I i Nr.M Du ^ieh««er Es**«* scheint täMch, «« 5 « OiekericrFmntt ienblLtt«; XuUblatt fflr öe» Ufeis Sietzen. Umppt eil : rnonAÜ. V1 1. 1 .20,pfastiei* jährlich Mk. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstelle»; nwnall. Mk. 1.10; durch die Post Mk. L.S0 »ieetet- ;ührl. cmSschl. ««ftellg. ^erufprech' Anschlüsse: sürdieSchristlcilungI12 Berlag,GeschäitssteUeb1 Anschrift fü c D ra htnach- richten: Anzeiger Hietzen. Erstes Blatt j68. Jahrgang Vsmwrlag. 20. Juni $$ 9*fff4je4T*ftto: Zranrjurl a.M. U086 iciger S»Minsrr»«öörss v. Verlag: VrLhl'schr Lxiv.'Vach- u. TLein-ruckerer N.L«nZr. §christlrttu«s. Seschästrstelle ».DruSerei: Lchttiftr. r. M vimt»erfehr: Gewerdebank Sietzen Änucome von Anzeige» 1 die Tagernummer dis zum Nachmtrrac vordoik öhnejedeVerbmdlichEeit Seiienpreife: für örtliche Anzeigen 25Pl,für auswärtig« 30 Vl., ftir Reklamen Mk. 1.— : bei Planvorschrift 20% Ausschlag, vauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuillewn: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Be- richtssaal: W. Meyer; Al^eigenteü: H. Beck; säintlrch in Gießen. owevic O MTB.) Arotze'S Hauptquartier. 19. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Rege ErkmKungstLtiykcit der Infanterie. Trilangriffe des Feindes am Nieppe-Walde und nordöstlich von Bechunc wurden abgewiesen. Der Artillerickampf lebte nur in wenigen Abschnitte:! auf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südwestlich von Dommirrs scheiterte am frühen Morgen der Angriff französisckrer Regimenter im Nordostteile desWaldes von Dilsers-Cotterets. Am Tage mehrfach wiederholter Ansturm drückte unsere östlich von Montgobent vor- «ringendrn Linien etwas in das Innere des Waldes zurück. Im CliPwu-Abschnitt nordwestlich von CUteau-Thirrry stießen mehrere feindliche Kompagnien zum Angriff vor. Sie wurden von unseren Vorposten) abgewiesen. ArtiUerk und Mik^enwcrfer belegten mit starken Feuor- üb erfüllen die feindlichen Anlagen bei Reims. Nachstotz ende Infanterieabteilungen brachten etwa 50 Gefangene ein. Gestern wurden 23 feindliche Flugzeuge mW 3 Fesselballone abgeschossen. Hauptmann Berthold «errang seinen 35., Lentnant Veltjcns seinen 22. Luftsieg. Der Erste Generalguartrermeister Ludcndorff. * Der Uheadbericht. Berlin 19. Frmi. abends. (WTB. 8dm «des KaWpffrvnten nichts Neves. Mr bewundern wieder ermnal die englische Schwatzkunst. Die Londoner Berichterstattung über die deutsche I Offensive nu Westen war wenigstens so ehrlich, zuzugeben, daß die Lage für England crußerorLenllich ernst sei, so kritisch wie in keiner anderen Zeit des Krieges. Diese Feststellung mußten die englischen Minister natürlich in ihr Programm müaufnehrnen. Aber wir stehen bewundernd und ! erheitert vor der Art, wie ihr Atem weiterhin aus dem ! Schwarz der Enttäuschung ein Rosarot der Hoffnung, ja so- . gar der Befriedigung, macht. Die Kunst hat sich schon öfter ! bewährt: so wurde bekanntlich die bittere englische Niederlage cm den Dardanellen schließlich als ein Sieg Englands in die Welt posaunt, und die Seeschlacht am Skagerak wurde zu einem Ruhmesblatt der englischen Marine ausgeprägt. So mündet nun auch die von so vielen Engländern bereits ob der Niederlagen in Flandern unb Frankreich vergossene Tränen flut in das Meer des Triumphes ein. BonarLaw hat in dieser Beziehung, als er gestern vor dem Nnterhause in einer langen Rede über die militärische Lage das neue Budget empfahl, seinen Herrn und Meister Lloyd George » rwch bei weitem übertrvffen. Man würdige den Auszug aus der Rede, den wir nachstehend wicdergeben! Da wird die Wahrheit mit einem affektierten und koketten Sonntagsputz ausgestattet, wie eine mäßige weibliche Schönheit durch ein System von Toilettemitteln sich jederzeit zu Helsen lveiß. Das ist englischer Geschmack, ein Teil jener englisch-amerikanischen Weltanschauung, von der unser Kaiser jüngst sprach. Natürlich wird das Scheitern der österreichisch-ungarischen Offensive wirkungsvoll an die Spitze der Betrachtungen gestellt! Als ob damit etwas erreicht wäre, wenn man dem Gegner größere Ziele unterstellt, als er selbst im Auge hat! Der Ansturm gegen die italienische Front zeigt der Welt doch allenfalls, daß zwar der Russe aus dem Weltkrieg ausgeschaltet ist, daß aber der Bundesgenosse Deutschlands an der Donau noch kräftig mitrechnet, den einen Arm der Entente niederhaltend, während Hindeuburg ihre Hauptsitzgegend in Behandlung geiwmmen hat. Bonar Law ließ sich auch über die Offensive im Westen aus. Mit blühenden Redensarten wies er nach, daß die Deutschen zwar viel, aber rcicht alles erreicht fyätten. Daß Hindenburg noch nicht gleich altes erreickK hat, daß unsere Truppen :voch nachts Paris, Calais und Mttckirch-en genommen haben, ist sein höchster Triunrph. Lassen wir ihm den Spaß! Wir wissen ja: Lloyd George war so vorsichtig, anzukünden, daß selbst wenn auf dem Schauplatz zu Lande für England alles verloren sei, der Krieg dennoch zum Siege der' Entente fühverr werde. Und wenn auch davon nicht mehr die -Rede sein kann, wenn Groffbritannien ernst die jetzt noch so vollen Segel zu entern großen Teil bescheiden streichen muß, dann wird die Londoner SchwcrtzÄmst auf neue Llus- kunftsmittel verfallen und sie wird uns, wie Hamlet, der diese englische Kunst ja auch schon zur Genüge kannte und durchschaute, sagen würde, weiterhin „mit Silben wtschlagen". Die englische Mauer der wohlgefallb- gm Selbstbespiegelung ist unübenvindlich und nicht so leicht zu fällen, wie die englische Soh- datenfront. Wir müssen uns damit begnügen, wenn wir die Realitäten für uns haben. Das ganz,? englische Krieg3- yebahren hat uns immer wieder an das alte deutsche V ?ü erinnert: Hochmut kommt vor dem Fall. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Der Südflügel der Heeresgruppe des Feldmarschalls von Boroevic erkänrpfte in stetem Vordringen neue Vorteile. Der Kanal Fosetta wurde an einigen Punkten überschritten. Der Italiener sitzt alles daran, unser Vordringen zu hemmen. Auf engen Räumen werden Gefangene zahlreicher zusammcngcwürftlter Verbände ein-, gebracht. Heftige Fktndangriffe, die namentlich beiderseits der Bahn Oderzo Treviso mit großer Zähigkeit gefirhrt wurden, brachlM unter sck-weren Verlusten teils in unserem Feuer, teils im NahLampf zusammen. Die Divisionen des Generalobersten Erzherzog Josef durchstießen bei Sv Villa am Südsuße dcs Morr- tetto mehrereitalie Nische Linien. Die Zahl der Gefangener: erhöht sich. An der Gebirgsfront waren dir von uns am 15. Juni genommenen Stellungen zwischen Piave und Brenta und südöstlich von AsiaM abermals das Ziel erbitterter Anstürme. Der Feind vermc-chie trotz großer Ovftr nirgends Vorteile zu errevlren. Auch ans dnn Dos so Alto stießen die Italiener imnrer wieder vergebens vor; an der Tiroler Westfront harte Käulpfe. * Der Chef des Generalstabes. * * * Die Kämpfe im westen. Berlin, 19. Jnni. (WTB.) Ter Vahichof St. Nicolas und die Bahnanlagerr von Amiens wurden auch am 18. Juni mit schwi'erstem Flachfeuer bekämpft. Ter Feind, der cm den verschiedensten Stellen der Front, in Flandern, beiderseits der Somme, zwischen 9toyon und Chatecnc-Thierry fast tä^ich mit stärkeren Kräften T e t l a na risse unternimmt, steigert dauernd die ungeheuren blutigen Berluste, die hie Entente seit dem 21. Marz an der Westfrmtt erlitten l)at. Er griff nach starkem Arttstlerieseuer^ ßn den frühen TliorgenstuTiden und in den späten VormittaaL- slfmdeu deS 1& Juni südwestlich Dommiers mit frischen Kräften nitter Ernst, ^ zahl'cricher TanK wasern Linie» an. Im Nahkampfe und rm Gegenstoß wurde cc abgeschlagen. Biele Danks blieben vor unseren Linien Erschossen liegen. Ter käp^lichie Erfolg dieser ohne Rücksicht auf Menschenverlirslre duvchgeftchrtent Anstt^mpmg war lediglich die Zurücknahme einer vorsmingeudeit Linie ösfticy von TdmttMbenL irr das J?v«we deck WaÜxs. Beschießung von Vleim». Genf, 20. Fmri Laut Pariser Svndenueldung sind die südösÄich Reimser Forts andauencd dem schwersten deutschen Geschützseuer ausgesetzt. Bom Fort Poinpelle sind nur noch Trünr» m er vorhanden. Die österreichisch-ungarische Offensive. Bern, 19. Juni. (WTB.) Zu dem österreichischen Vorstoß schreibt Oberst Egli in den „BaÄer Nachrichten": ES ist natürlich ^ausgeschlossen, daß an der ganzen Front von mehr als 150 Kilometer Breite eine gleichmäßig starke Offensive angesetzt worden ist. Schon aus den ersten Telegrammen läßt sich erkennen, daß sich der Druck haupffächlich gegen einz-Äne Stellen richtet. Aber auch da kann jetzt noch nicht festgestellt werden, nw es sich um den Hauptstoß und wo nur um einen Scheinangriff handelt, der die italienischen Reserven anziehen und festhalten soll. Die Lage an der italienffchcn Fvoirt war in letzter Zeit so gespannt, daß die österreichisch-ungarische HecncLicilung von vornherein auf eine Ueberraschung verzichten mußte. Daraus ergab sich die Notwendigk-eft eines Angriffs auf der ganzen Front. Nach den Erfolgen des ersten Schlachttages scheint es nicht ausgeschlossen, daß die österreichisch-ungarffche Heeresleittmg ihre Hauptkraste in der italienischen Ebene eing^etzt hat, zumal sie von vornherein sicher annehmen koimte. daß Diäz vor allen: suchen werde, im Grappagebiet imb aus der Hochfläche der Sieben-Gemeürden starüi- zuhalter:, um die Auftvllung der Piavesroitt zu verhindern." Italienischer Bericht Bom 18. Juni. Die Heftigkeit der Schlacht an der Gebirgssvont hat sich gestern an der P i a v e gestetgert. Tie dritte Armee hielt der nrächtigen An- siwengclng des Feindes mtt gavohnder Tafterkeit stwü). Gegenüber M>asevcrda und Candal wurden iviederhotte Versuche, einer: neuen Durchbruch auf dem rechten Flußufer zu erzwingen, blutig abge- wkesen. Von Fossalta bis Eapo Sile ging der Kampf uunrtter- brochen erbittert weiter. Furchtbare Angriffedes Feindes rvechselten mit unseven Gegenangriffen ab. Anfänge gewaltiger Borstöße wurden durch unfern Widerstand gcbvochm und durch lnsere Gegenberwsgung ach gel-alten. Ter Kampf eirdete erst spat :Dachts. Die tapferen Truppe:: unseres Heeres wurde:: hart auf die Pvobe gestellt, aber der Gegner konnte die Ar:sdehmvrg des Streifens, in dem 'der Kampf seit vier Tagen Wüter, nicht vergaüf^rn. 1550 Gcs>cmgene blieben in ucherei: Härrden. 2l!iff dem nürdlichen Rande drS Mvntelkv verstärkten wir unsere Stellungen am Flusse bis Cara Serana. Am Nachmittag trieb der Feilst» an der vorspringenden Nor'decÜe des Monte Sferro zwei Angriffe in der Richtung nach Südwesten und Südosten vor. Ter erste nnrrde östlich der Höhe 273 rvordösttich von Giaveva gl^rtt crufgehalten, der zneite wurde alsbaL» südlich der Balasine bei St. —St. Andrea auf gefangen. In der Grappagegend wesen nur feindliche Deilarrgriffe zarrück und stchrten erfolgreich? Handstreiche Mrs. Wir haben etwa 100 Gefangene gemacht. Jvr Brentatale und östlich des Fre»:zela-Totes werden feindliche Borstöße schnell cmsgehalten. Am Ostra:ü»e der HackLläche von Asiago erttrissen imsere Tnip- Pen dem Feinde den Pizo Reagtza rmd die Höben südöstlich Saffo, irwbei sie r:md 300 Gefangene macksten. Unsere Abbeilrnrgerl und^ ftanzösische Truppntteile griffen kräftig an und eroberten den Hügel Eosta Lunga, wo sie eirnge Gesangerre machten. Zahlreick-e andere Gefangene mrrtxm weiter nächtlich durch englische Truppm g-s- n;«mrf)rr. Tie Hr.ltimg her italienischen und.der verbündeten Tncpg>en in der Schlacht ist bewmderimgswürdig. Vom Stilfser Joch bis zum Meere hatte jeder begriff«:, daß der Feind auf kein«: Fall durchkommen durfte, und jeder unserer tapsev«: Verteidiger des Grappa fühlte, daß jedes Sandkorn des bistorischen Berges den: Vaterlande heilig ist lAnmerkuny der Redattftm: Diese EeQ-e Berichterstattung freitt sich darüber, daß die österveichischamgarffchen Truppen noch keinen so entscheidenden Durchstoß ecreiclst haben wie die deittichm Tntppen im Westen. Das war aber ja auch nicht die Mscht der öslerreüt>csch-ungarischen Heeveslettung.) Englands KriegSanSgaben. London, 19. Juni. (WTB.) Reutermeldung. BonarLaw brachte im Unterhanse eine Vorlage über einen Kredit vs« 5 00M,illionenPfundSterlingein imd erinnrntte daran, daß am 7. März ein Kredit von 600 Millionen Pfund. Sterling bttvilligt wordei: sei. Tie Uebersicht über die Ausgaben für 69 Tags bis zum 8. Jurn zeige, daß die veranschlagten Ausgaben für diesenl Zeitabschnitt 482 Millionen Pfund betra^n, währwü) die tatsLq^ llchcn A::Sgaben auf 472 500 000 Pfund kämen, also um 9 Mi llio- nen Pfmü» hinter der Schätzung zurückgeblieben sirch. Tie tägkichevi Ausgaben seien auf 6 986 000 Pfund geschätzt gewesen. Tatsächlich betrügen sie 6 848 000 Pfund, also 139000 Pfund weniger. Obwohl man nicht immer mit solck>en Ersparnissen rechnen könne, sei der Voranschlag einigermaßen kennzeichnend für die allgernernÄ Lage. Große Abweickiungen seien kaum wahrscheinlich, da die Er- zeirgung ft: Englarch den möglichen Höhepunkt nahezu erreicht habe. Eine große Steigerung sei kaum möglich. Für 69 Tage betrage) der Unterschied zwischen den tatsächlichen Ausgaben und dem Voranschlag für Hmr, Flotte, Munitionswesen und Flugdicng 15 200 000 Pfund, wovon 13 200 000 Pfund aus Rechnmg der Admiralität fallen. 10 Millionen Pfund dieser Ersparnis entsiekent auf die Ausgaben für Handelsschiffe. Im Munitionswesen betrage der Uitterschied 6 Millionen. Tie Ausgaben für der: Flucstverrstj blieben zeitweise auch hinter dein Voranschlag zurück. Bei^ d«z dlusgaben für das Heer sei der Vormrschlag um 9 Millionen übev- schritte:: morde::, 6 Millionen infolge der Erhöhung der Heeres- stärke. Tie Darlehen an die Alliierten und Dominions blieüenj hinter den: Voranschlag für den errvähnten Zeitraum um 16 160 000 Pfund zurück. Tie Gesamffchüld der Alliierten bettaae 1 370 Millionen und die der Tomin:ons 206 Millionen Pprno. Bonar Law gab dann einen Ueberblick über die allgemeine Lage. London, 18. Juni. (WTB.) Das Unterhaus hch den Krctdit von 500 Millionen Pfund Sterling einstimmig «fr genommen. Bona: Law ßdrr die mMLrischr Lage. Haag, 1.9. Juni. In seiner Rede zur Begründung des neuen! Kredits gab Bonlar Law im Unterhause einen Ueberblick,übei! die militarffche Lage. Er meint, daß die Initiative für die östn> reickKsche Offensive aus Berlin gekommen sei. Nach drei Tagei< habe der Jcrrü» seine Ziele nicht erreicht, die er sich für den e rstes Tag schon vvrgenommen habe. Im ganzen Kriege sei noch ked^ Offerffive, die in so großem Maßstab unternomme:: morden sei, von so geringem Erfolge begleitet getvesen. Dann ging Bonar Law aus die O s ßen sive in Frankreich ein. Ter große Angriff habe am 21. März, ungefähr 14 Tage, nachdem die letzte großej Kreditvorlage im Unterhause vorgelegt morden sei, begonnen. Der Angriff habe ein Maß des Erfolges gehabt, das fast jedermann die allergrößte Sorge eingefliößt habe. So seien drei Vionate veo« gangen, und tootzden: die Schlacht sortdairere, könne man mit gewissen Vertrauen aus das Vorgefallene zurückblicken. ,^zm ganzvch Feldzug," so fuhr Bonar Law fort, „haben die Deutschen drev große strategische Möglichkeiten vor Llugen gehccht, von denen zwei territorialer Art waren, und zwar Paris urü> die Kanalhä:^:. Das dritte Ziel war nicht aller:: eine Niederlage, so:ü)ern das Zerreißenj der Verbindrnrg zwischen den: britischen rmd dem französischen Heer. So sind drcr Monate hingegangen, :cnd die Alliierten haben zrvar Gelände aufgeben müssen, viel Gelände, aber noch stets kann darf Wahrheit elttsprechend gesagt werden, daß noch keines dieser drejj Ziele ft: dem große:: Kamps erreicht w:rde. Jetzt zeigen sich m_baß deutschen Presse deutliche Anzeichen dafttt, daß die Deutschen über den erreichten Erfolg errttäuscht sind, möge er auch noch so größt gewesen sein. Wenn wir vor drei Monaten gewußt hätten, wie linsere Lage jetzt ist, so hätten wir urrs sicher bedeutend weniges Sorgen gemacht. Diese Angriffe waren die mörderischsten und gefährlichsten im ganzen Kriege imb sie hatten wichttge Folgen. Eine dieser Folgen war die Einheit der Heeresleitung. Jeder, der dem Kampfe folgt, wird einsehen, daß die Ergebnisse die Berechnung dieser Aenderung erwiesen haben. Zweifelsohne war es ein Unterteil des deuffchen Planes fttr den ganzen Feldzug, die Reserven! der Alliierten zu erschöpfen, bevor Berstärftmgen aus den Vereinigten Staaten ankamen. Es ist ihrmn dies nicht gelungen. Ich würde dem Hause gerne, meirn es möglich loäre, Mitteilen, wie groß die Zahl der Truppen ist, die seit dem 21. März aus Amerika zur Verstärkung rmserer Streitkräfte angc- kommen sind. Tie Zahl ist groß, aber die Haupt quelle unseres Reserven liegt noch immer in Amerika. Bonar Law lobt barat bfe Taten der Flieger imb bespricht den Tau chbootkriep. Die Bedrohung bestehe z»ocrr noch, und wahrscheinlich werde sie dem Lande auch Erttbehrirngan arfferleacn, aber im Monat April habe zum ersterunal der Bau von Schiffer: die Vernichtung von Schiffen übertrvffen. ES sei also rrach menschlichem Ermessen feilte Aussicht dafür vorhanden, daß England ausgehungert werde, Bonar Lmv rühmt dann cnfts äußerste die Tapftmöni der hrrn- zösischen Soldaten :rnd den Geist, der- das fvarrzösisäZe Volk beseele, und fährt dann fort: Das Resultat bleibt natürlich immer noch ungewiß, aber jene Leute, die am beste:: .im Stande sind, ein Urteil abzugebeir, sehen der Ankunft mit Ruche antgegen. In den nacktsten Monaten wird die Entscheidung ft: diesem großen Kampi« falle::. Wenn der Feind nach drei Ülftotraten ^rwch keftrcs der drei genannten Ziele erreicht hat, so wird seine Offensive eft: Dcißcrfolgj sein trotz aller bisher errungenen Siege, und es wird dies eilten der .unglücklichsten Feldzüge sein, die er bis jetzt unieowooTten hat. Aspuich ttWr dar nächste Redner. Et sagte, es müsse die GÄvvHtt-eit ein- geführt werden. ,jm Urttefthrits :vn Zeit zu Zeit eine Mitteilung über die Lage zu geben. Trotz aller ermutigenden Bettachtuwpnr^ dm das Ministerium mit Recht gegeben, habe, sei er docü der Met- rnnra, daß man sich vor einer Lage besi:ü>e. die so d r o de n d lei , wie nur jemals seit Ausbruch des Krieges, ttotzt«nt ev «zngede, daß mm: in einigen wichtigen Dingen, so im FkugN'esen und in der Bekämpsimg der Dm:chbootgesahr, besser vorbereüeE sei als vor einen: Jahre. Allererste Pflicht Jei es, Der Regierung/ eine fest entschlossene llnlerstützung zu gewähren. Die ..»elch«regici-«ng" Sns,l«nk>,. ,_»ftterbjm, 19 3um. MTB.» Wir- der „Niao« Rvw-r. dusche Cpvemrt irnS Lvntrar trau 18. Juni crfül/rt, rack die Sit» iwt6n^uütc& am 19. J>mi brat Oberhrasc iprm BeMntz «er bie äenienrag bcr mmftmeOen Ocffmiictrai (Einrichtung eut« befcnbram Jtfcbinet« oder eines Sbirutrti tra. ffiinX fi? b-r-nntgeden. Noch der «N **e(e Änderung ganz m bet Schatten qcfteHt bwh w C «ESt ^ntbcniTi^bw vorbereitet wttfl nämlich drrrch Ted nähme der Überseer chm Rcgrerungm an der Verwaltung der Rerchsangelegenhetten. ^ Er« HandelSablvurme« Schwedens mit der Entente. 19 . &mi. (WTB.) Amtlich nrirb aon-efbet- Seit Dezember 1 ^17 Derhandllrngen über ein Handels- «P** 03 und Großbritannien, '^ren urrd den Merernrgbcn (Staaten andererseits geirrt nwroem Trew VechEmisen haben jetzt z-u dem Ergebt Mlrcnen sich verpflichtet haben, für Schveden <' '■> r - • : '— r ~ ^ *~vi i^xlhu, itu. ouj!(7ei>eu Vir J ml %i bcTl vv^derien Umftfeai ausrrich-ndei^ Mm-en^vk-ver^ger Waren z-u irlrLch'ern, r^' Brotgetreide Futter- rSrkisthe Armee schneide wieder einmal den Engländern den Wea l^ium ivieder m Perl «n antreffen, Tiudjöem sie chnm seien U 2 id m sv^iopotxmrien nnö Potchtrna begegnet Da- neue bulgarische Kabinett. J?** U ^ Auch- (WTB.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agentur. König Ferdinand hat Malinow mit der Bit. düng des Kabinetts beauftragt. ' ou n-t r rY 1 >“ 7 , öv ' <2-rnlliegrerun-r?u j-iinn Ociublcch, Salpeter, PlZvsphor. Sch^f^i die Ndebrza^l antx> ^r sur das Wichchaftsleben Schwedens nolivendiger Waren Ms Gegenleistung für dieses Entgegenkommen hal-en die Allirer- tmnstz tMipliachlch Mrsfld-.rngen, teils auf die Turner des Llb- ttrrronei.3 schwedische Schiffe teicfamü mit 400 000 Tonnen m ^u^u, davon M 000 Domven für die Falwt durch Gefahrzone, teils die Zusicherung eines gewissen ^lnteils mr der Eilencrzausjuhr aus Schaden Ml die Ententemächte und teils hinreichende Kredite m .Schweden für den Einkauf schvedisck-er ^en, so lang ^s VerlKstnis zwischen dem britisck-en Pfund und der sa/.vedisüien Krvrre olland mid Slandrnavrm und dre Ausstellung der lneriilr we-rdrgen (^leitscherne. Sie hoben den Zweck, rin? CwleichteVung der mr^^oungdes lwll andis cksen Volkes mit Rohmaterialien unter ff^ng der Interessen der deutschen Seekriegführung herbeizu- Zar Nikolaus in Moskau. Berli n, 19. Juni. (Priv.-Tel.) Ter „B Z. a M" imrt) ait§ SLochwlm gemeldet: Zar Nikolaus ist jetzt mit secher^E Troekftra von England der Paß verweigert. Rotterdam 29. Jüni. (L. %.) Ter N. Rvtt. Cour, meldet: Veicke wurde Adr. Troelstra mitgeteilt, daß die e ng l i sch>e keinen Paß für die Reise nach England aussteue. Tr. Twelstra wird also nicht an der Konferenz mit der englischen Arbeitervnrtei teilnehmen rönnen. Eie Knute Wilsons. Bern, 18. (WTB.) Bezeichnend für die drakonische Art, wie rn den Bereinigten Staaten von Amerika zturzeit eine j^e der Regierung unerwünschte Kritik un- lro 5v** 1 nrte durch die amerikanischen Blätter gebende ^ Sergeant Flentiein dem AusbrlrmngsLager Camp Dovens wegen unpatrivtischer Aenßerun- gen zu dr eißig Jahren Gefängnis verteilt wurde, weil er Wißerte dre Deutschen würden sich wtlachm, wenn sie unsere rlus- rustung sa'xm. ^nrng Post" vom 21. Mai bemerkt. Der Utv '? 9**’ man habe offenbar durch eine eranttl-arischr ernfur alle Male allein Widerstand icnd aller .Kritik Ein- tun wollen Dich der Majm Birkner von der Nebraska NMonalga^e, der^sich für einen bckLügm Friedensschiluß cmsge- NEXNi hatte, da dre Alliierten die Deittschen doch nvht besiemw °^^^loMenmrShnlich hrrten Strafe entgegen. Diese drohe ttber auch, seitdem Präsident Wilson das Amendement zum Svio- itagegeretz unterzeichnet labe, allen Zivilisten, die Ansichten ähn- lrcher Art äußern wurven. Bern, 19. Juni. (Priv.-TelO Die Pariser Ausgabe der ^Ehreago Tribüne" meldet aus Rveksord (Illinois) vom 13. Juni: wttfl l ei! der amerikanischen Gesandt- schait in Bern Mmson der wegen pazifistischer Be- tiatrgung und offener Kritik der Wierten und Wilwns ab- kürzlich in Ghicago wegen Vergehens yvaen dar, Aufruhrgesetz verhaftet und vom .Kriegsgericht schuldig ;■ h mr eine Freiheitsstrafe «r^rg Wilf^ ^ ^ mbe ‘ fe,t ^ Zu- Die Türken in Nordperfle«. 18 ‘ Z md - lWTB. MchtamLlich.) Tie -tlEer hebmen, die Besetzung von Täbris und der Ufer des ^5, kE andevm Zweck, als die Bewegungen der EnglMider m zu verhindern, welckx die türllsckZe bedrohen und das Einfi'ußgebiet Emchnid^ in Ä?. ^lszudelswm trachten. „Tanin" v-wiveist Ä bs s«h kerneswegs um das Ergehen gegen Persi^ handele, beotn die TurLr gehe nicht auf Eroberungen aus. Die milre nach Moskau gebrackst w^wden, da fern bish^wiger Au^t- ^ J^^brmenburg dirrch dre Aktion der Tschad-Slowaken mcd der Uvulkosaken gefährdet wurde. ^w-^roroaten Der chlnesifch-rapanische Vertrag. r . ®f ?- n ' 19 • Juni. (WTBO lieber den Mitte Mai geschlossenen "K^p^urschen Vertrag meldet die .M^ed ^bklng! voni 17 Vdri. die Vereinbarung, deeer Wort- vero^eiillich wmden sei. bette, fe unter Umständen nötig ^* lt ^ugwLgsjchritte an den vioreoslgrenzen SSj^e jnwlf Artikel enthielten eingel^mdc Abniackiungeu über die fU^ps^luug von sanitlichm daiür zu verweiidendeii TriNW-m u n - Offiziere, fernes Ler den — l ' Kriegskarten unb fmrfix. cm Kriegsmaterial V ,na,, ^! n 9 der O/watio en durch Japan. Sie be- nÄs’Tf“ blc ^llr'lle Ü> r die Eisenbahnen vor lind sahen -auch dre Anlage von sa^rni,ck)Cl Be'M.Tungen mrd die Ein- T^^^.^n'cher' Militärpolizll in den Orerations- ^ nm 2 W drei Klauseln bestander: 1. daß Aus ührnng gelange, falls die Lage tat- e!u» ^^'ttch Ich immer dc^ oft genug gehörte Wort zitieren: „Nur die aller- dimimssm Kälber wählen ihre Metzger selber!" Was die aiigeb- llchen Ziele der Mittelmächte und deren Bündnis betrifft, durch i mme r weitere Düeere von Blut zu waten, so möge Lord Milner dmrn doch einmal eiilen arrfrichtigen Versuch mtternehmen, sich darüber des näheren zu ervundigen. Er wird erstaunt siiun, wie himmelweit rmsere Ziele von jeneir entfernt sind, die unsere Gegner der Lvelt immer wieder als die unfrigeti vorzutäuschen ttchen mid die fle als Schreckensgemälde an die Wand malen. untergeschobenen Ziele unerreichbar sind, stimme ich .ßäiluer otyit weiteres zu. aber ich kann Ihnen versätierii . . ^ ^ den Zenttalmächten, unb hier darf Oesterreich-Un-mrn trotz Milner ivohl auch im Namen Deutschlands sprechen keinen Menschen mtt^ gesunden Sinnen gibt, der sich ein ähnliches Ziel auch nur m fernen verwegensten Träumen gesetzt hätte. Die Bewirtschaftung der Nahrungsmittel in Oefterrerch-Ungarn. Wien, 18. Juni. (WTB.) Meldung des Wiener K. K. Delegr.. Kvrre, pondengbuieaus. Tnrch eine heute verlautl«rte Verott>nrrng wrw dre Bewrrtschastting der neuen Ernte ebenso wie im Deutschen poerche künsttg auch in Oesteinerckpllngarrr im Sinne Bewirtschaftung geregelt. f ~er lü? die Ausbringung des (öetteides geht von der Tob- fache mi3, daß Oesterreich ohne irgcridwclche Vorräte in das neue Erirtrgahr einttitt und daher danach getrachtet werden muß, möglichst rasch in dcm^Besitz der erforderliche Getteidemengen zu gelangen, ^re Erinisung der Entte wird sich in drei zeitlich aufe>ii->nd>-r,olgeut>cri Mschmtten vollziehen, in einer Frül-drusr^ aubrrngung, m d^r Aufbringung eines tto läu igen Kontingents urüi rn einer ni^uAlen Ueberprüi-uirg ,oime erchgülngen Er- faismrg nl^er lleberschüsfe -Für die ^Ausbringung des vorläufigen Kontng^ werdenr dre .Kronlarrder tu Ausbringuugsrapons und Dte polltischen Bezirke in Ausbrrngungssprengel eingekeilt Für ledeu Sprengel wrrd eme Auibringungskommrssian eingesetzt. Die Auibrrngung des volläusigen Kontingents, die bis Ende September abgeschlossen sein niuß, erfolgt schon von der Dresck- nraschne iveg, wormis das Getteide unverzüglich m die Mühlen üb SSSf? r t • ^ .Den Behördeii stehen Zwangsmittel zur Beschleunigung des Drusches zu Ge- £? tC '’rv rn^nduellerr Aufnahme, welche nach dem Ablauf ^r ldbestellnngsatb eiten von Daus zu Dans dirrch dieselben frommnfioium durchgeführt wird, wird für alle Landwirte die Meirge der abzulrefernden Ueberfchüsse endgültig festgestellt. Ter Wiener Arbeiterrat und die Verkürzung der Brotration. W i s rr 19. Juni. In der Llngelegenheit derBerkürzuna der ^^oküuote faßte der Wiener Arbeiterrat gestern spot abends! Beschlüsse, worin die Wiederherstellung der sollen, -orotratton mrd io lauge d^es nicht möglich ist, Ersatz für Brvh gesorberl wird. Werter wird ellle Erhöhung der A r b>e i ts l ü h na lonne infolge der Unter cm äl>umg Arbeitserleichtermtaen, ^erU fnrrjung der Arbeitsz ei t und Einsck)>ränk:rng der Racht- ^*1 Arbeiterrat fordert, daß die österrerästsch-uw- garrsche Regierung bereit ser, iederzell in Verhandlmrgen über einers a Igemeinen Frieden ohne Aimerwnen und Kontributionen sowie f. e . r ^ l> ; GbU,ndung einer Liga der Nationen ernzutteten. Ter Arbeiterrat verlangt weiter, dre sofortige Einberufung des Parla-t metrtv und betEt, daß rmInteresse der Lebens mittelversorgungdie ? V nU^ ^° rÄ:I ^ ai '^ l . ter und Arbeiter Der Lebensmittel uwustru alles vermeiden mögen, svas den Verkehr und die Lebens-- mrttellrzengrmg>storen kvmtte. Er fordert endlich die Arbeiterschaft aus, Ruhe zu bewahren und alle Zusammenstöße auf der (Strafte zu vermeiden. ^ c-r 50 » dtape st wird dem „B. T." über Wien berichtet, daß stch. die ungansche Regierung bereit erllätt hat, 1000 Waggons ßsruhkartoneln und ebensoviel Dülsenfrüchte nach Wen zu liefest Der 8 eeirieg. . , Neue U-Boot-Erfolge. ^ Berlin, 19. Juni. (Amtlich.) Neue U-Boot-Erfolg« am dem nördlichen Kriegsschauplatz. Nach den Meldungen der aus S« zurückgekehrten U-Boote 13 000 ?^'!^eg'!chr-Tonnen. ^ ^i Geleitszügen wurden an der ^itkü^te Englands die beiden größten Dampfer trotz starker Gegenwirkung der BewachungSstreitkräste abgeschossen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Aus -em Kelche. Von der NrichStagSmehrheir. Berlin, 20. Juni. Laut B.T. hat aestern aearn '-51lhr nachmittags bis 8 Uhr abends eine vertrauliche Kon- ! e r - « z ^r M e h r h« i t s p a r t e i e n de s Reichst ° g s mit dem R e^ch s k a n z le r, dem lsieneral Groener aus bet ^v>,Rc>chsk>mmissar für Kurlmch und Litauen, ,irerherrn Ackenhausen, über die Fragen der besetzten Gebiete m Osten stattgefunden. P Die Neugestaltung des AuÄandsdicnstcs. ... Hamburg, 19. Juni. Heute abend traf der Staats btS - 3 ü ?.'?* rh9ei1 Amtes v. Kühlinanu, in dessen Begleitung sich Gejandter Graf v. Wedel, Legationsrat von «tumm Und andere Diplomaten befinden, hier ein und nahm lantu Wolpiung. Morgen findet im Rathaus« JNc. Besprechung uvcr die N e u g e st a l t u n g d e s d e u t - Ichcn Auslandsdie nstes statt, an der Vertreter der E^^?°!l.^amburg, Lübeck und Bremen sowie der L,an- delskreise der drei Haniestädtc teilnehmen. Morgen abend wird Herr v Kühlmann mit seinen Begleitem Hambura wieder verlasicir. s wie die deüsche MiiitärverWaliunq die rrrmimsche! Erdölindustrie wieder ausrichtete. I „2m Nvv-mb-r 1916 wurden unter englischer Leitung dir M^gen der rmnämsürn.Erdoirudustiie planmußlg zerstün. bie cchcschen Teile wurden verbrannt, die Touoen durch versenkte Fremdkörper permgett", dos cleltrische Koastwerk in Compino außer Betrieb geieA. ferne tzlloschinen mid Tampfkesscl abmvn- tiert «de. ichwer ocschwrgt. Tie SachverWndigen waren üver- t«-gt d,e Vernichtung der Erdölmdustrie sei völlig gelungen ^ ^ veu 'chch Jngemeur« würden trotz größter Bemühungen wenigstens zwei Jahre br° geführt wurde ichtlixwt der Kreier Bcivattvzcnt Dr. Fritz Karl Monn cm Rahmen eines hübichm Büchleins „Kriegswittschas, in Rnmtznen .ws iveben,m Ki-.ng^-ro! Berlag Bula.ei eckäsuü! Am 31 Januar I9l , ,ch,f der Wlrtjchrftsswb der Militär»«, waltung oas Kvmnmnoo oec Oelielder in Eanunna. Bereits am d. Feornar begann diese <^ow>erbehörde ihre Arbeit Aus deills.ttn Lv Daten, rnmänrs'chen Zivilarbeitern und Kriegsgefangenen wurde em ntutz Etamin tachnisch gesämltetr Perß>nöls gebildet, der nLtü>ig aMm-ckK. Zahlreick)e frülx're Angestellie der Grummgesell Kfciften fflnoen oci Weg zu ihren alten Arbeitsstätten znrück. Das ganze Gelände des Oelgebretcs, alle Balwsttecken bis -,nm Lereth wurden nach den verschlcpvten und versttckt.-il Maschinen- ttilen und (biTdtcn a-ögefucht, imb alles Gefundene wurde nach (Iam£tna gebracht und rvieder instand gesetzt. Die Eiitnageluna der L-ondeii, die twn vielen Sachverständigen als aussichtslos be- wurde, führte zu einem imerwartet günstigen Ergebnis - es gelang, me Frenidköryn- zu entfernen imd die fn die Bohrleckx-r } n sieben. Einfach lvar diese Arbeit fteilich hip um dir Entfernung vvn Gegenstänte'r. Tiefe lagen Es muftten geeignete 22S22* odn: Hn-gesE werden, um die Ävinr, Ä-i, il f *“ w nmnch>wrl mussten in der ^-rese Paraffinabdrucke gemacht loerben, nach benzn geeignete Fange Vvrnchtungen gebaut tmtrbeit. Manche entbot wurden in einer j&uayc entnagclt, bei anderen dauerte die Arbeit einen Vüonot oder langer, c-etf# Tage nad) Begirm der Arbeit mar bevefts bie ndbe eanbeentnagdt imb ergab als erste Leistung eine Tagesförderung von sechs Tonnen Rohöl. Am 31. Diärz 1917 wurden beEs aus 30 entnagellcn Monden täglich 20 Waggvns Petroleum Torbert Zudem tvurdrn Oieubvhrungen vvrgenommen, die rer- ^-5 &dridyte wurden mit Dcmdbetrieb ausgeberttet mch selbst dre Lviiderr, bei denen sich über der Bernogelmig Rohöl zeigte^ wurden restlos alyeschöpft- Am 31. Juli 1917 waren 1v3 Landen rm Betrieb, am Jahresschlüsse 335, am 30. April 1 Q 17 5 387, UTÜ) ölc Tagesförderung betrug am 31. Juli SBagynä am Jahresschuise 257, am 30. April 1918 358 Waggons. Das Reifet, cm 30. April 1918 waren 73 v t>cr rumantiia^n Pctwlesrmerzeugrrng' vvn 1914/ 78 v. D ber‘ <5r'* jengnrrg v-vn 1915 wieder erreicht. Ein Vergleich mit der Ent« wrcklung ^der rumanr-/den Erdölerzeuguug seit 60 Jahren zeigt daß durch ihre Maßnahmen in 15 Monaten eme eben solche Weigerung der Erzeugung erreicht hat bw u«tuttrche Eutwickluug jie seit 1860 gezeirigt hat Ebmso wre der Wiederaufbau d^r Erdölerzeugung glrufoe der der Rar- Nnerren. .In der erslM Dalfte des Wirtschaftsjahves, bis zum 30. Jwn 1917 wstrrden o4 220 Tonnen Rohöl verarbeit^ in der zweiten Drllfte 331530: der E-rttao des ersten Halbjahres \>ar inm durch,dpiittlichen Äüonatserttage 5eralhiebrüi-'i ^re )iufgabe, ^rs geförderte und verarbeitete Erdöl in die .Heimat M führe,r wurde mtt deflen sbftgerrder 'Menge immer schwierig^ 90^1! awdi diese Ausgabe hat die deutsche MMarverwalttm^be- wartigt. Zuerst leitete sre den -Oelverscmd rnehr und ,nehr über dft ^^Winter 1916/1917 me rm vergangenen mußte die ^^'lMsahrt wegen Eisganges zeittveiliq eingestellt »verden lt ^f r , Balxnen bnrd) den Bau einer neuen über Bukarest wich (dmrgiu. Im war dre,es Werk beendet: in der Mitte des svlgendcm anetzt. Bis zum 30. April düstet ben ans den Vorräten von Constmiza £ feÄ btn Tf 570000 Tonnen Erdöl die Grenze der Müttärverwaltung überschritten. ^ Ans Stadt «nd £on^ Gießen, den 20. Juni 1918 ** Amtliche Personal Nachrichten. Dar Großl^rsog einpfing zum Lorttug: den Staatt.minrsver Dr. v. Eroald L? ^Nibergk yn Bach, den Borflrnd de4 Käbmetts Drrkl Gth Rat v. Römh-eld, ausftrdenr den mm M^mveg den Dairpttnanu Frhr. v Stein zar Nord- und Ostheim Mb y*, Prettorms. - Das lK>renzrüchen füq Mitglieder Frenmllpier Feuerwellen wurde durch den Gvoßherzoa ^rlrehen: Doomch Cn^mtmin, Wilhelm Leiseuhernrer Iß, MdrÄ Bruckmann, ^rr^cg Zrmmermmm >11., Peter Buß III.. Ja^ N Kolter U., Wilhelm Neder, Philipp Wick II., Ko-nrad Schulart, Peter Römer IH Jöbann Wmtt und Philipp Wick III., mm m Xautot £T- mm. f °r .wurde der ^tainmwärter Ludwig Geiger zu Oainperd* ^erm auf fern Naapuchen unter Anerkennung feiner langjährigen treirett ^ 10 : lomi 1. Llngust 1918 ab in den Russland vers^ und chm das silberne Kreuz des Verdienswrd«rs Philipps des Ofwßmüttgen verliehen. .. ^*,?^berne Hochzeit. TanuerSta^ den 27. Juni feiern dre Jakob Kr a mer Eheleute (Evndilovei unb Caf6, Neuen Baue) stlstttnen 5>ochze,.t. Gleichzeitig kann .Herr Krämer Tage an.r ein 25jühriges Bestehen seines Geschäfts! „Das Feldlmr braucht dringend Hafer. Heu und Stroh! _ _Landwirte helft dem Heere!" - derban ds tag der hessischen Unb« Genossenschaften tritt am Diiuslng den 25 Juni 1918, vormittags 10 l / 2 Uhr, im „Käisersaal" m SriX^ ^ ^hen: 1. JahnA ^ncht für 19l7. 2. Vorlage und B-scherdnng der Rechnung und Bilanz. 3. Entlaskmg des Verbandspräsidenten und geschäftsführenden...Tn^tors be^uglrd) der OsesdMsführung und'Jahresrechtz 4 rc^cÜ? T,TrCuna ** x landwirtschaftlichen Oseuvsse^ ichafttn der der Erfassung der lmchwirtschaftlichen Erzeuwi derg. fl Wahl zum ^bands^uschriß Tuch ^ find arE^fcheden: Oekonomiemt Stoll-<^-^,ha^ ^loeß-Vilbel. 6. Die 9uitwendigveit des geiwssciv« ZusammeiisdKi.sses nodi bem Kriege. Vorttag von Hernr n Anfragen unb Mitteilungen der VScr* bandsgenoffeilschasten. — Nachmittags 2V a Uhr fiiidet die General der Zentralgenosseiischaft, vornrittagS 10ft, Uhr dcS »ochsten Tages dieicnrge der Zentralkasse statt. ** Als-emischer Hil fSbund. Im Frühjahr 1917 bildete sich fruul) fetgerm Verchanöllcusan ein ,-Ortscmsschuh ©ieüen" des Maixunischeir HllfsbundeS.Jm seinem ersten Geschäfts- jahr ist es diesem Ortsausschuß grhntg.tn, 224 Mitglieder, die über) das ganze Großherzvgttrm Hessen vettstteut nwhu.m, ^n gewinnen. Außer den regelmäßigen Jahreslttträgm: sü:d ihm einige gröbere) etnmoriige Beiträge zngeflossen. Tennvch bleiben die Mittel, ttbin' die er bisher verfügen ttKfyt bescheiden. Der Mnbemisechs Hfässbund will krie«isl>eschädigten Äkademitern Rat und 5)ilfe jeder Art zntttl werden lassen: der Ortscuesschuß Gießen erftreeft feirua Tätigkeit auf solckne kriegSbeschädigte Alademiter mit llnwersitäts- 'bildung, die im Großherzogttlm D<'ssen ihrer: Wohnsitz haben, besonders auch auf kr io gsbe schädigte Sttcdenten der Universität Gieren. In einigen Fällen koimte er bereits hilfreich eingreifen: doch ist die Zahl dieser Fülle bisher begrenzt. Sollte er künftig stärker rn Anspruch gerwmmen werden, so würde eine Erhöhung der Zahl seiner Mitglieder drängend zr: wünsclzei: sein. Tie Jahresvcrsamm- liung des Ortsausschusses, die im Mai gehallen wurde, ergab die Wiederwahl des geschäftssührenden Ausschusses; er besteht z. Z. Mls dem Rektor der Universität Geh. .Hosrat Professor Dr. Gifte--' viuls. Landgerichtsdirektvr a. T. Bücking, Geh. Medizi ualrat Professor Tr. Strahl und Professor Dr. Schiaw Geschäfts- stttle ist das Universitäts-Sekretariat, Bisurarckstr. 22, Zahlstelle die Filiale Gießen der Wttttttdcutsckien Creditban.k. ** Tie 35. Versammlung der oberhesi,ischen evangelischen Geistlichkeit wurde mul) gemernfaunm Gesang und von Dekan S ch ä s er - Büdingen gespwä^nunn Gebet von Geh. Oberkonsistvrialrat D. Petersen - Darmstadt in dem Kvnsirmandensaal der Jol)anneskirche nüt kurzer Begrüßung der zahlreich Versammelten erössnot. Sodann gedachte der Vorsicht de der im letzten Jahre vcrstvrbeinm Mitglieder, denen Ainderrken in der Mi chm Weise geehrt wurd'. chaie des Zllj äh ägen Negierun-gs- jubiläums des Kaisers. Weiter lchlt Pfarrer Au s fr l d-^llei^n einen Vortrag über den Eiwluß der Kriogszeit ans das Gemcinde- lelieu irr religiös-sittlicher Hinsicht und wie tmgünstigcn Einwirkungen zu k^egnen ist. Er besprach eingeheird die verschiedenen günstigen uiü> imgünstigen Einwirllmgen des .Ktt^esans das Famill^- leben, die Stellung zum irdischen Gut, die SilllichZttt rn engeren Snnue, die ALvnal rnü» den GLcmbar. Als Mittel zur Bekämpn.'g der ungünstig«: EinNärtangen ersck>eint die Seelsorge. Bibekt>crbrtt- Dmg, reich ich Vm-kündigung des göttliche, 'Wales in Prangt Bibel stunden und Jugendunterwttftnig, Teilung der großen Stadtt gemeindmr, Vermehrung der Psarrfeilen in beu Städten, kirchliche Erziehung der künsttgen Diener der Kirch. Aehnlich Y>ä)anke7)i ftntb Forderungen brachte der zweite Redner, Pfarrer Sicbeck - M?arlau über dasselbe Thema; er emp ahil u. a. Aufteilung der gwßen Kirchschle, EinsMrung der Haitsaidachm, Berbreittn-.g von Ändachtsbüchern, Ingendvereirugunaen u a. m. An den sehr crus- Whrlichen Vortrag schloß sich eine eingehende ylüssprwhe, die für die Arbeit der Anwesenden noch maiic^e brauchbaren Gesichtspunkte obgab. ** Sammelt die alten Lumpen? Die Lumpen sind dicrch den Krieg zu großer wirtschaftlicher Bedeutung gelangt, auch sie werden vorwiegend für militärische Zwecke, aber auch zu Kleiderstoffen, wollenen Decken ufw. verarbeitet. Leider werdest immer noch Lumpen in die Kohttch'ttmer geworfen oder wandern auf den MüHH-rnsen. Werft keine Lumpen fort! Jeder, auch der unscheinbarste Stoffrest, ist heute wertvoll. Suchet die Lwnpen in eurer: Dachbi<«n. Kammern mrd Schippen zusammen und iühtt sie der KriegÄvirtschaft zri_ Alles! ist willkommen: Flicklappen, Piltzlnmnen. Packleinen, Kragen, Manschetten, alte Stücke, Hüte usw. Mies ist wertvoll. Gebt die Lumpen euren Kindern mit zur Schule oder gebt sie den Lumpensammlern atz! Diese sind neuerdings angewiesnr worden, in allen Häuserin sich mit Nach- nach Knochen, Lumpen und sonstigen Abfallstofsen ein zu- t. Laßt sie nicht mit leereir Händen abziehen! Siehe auch die heutige Anzeige. ** Der Zusatz von Buchenlaub zu Rauchtabak für HeereÄiesm'ungcn ist nicht verboten worden, weil sich diese Mischung als! ungettgntt erwiesen habe und vm: den Soldaten abgelehnt worden sei, sondern vorläufig eingestellt worden, well einzelne Licfv- r urlgen^ tue nicht voischtti smäßig eriolgt sind, zu Beanstandungen Vavomlasfung geboten haben. Diese Beanstandungen werden von der 'Zenttale aus Grund ihver Stmfbestimmungen weiter verfolgt. _ ** Pädagogium. Airs verschedemm Gründen mußten die Sommerfetterl vom 20. Juli bis 5. August auf den 20. Juni bis 6. Juli verlegt werden. ** Lichtspielhaus, Bahnhofstr. Von Samstag ab gelangt die Lichtspiel-Oper „Martha" oder „Ter Markt zu Riichmvnd" imicr pettörllick-er Mittvirkung von 15 erstklassigen O'pec, ,-Gesang skünslleni bei vettlätttem AtnsiL^Stvttchorchester zur Aufsühruirg. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. ** Bcltershai n, 19. Juni. Ter Musketier Karl Petri Ivnrde znm Gesreillm urrd der Gefreite Karl Krug zum Unter- o-ssizier befördert. Beide sind schon längere Zeit im Besitz des Eisernen Kreuzes uird der Hessisck-en TapierktttsMedaille. ** Großen-Bus eck, 19. Jrnü. Gefrttler Karl Henkel tvurde mit der Hess!sä>en Tapsnk-tt'smedaille ausgezttchnet, nachdem er das Eiserne Kreuz 2. Klasse berttts erhalten hat. Kreis Schotten. e Ober-Seibertenrod, 19. Juni. Da unter dem Rind- ttehbestand des L<77idlvirts Johs. Liehr hier die Tollwut aus- gebrocheil ist, so würbe von dem Kreisamte in Schotten Gehöft-- sp.r re an geordnet. e. U l r i ch st e i n, 19. Jrmi. Der Vorstand des Vogels- berger Höhen-Clubs lV. H. C.) erließ an sttne sämtlichen Mitglieder und Zn.'eigvereine ttnen Ansruf, dem hessischen Lan- desverein für Kriegerheim st alten beizutreten, der sich bekannllich zum Ziele gesetzt hat, für unsere heimkehrenden Ktteger im Lande geeignete Heimstätten zu schaffen. Hierauf sind aus ben Rtthnl des B. H. C. eine ganze Anzahl Einzelm itglieber soivie auch verschiedene Zweiglx'reine dem genannten Verrine bttgetretrn. Die Kttcaerhttmstäiten-Bewegrmg verdient im ganzen Lande die wtttgehnchste U.ntetttütz7ing. Starkenburg und Rheinhesfen. ** Darm stadt. l£. Jum. Die von dem Ernst-Ludwig- Verein mranstattete Möbelausstellung wiid nunmehr noch i l-is xum 15. Juli im Gewerbeimiscum, Nvckarstt. 3, geöffnet bleiben. \ Es lvevden mehrere neue Einttchtungen vorgeführt werden. R. M. K. Dar m st a d t, 19. Juni. Der mit dem gestern statt- ! igehabten Thcaterschluß verbmwen gewesene Mbschiedsabend des ttach Berlin berilsenen Tenors I. M a :1 n gesmltete sich bei dem außerordentlicl)en Andrang des Prlblikums zu einer unerhörten^ nahezu krankhasteil Huldigung für ben hervorragenden Sänger, der sich allerdings einer großen Zahl von Vertt-rern erfreut, der auch zwttfellos einer der bester: Sänger ist, über dessen Spiel und irrnere Gestalttcng der Rollen aber ganz entgegengesetzte Meinimgen herttchen. stttrr mit polizeilicher Hilfe koinlle die Ordnung im Theater aufrecht erhalten werden. Jlnübersehbar war die Zahl der Kränze, Blumen usw., inan Halle sich sogar zu der geschmackvollen Idee verstieger:, Butter, Eier, ein Beefsteak urcd ähnliches überreichen zu lasseru Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 19. Juni. Zur Herbttsührnng einer lttchmäßigen Verteilung von Obst an die Bürgerschaft hat die tadt infolge der schlechten Obftemfce die Ob st karte eingeführt. Gegen Abgabe eines Adschrrtts der Hauslialrslarte werden heute zun: erstenmal Kirschen ansugeben. und zwar an Familien mit fl —10 Personen, also mit großer .Anl erzähl. Zur Ausgabe gelangen 2 Pftmd für den Haus.falt. Ferner wird m Zukunft in den städtischen Verkansläden Gemüse mrd Obs: nur gegen Vorzeigung d.s städtischen Öebensmittttaustveises abgegeben. --- Frankfurt a. M., 19.^ Juni. Der Metzgermttster Balg, Schiveizerstraße 69, ttaf st.m dtttten Stock seines Hauses einen ^ausgesucht elegant gekleideten ,jäugen Herrn, der Augab, ttnen Dtteter besucht zu haben, bei näherem Nachsehen sich jedock) als ein) Einbrecher entpieppte, der cm Hai'.se bereits einen Einbruch vettibt hatte mid das Tiebsgut abholen wollte. Ter Dieb im Gehrock und Lackschulzen wurde verhaftet. ---- Frankfurt a. M'., 19. Juni. I:: den ersten Tagen der Jtnoelen- und Goldankauss voche wurden btt der hiesigen Änkaufs- sdelle bereits für 200 000 Mark Juwelen jiun Verkauf gegeben. I --- Frankfurt a. M., 19. Juni. Zwtt Vockenhttmer Fruwar haben der Stadt 200 000 Mk. zur Verfügung gestellt, mll der ‘ite dingung, daß die Zinsen dieses Kapitals für bedürftige Frauen über 45 Jal/re aus dem Stadttttl Bocttnrl^im Vettvendung finde:: sollen, — Vom We sterwald, 19. Juni. (Sine große Wildscrujagh in der Gemar5:ng Stttiv-Nen-firch hcack/te statt der ersehnten Vforstientt-ere ttnen anderen Fang, nänllich zwtt Russen, die aus ilcher Arbtttsstätte btt Gitßen e>:twick>en waren und sich in einem fast unzugänglichen Fichtendickicht ein wetterfc-stes Lager mit rttchan Lebensmittelvorräten eingerichtet hatten. Tie Russen l>atten frier sck-on zehn Tage gehaust !und wrEen später nach der Schivttz cn:s- wancderi:. Tie Lebensmittel rührten von näästlichen Einbrüchen in den Nackchavorten her. Gericl)t»saal. = Wiesbaden, 20. Juni. Der Prozeß gegen den mutmaß-« lichen Raubmöcder Liünvig Renuo aus Münster i. T. kommt am 26. d. M. vor dem hiesigen Schwurgettcht zur Verharüilung. Renuo steht im dttngendstei: Verdacht, in der Nacht zum Ostersonntag in Höchst a. M. den Httzer Leonhard Fuchs vom dottigen Brauhause ermordet und beraubt zu haben. Zu der Verhandlung find etwa 40 Zeugen imb Sachverständige aus Frankfurt und Höchst geladern Alls Feld und Garten. ** Der Wert des Hackens. Das Hacken der Gemüsepflanzen ist eine der wichttgsten Arbttten in: Garten. Zweimal Hacken kommt, wie ttn laird)virtschajtlick-er Fachmann sagte, einec Salpeterdüngung glttch Das Hacken lZat den Zweck, den Boden! M lockern und die Feuchttgvttt zu erhalten, weiter wird die Durchlüftung gefordert, durch die das Gedechen der Bodenballetten, be- sorrders der salpeterbildenden, errttcht wird. Durch das Hacken wird aber auch die Unkrautblldung gel>einmt und vorhcnrdenes Unkraut vernichtet. Es empfiehlt sich, 'das Hacken des Bodens rückwärts gehend vorzunehmen, da sonst die behackten Stellen wieder fest- ^llreten werde:: und der ttgentliche Ztveck des Hackens, Lockerung des Bodens, vevtttett wird. Das Hacken erspvgt am besten während ttnes leichten Regens. Sonst muß nach dem Hacken gegossen werden^ Man hackt die einzelnen Beete etwa alle zwtt Wochen. vermischte», K. P. L u dwi gsha fe n a. Rh., 16. Juni. Vor ttrriqen Tagen ist der 42 Jahre alte Zuchthäusler Kanzler aus Sachsen ttner Sttxrsabvellung in Lachen bei Neustadt entflohen. Inzwischen hat er in (Rnmnersheim und in Mtdorf mehrere schwere Eirchrüche verübt. Bei einmn verwegenen (ttnbruch btt dem Landwirt 2lppel in Gttnsl)ttm wurde er von dttsen Sohn überrascht, der sich zurzeit in Urlaub befindet. Der Verbrecher überfiel mit ttnem in Gom- mershttm gtttohlenen Säbel den Soldaten und versetzte ihm mehrere lebensgefährliche Stiche, auch der auf Hilferufe sttnes Sohnes herbttgettlte Vater wurde von dem Zuchthäusler schwer verletzt. Erst mehrere herbttgettlte Hausbewohner konnten ihn überwältigen,' wobei er im Kampfe übel zugerichtet wurde. * Einen Preis-Wettbewerb zur Erlangung vaterländischer Lichtbildervorträge veranstaltet die Teutfck>e Vorttagsbühne, Verttniguip) zur Förderung des fstonzett- lund Vottragswesens e. V. in Berlin. Diese Vorträge, deren dis Vortragsbühne währeill) des Ktteges bereits über 7000 veranstaltet hat, sollen in erster Linie dem Kniegserleben entnommen werdensich daher, wenn möglich, ans persönliche Kttegserlebnisse vor dem Fttnd, in Kttegsgefangenschaft, Etappe oder Heimat stützen. Daneben sind auch andere. Vortrags ge gen stände erwünscht, z. B. auä den Gebieten der Uebergangswittfchaft, des technischen Fortschritts, strner solche unterhaltendtt: Charakters, i::sbesondere aus dem, Gebiete der Dichtung und Musik, der blldenden Künste, der Ge- sckMackskulttu usw. Ter Umsang der Arbeit soll etwa 20—35 1 Schcttbmaschinensttten und 30—100 Bilder umfassen. Die drei beften Arbeiten werden prttsgekrönt mit Prttse:: von 2000, 1000 und 500 Mk. Tie Mlieserung hat spätestens am 1. August 1918 an die Geschäftsstelle, Berlin W. 57, Billorvstr. 104, zi: erfolgen. äor non« ges. ge sch. Holzschuh Einzigartig in Form, Material und Ausführung Praktischste und ge'älligste Fußbekleidung für Arbeit und Straße, für Erwachsene und Kinder. Sofort nach Erscheinen der ersten Musterschuhe wurden von dem Malmeco-Schnh bereits über 1000000 Paar bes eilt. Verlangen Sie sofort Angebot. Otto ScMappicj & Co., Düsseidorf, Herderstr. 48. Telegr.-Adr.: Siegeslauf. — Fernspr. 8272 C«u». m vt.rttmmcr z. irm. ' e/668 ^.onueullraßo 11. UM» « A»I zu vermieten. 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Hans Ohly E. K. II. KI. J Ltn. d. Res. Hans Tamm E. K. I. mid II. Kl. und der Hessischen Tapferkeitsmedaille Ltn. d. Res. Hans Hoffarth E. K. I. und II. KI. , 0 YaieeUnd. du forderst rtol! ^ 1 _ nn . d , e ] n ' a „? h dein Leben, WU hMUu wohl ln letzter Stunde Elternheim. Treu und fleißig deine Hand EILuSmS wo ?L *2 letKl äSff's?ÄSr£teS2t— fazz »«uii, au ne Der, guter, § Sohn, geliebter Bruder, Solist nie von uns vergessen sein. 4671V Die G. B. Frankonia. I. A.: Weyei 1. Mußt nun ruh n ln FeindXS Wie wird der Tod geweaen sein? Wie schwer und tief die Wunde dein? Können wir dein Grub nicht schmücken, Irauernd an der Gruft nicht stehn. Auf zum Himmel woll’n wir blicken, Denn dort gibt?s ein Wiedersehn! Teurer Kudolf, schlafe wohl! rii. v P [ ÖtzllC r “ nd unerwartet erhielten wir am 31. Mai durch Drahtmeldun? Shn BmdertndEÄ 1, ZWC ' ter lieber - treuer ' “"vergeßliche? Krankenträger Rudolf Schäfer Rescrvcdnfanterie-Rcgiment 17, 12. Kompanie schwerer Verwundung durch Granatsplitter im blühenden Alter von 21 Jahren im Feldlazarett sanft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Familie Heinrich Schäfer nebst Großeltern. Langd, den 17. Juni 1918. . ^ Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. M Nach ruf. I8 - 1 M - verschied infolge einer im Felde erhaltenen Wunde unser langjähriger Angestellter Ludwig Kolb Musketier im Infanterie-Regiment 76. Verstorbene war seit seiner Entlassung aus der Schule auf unserer Kasse tätig und hat sich stets als ein treuer, fleißiger Mitarbeiter bewährt, dessen Tod der Vorstand aut das tiefste beklagt. Wir werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen Ad. Volz, 1. Vorsitzender. Gießen, den 19. Juni 1918. k w m Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittel ung, daß meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter Schwiegermutter und Großmutter Frau Lehrer Auguste Buß geh. ßoffmann nach schwerem, mit größter Geduld ertragenem Leiden heute früh im 55. Lebensjahre entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenem !. d. N.: Lehrer H. Buß. Leihgestern, den 19. Juni 1918 «880 Die Beerdigung findet am 21. Juni, nachmittags 4 Uhr, statt. Nachruf. ... Unerwartet wurde uns die Mitteilung, daß unser langjähriger Kollege und Mitarbeiter Ludwig Kolb Musketier im Infanterie-Regiment 76 am 18. lfd. Mts. an den Folgen seiner im Felde erhaltenen Verwundung verschieden ist. Wir betrauern in dem Verstorbenen einen lieben, treuen Kollegen, einen aufrichtigen und allzeit bereiten Kameraden dessenAndenken wir in ehrender Erinnerungbehalten werden' Gießen, den 19. Juni 1918. Die Beamten und Angestellten der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gießen. BekmMtMachrmg. . , I" unser Handel-r-gister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Carl Aug. Faber Kieken rCtTqYfi b f Ächäst ist mit Wirkung vom l'f“ 1 . 9 i 8 °hn- Aktiven und Passiven auf Karl rraber m Gießen übergegangen, der es unter der -.ther,gen Firma weiterfsihrt. Der Karl Faber Ehefrau, Johanna geb. Schopbach, z„ Gießen ist erloschen Prokura des Kart Faber ist Gießen, den 14. Juni 1918. M72B _ Brotzherzogliche» Am tsgericht. Betr.: Ausgabe der Vollmilchkarlen.! ~ 'Vekamttirmchrma. «a a tt e ^ n & Äbe'U®1Äe C, ^*te“; l &Ä w°?d?n1s "findet eamilw ben 28 U ’ b V"""* »»1* 85 An Kinder, werdende und stillende Mütt-r biS rum 1. Juli 1918 «oamüS beS t " "Sf und au vorübergehend anwesende Personen - Ausgabe der Vollmilchkarten auf Slmmcv V r f 7 ** tSi Ltädt. Lebensmittelamtes, Ott Änlaae I 3 ««b ' be * an solche mit den Anfangsbuchst.'den- ^ nb max A bis H Montag den 24. Juni * 0 Q Dienstag den 25. Juni R * Z Mittwoch den 26. Juni 4°Uör. ttÖa8 ö ° n 9 ^ 12 Uör Hnö nachmittags von 2 bis «n^ieJn USWeiatailen >um Stiuee Don Vollmilch find iS? lL Smii 1318. 107 «,. ia Dfctbüigamafai iÄbmSmtttriavlt). Dazrksagrrug. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir allen Freunden und Bekannten auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. WelÜar ISJodartBrEfliB Sport-liepäJWBsta [02654 LLckov'kvALlAr»zllt Silberne äeärelblUehgareitBr z. verk. W r lbelmstr. 8, U. Fast neue Übrtprosss abzugeben N abrungsberg 7. Für Bäcker! 4000 mit Draht zweimal gebundene Buchenschgnzen hat abzugeben ab Bahnhof WürgendorsRudolsRenter, Haiger geg. 50 M. Belohn, abzugeb. West-Aalaso b, 2 Tr. ««m, lg von Anllguitälen. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt., eisen, sowie allen von mir! geführten Artikeln. 7*U Louis Rothoabergoi^ Nr. 1 H 2 SVetter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Vrss Sfafct und Cand* Gießen, den 20. Juni 1918. ** Auszeichnung. Der Gefreite H. Heß erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. **’ Fliege ran griffe. Tie erhöhte Kampftättgkeir im Westen und die häufigen Airgriffe feindlicher Flugzeuggeschwader auf offene Städte lassen es ratsam erschinen, sich für alle Fälle auf einen Fliegerangriff auch aus unsere Süadt vorzubeveiten. Tie Bevölkerung sei deshalb auf die Bekanntmachung Großherzoglichen Polizeiamts Gießen vom 18. d. M. über die Alarmsigiiale de sonders hingewiesen. ** Stadttheater. Anläßlich der Gastspiele von Herrn Albert mals Nur an zu richten sind. Ta der Sitz der Direktion im Somnrer in Bad- Naufeim ist, so gehen alle Postsachen ttacfy Bad-Nauteim mtb postalische Billettbestellungen tverden durch diese Verzögerung leicht illusorisch. — Anr Sonntag wird bekanntlich „Gewitter", em neues Schauspiel von Alexander Zinn, am Montag Strindbergs „Totentanz" von .Herrn Steinrück und seinein Ensemble gegeben. ** Bezirk Gießen, Gabelsberg ersche r Steno graphen. Am Sonntag den 16. Juni fand in Gießen, das Bezirkswetts-chreiben.statt, das 130 Wettschreibt>eilnehmer aufzu weisen hatte; geschrieben wurde in den Abteilmrgen 60 bis 200 'Silben in der Minute, das Ergebnis uxtr günstig. Verbunden mit dieser Veranstaltung war eine Gesstffftssdenogrchchenprüfnng (10- Mftiuten-Tiktat, je 150 Silben i. Es erhielren bei 140 Sillen 1. Preis: Frieda Keil, Elli Bingel, Ges. Gießen. 120 Silben 1. Preis: Berta Forbach, Else Keil, Therese Schnwll, Elisabclb Weydemeier, D.-B., Will). Benzler, Heinr. H-eckroth, Emil Grobe, V. 1861, Tillh Hofmann, Anni Rahrbach, Ges. 2. Preis: Else Hettler, Margar. Hübner, Minna SäMidt, T.-V. 100 Silben 1. Preis: Kätha Becker, Sofie Bepler-, Melitta Cliarak, TlM Faber, D.-V., Karl Hergenröther, Ges., Karl Kolbe, V. 1861 ** Reg eln für den Verkchr au f d e r Po st. Ter immer mehr zunehmende Mangel an geschulten Bsamve:r erheischt, den Pvstschalterdienst nicht selten von. sachlich nicht vorgebildeten Personen wch n hmen zu lassen. Bat' länd sch Pslchi ist es. di? glatte kund rasche Äwrncklnng des Schalterveuvehrs zu erleichtern. Dazu trägt viel bei, wenn nachistehende Regeln beachtet lverden. Fertige Aufschriften, Telegramme usw. recht deutlich aus. Wähle für deine Postgeschäfte inöglichst nicht die H o. u p t v e r k e h r s st u n- den. Tritt an den richtigen, durch Inschriften bezeich- neten Schalter von ir-echts heran. Kaufe Marken, Postkarten usw. nicht in ehrzelnsn Stücken, sondern in deinem Verbrauch angemessenen Mengen, liameittlich cyrch in. Markenlreft- chen oder Kartenblöcken. Für kleinen Bedan bediene dich! der Pvstwertzevchugeber. Klebe ans alle sveizumackMDerr Sendungen die Marken vorher ans, Mich auf Postauwnsungen. .Halte das Geldabgezählt bereit. lieber gib größere Meiigen Papier gelb stets geordnet. Lege bei gleichzeitiger Ei.r- oder Aus zahlung von 3 und mehr PostaMveisungs- und Zckhlkartcnbeträgen sowie beim Einkauf von 3 oder mehr verschiedenen Dar teil von Wertzeichen im Betrage von mehr als 5 Aöark eine ausgerechnet? Zusammenstellung der zul zahlenden Beträge vor. Vermeide Unnötige Fragen an die Beamten, belehre weniger gewandte Personen und hilf ihnen. Lege gewöhnliche Brief sendungen in Briefkasten, Brieffendnngm. in größerer Zahl gib geordnet am Schalter ab. Fördere den bargeldlosen Zahlungsausgleich durch Llnschluß an den Postscheck- und Bantverkehr. Benutze bei eigenen: stärkeren Verkehr die be- s o n. d e r e n E i n r i ch t u n g e rc (Pvsteinlieferungsbücher und Verzeichnisse, Selbstvorbeveitung von Paketen nnd Einschreibbriefen.) Landkreis Gießen. ** ANendorf a. Lda., 18. Juni. Der Ober-Briefträger Heinrich Wallenfels tritt am l. Juli in den Ruhestand. Aus diesem Anlaß wurde ihm vom Großherzog das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" verliehen. i. Ettingshausen, 18. Juni. Heinrich Kühn, Sohn des Heinrich Kühn I.. erhielt das Eiserne .Kreuz und wurde zum Gefreiten befördert. — Seiner V'rivuiwung erlag iu einem Feldlazarett der Leutnant d. Res. Apotheker Heinrich K n ö l l, Sohn Hes hiesigen Lehrers Knölt. Der Verstorbene besaß das Eiserne Kreuz. die Tapse rkeitsmedaille und das baherische Milil ärverdienst- kreuz. ** Ga rbenteich, 19. Iuni. Der Pionier Ludwig Schneider, welchem früher die Hessische Tapferkeits Medaille verliehen! wurde, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. z. Gei lshausen, 18. Juni. Zum Vizeseldwebel befördert wurde der Sergeant Konrad Schomber. G roß en-Li n de n, 18. Juni. Photograph Kar! Weber, gebürtig aus Allendorf a. L., wurde im Westen mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Er besitzt bereits die Hessische^Tapferkeitsmedaille. 1t. Trais a. Ä., 18. Juni. Die Hessische Tapferkeitsmedaille» erhielt Musketier Siegmund Ziegelstein, das Eiserne Kreuz 'Gefreiter H. Rabenau II. ** Wa tzen born- Ste in berg , 18. Juni. Otto Heß, Fahrer tu einem Fuß-Artillcrie-Megiment im! Westen, Sohn des Landwirts Georg Heß II. von Steinberg, wurde mit dem Eisernen! Kreuz 2. Klasse .ausgezeichnet. Kreis Büdingen. # B üdin gen, 18. Juni. Tie Rvte-Kreuz-Medaille, früher das Hessische Sanitälskreuz, erhielt die Schwester Hedwig A n d r a e, das Allgenieine, Ehrenzeichen für Knegsverdianste am Bande der Hessischen Tapferkeitsmedaille der Ersatzreservift Heinrich Glanz. Kreis Lauterbach. § Grebenhain, 18. Juni. Bei der gestrigen Heugrasversteigerung der fiskalischen. Wiesen in der Oberförsterei Grebenhain wurden Preise erzielt, wie sie wohl noch selten dagewesen sind. Ein gleich großes Stück Gras galt im- Durchschnitt das Acht- bis Zehnfache mehr wie rm Vorjahre. 0!E [tudendodftSpende ift der Dank=HUar des deuddien Volkes 1 Du haft Opfer über Opfer empfangen nun opfere felbff und gib! Kreis Friedberg. tt Friedberg, 18. Juni.^Tas Eiserne Kreuz erhielt der Grenadier Georg Rausch. Zu Stadtsekretären wnrden ernannt die Assisleuten Vöttner und Völker. Das Erinnecunas-eichen für 40jährige Tienstzeit erhielt der Güterbodenarbeiter Valentin Georg Ei'1)il er. 4t Melbach, 18. Juni. Der Jäger Rla benn u erhielt die Hessische Tapferkeitsmedaille. st Ma rburg, 19. Juni. Das Schwurgericht verurteilte nach einer sich bis in die Abeirdstunden hiuziehenden Sitzung den 52 Jahre alten Gärtirer Joh. Reuser laus Erdhansen bei Gladenbach, der zugunsten seiner ftüher-en HaushjUterin, einler jetzt in Gießen wohnenden Fran Ml, die mit ihrem früheren Ehentann Sch. einen Ehesck-eidungsprozaß hatte, einen falschen Eid leistete, zu 6 Monaten Gefängnis. Mildernd kam in Betracht, daß er ohne jede anderweitige Veranlassung sich selbst bezichbet hatte. Die wegen Verleitung Mitangeklagte Frau '$R. wurde zu l Jahr Zuchthaus, 5 Jahren Ehrverlust und dauernder Unfähigkeit, als Zeuge zu erscheinen, verurteilt. Ein ohne Entschuldigung ausgebliebener Ge- schn.«reirer wurde in eine Geldstrafe von 50 Mark genommen. UttiveksiiLts-Nachrichte«. — Deutsche Doktor urkunden. Deutsche Doktor- urLunden hat jetzt auch Leipzig eingeführt, nachdem Gießen^ Zürich, Rostock, Heünüöerg und Bonn vorangegangen waren. Leidig hat gleichzeittg für seine Studenten die deutsche Matrikel eingerichtet. Das lateinische ' Doktcnoiplom ist aber durck) das deiitsche nur in der theologischen nick» philosophischen Fakultät ersetzt.Die juristische .und die m-edizinische Fakultät haben vorläufig das herkömmlich lcheinische Toltordiplom beibehalten. Tie Gottesgelahrtheit und die allgemeine Weltweisheit ko inmen demnach mit Deutsch aus, die Fachgelehrten der Rechts- und der Heillünde glauben die alte Fach- und Zunstiprache noch nicht entbehren zu können. VtrmiufyU». * Eine neue Idee. Die Idee, in Leutnantsimiform Requisitionen vorzunehmcn, ist schon zu abgebraucht. Darum hat es ein schlauer Feldgrauer einmal auf andere Art versucht, bei den Larrd- wirten die für die Behörden unerreichbaren Eier hevauszulocken. Er vertausckste seine Uniform mit der Kutte eines Franziskaner- bruders und ging bei den Landwirten in der Umgegend des als Wattfahrlsorr und S-rm-merfrische bekannten Klosters Gößweinstein in der Fränkischen Schweiz terminieren, in der Hoffnung, daß die frommen Banersfvcmen die armen Franziskaner nicht hungern, lassen würden. Er hatte sich auch ittcht getäuscht, und seine Eier- sammllung hatte bereits einen recht guten Erfolg gehabt, c ' Polizei mit rauher Hand eingriff uird den falschen Franzi entlarvte. * Ein Jeaune d Donnerstag, 20 . Zm ( 9(8 Orleans bekanntlich eingehende Studien und ein eigenes Buch gewidmet hat. Es wird berichtet, daß France auch bereits einigs Kunsttoerke aus der Zeit der Jeanne d'Arc, die sich in seinem Besitze befinden, dem Museum überwiesen hat. Letzte NachrichLeR. Dce nenestc Ucvid)t der HeeVeLlektung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 20. Juni. (Amtlich.) Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Fast an der ganzen Front nahm die Tätigkeit des Feindes abends zu. Das Artiuerrefeucr lebte auf. Starke Jnfan^ terierrliteUungen stießm in zahlreichen Abschnitterr gegen unsere Linien vor. Sie wurden abgewiesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Erneute Versuche des Feindes, nordwestlich von Eha- teau-Threrry über den Clignon-Abschnitt vorzudringen, scheiterten in mtferem Feuer. An der übrigen Front blieb dü Gefechtstätigkeit in mäßigen Grenzen. Heeresgruppe von Gallwitz. Südwestlich von Ornes wurden kräftige Vvrstiitze des Feindes abgetoiesen. Zwischm Maas und Aloftl drangen eigene Sturmttuppen tief in die amerikallifckien Stellungen bei Scicheprey^in und fügten dem Feinde schwere Verlustt zu. * 9 Hauptmann BertholÄ errang seinen 36. Luftsieg. ' Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Der Hauptaussthuß des Mittags und die Steuerentwürfe. als die anziskaner rc-Museum. Wie der „Temps" meldet, soll Paris ein eigenes Jeairne d.Aoc-iMuseum erhalten,.! Es soll eine oiätte finden im Hiotel de Sens, der alben mtb malerischen Residenz der Bischöfe von Paris. Ter erste, der diesen Plmr befürwortet hat, war Anatole France, der der Jnngfrair von Lesung - \ ~v ————- i ^-am r.ij\ \xjui tj ijJlÜ dem 8 1 Abs- 1 folgende Fassung: „Angehörige des derttsckM Reiches blerben, wenn sie ihren danerndeir Anfenthalt im Inland aufgeben der inländischen Stenerpflicht in Beziehung ans die Personalstenern svwvlst des Revchics wie der Bundesstaaten mrterworfen. Tie bundesstaatlichen Steuern sind in einen: 2 l /2\a&ieu Betrage zu erheben. Drei Fünftel dieses Betrages sind nach näherer Bestimmung der Land?sregderu^ für die Gemeinden (Geinemdeverbchlde) -mrd Schulgemeinden zu verwenden; soweit in den Gebietsteilen einzelner Bimdesstaaten eine besonder Gemeiudevecfajsirng nicht vorhanden ist, nn-rden die bundesstaatlichen Stenern nur zum einfachen Betrag nhoban Bisherige ivertergchende und künftige landesgesetzliche Bvri.chrFten jeder Art bleiben nnberül>rt. § 21 erhielt nach.steh.mden Wortlaut: Auf Antrag erfolgt Freistellung von der nach § 1 begründeten Verpflichtung, wenn die Auswanderung im deutschen Interesse liegt, oder wenn die Mlehnmrg des Antrags eine anßergewöhnlist>e Härte darstellen würde. Tie Freistellung kann zunächst für einen kürzeren Zettraum als den der Geltungsdauer dieses Gesetzes (die Vorlage sagte: „als den ftmfjährigen Zeitraum") ^erfolgen: eine BerMich^ tung zur Sicherheftsleistung besteht in diesem Falle nickst. Tie Landesregierung bestimmt die Behörden, die über den Antrag zu entscheiden l-aben, und die zulässigen Rechtsmittel.'Tie Vorschrift des 8 II Satz 2 findet etttsprvchmde Anwendung. Tie Reichsbevoll- mäclstigtert stft Wle nnd Steuern sind zur EinLegung von Recksts- mrtteln befugt urrd in jedem Rechtszug vor der Entscheidung zu hören. Tie endgültige Erttscheidirrrg erfolgt durch den Reichsfimmz- hof. Eine Mwrhr Wiener Vorwürfe. ^ Berlin, 19. Juni (WTB. Nichtamtlich,.) Tie „Norddeutsche Allgemerne Zettung" schreibt:> In der österreichischLr Presst wird als Uriache der Kürzung der Brotration in Wien mehrfach migegeben, daß sich Deutschland verpslickstete, die Röehlversorgmrg Oesterrcrchs bis zur neuen Ernte zu übernehmen, 'aber seinen vertraglichen,Verpslick)itungen nicht nachkam. Tas beruht ans einer völlig falschen Anffaftung. Bei den Verhandlungen, die unmittelbar vor Pfingsten m Berlin mft den Vertretern Oesterreich-Ungarns über die Getreideeinfuhr aus der Ukraine stattfanden, ergab sich die Notwendigkeft, eine einlEche und straffe Leftung der Organi- pation des Gelneideaufkanfes in der Ukraine herbeizuführen, ba ES dem _ nicht immer ganz einheftlichen Neberieinariderarbeftei- der verschiedenen -Organisationen sich RtißstMide ergeben hätten, die für die Gesamtetfolge iiachteilig waren. Die Vertreter Oesterreich Ungarns erklärten sich bereft, die Fiihrung der' ganzen Anga- legenhctt deii deutschen Stellen zu überlassm, wenn die Gewähr geboten inerte, daß Oesterreich-Ungarn dann aus der Ukraine oter wenn die,e versagte, ans Rumäiften oder Bessarabien die Mindestmenge erhalte, die notwendig ist, um die Versorg mag des .Heeres und der Bevölkerung Oesterreichs pis zur neuen Ernte anfrechd zuerhalten. Auf dieser Grundlage Könne efti Aböoinmen al»gL- sckstossen werden. 4679v «sD» l