»r. m Erstes Blatt M. )ahrga«g Samstag, 4. Mal *9$ t«r *k*W tPf^M ecS+ttni tdtlkb, « t« ©•ttnUMf. - Beilagen: •Ufcnwi HamMenUÜKer; KttitUü« f ät Icjb Lrrir Sieh». nunwtl. 1 1 M, vierteljährlich m. ».80; durch Adhoie- u. Zweigstellen rnot,«ut. Ult 1.10; durch die Psst 2.^5.3.K0»iertel- jährl. «usschl. BesteUg. Fermsprech - Anschlüße: iürdie Tchttst'ettarng 1 1 2 Berta-, H Zchätnftel! ckl Anschriit fürDrabtnach- r,chten. Anzeiger Liehen. psstscheckksA«: §r8sch- u.SteiKönräerei kl.Lange. Schristiritung, Seschästrjtelle ».Druckerei: Schuipr.7. Lmr^se rem tmzer «es s. die -zu*. e *-mim»'» *: t ii zürn 9lad)rntftcu» mtM ohne jedeBrrdvrdllchteck Sellenpreise: sür örtliche Anzeiyen Bi.,'sür au-ioLrttq« 30 Ps., Är Reklamen Akk. I.— ', bei Platzvor- schrist 20 °/ t Russciilaa. HauotjchristleKer: Au^. Goeiz. verantwortlich fürPolitck u. Feuilleton: Auq. S-oetz; rvtadt rird Land, Vermischtes n.A«- rtchtsiaal: W. Meter; Anzetgenteü: H. Beck; sämlilch in Gießen. Ein großer Erfolg m Mnland. VochenrÄckMS. K« den letzten, etts-Z ft-ofti^ FrMirrgskugen sttrd mich Xncltrtei Keime und Saaten gelegt tworben, die das Gedeihen des politischen Ackers in der Krtegszert mü der wLr ja noch eine gute Weile rechnen müssen, sici-ern sollen, fcrifr] bringt Leid, Nvt, Sorge, damit müssen nnx un5 mm einmal abfindcm, uni) befriedigt dürfen wir erst dann sein, wenn es gelingt, die lln-rfreulrch^tten aus das relativ gerttrgste Maß Zn lAeschrürcken. Im NeüüsrngsanS- seh»ch har am Mckttrvoch Staadosekretckr v. Wal dom über Stand und Aussichten unserer Ernährungs verhält- nisse gespwockrm, und daraus erfahren wir, daß auch nr Zukunft noch Knappheit der Vorräte und Eirrsckiränkungeii Art das Feld beherrschen werden, Immerhin besitzen wir fttr unser DurchHatten eine bessere OStönfitfi uni) größere .Aarheit, als sie der englische LrdMSmittelbv)ttwll«Lrr Rl)ondda seinen LenibSlettttn g-rbrn vounvo. Er hat dieser Tage die Einführung persöhnlicher Rattvniernngsbüchcr an gekündigt, offenbar weil das bisherige System nicht mehr ausreicht inri) weitere Arten von Lebensmitteln wegen ^nehmender Knappheit behördlich zugeteilt werden müssen. Herr v. Watd^v betonte besonders, daß unser Biel>bestand wegen des empfindlichen Futtermitlclmangels hat verringert wer- den müssen, und er konnte noch nicht mit Bestimmtl)eit sagen, ob wir nicht an eine vorübergehende Verkürzung der Ueischrationknr werden herantreten müssen, für den Fall, daß die erhoffte Einfuhr von 150000 Stink Rindvieh aus der Ukraine wegen DrcrnSPorcschwierig ketten nicht mög lich ist. Auch die Große der Brotrationen wird erst bemessen werden lönnen, wenn die Anfuhr von lleberschüssen aus der Ukruttve, für die ja jetzt alle Hebel angesetzt werden, hin- reichend verroirAuht ist. Da dre Ernteauissichten bis ieHt sehr günstig sichen, ist Lern 'Anlaß zur Beunruhigung vor- Händen. Mtt Holland, das ums bekanntlich für mcsere Nachsicht in feinem crzsvungenon Schiftahrtsabvmnrnen mit Errgünü» wirtschaftlich entschädige« soll, sind die Verhand- luiEr rsoch rrichr abgescl-öfsen; aber es scheint, daß unsere Regierung es hierbei an dem erforderlichen Nachdruck nicht fchlerr läßt, denn holländische Meldungen stellten oerckchio- deutlich die Lage als gespannt hin. Im all^ttneinen über- wtzrgt Me Erlwrrtung. daß es zu eurer baldraen Verständigung kommt. Auch mit der Schweiz schoeben noch wirb fchaftllche Verhandlungen; die Fragen über die Regelung der schoerAerif^^err Versargwig durch die Schiffahrt tmurixn. Wie vor einigen Tagen feslgesvellt worden ist, vorweg geregelt, um die Schweiz rächt in zu große Nöte zu versetzen. Hofferrtlich fördert sie für das bewiesene Erttgegen^ kvnrmen auch die wirtschaftlichen Vereinbarungen. Der Regierungsumskurz in der Ukraine wird vielleicht die Erfüllung der Wirtschaf ttupen Abmachungen erleichtern, denn eS heißt ja, die bisherigen Staatslenter wären durch Bauerndepikdierte, die in Kiew eingetvosfen seien, geMrzt wo-rderr. Ganz klar karrn man auf Grund der dürftigen Meldungen die dortige Lage nicht überblicken. Wir sind aber weit entfernt davon, etwa in der Art derjenigen Witter der Linken, die von dem Brcfter Frieücns- verttag Vv;i Anfang an nicht viel wissen wollten, weil er rächt genug Berzttl-lleistungen twu urrferet Seite enthielt, die Stirn zu runzeln und ftnsberes Pvovhetentunr zu entfalten. Daß wir um den Osten noch eifrig zu arbeiten, ja auch zu kämpfen haben würden, war ja vorauszusehen. Bequemlichbeit und Schm vor ge^oisselr Gdjßtncrig&nten durften beim Friebensschluffe nicht maßgebend sein. Wir wissen auch nicht, ivas es Ersprießliches bedertttur soll, wenn z. B. mit strafrichterlicher Mierre verlangt wird, der Reistag solle nach dem Rechten sehen. Wenn ihm, waS zu billigen ist, die erjvrderlicben Eirrblicke in die Berl-ältniffe gewährt werden, so wird er wahrscheinlich finden, daß sanfte lieber- redungskünste allein nicht z-am Ziele geführt haben würden, daß vielmehr durchgreifende Maßnahrnen, wie sie ^serreral- feldmarscl-all v. Eickchorn angeordnet zu haben scheint, einen besseren Erfolg versprechn. Die Weigerirug der Bauern, E>etreideüberschüsse abzüliesern und die neue Ernte vorzu- bereiten, ist ja oarauf zurüchprfühven, daß die bisherige ukrarTäsch „Regierung", die allerdings ans feuwra festen Füßen ftenti), es unterlassen hat, die Besitzverhältnifse und Landverteilmrg endgültig zu ordrren. Uttd dann hört bekanntlich in Geldsachen die E>emüllichkeit auf; der nkrainifche Bauer tvird seir.rn auch ihm anaeboreTren Egoismus eirt- wickeln, wobei die verfahrenen allgemeinen Geldverhälkniffe im Lande die Schviorigkeiten rwch erhöhen. Schlechte Tran^- portmöglichkeiten, K'vhlenmangel treten hemmend hinzu. Da ist es gar kein Wurlder, daß Meinungsverschiedenheiten austreten und Ministerstürze sich einstellen. Wir >vollen den deutsäDen Instanzen, die in der Ukraine nicht nur sür ein friedliches Arkurlftsverhaltnis tätig sind, sonder?i ganz be- svrlders der bremre-nden Nottvendigkeit dienen müssen, unsere Eimährungsverhältnisse sür die nächste 5Vriegszeit sickierzu- stellim, volles Vertrauen und auch eine germsse Belvegungs- sreiheit einräumeir. Es ist zuiäichst dirrchaus beruhigend, daß die ivcue Regierung in K'ie-v alsb,rld erllärt hat, sich auf den Boden des Brejter Friedens stellen zu wollen. .Heißer als diese auswiirngeu Fragen sind in dieser Woche imrerpolitische Dinge umstritten worden. Uni oie preußische Wahlrechtsreform hat es drei Groß- kampstage s;egebeir. Das Macordnettmlwus hat mn Dvimers- tag die Wuderhersdelluirg des 8 3 der Regierungs Vorlage, also das gleiche Wahlrecht, mit einer Mehrheit von 52 Sänrnrerl abgeiel/irt. Bei dieser Mc-lM)eit loa reu 32 Mitglieder der naticnralliberalen Fraktion. Es ist zu tyoffen, «nckrageS, der or-sEherrrtz die Mehrhett fand, irr der dritten Lesung nicht bleiben wird. Die Negierung hat durch alle ihre obersten Bertretrr erllärt, daß die Auflösung des Hauses ausgesprochen to-erden wird, falls sich aus dem Wege, das gleiche Wahlrecht durch geroisse „Sicherungen^' in yetnre umstürzendtm Wrrkrn^g zu mildern, nicht eine Verständigurrg ftnden läßt. Bei den Nationttlliberalen unäec Dr. Lohmann, dessen Varmiltlungsantrag abgelehnt rvorden ist, liegt die Entscheidung, ob eine Lösung zustarrde- Dannnt, ohne daß eht in jeder Hinsicht schädliche: Wahlkampf mitten äu Kriege sich vor ryeS auftut. (WM.) Großes Hauptquartier. 3. Mai. (Amtlich.) Westlicher KriesSschsu-lsh. An &en Srhlachtftor.rcu letzte der Anillenrkampf in einzelnen Abschnitten auf. Starker- Fruerivirkung folgten feindlickw Teilangriffe süürich von Virlers-Bretonneur und auf dem Westufer der Aure. Im Gegenstoß machten wir Gefangene. Im übrigen beschränkte sich dir Infanterie auf Erkundungen. An der lotlTringischeu Front hielt die rege Tätigkeit des Feindes an. Osten. Ukraine: Auf der Linie Jckaterino§law-Ch2r5oW sind wir in das Donez-Gebiet einurarschiert. Am Asowschen Meer haben wir Taganrow besetzt. Der Erste GrnerLlrmarsiennciftrr Ludeudorf f. m %cv Abendbericht. Berlin, 3. Mai, avenvs. (WTB. Anttllch.) Zn Südwestfinnland haben wir den FeirÄ in künftäg:§.r Schlacht bä Lahti und T a vaste hu s vernntz- tcvd geschlasen. 2Ü000 Gefangene. Dsu den «lderrn Kriegstchl uplü^n nichts Neues. * Der sflerreLchisch-un-arische r«sr»-erlcht. Wien, 8. Mai. (WTB.) Av.ttllch wird verlautbart: Gesürn fcna&' die Lkampfrüägkeit an brr ganzen ikvlien^. frhen Front zwischen den Fudikaricn und der Adria wieder beträrsttlich an. Am I.Lftri errang Oberlenttttntt von Fiats den Iß., 16. und 17. Luftsieg. Der Chef des Generalstabes. * Die Amerikaner in Frankreich. Ho a g, 3 . Mrä (WTB.) Der „N«noe Courcmt" ersLhrt von einen rächtdemsch gesinnten Holländer, der bereits vor der Kriegs-erklSrnng m den Verein inle.r Sroateu vvn Amerika war, es sei ihm aus guter Quelle beLrnnt, daß anss^mblicklich etTva 250(XX) bis 300 000 Amerikaner in Frankreich feien, die mdftatS im Sommer und Herbst 1017 dort hm gebracht Worten seien. Im Wärter^ erklötte der Holläirder, habe die T'.upveirde^ sördmmg infolge Sxl-isfsrcrum w.an gels so gut »nie gmrz still gelegen Vor 1919 rt>nt>e rmrat einte gröftne ameri kn irische Armee in Etr vv pa sein. .Tie Herstellutrg von Unisorrnen, Rtuniäon und Geschützen gehe so langsam von sdatter^, dctß die mnerilanisclZcn Soldaten in Frankreich cm allem Mangel hätten und die Lebensinittel- sorgen der Alliierten noch vergrö^rten, rvorüber besonders die E/rgländer sehr trrr&mnnt seien. Tie featba-^ren in Amerika sicheren außer Staäde, genügend Material xu befördern, so dalj »oder Bezirk der Vereiingtan Staaten Äärn^el an allem leide, der auf die In- »ord Zachrhr arogewiesen ser. Die Zrrfuhr Bunkerkohlen sei miTideslOts auf drei Monate im Rückstand. Auf der Streife Wastch^Vw»»--9dmyork stünden tauseirde mit Zlvhlen betad bu* Amerikaner eingesetzt wurden, standen bisher Afrikaner. Da über der, Abtransport der Asridmer nü'sts stem>Xdet wr-iä-e, ist anxmnchmen, fraß die ruses den Plm» für die Heeresverstärkung. Das bestehende Heeroskreditgesetz^ das vor» der Kommission bis »ur Rückvehr Bakers aus Frankrerch ch Anwendimg f-ebracht werde, sah eine Armee 'cvn 1 700 000 Mvnn vor. Rach ei'rer Kmtsrrrnz »nit der EenetSkvmiiäsjimr erklärte Baker, er habe nicht irgendeine bestimmte Grrnrp? für die Heeresgrenze diskutiert, »veil die einzige Gven^e dafür die Ädöglichkeit der Vir-i einigten Staaten sei, Manirsä-aften auSziurüsten tmd zu befördern. Baker war yu folgender Mitteiämg ermächtigt: Das Prvgrnmnk des Kriensdepartzn^teuts narrt* heute bei der Milüärbvmnässüm des £k*uV'S ei^gebnacht. Da bei routt* bestimmt, da st die Ausbildung der Mmnischasöm. die Vrnmetznmq des Heere», seine Ausrüiämg und Befördiruug so seln als möglich beschleurngt werden sollen. Eino Äcudetu7tig der DiensttllterSgre»rze lvurde rächt vvrgefchlagen. Eine englische Beurteilung der Lage. Bern, 3. Mai. (WTB.) Gardiner schreibt in der „Daily NewS" zur Kriegslage: Ter Feind l>at einen Erfolg erzielt. P'T“-; -7 (TVUUWJI. i.il AU. ^w’cu, an den hier vor K»vei Monälen niemand im Traume daß cS bei oex Annahme besJ Pluralstzsdem^ des Ausschuß-!gcdachr hLUa Wir hielten die britischeFrmä für n&DermunbJurr; ste »zpftre «S t^eOeicht oGvefae atitn W. VEÄ f^j ourchgesetzt hätte. Dir Rrederlage der fünften Armee brachte oai Feind in Schußweite von Amiens, die Niederlage der Porttgiesertz iu Schußweite von Hazebroucr und Bethune. Wir wollen urtS nicht einer Selbsttäuschung hingeben, daß wir „rLanmatzig^^ -urückgingen. Nicht im Ncanert der Stt»tegie ging die fünfte Armee in wenigen Togen 30 Mellen pnrfof, zoib dem Verlust von Zehw, tatrseiwen von GestrngeTun und unter der Ausgabe der Höhen, die ihre Kameraden in achcmoeuttiger Schlacln erkämpft hatten, Ti« wurde von einer Uebermacht überwälägt und mußten zurückgehen^ wobei ich von der höheren Führung gar nichts sage. Auch sätd die Porrugiesen nicht geslo-s-en, um den Feind in wrc Falle xr lvckne- Werdern «rs viel peinäädeven Gtrtisfoeci. Wb&fcter. txm bem Frontabschnitt d^s Vimy-RückkFrssindtwrr von den Höhen kennte** getrieben. Die vitale Bahnlinie Amiens—Bethun«—Hazebronck^ welche die sratrzosische Armee mit der briäschen und diese :chederma mit der Küste verbindet, ist in schwerer Gefahr. Ter Feind steht auf dem üxmnxi, dem ersten der stellen isotierttm Berge, derm Besitz nm xvenexbatbc UmgestaLtung ber nördtich-n F^rt yin) Folge haben dürfte. Dabei würde der ohnehin schon et n^ e e ngte Manövrierraum bei einem weitere n Geländererlust die doppelt verwickelte Operation des Kumpfes und des Rückzuges außerordstt^ lich erschweren. Der Kamps in Fiunlsnd. Berlin, 3. Mai. (WTB.) Das finnische Haupchuartise meldet: Bei Lahti zwangen die weihen Truppen de» Feind zur Kapitulation. 12 000 Gefangene lvurden gv- macht, 20 Geschütze, 200 Maschinengewehre und 1000 Pferd« erbeutet. In Savolak rücken unsere Truppen gegen &juöeUi vor. (Suche auch deutscher Abcmdbertchtt) Kopenhagen, 3. Mai. (WTB.) Die „Nanonal Ti- baibt" meldet aus Stockholm: ^Svenska Dagbladet" zufolge befindet sich in Helsing fors und Sv eg borg nun 11 000 gefangene Rote Gardisten Bisher habe« nur wenige Hinrichtungen stattgefunden. Biele Lesangote sind bereits fteigsgeben. Wiborg wurde nach elfstündiger Veschirßnng rär-, a-enonrmen. Die Stadt ist stark beschädiür. Die Laote Äard^ hatte 2000 Tote. ^Politiken" welder, dag InHelsingsvrS rirrc enit* yrprögt mouarchischeStirnmung fc rrftfe t soll. Zroj« scheu den Parteien ist eine Einigung sustandegetomTnen, ausgenommen mtt der junsftnnischcn Gruppe unter dem ftüho> ren Senator Stalb^rg. „PolttikenS" Kvrresvvndent in Kristiania erhält die Bestätigung der gestrigen Meldung von dem Ueberschreiten der norwegischen Grenze durch die russische Bevölkerung. Man habe norwegischerseits derartige Unruhen an der Grenze bt» ob achtet, daß man es für notwettdig gefutrden hat, Maß^ nahmen zu treffen, um die norwegische Mutralität zu sichern. Kopenhagen, 3. Mai. „Politiken" meldet aus Stockholm: Nach einetn Telegramm aus Finnlartt wächst di« Stimmung für die Errichtung einer finnischen Monarchie täglich. Alle Zeitungen von Helsingfvrs habe» sich nun dem Gedanken der Monarchie angeschlossen. Umwälzung in der Ukraine. Wien, 3. Mai. (Prite-Del.) Die Blätter erfahre vvg unterrbckfteter Sette, da,tz die ^ttreichs^uirgarrscho R» gierung die ebenso wie Deutschland die An,rottperhaltung der Ordmmg in der Ukraine im Auge hat, mit der dahrn- äelenden deutsckUNl MaßnalMe als mtt «trer durch däe Berhalttässe gebösenen Maßregel eäroersta-nden ist. Betch, zeitig stellen die Blätter fest, daß die Gestattung der Berhälb, nisse ift der Ukraine die in der Durckiführung begriffen« Ausfuhr von Lebensmitteln nicht beeinträchtigen werde. Wien .3. Mai. (PrivattesogreMM.) Die Blätter erVosrcn voy unterrichteter ^ukrainischer Sette, daß es suh bei den Vorgängen in Kiew räck^t um eine Ven«gung gegen die Mittelmächte bin* beite, ftnibem vielmehr gegen die jetzige Regierung, mit der ccklo Parteien unAuft-ieden waren. Die Bervegung entsprang dein streit wegeir der Agrarreform. Im Gn«llatz zu der bcherrschl-ndeA Partei, nämlich den S^ialrevoluticmären, die das Prinzip dar Enteignung des Prtt^rtbei'itz»rZ vers,.chten, wolslawow ist heute Mittag in Bukarest cingewofftn. Die Abordnungen der verbmcdeterr Mäclche sind fomtt iw izählig versammelt. NackZdem in den letzten Tagen verschied«te. wxh nick-t endgültig g-clllärte Fernem ihre Lösung gesunde,) haben, gehen bin BuLarrstrr Vcrhftntz» lungen Üpem Ende entg mclbimfl wurden auf der Konferenz von Delhi, die am 27. April tan Beisein des VizeVönigS von Andrei, eröfß» irct wurde, u. a. folgende Gegenstände beraten: Mamv> sck^ft'tergänzung, Beschränkung des Eismü>al^werüchrs, alv« gemeine Zbmttrvlle der Zufuhreil, Ellttvttllung d«S Schifte bES iutb tot Erzeugung t xm SebienSnritvckr irrftr Zkdtt-tzS- bedür,ntssen. Der türkische Bericht. Koustantinopel, 2. VJlai MTB.) Genevalstabsbericht. P«amnafrmit. Aus dem Ostufer dos Jordans nehmen die Aampse werter eirren für uns günstigen Verlauf. Vor rQrferen zähe verteidigten Stellungen verblutete sich der Engländer Qpterri in vergeblichen. bis #nm anhaltenden Stürmen. Starke in, östlichen Jordan-Becken nach Norden vorgestoßene Ka- valleri elii affen find von irrtfcreit rasch herdngeeckten Kräf- Len unter der tatkräftigen Ful/rung des Obersten Essad Bey emp- Nndlich gesckiilagen unh zur Auslosung gebracht worden. Anzahl Gefangene, sieden Feldgeschütze, ein schweres langes iseschütz., Pferde, Mluuirionswagen, ein PcnTzerkrastwageu und viel Kriegsmaterial sind bis jetzt cingebracht. Bei Amnron brachte ^es unserer Ungzenge zwei'feindliche Flugzeuge zum Absturz. De Insassen, vier englrsck)c Ossiziere, wurden gefangen genommen. Sonst nichts von Bedeutung. K o n st a n t i n o p c I, 2. Mai. MTB.) Meldmrg der Agence Milli. Wie unser Korrespondent in Saturn meldet, wurde eine aus 10000 Bolschcnncki bestehende Streitmacht auf dem Marsch von Misabethopol ausgehalten. Letztere erhielten Verstärkungen und schlugen die .Bolschewik,, denen sie 80 00 Gefangene abnahmen. Sie machte?, den in Baku stehenden Bolschewiki den Vorschlag, sich zu ergeben. Englischer Bericht aus Palästina V.'NN 2. Mai: Am 30. Aprck früh gingen unsere östlich dem Jordan befindlickieu Truppen zum Angriff über gegen den Feind, der die Hügel südlich von ES Salt besetzt hielt. Unsere berittenen gruppen wandte,? ,tch längs des Ostusers dos Jordans nach Norden und befanden sich bei Einbruch der Nacht widriger als 2 Meilen) rwn Es Salt entfernt. Bis Mittag haben wir 200 Gefangene eingebraclit. Meldungen der arabischen, in der Gegend von Maau operierenden Truppen besagen, daß im Berlmrs der rüngsten.' Angnire gegen die Eisenbalm von Hedschas in der Nähe dieser Station biÄ) Gefangene eiugebracht wurden. Westlich des Jordans rückten wir unsere Lucke bis aus eine Tiefe von 2 Mecken in dev Nahe von Mezrah vor. Nach einem leichten Widerstand des Feindes besetzten uni das Tors und das erhöhte Gelärlde westlich von Mezrah. Der Seekrieg. Neue N-Boot-Ersvlge. Beil in, 3. Mai. (WTB. Amtlich.) Eines unserer Unterseeboote. Kommandant Kapitänleutnant Neu re u- t e r arbeitete in der I ri scheu See und deren Zufahrtsstraßen mit gutem Erfolge gegen den Handelsverkehr unterer Feinde. Fünf bewaffnete, zumeist lief beladene Dump- ser und ein Segler fielen den Angriffen des U-Vootcs zum vpfer. Die Ladungen der Dampfer bestanden vorwiegend aus Kohle, ein Dampfer hatte Munition geladen und einer N'nrde aus einem stark gesicherten Geleitzug tzerausgcschossen. Namentlich festgejoelir wurde der bew-afsuele englisch' Dampfer , V ra ko n dalech 2093 Br.-R.-T. Im ganzen ^uwen nach neueingegangenen Meldungen der Unterseeboote -0 000 Brutto-Neglster-Touuen versenkt. Der Ehes des Admiralstabs der Marine Aus dem Reiche. Die „Sichenrugsanträge -es Zentrums zur preußischen Wichlrefonu. Berlin, 3. Mai. Das Zentrum hat nunmehr die k \ n 1 r a ( 9 € A ut /,( 3n l Gerung gegcnradi- ^ ? FolgendesglcichenWahlrechts" erngebracht. ^re haben folgenden Wortlaut: ^ 9rTvf V Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: dem 8 24 f rlbrigen wird die Abgren- »M.d« Wahlb ezirke oder dre VerteiL:mg der Abgvordnerar )X ^ ijCL iftumner eine StcknmQr- Mehrheit von */ 3 erwrderllch ist." *** ^! ß der- Abgeordneten wolle bei'chkießeu: fvlae^n 2: „Tie nack- der gegenwärtigen X ^r yfVFlb AerhÄünsses des Staates zur evangelischen ^/Esch-kntlVchchen .Krrche diesen Kircken zustehenden Bem^ nrne lCÄ Einkünfte werden dauernd Llfrechierhallen " ArtiLl rJ? 1!U£F wolle b-schliehm: folgenden llckire B vor ^ifd 1 cinjuiitfrnt: Ju der Vonassiingsurkundv ch^chgt: „Tie evangelische und die -^hicljc .jlirdK, sonne l-ede mckerc religiöse Gemaul- tchaft dleiden ,m Ä«5itz ruü Gr00; der für ihre Zckultus- Ur ttev - ÄrL ^.^dl'chrtszweche l'eslmunten Auftakten, Stifumgen und llchen^Zickchüs^"^^^ l>der Bererndarung feststehenden stuat- Exms der ALgwrdneten wolle beschließen: folgenden Artikel 26 der Ver- wchenden Absatz 2: Der konfessio- U5/le C hat* Ittt derösfentlichen Volkssch ulen ^d «ttspreck-end den Beitrnrmungen des Gesetzes betreffend die Unter- fc‘L^ .^kszchullm vom 26. Juck 1200 (Gesetz- Ws 4 «Eb-fchließm: in Artikels ®anrm^r r. ^ fallen: „Tritt die Erste «amm^r dain Bvichuß der Zwrrten naht bei, so findet nach BerEvg m ecknnn rs ReichstagrZ ^ Gctrnnkcstruern bat heute bri Bk- Staatssekretär Gmf v Roedern ungefähr Mgcnües rrNarl: Die künftige BeLstnng Ls Biele" würde ber einem Dreife tvm 60 'iarf W Pa^nt ,^ n 'ästigen künftigen Lasten^ Reich ^A^„ tV, ^ tnC ^ »" b°ch Die SchälSna E Ä wfbffPrfwT V 9>t ^ em '"kolg- der NeuhelastAng Sää ar ansnstA «Bn, SS5ü?,fiftg» M ''Ml r • o «v, . Umsatzsteuer. • Ntxn. Im Hauptausschuß des Reichstages wurde lMcte bei Beratung des U m f a k l e 7 5 U m e ^ ^ ^bgen Zentrum U7ch N■ fragt mrch Bergeltungsmaßregeln für im bruücke Bel)andLung deutscher Geja:rgQ«n m Rumänien. ... Legotumsrat Dr. Keller: Die erforderlichen Schritte die Schuldigen in unserer Hand sind, werden sie veurast. Be, den Berhcrndtmrgen mir RarmLnien wird tm übrigen Luhiw und Enrsck-ädigung für die Betwssenen gefordert. Die Schnl- cngen >rnd zu be,trafien. ^6- Ryssel (U. Svz.) wagt über das Verbot der Leipziger Garmsvn, die Leipziger Dolkszeitung zu lesen. ^ mJ crtr . e 1 e J bes Krieg smini fteriums erklärt, daß seit Monaten t^r Verkauf aller Leipziger ZeiNmgen durch ernenl Invaliden ui den Kasernen fveigegÄien worden ist. Hecks che r (Vpt.> fordert Vergeltungsmaßnahmen ^VM^dre Engländer wogen der Verwendung von Dumdum- ^ Omglischr Kampfesweise. General v. Wrisberg: Erm Untersuchung der Geschosse hat ergeben, dar; eine Papiereinlage besonders sch>L>lich svirkt. Diese enthalte zweifellos zah zum Niedergang des Bauern. Not tut enie weise Milch mg von gebiurden^er irrd freier Wirtschaft, von Ltaatssozialisnr.is und Konkurrenz,mrtsA»,st Wir haRm ein Vorbild ui der Reich5bank Rf.öge es dein Staatssekretär gelingen.' w:e de,!, Reul^bankpräsidenien, lwlkswirtsckpaftlicherr GZichtsvunk- ten g-egeuiiber den Spndickrte.r uitd llnternehuumgen der Jndltstrie zum Durchbruch zu verlielfen. Was dem Reick-sbcmkpräsidentön gelungen nt, nruß auch ihm nröglick) sein. Er muß ordnen ,md ein- greck-en, vor ackern die Berwalckmg nereinsiachm. Wieviele Wege suid zu tim um euren Dezugsschrn oder einen AnsfickmsckK-ru zu bekommen. ±atc Auftrag ist nreiit i-ann schm zirrückgenvtmmer \, man rroch bei, zuständig-en Beamten gesrm'sen hat Freies Lv,e! der .Kräfte muß ges-irdert werden. Afrika ist das Rvdnoff- '.and -er Zukunst. Wir müsse:, dcSl-alb Fortsetzung und Adrundmm unserer Kolon ml Politik fördern. ... Tr. Ries se r (natl.): Tie Bundesra^vkwordnnngen sur clelurgangsivrrlschaft trage.., allzusehr buroaukratisl^ Eha- rnk:cr. Mit Würdigung des .Krieges muß das Ermächlignugs- gen'tz vom 4. August 1914 automatisch verschwinden. Wir müssen lur die Zeit der Uehergcrngsnnrtschaft Bestimmungen treffen, damit dre produktive,, Krauts die in unseren Arbeitern uich An- gestellten schlummern, aufgernsen werden können, um sich au dem Ausbau unseres Wirtschaftslebens zu beteckigen. Wir diirfen den Armx,, iiltor verlmren. mich iacint lorr tmt Krieg ge,nennen haben. . , "bg.. -rr. Wildgrubc ik-ons.-: Den, Reicliörvirtsck-aftsamt Niw Ausgaben zugewugeu worden, die zum Teil dem auÄvär- tlgen Amt überlassen werden sollten. Dazu gehört der wirtschaftliche väachrichtcndienst, durch den das Ausland über deutsck-cs Können aufgeklärt sv-erden soll. Me steht es mit dem Schch der dcutsck^n Fwrderunmn m RLißband? Größerer Schutz unseren deutschen E-ifenvÄdustr» ist dringend nötig. Er ist aber nicht «mrbar. ohne daß wir uns des Erzlbeckeirs von Brietz und L o n g w h bedienen. (Unruhe links.) (Visepräsidont D o v e bittet den vxebrm, bei der Sache z-u bleiben.) Dieser Schutz ist Vormrs- Mng sür ein gesundes deutsches Wirtschaftsleben nach dem Kriege Wir bedürfen einer Erweiterung unserer Bezugsquellen. Ties ,st die einmütige Fwcdcrung der gesamten deutschen Eisenindustrie. (Sehr richtig vextjA Das ist nicht wahr bei den Soz) Unsere Eisenschätze such in 50 bis 60 Jahren erschöpft. Ties ermst- hafte Problem machen Sie sich (M den Ä»z.) «mßervrdentlich leicht, lGroße pnriche bei den Spz.) Vir hüben aber den Tatsachen in die Mugwßen Betrieb praktisch zrer Sozialisierung gamn? Drzu lxrt er keine Zeit, er muß Sckniflen schreiben. Er hat vor allen Dmger, eine gute Presse. Zwangsstziidikaie lxlben keilten Wert. Sotvie der Geist Rai Henaus sich in den Bureaus des Reick-swirtsä-astSamtes breit zu macken sucht, da mich er mit Pech und Schwefel ausgebrannt werden (Hurufe bei den Soz. Ruf Handgrwraben!) Wcr nrussen möglichst bald loskommen ron der UepergaugÄvirtschaft, nameiit ckch von gewissen kriegsbeamteten Kausleuten, die zu den schlimm teil Bureaukraten lverden und zum Teck die empörendste Pascha- Wirtsck>ast treiben sollen. Die Klagen über die Papiert>erteilung wollen iucht verstumm«eu. Wirlsck-astliä-e und kulturelle Werte können nicht ersck-eincn, wohl aber Schund!ckeratur. (Sehr richtig bei den Soz. Rufe: Alldeicksche!) Fontane, Sturm usw. können dagegen nicht wieder erscheinen. Die provinziellen Berläge blechen! h,irrer den großen Berliner Anstalten wie Moste und Ullstein benacliteiligt. Tast ist dies nicht. Einsüoeilen muß die Kriegswirt- sck-ast sortbestehen, dauernd aber nicht. Ich halte es für aus-i geschlossen, das; dre Erfahrungen dieses Krieges sich ohne weiteres Venvischen ioerden. Auch wäve es zu begrüßen, wenn an Stelle des Z wang szusa mm en sckKus ses ein freiwilliger ZusamnienschLuß statt- ftnden würde. Das wäre ein Verzicht auf dre große, schrankenlose Konkurrenz. In dreien^ Sinne hätten wir aus ber scheren Zeit des 5krreges dauernd Degen zu ziehen, llnzweifelhaft l-aberi wir damit zu rechten, baß das Ausland uns nicht wieder sofort frelmdfchafllich g«genübersde!)en wird. Mag der Krieg nuslausen, wie er null, und mögen die FrrctenSverträg-e läuten wie sie wollen, das Ausland ist nicht bereit, mit mis in Friede und Freundschaft zu leben. Uns.ere Gegner sind keine alten Werber so-.rdern Mämrer. Es ist ihnen ernst mit den Drohungen. Schm ans dem SckLack.itseld sind unsere Gogner nicht zu uitterschätzen aus dem ivirtstt»ftlift-an Gebiet crst recht nicht. Wir werdew aber auch hier das Heft nt Händen behalten. Tic Ansammlung von wirtschaftlicksenunteicktützung wird nach Weiterberallrng Samstag, 2 Uhr, vorher zweite und britflB ß^urig de- Gesetzes bete Stuftekmg beS § 153 öer Gewerbe vronung. Schluß s /*7 Uhr. preußischer Abgeordnetenhaus. Sitzung vom Z. Mai. .Wadlrcch^voiloge wich bei z 2 d« Seftimirarngen über ben 2[u«i*[ u 6 von der Wahlberech- !igmn g enthüll, forlgefcdt. Danach sollen n a von der 'SatiU Seifet 9 “^ f(Wfen fain- E die bürgerlichen EhrenarÄ ^ ^ beantoagt, diese Bestimmungen pi vTw?* TO gegen den Antrag des 20*,. Heins nach t>m ber Wahlberechtigung auSfle*» schlossen werden soll, wer wegen eines Derbreckiens öder eines Ber- R' CI ’ l \ 2J* ^ ,lC Äderkvmung der bürgerlichen Ehrenrechte »re t^ol ge haben kann, zu emer Gesäatgnisst-vafe von mindestens sechs Monaten rechte krön ig verurteckt worden ist. Im Falle der dieser Stimmung (Nr. 4 de^ 82) tt-ftt den Redner für (bürgerlick-en Ehvenroch: c) ein. Fernetc 9h ' 7 Schluß .veeot . 1 nß der Kons ) begründet seinen Antrag, der ^-zwecktz die Polen und Juden von der Wahlberechtigung auszuschließen. w l A° r ? 0-^Ut-) begründet den Antrag Aronsohn an? 'l r ' 4 or^ 5 (Ausschluß wegen Uusahigkeck zur Bo- Nr^3 9 ]faitlldm ?lcnt ^) und 7 und aus Ausrechvfballrrng bec mrf Ä^-^^inert (Soz.) begickmdet den Antrag ‘H^tnrn (Soz.) ^U^,? Un 9 7 imb 8 (Ausschluß wegen $lnT*£' ^ oilS ockenllick-en Mitten) des L> 2. . . ’ ^ Ter Abgeordnete Heins bat so tzUv. l^e Lmckmsdlgungei, Liegen die Juden gerichtet, daß ick) kn* &er- ar^ninq habe, naher darauf ernzugehen. .(ü.uabh. Soz ): Auch wir weisen die AuS^ des Abcck verris mit Eickschiedml-eft zurück. Wir fHm- t J!L cSLfr- 1 tm W' nach welck>em die vml uns angesvch-. ten en Bestmlmungen geittichen werden sollen. . 0- Boisly (natl.): Wir lehnen den Antrag Heins ein- L""'« ab und schlagen vor. Nr. 3 des ß 2 (AuSs«Änß van der Wahl wegen Verltusts der bürgerlick-en Ehrenrechte! zu streichen! erhalten^ i^'fhmmantgen des Paragraphen ausrechtzu-'' ^ AilSfühnmgen des Abg. Bonin-Slotmann (fk.) wird die Besprechung gesck-loffen. ror, pYmÄ 2 mir L ö b 'cL ?J tfra<1 Delbrück aus Stteichtrnq der Nr. 3 ^AchLch von der Wahl wegen Verlusts der bürgerlichen Ehren-. rechte) angenommen. Im übrigen ivird 8 2 unter Ablehnung dev anderen A«.trage unverändert angenommen. Der Antrag Heins» ist zurückgezogen. __ r ®l ^lcft bie Beratung über § 3[, der die WahUpflicht» SJW- ohne ltznreichenden ElchchuldigLingsgrund sein ^tnnnircchlt Nicht ausübt, soll nach dem Lvounnissionsdes chlrrß 1/4 des ^apresvetrages seiner Staatseinkommechleuer, mcktdestcns ab« d Düark als OrdnunMtrase zahlen. e 1 feZ^-' begründet den Antnag Parsch (8k: V, als Ortmun gsstvare nnndestens 5 Mark und böchstenS A)8 Mark gezahck iverden^sollen. Bei ansveickxmder nachträglicher End- Ick-ullnguug soll die LEvase ganz oder teilweise aufgehoben loerdsr. Ab g. H a nt s ch (Soz.): Wir sind bereck, unter der Voraus- Atzung gewisser Zusichenmgeu der Wahlplicht zuzusnnrmen. Rrdmw den Wckrag Bftann (Soz.), wmach in § 3f eckiges ügS JrtrcbenJcO, btf WaÄ ftrtM an eurem Ssmiv- oder Feiertag statt, T« Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Airgestellt«, und Arbeiten, dre rur Ansübung ihrer Wcchck'^ckü erforderliche Zeck ohne Esv- ouM an Gehalt und Lolxi zu gewäl)ren. Der Antrag Porsch ivird dahin abgeändert: Wer ohne einen! ansrei cheiiden Entlckmldigungsgruiv) sein Stimmreck-t nicht aus-« übt, lxtt eine unter Berücksichtigung der wrvtschasckichen Verhältnisstj WWW Ordnungsstrafe von mindestens 3 und höchstes 300 Mark m zahlen. ^0 Krau se (sink.) hält grimdsätzlich an der Kommis- ftonssasmng fest, wonach als Strafe für die Nichtausübunq des» Wahlrechts tn der Regel l / 4 des Jabresbetrages der Sbiatseim- vommensteuer gezahlt ioerdeir soll und beantragt, daß in besonn ^en Fällen die Strafe bis auf 3 Mark ermäßigt werden kattn. Abg. Tr. Ludewig Matl.) beantragt, daß die OrdnünaSq strafe bis zur Höl?e des Viertels des .Jahvesbetrages der Ern-. sommeicheuer gezahlt werden solle. i Minister des Innern Tr. Drews: Die Strafe muß so lwch sem, daß sie eine wesentlick».' Eirtbuße bedeutet für diejenigen, die ohne ausreickimden Gnmd der Wahl feritbierben. Ich bitte, den KvmmrssionsbesckLuß wifrechtzu er halten. ^ .^0- v. d. Osten sbms.): Wir lernen den Antrag her ^oziaibenwkvare.i ab imb stinunen dem (ilntrag Lndewig zu Je radikaler das Wiahlrachl ist, um so notwendiger ist die Wahlpflick. Abg. Kanzow (Dpt:) erklärt, daß seine Freunde der Wahtq Pflicht sympathisch geoenüberskrhen. Tie Anträge Ludewig und Dorsch aus Herabsetzung oder Erlaß der Strafe werben angenommen und mit dieser Aerckxwmig 83k D,e übrigen §§ werden abgelehnt. Die £§ 4 bis 5 werben ohne rlfe'r 1013 «rngonommen. Nach § 10 tffc wählbar jeder Preuße der 30 Jahre alt tst! und seck weniasLns frm Jalwsn die Staats- Migelwrigchnt besitzt. Ern .Antrag Braun (Soz.), die Wäl-lbmckcrt aus 25 Jahre heoabzirsetzen, wird abgelehnt. 8 10 wird mujew ändert angenommen. Tie ^ 11 bis 13 werden ohne Erörterung avgenommen. Zu.§ 14 (geheime Mahl) lregrslndet Abg. Dr Lewm sBpt) den Antrag Lkvonsolm (Bptb in imlchm besondere Bestimm nnmgen für dre ^icherhnt der geheimen Mckst gesch->rt iverden^ - 5 . Sicherung des Wahl geheim-, ntsses werden auasulnlulv Borfck^ften erlassen werden. Nach kurzer Besprechung, an der sich Abg. Dr. Bell (8tr>. Lüdicke (fvetkonf.), Hirsch-Bmlcki (Soz.! und Bvisly betvillgatl '.vurden gemäß dem Antrag Anonsahi im § 14 die Worte von»! stellt: Tie Wahl ist geheim. Im übrigen wird der Antrag Aron^ sohn abgelehnt. Ta,auf wird die Weiterbevatmtg auf Samstag. 10V, Mw. festgesetzt. Schlich 3/46 Uhr. ^ ^ ** Ans Ktndt rrnd Gießen, den 4. Mai 1916. . -uszeichnung Dem Lanüsturmmann Karl Röhmtg wurd« dre Hess. Tapferkettsmrdaillr verliehen. » g, "! ‘" W "" fc“ 3 n ^-Ausgabe. Der der den Kleinhändlern d« Stadt Glehen bestellte Zucker füx Mai 1918 kann von memtap den E d. M. ab gegen Vorlage der Zuckermarvo Nr. 5 rn Empfang gerwmmen werden. Näheres siehe Bekanntmachung. . ** Eier. Infolge der aünsttqen Belieferung nrit Länderern rst es mc>g rch, in der kommenden Woche auf die Eier- marke M. 6 3 Stück Landeier ab^ugeben. Es ist daher Go- legenhett gegeben, sich für die bevorstehenden Jeierta«, einen kleinen Vorrat zu verschaffen. 0 y ** AuSaabe von Kaffee-Ersatz. Vmn 6 bis 11 d. m 0 -folgt tn den KleinhvndeLsgefchLften dvr Stadt Gießer Mr des AvZxn ÄvrLage d«S Bestell- MrÄseises $ux LebenSrni ttot?arte urtö Aölisferung des Bv- Awgsab-schmttes Nr. 1. Näheres siehe AnHeigegrteil. ** Seife. Das Levensmittelamt macht darauf aufmerksam, datz die Abgabe der Sonderzulage von 50 Gramm X-^Seife gegen Vorlage der Seifen karte zu erfolgen hat. Der Verkäufer hat die Abgabe mit Tinte oder Farbstempel unter Angabe des Datunls auf dem Mittelstück der Seifen,- karde einzutragen. Die Abtrennung und Zurückhaltung des Mittelstücks durch den Verkaufs ist nicht zulässig. Die für die Sonderzulage ausgegebene Menge L-A-Seifi kann der Händler durch die seitl-erigen Bezugsquellen beziehen: es ist dazu ausnahmsweise die Einreichung von Empfangsbestätigungen nicht erforderlich. Es dürfen daher auch. die für die ESonderzulage ausgegebenen Seisenmengen in die Empfangsbestätigungen, die für die im Monat Mai auf Grund der seitherigen Regelung ausgegebenen Seifenmengen vorzulegen sind, nicht eingerechnet werden. ** Deutsche Ge fa n gene in England. Nach telegraphischer Mitteilung der Anständigen englischat Stellen sind alle deutschen Kriegsgefangenen, die sich bisl-er bei den nach,folgend aiw gegebenen Qk sangeurntoiM->agnien irn Erv.ppengebiet der englisä-en Armee in Frxi.ikrt alle Gefangenen der Kourpaguien Nr. 1, 2, 55 urrd 57 in Patfisl-all, der Kmnpagnien Nr. 7, 66, 78. 69 und 8l in Dochefter, der Kompagiüe?! Nr. 32, 61 und 136 in CatLerien- itni> der Kvmpagnien Nr. 43,135 und 150 in Hcrndsvtt. PostsenLanigen an deutsche Gefangene dieser Kd in Pa giriert sind dal-er fortan an die angegebenen G^-fmrgerocarÜLger in England zu richlen, auch weim die Gefangewm selbst ihren neuen 'Aufeittl-altsor! itwl) nicht initgeteibt habm. Die Anwendung der bisherigen Ansclirift nach Irmikreich lZrt erhebliche Verziölpe-rnngen in der IleberturnL der SenLmugen znr Fiolge. ** V a t e r l a n d s p a r te i. Nach der Versammlung am 27. 2lpril wurde folgende Entschliebung an den Reichskanzler gedrahtet: Die deutsche Vaterlands Partei Oberhcssens, versammelt in Gießen zu einem Vortrage über das Erzbecken von Brietz und La u g w y, mbt der Huverfichr Ausdruck, datz es Euer ErseUcnz gelingt, durch Abschluß eures kraftvollen Friedens eine ausgiebig« Grenzslcherm-.g auch im Westen herbeizuführen und unserer Industrie dauernde LebensMöglichkeit zu verbürgen. Geheimer Hofrat S i e v e r s. ' ** A n l a g e m u s i k findet Sonntag den 5. Mai, vormittags 12 Uhr, in der Ost-Anlage mit folgender Spieb- Folge statt: Ouvertüre zur Oper „Fra Diavolo", von Auber. „Der Wanderer", Lied, von Frz. Schubert. Fantasie a. d. Oper „Undine", von A. Lortziiug. Zwei Stücke aus „Sigurd Jorsalfa". 1. Das Nordlaudvolk, 2. Königslied, von E. Grieg. Hindenburg-Marsch, von Elsner. ""* Lichtspielhaus. Von barte rch tritt Bernd Aldor in seinem Drama „Der Weg ins Freie" auf. Svche Anzeige. vessen-NassüU. — Frankfurt a. M., 3. Mai. Die Ursachen über die bereits gemeldete Explosivn in der Umformstation am Sckfillerplatz konnten mit Sicherheit noch nicht festgestellt werden. Das Unglück geschah im großen Akrnlnulatorew- ranm werrige Augenblicke nach der -Diffüllung der Akkumulatoren. Man nimmt vorläufig Kurzschluß an, durch den sich in den Säuren der Batterien Gase entwickelten, die zur Explosion führten. Der Schillerplatz, soweit er sich über der Station befindet, ist vollständig zusammenge- brock)Knr. Obfil-änsrhen, Anschlagsäulen, die Gitter, alles liegt in der Tiefe z:oisck-en zerborstener^ Asphaltplatten. Die elektrischen Maschirren sirrd vollständig zerstört Glücklick)er- weise ist das Schitlerdenckmal mrbesckMdigt aeblnchen, auch daS Kaffee Haupuoache wurde nich in Mtwiderifchaft gezogen. Die drei Arbeiter der Station komtten sich rechtzeitig in Sick^rcheit bringen. Die durch die LrpDswn erfolgte LahnttegrrnH des Straßenbohnverkehrs machte sich in allen Betrieben peinlich benreribar. An die Jmbetriebsepung der Stativn ist vorerst garnicht zu denken, da schon die Aufräumungsarbeiten lange Zeit ers'ordern. Um den Strasten- bahnbetlieb weickgsdens erwgerlnaßen aufrechterhalten zu körrnen, l/at das Straßenba Haram t die alte Umformstation ul der Gneisenausrrape, die seit Jahrerl außer Betrieb war, wieder in Gang gebracht. Infolgedessen konnte herrtoj nachmittag 2 Uhr der Betrieb in ganz beschränkter WeHe: lvieder aufgenomrrven werden. Den Verkehr mit den Nach- bavorten Hombnrg, Niederrad, Boncrmes und Offenbach vermitteln vorerst Sonder-EisenbahnAÜge, die die Staats^ bahnverlvaltnng bereits eingelegt hat. Die Offenbacher Lokalbahn fährt in Abständen von 20 Minuten. Vermischtes. * Bückeburg, 3. Mai. (WTB.) Ihre Hoheit die Für st! iw,' Mütter Marie Anna zu Schaumburg-Lippe ist heute vormittag 10 Uhr cm Herzschwäche sanft eittschlasen. NttiVer-sikäts-Nochrichten. hl. Ma r b u r g , 3. Mai Wie wir hören, hat der a. o. Pro* feffor unb Direktor des minevatogisck)en Instituts Dr. Oskar Wei^ g e l in Marburg einen Ruf an die Universität Tübingen erhalten- denselben jedoch abgelehnt. Aiechttche Nachrichten» Lvaugelische Gemeinde. Gottesdiei^st cnn Sonntag den 5. Mai (Rogatch. In der Stadtkirche. 8: Zugl. Eliristeckl. f. d. Neukonfirm. aus d. Dtatth.-Gcm. Pfr. Mahr; 9V^: Pfr. Säpoabe: 11: Kinderk. ,. o. Mark.-Gem. Pfr. Scl)wabe. Donnerstag 9. Mai (Himmetf.). Pfr.-Ass. Liz. Reuning. —> In der Io han nes ki rche, 6: Zugl. Christerrl. f. d. ^iQcöonfirm, aus d. Luk.-Gem. Pfr. Bcch- tolsl-eimor: Och: Pfr.-Ass. Liz. Reuning: 11: Kinderk. j. b. Job- Öicm. Pfr. Aus selb. Donnerstag 9. Mai (Himmels.). 9^: Pfr. -Bechdolsl-eimer: 2: in der alten Friedhofs kap.: Pfr. Aus selb. —, Kirchberg. Vorm. 10: Hl. Abeudm. f. Mainzlar. — Mainz^ tnr. Nachm. IV 2 . — Lollar. Llbds. 8: Käuegsbetstunde. ' rlütholische Gemeinde. 6Va'; Gel. z. hl. Bc^t^: 7: Hl. Messe, ganreinsch KvmnL d. Jdnrgfr.; 8: Aust. d. hl. .V,9mr ( t.: 9: Hock»antt m. Pred.; 11: Hl. A.tesfi m. Pred.-. 3: Jungfi.-Kon.gr., feiert. Au.fn. neuer Mitgl. Dienstag u. Freitag, abds. 8: Ma-.and. Mittwoch nachm. 5 und ab'os. 8: Gel. z. l>l. Beicht. Donnerstag 9. Adai (Ehrifti Himmels.). ß^/ 2 *: Gel. z. hl. Beickü; 7: Hl. Messe; 8: Aust. d. hl. Komm.- I': Hochantt m. Ptred.; 1l: Hl. Messe m. Pred.; 2: .Festand. nt. S, mevr. 2sri- u. LpssvkoNün, LeLsrr/Lgerr II. S! SvdslLSr, ??67Ll2L»L^0ll, LLlvrkast.. 1 LeülMovgslSnl.. 1 r-'ükrrsg. Backerei ttllngs!- 1öHrr. Ajterweg 26. 01413 Mrs Tafrlkliwirr zu verkaufen bei 3408 Louis Rothenberger. Ein iait neues grohes Orctiestrion zu Vs des ErwerbsvreileS S rbesalls halber sosor lib- zugebeu. Schrlsil. Angcvvte uni. Qi444 a. d. Gieh. Anzeig. Ein neuer Kinderwagen mit Gtlmmireiien zu verkauf. 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Belohn. Neuen Bäue 15. Diilikclbl. Siiüöerma"fei von Heuchelheim bis Giesten verloren. Geg. Bel. abzngeb. """ Bahnhofstraste 44IU. □ UHIOIS Schütz. Plötzlich und unerwartet erhielten wir am 2. Mai die schmerzliche Nachricht, daß mein hmigstgeliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber, guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager Onkel, Neffe und Vetter ' Vntnz. Ludwig Kroll Infanterie-Regiment „Kefeh" Nr. 22 am 22. April in den letzten schweren Kämpfen nach 3 1 /,- fähriger Pflichterfüllung den Heldentod fürs Vaterland gestörten ist. In tiefem Schmerz: Gtisrel Kroll und Kind nebst allen Verwandten. Gießen (Plockstraße 10), den 4. April 1918. sood Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand nehmen zu wollen. Du iraxart so jtmg> dtx starbst « LeLL, wei- dien gekannt, vergißt dich nie. Nach langer Ungewißheit erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein treuer, hmigstgeliebter Mann, mein lieber Vater, unser braver,’ hoffnungsvoller Sohn, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwacher ’ Onkel, Pate und Neffe ' Gustav Feuerstein Musketier im Infantcric-Leib-Regiment Nr. i! 7/3 Inhaber des Eisernen Kreuzes am 2J. 3. infolge Kopfschusses im Alter von 22V* Jahren nach fast dreijähriger, treuer Pflichterfüllung sein junges Leben lassen mußte. Sem Bruder August wird schon seit dem 5. 5 1917 vermißt. Weitershain, Stangenrod. . Ia tiefem Schmerz: Marie Feuerstein geb. Bittorf und Töchterchen Minna Familie Hrch. Feuerstein und alle Angehörigen. Wiedersehen war seine and tmsctc HoHamg. 01445 M Leben Du zo«ft hinaus nach FetoLlmJ Am V) rl !°, f 5 uh Ä , “* eben * “• «■= ÄtÄ u. ». t Wie hast du wohl in letzter Stunde Ueselmt dich nach den Lieben dein. Nun ruhe »anft, du lieber Guter, cf, 5 ra T cr b-ohn. geliebter Bruder, öoüst nie von uns ver/yessen sein. • Un( ^ unerwartet erhielten wir die schmerzliche Mftfeiliinry uTdOnlceT’ herZenSgUter ' hoffnu "2svoller Sohn, unser lieber Bruder, Schwager Blinker Heinr. Geißler In tiefem Schmerz: Familie Jakob Geißler und alle Angehörigen (0bCTheSS “» rndbach V13S9 Unterfjuügt« «itnt y erroit dl« tratnrlo« Ihr« i ■ n . n und L 4 B. L i B. von dem UH,a,E Dr. Wilhelm Gorr Oberleatnaat ln einem bayr. Inf.-fterrt. (L«lb*R«rlmMD Inhaber den EinerBcn Kreca«« lf. 1411., d«a iiäri »«Jü* TW äääääSS geziemend ln Kenntnis zu setzen. Die Landsmannschaft Darmstadtia. L a. * Hotel „Fürstenhof“, Giessen. /ww% Nr. W ZWeiLes Eießener Anzeiger (Generai-Anzetzer für Vderhessen) Samstgg, 4 . Mai $$ Ans Stcr-L nn- Land. Gießen, den 4. Mai 1918. Sortderzirweisurrgen von Schubwerk. Während die Bevölkerung im allgemeinen bei bet Deckung ihres Dedarfs an Schnhwerk auf die Mengen angewiesen ist, die v>om jHauPtverieilungsausschuß dos Sch'.chl-andels nach bostiminttm Schlüssel an die Händi-er verteilt rverdon, ist für gewisse börnppeni ttirc Sv-ichertzMeilung von Schuhwaren vorgesehen, lieber diese besondere Zuweisung erläßt die Reichsstelle für Schuhversorgnng jetzt Mvei Bekann.machnngen, die am 39. Aivril ün! Reichennzoiger erschienen und mit diesem Tage in Kraft getreten sind. «S Auf dem Wege der Sonderz-istveisnng können danach beliefert werden: einmal Behörden und öffentliche Anstalten, auch Wohl- fal) rts ernri chttmgen, deren -Gemeinnützigkeit die höhere Verwaltungsbehörde ihres Sitzes a-.rerkannt hat. swo-ckt es sich um Sckmbwerk handelt, das im Ve riebe s.l/st benötig . ivird und zur ausschließlichen Verfügung der anforsernden Stellen bleibt. Des ferneren können Gemeinden und Gerneindeverbände Schuh-verk Kirr Abgabe an die Minderbemittelte Bevölkerung Kugeiniesen erhalten: Voraussetzung ist dabei allerdings, daß sic bereit ü ö, bei der Abgabe zu dem aufgestempelten Verkaufspreis einen Zuschuß von 10% aus eigenen Mitteln zu leite; das bedingt dann aber auch, daß der Haupte verteilungsausschuß -des Schuhhstiich-ls seinerseits lOo/a nach!ätzt, so daß die minderbemittelte Bevölkenmg die Sffihe um 29-ho Unter denl üblichen Preis erhält. Endlich wird Schuhmerk für belli mutte Vecnfsgruppen im Weg-c des Sand-erznteilung zngeiviesen, »-ch zwar: für Bergtverks- und Grubenarbeiter alter Art, siüjr Arbeiter in Rüstnngslretrieben, für Eisenbahnarbeiter im Außendienst, für Wald- und Forstarbeiter, für in der Landwirtschail und im Weinbau erwerbstätige Personen, für Fischwei- und Wasler- bmiarbeiter, für Hilfsdienstpflichllge, die zium militärischen Wachdienst einberufen sind, für Telegraphenbauarbeiter nnd Landbrief- träger und für sonstige staatliche und gemeindliche Angestellte, di-e im Autedienst einen kriegs-tvichckgen Berus ausüben, in besonders dckng-endeir Fällen. Für die Sondea-'nweismrgen kommt in erster Linie Kriegs- schuhw-erk mit Hiolzisöhlerr in Betracht. Die Zuteilung von Leder- fchuhwcrk ist nur für solche Fälle vorgesehen, in denen die Benutzung von Kriegsschiihwerk die Ausübung des Berufes unmöglich machen oder Leben und Gesundheit gefährden würde. Alle Zuteilungen erfolgen durch die Reichs stelle für Sch-nh- .Versorgung. Berlin W 8, Kronenstir. 50/52. Das für Bergiverks- arbciter. Eisenbahnarbei ler, Fwrstarbeiter und erwerbstätige Petr- sonen in der Landwirtschaft bestimmte Berufsschuhwerk wird auf Grund eines allgem cknen Planes verteilt und in bestimirtten Zeitabschnitten an die für die Weiterverteilung vorgesehenen Stellen geliefert. Im übrigen erfolgen die Zuteilungen von Fall z-u Fall auf Grund 'besonderer Anforderungen, die von den Unternehmungen, den Vel'övden, Au s elten nfio. auf besonderen Vordrucken zu stellen mtt» bestimmten Prüfungsbehörden, j. B. für die Rüstungsbetriebe den Kriegsamtsswlldn, vorzulegen sind. Die Vordrucke, und zwar weiße für den Bedarf an Berufsschnhrverk und grüne für den Bedarf von Behörden ?ind Austatten, sind bei den Bnchdrnckereien I S. Preuß. Berlin, Dresdenerstr. 43, E. Huber, München, Schönseldstr. 12. und W. Ko hl Hamm er, Stuttgart, Urbanstr. 14/16, käuflich. Die anfordernden Behörden könn-en das Schnhwerk entweder mimittelbar oder durch Vermittlung des Kleinhandels erhalten: in letzterem Fülle haben sie besondere Ausweiskarlen auszn stellen, gegen deren Vorzeigung der Bezug erfolgen k'.rnn. Privaten Un Vernehmungen wird das Berufsschnhwerk stets unmittelbar geliefert: sie haben das Schnhwerk an ihre Arbeiters selbst zu verteilen und herüber genau Listen zu führen^ Mit dieser Verteilung können sic sich aber auch gleichfalls der Mithilfe von Kleinhändlern bedienen, die hierzu vom Hauptverteilungsausschuß ermächtigt werden. Schuhiverk, das die Mbeicker in? Wege dieser Sonderzuteilung' erhalten, wird frei der Prüfung t^r Bedarfsscheinbarechck gu ngl incht in den Bestand von gebrauchssä'higen Schuhen und Stiefeln Mit eingerechnet Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 6. Mai bis 12. Mai 1918 haben nach' I stehende Levensinittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 1.'. Woche. gültig vom 6.5.1918 - 12.5.1918 Buttermarken „ 19. , , 6.5.1918 - 12.5.1918 Eiermarken Rr. 6. .. „ „ 6.5.1918 - 12.5.1918 tvlelschmarken ,19. „ , 6.5.1918 - 12.5. 1918 Kartofselmarken, 19. „ „ „ 6.5.1918-12.5.1918 Seifenmarken für den Monat Mai 1918. Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Reuanmeldnngen und Anmeldung von Neugeborenen haben unter Vorlage der nötigen Ausweise, insbesondere der Lebensm-ttel-Answeiskarte, auf dem Lebensmittel- amt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen sind iu den zuständigen Bezirken anznurcldcu. GeschästSftnnden des LebeuöurittelamteS von tt—12 Uhr vorn«., 2—4 Uhr nachm. Markenausgabe b"ir llrlauber: CorrutagS von 19—12 Uhr bornttttags. , Auszeichnungen. Gefreiter, Bureauvorsteher Emrl Eidm a nn, der im Besitze des Eisernen Kreuzes und crner Ehrenu -Kunde ist, erhielt die Hessische Auszeichnung. — O. Köhler erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde zum Gefreiten befördert. ** Beförderung. Sergt. Konrad Mull, Inhaber des Eiserneil Kreuzes 1. und 2 . Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, wurde zum Vizef-Adwebel befördert. —— ■iim im JJKTSfac per« in, Wandel der Zeiten. Ypern ist heute eine Ruinenstätte. Illrd bis zum Jahre 1914 war meie Stadt ein einziges unvergleichliches Museum, ciu lebeirdig erl-alten er Abdruck alter Stadt- und Kunst-Herrlichkeit. Dc^ Wunder war dabei, daß Ypern sich sein schönes altes Gesicht durch alle Wandlungen seiner Schicksale hatte erhalten können. Wilde Kriegs- stürme sind Jahrzehnte laug über diese von je strategisch wichtige Ansiedelung, die Hüterin der Pforte zivischen Belgien und Frankreich, dahingebrauft: Ypern wurde belagert, erstünnt und wiedergenommen — utld blieö doch stehen. Tie Senck>e der Itestaurationen schritt durch BAgien und zerstörte viel köstliches altes Kunstgut — Ätzern blieb, ?- s es war. Bis zum Jahre 1914 . . . Am Yperl^c stcmd an dieser Stelle ursprünglich eine Burg, «ie wurde im .! ^-ahrhuiidert von den Rorniaiinen geplündert, von <>alduin dem Kahlen, Grasen von Flanüerii, 992 ioieder ausgebaut, und. um die Burg siedelte sich nach und nach die Stadt an. Ihr ^mmial wurde das Tuchgewerbe. Zu Tausenden klapperten in Straßen die Weöstühle, das Ypcrncr Tuch genoß Weltruf uno ^Zcttverbceitung, und die Stadt nahm mit reißenden Schritten an Wohlstand und Blüte zu. Ihre eigentliche Glanzzeit lag im io. Jahrhundert, früher als die von Brügge und Gent — damals Sf U ' ltC m ie v* ^ am Yperlöe mit Venedig wetteifern. Und ein mem^-seneom des Nordens stellte sie damals auch in ihrem Bilde * a war in jener Zeit in zahlreichen Kanälen durch die Sradt gleitet; au der Tuchljalle legten die Barken an, die die Waren ein- und ausluden, und der mächtige henttge Lieh- markt war cm Wa;wrbecken, an dessen Usern sich die Scbisserhästser erhoben, dle hatte, ihrer einstigen Bestimmung längst entledigt, als merkwürdige Denkmäler dieser Vergangenheit Yperns übrig ge- bueü-en jxup. -nn cnesem Jahrhundert begann die Stadt sich zu zieren. Lchvn un .lnfange des 13. Jahrhunderts errichteten die Yperner den geivalttaeu Velfried, der, 70 Meter hach, weithin ge- bielend ms, flandrttche Land hinausschaute. In seinem obersten isemache jatz der A+üxmzx rmd blickte achten ichcr de Stad^ ** O berhe ssi sche r Kunst verein. Auch die Ausstellung von Werken der Freien Vereinigung Darinstödter Künstler und der nicht der Freien Vereinigung angeh-ören- den Künstler, wie Professor Morgenstern und Phaeler von Othegraven, hat wieder allseitiges Interesse bei den zahlreichen Besuchern der Ausstellung gründen Am ersten "Tag wurden schon einige Bilder verkauft; au ch die Original- Radierung „ Krieg snachrichbeick' von W. Thielmann, wurde von einem auswärts wohnenden Mitglied des Kunst- vereins angecauft und der neuen Gießener Kunstsammlung gestiftet. Da die ausgestellten Bilder von Prof. Aöorgen- stern und andere nur kurze Zeit der Ausstellung überlassen bleiben, ist ein baldiger Besuch der letzteren empfehlenswert. ** Ke i n e Vorauszahlungen! Die Firma R. Frederiksen in Arhus in Dänemark empfiehlt sich zur Lieferung von allerlei heutzutage sehr begehrten Artikeln, so von Borax, Schellack, Firnis usw. Sie verlangt Vorein- fendung des Kaufpreises und läßt, tvenn sie im Besitze des Geldes ist, nichts mehr von sich hören. Größte Zurückhaltung ist also bei dieser Schlvindelfirma wie überhaupt gegenüber allen unbekannten Firmen, besonders wenn sie aus Borauszahlu.ttg des Kaufpreises bestehen und sich dazu iroch im Auslande befinden, geboten. ** Stärkemittel! Eine angebliche Fachlehrerin W. Hedrich aus Berlin kündigte in oer Presse Vorträge an, in denen sie angeblich das Stärken und Plätten mit dem Ersatzmittel vorführen wolle. Es stellte sich heraus, daß das mit Pflanzenleim bezeickMete Ersatzmittel Kartoffelkleister ist, der beschlagnahmt und daher für das Publikum kaum noch erhältlich ist. In den von der Hedrich bei den Vortragen gebügelten Kragen, die ge-iügend steif und gut geglänzt waren, wurden bei der chemischen Untersuchung erhebliche Mengen Reisstärke und Borax, jedoch keine Spuren des angep-riesenen Ersatzmittels gefunden. Dieses wurde bei den Vorführungen nur scheinbar bermtzt. Die Zuhörer — es erschienen in einer Versammlung in Bochum allein an 800 Frauen — waren somit durch die Vorspiegelungen der Hedrich in Ankündigung und Vortrag um das Eintrittsgeld — 50 Pfennig die Person — betrogen worden. Es ist anzunehmen, daß der Schüvindel auch in anderen Orten ausgeführt ivird. ** Warnung vor einer Liebesgaben Organisation. Ter Gefangeiren-Hilfsverein in Holland, „Das internationale Liebeswerk für Berwuneete und Kriegsgefangene" in Maastricht erbietet sich zum unentgeltlicher Versand von Lebensmitteln >cm deutsche Kriegsgefangene in England und Frankreich. Vor die- Ierr Organisation wiro dringend geivarnt. Es handelt sich hier um einen Verein, der in einem ungünstigen Ruf steht und der unbrauchbares, wertloses Zeug für teures Geld versendet. Leider haben große Firmen schon beträchtlicki-e Beträge für diese Organisation her- fgegeben. Wer Geld und Lebensmittel für unsere Gefangenen im Ausland hergebeir will, möge sich an berufene Organisationen wenden. ** Schwarz-Weiß-Lichtsviele, Selte rsweg 81. Von heitte ab tritt Max Land-a^ in seinein nenesten Filmweick der Joe-Teebs^Serie 1918 „Das Klima von Vancourtt^ auf. Außerdem wivd der rieuefte Lustspulschlager „Paul und Teddy" vorgeführt. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. i. Ettingshausen, 3.Mai. Karl Mohr wurde zum Gefreiten befördert und erhielt das Eiserne Kreuz. — In den Kämpfen im Wesen fiel Karl Pfeifer, Sohn des Wilhelm Pfeifer. Karl Keil, Svlm des Jvhamr Kaspar Keil V., wird vermißt. ** L i -ch, 4. Ma.i. Tie Beisetzung S. Durchlaucht des Erbprinzen Philipp z u So l ms - Ho heu so l m s-L ich findet am T>ianstag den 7. d. M., nachnittags 3hr llhr, auf dem sürsb lichen Friedhof in Lich statt. ** R üdd i n g shau sen (Kr. G.), 3. Mai. Ter Muskctter Friedrich Feldbusch von l-ier, 'Inhaber des Eisernen Kreiizes 2. Klasse, wurde zum Gefreiten befördert uud mit dem^ Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeich:ret. K S t e i rr h e i m, bei Hnngen, 3. Mai. Mrrskecker Heinrich H-olzavfel rmd Musketier Otto Knaus erlstelten das Eiserne Kreuz. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der /Sergeant Wllh. Kopf, Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. und 2. Klasse. Llreis Bübingen. # Nidd a, 3. Mai. Fürs Vaterland starb der Muskecker Friedrich Uhl, Inhaber der Hessisck)ien Tapferkeitsmedaille und des Hessischen Kriegsehvenzeichens in Eisen. Die Hessische Tapfer- keitsmed/icke erhielt der Muskecker Hein eck. Zum Unteroffi^ zier befördert wurde der Gefreite Kaspar Balzer. — Geiß- Nidda. Tas Eiserne Kreuz erhielt der Landsttrrmmamr Wilhelm R i n g s ha u s e n. — B üdingen. Tas Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeitsure-daille, erhielt der Landsdurmmaun Christian Schmück: zum Sergecntten befördert wurde der Kmionier Wilhelm Schützler. — Bleicheubach. Tas Eiserrie Kreuz erhielt der Füsilier Ludwig Farr. — Michelau. Tas -Eiserne Kreuz -erhielt der Schütze Karl Jeck. — prtenberg. Tas Eiserne Kreuz und das Hessische Kriegsehrenzeichen in Eistm, früher die Hessische Dapferleitsinedaille, -erhielt der Unteroffizier Otto .Hebbel. — Orleshausen. Die.Hessische Tapferkeitsmedaille, früher das Kisörne Kreuz, erhielt der Unteroffizier Loos; dasselbe Ehrerrzeichen erhielt der Muskccker Loos. — Tauern heim. Tas Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Reutzel, die Hessische Tapferkeitsmedaille, früher das Eiserne Kreuz, der Sergeant Karl Umsonst. — Tüdelsheim. Die Hessische Tapfeiü'eitsinedaille erhielt Hermamr Knaf. die damals weit mehr als später der Feuersgcfahr ausgesetzt n-ar, weil sie großenteils aus Holzhäusern bestand. Nur noch ein malerischer Holzbau heim Liller Tore ist als Nest dieser alten 'Yperner Hvlzbankunst übrig geblieben. Zur selben Zeit begann die Stadt ihre stolze Haupttirche St. Martin, .eines der schönsten Denkmäler gotischer Baukunst in ganz Flandern, zu erbauen. Auch im 14. Jahrhundert stand die grotze Weberstadt .Westflanderns iwch in vollster Blüte, aber die sagenhaften Zahlen von Hundert- tausenden von Einwohnern, die von dem damaligen Ypern berichtet werden, sind wissenschaftlich schon darum.nicht haltbar, tveil diese Hunderttausende sich nach den Wirtschaftsverhältuisfen des Mittelalters iu der Stadt unmöglich hätten nähren können. Eine Bulle J-nnozenz/ IV. von 1247 spricht allerdings von 200 009 Seelen, aber eine solche dllexanders IV. von 1257 gibt die Zahl weitaus richtiger cmf über 40 000 Einwohner an, und wenn Ypern auf seinen: Höhenpunkte gegen 80 000 gezählt hat, so war das viel. Für mittelalterliche Verhältnisse bedeutete das eine Großstadt ersten Ranges und so stellte sich Ypern auch dar. Damals erckchteteni die Bürger ihre berühmten Tuchhallen, die.eine Längenausdehnung, von nicht tveniger als 133 Metern.hatten; die Holzhäuser wurden allmählich von jenen charaktervollen und höchst mannigfaltigen Steinbauten des gotischen Stiles verdrängt, die in Yperirs Straßen noch bis zur Gegenwart träumten: Spitäler, Gildenhäuser, Bauten aller ?lrl bereich.'rten das Bild der Stadt. Im Jahre 1380 konnten die Ypcrner mit Stolz der end- gültigen Vollendung der Tuchhallen lx'iivohinen. Nur drei Jahve später — da erhielt die Blüte der Stadt den ersten und zugleich ent-, scheidenden Hieb. Da kam die große Belagerung durch die Engländer und die Genter. Ypenr hielt ihr freilich stand, aber es bezahlte dennoch die Kosten. Tie Stadt Pa tri zier, die hier nie von den dem-okracksck-en Zmrften aus der Herrschaft verdrängt werden konnten, hatten in ihrem Stolze und Hochmute die Arbeiterschaft stets gezwungen vor den Doreir zu wohnen. Teren Wohnviertel waren von d-en Belagerern rasiert ivorden, und das nahm den Arbeitern das Pertva^rpl, und dia Freuds arÄ wellcx.cn Lcrblech Kreis Frieoberg. S ö d e l , 3. Mai. Das Eiserne Kreuz erhielt der Landsturms maim Wilhelm Petersohn, zum Sergeanten befördert wurve der Unteroffizier Georg Schneider. — Dorheim. Las Eiserne Kreuz erhielt der Kanonier Wilhelnr Eichler. Starkenburg und Zttieinhessen. I Darm st ad t, 3. Mai. Die im vorigen Jahre gegründete Dyvvthekenv ermittlungs-; und Treu Handgenossenschaft für Hausbesitzer hielt am Montag ihre 1. Generals Versammlung ab. Dem Tätigkeitsbericht ist zu entnehmen, daß die Mttgllederzahl am Ende des 1. Jahres 150 mit 2 -2 G^clHfts- w-ckeilen betrug uud inzwischen auf 234 mit 410 Anteilen und 41090 Mark Haftsumme gesckegen ist. Tie Bilanz schließt mit 20 <0",60 Mark ab. Die Gewinn- und Berluskrechnung schließt mtt 320 Mark Verlust ab, die durch die Gründungs loben verursacht und vom Hausbesitzerverein übernommen wurden. Tätigkeitsbericht «61^1 itng werden genehmigt. Die Enttvicklung der Genossen^ sjchast kann als eine durchaus befriedigende bezeichnet werden. Starke,iburg und lttheitthessen. M. A. Mainz, 4. Mai. Am Donnerstag wurde auf dem hie- ffgen städtischen Friedhof dem verstorbener! General v. Schenck mit mrlttärrschem Gepränge der letzte Ehrendienst erwiesen, ehe seine sterblichen Ueberreste in lodernden Flammen zu Staub unft Asche zerffelen Eine würdige und erlebende Fcker war es, die sich dann anschließend im Krematorium- abspielte. Der Sarg war? mit prächtigen Kränzen, Palmen- und sonstigem Bckimeu schmuck überdeckt. Von den wertvollen Kranzspe^iden verzeichnen nur dis bes Kaisers, der ats Vertreter zu der Beisetzung seinen ^Generak- >adiutauten General der Infanterie Tr. von Loewenfeld gesandt hatte, den vom Gouverneur Generalleutnant von 'Bausch nieder- geke^^en Koanz des Krouprinzen, den durch den Flügeladjutantev Nütmeister von Schrveder überbrack)teii des Großherzvgs von Hessen. ~ ie Kränze des Fürstenpaares zu Lich-Solms,. des Generalkomman- dos, des Gouvernements, der verschiedenen Trrlppenteile des Korps ww. ttie ttrauerVersammlung setzte sich in der Hauptsache außer den nächsten Angehörigen des Verstorbenen mis höheren Offizieren zusammen.^ Auch Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von .Hessen l.dei.anntlia) me jüngste Schwester des Kaisers) waren erschienen- um rem ^.aHingeschiedenen die letzte Ehre zu erlveisen, ebenso General von Ploetz, Regierungspräsident von Meister u. v. a. Vermischtes. Zwei Beamte von einem Schleichhändler erschossen. Wippersürth >4. Mai. Am 1. Mai wurde unweit von hier der Polizeisei-geaitt Lauck von einem Soldaten erschossen, toeil dieser zur Verhaftung des Soldaten schreiten sollte, der eine Un- wjenge Sachen,: Fett, Fleisch, Schuhe usw. bei sich führte. Ter Mörder wurde gestern in Wermelskirchen verhaftet. Ms dort ein Polizist die Zelle des Verhafteten bettat, wurde auch er von diesem! erschossen, worauf sich alsdann, wie das „Wipperfürther Volt'sblatt" meldet, der Mörder selbst durch vier Schüsse entleibte. Briefkasten bet Uedaktis». fAnouvrne Anfragen bleiben nnberüüfichtigt^ ^ „Zeldpofl". Kriegsrentenernpsänger haben nach ihrer Entlassung^ aus dem Heeresdienst, selbst im Falle der Wiederanfnahme in ein Lazarett, keinen Anspruch mehr aus Portovergünstigung. Letzte 2kcbrid)tcn. Dev neueste Bericht -er Heeresleitnng. (WTB.) Großes Hauptquartier, 4. Mai, (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Deutscher Kronprinz. An den Schlachtfronten ist die Lage rmveränderl. Die Artillerietätigkeit war in vielen Mschnitten namentlich auch während der Nacht lebhaft. Im Kemmelgcüiet und zu beiden Seiten der Avre sttigene sie sich heute morgen zu größerer Stärke. Ein englischer Teilangriff südwestlich txn ArraS wurde abgeschlagen. Heeresgruppe von Gallwitz. Vor Verdrm lebte die Artillcrietätigkeit auf. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Nach erftlglosen ErkundungSvorstötzen des Feindes an der lothringischen Front blieb die Gesechtstä i-lleit am Vor- mittage gering. Am Parroy-Walde und westlich von Blamont von neuem auflebender Feuerkampf ließ mit Anbruch der Dunkclhett nach. * E Wir schossen gestern 25 feindliche Flugzeirge und zwei Feffelballone ab. Leutnant Bnckler errang seinen 33., Leutnant Puettcr seinen 22. Luftsieg. O st e n. Finnland; Südwest-Finnland ist vom Feinde befreit. Deutsche Truppen im Verein mit finnländischen Bataillonen griffen den Feind zwischen La hi und Tavaste- h ls umfassend an und haben ihn in fünftägiger Schlacht trotz erbitterter Gegenwehr und verzweifelten DurchbruchSver- sirchcn vernichtend geschlag-cn. Finnländische Mäste verlegten ihm den Rückzug nacki Norden. Von allen Seiten mnstellt, stt'eckte der Feind nach schwer- stcn blnckg-'n Verlusten die Waffen. Wir machten 20 000 Gefangene, 50 Geschütze, 200 Maschinengewehre, tausende von Pferden und Fahrzeugen wurden erbeutet. Der Erste Gcneralguartiermeister L u d e n d o r f f. in Ypern, öie setje-n fort, ße ttngen ihre Arbeitskraft anderen stellen zu, und von biefein Augenblicke an begann Ypern unaufhaltsam zu sinken. 1412 ivar die Bevölkerung auf 12 009 Einwohner gesunken, 1470 betrug sie nur noch 10 090, und 1486 war ein Drittel aller Bewohner von Ypern Bettler. In dem Man erring« emer mtttllalterlichien Großstadt aber verkroch sich rtüü eine verödende Kleinstadt; und als die Kanäle und Be .cn des Yperlöe zu geschüttet wurden, da erhielt dies verödete Ypern breite ätras-en! 'und weite Plätze, die seine Verlassenheit noch empfindlicher 'fühlbar machten. tedes gegen die spanst che Herri chaft. Nach achtmvnackger Belagerung wurde es 1584 von den Svaniern ewbert und übel ausgeplündert. Damals sollen in der einst so stolzen Gro'' adt nur noch 5000 Menschen ihr Leben gefristet haben. Dann wurde die ^tadt am Yperlee im 17. Jahrhundert der SpielbaN wilder Kriegsstürme. Viermal imrrde sie von den Franzosen eingenommen viermal ^rnck^bert Die ward französisch, öte'-eichlsch, .wieder franzonich und schließlich holländisch und belgisch. A -er nun nnreN auch ihre schweren Zeiten vorüber. Ter Klassizismus war seit Jahrhunderten , die erste Vruperioüe, die diesem mittelalterlich^ L-tadtgeimste eimge bescheidene, moderne Züge, wie vor allem nn Merghelynckschm Hanse, aufprägte. Freilich, die majestätischen Tuchballen dro-sten schon arg dem Verfall, und im Jahre 1794 wurde im, Ltadttate der Antrag gestellt, die Hallen und den Belsried mederzurnnen. Doch ging diese Gefahr gnädig vorüber und das herrlich? Bauwerk wurde vielmehr im 19. Jahrhundert schonend und taktvoll wieder hergestellt. Ueberhaupt blieben Vipern üble Restauratimrskünste- erspart Die Stadt war in ihrem'tote« Wmkel so hübsch vergessen, nur sck>aulusti-n Reisende mußten sie zil friidon und unter den Zeugen einer ehrwürdigen Vergangenbeil lebte fröhlich nn genußfrohes Bürgergeschleclst. Bis der'vies ira« kam . -j r 6 Zimmer FonsicaRrstBdl,NsaenEdne28 I 4-Zlnsmer-Hohnun^ »Itaef.Kittum- M.AIwnrtüich in guter Lage M 1 . Juli oder Oktober von einz. Dome zu mieten gesucht. Schr. Angeb. u nter 01423 an den G ien. 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Das Stivendinm kann auf drei Jahre ausgedehnt werden, es können jedoch nur Angehörlge solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Betrage zu dieser Stiftung geleitet haben. Hiernach berechtigte und befähigte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere BildnngS- miindt besuchen oder besuchen wollen und sich um das Stipendium zu bewerben beabsichtigen. sind eiugeladen. ihre Äesllche durch ihre betreffende Bürgermeisterei an den Oberbürgermeister der Hnuvtitadt ih er Provinz, alio ans Orlen der Provinz Starlenbnrg an den Oberbiirgerineiiler der Stadl Darmünd'., a;S Rheinheffen au den Oberbürger- mei er der Stadl Mainz, aus Ooerheffen an den Ober burgermetiler der Stadt Gießen bis laiiriftcuo zum 15. Mar dH. Js. gelangen zu lassen. An Zeugnissen sind den Gesuchen beiznlegen: 1. ein behördlich beglaubig eS-Verntögenszengnis. 2. eine behördliche Bescheinigung, dag und wo Gesnchsteller studiert, 3. daS MauirilaiS- bzw. SchulabgatrgszeugniS, 4. ein JübrnngS- (Lenrnunds-j Zeugnis. Atitzerdem in der Nachweis zu erbringen, daß der Ge- suchsteller in Hessen geboren, bzw. hessischer Staalsange- höriger ist. Darmstadt, Mainz, Gießen, den 26. April 1918: Das Kuratorium: Keller. Br. Götlelmauu ObcrbürgermeNter.Oberbürgermeister. Oberbürgermeister Zucker-Ausgabe. Ter bei den Klanchändlern der Stadt Gieren bestellte Zucker für Mai (9(8 kann von Montag den 6. d. M. ab gegen Vorlage des Bestellausweises zur Zuckcrkarte uiti> Abliesenmg der Zuckermarke Lr. 5 in Empfattg nommcn werden. Einzelne abgetrennte Zucker marken o, ben BestellauSweis [iub an grillig rnib berechtigen nicht -nnl Empfang von Zucker. Es entfallen auf die Zuckermarke 5 (Mai 1918) 506 Gramm Zucker. Mit dem 31. Mai 1918 verliert die Zuckermarlre 5 ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt den Zucker nicht abgehvlt hat, hat keinen Anspruch mehr daraus. Evaug. Kirchengesangverein. Beginn der Proben DieaStaa den 7. Mai, abeudö 8 Ubr im Jobannesfaal. Der Vorstand. Mähmaschinen. Einige wenig gebrauchte, gut durchreparierte, zwei« und einpferdige Grasmähmaschinen und Heuwender empfiehlt Georg Schieferstein, Lich i. O. Telephon 17. ^n>o Bekanutmachrmg. Der vom Gemeinderat durchberateue Voran« schlag der Gemeinde Stockhausen für das Nj. 1918 liegt vom 4. Mai lf. Js. an eine Woche lang aus unserem Amtszimmer zur Einsicht offen. Einwendungen können wühvend dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll oorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die AuSmarker beizutragen haben. Stockhausen, den 2. Mai 1918. Großh. Bürgermeisterei Stockhausen. Jochim. 3409 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Villingen für 1918 Nj. liegt von Dienstag den 7. d. M. bis Montag den 13. d. M. auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Während dieser Zeit können Einwendungen bei uns mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. Bemerkt wird, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen ist, zu der auch die Ausmärker herangezogcn werden. Villingen, den 3. Mai 1918. Großh. Bürgermeisterei Bittinge«. Nübl. 3410 Bekanntmachung Au der Wock/e vom 6. bis 11. Mai 1918 werden an ^ÄeKugsbereck>ti< 5 ten aus die Eiermarke Nr. 6 3 Stück ^rnvercr abgegeben. Der Pre's beträgt 32 Pf. für das Stück. Greßen, den 3. Mai 1918. 3402B _ Der Oberbürgermeister (Lebensmittelaml)._ Beka»sntmachi»ng Montag den 6. Mai, nachmittags 2 Uhr beginnend, iwnwt durch dos Armenamt im städtischen Hospital, Seitersweg 11, verschiedene Mobiliar- und sonstige Haushaltungsgegenstände meistbieteTrd gegen bar versteigert. Gießen, den 2. Mai 1918. 34018 Der Oberbürgermeister (Armenverwaltmrg): Keller. Tik Kleinhmrdelsgejchäste haben die vereinnahmten Zttckrrmarken 5 (Mai 1918) yu sammeln und zu je 100 gebündelt bis längstens 3. Juni 1918 an das Städtisck/e Lebensmittelamt unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgclieserten Marken ein- -usenden; die nickst abgeholten oder mehr überwiesenen) Zuckerrnengen sind nach vorgeschriebenem Muster dem &iäM Lelrensmittclamt zu melden. Nichteuchalttnrg dieser Frist, sowie mächtige Angaben über den Zucrerbestand und Unregelmäßigkeiten bei der Abgabe des Zuckers haben d7 * Aus dem Felde zurück Hcilzkhilse Krstz gdjuist.il Massage, Elektr. und Lichtbäder. 3274 euipsiehlt sich im Beitragen der Bücher. Angeb. unter 01324 an den Gieß. Anz. Eine alleinstehende ältere eins. Frau wünscht eine ebensolche ohne gegenseitige Vergütung zu sich zu nehmen. Ruh., gutes Heim wird zuaes. Schr.Ang. u .3343 a.d.G.Anz. H p + r BetriebStechniker, 1 1 m. einigen Tausend MarkVerm., welcher vor dem Kriege dauernd im Auslands tat. war, sucht, da es i. an paff. Damenbekanntschaft fehlt, m. Dame von 20—25 Jahren in Briefwechsel z. treten, zweck- • r>&ierer Heirat Gen. 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