Nr. *22 Der Sief;, rer Lrzk!ß«r erscheint täglich, außer Cormtags. - Beilagen: AletzeverKamilKnUStter; Nre.rdl«« ' für 4en Kreis Gießen. vezttZrpreiz: mcnatl. M?. i .20, viertel- idbrlirti Ack. S 60; durch Abholc- tu Zweigstellen mmuül. 'JJIL 1.10; durch diePost L'ck. 3.60 viertel. jährU auöschl. Bestellg. Fernfprech - Anschttisse: 'ür die Schrift!t' .luug 112 Verlag,Bes ch ä i l -? s l e l l e 5 l Anschrift für T ruMnnch- richten: Arzeixtr Gießen. *68. Jahrgang Dienstag. 28. Mai *9*8 Postscheckkonto: Zranttürt a.M. U686 vmrtverkehr: Hewerdedank Gießen 3wi!l>ngsrirnddruck u. veUag: vrühi'sche Univ.-Vuch- u. Skeindruckerei N. Langk. Schristlklttng, GeschLftrstellr u. Druckerei: Zchuiftr. ?. 2tiüiuiftue von Anzeigen bie Tagesnummer dtS zuin Nachmittag vorher ehnejkdeBerbn.diichkeir 5ei!in?Mike: für örtliche "ünzet^en 2LM.,für auswärtig« 30 Bf., °ür Reklamen Mk. 1.— ; bei Plagoor- schritt 20 •/, Aufschlaa. Hauptschriftleiter: Au^ Äoeg. Berank wörtlich für Politik u. r^ciiUicton: Aug. Cöoetj; Stadt und Land, BermischteSu.Be- richtssaal: W. Diener; Anzeigenteil: H. Beck; säiiillich in Gießen. 02 ö o Der Chemin des Dames erstürmt. (WTB.) Arstzes Hauptquartier, 27. Mai. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Südwestlich von Meieren wurden bei erfolgreicher Unternehmung Engländer gefangen. — Die Artitterielätigkeil lebte an den Kampffronten erst in den Nachmittagsstunden auf. Die feindliche Artillerie war vor allem im Kemmel- gebiet, auf dem Nvrdufer der Lys, zwischen ArraS und Albert nud aus dem Westujer der Avre tätig. Die Erkundungstätig- keit blieb rege Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. O Der Aöerrd bericht. B t x I f n, 27. Mai, abends. (WM. Amttich.) In den.Kampfabschnitten in Flandern und an der L yS. auf dem Schlachtfeld? zu beiden Seiten der S o m m e und an der A v r e haben fid> die Artill-eriekämpfe verstärkt. Südlich von Laon ist seit heute früh die Sch lacht um den >' hemin des Dames im Gange. Die Truppen des deut' Kronprinzen h.ibm denVergrückeninsei- ner ganzen Ausdehnung erstürmt und stehen im Kampfe an der Aisur. Dre neue deutsche Offensive ttn Westen Hut begonnen! Der kurze Abendbericht unserer Obersten Heeresleituna vom 27. Mai meldet bereits einen groben Erfolg: südlich von Laon haben die Truppen des deutschen Kronprinzen den viel- genannten und viclumstrittenen Bergrücken dös Chemin des Dames, des Damenweges, in seiner ganzen Ausdehnung er- ftürurt. Unsere Truppen stehen im Kantpfe an der Aisne. Das ist ein vielversprechender Anfang! Und es ist wieder eine Ueberraschung für den Feind. Der französische Abend- bericht vom 27. Mai teilt uns von der neuen Offensive schon etwas mit: dem Angriff ans den Damenweg ging „während des zweiten Teils der Nacht eilte sehr heftige Beschießung in der ganzen Gegend zwischen Reims und dem Pinonwaldc voraus". Frühmorgens -begann dann der Angriff „auf sehr breiter Front" .Also hat die vorbereitende Beschießung wieder rrur einige Stunden gedauert. Höchstwahrscheinlich hat l^seneral Foch den Angriff an ganz anderer Stelle erwartet. Noch in der Sonntag-Nummer des Berner „Bundes" schrieb Stegemann, der ja in dieser Beziehung gut unterrichtet ist, folgende Sätze: „Die Fortsetzung der deutschen Offensive im Westen ist noch nirfjt in die Erscheinung getreten. Doch sind die Vorkämpfe zu! Laude mrd in der Luft so gewachsen, datz die Entwicklung im voraus bestimmt scheint. Diesmal lassen es die Alliierten nicht.bei Teilkämpsen uift» kleinen Erkundungen betvenden, sondern greifen im voraus in größerem Maßstabe und mit bestimmt umschriebenen Zielen cm, um den deutschen Aufmarsch zu stören und Verschiebungen herbeiznsühren, die den Aufbau der Schlacht erschweren. Das tritt in heftigen Kämpfen an der Avre, der Ancre und vor allem am Kemmel hervor, rvo die Gegenoffensivstöße Fochs den Charakter von Angriffen auf die Nordflanke der neuen deutschen Schlachtordnung tragen, die er zwischen Somme i\ n d Lys ausgebaut vermutet. Ob dies zutrifft, muß die Entwicklung lehren. Greifen die Deutschen -wischen Somme und Lys cnr, so setzen l'.c die Schacht gegen den englischen Heeresftügel sott, nachdem ffr die großen Kerben bei Amiens imd Armentieres so weit verlieft haben, daß sie den Zentralabschnitt von Arras konzentrisch Packerr oder gegen die Flügel operieren können. Fachs Gegenmanöver darf sich weder aus Störungsversuche noch auf Abtvehr beschränken. Besitzt er genügende Kräfte mrd har «er oiese im gegebenen Augenblick am errtscheidenden Punkte zur Hand, so kann er auf zentralen Durchbruch oder Umfassung eines Alngriffsflügels ausgehen. Jedenfalls wird die große Partie jetzt rxm beiden Seiten mit versamincltcn Kräften unter einheitlichem Oberbefehl m^efvchten. Das gibt ihr ein besonderes dramatftä-es und dynamisches Gepräge." Zwischen Somme unD Lys hat nun Hindenburg gerade vicht angegriffen, uno wenn Foch wirklich danach seine Borbereilnngen getroffen hat, so hat er sich gründlich ^r«hnet. Der neue Schbachtenschccnplatz liegt vielnichr südlich Eer Vorstöße der bisherigen deutschen Offen- £**> die Richtung des Angriffes weist aus Paris! Sie schließt sich dem bekannten Sicherungsvorstoß der Mncee Hutter an der Oise an, mrd das französische Ober- Vomnvando wird es ' jetzt viellercht seyr be- ^uerr, daß es in der Entsendung alter seiner Reserven an die englischen Frontabschnitte so ei r ?! z Eifrig gewesen ist. Der Stoß Hindenbnrgs ,r l -5 ma V wie es scheint, ausschließlich dem fr an zö Uj u^'n Heere. Wir sind sicher, daß er mit bcwähr- tei Grund lichten vorbereitet ist, und sehen den kommenden Creigniffen mit größter Spannung, aber auch mit vollem Vertrauen entgegen! Der ösrerrcichlsch-unghrlsche Tagesbericht. Wien, 27.Müi. (WTV.) Amtlich wird verlautdart: Im Anschluß an ein Erkundungsunternehmen vrm 25. Mai griffen die Italiener gestern mit mehreren Al pinilmraillünen. untersffitzt durch süw^rstes Artillerie- und Mrrienferder, unftre Stellungen südlich des Tonale-PasfeS an. Ein kleirttr Teil unserer Linien wurde etwas zurückgedtänßl. sodann wurde ein weiteves Vordringen des Gegners verhindert. Der Chef des GrneralstüLrs. • m * Deutsch-englische Verhandlungen wegen der Gefangenen. ^ London, 24. Mai. (WTB.) Das Reutersche Durea» erfährt, daß die englische Regierung beschlossen habe, Verhandlungen mit der deutschen Regierung auf dem Wege über Holland einzuleiten, um das jetzt bestellende liebere in kommen roegen der Heims chasfung oder Jnter- itterung von Kriegs- nrtti Z i v i l g e f a n g e n e n zu er- UTeitern. Das Kriegskabinctt faßte heute einen Beschluß in dieser Niff)tung. Der Zeitpunkt dieser Verhandlungen steht noch nick)t fest. * Französischer Bericht viom 27. Mai, 2 Uhr nachnmtwgs: Walwaid des Metten Teils der Nacht begannen die Deuffckien eine sehr heftige Beschießung in der ganzen Gegend zwisck)«en Reims und dein P i n o n - w a l de. Heute morgen erfolgte zwischm diesen zwei Punkten der feindliche Angriff auf sehr breiter Front. Die sran- zösisch-onglisckie-c Truppen widerstehen deni deutscken Vordrärrgen mit mtßergewöhn!ickpr Tapferkttt. Die Sdiladrf gdjt tueiäer. In der Champagne, auf denr rechten Ufer bm: Maas, im Apretwontwalde und in der Wivevre war die AttillevietLtig'knt während der dtacht lebhaft. Tie Deutschen rrnternährnen mehrerörtliche Angriffe. Im Apremv-nttnilde wurde ein Angriff nach einem Kamps, der den Deutschen Verlust Vistebe, abgewiesen. Zwei andere Versuche in der Gegend von Limey iord nordöstlich von Badonvillers sck^etterten ebenfalls. Gefangene blieben tu den 5)än- bat der Fvar^o sen. Die Veschie8«»g von yariS. Gens, 27. Mai. Hovas meldet, daß dio Beschießung der französischen Hauptstadt aus einer toeit- tvagenden Kanone häute früh »medsr eingesetzt hat. Die Dcschieittvs vvn Laon. Berlin, 27. Mai. WTB) Die strrnloPe Deschttchnng von Laon hat rn den letzten Tagen wieder erheblich prge- nommen. Durchschnittlich sielen in den letzten Tagen sett 20. Mai 200 lGorrnaten auf Lcrvn und in fetre Vorstädte. Bc- sonders scharf war trotz deS rscpierischcat WetterS die Beschießung am 24. Mai. Die Vorstädte find nur noch Trüin- mer, die Oberstadt verfällt tnrmer inehr. Die verängstigten De-oohrrer, urtter denen die Besckfteßung täglich Opfer fordert, kö^rnen sich en Stellungen ein, rollten in frischem Drauf gehen die Gräben trotz heftiger feindlick-er Gegenwirkung bis zin den befohlenen Zielen Mts und kehrten mit 2 Offizieren und 83 Mami als Gefangenen tu ihre Ausgangs sbeLungen zurück. Ein h.-ftiger Gegenangriff, den her Feind während des Unternelrnerts mtt erheblichen Kräften versuchte, verinchrte nur seine Verluste. Auch beim Ecuxlarthof und bei Hoernisse südwestlich Tffmuiden wurden Vorstöße crsolgveich durchgefül/rt Bei Hoernisse wurden feiitdkick-c Postenstellimgen ohne Feuerrwrbert'ittmg und trotz verhältnismäßig heller d!achl in schnellem Zupacken überrarritt imd im Verlaufe des heftigen Nahkampses ein paar Gefangene eingebrackiL. Im alten Trickftergelände östlich Bixschovte hob unsere Irr- fant-c-rie unter Mittvirkung der Artillerie mrd Minenwerser euren belgisck^en Horchposten auS. An der englischen Front kam es namentlich in Gegend Meteren zu einem heftigen Gefecht zwisck)en einer derttsck)en Pa- trouille und Sckwtten. In den früher! Morgenstunden ging ein Infanterie-Stoßtrupp nnt einigen Pionieorn gegen einen scinr>- lichen Sttttzpunkt rwr. Der Feind veneidigle sich mit grosser Zäkftgkeit. Tie Gefangenen wollten durchaus nicht aus den Gräben heraus. Der Feind erlitt txrhcr enffprcchend hohe blutige Verluste. Nach Nahkampf konnten fidnrri Gefangene und ein Maschinengewehr in die AusgmrgsstelLung mitgenornmen werd«t. Dm ganzen Tag über ließ daS starke serndlickZ: Artillcriesener, das durch unfern Vorstoß ausgelöst rvorden ivar, irickft nach. » Lnfkfiege aus dem Papier. Berlin, 27. Mai. (WTB.) Seit Begttm der grostm Schlacks haben unsere Gegner sich für ihre dttelderlagen im Kampfe durch Siege auf dem Papier seft verloren wir am 15. Mai an der englischen Front 5 rmd aus- dm ganzen Westfront inSgi-samt 6 Flugzeug, während die enffprochnden Verluste unserer Gegner 18 bzw. 21 Flugzeuge betnigen. Die Feststellungen lasse?, den einen Schuß zu: & muß um die Stimmung bei unseren Gegnern schech Itehen, wenn sie es für nötig halten, ihre Länder so zu täuschen. Der englische MannschastSersatz. Berlin, 27.Mai. (M. V) Die ungeheuren Verluste- die England int Jahre 1917 während der ganzen erfolglosertz frarrzösischn Offensive erlitt, gestaltete die britisch Ersatzlage immer schvieriger. Anfang 1918 bestand in England Ersatzmangel. Das sogenannte „Aruskämmverfahren" sollte rund l 1 / 2 Millionen neuer Rekruten aufbringen. Das neue Mck/rgesetz kmn jedoch infolge des Widerstandes der Berg- mrd Metallarlunter nicht vo-ll zur Aus- führurrg. Die Aus'chbung älterer Jahrgänge hat aber bis dahft, nur gering« Ergebnisse erzielt, inß>lgedessen wurl»en die oierteü Bataillone bei den meisten Insanteriebrigaden (die englisch Jrv fauleriebrigadc enffprrch dem deutschen Regimentsverbmrd) der au der eugllsck-en Weststvont stechnden engtischOr Divisroncu aufgelöst. Diese Maßnahme bedeutet eine Schwächung der Kampfgruppe uns rund 150 BataillvnL. Die hohen Verluste in den großen Schlachten von Ende März bis Anfang Mai rissen aufs neue schwere Lücken m den Bestand des errglischm Heeres und überstiegen die Zaht des in Frankreich zur Verfügmrg stehenden brrttschn Ersatzes. DLü dortigen Depots wa-ren in den erfam Tagen geleert, und aus England mußten fortwährend starke Ersa (ttransporte an die Front geschickt werden. Jedoch auch der Bestand an ansgebildeten kriegS-, bvauchl»aren Mannschften in den l-eimischen Ersatzformationen genügt nicht. Die brinsch HeereSleitturg war ge^wu??ge?c. Manne» schaffen mtter 19 Ialwen ein^ustellen, die nach den bisl)ongen stznnmunHen mcht,außerhalb des Landes veimxntdet werden sollten. Tie Herabfetzmrg der Kampfkraft der englischen Verbände durch Marrlftchaftsmarrael und Versck-lechtrrung des Ersatzes machte ein« tnrmer weiter gehende Entlastung der Engländer durch die Frau-» zvse?, nokwendi.;. die ebenfalls wLhreicd der großen Westschlachk infolge der englischen ilttsderlage oußevordenllich schtvere urw blmige Verluste erlftden hatten. Die Sckxvere der englischen Verluste läßt sich an der m,fs neue erfolgten Auflösung mehrerer Bataillone erkennen. Die Gefeckstskraft der englischen Armee ist herabgesetzt, die nnedcrausgestellten Divisionen sind mit zahlreickiem jungen und unausgebildete?, Ersätze durchsetzt. Der Enfft der Lage zwang England zur immer größeren Ausdehtrung des Wehrgesetzes und zur Einfülmung der Wol)-rPflicht in Irland. Der Widerstand der Iren hat jedoch den Aufschub der Durchft'llirung dieses neuen Gesetzes zur Folge. Die engffsck>e Ersatzlage beweist, daß die Schwächung der ffindftchen Kampfkraft und die Fesselung starker ffanzösischer Verbände bereits rn holZem Maße erreicht ist. Zugleich haben die fortgesetzten frauko-britijchen Niederlagen der Entente die Jrtittativs genommen, die nach wie vor auf deutscher Seite ist. Nntzland und die östliche Poütii. Kiew, 26. Mai. (WTV.) Ter Ministerrat gemhmisLv den Entwurf des LandwirffchaftsMinisters betr. die Realisiermrgj der diesjährigen Ernte. Die Zeitungen veröffe?rtllchen heute den Entwurf eines provisorischen Gesetzes über die Regelung des Landverkaufs innerhalb des ukrainischen Staatsgebietes. Es ist vorgesehen, daß die staatliche. Landbank Land lmd Forsten unbeschränkt erroerben! darf, die Einzelplwsonen nicht mehr als 25 Tesjatinen. Landwirts und^ Genossen fünften dürfen größere Flächen erwerben unter der Vodingirng, daß der Anteil der einzelnen Genossen 25 Tesiatinenj nicht 'übersteigt, und das; die Einzelgrimdstückc vor der Register- eintraaung vennessen sind. Ueberschüffig gekauftes Land verfäll- kvstrmsrei dem Staat. Tie Kontrolle mid Durchführung liegt den neuen Landkommissionen ob. Bei beii ukrainisch-russischen Verhandlungen fc? der gestrigen Abendsitzung wurde die Erörterung der Wafferr- stillstandsbedingirngen nicht benrbet. Rakvwski erlvb Einspruch «gegen die vorgeschlagene Temarkattmrslinie, die den augerrblick- lichon mllitärisck>en Sfellmrgen nickst entspreche mib angrblickl Detzcknde von neuen Landkreisen erfasse. In der Debatte n-arf RakowSki die Frage aus. welck^e Rolle die derrffch^n Trupraftsministerium. .Molos Kiewa" verösselttlicht einen güoffttglnr Bericht über die erhebliche Bvrnhigamg in allen Bankkreisen des LÄenxr @> verncmentS. Vasel, 28. Mai. (L.-A.) Pariser Blätter melden aus Stockholm: Aus Nikolajew werden schwere Un ruhen gemeldet. Die Volkskommissare der Donrepu blik und der Republik von Tauris sind angeblich erschossen worden. Haag, 28. Mai (L.-A.) Das Exchangebüro meldet aus Moskau: In verschiedenen Städten in der Provinz kam es am Donnerstag zu ernsten Unruhen infolge der Nahrungsmittel not. In Nishni-Nowgorod faßten 10000 Arbeiter eine Entschließung, die sich gegen die Sowjetregierung wendet. Sie fordern darin sofortige Einberufung der Konstituante und dwhen mit einem eintägigen Streik. * Deutsch-russische Verhandlungen. Moskau, 25. Mai. (WTB.) Nach einer Meldung der Petersburger Telegraphen-(Agentur überreichte das Volkskommissariat für artswärtige Angelegenheiten am 22. Mai dem deutschen Botschafter Gträfen Mirbach eine Note, in der cs als Sitz deS Sonderausschusses ztrr Regelung cirriger sich aus dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk ergebender Punkte Moskau vorschlägt «und folgende Fragen als Verhandlungsgcgenstände in Vorschlag bringt: 1. Tie Lage im Kaukasus. 2. Die Lage in der Krim. 3. Die int Artikel 3 des Friedensvertrages vorbehaltene Grenzführnngj 'und die Fragen des zeit tvcili gen Besatztmgsrechles Deutschlands. 4. Tie politische Lage Estlands und Livlands. 5. Kwiegsgefaugenen - fragen. 6. Tie Grundlagen der wirtschaftlichen Beziehimgenf zwischen Deutschland und Rußland. Die Entente und Rußland. London, 26. Mai. (WTB.) Reutermeldung. Die Blätter melden aus Washington: Die Alliierten und die Unionstaaten haben sich über eine Politik des N i ch t e i n - greisens in Rußland geeinigt. Gleichzeitig haben sie Rußland Lufuhren und jede mögliche Hilfe angeboren. Augenblicklich findet also kein Eingreifen statt. England und die Unionstaaten haben der japanischen Regierung mid- geteilt, daß ihr neuer Kurs nicht von einem Verdacht gegen Japan eingegcbcn sei, sondern daß es sich dabei nur um eine politische Frage handle. * Die SelSftäudigkeitSbestrebungcn Transkan-asienS. Stockholm, 26. Mai. (WTB.) Nach einer Meldung der Petersburger Telegraphen-Agentur aus Moskau sprach las Ko nimm ariat für auswärtige Angelegenheiten dem Minister des Auswärtigen in Tiflis durch Funkspruch seine Befriedigung aus, durch den deutschen Botschafter Grafen Mirbach gehört zu haben, das; die transkaukasische Regierung durch einen Verirrter über die Trennung Transvankasiens von Rußland und dir Slbstäudiglell zu verhandeln wüu'sche. Sie schlägt, ohne die U.iabhäitgi ckftt Traus- kaukasiens schon anerkennen zu wollen, die von der Mehrheit der tvansöaukasischm Bevölkerung nicht gewünscht wird, als Verhandlungsort die Stadt Wladikawkas vor, da Kiew mi- günchg «legen sei. Sie teilt den Wunsch der deutschen Regierung, daß die BeM-andlungen möglichst bald ausgenommen und zu Ende geführt werden. Zugleich überreichte das Volkskommissariat für auswärtige Angelegetrheitcn am 23. Mai dem deutschen Botschafter Grafet: Mirbach eine Note, aus der sich folgender Verlauf der Dinge ergibt. 13. Mac hatte das Volkskommissariat das Angebot des Grasen Mirbach angenommen, die Beziehungen zwischen der russischen Regierung und der ,/mgeblichen" transkaukasischen Regierung zu vermitteln. Am 14. Mar schlug der deutsche Botschafter vor, die russisch Regierung möchte ihre Wünsche in dieser Begehung schriftlich Mitteilen. Diese hatte geatttwortet, daß ihrer Meinung mich ein Bevollmächtigter- Rußlands an den Verhandlungen m Battlm zwischen Deutschland und der Türkei einersftts und Transkau kästen andererseits teünehmcn müßte, da Rußland andern; ans den dort zustcnrde kommenden Vertrag nicht würde anerkennen können. Am 22. Mai teilte der deutsche Swtscbajter dem Volkskommissariat mit, daß die transkaulasiscl-e Regicwmg derr Burger Matsclxrbeli zu ihrem Vertreter bei den Verhandlungen über die Unabhängigkeit Transkaukasicns ernannt und zugleich Kiew als Ort der Verhandlungen vorgeschlagen und eine schnelle (Simenmg empfohlen habe. Diesen Vorschlag nimmt die ru,fische Regierung an. 3nm Tode des Reichstagspräsidenten Römps. Berlin, 27. Mai. (WTB.) Anläßlich des Hinscheidens des Präsidenten beä ReichZtages Dr. Kämpf sind bei dem Vizepräsidenten TovL folgende Telegramme eingvgangen: Vom Kaiser: „Die Ateldung vom Heimgang des hochge- sthätzten Präsidetwen des Reicktstages, Wrttl. (Äeh. Rates Tr. Kämpf empfing ich mit lebhafter Teilnahm«. Das HinsäZeiden dieses porttesfltchm Dlannes, welclier seine Arbeit, solange Gott ihm .Kraft gab, dem Vaterlande weihte, bedeutet für den Reichß- bag iiird weit darüber hinaus einen herben Verlust. Seine Verdienste werden unvergessen sein." 1 Vom Generalfcldmars>chall v. Hindenbnrg: „Die Nachricht von dem Hinscl-etden Seiner Exzellenz des von mir aufrichtig verehrten Herr:: Ibeicktstagspräsidenten bewegte mich tief. Zurückblickend aus ein arbeits- urrd segensreich-s Leben hat er, auf der Fülle seiner Erfahrungen und der ihm eigenen Würde gestützt, die Berl-andlungen des Reichstages toährend der jetzigen schoeren, aber auch großen Zeit sicher geleitet und sich damit um die Lösung der vom Reichstag im Kriege bewältigten Aufgaben ein hohes # Verdienst erworlunr Ich bitte, dem Reichstag meine warme Teilnahme gütigst übermitteln zu wollen." Der Seekrieg. Neue 1l-Boot-Erfolge. B € V r i Tt, 27. Mai. (WTB. Amtlich.) Neue U-Boot-Er- folge im Sperrgebiet um England: 15 000 Bruttoreg ist et tonnen. Zlvet tief beladene Dampfer wurden an der Ostküste Englands aus gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Der Chef des Äbmiralstabes der Marine. Der Bruch zwischen Meriko und Cuba. w i? er I' n (. ^7. Mai. (WTB.) lieber die Vorgeschichte des Abbruchs der dtplomatisä-en Beziehungen zwisckZen Mexiko uird Kuba wtrd uns vmr gut unterricksteter privater Seite mit- geterlt: Carranza, der Präsident des neuen Mexiko, bewährte sich brsher allen Treibereien Wilstms gegenüber als fester .Hort gerechter und wahrer Unparteilichkeit. Er hielt mit Kraft und Blut 2? Emschüchtcrungsversuchm der flaues stand. Von diesem Geiste zeugt auch die neue Verfügung, die seine Regierung „Schwarzen Listen" erassen hat, um den Wühlereien der amerikwiischen Konsulatsvertteter behws Ausschaltung des deutschen Handels eiiien wirksame!: Damm eutge^etr- zu letzen. Die mexikanische Remc-rung betont eingangs dieser Verfügung Äisdrücklich, daß das Verhallen der Amerikaner, wenn ihnen frere Hand gelassen würde, nicht mir eine Verletzung der mexikani- schen Neutralität, sondern auch eilten Eingriff in die Oberhoheit mc £ ™ nT,c ^ cl1 Regierirng int eigenen Laude bedeuteu würde Laher sokkteu, nach dein Geietzc von: 8. Marz, die Kapitäne 'amtlicher Schüfe, welche mexakamsche Hüten artlaufen, verpstultet sein, alle Waren für dre Enrpsänger, die aus der nordamerikani- En sazwarzeu Liste twheu, an diese auszitliefern, Dudwmu ihnen bi's von der uv damenk mischen Konsulat, v rtrttuug w. tcrs.'gt wird wturigenwllS der Kayttäu eine Geldstrafe vm: 50 Pesos für jedes mätt ausgene;erte Kollo zu gewärtigen hat und ihm die Weiterreise aus Mexiko verweigert würde. A«r dem Reiche. Der Kaiser an den Osttnarkenvernn. B r o m b e r g , 27. Mai. (WTB.) Der aus Anlaß der Tag-inm des Gesamtausschusses des deutschen Ostmarkenverein^ hier abgehaltene Deutschentag hatte an deii Kai sc r ein Dulbigungstelegramm gerichtet, m dem um Schutz für die Ostmark in^der schweren Sorge um die Zukunft gebeten nmrde. Der Kaiser möge eine Schädigung und eine Verdrängung der Deutschen nicht zjulassen, auf dag die Ostniark bleibe, tvas sie war und immerdar fern solle, ein deutsches Land. ~ folgendes Antworttelegramm eingegangen: Seme Maiestüt der Kaiser und König haben mit Freude und Dank Cxm ^rcugruß der zum Deutscl-entag versammelten Vereine ent- gegengenommen. Deutsches Land soll deutscher Art und deutschem Geist erhalten bleiben. Darauf kann sich die treubewährte Wacht im Osten verlassen. gez.: Im Allerhöchsten Aufträge der Geheime Kabinettsrat von Berg. - Derlin, 27. Mai. (WTB) Das Befinden des Staats- ,erretars Dr. Solf ist besser und iitZwtschen so weit, daß eine bet chm befindliche Gat in die Rückreise nach Deutsch- la tw an treten konnte. Mit der votTgen Wiederlierstellntia des Staatssekretärs nttD seiner Rückkehr in den Dienst irftrd Ende Juni gerechnet. Eine rätselhafte Epidemie in Spanien. Madrid, 27. Mai. (Reuter.) Der König, der M tnr sterpr a s tv e nt und die anderen Minister sürd Unter rätselhaften Erscheinungen an einer Krankheit erkrankt, oie sich über ganz- Spanien ver- brettet und 30 Prozent der Bevölkerung befallen hat. Die Krankhert wird mcht als ernst angesehen. Beobachtungen deutscher Hcimgekehrter. ' 27. Mai. Heimgekehrte Deutsche, der fran- zostschen Gefangenschaft entflohene Soldaten,, dre in drei Gefattgenentaaern und auf den Arbeitsstätten dre Augen offen gehalten haben, machten recht bemerkenÄverte Aussagen. Täglich sittd lange Züge mit amcrtkanrsen Soldaten zur Arbeit an ihnen vor- beigefahven, oie sich aelvergert hatten, bei Verdun in Stellung zu gehen und dafür zur Strafe als Arbeitssoldatett ber geringerer Verpflegung und Besoldung verivendet lmtr- den. Gbetrso sahen sie jeden Dag, wie Trupps von weckftelnder Stärke, meist 15 bis 20 sNann, und immer Franzosen, mit kreuzweise gefesselten Händen nach rückwärts transportiert wurden. „Aussi Prisonnier"' sagten die frarrzöslschen B^vachungsmannschaften und lachten dabei. Dieses so selbstverständlich klingende „Aussi Prrsotnner" wirft ein bezeichnendes Licht auf die 5)öhe der frauzöjischen Soldatennroral. Arbcitsziele für dre deutsche Landwirtschaft nach dem Rriege. L«mi?gkgÄrn von Edler von Braun, UnterstaatssekretLr. Professor Tr. D o d e, Hauptgeschäftsführer des deutschen Land- Wirts chaftsrates, unter Mitwirkuttg einer ganzen Reihe theoretischer und praktischer Lmtd- und Volkswirte, ll. Tie sozraten GeunLlagen der Latidwirtschaft werden von den Herren Prosessor Dr. Ballod, Berlin, Dr. Dade, Berlin, und Tr. A. Ho.'nt-eister, Posen, bearbeitet. , Als Leitsatz für die Aussülwung Ballods, der die Wechsel- oezrehungen zwischm Stadt und Land nach den Gruitdsätzen der Bevölftrnngst>olitik behandelt, kann seine Ans ühnmg über die landwiitschastliche Produktion als Grundlage der Bevöikerungs- polttik getten, in der er sagt: „Kamt die Produktion gesteigert werden, so kann im Jnlande eine größere Beoöllerungszahl untergebracht werden, und dieft größere Kopfzahl ist die Trägerin einer körperlichen Macht und die A'mehntlwin für die industtielleit Produkte." Mit andern Worten: Tie Hebung bet' landwirtschafl- Ua^u Produktion im Jnlande vergrößert die Bevölkerung an Kopfzahl und stärkt den Inlands markt. — Die Maßnahmen, dir er zunächst zur Hebung^ und Sicherung der Laitdbevöldnntitg als ^zungbritttnen der deutschen Gesamtbevöld'rung vorschlägt, siitd t>er>chteden. ^nt wesentlickieit lausen sie darauf hinaus, bieLebens- verhaltmsse auf dem Lande soviel als möglich zu bessern und zu t-eben, bte lattdwirtschaftftchen Arbeiter soweit als möglich seßhaft zu machen und die städtische Bevölkenmg in lä.kdlichcn-.Kolonien. Gartenstädten usw. rmterzubringen. Außerordentlich roertvvll ist es, htcr von einem ganz objckttven Sachverständigen den Rachivcis der größeren Ueberlegenheit der ländlichst Bevölkerung hmsicht- Ilch Fruchtbarkeit,^ Lebendgeburten und A^ilitärtauglichkeit übet dre städtisa-e Bevölkerung erbracht M selben. Möchtet! unsere tzscsctzgeber und auch tmsere Politiker, ganz einerlet, Nxstckier politischen Richtung sie angehoreit, gerade dieses Moment niemals außer .acht lasset:. ,Ueber die ÄuSjührungcn Tabes über Erbrecht, Besitz- Wechsel, Besttzverteilung und Besiedelung kann man mohl feigen Saß sttzen: „Tie Unversel/rthüt des BauertilandeS ist die wiä>- tigste agrtpvlitisä)e Forderung vor den: Kriege gewesen, im Kriege geblieben, und wird sie nach den: Kriege sein." — Zur Sicherung dtcses Bauernlandes, oder vielleicht deutlicher gesagt, zur Sicherung fines kräftigen, seßl-aftett, fleißigen und zuveckässigeu Bauernstandes schlägt Dade verschiedette Wege vor, die vielleicht nicht allenthalben, besonders bei uns in Mitteldetrtschtand, denc vollen Beisall der Berufskollegen find-m. Als wertvollstes Mittel ersck-eint ihm in der .Hauptsache das Au erben recht, bei dem der Bauernhof ungeteilt sbets auf sin Kmd vererbt wird, während dte übrigen Miterben nach bestimmten Taren abgestmden tverden Ohne den großen Vorzug dieser Unteilbarkeit des väteckict>en Erbes zu verkennen, wird gerade bei uns in 5>esseu die Bevölkerung vielfach diese Form, des Erbganges aus Billigkeit^gründeit verwerfen. Immerhin hat sich gezeigt, daß sich die .Härtest dieses Ver>ahrens durch etne entsprechende Ta;e bis zu einem gewissen Grade mildern lasset:, und es ist nicht unmöglich, daß früher ober spater auch in Mitteldeutschland in manchen Kreisen der Wunsch rege wird, dieses Verfahren des landwirtschaftlichett Erbganaes etnzui uhren. * Bemerkenswert sind die Ausfül>rungen Dades über die Be- rJ U cM n -^ c i ^ riüse dte größte Boachttntg verdient. Von der größten Bedeutung sind schließlich die Ausführungen ^^adeä über dte Ergebnisse der inneren Koloni- satton, über dte Rentengutsbildung usw. Es liegt in der Natur der Sache,^ daß ein Mann, der den oben augestellteit Leitsatz vertritt, jeglicher Ansamnrllmg von Lattftmdieu mit allen Mtttelt: entgegenzurreten wünscht, und auch sein Mittel gegen spekulativen Bodenaufkauf in der Kriegszeit, das darin besteht von jedem Käufer landwirtsck>aftlich betmtzter Grundstücke einen Besahigungsnachroeis zt: verlangen, kattn dem Gesetzgeber nur warm zur Berücksiclftigung empfohlen werden. Eins der schwierigsten .fl>apitel in den sozialen Grundlagen unserer Lanowtrtscßaft bearbeitet Hofmeister, indem er die Lsindarbeitertrage bespvicht. Sein Leitsatz: „^«ter de» Arbeitszielen der deutschen Landwirtschaft nach dem Kriege ist die Hauptfrage die Arbeiterfrage, die bei Fortsail der vorkommenden Wanderarbeiter aus eine ganz neue Grundlage gestellt norden muß" beweist, daß er die Notlage der Landwirtschtst auf difiem Gebiete voll erkannt hat. Zniecks Vermehrirng oer ständigen Landarbcfter will er die Vcrtneh-ruug mW Seßhaftmachmtg der Tagelöhner uttter Bereilstetltrng von zweckmäßigen Wohnungen. Katts- und Packftland empsel/leu. H. glaubt, durch Rückwanderung! deutsck)er Kräfte aus dem Auslande? durch .Heranziehung früher abg-ewanderter Latrdarbciter aus der Stadt und durch Beschäftigung und Ansiedlung Jugetwlickser diesem Ziele nahe zu kommet:. Tie Renterigutsbildung hat in dieser Hinsicht versagt. Ob sich dieser Optimismus H.s in Zukunft als berechtigt erioeisen wird, scheint sehr ftaglich, unp doch werden m:s wohl kaum andere PiftteL zur Veriügmtg stehen. Eine Besserung der Gesindeordnung und der sonstigen rechtlichen Verhalmisse der Landarbeiter, Ausnahme der Landarbeiter in die Lairdwirtschastskammer, össetttlickier amtlickZer Arbeitsnachweis für Landarbeiter, össentliche amtlick>e Rechtsauskünste für Lmrdarbeitec und össentliche Fortbildungssckiulen siitd weitere Mittel, die H. zur Besserung der Laitdarbeiterverhäktnisse vorschlägt und die teilweise zweiiellos eine gewisse Berücksichlirmtg verdienen, wenn mlch nie zu verkennen ist,'daß der große Barlohn der Jndtisttie,^ das leichte und ungebundene Leben in dev Stadt und die große persönliche Freiheit des Industriearbeiters stets geeignet sind, den Landarbeiter, besonders den jugendlichen Arbeiter, in die Stadt zu locken, trotz aller angebotenen Vergünstigungen, Rechte und Pflichten. Ob die ErrickZtung von öffentlichen Bibliotl-eken, Unterhaltungsräumen und Fortbildungsanstalten hier großen Eütsluß ausüben wird, scheint imntcrhm« fraglich. Es sind schwierige tiefgehende Probleme, die hier von berufener Seite behandelt werden mtd bereu Lösungen teils aus ganz neuem Wege vorgeschlagen toerden. Erst jahrelange praktische Ersah- rung tniuß uns lehren, ob und in welchem Umfange sich diese ein-« zelnen Vorschläge in den verschiedenen wirtschaftlichen Gebiete» als möglich und durchführbar erweisen. Kleberger. An» SeaSt nn- Canv. Gießen, den 28. Mai 1918. „Das Feldheer braruht dringend Hafer, Heu und Strohs Landwirte k-rlft dem Heere!" ** Beförderung. Der ©efeeite Ludwig Wellhausen von hier wurde zum Unteroffizier befördert. ** Silberne Ho chzeit. Oberbriesträger Peter Guns und Fruu geb. Snnon feiern heute das Fest der Silbernen Hochzeit. ** Lebensmüde. Gestern abend gegen 9 Uhr wurde eri: 19jähriger, elternloser junger Matnr, der bisher in der Klinik tätig war, in der Nähe der Stadtmädck)ettsck/nle von epileptischen Krämpfen befallen. Als er sich von denr Anfall hatte, häugte er sich aus Verzweiflung über ie.lnen Zn stand in dem in der 'Nähe befindlichen Bedürf- nishäusck/en auf, konnte jedoch troch rechtzeitig von Leuten, die iht: vorher umstanvett hattet:, abgeschnttten worden . ** Dieb st ah l. Am 25. Mai 1918 ivurde ein vor einem Hause crtrsgestelltes ZahVrad, Marre „Viktoria" mit der Iabrrckuummer 251357 uttd per Polizeinummer G. 808, im Werte von 70 Mark ertttveirdet. Sachdiettticho Mitteilung eit nnntnt die hiesige Krintinal-Abteilmtg entgegen. ** VII. Kriegsanleihe. Die Stücke der VII. Kriegsanleihe sind erschienen und können in Empfang genommen lverden. Näheres siehe Anzeigettreil. ** Das Großh. Hessische Regierungsblatt N r. 13, ausgegebcn den 24. Mai 1918, hat folgenden Jn- yalt: 1. Bekanntmachung über den Teuerungszuschlag der Deutschen Arzncitaxe (S. 129). — 2. Bclauntmachung über den Anbau von Tabak im Jahre 1918 (S. 130). — 3. Bekanntmachung über die Festsetzung von Preisen für Cüsz- wasscrsischc (S. 130). — 4. Bekanntmackiuna über Milch- und ^peisesrttversorgung (S. 132). — 5. Bekanntmachung, Obstverjorgung betreffend (S. 136). — 6. Bekanntmachung lioer bte Zuteilung von neuem Schuhiverk für die Behörden, ösfcntltchen An)talten und Wohlsahrtseinrichtungen, sowie für die Wohlfahrtspflege (S. 136). ** Beamte und Lehrer für das Rote Kreuz, ^cit Kriegslteginn h nieder erfolgen. Die ttäckLle Vertznluttg vvn Bautnwollnähfäden durch die Koinnrtmal- verbände wird berQl^nungstnäßig evv>t im Juli d. I. vorgettonnnen tverden, die Belteferuttg der Kleinhättdler durch die Bezittsstiell«, wird desl-alb voraussiä-tlich im Scptentber erchlgett. ** Gegen den wilden P a Pi e r h a n d e l. Gegen de» wtlden Papierbandel richten sich neue Anordntrngcn des RcichS- mnzlers. Ter Handel mit unbedrucktem uud unbeschriebertem Pa- picr, Karton und Pappe ist vom 24. Mai an nur Personen gestattet, dte damit schon vor dem 1. Januar 1916 Hattdel getriebe» haben. Unzuverlässtgen Personen kamt die Hattdelsbesugttis cnt-^ zogen werden. Tie Erlatrbnis kann auch ausnahmsweise erteilt werden. Gegen dte Versagung, derett Widerruf und die Entziehung der .Handelsbesugtns ist Beschwerde ohne attfschiebem-e Wirkung zuläp'ig. Wur den Papierhandel nicht fottsetzen darf, darf die Waren mcht mehr verkaufen oder sonstwie weitergebcn Die Bestände unb binnen 48 Stunden der Kriegswirtschaitsstelle für daS Deutsche Zettutigsgetverbe in Berlin mit eingeschriebetiem Brief anzuzetgen. Ttese verwertet die Maren aus Rcckmtmg und.Koste» des Händlers. Das Eigentum katm von der Kriegswtttschastsstellü auf eine andere Stelle übertragen rwrden. Tic Kriegstvirtschafts- sdelle kann nnbedrucktes und mcheschriebcnes Papier,' Karton und Pappe lteschlagnahmen. ** Wie spare ich Farbbänder für die Schreibmaschine? Farbbänder für Sckweibntaschirren tverden in der Regel mfolge Austtvcknens und unrichtiger Behandlung nicht völlig ausgetrupt. Bie.'e Bäirder trwrden weggeworfen, ehe das Geivebe schadhafte Stellen hat. Für alle die, die mit Schreibmaschinen zu tm: haben, ist deshalb eine Berftigmtg der Kriegs- RoWvsf-Meil'.'Ng des Kriegsamtes von Interesse. Wen:: daL Getvebe noch mckft wesentlich beschädigt ist. heißt es darin datm können dre Bättder durch Neueitttränken mit verhlftttrismäßia geringen Mstei: in Stand gesetzt werdet:. Es irürd dazu die te- sorcders wertvolle Baumwolle verwendet. Die Ernertenttta ttebrmirf». ter Farbbänder ist dcslMlb zur Rohiwssersparnis unbeipLtgtge- boten. Dre Baunupoll-Abrochrungssdolle in Bremen hat es i'ibet* ttJonrnnen, die Erireuerung gebrauichter Bänder in die Weae m leiten Bei den Amts stellen des BereickM werden deShalbbii Ausgabe El«^Bänder di- alkm ALndcr abg«>,rdcrt, Mummelt und wi, Wweltl^ dcr zur em^chiikt. Tr, Stelle rst ledi'ÜAl, Tveu^rirderm der S«n-SvWwnltmra- Ein ctwoi, ger Gennirn flicht dem Rerche zu Eine Menge von Bändern wird dur-chunsachgemaße BelMrdlniui vor >md wcihrenv des Ge- bmnchS verdorben Trc AbreG-.mnssiellc hat deshE, ein blatt über deren Behandlung ausgearbeitet. L chw a r \ * 933i c t & - Li ch tspi ele, Seltersweg 81,. Vor emsMeßltch Fretdag tritt Fern Anlna in ihrem el l ichftt ^ drama nach Gluck und Liebe suchet:" auf. Für der L ^Lustspiele „Er und der Andere"' ßouch „Lottchm W Tb das hohe „ffi" vorgesehen. Siehe Mt^ei^ ^ ** Amtliche Pe rs on aln ach rich, te n. Der 'Grvß- hat am 22. Mai dem Königlich. Spanisck-cn Vizekow- iul Wilhelm Le yd Hecker zu Frankfurt a. M. die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom König von Preußen verliehenen Noten Adlerordens 4. Klasse erteilt, und hat am 27. April dem Lehrer an der Volksschule zu Worms, Samson Rothschild, anläßlich seines 50jährigen Dienst lubiläums das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerweha-en wurde vom Großherzog verliehen: Karl Schrnahl zu Worms. ** Städtischer Spargelverkauf. Heute nachmittag und die folgenden Tage findet Spargelverlauf in den städtischen Marktlauben statt. ** Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegs Hilfe. Seit der letzten Veröffentlichung (Januar 1918) sind bei dem Kreiskomitee aus folgenden Gemeinden die beige fügten Beträge eingegangcn und durch den Kreiskassenrechner Herrn Kautz überwiesen worden.. A. An die Mitteldeutsche Crcditbank, Filiale Gießen, auf Konto des Kreiskomitees: Ober-Bessingen (Lehrer Jakob) 40 Mk., Queckborn (Pfarramt) 59.38 Mk., Villingen (Pfarrer Köhler) 20 Ml., Liudenstrnth (Kriogerverein) 20 Mk., Laug- Göns (Pfarrer Weber) 47 Mk., Münster und Ober-Bessin- gen (Psaurer Ahlheim) 32.50 Mk., Reiskirchen (Schule) 1.20 Mk., Lang-Göns (Schule) 25 Mk. B. Für die dent- sckien Balten in den Ostseeproviuz,en: Queckborn (Pfarrer Schick) 103.50 Mk. ** Hausbriefkästen. Bei dem crußerordentlichen Umfange, den der Driefvterkehr seit Jahren angenommen l-at, wird die Briefbestellung besonders in den Städten iznmer schiwieriger. Die Briefträger sind häufig nicht im- stcnrde, die Bestellung mit der rvünschenswerten Schnelligkeit ^auszuführen, uni) die Postverwaltung ist meist nicht in der Lage, Abhilfe zu schaffen, weil eine Vermehrung der Zahl der Briefträger allein die Schwierigkeiten nicht beseitet. Das wirksamste Mittel zur Beschleunigung der Bries- besteckung hat das Publikum selbst in der Hand: es besteht in der Anbringung von Hausbriefkästen an den Eingängen der WohN'.nrgen. Denn nicht nur das Warten des Briefträgers aus das Oeffnen der Tür, das wiederholte Schellen usw. fallt da weg^ wo ein Hausbriefkasten angebracht ist, sondern cs sind auch in den Fällen, wo niemand zu Hause angetroffen wird, keine wiederholten Gänge zu machen. ** Va te rl ändische r Hilfsdienst. Die vorgeschriebenen Meldungen bei Hilfsdienstpflichtigen werden noch häufig versäumt und mjrfen deshalb Geldstrafen von den Einberufungs- Lusschiissen verhängt werden. Zur H i l f s d i e n st st a m m r v l l c meldcpstichttg sind alle männlichen Deutschen, die das 17. Lebensjahr vollendet, das 60. noch nicht erreicht haben, soweit sic nicht n) den: Heere oder der Marine angehörem. auf Reklamation vom .Heeresdienst zurückgestrllt sind. Meldepftich'ig sind auch die Angehörigen der österreichisch-m:gariechen Monarchie, die in Deutschland ihren Wvhnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben. Dersr.ieir, welche bereits in einem kriegsrvichtigen Betrieb im vaterländischen Hilfsdienst tätig sind, sind nicht von rer Meldepflicht befreit. Die Näheren Bestimmungen über, die Mcl-vwstichbar. insbesondere auch beim Wohnungs- oder Arbeitswechsel sind bei den Polizeibehörden oder dem Etnberrrfungsausschnß zu erfalTren. Man achte auch auf die Aushär^ge, die von den Gemeindebehörden über die Melde- pflichten erivlgen. Unter!asjung der v,irgeschrieb-enmr Meldungen werden vom Einbernsungsansschuß bestraft. In Zweifelfällen ist beider eint überflüssige Ntoldung der Unterlassung vorzuziehen, wissentlich unrichtige oder unvollständige Meldung wird besonders streng bestraft. ' ** Lichtspielhaus. Bahnhofstrafte 34. „Ter tanzende Tor". Tie Tragödie eines Pierrots in vier Akten. (Siebe Anzeige.) Bajazzos Schichal ist auch dem Film kein fremder Stoff mehr. Nirgends aber ist seine tragische Laufbahn mit soviel Kunst und Lebenswärme dar gestellt nxnben, wie in dein'Bilde „Ter tanzende Tor". Hier erst erreicht Waldemar Psilander den höchster Gipfel seines^ aus allen öZebieten mimischen Schaffens erprobten Könnens. Fast ist «es, als spiele er sein eigenes Geschick, als führe er uns die steile Bahn seines eigenen Ruhmes ein vor, so ganz persönlich mutet er uns an als dieser Tor. der dennoch ein Sieger ist. Angefeuert durch Psibanders leidenschaftlich beseeckcs Spiel, steigern auch die übrigen Darstekber ihr Spiel zu immer größerer Wirkung, und ein kluger Regisseur hat de:: Film in einen Nahmen ge schlossen, der sich seinem Stimmungsgehalt eindrucksvoll an- rjlicbert. Tie, Titel wurden von einem Künstler entworfen, das ihnetl zugrimbe gelegte „Lied vom tanzenden Toren" durch eine, begabten Komponisten vertont. Es ist nichts bei diesem künstlerisch wertvollen Film unterlassen, worden. Krcis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 27. Mai. Ter im hiesigen Hot Angusta Viktoria ausgeführte Diebstahl an Stiefeln — es Handel sick, um 14 Paar — ist schon aufgstktärt. Ter durchgeganger Hausdiener Wenzel Becker wurde in Homburg v. d. H. haftet und gestand, daß er, die Stiefel in einem Gebüsch des Hotc gartens versteckt habe, wo sie heute früh austzefunden wurden. B. g- bei seiner Verhaftung an, er leide an Verfolgnngslvahnsinn u: habe im TämmerMstand gehandelt. ** Bi'tzba.ch 27. Vtcri Seit 15. Mai verkehrt aus d Main-Wescr-Dohn zwisichrn Gießen und Frankfurt ein bcschle nigter PersonenMg, der gegen hüb 1 Uhr mittags merkwürdige weise die hiesige Station dnrchlsilhr :md nur in Bad-NnulMm m Friedberg hielt Aus .Eingaben des hiesigen Det.nllislien-, d Verkehrs- und be-s Gewerbevereins m:d aus Bewenden arrde'? Instanzen hm hat die Königl. Eisenbahndir^ktion Frankfurt ve stgt, daß ab 1. Juni dieser sehr wichtige Zug auch auf Statir Butzback) hält. Starkenburg und Nheinhessen. I D-armstadt, 27. Mai. Eine falsche Lauffrau, d sich als Kciegerwitwe ausgab und besonders bei Witte,: ei, Stellung anvahm, :cm nach einigen Tagen nach Verübrrng \x Diebstählen zu r-erfck-wmden. hatte hier ihr Umoefer getriebe Als sic am.Samstag nach Mannheim verdaten wollte. wur^ sic.auf Veranlass!mg der hiesigen Kriminalpolizei' von der dortig, Polizei am Bahnhof in EmiFcmg genommen. ch V o m M i t t e l r h e i n, 27. Mai. Seit eririger Zeit ninrr der Rhem ständig langsam vom Oberrh-in aus zu. Ter Bodens steigt in Konstanz Tag für Tag um einige Zentimtter und ist trotz des heißen Wetters der Wasftrstand des Rlieiues aus ehti benierkeuswerten Höhe geblieben, die über die das Wasser zehrend. Tage des Sommers hinweghelfen wird. Tie VerftackZtungen w-arc •% , >,r4 i -i (. » Svivs« YO i Sv Jf. — — - 2 _ r _ 4 ' r ‘"v • r bergwärts auch iS, der lebten Zeit durchaus ansehnlich. Tie Fine >ake s!^l ( fart ffrfii hnrrr Jvit fvrfvt aus rrsisf* Mittelrl'0 fa^e st«llten sich von deir Ruhrhiisen aus nach dem lMamz, Mannheim) auf ^,25 Mark, dem untererr Main ! vransfurt auf 2.50 Mark, den: Oberrh.nn bis Lauterburg. Kar Nlhe »md Sttaßburg auf 2,55 — 3,25 Mark für die Ton Sr U 5!?: 31 er Schkepplohn bezifferte sich für die Tonne Lidu 320 MaA ^ ^ ^ ^ itl * Mannheim aus 3,00 . u s dem Rheingau, 27. Mai. Die erste Besvritzu im gectm die Pevonospvra ist b.-re ■?' n vvn Bingen in Rheinhgsien wird ! n ' ie im Laufe der kommenden Woche oorg-enonnni ht<> 7 • Mai. f Infolge riesigen Angebotes, b sttg tibcrflic-i, wurde auf dein letzten Wockcnma « bLÄ-rn im ir.-.. San.cl . ^ r H^ss^n Nassau. in 9 hft\- 0t c \ u f r j g v d. H., 27. Mai. Bei einem Einbn „Biktona--.Hv.tel wurde in der vergangenen Nacht t Wenzel M za l aus Ostmwitz i. S i'ibc ^'1 seinem Besitz faitb mau 69 Tust * 30 ^ 5010 «, Oie der Bursche eirttvendet batte. ra. D i eben ko Pf, 27. Mlai. Wie in den Vorjahren, soll auch lUi^nfe des diesjährigen Sommers ein sechstägiger Kursus zur Ausvrldung und Fortbildung von zur Jugerrdpflege geeigneten ^^..d^^eiten Perswien in rmserer Kreisstadt slattsinden. Auch werbliche -Personen köiineu an diesem KNrsus tcil-nehmen. — Schwester .Klara, Gräfin S ch m i s i n g - K e r st e n b r o ck, die von Beginn des Krieges an in einem Kriegslazarett tätig ist, hat die lnilgarische Verdienstanedaille 1. Klasse mit der Krone am Kriegs- barrde, sowe das bulgarische Chrenzeick>en des Roten Kreuzes erlwlten. , — Tie z a. L., 27. Mai. Auf der Rchbockpirsch im Lohr- -heimer Gcmeindelvald hat am Soirutag ein Jäger den Landwirt Ohl .aus Lohrheim, den er in der Entsenrung für ein Stück Wild hielt, erschossen. Der Täter stellte sich sofort dem Gericht. Wer ein Herz hat - hat auch Geld für einen Beitrag zur Lisdendorff-Zpeude! Ten Kriegsbeschädigten zu helfen, ans unglücklichen Opfern des Mieges freudige und arbeitsfähige Vlänncr zu machen ist auch in Deine Hand gegeben. Drr sollst ja nur Geld opfern — sie haben für Dich Gesundheit und Leben anss Spiel gesetzt! ra. Eckelshausen (Kr. Viedeukops), 27. Mai. Tie Wicder- bcsetznng unserer Psarrsttlle geschieht durch Gemeinderoahl. Dekan C h r i st i a n tritt am 1. Juni in den Dienst der Stadt Biedenkopf. mr. Frankfurt a .M., .27. Mai. Wegen der erhöhterr Fliegerge'ahr dürstm die übtiä-en FrmileichnamSt>rozessiouen auch in Fvank^urt a. M. nicht abgehaltm iverd-n. ^ Frankfurt a. M., 27. Mai. Sonntag früh erschoß ai!s der ^SackienHäuser Höhe der 40ja7)-rige Kaufmmrn Karl Fuß die 22 iährj ge Margarete Jung manu und dami sich selbst. Das Paar, dessen Verbindung sich erhebliche Hindernisse eutgegengio stellt hatten, hatte sich durch, Riemen fest aneiriander gebunden und gemeinsam den Tod gesuckzt und gefunden. Frankfurt a. M., 27. Mai. Aus einem Herrengarde- roberrgeschäft in der Trierpchen Gasse stahlen Einbrecher siir 5000 Mark Hgmenkleider und aus einem Geschäft in der Rei- nccksttaße für 15 000 Mk. Seidenstoffe. Ueber den Verbleib des Tiebsgrits konnte rwch nichts ermittelt tverden. ** Kassel, 27. 9Rai. Aus dem Zuchthaus in Kassel sind sieben Strafetesangcne, schwere Verbrecher, die auf dem Hofe beschäftigt wurden, entsprungen und trotz sofort auf- genommencr Verfolgung nach den Nu-bbarorten und von da in die angrenzenden Waldungen enttommen. jl Kirchhain, 27. Mai. Ter Kreistag setzte den Haushaltsvoranschlag mit 1 110 900 Mk. fest. Zur Teckimg der Kriegs- familienunterstützimg wurden wieder 200 000 Mk. ausgenommen: insgesamt sind es jetzt 960 000 Mk. Tie Kreissteuern bettagen einschließlich 12 Prozent Bezirks steuern 50 Prozent. Im Vorjahre wurden an Umlagen erhoben in 5 Gemeinden unter 100 Prozent, in 7 von 120—150 Prozent, in 15 von 150—200 Prozent, in 5 von 200—250 Prozent und in einer Gemeinde 300 Prozent. ch. Von der Mosel, 27. Mai. Ein schweres Unwetter mit Hagel und wvlkenbruchartigeni Regen ging in der Gegend von Enkirch nieder. Tie Gemeinde Burg hatte darunter am meisten zu leiden. Stellenweise wurde oberhalb Burg bis zur Girfircta Grenze die gesamte Ernte vernichtet. Die Wiesen sind mit Geröll ülierschüttet, die RvgaenseUx'r sind glatt, toie gewalzt, und in den Karloffeläckern sind die gepslanz'en, keimende.i Kartoffeln mit der CiT'fv weg geschwemmt worden. An der Provinzralsttaße Burg— Enkirch wurden große Bäume entivurzelt. Groß ist auch der Schaden weiterhin, ivo das Gewitter niedergirrg. (ßcridi^iaal. I. Tarmstad t, 27. Mai. Im Anschluß an eine frühere Verhandlung gegen Ossenbachr Arbeiter rvegen Diebstahls verurteilte heute die Strafkacnwer die Mutter des einen, die Mlh. Tudine Ehefrau wegen Hehlerei zu 1 Woche G längnis. Sie hatte Stearinkerzen, die aus einem erbrochenen Güterwagen stammten, sich geben lassen und z. T. als Gräber'chmnck an Allerseelen venrendet. — Wogen T r e i b r i e m e n d i e b st a h l s in einem Sägewerk in Griesheim, tvodnrch dieses zwei Wochn stülgelegt wurde, erhielt der Gelegenlieitsarbeiter Ludwig Löser von hier 5 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, seine Ehcttan Ovcgen Beihilfe) 2 Jalpe Gefängnis, deren Schwiegersohn, der Schnhmachr Heinrich Krng, 2'/r Jahre Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust, dessen Bruder. Otto Krug, 1 Jalw Gefäiignis und der Schlosser Ystorg Roth, sämtlich in Tarmstadt, 2 Jahre Gefängnis. Das Ehepaar Löser hatte an dem sraglict-en Sonntag einen Besuch iu dem Sägewerk gemacht, wo ihr lljähriger Sohn nntergebracht war, und waren freundlich bewirtet worden. Sie hatten die Gelegenheit ausfindig gemach und in dersell)en Nacht die drei anderen hinaus ge schickt. Eigentlich wollten sie ein fettes Schwein ans dem Räucherkasipn des Sägewerks holen, da dieses über Nacht wdoch iis HauS gebracht rvorden war, hielten sie sich an den Treibriemen sck-adlos. Nürnberg, 27. Mai. (W. B ) In gemeinschaftlicher Sitzung beschlossen heute die stäütischu Kollegien die Gründung einer freien 5) och schule für Handel, Industrie und allgemeine Volksbildung und bewilligten zu diesem Zwecke einftijur.in den Betrag von einer Million Mark, wozu noch 615 000 Mar^Stiflnngen aus Nürnberger Bürgerkreisen kommen. Hieran schloß sich im althistvrischen großen NathniSsaale ein Festakt. Kultusminister v. Knilling verlas ein Handschreiben des Königs, wvrin er der Stiftung Nürnbergs den Namen ..König Ludwigs Stiftung" erteilt und der Stadt den königlichen' Dank dafür ausspricht. Spidplfit, der vereinigten Srartffartcr Stadtttze-uer (Upersiljaus. Mittwoch 29. Mai. 7: Letztes Gastsp. v. Rob. Hutt. .Die HugeEen". Donnerstag 30., 7: ^en einstud. „Don Juan" Freitag 31., 7Ist: Volksvorst. „Der Fvetschütz". Samstag 1. Juni: Unbestimmt. Sonntag 2., 7: Prolog v. .Herb. Eulenburg f. d Licdeiüwrsf-Spende. ,,Don Juan". Montag 3., 7V 2 : Sondervvrst f- d. kriegsbeschäft. Arbeitersch. „Das Glöckck^n des Eremiten".' l.Kein Zbartenv.) Dienstag 4., 7: „Der Freischütz". Mittwoch 5 7: Mozart-Zyklus. 1. Abend. „Figaros Hochzeit" Schausplelhanr. Mittnwch 29. Mai, 7i»: „Ter Urfaust". Donnerstag 30. 7- Achtes Gastsp. v. Alex. Mo-isft. „Der lebende Leichnam". Freitag 31., 71 / 2 : „Jugend". Samstag 1. Juni, 7: Prolog p. .Herb. Eulenburg f. d. Ludendorff-Spende. „Will-elm Teil". Sonntag 2., lli, • Vortrag p. Prof. Dr. Heuser. '„Goethe und Frankfurt". 3y,: Vorst 1 . b. kriegsbeschäft. Arbeitersch. (Kein Kurtenv.) „Jan der Wunderbare". 71 / 2 : Prolog v. Herbett Eulenbilrg f.d. Lndendorff-Spende „Der Ursmrst". Montag 3., 7: „Liliom". Dienstag 4., 1 %: „Trau- mulus". Mittwoch 5., 71 / 2 : Zum 1. Mal. „Kammermusik". Vviefkaften der Nedaktton« Muouvttie Attsragcn blctt»en ttuberüikslchttgl«» M. 8ck». Berufungen gegen die Veranlagung der Staatssilwer müssen, sofern die Frist nicht verlängert wird, innerhalb der ersten zwei Monate des LlteueriahreS (Ap-rü, NLai) bei dem Fiwiiirantt vorgebrackirt werden. Ocrmäfc&tci* * Hundertjährige Gedächtnisfeier der Hanauer Union. Am gestrigen Tage waren 100 JÄhre dcr- 6onn 4. Juli die Bestätigung durch den 5kurfüttteu Wilhelm I. von Hessen erhielten und die das Grundgesetz der uniü'rteu 5lirck)engemeinscl-afL bilden. ^ Hirschberg, 27. .Mai. Nock, sck)weren C>>ewrttern am Donnerstag ttat in dem Niesengebirge ein gewaltiger Tem- P e r a t u r st u r z ein. Auf dem H,xhgeLirge sckmeite es ür de» 1m.cht zum Sonnabcird und am Tage selbst mehrmals. Der Sckpre« lag am Svnartag noch bis auf etwa 800 Nieter hinab. Auf der Lkvppe erreichte die Schneehöhe 1/4 VJhctcr. Tie Temperatur jaul im Xate bis auf drei Grad Wärme, während auf dem Gebirg» mehrere Kältegrade herrschben. Letzte Nachrtchteki. Dcr tmtefte Bericht Her ßccreilcihtttg (WTB.) Großes Hauptquartier, 28. Mai (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Am Kemmel und an der Lys, auf dem Schlachtfeld zu beiden Seiten der Somme und an der Avre halren sich die Artilleriekämpfe gestern morgen verschärft. Zwischen Vor- \myctlt und Lokcr sftcßen wir in die ftanzösischen Linien vor und brachten mehr als 300 Gefangene ein. Der Angriff des Deutschen Knonprinzm südlich von L^an ftitnte m tollem Erkosize Die j^ortstehenden französischen und n li^ e r D iv sioue . bt t v lständig gefckl gen. Tie Arntte des Gencra.ls von TöhkU hat drn Chemin des Dames eisttirmt. Der langgestreckte Bergrücken, an dem der große Turckchruchsversuch der Fran.zosen im Frühjahr 1917 zersthellte, mr- den wir aus strategischen Gründen im Herbst vorigen Jahres räumten, ist wieder in uv/firtx Hand. Nach gewaltig r Ar'illrrievarle.esiung erzwang un'ere unvergleichli-'.he Infanterie im Morgeugraum zwisck'xn Er».- onne und Vauraillon den Uebergang über die Aileteirr und drang weiter östlick) Misck^u Ec-rbcnp und der Aisn-e in die englischen Linien ein. Völlig überrascht, leistete die Besatzung der ersten Linien meist nur geringen Widerstand. Schon in den fnifrn Morgenstunden waren Pinon, Ehavig- non, vor Malmasion. Eourte^olr, E-erny, der Wiuteroerg und Eraonne. der Viller-Berg und die ausgebauten Werke bei und nördlick, von Verry au Bac erstürmt. Gegen Mittag war unttr steten Kümpfen zwischen VaiUy und Berry au Bae die Aisue erreicht. Vailly wurde genommen. Das Trichterfeld der vorzährisen Frühjahrs- und Herbstkämpft lvard in unaufhaltsamem Angriffsdrang über- wmiden. Am Nachmittag ging der Angriff weiter. Zwischen Bauraillon ulld Vaitly stehen wir auf den Höhen bei Neu^ ville, Laffaux und nördlich min Eoudö. Zwischen Bailly und Berry au Bac haben wir die Ajsne r'rberschritten und den Kampf in das seit 1914 Kriege unberührt geblieben? Gebiet hineingetragen. Von den besistiglen Waldhiheu auf dem Südufer des Flusse." wurde der Feind erneut geworfen. Wir hiben ztvis<5>en Vaitly uno Vcauricux die Höhen t>alb- nordlich der Beste erreicht. Die Armee des Generals von Drlow (Fritz) warf den Feind aus seinen stark." n Stellungen zwilchen Sapigneul und Brimout über den Aisne—Marne-Kanal zurück und erstürmte auf dem Westufer des Kanals die Orte Eormicy. Eauroy mrd Lvivre. Bicher wurden 15 609 Gefangene ge-neldet. Zwisckicn Maas und Achsel und an der Lothringer Front lebte die Gcfcchtstätigkl-it auf. Vorstöße in die feindlichen Linien brachten mdjr als 150 Gefangene französischer und amerilani^cr Regimenter. Der Erste Generalguartiermeister Ludenoorff. Das Anfftammen der Offensive. Berlin >28. Mai. Die „Voss. Ztg." sck^'bt: Keine neue Offensive, ne'n. eine absolut planmäßige und systematisch' F-ott- setzung der seit dem 21. Mä-.-z emgeleiteten deutsa^.-. Erttcheibungs.' offensive. Gleil^citig aber sollen die K.nwueu an allen Fronten Iber beiden alten Angrifsskeile diese aus Amiens und Hazeprvuk vortteiben. Arras, das Ervon Böthune nnd Bpenr sind nach wie vor aufs schwerste bedroht. Wird die Sckjlacht auch an dieser o^er einer' anderen Stelle errreut ausbrechm? Das ist die bVrge Frage, die heute die feindlichen Heere bewogt. Wahrlich, eine neue genxrttige Leisttmg hat unsere Oberste Heeresleitting twll- bracht. Während die Entente seit Wochen von Siegen redet uub betont, daß der Generalissimus Fvch. nach Lloyd Georges Angaben ein Maml tvn überragende,: Fähigkeiten, die ne-gelsildetc französische Reservearmee Mm Siege führen n^rde, schwelgt die dcutsae Presse, mrd Hindmburg hrntclt, unbemerkt von den Vst len franz-öuschen eng- IiK[:*en und amcntinti(i,cu Fliegern, die angeblich AngrisiSvvr» beicihmn bis aufs kleinste verfolgt hrben iüü>, wi»? der „Petü Parisien"- imter dem .19. Atoi nritteilt, sogar festgesrellt haben solle,:, daß die deut'-chm Tnrpven.für den vorbereiteten mact^igen Angriff mit Lebensncktteln für seckIZ Tage oursgestattet nvrden seien, ist dw Armee des deutschen Kronprinzen der liberraschende Einbruch gelungen. Tie „Deutsche Tageszeitung" urteilt: Mit stolzer Freude vrrnimint das dvttfche Volk die neuen Erfolge der Truppen daftem Schmerze vcriwmmen, daß die jüngsten Fliegerangriffe aus Köln Sck>merz wü) Tod in zahlreiche fricdliche Familien ^bracht hat. Der heilige Vater vettrout, daß ^ alle Kriegsübrrndei: besoitoere Rücft'icht cmf deu FwnleickmamStag nehinen Werden und hat sich deshalb mrf alle:: Seiten bemüht, damit die-- Prozessionen am Fronleichnamsfeste sich ruhig entfalten Sömrenst' Luder wird, so meint das Blatt, die Fronckeichnams- prozession vom Dome ans nicht mehr gehalten werde,: föitrtOL selbst ioem: die Vemühmigen des heiligen Vaters bei den Ktte-- fülirelchcn Erfolg haben sollten, da die Zeit nicht mehr auSreickL. die erforderlichen Vorbereittmgm für die Prozession ji» treffen Mexiko und Kuba. i. Köln, 28. Mai. Tie „Kliln Dolkszeittmg" meldet aus Genf: Die Verroicklimg zwiscbei: Mexiko und ^stnlxr errtch in P a r i - großes Unbehagen. U„.abhängige Blätter meinen, daß dies den Ansgmuvspunft der Mixten Kvnflikte mit den Vereinigten Staaten abgeben komrte. .Wilsou müßte sofort vermitteln Ter „Eclair" sowie Lyoner Blätter erfahven, Mexiko wäre von Kubr. in den letzten Dwnatcn brüskiert ivorden, wobei alle Proteste erfolglos geblieben sei«: Die Sozialisten siagO^ aus wessen Gebcik Kick» handele. Bekanntmachung Die 5tLcke der VII. Kriegsanleihe (5°jo Anleihe und 4 1 ( 2 °| 0 Schatzanweisungen) find nunmehr sämtlich erschienen und können von den Zeichnern während unserer Kassenstunden von 8-1 Uhr vorm, unter Vorlage der Abrechnung und einer Legitimation an unserem Wertpapierschalter in Empfang genommen werden. Mitteldeutsche Lreditbank zmak Gehen gegenüber der Johanneskirche. «-w CZslchki CÄerhe mit Back- ll. Bratosen CMchaMZ ClMMWrate Gasl!8zMer empfehlen 8897 Brüder Schmidt. Blitzableiter Das Abnehmer, der Kupferleitung und Neuanlage der Leitung au» bestem Ersastmcuerial übernimmt 4040 8oK!o8Zsrms!8t6r Nord-Aiilag» 18. 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In der Gemarkung Wieseck Freitag den 7. Juni U I.. 10 nör te der W. Ph. Bterau scheu Wirtschaft zu Wieseck. ^ 25,?? Gemarkung Giesten an demselben Tage, siachmittass Z Uhr, in der Harnickel'schen Wirtschaft im Phtlosophenwald bei Gteste«. Giesten. am 28. Mat 1918. IN Geosrherzosliche Qbeesörfterei «ietzen. Koeh 1er. 40298 I.d.H. WaldsmarPsüander. Außerdem die entzückende Lustspiel-Novität in 3 Akten: Lachen, Lachen, Lachen, Lachen! Beginn der Vorstellungen 4, 6.15 und 8.30 Uhr. Kunstlerkonzepfe I. Hengrasverfteigerirng. Freitag, 31. l. M., vorm. 8*/ 4 Ubr, wird das Heu- gras von den fiSkali'chen Wiesen in den Gemarkungen OZarbentcich, Leibgestcru, Schificnbcrg und Watzen- born, das Gras von Schneisen Mähplattc ^ . --lähvlalten und den EiS- teichen in den ,)orstwarteien Banmgarien und Leihgestern m oer Wirtschaft des Georg Sommer VR. zu Watzenborn versteigert. ll. Güterverpachtung. Die Verpachtung der Grundstücke deö II. GutSverbandS der Gemarkung ^chmenberg vom 8. l. M. ist nicht ge- nebmigt. Sie wird an obige Heugrasverstetgerung an- schliestend gegen 11 Uhr wiederholt vorgenoutmen. HI. Versteigerung der Dickmühle. . obiger Güteroerpachtung werden die Gebäude der Dickmühle nebst den zugehörigen Grundstücken im ein- meinen etwa zwischen 2 und 3 Ubr an Ort und Stelle versteigert. Weitere Auskunft zu I., II. und III. erteilt der Grosth. Jorstwart Meng es zu ForsthauS Baumgarren. Giesten, den 27. Mat 1918. Grostb. Obcrsörsterei Schiffenberg« L r a u t w e t n. 4V98 8 c!msi-r-Ug!Z 8 -LiMsE!g - Selfersv/eg 81 Vom Diestsftag bi© isikS. Freitag 5!5. Film unsrer Fern-And3”as-Serie 1918 Ursuff öhrwing Ein Frauenschioksal in 5 ergreifenden Akten aus einer kleinen Residenz. In der Hauptrolle wirkt die berühmte Schönheit F G 8* n ändr „Nichts Ewiges kann das Glück uns geben, Denn flüchtiger Traum ist Menschenleben, Und selbst die Träume sind ein Traum“. 4030a Lottchen u. das üisho Burleske m. Klare Schwarz und der* yjAsidar©“! Pikantes Lustspiel. jüngerer, kräftiger 4016 B n rsch e für leichte Arbeit gesucht. V. Äicster, 5imiser-Allee 23. Jüngerer Taglßhncr gesucht. Ealv, 010,7 _Landgr af-PH ij rop - V1 otztztz Stadtkund. HanSburfche sofort gesucht. FltrlKer »sd» SsedhUv.. Walltorstr.21. Junger Bursche für leichte Arbeit gesucht. Zn melden von 12—2 Uhr 3941 Nricdrichstr. 10, IL Gädnerlchrlinq gesucht gegen steigende Ber- gütnng. Eduard Rieger, Kunst' u. Handelsgärtnerei, Wiesecker Weg 19. 4028 Zuverl. Person zum AuS- tragen von Heften u. Büchern für dauernd ges. ?kettksr'8eÄ-.o LacLLSl«.,Walltor!tr. 21. UilsbtzäüZiße eitere grsu tagsüber gesucht. 02003 Krau Zimmer. Neuen Bäue 2t Laden. gesucht. VrühlHc llllimWts- LM- anö gteistöriitferci Schulstraste 7. O O O OOOCO O O OOCXgOPOOOOOGOO Taglöhrrcrin für Garten- u. Feldarbeit gesucht Pulvcrmüble. 4047 Mädchen für Koch- und Waschküche alsbald gesucht. 3h03ß Heil und Pftegeanstalt Gietzen. ZoTerlils». 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