Ll. M Erstes Blatt lb8. Jahrgang Der Kehreff MW»» «scheint täglich, en^er Sonntags. — Veüaqen: Kchea« KamiNrsdiütt«; Kreisblatt für ltn Kreis Sieben. Vezugspreir: nwnatl. 1.20, viertel- jährlich Nt. 3.S0; durch Abhole- u. Zweigstelle« monatl. Mt. 1.10: durch die Bost Dtk. 3.60 viertel- jährl. auSschl. Bestetlq. Ferrrsprsch - Anlchlüffe: für die Schttttleitung 112 Verlag,Geschänsstellebl Anschrill fürLrabtnach- uchlen: Anzeiger Liehen. Dienstag. 7. XM l9(8 Annahme von Anzelgr» l. die Taqesnurnmer bis zum Nachmiltag vorher ohnejedeVerbindlichkett Letienpreise: für örtliche Anzeigen 25 Dl.,für auswärtige 30 Pi., ^ür Reklamen Mk. 1.—; bei Plahvor- schrijt 20'/« Aufschlag. Hauptschriilleiter: Au,. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vanttettchr: Aug. Sioeiz: Stadt und Sewerbkdan, Sietzen Land, Ver,„i!chI««v.Ge- richts'aal: W. Dieyer; ZwillingLrunddruck u. veriag: vrühl'sche Uviv.-Such- u. SteiadruÜerei S. Lange. Schriftleitsng, Seschästrstelle u. Druckerei: Schulst!. 7. ^ ® e< * : p-stscheSkonw: Zraalsutt a.M. \\m Seneral-Anzeiger für Oberhesjen ch in 'lenen. Die deutsch-niederländische El (WTB.> Trotzes Dauptyuarlier, 6. Mai. (Amtlich.) Heeresgruppen Kronprinz Nupp recht und Deutscher Kronprinz. Im flandrischen Kanwfgebiet flihrten vir erfolgreiche Untern chnmngen durch. Ein feindlicher Teilangriff südlich wnt Lokcr scheiterte. Am frühen Morgen vorübergehend heftiger Artillerielampf zwischen Ypern mch Bailleul. TagS- über lag nur der Kemmcl unter stärkerem Feuer. Auf dem Südufer der Lys, am La-Bassee-Kanal und i.a einzelnen Abschnitten des Schlachtfeldes beiderseits der Ärmme lebte die Feuertätigkeil am Abend auf. Erkundungsgefechte und Vorstöße in die feindlichen Linien bei Hangard und südwesllich Brimont brackftcn Gefangene ein. Heeresgruppe Herzog Albrecht. IN Vorfeld kämpfen mit Amerikanern südwestlich von Blmnont und mit Franzosen am Hartmannswciler Kopf machen wir Gefangene. m Von den anderen Knegsschguplutzeil nichts Neues. Der Erste Generalguartiermcister Ludcndorff. * Der Avendbericht. Berlin, b. Mai, abends. (WTB. Amtlich.) Don den Kricgsfth-auplützen nichts Neues. .«-.«rsw «ang — ■ - Das der Zukunft ist noch nicht gelichtet, aber unser Kriegsweg hat durch einige düstere Schluchten wieder einmal zu freien Lichtungen und tröstliche:: Ausblicken geführt. Die holländische Regierung teilte ihrer Presse mit sichtlicher Erleicküerung den Inhalt des mit Deutschland glücklich erweichten Abkommens mit, und es liegt in ihrer Darstellung ein gewisser Triumph, der durch die tapfere Ankündigung, daß fortan wieder Soldatenbeurlaubungen statt- ftnden flofinttat, noch eine befonbcr* Farbe erhält. Wir können, da wir in Einzelheiten nicht eingeweiht sind, schlecht urteilen, inwieweit unsere deutschen Interessen durch den neuen Vertrag in der wünschenswerten und beabsichtigten Werse gefordert worden sind. Wahrscheinlich sind auch unsere Unterhändler zufrieden, daß eine Klippe der Berstiuv- '.nung hat umsegelt werden können, und uns fft Zufuhren nach Belgien aus dem Wege über Holland erhalten einige Freiheiten, Vie wohl als Ausgleich für das zwangsmäßige Entgegenkommen bewertet werden können, das Holland bcY Entente in den Schiffahrtsfragen erweisen muß. Auch im Osten sind die Näder unseres Wagens nicht stecken geblieben. Die Auseinandersetzungen im Hauptaus- schuh über die Verhältnisse in der Ukraine haben zu der Klärung geführt, daß unser nicht ganz leichtes Werk dort seinen Fortgang nehmen kann. Wer nicht arbeitet, soll auch incht essen, so heißt es schon in der Bibel, und unsere Brotgetreidezufuhr aus dem neu gegründeten Staatswesen geht natürlich nicht so flott vonstatten, als wenn wir mit dem Lande schon jahrelang ein gutes Vertragsverhältnis gehabt hätten und dort statt des Schwertes Spaten und Pflug tätig gewesen wären. Einige unseren militärischen Verwaltungsorganen nicht mit übermäßigen! Vertrauen begegnende Blätter freuen sich darüber, daß „fortan" die Militärverwall- tung, bevor entscheidende Schritte getan werden, fid) mit bet zuständigen politischen Behörde ins Einvernehmen setzen soll, während bisher, wie es scheint, nur „rechtzeitige Mitteilimgen" in dieser Beziehung stattgefunden haben. Man darf jedoch nicht vergessen, daß es sich hier vorwiÄfeno noch immer um Kriegsarbeit handelt. und wer hierbei geschickter und wirksamer urteilen und zu handeln versteht, der General- feldmcrrschall v. (Sidfipra oder Herr v Stumm, das kann doch nicht ochne weiteres „grundsätzlich" entschieden werden. Die Hauptsache ist, daß Wir für die nächste Zeit mit den nötigen Zufuhren versorgt werden. Bisher liegt nicht die geringste Veranlassung vor, an der Tätigkeit des General- feldmarschalls v. Eichhorn etwas austzu5etzen, denn der neue Hetmern nnd Diktator der Ukraine soll ein deutsch freundlicher Mann sein, und die Dinge nehmen ihren günstigen Fortgang. Auch dem Reichskanzler Grafen Hertling brauchen vorläufig keine Wollen des Mißtrauens entgegenzufliegen. Er läßt heute daS engtisthe Gerücht von der angeblichen deutschen Friedens^sfensive in der Presse und durch den zuständigen Unterstaatssekretär gebührend zurückweisen, und diesmal ist sich wirklich, die gesamte deutsche Welt einig, daß Lord Cecils Ränke altzu plump gesponnen sind, um irgendwo zu verfangen. Sogar der „Vorwärts" läßt dies durch- blicken, allerdings versäumt er nicht den obligaten Hinweis, w Sozialdemokratie sich jederzeit bereit fände, den Kriegswahnsinn durch einen „Akt der Vernunft" zu bc- :ettlgen. Herr Scheidemann und seine Leute haben gut reuen: wir ivollen ja nicht nur Frieden, sondern einen n k C71 Frieden, und was „passend" sei, darüber will dch: Engländer ja überhaupt nicht diskutieren. „Vernunft Wohltat Plage": das könnte auch beim „Vor- ^ürts der Fall sein, wenn sein „Akt der Vernunft" keine gleichwertige Bemühung auf der Gegenseite findet. In einer Auseinmrdersetzung mit einem französischen Genossen na- m^us Leoas rxrcipahrt sich denn auch der „Borivärts" dagegen, für dre Interessen der Entente tätig sein zu wollen: ,jSxba§ und den ihm Gleichgesirmden kmmten tvir es erst vecht macken, wenn wir für den Sieg der Entente arbeiteten. Da 9 werden wir uns aber überlegen, teils dieferhalb, teils außerdem, rvenn wir Führer der Entente wie Elemenreau und Lord Robert Cent betrachten." Der Sfterreichisch-nngarische Tage-Sericht. Wien, 6. Mai. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Südwestlicher Kriegsschauplatz. Rege Artillcrietätigkeit. Der Chef des Genrralftabes. ^ » * Vas drutsch-ho8 ndifche Abkommen. Amsterdam, 5. Mai. (WTB.) Wie den Mättern aus dem Haag gemeldet wird, gnrg der Zweiten und Ersten. Kammer 'Lern m später Abendsvm.de fvlgeiede schriftliche Atttteilung des inisters des Aeußcrn zu: Spannung, die tu dem Verhältnis zwischen Holland imß Deut?ckÄaud eine Zeitlang bestanden (jol, ist behoben. Die dRegierung ewige Vcuh- regeln, du in ihrer ursprünglichen Fcmn nur teilweise für die DermNigurrg in Betracl^t iämen. Sie verbürgte . 1. die Wiederanstvahme der feil dem U>. November 1917 em= gefüllten Tuvclifuhr twt Deutsck^and nacb Belgien auf niedcrlän- disäLn Wasserwegen van Sand imd Kies und Steinschlag, ohne ans die Bedingung der holländischer Regierung einzugehen, daß xunLhst durch eine Kommission v^n Sacho er ständigen in Belgien obre Untersuchung darüber angestellt werden sollte, wie früher das durch^cgühttc Material vern-endet wurde. Gegen eine derartige T-uvll'Euhr imbesck»räntter Mangen ahne >bontrvlle wehrte sch die hvlländisäne Regierung sofort, da sie ihrer ivohl- bekalmL'cn AXifsasdarg von ihren dteutralinüSvflüt'Mr widersprochen haben würde Dia deutsche Regierung .nannte daraus selbst eine Hälhstsifsar für bk -u gastattondeir ln nänrlich 1GOO 000 Dormecn pro IplTr. Damit antfielen stir die l)vlländisä)e Negrerrük-g die vrinZipi'cllen Bedenken, ifc sie äußerte. Denn die vixr der derrtsäMr Regierung gena'.rnte Ziffer bli:b unter dem Maximum, das sie in ihrem, Heu l^enaxilü-talcu bekannten Schciftkvechscl als für die gewäheckiche Unterhaltlnrg und Repsratnr der bel- jgisckxA Straß«! be-zeichjuet hat-e.^ Tie holländische Re- g-rrnna konnte darum crch ohne Scliwierigkeit die von ihr in letzter Fnstanz ar^dellte Dediwprng fallen lassen, daß eiTle ÄmtroN- Sonrmisston in ÄÄgven -u gelassen lverden müßte, ehe die Tnvchßchr «lsgrrvmmen tverdcn konnte, eine B^kg'tnrg, die die Rregieru-ug jetzt für unannehmbar erklärt hatte. Die hol- lärbtffyt Regierung hat diese ^tegeluug um so eher armehmen kürmm, da ans ihr Erfuchm. .die deutsche Regierung sich bereit «rklüM >hcrt. die N i ch t v e r w" ii •') n w *■ der hurchxustch'e «den 9.ua- t-ervalien für militärische Zwecke in auL^-nwechselndeu Nottat auSdrücklch sestzußpen: 2. verlangte die dcartsche R ^ie amg unbehinderte Ausfuhr Von Kies mcs Holland nach Äelgien bis zu dem Höchstbetra^e van 250000 Tonnen nronatlich. Es war neulich hierzulaaide irr- folge des seit kurzer Zeit bestehenden Din-chsuhrverbodtz die sonst freie L^uSsiuhr von Sand und Kies sehr ersckMert. Auch gc:irn die Be- wMigung dieser Forderung, die ein Produkt des holländischen Bodens betraf, das keinem Wissnhroerbot unterliegt, hatte die holländische Regierung Seine prinzipiellen Bedensni. 3. Wurde die W iederau f n a hm e des seit Beginn des Krieges von der deutschen Regie^mg selbst eingestellten Güterver- lsehrs für die Eisenbahn zwischen Belgien und Deutschland über R»ernvond verlangt. Dagegen konnten von nie>cAänrisck^er Seite Äeine Bedenken erleben werden, da sie nach dam Vertrage nr'vt Dcutschlar^) vom 13. Il!ii 1874 verp mit der von der holländischen Regierung gewünschten Umsckxreibung des Begriffs „Waffen", der alle zur Bewaffnung und Ausrüstung notwendigen Gegenstände uiniassen soll, einverstanden erklärt. 4. wurde eine Vereinfachung urü) i^schlennigung der vom der holländischen Regierrrng getrosfemnr Maßnehmen zur Abwehr der unerlaubten Ausfuhr an Bord der durch- imb ausfahrend«^ Rheinschiffe. die nach »Ansicht der deutschem Negierung die durch den Rl-einschifsahrtsvertrag garantierte freie Fahrt sehr behinderten, verlangt. Die lwlläröische Rezierung-, die dies selbst crwünsch f-amd, hat es auf sich genonnneir, alles zu unternehmen, um die beanstandeten Behinderungen aus dem Wege zu Zäumen, und zwar durch Versiegelung beim Verladen in Deutschland unter der Aufsicht von holländischen Beamten, durch Ueberwachung an Bovd imb rasche 26usllarierung, dies alles, ol^re vn geringsten mls das ihr veiüragsm ästig zu stellende Recht aus >?ontrolle zu verzichten. Die holländische Regierung steht im dieser Frage noch nnt der Berliner Regierung in GedmikerranSttrusch. Schließlich ist die dvrstsche Regreruma aus Ansuchen der holländischen von ihren anfänglichem Besck-tveroen gegen die Vorschriften abgegamg?n. die durch die niederländische Regierung den holländischen Bemnten in Belgien erteilt worden sind und nach denen für aus Belgien auszuführende Waren die Erklärung, daß sie nicht nmlitärische Vorräte, .Kriegsbeute und requiriei'te Waren sind, nicht abgegeben werden darf, wenn es sich um Güter handelt, die der Remüsition unterworfen sind. Die deutsche Negierung gab zu, daß diese Vorschriften keinen Anlaß zur Bescl-werde gäben. Beim Beginn der nächsten Woche werden die militärischen Urlaube wieder erteilt imb den Truppen wird die arrch wirst übliche Bewegungssreihci! wieder zugeftanden iverden. 52 frauzöfische Diviflonen infolge der euglifchen Niederlage eingesetzt! Berlin, 6 Mai. Die Grüße der deutschen Gr- f-olge wird wirksam dadurch beleuchtet, daß auf dem Schlachtfeldern der Gomme und in Manüerir General Fv ch geqftvunrgeu ^mcrde, den grAßten Dell feiner Heoresreserve zirr Unterstützung der geschlagenen Engländer einzusetzen. Es Wurden bereits 44 Inf an teried i'vis tonen, damr-n- ter drei zum z-lveiten Male, und außerdem fünf Kavalle- rtedivisimren in den Kampf gowvrfen, insgcsantt also 5 2 franzüsischc Divisionen infolge der englischen Niederlage eingesetzt. Jede dieser Divisionen hat während der derdtschen OfferPve und ebenso im Laufe der Uchbreicheu stets. verLebMM .krairMMen griffe aufs schwerste bluten müssten. Me nDig die frrntzj>- srsche Hilfe für die Engländer war, geht daraus hervor, daß von den gesamten 59 enalrschen Infauteriedivisionen in Frankreich bereits 53 an den Gwoßkanipffrorrten und von diesen 23 Kveimal und zwei Divisionen sogar dreimal eingesetzt werden rnußten. Im ganzen also hat England 80 Divisionen während der ganzen deutschen Offensive in den Kampf geworfen. England und Frankreich haben im ganzen bereits 132 Divisionen an der von der deutschen Führung erUmnrgcmen Front in die Schlacht gefiihrt. Die bägischen^ portugiesischen und ameritaniscl^ea Truppen sind hierbei nicht eingerechnet. Die Zerstörung von AmienS. Lugano, 7. Mai. (L.-A.) Der Korrespondent des „Secolo" besuchte Amiens und berichtet darüber: Der Anblick der Stadt ist niederschmetternd. Amiens geht seiner völligen Zerstörung entgegen. Der fünfte Teil aller Gebäude wurde bereits getroffen, darunter die Präfektur, das Rathaus, das Museum. — Die Straßen liegen voller Trümmer. Die Bevölkerung hat seit vierzig Tagen die Stadt verlassen, nur sehr wenige Leute sind zurückgeblieben. Ein deutsches Dementi. Berlin,' 6. Mai. (WTB.) Die aus Amsterdam dev» breitete Meldung englischer Blätter, wonach ein Holländer im Austrage des Staatssekretärs v. Kühlmann einer hochgestellten Persönlichkeit der englischen Regierung bestimmte Friedensvorschläge gemacht habe, beruht auf völlig freier Erfindung. Die an die Meldung geknüpften Schlußfolgerungen der englischen Presse erledigen sich dadurch vvn selbst. Berlin, 4. moi. Der Unterstn-a tssekrvtär rm Auswärtig«« Amt FreiheiTr v. d. Bus sche-Haddenhausen gewährte einem Dert'eier von W. T. B. folgende Unterredung: Lord Robert Cecil hat es für nötig beftnrden, sich ein«! Vertreter des Rsuttnschen Bureaus kämmen &u lassen, um sich ihm aegenüber über eme angeblich bevorstehende Friedensoffensive Deutschlands zu äußern. Der englische Blockademim'st« gehört Zu den englischen Staatsmännern, die ihre Stimmen zu erhebnr pflegen, wenn die englische Regierrrng rn irgendeiner Ui^rgcnehnsen Lage durch Redensarten das Master trüben möchte, um ungestört darrn fischen zu können. Mit seinen Aen^runse» pflegt es dibei Lord Cecil meist nicht sehr genau xu nehme». Bekanntlich ist er es genasen, derpie Lüge von den Kadaverver" wertungsan st alten mid^der angeblich bcabstchtiglrn Ern- fühnmg 'der Doppelehe in ^teiltsÄand politisch .ruszuTvertenl versuchte. Lfträ) das phantastische Märchen von den angebliches Plänen Deutschlands in Ostsibirien hat Lord Robert Cecü seinerzeit in durchsichtiger Absicht zur Wahrheit zu stempeln ^versucht. Neuerdings erklärt Lord Robert Eecil, Deutschland werde nach etwaigen Misrerft>lgen seiner Waffen im Westen zu einer vornehmlich gegen England gerichteten FrvwenSofftnsive seine Zuflucht nelnnar. Englische Staatsmchni-er sind in diesem Kriege bekanntlich schlechte Pvrpheten gewesen. Lord Robert Cecil spricht daher aus Erfahrung, wenn er es ftir äußerst unvorsichtig erklärt, irgend etwas, was mit den: .Kriege zusanmvenhängt zn prophezeien. Seine Lleußerung gegenüber dem Neuterschen Bureau ist daher nicht als Prophezeiung Über ein ihm unbekamrtes Verholten der deutschen Regierung an szufasten, sondern sie nruß wie alle Aeußerungen englisch«- Stt.atSmäevrrer, in erster Linie nach den mnerpolirischen Vor- HR Missen Englands und seiner Bundesgenossen beurteilt werden. ^ Es ist bekannt, daß die Erfolge der deutschen im Westen, die noch keineswegs ihr Ende ct> reicht haben, bei der Entente einen genaltigen Eindruck hervorgerusen haben. In England ist man sich in weiten Kreises darüber llar, daß d« Entente schon mehrfach den pshckwlogischen Movlcnt zu einem Fri-edensschlnß verpaßt habe. Tie Schuld daran wird den Regierim«?en der W-estmächte in die Schuhe geschobeir- die sich, wie die bedmnten von ihm abgeschlossenen Geheim verträgt beroeiseu, imperialistisch.' Eroberungstziele gesetzt lysb^rx, um derentwillen sie den Krieg bis zur völligen Niederlage der Gegner wcitcr- fuhren wollen. Man richtet Fragen au Herrn Lloyd George, der dieses Verhalten rechtfertigen soll, aber Lloyd George bleibt seinq Anlloort schsidig. Hrrrn Elenwnceau macht man zum Vorwurf, daß er in halsstarriger Berfvlgimg unerreichbarer EroliernngSpläne der französischen Nation rr-citeres Blutvergießen nicht ersparte. Die Be- lMiptisig Lord Robert Cecils, Deutschland lverde, der Not ge-^ horchsnd, eine Friedensoffensive unternehnien, weim es ihm räckL gelänge, die Verbilndeten niederzukämpsen, ist das neivste Mittel, mit dem die EntentestnatsmMrner das Kriegsfeuer ihrer Völker^ deren Glaube an die Gerechtigkeit ihrer dfleitm Sache im Schwürden ist, anZnfeuern suchen. Möge sich das englische Volk mit solche« Manövern auseinandersetzen, wie es wll. Vorderhand haben die Waffen das Wort. Es gllt, den Vernührungswillatz unserer Feinde^engen unsere Existenz und gegen unsere Nnveri sehrtheit mit Wptem Eisen zu brechen. Gewaltige Erfolgo l)abcn wir erreicht und wir MtcEat mit festem Vertrauen auch izi die Zukunft. Eine Aeußerung Slopd George». Rotterdam, 7. Mai. (WTB.) Aus London wird fa* richtet: Lloyd George, durch einen Vertreter des Reu- terschen Bureaus nach seinen Eindrücken bei den alliierten Heeren befragt, erklärte: Ich habe Fock), Haig, Pctain, Pershing, Bying, Rawlinson uird andere Offiziere, die wichtige Posten begleiten, gespwchen. Alle sind voll Vertrauen. Ferner sprach ich eine große Anzahl von niedrigen Offizieren aus ihren Trnpperwerbäirden, auch Soldaten, die in den letzten sechs Wochen in der Feuerlinie gelegen und cs dort gewiß nicht leicht gehabt hatten. Llber auch ihr Vertrauen war wunderbar. Bei ihnen gab es weder Pazifisten raxfc Pessimisten. * . * Englischer Bericht aus Oftafrika. vom 3. fei. Der Vormarsch tonferec Wbvmien an der KSsti dauert seit dem 27. April auf einem sehr scktvierigar (Wäre*» an, das mit dichtem Gestrüpp und Bamdusnohr und SüntzchR! frfrsft üh Eine imstwer ^LbterkwEN, die die ftiudl^he ! emgefrolt hatte, b»e ihren Nücktzug txm nach Nammyo aa g^tüh rte. erbeutete euren bedeutenden feindlichen Trrmspv'tt mit Mengen txm Vvvräten sowie eine gLNHS Munitionsreserve mt die deutliche Klemme, llnsere berittenen Jnst»»ter^epnbahndirn,w.i konnten reitzzeitig die Befehle der höh eren Führung zum HerMttrane'Lvtt'' von Verstärkuirgeir aus- gcmhrt werden Unter Einbuße vieler Mensch« und zahlreicher Mttermbst flutet der Engsänder zum Jordan zurück, hart bedrängt von unseren siegesbewußten Truppen. Im eoyelnen konnte bie Beute noch nicht fescgeueill werden. Auf dem weMrck)M Jordanier lebhafte Artülerierätigkeit und erfolgreiche, Ltzatrvuillinunternchmungeu. Bon uns »vurdc ein feindliches Flug- tzeug nach Luftkampf brennend zum Absturz gebracht. Mf den übri gvll Fvorrten ist «e Lage unverändert. Da« Kabinett Wekerlcö. Ms-^uüavest. 7.Mai. (Ung. Tel.-Korr.-Bureau.) Nach «attermechungen werden in dem umgestalteten Kabi ^bkerles Fmanzminister Dr. Vopovics und Hon vedmmifter Baron Szurmah, Ackerbauminister Graf Sere- Ntzi. vandelsmiinster Sztcrcn»!, Minister am vuslager Gras So»sernahrungsnttiuster Fürst Windischgrätz und der neue Munster für Kwatien Dr. Unkechäuser ihre Portc- st- dkholten. tzinaeaen werden Fnsti,minister Baz- Graf Apponhi. Minister des Innern -jau, ebenso die beiden Minister ohne Portefeuille Graf Moriz Esterhazy und Bela Foeldes ausschciden. Der 5eekrieg. Nene U-Doot-Erfvlge. Mai lWDLi An der WesWste Englands wunden neuea-drngd versenkt 16 500 BRT. Sämtliche Schiffe ? lncr beT Dampfer wurde aus einen, stark geircherten Gele»t^ug herausaesckstisf^u. Der Chef des Admiralstubes der Marine. in levvnvtgem Zusammenarbeiten stehen. Jedoch soll jeder Be- rutdveig durch ihm nahestehende Persönlichkeiten vertreten werden. Tlve knappM Papiervorräte dürfen nickst wvhllvs verteilt werben. Ern feiler Maßsüab muß angewendet werden. llngleickstnäßige Be- llestrung ist eine Folge außergeivöhnlüher Beanspruchung der Transportmrttel durch Bedürfnisse des Heeres. Aeina th (9iatl.): Die ganze Reichs Politik muß der deuftck-v!, MillswrrtsckE unterstellt werden. Ter Wiedernufp»u oev Ain^enl-andels inuß sthrellüens erfolgen. Mitteleuropa ist kein hcnvvrchmder Ersatz. Tie Ententedroh'.mgen mit dem Wirt- faMtsrrreg fürchten wir nicht allzusehr. T-ic deutschen Auslands- Forderungen. hättm bei den Ostfri^-enssch^üssen besser Vertreter werden müssen. Tic Kraft der deuckchpir Industrie ist nicht ge- voochen. .vlan befreie sie mir von ihren Fessän. Das Gewerbe muß wieder das Rocht zu einer Turchschnittspreisbildung erhalten. Der Schleichhandel soll bereits die Hälfte des reellen Handels aus- n««'en. Tiefer nwvalftck;en Verwilderung muß entgeaengearbeitet wevdeii. Lv^wre bisher kann es nicht bleiben. Abg Lchiele (Kons.): Wir rechnen mit dein Wirtschafts- mich dein Kriege. Im Wirtschaftsleben kommt es auf freie Persönlichkeiten an.. Eine weitgehende Beeinflussung durch de,: <^st>a>at ist damit incht vertreten. Wir besitzen genügend Schi.ffs- vaum ,ur die Uebttgaugszeit. Die Vcrsügamg über den Schäfsrrum oar, nur cm Laichperständiger ausüben. „ (3entr.) bciwniÄ die svzialvolitlscheu Aus- gaben des Re,chzw,rtsckpsts.nnts. Wünsck^nslvert ist eft» ständiger Nevchstagsausschuß für SoMlpolckik. r ^bo. nt i b t • ©erlm (Sv-.) fordert reichsgesetzlick)« Regelung des Arke-üsnachwerses. Tos Saus veuLogi sich aut Dio-May, S Uhr, MÄterberavmg. LÄuß 7i/i Uhr. Der tzauptaurschiiß des veichstugs nnd die verhültirisse in der Ukraine. Aus dem Reiche. Palars bert Gene-ralstabsvvrtraa und bei, oortrog des R<-,ll,E,ylerS Dr. Grasen v. H c r t l i „,, Ber li ir, b. Mar. Dre hrsherigerr Saminlunqen für litten ^ ein « Mb. Deutscher Reichstag. 159. Sitzung, Montag oem 6. Mai 2 Uhr ^ ^ M^wirts^stsumtes auf W^rknüp, R^Ämrtfchaftsam-tS Frmherr v Stein- AE sotl dem Nc°>^:mrkwvfts nrmmg taml iä^ dabei keine Rücklicht Berlin. 6 Mau lWTB.) Bei Beginn der herrtigen Sitzung r A anptaus, chu sse s des Reichstages machte Gcnc- ^-L^^borrch vertraulicbe Mitteilungen über das noch nicht vattfMerte Berirer Abkommen mit Frau krei ch,betr. Aus tauiM rvn dir, egsge sangenen und Zivil internierten. Untcrstaats- von dem Buss che verlas folgendes Telegramm «ÄBo-tschafters Frhr v. Mumm: Es hmrdeit sich um etn reines d r ^ 1 JS: n,Ilften:u , in ' bestehend aus lauter mich politisch «rbers- oenkenven, mmehmbaren, reifen und tüchtigen Mämiern. Alle ^rben sich aus den Gru,rdgedmrken des Hetmans gestellt: Das Erhalten und starken der nattonalen Selbständigkeit der u E ^ 1 «S, Anschluß Mi die Mittelmäck>1e, insbesondere e ErlllMlugeii abgegeben warse»i. Jin Anschluß lstecau bemerke Freiherr von dem Bussche: Ich habe inzwiichm über de»i .Hetman Sk"ro- E folgendes in Erfahrung gebracht: Ter frichere Bot Gatter Pvurtates hat ihn persönlich gekannt. Herr Äwopadski »st fcbenfo me »eine Frau cm überzeugter Deutschen ■ T tl. U ? , 'E dein eben verlesenen Telegramm worden Sie er- whe,» haben, daß die desinitch abschließende Ministerliste zur Zeit .ioch nicht vor!legt. Aus eine Anfrage des Wgeordnete»» Erzber- ger ^llarte der Unterstaatssekretär, daß SkoropadsU Ukrainer und mast Russe ist. prenhischer Adgeorünetenhaur. 143. Sitzung, M-mtag den 6. Mai 1918, vorm. 11 Uhr. Am Ministertisch: Dr. Drews.. Die zweite Lesung der Vorlage über die Zusammensetzung des HerrenhauftS tmrd beftn § 4 (Vertretung der Selbstverwattmrgen und der großen Berrcke) fortgesetzt. ?^ ntra fl Br nun (So-?> »oill die Zahl der Vertreter der Städte mit mehr als 50000 Einwohnern auf 48 und 3 feftsetzen. der ^.Li»dwirtschaft nur 12 Vertreter, den Arbeitern dagegen 48 nnrctumkn uno die Zahl der Angestelltenvertreter auf 24 erhöhe»!. En» Antrag Aron so hu (Vp.) »vill die Bertretting der Stndt Berlin von zwe» auf drei Mitglieder erhöhen. Ein Antrag o daß die vorschlagsberechtigteu ürnidguter sich nicht 50. sondern nur 25 Jahre im Besitz derselben Famil»e befinden müssen. Ern Mstrog Dr. Po r sch (Ztr.) verlangt, daß diese Güter auch schon bei der Größe von 5 ha statt Mindestens 15 ha »vahlberechttgt sein sollen. Er »vill fevrier die -d-ahl der Vertreter der beiden chrisllichen Ztzrrchen von 16 aus 32 erhöhen. Ein »oeiterer Antrag Awnfohn (Vp) »oill die vorgesehene Arbeitervertrettrng von 1 6e Gedanve niarschiert. Dbg.^Le»v»n (Vp.): Im .Herrenhause ist »nan den Grundsätze»» le^r ctboeitcis Dre Ausschußbeschlüsse bringen noch lauge nick-t die »Vtwcwige Gerechtigkeit, es »vird 15 000 landroiittch.F^ licklen Betrieben dieselbe Vi'ttvetung gegeben, wie der gesantteu Ar- veiter,chatt. desl-alb ilt der Eintrag, die Zahl der Arbeüer^mst» An- gestellter»vertteter zu erhöhen, berechtigt. , r .^ bel lUnabh Soz.): Tie Junker »vollen rm Herren- hau)e die allmächtigen Herren bleib-en. Dieses Herrschaftsmstrmneiit muß zerttümmert »oerden. Tie Kirche verdient nicht, km Herrenhaus vertreten zu fein. Mg. Grono ws ki (Ztt.): Wenn jenrand durch seine Rckrerr das gleiche Wah^rckst gefährdet hat, so ist es Herr Strobel. (Zu-- Ittlnniung.) Diese Beichinipfungen der Kirche müs'en die christlichen Arbeiter abstoßen. (Abg. Strobel ruft: V^ksoetrug! — Ordnungs-- ^ Blzepräftdenten Tr. Porsch.) Herr Strobel »ockl bewußt das gleiche Wahlrecht oer.ncksten. folgt die Abstimmung über die Zirsammensetzuna des -verreuhauies. ^m »veseEchen »Een die Beschlüsse des Aus- M.»ve^au»E erhalt^ Fi'tt die 48 Besitzer von berechtigten- ^airdguten» wird die Große von 15 Hektar auf 5 Hektar l-erabgesetzt uw) der Gound-,teuerreinertag von 150 auf 75 Mark. Ter Zer^ ttumsanttag cai\ Verdoppelung der kirchlichen Vertreter wird ab- geiebm, desgleichen^ der Antrag auf Erhöi>ung der Zahl der Ar- berterr>ei7tv-ter von 16 auf 36. LlögÄelint >oftd auch der fvrtschritt- lrck-e Antrag, der Presse, den ReckstsanwMen und den Aerzten eine ^bnderr Vertretung UrzugeUehen. Ebe»»so »vird abgckehut, der N^^.§erlm drei Vertreter zu geu^ähren statt zn>ei. § 6 über die korngllchen^Beruiwigen wird zurückgestellt. Zu 8 9 bviründet , u.og. Hrr i ch (>oz.) einen Lllttlmg, die Präsentation in Berlin Nnwer dem Mag»!trat »»nd den Sladtverordneten ziu überweisen. Dassel (Bp) begründet einen gleichettigen Anttag, nachdem auch die Präsentation ftir die übrigen Gcnneinden nicht nur auf die Bürgermeister beschräntt wnHen soll, stmdern auch Ehren- veam-e vorgefchlaym werden können. . abgelehnt. §9 »virdangenonnmir. ebenst, der »üejt des Gesetzes. Um 4 Uhr wird ein vom Abg. Fu hrmiann (nakl.) aesüellter Bortagungsantvag abgelehnt. ^ Auf Anregung des Bizepvüstdenten Dr. Porsch »vird be- schloßen, letzt zunächst über die verfassungsrechtlichen Siche- z^ver^^n^ug auf-Kirche, Schule und Wahlkreisemteilunrg .... . E den Konfessionellen Ehawakter de» öffentlichen ^^ltmlen wwie die Zuschüsse dos Staates an die Kirch in der Verfassung stchllg-en, desgleichen die Wahlkreis- ihre Abänderung mir mit einerSlimmew- ^^hei von Mw» 'Drrtttln ermöglicht ist. Ern Mittag Dr. Bredt (fk.! verlangt dieselben Scherungen für das Gemeinde-Wahlrecht. T ^ (4^-) Ürllt fest, daß seftie Freunde un- bedrngt diese ^.axrungen Ordern, aucl> »venn das Pkurallvahlrecht Migeführt^ werden »vürde. ^'^ll'^^^sJnirern Dr. Drews: Die Regierung »vürde voraus,lchllrch bevett fern, auf de»» Boden dieser sogenmrnten Siche- tuligeu zn tteten, wernr dadurch ein Zustxrndekmmnen des Verfaß ungs-ResvrmU'erks »m gan-ze»» in einem! Rahnien, der für dft rliegrerung annelmroar sein würde, gesichert »vürde. Abg. ir. n. Heydebralnd i lions.): Die Tragiveite dieser utzecnngWl kann man nickst überselMi. Richtiger ist es das tllrmL m *** SSllr5eI fafTen uni> r!eich- Wahlrecht abM- ^ l) ** bmt mKÖ ^ drS Tas Haris vertagt sich Dwnstag 10-/z Uhr: WeiterbcMtumg. Lchiluß di/i Uhr. 21»»» Stadt »,„v Land. Gießen, den 7. Mai 1918. ** Beförderunjs. 0!esr. Karl Jafkottrskt,, In- "?i^r des Sisern-u Kve»srZ. irmrde zum Nnkw»fsi»ier be> sordert. ^ Verlauf von 9« r ft aus uittcrroertiaeit r ' 11 ü r5T n Verkauf der Wurst aus unterwerngru Rin» ,'tudet Mittmvch den 8 d M in den bokauntm «er. i^chdcNeu gvAen Abgabe der WurstmarSen sür die 18. anv 19. Woche für satntliche zjmöilf B-^rrke statt. - Warnung. Wir ,verden um Aufnahme folgender Zeilen gebeten: Es ist das Gerücht verbreitet, die f^ma .^Bei^intgte Getreidehändler G. m b H. in Gießen" sch an den Kanuten Getreide- und Aiehlschlebrrngen in Assenheim Dreses Gerücht ist unwahr. Weder die als Kmmnisstonär und Gcschastsabtellung d«S Kvmmunal!. vewandes Gvehen tätige Jtrina „Vereinigte Yietreidchündi- lech noch eines iT;rer Mitglieder ist in die Anqchegenheit irgendime verwukelt. Es wird daher vor Wetterverbreitung lenes Gerüchtes bei Meiüung sirafvechtltcher Verfolgung hiermrt nachdrücklichst geivarirt. ", Inng d eu tschland. Die nächste Hauptversanrm» lung fandet greilag, 10. Mai, im Kaiserhvf statt. Siehe Anzeige. ** Von der Direktion des Lichtspielhauses wnnten M-r Unterstützung bedürftigln: Knegsgefangr.mei: der K megL-gefangenenfürsorge des Roten K.reutzes 418,30 Mark uberwiesen lverden. Da dieser Betrag ausMieblich für bedurfttge Kriegsgefangene aus Oberhessen Verwendung finden wrrd, »st dieses schöne Ergebnis belvnders m be- begrüßen. ^ ** Wunderbares Maiwetter brachten uns die ersten Tage des Wonnemonats. Diesmal ist cs genau wir im vorigen Jahre. Mit dem 1. Mai setzte schlagartig das schönste Wetter ein. Nur besteht insofern ein llnterschicd als diesmal schon alles grün ist. Da das Erdreich vollchmmen mit Feuchtigkeit gesättigt ift, so wächst jetzt alles mit außer- ordentlichcr Schnelligkeit. Di« Kastanienbäume haben ihre rötlichen und wsißen Blütenkerzen aufgesteckt, der Flieder verbittet kmt ®ufte täglich vermehrt sich der Reichtum an Blumen aller Arb Aber auch an Grünfutter herrscht kem Mangel, was im Interesse unserer bisherigen kärglichen Milchversorgung allseitig zu begrüßen ist. ** Sammlung wildwachsender Pflanzen »nd Früchte ure Wildinnl« e. G. nr. b. Berlin W 35. Am Micl-bad 5, Ul mri Zu rnniruwk des Kr^ÄrrnäbruugSamts von I« CjCnm ^ “* mit der ^rniMung allcr ii-ildw'-ultendM VNanZe»i, Boereii, Frücht. Mze, Kräuter, Säule-! rewii und sonstiger, deur sreieu Zugriff unterliegender Natur, erzeugnrsie zur Verwertung beouitvagt. Tie GrseNschrst sucht geeignete Lehrer, Förster, Kaufleute, .Händler ,rnb sonstige Zu. teve»senten als Vettvauensmümner und Sa.mmellecker. Sie gibt die ^ L-crmmelgegenstände an ©eim'mbm, BswörmtckitZverbände pnd foitlftcje Großv-erbrauchw ab u»id sieht Ans»vck)e»-u 7 igen entgegsr. perner ivoklm sich Jnbaber moderner, lcistimgsf.lln/ser Fabriken zum Vetmahlen. Häckseln nnd Schneiden von WildnmchtS melden. ** D a s K r e i s b l a t t Nr. 51 enthält Verordnungen über: Sckpchbedarfsscheinc, ?lbgnbe von Brerriispiritus. fefyc mit Eiern, Feldb-ercirckgung Etttngshausen Landkreis Giekk». ** Oppenrod, 7. Mai. Musketier Heinrich S ch»n idt erhielt das Eiserne Kreuz- 2. Klasse. ** Münster bei Lüh. 6. Mai. Sergeant Slfugiist Sieg er» hielt das Kriegselchmzeichen ür Eisen, mit dem Eisernen Krcur und der Hessischen TapferkeitsmedaAe »oar er schon ausgezeichnet ver»niscl>ee». * Ein Flug über den Gipfel der Junakrau. Dem L -A wird aus Basel berichtet: Der in Thun statio- mertc Milrtarslieger Sch adler überflog den Gipfel der Jungfrau ,,, einer Sohe von 8 00 Metern über der Berg spitze. Er fuhr e m fernem Doppeldecker den Flug- zeugkonstruktrur Hae,el, als Begleiter mit sich. Zu dem Höhenflug brauchte er eine Siundc und 13 Minuten. Die Zungfraujpltze »st damit zu»n ersten Male überflogen worden- Bekanntmachung. In unser Handelsrec;iste! Abl. B wurde heute bezüglich der Firma Mitteldeutsche Credilban' Frankfurt am Main, Filiale Gießen, eingetragen: Das Vorstandsmitglied Kommerzienrat Konsul Artur Sieben zu Frankfurt am Main und die stellvertretenden Vorstandsmitglieder Kommerzienrat Sieg fried Pflaum und Eugen B?ittekind, beide in Nürnberg, sind ansgeschieden. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 23. März 1918 ist § 18 Abs. 1 des Statuts (Zahl der Aussichtsratsniitgliederf abgeändert. Gießen, den 3 Mai 1918. 3470B _Grvßherzogl. Amtsgericht. Verkauf von Wurst aus nuterwertrgen Rindern. Der Verkauf der Wurst aus unterwertigen Rindern findet Mittwoch, den 8. de«. MS. in den bekannten Verkaufsstellen neuen Abgabe der Wurstinarken für die 18. und 19. Woche für sämtliche 12 Bezirke statt. Personen anS den Bezirken 7—12, die ibre Wurstmarken bereits vernichtet haben, erhallen die ihnen zusithende Menge gegetl Vorlage der Lebensmiuelausweiskarte. Giesten. drn 6. Mai 1918. 34676 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). kinclen Sie bei uns in reich- S. Damen-Hüte in den Preislagen von 22.00 bis 12.50 M. Elegante farbige und schwarze Formen in Bast, Borde, Litze von 28.00 bis 12.00 M. Große Auswahl in sämtlichen Putzzutaten BetarMtmachmig^ Bett: Blihabloiter. Ich veriveise auf die Bekanntmachung deS Grosch. KreisamlS Giesten im Kreisblatt des Gteyener Anzeigers Nr. 49 vom ds. MtS. Giefzen, 4. Mai 1918. 34686 Der Oberbürgerrnersber. I. V.: Kren-ien. Ho!zveestesgertmg Versteigert werden: . ... Montan den 13. l. M. aus den Domauialwald dlttrikteu Hege 2 und „31 Uc Unner" 14: Stämme: Eiche 3. Kl. 1 St. - 1,27 Fstm.. 4. Kl. 13 St. —6,51 Fstm.. 5. Ki. 10 ©t = 4L37 Fstm.: Kiefer 3. Kl. 2 St.--2.15 Fstm., 4. Kl. 2 St. -1,45 Jstm.: Scheiter Rm.: 30 Buchen. 124 Eichen: Knuvvel »tu.: 28 Buchen, 53 Eichen. 9 Kiefer. 26 Fichten. iWcffifl fRui.: W6 Buchen. 259 Eichen. 58 Kiefer, 352 Fichten: Stöcke Rm.: 22 Buchen. 54 Eichen. 19 Kiefer. 72 Fichten. Zusammenkunft im Distrikt „Alte Unner" 14 auf der Alte-Unner-S:raf;e um 10'/, Uhr vormittags «vor behältlich etwaiger Zngversvätung). Nähere Auskunft erteilt Grosth. Forstwart Räuber. Treis a. d. Lumda. Giesten. den 6. Mai 1918. Grosth. Obersörsterei Treis a. d. Lumda. I. V.: Traut wein. 3458 6 Holzversteigerrrksgen der Gräflichen Obersörsterei Laubach. I. Montag de» 13. Mai, vorm. 10 Ubr, nnvorgezeigt auf der ^chretnermühle. aus Revier Oberseen, Distrikt: Wimerberg 2 u. 4. Mnshau 1, 2. und Kendeirain: Buchen Rm.: 18 Scheit 2. Kl.. 8 Prügel 2. Kl.. 17 Stöcke. 3 Reiservrngel: Dlstrikl: Petersmald 1, 2. 3 u. 5- Buchen . : . - clicit 2. Kl.. 12 Krügel 2. Kl.. 40 Rener- luiiflc . > acl Rm. 37 Eiche- «meist abstg.«. 4 Erlen tauiio.), 3 ichlen. 3 Kiefern: Distrikt: Schorüberg 1. 2 u. 3. '.Achten Rm.: 1 Sck'eit. 55 Prügel. 22 Stöcke, aus Revier Freienieeu, Diitrikt: Weidenau 3 u. 4, Herruz,,',en. Altenhau. Tränkbach und Steinbiegel. Scheit Rm.: 15 Buchen, 2. Kl.. 2 Birken: Prügel Rm.: v Bucken 2 Kl., o Birken 1. u. 2. Kl.. 1 Erlen. 3 Fichten. DllstriklJnfenhau, Wetterauerberg 2, Ziegenberg 1. 2a: Scheiter Rm.: 24 Buchen 2. Kl., 1 Ahorn: Prügel Rm-- 1» Buchen 2. Kl., 13 Eichen 2. Kl.. 0.6 Kirschbanm. 6 Fichlen. 0.!« Lärchen: Distrikt: Kreuzseenberg 5. 3 u. Ccheil Rm.: 10 Buchen 2. Kl.: Prügel Rm.: 3 Buchen, 0ch Eichen, 19 Fichten. — Rot unterstrichene Nummern kommen nicht zum AuSgebot. Kohlreiser und Lesholz slächenweise. u. Dienstag den 14. Mai. vorm. 10 Ubr. auf dem Lagerhaus unvorgezeigt aus Revier Jägerhaus; Distrikt: Klrchberg 4a: Scheiter Rm.: 3 (rd.j Kirsch- bäum: Prügel Rm.: 49 lteils Buchen, Kirschbaum, 'i-ä" m ^olcbbolz» 2. 5kl.: Stauimrcifervrügel Ho Hera in, Schmitlhain. gudjöoU und Strickberg: Scheiter Rm.: 3 Buchen und r 7 9 Buchen, Nadel- und Weichholz 3 Hl: Di, tri kt: L ngeibach 1, Schifsenberg und Roch 2: ^chcrter Rm.: 2 Buchen 2. Kl.: Prügel owfci* ^i.adel- und Wetchbolz 2. Kl 2 Abt. .Koblreiser aus Ktrchberg 1, 4a und Frelenleener Thomasbtegel. Blau unter,tttchene Nummern werden nicht veriteigert. — AuSNevie, (tzonterö'kirchen, Distrikt: Birken. Wallen- berL ^orikmlese. är>emgärtnerskopf, Brühl, Eielskops und Feidchen: «schelter Rm.: 3 Blichen 2. Kl., 4 Eichen 2. Kl - Stammrei,erRm.:36BuckeniSchl^len>:Distrikt: Giehern. Seekops. Hölzchen, Dörnberg: Scheiter Rm.. 1 Buchen *£- : 10 buchen 2. Kl.. 1 Eiche; Stöcke i2V * «l* cn \^ ot unterstrichene Nummern kommen nicht zum Aufgebot. 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Kl.. 131 Buche r «Sk ?- Kh lrnüvpel Rm.: 14 Buche 1. Kl., —■" K 2 ^ Kiefer, 2 Lärche, 41 Fichte. ÜSftWi«- IZ'Li'e. Reisig Rm.: 197 Buche. ^.0 E,che. t, Lärche. >stöckc Rm.: 26 Luche 1. Kl., 14 ^$*2. Kl.. 55 Eiche. 6 Lärme. 66 Fichte. nndet im Saale des Mastwirts ^ichelsdori Natt. Blau unterstrichene Nummern Verkauf. Kauiliebhaber werden er- der VerUetaernng auznsehen. Nähere n lU l .* ö ? r Holzseher Wilhelm Blum zu Eidiels- b et&iZrt 't 1 'sahn iai V0Tieiat - : ' 4S0ß Gr. Oberförsterei Ekchelödorf. Walter. Holzversteigerrmg de» 14. Mai i. »d., uummtaflö 10 Uhr arilangend, sott IN dem Wohnbacher- Vemerndewald folgendes Bau- und Nutzholz ver- 1. 2. 3. 4. Kl. Kl. Kl. Kl. 5. Kl. 6. Kl. 4,95 Festm 1U0 „ 26,67 42,82 „ 13,69 32,39 6,18 r 66,62 „ 4,58 „ 1,36 3471 Inhalt steigert werden: 3 Eichen-Stämme 21 49 26 140 l 3 Buchen-Stämme 183 Fichten-Srämme 40 Fichien Derbstangen •) Lärchen Slämnie «i, ist am Eingang'des Waldes au der Strafe Wohnbach-Münzrnberg Großherzogl. Bürgermeisterei Wohnbach. Kratz. I 2 Zimmer | 3»»!iertc Hs-Mnrsche ges. Babubosstr. 39. E ». oim Für einzelne Dame zwei leere Zimmer, Kammer. Keller u.Küchenant., abaeschl. Borvl. z. verm. Angeb. unter 01502 an den Gien. Anz ^ Möbl. Zimm®r\ Möbl.Zimmer z. vermieten 01449 Gr. Steinweg 12 p. 3'5-2oir.-Wodvg. von kleiner Familie oh. Kinder z. 1. Juli zu inieten gesucht. Angebote unter 01482 an den «Äieh. Anz. Schaffnerin sucht zum 15. L od. 1. Juni ein iiivlil. Sirumcr mil Üojt. Ku erfragen i. d. Geschäftsstelle des Gies;. Anz. 01447 Mob!. Ziiüiütt gesnA lwenn mögl. mit elektr. Licht» far^lkademiker. Angeb. unter V1477 an den Gien. Anz. Hübsch möbl. Zimmer, mögl. sep. Eingang, sofort gesucht. Angcb. mit Breisang. unter 01470 an den Gieü.Anz. Ziivktl^. CkM«s-iäcr wnucht Stcinstr. 35. 01496 01143 Müller. Wolkeng. 23. Fü r kl. La u d wi rtsch a ft w ird ein Arbeitcr aes., der auch imstande ist. mit einem Vierde umzugehen. H. 8ek»L,r & sci!s!cr-Rii!klli.s>l!!e ver bald, bzw. zum 1. 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Nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief heute morgen 10 Uhr mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der treubesorgte Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager im 38 Lebensjahre Friedrich v. Düring Qießen (Wetzlarer Weg 17), Betzdorf, den 5. Mai 1918. Im tiefsten Schmerz: Elfriede v. Döring geb. Andree und Kinder nebst Eltern und Geschwistern. Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 4 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen. 8401D Statt jeder besonderen Anzeige. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meinen treuen, heissgeliebten Mann, unsern herzensguten, unvergesslichen Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager, Onkel und Paten Heinrich Ludwig Nicolaus Lehrer i. R. gestern früh 8 V, Uhr nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden, im 73. Lebensjahre durch einen sanften Tod in «Le Ewigkeit abzurufen. Namens der trauernden Hinterbliebenen; Die tiefgebeugte Gattin Luise Nicolaus geb. Etling Glessen, Steinbach, Romrod, Wolfach i. B., den 6. Mai 1918. Beerdignng m Steinbach am Donnerstag, 9. Mai, nachmittags 3 Uhr. Von Beileidsbesuche» bitten wir absehen zu wollen. Statt besonderer Anzeige. Meine liebe, unvergeßliche Frau, meine gute treusorgende Mutter Frau Margarete Haupt geb. Volk wurde am 5. d. M. im 48. Lebensjahre durch einen sanften Tod von ihrem schweren Leiden erlöst In tiefem Schmerz: Oießen, Landgrafenstr.4, Carl Haupt, Fe!dw.-Leutn.z. Z. im Felde den 7. Mai 1918. Frieda Haupt und alle Angehörigen. Die Beerdigung findet statt Donnerstag nachmittag 3 1 /, Uhr auf dem Neuen Friedhof. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 3488 Am Montag nachmittag ist nach längerem, schwerem, in grosser Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, meine heissgeliebte einzige Tochter Martha Freitag geb.Windecker im festen Glauben an ihren Heiland, Jesum Christum, den Gekreuzigten und Auferstandenen, selig entschlafen. Ludwig Freitag, Pfarrer Luise Windeeker geh. Molly. Holzheim, den 7 . Mai 1918 . J 3490D Die Beerdigung findet am Himmelfahrtstag, nachmittags 2 Uhr, in Holzheim statt. • Tcdss-Änzsige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe, gute Frau und treubesorgte Mutter Fra« Auguste Rück geb. Kunz nach 9 tägiger schwerer, mit grosser Geduld ertragener r Krankheit im Alter von 48 Jahren in die Ewigkeit ab- zurufen. Um stilles Beileid bitten die tief trauern den Hinterbliebenen: August Rfick, z . Z. im Felde, nebst Angehörigen- Giessen (Liebigstrasse 66), den 7. Mai 1918. 8486 Die Beerdigung findet Donnerstag den 9. Mai, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen herzlichen Dank die trauernden Hinterbliebenen; Katharine Belloff geb. Rühl und Söhnchen nebst allen Angehörigen. Oppenrod, den 7. Mai 1918. 01481 flrinflcmacbt u. trocken, cmp= feit Käserei Sommerkorn 3484 Bleich,trabe 10. wenig gebraucht, tu gut. Zustande, abzngeben. Liebigstrabe IS Fernsprecher 77 |*VE R SC H?E d'e w ES** | Bei der 50erVersammlung amSamötaaabend 1 schwarz, steifer Hut, Marke „Arieula", am 3. Haken vertauscht. Bitte um Rückgabe tin 01472 lEontLreiker. kW. Stetem» bat noch ewige Tage im Monat für RevtslonS- und Abschluhtätigkett frei. Anfragen u-01208 a. d. Geschäftsstelle d. Gtehener Anzeigers. ^Rechtsschutzftelke. Frauen u. 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Es ist dringende vaterländische Pflicht, das; alles Reisig geliefert wird. August K o nrad ,13 u n jeen h ( “' BeateLUor Äulittplav ittr OberUmao oui angrausoada Baku Nr. 106 Swetter B?aft Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, r. Mai 19X8 Aus Stadt und Land. Gießen, den 7. Mai 1918. ** Amtliche Person alnachrichten. Bestätigt wurde am 1. MM der von dem Herrn GraKen Au SolMs-9tödekheim in Afferchttm ans die erledigte -weite LchrerMle an der Volksschule zu Assentzttm im Kreise Friedberg Präsentierte Leihrer Philipp Sdäottner daselbst für diese Stelle. Am 23. v. Mts. wurde der Banklmchhatter bei der Landes- Hypothekenbank Justus Fischer zu Darmstadt vom 1. Rdai 1918 an bis Kur Wiederherstellimg sturer Gesundheit in den Ruhestand versetzt. ** Jungwehr: Mitttvvch abend 8Vr Uhr Antreten in der Obervealschule. ** Rotes Kreuz,. Bon der Verband- und Kranken-Er frLßhungssbelle des Roten Kreuzes am Bahnhof Gießen wurden im Monat April 1918 an 1269 durchreisende Soldaten und Verwundete Erfrischungen verabreicht, die Scrnitätswache führte 965 Transporte aus und hat in 225 sonstigen Füllen Hilfe geleistet. **Oefsentliche Bücherhalle. Im April wurden 1780 Bunde ausgeliehen. Davon kamen auf: Erzählende Literatur 1050, Ztttschttften 206, Jügendscbriften 172, Litera turgesrlmhte 13, Gedichte und Dramen 27. Länder- und Völkerkunde 43, Kulturaeschiichte 19, Geschichte und Biographien 83, Kunstgeschichte 10, Na tntvusseu schuft und Technologie 76, Heer- und Seewesen 6, Haus -und Landwirtschaft 5, Gestnidheitslehrc 2, Religion und Philosophie 40, Staats- Wissenschaft 11, Sprachwissenschaft Fremdsprachliches 15 Bwnde Nach auswärts kamen 4 t Bäjndo. ** R ü ck f ü h r u n g von Leichen. Um den Wünschen von Angehörigen der auf dem westlichen Kriegsschauplatz Gefallenen zu entsprechen, hat es sich nach einer Mitteilung des Kriegs ministes riurns wider Erwarten ermöglichen lassen, die verhmrgte Sperre aufzuheben und Rückführungen von Leichen — soweit es die Be- tttebslage und KampsverhalMisst erlauben — widerruflich bis zum 31. Mai 1918 zu gestatten. Falls die in letzter Zeit aus militärischen oder Verkehrs technischen Gründen abgelehnten Gesuche aufrecht erhalten werden, sind sie unverzüglich bei dem Stellver-, tretenden Generalkommando erneut einzureichen. ** Erzeugerrichtpreise für Gurken und Kür - bisse. Die- Revcktsstelle für Gemüse und Obst hat im „Reichs- anzttaer" Nr. 102 nunmehr auch Erzeugerrickstpreise für Gurken und .Kürbisse bekannt aemacht, die als Grundlage für die von den ottlickion Prttskommijsionen aufzustellcnden Höchstpreise dienen. Sie geben den Anbauern Anhalt spuntte für die voraussichtlich zu erwartenden Höchstpreise. Tie Höchstpreise selbst iverden kurz vor der Ernte bestimmt und bekannt gemacht, damit das voranssickstliche Ernteergebnis berücksichitigt werden kann. ** Schwarz-Weiß-Licht spiele, Seltersweg 81. Bon heute ab gel-anch der dlnsklärimgsfilm „'siegende Sonne" zur Aufführung. (Siehe Anzeige.) lieber das eindrucksvolle Fllmwcrk schreibt z, B. die ,,München-Augsburger Abendzeitung" u. a.: .Inszeniert von Tr. med. Maschke, ist mit er Mitwirkung des deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose der von Robert Heymann gelieferte Text zu einem bekehrenden Film' verarbeitet worden.' Während der Zuschauer der dramatischen. Entwicklung voll Spmruung folgt, prägen sich chm in ergreifendes Weise die ersichtlichen 'Merkmale der l^ermttickischerr Bolkskrcmikheit, der Duberkuuose, ein. Er lernt die großen Besieger dieser Krankl>eit: Luft, Licht inrd Sowi" und zweckmäßige Eruährimg in der Praxis kennen. Der Segen dcs^S-matottums wird jedem Beschauer fühlbar, der die Scharen twn Tuberkulose-.'Pranken vom zartesten .Kindesalter an gefangen bis zur Reist des Lebens in ihrer allmählichen Genesung beobachten kann. Wohl selten wird die Propaganda für eine edle Sache so wirkungsvoll durchgcfühtt worden sein, mic gerade lster in diesem Film, bei dem Wissenschaft, Belehrung uird Unterhaltung in engster Berbindimg miteinander stehen." Starfenburg und Rtzeinhessen. . I. Darmstadt, 7. Mai. Ein „Postkuriosum" ist hier zu verzeichnen Dieser Tage erhielt ein diesiger Einwohner einen Ge- burtstaqsglückwnnich aus einer Postkarte, die nach dem Aufgabe- ftetnpcl im Januar 1 9 1 0 hier aus geneben war. Sie hat also im reinen Ortsverkehr fast 8Vs Jahre gebraucht, bis sie ihr Ziel erreichte. Das „Kurioseste" aber war, daß die Post auch noch Strafporto erhvd, ivell die Karte ungenügend ftankiert war. Jnznnschen ist bekanntlich das Porto erhöht worden. Dassen-Nassau. ~ Fran kfurt a. M., 6. Mai. Geheimer Justizvat Dr. tzumser, eine der bekanntesten Persönlichkeiten Frankfurts, ist Sonntag früh im Alter von 82 Jahren gestorben. Humstr, der der natwnalliberalen Partei angehörrc, präsidierte fast 30 Jahre der Stadtverordneten Versammlung. Seit längeren Jahren war er auch Vorsitzender des Nassauischen.Kvmmunatlandtages. mr. Frankfurt a. M., 6. Mai. Regierimgspräsidvnt Dr. ^«Meister, Wiesbaden, besichtigte Freitag nachnntdag die vollständig zerstörte Umsormerstation aus dem Schillerplatz und sagte die Unterstützung der Regierung bei dem schleimigen Wiederaufbau zu. Jnzlmschen ist es dem Elektrizitätswerk gelungen, durch pwvisorischen Eiubmi neuer Schaltimgen von den 36 Straßenbahnlinien der Stadt nahezu 20 in Betrieb zu setzen. Der Betrieb kann aber nur mühsam auftechterhalten werden und in absehbarer Zeit ist an einen anstrichenden Strahenbahnverlehr in Frankfurt nicht zu denken? Utf — Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 6. Mai. Augenblicklich schweben Borberatungen über die Errichtung eines städtischen Trinkerheims in Vellindung der Anstalt für Jtte und Epileptische. Bor allem gilt es die. Frage zu lösen, ob das Heim in Fvankfurl oder auswärts inrtergebrachl iverden soll. ^Frankfurt a. M., 7. Mai. Die durch die Explosion im Lotraßenbahnbetriebe hervor gerufenen Störungen sind bereits wieder so weit behoben, daß 60 Prozent aller Straßenbahwvagen! wieder in Betrieb genommen werden konnten. Infolgedessen kommen auch die von der Eisenbahndirektion eingelegten Sonderzüge nach den Vororten vom Dienstag ab wieder in Fortfall. .— Frankfurt a. M., 7. Mai. Baurat Hermann Ritter ist im Älter von 68 Jahren in Bern gestorben. Von ihm stammen bitte hervorragende Frankfutter Bauten, so die Frankfurter Bank, Diskonto-Gesellschaft, Providentia. Als Hofarchitekt der Kaiserin Friedrich schuf er auch Schloß Friedrichshos bei Crouberg. Am bekanntesten ist Ritter, der lange Jahre Direktor der Baugesellschaft PH. Holzmann war, durch die Erbaurmg der Repräsentationsbartten der Bagdadbahn geworden. = Wies baden, 6. Mai. Der neue HettNann der Ukraine- Skoropadski, der in der heutigen "Sitzung des Hauptcms-- schusses des Reichstages von berufener Seite als ein überzeugter Deutschenfreund geschildert wurde, ist weder ein Russe noch ein Ukrainer, sondern ein Wiesbadener Kind. Seine Mntter schenkte ihm in Wiesbaden während eines Kuraufenthaltes vor 44 Jahren das Leben. Skocopadski selbst I>ot oft mit seiner Gattin in deutschen Kurorten geweilt, zilletzt noch vor fünf Jahren in Friedrichroda. Während er sttbst nur gebrochen deutsch spricht, ist seine Gattin, die deutsche Erzieherinnen hatte, des Teutsckien völlig mächtig. j$ericbt*faai. I^Da rmstadt, 7. Mai. (Strvskammer.) Bon der Wttch- und Schließgesellschaft in -Offenbach wurden zwei (fß'wohnhetts- einbrrcher, der 41jährige Maschinist Edmund Remhold^Schm id 1 hrnld der 39jährige Gelegenheitsarbeiter Georg Heinrich Zimmer bei der Vorbereitung eines Eiirbruchz beobachtet und dann von der Polizei feslgenonrmen. Die Haussuchung urrd das Geständnis eines -Stiefbruders dos Z., des 27jährigen Karl Heinrich Fin-, kernagel. förderte eine lange Liste von Einbrüchen zutage darunter die Plünderung einer Billa, deren Besitzerin verreist war. Hier wurden Neider, Wäsche und Lebensmittel für 10000 Mark erbeutet. Sonst wurden in der Regel .Hauskeller heim- aesucht und Wein, .Konserveir, Eier u. dgl. mitgenommen. Tie -L'achen wurden teils' verbranchit, teils veräußert. Wäsche und Kleider fand man zum Teil noch vor. Gs ist zweifelhaft, ob man allen Ernbriicheir der Bande auf die Spur gekllnnmen ist. Sch. und Z. erhielten je 8 Jahve Buchthaus' und 10 Jahre Ehrverlust, F., der von den anderen verlertet nnrrde mü> nur ein> paarmal dabei wax, kam nrit 1 Jalw 6 Mvnateir Gefängnis davon. Tie Ehefrmren der drei wurden wsgm Hehlerei ver- urtellt, urtd zwar erhielt Frau Z. 10 Monate, Frau Sch. 8 Rüo- nate und Frau F. 6 Rdonate Gefän-gnis. — Der 16 Jahre alte rückfällige Fabrikarbeiter Mb. Karl Speck von Oberst^nn wurdss nrit einem inzwrschm zürn Heer emgezogeiren Genossen am yellicht-en Tage ertappt, als sic niit einem Dietrich in Offen*, bach in ehre Wohnung >eingcdrungien waren und Stiefel stahlen. Dp. erhält 6 Monate Gefängnis und wurde in Zwangserziehung, untergebracht. Syielplan der vereinigten ^ranfsntter 8ta»ttheater. Opernhaus. Mittwoch 8. Mai, 7y 2 : „Ter Zigeunerboron". Donnerstag 9.. 7: „Tie Gezeichneten". Freitag '10., 71/2: „Rigoletto". Samstag 11-, 7hr: „Höllisch Gold". Hierauf: „Das Mädchen von Elizondv" Sonntag 12., 7: „Die Gezeichneten". Montag 13., 7V2: Sonder- dorft. f. d. kriegsbeschäft. Llrbeitersch. (Kein Kartenverk.) „Die Fledermaus". Tieirstag 14., 6: „Die Wakküre". Mittwoch 15., 7Vs: „Tie Rose von Stambul". Schau splelhaur. Mittwoch 8. Mai, 7^: Zum 1. RLal. „Der Urfaust". Goethes Faust in urspritngl. Gestatt. Donnerstag 9., 7: „Der lebende Leichnam". Freitag 10., 7y 2 : „Ter Urfaust". Samstag 11., 7yz.- „Tic Austreilnmg". Sonntag 12., 31/2: Volksvorst., Ä. Pr. „Tau- ntulus". 7: „Ter lebende Leichnam". Montag 13., 71/2: „Cla- vigo". Dienstag 14., 71/2: „Der Urfaust". Mittwoch 15., l l / 2 : Neu emstud. „Jugend". vermischte-. * Saarbrücken, 6. Mai. Die Sttefmutter des vor einigen Jahren ermordeten .Kindes Erna .Kretschmar hat auf den: Sterbebett bekannt, daß sie selbst bas .Kind getötet und beiseite geschafft bat. Schon während des Prozesses gegen den Metzgcrssohn Jakob Maurer aus Heusweiler vor dem Schwurgericht tvar der Verdacht gegen die Stiefmutter ausgetaucht, mußte aber mmrgels schlüssiger Beweise fallen gelassen werden. Tiefe Tat hat auf eine sonst unbescholtene Familie furchtbares Leid gebracht. Vater und Mntter des Vtaurer starben aus Gram, und wie verlautet, soll auch der Verurteilte, der damals mit knapper Not der Todessttafe errtgin^ und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, vor einiger Zeit im Gefängnis gestorben sein aus Gram über die chm tvidersahrene Schmach und iroch vor dem Tode seine Unschuld beteuernd. Gietzene» Uonzertvereil«. Gießen, den 7. Mai 1918. Das gestrige Sonderkonzert zugunsten des Roten Kreuzes reihte sich in bezug auf ki'mstlerische Höhe des Gebotenen den Veranstaltungen des Winters würdig an. Vor allem hatten wir Gelegercheir. uns an Herrn Alfred Stephanis sonorem Baß zu erireuen, bei dem sich technische Meisterschaft lmd Mvolle Bortragskunst schön die Wage halten. Das Beste bot der Sänger wohl mit seinen Schubertliedern. Mit überlegener Ruhe, warmem Empfinden urrd schwrmgvoller Begeisterung vorgetragen, hmterließen sie einen vorzüglichen Eindruck und fanden lebhaftesten Beifall. — Ter Künstler sang dann weiterhin noch 3 lleinere Lieder, von deiion Hugo Wolfs reizender „Wufifant" und Schumanns gemütvolles „Lied eines Schmiedes" sehr wirksam zu Gehör karnen, während K. Sommers ziemlich wertloser „Odysseus" höchstens der En1sal1un.g der prächtigen Stimme ein dankbares Feld erössnete, im iibrigen es aber nur zu einem äußeren Erfolg bringen konnte, so daß nuin lieber ettvas anderes an seiner Stelle gehört hätte. Fräulein Gertrud Geyers buch vom Wiesbadeiver Hos- Iheater sang im Weifet mit .Herrn Kämmersmrger Stephanf moderne Lieder von ibtax Reger und Joseph Marx. Jlw glocken- «mer, gickgeschulter, sehr schmiegsamer und doch auch der nötigen^ FAle nicht entbehrender -Doman, erwies sich m Technik und Aortrag den gestellten hohen Anfordecimgen durchaus gewachsen. Bon dm Liedern Rdai Mgers. eczietten das beliebte „Mariä Wrv gentied" und dtL' bedeutende „Der verliebte Jäger" wot^l ote stärkste Wirlui-.g: äußerst i'ckMwriqen „Rvien" wurden großer Hingabe gesungmi, traten aber doch gegen die Mideren Mrück, da es hi^r an der rechven e^nheillicheii Grund-, Mimnung fehlt und »er Koniponist zu sehr den einzelnen Worten Ehgegangei, ist, also mehr in Straußscher Manier schreibt. — ©unc seltene und überaus schätzenswerte Gabe waren dann die 3 LnD>er von Joseph ^Narx, das sehr ohrenfällige „Japanischs Regeiitted , wie mrch das „Windräder" betitelte, in dem die wloristrsche BehaindluTig der Mavierbopleitung bis zu höchster Feiinieil entwickelt ist, ohne daß ievoch die Gesamlstimnrung da- durch beeinträchtigt würde, schließlich das die volle Eigenart des Koinporntteii schön erschließende, schtvungvolle ,,Der Ton". Mit deli Liedern von Joseph Marx erntete die Süngeriii mtt Recht besonders lebhaften Applaus. — Am Schluß ver«sti«ten< sah beide stimmen züm Bortvag zweier Duette, von denen namentlich lhas aus der „Zauberftöte" Mspruch ans eine abgerundete Leistung erheben konnte. Herrn Professor T r a u t m a nn war im Klavierpart diesmal bei Marx und Reger eine besonders schwierige Ausgabe erwachsen, der er sich jedoch mit gewohnter Meisterschaft entledigte,' so Verbals er zu seinem Telle dem gemrßreichen Abend zu einem schönen Enolg. Das Publikum aber verlangte seine Zugabe, ob mit Recht oder Unrecht, tvollen wir rricht entscheiden; jedes Falls al>er liegt darin immer eine Elwung des ausübenden Künstlers, und die Fälle sind selten genug, tvv ihr nicht in der erwarteten Weise ent- sprochm wird. E>r. G. R. * Gorthrs „Urfaust". = Frankfurt a. M„ 6. Mai. Ein literarisches Uwkum geht am Mittwoch zunr ersten Male über die Schauspielhausbübiie, Goethes „Urfaust". Lange bevor der Olympier das reichste deutsche Drama der Welt schenkte, hatte die -Sturmnattir des lungen Goethe sich schon an der diästerischen Formung der Faustgestatt versucht. Ms 26jähriger schrieb er im elterlichen Hause am Hirsch- graben die erste Fassung des Faust nieder, den „Urfaust". Ein dichterisches Erzeugnis, zwar behaftet mit den Fehlern der nach Schönheit und Gestaltungskraft ringenden Dichberseele, aber schon in allen seineii Teilen den Meister, das Genie, verratend. Mehr als 100 Jache war dieser Faust versichollenr, bis ihrr der Berliner Literaturhistoriker und Goethe forscher .Erich Dckynidt uw j.885 im Weimarer Olvethe-Archiv fand und 1888 darüber eine Sttidie veröffentlichte, die in der literarischen Wett gewaltiges Aiuftehen erregte. Dieser Urfaust war allerdings nicht von Goethes Hand geschriebeir: nur eiiie Abschrift der T-ichtung aus der F^>er der Weimarer Hofdame Frl. von Göchihausen lag vor. Em Zwerg zwar ist dieser Urfaust mit seinen knapp 400 Prosa- und rund 1450 Derszellen gegenüber den 4600 Versen des klassischen Faust, erster Teil. Der Urfaust atmet unverkennbar Frankfurter Luft. Viele seiner MlTdrücke sind der Frankfurter Machart entnommen; die ganze Dichtung jst gärender Wein, Sturm und Unrast, urwüchsige Kraft der Sprache, der die feingeschliffene Feilung des Meisters fehlt: trotzige Gewalt glüht aus den Versen, Unkenntnis der Manschenseele. Und doch spiegett sich in diesem Erzeugnis schon in baufeufc Formen der spätere ftafnfcfjje Faust. Wie stark ragt aus ** Umwandlung vvn Eilzügen in V-Züge. O-Züge sind bei den Reisenden im allgemeinen beliebter als Eilz-üge mit ihren Mteittvagen, deren Tiiren unmittelbar ins Freie führen. Zu der geplanten Neuregelung des Schnell zu g sv erke hr s gehört auch bekanntlich die Msicht, Eilzüge aus verhältnisniäßig kurze Berbttchnngen bis etwa 200 Kilometer zu beschränken, größere Entfernnnge^i aber mit O-Zügen zu bedienen. Wie die Beseitiguilg der ersten Klasse in Scl)n-ellzngen, so kommt auch diese Maßnahme im irenen Fährplan vom 15. Mai znrn Teil schon zur Durch- füchrnng. Es kann dies jetzt um so leichter geschehen, als die Fahrpreise für beide Zngarten z. Z. dieselben sind. Es werden zahlreich Ellzüge in O-Züge nmgeivandett. Letzte Nachrichten. Dev neueste LZericht -er Heeresleitung. (WTB.) Großes Hauptquartier, 7. Mai (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An den Kampffronten nmr die Artillcrietättgkeit in den Morgensttmden lebhaft. Tagsüber blieb sie meist gerinq. Auf dem Nordufer der Lys scheiterten Vorstöße englischer Kompagnien. Zwischen Ancre und Somme setzte der Feind auf Braye zum nächtlichen Angriff an. beiderseits der Straße Corvie—Brape konnte er unsere vordere Linie erreichen, im übrigen brach der zweimalige Ansttrrm schon vor rmseren Posten verlustreich zusammen. Der Artilleriekamps hielt hier bis zum Tagesanbrrrch in großer Stärke an. Südlilli von Brimont sttcßen Sturmabteilungen über 'den Aisne-Kanat in die feindliche Stellung bei Courcy vor und brachten Gefangene zurück. An der übrigen Front vereinzelte Vorfeldkämpfe Osten. In den Hafenanlagen von Marinpol wurden wir durch russische Schiffe beschossen. Mazedonische Front. Starke englische Mteilimgen griffen gestern abend bulgarische Stellungen südlich vom Doiran-See an. Sie wurden abgewiesen. Asiatischer Kriegsschau platz. Der Vorstoß euglischer Brigaden von Jericho ans über den Jordan nach Osten und Nordostcn ist zum Scheitern gebracht worden. Nach erbittertem, ftinftägisem Kampfe wurde der Feind in seine Ausgangsstellungen zunickgewor- fen. Teile deutscher Tnlppen haben sich hierbei an Seite ihrer türkischen KAmeraden hervorgetan. Die den Engländern abgenonnnene Beute ist erh'blich. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * * * Die Behandlung der Irländer durch England. Berlin, 6. Mcri, (WTB. Nichtnmtlich.) Wie die Eng-s länder die Irländer behandelrr und mit welch großen Strafen sie die geringsten Vergehen belegen, beweisen die vitten in Schottland zu Zwan gsarbeiten unter gebrachten Jr- lärrder. In London allein sind 13—14 000 Irländer, die wegen Betelligung an Unruhen in Irland zu zwei Jahren Arbeitsdienst vernrtellt wurden. Sie wettren bei Tage ztu mistrenaerr-' den Arbeiten herangezogen, cckends werden ihnen Handfesseln angelegt. B e x l i n, 6. Mai. Die Ernennung des Feldmarschalls F r e n ch zum llnterkönig vmr Irland hat in England rrm so mehr überrascht. als es allgemein für wahrsckieinlich gehatten wurde, daß ein Politiker, der die Lage und Möglichkeiten Irlands genau kenich für dieseir Posten gewähtt werderr würde. Schioeizer Blätter bringen Meldungen von neuen Unruhen in Irland. Obwohl der direkte Drahtverkehr zwischen England und Irland pvlttisch so gut wie gesperrt sei, wird doch die Berl>aftmrg von mehr als 200 politische Führern in Irland bekannt. Dxr ftanzöfische Fliegerkapitän Mantsu vermißt. Genf, 6. Mai. (WTB. Nick-tamtlich.) Üöach einer Meldung der Agence Havas meldet das „Echo de Paris", daß der Flieger- stlpitän M a n t s u von einem nächtlickMN Streistzuge nicht zur ück- geöehrt sei. Die dkotlage der Znttmgen in Spanien. Amsterdam, 6. dRai. (WTB. Nichtamtlich.)'Nach erirem hiesigen Blatte meldet Reuter arrs Ädadrid, daß die sparrische Regierung einen Gesetzentwurf eingebracht, in dem emgesehäi! wird, der Notlage der .Zeitungen durch die Gewährung von Anleihen abzuhelfen. denr Urfaust die Gestalt Gretchens hervor als ein eigenstes Gebilde des Dichters, das von keiner späteren Umfornruirg übertroffen, eher gemildert ward. Gretcheu steht im Urfaust vor rms gls' die Mördern!, wie sie damals im zeitgenössischeir Drarna beliebt war, während der spätere Faust sie als das blonde schlickste Bürgermädchen mrs vor die Seele zanbett. Auch Faust und 9Rei)histvpheles sind in ihreri Hauptzügen ftr beiden Dichtungen die gleichen. Jim Urfaust fehlen der Prolog im Himmel, der Osterspaziergang, die Hexercküche, die Walpurgisnacht u. a. M. — Diesem schlichten „Faust" entsprechend wird sich arlch die von Geheimrat Zeiß inszenierte Aufführrrng anschmiegeri. Man wird die große Form, in der man Faust sonst zrr sehen genwhut ist, vermissen. W'eder Stil rrioch Zeit, weder glänzende BühireiTechnik noch prunkender Szenenwechsel wirken diesmal auf das Auge. Wie der juibge Goethe uns 1775 seinen „zeitlosen" Faust gab, sv wird mau ihn sehen uwd sprechen hören. Nockx niemals zuvor wurde der Urfaust aus erirer Bühne gespielt. Es iorrd die erste Vvrstellnng aus dem Zyklus sein, den Geheimrat Zeiß unter denr Titel „Ter junge Goethe" gegenwärtig im Schauspielbause vorbereitet und in dem er der Frankfutter Gotthegemeikide eine Anzahl Dichtwerke aus des Dichters Werdezeit darbieten unrd. Aüs die Wirkung des „Urfaust" auf der Bühsre darf man gespannt seftt. s Georg Ohnrt f. Berlin, 6. Ndai. lPrch.-Tel.) Das „Berl. Tagebbll meldet mrs Genf: Ter Ronimrschriftsteller Gavrge Oh net ist im Aller von 70 Jahren in Paris gestorben. Georg Ohnet rvar in Deutschland kellr lmbekannter Seine Romane, die er zum Teil dann selbst dramatisierte, erfteuten sich nn Ottginal und in der Uebersetzung großer Beliebtheit. — Ohnet wurde am 3. Aprll 1846 zu Patts geboren. Er studierte die Rechte wurde Wvokat und wandte sich dann aus Nttgung dem Journalismus zu. Zunächst war Ohntt als politischer Redakterrr an verschiedenen Zeitungen tätig, ging aber dann ganz zur Belletristik über. Hier lag sein ureigmttes Ysebiet, hier leistete er Beveut ndes und hier fand er auch Auerkeunrurg und Ewfolge. Schon sein erster Roman „Serge Panine" l>atte einen durchschlagenden Ettolg Dem ettien Werk reihten sich bald andere an, von denen „Der Hiitteu- bescher" in Deutschland wohl das bekannteste ist. Die besten seiner Romane sind ins Deutsche übettrageu Und in einer SammLwg outt 6 Bänden vereinigt. rs Schwarz-Weiss-Lichtspiele, Seltersweq 81 Täglich erstklassige Künstler-Konzerte. ßiensfag. 7-, bis snkl. Freitag, IO. Miss 1 ..-—- 7 - UnwridernafSicb nur 4 Tage ===== Uraufführung des großen Kultur- und Aufklärungs-Films: Kaffee Astorla i Familien- und Waffeltag findet Mittwoch, 8. Mai, statt HOTEL SCHUTZ Heute Dienstag abends 8 Uhr s«4 Künstler Konzert 7? iegende Sonne!“ („ESie schwarze Gasse“) Drama in 1 Vorspiel und 4 Akten von Robert Haymann. ' Inszeniert von Dr. med. M. Maschke. Mit Unterstützung des deutschen Zentral-Komitees zur Bekämpfung der Tuberkulose. Ill der Hauptrolle:, ,BS 9 antha Oagüiofer“. Während der Zuschauer der dramatischen Entwicklung voll Spannung folgt, prägen sich ihm in ergreifender Weise die ersichtlichen Merkmale der heimtückischen Volkskrankheit der Tuberkulose dn. Er lernt die grossen Besieger dieser Krankheit: Luft, Licht und Sonne und zweckmässige Ernährung in der Praxis kennen. Der Segen des Sanatoriums wird jedem Beschauer fühlbar, der die Scharen von Tuberkulosekranken vom zartesten Kindesalter angefangen bis zur Rrife des Lebens in ihrer allmählichen Genesung beobachten kann. Wohl selten wird die Propaganda für eine edle Sache so wirkungsvoll durchgeführt worden sein, wie gerade hier in diesem Film, bei dem Wissenschaft Belehrung und Unterhaltung in engster Verbindung miteinander stehen. climnaar Mr. 22 . Lustspiel in 2 Akten. In Vorbereitung II. Film unserer Hia-Hay-fterie 1918. Täglich, ununterbrochen Vorstellung von nachm. 4 Uhr bis abends 11 Uhr. iiinniiuummiiiniuiHiunäinniiiHimimiTimuifnuiiuniummnuimiKnHmiii Kaffee Ernst Ludwig Inh.: Ans* Rath 30§5 •W Heute Komert =- Klaren© Konditorei. iiiBHiHiittniiHiniiimnmmiiflr.iiiiHiimiiiiHiiiiiHiiniminiifTT iinmmiifwunmi KAFFEE ASTORIÄ Familien-Konzert findet am Himmelfahrtstag v.abds.8 Uhranstatt Empfehle voriligl. Getränke, Torten u. Eis. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchbcratene Voranschlag der Gemeinde Stangenrod für das Nj. 1918 liegt vom 8. Mai d. F. an eine Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker heran- gezogen werden. 3455 Stangenrod, den 6. Mai 1919. Großh. Bürgermeisterei Staugenrod. K u a u ß. Mgliehtr-Lersaimlmj des Ortsausschusses Gießendes Akademische« Hilssbuudes Dienstag de« 14 . Mai 1818 , 12 Uhr mittag», kleine Aula, Ludwigstraße 23 . k ^19 8466 D 3. BorüandSwahl. 4. Anträge, Wünsche, Mitteilmraen. Der Vorsitzende: vr «isevin». Allen Freunden und Bekannten hierdurch die Mitteilung, daß wir die Wirtschaft S4ÄS Ludwigstrasse 6 (früher Wagner) übernommen haben. Gerhard Kämpen. Ecnpfehlunge Wasserglas vorzügliche Qualität, zum Eier-Einlegen Garaatol, El wie frUeh, Immer frisch, Elwol empfiehlt 3004* iri.-flrsF.fie Jam Sreüijitä? Krensplat» 9. 100 Postkarten Ji*- Blumen-, Lnndsch.-, Liebes-, Knnst-, Pfingst-, Kopfk. 5 M. Prachtsortlment 6 M. P. Wagenknecht Verlag, Leipzig. SS5 Sm M für 3X59 D Hiiieiibetrieii SctaiälSfelini FnitM i. ä. Jeder darf radfahren mit meinem erlaubnis- freien Original-Spiral' federreife« 7,75, Holz- reisen 6,L5. l».Haus-Taa' reifen 14.75 Elsrnriua k 11.-. ElaiU- scher Feder - Hol-reise« IS Mk., alle per Stück. Kann jeder aus jede Felge auflegen. Umtausch gestattet, also kein Risiko. Tausende geliefert. Wtederoerkä ufern Rahmt. SehlNw«. 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