Kr. M Der Ejetzc««r Xx^tffct erscheint »ä«ltch, autzec Sonnlagr. — Vellaaen: rietzener^amlNendlütter; Krctsblctt für t*n Kreis Sietztt. vezL«rzrris: monatl. Mk. 1 .rv, viertel- jäkrlich Mt. 3.6.0durch Aohole- u. Zweigstelle» monatl. Mt. 1.10: durch die Post D ik. 3.60 oiettrl- jährl. ausschl. Bestellg. Feristprech - Anschlüsie: sürdieSchristleitungI12 Verlag,Geschäftsstelleöl Anschrift fü r Drahtn a ch- richten: Anzeiger Sieben. 168. Jahrgang postscheckksnt-: Zranlsntt «.M. U6S6 Freitag, 21. Juni W8 Bsnkverkehr: Sewerdebank Stehen 3wMing5n,»dvr»ck u. vrrlag: Vrühl'sch« Uni».-Such- u. Lteintm-Srrel R. Lange. §chMIrimng. Seschästzstelle ». Druckerei.- Schulftr. 7. uhuQb' t S^B LSZettz«» die lLaqeÄ/n-mn»« Itzum Nachmittag vorder ohne jedeBerbindlichkeit Zeitenpreise: sür örtliche Anzeigen 2üPs.,für auswürtlge 30 Ps., 'ür Reklamen Mk. 1.—; bei Platz vor» schrist 20 °/ 0 Aussasta«. Hauptschristleiter: Acq». & o e h. 4>eLautwörtlich sür Politik u. tftuiUeton: Aug. Goey; Stadt u.ch Lattd.Vernrischtesu.öe- richrssaal: 23. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. MTB.) Großes Hauptquartier. 2Y. Juni. (Amtlich.) Heeresgruppe KronpriuzAupprecht. Fast an der ganzen Front nahm die Tätigkeit des Feindes abends zu. Das Artilleriefeuer lebte auf. Starke Jnfan- terieabteillmgen stieyen in zahlrrAzen Abschnitten ersten unsere Linren vvr. Sie wurden adgenncsen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Erneute Versuche des Feirides, nordwestlich von Cha teau-Thierry über den Clignon-Abschnitt vorzudringcn, scheiterten in unserem Feuer. An der übrigen Front blieb die Gefechtstätt gleit in mäßigen Grenzen. Heeresgruppe von Gallwitz. Südwestlich von Orues wurden kräftige Vorstöße des Feindes adgewresen. Zwischm Maas und Mosel drangen eigene Sttlrmtrnppcn tief in die amerikanischen Stellungen bei Srrchr^rey dn unö fügten dem Feinde schwere Verluste zu. * Hauptnimm Berthald errang seinen 36. Lustsieg. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. * Der ASeudSericht. Berlin, 20. Juni, abends. (WTB. Amtlich.) Nördlich von Albert, südwestlich von Noyoir und nordwestlich mm Chateau-Threrry find ftindlichc Tcilangrifft unter schweren Verlusten gescheitert. Kaum hat Wniar Law, das Mitglied des englischen Krregsfabirretts, den Mund geschlossen, so fliegt uns schon wieder ein britisches Pamphlet auf den Tisch, das als Auszug einer Broschüre Lord Greys über den Völkerbund in der Hetze gegen Deutschland seine Dienste tun soll. Lord Grey ist tot, seine Politik gehört eigentlich zum alten Eisen, daß seine Polemik gegen Deutschland trotzdem lärmend auf den Markt geworfen wird, beweist wieder, wie recht der Kaiser hatte, als er sagte, es handle sich um einen Kamps der Weld- anschauungen. An der neuester Kaiserrede messe man diese Anpreisungen eines „Völkerbundes" durch Lord Edward Grey. Im wesentlichen sagte er: „Die erst« Bedingung ist, daß der Gedcmve mit Ernst und lieber» Mrgmrg von den Leitern der Staaten pl einem Teil ihrer praktischen Politik gemacht rck'vde. Bei Wilson sei das der Fall, und das genüge schon, um dem Gedanken des Völkerbundes neues Leben ein-uhauchen. Wilson und sein Land Hütten den größten Vorteil, daß sie dis Aj^ril 1917 als Neutrale den Krieg beobachten lömttert. Dab-ei kamen ,ie zu gewissen Scistüssen. Der eine war, daß, tvenn die Welt vor Katastrophen behütet werden solle, sie sich an dem Kfriege mit Deutschland beteiligen müßtm. Der andere war, daß, wenn die nationale Freiheit und ihre Zukunft sicher sein sollten, dies mrr nröglich sein werde, wenn ein Völkerbund istegründet werde. Daraus diirse man nicht folgenc, daß die übrigen verbündeten Regierimgen nicht zu dem nmn- liehen Schlüsse gelangt seien. Wir haben sortresttzt für das nämliche Ideal nationaler und nionschlicher Freiheit gekämpft tdie die V»7veimgten Staaten. Aber wir kämpften auch uni die nationale Existenz Europas (?), und alle unsere Gedcucten hal-en ssth auf den Mderstarrd getreu die unmittelbare Gefal/r konzentriert Nichäsdestvweniger wurde tvenigstens in England der (bedanke des Völkerbundes herzlrchfst begrüßt. Mrdererssits widersctzt sich die Milttärpartei in Deutschland jedem derartigen Gedanken und rmrg sich ihm lmderietzen. Sie beanstandet jebe Einschränkung der G«vall als verhängnisvolle Sckjädigcmg deutsck>er Interessen. Für jte enht es keine andere Sicherl/eit als dic> jenrge, welche ans Der Gewalt berulst. Solange deshalb jene Partei m Deutschland die Ober^rnd behält, wird Deutschland sich den, Völkerbund wroer.etzen. We die Leiden, die die deutsche Bevölkerung dadurch zu ertragen hat, wird sie schließlich zu der Ueber- -engung bringen, daß dre Milltchpartei, ihre Politik und ihre Ideale beseitigt werden müssen." Der öfierreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 20. Juni. (WTV.) Amtlich wird rnrlautbart: Die Schlacht in Venetirn dauert fort. Der Feind erwiderte den Fall des größten Teils der Piareftvnt duni; heftige, mit zäher Ausdauer geführte Gegenargriffe. Um rm tere neue Stellung am Fo se tta-Kan a!. an der Bc.hm Oderzo —Treviso und auf dem Btontello wurde erbitten gerungen. Im Montrllo-Celüudc sLeigerte sich der Kampf mittmter .zur Heftigkeit der großen KurststMchten. Die Italiener trieben ihre Sttrrmkolsnnen stellenweise stchs- mal vor. Große Vnftuste zwangen den Femd zu regellosem Einsatz seiner Reftri?rn, die er diviswns- und regimenienreise in den Kampf warf. Alle seine Anstrengungen waren vergebens. Die Heeresgruppe des Feldmarsthalls tron V o r o t = uic behauptete nicht nur restlos erkämpfte Linien, sondern warf mit den Divisionen des Generals der Jnfunwrie Baron Schariezer die Italiener südlich der nach Trcvißi führenden BÄhn lveiter gegen Westen zurütk. AiAh südöstlich A s i a g o liefen die Jtalinrer abermals und Mit großenr Mißerfolg wie an den Vortagen Sturm. Besonders rühmerw wird in Lruppe-ineDungen der Mitwirkung der Sch lacht fliege r am Kampf- und Auf- ttürungsdrenst gedacht. Von unseren Kampf-liegern errang Hauptmaun Brunowsky den 33. und 34., Oberleutnant von Linke-Crarojord den 25., Oberleutnant Fiala den 23. Luft- sieg. Der Chef des Generalstabes. * Jtaliel^iMrcr Bericht vom 19. Juni. In der Nacht vom 18. Juni Und am gestrigen Tage griff der Feind vorn Plateau von Asmgo bis z.nn Momellv nicht wieder an. Teilakrionen niurven in den Gegenden d«Lk Monte i^rappL und des Montello glatt abgewiesen. Wir unternähmest Vorstöße ans denr Plateau von Afiago, wo Abteilungen der Alliierten einige ^utzmd Gefmigene und zwei Geschütze eßrbracl)Len urrd durch un- gewöhnlick»en Druck feindliche Vorsprünge südlich der Eisenbahnlinie Belluruk beseitigten. Unsere Artillerie ließ durch ihr mörderisches Kvtl^>H>t rat io ns seuer die längs der Schlacht- lsZie sich aufhaltrnden oder htrller der Front in V«oegimg befind- lachen Massen rricht zur Rrche krirnuen. An der P i a ve war der gestrige Morgen ruhig, ab« am Nachmittag nxßtrc die SchLau'-t to&lBnb «ufgencmnncn. %bau feindliche Vrrsuche, ansdas rechte User des Flusses von Soac Andrea nach Eandeln Überz«- setzen, wurden t«ereitelt. An den Flußdämmen * zwischen Candeln und Fsffalta setzte der tapfere Widerstand der Unsrigen den Gegrver auf eure harte Probe. Hierbei brach der Elan der Feinde an der unerbittlichen Tapserkert irnserer Infanterie zusammen. Der Kampf war aus breiterer Front im Abschnitt von Fossalta, südöstlich von Meoto rrnd nördlich vom Capo Sile ebenfalls heftig. Der Feind verteidigte sich verzroeisÄt mrd jeder Zoll Boden war der Schanplatz ernes „episcl-en Kampfes", an dem unsere Fluazarge und die unserer Miierten teilnahmen, wobei sie 15 000 Kilogramm Ge- schope wrd 10000 Maschinerlgeivehrschüsse auf die txr.i den feind- lichen Truppen gebotenen verletzbaren Ziele abgaden, da narnenstich die feindlichen^ Truppen in erig besclTränktem Raume auf dem rechten Flußustr eingefchlosüm waren. Die erste S'.urmdiVision, die dreitzigste Jufarrterredünsion, die Brigade von Vollano (217. und 218. Regiinent) und diejenige von Caserta (267. mw 268 Re- Aineny verdienen wohl die Ehre einer besonderen Erwähnung Di e S ch lacht dauert mit Erbitte cm n g fort und bei' den großen Kämpfen . r vergcr*gener- Jache an der Somme, tei Ärras und in nur C61 O/uadratkilometer eines völlig zerstörten und wertlosen Gebietes. In dem 6820 Quadratkilometer großen Gebiet, das die Entente im Wechdi innerhalb dreier kurzer Monate verloren hat, befinde^ sich allein im Sommegcbiet 52, in Flandern 37, an der AiSnet 7 Städte mit über 1000 Einwohnern. Clemencean- Stellung erschüttert. Bern, 20. Juni. Popullrrre du Cerrtre meldet, drrß Clämenceaus Bemühungen, Briand und VaNhvu zum Eintritt in sein Kabinett zu bewegen, gescheitert seien, weil beide abgelehnt hätten. Man spreche wieder vom Sturze C l 6 m e n c e a u s. Bricrnd imb Barthou rivalisierten um die MinisterPräsidentschaft. Ihre Einigung zu einem gemein^ sauren Kabinett, um Pen dritten aus denr Felde zu schlagen, sei aber nicht ausgeschlossen. Ans dem englischen Nnterharr». Amsterdam, 20. Juch In einer ergänKe^rden Melduna über die gestrige Unterhaussitzung .stellt der Londoner .^Korrespondent des „Mgerneen Handelsblad" fest daß die Ucdersicht, die Bonar Law über die nchitäi*ische Lage gab, !Üch! sehr optimistisch war. Trotz seiner ermutig: xwungj der Mrgeorduewn Walter Roob (lib.) und Page Croft (llnicmist), toelche von Asquith kräftig urrterstützt wurdr-, auf e i n q c 5 e a b e r i Aufschlüsse über einige sehr beunruhigende Ereignisse der lebten Monate mit viel SyrnpaLhie begrüßt. Außer dem unge-^ wöhrklich ernsten Trnc, in deni Asguith über die allgemeine Kriegs^ läge sprach, locx das BemerkenÄverte in seiner ernbr-ucksvollcut Rede der Nachdruck, .mit dem er eine aktive Politik gegenüber Rußland verlangte uno sagte, man dürfe Rußland nicht wie einen Faktor behandeln, der nicht mehr in Frage komme. Eine solche Politik rvürdc kurzsicyrig (sein. Die Alliierten müßten ftcundi schaslliche Beziehungen zu Rußlano an knüpft n mrd zu dftsem Zweck alle Mittel der Diplomatie aufbieten. • Die Negierung rauöschüffe in England. Rotterdam, 20. Jrrni. Der N. Rott. Emrr. meldet a,iS London: In der gestrigen Un ter haus sitzung stellte Bonar Law die BÄ>eutimg der Ver'äirderung, die die Bildrmg eures neuen ministeriellen Komitees mit sich bringen würde, als ge- ringfügig hin. Er sagte, es handle sich lediglich um den Sbusba^ des bereits bestehenden Systeurs. Es bestehen schon drei solcher Komitees, nämlich das .für wirtschaftliche Angelegenheiten, eines zur Entscheidrrng von .Rangstreitigke-iterr -wischen den einzelne« T^-partemmlts und eines für die Kriegs Mhricng irn Osten.. Bonar Law verteidigte die jetzige Rogiermigsmetlivde durch ein Stck&h kabinett und wollte von einem gl euft>e stell len Kabinett mit großen Befugnissen in einer pvlirischm Angelegenheit nichts imffen. Im Oberhause erklärte Lord Curzon, daß das' Mirri- sterkomiter für innere LlmgelogenheiLen wenn nötig auch dag R-eckt haben tvird, iin Nanren des .Ealänetts Beschlüsse zu fassen. DÄ änderen Komitees hcngcycn würden politische Fragen von größerer Tragiveite dem Kriegs kabinett überlassen. ES ist doch klar, worauf Grey wie alle artbwn Engländer ausgeht: Die britisch-amerikanische Weltherrschaft soll die „Grundlage" des Völkerbundes sein. Man will die Völker in den „Götzendreust des Geldes" cinspannen und sie aus- nutzen pi: ote ^ntcreffen der britischen und amerikanischen Herrenkcafsen. Wrr Deutsche sbcrnden dvcffer sehr weit gediehenen Weltherrschaft noch gar so störend im Wege, 'deshalb wurde der Krreg gegen mrs geführt. Auch der Dümmste in Deut schlan d wird merken, was uns zugemutet werden soll: Dre Entente hat sill> bereits durch einen Völkerbund, unsere yeuttgen Gegner, die wie der Sterne Chor um die Sonne p.ch stellten, vergrößr-rt: worin wir uns untenverftn, werden Ar auch des Vorzuges teilhastig, einen „Verständigungs- frred^r mögen Wrl,on urrd Lloyd George nillft mit uns. Der Kaffer hat Nwhl recht: es muß bis zur Entscheidung wei- ter^ekämpfttoerden, und diese englische Weltanschauung muß vre ^age m weflm. fptnsP/ r ^0. Juni wurden feuldüchen B a hn ho fe von A hee le und G o d e w a e velde, oesgleichen die Bahnanlagen von Amiens d schweres deutsches Feuer bcchosftn. Deutsche Slu rompagnren drangen am 19. Juni morgens nordöstlich A^cheprey in den Remiereswald ein, stießen zum ' Ls SU des,eil Südrand vor und fügten dem anrerikanis Gegner schwerste blutige Verluste zu uird nahmen ihm sangene ab. S. r ^ Sv'r?^' 3mti. (WTB.) Während dreier Moi Kutscher Offensive vom 21. März bis zum 21. I hat me Entente außer den in den deutschen Heeresberick ^nreldelen gewaltigen Veutezahlen das gesamte gebaute Matemal an Draht. Holz, Eisen, Beton, Telepf gerat, Feldbahnen mit gefüllten Depots, Zeltlagern, ^ aden und dergleichen auf 270 Kilometer angcgrifft Frontbrnte verloren. Dieser Verlust allein beziffert sich Millarden. Die Nenbeschaffung dieser Matrrialmassen st auss neue die schwersten Anfocderunqen an die Kriegsiv SpanieirS Politik. Madrid, Lv Juni. .(WTB.) Meldung des Wiener Kvrn> spvndlmzbUrorrirs. In der aeltrigar Sitzmlg der Kanimec er- ?lartc der Ministerpräsident Man ra geieg«ttlich der Debatte über die M i l i t ä r r e f o r m , daß Spanien alles daransetzen müsft, um die Oberhand Über sein Terriwiimn wirklich zu garaüi eenen. Das Land müsse aus. eigene Kraft bairen, rmi int Falle ef ttv.cnes ohne fremde ^)ilft dem Joindc enlgegengatteten und seine (Z-re^frr selbständig verteidigen zu küimen. Ein wehrloses Spaniert würde seine Unabhängigkeit als Nation infolge der stets an 8 e , utung zw .nehmenden Lage wir Eingang da) Mittelmeeres einbüßen MaurA erinnerte sodann an die Rechte Spcncrens aiff Marokko und ührde aus, daß dessen nördliche Küste notwendigerweise dein spa- mschen Elnfluß unterstehen müsse, da sie im gegenteiligen Falle Aon eurer fremden Macht besetzt Iverden würde Bezüglich der Meerenge von Gibraltar erklärte Maura, daß deren Beherrschu na für die Nation eine Notwendigkeit skr, und daß sich Spanien chff seine künftige Mission gebührend borvernten müsse, um ün gegebeuen Augenblick seine diesbezüglichen Reclstc enffprecheild geltcacd nmdjcn zu können. __ y Madrid, 20. Juni. (WTB.) Mellmng des Wien« K. K. Telegraph-KvrresPondenzb:irx>rus. Ais Grund der L^ Mrung der Tienstlecsttmgen wird durch ein wickgliches Dekret dem am 16. Oktober 1917 gegründeten Handelskeinit e übertragen und har in UebereinNinimung mit den vom Lebendmittel-General- NNMnissariat erteilten Instruktionen zn geschel-en. Graf Ttzza öder die VnndmspoliM. Budapest, 20. Iimi. (WTB.) Bei der Besprechung des vorläufigen Haushaltes im ^geordnetenhause hielt Gras T i s z a «obre R/ede. worin »er eingehend die Agitation der K aro l y i - Partei gegen die Bündnispolickk erörterte, welche er als gervissen- los bezeichnete. da durch diese Umtriebe die heiligsten Interessen oes Vaterlandes auf das Spiel gesetzt würden. Tisza verlas sodann verscknebene Stellen aus den Reden, die Michiel Karolyi vor den Wähleroersamm!ungen in Nagyr-arad und Szeged gehalten hatte und worin er seine Anischtei über Kriegs- und Frie!>enssragen/ geäußert hatte, .Karolyi, crklärlr Graf Tisza. begann seine Rede damit, das; er die Lage, in welck>rr der' Ausbruch des Weltkrieges die ungarische Nation traf, in ickne ganz schiefe Velewhtnngt rückte. Kavo-lyi und andere Pilitillr der UimbWrgiß-ß iistrartci begingen bei Kriegsbeginn «Troge Fehler und er stellte die 'Siche' so dar, als ob Ungarn mit einer gewissen Resignation, jedock) mit Vorbehalt und Zurückhaltung wohl hätte das Opfer bringen sollen. Mit erhobener Stimme fuhr Tisza fort: „Haben »vir denn für irgenü» eine andere Sache Opfer gebracht als für die Sache des Vaterlandes? Die geuckssenhastaste dreiwöchentliche Untersuchung hm dar gelegt, chaß die Politik der serbijck-eil Regierung nicht bloß gegen die Sicherheit und territoriale Integrität Ungarns, sondern gegen dessen Existenz gerichtet üxrr. Konnten wir etwa unseren deutschen Verbündeten sage»», daß wir zwar Opfer, aber unter gewissen Bedüngungen dringen? Unser deutscher Verbündeter gab damals die einzig mögliche Antnwrt, die ein ehrlicher Mann in ähnlichem Falle einem Verbündeten erbst!en kann, und wir sind verp fl ichtet, unserem deutschen Bundesgenossen die ganz Liämlichc Antwort zn geben. Wir müssen treu .zu ihm stehen, solange seine Interessen von ^Gefahren bedrohr sind. Die däa-ion hatte bei .Kriegsbeginn das Gefühl, das; eine gooste Daseiusftrrge aufgeworfen ist, und das; es sich nicht vyr um die BMinpsnng der jetzigen GefabriM handelt, sonivrn daß dir siegreiche Lösung der großen Zulunftsprobleme davon ahhängt, wie die Nation diese Kraftprobe bestehen wird. Die unga- rische Nation stellt ihreirMann, inih die Karolyi-Partei nstll je(tt am Vorabend des Sieges die Nation dazu verleiten, daß sie llein- mütig mib egoistisch fein soll. Vergebeirs versuchte der Abgeordnete sein. Glück mit der Behauptung, daß nicht seine Partei als Defaitisten bezeichnet werden könne, sondern diejenigen Defaitisten sind, die den .Krieg ins Endlose für solche Ziele verschleppen wollen, die unserem Volke ganz fremd sind. Gibt es überhaupt einen solchen Menschen in Ungarn nird ist es erlaubt, die heutige Lage so darzustellen, als ob der Friedensschluß infolge der hartnäckigen Kriegslnst, sei es der ungarrsck>en, sei es der deutschen Re- gierimg, verzögert, wird, wälirend das einzige Hindernis des Friedens darin besteh? daß unsere Feinde 'noch jetzt die Zerreißung unseres Landes als Kriegsziel aufstcllcn? War es deni ^geordneten erlaubt. zu sagen, daß die Entente jetzt solche verpckiästende FriedenSanerbictungen machte, wie noch niemals? Glaubte der Llbgcordnete wirklich. baft das ungarijidje Volk sjo seicht tu betören und durch solche krasse Unwahrheiten rrezuführen ist? (Stürmischer Widerspruch bei der KarolyiPartei, i Düben wir aus dem Äcunde der Smaism ärmer der Entente selbst unh in jürigster Zeit jematz etroas anderes gehört als verblendete LviogShetzerei? Ist es der Kanolyipartei möglich, zu glauben, daß •ie dem Lande nützt, werm sie die Kriegshetzer der Entente gegen oie eigene Re-rierung, gegen ihr cigeiws Land und gegenüber mcseren BimdvSgmrossen in Schutz nimmt? (Stürmische Zwckchen- "ufc.- — Unter großem Lärm der KawlyiMlrtei und lebhaftenr Beryll der Mehrhett erklirrte der Redner schließlich: Wenn gewisse gegnerische Polurler das Land bereisen, um das Volk mit Redensarten, wte z. B. „Uns drohe deutsche Knechtschaft" irreKuführen, so haben wir biz Pflicht, die Oeffentlichkeit aufznllären und die chckplsordern, diese Umtriebe, wie sie inmitten des Weltkrieges in keinem Staate Vorkommen, nicht länger zu dulden, -icc Kampf der um ihr Leber: kämpfenden Nation darf nicht gefchivächt werden durch solche unseren Feinden gebotene Dienste. den Frieden und sind in dessen Interesse bis an die äußerste Grenze gegangen. Was alwr Karolyi mackst, bringt mcht den Freden, sondern schwächt vielmehr die Kraft der Nation ^rr^er» bringen unsere heldenhaften Soldaten und die Ausdauer (Kr v«tion, welche jetten zuruft: Quonsgue tcmdem? Die -arlamevtarischL' Sanis in Oesterreich. Wien, 20,'Iuni. Die WeuMätter ftdfei fest, daß die Mel düngen, fwnach die Regierung. ohne den Beschluß des Polen- ktzbs abMNoartQi, beschossen hätte, ihr E n t l a s s u n g s g e s u ch r 1 '■ Ä™ T cr rf;11 ^ Minis'errat werde erst nach ' VJ Po^enll s sufammerrtrctcn. Zu rraendwelckrn Emb chlufien d '.st'egierurig lic.it vprlän ig kein An - last vor. Coenso iper^en die Gerichte von einer auf Auslösung des ^aalmonskcwrnetts Prrchteten parLannntarischen Aktion, die auch ^ VerrenhausTnrtgliedern. unterstützt würh., für absolut haltlos Vertrag hinfällig sei, 7«ckjdem Rußland ntit bm MtMckmüchten nicht wehr im Kriege sei. Ein« ähnliche Note wurde dein anreri- k a n i^s ch e n Generalkonsul wegen der Besästagnahme von vier Schiffen der Freiwilligenflotte m den Häfen des Stillen Ozen»»s ülrersandt. Rack) einer ?Neldung der Moskauer Presse hat Tschitscherm dem englilck-en Gefckfiäftsträger und dem mnerikanisckjen und dein ftan- zösisichen ^'Generalkonsul in M»oskau folgende Note übersandt: „Nachdem Rußland aus her Neilfe der kämpfenden Staaten ausgeft'-.eoen ist, zögerte hie russisckpe Reoierrrng ansailgs noch nut der Forderung, haß die englisck)«en ^kriegslchisfe die näch- lichen Häsen zu verlassen l)aben. L-päter wies der svellvertretende Momnii'iiac für die auswärtigen Antgelegeicheften mehrmals ans !d»e jb'cottventngkleit ^ hin, daß die englischen Schiffe die iiördllchen Häfen Lu verlassen haben. Ein Versuch, »rgenvwe.'chr Detachements zu landen, nn'rrde die energischsten Maßnahmen der russischjen repnblikcuftschen Regierung hervorgrruftn l'ii'.r:', aber auch gegen das Verbleiben von ^egsschiifen der kri.'gsühre -.>>?.\ Staareii in imseren nchrdlfthinr Häsen »cnd Gewässern» erklärt der Volkskommissar für die auswärtigen Angelegen hei ten i>cir energischiften Protest. Die Tschecho-Slowakcu in Omsk. M o s k a u, 20. Juni. (WTB.) Reuter. Die Tschecho- ^lo waten haben gemeinsam mit Kosaken und Kirgisen Omfk genommen und den Sowjettruppen schwere Verluste zugefugt. Das Zusammenwirken Frankreichs und Amerikas. daris, 20. Juni. (WTBsi Havas-Melduug. Durch eitlen Re ^'E^laß wrrd istmn Ncinlsterpräsidiiun ein f r a> n z ö s i s ch - amerlkanlsches Kommissariat für Kriegsange- emflerichtet. Tie Ausgabe des Kommissariats ist Arisgestaltung der Zusammenwcrkung der Ver- ^^Otoaten wrd Frankreichs int Kriege intb die Sicherung'. ’S 1 ^ ^mmkanich/en StciTienmn, chöbe- wrchere mtt Bezug auf die netitralen Länder und die Po bi stk der Verttäge unter den Alliierten. AndrS T a pdj eu, Tewitierter und 2^.kommis,ar der französischen Republik in den Vereinigen ® enroaIfi>mmifte Kriegsang.. 0 - D'e Behandlung Der Russen in Amerika. rnniv£ I £'s2? OT U,li • 28ic "Köln. Ztg." eri'älwt, haben über bck lXX) i.. ^e.» ^ - mika l'dv'de R»ss»m E Euy-rbe -n dir am-rilmnsch- Ucnrm S «! Mvevtmchml des Landes mittvirken zu können Diese Bitte «Enkantschen Regierrmg ab ^ eschla g e n der Vegrmidimg, daß die Ge'nchteller erst m i i Tt U d ?n t l?J UH ungen u« ch l o m m c n m%, ; Es nriri. 74! 'iuW S* «taU««. ta«? L'LL ^zu'^ch 7 i,wm ' fl8,ECIta Vl4 % ^-«bncht b.noeiT flarer s s&sasrssyftpawvs. •**»• - N»»tzlar,d und die Entente |V» tl ftn ot e C Ln f ^ e " tVr a et e r eü,? Schisse hirdj die lnq< ifrff- Sf^i^nn üferilh? t"'^.lcher C .'.olanfcS auf hni r"^' f f , m S? Ten Hmwns ^«mbnis Ml Lamvu-a ?!L2. te Ä ws SBclBtojmmfidnat mit VlrL^M* ??.. ««qi-Matn' hat Ewrweis beantwortet, dos; der diese etngey«mgrn waren, bereits im Ausschuß für Bevöskd» rungspolitik Auskunft erbeten. Generalarzt Dr. Schulzen sagte Untersuchung zu. Schon vorher hatte sich Dr. Werner an den Kriegs minister selber gewandt. Er erhielt jetzt \oü gende Antwort: Ew. Ho ch oo hl geboren wird zarm Schreiben vom 6. b. 18 tat pesuo aus die Beschäftigung reichsdeutsck-er rvciblicher ArbeitskrästM im besetzteii Gebiet urrd in der Etappe ergebenst fotgendes geteilt: Das Kriegsamt ist sich sehr wohl bewußt, daß diese BeschtU» tiguug nut mancherlei Schwierigkeiten und Gefahren verdicuden istt. Es sr/nd daher Vorkehrungen getroffen worden- um die Lebens- uiid Arbeitsbedingungen der drautzen tätigen Mädchen nach Möglichkeit %u> htü'ern. Dre Auswahl der Helferinnen erfolgt in sorgfältigsone Weise durch die heimischen Kriegsamtsstellen. In jedem Etapfiew» gebiet ist eine gebildete sozial-gesckstckte Frau' durch das KriegsamL angestellt, rvetch- m Verbindung mit deii Dienststellen auf die richtige Lebensführung der Helferinnen cinwirkt und ihnen mit Rat jund Tat zur Seite sbeht. Für die Unterbringirng der Helferinnen^ rn besonderen Heimen uiiter Lbufsicht von Heimleiterinnen imro nach Möglichkeit Sorge getragen. >Die. stcoNoeiidigkeit, weibliche Arbeftskräste Draußen zu beschäftigen, ist unabweisbar, da die Ablösung kriegsverweridungs-^ fähiger Mmnischasten durch Frauen im dringendsten &erzc&* (üiiael)e liegt. Es wird uiiabläfsig daran gearbeitet, die für bü» Helferrnneii getroffenen Entrichtungen wefter zu vervollkommrrrn. Die utrarnifch-russischen Verhandlungen. Kiew, 20 Jstni. Die tztz-en Sitzungen der ukrai- nisch-rusfifchen F r ie de n s ve r h a n d l u n g e n galten noch werter den Grenzfragen. Die Ukrainer bestanden au' Anerkennung oer Krim als Bestandteil des ukrarniscljen Staates. Die Russen schlugejl dagegen als Kompromiß eine Entscheidung der Frage durch ein Referendum der Krim- hevolkerung vor. — In der Warenaustauscki-Kvmmission wird über dre Liejerung von Getreide und Kohlen an Groß^ rußland gegerr Webwaren, Schmier-, Roh- und Leuchtöl von dorther verhmidelt. Der Scefrieg. Neue U-Boot-Erfolge. ^ ^ ^ ^ n, 20. Juni. (Amtlich.) Das unter dem Kvm mando des .Kapitänleutnants 7Niddendors stehende U-Boyt hat vor dem Westausgang des Kanals und an her englischen W e st kü st e vier Dampfer versenkt mit z u - a m m e n 19 0 0 0 B r. - N. - T. Von ihnen fvurde ein wertvoller 8000 Br.-R.-T. großer Dampfer aus einem einlaufen iien, sehr.stark gesick>erten Geleitszuge herausgeschossen. Samt liche Schiffe waren beladen. Der E!-ej des Adiniralstabs der Marine. Berlin, 20. Juni. Gestern abend hielt im Aus- des Reichstages einer unserer ersvlgreick>sten ll-Zoot Kpmma;rdanten, Kap i t ä n le u t n an t Georg, einen Vortrag .über seine Erlebnisse im Sperrgebiet: Von wchnderem Interesse waren die Stellen oes Vortrages über die Abwchrmaßnahmen des Feindes. Man mußte den Eindruck gewinnen, daß trotz her weitestgehenden Der Wendung von Flugzeugen, Torpedobootszerstörern, U-Bools- Mern, bewaffneten Fischereifahrzcugeii, Fesselballonen, Minensperren, U-Boot-Falleii und trotz des Geleitssystems nufere U-Boot-Waffe nicht mattgesetzt werden kann. Wie im st ampft gegen den Sckii"sbau bleibt sic auch im Kampfe gegen Die ribwehrmaß^iahrnen unserer.Gegner Sieger. Auch der vor- zugliche Geist unserer U-Boot-Mannschaften wurde durch die Ausführungen des Vortr»r-genden in Helles Lick)t gesetzt. Tm bim Ne;che. Steuerliche Bevorzugung der KriegsLeilnehnwr. » -p 20. Juni. Abgeordneter F u h rman n und Gen ftefltcn tm Ab geord net en h a u § zur Etatberatung Antrag 'e eme steuerliche Bevorzugung der Kickegstzstlnehmer wünschm' ' ^rd verlang, daß 1. für alle Kri.egsbe,chädigten mit cstne^ii tzeuerpstichtigen Einkommen j.mter 2ä00 Mark in den auf bm /riedensfchluß folgenden zehn Stouerjahren die Stacctseinönnnnm- .'.mer außer Hebung gesetzt wird: 2. allen ganz Mheitsunsälstaen oivre allen hllila>en Kriegsteilnehmern und solchen Kriegstl-il- ne.imern, dre eine -VerstümmelungsMlage erhalten, die Siaats- , «Äier dLnornd erlassen wird, sofern sie ein steuerpflichtiges Ein- lommen von Nicht mehr als -MX) Marck' haben. w 1 <£P en }, P }. l J ra|j Krregsbcfcl>Ldrg:e.i enid) über beit Rahmen des 20 des .o.nmenjteuergesetz.K h!naus weitgehende Steuercrle.ch!erunaen lelvährt wertem können: 2. auscistckieude Mittel bereitaeslellt }VCV k € J J/ & r U J KrjeMeilliehmer, die infolge dos Krieges ihre ..'trtfchLstltthe Selbstantngleir verloren haben oder mit dem Ver'ilst ^ io weü sie vor dem Krieg zu lveniger fl o0.00 Mart Einkommen veranlagt foarer: —, gcming verzüislichc ‘. n . n( ! J‘5 1 ^ als Beihilfe znm Wiedm:aufbau ihrer nst l ^ ,chaftlick-en Selbständigkeit bzrv. ihres Geiverhes zu gewähren - /- oen leistmtgsfchwackien .Kriegsteilitehmern. die den Wunsck! haben, nch awzusiedeln. in aeeig?ucken Fällen besondere Erlcickr?-. nnlgen des (Gesetzes vom 8. JJlai 1910 hinaus geivähtt, ins besondere mich,zu diesem Ztveck die durch das gedachte Gesetz bereltgestellten Mittel migemesftn erhöht tverden. Wegen der „Helferinnen" im Kriegsgcbiet )attc Neichstagsabg. Tr. Werner, nachdem von Soldaten Unteroftrzteren und Offizieren bei ihm Beschwerden über Mb. Deutscher Reichstag. 176. Sitzung, Donnerstag den 20. Juni ,.2 Uhr. Am Tische des Bundesrats: v. Payer. Präsidcmt Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 2.15 Uhr tzrnd gwt das T^legranmt betont, das er an deu Kaiser anläßlich des dreruigfahrrg-en Regierungsjubiläums gerichtet hat. d'ie Nlitteitnngeu des Rechuunashofes gehen wi den Rechmums« FMsschuß. Bittschriften. Eine Eingabe um Verlnnderung des 5kinderhanders wirb «ckS ..cEri i> uberwieien, ebenso eirre Eingabe um Einführung von Poft- brie I>c. ■ et..asten. Erledigt werden Berichte des Ausschusses für Handel und (veu>erbe. im^ÄÄSSÄS * **” •* „„ -,W«- ®« ®fe(So».) öo:iic ei::, d::tz mir svlchr Firmen Staats- -austrage ersten sollen, die ftne angemessene Besoldung ihrer Ar- ^^br mtd Angestellten gewährleisten. £ lt ^tz'l^be tvird als Material überwiesen DamrL tst die Tagesordnung erschöE Das Haus vertagt sich. mänren^O 2 W r: Kleine Anfragen, Friedens vertrag mit Ru- Schluß 31/2 Uhr. $ m , ? 0 '. ? uni ' lWTB.) Ter Aeltcstenrat des gs trat beute vor Beginn der Vollversammlung zur -peratung de» Arbeitsplanes für die nächsten Tage zw> S b ^NlSte srch dahm: Morgen, Freftag, soll dre erste Leslw.g oe- Friedeusvertrages mit Rumänien er- S lCl C :! i ÖU ^ staats seLretac von Kühlma nn sprackM sornck^ §L den Zusatzverträgen ohne weitere Aus-, Os Hauptausschuß Ilbernnesen soerden wird, steht noch ^'rden « bie • ^rgige Tagesordnung gesetzt allgemeinen Penswussonds, die Ergän- SfiÄ 1 Kaprtatabft7tongsge,etz, und der EntNmrs betreffend Niedelschbagnng von Unter,uckuingen gegen ^Kriegsteilnehmer. Diese yP 1 «-".ch noch am Samstag beschäftigen. 1 {t*L-£ zweite Lesung des -HcnisHalts des Auswärtige« Amtes und der NeuchStozfti beginnen. ^ Der tzaüptcmzschüh des Reichstags unt> die Steuern. R e ickT? h l l Siö iL Ter s au p la r, s s ch u b des ^ bK Beradmg des U m f aü ft euer« 0 auwenommcn. Ter Vorschlag, die inzwischc, Unterausschuß beschlossene Fassung als Unterlage der 58eS! geschäftlichen ^ »i^t SdS r h! Sfer/ 11 der früheren Beratung hatte der Ausschuß Ürtrr-Jri : f J ! Lieferungen der Umsatzsteuer mUmwrfnt mrtc.Frctwssrmg der prwaten Lctlttmgen.Der Unterausschuß schltgl 8^-orniuIteniHg vor: „Ter Umsatzstemr unterliegen im Inland grgen Cmtgelt ausgesührle Äeferungen und sonstige Leistun- !£ C r r r ^^onen, die eilte selbständige gewerblic?» Tätigkeit mu urmlüHiiB der Urerzengung und des Handels nnsüb.m. Tie L-teuerpslich. wird nicht dadurch berührt, daß die Leistung auf Enmd einer gesetzlichen oder behördlrck-eu Anordnung bewirkt wird oder kra,t einer gesetzlichen Vorschrift als bev' rki gllt" .,ae,e Fassung erhebt der Hanptanssckws, ;um Beschluß unter sinngemäßer Abänderung der folgenden Absätze des ß 1 A«» StaSt «ttd Cate». ®if 6en, ben 21: Juni 1918. ** A m tlich e Je r f t»u al Nachrichten. 5tm 12. Jmii E würbe ber ffliint|jfmiuxit^i:.ieitcr bei dem Ministem«» der Fmanzrn Lxnmch öd>muU su StarnftaW auf sein NachsurlZm fl 1 * ? t äj 1 ! 1 bui zur Wicinmherilellung seiner >:^e>unc>hel1 m den Ruhestod versetzt. ^. ** M u s S eich n n n g. Dem Musketier Karl Poppen- * 2 ' wurde das Eck ferne Kreuz 2. Klasse oerlieheu. 'Spionage. Es liegt Veranlassung vor, erneut darauf hinzulvetsen, daß dje Spionage unserer F-einde wohl organislert und über ganz Deutschland verbreitet ist. — Es muß daher stets von neuem darauf aufmerksam gemacht lon- den, daß Vorsicht bet Gesprächen in der Oeffentlichkeit und in privaten Kreisen dre erste Pflicht jedes Deutsck-en ist. r p l -° e ‘”,° ?. r 1T D® P. c . u d e. Nachdem der Hessische Landes digte:itz'Fürs.orge aus Anlack des vor- fahriger. Negierungsi ubi. a nms von deni Groß Herzog >0 000 Mark whalten l): ein solckier Urlaub jed rieft widerrufen wrvden kann, so-me, das; her Beurlaubt - wülfveub des UrtobS Umtom tragen muß. rnck, das Kriegsiiiiulsterium betrachte bc* itvMte Monen des Soldareusta-ches. bde in Privotbettieb^ rf 3 r aesetzlichen Kranken , Unfall Juva- mttMwffm. H^^bltebenen- smvie der Augestelltenvcrstcheruns r-*. -**; ^ ^ ^ c a P r - ^or dem rnteresstmLrn Gastftnel "lllvre «SS «&« t ’SS^Ä «NÄ» ist tvcr 56n^ctcTt Max Dirk, b-er Held dieser Komödie, eine höchst dankbare Virtiioseiurufgabe. Snne machtvolle Persönlichkeit, die ftiniev.'i.r> immer unc rit t g 'fährli bsten Spreng'.-o ff?» gelabeit scheint, tarnt si - l-ier großartig auswirten. Pieisterhttft, wie Sremrück in dein Charaktergemülde Brutalität und Sentimentalität mischt, wie er katzeugleich, tückisch und mit dem Unter on einer falschen Biederkeit und Herzlichkeit mit den Menschen spielt, und ^erschütternd, ,me er in den einsamen Augenblicken die Jämmerlichkeit und Hilflosigkeit der reirren Kreatur in diesem künstlerisch gesteigerten UeberWenschen aufdeckt. . . . Sehr groß ivar gestern mit Recht der Beifall nach dieser schauspielerisch intorck anten und faszinierenden Leistung." Die Kpmödie „Gewitter", die ihre Uraufführung am Dresdener Hostl-ealer erlebte, ist inzwischen von einer Reihe erster Bühnen, z. V. dem Münchner Hoftheater, angenommen bzw. ausge- 'ührt worden. .. ^, **TieOperim Film. Im Lichtspielhaus, Bahnhosstr. 3 sieht von Samstag den 22. d. M. ab ein eigeimrtigec vienutz bevor. Die Oper Martha gelangt mit persönlicher Gesangs reale i- tung von 15 Op nr-Gesangslünsilern und -kimstlerinnen zur^ Ausführung. Nach den großen Erfolgen der Süddentsck>en Lrchtspwl Opern-Gesellschafl München mit dieser Oper glauben nur Ul)cm heute die reäU-eUige Besorgung von Eintrittskarten empienleu zu können. Die bisherigen Aufsübruugeu waren stets ausvenauft und die Opern cketlschast kann Vrrläugeruugen ihrer Gastspiele nicht einrret-en La sen, da sie anderweitig schon zu festen Terminen i' .'bunden ist. Siehe die Anzeige. Landkreis Gießen. ** L e i h g e st e r n, 19. Juni. Der Großh. Finanzamtsgeh ilfe eldwebelleutncm/ Will). Schäfer, Führer einer Mmenwerser- abteilung, erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Kreis Büdingen. c. Wenings, 20. Juni. Von dein hiesigen Zweigverein des Vogelsbcrger Höhenklubs wurden bio jetzt folgende Mitglieder mit Kriegsauszeichnungen bedacht: Otto Graf und Konrad Oechler nrit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und der HAsischeu Tapserlcits- mcdaille, Heinrich Hern und Karl 5 )erchenröder mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, Philipp Oechler mit der Hessischen Tapferkeitsmed-aille. Kreis Lautcrbach. e. H e r b st e i n, 20. Juni. Der Gefreite Heinrich F riedrich, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und der Hessischen Tapfer- i ritsmedaille, starb den Heldentod fürs Vaterland. Kreis Schotten. O Gedern, 20. Juni. Ten Heldentod fürs Vaterland Itarb der Mnsketter Wilhelm Die!hl, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaillc. — Aus russischer Kriegsgefangenschaft entkam der Musketier Karl Mehring, Sohn des Landwirts Jakob Mehring II. Slarkenburg und Nheinhessen. R. M. K. T a r m st a d t, 20. Juni. Zum Abschied des General- nrerldanten des Großh. Hoftheaters Tr. Eger hatten sich gestern vormittag im Musiksaal die Vorstände des Theaters und versclne- dene Ehrengäste versammelt, wobei das Ehrenmitglied der Hvs- buhnje, Regisseur H. Hacker, im Namen des ganzen Personals >einc zu Herzen gehende Ansprache hielt und die Gefühle der Dankbarkeit und Verehrung für den Ausscheidenden zum Ausdruck üraclste. Als dauerndes Andenken überreichte er dem Scheidenden Un hüb ft ■ - olles Bild^ des Malers E. Bracht (Entenjagd). In herzlicher Wck.se dankte D'r. Eger für die treue Mitarbeit und! ,prach die Ueberzeugung aus, das; das Hoftheater auch unter der' neuen Leitung von Dr. Krätzer, der ebenfalls erschienen war, blühen, wachsen uird gedeihen werde. Sein Hoch galt dem erl>abenen Förderer und Protektor Großherzog Ernst Ludwig. ch. Bin gerh rück, 20. Juni. Eine Jagd auf Schleichhändler fand irr einer der letzten Nächte hier statt. Auf der Stromberger Straße sah ein Pvlizeibeamter du mit Säcken beladenes Fuhrwerk, auf dem mehrere Männer sich befanden. Ec wollte dieses Fuhnverk zum Stehen bringen, doch gelang dieses nicht, weil das Fichrwerk sich sofort in rasende Fahrt setzte und so ins zur Eiscnbahnbrücke über die Nahe gelangte. Ter' Beamte eilte hinterher. An der Nahe warfen die Männer die Säcke über die Uferböschung, wo andere dort wartende Männer sie in Empfang nehmen sollten. Ter Wagen fuhr in seiner eilig-en Fahrt weiter nach Bingen. Mehrere der Männer flüchteten in einem am Nahe- ufer liegenden Nachen, mit dem sie davonfuhren. Ter Nachen lag dort bereit. An der Bösckxung fand der Beamte dann vier Säcke mit Fleisch, das von einer srischgeschlach'eten Kuh war. Tie hiesige Polizei stellte nun gemeinsam mit der sofort verständigten Biirger Polizei Ermittlungen^ an, woran vier Leute — ein als Schleich- händler bekannter Schveinehündler, ein Fuhrunternehmer, -ein Metzger und ^ein Eisenbahnbeamter — festgenommen wurden. Tie geheimen Schlachtungen waren bei einem Witt in Weier vo- genommen worden. Auch der Wirt wurde festgenommen. Schon mehrfach sollen Küpe in der Wirtschaft in Weiler geschlachtet wor- b it, das Fl is dann nach der Nah? und weiter mit Nachen über den Rhein gebracht worden sein, wo es vertäust wurde. Ti? Verhafteten wurden nach ihrer Vernehmung und den entsprechenden Feststellungen auf freien Fuß gesetzt, bis die Verhandlung statt- finden wird. ch. Bingerbrück, 20. Juni. Ter Vaterländische Franen- vdrein hat für erholungsbedürftige Kinder des Kreises Kreuznach (ein Walderholungsheim eröffnet. Dieses befindet sich in dem'nicht weit von hier am Fuße des Binger Waldes gelegenen Schloß Wald-Erbach. Das Heim wurde von Kommerzienrat Dr. Esch in Waldalgesheim eingerichtet.. Es macht einen vorzüglichen Eindruck. 30 Kinder sind in dem bis in den Spätherbst geöffneten Heim schon eingetroffen. K. P. Buden heim, 20. Juni. In der Aufregung erschossen hat sich die ,64 Jahre alte Ehefrau eines hiesigen angesehenen Bürgers. Wie verlautet, wurde die Familie durch das eigene Dienstmädchen um 1000 Mt. bestohlen, was die Frau derartig ausregte, daß sie das Jagdgewehr ihre- Mannes ergriff und sich eine starke Schrotladung in die Brust schoß. Von ihrem Manne vasch nach dem Stäüüscken Krankenhaus zu Mainz verbracht, starb die Fvau alsbald nach ihrer Einlieferung. — Eltville a. Rh., 20. Juni. Der Kdmmnnalförster O r - l opp des Schutzbezirks Mapper Schiftenhcr/s bei Hallgatten wurde in seinein Revier erschossen mifgeftmden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde er von Wilderern, die er überraschte, erschossen. H. E. Offenbach, 20. Juni. Die Ludendorff- Spende zeitigte in Stadt imd Kreis -Offenbach mit vorläufig 520000 Mark, wovon etwa 486 000 Mark aut die Stadt Offenbach und 34 000 Mark auf die Sammlung im Kreitz entfallen, ein außerordentliches Ergebnis. Einige der Gemeinden des Kreises treten in besorchers erfreulicher Weise hervor; so spendete Neu-Isenburg allein 22 400 Mark, während andere Orte mit zum Teil -echt vielen ortsansässigem Kriegsbeschädigten dem Aufruf Luden- dirffs zur Sammlung für unsere verstümmelten Hessen nicht in wün)ftenswertsr Weise nachgekommen sind. Das vorläufige Er- gelnis von Gcoß-Mainz ist ebenfalls sehr günstig und bttäust sich Mlf 425 UOO Mark, das von Stadt und Kreis Worms ans 270 000 Mart. Nun ist die Ludendorff-Spende im Lande ja noch nicht abgeschlossen: tua n che r Da he i m g eb l i e ben e niird nod) geben wollen und sicher wird' auchmanck-em noch die Pflicht zur S)>ende tzurst, dos opferfreudige Beispiel seiner Mitbürger klar. Auf jeden kommt an, viele Wenig machen .ein Viel. Tue jeder seine Pflpck.t, dann werbest imserc hessischen Kriegsbeschädigter, das Empsindm haben können, die Heimat würdigt unser im Feld gebrculck es Opfer. ^ d, S/l-ierstein, 20. Juni. Das Kuperdach der Sektkellerei venkel l Jz Eo. in Brebrich wird soeben abgedeckt. Tie durch ine Eilftech-ng der Gebwad' zu entn.hmende Kup'ermen-e lezifiert 'rch au) 3 0 0 0 0 Kilogramm. Hess n Nassau. --Bad Dom bürg v. d. H., 20. Juni. Die Kurverwaltung N durch gütliches Uebereinkommen den Vertrag nrit Direktor Malbert ^>te)fter gelöst und vom 15. September ds Is. ab die Direktoren Arthnr'Hellmer und Map Reimann vom Neueii ttl-oater in Frankfurt a. M. mit der Leitung des hiesigen Kurtheaters beauftragt. = Höchst a. M., 20. Juni. Tie Untersuchmg des von der gesamten Bürger säurst cmstiniinig für ungenießbar erklärten Leitungswassers durch den Chemiker Tr. P o p p - Frankfurt hat ergeben, daß das Wasser so geringe Bestandteile an UFiuisäM Stoffen enthält, daß es nicht als g e s u n d h e i t s g e s ä h r l i ch an * Zusehen ist. Trotzdem hat sich die Stadt zur sofortigen Besck-affting wirklich einwandfreien Wassers entschlossen, indem sie das städtische Le tungsnetz dem Sosscnh imer Gruppenw cs erwcrke cm chließt und eine Anzahl Brumreii auf Privatgruuv,rücken dem Verkehr, ftei- gibt. Tie verunreinigten Brumreii rviivden geschlosseii. Jnzwisck-eni traf auch die telegraphische Erlaubnis zur Turchsührupg eines Wasserkanals vom neuerbolirten Tiefbrimnen durch bcn Eisenbahn- damm.nach der Stadt ein. Jrmerhalb eines Monats hofft maii den Turch,stich uird den Kanal vollendet zu haben. Falls der neue Brunnen sich beivährt, sollen yvch iveitere größere Brmttien erschlossen werden. )[ Marburg, 20. Juni. Der Senior der hiesigen juristischen Fakultät, Geh. Jnstizrat Professor Dr., Ludwig E n n, e c c e r u s begeht ani nächsten Sonntag sein 50jühriges Doktorjuüiläum. Ter Gelehrte, der im 75. Lebensjahre steht, gehört seit 45 Jahren dem Lehrkörper der hiesigen Univlersität an. Neben seiner Lchr- tä tigkc.it niid seiner regen Wirksamkeit als juristischer Schriftsteller,, war er auch lange Jahre als Mitglied der nationalliberalen Partei politisch tätig. Er war Mitglied des Provinzialausschnsses. Mitglied oes, Mgoordnetenhauses und von 1887—1890 und 1893—1898 Reichsttagsabgeovdneter des Wahlkreises Kassel. Trotz seines hohen Alters ist der sich bester Gesundheit erfteuende Gelehrte noch eifrig wissenschaftlich taug. , „ ' ra. Oberscheld bei Tillcnbnrg, 20. Juni. Die zwei Söhne des Haupllehrers Müller, Ernst und^ Wilhelm Müller (St. d .Res.) wurden beide mit dem Eisemen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. ra. Bon deo Till, 20. Juni. Älus der Dill, im Schelde-, Aar- und Rehbachtal hat die Heuernte ihren Anfang genommen. Sie verspncht eine Mittelemte zu werden, die Gräser,sind ziemlich kurz geblieben. Erstaunlich hoch sind die Preise bei dtn diesjährigen Grasversteigernngen. Aus der Herrenwiese bei Tillen- burg kam der Morgen Heu gras durchschnittliche 360—400 M., eine Parzelle sogar 422 Mr. Vor dem Kriege kostete ein Morgen Heugras höchstens 90—100 Mk. er Bombenangriffe. Ter Erste Generalauartiermeister L u d e n d o r f s. * * * Neue U-Boot Erfolge. Paris, 20. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agerrce Havas. Der Trausportdampser „Santa Amia", der unter der Bedeckttng von „Biserta" nach Malta fuhr, und Soldaten sowie eingeborene Arbeiter an Bord hatte, wurde in der Nacht zum 11. Juni, ohne daß der Feiird bemerkt worden war, torpediert mrd versenkt. Von den 2150 an Bord beftndlichen Personen wurden 1513 gerettet. Englische Not und Stimmung. Berlin, 20. Juni. (WTB. Nickstamtlich.) Eine vor orer Tagen aus England zurückgekehrte Dame schreibt an einen Seeoffizier u. a.: In Eirgland.geht es rapid bergab. Nahrungsmittel und Rohmaterialien smd seit Ihrer Mreisc unenülich viel knapper gttvorden. Frisches Fleisch gibt es während des Sommers überhaupt nicht, nur etwa ein halbes Pfund (englisch, 227 Gramms höchst minderwertiges Gefriersleisch per Woche. Ein liliputanisches Hühnchen kostet 25 Shilling; vor drei Monaten kostete ein sckwnes Huhn noch 7 1 / 2 Shilling, wie Sie ja wissen. Die Kriegsstimmung wird künstlich durch eine riesenhafte Plakatpropaganda ausrechterhalten, mit der unter Zuhilfenahme der niedrigsten Mittel der Haß gegen Deutschland geschürt wird. Z. B. zeigt ein Plakat eine deutsche R o t c - K r e u z - S ch w e st^e r, die von einem verwunfttt-n c.: I fa>:n O fizier nge l.hr wird, ihm Wasser zu rcick>en. Statt dessen läßt die Pjlegerin das köstliche Naß vor seinen Augen in den Sand träufeln, höhnisch dazu^ lachend. Zwei deutsche Offiziere freuen sich deo teuflischen Tat. Die Moral lautet ungefähr: „Gegen einen solchen Geist müssen wir Krieg führen. Zeichnet National War Bonds." Deutschenhaß in Amerika. London, 20. Juni. (WTB. Nichtanttlich Panter. In einer Rede in Jndianarokis vor der dcmokratist, Ltaatskonventüm sprang der' Bizepräsiderit der Bereinigten Sta>uen Mars hal auf die Abschaffung des Deutschen als Unterrichts^ fach in den StaatssckMlen. Die transkaukasischen Republiten und die Türkei. Ko n sta n t i no p c l, 20. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Delegierter! dar drei transkaukasischen Republiken ttessen haute in Konstantinopel ein. TürkiM Gäste in Berlin. Berlin, 20. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Tie türkischen Gäste besichtigten Mitttvoch vornrittag des Karnmergericht. Sie wurden vom Kammergerichtspräsidertten Winkl. Geh. Rat Heinvoth mit einer Ansp-rack-e begrüßt und wohnten sodann näl-eren Verhandlungen des 3. Zivilsenates bei.' Nach einem Rnndgang durch das Gerickttsgebäude begaben sie sich in ixts Auswärtige Amt, um einer Einladung des Staatssekretärs Dr. von Kühlmann Folge zu leisten. Am Nachmittag wurden die wissensck)aftlichen Verhandlungen fortgesetzt. Der türkische Berichterstatter gab^ einen Ueberblick üb?'' die Entwicklung des geltenden, türkischen Schuld- rechts. Ueber inteMationales Sttasreckft sprachen Pros. Tr. Neudecker mrd Pros. Selak-Ediir-Bey. Tie nächste Verhandlung findet ani Freitag Nachmittag statt. Die Reform der direkten Stenern in Bayern. München, 20. Juni. lWTB. Nichtanttlich.) Tie Kammer der' Abgeordne ten nahm nach dreitägiger Debatte säst einstimmig die von der R-.^gierung rorgstchagon? Reform der direkten Steuern in der Fassung der Ausschußbeschlüsse an. Neu eingesühtt werden soll damit in Bcuwwn eine eigene Vermögenssteuer, bv& entgegen dem Willen des Finanzministers auch aus Liftusgegen^ stände ausgedehnt werden soll. Tie Resormvorlage geht nuumehr an die Kammer der Reichsräte. Ein Zyklon in Oberbmiern. Berlin, 21. Juni. Bei Taching im Bezirk Laufen cm der Salzbach in Ober-Bavern hat, wie dem „Bert. Lokalanzeigett^ berichtet ivird, ein Zyklon große Verwüstungen cmgerichtet. Bäume wurden entwurzelt, Dächer ?bgedeckt mrd weit svrtge- ttagen. Das Unwetter dauerte nur ivenrge Minuten. Vricfkaftesr der Redaktion. (Für die erteilten Auskünfte übernimmt die Redaktion nur die preßgesetzliche Verantwortung.) C. h. in K. Wir raten Ihnen, dafür zu sorgen, daß die von Ihrem Nachbar gerügten Mißstände nach Möglichkeit gemildert werden. Insbesondere ivollen Sie darauf bedacht sein, daß die Maschine nicht zu außergeivöhnlicher Zeft in Betrieb gesetzt wird. Im übrigen empfehlen wir Ihnen, der Angelegenheit ihren Lauf zu lassen. p. 6. Wir sind nicht befugt, über militärärztliche Angelegenheiten Auskunft zu erteilen. Weltkrieg I 9 J 8 . Anonyme Anfragen können grundsätzlich nicht beantwortet werden. w. * 00 . Für die Laufbahn eines Polizeikommissärs ist in Hessen die Berechtigung zum einjähr.-fteiw. MLitärdienft, außerdem der militärische Rang eines Vizefeldwebels nottvendig. Weiter wird gefordert eine dreijährige Vorbereitungsdienstzeit, sowie genaue Kenntnis der in Frage kommenden gesetzlichen Bestimmungen. Für Polizeisekretäre bestehen rm allgemebum keine besonderen Vestimnrimgen, doch iverden in vielen Fällen die Bedingungen für Polizeikommrssö»? zugrunde gelegt. Tie Aussichten auf Anstellung sind in Hiesseu nicht besonders aut. Für Preußen sind die Verhältnisse bezüglich der Zulassu n g z.ir Prüftmg günstiger. Amtlicher Teil. Be kr.: Lchrerversammlrmg . An di-? Schulvorständl' des Kreises. Es sollen folgende Lehrerversammlungen statt finden: 1. Für den Bezirk Lich-Hnngen am 24. Juni \; I., vor» mittags 9 Uhr, in Lich (Schicklians); 2. für den Bezirk Grünberg am 24 .Juni l. I., nachmittags 4 Mn, in Grünberg; 3. für den Bezirk Gießen-Larrd am 26. Jimi l. I., vormittags 9 Uhr, in Giesen Sckxnlhaus Schillersttaße). Wir ersuchen Sic, die Lehrer umgehend von Vorstchendevtz in Kenrttnis zu setzen. Gießen, den 20. Juni 1918. Großherzogliche Krei -schnlkommission Gieße». I. A.: Dr. Alles. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe, gute Frau, unsere treue, fürsorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Kath. Moos geb. Benner nach kurzem, aber schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 65 Jahren zu sich zu nehmen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Heb. Moos V., Gasthaus zum Löwen Hch. Moos VII. and Familie L. Hofmann VI. und Familie Lollar, 21. Juni 1918. Emilie Moos Bürgermeister Benner, Treis a. d. Lumda als Bruder. Die Beerdigung findet Samstag den 22. Juni, nachmittags 4 l / 4 Uhr, statt Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des landwirtschaftlichen Konsum-Vereins, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Hast- pflicht zu Wieseck, eingetragen: Die Satzung ist hinsichtlich der §§ 16, 24 und 35 geändert. Gießen, den 18. Juni 1918. 4696D Großh. Amtsgericht. Gütcr-Bcrpachtnng. Die Verpachtung von Domanialgrnndstücken in der Gemarkung Altcn-Buseck vom 21. v. M. ist nicht genehmigt. Die nochmalige Verpachtung findet Samstag den29.l.M., nachnnttagö 3 Uhr, in der Otto Raben au'scheu Wirtschaft zu Alten-Buseck statt. Giefien, den 20. Juni 1918. 4698V GroKberzogliche Qberförfterei GieKerr. K o e h l e r. m o rj 2 gat nölil. Zimmer 'Wohn- u. Schlafzmr.) m. sep.Eing., evtl. >>'-voller Pens., px. sof. z. vrm. 02 683 Seiter sfeeg 52, L ®inf. möbl.Zimmer z. vrm. 02668 Sonnenftrafic 11. Todes-Auzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die ichmerzllche Ltitteilung, dah es Gott dem All- mächtigen gefallen hat, meinen lieben Mann, unseren guten Barer Friedrich WaKbott Kreisftraüenfeärter i. P. im 35. Lebensjahre nach langem Leiden zu sich abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Christine Wallbott geb. Gottwalz nebst Kindern. Burkhardsfelden, den 20. Juni 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 23. Juni, nachmittags 2 Uhr, statt. 02689 Danksagung. Allen denen, welche bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen, durch ihre bewiesene Teilnahme uns in liebevoller Weise nähergetreten sind, sowie ganz besonders Herrn Pfarrer Marguth für seine trostreiche Grabrede, sprechen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank aus. ßkimch Kstjchkr 1 . unö Angehörige. Bersrod, 19. Juni 19 1 8 . 4705 Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 Ij Bas sensationellste Ereignis der Gegenwart Filmbild ^ Musik ^ Gesang ein verblüffend harmonisches Zusammenwirken. -Großes Gastspiel- der Süddeutschen Lichtspiel-Operngesellschaft, München Lichtspiel-Oper ( V~ orsohi&dort e | kleine Wobnung zu verm. 02677 Kaiser-Alice 32. Ein einzelner Herr sucht zum 1. Oktober eine G-ZlmtnerWohnnnff mögt, in sreierLaae. Au geb. unte r 02684 a n den Giefi. Anz. 4—5 Zimr.-Wobg. von kleiner tVamiltc per 1. Oktober gesucht. Schrisil. Angebo e unter 02586 an den Giefiener Anzeiger erbeten. Junger Bursche als Hilfsarbeiter gesucht. 2 LimlNkütliler Me» 15 u. 16 Mon. alt, von Herd- buchtier abst., verkauft 4791 August Tbeitz. Stockbanse« iKr.Giefienl bei Miicke. Lisgealarnw,' «Jahr, kräftig» weis;, o H., Mutter angek^ rein gez. LLdeehkSsin, 1 Jahr, zu verk. Friedrich Jäekol I.. 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Persönliches Mitwirken von 15 Opern-Künstlern u. - Künstlerinnen erster deutscher Bühnen bei verstärktem Streichorchester. Anfang der Vorstellungen: Siamsflag und S^oniag 4 und 8.3Q Uhr Sonntag 3, 8 und 8.38 Uhr. Wir bitten um pünktliches Erscheinen, da der Eintritt nach Beginn der Vorstellung wegen der Störung im Gesang nicht gestattet ist. Wegen des zu erwartenden starken Andranges zu diesem hervorragenden Kunstwerk bitten wir, möglichst schon die Nachmittagsvorstellungen be- suchen zu wollen. Es werden nur so viel Karten ausgegeben, wie Sitzplätze vorhanden sind. Militär und Kinder haben in den Nachmittagsvorstellungen am Samstag und Montag ermäßigte Preise. Die Freilichtaufnahme zu dieser Oper Martha ist nicht wie früher Kulissenateliers-, sondern wundervolle Naturaufnahme in dem herrlich gelegenen Harzstädtchen Wernigerode. Vorverkauf zu den einzelnen Vorstellungen findet ab heute an der Tages- | kasse des Lichtspielhauses, Samstag von 10—12 Uhr statt. Ebenso sind J Textbücher daselbst zu haben. Preise der Plätze: M. I—, 1.50, 2—, 3— M. gesucht, gewandter Steno typist, aber auch mit gut les barer Handschrift, selbstän diger, gewissenhaft. Arbeiter. Ferner könnte Stellung finden in demselben Werk ein jnnger angehender Kaafsiieinn, der nach Diktat stenographieren und auf der Maschine schreiben kann. Geeignete Kriegsbeschädigte oder jurrge Damen, welche tüchtig und erfahren sind (keine Anfängerin), können auch in Betracht kommen. Schriftl. Bewerbungen mit Angaben über bisherige Tätigkeit, GehaltSansprüche usw. sind un:. Nr. 4704V an den Gietz. Anz. zu richten. bbraiitdista für unser Bureau gesucht. Gelegenheit, Schreibmaschine u. Stenographie kostenlos zu erlernen. 4697 Frans Vogt & Co., Goethestrafie 32. Für eine staatliche Be- Hörde wird eine Schreibhilse totlirasfajte m. guter Allgemeinbildung für sofort gesucht. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf und GehaltS- ansvrüchen unter 4677c an den Giefiener Anzeiger- erbeten. 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