Nr. 95 Der Gletzener Injelff« erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: GiebenerZsmilienr-lätter; Kicisblfttt fSr öeu Kreis Gießen. Bejttasprei«: monatl.^!?.!.20, vierteljährlich 'M. 3.00; durch Abhole- iu Zweigstellen monatl. Atk. 1.10: durch diePost Mt. 3.00 viertel- fährt. auSschl. Beitellg. Fernsprech - Anschlüsse: sürbteSchriitlcltuuq112 iftrlaa,Geschäit-östelte51 UnschristsürDtahtuach- richten: Anzeiger Gießen. Erster Blatt 168 . Jahrgang Postscheckkonto: Frantsurt a.M. N686 FWÜlingrnniddruck u. Verlag: SrLhl'sche Unio.-Vuch- u. Steindruckrrei R. Lange. §chriftleit»ng, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Montag, 22. April W8 Annahme von Anzeige» s. die Tagesnuminer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbiiidlichkelt oeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25Pf.,für auswärtige 30 Pf., «ür Reklamen Alt. 1.— ; bei Platzvor- schrift 20 °/. Aufschlag. Hauptschri'tleiter: 'Au^. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. ltzoeh; Stadl ».uo Land» Vermischtes u.Ae- richtsjaal: W. Rleyer; Auzeigenled: ü. Beck; sämtlich in Gießen. vankoerkehr: Gewerdedant Stehen i lorstoh gegen amerikam 7 Iß 4a? chen Maar und Mosel. (WTB.) Grotzes Hauptquartier, 20. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An den Schlachtfrontcn blieb die Tätigkeit der Infanterie mif Erkundungen brsckiränkt. Starke Feuerkämpfe bei Wytschaete urw Bail lenk. Mischen Searpe und Somme lebte die Brtillerietätigkeit gegen Abend auf. An der Avr e nordwestlich von Mo re ui l blieb sie tagsüber gesteigert. In den Vogesen südwestlich rvnMark 1 rch brachte ein erfolgreicher Wrstoh in die feindlichen Linien Gefangene ein. * Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. 4 Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. (WTV.) Grohes Hauptquartier. 21. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und Deutscher Kronprinz. An den Schlachtftonten führten beiderseitige Erkundungen zu heftigen Jnfanteriegefechtrn. V-ei La BassÄ, Lens und Albert lebhafter Feuertamps. Auch zwischen Avre und Oise war die ArtUlerietätigkeit vielfach rege. Heeresgruppen vsa Gallwitz und Herzog AlVrecht. Mi chen Maas und Mosel griffen niedersächsische Dakailtone Amerikaner in ihren Stcllimgen bei Seicheprey an. Sie erstürmten den Ort und stießen bis zu 2 Kilometer Tiefe in die feindlichen Linien vor. Schwächere Gegenstöße Ses Feindes wurden abgnvicsen. stärkere Angriffsversuche hurch Niederhalten im Anmarsch und in der Bereitstellung erkannter Truppen vereitelt. In der Nacht wurden unsere Sturmtruppen nach Zerstörung der feindlichen Anlagen in ihre Ausgangslinien zurückgenommen. Die blutigen Verluste der Amerikaner sind außerordentlich h.-ch. 183 Amerikaner. darunter 5 Offiziere, wurden gefangen. 25 Maschi- ncrvgttmhre erbeutet. Nordwestlich von Merville (östlich von Pont-n-Mousson) machten wir in Vorfeldkämpfen mit Franzosen Gefangene. ^ Aittnreister Freiherr von Nichthofcn errang an der Spitze Der lmvahrteu Jegdstafftl 11 seinen 79. und 80.. Leutnant Vpckler seinen 31. Luftsieg. Osten. Ukraine : Nach UÄenvindung feindlichen Widerstandes bei Picrekop und Kart-Kasak haben sich unsere Truppen den Weg in die Krim geöffnet. Mazedonische Front. Rege Tätigkeit dc§ Feindes westlich vom Dviran-See und ln der Struura-Ebcue. Der Erste Generalgirartiermeister Ludeudorfs. m j i i s *• Die Abendberichte. Berlin, 20. April, abends. (WTB. Amtlich.) Don den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Berlin, 21. April, abends. (WTB. Amtlich.) Don den KriogsKrauplätzen nichts Neues. In die Zeit der Vorbereitung neuer großer Entscheidungen auf den Schlachtfeldern des Westens fällt der gewaltige Erfolg unserer achten Kriegsanleihe, aus dem sich allerlei Nücksckstüsse ergeben. Welch eine Stimmung muß das deutsäM Volk beseelen, daß es im vierten Kriegsjahre eine solche Kundgebung veranstaltete! Unsere Gegner haben oft davon gesprochen., daß Deutschland sich einmal verblute müsse, rurd daraus ihre Hoffnungen gegründet. Das Ergebnis der achten Anleihe zergt, daß es bis zum „Verbluten" noch lveite Wege hat. Der finanzielle Blutstrom, der ja bei unserer Kriegswirtschaft und Finanzierurrg auch einen Kreislauf macht, sckcint stärker geworden zu sein; Unsere .Kriegsül)-ruug ist also wuhrlich nicht am Ermatten. Die erstamlliä>en physischen Kraftbeweise unseres Volkes, die im Westen ihren Fortgang nehmen, tverdeir begleitet kwm einer imposanten Kundniack)«mg, die auch manchen Deutschen selbst überrascht haben mag, daß der erforderliche Rückhalt vorhanden ist nick) dem draufgängerisrhen Mut unserer Krieger auch ein lvach'endes Siegesbewußtsein der Heimat zur Seite steht. Die Gesamtsumme unserer Kriegs- Qrcleihen, die jetzt aus 87 385 Milli ,cn Mark gestiegen ist, em der englische Kapitalmarkt für dauernde Anlagen U/ 2 Jahre gesperrt worden war. Während dieser 1Hz Jahre vom März 1915 bis September 1916 hatte Deutschland 33,7 Milliarden, also etwa 75 Prozent mehr, aufgebracht." Wir führen den Krieg aus eigener Kraft. Wie England und Frankreich die Farbigen und andere Hilfstruppen von außerhalb heranholen mußten, so nahmen sie ihre Zuflucht auch zu den Geldsäckeln der Neutralen. Bezeichnend ist auch, daß dre Amerikaner bei keiner ihrer Anleiher: bzn Betrag der achten Kriegsanleihe erreicht haben, obwohl ihre Bevölkerung die Deutschlands um mehr als 50 Prozent übertrifst und der amerikanische Nationalreichtum mit dem unsrigen nicht zu vergleichen ist. So M der Erfolg der achten Anleihe ein Sieg des deutschen Volkes über der: törichten Glauben der Feinde, die Deutschen seien dem Erschlaffen nahe. Wir brauck)en diesen Sieg, dessen Eindruck im Auslande noch schwerwiegender sein wird, als in der Heimat, nicht laut mrd überschwänglich zu feiern. Wenn am Gießener Nathause am Sains^ag die Fahnen aufgezogen lvorden sind, so geschah es wohl auch mehr aus dem Grunde, das hocherfreuliche Ergebnis der Einwohnerschaft schnell sichtbar zu macheu. Der treuen Pflichterfüllung der Heimat standen fcme solche ernsten uard gefährlichen Hemmnisse entgegen, wie der: tapferen Stürmern an den Fronten. Es gilt nun, um im Bilde zu bleiben, die „Verfolgung" wacker aufzunehmcn. Der starke Wille des deutschen VolAs muß auch in weiteren Worten und Taten, besonders im Reichstag, seinen Ausdruck ftltden! Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 20. April. (WTV.) Amtlich wird vcrlauckart: Auf den italienischen Kriegsschatwlätzm schränkte schlechtes Wetter die Kampstätigleit ein. Der Chef deS Generalftabes. Wien, 21. April. (WTB.) Amtlich wird verlautlmrt: An der S ü d w e st f r o n t letzten an vielen Stellen Ar- tillcriekampf und Erkundung'stätigkeit auf. Hauptmann Brumowsky errang im Luftkampf zum 29. Male den Sieg. Der Chef des Generalstutz es. * * * Der türkische Bericht. Konftsntinopel, 19. April. (MDB.) AnEchcr Tagesbericht. Palästinafront: Unsere Eüijinieu, inttanidjirnmgölusägen Patwuillen beherrschen das Vorgelärwe unserer Stellungen. An der (Kun^eu Front Wuü)on t*>n ihnen in bat letzten Tagen erfolgreiche Unternehnungen dt:rchgeführt, Gef-angeire eingebracht und slellenweise feinbllck-e ErkundmlgsabteÜimgen abgeioiesen Den Engländern tvurde anden maä-en irnd werden die Zukunft -es Vaterlarrdes auf euren festen Grund stellen. Mein warmer Tank gilt Ihnen, der Reichsbank und allen, welche durch Wort und Tat bereit gewesen sind, zu helfen. Die Kriegslage im westen. Berlin, 21. April. Auf der Front von Bailleul bis Given chy steigerte sich in den Morgenstunden des 20. Aprll das rotörungsfeuer zu starten Feuerüberfärlen. Nach schlagartig eiw fetzender kurzer Artillerievorbereckung griff der Fand dre battfc&eH Stell.im.gen voir Fesmbert bis Givenchy an. Er wurde unter.p.-hm blutigen Verlusten abgewiefen.. Am Abend desselben Tages fco ,uchte er abernials bei Givenchy mit starken Stlrrmtruppen vor- zugehen. .Unser Berlnchttmgsfener trieb auch hier unter sch'verert Verlusten die Engländer zurück. Tos UrtterlielMen gegen die A m e- ri kaner beiderseits Seicheperh führte dank sorgfältiger Verbei-ei- tung und gutem ZusammemoirLn msterer Waffen zrr etnent vollen Erfolg. .Nach wirkungsvoller Fcuervorbereittmg durch die Arliller« und MineMverfer, während der der Feind bereits schwerste Verluste eillitt, stürmten dre Detckschen die Stellungen der gog-euübev*^ hegenden anverikanischeu Divifwn in zweieinhald Kilorreter BöeiS»' und sneßcn teilweise bis zu zwei Kilometern Tieft dsrrch Der 0c f Snckeperv.wurde erstürrnt; er lag voller ameritanüchcr Leiches.. Unk dre Uttterstältde Stützpunkte icnd Keller eich'Pannen sich erbitterte Nohkämpse, bei denen die sich tapfer wchrei^e Besatzung! fast bis auf den letzten Dtamr imtEam. Auch um einzelne lluttT- standsgrutppen nn Rrmiere-Walde kam es zum Handzemcuge. Hier Ivanen die amerikanischen Verluste besonders hoch. Tie anfangs mäßige artilleristische Gegenwirkung steigerte sich im Laufe Tages von 10.30 Uhr vormittags an, flmite aber schon nach 3 Uhr nach mittags wesenttich ab. Nördlich Beaumont sowie üder Berni^ ceiiTt sah man feindliche Vers!ärllmgen gegen 2 Uhr nachsnrttngs hevanmarschieren. Unser gutliegendes Vcrnichttmgs'euer taftte dis dichten Vöarschkobnmen und zersprengte sie unter schrversteu Feind- Verlusten. Um 5.3O nachmittags wurde das LluffLtlen brr feind- tidjen Gräben im Jury-Wälde beobadstet. Gleichzeitig stellten die deutsd-en Flieger weder rücllvärls seim.lichc Reserven fst und griffen sie sofort mit Masdstneng' w^hrfeuer an. Gegen tne dichtgefüM« Gräben ain Jury-Walde faßten zahlreiche dettsche Batterien ihr Feuer ziusonrmen, das mitten in die bereitgestellten Sturmtruppen sdstug. Nach Einbruch der TunH.llf^it, nack-dmi die feind-lnixu Vev- deidigi'.nas-crulagen und Unterstände zerstört und gesprengt mären* wurden die gercommenen Stet lim gen planmäßig und vorn Gegner unbemerkt, wieder geräumt. Dank der guten Bvrbereittmg der ganzen Unternehnrung blieben die Verluste der deutschen kriegs erprobten Tru-ppen gering, wäl/vend die kriegsungeivopiten Wnerikaner außer ungewöhnlich hohen bllckigen Verlusteri 5 Osftziere, Drunter einen Hauptttiann !und eirren Arzt, 178 Gefangene und »5 Maschinen- gewelire einbüßten. Berlin, 21. April. An der Dtz^rnfront llegen Kanalübevgäuge und die Annvarschsdraßen des englisch-st'elgifchen Heeres unter deutschem Feuer. LangwlyrkanEen beschießen die Bahnhöfe von Ipern und Poperinghe. In der Nacht zum 20. stießen deutsche Patrouillen mehrfach erfolgreich über den Strenbad; vor. Eine von diesen wurde dabei von starken feindlid)en Kräften irmgangen und umzftrgelt. ES gelang ihr jedoch sich im N-alstampf zurüchusckstagen und ohne Einbuße von Ge- fMigeren die deutsdien Linien zu erreichen. Dagegen Wirde eine englische Erkundm^ftabteilung zurüch^esdstagen. Tie Deutschen stießen nach und lchetzten Wrese^rgick, worauf and- die süblich anschließenden Kompanien ihre Linien vvrsdioben. In der sästammigen Oede des slandrrsdrn Tridsteneldes llegen sich die Gegner in alten deutschen imv englisdven Blockhäusern rmd B't-omntterständen aus der Flarrderns-d'/adst gegenüber. Ter K^rmpf wird mft Sturmi- trnpps uni jeden cluzelnon jlnterstand geführt. Tarck dem fbiyTett Feinr der den Eden ,Gesdmtze und Minemverser wurden dreft Ncii^en Unternehimmgen schiell und meist verlusck)os durd»resührt. Tas rusche Nadi-ziehen der deutsd-en Arttllerie in das Trichdee-c grlände ist auch lster wieder mustergültig. In zweistündiger sdiwev, fter Arbeit wurden die ersten Stoßbatterien durch das Siilanrm- feld vor(ftlrradst. Nach Ueberivindimg der vordersten Trichtcizone eilc-iditerten die infolge oes hastigen englischen Rückzuges erhalten^ gebliebmen Bohlenstraßen und PfklhlbanN'ege den n^iteren Vcn- marsch wesentlich. Ebmso Wirde die Verpflegung für die ersten Tage durch das Aufftuden reid-er englischer LcheusNNtLelPvrvLto erleichtert. Seit KriegSbeginn 3^ Millionen Gefangene. Berlin, 20. April. (WTB.) Bis 1. März 1918 macksten di« Mittelmäckste 3 450 000 Gefangene. Diese Zahl übersdsreitet bt£ Gesamtzahl der männftck^en Erwerb-Läti- gen Schwedens, Norwegens rmd Dänemaris um mehr als enre halbe Million und übersteigt um ein Fünftel die inänn- licki-en Erlverbstätigen Deutsd-lands im Frredcnr. Die Mittelmächte getvarrnen damit ein Arbeitsheer, das auf den wichtigen Gebieten der Volkswirtschaft wertvolle Dienste leistet mtb zum großen Teil die zum Kriegsdienst einbe- rufeiten eicgeuen Arbeitskräfte ersetzt. Mit der Dauer des Krieges wächst dieses Arbeitsheer und seine Anpassung an die uürtsck>asllid>eu und terhnisckien Bedürftrisse der Mittel- mäckfte, brachste dock) die sieigreich^e Westschlacht Deutsdiland iu einem Monat einen Gefaugeueu^wvuch^ von rund 125006 Mann. — Der erste Monat der deutschen Offensive. 2 - April. MTB.) «m 21. April ist seit B-mm« W * verstrichen In dAer UxWr »WÄ RS«? °Ä JÄM LH ML.WWSE ierner Panzerwagen wuri^ zu- Auf dem weiten Schlacht»elde von Hollebek (&l0l< 2 b b?Tt deutschen Kämpfern in Gestalt BerMgmrgs- imd Belleidungsdepots endli!^ ä S ü r unfreiwilligen, aber un- Ans der lang ausgedehnter AE°ont wurden weit 'über 100 Kilometer englisch §/ollungen mestentief nberrannt. Was in diesem mit allen ?Nit- Bewittgmrgsknnst >angelegten Grabensystem an Draht, ' ^upler. Epen, Panzerungen, Feldbabngerät, unterirdischen Kabeln und dergleichen an^ ^seto 91 ^ ° erl,Cra ift Iä6t " Geldwert S. L MPo Ol^iL Sie hMZ LLd"L1LLn" Großen Angrrstcs an der Lys ins Ungeheure g^ig^. DliUopfer der Portugiesen und vor'allem an'-r die überall an den Brennpunkten des Kampfes rn dichten Massm du schwer bedrohte b^tische Lage wieder her- Atzten Besonders beiderseits der Somme, an der Avrc, 2 t T 1 ?EY^e-Chatean Und in Flandern ließen die ftete Xaufettbe liegen und wurden zu immer loeiterem bisher zurückgel^ltenen Reserven und zum fätfeu* JtmmgcTi 3ttDan ^ rt ^ Italien abgegebenen Hilfskräfte ge- niff^^ e ,r ( ^ l S tänbeT ^ren während dies^ einen kurzen Monats de? STfw! 1 ™ t^ r ^lbjährigen Sommeschlacht und ^lge ber Gambrar, sondern sie mußten überdies Zwe drittel des rn 16 Flandernschlachten teuer erkauften S^,d^^«^ber hergeben, Dieser Geländeverlust wird zum ®diejenigen Gebiete erweitert, die ^die in deutsche Hände fallen ließen. Damit Älw' *"?" ***?*& verschonte französisch «SnSJlW ^slerden pre^gegeben. Der schwere beiderseitige ^.blr^K freundliche Städte und Döner in *»*£ ?lrrren und Felder in Einöden ver- GesamtgelandeverlM beträgt viele Tausende Qua ^.^^buhnverbindungen der Entente in Frankreich mit dahnzemren Amiens, Doullens, St. Pol und vazebrourk liegen unter deutsck>em Feuer Amerika und Norwegen. Marm S, 20 April. (W'.N) „Spdsvenska DaMad" erfährt vcm zuverlässiger Quelle, daßAmerikabeiden Verhandlungen nnt Rorwegen die neue Forderung aufgestellt habe, die Ausfuhr ^s L n u g en gezidmngenen Einwohner wahrscheinlich in fiÄtÄ im Interesse der g?ten Beziehungen, daß alle Schritte getan werben, um das von der Zivilbevblöerung wvjcfqctcrffenc Störung und Diebstahl zu be^Zren W »mrd ber dr^er Gelegenheit daran erinnert, daß den Einwohnern wahrend der deutschen Besetzung ihr Ei-^en-. tum erhalten blieb, so daß es keinen guten Eindruck machen ttmrde, wenn sre jetzt durch die eigenen Berbünbet-m anes ^"tsprechende Anordnungen sind zu £2!^ , ' das Hausgerat sowie alles arrdere Eigentum der ^W^!rrf^^vhner baldinbglichst an einer oder an zwei Smmnelsiellen zusammen gestellt wird. Zu letzteren ilt^der ~ Cn t d l ta 8 F verbieten. Die Feldpolizei ist mit bet BewactMng m beauftragen" v * 1 mu bmt d?uerkL das Wolf-Bureau: Wie wenig der Befehl Armee befolgt ivorden ist, zeigt die vö^er- ^chtswldrige Handlungsweise der Engländer in Esmires ^lly und vreten anderen Orten der'Kampffront au'der Veränderungen im englischen Generalftab. r»Ä"LS "esiffi"»: hT^'^Sdck' ScDx crWten. Er^r Kger ist Radckuffe 0p»rtwu«. Sem Nach. * J Sie Selbstverstümmelungen in der amerikanischen -lrmee ®J e Kriegsstimmung der amerikanischen Truppen, die von der Entente nicht in geschlossenen Verbünden täni h Ö pT r ? a ? l v? m ^Efeh/, sondern regimenlerweise zwischen den engtnchen und französischen Truvven cinaesekt fZSc*!}? immer mehr ab. Aus einem erbeuteten ^'ran- Arztes, überschricben: Seliin- S , ? l o?f / J? C ^ ^ r S° r ' ba & allein bei einem BaLaib jfJL™ u € l Sagen nicht weniger als sechs Sol- lCi) - burc ^ Selbstverstümmelung — Selbstschutz beim ~ b?m Siellft in ber vordersten Linie entt »ianget 4liem ' Unfete Vorgesetzten tun eben nicht Sonnino über die sranzbsische-bfterreichische Auseinandersetzung. Rom, 21. April. (Stes.) Am Schlüsse der gestrigen K n in m e r s i tz u n g bat S o n n i n o den ^llbge-ordneten Ciriani, mcht auf seiner Jnterpell-ativn zu bestehen, betreffend den neulichen S tr e i t^w i schen/G l emen ce a u und der österreichisch- unga rischen Regierung, über Vorschläge des Feindes zu Ftledensverl^rr^lungen. Sonnino gab folgende Erklärung ab: Die rtmiemsche Regierung, die von ihren Verbündeten über diese Vor- sna.e unterrichtet worden ist, hatte niemals dagegen etwas ein'zu- wmdew Sie gab den Verbündeten ihre unbedingte Ueberzeugung! zu verstehen, daß diese Vorschläge und Unterredungen keinenj Pramiapen Zweck haben könnten. Die Regierung glaubte stets, daß es srch um Vöanöver des Fernfrs handele Au dem doppelten Zweck, Airvtraurn und Meinungsverschiiddenheiten z-wischen den Alliierten ^rvorzurufen und M Kriegszwecken das natürliche Gefühl der Nr^ergeichlagenheit ausAunntzen, das jede Nachricht von Friedens- Verhandlungen unter f.-er Bevöllrrung heckovrrufen könnte. * * Die Einschränkung de» Fleischverbrauch» in Frankreich. Bern, 20. April .(WTB. Nichtamtlich.) Die Pariser Blätter enthalten eine halbamtliche Note mit der Mitteilung, daß arraesichts der geringen Fleischeinfuhr einschließlich Gefrierfleisch und Konserven und infolge der Verminderung des Viehbestandes in Frankreich voraussichtlich Maßnahmen zur Einschränkung des Fleischverbrauchs notwendig werden. Im Notfälle solle der ganze Viehbestand requiriert werden. Rückkehr der verschleppten Balten. Kvwnv. 20. Zlpril. (MTB. Nichtamtlich.) Die aus Reval und ^orr«t nn Februar von den Bolschewisten verschleppten Deut- Iweir smd, wie du Korrespondenz B. meldet, rmnmehr zurück- Sevehrt. Fahrt nach Rußland war nach ihren ErzäWmgen chrecklrch. Unterivegs mußten sie sich mit geschmolzimem Schnee bel-elfan N7w ihren Durit mit den Eiszapfen stillen, die sie vom Dach des Waggons abbrack-m, beim oft erhielten sie 36 Stunden lang Es zu trinken. Darr größten Teil der zur Verpflegung beffrnimfceit Lebensmittel stahlen die lvglesenden Roten Gardisten Em Bett hrben sie bis zu ihrer Rücklehr nicht gesehen und nur einmal erhielten ,re Gelcgenl-eck vom Gefängnis ans eine Bade- anilr.lt zu bepichon. Der erste Hosfiunigssch-mmer war die Nachricht, bau Mi sZ-ned«nsvertrag von Brei>Lito-wsk ihr Rücktrans- Wct ausbedimgen worden war. Leider sind drei der Harren den Ltrch'azen erlegen, ein vierter^ starb an einem BajonettstiÄ. Dir Rötung kam gerade zur rechjen Zeit, denn die jungen Herren Ulten m die sibirisck-m Bergwerke und die älteren in das äußerste werden- Beim Ueberschveiten der livländischen Grenze hielt Pastor Lee,emwnn einen Daiikgvttesdienst ab. Zu Mitmi, iw kurzer Aiifenithalt gemacht wurde, fiel ihnen die der deutschen Verwaltung zu dankendc große Sauberkeit auf Tie Kuiche von der Karserdcvesche und dem BesckLuß der baltischen Lmwcsratc rvar bereits zw ihnen gedrungen und erfüllte sie mit großer Freude. Die Rolle der Königin von Rumänien. .Haag, 22. April. (L. As.) WährenL» einer Unterredung des Vudapester Korrespondenten der Amsterdanier Zeitung , Tip" mü einem rumänischen Diplomaten, der vor dem Kriege in London war und während des Krieges im rumänischen Auswärtigen Amt nnt maßgebende Rolle spielte, sagte dieser Staatsmann: Seit dem T>we König Kavols lag die rumämsckp Politik vollständig in den Händen Uz Königin Der König spielte eine jämmerliche stiolle. Take Joneseu taten nur was die Königin befahl Niederlagen und die Enttäuschungen haben die Königm z.rar ckck L^^open, aber sie war es, die vor dem Sturz Kerenslis schon die Bersvlmmig mtt deii Mittelmüchz en wünschte und den Weg zum Mieden bal/nte. Ihre einzige Friedensbedingung war, dag der 4Jirtm für die Dynastie des Königs Ferdinand gesichert bleiben musle. , (^chenner Rat -^r. Mar E r c i u s. Der Versrorbene war von Marx 1887 bis März 1W5 Oberlandesgerichtspräsident in Kassel. Er hatte an den AbschLußarbeiten des Bürgerlichen GesctzbucyeS und bes ireua.i Rechts in Kurhchsen wesmtlichen Anteil. Sett 190 d gehörte er als Vorsitzender der Justizprüstingskommissum nt Berlm an. -llcxander Girardi t Sm Älter von 68 Jahren ist Alexander Girardl m Zvieri.an den Folgen einer Blutvergiftung gestorben. Mit ihm verliert das Burgtheater nicht nur einen Künstler, der in wrner Art nicht so leicht zu ersetzen sein ward, sondern vor allem auch eine Stütze ersten Ranges. Wer hat noch nicht von feinem Valentin im „Verschwender" gehört, wem ist nicht Girardi als Interpret von Raimund und Nestrop bekannt. Das Volksjtück, die alte Posse, der bürgerliche Schwank verlieren mit ihin ihren treuesten Freund. Jener feine, ganz eigene Humor, den Girardi für seine Paradevollen, wie z. B. lm "Verschwender" als Valentin, oder als alter Schuster m „Mein Leopold" fand, liegt dem heutigen Eharakler-Komi rer md)t, ber groß geworden ist in der derben Posse, der ' eevue mit viel Pomp uiid Ausmachung oder der leichten Operette ohne viel Handlung. Es gab eben nur einen Girardi, urrd diesem waren alle Töne der Skala: Humor, Freude, Innigkeit, Schmerz geläufig. Ein bewegtes Leben hat der Künstler hiirter sich, 1850 in Graz geboren erbrüte er nach dem Willen des Vaters das Schlosserhandwer5 £ r1t n i o7.n aI J €tIei Kämpfen konnte er sich der Bühne zuwenden: 1869 betrat er zum ersten Male in Rohitsch^-Sauev- brunn als Tratschmirl in Nestrops „Tritsch-Tratsch" die Bretter, die die Welt bedeuten. Von hier aus begann dann eme unruhige Künstlerfahrt durch Oesterreich und Deutschland, wo Girardi 1908/09 dem Thalia-Theater in Berlin angehorte. inzwischen war er an die Hoflrurg nach Wien berufen worden, und bis zu seinem Tode gehörte er ihr als emes ihrer vortrefflichsten Mitglieder an. Mit Recht wird Wien um seinen Girardi trauern und ihn nicht vergessen. Der 5eekrieg. Neue U--Boot-Erfolge. Berlin, 20. April. (WTB. Amtlich) Wieder 28000 Brutto-Neg.-Tonnen versenkt! Hiervon hat ein Unterseeboot unter der bewährten Führung des Kapitänleutnants Rose rn zäher, fast zweitägiger Berfolgnng eines stark gesicherten Geleits zu g es bei schwerem, die Tätigkeit des Bootes behinderndem Wetter drei Dampfer mit zusammen über 21000 Bruttotonnen aus dem Geleitzrug herausgeschossen, darunter den englischen Daurpfer „Port Campbelk" (6230 Bruttotormen) und den Tankdampfer „Car dillack' (11140 Bruttotonnerr). Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 22. April. Im östlick-en Teile des Aermel- kan als auf der Linie, auf der vorw-iegend die Kriegs transporte der Feiirde vor sich gehen, hat eines unserer U-Doote, Kommandant Oberleutnant zur See Warzecha, den vollbeladenen englischen Dampfer ,^ighland Brigade"' (5669 BRT.) und einen weiteren mindestens 5000 BRT großen Dampfer abgeschossen, den letzterem aus großem, tarkgesicherten Geleitszug heraus. Gesamttonnenzahl aus den neuerdings eingegangenen Meldungen: 15 000 BRT. Der Chef des Admiralftabes der Marille Ter Reichskanzler an Burian. Wien, 20. Aprst. (WTB. NichtanUlich.) Der deutsche Relchskanzler hat Ml bim f. u. f. Minister des Aenßvren fiolgenoe AntwwÜ>epesche gerichtet: Euere ExzAlenz bitte ich, meinen aufrichtigsten Dank für das T^e entgegen zu nehmen, r 1 * T . n ) MlerhöckZjten v-oslager erreichte. Unweit v'on die,er Stätte wird dre gewaltige SchlackK siegreich ausgesuchten, unserer unübettwnd- lw/en Kraf. und urtter Mißachtung unserer Friedensbereitschaft elglnsmmg heransgefockert lxrben.. Mit Freude begrüße ich die Teilnahme osterrerMchamgarisch^r Artillerie. Sic bildet ein neices 1 * 22 * 1 * '1S& fe" ^ c . Unenchütterlichkeit des Bündnisses zwi- scheil den bechen befreundeten und kampferprobten Reichen und CT1 vr i ur Grelle Waffenbrüderfchgft bis zum sieg- reichen Ende. Böller L'tolz über die unvergleichlicheir Heldentaten tmserer Bolker durfen^ wir mit U7«rfchütterlicher Zuversicht in der Ä" Ä,V„" > Sw ,7re ”' d-e l-'tcudm Stw-IÄumru^ P*®** bisher genremiam verrichtet haben und bei Exzellenz stets- meiner loyalen Unterstützung ver,lchert sein können. Uruguay. 20. April (WTB.) „Temvs" berichtet aus Montevideo: Der Minister des Aeußern Dr. Bruni ösfentlich« Erllüruiig der Nachricht Buemis Aires, toonach die Kriegserklärung Uruguavs ss„?butschland bevorstehe. Die Nachricht sei durchaus ver- „ r f a “^ nicht, wie oie Nachricht behaupte, den N^denten von Argentinien über die Lialtung Argentiniens sur den F all einer Kriegserklärung befragt. _ Der Herzog von «»halt t , Dessau. 21. April. (WTB) Herzog s?riekriisi TT u° n ■! l i tt L 1 .l ll i l1 * Schl ob Ballenstedt heute abend ^urz S* 7 V 3 e J&Q& n - lDer He«og. der im Jahre m! , b f er X^uug folatc, hat ein Mer von «?!r säe «eheimrat Eceiu« t Aus dem Reiche. ^ Don der Vaterlandspartei. ^9. Apnll. PriVettel. Fm Sitzungssaals d^s vreuin, Lfä} 1 -lbgwrdiretenhauses tagte beut,' de'- 2. Parteitag der Deutscher ^ Vorsitzende, Großadmiral v. Tirpitz/^ breitete nch m längerer Aniprache über die Absichten bei der Gri'in dnng und über die Ziele der Baterlcmdspartei. Nach eingehende- Besprechung wurde eine Entschließung Ä ^e tmci>ercntofcnbc Einigst des deutscher Zolles in bewußtem Suegeswrllen weiter zu festigen. Kaiser urst Worten dem deutschen Volk Ziell r^- re” 1 Ringen erreicht rwreben sollen plZla Q?? 4 ^ e; EwbernnasjUcht. smrdern des Willens, Deutsch sE^kunst zu sicherer. Von Mstrng an ist-die mÄ landspartei, vmi aller rrrrreren Politik sich sernhalt-md für dies. ^ gitt ' Deutschlands Macht ^sLE Ueberfall nicht miebet. m%n, uw MWZMALLWZ IftÄSäKtS!: Sä m-ÄSSM» L"i ÄÄtfääÄrÄl tm dringenden deutschen Industrie-, Gewerbe-, Landwirt sckasts- und Handelsinteresse von Frankreich mr r ^ten rrn-ben. Seibcä bietet tn ^ rtod) rnorderlick>en Grenzsicherungen, die unsere Oberste Heeres lerttmg sür notwendrg hält, die Ysewähr für den «SSS Wk SÄffÄs ,»»» ». § SSiSJ'äÄ”»S l t 1 'Ä“ ^öen. m erster Linie zugunsten unserer Krieasbeschädigten " EVLWK?»» est, daß die am 207 VLprifim'fRVidi a^fri ötorbneten & anöni ann bei Besprechung des Venraa! mit der i^l^tna Rermar Hopping über den Gpli ^"ragenden Rat im Ministerimn^dcs Ä &} ] mX ^'uachieu Angaben durchaus umutrekkn sind. Der genannte Beamte war weder an dem dtn 8% an bcm d°'itzw-chsel der Nordd M Au» L-essen. Allerhöchster Erlaß. Ich bestimme: 1 ^ t %^Z£t!2 r f U b mn 8 en / und Mar: 1- das Kriegsehgenzeichen in Gifcn, 8. Me TÄMrVcitKrrckdatUe, 3. das Mgenreiwe GliveT^eickpen für Kriogsverdienfbe, 4. das Militckr-Sanittits-Kveu^, 6. das Kriegsehwenzieich-en, 6. das EhreiMichen für Zdriegsfürsor§e sbeheri außerhalb der Rangordnung Meiner Orden und Ehrenzeichen und sind, soweit sie an der Ordensschnalle r ragen werden, umnitdelbar hinter dem Eisernen Kreuz Klasse und vor den übrigen Orden und GhrenZjeichear anzubringen. Das Militär-Sanitäts-Kreuz und die Tapferkeits- nvedaille sind in der Rangordnung zu streichen. Diese Bestimmungen jmb am Schlüsse der Rangordnung Meiner Orden und Ehrerizeichen handschriftlich nachzutragen. Darmstadt, den 13. April 1918. gez.: Ernst Ludwig. gez.: Freiherr von Rveder. Die Vennchtung der Saatkrähen. Mg. Lang hat in der Zweiten Kammer folgenden Antrag gestellt: Im Odenwald richten die Saatkrähen, welche zu Hunderten auf den cingesäten Feldern ein fallen, sehr großer! Schaden an. Gerade zur Zeit des Krieges, wo es au Saatfnrcht fehlt und alles sehr knapp ist, muß ein Mittel zur Vertilgung der Krähe gesucht werden, weshalb ich die Kammer bitte, an die Großh. Regierung das Ersuchen zu richten: Mittel zur Verfügung zu stellen, daß die Großh. Ober för st er eien in die Lage verseht rverden, die Saatkrähen mit allen zu Gebote stehenden Aiitteln zu vertilgen. Zur 8. KricQsmilefl?«. . ** Im Res.-Lazarett II (Alte Klinik) haben die Zeichnungen vuf die 8 . KriegsanlÄhe die stattliche Höhe vmr 121397 Mark erreicht. ** Kcsselbach, 22. April. Zur 8 . Kriegsanleihe nnrrden bei der hiesigen Sparkasse 315 000 Mk. gezeichnet. Dazu hat die Sckpile rund 5000 Mk. aufgebracht. Dieser Betrag übersteigt die Zoichmm§ Vur 7. Kriegsanleihe um 130 000 Mk. Stangenrod, 20. April. Tie hiesige Schule zeichnete Kur 8 . Kriegsanleihe 4110 Mark. l O Gedern, 22. Ajpril. Llnfbie 8 . Kriegsanleihe wurden ge- jAeichnet bei dem Vorschuß- und Cvediwercin A,.^G. 261 500 Mk. (130 000 M7. von der Kasse selbst und 131 500 Mk. von Privat- Keichnern), bei dem Kaiserlichen Postamt 42 200 Mk., insgesa.m't 303 700 Mk. Die Schul Zeichnungen stehen noch aus. Vorzüglich betvälirt l»at sich wieder die von den Mitglieder des Ortsaus^ schuf ses für Kriogssürsorge aus geübte Werbetätigkeit von Haus fetu Haus. • ch. Bingen a. Rhein, 21. dlprll. Die Zeichnungen aus die 8 . Kriegsanleihe stellen sich in Bingen auf 7 750 0M Mark gegen 6 100 000 Mark bei der 7. Kriegsanleihe. H. T. Herborn, 22. April. Bei dem hiesigen Amtsgericht wurden aus Mündelvermögen ans die 8 . Kriegsanleihe 61000 Mk. gezeichnet. Die Gesamtzeichnungen betragen 405 000 Mk. Aus Stadt und LanS. Gießen, den 22. April 1918. ** Auszeichnung. Reservist Heinrich Dechert von hier ijnhiettidas Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Vortrag. Auf den Lichtbilder-Vortrag von Frk. Sophie Vüttner über ihre „Erlebnisse während des ersten Kriegsjahres in Japan", der heute abend in der Neuen Aula der Universität fijattfi'ndet, nrirb nochmals h-ingewiesen. Siehe Anzeige. ** Bevorstehende Regelung des Verkehrs mit Holzschuhen. Bisher waren geschlossene Holzschuhe (sogenannte Klumpen), die ohne Spange oder Kissen in den Verkehr gebracht wurden, einer Pveisb^schränkung nicht unterworfen. Dies führte fyu er Üblichen P reisstergerungen, wodurch die Versorgung der Bevölkerung mit Holzschuhen gefährdet wurde. Wie wir hören, beabsichtigt die Reichssvelle für Schnhversorgung nunmehr, auch die ftuitueu in allen Fällen den Richtsätzen der Gutachterbnnmissron für Schuhwarenpreise zu unterstellet: und darnit die übermäßige Preissteigerung zu unterbinden. 'Auch bei sonstigem Schuhwerk, das ganz ans Holz besteht mrd somit nicht der Prüfung des Ucber- wachungsausschusses der Schuhindustrie unterliegt, hatten sich schwere Mßstäude gezeigt. Sehr viele mrzn.»eckmäßige Erzeugnisse, namerttlich-in Sandalen, waren in den Verkehr gebracht worden, teilweise auch noch zu übertrieben hohen Preis-en. Auch hier beabsichtigt dem Vernehmen nach die Reichsstelle für Schuhvcrsvrgung emzu-greisen, mrd nur noch solches Holzschuhtverk für den Verkehr zuznlassen, das einem von der ReichSstelle für Schuhversorgung genehmststen Mluster entspricht. Mit dar Genehmigung, die glich für bereite hergestellte Ware gefordert werden wirL>, sollen glcickHeitig die Verkaufspreise festgesetzt werden. Da die ivee'.ei: Bestimnmngen, Heren Veröffentlichung wohl in Kürze erwartet werden darf, den Zweck verfolgen, die Bevölkenmg vor ungeeignetem und übermäßig teurem Holzschuhwerk zu bewahren, wird man ihr Erscheinen in weiten Kreisen warm begrüßen. ** Scheuklappen als Sohlenleder. Schon immer haben die Tierschutzvereine die Verwendung von Scheuklappen bekämpft, die sie mit Rocht für eine swutzlose Tierquälerei er^ klärten. Einsichtige Fuhrl-atter haben denn auch längst die Scheu- llappen von ihren Geschirren entfernt; vielfach sieht nran sie aber doch noch im Gebrauch. Da sollte nun wenigstens die große Leder- kuappheit die Fuhrhalter veranlassen, die bei ihnen noch vorhandenen Schnillappm stl/nellstens den zirständigen Ledersammelstellen znm Ankauf anzubieten. Manches Paar Schulz kann mit den: Leder besohlt werden, das auf dstfie Weise cmem höchst unzweckmäßigen Gebrauch entzogen wird. Tie Sämhoers-orgnng der Bevölkerung erfordert dringend, daß alles sonst entbehrliche Leder in ihren Dienst gestellt wird. * Heimatdank an heimgekehrte Kriegsgefangene. Außerordentlich groß müssen die Geldmittel sein, um die demnächst aus den scindlickien Ländern, mrd zwar vorerst aus Rußland und Rumänien, heimkehrenden deutsche: Kriegsgefmv- gen'en auf den Uebernahllnestellen und den grztlick^n.Beobachtungsstellen mit besonderen Zeichen ^ der Liebe und der Dankbarkeit so empfangen zu können, wie sie es mft Recht erwarten dürfen Keiner verlasse sch darauf, daß die hierzu nötigen Geldmittel wohl Mich ohne ihn zu sammengeb rächt werden; jeder einzelne muß vielmehr nach .Kräften geben, mag ihm auch nur eine geringe Gabe nröglich sein. Wird das Ergebnis der Samm.ln.ny, wie dringend zu wünsckien und zu hoffen: ist, höher sein, als dar aus Hessen entfallende Anteil an den für den öcmmtixm? an heim gekehrte deutsche Kriegsgefangene durch Sammlung aufzubringenden Mitteln ansmacht, fo wird der sch hiernach ergebende Ddehrbettag an diejenigen örtlichen Organe des Hessisckxn Lanö^weceins vom Roten Kreuz (Bezirksausschüsse für vermißte und kriegsgefangene Deutsche) restlos 'abgeführt werden, denen die Uttterstützung der kricgs- gefangenen Deutschen im femdlick-en AuÄestimmt werden, daß und in welchen Formen der Kommunalvcrband des Versandortes die Genehmigung auch durch seine Unterstellen erteilen kann. Ver- wieigert werden darf der Versandschein mir, wenn hinreichender Verdacht einer Verletzung der gelteTrden Vorschriften über Höchstpreise, einer Gefährdung genehmigter Liefertmgsvertrage oder der Nachveis einer Schädigung der Bolksernährnng vorliegt. Eine sachgemäße Hmrdl-abung der in Aussicht gencnnmenen Kontrolle wird, wie man hoffen darf, ihren Zroeck erfüllen, ohne daß die Beschaffenheit der versandter: Ware nachteilig beeinflußt wird. ** Sammlung der Acke.rguecken. Die Futtermittelnot zwingt dazu, die Erfassung der Ackerquecken für Heeresverwaltung im J-rühjahr und Sommer in großem Maße vorznnehmen. Aus der: Quecken wnrd ein wertvolles Ersatzfuttermittel gewonnen, das an die Militärpferde und an die in kriegswirtsckraftlichm Betrieben tätigen Pferde als Hafer- nrch Henersatz verfüttert wird und somit eine Entlastung der Heimat an den ihr auserlegten Lieferungen in diesen Futtermitteln zur Folge hat. Eifrigste Samnllung und Ablieferung der Quecken an d:e Sammelstellen ist daher im vater^ ländisckren Interesse dringend geboten. Mit dem Äickauf der Quecken ist vom Kriegsministerium die Firm« Gott Hein ec mck> Eggen, Berlin-Friedenau, beauftragt, die in allen Kreisen Unterkäufer bestellt hat. ** Neue Postanweisungen. Postanweisungen werden häufig aufgegebe::, ohne daß auf dem Äbichnitt der Zweck der Zahlm:g, das Kaftenzeickie:: oder etwas ähnliches angegeben wird. Gehen derartige Anweisungen bei größeren Betrieben und be» sonders auch bei Behörden ein, so weiß man ßort nickü immer die Zahlung richtig zu buche::. Uitter Umständen wird sie gar nicht gntgeschrieben und der Absender nochnmls gemahnt, wenn nicht sogar schlimmere Folgen daraus entstehen. Das Rcickis- Postamt hat deshalb jetzt angeottnret, daß die Abschnitte der Postai:weisunge:: einen Vordruck erhalten, der diesem Mangel nach Möglichkeit vorbeugt. Er lautet: „betrifft M:zngcben die zu bezahlende Rechnung, das Kassenzeichen, bei Steuerzahlungen die Hebebuch-Nr.)". Wir hatten bereits berichtet, daß ein entsprechender Vordruck auch auf de:: Zahlkarten eingeführt wird. ** Das Kreisblatt enthält Dcoovonungen über: Koftd- menge an Vwtgetveide, Was inuß der Landloirt von denk 5striegs- tvirtschaftsamt wisse::, Kurtaxe und Badegelder zu Vad-Nauheim< Garbenbänder, .Ausgabe von. Süßsöoff, Dienstnachrichtxn. Kreis Büdingen. # Büdingen, 22. >Aprll. Das RitterkvAtz 2. Klasse mit Schwertern des Ordens viom Zährnrger Lö.oen, früher das Eiserru Kreuz 1. und 2. Klasse und die ^Hessische Tapserkeitsmedaillje, erhielt der Leutnant d. L. Ferdinand Schwarz. — Alten- stad t. Das Etscrive Kreuz erhielten die Obergesreiten Siegfried Stern und Wllhelm Lips. — Wenings. Die Hessische Tapferkeitstnedaille, früher das Efferne Kreuz, erhielt der Sergeant Karl Schaub, die Hessische Tapserkeitsirredaille Philipp Oechler. — Lorbach. Das Eiserne Kreuz und die Hessisch Tapferkeitsmcdaille erhielt der Är.Dstlurmmann Ernst Schäfer — Himbach Zum Unteroffizier befördert wurde der Gefreit« Otto Tugend, Inhaber des^ Eiserne-.: Kreuzes und der Hessi- fchen Tas^erkeitsmäaille. — Ortenbcrg. Fürs Vaterland starb der Gardist Heinrich Gockscha, Inhaber des Eisernen Kreuzes. — Diebach a. H. Auf dem Felde der Ehre starb der Unteroffizier Heimnch Blum, Inhaber des Eiserner Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedallle. Starkenlrnrg und Rheinhessen. I Darm stadt, 21 . April. Reinhard Goerings Trauerspiel „S e e s ch la ch t", das die Stimmung einer Panzerturm- besatzung in der Seeschlacht beim Skagccrak darstellt, machte in einer von der freie» literarisch-künstlerischen Gesellschaft veranstalteten Vorlesu::g d:rrch Gustav v. Wangenheim eine:: tiefen Eindruck und enveckte das Verlangen, das bisher nur in Berlin und Dresden auf die Bühne gebrachte Werk auch in Darmstadt aufgeführt zu sehen. ' --- Mainz, 22. April. In den rhemhessischen Dörfern E i ch - Gimbsheim u:ck> Gnntersblum wustdedurch die Ortsschelle bekannt gegeben, daß die Sommerzeit dort nicht zur Einsührungj kommt, weil diese ans die Ausführung der landwirtschaftlichen Arbeiten nachtellig WrrL Äanöel. Berlin, 20. April. (WTB.) Tie in Darmstadt abgelEene Hauptversammlung der Bcn:k für Handel und Industrie (Tarm- städter Bank) ertellte der Geschäftsleitung eiicstirnmig EntlasLun für !das Jahr 1917 und setzte die Dividende, )vie vorgHchlagen, au 7 Prozent fest. Aus dem Aufsichtsrat sind Gehei mer Kvimnerzien- vat Tr. Gcnrs in Frankfurt a. M., soivie der vvr einigen Tagen verstorbene Herinam: Viarks in Berlftv-Gr::newald ausgeschieden, stöeugewähll in 'den Aufsichtsrat wurde Tr. ing. Theodor Plieninger, Generaldirektor der Chemischen Fabrik Griesheim Elektron, Frankfurt 057t> an den Gießener AnLeiger erdctcn. Küchen- rrnb Dienftulädchen gesucht. 3010 B Medizinische Klinik. Dienstmädchen gesucht Obrenklinik. 3065B ÄfiiJCHiüaDSen gesucht 3084 B Medizinische Klinik. Zu einem allen Ehepaare nach Darmstadl w. ein litvdt. KLllllkoi» gesucht. Ütäh. Ausk. 01083 Löbcrstraße 18 , p. Wachsamer Wolfshoni! AU ucv * 01094 kaufen Micsenstr. 4, H. 8ochs Bienenvölker unter 16 die Wahl. Normal- maß auf 9cisteu, Holzbauten, Dreielager. m. Absperrgitter verk. Heinrich Weck IV., 3073 Hungen. Eine oute Släljntafdiine Fuß» und Handbetrieb, ohne Gestell z. verk. Angeb. uncer 01092 an den Gieß. Anz. Kleiner zwcirädr. Karren o. ver k. CLcinlt r. 72. 01098 E i n f a h r b a r e r H 0 l z s ch n c i d c• Motor sofort gegen Barzahlung zu verkaufen in 01003 Sich, Ober stad t 66 . Ein lctchter Pritsche« wagen zu verkaufen. 01080 Neuenweg 84. i Marie Scherer, geb. in Königsberg, war in Eoblenz als Haushälterin t. Stellung. Die Eltern sollen in Gtehen v gewohnt haben. Die Scherer hatte dort einige Möbel unter- gestellt und hielt sich dort im Artthjahre 1917 auf. Adr. Ut Im (Hieb. Anz. zu erfahren. Helau»rb*l! jed. Art gef. Schr.- Ana unt.01031a.b.Gied.Au»» Nr. 93 Zweite; Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag. 22. April (9(8 Mt). Deutscher Reichstag. 149. Sitzung, Sonnabend den 20. April, nachm. 3 Uhr. Tie Reichspostverwaltung. Die Aussprache wird fortgesetzt. Abg. Kuriert (UnM). führt Beschtverdc über Ber- letzmrg des Postgeheimnisses in .Halle. . Staatssekretär Rüdlin: Die vollziehend« Gewalt ist im Kriege in der Hand des Militätbes-ehlshobers. Tie Zivilbel-örden haben nicht zu prüfen, ob dessen Anordirungen anwendbar sind oder nicht. Das Reichsgericht l?at auch cutsckstckden, dass der Militär- befelsts Haber aus eigener Machttwllkommenhett im Jtrtevesje der öffentlichen Sick-erheit Verbote aller Art erlassen kann. Llbg. Kiel (Fortschr. Volksp.^ waritt davor, dm Titeln zu viel Bedeuttmg beizulegen. Dmwn wird keine Brrefträgerfamrlle satt. T>amtt ist die Anssprache über die Postverwalttmg erledigt. Beim Haushaltsplan der Reichsdruckerei bringt Abgeordneter Tr. Q u a r ck (Soz.) Gehalts- !und Urlanbstvünschc der Arbeiter vor. Verwaltung der Reichs eisenbahnen. Mg. Co st mann (Ztr.): Tank gebührt, den Essenbahnern für ihre oufopseruugsvvlle Tätigkeit. Länder wird.das Perional sehr 77vangel!xcft ernährt. Einer Nachprüfung des Vertrages mit Normer Hobbing stimmen Wir zu. Abg. Fuchs (Soz.) führt BesckMcrde über Passschmerigkecken. Ist die Verteuerung der Schnelkzugszuschläge als dauernde Ern- richttmg g^>ackst? Dtrrck> den Vertrag mit Reimer -Mobbing sind Millionen zwecklos verschenkt worden. , , Abg. Haußmann (F. Vp.): Ueber den Eisenbahnmotwpol- Rellamevertrag nrit der Firma Reimar Hvbbing hat auch dea ReickMag mitzureden. Dieser Vertrag muss Bedenken erregen. Schon das Stalkesche Monopol ist lwchst weitgehend. Tae Presse überhaupt, ohne Rücksicht auf die Parteirichtung, ilt dura) Dtc)c ^Ronopolisierung stark in Mitleidenschaft gezogen worden. äw Firma Hvbbing hat die N. A. Z. mit 3000 Abonnenten übernommen, jetzt sind es 15 0O0, meist Zwangsabotmcnten m den Aemtcrn. Herr Hobbing besitzt mrsserdem sck-on ein VerlagdmonoPol für anrlliche Verlustlisten und für alle Schriften d?s Kriegsernahnnig^- amtes: auch der „Reichsan-eiger^' wird von Hobbmg gedraickt. Die ganze Sache soll aus den Vortragenden Rat im Muicsterauni des Jmaern Berger znrückzuMren sein, der früher Redakte ur u n Verlag Hobbing war. Wir erlubm Einspruch gegen dresen vertrag und beantragen seine Nachprüfung. ^ ^ ~ Abg. Schwabach (Natl.): Durch die Verblutung ber ve A. Z. in den Eisenbahnobteflen, von idenen sicher 200 000 tm Betrieb sind, ttnrb eine grosse Vermehrung der Anzeigeii dieses Blatte^ eintreten. Mich die polititck-e Richtnng, die der Verlag Hol'bing vertritt, wird dadurch wirk-ani Norden. Der Vcrttag stellt temc glückliche Lösung der Eisciibahnreklamesiage dar. Minister v. Breitenbach: Die Reick^iseNbahnverwallung hat für die Nöte und Sorgen ihres Personals ein warmes, Herz. Tie Beamtengehälter werden nach dem Kriege in einer Wesse ge regelt werden, dass die Stellung des Bcamtensixmdes rm Staate sich aus der Höhe hält, die ihnr gebührt. (Beifall.) Für die Arbiter werden Anzüge uub Schuhe beschsssl werden. Tie Bezrrrsaus- schiisse haben in Lohntagen der Vettvaltnng wertvolle Unterstützung geleistet. Der Vertrag mit Reimar .Hobbing hat keinerlei ^wlitisä-en Beigeschmack. Unser Ziel war nur, durch die Reklame ein crlMiches 'Stück Geld etnzunehmen. Politische Zeisschrrsten und Zeitungen dürfen in die Züge nicht eingelegt lvcrden. Ueber die Art der Reklame weiLe ich Besttmmnngen treuen. Abg Werner- HerSield (D. Fr.) bringt Becrmtcnwünsckst vor. Sckstuß W Uhr. Rioittag 3 Uhr: Weiterbevati,ng. ReichSeiscn- bahmrmt, Reichstag. begegnen, hat es sich als ersordetlich l>erairsgestellt, den Eisenbahntransport aller von der Reiclssgetreidestelle bewirtschafteten Gitter unter eine besondere Uebeitvachung zu stellen. lUn eine Grundlage für die Zbontrolle zu schaffen, wird bei allen Bahnsendungen von Getreide, Hülsenfrücksten, Buchweizen, Hirse sowie den Erzeugnissen wus diesen Früchten durch Verordnung des Staatssekretärs des Kriegsernälwungsamts die Teklorottonsps licht eingeführt. Wer die in der Verordnung näl>er bezeickriteten Güter mit der Eisenbahn in Wagcnladrmgen, als Stückgut oder als Expressgut versendet, hat dm: genauen Inhalt der Sendung auf dem Frachtbriefe oder dem sonstigen Beförderungspapier (z. B. der Eisenbahnpaketadressc ber Expressgut) anzug-eben. Um der Eisenbahuverwaltung die Prüsung zu erleichtern, ist un § 1 Abs. 2 für die selteneren Getrerdeartcn, ferner für die Hülsenfrüchte, für das Gemenge und die Erzeugnssse aus Getreide und Hülsenfrüchten die Beifügung eines Kentrwortes auf dem Frachtbrief oder dem sonstigen Bejördernugspachere vorigesehen. So hat der Versetrder bei Versetzung von 0)emenge atts Getreide, auch in Mischung mit Hülsen, rüchten, sowie bei Spelz — Dinkel, Men — Einer, Einkorn die Bezeichnung „Getreide , ber Hülsenfrüchten die Bezeichnung „Hüsseufrüchite", bei Erzeugnrlsen jaus Getreide die Bezeichmmg „Erzengtrisse aus Getreide' und ber Erzeugnissen «tü§ Hülsensrüchten die Bezoichirnng „Erzeugnisse cur? Hülsenfrücksten", bei Frischten, die zur Aussaat bestimmt siud, die Bezaichrrung „Saatgut" lstnzuzusügen. Tie wissentliche irnd dre fahrlässige Verletzung der Deklarationspslicht fällt unter dre Strafe des § 2 der Beiordnung. , ^ , ** Die Anstellung der Post- und Telegraphen- g e h i l f i n n e n. Ueber die Anstellnny der Post- und Telegraphen- gehilfssmen hat das Reich?--'Postamt rume Bestimmungen m Me Tien stau Weisung arlsgenonimeir. Die kündbare Airstellung b-cx Ge- hilsinnen ist in eine unkündbare umznwandeln, wentr sie sich ern- tvandfrei geführt rmd eine GesamtdienstFeit von 15 Jahren zurück- gelegt haben. Dabei ist aber der Vorbehalt M macken, dass rm ssalle der Verheirattrrrg das Dienstverhältnis mit dem Tage der Eheschließung ohne toeüeres aufl)ör-t, Tie Versiigung wrrd an die Gehilfinnen persönlich. gerickOet. Bei der^Berock/nung der Trosst- zeit nnrd die Zeit in der etatsmässigen stelle und swe Trenstzett l-erücksrchtigt, die für die etatömässige Anstellmrg anrechnungssahrg ist. Wenn Post- oder Tel egra plMrgelstl sinnen in chretn drenst- lick«n und ausserdietistlichen Verhalten nicht befriedigt liaben, so srnd sie so lange von der imkündbaretr Anstellung auszatschkliessen. bis keine Bedenken mehr bestehen. Ans SLa-L Land. Gießen, den 22. April 1918. ** Arni lr che P e.r son -a 1 n achrich 1 en. Ter Gross- Herzog emofina zum Vertrag: deir Staatsminister Tr. von Ewald, den Minister des Innern Tr. von Hombergk zu Dach, den Vorstand des Kabinetts Wirll. 0>ehünrerat v o n R ö m - Held. — Ter Gross Herzog hat dem Bricsttäger Konrad Gr eb Ln Butzbach das Allgemeine Ehrenzcickien mit der Inschrift „Fiir langjährige treue Treuste" vecklieheir. ** Verteilung von Leinennähzwirn. Die Reichs- beveidungsstelle veröffentlicht eine Bekanntmachung über Verteilung von Leinenmihzüvirn. Mit Rücksicht auf die geringe zur Verfügung stehende Menge können nur Verbraucher, nicht auch Verarbeiter, berücksichtigt werden, und auch mix solck^c Verbraucher, die nach näherer Bestimmung des Kommunaloerbandes. infolge ihrer wirtschasilick)en und sozialen Lage durch besonders starke Inanspruchnahme ihrer Kleidung (z. B. dirrch schwere Arbeit) den Zwirn zur Instandhaltung der Kleidung besonders nötig haben. Diese Verbraucher erl>alten vom zuständigen Kommunalverbandc einen Bezngsausweis ausgestellt und müssen sich bei einem der vom Kommunalverbandc bekanntUigebenden Klcsschändler in die Kundenliste eintragen und ihren Bezugsausweis abstempeln lassen. Die Kleinl>ändler sind verpflichtet, die Kundenlisten beim zuständigen sbommun-alverbände-einzureich.m utrd erhalten von diesem eine Bezugsüerechtigung ausgestellt, die der Kommunal verband an die zuständige B^irksstelle tveiterreicht. Die Bezirksstelletr sind die gleichen toie bei der Verteilmrg vmr Baumwollnähfäden Sie liefern dre in der Bezugsberechtigung angegebenen Mengen an die Äeinhärchler. Diese haben den in ihre Ktmdenliste ein- gettageiren Verblxiuchern >die aus sie entfallenden Mengen gegen Ablieserimg des Bezugsaustveises zu dem voni Kommnnalver- bande oeröfsentlickuten Einl>eitspreise auszuhändigen. ** Nora Mengelberg hat mit ihrem gestrigen Bortr-agsaberrd die gehegten Erwartungen in hohem Masse erfüllt. Ihre Vortragskunst, unterstützt durch ein rvunder voll weiches, dunkles Organ, vortrefflich geschult und aus gebildet, ist schlechthin vollerrdet, und es ist sick>er nicht zuviel gesagt, wenn man die Künstlerin schon heute in die erste Reihe aller lebeichen Rezitatorinnen stellt. Wenn man dieser schönen Madchenstimme, die mit so viel Klangfärbung pitd Ausdruck zu erzählen vermag, lauscht, dann wird man nicht nur gefesselt, sondern förmlich aus der Gedankenwelt in eine Welt der Bilder entrückt. Das gesprochene Wort tönt nur von ferne noch an das Ohr, während vor dem geistigen Auge int Bild die Gedankenwelt des Dichters entsteht. So erreicht Nora Mengelberg als getreue Sckiülerin Emil Milans das Ziel ihres Meisters: zum Dichter zu gehen, zur Entstehung seines Werkes, und dieses so wiederzugeben, wie er, der Dichter, es wiedergegeben hätte. Alle Schwingungen und Färbungen, die höchste Ausdrucksmöglichkeit, die man an den Rezitator stellt, sind der Stimme der Künstlerin zu eigeu, gleichgültig, ob sie mit leichter Schalkheit mrd feiilem, iunigem Humor eiu duftiges Märchen erzählt, oder ob sie eine Ballade oder Klopstocksche Ode zum Vortrag bringt. Bon den Vorträgen der Künstlerin im gestrigen Progrannn seien besonders die zwei reizenden An- dersenschen Märchen „Die Teekanne" und „Der Sch-metter- ling" sowie die packende Vers-Novelle „Die Brüder" von P. Heyse erwähnt. Stürmischer Beifall veraillaßte noch die Zugabe von Goethes „Wirkung aus der Ferne". —m. ** Stadttheater. Jü letzter Zeit hot ein Mann, der sich als Souffleur des Stadtthcoters ausgibt, unter Abgabe eines geschmacklosen Zettels, an die Gutherzigkeit des Publikuins appeliert Es sei festgestellt, dass die betrefsetlde Person, die schon im vergangenen Jal>re diesen Unfug betrieben haben soll, in keinerlei B^ielmng zum Sbadtthieoter steht. ** Deklarationspslicht für Lebensmiltel-und Fu tterm i fte l sen du u g en. Um den unserer Ernährungs- Wirtschaft durch deit Schleichl)anL«l besonders auf dem 0^ebtete der Bewirtschaftung des Getreides wird dar HAsensrüchte sotvie der Er- AeugMsse aus diesen Früchten drohenden Ges ähren wirkt a vier zu öMLhMV«b^ Erms ü W rmö VeMrZDal T Die Gslö- und SübemnfötffsSleHe in den Räumen der VeMssparlasie Eichen ist morgen nachmittag von 2 bis 4 Uhr geöffnet! Landkreis Giessen. ** Grossen-Linden 19. klpril. Tie hiesige Sammel- ieitinig vemnstoldtte eine Satnmlimg von Frühgemüse. Tie jugend- lickten Sanrmler brachten über V/t .Zeu.tner Spinat, Kohlsprvssen und Lauch zusaanmen, die deni Reserve-Lazarett rn der Alten Klinik zu Giessen überwiesen wurden: Kreis Lautcrbach. ** Grebenhain, 22. Aprfl. Dem beim hiesigen Postmnt sMchäftigten Ober-Postschaffner Hessrrich Ru hl wurde das Pren- ßssü-e VerdieNsckretlz für Krieg shflse verliehen. Kreis Schotten. rü Schotten ,22. April. Auf deni Felde der Ehre starb der Musvetter Hermann Bös. — Eichelsdorf. Fürs Vaterland starb der Unteroffizier Heinrich Ran, Jnl-aber de? Eisernen Kren- z-es. Das Eiserne Kretiz erhielt der Gefreite Otto Schmittberger. — Betzenrod. ^ Zum Vizeseldwebel befördert Mirde der Unterofsizier 5>einrich Zimmer mann Inhaber de? Eisernen Kreuzes, der Hessisck-en Tcrpserkeitsmedaille und des Hessischen Kriegsehrenzcickiens. Kreis Frievberg. 4t Friedberg-Fauerbach, 22. Aprfl. Tie Hessische st a b t. Ter Gefreite Georg S ch m i e g e l wurde zum Unteroffizier befördert. — Fauerb ach v.d. H. Ten Heldentod fürs Büter land starb der Lehrer Willy Lehr, im Inf.-Regt. 116. Starkenbnra und Nheinhessin. IGross-Gerau,22. April. Tic Reichs-Obst- und --Gemüse stelle üramftaltcie am Freitag für Behörden und Presse eine Führung durch die hiesigen Helvetiawerke, an der ungefähr 60 Per sonen, darunter sehr viele Tmnien, teilnahmen. Atls lNlfllärends Borträge folgte ein Rundgang durch die Fabrik, welck)e bekanntlich die grösste Öbstckvnservensabrik Deutschlands ist. Me Teilnelimer waren von deni Gefelienen sichtlich befriedigt. Eine devartige Auf llärmrg ist in jeder Hinsicht nur zu begrüben. Desscn-Nnssau. M(r. Frankfurt a.M., 19. Llpril. Tie Frankfurün Tele- sshvnaussprack)e soll nach einer Mitteiliung aus Wien beim dortigen Delephonmnt ein geführt werden., da sie sich von allen Arten der Uebernssttelung atn besten bewährt hat. Jlldustrie und Reichstag. -- Frankfurt a. M., 20. ApriÜ J!n der heuttgen General, vcrsantmlung der Buderus'schen Eisenwerke A.-G. Wetzlar, ergmg sich Generaldirektor Bergrat G r o e b l e r-Wetzlat in längeren Ausführungen über die Beschlüsse des Unterausschusses des Reichstages, dem die Gewinne der Industrie anscheinend W gross geworden seien. Man strebe eine „Egalisierung' und Beschränktrng des Getvinnes an, !vas. nattrryemäss den Tätig keitÄtrang der Industrie lähmen müsse. Wenn die Industrie heute bessere Ergelnsisse ^zeitige, so müsse man dabei bedenken, daß damit eine Verwüstung von Material und Arbeitskraft, die der Krieg mit sich bringe. Hand in Hand- gehe. Lange könne auch die Industrie diesen Zustand nicht anshalten, und wahrscheinlich werde er auch nickt iviederkel/ven. Es sei durchatts berechtigt, tvenn unter diesen Umständen die Industrie hötiere Geivinne mache, imd gegen die ?lb- sichten deö Reichstages müsse Hcsl-alb energisch Stellung genommen werden. Geschäftsbericht und Rechtmngsabschluss, Entlastung des Vorstandes und Asttssühtsrates wtcrden genelnnigt. Ebenso ttmtbc einstimmig die Errichtung einer Ruhcgeldkasse, deren Grundstock vorlünsig mit einer Million Mark ausgestattet wird, beschlossen Tie ausscheidenden AjussickMratsMitglieder Karl F. Stiebel-Frankftirt a. M. und Apotl)eVer Mbert Seyberth- Wiesbaden wurden wiedergewäthlt. Keeichtssaak. I Darm stadt, 21. April. Ein ernstes Sittenbild entrolltr eins Verhandlung, die dieser Tage unter Ausschluß der Oeffetttlich- keit statt fand. Eine KriegerSfvau Pvn hier, deven Mann im Felde steht, war in einenr Heeresbetriebe beschäftigt. Ihr Vorgesetzter knüpfte ein Liebesverl-älttris mit ihr an. Jnrtümlicherwnse (!) nahm sie an, dass dieses nicht ohne Folgen geblieben sei tvandte Abtreibungswittckl an. und verlangte brieflich von ihrem Liebl-aber stärkere Slbtreibmrgsmittel. Dieser Brief zog ihr eure Anklage zu. Während des Borversal)-rens machte sie nun die Tummheit, den Untersuchtmgsrichter durch einige Pfund Butter und eme Anzahl Gier (!) bestechen m wckleu. Wrgeu d-L Versuchs eines Verbrechens gegen das keimende Leben wurde sic zu 4 Monaten Gesangtlis' verurteilt, die versuchte Richterbestechung bringt sie vor das chwurgericht. ** Berlin-Steglitz, 22. April. Heute vollendet einer der bekarrntesten theologischen Hochschullehrer, Professor D. v. .Haering, Ordinarius für Togumtik, Ethik und neutestamentliche Exegese in T ü b i n g e n, sein 70. Lebensjahr. Spielplan des Giehener Stadttheaters. Tienstag (in Bad-Ncmheim) 23. 9lpril, 8: „Das Dreimäderl- haus". Donnerstag 25., 7^: Gew. Pr. „Der Verschwende^^ Scrn^stag (in Bad-Naul«im) 27., 8: Neuheit! „Drei alte Schachteln". Sonntag 28., 3Vs: Gew. !Pr. (erm.). „Alt-Heidelberg^^. 71/2: Erh. Pr. dteuheit! „Drei alle Schachteln". spielplan der vereinigten Zrantturter Stadttheaier Gperntjau5. Montag 22. April, 71/2: Borst, f. d. kricgsbeschäft. Aicheiterjch. (Kein Karte-nverk.) „Die Fledermaus". Dienstag 23., 7: „Die Jüdin". Viittwoch 24.: Geschlossen. Donnerstag 25., 6V2: Bei aus geh. Abcmnem. Zum 1. Mal (Uraufführ.). „Die Gezeichr ten". Freitag 26., 7y 2 : Volksvorst. „Hoffmamrs E^ähkungen". Sams- ILag 27., 7: „Undinck^. Sonntag 28., 6Vrf: „Die Gezeichneten^^ rchausplelyanr. Montag 22. April, 71/2: „Tic Schule der Prinzessinnen". Tienstag 23., 7: Bei ausgeh. s 1uw>imcm. 1. Gastsp. v. P. Wegen« v. Tisch. Tl)eat. in Berlin. „Othello". Mittwoch 24., 6: Bei aus- geh. ?lbonnem. 2. Gastsp. v. P. Wegener. „Don Carlos". Tvn- nerstag 25., 7: 3. Gastsp. v. P. Wegener. „Judith". Freitag 26. - 7: 4. u. letztes Gastsp. v. P. Wegener. „Otliello". Samstag 27., l x h‘. „Tvaumulus". Sonntag 28., 3: Sondervorst, f. d. kriegs-« beschäft. Arbeitersch. (Kein Kartenverk.) „Wilhelm Tell". 7: „Äll- Heidelberg^^. vertnNcheeO. * Reste deutschen Volkstums im Friaul. Während die italienischen Irredentisten unauchörlich von der „Erlösung^^ jener Gebiete sprechen, auf die sie Mrspruch erbeben zu müssen glauben; ist fast nieinalS von der deutschen Vergangenheit in den österreichiisch!-italienisck)L!N Grenzgebieten die Rede, deren Go chickflc sich noch m zahlreichen interessanten Ueberresten kundtut. Dabei T>at das im österreichischen Grenzgebiet sesshafte und oft halb vergessene Deutschtum seit Ial-rhunderten einen sckMeren Kampf gegen eine plamnässige RomanisieXung seines deutsck-en Stammes geführt. Tie BereckMgtmg des Kampfe? tvtirde bereits vielfach durch deutsche Forscher erwiesen, die, wie Tr. Eugen Meller auf Grund bisher teilweise noch unbekawtten Materials in der Qesterreichischen Rundschau ausführ:, in Südtirol, iin Friaülschen sifterrzgebret. im adriatischen Küftionlcmde, aber auch jenseits der österreichischen Reichsgreuze, in Veuetietr und der Lonrbardei ein altes deutsches prcvck^ebiet entdeckten. Merdings besindet sich heute das Deutschtum im Fricrul in der Minderheit, jedoch nur infolge der rück- ichtslvsen Denvelschung der Irredentisten. In den alten Urkunden tötzt man aber immer wieder auf rein deutsche Orts- und ^ Fluvi narnen, die sich durch ihr ck-arakterissisches Gepräge miszeichnen, tvährend sich im sog. „Zimbenllande" fast nur Naturnamen finden. Zweifellos handelt es sich hier um eine alte germanisck>e Siedlung, die auf der Zugehörigkeit des Landstriches zum Herzogtum Kärnten beruhte. Die deutsckMn -Ortsb^nermunaen ergaben die taffeln auf deu Straßen, die gernurirische, besonders bajuwarische Kaufleute und säckssische Fräckster im Tale der Jsenz—„Jßnitz"— I sonzo bis nach Görz siU/rteu, von da und von Triest nach Fiume. In Aquileja herrschten Deutsche als Patriarchen, vom Beginn des 11. Jahrhunderts bis zu Bertchold (1218—1251) saßen hier deutsche Kirchenfürsten. In der Herrsckiast Görz und Gradiska regierte das dettsiche Geblüt der Eppensteiner, ihnen folgte das Geschleckü der bajuwarischen Grafen von Sirrngcrir bis 1500, deren Erben die Habsbttrger waren. Das deutsche Görz weist einen Kvauz eckst germanischer Ortsname auf, in der furlanischen Ebene saßen deutsche Herrett und Bauern unter der Herrschaft deutscher Patriarchen, in den Städten der istrischeu Westküste saßen von Triest bis Polo deutsche Kaufteute aus Nürnberg, Ulm und Leipzig, Ratsgc- 'chlechter von Dresden und Köln. Den Hauptsitz der Frankfurter .Händler aber bildete Kleniaun, das italienische Corniona. Deutschen Ortsiramen begegnet man auch im ganzen Vippachtal, und in den Tälern bet Issnitz (Isonzo) trifft mau überall altgermanisch Spuren. Wie im Frimck und an der Adriaküste, so wurden mich in Südtiwl und im sog. Zimbernlande die deutschen Kolonisten zwangsweise latinisiert. ?lber selbst Rovereto, zu deutsch „Rovreit" oder „Rvfreitth das die Italiener besonders gerne „erlösen" möchten, toeist heute noch starke Spuren einer germanisck-en Mltur aus. Als nrdeutsche Siedlung hat die neuere ForsckMNg auch das in heißen Kanipsen oft genannte „Viclgerettth" sestgestellt, die meisten Ein« wohner smd hessisch-schüoäbischer ^lbstammung. Mit bewimderungK, werter Zähigkeit haben die Bewohner der „Sieben Gemeinden".das germanische Sprachut gegen den lateinisch! Einfluß beschützt, uock^ heute roird dort von einem guten Teil der Diorfbewohner die Spi'ach der Ahnen gesprochen. Tlls ganz besonders^ eigentümlicher deutscher Schlag aber erhielt sich das sog. ^ Zimberntum. Heute ist dieses eigenartige Sprachebiet nur tvenigen /Deutschen bekannt, aber auf dem ganzen Gebirge zwischen dem Etschtale und dem Suganasattel. von .Verona bis Bassano, von Trient. bis Vioetws, wurde früher die sog. „Cimbvo"-Mundart, allerdings in viel reinerer Redeweise, gespvochetr. Vezzena hieß damals „Wiescmalpe", Asiago hieß „Schleen", Verona hieß „Bern". Mich dar Thpus der Bewohner ist raxln als tirolisck>-chyrisch zu erkennen, auffallend sind die pausbackigen blonden Kinder mit himinelblmien Augen, döochj vor denr Kriege gab es^ in Italien eine deutsche ^rredenta, einen deutschen Volksbnnd der Zimbern- leute, aber das Deutschtum sonvhl an der Donau wie am Rhein hat leider nichts gegen die getvaltsanrc und systematische Ber- n»elschtmg dieses zähen VölkckLns unterriiomrm'n. Letzte Nachrichten. neueste Beviclit öer Heeresleitung. (WTB.) Grosses Hauptquartier, 22. dlpril (Amtlich.) W e st l i ch c 1 * Kriegsschauplatz. An den Schlachtfronten örtliche Jnfanterieunter,ich- mlmyrn. Versuche des Feindes, Wer den La Bafsse-Kanal iwrdw"ft!ich voll Bölhuue vorzudringcu. scheiterten in un serein s ?r. Nördlich von Albert nahmen wir 88 Eng länder, darunter 2 Offiziere, aefallgcn und erbeuteten 22 Minenwerfer mld cinißr Maschinengewehre. Der Artillerie- kampf lebte mir in lvcnigen Abschnitten auf. An der Wrigen Fwnt blieb die Gefechtstätigkeit m mä- ssigen Grenzen. SWtveftlich von Alttirch machten wir hei einem Er- kunduntzSvorswss Gefangene. ^ Von den anderen Knegsschallplätzen nichts Neues. Der Erste Generalaltariiermeisler Ludendorsf. * * * Die Gefahr eines Aufstandes in Irland. London, 21. Apnl. (WTB. Nichtmn llich) Reickermeldmrg. Die Polizei entfernte gestern alle Waffen und Munition aus den B üchse n m a cherlädcn in Dublin. Wie gemeldet wird, ist evne >ähnlick-e Maßregel in ganz Iickcmd durchgeMrt worden. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Täglich Kimstierkonzerte Morgen Dienstag Uraufführung: Sturmflut oder.- Ihr Sohn Gesellschafts-Schauspiel in 4 Abteilungen. Nach dem berühmten Roman von Karl Hauptmaiiß, In der Hauptrolle: FriedrichZeMk, Ferdinand Bonn, Leasing-Theater, Frieda Richard, Theater i Grete Welsler, Deutsches Theater. Dieses Kunstwerk ist an Photographie, Ausstattung und Handlung ein Meisterwerk ersten Ranges. Auf allgemeinen Wunsch verlängert bis mkl. Freitag. Ileniay Porten in „Die Faust des Riesen" 2 Teil Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Gerichtsassessor Brückel und Frau Lily geh. Horst Grünberg, den 19. April 1918. Krsttihü ht ileuffdeH MiicheseWft. 16 f. 8 ifjjen. Vortrag mit LicÄdern Montdg. 22. April 1918, abends 8 Uhr. i» der neue« Aula der Uuiversttät. Fräulein Sophie Büttner (Potsdam) Meine Er ebnisse während des ersten Kriegsphres in Japan. Eintritt 1 Mk. — Mitglieder gegen Vorzeigen der Einladungskarte 50 Pf. Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pf. *™D Der Vorstand. Holzverfteigevung. . Freitag deu 2«. Avril l. I. werden nach Zusammen- kuntt um 9'/, Uhr vormittags auf der Kreisslratze AllertS- Hölle 9 versteigert: Scheiter, Rm.: 190 Buche, 6 Eiche, 10 Kiefer: Knlivvet, Rm.: 80 Buche. 30 Eiche. 60 Fichte, 36 A6ve, Kuüpvel- reiser, Rm.: 10 Fichte,- Reifer, Rm.: 110 Buche, 310 Eiche, 76 ASve, S Esche, Stöcke. Rm.: 70 Buche, 5 Eiche, 7 Aspe, 40 Fichte. Das zerstreut sitzende Holz wird nicht vorgezetgt. Nähere Auskunft erteilt JretherrL Forftwart Lenerer, Climbach. 30798 Gteherr, den 20. April 1918. Nreiberrliche Oberiörtterei Rabenau. I. B-: Trautwein, Geh. Forstrat. Freihmlilh Riedeskl'^es Resier LSek-Hsie». Letzte Buchen - Brennholz - Versteigerung. SamStag den 27. Avril 1918. Distrikte: Hasenrain, Mauer, Wtldhecke und Dornhecke. Buche« 635Rm.Scheiter, .287Rm. Prügel u. 777Rm. Reis. Eiche« 2 „ „ Birke« 3 „ „ Linden. 2 „ „ Aiven: 2 * Zusammenkunft 9V S Uhr vormittags Distrikt Hasenrain, KreiSstrahe Ruppertenrod — Elzenrod. Das im Distrikt Mauer, Wildhecke und Dornhecke sitzende Holz wird nicht vorgezeigt. Holzhändler werden zu dieser Versteigerung zugelaffen. OberOhmeu, de» 20. April 1918 Eichenaue r. 307N) ff. Sauerkraut eingstroffen. 2862 I. M. Schulhof, Marktstraße 4. Tel. 119. Wasserglas vorafürtiche Oualität, zum Eier-Einlegen G&rur; toi, El wie frfiaeSi, Immer frisch, Elwel empfiehlt 3064a fet-Bragerie Job Kreaiplati“ Ereuplate 9 . AhMeiU Ortskrllllkeskgße 8 iejeii. Zwecks Förderung des bargeldlosen Verkehrs hat der Vorstand in seiner Sitzung vom 16. l. M. beschlossen, die Zahltage an der Kasse aufzuheben. Alle Zahlungen, Mosern sie nicht bei Vorzeigung der Rechnung an den Kassenboten geschehen, können nur noch bei der Post auf unser Postscheckkonto Nr. 10833, Amt Frankfurt a. M., geleistet werden. Postscheckformulare sind bei den Kaffenboten zu haben. Die Auszahlung des Krankengeldes, Wochengeldes nsw. erfolgt wie seither Samstag» von 8 bis 1 Uhr an der Kasse. Gießen, den 18. April 1918. 3077O Der Vorstand : A. Bolz, 1. Vorsitzender. kttädt. dfrbeitsneeAiöeis 'Siesten. West-Aulage 31, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden: a) bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Gärtner für londw. Arbeiten tu einem kleinen krnbto. Betrieb, 1 llmdw. Arbeiter, 3 Eisendreher, 2 SchLosie^. 1 Werkzeugschlosser, 3 Schmiede. 1 Eisenhobler, 1 KH der, 2 Schrernckr, 1 Wagnergeselle, 2 Schuhmacher, 1 jung. Schneider, 1 Frisierer, 10 Bauarbeiter, 1 Photo«! graphengehilse, 1 Weißbindergeselle, 5 Maurer, 30 HilfS- arbeitet für Eisenbahn, 10 Kohlenlader. 5 Strahas- kehrer, 6 Stneckenorbeiter, 3 Wiesenarberker, 1 Stuck«»- teirrlehrling, 2 Schneiderlehrlinge: bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Gärtner, 2 jüng. laridw. Arbeiter, 18 Schlosser, IO Treher, 4 Schreiner, 3 Zimmerleute, 6 Müller mckl Mühlerurrbeiter, 10 Maurer, 3 Glaser, 1 Ingenieur und Statiker, 2 Hochbautechniker, 6 Photographengehilfe», 1 Buchbinder, 1 Buchdrucker od. Schwei-erdegen, 1 MtL-s schurist, 1 Karts manu, 80 gesunde Arbeiter. 10 Arbeiter für Bahnbau, 15 Streckenarbeiter, für eine Pulver» und 'Geschoßfabrik eine Anzahl Arbeiter, 1 Hmrsverwalter (Mechaniker oder Installateur). Für Arbeiten hinter der Front: 500 Arbeiter, und zwar Erdarbeiter, Minswe, Zwrmer- leutc, Schmiede, Schlosser, Taglohner usw. Für das besetzte Gebiet werden gesucht: 2 (Aufseher, 8 Arbeiter, st Friseur, 6 Ätrre BerLuhrr für Fetdbuchhandlung. Es suchen Arbeit: 1 verh. Schweizer, 1 Ban- und Maschinen-FngenieuS für Nebenbeschäftigung für zeichnerische und malerische Arbeiten in jeder^ Ausführung, 1 KrisgsbeschKügter sucht Arbeit, die im Sitzen crusg^ck weiden kann, 1 kriegS- beschädigter Buchhalter (für Anfangsstellung), 1 Schwei- berlehrling. 1-Schlosserlehrling. Weibliche Abteilung Bei hiesigen Arbeitgebern könne» ek»- gestellt werden: 1 Verkäuferin in ein Schuhgeschäft, 1 Dreherm für Leit-, spindelbänke, 1 Köchin, 12 DienstmOntzen, 1 Küchew- Mädchen, 5 Lauffrauen, 1 Waschfrau. 10 Mädchen für Babndvenst (Zu^dienst), 1 LehrmÄrchen in ein SchvStz" sesckKft. Bet auswärtigen Arbeitgebern: 2 landw. Mädchen, 6 Tienstanädcben, 1 Zimmermädchen, das etwas rtähen kann, 4 Küchenmädchen, für Pulver- und Geschoßsabrik werden Frauen und Mädchen gesucht. Für di e Etappe: 4 Maschinenschreiberinnen, 10 Anschreiberinnen, 5 Str- rtotypistiunen, 1 Buchhalterin, 1 Stenotypistin und To- lephonistin. ES suchen Arbeit: 2 Stenotypistinnen, 1 Kontoristin, 1 Privatsekretärin, 2 Verkäuferinnen, junge Mädchen, die yum Teil Maschinenschreiben erlernt haben. Stadt. Wohrirrngsirachweir (Sieger West-Anlage 31, Tel. 2054. 1 Wohnung von 7—8 Zimmern, 1 WohnwA von 6 Zimmern, 2 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4 Zimmern, 7 Wohnungen von 3 Zimmern (i mit Ls- denü 3 Wohnungen von 2 Zimmern, 2 Ladenraume mit 1 Ammer, 4 Ladenräume, 1 Ladenraum mit 3 Zimmern. 1 größeres Fabrikgebäude, 1 Lagerraum, 1 Lager- xedäude !7rrt Bkurvauräumen, mehrere Lagerräume, Stallung und Heuboden, 21 möblierte Zimmer (2 uebeneM- auderliegend), 1 leeres Zimmer. Zu miete» gesucht: 40 Wohnung?» Um» 1—6 Zimmern.