassung für uns, einen derartigen Brand hervorzurnfen. Ich halte es aber für notrvendiger und nütz- lickEtt nickst nwr zu s-wgen, oaß die Balsvursche Behauptung ein HtnngespMlst, eine Vevleumdmig ist, sondern ich Mte cs für nötig, vvllcu über See den Besitz halben, ivÄcher unserer Größte, unserem Reichtum und unserer bewiesenen Kolonialer Fähigkeiten ewtfpri..lst. Wir rvvllen die Möglichkeit und die Freiheit haben, aus freier- &e£ unseren Handel und Verkehr in alle Weltteile zu tragen. 'Bravv im Zentrum und links.) Das ftnd sämtliche Beweist in kurzen allgemeinen v*LstLnd- licheik Wirrten, in ganz kurzen groben Umrifstn die Ziele, deren Erreichung eine Lebens-notwendigkeit für DeutsMand ist. (Sehr richtig im Zentrum und links.) Ich l»abe die % eg-ch-abst bei emer rüderen Bespvechung in diestm hohen Hanse darauf lchnKuweisell? daß die unbedingte lllrveränderlichkeft des.Grundgebietes des Dent- chen Reiches und seiner Verbündeten eine notwendige Vvraus- etzung — ich sage ausdrücklich! Korausstmm.g — für Oie Aufnahme irgendwelcher Friedcnsgespräche oder FnedensverHandlungen bildet. Wir betrachten Belgien als eine der Fragen ün Gesamtkorrüplex der Fragen, wir müssen cs aber ablehnem in der belgischen ssrage Erllarungeu abzngeben, welche uns brickren würden, ohne die Gegner auch nur im geringsten ststzulegen. (Sehr richtig.) Uebri- grrrs hat Balfour rwrsiichtigerweise schon lstrrMwsügr. wir sollten keineswevs glauben, daß die Einigung scher die belgische Frage der« -Schatz der englischen bzw. ententiUschen Wünsche schon erschöpfe Ich höre schon heute die ^Begründung, die seiner Zeck für solche Wünsche gegeben werden Imrd: Daß England dochi nnmöglstli die ar»ße« Opfer an Gut und Blut gebr-ackst haben kann, shne auch Är sich selbst einen sichtbaren Gewinn bewahren zu dürfen. Wir können auch andererseits uns genau die Worte zu eigen nüühen, diq Mr. Asguith am 16. Mai gesprochen hat, wenn wir für die britische Regierung die kaiserliche Regierung setzen. Mg. Gröber (Ztr.): Wir erblicken in Finnland und der Ukramc ein herrliches Absatzgebiet für die Zirkrmft und auch cnr gutes Sredelungsland. Auf die glückliche Lösung der pol 7 risck>enj FraW mutz sn unserem eigenster: Interesse das größte Gervickst gelegt toerden. Bor allen Dingeil muß die pvlntsch-rEtsthe Eäeahck sttutsgssth geschützt werden. Tie Litauer werden behandckt rote Gefangene. Sv gewirmt rnau ihre Herzen nicht. i^Sehr richtig.)! Das Sprachverbot und die Schließrrng i>er Schulen muß Erbitterung schaffen. "Tie aTckangO ausgeziictprete' Stimmmrg wird für Deutschland immer schlechter. Tie deutschen Ärlten wollen sich uns anschließen, da darf die Heimat tze.nscht zuruchsüdßen. - Es muß verhütet werden, daß England sich in den Ostseeprovinzen sestsetzt. Trc Ukraine ist und bleibt eine Schatzkammer, roip sie reicher nichti gedacht werden kann. Wir müssen nur die richtigen Aiittel cm» wenden, um die Schätze zu hehan« »Hann werden fie uns zuoptte! komniien. Deutschland ^ rmlß zeigen, daß es alle Vertragsbestim- mluugrn von Brest-Litowsk zu erfüllen gewillt ist Auch jedeq Einzelfriede ist der Weg zum Weltfrieden miß Teutsästaird ist Lein Hindernis für einckn al^genreinen dauerhaften Frieden. Das Seebeuterecht, das Blockaderecht urch «Satz .Kvnterbanderecht müssen verschwinden, dmrn haben wir die Freiheit der Meere, danft hi^ren wir, was wir brancherr für unseren deutschen Handel. Tauft haben wir auch, was andere Länder mrd andere Völker für ihr« Freiheit brauchen, um aus Englands See- und'Gewaltherrschaft! herauszukommen. Friedensangebote find genug gemacht worden. Win vertrauen 'auf die Entscheidarlg des scharfeil deutsckien Schwertes auch im Westen. (Lebhafter Beifall.) Tr. Tavid (Soz..): Formell hat der deutschftumänische Frie- densverlrag den Frieden im Osien vollendet, trotzdem schlagen noch Flammen hört hervor' und erfordern noch deutsches Blut. Der Friede mit Her Ukraine sollte ein Brotfrieden werden, aber weder Brot noch Frcede sind uns geworden. Die HauvtgrVnde liegert darin daß vort verkehrt regiert wird.'Dort herrscht der Geist^aus Ost-elbren. parlamentarische Vertretung in den bisherigen russischen Landesteilen muß eine wirkliche Volks Vertretung werden. Erft wenn sie eine freigewählte Volksvertretung haben, wird das Volk dre Entscheidung zwischen Republik und Mvnarch.ie treffen- tourten, chre Friedensresolution des Reick)stags ist noch nicht beseitigt, fie ist vielmehr hochaktuell. Mle Reichstagsnachwahlen haben gezeigt, daß das Ateich für den Beritändigungsftieden ist. ^.eruer be-teht oer unsere:: Gegnern die gleiche Frieoensbercitschaft ^ck)t. Auch für Belgien gilt das Angebot eines Friedens ohne Unnexüinen und ohne Vergewaltigung. Indirekt hat Herr v. üühlmann diesen Standpunkt geteilt, er sollte es aber klar austtirearen. ^zn dem gleichen Moment hört Belgien aus, eine -e.alft zu fern für England bei der Weckerführung des Krieges. Englands wurde ftch dann losort für den Frieden erklären. -Leb- yattes ^ehr richtig!) Elsaß-Lothringen ist ein gltes deutsches Land. Sem Landtag, der allgemeinem und gleichem Wahlrecht entsvrungen fft, zeigt nur eine ganz Reine, französisch denkende Mrnderheck. Das deutsche Volk ist ebenfalls bereit, einen ftck beide Teue gleich ehrenv-ollen Frieden abzuschließen. Der Krieg gehö um das Ziel der Friedensbeveckschast der Gegner. An dem Tage, an dem die Bereitschaft zu Verhand-htngen erklärt wird, hört das Morden auf. (Sehr richtig.) Das deutsche Volk will seinen Aufstieg zur politischen und sozialen Höhe nehmen. (Beifall bei den Soz.) Abg. Graf Westarp (kons.): Unsere Politik im Osten steht setzt vor einer Fülle ipn neuen SÄwüerigkecken., vor Aufgabeft, sderen Lösung für die Geschichte, für Iahrhrmderte von Bedeutung ftm wird. Amerika und England bemühen sich zielbewußt in Rußland und Rumänien, uns Schwierigkeiten zu berecken. Wir haben rm Osten auck) deshalb keine sicheren Zuüärwe. weil die russische Revolution vvtstemn»en versagt hat. Sie hat nur erreicht, daß alle Ordnung dalßn ist. Der Staatssekretär nannte dies einen Gärungs- pvozeß. Es darf nicht wieder Vorkommen, daß Ostpreußen der Ge-- >ahr anheimf-M, ein ruffisches Eftckalltor zu sein. Wck müssett »une Grenzen sichern, ebenso die Posens und Schlesiens. Jetzt ist Unsere ^sotckik lediglich, der: Krieg auch im Westen zu gewinnen. Nren/rnd in ^DentschlsLd will die Weltherrsckiaft. Mit einfachen Verträgen lassen sich das Seebeuterecht, das Blockaderecht und das ^wrbanderccht nicht bestckigen. Wir, müssen von der Regierung hm festes Programm fordern, das sie auch überzeugt und überzeu-« tzend vertritt. An diesem Programm muß sie ber den Verhand- lUngen festhallen und irr dieser Hinsicht lrestehen bei uns die schwerste: Sorgen. (Sehr richtig.) Der Streit über die Schuld am üjnege war schon erledigt: jetzt wird die Streitaxt noft ausgegraben. England möckfte die Weltherrschaft m: sich reißen fmü) mochte uns vernichten. England, nicht Rußland, war der ünsttfter des Krieges. Es handelt sich auch nicht um einen! Stamtif der Weltanschauungen, sondern um einen Kampf um. den ^tzeudieirst des Geldes. (Lockten links. Sehr richtig! rechts.) Wir müssen rms ffck)ierr: urvd dazu brauchen wir die logische in® me flandrisck^ Küste. Nicht wie der Staatssekretär, sind wir der J/ceinuTig, daß es außer per Jntegrckät unseres Landes nichts! gibt, über das nichit verhandelt werden könnte; unsere Blutovser ftrch um a.cheren Hohn geflossen. (Lebhaftes Sehr richtig! recht*.) ~ 1C Worte des Staatssekretärs kömren als ein neues Friedensangebot aufgefaßt lverden. Ein Llppett an den guten Willen Eng-, lanos nützt -nichts. Zeig«: di« Feinde nicht den Willen zu Verband-, lungen, so müssen sie dazu gezwunMi werden durckx unserem Sieg, der von uns prsvchien toeröen wird. (Lebhafter Beifall rsckfts.) Darauf vertagt das Haus die WeckerRratung auf Dienstag 2 Uhr, vorher AnfVagM. Schluß 7Vs- Uhr. * Berlin, 24. Juni. (Priv.-Tel.) Der Aeltesten- r a t des Reichstags beriet heute über die Geschäftslage und vereinbarte, daß die große inner- und außenpolitische Debatte, die sich an den Etat des Reichskanzlers ^anschließt, bis Mittwoch zu E:rde sein soll. Bon Donnerstag bis Mitd- nwch nächster Woche sollen die Vollsitzungen ausfatten, um den Komnnssi-onen Zeit zur Erledigurrg der in Vorbereitung besindlichen Gesetze, namentliä) der Steuergesetze, zu geben. Von Donnerstag nächster Woche ab soll dann der Etat in dritter Lesung, der Friedensvertrag mit Rumänien, und die Steuergesetze beraten werden. Man hofft, bis zum 12. Juli mit dem Arbeitsstoff fertig sein zu können. * Aas dem hauptausschutz des Reichstags. Berlin. 24. Juni. MTB.) Der Äauptausschutz des Reichstags hat den dent sch-r u m äni schen F rrede nsvert rag angenommen. In der Beratung wurde auf Vorschlag des. Vorsitzenden Eberr beschlossen, die Aussprache über den politischen Teil vorwegzunehmen. Dazu lag eine Entschließung des Zerrtrums vor, bei den in Ausführung des Friedensvertrages rurchnottoendig werde:rden Abmachungen mit Rumänien dafür zu sorgen, daß Rumänien eine ausreichende Sühne und Genugtuung für die unmenschliche Behandlung der d c u t sch en Kriegsgefangenen leistet. — Staatssekretär v. Kühlmann leitete die Aussprache mit vertraulichen Llusführungen ein, die die Dynastieftagc und die Parteivechältnisse in Rumänien betreffen. Ans rrnd Land. Gießen, den 25. Juni 1918. ** Das Ehrenzeichen für Mitgliede r freiwikli-» ger Feuerwehren erhiettzm durch der: Großherzig: Hockuäch MMer, dlndreas Dirkenstld, Peter La:ll>vogt, Philipp Wettner> Heinrich Groß I., sämtlich zu Rockerrberg. ** Jung wehr. Atittwoch Antreten Uhr Oberrealschute. „Das Feldhecr brsAcht dröArcnd Hafer, Hen und Stroh! Lmwwirte helft dem Heere!" ** Pferd eversteigerung. Freitag den 28. Juni, vormittags 10/ 2 Uhr, lötrSeit auf dem Jagdschloß Kranichstein bei Darmftadt burdi die Landwirtschaftskannmr zwanzig Stück holländische Fohlen versteigert. Näheres siehe Anzeige. ** pberhessisichier Statt fixere im. Einige seither uus- aestzÄtzcn BÄder VE Prof. M. Fritz imd Pa.nl Sogisser bletben nur noch morgen, Mittwoch, ausgestellt. Die Aiussteklimg ist von 11 bis 1 und am stäachrmttag von 3 bis 5 ll.hr geöffnet. Am Donnerstag wird eine teilweise Aendermrg der Ausstellung Vvr- Wmsmme». *** T ie Einlieferungsfrist von Z weimark-- StÄcken läuft mit denc 1. Juli 191.8 ab. Nach diesem Termin bis zum 1. Juli 1919 werden nur solche Zweinurrk-Stücke seitens der Reichsbankanstalten augemmmven, für die glaubhaft gemacht imrd, daß sie aus dem Ausland oder aus dem deutschen Lchutz- gMet kommen. . , ** E i n z i e hun g d e r N i ck e l m ünzen. Tie dftckelntünzcn, die sichnock im Verkehr befinden, sollen möglichst sclMll emgezogen werden. Alle Postkassen haben daher für die schleimige Wetterführung zu sorgen, daß die vorhandeiien oder noch em gehenden, Nickel niünzen alsbald an die Stellen weitergeführt werden, die zirr Entgegennahme der Barüberschüsse bestimmt sind. Kreis Schotten. © S chv tten, 24. Juni. Tie Kr-eisfürsorgesdelle mit den ihr ungegliederten vier Bezirksfürsorgest-ell-en hat in dar Bereich ihrer Ausgaben kürzlich auch die Fü r so r ge für die Lungenkranken im Kreise miteffGegriffen. Zur Forderung dieser wi^ch- tigen Angelegenheit imd zur Klärung der dabei sich ergebender Fragen soll demnächst hier eine größere Versammlung von ^lerzterr, Pfarrern und sonstigen Persönlichkeiten, die irr der Fürsorge bereits tätig sind, stattsrnden. . e. Altenhain, 25. Juni. Hier starb der krngiährtge Bürgermeister Kcmrad Schleuning. Kreis Friedberg. —.— Bntzb ach, 24. Jurri. (Aus der Gemeinderats - sitzung vom 19. Juni 1918.) Für die Stadtkasse ist bei darr Vorschußverein Butzbach ein Konto eingerichtet. Die Gesuche der hiesigen Banken um Errichtung eines solchen wurden deshalb abgelehnt. Das Einzugsgeld für neu aufzrmehrneirde Ortsbürger wurde aus 200 Mk. und das Feuereimergeld von 12 auf 50 Mk. erhöht. Nach einer längeren Aussprache über die hiesigen W-asser- verhältnisse wurde eine Kommission gebildet, die ermächtigt ist, Verhandlungen zur Regelrmg der Wasserverhältnisse einzuleiten. Hessen Nassau. --Diez a. L., 24. Juni. Ter Kreistag des UntertaunuskreiseS bewilligte für die Bestreitung der Kriegerfarniliar-llnterstügingen zwei Millionen Mark und für den Anlauf von Brotgetreide 600000 Ätark. X Fulda, 25. Juni. Kürzlich ist der Hüttner Th. D r u f ch e l aus Müs von einem in der Umgebung von Großenlüder die Jagd ausübenden Fuldaer Barmten angesthysfal. woroen. Ter Verletzte begab sich, in ein hiesiges' Krankenhaus, in dem er wenige Tage nach seiner Einlirserung angeblich an Blutvergiftung gestorben ist. Tie Leiche ist jetzt aus 'Veranlassung der StaatsaMvaltschaft wieder ausgegraben worden, da festgestellt werden soll, ob der aufgetretene Verdacht, TrusclM sei an den Folgerc der Schustverletzung ge- stlvrben und dadurch das Opfer der Unvorsichtigkeit des Jägers geworden, begründet ist. — Kassel, 25. Juni Aus dein hiesigen Militärfriedhof wurde in Gegenwart der Militärbehörden ein großes Denkmal zum Gedäehuiis der im Weltkrieg gefallenen Krieger enthüllt. ü Marburg, 21. Juni. Im hiesigen Kreise wurden bis -jetzt übn fünf Zentner Frauenhaar gesammelt und auf dem Landrat samt abseliesert. = A us dem Taunus, 25. Juni. Nicht nur nn Harz, ionveM auch im Hochtaunus sind am letzten Sonntag, dem ersten SonnnersonTrtag 1918, erhebliche Schneefälle medergr- gangen. Wie vom Feldberg gemeldet wiro, setzte der erste Schneefall bei fein stünnischem Nördoft, der den Äufemhalt auf der Kuppe lmchoz»! unmöglich machte, mittags um 12 Uhr ein. Die Flocken; steten so dicht und schwer, daß in lvenigen Mstruten das Gebirge bis auf 600 Meter herun ter in e ine blerrbend weiße Wirrterlandsthast crugctriä'ft war. Glücklicherweise schmolz der Schnee ebenso ge- fchmö-de wie er gekommen war. Dann setzte zwischen 3 und 4 Uhr der Anette Schnoeßrll nrit gleicher Stärke ein und Tyielt etwa 20—25 Minuten an. Das Thermometer zeigte 5—6 Grad. Nach kurzer Zeit waren auch die Spuren dieses Sneesturmes ver- fchwunüen — (Sin Schnee soll im R o s e n mo nat imi> am' Sonnenwendtag in unserer Gegend gehört zu den allergrößten Sellenheiten rmd ist, soweit wir unterrichtet sind, bisher noch nicht vor ge kommen. fytn&el. Frankfurt a. M., 24. Juni. (WTB.) Unter dem.Vorsitz des Syikdikus Mieesmann hat hier eine Versammlung von Vertretern der hessischen Handelskammern und hessischen Textilinduftriellen stat tgesunden, in demnach einge'henler Besprechung der die Uebergangswirtscyaft für das Textilgebiet betveffenden Fragen däe Gründung eines Verbandes hessischer Textilctrdustrieller beschlossen wurde. Dieser soll die Interessen der gesamter! hessisck-en Textilindustrie in allen. Fragen der Uebergangswirtschafl und künftigen Fri'denswrrtsckiaft b'ertreten und Awar sowohl die der werterarbeitenden wie der still gelegten Betriebe. Zum Vorsitzenden des vorlänffgen Ausschusses wurde Heu Otto Schäfer in Büdingen gewählt. Grctzener Stra?kammer. Ter 17 Jahre alte Hilfsschlosser Wilhelm K. von Klein- Linden hat am 25. Januar l. I. dem Bäcker Ludwig I. X. daselbst ans dessen Laden. 2 Pfund .Hefe und einen Küchen, sowie aus der Scheuer eine Ackerleine im Merle von 30 Mk. entwendet. Beim Absatz der Deine in.Gießen war ihm der 18 Jahre alte AushilfsHeizer Wilhelm N.' von Gießen behilflich, beide wurden aber hierbei ertappt. R 1 . erhielt wegen schweren Diebstahls einen Monat Gefängnis und N. wegen Hehlerei eine Wo-ck-e Gefängnis. Wegen versuchter Abtreibung der Leibesfrucht -erlstelt die Peter K. Ehefrau in Nicder-Mörlen 2 M-onate Gefängnis und ihre Schwester, die. H. Sch. Witwe in Berlin-Schöneberg, wegen Beihilfe hierzu 4 Wochen Gefängnis. Ter Zuchthausgefangene Friedrich Schr. von Altenbreitungen, der zurzeit eine ihm tvegeu Diebstahls zuerkaunte Zuchthausstrafe von 10 Jahren verbüßt, entfloh am 5.. März l. I. gelegentlich der Außenarbeit (Holzmachm) und kam aus seiner Flucht nach Ockstadt. Un! sich in den Besitz von Zioilkleidern zu setzen, entwendete er^ hier Anzüge, würbe aber hierbei überrascht, so daß er nur einen alten Rock mitnehmen konnte. Bei der Verfolgung soll er einen seiner Verfolger nrit einem Beile, das er bei sich führte, bedroht haben. Wegen schwercm Diebstahls erhielt er ein Jahr uni) 3 Monate Gefängnis, bezüglich her Bedrohung wurde er freigesprochen. Das Dienstmädchen Marie W. von Battenberg, die Fabrikarbeiterin Elisabeth B., Musketier Karl R. und Frau Marie K„ alle in Gießen, !>aöen im März l. I. bei dem Ockouomen Adolf B. dahier, vei dem die W. bedienst?t wai^ verschiedenes Bettzeug, 5 Flascküen Wein, 1 Flasckie El-ampagrrer, 29 Eier, einen Stallhasen und dgl. entwendet. Tie gestohlenen Sachen wurden in die Wohnung der Frau K. verbracht, woselbst auch der Hase zube- reitet und am folgenden Abend mit samt den Eiern verzehrt wurde: als Getränk diente der gestohlene Wein. Tie 3 erstgenannten Angeklagten hatten sich wegen Diebstahls und die Angeklagte K. wegen Hehlerei zu verantworten. ES erhielten die W. 3 Monate, die B. 2 Monate, R. 1 Monat und die K. 6 Wochen Gefängnis. Tic Berufung der Elisabeth E. zu Bad Wildungen, die vom Schöffengericht Büdingen wegen Diebstahls eines Huhnes zu fünf Tagen Gefängnis verurteilt worden ist, wurde kostenfällig verworfen, da die Angeklagte trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht erschienen war und ihr Ausbleiben nicht genügend entschuldigt hatte. R.M. K. Darm sta dt, 24. Juni. Das Militärgericht der 25. Division beschäftigte ftch dieser Tage auch mit der Anklage gcgen Bezirksfeldwebel Joh. Büttner aus Dannstadt, der als Leiter des Meldeamtes Ofsenbach a. M. verschiedene Militär- .dienstpslichstge aus Grund salsck!>er Eintragungen in die Stammrolle usw. vom Heeresdienst befreit, Gelder dafür in Empfang ipommoi und sich anderer damit zusammenhMgeicder Vergehen schuldig gemacht hatte. Er wurde unter Versagung mildernder Umstände in der bis zuin Albend dauernden uni er Ausschluß der Oeffenlliächeit geführte)'. Verhandlung zu einer Gesamtstrafe von 3 Jahren Zucht- l>aus, Tegradation, Emtsernung gru.' dem .Heere und Verlust der bür-erliaMn Ehrenrechte auf 5 Jahre verurteilt. Die Bestzechnngs- gelder verfallen der Staatsraste. Ter mitschuldige Unteroffizier Fr. Noll erhält 2 Jahre 2 Nücmate Zuchthaus irnd die gleichen Neb«rstraserr, der LandchrrmWann H. Köttinger 1 Jahr Ge- sängTris. I Dar m sta dt, 25. Juni. Der 29iährige Poclefeuiller Gmard F r ö h l e von Ossenbach fälschte als Vorarbeiter die Lohn- listen seiner Firma und schädigte diese dadurch um 4600 M k. Einem Arbeiter entlockte er durch Vorspiegelungen 400 Mi. Gelder verbrauchte er durch einen ausschweifenden Lebenswandel. Tie Strafkammer versagte ihm mildernde Umstände und verurteilte ihn zu 2 i / z Jahren Zuchthaus, fünfjährigem Ehrverlust und 300 Mk. Geldstrafe. = Frankfurt a. M., 25. Jmn. Ter eheinalcge mann Philipps aus Wiesbaden, der vor einer Wock>e von: Oberkriegsgericht zu drei Jahren Ge-fängnis und zur Entfencung aus dem Heere verurteilt worden war, lyat aus baö Rechtsmittel der Berufung beim Reichsmilitärgericht verzichtet. Dem Verurteilten wurden 20 Monate Untersuchungshaft zur Anrechnung gebracht. Der Vertreter der Anklage beim Oberkriegsgericht hatte Zuchthausstrafe beantragt. Das Oberkriegsgericht bestätigte außerdem die vom Zttie^gericht ausgesprochene Einziehuing o»s Be- stechlungSgÄdes in Höst) von 256 000 Mk. Universitäts-Nachrichten. I. Dar m st ad t, 24. Juni. In gleicher Weist, NM \*c kurzem eine Bereinigung von Freunden der Universität Gießen ins Leben gerufen wurde, soll nunmehr auch eine Vereinigung der Freunde der Technischen Hochschule zu Darm sta dt gegründet nierden. Tie GrürrdungsversammlunU findet am Samstag den 29. Juni, lV/ 2 Uhr, im Höcsrral d-G Chemischen Instituts statt. Der Großherz»g hat sein Ecsche«iei^ in Aussicht gestellt. Neben dem Ausbau oeS JnstUuts für Papierfabrikation soll aus Anregung aus Jndustriekreisen das erste deutsche Forschungsinstitut für Lederchemie errichtet werden. Ebenso soll der Eisenbeton- und Steinindustrie besondere Aufmerksamkeit zugewandt werden. Eine kriegstechnische Abteilung (Wassertechnik, Flugtechnik. Spvengstofs-Chemie, Ballistik und Photographie» ist in Aussicht genommen. Die Einführung in die Verhäl wisse des Auslandes muß erweftert und vertieft werden. Endlich ist eine gründliche Schulung der Studierenden in Wirtschafts- und s o z i a l w i s s e n i' ch a f t l i ch ein Fragen eine dringet^e Not- w?noigleit. Da die Mittel des Staates nach dem Kriege begrenzte sind, so erblickt die mit der Hochschule eng befreundete Industrie eine Ehrenpflicht in der Förderung der Hochschule. ** Erlangen, 24 .Juni. Erst vor kurzem konnte von einer bedeutenden Sti.tnng in Höhe wrn rund 400 000 Mk. berichtet, rverdcn, welche der Universität Erlangen von seiten der Firma Reiniger, Gebüert & Schall (A.-G. für ärztlich-technische Industrie) zum Zweue der Errichtung eines Instituts für Röntgensorschung zugeftvssen ist. Der am 1. April 1918 in Nürnberg verstorbene, ledige Kuustanstaltsbesitzer ?Nartin Brunner von dort hat der Universität Erlangen letztwillig einen Betrag von U7!gesähr 280 000 Mark zugewendet. Die Zinsen hieraus sollen Venvendung finden für besonders hervorragende neue wissenschaftliche Leistungen oder Entdeckungen auf dem Gebiete der Bekämpfung der Geschlecht-- krankbeiten, der Krebskrankheiten und der Tuberkulose. Wien, 22. Juni. (WTB.) Tie „Wiener Zeftung" veeöffeni- licht ein kaiserliches Handschreiben cm den Minister der öffentlichen Arbeiten, worin der Kaiser mitteilt, vaß er den Bericht des Mirftsters über die zur Osrünoung der Akademie für technische Forschung in Wien unternommenen Vorarbeiten mit iveitestgehender Befriedigung zur Kenntnis nehme. Mit anerkeimendsten Worten würdigt der Kaiser bei diesem i'l»laß die überwältigende Bedeutung der technischen Forschung. Ter K.«iser spricht den W-rmsch aus, daß die Männer der technischen Wissen- schäften hierin gleichzeitig auch den Ausdruck vollster Würdigung ihres rastlosen Schaffens erblicken mögen, und beauftragt den Minister, alle zweckvicnlichsn Vorkehrwigen zur Gründung dZeser techmischen wissenschaftlichen Fvrschungsstätt? zu treffen. SpieIp?M Ser vereinigtes Zrauifurter StaStch»««. Gpernhaur. Mittwoch 26. Juni, 7ft.; „Hofsmanns Erzählungen". Doü«rS- ta>g 2?., 1: „Ziar und Zimmermann". Freitag 28 , 7: ,.£« MasLmball". Samstag 29., 7: „Tie Gezeichneten". Sonntag 30.,- 7: Letzte Borst, v. d. Ferien. Die Fleücrm.cms". rchanftkerhellr. Mittwock) 26. Juni, 7r: „Traumulus" Domi^rstag 27., 7 1 „Der Urfmfft". Freitag 28., 7 i 2 : Zyklus „Der junge Goethe", 4. Abd. „Stella". Samstag 29., 7p^: „Die Laune des Berliebben" Hierauf: „Die Mitschuldigen". Sonntag 30., 6^ »: Letzte Borst, v. d. Ferien. Zyklus „Der fange iöoethe". 5. Abd. ,,EgnL?nt". Bei aüeinüehender Dame 2—3 bebaal. möbl. Zimmer m. u. ohne Vl-ni. z. 1 . & s- vrm. 02818 Bleichste. 16, l. Möbl.Zimmer z. rermieten 02775 Selter swr a 59, l. Laden mit Wohnung zu m m. FrankL Straße ^ t,?739 Pttttftiidfr sucht spätes^eus zum 1. Okt., aber auch zu jedem früheren Zeitvuukte, 6- di« 7-, u. U. auch a«hr icerfcami&e 5-Zimmer-Wolinnni!: m. allem Zubehör «Gas, elektr. Licht. Badezmr., mügl. auch Balkon' Angebote befördert od- Auskunft crreiliVerlags, buchhändler Tödelmann, Süd-Anlage 4, Kontor, „r»,. Oiesucht wird von Veamlen- familie ,'chöue 3-Jimmcr- Wohnung bis zum 1 . 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Fln Bach ■um Lu».i undPlaitmaeken m. 29 Ab bild-Hansbe i >rneh' Von Kgk Bauiut-p Mur ist das 114. Taaatad erschienen. Pi ek M. 2L8Ü, geh. M. 4. v-oa ,laiaündtar < . T>r ' - ' ^ Danksagung. gür die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Verluste meine- lieben, unvergeßlichen Sohne- und Bruders, sowie für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, für die liebevolle Pflege der Schwestern im evang. Schwesternhause, seinen lieben, treuen, verwundeten Kameraden, dem Vorstand und den Beamten der Ortskrankenkasse sagt tiefgefühlten Dank Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 Künstlerkonzerte Ab heute wieder ein sehenswertes Doppelprogramm: MM Fm 8 . Kolb Gießen, den 25. Juni 1918. 4801 l l Kaiiee Ernst Ludwi Inh.: Aug. Rath Heute HciBuert Eigene Konditorei. ♦ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Verstorbenen, sowie für die vielen Kranzspenden und besonders auch Herrn Pfarrer Schmidt für die trostreichen Worte am Grabe sprechen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Hch. Moos V. nebst Angehörigen Lollar, den 25. Juni 1918. 02810 odenTuberosen , Eine Tragödie aus der modernen Welt in 4 fesselnden Abteilungen, f i Außerdem: ASTA NIELSEN in ihrem neuesten Lustspiel in 4 Akten: Das Eskimo-Baby Gewöhnliche Preise. » j Handelsschule v. C«. Hermes, tileHen, Bahnh^fstr. 60. Tel. 1097. GegT.1909. Geschl.durchgef. Halbjahros-n.Jahresklassaa d.g^prüfteHandelslehrer Beginn des nächsten Halbjafaresknrsas Anfang Jnli. I*rivat-Unterricht in a. BlsiodclsfUchern. £ Bachfährnng, Stenographie, föaschinensehreibea, ® Schön«ehreIben, Fremd-Sprachen usw. \achmitiagfi- n. Abendkurne. Prospekte frei. Persönl.Rückspr.d. Richtigste. Anmeldungen täglich. 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Bahnfracht. Arthur Diekmann, Hambnro 39. 4797hv Verschiedenes WllklllMldW. Freitag den 28. Juni, ' m vormittags 1 v '/2 Udr findet auf Schloss Kranichstein Versteigerung von 20 Holland. Fohlen statt. Rur Landwirte, die fich durch Bürgermeisterei-Bescheinigung als solche und als pserdebedürfiig ausmeisen können, werden zugelassen. Bedingungen werden vorder Versteigerung bekanntgegeben. 47991) Darmstadt, den 24. Juni 1918. Landwirtichastskammer s. d.Gro tzberzo gt um Hessen 2vw Uolzspattsa abends nach 6 Uhr empfiehlt sich 0X601 Pauli, Löberstratze 7, H. in- von Anttguttälen. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt. eisen, sowie allen von mir gestthrten Artikeln. 78 Louis goMsnbsi-gsi'. Brennholz. Tr. Buchen-, Eichen- und Tannenholz, geschnitten, empfiehlt ab Lager und waggonweise 3772 J. Ila|>*>el Holz- und Kohlenhandlung Mühlstrabe 18. Leitung: 4802c Hofrat Hermann 8le1ngosUi Donnerslat* den 27. 1918, abendö 7'/, Ubr: Leljlts 8 ll!t>riie! der Tanzkllnstlerin Hannelore Ziegler. Nur eigene Tänze. ocusa xoooono oc ooooi i Nr. M Awettez Vlatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhesfen) Dienstag, 25.3:;.;' M8 Aus 5taöt rin- Gießen, den 25. Juni 1918. Klcidcrabgabe Im Anschluß an die Bekanntmachung des Stadt. Lebensmittel- am^s über die Sammlung getragener Männeroberklcidimg im Gießener Anzeiger von Samstag weisen wir noch auf folgendes hin: Aur teilweiscn Deckung des Bedarfs der in den zur Aufrechterhaltung unterer Kriegswirtschaft notwendigen Betrieben bcüchäf.- trgten Arbeiter ist für das ganze Deutsche Reich eine Sammlung getragener Mämrcroberkleidcr ungeordnet worden. Insgesamt sollen 1000 000 Anzüge aufgebracht werden. Diese Menge ist a :i die einzelnen Bundesstaaten und von diesen auf die einzelnen Kommunalverbände verteilt worden. Jur Ablieferung haben brauchbare Anzüge (Rock, Dose und Westei zu komrnen. Hochgeschlossene Joppe wrd Hose werden als Anzug angesehen. Fracks, Smokings und Uni- ivrmen, ferner Leinen-, Lüster- und leichte Flanellsachen sind jedoch von der Ablieferung ausgeschlossen. Es muß verlangt werden, daß jedermann ,eine Kleiderbestandc nachprüft, utrd daß jeder, der einen Anzug entbehren kann, diesen in Erfüllung einer vaterländi tchen Pflicht zur Ablieferung bringt. Wer innerhalb der vorgeschriebenen Frist einen brauchbaren Anzug zur Ablieferung bringt, erhält eine Bescheinigung, daß der vpn ihm abgelieferte Anzug bei einer etwa später notwendig werdenden anderweitigen Anforderung getragener Oberkleider in An rechnung gebracht wird. Diese Bescheinigung erhält jedoch derjenige mchl, der aus Grund der Abgabe des Anzugs die Ausstellung eines Bezugsscheins für einen neuen Anzug ohne Prüfung der Notwendigkeit haben will. Tie Kommunalverbände sind ermächtigt, von solchen Personen, Vjon denen angenommen werden kann, daß sie eine größere Anzahl Oberkleider besitzen, die Vorlegung eines Verzeichnisses über ihre Bestände an Oberkleidern mrd Anzugsstoffen zu verlangen, falls MM ein Anzug aügeliefert wird. Auch sind sie ermächtigt, die Rich- tigkeit des Verzeichnisses durch Nachprüfung festzustellen. Wer amt- llche Maßnahmen vermeiden will, liefere eilten entbehrlichen Anzug ab. Tie Annahmestelle befindet sich Mühlstraße 3 und ist von Dienstag den 25. ab täglich — außer Samstags — vormittags von 8 V 2 bis 12 und nachmittags von 2 bis 4 Uhr geöffnet. Ueber die Abgabe eines Anzuges wird dort ein Ausweis ausgestellt. Durch eine aus Sachverständigen bestehende Schätzungskommission tmdet eine Ablchätzung des Anzugs nach Maßgabe der von dev Reichsbekleidungsstelle aufgestellten Richtlinien statt. Es rvird dazu bemerkt, daß bei Anzügen, die innerhalb 3 Wochen nach der Bekanntmachung zur Ablieferung kommen, ein Zuschlag von 10 Proz. zu dem Schätzungswert .ungeschlagen wird. «r ^ dcchrw in jcbermaimä Interesse, den abzugebendeir Anzug alsbald zur Ablleferung zu brtttgen. Nach Ablauf von 14 Tagen wird die Mnahmeftelle eine Anmerkung zur Zahlung des festgestellten Betrags ausgeben. Ter Betrag ist auf der StadtLasse zu erheben. Es ist von dem v-ater- Andäschen Mchstgefühl der Bevölkerung zu erhoffen, daß die der Stadt Gtzetzen auserlegte Älnzahl Anzüge baldigst zur Ablieferung kommt. werden die Straßen verunreinigt und Gefahren für die Passanten hervor gerufen, die durch Ausgleiten auf Obstresten und dergleichen zu Falle kommen und sich erheblich verletzen können. (Siehe amtliche Bekanntmachung^ , /"^ch^.^^kWelß-LLchtspiele, Seltersweg 81. Bon heute ab brs emschließlich Freitag tritt Sibhl Smvlowa vom Berber, Leisrng-Theater in dem Gefellschaftsdrama „Das Stärkste ist die Liebe "auf. Außerdem tvird das Zirkasdrama „Entfeffelte Bestien" gegeben. Für,den heiteren Teil ist das Lustspiel , Harro als Badeengel" vorgesehen. Siehe Anzeige, a- ,.,^chtspielhaus, Bahnhofstr. 34. Die Fllmwerke "Tu bist mein Leben, mein Lieben, mein Alles" oder „Tuberosen" uiü) ,,^>as Eskimo-Baby" stehen auf dem neuen Spielplan Siebe Anzeige. «SL*:: Denk an die freuen und verdienen sie auch, denn solche vaterländisch denkend^ lunge Leute brauchen wir in dieser ernsten Zeit." □ ..r r □ imfe dorff- Spsfids kür Kriegsbefchadigte! 3 3000 nmööiXöööömr» r : : tt: « : Landkreis Gießen. Gr-b erhielt das Aus dem Militär Wochen bl alt. Befördert Arefsel, Oberltt d. Res. des Feldart.-Rwts. 61 (I Dortmund) z D^el, Fähnrick, im Ins.-Regt. 168, zum Lt., vorl.' ohne Patent, ton, A Durmstadt) im Inf.-Regt 166, zum Lt d. Re,. d. Regrs.: :oiü, Oöerlt. b. Res. d. =tnr- (Wiesbaden '-m Haupt,nann: Vizefeldw. Telp (N Tarmstadt) zum Lt. d. last, ter Inf.: Nikolaus, Unteroff. im ^znf.-Letv-Regt. 11c, zum mihnrich und gleichzeitig zUm Lt gfcSfäßV } a 06«("iöa-!t8:>!c Lts. d. Res. Dewitz LI, ..«i«, letzt i. R v. Eynern des letzt int Jnl-Leib-Regt. 117, •SS* (Fnrdbcrg, des Lnbn.'Jt„.-R«gtS. 115: »MN Ltabsvcll-' rmar: .Vberve^mrar Water .Gießen),- »um Obervetermär: Veterinär Tr. Blum I Tarmstadt). dahier. Fr üch t e, O b st re sie und s-mstige Mfällc man nicht aus Burgersteige und Straßen wvrseri, Hierdurch , ** Großen-Buseck, 24 Juur Ter Gefreite Wilhelm L«rba..-. welcher mit dem tzrsemeu Kreuz imd der Hessen Tapst mettsmedallle ausgezeichnet ist, wurde zum llntevofffzier be- Großen-Linden, 25. Juni. Eisenbahner Ludwig Großer, Sohn des verstorbenen Erserrbahners Ludivig Größer IV S^ dt M!n«rwerfer-HnnP-lgtrie im Westen das Eiserne ^>«L^Kla»e. h.,e Seijrsche TEerkeitsmedaille besitzt er schon - l» he, m, 24. Inn Gefreiter Heinrich I un g ® Von Eüerneu Kreuz dtc Hessiscye Tapscrteitsiriedallle. Vermischte», ^ Tum.. Im Hotel „Rose" nahm dieser Tage eru ^mgeklecheter .und ,ehr vornehm auftretönder Herr Wohnung Ms man ihn am nächsten Morgen wechni mollte war er unter Mitnahme der Betten sanit F-edern, Gardinen. Teppiche Borlagen, Homckucher ufw. verschwunden. Feststellungen crqaben' daß der vorimhme T«d morge-vs gegen 4 Wr ,ts-ch Binqen 'abge- reift war. ^ Kai, erliche An e rkenn u n g f ür e ine n N e u k öll- t** 1 Se k u n da n e r. ^cr Oberstkund-rrrer F. von der Albrecht- Durer-Oberealschule m Neukölln hatte einen „Operationsplan für eme neue putsche Offen,we m Flandern" entworfen und fstst nebst emer die Tiwppenbewegung veranschaulicheichen .Mrtenffi'ze an beit Chef des Generalstabs der 4. Armee, Generalmajor ^on Lvsberg, gesandt. Dieser Tage erhielt der Ol^rsekundaner von. General v. L. ern ausführliches, eigenhändiges Schreil>en, aus welchen: herv'vrgeht, daß der junge Stratege sogar die Anerkenn''na des ober,len KänegsHerrn gesunden hat. J'n dem Schreiben heißt es unter anderem: „Um Ihnen eine besondere Freude zu wacchu.' habe uh ^zhren Brief mtt und Erläutenrng au den Kaffer öc,d}tcii. Bon entern der Flügeladjutanten habe ich heute folgende Antwort erhalten: „Ter Kaiser habe sich über die Vorlage des Briefes sehr gefreut. Er habe eine Kopie des Briefes und der Skizze amertigen lassen und an den Generalfeldmarschall v. Hindenburg. gesandt. An oie,e Kopie hal der Kaiser eigenhändig hinzugeschrieben: e '^ 7 . liw ' ner gehörte in die Operattonsadteiiung." Sie werden' Nch über diese besondere Anerkemiung des Kaffers ganz besonders Letzte NcrdlirrcLiten. Dse neueste Beriet -ev ^eerea lertuirg. (WTB.) Großes Hauptquartier, 25. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz R upprecht. Das tagsüber mäßige Artilleriefeuer tim :b am Adend m einzelnen Mfchnitten lebhafter. Dil Eriurw ' igsrätigfeil blreb rege, südlich der Scarp< und auf dem westlichen Avre- uftr machten wir Gefangene. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nach starrer Feuerwirkung griff der Feind mit mehreren Kompagnien auf dem Nordufer der Aism au im Ge- genstoß wurde der Angriff abgewrestn. Heeresgruppe Herzog Albrecht. , . >re Zahl der gestern früh L)n brandenburgicher und thunnsrcher Landwehr östlich vmr Dadonvillers eirgebrachten sefangenen Amerikaner und. FrLN^fen hat sich auf mehr als 60 eryoht. Leutrmnt Billik errang seimn 20. Luftsieg. Der Erste Generalcruartrermeister L u d e n d o r f f. * * Presfestiunrnn zu Kützlmanns Rede. 25^ Jwn. Zur Rede v. Kühlmanns schreibt die „Köln. Ztg. : ,,'Jtvx Verband hat i eine Anttvort, hat sie in ruirüer, knapper Form, ohne Pathos und große Oteffce, aber mtt genügenter ^eutlichlett. Will er verhandeln, braucht er es uur zu sagen; wrr werden ihm aber nicht weiter na chlauf en." — ,Fkbln. ^olks->Ztg." sagt:.,Nicht zu Friede nsverhandlungLN wdet iMhlMann ein, sondern zu Lvrbespvechirng'en Wer den ffrie.. u. Wrr ivarten ab, ob diese Form des Friedensangebotes mein Erfolg hat, als dre früheren Ter Reich>tag nahm die Worte Küw>nonns up-gewöhnlich kühl auf. Tie ganze 'Art, wie Kuchilmann spcaih, konntg nicht fesseln und nicht begeistern. Er sprach >vie einer, der selber, nicht an den 'Dingen interessiert fft, über die er redet und zu derren er nichts eigenes hinzuzugeben hat. Er sprach, als ob ihnr am Reichstag nichts mehr liege. Das ist allgemein im Reichstage ausgefallen. Beachtenswert aber blieb, daß auch Kühlmamr im Gegensatz zu fort deutschen Pazifisten es ablehrrte, vorweg Versprechungen ^und. Angebote über Belgien zrr machen. Airch Kühlmmm ivill den IWIyVT Wy'TI t ^X r“ 11 trr V'jf nÄ C **'(€*?L of [uv w un üvmn^iavrc it ctx)t giöt, Dtq längst .den offenen rückhaltUosen Verzicht auf Belgien von der Regierung gefordert und von Kühlmann erwartet haben" Berlin, 25, Juni. Das „Berl. Tageblatt^ sagt: „Ter Reichstag hatte gestern einen großen Tag. Mail taut nicht fageit, daß der Staatssekretär des Aoußeren Herr v. Kühlmamt, der die Aussprache mit einer ausftchrlichen Rede ernlcttete, die so ziemlich aus alle Probleme der auswärtigen Politik eingrng. rein rhetorisch eirren starken Eindruck machte, aber das Haus folgte ihm mtt starker Aufmerksamkett, denn er brachte in gedrängter Zusammenfassung so wrgemern viel vor, daß sich an seine Tarleguiw.n. voraussichtlich lange Erönerung-en im In- und AuSlande fnüpMr werden." ^ 2k „Germania" hebt hervor, daß der Staatssekretär vor allem jvc Urwer,ehrthett der deutschen Grenze a!e Grundbedingung einen kommenden ^Frieden für noi.oen .' erklärt fyiiTv daß a. nbgeeh.m von diesem Punkte alle Mit? Streitttag.eiz mit d. hsegner erörtert iverden könnten. Tos ! großzügige Politik eiender Reick^sleitung alle Ehre mack' E. eröffnet sich damit für die Fnedenserörternng ein neues weites Feld und man bann geipannt sein, was die Alliierten auf den Vorschlag antworten werden."