Kt. <35 r«r 6fefiettet Lnzelser rrfixmt trtßlld), außer ÜR«^. -. ^ciiaocn: gj^cver La«N icnd!Lurr; KicisUüU fßr den Kreis Sichen. Vezu-r-reir: moaaiC »tt.1.20, uiertel- S ~qrfi(t> Mk. 3.80; durch bhole* u* Zweigstellen monatl. Mk. 1.10; durch die Post M. 3.60 viettel- jähci. auL'jcht. BesteUq. Fernsprech - Anschlüsse: sürdieSchristleiruna112 Lettr.g.Geschästsstellebl AuschristfürDrabtuach- rnlj^ n: Anzeiger Stehen. Erstes Blatt $ 68 . Jahrgang Mittwoch $2. Juni ZWiUmgrrun-druck u. Verlag: Vrühl'sche Unrv.-Vuch- u. Lteindnickerei R. Lange. Zchriftleiiung. Geschäftsstelle u. Druckerei: ächuistr. 7. )rmmqme von A»;ei-e« b ute Dngesnmruner dis zu in Nochmittsg verlier ohne jedeVerbindlichkeu Seilcnirreise: jür örtliche Anzeiaen 25Pf.,für auswärtige 30 Vf., ftir Reklamen Mk. 1.—; bei Plahvor- schrist 20°/, Ausschias- Hauptschristleiter: Goei;. Berantwartlich für Politik u.Keuiüetsn: Aug. Goet;; Stadl und Land, Vermischte« u.k-se- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenttil: H. Teck; sämtlich in Äiehen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 11. Juni. (Ämllich.) Weftlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Die tagsüber mäßige Grfechtstäligkcit lebte nur beiderseits der Somnre auf. Nach starker Feuersteigerung griff der Feind am Atzend zwischen der Ancre und der Somme an. Oertlicher Einbrmh des Feindes an der Strafe Corbie— Llraye wurde durch Gegenstvb zum Stehen gebracht. Vor der übrigen Front brach der Angriff blutig zusammen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. An zwei Kampftagen hat der Angriff der Armee des Scnrrats von Hulier zu dem beabsichtigten Erfolge geführt rmd rms in den Besitz des Höhengeländes südwestlich von Noyon gemacht. Der Stotz traf einen auf unseren Angriff vorbereiteten tiefgegliederten Feind in stärkster Stellung. Die französischen Divisionen konnten der ungestümen An- griffSkraft unserer Truppen nicht widerstehen. Auch die zu ei^hütlichen Gegenangriffen herangc führten Divisionen der französischen Heeresrefer^u wurde-n gestern in erbitterten Kümpfen zurückeeMasen. Am rechten Angriffsftüge! bchtupttttn Truppen des Genev-alS von Oettnger dir südlich von Assair. vill er s genommen feindlichen Linien gegen heftige Gegenangriffe. Die Truppen des Generals wn Webern stehen im «iÄWpf bei Courcrlles—Ntery. Beiöerftils der Sr ratze Rohe—Estres—St. Denis eroberten sie die Höhenrücken östlich von Mett), durchsttetzkli die vierte feindliche Stellung uro warfen den Feind auf die Tronde zurück. Trotz Mer feindlicher Gegenwehr erkämpften sich die Truppen des Generals von Schoeler den Uebergang über die Matz, 9bach Erstürmung der Höhen von Mar- qrreglise und die Vignerrwnt-Berge drangen sie in unaufhaltsamem Angriff bis Ancheuil vor. Das Korps des Generals Hvfmann hat im steten Kampfe das feindlick^e Stelümgsg-rwirr auf den Höhen südlich von Thi-esoourt durchstoßen. Auf den nach Süden zur Oise abfallcrrden Hän^n drangen wir bis Ribecourt vor. Die GefangervenzM hat sich auf mchr als 10000 er- höht, bannt steigt die Zahl der von der Heeresgruppe Deutscher Kurprinz seit 2 7. Mai eingeb rach teil Gefangenen auf ttwa 75 000. , An der Front von der Oise bis Reims ist die Lage un- verändert. Ein Angriff des Feindes nordwestlich von Chateau- Thierry brach verlnstteich zusamnren. Ter Erste Generrrlguartiermristtr Ludendorff. * Der Abendberichj. Berlin, 11. Juni, abends. (WTV. Amtlich.) Auf dem Kainpffelde südwestlich N o p o u sind er= utute Gegenangriffe der Franzosen unter schweren Ver- lufterr gescheitert. ^ ———»«SJMBJBKFB» «fWBlftn»' - .Es hat leider nicht den Anschein, als ob ein Wahlkampf nn eigenen deutschen Lande verhindert werden könnte. Gestern hat eine Mehrheit des pr kubischen Abgeordnetenhauses wiederum das gleiche Wahlrecht abgelehnt und den neuen Kompromißantrag Lohmann angenommen, der bekanntlich mit zwei Zusatzstimmen für Alter und Standes- lage operiert. Für diese neue Einigung, zu der die Regierung gar nicht zugezogen worden war, stimmte auch ein größerer Teil des Zentrums. Bei den Abstimmungen ergab üch, daß die Zahl der Gegner des gleichen Wahlrechts sogar etwas zugenommen hat. Der Minister Drews erklärte sogleich, auch auf der neu vorgeschlagcnen Grundlage könne das Wahlgesetz nicht zustande kommen, die Regierung werde sich nicht darauf einlassen. Es scheint, als sei es der Rechten um die Zustimmung der Negierung überhaupt nicht mehr zu tun. Man steht vielmehr schon mit einem Fuß in den Vorbereitungen zum Wahlkampf, und das neueste Kompromiß will der Wählerschaft dartun, wie weitgehend die Re- hormberei ffchcrft des gegeiuvärtigerl Hxnftes ist Dr. Lohmann, der übrigens gestern den Fraktionsvorsitz der Nationallibe- ralen niedergelegt hat, hat in seiner Begründung des neuen Vorschlages ausgernsen, durch das gleiche Wahlrecht würden nicht die Interessen aller Stände gefördert, sondern es bedeute die Vorherrschaft eines Standes. Wenn nun der unvermeidlich scheinende Wahlkampf rouuut, so wird es auch die Regierung nicht leicht haben. Denn es ist Krieg, und sie darf die Flammen des Krieges nicht ins Ungemessene aufschießen lassen. Oberster Grundsatz muß das Interesse des gesamten kämpfendeü Deutschland sein. Der fozialdenrokratische Abgeordnete Leinert rief gestern bei der Aussprache im Abgeordnetenhaus: „Wenn das gleiche Wahlrecht nicht kommt, so haben wir den Krieg verloren." Das war eine törichte und sehr überflüssige Redensart. Ist das etwa ein Dank für die unsägliche:: Anstrengungen und herrlichen Erfolge unserer dran ße n kämpfenden unb ausharrenden Soldakem daß man deren Kräfte- einsatz als etwas hinstellt, was erst in zweiter Linie kommt und was nicht als entscheidend gelten könne? Wir meinen, die umgekehrte Auffassung hat etwas für sich: die blindwütigen Fanatiker für sofortige, uneingeschränkte Erfüllung ihrer innerpolitischeir Wünsche spielen keine ruhmvolle Rolle in Deutschlands schwerster Zeit, und wer sich, jetzt mit Jauchzen in diesen Wahlkamps wirst und alles andere als mehr oder weniger nebensächlich hinstellt, der macht sich stark verdächtig, daß er für den Endsieg des großen Deutschlands überhaupt nicht viel übrig hat. Es wird sich freilich zeigen, daß es von der Mehrheit des preußischen Abgeordnetenhauses ein politischer Fehler war. einer unvermeidlichen Entwicklung sich so lange, und auch jetzt wieder., entgegengestellt zu haben. Der österreichisch-nttgarische Tagesbericht. Wien, 11. Juni. (WTB.) Amtlich wirb verlautdart: An dem unteren Piave scheiterten abermals zwei italienische Vorstöße. Auch in der Frouzela Schlucht wurden feindliche Erkundungsiabteilungen uügcwiestn. Nordwestlich von Korea in Albanien Pasten die Franzosen ihre Angriffe wieder ausgenommen. Der Chef des Generatswstes. Die Kämpfe im Westen. Berlin, 11. Jrmi. Ter Angriff der Armee des Generals H n t i äv südwestlich von Noyon traf einen Front- raum des Feindos, auf dem der Gegner einen Angriff erwatteta und erwarten mußte. Um so höher, steigt die Bedeutung des neuen deutsck>eu Sieges, ivie ihn die Enteicke in allen ihren Uebermate- rialschlachcen nienrals erringen komrte. Deuisck>e Kraft rang hier gegen gesammelte und vorbereitete ftauzöfische Kraft und unter Berhältuisseu., die denk Q>kgner Grund zu Hoffmmgen auf eiuc-n, glücklichen Ausgang seiner Defensive geberr konnten. Die Aus- gangsstelluirgell der deutschen Sturminfcrnterie der Armee v. Hutier boten hier Schwierigkeiten, deren restlose Ueberroindnng der An- grifssinfamerie trotz starke,- Gegenwittnng voll gelang Dagegen bot das überhohende, mit sttrrkenr Unterholz bestandene und z,un Teil dichtbewalt-ete Gelände ungewöhnlich günstige Berteidigimgs- nröglichkeiten für den Feind. Als im Morgengrauen des Soimtags die deutschen StoßdivisivTteu zum Sturm antrateu, mußten sie ein flaches, mit kniehohem Gra s b e st a nde n e s W i e s c n- g ^lände durchschreiten, in dem sich eine feindliche Verdrahtung mit der andern verflochten. Unter dem Schutze der ArMerie vollzog sich der Anlairf henrmungslos bis über die ersten feiui>Iirfjeu Gräben hinaus, deren sclMrche Besatzungen überlaufen nnrrdeu. In der zur zweiten. Stellungslinie führenden tiefen Zone kam as bald zu hartnäckigen Känipstn. In kurzer Zeit irmrde jedoch der Widerstand gebrochen. Bereits um die Mittagsstunde hatte die Wucht des Ansturmes das feindliche S t e l - luugssystem in 5 Kilometer Tiefe, an einzelnen Stellen bis zu 7 Kilometer Tiefe glatt durchstoßen und die von den Franzosen zu harticäckiger Verteidigung hergericl>' teten Ortschaften überlaufen. Immer wieder verfuckste der Gegner Gegenstöße, um den deutschen Svcrm aufzuhalten. In l a Verliere kam es hierbei zu H ä u s e rk ä m p fe n. Ader hier wie überall im Angriffszentrmn der Frairziose aus dem. Grabeu ins mit der Waffeustoeckunit des Gegtiers. Unr die Mittagszeit war übarall int Angriffstzentrion der Franzose aus dem Graben ins freie Feld getoorfen. Tic Ste^lung^-one dos Feindes lag hinter den Teutsä-en_ Unerbittlich de..i Feinde auf den Fersen bleibend. wurde das Nordufer des Matzflusses erveicht und vom Feinde gesäubert. Am Abend wurde der Matz überschritten und Brückenköpfe für das Vordringen des zweiten Tages ^schaffen. Am zweiten Angriffstage wurden dem Gegner die Höhen 'am Maraueglise und der Vignemont-Bcrg südlich des Matz entrlst^n. Der Anblick der Kampsftätten und der französische Rirckmarsc^veg bestätigen die Angaben der niedergedrückten Gefangenen über die schweren blutigen Verluste des Feindes. Die 12 5. französische Division darf als größtenteils vernichtet gelten. Insbesondere haben die Jnfanterierrginrenter Nr. 76 und 133 schwer gelitten. Ebenso erging es der in den W- schnitt geworfenen 1. Mrasfierdivmon, von der das 4 und 11. Kü- rassierregiment ganz ungewöhnlich schLvere Verluste hatten Demgegenüber ist es doppelt erfreulich, daß unsere Verluste sich trop der Schwere der Kämpfe in durchaus mäßiges Grenzen bewegen. Tie Zahl der Gefangenen, die seit denr 21. März die Entente im Westen an Deutschland verlor, hat sich auf über 2 05 00 0 erhöht. Desgleichen ist die G e s ch ü tz b e u t c, die bisher 2250 betrug, infolge des neuen deutschen Sieges zwischen Montdidier und Noyon gewachsen. Tie Entente hat wmnichr auf den verschiedener: Llngriffsfronteu das gesamte auf über 270 Kilometer erngebarrto Stellungsmaterial in der ganzen Tiefe der hintereiTMnderliegenderlr Verteidigungszouen mit unzähligen Munitionslagern, Depots und Bahnen verloren. Die blutigen Verluste haben sich zu ungeheuren Zahlen gesteigert. In den zahlreichen Lustkämpfen, die am 9. Juni trotz 'tnf- jhängeuder Wolken und gegen abeiw einsetzenden Sturmes m: der Westfront agsgefochten wurden, errang das Jagdgeschwader Richthofen seinen 4 00. Luftsie g. Getreu den allen Urber- lieferungeu hat >das Geschwader auch nach de:n Tode seines Führers und Meisters unermüdlich dem Beispiel Richthofens nachge^iiert und an die alten Erfolge neue gereiht. In gleicher Weise war die Tätigkeit unserer gesamten Luststreitkräfte am 9. imd 10. Juni von vollem Erfolg gekrönt. Unsere Flugstreitkräfte und F^ak schossen -51 'feindlich? Flugzeuge ab. Unsere Verluste waren dsgegerr gering. Wir verloren mrr acht Fllchzeuge. London, 10. Juni. (WTB.- Meldung des Reuterschen Bu-' rerus. D:e Abenddlät er .bewahren der neuen Offensive gegemiber rnöiges Veftroaen. Der „Gloie" sck/reibt an: Scheusse eines Artikels, es' sei zwar töricht, die Lage leicht zu nehmen; Er werttr es dein Fcjcnde gelänge, Paris in den Bereich seiner Geschütze zu bringen, so würde er finden, das; Frankreich setzt, wv es einen Adam: wie Elemenceau zum Führer habe, unbesiegbar fei . Bern, 11. Juni. (WTB.l Der Matin" berichtet, daß die Verwundeten uns den letzt e:: K amvstagen zwischen der Msirne und der Oise hauptsächlich nach Paris gesckrasft "n-rden. Ausfallend groß sei dir Zahl der Berletzimgen durch Jnsantieri?- gesck-osse, bemerkenswiwt klein die Berwu:ü»mgen durch dtttiklerik'- sierler, was der ,,Matin" vor allen: als die Folge des Bssvegr^no^ krieges ansiebt, bei den: die Artillerie mangels eines bestiuimteir Zieles an Wirksamkeit einbüße. Die Tätigkeit unserer Bombengeschwader. Berlin, 11. Juni. (W. B.) Die letzten Nächte roaren für die Tätigkeit unserer B o m b enge s chwade r im allgerneinen gimstig Diese richteten ihre Angriffe gegen die feinölick^er: Flughäfen, auf denen die durch unseren Vormarsch bis zur Mvrne aus ihren alten Häsen verdrängten feindlichen Verbände dicht gedrängt Zuflucht gesucht hatten, ferner gegee: Bahnhöfe uns Etappen-orte des Gegners, die infolge der Äeranziei^nrg der Reserven und der Wiede rordtrung der durch imseren Lhrsturm verwirrten rücklvärtigen Verlnnduugen eine dichte Bestellung aufwiesen, unb gegen Paris Ueberall konnte durch Brände und Explosivuen festgestellt nierden, tnist di? Bombengeschivader Fi? ih:rei: befoh'lenmi Ziele zu treffen- stüßteu Unsere anderen Fliegerv?rbände tvaren nicht weniger tätig. Besonders gute Erfolge erzielten unsere Jagdfiieger in: Äu- grisf gegen GesckMrder dos Gegners. Es gelang ihnen allein am 6.^ u nd 7. Juni, 29 feiudli dft Flugzeuge abz u- schießen. Unsere Verluste sind demgogein'rber mft mir neun Flugzeuge:: erfteickich gering. Englische Plünderer. Berlin, 11. Juni. (WTB.) Während des deuisckwn Vormarsches traf der Geistliche einer Infanteriedivision am 31. Mai in Arois-le-Ponsart, südlich von Fismes, unter den wenigen zurückgebliebenen Eintvohnern einen el-rwürdigen achtzigjährigen Greis, der am Auge eine große Beule trug und offenkundige Spuren einer schweren Miß- Han dlilttg auswies. Auf Befragen erklärte er dom Geistlichen: Vorgestern, am 29. Mai, beim Rückzug der ttnsri- gen, drangen zwei englische Soldaten in mm Haus und begannen zu p lün der u. Als ich sie bat, meine geringe Habe zu schonen, schlug mir ein Engländer mit der Faujc derartig ins Gesicht, daß ich bewußtlos zusanmvenbrack). Als ich wieder zu nur kam, sah ich, daß mein Haus von obnr bis unten durchwühlt war. CtemeuceanS Zuversicht. * Genf, 12. Juni. Clömenceau besprudi gestern irn Hauptguattier sehr wichtige Vorschläge -der Heeresleitung. MSmeneoarr sprach >ci der Rückkehr Pariser Ausfratgern oe:: Wunsch aus, seine Zuversicht von de- ganzen Bevölkerung geteilt z,u sehen. Die Schmalkoft in England« London, 10. Jlrmi. (WTB.) Reuter, ioeute wurde der Bericht der interalliierten wissenschai!- l i ch e n L e b e n s m i t 1 e l k .nn m i s s i o n verö sfentküpt. Die Koncinission hat zwei Sitzungeil abgehülteu, die erste am 25. März in Paris, die z'wette am Ä. April in Rom. Die Kommission entschied sich dahin, daß ein Mann :nit einen: Dw'chschnitts.gekvicht von 66 Kilogrcmun, der täglich 8 Stunden arbeite Nahnrngsnlittet zwn NÜhrwerte von 3300 Kalorien bekolinnen urüsse. Gr>vo Herads^bnu? tero 10 PiVALnt frnrne jedoch ehte Zertlicrng ohne Geftrndhteits- scho.drg-unig erlvagen ivexbtn. Clitc parlamentarische HandelSkonserenz in London. . London, 11. Juni. (Privattelegr.) Am 2. Juli wird J? vLJr°^ ö ‘ in Westminster die parlamentarische -VMrOeiswnferenz eröffnet werden. Es werden Delegierte aus TrErerch, Italien, Portugal, Belgien, Japan, Serbien rmÄ rnvslnyerweise auch aus anderen Ländern erwartet. Den ErSwlmrgsseierlichkeiten und dem offiziellen Frühstück, das den Deleg^rten gegeben wird, werden Lloyd George und die Generalagenten der Dominions und die Botschafter bciwoh- fc5n. Am 3. Juli werden die Delegierten Gäste des Lord- waQ&tä, ccm 4. der Londoner Handelskammer sein und am vom König im Buckinghampalast empfangen werden. Bomberl . nur irr zwei Fällen wurden Torpedos benutzt. Es wurden cmch ermgc 7..men gelegt, von denen 12 bereits aufgefischt worden Die Denkschrift Licknowskys. Kopenhagen, 12. Juni. (B. T.) Wie „Eksttabladet" er- )ajrt, i jt gestern bk bekannte Denkschrift des Fürsten Lich-, N v w s k l, die hier kürzlich in dänisck-ec Sprack-e unter dem Titel jtvei Jahre in London" erschien, auf Verlangen vÄ Mrsben zurückgezogen worden. Tie dänische Veröffentlichung Er ach Grund einer englischm Ausgabe mit einem Vorwort des Engländers John Murray erfolgt. Ter Fürst machte geltend, daß M dieser Veröffentlichung seine Einwilligung notwerckng sein würt-e. Polrrische „Mindestforderungen". . schau, 10. Juni. (WTB.) Tie Blätter des österreichi- f chen Besepmlgsgcbietes bringen aus galizischen Quellen die folgen- . - rß - -— galizischen Quellen die folgen den M in oe st fo rde run g e n, welche Äiinisterpräsident S t e c z- ko ws kr im Namen der polnischen Negierung in Berlin und Wien vorgttegt haben soll: Bündni s mit den Zentral machten, Militär- eo rwenr um, staatliche tenablstingigkeit, Integrität des bisherigen; IGcti«tes von Kongreßpo-en, territorialer Ausgleich in den ethnographisch vmmschcn Gei'iettn östlich der Linie Naren>-Bobr-Njemen ßwc den Verlust der litauischen Kreise Wladyslawow, Kalwarm, Wp"^wysz und Mariampol im Gouvernement Suwalki, ferner eine Grenzregulierung gegen die Ukraine, welche den strategischen Notwendigkeiten entspricht, schließlich die Möglichkeit einer wirtsckiaft- uchru Eittwuüuna durch den Abschluß eines .Handelsvertrages, welcher V-len im Wege der freien Weichst lschif fahrt den Zutritt zum Meere sichert. Stockholm, 11. Juni. Die schwedischen Se- el schief sc (1190 Br.-R.-T.) und Anlon (1025 ^ der norwegischen Küste von einem deutschen U-Boot torpediert. Ans dem Reiche. Das Ergebnis der 8. Kriegsanleihe. (WM.) Das Ergebnis der 8. ^ ld} nad> ^tau.f der Feldheich- mmgsfrrst (18. o.) nunmehr auf 1 5 00 1 425 4 00 Mtt Tie bm der ersten Meldung ausgesprochene Erwarttlna einer werteren Erhöhung hat sich also durch das Hin»? kommen von rund einer Viertelmilliarde Mark erfüllt. Das Arbeitskammergesetz. Berlin, 11. c> .. -^ Juni. Im Reichs tag saus schuß zur Vvr- beratung Ides Arbc: ts ka mme rge se tzes gab heute Geh ^^lnerua.jsra ^iefsart im Austrage des Staaisftkreröcs oes Relch.'wrrtschrltsMnts ftlge-ide Erklärung ab' Kit ftem Af.. Ci Sv _ Sv_or.. - * - - 3 * 8 1 «sk.r^i"r^-.oschl u ß, den der Ausschuß durch Annahme SrJUSJ’ 1 ** ^träges Bender and Gen. (Ercick^mig Vlroettvkammern am raumlulrr Grundlaaa des von Brrrian in Berlin. ren, 11. Juni. (WTB. Nichtamtlich,.) Tie ,,Neile Freie Presse" vwösftntlvcht ein Interview mit dein Mßrister des Auswärtigen Grafen Bur ran üb.w dessen bev-vi-slehe'Ux Reise üvarfj Berlin. Ter Wiinister sagte: Es ist ?rur selbstverständlich, . t«ß in Berlin auch die zwischen den beiden Verbündeten schweben^ den Fragen bespmchpn werden. Zu einem Abschluß aber nxrdeni diese Erörterungen nichjt führen können, weil die internen, vor- ^veitenden Arbeiten weder bei uns, noch in Deutschland beendigt srnch fv daß die Unterlagen für abstteießende Vereinbarungen nockf, fMcn. Es besteht jedoch auf unserer -Leite sowohl wie aus der Seite unftrer Bundesgenossen der einmütige Wunsch, jede Ver- tzügerung der Beratung zu vermeiden, die Vorarbeiten hierfür mit allen Mitteln zu fördern, dann raschestens die Beratung selbst durchzuführen, um sie zunr endgültigen Abschluß, der alle Fragen- grutwen erledigt, zu bringen. Tie Unterhandlungen zielen bekanntlich aut eine Vertiefung des Bündnisses in politischer, wirtschaftlicher und militärischer Rich- Erru g. Einzelheiten hierüber lassen sch zur Zeit noch pickst geben, da es eben Aufgabe der Beratung sein wird, die Grundlinien für die Vereinbarungen zu schrfftn und deren Einzelheiten festen stellen. Daß die Lftrhandlungen von dem Gcdmrken der voll«! Parität mleitet sein werden, ist wisst nicht besonders hervorzuheben. Auf »üe Frage, ob die Absicht bestehe. analoge Verhandlungen auch mit Bulgarien und der Türkei einzuleiten, entgrg^-ete der Mini- «v r . H , x. w UT , räaxnif ^ Grundlage ohne Fachkammem zur §§^ttmg der besonderen Interessen der Artentnehmer neben de, Zeitnehmer gefaßt hat, kann bx Zustimmung d e r ve r b ün- Regierung^ nicht in Aussicht gestellt ,ver- Ä-b« des R»chswirt- . 1 bereit erklärt, den Antrag Trimborn kEr.rne Haupt,Lchlichsüen industriellen und Berufs- gnrppci., ^erri!^riallstumim. i - besonders das B.-tzlangen nach einer Drrirmcleb. niehvhnt, das in Zuttmst jede VeriassunasLnderung ausschlleßt. ^^.^tcnan dem gUndfcn Wahlrecht fest. (Beifall links) 'i'i 1 ' (notI.) : Der Vorwurf der H<-i..ckick,57it mmntt mich wunder. Sollten noir hier, wo die Regierung uiib aiv ™ ^ Irt,rrc, ' e baran Ixrttrn, das Komprmniß zu ver- erteln die Mgnernng und die ,eraEtioncn ins Vertrauen stellen? ^'7 ^lle wenn die Regierung so spat benachricksti-tl lln f er Zrel nxrr, ent Teil des Zenrrmns M ue.sei.-« Anträge zu gewinnen. Der Ei-druck der mit großem P^tbos vor- Ukrogenen Rede des Tr Packpstcke wirr nur gering. Das Themit 'U lwllcgerlchopt. Die Zustilumürrg der Sozialde b ber Negierilngsmmlat-ie -ollte doch stutzi/ machen i rc rüt St so vadikales stgalstrech: eine besonders Selbst Bebel hat 1893 im Reichs- ^5b^ckü^rb^^ m i t baplrcchtes mast zu ein," ri - n **. *•.. „ - ,o j r- ^ «- 1 starken Verbitterung gebracht werden (^nefom links.) s.as gleich? Wahlrecht ist nicht die Vertrettmg aller Au§ dem ylluptalls-chuß der Aeich§tag§. m. d^rlin, 11. Juni. (WTB.) Der Hanptausschu ß des s hat ^ute vor Eintritt in die Tagesordnung die Wahlen des neuen Vorsitzenoert rmd sei-cs Stcl!Vertreters voll- zogien. Auf. <>orschlag des Abg. Gröber (Zentr.i wurden i>er Ab- geordnete Eb er t (Soz.) zum Vorsitzenden und der Wgcordneta L, t re , e man n (Natt.) zmn stellveatretiurden Vor,'itzent>en durch Zilrirf -gewählt. Der bisherige Vorsitzende mrd jet.i^ Rrichstags- Fraf^mt Aogeordneter Fehrenbach verabschiedete sich mü ^amt^n^rtcn vom^>auptmtsschiß, woraus ihin der Abgeordnete ^ u n ck (Natt.i den Timtk des dbusschussos für seine umsichtige Füh- imng des Amtes ausjprach. Ter 2lbgeordn«te Eber i üLeruahm mü i>cm ?[itfbntc]: des Tankes für das ihn: entgegcngebrachte Ver- lkoauerc den Vorfrtz und lvürdigte die Geschä'tSsilhrung des bisherigen Vorntzeulen und des ftellvertt'c'c.rden Vorsitzenden. Darauf wurde die Beratung der Aenderung des Reichs- stem pe l ge se tzes fort-besetzt. ^' c - ® t ’ trnto - (ZE"wnmg n^tij Das soll dem Frieden dienen. Gole): Wir lehnen dieses geheim vorbe-- für die Ostmarken ist ein §5^7 a m völ ischeir Bcstke. Die ungenannten Sicherun. € Vw^-' 1 ' bie vierte Offensive der Wahlrechts feinde. >chr Swg wurrde dein Volke zLim schlimmsten • l>abcu es hier mit Verschvörern gegen d«S ^lv... erneu niederträchtigen Rechtsraub nusgetieckü rum mürbe am Bahnhof von dem Llljl-tanten des Neichskäuzlers Rlttrnei . 7 Grosfn ü,-, i Rittn^ister Grafen .Hertling, der ihn im stöamen des Reichskanzlers begrüßte, und von den Herren der österreichisch-ungarischen Botschaft empfangen. Der ZeeMeg. Neue U--Boot-Erfolp<. ^^rlin. 11. Juni. (Amtlich.) Im Sperrgebiet um England sind neuerdings durch die Tätigkeit unserer ^-Boo^ 10 60 0 Br.-R.-T. Hcmdelsschisfsraum vernichtet worderr. Der Ehef des Admiralstabs der Marine. Der N-Voot-Kmeq an der amerikanische» Küste. ^ A-rn, II.Jum (WTB.) Die Pariser Ausgabe be>: „Ehi- 2° m <■ -^uni bringt eine lange ilüeuyorker Drahttirrg P mck Tauchboot Verse n kungen an der amerikaui- ßch^n Küste, worin es heißt: „Dir Annahme, daß die Tauch- jyfe» wc wemgstrns 15 Schifft in -einer verhältnismäßig geringen gHticnra^i von der Külte versenkt haben, -tach Europa zurückgefthrt sich als falsch erwieien, da von einnn Zerstörer 48 lleber- nach dem letzten Opfer aufgcstscht worden sind. Tie inter- ksstrnteftc Echachrung ntachtc die Besatz:mg des versenkten Schuncrs , welche eine Woche läng an Bord des Tauchboots fest preußisches Abgeordiirtrnhrn,». 153. Sitzung. Dienstag den 11. Jrmi, vormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: Dr. Friedbcrg, Tr. Drews. Präsident Graf S chw e ri n-L ö w i tz cröifmst die Sitzung. Vftrtt Ltzsrmg der Wahlrcchtsvorluge. ^ Zunächst eine allgemeine Be- preamng statt, danach die Einzelbevatungen und zum Sckstuß dick über alle drei Gesetze in einer Abstimmung, sind bereits eine Reihe von Abäiiderungsanträgen ein- gegangen; zimächst handelt cs sich um die Ausfüllung der Li'icke Y™ birrch vik Mlechrung des § 3 (gleiches Wahlrecht) entstanden ist. Eln fortschrittlicher Anttag will den §3 in der Regierungsvorlage wiederherstellen, ein Airtrag Lucas (natl.) wlll dem 8 3l die, 0 'Lfsung geben: „Jeder Wähler hat eine Stimme." Ferner liegt ein Kvnipromißcmtrag v. Hepdebraud (kons.i, Lüdicke (fk.). t-i.’ r?^ Tmnn J tottO, v. b. Hagcn (Ztr.) vor. nach dem im 6 3 ftftgefetzt iverden soll, daß j^nr Wähler eine Zftundftimme hat Eine ijii) atzsttinme soll erhalten, rver mindestens 50 Jahre alt ist mehr als 10 Jahre im Reichs-, Staats- und KommunaldierI stvar, m Laiid- mid ForstTvittschaft lrndustrie und Spalten wurde. Tie Mmurschaft des Tauchbootes erklärte, Dcutsch- lanb habe eiur permaueitte Blockade der amerikanischen Küste er- «chirt. Tas Tauchboot habe Krel mit Proviant für ein halbes Jahr Verlasten, aber men beabsichtig ein Jahr aus See zu bleiben und dmPvoviaM v^m gekaperten Schiffen zu ergänzeii. Neu York be- wt« fich aus alle Möglichseiten vor. so wurde die Auslö''chung aller Luhtzr mrt Au§i»chnie der Straßenlamven imd der J'.mer.belnick>- tur g besohleii MM»«' MKS ' ML - - Tie Poki^i kündigt Warwmigssignale im Falle von Lustangrrsftn pa. Alle Lichter in (Tonet) Island. Brighton, Banate und andere)t Küsleiipl-ätzen wurden verdunkelt. “'Wtdam, 11. Juni. l'W. B.) Eiuenr hiesigeii Blatte zu- Nae erfahr: bk „Times" aus Washington: Ter stellvertretenda ßtzarrnreftkübIr Franklin R-oosevelt 'hat getrenüber dem «orvespsndeweu der „Times" erklärt: Tie amerikanische Flotten- lertmrg detiachricksticste lxnetts^Ende dNai alle Sckstffe und Küsten- batterftki, daß '-«rhrschcinlich feindliche Tauchboote an den Küsten des acklmrtischeii Ozeans erscheinen würdm. Diese Warnung stmrde abgesandt, voch bevor das Vbarineftkretariat vv)i den U-Boot- WnM-rffen gehör- hatte. .Die Tampftr mrd Segler auf See und in den .Häftu emps»igen diese Warnmig, aber die tangsa.nen Segler ohne Eiurichtmrg für die drahtlose Telegraphie konnten nicht mehr «variit werden. Amtliche Zahlen über die Zahl der Tauchboote, b« an der amerikanischen Küste austreten, sind nicht verösferit- licht worden. Es handelt sich aber um mindestens zwei Tauck>- boore. In Regier»ngskreiftii ist man teilweise der Ansicht, daß eines becrov ein Kümpf-U-Boot ist, während das andere ein Vorratsschift dort der „Deulschlatch"-K.'tasse.sei. Tie Tauchboote vernichten MLÜprK tte Schige« die ße m Meisen, durch ArMerieftuer und . .. .. t Forstnurtschaft Industrie und Gestrerbe felbstaudig tattg ist oder m gehoberier Stelttrng dort beschäftigt ist. Außerdem soll nur wahlberechtigt sein, wer seit mttidestens drei Ja.)ven staaiLllut-hörig tft und seit zwei Jahre:: in einer Oftmeinde seinen Wvpnfitz hat. Der Kompromißautrng will eine Versassungs- anderun g nur bei Drei viertelnwhr heit zulasftii. Das Zentru m bat wiicher ferw Sicherungsanträge etngcbracht: Vermtterung der kcm- reiliOTtellen Vvl'Ssvchtte in der Verfaftnag, Aufrechterhaltuna der Befugmfse urch Einkünfte der Kckrche. Die Arbeitervertreter des Zentrirms Brust und Oftn. fordern in erster Linie das gleiche Wahlrechlund beantrage;: weiter eine Milderung der vKviupromiß- anträge (Wohnsitzdmier ein halbes Jahr ufw.). Die Beratung begmrtt mit der allsentemen Ausfprackie Mg. (Tr. v. Hepdebrand (kons.): Aieine politiscktzm freunde weiden für dte Kvmpwrnißanträge stimmen, obwohl 's ft nl'cht ganz imseren Ansichten entsprechen. Wir sind aber der Meiinmg, daß diese Anträge im Jetteresse des Landes liegen (Beifall rechchs, Lache;: links.) dlbg. Dr Porsch (Ztr.): Der gestrige Tag hat eine ganz unernmriete .Wendung .gelwacht. Die Parteien., die den Mehr sttunneiurntrag angebracht Hubert, sind bereit, für unsere Siche- riingsanträge zu stimnieii. Tas hat meiue Frvwide in eine äußert ordmittich schwierige Situation ciebracht. (Hört, hört > links ) *5^* Rücklicht auf diese Bereilwilligkeitserllärmng und niit Rückiickr s arauf, daß die Vvlkspurtei und die Sozialderruikrateu diese Sicke- rungsanttäge abgeft.hnt buben, wird ein Teil meiner Freunde sün die Komproviitzaitträge stimmen. (Stürmisch-s 5)ört, hört' linktz Zurufe.) ^.e Sicherungen nieeben aber erst wirklichen ?9ert erhalten, noenn es gelingt, mit der Staatsregirruni zu einem Einvernehmen zu- gelangen. In dieser Hossnung loerde ich und die Mem^ihl meiner Freunde für die Wiedei hvrsbelhmg ix* $ 3 hr- Ncg-.erungsvorlage stimmen. (Bravo! links.) Tie übrigen Anträae werben wir wohl einstimmig ablehnen. (Beifall im Zentrum) Abg. Lüdicke (fk.): Wir stimme): den Kvnchiwmißanttäm;: durchveg zu. (Beifall? Abg. Tr. Pechnicke (F. Vp): Zu ganz so kurzen Er- ttarmigen )me der Vorredner kann ich nnch ittcht verstehen. lHei- ftrseit.) Die Arbeit der Mehrheit fordert die lauteste und härteste Knttk. (Lebr .Erg! In®.) Alle Verh>uiLlungsn, Iro wir i„T nateliuiü gelührt fnfert, werden vlöÄich umgesivßen Wir kleben ^ vierte Auflage, aber keine verbesserte. (Sehr ri«a U uuks.) Wer sagt es, daß nicht noch eine fünfte Mid fechste Äfuna berbeigeführt werden soll? (Zirruf links: Tas ist ja die MsiMO Tas Kompromiß ist ängsckick, gehemigehaüen wvrdm, und welch» Haltung auch gegenüber der sttegierung! Ich bewuridme die GcduL, der Regierung, llngelzeuerlich ist die Treivvertelnrehrheit, die uns an gesonnen wird. Die erste Kammer soll unauflösbar sein Die Konservativen zeig«: sich wieder in ibfer gmr-en Blöße, aber dag em Teil «r SRötiimllibemten diese Gesedgebmrg rJfvJ 11 ? f*}a ^Eigttlm erschüttern. Tie Zu stände in d^ußbn die.ien^n rz.rn.den Deutschlands als geistige Waffe. (tt. i^chet sich öJetrcit die Politik der rJ. e - Uni ? -ie freiwilligen Büttel der Reaktion, vtedror ergept sich m fchrrfen Ausdrücken und «whalt zivei Ordinnigsruft, ebeiiso der Abg. L^o fmanm Ausftirack^. Gs folgt dft Einzel- berattrng über die Wahle): zum Mgeordnetenhauft. ^teden^Löahlbcrechtigten eine einjÄMge AuseM-- l^teinernde vor. Nach dem .ÜLmeproniißantrag soll diese Fmst crns ztzom Jahre verl«rig<-rt w-erden. Wn fcJ* ? r ££T ,,fi (8trJ ** »« ”* m rr'^' Berlin (So-z.) stimmt zu. Ucber den^^^wromistmttvag ,wird namentlich abgesttmmt. nurd nrrt 2^o gegen 188 Stimmen angenomnum. Dagegen: stimmte die Lrecke imb die Mehi'hnt des Zentrums. Mü dieser Ml»- fttmTnmky toar der Mrtra-g 0 -ronowski erledigt. 17 , Das gleickre Wahlrecht. <. Lücke bei § 3 auszuftcklen, bimntragen dft Fortschrittler, Hl r cKTUfe m !f LuoaS und die ZenttumS- ^ ^ stftgiernngsvotta.m. also bin Euifulmmrg des gleichen W.iblrechÄ. Dieser Antrag >oird in na- urentttcher Mstrmrmrng mit 235 gegen 164 Stimmen almelehnt. Uan Arttrag Dr. Hagenkeister (rratl.) will im Falle der An- ^?^e des Kvmprornißmttrages, ivelck-er für jeden über 50 Jahre alten Wähler imb für die Selbständigen Zusatz stimmen vorsieht, den .rrrieEteilneyniern eine Zusatz stimme gewähren. Das gleiche Wahlrecht wird in namerttlickzer Abstimmung mit ^5 gegen 164 Sttntmerr abgelehnt. Die Parteien stemmten lmc bn der ersten Lesung. Ein Bertagungsarttrag wurde abgelehnt. Darauf wrrrde in nanientticher Mstimlnung der Antrag Hage- meister zugimsten der Kriegsteilnehmer mit 251 gemm 147 Stem- nten bielint«. 02411 Klavier zu verkaufen. Näheres in der Geschäftsstelle des Gieft. Anz. 02416 ^'-"Hntnirrtzuus preiswert zu nerkanfen. " ; ‘- 4 Schütte,Frankfurter Str. 61. Handleiterwagen zu ver- kaüfen. Liebigstr. 97 p. Allst zu verkaufen. 02444 Saudgasse 3ü. „ Frisch gewässerte Stsckfische e>npfiehlt 292 6 . L. 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Noch sprach er, als er von uns mußt’ geh’n: Lebt wohl, auf ein frohes Wieder- seh’n! Doch nun Ist eg ganz anders _ ... gekommen, Zu früh hat der Tod ihn hinweggenommen. Es sollte nicht sein, daß wir uns wiederseh’n, Ruhe sanft auf ein solches in lichten Höh’n. m Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir am 10. Juni die traurige Nachricht, daß unser zweiter lieber und guter Lohn. Bruder, Schwager und Onkel Musketier Ludwig Schieferstein Danz. Infanterie-Regiment 128, 8. Kompagnte am 29. Mai nach treuer Pflichterfüllung ira Alter von 20 Jahren sein junges, blühendes Leben opfern mußte. In tiefer Trauer: 02409 Familie Johannes Schieferstein und Frau geb. Dietz Gefreiter Willi. Schieferstein, z. Z. in Garnison, und Frau Kanonier Friedrich Maus, z. Z. in Urlaub, und Frau Gießen (Neustadt 57), den 10. Juni 1018. Schieferstein. L-'aj i ieferschüttert erhielten wir die überaus traurige Nachricht, daß unser lieber, guter Sohn, Bruder, Enkel, Neffe und Vetter Gefreiter Karl Trinkaus Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaiile nach 3jähriger treuester Pflichterfüllung im Alter von 23 Jahren am 5. Juni den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. Im tiefsten Schmerz: Familie Gustav Trinkaus, Metzgermeister nebst allen Verwandten. Gießen (Seltersweg 50), Grünberg, den 12. Juni 1918. 449*4 t : u Plötzlich und unerwartet entriss uns der Tod unseren innigstgeliebten einzigen Sohn, Enkel und Neffen Willy Andrae Leutnant der Reserve im 22. Lebensjahre. Im too k Wilhelm Asidrae, Oborpostassistent. 44380 Grünberg, den 12. Juni 1918. Die Beerdigung findet Donner steg den 13. Juni, nach mittags 3 Uhr, statt. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Heute nacht entschlief nach längerem Leiden unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Sophie Becker Ww. geb. Schilling im 79. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Louis Becker Carl Becker und Frau Marie Becker Ingenieur Georg Becker und Familie Ingenieur Heinrich Becker u. Familie. Gießen (Kaiser-Allee 13), Cöln, Kalk, Frankfurt a. den 11. Juni 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag mittag 3 Uhr auf dem Alten Friedhof statt. Er lebt nicht mehr, so kam die Kunde •Zu uns hierher, von fremdem Munde. Er starb den Heldentod fürs Vaterland Fern von den Seinen in fremdem Land. Nicht fühlt die Mutter diesen Schmerz, Schwer klagt vor Wehmut des Vaters Herz: Wie wird der Tod gewesen sein? O Vaterland, du forderst viel! Wie schwer und tief die Wunde dein? 'W Doch nun kamst du nach oben an, liebe Mutter ging dir voran. Nun schläfst auch du den letztenSchlaf. Ein schlichtesHolzkreuz ziert deinGrab. N s ? ruhe sanft in ferner, fremder Erden, Bis allen uns ein Wiedersehn wird werden. Plötzlich und unerwartet erhielten wir die erschütternde, tieftraurige Nachricht, daß unser innigstgeliebter, braver, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Christian Niebergall Vizefeldwebel im Infanterie-Regiment 186 Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille im blühenden Alter von 25 Jahren bei einem SturmangTiff am 27. Mai frühmorgens 5 Uhr schwer verwundet, um 107a Uhr desselben Tages im Kriegslazarett verschieden ist. Seit 6 Jahren im aktiven Regiment stehend, hat er nunmehr 4 Jahre für sein geliebtes Vaterland gekämpft und ruht auf einem Soldatenfriedhof. Die tiefgebeugten Angehörigen: Heinrich Nicbergall, als Vater Wohnnann Heinrich Niedere;»!!, zZ irn Felde, als Bruder öefr. Wilhelm Niebersall,z. Z.i. Felde, als Bruder Hertha Niebergall geb. Hillgärtner ural hi>:d i&otnon. Otto Niebergall, im Lazarett, als Bruder Kanonier Marl Niebergnil, verw. Im Lazarett, als Bruder 3ffario Wagner geb. Nieberg all als Schwester Wilhelm Wagner IV., z. Z. im Felde, als Schwager Mario Wagner Familie Johannes Niebergall. Geilshausen, Lumda und Saasen, den 8. Juni 1918, m 4400 Danksagmig. Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, insbesondere Herrn Dekan Gußmann für die trostreichen Worte am Grabe, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Schwarz u. Kinder. Ruttershausen, den 11. Juni 1918. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. 4409 Todes-Anzeige. Dienstag nacht 3 Uhr entschlief sanft nach langen, schweren Leiden meine innigstgeliebte Frau Elisabeth Diergardt im Alter von 65 Jahren. Der Hinterbliebene: Berg-Imdd. Heinrich Diergardt. Gießen (Steinstr. 70), 12. Juni 1918. Die Beerdigung findet Freitag, 14. Juni, nachmittags 3 1 /, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt Für die Einmachzeit empfehlen wir unsern Mitgliedern in allen Grössen. Pergamentpapier echt und Ersatz, in Bogen und Rollen. 142 j msllcheMilisIhsnNelslchiile Gießen Unter feitung einer Dip!om=fjanbeislet]rerin öoetljeftrafte 32 Telephon 2064 Beginn des neuen frjalb* jaöreskurftis am 3. Juli. Anmeldungen wenere l:a des M. Maus-Mers Bad-Nauheim Mittwoch, 10. 3ir.it ID 18, nachm. 3 1 /, Ubr: Wenn der junge Heia Mit Lustspiel in 3 Akten von Biörnstjerne-Björilsim. Spielleitung' Karl Volck. Anfang SW* Ende gegen 5°U 4405c Br. Bemcheac. Mitte WmtniiichiiiiDl an StaiK Sifjej. Verkauf von Klcidungs- und Wäschestiickcn. Die der Stadt Giehen von der Reichsbekleidungsstelle für die minderbemittelte Bevölkerung überwiesenen KleidungS» und Wäschestücke sollen demnächst zum Verkauf gebracht werden. Zur Verfügung stehen: 1. Jovpenan.tige, 2. Winterjoppen, 3. Laufjoppen, 4. Hosen, 5. Männerunterhosen, t». Münnerhemden, 7. Frauenhemden. Kleinhandelsgeschüfte, die seither Waren dieser Art geführt haben und gewillt sind, den Derkails dieser Waren nu übernehmen, wollen sich bis aum 17. d. M. schriftlich beim srädl. Lebensmittelamt melden. Nähere Auskunft wird daselbst. Zimmer Nr. 8, erteilt. Gtehcn, ben 11. Juni 1318. 4416B Ter Oberüürgcrwe^ (Äebei^öniödant). Rahrmittel Verbrauchsregeluuft. 1. Die am 12. ds. MtS. zur Ausgabe gelangte» Nähr- mittelkarten sind bis spätestens am 17. Juni 1918 einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung des Kontrollabschnittes vorzulegen. 2. Die Verkaufsstellen haben die aus Bogen ausgeklebten Kontrollabschnitte nebst einer Aufstellung über die Anzahl der Abschnitte nach vorgefchrrebenem Muster bis längstens 19. Juni 1918 dem Stüdt. Lebensmittelamr einzureichen. Giegen, den 1l). Juni 1918. 4406B Ter Oberbür-germeister (LebenSmitdelaint). Zuckerverbrauchsregelung. L Die am 12. d. M. zur Ausgabe gelangten Zuckerkarten sind bis spätestens 17. Juni 1918 einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung des Kontrollabschnittes vorzulegen. 2. Die Verkaufsstellen haben die aus Bogen aufgeklebten Kontrollabschnitte nebst einer Ausstellung über die Anzahl der Abschnitte narb vorgeschriebenem Muster bis längstens 19. Jnni 1918 dem Städt. Lebensmittelamt einzureichen. Gtehen, den 10. Juni 1918. 4392B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). 1000 500 300 200 über 2000 M. * 1000 „ Bekanntmachung Bei der am 23. Mai vorgenommenen planmähtgen Verlosung wurden aus 1. Oktober 1918 folgende Schuldverschreibungen der Stadt Gieken zur Nückzablung bestimmt: 4415 B L) dom 1899er Auledeu: Llt. A. Nr. 61, 99,134,193 über 2000 „ B. „ 45,81,111, 172,252,293 „ C. „ 18, 55, 161, 192, 226, 282, 298,347,388 „ D. „ 45, 91, 188 , E. n 27, 87, 121 b) vom 1892er Anlebeu: Ldt. F. „ 27, 50,107 „ G. „ 10,59, * H. „ & 17, 146 „ 500 „ „ J- n 15 » 300 „ „ K. „ m „ 200 „ Ek tvird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, das; die Einlösung dieser Schuldverschreibungen, und zwar: Vom 1890er Auleheu: bei der Stadttasse Gießen und bei der Dresdener Bank, Frankfurt a. M-: vom 1892 er Anleben: bei der Stadlkasse Gießen, bei der Mitteldeutschen Creditbnnk, Filiale Gietzen, und bei den Bankhäusern Ephraim Meyer L Sohn, Hannover, Dresdener Bank, Filiale Kassel, erfolgen kann und das; die Verzinsung mit Ende September 1918 aushört. Bon den in früheren Jahren ausgelosten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rlickzahlung vorgelegt worden: Lit. E. Nr. 53 uttb Lit. K. Nr. 14 über je 200 Tt. Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Aus der Stiftung des Kupferschmieds Karl Ludwig Kirsch sind die diesjährigen Zinsen mit 97,71 M. an zehn bedürftige, im Witwenstande lebende Gietzener Bürger oder BnrgerSsrauen am 20. September l. I. zu verteilen. Meldungen nimmt das Städt. Armenamt, Asterweg 9, bis 30. Jnni 1918 entgegen. Giehen, den 11. Juni 1918. 4414B Ter OLerbtürgermerster (Armenverwaltung). Keller. Bekanntmachung. Aus der 15bristian Gerhard-Hast Stiftung sind die diesjährigen Zinsen mit 205,70 M. an zehn bedürftige Familien bzw. Witwer oder Witwen zu vergeben. Anmeldungen sind bis zum 39. Jnni 1918 bei dem Slädt. Armenaun. Astermeg 9, vorzubringen. Gienen, den 11. Juni 1918. 4418B Der Oberbürgermeister (Armenverwaltung). Hr. (35 Zweites M» WK—— M _ Mb - Vemjcher Reichstag. Gkßener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhesien) -- I N»,«, * s*a«* 172. SW«s, DicnÄÄg bot 11. s 1913, 1 Uhr. Anfragen Dr. Mükler - Meinigen l(F. Vp.) toetflJ darauf hin, daß di-.' für das Heer bestknnnte Kriegs-Tabaks-Mischu n g trotz bohen Preises große Mengen Laub enthalte. General v. Oven: sllm die Tabakvorräte zu strecken, mußte zu Ersatzstoffen geg-riffen werden. Nach Anhörung von Sachver- Mndigttr ist Buchenkaub sausgewähtt »vorden. Die Weiter- lüferung der Kriegs-Tabak-Mischung ist seit einigen Wochen eingestellt worden. ALg. Dr. Müll e r - Meiningen M Bp.): Da der Zentner Laub nur 10 Mar? kostet, für den Dabak aber 500 Mackk verlangt werden, so wird das Heer bewuchert. Durch den Genuß des Laub tabafs wird die Gesundl-eit der Truppen geschädigt. General v. Oven: Der Preis von 1,90 Mark für das Pfund nach Abzug der Steuer ist lvegen des gestiegenen Preises des zur Mischung v erloeu.de ten Tabaks nicht sai hock). Nichtig ist, daß sich Gesundheitsstörung«: bei dKr Truppe gezeigt haben. Die Soldaten rauchen lieber schlechten Tabak als gar keinen. Aba. Dr. M ü l l e r-Meinigen (F. Bp.) verlangt Maßiwhmen Min Schutz unserer Landsleute gegen verbrecherische Ausschreitungen de s Chauvinismus in den Vereinigtes Staaten, wie die L y n ch u n g des Bergarbeiters Pauli Prager in Collinsville (Illinois) am 4. April >1918. Geh. Legationsrat Simon teilt mit, daß der schweizerische LGesandte energische Schritte in Washington unternommen hat, um Aufklärung und Sühne herbeizusühren. Das Bundesgcricht ivill zunächst seine Zuständigkeit prüfen. Auf alle Fälle muß die Unmenschlichkeit bestraft werden. Wir Habei: gegenüber der Negierung der Vereinigten Staaten wissen lassen, daß wir auf einer schleunigen Bestranmg bestehen. Aus eine weitere Frage des Abg. Dr. Müller-Meiningen erklärt Geh. Legationsrat Simon: Allen Fällen der Vergewaltigung oder Lynchung von Deutschgesinnten werden wir rmchgehen, wo es sich um deutsche Reichsangehörige handelt. ©5 folgen die zurückgestellten Abstimmungen zum Reichsamt des Innern. Die beiden vom Ausschuß gestrichenen Vortragenden Räte werde,: foieder bewilligt. Der Zen- trumSantrag auf Errichtung von Beamtenausschüsse!: bei den ReickMietrieben wird angenmnmen. Die sozialdemokratischen Anträge aus Erhöhrmg der Familienunterstützung und Aufbau der Arbeitsvermittlung werden abgelehnt. Der Har^halt des Neichsamts des Innern ist damit in zweiter Lesung erledigt. Der Heerrsetat. Mit der zweiter: Lesung des Heeresetats ist die erste Lesung dreier neu eingebrachter militärischer Gesetzentwürfe verbunden, ^.re Vorlage auf Heranz iehung vonHee re sun fähigen iu\:i nulitärischen Arbeitsdienst will mißliebige Elemente unschädlich machen, die durch strafgerichtliche Verurteilung heeresunfähig geworden sind. Eine zweite Vorlage betrifft eine Ergänzung der Wehrpflicht dahin, da ßdie ausgebildeten Mannschaften des Landsturms 1. Aufgebots zur Reserve oder Landwehr iiber- gesührt werden können. Eine brüte Vorlage über Milderungen } Rl Militär st rafgesetzbuch sieht die wahltoeise Ersetzung ^'. strengen Arrests durch milde,: Arrest bei Vergehen durch die -nilitärische Unterordrmng vor. Kriegsmürister v. Stein: Ter Angriff der Kwnprinzensrrmee an: E hemm des Tames hat zu einen: großen Schlachterfolg geführt und bannt .zu emer der schwersten Niederlagen für die Sntmtc luälrrau) des garten Feldzuges. Der Einsatz der französischen Reserven M, der Sonwne und in Flandern ermöglichte zivar die .dummmenslickung der zerrissenen englischen Front, aber die dort fei ff Ci.-fiten französischen .Kräfte fehlten jetzt, um der Wucht des deutschen Angrrsfs fit widerf'lxhen. In beispielloser Schnelligkeit erfolgte oer Vormarsch brs zur Marr^. Tie Fochsche Reservearmee bestem nrcht mehr. Auch.die Entente beginnt die Schioece ihrer Ru-derlage eanzugestehen. Schon hört man (Stimmen, der Verrat m-.ktandü habe d:e Niederlage verschuldet. Das ist der Dank ^r sich für Englaird verblMet, Ust darra: schuld, sondern die R,ii&Wmte helfen Niederzwurgmig groijc Teile imfecer Heeres- ^ at & ® ntcnte überhaupt ermöglicht, uns ^^änsch b^ he,:te zu wideritehe,:. Jetzt vertröstet die Entente !fs en ™ cni)c öüse Am-erckas, um sie zum Aus- Ä ? Mdloien^ Blntverg:eßeu enrporzupeitsckMl. Die Zahl ^ de," Kriegsschauplatz bisher erschienene,: ame- lnnter den ausposaunten Nachrichten weÜ Voll Bavm^erwrg und Dankbarkeit blicken wir auf unsere Ä Ie S 4 ’ t ^^nwglrch machen. Für die heimkehrenden muß bester gesorgt werden. Tie elsm>lothringi- fchn Soldaten darf man nicht w:e Parras behandeln. Unsere Sol- Wachärzten ständig auf Tuberkulose untersucht Zw:schen Neklamierten und Nichü-eklamier- t $v^ eU Gegensatz. Es gibt noch immer Soldaten, o:e während zweier ^ahre keinen Urlaub bekommen haben. Ter ist baldmöglichst der Heimat zuzusühre::. Tie Ilerzte die" 9 ^.^ Hanptaufgabe betrachten, und verdirnm^ ^llteu sich hüten, den Ruf von Rentenquetschen zu beantragt Ausschußberatung der ^ .H^resunsährgen imh die Wehrpslichtände- mngmtb begrüudet ennge soz:aldemo?rat:,che Anträge. ^rt Klage über politische Ueber- gruie militärischer Vorgesetzter. Sogar gegen das gleick-e Wahl- SVmf Vorgesetztengewalt gearbeitet. Ten ™ ’z^lmlteT n£n 1011 mt nmd) 5 ' cftrebcn ' Mitüooch 1 Uhr: Weiterberatuna ScAuß: 7 Uhr. lebhaftesten pulsierte das öffentliche Leben in den provinziellen und kommunalen Vertretungen, die das Marc der Selbstverwaltung bildeten, gegen die ein Ankämpfen der vTUnlegierten Stände ergebstisbis war. Die proviitziellen Irngenrechte wurden behauptet. Wenn heute vielfach Vor- fchlnge zu einer Umbildung der Verfassung auftauchen, so mutz man dabe, berückschtigen, daß der belgische Staat an starke Traditionen gebunden ist, die die Verfassungsentwick- lung beeinflußten. Ablvesenheit monarchischer Ueberlieferun- Zen, Provinzielle Selbstverwaltung und Machtstellung der tatholischen Kirche, das sind die 3 Faktoren, die nicht außer acht geladen werden dürfen. r. ^belgische Staatsverfast'ung entwickelte sich in der ersten Halste des 19. Jahrhunderts. Nach dem Sturze Na- poleons fand die bekannte Verschmelzung Belgiens und Jtatt. Als dann nach dem Londoner Vertrag durch Wilhelm I. die bestehende Verfassung eine! Revision unterzogen werden sollte, entbrannte der Streit über die Vertretung in den Generalstaaten. In Belgien war es dann be- fonders die katholische Opposition, die eine besondere Ver- sastung ,ur Belgien verlangte. Als aber die Regierung die Bersastung in Volksvertretungen sestlegte, trat der Fall ein, oatz die holländischen Generalftaaten die Verfassung annah- men, die belgische Notabelnversamnilung aber dieselbe ab- •(frantiklerikalen Politik, die der König aus be- grerflichen Gründen nun einschlug, konnte er ans die protestantischen Holländer und die liberalen Belgier zählen. Unkluger- weste streß der Könip seine Anhänger chirch Beseitigung des „Code Nwpoleow', Einführnng strenger Preßgesetze selbst vor den Kops, so daß eine Einigung Mischen Klerikalen und Liberalen zustande kam. Die Jiilr-Revolntion von 18^0 brachte' dann den aufgehänsten Zündstoff zur Exploswn. Die mögliche friedliche Lösung verdarb der König jeLbjii durch seine Thronrede, in der er Waffengewalt an- kund:gte. Der Erfolg war der Awfsbrnd, die Niederlaae der königlichen Trichpen in Brüssel, die Loslösung Belgiens und die Bildung einer provisorischen 'Regierung. Im November 1830 trat daun ein Natioualkongreß zusammen. Dw -Verfassung wurde ausgearöeitet und im Februar 1831 angenommen. Die Idee der Augliedernng au Frankreich wurde verworfen, das .Hans Oranien von der belgischen Krone ausgeschlossen urrd die Unabhängigkeit Belgien^ festgesetzt. Gegen die holländischen Beamten, die holländische Sprache, den holläudisclien Einfluß nahm der Kongreß scharfe Stellung. Q ., Die Verfassung wuroe so abgefaßt, daß Klerikale und Lrberale Zugestanonisse erhielten. Allerdings kam es bei der Beratung der verschiedenen Artikel zu Stvertiakeiten wre K B. über die Eheschließuikg, die Sonntagsruhe usiv. So fetzten die Liberalen durch, daß die bürgerliche Ehe chlretzung vor der kirchlichen za: erfolgen habe. « Das BolkssouveränitätsprniAw ist 'in der belaiscl-en Berfas,nng vorangestellt, aber die nötigen Folgerungen wurden nicht hieraus gezogen. In Anwendung ist das Ztver-KiMiiner-^yjtenl, mit partieller Erneuerung Als Wahlrecht ist das Zunsuswahlreecht gebräuclstich, das mit gewriserc ^teuerabgaSeir verbunden ist. Die Wahl in die (Senat) ist mir be: sehr hoher Gtenerleistung möglich Das Recht der Auflösung steht den, König zu nbrrgen wurde die königliche Gewalt in e,rge (Pren^n znrüekgedraugl Der König darf keine Gesetze aufheben, darf uberqmlpt nur die ihm von der Verfassung bewilligten Rechte ausuben. Die verantwortlichen Mnrster werden durch den Könrg ernannt und abgesetzt. Steuerr: werden immer nur für ein Jahr bewilligt. Ei,re Verfassungsände- rung wurde durch harte Bedingungen erschwert Staatsverfassung hat zweifellos viele Vorteile Ihre Mfnahnre nii Ausland war denn auch überaus ^ nb .. t,tete SJerfaffuitflert (Spanien. Sardinien, F°Uen. Rumänien, erste österreichische, Oldenbnra, Koburq Äotha) Meiseil aus fi,e »uriUf. Selbst die preußische Be?- fasjuiig (veist wanchen verwandten Zug aus Trvtzdein blieb re Verfassung Belgien in: Laufe L^Zei?uN7berührt (D'- Verfaisniigsanoer-nng >vrrd der Redner in eineni Nn!itc- reu Vortrage behairdeln.) Mttwech. \2. 3 nnl ^ses Buch zu nehmen Das zuständige Finanzanlt ist werter befugt, die Einzahlung der Rinrlage zu verlangen, wenn das Geschaftsun-terirehrnen eingestellt wird oder Anlatz zu der Annahme vor liegt, daß bä Rücklage il-rern 1-weck entzogen wird. Gegen ei,re Anordnung des Füranz- amts in diesem Sinne steht dem Ge,oerbetreibenden binnen einer Frist von zwei Wochen Die Beschwerde an Großh. Ministerium der Finauzen, Abteilung für Steuerwesen zu. Durch die Beschwerde wird die Einzahlung der Rücklage nicht mrsgehalteri. Die vorsätzliche oder fahrlässige Zuwider- handlung gegen die Veroronung rvirü mit einer Geldstrafe bi'o zu 30 000 Mark bedroht. Im übrigen wird noef) aus Den schalt der Verordnung Bezug genommen Arss Stadt uno €.r ^bung>^Rilcklag« Berpflichteteir haben ein Buch zu fuhren, rn das bei jeder Lieferung inrch dein 5. Mai ü I umm ^ Lieferung der Gegen,band noch der handeL üblichen BezerckMtng. der Betrag deS Entgelts, der Tag '"ä v'nzutraqcn sitw L » rui 'J te PerMäaMna des WaremmrsatzsteuipelS zw standtgc ,^nau»amt hat das Recht, jeäcpM Kchsicht ch Auszeichnungen. Gefreiter Friedrich Zimmer und Kanonier Ludwig Zimmer, Söhne des Delegraphm-Seä-etärs Zimmer, erhielten das Eiserne Kreuz 2 . Klasse. — Der.föammicc „ H ech: n g wurde mit der stnniscl-en Freihcktsnredaille 1. Klasse ausgezeichnet. Er ist auch Inhaber des Eiserne,: Kreuzes d. .ma)|e — Landsturmu:am: Jakob Ruppert von Ober-Jnael- he:m erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Dem Eiserrbayrr- Wagenme:ster Heinrich Keil, zurzeit Führer einer Wasserbau- io tonne :n Rußland, wurde das Hessische Allgemeine EbreiMichn ln Silber für Knegsverdienste an: Kriegsbanoe verliehen , 5 .- ^ Verorderung. Ter ^Gefreite Karl Kling, Schaber .'des Hessischen Samtätslreuzes mrd der Hessischen Dapferke'ts- Medaille, wurde zum Unterossizier befördert. Zungwehr: Mittwoch 72/4 Uhr. Antreten ans dem Lindenplatz. " © : e ß e u e r W. aldbühne. Die diesjährige Spielzeit wird am 19. Inn: mit der Llufsührung Von Björnsons Lustspiel ,,^« 111 : ber junge Wein blüht" eröffnet. Siche Anzüge. ■o 11 aem Stücke sind alle jungen Damen des Nauhchnvi' KüphauS- thealers und eine große Wrzahl der dor'tig.en ummckichen Mitglieder beschäftigt. Dazu lon:mt, daß die Leitung in bcu ^loLhrten t Haiadeu des Herrn V 0 l c? liegt. Da die von BerussschauspirlMv bestrttienen Llussührungen einen weil größeren Kosten an tzvarw verursachen, als wenn die Wollen in Händen von Dilettanten lägen so mutzten die Preise «der Plätze ein wmlg erhöht loc^ben: im Än-, H^rrn E. Challier: 1,75 M?., 1,40 Mk., 0,60 Mk. und 0,40 Ml ; an der Wäldtaße etwas höher. Asußeckrem )verd«r, lore Vvr:ges Jahr, auch diesmal wieder in beschränkter Zahl S:!-pl^ in dch leiden Seitenlauben zu 2,50 Mt. bzwt. 3 Mk., ibgeqedenj Der >ich aus den Künstlerische!: Veranstaltungen ergebende Rein- gewmn wird der städtischen Kriegssürsorge überwiesen. ** Seidene Kleider, Artisten- und Bühnen, kleidun g. M:t dem heutigen Tage tritt eine Bekam:lnrachmig der Re:ck)sbeklewungsstelle in Kraft, nach der in Zukunft die Wm- munal verbünde be: in ihrem Bezirk besindlickjen gebrauckKen Mei- mintgs- und Wäscheitückp:, die aus Seide bestehen oder ausschließ- lia) zur Verwendniig bei theatralische!: oder artistischer AussÄh- rungen ^geeignet sind, im Wege einer AusnalMcheiEgung den An- nnv Berkains auf Antrag auch solchen Personei: und Unter- K?hh.:eu gestatte!: Ammen, die dazu bisher eine-r (ürlaukmis der rmnchsbekleldungsstelle selbst bednr-ten. Durch Erteilung der Aus- nahmebewüligung ivird der Antragsteller gleichzeitig eruräckpirst. die svaglichei: Gegenstände ös,eickl:ch anznbiete::. Es ist noeckn:äßia der < bizeigen-Amtah: ne stelle die Erteilung der Ausnichnn- bewi lli- giu:g nachznweisei:. Unter die vorstehende:: Bestinunmigen ftckken Auch/^brauchte sogenannte historische Uniformen, Pchuttasie- und Maskenkostüme. .... ^0 st nach Rußland. Der Postverkehr mft Rußland ist eröffnet Es lverdei: gewöhnliche und eingeschriedere offen: Briese uno Postkarten des allgen:einen Verkehrs und (EigenenbciZPost befördert. Zügelnssen find (die Svvachn:: deutsch, russisth, kleine ruß:sch, polnisch, wünsch, dänisch, englisch. s-oanzÄsisch ßMkrdisch nanemsch, iwnveg:sch, sckjwedisch. spmnsch und iMMÄsch. S?n- >oungen des allgenreine:: Verkehrs nach Rußland snw ' mrtfi beni Satei: des Welkpostvertrags .sreizumucheu. — Rach der TürM Dürfe!: höchstens 0 Pakete von einen: ?(bstnDer tMrch st-. austalten ^ smd deshalb von treuem *häraus hrngetoiefen w«Len, Idamtt ke-rne Slockungen eintreten, die eine neue Sperre mrver- mewltch machen würden. - ^Hn^^altungsa bend im Katholischen Der- eins Hau s. Zu dem Buchst in der fNontags-Nmmmw unseres Mattes se: nLck)getraMN, daß die Leitung der Verachücktuna nicht m Händen des Lazarettbemnten Kaiser lag, sondern be> - Walt-er Baetzel, auf dessen Venmsakftmg der Ibend zustande kam. Starkenburg und Rheinhessen. K. P. Von der Bergstraße, 11. Juni. Die lttrschav, ewnte ist fr Z. byvnbci^ m Leoheim, Alsbach usw. lebhaft ftn tvlmge. Besonders am ^romttag toaren die Orte von Kirschen- Uelchabern gerc^ezu überschwemnit, besonders weil S«heim dan Psg. für das Pfund abnimmt, ioährrnd bic benack^rtm Kommunalverbände 65 Psg. fordern. Freilich wird dieser Höchstpreis mcht imnver eingehalten. Hessen-Nassau. ^^nksurta. M., 11. Jnni. Durch die anhaLend- Trockenheit der letzten Wochen ist der Mainwasserstand ein^^- ordentnch niedriger. Auf der Lanalisierten Strecke bis Aschaikn- FiALk ein SchpfSverkelw in geregelten Bahnen noch mästrch, über A;ck-assenburg „hinaus muss«: die Schiffe stark leichtern um- es lovr- den sogar Befürchtungen laut, daß, roenn nicht eine bAoige Aende- kuilg erntritt, nnt cim-x gänzlickjen Einstellung dcn Sck»siahrt ge- rechnet ive^ll muß. Leit Jalirzchntm hat man einen solch ^e- d^n Wasserftalld mcht mehr beobackstet. — Am ist der Höchstpreis für ©rDbeereit imb .Kirschen eingckreten. Die nächste .Folge Wair, datz nunmegr :n der ganzen Stadt weder eine £rocfie M)ch ane Erdbeere zu kaufen ist. ^ Ger'ßchts^sll. ll « Vor kurzen: lief der Eiltzug 9 rtl? nach Frankfurt im bies:ge!t Bähnhof l>naubt eftu n flJ , ^ 0, 2 facrtel Wägen uwvai Abcht, Tabak, Wc«, Ka-w.^t beraubt. Eüw sofort vorgenourmeso Dnrch- des Dienstpersonals ergab, daß der Zugführer ^ mrsgMhn hatten, ^xc Köl^S traft' fängnis murtCt 1 ^ )cn ^ W Veamjten Mt 10 Mionaten Ge- - n, 11. Juni. „Hühner und SchDoeftve ?nt ver« i^n^'.^ÄEres^bei Vmzens Schictie, Wcllritztdal." T^s Inserat u - ?, ^ einer lstesigen Tagesreitimg. Hiernnf oegab sich der Gerrchtsvollzteher Lohi^dorfer von hier zu dem bis dahm unpfandbaren Arbeiter Schiche wü) srug derselben ob Vubner zu verkaufen habe, was verneint wurde, da dstseiben sch«, au/Ä "J5S k s U Sl - Schweine", dies wurde beiabt.- aus ließ Schuhe aus den: ^tall dte inserierten Schweine veraas-- spazieren, ^ohnsdorfer wollte mnimehr seines Amtes als Bvllz«- ^och da kam er schön bei dem Schickv rat ZuS bearbeitete er den langiährige,: ruhigen Drantten mit ^ dam: mit emem Stock und fchießlich griff er ;iir m I,lernut dem an Bode!: lieqe)ideu ^ Skichwu!:dm: am ganzen Körper und au: Gesicht bei Schiche Ä bciu Hi)fe rnfenbcu Beamten die Mijümbek ^ ^ßerr, als Hilfe herankam, die den ganz ledntten' 5 Ä ,, ? ra > l S "Ee, cf>c das Schlinrms« «kkÄ mch doch totgefwchen, du Lump, nur kam: doch'njä^s passieren dein: ich bin geisteskrank/' meinte noch Schrche, der sich aus^tem noch :n der gemeinften Weise in Sch:mpser:-ien über den erging Heute ß,tte sich Schicks vor d^- Fchöffm dwßÄb^n verantworten. Tiefe erLnuttei: aur eine EefM^ELfewm lDe g ni Widerftauds. gefährlicher Ztörpervcrletzu»g ^031113. Dem Gerichtsvollzieher wurde PubliLatunE^gnä 31 tt# KSa-t rrnd Cand. Gießen, den 12. Juni 1918. ** Nährmittel- und Z u ck e r v e r b r a u chl s r e g e - tuug. Tie am 12. d. M. yux Ausgabe gelangten Nährmittel- und Äuckerkarten sind bis spätestens am 1?. Juni 1918 eurer Verkaufs- ~ fcelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung des Koutroll- obsthnittes vorztllegen. Siehe Anzeigenteil. ** Städtische Schuldverschreibungen. Bei der wn 25. Mai vorgenominenen planmäßigen Verlosung wurden jaus 1. Oktober 1918 eirre Anzahl Schllüverschreiburcgen der Stadt Gießen zur Rückzahlung beslimnrt. Siehe Anzeigenteil. ** Verkauf von Kl eidun g s - und W äsche stü den. f£ic der Stadt Gießen von der ReichSbekleidungssvelle für die minderbemittelte Bevölkerung . überwiesenen Kleidungs- und Mäscheftücke sollen demnächst zum Verlaus gebracht werden. Näho- rG siehe Anzeigenteil. Landkreis Gießen. **' G r o ß e n - B u s e ck, 12. Juni. Gefreiter Wilhelm Harbach, mit dem Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapfer keits'- ,Medaille ausgezeichnet, wirrde zum .Unteroffizier befördert. ** Kesselbach, 12. Juni. Pionier Heinrich S ch o m b e r, Sohn des Jakob Schombcr III., erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl., nachdem er schon früher mit der Hessischen TavferkeitsMedaille ausgezeichnet wurde. (k.) Lu m da , 12. Juni. Unteroffizier Wilhelm Bücher ^Inhaber des Eisernen Kreuzes erster!und zrunter Klasse und der Herrschen Tapserkeitsmodaitte, starb den §>eldentod fürs Vaterland. — (Bereiter Rudolf Keller, Sohn des hiesigen Lehrers, wuröe zum Ilnberosfizier ernannt. ** Obbornhofen, 12. Juni. Auf dem Felde der Ehre fiel Rudolf Kammer, Sohn dos Straßenwarts Kvnrad Kammer. Sanitäter ELuard Kammer wurde zum Untero fizier befördert, Mck^ard Loschborn zum Gefreiten. Richard Hahn wurde zum Gefreiten befördert und mit der Hessischen TapferkeitsmedaiUe ausgezeichnet. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 12. Juni. In einer stark besuchten öffentlichen Versammlung sprach am vergangenen Sonntag abend im Deutschen sHaus der Stadtverordnete Krum m aus Gießen über das Thema: „Was will ^eigentlich die Deutsche Vaterlandspcrrtei?" Seine uber- Msführungoit fanden langanhaltenden stürmischen rr. Bernshausen, 12. Juni. Der kürzlich mit dein Eisernen Kreuz erster Klasse -ausgezeichnete Gesreite Hohmeier von hier starb wenige Tage danach.infolge eines Unglückssalls. rr. Frau-Romüach, 12. Juni. Uirterosfizier Karl Block erhielt zum Eisernen Kreuz und der Hessischen Tapferkeitsinedaille das Eiserne Kreuz erster Klasse. Hrssm Nassau. -- Frankfurt«. M., 11. Jimi. Die Frankfurter Kriegsküchen verbrauchten im Jalwe 1917 rund 3 248 284 Kilo Lebensmittel in Werte von 1822 361 Mk. Auf den Kopf der Besucher kanven täglich 854 Gramm feste Stoffe. Jede einzelne Portion kostete im Durchschnitt 34 Pfg., mit den Küchen» mkosten und der Berwälttmg 50—52 Psg. Täglich speisten durchschnittlich 23 000 Menschen in den Küchen. = Frankfurt a. M., 11. Juni. In eüiem Bornheimer Obstgarten wurden zwei junge Leute, Brüder, als sie von einen: Gaume Kirsche' rst lickten, von dom Garte:rbesitzer, der im Hinterhalte aus Diebe lauerte, angesichpsfen. Der ältere.Bruder mußte jdem Kranlenhause zngesührt werden, der jüngere ist zu Hause in ärztliche Pel-anvluitg. Gegen den Gartenbesitzer wurde Anzeige erftatvet. Am den Ausgang des Prozesses darf man gespannt sein. GerieHt-saal. — Frankfurt a. M., 11. Jimi. Nach achttägiger Verhandlung 'vor den: hiesigen Oberkriegsgericht wurde Harlptmomi d. L. a. T. Philivpi aus Wiesabden in der Be rnfun g sver l-a ndlung abermals zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt. Außerdem tvurde diesmal auf seine Entfernung aus dem Deere erfsmin Philippi war vor einigen Düonaten vom Mainzer Gvuvernenwutsgerichlt wegen Begünstigung seiner eigenen Fabrik bei Heeresaufträgen, die er mit zu vergeben hatte, zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, hatte aber gegen das Urteil Berufung ffctßelcgt. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 12. Juni. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprechi. Artilleriekamps wechselnder Stärke. Die Jnfantcrie- tätigkeit blieb auf Erkundungsgefechte beschränkt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In schweren Kämpfen hat die Armee des Generals von Hutier gestern den erwarteten zur Wiedereinnahme des Höhenblocks südwestlich von Noyon geführten großen Gegenangriff mehrerer französischer Divisionen zum Scheitern gebracht. Unter fdjiüerfteu Verlusten wurde der Feind auf seiner Angrijfsfront von Le Ployron bis Antheuil zurückgeworfen. Seine in großer Zahl zum Einsatz gebrachten Panzerwagen liegen zerschossen auf dem Kainpsfelde. Zwischen Mery unv Bellov, wo der feindliche Ansttrrm an unserem Gegenstoß zerschellte, bauerten erbitterte Käntpfe bis zur Dunkelheit an. Das westliche Oise-Ufer nördlich der Matz-Münmlng wurde vom Feinde gesäubert. Die Zahl der von der Armee eingeb rächten Gefangenen hat sich ans mehr als 13 000 erhöht. Der Verlust der Höhen südwestlich von Noyon zwang den Feind zur Räumung seiner Stellungen im Carlepont-Walde auf dem Ostufer der Oise. Dem iveichendeu Feinde stießen wir über Carlepont und Caisnes nach und erreichten kämpfend die Linie nördlich von Bailly—Tracy le Val, westlich Nampcel. Hartnäckig und keine Opfer scheuend setzte der Feind seine vergeblichen Alt griffe nordwestlich des Chateau- Thierrv fort. Mehrfacher Ansturm brach hier blutig zusammen. Der Erste Generalqucrrtiermeister Lu d errdor ff. * * * Die preußische WühlrechtSfrage. Berlin, 12. Juni. In der „Vos,. Ztg." heißt es zur preußischen Wahlrechtsfrage: Wenig Freude wird die Rochlle über die vier namentlichen A-bstinnnüngen des Tages empfunden haben, denn dabei fiel sie in eirre recht geschickt gelegte Gnibe. Einige links-, rrationalliberale Abgeordnete hatten drn Antrag gestellt, die Pluralstimme auch den K r i e g s t e il n e h m! e r n znzu billigen irnd ferner den Mäwre.rn, die einen eigenen Hausstand führen sowie allen Llnffehern und Vorarbeitern, auch wenn sie weniges als fünf Arbeiter imter sich haben. Die Antragsteller verfolgten den doppeltet! Zweck, durch Ausdehnung der Pluralstimme auf immer weitere Kreise ihre praktische Wirkung dein Nullpunkt zu näherir tlitd gleichzeitig die Väter des Antrags L-ohmann vor die 'Frage zu stellen, ob sie es auf sich nehmen wollten, die Kriegst teilmchrner gegen d^ anderen Staatsbürger zurückzuseiMt. Die Reche, einschließlich''der Lohmamv-Grnppe, stimmte den Antrag nieder, wobei sie sich Rer Gesellschaft der Unabhängigen Sozialdemokratie erfreu le. 'Landgräfin Anna von Hessen f. ^ -- Frankfurt a. M., 12. Juni. Tie Landgräsin Anna von Hessen, geborene Prinzessin von Preußen, das älteste Mitglied des Hauses Hohen;-Lern, ist h'ute früh nach schwerem Leiden imAltervon82 Jahren gestorben. Landgräfin Äürna von Hessen Wat eine Enkelin König Wilhelms III. und der Königin Luise. Am 17. Mai 1886 wurde sie als Tochter des Prinzen Karl von Preußen und der Prinzessin Marie von Sachsen-Weimar in Berlin geboren. Ihr Bruder war der bekannte Heerführer Prinz Friedrich Karl. Am 26. Mai 1853 vermählte sich die Prinzessin Mit dem späterst Landgrafen^ Friedrich von Hess nt. Der Est entstammen der verstorbene Land gras Friedrich Wilhelm, Landgraf 9l'lexander Friedrich. Prinz Füedrich Karl (der Schwager des Kaisers) und die Prinzessinnen Elisabeth (jetzige Herzogin von Anhalt) und Sybilta. Seit dem Tode ihoes Gatten im Jahve 1884 lebte die Landgräsin größtenteils in Frankfurt a. M. 1901 trat sie zur katholischen Religion über. Eine russische Abordnung in V^rltn. Berlin, 12. Juni. Wie die „Voss. Ztg." berichtet, ist gestern eine militärische A 00 r du n n g der .r u s s i s ch e n L> 0 w ^ e t- Republik in Berlin cingetwffen. Diese militärisckx Wbordnimg stellt einen Tcül der Kommission oat, die. wie geineldet, eine Reihe von Fragen politischer, inilttärüclxr und wirtsc!.astliä>cr Art beraten soll und Ende dieser Woäic' zum ersten Male zusamEN^ treten wird. FranzösifHep Misch rauch mit der Noten Kreuz-Flagge. Berlin, 11. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Tie Franzosen mi ßbrauchen neuerdings wieder die Rote-Kreuz- F l^a g g t. Zwei ausgedehnte Barackenlager zwei Kilometer südMich Se-omre wurden mit großen Genfer Roten Meuzen vcr'ehent. Diese sollen, einen dicket danebenliegenden Parkplatz schützen, aut dem nach Fite- gerphvtographien 400 Lastkraftwagen feftgestellt sind. Die schtvarzen Militürsktuven Frankreichs. Berlin, 11. Jrnri. (WTB. NickMmtlch.) Nach den Llussagen der zahlreichen vor ßteims eingebrack?ten Denegalneger VE verschiedenen Divisionen ergibt sich ein erscht^ckend-eS Bild von der M i l i t ä r f k l a v e r e i, zu der Frankreich die Eingeborensr seiner Kolonien preßt. Tie Schtvarzm werden nur in vorderster Linie eingesetzt. Hinter ihnen steht stets jn ztveiter Linie ern N>eißes Bataillon, ebenso ralMen weiße Truppen die Neger an beiden Flanken ein. dticht nur die Offiziere und ein Teil der Unteroffiziere lntstehm aus Weißen, sondeni auch die Maschinen- geweirlonipanieu, um bei einem evoaigen stockenden Angriff sofort auf die Schnmrzen schießen zu können. Tie Neger noerden unter einer -eisernen Disziplin gel-alden. Sie klagtet darüber, daß in der Ruhezeit für jede Kleinigkeit schtvere Arvestsbrafen im Uebernwß verhängt würden. Ihm Verpflegung ist wesentlich schleckster, als die der wnßen Franziosen. Sie erhalten nur für drei Mann einen; Laib Bret und Reis mit etwas Fleisch und Rüben. Wenn ste nicht Stellung sich, satten Fleisch und Rüben fast ganz weg -uch nur vier Mann ea'halten einen Laib Vrvt. Von detr Lchwarzenr will r.irOit ein einziger etwas vom Krieg chssen. sie sagen aber, es bliebe ihnen nichts anderes übrig als zu kämpfen, da sie gegen die Machst der Frmrzosm nicht aufkvnrmen kÄmten. Am bezeichnendsten für die Art, wie di-e Franzosen ihre schwarzen Militärsklaven besticheln, ist die Tatsaä^, daß den Negern kein Hennats- urlanb gewährt tvird. Wer vvn älmen als Soldat Frmtkreßchk Boden betreten hat, darf in seine Heimat nicht mehr zurück. Eostanms Kriesserklärung. B erlin, 12. Juch Die „Nvrdd. Mg. Ztg." schreibt: Die Nachricht, daß d-ie Republik Costarica dem Deutschen Reiche den Krieg erklärt habe, ist nunmehr amtlich bestätigt worixn. Die Kriegserklärung ist durch ein Regierungsdekret vom 23. Mai ds. Js ersvlgt. Die Schäden des Großseucrs in Stambul. K 0 n si a n t i n 0 p e l, 11. Juni. (WTB. Nichtarntlich.) Bei dem unter dem Vorsitz -des Ych>ßwesiers gebildeten llnterstützungs- iansschnß für die durch das Großseuer in Stambul Geschädigten sind r e i ch e Spenden eingegangen. Der deutsche Botschafter Gras Bernstorff überreichte dem Großwesier Talaat Pascha für diesen Ztveck im Namen der d e u t s ch e n R e g i e r u n g 5 0 0 0 Pfund. Am nächsten Sonntag sott zu Gunsten der Abgebrannten^ ein Blumentag statpinden. Zu.r Unterbringung der Geschädigten tvurden bis zur Errichtung von Barackm die Schulen des Wilajets Konstantiaropel geräumt. Tie beteilig tim Beriichermrgsgesellschaften sotten etrva 200000 Pfund Verluste erlitten haben. Jnfolae der anhaltenden Steigerung der Nohstofivreise und de- Betriebskosten sah auch die Maggi-Geseltschaft sich gezlvungen. di, bisder etugehaltenen Friedenspreise zu erhöhen. Die neuen aintltch genebnn'gten Preise sind- Magyi'ö Wiirzc in Oriainatflaschen Nr. 3 tetwa 260 Gramm» M.L.4^ Magai'ö Würze in großen Flaschen Nr. 6 ietwa 1400 Gramm) M8.6Ü. Der neue Nachfüllvreis für 100 Gramni Maggt'S Würze beträgt 65 Psg. Maggi's Fleischbrühwürsel kosten künftig im Einzelverkauf 5 Psg. Der anerkann'e Ruf der Maggi - Gesellschaft bürgt für die Qualität ihrer Erzeugnisse. 4410v