Kt. (27 Erster Blatt Der ÄRfftp« «IdKini täglich, außer 6#nnUv£. - Veiinqen: für fein Kreis Sirtze». Vezugsvreis: wumotl. 3Jt!.].20L oiertel- rlwb Mk. *60; durch üe- u. AwekqfteÜen monLtl. )!tk. 1 - 10 ; durch diePoftMk. 3.00 viertel- jvhrl. ausschl. Pestttlg. Fernsprech-ArstchliM«: mr d»e SchrlstleituugllL Verlag,viescL>ästsftelle51 AnschriüsiirTralilnach- richlen: &4tfc< n . 108 . Jahrgang Montag, 3. Juni W8 GieWer Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesjen Swillinggi-ttnddrllck u. Verlag: Brühl'jchr llniv.-Buch- u. Stcindruckerei N. Lange. LchristleUuns. Seschästritelle u. Druckerei- Zchusitr. 7 . pofischeckronts: Zranksurt a.M. x; 69 ö Lnnuume van Sujei^t* die ia(,ffinummcx uif zum Nachmittag vorder ohnejed^erbindiichkett Sriienpreile: für örtliche Anzeigen 35 Vt.» für auswärtig« 30 Vl., ^ür öieklainen Mk. 1.— ; bei Plahvov» f 20 •/, AufsÄlaa. Hauplschriilieiter: Au^. Ä o e Peraatwortlich für Politik u. Ferciüewn: Vankvettehr: Aug. Goeg; Stadl und Eewerdedan! Sietzen Land,BkrmischlkSn.B-- rrcht-riaal: M. Dieyer; Ln der Angriffrsront neue Fortschritte. (WM.) AroßeS Hauptquartier, 1. Juni. (Amtlich,) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Vielfach auflr-enLer ÄrtilLeriekampf. Oertliche Angrifft veS Heindes südlich Ypenr scheiterten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südlich der Oift, südwestlich von Chauny, warftn die Truppe, der Generale Hoftnann und von Francois den Hentd aus starken Stellungen bei Cuts und südlich von Vlenrnoonrt. Auf deln Norduftr der Aisne sticßcn wir m heftigen Leilkämpftn bis Nouvwn-Fonrenoy vor. Derrweffette Gegenangriffe sthrtc der Franzose mit frischen, auf Bahn und Kraftwagen üerangebrachten Divi- swtlen gegen unsere über die Strohe Soissons— Har eneS vor- drürgelrdcn Truppen. Am Abend waren die erbitterten Kümpfe zu unftren Gunsten entrch-eden. Dem weichenden Feinde stiesten wir bis auf die Höhen östlich von Chauduu— Vierzy-Vlanzp nach. Beiderseits des Ourcq-Flusses haben wir die Straße GoissonS—CHLteau-Thierry überschritten und erreichten, immer wieder aufs neue ftirrdtichen Widerstand brechend, die Höhn: von Neuilly nördlich von ChLteau-Thftrry. Zwisckj-ell Chlteau-Thier-ry ulw östlich von Dormans ste hen wir an der Aiarne. Don der Marne bis westlich von NeimS gewannen wir im Angriff die Linie Srneuil—Olirp—Sarcy—Champigny. Die gcstrigen Kämpft brachten von neuem mehrere Tau send Gefiurzene und reiche Beute ein. An den letzten beiden Tagen schossen wir 36 ftindliche Flugzeuge ab. Leutnant Mrukhoff errang seinen 28., Lrut- «autPütler ftmeu 25. und Leutnant Kroll feinen 24. Luftsieg. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * _Trotzes Hauplqoartirr. 2 . Zun,. (Amtlich.) Mestlichrr Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Artillerie kämpfe au vielen Stellen der Fwnt. Englisch« Leilangriff« südlich der Lys »nd nördlich von Albert scheiterte» unter schweren Verlusten. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Südöstlich van Nvyon drängten wir den Feind trotz v'ftnen Widerstandes auf den Wald r^n Carlepont und Montagen zurück. Wir nahmen die Höhen östlich von Moulin- fouS-Touvent und stark verdrahtete Linien westlich von Nouv- wn. Im Angriff beiderseits des Lurrq-FlnjscS warfen wir den Feind über den S«wiereS-Ab schnitt zurück und eroberten die Höhen von Pass» und Eoucharnp. An der Marne ist die Lage unverändert. Der auf dem Nvrdufer des Flusses gelegene Teil von Chateau-Thierry wurde vom Feinde gesäubert. Nordöstlich von Vrrncuil und beiderseits der Ardre hastige Gegenangriffe der Fmnrsstn Mlter blutigen Verlusten wurde der Feind zurLckgeschlagen. Oestlich von Reims drangen wir in örtlichem Vorstoh in französisch« Gräben bei St. Leonhard rin und nahmen di« Besatzung des vorübergehend von uns besetzten Forts Pom- pelle gefangen. Französisch-amerikanische Lager von gcwalti- ger AuÄvchnung fielen bei Fcrc-en-Tardcnois in unsere Hand. Weit über V- Million Schuh Artillerie, unerniehliche Bestände an Pioniir- und Fernspvcchgrrät. mehr als 100« Fahrzeuge wurden hier erbeuttt. Der Erste Generalqnartkrmrifter Ludendorff. * Die rlbenbberichte. Berlin, 1. Juni, abends. (WTV. Anttlich.) An der Front von Noyonbis Chateau-Thierrv gkwannen wir kämpfend Boden. q Berlin, 2. Jrmi,abends. (WTV. Amtlich.) An der Angriffsftont neue Fortschritte. Hocherfreuliche Fortschritte sind auch in den beiden letzten Logen an der Kampffront gemacht worden. An der ^lten wir zurzeit eine Front von 25 Kilometern, nämlich von Chateau-Thierry bis Lerneuil. Ganz hervor- r^ndmrd durch ihre Schnelligkeit bedeutsam sind aber die deut>cheu Bormarscnrn.1en Flüsse. Die eroberten Höhen von Passv und CouchampS liegen nur noch wenig mehr als 30 Kilometer nordöstlich von Meaux, jenem Hanptbanrpsplatz der Marnesä>locht von 1914. Auch auf der Front Derneuil-Reims lourden gute Fortschritte gemacht. Hermmrn Stegemann spricht sich im Berner „Bund" über die neu geschaffene Läge nnt folgenden Worten aus: „Da- französische Vertcidiaungssystem zwischen Reims und Compi-gneistbiZanfdieGrundstcllung auf gerissen worden. Die Deutschen, haben den Zusammenhalt der Champagne-, Vaaas- und Vogesensront mit der picardischen so stark gelockett, daß Fach l)ente sck>on die Berl>indmlc- ChLlonS—!parr§ nicht mehr als durchlaufende Transversa'e benutzen und bei seülichcn Verschiebungen auf die Aube. und Seine- bahn und -Straste angemlesen ist. Die grvste Lagerfestung Paris rückt so nahe an die Perwhnne, dast mit schweren Stockungen mich to LrP T V rön ^ u ^ 1 ^erkel/rsnetz gerecftret werden must. Die nächsten Tage werden zeigen, ob General Foch auf der Stätte, wo er vor V/a I-ahren das wankende Zentrum SoffreS im F.uer mrf- rrcht erhalten dtt, bis der allgemeine Rückzugsbeiel)l die Deutschen von dar Arsne zmückrief, eine nare Marneschlacht liefern muß oder der deutsche Kronprinz veranlastt wird, den Borstost an den drHvngen stckl^ulegen, weil der Angriff kulminiett hat und Ludeirdorff neue Register auszieht." Immer auffälliger tritt hervor, wie die Hoffnungen der Entente nur noch anden — amerikanischen Reser- den hängen! Lloyd Georges Ausspruch, daß es sich um einen Wettkampf zwischen Wilson und Lindenburg handle, wird von fernem bekannten politischen Gegner, dem General Mau- rrce, im „Daily Thronicle" widerholt: „Es ist ein Wettlauf der Reserven Fochs und Hindenburgs, bei dem der letztere von neuem ernen gwhcn Vorsprung errungen hat." Uebri- ® C cS 8 J? tw $ M a 4^ cine Kricgrbetrachtung der Wiener „Re«chspost dieser Ansnht an und widerholt es. daß ein ^Wettlwuf zdvrschen Hrnde-ichrrrg unh Wilson im Gange sei W>ls°nwrrd bei her ihm »uwachsenden Veranhovrtung doch allmählich m Angstschroeist geraten! Die österreichisch-ungarischen Tage-berichte. Wien, 1. Juni. (WTV.) Amtlich wird verlautbnrt: Keine besolüwven Ereignisft. Der Chef des Generalstabes. Wien, 2. Juni. (WTV.) Anttlich wird verlautbart: . An der Gebirgsfwnt lebte derArtilleriekampfan E bm Lstündungsgebiet ^ des ^''"«wurde heute um Liillernacht ein ilalienifcher Vor- fwh durch Feuer abgewieMl. Der Chef des Generchstubes. Fkieaenmgriff auf Karlsruhe. .Korksruhe. 31. Mai. Kurz e-ach neim Uhr heute vorimtwo Egte em Flregerangrrff auf dw oss«« Stad, jkarlsruhe ib» n;,ri».-n zehn Ins zlool, Bomben abaewvrfa!e, die zum Teil iiis tr\t Feld Fielen, »um» Teil in ©ättat Gz njitrbc einiger gd»ii)cn an Crebaudau angerichttt. Leider stelcu dcru Aav^iff vier Personen! zum Opfer, fotß cuchere tvurdeu nickst unerheblich octlcfct, mrnt Teck durch eigene Schuld. Um '/4ÜU Uhto Nxrr der ALwm beendet Der Zortschritt im Westen. Berlin, 2. Juni. Mit der Einnahme des NordteileS von Chateau-Thierry und der Erstürmung von V e r - neuil ist die Marne front bereits auf mehr als 25 Kilometer verbreitert. Der spitze LwstLril hat sich zur breiten Kampflinie geformt. Truppenteile, die die Aisne überslhritten hatten, fanden an der Beste den ersten seirrdlichen Miderslrrnd. Scharf setzte sich der Gegner auf dnn Südufer des FlufseS zur Wehr, aber die ohnr einheitliche F-Ühruna batacklou-wci^c eingesetzten feindlichen Trvv sionen verbluteten sich bei Thibaut urrd BÜlesvoy. Rach lieber gang über den Fluß wurde der Gegi^er üt^r die kleinen Hügel, die sich bis zur Marne ziehen urtb iueittanberfchaästetit, gemorfnt. Der im ein^lnen zähe Verteidiger, der aus kleine Sttecken in Gelände-und Waldstücken taper kämpfte, sah sich von swrer Führung verlassen und siel in größeren mti) kleineren Abteilungen, dyn allen Verbindungen aogeschnilten, in die Hand der vorstürmenven deutschen Infanterie. Aus deit Wäldern am Före-en-Tarde- n ois holten Pie Grenadiere allein 800 Gefangene heraus. In der Hoffnung, vor der Marne noch auf der letzten Höbe einr eiserrre Schutzlinie ziehen zu können, rasten auf Maschinenne wehrkraftwagen die tapferen 19. französischen ^äyer heran. Sie wurden vo-.r den Schützen eines deutschen Regiments abgeschossen oder gefangen. Abführenden Gesckmtzcn des Feindes lvurde von dem Feuer unserer heran kommendes Batterien Bespanrrung urrd Bemannung zusammengffä-ossen. Bei le Channel hatt oberhalb der Marne bozeiä/ncte ein furchtbaren Haufen zerscl/Nlettetter Menschen, Psett>e und Kanonen die Stelle, an der der Kampf entschtcden wurde. Rach Aufgabe dieses Hügels mußte der Gegner die Höhen jenseits der Manu; bc^iehär. Gewaltige Beute. ^.Berlin, 2. Juni. Ein Zeick>en dafür, welche Planlosigkeit lstMer dar IrcnrLösrschon Fwnt hnworgerusen war und wie übe, Envcrrten der Vormarsch nuferer Divisionen durchgesührt murvL nrüiscn dte gewaltigen TruppAÜager gelten, die der flüästende Feind völlm unversehrt hürterließ. Erweckte schon Erstaunen, daß au§ den Flugplätzen so viele Fliogzmrge unversehtt Vvrgrsunden wurdÄ es geradezu unerklärlich, daß unter den flüchtenden Fraw, zosen mfflmi) mckln den Entschluß oder Zock fand, die so tnd* W vernichtenden großen Truppenplatze zu zerstören. Bei Fis:neS ^'tge Barackenstadt ohne die geringste Beschädigung Pt deutsche Hand fallen. Roch größer, vielleickst gan-en Strjuuoita* beguente Unterkunft gewLhnmd, ist eine wachs Metropolea»L Ugerböraifen die uns der Franzose xmschen Chery wch Erlassen hat. Man muß dabei der OraanissttonS, gäbe des Gegners vollauf Gerechtigkeit widerfahren lagen. Di« Anlagen können als ein Musterbeispiel gwßer Truppennntzeo, vringungsplatze gelten. Sir sind nrit Weitblick nach cinheittichi-s Pianen migttegt und nichts fehlt an den Einrichtungen. Den an-. ruckenden Drvnunken und Kolonnen kommen diese S^ldaterwillen- M ^-en-SatömoiS ist ims ein reich- ffefi!TÜe3 Pionierlager von rleienhaften Llusmaßen zugefallen mil mistigem Wagent'ark und aller Art von ÄLagener^'atzteilen, mim anfthnliche auigestapelte Kohlen- und Bre,mstofflaiwr, die zu ver- mckstrn tzrr Gsgrwr bei der überall offenkundigen Planloi'igkctt sei- Rückzuges cne Zeck nicht fand. 2,Jtlni Die Beute in allen Magazinen zeigt Äfsl^F Gvanzysen von der Cchnnin des Dame? 6* und nne planlos imb verwirrt der über- hasdete Ruckzug des Feindes war. Besorrders charakteristisch ist di« Aufnayme von,Neubanten in der Gegend von tVI *' ^UMrsg.rng der Stadt stebt ein fast voll-ndete- abgeputzt werden sollte. Mörtel urrd Kalk snch frisch skug^ührt In Ciry-Lalsygne hat men eine Zuckersal'rik neu banken Behälter, die ries'igen Röhren uL Maschinen stehen beretts ausgestelü. Mm hätte sie in vierzehr' Tagen m Betneb nehmen können. Die geringen deutschen Verluste. k Der gewichtige stfrundlatz dee neuen de^ltscherr Kriegssührung, wonach Organisation und Zei tl^ehero« lKsng dem Ziele dienen, unsere M e n s ch e n ve r l u ste anscch Minimum M mrndern und die des Feindes auf eine Mark- mum zu erhöhen, hat den größten Erfolg in der Sck>lackst am «l gezeitigt. Die beispiellos durch, der den Gegner unlwrbereitet treffenden deut- und b, Plötzlichbnt bt-3 Ansturmes Ä 5 !! ^ut> io entschndend, dm; ferne vköwichrorgani- faüon MrschlagenEnxtr, ehe der Sturm begaim. Die Zähigkeit' mstl rühmlich: Zacherkäit, mit der einz<-lne Truppe?ttelle des ^VegnorS Sl ^ der Schnelligkeit unseres Vordringens vettvwne Jmcln im Meere der Schlacht. De 6cunS ^.Dvro/Hms versciüang ste in ttnnester Zeit. W^beftattgt ffch daß Tollkühnheit und Angriffsschwung die beste gegen Blutverlust sind. Daß in der neuen ^iegsüh! nmg die ^st d^r Verluste mit erschreckender Einseitigkeit aus t*e ^d)a t ltern der ^rdeidrger lallt d ? Stillegung der feindlichm Artille^imä^ brt- brackite öS mu ftch. daß bisher Arttllerreverletzungen gerades Seltenheiten ftnd. fetr in Soissons den Führer S ri™*! ■^ ÜTTll ÜJI n r C ' bsJ hom Tameiuvege bis tllvr die Aisne paufenloS ui vorderster Lmrc marfcherte und kämpfte Auf di« Fnage nach snnen Verlusten erkläne er ,ms. daß seche Stur^ tm s wssÄfiKar*’*" ~ Ä Orttt vergeblicher Flankeristsß der Feinde bei Soiffon» Berlin. 2 . Juni. tWTB.) Die schon gestern gemeldeten yarrm örtluteit Kämpfe bei Soissons haben sich zu einer 9 . ° tJ 1 - ?? ^ft * entancWt Der Gegner hatte alle verfüg bar^l .Kräfte in einem gvoß rmgclegttn Flanken stoß mit der ADircht MiMNmengefaßt, SoiffonS wieder zu nehmen. Die dort üetirrolieben alten Stellungen gaben ihm vorzügliche Stützpunfte Gr iie ßnichts unversucht. So attackierte seine Kavallerie bei Bu ecmcv deutsche Begleitbatterirn. die unserer Jnstnrterre auf dem r.Nli;c folgten. M gelang ihr. die Be,'Planung erreichen: dann Au»e sie durch wVblgez>ieltes Masck-inengewehrseuer aufgeriebcn am WadrimtULQ griff ein große- L. an kges chwader, Mis der Lrnre Miffy—Ehaudun kommend, zu beiden Seiten der großen AariS— Soissons erfolglos an. Fünf der Tank? liegen westlich Bcmxbuin.zerschossen im (Gelände. Ueberaus starke feind» Uctie Sc! lachtgeschwckder griffen innere Artillerie und Insanteric an, »nährend M gleicher Zeit Bombengeschwader das Innere der StE SoissonL bewarfen. Die besten Truppen Frankreichs, das 1. a^erne .IcorM mit einer marokkanischen Division, sind südwcst Uch ^msionS eingesetzt worden. ES hatte säiwere Verluste. 2400 Gesangene wurden scho ngemeldet. In der Nacht zum 1. Juni Amte das Feuer bei Soissons ab. Mächtige Brände wüten im Stcwttnnern. Die beiden großen Herde befinden sich nördlich dn Kathedrale und tm östlichen Stadtteil an der ArSne. Sechs 24-Ztm.-Geschütze wurden an einer Stelle erbeutet, und bei Ternh et-v-ernn »rmrden nicht Ivcniger wie sechs schwere 24-Ztm.-Ge- 'ichühe erbeutet, die in einem kleinen Raum fest eingebaut waren. Drese außergewöhnliche Slnhäu^ung von schwersten Geschützen, die sorrst nur vereinzelt austreten, und der Zweck der Geschütze, nämlich dre wirffame Bejclneßung unsere? nackr Paris feuernden Geschützes, bewerfen, nne unangenehm den Feinden unsere Beschießung von Paris ist. Beschießung von Soiffons. Berlin, 1. Imri. (WTB. Mchtamtlich.) Soissons wrrd seit dem 30. nachmittgs tarn den Franzosen p lan - mäßig beschossen. Gelvalttge Brände lodern allerseits IJ.if Stadt aruf. Nicht die Vorstädte oder AitSgange beschießt der Feind, er legt vielmehr sein Feuer in has Zentrum der Stadt. -^ ..V . , Die ZivilbevöNern.ng ist bis auf wenige alte Leute fortgeschafft. Der widerstand des Fenkes ;oar ^lver Tage tarn besonders hartnäckig, weil er sich hier in den alten Stellungen bei Soissons nachdrücklich verteidigen M-nntc. Seit gestern l)at er eilig Artillerie l-erangescl>afft. Dre/stadt wtrd nicht nur durch Artillerie zerstört,' sondern MmbengeschLvnder werfen den ganzen Tag über Mts ^trachtlicher Höhe Bomben auf SoissonS. Heute hot der llngrrss nach Westen Boden gewonnen. In den Vorstädten ’/Jr m j* 11 umliegenden Fermen sind die Einwohner ver- o.reben, sre verkaufen ihre Vorräte an die deutschen Truppen Es wird nrckft lange dauern und Ho ist o ns wird Ächirkfal erleiden wie ihre Schwestörnstädte St. bcvpon und die turzähligen andern. dasselbe Quentin, Französischer Bericht ] ^ 1n r}'u [m \, Gbn ^' ,^r fvar ausgezeichnet durch eine Reihe MvaDUer Angnffe der Deutschen auf der ganzen Front zwischen Om: imd M»ne ^rr nahmen nrrfrre Stellungen an den No drän- der Waldung von E.rrlwvnt aut die Höhen Eich von ^vrts»y iüirikf. Alle Versuche des Feindes, ^MonS As ndcdlich von Bierzv blieben vergebt «ft D.-chr südlich wJym b* Schlich', rmc befoubere Heftigkeit SLSl b^-nLewen d-S Ouica. Der Feind ist im Besitz 'von Front. Uchere Truppen unterhielten den Lv^n, Nvroy. Driner, MvntbierS. ^EwA^halten ChoLoau TAerry. Am dem Nordufer der iL^ tw * 5***°"* re^at Flügel haben wir r Slraße DvrmvG-RennS trotz heftigen Drucks des Ferndc? »mscre Ltnw gehalten^ No.rbtoe,tlich und nördlich von Reims blieb dieser Sradr formte uns nur em hes- - Lngirrsf, der durch Sturmwagen unterstützt wurde Pvmlpelle auf die Eisenbahn zurück- ttabeiL Aber «n fvfvrttger Gegenangriff unserer Truppen brachte ^«der m dm Bektz des Forts und stellte imsere Bezichungo: wieder völlig beureten vier 18 der und her. Wir machten über 3000 Gefangene" und "er- turmwagen. Deutsche Flieger über Paris. Paris. 2. Juni. (Amtlich.) Heute nacht 12 Uhr 8 Minuten ^?^ben. Mehrere Abteilungen feindlickier Flugzeuge § 7 ^ oik Gegend von Paris rn. Sie wurden sehr lebhaft von den I^^tenen Die BerteidigungSmittel wurden in Tättgker. gesetzt. ES wurden Bomben abgeworfen. Man meldet nur emrge Verwundete. Ein Rückblick auf die letzten 10 Wochen. hl , f V Vr l ' i 1 - 3“* S 2 ?; NiäMmtlich.) Vom 21. 3. \ ^ «10 Wochen, srnd m den Kämpen an Wemrvnt den ^eichchm über 1 75000 Gefangene 2000 Geschütze in dve Hände gefallen £*'•* ^er .-'.al,ch.uengsvehre, die unzählige Tause,rde beträgt 'und V^^Umfang d^sonstiATN unüberseAraren erbeuteten Kriegs- MaLecwls tllh vorlaung auch nicht annähernd an geben Tvzil kommm Lne gcxfcfl BeüechungS-, Berpfkemrig^- und fljSS. ^Vvts. dre LazarZte. ferner auSgedehme unversehrte Mimirion^- lager i'düiArs. O>rabcmvafien, Ftwn.'uge, Flugzeug. vSEfc Loforuotwen, Evenbahruvagen, Kraitiabezeuge, Tanks und ^eltxager. Im den m Aicmageqsrd vorgefum>e.ien Munit'vnS-, ^geru srthiAt M em^vs allem 100000 &<\ m aller Kaliber Die ^e, Wbte Gntente mt em gebautem MaterÄ, an Holz, Draht. ^^ bmüel tungen usw. cm den mehreren TS!?* -Momet-n lMrgem AngrrMsrontsr m dar zahlreicher über- et^ nLectregenden Berterd^ungslruien vertoren hat. lassen sch chen-, falls kaum abschätzen. Die weiten, von den Deutschen eroberten Ge- imt bniUteiitov'foüxr.i verchn-en 'die Ernähnmgsschwierigq rette« Frankreichs, zumal erne «wße Reihe der lvick^igsten Bahnen brr Bemchnnn entzogen find io* die Zuf,rlwmi>ili.cki>iten er- schveren. Mehr wie xe nfuj der Ueberieetrunsvvrr zur Ergäuzung dcr verlorenen Besttnde.ru Anspruch genommen werden. waS bei dem --,V.skswitz»r»A«el dovrelr ms Gewicht fällt Tie hohe Zahl der Geäugenen imj der oluttgen Verluste vermindern jedoch gleich, zettrq dre Leistungsralvckrit der Kriegsmd-.'krie imd der Srheffsbrr^ werfterr. Tr? ZlnckrünvlZerunq der feindlähssn Mittel jmb' fhmrt. i)t damtt ihrem» Endziel w«der einen großer Schritt näher QQQtmntn. Die Stimmung in Frankreich. . - Dern, I.Jum. (WTB.) Einige große französische Blätter Lc ^rn Bewrqmsfe über das Schicksal der Eisenbahn li cken E l.alons--b arrs und betonen, daß diese Linien wgen ihrer i -Sicht-g'.ctt nach Möglichkeit gesc'-ützt werden müssen «Domme Lrbre" meint, gerade in der Bedrohung dieser Eisen» bahnen liege erne der ernsten Folgen des deutschen Vorstoßes. **1 w' erklärt, daß die deutsche Heeresseitung eine neue brnregre durrwa.führen beabsichtige. Sie wolle nicht die Front vurchar aen oder au, rollen, sondern durch narlvinanderfol'rentte, arr r-crzchuHttvrr Orro, unrerruHnnr«« Stöße ihr Ziel erreichen.' Sy* .^tralegre rechtter^ige sich durch dre geringen Entfernungen der LArn^-Mie »von Fn>nt. (35 sei dies zwar ein lanqotmi^-S ^«tmov-r. aber ae Ereignisse bewr.-sen, daß die Entente die Wir- kuu^z-TN dresta- Äratogre nicht durch eine vcin lineare Verteidigung beschwüren könne Im allgemeinen hofft bir französische Presse, daß durch das tzmgverren der R-ckerven. da- sich heute o v r morgen fühlbar machen fonne. ein Stillstcnü» der deutschen Offensive erzielt werden könne Äns v rnnnrntaie bemühen sich. Ge»essc»heit und .staltblütiastit zn Wah«n, T«ß aber die Stimmung iit Paris sehr beklommen !st, gibt Hervö in der „V i c t air e" ohne weiteres zu. indem er erttärt: «Wozu unsere Be" den Ernst des de Schlachjt^ag^, hat »ich der Druck des Feindes nickst Ufoi^xn rwch verstärtt bet 1914 sind gefährdet. Wir bezahlen den Berral Rußlands, »me schon die Engländer dafür bezahlttm." . ,,Tem ps" erklärt, das Schicksal Frankreichs stehe auf dem Spiele. Kürzlich Ixrbe man in amtlichen Kreisen daraus bestanden, bah man Ein Reckst habe, in Kriegszeilen Fe^er zu begehen. Dieser Grundsatz sollte zum mindesten aus jedermann angewerrdet werden können. Die OeckentlichSeit setze ihr Vinärcruen in die Armee, damü ^-rankveich gerettet werden könne. Sie erwarte auch, daß die s ran - zölvche R^Trerung im >gegebenen Angenblick Lehren aus den Ereignissen zu siefjen wisse, begangene Fehler gntmachcn und unverzüglich alle durch die Umsrärche gebotenen Beschlüsse fassen werde. Bern, 3. Juni. Alle Pariser Blätter veröffentlichen eine Ha1bamtlick)e Note, der zufolge der Polizei strikteste Anwei- sung erteilt wurde, alle Verbreiter tendenziöser Ge rüchte zur Kriegslage und Anstifter von Paniken unnachsichtlich zu verhaften. * Eine Wiener Stimmung. Wien, 1. Juni. (TO.) „Reich-post" weist in der Bespre BtmQ des sieltterchen Vorgebens an der Marne aut d,e Hvfmungen hin, die die s-chtverbcdrängten Weltmächte nach dem Aus Meiden RußliarndS und Rumäniens auf Anrerika setzen. In diesem sei du jetzige Mise deS Weltkriegs in voller Plastik als em Wettrennen zwischen Hindenburg und Wilson trefseird,gcforrnzei^stiet. T^e Slkllung der Ententetrnppen in Flau- rrno Frankreich habe die Bedeutung eines großen atlantrschen Bnstkenfopses für die riesenhafte Offensive der amerikmiißchu Milianrenhevre. auf die Wilsons Plane hiuzielerr. Dir Verteidiglingj dieses Brückenkopfes gegen den deutschen Ansturm bis zum Eir> treffen des amerikanischen Heeres wirrde vvn der Entente als vorläuftg wichtigste strategische Aufgabe bezeichnet. Damr solle der^ große entscheidende letzte Angriff gegen die Mittelmäckste beginnen. Lv gewaltig WilsonS Mäne unbj Maßnahmen aber cnch sein mögen, ckrre Umietzung in erfolgreich.' Taten aicf dem Schlachtfelde lägen u\ ferner, mehr als «urngaviss-er Znkrmft. Tie Deutschen abeü be he r r sibt c n in zwi schen di e Gegenwa r t, schritten von ^rjvlg zu Erfolg und sicherten sich damit auch den Sieg in den kommenden Eittscheidungsschlachtcn. * Die französische Kammer. Bern, 1. Juni. (Privattelegramm.) Der Heeres au s sch uß der französischen Kammer ersuck>te den Mlniiterpräsidenten Clcmenceau, baldigst vor dem Anschuß Erklärungen abzugeben. Die sozialistrscb« Kammer- gruppe ließ ,cch von R e n a u de l über seine Reise zur Front Berrcht erstatten. ES folgte eine längere Aussprache, während der Abg .Eockffn darlcgie. rmter welchen Umstäirden er seine Interpellation über oie Kriegslage eingebracht habe. Die Aussprache verlief unter Teilnahme von Mistral. Presse- nnrne unO Raffin-Duqen ziemlich lebhaft. Bern, 1. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Elemente a u empfing gestern eine sozialistische Abordnung und lre- prach mit ihr verschiedene Fragen, namentlich die Kriegs- i*gt\ (£r erklärte, daß er eine Besprechung der Interpellation C och i n und B ru ne t über die militärischen Operationen nicht annehme und entspreck-ende Erklärungen am Dienstag in der Kammer abgel^u werde. klemmuna verbeimlichen, jetzt, wa ganz Frankreich utschen Stoßes eingefehen? biestern, am dritten Ein UnterhauSmitglied gegen Lkohd Georges Verdrehungen. , Bern, 1. Juni. (WTV. Nichtamtlich.) Die „Taily News" orrngt eine Zuschrift des UnterhausmitgliedeS Ponsonby. der sich na^rücklich gegen eine ernste Ungenauigkeit in der Rede Lloyd Georges in Edinburgh betreffend die Antwort der Mittel- machte auf den Januartrieben Lloyd Georgs- und WilsonS der- wfrhdtt. Pvnsonbtz betont, daß die deutsche Offensive keineswegs, M LLohd Ge^rgje behaupte, die erste Antwort war. Er zälstt ^vdann jaus, daß auf die Wfcfce vvn Lloyd George vom 6. Januar UND auf die Wilson rode vom 8. Jornrar Graf Czernin und Graf HprtlnHg lkm 23 und 24. Fanuar antwsrtcren und dabei einigD Bottchläge WillonS anuahmen und andere venvar^en. Hieraus ant- MTrtcten die Alliierten unter dem 4 Februar durch die Versailler welcl>e rwitcren diplomatischm Verhandttmgen die Tür verschloß. Wilson aber habe am 11. Februar die Reden der Staatsmänner lder Mittelmächte erörtert und vier Hauptpunkte ausgestellt, us'vaus Hertling am 25. Februar erwiderte, daß er sich mit den drei ersten bedingnngslos, mit der vierten pri^zipickl einverstanden ^klärte. Am 19. März aber gaben die Alliierten in London die Erklärung ab, die weitere Erörterungen nnmögNch machte. Ptonftmby schließt: Es ist somit mstlfommen klar, d»rß die deutsche Offensive vom 21 Mörz we^er di* ett>e. ivxh ül'er- bmivt eine Anttvort wck die Jamrarreden von 2loyd George nrch Wilson war. Sie war die Antwort aus die unversöhnliche Haltung der Alliierten, nste sie in der Blttsai'ler Erklärung und dem Londoner Promm^iame to zum Ausdruck kam, wodurch Wilsons Erörterungs- und BerhantlungSversucbe erledigt wtirden. Es ist einstrch rmverständlich. wie der Premierminister mit seiner genmren Kenntnis trief i*r Ern muffe derartire Be hau p- Äungeir «^stellen kann, lvie er es in Drinburgh getan hat. Ein Beschluß ^eS engl schen Arbeiterbundes. London, 1. Juni. (Privattelegr.) Dcr englische A r b e i t e r b u n d hat beschlossen, als Volks- und Llrbciter- Landespartei aufzutreten. Dcr Vorstand nahm eine Ent- s ch l i e ß u n g an, in der cr dem Premierminister Clemen- ceau und seinen AmtZkollegen sein volles Vertrauen ausspricht, sie der neuen und unerschütterlichen Unterstützung der Partei im Kamp' gegen die Verderb ickZe Poli ik der Flaumacher und der Pazinsicn versichert und alle patriotischen Borger aufruft, zu den Verbündeten zu stehen und die englischen Staatsmänner, Seeleute und Soldaten und deren Verbündete in der tatkräftigen Fortsetzung des Krieges bsi zum schlicßlick)en Triumph der Sache der Freiheit und Gcreck)- tigkeit beizustehen. Eine öffcrreich sche Offensive? Berlin. 3. Jinck Nach einer Mellnrng des B. T. aus Lugano steht d:m „Sewlo"zufolgeei:-egroße SsterreichischeOffen- si oe direkt bevo.. Das italienische Volk müsse sich aber keinen Vfforgmssen hingebcu, dem: d«S iwlftnische Heer sei heute kamps- bcreiter. stärker und cntsck-lossener als jemals. Bo:i dcr Sozialdemokratie Oesterreichs. Wien, 2. Juni. Die Arbeiterzeitung veröffentlicht einen Aufruf der Reichskonferenz der sozialdemokra- t i schen P a r te i i u Oeste rre ich , in dem unter Hinweis auf die allgemeine europäische Lage festgestellt wird, daß der gegenwärtige Augenblick A u s st ü n d e n n i ch t g ü n st i g ist. Die Rechskonferenz fordert daher die Arbeiter auf, im jetzigen Augenblick größere Ausstände zu vermeiden. Tie Tagung der dentfch-öfterreich-ungarischeu Wirtschaftsverbände. Dien, 1. Juni. (WTB.) Aus der Tagung der Wirt- schaftsverbände Oesterreich - Ungarns urrd Deutschlands wandte sich Reichstagsabgeordneder Dr. Stresemann in seinem Rr'erat zunächst gegen die ?lafsassung, die im Ost frieden deir Schlüssel für einen ?lnnektionSfrieden erblickt und von der irrigen Ansicht lcu^gehe, daß ein mmerionsüffer Friede die Sickierhnt für die Zukunft verbürge. Diesem Standtwnkt gegenüber sei die Frage ob auch nur einer der Geg»ter. w.mn ihnen der Sieg be* sch' utzbmwnis mit der Denden» völliger Bereinlxittichung bei Mbau der Zölle ein. DaS Wirlfchoftvabkommett mit der Schweiz. Bern, 2. Juni. (WTB.) Der Bnudesrat hot am Samstag das Wirtschaftsabkommen mit Deutschland ratifiziert Der Zeettieg. Neue Il-Boot-Erfolge. Berlin, 2. Juni. (WTB. ^Imtlich.^ Nach Meldungen aus See beträgt der durch untere Uuterseelboote im Mi t teb» meer verseukte Schiffsraum 20 000 Bttuttoregistertoimen . Der Chef oes Admiralstabes' der ^Rarine Ein amerikanischer Tranöporldampfer versenkt. Washington, 1. Juni. ,'WTB. Mcktmntlich.) Meldung des Reutersck>cn Bureaus. Admiral Sims meldet, daß heute früh dcr amerikanische TranS portdampfer „Präsident Lin- col n", 18 168 Brutto-Register-'Tonnen, auf der Rückvehr nach den Vereiickgten Staaten torpediert nnd versenkt worden ist. Einzell)eiten liegen nock> nicht vor. (Es handelt sich hierbei um den früheren Dampfer gleichen Namens der Hamburg—Amerika- Linie.) * ^ Sern, 2. Juni. (WTB.l „Le Journal^ meldet auS Melitta' Ter spanische Dam p f e r ,.M a v i a pie" wurde in der NachE zum 26. Mai von einem dienlichen U-Boot 14 Meilen von der Insel Chaffarinas angegriffen. Das U-Boot gab zwei Schüsse ab und als der Dampfer n i ich t st r> v p t o, einen dritten, wodurch bn Zrapitön nrrb ein Heizer get3fet w.irden Eine Frau wurde verwundet. Unter den ILO au Bord besiudlickIen Ndcruren sei eine Panik ausgcbroehen. Sip loWltert sich (>or i>. v tt 24 spanischen Passagieren retten. Da? RetttmgAboot sei rrmgeftl^agen. Das U-Boot fei an cer Unglücks stelle eingetroffen, liabe bei den Rettungsar- b e r t e n geholfen und nach Melitta wogen HLsfc teiegraphiertti Drei Perstnren ivordon vermißt. Ans 1918 Die Stcrdt nnd Eand. Gießen, den 3. Juni Ernteschätzung 1918. Um sichere und bwauchb-are Unterlagen für die ZbricgS- eiTnährunyswirttchaft im kommenden Wirtfck>astsfahr ;u er- halteir, ist erforderliche einen zuverlässigen Uebervlick über dir zu ertvarterrde Ernte zu gewurneu. Zu diesem Zwecke hat der BuudeSi'at lrffe im Vorjahre die Vornahme einer Erntv- schätzung der für die Volkserrrährrmg und die Futternrittel- lnirtfchaft besonders wichtd^eu Frldfrr'lchte cnrgeordnet. (R. G. B.att stdr. 74.) Die Erhebung findet unmittesbar vor der Crnle durch Ermittlurrg des Durchs d)n ittx>fyellarertrag? statt. Ze uack) dern Enrtrttt der Reife der Feldfrüchte sind diese in drei Gruppen eimgeteilt. Der Ertrag des Brotgetreides wird während der Monate Juni und Juli, fener des Futterge- trerdes und der Hülserffrückfte im August. Der Ertrag der Hackfrüchte und eincher E-enrüsesorten urithreud der Monatt September und Oftober geschätzt. Die Errräye lverben für me ernKelrrerr Gemeinden durci> Ausschüsse ermittelt, die v^nr den unteren Verwaltiurgs^behörden einKusetzen sind. ?lüf Gruird der Ergebnisse dieser Schätzung und der Eraelmisst der im Gange befindlick-Lu Anbau- uard Ernteflächcirer- Hebung wird der Ernteertrag von den landesstatistischen Zentralstelleir errechnet. * ** Beförderungen Adolf Schild, früdcr aktroor Feldwebel in der Leibkomp^rgnie J.-R. 116, wurde zum aktiven Leutnant befördert. Scklcld ist Inhaber der bciben Eisernen Kreuze. — Heinrich G i f s e h, Kaufmann bei Tribus u - wurde zum Offizier-Stellvertreter befördert. Ludendorff-Spende. Auf Antrag des Vorstandes hat der Aufsicktsral der Aktiengesellschaft Hepli- genstädt L Co., WerrKeug-Mafchinenfaürik und Ersen- gießerer, beschlossen, zur Ludendorff-Spende den Betrag von 10 000 Mark zu zeichnen. Z u r f r e t w i lligen Kleiderabgabe Da vielfach die irrige Meftmng aufgetaucht ist, der Aufruf, zu Gunsten der Arbeiterschaft kriegswichtiger Betriebe getragene Märrneroberkleidung abzrlgeben, richte sich nicht an solck-e Perfonerr, die im Heeresdienste stehen, teilt dir Reich:>bekleidungsstelle mit, daß auch Militärperso- n e rk v o n der Abgabe nicht a u s g e s ch t o sse ir sind; ie sirrd, soweit sie euibehrliche Meldung besitzen, in gleicher Weise zn der Abgabe heranzuziehen lvie die Zwilper- nen. Von ihnen kann, sofern? sie .nner Berücksichttzung ihrer persöirlichen Verhältnisse als abgabesähig anzusehen sind, ebenfalls die B^or age eines Bestandsve^eich?ll ses verlangt werden, tverm sie dem i?kufruf keine Folge leisten . ** Zur Gold- und S i l b r a b (r e r er u it g wird unS lolgendeS geschrieben.' Noch immer ist es eine der wicküigsten Aufgaben. allen tz-otd- und Eoelsteiirschmuck dem Batcr.änd,' zur Ber. tügung zu stellen. Wir bezahlen damit Einfuhren, die zum Lebensunterhalt uno zur zlrikgjühnkng unbedingt nötig sind. Wie oft ist dies sclwir unierei' Bevölkeruirq vor Augen gehalien worden, und trotzdem muß man immer wieder die Wohrnebmuna machn. daß auch jetzt noch Damen und .Herren mit tziold- und Edelsteinschmuck sich zeigen. In diestr eisenhatten Zeit, dir von uns doch wahrlich ungleich ' irrere Oper fordett, sollt? man für solckien Tand doch lichts mehr ab- i; haben. Da um !ieere j dr sllnm GAd- unch Edelstein, uauue, soweit er noch über solchen verfügt, bildigst bei der GoldankausSstelle lB^irkSsparkasse Gießew ab. — Für Gold wird der volle Goldwett und für Edelsteine der hohe Auslandspreis vergütet. Auch Silber wird von der Goldankaufsstelle angekauft. ** Das Berliner Künstler-Ensemble „Silhouetten". n»elcl^s gestern abmd im Fürstenhof zum ersten Male auftrat, fand zeihlreuhe, beifallsfreudige Hörer versammelt. Im Mittelpunkt des Ganzen stand Joe Labcro. über den wir bereits vonges Jal/r ^richtetan und der nrieiVr durch feilte scharst iunifle Kunst verblüffte, und lei der mitunter komplizierten Denkweise feiner geistigen Anttraggeber Bewunderliso> ett.es leistete. Gertrude S t re it lang Weingattners Liebesftter und das Tanzlied aus Carmeit, Otii Alban das Mlignon-Liad und das Zigeuuerliod. O. Petersen unterhielt durch humoristische und gesanglich^ Bor- träge.,Die.Begleitung am Flügel 1>attv Herr Direktor A. B o s che k. * Ztrkus Blumen seid wird am konanenden Samstag auf dem Oslvaldsgarten seine EröfftmngSvvrstellung geben. Siehe AiTzeige. Die Braudcnb. ,Ztg. schreibt über den Zirkus, der ben Gießnern fett langen Jahren ein alter, ,7ern gesehener Bekamtter ist, loie folgt i Zirkus Mumenftld. der zu kurzem Gastspiel sein Zttt aufgeschlageu l-at, rechtftttigte «n der stark besuchten Eröffnungsvorstellung den Mten Miß der diesem Untenrehmen vorausgebt. Es ist immerhin erstaunlich, daß ein ZirkuS in jetzi^r Zeit noch so teistungssälüg ist. Bor allem erregtnr die zahlreichen und bestens abgerichttten Pferde allKemeine Bewunderung. Direktor Louis Blumenfeld führte ebenso wie Fräulein Lorch lolxmswerte Freiheitö- dressureu vor. Gutem Eindruck inachlen die Borfülwungen Fräulein FisckZers, die auf entern Vollblutpftrd „die Höhe Schule" ritt. Anerkennung envorben sich auch Fräulein Feodora mit ihren Fangspielen zu Pferde und Fräulein Bauer als Parsorccereiterin. Einen großen Heiteich-ilSerfolg lxttte Cloivn Jack zu verzeichnen, als sein von zwer Schrvoirren geDogever Magen erschien, der zugleich dir i refft er ten Gänse brachte. y£ritfc heutzutage oam besonders ae- chätzteir Haustiere mußten äu der Tat als ein Wunder der Dressur gellen. Auf dem DrahtseÜ zeigrc sick) Fräulein i.'lltt>oss als gc,äutütL Lünsllcrtn. Rzcht toemytt -gefielen ine Geschwister EotombuS, bie bwth einen nUMaiwnm müWfrfm Mt aS* npwwlima^TCt cfjcr geilten txüivn. lServschsrftändlich stchtten auch ^ K '' lv f n lmrnlfccfjtlu^t 1 Sqm^nacher nicht. Der An- dr«« ir»ar fvgrvtz, dahvsele ,mver^rcl)4etr^§«rtc Ujaw 3, BolKrhsfstraste. Bvu ntorqen ** SntoorA ..Die Tänzerin- Tnit 1 >otii Kaiser (Prnna-Ballerri.a an der Wiener ftofotocr' und "E' vemmnschene Schloß" mit Hella Moja in der rosle auf dem Spiefplm:. Siek-c Anzeige. — Auf Verfassung des Ortsausschusses für die Ludendorff-Spende wird während dieser Woche zum Ein- nnttchzeld ern Zuschlag von 10 Pfennig erhoben i*x für bte Luderrdorf f-Spende ab,^esührt rmrd. • Landkreis Gilben. Lauter 2. Juni Lehrer Hermann Bender wurde rum Leutnant der Reserve bejardert. * Kreis Schotten. „ " Schotten. 2 Juni. Zugunsten der in dein Lcs/rerbeim Untergebrachten und kostenlos verpflegten heimatlosen U r - t auber jmmjen dem Verein ..Lehrerheim Vogelsberg" von einem unaenannten Fveuno m Greben wiederum 100 Mk übermittelt - des ^chürats Eck überwies der Lkveis-Frauerr-Ver- ern rn Worms. Bvrsihmder KViesdrrektnr Dr. Kayrer dem Ber- f z um gleuf Zf den Betrag von 800 Mk. Bis jetzt wurden Ledrerhun hermaHo.c Söldaten an 1340 Bec-yslegung^tage^ ^^tz^^^^o?K?^.wosür durch den Verein ins- Sf 5 tm - / ^ 4 Mk aufgebracht worden ist, otjrnc die - ui >2*™ i • ,i 11 r Scjcftefr «nb Liebesgal>en. 7 Krcht der B esitz vonGoNund ZLnrÄen. simLsm^as «Ät Mirem SchmuKdLM vmackwöe KLlkBßm zu haben^srmas zu eh^sn unpM befrie&Qcsv Die Gold- und SilberonfaufsttcOe in den Räumen der vezirkssparkaffe Gießen ist morgen nachmittag von 3 bis 5 Uhr geöffnet! Starkenburg und Rheinhessen. ch Geisenheim a. Rh.. 2 Juni. In den Wirtschastsgebau- ^ **1?- Ztmerlemschen Ho,es hier brach iu der vorletzten Nacht ge,^en Morgen Jener aus. das sich mit rasender Sclmclligkeit ver- brntete und bald zu den nefmi stehenden großen Wohngebäuden des Znnerleinrr und des Gräflich Jngelheimsä-en Hofes überzu- grersen drohbe Die Feuerwehr griff bald ein und vcrmoä-te eS mich nach meh rstünd iger A rbeit, den Brand zurückzudämmen so das. die genannten Wohnhäuser rrichc ergriffen wurden. Der Schaden ist bedeutend. vermischtes. Ein grober Brand in Stambnl. Konftan tinopel, 2. Juni. Die Blätter veröffentlichen ausführliche Berichte über ei-neu grvßenBrandinStambnl, der vorgestern Mitternacht cmsvrach und erst gestern abend ad östi>t werden lormte. Das Feuer entstand durch eine Uuvvrfich iikert, indem in einem Haufe im Sultair-Seli-»Viertel am Goldenen Horn eine brennende ^garette in einen PetroleumbehAter siel. Ta die dicht nebeneinander liegeTwen Häuser aus Holz gebaut sind und ein lieftiger Südweslwänd wehte, fieleii die Häuser rasch den Flammeri -um Opfer, die sich bald über die Ströhen und Plätze zu Dsclmlmli,, Afekupu, Antik, Ali Pascha, Jussus Pascha, Jsmi Bagdsche, Lufti Pascha und Tschampa Nasseki ausdehnten. In Kapo Alte kenne, Tsckmkur Ostani, Kuschuk, Mustafa Pasa Kassäk un» C'kim Oplu wurden -ahlreicl-e Häuser erngeäsä-ert. Ter Grobvezier und der lK r i e g s m i n i st e r begaben sich an den Brand- platz. Letzterer leitete die Hilfsaktion, an der auch deutsche und österreichisch-ungarische Trupp en teilnahmen. Für die Opfer wurde eine Sammlung cingeleilet, die der Sultan mü einer Speiche von 1000 Pfund er öffnete. An Läßlich des großen .Brandts drückte der deutsche Botschafter der türkischen Regierung im Namen der deutschen Negierung dar Beileid aus und stellte für die Obdachlosen 250 Pfund zur Verfügung. Ter türkische Rote Halbmond stellte sich in ben Dienst der Verpflegung der OlHachlosem TTBTViTTTftlTri '1^,' Tkijnif Danksagung. öflt bfe vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und bei dem Hinscheiden unseres lieben Kindes, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen mir allen unseren tiefgefühltesten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen- Gustav Hude«.g. Z. im Selbe und Kraui Gießen, den 3. Jimi 1918. yZiW Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen aus diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Ww. Narie Hßlis Md Jtiiler. Leihgestern, den 3. Juni 1918. Bekatttttmachttttg. Der Voranschlag der Gemeinde Trohe für 1918 liegt vom 4. Juni d. I. eine Woche aus dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Em- wcndungen können schristlichodcr mündlichzuProtokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der die Ausmärker beizutragen haben. Trohe, den 3. Juni 1918. Grosth. Bürgermeisterei Trohe. Schmidt. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unser einzig innigstgeliebter, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Otto Becker nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 17 Jahren sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Familie Joh. Becker II. Peter Becker, z. Z. im Felde, und Familie Familie Konrad Becker Familie Karl Reuter Wilhelm Korber, z. Z. im Felde, und Familie nebst allen Angehörigen. Wieseck, den 2. Juni 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den 4. Juni, nachm. 3 Uhr vom Sterbehause, Kornblumenstr 20 aus statt. 1 Anrichteschrank mit geschlissenen Gläsern und Linoleum belegt, 1Tisch,2Stühlen, Mk. 730, Kleiderichränke 125 Mk,. .DivanS 1 0 ML., Tuche, Spiegel, Bilder. 3. Jttman» (Liehen, Vakmhosstrahe 29. Gebrauchtes Bett zu verkaufen. 02191 Näheres Marktstrafte 30» | Ca. 700 qm gutes Heu araS zu verkaufen. ! Ein Mnbcr gesucht. 02193 LLeicr.traste 19. 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D«e zur Verfügung siebenden Sitzvlätze in der Kavelle sind in erner Linieskür die direkten Leidlra,enden bestimmt, und hierauf nt besonders RülNcht zu nehmen. 41s7B Gießen, den 31. Mai 1318. Der Oberbürgermeister. I. D.: 5kreuzien, Beigeordneter. S-MLMM ' ^ üh i mm Nübrige 4179s« V«*rirefer für den Verkauf von besonderen Hotaiitopf'o,,, voll» kommenster Ersatz f. Kork- «topfen.nefucOt. Leich: ver- koustich, große Absatz,iiägitch- keilen. Ott. u. F. 7. N. 9113 au BngoU lBosie, Frtnhlarl a.«. Schreibmaschinen-Reparaturen aller Systeme erledig prompt 4an FRANZ VOGT <& CO., (; B RSSEX Geelhestr. 32. Telephon 20G4. PMilri Br««41 (Brtmt) Reuen Baue 22 Gut mövlierie Zimmer mit Bervklegung. Bad. Teleohan _D'i!,aa- u. v( dendi,sch. Lie»lg? r. 15 ist de- 1. Slö^. besteaend au-d ü . jimmern in. l»"-Sttbeb . vom 1.3*11 atz, ndtifcnf auch sofort, z. vrn». m Zu beb. rnit. »aiser-Aliee 1 4 1 p” 4'5-Zlmmer- Wohniin; in guter Geschäftslage, mögt, parterre, forort ob. svuleitenS 1- 3uli gesucht. 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Juni 1918. ln tiefer Trauer: Die Landsmannschaft „Chattia“ 4306D I. A.: Th. Weber. Die Beeidigung findet Mittwoch den 6. Juni, nachmittags 2 Uhr, in Sah&fcden statt. 4is» Nach langer und banger Ungewißheit erhielten wir durch die glaubwürdigen Aussagen von zwei Mitgefangenen aus Viernheim (Hessen), welche aus Rußland zurückgekehrt, die schmerzliche Mitteilung, daß unser braver, treuer, hoffnungsvoller jüngster Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Musketier Heinrich Schnabel Reserve-lnfanterie-Regiment 221, 7. Komp. Der langjährige, verdienstvolle Mitarbeiter meiner Firma Herr Carl Löttgen am 31. August 1916 verwundet gefangengenommen, infolge der Behandlung schwer an Ruhr erkrankt und im blühenden Alter von kaum 20 Jahren in einem Spital in Kriwoj- Rog (Gouv. Cherson) im Oktober 1916 an der Ruhr gestorben sei, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit anzeigen. m Die tieftrauemden Familien Schnabel, Jung und Menges. Lieh and im Felde, den I. Juni 1918. 4183 ist am Samstag seinem schweren Leiden erlegen. Mit Dankbarkeit und in Treue gedenke ich seiner. Gießen, den 3. Juni 1918. Heute mittag 1 V, Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Schwager, Bruder und Onkel Herr Carl Löttgen im 51. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christiane Löttgen ged. Moeser. Gießen (Gartenstr. 30), den 1. Juni 1918 Unser lieber Freund und Mitarbeiter Herr Carl Löttgen ist infolge einer heimtückischen Krankheit von uns geschieden. Der stets heitere Sinn, seine durchaus ehrenhafte Denkungsart, die sich in allen seinen Handlungen immer wieder offenbarte, sichern dem Verstorbenen ein ehrendes und dankbares Gedenken. Die Angestellten der Firma 02188 C. Klingspor, Zigarrenfabriken, Gießen. Heute früh 3*/* Uhr entschlief im 69. Lebensjahr nach kurzer, schwerer Krankheit sanft meine liebe Frau Marie Kauffmann geb. Kurz was ich hiermit an Stelle besonderer Anzeige meinen Freunden und Bekannten mitteile. Engen Kaaffmann, Fabrikant in Gießen, und seine Kinder Maria Kauffmann Johanna Bunnester geb. Kauffmann Emma Ehmer geb. Kauffmann Otto Kauffmann Julie Kaaffmann and 4 Enkelkinder Ingenieur Erwin Barmester \ Beide z. Z. Chemiker Robert Ehmer J im Felde Die Schwägerin Engenie Kauffmann geb. Friz Der Neffe Louis Kaaffmann Die Nichte Elise Haas Die Beerdigung geschieht Dienstag nachm 3 Uhr von der Friedhofskapelle des Alten Friedhofs aus. Von Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, dass mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, .Bruder, Schwager und Onkel Johannes Weiter Schneider nach schwerem Leiden im 57. Lebensjahre sanft dem Herrn entschlafen ißt. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Weiter und Kinder nebst Angehörigen. Giessen (Schützenstrasse 9), 3. Juni 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt 4186 SQdwestdsutsßheTrsüNandvereinigung G. m. b. H Frankfurt a. Rain, Kaisersirasse 10 a. übernimmt auf Grund von festen Abonnement «vertrügen Aufstellung und Prüfung von Steuer-Erklärungen, Revisionen bei erfolgten Steuer-Veranlagungen. Einlegung von Rechtsmitteln bei unrichtig erfolgter Veranlagung. Gewissenhafte, fachkundige Beratung in allen Steuer- und Stempelsachen unter besonderer Berücksichtigung der Kriegs- u. Besltzgteuern. Spezielle Bearbeitung für Stcnerfragen der G.m.b.H. und Aktien-GeseUscha'ten. 4173 - m nt. >rr Zwev« matt gitfeenet Anzeiger jSeneral-Anzei«« ffir Sber-efsen) * Aus Ssndt «n- tand. Gießen, den 3. Juni 1918. I^ierli ch k e iten in der Friedhofs- kapelle In letzter Zeit wurde wiederholt die Wahrneh- ssbinacht, daß bei statt findenden Toauerseierlichkeiten in kern Fried h)f am fNodberg die verfügbaren ^chpurtze schon frühzeitig von Personen/ die zur Trauer- ve^annnlung in keiner Beziehung stehen, besetzt sind, so baß me ergenttichen Leidtr^rgenden oftmals keinen Platz, m rai nrf? * 'uehr 3utritt zur Kapelle finden. Äuf P r B.kanndnaclmng des .derrn Oberbürgermeisters, ^irach siirdie Folge durch den Fried hofsanfseher solche ß?V s a ß 51ir Trauerversammlung nrckft gehörig SÄ® bcr Kapelle ailsgeiviesen werden, wird besonders hr »gewiesen. de pf l i cht für ge wer bl. Verbraucher K oh le, Koks und Briketts im Juni. Naä- ^Emachung des Reichskommissars für vre Kohlenver. ^0- Mai (Reichsan^eiger Rr. 114) müssen die ^verblrcLien Verbraucher die übtic^en Meldungen in der 1 • ? 5 - 3 lani erneut erstatten. Wesentlickfe ui der Meldepflicht sind gegenüber den frühe- eingetreten. Die Meldekarten L.'iwJ 0 *r~^ € - r ab bei deil bekannten Stellen KU den 4 « ,e .M€» b-on 25 Pfennig für ein Meldekartenheft n^sLWvrt.all.t der Bekanntmachung und von 5 Pfennig für eine Ginzeltarte erhältlich. *» ^ „ , Landkreis Gießen. C , eE ^ e o 1 im ' 2. Juni. Gefreiter Adolf Anger- s/ZN emem Bayr. ^nf.-Ngt.. erhielt das Bahr. Militär- -HL'SÄfi&ar- “ «■” •"» *”* «• Ä ÄV » &£JhMPÄä?* 8 Ä; ^Luni. LandMirmmann Wilh. Schomberll erhielt das Eiserne üfteuz zweiter .Klasse. ^ Hessen-Nassau. M., ^ Zstst)- Die Farbwerke stellten für die Ludendorsf-^pende eine M illion M ark m Verfügung. Kreistag. Gießen, 2. Juni 1918. w ?ormittugs IO 1 /., Uhr, fand im Sitzungssaal ^diesjährige ordentliche Sitzung des Preises Gießen inner dem Vorsitz des Großh. man "HE. Nach Eröffnung der Sitzung L* 1 «« Inachst des in voller Mcmneskraft ^ dem Kreistagsmitglieds Ei che- Verstorbenen erhoben sich die Anwesenden «ab der Vorsitzende der Versammlung Justizrat Hirschhorn JSl° hL jST 1 - mi ^ 2™^ erlittenen Unfalls gebeten habe. foLtitow!? ' [mt Kreistags Mitglieds zu entbinden. Tic Kre^verwaltung verliere auch in ihm einen treuen Mitarbeiter, und großen Lebenserfah- ^ gewesen sei. Sodann wurde ine Beschlußmhigkett festgestellt, die xermstagsMitglieder Keller ^k.^sz^Urbmds^oE bestellt und bar f r Beihilfe auS Kreismitteln gemäß Art. Pos. 13 der Krelsordnnng. b c n b bewerte hierzu, daß die Gemeinde ihren arru^gerogen habe, nachdem durch Nachprüfung festaestellt gS* »«' ^ er mit Erfolg nicht habe'aufrecht wa^ün^är?ch?sür^?/6^"'"°^° und Der. Vorsitzende wies darauf hin, daß der den Mit- Ä^^st^gegangme Verwaltungsbericht einen genauen Auszug der Kreiskasjerechnung für 1916 enthalte; die Abweickumaen her fVoranschlag seien darin erläMert. Hiernach M m /in^n Nechnungsrest von 179 660 Mk ^ 5 Ubchnung sei durch das .Kreisausschußmitglied Wel- Anü/wx?^utt worden, den, sürseine Mühewaltung gedankt wurde Anstände hätten sich hierbei nicht ergeben. Er setze die Recknmnn/ und enuche, etwaige Beinerkungen oder 9lnfrageii am Schluß der Sitzung zur Sprache zu bringen. Punkt 3 Vora nschlag der Kreis kasse für 1918 f ?OT M &enbc [tellfe fest, daß mich der Voranschlag ^^^-^bdein zngejaudt worden sei Er werde ihn wie in ins. Heren Ja^n rubrikenwei,e vortrageii und bitte da. wo gewün cht sich zum Wo-t ru meldeii. Vorausschicken »oolle e^, daß ßch ftir 1918 eme Erhöhung der Umlagen nicht habe umgeheii lassen Ties sei auch auf die allgemein erhöhten Aufwendmrgen, Gewährung f^^^ru^Bsulagen und anderes mehr zurückznsühren. Es nmrde sodann m dre Beratung des Voranschlags ein getreten Vorsitzende erwähnte bei Rubrik III, daß, wie in Mh^en Jahren auch für dasßj. 1918 luritec Kapitalmifnohmm ^ (Vten ' Ü m die Reichsunterstützungen und Kreiszuschüsse Ä- deshalb um die Ermääüigmrg gebeten Ao'derlichen Mittel im Weg der Kapital au snohme be^ schaffen zu dürfen Trese Ermächtigung wirrde erteüt. VI r 5h ^es der Vorsitzende auf die dem Voranschlag beigegebene Begründung und beantragt die Ermäch- timmg vorbehal^ch der nachträglichen Genehmigung des Kl:eis- wges enorderlichensalls bn, TeueriurgsbeU/il fen auch über dat, Rl-1918 auszahlen zu dürfen. Die nachgesuchte Ermächtigung! wurde erteut. Beziiglich der den KreiAiraßenwärteru zu gewährenden Teuerungszulagen gab der Großh. Kreisbauinspektor Baurat Cella- rrus kurze Erläuterungen. ? y \ bemerkte das Kreistagsmitglied Bürger- nwister Fendt, daß es iehr zu begrüßen sei daß der Obstbaum Sorgsalt Mgrwend-t twrt*. Dies liege im Volkslviri- fcfwrtltr&en Interesse und boeinilnssc die Finanzlage des Kreises gnnsttg Sluch werde das Lands-.lasi^bild hierdurch verschönert. ^T’LJ'S' noch Ml weit gelnm. Dies sei beispielsweise auf der Kreisstraße von Hungen nach Villingen geschehen, wo man vor kurzem die eme Seite mit Obstbäumen bepflanzt habe, wäl)- rmd mn der aiiderm LEite bereits Ochtbäume mit weitaustragenden Krmleii ltunden. Wenn die jungen Bäume stark wüchsen, würden Montag. 3.H918 * i^au&aerAtmcMaui-^-MMi Vln der Marne, Mischen Nrarne und Reims ist die Page unverändert. * Die auf das Schlachtfeld führenden mit Truppenbewegungen stark belegten Bahnen wurden durch unsere Bomben- gesüMider erfolgreich angegriffen. Wir schossen 3t ftind- liche Flugzeuge ab. Leutnant Meuckhüff errang seinen 29. und 30., Leutnant Löwenhard und Udco ihren 25: Lustsirg. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. Japan und die Entente. London, 1. Juni. (Reuter.) T>er Kprrespondmit der „Daily ^ & M laagcu ^aume Iwrk wuchsen, tvurden ^vnvon, I. ^um. (Reuter., Der Kprrespv:ldmit der „Daily ^r^n Verkehr' mU ^ hoä-geladaneii Wagen hinderlich Maü m Ä)kco hatte am 23. Nrai eine Unterredung mit dem werden. Er habe bereits fchristlich beantragt, die letztgesetzten Nipannchen Mini,terpräsi'denten Grafen Tera n t scb i Ter Kvrre- ^°vne zu beseitigen. . ^ondMt frogte, ob der Minister bereit sei, sich über eine dem m v® rlu ? entgegnele, daß der Antrag ans Beseiti- ?'Zl'.i,ter zugeschriebenc Aeußernng au.-ulassen, der gesagt l«ben VmAtzung könne nur im 'v.l: ..Wenn die internatiollcrlen Bezi 'urngru rs nötig machm, so E^lseri. Eme solche sei aber nach ^are ^apan nicht imstmide, eine iio'rnc Stellung riuzunchmen £? rt rllf ,er - vl^ 1 wenn die gegenüberstehendcn käiMte dann geiiötigt werden, ein Bündnis mit Tentiü/and zu der Gemeinde gehörenden Obstbaume ausgeästct würden. Die An- fuhren. Ter Korrespondent meinte, eine derartige Er-tlärung des MlUizung »ei erfolgt, um als Ersatz zu dienen, wenn die der I Mimsterpr äs identen könne zu Mißverständnissen in den Eniente- ^ ^ ^ U'^b>n-n Eirndruck ^ Frvdt rrw^-rir, iwh die Wiume rascht Mwt§ttsch/°N^g^ gehen ^wurden. Die Baume oer Gemeinde könnten noch 40 bis 1 ob Berbältniße denfs>oi- knü 7 -,'n n«rf» fw>m tn 45ekehr»h«nderms gqchaffen worden fafxrmsches Birndms zustandekommeii könnte. Ich aiitwortete dar- AU UlfTf* mntt ftrrPT? I mrf QvrH att otrmr.if _^ < _ . 50 Jahre stehen. Daß hier ein - v l^^ llllS) WU jarrcn iwarai . Marne nÄ Itätomkt ^ lWrifen ’ 3X0 Me mtm beseitigen, I auf lälls Japan einmal ffol^rt"-w«Len"''würd^^und^vhn^U7tt«ü ^° ] r• . r Nutzung der Alliierten blrelie und infolgedessen sein Fortbestehen 11 L 0 -? ^der Kveisausfchuß Ui Frage gestellt werden könnte, so könnte Japan genö ig^ iverdeiQ und eme OrttnnfiÄ stattfrnden ine A-nnähermig an eine andere große Macht in Erwämmq zu ^ uickst nötig. Zu den 'gehen. Die ganze Angelegerchnt wurde jedoch mir hypothotiÄ ^lgeni^n Niibrikn, mslxsondeve Rubrik IX, Eiltet 6 imd 7 und betrachtet und bezog sich nicht auf Japans politische Absichten ^^^^^^ngen. oder Wünsche. Ta mir nun einmal eine solch- J-rage vorgele^t xi Voranschlag bnrchberaten war, fragte der Bor- wurde, so konnte ich ihr nicht gut ausweichcn. Aber der Ge- ob hierzu noch iims Wort gebeten werde. Da dies nicht banke entstand nicht bei mir. Mail muß die Bedeutung meiner :0e» Mt^'836 S18 25 l " unb Ekung riclstig einschä^ri und sie nicht au ihren. ZusaiNmew D.n i angenonniven bezeichnet. Hang reißen. Ich stimmte meinen, damaligen Juterwicwer Vvkl- x^. [oöarai du Frage, ob renrand zu Üonnnen bei, der selbst die ?Möglichken eine) deutsch-japanischen der auslutgenden üreissasserechnunq das Wort wünsche: wenn sich Bündnisses bestritt. Ich habe dabei ganz be-ond-ws betont d3 isn J'ÄfÄÄ b ?- Su.timimmg des Kreistags zur nach meiner Ansicht die Beziehungen zLiFmr ,S Ä vorbehaltlich der Revision durch Großh. Oberrechnun.ps- Entente unveränderlich bestellen bleiben ivevden. Ich will noch e Krwitüberschreitungen unter weiter gehen und erklären, daß unter den heutigen i tonroier sowie jy^ unierf}gllt c daß die u aoEvreuungen unre vml'v ' V J VtX 1 4 ' o VI n 7 ' Y TI 1 . IX 2, X 1, X 2, X 4 -, Verhältnissen! xfVxn 1 xrn'Yv'mrX yvYZ;= ii;; g Jeder Beitrag fl! Du bcr Lildfndorff-Svcndc fiir Kriegsbeschädigte stiftest, hilft zertrümmerte Menschenfchicksale wieder anfznrichten. Gibt es ein edleres Werk, eine höhere Pflicht? geht gänzlich gegeri unser nationales Empfinden, einen Treubruchl ^ tfcuri/iinai zu oerracyien. I zn begel-eu und imsere nationale Ehre zu beflecken. Ich bin über- ^ ^oß der Bor- zeugt, daß unser ^>lk niemals Aerzu zu brnrgen ist. Selbste ende mit Worten des Dankes die ^itzuna. ! verständlich kann es in J.ipan so gut wie in den anderen Entente ländern einige prodeulsche ßLersoncm geben. Das jav-anische Volk ni seiner Gesmurheit kann aber unter den heutigen Verhältnissen! niemals als prodeutsch angesehen werden. Eine tapfere Division der Armee Voehn. ^erlin, 2. Juni. (WTB. Rnhtanrtlich.) In .oen letztar Abendstimden trieben die Dentschlen den Feind übe^ d i e Ma r n e. Ter Fr 3000 bis 3500 Gefangene emgebrackst. Seit der Schlacht bei Eambrai hat die Division 135 Durchbri.ckMlometeL hinter sich gebracht, 5 in der Eambraischlachl, 70 an der -Somme fuiw 60 vom Winterberg bis an die Marne. Ter tapfere Führer dieser Division, der Prinz von Biut^au, ist kurz vor der Marne, als er zu seinen Truppen vvrrückte, gefallen. Die innerpolitifche Lase. Berlin, 3. Juni. Zum morgigen WiederzufammenH tritt der deutschen Parlamente sckweibt die ,.V ol ks^- zeitung": Es werden wichtige Entscheidungen fallen, aber die i**v a h v-t>v* a ».i ^ . T. ' — ^ •.. • rw, • • r. letzte Nachrichten. Dev netteste TZeviel)t Her ^eeresleitttng. MTB.) Großes Hauptquartier, 3. Juni. (Amtlich.) . Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zeitweilig auftebender Artilleriekampf. Feindliche Tcil- angrifse westlich von Bailleul und nördlich der Ltts wurden abgewiesen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. n s.*. ' " " zertung": Es werden wichtige Entscheidungen fallen, aber dü Zum Ersatz der durch unseren Angriff zerschlagenen >ßriegse,-fahrung habe ge-eigt. daß im allgemeinen ein Ministerium lOUWneit nnö enallimen Ar:ueekvrn1 u ^ ! • Onrca laufenden Bächen durchschnitten Das smd liebliche kleine Täler, von sckfnelsen klaren Wassern ^ Wiesenstveifen gesäumt; an den Hängen zahlreiche ^s^anzungeii, zuweilen auch Weingärten. In diei'en Tälchen Bevölkerung dicht gesammelt: ein Flecken und eine Wind- *$$-&$ r^r anderen. Lluders ist das Mld auf der Hochfläche selbst Da ist die Besiedelung spärlicher uitb statt der Dörfer erscheinen Emzelhüse, die gewöhnlich sehr groß und stattlich sind. Nb^Hochebene ist leicht gewellt, in den Falteri bergeri -sich kleine lner mtb da sich zu größeren Forstm zusamineii- schließen. Es war eme Zett, wo die gmize Hochfläche oes Or-pois ein einziger Wald mx, m der: erst allmählich die menschliche'.Kultur m ? rf ; ^er wideren geschlagen Iwt An den Mündungen ^ ann gewöhnlich die Hauptorte: die Stadt, ganzen Landschaft bildet, ist das alte ^w^.^^?rry an der Marne, von deni die das Orxois rchschueideude Eisenbahn ihren Anfang nimmt. Ein ganz besonderes Gepräge erhalt dre Hochfläche des Orxois durch die m,*2r'5 T ;a l£\? , L fc ! t ^r in regelrechter Kultur gezogen ^»Wal-rzerckien des Onrea Tales selbst die Pappel, maanderartrg diirch Kalkhügel, deren Gestein imckt und die_ aii ^elen Stellen maleristl^ Felsen bilden. kür den.Ackerbau nicht geeignet, al^r ba b,C d bereiten denn die Panvel- den Mwimdenen Lauf des fre,mdlichen Flusses, t ^ früher als Wohuungeu be- w^ un «st hu* *** b 4^. tnr ■^° ri l ei U die dort ..Boves" aenaunt ^ UVlTI 1,rlb Scnftcm ausgchattät und so nchtrg woHnMgAmä-ßlS <0lS^^bü-U Uwrdeü. CHLteau-Th ierrp. , Das Ourcg-Tas uich die Landschaft Orxois ist abseitiges Land mit geringeni Verkehre. Das Marne-Tal aber bildet eine große Verkehrsader, nicht nur für Frankreich, sondern für den ganzen Weltverkehr Denn hier läuft die große Bahn, die Paris mit Deutschland irnd weiterhin mit dem Orient verbindet Immer hält Üe sich parallel der alten Völker- uiid Verkehrsstraße, die ans dem S-uduser entlang läuft. Das ist aber das weniger belebt- und bevölkerte Ufer der ibdarne. dem, die Dörfer und Flecken haben sich um fnr ihre Weinberge die Südsonne zu genießen, zumeist ans dem ^üowufer angesiedelt. Freilich sind es durchweg mir bescheiden« Siedlungen, die hier ans der Strecke zwischen Chäteml-ThierN) nnd der bekannten Weinstadl. Epernav, die weiter ftromauftväris an der v L.VJ v, vup Li II uuyi muuiui tlil .VUUl|u l LU Ul mtr dann stürzt, wenn außenpolitisck-e Dinge nicht mehr nach Wunsch gehen. Wol-er sollte der Entschluß znm Stur; der' Rs- gierung kommen, wenn in vier Tagen die Truppen 50 Kilometer Vordringen, die Marne erreichen, Soissons nehmen und Reims und Chatecm-Thierry bedrohen. Die Hauptarbeit des Reichstags wird den neuen Steuern gelten. Die Verbrauchsabgaben, meint das Blatt, sind zu bekämpfen. Sie seien deshalb verfehlt, weil sie größtenteils erst nach dem Kriege Geld bringen. Aus sozialen und ftnmlzlechnisck-eu Gründen sei die Heranziehung der großen Einkommen und Vermögen, der priyaten Kriegsgewinne und der Erbschaften unabweislich. Im Landtage steht, altes überragend- die Frage der Wahlreform wieder im Vordergründe. Die Regierung will noch einmal versuchen, im Herrenhause die Vorlage zu rettar. Im übrigen haben beide Parlamente noch den Etat zu erledigen und große Mengen sozialer und politischer Aufgaben zzu 1>ewältlgeir. • iw ■ „v . * , v: * lil!- I l|UU nulter ferne Merkwürdigkeiten, als eine Kirche, deren Chor Mlter gotischer Stil ist, und ein paar atte Wohnhäuser. Seine Bedeutung' beruht nicht am «wenigsten darauf, daß von hier ans die kleine Bahn ausgeht, die nordwärts in die Landschaft Tardenois führt und rn Fismes ihr Ende findet. Das ist wieder solch eine .Hügelland-, lchast, die von Neinen hübschen Bächen durchflossen ist; zuweilen' ziehen die Täler sich zusammen, weiven waldig und dunkel aber l7n ganzen ist das Tardenois ein heiteres nnd bequeme ' Ländchen aus dem der Ardre-Fluß dann die Wasser nach NoiDen der Aisne zuführt. Die Weine des Tardenois gehen nach Lvwlay, um dort weiter verarbeitet zu werden. Kähren tftir zur Manie zilrück,, so bietet sie ein Mich dessen charakten)tt,che Merkmale sich lelckK einpraaen. Ter hübsche stattlickie ^luß, von erheblichem Schchsverkehre belebt, von Launtraße wid Eisenbahn gesäumt, die kleinen friedlichen Weinbauerdörfchen die sich an seinen Ufern folgen, und als besandei'e .Kennzeichen überall wohin das Auge blickt, die Rebe und Kirsche. Das smd die Wappen- PftanLcu dieses Tcrles des Marnetale^. Will man das Bild der Landschaft mit eiiiem Blicke in sich aufiiel)meii, so ersteigt man am besten den Hügel von Chatillon, das mittwegs zwischen Dor- maus und Epernap, doch näl.er an jenem, liegt Eine alt ln sto rische Kulte. D«r Name der C-'.tilU-ns ist. ja geschichtlich yo^eeülMt; mev Gefchlecht hat nicht nur «>ui£ Öteihe großer weltlicher Herren, fcwtoi auch mm LMt ÜÄL» IL+bm joca wi bev Hohe ein Riesenstcmdbild errichtet hat, das NUN das lachende Land wetthm zu legnen scheint. Bon diesein beinahe vereinzelt sich erlebenden Hügel blickt man weit ins Land hinein. Sck-aut man nach -Ollen, so peht man große Hügelzüge bedeckt von m.'s.fedeh'iten ^^ sich E^rnap Auch gefen Süden hem. men bedeutende Waldungen bald den Blick. Dir Lkbbän .e Nrr Hüaek bie btc Marne zu beiden Seiten bi'gleiten, sind mit Weinn'lanzimaen glerchiam tapeziert: in ore Rebgärteu hinein schmiegen sich hübsche nvl nC Dörfch^u die m Rogel von der Höhe herab auf di« blicken . Hier und da aber hat sich 'eia Ort am Flusse selbst angesuchelt, lonne gerade unterhalb twn Chatillon P o r t - ä - B i n - ® n ' ^^^^ftusichreM stattlich entwickelt hat und einen fahr- Uchen Uni schlag von 7000 bis 8000 Tonnen zei.ft Denn inm beiden Seiten ecken Bäck)« und Flüßchen der Marne zu. deren Lcmf und deren Ansredl'unaen den Handel und Verkehr so von üler fll sammeln und wetterleiten. So ist. das Land z,mschen Onvco nnb C V lC x Cl9e ar, ^ a, ! c die an dem von jeher geschichtlich bedeutenden Mlarnelaufe. ihren Anschluß an die c^oßä WE * . *Ei-ne neue Danteha ndschrift. Tr. Ludwigs Bertalot m Friedrick-sdors bei Frankfurt a. M. ist es gelmigen, ein?Haii§ schrift von Dantes Abhandlung über die italienisch- Sprach ,De vulgan eloquentia) Lufznftnden, die er nach einer Mitteilung der «Zeu« Zürcher Zeüuug" soeben veröffentlich. Diese Abhandlm^ Tmttes rck,. ganz abgefehen von der Persönlichkeit des Verfasse?? Ge.lchchte der rtaliemschen Sprach'vrschmrg von Werter ^ Ee darin ine altcite. rn ihren Grundsätzen noch heut: uner- GrU iä'!2 dcc ttalienischn Mundarten gelbem und a!ch unl? ^ lfteraturgescknckutlich Fragen wertvölk und s-elbstandige Untersuchungen m der Schrift nieder 'elett bat DEr waren von ih,- mir Mei Handschr.stcn. io auch di- nouo «... Dr. Bottolo, cn&nte eine qw\)c ffiuic iwatBclicr Jtiio«5ef[ei ; iu^e«. " t6 Voranzeige Nur wenige Tage in ließen, Oswaldsgarien! Altbekanntes* eiepntes Unternehmen, dessen Darbietungen alles bisher hier &uf künstlerischem Gebiete Gezeigte weit in den Schatten stellen. '' . . isn s - f i - Dung Ssmstsig, den 8. Juni, abends 8 Uhr mit Grossstadt-Riesen-Programm. Alles MShere besagen die T^geszetftel und späteren Inserate. Eis! s Eis! Mein Eiswagen geht ab heute täglich. Eis kann gegen Abgabe der auf meinem Kontor erhältlichen Gutscheine am Wagen und auch in meinem Hof in Empfang genommen werden €mtl Sehnrall Eis» r»nd Vieegrotzhanölung Fernsprecher Nr. 83. ^ Tierschutzverein GieSen. Wir laben die nerebrUcSen Mitglieder zu der am '2. J»m, abe» sOUbr, irn Hotel Kaiserbof stattstndenden Hauptverfammluua hierdurch frdl. ein. Tagesordnung: 1. Jahresbericht für 1917 2. Rechnrmgsablage für 1917 3. Borstandsersatzwahl 4. Anträge. 4188V Der Vorstand. In Silddeutschland ge messt unser Jto: Lichtspielhaus in der BahnhofstraSe unter Fachleuten den Ruf, dass es mit an der Spitze marschiert in bezug auf erstklassige Programme. Wir werden auch fernerhin trotz dor ständig steigenden Filmpreise keine Kosten scheuen, um unserer verehrten Kundschaft nur vom Guten das Beste zu bieten. Ab morgen Oienatflg wieder ein hervorragendes Düjppeäf&rogramm, u . a : 4301 Frau Froseh Neustadt 19 tm Hofe. u- 4 Radlumhalttge Setauetleq. ±- i Bewahrte« Ksilbad bei: Katarrh«, der Atinanceorgane, Hercieiden, Blat&rn*ot, Frauenkrankheit, Rheamatisman, Gicht, Neu! Weßener Haussrauen-Berein. Anmeldungen zu» 4H8e Nehahlmrsni» für Fortfeiebrlttcne uud zum KLr-rZ ,-u pf-F ii i ^kknrsns werden» iensta« den 4. 3unL nachm. von 4 — 5 Ubr, in der Geschäftsstelle, MäuSburg 5 , entgegengerwmmen. . Di^ ^chuhflicklehrftube bleibt noch einige Wochen «- »chlofsen. Material wird an die Mitglieder gegen Bor- zetgen der Mitgliedskarte MontaaS «vd DonuerStaaS von 9—5 Ubr in der Oberrealichule, Zimmer Nr. 12 , abgegeben DieTänzerin Eine Sensation allerersten Ranges. I. d. H. die berühmte Tänzerin Dor© Kaiser (Prima-Baüeri ia an der Wiener Hofoper). 4178a Ausserdem: Hella Moja die vornehme junge Künstlerin, in ihrem neuesten Filmschauspud in 4 Akten Gas verwunschene Schloß. Sölden ... (0 Skrofulöse Rachitis, Rtekstlnd n von . , , , „ Infl.ienaa. Langen- and Rippenfeltante, i ahnUnia Gättlncen-ßebra.:: Gosc^Utzte herrliche Lage Inmitten ausgedehnter Gebirns- vvaldungen. :: Solbäder all r Art Inhalationen. Gradierwerke. Pneumatische Apparate u. Kammern Trinkkuren. Auskunlt und Prospekte dorch die Badevenwaltun«. 3SflOhv in- and RippeofsUnto. -Werra Sell-skiiGrWMetgras-VttßeigervMS anf Gräflichen Wiesen. l. Montag den 10. ftuui, von morgens 8 Uhr an, in Gemarkung Laubach auf der Geiieuwiele: 34 Lose — 30 Älorge«; II. au demselben Tage, mit Beginn mn 9*/, Nhr osn» nuf den Lchellenberaer. und Ziegeidürrertetchwirsen lohne Loos dir. 2 und 3) ca. 30 Morgen; III. an dciakelben Tage, mit Beginn um 10 Uhr vorm, im Tiergarten und Oberlaubach auf ca. 61 Morgen. Zusammenkunft in de^Hirtenbach, IV. an demselben Tage, nachmittags 4 Uhr, auf der SchreinerSmüble, bei Lcreienieen: 1. von ca. 131 Morgen Wiesen im Wenerauergrund iHartmarmS- hauien bis Sorgenlos» »Wiese von Chr. Frank I. u. Kasper Diebl Wwe., Erben. Laubach),- 2. von ca. IN Morgen rm Wolfsgarten, Kreuzfeenergrund, tWiefe vvit Ehr. Frank I.. Laubach), Oberseener-, Ltvper- uno Altenvainergruud,- 3. von ca. 55 Morgen = 26 Abb der vom Oberseener Hvfgut rurückgenom menen Lvieien; V. DienStag de« 11. ftmrt, mit Beginn trat 0 Uhr vsrm. in der „ApfeiSbach" auf ca. 1VS Morgen Wiesen daselbst: am Altenkeller, in den verschiedenen Heeg, brücken. Gölle-, Herrn- und Herenwtese,- VI. an demselben Tage, nachmtnagr von I Ubr an, ans dem ÄSgerbnuS. von ett 114 Dkorgeu Wiesen in Rut- tzardühaufen, Haunetlen, Hablgar,en, MutSau, Lang, decke lWtese« von Wtlh. Stroh I., Laubach», «eräums. Lmgel- und Schiftenbach: fern?r von ca. 17 Morgen in der Silbach, Linnes, Elgersdach. Gtebern, Bruch wieie. in den engen Ahlen und in der Uifaer Wtesenwarrer >Diltz dahier und die betr. Gräil. tzorst, warte find angewiesen, dle Wiesen, die durch numeriert» Holzitücke oder Steine kenntlich gemacht sind, auf *