m. 91 Erstes Blatt * 68 . öahrgang er Entzerrer Tinzeisrr erscheint täglich, außer Sonntag?. - Beilagen: SktzenerZan:Menb!S 11 -r; Kycistn^il für den Kreis Gietzen. Bezugspreis: monatl. Mk.r.30, viertel- jährlich Mk: ^ 60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatll Mk. 11).' durch diePost Mk. 3.60 Vierteljahrs ausschl. Bestellg. sternsprech - Anschlüsse: i i i v fr: e 6 d) r i \ t (e i 1 u n c\ 112 Berlag,Geschäittzstelle51 v»'ötfn?».KJ«igCr«i«eZrsiümgsrunödruü u. Verlag: Brühl'sche Unw.-B«ch- u. Steindrttüerei Postscheckkonto: Sraukftrct a.M.U686 Zrellag, 26 . Apül W 8 Vsnkvettehr: Sewerbebank Srehen R. Lange. Schriftlettung, ÄeschäftLstelle ».Druckerei: Schulstt. 7. Agnuhme von Arrzetgen die Dagesnununer bis zürn Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichkeir Zeilenprelsr: für örtliche Anleihen 25Pf.,für auswärtige 30 Pf., Är Reklamen Mk. 1.—; bei Platzvor- schrift 20°/o Aufschlag. Hauptschristleiter: A»g. Goetz. Verantwortlich für Politik u. FeuilletO«r Äug. Goetz; Stadt und Land, Vermischter u.Se- richtssaal: W. Meyrr; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. (WM.) Großes Hauptquartier, 25. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem Schlachtfeld e an der Lys scheiterte ein starker Gegenangriff der Franzosen gegen die Höhe van Vleug-elhoek unter schweren Verlusten. Qertliche Kämpfe nordwestlich! von Bäthune, bei Festubert und zu beiden Seiten der Scarpe. Südlich von der Somme griffen wir Engländer und Franzosen bei und südlich von Viller's-Vretonneux an. In hartem Kampfe bahnte sich unsere Infanterie den Weg durch Die Maschinen^ wchrnester des Feindes, Pai-zerwVen haben sie hierbei wirksam unterstützt. Wir nahmen den vielumkän-pften Ort Hangard. Auf dem Westrrfer Oer Avre trugen wir unsere Linie an die Höhe nordwestlich von Castel vor. Den ganzen Tag Wer führte der Feind mit feiner» auf dem Krrmps- srld bereitgestellten, von rückvürtS h.'rangetzoltm Nnter- stÄtzüngen heftige Gegenangriffe; sie Hrachrn blutig zusammen. Erbitterte Kämpfe dauerten, auf den: gewonnenen Gelände die Nacht hindurch an. Mehr als 2W0 Gefangene blieben in unserer Hand, 4 Geschütze und zahlreiche Maschinen- gewchre wurden erbeutet. Von den anderen KnegsschLUplätzen nichts Neues. Der Erste GenenUgnartienneister L u d e n d o r s f. Der Abcndbericht. Berlin, 25. April, abends. (WTB. Amtlich.) Die Armee des Generals S i x t v. Arnim steht im Karupf n tn Den Kemm t l. Die deutschen Heere haben im Westen ihre Angriffe wieder ausgenommen. Auf den beiden Hauptkampfswuten, so- rooh! vor Amiens, als auch im Upernbogen, Haben die Schlachten eingesetzt, deren Bedeutung noch nicht in vollem Umfang überblickt werden kann. Der gestrige Tagesbericht naynte nur den Angriff zwischen Somme und Avre. ^3 geht aus dem Bericht hervor — und die amtliche französische Meldung gibt das halbwegs zu —, ba& unsere Truppen auf der Front von Brklers-Bretonneux über Hangard bie> Castel in der Richtung gegen Amiens Raum gewonnen haben. Der vielumkämpfte Ort Hangard wurde von den Deutschen ge- normnen; er liegt in der Mitte des Winkels zwischen Avre und Somme. Nach der französischen Meldung sollen unsere Truppen nur den Ostrand des Dorfes erreicht haben, dagegen melden Engländer und Franzosen, daß auch Billers- Bvetomvenx bein deutschen Angreifer übierlafsen werden mutzte, wovon in dem Bericht Ludendorffs noch nichts steht. Da auch auf dem Westufer der Avre, bei Castel, ein Fortschritt gemacht worden ist, so bedeutet der Kampftag, der sich auf'etwa 10 Kilometer Frontlänge erstreckte, eine ernste Absicht unserer Obersten Heeresleitung. Ob diese dahin geht, Amiens mit allen Kräften anzugreifen, ist gleichwohl nicht zu durchschauen. Denn der deutsche Abendbericht bringt die inhaltsreichen Worte, daß die Armee des Generals Sixt von Arnim im Kampf um den Kemmel siebe. Das ist bekanntlich die starke .Höhenstellung der Engländer südwestlich von Npern. Ist uns vier der erwünschte Erfolg beschießen, so ist das Schicksal Merns besiegelt. Dann kommt, um einen Ausdruck Hindenburgs zu widerholen, da oben in Flandern die ganze .Frvntanlage des Feindes „ins Rutschen"! Wir harren mit 'größter Spannung nunmehr wieder der nächsten Meldungen, 'und alles Interesse ist wieder diesen: folgenschweren Ringen zugewandt, gegen welches der gescheiterte englische Angriff :wr Ostende und Zeebrügge ganz geringfügig und bedeutungslos ist. Mit einigein Vergnügen lesen sich jetzt die Berichte, die ein bekannter Italiener, Barzini, über die -Schlachten im Westen geliefert hat. Ueberall seien bisher, so lesen wir im V. T., die Deutschen in ungeheurer Üebcrmacht gewesen, aber der Heroismus der Verbündeten, deren jeder von höchster sittlicher Größe sei, gleiche der: Mangel der Zahl aus. Die Engländer hätten in diesen Tagen Wunder vollbracht, wie sie die Weltgeschichte niemals gesehen habe. 'Was auf der Seite der Entente den höheren Wertfaktor ausmache, sei der Mensch, der einzelne Mann, der im Gefühle seines idealer: Wertes den „siegestrunkenen teutonischen Massen" . weit überlegen sei. (!) Die .Engländer und Franzosen seien mit der heiligen Ueoerzeugung ihres Sieges in die Schlacht gestürzt, aber die nicht immer abgelösten französischen Divisionen, von denen einzelne sich vom ersten Tage der Offensive '.an schlügen, seien vielfach müde zum Umsinken. Erschalle aber das Signal eines Gegenangriffes, so scheine es, als ob sie von neuem von übermenschlicher Energie elektrisiert seien. Der Karrefpondeirt schildert dann die wunderbare Geschicklichkeit der Deutschen im Straßenbau.. Es sei keine Rede davon, daß die Kaiserschlacht schon ihren Höhepunkt überschritten habe, „vielmehr", heißt es, „nriffM wir uns auf furchtbare und plötzliche mm Angriffe, vielleicht auf gmcz weiten Punkten der Front, gefaßt machen." r Barzini hat also eine ganz' richtige Mmmg gehabt. Die Deutschen wäre:: in der ab'gelausenen Kampfpause rmrtlich unter anderem auch mit den: Straßenbau beschäftigt. Und was haben die Engländer und Franzosen getan? Der Korrespondent des „Secobp" erwähnt eine kn.rze llntorrednug, die neulich 'Fuschen Lloyd George und General Fach stattgesil'.rde:' ha -e Llvtch Ge^rae fragte Fvch: „Angetwmmen, Sje Minien ghre Partie wählen. Wä ren Sie lieber a n L h r -e r ? '< - e r. an L n de n d o r f f s StelleFach er- widere tvo^eu; „M der uremcherr.^ Ob Lloyd George wirklich eine so dumme Frage gestellt hat? Foch spielt mit seiner „trockenen" Antwort jedenfalls dabei die bessere Rolle, dem: er konnte doch nicht gut die schlechteren Aussichten für die Entente so vlurüp zugeben. Im Interesse mrsever Gegner ist das sensationelle Histörchen deö Italieners jedenfalls schlecht erfunden. Wer darf, wenn seine Sache so bitter ernst und bedrohlich steht, an ein so scherzhaftes Frage- und Antwortspiel denken? —~~~>«asnnnsb!< CfW-R--»«»—- Ter österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 25. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Am oberen Devole in Albanien wiesen wir in den letzten Tagen französische Vorstöße zurück. Im Südwestm nichts Neues. Der Chef des Generalstades. * ... * Die neuen Angriffe im Westen. Berlin, 25. April. An: 24. Llpril früh morgens wurde von den deutschen Truppen zwischen Warfns6 e Ab a n c o ur1 -und der Sitte ein geplanter Angriff ausigeführt. Die Artillerie-. Vorbereitung war kurz!, -aber von größter Heftigkeit und Wirkung- Sie begann ü:rz nach 4 Uhr 30 Minuten vormittags und deckte die feindliche Artillerie, die anßrNgs zu erwidern suchte, bald zu. Mamwäßig tun 7 Uhr trat die Fnsignberie auf die vordersten. ferMichen Stellungen .zum Sturme au, die sofort gmonmren umrdeu. Den Angriff begleiteten mehrere Sturmpimzerwagen-, Abteilungen, die, mit der Infanterie vorgetaugt, die am stärksten ausgebauten feindlichen Stützpunkte der ersten und zweiten Linie mit Geschützen und Maschimmgewehren niederkMpsten. Aus der Richj-ung von Warfusöe-Llbintonrt kam der Angriff sehr schnell über die erste englische Stellung lffttweg, bis an den Oftrand von Villers-Bretonneux. Hier leistete dci?. Engländer hartnäckigsten Widerstand. Die deutschen Stunnprüz.'rraagen unterstützten jedoch durch Bestreichen der Dorfstraßen und flankierenden.! Angriff vom Nord- und Südrande des Dorfes sehr wirksam die Infanterie. Besonders erbittert !var der Kampf an der Bahn mü) am .Kirchhof dickst südlich des Ortes. Dieffe PnEe versuchte der Eugstärider- vergeblich zu halten. Unterdessen hatten weiter südlich, gleichfalls w\i Svnnnpanzerlvagen unterstützt, die deutschen ?ln- griffsiruppen von Marcelcove her die gegen lxrs ungefähr 6 km entfernte Dorf EackH sich hinziehende langgestreckte Ebene durchschritten und die erste und zweite englische Lücke überwunden. Die rückwärtigen Verbindungen funktionierten gut. So war es möglich, das Fmer der Artillerie mit Sicherheit zu leiten. Die Wirkung des deutschen Arststeriefeuers zeigte fick bald in der ziemlich schwachen, Mrweilen fast ganz aussetzenden Antwort der englischen Artillerie, vor altem aber in der erfreulichen Tatsache, daß die deuffche Infanterie trotz des :mt offenen und schutzlosen Geländes keine großen Verluste erlitt. Be r li n , 25. April. Um den Wald von Hangard wurde wvHselvv-ll gekäinpst. Der östliche Ausläufer des Höhenzuges zwischen dem Walde von Hangard und den: Dorf Hangard siel schließlich in dmtsche Hand. Damit lvar das Dorf selbst umfaßt, svdaß es konzentrisch unter Feuer genommen werden konnte. Die Franzosen, die hier die Verteidigung hätten, schienen den in der letzten Zeit schon häufig heißumkampften Ort unter allen Umständen chrltei: zu wollen. Jedenfalls 'war ihre Verteidigung erheblich zäher als die d-er-Engländer auf dem nördlichen Teile des Gefechts- feldes. Aber obwohl die französische Führung die ganz außerordentlich schweren Verllffte nicht scheute, die ihre Infanterie in dem tief- üegenden und mit Feuer überschütteten Dorfe erleiden mußte, gelang es ihr däbnvrh nicht, durch kranchsarckges Fesch-ckßen au dieser Stelle die Schlappe der Engländer weiter nördlich wettzumachen. Um die Mittagsstunde hellte das Feuer ei:i wenig aus. Jetzt hatte man von den Beobachtungsstellen ans wenigstens soviel Ueberfi-ckt, daß man die Fortschritte der deutschen Truppen fest- stelle!: koiutte. Hangard war vom schstverften Fe::er zugedeckt und der lariu versteckte Feind unschädlich gemacht. ?st)ch am Abend des 24. April wurde nach erbittertem Häm erkämpfe das stark besetzte Dorf genommen. Hier allein wurden 500 Gefangene gamaast. Starte wiederholte Gsgenmigrisfe des Feindes gegezr Tors und Wald Hangard scheiterten bljubig. Lange Gefangenenkolonuen, hauptsächlich Engläuder, Mcrden von.dein Kampsselde abEvansPor- tiierr. Weiter südlich von Hangard. westlich der Avre gelang es den 'Deutschen, die Höl-e nordwestlich Castell zu nehmen. Die blutig«! Verluste des Feindes sind aus der ganzen Front sehr schwer. Tie in vorderster Linie befindlichen englischen Divisionen sonn: die von rückwärts zu genau griffen herangesührten frischen feindlichen Kräfte wurden teilweise schon in der Bereitstellung von unserem zusanimengesaßtxu Artillerie- und Maschineugewehrfeuer stark gelichtet. Bon den englischen Truppen hat vornehmlich eine australische Division, die auch I>ier wieder im Brennpunkt der ltzäurpse staus, sehr gelitten. Mich die Franzosen mußten infolge der eng- lisch«: Schlappe aufs neue hohe Mutopser bringen. Franz-ftscher Bericht vom 24. April. Der lebhaften Beschießung der sianzösisch-englischer: Stellungen südlich der Somme und Avre folgte der deutsche Angriff, der an der ganzen Front von beträchtlichen Kräften durchgeführt wurde. Bon 6 Uhr in der Frühe richteten sich die Anstreugimgen des Feindes gegen Hangard en Sauterre, die Gegend von .Hailles und der: Scnecasttvald. Südlich der Avre hält die Schlacht, die den ganzei: Tag über andauerte, noch besonders erbittert in der Gegend fctoit Hangard an. Nach einer Reihe wütender Angriffe gelang es dem Feinde, in dein Gehül- nördlich von Hangard Fuß zu fassen, ebenso an: Ostrand des Dorfes, das unsere Truppen erbittert verteidigen., Der Kampf war nickst weniger erbittert in der Gegend von Hailles. Vtehrere feindliche Stürme gegen den Bergrückens östlich dös Dorfes wurden durch unser Feuer mw Gegenangriffe gebrochen. Auch weiter südlich hatten die Deutschen mit ibrenj Versuchen gegen den Seirecasttvalo und die Höhe 82, dir vollständig in unserem Besitz bckebeu, einen Mißerfolg. Aiff dem rechten Maas- ufer lvar der AÄillerievalnpf ziemlich lebhaft. Aus der übrigen; Front war b-er Tag ziemlich ruhig. Eirglischer Heeresbericht vom 24. April abondd. Haute früh griff der Feind Uitph beftigeo Beschießung «u.s te SMVM «uÄchvr FcvAt südlich hex SpmmH ünd gegen die Franzosen auf unserem rechten Flügel an. Er wuat/e abgewi'esen. Später am Vormittag erneuerte er in heftiger Meise den Eingriff gegen unsere Stellungen in diesem Mschnitt. Obgleich an den südlichen Uno '.rördlickMi Teilen der Front verlustreich abgeschlagen, mackste cr Fortschritte bei Villers rmd Bret- tvnn eüx, wo der Kampf den ganzen Tag anhielt. Der Fe:nd nahm das Tors in Besi tz. Der Kampf hält weiter cm. Andere Llngriffe, die der Feind heute vormittag auf dem Nvrduser der Somme und nördlich! von Albert mackste, wurden abgew^St, wir /nachten einige Gefangene. Bei erfolgreich«: örtlichen Ilnieo». nehmungen, die heute nordwestlich Fe > tu der t ausgeführt >enrd«r wurde der vom Feinde am 23. April genonkrnene Posten chrvch Unsere ..Truppen zurückerobert, die feindliche Besatzung leistete heftigen Widerstand und hatte schwere Verluste. Wir macksten einige Gefangene und erbeuteten vier Maschiiffengelvehre. ^Heute früh machte der Feind einen heftigen örtliche:: Angriff ohire Erfolg gegen, unsere neuen Stekkm:gen östlich Robeca. Unsere Linie wurde rmversehrt gehalten. 84 Gefangene blieben in unserer Hand. Außerdem machten wir in erfolgreichen lleineren llnternehnnrngen östlich des Waldes vim: Nieppe imd in der Gegend von Mettwew Gefangene. Der englische Klotirnangriss aus Gftende und Zeedrügge. Darstellung eines Augenzeuge«. Brügge, .25. April. lWTB.) Von einem Au gen zeugen wird :ms zu dem englischen ^lvttenan griff auf Ostende u:ü) Zeebrügge noch berichtet: Der englisckie Flottenangriff auf Ostende und Zeebrügge am frühen Morgen des 23. April sollte die dortigen Anlagen zerstören und die Hafenausfahrten durch Versenken von Sperrschiffen blockieren. Die Nacht vom 22. zum 23. April ist diesig und unsichtig. Ein seiner Regen fällt. Nach Mitternacht schwirrt es über Ostende und Zeebrügge. Abwehrfeuer, Bomben krachen. Ein neuer Ton: das langgezogene Heulen der Achmnddreißiger und mglischer Moni- toren. Tie deutschien Küftenbatterien nehmien das Feuer auf. Aber das offene Meer mrfchtvindet wie unter einem dichten Scksteier. Das machen die Nebelapparate feiEicher Schiffe. Mit eurem Male zittert der mächtige Quaderbau der Mole unter surchtbaren Schlägen. .Eir: mit Explosivstoffen gefülltes englff.chas U-Boot ist gegen die Mole gefahren. Ein Teil der Gillerbrücke, welche die eigentliche Mole mit dem Festlande verbindet, fliegt in die .Lust. Für den Augenblick ist jede Verbindung mit dem Lande adgeschnitten. Vergeblich steigen die Leuchtraßeten und werfe:: die '-Morseapparate ihre Lichtbündel. Der Nebel ist zn dick. Die Wache steht in ffeberhafter Erwartung hinter der meterdicke:: Brtrftrmg.der Molen- m-rmer. Da taucht loie ein Geisterschiff der englisck>e Kreuzer aus dem Nebel. Schon ist «er an der Mole im toten Winkel, Maschinengewehre rattern, imb die kleinen Maschinenkanonen spucken rasselnd Geschoß auf Geschoß auf das Deck des feindlichen Kreuzers, das schw-arz ist von Menschen. Aber von den 4 00 Noval MartneS weiß jeder einzelne, daß es gilt, zu siegen oder zu sterben. Unter dem tödlichen Hagel der ViaschinQrgetoehre werden Laussrege gegen die Molenwand gÄvorsen. Die Verwegensten klettern hinaus, die Kompagnieführer an der Spitze. Von Vieren bleiben drei tot aus der Mole. Ein wilder Kamps in Dunst::nd Nebel um die zitternde Mauer, ein Kampf mit Bajonett, Messer, Faust und Zähnen) Von den 40 Engländern, die die Mole erstiegen haben, kommt keiner lebend zurück. Diis Deck d's Kreuzers schwimmt in Mut. Der Englärcher Wirft wieder ab. Der Versuch, die Seeslugstation und die anderen Ernrichttmgen der Mole durch handstreichartigen Uebersall ya zerstören, ist a e scheitert. Mil gnal in enden Nebelchiparaten versuchen drei feindliche Kreuzer den ÄtpllNlkvps zu passiere::. Da bricht das Feuer der Molenkopfüartrrie aus den Röhren. Treffer sind im Schornstein, auf der Kommandobrücke und im R.-urpf. Auch die Kü st en b a t t e r i e n greifen ein, die jetzt ihr Ziel int Tunst erkennen können. Die englischen Schiffe beginne:: zu sinken. Zwar haben sie noch Fahrt. Aber , es genügt doch mcht nvehr, um ihr Ziel, die Kcawlfr-leuße, zu erreichen mrd zu. sperren. Ein Zerstörer, der die Besatzungen snf- nehmen soll, sinkt im deutschen Geschützfeuer. Von den Besachmtosi entkommt kram: einer. Doch,größer war der Mißerfolg bei Oftende. Die englischen Sperrschiffe kamen überhaupt ::ichi an die Hafeneinfahrt heran. Kaum gesichtet, sanken sie in: Feuer der deutschen Kiiftenbatlerien. Zwei Zerstörer, die sich Weuduyne zu nähern versuchte::, wurden gleichfalls vernichtet. Am Morgen des 23. April sahen die uuff klärenden deutscher: Flieger vor der Küste sieben treibende Kt t c r, Wracktzelle. und Leiche::. Fünf Lebende und einen Toten konnten die deutschen' ^Ärpedoboote noch bergen. Die gesprengte M off e n'b r ü ck e -ist^g-asch wieder h e r g e st e l l t. Ein einziges deutsches Tvrpedobsöt. ist unbedeutend beschädigt, seine Miecp'skrefi ist nicht beeinträchtigt. In OstenÜe sind einige Häuser beschavnll und zehn Belgier getötet. Der Engländer aber büßte fünf-kleine Kreuzer, drei Zerstörer und mehrere Motorschnellbovte ein. Noch schwerer aber wfegt der Verlust der zahlreichen Toter:, der tapfersten der Tapfereit' Ter englische Fmckspruch von: 24. April meint, daß die Erfahrt zum Brügger Kanal möglick>erweise wirksam blockiert sei. Sollten die Optimisten iirt vereinigten Königreich darauf ihre Hofft rmngen bauen, so wird d^r unveränderte Fortgang des deutschen U-Doot-Kriegeö sie belehren, daß England seine Schiffe und Menschen vergeblich geopfert hat. Atterkerrnurrgen des Königs. London, 24. 'April. (MTV.) Meldung des Ideuterscheiz Bureaus. In f)lnerke::nung seiner Leistungen bei der LeittoZ.: der Unternehrmmg gegm: Zeebrügge und Ostende mn 33. April hat der König des: Vizeadmiral- Kepes zun: Ritter des Bath-Ordens ernannt und den Kommandanten Carpender, der den Kreuzer „Vüwirtrve" befehligte, zum Kapitän lxffördert. BeobachtungSstttae der Engländer. London, 24. April. (WTB.) Tie Admiralität meldet: In Znsaurme:rhcmg mit der Seeunternehimuu: gegen die feindlichen Küsten wurden am gestrigen Vormittag durch unsere Flieger Deobachtimgen lMgestrllt und .Bombenangriffe mi- ^chührr. Wcaeu ' der ?Aolken wür die Btv4nuchtnng sckÄvier'ig. Mt Rücksicht ftteraaf gingen unsere Ft:rgzei:ge bis auf 50 F::ß herab. Ms es \y& Wizxte, nahm man auf zwanzig Bards Entfenrumg die an der Mole m 8 e e b r ü g g e, am inneren Ende und in Ostende versenkte:: Schisse wahr, wie sie zivisch'n den Biers lagen und den größeren Teil des Fahrwassers versperrte.:. Eiive Asnsochl BovLbm wuvös erü Z^-eb' ,tscr Küste abgeuvvrstn. Englische Lügenachrichren. y A m ster dam 25. yt&nt. (WTB.) Nach einer 3teutenmei* comi} iyus Ämrdon wurden, in England offenbar sehr übertrie- biene Gerüchte über' den Erfolg des engllschen Angriffs aus Kwrügge verbreitet. Zn rückgekehrte Matrosen des Angrisfsge- schtaaders sollen u.a. erzählt haben, daß alle Geschütze, Schuppen uuo Mumtionsvorräte ans dem Hasondamm zerstört worden feien Mnz«rne Matrosen versick-ern sogar, daß die Deutschen bei ihrer Landung gerufen hätten: „Tie Amerikaner kmnnren!" und davvn- QBunifeii seien. C&3 wird auch behauptet, daß die Schlertseittore in vieLuft gesprengt wurden. In den Hasen eingedrungene englische Zerstörer sollen einige verankerte deutsche Zerstörer geentert haben, Msvauf die an Bord befindlichen deutschen Matrosen erschlagen wur- fcwn. Ein deutscher Zerstörer, der zu fliehen versuchte, sei gerammt inü) tn ztvei Stücke zerspalten worden. Die Pressekommentare sind dementsprechend begeistert. (Das Wolffsche Bureau bemerkt hierzu: Reuter spricht gxrr selbst von „sehr iiDert riefraren Gerüchten", verzeichnet aber c« fcingesponnenen Erzählungen glücklich hcrmgekeprter )Natrosen rmt sichtlichem Behagen.) Noch eine amtliche deutsche Feststellung. Berlin, 25. April. Amtlich. Nach Reutermeldungen sollen Nach 'England -urückgekehrte Leute der Lan- dungsri b te ilung .des gegen Zcebrügge eingesetzt gewesena: .«grckfsirech^vaders «rusyesagt haben, daß alle Ge,'.stütze, 'Schiffe MunrtlonÄvvrrLte auf l>em Hafardamm zerstört und dre schleuse, rtore m die Lnft gesprengt worden seien. Diese Behaupttingen sind von Anfang bis zu Ende frei er- jTiin!ben, außer der^ geringfügigen, bereits ausgebesserten Zerstörung tan der ?7äolenverbindung lxrben die Engl linder durch ihre Unter- n^bmung nicht das Mindeste erreicht. Es ist nicht eine einzige der Es der Rtole kresindlichen militärischen Eiurichttmgen auch nur in Mitleidenschaft gezogai worden. Bis auf die bereits gemeldete lachte Beschädigung eines einzigen Torpedobootes sind auch keinerlei Zerstöruibgen .an rrgendeffrem U-Boot, Torpedoboot oder tnnftigem Fahrzeug erreich worden. Auch an die Schleusen ist der Feind weder nrit Sprengungen noch durch .Geschützfeuer yrnargei'ummen. Tie gefanrten Hafeneinrül^tungen Zcebrügg-es sind vielmehr völlig unversehrt und voll betriebsfähig. Na ck Gefangenenaussagen hat der Feind das gleich Unternehmen bereits viermal durchzusüstwen versucht. In der Wachsamrät unserer Vorpostenboote und unserer Batterien sind sie aber rweSnurl zur Umkehr gezlvungen worden. Wenn es ihnen diesmal verang, an die Angriffsziele näher heranz-uÄmmen, so verdankt Der Feind dies dem Zusammentreffen für ihn besonders günstiger umst ände. pierbti spielte das neblige Wetter und die Windrichtung' trm enticheidaide Rolle. Letztere führte der in größerem Umfangs verwendeten künstlichar Nebel vor dem Angreifer her immittelbar jtmf die Angriffsziele zu. Unsere Abwehrmittel kontrten daher erst m Tätigkeit treten, als der .Kreuzer „V i n d i c t i ö e" aus nächste Erttsermmg in^ Sicht kam. Ihre Wirkung setzte dann mit solcher PMrcht ein, daß es dem Kreuzer bei aller Anerkennung des von seiner Führmtg gezeigten seemännischen Geschicks nicht gelang, die Pär die Unternehmung bestimmten vier Konipagnien Seesoldatem W landen. Tie wenigen Leute, denen es unter Führung ihreÄ MMzrcre möglich war, auf der Mole Fuß zu fassen, wurde von der topsevm Verteidigung medergemacht oder ins Wasser ge- worsen bis auf etwa 12 Manu rmd einen Hauptmonn, die sich als befangene in unseren Händen befinden. Mit ihnen sielen zroei Marrrmemva-fer, zivei Maschinengewehre und sonstige Nahkampf Waffen in unsere Hände. „Vrndietive" rmtßte unter dem vernichten bat Fener vielmehr wieder von der Mole abbiegen. Die zur Sperrung der Kanalnnfahrt bestimmten .Kreuzer v?urdei;i gleichfalls beim Hevaustreten aus d-enl Nebel unter verachtendes Feuer genommen. .Es gelang daher, sie zu nt «Sinken zu bringen, bevor sie die für die Spren- t unq angestrebten Plätze erreicht halten. Die von * Engläi^ern mit schwerem Personal- und Material opfern ein- tsat&xn Mittel haben dennoch in keiner Meise den Erfolg erzielt, den der Feind erhofft hatte. Insbesondere ist seine Absicht, die iMchchrt W unseren U-Bootsstützpunkten zu sperren, vereitelt dmrden. Reuter ncag mit Recht die Unternehmungslust und die Tapferkeit der an dem Unternehmen beteiligten Engländer loben. WvS vermag er aber die Genugtuung darüber nicht zu nehmen, daß dank der Tapferkeit unserer Bertadiger der Gegner sein Ziel nicht erreicht hat. Die österreichisch-ungarische Hilfe im Westen. Berlin, 25. April. (Priv.-Tel.) Die Gerüchte, daß Verschiebungen österreichisch-ungarischer Trup- frtn nach dem Westen stattgefunden haben, sind, wie aus »vderlässiger Quelle bekannt wird, aus der Luft ge vriffen. De«tfche Gerichte für Flandern und Waktonien. Brüssel, 24. April. lWTB.) Durch gemeinsame Vervrd- tosatQGt des Genevaigouverneurs und des Generalguartiermeisters werden für Flandern und Wal lonien d eu t s che G eri cht e Soingesetzt. Der Artende Gedanke bei der Neuorganisation war bei m5glirf?ft sparsamer Persönalverwendung in Straffachen die Be fd&äutimci cur das im Interesse der Aufrechterhaltung der öfsent lrchen Ordmmg Notwendige, in Zivilsachen der Schutz der privat «chlluhen Interessen der Deutschen, Verbündeten und der Neu- tvÄen. Es .verden deshalb Kaiserliche Bezirksgerichte eingerichtet, die materiell nach den Landesgesetzen oder unter Anwendung des Varffchen Prozeßrechtes in Zivil- und Strafsachen urteilen werden. Dre Justiz Verwaltung liegt wie bisher in den Händen des Bcrwal- dOrgschess.. Die Bezirksgerichte smd mit Eftczelrichtern besetzt, nur bas, wv es sich um eine mit dem Tode oder mit einer FreihmlMrafe von über fünf Jahren bedrohte Straftat handelt, erfolgt die Ent- tzch^ung tn emer Besetzung mit drei Richtern. Das Ermittlungs- v^ahren liegt in den Händen der Staatsanwaltschaft, die aber die nur da erhebt, wo dies im öffartlichen Interesse geboten ist Mihrcud eine Berufung in Strafsachen nicht statt- ßrndet. gibt eS in Zivilsachen eine solche bei einem Streit- W^, der 5(JOO Fr. übersteigt, lieber diese Berufung entscheiden die SvarfeNrchen Obergerichte m Brüssel mrd Nannrr. Wichtig ist, daß nun au ein in Deutschland vollstreckbarer Tftel auch in Flandern und Wal lonien vollstreckbar ist und daß in dai größten Städten für die Vertretung der Interessen der Deutschen, der Ver- »üvdeten und der Neutralen Beamte Parteivertreter und Justiz- Kv-lmmssarc bestellt werden. Die Einberufungen für die neuen Gerichte werden in der nächsten Zeit beendet stm. Die Reform des englischen Oberhanscs. L o n d o n, 25. April. lWTB.) Der Bericht Lord B r y - 'cesüberdic Reform derZweitenKamm er (Ober- Haus) ist heute veröffentlicht worden und empfiehlt, daß Hie Zweite .Kammer aus zwei Abteilungen bestehen solle. Die «Hr Abteftnug soll aus 246 Mitgliedern bestehen, die auf Mrrmd von Listen aus Unterhausmirgliedern (by panels of prember commons) eingeteilt in geographische Gruppen, ge- «AUt werden sollen, die andere Abteilung aus Personen, die Hnvch gemeinsame Kommission beider Häuser gewählt wer- sollen, rhre Anzahl soll einschließlich der Mitglieder, die Von Amlswegen der Zweiten Kammer angehören, ungefähr ein Viertel aller Mitglieder der Zweiten Kammer betragen. Ss wird empfohlen, daß die Wahlperiode der Mitglieder der Lwerten Kammer aus zwölf Jahre festgesetzt wird, und zwar, daß ein Drittel der Mitglieder in jedem vierten Jahr aus- jchiidet. Die Neuernennungen sollen durch Wahlen vorge- »mmttt werden. Wenn sich eine M ein ung s ve r schiebe n heit zwischen den beiden Kammern erhebt, soll bas betreffende Gesetz einem freien Ausschuß von 30 Mid- »lwdern beider Häuser übenoiesen werden, um eine Verständigung herbei zu führen. Wenn die Vertreter von Irland errbezogen «oerden, lvürde die Gesamtzahl sich um 27 Mid- -lreoer erhöhen und auf ungefähr 273 steigen. Der Friedensfchluß mit Rumänien. . Berstin, 26. April. Staatssekretär v. Kühlmann ist über Wien nach Bukarest gereift. Wie die „Deutsche Tageszeitung" aus parlamentarischen Kreisen erfährt, wird unmittelbar nach dein Abschluß des Friedensvertrages mit Rumänien der Reichskanzler im Reichstag illrer die politische Lage sprechen und sich dabei eingehend mit den durch den rumänischen Friedensschluß erreichten Abschluß der gesametn Oftfragen für Deutschland befassen. Die Schwierigkeiten des Kabinetts Seidler. Wien, 25. April. (WTB.) Wie die „Slawische Korre spvndeirz" meldet, hat sich eine Abordnung des tschechischen Verbandes und des südslawischen Klubs Kenn Mrnisterpräsidenten Dr. v. Se i d le r einaesunden, um lhn zu fragen^ ob die deutschbürgertichen Parteieir tat sächlich der Regierurrg einseitig nationale und auf die Der- solgurcg der Tschechen urrd Südslawen gerichtete Forderungen vor gelegt haben und ob der Mirn. \ terpräs ib ent gewillt sei, sie erfüllen. Ministerpräsident v. Seidler gab zu, daß über die bekannten Fvrderuirgen verl-andelt worden sei, erklärte jedoch, daß bisher keine Entscheidung getroffen worden sei. Bon Ungerechtigkeiteii gegenüber irgendeinem Bollsftanrm Wrne hierbei selbstverständlich keine Rede sein. Dce Abordnung betonte, daß jedwede Verfolgung ihrer Volksstäinuve und die einseitige Erfüllung der deulschbürger- licheri Forderungen auf stärksten Widerstand stoßen und den Bestand des Parlamentarismus in Frage stellen würde. Wien, 25. April. (WTB.) In der gestrigen Sitzung der deutfchradifalen Pertei isternstimnr^g folgendeEur- schlleßung angenommen worden: Die deutschraditale Partei kam: nur eine s-olche Regierung uirterstützen, die erstens eine Bürgschaft bietet, daß die auswärtige Politik von dem verantwortlichen Minister des Aeußemi unter Llus- schluß aller Beeiirflusstritg von urrverantwortlicher Seite in der^bisherigen Richtung im engsten Eirwernehmen mit dem verbündeten Deutschen Reiche weitergefühitt werde und zweitens die Selbstandigbeit und die Selbstverwaltung Deutschböhmens unter Durchführung der nationaleri Abgrenzung verwirklicht wirb. * Die Neubildung de- ungarischen Kabinetts. Budapest, 25. April. (WTB) Blättermeldungen zufolge durfte die Kabinettsbildung unter dem Ministerpräsidenten Josef S^terenyis auf der Grundlage erfolgen, daß der Gesetzentwurf über die Wahlreform erst im Herbst im Abgeordnetcnhaiis verhandelt werden soll, tedoch^müßte die Regierrrng die GÄvähr bieten, daß, falls ^ gelingen sollte, den Gesetzentwurf in der jetzigen Form rm Parlamente durchMrdringen, das 'Haus aufgelöst und Nemvahleir angoordnet rverden sollerr. Die sogeicamite-n Wahlrechtsparteien des Abgeordnetenhauses haben dem Vorschlag zstigestimmt. So wird der ernannte Mllnsterpräsident vermutlich sckp>n nwrgen in der Lage sein, die Ministerliste dem Karser zu unterbreiten. Aus dem Reiche. Hindenburg und die Presse. c er ^ Eiril. (WTB.) Die besonders umsaffende Werbetätigkeit des Vereins deutscher Zeitungsverleger für die achte Kriegsanleihe wurde von .Hlndenbürg in folgendem Telegramm anerkannt. „Aus dem mir überreichten gesammelten Werbe- m 1 ' ?^t en Kriegsanleihe ersehe ich den Anteil, wel- cherr der Verein deutscher Zeitungsverleger an dem glänzenden Ergebnis dieser Kriegsanleihe hat. Für die erfolgreiche Mitarbeit an den Aufgaben des Heeres durch den Verein deutscher Zeitungsverleger, die hierin erneut zum Ausdruck kommt, bitte uh meinen Dank enlgegenzunehmen." Die Führer der Parteien bei Staatssekretär v. KÄHlmann. Berlin, 25. April. Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Dr. v. K ü h l m a n n machte heute den Führern der Parteien des Reichstages vertrauliche Mitteilungen über die Bukarester Berhaiidlungen. Nachdem er geschlossen hatte nahm der V i z e p r ä sid e n l D r. Paasche das Wort, um dem Staatssekretär für seine Ausführuirgen zu danken urrd rm Namen der anwesenden Abgeordneten dem Bedauern und dem Unwillen darüber Ausdruck zu geben, wie von der (n - u * i y> e n 3 c i t u tt g" gegen den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes mit persönlichen Verdächtigungen vorgegangen werde. Er sei überzeugt, daß keiner dem widersprechen werde, daß dieses Sineinziehen versön- licher Verhältnisse rn den politischen Kamps mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden müsse. Diese Aus- führun^nr wurd«i imL lebhafter Zustimmung ausgenommen. Im Anschluß gab der Vizepräsident persönlich sein lebhaftes Bedauern darüber kund, dag ans die glnche Weife auch eines der kenntnisreichsten und fleißigsten Mitglieder des Reichstags in der gehässigsten Form angegriffen werde. Die Zeitungen aller Richtutigen hätten sich ja auch schon dagegen gewandt, daß man in dieser Weise das persönliche Gebiet in den politischen Kamps hinemziehe. > m i » ■ »’<» ,v.awa» i.U)miii Mb. Deutscher Reichstag. 153. Sitzung. DwmcrStag den 25. April 1918, nachmittag IM, Ufe Emgegangen ist ein Begrüßungstel«Mmrm des ungarischen Mia grvatenhau ses, rn dem Mts die unerschütterlickie Bug des treue b~r Mtttelmachte hmgewiesen wird. Ter Reichstag wird in gleichem Sinne antworten. ^ ^ Die Getränkefteurrn. Dritter Tag der Stenerrrussprack-e W handelt sich um das Gesetz über den Bierzokl, das Wei 2 i^ -euergesetz, cne Aendernng des Dachaumweinsteuergesetzes die Besteuerung von Mineralwässern, die Erhöhung der Zölle für Kaffee Tee, Inkao und Sck)okolade und um das Branntweinmonopol Wofern: Tie neuen Steuenr sollen 124° Milltouen Mark mehr emünngeu, als die bisherigen, so daß wir in Zukunft auf diesem Gebiete 1600 Millionen Mark einnelmiew würden. Ich würde mach -aufrichtig freuen, wenn die 1600 Millionen bm vierten Teil der llurftigen Reichssteueru darstellen würden xer Schatzsekretär wendet sich dann den einzelnen Getränkcit'meus zu. Wegen des erschwerten und niedrigen Betrages bei der Malz- mußten mir zur Fabrikationssteuer beini Biere ülxrgehe'i Beim Boauntwevi drängte die ganze Entwicklung auf das Monopol tun. Wrr schlagen eine Verstaatlichung der Spirituszenttale vor ^ie durch das Monopol betroffen werdenden Angestellten und Arbeiter Men angemessen entschädigt rverden. Beim Wein schlagert wir ec ne Weinsteuer vor. die wir möglichst wertali vom Prodiizenten und möglichst nahe an den Verbraucher verlegen uwllen. Einzel- stauten, die Wein versteuern, müssen m\ die Besteuerung verzichten und dafür eilte Entschädig,mg erhalten. Durch die Besteuerimg, der Zbellerbestände werden die seln großen Weimiersteigerungen der letzten Jahre noch nachträglich zur Weinversleueruikg herangeM>gen_ Die SchaumweinsiDier ist aus einen Einheitssatz von 3 Mark erhöht ivorden. Tie Steurer cmf Mineralwässer und Limonaden wird von den ^Brauereien als Ausgleich gesordett. An die ErlMmg der Zölle auf Kaffee, (Dqe luud KaLao hätten wir am Schlüsse des Krieges unter allen Umständen Herangehen müssen. Wir müssen jejft ganze Arbeit machen, damit man nicht bei der Gesamtabrerp- mniä «noch vinmal kommen Muß mw Mcüverk gemaclft hat (Beifall.) ? Adg .Herold: Die Staffellmg der Biersteuer begrüßen wir im Interesse der kleineren und mittleren Betriebe. Ihre i'lrt muß noch geprüft werden. Gegen die W-ünsteuer habeir wir keine Bedenken. Die Schaumweiusveuer wirb leicht getragn: werden. Die Slauer auf Mftveralwässer könnte der Zwischnchandel übernehmen. Der Kaffee verbrauch wird durch die Zoller Höhung stari' zurück- gehen, da sich die Bevölkerung an die Ersatzmittel' gewohnt hat. Durch das BranTrtweiumonopvl wird eine große Anzahl selbstäu-- diger Existenzen vernichtet werden. Die Beiteuerung ist im Ber- HÄtnis zu den Erzeugungskosten ganz außerordentlich hoch. Unsere SteuervcrhLltnisse sind gesund. Die Besitzsreuern im Reich müssen rvock» mehr ausgestaltet werden. * Afrg. M ü l l er- Reichenbach (Soy.): Vom Bier als dem flüssigen Brot ist heute nicht nuchr zu reden. Die Geränkesteirern nehmen keine Rücksickft auf das schwerbcdrängte Gastwirtsgewerbe. Der fünfte Teil aller Weinräusche wird künftig in die ReichÄasse stießen. .Die Weinsteuer geht an eine Kommission. Abg. Tr. Blunck (F.Vp.): Die Erfahrungen mit den Kriegs-- gesellschaften haben die Sympathie für Vionopole erheblich abgv- kühlt. Wir werden dafür sorgen müssen, daß das BranTttwernsi mmwpolffncht einseitig vom agrarischen Standpunkt aus behandelt wird. Die Kartoffeln dürfen nicht zur Erzeugrmg von Spiritus vertvendet werden. Die Weinsteuer halten wir für die beste. Mit der Fabriksteuer beim Bier sind wir einverstanden, auch der Bestem' 0 - rung alkoholfteier Getränke sämmcn wir grundsätzlich zu. ^lbg. Sch uleuburg (nätl.): Die klemen Brewiereien müssen geschützt werden. Die Weinslruer erscheint ims für die lleinech Weine zu hoch. Gegen die Besteuerung der Frilcht- und Beeren^ weiiie l)aben wir Bedenken. Die Bierpreise sind so hoch gcstäe.gen,. baß ernte petitere Steigerung aus volkswirtschastlickxm Gründenj nicht erwünscht ist. Der Gerstenpreis sollte herabgesetzt werden, um eine >vettere ,Vetteuerung des Bierpreises lnntwrzuhallen. Gegast tne Steuer aus Mineralwasser und Limonaden haben wir die allerschwersten Bedenken. Der Schaumweinstcuer stimmen wir $u, ebenso der Zollerhöhung aus Kaffee, Kakao und Tee. Abg. Dr. Roesicke (kons.): Beim Bier ist die Fäbrikatsteu.er der einzig mögliche Weg. Es ist zwar unMrgenehm, Kaffee und Tee. zu öerteuem, aber diese Lasten sind zu erttagen. 20 Prozent Steuer auf den Wein sind außerordentlich hoch, mmi sollte nicht über 10 Prozent gehen. Die Weinsteuer muß ur,bedingt vom Winzer weg urrd nur auf den Verbraucher gelegt werden. Es ist unrichtig, wenn behauptet wird, daß das Brannttveinmmwpol nach agrarischen Wünschest gestaltet sei. Die Landivrrtschaft hat nur das Interesse, die Kartoffeln möglichst gut yn verwerten. Ohne Alkohol, kommen wir nicht aus, schon vom Standpunkt der Hvgiene aus. Es wäre sehr bedenklich, wollte man dieses wickstige Gewerbe zerstören. In dem zu schaffenden Beirat müssen auch die Brerrnereien Einfluß erhalten. Abg. Wurm (U. Soz,.): Bei den vorliegenden Steuergesctz-' entwürseil legt die herrschende Masse den Bel>errschten die Lasten, mff. Das Branntweinmonopol ist eine Liebesgabe an die Brenner. Dem idroht: jetzt .eine große Gefahr durch das Kalzium karbid, aus dem man Alkohol machen kann. Darum wurde rasch das Monopol geschaffen. Abg. Mumm (D. Fr.): Man darf tne Steuer Vorlagen nicht nur nach ihren Erträgen beurteilen, sondern mich nach ihren Wirkungen auf die Vvlksnürtscliast. Adolf Wagners Gedanke von der: Bedeutung der Morivpote ist mm zum ersten Male verrvirllichd Beim Branntweinmonopol sollte man die Entschädigungen nie!# ratenweise, sondern aus einmal zahlen. Die Aussprache schließt. Damit ist die erste Lesung sämllickicr Steuervorlagen beendet. Die Umsatz-, .Besitz- mrd Verkehrssteuern gehen an den Hauptausschuß, die Geträrrkesteuern au eitlen Ausschuß vort 26 Mitgliedern, haS Branntweinmonopol an einen besonderen Aussä)ub. Freitag 1 Uhr: Anfragen, Bittschriften. Sckstuß' 7 Uhr. Berlin, 25. April. (WTB ) Der A e l t e st e n r a t de^ Reichstags beriet heute den Arbeitsplan für ditt nächsten Tage. Matt einigte sich dahin: Am Freitag diesen Woche sotten die dem Ausschuß für Handel und Gewerbe überwiesenen Petitionen aus die Tagesordnung gesetzt werden. Samstag, Montag und Dienstag der nächsten Woche bleiben sitzungsfrei. Der Mittwoch und Donnerstag bleibt der Beratung sozialpolitischer Gesetze Vorbehalten. Freitag und Samstag bommt der Haushalt des Reichswirtschaftsam- tes zur Beratung, anschließend daran Aiontag nächster Woche und in den solgertderi Tagen die Fragen der Üebergangswirt- chaft usw. Aus Stadr und Gießen, den 26. April 1918. Nprilwetter. Dürrer April, ist des Bauern Will, sagt eine alt Bauernregel. Damit lvar os dieses Jahr nichts. Seit 'Tagei hängeii schwere Wolken am Himmel, der Regerl llatsch vom Winde getriebeil wi'.der die Scheiben Mid die frischen Lartgrünen Blätter der Bäume und Sträucher hängen mat herab, gleichsam fröstelnd. Auf die ersten warmen 'H-riltage die verführerisch das junge <^rün hervor lockten und in derer Sonnen glanz sich Schnee glöckck)en und 'Anemonen leicht in Winde rrftegteu, ist der übliche Kälterückschlag ein getreten eirverttTeil der Obstbaumblüte unliebsam überraschend. Wi jedoch aus allen Teilen des Reiches berichtet wird. l>aben di- Nachtfröste nirgends ernstlick>en Schaden an gerichtet. Di Kältrperiode sck)at, die Samen mrd Ge'.vächst zur Eiitwicklung kommen tönrten und nicht im Schlamn ertrinken. Bon jeher war der April als ein rauher Bursch ohne Rücksichten bekannt: das unfreundliche, nasse Wette darf uns daher nicht allzusehr verwnndertl. Auch dauer es ja nur noch wetttge Tage und der Mai, der eigentlich Lenzmonat, hält seinen Eirtzug und mit ihm hoffentlich eil blauer Himmel, lichter Sv-irnienscheiri, Vogelgesaiig und di- ganze Pracht des üppig blühenden Frühttngs. Starkkuburg und Rheinhessen. Fc. Aus dem Rheingau, 24. April. Das Austreiben de Reben hat bereits begonnen. In geschäftlicher Hinsicht machen sic! jetzt vor allem die Weinbergvinsttigerungen geltono, die sehr gu abschließeu, meun auch bis jetzt die Preise durck-aus dem Bcrhältui- der vergangenen Jahve entsprechen. Ter freihändige Verkauf if ruhig. ^ Kreis Wetzlar. rc. Niederguemboch (Kreis Wetzlar),' 23. irhpril. Leut uant b. Res. (Semömrilt) Wilhelm Zimmer mann starb io Alter von 21 Jahren den Chreutod. Dessen-Nafsau. mr. Frankfurt a. M., 26. April. Die Reichsstelle sü' Gemüse un.d Obst l>at die Preise für das Gemüse in diesem JalW für die Städte Hanau und. Kassel höher festgesetzt wie für Frankfur a. M. Es besteht nunmehr diie Gefahr, daß Frankfurt uamentliö Mts den außer preußischen G'bieteu kein Gemüse :nehr erhält, dal eine starke Ablvanderung nach den Städten mit höheren Preise erulriU. Der Magistrat protestierte deshalb aus Beranlassun. der Stadtvcrordneteitverstrmmlung -ohne daß bisher eine Aetlde rimg von seiiteu der Reichsstelle eingetreten wäre. Hacl>rtd>tc.8»« Israelitische Neligionsgeineinde. Gottesdienst in der Shnagog (Süd-Anlage). Samstag 27. April. Bvrabd.: 8.15: morg - 8 30 abds.: 6.50 u. 9.30. — Israelitische «ellgiourgesellschast. Sabbat 87. April. Freitag afrd.: 7.35; Samstag vorm.: 8.30 hacym.: 4 30: Sabbalmtsg : 9.30. Wochengott^enst: Morg. 7.00 abds. 8.00. SÄ Tieferschüttert und ganz unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seines Söhnchens, mein lieber zweite: ohn, unser guter Schwiegersohn, Schwager und Onkel, der Ers. Res. Reinhold Belloff Kes.-Inf.-Regt. 222, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. nach 40monatiger treuer Pflichterfüllung im Alter von 34 Jahren an den Folgen seiner schweren Verwundung am 16. April in einem Feldlazarett verstorben ist. 01174 In tiefer Trauer: Frau Katharine Belloff geh. Rühl Reirshold Belloff Anna Marie Belloff Witwe Familie Röhl Familie Belloff Familie Vogel Familie Arnold. Oppenrod. Beuern, Alten-Buseck. den 25. April 1918, Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft Ps. 62. 1. Todes-Anzeige. Noch Gottes heiligem Willen starb mein heißgeliebter, jitrener Mann, unser lieber Schwiegersohn, Schwager, Bruder und Enkel, der Gefreite Karl Lotz Infanterie-Regiment 116, 4. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse den Heldentod für sein Vaterland. Er fiel am 22. März bei den schweren Kämpfen im Westen nach 3‘/}jahriger treuer Pflichterfüllung im Alter von 26 Jahren. In tiefem Schmerz: 01175 Frau Liim Lots geb. Bühl Familie Hl. IMnnes Familie L. Itlihl nebst allen AiiKohörlgen. Griedelbach, Bonbaden, Volpertshausen, Weidenhausen und im Felde. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass heute vormittag 10 Uhr unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Mannes Grosser, Master i. ü nach längerem Leiden im Alter von 78 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Hermann firob und Fran geb. Grösser «laiius !£<»$ch nnd Fra« geb. Grösser, Biedenkopf Ladnis Kraft und I'ran geb. Grösser, Biedenkopf Ludwig Grösser und Familie Mari Gnftmann und Frau geb. Grösser tflemrsci» t»r«*8or nnd Familie. Biedenkopf und 12 Enkel. Giessen (Rodlieimer Strasse 29), den 25. April 1918. Die Beerdigung findet statt Sonntag den 28. April, nachmittags 3 1 /, Uhr, auf dem Neuen Friedhof. 8193 Plötzlich and an erwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß anser innigstgeliebter Sohn, anser herzensguter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Karl Rheinländer Landsturmmann im Füsilier-Regiment von Gersdorff Nr. 80 am 7. April im Alter von 32 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: Philipp Rheinländer und Frau Gertrud Möller Christine geb. Sander Familie Karl Heinr. ch Bechthold Arthur Rheinländer, zurzeit im Lehrer Ferdinand Schneider Felde, nebst Braut und Frau Oskar Müller und Frau Helene Lehrer Albert Schneider nebst geb. Rheinländer Erna Müller Braut Familie Karl Jung Launsbach, Griesheim, Burgsolms, Herdorf, Runkel, Ebersgöns, 26. April 1918. 3100 MW ■ WW'&ZK' il Jfc' tvG Tieferschüttert, erhielten wir die schmerzliche Nachricht daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate, der Gefreite Karl Decker bei der IHInenwerfcr-IIonipaßnie Nr. 160 Inhaber des Eäs. Kreuze« II. KI. und der Heft*. Tapforkeitfimeda!lIe nach 44 monatiger treuer Pflichterfüllung am 5. April im Alter von 32 Jahren, den Heldentod fürs Vaterland erlitten hat. In tiefem Schmerz: Garbenteich, den 20. April 1918. Marie Stecker geb. Pebns 3198 siebst allen Angehörigen. <o»ovt ,ui leiben gesucht. Lchr. Angeb. u. 01161 au den Gtetzener Anzeiger. Den Heldentod für das Vaterland starben unsere lieben Bundesbrüder Ä. H. Oberlehrer Ludwig Schmidt ? 1 Am 19. erhielten wir die tieftraurige Nachricht, daß am 16. April unser lieber, treuer Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Leutnant d. R, im 1. Garde-Res.-Feid-Art.-Regt. am 31. März 1918; NW m cand. med. Karl Kreh M m Adolf Friedrich 'S, Unterarzt bei der 2. Garde-Minenwerfar-Kompagme am 13. April 1918. Gießener Burschenschaft Alemannia. 3XBÖD I. A.: Müller. m -im m %| Leutnant im Infanterie-Regiment Nr. 165 Inhaber, des Eisernen Kreuzes mM _ ^ tx l'J mmm 1 Im Kampfe für das Vaterland fiel am Karfreitag unser lieber Bundesbruder bei einem Sturmangriff in den schweren Durch bruchskämpfen nach über 3V 3 jähriger treuester Pflichterfüllung im Alter von 25 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist 3178 In tiefem Schmerz: Familie Amtsgerichtssekretär Adam Friedrich. Gießen (Ludwigstr. 14), Frankfurt a. M. und im Felde, im April 1913. Von Beileidsbesuchen bitten wir dankend abzusehen. / stud. theol. Adolf Fritsch Leutnant der Reserve in einem Infanterie-Regiment, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse, der Hessischen Tapferkeitsmedaille und des Kriegsehrenzeichens in Eisen. In tiefer Trauer: Die Landsmannschaft Chattia, Giessen. I. A.: R. S c h m i d t. ., ft * . Todes Anzeige. Nach langer und banger Ungewissheit erhielten wir heute die schmerzliche Nachricht, dass unser innigstgeliebter guter Sohn, mein treuer Bruder, Schwager und unser Neffe Im frischen Draufgohen auf den Feind erlitt an der Spitze seiner tapferen Mannschaften, von denen mancher für die Heimat bluten musste, den Heldentod Leutnant d Res. Adolf Friedrich Ritter des Eisernen Kreuzes 2. Klasse. RÄ \m m Musketier Otto Röhl zuletzt im Res.-fcff.-Regt. Nr. 224, 7. Komp. am 26. Dezember 1917 nach beinahe dreijähriger russischer Gefangenschaft gestorben ist. Die tieftrauemden Hinterbliebenen. Butzbach, 25. April 1918. I. d. N.: Die Eltern Aktuar Ru hl und Firau gcb. Zwick. 3197 D Das Regiment betrauert in dem Dahingegangenen einen treuen, Hoben Kameraden, unerschrockenen und nie L' W versagenden Offizier. Lr>^i SEMNeMLWSsLÄLWÄ v. Weller, Oberstleutnant und Kommandeur des 5. Hannoverschen Infanterie-Regiments Nr. 165. Als blühender Jüngling zog er hinaus, Verliest seine Lieben, sein Elternhaus. Noch sprach er, als er von uns mußt gch'n Lebt wohl, auf ein frohes Wiedersehn. Doch nun ist es ganz anders gekommen, Zu früh hat der Tod ihn hinweggenommen. Es sollte nicht sein, daß wir uns wiedersehn, Ruhe sanft auf ein solches in lichten Hdb’n. Am 6. d. M erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser innigstgeliebter, hoffnungsvoller, guter Sohn und Bruder Am 29. März starb den Heldentod für sein Vaterland der Leutnant der Reserve und Bataillons-Adjutant Herr Carl Walter Kanonier Johann Weber Feldartillerie-Regt. Nr. 9, 8. Batt., Inhaber des Eisernen Kreuzes II, Kl. Inhaber des Eisernen Kreuzes I!. Klasse und der Hessischen Tapferkeitsmedaille. !n ihm verliert das Regiment einen pflichttreuen und tapferen Offizier, das Offizierkorps einen lieben Kameraden, dessen Andenken in der Geschichte des Regiments stets fortleben wird. am 22. März 1918 sein blühendes Leben im Alter von 20 Jahren durch eine Fliegerbombe opfern mußte. 01184 In tiefem Schmerz: Familie Johannes Weber IV. In Abwesenheit des Regiments-Kommandeurs: Othegraven, Hauptmann. Todes-Anzeige. 'S Er starb zu früh und wird so sehr vermißt* Er war so liob, daß man ihn nie vergißt- Am 10. April erhielten wir die traurige, schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, guter Mann und treusorgender Vater seiner Kinder, unser lieber Sohn und un vergeßlicher fcichwieger- sohn, Bruder, Stiefbruder, Schwager und Onkel m Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere treubesorgte, unvergessliche Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante Arroieruiigssoltlal Karl Mast Frau Maria W»M Witwe §4 Braun nach kaum 8 tägiger schwerer Krankheit zu sich in die Ewigkeit abzurufen. im Armierungsfaataillon Nr. 116, 2. Kompagnie 27. Mlrz durch einen Granatschuß am Kopf sein hoffnungsvolles Leben lassen mußte. In tiefer Trauer: Frau Wilhcimine Krebast geb. Alt nebst 2 Kindern Familie Karl Krebast nebst allen Angehörigen Familie Adam Alt nebst allen Angehörigen. Um stilles Beileid bitten die tieftrauernden Hinterbliebenen: Karl I «h und Frau geb. Weinandt Ludwig Anna, Marie, Wilhelm, Karl und Reinrieh Weinandt. Klein-Linden, den 25. April 1918. Kinzenbach, Lollar, den 24. April 1918. Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Mi' 3148 Die Beerdigung findet statt Samstag den 27. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Frankfurter Strasse 25 aus. "i" WM i ^ Ar, h >> ' , v,/.' Ar. 9 x ZweUez VM Eichener ArMer (General-Anzeiger sSr Gberhchen- Zreitag, 26 . April mS : «JBMnunn aus Sem yüuplansichir?; des Aeichstützs. Berlin, 25. 2lpril. (WiTB.) Der .Hau Plansschu ß des Reichstages setzte die Beratung hes 5>aushattS des Reichsheeres fort. 'Man einigte sich .gnttächst dahin, die Behandlung der Bvamtenfragott un> die angeregte Meuiorsanisation des gesamten MilitärbeLlntettwesens einem zeliugliedrigen Ilnteraus schaß zu über» werfen und über die tni Haushalt tuen an geforderten Stellen vvrwrg Beschluß gu fassett. Ans ehre Anfrage gab Uüttershr-atssekretär Jahre vvm Rei chs- MahLZlcl An-slunst über diel der Türkei gewährten Archühcn. Generalarzt Schulden äußerte sich wiederholt über Der-» Ach;- rmd Ersatzfragen. Sodann Ham OberstileuLwant van trai Bergh ans die Bern- shaudurtg zurück, die gesttrn und bei einer früheren Gelegenheit vom !AL>g. Erzberger über das Kriegspresseamt gemachst worden feiert. Iin Häuft des .Krieges habe es sich gezeigt, welche BrÄeutung die Presse al§ wichtigstes Mittel der Kriegführung hat tmd näe dieses Mittel von. unseren Feinden, durch üttc Lage begrd-rfttgt, rüchichtsV»s gpgien uns Misgemrtzt wird. Die Oberste HeereÄeitlmg habe dal-er inr Oktober 1915 das Kriegspresseatnt geschaffen, um eine engere Verbindung mit der Presse herzustellen. Dc^Mckmer schildert die Aufgaben und die Gliederung des Kricx;s- pvesftamLss und erorbert die Slärks-Nachweismtg,die mit der grötz- ten!Spars«inleit aufMsSellt tvorven sei. Im ganzen handle cs sich um' 119 Offiziere, die nur gartti sont-erwendun gs s äbig feien, zum Teil seien sie verwnridet und nicht mehr voll arbeittperwendungstg fähig. 'Debet müsse der Dicietüetrikch Tag und Nacht aufrecht eräjalten werden, .^luch rm'rtztc.t die Offiziere noch >§u Fvontrcisen) nach xu besonderen Ahifftaben verwertet weckden. Las ssftiegs Pressen amt habe in unermüdlllher Tätigkeit wichtige Kriegsarbeit getan, die Assterkennnng und Dank verdiene. Durch sein Wirken seim die gegeuseftigdas Filmwerk „Miittvn Geld" mit Clara Ktmball- vJourtg in der Hauptrolle zur Ausführung. Außcrdetn wird das Lust- „Zwischen zwei Feuern" gegeben. Siehe Anzeige. Oberhessischer V i c hhande l s ve r b a n d. Auf die BeMuntn m chuug in heutiger Nummer wird besonders verwiesen. . . * dessere Ausnützung der R h a b a r b e r st a u d c ! \] e Rhabarberstaude wird jetzt mehr und mehr als dankbare Nutzpflanze geschätzt. In unserer Küche findeil die kräftigen Blatt- - ^?bl mannigfache Verwendung. Bedauerlich aber ist, daß vielfach nur diese Stengel und nicht auch die Blüten und 'Blätter der Pflanze gewertet sind. Tic eben austreibcuden Blutenkolben, die wegen stärkernt W>a>Wtums der Pflanze attSgebvockmi werden, uefern, wie Blumenkohl zilbereitet, ein roch. ,wohlschmeckendes^ Gertcht, ebenso die jetzt noch zarten Blätter, -aus.den Rippen ansgezupft und wie Spinat gekochjt, entiveder für sich allein oder getnischt mit Spitrat oder Römischkohl. Der Katfer und die baltischen Provinzen. Berlin, L4. April. (WTB. Nichtamtlich.) Ter Rigaer F a b r i k a n t e n v e r e i n l>at folgendes Telegramm an den Kaiser gierichter: J-n Anlaß des nach glorreichem. Kamps Pott Ew. Kaiserlick-en Ddajestät errungenen Friedens mit Rußland bittet der Rigaer Fa- brikauLenv erein l§w. Adaj estät atkernntert än ig st seinen tief empfundenen Dlnrk für die dam deutschen Balteuckande geschenkte Freiheit iausspvechert zu dü'csen. Möge tyrsere geliebte baltische Heimat un- g-eteil-t, unter Ew. Majestät ruhmvollem Szepter mit dem Tentschen Reiche verbundert, einer lichten, glücklichen Zukunft entgegengeftihrt werden. In unwand-cilbarer Treue Rigaer Fabrikantettvereiu. ^ Tavauf ist folgendes An 1 wo rtt el c g r a m m eingelmisen: Se. Msaj. lassen für den treuen. Gruß des Rigaer Fabrikanten-- Vereins h»erzlich danken. Se. Maj. erwarten bestimmt, daß aus der Mutsaat dieser schweren Jahre ein starkes Reich ein stolzeselbst- lKtcmtztes Volk hervorgeht, rmter dessen Schtrtz auch die schwer ge- prüften OtHcttslan.de auf eine sichere, glückliche ZulNuft rechten dürsett. Auf Allerhöchsten Befehl. Geheimer Kabinetts rat von Berg. Die Sankt Marien -Gilde hat iedc 2 ton Stellen ber ckalre- uischen Küste große Scharen von Fischen attgesammelt !>aben, so daß bedeutend mehr Fische erbeutet wurden, als gewöhnlich. Eine Steigerung der Fischerei er träge durch Anwendung des clekttckschen Lichtes unter Wasser erscheint jedenfalls durchaus glaubhaft. Ol» alle Fisckiarten sich drtrch das Licht anbocken lassen, oder nur bestimmte, tnützteu gmauere Untersuchungen ergeben. (In einem Teil der Llliflage wiederholt.) Dcr Kaiser in Zeebrügge. Berlin, 24. April. Der Berichterstatter des Berliner„LoLü-- an-eigers" Karl Rvsner berichtet aus Zeebrügge: Mn frühen Morgen hatte dcr Kaiser die erste Nachricht ixm dem b» Laufe der Nacht erfolgten Handstreich der Engländer cmf die Mvke und dm Kanal vmt Zeebrügge erhalten. Nach dem Bortrag bergab sich der Kaiser ruf die Mole, wo er sich davon überzeug^ daß der durch die Sprengung der Eisenhrücke verursachte Schaden seine vorläufige. Behebung schon gefirNideni b a t und daß eine endgültige Ucberbrückimg der Lücke in wenigen Tagen erfolgt sein kann. Ebenso überzeugte er sich von dem voll- kommen guten Zuftmrde aller mrserer Anlagm und Einrichtungen auf frem äußeren, dem Angriff als Ziel gesteckten Vdolenteil. MS der gefangene englische Marine-Infanterie-Ka-' pitän etrett vorübergeführt wurde, ließ der Maser ihn zu kommen, uM auch die Darstellung des Kampfes von einer gegnerischen Seite zu hören. Der Hattplmann gab> zu, daß die VernichtaMg tmserer Einrichtungen aus der Mole tmd die Abklmtmung imserer U-Boote von der Attsfallstellung in Zeebrügge und Ostende das Ziel des lange vorbereiteten und mit großen Mitteln ausgeführten- Unternehmetts toar. Der Uebersall war bereits vicrntal angesehck und eingeleitet geivesen, jedoch jedesmal an der Wachsamkeit tcnserer Vorposten boote gescheitert. Erst in dieser vergangenen Nacht haKen die dichtt?t Nebel den „Raid" ernaöglicht, leider ohne daß shm der erstrebte Erfolg beschieden gewesen wäre. Der Gesmrdhütszuftand des deutfthrm Heeres. Berlin, 24. April. (WTA. Nüchtanttlich) Im HanchttmÄ schuß des Reichstages äußerte sich Gmeralarzt Schultzen über beta Gesnndheitszustand hes Heeres. Trotz der be-; dauerlichen Schädigungen der Gesundheit infolge des Krieges ist dcr allgemeine Gesundheitszustand der Tritppm sehr gut. Gegenüber dem ersten Kriegsjahr gingen die Krankhcitszugänge um 25:5 Prozent zurück. Tie Gerüchte über eine Mehrung der venerifcherc Krankheiteu sind übertrieben. Im Feldheer hielten sie sich rund einige Prozent niedriger, als in den letzten fünf Jahren des Friedens. Itn letzten Jahre nahmen sie weiter ab, ebenso im .Heimatheer, bei dmt sie um geringen Prozentsatz höher sind als im Frieden. Tie Tubeckttlose^Erkvaukungen jrnb im Heimathevr etwas lwher als im Feldheere, aber meist niedriger, als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre des Friedens. Wir entließet! naegenf Tnberkulose-Erkrank?mgm etwas über 37 (XX): die Fran>»sen dagegen haben im gleichien Zeitraum 88 000 Mann entlassen. Die durch Gas erkrankten leiden zunächst unter etwa zwei Nävi rate dauernden Nachwirkungeu, dagegen tritt ehre dauernde Gesundhftts- Schädigung selten ein. Tie aus den Lazaretten Entlassenen wurde« rund zu 90 Prozent wieder kanegSverwcndungsfähiw darunter 70 Prozent wieder fvontdienstfühig. Bon den Entlassenen färben. etwa 1 Prozwitt. Die Selbstmorde nahmen itn Heere bedeutend ab Im ganzen zeigt die Truppe große körperliche und seelische Wde rstaudssähigkeit. Kriegserklärung Amerikas an die Türkei und Bulgarim? Washington, 24. Llprll. (WTB. Nichtanttlich.) Reuter- meld:mg. Im Senat entwickelte sich eine leidenschafttache Debatte über Hie Kriegserklärung der Vereinigten! Staaten an die Türkei und Bulgarien. Smator Brandegas brachte eine Resolution ein, in der das Senatskomrtee für auswärtige Angelegenheiten aufgefordert wird, rechtzeitig ixn Antrag des Senators Kfttg über die Ktiogserklärung itt Erwügmrs zu ziehen. Ein >cmderer Senator brachte.eine zweite Resolution cm, in der vorgcftliilogen wird, Wilson auszufordern, im Senat, es mit den! Staatsinteresse vereinbar sei, Mitteilung y/_ rnncherr, ob irgendwelche Gründe gegen die KriegScrkläruarg bestünden Beide Resolutionen wurden bis 24. April versthol-en. Bvcmdcaes, ba Mitglied des Senatskonritees für auÄvärtige Mgeleinnheiten K, erklärte, es !vürde läckterlich mü> tragisch zugleich für dAmvrika einem Lande dm Krieg zu erklären und gleichzeitig in freii»b4 schaftlick)en Beziehungen zu einem meberen zu stehen, da? mit be*rt ersteren verbündet sei. Modernen, aber ein Meister der Farbe, der plastischen Tiefe, des gewaltigen historischen Tafelbildes, das durch den Bi löge gen stand und seine Durchführung schon allein Wirkung hitt! 1843 in Hildesheim geboren, studierte Schuch zmd«h,'l 6 mackfte er sich feto ständig, trat 1808 m len Eisenbahndienst, kehrte aber bereits 1870 als Privatmant; wieder nach .Hatmover zurück, wo er als Professor der Architekttrr tattg wiar. Erst von nun ab begauu Schuch sich der Malerei m rolbancrt. 1878 entstand setu erstes Gemälde: „Die Ueberführnng beiche Oftlltav Adolfs rtach Wolgast". Bon Hatmover .tedelbe der Met,ter erst nach München, dann Berlin und sckstietzlich nach ^.^resdett über. 1899 kehrte er nach Berlin zurück und blieb bis zu seinem Tooe der Reichs Hauptstadt treu. Eine große Atrzahl bedeutender Werke sind aus dem Pinsel Schuchs eutstauden. Der Geschichte galt seine Liebe, mtd es frrti> wst ausfthlteßlich historische Szienen. die er dar stellte. Vmr seinen hervorragenden Gemälden seien vor allem gerratmt' Aus der Zeit der tomeren Not (Berlin, Nativnalgalerie). Buschllepvcr (hn Besitz «s Deutschen Kaisers), Seydlitz auf lXekognoszieruntt (Muse«», BreÄ-au), -Steten bei Kathvltsch-.Heuuersdors, Seydlitz bei Roßbach (Berlttt, Nationalgalerie,, Neiterbilddr de-' Orofem Kurfürsten. Frtedrtchs des Großen, Kaiser Wichelms II. Auch das Ward- gemälde ui der Berliiter RulmteShalle: „Dir drei Mmmrckien vor Letpztg" ist eine Scktöpftmg Sck>uchz. Erst tu den letzteit Iakm« wMtdte stch Schuch auch der landscha'tlicktou Malerei zu I««V erretchte er mit diesen Werkelt — Lattdschafteit aus Sizilien »rd der Bretagne — bei nwitem nicht die Höhe seiner historisclRm mäldc. Friedrich v. Düring and Frau Eilrieäe geb. Andres zeigen hocherfreut die Geburt eines gesunden Mädchens an. Giessen, den 25. April 1918. 01181 Holz-Submission. Dienstag den 3«. April d. I., nachmittags 1 Uhr, werden folgende Holzsortimente aus dem Gemeindcwald Langsdorf von der Unterzeichneten Bürgermeisterei vergeben: 11 Eichen-Stämme 3. Kl•, 40—49 Ztm. Durchm. = 9,77 Fstm., •2 Eichen-Stämme 4. Kl., 30—39 Ztm. Durchm. = 34,28 Fstm., 107 Eichen-Stämme 5. Kl., 25—29 Ztm. Durchm. ---- 43,54 Fstm., 422- Eichen-Stämme 6. Kl., unter 25 Ztm. Durchm. = 74,18 Fstm., 5 Hainbnchen-Stämmeb.Kl.,25—29Ztm.Durchm. = 1,37 Fstm., 90 Hainbuchen-Stämme 6 Kl., unter 25 Ztm. Durchm. — 12,86 Fstm., 3 Buchen-Stämme 2. Kl.. 50—59 Ztm. Durchm. = 4,49 Fstm., 11 Buchen-Stämme 3. Kl., 40—49 Ztm. Durchm. = 13,04 Fstm., 5 Buchen-Stämme 4. Kl., 30—39 Ztm. Durchm. 3= 3,73 Fstm., 1 Kiefern-Stamm 2. Kl., 40—49 Ztm. Durchm. ----- 1,22 Fstm., 7 Kiefern-Slämme 3. Kl., 30—39 Ztm. Durchm. -- 6,84 Fstm., 30 Kisftrn-S lamme 4. Kl., 25—29 Ztm. Durchm. = 47,29 Fstm., 701 Kiesepn-Slämme 5. Kl., unter 25 Ztm. Durchm. = 186,21 Fstm., 4 LärchewStämme 5. Kl., unter 25 Ztm. Durchm. =* 1,63 Fstm., 2 Fichten-Slämme 1 Kl., 50—59 Ztm. Durchm. = 3,43 Fstm., 7 Fichten-Stämme 2. Kl., 40—49 Ztm. Durchm. — 18,19 Fstm., 10 Fichten-Slämme 3. Kl., 30—39 Ztm. Durchm. = 15,40 Fstm., 18 Fichten-Slämme 4. Kl., 25—29 Ztm. Durchm. ----- 16,56 Fstm., SO Fichten-Stämme 5. a Kl., 20—24 Ztm. Durchm. = 50,72 Fstm., OuU Fichten-Stämme 5.b Kl., unter 20 Ztr. Durchm. = 150,87 Fstm., 3141 Fichten-Derdftangen --- 179,87 Festm. Die Bieter erkeirnen die Verkaufsbedmgungen als erchrsverbindlich an und find 14 Tage au ihr gebunden. Die Gebote gelten für nicht ent- rin^eS und mit Rinde gemessenes Holz. Angebote find schriftlich nach Sortimenten und Klassen getrennt pro Festmeter bis nächsten Dienstag den 30 April 1 tthr nachmittags bei Großh. Bürgermeisterei LangSdorf einzureichen. woselbst die Eröffnung unter Beisein etwa erschienener Bieter stättfindet. Langsdorf, den 24. Äpril 1918. Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Bender. 81 * 8 Bekanntmachung. Dervom Gemeinderat durchberatene Boranschlag der Gemeinde Allertshausen für 1918 liegt vonl 26. April 1918 ab eine Woche lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Beteiligten und Vorbringen von mündlichen oder schriftlichen Einwendungen offen. Es werden Umlagen erhoben, zu denen die Ausmärker beizutragen haben. Allertshausen, am 25. April 1918. Großh. Bürgermeisterei Allertshausen. _ Hillgärlner. 3166 Sefanntntqdjmtg. Bekanntmachung. Tie der Stadt Gießen durch die Hess. Berwrgmrgs- fteSle für Auslarroseicr zugcwiesenen bulMri>cl>en Eier soQea in der Woche vom 29. April bis 5. Mai 1918 zur Ausgabe gelangen. Ans jede Person entfallt ein Ei gegen Abgabe der Eicrmarte Nr. 5. Ter Verkaufspreis ist auf 41 Pfennig für das Stück bat 25. 2b>ri( 1918. 3187B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. In der Woche vom 29. April bis 4. Mai d. I. wird ür ^en Verkaufsstellen der Molkerei Gebrüder Grieb ans die Duttermarte Nr. 18 anstatt Butter Margarine verteilt. Gießen, den 25. April 1918. 31866 Der Oberbürgermeister (Lrbnsmittelamt). Bis auf weiteres findet die Biehadnahme für Groß- und Kleinvieh wöchentlich nur einmal und zwar Dienstags statt. Gberhessischer viehhandelsverband prc-fcftor Rsfenberg 3 i me emeine Mfroafcaföfc Zwecks Förderung des bargeldlosen Verkehrs hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 16. l. M. beschlossen, die Zahltage an der Kasse aufzuheben. Alle Zahlungen, .sofern sie nicht bei Vorzeigung der Rechnung an den Kassenboten geschehen, können nur noch bei der Post aus unser Postscheckkonto Nr. 10833, Amt Frankfurt a. M., geleistet werden. Postschecksormulare sind bei den Kassenboten zu haben. Die Auszahlung des Krankengeldes, Wochengeldes usw. erfolgt wie seither SamStagS von 6 bis 1 Uhr an der Kasse. Gießen, den 18. April 1918. 3077O Der Vorstand: A. Bolz, 1. Vorsitzender. VERMIETUNGEN Eint. sattbl. Zi&intr zu verm. 01170 Sckntterftr. 23,11. K-Zimnrer Wohnung für ruh. Beamteniainilie uer fof. nciiirtjt. 9inb. bei W. 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