m. H Hfttzever Vrzeßerr erscheint täglich cmker Sonntag. - Beriaqen: Oiche«er KamllleudlLtter; lUe jtJött ffit r»e« Kreis ftieftot. Benftprels : mcnatl. ■j}! 2. i .20, otertel- Mrltch Btt. ».60-. durch Abtwle- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1 . 10 . durch diePsst Vtt. ^.60 viettrL- jährl. auöschl. Bestell-. Fernsprech - Anschliifle: li'irdieEchrM!e>lung113 ?>erlaa.«ejchäil2stelle5I AuschristfürDrabtnuch- richien: Anzeiger Stehen. Erstes Vlatt |68. Jahrgang Montag, 8.Aprl!M8 venerar-Anzeiger für ZwMingzninSdnrck u. Verlag: Srühl^che Univ.-Vuch- u. Stein-ru-lerei R. Lange. Schristleitung. Scschastsstelle u. Druckerei: Schulstr.7. Post1chrü7oitto: Krankst, tt a. A. 11686 Sankverkehr: Gewerdedank Sietzen r.nnuqm« von Anzeigen die LageSnurnrner dis zum Nachminag vorher ohnejedeDerbmdlichkeit Seilenpreisr: für örtliche Anzeigen 26P1.,für auswärtige 30 P!., ^ür Reklamen Mk. 1.—; bei Platzvor- schrist 20 */, Auffcvlaa. Hauptschristleiter: AuG. Böen. Verantwortlich für Politik u. «stltilleton: Aug. Goetz; Stadl uni Land, Vermischtes u.Be> richtssaal: W. Meyerj Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. Neue Erfolge auf dem Muser der We. Eiüe Rede Wilsons. Bo» den anderen Kriegöschauplötzen nichts Neues. Der Erste Generalguanrermeister > ^ ^ Ludendorff. ^^vtzeS Hauptquartier, 7. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. ^ Stfront enttuickclten sich am Nachmittag F^rn-kampfe denen starke englische und franko sis ch e Angriffe an der Ancre rmd Avre folgten An dichten Massen vorstürmende englische Regimenter vraaren nördlich von Veamnvnt—Hamcl und vor unserer «Eenropfstellmry beiderseits von Alben zusammen Snd- lich von BillerS—Bretvnneur kamen berei^estellte Sturm- vAppen des Fti:rdeS in unserem Feuer nicht zur Entwicklung. SM ?f neuhrrangeführte fran- Sö fische Divisionen stürmten auf dem Westufer der ^vre zwischen Caftel und Mailly, östlich von Thery, bei «MMSTry und fünfmal bei MeSnll vergeblich an. Unter f&xtjtel &nlufan sind ihre Angriffe vielfach nach erbitterten Nlchkämpfen gescheitert. Truppe» der Armee des Generals von Bocstn griffen gestern frich die feindlichen S^lttnsgr« auf dem Südufer der O i se b e i A m ig n y a n. V>ab7eNö sich Teile den Uebergang über den breiten, stark rnrsuMpften Oisc-Avserr von Nichthofen erraivg seinen 76., Leutnant lldet seinen 24. Luftsieg. Mazedonische Front. Fm Dorfeldkampfe am Ward ar und Do j ran-See wurden riiiige Griechen, Franzosen mrd Eiigländer gefangen. * Sou de» anderen KriegSsckmuplätzen nichts Neues. Der Erste Generalauariicrmeister » Ludendorff. ©nt neues Dieirstpflichtgeseh, das Lloyd George im Unter- Hause einbringen wird, stellt alle übrigen Dinge in den Hintergrund. Die „Times" verrät, daß der Entwurf schon m der nächsten Woche Gesetzeskraft erlangen solle, daß er die militärische Altersgrenze auf 50 Jahre erhöhe und die Wehrpflicht auch auf Irland ausgedehnt werde. Sogar Geistliche sollen dienstpflichtig werden, und die Luxusindustrien, so erklärt die „Times", werden nicht länger Schutz genießen. Während also unser Militärverordnungsblatt soeben verkündet, daß bis 30. April der Landsturms ahrgang 1869 zu entlassen ist, soweit die Leute nicht freiwillig i.n Dienste b.eiben wollen, holt Lloyd George in seiner Verzweiflung noch die fünf älteren Jalxrgänge zum blutigen Handwerk heran. DaS braucht uns wahrlich nicht zu ängstigen. Hindenburg läßt sich nicht aus der Fassung bringen, aber er wird die Entscheidung zweifellos herbeiführen, bevor Englands neue Reserven aus dem Schauplatze erscheinen können. In diesem Sinne dürfen wir auch Wilsons neue Drohrede, in der er „Gewalt, äußerste Gewalt, Gewalt ohne Grenzen, eine gerechte und triumphierende Gewalt" in Aussicht stellt, mit Gelassenheit studieren. Gerade eben haben sich amerikanische Blätter darüber beschwert, daß ihnen die deutsche Regierung im deutschen Volke keinen Zutritt erlaube, damit die hohen Zahlen der amerikanischen Heere nicht bei irns bekannt würden. Amtlich ist dazu aus Berlin festgestettt worden, daß nicht die deutsche, sondern die englische Zensur die amerikanischen Blätter von Uns fernhalte, weil die Amerikaner oft unvorsichtig in ihren öffeiltlrcheai Mitteilungen seien. Weder Wrlsoii noch Lloyd George sollen uns mit ihren Borbereitnngen Angst einjagen. Wenn Wilson heute erfährt, daß die Japaner nunmehr trotz allen: Marinetrnppen in Wladiwosdok gelandet haben, während einer ihrer Minister dieser Tage' erklärt hat, Japan habe aus dem europäischen Kriegsschauplatz keinerlei Interessen — so wird er wahrscheinlich seine gewaltige Keule betroffen absetzen. Seine neueste Methode AN seiner Baltimorer Rede läuft darauf hinaus, einen Gegensatz zwischen unserer Regierung und unseren militärischen Führern zu konstruieren Seine gewundenen Ausführungen sind im übrigen ein seltsames Gemisch von weichen Phrasen und harter Amnaßung. von Scheinheiligkrit und Herrschisuckst. Er versichert, daß er bei seinem „Eiidurtril" gerecht rmd redlich mit uns verfahren wolle. „Bei diesem Endurterl kairn kein Unterschied zrmschen den Völkern gemacht werden, wenn es wirklich gerecht ausfallen soll. Wir würden unsere eigene Sache entehren, ivenn wir Deutschland anders als ^ gerecht und unparteiisch und mit dem Die Adendberichte. Berlin, 6. April, abends. (WTD. Amtlich.) i ^T? n «r fin Schlachtfeld zu beiden Seiten der Somme ?EEhtS Neil es.^Französische Angriffe auf dem Westtrfer der Avre scheiterten. Südlich von der O i se sind wir in die feindliche Stellung der A m r g n y eingedrungen. § VJ 1 " JvW' abends. (WTD. Amtlich) Aus dem S ü d u f e r d e r O i s e brachte die Wiriung wrseres Angriffs neue Erfolge. Pierremande und Solembray wurden genommen. lerdenschaftlrchen Wunsch nach Gereä>tigkrit nach allen Selterl behandelten, wie auch der Krieg ablaufen möge." r seinem „leidenschaftlichen Wunsch nach Gerechtigkeit hat Wilson den Holländern die Schiffe weggenommen. Zum hundertsten Male wagt er, solches den Tat- achen widersprechende T^endgefasel der Welt vorzusetzen. Mit berechtigtem Argwohn setzt er voraus, daß Hindenburg seme brüderliche Liebe für Deutsck-e uird Dutsclies nicht in gleichem Maße berücksichtigen werde wie die Herren in un- erem auswärtigen Amte! Die österreichisch.nngarischen rage-be^leyte. Wien. 6. April. (WTB.l Amtlich wird vrrlautbart: In Italien ließ die GefechtStätigkeit wieder nach. Der Chef des GencralstubeS. Wien. 7. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front nichts von Belang. Der Chef des Generalstabcs. Dom Scmpffrikqsschauplatz im Westrn ist uns bisher »wch ieme grvtzc Entscheidung beruhtet worden, alles befindet Stadium der Vorbereitungen. Forl>j Reserve- armee hat her ihren Angriffen vor Amiens keine Erfolg« ge- habt, svtchern sich nur schwere Verluste geholt. Dagegen hat Dlndenburg an der neuen Oise-Flanke, mnveit von La Ftzre, bei Chauny, einen Vorstoß angesetzt, der uns in den Besitz emrgec Ortschaften gesetzt hat, die bis zu 10 Kilometer süd- M.der Orss gelegen sind. Diese Orte sind im letzten Abend- derrcht der veercoverwaltung genannt: welche Pläne unsere ff ” ^/t'tarrßhen Führer weiter verfolgen, läßt sich noch Ä-ft 6 H W ' dE1 'i, Der französische Generalissimus hat Be- r«hterstattern der Entente gegenüber einen voreiligen L'7nwhg-sang angestnnmt Er erklärte nach einer Reuter- Meldung. ,d,e Boches sind völlig zum Steheii gebracht"' kr fugte daun zum Schluß allerdings vorsichtig hinzu: „Man I^bei, toicb" ^ a0en ' rca * Wlfer erfoIa f“ 1 Ergebnisse Set Ernst her Soge für die Entente spiegelt siel, besonders ui den neuen Meldungen, die aus England ko,innen. Der türkische Bericht. Kvnstantinopel, 6. Aprü. WTB.) Pal ästinasrvnt: Rege bcrdcrieitige Arttllerie- und NrvgrrtätigK-it von der Küste vis zmn Kaukasusfrvnt: Umferc Truppen Huben auf breiter Front den Vormursch portgeset>t. Nördlich des WWis«A llmrLe E r d s ch i s ch :mch heftigem Kämpft besetzt. Stertte BorsteUmigen und beftsügte Ortschaften westlich Komisch stad erllmrint. Ardahan ist geinrmmm. 34 Mörser und viel Munitum gehörten hier in unseren .Besitz An der Schwer?.en° Meer-Küste ist die frühere Grenze rn der Richtung Battun über- schrltken. Auf der übrigen Front nichts von Belcrue ?a n t invpe l 7 April. WTB.) Ba I ä sti n a front: Die Gricchtsitattgikert hrit sich m den üblichem Grenzen. Stellenweise etwas lebhaftes Artillerftfeuer. — KaukasuFfront- Iw weiteren Vordringen nahmen unsere Truppen beiderseits bei Wansecs nach liartcm Kämpft W asb an ii-nd Arnis. In Arnis wurden vier Däotvrbootc, Kähne mrd mehrere Geschähe und Ma- mimeirm^vehre mit Dttcnitwsti erbeutet. Die fri7rdtick>en Banden Nüchesen rniter Zurücklassung vieler Toter nach Osten. Sari Kam ich ist^vvn uns genvminen. Im Nack^angriff wurde der Gegstier aus ftmen ivesblich der Stadt befestigtm Stcllunurn ge- worftn. seme Berf'vl'g'img in der Rich'.uug auf KarS Lst auj- genmn men. Unser Vormarsch auf Datum mackK gicte Fortschritte. — An den übrigen Fronten ist die Lage unverchldert. Die Kämpfe km Westen. -?Erliw 6 April. (WTB.) Am 4. April schob im Avre-W- lchmtt der deutsäi-e Angriff mrt der Erstürmung von Caftel die deutschen Lrn^r bis auf 13 Kilometer an Amiens heran. Bereits feit mehreren Tagen liegen die Balm Höft vvnj Amreus unter schwerrm deiitsä>en Flachfeuer. Um au dieser roich- ttgen Stelle das weitere deutsche Vordriiigeu aufWchalbm. lmben fische Truppen beiderseits der Avre die Engländer abgelöst, der lp^Kn. Ein Teil der französischen Truppen wurde in achtnudvier- r-igjtundiger nmutterbrvchener Fahrt auf Lastkrastnxrscn ans der Champagne herangestihtt und imnnttelbar imch der Aickrmst rin- gesetzt. Am 4. April l-atte auch der Feind einen Anarift geplärrt. Seit 4 Uhr morgeirs spien französische und euglisä-e Batterien rin rasendes Feuer aller Ztzaliber wif die deutschen Linien. Der dend- schc Aligrifs kam der ftindlichen Absicljt zuvor. VerzweisclttL Widerstand äußerst starker stan-ösisclier Kräfte wurde trotz ihres heftigen Artilleriefeuers geürocheii. Tie schlechte Sicht des Mgew- tages begünstigte die Anuäl-erung der deutsäien Bataillone. Unter geringen Verlusten erreichten sie den Feiiid. Bereits gegen Mittag .rvurde der Ort Caftel überrauut. Bor Einbruch der Dunkllheil wurde der durch Drahtverhcrii gesckMtzte, mit Maschinengewehr- nestern reich besetzte Senecat-Wald> genommen. Nördlich des Waldes lag ein srmizö,isä)es Lager. In panikattiger Flucht räumtt eS der Feind. In die voll UTwrdiiimg Mrückslulenden feindlichen Hauftu riß unser Verfvlwingsftuer blutige Lücken. Versuche, unter Einsatz voii starken 5krästen die Deutscher: in breiten ^lbsS-nitten zwischen Dio-reuil und Montdidier über die Avre Mrückzuwersen, büyte der Feind unter l-ohen Verlusten. Die den Angriff begleitenden Tanks aiiurriit msamme:i,gescl-osscn. Von drei stanzösischen Divisionen Gegangene eingebrack-t. Auch südlich Griocsnes grill der Franzose an. Seine Sturmwellen zerschellten entweder im deut- scheii Feuer oder wurden im Gegenstoß zurückgeschlagen. Unter der »au dauernden französischen V^?chies-:ng Montdidiers den nudelt sich die Stadt rn einen Trümncerl>ausen. ™ Berlin, 6. April. (WTB.) Aus den Kämpfen im Avre- Abschnitt: In-trüber gelber Flut fließt die Avre zwischent versumpften Ufern. Jenseits von Morrsel sitzt noch der F-rnw- Mse. Auch den Kirchhof nörirhich trm Moreuil, bev noch von Mnscftnengeivehren startt, hält er zäh. Morisel erzittert rmtcr den Einsäilägeii der fchtvecen Granaten. Das ganze Dorf ist in eine Wolke von Rauch und Staub gehllllt. Mauern krachcrr, Häuser stürzen ein. In toenägen Sttrnden ist der blül>e7ide Ort ein Trüm- merl-aufen. Zwischen den vom Feuer bestriä>enen Zonen führen die riut;ck)en Kompagnäe- und Zugführer in raschm, geschickten Sprüiigen ihre Sttrrmtrupven vor. Das Avretal liegt im FlanLn- ftuer franEsck)er Batterien. Bald macht sich deutsche Unterstützung von Südc-r her geltend. Aus Notstegeu wird die Avre überschritten.^ Bayriscl-e und mecklenburgische Truppen drin-- gcn gleräTzeitig in Morisel ein. „Mein Zug ist der erste m Mo- T~Ifoi !" tntf+ t>rrt 3ir-v4n’rT<-«».- CV»« 'A Of-er: J fl pjjj DK nfrij', ruft ein Zugführer. Im nächsten Augenblick streckt Kopllchuß nieder. Sckwn sind die Fwanrosen im Weicki.^, Bayern ersteigen die Höhen westlich des Dorfes. Ein Nrgim« Mecklenburger, von einer Feldbatterie gefolgt, stößt unbekümmcr um das, was rechts und links noch stand hält, in dos A vretal vor ^hr Stoß schafft den südlich von ihnen kämpfende:: Bayern Luft Durch vier feindliche Stellungen brechen sie sich Bahn urch Hab« yegen Abend den Seneeatrvald erreicht. Tie Besatzuwien der doctt gen feindlichen Mafckstnengervehrnestrr wehren sich mit äußerste LXlrtnäckigkrit. Mmtche Maschinengeivehre, an denen die Dcutfcyei vorbeigesturmt wann:, ioenden sich und schießen ihnen in bei Rücken, aber aller Widerstand ist vergeblich. Der Wald wird ge> sürrmt. vVritf beginnen die Franzosen zu weick-en. Ihr Rückzug will schneller mrd schneller mch artet endlich in eine wilde Fluä-t aus Die Beute. Berlin, 7. April. (WTB.) Erst seht scnrsrir bei der Intendanturen langsam die Meldungen über die B e u te ein Dre Engländer konnten ihre reifen Bestände weder vor mchten noch sortschaffen. Es wirrden erbcntet: rn N o y o r 200000 Liter Wein, 4000 Woilackss. 100 Kraftwagen mi^ rerchlrck-e-m Zubel>.vr und Ersatzteilen, 200 Feldküchen, 22C Fahrzeuge, Tragsättel im Werte von 1000 Mark, sowü viele Geschirre, 300 Zerrttrer Wri-en, 300 Zeiitner Hafer 100 SpitzKelte und ein großes Lager mit Sanitätsmaterial Ferner ivnrde die Verpflegung für eine Division auf mehrere Tage erbeutet. Desgleichen wurde» aus der: erbeuteten Beständen in M o n t d i d i e r zwei Divisionen, rn Ham eine Division verpflegt. I:: Roye ftelen em Häutelager mit ungezählten Rttrder- und Schaffellen und Tauseriden von Kaninchenfellen in deutsck-e Hand, in Ädontdidrer ein bederttendes Leder-, Leinen- unb Han flauer und riesige Wrinvorrätee Die englisck)en Bestände in Ham lieferten die Verpflegung an Wein, Keks und Datteln und 50 Tocmien Kartoffeln fiir die deutsck)en Lazarette. In Nesle erbeiiteten die Dcmtschen ein umfangreiches Lager an unterkunfts- und Barackenmaterial und ZimmerauSftat tunasgegenstanden. Endlos ist die Menge an Mänteln, Decken, Giimnnmäitteln und Zelten. Die Zähliurg der Beutr imnmt viel Zeit in Anspruch und wird fortgesetzt, * Die englischen Verluste. Berlin, 6. April. (WTB)Die ersten Berichte über L?geheuren.englichen Verluste sind aus dem Wege über Hickl rn Holland eingetroffen. Die 5>öhe der wäh- reich bev deutschen Offinsive vom 21. bis 29. März- erlttteuer Euwu^ an^erstklassigem Mcirsck)enmaterial soll den briri- ä-en Verlusten der Sommeschlacht von 1916 gleichkommen, )re nach den amtlichen englischen Angaben 412 000 Marm betrugen. Znhlt man in der anschließenden Spanne Zeit vom 29. Marz bis 5. Llpril die gefalleiien, verniißten und gefangenen englischen Soldaten hinzu, so kairn man mll über einer halben Million rechnen, um die das brihid* Hter geick-tvächt ist. Die Beschießung von Pari». ^ Pari^ 7. April. (Ha«rs.) Die Beschießung, vvn Baris fÄU'taÄÄl* 6>efcWB E « AÄ Franzttstsche Bcrrrteilung der englischen Armee. r c ® e . r ^ n • 6 (WTB.) Gefangene fran>Asikck< rrifl ziere mis dein Wschiiitt südlich beNlirrJ ben zosen :n den ersten Apcilwgm von den Engländern IHenittSm U iX, b ff ,d,ni Krmarlch mck Ä Ä A, d o ^ r ungünstia über dcii nrilitärischc-u Wert der cna. mrf) n ültmcc nemifeert. Ein Offizier des ftanzösischen 142 Iilfanterieregnnenits, der am 4. 4lpril m der Oftmmd i*vi (Satt* ^ -nMch- Ins/" ^ ß Msantei-ie «riiglmse ne ixnrt lim). Von t« e!gli,che?l ckrirlftne sagte er, daß sie zivar schießen könne, daß abe, i^ive pÄhlrung versage (l'artillerie anglaise fast tirer, mais u'rii jte owtinnte). LesWld wwDcn aut E»rurD der bisherigen Fehk- tzMge die englischen Bawerien in Gruppen unter FÄferimg fvan- Mffcher OsfM-ere zusam mengesaßt. Ter gleich-? franzHilche Offizier berichtete auch die irrteressante Tatsache, b*& die enytifche Arlillerie wri dem Rückzüge geiv-esen sich als die Frawzofes? zur Ablösung! hevmrmarschierten, nud daß die Fvanyssen bie englischen Batterien towfoer in die Stellung vvrfüiwten. Das 142. ^nfanbrätceg i - ent, foent der französische Offizier angehört, Varn mit der 163. Tirision aus der Cdrurpagne. Tiefe Division Munde auf Lastkraftwagen in achllmdvierzigsiiinoiger lununl erbrochener Fahrt in den Av?e-Ab- schnitt verbracht, rrnd die Truppen wrrrden. obwohl sie zwei Tage vhne Verpflegung geblieben waren, •oTpre ihnen Raft zu gömren, Ml die Front geworfen. Diese fvanA-stschen Regimenter haben sich, wenn sie auch dem deutschen Angriff um mehrere fti1o??ic#er 9Laum fecto müßten, bewundernÄv-ert geschlagen. Freilich erhöht dieS nur die Tragik der französischen Armee. Das Versagen der englischen Führung zwingt sie -zur Aufopferung ihrer 3Leserven, rtxfl sie perpAa?, dag nicht nock) weitere LandKcuh -2 Frankreichs verloren g«h«n. Eine Rede Mtssnr. Ha-ag, 7. April. Wilson hielt in Valtiinore erne längere Rede, die Propaganda für die dritte „F-rrüheitSanleihe" mack?cn sollte. Er sagte dabei, daß er nochmals «iseiiiandersetze?? wolle, wofür die Freibeitsanleihe M diene?? habe. Tann fuhr Wilson fort: Die Bevölkerung Amerikas kann gewisser als \t zuvor sein, daß ies sich hier um ihre Airgelegenll)eit handelt, und daß, ux^tN die MMerten verlieren, Amerika seiner Stellung als große Nation verlustig geht. Ich rufe Euch, meine ÜandsLeu«, daKrrc zu Zeugen auf, daß ich immer während dieser furchtbaren hie Ziele Deutschlands mit Maß beurteilt habe. Ich würÄe mich schämen, wenn ich Ln dreier ernsten Zeit, von der in so hohem Maße das Schicksal der ganzen Welt und der Mensckcheit abhängt, die schwache Sprache deö .Haisses und der Rache gebrauchte. Wir mtffstn urteile??, so wie wir selbst beurteilt zu werde?! römischen. Keine UngcrechtigkeiL und Hein Mgrifsswille liegt in unseren Absichten. Wir such bereit, bei der Endabrechnung gerecht gegen das deutsche Volk zu sein undi. Deutschland genau so wie die anderen Mächte redlich zu behandeln. Bei diesem Endurteil kmv? kein UnLerschied zwisck-en den Böllern fernen# nq'rderr. wrrrn es wirklich gereckt mrSfallen soll. Wir wimderr unsere eigene Sache en^'Men, wenn wir Deutschland anders als .gerecht und ?!Nprrrteiifch rmd mit dem leidenschaftlichen SBmtfrfj nach Gerechtigkeit nach allen Seiten behandelte«, ivie auch Iber Krieg rblanfen möge. Denn nur fordern nicht, lva-S wir nicht ebenfalls bereit wären m bewilligen. Mt diesem Gcdeurken vor 5lur;i habe ich versucht, von denen., die für Deutschland sprechen, zu hören, ob es Gereckftigrkeit oder Herrschstrcht ist, wenn Deutscki- 8tmd seinen Willen anderen H^rttonen der Welt aus erlegt. Die Antwort erfolgte in Worten, die nicktt falsch aufgefaßt werden Können. W wirrt : zugegeben, daß nickst Gerechtigkeit, sondern Herrschsucht lund rüchichtSlvft Durchführung des eigenen Willens die treibende Kraft ist. Dieses BeLmntnrs stammt nicht von den deutschen Staatsmännern, sondern von den militärischen Führern, welche die wirklichen Herrscher sind. Die deutschen Staatsmänner shaben -erklärt, daß sie den Frieden wünschten und bereit feien, Be- dingrmgQl zu erörtern, sobald die erriet darin übcreinstimmten, mit ftmscit en Eßmrrdsätzen begründet iverdeni, die wir als die unsrigen bei der Ende«'g<4ung erklärten. In Brest- Litowsk gebrauchten dir deatschm Zivildelegierte,', ähnliche Worte. 3fe äußeren den Wumch nach einem gerechten Frieden und verckvoachen den Völkern, deren Schicksal sie in Händen hatten, dos Recht der Selbstbestimmung. Aber iljee militärischen Führer, die Männer, die für Deutschland handeln und seine Ziele aufstellen. find zu einer gan?. anderen E?rtschcidumg gelonnnen. Wir können lkeine falsche Auftrm'.mg von dem liaben, was in Rußland, in der Ukraine und in Fi.nl.and tatsächlich erfolgte. Tie wirkliche Probe auf ibrcm Gerechtigkeitssinn ?md ihr? Aufrichtigkeit ist geliefert worden, mid drr«ns können wir d£ßc* andere schließen. Sie erfreuen ffch eisttö billigen Sieges über Rußland, eines Sieges, aus den keine tnp-ere Nation auf die Dauer stolz sein kann. Ein großes Dolk, das durch eigene Schuld hilsSlos geworden ist. wurde ihrer vorübergehend crusgeliesert. Ihre schönen Versprechimgen sind vergessen. Nirgends nestnen sie die Gerechtigkeit in Anspruch, sondern überall lassen sie nur ihre Macht gelten. Sie bauten alles zum eige??e?l Nutzen aus, zur Vergrößerung des Landes, und die Mlker in den eroberten Provinzen werden aufgefordert, frei zu sein, -aber unter deutscher .Herrschaft. Sind wir nicht berechtigt, zu glauben, daß ährrliches >auck) im Westen gefchLH», wenn die Deutschen Heeren gegenüberstünden, die von ihnen uiffehkiaren Divisionen besiegt werd n könnten. Wem? sie In Weftlbke, daß ih'ce P7äne schließlich niißglü'cken würde?!, gerechte und kfl'msti^ Bedingungen ^ür Detgien, Frankreich und Italien vor-'chlcrge'ii/dürsen sie es uns dann Melnehmm, ?rren?? nm 'daraus lldiglich den Schluß ziehen, daß das iausschlicßlich geschieht, !um sich frr»e .Hand in Rußland und im Osten ^ sichern. Ihr Ziel ist es zw.-ifeklos, olle slcrwische?! Völker, Me m?s ihre Ehre bedachte?? Nationen der Batkanl>rlbinsel, alle Länder, tüe von der Türkei beherrscht und regiert Warden, ihrem etg«*«n Willen und ihrer Herrschst^ z»? unterwerfe?? u?rd daraus ein Reich M gründen, ein Reich der (NewLnns?kcht und der L«ndelS- herrfchaft, ein Reich, das ebenso seirchlich Nord- und Gl^amerika gegeirüberstünde wie Europa.und ihm F?rrcht eirrflöße, ein Reich, das schsfeßlich Persien, Indien u?rd die Völker des fer?«n Ostens beherrschte. In ei?Bem derartigen P?e»a-rsr«m siriden «irst-re Ideale der Gerechtigkeit und der MenschkichÄcit, der Freiheit m?d des Selbst- bestimrmwgsrechts der Völker, die von^der ganzen Welt gefedert werden, keinen Platz. Wenn ein derartiges Programm einmal anägeführt ist, dcmn nrüßten An«rika r«id alle, die sich an seine Seite [Wie*, sich bewaffnen und vo-r-ercilen. um zu kämpfen für die Fveiheit der Well rrnd geMN die .Herrschaft, unter der die Rechte der Bürger, die Rechte der Frauen und die Rechte aller, die sch,nach sind, nrit Füßen getreten werden. Was hÄben wir nun zu tun? Was nnch betrifft, so war ich bereit bin selbst je^t noch bereit, über einen rrdlichon, gevechten und ehrenvollen Frieden »i sprechen, ?ve??n dieser nur aosev^stig ge»7«vrt ist, ein Friede, bei dem die Starken und die Schwach«? gleich behcrrtdelt werden. Ms ich jedoch einen herartige^ Friede« gefordert hatte, kam die Mrtwort der deutschen Heerführer -ans Rußland, und ich 1*w? diese Antwort mcht mißver- steye«. Ich nehme die Herans s ordern n g an und ich weiß, daß m td) Sie sie anivhmen. Die ganze Welt soll wissen, daß Sie diese Hermisforderung angenommen haben. Dnttschland hat toiederrkm gezeigt, daß allein die Gewalt zu entscheiden hat. Es fragt ftch, ob Reckst und Fviede in den Beziehungen der Me-echchon herrschen sollen, obdaS Rächt, wie Anrerika will, oder der Zroang, wie ihn Deutschland an strebt, das Los der Menschheit bestirumen soll. Bon unserer Seite ist daber nur eine A?'t?vort möglich: Geroalt, äußerste Gewalt, Gewalt ohne Grenzen, eine gerechte u»h triunrpliierende Gewalt, die etn gerechtes (Gesetz in Äe Well bringt und jede selbstsüchtige Herrsck-fucht niederwrrft. Der König von England an Wilson. London. 6. t^leqivqchierte an April. ^WTB.) Reuter meldet: Der König den Präsidenten der Bereinigtes Staaten: Gelegentlich des Jahrestages der folge?tschweren Entscheidung der Vereinigten Staaten, in diele?! Krieg zur Wahrung des Titumnahar.alm Rechts imb der Gerechtigkeit einMtreten, «h Ihr«:, Herr PräffldeTtt, ?«d drrvch sie den? amerika- rrkschen Volke, die frermdsckvrfklichen Grühe des gesamten britischen Bold-s zu übermitteln. In d-iestr kritischen St?rnde, wo imsere F-üche kein Opfer imb keine Kosten scheuen, um den Sieg zu errbrqen, chhen fvan-ösische und ' iMsche Truppen geeint nne nie Mlvor in ihrem heldenhaften Mberstredeu. Diese Anstrengungen imb ihr Mut mx& crickrcht er halten durch den Gedanken, daß die große. Demokvatie des Westens im selben Geiste und mit denselben ZfLv vm \m stibst. jtfce AjirstvMWKlg und alles darWisc^n und fortfahren w-crd, ihre äußerste Kraft in den Kampf zu wertem der ein für allemtal das Schicksal der freien Döl^r entscheiden wird. Tie heldenmütigen Taten der Amerikaner zu Wasser und zu Lande Hermesen dem ftebsbe schon, daß seine Hoffnmrg vergebens ist Das britische Reich. do§ fast -mm hier Jahre lang Krieg führte, wird auch rwch weitere Opfer froh bringen. Ter Gedanke, daß die Bereinigten Staaten unter Ihrer Leitung ein Herz inrd eine Seele mit u?rs finb, bestärkt uns in dem Entschluß, nrit Gottes Hilfe schließlich die Pläne des Feindes zu vernichten und die Herrschaft von Recht und Estrechtigkeit auf Erden w»ederherzusLellen. Czernin und Ckemeneeau. Basel, 6. DHril. Nach einer HavasrneÜmng aus Paris veröffentlicht daS Minifterpr äsidiu m folgende Note: Als Clemenecau die Regierung übernahm, fand es sich, daß in der Schweiz auf die Jtritiative van Oesterreich hin Besprechungen stattfarrder? z?msck)«n de??? Grafen Reverdeca, dem persönlichen Freunde des Kaisers, urid dem Major Asrnuurd vom^ 2. Buveau des GeueralstabeS, der zu die eui Zwecke vom damaligen Ministerium ab- geordrret twir Elemenceau glaubte, die Devcuituwrtung nicht auf sich nehrrre:? zu dürfen, die Pourparlers abzuhrechen, die zu keinem Ergebnis geführt hatte?!, die jedoch nützlickM Jnformationsgucllenj sein kormten. Maj»r Mrmand binnte sich also auf das Ansuchen des Grasen Reverdera fortgesetzt nad}, der Schweiz begeben. In Gegciu- nx?rt seines Chefs wurde chm von Elemenceau die Instruktion erteilt: „Hören jutb nichts sagen." Als sich Graf Reverdera schließlich überzeugt hatie, daß fern Versuch Zeinen Köder für die Deutschen an- zubri??gen, olme Errolg blieb, ncrlM er sich, um sei?r Beginnen zu chlaraktemsieren, die Mühe, an? 25 Februar dem Major Ann?and eine handschriftlickie Rotze von seiner eigenen Hand zu überreichen, deren erster Satz lairtet: „Im Mvnat vliugust 1917 n«ren Barbe- sprechm>g«i angekni'Üpft Uwrden Kai den? Zwecke, von der sram>ösi- schen Rv«eruvg im Hinblick auf einer? künftigen Frieden Borsckiiäge an die Äbressc Oesterre wogt Graf CKernin wie folgt wikLerzüigeben: „Elemenceau ließ mch ei??ige Zeit vor der Offensive an der Westfront fragm, ob ich geneigt fei, in PerlMrdlungen ein-ziutreten, und auf loelchen Grund- la «itMteiken, ob er in der Lase sei, Ecösfnunge?? sei??er Regierung an jene OeHerreich-Nrvw'rns entgegrnzunehnien. Ms Gras Rewrr- dera diese Anfrage nach «eingeholter i^rehmiqurra noch in: Juli? 1917 bejahte, trafen am 7. Llngust 1917 im Aufträge des dau?a1igen svan- zösischen Kriegsministers Painleve und mit ^>enehn??gung des damaligen französischen Ministerpvüsideute?? slttbot der Ma?or Gras Armand bei dem mt ihen wevllüuffg verwandten Grafen Retoertera in Freiburg ein. Gras Armand richtete wen an den Grasen Rewer- dera die Ansvage, ob Mischen Frankreich und Oesterrerckt-Ungarn Besprechungen möglich waren. Die Initiative zn dieser An- knüpfurrg ist also von französischer Seite auSgegan- gen. Ter K. ?l. K. Minister des Aeußeen ersuchte hierwrs den Grasen Retverdcra, die Besprechungen mit dem französischen Vertrauensmann cruszunehm n? und' im Lcmie derselben festzustckllen, ob hierdurch die Grundlagen für die Herbeiftlhrung^eines allgemeinen Friedens geschaffen werden könnten. Goas Rewerdera trat sodann am 22. ta?b 23. August 1917 in Desprechuw- gcn mit dem Grafen Arrnand ein, die jedoch, wie Herr Elemenceau garrz richtig erklärte, kein Ergebnis lieferten. Hiermit brach düse Verhandlung ab. Im Januar 1918 nahm Graf Armand, diesmal im Aufträge von Äemenceau, mit de?nl Grafen Rewerdeva neuerlich Fühlung. Der im August 1917 abgcrisser?« Faden ist also von Herrn Cle- menceau selbst im Januar 1918 wieder ausgenommen worden. Es entspricht sonnt durchaus den Tatsachen, tverm Gras Czernin in seiner Rede am (2. April l. I. erklärt hat, „Elemenceau hat einige Zeit vor Beginn der Westoftensive bei mir angefragt, ob ich zu Verhandlungen bereit sei, u?rd auf welcher Basis." Ter gegei? Cze?7nin von Elemenceau erhobene Vorwurf der Lüge ist danach nicht anfrechtzuerhalten. Von „Bitten um einen angeblichen Separatfrieden", mit tvelchen Oesterreich-Ungarn die Re- g?eru?Hgen in Rom, Wash???gton und London ern?üdet habe, ist der österreichisch-ungarischen Regierung nichts bekannt. Soweit die Feststellung der Tatsachen. Im iübrigen sei nur bemerkt, daß Graf Czernin seinerseits keinen Grund sehen würde, abzuleugnen, tpenn er in diesem oder in einem ähiEchen Falle die Initiative ergriffen hat, da er im Gegensatz zu Elemenceau glaubt, daß es kein Vorwurf für eine Regicrimg sein kann. Versuche zur Herbev- führuirg eines alle Völker von den Schrecknissen des gewaltigen Krieges befreienden ehrenvollen Friedens zu unternehmen. Durch die von Elerneneeau ansgenrorfene Stteitftage ist übrigens die Aufn«rlla7nHeit von dem eigentlichen .Keimpunkt der Aeußo- rungen des Grafen Czernin abgclenkt worden. Das Wefentliche daran war nicht so sehr, ,?wr die Besprechungen vor Beginn der Westoffensive angeregt, sonder'?? wer sie zerschlagen hat, und das hat Herr Elenreuceau bisher nicht geleugnet, daß er sich gea-eigert bat, auf der Basis des BerzickM auf- einen fstückerwerb Essaß- Lokhringens in Berhandllnigen einziutreten. Der Kampf in Finnland. Stvckhol m. 6. Aprü. iMTB. Nichtamtlich) Finnischer Bericht von? 6. April, 2^/z Uhr inorgens. Die erste große Operation der ffnnsschen 9lnnee ist beendet. Die Rote Garirison von T a m mersfors hat sich ergeben. Der Generalguartiermeister Ignatius. Petersburg, 7. April. (Reuter.) Nach eingegcmgenen Mel dun^m eröftnedei? oie deutschen Schiffe, unter denen fick) zwei Dreadnoughts befanden, nachden? sie vor Liance [7] angekommen waren, dois Fe u e r au s d?e ru ssi s che n S ch i f s e, derer? Konrmanldanlen cks für nötig lnelte??, dceigroße^chisfe in die Luft zu sprengen. Die deutsche?? Verluste während der Lmidung nxiren sehr urrbedartend dank der Mitwirkui?g des tuiMckM Eisbrechers „Woljvnetz", der die feindlichen Transporte durch die ihn? nwhlbekannte?! russischen Minenfelder führte. Bis gestern f?M larideten die Deutschen 12 000 Mann, die die Offensive in Richtung Heising fors ergriffen. Die finnisck>e Rote Elarde versuchte Widerstand zu leisten, nrußte sich aber vor der erdrückenden zahlenmäßigen Ueberlegenbeit der Deutschen Regierung ist, um den? Büppukrieg in Firrnlano ein Gnde zu das Evgebms eirrLs Abkommens der alte?? finnischen und der deutschen Regierung ist, um deu BlttgerÜneg in Finnland ein Ende zu machen. * Generalfcldmarschaü o. Eichhorn in der Ukraine. Kiew, 6. April. (WTB. Nichtamtlich.) GerreralftldmarschLll von Eichhorn ist gestern hier emgetroffen, um den Oberbefehl über die in der Ukraine befindlichen deutschen Truppen «, siher- nehmen. ch * » Japanische Truppenlandungen in Wladiwostok Moskau, 7. April. iWTB.) Zur japanischen Truppenlandung vx Wladiwvstok wird halvamt- ttcy gemeldet, daß der fltat der Volksbeaustragren politische Schritte rmternon?n?en und gleichzeitig allen Sowjets ti? Sibirien den Defehl gegeben habe, den? Angriff auf das- ^ russische Gebiet Widerstand M leisten. Washington, 6. April. (WTB. Nickftcm;tlich. Reuter Meldung.) Beim AuSwttrti-en.Amt ist die Nachricht einge troffen, daß japanische Mari?!ctruppen in Wladiwostok grla?chet s?nd, um Leben und Eigentum zu schützen. Petersburg, 7 April. (Reuter.) Ein Manifest desRates der Bo l ks k o m m i s s a r e beschuldigt Japan, den Sturz der Republik herbei führe?? und sich Sibiriens lx^müchtig«? zu toDlIett. Er nennt Japan den Todfeind der Republik ,n?d sagt: Rußland verlangt eine Erklä rung von den Miierten und warnt sie; ihre Antworten würoen ci»?ei? eri)eblichen Einss?rß curf die aiLsmärtige Pol? tik des MrdeS tyiueu. * Bessarabien. Berlin, 6. Aprit. (WTB.) Durch^ einige deutsche und aUsländifche Bllrttzer g«Bg die Nachricht, daß der russisch rumänische Militärkonflikt auf der Basis beendet wäre, daß Rumänien im?erhalb zwei Monaten Bessara- bi en zu rüunvon Wie wir erfahren, ist die Nachricht n?izutreffL?ch. Ein Vertrag zw-isck)e?l der rrrssischen und rumä ?rischen Regierung fand rftcht statt, auch dürften die Wsichten der rmn-änisck-en Regier^rng hirisichtlich Bessarabiens den angeblich effHgegangenen Verpflichtungen der Regierung lricht entfp»»chen. * Judenpogrome in Tnrkeftan. Kopenhagen, 6. April. (WTB.) Das Kopenhagener Birreau der Zionistenorganisation erhielt von der H»ing dir Forderung eines Kredits von zwei Milliarden Franks zur Deckung der tatsächlichen A??sgabe'.? für Material und Kriegsliefermige?? stand, benutzte Mmiste»r?rWdent RadoSlawotv diese Gelegenheit m der So bocrnje, ?m, d« an Sa e-ei chne 1 e Lage Bulgarien zu beleuchten, das ob? Krisge tei1geiwmn?en habe, um seine nationale Einheit M verwirklich«?. Diese Lage verdanke es vor allem der glänzender? Haltung der Arnnr. Radoslawow hob hervor, daß die Erlangung der Dsbrrrbscha die erste Stufe zur Bei wirklichung des naticn?alen-Ideals sei. .Die Dobrudscha, erklärte Rc?dosla??vw, ist zu uns Kurkcügekornnicn in erster Linie, tveil die Bevölkerrmg, die fie beivokm, sich für Bulgarien ^rttschrcden hat: ferner, weil die bulMcwffchM T?mpper? ????seren Berbündeven üi? Kampfe gegen W*xm(k*im e-cffchcidez^e Hilfe leisteten, indem sie sich für die Befrei?mg einer butgarischeu Provinz schlugen, endlich weil die Diplomatie unfern: Verbündeten unsere nationalen Ansprüche tn den FriedeEerhandlu??^cn unterstützte. Aber diese Frage ist mir erledigt* We: I yrixn S mn 5>aßgcfühl gegen stiumänien. das wir im 'Gegenteil gen« -mn Fveunde haben möchten. Der Friede mit Rumänien i# «Ä vtz des Frieix-ns von Brest-Litowsk mit de? Ukraine und Groß"Rußland. Unse?^ nationalen Besttebungerc bt* geg-nen warmer Sympathie in dresen russisck)en Länder??. Me Welt erkarnt den bnlgarMchen Charakter der Dobrudscha, Mazedoniens und tzes Mo?«waraUdes an. Alsdann appellierte Rados latvow an die Moeorbrreten, sie n?öchten einstimmig ohne Debatte den geforde?tten Kredit bewilligen zum Zeichen deS Vertrauens ans die ?trmee. dbid) diesen Erklärungen des Mircisterpräsidenten lrmrden die TrU-ü??on vom Publikum und den Iournalistza? ge räumt und die Sitzung hinter verschlossenen Türen iortgrsetzt, in tvclcher der Kriegsmürister Heidenow vertrauliche Airsfühcungen rnachte. A»r öem Reiche. Ans -cm Armer-BerordnungSvlatt. Berlin, 6. April. (WTB. Nichtamtlich.) Das „Ärmeever- ordnungsblatll' veriff fenllicht einen kriegsmini st eriellerr Erlaß, wonach bis z«m 80. April spätestens die 1869 gebo reuen, auf Grurnd der Landsturmaufrufe zu den Fahnen ein*» berufenen £tmbfhrrmteufe zu entlassen s??rd, soforn sie nicht freiwillig im Dienste bleiben wollen. Dementsprechend ist von der Einber?lfung solcher Leute in Zukunft abzufthn? Das „Arnreeverordnungdblatt" veröfse??tlich1 fermer Msfül) rungSbestim???'?mgen pi feer Allerhöchsten KÄbinettsorder vom 3. März 1918, betreffend Abzeichen für Verwundete. Das M^eickio,? ist aus Eisen ?md zeigt auf seinem von einem Lorbeerkranz eingefaßten Schild eine?? Stahlhelm auf zwei ge kreuzt«? SckMnttern. Es ist schn-arz bei ein- imb zweimaliger, mall weis bei drei- und v«r»»aliger und rnattgelb bei fünft ode? mehrmaliger Vcrwundu-ng. SS närd mrf der linken unteren ©raft getragen. Die Beschaffung von Kleidungsstücken fift die Rüstmrgs «idustrie. Berlin, 7. April. MTB.) Dm?ch ell? Berlnrer Blatt ist in der 2wmtaw^wim?w vom 7. April die Meldung verbreill't morde??, wortian) die Rei ch Sb ekleidungs stelle zur Beschaffung von 7S0000 Anzügen für die Mstungsmdustrre eine Ber- ordnultg o-»rfee«ife, die von den Wel)r!xittagspstHchtigen die unentgeltliche Abgabe eines Anzuges m? Wege des ZwangeS jkxrtoe. ^Die Reich,belleidicngslh'll-e erklärt ausdrücklich, daß dieft Meldmrg falsch ist. Dre Aussührungon des Blattes süße« auf falsch übermittelten Indiskreti-owa? auS ben jüngsten OTTtmacmpr« Befpr^hu'ngen bei Beirates imb Berwal- t,ing^^emn!teA-ch^sftl»ksseS feer Reichsbekleidimgsstelle. Tatsache ist, daß die ReickM-ck^kdungsstelle in den letzten Tagen gutachtliche ?l«eufierunqn? ih?ier Ausicstüsse fiter die Art der Beschaffung dftftr drrngnkb ?:otwenoj«n! BellewungLZstücke eniforderte. Eine bindende vcklärmng der Re«l»sbekleidungsstelle, die hierbei in engster FükKims^al)??«: mit d«n Reichslr-irtschastsamt, der KriogS- rvhstpffabteikung und militäristlM? Stellen handelt, ist noch nicht gefaßt worden GrundsäÄvch steht die RerckDbekleidu i cgs stelle auf dem Standpunkt, die benSttgte An-abl IM? BekleidungMückeu für die RüstunM'ümstrie und Landwirtschaft durch eure glleichmäßige und gerecht" ll???lage bei allen Kvmmu??gll«rbä??den rm Reiche durch eure freiwillige Abgabe von der tvvhshabeuden Bevrlskerung gegen Entgelt m mvertm. Hierbei follon die bestehenden Richtpreise ftir die Mkll^devÄdgabe big ?im 20 Prozent erhöht imben. Der Schlösset fflr W von ben einzelnen ÄXmimuiratvarbänden auftu- bringende Airzahl vm? Bekleidungsstücken sülde einerseits die u bemrruNtz-n, letzt die RciM Nndu'EMe Wk^t Mf!tnefe AeMEuns, ine ofeit weitorcS 4>ültkHifffeü bet Au^fül^rmrtzear des Blattes dartttt. Aus Hessen. °7, Bad-Nauheim, 8. Alndl Neben der Sozialdemokratie hat für dre morert Generalmajor Becker — £cx Großherzog hat am 3. April die Geometer 1 Klasse Karl Schnitzt aus Küssel und Karl Tag aus Dieburg mit Wirkung vvnr 1 April 1918 an zu Hldk^renrigungs^metern ernmrnt. — ^Ä^- I)at o flni 9. März d I. dem kommiss. Lisen- bahttbetrre^ingemeur Qoreirz Ott zu Tarnvstndt, öem ObeEeva )u Mtzensck)etz, dem Bahnhosbvork "eher Dldols Beaury und dem Gütervvrstcher .Karl Kvrell zu Marnz, den Balm meistens G.vrtz Barthel zu Y^ddelau-Erield- zu Rüssel-'- heim Georg Ros-.bach yu Alzey und Ivhamt-s Sckr örb zu Nie'der- Euf, GyenbahnasfistEn Heinrich Bmnnarm zu Eberstadt Gustav Bausch mtz Karl Glaus zu Marnr, Valentin Heuser zu Dvchurg, Georg Hochtzesand xu Mainz-Kastzcll, Lrtzwig Jochim zu Dwb^sbach-tzeuLack,, SxrnnA) Müller zu Osi-chchen, Wilhelm Flößer ftS7v v ^lulu.oc.u zu wcarnz, ^ndweg Bern lg er uitz ^atob Büdlnger zu .üranrchsterrl, C-oorg Pfeiffer zu Monnl^im Ich-vl, R^ndard. ^nnch T.-Hnm mb Ä SS5 Cls^hn-iUntorassiftonLen Fgtanz Alter zu Egelsbach, Rudolf Dauer. Georg Bellroth und Adam Schmitt zu Mainz Heinrich Beier zu Vtonshnm, Adam Dywff zu Lamvertlieim, Jatob^Hock ^Groql-.(^eran), Tb. 'dor Kilian zu Worms killte!m Kttuni zn MalnzMoühelm, .üarl Schreiber zu Heides- heim Äemrrch Schrott, zu Babenhausen und Joseph Wammes zn Ingelheim deii Rairgr-ermeiüern '>ldam Bitsch zu Arheilgm Paul Vemer und Johannes Kaul zu AöainZ mtz GW Körner ru Darmltadd Len Werkfülwern Anmut Barrrewald, Friedrich Aller Perer.Heß, Lvmrul- ^ofmann II., Philipp Müller und Jioseph Pfennmger zn Tarmstadl und Alois Schnttdt zn Mainz dm WmchensEeru 1. .Masse Georg Becker II., Rrmhaw Jacvvt mtz Karl ^ckiön zu Darmsdaot. Wilhelm Becker zu Gau-Wy«6icim und Äm:l Brückbaner zu Wornrs, dem Wevä>enstxllcr 1. Klasse Sttll- berschosser Jvl-aun Knaü zu Boderrheim, die unkündbare Anstellung vcrliehm - Am 25. Macz b. I. wurde per LvLnnotiv- mhrer in der H- nrk wahrm und mehrm. ** Silberne &ü(fi»eit. OberpoUchafficr Louis Rühl und Frau feiern nlovgen., 9. April, die silberns Doch»eit. - . -3^lr Samenbeschaf fnng. Die mwße SamrnknkMftheit rn diesem Jal/re und die «terauS verniehrte Nackü'rage nach Sammr /ulrVT vlvt fvtTnuvft KiTMt rv> rrj*** IT\ :v /?* '' ' VekayntNachuW Wir geben hiermit bekannt, dak die Stücke von M. 100 -, M. 200 - und M. 500 - der Vll.Deulschen WegSMieche erschienen sind und von den Zeichnern während unserer Kassenstunden von 8-1 Uhr vorm, unter Vorlage der Abrechnung und einer Legitimation an unserem Wertpaprerschalter in Empfang ge nommen werden können. Mitteldeutsche Crcditbauk Filiale Gießen = gegenüber der Johanneskirche. Mtßerdem habest t*ete Lertte sich eiltet Garten oder Sttlck Land ge kaust oder gepachtet' vvcies Ackerlmtz ist in Garteul«tz umgeivan- delt irorden, t«il icdcr ger,i sem eigenes Gentüfe für bet Bedarf ^'fpeu El- 'Man sät aber m diesem Jicchre bsi dem gümsttocu Friihiahr häufig 'bet Samnt ya so daß man gensZgt 1 cm wird, bu Aussaat noch einmal vorMmchwe.n. weil bic unerwartete ll«tzui»ü der Witterung ober die SekEnge die erste Aussaat nicht w Snttmcklimg ksrnmen lassen, so daß nim zu ern-er z^oeitet Aussaat schneiten muß. Deshalb muß wan sich nnt Samm versehen. Wir l>aben hier nebar mehreren kle«rer«r Berkaufsstellet von Sämeretm nur eiere redyt leift>rng^fähige> Samenhandlmm. die aber dem Bedarf nicht pöklig gaiiignt kmn. wer! auch dte Versorgung des Landes und der ganzen Umgegend von Gießen mit in Betracht kommt. DeÄyslb nmß man mit Santen recht sparsam umgel-en. Mart sollte auch nicht allen Samen auf enmat .mtKellen um nicht die sanze Ernte auf einmal zil haben, sortzern rn ^übstandet voit züoei bis drei Mach«, damit die Ernte,z. B. der grünen Erbten und BlKmen, der Karotten ufw längere Zeit dauert. Es ist daher ein Mt der Vorsicht gewesen' bak von seiten der Stadt der ganzen Situatchi Ziechrmw ge^ tragen wurde. Der Verkauf von Samen aller Art wird in der st ad tt i ckien GetnÜse. Vertckl i r ngs st elle, Brand platz 3, tiialich, so- • T i? C Y^' cr reicht, fortgesetzt. Somit ist jederntann, soweit er mcht drre,«.. ^-jvrqt „k. GleTcm-nljcit gebvlea. vhnc ÖKuir^lcfu noch Samen zu erhalten. ** Lichtspielhaus, Bahnhofsstraße 34 Morgen I'nstog, Mg die Uraufführung des Drauias „Wenn plm- lw deutsche Falytt statt. In den Douptrollen! Nils Chri- l^ber, Olga Engel, Max Rühöeck, -Darry Wetzlaud. Siehe Anzttqe. - Moderne Kur j e, Wre nö Lem Anzeigenteil ersichttch ^chzrlter aus Würzburg in liiesiger Sladr Tifchdeck- und ^Lervierkurse nrrt Anstands lehre, lute sie ,o(cbie nt Dellbrinri^ Rmmbesg, Würz bürg uitz in vielen nnd kleurstädien, für Töchterschulen und vssene Q.-eieilick-aftskriuse mrt den bester Grfiolgen aögel-alten b*t. Landkreis (Sieden. 4^ An nerod, ß. April. Das Erserne Shs»*erhielt der Lehrer Georg Roth. = L i ch, 8. April. Zur Sicherstollung der Kohl .oersvrgung der Lich-Grünberger Eisenbahn IZat der Präsidertt des ReichSeisc-c ‘tkc ÄoijieitvsrsoeAmg oaliat bedeutet, daß bte Bahnlinie eine Nebenbah-n sei iwfc als Me mit Kohlen beliefert werden nrüsse. Kreis Sckrrter-fiLch. 44 Zahmen, 8. Avril. Ium ^kv^ki^yel. ictccc« der Lehrer Georg Wahl. — Eng ßlrod. Sck^r'i'erwalrer Drin rich Mader- Osftziersaspirant, ivurde -um Bizetvachtmerstdr be fördert. Kreis Schotten. B. KaulstoS, 7. April. Dem Fahrer Wilhelm Kirchner wurde das Eiserne Kreuz- öerltefcn. # Rudingshain, 8. April. Fürs Vaterland )kx& der Gefreite Karl Dambman«.. Kreis Friedverg. 44 Friedberg,8. April. 5>ier wirrve Mrzlich eine Beamten- vereiniming gegri'btzel, zu bereu erftem Borsitzsitden Lehrer Koch und dessen Sleilpertretor Bal/mnelfter Kirrer gewählt ***** Dsas Etscrne Kreuz erhielt der G^oei» Aumtst Rath?« die Dessische TapferLeitSmckaiile der S*c r g l Güdingen, den 3. Avril 1018. Ko mmun ulverband Büdingon. I. V.: Dr. Webner. Jüngeren Kranltrnwärter sl'cht 261Ü6 IIniscrsitäts-Aiigcnklillik. Junger, sanberer Bursche «ls Hauöbun'che zum Brot- a-.-stragen. sowie krüfliqer Junge als Lehrling ruuer guust. Beding, sei. Bäckerei WUh. Müller, Bab-Ngn- berm, Schnnrstr. 18. 2207 Gesucht zum baldigen Ein- lrur ivlldc, iürimac &P~~ Vcrkiinfcrlia. Ge l. Offerten mir seitheriger Tnugkeilt u. ttlteroanoade erdeten an 2563 BLckcrei Heinr. Heil. 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Tochter des verstorbenen Msnrers «onrab Fink von da. zuletzt wohnhaft in Allendorf (Lumda' für tot zu erklären. Dü bezeichnte Verschollene wird o»ßgesoUd»tt, sich spätestens in dem auf den 11. Dezember 1918, vormittags 9 Uhr, vor dem Unterzeichneten Gerichts Äünmer 6, anberaumten AusgebvtsterunRe ra melden,widrigenfalls dieTodeSerllärung erfolgen wird An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen §n ertello-n vermögen, ergeht d,< Auffordernng, spätestens im Ansgebolstermine den, Gericht Anzeige zu machen. Gießen, den 3. April 1918. 2610-B Großherzogliches Amtsgericht. Handehehüle v. O. Hermes, Giessen, Bahnhofstr. 60, Tel. 1097. Das neue Schuljahr hat begonnen. Aufnahme in die Osterkkasen noch bis An- J fang Mai möglich Anmeldungen täglich M Drucksachen frei. ?C0i In den siegreichen Durchbruchskämpfen hat unser treuer, herz lieber Sohn und Bruder Erwin Trapp Fahnenjunker und Unteroffizier im Infanterie-Regiment Bremen Nr.75 Inhaber des Hanseatenkreuzes Infolge eines am rr. März erhaltenen Kopfschusses ira Alter von 19 Jahren den Tod gefunden. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Prof. Dr. Richard Trapp, Oberlehrer. Giessen (Lonystrasse 18), 7. April 1918. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. Am 28. März fand den Heldentod fürs Vaterland unser einziges Kind, unser heissgeliebter Sohn, mein gpter Bräutigam, Schwiegersohn, Schwager, Enkel und Neffe Lehramtsreferendar Carl Walter Leutnant und Bataillons-Adjutant in einem Infanterie-Regiment. <■ In tiefem Schmerz: Gustav Walter und Frau Auguste geb. Schussler Hertha Jann Familie Rektor C. Jann. Giessen, Offenbach a. M., April 1918. Heute nachmittag 4 1 /* Uhr entschlief sanft nach kurzem Krankenlager meine liebe, sorgende Frau, unsere liebevolle gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Lina Magnus geb. Kliffmüiler im 61. Lebensjahr. Gießen, 6. April 1918. Im Namen der Hinterbliebenen Friedrich Magnus. Die Beerdigung findet Mittwoch den 10. April, nachmittags 3 l / 2 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt Von Blumenspenden wolle man im Sinne der Verstorbenen absehen, auch bitten wir von Beileidsbesuchen absehen zu wollen. Am 22, März fiel mein braver, herzensguter Sohn, mein innigstgeliebter Bräutigam, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Adolf Klingelhöfer. j'- T Kath. Klingelhöfer Lena Gerhardt Lehrer Klingelhöfer und Familie Karl Klingelhöfer, z. Z. im Felde, u. Familie Familie Gerhardt. Gießen (Bleichstraße 37), Oroß-Oerau, Friedberg, den 6. April 1918. 3611 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen Inniggeliebten, unermüdlich treuaorgenden Mann, nnsereu guten Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Paten Herrn Konrad Scheid II. m Telegraphen arbeiter nach schwerem, mit großer Geduld getragenem Kranksein la 38. Lebensjahre heute nacht zu sich zu rufen. 2616 ina|s 3 US eck. Im Namen der trauernd Hinterbliebenem Scheid W we. geb. Siegfried und Kinder. Butzbach und lm Felde, den 6. April IMS. Am Großen-Bus« Die Beerdigung findet statt Dienstag, 9. d> ÄL, nachmittag« 4 Uhr. Todes-Anzeige. Heute nacht 2 Uhr cntschief sanft nach kurzem Kranksein ganz plötzlich und unerwartet meine liebe, gutb Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Gote Frau Christine Benner geb. Gäbe] Im Alter von 36 Jahren. In tiefem Schmerz die trauernden BPntattoB cb —i I. d. N.r Johann Heinrich Benner n»d Kinder. Treis a» d. Lumda, Bischofsheim b. Mainz, im Felde, 7. April 1918. Die Beerdigung findet* Dienstag den 9. April 1918. nachmittags 4 Uhr, statt 3626 Fräulein erteilt gründlichen BCIawier 1 *- unterricht Schrift!. Angeboie unter 0530 an den ©leben. Anzetg. erbet Jtagd. Ach batt' einen Kameraden, einen besi'ren findst du nitt. Die Trommel schlug zum Streite, Er ging an meiner Sette, Im gleichen Schritt und Tritt Eine gute Rebjagd, Wald u. Aeld. von watdgerechtem Herrn gesucht. Genaue Angebote über Lage, Wild- bestand usm. unterL.8. §8492 an die AnnonceN'Ervedition Bonacker & Rantz, 2023 Düsseldorf. Eine Kugel kam geflogen. Gilt sie mir oder gilt fU Ihn hat sie weggertssen. sie dir. _ liegt mir vor den t>üben. Als wär'S ein Stück von mir. 0099 Gießener Paedagogitim Höhere Privatschule mit den Klassen Sexta— Oberprima. Unterricht nach dem Lehrplan der Gymnasien, Realgymnasien und Oberealschulen :: Beaufsichtigte Arbeitsstunden. Einjährigen-, Primareife- u. Abiturientenprüfung Schülerhelm für etwa 100 Zöglinge. Anerkannt gute und reichliche Verpflegung. 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März 1918 infolge eines KranatschusfeS unser lieber un- vergeßlicher Kamerad Willy Siegel Wagendecke lRtckelieu- arbeit! verloren. Abzugeben gegen Belohnung 060i I. Klingelböffer, Asterw.86 Gmllsctnft IBakilsksrur" Glessen und Damenabteilung E. V. Wir eröffnen Freitag den 12. April 1918, abends 8 Uhr. im Schulhause Neustadt 61 unter Leitung unseres 1. Vor- sitzenden,HerrnA.Karnbach, staatlich gepr. Lehrer der Stenographie, einen Utflj. im Insanterie-Negiment , ( ®entral= seidmarschall v. Mackensen" (2Y. 2. Lomp. Wir werden unserem lieben, guten Kameraden, der so Plötzlich und unerwartet aus unserer Mitte schied, ein ewiges Andenken bewahren. Seine treuen Kameraden: Unteroffizier w. Schmidt Unteroffizier K. Ulotz Gefreiter U. vrückel Gefreiter h. Mohr Gefreiter U. Papst Gefreiter h. Uuhl Gefreiter I. wiefiner Kraftfahrer w. Voller Gefreiter V. Ulein. Im Felde, den 29. März 1918. 0095 Holzverfteisterung AssRzcr-8khr!>lNili i LvabelSbergerfcherSteno- aravie für Domen und Herren. UnterrtcktSgeldSM. Anmeldungen an denOben- enanntcn, Landgrafen- 8 , raste rr, oder zu Beginn de» b' Unterrichts erbeten. 2590t- Der Vorstand der GrSftiche« Oberiörsterci ArnSdura im Revier Felddcim, bei Hungen. Donnerstag den 11. Lkvril, 9'/, ttbr vormittags, nach Zusammenkunft am Pslanzgarten, auS: Scheidet Hinierwald und Tisch: Scheiter Rm.: 101 Buchen o Ci eben; Prügel Rm.: 185 Buchen. UU Eichen, - davon 31 Nm. 12,20 m lang! zu Pfosten geeignet —: Stöcke Rr».: G8 Buchen, 22 Eicken: Stammreiser Rm.: A Buchen: Attreiier Rm.: 312 Bucken, 375 Eichen, 6 Nadel- und Wcichhol». Nr. 81 Zweiter Statt Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberyessen) Montag. 8. April *9*8 Die Rückkehr der deutschen Gefangenen aus Ruhland. Berlin, 4. April, Anrilich. Nachdem die Ratifikations- urkmrüen übet den Ariedensvertrag ^vi scheu Deutschland und Rußland ausgetauscht »v-ordeu sind, geht die fitr die »weitesten Kreise des deutschen Volkes besonders bedeutungsvolle Frage der Rückkehr der beiderseitigen Kriegs- und Z i v i l g e f a n g e n e u ihrer Losung entgegen. '9?^) den Be,ti umringen des Zusatzvertrages soll der Austausch der Kriegsgefangenen und die Heimbeforde rung der internierten und verschickte!: Zivilangehörngen beider Teile tunlichst bald erfolgen, soweit sie nicht mit Zu stimmung des Aufenthaltstaates in dessen OKbiete zu bleiben oder sich in ein anderes Land zu begeben wünsche:!. Zur Regelung der Einzelh iteu des Abtransportes unb, um'die Durchführung der getroffenen Vereinbarungen zu über wachen, wird eine aus 4 deutschen und 4 russischen Vertretern zu bilderrde Kommission zusammen treten, und zwar voraussichtlich in Petersburg oder Moskau, wohin sich die deusschen Mitglieder der- deutschen Kommission demnächst oegeben werden. Es steht zu hoffen, daß die Arbeit der Kommission rasch vorwärts schreiten und der Abtransport, der bereits auf Grundlage der früheren Vereinbarungen über die Front in die Wege geleitet lvorden ist, nach Möglichkeit gefördert werden wird. Immerhin muß bei der Ausdehnung des in Betracht kommenden russischen Gebietes und der Schwierigkeiten der Beförderungsverhältnisse damit .gerechnet werden, daß noch einige Monate vergehen, bis die deusschen Kriegs- und Zivilgefangenen sämtlich aus Rußland in die Heimat zurückgekehrt sein loerden. Bis zu in 'Abtransport wird die Fürsorge für die deutschen Kriegsund Zivilgefangenen, die bisher den Vertretern der neutralen Schutzmacht in Rußland oblag, von einer Anzahl besonderer deusscher Kommissionen übernommen werden, zu deren Zulassung und tunlichsten Unterstützung sich die russisch? Regierung in: Zusatzvertrag zum Friedensvertrag ausdrücklich verpflichtet hat. Diese deutschen Kommissionen werden gleichfalls möglichst bald an den Orten der ihnen nach Lage der Verhältnisse zuzuweisenden Wirkungskreise ihre Tätigkeit beginnen und, nnt erforderlichen Geldmitteln aus- geftattet, die Fürsorge für die deitlschen .Kriegs- und Zivil- gefangenen bis zum Abtransport in die Hand nehmen. Aus Stadt und Cnnd. Gießen, den 8. April 1918. Setter, Settern beigelegt Machen, daß man Taler trägt. (Sprichwort.) Legen Sie Ihre Ersparnisse in der 8. Kriegsanleihe an! ** Amtliche Personal Nachrichten. Ernannt s-n *"} ? bif Gerichtsschreibergehilfen Jakob Beckerle in Wosstaot, z. Zt. in Offenbach, mm Aktuanatsasstttenten bei oem Amtsgericht Ofsenbach. Eduard B är in Nidda, z. Zt. in Lick, zum AktuariatSassistenten bei dem Anrts- gericht Nsiidda. Friedrich Gerhard in Tarmstadt, z Lt im Heeresdieipt, zum Aitt,.ariatsa>si stenten bei dem Amtsgericht Tarm- «adt II. Christian Stroh in Offeubach, z. Zt. in Tarmstadt, zum 24kttrarratsaff rstenten bei den: Amtsgericht Offenbach Philipp Elle r in Ortenberg, z. Zt. in Altenstadt, zum AkruariatSassi st enden bei dem Amtsgericht Orteuberg. Wilhelm Clemens in Bingen zirm Aktuarialsassrstcnten bei dein Amtsgericht Bingen Ful'ius Da hm er in Großen zum Mtuariatsassistentcn bei dem Amtsgericht besten. Anidreas Reimuth in Oppenheim, z 3t in Mainz, -um ^lktuarratSassistenten bei dem Amtsgericht Opp-nku-im Otto Walter in Wald-Michelbach. z. Zt. im Heeresdienst zmn Nktuanatsastrstenten bei dein dlmtsgesscht Wald-Michckbach Jo- hmmcz Brertwiese r ül DiÄnrg..». Zt. im Heeresdienst. ,«m Aktuarratswfrstenten ber denr Amtsgericht Dieburg. Georg M ü l - lerin Gernsheim, z Zt im .Heeresdienst, zum Muariatsassrstenten bei dem. Anrtsgerichl Gernsheim. Martin Biedert in Worms z. Zt. im Heeresdienst, zum Akttrassatsassistenten bei dem Amtsgericht Worms. Karl Emrich in Reichelsheim', z. Zt. im Heeresdienst, zunl Mtuariatsassistentcn bei dem Amtsgericht Reichel S- herm. ^-jr. _ , . ^ « «. -• ■ - dienst Tarmstadt i. tfneDrtd) jr I e in in Michelstadt zum Mnariatsassi Ämten bei dem Amtsgericht Mrckwlstadt. Wilhelm Ritter in Lich, z. Zt. im .Heeresdienst, zum Aßtncrssatsassistenten bei dem Amtsgericht Lrch. Wilhelm Stau buch in Butzbach, z. Zt im Verwaltungsdienst für Polen, zum AktuariatAssistenten bei dem Amtsgericht Butzback). Philipp Bausum in Dieburg zum Aktu- rriatsassritenten bei dem Amtsgericht Dieburg. August Gun sch- mann in Darmstadt, z. Zt. im Heeresdienst, zum Aktuassatsassi- stenten bei dem Amtsgericht Darmstadt II. Heinrich K o ch in Darmstadt zum Akttmricrtsassistenten bei dein Amtsgericht Tarmstadt! Sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1918. ** Krreg und To kt v r d i s se r t a t i o n e u. 9cach einem Erlaß des pren fuschen KMusministeriums soll während des Krieges infolge der Papierkuappheit und des 9Rangels an Setzern die Aushändigung des ToktordrplomS und die Bcreck>ttgung zur Führung des Doktortitels nicht mehr von der vorausgegangenen Drucklegung der Dissertation abhängig gemacht, sondern schon gegen die Verpflichtung erteilt werden, die Drucklegung der hinterlegten Niederschrift zwei Jalwe nach Beendigung des Ksseges bewirken zu lassen. Ferner muß eine für die Truckkosteu ausreichende Summe hinterlegt werden.— Wie wir erfahren, sind auch an der hiesigen Landes- unrversität ähnlick)e Anordnungen in Vorbereitung. .. ** O e s f e n t l i chc B ü ch e r h-clck l e. Im März wurden 2386 Banlde ausgeliehen. Tamm kommen Es: Erzählende Literatur 1105, Zeitschriften 282, Jugendschriften 198, Literaturgeschichte 11 Gedichte und Dramen 39, Länder- und Völkerkunde 55, Kultur ge schickste 30, Geschichte und Biographien 110, Kunstgeschichte 21 Nattlrwissenschast und Technologie 95, Heer- rmd Seewesen 8, Hans- und Landwirtschaft 9, Ges undlftits lehre 21, Religion und Philo so phie 44, Staatswissenschast 17, Sprachwissenschaft 14°, Fremdsprach liches 27 Bände. Nach auswärts kamen 74 Bände. 4omnst $un% esxid&renl ßhxdy IXsmue- nimmi dre EstörurÄLuftrsLeAs ^um. oolkn Wxrie rnw. ' Die Gold- und StlkrcmfaufsfMe !it den Räumen der öezirks?par!affe Gieren ist morgen nachmittag von 2 bis p Uhr geöffnet! Landkreis Gießen ** Großen-Linden, 7. April. Bizewachtmeister Hardt wurde nnt dem Eisernen Kreuz erster Klasse ausgezeichnet. Kreis Schotten. B. Burkhards, 7. April. Fahrer Johannes Sang erhielt das Eiserne Kreuz. up. Groß-Eichen, 5. April. Die Klagen über die Verrohung rmserer Jugend sind wir zu gerechtfertigt. Hier e in diesem Jahre möglichst gesteigert loerden. --- Schwan he im a. M., 6. April. Tie Rabenplage hat in der hiesigen Gemarkung derart überhand genommen, daß dir Gemeinde einen Vernichtungskrieg gegen die schwarzen Gesellen eröffnen nnißte. Auf allen mit Hafer bestellten Ackrstücken wurde Gift ausgetegt,. dem die Tiere jetzt zahlreich erliegyn. Spieipian des Giehener Stadttheaters. Samstag 43. April, 8: (In Bad-Nauheim.) Ens.-Gostsp. v. Mitgl. Id. Mainzer Stadttheaters. Neuheit! „360 Frauen". Sonn- ttag 14., 3V 2 : Gew. Pr. (crai.i. „Alt-Heidelberg". 7V 2 : Gew. Pr. Satz ein Knab' ein RÜslern stehn". Spielplan der vereinigten Zranffnrter Stadttheater Opernhaus. Ahontag 8. L>lpril, ?Vs: „Hoffmanns Erzählungen". Tiens- tag 9., ly*: „Tie RegimentstochterMittwoch 40., 6V 2 : „Tann- häuser". Tonnerstag 44^, 7: „Das Glöckchen des Er'emiten". Freitag 42.: Geschlossen. Samstag 43., 7: „Ter Zigennerbaron". Sjrnrttcvg 44., 3Vs: „Tie Itose von Stambul". 7: „Der Troubadour". Montag 45.: Geschlossen. Zchausplelhaur. Montag 8. April, iy 2 : „Ter t&xiob". Jur Saal b. Zool Gart, 71/2: Sondesswsst. f. d. kriegsbeschäst. Arbeiter sch. „Johannisseuest^. Tienstag 9., 7Vs: „Jan der Wunderbare". Mittwocl) 40., 6: „Don Carlos". Donnerstag 41., 7 V: Sondervorst, s. o. Frkst. Verein f. Jugendpflege. (Kein Kartenverkauf.) „.Könige". Freitag 42., 7VZ: „Clavigo". Im Saal d. Zool. Gart. Söndervorst. i.d. kriegs- beschäft. Arbcitcrsch. i.Kern Kartenverkaufs 7'ch: „Jahrmarkt in Pulsnitz". Samstag 43., ly*: „Jan der Wunderbare". Sonntag 14., 3V2: Kl. Pr. „Tic verlorene Tochter". 7V?: ,.Der Snob^'. Vtvntag 15., 71 / 2 : „Ter Weg zur Hölle". Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 8. April. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. An der Schlachtfront zu beiden Seiten der Somme blieb die Gefechtstätigleit auf Artilleriekämpfe beschränkt. Teil-- augrisfe der Engländer im Walde von Hangard, der Franzosen bei Grivesnes scheiterten nnter schweren Verlusten. Auf dem Sndufer der Oise zivangen unsere Erfolge vvm 6. April den Feind noch in der Na ;t vom 6. zum 7. Teile seiner Stellungen zwischen Bichanconrt und Barisis zu räumen. Gestern führten wir unsere Eingriffe fort und warfen den Feind nach Einnahine von Pierremande und Folebray auf das westliche Ufer der Ayttte zuri'ick. Von Bichaneourt an der Oise entlang zurückgehende ftindliche Kolonnen wurden vom Nordufer des Flusses von unserem Maichinengewehv- feuer flaiikierend gefaßt und wurden unter den schwersten Verlusten zusammengeschossen. Die am Ostrande des Waldes von Eoucy und über Barisss vorstoßenden Truppen erstürmten den Vergklotz nordöstlich von Folebray und prangen bis Venreuil vor. Die Zahl der eingcbrachten Gefangenen hat sich auf mehr als 2000 erl>öh1. * Vor Verdun am Abend auflebender Feuerkampf. * Rittmeister Freiherr von Richth:ssen errang seinen 77. und 78., Leutnant Wcnkhoff seinen 23. Lustsieg * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * * * Vertreter des Landwirtschaftsrates und Jndustrierates beim 4 Staatssekretär des Reichsschatzamtes. Berlin, 7. April. (WTB. NichtMpIlich.) T-er Staatssekretär des Reicksschatzamtes Graf Rödern empfirrg am 6. Llprit eure Anzahl Vertreter des L-andwrrtsck-ascsrates und Jndnsttrecatei siowie des T'eutscheu Handekstages zu einer BespreckTiing über dir rn Zeichnung begriffene Kriegsanleihe rmd legte die besondere Badvutting dar, die ein großer Erfolg der diesmaligen Kriegsankeihö habe)! müßte. Etwaige Sorgen um die Erhalttrng vv)r flüssigem Betriebskapital seien rmbegrmrdet. Jede besondere Kriegssbeuer während des Krieges und nach dem Kriege werde in Kriegsanleihe! gezahlt werden dürfen. Bei Verkäufen des riesigen Hoeresmaterials (Lastkraftwagen, Fuhrwerken, Pferden, Maschinen, Metallen) und seiner Wiederzuführung in die Privatwrttsckttft wird die Kriegsanleihe nicht nur Mm Nennwert in Zahlung genommen, sondern eine Zahlung darin bworzugt ioerdeu. Hier sei aber die KriegK- anlerhe so gut wie bares Geld. Tie auf Einladung des G.mcralfeld- marschallS von Hindenbnrg in der vorigen Woche unter>rommene Fahrt durch das neu -eroberte Gelände an der Westfront habe dem Staatssekretär dir mrgeheuere englische Beute und .zuglnch die ftrrchtbare Einwirkung dos' heutigen Krieges aus nächster Nähe gezerrt. Solche Zerstörungen und solche Verluste in Höhe von Milliarden sleirn uns erspart geblieben. Ter Staatssekretär schloß mit dem Apell: In diesen Tagen stellt unser Heer ans jenepr Schlachtfelde wieder im schioersten Kampfe. In solcher Zeit bedeutet die Tat alles, das Wiort wenig. Ter Augenblick fiir viele Worte scheint mir deshalb nicht gegeben, ich bitte Sie deshalb nnr nochmals, einen kurzen aber dringenden Aufruf in Ihren .Kreisen weiter zu geben. Das deutsche Volk möge nicht durch Worte, sondern durch die Tat beweisen, daß es seine Pflicht in der Heimat kennt. Tiefe Pfticht ist die Erfüllung der Forderung des Tages. Jnr Anschluß hieran führte der Reichsbankprcffrdent H a v e n - stein aus, daß die Kriegslage noch nie so günstig strr uns gewesen sei, wie heute. Disgeswille und- Vertrauen auf den Sieg spiegelte sich bereits in deir Ergebnissen der Zeichnung loüder. Aber den g-ewaltigen Schlägen des Heeres miffse ein schlagender Erfolg der Zeichmmg zur Sette gesetzt werden. Cs gelte alle Kräfte zusammenzmrehmen, unt den Erfolg der Artteihe wie den an der Front zu den größten zu gestatten, den der Krieg unS gebracht, zu einenr Erfolg, der die Hoffmmgeu der Fettrde, nicht nur, daß die Waffen- und Fman-zkraft des deutschen Volkes erliege, sondern auch die, daß der Siegcswille zu Hause erlahmen könnte, zerbrrckst. Sostlresäruls ^^noben- penNonot RealklaHen, oerbunden mit vorlctrule Offen bock a. erteilt Ofnlährlgenzeugnls Offen« "N bock a. m. V jugnls. , ui ssi' Jlujuft Wilhelm v. hofmann. Zu fernem 100. Geburtstage am 8. April. 100 Jahre sind es heute, daß ein Großmeister der deutsck>en Chemie, Ä u g u st Wilhelm v. H o f m a n n, in Gießen das icht der Welt erblickte. Unter allen Schülern Liebigs ist Apgust Mlhelm v. Hof manu .rhrscku'nürcb der bedeutt'udste, sicher aber der bekannteste und volkstümlichste, von Hofmann wandte sich, als er die Universität setteee Vaterstadt bezog, zuesst dem Rechtsstudinm zu: nebenbei beschäftigte er sich auch mit naturwissenschaftlichen Fächern, trat als Praktikant in Liebigs Laboratorium ettr und blieb dann eud-, gülttg bei der Chemie. 1844 bestand er die Doktorprüfung; eiurgc - 8ett blieb er im Laboratvsslim Liebigs als dessen Privatassrstent und half seinem Meister bei chemisck>en Arbeiten und bei der Redaktion der „Annalen": 1845 ließ er sich in Bonn als Privat- dozent nieder: in! gleichen Jahre noch nähni er einen Ruf nach London mr, wv er die Leitung des neugegründeteu, der Bergaka demic angegliederten „College os Cl)emrjttv" übernahm. Fast zivei Jahrzehnte blieb er hstr: 1864 verließ er dissc glänzende Stellung!, um einem Ruf nach Bonn zu folgen, und im Jahre darauf berief man ihn nach Berlin: hier konnte er noch fast drei Jäbvzebntt wirken. Er starb am 5. Mai 4892, nachdem ihnr! schon 1888 der pessönlickc, 1890 der erblick^ Adel verliehen worden war. Rund ein halbes Jahrhundert hat Hofmarm gewirkt. Sein Hcmptgebtet war die organische Chemie. Ms ec sich ihr als Privat- assistent Liebigs znwandte, steckte die Teerchemie noch in den Kinderschuhen; als Hoftnamr starb, ivar sic eine hochentwickelte, ivohl ausgebaule Sonderwissenschaft geworden, und wenn inan heute in einem chemischen Lebrbuche übe»- irgendeine ihrer Grundtatsacheu. nachischlägt. stößt mau fast allenthalben auf bau Namen Hostnanns. Seine erste ^Handlung, die „Chronischen Untersuchungen der organischen Basen im Steinkohlenteer" (1843), ist die Wurzel fast oller seiner späteren Untersuchungen. Es gelang ihm dmnals der Nachweis, daß das Kyanol rdenttsch sei mit dem Mrrttn; er w.rndtc sich dann werteren Untersuchungen über das Anilin zu., und seme große Abl>audlung über die „Metamorphoseu des Indigos" brachte ihm die goldene Medaille der Pariser Soerstß de Pharmacie ein uud begründete seine Stellung iu der Welt der organisck>en Cheniikcr. In wetteren Untersuchungen ernstes sich das Anilin als unerschöpf- licfK? Fundgrube neuer Verbindungen; die Analogie zwisckien Anilin und Ammoniak veranlaßte Hofnrann, sich auch diesem Stoffe znzu- ivenden, und führte ihn zic der (Entdeckung, daß seine Wässerstoss- atome stufenweise durch Alkoholradikale ersetzt werden kömren. So fand er eine Fütte neuer Stoffe von größter Bedeuttmg für die gesamte organische Chemie. Die für die Jndustsse wichttgsten Stoffe, deren Ausgangsstoff das Anilin ist, sind die Farbstoffe. Den ersten dieser Teerfarbstoffe, das Mauvein, hat Perkttr im Jahre 1856 unter Anleitung «Hofmanns in dessen Londoner Laboratorium l)er- gestellt: Hofmaun selbst wirrt sich dann auf die Teerfarbenchemie; sie verdankt ihm die Herstellung zweier Farben, des Fuchsins, das er bei einenr Versuche als Nebenerzeugnis auffand, und, eines Violetts, das als H o f m a n n -> V i v l e t t (Tahlia) laugg eine Modefarbe !var. Jlu )enen Jahren kamen imaner neue Deer- farben aus den Markt, deren Herstettuug und Zusammensetzung selbstvesstandlick;, geheimgehalten wurde. Jedesmal, ivemr so ein Neuling vorlag, untcrsuchite Hoftnann ihn, und in fast allen Fällen gelang es ihm, daS Rätsel zu lösen. Für die Fortschritte der Chemie war dies von gewaltiger Bedenttrng. Ettrige weitere Forschungsgebiete der lorganischen ClMnie, auf denen Hvfmanin sich erfolgreich betätigt fai, seien nur kurz ernmhnt: l>ei Forschungen über die Rohstoffe der Farbenindustrre entdeckte er das Hydrazobenzvl: er lfand eine neue typische Verbrudimg auf, das Formaldehrst»; fast gleichzeitig entdeckte er die Jsonttssle: dieser Entdeckung folgte bald die Lpnthsse der aliphattschen Senföle. Auch über Alkaloide (natürliche Pflanzeubaseni hat er b.rhu- brockende llutersuckpingen angcstellt und die Natur des Coniors und der gan^nr Gruppe des Piperidins und des Pyridins aust geklart. Sieht man auf das mr Arbeit, aber auch an Erfolgen rerckre Loben v. Hofmanns zurück, so steht man mit Bermmdenrng vor dissem großen nimmer raswndeu Geist. Gerade wir Gießener körmen auf ihn, den Sohn unserer Stadt, stolz sein. Lan^ Jahre weilte er stn unseren Mauern, im sogenannten „Tintenfaß" in der Frmrk-. ftrrter Straße (heute Cafo Hettler) nwhnend: hier in Gießen war er als Assfftient Liebigs tätig, hier legte er die Gnmdlage zu att jemen späteren Essolgeu. Schon sein Vater, der Hof-Kammerrat Joh. Phil. Hvftmmn. war ein in Gießen hochgeachteter- und angesehener Mann, den die Stadt znm Ehrenbürger ernannte. 9dock), mancher Gießener wird sich erinnern, wie am 28. Juli 1890 August Wilhelm von Hof- marm, der inzwischen auf Grund settrer bedeutenden Forschungen und Entdeckungen geadelt lvorden war, bei der Ennvtthung des Lrebigdenkmals als Präsident der von ihm 1868 ins Lebeir ae» rissenen Deutschen Chemisckien Elesellschrft die Fssttede hielt, und ern glänzendes Bild seines Ädeisters und Lehrers Liebig errttoarf. damals teilte auch in der DegssrßnngSrede der Stadt der derH'ttrgr- Bürgermeister Brandt mit, daß tste Stadt Gießen August Wtt^ Helm v. Hoftnann ebenfatts in die klettvc Reil>e ihrer Ehrenbürger aufgenommen babe. lAuch die Hofmannstraße ist nach ihm benannr. .Hunderte von Anekdoten spinnen sich um den Mensclvn und Wtssensckiaftler. und alle zeichnen sie ihn als einen unverg!ei'.ch. licken Lehrer urch Forscher, als einen Mensckren von seltenes Herzensgüte und OffenlM. Bekannt ist die nxirnre Freundschaft und Anteilnohnle, welche die Kaiserin Fssedssch ftlr v. Hoftnann. sein Leben und seine Werke hegte. Heute bei der hunderssteu Wiederkehr seines Geburtstages steht dem toteu Meister und dainit auch der Stadt Gießen ein« besondere Ehrung bevor. Iw Jahre 1917 grinrdete sich in Berlin die sogenannte SiemenS-Ring-Gesettschuft. die lebende Oöelehrte durch Verleihung des goldenen Sieinens-RingeS. tote (^lehrte dnvck, em Tenkmal ehrt. v. Hofmarnr wird mm der .wste >" l dem drele Ehrrmg zuteil wird. An seinem ftüher'cn Wvhahius-, dem „Tintenfaß" (Cas6 Hettler) rn der- Frankfurter Sttaße rstrd, wie wir hören jedenfalls im Laufe des Mais eine l*esondere Ehrentafel angebracht uvrden, z»mr steten Gedächtnis an den verflvrbenen Großmeister, der zu den bedeutendsten Männern der Wissenschi gehörte, die ft in Gi-ßens Mauern lebten. Rotklee, echt Schwarzwälder, seidefreie Saat, Schwedenklee u. Grassamen-Mischungen offeriert 259E Heinrich Habn, Sainenbimdlung, (iiiessen cke Balinhot’Hirasse n. Wolkengiwse. Telephon 403 [■PW ■NSKBannauviiKiK Uefatspieftans: Bahwhofstrasse 34. Erstkiawsiäge Künsflerkonzerte. Morgen Bienstag Uraufführung Ein Gesellschaftsdrama aus Grosschiffartskreisen in 5 Abteilungen. Inszeniert von Fritz Prochnewskv, Sekretär des Deutschen Flotten-Vereins. In den Hauptrollen: ** w a Nils Ciirisander, Olga Engel, Max Rnhbeck, Harry Wendland. ??? Rasputin??? Mohr & Kugeimann öeneralagenturen Giessen Ludwigstrasse 28 Schließen Sie keine Kriegs-Anleihe-VersiGherung ab, ohne unser Angebot eingeholt zu haben. 5 20 monatliche können Sie 8 Kriegsanleihe = Zahlung Mk. 1000. — zeichnen. Keine ärztliche Untersuchung, ■ Keine Anzahlung. Jede Person vom I. bis 60. Lebensjahr ist versicherbar. Für die im Felde befindlichen Personen kann Anmeldung durch Familienangehörigen oder Arbeitgeber erfolgen. Kriegs-Versicherung voll eingeschloasen. 2008D Hslz-Srrbmission. An der Kreisstraße Gießen—Lollar (2 km vom Bahnhof Lollar entfernt) sollen 28,08 Fstm. Pappel- stamncholz auf dein Submissionsweg verkauft werden. Die Stämme sind gesund, haben durchschnittlich 40—60 cm mittleren Durchmesser und sind mit der Rinde gemessen. Die Angebote sind in Festmeter anzugeben und verschlossen spätestens bis zum 16. April l. I., vorm. S'/z Uhr, auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten einzureichen, woselbst auch deren Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Käufer stattfindet. Gießen, den 26. März 1918. 2418B Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. C e l l a r i u S. Holzversteigerung. Mittwoch den 16. April 1918 kommen im Gemeindewald Langsdorf nachverzeichnele Holzsortimente unter den vor der Bersteigerung bekannt zu gebenden Bedingungen zur Versteigerung: Scheiter: Buche 180 Rm., Eiche 11,7 Rm. Knüppel: Buche 170 Rm., Eiche 170Rm., Kiefern 124 Rm., Fichte 53 Rm., Erlen 28 Mm.; Reisig: 600 Rm. Buchen, Eichen und Kiefern; Stöcke: 12 Rm. Buche und Eiche. 54,6 Rm. Kiefern, 117 Rm. Fichten; 68 Rm. Fichten-Rutzreifig, zu Baum- ftangen und Latten, 90 Fichten - Reisstaugen. Händler und Wiederverkäufer sind ausgeschloffen. Zusammenkunft vormittags 9»/, Uhram Bahnhof. Langsdorf, den 6. April 1918. 2625 Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Bender. Holzversteigerung. im sicher Stadtwalde Donnerstag de» II. April 1018, nach Zusammenkunft vormittags 10 Uhr. auf oem BurkhardSselder Weg an d^r Niederbesslnger Schneise ln den Di'trikten Krevvelwald uttb Lange-Buchen: Scheiter: Buchen 120 Rm., Eichen 7 Rm.: Knüppel: Buchen 115 Rm., Eichen 146 Nm.: Stöcke: Buchen 70 Rm., Fichten 150 Rm., Reisig-Wellen: Buchen 1200 Stück, Eichen 1600 Glück, Sichten 1200 Stück. Nutzholz: Eichen 2 Rm.: Fichtennutzreislg: 16 Rrn. Lich, den 5. April 1918. GroüberLoglicke Bürgermeisterei Sich. D ü r m e r. 2013 B Bilanz am 31. Dezember 1917. }M» Aktiva. Jb £ Passiva. JC * An Utensilien- Per Anteil- Konto 40.75 Konto 555.— An Kaffen- Per Reserve- Konto 2713.04 fonds-Konto 2167.62 An Waren- Per Betriebs- Konto 6517.61 rücklage-Konto 3819.06 An dio. Debit.- Pereingenomm. Konto 61.18 Zinsen 19.59 An ausgeliehenes Per Reingewinn 2831.31 Kapital 60.— Jb 9392.58 jH 9392.58 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1916 104 Abgegangen sind in 1917. 1 Zugegangen sind in 1917. 4 Daher Stand der Mitglieder Ende 1917 107 Beuern, den 2. April 1918. Landwirtsch. Konsumverein H, zu Beuern eiugetr. Geuofscnschaft mit unbeschr. Haftpflicht« Hch. Phil. Spaar. Ph. Lindcastruttz V. K. Hader!«,