Er. *23 Eches Blatt SirtzE«er Akzeiser erscheint tätlich, nutzer ÄsnntagS. - Beilagen: Gietzener Kamii irublStter; Ureis Hall für Les Kreis Siehrn. öeittispreis: monoH. Mk. 1 . 20 , vierteljährlich Mt. 1 durch Avholv- «• Zl: if]ellen monatl. Mk. durch diePoft Mt. 3.60 viertel- jührl. ausschl. Bestellg. Lernsprech - 9 lnschlüsse: für dieSchristleitung 112 Verlag,Geschästsstellebt Anschrttt fürDrabtnach- richten: Anzeiger Gießen. *68. Jahrgang Mittwoch, 2 % Mai VostscheckkonL»: Fraukfutt a. M. **686 Vankvertehr: GewerbebankGiehen 3wiiimgrnmd-k«S ».Verlag: Srühl'sche Uniy.-Vnch- u. Ltsiridriickerc! «.Lange. Schristleiiung. Geschäftsstelle ».Druckerei: Schulftr. R»r:atz:»e von Unzrizen i die TageSnummec bis zum Nachmittag vorher ohne jedeBcrbindlichken deUenprelsi: für örtliche Anzeigen 25Ps.,für auswärtige 30 Pf., 'ür Reklamen Mk. 1.—: bei Plahvor- schrist 30 °/ 0 Aufschlag. Hauptschristleiter: Aue,. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Äug. Goeg; Stadt ;:;iu Land,Ber!uischtesu.Gr- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; amtlich in Gießen. rWiW Mai. (WTB.)' Großes Hauptyunrtier, (Amtlich.) Westlicher Kriegsschanplatz. Mn Keumrel mrd an der Lys, ans dem Schlachtfeld zu beiden Seiten der Somme und an der Avre haben sich die Artilleriekümpfe gestern morgen verschärft. Zwischen Bor- mezeele mrd Loker stießen wir in die französischen Linien vor und brachten mehr' als 300 Gefangene ein. Der Angriff des Deutschen Kronprinzen südlich von Laon führte m vollem Erfolge. Die dsrtstehrnden franzöfi scheu und englischem Divisionen wurden v -llständig geschl gen Die Armoe des Generals von Böhm hat den Che min dr§ Dmrves erstürmt. Der langgestreckte Bergrücken, au dem der grohe Durchbruchsversuch der Franzosen im Frühjahr .1917 zersiirellte, und den wir aus strategischen Gründen im Herbst vorigen Jahres räumten, ist wieder in unserer Hand. Nach gewaltiger ArMerrevorbereitung erzwang unsere UErgleichlichr Infanterie im Morgengrauen zwischen Cra- omre und Vauxaillon den U-ebergang über die Ailelette und drang weiter östlich zwischen Corbeny und der Aisne in die englischen Linien ein. Völlig überrascht, leistete die Besatzung der ersten Linien meist nur geringen Widerstand. Schm tu den frühen Morgenstunden waren Pinon, Chavig- non. Fort Makmaison, Courteg.on, Ce ruh, der Winterberg rmd Craonne, der Viil-er-Perg und dir ausgebmttm Werke bei und nördlich von Berry au Bac erstürmt. Gegen Mittag war unter steten Kämpfen zwischen Vailly mrd Berry an Bac die Aisne erreicht. Vailly wurde ge- nourvlen. Das Trichterfeld der vorjährigen Frühjalws- und Herbstkänipfe ward in unaufhaltsamem Angrisfsdrang überwunden. Am Nachmittag ging der Angriff weiter. Zwischen Äauraitlon und Vailly stehen wir auf den Höhen bei Neuville, Lasfaur und nördlich von Conde. Zwischen Vailly und Berry an Bac haben wir die Aisne überschritten und den rvf in das seit 191-1 vom Ktieae unberührt gebliebene Sebitt hineingetragcn. Von den befestigten Waldhöhen auf dem Südufer des Flusses wurde der Feind erneut geworfen. Wir haben zwischen Vailly und Beauricux die Höhen halbnördlich der Besle err eicht. Die Armee des Generals rssn Below (Fritz) warf den Feind ans seinen starken Stellungen zwischen Sapigneul und Vrimont über den Aisne—Marne-Kanal zurück und erstürmte ans dem Westufer des Kanals die Orte Cormicy, Cauroy und Loivre. Bisher wurden 15 000 Gefangene gemeldet. Zwischen Maas und Mosel und an der Lothringer Front lebte di? LsZestchtstätigLeit auf. Vorstöße in die feindlichen Linien hr r r :tcn mehr als 150 Gefangene französischer und ame . c egimenter. meiden, unsere DrupPeu hinter sie Wette an dieser Stelle znrücknahm. Nun sind diese Berg hänge an der ganzen Breite in werckg-eu Stunden erstürmt wiardear. Es ist ein herrlicher Sieg, ganK gleichgültig, ob die Ziele dieses Angriffs örtliche obere weiterae stockte sind. So groß die Bewunderung und die Freude über das glückliche Ereignis sind, so undurchdringlich ist noch das Geheimnis, welche weitergehenden Ziele Hiutzenburg und Ludendorff nunmehr verfolgen. Auch die militärischen Sachkundigen erraten nichts und stellen uns nur verschiedene Möglichkeiten hin. Und noch einer wird ratlos sein, und doch schwerwiegende Entschlüsse fassen müssen, wie der schweizerische Oberst Egli andeutet: nämlich General Fach! Jetzt muß sich erweisen, ob er ein großer Feldherr ist. In einer amtlichen Havas-Note läßt er ankündigen, daß seine Reserven bald an wohlvorbereiteter Siellungslinie dem feindlichen Vormarsch Einhalt tun würden. Wird Foch den deutschen Angriff östlich von Reims als einen Ablenkungsversuch von geringerer Bedeutung einschätzen, oder wird er in der Ueberzeugung handeln, daß aus der kleineu Wolke . sich ein schweres Ungewitter entwickeln könnte? Hindenburgs meteorologische „Regeln" sind nicht so einfach zu erfassen und zu durchschauen. Die allgemeine Ni.chtu.ng des gegenwärtigen Angriffs zeigt aus Paris! Gibt es vielleicht eine neue, verbesserte Schlacht an der Marne, die ja nun für die Armee Bö hu-das nächste Flußhindernis wäre? Könnte sich zwischen Aisne und Oise auf der einen 'Seite und der Marne auf der andern ein Feuerbrand gegen die Hauptstadt heranwälzen? Das Wolff- Buvevu meldet, die Pariser Blätter warteten in größter Spannung. Das ist ein bißchen selbstverständlich, denn so oder so werden sie den Bemühüngen unserer Heerführer ihr höchstes Interesse widmen müssen. Der öfterreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 28.Mur. (WTB.) Amtlich wird verlmttbart: Die Kumpstäliskeit am Tonale-Abschnitt flaute gestern no. Versuche der Italiener, weiter vorzudringen, wurden vereitelt. Ein Teil unseres am CresD olfsem Frontabschnitt Ruhestellungen zugedacht waren, gerade wie Helden ausgenommen haben: bartlose, keinen zähen Widerstand leisten konn- Englische Volkskraft ist, wie auch aus anderen Be- ^^hervorgeht, durch die Kärnpfe der letzten Wochen auf 06 ^ schwerste getroffen worden. jluf deutscher Seite sind sich alle Sachverscmrdigen oaruver ernrg, daß dieser taktische Sieg Hindenburgs so gurnzerio und rmponiererrd ist wie nur irgendein voran- gegangener, und das läßt sich um so leichter er Bennert und nEiprusen, als ja die sprechendsten Vergleiche geztogen 7l /a Monate lcmrg, so schreibt ein militärü- der „Deutschen Tagesztg.", rangelr die L?uzchen - sert der Doppelschlacht Aisn7-Champagne im fr öum Herbst — um den Chemin des dörttron Menschen hat ihnen dieser Kampf ae- ^fruchtlosen Bemühungen endlich ^.u .-ohenzug bel Bauxaillorl bis östlich Ehavignon in ihre Hain» brachite, während unsere FuhrurcZ, um Opfer #u ver- Der türkische Bericht. , K o n st a n t i n o p e l, 26 .Mar. (WTB.) Amtlicher Tages- berrcht. Palästina front. Im Mistenaebiet lag aus unseren Batterien stärkeres AEeriefeuer des Gegners als sonst. Ans der übrigen Front das übliche Slormrgssener. Südwestlich von Rafat drang eine unserer Pccttoinllen durch das feindliche Drahthind-ortlis in die englische Stellung ein und Vertrieb die dortigen Postierungen Im Jordan tat wurde feindliche Kavallerie abgewiesen. Ein won mrs gegen öeu südlichen Teil des feindlichen Brückenkopfes am Jordan gerichteter Erkimdungsvorftoß führte bis an das Drahthindernis des.Gegners. Feindliche Postierungen und Pattouillen wurden im Borgelände überall zurückgttvarfen. Unsere Flieger bewarfen das Rebellenlager Wadi Hesa erfolgreich mit Bomben. — Dardanellen: Lebhafte beiderseitige Fliegettätigkeit — Mesopotamien: Unsere linke Flügelgrnppe besetzte Kekknk, der Engl ander zieht nach Süden ab. gungan. Ec rühmt die Tiefe de>Z Vorstoßes vvrc Mlometer. Diesmal erreichte der deu.1sche Borstoß vom 27. Mai bereit bis züm Abend des ersten Tages eine Tiefe von weit über 12 Kr l o m c tt r. Der Lyoner Fmrksprrrch spricht am 26. Oktober 1917 von einer gewialtigetr Niederlage, die die kaiserlick-en Elitetrnppen cmr Ehienün des Tames erlitten hätten. Am 29. Oktober ergeht er sich ür einer langen Schilderung der besetzten Stellung, die von größter Wichtigkeit sei, da d^r Chienrin des Domes das sumpfige Ailettetäl beherrsche und die Franzosen über die Sttaße von Lardoir bis m das Gebirge von. Laon blicken könnten. Damals schrieb die ,/WeWnjtnsdec Gazette^: „Der französische Sieg bedeutet für die Deutschen eine Niederlage txt.i allergrößter Schwere. Die deutsche Kraft ist zerschmettert worden." Bon ollsr Seiten wurde:: Glück- wunscht-elegramme an den Präsidenten der französischen Republik gesandt und mehrere Getcerale zn Großoffizieven der Ehrenlegion ernannt. Mjgn darf nunmehr gespannt sein, mit welchen Mittelt: die Franzosen die Schwere der neuen gewalttgen Niederlage perheiur- lichen und der Welt die völlige.Bedeuttrngslvsigkei t des deutschen Sieges beweisen werden. Berlin,. 28. Mai. Am 27. Mai 2 tthc morgens setzte ans der Angrisfs front von Vaicxeillon bis westliH des Bri- mv n t, also tit irt e hr als 50 Kilometer Breite fchlagattig das deutsche Borb-ereitungsfeuer ein. Die Artillerie des Gegners, der autfji jetzt noch an einen größeren Angriff an dieser Seite nicht glauben wollte, antwortete verhältnismäßig schwach. Bereits zrvi- scheir -1 mrd 5 Uhr, vormittags trat die Infanterie zum Sttirrire an. Wiederum hatt: die deutsche Führung auf das bei der Entente so beliebte w o che nla n g e Trommelfeuer verzichtet. ‘juex Der neue Armriff im Westen. Berlin, 26. Döcri. (WDB.) Dcw deutsche Angriff i)t in dauerndem Fortschreiten. Am evsten Sturmtage. war bereits um 10 Uhr vormittags der Aisne-Kanal an zwei Stellen überschwitten, nachdem die gewaltigen Berg- stellungen und die Befestigungen der Foaa^osen in kürzester Zeit im glänzenden ütürmlauf genommen rvaren. Der Oeiud war in keiner Weise auf den Angriff vorbereitet. Die erst kürAlich hier eingesetzten englischen Divisionen waren völlig überrascht. Die Franzchen hatten nur örtliche Angriffe erwartet. Bereits sind von sechs Divisionen Gefangene eingebracht, darunter zahlreiche Eng'länder der Uhr 20 Mrn. vormittags waren deutsche Sturmtruppen im Besitz der Lücke Bataillon—Hamelet Ferme—Höhe 151 nöwlich Soupir—Nordvcmü Monssy— Paisjy—Wcrscvgne—«Craonelte. Um 11.20 Uhr vormittags waren der Kkugel'berg nnd Biller Berg erstürmt ckMWerum wurde mit erstauickicher SchnelliAeit Arttllerie nachAezogen und sofort in Stellnng gebracht. Bei CerrM war die Straße durch einen Erdrutsch versperrt, jodioch nach, einer Stunde wieder frei gemacht. Die von den Divisionen gemel- deten Gefangenenzahlen wachsen beständig. Schon frnd in großer Zahl erbeutete Geschü tze gemeldet. Die eigenen Verluste sind gering. Die feind- ttche Artillerie antwortete stellenweise nach dem deutsckwn Wrrkungsschießen nicht mehr. Das Wetter an der Kampffront ist im Gvg-eirsatz z,u den Vortagen sonnig und schön Berlin, 28. Mai. (WTB) Tie am 27. Mai begonnene Schlacht am Chemin des Dames hat in wenigen Stunden Uebergang über die Ailette gelang in: ersten Anlauf. Ter vorgelegten eigenen Feuer dicht folgend, echckeg die deutsche Sturmmfanterie den Nordrand des Chemin des Dames. Aus der Straße ChaoigNM- Pargny und z-oisck-en Filain und Malval-Ferme wehrte sich der der Gegner tapfer und zäh. Weiter östlich ivurde der Feind nach kurzem Kampfe überivältigt. Im Laufe des Vormittags war die Linie .Baseule-Jiouy-'Char-vnne, das Aisne-Ufer bis Verry-au- Bac erreicht. Bis mittags waren, die Spitzen der deutschen Sturm- ttuppeu bereits beim Uebergang über Pie Aisne. In unacrfhatt-, samem^ Borwärtsdrängen wurde überall der stellenweise starke feindliche Widersünrd gebrochen, so daß am Nachmittag bei fortschreitendem Angriff die Linie ^Icailly-LonMeval-Merval-ZLoucy Bouffignereux samt bm gencmltten Ortschaften genommen war. Mich die Lafsäux-Ecke war b«lld in deutschem Besitz. Jetzt winde im prächtiges Schwung: Ehavignon mrd die Höhe südlich des Ottes erstürmt mrd dabei gegen 700 Gefangene gemacht. Btt der Eroberung der Höhen von Melmaison wurde eine feuernde fnudlühe Batterie erstürint. Das Vorgehen weiter östlich gestaltete sich nach völliger Ervbe- rimg des Chemin des Dames, für den die Fvanzoi'en sttnierzttt gewaltige Opfer gebracht hatten, bei erlahmendem Fenidrvider>' tz *m y - Cv''rtecon flberrnnnt nntrbe, ift eine alte liefaitnte Division .ans der großen Säüncht. Sie versuchte im März dieses Jahres h.i Rove unseren Vormarsch aus-Kuhalterr, kam aber zu spät, um die Niederlage dec z-chntcn Division m verhindern, und itmrbe in die allgemeine Dlmcht mü !)nrerngrerissen. Daß die Franzosen txm der Anwesenheit der Engländer im N a ch b a r a b fdj n. i 1 1 nichts tri f | e n, läßt darauf schließen daß ihnen diese Tatsache nüt Micksicht auf das gespannte Verhältnis von den eigenen Offizieren verheinlicht wurde. Ms die Gefangeneir hörten, daß die Deutschen schon an der Aisne seien, wurden sie sehr bedrückt. „(5ji toujonrs 1 • mente", sagte einer von ihnen. Unter den englischen Gefangenen besiitden sich auch amerikanische Aerzte, ein Zeick-eu für den im englischen Heere herrschenden Aerztemangel. Erfolge eines einzigen Anlauf-. Berlin, 28. Mai. (WTB.) Cerny Courtenvn und die Bove! Ic H o ch fläche, die berühlrnten Mittelglieder des gewaltigen uatürUck-en ssestungÄvalles des Damemveges, wurden 'von unserer Jwanterie in einem einzigen Anlauf strotz, sicher Gegenweh ü berrannt. Ilm diese Leistung voll zu wurdi- jgm, muß man sich der zahllosen imürer wieder mit tagelanger überwä!tt,?ender Ariillerievorl'ereitung unternommearen erbittertes Mksienamari fe erinnern, welche die Franzosen von April bis Juni I.917 hinein unternahmen, oUitc daß es ihnen gelang, die zähen Berteidcger r^m Nnrötzaivg des Chemin des Dantes-Rückens hrnab- KUwerfen. Sie trotzten jedem Ansturnv, wiewohl der Franzose ver- nrochtr. sich hi- Lihrung seines Angriffes zu sickfern. Jetzt ist der Franzose auch hier in sorgfältig vorder ei fttat örtlichen Gegenangriffen von der HSHenkamrl'inie nneder hinaligefegt. Einem höheren Befehl gehorsam, räumten Ende Oktober unbesiegt die Verteidiger von Cerny, Civurttwn. die Brvelle-Hochfläche 'und von Aillos die berühmt gewordenen Kampfstätten, uni welck>e dSr Franzose monatelang unter höchster Aufwendung von Zähigkeit und Menscheneinsatz rang. Sie wurden jetzt in wertigen Stunden wieder erobert und überschritten. Die Angreifer mußten in einem über einen Kilometer langen Anlauf die Ailette überwinden. Jlpe suntpsige, teilweise von undurch- drrnylichew, dichtem und stachttreick>ent Busckwett gesperrte Federung war zu chrrchgireren, ehe sie dann den jäh im steilsten Winkel! laufsteigenden 9Lordhang des Tamenweg-Rückens erreichten. Dieser Mußte kletternd überwunden iverben. Erst dann konnte man dem wolnverschanzten Gegner ins Auge sehen. Dennoch gelang, dank bei Ueherraschung unrb dem Schwung der Trnps-e die Erstür- firrurrg im ersten Anlauf mit erstaunlich geringen Verlusten. Tie in bieten Stellungen gefangen genommenen Franzosen, Bretonen und Angehörige der berühmten französischen Hauptdivision zuckten, als sie geragt wurden, wieso sie in einer solchen Stellung so schnell und so restlos überwältigt werden konnten, nur resigniert die Achsel sund ließen den Kops hängen, wiewohl sie sich wacker geschlagen hatten. Der Kaiser ßit die Kaiserin. Berlin. 28. Mai. (W. B.) Der Kaiser richtete vom Schlachtseid südlich L a v n folgendes Telegramm an die Uaiserin: ,Milhelm hat heute die Engländer und Franzosen auf dem Chemin ves Da nies angegriffen. Tie stark ausaebaute Höhen- stellung ist nach gewaltigem Artilleriefeuer von unserer 'heimlichen Infanterie ee stürmt worden. Wir haben die Ais ne überschritten und nähern uns der Ve s le. Fritz mit der 1. Garde- Dünswn ' at als einer der ersten die Aisne erreicht. Auch die 28. Divüwn bat sich wiederum ausgezeichnet. Engländer und Franzos ^ »- :d vollständig überrascht worden. Unsere Verluste lind gering. ,Morgen geht es wttter! Gott hat uns einen schönen Sieg beschert und wird weiter helfen. Grüße. Wilhelm " Die Schwäche des englische», Feldheeres. Die Größe der dem englischen Heere in der Märzoffensive bei- tzebrachK n Niederlage begreift man erst, wenn man die Gefangenes hört und sieht, welche die Armee v. Be low (Friß) in der Zahlf über 1000 (darunter ein Oberstleirtnant) der 21. englischeiß Division in den ersten Stunden des Angriffes abqenommen hat. 8kn der Somme bis auf 40 Prozent ihres il^eftaiches zusammen- jgkschm-olzchn nmrde die Division in die Gegend von Ppern verölt, wo sie statt der beabsichtigten Erholung neue empfindlich^ Schlage bei der Apriloffensive bekam. Durch juirgen, notdürftig jcrusgebildeten Ersatz frisch ausgefüllt, wnai>e die Division jetzt an dir Aisne verlegt. Dieser für ruhig gehaltene Abschnitt nmrde den'. N«charcdern von ben Franzosen überlassen, damit sie Zeit zur! Erholung und Ausbildung fänden. Diese Zeit hat ihnen die deutsche Führung nicht gelassen. Zum dritten Male wurde der Engländer heirtc unvermutet von dem deutschen Angriff gefaßt. Neu- kcng- im Krieg- waren die englischen Ersatzmannschasten unter der ßmpehenren moralisck>en Wirkung unseres zu, am mengefaßten Mrrvknfeuers nicht imstande, den ihnen anvertrauten französischen Vvben gegen unsere tapfere Infanterie zu behaupten. Wechselseitig klLZcn sich jetzt die Gefangenen an, die Engländer die Franzosen, daß sie den Mschnitt fälschlich als ruhig bezeichnet, die Franzosen die Engländer, daß sie jahrelang zäh behauptete Stellungen int wenigen Stunden preisgegeben hätten. Im Gegensatz zu den bei Vrveysbeginu in unsere Hände gefallenen Engländern machen die jetzt gefangenen halbwüchsigen Burschen mir ihren bartlosen Ge- fvchL^i'v unter dem^ Tellerhelm einen recht wenig kriegerischen/ Gimdruck Die Datsack/e, daß die Entcntte genötigt ist, solchen Gruppen einen wichtigen Frontabschnitt anzuverttauen, deckt am fteffrft die schwere Wunde aujf, die unsere. letzte Offensive dem Gegner geschlagen hat. » Französischer Bericht Vom 28. Mm, nachmittags. Dank der Ankunft neuer Stveitkräfte gelang es den ^Deutschen, die Aisne zwischen Bailly und Berry-au-Bac ztt überschreiten. Die französisch-englischen Truppen fuhren unter Kämpfen Mit den cm Zahl weit überlegenen Feinde fort, sich schrittweise tzurückzuziehen. Die Schlacht nimmt mit Erbitterung ihren ?yort- geeng zwischen Vesle und Aisne in der Gegend der Hochflächen, hinter denen französische Reserven ankommen. In der Champagne, am rechten Maasufer tmd in t-er Woevre bleibt die Tätigkeit der beiderseitigen Artillerien ziemlich lebhaft. Gin starker jHcnchstreich auf die französischen ^Stellungen im Abschnitt von Chambrctte scheiterte in unserem Feuer. Englischer Bericht vom 27. Mai, abends. Heute morgen wurden britische Divisionen, die den Abschnitt der Front an beiden Seiten der Aisne bei Berry-au-Bac^ besetzt hielten, hesttg ^angegriffen. Zu gleicher Zeit wurden mehrere kräftige feindliche Angriffe gegen die französischen Truppen unter- »smmen, die -an unserer rechten Flanke stehen, und gegen die sran- «Sstschen DivisiEen in unserer linken Flanke am C h em in d es Dam es. In oen britischen Abschnitten wurde der feindliche An- tzriff durch Tanks lunterstützt und war von einer heftigen Beschießung mit Gasgranaten begleitet. Auf unserem rechten Flügel hielten sich mrsere Truppen in ihren Kampfstellungen und stehen in enger Ver- binlduno mit den Franzosen. Auf beiu linken Flügel gelang es dem Feinde nach einem scharfen Angriff, unsere Truppen in die ckweitt vorbereitete Linie zurückzudrängen. Längs der ganzen Front rchrrden schwere Gefechte geliefert und sind noch im Gange. An her Lys -Front wurden kräftige Angriffe, die l>eu1e früh von Äcker his Oi-beville irttternvmüten wurden, durch die Franzosen nach einem erbitterten Gefecht mit großen Verlusten für den Gegner zu- Lückge'chlagen .In der Nähe oes T i k ke b u s ch e r Sees gelang es dem Feinde, aus kurzen Abstand in die französische Stellung ein- Mrdringen. Ter Kmnpf dauert an diesem Punkte noch fort. Andere fentft*, wo der Feind in seinem ersten Angriff eindrang, wurden hurch Gegenangriffe der französischen Truppen wieder genommen, tzmd es wurde eine Anzahl Gefangene gemacht. An der übriges britischen Front ist die Lage unverändert. Englische Pressestirnmcn. London, 28. Mai. (R?euter.) Die Zeitmrgen und militärischen Sachverstältdigen schreiben zur Wiedercmfnahnre der deutsäMn Offensive: Obwohl der Angriff der Deutschen im Llbschnrtt vor Reims Und Soissons kaum erwartet ivar, so fand doch die WiÄ>craacfuahme der Image überfälligen Offensive die Alliierreii überall vorbereitet. Wie Artikel sprechen ilire Zuversicht aus, daß der Versuch der Deutscl-ren gegen die Ärnreen der Alliierten ebenso fehlsckstagen werde wie der vorige. Der Feind habe den Vvtteil der inneren Linie und ausgezeichnete Eisenbahnverbindungen, aber er opettere in vennüstettm Gebiet mit improvisierten Verkehrsmitteln. Seine Stellung sei in dieser Hinsicht der, die er vor dem 21. März einnahm, unterlegen. Die Tatsache, daß englische Truppen so weir südlich anrvesend sind, wird als Anzeichen betrachtet, daß Fvch aus die Offensive rn diesem Gebiet durchaus vorbereitet war, während der glänzende Schlag der Italiener ein weiterer Bciveis der Vorteile der Einheit des Oberbefehls fcü Selbst _ wenn der Chemin des Danres iy deutscher Hand sei, müßten d i e D e u t - schen noch über das schwierige Gelände bis zu der Aisnelinie. deö Die Beschießung von Paris. Paris, 26. dNvi. (Hcwas.) Die Besckitießung Pariser Bezirks hat h-ertte früh wieder begornren. Nach' einer Genfer Metdrrng des L. Ä. stellen Dßatin und Mrdere Blätter Treffer in die Unterrichtsan- stalten der Sorbonne fest. Eine Eutente-Propaganva in Kiew. Kiew, 28. Mai. (WTB.) Nachdem bereits seit läirgerer Zeit eine starke Entente-Prvpagandja in Kiew festgestellt worden war^ deren Spur nach dem hiesigen g r i e ch i s ch e n K v n - sulat wie)en, sind unter Mitwirkung der ukrainischen Behörden ditrch die deutsche Feldpolizei der griechische Wahlkonsul Gripari und der griechische Wahlvizekousul Wassiliadi unter Spio- nageverdacht verhaftet worden. Letzterer wurde nach der Feststellung seiner Persönlichkeit zunächst wieder enllassen. Daö ehemalige russische Herrscherhaus. Berlin, 28. Mai. (Trivt-Tel.) llefer den Aufenthaltsort der Mitglieder des ehemaligen russischen H> e r r s ch e r h a u s e s erfahren totit, daß Großfürst Peter Nikolajewitsch, Frau, Sohn und Tochter, Großfürst Alcxan der Michaelowitsch, Frau und sechs .Kinder, sowie die Kaisersn-Wittv-e Maria Feodorolona sich in Djulbar bei Kap Aitodor, die Großfürstin Olga mit ihrem Gatten in Eharaks, östlich von Djulbar, befiuoen. Die Nachrichten über das Entkommen des Großfürsten Nikolaus Nikola- jewitsch sind erfunden. Der Großfürst hat der Politik entsagt. Es liegen lveder für ibn noch für die anderen Mitglieder der raiserlichen Familie Anzeichen vor, daß sie die Krim verlassen. Ebenso sind die Gerüchte über eine bevorstehende Rerse der Kaiserirc-Witwe nach> Dänemark un- begründet Mexiko und Cuba. Washington, 28. Mai. (Reuter.) Die kubanische G e s a n d t sch a f t hat eirie Erklärung veröffentlicht, nach der die mexikanische Regierung dem kubanischen Geschäftsträger mitgeteilt hat, daß die Zurückberusung des mexikanischen Geschäftsträgers aus Havanna nicht den Abbruch der Beziehungen zwischen den beiden Staaten bedeute. Der kubanische Gesandte spricht das Vertrauen aus, daß der Zwischenfall bald erlÄ)igt sein werde. Eine Eptvemie in Spanien. Madrid, 27. Mai. (WDB. Nichtamtlich.) Meldung des Renterschen Bureaus. Viele Theater bleiben geschlossen, da das Personal an der u n e r k l ä r l i ch e n Krankh eit leidet. Der Dienst «ttf den elektrischen Bahnen ist gestört, da die meisten Becrnrten angesteckt sind. Die Aerzte raten an, ernste Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, da im Jahre 1889 die Pest aus dieselbe ZAeise begann wie diese Krankheit. Die Blätter verwenden einen großen Teil ihres Raumes, um Einzelheiten Wer die Krankheit zu geben. Der Bevölkerung wird geraten, alle Zimmer gut zu lüften und ost an die frisclM Luft zu gehen. Die öffentlichen Vergnügungen werden so gut wie nicht besucht. Außer Dem Murisderpräsidenten sind auch der Ftran^minister, der Marineminister, der llnterrichtsminister und ihre Beamten krank. Man vernrutet, daß der König angesteckt wttrde, als er gestern in der Schloßkapetle dem Gottesdiettste beiwohnte. ^ Tr. Kramarsch «us Prag auSgewiesen. Wien, 28. Mai. (WTB.) Die Blätter melderc ans Prag: Dr. Kramarsch untrde von der Polizei auf'unbestimmte Zeit aus Poaa ausgewiesen. Er hält sich gegemvärttg in einem mvvm Orte bei Prag auf. '' Der 5erkneg. Neue A-Boot-Erfolgr. Berlin, 28. Mai. sAmtlich.) Durch unsere U-Baote wurden im Sperrgebiet um England neuerdings ver nichtet 20 0 00 BRT. fetttdlichen Hand-elsschiffsrauntes. Unter den versenkten Schiffeir Lvar eän etwa 5000 BRT. großer, stark gesicherter bewaffneter Dampfer. Namentlich festgestellt wurde der bowasftvste englische Dampfer Pen ich Worth (5388 BRT.). Den Hauptanteil an deit Erfolgen hat das von Oberleutnant zur See Warzecha befehligte Boot. Der Ehef des Admiratstäbes der Marine. Bern. 28. Mai. (WTB.) Lyoner Blätter berichten: Nach fcmem englischen Bericht ist der versenkte deutsche U-BootS- Kreuzer schon sechs Aionctte im At!anlisck)en Ozean tätig gewesen. Da er mit eirrent 150-Milliineter-Geschütz bestückt war, habe er leichter betvafsirete Handelsschisse aus weiter Eutier- rarng mrgreifen und sich außer Schußrveite der kleinen U-Boots- Jäger halten können. Patrouillen schifte und die Postoampfer der Entente müßten demgenräß mit Geschützen stärkeren Kalibers be stückt werden. Aus dem Reiche, Ein neues Wahl rech tsabttl mme n? Die ,,Tagl. Rundschau" schreibt: Wie wir zuverlässig erfahren, ist am Samstag aus Grimd eingehendcn Berbandlnngen zwischen den Konservattven, Freikonservativen und Nationallibera len unter Ausschließung des Zenttums in der preußischen Wahl rechtsstage ein Kompromiß zustaudegekontmeir, nach deni das a l l gemeine, gleiche und direkte Wahlrecht mit eine» politisck>en Sichermrg von zwei Zusatz stimmen zur Annahme gelangen soll. Tie erste Zusatzstimme ist eine reine Mlerstimme und wird durch die Errerchung des 40. Lebensjahres ettvorbcn. Tie zweite Zusatzstimme wird an. die tvirlschastliche Selbständigkeit gebunden.. Abgeschlossen wurde dieses Kompromiß namens der Nationalliberalen durch die Llbgeordneten Fuhrmami : nd Hisich, für die Freikonservattven durch Lüdicke. für die Konservattvep durch Winckler. Wie wir wetter hören, sollen die Natümalliberaletj geschlossen hinter dielen Abmachungen Iteheu. Damit iX (T.'s? Mehrheit für die Beseitigung des Baccuums in der ^ gegeben. — Dem entgegen erklärt die „.Vöriegszeicung": uv- wmwen in der Wahlrechtsfrage aut Grund Zusatz',ttmnie für Atter und wittschaftliä>e Selbständig? it, das von anderes Seite als feststehend gemeldet wurde, ist nach unseren noch nicht zustandegewmmen. Tie freikonservative Frattion le-Tnr jede Verbindung damit ab. Die bisher gepflogenen Besprechnugov ivaren ganz förmlich. Berlin, 28. Mai. (WTB .Nichtamtlich.) 'Der Oberbefehlshaber in den Marken und Generaladjurartt Setner Mai des Kaisers, Generaloberst von Kessel, ist kurz vor Mitteriracht in seiner Wohnung verschieden, nachdem er gestern früh einen Schlaganfatt erlitten hatte, von dem er sich nicht wieder erholen konnte. Berlin, 28. Mai. (Priv.-Tel.) Die bisherigen privaten Sammlungen für die L u d e n d o r f f s p e n d e erzielten bereits ein Ergebnis von annähernd 40 M i l l tonen M a r k. Am 1. Juni findet der erste Tag der Straßen.- sammlung für die Ludendorffspende statt. Gtetzener hochfchuigesellschast. -in. Gießen, 29. Mai 1918. Der zweite ..Auslcnrdsvörttag" der Gießener Hochs-hulgesell- schast, der gestern abend im großen Hörsaal der Universität ,wtt- fand. hatte rvieder eine grosse Anzahl Hörer herbeigelockt. Herr Professor Dr. Roloff sprach über das Thema „Grundzügv der modernen Kolonisation" Der Redner enttvarf ein ttesiendes Bild der Entwicklung der einzelnen Kolonralreic!»?. der hierbei verfolgten Politik und führte u. a. ungefähr aus: Wiederholt begegnet man der Auffassung, daß unsere moderne Zeit -als die Zeit der Kolonialpolitik angesprochm wird, wiederholt stößt men und nach Stützpunkten zu suchen. Polittsche, kirchliche und kommerzielle Interessent waren hier maßgebend. Portugal hat die überseeischeu Aufgaben zuerst ergreifen können. Im Laufe des 14. und 15. Jahrhundetts gingen die Portugiesen in Afrika toeifcer vor, suchten Südasinka auf und hofften um. Afrika herumkommen, in Verbindung mit den ersehnten Wunder-- ländern tteten und Pottngal Macht verschaffen zu können. Schließe lich gelang es denn aatch Vaseo da Gama, das Kap der Guten Hoffnung zu umfahren und den Seeweg nach Ost-Indien zu entdecken. Portugal entwickelte sich nun zu einem großeii Handelsstaat. Das kirchlickxe Väomeitt, die Ausbreitung des Gkwibens, war bei der Kolonisation das ausschlaggebende, wie aus der zectgenöfsisckMr Literatur hervorgeht. Politische und kommerziielle Interessen kamen erst in zweiter Linie. Jii Verfügung einer bestimmten Kolonial- Politik begnügte man sich damtt, die Produkte ern-uhaiüxln nach Eurc»pa zu bringen. Der Handel nach Indien nmrde monopo- lisiert. und man znxrng so die Europäer nach Lissabon zu komnien. Die Folge dieser Handelspolitik toar, daß man sich an einen leichten Gewinn aus dein Handel gewöhrtte, daß man überhaupt nur nach Gewinn sttebte, daß aber anderseits die Tatkraft davurchi erschlaffte. So war die portugiesische Handelslnacht^ nicht von langer Dauer. Das einzige Jdealmomeitt, der Misswnsgedanke^ tDiir nicht statt genug, um alles zusammenhalten zu körcnen. V /2 Jahrhunderte später wurde Spanien ditrch dieselbe Verkettung äußerer Umstände zur Expansion getticbep. Spanien ging nach Amerika, fand aber dort nicht den Reichtum für den Handel, wie Portugal in Indien. Gs UZarf sich daher auf die Ausbeutung der Bodenschätze und hoffte durch Znsammenraffen ungeheurer^ Mengen von (Äold und Silber die Herttchaft Über alle Staatrn xu erringen. Dieses Bestteben war aber ebenso verderblich wie der leichte portugiesisckie Handel. Die Goldströme, die nach Svanien flössen, blieben nicht im Lande nnd belebten mir lvcübergehend. Sobald aber der Nachsckpcb ausbiieb, sah sich der Staat, gewöhnt an große Altsgäben, genötigt, Sckwlden zu maä-en. Spanien wurde znm Schuldner 'Europas! Dazu kam, daß die kriegerische Tendenz des spanischen Staates dein Lande durch die Entziehung von vielem! Accuschenmatecial notwendige Arbeitskräfte, raubte. Die spanisäM! Handelspolitik verfolgte also auch nicht die richtigen W.:ge und mußte znm Niedergange führen. Mit dem Auftreten Englands veränderte sich daß BAd. Nene A>een griffen Platz. Man überzeugte sich, daß der Handel mi^t Süd- und Mittttamerika ans Schviettgketten stoßen dürfte, Lnd suchte die unwirtlichen Küsten Nordamerikas auf, um sie zu &>*“ l-dnisieren, um An siedln ngen dort zu schjaff'M.. Hierdurch sollte^ tvic zwei englische Forscher betonten, die Schiffahrt eine Steirxe- rung erfahren, in den Llusiedlern als Produzenten der Rohstoffs sollte ein Absatzmarkt des Heimatlandes erstehen, mit einem Worte, vec Moylstand solttc gehoben werden. Englatrd wollte also Reichtum und Wohlstand nicht erkmifen, sondern erarbeiten. Ein wattiges moralisches Plus! Diese Gedanken wirkten aber ntchtz allein in England. Auch in Frankreich mrd Holland ttaten ähnliche Ideen auf. Tatsache ist aber, daß England sie zuerst in großem Maßstabe durchgeführt hat. Es ist daher auch keines- lrieg£ verwunderlich, daß England 1815 als einzige Kolonialmacht übrigblieb. Die egoistischen Forderungen des Mutterlandes an die Kolonien stießen allerdings wiederholt auf Widerstand und führten z. B. zur Losreißung der amerikanischen Kolonien. Hier !var 'es aber wieder die englische Pokikik, die gegeimber anderen den Sieg davontrug. Trotz der pvlitisckMN Loslösung blieben dis Koloinen im geifttgen und wittsa>astttck?en Konnex mit dem Mutterland, nicht wie in den spanischen Besitzungen, wo nach der Tren< nung überhaupt keine Beziehitugen mehr blieben. Frühzeitig fand England den rechten Weg, gab seinen Kolonien die gewollte Gleichoerechtigurtg, Reck-jte, Freil>andel usw. Das Mutterland gewann hierdurch, der Bettehr nnd Handel mit Idmr Kolonien wurde größer, die Beziehtmgen enger. War daei britische Kolonialreich des 11. und 18. Jahrhundetts noch locker, so zngt es im 19. iurd 20. Jahrhmrdert ein gefestigtes Bild. Was die Kolonien militättsch für England bedeuttteu, haben wir jetzt im Kttege erfahren. Frankreich geivähtte feinett Kolonien keinen Freihandel. Allerdings muß man berücksichtigen, daß Frankreich kein altes Kolonialreich besitzt, sondern seine Kolonien erst erkämpfen mußte, was Opfer kostete. Es ist null das Mißgeschick Frankreichs, daß es ihm a|rt Menschen und* Geld fehtte, mn seine Kolonien allein be- hmipten zu können. Bon jeher mußten fremde Mensckien und ftem- des Geld den französiscl-en Kolonien imtzbar gemacht werden. Deshalb gab amh Frankreick den Handel nicht frei. Nach dem Kttege nocki in^nin-k-r itr hpr S'nn!» fi'f tvird Frankreich iwch weniger in der Lage sein, selbständig seine Kolonien zu behaupten. Sieht man sich nun Deutschland an mrd fragt nach seiner kolonialett Stellung, so komint man zunächst zu der Ueberzeugung, daß' Deutschland durch sein Aufblühen in jeder Richtung zu einer kolontalen Entfaltung bräiigeu mußte. Das ganze uurrichaftttche SVW TmitW.-rrbberuht auf dein g'^rvsseliten Verkehr m-tl den ü:'.•: v•-Ti V'Ji'öu). a .laicht ohne Widersttrird und Schwierigkeiten' Huden >ich die ecuschen ioloniolen Be streb imgen durckMhren lassen, aber sie ver'' Line >re verlchassten sich (Geltung. Wie in England, setzte zunächst Koloniolliterattlr -ein, dann erst folgten die kolonialen ©t** rnaen und fffllit k üTirfl h-ip Qrrrhmrf'nrvtrj Spr Vf'nfnrrtPTt tti iTpiiPui brauchten luir unsere Kolonien noch nicht. Deutschland hat bisher seine, gesteigerte Bollszahl icoch aus idem eigenen Territorium UUdergebracht. Natürlich müssen wir im Frieden unsere Kolonien zurück- ^halten, und zwar sowohl aus materiellen wie moralische» Gründen. Aui.erdem nrüssen !vir darnach trachten, dert Kolonialbesitz zu ver- f röHern und die eiuzelnejn -Kolonien miteinander zu verbindest. tach dem Krieg mervit wir auch rwch mehr.wie sonst auf die Er- izeu.-guisse unserer üoerseeischm Besitzungen angewiesen sein, dmrn mancherorts loird der deutsche .»'Nusmann und Industrielle vec- Mosstme Türen finden. Eine wichtige Nolle wird noch die Frage der Eingeborellen Behandlung spielen. so besonders in Afrika, das vri'^ussichtttch als Haüptbesrtz Deutschlands in Frage kommen dürfte. Dass sich das deutsche System hier bisher bewährt hat, geht aus dem ^rftiedeueu Ber!>alten der Eingeborenen selbst l^rvvr. Tie deutsche Kolonial Politik roar aus dem rechren Wege. Alle Kräfte qzxch die sittliche», müssen in der Kolomalpolitik eingesetzt werden. Lre deutsche Wissenschaft must Helsen, wo sie kann. Deutschland stnrH seine kolonisatorische» Ausgaben nicht vergessen, wird ihnen v ttvachsen sein und alle n Aui orderungen gellügen. Arss Stodt rrnd Lt di" Miminalpolizei entgegen K r i ? g s b e s ch ä d i g t e n - F ü r s 0 r g e. Najch einer dein Stellv. Generallomniand a zugegmige^ien Mtteilung ist die Auffassung verbreitet, daß für Kriegsteilnehmer, die an ihrem Gehör Schaden gelitten haben, schlecht oder gar- nicht gesorgt, sei, daß also Dau.be besonderen Sorgen be-^ ^irglich ihrer Zukunst gcgenüberstünden. Diese Auffassung ist irrig. Nach den gesetzlichen Bestimnruirgen wird derartigen Kriegsbeschädigten neben öer Rente beim Verluste des Gehörs auf beiden Ohren eine einfache Der stumm e- lrrngszuiage gewahrt. Hierbei ist bem Verluste des Gehörs eine hocl)gra.dige Schwerhör cg beit dann gleichzuachton, Wern: eirczelne. in gewöhnlicher Umgangssprache unmittelbar vor dem besser hörenden Ohre gesprochene Worte nicht mehr verstanden werden. Für die An.-erkenmurg der Ber- sdümmelnng (einfac1)er) durch Dmibheil auf beiden Ohren rft nur erforderlich, daß für die Taubheit eines der beiden Ohren Dienstbeschadigu'ng vorliegt. Gum mibe re i , un gen für 5kraft fa hr z e ug e. Am 29. Mai 1916 ist eine uene Bekallluv-achsimg FRr. 0 700/5 18 K. D. A.), betre,!end Beschiagicahnie und Vorrats er Hebungen von Gumrrnbercrfnngen ftir MaftfahrMtge jeix-r Ar:, erschiene!:, die an stelle der BekanrrtmoöMcg Nr. B. ] 822/4. 15. K. N A. ***** Mai 1915 getreten in. Dlcrch die neue Bekanntmacbing samtlul^' Gmmuivereifungeir (Teckeic, Sc1nläucl>e Vollreifen^ ftb Kraftwhrzeuge sedei' Art jkvuftva-gm. K^raftrirder) bessiug- «chwrt. glemZgulng, ob ne sich än Wag«: cauck) an zu gelassenen', be- oder mchr. 00 sie an tnjejtöernrj Stelle ftül-er freche»eben ««ob sft rmJnlande oder Auslände envvrben fiitb. Nicht beschlag- ,rnd l<->,glich dre Bereifungen, die sich im Elnartum der oder ManmwerwalLung befinden. Trotz der LechÄ-nncahme^ blecht ied°uh dk Benutzung der Bereifung gus Gruno einer'schtts^ l«ren Benusurmserlaubn-' der ..mspettwn der Kcaftjahr:--»vpe:i m-- ftaüßt. Noch bem 15. A»-qn: 1918 haben j-Awch nur solche Be- nifllMgseltaub'.rü-ch«nne Gültigkeit, die nacl) dem 29. Mai'1916 erbem N-^>. Iw übrigen lind Verändermrge» imd vechsgcschästlich Benügunge» über beul)!agnahnrte Gegenstände nur mit «Mg der Inft-eftivn .der Kraftfabttruppei: erlaubt rst für die beichlagrcah.nren Gegenstände eine Äteldep prdnct. Die Melömrgcn sind au> besonderen alnrlühvn M bis zcon 20. I-w" '" n10 ^ ^ - zu erstatten. Es beschlagnahmten H^agenstästde von der Öeevösvcrivältuna Tu' oT5 fpruch ge-wnuneu iperden wirb. Es empfiehlt sich fordern der HeeveSvettvaltturg, die Gegenstände zu verkaufen, da sorrsti eine Enteignung vvrgenomu Ter Wortlaut der Ackanntnrattikung, die verschie mungon enthält, ist in der hurtigen Nunrmier -irsehen. ** Schwarz -Weiß-Lichtspie „Die nach Glück und Liebe suckien" beti^ das nur noch bis einschließlicli Freitag z langt. Dies fünfaftige Filmwerk schildert i bem den Kampf einer Frauenseele zwisch! sagung. Außerdem werden zwei moderne Siehe die Anzeigen. ** L i ch t s p i e l h a u s. Es wird rwe führung des Filmn»erks „Der tanzende Siehe Anzeige. Nicht billiges tatkräftige Hilfe wird von Dir Die Krirgsbejchädigten haben es um Gib zur Ludendorsf- für Kriegsbeschadig Landkreis Gießen. > ** Bellersheim, 28. Mui. Die Leichi- des in Rumänieu! gesallemn LeutnaMs u:ü> Kourpanieführers Adolf Math es wurde am Sonntag hier in hümutlich^r Erde bestattet. Gardenie ich, 28 Mai. Das Eifer'»: Kreuz 2. Klasse straste geschenkweise von Frau Georg Knodt. X Hanau, 28. Mai. Aus Aulast der vor 100 Jahren voll- zvgeneu kireichen Vereinigrmg der Rcfmusterten und Lutheraner ^ . _ . . ^ - . . ;v m dem Fürstentum Hanau, dem kur hessischem Anteil cm dem mD d^ He,n,che ^ttücrkettsmedmlle wurde dem Musketier Hemrcch Fürstentum Iseuburg und dem 0)rostl«zogtum Fulda, fand he-ute ^ bf verliehen . in dcr ÜÄarienftrche eine Gedächtnisfeier statt. ** Steinbach, 28. Mai. Ter LanÄoirt Heinrich Keßler und seine Ehefrau feiern an: 1. Juni das Fest der goldenen .Hochzeit. Kreis Lauterbach. e. Laulerbach, 28. Mai. Tie Unterbringung von Stadtkindern auf dem Lande begegnete in diesem Jahre bedeutend größeren Schwierigkeiten -als im Vorjahre. Einmal werden jetzt in Iden Landorteir -alle Lebensmittel viel schärfer erfaßt als sriiher, znm anderen war das Verl-alte» eines großen Teils der Stadtkinder und namentlich cmä) von deren Eltern nicht derart, daß es die Landbewohner zu einen! axrtiimt Versuche erinutigt hätte. Trotzdem ist es der dankensroerten Werbearbeit von. Geistlick)en und Lehrern .lelungen, in den Orten des Kreises wieder emiq* hundert, hslssbedürstig« Kinder.aus hessischen Städten unterzubringen. Zum ^-eil sind die Kinder schon 4—5 Wocchnr hier untergebracht, und viele vj.m ihnen bewähren sich tti Arbeiten in .Haus lmb Feld, recht gut. Kreis Frindberg. Fc. V u tz b a ch 27. Mai. Ta sich die Besucherzahl der obersten Klasse der Realschule wesentlich vermehtt, hat der Stadtvorstand an dce Regienmg. auf ein ftüher von derselben gegebenen Ver- sproct e» pü^nd, das Ersuchen gerichtet, Nneder die seinerzett aufgehobene Obersekmrda neu der Schule anzugliedern. Starkrnburg und Rheinhessen. . Fc-. Mainz, 28. Mai. Tie Kirscbenerirte hat jetzt in den mersuen Gcmeinderr eingesetzt. Es ist kaum mit einer Mtttelernte zu rcchnien. Tein geringen Ertrag entsprechend sind die Preise recht hoch. Das Pfund wurde hier mtt zwei Mark ausgewogen. Wenn die Preise auch noch zurückgehen, so werden sie doch noch bedeutend -.iber den vorjäl-rigen stellen bleiben, da das Pilückenj dieses Jahr eine sehr kostspielige Arbeit sein wird. Wo die Früchts dünn hängen, wird in manchen Gemeinden von den Arbeitskräften ern Pflückerlohn von zwanzig Pfennig für das Pfund verlangt. Kreis Wetzlar. * ra. Atzbach §kr. Wetzlar, 28. Ndac. Üiahezu 49 Tausend Mk hat die Gemeinde diesnral aus chrer Holzfättung gelöst, dazu kommt now t-er C'ttüZ ans Lol-e und Lohholz. — Tie uralte Torsliude, das Wrchrze:chm unserer Gegend, ist vom jüngsten Stnrmwetter zernött worden. Sie lourdc aber an Umfang und Größe über- tw.sixn von der Linde ans der Bleiche, unter welcher ehedem die Waclstlwhutte smnd. Hessen-Nassau. - Bad-Homburg v. d. H., 28. Mai. Das bekannte 5ootel c^'UNben^rhe ' ehHem „Grand-Hvtel" geuawtt, ging durch Kauf für 300 000 Nck. m de» Be,atz des Ledenvarenfabrilanl.'» Z H Kofler über. -- B raub ach, 28. Mai. Ein Köbburzer .Herr ge,üet in seinem Jagdrevier- rm Hntterwald mit wildernden talbwüclvsigen Burßreu f ^ V <»cT an ■ i kt. r « . ot u 1 1 v 1 iuruu am ^onu- Iuni 1918 an die Inspektion der'E'fahr^^I %' ^ ^ L Entkommend ettrige Svrnden IN Frank- nl, eine» Biünch ab-'.csttttren. ^ -- In gememsamem Buge l-egaben such vom Rathari,? ans dre Vertreter der Behörden, der benachbarten Kirchengemeinschaften, der Universität Marburg usw. in das (Gotteshaus. Hier sarw ein feierlicher Gottesdienst statt, (vmeralsuperintmchent Fuchs aus Kassel hie'r die Festpredigt, Warans Metropolitan Henß aus Windecken, der im Aufträge der (Kolnhäuser Psarttouferenz für die Urrionsfeier eure Festschrift her- auogegeben hat, über die damaligen Vorgänge bei der Vereinigung d^^kn Vortrag hielt. Glückwi'msche übermittelten daraus mr Nameu der Kgl. Regierimg der Regierungspräsident Graf v. Bernstors aus Kassel, im dkanreu des Konsiscorrimls ünd des Kou- Nftiorialpräsidenten der Generalsuperintendent T. Möller aus Kassel, im slöamen der Gsanrtsyrwde mrb des Gesantt-SywHal- ausschmsses der Superiirtendeirt Klingender aus Kassel, t^c zuglcrch als Gabe des Gesamt^Spnodalausscbusses den Bettagi von .»000 Mark für das Wiederaufleben der BibetgeseUschaft über- rcidvt. Tic tljoologifdyc Fakultät der UnäxrrHtät Marburg, die p-urdi ihren Dekan Prof. Dr. Simons vertraten ivar, hat dem Genera lsuperintendenten Fuchs in Kassel und dein Metropolitan Denn in Wrndecken die Doktorwürde verliehen. Für dieRasseuer-, Frankfurter- und Hesseir-Tarmstädter begijickwünschre Geh Reg.-Rat Ober-Konsistorialpräsident Neb^l aus Tarmstadt. ^Idstein, 28. Mai. Im Ehrenback-er Walde am Wege naa) Oberlibbach trug sich, wie erst jetzt bekannt wird, ein Liebes- drama zn, Ter Landwitt Karl Besier aus Breithcrrd hatte sich ' !>'■ d?m Kr».'ge mit einer gewissen Anna Heil ecke r aus ttieder- libbach v.rlobt. Während seiner ,'aft dreijährigen '".lssischen Gc- fangenschaft bändelte das Mädchen aber mtt dein älteren Bruder ihres Verlobten er bevorzug! wurde Kurz vor Psingsten verlobte sich das Paar abermals uns verlies. Breithard. Anzwlsckien nmrde es in Fvankfutt. Höchst a M.. Tarmstadt unb Idstein ge- , cbcn^^oiuttag früh lynt nun Karl Besier .im Ehrenbaä)er Walde das Mädchen erstochen und sich dann selbst schwere Scimitt- iimnbcT: bei gebracht Ter Täter wurde noch lebend er»feS gegen monatliche Berglitnng für sofort gesucht. 8is^- u. Eisenwerk Aßlar G.m.b.H. A(iiar. Kr. Wetzlar. .iomSs Slranfcniuiilff . sucht 3i)44 B Universjtlüs-Auotnlliirik. Heizer mit Schlosserarbeiten rer- trant, sucht 39;7B Uuiversltäts-Angcnk littik. Ein Schul,macher-Lebr- lina aeiuchl. o 20 : 5 ü »erb. Eckert, Schnlnnacher- m eister, W ilsonurah^ 2 . HgiisdiirsA gesucht 40r/JB lrhicuMk Klinik. Kriift. £)< nsl'ttr.chk iesucht. 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Mittwoch 29. Mai, nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. Tonn-ersdag 30. Mai. Fronleichnamsfest, ßy *: Fz-l - . ^ 7. Hl. Messe; 8: Aust. 0 . hl. Komm.; 9: Hochmut m. Proz. um die Kirchm 11; Hl. Aislstte ,n. Püed.: 2; Aird m. Segen Frntag u Samstag, a l^ ds. 8: S a kra \ nerttal. Andacht ;vb»"3hms. ir»a«BiaBvvew.\»waxi...-«»VisX‘jr-!—Hl ßiiiMllfriiic Lettßklic Tiichtiges Dienstmädchcn gesucht. > 40ÜÜ6 Lichrhritstätte nir Lupustranke Kliniksttatze. oDfr ssriii! für norm, in kl. Haushalt ges. 02010 Braugassc 11,1. _Ecke Va ndgrnfenstraße. lidltigcö S das alle Hausarbeit kann, tagsüber gesucht, tstst'ibercö zu erfragen in derGeschäfl-° stelle der. G ie ß. Zlnz. 0 20^5 Mettz., ordentl. Mädchen für Küche sofort gestickt BlNenliahiiliotol 02010 _ Friedrich itraße 4. Tüchtiges Hansmädchcu zum 1. Juli gesiichk. Frau Bahnarzt Wertbeiin. Set lerswcg 701. Vorzustellen » wisch. 12 u.l, 7 U.9 Uhr. .„ 0 ^, 8ür n Haushalt tüchtiges Allkiiuiiiidilik!! Aksiil>,t. Frau Anna Burbuch, 02022 Moltkest^gße 24. Tücht. 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Wir können kaum in Leid uns fassen, Daß du nimmer kehrst zurück. Du bra verSohn.geliebterBrudsr, Wer dich gekannt, vergißt dich Wie mag der Tod gewesen »ein, Wie schmerzlich tief wohl deine Wunde. Wir können dich nun nicht mehr sehen Und nicht an deinem Grabe stehen. Drum ruhe sanft, du gutes Herz, Du hast den Frieden, wir den Schmerz. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass unser einziger Sohn und Bruder ünteroffz. Ludwig Klinke! Landwehr-Infanterie Regiment Nr. 18 nach 3 Jahren treuer Pflichterfüllung am 24. April sein junges Leben lassen musste. In tiefem Schmerz: Frau Uarg. Stroh als Mutter Wissmar, 28. Mai 1918, Familie Stroh MC1T nebst allen Angehörigen. Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Mitteilung, daß am 27. Mai, abends 11 Uhr, unser innigstge- liebtes, einziges Töchterchen und Schwesterchen Erna nach kurzem, aber schwerem Leiden im zarten Alter von 5 Jahren sanft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Gustav Hudel, z. Z. im Felde, nebst Frau und Kind. Gießen (Crednerstraße 50), Düsseldorf, Berlin, Allendorf, Raunheim, den 29. Mai 1918. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 1 /, Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 4078 Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme durch die überaus zahlreiche Beteiligung von hier und auswärts bei der Beisetzung unseres lieben, unvergeßlichen Adolf sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sprechen wie auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank aus. Im Namen der Hinterbliebenen: Louis Mathes. Bellersheim, 28. Mai 1918. 4059 Danksagung. Allen, die uns bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes und Bruders so viel Liebe und Teilnahme erwiesen, sagen wir unseren herzlichsten Dank. Familie Karl Zirrirnermann. Lollar, den 28. Mai 19 1 8. 02013 P m H Nach langer, banger Ungewißheit erhielten wir die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser treuer Bruder und Schwager Forstassessor Eduard Haberkorn Leutnant der Reserve, Inhaber des Eisernen Kreuzes IL Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille Ende November 1917 im Hinterland von Lindi in Deutsch-Ostafrika für das Vaterland gefallen ist. In tiefer Trauer: Eduard Haberkorn, Geh. Forstrat Auguste Haberkorn geh. Gail Ferdinand Haberkorn, Hauptmann d. R., z. Z. im Felde Karola Keudel geb. Haberkom Heinrich Keudel, Forstassistent. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen. 4m D Alsfeld, Lauterbach, 26. Mai 1918. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß es dem lieben Gott gefallen hat, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater und Schwager Herrn Ludwig Hahn, Schuhmachermeister im Alter von 69 Jahren heute nachmittag 5 Uhr, nach langem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefem Schmerz: Leihgestern, Großen-Linden und im Felde, den 28. Mai 1918. Frao Marie Hahn, geb. Tcxtor Familie Karl Hahn Familie Wilhelm Hahn Familie Georg Hahn Familie Wilhelm Diehl Familie Otto Hahn 08045 Die Beerdigung findet Freitag den 31. Mai, nachmittag 4 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Still and einfach war dein Leben, Treu und fleißig deine Hand, Wollt’st nach dem Kriege weiter streben Mußt nun rnh’n in Feindesland. Psalm 31,6. Wie hast du wohl in leteter Stunde Gesehnt dich nach dem Elternheim. Nun ruhe sanft, du lieber, guter, 0 braver Sohn, geliebter Bruder, Sollst nie von uns vergessen sein. Plötzlich und unerwartet erhielten wir am 21. Mai die schmerzliche Nachricht, daß unser einziger, innigstgeliebter, treuer, hoffnungsvoller Sohn und Bruder Musk. Heinrich Weller Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 222, 1. Batl., 4. Kompagnie am 13. Mai durch einen Granatschuß nach 20monatiger treuer Pflichterfüllung im Alter von 21 Jahren sein junges Leben opfern mußte. In tiefem Schmerz: Familie Jakob Weller nebst allen Angehörigen. Climbach, den 27. Mai 1918. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. : :: : rrr r rrrrzrrrrnttnrrnrrr ttr Fritz Ilowack ' WaichbMen Weiss© Batistbluöen mit Tupfen.Mk. 28.50 Reich gestickte Batistblusen . ... Mk. 38.—, 42.— Elegante Stickereiblusen . . . . . .. Mk. 42.— Dunkelgrundige Voile-Blusen mit Tupfen Mk, 22»—, 24.—, 27.—, 33.— Voile-Blusen in Marine, Braun und Schieferfarbig . . . Mk. 3V.—, 45.— Baumwollene Musselinblusen, dunkle Muster .... Mk. 28.50, 38.— Gestreifte kunstseidene Blusen.Mk. 38,— 6rof$e Quswcihl. 4073a hs- ar, i m r r mm r m rrrttrtt tturrumNwmruumm « I MW IW MS m m SV- *• Rb W Tjl wi . ■ Dt. »23 Svelt« matt Ans Stode unv «fawft. GIetzen, den 29. Mai 1918. Erinnerungsblätter zur L ndenoorff- Spende. In der Geschäfts stelle sind gegenwärtig 2 Nepro- bwjfrorten des Betamtten Hinüenburg-Luöendorfs-Doppel- bildes ausgestellt. Blätter dieser Art werden an Zeichner der Ludendprfs-Spende gratis abgegeben und zwar das ein- sarbrge Bild bei Zeichnungen von mindestens 10 Mark, das mehrfarbige Bild bei Zeichnungen von mindestens 20 Mark. Mcheim Anzeiger (General-Anzeiger für -- ’«t.:~j&si-uaHnflDE Mittwsch, 29. M- $9}8 letzte Nachrichten Der neneste Bericht der Heeresleitung. /or Hauptquartier, 29. Mai. (Amtluh.) «r v Westlicher Kriegsschauplatz. „..An den Kampffronten von der Yper bis zur Oise hielt eryohte GesechtstätigLeit an. Französische Teilangriffe öst- lrch von Ypern scheiterten. Westlich von Montdidier drang der Feint, bei örtlichem Vorstoß in Santigny ein. Die Armeen des Generaloberst von Böhm und des Generals von Below (Fritz) der Heeresgruppe Deutscher Krön- Prinz haben gestern den Llngriff siegreich fortgeführt. Voraneilende französische und errglisthe Reserven wurden geworfen. Auf dem rechten Flügel haben die Divisionen des Generals von Larisch nach Abwehr französischer Gegenangriffe den Nucken von Derny-Sorny und die Höhen nordöstlich von Soissons genoinmen. Nach hartem Kampf brachen auch die Truppen des Generals Wrchura den Widerstund des Feindes auf der £*£*= flache wn Eonde. Conds wurde erstürmt. Vregny und Mi sy genommen. Auf dem Süd Ufer der Aisne und Veste wurden die Höhen westlich von Cirp erstiegen. Die Korps der Generale von Winckler, von Conta und von «chmeltow haben die Vesle überschritten. Braisne und FrsmeS wurde erobert. Wir stchen auf den Höhen hart ftw- lrch der Veste. ...... Die Truppen des Generals Ilse haben die Höhen rwrd- ostuch von Prourlly erstürmt, Villcrs, Frangneur und Eour- cy gerummen und kämpfer^rnnd ik' Höhen von Thierrp. Amtlicher Teil. Nr. 6. 700/5. 18. K. R. A. betreffend Beschlagnahme und vorratr- erhebung von Gummiberelfungen für Kraftfahrzeuge jeder Art. vom 29. Mül W8. Nachstehende Bekanntmachung lvivd auf Ersuchen des Königlichen Kpiegsmircisteriums biernift ?-ur allgemeinen Kenntnis gebracht er verarbeitet werden, auch Heeres- mw Äcarinedienstslrell-en, die Privatkraft- wageu m i&b ?rerfungen int Gewahrsam haben. § 6 . oder Ärrestvollziehung BenutzungS-, Verändemngs- und Berfügungserlaubuis. Trotz lder Beschlagnahme sind zulässig: '-Dre Benutzung der Bereifung, hinsichtlich deren eine schrift- llche Bemitzungserlaubins (bisher Freigabeschein) der Jn- *) Mit Gefängnis bis zn einem Jahre oder mit Geldstrafe bis iiu zehntausend Mark wird, sofern nicht iwch den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft- 1. : ^ w°er unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseite- schafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft, oder ein anderes Veräußerungs- oder Erwerbsgeschäft über ihn abschließt: 8. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmter: Gegenstände zu verwahren und pfleglich zu behandeln, zuwiderhanbelt: 4 ^laffenen Ausführungsbestimmuugen zuwider- . , **} Wer vorsätzlich die Auskunft, zu der er auf Grund dieser Be- kauntniachung verpflichtet ist. Nicht in der gesetzten Fchst erteilt o^r mssentllch unrichtige oder- Mi vollständige Angaben macht oder wer vorsatzlick) ^e Einsicht in die Geschäftsbriefe oder BchäU bücher oder dw Posichtigrmq oder Untersuchung der Velrke^eiu'nch- tungen oder Raume verweigert, oder wer vorsätzlich, die vorgeschriebenen Lageroucher einzurichteu oder zu füfem nnterläßt wird mit SS bis zu sechs Mvuateu und :uit Geldifta b s ü zeft tausend Mark oder mrt mner dieser Strafen bestraft, auch können Vorräte, die ver,ch.megcn worden sind, iuMhtdf als dem Staate Mallen erklärt werden, ohne Unterschied, ob sie dem AuskunM- pflickitigen gehören oder nicht. . Wer fahrlässig die Auskunst, zu der er auf Grmid dieser Be- kauntuirawug verpflichtet ist, nicht in der gesetzten Frist cxtetlß unnchtige oder unvollständige Angaben macht, oder iv'r talr- W<Z Lagerbücher einzlirichteu olvr !u rKeu unterlaßt, wird mit Geldstrafe bis zu dveitansend Mark bestraft. Ausnahmen von der SNrldepflicht. Ni- H* M^pfticht unterliegen nicht solche im § 1 genannten Gegenstände, die ^Aufträge der Inspckktivn der KraftfahrtruppM wnden sollen ^^v-erlzaltung mrgesertigt sind und an diese geliefert 8 7. Stichtag. Meldeffift. . Maßg^beiid für die Meldung ist der am 29. Mai 1916 ,'Stichtag, tat, achlich vorhandene Bestand. Die Meldungen sind bis zum N- ^rni 1918 Meldefrist) an die Technische 'Abteilung der Jnsveftwn der Kvaftsahrtruvpen, Gruppe Beschlagnahvie ^ Ber- ImW8, Krausenstvaße 67/68, zu erstatten ^ ^ Gegeiistänbe, die erst nach dem 29. Mai 1918 in Besch Gewahrsam oder unter Zollaufsicht einer nach §5 meldcpflichtigwi Sw U £r= bei denen die Voraussetzungen dn Au^ Erh-w 2 Wochm nach Emtritt § 4 Ä,” ^ biC S8närtte ^ «-N'äß 8 8 . Art der Meldung, Meldescheine. »£&“« Sä"* 1 ** 11 frfmft'\ E '„l tnfori>e ” nta ( ,r f> 'i Meldeschemc ist mit deutlicher Unter- m »Eien. t!er Meldeschein darf M anderen Mrltciinnkken als zur Beairtw-n^un,i der gestellten Fragen nicht verwandt werben. rrrtJnSL (dlbsckMft, Durchschrift, Kopie) der erstatteten .Meldungen ist von dem Meldenden bei seinen Ge- schaftspapieren zurückzubehalten. ' . 8 9 Enteignung. Es miuß damit gerechnet werden, das; ein Teil der von der Bekauntmachmig betroffen Gegenstände (§ 1 ) im BedarsSfalft hm wftd -s in jenommmroS l mx ?- D^ser Teil wird, falls ein vvn der In- spAlnin der Kraftfahrtruppen zuvor anempfohlener fteiwilligec Verkauf an die .Heeresverwaltung nicht innerhalb 30 Tagen ni- tande kommt, eitteignet iverden. Pird im Falle der Enteignung eine Einigung bezüglich des Uebernahmefweises mcht erzielt, so entscheidet das Reichsschieds- gericht für Kriegswirtschaft, Berlin 8N. 61, Gitschiner Str. 97 8 10 . Beftimdsnn-chweis und Auskunstserteilung. ^ . ^eder Meldepftichttge hat einen BestanösnachloeiS zu führen, au§ dem rede Änderung m bat DcwratSmengen, ihr Verwendung, Herkunft und BertutzrmgserlaubniS - Datum und GeschäftSnum- rsichtlich ftrn^mß ^ständigen Behörde ist anzuführen - fung dieses Planes gewährt. Schon jetzt muß mit allem Nachdruck' darauf hin gewiesen tvevden, daß bei der hoh.n und sicher noch zunehmenden Anspannung der direkten Steucru in den BundesstaatSu, IGemeinden, Kirchengeineind-en und andere.: Verbänden der direkten Besteuerung im Reiche enge Grenzen gezogen )ind. Unter allen Umständen müssen Maßnahmen vermieden werden, die, wie eine einmalige größere Vermögensabgabe oder eine und ' — ™»i.w,hh«|whi k-wv .'viu|u/u. ^vui|u/ii|i uu|» iuiduh? ge- TWocn würden. Dnu berechtigten Gesichtspnntc der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit wird nicht nur dirrch unmittelbare Belastung von Einkommen und Besitz, sondern mich durch gseignetenj Ausbau der indftetten Steuern Rechnung getragen werden köiinen. Die jetzigen Vorlagen bewegen sich bereits in dieser Richtung. Auch bei der Regelung der indirekten Besteuerung ist darauf Bedacht öu nehmen, daß Gütererzeuguirg und, Güterabsatz, möglichst wenig A^öemstik und nicht die Quellen verstopft iverden, aus denen schließlich jeder Steuerertrag fließt. Die braunschweigische Wahl re ck,t rlage. Braun schweig, 26. Mai. (WTB. daichtamtlich.) Bei der heutigen Beratung der Wahlrechtsvorlage und der Vorlage loesetzcs über die Zusamnlensetzuug der Landes Versammlung führte Minister Krüger aus: Die ausgleichende Gerechtigkeit erfordert, daß diejenigen, welche jetzt Schulter an Schulter draußen kämpfen, nach ihrer Rückkehr nicht mit verschiedenem .Aaße gemessen werden aus dem politischen Gebiet, vor allem auf dein soviel um- st ritten en Gebiet des Wahlrechts. Die Regierungsvorlage soll jeder Bevolkerungsllasse Gelegenheit geben, im Landtage an der wirt- schaftlick-M Entwicklung des Larü-es mi!z::arbcilen. Die berufsständi- schtn Wahlen sollen beide halten iverden mit einigen Abänderungen der bestehenden. Entgegen der Kommission, die zwar mir dem Fort fall der indirekten Mahl imd res Dreitlasstnnahlrechts ireiwällig seine Wahlpflich: erfüllt, der Nnro sich auch durch dvesen Paragraphen nicht dazu oringen lasten. Der Minister schloß: Wir dürfen nicht auSeinandcr- gehen, ohne etwas gefchafserr zu haben, was das Voll verlangt kanii. Das Wohl des Ganzen fei der Lett>atz aller Verhandlungen. ^öeanstragte:: der Militär- und Polizeibehörden ist auf'An- ? lc Geschäftsbriefe und Geschäftsbücher, insbesondere auch Unterlagen für Preisberechnungen und Preisan^ «geböte, emzufehen sowie Bctriebs?iirri.chttmgen und Räume zu ff ( F lßcn und zu unterluchen, in denen meldcpslichtigc (öcgen- Na:Npe erzeugt, gelagert oder fei (gehalten werden oder zu ver- muten find. 8 11 . Anfragen und Anträge. s-„«. ^lrfragen und Anträge, die die Bekanntmachung betreffen, t 1 :" ^! c AEnilche Abteilung der Jnspettion der Kraft sah r- truppen, Gruppe Beschlagnahme, Berlin W. 8, Krauscnstr. 67/68, zu richten. ' ' § 12 . Inkrafttreten. Diese Bekannttnachung tritt mit dem 29. Mai 1918 in .Kraft TfiSo^ i ^ntt die Bekanntmachung vom 16 Mai 1915 Nr. 6. mJS&in ° // ‘ A., betreffend Borratserhebung rmd Beschlag- Kräfte ^"^^beretmng ft'ir Kraftfahrzeuge jeder Art, außer Frankfurt (Main), den 29. Mai 1918. Ter stellv. Kommandierende General: Riedel, General der Infanterie. Mainz, den 29. Mai 1918. - Der Gouverneur der Festung Mainz. . Ban i ch, Generalleutnant. Ülüf*« 1 - Aberbürgerrneifter zu Gietzen. das Großh. PoliLci- a:..t 6ütetzen und dre Grohh. Bürgermeiftereien der Lund- ^ . gemernden des Kreises. l rw mtl " H u ^ v>orstehende Bekanntmachung des sttttver- tretendeii GeneralkonnnanLos von heute vertveisen, beauftraaen E' ^ dem Inhalt derselben den Interessenten alsbald KeitNlnlv zu geben, und die Bekanntmac:,ung in Ihrem Amtszimmer zur etwaigen Einsicht offen zu legen Gießen, den 29 . Mai 1918 . Großherzogliches Kreisamt Gießen. _ Dr. Usinger. XVIII. Armeekorps I«räj ,c j5 c i te, 4f 8 Generalkommando. Mt. III b. Tgb.-Nr. 5553/1702. ^ t v Frankfurt a. M., 26. 3. 1917. 'OE k r" Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen. mit «T®" Kriegsgefangenen treten, kcUtnr ^nr ’Jt! S ? blel - er VcrordmiN!, für den ,:nr unter- — »SbEk unt> — ini Ernvemehmeii mit bcm Gouvcr- tn"»«Ät Mainz die folgen- stecken von Eßwareu oder anderen Sachen an .Krieas- unbefugte Verkaufen, Vertauschen oder Verschenk Getränke an Ä CrC blf ^beftlgte Verabreichung alkoholischer irr rinSZt 9 'V**?™ wlme das unbefugte Einbringen von Dachen rn ein Kriegsgefangenenlager ist verboten. Privatpersonen ist es verboten, Briefschaften von Krieas- S Ki^ 1 ÖTT ^bgsgefangene in Empfang zu nehmen oder KÄS:,, •X&X&SSf ®" Mi 4. Verboten ist jede Förderung des Entsveichens von Krieas- ^Ln.en so,me woe wtterstütznng cntwichn,«WgMa?M ^uccii Gewährung von Unterkunft. Nahrung und mleoenRft^oder^Bückäs^ Geldmittelu, Verschafsuug von Arbeits- «eie^enlicn oocr Befchafttgung inl eigenen Haushalt »üalich entwichener Kriegsgefangener ist unver- m ‘$ V° rrnbehörde Mitt-iLng zu machen. ö. Unter Kriegsgefangenen sind alle Militär- imd Qiull- gefairgenen zu verstehen, gleichgültig, ob sie sich iu Krieg"'- bffmbe™ a9Er " 'E- Äiwrottnt oder nur einer Arbeitsstile v.. mhv o*v uum ii. ^ezemver liun mit Ä r l ,ImfWnbi ' m1t ^ 7 .Ter Versuch ist strafbar. - ff 2™!^ nrVV.’mra;. 1113 ^ 44110/3575 Ill’b SRr. '13 083/5882 i uni, 23 7 io 19 ' ]f f 3 ' 6 Tr V ) h 15 !K T 23 036/10 400 .verden anssthoben. 5 “ IIIb ^ £er stellvertretende Kominaudierelide General: Rredel, Genera llenttrant. ^ %ru : h £ el Ä n c ^gegenüber Kriegsgefangenen. A" den Obfrbürgcrmelster zu Gkeken und die tz , y «uu Bürgennelstereien der Landgemeinden des Kreises ovdnru^. ^Ehlen ortsübliche Bekanntmachung vorstehender 'Ver- Gießen, den 27. Mai 1918. Großhcrzow'.che-! Kreisamt Gießen. Dr. Using er. Ausruf! Deutschland kämpft seinen schwersten Kampf, das Ringen drängt zum Ende. Tausende und Abertausende der Kämpfer in Heer und Flotte kehren zurück, die Glieder verstümmelt, die Gesundheit erschüttert. Ihre Kraft dem deutschen Wirtschaftsleben zurückzugewinnen, ihre Zukunft zu sichern, ist Dankespflicht der Heimat. Die Rentenversorgung liegt ausschließlich dem Reiche ob. Soziale Fürsorge muß sie ergänzen. Sie auszuüben, sind die im Reichsausschuß der Kriegsbeschädigtenfürsorge zusammengefaßt'en Organisationen berufen. Das gewaltige soziale Werk auszubauen, ist das Ziel der Darum gebt! Macht aus sorgenvollen Opfern des Krieges freudige Mitarbeiter an Deutschlands Zukunft! Ehret die Männer, die für uns kämpften und litten! Rur wenn alle zusammenstehen, wird das hohe Ziel erreicht. v.hindenburg vr.Grchv.hertling v. Stellt Vr. Naemps Generalfeldmarschall. Reichskanzler Kriegsminister Präsident General der Artillerie. des Reichstages. Der Ehrenvorsitzende: £U&£ltÖ0rjf r Erster Generalquartiermeister, General der Infanterie. Der Zweck der Ludendorff-Spende für Kriegsbeschädigte ist in dem vorstehenden Aufruf des Hauptausschusses dargelegt. Ein hohes und edles Werk soll geschaffen werden denen zuliebe, die mit ihrem Leibe die deutsche Scholle gegen den Ueberfall gedeckt, den Krieg weit hinaus in Feindesland getragen und die Heimat vor Verwüstung und Gewalttat geschützt haben. Männer und Zrauen in Stadt md Land! Heist den MegsheschMgtelü Tragt reichlich bei zur Ludendorff-Spende und erfüllt damit die DankeSpflicht des deutschen Volkes. Die in Stadt und Land gezeichneten Spenden werden vorzugsweise den Kriegsbeschädigten des Kreises Gießen zugute kommen. Die Beiträge können in bar oder in Kriegsanleihe gezeichnet werden. Auch die kleinste Gabe ist willkommen. Die Sammlung wird wie folgt durchgeführt: in der Stadt Gießen durch den Zweigverein Gießen vom Roten Kreuz gemeinsam mit dem Zweigverein Gießen des Alice-Frauenvereins. Gaben werden entgegengenommen: von den Banken, von der Bezirkssparkasse, von den Geschäftsstellen des Gießener Anzeigers und der Oberhessischen Volkszeitung; in den Städten Grimberg, Hungen und Lieh von den dortigen Zweigvereinen vom Roten Kreuz in Benehmen mit den Zweigvereinen des Alice-Frauenvereins; in den übrigen Landgemeinden von den Ortsausschüssen für Rotes Kreuz und Kriegshilfe, ebenfalls in Benehmen mit am Ort ansässigen Zweigvereinen des Alice-Frauenvereins. Eine Haus-und Straßensammlung in Stadt und Land erfolgt an noch näher zu bestimmenden Tagen. promnzialdttektor Geheimerar Dr. llsinger ^ Keiler Kreisdirektor des Kreises Gießen. Oberbürgermeister. Cafe Amend Heut© Mittwoch, 8 Ohr: Familien-Konzert 9 Forst-undKolonialschule Unter fürstliche Protektorat. Gewissenhafte Ausbildung. Sichere Anstellung«-Aussicht Im Forstdienst. Riesigen Erfolg ± b i e n Waldemar PssSander in seinem herzergreifenden Filmschauspie! Die Tragödie eines Pierrots Das Lied vom tanzenden Tor wird persönlich gesungen von Herrn Uhlmann. Einstim mig lautet dasUrteil derBesucher, daß es der schönste Film ist, der bis jetzt in Gießen zur Aufführung gelangte. Täglich bis inkl. Freitag 4, 6.15 und 8.30 Uhr. Die Direktion des Lichtspielhauses, Bahnhofstrasge 34. 4065a Grosse in Bad Homburg v. d. Höhe. Im Auftrag des Bevollmächtigten versteigere ich am 3., 4. und 5. Juni, vorrn. 19 Uhr anfangerrd, gegen sofortige Barzahlung das gesamteJnventar des verkauften Grand-Hotel, Lurserrftraße 89, an Ort und Stelle: §5 AlchiNMrMmHlmW in Eichen, Nußbaum, weiße Steiner-Betten mit Roß- Haarmatratzen, 2 tür. Kleiderschränke, Waschtische mit Marmorplatten und Spiegeln, Nachttische, Stühle, Handtuchgestelle. Sßloseinrttap (kmplett) Einzelmöbel. Büfett (geschnitzt), Bücherschränke, Kleiderschränke, Stühle, Uhren, Bilder, Waschkommoden,Waschtische,Nachttische, Kommoden, Betten, DwanS, Sofas, ganze Plüschgarnituren, Pfeiler- schränke mit Spiegel, Trumeauspiegel, Goldspiegel, Spiel- und Bauecntische, Teppiche und Läufer, Figuren und Basen (Äunstgegenstände), Vorhänge u. Portieren, usw. usw., Lüster und Beleuchtungskörper, Nähtisch und andere Sachen. RlUltzimer- mir LMschckM'WNg Tische, Klavier, Büfett (geschnitzt), Lederstühle und Klubsessel. Bureau-Emrichtuug. Aktenschränke, Schreibtische (Diplomat), Stühle, Sessel, Arieskörbe, Papierkörbe und sämtliche Schreibutensilien usw. Gartenmöbel. Bänke, Korbsessel, Stühle, Schemel. Blumentische und Kübel usw. Küchen - Einrichtung. 1 gr. Küchenherd, Schränke, Anrichten, Stühle, Tische, Fleischklötzer, Eisschränke und Maschinen, Bänkel und Gestelle, sämtliches Küchengeschirr (Silber), Messer u. Gabeln, Glas und Porzellan. Besichtigung findet Sonntag. 2. Juni 1918, nachmittags von 2—7 Nhr, statt. Bad Homburg v. d. H., den 27. Mai 1918. August Herg .t, 4052 d beeidigter Auktionator und Taxator. Lrauäi (LsUs??.s) Aeuen Baue 22 Gut möblierte Zimmer mit Verpflegung. Bad. Telephon Mittag- u. Abendtisch. 378i ö Zimmer j Äcnoue 5-Ziinmcr-Wotig an ruhigeKamille ab 1 . Juli zu vermieten * ' nC«- '' '. Zimmer \ 4-LiW-2sr- s/oüuollg an ruh. Leute au vermieten. 271)4 H. Mattieis, Buhnhomr. 26. \\ r e)rscihi ©den.Q [ Grö her cs Pa rt.-Z i in mev, sowie 2 kl. Käama (I Zimr. und Küche), auch für Werkstatt od. Lagerraum geeignet, sofort z. verm. Näh. 4018 Kreuzvlav 16 i. Laden. Wilhlmftr. 45 ca. 420 qm belle Werkstatt und Bureauräume, sowie 200 qm Bodenraum sofort oder für t. Juli zu verm. ^Näheres bei E. H. Müller, Gchlllerslrafte 26. 2179 Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen KenntmS gebracht, daß die Großherzoglichen Amtsgerichte, Notare und Ortsgerichte als „Beratungsstellen für ländlichen Grundbefitzwechsel" bezeichnet worden sind und allen Grundeigentümern, die vor der Notwendigkeit der Veräußerung ihres Grundbesitzes zu stehen glauben, gebührenfreien Nat erteilen,, sowie in den hierzu geeigneten Fällen sich bemühen werden, Mittel und Wege nachzuweisen, um ihnen ihren Grundbesitz zu erhalten oder wenigstens dessen Verschleuderung zu verhindern. Ansprüche gegen die Beratungsstelle aus Ersatz etwaiger aus dem erteilten Nat oder der anschließenden Tätigkeit sich ergebenden Nachteile stehen den Be- teiligten nicht zu. Sprechstunden jeden Mittwoch von 9 bis 11 Uhr. Gießen, den 18. Mai 1918. 403 SB Großherzogliches Amtsgericht. Bekam Mg. Laden m. Wohnung z. ver- mielen Kaiier-Allee 18. 4 - 3 -Km.-Wl>hg. in guter Lage -um 1. Juli gesucht. Schri.il. Angebote unler 4064 an den Gien. Anz. Die Großh. 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Mat 1913. 40GI3 Der Oberlckrgermeiftrr (Lröensmittelmnt). vogtsche Prioatöanbclsfcbuic c^ctioicm Qie^Cn rororarQ Unter Eeitung einer Diplom=fjanfcelslei}rerin Svechesti-afte 32 IszlcpOon 206* Beginn des neuen fja\b= jabreskurfus am 3. Juli. „ cD Anmeldungen roerben taglidj entgegengenommen. XDclfere huskunft rolrb mönöl. u. schk-lftl. gerne erteilt. Bestellungen aus geschnittenes, trockenes 4,70 Kiuhsii.g. 8 l>»r.k»-Klknhil? für Sommer- und Herbstlieserung nimmt jetzt schon entgegen —Lieferung kann frei Wohnung erfolgen- OarS Haas, Frankfurter Str. 59. Für Primaner ivird gutbürgerlicher Mittag- mS 3 UiC':tiü)d) gesucht. Schriftl. Angebote mit Preisangabe, unter 4046 a n den Gieftener Anzeiger. Ksr>k!rrS-PerslkizkMg. Morgen, Donnerstag, 7/ortseft.nng d. Möbel- usw. Versteigerung, nachmitt. 2 Ui)t in der TurubaUc am OSwaidsaarten. 4048 I.. AleImofr Ko n tu rs ver malt er._ In oberhess. 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