m. MI ec ^ietzeuer Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: töirtze«er§smi!ienhiötter, Kreisbiott ftir den Kreis Ziehen. Vezttyrprerr: nwnatl.Mk.l 20, vierteljährlich Mk. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. Alk. 1-10.- durch die Post Mk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Pestelch, svernsprech - Anschlüsse. sürdieSchristleilung112 Verlag,Geschästsstelleöl Anschriit für Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen. Erstes Blatt M. Bahrgang Mittwoch, tz). 3 tüii I 9 J 8 postfcheGonto: Kranksurt a.M. U686 vankoerkrhr: Gewerbeban? Giehen swillittg 5 r,mÄdruä u. Verlag. Srühl'sche Univ.-Such- u. Zteindrucketei N. Lange. Zchriftleftung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Schulftr. 7 . Annahme von Anzeige« h die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindlichkeit Zeilenpreisr: für örtliche Anzeigen 25Pf.,fürailsioärttge 30 Pf., uir Reklamen Alt. 1. —; bei Platzvor- schrist 20°/ o Ausschlag. Hanptschriftleiter: Au^. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt uno Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyers Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich ni Gießen, MTB) Grotzes Hauptquartier, 18 . Juni. (Amtlich.) Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Feindliche Artillerie entwickelte in einzelnen Abschnitten ru Standern, beiderseits der Lys, Mischen Arras und Ancre rege Tätigkeit. Nach heftigem Feuerübersall griff der Feind gegen Mitternacht südwestlich von Albert an. Cr wurde ab- gewiefen urw ließ Gefangene in unserer Hand. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. SrwtvMich von Noyon und südlich der Aisne lebte die Arüllerictätigkeit in den Abendstunden auf. Teilvorstötze des "eindes nördlich der Aisne und nordwestlich von Chatvanx- Dhierry wurden abgewiesen. Der Erste GeneraLlruartierweistcr Ludendorff. * Ter Abendbericht. Berlin, 18 . Jrmi. abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kampffronten nichts Neues. .^ach einer Meldung des „Vorwärts" bauen drei Ab- geordne« des holländischen Parlaments eine Erklärung ver- vfsentlrcht, worin sie eine Friedensvermittlung der holländi- >ll>en Negierung anregen. Die Abgeordneten glauben aus Er- Uarungen jeder der kriegführenden Parteien schliefen zu in ten, da;; rede zu einer Verständigung zum Frieden bereit "t. aber die Bereitschaft der Gegenpartei bezweifelt. Die Abgeordneten regen an, wie es im „Vorwärts" weiter heißt, die Niederländische Regierung solle die kriegführenden Regierungen fragen, ob ihre Voraussetzung richtig ist". ^cr „Vorwärts" begleitet diese Nachricht mit einigen <»•». vorsichtigen, überraschenderweise gar nicht Überschwang. ■ Bemerkung-en. Er erklärt, wenn man die letzten Hand- :un#en her Kriegführenden überschaue, so erscheine die Auf- 'oor drei holländischen Abgeordneten reichlich opti- ™S "Mer die Frage, die sic für zeitgemäß halten, ist > efchilit gestellt und könnte, wenn die Voraussetzungen zu- 'rrffni, niitzlich wirken. Ihre Aktion hat unsere vollste Sympathie, und gewiß ist, daß dieser Versuch, der Sache der Kul- tur aus blutigem Wahnsinnswirrsal zur Vernunft des Fric- E^Mbelfen. ,in allen Völkem das Fühlen .und Denken von Millwnen auf seiner Seite finden wird." hält das Blatt die zweitägige Anwesenheit ^cheidemanns im Haag, von der es in derselben Nummer berichtet, für bedeutungsvoller. Es handelt sich um die Kon- serenz der sozialdemokratischen Parteien der Mittelmächte m.e der Vorsitzende des iuteMationalen sozialistischen Komitees, Troelstra, eniberusen hat. Bon österreichischer Seite nehmen die Genossen Seitz und Ellenbogeik daran teil, und auf Grund der Ergebnisse dieser Zusammenkunft wird, wie der „Vorwärts ' hinzufügt, Twelftra dann mit den Sozialisten der Entente m Fühlung treten. Wenn die .Herren Seitz, Ellenbogen und Scheidemann 7 , wäre der Abgeordnete Erzberger noch dabei, so handelte lich s um em v i e r blättriges Kleeblatt Mitteleuropas — uns den Frieden nur nicht zu teuer erkaufen! Am Ende ivird, wie m Stockholm, ans dem Handel um dieses große Ziel ndÜ" berauskommen, aber die Gefahr wächst, daß andere w . ^ulleboten und um ein Billiges verschachert wer- nm,jil nnt !fc'i. b ' e nm ' m,c notwendige tzaushaltunascinrich- die wir nicht vorzeitig zum Tröd- bürfen. Schließlich sind die in Frage stehrn- be? warf” f" 11 ;®!* 1 ' fibev doch nicht Vertreter oder kwr Mittelmächte! Die drei Solländer ! 1,!" d^llelcht doch die feinere Nase. Es wird nämlich in den von «ner sich nähernden „Friedensoffensive" FvEeichs gcsprocheii, und die „Rhein. Wests. Ztg." stellt ,ch- a ^ ^ das neutrale Ausland zahlreiche Berichte »'''ll^nfreich über die Ltiwmuuq innerhalb Regierung, d'T' 11 ; und Volk etngeloufen, „die keinen Zweifel lassen, e°§„L°nkreich ftch zetzt ans der Höhe dc> Slimmungskrisis "cnndet, dm Ende Mar erngetveten war". uns nun aber nicht etwa Gelegenheit geben, Lfch^.v'rcder Angebote ziu inachen. Wir wissen, daß die Mner kurrnoch allerdings hungern, un, die 'Angebote für StMmui-gsnmche gegen Deutschland auszunutzen. Mi brs die Gegner mit Angeboten hevantveten oder bis Frankreich m England serneni Lloyd George den Lanf- boben tverden. Wenn diese Hetzer gegen den Frieden aus ermnal aus einem ander» Horn blasüi sollten Mußten, wir sehr argwöhnisch sein und an 'die'„Kie- g 5 ÄiS?a.*s?isS‘, iiii” s i *E r I« 1 ”” 1 "ästä urMärachen Eveignissoi^ftüher ober später rintretnt muß. ^J 5 ' ^,} € ^hr durch die Wucht un- •yry>^ k gierungslnNs K .^Marachen Evermmwr^früher ober später einbeteu muß. Elemeiicoaus Lwlllmg ist aber zweiscllos die ^ ^ n ^ r i. Ilfnmuä N"ch- der im Volk und Heer fc W das Vertrauen verloren hat, aber bisher noch von Clemenceau gehalten wird, iveil mit dein.Abgang von Fach Eng- ^ *5^ wwder ihre frühere Selbständigkeit m Lacken der veeresleituno fordern winden, ein Bc-r.'-ma-i das nash (sie, Mmmnnn ^'suEmigen gesahroolic RüÄoiriuvgei! aus die Volke- Ammimg in Frankreich haben würde, wo der Saß besond-rs amen ^Engländer ,chon letzt nur noch mit Müh- unterdrückt nn-I^ ^ b ^ en Wochen dürfen wir die Skerven mcht verlieren und müssen uns möglichst ruhig und ae- duld'g verhalten. Der Fried« ist wir ein scheues ^Fagdivlld. wich-den" ^ ^>ÄNtrgem geuerlärni nur verscheuchen hvitHrUr. offf-;; ' w ,^1 W u |U j t ioiarcer oster imieren sSSr’rÄ“«* SSf 1 4 HHEng nei zu besesti- rechnen könnte denn "e?u sÄcker^ürbe urmnttelbareu ,Sturz Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Amtlich wird verlautbart: flacht in Vrnetien nimmt ihren Fortgana ..ir Armee dis Generalobrrsten Freiherrn v Wurm a-- «an» an zahlreichen Stellen Raum. Ihr Südstügel erreichte ui zah-n. Kanmfcu den Kanal Foschha Geueralalierst Erzherzog Josef baute seine Erfolge in, Montello-Gel>i^ -> aus Italien,k»r Gegensdiße scheiterten an drei Kumystoge- wurden in diesem Gebiet 73 it.rl:cni-ch>- darunter zahlreiche schweren Kalibers, ^riderfeits der Brenta rairnte der Feind abermals ner- geblich gegen unsere neuen Stellungen an Ebenso erwlalos »erliefen mdlnh «m Asiago mehrere englische Angriffe Sic Zahl der Ge, angenen ist aus 3 0 hg 6 n r»ti<■ - flei« (tut der erbeuteten Geschütze au 1 >o ^ir t«l UtC £'■ Mineutverfern und Maschinengeweh-ren sowie so>.. stifli'" Kriegsmittel» ist noch nicht gezählt Der Chef des GeneralsdabeS vie Angriffe gegen die italienische Zront. . bn, 17. Funi^kWTB.) Aus dem Kriegspresseguar- O ff^n^ldet' WaS oer erste Tag de? einsetzendchn §ru-nslvc an der Sudwest f ro nt unseren braven -bruchwu an Erfolgen brachte, lourd« auch gestern allen ver- ziveifelten Anstrengungen des Gegners zum Trotz, teils be- durch alle Beschwerlichkeiten dcr mrgünitlgen Wit^rung weiter ausgebaut. Das Westufer des ,mw' beherrschenden Hohen des Montello bis hinunter ans Meer, war der «chanpintz erbitterter Kämpfe, in ^ Iauf N uni-« dort ow-rierendeii Armeen in den Besitz Steren ftindlichen Geländes und dadurch einer größe- ""er bisher errungenen Erfolge setzten. So- wohl dcr Raumgew Inn rm Gebiete des Mon te llo wie auch westlich von San Dona die Einnahrne des vielnmstritte- ?r fl l b d>- ersten Früchte des mit so unvergleichlicher Schnelligkeit und durchschlagenden- Erfolg „nter- Ä’S 1 -. ^^büberganges, der Ausblick für alle ivcitcren Möglichkeiten eröffnet. Daß fm Fagore eine einzige Sturm- vatrouille ernes Iniaitterievegimenis 700 Mann mrd neun r 3 or cX v ~ > > •“fl- | t-t/l, U1UU/ UIC 7üUU;l UN- lereö Angriffs die Verbände des Clegners in Verioirrung geraten fern mu„en, und ein schönes Bild von dem prächügen Offensivgei,t unserer Truppen. Auch während des gestrigen Fages blieben alle beiderseits der Brenta errungenen Ersölge w!t rn den Händen der ölterreichisch-ungarischen Truppen. < I ü-breit Boden in dieser wildzerklüfteten Gebirgs- landnftaft, wo reder Sel-ritt nach vorwärts von nicht zu un- tcrschatzenoev Bedeutung ist, konnte der zähen Verteidiauna der alpenlandi,ci>en Regimenter entrissen werden. So schlossen sich die Erfolge des zweiten Kampftages würdig den voraus^ gegangenen Ereignissen nn. Italienischer Bericht Vom 17. Juni. *.. ^ der Asiago-.Hvchebene und auf di>m Grappa beschränkte sich der Fouid, der ani 1/. m—r-a. —«x. ^ .. Juni riesige Verluste erlitten 'h l a ch t mi t arr ß e r o r d e n t l i ch e r H e f t igk e i t w eile r ge fuhrt. ^er iscunb drängte, ohne seinen Verlusten Rech- mmg zu tragen vorwärts, um die Besetzung des ?)tonteNo iveiter auvzudeimen und sich einen Weg in die Ebene zu bahnen. Unsere gruppen verwackelten den Feind aus der Linie Cianv-Mowello ^rat—E>Mi Andrea in starte Kcnnpfe. Sie behaupteten iln-e Stel- umgen an dem Mrß (Piaves von San Andrea bis F-ossalta und bereiteten dem Verrücken des Feindes in der Schleife von San ^ona di Mave erfolgreichen Mderstand. Die Zahl der seit Anfang der Schlacht ge,nachten Gefangenen belänft sich airf 120 Offi- ziere »md 45(X) Soldaten, von denen 716 von den britischen und 261 rvln den französischen Truppen gefangen nncrden. Die Mitwirkung der iftlLger machte ,ich trotz der schlechten Witterungs Verhältnisse lebhaft fühlbar. 44 fewottche Apparate wurden im Verlaus de- c'etzten zwei -^age abgeschossen. * - ic Gründe der Verzögerung der österreichischen Offensive. Wie n 18. Juni. (WTB.) Die Blätter nwwen.-Seit Beginn ^?blltschen Angriffsschlachs im Westen wurde in der Oeffesttttchkeit sehr oft die Frage erörtert, weshalb der öster- reichi sch-ungarische Angriff a n der Süd weftfro nt ffncht g 1 e l ch F e i t i g eingesetzt Mx\ um so einen >chlamm.daw Beweis von bex Einheitsfront d^'s Bierbnndes zu liöfeni ^lch- gesichts der fort schreit eudeu Erfolge an der deutschen Westftwnt konnte inan der sich steigernden und vielleicht bis zu einem gennssan Grade verständlichen Ungeduld stets nur eitt.iegeut)alt«l/d.iß es der Obersten Heei-esleitung überlassen bleiben nttlßte, jenen Zeit- Punkt für den Beginn auch uaiferer Offensive an der Südwestftvnt wählen, der ihr auf Grund einer erngelfendeu Crwä.fung der ihr lxckanuteu Momente als hierzu geeignet erscheinen mußte Wemmleich sich aus begieislrchen Gründen die Operattou auf dem suewestllcheu rregssllumplatzt' dt'r Erö' ','ruua derzeit entlieht, möge bvch kurz am etiuge Momente hmgewiesen werde:!, ^eveu Unkenntnis oder, Acissteraattlaimng Ferirswlfendr .zu einer vorickmellen und genun nicht zutreffenden ^Beurteilung der Lage verleiten konnte Es gibt keriieu Virregssä^aupla», dcr auch mir amM^rnd cmc i.erarttge Verschiedenheit mit Bezug auf die drrung iutb Beschafferrliett ^de^ Gel ü n d e s, vvr allem nk»« fm Frühlmg lrnb tm FrWÄmjrrver auch hinsichtlich der Gangbar keck, $ lim ad unx> bcr Witterungsve rhäl misse aus- «veist^ nriirve, tot: die zusanunexchänxxexxde Front vom Stilsser &>Cf I>i- zur .Öaguncht'üfte voxx Bexxrdi'g. WÄhrexrd in der ometiainschm Ebene bereits , tvockexres, schönes Sommerxvetter for: geeigneten Zeckpmtkt für den (öegtrrrt größerer JCftiioneit als grAommen cr^'fnm lasstn tan, stehen im Gebirge sciiweve Nebel nmd 8lerx m uxxd in den höheren Laym mxh starker Schneesall und selbst Schne^churm einer Osstnsw-Bewegmxg hindernd im Wege. So tourte noch am 16. Mai an der Gebirgsfront eine starke Betwölkung und Schroe, am 6. Mai ein 50 Zentimeter hoher Neuschnee mxt» Lawineilgesahr gmxeldet. Ter Erntritt klaren, warnxexx Früblingsw'ttet', mit ras-ck^ster Schneeschmelze verbunden, kann int Gebirge den Beginn des Angriffs erhoffen lassen. Ader grade die rasch abfliestanden Schneeivasser verwandeln die bisher säst Mtsgetvocknetzexx Torrmttn der Ebene in reißende Ströme und schafsen intttfr das steigende Grundwasser im Mxdxduuysgebiete weite Snnrhs und Mvrastflächen und hierdurch Hindernisie, tvelche dem Aornlrie' .tnd vor allen: dein geregelten Nachschub ernste su Hindernisse bereiten föxutttt. Auch die Frage cher für den Einmarsch bzw. die Versarmnlnng xoxd den stia-chschub großer Truppmtörper zur Bctfftgurtg stehenden Verbindungslinien und Bahnen liegt xnftxlge der Terrainverhat trff sse weitaus schwieriger, als dies z. B. an der Flandernfrvm der Fall ist. Tast die glückliche Lösung dieses überaus stsi-merigm Problenxs eine der bedeutendsten Ausgaben der FÄhrrrng bildete, um das für den Angriff so nötige Ueberraschmgs- xxwxnLtt Nüst! cmszuschaltext, bedarf ferner Erörterung. Be zeichneten doch die Jerickiterstiatter und die italienischen Blätter selbst die tagsüber an imd hinter der osterreichisch'urrgariscl-cn Front herrschende Ruhe als xaxheimlich und unbegreiflich. Die varstel-an- den Momente lassen erklären, nrck welchen Schwierigkeiten die beste Führung oftmals zu xettstxm hat, und daß die scheinbar berechtigte Ungeduld ihre Quellen aus Umstätrdm'schöpft, die in der Oeffmt- lichLock nicht voll erfaßt werden. Die Verteidigung von Baris. Berlin. 18. Juni. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. am Mittag" jNreldet aus Mnxf: Der Verteidigung sausschuß von Paris beschloß, die Bevölkerung der Vorstädte von Paris ssrlzuschaffen und sie nach dem nrittleren und südlichen Frankreich' Sabzuschieben, ioo ihr Wohnstätten zur Verfügung gestellt werden, Auch sei beabsichtigt, die hauptstädtische Bevölkerung im Lause des Monats Juli allmählich zu evakuieren. Flugarrgviffe auf Doulogne. Bern, 17. Juni. (WTB.) Progres de Lyon" meldet: Am 13. Juni wxrrde Boulogn e von deutschen Flugzeugen verschiedentlich angegriffen. Ein Flugzeug warf bei dem Angriff kmf zivei StÄ)t viertel acht Bomben ab. Ein Stadtviertel wurde besonders getroffen. Elf Personen mutben getötet. Es wurde ein sehr beträchtlicher Sck) o l i t i f dje n sRich 11xnieu, die sie Au liefolgexx gedenkt, darlegt. Franklin Bouillon wurde beauftragt, sich darüber mit Pichon ins Benehnxen fcn setzen. Humcmcke erivartet eine eingehende Kam nxerde batte. Die Cröffnnng des rumänischen Parlaments. Bukarest, 17. Juni. (WDB.) Mxs Jassy nürd gemeldet: iDw heute im Jassyer Naffmxaltheater erfolgte Eröffnung tzes Parlaments verlief in durchaus nthiger uxid würdiger Weise. Die Wxrigm und die Prinzessinnen waren Mr Feier nickst erschienen. Die Vertreter' des diplvmatistl^en Korps hatten keine Emladxmg erlx-altcn. Ms der König, der bei seinem Erscheinen hem den Volksvertretern lebhaft be^rf'üt wurde, beim Verlesen der Thronrede sagte, daß die Verengerung des Widerstandes eine vollkommene Erschöpfung der Kräfte des Landes herbeige- führt haben roüröe, und daß Rumänien den Frieden abgeschlossen habe, der sich ifrit als eine L-cbendsbedingmxg aufdrängte, bradftn. die Kaxmnern in einest mehrere Minuten währenden Beifallse stmrm aus. Mit den gleichen, stürmischen, langanhaltexrden Kundgebungen wurde die Stelle aufgenonrnxkn, in der von des A n- gliederung Bessarabxens an das Mutterland die Rede jdt Auch die Worte von der Wiederaxffnahme der früheren Freund- zu drn Mächten, mit denexx der Friede geschlossen wurde, fanbm aufrichtigen Beifall. CHtt ukrainischer NahrnngSmittelrat. Kiew, 17. Juni. lWTB.) Der deutsche und der österreichisch- ^wgarx'sä^ Botschafter 'xuxterzeichneten hextte gxTxxeinschasikich miß jfcan ukrainischen MinisvexPräsidenten das Abkommen über die Gxnnchtung eines ukrainischen Nahrungsmittelrats, rtber für das ganze (Gebiet der Ukraine «inlxntlich die Llufbringirixg« tta Nabwnn^s- wxd Futtermittel zu regeln und die Versorgung der t* der Ufrarnc stehenden Truppen, der Städte und der Jndxrstrie- renrrmx per Ukraine sowie die Ausfuhr nach den Mittelmächtert M übernehmwx hat. Wachsende Gärung in Irland. Berlin, 18. Juni. (Priv.-Tel.) Di-e „B. Z. am Mittag^^ Vnelde^ aus Genf von gestern: Eüxe Lmrdoxrer Havasnachricht besagt daß in vierzehn irischen Grafschaften der ver- zchärfte Kriegszustand verkündet worden ist. Die orbent- kxchen Gerichte werden aufgehoben und Kriegsgerichte und die Führer der Opposi- ldivn , um sich mit ihnen über die Lage zwecks Bildung eines neuen ÄlMnetts zu besprechen. Sofia ,17. Juni. (WTB.) Meldrmg der Bulgarischen Tele- yvaohenagrxtttn- ' Drr Rücktritt Radoslawows ist die Zol'X« eixwr tcillwifen Ministerkrise. Zwei Minister der staxnbulo- wisüschcxx Gruppe, rxämlich der Minis^r der öffentlichen Arbeiten Bei ko w und der CisenbahnTninister Koznitschty txaten wetzten einer Meinungsverschiedenheit in inneren Fragen Zurück. Jn- folgedesstm beiand sich me Regieruiüo)t versenkt worden. Die Be- imt" sind von e satzuxrg wurde gerettet. Württemberg und die eisatz-lothringische Zrage. Stuttgart, 18. Juni. (WTB.) JnderAbgeordneten- kammlest brachte heute der nationalliberale ^lbgeorduete Dr. v. Hieb er als Berichterstatter folgendes vor: lieber die sogexxaxmte elsast-lothring xsche Fsrage, d. h. die künftige staatsrechtliche (Gestaltung der Reichs lande, hat eilte eingehext de Aussprache zwtsck^n dem Ministerpräsidenten und dem Fixranzausfchxxß stattgefunden. Wir wären in der Erörterung hierüber Heuer wie in den bes'.text beiden Jahren xxicht eingetreten, trenn, nicht axxderwärts diese Frage zum Gegenstand von Erorteruugen in Parlamentexx und Presse gemacht worden wäre. Wir waren jedoch darin eixxig, daß eine ösfexttliche parlamentarische Erörterung (»er verschiedenen ixx Betxmcht koxnnxexxden Möglichkeiten zxrrzext nicht txützlüh oder an- FlXS'eigt sei. Wie im Vorjahr, war der Finanzausschuß darin einig, daß eine Ausieilung der Reich?laxrde unter den beiden größten deutschen Mtxxdesstaaten dcm höheren Jxtteressen des Deutschen Reiches widerspräche uxxd weder den Jxtteressen der Reichslande noch denjexngen der Bundesstaaten exttsprechen xxxürde. Der Ministerpräsident hatte ntitgetrilt, daß ent bestimmter Plan noch niclxt vorliege, und daß die NTÜrtteMbecgische ILegrerung, xrrexm einmal ein solcher vorliege, im Tandes rat ihre Stellrnrg dazu xxicht einnehnten wexxde, ohne vorl-er Fühlung tnrt den Lcmdständen zu xrechmen Dabei hatte der Ministerpräsidextt gleichfalls gegen die eben ettvähnte Art der Losung erxxstliche Bedenken geltend gemacht. Im Zusammelxhang mit der Besprechung dieser Frage ist twxn Abgeordneten Hcutßxnaim der Axttrag gestellt und einstimmig angenommen und wird auch von mir zur Annahme im Plexxum empfohlen, die Königliche Rxegieruxx-g zu ersuchen, dahin zu ixür- lbn, daß bei der Handhabxrxrg der Zensur, ixtsbesoxrdere auch ixx Ansehung der öffentlichen Besprechxnxg der staatsrechtliä>en Verhältnisse der Reick^slande, eine gleichartige Behandlung ein- tritt. Des rx?eiteren sind einige auf die künftige Gestaltung der östlichen Länder bezügliche Fvagen kurz erörtert worden. Dabei ist in liebereinstimmxnxg mit dem Mntisterpräsidenten der Ansicht xwn verfchiedenexx Settexx Llusdruck gegeben Xvorden, daß bei der künftigesi ^ Gestaltttng dieser Länder von Württembergs Staxxdpxmkt aus keine dt-ncistischen, sondern nur allgemein deutsä)e Interessen in Betracht toxnxnen. Weiterhin Xvurde die Frage der Entsendung des bayerischen Ministerp.äsidenten a. D. Grasen v. Podexvils als bayerischen Vertreter zu den Frxedensverbandlungen) in Brcst-Lx towsk besprochen. Der Fmanzausschuß war xxxit dem Mintlterprüsidentxen öartn einig, daß eiix in den Jahren 1870/71 abgeschlossenes lieberem kommen zwischen Preußext uxid Baycnr, das dem letzteren das Recht einer besoxxderen Vertrcturrg bei Frftedensverhandlnxrgen eixträume, kein deutsches Reiä)sreckst begrinxden würde. ^ Staatsrechtlich betrachtet wäre ja auch der Deutsche Kaiser nicht in der Lage, sein ausschließliches Recht. Frieden zu schließen (Art. 11 der ReichsvexTfassung) gaxxz oder teilweise trit einen Bundesstaat abzutreten. Doch mag die Sache auf sich beruhexi, da eine tpeitere Vertretung eines bayerischen Sonderrechtes nicht erfolgt, vielmehr die Exxtsendxmg des Grafen v. Podewxls mehr als Höflichkeitsakt lxetracht^et werden zu sein! scheint. Es ist die Fra^e erhoben worden, ob ein gleicher Höflichkeitsakt xncht auch für Württemberg gewünscht werden solle. Eine solche Entsendung eines fachkundigen Vertreters, beispielsweise bei befoxtixwexx wirtschaftlichen Fragen, wäre zweifellos mit den deixtschen Gesamtnttereffen wohl vereinbar, und es darf axtgcmoxxtxnen werden, daß grutwsätzlich dagegert auch in Berlin keine Bedexxkext bestandetx. Im übrigen wird auf cfxt einheitliches, nach außexx geschlossenes Austreten der Vertreter des Deutschen Reiches ein besmxüeres Gewicht zu legen sein, (fixte Sorge itt dieser Richtuxtg x)t xtxxbegrüxxdet. Aber es war gut, auch das bestehetide Recht festzulegen. Diese Ausführungen wurden debattelos ent-, gegen getrommen. Der Seefrfeg. Neue U-Voot-Erfolge. Berlin, 18. Juni. (Amtlich.) Im Sperrgebiet des Mittelmeers versenkten unsere U-Boote sechs Dampfer und vier Segler von zusammen 24 000 Br.-N.-T. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Gin englischer Hils-krenzer versenkt. Lvndvn, 17. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Admiralität teilt mit: Der Hilfskreuzer „Palria" ist am 13. Juni durch ein deutsches Unterseeboot torpediert und versenkt wocheit. Ein Offizier irnd 15 Mann der Handelsxnarine-Mannschuft tx>erden vermißt und sind wahrscheinlich ertrunken. Englische Minen an der schwedischen Küste. Berlin, 19. Juni .(Amtlich.) Nach eixxem Telegramm aus Stockholm hat der englische Gesandte in Stockholm über Minen im Kattegat folgende Erklärung abgegeben: Englische Minen sind im April d. I. zwecks Vernichtung feindlicher U-Boote ixn Kattegat ausgelegt worden, aber in einer Tiefe von mindestens 35 Fuß, so daß sie für gewöhnliche Handelsschiffe feine Gefahr bilden. Andererseits ist zur Kenntnis der britischen Seebehörden gekommen, daß vom 12. bis 15. Mai ein deutscher kleiner Kreuzer, von U-Booten bsgleitet, östlich vin Skagen operierte Und offenbar Minen ausgelegt hat. Die britischen Marixiebchörden wünschen ausdrücklich sestzustellen, daß keine britischen Minen in schwedischen Hoheitsgewässern ausgelegt worden sind.' — .Hierzu wird folgendes mitgcteilt: 1. Nachdem bekannt geworden war, daß die Engländer den Versuch gemacht hatten, das Kattegat durch Minen zu sperren, haben wir uns zu entsprechenden Gegenxnaßnahmen gezwnxrgen gesehen. Mit Durchführung dieser Maßnahme wurde Mitte Mai begonnen, uxn den Engländern lveitere Maßnahmen gegen unsere Kriegsführnng unxnöglich zu machen. Hierbei ist auf die neutralen Hoheitsgewässer peinlichste Rücksicht genommcxx loorden. 2. Von der schwedischen Negierung sind bereits im April Minen innerhalb ihrer Hoheitsgewässer gefunden worden. Von schwedischer Seite ist festgestellt, daß es sich um englische Minen handelte. Diesen Minen sind mehrere sckstve- dische Fahrzeuge zum Opfer gefallen, wobei auch Menschexx- verluste zu beklagen waren. 3. Die Erklärung des englischen Gesandten, daß die Engländer keine Minen in xteutralen Hoheitsgewässern gelegt hätten und daß sie beim Auslegen der Minen auf die Handelsschissahrt Rücksicht genommen hättexl, entspricht daher nicht den Tatsachen. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Veschlagnahme russischer Fahrzeuge durch die Entente. H e l si n g f 0 rs, 15. Juni. (WTB.) „Hufudstadsbladet" meldet: Mosbauer Nachrichten zufolge sind alle in amerikani-. scheu xxxxd englischen Häfen liegenden russischen Fahrzeuge beschlagnahmt wordexx. „Novaja Shisxx." be- richpst, daß acht der größtexl mrd bestexx Dampfer der ritssischen Freiwtlligetxflotte in den ostasiatischen Gewässern genommen tvar den imd die übrigen den Befehl erhielten, xxicht in See zu gehext. Der Kommissar für auswäxckrge Axx gelegen heiten hat hiergegen P r 0 t e ft eingelegt. Ln,,kt ri„d WSssettfchatt. — Max Klingers Wandgemälde in der Freien. S e z e s s x 0 tt, das langermarteie, ist vvnnxehr, wie man ans Berlin schreibt, der Besickstigung zugäxtglxä> gemacht n^rdexx. .Vas Riesenaemöwe, -^as .Max Ksinger für das .ttathaus m gricfycinen ixn, führt den Titel Arbeit — Wohlstand — -^chönhexb . .Kein Zweifel, daß für Klinger die Arbeit gleich dem Wohlstand tnu.« gleich der Sö)öiüfdt z- setzen ist. So schildert er denn afß &imboi ber Arbeit das nüinnxelnde Leben enxes Welthafens, als Syntt-ol sur den Wohlstaxxd! istie hochgetürmte, in ruhiger Majestät^ l'ch aul Bergeshöhei: breitende Stcxdi und cxls Svmlwl der Sstst-nyett ixne stets, die Frait, ixt maxxcherlei Stellungen und Gexvar.duxxgen. In nexm Vex trelorinxtext ilxrer Gatlmxg bewegen sich diese Frauen» gestalten im Taxtzschrick vor einer reckps ixn Vordergründe lagernoesL Zuschauergruppe von fünf M änner- und zwei Frauen gestalten^ xcnter denext man H-erntes, den Gott des Handels^ xmd Mars, den Gott des Krieges, att ihren Syxnlwlexx^ sofort erkennt. Ränxxttrch ist das Bildl s^ ngvordxtet, daß sich diese 16 großen Menschen,- fig-uren wie axis einem Proszenium von denr dalsixtter liegend«, .Hasen abhebext, hinter dem sich wrederum dir ^tadt breitet. Lv hat man eigentlich drei ganz verschiedene Bild':' zu würdxgen. ve 2 xw ma>' kanxx nickst gerade bclMtpten, >>xß die Kompexsttion des Ganzen de i.xstier restlos geglückt ist. Mnger hat in der Kvmpositü xp ui,. , .j schwn Besseres geschaffen. Aber interessant bteivt das Experi-- meitt durchaus. Besonders in der Behandlung der Laxxdschaft mxd- des Lichts scheittt der M>eisber einen neuen Hobepunkx des Schaffens erkloxnmen zu habett. So wird auch derjenige Kunstbetrachter der einent Besuch des .itlingerscheu Wandgemäldes aus seine ^kosten kommen, der sich nrit der Lösung des ^oxnPosittoxxsprvblems des, gewalttgen Waxxbgemäldes xxicht einverstaxxden erklären tiermag. F. N. Nrrs rinv LsrnK. Gießen, den 19. Juni 1918. Die Linde blüht'. Die Lixxde blülst, der al.ehrwürdige Bannt der alten Gerxnanen. unter dessen schattxgem Laud-dach ixn Mittelalter Gerickststagr uxid Feste abgehalten wurden. W-ic freut sich der Naturfrexc-ch uxxd besoitders der Imker, wenn die emsigen Bientnx ixt ganzem Sck>aren bei dem l-errlichxx Som.merioetter in den dichtbelaubtclx. Kvonen der Lfftdenbäume funtmeitb den Honig aus den Blüten sant- nxeln. Der Lindext'honig wird von Kennern besonders geschätzt: aber Nicht jetes Jahr ho xigl die Linde Sorgende Menscheix satnmclxt nxxd 'trockxnnx sich eixrex- Vorrat von Lixrdexxbluten, die eixxen guten,, schwelßtreibexxden, krantpfstiUendcn Tee geben. Die getrockneeexv Blätter und Blüten sollen xxxit anderen Blättern und Kräutern^ genxxscht einexx guten Kriegstabak-Ersatz geben. Auch die tlemjtK Früchte sind verwendbar, xoül sie ölhvlffg sino. Das lockere, xoexche. Holz der Lixrde ist als Schnitz- uxxd TischlerlZolz. sehr geschätzt, ixn Trocknen dauert es sehr lange aus, aber feucht grnmxrbeir und im Wasser geht es bald zu Grunde. Tie Lixrdetrkohle ist sehr 8^ ucht xxnd vielfältig mrgewcmdt, xmd d^r Bast wird in großer Menge zu Mattexx, Säcken, Stricken, Ztgarrenbändern usiv. ver-- xoeudet. Von dm Blättern der Linde slxeßt ixn trocknen, heißen ronxxner ein süßer Saft herab auf die Erde, den der llnkundige ür feixte Trop schm mm Blütexthonig hält. Dieser klebrige, glän zende! Saft ist der Hoxxigtau, den man früher für eine Axisschtvitzung der Pslanzeu hielt. Nettere Untersxichxmgen und BcsbachLuxxgvxx habm dargetan, daß der Honigtau dxtrck.!, die Blatt- xttrtb Dckstldläuse erzextgt wird. In einem trockmm Sommer, wie xvir ihxx in diesem Jahr in zu großem Maße leider habexx, triefen oft die Blätter vieler Bäume, liesoxxders der Lixrdc uxtd des Ahorn, fornttich vo.t Honigtau, so daß die Pslanzeu xmter i'oljchuc von Blattläusen» befallenen Bäxrmm, wie auaft das Pflaster irnter dm Lint«xt xxnscrer: Einlagen sö-rnxlich benetzt sind von seixxexx Tröpfchen.,, nne nach einexxt leichtm Regext. Der Honigtau xvird im Darmkanol der Pflanzet rblattl ättse aus dextx vvn diesen kleixren Insekten aus dm Blättern ausgesogmm Safte der Pftaxrzexx berettet. Tie Läuse saugen aus o«xx Zellm der Blätter ei weiß- uxtd kohlehydrathalttge Stoffe, die in ihrem Magen verarbeitet und als Hoxxigtau ausgeschiet^n werden. Diesen Honigtau Tucfren xxun die Ameffm gern aus xmd haltm dabei titele Feinde von beit Mattkäuson ab. Der Hotttgtaxt^ enthält viel Dvcrubexxzucker, der im Ptzasser löslich ist und die Eigenschaft hat. Wasser >aufzxrnchmm, das die Blätter dann wieder an die Pflanzen abgeben. Daher sixxdet thöxx häusig, daß die Blätter solcher xnit Honigtau ludecklen Pflanzm frisch sind, während die Blätter tnchtbetauter Pslaxtzm welk erscheinen. Der Honigtau bildet auf den Blättern eine Firxx iss chicist, die die Sonnenstrahlen zurück-' wirft und dadurch eine allzu starbe Verdxmsttmg der Pflanze vor- hixtdert. So nützt also der Honigtau dm von ihm bebwtat Pflanzen durch seine Wasserausnabxixe uxxd Wasserabgabe cm die Blätter xmd dadurch an die PflanzWan einem taufrxschm Morgen, sonne aber auch dxrrch die Beeinttachtigung der Verdunstung ixx der heißen Mittagsglut des Soxnmers. Andererseits l)etnmt er aber auch die Atnxung durch die Blätter und bietet man chm Pilzen günstige Bedin.nmge,x zuxxx Leben, zur Axxfiedelxmg, zmn Gedeihen tcnd zur Verbreitung. So entsteht z. B. durch den Horffgtau am Weinstock der 8tußtau, ein Blattpilz, der häufig seine verheermde j Wirkurtg in dm Wembergen ausübt. Am tmgmfättigften beobachten mir den Honigtau, m einem trockmen Sommer immer axx der Ändc zu ihrer Blütezeit. Gc'genwärtig zeigt die großblätterig« Somnxerliivde einen selttm großartigm Blütmreichtum, toabr^xü die kletnblätterige Winterlinde erst in 14 Tagcxx blühen wird. ** Auszeichnung. Dem Musketier Karl Hammel, Sohn der Witwe Karl Hammel, Asterweg 16. tmrrde das Exserxve Kreuz 2. Klasse verliehen. ** Belohnung für Festnahme feixxdlicher Flieger xxnd für Bergung feindlicher Flugzeuge im H e i m a t g e b x e t. Es ist wvÄerhvlt vorgekommen, daß seind- liiche Flugzeuge diesseits des Kampfgeb>edes, teils axxs Not, teils in Unkenntnis der Gegend, in 'der sie sich befandetx. getartbet sind. Die Besatzungen der Fttigzeuge versxiickxn in der Mgel die Flug- ,'seuge zxt zerstören uxxd selbst zu exttfliehm. Käasig ist es aber schon detxx rasch ewschbxsstnm Handeln von Mklxtär- mrd Zivilperson^:« - gelxmgen, sie vmlstzeittg daran zxx verhindern. Tn es au'ßerst tviü>ttz ist, der feindlichttn Flieger svfort habhaft zu werden xmd das Flugzmg mögliclO uxrzerstört zu bergen, uffxxd die Bevölkerung gewiß alles tim, die amttichexx Stellm hierbei in jeder Hinsicht zu unterstützen. Wer sich bei solcher Gelegenheck dtrrch Festnahme des Fliegers oder Bergxmg des Flu-gz-euges xxm die Krieg sührimg verdient gemachi hat. darf nobm öffmtsicher Belobigxmg auä> aus eine Belohnung in Geld oeck^xm. Tie stMi. GexxeralKommandos sind erxnächsigt, nickst nur ettva cxttstaxxdme Wxftvenduxxgen zu vergüten, sondem auch Finde- und Bergelohn, sowie bei Festnalpxxe feindlicher Flieger mtsüreckknde Belvhnuxrgm aitszuzablm. ** Mißbrauch der Ordensbänder. Man kaxtn in letzter Zeit recht häusig jxxnge Leute beobachten, die im Knosstloch btmdfarbige Bänder tragen. Nicht selten sind die Bänder im Aussehen den Ordensbändern gleich, die nur Persoxxru, die KriegStzxtts-' zeichnungen besitzen, zu tragen berechtigt sind. Es wird deshalb auf einen Generalkomxnmxdo-Erlaß aufmetchüm gemach; .nach dem das unbefugte Tragen svlck>er Bänder mit Gcsäxxgnis bis zu emmx Jahre lestvaft wird. Die eitle Spielerei kann desl>alb verhäxxgnis- voll xverden. Es istsdabisi völlig gsleichcfftltig, ob zu den Farben auch ein bestimmter Ordeix gehört, oder ob die Farbettzufuntnenstelfnng der eigmen Phantasie entspringt, da auch die Wsicht, den Btfitz einer .KriegsauszeickMmg vorzutäuschen, bestraft wird. Es sei den nmgm Leuten dringend »empfohibm, demrtige Bänder incht 0 x 1 -« zuhechAx. Landkreis Gieren. ** K esselch , 17. Juni. Pionier Heinrich SdjomBcr, SoKü des Jakob ochontber III., erhielt das Eiserne Zkreuz zroeiter ; mit der Heijychen Dapserkeitsmedaill e wurde er bereits früher ausgezeichnet. Kreis Büdingen. •V .A Büdingen, 17. Juni. Das Eiserne KrevÄ erhielt der frimtm- Bernhard Kemps. — Blofeld. Zum Feldwebel de- siördert ivurde wegen hervorragender Tapferkeit beim Sturtu ani Keinmelberg der seit .Kriegsbeginn im Felde stehende Förster- Her- nimm Fischer, — Kohden. In heimatlicher Erde bestattet ttircbc bn Pwmer Lours Rühl. — Wallernhau sen. Pio- n^er Plcha^» Koburger erhielt das Eiserne ftxm und die Hcssi- scky i. S(t[ 4 «jp(rtl« l~I. z» Beuern. Bilanz am 81 . Dezember H> 17 . Aktiva M Ausgeliehene Kapitalien Kreis Friedberg. ^ Ga mbach, 17. Jtmi. Dos Eiserne Kreuz erhielt der Mus- jktoj dr ütl. —ohnbach. Das Eiserne Kpeuz erhielt der Zml/rer W 0 \ f - Weckesheim. Das Eiserne Kchercz, früher dre ^Hessische ^apferkeitsMedaille, erhielt der Pionier Wilhelm Steffan. Starkenburg und Rheinhessen. ru Jc? otm l cb A Opi Eleonorenbund sprach lsieh. Baurat Walbe unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder mit Beispielen und Gegenbeispielen über die künstlerischen Forderungen bei Kriegerdenkmälern. Tie Ge- lchmacklosigkciten der Ver-gangenhett müssen venu reden werden, überall muß an bodenständige tteberlieferung imd Ortssitte an- ^eknüpst werden. Ter feinsinnige fesselnde .Vortrag fand eine sehr aufmerkicrmc Zuhörerschtaft. Kreis Wetzlar. ra. Groß-Altenstädten, 17.Juni. Zur Förderung der allgemeinen Dolksernahrung wurde hier eine Hcidefläche urbar gemacht (3V2 Morgen) und mit Kartoffeln bepflanzt Ebenso sicht man loie ehedem im Hohensolmser Land den Flachbau .wieder zai heben. Gegenwärtig wird der Raps eingeeriitet: nach Aussage der Lcnrdwirte ist der Ertrag befriedigend. Hessen-Nassau. — Höchst a. M., 18. Juni. Infolge Ueberhitzung durch.aus- bauseudes Oel ist heute früh gegetl 4 Uhr die große Umformcrstatton des Itädttschen Elektrizitätswerkes an der Ecke Königsteiner Straße und Sedanstraße explodiert mrd in die Luft geflogen. Durch den Luftdruck wurden säst alle yr»sterscheiben der Nachbar> äuser zertri'immert. Menschenleben amen nicht ya Schaden Der Sachschaden ist sehr erheblich Tie S l wmzuführurtg nach den nördlichen Stadtteilen ist unterbrochen. Fulda, 18. Juni. (WTB. Nichtinnisichf Die Beisetzung der Landgräfin Anna von Hessen nahni heute nach- mittag den pwgrnmm ästigen Verlaus. 9tachdein die Leiche am Bahnhof ein gesegnet worden war, erfolgte ihre Ueberfüchrung unter dem Geläute sämtlicher Turmglvcken durch die mit Trauerflor geschmückten Straßen der Stadt nach den: Tom, wo Professor Tw. Leim buch eine eindrucksvolle Trauerrede hielt. Dem Lenhen- Me folgten u. a. Prinz Friedrich Karl, Prinzessin Friedrich Karl, Prinz Wolsgang und Prinz Richard von Hessen, Erbprinz essin von Anhalt, Prinzessin Sck-anmwirg, Freifrau oou Vinck, Kammerhcrr Freiherr von Bothmer. vermischtes. Berlin, 19. Juni. Die Gendarmerie von Bischofsheim beschlagnahmte, wie dem „L. A." aus Würzbirrg berichtet rmrd, über 300 Stück Schafe im Werte von 60000 Mk., die über dre Landesgrenze geschmuggelt werden sollten. Die Tiere sind der Heeresvenraltung Würzburg abgeliefert worden. . ^ .Der n, 18. Juni. Ter Nationalrat hat einen .Kredit von 2 250 000 tfHmPen als Beitrag des Bundes an den Kanton Basck- Lotadt zum Bau einer Hafenanlage auf dem rechten R hei nu f er rn Kle in - H uen i n g e n - Ba sei für die Rh.nn- schisfahrt bewilligt. a) gegen Hypotheken 466051.83 b) gegen Bürgschaft 11 868L0 c) gegen krcd. Kausgeld 112 705.74 ä) gec,tn Wertpapiere 64 301.90 gegen Bankkonto An Kassen- vorrat ?ln Ausstände An Vorlagen An Mobilien An Jmmo- bilten 41268.44 24156.13 29 766.53 3015.18 30.50 22281.— ,4C 775 445.46 Passiva An aufgenomm. Kapitalien 713458.85 Von d. Landeshypothekenbank überw. Kriegsspargelder 232.— Hypotheken- fouto 3557.14 Stamm- guthaben der Mitgl. 21588.95 Zug. 19 17 364.90 21953.85 Abg 191 7 1529.73 20424.12 Noch zu zahl. Slammant. 116.98 Reservefonds 20977.02 Zuw. a. d. Rein- gew. 1916 2352.57 DerGe- noffen- schaft ruges. Stamm anleile 204.79 23 534.38 Betriebs. rücklage 7 000.— Spezial- reservefvnds 2 500. BorgelegteSlück- zinsen für angekaufte Wertpa- Piere 655.85 Reingewinn 3966.13 Zigarren - GenaßenslhastHbrik Stegen Aktiva Bankguthaben b. Konsum- Verein do. b. G.E.G Hamburg do. b. Gewerbe bank Postscheckkonto Zinsenkonto Kasscnbestand Rohtabaklager Warenlager u. div. Waren Debitoren Inventar 7öhv Erstmiidcherr das perfekt kochen, kann für l. Juli gesucht. 4581 < Dr. raefl. Ledegarrck. Arzt, _ Bie denk o ps. 4581 Einzelne Dame sucht auf 1. oder 15. Juli ein Mädchen allein. Wo? sagt die Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. MAlilheMliHkil zum 15. 7. gesucht. 46036 Heil- nnd Pflegeanstatt Gießen. per sofort od. später gesucht. Borzust. von 9—12Uhr vorm, u. von 7—9 Uhr abds. 4647 (^»rtbardt, Deltersw. 38,111. gesucht 4635 Plockttraße 9. Laden. 2o Jahre, cvang.. in allen Zweigen des Haushalts erfahren, sucht pass. Stelle, am liebsten auswärts. An» gebvie unter 02608 an den Ueß. Anz. erbeten. wünscht Posten als , «k-umi Hausdame in trauen- lofem Haushalt, am liebsten, wo ein Kind die Mutter entbehrt. Wenn möglich aus dem Lande. Schriftliche 21nge- bote unter (>2629 an den (tzt eßcner Slnzeiger erdeten. Eine in der .Kraukcnvflea» und iu der Leitung des I Haudbalts durchaus zuver- ! lässige Dame suäu in der } Umgegend GicßensStellttng in nur gutem Hause. Schr. Angebote unter 02630 an den 1 Gießener Anzeiger erberen. m v'V»‘ • V W m •, Statt besonderer Anzeige. Der unerbittliche Tod entriß uns gestern mittag unerwartet unseren herzensguten, treubesorgten Galten, Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Herrn Wilhelm Roth im nahezu vollendeten 72. Lebensjahre. ln tiefer Trauer: Elisabeth Roth geb. Möser Karl Lony, Großh. Finanzrat Mathilde Lony, geb. Roth Gisela Lony. Elisabeth Roth Gießen und Worms, den 18. Juni 1918. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag den 20. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus. Wir bitten höflichst von Beileidsbesuchen abzusehen. 4644 D Mp. LMgMW üejjeti. Außerordentliche Ausschutzsitzung Donnerstag den 27. Juni 1918, abends 8 1 /, Uhr im Gewerkfchaftshause. Tagesordnung: Aendenmg der 88 17, 10, 42 und 52 a der Satzung. Ter Vorsitzende des Vorstandes: Ad. Bolz. 4656D ——■ a m an — —i — ii i—nm < Achtung! Wirte in Stadt und Land! Keine Kohlensäure, die immer knapper und teurer wird, mehr nötig bei Anschaffung von Nagels patentiertem Bier-Luitdruck-Apparat welcher täglich bei mir im Betriebe besichtigt werden kann. f 02508 1^" Man verlange Prospekte. “«8 Alleinvertrieb für Gießen und Umgegend: Gastwirt Heinrich Sauer, Giessen. W—— Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass Dienstag früh 1 / 2 1 Uhr mein innigsfcgeliebfcer, treuer, braver, einziger Sohn, mein herzensguter Bruder und Keife, unser Stolz und Trost Louis Kolb im 22. Lebensjahre an seiner im Felde erhaltenen Verwundung sanft entschlafen ist. Giessen (West-Anlage 32 p), den 19. Juni 1918. In tiefem Schmerz: Ottilie Kolb Wwe. gab. Flick Johanna Kolb Familie Albrecht ' Familie Louis Flick. Die Beerdigung findet Freitag den 21. Juni, nachmittags 3 1 /, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. " 4663 Heute morgen entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwägerin und Tante MarieSchlichergeb. Grutzsch Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schlicher. Gießen (Dammstr. 20), den 18. Juni 1918. 4661 Die Beerdigung findet Donnerstag den 20. Juni, nachm. 7,3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Naohrioht, dass mein innigstgeiiebter Mann, mein lieber Vater, Sohn, Bruder und Schwager Ferkel und LäufersckMeine Schütze Heinrich Will in einer Maschinengewehr-Kompagnie Inhaber der Hessischen Tapferkeitsmedaüle am 9. Juni den Heldentod gestorben ist. zu verkaufen. 4665 _ Kaiser All ee 17 . hine frischmelkende Ziege zu verkaufen. 02626 Staufenberg, Vorst. 33. äu verkaufen. Mir Müblitr. 34 b. Kleines Haus I zum Alleinbewobnen siebt zum Verkauf Schottsir. 11. In tiefer Trauer: Anna Will geb. Heinz und Kind Familie Grün Katharine Will Wwc. Familie Hofmann. a « s in nächster Nähe des Bahnhofs zu verkaufen. Näheres in der Geschäftsstelle des Gieftener Anzeigers. 02638 Giessen (Seltersweg 52), den 19. Juni 1918. 0 2 5 1 ScheaerUiehGr, 50x50 cm, Mk. M- U. Mk. 12.-; H-iEiätttshar. weij5 t weich und aut trockn., 50X100 cm, Dgd. TO. 36.— , Eandlöclier, grau, 42X100 cm. Dtzd. Mt. 25.20; StanMflclier n. Tcilertftchsr, Dvd. M. 18.—;Mindestabgabe von obigen Artikeln 1 Dftd. riserilüvävr. vstß, m. damast- artigem Muster, f25 cm breit, Mk.11.-vr.Mtr.: Bettärher, auch zu Bsttbeziigeu zu be- nnften, 130 cm üv-, Mk. 10.75, vr. Mtr., 84 cm hr. Mk. 7.— ver Mir.; MättaerBcEitirxen, Mk. 3.00, 4.50, 5.50 vr. Stuck; Munitionsarbeiterinnanschurz Alk. 3.75 vr. Stück.; ?r«veu- L 2 lr-trL 6 ll ohne Träger $11.4.75, Mk. 6.25 vr.«Sk., mit Trägern Mk.6.- 7.50vr.St.; LletSsr- Lcbürrva mit Aermeln Mk.25 vr. Stück: mit Lab u. Trägern Mk. 4.— bis TO. 4.45 nach Gräfte; Jüagsnsr-Uiirsan Mk. 2.45-2.80 vr. St. nach Grüfte, Wäsche- leinen in Längen von 10 bis OOMeternMk. 1.88-10.82 per Stück, nach Länge u. Stärke; LtrsStur^rsev vr. St. Mk.3—; Schralldsr vr. St. Mk. 2.60, b. Mk. 3.60; Ledsvsrlrt,; nlvv Stück TO. 1.25. 463788 Alle Aufträge über Mk. 12- franko iukl. Verpackung. Dlld. Heute ei-reichte uns die schmerzliche» Nachricht, daß unser geliebter Sohn und Bruder Ludwig Schultheis Kaufmann in Fez nachdem er 15 Jahre in Marokko ansässig gewesen und seit Kriegsausbruch als Zivilgefangener in französischer Gewalt Schweres erlitten hat, im Lager von Corbara (Corsica) am Ostersonntag den 31. März 1918 im 44. Lebensjahre entschlafen und am folgenden Tage von seinen Schicksalsgenossen znr letzten Ruhe bestattet worden ist. 0 Um stille Teilnahme bitten: Emma Schultheis Ww. Carl Schultheis, z. Z. Darmstadt Adolf Schultheis, z. Z. Duisburg-Ruhrort. vAV: Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir allen, besonders Herrn Dekan Gußmann für die trostreichen Worte am Grabe, unseren aufrichtigsten Dank. Familie Kraft. Staufenberg, den 17. Juni 1918. Möbel-Verkauf. Einzelne Betten, Wasch tische, Büfett, eich. Schreibtische, eleltr. Lampen, Mar- mortische, Noten - Etagere, kl. Ofen, HauS- u. Küchengeräte zu verkaufen. Verkauf findet wochentags vorm, von 10-12 u. nachm, v. 4-6Ubr statt. Penwiou Minerva, Wetzlarer Weg 15. üttce LlckNeillrirhtW August Rettig DCKSftO. Gießen, den 16. Juni 1918. 1«4>'! Verschiedene Kiichemnöbel und eine eichene Schreibkommode 6 - verkaufen. 02643 Lüberftratze 5 varterre. fast neu, zu verkaufen. Anzusehen täglich 2—3 Uhr nach- :uittags8eUs?2v.13!,Gieften. Off. an ^rau Julie BSeyd, Butzbach, Markt. 02624 Für Bäcker! 4000 mit Draht zweimal gebundene Buck euschnnzen hm abzugeben ab Bahnhof WürgendvrsNudolsNeuter, Haiger lDillkreisl. 4559 1 LittLbKLs'üdSllne, fast nett, 1 kev8isrlrin, 1,40 m L, t m. br., 1 Gariensessel, 1 &ttc5ien- tiaeli. Ludwigspl. Vs 1 Tr. ***° öelyemälde einige prachtvolle Landschaf t en, I ag d st ü cke, S t i ll - leben unb Köpfe, gute Originale, ein Roeoeeo, hervorragend schön, um- ständeh. zu ied. annehmbaren Preis zu verkauf. Ho(cl Sciiül/,. °‘ >s Ca. 10—12m Birken Brenn bolz, geschnitten, preiswert abzugeben. Schr. Angeboie unt. 02646 au die Geschäfts- stelle d. Gieftener Anzeigers. Sistliegewagen zu verkauf. mb Äriedrichstrafte Ein Posten ^laichen (Wein- flaschen uslv.i, zu verkaufen. 02645 Lin'oeuplalr 12. Einen Pollen gröbere Bahn- Kisten mit Packmaleria! zu verk. Liudeuplat; 12. gute Milchziegen zu kattsen gesucht. Schrift!. <>] An geb. n. 02639 a. d. Geschäfts stelle d. Gieftener Anzeigers. Noch gut erbalt. Treppen od. Zimurerläufer gesucht, ebenso eine gut erhalt. Neue decke. Lchrtstl. Angeb. unter 02640 a. d. Gieftener Auzetger. tu LMnürisHllst Btt At möglichst i«l Kreise Wetzlar gelegen, per sofort zu kaufen oder zu pachten gesucht. Angebote mir Angabe der Gröfte, des toten u. lebenden Inventars, fow. Preises unt. 4052 D an den Gieftener Anzeiger erbeten. 1—2 Magen gutes Wresenhen zu kaufen gesucht. 02262 Angrxcst Frelsdorf, Frankfurter Str. 31. Gebrauchter Kassenschrank zu kaufen ob. mieten gesucht. 4607V Reservelazarett LI. Teppich 3> mindestens 3X4 m, in Linoleum oder Stoff zu kaufen gesucht. Schrift!. Angebote unter 02628 an die Geschäfts- stelle d. Gieftener Anzeigers. Buchenbohlen 3 cm stark, geschnitten, zu kaufen gesucht. Angebote mit Preis unter 02453 an den Gieftener Anzeiger. Maus von Alteisen, Lumpen, Papier, Flaschen. Loms Rothenberger. Teleph. 176. Neuenweg 22. zu kaufen gesucht. Angebote unter 4662 au den Gießener Anzeiger. Eine Schustermaschine zu kaufen oder zu leihen gesucht. A. Kn.hu, Giesten, Marktstrafte 25. 02887 Gebr. Kinderbett zu kaufen gejucht. Sehr. Angebote unt. 02633 a. d. Gieftene r Anzeiger. 3* xannen Gröfttes Lager in 12478 ititü Ittilfirin ttebernahme von Kenerbestattungen. Karl Habn, Löberstrahe 17. Nr. 141 SweHer Via« Au» Stavt «uv c«it» Gießen, den 19. Juni 1918. 6 iekener hochschulgesellschaft. Z^°^''reibe über AuslandMmdc bekMrdelte Professor & «aa» i'jstsgjr -E- «we fn i,^ n s nTtt T ^rwag stellte er gestern die Entwick d^s^chlr^cht rän €d>t ~ bflr dis 1893 lvjatl n w is5 wVv Si- C l ^euEistwna abhängig : die Versassuna W dre Mindest- und Höchstgrenze (20-100 fr)bafii? %&mcttä bk Wfceaing innerhalb dieses gSzSo ft 3 l nuld> ? 'Arude ein gestaffelter Zensus von MW« S WSSÄEsÄ ISl '^«^Ä W 1893 Wirt SS "" Erreich des lokalen Wahl- rechts. C&rft zu Beginn der neunziger Jahre errwana i'i'nc PrS+JÜ rrmofratifdre Bewegung, die sich in Masse,mm ’iiinett und Srteir bew-MNge,' imkerte, die Reform des ÄIÄnS K-n'uSnrtikel in der Bersassung nmrd ^ gchodm und °n seine stelle tm, dgs allgemeine S T durch ein MebrfliEnwahlrecht. Jede', Brtgier von^Äk .uthrni Knt eint* i^hrmrio - fl.......• ' . -. nun < 5 ie&ener Anzeiger IGenerai-A lueiaerttir Oberheffen) ** 03 x o» Kreis Friedüerg. Ulrttwoch, i l). m Biele BZeuift umchen Viel! -l»ch die kleinen Guben zur Ludendorff-Spende werden notwendig gebrauch,, ^cnn Du km,e» Taler entbehren kannst, gib eine Mark, wen» Du keine Mark hast, gib einen Groschen. , sorgenvollen Opfern des Krieges lrendigc Lcbcnsknwpfcr zu machen, ist die Ausgabe der Ondendorff - Spende für Kriegsbeschädigte! Hilf und gib: oitnc iuui oev allgemeine ;hm durH ein M^hrsllmmemoahlrechl. <;M Belgier von über 25 Jahren hat «ne Stimme: «ne Zusatzstimme ist einaerä,S- a) den ^-Lmrlrenvatern im Alter vvn 35 Zähren sofern Personal, teuer auf Wohnung ,vder Gebchch/ en^icht«! h) den ^vcgiiterten, die «n Grundstück im Wert von 2000 s.- ■::r 100 fr Mute aus belgischen Staat svapieren begehen Zri 7- Zatzstimmen erhalten die »Inhaber gewisser Bilduna-snachkrÄ?' Beam^ AerM, AuwÄt« Äf i& , rn ^tt r mneit öurfen mdfe gehaust werden. Die Wirkung dicker anf l 3?0 000^ ^ bedb-utrnd: dre Wahlerzchl stieg von '137 000 An der Hand einer Tabelle seifig her _. das; die Verteilung der- Wähler amf bic wlhr^L^ mnrmenwähler, vor allem Ler herrschenden kalkwttsche»" ?5 tsächlich bewahrten die Katholiken ihre Mehrhei? n^obdem tne Sowlxfen ihren Einzug in die Kammer IMtcn lo/!St CI L?q l u en S^^ Iai nnt ' ^nvfindliche Niederlage Tiefe dZlr.alwahlrechts wurden erst durch die Einiübni.nn hll wi«*r eÄSien ?ÄVn . .. rin rstdre Zahl der liberalen Abgeordneten derart im Steiaen :;«•& lSlC kathMche Mehrheit bcn.it rechnen m.ch von er sozi allstischen und lrberalen Opposition in die Minderte!t ae* I M-rrrrftf 1 - mci tT !; ^5 y} Belgien lvird an die Stelle des Plural Kdntmm ^ m a&fe&barw das allgemeine gleiche Mahl- * Th? § , fi6 de- frif^itüärgeUed bettess nd JlSÄi die Verteil,,,,,g des Enteignung^ v L)eutsche ^mnch m- ht« tvirV,fv>o.. rechtes an haflZl tfX S T ^lechung des Enteignungs- rvn frZnlhm im ,- fur fctc ,vonlbttgehende SancrunfT 7 i;'s nt ^ o\ÜL ^^ge.augcnenlaqcr Worms betreffend r , . f.'*• Bekanntmachung über den V«°lebr mir JsäS IffArtr«^: ;”Ä"2Ä dV'«uwLq"'Ls oSSSS- V om 18°'Wi : !LL7 aS'Ätfbfc munalverbitnde vom 29. Jul, 1908bet,^7n77S^l7'l )“7 /«v" k^mmachung ine ErbPrmEiNpp^,ifw..,"1u «ich bltteis.md" ^ 142 ~ 10 di° fajfli*? Vrünmg fe " b 7 otmnre.de ?S < r«,"‘ 22 tl ^? ub i r 004 «nfatttn. Bern grimm, -ur Deutschen uK& % ßf,*“ *««*'* -tnikcnburg und Rheiuhessen 8 g|rRlö»aS 6 tt S? r,?. 1 ?. ^v n., I. lasse verstehen hatte Es ist l>r 24iährtiri- MMLMWLM Seit Wef pt’q« U rJ - rW e oinges«t« worden war. wo er durch .t?eb er ,ich m suddeustchen Städten umher, 1 ° er wirch allerhand Betrugevcren fernen Unrerbalt mnd TZritntk f«. ( StaaiÄnwalischaft in Darmstadt ,,.77 nach ibm aewbn^t ^ cr nch .Lfchlich als Beanrter der SL-Ks« Ä nächtlicher,,unsc an, Pro,maiaden Erpressungen gegenüber * Lr L %*w«“wTaS cinem77, ,.r,v7v7?r™ ^ Gete,»chgft junger Damen in erhell Hotels eine Zeche von 197 'Mark aber bei stiner SS, ^." "7 6 , ?->." "nd cini^tfeS Ä BÄ,»'!'? Beglerterrnnen gegenüber gab er sich als ^hnrnz Oskär aus und behauptete, von seinem Vater heraesärickt Morgen zu s«n, um nach-, a forschen, ob in Wein beim und an brr Am? h” 1 ? ^reichend Lebensmittel vorhanden seien Dieses Mär ^CrteZLf T C ^ au.snrm.mmei.. und s?g« nach Hj'ff Neqn.sltto,! der Darmstaüter Slaats ammltiamst erft>lg,e. rr,ch,enc,l I„!,g- Mädchen in seinem .Hotel th »M« „Seiner erkundig SiiääS *^9rr%!ZJY Urt '' *° n aus der Militärbehörde in Köln zrmachlt zur Mnrterlnng wegen Zchnenflucht zugefüstck , r> . .. Hessett-Nassau. der Eck^Bvckeeb^m^^s«s" 18 ' W' vormittag stürzte an Krankenwagen. Ä Ä tfe» f-Ä 7ni7" sich ©77,7'? ach 7r iS "Nd L siSI ®«S : SÄ L 7 ^uamgg' 77 ' 7 ""' ht " 3 3 a ^ d.rm.s lurflif, S(t , 7 " iliSHlElMS SgUPHlsi --Marburg, 18. Z 1 » rvruruz, rr.ro, m ?r'rLnkrlil'i' ,■/ II, ^ ^ht vvn Frankfurt 3.54,'von ffiS 44 ^ kommen. Zwilchen .Hamburg uud Hcmwv^v^^k^^^ ch.e: g.-Zuge „ur m.-rttago. Sie lachen ienr blsher g,er eine der beiden Züge gebt tmn v * Dom,tags nm. mid ist in Hmnwver' 609 tSiWm7 s,,.m zwirn wird anderweit verfügt Näder^^a!? geholten Lerneu- ** Heu Abliefür vfr p m An.zergenteil. Kriegsernährnngscnkdeo über dm Berordnung des m vom 1. 3tmi 1918 ^ rÄ,?. Ven aus der Ernte troll der gegenwärtt- oft sogar nicht «r?®SS 2 %sää «äsä s/SrrrL-MKv^ !«-' 'wh, waS sie nach >n« .;'7 wvicU uacji uiro Haas 51 t uns Liiri'kck f,-„s .'7 1 x - 7 v, • imutm lüren, eine Strecke von «L i ..... Ä Ä Hi |Xr«i^ Ä ,reit; ' rfr (° «En Me w ■ÄÄ.N'Ml N»len enw „nntlüaliche" 'lmvei.'ung .mb di uu ,'7'0ssrsck)im Zeitung" vom 3ahi. H .! ggsttM,;h . , , ts.- '---iick lstlanze m-ben «arm asit-am.'' i e '^tnfv^hne lWalbdichst, ZivieselLoni. .Hülstrau! Fln . f... nr ",,'^oxmn tencr rech, Wurzel geschchgm . s.ch.^jA S Ä 'ÄS" an ech '«'.d se„e :!.>s vm, me.,-k.n :,t»senstrckb bti i"!," Innen,, welch, id, an, «r , fei me \r! S iÄÄ 94 ^ Urmsl. Wann geschchm ist. - -7er- tesniTr r»asss Üül.."" ^n,ch fS^jlrfami 1 Sco^Z 1 , 6?«U f » 2M>twtmen ’ letzte Nachrichten. ©er nenefte Bericht der- ^ecre-leitrnic,. ^dostes Sauptnuartier. 19. Juni Westlicher Kriegsschauplatz. J > Jfor t J g I ltPPt Kronprinz Rupprecht. KLZWADWWKh s Sasi’sm «ÄiSfcSfS: säÄsBSiilHss slHEÄif ® £er Erste stoeneralauartiet meister Ludendorff. * 4- * Die bolschewisüsthc Regierung in Sibirien gestürzt. ans PÄttSWirqbjs? w7 Nichtamrlich.' Nach- Meldungen - W e fr f i 0 i r c „ darrt cLL'Z C W " 1 ' * ‘ Regierung in ck> c n ge st ü r z t ^,rÄn Omsk ist Z T Z 5 " »nd T sch e werden B« rmnF , . 7 ^ ’ t ^ vn den Trupp«! genominen 1 Smi,"m. o^st ^no7a7?.^ T Ufa f«n öS £ sch,^7 sandten an di- S rc»rt «mimiHA <)ni Jiann namens Lachowitsch Tie BolschemmT,' SiW^s^ artürtt V?""' ^ ty-St ^ ' iet-Rcgicru,,g. von der ttbttiichen 7 .7^^-nrer,m,,tt,che Sow- angetreten. Jprr erste Niisoai»- ist 7,'!?.^ !l ,‘' TO4 ! > k, f*u die Regierung Sie iwirische Regier,,„g ist der.,, 1 « ^ -ioustituanle. unke, der Bedingung, dis b« & h, »Ä mrt . ^ -". versorgen nichen Schritt- g-gen '>&;£„ .*"■ Lulksreq»r,llig frinf fri Moskau di? Wili imma Vr - . * " n c crngiord:,«, ebenso in •■»««asssias 7rutsche Arbeit in iver llftüiur. p '“S MhM^m^onäf ^llmig legen. Tre Bantruvven ngb-,. uZlf £i tr ,. .' 9 4«9at türmt?,, dieses Monats ist zu TJZt'nfAT in Rukland Kriegsgefangenen imtergebrE waren. ankam, nw dik Aus Holland. ^evicbtssiBaL. ..des Indes' .... «SÄ f -Vrte-; ,7V IteUt ,irf, IjcrutU-, bcjsbhxZoSmItoZTZ, TT mbrni gedenkt. Als ®e„„b' vrlmZ SffhM'’ ^ “ ’ 5 i:rüa ''n ! ' ,rnrte.,Won.eronz im Haag Amonraron imterzubr-rngen. OHcfni oimgivr Ö5SÄÄHS93 ^ Vorsitzenden dsncksg«7i chtsgebäi lde. Ucr. 1). ' xj.r.y Bestimm,mgen'desh!f7^' '^""tdernng wird „ach den l-enew'nden Gieken, den 18. Juni 19,8. Gwstb. Bezirksch.nmando Nstekm cr^ - V C u K r ö p v s rh ' 8,MtMtfiie "^Ö^Ä &cä ^ ^ ■_-■ I ___X . Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag der Gemeinde Rieder-Besfingen für 1918 liegt vom 20. dt. Mts. an eine Woche lang auf dem Geschäftszimmer der Bürgermeisterei zur Einsichtder Beteiligten aus.Einwendungcn können daselbstvorgebracht werden. Es wird Umlage erhoben, zu. der auch die Ausmärker beijutrageu haben. 464« Nieder-Bessingen, den 18 Juni 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Nieder-Besfingen. Roth. Bekanntmachung« Die Versteigerung von heute ist aenehunat. Ausgabe der Adsttbri.: ine bei der zustaudigen Zahlttelle, -volzüder- Weisung und erster Fahrtag: Samstag, l. Jjiw. Gießen. 17. Qitni 1918. 4649B Großlierzögliche ObersSrsterei Tchiffenberg. T r a u t w e i n. Cafe Amend Heut« Mittwoch. 8 Uhr: Familien-Konzert KarioMelernteniasctiinen Weltroder mit Planetengetriebe und _» verstellbaren Gabeln und Zinken, sowie System Marder mit verstellbaren Gabelzinken u. Verstellbarkeit der Wurfweite, ^‘c ^Ph. Mayfarth L Co., Frankfurt a. M. Calcium- Dom 1. September an wird wieder den Kleinverbrauchern in Landwirtschaft und Gewerbe Carbid zugeteilt werden. Jeder Kleinverbraucher hat bis zum 10. Juli bei einem Kleinhändler seines Wohnortes oder Umgebung Antrag auf Zuteilung zu stellen. Die Kleinhändler erhalten Antragslisten und weitere Auskunft bei 4506 D Carl Garthe, ülÄ-WÄvz Wetziar, Bahnhofstrasse. M u f v u f ♦ Mitbürger und Mitbürgerinueu! Nicht nur auf den Krieg, auch auf den Frieden soll ein geordnetes Gemeinwesen gerüstet sein. Auch Gießen soll der Frieden nicht unvorbereitet treffen. Zu den wichtigsten Aufgaben der Friedensvorbereitung einer Universitätsstadt gehört die Bereitstellung von Wohnungen für die Studierenden. Wie beschäniend wäre es für unsere Stadt, wenn wir den heimkehrenden Siegern gestehen müßten, daß wir nicht daran dachten, ihnen eine wohnliche Stätte zu bereiten. Sagt nicht: haben die Studenten vor dem Kriege hier Wohnung gesunden, so wird sich ihnen auch nach dem Kriege ein Unterkommen bieten. Bedenkt, daß mehrere Jahrgänge von Studenten draußen an der Front des Augenblicks harren, da sie ihr Studium wieder ausnehmen oder beginnen können. ,. . _ , . . Ihr wißt, daß vor kurzem eine Gesellschaft hier ms Leben trat, die durch namhafte Geldbeiträge die wissenschaftlichen Einrichtungen der Unwersttat zu fördern sucht. Mancher wird bedauernd meinen: da können nur die Reichen mittun, unsereiner ist nicht in der Lage, sich durch Geldspenden zu beteiligen. Dann könnt Ihr aber der Universität in der Weise helfen, daß Ihr ein Stübchen an einen Studenten verniietet, und Ihr könnt versichert sein, daß uns diese Hilfe nicht weniger willkommen ist, als der klingende Betrag des Wohlhabenden zu der Hochschulgesellschast. Glaubt nicht, daß wir uns nur an diejenigen wenden, denen die Vermietung von Wohnungen zur Erleichterung ihrer Lebenshaltung dient. Haltet Euch nicht aus einem Gesühl falschen Stolzes zurück, indem Ihr vermeint, Euch etwas zu vergeben, wenn Ihr einem Studenten eine Stube einräumt. Ru Beginn des Krieges hat mancher in vaterländischer Begeisterung Zimmer für Verwundete zur Verfügung gestellt. Ist es denn nicht weniger eme vaterländische Pflicht, dafür zu sorgen, daß die heimkehrenden Krieger die nötige Unterkunft finden, um sich aus der Universität auf den künftigen Berus vordere,ten zu können? Und rührt sich nicht etwas vom Gießencr Bürgerstolz in Euch, daß Ihr Euch sagen müßt, wir dürfen unsere Universität, die den Namen unserer Stadt in die Welt hinausträgt, in diesen schweren Zeiten nicht verlassen. . Wohlan denn, prüfe jeder, ob er nicht Nach dem Kneg em Zimmer an einen Studenten wird abgeben können, und alle, die dazu bereit sind, mögen Namen, Straße und Hausnummer, vielleicht auch unter Angabe der ungefähren Preislage, schon jetzt schriftlich bei dem Umverfitatt- jekvetanat, Bismarckstraße 22, augeben oder sich daselbst in eme bei dem Universitäts-Kanzleidiener ausliegeude Liste, in der Zeit zwischen 11 — 1 Uhr, eintragen. 445Bo Der Rektor der tandesMiverfität: L»r. SisevlUL. EwMsst lieitn« KrimMki,- Berte BorrasSS Itnie >« ©itfscn. Die am 1. JvLi d. I. fälligen Kupons der I.stelligen 4o/o ig?n Obliganonen und der ll.stelligen 4^0/oigell Obligationen sind bei der Gewerkjchaftsknsse in Gießen, bei dem Hessischen Bankverein, A.-G., Filiale i.Gießen, bei dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. LLo. m Coln, bei dem Bankhause Lous David in Bonn a. Rh. * a!) ©Tefeen, den 17. Juni 1918. 4642D Im Aufträge: Justizrat Grünewald, Rechtsanwalts_ . Leinenzwirn- Verteilung. Ter den fyaimtien mit drei oder mehr Vertone n an s Grand der ausgegefenen LeinenMirnKarten zwteyenoe Leinenzwirn ist den amtlidien VerkaufsfteUeu uberrmesen Ter Leincnzwirn ist gegen Abgabe der Lemen-wM-- karte in derjenigen BerkaasssteUe abzuholen, rn der m e Bestellung erfolgt ist. Tie Adhobmg des muß bis zum 30. Junr 19 18 geschehen. Ueber Nicht rechtzeitig ab geholten Leinenzwrcn wird anderwett vcr- Tic Verkanfssbellm hoben die in Emv^img gamn- ineuen Leinenzwirn karten bis zmn 6. ^ Stadt. Lcbensmittelauit, Zimmer Nr. 8, in vtnch.ossenrw. Brieftimschlag unter sckxriftltcher. Ange der Z^ chl de r iabgelieserten Karben und der mcht abMwüten Bwrrn- rolleu abzugeben. , . ^ - Tie Bczugsberechttgten haben kernen Arp plMch gut Lieferung des Zwirns in einer beslimtnten 0 «rv e oder Nummer. Tie Verkaassstelben sind ledocv ^nerpjlrcytQ, Wünschen der Bezugsberechtigten, sowert^möglich, M ent- sprechen. Ter Klei nverkcrusS preis ist auf 0,15 ML lur ine Berseblungen geg en oben stehende Eorsäpn sten inner- liegen den in der Bekanntmachung der ReichsbeLerdungs- telle vorn 20. April 1918- über LeinenzwtriwerteMrng enthaltenen Strafbestimmungen. Außerdem haben Ber- kaussstellen, die gegen vorstehende Beittnunangen verstoßen, den Ausschluß von werteren Zuteilungen zu gewärtigen. Gießen. den 18. Juni 1918. 464bL Ter Oberl'ürgermeister (Lebetrsmrttelamt)._ Eandeissclmle v. G. llerineB, Glessen, Bahnhofstr. 60. Tel. 1097. - —| __ Gegr.1909. Geschl.durchget aaläiahrca-u.Jahrasklassoa d.geprüfteHandelslehrer Beginn des nächsten Saibjahraakzrsa» Aalacg -alb Privat- Unterricht in a. HandelsfUehern. j Zaeattbru.v?. Sttaatyrarhie, KaachiseEsehrsiba», Schönschreiben, Fremd-Spraehen usw. Nachmittag- n. Abendkurse. Prospekte frei. Persönl.Rückspr.cLRichtigate. Anmeldungen täglich. Brennholz. Tr. Buchen-, Eichen- lind Tannenholz, geschnitten, empfiehlt ab Lager und waggonweise o772 J. Happel Holz- und Kohlenhandlung Attrhlstraße 18 . He« - Ablieferung Aus Grund der Verordnung des Kinegsernshrungs^ aatts über den Verkehr mit §>eu aus der Ernte 1918 vvm 1. M.ai 1918 und der AussührungÄekMnrLmuAmg Gwßherzogl ichen Ministeriums des Jmteru.vom.14. Uten 1918 (Kreisblatt Nr. 58 vom 23. Mat 18) t»rd nach Anhörung.des WirtschaftsauSschusses besttmntt, oaß aul jeden Morgen wirse 2 Zentner heu durch den Erzeuge- abzuliesern sind. _ .... .. Tie Ablieferung hat au das heu-kstlsLruagLZik, an den 'Bahnhäfen 80, täglich von 8—12 Uhr wruntta^- und 2—4 Uhr nachmittags, mtt Msncchme bcc fami* tage, zu erfolgen. Fatr den Zentner L>ea werden vju. o, bezahlt Ueüer die erfolgte Ablveserung lmrd eure Be- M W Mr Li-s-rm« Verpflichteten kann die Leistung Mangsrverse ouf föjjto des Verpflichteten herbeigcsührl werden. Ferner ist Bestrafung nach tz 10 der oben angegeber.'en Aewronung des zkriegsernährungsamtes zu gewürtchen. Gießen, den 18. Juni 1918. A646B Der OlErbürgerineister (LebenSmhvcchMt).