Ar. % Ter erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: GietzeUrr.^cimil!end!Ltter; AretSdUttt skr -e« A.eiL Sietzea. Vezqqrpreir: monatl. '.Nr. > . 20 , vierteljährlich Mt. 8.6 >; durch ULHole- u. Zweigstellen monatl. Ait. 1.10: durch die Post Atk. 3.60 viertrl- jährft mftstchl. Bestell-. Fernsprech - Anschliche: iürdieSchr^itle>lttnq112 Lerlag,Geschäftsstelleö1 Anschrift für Dralitnach' rrchlen: A«;eiger Sietzen. Erstes VlaÜ (68. Jahrgang p^cifcnt$: Stculfazt beville- Blangy-Rotlen. Tie Linie St. Omer-St. Pol-Doullens-Amiens liegt unter deutschem Fernfeuer, die Linien, die von Amiens nach Osten aussirahlen, smd verlora: gegangen. Haig ist daher hauptsächlich ans den Verkehr mit Kraftlvagen angftviesei:. T:e Tiefe des englischen Operativ ns raumes ist ^ftuss neue beeinträchtigt, die Verteidigung erschwert, eine Gegen^ I offensive beinahe unmöglich geworden. Feldmarfchall Haig hat die verztmifelte strategische Lage, von der wir schon am 12. April spracMn, in einem Tagesbefehl anerkannt, in welckv'M er seineitapferen Leuten zuruft, daß sie um jeden Preis standl^rtten müßten und daß es keinen Rückzug gäbe. Je nach der Auslegung kayn man daraus schließen, daß er gesonnen ist, das strategische Problem britischem Empfinden enlspvechsnd zu lösen, das heißt nicht auf die Seinebasis zurückzugehen, wenn er in Flandern und Nordfrankreich aus allen Stelftmgen weicher: muß, sondern mit dem Rücken gegen die Küste bis aufs letzte um feine Brückenköpfe zu kämpfen. Das kam: er indes nur dann mit Aussicht auf relative Wiederherstellung der Lage und Erhaltung der Armee tun, ivenn die französische Armee rwch freie Kräfte genug besitzt, zu einer großen Gegenoffensive zu schreiten mrd den Deutsches eine siegreiche Durchbruchsschlacht zu liefern." Dev österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 18. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbürt: Zwischen dem G ard y -S ee und dem $*i ave lebh.'.fter Drtilleriekampf und rcge'Fliegerlätigkeit. In Albanien errang der Ofsizierstellvertre. er Arrighi seinen 24. Lust- >ixg. Der Chef des Generalstabes. Der türkische Bericht. Kon stantinopel, 17. Apftl Tagesbericht. Kaukasus- ^ront: Unsere Trnypen nahen: sich planmäßig Kars. An der Küste besetzte unseve Kavallerie Tschuru? Su (Kobulety). Die Verfolgung wird fortgesetzt. Sviveft bis jetzt sestgestellt werden konnte, .nahmen uirfere Msatzungstrupven in B ai um.von feindlichen urrd ^rerndon Elementen, rvelche die Festung verteidigtes $00 Mann in Oifiziersurn^ory» 2500 Mann in Mannßlrasts- -Leklieidung gefangen. Uirter den selb«: befand sich der .Festung^ koimncmdaict. viele PM Stabs^ftziere. 25 Gcfckchpe verschiedensten Kalibers, Lokomotiven, mehveve Waggons. Zluüonrobste, viele Nach- riclzLenrnättrl und Verpfh.-gü-ngsvor- äte wtzrrl«:: erbeutet. An der Palästinas tont wurden fevLIütze ErkundrorgS^ abdeilungen abgeweesen. Auf den übrig«: Fronten ist die Lage unverändert. Angriffe evf Dünkirchen und Nieupsrt. Berlin, 18. Arn'il. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 17. auf den 18. Zlpril wurde Ostende von See aus beschossen. Militärischer Schaden ist nicht entstanden. Unsere Torpedostreitkräfte nahmen am Morgen des 18. April feindliche LaS7r und Stapelplätze zwischen Dünkirchen und Nieuport mit 609 Schuß unter Feuer. Der C?)ef des Admiralstabs der Marine. Neue U-Boot-Erfo!ge. B e r l i u. 18. April. (WTB. Amtlich.) Am Morgen des 31. März wurde von einem unserer Unterseeboote, Kommandant Kapitänleutnant Wilhelm Meyer, ein besonders wertvoller englischer Passagierdampfer, ein Schiff von mindestens 18 000 Br.-R.-T., versenkt. An der Versenkungsstelle wurden später Schiffstrümmer und leere Ret- tmigsboote gefurrden. Der Ehef des AdmrralstaLs der Marine. Berlin, 18. April. (MTB.) Der Verlust des großen Pas sag ie rdampsvrs ist für die englische Handelsflotte besonders schmerzlich. Nicht nur, daß ein Dampfer dieser Größe etwa 15 Millwnen Mark kostet, ein Preis, der bei dem heutigen ^chisfs- preisen erheblich größer ist, fordern es gehen mit einem der-' artigen Tanrpfer auch beträchtliche Werte zmgcirnde, die er seinem Rcn:me birgt. Vertraut mar: doch gerade i>m schnellen Passagierdampfern die kostbarsten und eiligsten Güter an, die mm: bei der großen Gefahr aus solche:: Scksiffen sicherer wähnt, als aus d«r glt.oölml^he!: Frachüxairpfern. Tre Millionen-. ladung an Gold der von dem Hilfskreuzer „Möwe'' aufgebracht trafen sie nicht die gerft:gsten Anstalten für rechtzütigen AbtranS-« Port. Zusammen gekauert, verwundet oder sterbend fanden die Deut-, sch«: die zitternden Unglücklichen und brachten die Ueberlebendeq ( ans Tageslicht. Rüstige Leute, die im letzten Augenblick hatteMi fliehen, wollen, fanden die Lysbrücken von den Engländern gt* sprengt. Jetzt haben deutsche Offiziere den Ernwohrwrn die letztes' bewohnbaren Räume als Quartiere zugewiesen und für ihre Bev». Pflegung gesorgt. In Seilly bestanden die 330 zurückgebliebenen j Einwohner :rur aus Frauen und Kindern. Lavcntie und Estarre- sind brennende Trümmerhaufen. Dort am Leben gebliebene Fra»«^ Kinder und Greise wurden in deutschen Krafftoagen nach rbä» wärts in Sicherheit gebracht. Auch le Gorgue und Lestrem srsiß Pöklig zusammerWeschosseu. Die französische Bevölkerung diest» Zone weiß, daß sie alles Elend und allen Jcwrnrer lediglich bat Kriegsverlängercrn Lloyd George ClemcAeew.: tycxb caHL Ihre Entrüstung über die rücksichtslose und brutale ÄehaNdlu»ss seiter^ der Engländer ist erklärlich. r Zum Nücktritt CzerninS. Wien, 18. April. (W.B.) Die „Wiener Zeftimy^^ verWach< licht das folgende kaiserliche Handschreiben: Lieber Graf Czernftr! I ndem'ich meine:: gemeinfanven Jfturnzmftrrster Stephan Barv« Burmn xmn Minister meines Hauses und des AenHeren n n e rmt , , enthebe ich Sie nunmehr ft: vollen Gnaden von diel ein Amte und der Ihnen mft merneni Handschreiben vom' 13. April unrer Annahme Ihrer Demission aufgetragenen emstweiligen Fortführuns der Geschäfte. Wähvend einer.der bedeutsamsten Epochen der Welb- g eschichte aller Zeiten haben Sie imJnteresseeinerPvlitik, die nach wie vor für mein Haus und für meiit^' Staaten r:chtung gebend bleibe n soll, in anfopferung§-<' voller Weise und unermüdlicher Pflichttreue hervorrageiche Dienstje geleistet, deren Jhlven zn gerechter Befriedigung gereickiende Erfolg«!. Ihnen :richt versagt geblieben sftrd, indem Sie mft ft: vorderster Linie die er st en Friedensschlüsseder laidcnd«m Me::scl-He1t verrnftteln konnten. Sie haben sich hierdurch den wohlverdrenteni Anspruch auf meiuen unvergänglich^: Dank und meine vollste Ano> kemrung erworben, die ich Ihnen hcerrnft gerne zu warmem Aufdruck bringe, und als deren äußeres, wenn auch lange nicht voll cntspwcki-endes Zeichen ich Ihnen Pie Brillanten zum Großkroch meines St. Stephans-Ordens verleihe. Nicht nrinder will ich Ihnen! meine forchauernde Geivogenheit zusschern, wie ich auch zuversichbi lich lwffe, daß Ihre außervrdeutlichn Gaben nicht für ftnmcr mh intb dem Wöhle meiner Staaten enthalten bleiben sollen. Budapest, 16. April 1918. Karl m. p. Cßernin 'w. p. Lieber Baron Burftrn! Indern ich Sie von dem Posten meines genveinsrmen nnnijders ft: Gnaden enthebe, eri:enne ich Sie gleichzeitrg zum Minister meines Hauses urch des Aeußeren mü> lx-traue Sie mft dein Vorsitz indem gemeinsamen Ministerrateu Zugleich übertrage ich Ahlren die Leitung meines gc-.neinsavch» Fftmnzm ft:i steri ums. Budapest, 16. ^Aprft 1Ä18. Karl m. p. Barian m. p. Wien, 18. April. Ter Minister des Aerkßern Barem Bu- rian begibt sich dennrächst nach Deutschland, um de« Deutschen Kaiser feine Aufwarftcng zu nurchen irnb bau Reichskcm^er den Antrittsbesuch abzustatten. * * * Brrriarr an Hertling. Wien, 18. April. (WTB.) Der Minister deS AenßerN Beo« Burian richtüc an den Reichskanzler Grafen von H erkling folgende Depesche: „Seftre k. u. k. apostolische Majestät, mein allergnädigster Herr, lxrben mich heiüe zum Minister seines Hauses und des Aeußern zu er::ennen geruht. Indem ich Euere Exzellenz in meiner neuen Eic^nschast wärmstenS bechüße, gebe ich der Bitte A:^druck, daß Hocksticselben das Veitrauen imd Entgegenkommen, deren mein Amts Vorgänger in so hohem Maße sich erfreuen durste, auch meiner Person entgegenbringen mögen. Befestigung und Ausbau des altbewährten Bündnisses mit dem Deutschen Reiche bildeten seit jeher die Grimdlage meines politischen Denkens mW Fühlens. Aus dieser rmverwückbarm Grundlage auch fernerlsin weiterzubimeni erachte ich als meine vornehmste Pflicht. So hoffe ich, daß es mir in treuem Einvernehmen mft Euerer Ex^zellenz vergönnt sein möge, die verbündeten Mächte in iftcht allzuferner Zeit dem erfefot* tat Ziele — einem gerechten und ehrenvollen den — zufuhren zu körmen." Clemenceav und die Pottttk Oefterreich-ttngarns. Paris, 18. 'ÜEprtl. (WTB.). Clemenc ea u sprach in der gemeinsamen Atzung der AiiSichüsse für das Aus,»artige, für Ärmer imb Marme über die Umshände, lrntei* beiten die Versuche fetter r-eid)* = Ungarn^ eine Spaltnng -mischen den Alli- Krtei durch ^iedensverhvndln.ngen herüeizu führen, sich abgespiett Wem ^l^ucoau überreichte das gesamte Menmaterial dem L^lchng für die ansnmrtigerl Angel egen Hellen, der es dnrch- aroertejl uiib dann darüber Bericht erstatten wird. Die nationale KriegSfLagge Rußlands. Berlin, .18. April Das VolkSkommiffairat für auswärtige Lngelegenhcrtcn in Moskau hat folgenden Funkspruch r>eröffent- rlMr.^UI^ natronale Kriegs flagge der russischen Republik ist durch das Zentralkomitee der Räte der Llrbettev-, Soldaten- und Bauern- aüg^rdneteil»eme rote Flagge mit der Goldbuchsrabeuans- jchrrft „Rusiffche IrMalisttsche söderative Ratsrepublik" angenommen rwwen, die gleichfalls als Erkennungszeichen der russischen Kriegs- ichlffe gelten wird. m ^8«tltit, 18 April (WD8.) In der yaMgen Sitzung des Bundesrots sind die Entwürfe des ArbeitSkammer- gesetzes urck des Gesetzes betreffend die'Aufhebung dÄ §153 der l?>ewerowwmMg cmgenonrnien worden. Berlin. IS. April. Wie das B. T. erfährt, ist der Mhrer der Freivonservattven, Freiherr v. Zedlitz und Neukirch, nicht unbedenklich erkrankt. An die Wiederaufnahme seiner parlameutarijck-eri Arbeiten dürfte er sobald rricht denken können. Praktisch dürfte er auch nicht in der Lage sein, sein Amt als Borsitzender der Partei weiter auszuüben. Er steht im 78. Lebensjahr. a u b e r b i s ch o f s h e i m, 18. April. Bei der heutigen Reichs ta^sersatzwähl im 14. badischen Wahlkreis Derghevn—Tanberbisch»>fsheim—Adelsheim wurde Dr. Zehnter (Ztr.) als alleiniger Kandidat mit 5368 Stimmen wredergewühl t. Die deutschen Kolonisten in der Ukraine. o ' e w 16. April (WTB.) Nach einer Meldung der'Kilver 'Zeitung „Krjewslkya Nysl" hat der ukrainische Landivirtschofts- .«MUlter entschieden, daß die den t s.chen .SVolonisten ^»die 1915 LMe der russischen Kriegs gesetzt aus Wolhynien vertriebet, wurden, ihr Inventar, Eigentum und Land auf Grund des provi forrsa-err Landgesetzes zurückerhalten können. Wechsel in hohen englischen Aemtern. London, 18. April. (WTB.) Reutermeldung. 'Amtlich. Lord M 1 1ncx ißi rum Staatssekretär für den Krieg, der M^^of Derby zum Botschafter in Frankreich. Sir Austen Lhaimberlain Krm Mlitglied des Krieg^kabinetts ernann«' worden. Ein Klausel im englischen Heeresgesetz. . Ä^tterdam, 17 April. (WTB.) Wie der „Nieuwe Retter- »mnsche Lourantt aus London erfährt, schlug in der gestrigen De- rm Unterhaus über die Dienst Pflicht in Irland der Abgeordnete Krug einen neuen Zusatz ^ dem Gesetz vor, das Recht, daß ,eder königliche Beschluß, der kraft der Bejngms, die daS neue Mmcnfchaftsgffetz verleiht, bekanntgegeben werde innerhalb einer bestimmten Frist durch eine Erklärung emes der leiden Häuser ausgelwörn werden könne. Die Regierung hat dreser Klausel rm wesentlichen zugestimmt. „Manchester Guar- N?.. ^?El auf die Bedcmtung dieser Klausel hin und schreibt, da der Gesetzentwurf nur durch Bekmntgabe eines köniq- Men Beschlimes auf Irland Miwendbar sei, so gebe die neue Kmusel, dem Unterhaus ein Einspruchsrecht gegen die Auwendung, [ei von groß em Belang. Die Regierung habe deutlich gezeigt. ^pEerule durchetzen wolle. Jetzt bestehe Gelegenheit tue Timstpfticht nicht emzmühren, und die Aeußernngen DevilinS Wwre auch gestern dre von Dillon machen es deutlich, daß ein freies Irland mehr als bereit lein werde, seinen Anteil an dem heutigen Kampf zu tragen. Rotterdam 18. April. Laut N. R. C. begann das 92 c r A° u § , Eern fae Verhandlungen über die Mann- scha f.svor löge. Man erwartet, daß das Gesetz beute an- gen-ommm und dann sofort dem König zur Genehmigung unterbreitet unro. * Britischer Bericht aus Ostasrika. ^Seftdeml. April waren unseoe Abtellungen von der Küste General Edttmrds und vvm Nyassa-See unter General ggggg ? lnner wahrend des Höhepunktes der Regenzeit duoch- Mührten lEv^grermden Bewegung gegen die liö-rdliä- vom Luric- Mmle, zwischen MchvÄmva und Mfalubvnm, 93 l^w. 165 Meilen Aort MrÄm zusannnmig^ogene deutsche Streit- ?Eg^grik!en. Wn 5. April besetzte eine von General Nord- ^ Wallungen Mahua, etwa 4.5 Meilen südwestlich von Msalu und Mrdte eure Müeünrm ostwärts ttoy der durch Hochwasser aTigeschtvollenen Flusse. Am 11. April wurde diese Abteilung ^^bn Kampf mit der deutschen Hauplgruppe dir srch ivu durch Erkundung feschesbellt wurde, aus denr Morsch südw^Urch von Mfalu m der Richtung auf Mahu befaich. Lchwere VeAuste wurden dem Feinde zngefügt. Am gleicht Tage standen die Truppen be£ Generals Wwards in Gefechtä- SPt nner fcinMchml sich auf Medo, Mich von EEaJr 1 *' ätzenden Gruppe. 9-ach einem Nachtmarsch besetzten sie M^voonw am 13 April, nach einem Gefecht, das den ganzen ^ . VeAnsw für die Teutschm J llt ^^erMtche Ltreitmacht wurde in der Richtung aur JJt watio nallf ^^jdwesten abgedrüngl- ^b. Deutscher Reichstag. 148. Sitzung vom 18. April. Am Durldesratstische Staatssekretär des Reichspostamtes R u d l i ti. ^ ViZepräftdent Dr. P g a sche eröffnet die Sitziuig um S 1 /^ Uhr ■i-ic zweite Beratung des Posthausbaltsplanes wird fortgesetzt. ^lbg. Meyer- Hersvrtd (nat.-lib.)t Tie Telephonverbin- morgen bei Ferngesprächen lassen sehr viel zu tvünschen übrig. Ein bringendes Gespräch tiach Saarbrücken korrnte gestern überhaupt! nicht ausgeführt werden. Abg. Flemming (kous.i: Die Postdiebstähle nehmen leider öUs ünv es rft fraglich, ob die Strasbechuruinngen ausreickpen. Ein rücksichtsloses Ei.nsclxreiten ist nötig. Kinderreiche Familien sollten unabhängig von der Besoldung eine ausreichende Unterstützung er- hallen. -Pie Landbrie[träger und Postverwalter müssen besserge-- stellt werden. Staatssekretär Rüdlin: Ferngespräche zwischen Berlin und Lren sind Zurzeit noch nickt möglich. Prioatgespräche findtzn seit Becmrn des Lkrieges nicht mehr statt. Es ist mir nicht bekannt daß Leute über 40 Jache nicht bei der Post eingestellt »verden. Ber hcuwtungen mit de?k Postbeamtenverläuden sind ivegen der großen Zahl der Verbände nicht möglich. Goundsätzliche Bedenken habe ich mchtt. ^tatr der Teuerungszulagen wollten unsere Arbeiter neber Lvhnz-illagein haben, die wir ihnen auch im ausgiebigen! Matze gewahrten. Tie cher vorgebrachteu Wünsche Orr die einzel- nen Beamtengattuiigen werden wochwollend geprüft werden Abg. Bruhn (Deutsche Frakt.): Die Zulagen für die Posb- beamten genügen nicht, namentlich tveml man die kolossalen Löhne, du m CK'c Industrie gezahlt noerden, zum Vergleich heranzieht. Tw Ueberlastung der Telegrapheil ist mit auf die vielen Militär- depeschon -Mrückzuftlchcn: viele davon könnten brieflich erledigt werden, namentlich der Verkehr der militärischem Stellen im Jn- larrde. Abg. Zubeil (Unabh. Sozi.): Wir wollen dem Staatssekretär keine Vorschußlorbeeren auj das Haupt sammeln. W^r müssen ab warten, ob es ihm gelingt, den Widerstand der einflutzreichn höheren Beamten gegen Neuerungen zu brechem Bei L-iner andcril Behorde.herrscht eine solche GünstlmgÄvirtscl-aft tvie bei der Post Abg. Hogy Elf.): An den Pojtdiebstählen ist Elsaß-Loth- ringen nicht beteiligt. Das liegt daran, datz dort der private Patetverkehr überhaupt ausgebsben ist. Er wurde untersagt aus der könnten Brasse ein- und ausgeschmiiggelt winden -.Abg- Quarck (Soz.): Die Frau ist heute der Post unent- behNiÄ und daher sollte man sie auch nickst so geringsckstitzig be- Yandetn. und ihre Besoldung tief unter die des Mannes stellen obroohl ne vielfach genau dasselbe leistet. Die Frmr tvird uns noch lange auih ivalwend^ der Uebergangswirtschaft, uoNoendig sein. , Abg Sipkovrch (Forffchr. Volksp.): Ich möchte namens b«tz die Wünsche der gehobenen Unter- boamden beruchlchtigt werden. Tie Bordofrecheit der Fürsten sollte gänzlich verschwinden. Staatssekretär Rüdlin: Wir schützen die Faanenarbert. ohne me wahrend des ^Krieges Nicht auszuLmimen wäre. ' Der Titel „Staatssekretär des Reichspostamts" wird bewilligt; ^r Entwurf einer fünften ErgckiMng zum Besoldungsgesetz und die .Resolution Hubrich werden einstimmig angenommen «r^gt sich das Haus um V/i Uhr. — Nächste N°z«. A Uhr nachmittags: Weiterberaturrg des Post Die italienikche Kammer. ^ r *1? a 110 Die Turin er „S t a m- v a sieht voraus, daß die heute beginnende Kammerverhand lung einen sehr lebhaften Verlauf nehmen wird. Die Reaie- cmrg habe zwar keine Erklärungen von ihrer Seite an- gekündigt, es könne aber nicht ausbleiben, daß insbesondere . Oie Stellung Italiens in der Entente die militärische Lage wwle dre Frage der Versorgung Italiens mit Lebensmik reln Gegenstand der Verhandlungen sein würden. Staatssekretär v. Capelle über die U-Boot-Frage. eimen Hofrat Dr. Behaghei, dech Geheimen Kvnimerzienrat Heichelheim und deu Justiz rot Gruuewald. ^er Großherzog hat lxm ordentlichen Professor an der Univernlät Basel, Dr. Otto Eger, zarm ordeullicheu Professor an der iuristischen Fakultät der Landesuniversität Gießeii mit Wirümg ? om _Av 1918, den Lehranitsassessor Heinrich Gllbert aus Heuckstlheim zum Oberlehrer an der hölferen Bürgersckmle zu Hungen dm LehramtSrsseffvr Wilhelm Muk aus Oftotz-l^serau zum Oberlehrer an oer höheren Bürgerschile zu Mdda, dwr Lehr- amtsaisefsor Heinrich Salomon aus Tarmstndt zum Oberlehrer au der höheren BürgersäMle z:i Phurgstadt, und den Lehramts assefiar Leiurich llllmann.aus Nieder-Erlenbach zum Oberlebier au der lchherPi Bürgerschlle zu Rimbachi. O. ernaintt. Eruanitt wurden am 17. April d. I. Wilhelm Lang und Peter Meerstädter aus Darm,tadt zu Labovatoriumsgehilfen: Heinrich Leiüner su Darmstadt zrim Gärtner.bei der Landwii-ffchafttilhen Versuchs- stattvn. Der Großheiz'-g hat am 17. Apr-il d. I. i>em Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gros^(öerau Ludwig Köler den Charakter als Anitsgerickstsvat verliehen. In Ruhestand versetzt wurde am ^ ^ GerichtSvollz-iel-er bei dem Amtsgericht Darm- stchä II Heinrich Wedel Mrs sein dcachsuchen uikd witer Anerkenirung 'Er laiigrätwigen treuen Diench mit Wirkung rwm 25 April 1918. Der Grvßhcrzvg hat am 17. >>Apcil dem Gerichtsvollzieher bei dem Amtsgench Darmstadt II Heinrich Wedel das Silberne KreuH des Verdienstordens Philipp des (iftvßmütigen verlielwn Der Grorcher^ hat am 17. Aprll d. I. die Finanzassessea«n, Heinrich Weissenbach aus Mach>-Kachl, Ludwig Wocher aus Drais Karl Bock ans Frankfurt a. M. ünd Frwii. Merz aus Fürseld zu Ob ersteu eckonttwlleureu, den BeMrkSkaffeassistenten Lud!vi>f Leon- hard zu Mainz, sowie die HailptsteuevamtsassistaUen Gwrg Sein Offenbach uiid Gnstav Mingler Mi Bingen vom 1. Äpril d. I. ab zu Finakczanktsassistanten, den Stenerdnnehinex des Steueramts Grotz-Gerau Nilvlmts Jakob Schmitt, zurzzeit in Biugeu, zum HauptsteueramtSasftsteittini bei dein .Haupt,teueramt Bingen und dw FinanzaspirEn ?lugu,t Kraf!ett aus Darmstadt und Friedrich Sck>afer aus Leeheim Mi^sOberrechnungsprobatoren bei der II. Justi- llkatu^bterlung der üAberrecknungSkammer mit dein Amtstitel .T)oerreckmungsrepi,'or" mit Wirkung vom I. April 1918 an ernannt. ** Auszeich,, ungen. Gefreiter Heirrrich Weitzel, Jn- baber deü Eisernen lenzes 2. Kl., wurde mit der Hessischen TapfertettsmedaiNe ausgezeichnet. — Mit dem -»briegSehrenzeichen, wurden ^der Verwalter G. Ho ff mann und der Werkmeister Hkün. Topp bei der Bieberthalbahn ausgezeichnet. <^dessrd«rung. Drr Sergemrt .Arr, Kum af wurde UMi Brzeseldrvebel besördert. tl- Dien stj u bil ä um. Herr Heinrich Uhl feierte gestern Ä?. -^trale der Mpdiizinischen, Frauen- :md Haul- Arnik fern fahriges 'Dionstjubiläum. Ter Jubilar tvurde mit Gecken keu rerch bedacht uns geehrt. ** Don der Polizei. In letzter Zeit ist ein Lötkolben ab- handeil gekommeri. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Mmi- nal-Abteilung entgegen^ r-J!l ^?^«be der Lebensmittelkarten erfolgt ^mStag den 20. d. M. ^iel-e AiiAeigartril. tr n. 9 Süßstoff (Saccharin). In der Zeit vom ors 15. Mar wird gegen den Lieferungsabschnitt 15 der "11" -blaul uiiö gegcn den Lieferungs-abschnitt 6 der ^ußitoffrartm „0" (gelb- von peu Süßsroffabgabestellen Süßstoff avgcgebeu. ^>iel^ Bekannttuackyrng. /^k{* f e i er llll 9 ber Kupfer- und Platinteile v o n B l r tz s chu tz a n l a g en. Enteigneie Blitzableiter können am TiNi-'tag den 23. d. M. von vornifftags 9—12 Uhr und nach-- mittags von 2—5 Uhr im Keller der OberrMsckmle, Bismarckstrrrße, ab geliefert werden. Siehe Bekauntmackmna. q\' Jung niehr Tie nächste Uebrurg findet Mittwoch abend v U Upr in der Turnhalle der Oberrealsckyckc statt. - - b e r he s s i s ch z r Kunstive rein, (be'ttrn besichtigten ^verbürgernieis 1er Keller und die ^oladttrevordneten unter Fiih--- ruug von Geh.°9ült Pvof. Tr. Sommer die in: neuen Schloß, ttrugang Sarckenberg'rraye, untergebrachte (Äüßener Kunstsamm-. lung. Erofr.wn§pdec Ablsstollung^ wird heute Freitag nack)mittag o tiyr drrrch die Mitglieder d.s Kunst Vereins und ihre Arufe-- hörigen erfolgen. Auch auswärtige Künfckkr und Künstlerürnsr lverocn zugegen sein. ** T er Evangelis chc Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag deii 21. d. M. im Vereinslokcck einen Familienabend, der welcher Gelegenheit Prof. Tr. Schuioll, welcher die Anfangs- tampse in diesem Kriege mitgemacht hat und dann schwer veuvundet umrde, einen sehr interessanten .Dorrrag halten nürd. Außer- sind musikalische Tarbiettrugen,- GesangsvoiTttäge usw vorgesehen. (Siehe Anzeige.) ** Heim atda nk a n beimgekehrte deutsche Kriegsgefangene! Auf dnr Aufeuf in heutiger Nummer wird besonders verwiesen.' ** Das Wetter, das seit dem ersten Frühlingsgewitter "verdoroen ist, machte wiederholt ein trübseliges Gesicht. Der zimehmeude Mond wird lvyhl eine baldige Aendernng bringen. Die Eide hat letzt Feuchtigkeit genug and eine baldige Wiedeverwärmuna wird Wunder in der Natur bewirken. ** Sta d t t he a t e c. 2Uif den heurigen TanM-Abend von Hanneloie Ziegler, t^r eine gänzlich neue Programm folge bringr, str auch au dieser Stelle ganz b-ffvnders hingelviesLN.' In den Haufen ftnden ^amnilungen zugunsten der Mrrücttelneiiden Kriegs- ge fangeneu statt. ^ ** piel Han s «Bahulfofstraße). Aus Anlaß der in oen nächsten Tagen im ganzen Reiche zur Sainmlung gelangenden „üzeilniatdank für rückkehrende deutsche MegSgefangene" hat ftch die s ire^ffon des Lichtspiel lenses entschlossen, einen Teil der EiNTmlwien diesem gitten Zweck zu-uführen. ES genügt, derr ^ärm»rii Henny Porten zu nennen, die im zweiten Teil des spcm- nendeii ^vamas „D i e Fan st des Riese n" au stritt, um zu zeigen, datz mir das Höchste Und Beste an moderner Schauspiel- und £L lTT Sr Oebchnr werden wird. Ihr Auftreten allein ivürde jeden. Der Gcüegerrheit hatte, sie einmal zu sehen, veranlassen, die Licht zu leuchen, wenn nicht auch alle die. ivelche dcm erlstmr Teil de. fe,,eluden Dramas gesel>e:l haben, wohl kaum erwarte.i können, welche iveitere Entwicklung der zweite Tell bringt. Daneben steht aber auch noch Biggo Larsen, der so überaus ffeliebte Darsteller c? .!? 'tt'otzen vierattigen Detekttv-Schausviel „Der graue ^ err , der die Aufmerksamkeit trnd Spamiung aller stets aufs höchste zu steigern weiß. Es steht zu hoffen, daß'das anerkennens- ^^kene:verte Entgegeutbmmen der Leitung des Licht- Maihau,es der allgemeinen Sammlung für die rückkehrender Kriegsgefangenen recht zunutze kommt. Siehe Anzeige. Kreis Alsfeld. ** Nieder-Ohmen, 18. April. Ter Vizefeldwebel Karl Rertz, Sohn.des Schlossermeifvers Adam Reitz, wurde zum Leut- nant der Res. befördert. Er ist cm Besitze des Eisernen Kreuzes 2. Kl und der Hesfischen Tapferkeitsmedaille. — Der Musketier Otto L an g o I a erhielt das Eiserne Kreuz 2. Kl. — Dieselbe Auszeichnung wurde dem Musketier Wilhelm Steuernagel verliehen. Kreis Friedberg. Q. B ad-Nau hei m , 17. April. In der gef'rrigen Stad t- verordnetenfitznng wurde folgendes verhandelte Der lange Jahre der Versammlung angehörende Kauftnami Phil. Müller legt wegen hohen MterS und angegriffener Gesundheit sein Amt ’Ä'- städtische Vorauschlag für 1918 wird mit 982123 wtark rn Emnahme und Ausgabe genehmigt. Wasfenverk und Gas- ioert. die in FnedenSzeiten anständige Ueberschüsse erzieltem ^rstn fetzt gar mchtS^nehr ab; nur das Elektinzitätswerk soll 10 000 Rck. an die Stadtkasse abführen. Bei Gemeinde- steuern ist eme Einnahme von 482 000 Mk. vorgesehen Zur Beteiligung an te achten Kriegsanleihe soll bei dem hi Spar- und Vorschntz-Verein ein Darlehen von 50000 Mk. genommen lverden. — ltru das Anhalten ber vmr Berlin und Ham- bürg üoar Gießen hier rwrmittags eintreffenden Schnellzüge zu er rei chen, soll eine Emgabe an die Eiienbahn-Direltioi: gemacht winden. — Die lOOprozenLige Erhöhung deS Preises für die Milll- abfnhr imd dos Droschü'enra'?iss wiri) genehmigt. Starkciwurg und 'Rhsinhessr». - ^9^ r m fl^18. April. Der hessische Lan des oe rc in lur Kriegerhc imstätren hält am 25. April, vormittag-' 10/.' Uhr, im 5 -urstrnsaal in Darmstadt seine erste orixmtlicbe Generalver,ammlnng ab. I Darmstadt, 18. April Mir ©tie felmn rber ber M 111 «n«n oa erftet b-c.iiiÄ» Hotels rfmnutrtier; hatte, 'ftefcl wayrenb der tcach: sämtliche chu lyt bar Hotelgäsie, die vvr die Zimmertüren gestellt waren. I Stockst«dt. 17. Itprü. Dir HilfSs-chüfstrerM Gre bel wo-n «winm,-chen dir. Puffer und wurde sofort getötet. hiesigen aui- Gietzeiner HonzertveskeLN» Der Pianist Wilhelm Backhaus aus Berlin vermi- «tattelr geuern -ernen Klavierabeird, der ein außerordentlich ge- ich'vfsewes Programm auftvies. Kamen doch nur .nvei ceitl'ch einander Jo nahe stehende SKeifter wie Robert Schumann mrd Jo- mi ? ^nigen ihrer beliebtesten SckOpftmgen zu 0>ehor. Tatz es zumarst svlche LÄrke ivarcm, die schvieiige technische Pvoblenr-e stellten, ,ott kein Bor Wurf sein, drückte aber inrmerhin dem f'lbend snn besionderes Gefwäge auf De,m es brauch' tvohl kaum gesagt zu wetL-err: Wilhelm Backhaus ist lster uuumfth^ä-nkte! Meister !mch unttr den Lebenden werden sich weiiige rhm zur Seitt stellen rönnen. Aber em bißchen weniger pianistisches Tvommelfeuei und em bitzchMr weniger Eilz'.dgStempo hätte manches nach llarer nnv plalttscher gegallcch hätte fo manck-er Stelle noch zu verliefti-m Ansdruck vei-hol,«,i. Glenck) die emleilmiden H ündel vari a tio-. neu v.oii Jvhann-es Brahms litten zuwellen unter zu großer Hast; das gilt namentlich von den kleinen U>ri|dema des ersten Satzes l-eraus: schsn ausgearbeller auch das 'Adaaw am ^Mutz. Ter zweite Satz ließ an Energie iiichts zu ivünschen ^bn«. stellte überdies in bezug mrf Tenlpmiahme und Kraft, eiitfaltung wobl. Mich das yleaßershe dar. Sehr nEttlend lvirktt dann dw abgeklarte Ruhe und vornehme Ausgestulttma mit der der ^«ckFußsatz an uns vor üb erzog. — 3 Stücke von Ja bannet Drahnts sagten: Tie Rhapsodffe G-Moll ließ l>esmEs rn ihrem Ti i odsu hrungs leck neben dem , e/vtircr an ff den iein sinnigen Musiker erkermen; dasselbe gilt amch von dm beiden In t er° SBaruce !ie,piette.t op, 117 Nr. 1 und dem brtnant nick delikat vorgetragenen vp. 119 Nr. 3 Ten ?lbend bc[ri4of} schummrns lebmsprül>endes Fasch-ngsbild: Te? Carnaval Beziehungen ^ seiner ersten §!^ut ^n^fftrne v. Frickm ferne be,lcmdm-e Note erhallen hat. Tiegrandioie Wiedergabe des gewaltigen Werkes das in und seinen zwölf Niederlassungen wurden auf die 8. Kriegsanleihe über 3 2 Millionen M a r k gezeichnet, so daß das Zeichnnngsergebiris sämtlicher Anleil-en bei diesem Institut 132 Millionen Mark übersteigt. Lriegsgesangen in England. Eigene Erlebnisse des Sanitätssoldaten Karl Brasch wahrend seiner 19monatigen Gefangenschaft. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Am nächsten -Morgen .weckte nns die Dcrmpfsirene etwa gegen 6 Uhr aus unserem tiefen Schlaf. Es war am 3. Februar. Tie Anker wurden gelichtet und Kalo darauf setzte sich das Schiff in Bewegung. Es war ein herrlicher ^Morgen. Die Soe war ruhig, und fast geräus-ckOos glitt das Schiff durch, die Wellen dahin. Um 7 Uhr ertönte -das Zeichen zum Morgenkaffee. Zuerst gab es Gerslenbrei in Milch und Zucker .gekocht und dann Kaffee, Brot wird wieder kalteu Aufschnitt in reiclchchm Rcaßc. Verderben^ konnten wir hier also nicht. Bald darauf fand sich einer nach dem anderen oben auf Deck ein, um! die frische Svelust genießen zu können. Uinfer Schiff fuhr an der Spitze, die beiden anderen folgten in Abständen von etwa 2—300 Metern. In der Ferne sah nran mehrere englische Handelsgeleit-, züge, welche sich uns bis zu einem Mskand von ca. 800 Meter näherten. Wahrscheinlich uwllten die Engländer unsere Ucberfährt auf diese Art und Weise ausnützen, um sich vor den U-Booten zu sMtzen. Tie Fahrt verlies ohne jede weitere Störung. Um 5 Uhr nachmittags gelangten wir am letzten englischen Feuerschiff an imd gingen vor Linker. Mährend der Nacht dürfte mcht tTefahven werden, auch wurden Fangnetze ausgelegt um etwaige treibende Minen aufznfangen. Ain 4. Februar morgens 7 Uhr wurde die Inhrt fortgesetzt. Das Wetter war schlecht und stürmisch, was zur Folge hatte, daß viele von der Seekrankheit befallen wurden. Wir mußten nns deshalb alle oben auf Teck aufhalte::, tvo das Schwanken des Schiffes nicht so stark bemerkbar wurde. Aber schnr gegen. Mittag heiterte derHim)?rel sich wieder auf. Der Stnrnt ließ nach, Und die Se. wurde allmählich ruhig. .Um 2 Uhr passierten wir das erste holländische Feuerschiff. Unzählige Fischerboote begegneten uns, deren Insassen uns alle freudig zuwintteu. Wir näherten uns immer mehr der holländischen Küste una unter brausendem Hurra fuhren wir gegen 5 Uhr im Hook van Holland ein. Große Mensckxenmassen hatten sich an bereden Ufern der Mündung cin- gesunden, welche uns mit Tücherschwesrkcn begrüßten. Eine halbe Stunde später bestieg ein -Lotse das Schiff, um uns sicher die Hwrn-ig-yi - sa usns -xfosvs^itrijex&ais&Asmmsitai Bekanntmachung Die Ansaabe der Lebensnüttelkarten erfolgt Samstag den 20. d. M. und zwar für die Bentgsberechligicu, deren Zunamen mit den Bumstoben A—iC beginnen, vormittags von 8— 1 . Nör und für die Bezugsberechtigten, deren Zunamen mit den Buchstaben'!,— L beginnen, nachmittags von 2—(> UUr. Gießen, den 18. April 1918. 29/66 Der Oln ü aermeister (Lebensmittelamt). Rl-eitunündung ymauf nach den: Oafen zu bringen. So sichren wir etwa 2 Stunden, als wir an der Kai-Mauer mrlegten. Trotzdem es bereits dunkelte, war eine große Menschenmenge dort ver? santmelt, um ::ns ein herzliches Willkommen zuzuruferr. Wir durften aber das Schiff nicht verlassen^ ebenso durfte auch kein Fremder das Schiff betreten. Nock) eine Nach, mußten wir darauf zubringen. Am nächste:: Aüorgen um 9 Uhr begann der eigentliche Empfang. Tse Einwohnerschaft von Rotterdam, der deutsche Gesandte, die Tameä vom holländischen Roten Kreuz überreichten uns Blumen, sowie Liebesgaben aller 'Art :md bereiteten uns Zeinen herzlichen Empfang. Auch hie.bereits früher hier eingetroftenen' Kiamrraden, die in Rotterdam interniert find, darunter auch Kapi- tänlentnant vo n M ü l l er, begrüßten uns in herzlicher W>eise. Um 10 Uhr ^ konnten wir das Schiff -erlassen. Wir wurden alle in S>te, in der Nahe liegenden großn: Hallern, die als Lazarette eingerichtet waren, uittevgebrachk. Hier hielt senre Kötrigliche Hoheit Prinz Hein:ftch> von Holland eine ergreifende Ansprache. Er hieß ims im Namen der holländischen Regierung herzlich willkommen, und mit einem dreifachen Hoch auf Seine Majestät den deut'ckM: Kaiser, die Kaiserin und sämtliche Lanir-esfürsden schloß er die Bearüß mig-ansprackxe, indem er die Hoffnung' ansdrückle, daß bald alle diejenigen, die draußen im Schützengraben liegen, in die Heimat zurüfttchren können. Darauf wurden wir festlich bewirtet. Mit Sftol'eläde, Tabak, Zigarren, Zigaretten usw. wurden wir föinnlich überschüttet. Posckarten wurden verteilt, um den Lieben in der Heimat die Ankunft in Holland zu verkünden. Wie lange mir noch in stdotterdam bleiben sollten, -war '.noch unbestimmt, denn die deutschen Lazarettzüge waren bis dahin noch nicht einge^ troffen. Diejenigen, die in Holland interniert werden sollten, wurden alsbald ihrem neuen Heime zugeführt. Ununterbrochen kamen Damen und .Herren, die Liebesgaben verteilten, ^ilis, die aus den holländischen Kolonien stammten, waren angewiesen, für unser Wohl zu sorgen, um uns den, Aufenthalt in Rotterdam so angenehm wie nur irgend möglich zu machen. Jeder: Wunsch laßen.sie nns von den Augen ab. Wenn einer gerade im Begriffe war, sich eine Zigarre oder Zigarette.in den Mund zu stecken, kamen.sie herangespcnugeü, um sie anzuzünden. Essen bekamen wir hier im Ueberflnß. Nachmittags konnten,wir,in den Hafenanlager: spazieren gehen, wobei man sich gegenseitig seine Erlebnisse erzählte. Die Zivilisten, die mit uns angekommen waren, sichrem bereits um 12 Uhr mit esiwm Sonderzuge nach Deutschland ab. So verrann allmählich die ^eit und die Nacht brach heran. Wir wurden in emer: großen Schlchsaal geführt, worin sich ca. 500 Betten befanden. Es waren dieselben Betten, wie ans den Schiffen. Da uns das tveickie Polster ungewohnt war, verbrachten die meisten die Nacht schlaflos. Llm nächsten Tage, e>5 war am 6. Februar morgens, wurden wir dann in die La^arettzüge, die während der Lttrcht eingetroffen waren, verladen. Abermals wurden nns Liebesgabenpakete mit der Auffchrift: „Grüß dich Gott! Neutral Holland begleitet Ihre Rückkehr zum teuren Vatcrlande mit den herzlichsten Segens- wünsckvn" verteilt. ^Lachdcm 'einer unserer Kameraden in einer Ansprack)«? sich für die liebevolle Aufnahme in Holland in unserm Namen bedankte, verließ unter donnerrrdem Hurra der Zug die Statton. Ganz RvtteiLam war aus den Beinen, als der Zug durch die Stadt mhr. Sie winkten nns und 'warfen nns Blumen in die offenen Fenster dcs langsam fahrende:: Zuges. Fast über eine halbe Stunde dauerte die Fahrt durch Rotterdam. Es waren Momente, die ich in meinen: Leben nie vergessen werde. So ging die Fahrt immer weiter durch Wiesen und Felder. Welch herrliche Gegenden sahen wir hier vor uns austauchan. söanze Decker mit Tulpen und sonstigen Blumen konnte man hier sehen. Fast auf jeder größeren Station hielt der Züg, wo uns wiederum Liebesgaben, sowie Kakao, Wein usw. verabreickft wurden. Um 6 Uhr abends mußte cckles z::.Bett sein. Es wurde uns noch vorher gesagt, daß der.Zug um 10 Uhk etwa eine Stunde cm? der Grenzstation halten würde. Eine oberflächliche Untersuchung würde dann vorgenommen werden. Wer beschreibt aber unser Erstaunen, als um 11 Uhr die Zollkom- nrissicm mft Blumen im& Liebesgaben die Wagen bestieg und so. anstatt einer Untersicchung, die Verteilung derselben vvrnahm. Bald darauf fuhren wir wieder ab und ich erwachte erst am^näckffteni Morgen, als der Zug bereits in Aachen hielt. Hier mußten wir nun alle aussteigen und wurden avch bald- darauf durch Autos in ein großes LaMvett gebracht. Der Empfang sollte erst am nächsten Morgen (am 8. Februar) stattsinden, da die anderen Lazarettzüge noch nicht eingetroffen waren, jedoch war der Empfang von Seiten der Einwohnerschaft in Aachen recht herzlich. Erblich war man wieder -auf dcmtschem Boden und unter^ deutschen Frauen und Mcnrnern. Wir atmeten alle erleickftert auf. Trotzdem es uns alten 'hier sehr gut gesiel und es uns an nichts fehlte, sehnten wir uns doch alle nach unseren Lieben nach Hause zurück. Nach eingni herzlichen Abschied von meiner: Kameraden, welcher mir sehr schwer siel, fuhr ich am nächsten Tage meiner Vaterstadt, meinem Elternhause zu. Was für eine schwere Zeit, besonders aber die Schwervertrun deten hinter sich hatte::, kann sich wohl keiner vorstellen. Ein Oberstabsarzt in Aachen versicherte uns, daß, wem: die Verwundeten alle in deutsche Behandlung gewesen wären, kaum die Hälfte als Invaliden berumlausea würden. PermifS? ei. Ein StrahrnlmhnUnglück in Berlin. Berlin, 18. April. .Heute morgen gegen 6 Uhr stießen^ wie der „Lokalanzeiger" meldet, in der Strelitzer Straße infolge falscher LLeichcrffoellung zwei Straß env ahnwagen der städtischen Straßenbahn zusammen. Insgesamt 16 Personen wurden verletzt und nach dem Nähere Mittellungen erfolge:: :wch. azcnaw trankenlMuse geschafft * Die Deutsche Philosophische Gesellschaft deren Ziel Pffege, Vertiesimg und Währung deutscher Eigenart auf dem Gebiete der Pl-ilo'zovhie ist, laset in dem eciten Hefte ihrer Zeitschrift „Beiträge zur Philosophie des deutschen Idealismus^ (Verlag der Keyser'sck-en Buchhandlung, Gvoßh. Sachs. Hofbuch- Handlung, Erfurt) für den 20. und 21. Mai zu ihrer zweiten Hauptversammlung nach Weimar ein. Am 20. .Mai, 6 Uhr abends, wird eine Öffentlich? Vortrags,itzimg stattfi iden, i^der Geh. üteg.-Rat Prof. D. tl)eol. h. c. Dr vhil §>ermanu Sck^varz, Universttär Greifswald, über das Thema ,Weltgewissen ooer Vaterttuü)s- gewissen?" spreche:: wird. ** Sammeln von Fichtenzapfen. Fchtenzapfen des vergangene:: Jahres liegen in großer Menge mif dem Boden unserer Nadelwälder. Ihre Scknlppeu bergen die ölreichen 'Samen, die beim Trocknen herausfallen. Von dem Kriegsausschuß siir Oele und Fette werden sie so reich bezahlt, daß die Sammlung der Zapfen sich lohitt — der Zentner mit 100 Mar? —. Doch auch ^ entleerten Zapfen sind wertvoll. Durch ihren .Harzreichtum liefern sie vrotrefftickics Anheiz- u::d Brennmaterial. Wer daher sich mn Eifer der Sammlung hrngibt, hat nicht nur reichen Gewinn, sondern tut auch ein vaterländisches Weckk, denn er hilft nickft nur die Futternot. sondern auch den Mangel an Heizmaterial ver ringern. Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). In der Zeit vom 15. Avril—15. Mai INI», wird gegen denLieferunasabschuitt 15 der Süßstonkarten,.18" (blau) und gegen den Lreierntts-öal'chnitt 6 der Süßstoffkarlen „O“ voll den SlißstossabgabesteUcn Süßstoff ab- geaebeu. Es gelangt ein Briefchen bzw. eine Schachtel auf den Abschnitt zue Ausgabe. Mit dem 15. Mai 1918 verliert der Abschnitt 18 bzw. 6 seine Gültigkeit. Nach diesem Zeitplinkt nicht abgerusene Snßstoffmengen dürfen von den Abgabeslellen frei verkauft iverden. Gießen, den 18. Avril 1910. 2982B _ Ter Oberbürgermeister (Lehensmittelamt). _ Bekanntmachung. Betr.: Beirblaanabme, Meldepflicht, Enteiannna und SH üefenmn der Kupfer- und Platinteile von Blitzfchutraulaaen. Enteignere Blitzableiter können am Dienstag den 23. d. M. von vormittags 9—12 Uhr und nachmittags von 2—9 Ubr int Kelter der Oberrealschule, Bismarckstraße, abgeliefert iv'rden. - Erfolgt die Ablieferung an diesem Tage nicht, so muß ich nach den beitebenden Bestimnillllgen Vorgehen und die zwangsweise Abhoiling, gegebenenfalls die 2llmabme der Blitzableiteranlage auf Kostelr der Säumigen in die Wege leiten. Eine Zurückstellung bis zum 31. Mai d. I. kann nur in den Fällen erfolgeil, ivo nachrveisbar ein Geschäftsmann mit der Abnahme der Anlage beauftragt ist. aber lvegen Arbeitsüberhäufung bisher den Llufirag nicht auszusühren vermochte. Gießen, den 17. Avril 1918. 29738 Ter Oberbürgermeister: Keller. _ Verkauf von Bohnenstange». Zur Förderung der Bobneuzucht hat die Sradtverwal- tuna aus ihren Waldungen 3 300 Fichten'Bohnenstangen ansertigen laßen, die demnächst in Gebinden von 2ö Stück zun: Ü^ceise von ö Mork im Hot des Stadthauses an der Gartenit.aße ausgegeben werden. Llnmeldungen hierzu werden im Stadthaus, Bimmer 9?r. 15 eulgegengenounnen, woselbst der Kaufpreis üei der Bestellung in bar zu zahlen ist. Gießen, den 18. April 1918. 297711 Ter Oberbürgermeister. I. .Grüuewald. Holzverftsr^erung Freitag den 26. April d. I., vormittags O 1 /? Ubr beginnend, werden beim Wirt -Hörle -n».-bcr!au aus den Distrikten Eichhcege, 1, 2, -ö. Haag, IlSdörser Birten, EselSkovf, Beunewchd, Burgivald der Fornwartei 5'Aerlau, sowie Linnes, Lehnh. Linnes, Bnchicheer, Erlen und Alter Heegwald der Foritwartei Lehnheiin versteigert: Stämme: 19 Eichen 1. bis l,. !l. — 7,5 Fstni., Birken 4. bis <}. SH. = 2,28 Fitin., 2 Linden 3. Kl.--2,06 Fslm., 1 Lindeü. Kl.—0,40FstNi., 3lFich!enderbstangen — l,47Fftm.: Nttttfcheiter Rm.: 3 Eiche lrund und 1,3 Meter lang», 3 Fichte <3 Meter lang). Nntzknürpcl Rm.r 2 Hainbuchen «Langwieden 4 Bleter lang!, 1,3 Fichte (3 Ättler lang). 84 Rn:.: Fickitennnirrcisi.; «in Schichten, teils 'Bohnenstangen). Scheiter Mm.: 129 Buche, 5» Hainbuche, 78 Eiche «einige rund), 5> Birke (vnnöl, 8 Asve. 2 Linde, 19 Kiefer. 9 Lärche «rund), 100 Fichte «meist rund): Knüppel Rm.: 90 Buche, 34 Hainbuche, 2 Esche, 118 Elche, r> Birke, 0 Aspe, 21 Kiefer. 8 Lärche, 72 Fichte,- Kuiippel- rejsig Nm.: 6 Eiche, 25 Kiefer, Lärche, 25 Fichte (in Schichten': Reisig Nm.: 147 Buche «meist Stannnreisig), 2 Esche, 326 Eiche, 15 Asve, 10 Lmde, 57 Fichte «Schichi- liausen),- Stöcke Nm.: 8 Buche, 33 Eiche, 2 Linde, 16 Kiefer, 83 Lärche, 78 Fichte. Nur die rot unterUrrchenen Nummern kommen zur Versteigerung. Alerlau «Post Mücke» Grünberg, den 17. April 1918. Großh. Oberförsterei Nieder-Ohmen. S ch n e t d e r. 2986 B Schasweide Verpachtung. Die Schasweide in der Gemarkung Sckiiffenberg soll in der seitherigen Weise auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Pachigebote bis zum 24. l. M. erbeten. 129456 (Äießen, den 16. April 1918. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. T r a u t w e i n. Bieuenzttchterverein Gießen und Umgegend. Versammlung Sonntag, 21.April, nachmittags 3 Ubr. bei Zlraft, 6Ueßcn. Frankfurter Straße 81^ — Tagesordnung siehe „Biene". 2990 Leihgestern, den 18. Slpril 1918. 'Uß. uL!3iiSJL? 3-4-Wim-Minuiig nebst HuOcb. in größ. Orte, in dem einem Schubuiacher Gelegenheit geboten ist, sich niederzulassen, iür 1. oder 15. Juni ztl mieten gesucht. Angeb. u. 1009 a. d. Gieß. 3lnz. Letztc rtcijten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 19. April (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Auf dem flandrischen Trichterfeld entspannen sich mehrfach kleinere Gefechte unserer Erku-idungsapteilungen mit belaischen und englischen Posten. Starke Angriffe, die der Feind von Norden und Nordwesten gegen Wytschaetc führte, wurden abge:viesen. Schon bei seiner Bereitstellung erlitt der Feind in unserem Vernichtungsfeuer schwerste Verluste. Zwischen Vaillenl und La Bassöe stärkere Kampflätig^ keil der Artillerie. Nordwestlich von Belhnne stieß unsere Infanterie gegen feindliche Linien nördlich vom La Basses Kanal vor und eroberten einige Geschütze. Bei Feftubert und Givenchy wurde wochseivoll getämpft. Wir machten mehr als 600 Gefangene. Der seit einigen Tagen an der Avre gesteigerten Feuer- lättgkeit folgten gestern starke, tiefgegliederte, französisch Angriffe gegen Merisel und Moreuil. Auf beiden Avre- Ufern, d«rrch den Senega-Walo und zu beiden Seiten der Straße Ailly—Morestil stürmten dichte Angriffswellen mehrfach vergeblich an. In erbittertem Kampf wurde der Feind unter blutigen Verlusten zurückgeworfen. Starkes Artilleriefeuer hielt in diesem ftampfabschnilr auch während der Nacht an. Osten likraine: In Taurien haben wir Tschaplinka und Melitopol besetzt. Mazedonische Front. Stoßlrnpps-Nntcrnehmut.g n im Cernatwgen brachten einige Engländer als Gefangene ein. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * . * U-Bool-Krrea und Haupiausschuß des Reichstags. Berlin, 18. April. WTB. Rick^dcrmtlich.) Im weiteren Verlaufe der Besprechung stbee den Haushalt für o:e Aiarine im H a n p t a u s s ch u ß des Reichstages sagte Abgeordneter Graf Westarp (Kons.), mit Ausnahme der unabhäirgigen Sw z'.aldemokratte herrsche in: Hanptausschuß pulse llel>wemsttmmung, daß der U-Boot-Krieg uneingeschrnv.tt fortgesetzt uEvden müsse; man sehe darin ein Mittel, zum Frceben zu gelauge«c und England mürbe zu machen. Tas Ergebnis der AusspvaoL sei 1., daß nach üb-ereiuuinanertber Meinung die Rü ua-g ver ll-Bv-ste mit äußerster Kraft fortgesetzt werde, ohne Rucksich aus die Tauer oes -tcieges, 2., daß der U-Bodl-Krieg mit allen Mitteln in aller Scharfe fortgeführt werde mib das auch — nach seiner Meinung — tu dem Falle daß England Wiaffenstillstand beantrage; die Auf» Hebung der Blockade tonnte nicht als Gegenleistung ai^esehen werden. _ wmtaKmfKmsmamBmwammmmmammrn '' für nachmittags zum Aus- tragen gesirchl. 2972 _ Hei lst v o nner, Marftstr. Zum I.Mai ob. später gesncku für Landhaushalt «3 Vers.« auf Burg Nordcck tüchtise Stütze die im Kochen, Backen und Einmachlwl erfahren ist. sowie Hau -nädrlicu, das nahen, bügeltt und servieren kann. Angeb. in«. Väotogr., Zeugnissen ailr.Herrschaftsbäusern und Gelial:sanspr. an Fran Ober st t Fi t ticki, No r deck. - besucht tu fort oder 1. Mai erfahrenes Mädchen für die Küche. Hauslnädchen vorhanden. Frau Prof. Noloff, 2 966 Walliorstraße 48. Wegen Erkrankung meinek Mädch us suche für sofor^ oder 1. Akai litte?»ln, dii Oroße Auswahl in 2873a Teeschürzen, £ ™ä g er rbi8, mit nnd Blüsenschürzen, Kleiderschürzen, Schuischürzen, Knabenschürzen in baumwollenen Stoffen und Papier&ewebe, Unterröcke Unterrock-Volants. in grau Leinen, Serge- stoffen und Seide, Kleinere Wohn»!!«: von ruh. Leuten gei. Angeb. unter 0932 an den Gieß. Anz. Suche z. 1. Mai für mehrer'' Monate ein Zimmer m. vol'er Pension i. gutem Hause, mögt, in der Nähe der Gartenbnn- kolouie. r'lng. m.Prefsang. zu ricl, en a. 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Trauergottesdienst Samstag 6 1 /» Uhr vormittags. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag 2 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Von Kranzspenden bittet man im Sinne des Verstorbenen abseheu zu wollen. Gestern nachmittag ist unsere liebe Schwester, Nichte und Tante Ottilie Bindewald nach längerem Leiden im 40. Lebensjahr zur ewigen Ruhe eingegangen. Dies zeigen tiefbetrübt an, zugleich im Namen der übrigen Geschwister und Verwandten 2995 Anna und Otto Bindewaid. Giessen (Seltersweg 35), am 19. April 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 21. April, nachmittags um 5 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Am 11. April starb unerwartet in einem Lazarett nach 3 jähriger treuer Pflichterfüllung gegen sein Vaterland mein langjähriger Angestellter Fritz Böhm. Außerordentlich strebsam und fleißig, war er mir stets ein treuer Mitarbeiter, dessen Verlust ich tief bedaure. Ein dauerndes Gedenken ist ihm sicher. • ui'"-"- ’ w/’' >• - $ ?. Es ist bestimmt in Gottes Rat, Daß von dem Liebsten, was man hat, muß scheiden Todes-Anzeige. ?9S9 trnst Niemann. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen meine innigstgeliebte Frau, unsere liebe, unvergeßliche Tochter, Schwester, hoffnungsvolle Schwiegertochter und Schwägerin Frau Eüsabethe Schaub geh. Fauscli nach kurzem, schwerem Leiden im noch nicht vollendeten 27. Lebensjahre zu sieb zu rufen. In ti fern Schmerz: Karl 8ch:in!> 1004 Familie Andreas Pansch Familie Georg Schaub Witwe. Rodheim a. d. Bieber, in französischer Gefangenschaft und im Felde, den 17. April 1918. Die Beerdigung findet statt Samstag den 20 April, nachmittags 4 Uhr. T odes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Herr Karl Forbach üotorholzschneldorol f estem morgen 5 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 9 Jahren sauft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Katharina Forbach geb.Todt.nebst Kindern Heinrich Forbach als Vater Familie Todt Familie Bittendorf Familie Pfaff Familie Schmidt Wißmar, den 18. April 1918. 2994 Die Beerdigung findet Sonntag den 21 April 1918, nachm. 3 Uhr statt Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Gombel sagen wir hiermit innigsten Dank. Familie Ludwig Launspach VIII. bester organischer Garleii- dünger für alle Kulturen offeriert Heinrich Hahn Samenhandlung WWW II uns verhau f. Zn günstig. Zahlungsbedingungen in in Alüseld ein sehr gernuni. Wohnhaus m. gröst. g e sch i ostenen Hose inmitten der Stabt zu verkaufen. In d. Zlnwesen in. jahrelang ein ausgedehnt. Branmwetnge- schält mit Likörfadrik betrieb. Anfragen beantworten ftebr. Wallach ;> ’ 91 Alsfeld, Cberhefion. Kaum gebrauchtes Luftkissen, zu verkaufen 010)7 Ein gut erhaltener Kinder- Klavvwagen z. verk. 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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder geziemend in Kenntnis zu setzen, datz unser langjähriger Vorsitzender Herr Fritz Böhm fürs Vaterland gestorben ist. Der Verein wird ihm eist dauerndes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet SamStag nachmittag 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Die Mitglieder werden gebeten, recht zahl- reich zu erscheinen. 2967 D ff. Sauerkraut elngetroffen. 2862 3. M. Schulhof, Marktstraße 4. _Te l. 119. Sü&sforaRz* i. Paketen z. 20 Pf .-Verk auf I 250 Pakete . . USir. 37.59 600 68.5a 1000 . .. 145.- portofrei. Nachnahme. Preisliste üb*JPS0fl8rsV'nz- Cacho« u. SalmiakijahUilea usw. frei. 270ihv Frnst & Witt, Hamburg 23. ß, J, Sa. Düngekalk drisch eingelroffcn. 0908 C, Riihgamen. Fernsvr. 259. PanlBapps.FreniieaataÄt.wtg. Den Heldentod erlitt am 30. März durch Kopfschuß mein lieber Mann, mein guter Vater, unser treuer Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Lensried vieffenbach Referendar und Hilfsarbeiter in der Reichsversicherungsanstalt zu Berlin In tiefem Schmerz: Gttl vieffenbach geb. gelier Lensried vieffenbach Zorstrat vr. vieffenbach, Lich Zrau 5- w. Seiler ww..Braunfels Berlin - Südende, Borstelstraße 1 2981D Wenn Liebe könnte Wunder tun. Und Tränen Tote wecken. So würde dich, ach Herzensguter Nicht fremde Erde decken, Am 21. März muhte unser heihgeltebter, hoffnungsvoller, teurer Sohn, unser guter, unvergeßlicher Bruder, Schwager, Enkel, Onkel, Pme und Neffe. liarl Heiin Gefreiter im Res.-Jnf.-Regl. 211 bei einem Sturmangriff nach Wmonatiaer treuer Pflichterfüllung sein junges Leben im blühenden Alter von 23Jahren dem Vaterlande opfern. In tiefem Schmerz: JohS. Heim u. Frau Elise geb. Reitz Hch. Naumann, z.Z. i. Felde, «.Familie August Heim, z. Z. im Felde Elise, Lina, Hermann u. Emma Heim Anna Bösch Heinrich Schneider und Kinder Peter Neitz nebst allen Verwandten. Eberstadt, Birklar, Ziegenberg. 29881) Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. 2980D Versteigerung: Maschinen und Werkzeuge nur an Selbstverbraucher oder Händler mit Erlaubnisschein der Wumba am 25. Avril, 2 Uhr anfangend: 5 gebrauchte Drehbänke. Transmissionen lind Werkzeuge, zirka 30 Holzriemcnscheiben usw. Maschinenfabrik Roth, G. in. b. H. i. Lia. Rolli lDillkreiS), Telef.-Amt Driedorf Nr. 7. Möbel-«sw. Versteigerung Ludwigstraße 35 pari. Samstag, 20. April: VÄÄ; Kommoden, Schreibtisch, Tische, Stühle, Büchergestelle. Eckbretter, Waschtische, Nachttische, Kleiderhaken. Nachtstuhl. Toiletteeimer, Putz- und Waffereimer, Kohlenkasten, Metallwalze, Plisseemaschine, 1 silberne Damen- und 2 silberne Herren-Taschenuhren,- Dienstag, 23/April: «"'SIÜ: Küchentisch, Küchengeschirr: wie Krövpcn, Blech- und ird. Geschirr, Kuchensormen, Kuchenbleche, Porzellan, Waschbütten, Waschblech, Petroleumlampen, Marmor- platte: Mittwoch, 21. April: Verzierungen, Straus,federn, blonder Frauenhaarzopf, Obstteller, Nippsachen und Bücher, Meyers Konvers.» Lexikon (16 Bände», Goethes. Schillers. Hauis und Jean Pauls Werke, Bibel, Gesang- und Schulbücher. ; Die Versteigerung beginnt täglich 2 Uhr nachmittags. Die ; Gegenstände können tags vorher angesehen werden, auch können aus einzelne Sachen vorher Gebote von denjenigen eingelegt werden, welche zur Versteigerung nicht kommen können. Born, Gerichtsvollzieher. von Antiquitäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt- eisen, sowie allen von mir gesührten Artikeln. 7S Louis Rothenberger. Vereine Freitag den 26. Avril, abends 8 Uhr: 2996D Versammlung. Frauenverein der Markus-Gemeinde. L»gng. LSeiiewerem Sonntag den 21. l. MtS., S l / 2 Uhr abends, im Vereinslokal (oberer Saal): FlimiiMhM. Musikalische Darbietungen. Gesangsvorträge, Deklamationen usw.. verbunden mit einem Vortrag des Herrn Prof. vr. LedmeÜ dahier. Gäste können eingeführt werden. 2992 lurnuercin Sieles Die regelinälrigen Turnstunden beginnen wieder LMtag i>cn 26. Avril und zwar für die Schüler um 6 Uhr, für die aktiven Turner und Zöglinge um 8V 2 Utir in unserer -Halle. Steinstrasze 3. Die Turnstunden finden vorerst nur Samstags statt. Um zahlreichen Besuch wird dringend gebeten. Der Vorstand. l-vikung: 2985c Hofrat Hermann Steingoetter, Freitag den 19? Avril: Tanzabend Hannelore Ziegler. Nr. 91 Swetter Natt Glehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverheffen) Freitag. 19. April 1918 Die neuen Steuervorlagen. Zmn dritten Male inmitten des Weltkrieges legt die Reichs- vegikwung dem Deirtschen Odeichsta-g neue Gesetzen lwÄrse über ncn ein-usührende oder zu erhöl>eiide Steuern vor. Bi: bekundet damit, daß sie «m ihren bisl-er erprobten Grundsätzen der KTlegsffnanzie- r«ng festzuhalten gewillt ist. Diese Grunosätzc bestehen bekanntlich darin, daß die einmaligen Ausga^m des Reiches auf Anleihen genommen und für die laufenden Ausgaben auch laufende Einnahmequellen ersäilossen werden. Die Fortsetzung des Krieges mit seinen wachseirden Ausgaben hat in dem diesjährigen Rcichs- hLushaltsvoranschlag einen Fehlbetrag von 2,875 Milliarden Mark entstehen lassen, für den die Reichsfinanzverioaltnng jetzt Deckung zu schaffen bestrebt ist. In der Hcmplsack>e ist dieser Fehlbetrag auf die Zahlung der Zinsen für die inzwischen aufgelaufene Reichsschuld, insbesondere für die neu aufgenommenen Kriegsanleihen zurüazuführen; die Beschaffung neuer Deckungsmittcl kommt daher in erster Linie der Sicherstellung der Verzinsung unserer Anleihen zugute. Wie in den beiden letzten Jahren, handelt es sich auch dieses Mal zunächst darum, den bereits eingetretenen Fehlbetrag zu decken. Die Steuervorlagcn stellen wiederum nur eine Tcilreforrn dar. Weitere, intensive Kriegführung, wie auch die erst bei Beendigung des Krieges in die Erscheinung tretenden Verpflichtungen des Reiches werden die Ausgaben ansteigen lasten und die Erschließung neuer Steuerquellen in der Zukunft bedingen. Die Unmöglichkeit aber, heute schon diesen Gesamtbedarf, die endgültige Summe der aufzubringenden Mittel genan festznstellen, noch mehr aber die Schwierigkeit, hente schon die wirtsck>aftlichen Verhältnisse nach dem Kriege rÄZtig zu übersehen, haben es der Reichsfinanzverwaltung nahegelegt. von der Einbringung des endgültigen Finanzreform- planeS ab-usehen. Deirnoch nimmt auch dieses Mal die vorgeschlagene Zwischenreform alle Rücksicht, die im Hinblick aus das Gesamtsteuerwerk geboten ist, Wie cs sich nach den Plänen der Reichssinanzvenoaltung darstellen wird. Bei den letzten Stenervor- lagen ist — loie erinnerlich — das Gebiet der Verkchrssteuern zum vollen Abschluß gelangt. Die Belastung des Verkehrs mit den im Jahre 1917 bewilligten Steuern dürste die Grenze dessen darstellen, was der Verkehr auch nach dem Kriege zu tragen rmstände ist. Wenn sich dessenungeachtet unter den diesmaligen Vorschlägen eine Erhöhung der Postgebühren befindet, sv machte die Post insofern eine Ausnahme, als früher nicht alle Zweige des Postverkehrs herangezogcn worden waren. Es kommt hinzu, daß die Verwaltungskosten der Post in der letzten Zeit derart gestiegen sind, daß es notwendig wurde, hier durch die weitere Erhöhung der Gebühren für einzelne Verkehrszweige einen Ausgleich zu schaffen und so dre früher gesck^rf-enen Einnahmen aus den Erhöhungen für das Reich zu sichern. Bei den vorliegenden Steuergesetzentwürfen soll nun ern werteres Gebiet seiner endgültigen steuerlichen Regelung zugesührt werden: das stlebiet der Getränke. Es ist zugleich ein Steuerobjekt, das noch namhafte Erträge ziu liefern vermag. Es ist bekannt, lvelche außeroichentlichm Summen vom deutschen Volke für den Tabak und für Getränke ausgegebcn lverden. Die Steigerungen der Verb rau ck)sabgaben auf Branntwein und Bier der letzten rzehnte haben im Reiche Nur beim Branntwein zu einem ge wissen Rückgang des Konsums geführt. Aber der Konsum ist auch noch so groß genug. Und was beim Branntwein abging, wuchs offenbar dem Biere zu, so daß man von einem Rückgang in: Verbrauch dieser hauptsächlichen alkoholisck>en Getränke nickst sprechen kann. Ter Entwurf sieht für Branntwein ein Groß Handelsmonopol vor, während beim Bier der Weg der F a b r i - katbestenerung gewählt worden ist. Sollte die neue hohe Belastung nun doch zu einem beträchtlichen Rückgänge des Konsums führen, so wäre das vom Standpunkte der Volksgesundheit aus durchmB nicht zu bedauern. Aber auch vom steuerlickxm Standpunkte aus wäre selbst ein starker Rückgang unbedenklich; die Entwürfe rechnen sogar von vornherein mit einer solchen Einschränkung des Verbrauchs. Bier und Branntwein sind Gegenstände des Massenverbrauchs; sie sind aber zugleich ein Luxus verbrauch der Massen, sind Dinge des immerhin entbehrlichen E^nrusses. Ilm 1 aber auch die trag kräftigeren SckxuUern zu treffen, haben die neuen Entwürfe sich nicht darauf beschränkt, die schon gestehende Schaumwein st euer zu erhöhen, sondern auch beit Wein in die Besteuerung hinein^ gezogen, der bisher von seiten des Reiches verschont war. Die starke Belastting der alkoholischen Getränke machte cs notwendig, auch die alkoholfreien Getränke zur Besteuerung heran- zu ziehen, da sonst zu befürchten war, daß die sich bei den zu versteuernden Gettänken einstcllenden Preissteigerungen in gleichem Umfange auch aus die alkoholfreien Gettänke übertragen würden. Mit der Besteuerung der alkoholsveien Getränke ist ^außerdem die Verdoppelung des Zolles auf K a s f e e, T e e, K a k a o und Schokolade verbunden worden. Im ganzeiisollen die Gettänkesteuern ein Mehr von etwa 1200 Millionen Mark liefern, so daß mit diesen Steuerquellen ebenfalls und endgülttg ein geschlossener Teil der größeren Reform vorweg genommen sein dürfte. Ausbaufällig erschien die im Jahre 1916 eingcführte Waren- umsatzsteuer. Sie ist in eine allgemeinen m f n tz st e u er um*- geändert worden und soll fortan nicht nur den Umi m -Luceu, sondern auch alle Leistungen treffen, die gegen Entgelt von jeder einen selbständigen Beruf ausübenden Person vollzogen werden. /*!*• * ft. ^1...» ‘.Unri'irl'iirStl um T I', ', 11 TU ) fll’.lV tN einen icioiicnungtu. «ciui im»uw«wn.u, r Gleichzeitig ist eine besondere Berücksichttgung ocs Unnatzes m Luxuswaren vorgesehen, indem bestimmt umgrenzte ^.uxus- waren bei ihrem Absatz an die Derbvaucher^ mit einer Steuer von 10 v H' und 20 v. H. belastet toerden. Rach dem Entwurf soll die neue Umsatzsteuer etwa eine Milliarde Mark einbringen. Obwohl die vorgenannten Steuern letzthin nur int Rahm« des gesamten Steuerwerkes, der bisher geschaffenen rote der noch kommenden Steuern, betrachtet und beurteilt werden müssen, so legt die vorliegende Teilresorm dennoch Wert daraus, erneut billigen Ausgleich zwischen den Verbrauchs' und Derkehrsabgabor auf der einen Seite und der direkten Belastung aus der anderen, Seite herbeizuführen. Daher wird weiter eine K r l e g s neuer für Gesellschaften vorgeschlagen, .die innerhalb der gesetzlich festgclcgten Sick>ernngsrücklagc eme weseittluhe Erhöhung der Sätze gegen die erstmalige Kriegsstcuer Vorsicht Endlich bcsindet sich noch unter den Vorsckstägen eine Neuregelung der sog. R e i chs- st empelab gaben und des Wechsel stempels, von der als wichtigste Aendernng hervorzuheben ist, daß die Börsenumsatzsteuer, soweit der Umsatz in Aktien zwischen den Banken und dem Publi^ kum in Frage kommt, auf das Zehnfache erhöht worden ist. Aus der Kriegssteuer und der Börsensteucr werden msgesantt 800 Mw» lionen Mark erwartet, wobei freilich zu bemerken ist daß der Euv- gang aus der Kriegssteuer in Höhe von etwa 500 bis 600 Mitlronw Mark nur ein einmaliger ist. Gericht-saal. I Darmstadt, 18. April. Die Strafkammer vev* urteilte den Schreiner Friedr. Will). Albert von hier, der mit Hilfe eines Dietrichs in die Wohnung fernes Schwagers drang und dorffelbst Nahrungsmittel und Lebensmittelkarten stahl, z i 4 Mo- naten 2 Wock-en Gefängnis. — Der Taglöhner Adam W i rth VI. von Ober-Roden wurde biegen Diebstahls im Rückfall zju 1 Jahr Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Er stahl im Walde 2 Meter Brennholz, fuhr sie nach Oberrad und erkaufte sie dort für 90 Mk. Der Taglöhner Andr. Reifing von ebendort erhielt wegen Beihilfe 6 Wochen Gefängnis. Ausruf. Heimatdank an heimgekehrte deutsche Kriegsgefangene! Infolge der durch die Siege des deutschen Schwertes erkämpften Friedensschlüsse mit der ukrainischen Volksrepublik, mit GrostRußland und mit Rumänien werden zahlreiche deutsche Kriegs- und Zivilgesangene aus der Gefangenschaft zurückkehren und der langersehnten Freiheit wiedergeschenkt werden. Unsere stegretcheu Waffen biirgen dafür, daß auch den deutschen Kriegs- und Zivilgeiaugenen in den anderen feindlichen Ländern die baldige Rückkehr in die Heimat erkämpft werden wird. Es gilt alle diese Heimkehrenden tm Augenblick der Heimkebr auf den Uebernabmestellen und demnächst iu den ärzt' licheu Beobachtungsstellen in einer würdigen Weise zu empfangen und namentlich durch Ueberreichen von Liebesgaben einen Willkomm und einen bescheidenen Dank darzubringen für alles unsäglich Schwere, das sie in beißen Kämpfen und später in der Gefangenschaft für unser Vaterland gelitten haben. Hierfür sind reiche Geldmittel erforderlich. Seine Majestät der Kaiser haben bereits für den gedachten Zweck aus eigenen Mitteln 250 000 Mark überwiesen; außerdem haben das Königlich Preußische Krtegöministerium und die BerwaltungsauSschüsie der Bolksspendc und der Hinderivurg- gabe bereit?. 200 000 Mark bewilligt. Der hiernach noch zu beschaffende Rest von den für die Beschaffung der Liebesgaben nötigen und tm ganzen auf etwa 3 l / a Millionen Mark zu veranschlagenden Geldmitteln soll durch eine KM- Sammlung "MI aufgebracht werden. Denn die Ueberreichung von Liebesgaben an die heimkehrenden Gefangenen soll ein bescheidener Ausdruck deS Dankes der Gefamtbcit dcö deutschen Volkes, nicht nur einzelner Behörden und Stellen, sein. Ein solches unmittelbar von der Gesamtheit deS deutschen Volkes ausgehendes Zeichen der Dankbarkeit wird besonders geeignet sein, die aus der Gefangenschaft Heimkehrenden wohltuend zu er» freuen, üe überstandenes Leid vergeffen zu machen und ihnen die zum Wiederaufbau ihrer vielfach verlorenen oder erschütterten wirtschaftlichen Grundlagen nötige Zuversicht und Kraft zu verleihen. Der auf das Großherzogtum Hessen entfaltende und von ihm aufzubringende Anteil beträgt etiva 62 000 Mark. Es ergeht daher an alle die herzliche, aber auch dringende Bitte, sich an der Sammlung, die schon Ende dieses Monats abgeschlossen werden soll, zu beteiligen. Feder gebe nach Kräften. Keiner wolle sich au der Sammlung ausschließcn. Auch die kleinste Gabe wird dankbar anerkannt werden. Und vor allem gebe ein Jeder schnell und ohne Verzug. Denn soll das beabsichtigte Liebeswerk seinen Zweck erfüllen, so muß es rasch in die Tat umgvsetzt werden. Die Ergebnisse früherer Sammlungen zu Gunsten deutscher Kriegsgefangener geben uns die Zuversicht, daß auch der gegenwärtige Sammelaufruf nicht unerhört «Neiden und reichen Erfolg haben wird. Die Gaben nehmen die bekannten Sammelstellen des Note» Kreuzes entgegen. Darmstadt, den 4. April 1918. der dMen KolmcheskWst, M. Gietze». M Montag, 22. April 1918, abends 8 Uhr, iu der neuen Aula der Universität. Fräulein Sophie Büttner (Potsdam) kleine Ereignisse während des ersten Kriegs] hres in Japan. Eintritt 1 Mk. — Mitglieder gegen Vorzeigen der Einladungskarten 50 Pf. Schüler und Militär vom Feldwebel abwärts 30 Pf. 2788 D Der Vorstand. FRITZ NOWACK NEUHEITEN 2083a IN WEISSEN GESTRICKTEN SCHLEIERSTOFFEN(VOILES) FÜR BLUSEN UND KLEIDER IN GROSSER AUSWAHL EINGETROFFEN Schmiede-Zwangs-Jnnung für Stadt und Kreis Gießen. Sonntag de« 21. Avril, mittags 2 Uhr, findet dt« erste Qnartalsversammlimg ir 1918 in der Re! Babubosstraße, statt. für 1918 in der Restauration Llrnold tSchlivkavatz), re. statt. 28851) Der Vorstand. in der Holz-Versteigerung Königlichen Obersörsterci Krof Krofdorf. Dienstag den 23. Avril von vormittags 9 Ubr ab, werden zu Krosdors in der Gastwirtschaft Freund nach» stehende Hölzer öffentlich versteigert: A. Nutzholz. Schntzbezirk Krofdorf: Distrikt 14b, 16. 25, 21ch 86. Vb, 24b, 26a. Eichen: Stämme IV. 3 St., 1,68 Fstm., Schichtnutzholz II. gespalten, 6 Rm.,- Kirschen: Stamme IV./V. 3 St., 0,39 Fstm.; Buchen: Rollen II. 1,25 lg., 9 Rm., Hainbuchen: RollenIII. 1,25 lg.,56Rm.:Erlen: StämmeV. 4 St., 2,24 Fstm., Rollen III., 2 Mtr. lg.. 5 Rm. Schutzbezirk Waldbaus: Distrikt 43, 28a, 31b, 28b, 34, 41b, 31b, 45, 50, 37. Eichen: Stämme IV./V. 116 St., 46,30 Fstm., Schicktnutzholz II., 1,25 u. 2,50 lg.. 90 Rm.. 2 Rm. gespalten: Erlen: Rollen III. 2 Nttr. lg., 24 Rm..- Fichten: Stämme LL/IV. 8 St. 4,53 Fstm., Stangen I./III. 537 St., IV. 895 St. 15. Brennbolz. Schntzbezirk Krosdors: Dtstrikt 10b, 14b, 16, 24b, 25, 26b, 15a, 4, 8b, 9b, 21 d, 26a, 15a, 22b, 21a, 20, 3a b, 17b, 9a, 12, 21c. Eichen: Scheit 33 Rm., Knüppel 53 Rm., ReiS Illy 1040 Rm.: Buchen: Scheit 85 Rm., Llnüppel 81 Rm., Reis II./III., 1450 Rm. Weichbolz: Reis III., 75 Rm.,- Nadelbolz: Scheit und Knüppel 60 Nm., NetS III. 320 9km. Schutzbezirk Waldbaus: Distrikt 47, 48a, 53a, 32, 37, 44, 53 a, 51, 28 a, 29 a. 51 b, 43, 49, 32, 33, 36, 37. Eichen: Scheit 11 Rm., Reis II./IlI. 95 Rm.: Buchen: Scheit 356 Rm., Knüppel 342 Rm., Reis III. 1763 Rm.: Weich« bolz: Schert 3 Rrn., Reis III. 86 Rm., Nadelholz: Scheit und Knüppel 36 Rm., Reis III. 30 Rm. Auskunft, insbesondere über die bereits verkauften Holznummern, geben die Beamten Hegemeister Echternacht in Krofdorf, Hegemeister Praß im Forsthnus Waldbaus. Händler sind beim Brennholzverkaiif ausgeschlossen. 2850B Ernst Ludwig. korwan, Generalleutnant z. D., 0«Gtzender des ffeffifchen Landttveretilr vom Noten »reuz. tzauptg> und vo 4 eschSstsfüb, rsitzender d ßr Krtcfl Dr. Kratz, Staatsrat, rer des Alice - Stauesocrtltts er Abteilung des »ölen Areuzes Uriegsgefangenenfürforge. Unter Hinweis auf vorstehenden Aufruf bitten wir rasch und reichlich zu geben. Für den KretS Gießen wird die Sammlung wie folgt durchgefllhrt: in der Stadt Gießen durch den Zweigverein Gießen vom Roten 5kreuz gemeinsam mit dem Zweigverein Gießen des Altce-FrauenvereinS: es werden Spenden angenommen von der Beztrkssparkaffe, Geiverbebank, Niederlaffung der Bank für Handel und Industrie, Filiale der Mitteldeutschen Eredtt- banL sowie von den Geschäftsstellen deS Gießener Anzeigers und der Oberhessischen VolkSzeitung. Eine allgemeine Sammlung, verbunden mit Straßenverkauf, erfolgt au noch zu besttmmenden Tagen: in den Städten Grünberg. Hungen und Lich von den dortigen Zweigvereinen vom Roten Kreuz in Benehmen mit den Zweigvereinen des Aliee-Frauenoereins: in den übrigen Landgemeinden von den OrtsauSschüffen für Rotes Kreuz und 5krtegshtlfe, ebenfalls im Benehmen mit am Ort ansässigen Zweigvereinen des Aliee-. Jrauenvereins. 2964O Emma, Fürstin zu Solms-Hohensolms-Lich. Vorsitzende des Kreisverbands Gießen deS üllice-Frauenvereins sür Krankenvslcge. Geheimerat Dr. Ustnger, Vorsitzender des KreiskomiteeS für Rotes Kreuz und KriegSbilse. LichtspieShaus, Bahnhofstr. 34 ErsfkS&sssge KScisMsr-Kispeüe. s Morgen Samstag das grosse Elite-Programm. Benny Porten in der Fortsetzung des ausgezeichneten Filmromans in 4 Akten Keller, Oberbürgermeister. Lehrer Daab, Vorsitzender deS Bezirks Gießen der 5lriegerkameradfchast Haffia zu Gießen, Frau Geheime Jusiizrat Gebhardt, Vorsitzende des Zweigvereins Gießen des. Altce-Frauenvereins zu Gießen, Kirchenrat Hainer. Vorsitzender deö ZweigvereinS ?gerkameradschaft H, Bürgermeister Ranft. Vorsitzender deS ZweigvereinS Grünberg vom Roten Kreuz, OberamtSrichter Rausch, Vorsitzender deS ZiveigvereinS Lich vom Roten Kreuz, Reger, Vorsitzender des Bezirks Lich der Kriegerkameradschaft, LandgerichtSrat etgveretnS Gießen vom Roten Kreuz. Wiener, Vorsitzender des ZweigvereinS Zweiter Teil. In der Woohe vom 20. bis inkl. 26. April führt die Direktion des Lichtspielhauses lO°/ 0 ihrer Gesamteinoahme zu Gongten des „Heimatdankes für rtiek- kehrende deatsehe Kriegsgefangeiie ‘ ab. Aus diesem Anlass werden an den genannten Tagen zu diesem ganz hervorragenden Programm die Preise aller Plätze um je 10 Pfennig erhöht. Alle Vergünstigungen sind aufgehoben. Abonnements haben keine Gültigkeit. MW- Beginn Samstags: S, 4.45, 6.30 und 8.15 Uhr.