Nr. Z8 Der «le|«ft flny f ge y erscheint täglich, farmet Sonntag«. — Beilagen: Lietzener FamiL imdtütter; Kftc.stlalt flf den Kreis Siede«. Vezilzsprelr: mowitl. 'M. l.20, viertel- Mrlich Mk. 3.60'. durch Abhole- u. Zweigstellen monati. Mk. 1.10: durch die Post Dtt. 3.60 viertel- jLhrt. cutSschl. Bestellg. Heiiisprech - Anschlüsse: Air die Schrill! eilung 113 Verlag, Geschäitsstellebl Anschrill für Drahlnach- richten: Anzeiger Gießen. Erstes Natt 168 . Jahrgang Donnerstag, 4- April 1918 Postscheckkonto: Frankfurt a.U1.11-86 General-Anzeiger fM Oderhesjen Vankverkrhr: Gewerbebank Gießen SwiilingrrNNddrAck u.Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u.Zteindrirckerei N. Lange. Zchristlettung, Geschäftsstelle «.Druckerei: Lchulftr.7. Lnnaume von Anzeigen l. die TaqeSnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichkeit oeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25Pl.,fürauswärtkge 30 Pi., ^ür Reklamen Mk. 1.— ; bei Platzvor- schrist 20°/, Ausschlag. Hauptschristleiter: Au«. Goetz. Verantwortlich sür Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land» Vermischtes u.Ge- rlchtssaal: W. Dteyer; Auzeigentetl: H. Beck; sämtlich in Gießen. Deutsche Seeftrefllräfte in Finnland gelandet. (WTB> Hauptquartier, 3. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Zeitweilig lebhafter Feuerkampf bei und südlich von Leus. An der Schlachtfronl blieb tagsüber die Gefcchtstütigkeit mtf Artilleriefeuer und Erkundungsgefechte beschränkt. Ein Nächtlicher Vorstoß englischer Kompagnien gegen Ayette -wurde im Gegenstoß abgewiescn. Mit stärkeren Kräften griff -er Feind anl Abend zwischen Marcoleave und dem Lueebnche ml Er wurde unter schweren Verlusten zurückgeworfen. Durch -Handstreich setzten wir uns in den Besitz der Höhe südwestlich von Moreuil. Die Zerstörung von Laon durch ftanzösische Artillerie dauert an. Vor Verdun und in den mittleren Vogesen lebte die Artillerietätigkeit auf. Südwestlich von Hirzbach brachte rin erfolgreicher Vorstoß Gefangene ein. * Ritttneister Freiherr von Richthofen errang seinen 15. Lustsieg. von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister ' Ludendorff. Berlin, 3. April. (WTV. Amtlich.) Teile unserer Seestreitkräfte haben heute morgen nach dem schwer- lichen Marsch durch Eis- und Minenfelder die für die Hilfeleistung in Finnland bestimmten Truppen in Hangö (Süd-KhmLmw) gelandet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Der «bendbericht. Berlin, 3. April, abends. (WTB. Amtlich.) lvon dem Schlachtfewe in Frankreich nichts Neues. W«n m &tn Pariser Blatt überrascht seine Leser mit der er> i«vtige7iden Nachricht, daß auch Brasilien jetzt den aich und die Absicht habe, mit Truppen auf dem euro- chen Knegsschauplatz zu erscheinen. Sonst baut man sich wLrtig in der Presse der Entente keine besonderen chlösser mehr auf; die Stimmung da drüben ist seit Beginn beS großen deutschen Angriffes sichtlich gesunken. Nun macht der vom Grafen Czernin neuerdings wieder unnötig sanft und freundlich angeredete Präsident Wilson noch eine grimmige Gebäroe, indem er verkünden läßt, er halte es jetzt für zeitgemäß, auch Bulgarien noch den Krieg zu erklären! Will er dort auch noch seine großartigen center auftauchen lassen? Gestern erfuhren wir, daß te Zustimmung dazu gegeben hat, daß die unzulä stich schlagenrn englisch-französischen Len können. Ob Wilson diese Zustimmung freudigen' Herzens gegeben hat oder nur dem Zwang gehorchend m btn sauren Apfel gebissen hat? Zweifellos gründen sich die iscv-arnerikanischen Erwartungen noch immer auf das «nglisch-arnerikani! -eben, Uneinigkeit bei den 'Mittelmächten hervorztl- deren Stimmung und Zuversicht mit allen erdenklichen Mitteln zu verderben. Zu diesem Zwecke ist ja- auch Lord Norchcliffe zum Feldherrn für Propaganda ernannt worden. Eine eigentümliche Befehlshaberstelle im modernen Kriege! Aber die große Offensive im Westen hat auch diesem Strategen der Entente das Konzept gehörig verdorben. Der Mtteifend die neuen Ber- >auplatze der Propaganda, &’ ,SrLnk. Kurier"' würdigt sehr z Schiebungen auf diesem Krrogssch rndem er u a. schreibt: „Es wird ganz gut sein, sich der großen Offensive gegen die moralische Kvaft der deutschen Nation zu erinnern, müder die englische Offensive des Jahres 1918 ein geleitet werden ßollte. und des Lord Northcliffe, der m ihrem Feldherrn er- Liren war. Tiefer ist heute schon ein Geschlagener, ein ganz und vorn SclMrplatz Vertriebcmer, ehe er noch anfangeir konnte, schmutzigen Bätcrillone in Tätigkeit treten zu lassen. Es ilt eben doch zroeierlei Art, in der England und Deutschland aus die jErringur^ des Si^es losgehen. Man darf nicht übersehen, daß es ein, wesentlicher Bestandteil des englischer KriegsplanS gewesen ist, der dLtzu süürte, Lord Nortbcliffe zum Geareraldirektor der Propaganda in den feindlichpn Landern ziu ernennen und ihn «machst einmal mit eurem Kriegssvnds von 25 Millionen auszu- ftattcn. Er foCße die Stimmung bei uns und bei unseren Verbündeten unLergrabem alle Elemente, die sich unserem inneren Zusanr- vrenhalt abträglich erweisen könnten, stärken, sie FestigVeit des Bundesverhältnisses stören, rurd er soll sich mich sä-on einen besonderen Plan zurecht gemacht haben, von der Schweiz aus über Oesterreich ein gesährlichtÄ Netz mrs über den Kops zu ziehen. Man erwartete von dieser Propaganda in England große Dinge, und daß Narth- difje in der Behandlung der öffentlichen Meürnng mit den Mitteln der Spioiw-ge und.Korruption Atcislxr ist, hat er in der Tat schon früher in einer ganzen Reihe von Ländern zur Zu* friede, ll-eit seurer Auftraggeber erwiesen. Wer ein einziger großes Schlag in die Fassade bat nun diesem ganzen Spuk ein Ende gamdjt. Lord Northcliffe kann ernpacken. Tie Millionen, die er unter unS mrszustrauen gedachte, um in unsere Kriegsent-^ schlossen heit Bresche zu logen, wiegen die 1000 Geschütze nickst, vus, durch, die unsere Krach verstärkt ist, um Englands KeereSmacht vollends zusauuneirzuscheßcn. Er karrn sich tojmt die Mühe sparen, unsere Einiglstit, unser Vertrauen zu unserer Führung, unsere Siegeszuversicht durch beständige kleine Dosen seiner Gifte zu erschüttern. Nie seit Beginn des jkrieges ivar bieics Vertrauen, tuest Zuversickst größer als heute, nie der Wille der gesamten Nation, den hartträckigsten mrserer Feiirde aufs Haupt zu schlagen und den uns veriveigerben Frieden §u erzw-iirgen, vnmütiger und fester. Dev eine Strich, den Hindeuburg aus dev Landkarte bei Asrras gezogen, hat eine wirksamere „Propaganda.^ gemacht, als sie der englische Propaganda-Direktor mit seinen tausend Helfershelfern in unendlüher Arbeit hätte erstelenj können. Ter Erfolg der achten Kriegsanleihe wird es beweisen." Es war recht gut, daß Graf Czernin in seiner Rede vor den Wiener Gemeinderäten einmal offen und gründlich 'die verschiedenen Gruppen der Quertreiber und Kriegsverlängerer beleuchtet hat, die sich fteilvillig und unfreiwillig in den Dienst der Herren Wilson und Northcliffe stellen. Nach den großen Erfolgen im Westen wird es ihm mit seiner Darlegung hoffentlich gelingen, die in seinem Lande sich breit machende Verräterei und Flaumacherei zu einem guten Teil hinwegzublasen und die Treugesin-nten zu mehren und um seine Fahne zu scharen. Der österreichisch.unüarische Tagesbericht. Wien, 3. April. (WTV.) Amtlich wird verlantbart: Im E t s ch 1 a l wurden italienische Erkundungstruppen abgttviesen. Der Chef des Generalstabes. Das Karfreitagsgefecht am Conchy südöstlich von Montdidier. Berlin, 3. Aprü. Ern deutsches Bataillon wird von drei französischen angegriffen. Tie anstürmend«: feindlichlen Panzeranlos werden von Vdasthsinengciwchren mit Stahl- Koricmnnition bestl)pssen^ fe die Panzerung durchschlägt. Ein SturmNxrgen bleibt liegen, der Rest macht schleunigst kehrt. Aufs neue fahren drei Dcnrks an. Dasselbe Bild wiederl^lt sich. Iran« zösische Kolvnialinfanderve, die nach kräftiger W-tillerievorbernlung! vorgeht, wird naä) bltckigsten Berlicsten zurückgefä-lLlwn. Schließlich gelingt es dem Fedwe, sich am Wesdrand deS Ortes einzu- nistjen. Da springt ein decctscher wrteuoffizier vor. In der Svnlme- schlacht 1916 war er schvcr vcnoundet den Engländern in die Hände gefallen. Damals wurde er Zeuge, wie die Engländer erbarmungslos seine venourideten Kameraden medermachten., während er selbst sich dot stellte und dadurrl^ entkam Jetzt bahnt er sich einen Weg durch die Häuser, durchschlägt mit der Spitzhacke die M>auer, bringt ein Maschrrengewehr^ im Rücken der Feiride in Stellung hrnd ermöglicht durch ein wirksames Flanken- und Rückeiffeuer der eigenen Jnsanterie den westliche-u Dorfrand zu nehmen. Französischer Bericht Dom 2. April, 11 Uhr abends. Der Tag war durch einen ziemlich lebhaften Ar kill er! kämpf zwischen Monldidier und Lassigny gckcnnzeichnet Unsere Batterierr nahmen feindliche Ainsamm-lungen südlich von Canngny unter Feuer. Eine schrke deutsche Erkundungsabteilung, die vo» unseren Truppnr ans dem linkeia Oise-Ufer südlich von ServaiÄ angegriffen wurde, wurde abgewiesen. — Jir der Woevre und im Oberelsaß ergaben feindliche Handstreiche keine Resultate. Nichts zu melden auf dem Rest der Front. Vom 3. April» nachmittags., An der Somme- und Oise-Front zunehmende beiderseitig« ArtiNerietätigkeit. Südlich Moreuil trieb der Feind gegen di« französischen Stellungen zwisck>en Morisel und Mailltj-Rameval euren lebhaften Angriff vor. Durch frMGösisches Feuer zurück- geschlagen, konnten die Angreifer nur an einem einzigen Punkt ixt französischen Verteidigung Fuß fassen. Ein deutscher Angriffs-- versuch vor Rollot scheiterte im französischen Feuer. Die Franzosen führten gestern abend eine Einzelunternehmung auf den ^ Nord-» abhängerr des Plomont aus, in deren Verlaus die französischen Truppen ihre Stellungen ansehnlich ausdehnten und 60 Geangen« machten. Von der übrigen Front ist nichts zu mewen. — Flugwese n. Am 31. Marz und am 1. April warfen französische Go-« schwader 12000 Kilogramm Bomben auf Eisenbahnen und Äige« von Ham, Cheimy, diopon usw. Ein großer Brand brach aus. Der Bahnhof von Chaulnes und oentsche Lager in der Gegend von Nope wurdeir ausgiebig mit Bomben belegt und aus geringer Höhe mit Maschinengewehren beschaffen. Französische Jagdflieger lieferten! zahlreiche Klimp^e, bei denen acht deutsche Flugzeuge abge,st>oi'sett wurden. Zwei weitere wurden durch andere ADwchrrmttel vernicht«^ Englischer Heeresbericht vom 2. April morgens. Im Laufe des gestrigen Kampfes in dem Gebiete zwischen den Flüssen A v r e und L u c e machten wir 50 Gefangene und erbeuteten 13 Dtaschinengewehre. Eine große Airzahl toter Deutschen wurde in dieser Gegend gefunden. Vom Feinde versuchte Gegenangriffe später am Tage wurden mit schweren Verlusten von unserer Artillerie gebrochen. Eine in dieser Gegend in Tätigkeit befmdliche deutsche Batterie wurde mit gutem Erfolge ans kurze Entfernung aufs Ziel genommen und durch unsere Maschinen- gewehre zum Schweigen glchrvcht. Eine erfolgreiche von uns an der Schlachtfront in der Gegend von Hebulerne ausgeführte örlliche UnternchTnung führte zur Einbringung von 73 GestrugeTrcn und drei Mafchinengewehrekr. Viele Deutsche wurden bei dieser Unternehmung getötet. Ein feindlicher Gegenangriff wurde im Laust des Nachnlittags vollkommen abgeschlagen. Erfolgreiche Vorstöße, bei denen wir einige Gcfau.gene machten und eine Anzatü Feinde töteten, wurden in der Gegend von Acheville und Hollen b e k e Mlsgesührl. Englischer Morgenbericht vom 3. April. Ein gestern bei Tagesanbruch airgesetzter Angriff einer starken feindlichen ^lbteilung gegen unsere Stellungen in der Nähe von Jampoux wurde nach scharfem Gefeckst abgeschlagen. Eure Anzahl Deutscher wurden getötet. Einige Gefangene blieben in unserer Hand. Ern erfolgreiches örtlick-es Gefecht lieferten unsere Truppe^ in der letzten Nach>t in der Nähe von Ailette, b as jetzt in unserem Besitz ist Mehr als hundert GesairgeTre und drei Ma- sichcnengewehre Wurden von uns eingeovacht. Desgleichen macht«? nur gestern eirägc Gefangene bei der schon' gemeldettm UrNernehnrarrg in der^ Nähe von Seine. Sonst ist kton der Schlacht front nichts zu berichten. Lincolnfhire-Trrrppen griffen gestern morgen feindliche Gräben nv-rdöstlich von LovS an und brachten 31 Gefangene und ein Maschm-engewehr ein. Ein aiiderer ersi-lgreicher Augaiff, bei denc wir einige Gefangene macljilen, wurde vmr uupk in letzter Nacht nordösüich vvic Poelcapelle ausgeführt. * Die Beschießung von Lao«. Bi e r 1 1 n, 3. April. Auch am 2. April haben die Franzosen ihre absichtliche verbrecherische Beschießung \ vonLaon fortgesetzt und neues, schweres Unheil unter der X Bevölkerung angerichtet. Die von der brutalen Behandlung seitens der Engländer im Nückzugsgebiet der britischen Armee gepeinigten Einwohner Frankreichs sowie die Bewohner der unter englischem Fernfeuer liege:tden ftanzösischen Städte leiden übermenschliche Qualen in dem von ihren Staatsmännern gavollten neuen Kampfe. Die Beschießung von Paris. Berlin, 3. April. Die Fernbeschießung der Festung Parks wurde deutscherseits am Mittag des 3. Aprll eingestellt, da bekannt geworden war, daß tot diesem Tage nachmittags die Beerdigung der einem beklagenswertett Zufallstreffer zum Opstr ge- falleneir Einwohner stattsitden sollte. Paris. 3. Älpril (W.B.) Amtlich. Die Beschießung des Pariser Gebietes durch ein Ferngeschütz wurde heute fortgesetzt. Zwei Frauen wurden verwundet. Weitere vernichtete englische Divisionen. Berlin, 3. April. Bis zum 24. März eknschl. ivaren in deir Sammellagern der südlichen deutschen Angriffsarmee von nachstehenden englischen Divisionen an Gefangenen cürgebracht: von der 14. JnfMttcrredivtsum 100 Offtziere, 4079 Matm, 18. Infanteriedivision 78 Offiziere, 4094 Mann, 30. Fnfanteriedivision 83 Offiziere, 2348 Aömuc, 36. Jnsantcriedivisiou 143 Offiziere, 3215 Mann, 61. Infanteriedivision 56 Offtziere, 2298 Mann. Zählt man zu dieser hohen Einbuße an Gefangenen die sehr schweren blutigen Verliusüe hinM, so bleibt Mich von diesen füics englischen Divisiotten nicht mehr viel übrig. Aehnlich hoch werden die Verluste bei vieler: anderen Divisionen des Feindes sein, der bis jetzt 75 000 Manrc allein an Gefangenen eingebüßt hat. Schwere Verluste englischer Hilfsvötker. Wie stets bei.' illen Kämpfen der Engländer, mußten auch jetzt wieder die HilsSvölker aufs schwerste bluten. Sie wurden stets an den Brennpunkten der Kämpse eingesetzt. Die kanadische Kavalleriebrigt betragen nunmehr 192 Flugzeuge und elf Ballone Unsere Flugabwehrgeschütze sind daran mit der außerordentlichen Zahl von 46 Flugzeugen beteiligt. Leutnant Bongarts besiegte 33, Leutnant Kroll 23 Gegner. Wir büßten 32 Flugzeuge ein (davon 10 diesseits) und vier Ballone. > Schneidige Fliegerangriffe. Berlin. 3. April. (WTD.) Am Abend deS 1. April schäumen dicht twr ArraS fünf englische Fesselballons vr der Luft. Nackidem die englischen Flieger durch den Angriff einer deutschen Jaadtzaffel hinter chre Frmtt zurückgesästagen wor den waren, ging Leutnmtt Röth mit seiner Jagdmaschme blitz schnell zum Angriff gegen die Fcs.elballons txor. Schnell hatte er die beiden ersten erledigt, brennend kamen sie herunter. Trotz Mt«rdem Flakseurr stürzte er sich nun auf den dritten und setzte auch diesen durch Nahangriff mit dein Maschinengewehr in Brand. Von den dentsckMr Beobachtungsstellen wurde der Hergang gesehen und frisch zurückgedrahtet. Während nun alles die Rückkehr deS erfolgreichen Fliegers mit höchster Spannung erwartete, schraubt« sich dieser unerwartet mitten in den englischen Spreng wölken nochmals ein Stück in die Hohe, bog seitlich ab und neigte sich erneut zum Stur^ftug gogen den vierten Ballon. Auch dieser ging, in Flammen aus. Gleichzeitig griff Feldwebel Wagner den fünften Ballvn überraschend von oben her an und brachte ihn brennend herunter. Beide Flieger erreichten, vom englischen öe*, fchysthagel vergeblich erfolgt, den Flugplatz, wo sie von den Kameraden uns den höheren .Ammmirdostollen herzlich beglückwünscht wurden. Die ganze englische BallvnanffiEung in dieser Gegend war danrit birrnen zehn Minuten erledigt. Die Brutalität der Engländer gegen die französische Bevölkerung. Berlin, 3. April. (M.B.) Cbeiffo schwer, wie die franzöffsck^e Ürnd belgische ZivilbevölkeruTrg täglich unter der brutalen, zwecklosen Brsch-veftm»g durch Engländer rrnd Franzosen leidet, was erst kürzlich wieder durch den erschreckenden Vorfall in Laon kraß zu Tage trat, muß auch die französische Bevölkerung des von den Engländern besetzten Landes unter bereu Drucke seufzen. In den Dörfern zwischen Ajncre und Avre wurde die Bevölkerung kürz vor dem Eintreffen der Dnrtschen evakuiert: nur Kranke, Greise und hochschwangere Frauen und Mütter Neugeborener blieben zerrück. Nach ihren Aussagen rvurde die Räumung der Dörfer am 23. und 24. März durchgeführt. Englische Polizisten erschienen in den HLusern und forderten die Bewohner zum sofortigen Verlassen rhver Heimstätten auf. Es wurde ihnen weder Zeit gegeben, den Hausrat mitzunehmen. noch ihnen irrendem« Transpottgelegenheit zur Verfügung gestellt. Zu Fuß mutzten sie weinend unb widerstrebend Haus und Hof Hals über Kopf der lassen. Dieses unmenschliche Verfahren steht im schroffen Gegensatz zu der Evakuierung französischer Einwohner im Jahr 1917. wo die Deutschen den ärztlich begleiteter Einwohnern mit reichlichen LÄensmitteln versehene Züge zur Verfügung stellten und besonders dem Abtransport der Kranken und Schwachen weitgehende sanitäre Vorsorge rvidmeten. Schlechte Stimmung in Volk nud Heer Englands. Berlin, 3. April. (WTB.) Aus erbeuteten Briefen neuesten Datums «und Aussagen gefangener englischer Offiziere und Mannschaften geht hervor, daß die Rückwirkung der engli schen Niederlage aus die Stinrmung in Volk und Heer sehr stark ist. Lloyd Cieorge, der in Offizierskreisen schon früher wenig geschätzt war, ist jetzt buch bei der Mannschaft verhaßt. Die Truppe ist tübemeuyt, daß die Abberufung des Feldmarschalls Hüig, der sie fv schlecht geführt hat, unvermeidlich ist. Die Unfähigkeit der FÄhrrmg und die Unordnung hinter der Front lägen so klar zutage, daß die Gerangenen erklärten, ganz off«: darüber sprechen zu können, ohne daß die Deutschen damit etwas Neues erfahren würden. Trübe Ahnungen der „Times". ft Köln, 4. April. Die „Köln. BolkS-Ztg." meldet aus Basel Die „Times" befürchtet, die augenblickliche Ruhe an der feindlichen Fwnt werde nicht lange andauern. Die Deutschen erwarteten die Ankunft der schweren Geschütze, die in die vorderen Linien uachrücken sollen. Die Franzosen und Engländer würden noch ernste Stunden erfahren. Die englische Küste im Bereiche der deutschen Geschütze. Kopenhagen, 4. April. Wie ein Londoner Telegramm meldet, beschäftigen sich die englischen Zeitungen mit der Gefahr einer Beschießung der englischen Küste durch die deutschen weittragenden Geschütze und fordern die Sachverständrgen auf, ähnliche Geschütze herzustellen. Die Blätter führen bei dieser Gelegenheit ein Telegramm aus Washington an, wonach der amerikanische Marinenrinister bereits den Militärsachver- standigen den Befehl (!) erteilte, Geschütze herzustellen, die Geschosse 105 englische Meilen weit schleudern können. Oberst Egly über General Fach i. Köln, 4. April. Me „Köln. VolkL-Ztg." meldet aus BaselOberst Egli schreibt über General Fach: Soviel sich aus den letzten Berichten ersehen lasse, habe Foch eine wichtige Auffassung von der Abwehr der deutschen Offensive. Nur ein kraftvoller Angrin könne ein günstiges Ergebnis erzielen. So sehe meln zusammenzusasfen, noch bevor die TeutschÄr emsrc neuen großen Schlag sühtten. 4t Aus der französischen Uammer. Bern 3. April. (WTB.) Ueber die Sitzung der Kammer am vergangenen Freitag berichten Lyoner Blätter: Zuerst wurde iein Antrag angenommen, nach den: die brachliegenden Ländereien- durch die Kommunalverbände bestellt werden müssen. Aus Ersuchen des Finanzministers wurde sodann ein Antrag. angenonrmen, loonach die Anfuhr von Kapitaliew Fonds und Rententiteln aus Frankreich sowie die Einfuhr ausländischer Werttitel verboten wird. Ferner wurde ein Kredit von 744 Millionen an alliierte und befreundete Nationen gewährt. Der Deputierte L a f fe n t verlangte, daß der französische Botschafter in ^stnßland auf seinen Posten zu- rückkchren müsse, worauf Finanzmftrister Klotz erwiderte, die Negierung hcche Nonlens bereits entsprechende Instruktionen gegeben. Sedann ging die Kammer jur Erörterung der Vorlage über die Einberufung der Jahresklasse 1919 über. Unterstaalssekretär Abrami erbat namens der Regierung die Zurückziehung sämtlicher Zusatzanträge Die Regierung werde das Versprechen aus Freilassung der alten IahreÄlasseu der Familienväter usw. ftobald 4»ie möglich erfüllen. Augenblicklich sei jedoch nicht (barem ziu denken. Verschiedene Depuriette zogen dann auch ihre Zusatzanträge Mrück. ES sei angesichts des deutschen Vormarsches nicht der Augenblick, die Etniberumng zu verzögern. Im N«men der Minder lfestssozialisten gab der Deputierte Pressemane folgende Erklärung ab: „Wir verweigerten bisher die (Einberufung neuer Klassen, werden aber der heutigen Vorlage zustrmmen. ttidft etwa, weck wir aus unsere Ideen verzichten, sondern weil die Umstände die Einigkeit aller Parteien notwendig machen AlS wir die Einberufung früherer Jahresklaffen veriveiger- ten, satten die Alliierten im Verhältnis zu uns ungenügende Opfer gebracht Wir beschwerten uns über die schlechte Verwertung der BssrLnde. Die allgemeine Kriegführung hatte nicht unser« Billigung Damals waren die Fronten noch unverrückbar. heute steht dar Fei'.-d vor unserer Tür. Der AugTnblick für Diskussionen über Krr-giührunq und KriegSziele ist verstrichen. Wir wollen nicht, daß tfojmkjm, d-e Ar den brrrttcküen Imperialismus gegen uns kämpf an, auch nur kür den Augenblick denken könnten, daß wir auf Grund unserer Spaltungen und Zwistigkeiten kapitulieren müß- ten. Wir bedauern die früher befolgte Politik. 1914 schlossen wir j:ns der Regierungspolitik nur an, weil es sich um einer: Verleid: - gungskrieg handelte, der keinen imperialisttschen Charakter hatte. Unsere Besorgnis begann 1916, als man von einem Ausrottungskrieg gegen DeutscUand zu sprechen begann. Wir versuchten, unseren: schwachen Protest Gehör zu verschaffen. Hieraus entstand die Mi^erheitsbewegung. Als von Rom und Neuyork Appelle ertönten, antwortete unsere Regierung stets mit einem brutalen Nein. Wir glaubten an eine einfache Wahn sinnspol itik. Die Veröffentlichung der Geheimverttäge zeigte jedoch, daß die französische Regierung nicht immer nur eine Defensivpolftik getrieben hatte. Auch imr hatten gewiffe imperialistische Bestrebungen. Unsere Beunruhigung ist rächt zerstreut. Die russische Formel „Frieden ohne Annexionen und Entschädigungen" wurde von uns nie vorbehaltlos angerwmmen. Me Russen gaben un3 aber mehr als hie Formel hierzu, auch die Woge, nämlich die Annullierung imperialistischer Verttäge urü» die Sozialistenkonferenz ön Stockholm. Unsere Regierung aber verneirtte ständig und trieb so Lenin und Trotzki an£ Ruder Rußlands. Die Mayimalisten sind nicht für alle begangenen Fehler allein verantwortlich." Rafsin DugenS erklärte im Namen der Kienthaler, die Stunde sei gekommen, um mit dem Blutbad aufzuhören. Frankreich sei nur ein geographischer Ausdruck und werde eine Beute des Auslandes, wenn die französische Rvgierung nicht nt Friedensverhandlun gen ein trete. Das Resultat der Abstimmung war 490 gegen 7 Stimmen. Schwarze Amerikaner. Amsterdam, 3. April. (WTB.) Aus einer Washingtoner Meldung des Reuterschen Bureaus geht lTervor. daß sich imter dev 95000 amerikanischen Soldaten, die in 47 Staaten ausgehobcn worden snrd, 24 000 Neger befinde::. Brasilianische Truppen in Europa? Genf, 4 April. (WTB.s Nach einer Meldung des „Pettt Journal" aus Rio de Janeiro hat die b r a s i l i a n ft sche Regierung die Entsendung von Truppen nach Europa beschlossen. Der amerikanische KriegHsekretär Baker in Italien Bern „3. April. (WTB.) „Petit Parisien" meldet ausParis: KriegSsekretär Baker hat Frankreich am letzten Donnerstag ver- laffs erhielten wir den Befehl: „Alles fertig mackkn und abrücken." Me Kompanien marschierten in gewissen Abständen nach de:: Kampfstellungen zu. Unterwegs begegnete uns ein Lebensmittelwagen, dessen Führer uns mit Fleischkonserven beglückte, inuistenteils englisch!? Kriegsbeute. Itnmer weiter ging es durch verwüstete französische Ortschaften und Felder hindurch, und immer naher schlugen die Okanaten bei uns ein. ft» daß ivir schon einige Verluste zu verzeichnen hatten. Man mar- schiert« bereits in Reihen gesetzt recl)ils um. In einem Walde wurden die Kompanien dann mit Handgranaten und anderer Munition versehen. Zerschossene Batterien und Kolonnen, die auf dem Wege lagen. Zeigten uns, daß sie schon -Schweres hinter sich hatten. Wtr kamen an den Laufgräben an. Em deutscher Doppeldecker vertrie!> dcuj Feind alSbald. In diesen: Artzpenblicke geioahrte er u: und richtete sein MafckZnmigewehcfeuer auf uns. Wir fufttcvi Schutz m den Getreidefeldern. Da tauchte plötzlich eine deuffche ,svgger^ Maschine aus: woher sie kam, konnten wir nicht feststellei:. Sie nahmIofvtt den Kampf mit ihrem Gegner aus und chou nach einigen Schüssen der Fogger-Maschine rvar der feindliche Eindecker m Flammen gehüllt. Ein Insasse stürzte au - schwindelnder Höbe mit blitzartiger Geschwindigkett in die Tiefe und war nur nvch >als eine dunkle Mvssse ertemtbar. Twtzdem der feindliche Apparat brannte, versucht« er domvoch zu entkommen, was ihm aber :richt gelang. Er ttzürzte ab und deittsche Kavalleristen nahmen ikn in Empfang. Tie Fogger-Maschine umkreiste ihren erlegten Gegner nvch, eimae Male und flog dann weiter, um andere Opfer zu suchen. Ter Fesselballvi: stand :wch an demselben. Platze und hatte sich durch den Engländer nicht beirren lassen. M»ir marschierten roeiter nach bent Dorfe F. zu. und 'wiederum sahei: uftr Verwundet« an :ms vvr überziehe::, darunter auch Engländer. Etwa 1 Kilometer rechts von uns lag das Städtchen P. Kriegsarbeit In Gießen. xxxm Gemeinnützige Rechtsberatung 1917 Wer einmal versucht hat, sich emgeheitd mit c«n Aufgaben der in alten größeren Städten besteheichen gemeinnützigen Rechtsausku nfts stellen zu beschäftigen, wird sich bald davon überzeugt haben, daß die Tätigkeit dieser sozialen Institute besonders jetzt im Kriege außerordentlich segensreich ist. Abgeselwn davon, daß die amtlichen Stellen meist nicht in der Lage such, sich so eingcftnch mit den persönlichen Angelegenheiteir der Ratsuchmden zu beschäftigen, tvie dies seitens der gemeinnützigen Rechtsberatungsstellen möglich ist, tragen die letzt'eren auch wesentlich dvM bei, daß di« minder bemittelten Ratsuchenden nicht von unberufmter Seite übervorteilt Norden. War schon vor dem Kriege den gemeinnützigen Recbtsaus-- kunft-sstellen ein weites Feld zur Betättgung auf sozialen: Gebiete gegeben, so ttat infolge des Krieges eineStiells durch die Kriegs-« versorgmlgsgesetze. andererseits durch die eingetredenen Aenderung-en und Erneuerungen der gesetzliche:: Bestimmungen eine außewrdent liche Errveiterung der Llllfgab-e ein. Auch in Gieße:: bestehen seit vielen Jahr«: derartige gemcv: nützige Einrichtungen, deren Zahl sich wahrend des Krieges wesen: lich vermedtt hat. Hierbei sei in erster Linie die im J':mi 1916 durch den Aiusschuß für Verwundetenunterricht errichtete Verwundetenberatungsstelle erwähnt, di« allen Verwundeten der hiesig«: zahlreiche:: Lazarette, sowie d«r Kriegsbeschädigten in allen sozialen Angelegenbecken uu entgeltlich zur Verfügung steht. Wie sehr diese Änrichttmg einet:: dringenden Bedürfnis entspricht, geht daraus hervor, daß die Be ratungsstcllc im Jahre 1917 von 419 Personen in 515 Falten in Anspruch genommen tvurde. Don den Ratsuck^enden wurden 322 in der Sprechsfttnd«, 55 in den Lazaretten und 42 schriftlich beraten Auf die einzelnen Lazarette usw. verteilen sich die Ralsuck>enden tvie folgt: Stadtknabenschule 101, Mte.Klinik 31. Katholisches Bereinshaus und Sckyvesternhaus 9, Chirurgisckpe Klinik 15, Medi zinische Klinik 1, Alugenllinik 3, Ohrenklini^k 2, Hautklinik 1. Psvchiattische Klinik 9, Steiüs Gatten 13, ev. Schwesternhaus 23. Sieckx'nhaus 15, Heit- u:ch Pftegecurstalt 10. Garnisoulazarett 4. Windhof 6, auswattige Lazarette 2. Ersatz Ball. 32, Landsturn:- Batl. 20, bereits entlassene Kriegsbeschädigte 93. sonstige Heeces- angehörige 29. Bon den bereits entlass«:«: Kriegsbeschädigten waren 23 von Gießen, die übrigen aus den Orte:: Mci: darf a. d. äLa., Angersbach, Altenschlirf, Atzbach. Beuernj, Climbach. Endbach, Großen-Buseck. Großen-Li:ck>en, Helpersl>arn, Holz heim. Inheiden, Lang Göns. Launsbach, Lollar. Lmnda. Mimster. Naun- lreim, NcnHeck. Oberbrehl, P-ohl.> nungsfragen 7. An gehörigen Unterstützung 38, persönliche Ange- legenheften 28, Sonstiges 37. Außer der Erteckung von Rat und Aiuskunft, die 458 Konferenzen notlvord-ig machte, wurden für dir IB tnuuu tatcn urrd KrEegSvrschLbigten durch Mt ©enmrngSfMTe 301 GchMtstücke «mgeferligt. Diese betrafen vor allem die Beschaffung der Unterlagen znr Stellung von Anträgen auf Jlwaliden-Rente. Nach Stellung der Anträge wurde, soweit bedürftige Kriegsbe-- schädigte in Frage kamen, bei den Verjicherungsämtern lind Landes- Versicherungsanstalten auf möglichste Beschleunigung des Renten- Verfahrens hingcnnrkt, bzw. um Auszal)iung eines Renten Vorschusses gebeten. Soweit die Berwirndeten durch außerhalb ihres Willen-- liegende Verhältnisse an der rechtzeitigen Geltendmachung ihrer Ansvrüäie gehindert waren, wurde aus nacht-räglicki-e Aus- tzahlung des infolge verspäteter Aartragshellung nicht geUrlZlten DeÜs der Rente hingewirkt. (Fo rtsetzung folgt.) Au» Stadt und Land. Gießen, den 4 . April 1918 . Die Bewirtschaftung der Kartoffeln. Neben dem Brot ist die Kartoffel zurzeit das zum Durchspalten wichtigste Lebensmittel. Die Kartoffelernte ist im Grobherzogtum zwar durchgängig eine gute gewesen, gleichwohl steht zu befürchten, daß die Kartoffelvorräte im kommenden Frühjahr knapp sein werden, weil, wie festgestellt werden konnte, gegenwärtig eine große Verschwendung mit den Kartoffeln getrieben wird. Es mache sich daller ein jeder Haushalt klar, daß er mit den ihm zugemessenen Kartoffelrationen auskommen muß. Die Anforderungen an die Kommunalverbände wegen Ausfuhr von Kartoffeln in Gegenden, in denen die Ernte nicht ausreichend ist, sind groß. Die Marmeladefabriken erhalten große Kartoffelmengen: zur Herstellung von Kar- toffelsabrikaten werden ebenfalls große Lieferungen verlangt und unter Umständen muß auch mit der Freigabe für Futter- zweckc gerechnet werden. Sparsamkeit ist also sehr wohl am Platze irird das altbekannte Mittel, die Bestände durch Erd- kohlraben zu strecken, sollte nicht unberücksichtigt bleiben. **KochtdieMilchab! Es wird wiederholt die Fest- siÄluug gemacht, daß viele Leute die Milch, die sie z-um Genüsse erhalten, nicht ab kochen, sondern ungekocht verwenden. Da unter den heutigen Umständen dieses Verfahren nur als sck>ädlich bezeichnet werden kann, wird ncrchdrück- ltchst daraus hinaewiesen, die zjum Genüsse bestimmte Rtilch tzleick) nach Empfang cvb^ukochen. * ** Amtliche Personal Nachrichten. Ter Großherzog empfu,g ’Him Vortrag: den Staats minister Dr. v. Ewald, den Ge- ueraladiukanten (»General der Kavallerie v. Hahn, den Borstand des Kabinetts Wirkt. Gel-eimerat v. Romheld: außerdem den Jntendonzrat Tr. Warner. — In den Ruhestwrd versetzt wurde am 23. Mär- die Lehverin an der Höheren Bürger-(Atädchen-)Schule M Alsfeld Angnstze-Rönrheldauf ihr Rachsuchen wegen geschwächter Gesundheit Mm 1. April 1918 ab. — Am 30. März d. I. wurden die S-ct-reibgelilfen Bernhard Philipp Katzenmaier in Heppenheim, Peter Joseph Jung in Bingen, Georg Jakobi in Gwß-Gerau, Ivsepb Tbcotzor Beike in Seligerrshadt, Philipp Rindsuß in Tarm- stabt. Wilhelm Bvaner in Vtichelsdadt, Jvhcumes Fehl in Tarm- städk, Peter Philipp Weber in Dieburg, z. Z. in der ZivUver- walttmg in Gvojec (P»>le??), Franz Anton Braun in Schotten, Wilhelm Schäfer in Gießen, z. Z. im Felde, jstarl Gröninger in Gießen, Heinrich Sachs in Lcrnterbach, Hermann König in Oppenheim, Friedrich Bernhard Weis in Heppenheim, Johann Friedrich in Wörrstadt, vom 1. April d. I. an zu Finanzamts-^ gehilfen ernannt. ** Beförderungen Bizefeldwebel Kirch wurde zum Leutnant d. Res. der Fußartillerie, Vizewachtmeifter Duchardt xum Leutnant d. Res. der Feldartillerie befördert. ** D iebstahl In der Nacht tzum 3. April wurden aus einer hiesige?! Brauerei zwei Treibriemen gestohlen, wovon der eine 9 m lang imi> 17 cm breit und der andere 8,30 m lang und 23 am breit ist. Ta sich in letzter Zeit derartige Diebstähle mehren, so werden aCIe diejenigen Personen, die Über den Täter und die entwendeten Riemen Auskunft zu geben vermögen, ersucht, dies der hiesigen Kriminalpolizei oder einem Schutzmann mitzuteilen. — Ferner wurden aus einem außerhalb der Stadt gelegenen Wohngebäude mittelst Einbruchs 60 Mk., sowie Herrenhemde??, Damenhemden und Unterhosen entwendet. ** T i e Gold-, und Silberankaufsstelle Gießen ist von Samstag den 6. ds. Mts. ab wie seither Samstag voran, von 10 bis 12V 2 Uhr und Dienstag nachm, von 2 bis 4 Uhr ge- öffnet. Zur Stärkung des Goldschatzes der Reichsbank und damit zur wirtschaftlichen Stärkung unseres Valerlandcs wird dringend um weitere Einlieferung von Goldgegenständen gebeten. ** Kriegsgefangen in England. Wir beginnen in der heutigen dummer unseres Blattes mit dem Abdruck der Erlebnisse des San.-Solbaten Karl Brasch, der, wie wir vor einigen Wochen meldeten, aus englischer Gefangenschaft zurückkehrte. Es gelang n?rs damals, den jungen Mann zu veranlasse??, seine >an interessanten Einzelheiten reichen Erlebnisse niederzuschreiben und uns zrrr Veröffentlichung zu überlassen. Dieselbe?? geben in ihrer mrgcschminkten, ??acktcn Darstellungsweise ein recht anschauliches Bild von englischer Art n??d Handlungsweise gegenüber den deutschen Gefangenen. Die Schilderungen dürften in höchstem Maße das Interesse irnserer Leser ftnden. ** Reichsanleihen. Es wird darauf hingewiesen, daß die Zins scheine aller Reichsanleihen, also aitch der Kriegsanleihen, vom 21. des dein Fälligkeitstage vorhergehenden Monats ab nicht nur bei allen Po st an st alten — einfchl. de^Dostagcnturen —, sondern and ) von den hessischen Staatskassen in Zahlung genommen werden. Die Einlösung der Zinsscheine ist damit den Besitzern der Kriegsanleihe außerordentlich leicht gemacht. Dies wird hoffentlich recht vielen und vor allein auch der Landbevölkerung den Entschluß zu?n Zeick-nen der Kriegsanleihe erleichtern. ** Zur Tageslänge. Tie Sonne steigert im Laufe dieses Monats ihre Mittagshöhe um 10 Grad, was eine sehr bedeutende Verlängerung der Tagesdcruer zur Folge hat. Anfang des Väonats,' beträgt diese fast 13 Stunden und Ende des Monats 14 3 /i Stunden. Tie Zunahme beträgt also annähernd 2 Stunden. Die Untergangszeit der Sonne fallt gegen Anfang des Monats auf ß l 2 / 2 Uhr abends und gegen Ende nach 7 1 /* ll'hr abends. Tie Zeiten des Ausganges sind zi? Anfang 5 l / 2 Uhr und gegen Ende etwas nach 4'/. Uhr. Tie Dän?nrer?mg ist im April verlMnisnräßig kurz, was die Beobachttrng des Tier kreisliches an mondlosen Abenden besonders erleichtert. ** Feld- und Gartenarbeiten im April. In Feld und Garten gibt es jetzt am meisten zu tun: die Hafersaat wird beendigt, das Feld für die Sommersaat, Kartoffeln usw. wird gepflügt, Kleesamen ??? Hafer- und Gerskmfelder gesät. Fm Garten hole man nach, was im vorigen Monat nicht geschehe?? ist, versetze starke Kraut-, Salat- and Kohlrabi-Pflanze??. Man versäume auch nicht, alles alte Gehölz ans den Boere?rsträuchern noch ??achträglich auszuschneiden, tuo solches bis jetzt noch nicht geschehe?? ist. Dazu ist eine fortgesetzte JauchedünHung für alle Sttäucher zu empfehlen. Landkreis Sieben. ** Ett ingshausen, 3. Llpril. 'Hier g-ründete sich ei?m landio. Bezugs- mrd AÄatzgc?wssensck)aft e. G. m. b. H. mit 100 Mark .Haftsumme irnd 10 Wext Geschäftsanteil. Der bisher bestehende Bauernverein hat gleichfalls Anschluß an diese Genossenschaft genommen. Die Mitgliedcrzahl beträgt bis jetzt über 30 Lanb.virte. Der Beitritt zur Zentralgcnassenschaft und zum Verband der Hess, landw. Genossenschaft wurde vollzogen:. 0 Watzeckborn-Steinberg, 3. April Die letzten schweren Sturm- und Kcrn?pstage im Westen haben unserer Gemeinde wieder einige schwere Opfer auferlegt. Unteroffizier Otto Häuser aus Steinberg, Inhaber des Eisernen Kre??zes 2. Klasse, der Hess. T^ferkeitsmedarlle ?rnd des Hess. Kriegsehrenzeichens, fiel aM 25. Marz: Offizierstellvertreter Ha?rs Staufenberg, Inhaber des Eisernen Kreuzes. 1. und 2. Klasse und der Hess Tapferkeitsmedaille, wurde am 25. März schwer oertmmbet und erlag seine?? Wunden am 2. Ostertag. Kreis Büdingen. # Orleshausen, 3. April. Das KriegsehrnGeichen in Eisen, früher das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeit-- modaille, erhielt der Gefreite Friedrich Schneider. — Wolf. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Musketier Heinrich Im Hof. — S tockhe? m. Das Eiserne Kreuz, frül)er die Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Wöhrmann Karl Jüngling. — Altenstadt. Zum Sergeanten befördert wurde der Unteroffizier Wilhelm Meid es, Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedarlle. Kreis Friedvecg. # Wvhnbach, 3. April. Zum Sergea??ten befördert nmrdc der Unterofnzier Wolf, Inhaber des Kriegsehrenzeichen- in Eise??. — N?cder-Florftadl Das Kriegsel/renzeichen in Eisen, früher das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Vizefeldioebel Wilhelm Lehr. — Nie der-Nosbach Die Thüringische Verdienstmedaille, früher das Eiserne Kreuz und die Hessische Tapfer keitsnuDaille. erhielt der Musketier Georg Stengel. — Ober -M örle??. Das Hessische 5lriegsc-hre?> zcichen in Eisen erhielt der Gefreite Anton Burk, früher die Hessische Tapferkeitsinedaille?mfc das Eiserne Kreuz. Kreis Schotten. # Schotten, 3. April. Für die „Schweslernspende" gingen in den Gemei??den des Kreises 3692 Mark ein. vesseu-Nassa». Großfeucr. -- Frankfu rl a. M., 3- April. In der Fabrik chemisch- technischer Erzeugnisse von Adler & Ganß .Schönstraße 6, e?tl- stand hmte vormittag ein Brand, per sich infolge der vorhandenen reichen Oelvvrräte rasch im ganzen Gebäude ausbreitete und beim Eintreffen der Feuerwehr bereits den Dachstuhl ergriffen hatte. Die Bekämpfung des Feuers nahm etwa drei Stunden in A??sprnch Ter Sachschaden ist recht erheblich. Zum Raubmord in Höchst. --- Frankfurt a. M., 3. April. Die Vernehmm?gen des Raub???örders Renno durch hiesige Kriminalbeamte haben noch zu keinem positiven Ergebnis geführt. Re?r?ro leugnet nach wie vor die Tat u?ch bestreitet auch daß er sich in der Mord??acht in Höchst aaifgehalten habe. Er will Höck-st bereits am Donnerstag verlassen haben. Doch kon??te ihm heute bereits ein Einwohner öm H öchst gegenüber gestellt werden, bei dem er am Samstag nach nckttag gebettelt u??d 30 Pferruig erhalten hat Hierbei hat er dem Herr?? auch seinen Namen ge??annt und sich als Kriegsbeschädigter mit einer Monatsrente von 20 Mark a?!sgegebeu. Diese Angabe ist unnxchr, da Re?rno als ehemaliger Zuchthäusler niemals Heeresdienst getan hat. Ferner hat eine ^??wohnerin der Hamburger Straße So?r??tag f?cklh gegen 3 Uhr einen Mam? in eilige??? Lau? vom Branhans xwtb der Hallptstrahe zu eilen sehen Zex Beschreibung nach kommt hierfür n??r Rarnv in Frage. Auch ist er die PersünlicAeit gewesen, ine Sonntag früh gegen 9 Uhr in der Wirtschaft „Z?rr Stadt Kre??z-nach" in der hiesigen Domi??ikanergasst Unterkunft begehrte, aber abgewiesen wurde Ztwifellos nwlfte der Mörder d??rch den Aufertthalt in der Wirtschaft sein Alibi für die Mordnacht nachzmveisen l^rsuck?en Auf alle Fragen, ?vo er sich in den kritischen Stunden aufgehalten ?md wie ec zu dem blutbespritzten Anzug gekommen ist, vermag er de?? Beamten keine Antwort zu -geben. Auch über den bei ihm vorgeftrndenen Bcrrbetrag t*m 60 Mk. kann er bezüglich der Herkunft nichls angeben. Die fehlende Summe hat er ve-rmutlich wahrend der Feiertage hier durchgebracht. — Die Obduktton, die D?e??stag i?? Höchst statlianb, er-- gab, daß di?rch mehrere mit agroßer Wucht ausgesüh te Schrauben- fchlüsstlschläge der Schädel des Fuchs zertrümmert rvorder? ist Trotzdem l>at dieser noch mehrere Stu??den gelebt, berni als er früh morgens gefu??den nmrde, gab er noch schwache Lebenszeichen von sich. Unter den Händen der Aerzte starb dann der junge Mann Aller Wahrscheinlichkeit nach hat Fuchs ?roch mehr als 600 ?Nari bei sich geführtz da er schon im Januar über größere Barmittel verfugte, die jetzt auch nicht ai?fWfinden sind sc. Wiesbaden. 3. April. Wegen Diebstahls sollte heute gegen den Arbeiter Ludwig Re?r?w aus Münster i. Tau?ms, zuletzt in Höchst wohnhaft, verha??delt werden und tvar sei??e polizeiliche ll^yrführung ongwrdnet. Die Berhandbmg m??ßte ausfallen, da Renno, der des Raubn?ordes in Höchst dri?rgend verdächtigt, gestern in'Fvanks?rrt a. M. verhaftet worden ist. Augu 3 te Löbermann Robert Bischoff Verlobte Wolfhagen Ostern 1918. Lollar 0585 r Ihre Verlobung zeigen ergebenst an LINA LÜCKEL HEINRICH ROTH z. Z. in Urlaub. Rödgen, April 1918. 2512 Für die mir zu meinem 25 jährigen Dienst-Jubiläum erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir herzlichsk 0552 V Heinrich Gering, Mg], LoksmoMter, und Frau. Cafö ErnstLudwig Heule Donnerstag 8 Uhr Familien-Konzert Eigene Konditorei. 2516 [g[ 5 ir 5 |[ 51 |^( 51 [ 51 Rr 5 ][g][E][äi[ni[ 5 r|r 51 [g 1 [El Förffenhoi Sishsn Beate Donnerstag Familien-Konzert mit humoristischen Vorträqen. ||ä][ä]{ä][ä][ 5 ]S[ö][ä][ä][ 5 ][ä]{äI[ä]{öI[ä] S'E'H r VERMIETUNGEN Mod. B-Zlmaor-Bslstaas mit Zubeh. für l.Jult, ev. früher, z. vm. Nah-Walltorstr. 73111. Scliöne 4 -Zimnier-WoliDg. sofort au rerniietcn. Näh. 0W9 Bleichstr. 3l. I. St. Zwei sehr gut eingerichtete ineinandergeheude Zimmer mit Zenrraiheiz., elektr. Licht, Wassert, usw. pr. 1.4. z. vrm. 1956 Telt ersive g 7% I. Kleine Wobrruna und Lagerraum zu vermieten 0590 B leich straste 8. 2 schön luöbl. Zimmer tWoim- und Schlafzimmers, elektr. Licht, Schreibtisch sofort zu vermieten 2420 _Kaitcr All ee 10,1. 2 gut mübl., ineinandcr- aebettbr Zimmer, Wobn- und Schlasziinmer teventl. mit 2 Beuen und Küchen- benutzung», in gutem Hause an kinderloses Ehepaar zu vermieten. Zn erfragen in der Geschäftsstelle deö Gien. Anzeigers. 0570 Ein möbl. Zimmer mit oder ohne Pension 0556 Wett-Aulaae 64.1. MIETGESUCME Junger Mann sucht schön möbl. Zimmer, event. mit voller Pension. Schriftliche Angebote unter 0577 an den Giehener Anzeiger. Cat möbl« Zimmer in guter Lage wird von einem Herrn gesucht. Separater Eingang bevorzugt. An?cb. unter 0587 an den Giehener Anzeiger._ Fräulein sucht Zimmer mit voller Pension. Schriftl. Angeb. mit Preis unter 0589 an den Gieh. Anz. jlsTE L L E N A N*G E SOT E*l gnfirwim fiffadit | Schneider, Franks. Sir. 20. Tülhi. FatzrbllHe gesucht. 2481 Großwäscherei Edellvein. göboratorimflöDurtihc gesucht 2506 B Franenkllnik* Braver Junge in die Lehre gesucht von ttonr. Aut. 2lrtz, Schneidermstr., Lana-GönS. Einfache, zuvcrläss. Stütze per 1. oder 15. Mai in Siegen in Westfalen gesucht. Zweit- niädchcn wird gehalten. llar.8-7-2wr.-7/vkg., rvomögl. mit Balkon od. Veranda, mit allem Zubeh. ,Badez.), Gas u. elektr. Licht, nicht im Stadt- innerniunicht höheralS2Tr., ttml. z. 1.7. od. später gesucht. Angeb. u.0504 a. d. Giest. Anz. Schristltche Angebote mit Zeugnisabschriften unt. 2423 an den Giestener Anzeiger. TnchiigeArbeitssrlUl gesucht 2505 Wilbelmstrafte 16. Kl. Beauttensamilie sucht ruhige 3- öS. klaisa <-Ziaimer- Wohn&sg z. 1. 7. Schr. Angeb. unter 0558 an den Giest. Sinz. Eine tüchtige, erfahrene Frau filr Gartenarbeit gesucht 0588 Reuen Bane 21, Kontor. 2 - 3 - 3 iinii!fr = Mining von kinderlosen? Ehepaar gesucht. Augeb. unter 0566 an den Giestener Anzeiger. Tinibere Plitzsi'ini auf 4 Wochen gesucht. 25'rt) Hotel Knbne. Eine Kriegerswitioe mit emem Kinde sucht bis zum 15. April od. l.Mat eine 2- fcia c-Zlaimsic-Wohig. Angebote unter 0576 an den Giest. Anz Tücht. Mädchen gesucht F-rnu Simon, 2258 Grabeuitraste 7. Tüchtiges Kiichenmädchen sofort gesucht. 2374 L Ps?»chiatrischc Klinik Franksurter Straste 69 l nicht 97). Atleinst. Dame sucht für Juli evenrl. früher kleine 2-Zim- mer-Wobna. Würde auch mit einer Dame grün. Woh- ming teilen. Schr. Angel,, unter 0557 an den Giest. Anz. Aelterer Herr mit eigenen Möbeln s»«cht 1-2-Zirunter- Wobnuug in best, vuuse. Angeb. unter 0567 an den Giestener Anzeiger. Suche für bald S0BT i?F .it d v h e u zur selbständ. Führung eines kleineren Haushaltes. Meldungen Babnbosstr. 5tr Laden. 12289 P r °fl&l. Ziratner Stühe Rooustr. soi. geiuciu. Angeb. in. Preis unter 0573 an den Giest. Anz. Qrdentl. »ring. Mädchen in kl. HauSbatt gesucht. o-> ° Schmidt, Mäusburg 16. II. Aelterer Mann sucht zur Führung eines kleinen land- winschaftl. Haushalts tüchtige Person. Angeb. unter 0565 an den Giest. Anzeiger. Bess. jongcN üfädchen ob. Kindergärtnerin 2. Kl. zu 3jähr. Kinde für einige Stunden gesucht. Borzw stellen von 5—7 Uhr. Frau Bankier Herz, 0580 Plockstraste 9,1. Dienstmädchen für kleinen Haushalt 12 Personen) gesucht. Angeb. unter 0563 an den Giest. Anz. Gesucht zum 15. Avril od. 1. Mai ein slciirigeS, braved Hausmädchen für einen städtischen Haushalt auf dem Lande. Schriftliche Angebote unter 0534 an den Giest. Linz. Mädchen, ^iuÄ möglich vom Lande, zu2Pers. gesucht Moltkestr. 7. Tiiche orDentl. MDihen für Jliisfic unD Hans. Frau Dr. Baader, 2512 Mnrburger St raste 13. Junges Mädchen gesucht 2518 Babnbosstraste 62. \ *S T E L L E N G F. sÜ'cH e! Gebildeter junger Mann, verh., militärsr., tausin. vorgebildet, U»vb? Vertravens- Ltslluag. Kaution kani? gestellt werden. LluSk. ert. die Geschaftsst. d.Giest.Anz. wmmmw». Für intelligenten, braven Jungen iuirö passende im technischen Berus gesucht. Gell. Angebore unter 0579 a. d. Giest.Anz. erbeten. • IL'usS, Für einen Jungen, der jetzt konllrmiert ivnrde, wird L e h r ft e l l e gesucht. Kolonialwaren- brauche bevorzugt. Srhriftl. Angebote zu richten nach 251 5 Kaiser All ee 73. Flotte Stcnotnuistitt, auch in sonstigen Bureauarbeiien perfekt, sucht für bald oder später Stelle. Llngeb. unter 0571 an den Giest. Anz. VER kTu FE Eine gute Milch- u. Fahr- kuü iGelbscheckj zu verkaufen in Watzenborn, Ludrvig- slraste 20._ 0547 Ersttl. frischmelkende Ziege zu verkaufen 0.583 Rodbcimer Strafte 50 I. &n 0 tlSc"" Ml. HsiHner wcgzngsvalber tofort zu verkaufen. 0653 Amschcl. Maschinenmeister, Wasserwerk Jnbe idc«. Ein gut gevllegter Angora- Hase n- R ammler u wständeh. zu verk. bei Frl. Altbaus, Rodheimer Str. 42, II. 0574 1,2 D. N.-Scheck, 3u. 5Molt. alt (Abftamg. Zucht Bäcker- Müller» vretsivert zu verkaufen Feuerstein, 0593 Riegelv fad 34, II 1,1 Belü. Riesen ^ * MB Frankfurter Str. 7,1. Rmirnssige Knliiloülic weibl., zu verknusen 0569 Frankfurter Str. 148, p. Junger Hund ■ abw 0575 geben Müblstrafte 34,1. 2 gut erh. Wohnzunnter, 1 neue Kücheneiurichtung, mehrere eiutürige Kleiderschränke, Serviertische u. Küchcnschrärike, polierte u. lackierte Kommode??, Tische i?? verschiedenen Formen, Bilder, Spiegel, Damenschreibtisch, Diplomaten-^ und offene Schreibtische, Herrenzirniner, Klubsofa mit Sessel, Plüsch so fa, Gartenschläuche, kompl. Bett, 3 Waschtische mit Marinor und 2 Nachttischchen preiswert zu verkaufen. ICrst z s Brandgaffe 8. Eine komplette Friseur-Einrichtung z?? verkaufen. Schr. Angeb. unter 2497 an den G iest . An». 30 Pfd. ?rledL8vrr»tri8b i. g. z. verk. Kavlansgasse 14, v. I Tüheiih neue Weckt tAlvacea-Silber) preiswert zu verkanten. Zu erfr. in de? Gefchäftsst. d. Giest. Anz. l5N 1 ösmlies TilüksÄirr. u. 1 Einipünner-b'baiien geschirr zll verkauft'n. Nab in der Geschäftsstelle de» Giestener Anzeigers 2494 Gebr. Gadberd billig abzug 0592 Löbe rstr. 3 , 2 St. Fall neue, sehr gute P** Nähmaschine ou verkanten Neustadt 46. Bügelofen zu verkaufen 0594 Lrmägra! kd ilp»-?lL?2 5, N. 100 Westfrontpostkarlen 4 M, PanlHHpps.Freadsiisladt.wtK cxxococ ro oQocccxxa ^'on ooo 2-3 junge Legehlihitn zu kaufen gesucht. Otaheres 2513 Schillcrstrafte 26. T ^Au.r*rjriftäi« Ventilator evtl, gebraucht, zu kaufen gesucht. m ' ginn« Mh. SgocrSafc, vorm.E.StaudingerLCo. Kleiner Teppich zu kaufen gesucht. Schriftl. 2lngebote unter 0578 a. d. Gies?. Anz Gebr. gut erhalt. Kiotap a?ls besserem Hause gesucht. Schriftliche Attgebote unter 0572 an den <»äest. Anzeiger. Gut erhaltencr Irppidi zu kaufen gesucht. Zn erfr. i d. Geschst. d. k niest. An z. Gut erhall. ^kindcr?vagcn (hell» zu kauten gesucht, schriftl. Angebote in. Preis unter 2508 an den Giestener Anzeiger er bete??. 3 Wir haben mit Wirkung vom 1. April 1918 das Bankgeschäft Jakob Grüfte Wald, Gießen übernommen und daselbst eine Filiale errichtet, die firmieren wird: Hessischer Bankverein Leider bestätigt sich die tieftraurige Nachricht, daß unser lieber hoffnungsvoller und unvergeßlicher Sohn, Bruder, Enkel und Neffe Carl Dehe Maschinisten-Maat in einer U-Boot-Flottille Inhaber des Eisernen Kreuzes im Alter von 22 Jahren nach 3‘/Jähriger treuester Pflichterfüllung den Seemannstod gefunden hat. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Carl Dehfe und Familie. Oießen (Marburger Str. 56), Coblenz, Limburg. Hamburg, Salz- gitter und Köln, den 4. April 1918. Das feierliche Traueramt findet statt am Dienstag den 9. April morgens 6‘/ 2 Uhr. ' -,,ö Todes-Änzeigs. Alien Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung,daß unsere innigstgeliebteMutter.Schwieger- mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Varia Kath. Schwalb Wwe geb. Pitz nach vollendetem 73. Lebensjahre nach kurzer Krankheit sauft dem Herrn entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen i Familie Karl Schwalb Familie Karl Baiser „ Konrad Seipp Emil Schwalb „ Wllh. Schwalb Maria Seipp Wwe. fleinr. Schwalb Aibach, Ober-Roden, Lieh, Steinbach, 3. April t918. 2504 Die Beerdigung findet Freitag den 5. April, nachm. 3 Uhr, statt. Aktiengesellschaft - Filiale Gießen Herr Hofrat Jakob Orünewald tritt in den Vorstand ^unserer Bank ein. Wir empfehlen uns zur Abwickelung aller bankgeschäftlichen Angelegenheiten und sichern gewissenhafteste und kulanteste Bedienung zu. Hessischer Bankverein Aktiengesellschaft denjenigen, die rSilt Allen unserer bei der Silbernen Hochzeit in so reichern Maße gedacht haben, sprech. wir hiermit uns. herzL Dank aus. Diener Heiar. Schneider a. Fraa, Bleichstraße 2. 0684 ZMniMttiicijiciMg. K. 23/17. Donnerstag den 2. Mai LS 18, nachm. 3 Ubr, werden in unserem Amtszimmer die denPeterSchevvEbeleuten zu Burkhardsfelden zuge» schriebenen, nachstehend ver» zeichneten Parzellen versteinert: 1) Flur 8 Nr. 2tM/ 10 - 280 qm Wohnhaus mit Hofraum hinter dem Steeg, zwischen der Chaussee und dem Mittelweg, Buchnerstr. 2 2) Flur 8 9h. 35'/,,-256 qm Bauplatz daselbst. 3) Flur 8 Nr. 35»/.» - 230 qm Bauplatz daselbst. 4) Flur 8 Nr. 3tt'/,o-231q rn Wohnhaus mit Hofraum Glaubrechtstrabe 9. Bemerkt wird hierzu, dass der Zuschlag auch dann er- teilt werden kann, wenn ein derSchatzung entsprechender Preis nicht erzielt wird und der Genehmigung rechtliche Hindernisse nicht entgegen- stehen. Giessen, den 18. März 1918. Grossh. OrtSgericht. I. B.: Leo. L101D ve r e t m e 6esei!schaft belibsriBr" Qlassan und Damenabtollung E. V. Wir eröffnen Freitag den 1». April 1918. abends 8 Uhr, tm Schulhause Neustadt 61 unter Leitung unseres 1 . Bor- sitzenden, HerrnA.Karndach, staatlich gepr. Lehrer der Stenographie, einen Üliisilüßkr-LtsziUiiß i (ÄnbelSbergerscherTteno- arapie für Damen und Herren. UnierrichisgeldbM. Anmeldungen an den Obengenannten, Landarafcn- straste 5, oder zu Beginn de- UnterrichtS erbeten. 2500v. Der lvorstanh^ Statt besonderer -A.nz©ige, Nach Gottes Ratschluss fiel für sein Vaterland am 21. xMärz bei einem Sturmangriff an der Spitze seiner Kompagnie unser lieber, ältester Sohn, unser lieber Bruder ^ firossh. Lehramtsassessor Paul Fischer Leutnant d Res. und Kompagnieführer in einem Infanterie-Regiment. Seit Beginn des Krieges kämpfte er an der Front, ein Kopfsohusa machte seinem hoffnungsvollen Leben ein schnelles Ende. In tiefer Trauer: Pfarrer Fischer u. Frau geb. Altmannsperger Margarete Fischer Dr. phil. Hans Fischer, Ft. d. R und Adjutant z. Z. im Felde Walter Fischer, Unteroffizier d. Res. Bernhard Fischer. Rodheim v. d. H., den 31. März 1918. 2476 J Polizei - Verordnung. Betrifft: Verbütaua von WalddrSnden« JWt Rücksicht auf die zurzeit bestehende Gefahr der Entstehung von Waldbrandeu wird auf Grund des Art. 85 der «reis- und Provinzialordnnng auf die Dauer von 4 Wochen folgendes bestimmt: In Waldungen und auf Heiden, sowie in der Nähe von Waldungen und Heiden im Umkreis von 20 Metern ist auf die Dauer von 4 Wochen das Nanchen allgemein verboten Ebenso ist aus die gleiche Zeitdauer jedes Feueranzünder, ausserhalb von Gebäuden im Walde und He de und im Umkreis von 20 Metern von Wald und Heide untersagt Zalde und S0 $art l beftT a ah >ltWg * n werben ***** Geldstrafe bis zu Die OrlSvolk-eibebSrden werden angewkeseu, die vorstehende Polizei Verordnung alsbald wiederholt zu veröffentlichen. Giessen, den 22. März M8. Grossst. LMnSmnt Vfafau I V: Lanqermann. 24WB vorstehend« Verordnung bringe ich hiermit zur östent- n Kenntnis. «essen, de« 3. April 1018. Sw CiefflrgttmrißrT. 3.K rünrwald, Holzversteigerung Donnerstag den II. Avril, vormittags 11»/« Ubr «ch°ü Sonbni,tn »um Gemeindewald Bonbadea. Distrikte: Hetdenstock, UsslS- 5,05. Fstrn. Eichenstämme"l!^K?asse^^o^chneidstSmme. Ml n H 3. „ 2,5 mm. Eichennntzholz, Küferholz L14 Fstm. Buchenstännne 2. Klasse * - 3. „ 1fV22 ff „ 4. „ 10,66 „ MefernftSnnne t . 40,53 " 2. ; 7,00 3. n 3,50 Fstm. MefemstSmme2. 3. w 4. KL Bau- v. Grubenholz. Gemeiudewald Neukirchev. Distrikte: «rube Atchental und.Häuserberg: Schneidholz, meistens astrein. Für Schrei- ner und Glaser ge- Für Schreiner u. Gläser geeignet. Schneidstämme. meistens astrein. Schneidstämme. Glaser u. Bauholz 7.98 Fstm. Elchenstammel. Klasse 0-25 ft n 2. „ 2/72 „ 3. „ 1/41 , 4. n 0/05 * *3. und 5. , 16/24 „ Ktesernstttmme 2. Klasse 14/52 n n SL . I — — vHuvvig. toum Mt ' : ,« Sonbobcn »eiet das Hol,-Ws "■•"föäSÄ;■s.s.r* "u, I eignet. Wagnerholz (76 } Schneid- u. Bauholz. SCid-Anlage 7 2378 Sttd-Anlage Unterricht im Schneidern und Anfertigung von YVäsci regens Änden aller Art, Weiß- und Buntstickereh fiiet, Schiffchenarbeit, Klöppeln und allen neuen Hai arbeiten. Unterric ht beginnt ara 8. April 191 Mirabellen- u. Reine- clandenborhstämme,Sauerkirschen- (Schattenmorellei, Pfirsich-, Aprikosen', Apfel- nBirnen-Spalierobstbäume, Bpramiden und Haselnuss- sträncher empfiehlt Christ. Pfeiffer. Schiffenb. Weg 30 Sehr kräftige, abgehärtete ei, alö Wirsing, Weih- u. Not kraut, Blumenkohl, Ober, kohlrabi. Römischkohl und Salat, empfiehlt 2455 Eduard Ricger, Gärtnerei, Marburger Strasse 84— Niesecker Weg 19. Tel. 786. Boschmiedete Sohlennflg®l nur nuic Ware, aus eigener Werkstatt, 100 St. schwere zu 2.00 M., 100 Sr. leichtere zu 1.80 M., von 600 St. an franko versendet solange Vorrat reicht, direkt an Private unter Nachnahme. 2470 Jssel atipisch, Nagelschmied, Keigsrskirchen (Western,.) E.-> itW rib ,. « » E, JiifDBl" Ä.fft.ffi U?.. P,:ent in Ci'scrrridj, Uwgarv, Tchw^z und Spa ikn. Pas unirdevtrefflichste Werk zeug für Jedermann! Die ßeShie Erfindung, um mit der Hand so ort seIt-slLnv1l,,fastmsill'e1cs zu r<-plirier-n : Schuh.', «eschirre SLtt.l, St- gH.Zi-lt/.Trribr.eme!', ffahrrodmänfrl »ln», Iurvel näht Stepp, stiche wie eine Nöff- niafchtne. S ändtg die > eAnerirunungen. Prei, prr Stück nti, 3verschiedenen Nadeln undtzpolr mit staden : Mk. 4.20 unter Rachnahmt. Porto und «er Packung frei. Mao beacht«: ,3un>el* ist 0ng1 olfadrikat aus Meta«, die Spule ,m He« gib« beim ben Zaben ab wie eine Iiäh MMuMi Juwel'hat so viel Dor)üge, daf> »lle 71 och ahm imgen fast «oertlos erscheiuen! General-Vertrieb 2. k)öpfl, München 70 Landweffrftraffe 39 2495 aa Aechter Tabak eingetroffen und zu haben bei Adolf Plack 2467 Neuen Bäue 17. Echlosserarbeiten, Neva' ratnren. auch an Maschinen, werden prompt und sachge- muss auSgeführl bet II. Baamann, Walltorstrasse 33. 0591 Znm Frisieren empfiehlt sich und nimmt noch Kundschaft an 0559 Emma SoSmsidsr, Wtlsonsir.4. Im Unterrichten erfolgreich, sind. phil.. Nealgym.-Abit., übernimmt geg. fr. Station, evtl. unt. Zahlung entsprech. Aufgeldes. vs'^erMaekn. özw. rrsoddUks iüng. Schill. Angeb. unt. 2496 a. d. Giess. Anzeiger. Best. Dame sucht ab Anfang Mai für etwa 2 Mon. diskreten Aufenthalt in nur guter Familie. Einz. Dame bevorzugt. Umgeg.v. Glessen. (Entb. i. Klinik». Gefl. Briefe unter Nr. 0668 an den Giessener Anzeiger erberen. ßitth wird in gute Pflege sNBo genommen. Näh. i. d. Gefchäftsst. d. Giess. Anz. 0Mi Handelsschule von G. Hermes Bahnhofxtr. 08. Tel. 1037. Beginn d. neuen Schuljahres am 8. April. GeschL durchgef. Halbjahre*- ü. Jahresklassen d. gepr. Handeltehrer Bos. Kurse f. Anwärter der Beamtenlaafbahn (Post,Telegr.u.Eisenb.) Anmeld, rcchtz. notw. Prospekte frei [2501 Nr. 78 Zweiter Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, April (9(8 Lzernins Red«. Der Schluß der gestern wiedergegebenen Rode Wer die Kriegs- Verlängere! verdient ausführlicher :viÄ»ergogebvn zu werden; tt Imitat: Seitdem ich im Amte bin. habe ich nur ein ZiÄ gehabt, dem Reich einen ehrenvollen Frieden zu bringen und Zusttnrde zu toaffat, die Oesterreich-Ungarn künftig eine freie Entwicklung sichern, ferner alles Menschenmögliche zu tun. damit der entsetz- Lche Krieg für undenkliche Zeit der letzte sei. Ich habe niemals etwas anderes gejagt, niemals etwas anderes versucht. Aber ich versuche nicht, diesen Frieden zu erbetteln, n:cht ihn m:t Baten' und Klagen herbeizuftchren, sondern ihn durch unser moralisches Recht und unsere physischen Kräfte zu erzwingen. Ich halte eine wndere Taktik für kriegsverlängernd. Ich muß leider sagen, m den letzten Wochen und Monaten wurde in .Oesterreich vieles gesprochen und getan, was zweiiellos den schrecklichen Z^rieg verlängert. Tie Kriegsverlängerer teilen sich in veaschiedene Gruppein> ihren Motiven und ihrer Taktik nach. Das sind erechtigten zu der HoffirmW, daß die Monarch^ bald wehrlos sei. Welche furchtbare Ironie! Unsere Brüder und Söhne kämpfen wie Löwen auf dem Schlachtfeld. Millionen von Männern und Frauen im Hinterlande tragen heroisch ihr hartes Los. Sie senden heiße Gebete zu dem Allmächtigen um eine rasche Beendigung des Krieges. Gewisse Führer des Volkes und Volks Vertreter wühlen gegen das deutsche Bündnis, welches sich so herrlich bewährte. Sie fassen Resolutionen, die mit keinem Haar mehr mit den: Staatsgedanken zusammenhängen und finden kein Wort des Tadels für die tschechischen Truppen, die ver brechnüsch gegen ihr eigenes Vaterland und ihre Waffenbrüder kämpfen. Sre wollen Teile aus den ungarisckzcn Staaten heraus- rafceu und halten unter dem Schutze ihrer Immunität Reden, die :ncht anders verstanden lverden können als ein Ruf an das feinblicf>c Ausland, den Kampf fortzusetzen. Um ihre eigenen politischen Bc strebungen zu unterstützen, entfachen sie stets von neuem den er sterbenden Krst'gsfiiror in London, Rom und Paris. Der elende, erbärmliche Masarhk ist :ncht einzig in seiner Art! Es gibt auch MasaryV innerhalb der Grenzpsahle der Monarchie. Ich hätte über diese traurigen Fälle viel lieber in den Delegationen gesprochen. Aber wie erwähnt, die jetzige Einberufung der Ausschüsse erivies sich als unmöglich. Ich kann nicht warten, ich muß nächster Tage zurück nach Rumänien, den Frieden zu beenden, und bei dem langsamen Verlauf, welchen bisher die Friedens Verhandlungen genommen haba:, weiß ich nicht, wie lange meine ge- Uuungene AÄwesenl.vit dauern wird. Die' Öffentlichkeit aber, welche nach einen: ehrenvollen Ende des Krieges lechzt, soll Nüssen, was vor allem diesen Krieg verlängert. Ich erhebe keine allgemeine Anklage. Ich weiß, daß das tschechische Volk im ganzen loyal und österreichisch beitPb und ich lveiß, daß es tschechische Führer gibt, deren österreichischer Patrivtisinus rein und klar ist. Aber ich erhebe Anklage gegen jene Führer, tie durch einen Sieg der Entente den Krieg pn kwnden und ihr Ziel zu erreichen wünschen. Wir roerben) auch diese Schwierigkeiten besiegen, bestimmt, aber die, die nicht so harcheln, laden eine furchtbare Verantwortung auf sich. Sie sind der Grund, daß weitere Tausende unserer Söhne fallen, das Elend andauert, der Krieg sich fortscksteppt. Graut ihnen nicht vor dieser Bevantwortung? Was werde:: deutsche, was werden ungarische Mütter sagen, wenn nach dem Frieden die kriegverlängernda Tätigkeit dieser Männer klar vor aller Welt borg legt werden wird? Noch mehr: Ich brauche den Hinweis auf Deutschland und Ungarn gar nicht. Ich habe schm: gesagt: Die Böller selbst, lvelche diese Herren vertreten, denken nicht lvie sie. Ick) kenne die Böhmens genau, ich weiß zu unterscheiden zwischen dem tschechischen Bolle und gewissen Führern desselben. Das tscheckstsche Voll imd die r chtsche Mutter denkt nicht wie diese Mäln..sr. Eine Mutter, die Hem SvHn, eine Fogu, die für ihren Gatten bangt, ist international. Sie ist auch dieselbe in allen Völkern der Monarchie. DaS Kriegselend verbindet alle Völker. Alle nwllen, daß der Krieg ein Ende nehme Aber sie sind verführt, sie werden irre geleitet. .1,.M Sie sehen nicht, daß es einzelne ihrer Vertreter sind, die den Krieg Privat-Bank A. G. Magdeburg, als eine der .xroßte:: unabhmrgigenl ... — ' Provinzbanken Deutschlands, angcgliedert i>t, hat >.as altangesebene Gießen er Bankgeschäft Ja lob Grimenxrld mit Wirkung, vom l^'.lpru unv itjr Landen systematisch verlängern.^M^^^> Ich bedauere, daß die Verhältnisse mir jo selten ernröglichen, zu den' gewählten Volksvertretern zu sprechen. Es ist bös für einen Minister des Acußern, lvenrr seine Amtsgeschäftc ihn rn der heutigen Zeit zwttlgen, mondclang im Auslände zu leben. 4lber ich gehöre dorthin, wo die Frieden geschlossen werden. Brel-, leicht, wenlu ich chchr im Inlande leben könnte, daß ich mtt Hufe der ßaatLtreuan Parteien und, Gott sei Tank, wir haben svlck)e. erfolgreicher gegen jene Bestrelnmgen ankämpfen köimte, aber ich d. I. übernvnuneu imd eröffnet in Gießen eine Filiale. Hosrat Jakob Grünetvald tritt in den Zenttal-Vorstaut' des ^ genannt«! Bankinstituts ein, so daß eine weitgel-eirde l^vähr für dre Ab-. Wicklung der Geschäfte in der seitl-er geivvhuten Weise gegebenj ist. Das Bankgebaude Balxnlwssttaße 4>^/ö0, Erke Wejt-Anlage, geht in den Besitz des Hessischen Banktierei ns ül>cr. ** Neue Schl a fwa g en p re i s e. Für Schlafwagen smd appelliere an" alle die, die ein baldiges, ehrenvolles Ende des, I mit dem 1. ?wril mit den Fahrpreisen ebenfalls neue, meil^er- Krieges wollen, sich zusammenzuschießen inrd gemeinsam den höhte Sätze eingeführt wor'den. Es^kosteir letzt z. B BctttartOtz Kampf gegen den Hochverrat zu führen. Nienrand be- 2 Klasse von Berlin nach) Hvs nnd ^«stnrtz 8,.)0 Mar., uack, 'gm* hauptet, daß die österreichische Verfassung nicht verbesserurrgs-, zig, Tirschau und Nürnberg 10 Mark, nach fähig ist. Tie österr^ckjäsche Regierung ijt gerne bereit, gemeinianr I Frankfurt a. M.. Kmug^berg. Kattountz. Marnz. Oderbevg u-D mrt den übrigen kompetenten Faktoren daran zu schretten, sie zu I Wrllielmshaven 11 Vdark, :uun >tvblen; 11,.v0 Mark, nach. Znfvn- revidieren. Aber die, die den Sieg der Entente erhoffen, um! bürg und München 13 9Rark, von Altona nach Hannover^ opo mit ihm ihre pol Urschen Ziele zu realisieren, treiben .Hochverrat. Mark, Köln rmd Wiesbaden 11 ^Idark, von Kattowrtz nach Dieser Hochverrat in den A'>ern des Staates blldet die letzte und Kvhlfurt 8,50 Mark, von Halle nach .3ttrmhen 11 -vcark. von kriegsverlängernde Hoffnung unserer Feinde. Wenn wir dieses F-ranksurt nach München 10 Mark., Einen Prers von chbO wcwck Gift ausscheiden. darm ist der allgemeine ehrenvolle? in der zweite,: entsprfcht rn der critm: erner vm: 11 Mark, vem Friede näher, als die große Ocfsentlichkeit ahnt, von 10 Mark einer von 14 Mark, den: von N^er von Ich appelliere an alle, ich appelliere vor allen: an die Deutschen ! 15 Mark, dem vor: 11,50 Rkark eurer von 1b Mark. Lie Br'rmer^ und Uugarn, die in diesem Kriege Uebermcnsckchiches geleistet haben, gebühr wird auf 1 9)dark erlMt. «x ^ + w y x* aber ich appelliere auch an dre MMionen von Bürgen: aller ** Neue Zahl karten. Ein Erer Vordruck N:r Zahl? anderen Völker der Adonarckste. webckxe staats treu bis in die Knockten karten ist durch die Aenderung des Pvstscheckgchetzes notwendig sind, nicht so denken, wie einzettre ihrer Führer. Jeder Oesterreiäxr lvvrden. Eine Blenderung der Poltjcheckordnung veltunmt, wBDec und jeder Ungar muß in die Bresche treten. Niemand hat das | Msender die Zählkarte vor der Ernlieserung zur Post nnt Frer^ ** Eine dritte Groß-Bank für Gießen. Ter Hej^ fische Bankverein A. G.. der n: Hessen und Westfalen bereits eure gairze Anzahl Niederlasnrngen besitzt ruck) ber Mitteldeutschen . G. Magdeburg, als eine der «rrößter: uncrbhäirglgent Deutschlands, angcgliedert ist, hat das altangesebene Recht, abseits zu bleiben. Es gilt den letzten, den entscheidenden Karnpf. Me Mann auf Teck, dann werden wir siegen! Geheimnisvolle unüderrvlndliche Kraft war es, die man der englischen Zlotte nachsagte; unbesiegbar sollten Schiffe und Besatzungen sein. Attt diesemBlendwerk hatte unser Erzfeind alle Welt in seinen Bannkreis ge?wungeo. So traten wir in den Seekrieg ein. — Am Skagerraktage zerriß der Schleier. Die Laoschungwurde offenbar. Schadenfreude selbst bei seinen Bnndesgevoffen bezeichnet Englands Absturz. Sorgfältig mied der Brite den zweiten Waffengang; er sah ee mir au, wie seinem schändlichen Aushungerungsversuch das deutsche U-Boot entgrgenlrat. Die Zlotte wurde zum Handgriff, das U-Boot zur Klinge des Schwertes, das auf die britische Brust zeigt. Lag für Lag brechen aus dem künstlichen Bauwerk britischer Vormacht die Blöcke. — Roch wollen englische Staatemänner unser Reich schmäieru, unser Volk des täglichen Brotes berauben. Wir Seeleute wlffen es, der Lag ist vicht mehr fern, wo England sein spates Augeständnis bereut. Bis dahin heitzt es, alle Hände gerührt, alle Kräfte gesammelt, allesdemKaiser, all es demBat erlaub! ** Aus SradL und Land. Gießen, den 4. April 1918. Amtliche Perso nalna ch rich ten. Der marken fteizumack>en habe. Dennmtsprvchenb enthält das neue Muster aus der rechten oberen Ecke des Stammes der Mrte ernen Rairm für zwei Freiuüarken mit dein ?Ünfdrnck „Freimarke vom tieferer ausklcber:. Gebühren siehe Rückseite". Der linke Abschnitt ftlr den Empfänger ist durch eine zrveckmaßige Bemerkung nach dem Bettag ergänzt ivvrden: „bettifst sch,vestcr Emma Ringst Karl Uhrtg in Gießen m:t Wirkung vom 1- April o. ^ 5 . ein prüfen von hier, zurzeit in einem Lazarett in Kassel. — Berg«, zu Fincrnzamtrnännern, die Bauaspiranten Rudolf Schnrwt heim. Gemeircherechner Nies erhielt das Hessische Ehrenzeich^v auS Gernsheim rmd Mvgrrst Steinbock zu Mai:^ mit Wirkung für Kricgsfürsorge. vom 1. April d. I. ab zu Dammeistern und den Damm- Kreis Alsfeld. Wärteraspirant Simvn Rcrnecke aus Mainz mit Wirkung vom up. Mücke, 3. Llpril. Wie gefährlich das Anzünden des 1. April d. I. an zum Dammwärter ernannt. dürren Grases an, den Chausseeraine:: ist, wie es um diese Zeit ' gerne geschieht, zeigt eine Brandstelle am Straßenrain zloischen ** Auszeichnung. Unteroffizier WM Helfenbein er* hielt die Hessische Verdb-.rsttnedaille am Kriegsbande. Das Eiserne Kreuz und den Bulgarischen Ver'dienstorde:: besitzt er bereits. ** Metall abliefer ung. Als Hanptsammelstelle ist nach einer Beka:rntn:achimg brt Oberbürgermeisters, im Blatt vom 3. Ltprll, das städtische ElekttizitätsN'err, Lalmsttaße 28, bestimmt. Tie Smnmelstelle ist geöffnet Dieiwtag und Freitag jeder Wockie vmr 3 bis 7 Uhr uachmtttags. L. U. Von der LandeSuniver sität. Der arißerordenbi licha Professor r <>rh : ft freu*, ffemer vEch ihm ®. M. de- ftp#« «N-chSchst sein Bild-1 ^R-ftrmst ^nZA.KarP Iiuppertenrod :rnd liier im Lueziralde. Tort hat jemand absichtlich oder unabsichtlich den Sttaßencain mrgezündet. Das Feuer griff über und verbrannte ein gut Stück junger Fichten von 4—5 m Höhe. Sicher hat die Windrichttrng hemmend gewttkt, sonst wäre der Schaden viel größer geworden. Kreis Schotten. # Schotten, 2. April. Das Eiser::c Kre:^ und die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der lGefteite Otto Schlörb, daS Eiserne Kreuz und das Hamburger .Hanseateukreuz der Unteroffizier Hermmrn Müller vom Oben:seenerhof. — Einartsh a usett« Das Hessische Kriegsehrmzeichen in Eisen, frirher die Hefi. Tapfer^ — Sefeeii* nis "mit eigerrhcmdigem NamenSzuge und Datum. **** ^ l|t:uic jvtrud tr ^ ieu ^ Noll. ** Vortrag. Wie wir hören, hat Oberbürgermeister _ . . ^ . Keller Herrn Kapitärlleuttumt Sch me hl, der bei den denk- Z^^?^bberg Zum Leu^nt d. L befördert würdigen Fahrten des Hilfskreuzers „Wolf" an hervorragender >oucke der Reallehrer Ehrpttan Schm:dt. Ebenso der Lehrer Otto Stelle beteiligt nxrr, m seiner kühnen Tat nnd glücklichen Heimkehr Weber zu Butzbach. — S ödelt Zum Sergeanten befördert ivurde :vamens der Stadt Gießen herzlick) beglückwünschst und ihn zugleich Ider Uu-Irrofftzrer Ajugnst Graulich. — Do rherm. teer seit eingelade::, deinnäckzst in Gieße:: einen Vorttag über seine Erlebnisse September 1916 vermißte Karl Beppl er von hier befindet sich zu l-alten. §wffe:i wir, daß der freundlichen Eülladung recht bald rn rumän:scher Gefcnigenschaft. entsprochen »vird. ^ßcrpitänleutnant Schmehl ist bekanntlich ein ^ Bad-Nauheim, 3. ?lpril. In ettvas recht voreiligen gebore:«:r Gieße::er. ' \ Weist fulTrfre man hier bereits ant 1. April die Sommerzeit eip) ** Deuts che Worte des Adm i ra l s Schere. JU der Seeschlacht am Skagerrak hat sich in diesem Kriege der Geist unserer Flotte den Engländern lveit überlegen gezeigt: die Erinuermig an diese Großtat zur See darf und lvird nie im deutschen Volke erlöschen. Tie Worte des Ad-niräls Scheer, des Siegers vom Skagerrak, er- indem die Uhr der Will-rlmskirck^' prompt um ei::e Stunde vor-, gestellt wurde. Infolgedessen füllten auch viele Entwvhner m Haus:rnd Geschäft ddie neue Zeit en:. Starkenburg und Nkjeinhessen. RMK. Darmstadt, 3. April. Zu der gestern gemeldeten klären kurz die Bedeuttmg duster größten SoesckLacht: „Wir See- l Brandkatasttapbe in Oberramstadt bei Tarmstadß der bedauerlicher-, leute wißen es, der Tag ist nicht mehr fern, n» England sein spätes weise fünf Personen zum Opfer fielen, erfahren wir, daß nach den Zugestcnwnis bereut." Ter U-Boot-Krieg sorgt dafür, daß, wie Ermittelungen der Staatsanwaltschaft und des Amtsgerichts der Admiral Scheer sagt, „Tag für Tag die Blöcke aus dem künstlichen Gastwirt ftriebrief) Wiener selbst den Brand verursacht hat, um Bau britischer Vormacht brechen." Tagtäglich erfahren wtt durch sich >und seine drei lKiuder aus der Welt zu bringen. Da er keinerlei die amtliche Tauchboot Meldung von der beispiellosen, erfolgreichen schriftliche A:^aben hinterlassen hat, wird angerwmmen, daß er in Tätigkeit unserer U-Boote, die, von demselben Geist, wie unsere geistiger Störrmg, die momentan eingetreten sein muß, dre Tat Svagerrakkäntpfer beseelt, :ms d'nErfola des U-Boot-Krieges sick)ern. oegangei: hat. Aber der U-Boot-Krieg lvärc nicht mör^ich, wenn unsere Hochseeflotte Fc. Ga u -- A l ge she i m, 2. April. Eine aus 15 Geineinden die Zugänge zu unseren ll-BvotSstützpunkt«: nicht fteil>alten würde, der Provinz Rhernhesscn besuchte Versammlung von Spargrtz- Der Geist unserec Flotte muß sich auch in der Heimat zeigen, züchte rn, die etwa 2250 Morgen Spargelfeld innd haben, beschloß» Auch hier heißt es: Me 'Hände gerührt, alle Kräfte gesammelt und gegen die vor: der Reichsstelle in Berlin und der hessischen Landes Kriegsanleche gezeichnet, damit die achte Geldsckzlacyt gleich der gemüsesbelle MainA erlassenen Beftrumrungei: scher die btegettmg Skagerrakschlacht mit efirem vvÜLN deutschen Siege endet, 'des Sparcelverkaufs [im Erubejahr 1918 Stellung zu netzmru. LrrSS WMar. , ** ffi 3 to P-. & 8U Ap'Ä. Oi^ M n A - Bfainaorr H ’wnie' sonn Sa? : -»'0>!ijEte«4«;I fefürfecnt 1* — Hcjsen-Nussa». = Bad-Homburg v. d. &., 3. ?lprck. Tie Uebergabc dSr Kirr- und Baide)oe. Waldung cm die ?lktten-Gesellschast Bad-Homburg wurde am Licnstag mittag in einer sch4ich:en Frier- voll- ?vgan, bei der Oberbürgermeister Lübke und .Brrdirektor Feld- sieper tu kurze a Ansprachen auf die für .Homburg bedeutungsvolle Stund? hi/ wiesen. nt. B a t te lt b c r g, 3. April. Tie (Gebrüder T r e v e r m a n n in der Firma Hasenclever und Sölm auf dem Auhaminter haben der hiesigen Staalverwallirng 10000 Ma'.ck als Grundstock zur Erbauung eines Franken harrst überweisen lassen Ausschuhsitzunq des oberhessischen Sienenzüchtervereins. tt. Gieße n, den 2. April 1918. Nack 2jähriger Pause fand heute wieder eine Außschußsitzung «s Oberhessischen Bienen^üchter-VereinS statt, die von 36 Abge- «nÄncten beiuchr war. Nach kurzer Begrüßung der Anwesenden erstattete der Vorsitzende. Herr Lehrer B u ß-Leihlgc sttrn, den Jahresbvährend wir im vorig?.! Jahre bei der Versorgung mit Saatgut durch die Landwirtschrfkskanrnier erst im Plac danrit begimicn sonnten. Die hiesigen Gärtner l/abeu es sich! angelegen sein lassen, tem Bedarf nacl> Gemüsesetzpflanzen für alle Gwmüstarten Rechnung -u tragen. Zur Zeit gilst es bei den Händlern etwas Spinat, ttva.r zu hohem Preise, aber auch billigeren Rapsspinat, der auch ganz tvohll..'hmeck.v'd ist. und bald uiird bei «nigerniaßeu gnteni Wetter auck fchvn der erste Salat aus den Mistbeet fenstern zu haben sein. Radieschen sinb schon da. Mit Feldsalat ist?üß- cheni stand cs in diesem Frühjahr nicht so gut !oie in sonstigen Jahren. Es ergeht wiederum der Ruf. ia kein Stückchen Laust, das ertragssähig ist. unbenutzt li-sgm zu lassen. Tennisplätze. Bauplätze, Lpstl-. und Sptvrtplätze. Teile des Ziergartens, Vorgärten, alles brauchbare Land sollte mit Genru.se, Kartofselir uslv. .rn- gepflMrzr werden. Häufig geschieht es aber nicht, teils aus Be- guemlrchleu. teils aus Nachlässigkeit und Unwissenheit: zur Nah- rungsmittelerzeugrr.rg fehlt es rveniger an Land, als an Arbeits- traften, >^amen rmd Tnng. Die Stadt konnte bis jetzt nur einen, -perl der beim Lebensnnttelamt bestellten Düngemittel zur Ver- teilung bringen. SttckstrofsdüTtgrec loar nicht zu erhalten. Dem B-oricklag. alle Zter- und Sichmuckanlagen in Gemüsegärten um- zuwaudeln, müssen wir durchaus widersprechen: denn der Schön- hertswert der Anlagen steht viel z-u hxxch: der ideelle Nntzen, die Freude an der S.chünheit der gärtnerischen Pflanzenkultur in den Zrer- und Lchüruckanlageir ist ni-ch lwck: genug anzuschlaget,. Ist der lungebirng unserer Stadt sind erfreuttckerweise viele neue Garrerr angelegt worden, nick rfrfjit vtele brauchbare ?lecfer werden m G^nuiegärten umgewarckelt und eüuiesriedigt: die Nachfrage nach Gartenland ist groß. Das führt zwar oft zu wucherischen Pachtpreisen, aber man ist froh, sein eigenes Gemüse ^selbst zu haben. ( „Das F-eldhecr braucht dringend Hafer, Heu und Stroh? __ Landwirte helft dem Heere!" * Der Post s check in Flandern und Wallonien. ^er Postscheck in Flandern und Wallonien hat ini Februar einen Umsang von 32 685 Buchungen über 143 Ellro-mnr Mark erreicht Es wurden 16 862 Gutschriften rmd 15 623 Lastschriften über IVi 2 ^'illronen verbucht. Bargeldlos beglichen tourden davon /7h'4 Millionen. Die Zahl der Postsckieckkuicken beträgt jetzt 1434. JHr durchschnittliches Guthaben beträgt 19v 4 Millionen. Im lieber* weisungsverfehr mit Deutschland unrvden 3»/, Missionen Mark umgesetzt. Briefkasten ver Redaktion. U. 3. 496. gstach den in FragMkommenden Bestimmungen wird das Allgemeine Ehrenzeichen für Tapferkeit Tapscrknts- medaille) nur Kriegsteilnehmern verliehen, die eitt,oeder hessische Staatsangehörige sind, oder in hessischen Verbänden stehen, b-zw. früher längere Zeck gesimcken haben. Meteorologische Seovachtungen' oe'r Station Sieze«. März £ 1518 I g'gi Ü * Z n !-> tr SJ s .rr [ .r: solSoi S • "S Jj. sl iS« C^l (X> l ■s ‘a a ■S f lill x4 3. 2« - 11,5 6,0 j 59 _ 9 Bew, Himmel 8. 9“l - 7,5 6,6 86 — — 0 Klarer Himmel 4.; 7" — 6,8 7.0 9b 0 Bew. Himmel höchste Temprratur am 2. bi» 3. April 1918 = Z- 13,4' C. Niedrigste.1918 »-f 3,0*0. Niederschlag 8,7 mm. Letzte Nachrichten. (WDB.) Großes Hauptauartier. 4. April (Amtlich.) W e ft l i ch e r Kriegsschauplatz. An der Schlachtfront lebte die Gefechtstätigkeit südlich von der Somme auf. ttelterraschend und nach starker Artillrrievorberkltung versuchte der Feind am ft-uhen Mor gen und am strachmittag viermal vergeblich, die ihm enk- rissenen Höhen südwestlich von Moreuil wieder zu gewinnen. Unter schweren Verlusten brachen seine Angriffe zusammen. Vor Verdun und im Parroywatde vielfach lebhafter Feuerkampf. Osten. Im Ei.ioernehmen nrit der ftunischep Negierung haben deutstlre Dnippen auf dem finnischen Festlande Futz gefaht. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguarttermeister Ludendorff. Der Kaiser über die baltische Zukunft. Berlin, 4. Avril. Aus ein Danktelegramm der livlindischen Ritter und Landschaft für die Befreiung der baltischen Lande bat der Kaiser erwidert: „Ich habe den Kamps des Baltensandes gegen die vom Feinde erstrebte Vernichtung von Gut und Blut in tiefster Seele mitenivfunoen. Gott hat in letzter Stunde die V e r c i u i g u n g n, i t d e m a l t e n M u t t e r l a n d k gegeben. Sic zu erhalten soll, so hofse iÄ>, der Lohn der dent- \ che n Treue sein." Deutsche Operngastspiele in Bukarest. M ü n chen, 3. April. (WTB. Nichtamtlich.) Die X c f f a u c r Hofoper wird sich mit Genehmigung des Herzogs von Anhalt unter Oberleitung des Generaldirektors Prof. Franz, Mi ko rep Anfang Mai ans Einladung der Militärvernmlrung Rumäniens für ein 20tögiges Gastspiel vornehinlich Wagner'scher Werke nach Bukarest begeben. Zu diesem liaben außer den 'Dessauer Kräften die namlwstesteu deutschen 'Wagner-Darsteller ihre Mitwirkung bereits zugesoat, so aus Münclien Bertha Morena, Heinrich >lnoche, sonne Max Krauß. Mit verschiedenen liervorrageicken Künstlern der Berliner mck Dresdener Hofoper stehen die VerhandlnngLv vor dem Abschluß. England ersucht Amerika um schleumae Verstärkungen. Berlin, 4. 2lpril. Aus Washingtori wuck berichtet, daß beim Staatsdepartement erneut ein dringendes Ersuchen der englischen Regierung um schleunige Ucbersen- düng amerikanischer Verstärkungen nach dem west. lichen Kriegsschauplatz eingelaufen sei Die Zivildienstvilicht in Frankreich. Berlin, 4. April. Der „V, Fischen Zeit-mg" zufolge verfügt ein neuer iranzöjiicker Regierutlgserlaß die Einführung der Zivil- dienstpslichl mck deren ^lusdehuung auch auf die 'Neutralen^ «uw Zwecke der Verstärkung der landloirtsck)>aftliä^n Erzeugung