Nr. 8» *« erstheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Gietzener ZamiliendlLtter; Ure.sblctt fRr »en Kreis Gieß«. Btioatprels: monatl. Mr. 1. 20 , viertel« jährlich Ult. 3.60; durch Äbhole- iu Zweigstellen monatl. Wik. 1.10; durch die Post Mk. 3.V0 viertel« jährl. muSschl. Bestellg. ^ernsprech - Anschlüsse: iür die bchristleitur,g l 13 Berlag,Geichäilsstelleü1 Anschrstl für Drahtnachrichten: Anzeiger -ietze». Erstes Blatt 168. Jahrgang Samstag. 6. April |9;8 General-Anzeiger für Oberhesten SwiINng»n»ad-ri«ck u. Verlag: Srührsche Univ.-Vuch. u. SteinOruderei R. Langt. Schristlritung, SrschSstrftelle u.vniSerei: Schuiftr. 7. pafffcheckksitt»: 5r«mks«r1 a.«. «635 Vmttverfehr: Gewrrdedsnt Sietzrn Annahme p*b XK^igti l die Xoßrtnumm« l»ts zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichkeit Setlenpreife: für örtliche Anzeigen LSPf.,für auswärtige 30 33U f ür Reklamen Mk. 1.— ; bei Plngvor- fchrift SO'/. Auffct lag. Hauptichriitleiter: A^. Goeg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Äug. Woey; Stadt und Land. Vermischtes u.(Ke- richtsfaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; fäintllch in Gießen. Beginn der Lchlacht vor Amiens. tvochenrtlckbNS. Kachvrvr «nfere Heere etrve sehr gefestigte Und aus- fichtSvedche Kampfstellung vor AmienS erfochten habest, hat sich seit einigen Taaen der Schlachtensturm geleyt. Aber wie so oft bei großen llnternehmungen in diesem Kriege handelt es sich um keinen Stillstand. Könnte man in das Getriebe hineinblicken, das lpnter unserer vordersten Schlachtreihe sich abspielt, so würde man bei dem, fieberhaften Fleiß, den ungeheuerlichsten Anstrengung gen, die da entfaltet werben, w-ohl lebhafter die Nähe «vsoer, awßer Entscheidungen fühlen. Die Feinde berichten UnS, daß auch sie mächtige Vorbereitungen getrosten haben, um das Kriegsglück in neue Bahnen zu weisen, und wir köm«n cS dem neuernannten Generalissimus der Entente, dem Serseral Fach, wohl Mtrouen, daß er nicht ganz ins Blaue hi nein gesprochen hat, alS er tröstete und rühmte, für Amiens sei nun nichts mehr Hu befürchten. Die hier und da von unseren westlichen Nachbarn aufgesteckten Fähnchen optimistischer Erwartung ftmnen uns freilich nicht darüber täuschen, daß hinter der schnell aufgeworfenen Mauer ihres Schutzwalles eine Unsumme quälender Sorgen lauert, und tvenn der „Temps" gelassen erklärt, zwischen Arras und der Sonrme werde der Krieg entschieden werden, jo läßt sich damit nicht die Annahme begründen, unsere zweifellos tapferen und heldenmütigen Gegner seien blind und taub gegenüber den über ihr Land und Volk sich hcrantürmew den neuen Gefahren. Die Franzosen gehen mit ungeheuer viel mehr dunrpsen Zweifeln in diesen Entscheidungskampf, als unsere Heere und unsere Bolksangehärigen. > Was den Mittelmächte n bei ihrem SiegeZmarsche bisher an Unglauben und Mißdeutungen innmchalb der eignen Grenzen noch im Wege lag. das ist in dieser Kamps- pcucke nach dem Osterfeste in die rechte Beleuchtung gerückt worden. Hindenburg hat dem schnellen Tlugenblic^wvrt FochS ein paar an das deutsche Volk gerichtete Sätze gegenübergestellt, die tiefgründiger und tragfahrger sind. Er ist lange RLonate, ja, wenn sein Oberbefeht rm Lasten den Dingen die Richtlinie gab, jahrelang unser militärischer Führer genxfert, und nie ist ihm bei all seinem Ruhm und Erfolg ein vermessenes Wort über die Lippen gekommen. Er prüfte., entschied sich in feinem Innern wohl auch, aber er schwieg! Er wollte weder iu den politischen Tageskampf etnaorifeu, noch alS leichtfertiger Prophet erscheinen, denn er erkannte die Schwere feiner Aufgabe. Wenn er uns heute bestimmter sein Herz eröffnet, so tut er es in der Sicherheit und Ueberzeugung, daß wir unserem Ziele, dem siegreichen Ende, sehr nape gerückt sind. In feiner Antwort an die Essener Korporationen unterstreicht er zunächst nur historische Wahrheiten. Mer wollte es heute bestreiten, daß im Meinungsstreit auf der einen Seite diejenigen stairden, die, am Wafsenerfolge verzioeifelnd, ihre Hoffnungen auf den Versöhnungswillen unserer Gegner setzten, auf der anderen Seite die Vertrauenden, die „in harter, entschlossener Weitersührung des Krieges" Deutschlands Rettung erblickten. Der Erfolg, so urteilt Hindenburg, hat der zuletzt «genannten Gruppe Recht gegeben. Das ist eine ganz unanfechtbare Feststellung. Der Sieg, „besten wir für Deutschlands politische und wirtschaftliche Zukunft bedürfen", kann Uns nicht mehr entriflen werden. Will jemaird in Deutschland Einwendunaen gegen diesen Satz erheben? Scheidemann hat früher das Wort geprägt: „Ein Narr, wer noch an den Sieg glaubtz', und der „Vorwärts" hat in ben letzten Lagen auf manche Vorhaltungen mit sichtlicher Verlegenheit an diesem Satz herumgedeutelt. Man braucht sich aber nur tzu ftagen, ob Scheidemann bei der heutigen Lage nochmals den Mut fände, einen solchen Satz zu fiirmutieren, um gu wissen, woran man ist. Hindenburg verwies auf die Ereignisse der letzten Monate, die manche Bcrveise erbracht haben. Wir wissen, daß es nocb Gänge und Kammern vor unS gibt, in denen Unkundige im Dunkeln tappen würden. Wemr er uns nun da voraneilt und, froh die Fackel schwindend, uns zUruft, daß wir ihm und dem sregesgcwissen Heere folgen solltevtz will man da immer noch in den falschen Korridor laufen, Ivo statt des Versöhnungsfriedens die bösen Gesichter Clsmenceaus, Lloyd Borges und Wilsons uns anstarren? Der „Temps" hat, als der bolschewistische Ruf erging, beißend erllärt, es falle Frankreich nicht ein, in einer Räuberhöhle Frieden zu schließen. Wir Deutsch, eine klare Bahn imd die „hellere Zukunft" vor Augen habend, können nicht daran denken, in einem uoch so paradiesisch uns ausgcrnatten Irrgarten Frieden zu schließen, an dessen Toren vorläufig ja auch nur die Einladungen Scheidemamrs und Erzbergers und ihrer Ge- simrungsgeirossen verteilt werden. Wilson will uns als Cherub zuvor die Taschen untersuchen und ausplündern. Don Erfahrungen der letzten Monate hat uns auch Graf Czernin, der Leiter der österreichisch-ungarischen Politik, in seiner vielfarbigen Rede vor den Wiener Ge- -neinderäten viel Bemerkenswertes gesagt. Manches trifft prit Hindenburgs Auffassung gut zusammen. Nur fehlt freilich die militärische Klarhett. Cr machte einen höflichen Rmcdgang um Wllson. bewies diesem, daß er. C zernin, den alten Magnetenstein des Vötkerversöhnungssriedens noch nicht fortgeworfen habe, erhob sich dann aber zu einer tencperancentvvllen Zurechtweisung der „Bettler um den Frieden", die nur als Kriegsverlängerer wirkten. Die Hauptzwecke seines rednerischen Vorgehens ließ Graf Czernin noch im unklaren. War die Rede in der Hauptsache der Beruhigung seiner Landsleute zugedacht, oder stellte sie mehr den Beginn eines diplomatischen Duells mit Clemenceau dar, der seinen Landsleuten und auch vielleicht den andern Führern der Entente gegenüber in Verlegenheit gebracht rverden soll? Graf Czermn ertthüllte, daß einige Zeit vor Beginn der deutschen Offensive Elsmencecru in Wun an- fragen ließ, ob Oesterreich-IttlgarnKU. Vorhand ümgen bereit sei und auf welcher Grurrdlage. Er habe darauf rm Einvernehmen mit Berlin geanttv^nttet, er sei zu Verhandlungen bereit und könne gegenüber Frankreich kein anderes Friebenshindernis erblicken, als den Wunsch Frankreichs nach Elsaß-Lothringen. Daraufhin sei aus Paris erwidert loorden, auf dieser Basis seien keine Verhandlungen möglich. lMmenceau hat zu dieser überraschenden Enthüllung einfach erklärt, Graf Ezernin habe gelogen! Der starke Ausdruck deutet auf Wut uird auf die Besorgnis vor Unge- legr deutsche Artilleriesieuer ge- suäxt hatten, lvaren die Reste des 5>tz. fran^ösisä^r Regiments, das bis auf diese kleme Zahl tot. verschüttet oder schoer verwundet ist Vvn allen Seiten laufen bestäirdig Meldungen Wer die neuen unerhörten .emrlischchvNHi'siscksm Blutop-fer ein. Berlin, 5. ?lpril. (WTB.) Von den im neu eroberten Gebiete heimlich gegen dcrr SBiiiTen der Engländer junlc5Td>tiebcne iFrom Er machte Fortschritte in der Rickstunst von Ha- me l und im B aire-Walde. Aus der üvrigen englischen Front wurden alle feine Angriffe mit bevcächtllchen Verlusten zurücklagen. Der Kampff dauert noch fort. Ach der franzÄischenl tt gewann der Feind unmittelbar «nrfchließend an un- :t Front zwischen Luce und Avre Boden. Die Frontreise Lloyd Georges. London, 4. April. lWTB.) Meldung des Reuterschen AuvemLs Amtlich wird mitgeckerlt: Der Premierminister ist heute morgen von eicrer Frontreise init Cte- nrenceau Hurückgekehrt. Sie hatten den Feldmarschall Haig und die Generale Petarn, Foch, Pershing vmd Bliß defucht * «u» der französischen Kammer. Paris, 5. April. (WTB.) Meldung der Agenec Ha- das. Die Kammer hat einstimmig mit 475 Stimmen die Vudgetvorlageangenommen. Finanzminister Klotz beglückwünschte die Kammer, das erste Kriegsbudget geneb- mrgt zu haben, das durch dauernde Einnahmen im Gleicy- gewicht gehalten werde. Die bewilligten Kredite betragen 8 378 478 483 Francs. Sie umfassen die Verzinsung der Kriegsanleihen und der lauferrden Schuld sowie die Gehaltserhöhung für die Beamten. * * * Die Amerilaner in Franlreich. Berlin, 6. April. (WTB.) MÄ Amerika in den Krieg eitttrat, versprach es der Entente rnit seinem Mil- lirarvenhaer und ungcM-lten Flug^lgen den Sieg. Heut rrach ci7«n Jahre find von den Millionen versprochener Sowaden mr Hßtchsvfalle 200 OOOMannin Frankreich e tn getvchs« r, ober zmn übCttoteöcnbcu Teile bchpeyen sie nicht aus Fvanttruzwen, sondern bauen in der Etappe Eisen- bahrven oder rückvürttge Stellungen. Vorläufig besteht auch keine Aussicht, daß die amerikanischen Truppen der Entente den Sieg bringen werden weder auf der Erde nock) in der Luft. Bon de:, versprochenen Flugzeugen ist noch nichts an der Westfront -pr spüren. Will man den Nachrichten aus Amerika glauben, so ist dort das Problern, feldbrauchbare Masckstneii zu bauen, auch herrte noch ungelöst. Die Leistungen der anrerikanrschen Flieger haben bisher nicht einmal den eigenen Berickiterstattern in Frmrkreich Veranlassung gogeben., viel Aufhebens davicm M machen. * Ezernins Rede und die amerikanische Presse. Nc'uvork, 4. April. (WTB. Reuter. Die amerikanischen, Mor-enblätLer äu.ßern sich sämtlick?Me!>nenp zur Rede des Grafen C zernin. Die „TimesH^ sagt I Man könMe darauf rechnen, das; die Mittel möchte, nachdem die nevc Offensive zum Stehen ge- komnien ist, wieder Über den Frieden zu reden be- gTTmen wi'crden, da dies zu ihrer Gewohnheit gewordenj rst. Daß si-e dies jetzt wieder tun, deutet darauf hin, daß die Schlacht mißglückt ist. „World" schreibt.' WS Reaktionär und Zyniker ist Czernin der ebenbllirtige Nack)st»lger Metternichs. Er redet geschickt und schlau, aber er ist nicht stnn eigener Herr wie Metternich. „Tri f>une" schreibt: Man sollte nicht glauben, daß Czernrn derselbe ^lläann ist. der im Februar vorgab. sich vovi Deutschland abzuwenden und die verzweifelv' Friedens- aeste vor ben Vereinigten ©tootcn mache Czernin lügt nicht nur. soweit es sich unk Clemencoaus FrieL-ensmrnähenmrg handelt, sondern üöertMupt in allem, waS sick) auf die .Valtun« der Mittelmächte gegesrLber denr Frieden bezveht. Seine Friedens vors rftf äge «n die Vcweüriyrten Staaten waren umrufrrcdtta und bezweckten, Berwirruna uo-schon den Alliierten W stiften, sowie Deutschland für seine Missetaten gegen Rußland ffa entichulhigen. Japans Haltung. Berlin, 5. April. „Matin" meldet aus Neuyort: Eiire hochstehe7Ü>e japanische Persönlichkeit in Washington erklärte, Japan verweigere jede Teilnahme am Kriege rn Europa. Ein derartiges Projekt sei infolge der große,! Entfernungen völlig undurchführbar. Die Stimmung in England. London, 4. Apittl. (WTB ) Reutermeldmrg. Der nationale ausfühvende Ausschuß der Arbeiterpartei und das parlamentarische .Komitee des Gewerkschaftskon- a r e s s e s haben mit Rücksicht auf dieLagean derWest- front beschlossen, ihre Kriegs^ielpvvpaganda vorläufig auf- Lugeben, inn nicht den Anschein zu erwecken, daß sie in dieser Stunde der Gefahr die Nation im Stiche lasien * Telegrammwechsel zwischen den Könige« von Italien und England. Amsterdam, 6. April. (WTB.) Der König von Italien sarrdte folgendes Telegramm an den König Georg: Die italienische Nation verfolgt mit mir zusammen mit Sorge und großer Bewunderuna die Aresenschlacht genau, in welcher die Arm« Eurer Majestät «gen den Einbruch des Feindes kämpft, durch die der englische veldermmt iebc Anstrengung der gegnmschen Massen in diesem Kamps, mm dem das Schicksal der Welt abhänat, hindert Wir l-alten die feste und be- stzäudige Hoffturng aufrecht, daß der Bund der freien BRker und der verbündeten Armeen im Bewußtsein des wahren Rechtes im staub« sein wich siegreich Widerstand zu leisten, daß unsere Ideale von Freiheit und Geoechtvgkeit triumphieren werden." König Georg antwortete: ,^Jch empfing mit dem Gefühl tiefer Tonkbarkeit die Botschaft, in welcher Euer Majestät und Ihr tapferes Heer und die italienische Nation ihre Bewunderung über die Tapferkeit und Kvmpftüchtigkeit aussprechen, die das englische 5xer in der noch währenden Riesenschlacht entfaltet. In den Prüfungen, die der englischen Nation in diesem großen Kampf für unsere Ideale der Freiheit urrd Gerechtigkeit auferlegt sind, wird die lleber^eugung, daß Italien mit Herz und Seele danach strebt, die Verbündeten zu stützen, nicht verfehlen, mein Volk zu weiteren Anstrengungen für den Triumph unserer gemeinsamen Sache anzusgornE" i 1 1 1 E»A» - Eine österreichische Offensive? K onstantinopel, 4 April. (WTD.^ Das Matt des jung türkischrn Kpnrrloes „Hilal" schreibt: „Die deutsche Offensive scheint die österreichisch-ungarische Aktion w, der italie- nischenFront nach sich zirhrm zu sollen. Die italienische Front ist nnndej'tens teilweise von Engländern und Franzosen entblößt, ldas allein amvehnren läßt, daß Oesterreich-Ungarn nicht die Gelegenheit versäumen wirh, einen avoßon Schlag ziu führen. Auch in Italien macht sich eine große Unruhe bemerwar. Wird Oeslar- reich-Ungarn diesen günstigen Moment bemitzcn? Alles läßt dies glauben. Es gibt aber noch einen anderen Faktor, der Oesterreick>- Ungarn bestimmen wird, eine Paval-eLlaktton zu dem derttschen Vorgehen in Frankreich zu wtternehmxm. Dieser Faktor ist die Soti- kwrüät der Ansichten und Interessen der Mittelmächte, di« Solidarität. frit diese Mächte eng verbirrdet und bei einer Mion einer Mvchkt der anderen die Pflicht cmfeAegt, an einem anderen Punkte einzugreifen. Diese Solidarität haben wir glänzend bewiesen an den Dardanellen wo wir Deutschland und Oesterreich-Ungarn die Siege in Rußland ermöglicht habvm. So könnte auch jetzt ein Schlag Oesterreich-Ungarns einen ungeheuren moralischen Einfluß nock) außer dem mllitärischen ausÜben. Me diese Gritnde lassen uns glauben, daß cm der italienischen Fmont ein großer Schlag bevorsteht, -der wesentlich zu einem entscheidenden Sieg« beitragen ftum." Serbiens. Griechmdaws, Rumäniens w® M De re r Staaten t am* rat im vvrauS verteilt. Das Protokoll der Sitzung wurde N i k». laus II. zur Bestätigiung vor gelegt, der darin ergenhändvg vvr>- merkt: „Die Beschlüsse der Beratung heiße ich in vollem Urw* fange gztt." Deslxilb sind die rn der Sitzung angenommenen B»» schLüsse nicht pLcckonische Träume einzelner hoher Staatsrnänner, sondern stellen im Gggenteil das reale Aktionsprogramm der rujfö- schen Regierung dar. ' Nack) dem von der gena r utt e n Zeitung sodann veröffentlichten Sitzungsprotokoll haben an der Sitzung der ruffische Mi- mster des Aeußeren Sasanvw, der Marineinunster GriMmowitjch, der Chef des GeneralstabeS ShilinSkh, der damalige russische Botschafter in Kvniftsrtinopel Giers und andere hohe Offisieve des 5>«we>s lntb der Marine teilgenommen. Bei Beginn der Sitzung nahm der r»sfische Ministe« des Aeußern auf das von ihm Lm Monat Novernber an allerhöchster Stelle vorgelegte Memorairdmn Bezug, in dem er dem russischen Kaiser folgende Erwägung unterbreitet habe: Im Zufammenhcrng mit der Veränderung der politischen Lage müsse vielleicht in naher Zukrrnft die Möglichkeit ins Auge gefaßt werden, daß Ereignisse eintreten könnten, die die internationale Lage der Aieerengen von Konstiantinopel von Grund aus veränderlerr. Es sei deshalb mckwendig, unter Mitarbeit der entsprechenden Bo Hörden rmverzi^lich z-ur Ausarbeitung eines allseitigen ylktioni^ prograrnms zi: schreiten, um eine für Rußland günstige Lösung der historischen Meevcngenfrage sicherzustellen. Obgleich er im gegew wärtigen Moment erhebliche Iwlitische Verwecllrmgeu für wenig wahrfcheftllich halte, könne er trotzdem selbst in der nächsten Su- nrttft tftr die Erl>aLllm.g des gegenwärtigen Zustandes im nahen Osten keine Gewähr übernehmen. Rußland kömre nicht zulassen. daß sich an den Meerengen irgendeine andere Macht festsetze wrd es sei desl-alb notwendig, iest^ustellen, ob alle Vorbei llmgen.einer' sckmellen Besetzung .des.Bosporus mib der Dardanellen bereits geschehen Jeiat, kmb was noch geschehen müsse. Itn Verlaute der rvritzmt Erörterung erklärt« Minister Sasa- now, daß gegen die Besitzergreisiung der Meerengen sowohl Griechenland als auch Blügnrien austteten kömllen, daß ferner aus ^.ne Unterstützung Rußlands durch Serbien kaum gerechnet werden könnte, da man nicht vorcrusfetzen könne, daß die russische Aktion gegen die Meerengen außerhalb eines europÄschen Krieges unto rwmmen werden könne und unter solchen Umständen Serbien gezwungen sein würde, ferne gesamte Macht geKn Oestervoirh' Ungarrc M werfen. Ter Minister äußerte weiter, er glaube nicht, daß Rumänim im Falle Krieges zwischen Rußland « 7 v Oesterreich talsächlich gegen Rußland Mlftreten werde, ebenso wercrg, daft im Falle eiires Zusammenstoßes zwischen dem Drei- önnd und Rußland Deutschland und Oesterreich Truppen nach den Meerengen loerfen würdem W K t9 ^eneralstabes gab feiner Ueberzeutzrrng Ausdruck, daß der Kkmpf um Ldmslnnliwopel außerhalb ernes europäischen .Krieges unmöglich sei. Botschafter Giers erklärte es für besonders erwü-nscht, die für eine ^ndungsvperatton notTvendigen! Truppen im voraus wusi/rückluÄ zu bejttmmen, und dabc-i festzusttllen. daß diese n-.cht von dieser Aufgabe abwerchen urrd für andere Zwecke verwendet werden düni'en. . . Ter.Vertreter des Marmestabes Kapitän Njcmitz änßstrrte. «»5-- ^vland durchaus.gleickMftig init den Opevationen an der Wesltrvnt auch Kvirstrrntinopel und di« Vdeerengen durch feine Ltrertkräfte Setzeis müffe. Im weiteren Verlause der Berhand- iungen über ine t7chftiscl-en Fragen der Landung drückte Minister ^ a n a n v w den Wunsch ans, daß der crfte Gch.'lmt der Zan- dungsarmec, d H. bas zu-ammeng-letzte Korps, das innerhalb P>ret oder vier Tage mobilisiert wevderr soll', sowrt auf die Schliffe gesetzt und somit innerhalb vier bis fünf Tckgen nach Erklärung Mobilisation nach dem Bosporus geschafft werde. Rack) Beendigung der Beratungen der Haumfwgsr, dir sich bm der planmäßigen Vorbereitung für di« Besitzergreifung der M«we>nWm m nicht ferner Zukunft als notwendig ^weisen, sprach den Wunsch mrs, daß di« Regieruim in Lller emWlägigen Ressorts alle RLoßregeln evgüeifen nrüsst, die dir Aiksfuhrung dveser Aufgabe in technischer B^iehung erfvrderbe. wurde beschlossen, daß daS MarüuÄ^ort mwer- zuglvch Mrttel ansfindvg machen müsse, wart den Transport der aus einem Kvrps bestehmden Echelons der Landungsarmee zu den Meerengen bis auf vier bis fünf Tage nach Mntregfcn des zu rrduzieren. Die Kommiffwn beschloß daß seitens Rußlands alle Maß- nahm«: «trofteu werden müßten, um eine planmäßige Dorbenw' vrng für dre Beü«ergreiftmg der Dardanelsen in nicht ferner Zlv kunft vorMbereikkn. Der russische Zar bllligte ausdrücklich alle drese Matznahmen iniö ihre Ausführung und ihre sofortig« Imm- grrfftrahme. „Nowcrja Slrisn" Mt »inM: Der ctwvrtetr gtdistiar Zwischm. Pall, der me Mlöglichkmt bieten sollte, eine eirigetretene Berwick lnng z-n bemitzen, um sich in den Krieg zu stürzen und den Versuch M maftum. die Meerengen in Besitz zu nehmen, trat alsbald ern. Me rnffftche Regienrng, roelche, wie aus den übrigen Protokollen zu erses)en ist, rrur auf einen derartige Vorgang wartete, hat ,m Voraus die Möglichkeit in Rechnung gestellt, Serbien in den Krieg mit -Oefterrnchllngarn zu vernnckeln und beeilte sich den Verteidiger dos beleidigten Serbiens zu spielen, um sich blrnd m das Kriegsalöente'.Ler zu stürzen. Wenn es trotzdem mcht gollmg. d,m Plan der Erobenmg Konstantinopels und der Meerengen zu verwirklichnr, so war der Mangel eines entsprechen- l>en Wunsches jedenfalls nickst der Grimd hierftk:. Der Friede mit Rumänien. Bukarest, 5. April. Das Bukarester Tageblatt veröffentlicht folgende, mit Rücksicht auf den Charakter des Blad' tcs als amtlich anzuseherrde Mitteilung: In den letzten Tagen wurde bei uns von verschiedenen Seiten angesragt, ob nach Unterzeichnung des Friedens die militärischen Behörden der verbündeten Staaten das Lmrd verlassen werden. Bon zuständiger Stelle erfahren wir, daß auch nach Unterzeichnung des Friedensvertrages die militärischen Stellen sowohl in Bukarest als auch in der Provinz ihre Arbeiten sortsetzen werden. Die rumänische Bevölkerung hat btn Anordnungen der militärischen Stellen nach wie vor unbedingten Gehorsam zu leisten. Line Lnthü8«ntz über russische plane tn -er Vorgeschichte -es Krieges. Berlin. 6. April. Die ,Morbd. Allg. Ztg." verüffentlickst nckch der Gordischen Zeitung Nowcrja Shisn" vom 19. Februar d. I. ein Dokument« ns der Vorgeschichte des Krieges, das von crussckstaggl'bender Bedeutung für die Frage ist, wer den Krieg gewollt Hot urtd wer ihn planmäßig vorbereitete. „R'Vwoja Shisn" schreibt: Am 8. und 21. Februar 1914. also Tiihf Monate oor Beginn des Weltkrieges, yat rn Petersburg eine ganz geheime Sitzung stattgeftmdeit,! ich der der Pl-an der Eroberuny Konstan t i n o pe ls! U u d d 1 1 : Meerengen auSgeheckt loorden ist. Dabei wurde in Aussicht genommen^, das; dn'ser Plan im Rahmen eines allgemeinen europätscben >vrieges ansgeführt werden sollte, und die Rollen Der Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 5. April. Eines unserer Unterseeboote hat unter der bewölkten Führung des Oberleutnants zur See Lohs den feindlichen Transportverkehr zwischen Frankreich und England durch Vernichtung von 6 Dampfern und 2 Seglern mit zusammen 22 000 Br.-N.-T. geschädigt. Die Mehrzahl der Dampfer wurde im östlichen Teil des Aermelkanals versenkt. Es ist anzunelnnen, daß ihre Ladung vorwiegend aus wertvollem Kriegsmaterial bestand Ultter den Schiffen waren drei große Dampfer von 4 bis 6000 Br.-R.-T. Namentlich sestgestellt wurden der englische Tankdampser Sequoys (5263 Br.-R.-T.) und die kran zösischen Segler Arvor und Anne Bvonne. Der Chef des Lldmiralstabs der Marine Aus dem Reiche. Der Kaiser in Karlsruhe. Karlsruhe, 5. ?lpril. (WTB.) Der Hvfbertcht mel» det: Der Kaiser traf gestern vorruittag z»u einein kurzen Besuche der gwtzherzvglichen Herrschaf teil hier ein. Der Kaiser wihm im gwßl>erzoalic1)cit Schlosse bet der Groß, bedlftn Luise Absteigeq-ssartter und folgte später einer Ein- laduira des Grosrhrrzogs u,rd der OwotzHerzogin zur Fk Schvimmbäder welke., demgemäß eiu m Mcksgang von 9569 Personeir und die Brausebäder einen svlckzen vvn 3829 Badenden auf. Tie Wannenbäder l-aben dagegen eine Zunahme vorr 9543 Pers-EN zu verzeichten. Der stärkste Besuch bei Bades war im Juni mit 11063 Versvnen, der sck-wächste im Januar mit 5 540 Personen ya verzeühneu. Die höchst« Ta-gcsfreguenz- brachte der 27. Mai mit 1109 Bädern, die niedrigste der 22. Januar mit 109 Bädern. Die stetig steigende, Preise der Rohmaterialien, rnsbesv-ndeve aber der Kohlen, lmrchden. eine allgemeine ^Tihvhuug der Preise unerlästluch um d« Ein.q nahmen mit den M'sgabcn einigeri:vasten auszubalrrneieren. Mutzten doch allein für Koliken an 6000 Mark mehr verausgabt werden^ wie im vorl-eriget Rachrtmsjahre. Auch die. teueren Wüsgchemittel und der hohe Reu»Aftsichaffuugswert von Wäsche, inachten es inwendig, «das; ganz besonders die ^Preise für die WÜsck^ALyabe ev- holst und dem Pitblikum dringend em^vhllvr werden mutzte, möglinlstt die eigen»' Wäsche mitzubrikigvn, andernfalls die Abgabe von Wäsche überlAMpt eingestellt nierdcn mutz, :oic dies bereits bei vielen Dade-Ainstalten der Fall ist. Ter brachte eirren Verlust von 2 842,34 Mark. Dem Personal wilrde in Anbetracht der TeuermpMerhÄrni ff« die Krie^szulage n»ck>- mals erhüht. Die Gesellschaft verlor im Januar ihren 1. Vorsitzenden, 5>errn Siadtvervrdneten Eichenauer, und ihren lang-, tLlfrigen Bucheller, &zrcn Prokurist Attig. Den hervorragen den Gerdiensten, die sich lieide Mitarbeiter um das Wohl unseres BvlkSdades erworbert txtbe?r, wurde auch in der letzten General der-, sammlnug besondevZ Ausdruck verliehen. Zum 1. Vorsitzenden/ des Vorstandes wurde Herr ?kvchitekt H. Meyer, zum stLll vertvetetdeu Bvrlipertdcn Herr Kommerziennat H. Schaffstaedt, als Vorsitzender des Adtfsüi^smtrs Herr Geh. Kommerzienrat; S. Heichelheim und als stelluertrctatber Vorsitzender Herr Geh. Hosrat Prof. Tr. Fromme gewählt. Die ausÄzeidetweir Mitglieder des Vors?a:tdes n.w des Autzichtscates »v-ttrden ein- stimmig rviodergetvähll und Herr StudtvevorLneter' Lüber neu m den Vorstand ailfganvmmen, ** Zu r 8. K r ie g s an l e t he. Wir machen unsere Leser auf merksant, daß ihnen in den nächst«! Tagen durch den Briefträger ein künÄerisches Werbeblatt zur 8. Kriegsanleihe xugestellt werden wird. Ter Entwurf der Vorderseite, darstellend ein ansprechendes Bildiris einer iuugen Faan. die ist. Töchterchen ans dem Arm hüll, stammt von Professor Richerch Winckel in Magdeburg. ** Stadtt hea ter. Auf die morgen ftattfindendm Vor hä am xm Wtfn Glkewk «an» mxtoa* »naettfefjtn. ))LachnWvgs gelangt die zustkräitige Operette ^Schwar-walv- mjädel" »nr ÄülsMrium, ioäl^niü der ?ldrnd am *Rju*in nntfl des bekannten Dcever-Foenlerschen S chaust» «s Heidelberg" bringt. ^ An läge mnsik findet Sonntag bai 7 Atwll, vvrm. 11-»/, Uhr, in der Süd-Aulage mit folgender Sptelfolge stttt: 1. ,I8ir halten au&". Marsch von 2. Kruse sen., Gießen. 2 Ditm. tut« xur Oper „Czaar und Zimrverrnann^ von Lortzmnst Facka^ tanz Nr. 1 in L-dur von Meherbeer. 4. ,,Jm schünert EDslvrenz , Msx. Caprü ioso, von Sch öder. 5. „Unsere Feldgrauen Marsch von C. Krautze. Grvtzh. MusiLirckwr a. D Kreis SchvtlkN. Up. Köddingen, 5. Achil. .Heute muht oerftrrrb hr« rat GOjSIrdflcT Tagelöhner wtb kleiner Landttstrl an der — ^-^1 ^“1- Dr»r 14 Tagrn wurde hier ein der Tollwut verdächttger Hund tter- ärztlich geöffnet. Der jetzt verstorbene Monn war zugegen mW mett Teile der Eingeweide des getöteten Hundes in femer vmid. Mn Tage vorher hatte er Hecken abgemacht, wobei ein Dorn in nte Hand drang. Die kleine .Verletzung bliel« mibmdftet Nach /wer Tagen ftclürn sich Scknnerzeu ein, und alsbald traten alle ZeichSl der Tollwut auf. Heut« nackck ivurde der Urcglüclliche von ferner Quak erlöst. Der Kreisarzt und ein anderer ArO weilten heute hier. Kreis Friedberg. 4■ Friedber». 6. Llprll. Di« Hessisch LandeSvereinigmrg des „Deutschen evang. Ge7ncnL»«ta.iS" hält ihre diesjährige armg am Montag box 3. April, nachm 2»/, Uhr, in der Bnr^ llrch M Friedbetg ab. Im Mttelprmkt der Ta^mg stehen zwei d.^onrÄse von Pfr. P«b st-WorvlA und Pfr. M ahr-Gießent Über Thema: f ß2>ve gewinnen wir die Männer für das kirch lich Gemeinteleben, a) in der Stadt, b) mis tem Land". 'AbendS Vellen-Nassau. Der Höchster Naubmord. -- Frankfurt a. M., 6. April. Ii» der Höchster Ncmbnwrd- angelegenheit hausen sich die Beweise für die Täterschft RennoS immer mel-r, doch hat sich dieser noch zu keinem Geständnis gucmt. Ter Btrrfch leugnet nach wie vor die Tat mit grötztrr Hartnäckigkeit und behauptet, Höchst schon am Tvnnerstag vor Ostern verlassen Pt haben. Doch konnte ihm durch Zeugen einwandfrei nachgenneserr werden, datz er rwch am 2lbend vor der Mordnacht in Höchst gebettelt hat. Schwer belastend für Renno ist auch, datz er, der Samstag ?wch völlig mittellos war, am Tage nach der Tat hier in Frankfurt Zahlreiche Schulden bezahlt und stark gekneipt hat. Dagegen gestand er einige Einbrüche zu., die ep tn ber Woche vor Ostern in Eschborn und Eddcrsl-eim verübt hat. Die Polizei sucht neuerdings auch nach einem gvldnen Ringe mit rotem Stein, der dem ermordeten FuchZ zu eigen war und wahrscheinlich von Nenno geraubt und verkauft wurde. mr. Frankfurt 5. April. Iin Alter von 55 Jahre» verstarb hier di« Malerm My^Tne Brrrdell, dio von Pwfessor Mannstld und Pwfesjvr T'rülmer ihre .-Lusbildung erhielt. Sie leistete Bedeutendes in ffMrlicher Malerei rmd Mcuerungen. Auf den AEellungerl der Münchener Sezession war sie stets vertreten. =* Fraukfurt a. M., 6. April. Bei Rödell-aim wurde ein etwa 20 Jahre altes Mädrhsn als Leiche auS der Nidda geborgen. Tie Leiche tckes im Gestchit zahlveiche blutige Stellen auf. Tie Unterbluse trägt die Buchstaben M. S. Ob ein Unfall "^«r gar ein Verbrechen vorliegt, konnte noch nicht ermittcll werthen, --- Kassel, 6. Aprst. Dü Kriminalpolizei beschlagnahmte etwa 700 Zentner Schn^rnesleisch und für 300 000 Mk. Speiseöl. Die Waren hatten Zivisä-enhäirdler auf Schleichwegen von Belgie» nach hier eingcführl und sollten grohen chemisck-M Werken zu- clcitet werden. Teiltveise hatte man das.Fleisch in Petroleum- er eingelegt, um vor Beschlagnohnnmgen ganz sicher zu sein. Fc. Vom Taunus, 5. ?lprll. Prinz Wolfgana von Hessen^ der ^willin-gssohn des Prinzen Friedrich Carl aus Schloß Fried- richhof, wurde mit dem Eisernen Kreuz L Klasse ausgezeichnet. flclc fässt Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Lüttteilung, datz unsere inntgst- gettebte, herzensgure Tochter Emma infolge eine» schweren Unglücksfalles tm zarten Aller von 5 Jahren zu Marburg tn der Klinik gestorben ist. In itefem Schmerz: Ikonrad Daube z. A Im Felde und Frau Marte geb. Harbach Mariechen Daube, Schwesterchen. Grosten-Vuseck. Wetter, den 5. April 1918. Die Beerdigung findet Momag den 8. April, nachmittags 4 Ubr, statt. 0688 ,rev»ios Braadl, Nanoa Baao 22 2Sian£er,Blitta0s>a.Ab»QdU8eli E 6 Zimmer !Plockstraf;e 511 <6 Zimmer mit Badezimmer jjer 1. Juli zu vermieten. Ti76 Rinn, Ost-Anlage 12. Ären dargsr. L-2i»r.-wodng. wr.reichl-.'stlbehör sos.zu vsrm. Wob. Plockstr. 14,1. 351 j ö Zimmer | Iiofl. L-Li«»»r-Vob».. van., Lialkon etngerichl. Bad. Heilnvasser, Linoleumböden usw., f. 1.Juli z. vrm. 2158 _Gl m, Jriedrtchstr. 14,1. 2 schöne S-Zimmer-Wohu^a., park., L it. 11.St., freie Lage, nahe d. Bahndoi Vslrchrrsr Wog 15, für 1. Juli zu verm 9469 Eim, Friedrich,tr. 1 t. I [ 4 Zimmer s 4Biu,mer-Wol-nuna per 1. Juli z. venn. Näheres vM t \ tLudwigstr. 59 p. 1 Möbl. Zimmer] (r in tn öblT^Zi m mer ni i (rin mistbt^Zimmer n, oder ohne Pension 0556 West-Anlage 64,!. V/a'rn- n. Ssklahilame«, ln- einandergehend, in. Schreibt. zu mm. Bltleütstr. I I,! Gin srdl. möbl. Zimmer zu vermie'en 06/7 __Wallt orstr. 32, !!. MÄbl. 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Tüchtiges «in Mädchen für Küche und HariS sofort gesucht, ev. Kriegersfrau. Ilofrat ßen <£eit der Lagerbürger zu ihren Schülern. Es wurde Unterrrcht in allen Fäch-ern erteilt. Mlmählich lebte man sich mehr und mehr ein. :md hatte sich auch bald an diese ungewohnten Verhältnisse gewollt. Do wäre unsere Lage ganz erträglich gewesen, wenn nicht das stete Einerlei gewesen wäre. Durch allerlei nützliche Beschäftigungen suchte man die trüben Gedanken zu verscheuchen. In den einzelnen Baracken ging es lebhaft zu. In der einen Ecke saß eine Gruppe und spielte Skat, in der andere: Ecke waren einige mit Anfertigung von Schritzarbciten, Malereien mw. beschäftigt. Hier suchte einer Violinspieler zu erlernen, dort stand einer und grübelte darüber nach, wie er am beste: sein Nachlager verbessern konnte. Wieder andere saßen um den kalten Oferr herum. Sv strich die Zeit langsam dahin. Vom Sommer hatte: wir nicht viel gemerkt. Schn im November wurde es ungewöhnlich kalt. Regen und Schrce wechselten untereinander ab. Man hatte unter dieser Kälte sehr zu leider:, um so mchr, als rms von ver Aagerverwalttmg Kohlen in rrur ganz «geringen Mengen geliefert wurden. Auf jede Baracke, die mit 38 Mann belegt war, kam pro Wvckne 1 Zentner. Dank den Bemühungen unseres Lagerältesten, wurden endlich in der Wdche zweimal Kohlen geliefert. Tie Kälte nahm aber immer mckhr zu, und dichter Nebel, bei dem man auf 2 Meter Entfernung niemand erkennen könnt, war keine Seltenheit. _ (Fortsetzung folgt.) Aus £taM und Cau^. Gießen, den 6. April 1918. ... Wir find ein Volk und einig woll'n wir handeln. (Schiller. Teil.) Zeichnet alle die 8. Kriegsanleihe! ** Beförderung. Unteroffizier Hch. We stecker, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klaffe und der Hessischen Tapferkettsmedaille, ltmrbe zum Vizefeldwebel befördert. ** Änmeldczwang für Wohn räume und Schlafstellen. Die entsprechende Verordnung ist im Anzeigenteil der heutigen Nummer veröffentlich. ** Nation : ler O p f e r t v g. Am 13. April werden in ganz Deutschland die Frauen einen Nationalen Opfertag zur Stärkung der Kriegsanleihe veranstalten. .Hier in Gießen wird von saintlichn Frauenveremen eine Haus- :rnd Straßensammlimg statt- finden und außerdem werden Zeichnungen bei der Bank für Handel zmd Industrie, der Gewerbebank, der Mitteldeutsch:: Credit bank and bei der Bezirkssparkasse angenommen. Der GesamLerlös des Tages kommt der Fürsorgestelle der Kriegshinterbliebenen Gießens zugute. Siehe Anzeige. ** Lernt Stenographie! Dieser Ruf kann nicht oft genug wiederholt werden, denn der Mangel besonders an^mämv- "chen Kontoristen, die flott stenographieren und die Schreibmaschine handhaben können, ist sehr groß. Tie Gehälter für diese Kruste siich mit Recht weit höher als für einfache Kontoristen. Auch nach den: Kriege wird der Bedarf an Sterwgraphen nicht klein sein, weil viele junge Leite mit solchen .Kenntnissen vor dem Feinde geblieben sind und andere wegen Krankheit und schwerer .skriegsbeschadigung nicht gleich ihre Tätigkeit wieder ausnehnnn können. Ter deutsche Handel wird aber nach dem Kriege mehr denn je flotte Sterrographen nötig haben, weil unsere Kaufleute keine Zeit haben, ihre Gedanken selbst niederzuschreiben. Um sich die Arbeit zu erleichtern, gebrauchen sie geübte Kurz- und Maschinenschreiber, denen sie ihre Gedanken gleich in die Feder ansagen können. Darum noch einmal: Lernt und übt Stenographie. Gelegenheit hierzu wird lallt Anzeige im Heuttgen Blatt durch den Gabelsbeg-er Stewopraphenverein geböte:. ** Sch warz-Weiß-Theater. Seltersweg 81. Von heute ab wird das Tetektivschmsplel in 4 Akten ..Fünf Finger^ nrale" gegeber:. Für den heitere: Teil ist das Lustspiel „Homunku- lieschien" vorgesehen. Siehe Anzeige. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom tt. Avril bis 14. "April 1918 haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 15. Woche, gültig von: 8.4.1918 — 14.4.1918 Buttermarken „ 15. , , h. 4. 1918 - 14.4. 1918 Eie:marken Nr. 2 . „ „ * 8.4.1918-14.4.1918 Fleischmarken . 15. „ „ . 8.4.1918-14.4.1918 Äavtof[elu:nrfeit r 15. * » B 8.4.1918— 14.4.1918 Seifenmarken für den Monat April. Ci» Nmtanfch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Nenanuteldnngen und Anmeldung von Neugeborenen haben unter Vorlage der nötigen Answeise, insbesondere der Lebcnsmtttel-AuswciSkarte, auf dem Lebcnsmittel- amt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen sind in den zuständigen Bezirken anznmeldcn. GefchäftSstnnden des LcbensmittelamtcS von 9—12 Nhr vorn»., 2—4 Uhr nachm. Markenausgabe iür Urlauber: Sonntags von 10—12 Uhr vormittags. Landkreis Gießen. ** Taubringen, 5. April Wilhelm Braun, Sohn des Landwirts Heinr. Braun, erhielt die Hessische Tapferkcits- medaille: das Eiserne Kreuz ist bereits in seinem Besitz. z. Geil shausen, 5. April. Das Hessische Kciegsehre:zcichcn in Eifer: erhielt der Musketier Heinrich M a r g o l f. ** Oppenrod, 5. April. Der Unteroffizier Hch. Wagner, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapferkeitsmedaille, tourde znm Feldwebel befördert. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 5. April. Mit Beginn des neuen Schuljahres bat es an unserer Volksschule verschiedene Aendermmen gegeben. Lehrer Adolph kehrte nach zweijähriger militärischer Dienstleistung in tLn Schuldienst zurück. Fräulein Lotz und Frl. Hamel wuroen andere Schrckstellen übertragen, während Frl. Schott aus Gießen irnd Schulverwalter E n ri ch hierher berufen wurden. Starktttburg und Nheinhesfe«. ch. Vonder Nahe, 5. April. Infolge der heftigen Regengüsse in der letzte: Zeit ist das Wasser der Nahe ebenfalls gestiegen. Tie Hochwassermeldur^en arbeiteten diesmal gut, so die von Monzingen nach Kreuznach, wo es natürlich wieder Erregung gab, da man Angst vor einem ahnlick>en Unglück, wie es sich im Januar ereignete, hatte. Der Fluß ist sehr rasch in die Höhe gegan^gei, zumal auch die Settertäler steige:rdes Wasser brachten und der Nahe zu führten. Kreis LLetzlar. -- W e tz l a r, 5. April. Der Jahresabschluß der Buderus- schen Eisenwerke weist einen Reingewinn von 3 157313 Mk. (i. V. 3 019 200) auf, aus dem eine Dividende von 10 Prozent (:. V. 7,5) verteilt werden soll. Der gesamte Umsatz der Werke bezifferte sich auf 60 540 000 (i. V. 32 770 000). 2 220 000 Mk. wurden der .Kriegssteuerreserve zugewiesen. Der Aufsichtsrat beschloß in seiner gestrigen Sitzung, bei der am 20. April in Frankfurt a. M. stattffndsude: Generalversammlung die Erri.chwng einer Pensionskasse für die Werksange stellten in Höhe von 600 000 Mk. zu beantragen. Die Aussich."en für das laufende Geschäftsjahr werden als günstig bezeichnet. Die Gesamtt^elegschaft der Werke belief sich am Jahresschluß auf 7124 (7322). Die gesamten Anlagen sind mit 32 100 000 Maü bewertet, wobei die Zugänge 2 540 000 Mark betrugen. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 5. Aprll. Auf der Lemp unb im Hohensolmser Land, wo zwischen welligen Bergk:U>Pen sich loeite steppenarlige Flächen ausdeh::en. auf denen nur Gras wächst, finden viele Schafherden ihr geeignetes Weideland. Jahrelang hat die Schafzucht im Kreise Wetzlar stillgelegen, :md ein Bauer nach dem anderen schlachtete seine Scl-afe ab. Erst jetzt wieder, wo der Mangel an Wolle sich auch auf dem Lande bemerkbar macht, erinnert man sich der alten heimischen Schafzucht und der Haus- spinnerei und Wirkerei. l.Ä Hesstn-Nassün. ^ ra. Bi e den köpf, 5. April. Die KveiSviehkaffe hat sich mich im vierten Kriegsjahr überaus günstig entwickelt. Insgesamt 463 Viehbesitzer sind in: abgelaufonen Geschäftsjahr ne: lxngetreter, welche ein Einttrttsgeld von 1479.45 Mk. zu entrichten lwtten. Für veräußerte Tiere wurde: 29 583,89 Mk., an Zinsen 7395 Mk. erlöst. Versichert waren 1438 Pferde und 68 Trächtigkeitsversicherungen zu 1909 380 Mk. mit 76 074,10 Mk. 9344 Stück Rindvieh zn 5 961005 Mk. mtt 82 908.30 Mk., 9 584 Sck>we:ne zu 13 114,20 Mk. mit 41 779,40 Mk., 2861 Ziegen zü 191 963 Mk. mit 10 148.90 Mk., 460 Schafe zu 57 885 Mk. mit 1254,55 Mk. Beiträge!. Das Barvermögcn der Kreisviehkasse ist am 31. Dezember 1917 auf 216 076 Mk. angewachsen. irr. Frankfurt a. M, 4. April. Die Fabrikanten Bünte und R mmler si tcten süc di" Na ional'list in: da Hi iterbliv- benen der im Kriege Gefallene: den Betrag von 30 000 Mk. 15 000 Mark sollen der Stadt Frankftrrt, 7500 Mk. der Provinz Hessen- Nassau und die restlichen 7500 Mk. der Zentrale in Berlin zugute kommen. — In den letzten Tagen ist der Kanonendonner von der Westftont wieder besonders stark in der Umgebung von Frankfurt zu hören. Deutlich kann man das dumpfe Rollen der schwerer Geschütze und das weniger starke Krachen der leichteren Kanonen unterscheiden. Sachverständige glauben, daß der augenblicklich herrschenoe Südwestwiird der Sck-allÜbertragung besonders günstig ist. yans von Zobeltttz Am Donnerstag verschied in Gyrchausen Hans v. Zobeltitz im Alter vo:: 65 Jahren. 1853 in Spiegelberg geboren, widmete sich H. v. Zobeltitz der Milttärlaufbahn und machte 1870 de: Feldzug mit. Später war er Taktik-Lehrer an der Kriegsschule zu Potsdam. 1890 nabm er seinen Abschied als Hanplmann, um sich nun ganz der Sckriftstellerei zu widmen. Bald »var Hans v. Zobelti^ all«:tl>alben bekannt. Seine Romane raid Erzählungen ans dem Militärleben und der Gesellschaft, sowie die Herausgal>e der Zeitschriften „Ta- heän" und „Belhagen irnd Klasmgs MwrcttSl'e^i'" erwarben Wn ungezählte Freunde und Verehrer Es gibt wohl heute kaum einen Teutschen, der diese Zeitschriften oder ein oder das andere Buch von Zobeltitz nicht kernt. Hans von Zobeltitz lvar kein ticsgründiger Schriftsteller, kein Sucher und Kämpfer auf neuen Wegen :n:d Bahnen, aber er lvar ein liebenswürdiger Plmrdcver, ein fesselnder Erzähler voll sonnigen Humors Und sittlichen Ernstes. Seine Schriften erleben sich nie zu besonderen Höhen, schneiden nie schwierige Probleme an: was sie aber immer spannend und unterhaltend rnacht, das ist die leichte, flüssige Sprache, die geschlickte Schürzung des Knotens und die glückliche Lösung aller Konflikte. Dem Frenwe unterhaltender Literatur loird Hans v. Zobeltitz noch lange unvergeßlich bleiben. * * Der bekannteNovcllendichter Timm Kröger ist im 74. Lebensjahre in Kiel gcstorbe:. Seine Heimat war Schleswig-Holsten. Er hatte Iura studiert und war viele Jahre Rechtsanwalt unb Notar in Flensburg. UirchlNhe NachrVchten. Gottesdienst am Sonntag 7. April HQuasimodogenkti). EvangeUschr Gemeinde. Isn der S t a d t ki r ch e. 9*/»: Konfirmation d. Kinder ans d. Mark.- m Mil.-Gen:. Hl. Abeirdm. Pfr. .Schwabe; 6: Pfr. AÜahr. Mittwoch 10. April, abds. 8: KriegSbetstunde. Pfr. Mahr. — §n der Johanneskirche. 9V»: Konfirmation d Kinder cu:s d. Luk.-Gem. Hl. Abendm. Pft. BeckNolsheimer; 6: Pfr. Ausfeld. Samstag 13. April, abds. 8: Das Missionserlebnis d. Lpzg. Mission in Deutsch-:Ostafrika. Miss.-Dir. Prof. I). Paul-Leipzig. — Kirchner g. Vorm. 10: Konfirmation (hl. Abendin.), L^ollekte f. Hess Krüppelheime. — Lollar Abds. 8: Kriegsbetstunde. katholische Gemeinde. 6 1 / 2 ': Gel. z. hl. Beickrt: 7: Hl. Messe: 8: Aust. d. hl. Komm.; 9: Hochmnt m. Pred. Feier d. ersten hl. Komm. d. Kinder; 11: Hl. M'essie; 3: Andacht m. Segen; 41 / 2 : Jungfr.-Wngr. Dienstag im Freitag, abds. 8: Kriegsbittandacht. Samstag 13. Aprll, nachin. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. Beicht. ZmückgejteMe! Auch euch geht's an. Erweist euch dafür dankbar, daß ihr bei eu?erFamilie, eurer Berufsarbeit, eurem Verdienst bleiben dürft. Bestimmt, falls es euch zur Zeichnung der Kriegsanleihe an größeren Barmitteln fehlt, einen Teil eures zukünftigen Einkommens für eine ,Kriegsanleihe-Versicherung" beim Allgemeinen Deutschen Versicherungs'Verein a. G. in Stuttgart. Schon mit 50—60 M. Jahresbeitrag 2012D können 1000 M. gezeichnet werden. Alle können'S! Meteorologische^ vrobachtungen der Station Gietzen. März Ivlv h3 2^ 1* V S 3 03 O 3TS 1 .= li-s, ii 95 g CK i 1 1 K •a ß 4t §JS3 glsj •*8S x*i OJtllet b. 2» _ 15,9 7,9 69 7 Bew. Himmel 5. 9» 11,0 8,5 86 — — 10 Bed. Himmel 6. 7" 5,8 6,5 94 5 Nebel Höchste Teinperatur am 4. bi» b. April 1918 --- 4- 16,5* C. Niedrigste „ # , , 1918 = + 9.0' C. Niederschlag 0,0 mm. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes 5)auptauartier, 6. April (Amtlich.) W e ft l i ch e r Kriegsschauplatz. Oertliche Unternehmungen bei Vucauon und südlich von Hebuterne brachten Geftingkne mit zahlreichen Dtaschinen- gewehren ein. Ein englischer Vorstoß auf Pusieux scheiterte. Auf dem WcsLuftr der Ancre eiivciterten wir im Angriff unsere Vrückenkopfstellun.g beiderseits von Albert. Südlich von der Somme lebhafte Fenerkümpfe und kleinere erfolgreiche In fanteriegefechte. Eismbahnanlagen bei Amiens wurden beschossen. Französisckre Angriffe in breiten Abschnitten zwischen Moremt und Ästondidier versuchten uns den Gewinn vom 4. April zu entreißen. Sie brachen unter den schwersten Verlusten zusammen. Dtondidier lag unter französischem Feuer. Vor Derdun nahm die Kampstätigkeit der Artillerie an Starke zu. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalauarttermeifter Ludendorff. * . * Französischer Abendbericht vom 4. Aprll. Die Schlacht hat morgens mit äußerster Heftigkeit in der Gagend von Mlontdidier wieder begonnen und bauert bis zuv Stunde noch an. Auf einer Ausdehnung von 15 Kilometern, von Grivesnes bis nö:ft>licb der Straße Ämie:s—Roye, haben diel Deutschen gevaltige Noassen in Bewegung gesetzt nick» die feste Absicht erkennen lassen, die Front um jeden Preis zu durchbrechen. Bis zum gegenlvärtigen Augenblick l>aben lvir durch Ge- fangene elf feindliche Divisionen festgestellt. Unsere Trmppen hielten mit unersckstitterlichem Mute dem Airprall der angreifenden Massen stand, die vom Feuer unserer Artillerie niedergienacht werden. Trotz der zehnmal iviederholte: Anstrengungen gelcn:g es den De:t- schen nur um der Preis blutiaer Opfer einige huichert Meter Boden zu gewiirnen Und sich der Dörfer Mailly, Raineval Und Morisel zu bemächttgen, deren benachbarte Höhen wir halten. Grivesnes das mit besonderer Heftigkett angegriffen wurde, ist in unseren! Händen. Unsere Trrippen machten, nachdem sic alle Anstürme gebrockten hatten, starke ^Gegenangriffe und F-orffchritte an einem Punkte zlvischen Moutdidier und Lassigny. Große Tätigkeit beider Artillerien. Vom italienischen Kriegsschauplatz. Berlin, 6. April. Aus Basel meldet der ..Berliner Lokale anzeiger": Aus Paris benck^tet das „Berner Dagblott": Eüw Bekannttnachmkg des französischen Postministerinms besactt mit aller Deutlich'.eit. daß sich an der italienischen Front leine franz ösischen Truppen mehr befinden. Bekanntmachung. Der vom Gemernderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Trais-Horloff für 1618 Rj. liegt vom 9. April 1918 ab eine Woche lang aus dem Amtszimmer der Unterzeichneten Bürger- meisterei zur Einsicht der Interessenten affen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es wird bemerkt, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen ist, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Trais-Horloff, den 5. April 1918. 2579 Großh. Bürgermeisterei TraiS-Horloff. Bornmann. Horzverstergeeimg der Orästichen Oberförsterci Laubach. DicuStas den ft. Avril lftl8, nach Zusammenkunft 10 Uhr am Pflanzgarten des Nevierö Tiergarten ausr Zicgelhünergraben. Süßekops, Lamuertsror und Wild^ sraubera: Scheiter Rm.: 495 Buche l. und II. Kl., 1 .ttirlchhnmn; Prügel tHin.: 523 Buchen, 1 Kirschbaum- Stöcke Rm.: 110 Bucheil: ftieiierlmiöcJ fNm.; 32 Buchen - Reiser Rm.: 593 Buchen- ttnvorgezeigt ans: LanrperlS- tor und Slibekovs. Scheiter Rin.: 2 Aspen. » Fichten- Prflael Rm.: 38 Buchen, 4 Eichen. Stöcke Rn».: 19 sichren: Stammreiser Rm.: IW Buchen- Reiser Rm.: .35 Buchen. 4 Eichen. Blan unterstrichene Nummern wer- den nicht versteigert. Aus der LchreinerSmiihle konnnt nur noch wenig Hol- zum Aufgebot. 24750 Fichten ftanimholz-Verknnf. Die Gemeinde Wißmar, Kreiö Weilar, verkauft folgende Fichtenstcnnme im Wege ded schriftlichen Angebots: Distrikt 17 Nr. 526 bis 8X3----84 Sk tick 2. Klasse mit 114,70 Fum., 1G7 Stück 3. Al. mir 123,57 Fit in. und 103 Stück 4. Klasse mir 35,53 Fstm. Nähere Auskunft erteilt Förster Lncas in Wrümar. Der Verkauf crsolgr un'er Len hier gültigen allge^ euren HolzverkaukSbedtngungen. Geboie bitte getrennt nach Klanen für je 1 Fstm. bis fväteftenS 15. 4. 18 an mich einzusenden. Krofdorf «KretS Wetzlars, den 30. März 1918. Ter Bürgermeister. Brau u. 2451V Mlidic Bkkllilnt«lilhüli 8 kii kt Ltitt ßiffcen. Zttcker-Ausghhe. Der bei den Kleinhändlern der Slaot Gießen bestellt^ Bucker für Avril 1918 kann von Montan den 8. dc>'. MtS» ab gegen Vorlage Bestellausweises zur Zuckerlarle und Slblieferuna der Zockermarke Nr. 4 in Empfang genommen werden. Einzelne abgetrenme Zuckermarken ohne den Bestellausiveis sind ungültig und berechtigen nicht zum Empfang von Zucker. Es entmtlen aus die Zrrckermarke 4 lAvril 19181 50 o (vfrnmm Zocker. £iu de. 30.Avril lftlH verliert die Zuckeemarke 4 ihre Gnlttgkekl. Wer btt' zu diesem Zeitvimk: den Zocker nicht abqeüolr Hat. har keinen Anspruch mehr daraus. Die Kleinliandelsgeschäfte Haben die vereinnahmten Zuckermarken 4 «Avril 19181 zu sammeln und zu je 100 gebündelt bis längstens 3. Mai 1918 an daS Städt. LebenSmittelamt unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgelteserzen Marken etn- znseuden. die nicht abgeholken o?er mehr Überwiesenen Zuckermengen und nach vorgeschriebenem Muster dem StÜdt. Lebcnsmittelamr zu melden. Nlchteinhaitunq dieser Frist, sowie unrichtige Angaben über den Zuckerbestand und Unregel,näßrakeiten der der Abgabe des Zuckers haben den Ausschluß von der Zucker- verteiiuna zur Folge. ..... ^ J Der KletnverkaufshöchftvretS für das Pfuno Zocker beträgt: 1. Kristallzucker und gemahlener Zucker nicht raffiniert lKonsumzuckerf 40 Pfennig d> raffiniert 42 * 2. Hutzucker, Plattenzucker a> im ganzen Hut oder Platt 40 „ b) lose ausgewogen 42 „ L Würfelzucker. 44 * 4. Kandiszucker 53 „ (Stehen, den 4. Avril 1918. 2572B Der Oberbürgermeister (Lebmsmittelamt). Bekanntmachrmg. Für diejenigen Familien rnrd Einzelpersonen, denen weder (AaS noch elektrische Beleuchtung zur Verfügung steht, wird in der kommenden Woche eine geringe Menge Betroleom zur Berteilimg kommen. D»e Marken iür die Bezugsberechtigten werden am Montag dnn 8. ds. Mts., vormittags von 8—12 Ubr in den zuständigen Bezirken ansgegebem Die Verteilung de- Petroleums beginnt vom S. dS. MtS ab durch die bekannten Geschälte. Gießen, den 4. Avril 1918. 25716 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Anmeldezwang fiir Wohnräume und Schlafstellen. In Ausführung der VercuL-nnnq des Stellv. Gene- •cattornm'ir.to* 18. Armeekorps vom 29. Oktober bzw. 22. Dezember 1617 und der Bekam'.ttnaclmnq Großh. Ministeriums des Inirern vom 14. v. M. wird bestimmt: Die Vermieter von 1--, 2-, 3- und 4-Zimmor-Woh- nmrsen, einzelnen Räumen von Wohnungen, Schlafstellen und sonstigen zu Wohnzwecken geeigneten Räumen, wie Läbrn, Niederlagen, Schupi^n, haben dem städtischen WohnunkMachweis, West-Anlage Nr. 31, Tele- phonrus 2054, tmvorzüglich mündlich, telephonisch oder schriftlich Anzeige zu erstatten, sobald solche Wohnungen und Räumlichkeiten leer stehen oder gekündigt sind. Sind die Wohnungen oder Räumlichkeiten wieder vermietet oder kann aus anderen Ursachen nicht mehr über sie verfügt werden, so hat längstens innerhalb 48 Stunden bei der genannten Stelle Abmeldung zu erfolgen. Zuwiderhmrdlrmwen werden mit l'-iefängnis bis zu einem Jahre, beim Btnliegen mildernder Umstände mit Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. Gießen, den 1. April 1918. 25556 Ter Oberbürgermeister.' Keller. BekanrrtNmchrmg. Das im Abdruck naäKehende Programm der Gar- -bsLbau-KDlome Gießen wird hiermit yux allgemeinen! Kenntnis gebracht. Gießen, den 30. März. 191fi. 265GB Der Oberbürgermeister: Keller. P r o g r a m m. Die Gartenbau-Kolonie Gießen iÖ an brr Akademischen VerfucsMftrtschcist be4 L-anb- »trrschaftltchlni Universftätsrnstituts G-ießen errichtet und an in? Al tceschule sH ausha l tungs- und L^wdar beitckLchulel in Gvtzen aivgelchloKen. Ske Gartenboid-Lolonäe Gießen ist Kttttctü«» stakt für Gartenbau-Kolonien im Groß- hcrzogtum Hessen. Die Anstalt uMersteht einem Kuratorium, deffluc gesch«?tsrüL)mtder Ausschuß die Verwaltung führt. Zurz«l gehörerr dem geschästssührenden Äus^ schuß Frau Geheimrat Gall-Greßen, Neustadt 32, Frau Major Dr. Kramer-Gichetk. Ludwigsplatz 10, Herr Geheimrat Pros. Tr. Frr^rme-Gießeu, Meichstr. 20, und Herr Pros. Dr. Gisevurs-Gießeir, Moltkestr. 4 an. Lehrziiele: 1 Die Ausbildung von Lehrerinnen für Garten bau koloni en erft»rdicrt zlvei Sommer und zrvei Winter. 2. Die Unterweisung künftiger Hausfrauen in Stadt und Land erfordert einen Sommer, emüsesamenbaushaltungssch»üe. Die 2luÄ»i1tAug zur Lehrerin erfordert die Teilnahme an weiteren Kursen in der Aliceschule (Pädagogik mit Lehrproöe, Deutsch unt> Bürger künde, Gesund Heils- lehre, Chemie und Nahnmgsmiuellehre, Buchrsihnmgs. A u s naushaltvnasschule (5 bis 6 Monate) 350 Mark einschließlich Mrttai-essen utrd NachmittagSvass«, mit voller Pension 350 Mark mehr. Ctz könrreu mehrere Kurse gleichzeitig genommen werden. Ausnahmen. An einzelnen FÄlen kann Befreiung vom Schulgeld durch den geschäfiSfüh- renden Ausschuß giervährt werden. Nur in vereinzelten Fällen kann ausnahnisweise ein späterer Eintritt durch derr gesck-ästsführeichent Ausschuß gestattet werden. Zeugnisse. Ueber die Teilnahme tat den Sommer- wie Winterkursen werden durch den grfchäftsführen- den Ausschuß Bescheinigungen erteilt. Ein ausführliches ZinMris erhalten, nur diejenigen TeilnehmerimreN, die sich einer Prüsuna unterziehen. Geschäftsführung. Alle Anmeldungen, -ln- fvagen, Zahlungen^ Sendungen aller Art sirch au die Adresse ^Landwirtschaftliches Institut Gießen Senckenbergstraße 15^." ya richten. Zn dem Institut, zweiter Eingang, befindet sich das Ge schäft^immer eine Treppe hoch (Zimmer 14). Den SclMerin-nen steht cs lederzeit frei, sich mit Wünschen und Anliegen jeder Art an ein jedes Mitglied dos geschäftsführenden Ausschusses schriftlich wie mündlich zu toenden. Der SommerkrrrsnS beginnt erst am 4. April, der Eintritt von Schülerimren kaim durch den Geschäfts- fttheer cmch noch bis am 13. April gestattet werden Entast Samstag and Soimtag Konzert Eleenc Konditoz*ei. 260G AlWSjskMtW^ ju G-rßm Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Bilanz für das Jahr 1ft17. Vermögen. Ji An Kapttallen-Kon.o 2T»2.— An Immobilien- Konto 422640.71 An wrobllien' Konto — An Kassa-Konto 1 343L76 434 242.47 Schulden. Per Ztnsen-Konto Per l^eschäflsanteii- Konto Per Anlehen' Konto Per Spareinlagen Äcmro VerReservefondft' Konto Per Spezial- RefervefondS- .Konto Per Straßenkoften- beitrag-Kvnto Per Bürgersteig- beitrag-Kon'v Per KaualijationS' .^onkv Per Häuferunter halrungS-Konto Per Häuser- KapiiaitilgungS' Konto Per Gewinn-Saldo JC 12.24 12761.40 31C31L30 48181 4 289.05 38 407.97 1225.77 190a- 1700.- 578B30 40 890.- 2 474.83 424 242.47 Gewinn- und Verlust-Rechnung. Soll. Zinsen von aufge- nommenen Kapitalien Zinsen von Svar- Eintagen Stenern und Ab- gaben Berwnltungskosten Sonstige Ausgaben Erbaunngn. Unterhaltung der .Häuser Abschretbimg aut Mobilcen Gewinn-Saldo uf 12 987.31 Habe« $ Aufgenommenen Kapital 547826.79 DeSgl. auf eig. Immobilien 34700.— Gefchäflsgut- haben der Mit- glieder 7788.66 Reservefonds 24701.70 Spezialreferve- fondS 440.— Reingewinn 3030.36 6! 8487.53 176 16 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1916 Abgang in 1917 durch Tod u. Aufkündigung Zugang in 1917. Daher Stand Ende 1917 . ... 160 Geißler. Kraft, Kaiser., Direktor. Rechner. Kontrolleur. Generalversammlung Sonntag den 14. April 1918, nachm 3 Nhr, beim Wirt Ludwig Zecher V. Tagesordnung: 1. Bckrlage der Rechnung von 1917. 2. Beschluß über Verwendung des Reingewinns. 3. Wahl eines AussichtSratsmitgliedeS. 4. DerfchiedeneS. Die Rechnung liegt 8 Tage zur Einsicht beim Rechner offen. Staufenberg, den 3. April 1918. Der Vorsitzende des AufsichtSrat-: I u n g V. 2M0 Vk R KAUFE Ein sprunasähiger. sehr schänerVoaelsberserBallc steht zürn Verklutt bei 0015 Herm. Velten, Göbelnrod. 2 feiichMLtkende Ziegen mct ober ohne Lämmer zu verk.raieu. Zu erfragen 0650 Müblstraßc 21. Pram. Angora°2fluttcr' bann zu verlaufen 0629 Schisfenberger Weg 62. 1 IttifriAfStÄ““« Dorf Gill. OrtSstr. 52. ZilSisltztt Lillserrttti- zu verLausen. rL96 Näheres Lndnugstr. 621. Wohnhaus mit Ladenlokal und großem Hofraum, für Bäckerei sehr geeignet, in der Nähe der Neuen Kliniken, tettuugs- halber zn verkaufen. 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M., vormittags von 9 Uhr an, kommt im Gemeindewalde Beuern in verschiedenen Distrikten folgendes Holz zur Versteigerung: Buchen Scheiter 40 Nm., Eichen-Scheiter 8 Rm., Fichten-Scheiter 2 Rm., Buchen Knüppel 56 Rm., Eichen-Knüppel 68 Rm., Kiefern-Knüppel 20 Rm., Fichten-Knüppel 94 Rm., Ajpen-Knüppel 4 Nm., Buchen-Reifer 652 Rm., Eichen-Reifer 36 Rm., Bnchen-Slöcke 95 Rm., Eichen-Slöcke 9 Rm., Fichlen- stöcke 71 Rm., Kiefern stocke 3 Rm. Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen. Beuern, den 5. April 1918. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Walther. 2584 Holzversteigerung. Mittwoch, den 10. April 1918, vormittags 9 Uhr anfaugend. kommt im Kirch-Gouser Ge- meindtwald Distrikten Ochsenharb, Metzenköpfel, Heide und Struth folgendes Holz zur Versteigerung: 115 Stück Fichten-Derbstangen 20 Rm. Buchen-Scheiter 4 „ Kiefern-Scheiter 50 „ Kiefern-Knüppel 20 „ Fichten-Knüppel 237 „ Buchen- u. Eichen-Reisig 2000 „ Kiefern- u. Fichlen-Reisig 32 n Buchen- u. Eichen-Slöcke 100 „ Kiefern- u. Fichten- Stöcke 14 Stück Fichte-Stockabschnitte. Zusammenkunst bei der dicken Eiche. Kirch Göns, den 5. April 1918. Grohh. Bürgermeisterei Kirch-Gvus H a n a ck. 2583 für Wage»- und Daraikranke von Aerzten u. ersten Auto- rltäten bestens empfohlen, jederzeit zu haben im Deform haus, Krenr.platz 5. ,l3 ° Mirabellen- u Reine- claudcNborbstümme,Sauerkirschen- (Schattenmoreste^ Pfirsich-, Aprikosen', Apfel- v.Birnen-Spalierobstbänme, Pyramiden und Hnselnuff- sträucher emvnehlr Cbrtst. Pfeiffer, Schiffend. Weg 36 TT -TCrTZ. Zum Frisieren etnt'siehltffch und nimmt noch Kundschaft an 656!) Emms 3«fcae der, Wilsonstr. 4. Freitag desi 12. Ä|»ri8 beginnt unter bewährter Leitung im Hotel Fürstenhof, Gießen, ein 15stündiger in Verbindung mit gesellschaftlicher Formen- und Sittenlehre Der Kursus bezweckt für junge und ältere Damen, Frauen und Töchter: 1. zu wissen, wie man gesellschaftliche Veranstaltungen aller Art trifft, u»> sein Personal entsprechend anleiten zu können. 2. das zu erlernen, was im herrschaftlichen, wie bürgerlichen Hause verkommt, um eine repräsentierende oder dienende Stellung ein nehmen zu können (als Hausdame, Stütze oder besseres Hausmädchen). Gewissenhafter, theoretisch nnd praktischer Unterricht i:i modernem, feinem Talei decken, Tafelschmuck, Servieren, Servietten brechen, Speisenfolge bei verschiedenen Gelegenheiten usw. - Nachmittagskursus von 4 bis zirka 6'/, Uhr, Abendkursus vor 7 1 /, bis 9'/, Uhr. - Honorar 20 Mk., zahlbar bei Beginn. Anmeldungen nimmt am 12. April ab nachmittags 1 Uhr im Hotel entgegen Die Unterriehtsleitang. Rotklee, echt Schwarzwälder, seidefreie Saat, Schwederklee u. 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