Br. »rr Der «fc&entt L«r^§« «rfthettu täqttrb, a»yrer Sonntags. - Beilagen: OtetzenerFamiliendlSttn; XreirUatt fLr itt« «reis Stttzra. V-zna5prei5-. inonatl. Mr. 1.20, viertel- Ehrlich Mk. 3.60: durch klbhole- u. Zweigstellen aronatl. Tlf. 1.10; durch ^ieBost Mt. r.6O viettrl- jühtt ausfchi Bestellg. ^ernsprech - Anschlüsse: für die Tchriftleittma 112 Berlag,Gckchätttsteue51 AnschrM für Drahtnachrichten: Anzeiger Kietzen. Erste; Blatt 168 . Jahrgang Freitag. )un! 1918 -ostscherN-iNto: Krankfatt a.V. H686 Saukv-ttehr: Srwerdrdank «letzen äroUIisigsran^iiKjf u. verisg: vrühl'schr Unio.-Such- u. LremÄruckerci R. Lmge. LchristiritMig, Srschästrjtette u.vruürrei: Lchuiitr. ttliKtt.-Ul« Ä'Jl. r'Jftya bie Tagesniiiuner bis zum Nachmiltag oorhrr ohnestdeVettiudiichteir Zeilen >:n der Regiernna im Jahve 1917 ein-getwtmtvene Hcrltmrg zu prüfen und zu erfahren, wie sich die Regierung jetzt in ähnlichen Verhältnissen verhalten würde. ES müsse den Abgeordneten Gelegenheit gegeben weroen, ihre Ansichten über die llr- 1 Ann r% • I ^v " /■* r • Angriff eines franzSfischen Fliegers anf einen deutschen Lazarettzug. Berlin, 13. Juni. In einer der letzten ^Ächte ist ein deutscher Verei nslazarettzug einem ab sicht suchen und die Schuld am Kriege zu äußern, sowie ihr 11 4«(. am *».1- . — !x . C • k i /-v , . ^ > >. Urteil über die Trag-veite der ameridrnischen Kriegshiffe abzugeben. Abgesehen von einzelnen Erfolgen Deutschlands tonne die Entente heute mit der: Mittelmächten mit freien Händen und unter gleichen Bedingungen verhandeln. Derselbe Abgeordnete forderte sodann namens der Sozialisten die Einsetzung von KvntroHausschüssen der Karn mer hft ttirfifrrvffp'Mf_— l._.... Trier, da chchtöffentliche Aussprache in diesen Dingen vorzu ziehen sei Der Ministerpräsident antwortete ausweichend Wir können mit Geduld warten, bis die Stimmung in den feindlichen Ländern sich entstl-eidand ändert. Wir vermuten, das wird ganz bald und plötzlich geschehe!:. tn Kampffronten ist die Lage unverändert. Oert- liche,Kämpfe südlich von Upern, südwestlich von No von ms füdllch der Aisne. Einige Blätter beschäftigen sich ausführlich mit der « die der kürzlich öfter besprock>enen „Friedens- «vif* ^^Euz^ituTu;" in Frankreich bereitet wov- "S™ dort her will man ja den ersten Friedens^ fryrrtt der Entente erwarten. Clemenceaus Standpunkt ist auS ferner jüngsten Rode bekannt; er „kapituliert" nicnials, er hält nach wie vor daran fest, daß Deutschland erst besiegt iwnrbtn müsse Die „Voss. Ztg." stellt über die Mitteilung emrger sranzoNlchcr Pressestimmen, die nicht gerade eine Ab- nxuffnung kund, datz' das Ka- bmett Clcmenccan nächstens stürzt? Um unsere Empstndlichkeil zu yr hindern, den Schlag zu parieren, den sie gegen, uns fuhren. We-der Frankreich noch die Alliierten haben ein Jn- reresse daran, von rwrnhckrein die Idee eines Friedens rurückAu- woher sie amh, komme. Im Gegenteil, es muß klar werden. fff fortsetzeu, um zu einem gerechten Frieden zu gelangen, sich Un^ die Gelegenheit bietet, zu sagen, wie wir nrüssen wir sie ergreifen!.. 2^ ^ lc Diskussion über die Friedensbedingungen/ ^i^?d.v:elmehr. Wenn die MEmächte zu dieser Fiiedens- ^weschrerten zögern Armcht, dre Unterhaltung emzimchmen, L^lyKt,. ste öffentlich xjt. Die diplomatischen Fallen ver- d«r geheimen Verhandlungen. Die verschiedenen Vorschläge, berenttvegen man so viel Lärm gemacht hat batte man meÄT? ^Wr-chm^r einfön«,,, Mcht typ • n ei ^ cr t allgemeinen Unterhaltung, wo sich alle Programm präsentieren würden, keineswegs und in keiner Nezreyung schwachen, wenn e? fia) davmp entlassen würde dieseni Weg ,-u. beschreiben. Der Augenblick ist. zu arnst als daß mAÄ des zweiten Ang rrfsstages war die deutsthe Beherrschung der Acotz suhergcstellt. Zur Auchuchme der TAdnsner seiner unter dem^S'doß des deutschen Angriffs M'sctchgenen Divisionen halleii die Fvanizosen bis dahin vier neue Divisionen eingesetzt. Sie ver-, mochten nicht die Erstimpfung der Nürtzniederung aufzuhalten ^nd gerieNn mit in den Wirbel der sranzösisä»m Niederlage. Noch am Abend viollerchete ein Regir^nt best Erfolg auch gegen Osten, ovdem cs zu einer Zett, da der .Franzose mch nördlich davon anf dem Wesdufer der Oise Widersland leisdeLe, in einem verwegenen Ltoße dickit vor Cambronric bis an bie X)ifc sprang imb in überrasche idem Sturme Ribec ourt nahnr. s Kampftag hat mm die erwartc-um, von unserer Luftaufklärung tags zrax-.r mit wervoller Geinruigkeit an gesagten großen feindlichen Gegenangriffe g»- vractxt. L>ie Jeßten, me cmgenoimnen uZordcn war, den Schverpwitt gegen den äußeren rockten deutsck-en Angriffs st ügel im Ramne von Ayencvntt südlich Mecp. Unter starkem Artilleri«mfwLnd und unter Emsatz von Drukgeschwadern brandete der Franzose gegen du neue deutsche Linie rm. Acht feindliche Tanks wurven L? .^r .stelle «beutttt. Auch gegenüber der nerm deutsckMi LaMrettzu^ in geringer Höhe eine Lentt^tkugel schiveben, bie den Zug taghell erleuchtete, so d«ß die lange Reihe der roten Krenze ans der geringen Höhe, in der sich bet) Flieger befand, deutlich erkennbar war. Trotzdem suchte der Flieger sich gerade dies Ziel aus. Zuerst nahm er den Zug mit seinem Maschinengewehr unter Feuer mrd stetz dcnru vier Bomben satten, die drei der Lazarettwagen zertrümmerten und neun sä-wer beschädigten. Der Transportführer ist bereits feinen Wunden erlegen, der Hllfsarzt liegt schwer verwundet im Krarrkenhaus. Nur dnr»ch ein Wunder fmb die übrigen Insassen, von leichten Splittw- Verletzungen abgesehen, unverletzt entkommen. Die Verteidigung vvn Paris. Bern, 13. Juni (WTB.) Anläßlich der Schaffung eines Verteidigungsausschusses in Paris weist die Presse soarautz hin, daß man daraus nicht schließen dürfe, die französische Hauptstadt ser bedwlst. Man wolle wir sttr den Fall einer Bedrohung und Belagerung von Paris jetzt schon alle Borbereitungett tressen. Der „Demps" meint, Paris werde zu allen Ops-on bereit stm. Tie Erpressung, die Deutschland persuche, sei z:vecklos. Teilweise Zerstörungen in Paris würden niemals bewirken, daß onMikrerch rrgerdweläre Zugeständnisse oder demütigrude Friedensangebote machen werde Sem bat verlangt in der Zeitung „Heure", daß xetzt schon alle Acaßnahmen für eiw ernschastr Verteidigung von Paris getroffen werden. CleMerrcean. Budapests 13. Juni (Pttv.-TÄ.) Der Smvüxc SDeöÄ- blstatter des „Az erfähtt, daß Clemenceau seine M- neignng, Frieden zu schließen, vor einem Freunde in folgend« Weise rerLfertigte: „Ich kenne die französisch- NeutralitÄ setz: gut Lveun rch Frieden sMieße, wird man mich — auch meszn er noj so vorteilhaft ist — der Schwäche und des Lanüesverra« anllagen. Wem, ich indessen den Krieg jvrtsetze, so werde ich — auch wenn er noch so schrecklich ist — ein nationaler Held. Denke« ^re davmi, taa£ daS Schicksal Thiers rrnd GarnbetwS inar! Ich sichne mich nacht nach der schweren und undankbaren Nolle ThicrS. Linie sMich der Matz versucküe der Franzose mtter Einsatz sbattvr VW ,.^*5J*;? L<Äarl-tenglück nachttägilich wch zu tvenden. Amh hier zerschellten seine^Angriffe SS ^brtterter erging eH ihm im pstteil des Mützabschuittes. Hier imrrde der ur breiten Linien aus den: Walde nördlich von Viller-sur-Porchon angesetzte französische Gegenangriff dem^ Errerch en des Waldrandes schlagartig van der 'in Lauer- stellnng Trumm „ „ Scrmtbcn tartlrfjat StrtiOerfe irnd z«rschl»gen. Nur . runnner rewÜ!M sich m nulder Pu-rtt in b-ai Wald äun’icE. Tic unSKcfrä®rttnöf dem Fedide bislang mich überlasse,«! Ortfcfinft into fonier'fciK&fä deubsch-S F-ri-r genommen, brf^lgte hastooll d-.e Näuumrig. Ter Gewum des DöhenMlLndes hat s«h am dritten KmnMage beeeit-. dorn» «msgeceift daß der Franzose auf dem Ofö-fer der «anzen Wald von Carlepont und den. sndlch ansäün-ßcndcn Barenfvrst resllos räumen nrußte. Don Osten her angesetzter deutscher Dvuik stieß in die letztrn dieses Kinm«= bewegmigrn. Mit der Ai^schüttnng diese; durch den grfolgreichM n^sierlMt zuge»Mittene-i „Sackes von Noyvn imä neben der Gefangenen- und Mnterialbeut« eine ivUl- wmmene Fmnwer!Ärz-mig und Fefögimg unserer Stellmm »eaen Lüden zugefallen. ^ Der Sturm auf Marenil südlich Lassigny. ttxrr genommen. Schritt- ^ ^ähe Gegner zaltttckgedrückt. Es gelingt die besonders^ lästt ge 75 Millimeter-^tterie 500 Met ' ''' ^ Politik den Eingebimg«^ ^vvi^^Hasardftnelern aus geliefert" wer den feÄ aus bas „Entgegenkommendste", was aus Frankrerch gegenwärtig verlautet. Einen ..halben Schritt °°u7^d.^ut°t es doch wohl auch nicht. Mau solltr die U einstweilen aus sich beruhen Wirkung der Waffenschlage höchstens fc ntt aÄ Generalleutnant Keim schreibt in der ..Deut- unht ganz unrecht, das eine stehe fest daß icdes Nachlassen des militärischen und politischen Druckes ^rerftits eine Kriegsverlängerung bedeuten und die Ge- Frieden zu schließen, rvie wir d brauchen, herabnnndern mußte". A u ~K m Italien ist die Friedensftimmung noch nicht b-^l-ich ^w°cl>sen. und unsere B^S7w^ darum zu kämpfen haben. Der itali MMW "hicst" am' Anlaß der Anwesenheit einer belgischen Ministerabordnung eine Huldrgungsrede, worauf der Sozialist Modia- ran: eine Aussprache über die politische Lage ver- langte. Er bekundete sodann dieselben Auffaffungcn aus den soeben zitierten Sätzen des Journals dev Debats" l)erausgeklungen sind. Der^ Vier- ^anke^zu fassem Eil Geschütz'war"sck^^rch^nen Volb tteffer erledigt. Umer dem Feuer der Schützen verlassen die Kano- ste^n^0^^..^Ede- Emer Protze glück: es, an ein seitwärts Verwes Gesckutz heranzukommen und miftuproken. Schon ist fast dll u ^ lTC Maschinengewehrgarbe ote gesamte^Bespannung zu Boden. Auch rcck-ts und links der ^ttaße wetten zahlrent)e vollständig intakte Geschütze erbeutet £ nC T! ,0 ^ ^lern noch immer schivere Geschütze Plötzlich stich die Unseren in der Batterie. Was si-ch wehrt wird ffi nSrhe^* Steilfeuergeschütze schwersten Kalibers sind erlieutet ^ % noch geladen. Rrngsmn lie^t Munition :n Menge, ^n Mlareull bersten unaufhörlich schwere Geschosse unserer Mörser. Die feindlick-e Attilleric baut ab Ihre Gegenwirkung hat merklich abgenommeri. Von rechts und lmks brhurcu T.^ppen durch den Wald. Zahlreilche Gesanges wetten^?ch rückwärts abgescl-oben. Um 5 Uhr nachmittags ist Ma^ruil in iVt 8-ranzoscn. m bcncn ne sich vergeblich bemühten, uns toe errungenen Erfolge wieder \u S2V baben erschreckend viel frauzösisck)es Blut gekostet Nach entteii w Twa ■! 9aixn Mcyreckend mol srauzö isches Blut gekostet Nach dmck k^'M^^^^bmrvg-RÄckcnS flüchtete in &aZt vurch den Wald. Die loenigeir für dre Fluckst verbleibenden fo^Sie? flpfr^f n hrtfi m s^ Cr a^ Unö ? rCU i r ^ butschen Artillett? mrÄfr-Ä baß den Franzosen der Rückzug abgesckmitten ^ b^e strebenden Trümmer fast gänzlich dein licht et ivurdeu Den Bergkamm entlang liegen Frmizosenpserde und nitter- f^flclaffenc Munitionswagen, neben ihnen D:cklcht aeschleudortt Tote, die de?! Weg über me Matz nicht mehr errelchten. Im Südteil bc^ Riceuebouro-. I^Sh? Grenadiere den wohleingerichtoten Abstand d^ den Abschnitt befehligetiden französischu: Generals ^Jssas a»2 * ,m ■* Die polnische grcge im ungarischen Ahgeordnetent?all?e. Budapest. 13. Juni. MTB.) Meldung des Ungorisitzm Kvrrespondenzbrrreaus. Graf Theodor Batthyany von der Karvlyi-Partei richtete im Abgeordnetenhaus folgende Interpellation an itm MinisterprüsideTtten: „Welchem Standpunkt nimmt die Regierung in der Frage der Loftttrg der polnischen Frage ein? Entspricht die in Oesterreich,verbreitete Na-chttülk der Wahrheit, daß in Verbindung mit tü!- ^o.rt?e kann nicht geleugnet werden nämlich daß dre auch von 'uns gewünstlste Vefteiung der pcknisck«r Natron der Mrtwlttüng unserer Masken und der unserer Verbün« beten zu danken ist. (Zusttnmmng.) Was die übrigen Fragen des Interpellanten betrifft, so kann ich zwischen der po'l n i s ch e n und c r ** r Y i - j /“v .o I V V V * * vv-*. v i. 4 111 l LI/ t ll U i 2 er b slawischen Frage keine:! unmittelbaren Äiammen- Hang erblicken. Ich kann auch aus die aufgeworfenen Fragen in- r! r . _ . , . . v -, ’T“' ’- ,kl uu|yuwi|tUUl ytUljm lll- MfM mcht antworten, als der Interpellant gar nicht gesagt hat was er eigentlich unter der südslawischen' Frage verstehi'Er'wiK vs dahcjr nawrlich ftnden, daß ich darauf nicht antworte Wir , i- J-,-V. , . ' z/rv uiiuwuc Wir n(mm die ersten ^d re die Einrichtung eines polmschen Staate- mit unseren Verbündeten prollamretten, ibn anerkannt sowie den Standpunkt eingenommen halben, den wie auch Hute noch ein- neömen, nämlich, daß die entscheidende Entschließung über daS künftige Schicksal de^ polnischen Staates der polnischen Nation znkommt. .d^cht mir die Negierung, sondern auch die gesamte ungarische Natron begrüßt die Entwicklung der polnischen Nation und die Kundgebimg der .Krästimkna ihres politischen Leberrs m dem Slaatcngebilde. (Bcifallnrfe links) Die ungarische Nation gibt auch ihrer Freude darüber Slu^dnick 5 ^ ackmge, mft dieser nrsÄge ihrer gesantten Verlegenheit mit uns rn Verbindung stehenden Nation in engere Beziehungen zu treten Tw(; unserer Sympathie ist unser Standpunkt der. 5 ??^ staatsreM^ Lage k^ftne Aenderung erfahren darf lind dal; wir unsere iuneren ,Au.p-legrmbeiten olw jttc Einmischung Zl unk. .erffit sl r i 1 !‘/!L ere . Zuteref^i wahrnehpum können. Ueber die Lösrmg polnischen Frage Hrd aufgetaucht, nicht nur m Deutschland, wo sich die amlliclxn Kreise l 10 # lwr nicht tmhern, sondern auch, wie das Mi,'viel des Inter- Giranten zeigt bei uns und auch in den Kreisen der Polen Diese befindet sich noch ruckst in dem Stadium, daß .vir txV* 225*%* rmsen- SteNmiguätmle gekennzeichnet hätten. SZS Polen war noch nickst in der Lage, fernen Standpunkt m biefeti Arage vu ällHerv. Unter fofchsr llmftthtben wftd es bi5 Hans Eürlich fbäoi, baß ich nrich nicht Lußere. Was die ukrainische Tyrasie betrifft, fann ich mich «ruf bk ©rffararng beschränken, daß bet Vertrag mit der Ukraine noch nicht ratifiziert morden ist. Nach einer kurzer, Erwiderung des Interpellanten wurde die Antwort zur Kenntnis gerwnrmen. Ungarn und MiLteleurspa. Budapest, 13. Jum. (W'. B.) Der deutsche Vvtschafter in Men, Graf Wedel, sagte in einer Unterredung mit einen, Mtarbeiter des „Ätz Est" über die Vertiefung des Bündnisses Molschen den Mittelmächten und über die Stellung Ungarns im neuen Bündnisse unter anderem folgendes: „Das Bündnis Mvischen der Monarchie und dein Dcupchen Reiche ist kein Gelegen bettobünbreis ltrö die Entente, sondern ans dauernder Freundschaft gegrimdet. Es hat unter Ausschaltung jedes Angriffs- gedankens nur die.Verteidigung der Sicherheit des Besitzes und der Interessen der- Ver^urdaten Mm Ziele. Die Selbständigkeit und UnaNhängigkeit der verbündeten Staaten würden auch im Rahmen des neuen Bündnisses unberührt bleiben. Tie politische Einsicht der Ungarn, die immer Freunde der Deutschen gewesen sind, wird bald erkennen, daß die ungarische Nation in diesem Bündnis keine^ Verki'rrzung erfährt, sondern bei völliger Währung ihrer SetbjLcrndiyöeit oho« die .geringste Einschränkung ihrer bewährten aßen Rechne und Traditionen vielmehr auf diese Weise die beste und dauerhafteste Sicherheit ihrer nahrhaften Interessen finden nmÄ." Die ukrainisch-russischen Verhandlungen. Kiew, 12. Juni. (WTB.) Tie Zeitungen berichten über das Ergichnis der ukrainisch-russischen Verhandlungen: Wassenstillstand ist au allen Fronten. Es lvirrde beschlossen, die Festlegung der Demarkationslinie dem Truppen ko mm mrdeur ait der Front zu Ä>erlassen. Mit den Berhandftnigen über die Grenzers der Ußüaine soll sofort begönnet! werden. Daher wurde die Frage der allgemeinen Demarkationslinie von der Tagesordnung abgesetzt. Vorläufig wurde Seine Einigung erzielt über Äe Wiederaufnahme des GtzUerverächrs, über die Post- und Telegtaphenverbindlmae- s sowie icher die Öffentlichkeit der VollsiHunger?. Tie ukrainisch! Delegation ist laut Ministerratsbeschluß gegen die Zulassung der Presse urrd des Publikums. Nammilski erklärte nach einem Ferngespräch :^it Mvskau, daß von einem russisch-ukrainischen Warenaustausch ttit; die Rede sein körrne, wenn Getreide und der nicht weniger wichtige Zucker gegen russische Webwaren ge* liefert werden würden. Nach Zeitungsberichten hat der Minister der ausivättigen Angelegenheiten Torvschenko dem deutschen 'Botschafter Freiherrn von) Mumm «ne Note über die Notwendigkeit der Angliederung der Krim an die Ukraine überreicht. Der Schiff-raumnrangel Ln Amerkka. Wern, 13. Juni. (WTB) Der „Nerchork Tinres" zufolge erklärte Mene, der Vorsitzende des SchiffalMsuusschusses der Haiä>els.krr7M7rer der Vereinigten Staaten, Amerika seirde Zeitte über See, ohne genügenden Schiffsraum für eine Krisis zur Verfügung zu haben. Er hoffe indessen zuversichtlich, daß das Land, das denMalt das Leben seiner Söhne aufs Spiel seize, den niilverldigru Schiffsraum beschaffen werde. Seines Erachtens würden die Schrfssneudauten nicht vir dem nächsten Frühjahr oie durch die Tauchboote bewirkten Versenkungen wettmarh-en. Man lprbe für den Transport von Kriegsmaterial und Lebensmitteln auf jeden Mann an der Front vier Tonnen Zchiffsrautn zu rechnen. Eine MMon Leute in Frankreich werden somit 4 Millionen Toi tuen Schiffsraum erfordern, bi« ttuwi reicht besitze. AAr Fortschritt ist das Verdienst des Ersten tünDs der eng- lischm Mmriralität. Trotzdem können die gegenwärtigen Ver- hpltnisse im Mittelmecr nicht als ideal angesehen! werden, solange feine einheitliche Leitung vorhanden ist. Außer der engln^n Flotte lieferten die italienische, die französisch, die amo- rikanische und japanische Mprine Schisse irnd Däannschaften; je&t; 'utrc) auch die griechische Flotte miter Admiral Elynton-Brownl rCTarVnurrt. Das btite Mittel, die Lage zu verbessern, ist die voll- w.mm.che Einheitlichkeit des Oberbefehls über alle tnß Miltckmeer vertretenen Marincstreitkräfte. Dies umsomehr, da bei der Absicht Deutschlands, sich in' den Besitz dbr russischen^ schwarznreechFlotte zu setzen, die Alliierten aus neue tragische Ereignisse vorbereitet sein müssen. * Wien, 13. Juni. (WTB.) Meldung des Wiener Korrr-» sponderizburvaus. Gegenüber der Meldung des italienischen A d m iral stab s, daß am Morgen des 10. Juni zwei italienische Dorpeooboote eine österreichisch^ungarische Schiffsabteilung angegriffen und einen .Krenzer vom Typ des „Viribus Unitis" mit zw-ei Torpedotreffern sowie einen anderen mit einem Torpedo getroffen haben und einen verfolgenden Torpedojäger schwer beschädigten, verweisen wir auf die heute ausgegebene Mitteilung der österreichisch- uirgcrrischen Marin es ekrion, daß Seiirer Majestät Scyifs „Szent Ist van" torpediert, aber weder ein anderes Schiss getroffen noch ein Begleitfahrzeug beschädigt wurde. Washington, 12. Jmvi. (WTB.) Reuter. Der amerikanische Dampfer „Fingar del Rio" wurde am Samstag auf der Löhe von Maryland durch ein Tauchboot versenkt. Tie gesamte Mannschaft wurde gelandet. Ans dem Reiche. Fleischlose Wochen? Dem B. T. wird aus. Dresden gemeldet, daß ore Äür- regung auf Einführung fleischloser Wochen, über die gestern berichtet wurde, vom .sächscsft-en Landes lebensmittelamt ergangen ist. Das Kr i e g s e r n ä h ru n g s a m t hat die Frage aber zunächst nicht als dringend ancre- s e h e n. Die Getreideprcift. Berlin, 13. Juni. (WTB.) Das Kriegsernährungsamt teilt mit: Ein Berliner Blatt bringt in seiner heutigen Morgenausgabe eine Zuschrift aus der: Kreisen des Reichs- ^ Abschluß^ der ReclMmg dos Jahres 1917 und auf bic vorläufigen Ergebnisse der Veranlagung zu den direkten Steuern sowie der. Verwertung der Donramalerzeugvisse ebenfalls ohne weitere Iw- anspruchnahme der Steurrzaister möglich sein. Mb. Deutscher Reichstag. 174. Sitzung vom 13 .Juni. Am Bu-ndeSnUÄisch: o. Stein. Vizepräsident D o oe eröffnet die Sitzung um 1.20 Uhr. Die Beratimg des H eerese tats wird fortgesetzt. Aba. Dr. Hauß (Elf.:: Was militärisch notwendig ist. 'rnÄ meine Mitbürger sters bereit, zu bewilligen. Sie i fid> aber b.:g-gen, ban die Miii-är'o nniandoo hnen mi. olchem M. t inai begegnen, chcdauerüche Einzelfätlc verallgemernern uuo eisaß-loth^ ringische Sold^rteir vn Felde und in der Garnison mit anderenl, Maßstabe gemessen mrd als Sc^daten minder^- Rechte behandelt werden. 1914 schien eirre neue Zeit für unsere Heimat angeorocherz zu sein. Freudig eilte man zu tmi Fahnen. Die Elsaß-Lothringee schlüge!t sich nach dem Urteil von Erzellenz von Deimling vvr» trefflich. Die Elsässer haben sich stets, und znurr an ber Westfront, vortrefflich geschlagen. Dennoch mußten sie den Schimpf über sich ergehen lassen, wie unsichere Kantonisten aus dem Westen nach dem Osten geboacki-r zu werden. Ist die Zahl der Ueberläuser bei den Elsap-L-othringern größer als bei den anderen Volksstämmen? Von zwei elfaß-lothringischen Soldaterl soll Verrat der Offensive aeübt worden sein. Trifft es zu, so ivill kern gutgesinnter Elsaß» Lothringer mit den verbrecherischen Absichten diei'er Verirrten etwas gemein haben. Für die Berfehlunaen ärn^elner darf nicht dre ganze Bevölkerung leiden. Gerechtigkeit für das schwer geprüfte Volk! Lassen Sie den El f-aß^Lot h rin g er wieder seiner Zukunft nwh P-erden! . Abg Schirmer (Ztr.): Bei einem.sv'"großen Organismus, wie es das Heer ist, sind Mißstände wvhl rrmungänglich Tie Berpftegnng dos ^Hoeres mag cruf große S-chvierigteiten stvßen. >tre Hanptjache ist, das; jeder das erhält, was ihm Austecht, und c>.rtz der Hauprmann sich um das Essen kürnrnort. Dadurch bleibt) auch die Ltinrmnng erhalüsn. (Sehr richtig!) Vielleicht läßt sich die Eiftlr- efeyl!gte er außer den englisch^ Kräften auch über Hol- iander. .^romveroner. Vrcußai usw, aber fein Heer war keine er-heuli.m v.L.rgsma,ch.ne, ,andern ein buntes Gemisch dessen Elc« mente ^ .. lbestimmt waren; insbesondere die Holländer rührten !eme Befehle nntzt «us und mrterhielten bei ihm ng^ne «mnmssare, der« Hatchtauf«be es zu sei,: schien, seine olane zu < rn'-.rn. Als er rm Tvnan^eldvtrge mit dem P rin K tu / “Jj c r ‘ ( 'ch-lchl ^rr Oberbefehl imve-hatte, gab es rusch einen -ritt« Oderüchehlshaber, L u dwi g vo n B a d en, und mio diesem rollte MnrMorsugh im Oberbefehle abwechsttn. Tie selt- twgc indes dadurch hmsällig, daß Ludwig vm: Baderi dürr-- enve Frntunasbelagerung voll in Anspruch gerrom- men würbe Als die erste Kxüition gegen die französischen Re- Aus HedseZr. Kriegsmatzushmen für Bmrnte dz. D arm stabt. 14. Juni. Mit Ernr-ächtigung Sc Kpl Hoh. des Gwßhwzogs hat die Gro^h. Regierung am 12. Juni d.J. der Zweiten Kammer die bereits mrgeMrLigte Regierungs- vMck-age über Kriegsmcrßnahm.cn für Beamte ufto. frwgehci Innen. Die Vorlage behandelt in ihoem ersten Teü zunm^i die Krie gs - tenernngsbeihilsen für Beamte, Lehrer usw Der Fannlnmzuftlmß soll von den seither .rrwähtten Beträgen von 400. -blX) und 600 Wtitofl auf SV0 900 web 1000 Mark, die Kinder- zulege tnxn 100 Mark auf 200 Watt erhöht weiften Für u n v e r - heiratete usw Beamte -ohne eigenen. Haushalt ist vvrgrsehm, dre Berhrsie von seither 50auf 7 0 v. H. des Famitien- zu s chu s ses -u erh ö he n. Den in den Ruhestand ver'etztcn Beamten usw., sowie ihren Versvrg»cngs!>erechtigtrrr Hinterbliebenen soften ans Nachs'uchcn crupw^rdentlich? Ügürgstcuei.ungsbeiytlfen ge- wähtt werden Der NachpTeis der Bck^ü-rftigkftt ist nicht mehr er- .orberlich Bei den in den Ruhestand vTrie-zte.r Beamten sind als ^amilrenznschuß 100, 450 und 500 Mark, bei den Witwe:! 210, oM und 360 Mark vorgesttien Daneben wnwen für jeftes Kind ' dftfrrk Kiniderzirlage, füw Vftlwasien eine Beihilfe von 240 Mtz-'k gewährt. Tie neuen Vorschttften soHsr rückwirkend vom 1. Apru d. I.gelten. In ihoem zweiten Teil gibt die Neftmrmgs- vwrlnge den Landstänben .Kenntnis von der Absicht der Regierung, ^urch Gr.otzl>erzogliche Nerordmmg, die in der Verordnung vom 0. SeMember 1879 über die Tagegelber, Reisekosten und. Umzugs- lof en ft-er iftvilbeamt^r gcreg ta Tagegeld- und Ueöer-eachttmgs- ) atze mit Wirkung vom h April d. I. an um einen Krirgszuschlag von 30 v. H. erhöhen zu lassen. In ihrem dritten Teil sieht ^ie Vor- "llge «men K r i e g s z u s chn ß zur Kronrente vor, der er ermöglichen soll, die ben Beamten, Bediensteten und tstuhegel>alts- emp angem des Gwßh. Hofes und deren Hinterbliebenen derzeit gewährten Krn-egsreuerrmgsbezüge auf die gleichen Sätze zu bringen, nne sie demnächst den Staatsbeamten usw. gewährt werben sollen. — Insgesamt werden der Kalürrettsfasse für diese Teuerung«- bezüge usw. rund 375 000 Mark .Kosten entstehen. Davon trägst sie den Aufwand, der auf die Tvrerunasbez-üge in ihrer dermaliaen. Höhe entfällt, mit rund 200 000 Mark wie seither so auch'in Zukunft, während zur Deckung der Kosten der GrhSihmrg die Staatskasse eimpr Kriegs-grschuß vvn jährlich 175 000 Mark leisten oll. Den Mehraufwand, dar durch die vorgrschLagenen Üpiegsnraß- nahmen der SvaatSipsse insgesamt entstehen ivird, säilägt tue Vorlage auf rund 5 Millionen Mark für das Jahr am Die Dc-cürng dieser Mehrausgaben wird jedoch mit Rücksicht auf den günstigen vielf ach aus politi schen Gründen. Das Burschen wese, i nimmt über- hand. Mg. Müller-Meiningen (Fvrtschr. Bpt.> fübrt in länge» rer Rke^p Ms. daß eine dringende Statistik der k-v.-Leute, dch !-wch in den Sch-'mbstnb-en sitzen, .erwünscht ist. irnd daß di? Be- nacntnlignng der Refevreoffizieve gegenüber den aktiven Osirfteren besteht. Diese Vehauptuur m werden vom Kriegs ministe» Usifterleot. Rach kurzen AuS-üyrungen des Mg. Hstld (natllegt General von Wrisberg var. daß es notwendig ist, die zurück- gekehtten KmegSg^omgensn aus RaUand Ms ihre Gesinnung hin zu prüfen, da die Dvlschewisten versiccht howen, ihnen ihre mxitg ernArmnpfen. Nack kurzen MMchrungen des (Generals Freiherrn Langer- manrr voir Erlen?« mp und des Al>geordnewn R u p p - Bk- den vertagt sich das Daus auf F-rertag 12 Uhr Anfragen und Fortsetzung. Schluß 7 Uhr. AUS Ktodt ttti5 Land. Gießen, den 14. Juni 1918. ** Amtliche Pers.rnalnachrichten. Der hETFvg hat am 12. Juni vem Ministerialrat im Ministerium des Innern Staatsrat Dr. Ernst Weber zu Darmstndt und dem Oberstleutnant a. D. Karl Selzam zu Dcrrm> stcrdt den erblichen Adelsstand des Großberzogtums ww Ueherr. — Der Grotzherzog hat am 12. Juni den Oberlehrer an der Roalschnl-e zu Oppenheim Professor Heinrich Hech» mann mm Oberlehrer an der Oberrealschu'e zu Gießen, den Oberlehrer an der Realsckorle zu Butzbach Professor Dr .Wilhelm Wagner zum Oberlehrer an der Realschule #u Langen, beide mit Wirttrng vom 1. Juki 1918 ab, ui^i den Stcnera:ntskvntrvlleur bei dem Steueramt Friedber« Lrrdwig Knabenschuh zunr Bezirks kassier der Bezirks kasse Büdingen ernannt. — Der Großherzog hat wegen, des Ablebens der verwitweten Larrdgräsiu Anna Vvn Hessen eine Hoftrauer vom 12. bis einschLie^ich 19. Juni d. I. angevrdrret. ** Käse-Verteilung. In einigen Kleinhandel, aeschäften gelangt vom 15. bis 20. Juni einschließlich Käse zur Verteilung. Siehe Anzeigenteil. ** Die Auszahlung der Fa m il ienLnte rst ü tzun- gen an die Angehörigen der zunr Heeresdienst Einberufenen für 16.—30. Juni 1918 findet in den nächsten Tagen statt. Siehe Anzeigenteil. ** Heugra Sversteigerung. Ms die Bekanntmachung im Anzeigenteil sei besonders verwiesen. voluticnsHeere kämpfte, hatte der Sa»i/eu-Kvburger wohl den Oberbefehl, allein er erfteure si-ch seiner nicht wirklich, denn jeder der ihm lnrtcrfidüat Oberführer hatte von sebrer Regierung be- svnLere Aufträge. Als nun im kritischer Augenblicke für die Fvanzosen die 'verbündete: i pevve Flandern verlassen und nach den Weiswrgen des OderbesechlsHabers auf Paris marsch.even sollten, legte der Herzog von York die Befehle sesirer Rrgierimg vor, nach denen er Dünkirchen nehmen sollte, uno ähnlich rückten die anderen Verbündeten mit ihren Svnd^'nvünschen heraus. Sind aber selbst die Regierungen verbündeter Heere einig, so folgt lavaus noch immer nickft, daß ihre Truppenführer einer Ärcinung lini), im Gegenteil, es fehlt nicht an Beispielen, wo sineinigfeit und Eisersüchitelcien zwiscftm den einzelnen Heerführern die Durckp führimg des Oberbefehls verhindett haben. Bon 1742 bis 1744 befehligte Lord Stair die britischen Truppen in den Niederlanden. Im Jal)re darauf prnamtten die Verbüirdeten den ösder- reichiscl.en Marschall Königseck zum Oberbefehlshaber, und \mti weigerte sich Stair, ihm zu gehorchen: nach vielem Hin- und Herberaten erreichten die Engländer, daß ein englisck^r Oberl^e- sehlshaber eingesetzt wurde, nämlch Cu mberlan d. Mlem dieser war als Heerführer viel weniger geeignet als Stair. Nock), sästimm er ging Fs 1812 in Spanien, als Wellington Obnbesehls- haber war, denn der tüchtige, tatkräftige spanische General Ballasteros, der seinem (Gegner Svult sthwor znsetztr, weigerte sich, dem Engländer zu gehorchen. Er veröffentlichte einen .Heeresbefehl, in denf er hiervon Mitteilung machte, und dadurch, daß feine Opc- wtion plötzlich ins Drucken kam, wurde für Soult der Weg nach Madrid frei Im Jahre 1813 endlch daclsten die Russen nicht darum die Beiehle Schwarzenbergs ohne weiteres ausznführen; cer Generalissimus wir gezw:mgcn. seine Befehle heimlich an oen rufsiwien Befehlshaber B a r c l a y d e T o l l y zu senden, der sie dann als seine eignen Befehle veröffentlichte. Nur in solchen Fällen — z'u diesem Schluffe kommt der Engländer — wo ein ^ a o r r o lr, ein Prinz Engen, ein T u r e n n e, den Ober- besehl sichren, arbneu sich die übrigen Befel-lSbabe-c wie die gesamteil verbündeter Heere denr einHeitlchm Oberbefehle unter. Er hätte hinzu fügen kvrcnen: oder emen Hindenburg. unter den Befehlshabern der Westmichje keine solche Persönlii zu finden war, ist mittelbar öih> Anerkemrung der lieber!« unseres deutchen Oberbefehlshabers. — An Borddes Pvla rschiffes „Maud". Dir „Mond", vre Amnndsen und seine Gefährten znm Nordpole fübren soll, ^ liegt gegemrärrig im Hasen von Ehristiania. Tie. Einnahme derj! Last ist in vollem Gange. Die Msatzung wird, Amimdsen einge- schlosserr, zelpr lärm betragen, und für diese zehn Mann werdenl Nahrungsmittel für volle sieben Jahre mitgenommen. Man kamt sich hiernach vorstelünr, welche Masse von Kisten, Tonnen usw. daS Schiff einzunehmen hat. Tie Leittrrrg der wissenschaftlichen Arbeiten! der Unternehmung tvird, wie jetzt endgültig festgestellt ist, nebelt Dr. Sverdrup, einem Adetevrologen und Meerosfvrscher, auch dsrt Meteorologen Birkeland, Direktor des Meteorologischen Observ»- torinms km Bergen, anvertraut werden. Tr. Sverdrup ist des Rühmens voll über die Ausrüfdmg der Nntcrnehmmrg mit wissensckmfb- licher: Instrumenten, die er als durchaus ersten Rmrges bezeickprel- Für Meeresuntersuchungen sieht u. a. ein Wasseraufholer neirester Att zur Verfügung dnr Fridtjof Nansen konstruiett hat. Was die Aussichten der Reise betrifft, so ist es für die Unternehmung von großer Wichtigkeit, daß die „Maud" so weit östlich und nördlich wi« nur irgend möglich ins Eis hinein kommt. Sie muß selbstverständlich weiter Vorkommen als seinerzeit die „Fram". Nach Tr. Sverdrups Ansicht sind btc Aussichten hierfür im laufenden Jahre gut, insofern die Eisverhülkniffe garstig zu liegen scheinen. Term da M Winter sew ski'trnnsch svar, dürfte sich nur wenig Eis .gebildet haben; bei Spitzberg!M, ist das Wasser m diesen! Frühjahr schon verhälkniS- mjäßsis frühzeitig offen geweserr, und schließlich stehen nur jetzt inl der Nähe eines Maxinnims der So^rnensleckentätigkeit, was regelmäßig auf weniger EiS hinzrchenten pflegt. Wenn die Arbeit üt glsichern Zeitmaße fortschreitet, so wird bie „Maud" vorauSsichd- lief) .an einem der erst-eu Tage im Juli den Hafen von Christimü« verlassen ** Universität. -9fuf den Aufruf deS Rektvrs der Landes Universität, «tudsrtnrwvhmmsru betreffend, sei besonders vermiesen ?iehe Anzeigenteil. ** Erwerbslosenfürsoge in der Tabakin- ^ustrie. Am 11. Iunti fand unter Vorsitz des Herrn Pegttn-ungsrats Lang ermann im Kreis am ts ge b äuöe •ine Schuilg statt, in c>er die Krage der Erwerbstosenfiir- ,'ovge in der Tabakindustrie beraten -wurde. Wie toir erfahren, handelte es sich um vorläufige und vertrau- rche Besprechungen, nach denen jedoch heute schon die Zieivahr geboten yu sein, scheint, die Angelegenheit im ftreife Giessen zweckentsprechend geregelt werden wird. Warnung Voreiner Schwindels: rmi Unter der Ucberfdjnft „Säneiben Sie schlecht?" bietet der Verlag Kula. teuiölln, in allen Zciturrgen größerer Städte ehre „Schönschr:ell- ,'chrribmethode" an. Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Schivi,'.- selnrrneu in Lübeck nxrrnt !wc Ankauf dos Heftchens, das den Erwartungen mcht entspricht und mit Nachnahme 2,30 Mk. kosten n»st. GeschÄngte wollen der genannten Stelle ihre Erfahrungen, »krtteclen. ® e r luirb Feldwebelleutnant? Tie Laufbahn der ,>e.owebeurutirairts äst, rme dies schon im Reichstag mit- geteüt Ivordrn äst, iveiteren Kreis«: zugÄrglich gemacktt worden. Tic Bestimmungen ^darüber ,lisgn: jetzt vor. Vorg-eschilageir Werder: tonnen iet>t auch Untevo ff: ziere d.s Friedens standes mit einer lhtwen ermn.ät von mimdeFens 12 Ialwen Friedensdienstz-.ät, . »oa.'rc haben. Sie n:üssei: sich in geordneten Vett-älttttss«: be< sinden und 7hrer Persmttichsseit nach die sichere Geroähr biete?:, eine entsprechende bürgerlich Lebensstellung zu erringen. Auch) olm' reu Besch der roi,sen'chrfttichm Besähignng für den ein- sahrng-sceiimllrgeir Dienst tonnen andere Untereffizieve des Beur- läugtenstandes und -des Lastt'tuttns vvrgechlage:: werden, die entrreder eme, MrndeflbimftNNt wn 12 Jahren anfKUweisen oder S }:> ^u'tzwoss,ziere des imaediertte.n Landsturms das dien sipsl ich igc .liier 'lotrs'pntter: habe?:, wnst aber die genannten Bringung ex: cr- tuUcn. w^rn ihre bürgerlicher Verhältnisse bcivm eines. Offiziers ^uttaubtrmftmkdes entfprott^r. F-ür diese lehren ist mit de r Befärdertmg zum Feldwebelle'.ttnttnl vhue loeit.nes der liebe: ritt zm mcierve verbunden, rie können nach der Temobilmachimg : n.'s Trupven^tts omf Antrag bis zu eurem Jahr im Tienste be c\)en w erd n, bis s:e eme Zwilstttllimg gefunden dtbex: DenÜM die Lköenösrff-Zpende! Kreis Büdingen. e 13. Juki. Nach trsvesder Pflichterfüllung seit Kriegs begrün :m Felde ttnrb nach ,chwerer Vcrrvnnünni: in ei^e>n Krregslaza:-^ der OMer-Stellvertvetor Karl Stoffel Jn- l,«b« des Ersenren Kre-nzes, der .Hessischen Tapferkeitsmedaille u^d des Hessischrn Krrcgsehrenzerckiens in Ei'^en. — Blofeld. £££ ?* 1er £ c ,t® peu ?fcY£2fe r Hessisch- Tapferkeitsmedaille, er- h.Ät der Fqhrer Albraht Schultheis. — Selters T^s Eäerne Kreuz er IM t der Telephonist Erich Glas. — Wolf Enecne Kreuz erhielt der Funker Karl Göbel, die HessMn Tap7erkettsmedaillc der Musketier Henrrich Langlik — Tü- t e J' .^^l^nde gab die hiesige Gemeint Eiserwe ^ ^^rkttöm^lle der S^tadleV^Zu^L^ E befördert > lvurde der Dizefeldwebel Gnom Jensch — Kreuz, früher die Höfische tapser-eitsnredackle, erhrelt der MusL-tier Kvrl Atzmus Starkcnburg mw Nhl-inhrfskn. §?* ¥ fe ’ ! ine etn crfteöm moirten, \fyoxi_ am Montag.abeich vor dem Theater ausgestellt bzw. auf bach 54 und Worms 1'8 Millionä.re. Die 1 7 Gi-e f; t ne u'M il l io- rt a r e brachten nur ein Drittel der Wormser Summe an Kapital, chm übrigen ergaben die amtlichen Nachiveisungen über die Ver- mögensverteiluna, daß die kleinen Vermögen im Kriege zurückgo- lgangen such, während die großen und größten gewachsen sind, ein Teil davon in überrascheiÄ>er Weise. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 13. Ium. Ätit dem Eiserrren .Kreuz 1. Klasse wurden ausgezeichsnet: Kauptmann Bo mm (Regierungs-Land- nresser), Unteroffizier Moll, beide aus Wetzlar, und Offiziersteü- vertreter H o r m e l aus Oberbiel. Hessen-Nassau. --Bad Homburg v d. H., 13. Juni. Ueber die Bedinauw- gen, .unter denen vor kurzem die „Aktien-GeDll'chast Bad Homburg" dre städtischen Bade- und Kureinrichtinmen ül>einahm, erfahre:: wir folgende Einzelheiten: Die A.-G. erwarb auf 75 Jahre das Eigcrr- tumsvecht an dem Kurhaus, den. Badehänserr: usw Das für 'Re- chofort zur Berfüg-nng stehende Aktieickapital beträgt y/j vJhamvm Mark, pür Neubauten sind mehrere Miläonen fbe- serven vorgesehen. Die gesamte Beamtenfcha t wurde von der Ge- sMchatt übenwmmen, die der Stadt Homburg lediglich 30 Jahre hindurch je 350 000 Mark zu zahlen hat. Diese Summe soll zur ^Ugung der dem Badereärvefont>- minotnmc m Darlehen dienen. yic Nutznießung dieses 2 750 000 Mark betragenden Fonds, der slemerzett von der Spielbank Blanc in Homburg angelegt wurde, geht alsdann auf die Aktiengesellschaft über. r ß' Dillenburg, 13. Juni. Der Arbeiter Zülch, der wer bekamwl:ch vor eirciger Zeit in der Friebttchstraße 1700 Ml. gestohlen hatte und nach Herborn in UntettmhunMaff 'gebracht GefänamStoärter. Daraufhin wurde i&x _ l C*. 1 - . _ _ »4 n fe imb ?ElÄlc «se^' und sich nachts abiöwn sassew'mn am Ttze^tag :nch belÄ-as^röffmrng die erst^: zn sein, o xßL d?us Hessen, .13. Jwü. Seit dcnn Jahre 1914 ist die ^ 2r>5 «ui 309 eeftiVae»» He zu k /'er heutigen Ziehung sind folgende Schuldschieine d. r t^ec Anleche EN. P> Nr 3. 6, 23, 36, 37 4L V -Ä lo->, 10L 12: nu- je 200 M. auf den I. Juli 1913 und d e der M °»i d>n l. Okwbct 191. zu: äackratzlun, bei der Mllteldenrschen Ereditbank, vflinle Gießen, auSgclo,t worden. Mit diesen Tagen hört dir Verzinsung an:. ^ Gießen, 12. Juni 1918. ____ Für de n Vorstand: Kutsch. r V E RMIETU* N G Zwei Wohnungen. 3 bis ) Zimmer, Märröbarg 5 zu vermic'en. Näheres Diez- ttrage Ü. vart. 02473 M-kirssri»rWsI> 8 sirs im Zentrum der StcrH an rubige Mieter, 1—2 Perf., fofort zu vermielen. Zu er- fragen in der GeschäitSstebe detz Gieß. Anz. 02304 TI^^such e H Gesucht zum 1. Cft. evtl, auch früher von Beamren« famllre <3 Personen, schöne 3-Zimmcr-Wohnuuq D.ngeb. m. 'Lreisangabe unter a. d. (3iett. Anz erbe ten. Juiigrr Kaufmann fusfit sG-! \ÜU. Corner. Angebote unter 02470 an den Greßel.er Anzetger. o«?cr Vermieterin zum Vertrieb eines nlarkenfreten Gebrauchsartikels gesucht. Nur solche, die bei der Liudr- und panofnndfchast einge- fuhrt sind und Erfolge Nachweise« können, wollen sich melden bei tD. Jfromieyer, ITerlin SW. 11, Bern- burqcr Straße 24 25. « Äe hv. mürbe, verprügelte bort den er irach Wetzlar ins Militärgefängni ^ überführt! Hier'gelang es )y?l, dm „wilden Mann" zu mark.cchn, und so bew.-rckstelligte er JUw Verbringung rn die Jrrenanu-Mt Gi-s^n zwecks^ ^olmä>- tung. Von dort ei: Bursche., die imt Monaten in ben NachbarstÄ>te:: Mainz, Wiesbaden, Hanau, Offenbach, Darmstadt usw. der Schrecken der Gasthans- bescher. bndetem Uebevcckt, wo das Trio bisher einkrhtte, war es ven nächsten Miorgen unter Mitnahme von Wäsche nnd Emrich- tungsgege n !. ändcm ve rschw- lnden. n k f u r t a. M., 13. Juni. Ern (rZriesheimer Einwoh- Ql ^ dem, hresrgsN Hauptbahn Hof einen schweren N^wals Reiseout nach Griesheim a M. auf, konnle den Kos er w-er tto trotz aller Bemühungen von dc-m Packmeister des betre fcm- k>en Ziiges mcht erhalten, da er „nicht dabei war". Als der Herr Mnnächsten Tage seinen Koffer erhielt. w:r dieser ausgeranbt Ter Verdacht lenkte nch spart auf den PackmHster E cka r d t mis Rödel-- hnm der den Zug begleittt \y ttc. Eine Durch uchnng der Wolmung des feit langen Jahren :m Eiseirbah tdiens! ste.be. den Beamten för- dm..e auch bas geraubte Gut. Kleider und Lebensmittel, zutage Eck^>er perhanet M:we. hatte den Koffer absichtlich mit übet Gr-r^heim l-inar-s vitamncn und ihn dann währerrd der Fahrt b:s Lcmburg Mts^vLünvett. ^ ^ urta. M 13 Statt. Das Ergebnis der ersten Woche verschärfter Ko^w-le der hmstgen Obsb- und Gemüsegeschäfte d:wch net: o^e-rrlltt KonL-oVeme tex Preisprüftr»gs nelle iß dH hin jta'aen, daß bte Händler rt dem Bestreben für i^re zu habe::, dilse L^: Kunden vorenthalten. Gegen Hefe Haichlungslveise der Händler wrcd nunmehr m:t aller Lch-rrfe Vvrgegang«: werden. Sport. Regatta in Gießen. Kommenden Sonntag, 16. Juni, ^ t ^--r Unter cr, Slettimg ^ Ruderklubs „Hassia^die ^Esmhmge Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes statt Frankfurt a. M. der RtidettLub "N^tztzia . mtchersportverein „Amicitta" und Rllderverein ,,Und:ne der Onenbacher Ruderklub „Germania", die Fechcn- betmer Rud-ergeielllchast 1910 und die hiesige „Hassia". Zur Ausfahrt gelangen 6 Reitnen. Da inrr zwei Boote in jedem Rennen Itarte::. müssen be: den starken Meld::ngen 7 Vorrennen qefabren ^Ds^u^_bre moraens^^nm ^8 Uhr ihren Anfang ne firnm Die Wir suchen für sofort: Entscheidungsrennen beginnen nachmittags 3 Uhr. Auf dem Re- gattaplatz ivird diesmal eine.Kapelle konzertieren. Es stehen intev- essante Kämpfe zu erwarten, besmchers unter den Jungmaur:- schäften. GerLchrslaal. ^ Sr Frankfurt a. M., 13. Jtmi. Die Strafkammer ver- urteilte haute früh den „Schriftstettor" Adolf Bonifer, einen v:el,ach vorbestrafte: Menscl-en, der im 9'Lovember der:: Kölner i^estm:gsgefängnis entsprungen war und seitden: als Einbrecher seinen Lebe-^unterhalt erwarb, wegen 32 Mansardencinbrüchen in Frankfurt zu 15 Jahren Zuchthaus. Sein „Gelnlfe", der bl^h^r unbescholtene 19jährige Mechaniker Georg Scherer, et> KbU i l ebe n Jahre Gefängnis. Juden: kanuu: beide taxier Bonifer erhielt ferner noch 10 Jalw-e Eh-rvettusi. ot- B. Zweibrücken, 13. In:::. Vor dexn Schwurgericht b^-tte sich der Gerichtsvollzieher Scherer von hier iv-egen Verbrechens und Vergehens im Amt zu verantworte::. Er hatte in timm Fällen chm amtlich anverttaute Gelder widerrechtlich für l:ch verwendet und' Protokolle über Pfändungen errichtet, die er gar nutzt vorgenommen hatte. Nach Auffassung der Anklage war m 8 fällen die Unterschlagung eürwandfre: gegebei:. Der Angeregte hatte die Gelder erst monatelang nach ihrer Einnahme abge- ttesett, in einem Falle erst gar nach zwu Jahren. Vocr dem Angv- klagcen tvnroe onese Tatsache gar nicht bestritten, jedoch geltend gemacht, daß die verspätete Ablieferung lediglich fonnale Gründe gehabt habe nnd die Errichtung der Psä.ndungsprotokolle mef ßleid)e Grunde zurüaznführen sei. In einem Falle wurde die Var- weitdung des vereinnahmten Betrages zu persönlichen Zwecken zugegeben, red-och geltend gexnacht. daß es sich um eine Privad- fache gehar.relt, lveil gegen de:: Schuldner als sdriegSteilnehmen ern Zivarrgsbe:treibungsversähren gar nicht zulässig gewesen sei und der Ange: tagte sich für berechtigt gehalten habe, den Betrag vorübrraeherü) sür sich zn verwexrden. Von der Verteidigung wurde ansgeführt, daß der Angeklaate als älwcer Gerichl. .-ollzieher sich uur lchxver in die neuen Bvr'chrif^en fügen Lo:urte urro durch Üm- glück in der Familie inivtge des Krieges vollnxd > venmrtt gewesen: se:, nachdem er scl)on vvcher iveom 'hfinfltfyl 'dt um seine Pensio- nxenmn ernpekommen war. Geschädigt wurde bei der ganzer: Sache niemand. Tie^ Geschworenen verneinter: sämtliche Schuld fragen, worauf der Angeklagte freiznsprechen war. irrv^lkehs ZXadyvldjtezu - ,^..?st-aettt:fche Ucligionsgemeinde. Gottesdienst irr der Synagoge (Sud-An läge). Samstag 15. Juni. Borabd.: 8 30: morg.' 8 30- aooö.: 9.55 u 10 3o. — usroelllische Religi-nrgefeAschoft. Sabbai> feier am Io Jmn. Freitag äbd.: 8.25; Samstag vorm: 8.30: Sabbatausg.: 10.35. Wochengottesd.: morg. 7 00, aods. 8.00. Amllicher TeLL. B e t r.: Laubheugewinnung. An Sie Herren Leiter der Ortssamnrelsttllen. ^it nächster Post echalten Sie 15 Stück Quittungs'ormnlare. (Äs 'rmrv gebeten, sie be: Ablxewrm'^ von Laubhen ausznfüllen imb gemcib der am Kops vorgedruckte:: Vorschrift weiterzuleiten. Etwa:gen wettere:: Bedarf an Formularen wollen Sie rechtzeitio h:er anmeltxnr. Da das anfallende Laub bei weitem nicht ausreicht, soLl :»ch dringendem Lelegraph:sck-en Ersuch-en des stellvettretenden General- kommandos vas Laub mit dcn diesjährigen frischen g.ünen Trieben geiamutelt werden. Gießen, den 14. Juni 1918. Für den SammelauSschuß. Dr. Alles. Bekanntmachung. . E>er Art. 27 und 51 des EinkommenstencrgesetzLs sonne Art. 4, de^. Vmnogensfteuergesetzes hat Großh. Ministerium der Finanzen Abteilung für -Ltenerwesen, für die Stadt Gießen dre BerufilnpsfrlN gegen die Staatssteuervercmlagung für 1918 bis zukm 7. Jul: d. I. etnlchlreßlich erstreckt. Gießen, den 11. Juni 1918. ä u s e r. 4507V Großh. Finanzamt: Stein ----E— 2 L- aust -Htc (pDgifttnj 2 Lagerarbeiter L ICpsamin Saäe@s©n B Mädchen 5 bt per 1. 7. 18 sttuiiöltt Hill ^iüücr tmt voller Pension. Angebote unter 444vi an den Gietz. Anz. Fn-Ultzl. lyetl. ^iMer tu auter Lage von einer Daine aesvMt. Schriilliche Angebote mit Preis unter 12,'.0 au den HüLssch *rt!l£rlS“2i W i^7 s ; von besserer junger Dame lBerkau:erin),möalichstMitke der Ltadt, zu nüe:en gesucht, «inaeooie ui11 P' eisangube unter 02105 n. d. 6kieü. 21 n Srfiia moiilicrtfijjiiafr in der Räte deS Batahosü m besseren Leuten gesnch-. Selniitt ti lget», unter 0_'4i.'< t n den . Alu:. WekHMBMNR m verschließbarem, auteut Zu. ran de zu mieten neiu ln. rln eb. unter 44 U ADgsLsaS in den Gieß. Ans. 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UM Die Beerdigung findet statt Samstag den 15. Juni, nachm. 4 Uhr. Du br»r«r Sohn, du lieber, treuer Bruder, Du, unsere Hoffnung, lebst nicht mehr. Du sturbet eu früh in Feindesland, Du reichst uns nicht mehr deine Hand, Du sankst dahin.wie Rosen sinken, Wenn sie in stolzer Blüte steh n. Im Jenseits werden wir uns finden, Im Jenseits werden wir uns seh’n. Jung und einfach war dein Leben, Treu und fleißig deine Hand, Schon in deiner blühenden Jugend Starbst du in dem Feindesland. Immer hattest du die Hoffnung, Deine Heimat bald zu seh’n, Doch es war dir nicht beschieden. Daß wir uns nochmals konnten seh’n. Actudu hast in den letzten Stunden Gedacht an deine Lieben daheim, Ja, wir haben'» all’ empfunden, Konnten aber doch nicht bei dir sein. Ach, herzensguter Sohn und Bruder, iNun bist du schon in Himmelshöh'n Doch dieser einzige Trost uns bleibet: Uns einstmals dorten Wiedersehen. Wir erhielten am 8 . Mai vom Feldlazarett die schmerzjfiche Mitteilung, daß unser lieber, guter, treuer Sohn, Bruder und Schwager Otto Kehr Gefreiter in einer Gebirgs-Minenwerfer-Kompagnie Inhaber des E. K. II. KI. und der Hessischen Tapferkertsmedjulle inf olge ggmer am 27. April durch Gasgranate erhaltenen schweren Verwundung durch Gasvergiftung am 1. Mai sein junges Leben - - on- '- den All nach 39monatiger treuer Pflichterfüllung lm blühen noch nicht 23 Jahren aushauchte. Alter von In tiefem Schmerze: Margarethe Kehr Wire. Philipp Kehr unü Frau ileinr. Kehr,z. Z. im Felde geb. Reichm&nn Georg Kehr, z. Z. im Felde Balthasar Jang u. Frau Gretchen Kehr Marie geb. Kehr Elisabeth Rock. Donnerstag mittag 12^ Uhr verschied nach langem, geduldig ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Margarethe Schön Treis a. d. Lumda, Oberschmitten, den 13. Juni 1918. 02466 im Alter von 63 Jahren. geb. Weh rum Für die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schön. Gießen (Wilhelmstraße 43), den 13. Juni 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 16. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 02W Statt Karten. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden meines geliebten Mannes, unseres herzensguten Vaters und Groß- vaters, des Herrn Joseph Herz sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, 11 . Juni 1918. 4473 D Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Barer, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel LaMsehrmann Keter Wagner Akt. Infanterie- UrglRrnt 550, 6 . Komp. ht den letzten schweren Kümpfen den Heldentod fürs Saterland erlitten hat. 02482 In tiefer Trauer: Margarete Wagner und Kinder. Gießen iLethgesterncrWeg 24), den 14. fcunt ISIS. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Mlichl Mäinitmafap kt Astzt Sirp. Käse-Verteilung. In den Kleinhandelsgeschäfteii hon 1. Eisenbuhrr-Konsum-Verem, Frankfurter Straffe 2 . Geise, Adolf, Seltersweg 3. Kleinhemr, C. G., Bah irhos straffe 4. Wallenfels, Gg., Marktplatz gelangt vom 15. bis 20. Juni einschließlich Käse z-ur Verteilung. Är Verkauf des Käses erfolgt mir gegen Vorkage der alten Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezngsabschnittcs 20. Auf jeden Mschnitt entfällt ein halber Käse zum Preise von 40 Pf. Gießen, beu 13. Juni 1918. 4484B Der Oberbärsermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Am 13. Juni entschlief sanft nach schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden unser lieber Großvater und Onkel Hm Sü«ai) Pfeffer II. im Alter von beinahe 79 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Peter Aff. Großen-Buseck, den 14. Juni 1918. Die Beerdigung findet Samstag mittag 2 Uhr statt. 2 )IS Ml vflichtigcn der d. I., vormittags von 8 Mai 1001 geborenen Landsturm ladt Gieren nrüffen sich am 15. Juni müfjt w . s 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr, im alten Ratbaus am Marktplatz zur Landsturmrotte melden. Auswärts lHoborene haben bet der Anmeldilng ihren Geburtsschein vorzuiegen. Gießen, am 4. Juni 1918. 4276B Ter Oberbürgermeister. I. B.: Kreuzten, Beigeordneter. Bekanntmachung Die Auszahlung der Jamilienuntersttitzungen an die Angehörrgen der zum Heeresdienst Einberufenen für 16.— 30. Juni 1918 findet statt: An diejentgen, deren Namen beginnen mit: A.—H Samstag den 15. Juni 1918 J—R Montag den 17. Juni 1918 S—Z Dienstag den 18. Junt 1918. Die Auszahlungen finden von 8—1 Uhr tm Gtadt- hauS, Zimmer Nr. 7, statt. Die Unterstützungen dürfen nur au den borge- nannteu Tagen abgebolt werden. Gießen, den 11. Juni 1918. Tn LLä Stxa&rn. 4483B Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste sagen wir allen, insbesondere den Schwestern des evangelischen Schwesternhauses, für die aufopfernde Pflege unseren tiefgefühlten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie August Felsing Familie Karl Klingelmeyer. (Hessen, den 16. Juni 1918. 015*1 6 efellf< 9 aft von j| freunden und förderen! der UniveMMt Siegen —löleßmer hochfröiilgclellidjaft) ======== Einladung zur Vortragsreihe über Auslandskunde i.üortrag: Die LMwicklung der bctglfötjcn Dcrfaffung im 19. Jahrhundert (Profeffor Dr. Smeiin, gießen) am Dienstag den 18. Juni 1918, abends 8 1 /., Uhr, im großen ttötfaal des Dorlejüngsgebäucies der Uninerptät. Der Vorstand 6vümvoalA, jnitizrat. Dr. Behagört, S»h. vottst. Safte sind willkommen. N 78 V VER kS'u FE Eine schwere, trächtige, gut gefahrene Simmentaler Kalbin steht zu verkaufen bei 4477 Pet'tr Seidel,Faaeröach v.d.E. 02503, Gute frischmelkende Fabrkuh mit Mutterkalb zu verkaufen. Heuchclbeim, Gieß. Str. 8 . A» 8 äiifcttfecin 02474 Wetzsteinstr. 44. Vier janpfe Enten und ein Kle^eulamm zu verkaufen. 02490 Lollar, Lumdastr. 28. Junger, sehr wachsamer Hund zu verkaufen. Wo? sagt die Geschästsst. d. 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J3Z Zweites Blatt Giehe»er Anzeiger (Eenemi-Anzeiger für Gbrrhesien) W>» -i tiMO §rettag. i . 5 M 8 Ans StaSt nnv LnnN. Gießen, den 14. Juni 1918. ** Aus zeichjnung. Ter Gefteibe Jakob Heilbron, In Tfttbtr d-es Eisernen Kreuzes 2. Klasse, erhielt die silbern« baduichf' Derdiensv-2?krdaille am Bande der Karl-Fricdrich-Vbe^rille. Tem Werlmeisder Christian Danbertsheimer wurde das hessische Kriegsehrenzeichen verliehen. ** Ludendorfs-Spende. Die für Gaben van 10 Mart ltnb mehr vorgesehenen Bilder mit einer WromUng des Generals Lttdendorff kommen in den nächsten Tagen für die bereits eingeUahlten Beträge zlur iäuAgab«. Es wird dcrvcmf aufmerksam gemacht, daß bei der TtadtVerlvaltung irojch eine Anzahl Bilder vorrätig ist. Es ist also noch Ge legenheit gegeben, gegen eine Gabe von 10 Mark solch ein Errirnenrngsblatt für die Mithilfe in der großen schweren Zeit Kn erwerben. Ein Gedenkb'latt, für die Mithilfe bei der Fürsorge für unsere tapferen Kriegsbeschädigten sollte, soweit es die Mittel irgend erlauben, in keiner Familie der io der Heimat Verbliebenen, fehlen. ' Die Verbind ungs bahn der Lahnstrecke mit der Weser-Bahn wird in den nächsten.Tagen sertiggevellt Um. (i,. oesteht die Alstftht, den Betrieb am 1. Jrcki d. I. zu er offnen. Tie Bauzeit der Strecke hat wegen des Krieges 5 Jahre in Ansprach genominien ans dem 'Spielplan. Siehe Anzeige Landkreis Gießen. ** Bellerslheim, 12. Juni. Bizefeldwebel Paul König, iobn d>s Pfarrers König, erhielt das Eiserne Kreuz 2. .Klasse. Mit ixr Hessischen Tapferkeitsmedaille wurde er bereits früher ausgezeichnet. » . „ _ w ** Bellersheim, 13. Juni. Gefreiter Heinrich Weil wurde zum Urftewffizier befördert. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferttitsmedaille besitzt er schon längere Zeit. Stei nba >ch, 12. Juni. Unteroffizier Ni c ol a.ns wurde mm Sergeanten befördert. — Milchhändler Ren schling, als Wahrer bei d^'r Fuß-Artillerie, erhielt die Hessische Tapferkerts- p»aille. — Dein Schützen Ludwig Becker wurde das Eiserne streuz 2. Klasse verliehen Kreis Büdingen. G Büdingen, 13. Juni. Das Eiserne Kreuz erhielt der Schütze Au ulst Schnarr. Die Sammlung „Hcimatdank^ für mrückgekehrte deutsck)e Kriegsgefangene ergab im Kreise den Betrag roit über 10 000 Mk. — Ortenberg. Die Hessische Tapfer- itsmedaille, früher das Eiserne Kreuz, erhielt der Kricgsinvalide Louis Hebbel. — M i chelau. Fürs Vaterland starb der Gefreite Heinrich Lampmann. — Stockheim. Nach kurzer schwerer Krankheit starb in ein ein Kriegslazarett der Gefreite Heinrich Friedrich Kröll, Inhaber des Eisernen Kreuzes. — Leidheckcn. Der Bizewachtmeister Adolf Rheinfurth, Sohn bes Pfarrers Heinrich Rheinfurth, wurde zum Leutnant d. R. bei ordert. — Nidda. Zum Leutnant befördert wurde der Feld- ! 'ebelleutnant Ppstassistent Wießmann. Kreis Alsfeld. # Alsfeld, 13. Juni. 2(us dem Felde der Ehre fiel der Leuttrant Johannes Bensel, Inhaber des Eisernen Kreuzes, der HefsifäLn Tapferkeitsmedaille und des Kriegseh renzeichens in Eisen. Kreis Lauterbach. # Dirlammen, 13. Juiü. Zum Leutnant d. L. befördert wurde der Vizefeld: vebel Lehrer Karl Schmidt. — Ober- Moos. Das Eiserne Kveuz erhielt der Lehrer Karl Müller, Unteroffizier. # Maar, 13. Juni. Ter Landwirt Konrad Zinn stürzte w unglücklich vom Gerüst seiner Scheune, daß er nach wenigen Augenblicken verschied. , Kreis Schotten. # Schotten, 13. Juni. Wegen Verkehrs mit Kriegsgefangenen tmirbctt ein Mädchen in Ulfa mit 300 Mprk und zwei Mädchen in Wingersl)ausen mit 30 Mark bestraft. Kreis Schotten. Wingershausen, 13. Jlmi. Tas Eiserne Kreuz erhielt Wilhelm Adolph. — Helpershain. Infolge sckpverer Venormdung starb der Schütze ^hutzuft R ö m e r, Inhaber des Eisernen Kreuzes uub der Hessischen Tapserkeitsmedaille. Kreis Friedberg. F r i e d b e r g , 13. Jüni. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferfcitsmedaille, erhielt er Unteroffizier Ludwig S te ^ n, dasselbe Eliveirzeicknu derWelirmann H. He r g e n r o de r. Reichelsheim. Tas Kriegsehr^uzeichen in Eisen erhielt der Leutnant imO Kompagnieführer W inte r. - P o b l g ö n s. Tas Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapfer kei tsm edail ler hielt der Reservist Wittelm Spies. Stärken bürg und WkinLiessin. I Darmstadt, 13. Juni. Einer Frau in oer Älltstadt wurden ein Sparkassenbuch mit 1800 Mk. Inhalt gestohlen. Als sie den Verlust bemerkte, waren bereits 300 Mars abgehoben worden. — Ein auswärtiger Arbeiter wurde am Bahnhof von einem Straßenbahnwagen umgesalpren w.d erlitt Kos fverlctzungen. ^ — Das Polizeiamt hat loied-er, wie im: vorigen Sommer in den Wäldern der Umgebung einen Sicherheitsdienst eingerichtet. der von Hilisdieirstpflichtigen.ausgeübt wird. — Die Stadtverwaltung hat ein neues Verzeichnis gemeinnütziger Stellen der Stadt Darmstadt unter besonderer Berücksichtigung von Einrichtungen der Kriegs'ürsorge Und Kriegc-wii tichast herausgegeben. Das Heftchen, welches von Frau Prof. Goldstein bearbeitet ist, zeichnet sich durch große lieber sühtlichleft der Anordnung ans. K.O. Bad Dürkheim, 13. Juni. Bei der gestern abgehaltenen Versteigerrmg von 1917er Weißwein erzielte die Win^r- vereinigung FriÄelsheim für je 1000 Liter 9000 bis; 18 000 Mk. Die billigste Marke stellte sich somit auf 9 Mi. für einen Liter. Etwas billiger war Rotwein, für den für je 1000 Liter 6770 bis 6810 Mk. gelöst wurden. ** O ppen b eim, 13. Juni. Ein nachahmenswertes Mittel zur Hebung der Schüveinezucht beabsichtig die hiesige Kreisbehörde anzuwenden. Um nämlich dem in 'Aussicht stehenden Mangel an schlackstreifen Schweinen für den kommenden Herbst und Winter vorzrcbcugen, will der Kreis mit Schweine haltern und Züchtern unter sehr günstigen Bedingungen, die bei den Bürgermeistereierl. offen liegen, Schweinemaftverträgc äbschließen. Damit dürfte vor allein erreicht werden, daß die lvegen der hohen Ferkelpreise oft unterlassene Anschaffung voll Jungtieren wesentlich erleichtert und vermehrt wird. ch. Voni Mitte lrhein, 13. Jum Der Wasserstand des Rheines geht langsam zrcrück. Auch der Bodensee fäUr lvieder und steht gegen die gleiche Zeit des vergangenen Jahres nur 1,20 Meter rrijcd-riger. Die Witterung war in der letzten Zeit sehr trocken, außerdem hat die Schnoeschmelze in den Alpen, die durch den Föhn einznsetzen pflegt, noch nickst in genügendem Maße.stattgefunden. In den Jahren von 1901 bis 1918 ist in diefein Jahre der niedrigste Wasserstand des Bodensees sestzustetten.. Letzte AachnchteK. Dcr neueste Bericht -er Heeresleitung. (WTB.) (Großes Hauptquartier, 14. Fum. (Amtlich.) Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Südwestlich von Ypern führte der Franzose heftige Angriffe gegen unsere Linien zwischen Vormezeele und Virv- straat. Sie wurden blutig abgewieftn. Mehrere Offiziere und mehr als 150 Mann blieben hierbei gefangen in unserer Hand. Erfolgreiche Erkundun götze-echte am Kemmel. An der übrigen Front lebte die Gefechlsläligkeit nur vorübergehend auf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Auf dem Kampficlde südwestlich von Noyon blieb die Artillerietätigkeit gesteigert. Bei Coureelles und Merp, sowie im Matz-Grund dicht n^estlrch Bn' Oise wiederholte der Feind seine vergebliche!'. 6)egenangriffe. Unter schweren Verlusten lmnde er zurückgeworfen. Beiderseits der Straße SoissonS—Villers-(5otterrt6 drangen wir in den Wal) von VillerS-Cotterets ein. Die Armee des Gsslrerals von Vochn hat seit dem 27. Mai mchr als 830 Geschütze erbeutet. Damit steigt die Zahl der von der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz seit dem 27. Mai eingebrachten Geschütze uuf 1050. Gestern wurden 28 feindliche Flugzeuge abgeschojsen. Hauptmann Berchol) errang seinen 34., Leutnant IDtir seinen 29., Oberleutnant Loerzer seinen 25. Luftsieg. Im Btonat Mai beträgt der Verlust der feindlichen Luftstreitkräfte an den deutschen Fronten 23 Fesselballone und 413 Fluszeuge, von denen 223 hinter unseren Linien, die übrigen jeuseits der gegnerischen Stellungen erkeimbar ab- gestürzt sind. Wir haben im Kampf 180 Flugzeuge und 28 Fesieh. ballone verloren. Der Erste Geueralquartiermeister Ludendorff. Schmähliche Behandlung der Gefangenen in Frankreich. Berlin, 13. Juni. (WTB. Mckstamtlich.) Während die Fruw« zosen immer loisder Grcuelberickste cms deutschen Gefangei^nlagierN erzählen, zeigen dft Aussagen zu rück ge kehrte r deutschen Gefangener, wie traurig cs in Frcrrlkreiich um die PierrschlichlLeU gegenüber Gefangenen steht, deckst nirr, daß ihnen in selbsw^rständ^ lick^er Weise sämtliche Wertgegenstände abganommen wurden, ist auch die Hygiene nnd der Sckstttz gegen die.Wftternng.gleich NM. Tie Strafen sindAmmensMich hart. In Charnbly nmßten Bestrafte für das geringsle Vergeheir täglich drei Stunden vormfttags stnd drei S»tniü>en nachmittags einen bis 40 Pfund schweren ntit SanA geficklten Tournister tragen. Die Verschlechterung der englischen Lebeusverhältnisse. Berlin, 13. In>ri. (WTB. ^Nichtamtlich.) Die auf den U-^ Bootkrieg zorrückzuführen^de V e r s ch l e ch t e r n n g d e r e n g 1 i * s che n Le b c n s v e r h ä l tni s se besräiigen cnmrütig alle hiep ei!ttveffen.deir Privatberickste. Die Wendung zum Sckstcchten trat im Frühjahr v. Ich, unmittelbar im Anschluß an den Boginnj unserer U-Bootoffensive, ein nnd l)at in dem verflossenen Herbst eine ziemlich plötzliche erhebliche Verstärkung erfahren. Die Knappe Heft ist jetzt drüben so groß, daß unsere Vettern nicht einmal ihren! Verpflichtungen gegen die Gefangenen Nachkommen. Einem , g e fange neu deutschen Offizier .glückte es kürzlich, unge-, schminkte Wahrheiten über die empörende Behandlung unserer Landsleute nach Deutschland.gelangen zu lassen. Er schreibt: „lins« sind alle englischeir Zeftungen lverboten, dazu jeder Sport, jede Musik. Ein warmes Bad in der Wioche und Pakete komm.e,i über* Haupt nicht mehr vor. Gedroht ist ferner mit der Einziehung jeglicher Stühle und Bücher. Dazu kommt iroch der ewige Hungert Es ist wahrhaftig nicht zuviel gesagt, alles Wahrheit. L>eit Weihte nackTttn habe.c wir kein Gramm Fett mehr erhalten, Marmelade, Zucker usw. ganz, selten. Fleisch und Brot siidu ebenfalls immer sehr knapp. Den Engländern geht es natürlich sehr übel, uns' Gefangenen iiatürlich auch. Wsnn Ihr es einrichten könnt und dort selbst genug 'habt, schickt mir doch häusiger etwas Schuvarzbrot und Fett. Es ist alles herzlich willvommen. Ich übertreibe nichts wenn ich Euch sage, daß ich seft längerer Zeit nnr trocken Bnü ttnne, zum Deck rwch nicht das eininal. Mso zeirweise müssen wir direkt hungern, denn es ist ganz uNinöglich, mit dem hier gelieferter« Effen cruszukoncmen." Der U-Boot-Krieg an der an^rrkanischen Mste. London, 13. Juni. (WTB. Nichtamtlich,.) Reuter. „Daily Chvonicle" meldet aus Neut-ork, daß nach brftischen TelegranM««! arrs Herfolk die Uebertebenden des von einenr ll-Baot wrpcdiert»4 amerikanischen Frackftdampfrrs Pinardel Rio e^ahlen, das U-Boot sei von einem Tainpfer von mrgesähr 6000 BRT. mft grau angestricheuen Schornsteinen begleitet geoesen. Während das' U-Boot angriff, blieb der Dampfer in einer- (Lttfernung von 2—3 Meilen, dann erhielt er den Befehl, dem U-Boot zu folgen. Hieraus! verstftoanden beide Schiffe. Das U-Boot Ivar schätzungstveise 200 Fuß lang. Statt Karten. JDie glückliche Geburt eines Sohnes zeigen sehr erfreut an Dr. Reinhard Ria eil er und Frau EliseICaeller geh. Schaub Giessen, 13, Juni 1018 Stepkanstraße 27. 02477 Hotzversteiqerung der Stnbt Gießen. Montag den 17. Juni 1918, vormittags 9Vo Hör beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des Jorstwarts Geisel-Gießen meistbietend versteigert: 72G Ficblen-Derbstangen 47,30 Fstm. 13 Fichten- Reisstangen 0,13 Fstm. 1,3 Rm. Kiefern-Scheitliolz 14,4 Rm. Fichten-Scheitholz 37.1 Rm. Kieiern-Knüppel 2090 Wellen Eichen-Reisig lDurchforstnng» 1610 Wellen Siefern-Reisig !>60 Wellen Fichten-Relsia lgröhtenteilS Durchforstung). Die Zusammenkunft ist aus dem Alten Anneröder Weg am Waldeingang. Holzhandler sind vom Mitbieten auf Brennholz ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur semen Eigen-Bedars steigern. Gießen, den 8. Juni 1918. 4391L Der Oberbürgermeistxr. I. V.: Krenzien, Beigeordneter. Mitbürger und Mitbürgerinnen l Bahnliolflr. 34 = Tas Großh. Kreis amt Gießen hat die Genehmigung zur Ausftthr von Heu aus der Gemarkung Gießeir über die Landesgrenze von der Gewährleisümg hiirreick>ender Versorgung der Besitzer von Großvieh in der Stadt mit Futter abhängig gemacht, und gleichzeitig mitgeteill, daß eine solche durch den Kont.mirnalverbanü nne un vorigen Jahre unbedingt Mtsgeschlossen sei. Die Stadt siebt sich daher genötigt, deir Erttag der in der ersten Versteigerung am 3. und 4. d. Vj. an preußische Steigerer entfallemm Wiesen nochmals zu verst-ftgern. Tie Besitzer von Großvieh in der Stadt werden unter Hinweis auf die obig« Mitteilimg dringend ersucht, für ihren Fntterbedarf bei dieser Gclegenheft zu sorgen. Tie Versteigerung findet Samstag den 15. Juni 1918, nachmittags 4 Uhr beginnend, im Philosophenwald statt. Es kommen zum Auögcbo: im ganzen etwa 50 Morgen Wiesen im Heegsttauch, im Wieseckgrund, hinter der Plocksbrücke, in den Torflöchern, hinter dem Waldbrmmen, hinter der Burg, am Gans- acker, im stolzen Morgen. Zum Mitbieten zugelassen werden nur Angehörige des Kreises Gießen. G i e ß e n, den 13. Juni 1918. 44698 Der Oberbürgermeister. J. V.: Krenzien, Beigeordneter. Nicht nur auf den Krieg, auch aus den Frieden soll ein geordnetes Gemeinwesen gerüstet sein. Auch Gießen soll der Frieden nicht unvorbereitet treffen. Zu den wichtigsten Ausgaben der Friedensvorbereitung einer Universitätsstadt gehört die Bereitstellung von Wohnungen sür die Studierenden. Wie beschämend wäre es für unsere Stadt, wenn wir den heimkehrenden Siegern gestehen müßten, daß wir nicht daran dachten, ihnen eine wohnliche Stätte zu bereiten. Sagt nicht: haben die Studenten vor oem Kriege hier Wohnung gesunden, so wird sich ihnen auch nach dem Kriege ein Unterkommen bieten. Bedenkt, daß mehrere Jahrgänge von Studenten draußen an der Front des Augenblicks harren, da sie ihr Studium wieder ausnehmen oder beginnen können. Ihr wißt, daß vor kurzem eine Gesellschaft hier ins^Leben trat, die durch namhafte Geldbeiträge die wissenschaftlichen Einrichtungen der Universität zu fördern sucht. Mancher wird bedauernd meinen: da können nnr die Neichen mittun, unsereiner ist nicht in der Lage, sich durch Geldspenden zu beteiligen. Dann könnt Ihr aber der Universität in der Weise helfen, daß Ihr ein Stübchen an einen Studenten vermietet, und Ihr könnt versichert sein, daß uns diese Hilfe nicht weniger willkommen ist, als der klingende Betrag des Wohlhabenden zu der Hochschulgesettschast. - Glaubt nicht, daß wir uns nur an diejenigen wenden, denen die Vermietung von Wohnungen zur Erleichterung ihrer Lebenshaltung dient. Haltet Euch nicht aus einem Gefühl falschen Stolzes zurück, indem Ihr vermeint, Euch etwas zu vergeben, wenn Ihr einem Studenten eine Stube einräumt Zu Beginn des Krieges hat mancher in vaterländischer Begeisterung Zimmer sür Verwundete zur Verfügung gestellt. Ist es denn nicht weniger eine vaterländische Pflicht, dafür zu ssrgen, daß die heinikehrenden Krieger die nötige Unterkunft finden, um sich auf der Universität auf den künftigen Beruf vorbereiteu zu können? Und rührt sich nicht etwas vom Gießeuer Bürgerstolz ,n Euch, daß Ihr Euch jagen müßt, wir dürfen unsere Universität, die den Namen unserer Stadt in die Welt hinausträgt, in diesen schweren Zeiten nicht verlaffen. Wohlap denn, prüfe jeder, ob er nicht nach dem Krieg ein Zimmerau einen Studenten wird abgeben können, und alle, die dazu bereit sind, mögen Namen, Straße uni) Hausnummer, vielleicht auch unter Angabe der ungefähren Preislage, schon jetzt schristlich bei dem UmversttatZ- seiretariat, Bismarckstraße 22, angebeu oder sich daselbst in eine bei dem Uuiversitäts-Kanzleidiener anfliegende Liste, in der Zeit zwischen 11 — 1 Uhr, eintragen. . 4453 c K «Li aistlerkossseri^ Morgen Samstag ,s< Edelsteine in: Gesellschaftsdrama in 4 Akten. Außerdem: ß^URO DeCaHi in: Der Richter Kriminal-Schauspiel in 4 Akten. 4466 a Pergamentpapier il!!lllll!lÜllllllll!llllli!!!lll! 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