/ m. H Erstes Vlaü M. ZahrgCKg AoliNersLüg, \\. Aprü $$ D« Lützruer erscheint täglich, nutzer S«,ntags. - Beilagen: GicheirrrKauü!ttv« 8 tter; Areirbtatt für ben Areir Sietzen. Yez::y5pre'.s: monatl. M5. t.20, viertel» jährlich All. 3.6Ü-. durch Abhole' u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10; durch diePo,1Mr.3.60viertel- jährl. cursschl. Beftrllg. Fernsprech - i/lnsMüsse: sürdieSchristleini'.,s,112 Verlag,Geschcät''stcäe51 Anschri't für Drahtnachrichten: AnreiZn Liehen. peKscheÄouro: Kraufturt K.M. U 686 5®Uling$niafefcmiI zrnnavmr von Anzeigen k. die ^ageSnurnmer bis zum Nochmrttocl, vorher ohnejedeverdindlichkeil Kri!e»P^-e: für örtliche Anzeigen 25 Pf., für a u « td & r 1 1 n e 30 Pf., £ üv Reklamen Mk. 1.— ; bet Plahvor- schrist 20 °/ 0 Dufschlacu HauptschrLsrleiter: Aug. G o e t;. Beranttvortlich für Politik n. Feuilleton: Aattwerkehr: Aug. Goey; 6tadt m,o Gewerbebank Siegen Land.Verinuchtesu.Ge- rtchts,aal: W. Meyer; u. Verlag: Vrühl'jche Unw.-Such- u. Steindruckerei R. Lange. 5chnft!eitung, GeschästrsLette u. Druckerei: ZchMr. 7. iJSSt ©ie&e«! eneral-Anzeiger fir Oberhesjen Heue große Erfolge südlich und nördlich von AmenMes. Eine Rede Lloyd Georges. VeMrMen mit Rumänien vereinigt. Großes Hauptquartier, 10. April. (WTB.) (Amtlirh.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zwischen Aruvenlisres und dem La Basse-e-Kanal griffen wir nach starker Feuervorbeteittmg durch Artillerie und Minenwerftr englische und portugiesische Stellungen an und vlchmen die ersten feindlichen Linien. Wir machten ca. (»000 Mann zu Gefangenen und erbeuteten etwa 100 Geschütze. Mr -er Schlachtfront eniwickelten sich zu neiden Seiten der Ssrmne hestM Artilleriekümpfe und erfolgreiche Jnfan- teriegeftchte. . . . ^ . s . Mlf dem Südufrr der Oise warfen wir den Femd auch Plüschen Folembray und Brarwourt über den Oise—Aisne- Kanal zurück. Osten. Finnland. Unsere in Hängst gelandeten Truppen haben nach kurzem Kampf mit bewaffneten Banden den Bahnhof Karls besetzt. o ^ Ukraine. Charkow wurde nach 5Mmpf am 8. Apr,l genommen. Der Erste Generalquartternlkllter Lndendorff. * $er -rvendbericht. Berlin. 10. April, abends. (WTB. Amtlich- Nördlich von ArmentiereS find mir in die eng- lijchen Linien beiderseits von W aasten (Warnetonei ng^d run gen. Zwischen Armentieres und Estaires haben wir an melfreren Stellen die Lys überschritten. des „schrecklichen Weltkrieges", wie Lloyd George sich heute ausdrückt, so weit den Mund aufgerissen haben, nicht das geringste verstehen. John Bull liegt jetzt auf dem Operationstisch, und Lloyd George wie sem Vorgänger im Amte stehen wie geängstete, hilflose Familienangehörige im Vorranm, um abznwarten, ob dtrs Leben des Patienten und mit ihm „die Freiheit Europas" noch gerettet werden kann. Großes ist Wieder in den beiden letzten Tagen ans dem Kanrpffelde im Westen geschehen. Nachdem südlich der Oise die Flügelstellung unserer Hanptan griffsfront erheblich verbessert worden war, haben Hindenbnrg und Lndendorff auch das nördliche -Angriffsselb erweitert. Zuerst südlich von Armventioves, wvber die englischen nnd portugiesischen Stel- lnngen eingedrückt und 6000 Gefangene gemacht wurden. Und dann auch, was toir cms denr kurzen, aber außerordentlich klangvollen Abendbericht der Heeresleitung erfahren, nördlich von Armentiäres. Die neuen Schläge, die auf die Aufstellungen Fachs verwirrend wirken müssen, wurden also in eirrer Ansdehirrnng von 30 bis 40 Kilometer geführt. Man kann kaum Voraussagen, w-o in berrt rmchsten Tagen die Hanptentscheidnngen fallen werden., ob im bisheriger: Angrifföramrr vor Amiens, oder bei Armentiöres, wo die englischen rückwärtigen Verbindnngerr bereits stark gefährdet erscheinen. Denn indem unsere Truppen zwischen Arm-entiöres mcd Estaires die Lys überschritten haben, ist ihr Angriff in einer Tiefe von über 10 Kilometer vorlvärts gedrungen, und dch» von den Engländern besetzte Armentieres ist im Westen fast schon umgangen. Wre weit die deutschen Angreifer beiderseits von Warne ton anch die Stellung der Engländer bei Ipern erschüttern werden, kann vielleicht schon der nächste Tag offenbaren. Hiirdenbnrg hat ans langen Frontabschnitten in siegreicher Lage eine Fülle von Möglichkeiten für sich, während Foch nnd Haig schwerlich wissen, wo sie ein und ans sollen. Ganz so schlecht und düster sah die Lage für die Entente - noch nicht aus, als am Dienstag Lloyd George im englischen Unterhaus über die Kriegslage und die neue Heeresvorlage sprach, die bekanntlich das wehrpflichtige Dienstalter auf 50 Jahre hinauffetzt und die Wehrpflicht auch auf Irland M^d-rhnt. Die Rede des alten Eisenfressers, die lvir nachstehend ausführlich wiedergeben, ist von Anfang bis Au Ende ein Zeugnis für die sich regcnl.de Ver-zweiflnng in England. Die strategischen Aufklärungen Lloyd Georges sind wirklich nicht geeignet, in England beruhigend zu wirken. Er erklärt ja aiuf) selbst, den Ernst der Lage nicht zu unterschätzen. Ueberallhin hat er sich nach Hilfe umgetan. Werden die von den entferntesten Teileu des britischen Reiches und von Amerika in Aussicht gestellten Hilfstrnppen aber auch noch rechtzeitig Eintreffen? Das ist die große, dunkle Frage, die weder Lloyd George noch Asguith beantworten konnten. Asquith sprach rwch alarmierender als Lloyd George. Er erklärte, die Sache der Verbündeten sei „niemals so ernstlich gefährdet gewesen", nnd nur durch die höchsten Anspannungen aller Kräfte sei sie zu retten. Jetzt wird es deutlich und Helle, in welch großein Irrtum Sir Edward Grey befangen gewesen war, als er bei Beginn des Krieges^seine Politik damit rechtfertigte, daß England bei seiner Teilnahme am Kriege nicht mehr zu leiden haben würde als bei seiner Neutralität! Die ganzen politischen Rechnungen der Londoner Staatsmänner sind in nichts zerronnen, und alles hängt jetzt von den nackten militärischen Dingen ab, von denen diejenigen, die für die Fortführung Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien 10 April. (WTV.) Amtlich wird uerlauttzart: Im Mmdnngsgebiet des Piave scheiterten italienische Stotztruppsrmternehmen. * * * Der türkische Bericht. vom 9. April. Pal ästinafront: Swtlenweise PawouNcn- und Hmw- avcmotenkämpü, in welche anch die beiderseitigen ArMerien em- g-riffen — Kan ka sus front: Tie gestern bei Wan geschlagei'.Qr Bandetr werden in östlicher Richtung verfolg!:. In Wa-r erbeulcken wir Maschinengewehre, viele Fahrzeuge. Mdunwon. und, Verple- gungsvorräle. In neuen erfolgreichen K'ämrisen bahnen sich unsere Truppen ihren Weg imch Kars. Gegenüber Saturn ut das Knie des Chorekfln sses überschrüden. Mts den Vorstellungen der Festung wurden d-re Banden vertrieben. Ans den übrigen: Fronden niäKs Neues. Ein neuer Schlag in dei großen Uingrn an öer Westfront. Berlin, 10. April. Ueberrasch-eitd brachen am 9. Aprnl deutsche Divisionen nach sorgsamer Vorbereitung in nrehr als 15 Kilometer Breite vor. Zw-ei portugiesische, enrgerahmt von zwei englischen Divisionen, standen den Deutschen frontal gegenüber. Eine tveitere englische Division stand in Reserve. Wohl niernarib hatte gerade hier in dem äußerst ungünstigen Gelände südlich Arnrentiäres einer: Vorstoß erwartet. Die große, sumpfige Wiesemriedernng ist von vielen Efeinett Bächen, Gräben, Hecken und Weidengestrüpp durch- zpgert. Verstreut liegen zahlreiche Dörfer nnd Gehöfte. Das Gelände ist zu dieser Jahreszeit vielerorts überschweinmk. Die Einbrruhsstelle wird im Norden durch die Lys, im Westen durch die Latve, im Südwesten durch den la Bassee-Kanal begrenzt. Die Lüne reicht bis zn dem nnfchließertden flandrischen Hügeln, aus denen im Norderr wie eine Warte der bekatrnte Kemmekberg emporragt. Er beherrscht die ganze Gegend bis Ipern. Weithin sichtbar throart auf den Höhen vm'r Godewartsvelde das Trappistenkloster. An den feindlichen Steklnngeri war seit drei Jahren gearbeitet worden. In letzter Zeit wurden neue rücktvörtige Linien westlich Armentieres ansgebant. Dem Verteidiger bietet das Kanrpfseld außerordentliche Vorveile. Nur zusammengefaßtes Artilleriefeuer konnte die vie-lon Kunstbauten, die allerdings des nassen Bodens wegerr überirdisch angelegt waren, sturmreif machen. Die O-eheinchaltnng jeder Dorbeveilnng war auch lster tviederunr gläiMnd gelungen. Um 4 Uhr 30 Min. nrorgens beganri die ArtMeriebeschie- ßung und Vergasung dec feitrdlichen Stellnrrgen und Batterien. Der dichte Nebel begünstigte das Gasschießen, verhinderte dagegen die Aufklärung in cd Unterstützung durch Flieger. Um 8 Uhr 45 Mn. vorcnittags trat die Infanterie znnc Sturm an. Bereits ,nach Zwei Stunden waren die ersten Grabenliniecc gerromnrerr. Mt bewUrrdernswerter Energie uird Schnelligkeit folgte der Infanterie ans dem Fnße die gesamte Artlllerie, obwohl ifjx irr dem oben be- schriebenen Gelärcde große Schwierigkeiten erwuchsen. Harte Känchfe entspannen sich um die Uebergänge. Die Feindver- lnste waren anßevordecrtlich blutig. Die deutschen Verluste blieben infolge des dichten Nebels uird der völlig geglückten Ueberraschcrng ebenso gering wie am 21. März. i. Köln, 11. April. Zum Einbruch zwischen Armecrtiöres und La-Basse-Kanal meldet die Köln. Ztg. von der Westfront: Unser gestriger Vorstoß erfolgte in rund 20 Kilometer Breite und brachte uns schon am ersten Tage etwa 8 Kilometer lveit vorlvärts. Die Sorgfalt, der Schneid der Ans- führnng, die das erwirkt haben, sind wiederum betvunde- rungslvürdig gewesen. Der Angriff begann frich 4 Uhr 45 Min. wieder mit Artillerievorberei turrgen auf die sorgfältig erkundeten feindlichen Batteriestellungerc und oann die feindlichen Gräben. Wieder gelang es, die feindliche Artillerie vor dem Begicrn des Angriffs in großen Teilecr der Fwut fast völlig ausznscha lten, so daß die Verluste unserer stürmenden Infanterie ebenso gericcg blieben wie 3 Tage vorher beim Angriffe sicdlich der Aisne. Wieder herrschte em starker Nebel, als um 8 Uhr 45 Mn. unsere Infanterie auf dec ganzen Linie Losbrach. Was sie gestern in ungestümen Vordringen, trotz des schlimucen Geländes geleistet hat, steht wcederunc mit in der allerersten Reihe in diesem Feldzug. Ein mir bekannter höherer Offizier der Obersten Heeresleillulg stellte es sogar an die Sprtze von allein, was er überhaupt bis-- her kennen gelernt hat. ^ Englischer Bericht vom 9. April morgens: Nach scharfer Beschießung imserer StA- lungen vom La Bassee-Kanal bis in die Gegend von ArmcnNmes griffen starke feindtiche Kräfte die britischen mrd portugieirschen.' Truppen, die düsen Llbschnitt unserer Front hielten, an. Von drch- tem Nebel begünstigt, der eine Bcobachtring unmöglich machte, gelang es dem FeiTtde, sich einen Weg in die alliierten Stellungen bei Neuve Cha pelle, Vangnissart und Laeordon- nerie Ferme zn bahnen. Nach einem heftigen, den ganz«: Tag andaicernden Gefecht gelang es dem Feftcde, die pntugresc- schen Truppen :md die britischer Truppen an den Flanken der Front am L y s f l u s s e zwischen Estaires nnd St., Mmrx zur ü ck - zu drängen. Wir halten mrscre Stellungerr auf beiden Flankeu bei Givenchh rmd Fleurbain. Bei de-.r beiden letzten Ortschatten heftige Käinpse: der Feind trmrde znrückgeschtagen. Rrche-- b o u r g - S t. - B a a st nnd L a v e n t j e wurdeil. vom Feinde getrommen. Die schrveren Kämpfe an dieser ganzen Front dauern an. Südlich von Arras fanden am Tage an der britischen Front nur kleinere Gefechte statt, in denon wir einige Gefangene machten. Poittcare n der Front. Paris, 9. April. oar unsere Aruree in Frankreich am l. Jamurr 1918 beträchtlich stärker als am 1. Januar .1917. Bis Oktober oder /November 1917 verhielt sich die Kampfstärke der Teutschnr zu der der Alliierten wie 2:3. Dann kam der Zusacnmacbrivh in Rußland. Obwohl eine sehr beträchtliche Anzahl deutscher Divisionen vom Osten ^nrch dem Westen gebracht wurden, und trotz einer öfter- reichischen Unterstützung war, als die Schlacht begann, die Karnps- kraft der gesamten deutsche:: Armee an der Meschent rächt gmiz gleich der Gesamtkampfftärke der Miierten. An Jirsanterie waren die Deutschen schon ein wenig schvächcr imb ^veifellos schwächer in der Lust. Die Deutschen Hutten nrdessen einen oder zwei große Vorteile. Sie hatten den Anfangsvorteil des Angreifers, sü w»rß- ten, wo sie a-ngreifeic ivollten, sie kannten Ausdehnung nrü> Zeit des Angriffs. Wilson war zu dem Schluß gekommen, daß der Angriff südlich iArras auf einer sehr breiten -Foant nnd iwit nmMähr 95 Divisionen erfolgm würde, und daß die Dentschm versuchen würden, dü britischen Linien zn durchbrechen. Dieses Voraussagen der Absichten des Feindes war eine der bemerkeEoertestvr Prophezeiungen, die je vorgrköunnen sind. Ter Feind dritte corch dü Vorteile des einheillichen LJberblffa'W bmb trvck^uS, mRigcsl Wetter. Zu einer Zeit war dü Lage krittsch. Ter Fe«cL> dräckZ zwischen nns-erer dritten cmd fünften Armee durch, aber durch das glänzende Verhalten unserer Truppen wurde dü Lage wüdcicher- gestellr. Unsere Truppe: i zogen sich in vvllkomnccner Ordirung zurück, stellten die Verbindung z irisch^: den beiden Armeen wieder !)er und vereitelten die Absichten des Feindes. Wieder einmal hat der Mut des englischen 'Soldaten, der vmr einer Nüderlagc nichts nnsstn ivollte, Guwpa .gerettet. (Beifall.) Weiter stvgtt Lloyd George, er beziehe sich auf alle Ucnstnnde, welch: dem Ä zug der fünften .Armee herbeigeführt hätten, solvcit sie bekamt seien. Das Kriegskabinett habe es für -notwendig gehccküic, 6>«rcva1 Gough vom Felddünst zurückzuberufen, bis die Taksacken ge prüft und der Regiericng durch ihre ncilitstrischen Berater vor« gelegt nwrdeir seien. Weiter zollte Lloyd George namee Anerkennung der Schnelligkeit, mit lvelchw französische Resewsv eingegriffen hätten. Das war eines der bmwrkenöwvrüstrn Er- Mlng' Dsm Gerd in öis Zeichm dis Achie! Bct/nifte der OrqMiöatvmi im Kriege, m± durch bie gementiainJe (fWtreiuoma unserer Leute und den boyalen Beistand der Fran- V^seir war die Lage für den Ajugenblük wi>6der HergelE. Dre jHauptaüsicht des Fcnrides, die britische und fmMä-srsche ^lrmee tzvu trennen, ist lrisher mißglückt. Wir werden uns aber rn einem großen, verhüngnisroklen Irrtum befinden. mam wir den Ernst der Lag? unterschätzen. Das Kabinett hat alle Schritte unternommen um Berstarlimgen hkrcrnznbrrngem. und eine so grotze 'Zahl vyn Truppen hat noch nie den fttautl in einer so kurzen Zeit überschitten. Was die Zahl der erbeuteten Geschütze und sMaschn-engeioeiue und der gemachten Gefangenen Betrifft, 10 l>at der Feind darin sehr übertrieben. Das Mimittonsministerium war nitttt nur in der Lage. Geschütze und Maschinengewehre zu ersetzen. sondern <£> I*rt auch recht beträchllicki-e Reserven an Akum- fwn. Dasselbe tft hinsichtlich der Luftstreitkräfte der Fall, die heim Rückzug ,Wunder getan liaben. Nachdem Lloyd Ge orge seinem Vertrauen Ausdruck gegeben hatte, daß die englischen! Truppen, Generäle und Gemeine, für den nächsten Zusammen- stoß voller Bereitscliaft sein würden, kam er auf die Hilfe KU sprechen, die Amerika geleistet hat. dtachdem die L-chlacht be- Mmncn hatte. waren nicht nur die Regierung, sondern die Befehlshaber im Felde so überzeugt vion der NoNvendigkeit weiterer strategischer Einheit, daß sie der Ernennung Fachs Mm,obersten strategischen Leitec aller alliierten Armeen an der Wlesttront tziustimmden. Fvch ist einer der glänzendsten europäischen Soldaten. Lloyd Gwrge macht sich dami über die Behauptung lustig, die britischen Streitkräfte N'ären durch Mchenunternchmnngen per- geichet worden. Waren nickst die franzöftaIn und britischen ^Visionen in Italien genauen, hätte es der österreichischen Armee frei- gestanden, ihre ganze l>hvast an die Westfront zu werfeii. Wa.' Saloniki an geht, so ivar das einzige, was tue geqenwärttge Regierung getan, das; sie ihre Streitkräste in Saloniki um zwei 'Lndi- sw wen oermindert tot. Ist Mesopotamien steht nur eme weiße Division, in typten und Palästina, stel^n nur drei: die irrigen sind indische oder gemischte Divisionen. Was untere Berluiüe betrifft, so ist es raxri zu zeitig, um sie genau f ei tzu stellen, aber lhaig erklärt, daß die deutschen Behanpttmgm gänzlich unmöglich wären. Der Feinld I>at sich endgültig eittschlvsien, in diesem ^>al)re die milrtärisck>e Entscl^eidung zu suche:. Das bedeutet eine mer^ Macht von der Nordsee lris zur Mria. ?Mes hängt davon ab, bas; nur innen’ Kraft bis ans Ende anfreckst erhalten. Mit der amerikanischen Hilfe sind nur v-aziu imstande. Lloyd Georbe gab «um Sckstusst die bereits gcmÄdeten Vorschläge des MamilchastS- ersatzgefetzes l^kannt Ueber die Stärke der deutschen Truppen sagte Llotid George. Die Deutschen haben ihre Truppen so organisiert, btfj;fje Bei einer ktwats geringeren Insanterie stärke und weniger Geschützen eme r ö ß e r r 3 a hl von Divisionen haben. Die Division hat weniger VataiilE und das Bataillon toenrgee Soldaten. ^a§ ist lediglich eine Orgai 1 1[ationsfrage und es fragt Nur, ob ihre ^)r- tzrnnsation besser ist als die nNsere. lieber die wie- riges Problem. Es ist sehr schwer, das Gleichgewicht des Ristws hO^ustecken. Ein General wird leicht geneigt sein, ferne Armee Mrückzu!.alten, tveil er dafür verantwortlich gemacht wird, »venu die Sacke schief geht. Infolge des Nebels standen die Deutschen wenige vor unserer Fontt, eT^e ihre Astnäherimg l-ekanrtt tmrrde 'Das tvar für ims vmi bestmderem Nachteil, weil unwne Verteidigung sich «gerade an fener stelle weseiistich auf ein .ncheiiz- feuer von. Maschinengewehren und Artillerie stützte. Gs wird einige Zeit dauern, bis alle Tatsachen deS Kampfes festgestellt fyw. ^.n «inem .rewi s'u Augeicüllvk wir die Lage zn^ifellos jef>: kritisch. Der'F uich brach zwisckMl unserer dritten und fünften Armee durch. .Es entiand eine ernsthafte Bresche, aber die Lage wurde 'Wf dem glänzenden Verhalten unserer Truppen lmeder hergo- stÄlt. Die Truppen zogen sich in vollkommener Ordnung zurück HT\t> stell'en die Berbinbung zwischen den beiden Armeen wiedcr her lmch vei-eckelte-n so den Plan des Feindes. Parlament und, Land rönnen d-n Di-.lppei: nicht genug für chre glänzende Tap'er'm« und Lngrimn'.ige Zähigkeit danken, mit der sie den überwaltlgenocst) Horden des Feindes Trotz boten und sich an ihre Stellungen an- WaimnertLn. Sic gingen zurück, aber sie ivurden niemals ge- trmytr Wieder emmal rettete der kaltblütige SchneL des britt- schsn So-idater.. der nicht zu gibt, daß er geschlagen ist, Europa. Es wäre mcknllig, den Befehlshaber jener Armee, General G ou g h. Hu rügen, aber bis alle Umstande aufgeklärt sind, lvare es eben,o »rnÄLrg für die britischen Soldctte^i, ihn lveiter im Fclddienst za: «äffen D-rS.KriegsEobiuett hat es daher für notwendig erachtet, ihn bis die Tatsachen geprüft und der Regierung und ihrew militärischen Beratern vorgelegt sind. Ueber die amerikanttckw Mpe kagtoLloyd George : In Amerika befinden sich große Mengen Sowa- fru XXL der Auikbildung. Die Verbündeten l-atten erwartet, iM ^ruh- täft eine große amerikanische Armee in Fvmrkreich zu haberi, aber fece Ausbildung ljatte lämm-r gxdauLrt, als angenronnm-n ivar. mrd wenn Amerika diese Divstioiimc vervollskÄrdigeu nullte, so würde für dwe Tr.ipveii iumrögtich sein, in irgendwie beträchtlicher Stärke an trief- Schlacht oder diesem Feldzug.teilzunehnreu, obwohl diese Sckiibacht die eirtscheidsnde Sck>lacht des .Krieges sein könnte. Daher ivurden zuerst dem K'riegs.sekcetär Baker mü> da- WOft auckr Wilsim gewisse Vorschläge gemacht. Gelegentlich der Veyründuwi bec Ernennung Fvchs znnr gemeorsamen Ober- befehlsl-aber sagte ''lioyd Gwrge^ Die bisherigen Erfolge der Deutschen sind ioejeutlich auf die überlegene Ernheitlichkett rn der Mrzeutrierung der strategischen Pläne und Maßvsgeln zu ^^L^yd^Gvorge sagte weiter: Wir haben bereits 6 Milluxien Manu für vser und Füotte ausgehoben. Mir können nicht rn demselben Verhältnis wie die schrien Kbüeg.führenden für me Armee ausheöeu wogen der Bedürfnisse der Flotte an Schiffsraum, Kohü- imd Stahl, die ^vir docken müssen. Bei den Vvrs.chagen, die die Regierung den: Parlament macht, müssen Fl-otte und Schiff- ftrhtt. die.e grundlegenden BovaussetziMMN für die Erfolge der Verbünde'.m, berücksichigt werden. Llbrr es ist noch eine Reserve von Männern vvrlzaTtdeu, auf die man, ivenn e% die Not fordert, dür die Front zuriückgreifen kann. Die Schacht kann Monate dMieru. Die Deutschen rufen deu Ialwgang 1L20 auf, der für tätfrn FÄdzug 550000 junge Männer aufbringen wird. Asquilh, ^er nach Lloyd George sprach, behielt sich vor, mif den Gesetz-- eNtwurs im einzstnen einzugehen. Man könne die Bill nur unter dem einzigen Gesichtspunkte betrachten, ob das milttärckche Ergebnis alle srbrigen Rücksichten überwiegen würde. Die ^>ache der ^cbstndeten sei niemals so ernstlich gefährdet gewewn uns nur tont!) die höchste anhaltende Spannung sei sie zu retten. Aswnth pries die cnisvpserungSvolle Hingabe der Artillerie bei der Demmg des Rückzuges. Er sagte, solange dieser Geist die Armee beseelte, solange werde er nie an dem Siege verzweifeln. Asquitb scAoß Wenn wir aber der größten Gefahr uns gegerübersthen, die je imser Reich, Unsere Verbündeten :md die Geschichi' brr Freiheit und Humanität bedroht hat, so ivird das Jfcffui, jedes Opfer bringen, um die Welt vor der schwersten Kata- zu bewahr, n, cAr sie je betroffen hat. Ich fordere das Haus Mrs, in diesem Sinne an die Vorlage heoanzittreten. D»r irische ssrationalist Devlin beantragte V<-rtagung der S&mtx Tr erf Ukie das Bestreben. Irland die Wehrpflicht auszu- Hk Malm sinn. Lloyd George bat um Zurückziehung des ’2£*:r«*r> Dillou. der neue Präsident der irischen Partei, untorfmtr Devlmo ^üitraq. Er fragte Lloyd George, ob er einen tmwr* ri.i«Nr* dLbgrordneden befragt habe, bevor er den Ent- ' ^ nnstänGger Besprechung des Devkinschen Antrages bc- mtvmt* me Vrwmmq Schluß der Debatte, was mit 310 gegen 85 angeno-nuien tourde. Devlins Antrag , wurde mit 323 m HO Stimmen verivorfru. Die Debatte über die erste Tagung Msl «ch fsrtgesetzr ^ ^ £«**»*, 9. iApril MTV.) Meldung des Rmuerfche« sind unverzüglich über dau Kanal geschickt wordc^r, und zwar vu, zu einer Hochstzahl von täglich 30000 Mann. Dabm Mstg kem einziges Rtcnschmlcbcn verlsren. Tic Verluste an Äe,chutzen und Kriegsmaterial sind beträchtlich gewesen, aber durchaus nicht so, ltric die feindlichen Veröffentlichungen k'liaup^en. Der Munitionsinrnistcr versichert uns, daß er mühelos m _oer _~age sei, alle unsere Verluste sofort zu erletzan. Tas ist so schnell geschehen, tvie es die Aufnahmefähigkeit der lranzoittchen Hafen gestattete, dergestalt, daß wir außerdem noch starke Relerven haben. Wir taten einen werteren <5>chritt und wandten uns IMort an w Dominions und Indien. Mir erhielten feurrge. erinuttgende Aint- worten Eine der glorreichsten Erfahrungen des Krieges ist die Art, wie die e7rtfernteu £me des Reichs, die ^rner sichtbaren ooer minnttelbarcu Gefahr cnisgefetzt sind, nnt ^arbrunst Opser aus sich genommeu haben, die nicht geringer sind alv die derer, deren Heiinat direkt bedroht ist. Wir wandten uns auch an unseren, großen Verbündeten jenseits des Ozeans. Wil- } o n antwortete sofort mit einer edlen Bereitwilligkeit, die Miseren Herzeir ivohltttt und die in den Ziffern nusere kühnsten Erwarttur- gen überstieg. Das Haus loird nicht erwarteil, daß ich die Ziftcrn der ousstehenden amerikanischen Truppensckiübe nenne, aber die uwnatlicheii Verstärkungen an Infanterie und Maschmengeweyren, auf die wir für die nächsten Monate rechnen können, und für me sich der dazu erforderliche Schiffsraum garantiere läßt, stellen sckwir an sich eine Arinee von gewaltiger Surrte dar. -L-chlietztMi taten lvir in Gemeinschaft rnit unseren Verbündeten euren bedeutenden Schrftt vorwärts in der Nttchttrug auf eine einheitliche Leitung der alliierten Streitkräfte im Operattons- qebiet. Wenige Tage nach der Schlacht kamen der britische uno der französische Oberbefehlshaber mrs. eigener Inrttattve darüber überein, die strategische Leitung an der Westfront in er u e Hand zu legen Der Feind begann in der Erkelmttus, daß das Gleiche gewicht der .Kräfte an der Westftvn: jetzt, für ihn günsttger ist, als es jemals wieder der Fall sein wird, eure Reihe von Schlachten in der Absicht, einen entscheidenden Sieg zu erringen. Dazu zwingerr ihn die wirtschaftliche Lage Deutschlauos. mehr ,noch vie Oesterreich-Ungarns, die Erschöpfung und Krie^smüdigkeit seiner 52-auptt)erbm&cten und die Erkenntnis, daß mit ledem neueren. Monat ausgebildete amerikanische Truppen nach ^m Kriegssliw.u- platz eilen würdeii. Es nrird daher die augenblicklich vorteilhaste Lage ohne jede Rücfficht aus die Opfer an Menschenleben ausnutzen. Diese Krisis kann noch WockM und Monate wahren mld bis in das fünfte Kriegsjahr hinein dauern, aber unsere Plaiw rechnen damit, daß der s^riog auch noch 1919 umsaßt. Die Negie- nmo itiüiije iljxe Pflicht schlecht genügt haben, nxnn sie mit ihren bisherigen sIRaßnahinen sich begnügt lstrtte. ^oo kam das neue MannschaftsepgÄrzumesgesetz zustande . . . . Rotterdam, 10. April. Ter Londoner Korrespcmdent des N Rott Cour/' meldet iwch über die gestrige Sitzung im Unter- Hanse: Lloyd George sprach, um die vielbekümpste Erhöhung des Mllitärdienstalters annehmbar zu macksen, die Erwarttmg aus, daß nicht mehr als 7 Prozent der Männer zwischen 42 und 50 Jahren tatsächlich m die,Armee ein- gereiht werden würde. Die -Stellung der irischen Nativaallsten ist dadurch etwas geschwcrcht, da sie früher ^ wiederholt mit Eifer für den Krieg eingerreten sind und erklärt haben, Irland, sei fest entsckstossen, zu Helsen, einen günstigen Ausgang herveizw- sühren. Zahl der Polen verinehrei'. wcrd, DfI : ich aas hm rvodm ra prelißiMm Staates stellen ivollcu. st'dtt ovy.m Leuten uuui man sick, verständigen. Wir müssen eine ^vluck treüxm, die den pol- nischen Wünsä^en nach Möglichkeit mV&xnSmnu. tmx oas iricht, dann nürd in der Ostmark em K^ -Ips bvs «uft '„tc,ier cru- Dre: men. Wir müssen unsere Pe-lenpoiü '-t io mxyi'U twßlK nach meiisclstiäsein Ermessen die (Gewähr bex Tauer Qi br^t. (Zurufe: Wahlrecht!) Wir stehen jetz' v-L.r emcr Aenoerurig, des WalstrechtS. (Zurufe, Lecher!) Die stiegi-.^'nmg gibt suy ftrnem Zweifel darüber lstn, daß die gegeinoäriiü' M-chrl-ett, für die Ostwarkensvlittk nickzt mehr die Mehrheit g t a orduetenhxmse sein wird. ' müssen euia Politik M finden suchen, die die wichtiguru Leber, ' ^ressen miserer Ostmark für die Zukunft sichert. Zu diesem Zwecke- -'.upseu mx Ao° stand nehmen von \cidrn Maßnahnren. dre den Ptz> wir per- bieten, was den Tvntfckxn nicht schadet, und wt dssl-ato am meisten d'.il Eliaräktcr eines Ausnahmogefetzes tra^"u ^und verletzend wirken inüssen. Wir müssen auf der anderes >2»eitr das Deutschtum positiv fördern durck), allerlei Verchinjgingen auch in geldlick^r Beziehung. Im Abgoordnechstl-uu e :abe.r X^oste Parteien, die der bisherigen Osttwartirupolitik ableh,md gcsrnchverq ^ stjairden, erklärt, daß sie geneigt.sind, auf diesen Boden A i tt-ckcn. Tiefe Parteien brauchen wir für die Bildung eiiun,Metvrpeu m einem anders zusammengefe!.len iclck'goordnetenl-a.ust. (11 .ruhe.) Wenn die Regierung eirce mildere Politik in Airssicht senvmmen hat, io ist da - keine utzopisu^ P.ckitik (Widerspruch). s.snder.^ eme gesunde und vernünftige Realpolitik des Ml^glicksi-.m. Ol'erbü.rgermeister Hasse- Thorn: Der größte Teil der chemischen Bevölkerung will aus die großv-stnische Polittk nickst verzickst^n. ! Dtts kommende Wahlrecht d-rirnrilhigt uns in den Gvenzk^zir»"< L-vndon, 9. April. (WTB.) Unterhaus. Das Manit- schafdsergäilstüngsgcsctz svurde in erster Lesung mit 299 q-eaen 80 Stftnmen angenonttnen. Es wird allgemein erwartet, daß das Gesetz mü gewissen Älbänderungen durchgehen wird. JrLand und die Dienftpfticht. Rotterdam, 10. April. (WTB.) Wie der „Nieuwe Rotterdamsche Eourantt' aus Laud-vn meldet, berichtet der Bewreter der „Daily NeZvs" in Dublin vom 6. April, daß alle öffentlichen Körperschaften Irlands der Dienstpflicht widersprächen. Der Bürgermeister Waterfords erklärte, daß die Dienstpflicht in Irland dasselbe bedeuten würde, wie iwiai Deutschland Belgier in feam Armee einreihte. Franzöfischer Landsturm an der Front. Berlin, 10. April. (WTB.) Wie fe'hr bereits die große deutsche WeslVffensive auch franKsische Kampfdivisionen in Mitlerderrschaft gezogen hat, geht daraus hervor, dalß rwn den Deutschen an der Front befangene gemacht wurden, die dem ungedienten franzjösisckMN Landsturm angehören. An» Norwegen. Kopenhagen, 10 April. (WTB.) ,,^fcrabCabet" meldet aus Kristiania: Arbeiter aus verschiedenen Tellen Norwegens pro te stieren gegen dre dieiftShgüge Aufnahme ausländischer Badegäste. Die Ursache ift der LebenSnritteLmangel. — Die Fischevei ist in diesem Jahre schlecht ausyesalbm. Die F-isther leiden unter dem Mangel an Ndotoröl und Pnoviattt. Der LsndeSrat von Beffarabien für Rumänien. B u k are st, 10 .April. (WTB.) Der Minister des Aeu- ßern, A r i v n, der sich in Bukarest befittdet, hat von dem zurzeit in MchinÄv weilenden Ministerpräsidenten Marg- hiloman folgendes Telegramm empfangen: „Nach zweitägiger Beratung hat der Landesrat von Bessarabren am 9. April, 7 Uhr abends, die Vereinigung BessarabiensmitRumänien mit 86 gegen 3 Stimmen feierlich angenommen. Im Nanum des rumänischen Volkes mrd Königs habe uh von dieser Abstimmung Kenntnis genontmen und unter enmnitiger, unbeschreiblicher Begeisterung die Vereinigung proklamiert. Um 8 Uhr abends wurde ein (Gottesdienst in der Katl-edrale abgehalten. Ungeheure Menge, endloser Jubel. Ich bin sehr glücklick). Alexmcher Marghiloman." ^ Minister des Auswärtigen Arion hat dem Ministerpräsidenten geantwortet: „Das Recht hat gesiegt. Freudvollen Herzens beglückvünsche ich Dick^ zu diesem glänzendeii Erfolge. Die Muirden des Landes erfahren dadurch eme Linderung, und der vollzogene bedeutsame Akt verleibtem größer gewordenen Rumänien neue Kräfte. Es lebe Bessarabien, es lebe Rumänien! C. C. Arion. lern, ^iie Hehlt wie gegem'il^r unseren ccbrttcxtax äußeren Feinden. Graf von Galen: Ich freue mich, daß ein Veriück der Ber-- sdändipung mit den Polen gernncht wird. Eine ausreichende Kriegs- entschädiqnng muß selbstverständlich gefmdert werden. Fürst Salm-Horstmar: Ich stweche ,'icht im Namen mei- ner Fvattwn, scmdeni im.eigsnen. Jede Nack-giebigkieit gegen de P^len ist verfeM. Tie in der Ostmark lebenden pi-außische- Pole, inlüsfen nach Kongreßpolen umgesiedelt werden. Gegen die An siedln ng polnisckier Kriegsl'e.schädigter haben lvir nichts eiuzuwent«n, aber der Uebmgang deutsck>eu Landes in polnische >>ände muß durch (besetz verlrindert w^rdim. Leider merkt man in unserer Polcn^ckittk noch immer die Hand des Vaters der Neichstagsentschließittkg, dem vom Außemninisterium wichtige Sendungen >ausgettagen wc^en^ obwohl er pölittsch soviel auf dem Kerbholz bat und bei einem Diebstahl beteiligt gewesen ist. ^er Präsident ersucht der' Redner, per- söulick)e Bemerkungen, zu unterlassene Wie oenken sich die Polen die West grenze des Königreichs Polen?! Unsere Fei.ide sollen zahlen, bis sie schwarz werden, damit sie für mindestens hundert I Jahre geschwächt sind. ^ ^ f Fürst Radziwill: Ich habe em Recht, mich sirr das kunf- 'tftge Königreich Piölcn zu tttteressieren, da meine Familie seit 1 Jahrhunderten dort angesessen ist, als Inhaber der deutsr^n Reiä>sfürstenwürde habe ich ein Interesse daran, ^^.^inen Be- sitzti'im-ern en Regierung heranszukonimen. Infolge des politisck^en Verbrecliens der Teilung Polens sind die Polen gezloungen gewesen, gegen ihre Brüder zu kämpfen. Von eurer illoyalen Haltung kann man nicht reden. Die Polen in der russischen Armee kowsten ihren Treueid aus die rassische Fahne nicht breckten. Oberbürgermeister Körte-Königsberg bezweifelt m seinem r r. .1 , . r. <__ rvc_<:».i WO» ffyMx&ni >n Ofterhaw> gab Lord Turzon eine ähnliche Er- kkSrui« n' Lloro 0'eorge im lbmery,7use aj. Er sprach von der den N wen Offen live und --rftärte: DaS Kabinett l-abe fr+jr* dritte getan und die Verluste ersetzt. Veritarttmaen prentzisches Herrenhaus 30 Sitzung, Mittwoch den 10. April 1918, vormittags 11 Uhr Die Beratung über die Ansredlungsdenkschrift wird ^^Fiftst^Nadziwill: Die Ansredlungskommisswn ist ein Bestandteil der mttftwlnisck-en Ausnahmegesctzgcbung. Mr nehmen diese Denkschrift nicht zur Kennttns und protestieren gegen den dahingehenden Antrag. Der ?lntrag auf Sicherung der Grenzen will auf die Regierung einen gewissen Druck ausüben. Es hat m der Geschickte kern Urbild, daß man über bie militari,che Sicherstellung dieser noch gar nicht enstierenden Grenzen hier Forderungen aufstellt. Durch die Befreiung vom Zarismus sind die Polen in weitgehendeni Maße voiu Regen m die Traufe gekommen (Hört, hörtH Wann der Minister des Innern auf den von chm beschrllttnnm Bahnen sortsckfreitet, so wird eme Verstcmdi- mettg zu erreidrn sein. Die deutsche 9Gierung sollte hw Ver- ftündiME «ms der vom polnisck>en Regenttchaftsrat emgeschlagenen Linie anstreben. ^ ^ Minister des ^nncni Dr. Dre ws: Dre Regi.wuug WX, bafj sich icutcT dem gewaltiLvn Eindruck dos Weltkrieges die Schlußwort, daß bre Idealismus des Ministers des Innern Aus fickst aus Erfüllung l>abe. Wir'können im preußischsi Staate keme sremde Natron anerstMron. . . . r . Die Entschließung des Ausschußes über die milttSrischm: Sicherungen urird :nft dam Zusatzantrage von Kleist über me Kriegsentschädigung gegen wenige Stimmen angenominen. Zu dem Kriegsgesetz über 23ereinfarfnau? der Verwaltung verlangt eine Ausschuyentschließung Ermöglichung stttnmverechttyter ! Mitarbeit von Frauen m städtisch Deputaftonen Ooerbürgermaisüer Dr. Scholz-Edarlottenburg: In den -omniunolen' MussckMsen sind ft^rn. vielfach Frauen tätig. Dieser Zustand muß die gesetzliche Sanktion erl-alten. Minister des Jürnern Dr. D r e w s: Die Bchandllmg der Frage im AhilevrdrivdeirlMuse h?.k für die bevorstehende große Verwaltungsreform' nickst gerade günstige Apsprzien gestellt. Durch diese kleme Kriegsvestirm nrirv der großen Reform vemeswegs vvrgcMfsen. In der Selbstvenoalttrng stckhe ich aus dem Standpimkl meines Amts- vorgav^r^^ ^ ^ angenommen. Aus der Entschließuna wird das Wort „stünnibewchtigl" gestrichen und diese dann m? ^^Die^nächste Sitzmig findet am 26. April zur Beratung des Gesetzentwurfs über die Verlängerung der Lagislalurperiode statt. Die Beratung des Staatshaushaltsplans wrS erst im Juli statt- ftnden. ^ Der 5eekrieg. Mae U-Bsol-Erfolse. Berlin, 10. März. (Amtlich.) In zäh durchyeführtem An-griff vernichteten unsere U-Boote im Mitrelmeer !einen Gel eitszug von 4 Dampfern restlos und ver- ^ senkten vvn: weitere Dampfer, zusammen Über 30 000 Brutto-Register-Tvnnen. Außerdem wurde ein englischer Zerstörer der L-Klasse (950 Tonnen: «b- geschossen. Auf einen beladenen Tankdampftr wurde em Torpedotreffer erzielt, jedoch dürfte dieser schwer beschädigte Dampfer den nahe^r Hafen Alexandria erreicht haben. Die Dampfer tvaren beladen und, soweit festzustellen, bewaffnet. Die starke Sicherrmg läßt aus tverwolle Ladung schließen. Namentlich) festgestellt wurden die englischen Darnpfer- Sai- danna (4594 Br.-R.-T.), Saint Dimilrios (3359 Br.-R.-T.), Tankdampfer Oneka (5136 Br.-R.-T.), der llaüenttche Dampfer Sincerita (1722 Br.-R.-T.), und der griecknsche Dampfer Princese Sophia (2282 Br.-R.-T.). Der versenkte englische Zerstörer sicherte mit einem zweiten Zerstörer eiiien großen Transportdampfer, der ebenfalls vernichtet wurde. Auf dem sinkenden Darnpfer Saint Dimitrios beobachtete das U-Boot eine Detonation, die vermutlich von Munition her- Der Chef des Mmiralstabs der Marine. Ein britischer Zerstörer gesunken. Amsterdam, 10. 9lpril (WTB.) Reuter meldet amtlich: Bei einem Zusammenstoß am 4. April ist ein britischer Zerstörer gesunken. Ällle Mann sind mutmaßlich ertrunken. __ Arrs Stadt rrrrd Catt». Gießen, den 11. April 1918. Wie wir gestern in der Stlwtauflage noch Mitteilen konnten, tritt eine NnterbrechuM in der Herausgabc des Gießener Anzeigers voraussichtlich nicht ein. Es wurde uns von der zustiNchigen Abteilung der Miegsamtsftelle in Frankfurt a. M. vielnrehr mitgeteilt, daß die Kohlen!ieferuns für die Elektrizitätswerke Gießen gesichert sei. Die Nach ! liefermtg der gestrigen Nummer der Gießenei' Fmntliew blätter erfolgt heute. '» * ** Vortrag. Es fei nochmals ans den am S«nstag statt- , findenden Vortrag des Mz-estld)vebcls Geißler Istngewieseltt. ! Siehe ÜUmciae. Schuh Versorgung. Tifixf) bit Riächsstelllie fahr Schnhversorgmpi ist eine rieue Reqe- ! »mg von Be -\i ]ih Schuhe erfolgt. Eiwn Vä-Ec^arisschein kann jedi^ Verbrcruck^ bamt rasen, der mbueber 1 . icirtjt nibhc aU ein s #imr gebraiuhssäh^e Sci-u^ bcfifet oder *;• Srcct Pi'gr getragen.? Scl>ulfe «us der Stadt. AlMcic^rstelle (Ledensmittelavtt) apgelecrt hat. Im ?Viltc Irr Ziffer 1 muß eine schriftliche Erklärung dar- u cx uh,io „ jen h> r en, daß der Beriranch -r nicht ine«) , als eil! ^aar (p'HiU* iK’iiW. UIüdüKt Vrrsich'rungen sind, stw! Var. Ans Grund dei unter Zrsser 1 erlvnhntmr Bcstftmmnrg darf einer ersPon innerhalb eines Zeitraums ln>n 12 tNvnat.cn niur ein Schuh^cdarisschein xrderlt rverdrn. — Die Schnhl,cdarisscheine sind 12 Monate, mm Ti,', k 1918 an Der Groß Herzog hat nachfolgenden Beamten der Preußisch^ Hessncl^n Eisenbahngen^eirrfchaft aus Anlaß ihrer Versetzung in den Ruhestand folgende Auszeichnungen verliehen: Das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps d.s Großmütigen: Dem Obcrbahn- asftstemen Jacob 'Schreiber zu Maftrzg dem ZugftllTrer Wilhelm M^Uler zu Frunksurt a. M , -der- WerkfüMr Lorenz S»H- Hartmmm zu Darmstadt: dem Lokornotivfül/ver Philipp Ansorge zu Mainz: dem Bahn hofsoettoal der Philipp Spitzfaden zu Gonsen- heim: dem Zugführer Johann Müller zu Frankftrrt n. M. Das Allgemeine Ech'enzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste": Dem Eisenbahnunterasiiidenten .Heinrich Kraft zu Eich (Kr. Worms): dem Maschineiurusseher Heinrich Reinhart.zu Mainz: dem Weichensteller 1. Kl. Martin Kohr zu Mannhäin-Wcüdhof; den ^üalprwärtern Konrao Emich zrk Dcrr.nstadt, Mathias Rösch zu Sulz heim, Jakob Länrmersdors zu Nauheim (.Kr. Groß-Gerau) und Georg Mauer zn Sulzheim: dem Werksührer Lorenz Seäler zu Darmstcrdt: dem Wagennreister Christian Will zu Bischofsheim. Das Allgeirmftce Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" erhielt der Hilfspsörtncr Heinrich Kaul zu Mainz. — Der Großherz o g hat ani 10. April deic Bureauassistontcn bei dem Ober- Versicherung,->mft dtdam Schmidt zum Sekretär bei diesen! Amte vom 1. dlpril 1918 .an ernannt. ** Lebensmittelkarten-Ausgabe. Tie Ausgabe der Brot-, Fleisch- und Kartossclkarten erfolgt Freitag und Samstag. Siel-e Bekanrrtmachung. O', lrgt' ein jeder auf des Vaterlands Altar Sein bestes Kleinod wohl bedacht mit offner Hand. (Euripides.) Wirerwarten Ihren Beitrag zur 8. Kriegs a n l e i h e ! Landkreis ließen. ** Grvßen - Bujerk, 11. April. Landsturmmann Heinrich Zecher wurde zum Gefveibon befördert imd mit dem Kricgsehren- zeichen am Bande auSgezeiclznet. Starkenburg und Nbeinheffen. I D a r m st a d t, 10. April. Die technische Hochschule verlieh dem Kommerzienrat Frey tag in Neustadt a. H. den Dr. ing. Verdienste um die Einführung des ehrenhalber wegen seiner Eisenbetons in Deutschland. vvu Frankfurt nach dein Zuchthaus Fveinünez bei Luuvurg il/rlwt' der Einbvachec im Bereru in ft einem anderen Zuchthäu-g er unmittelbar hinter der Statton Hoch l dlm Begleiter. Es entfpmur sich ein erbitterter Ringkampi im Bahnroagen Jan r.uiGwlta der höchsten Gefahr gelang es öenc Scl> 7 verb vb rol)ten oie JuAietm zu ziehen. 5Hpm hielt der Zug, als die VecbrechTr auch schon aus dem Zuge sprmrgcn und guerfeldern enNl'vhen. ^a der rüorgsri« von anderen Abteilen beobachtet war, machten sich sofort wehere Soldaten auf die Jago, wobei Läufer - nTc'werholt mit dein Revolver des Beamten auf s-e zu schießen versuchte. EndlrchIonuten die Einbre ch er ci.ngel)olc werden. Ehe sie aber von den So ldate n in oie Zellen gesperrt wurden, verabfolgte num ihnen eine 'ntveoe Tracht Prügel. Tie aufregende Szene hatte etwa 20 Minuten gedauert. Eisenbahnunglück. X H ün f eld', 10. April. Auf der Klernbahnstrecke Hänfeld- — Vacha—-Geisa ist gestern zloisckZen Eiterfeld inro . lab.: Aue. Rath Rente 2745 Konzert Eteene Konditorei« Swülenhof Siehsn Meute MotinerwJay: Fami!ten*Konzeil mit husir^sii&ohcn If^rträ^esi. Kaufmännische Fachschule Giessen Das neue S ch uljayr unserer Anstalt beginnt Donnerstag den 1l. April, abends 8 Nhr, Nord-Anlage 15. 2731 El Die Schultommisston. RH ißoö. ' 7 '/'. ll‘S 7 *i:oit!?r 1 3 J ÜJ. Zubeh. für . stuili, ev. triiber, z. om. Nah. Walltornr. 73H1. Schöne 5 Zimmer Wob- o«na zum 1 . lluli an ruhige öeuie zu verm. ^789 _ Gr. Sie : n wen 26. Zwei sehr gut eingerichtete inetnandergehende Ziinnier mit Zemrattreiz., elektr.Licht, Wasser!, usw. vr. 1.4. oitn. 19ö() Seltersweg 70,1. 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Hessischen Feld- Artillerie-Regiment 61, 5. Kompagnie Inhaber des Eisernen Kreuzes nach 3 3 / 4 jähriger treuer Pflichterfüllung. !n tiefem Schmerz: Familie Karl Becker Wwe. Danksagung. Für die liebevollen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen ml M ■ Herrn Wilhelm Konrad Görlach Altbürgermeister sowie für die trostreichen Worte der Herren Dekan Hainer zu Hungen und Pfarrer Ködding, Eberstadt, sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Eberstadt, den 9. April 1918. 0782 Trais-Münzenberg, den 11. April 1918. 27 40 Danksagung. Für die uns bei dem so schweren Verluste durch das plötzliche Hinecheidon unseres lieben, unvergesslichen, treuen Sohnes und Bruders Unteroffizier Willi Siege! erwiesene Teilnahme sagen wir auf diesem Wege allen hiesigen und auswärtigen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie seinen Vorgesetzten und allen treuen, lieben Kameraden im Felde unseren allerherzlichsten Dank. Jakob Siegel und Frau Georg Siegel, z. Z. im Feldlazarett Friedrich Siegel Karola Siege!. Ganz nncnufutct crQielten wir bic tvaurinc Rachrichk, baü unser lieber Sohn und Bruder Musketier Ludich MhW Inhaber deS Ehernen Kreuzes 2. Kl. am 2. April im Alter von 24 Jahren den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefer Trauer-. Johann Georg AtthauS, z Z. im Felde, uuv Familie. Giegen lReuenweg 48), den 11. Avril 1818. 0779 Wiedersehen war feine und unsere Hoffnung. U l ffM Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme W ' bei dem Hinscheiden unserer lieben, guten Anni sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank Giessen, dvn 11 . April 1918 . 2719 Zum Besten erblindeter Krieger Gonntag den 14. April, abend- 8 Uhr, im Saale de- Gafthoss zum Fürstenhof Ken'tailon Sefcmlj IksüiCr atlSgeführt von Feldgrauen. Eintrittspreise: 9 '"Tä, 1 ' V& Karten sind im Vorverkauf in der Musikalienhandlung des Herrn E Chattier zu haben. ,75T D Alles Nähere durch Plakate ersichtlich. Im Interesse der guten Sache bittet um rege Beteiligung Der Vorstand der Vereinigten Hassin-Militär-Vereine. Neue Grosse Aula der Universität. Sam*tag den 13 . April, abends 8 1 /? Ehr: Vortrag des Herrn Vizefelcb/ebels Heinrich Geißler von der 5. Kompagnie des Füsilier-Regiments v. Gersdorff (Kurh.) Nr. 80 „Meine Erlebnisse, Verurteilung und Flucht aus französischer Gefangenschaft im Herbst 1917“. Ein Teil der Einnahmen wird dem „Roten Kreuz“, Giessen, zuüiessen. Karten im Vorverkauf Mk. 2. — , 1.50 und 0.75 in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachfolger). 2635V FRITZ NOWACK Kinder-Socken in Grössen 1 bis 9 =eee= in grosser Auswahl eingetrofferi. Kognak empfiehlt Adolf JPSaek, Neuen Baue 17. !7 * 3 K. 16/17 7. ZiMMttßtigerW. Donnerstag den 18.Avril in 18 , vorm. 10 Ubr, soll auf hiesigem Amtsgericht, Zimmer 14, das der Marie Kraft geb. Schmidt, Ehefrau des Georg Kraft in Gienen, zugesckriebene Grundstück Fl. i Nr. 1254V, o - 358 qm Hosreite (Wetzsteinstraste 42), zwangsweise versteigert werden. Die Bekanntmachung ist im Ortsgericht öffentlich ausge- bängt. Gienen, den 21. Januar 1918. Grosch. Ortsgertcht. Sl nt o n. 628D L'eslhSöigte emaillierte Küchengeräte werden prompt und billig ausgebessert Sonnenstraße 14,!!. Postkarte genügt. 0792 von Anti_'nt Ausgange des Krieges a'>. Nun, in dieser Hinsicht wiv'y je&t, wo unser gefährlichster Feind unter Hindenburgs r ziffanlmenbricht, wohl selbst ü?r kälteste Rechrcer beruhigt sein. Der ungeheure Nu hm, den Deutschland durch seine beispiellos dastöhenden Siege aus den SäÜacktfekdern und in den Mörkstäcken zu d-ause errurrgm bat, wird beiden Kapitalisten der g >'U Welt nach allen psychologischen Erfahrungen einer Weise r wxigondrsllsch wrrlvir, das; die deutschen Krieg Sau/ «Iwn oor-aussi.cl-.ttch Mm inteniationalen Standardpapier werden, so wte es vor dem Kriege di englischen KonsvlÄ nxiren. Dabei inivd der Umstand. das; unsere Krieg >an lei Heu einen doppelt so hoheo Zirrsansprnch ge.vähren, ,oie iontc, sicherlich daz-u Ertragen, den. Reiz, den,sie aus das internationale Kapital ausüben werden, nicht unwesentlich M erhöhen. Die hievaus zu erwartend« Nach-fragewird sich r:«ch menschlichem Evmiessen auf viele Milliarden belaufen, tvvbei die riesige Kapibcttfülle zzu berückftchll-Ml bleibt, bereit sich die neutralen Länder auf Grnnd il-rer Krieg«gewinnt erfreuet!. Wird diese miAiändische Nachfrage aber genügen, uni das Der ^ kaufsbedlirsins ausztufteichen, das bei vielen inlüindischen ZeicktunN nach Wiederaufnahme der Fried ensar beit zutage treten unrd? Adan hat sich, offen sei es ausgesprochen, über diesen Winkt ,in unseren leitenden Fmauzkreiseil einige Sorge gemacht, daher ilt ans alle F-älle für die Zeit nach dekn Kriege eine großAügvg'e UnchahN'.e^ aktion vorgesehen. 5)eutc aber sind maßgebende Beurteiler der finaniziellen Vorgänge über^uigt, das;, so, gute Dienste die geplante Ddastnahme als Mittel Mur Bekämpfung etwaigen Mip trauenis leisten kann, diese doch praktisch kaum in Tätigkeit treten wird, weil nämlich der Miarkt aus sich selbst heraus so stark fern wird, um solcher sdil.se von allsten cntraten zu können. Wieder Krieg alle militärischen Maststäte früherer Zeit hinter ich) lief), so, hat er, dank dein Umstande, daß die Gewänne au KniegMeserungeu im Inland blieben, einen derartigen Anla-gehunger bei unseren; eigenen Kapitalisten erzeugt, daß es trotz der bisherigen Kriegsanleihen innner ch/wieriger wird, ihm, Befriedigung zu verschaffen.. Dabei ist aus einen Punkt hinzuweisen, den- bisher anscheinend nicht geirichend Beachtung gefunden hat, nämlich, dast bei einein Zinsfuß von 5 0 o das Kapital, dessen Zinsen ui .1 verbraucht 'werden, sich sciwn innerhalb von 10 Jahren verdoppelt, gegen etwa Id Jahre bei erneut -1 «/oigen Zinsfuß. Da sich nun ein großer Teil unserer Kriegsanleihen in solchen Kreisen befindet, die in der) glücklichen Lage sind, ihre Zinsen nicht verbrauchen zu müssen, so leuchchet ein, daß das Nachwachsen von anlagebedürfttgem Kapital heute viel intensiver vor sich gehen must, als unter der .Herrschaft des billigeren Zinsfußes. Heute steht bei uns die Sache so, dast beliebte Anlagepapiere, wie Städtean Leihen, Hypothekelrpsanö-- briese, Obligationen großer Industrieunternehincn usw. kaum noch zu hoben sind. Dieses außergewöhnliche AnlagebedürsniS wird natürlich im Frieden nicht bestehen bleiben, anderseits aber must man sich des Gedankens entscUagen, dast die. Wiederaufstillung unserer'Läger mit Rohstoffen sehr schnell vor sich gehen wird. Daran hindert, neben dem Mangel au Schiffsraum, vor allem! die Tatsache, dast die Welt von Vorräten zum großen Teil entblößt ist. Sie sind einfach nicht erhältlich. Das ist aus mancherlei Gründest gewis; sehr bedauerlich. Für den heimischen Kapital,nackt aber ist Dieser Mangel indirekt von unberechenbarem Vorteil. Denn damit entfällt für einen große n Teil der Zeichner He Veranlassung, ihren Besitz an Kriegsanleihen zu Geld ,wachen zu müssen. Die dies- lchgüglich gehegte,: Befürchtungen erscheinen demgemäß mit der Dauer des Krieges immer weniger begründet zu sein. Nach alledem erstt-eint die Furcht vor einem plötzlich hervor tretenden %n* gebot in Kriegsanleihen und daraus zu erwartenden Kürsrückgairgi nicht nur nicht berechtigt, man wird im Gegenteil auuehmcn können, das; der Kurs mit der Wiederkehr des Friedensziustündes' aus. den eingangs angedeuteten Gründen eine steigende Richtung! Einschlägen loird. Wohl werden alsdann das Reich, die Bundesstaaten und (Gemeinden an den Kapitalmarkt heran treten müssen. Mer solche Mammutanleihe, l, wie im Krieg, kommen dann nicht mehr in Frage. Vor allen, wird Man dann kann, nötig haben, einen 'Zinsfuß von 5 o/o M bewilligen. Die Ausgabe von niedrig verzinslichen Titeln wird aber automatisch eine Höherbewertung der höher verzinslichen Kriegsanleihen herbeiführen — von dem Liebhabern Preis ganz abgesehen, der diesen Dokumenten über ersÄlte Kriegs-, Pflicht vermutlich bewilligt werden wird. Ob der .Kurs autz 110°/o oder noch da rüber hinaus gehen wird, darüber mögen si ch di e Sachverständigen streiten. Für die Zeichner auf die 8. Kriegsanleihe genügt es zu wissen, daß sie mit den, Erwerv dieser absolut! sicheren, hochverzrnslichen Anlage auch die Aussicht auf einen guten .Kursgewinn erwerben. Flugzeit ginsasse schtver verlüundet gerettet wurde, was, m,t >.en zweiten geschah, konnte ich nicht sejlstellen. Wahrschemlte' l»ai in den Fluten den 'Tod gefunden. DaS Flugzeug war auf eu ^ Klippe. He im Wasser hervor stand, ausgefahren. Der dritte such bestand ans einer Probefahrt aus derFliegerztel^trsbccht- Die Dahn ,var folgendermaßen gebaut: Auf einen, ctm oOOgHcter hohen Berg wurde in einem Halbkreis den Berg herunter Schienen sträng gelegt, auf welchem gepanzerte Wagen nut enteilt Flugzeugbeideck liefen. Der Wagen wurde Mittels emer Dampfmaschine an steilen Anhängen heransgezogen. Die Halbkre.emyn nmr ungefähr 2'/. .Kilometer lang: der Wagen war mit einen selbsttätigen Bremse versehen. So begannen d,e Engländer ihren ersten Versuch. Wir selbst mussten uns etwas oBicitö stellen und io nuten das Sckian spiel se»-r gut beobachten. Nact>dem der -.Pagen l en Berg hin-ausgezogen war, wurde, er oben losgelassen unv auste mit blitzartiger Geschivmdigteic die steile valbcren.>bahn herunter. Ein Flugzeug verfolgte den Wagen. Doch zum schrecken per Engländer versagte die Bremse, der Wagen raunte m voller Wnchi unten gegen einen Felsen, wo er völlig zerichelltc. W,r konnten ein lautes Gelächter nicht unterdrücken, ivas He Engländer in noch größere Wut versetzte. An einem Tage darnach war es wieder einmal äußerst stürmisch. Das Ueberfahren ging morgens noch glatt vonftatten. Doch gegen Mittag setzte der Sturm immer heftiger ein. D.e Wellen aus dem See gingen schon über 1 Meter hoc.;. Der Regen fiel in Strömen nieder. An eine Uebersahrt war deshalb nickst zu deitteu. Die Motorboote wurden an den Strand geschleudert, wo sie völlig So schwand die Zeit träge dahin. D die Gefangenen lag noch in weiter Ferne. (Fortsetzung folgt.) ersehnte Freiheit für Arrs Nttd Gießen, den 11. April 1918. ** Abendunterhaltnng. Am nächsten Sonntag, den ID Avril, abends 8 Uhr, veranstalten im Saale des Fiirstenh«f die Vereinigten Hassia-Militär-Vereine Gießen eiuc Abend-' lluterhaltung zum Besten der erblindeten K- r i c g e r. Das Prvtpramm bietet in der ersten Hasste einen bunten Teil, iuetdKV sehr reichhaltig ist, im ^zweite:, Teil gelangt cm Theaterstück zur Darstelln-.g. Näheres sied - Anzeige. ** S t e n v g r a p h i e. Die Ste,wgraph>.'u-Gesellschast „GO" belsberge r" und Damen-Ableiten,g e^B. eröffnet am 12. ?kpr,l nii eher einen Neuen Anfänger lehr gang. Siehe Anzeige. Kreis Frieblierg,. --- Bad-Nauheim. '.0 Avril. Da-5 junge Dienstmädchen eines benachbarten Gattes erfcho-st sich aus Liebesgram. Ihr Verlobter hatte ihr einen Msagebrief geschrieben. Krcis Wetzlar. ra Wetzlar. 9. April. Nach einer Bekauntmachnng der Provinzialsleischstclle dürfen im Kreise Wetzlar Viehmärkte nur in Hr Stadt Wetzlar abgehatten werden: die für Braunfels, Hohensolms, Leun, und Schivalbach au gesetzten Viehmärkte smd bis auf weiteres verboten. — Wetzlar, 11. April. Unter 400 Bewerbern wurde Regien! ligsbamneister et. D. Dr. Former- Naumburg a. S. zuM teichuftckLi Beigeordneten und stellvertvetendeti Bürgerii,erster Wetz- m>\ lars gewählt und an, Ndontag in sein Amt eingesührt. Krlcgsgeffimjeii in England. Eigene Erlebnisse des Smntätss'oldaten Karl Brasch während seiner Istmonatigen Gefangenschaft. (Nachdruck Verbote:,.) (Fortsetzung.) Unsere Arbeit selbst bestand in dem Bauen von Flugzeug- Erde nieder, versank aber sofort bis zu Hm Räderach'en in dem Dreck und hätte sich beinahe überstürzt. Wir mussten ihn dann fout die Landstraße drücken, von wo aus er wieder aufsteigen konnte. Ein zweites, ein Wasserflugzeug, wollte auf dem See seine Landnugsversuche machen. Auch dieser Versuch endete in tragischer Weise. Der Flieger beschrieb einige schöne Kurven und kam lang- sau, auf das Wasser nieder, ungefähr 60 Meter dahingleitend. Plötzlich gab es einen lauten Krach. Das Flugzeug bellte sich auf den Kopf und versank in den Fluten. Ich beobachtete, dast ein! I »-7 utr -nmiMii iduipb | nmavTGJtBK'ikt «Mbnnte • w-ar, durchquert werden. Unsere Posten, die meist über 50 Z.ihre alt waren, waren die ersten, die znsammenbrachen, aber wir ballen ihnen. Nach und nach wurde auch unser Trupp ganz verstreut. Jeder suchte seinen eigenen Weg. Dazu wütete noch immer oer Sturm, der uns umzuwerseu drohte. Es ioar ein wühevoller Weg, nur langsam lam man vorwärts. Ich war mit iwch drei Rumcradei, sganz allein; die anderen hatten wir aus dem Auge verloren. Wir mussten uns also unseren Weg nach deul Lager allein'suchen. Nach ctlr-a 2stündigem Marsche gelangten ioir au ein SchäferhauS. Wir baten den Schäfer, uns für ein paar Mimtten aufzunehmen. Die Frau weinte vor Angst, als sie uns sah. Doch wir beruhigten f,e bald und rrHnrteu ihr unsere Lage. Sie umrde nun zutraulicher, und gab uns etwas warmen Tee zu trinken, w?lck>er uns in nuierem Zustande sehr zustatten kam. Dann machtet, wir uns ivieder auf He Suche nach dem Weg. Zuletzt wussten tvir aber nicht mehr, wo wir waren. Es war schon gegen 8 Uhr abends und völlig dunlel. Plötzlich tauchte ein Scheinwerfer in einer großen Entfernung vor luns mif. Wir erkatmten alslwld, dast dieser auf den, Berg hinter unserem Lager anfgestellt war. Wir hatten den ©turnt nun ,m Rücken und konnten unsere Schritte etwas beschleunigen L-o erreichten wir auch bald den Weg, der zu unserem Lager führte, einem Graben fanbm wir einen Posten, der zusammengebrocheu war. Wir hoben ihn ans. Einer nahm sein Gewehr und wir anderen trugen ihn abwechselnd. In diesem Zullande kamen wir m Hm Lager an, und braihten zunächst den Posten, der schon völlig ergraut war, auf die Wache. Der Offizier war völlig überrmc..., als wir ihm das Geivehr übergaben. Er dankte uns und verfprach, dast wir morgen nickst zur Arbeit heraus brauchten. Es ivar cewa gegen 10 Uhr und noch immer waren meine Kameradeil ntast ailc Hi. Der letzte Mann kam etwa gegen 12 Uhr an. In der Hütte an- gekommen, zogen wir uns sofort um. Alles, was w,r ans oem Körper hatten, konnten wir völlig ausringen. Da auf leo-e Hütte einige Tage vorher ein Oe scheu gekommen war, konnieu Ww nw-ng ^ stens unsere nassen Kleidungsstücke trocknen. Koylen oeiamen mar jedoch keine. Das H eizmaterial hatte man fick; selber zusamm enge stehlen. Wir brauchten tan dem -nächsten Tage auch nichts z;i arbeiten. Viele wurden krank. Wer hier erkstankte. war ;enc schtechll daran. Ein Arzt liest sich vielleicht alle 8 Tage einmal selten. Vier Mann starben infolge einer Magenkrankheit, st^och c,ne unmenschliche Behandlung von seiten eines englische,, Arztes.mochte ich envühnen. Ein junger Kavallerkft, der schon seit 1914 ,n englischer Gefangenschaft schmachlete, zog sich ein Geschwür am .»alte zu Trotzdem er sich wiederholt krank gemeldet hatte, mußte er mit zur Arbeit gehen. Eines Tages brach er beivussttos cnll der Arbeitsstelle zusammen. Er wurde erst auf Träugei, und Bitten unsererseits ins Lager verbracht. Anscheinend, hatte er sich noch eine Blnkvergifttma zugezogen. Glücklicherweise war e,n Arzt im Lager anwesend, der den kranken Kameraden sofort ,ns Hosfntal nach Glasgow verbringen ließ. Schon am näch-sten ^age kam die Nachricht, daß er an einer Blinddarmentzündung gestorben sei. Das kowtte nun glauben, wer wollte. Un,er Lager- ältester reichte sofort einen Bericht au die Schweizer Gefaudtschaft über dieses Vorkommnis ein. Lluch der U-Boot-.Krieg u,achte sich immer mehr bemerkbar. Oftmals blieben die Nahrungsmittel mls, und auf unsere Beschwerden lstn envidertkn uns die Englä»iöer einfach, die deutfcyei Submarine hätte He Schiffe versenkt. So bekamen ivir einmal 4 Wochen lang kein Salz. Ter Kommandant ,agte uns, wir sollten das Salz von bei, Heringen verwenden, für He Barbaren fei es ja gut genug. Kohlen ionroen spärlich oder teils gar nicht geliefert. . ...^ Tie Schlacht in Flandern war tm Gange. Die englifch.nt Zeitungen waren nicht groß genug, um alle Artikel über die Ent entesiege aufMuehmen. Wie auch be, den oorausgegangeuen' Schlachten, so sckxciebeu die Engländer auch jetzt wieder, der Traum der stelzen englischen Kavallerie ginge nun endlich m Erfüllung. In wenigen Tagei, würde der Nhe,u überjchntten iatb das Schicksal Deutschlands besiegelt sein. Man mx ja an derartige Lügenberichte gewöhnt. Durch deutsche Zeitungen, die auf Umwegen ins Lager gelangten, erftlhren wir ;a doch die Wahrheit Die Niederlage der Engländer bei Cambrai erfuhren iuir auch nicht durch englische Zeitungen. Statteten deutsche Flugzeuge den englischen Befestigungen einen Besuch ab, dam, waren spaltenlaiigc» Berichte in den englischen Zeitungen über die deutschen Barbaren zu fiudeu. Die T}mmt$xmt schaffj'r! 2I02D Darauf bauen unsere Feldgrauen so eisenfest wie wir aus sie. Sie stehen bis zum letzten Mann Wir auch! Wir zeichnen Mann für Mann, Frau wie Kind die VIII. deutsche Kriegsanleihe. Und wer nicht genügend bares Geld hat, nimmt eine ^Kriegsanleihe-Versicherung" beim Allgemeinen Deutschen Versicherungs-Verein a G. in Stuttgart. 5)0—60 M. Jahresbeitrag ergeben dabei 1000 M. Zeichnung. Wer will jetzt noch behaupten, daß er zwar wolle, aber nicht könne? (WTB.) Grobes Hauptquartier, 11. April. (Amtlich.) W e ft l i ch e r Kriegsschauplatz. Die Schlacht bei Armiuttieres ist seit dem 9. April in vollem Gange. Die Armee des Geuerals von O.uast hat zwuchell ArmentisreS und Festhubert die englischen und portugiesischen Stellungen auf dem Südtlfer der LhS -'Nd. dem Ostufer der Larve g nommen. Nach Erstürmung von Bois Grenrer Arbeit zu starlerr iSmtzjmnkten artegenanten Gekosten, Hän- sern und Baumgruppen. Unter tatkräftiger FüNrung des Generalmajors Hofer wurde noch arn Abend des 9. April der Ucbergang über die Lys beim Bach St. Mairr durch schneidiges Zufasstn des Leutnants Driebing vom Infanterie-Regiment 379 erzwungen. Gestern nmrde der Angriff arrf noch breiterer Front fortgesetzt. Truppen des Generals Sixt von. ?lrmin nahmen Hollebekc und die südlich anschließenden ersten engliMn Linien. Sie erstlirmten die Höhen von Meesen (Messines) und behanpleten sie gegen starke feindliche Gegenangriffe. Südlich t*m Waasten (Warneton) stießen sie bis an den Ploegfteert-Wald vor und erreichten die Stratze Ploegsteert— Armeutiöres. Die Armee des Generals von Quast überschritt an melrceren Stellen zwischen Armentiercö und Cstai- res die Lys und steht im Kampf mit neu herangefichrten em- l'rschen Truppen auf dem Nordufer des Flusses. Südlich von Cstaires haben wir kämpfend die Lame und die Gegend nordöstlich von Bsthrmc erreicht. Die Gefangcncnzahl ist auf weit über 19 009 gestiegen, darunter ein portugresischer General. An der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme mrd alst dem Süduftr der Osie blieb die Gefechtstätigkeit auf Artilleriekämpfe und kleinere Jnfanterieunternehmungen beschränkt. * Vsn den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste EZeneralquartiermcister L u d e n d o r f f. Berlin, 19. April. (WTB. Amtlich.) Unsere Torpedo- boolssLreitkräftc Flandern haben am 9. April abctrds unter Führung des Korvettenkapitäns Albrecht die militärischen Anlagen bei La Pillme ausgiebig utlter Feuer genomnren. Die Wstenvalteriett erwiderten das Ferrer ergebnislos. Feindliche Scestreitlräftc wurden nicht gesichtet. Der Elfes des Admiralstabes der Marine. Der neue Intendant des Darmftüdtec Hofthcaters und sein Programru. Tie uationLlliberale „Berliner Börsen-Zeitung", die in bezug teuf Theaternachrichteu die führende Stellung unter den Berliner Blättern cirrmmnit, veröffentlicht eine längere Unterredmig eines ihrer Mitarbeiter mit dem neuen Inte nd an teil des Darmstädter HostheaterS Dr. Krätzer. Dieser ist gebürtiger Darmstädter, aber in Frankftirt groß geworden. Seinem Großvater, der Bürger- ^neister von Ncaftiz ivar, verdankt die Stadt ihr Theater. Die Theaterleidensck>aft hat sich bei dem mknmehrigen Intendanten schon als Knabe bemerllar gemacht. Aus den,'Inhalt der llnter- reHm.g ist zu ersehen, dast Tr. Krätzer aus mehr als 80 Bewerbern ausgewählt wurde. Der Mitarbeiter der „Börsen Zeitung" schildert den neun, Intel,danten als jugciwiich schlanken, liebenswürdigen Mann mit gemütlichem Mainzer Ankiang in der Sprach- särbnikg, der einen sehr gescheiten, bei aller Zurückhaltung ziel- bermistteu und bestimmten Eindruck mache. lieber sein Programm ließ sich der neue Leiter des Hoftheaters wie folgt aus: ,,Jch loill vor allem Wert daraus legen, daß in sich, geschlossene, stilgerechte Vorstellungen heranskommen. Nicht die Ginzetteisttmg ist das Wefentlickw, auch nicht der szenische Rahmen, sondern der Gesamteindruck. Ich werde die Klassiker in Oper und Schauspiel pflegen, aber insbesondere auch wlche Werke, die ein wenig abseits liegen und im allgemeinen nicht allzu sehr beachtet lverden, obwohl sie es oft verdienen. Vor allen Dingen werde ich auf beiden Gebietei, dem zeitgenössischen Schaffen meine Aufnlerlsamkei^ zuivenden. Ohne daß mau jede extreme Mode milmachen muß, kann man doch in Darmstadt viel weiter gehe-n, als es sonst oft geschieht, da der Großherzog in Dingen der Kunst absolut weitherzig denkt. Ich möchte auch viele Uraufführungen machen und junge, entwicklungsfähige Schauspieler heranzieljen. Kurzum, ich möchte das Tarmstädter Höftheater zu einem modernen Klllturzentrum erstarken lassen. Außerdem habe ich für einen .Kunstzlveig noch besondere Absichten. Ich will das Ballett sehr pflegen, das leider bei uns ganz heruntergekommen ist, weil es keine Pflege mehr findet. Das Ballett soll nicht mehr nur Gliederspiel sein, sondern eine fortlaufende Handlung aus- drücken. Ter Einzeltanz soll wieder zum Drama entwickelt u»erben." — Schriftsteller und Staat. Der Schjutzverband deutscher Schriftsteller hat dieser Tage in Berlin eine Versammlung abgehalteik, die sich u. ä. auch pnt der Standesvertretunn des deutschen Schrifttums im preußisch--m Herrenhanse befaßte. Dabei hielt Pros. Tr. Leopold v. Wiese einen fesselnden Vortrag „Der Schriftsteller und der Staat", worin er die Frage der Standes Vertretung grundsätzlich und s'vzilsagei, von innen heraus beleuchtete. Das B. T. hebt aus dem Bor trag solg-e-ndes heraus: Leopold v. Wiese hat die Stelllmg des Schriftstellers im Staate, aber außerhalb der Machborganisattonen des Staates begründet. Er. zeigte das Wechselspiel der Kräfte, die den Staat tragen: Mrlitärkaste, .Priester koste und Kaufmanns Liste. Tie Priesterkaste zwingt durch die Furcht vor dem llebcrfin nfidyru die Gewalt des Schwertes und die (Gewalt des Geldes. Mft dieser -orgauisierten Ausimtzung des Geistes aber wendet sie sich schon vom rein Geistigen ab. Sie wird irgendeine pragmatische Beamten- lasie. Ter Schriftsteller aber, unter den, Segen und Fluch der Freiheit, nimmt das verwahrloste Gut des Geistes wieder in Verwahrung. Seme Stellung zu doi, herrsche!,den Mächten des Staates ist durch nichts gebunden, er kennt nur ein Gesetz: das Gesetz der geistigen Freilieit. Er ivirkt durch mchts, als durch die Ueberzeuguugskraft des Gedankens. Seine Gewalt steht jenseits aller ständischen Gewalten, seine Stimme ist nicht die einer pvli^ > tischen parlau^lttürücheu Machtvrgmtis-attvn. * Der Schlich der Rede Lüiyd Georges. Landen, 9. Aprtt. (WTB. Nichtamtlich.) An, Schlüsse sein« Rede sagte Lloyd George: Weim diese Schlacht verloren werdsni sollte, so ist damit der Krieg nicht zu Ende, denn so lange der .Krieg auf dem Meere andauert, w'rdeu wir keinen deutlichen F«e- dei, lannehnien, aber, werm, wie ich glaube, die Schlacht gewonnen wird, so ist das Schicksal des Preußenttims besiegelt. Notlerdairi, 10. April. (WTB. Nichtaiutlich.) Der Londoner Korrespondent des „Nisnwe Rotterdamsche Courant" meldet noch über die gesttige Sitzung des Unterhauses: Lloyd George sprach, um die viellekämpste Erhöhung des militärischen DienK- alters annehmbar zi^. machen, die Enoartung aus, daß nicht mehr als siebet, Prozent der Männer zwischen 42 und 50 Jahren tat^ sächlich in die Armee eingereiht werden tvürden Tie Stellung der irischen Nationalisten ist dadurch etwas geschvächt, dast sie früher tviederholt mit Eistc für den Krieg eingetreten sind und erklärt habeil, Irland tei fest entschlossen, zu helfen, um einen günUgen Ausgang hrrbeizusühren. Tie Bemerkung Lloyd Georges, daß der Homerule-Plan der Regierung nicht derart sein werde, daß dadurch ernste Differenzen entstehen umrden. (Das bedeuiet, daß Ulster nicht mrterdrückt loerden soll), wurde auch von den irischen Nationallste!, mit spöttischem Gelächter ausgenommen. Die Home Rule werde, toem, sie tatsächlich dnrckiqeführt werde, die Iren nicht befriedigen, und die nationaldentendon Iren rvcrden der Re- aicruuu sicher den Vorwurf machen, daß sie zivar steh vor einen, Konflikt mit Ulster fünhste, aber sich ilber den Wctieriüind des übrigen Irland leicht hintvegsetze. Es besteht kein^ Zweifel, daß die konservative Strönumg in der Recherung in Heser Frage den Sieg davongetragon hat ,md die Liberalen emwrteu neue Kämpfe in Jrlaiib und eine neue Zeit der llnzuftiedenl-eit und der Gewalt- tätig teit.