Nr. 16 Der Stetzrrier Anzeiger erschein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Lktzevcr§amitt«nblätter; Kteisblatt für den Kreis Sietzen. Vezvgspreir: monatt Mk.1.20, viertel* jährlich Mk. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Dtk. 1.10: durch die Post Mk. 3.60 viertel- jährl. auSschl. Bestellq. Ferrrsprech - Anschlüße: sürdieSchriitleituna112 Verlag, KjeschästLstellebl Anschrllt für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzen. Erstes Blatt (68. Jahrgang Dienstag, 2. April *9*8 uni-üümc von Anzeigen i dle Lagesnumnrer dis zum Nachminag vorher ohnejedeVerbiiidlichtett Seilrnvrclse: für örtliche Anzeigen 2bBi.,für auswärtig« 30 Är Reklainen Mt. 1.— : bei Platzoor- fchrift 20 "/^ Lluijllllaa. Hauvtjchnitleiter: Au«. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vankoettehr: Alig. woetz; Ttadt und Skwtrdtdr», Sietzen Laiid,»er.„>schl'»u.«e- rtchtssaal: W. Meyer; ZwIir^gLNlnddnrir ll. vrrkag: Srühl'sche Univ.-Such- u. Steinfcruderci R. Lange. Schrtftleltung. GeschSstzstette ».Druckerei: Schulstr. r. säml?sch°in Wieben! possfcheckronlO: 5rantf«Na.M.tt686 ener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Erfolgreiches Vordringen auf Amiens. MTD.) TrotzrS Hauptquartier. 30. MSrz. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem Sch lachtfelde nördlich von der Somme ist die Lage mwerändert. A-yette wurde vom Feinde gesäubert. Zwischen Somme m»d Avre warfen wir Engländer und die ihnen zu Hilfe geeilten.Franzosen aus Teilen ihrer vorderen Stellungen und nahmen Beaucourt und Mezieres. Französische Angriffe gegen Montdidier scheiterten. * Die Franzosen hüben nunmchr auch mit der Zerstörung von Laon begonnen. Durch anhaltende Beschießung wurde iat Kathedrale erheblich beschädigt. * Leutnant Vongartz schoß seine» 32. und 33., Leutnant übet seinen 22. Gegner ab. ^ Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorsf. (WTD.) Grobes Hauptquartier, 31. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf den Höhen ivestlich von der oberen Ancre wiesen wir englische Gegenangriffe ab. Zwischen Somme und Oise haben wir im Angriff neue Erfolge errungen. Zu beiden Seilen des Luce- Baches durchstieheu wir die vordersten, durch französische Regimenter iserstürkten englischenLinien,erstürm ten die im Tale gelegenen Dörfer Aubercourt, Han- gard und Demuin und warfen den Feind trotz heftigster Gegenangriffe auf Moreuil und die nördlich gelegenen WaldlZshen zurück. Zwifthm Moreuil und Noyon griffen wir die neuhercm- geführten, im Aufmarsch befindlichen französischen Armeekorps an. Nördlich von Montdidier warfen wir de» Feind über die Avre- und Don-Niedenurg zurück und «stürutten die auf dem Westufer gelegenen Höhen. Mehrfach wiederholte Gegenangriffe der Franzosen westlich von Mont- didier, aus Fontaine heraus und gegen das eroberte Mesnil stotterten blutig. Fontaine wurde am Abend erstürmt, MeSnil in zähem Kampf behauptet. Die von Montdidier bis Noyon angreifen- deu Truppen warfen den fteinö aus seinen frisch aufgeworfenen Gräben über Assamvillers, Ralsot und Hain- villers sowie aus Thiescvurt und Dille zurück. Starke Gegenangriffe der Franzosen brachen auch hier zusammen. Das die Oise belierrschende Fort Renaud südwestlich von Noyon wurde im Sturm gerwmmen. Bon allen Seiten der Front werben schwerste blutige KerlAstr des Feindes gemeldet. * 8hm den anderen Kriegsschauplätzen nichts NeireS. Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff. (WTB.) Grobes Hauptquartier, 1. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf dem Schlachtselde nördlich der Somme lebten Artillerie- und Mnenwerferkämpfe am Abend auf. Zwischen dem Luce-Bache und der Avre setzten wir unsere Angriffe fort und nahmendieHö yennördlich von Moreuil. Engländer und Franzosen, die mehrmals vergeblich im Gegenstob anliefen, erlitten schwere Verluste. Oertlicher Vorstoß auf dem westlichen Avre-Ufer brachte uns in den Besitz des Waldes von Arrachis. Auch gestern versuchten französische Divisionen in itiebr* frühem Ansturm die westlich von Montdidicr sowie zwischen Don und Matz verlorenen Dörfer und Höhen zurückzugewinnen. Ihre Angriffe brachen bluttg zusammen. Mt den Kämpfen der letzten Tage hat sich die Zahl der seit Beginn der Schlacht eingttirachten Gefangenen auf Über 75 000 erhöht. ^ S&m den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartienneister , , ' , •* Ludendorsf. * * Die Abendberichte. Berlin, 30. März, abends. (WTB. Amtlich.) Zwischen Somme und Oise machten wir im Angriff Fortschritte. Berlin, 31. März, abends. (WTB. Amtlich.) Oertliche erfolgreiche Kämpfe zwischen Luce-Bach und der Avre. Gegenangriffe der Franzosen westlich und südwestlich von Montdidier sind unter schweren Verlusten ge- scheitert. Berlin, 1. April, abends. (WTB. Amtlich.) Von dem Schlachtfelde in Frankreich nichts Neues. Der Sonntag brachte uns nachmittags von der Heeresleitung die beste Osterbotschast: auf breiter Front schieben sich, mit neuen, erfolgreichen Durchbrüchen durch feindliche Linien, unsere Heere nördlich und südlich von Amiens immer näher an diesen Hauptwaffenplatz der Engländer heran! Auch an den Feiertagen selbst wurde gekämpft, wenn auch nicht mit dem Einsatz der vollen Kräfte; es regnete und es galt, alles, besonders die Artillerie, bereit zu machen zu neuem, stoßweisem Vorrücken. Die Tage waren allerwärts nicht ohne tiefe Nachdenklichkeit. Die englische Presse hat den ganzen Ernst der Lage erkannt, und Lloyd George will tun, was er kann, nur zu halfen und zu retten und sich selber das .Herz vor drückender Verantwortung zu erleichtern: er hält eindringliche Werbereden. Das bitterste und dunkelste Osterfest hatten die Franzosen. Efün Berichterstatter sagt, die Konferenzen und Gruppen der Parlarnentatter zeigten Zuversicht; der einzelne aber sei durchweg Pessimist. Wäre strategisch und militärisch nicht alles so heillos verfinstert, so würden drüben die Herzen wohl schwellen vor Eitelkeit ob der lieber traaung des Oberbefehls über die vereinigten Heere an den General Foch. Dem alten Britenstolz wird damit ein harter Schlag versetzt. Wo bleiben aber die wirk- lichen Tröstungen und Hoffnungen für Frankreich? Ein Blick dorthin läßt uns fühlen, wie viel glücklicher und befreiender doch unser Ostern war, trotz vieler Mängel. Bei uns brauchten nicht Millionen in ziugemanerten Kellern zu sitzen, während das in seinen Straßen verödete Paris bei traurigem Regen und krachendein Einschlag von Granaten an die Schrecwnszeit von 1914 erinnert wurde. Die deutschen Zeitungen haben zum großen Teil nachdenkliche Betrachtungen auch über Zukunft und Ziele an- gestellt. Die alten Gegensätze regten sich noch, und wenn z. B. die „Deutsche Zeitung" wieder zu tvuchtig und mißtönend auf die Trommel schlug, so fühlen doch aber die Prediger der politischen Romantik und des Pazifismus auf der andern Seite ganz von innen heraus, daß ihre Meinungen und Forderungen jetzt für das deutsche Volk nichts Bestechendes haben. Der „Vorwärts"" hat seircen Ofterartikel darauf abgestimmt, daß der Krieg zwar die „schlimmste Scheußlichkeit" sei, daß er aber dadurch nicht schöner werde, daß man ihn verliere, und daß man „trotz alledem?", trotzdem man den Notwendigkeiten der Zeit Genüge tue, doch im Herz-en internationaler Sozialist bleiben könne. Schwungvoller und eifriger schreibt der Abgeordnete Wolfgang Heine rm „Berl. Tagebl."" über den „Sieg der Menschheitsidee"". Die da vorgebrachten Gedanken sind viel befremdlicher als die des vorwärts"". Wie seltsam berührt jetzt die kosmopolitische Phrase: „Die Opfer, die dort fallen, bringen wir, bringen alle beteiligten Völker für die Zukunft der Menschheit."" Da ist es gut, daß die Begriffe durch ein vortreffliches Wort des Feldmarschalls v. Hindenburg zurechtgerückt werden. Es war erklärlich, daß das Reichstagspräsidium sich glückwünschnrd an ihn gewandt hatte; — alles übrige Antelegraphieren der obersten Führer durch Vereine und Korporationen ist in seiner Unüberlegtheit und Wichtigtuerei geradezu ärgerlich, da Hindenburg für dergleichen keine Minute Zeit übrig hat. Aber dem Reichstag hat er an den Osterlagen ein nachdenkliches Wort gestiftet. „Der Brite und der Franzose dürfen nicht glrnrben, daß die neuen Blutopfer, die sie uns aufgezwungen haben, umsonst gebracht sein sollen."" Hncdenburg fordert im Namen des kämpfenden /Heeres den Reichstag auf, auch seinerseits für einen krast- ' vollen deutschen Frieden einzutreten, „der allein uns fortan vor dein Krieg bewahren kann"". Er will also sein großes Werk nicht in erster Linie „für die Menschheit"" tun, sondern für unser Volk! Ein ehrlicher und gesunder. Standpunkt, ein Standpunkt, der um so stichhaltiger ist, als er nicht wie ein liebhaberisches Parteiprogramm vor uns geworfen wird, sondern als Ergebnis einer gewissenhaft wägenden Verantwortung. Wie kann sich manches in der Zukunft wenden! Wir werden späterhin die weittragenden Geschütze, die jetzt ans Paris gerichtet sind, nicht mehr allein besitzen, und der „Köln. Ztg" haben alldeutsche Scharfmache- reien sick)er ferngelegen, wenn sie in einem besonderen Artikel aus die Wirkungen hinwies, die entstehen würden, wenn England und Frankreich nach dem Kriege über etwa je 100 Geschütze dieser Art verfügten! Wenn in Fragen der Friedensziele ein Mann Sachkunde und Autorität besitzt, so ist es Hindenburg, von dem wir wissen, daß er kein grobschlächtiger „Ueberpatriot" ist. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 30. März. (WTB.) Amtlich wird vrrlauttmrt: An der Piave-Insel Papadopoli wiesen unsere Sicherungstruppe!, einen italienischen Vorstoß ab. Auch sonst war die GescchtStätigkeit in, Südwesten lebhafter. Der Chef des Generalftabes. Wien, 31. März. (WTB.) Amtlich wird verlautbarl: Zn Italien hält die lebhaftere Gefechtstütigkcit an. Der Chef des GeneratstabeS. Wien. 1. April. (WTB.) Amtlich wird verlautbarl: An dem unteren Piave, im Raume von A s i a g o und im Lagi-Becken wurden italienische Crkundungövvrstöße abgcwiesen. Der Chef des GenrralftabeS. Der türkische Bericht. Bon, 31. März. Pal ästinasront: Am 39. und 30. März waren an der Avant alle Waffen rege. Lebhaftes. Krüllcriefeuer und eifttgq Fliegettätigkeit begleiten die an vielen Punkten entbrennendes kleineren und größeren Jttfanteriekämpfe, deren Ausgang überall ein für uns glücklicher ivar. Am 29. März wurden nördlich wit Medschel Jabs zwei feindliche Kompagnien abgewiesen und die vor- geschobenen feindlichen Stellagen bei El Kasr von uns besetzt Von ims vorstoßende Patrouillen kehrten mit Beate zurück. Oestrich des Jordans wurden die Kämpfe mit den nach dott übergegangenen feindlichen Kräften fortgesetzt. Ueberall, wo der Gegner unser« Stellungen angttff, mürbe er blutig abgewiesen. Nach Aussagen einiger der bis jetzt genuulIten 50 Gefangenen verlor derFcind bis zn 5 0 v. H. Bor einer unserer Kompagnien lagen alletv 200 Tote. Am 30. vertrieben wir den Feind von UX Bupet. Englischer Heeresbericht Vom 31. März, 10 Uhr abends. Nördlich der Somme hat der Feind heute seine Angriffe nicht erneuert. Es kam jedoch zu einer heftigen Artilteriebeschießung von seiten des Feindes auf versckftedenen Punkten der Front. Wir haben! im Verlauf lokaler Unternehmungen Gefangene gemaäft und Maschinengewehre erbeutet. Südlich der Somme entwickelte sich ein! feindlicher Angriff mit btträchtlick-er Kraft gegen Mittag im Süden der großen, Landsttaße von Peronne nach Amiens. Der Kampf dauert an den Ufern der Lys und der Avre fort, wo sich beide Teile gegenwärtig um den Besitz gewisser Waldstellungen und Dörfer stteiten. l Französischer Bericht Dom 31. März 2 Uhr nachmittags. Die gestern mit der^ nämlichen Harmäckigkeit fortgesetzkenj Kämpfe habe:, den Mißerfolg des deutschen Durchbruchsoe^icheÄ vom 30. März bestätigt. Zwischen Montdidier und Moreuil hat daZ französische Jnfanteriefeucr die ohne Unterlaß anstürmenden beut* säten Bataillone zusammengeschossen. Aloreuil, das von den Deut-^ scheu genvmmeir wurde, ist von den Franzosen wieder gerwinmeni worden, wurde wieder verloren, aber fchjließlhch drrrch?eine mit mV, dergleichlicher Tapferkeit durchgefuhrten BajonettansLirm unserr« fraTrzüsisch-brittschen Truppen, die durcheinander in denselben Reihen kämpften genomimen. Die Franzosen haben in dieser Gegend zahlreiche Gefangene gemacht. Zwischen Moreuil und Lassigny war der Mißerfolg der Deutschen, wie bestätigt wird, vvNständig. Ten Franzosen ist es gelungen, bis zum Rand von Ccnmysur Matz vov- zudringen. Die Elitcdivision, die Le Plamon genommen und gegen alle Ansturm versuche behauptet hat, hat 700 (5)efangerte gemacht^ Auf den Rest der Front stellenweise jAttilleriebeschreßung. Drei deutsä?e Handstreiche auf dem rechten Ufer der Maas haben keinerlei Ergelmis gehabt. Don 11 Uhr abends. Die Deutschen haben heute, erschöpft durch die blutige Niederx läge von gestern, nur lokale heftige Augriffe auf gewissen Punktes der Front Unternommen. Ilm Norden von Moreuil konnte der Feind keinerlei Erfolge erzielen außer in der Gegend von Hangard en Santerre, wo es ihm nach heftigen Kämpfen gelang, Fuß in diesem! Ott zu fassen. Zwischen Moreuil und Lassigny haben unsere Truppen nach neuen Berichten im Laufe des gestttgen Apencoutt und Le Miouchet wicdererobert, etwa 100 Gefangene. gemacht und 14 Maschinengewehre erbeutet. Heute haben sie im Verlaufe heftiger Kämpfe einen bemerkeirswetten Fottschtttt in der Gegend von Orvillers gemacht. An der Oisefront hat eine feindliche Abteilung in Stärke eines Sturmbataillons, die den Fluß bet Chauny überschritt, versucht, auf dem linken Ufer eine Brücken-, schanze zu erttchten. Infolge eirres heftigen Gegenangriffs wurd< diese Abteilung vollständig vernichtet oder gefangen genonimen^ Die Zahl der in unserer Hand> verbliebenen unvenvundetM Deutschen übersteigt 100. Unsere toeitloggenden Geschütze haben! einen Zug schwere Artillene in der Gegend von Laon mrter Feuer genommen und zerstört. Nichts zu melden auf dem Rest der Front.^ General Foch zum Generalissimus ernannt. London, 29. März. (WTB.) „Morning Post"" berichtet: In voller Uebereinstimmung mit General Haig haben die'französische und die englische Regierung beschlossen, den General Foch zum Generalissimus der französischenglischen Arnreen an der Westfront für die Dauer der gegen< wärtigen Operationen zu ernennen. . Die französische Hilfe für die Engländer. Berlin, 2. Apttl. We sehr die Gngläicder die fvanzösisthe Hilfe in Anspruch nehmen, geht darmcs hervor, daß btt der süd, östlichen Armee deS Feindes statt der Englärrder nunmehr lediglich Franzosen gefangen genommen wurden. Ihr sauberes Aussehen mid ihre tadellose Equipierung bewttsen, daß man sie unmittelbar nach ihrem Eintreffen aus Patts in den Kampf geworfen lyat. Der erfolgreiche Vormarsch. Berlin, 2. Apttl. T?e südliche Angriffsarmee setzt ständig ihren Vormarsch fott. Auch die beiden letzten Regentage haben ihre Operationen Wcht beeinträchtigt. Die wiederholten erbitterten Gegenstöße des Fttndes sind blutig ge-, schcitett. Ter Avre-Abfchuitt vor dem reckten Flügel ist fest in veutscher Hand. Die Brückenköpfe auf dem westlichen Backrufer sind erwtttett. Ein deutsches Korps stand vorübergehend der Urberg macht von fünf oder sechs sranzösisck-en Tivisiomnr gegenüber, di»- mit Tanks und starker Attiüette wiederholt vergeblich angttffech Tie Feindverluste sind nach wie vor ungeheuer. Der Fall Alberts. B e r l i n, 2. April. Ein in der eroberten Stadt aufgeftmdknei: englischer Befehl lautet: Albett ist um jeden Preis zu hüten.. Die Bedeutung dieser Stadt als wichtiger Straßen- und Eisenbahn- hwtenpunkt, als reich gefüllter englischer Slapttplatz recht sertigs diesen Befehl vollauf. Mattneinftrntette mit dem Regünents- Kommandeur an der Spitze, drang in raschen Sprüngen bis an das schützende Häusermver der Stadt heran. Die schwerste Arbeit stand taber noch bevor. Die ganze Stadt ivar voller Maschinengewehre. In httßem Straßenkampfe wurden die englischen Stützpunkte von der Flanke und im Rücken, gefaßt, die Bosotzwrg gefangen ge- NLwrnven. Mi dem Westrand der Stadt, wv in tiefem Bahnabschiütt die Englärider nrit frischen starken Kräften neue Stellen gen bezo cn hatten, entspawren sich wilde Kämpfe. Der dottige Pahnhst unh die Fabttk an der Chaussee nach Millerrwutt sind mit Maschinengewehren gespickt. Der Kampf kommt zum Stehn 'Es wird Nacht. Ble^rdendwttß steht der Vollnwrrd am Himmel. HÄt der Engländer den Westrand, so muß deutschersttts die Stadt aus gegeben lverden. Da gehen die ettchöpsten Leute nochmals zum Angriff votz, Gv- 50 ba 60 TOrter fmjntgeTtWft. As Err E?aci> tnr ®miratet m he engftfaeit Moschineirq-wehr- **£? Z"":ZE->, süehi b« Wirb In di«, den San» dm« SvVh. . V'a.ithrtta mebt der ,xemd. In die den S-M '1 dinan. ffinidinnnn dMrnbNdscheii M«,sen schlLst bei Hellem Mondschein $Zhn S 'r.lV : \ bC '"? d]t J ^nMtnnassener Tie Selber jtnfeit» der sind Irrtei bott rmt Tnten >md Derrmmdeten Am nächsten kivn di« Lrglrmd« mtt Dank» »um Gogenangri» « und vrr^nten sich ik/re LinrmL>lonnein Nei'tlo^ bleiben die am Abvnd genommenen Stellungen in unserer Land, ^ * Die Beute. . $* r !i "'^0 März. (WTB.) Tie Skliiwere der Verluste zwang vre Tu ul linder. edrt m die Hand. Die GnUänder halten diese »verzollen Ge- pputze nvbt »nehr »prengen lönnen. In eurer Mulde vor Custris nahmen dir deutschen ein Dutzend 24-Zs nun auf allen Strafen deutsche Munition amssahren. Die auch vrelfach erbeuteten Feldhahnlokonwtiven und Loren laufen ^rmst des deutschen Aiimitironsncrs- fmdlrck. trifft das englische Heer, von dem bereits zwn Drittel rn die schiveve Ntcderlage vermicöÄt sind, der hohe Verlust an toten, verwundet en undvermißtenOffizieren. Mrch die Zahl der in Gefangenschaft geratenen englischen Offiziere ist sehr beträchtlich. So verlor die 34. Division bei. 1266 GsffaEino»! 45 Offiziere, die 59. Division bei 1396 Gefangenen 51 -Offiziere, die 51. Trvision bei 1574 Mann 46 Offiziere, die 6. Division bei 2730 Mann 97 Offiziere. Die Zählung der er- Die Leiftmrge« der Eisenbahn beim Aufmarsch. Berlin, 30. Mäyz. (WTB. Amtlich.) In Anerkennung der großen Leistungen der Eisenbahn beim Aufmarsch und den Vorbereitungen für die „Große Schlacht" von Mvnchy— Cambrai—St.-QuLNtiw—La Fere hat seine Majestät der Kaiser dem Chef des FeldeisenbahntvefenS Oberst Freiherr von Oldershausen das Eichenland Mir Orden Pour lemerite, dem GeneralstabschefMajor vvn Stvckhausen und dem Chef der Eisenbahn-Trairsport-Abteilnng deA Westens, Major Halm, sein Brld mit Unterschrift verliehen. * Bedrücktheit der englischen Presse. Bern, 1. April. (MTB.) Der zuversichtliche Ton. den ine englische Presse vorige Woch' der grvstm Offensive gegenüber emftytug, ist in den vorliegenden kmi serv-ativen. Monats- zeittmgen (liberale sind rchch nickst erngegangen) einem Tone er» heblühicr Bedrücktheit gewichen. Tie „Times" schreibt: „Die Welt sieht sick heate einer besonderen Krisis in ihren Geschicken; gegenüber, und auf unserem Laiche ruht die ganze Schwere des Kampfes. Tie britisckM Völler sind sich voll bewußt, daß die Lage heule ernst, ja kritisch rst. Aber sie sehen den Tatsachen gerade in me Mögen, Sie hatten gehofft, datz ihre großen Ansttengnn-gien dem erwartete»! Ansturm des Feindes schneller und vollstchrdüper ein Ziel War »vurden. Gerade die lörötze dieser dlnstreirgmrgvn. macht den Rückzug: setzt enttäuschender olS in den Herbstlnonuden 1914. Aber »vir »vollen dir Lage m unserer nüchternen urü> praktischen Art ansehen. Wir erhielten einen schtveren Schlag und wissen es. Aber »vir fühlen, datz es noch törichter »virre, ihn yn übertvoü«n, als zu verkleinern. Wir habe»! volles Bvrtrmlen in die ?lrmee. in die alten französischen Waffengefährten von der Marne und die anderen Hefter von jenseits des Ozeans." In einem zweiten Leitartikel heißt es: „Die Tatsache lätzt sich nicht »verbergen, daß die Deutschen die Verteidigungs'inne, die wir bei»n Beginn der Avotzen. Schlacht am Donnerstag hielten, glatt durchbvachan. Das Ziel dieses^ rap6>.m und starken Vorgehens ist offenbar der große strategische P»mft Amiens, und »vietvohl dieser noch fern liogt, ist die Lage hinreichend ernst, um dieser Katastvophe erttge-gi'NMwhen. Ter Fall von Amiens könnte dreifache Folgen Ixrben. Er n»ürde den Fernd in die Lage versetzen, unsere n.ördliche Linie m bedrohen, er »vtirde ihm halfen, auf die .KanalhÄe»! vorz»lgehen, und er »vürde die Sicherheit von Paris ernstlich gefährden. Die schlechte Moral der englische» Truppen Berlin, 1. Avril. (WTB.) Die schlechte Moral der englischen Truppen w»rd von einem Divffioirs-- befehl beleuchtet, den die Deutschen erbeutet haben. Der vom 18. März 1918 dauerte imd 24. Dünsion Nr. 2581 signierte Befehl, den der Adjutant Major Matthey unter-- schriebeir bat, beginnt mit ven Worten: „Der Koinman- ImMer werter schreitet durch eigenes Verschulbien d-e des Landes. Hindeubnrg au den Reichstag. Berlin, 1. April. (WTB.) GeneralfeldinarfHall v. Hin- den bürg anttvortcte airs das Telegramm des ersten VizeprLff- deuten des Reichstages Tr. P aas che folgendes: „Für die Worte der Anerkennung und des Dankes, die Euer Hocküvohlgeboren namens des Reichstages an mich M riclrten die (Mte hatten, spreche ich meinen !>erzltck>en Dank aus. Die Liebe zu Kaiser und Reick». daS Bewußtsein, für eine gerechte Sache zu kämpfen und die ltnr Versöhnlichkeit unserer Gegner verleihen unseren tzeldensöhnLN un »rnderstehliche Kraft. Der Brite und der Franzose dürfen nöcht glauben, daß die neuen Blutopfer, di4 sie unS aufgczwungen haben, umsonst gebracht sein sollen. Mit der Armee »veitz ich. datz der Reichstag dies«! Wunsch der Tapferen hier vorn, der besten Söhne des Volkes, versteht und auch seinerseits für einen kraftvollen deutschem Frieden eintreten »vird, der allein un-S fortars vor dem Kriege verschonen kann. Ihrem hochverehrten Präsidenten., Exzellenz Kämpf, bitte ich, meine besten Wünsche für seine baldige ft^enesung zu übermitteln. fc5Pk*en Geschütze — bisher wnck)«! 1100 gemeldet — kann verende General bestehlt mir, Ihre Aufmeicksam-keit auf die noch nicht aiS abgeschlossen gelten, da viele deutsche Divisionen die I ,oam von Fallen von Selbftverstümmeltlng ewVerte:: brrtischm ftZefchütze und Geschosst so fort im Karnpf gegenj M lenkm. bic bei der Division »roch vor?vn»men." Da schwere die Vorbaffler verwendeten. Englnnds Schrei nach französischer und anvriLanischer Hilfe ist daher allzu verständlich. Die Stimmung in Frankreich. . Bern. 1. April. (WTB.) Dem Pariser „Matin" zufolge Achteten die Deputierten infolge des Ernstes der Lage darauf, in dte Osterferien zu gehen. Mch Lyoner Blättern kommen durch Paris und Bororte un- untecSrochen lange Züge vvn Flüchtlingen aus den eroberten die nur das Nowlttstigste mrtfüyren. Tie ^ämdbahn- gesMchnt kann den Zusttvm Saum bewältigen. Die Zivilbevölke- von AmienS ist beveits am 25. März größtenteils abtronS- Vvrtievt worden. A r r a s ist vollständig geräumt. Auch die Prnser Presse 'Läßt einen besorgt«! nervösen Unterwn erkennen, ist jedoch ;uversick)tlicher, da grosse englische Fwntstücke durch fr«nzösische Di-- Visionen besetzt seien, denen man mehr zutrant als den Engländern. Man glaubt, daß wertere schloeve Känrpfe bevorsves?en und bereitet wrf Vixm werteren Rückzug vor, erkl ärt aber, daß die Lage vor der Marrreschlackst 1914 viel schlimmer aussah. Berlin, 2. April. Die Vernehmung eines französischen Gegangenen, der vor einigen Tagen von einem Urlaub nach Paris Wfctxr an die Front znrückgekebrt war, gibt ein ziemlich klares, Mri-gstenS durch die amtliche Zanstrr nicht bveinträckstigtes Bild »wn der Stimmung in Paris anläßlich der deutschen Offensive. Trotz aller Vvrsicbtsnraßregeln und Knebelung der Zeitturgen rst der tatsächliche Stand der dentschen Truppen allgemein bekannt. 7.ä-m wcktz wie sehr Amiens bedroht ist. hofft aber »roch, die fran- zoffichen Reserven seien stark genug, die Offensive zum Stehen zu btttttren und die Dwrtschen wie bei Verdun durch eine starke (^gen- msennve >auf die alten Stellmrgen zurückzuwerfen. Sollte das nicht gelffigeu, so »verde die französische Regierung es nicht dormff an-- kounnen lassen, daß die Deutschen bis Paris Vordringen, sorrdern ßttnr vorder in Berhandlunger» eintreten. Schon jetzt hat der Er- wlg der Ofsensive ffr Frankreich die Stinrmnng gegmüber England sehr günstig beeinflußt. Man ist enttäuscht,' daß die französische Armee beu Engländern, die sich wider alles Erivarten schlecht hal- ' en, zu 5)ilse konrmen »nAst. An de»r Kärnpfen bei Verdun hatlen sich seinerzeit überhaupt keine E»rglander beteiligt. Gietzener Stabttffeatcr. Der Verschwender von Ferdinand Raimund. Gieße«, 31. März^ Ern BottSsE vom Jahre 1834, das noch heutzutage eine für vre Geschickte der Literatur ziemlich »venig interessterte, aber das Gegebene um so lmbefongeuer hinneh»»!cnde Zuhörerschaft zu wirÄerhslben! lauten Beifall htnreißt. das also trotz des groben» AnterschicdeS der Zeiten, trotz der mancherlei llmtvälziungen, die das deutsche Theater inzwischen gesehen hat, sich noch immer als lehen^kräfttg erweist, das ist ein Bühnaruwergnis, das den geschichtlich denkende»! Betrachter zum Nacljdenken stimmen muß. Aber Ferdinand Raimund,, selber seines Zeick-ens ein Schauspieler tnnd in hohen: Grade theaterllurdig, »ontzte wohl, aus »velchen Bestandteilen man den Trank eines ricküigen Volksstücks braut. Die Feen und Geister entnahin er der zu seiner Zeit bestehenden Wiener Zaud^rpvffe: eben daher stammen die mehr oder »veniger derbe»! Späße. Tie dNnfik durfte nicht fehlen; er hatte das Glück, sich mit Kvnradin Kreutzer verbünden m dürfen. Einige seelische Dertio- kung mischte er aus eigener Dicbterkraft htn^u: den (Ärelmann, der im Begriff ist, sein ganzes Vermögen in »oahnsinniger Ver- schwendung dahmUnwersen iOskar Feiges), kann von keinem Merirdischc»! Wesen daran gehindert oder auch nur gervarnt werden, de»in dar Mensch trägt in sich selbst seines Schicksals Sterne, und erschütternd »virken die Schlußszenen, Uw der einst unermeßlich Reiche pm Bettelmann genwrixr! ist, nun die Untreue und die Dankbarkeit an! eigenen Leide erfährt, und schließlich wieder einen «großen Teil seines Vermögens aus Geisteshand »oredererhält, aber nur so viel, tvie er diesem, der sich ihm als Bettler nahte, einst rn L.effere so rasch dahingibt, ist von emer ebensolchen ^mmlischcn Güte »vie. sein .Halbbruder, der nickt elmnm vor der Braut seines Brrrdcrs Halt mackst, von Mische» Ww} lolstl aber aus der Natur der Sache, daß gerade 'lwkschörigen Gestalten die eigent- Träger der Haachluug sind. Man erkennt daran, daß das Clanze doch mm zu emem geringen Teile aus der Beobachttmä geflossen »st. Vielmehr »st es das heiße Theatcrblnt des Dichters c *u tc theatralisch außcrordenüich lvirksame. Dandluna l-ber, zu diesem Ztveck zwei über .md unter das gebildet bat. Freilich reißt d»e Wucht der H^d«mg, beßmders im letzten Akt. den Zuhörer über diese seelischen Unmöglickkcitcn hinweg, und Oskar F e i g e l tarr als .^chgesimiter Fabrikher»- ebenso vortrefflich wie Rudoll Jelrkoff als lübensh»mgrrge.r »md schurkischer Verführer Friede! Doerr splMe ine ziemlich undankbare Nebenrolle einer die H^ü> lung verstmidnisvoll b^lertender. Cousine Wieder nxrven etwas zu lang. * Berlin, ^ April. MB.) %a ffiunfsmoier «vertier ®wfcffor L..e«s v Lr«nach ff« Lue« v. Crn nach wirrde am 27. MMunber 1R61 iu besuchte spater Paris mrd Berliu, n*j Tr ibrbi iiT.trt Kater, dmm nie Architeft SMolchauari tnrh^.tdlSS 1 .^! era>s Der Ehef de» dfterreichisch-ungarischen Generalstabe» über die Kriegslage. Wialten in der Abwehr gegen «irren vielfach überlegenen Feind ist es zu danLerl, daß es zwischen der Ostsee und den: Schwarzen Meer keine Schützengräben mehr gibt. Die ersten milrtdrifdjnt Früchte aus dieser Bersä-ievinrg der Vage zugunsten der Mittelmächte wurde bereits im Westen geerntet. Wir werden siegen, wenn »vir wollen, rmd wir müssen wollen, weil sonst der Zdrieg nie oder doch nur sck-lecht onfhört." Euere Exzellenz erblicken im Ostfriederr eine beträchtliche Entlastung der Monarchie. Wird es möglich ferm diese Eittlastung in der Form auStzunützen, daß etwa einzelne Telle der Wehrmacht auf Friedensfuß gesetzt oder wettere Mannschaften ältester Jahrgänge entlassen werden können? „Ich weiß, es gibt Leute, die da glauben, der 5krieg ist für juns zunl großen Teil erledigt. Dieser Irrlehre kann nicht genug endgeg-engetreten werden. Wir haben zunächst in Italien noch vinen Gagner vor unb, der wohl in der zwölften Jsonzoschllaäft einen namhaften Brncksteil seiner 70 Divisionen verloren hat, ln- Kvischen aber nrit Hilfe der Verbündeten an Streitern und Nstnogö- mitteln zu ersetzen rcufete, ivcvZ überhaupt zu ersetzen ist. Eine ganz tzpwclltige Kraftprobe nrit diesem unvermindert ländergierigeih Feinde wird nicht ausbleiben können. Außerdem sind weite Gebiete ün SiLosbcn imd Nordostan von uns besetzt, die viel Besatzungstruppen brauchen. DaM die allmnäsche Front, die Intervention in der befreiten Ukraine, der militürsscü-wirffchaftliche Lkbbau dcp Ostfront und schließlich die selbstverständliche Tatfack>e. daß Fran- jftvseir, Engländer und Amerikaner ebenso unsere Feinde sind wie die der Deutschen und daß das Wort des Grafen Czernin: Straßburg gleicht Triest, domernd werktätige Geltung bel>alten muß. Kurz, der Krieg dauert für uns noch fort lntb fordert nach wie vor die Anspannung aller Kräfte, weshalb kerne Heeresleitung die Verantwortung übernehmen lvird, in der entscheideirden Kriegsphase in der Ausnutzung der Volks rraft -xeoabKrgel-en und so den tzanzerr Erfolg mehr oder minder aufs Spiel zu setzen. Aber den Forderungen nach Beurlaubung zum Anbau und zur Ernte, nach vorübergehender Ueberlassnng von Arbeitskräften rmd dergleichen wollen wir uns nickst verschließen. Im Gegenteil, das Durchhalterr des Hinterlandes ist gerade angesichts unserer glänzenden milttäri scheu Lage vor: größter Wichtigkeit. Der Heimat muß geholfen werden. Auch die Heimat muß siegen können, darm wird es bald ein glückliches, unseren, schweren Opfern würhiaes und der künftigen Entwicklung gedeihliches Ende geben. Lenin erkrankt. Petersburg, 29. März. (WTB.) Meldung des Reuterscheit Bureaus. L e n i n ist e r k r a n k t, er leider an einem Brustgeschwür. * Der Kampf in der Ukraine. Moskau, 1. April. (PTA.) Der Oberbefehlshaber der Gowjet-Streitkräfte in der Ukraine meldet unterm 29. März: Unsere Hauptstrertkräfte zogen sich auf Wirl'se zurück. Die Stadt Pnltnwa ist durch Truppen der Nada, unterstützt durch deutsche, die schwere Artillerie ^irr Verfügung haben, besetzt Ivorben. Brücken und Borvatsspeicher sind durch uns zerstört worden. Wir hatten den Bahnhof von Puttawa besetzt. Die NahrungSmittelverforgunst der Schweiz. Bern, 30. März. (WTB. Nichtamtlich.) Wie die Schwier- ^ertsche Depeschen-Agentirr vernimnit, wird die Regierung der Vereinigten Staaten der Schweiz 64 000 Tonnen Schiffsraum Aur Verfügung stellen, um der schwierigen Nahrungsinittewersvrgung des Landes zar steuern. Daran ist die Bedingung geknüpft, dah die Schrvsi- von Deutschland die Zusicherung vollständig sicheren Geleits der Schiffe nach Cette erhält. Die Antwort der Niederlande an Wilson. Haag, 30. März. (Nichtamtlich.) Das sborrespondenK- biwealr veröffentlicht folgende Erklärung der n i e d e r l ä n - bischen Regierung aus Anlaß der Proklamation nebst beigefügter Erklärung des Präsidenten der Ber eini g ten Staa ten vom 20 . Mär^: Tie niederländische Regierung rmd das ganze niedetkandisch? Volk haben mit peinlichster Ueber«rschnng von der Proklamation und der Erklärung des Präsidenten der Vereinigten Staaten Kenntnis genommen. Tie niederländische Regierung erklärt die Massenbeschlagnahme einer neutralen Harkdelsflotte, lveirn auch nur für die Tauei' des Krieges, für v-ölLrrvchttich unlialtbar und für eine Handlung, die gegenüber einer befreundeten Nation nicht zu recht, fertigen ist. Tie Verteidigung der Gewalttat sei offenbar unter dem Einfluß einer falschen Mffaffung des Sachverhalts aufgestellt wov- «den. Wenn auch die Art und Weise, wie die niederländische Handelsflotte seit Monaten tn den Vereinigten Staaten behandelt werde, nicht im Widerspruch mit den Rechten der Bereinigten Staaten sein möge, so widerspreche sie doch unUveifelhrft der tvadiüonelien Arenndsckmft zwischen beiden Ländern. Tie Bchcmptung des Präsidenten, daß die Niederlande der vorläufigen Vereinbarung, wonach die in amerikanischen .Häfen liegenden Scküffe eine Fahrt !wn höck>- stiens 00 Togen ausfültren sollten, unter dein Drucke Deutschlands nicht nachgekommen seien, sei ebenso unrichtig wie die Belstrnptnng, daß Deutschland gedroht habe, je zwei Schiffe, die von Holland Abcsdmksch für zwei von Amerika nach Holland fahrende Schisst dre Ausreise an treten sollten, in den Grund zu bohren. Ebenso s« es unrichtig, daß Deutschland stetS ernster gedroht haben soll. fov»HI den 2Sbfchtnß einer dauernden wie auch die Ausführung vrner vorläusiaen Vereinbarung zu verhindern. Die Reifterung be spricht /Ems den wahren ^Sacl>?er sn.lt in betreff der Fahrten niederländischer Schiffe für die Versorgung der besetzten Gürtete N-vrdfrankreichs^ sowie der Schweiz. Die Devchartening und die Fahrten dieser Sch ffe lKtten keiner DerMevumt vvir irgendwelcher Beideutimg unterlegen, wälftenb übrigens Deutschland «einerlei Einfluß auf die Ausführung der vorläufigen Vereinbarung ausübte. noch auszicktben versucht habe. Die Ausführung sei jchoch durch die Wr langsame und meit biete, sich mit BvU petrelde zu versoraen, ist Mir scl-einbar der Fall. Nach der Er Paynlng, dre mit den mederl.rndischen Schiffen in amerikanischen um» englischen Hästn genvackst tvvrden ist, iostwe es Mwerantwort- ttch smr, wiederum Schisst wrs den Niederlanden nack) diesen Häfen mrsfahren zu lassen, ohne daß ausreichende Bürgschaften gegeben weweir. Tie amerikanische Regirungsamt hält es bei der heutigen Verschiebung der Loge der Vsthbewirtschrrftnüg zur Mwcmdung größerer Nackw.'ile für geböten, die Stafstümg der ff-Klasse bis auf weiteres, das heißt, lüS wieder bessere FntterverMtmsse die Erzeugung von QualiMSvieh auch in der ff-Klasst möglich nmchen und ein Mlreiz l)ierfür deirch Difstrenzierrmg der Preist Aussicht auf Erstlg hat, fallen z«u lassen und für alle in die L-Klasst fallen- d«t Tiere einen Durchsck)nitt8preiS iwn 80 Mk. für den Zentner Lebendgenncht einzusetzen. Von dieser Preisfestsetzung, die eine vorübergehende und geringe Erhöhung des Mernhcmdelssleisch- preises, AM et^va 2 1 /* Pfennig für die A>»chenkopsmen^e bei der derzeitisen Anlststimng der verschiedenen Dsthkkasstn m Berlin, z«r Fol-e Hot, wiri) erwartet, daß die Laiwwirte statt der Kühe in erlMtcm Maste das Jimgvieh abgeben, so daß der Kuhbestand für die begmneiide Weide- und Grmifutterzell, soweit als irgend möglich, gesckwnt werden kann. Die Klassen A. u»w C bleiben unverändert, wobei alier zu beachten ist, daß in Klasse 6 nur geling ge- nälwte Tiere -enffä/iMich sogenannter Fresser gehören, während „angefleischte" Fresser nach Klasse 8 bezahlt iver-drm. Vom .KriegseruÄ>rungsamt ist arn l 5. Mürz 1918 eine ent- sprecl^'-^d die Preise auf den Einheitssatz von 80 Mk. für die ff-Klasse regelnde Verordnung eclasstn worden. * ** Wurftverkauf. Der Verkauf minderwertiger Wurst findet diesmal ausnahmsweise am Donnerstag den 4. April statt. ** Der Postverkehr nach der Westfront. 9lus Anlaß der Kampshmrdlung-en muß der Privat-Paket- und der private Feld frachtstückverkehr von der Heimat zur Westfront bis auf weiteves ernaesbellt werden. Dasselbe gilt für den den Versand von Päckck)en. Prtvatsendnngen von Paketen und Gütern kLrrnen einstweilen zur Befördenrng nach der Westfront nicht anaeiwmnien werden. ** Stadttheater. Da erst anr nächsten Sonntag wieder eine Vorstellung sbattfindot, bleibt die Theaterkasse die nächsten Tage geschlossen und lvird erst am Freitag wieder geöffnet. — Aus vielseitiges Verlangen wird für kommenden Sonntag abend das bekannte Meher-Mrsdersche Sck>auspiel „A l t h e i d e 1 b er g" einskudiert. Am Sonntag naclMiittag findet eine Wiederholung von „Schwarz, waldmädel" statt. ** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Sent Mahesa spielt von heule ab in dem Mpsöertum ,.Die entschleierte Mcha". Außerdem wtrp' das Lustspiel „Irmas Ehekontrakt" vor- geftchrt. Beginn der B»rsdellu«gen um 3.15, 5Vg und V 48 Uhr. Si«he Anzeige. ** Im DchwarV-Weiß-Theater, Sektersweg 81, tritt von heirlr «b A>««da Treumann hi ihvein neikosten FilM'rverk „Zu Dir gehöre ich" «rf. Msterdmi wird das WildNeftdrvML „Das Mäöchen tmm per" gegeben. Siehe Anzeige. ** Krankheit als Kriegsdienftbefchädtgung. Kriegsdier,sibefabcllnätgebiet zu der gkeNben Zeit allg«nem bc- stel-eoden BerhällAiffen unterscheiden. Im vorderen Dock des KrL-gs- gebiet- bedarf es eMes Nach.veises, daß derartige besoiidere Der- hältmsse tws Kriegs Vorgelegen haben, mir ganz auÄmhmÄveik-, da die l^er befdchlvchni Personen im allgen,en«n dauernd mehr oder weiuger solchen SmiderMrl>Ätnrssen ovAgchetzt sirtzd. Iw weiter rüchvärt >5 gewqene« Teile des Krreges die Errichttmg eiores Bauk--tzmrkvs Dord'ile nicht bietet. Ton stellvertretendem Inttmdanttlren usw. imrd wiederholt zi-r besonderes PffllA M»»acht sich die Fördermm das .»argeldlosen Verkehrs angekogesi s«n m wsjar und «dem Ww-rstrmd entgogen, zuttttten. Dte Damststelleu sollen nach Möglichkeit rnrr mit solcden Lieferern irrib Unternehmern in Geschäftsverbindung bleiben oder treten, die sich zur Einrichtung einer Bankrechnurrg usw. beoett erklären und dies auf ihren Rechnungen ersichtlich machen. Die S-unrmen der baren 'und der bargelvloseü Zahlungen müssen der Kassenabteillmg des KriogsMrnisteriiims^ mllgeteilt werden. ** Kriegsrohsloffe. Die nach deni Stande vom 1. Ja- nuar 1916 neu bearbeitete Zusammenstellung von Geseden, Bevanni- machüngcn und Verfügungen betreffend Kriegscohswffe, nebst deren diochtrügen. Aresführungsbestinimungen und Erlänterrtngen ist er schienen rmd gegen Einsendung von Mk. 1,— bei den zuständigen jkriegsamtsstellen (mit Llusnahme von Metz, Düsseldorf und bei .Kriegsamtnebenstellen) erhältlich. Aus dieser Zusammenstellung ifi ersichtlich, welche Bekanntmachungen usw. für die eii«elnen 8 «^ swffc, die zur Sicherstellung oes Kriegsbovarfs erforderlich sind, Gelttma haben. Sie enthält auch die Angaben von welcher Stelle Albdrücke von erlassenen Bekanntmachurdgen usw. angefordert trKi- den können. Zu meser Zuslumnenstellung werden im Laufe bv Jahres 1918 in Zwischenräumen von 2 zu 2 Monaten Ergäm znngsblütter hevausaegeben werd«r, deren Erschornen jeioeilS besonders bekanntgegeben wird. Diese werden den Beziehern bei Zusammenstellung ohne weitere Anforderung von den KricgSamt- stellen kostenfrei nachgeliefert. Für behördliche Dienststellen können wie bisher besondere Abdrucke für den Dienstgebrauch kostenfrei ber der Vordruck-Verwaltung der Kriegs-^stohstofs-Abteilung, ®erfb> SW. 46, Verl. Hedemannstr. 10, angcsordert werden. A _ Landkreis Gietzen. ** Grünberg, 1. Aprll. Anr 26. März feierten Oberpost^ assisteitt Wsshekm Andrae und Frau das Fest ihrer Silbernen Hochzeit. — Ten hiesigen Lehrern Lau ber und Bender haiii*' das Kriegsehrenzeichen verliehen. Kreis Frledberg. Q. Bad-Nauheim, 2. April. Benn Spiel mit einer 00 in irdenen Sprengpatrone sind hier vier Kinder z/u Schaden ye- bnnmen. Die Kitter hatten sich mit der Patwne in den Heizraum einer Villa zurückgezogen. Jtn Verlauf der Spielerei kan, die Patrone dem Feuer zri nahe und explodierte. Drei der Kinder kamen mll beichten Verletzungen davon, während der neunjährige Knabe Schubö an den Händen und im Gesicht so zngerichtet wurde das er dem Kranken'hauS zugeführt werden mußte. Starkenburg und Rßeinhessen. Fc. Darmstadt, 1. April. Der Leutnant E rbprinz zu Lei mngen hat als Führer an der Spitze der siegreich vorjiürmenden Leibkompagnie eines Grenadier-Regiments im Westen den Helden tvd gefunden. Der Erbprinz stand im 22. Lebensjahr und war ein Sohn des Fürsten Emich zu Leiningen auf Schloß Amvrbach in Unterfranken, sein Urgroßvater, Fürst Karl, nxrr der Stiefbruder der Körri^in Viktoria von Großbritannien und Irland, Kaiserin von Indien. Drisen-Nassaa. Zwei Mörder verhaftet. -- Frankfurt a. M., 31. März. Als Mörder des Lkraft- c * l '~ rr ' oru-s.—r—tzbr vor einer Woche in einen! f _ „ traße erschossen und beraubt aus^ gefunden wurde, ermittelte die Berliner Knminalpolizer heute hier eingegangenen Nachrichten zufolge zwei junge Burschen. Ein junges Mädchen, das um die Bluttat gelvußt hat, und mit den Mördern gemeinsam nach Berlin gereist war, wurde hier schon vor mehreren Tagen festgenommsu. Durch seine Verhaftung ßcnn die Polizei Mlf die Spur der Täter. Wo und unter ivelchen Umständen die Er mordung des Füll ausgesührt wurde, darüber liegen: Mitteilungen: zur Stunde noch nicht vor. — Nied a. M., 2. April. Ein jahrelanger Stress 5er Gemeinde mit Griesheim um Erstattung von Zuschußforderungen für. Armen- und Schullastm an Nied in Höhe von 130 290 Mk wurde durch Vergleich beigelegt, indem sich die hiesige Ganernde mit einer Zahlung von 90000 Mk. für zufriedengestellt erklärt. Die Gemeindevertretung gab einhellig ihre Zustimmung zu dem Ver- gleicl-svin^ciüag.die achte Kriegsanleihe zeichnete die Ge- “ Weilbnrg, 2. April. Bon der Dillmündung unterhalb Wetzlars bis Löhnberg wurden jn dm Lahn eichebliche Mengen toter Fische an die Ufer geschiwemntt. Die Fische sind, soweit durch Untersuchung festgestellt wurde, durch Vergiftung getötet worden Trotzdem wird versucht, die toten Fische als Nahrmrgsrnittel zu der-- kaufen. Tie ziustLndiaen Bcftürden erlassen deshalb dringende Warnungen vor dem Tttckauf der vergifteten Tiere. MrkchlZche 3sraelittsche Relrgionzgemeinde. Gottesdienst in der Syrragoge (Süd-Anlage). Mittwoch 3. u. Torrnerstag 4. Llprik Passabfest- Ende. 7. Tag. Vorabd.: 7.00; morg.: 8.30 Predigt. 8 Tag Vor abd.: 7.00; rnorg.: 8.30; Festesausg.: 7.10 u. 7.50. — Israelitische Religionrgcsellschast. Mittwoch 3. u. Donnerstag 4. April. Passah- feft-Ende. 7. Tag. Vorabd.: 6.45; vorm.: 8.00; nachm.: 4.00 8.^Tag. Vorabd.: 7.45; vornr.: 8.00; nachm.: 4.00; FesveSauSg : Eisenbahn-Konsumverein, E.E.M.b.H. Bilanz für das Geschäftsjahr 1910/17. Vermögen: I. BetriebSwerte. Warenvorräte 10 26^— Gebindevorräte 127,— Brennstoffevorrat 20,— GeschäftSeinrich' tungsgegenftände 1816^— IL Angelegte Werte. Wertpapiere 231L— Schuldbuchforderungen 1456,— Pfandgeldhlnter- legungen 3694,— Pfandgeldan- legnngen 1600,— Beteiligung bet der Großeinkaufsge- ft ll schaft Deut scher Konsumveretne, Hamburg 3000,— III. A usstände u. voranSbezohlte Kosten. Ansstände von Lieferern 86,90 Nusstände von Mitgliedern 8 461,21 AuSftändeanZtnsen 70,25 BornuSbezablteGe- schäf'Sunkosten 218,40 IV. Verfügbare Werte. 5-osten bestand 3S5L9 Postscheckgnihaben 2702,17 Bankguthaben 11801,90 Zusammen 51024,22 Schulden: I. Genossen- schaftSvermögen. Geschäftsguthnben der Mitglieder 18337,09 GesetzlicheNücklage Ausserordentliche 3 418>- Rücklage 2532,42 II. Fremde Gelder. Pfandgelder der Lagerhalter ieoa- III. BorauSbe- -ablte Guthaben betrage. BorauSbezahlte Brennstoffgelder 17,01 IV. Geschäfts- schulden. Schulden an Lieferer 11007,34 Geschäftsgutbaben der auSgeschieden. Mitglieder 84 ^— Rnbattschuld an die Mitglieder 483SU» V. Reingewinn. Reingewinn 903ftl6 Zusammen 51024LL Mitgliederbewegnng. Zahl der Geschäfts Mitglieder güihaben Stand am Schluffe des Borjahres. Zugang . Haft summe Abgang >\) auSgeschieden 8 b) gestorben . . 3 es auvgeschloffen 1 Stand am Ende des Ge fchästSjahres 1916 17 673 41 7il 17223.15 M. £0190 SR. 1354,94 „ 1230 . 18577,09 M. 81420Ä. Gtesten, den 1. April 1918. LifenbabwAonsumv, _ Wagner. AltbauS Andreas 12 24CV— M. MM. 702 18 337,09M. 210603». 24351 ) U^enbadwzonsumvcrein Gießen. G. ^ Statt besonderer Anzeige. Am 21. März hat der treue Gott unseren lieben, guten Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffen Max Geibel Leutnant der Reserve im Infanterie-Regiment Nr. 116, Inhaber des Eis. Kreuzes II. Kl. und der Hess. Tapferkeitsmedaille in die ewige Heimat gerufen. Er starb auf des Feindes Fluren den Heldentod für’s Vaterland. Namens der trauernden Hinterbliebenen: A. Geibel, Superintendent Dutenhofen, den 1. April 1918. Beileidsbesuche dankend verbeten. **>’D Statt besonderer Anzeige. Heute vormittag 90jhr, am ersten Osterfeiertage, entschlief sanft nach kurzem Kranksein Thein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger- vater und Grossvater 6 Ferdinand Stammler Oberpostsekretär i. P. im fast vollendeten 87. Lebensjahre. Oie trauernden Hinterbliebenen: Giessen und Alzey, Frau Emma Stammler geb. Hill Helene Stammler Ida Stammler Georg Stammler, Grossh. Finanzrat Frieda Stammler geb. Hofmann und zwei Enkel. Am 29. März verschied in Stettin plötzlich, infolge Herzschlags, unser lieber Bruder, der Zeitungsdirektor Otto Friedrich Koch. In tiefem Schmerz; Mathilde Koch Emmi Koch Ferdinand Koch. Giessen (VVilhelmstr. 11) und Kassel, 30. März 1918. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. b j 0501 Danksagung. i Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben, treuen Mutter sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Geschwister Kleinhenn. Giessen, den 31. März 1918. 243 s den 31. März 1918. Die Beerdigung finddl ta'der Stille statt. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen Blumenspenden sind nicht im Sinne des Entschlafenen. »«st Todes-Anzeigk. Heu« nacht » Ubr entschlief sanft nach kurzem Kranksein meine liebe Frau, Mutter. Tante und Grobmutter Margiircle Dikhl gkb. Im im Alter von 69 Jahren. Jakob Diebl Familie Tivvmann Familie Linkmann. Giehen lSeltersweg 14). den L April 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch den 8. Avril, nachm. 3 Uhr, vom Neuen Friedhof auS statt. Blumenspenden dankend verbeten. 0506 MS«, mittags l'/.Uhr. verschied nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden mein Ueöer Mann, unser guter Bater. Schwiegervater, Grohvater, Schwager und Onkel Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Hanffmann und Angehörige. Giehen lWettergasfe B), den 2. April 191k Die Beerdigung findet am Mittwoch. 3 Avril, nachmittags 3Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ßiessener Hatisfraueii-Vereiii. Anmeldungen zum §431v 1. Schuhkursns für Anfänger 2. Schuhkursus für Fortgeschrittene 3. Strumpfflick Kursus werden Donnerstag den «. Nt-ril. nachm, von 4-5 Uhr, m der Geschaftsstelle,MauSburg5, entgegengenommen. l[U[ä]g[lin][öl[ä]jä]E]p[äl RanMiMiile von Fr!. Larnfmaflo Söd-Anlase 7 2376 Stld-Anlage 7 Unterricht im Schneidern und Anferturang von Wäsche- «eßen8;ändeii aller Art Weiß- und Buntstickereien, lilet, bchiffchenarbeit, Klöppeln und allen neuen Handarbeiten. Unterricht beginnt am 8. April 1918. MIHI, nt Montag nmeldungen___„_ W. Bräuning, Plockftraße Ä. beginnt Montag den 8. Avril 1918. Neuanmeldungen ab 3. Avril erbeten. Jl 0438 Ißod. S-Ziaseior-Beielzga mit Zubeh. für l.Iult, ev. früher, z. vm. Näh. Walltor,tr. 73III. C — ■—— i n , , . ®®rtß-7-ZiDr.-Wohi., moinöfll. Ö Zimmer I Balkon od^Veranda, ini, J allem Zubeh.,Badez.), GaS u elektr. Licht, nicht im Stadt mnernu.nicht höheralS2Tr. t!i W ’ t 17 A ob. spater gesucht Auged^wO- 04 a. d.Gieh.Au.; mit GaSanschluh für 1. Jul. gesucht im Süd- od. Ositeil der Sradt. Schristl. Angrb unter 0449 a. d. 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Satntonges. stellvertreiender Gerichtsvollzieher,G iehen. *«• Nr. 76 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) Dienstag. 2. April \ 9\9 Aus dem Reiche. Von der Jnvalwenverstchrrung. Berlin, 31. März. (WTB. Amtlich.) Eine vom Bundesrat am 28. März 1318 beschlossene Verordnung über Erhaltung von Anwartschaften und Antragsrechtcn in der Jnvalidenversicl>crun:g bringt in der Hauptsache einen erweiterten Schutz der Kriegsteilnehmer und ihrer Hinterbliebenen 9vgrn Nachteile, die ihnen dürft) Friftverscnimnisse oder Anwart- lchaftsverlust in der Invaliden- und Hintcrbliebenenversichrrrmg erwachsen können. Die bereits früher (Verordnung vom 26. 2. 1914. Reichs-Gesetzbl. S. 485) tzugestandene Anrechenbarkeit der im österreichisch-ungarischen Heere zurückgelegten Mititärdienstzeitcn so-- wie die Versicherten österreichisch-ungarischer Staatsangehörigkeit verliehene Befugnis zur Nachbringung von Beiträgen (§ 2 der Verordnung vom 23. 12. 1915, Reichs-Gesetzbl. S. 845) wird auf die archeren verbündeten -und die befreundeten Staaten ausgedehnt. Tie Ausnahmen, welche von der Vorschrift des § 1253 der Reichs- versicherungsvrdnrmg bisher nur zugunsten der Hinterbliebenen Kriegsverscholle-krer genuacht worden sind (Verordnung vom 12. Mai 1316, Reichs-Gesell. S. 371), greisen künftig auch dann Platz, wenn der Versicherte vor der Feststellung des Todes nicht vennißt gewesen war. Das Entsprechende gilt bezüglich der Erstreckung der einjährigen Ansschlußfrist für die Anforderung des Wittven- geldes gemÄtz 8 1300 der Reichsversicherungsordnung: diese Frist beginnt also künftig, gleichviel ob der Tod im Anschluß an vor- gLnyige Verschollenheit oder ohne solche festgestellt wurde, erst mit dem Schlüsse des Kalencherjahres, das dem Jahre der Kriegsbeendi- gung folgt, oder mit der früheren Eintragung des Todesfalls in daS Sterberegister oder dem früheren Erlaß eines gerichtlichen Urteils auf Todeserklärung. Endlick) wird bestimmt, daß Zeiten des Bezuges einer Militärrente von mindestens 20 v. H. der Voll- rente für die Wahrung der Anwartschaft wie Btttragswvchen zählen. Me diese neuen Vergünstigungen gelten rückwirkend vom Krie-gsbeginn Wb. Schuhbedarfsscheine. Berlin- 27.März. Die Reichsstelle für Schuhversorgunq hat eine Bekanntrnachung über Schuhbedarfsscheine erlassen, welche das seitherige Bezugscheinversahren für Schuhbvaren neu regelt. Die am 1. M-rll in Kraft tretende Bekanntmachung beschrankt die Bodarfsschernpfticht auf neues Lederschuh- werk, dessen Sohle mindestens im Gelenk oder in der Vorder- fläche gary aus Leder besteht, auch wenn die Sohlen mit Sohlen- schonern oder mit HcftbsohLer: aus Ersatzstoffen (z. B. aus Holz) bewehrt sind. Me anderen Arten Schuhwaren können vom 1. April 1318 >aü ohne Bedarfs schein erworben werden. Die Hersteller sind verpflichtet, bedarfsscheinpffichtiges Schuhwerk durch Aufstempelung des Wortes ,>Bedcrrfsschecnpftichtig" auf der Sohle zu kennzeichnen. DaS bereits im Verkehr befindliche bcdarfsscheinpftichtige Schuhwerk haben die Gewerbetreibenden selbst daraufhin zu prüfen, ob die Vor- »russetzungen der Bcdarssscheinpflickst gegeben: sind oder nicht. Grundsätzlich ist künftig m:r derjenige bedarfsscheinberechtigt, welcher nicht mehr als ein Paar gebranftjsfähige Überschuhe oder Stiesel besitzt: auch darf einer bedarfsscheinluwech- tigten Person innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten nur ein Schuhbedarfsschein ansgestellt werden. Ausnahmen sind vorgesehen 1. für Berufsarbeiter, welche nicht im Wege der Sonderzuteilung versorgt werden, 2. für orthopädisches Maß-Schuhwork in besonderen Fällen, 3. für unvorhergesehene Bedarfsfälle. 2luf- rechterhalten ist die Bestimmung, daß gegen Vorlage einer Abgabe- vescheinignng für zwei Paar gebrauchsfähige Lederschuhe ein neuer Schithbedarssschein aus gefertigt werden darf. Die bisherige Be- Wmmtung, daß das abgeli-eferte Schuhwerk mit dem neu zu bezechenden Schuhwerk gleicher Art (Männer-, Frauen-.Kinderschuh- workj sein muß, ist nur hinsichtlich der Kinderschuhe aufrecht erhalten. Die bisher ausgestellten Bezugsscheine der Reichsbeklci- dungsstelle für Schuhwerk bleiben für ihre Gültigkeitsdauer, jedoch längstens bis zum 1. Arni 1318 üt Kraft, ebenso die Llbgabebeschei- irigungen. Falsche Angaben sind mit Gefängnis bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafen bis zu. 15 000 Mark oder mit einer dieser Strafen vkdrrcht. Ter SchuÄ»charss schein berechtigt nur zum Bezüge von Schnhwerk für den eigenen Gebrauch und ist nicht übertragbar. Er hat eine Wlltigkeitsdauer von 12 Mpnaten und ist überall im Deutschen Reich gültig. Die Abgabe des Schulsbedarfsscheines an die Verkäufer hat bereits mft der Bestellung des Schuhwerks zu erfolgen. Au» Stadt und Land. Gießen, 2. Llpril 1918. Kein Opfer — aber ein gutes Geschäft. Ist es nicht recht überflüssig, unsere Volksgenossen für die neue Kriegsanleihe begeistern zu wollen? Wer schon eines der netten Werchgpiere der früheren Kriegsanleihen besitzt und wer sch>on einmal die Früchte aus den Zinsabscynitten so nrühews eingeheimst hat, der bvennt daraus von selbst, jeden Pfennig, den er in der Zwischenzeit erspart hat oder den er sonst flüssig machen kann, wieder in gleich vorteilhafter Weise anzn- le^en. Er findet keine andere Gelegenheit, welche bei gleicher Sicherheit die gleich günstigen Bedingungen gewährt. Wer aber nicht begreift, daß es einautes Geschäft iL 98 Mark hinAulegen Und dafür eine Schuldverschreibung über 100 Mark zu erhalten und iroch dazu 5 Mark Zins jährlich, der ist so vernagelt, daß ihn die schönsten Reden und Zeitungsartikel nicht überzeugen können, oder erist so mißtrauisch, daher wahrlich zu bemitleiden: ist. Mißtrauisch — auf was? Aus den endlichen Sieg Deutschlands? Auch wenn wir keine unmittelbaren Land-, Geld- und wirtschaftlichen Erfolge erzielen: würden, wäre der Sieg Deutschlands doch so groß gegenüber dem Bernichtungswillen eurer ganzen Welt, wie ihm noch nie ein Volk auf Erden errungen hat. Mer die wirtschaftlichen: Erfolge im Osten für die Zukunft sind unbestreitbar. Das ist ja der tiefste Grund, weshalb unsere Feinde noch nicht nachgeben toollen. Sie sehen:, daß wir auch an .Kriegsentschädigungen und Laudgewinn unser Ansehen und unsere wirtschaftliche Entwickelung für die Zukunft nach dem Osten hin bereits gesichert haben. Mißtrauisch — auf was? Auf die Sicherheit dieser .Kriegsanleihen? Derselbe Name, der aus den zinslosen 20- :rnd 100 Mark-Scheinen steht, ist auch den gut verzinslichen Weertpapieren der Kriegsanleihen aufgedruckt. Hinter ihnen steht das deutsche Volk mit seiner' gewaltigen wirtschaftlichen und finanziellen Kraft, schützend vor ihnen unser siegreiches Heer. Daß wir unerschüttert wirtschaftlich und militärisch aus diesem Ringen hervorgehen werden, dafür Werder: Msere Feldgrauen sorgen, wenn wir die nottvendigen Mittel auf- bringen für ihren Unterhalt und für ihre Bewaffnung und Ausrüstung. Damit sind aber auch unsere Wertpapiere und alle unseren ftüheren Kriegsanleihen gesichert. Darum — wer ein kluger Geschäftsmann ist, zeichnet — zeichnet möglichst viel. Es ist die beste Anlage für das jetzt flüssige Gttd, ist zugleich die beste Sicherung für früher gezeichnete Anleihen. * ** Amtliche Persona ln achrich ten. Der Gvoß- herzog hat am 20. d. M. den Freiherrn Karl Schenck zu Schweinsbera in Berlin zun: Kammerherrn ernannt. — Der Gwßherzog Hut am 33. MäLz dem Forstwart der Kommunal- sorstwartei Münster Förster Phil. Sieg II. zu Münster aus Anlaß seiner mit Wirkung vom 1. ?chril 1918 erfolgenden Bersetzicng in den Ruhestand das Band des Verdienstordens Philipps des Großmülftien zu dem ihm bereits verliehenen Allgemeinen Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. ** Das Großh. Hess. Regierungsblatt Nr. 6, ausgegeben Darmftadt, den 28. März, hat folgenden Inhalt: 1. Verordnung, die Ankerkuilenfischerei im Rhein im Jahre 1918 betr.; 2. Verordnung über die Aenderung der Verordnrung vom 23. März 1912, die Gebühren im Berwaltungs- streitverfahren betr.; 8. Bekamltmachung, Schlachtverbot betr.; 4. und 5. Bekanntmachung über Auslünftspflicht; 6. Bekanntmachung zur Ausführung der Verordnung über Schilf vom 26. Februar 1918: 7. Bekanntmachung zur Ausführung der Verordnung über den Ausdrusch und die Inanspruchnahme von Getreide und Hülsenfrüchten vom 24. November 1917 und der Verordnung zur Abänderung derselben vom 26. Februar 1918; 8.' Bekanntmachung, die Regelung des Verbrauchs von Ziegen lämmerfteisch/ betreffend; 9. Bekanntmachung über die Einfuhr landwirtschaftlicher Sämereien; 10. Bekanntmachung, die Gebühren der Feld geschworenen betreffend: 11. Bekanntmachung über Weinreben; 12. Bekanntnrachung über die Regelung des Fleischverbrauchs und den Handel mit Schweinen; 13. Be- rcnrntmachung zur Ausführung der Verordnung über die S eife für Hülsen-, Hack- und Oelfrüchte vom 9. März 1918 eichsgesetzbl. S. 119); 14. Bekanntmachung über Fleisch- versorguno; 15. Bekanntmachung, Arzneitaxe 1918 betr. ** 8. Kriegsanleihe. In der Zeit vom 18. März bis 18. April 1 Uhr mittags nehmen alle Postanstalten Zeichnungen auf die 8. Kriegsanleihe entgegen. ** Bauernregeln im April. Wenn der April Spektakel macht, gibts Heu nrrd Korn in voller Pracht. — Trockener April ist nicht des Bauern Will, Aprilregen ist ihm gelegen. — Sei der April auch noch so Mt. er sckstckt dein Bauer Schnee auf den Hut. — Wenn der April bläst in sein .Horn, so steht es gut um Heu und Korn. — Ist der April zu schÄr, kann im Mai der Schnee noch wehn. — Aprilflöcklein bringen Maiglöckchen. — Zu Goorgi (23.) blinde Reben, volle Trauben spater geben. — Hat der Llpril mehr Regen als Sonnreuschein, ivird's im Juni trocken sein. — April kalt und naß, füllt Scheuer und Faß. — Je früher rm April der Schlel)dorn blüht, desto früher der Schnitter zur Ernte zieht. — Gras, was im April wächst, steht im Mai fest. — Aprilflut führt den Frosch weg mit seiner Brut. ** Höchstpreise für Strohhäcksel. Durch Bestimmung des Reichskanzlers ist der Höchstpreis für Stroh- hacksel von: 1. April 1918 ab von 100 Mark auf 120 Mark ftir die Tomve erhöht worden. Dieser ^Prers gilt für den Verkauf durch den Hersteller des Häcksels. Die Erhöhung ist durch das Steigen der Kosten des Verhäckselrrs^ erforderlich geioorden. In oen Gebühren für das Verleihen der Säcke urch in den Sackpreisen tritt keine Aenderung ein. ** Rich tpreise für Frühgemüse. Die Reichs- sdelle für Gemüse und Obst, VerivaltungsabteilUng, hat im „Reichsarrzeigev' Nr. 70 Richtpreise für .Frühgeinüse bekanntgegeben. Für diese Richtpreise ist das Gebiet des Deutschen Reiches in 5 Wirts ch a fts gebiete eingeteilt. Die Richtpreise dienen als Grundlage für die von den örtlichen Preiskommiffionen anfzustellenden Höchstpreise. Sie geben den: Anbauern Anhaltspuirkte für die voraussichtlich jzu erwartenden Höchstpreise. Diese können erst k::rz vor der Ernte bestinrmt und bekarrrrtgemacht werden, damit das voraussichtliche Ernteergebnis berücksichtigt werden: kann. ** Neue M arkenheftchen. Eine neue Art von Briefmarkenheftchen hat die Reichspost ausgegebeu. Sie enthalten nicht rverriger als vier verschiedene Arten von Fvemmrken, je fünf Stück zu 5 irnd 10 Pfennig, sowie je zehn Stück zu 7i/ 2 Und zu 15 Pfennig. Der Gesamttoert der dreißig Marken ergibt so rviedevmm 3 Mark. Die Liebhaber von Marken verschiedener Farbe und verschiedenen: Wertes auf demselben Blatte kommen: bei den neuen: Heftchen besonders gut auf ihre Rechnung: von seinen filnf Blättern sind drei mit Marken: verschiedenen Wertes. Man findet einmal vier gelbe Freimarken zu 1% uick> gluet duukelviolette Marken zur 15 Pfennig auf eilwm Matte. Auf einem anderen sind zwei Briefnmrken zu 15 mit vier ssrünen Marke:: zu 5 Pfennig vereinigt. Ein drtttes Mal findet man eine Briefmarke zu 5 Pfennig vereinigt mit fi'mf roteu Marken zu 10 Pfennig. Eiius der Blätter, das mit Marken zu 5 und 15 Pfennig, vereinigt ferirer Marken mit schraffiertem und mit weißem Hintergrund. Die Marken der einzelnen Werte werden allerdings kaum von jennand gerade in diesem Verhältnis gebraucht werden. Man kann aber doch in: Fernverkehr Briefe mit zwei Marken srei- machen usw. Private Anzeigen enthält das Heftchen nicht, sondern lediglich Empfehlungen des Postscheckverkehrs und der Postkreditbriefe sowie die Gebühren für freigemachte geivöhnliche Briefsendungen nach Orten in Deutschland. Landkreis Gießen. ** Lang-G öns, 31. Mary. Dem Nachtwächter Jvhaums Hardt wurde das Kriegsehrenzeichen verliehen. — Gefreiter Brücket ivurde zum Unteroffizier bcfördett. LJ Lang-Göns. 31. März. Das Mserne Kreuz 2. Klasse wurde dem Maurernneister, Unteroffizier Kärl Schäfer intb dem Schützen Wilhelm Spies verliehen. Die Hessische Dapserkefts- medaille erhielten der Landwirt Heinr. Kühl und der FürAiche Baumeister Wilh. B r ü ck e l. ** Londo r f, 31. März. Der Jäger Mlhekm Becker wurde mft dem Eisernen Kveuz 2. Klasse ar^g^Ächnet. ** Bill ingen, 31. März. Dem Kanonier Heinrich Reitschmidt wurde die Hess. Tapferkeitsmedailte verliehen. Kreis Büdingen. A Kohden, 2. April. Das Kriogsehrenzevche:: wurde den Vertrauensmännern 'Kaufmann L. Fleck imb Gemei-ndeeinnehm er L. B e n n e r verliehen. Kreis Lnuterbach. rr. Schl i tz, 1. Lljpril. Hier starb der Lehrer an der Höheren Bürgersämle Errrst Blank im Alter von 38 Jahren. In unserer Stadt genoß der Verstorbene großes Ansehen. Kreis Schotten. O Gedern, 31. März. Musketier Karl Noll, Sohn des Landwirts Karl Noll II., eittkam ans russisck-er Gefangenschaft. Starkenbnrg und Rheinhessen. dz. Darmstadt, 1. Llpril. Da der Intendant des Gwßh Hostheaters, Herr Dr. Paul Eger. einem ehrenvollen: Ruf nach Hamburg zu folgen wünscht, hat der Gwßherzog die dadurch zur Erledigunrg kommende Stelle mit Wirkung vom 1. Juli d. I. Herrn Dr. Adolf Kraetzer zu Cl)arkottenb«urg übertragen. — Die „Darmstiädter Zeitung" schreibt hierzu: Der neue Intendant ist während des Krieges n: weiten Kreisen bekannt geworden durch die von ihm organssiertcn Konzerte und T h-aterauffülwungen irr Brüssel !und anderen Städten der westlichen besetzten Gebiete, in Bukarest ?rnd vor allem in B -alin. Eine Reihe hervorragender künstlerischer Vevanstaltungen zu wo Wütigen Zwecken ist ihm hier zu danken, Ar war einer der ersten, der den Gedanken:, beste Kunst aus der HcHnat an die Front und in die besetzten Gebiete zu tragen, mii großem Erfolg organisatorisch verwirklicht hat. 2luch das Brüsseler Gastspiel ldes Türmst ädter Hosthoatevs und die Bukarests Gastspiele wurden tm ihm ^wanstoLLL Der BeLustne ist am 3L Oktober 1879 in Tarmsbadt geboren und entstammt einer atthessischea Familie. Gr studierte die Reck>tswissen:schast, wurde RechtsanwaL! und war seit Beginn des Krieges für die Fürsorge der aus Belgien geflüchteten Datschen nnrd als Leiter obrer Kriegswirtschafts- behörde in Berlin tätig. Tr. Kraetzer, der sich auch ans den: (Vrebidx des Theaters und der Kunst literarisch und als Kritiker erfolgreich betätigt lyat, steht mit dem b:-5l!-rigen Jnte!:danteir des Hofthoa ters, Dr. Eger, u:ür Generalnrusttdirl ttoc von Weingartner seit Jahren in regen, künstlerischm Beziehungen:. — Tr. Max Wauer Drannaturg stich Spielleiter des Hottl-eaters, wi:rde mit Wirkung vom 1. Juli 1918 zum Oftoßherzoglichen: Jntendanzrat ernannL. Kreis Wetzlar W. A. Wetzlar, 31. M^ärz. Tie Bnderus'sthen Eise::werke haben: auf die neue (8.) Kriegsanleihe einen Betrag von 3 Atillionar Mark gezeichnet. Tie bisherige Gesamtbeteiligung der Gesellschaft an der Kriegsenleche ist damit aus l l Millionen Marl' gestiegen. — Wetzlar, 2. April. Ein ungenannter Großindustrieller spendete dem hiesigen Verein vom Roten Kreuz 3 0 0 00 Mark, nachdem^er erst vor wenigen Monaten für den gleichen Zweck 20 000 Mark ^geschenkt lyatte. Ein anderer Fabrikant Wetzlars stiftete dem Verein: 5000 ?Rark. ** Lü tzellinden, 1. April. Unteroffizier Anton Mögl ich, Inhaber des Eisernen Kreuzes, wuvde zum Sergeanten befördert. ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 1. April. Mit dem Eisernen Kre::z roirrden ausgezeichnet: Untcroff. (Lehrer) Hof-^ mann-Neukirchen, Pionner Wilhelm Troß-Ulm, Res. Km:l Müll er- Dutenchnfe::, Kanonier Ehr. W a g n er-Garbenheüv und Unteroffizier Friedrich O e.st reich ans Kinzenbach. Dessen-Nassnu. Raubmord in Höchst. --- Höchst a. M., 1. April. In der Nacht zum Ostersonntag wurde hier ein schwerer Raubmord verübt. Der 31jährige Heizer Leonhard Fuchs, geb. in Zarctt (Bat)ern>, ist seit längerer Zeit im „Höchster Brauhaus" beschäftigt und liatte sich Samstag abend, nachdem er im Maschinenraum die ihn: obliegenden Arlxnden vollendet hatte, zur Nachtruhe in einem über dem Ofen: befindlich^; Rm:m ni-edergelcgt. Hier wurde er im Schlafe überfallen >:nd durch n:ehrere wuchtige Hamnverschläge auf den Kopf, die die Schädelderke vollständig zertrümmerten, ermordet nnrd gänzlich ausgeraubt. Da des Feiertags wegen der Brauereibe trieb ruhte, >m:rde die Leiche erst in später Morgenstunde gefuRm:. Der Ermordete, der ^Kriegsbeschädigter ist, liatte am Samstag seine ^>:validenrente und seinen Lohn auSgeyahlt erhalte:: und führte, ime bereits festgestellt ist, insgesamt 5—600 Mark bei sich. Diese S:m:md ist ihm 'feraubl! worden. — Als Täter dürste den bisherige:: Ermittlungen zufolge der vielmals vorbestrafte Peter Ludwig R c n n o w. geb. am 26. Januar 1889 in Münster i. T., in Fmge kommen:. Rennow war bis vor kurzem im Brauhaus als Heizer angefteltt, wurde aber «ml* lassen intb trieb sich seitdem in der Umgebung von: Höchst umher. Er hat in den letzten Nächten nnederholt bei Fuchs im Maschinenraum genächtigt imd ist auch Samstag abend gesehen roordcn, als er den Zaun des Bran^reigrinrdstückes übcrlletterte. Seit der Ädo-rd- nurcht ist er verschwunden. Remrow wußte, daß der Ernwrdete stets sein ganzes Geld bei sich zu tragen pflegte, und hatte auch Kenmtnis, daß Fuchs au: Samstag Rente und Loh:: enrpfangen: hatte. Der Er- nnordetc war unwerheiratct und tvohnle seit fünf Jahren: in Höchstt, ra. Tillenbnrg, 2. April. Zur 8. .Kriegsanleihe wurden 100 000 Mk. gezeichnret. Die Stadt hat mit dieser Zeichnung zu den Kriegsanleihen insgesantt 413 400 Mk. gezeichnet. X Fulda, 31.Mär^. Der Kreistag des Kreises Fulda hak d-em^ abgeänderteu Vertrage mrtt dem pven:ßis-chen Staate über die Versorgung des KreiseS Fulda mft Glcktrizftät aus dem Main-q kraftwerke zugestimmt. So mft l>aben jetzt alle preußsschen Kreise, die für die Versorgung mit Elektrizität aus dem Marnkraftwerke in Frage konrmen, nränftich Hana::, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda und .Hünfeld, den Berttagsabschtuß mit dem preußisckien Staate vollzogen. Die Kosten des gesamter: Ausbaues des Mainkrafiwerkes, das bei der Fvrtführnn:g der Mamkanalffation von Ofienbach nach Aschaffenburg errichtet nnrd, belaufen sich auf 6,2 Millionen Mark^ X Gelnhausen:, 31.März. Bei der in: der Sitzung der Stadtverordneten erfolgten: Beratung des städtischen Haushalttmgs^ planes für 1918 ist beschlossen worden:, im Rechnrrmgsjahr 1918 dett gleickienr Steuersatz nvie seither, nämlich 200 o/o für alle Steuern neten za: erheben, sowie den: städtischen Beamten m:d Lehrern die gleiche Teuerungszulage nvie den Staatsbeamten zu gewähren. — Kassel, 31. März. Unter Beteiligung der Stadt, der Großindustrie, zahlreicher Körperschaften un:d Vereine wnrrde zn^ Beschaffung von gesunden und zlveckmäßig eingerichteten Wohnungen für minderbemittelte Familien eine „Kasseler Wohnnmgs-, fürsorge-Gesellschaft" gegründet. Das Grünftungskapital beträgt zunächst 1400 000 Mk. — Die Stadt erwarb für 1 150 000 Mk. das Henkelsche Elekttizftätswerk n:nd sicherte sich damit die Beteilig gung an der Herckulesbahn durch Uebernahme von 301 der 600 Aktten der Herkules-Balmgesellschaft. ra. Löhnberg (Oberlahükreis), 1. i)lpril. Tie Löhnberger Mühle zeichnete 250000 Mark auf die 8. Kriegsauleil)b. ra. Aus Nassau, 2. ^lpril. Mft den: Eisernen Zhreuz 1 .Kl. tourden ausgezeichnet: Leutnant d. R. Ha n stein-Biebrich und Leuttrant d. R. Lülling aus Höchst. GerichtshlrcrL. I Darm st ad t. 31. März. Bekannttlich ist die Bernuittlnurg dienstunbrauchbarer Militärpftrde an Landwirte :md 6^:verbe- treibeifte durch die Laudwirtfchaftskanimer bei den: letzten Landtags- Verhandlungen Gegenstand scliarfer Kritik geivesen. Daß diese Kritik nickst unberechtigt ivar. geht aus einer Gerichtsverhandlung hervor, die vor der Tarmstädter Strafkammer stattfand und ztoei Tage in Anspruch nahin. Angeklagt tvaren der Tierarzt Dr. Peter Schäfer von Frohnhofen und frinre Ehefrau wegen übermäßiger Preis- steigernmg. Dr. Schäfer ist z. Z. als Obervcterinär zun: Heeres" dien:st eiugezogen. Im März vorigen Jahres gaben die Tarmstädter Reginnenter eine s>lnrz.ahil Pferde an: die Wiesbadener und di« Tarmstädter Landwirt schaftskammlern ab. Dem Dr. Schäfer gelang es, von her Wiesbadenur Kammer 2 Pferde für seine Landpraxis zu erhalten, oblvohl' diese Pferde für Nassau bestinunt tvaren, und zlvar für 600 Mark. ?lm nrächsten Dcme tnencknufte er das Gespanm an einer: Landwitt in GumpenheivU i. O. für 2000 R?ark. Fünf Tags später ließ er sich von Tarmstädter LcmdnoirtsckaftskammLr wieder für seine Praxis ein Paar Pferde für 900 Mark geben. Diese bot seine Frau einem Gutsbesitzer für 3500 Matt an. Das Geschäft zerschlug sich, doch erstand ein Landwirt das Getpann für 3000 Mark. Ms er den niedrigen Gestes'nnrgs- preis erfuhr, fühlte er sich benachteiligt. Das Ehepaar .rollte di« Pferde nunmehr für 3000 Matt zurücknehnnen, lvon.au s der Land- nvitt jedoch nicht einging. — Das Gericht nahm ztvar übermäßigq Preissteigernmg an, ließ aber den: Ein wand entschuldbarer Gesetzes/« unkennttnis gelten nnd kam zu einer Freisprechung der Angeklagten^ Damit dürfte aber die Sache iftcht erledigt sein. Vielmehr dürft« sie der Gegenstand eingel-ender Erörternmg in: Kriegsausschutz der Zwvften Kammer werde::. Spielplan des Giehener Stadttheaters. Sonmtag 7. dlpttl. 31/2: Genv. Pr. Neuheft! „Schwa^wald« mädel". 7i/sr: Gap. Pr. (ern:.). „Mt-Heidelbch'g". Spielplan der vereinigten.^ranfturter Stadttheater. Opernhanr. TÄenstag 2. ?lpttl, 7»/»: Tiefbnnd. Mittwoch 3., 7 X ,_: „Dis Rose von Stcrmbul". Donnerstag 4., 6Pr: „Die Hugenotten:". Freitag 5.: Geschlossen:. Samstag 6., 7Vs: Bolkspreise. „Wnige". Sonnftag 7., 3Y*: „Das Dreimäderlhaus". 7 l / 2 : „Ariadne am? Naxos". rchausplelhaur. Dienstag 2. Aprft, 71/3: „Die verlorene Tochter". Mfttwvch Z./ 7Vs' ,^Jcm der Wunderbar^'. Donnerstag 4., 77*: „Die Nietter- nich-Pastete". Freitag 5., 1%: „Jan der Wunderbare" In: Saal des Zoologischen Gartens. Sondervorst. f. d. kriegsbeschäft. Ar- beftersch. Kein: Kartenwerk. ,^Jolxmnisfei:er". Samstag 6., 7v>2 „Ter Snob". Äomftag 7., 3Vr: „Mt-Frankfur^7 7 : „Rlvftch". Vermischte». * Königrhüttk. 30. Mär;. 'WTB.) Wie drr ,.ObrrschIesi- Kurier" meldet, wurden drei der Bankräuber, die einen' enboten der Deutschen Bank in Nybnik überfallen und ihm 310000. Mark geraubt hatten, verhaftet. Zwei legten ein Geständnis ab. (Hu vierter Räuber, em alter Zuchthäusler, bestahl die Genossen und flüchtete mit 306 000 Mark. An der Stelle, wo das Geld vergraben war. wurde nur ein Geldsack gefunden.' * * Einoergegli che r E h o m ann. Ein höchst merkwürdiger Fall von Bergeylichkeit wurde kürzlich vor- einem londoner Gericht W berhantlelt. ?lngeklagt war ein Ingenieur namens Maynarb wegen Bigamie, die sein Verteidiger auch nicht -ab-uleugnen vermute. Ter Toppe!ehenurmr hatte in der Armee gedient, im Jahre 1889 geyeiratet, und bei Kriegsausbruch war er wieder in Kriegsdienste getreten. Er wurde im Felde verwundet, lernte dann während seiner Relonvaleszcntn§eit in Wells ein junges Mädchen kennen Und schloß mir ihr die Ehe in Bristol. Die Verteidigungsrede des Auge klagten erregte großes und begreifliches Aufsehen. Der allzu melleitige Ehemann erklärte nämlich, daß er zur Zeit des zweiten Eheschlusses seine erste Ehe ganz einfach vergessen habe. Erst als er me Anklage erhielt, habe er sich nneder daran erinnert. Tie Verteidigung konnte geltend machen, daß der Angeklagte durch seine bei Mons erlittene Verwundung körperlich und geistig schwer gesckstrdigt worben sei. Ter Richter erklärte, daß er es zum ersten Male mit einem Manne zu tun habe, der sich nicht seiner Heirat entsinnen könne, daß er aber für richtig halte, den Angeklagten freizusprechen. Dieses Urteil wurde von dem den Saal füllenden Publikum mit so lautem Jubel aufgenonrnren, daß der Richttn die merkwürdige Verhandlung mit der ebenfalls merkwürdigen Feststellung schloß, daß man sich nicht in einem Lichtspieltheater befinde. * Tie größte Schneltzugloko motiv e-E uropas. Ans Chemnitz wird geschrieben: Von der Sächsischen Maschinenfabrik vorm. Richard Hartmann. Aktierrgefi'llschüft in Chemnitz, ist dieser Tage die größte Dämellzuglokvmotive Europas fertig- gestellt.^ und feierlich als die 4000. Loßonrotive des Unternehmens! den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen übergeben tvord-en. Lolomotibe und Dender' zusammen haben eine Länge von rund 23 Metern, die Höhe der Lokomotive, die eine Geschwindigkeit bis zu 120 Kilometern in der Stunde entwickeln kann, beträgt ungefähr 4.5 Meter. Bon den sechs AiMen der Lokomotive sind die inneren vier gekuppelt. Ihre Räder haben einen Durchmesser von etwa 3frei Metern. Der Tender saßt 31 Kubikmeter Wässer und 7000 Kilogramm >0'hlen. letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Ha uv tan artier, 2. April. (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. An der Schlachtfront blieb die Lage unverändert. Gegenangriffe. die der Feind bei Hebuterne und mit besonderer Zähigkeit gegen die von uns genommenen Hohen zwischen dem Luce-Bach und der 2wre führte, brachen unter schweren Verlusten zusammen. Kleinere Infanterie Gefechte zwischen Avre und Oise. Die Franzosen setzten die Beschießung von Laon fort. Zahlreiche Einwohner fielen ihr zun: Opfer. Erlundung: ge fechte auf dem Ostuser der Maus bei Hau- diomont und südöstlich von Thann brachten Gefangene ein. * Gestern wurden 22 feindliche Flugzeuge und 5 Fesselballone abyeschossen. Leutnant Kroll errang seinen 23. Luftsieg Bei tatkräftiger Durchführung der Fernaufklärung von der Küste bis südlich vvn der Somme hat die Flieger-Abteilung 3 unter Führung des Oberleutnants Fricke Außergewöhnliches geleistet. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalanarttermeister ' Ludendorff. Die Frauen Revals an den Kaiser. Berlin, 1. April. (WTB.) Nichtamtlich. Eine aus dem Osten kommende Kundgebung von ergreifender Eindringlichkeit hat den Kaiser in diesen Tagen der großen Schlacht hier aus dem Ent- scheidungsfelde im Westen erreicht und mit großer Freude erfüllt. Es ist der Dank der Frauen Revals für die Errettung ihrer baltischen Heimat. Tie Kundgebung, die von weit über tausend deutschen Fronen Revals unterzeichnet ist und viele ans der deutschen Geschichte und aus Künsten und Wissenschaft weit bekannt gewordenen Ramien trägt, enthält folgende Stellen: „Tie Schr ecken stage, !ne unserer Befreiung durch Euerer Maie- stät heldenmütige Truppen vmuusgürgen, bildeten nur den Höhe- punkt aus dem Leidens'.vege, den wir seit Beginn des Krieges zu 'gehen hatten. Dunklen mtb härter waren die Jahre vorher, die uns in einen sckrlwersn inneren Zwiespalt stellten. Tie Oäche, für die unsere Männer in den Kampf gehen mußten, war unseren Herzen fremd. VarerlaikdÄ'os nnö ohne die teuersten Ideale mußten unsere Kinder aufwachsen. Die Muttersprack« war ihnen verwehrt: unsere .Abstammung erschien als ein Makel, der Haß imd Äer- fvlgimg eintrug. Jede Aeußenlng der natürlichen Geiüble. selbst für die verwandten rrtaimne.-genossen, galt' als ein D.wbrechm. Nim bat der allmächtige Gott unser Flehen erhört. Was mir noch vor- kurzent träumten und Pmim im Traum? zu erhoffen wagten, ist herrliche Wirklichkeit gawrDen und unsere geliebte Heimat, die wir nicht mehr zu verlassen brauchten, um unseren Kind, rn ihre angestammte Art zu erhalten, geht unter den: starken Schutz Euerer Majestät tapferer- Truppen. Wohl ist die übenvälngencx Freude über dieses hohe Glück gedämmt durch die bonge Sorge um das Schicksal der gewaltsam fortgesührten Männer, die zu den besten des Landes gehören. doch der heiße .Herzensdank aller der vielen: Frauen Estlands läßt W nicht zurückhalten. Wir bitten Euer Majestät, den Ausdruck dieses tiefgefühlten Dankes allergnädigst entgegennehmen^zu wolle,!. Möge -er sich bei unseren Kindern um- sctzerr in einen Schatz der Liebe und Treue für Euere Vftüestiü und das starke Deutsche Reich, mögen unsere Söhne mit Gut und Blut denen unsere.gvoße Tankess-ckxuld abtragen, die ihnen imb uns, wolle es Gott, ein Vaterland schenken." Die Wirkung der weittragenden Geschütze. Berlin, 2. April. Die Verheerungen in Paris durch Treffer der Krupp-Kanone müssen, wie der „Berliner Lvkal- anzeiger" berichtet, neuerdings an Umfang unid Stärke die voran- gegangenen Schäden übertroffen haben. Die Bevölkerung richtet sich ein, in den Untergrundbahnstationen dos erste und zweck« Frühstück einzu nehmen. Die Leicheneegängniffe der Opfer der Beschießung finden nachts statt. Tie Hafenstadt Dünkirchen fjot in der Vorwoche durch eine heftige Beschießung durch Ferngeschütze schwer gelitten, am meisten das Hafenviertel. „Das Feldheer braucht dringend Hafer. Hen und Stroh! Landwirte helft dem Heere!" Lichtspieihaiis: Bahnhofstrasss 34 . ErsJklasssge I&iigistlerkonKerie. Heute Dienstag: Uraufführung Ein Mysterium mit Motiven der indischen brahmanischen Mythologie. BE a & a BE a j a, die indische Tempeltänzerin. Ansgeführt von Hanna Half, Hessing- Theater Berlin. In der Hauptrolle: Walter Jan««»en, Schauspielhaus Frankfurt a. M. Die Sklavin: Senl JSafaesn. Ausserdem: Irmas SSiefeonfmM Ausgezeichneter Lustspielschlager in 3 Akten. In der Hauptrolle J^ya I;ey und Rolf Brunner. Beginn: 3.15, 5 7* und -^8 IThr. Zu diesem ganz aussergewöhnlichenSchlager-Programm weisen wir höfl. speziell aut die Nachmittags - Vorstellungen hin- 2415a Bie Direktion. 4 * Schwärs» Weiss-Theater I*rosrani3m vom Dienst«#, 2 April, bl« inkl. Frpliag, 5. April. VI. v ^ifanria-Treumarurs-Fälm. Bir gehöre icla!“ Ergreifendes Gesellschaftsdrama in 4 Akten. Ein überaus eftekt- uud stimmungsvolles Schauspiel ist dieser ge- wailitf Siltenschlatcer. Szenisch, technisch uud inhaltlich bietet der Film Reizvolles mit der beliebteu Wainda Treumana _ in der Hauptrolle. „Das Mädchen vom Hidalgo-Feuer.“ Spannendes Drain. i m drin wilden Westen in 3 Akten ._ r.i Vorbereitung: Falselaes Geld! Der gewaltige Mögen s- Enger -Detektiv- Film. jfiiiMJiiMJiifitjJimiimHmMiiiKuntiiiifiiiJiimii iifiiiiiiiiüiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiindiirrnnf PkintiniterriA i. Pensum d. 1. biö 3. Schuljahres höh. Schulen wird von erfahr. Lehrkraft erteilt. Auskunft: Ostanlagc Svp. 2017 Darmntadter Pädagogium (M. Ella«). Privat schule mit den Klassen Sexta bis Oberprima. Vorbereitung zur Elujäbr.usn-, Primaner», Fähnrichs- und Belleprtfonq (auch für Damen». Seit KrlefiB Der Bürgermeister. Eichenholzversteigevung. Am Freitag den k». April 1918, vormittags 9 Uhr beginnend, kommen im (tzemeindewald Waldgirmeö zur Versteigerung: 158 Eichenstämme mit 65,92 Jestm., darunter cn. stn Schniltiläinine mit 37,89 Fe Dm., 37 Stück Elchcnstnngen 1., 2. und 4. Atlasse, 50 Rm. ^/ntzschcit in Rotten, 2 Mtr. lang. Insammenkllnst an« IorstHnilr' Haina. Waldgir»neS. den 28. 2)tär^ 1918. 2411D «'«rosther^oaliche Bürgermeisterei. HolzversteLgernng. Montag de»t Avril l. I. werden anS den Distrikten Zeileichen, Bausche!, Rerthvssheege und Neuerheeg,vald versteigert: Stamme: 4 Eiche 3. Kl. -- 4M Fsttn., 7 deSgl. I Kl. - 6,82 Jstnl., 8 deSgl. r>. Sit 3,‘M Fstm., 13 desgl. G. Kl. 3,45 Mtt». Derbstangc«: 302 Fichte 13,83 Fstm. Nei^ttanaeu: 57 Fichte « 0,H7 Fstm Rm. C«beiter: 230 Buche, 6 Eiche, 3 Weißtanne. Knüppel: 94 Buche, 54 Elche, 4 Kiefern, 26 rechte. Reisig: 602 Buche, 74 Eiche. Stöcke: 101 Buche. 10 Eiche, 4 Fichte. Zusannnenkunst vormittags a / 4 10 Uhr auf der Kreiö- straste Reinhardsbain—Winnerod an der Baupitgrube. dlähere Auskunft durch Forstwarl Kinkel, Harbach, und Svaar, Bersrod. Grünberg, den 27. März 1918. 2424V Großherzogliche Obertörstere« Griiuberg. H. K Eclkichterte Zächnnng nii„i„i„r,mininm»imnnniiinmnmn.'nm,m„iuii,iiim«imittnin öuvrfl die Ltriegsanlerhe - Bersicherüng der Tkutscheir Leb?usvm. - Bank „Arminia" in München. (Durch mintstcriettc Erlasse empsoblenü Verleitung der Elnzahlnng aus 10-12 Jahre. Bienelrabrc'rare 19.50 M. für je 1090 ?)lc\vt An leihe,eichnn'ig. Im Todeösall bört die ^atelläahluug ans. und d»c Anleihe wird ««»gekürzt t»cu Hinterbliebenen auögehändigk. 2177 Keine ärztliche Untersuchung HeereSangehörigc zahlen keinen befand. Zuschlag. Auwssldeichcine kostenfrei durch Generalagent A. Fröhlich. Giehe». Nord^Anlage 31. Telephon 2044. VersicherungSbettand: »00 Millionen Mark. Mitarbeiter in allen Kreisen und allerort-gef.