Nr. Donnerstag, 28. Närz *9$ Der Girtzruer Snjftytt erscheint täglich, onset Sonniaq-. — Beilagen: GietzcnerSairiUieirdlLtter; Nie.rUvtt sSr ö«rr «reis ftc|tn. Veznarprelr: vurnatl. i3i11 20, viertel« jährlich Mk. 3 60. d»trch Abhole- u. Zweigstellen rnonatl. 'litt. 1.1»: durch die Post Mt. 3.60 viertel« iahrü ausschl. Bestellq. pernsproch - Anschlüße: für die Schritt! e,lung j 13 Verlag,l^eschästsstellebl Anschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Gtetzea. Erstes Blatt 168 . Jahrgang Lnitamue von Anzeige» t. die Tageönuminer biS zuin Nachmiuag vorher ohnejedeVerbindlichkeit Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Ui., für ansivä rtlge 30 Pl^ ‘ür Reklamen Pik. 1 .— ; bet Ptnyvor- fchrtst 20 '/. Auffchlaa. Hattotschriitleilec: Au^. Goeiz. Beraalivortlich für Politik u. ,^ei>illeton: yankverkehr: Aug. c^och; Stadt und Erwrrdrdan, Siktzrn Land «-ruü^>k«u.M-. richtsfaal: W. Meyer; Swiilingrrundbrvck u. Verlag: vrühl'sche Unis.-Such- u. Strlndruckerei R. Lange. Schriftleltung, Geschäftsstelle u. Drnckerei: 8chulftr. 7. /smnlch",» «i-b-n! GietzenerAmeiger pastscheckk-rtt»: Kralttf«rt a. M. 11686 General-Anzeiger für Oberhessen Langsam sortschreiienöer Angriss zu beiden Zeiten der Zomme. (DTD.) Grobes tzauptouartier. 27. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die am 25. Mürz geschlagenen englischen und französischen Divisionen versuchten gestern erneut in dem unwegsamen Trichtergelände der Sommeschlacht unserem Vordringen Einhalt zu tun. Unser Angriff durchbrach die feindlichen Linien. Seit frühem Morgen begann der Feind auf breiter Front zu beiden Seiten der Somme zu weichen. Zäher Widerstand feindlicher Nachhuten wurde in scharfem Nachdrängcn bezwungcn. Nördlich und südlich von Albert erkämpften wir uns den Uebergang über die Ancre. Am Abend fiel Albert. Südlich der Somme warben wir den Feind nach heftigem Kampf über Chaulnes und Lihons zurück. Noye wurde erstürmt. Noyon in blutigem Stratzenkampfe vom Feinde gesäubert. Wir haben unsere alten Stellungen vor der Sommeschlacht von 1916 nach Westen an vielen Stetten überschritten. Die Gefangencnzahl wächst, die Beute mehrt sich. * Artilleriekämpfe in Flandern, Vvr Verdun und in Lothringen dauerten an. * Rittmeister Freiherr von Richchofen errang seinen 69. und 70. Lufrsicg. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalauaniermeister - L u d e n d o r s f. * Der Abendbcricht. Berlin, 27. März, abends. (WTB. Amtlich) Zu beiden Seiten der Somme sind unsere Armeen tn langsam fortschreitendem Angriff. Wie verschwinden heute alle andern politischen Tages- Neuigkeiten hinter der Bedeutung des großen Ereignisses Lm Westen! Das Lonrmt uns so recht zum Bewußtsein, wenn wir heute den „Vorwärts'" in die Hand nehmen, der die ersten beiden Spalten den Nachrichten über die Einnahme von LihonS, Roye und Noyon einräumt, auf der dritten aber einen Leitartikel bringt mit der in gleich wuchtigen Lettern gesetzten Ueberschrift „Wissel gewählt!" Wissel Ist der sozialdemokratische Gewerkschaftsführer, der bei der Stichwahl in Niedorbarmm über den „unabhängigen"Gegenkandidaten Dreitscheid den Sieg davongetragen hat! liegt uns natürlich fern, das berechtigte Interesse zu kritisieren, mit dem das Parteiblatt den Ausgang der Wahl verfolgt hat, aber es hat doch eben etwas Komisches, wenn beinahe im selben Atemzuge, der die größte Schlachten- entscheidung genannt hat, mit gewohnter Eindringlichkeit alle Wirkungen und Lehren der Wahlschlacht behandelt werden, die ja für die Sozialdemokratie auch ein Sieg geworden ist. Der „Vorwärts" hat übrigens, was anerkannt werden nruß, unsere neuen Siege im Westen mit Freude begrüßt, da, wie er hinzufügte, diese sWasfenschläge die einzige Sprache seien, aus di-e England inoch zu hören geneigt sei. 9doch ist das letzte Wort jedoch an die englischen Kriegsverlängerer nicht gesprochen; die Tagesberichte melden neue große Fortschritte, und bei den vielen strategischen Möglichkeiten, die unserer Heeresleitung zur Verfügung standen und stehen, werden die nächsten Tage äußerst spannungsvoll seirr. Die Armee Hutier ist längs der Oise weiter vorgeschoben Nwrden, wodurch die Gefahr für unsere Feinde verstärkt wird, daß ihre Heere, das englische und das französische, dauernd auseinandergerissen werden. Hatte der Berner „Bund" noch in seiner Dienstag-Nummer sest- aestettt, der Zusammenhang der englisch-französischen Front sei Mar geschwächt, aber mcht zerrissen, so ste.lt er in seiner neuesten Nummer schon ganz andere Betrachtungen an: „Gelingt es den Englänt^rn bei Albert nicht, eine neue Front zu bilden, so ist die englische Armee vonder französischen abgesprengt. Gestern befand sich die Armee am Somme-Bogen iw Bewegungskrieg. Um so wichtiger ist die Frage nach der Festigkeit der von den Engländerii und den herbeigerufenen Verstärkungen gezogenen Linie östlich Albert—Roye— jLassigny—Noyon. Haben bic Engländer und Franzosen alle schon verfügbaren Reserven nötig, um eine Frortt zu besetzen, so bleibt ihnen kerne Manövriermasse zu Flankenangriffen, und wird die Front durchbrochen, ehe sie artitteristisch beehrt ist, so kann es zu Vewegungskämpsen kommen, die die herangesühr- toi Reserven rasch verschlingen und in Verbindung mit arideren Durä>br2chen das ganze Vcnteidigungssystem früher oder später Sam Einsturz bringen können. General Foch muß also damit rechnen, daß ihm diese Manövriermasse brockenweise abgelockt wird, ehe es zu einem zweiten Schlag cor einer anderen Stelle wnimt »ind ehe er in der Lage ist, zu einem Gvgenschlag auszu- holen. Vielleicht sind die Miierten bereit, alle Möglichkeiten zu opfern, um das Dringeirdste, die Wiederherstellung der Fwnt, zu sichern, wozu sie heute wahrscheinlich schon ihre Reserven an. Sü-. uub 6" der Anere vereinigt lDabe.r. Ter Ausblick ist für die Alliierten um Jb unerfreulicher, als die Teutschm nördlich der -Lcacpe tmd östlich dar Oise bis-zu dem äußersten FlügrMmktc ^eltfroTit fatftefjen, Artillerie spielen lassen, die gewohnten örtlichen Borstöße unternehmen, aber noch nirgends Angriffsab- fichteii erkennen lassen, die geeignet wären, über den allgemeiner, Opera tvonsplan ihrer Heeresleitung nälecen Aufschluß zu geben. E-:. ist müßig zu rmtersuchur. wie viele Divisionen vom Angreifer Ml der E mb ruchstelle eingesetzt worden sind, solange Engländer und ^ranMei, nicht m der Lage jmb, nördlch der S-carpe oder ösllich der O„e zu etner großen Gegenoffensive mit eigenen Zielen zu sclxreiten Vielleicht ist über düie G.'genoffensive das Urteil scl>on gesprva)en; denn der Einbruch in einer 80 Km. langen Front, der Verlust von mehr als 1000 Geschützen mit den dazu gehörigen Stapeln mid die schnreren blutigen Verluste des ganzen rechten knabschen Heeres fl ü^ls bowie der vcrzgveifÄLe Einsatz enali scher und frarrzösischer Reserven an der Ernbruchstelle selbst legen die Vermutung nahe, daß zu einer großen Gegenoffensive auf den Flügeln weder Zeit noch Kraft bleibt." STTfcert ist genommen, den Engländern ist es nicht ge- hingen, dort eine neue Frortt zu halten, und somit sind die Heere der Gegner heute schon anseinandergerissen' Ganz besonders erfreulich lauten die Nachrichten über der' Geist und die Stimmung unserer vorwärts drängenden Truppen. Der Kriegsberichterstatter des Berliner .Lokal anzeigers" schreibt, er habe im Laufe eines dreijährige Dienstes die stürmenden Einheiten nocl) niemals in gleich vorzüglicher körperlicher Form und seelischer Stimnrung gesehen. „Eine Division"", so erzählt er, „die .Hervorragendes geleistet hat, sollte abgelöst werden. Sie hat ich geweigert, in die zweite Linie zu gehen, sie wäre noch frisch, sie wolle weiterkämpsen. Der Kaiser, der mir den Vorfall heute erzählte, sagte mit strahlenden Augen, in denen die stolze Freude über solche Männer und Soldaten leuchtete: „Sie haben also richtig gemeutert. Ich habe ihnen ein zweites Mal befehlen müssen, daß sie im Interesse des Gesamtbildes jetzt aus dem Feuer müßten. Aber ich habe ihnen versprochen, daß sie bald wieder mitmachcn dürften, wenn sie erst eine Weile Ruhe genossen haben." Wir wissen es durch eine Drahtung des Kaisers an den Großherzog, daß unsere hessische Division an den Erfolgen der letzten Tage hervorragend beteiligt war! Der öfterrelchisch-miaarische Tagesbericht. Wien. 27. März. (WTD.) Amtlich wird verlautbart: An der i t a l i e n i s ch e n F r o n t keine besonderen Ereignisse. Unsere Verbündeten errangen in Frankreich wei-- tere große Erfolge. Der Chef des Generalstabes. Der türkische Bericht. Konstantinovel, 26. März. (WTB.) TageÄ«ckcht. Palästiuafront: Bei Um Jlba mrd Chol-Ter und zwischen Um ei Laha und dem Jordmisürß wurden vorgehende femd- liche K-vmpmmvr zur Umkehr gezwungen. Tie östlich vom Jordan nördlich und westlich vorgehenden scüwlichen Kräfte wurden zum Stehen gebracht. KaukasuSfront: Olli wurde von uns besetzt. Reue Forderungen Englands an Holland. Köln, 27. März. (WTB.) Die „Wln. Ztg." schreibt: DaS Reutersche Birroau meldet, daß der englische Gesandte im Haag dem Minister der answärti<^en Angelegenheiten ein Schreiben übergab, worin gesagt wird, „day die jetzt in den Häsen der Verbündeten liegenden holländischen Schisse nicht ganz dem Schiffsraum entsprechen, den sie nach den Bedingungen des geplanten allgemeinen Abkommens beanspruchen zn können gehofft hatten. Die in Hvllmrd nnd aus dem Wege nach Holland befindlichen Schisse dürften den Schilfsrmlm übersteigen, der für die Einfuhr nach Holland und seine Kolonien notwendig ist, wie es aus Grund der ursprünglick>en Schiffsraumvorschläge, denen die holländischen Vcrttcter mit Vorbel^rlt zugestimml hatten, berechnet worden war. Wenn andererseits den Regieiningen der Verbündeten überzeugend nachgewiesen würde, daß dies nicht der Fall wäre, so würden sie den etwaigen Fehlbetrag des in Holland zur Verfügung stehenden; Schiffsraumes decken, auf Grund der verschiedenen Vorschläge des allgemeinen Abkommens, die sich aus die Benutzung tmd Verteilung des holländischest Schiffsraumes beziehen — sobald die holländische Regierung ihnen die endgültigen Ziffern des in Holland oder aus dem Wege wich Holland befindlichen Schiffsraumes mitteilt." Man macht also von seiten des Verbandes den Versuch, die holländische Regierung zur ?lbgabe eines Teiles des noch in den holländisä)en Häsen bestndlichen und damit dem Zugriff der Entente entzogenen Schiffsraumes zu zwingen. Wie groß dieser Tell sein soll, soll nicht Hollaitd nach seinen Bedürfnissen feskzatstellen die Freiheit l>aben, sondern will England mit seinen Verbündeten den Holländern vorsckieviben. Hier handelt es füll also iricht um das von unseren Gegnern so oft angeführte Rewt der Kriegführenden, sich solcher Mittel der Neutralen zu bedienen, die sich in der Gewalt der kriegführenden Partei befinden, fortdern es liegt der offen ein- gestandenr Versuch eines Eingriffs in die holländischen Hoheitsrechte und eine Nichttrchttcng der holländischen Souveränität vor. Das englisch-amerikanische Vorgehen wird also schamlos und offen des bisher gewahrten Scheirres eines Reästes entkleidet. Wir sind überzeugt, daß die holländische Regierung auf diesen Eingriff die gebührende Antwort geben wird. Der Zottschritt im westen. Berlin, 27. März. (WTB.) Der Geist, der die deutschen Führer und Truppen nach ihren großen Erfolgen beseelt, ist arcch angesichts der ungeheuren Traglocite des Durchbruches von jeder Ueberhebung weit entfernt. Eine dankbare, ja fromme Stimmimg liegt über allen. Die Truppen empfinden wie damals nach dem Siege von Leuthen des großen Königs Grenadiere, die mtt dem Chvval „Nun danket alle Gottt" ihrem geliebten König über das Schlachtfeld hinweg nach Lissa folgten. In der Brust eines jeden dieser bis in den Tod getreuen deutsckien Mänrrer lebt das Betvußtsein der Größe dieser weltgeschichtlichen Stunden, in denen endlich Gericht gehalten wird mit dem anmaßenden Britentum, das so viel Blut und Trärren über die leidende Welt gebracht hat. Englischer Bericht vom 26. März abends . Nördlich Vvn der Somme fmrden an verschiedenen Stellen örtliche Gefschte statt. Starke Bewegimg feirrdlicher Triippen und Trains wurde im Schlackrgelmrde boobacl^tet und von unserer Artillerie und den Fltcgzeugen unter Feuer genommen. Südlich der Somme wurden, wie yenreldet wird, heute morgen sern-dtiche Angriffe mit frifären deutich.ii Tivifioneri kräftig gegen Noyon und Roye vorgetrageu. NacknnittagS beganiren neue feinMidr Angriffe^in der Nähe von EliaillTves sowie zwisciioii dieser Stadl und der Somme. Nördlick, dmoerl die Slsacht an der ganzen Front südlich der Somme an. Jin Pen vergangenen sechs Tagen an- halterider Kämpfe zeigten unsere Truppen au allen Teilen der Stacht ivoitt döchÜM Mut. Außer den ichvrr erwützaten eng-j lischen Divisionen be>viesen Mich bk 9., 10., fl. und 66. Dipiisw!^ eine außergervöhnliche Tapferkeit. Vom 27. März vormittags. Das Ergebnis der gestrigen feindlichen Angriffe nachmittags und abends zu beiden: Säten der Sontme mar, daß mrsere Truppen; auf beiden Ufern eine kurze Entfernung bei Boay zurüc^gedrärrM wurden. Ein bei Nackuteüibrucki mttenvommenar scliwerer Au.gr iff gegen unsere neue Linie südlich der Spinnte würde int heftige ch Kampfe abgewiesen. An einer Stelle in der 9^ähe des Flusses -rzwang der Femd sich einen Weg in Misere Stellung, wurde aber Nkvch einen (^legmarrgriff Lurückgcworsen. Weitere öttlicl-e Käiupfg ^ändäi nördlich und nordosllch von Albert statt, aber die Lags an diesem Teil der Kampffront blieb unverändert. London, 26. März (WTB.) Das Kr reg samt teilt tmts Ter Feind hat in der Nacliit vom 2ö. zum 26. März an unserer Front nördlich von der Somme keine weiteren Arrgrisfs gemacht. Nach-nittags fanden örtliäM Känrpfe an diesenr Teil der Sch-lachtfront statt, m welchen der Feinrd zurücklwtriebeu wor-, den ist. Ernstliäre Angriffe versuchte er aber nickü- Die Lüri« nördlich von der Somme läuft über Bnwe, Mbert, Dcaunw-itt. Hamel, Puisienk, Ayette, Bairy, Henin, Manwurt, dich! westlich von Monchp zur Soarpe, von dort längs unserer Ursprung li.iVeu Fvont. Südlich von der Somme griffen die Teulsckien heutq vormittag heftig an, und um 10Vs llhr vormittags tvurde N o y S genommen. Die Linie sck)-ernt dort von Merioourt an der Semmre durch Rvsieves, tvestlich Roye, wesllich ddoix>n zu lanßnr Auf diesem Teile des Schchch'feldes sind frische deutsche Divisünumj festgestellt worden einschließlich zweier Garde-Divisionen unb zweier brandenburgischn: Tivisionen. Dort kämpfen englische, sranzösisck)- und anterikairische Truppen Sclnlter an Schulter, mrd sraitzösisclio Verstärkungen rücken schnell heran. Ter Feind ist wesllich v minderter Heftigkeit in der Front Brape — südlich von der Somme —ChaulneS—Roye—Noyon cot Von der übrigen Front ist nichts zn meiden. Dom 27. März, 2Uhr nachm.: Gestern abend wtb in der folgenden Nacht wurden die Deutschen überall gezwungen, ihren Vormmffch zu verlangsamen, da sie durch ihre bettächllichen Verluste geschwäclst waren. Die Tapferkeit den französischen Truppen, die Schrrtt um Sclwitt sich verteidigten, ist über alles Lob erhaben. Die Franzosen halten die Linie Echlle—? St. Aurin-Benvraignes — nördlich Lassigny — die Umgebung südlich von Noyon und das linke Oise-Ufer. Die Franzosen haben in der Nacht starke Erkundurwen zurückgewiesen, die an die fron* ztösische Stellung nordwestlich von Noyon heranznkommen versuchten. — Geschützfeuer mit Unterbrechung auf der übrigen Front, Der englische Rückzug. Derlin, 27. März. (WTB.) Das alte Sommeschlacht- selb mit seinen ^zerstörten Städten, aufgerissenen Straßen, unzähligen Stellungen, Grabensystemen, Drahtverhauen und Ruinendörfern liegt im Rücken der deutschen An griff striup- pen. Vor chnen breitet sich französisches Land, das bisher von der Kriegsfurie verschont blieb. Anders heute! Gleich Fanalen lodern an vielen Stellen rote Brände zum Himmel empor. Durch besondere KavalleriekomtnandoS taffen die Engländer Wohnstätten und Fluren ihrer Bundesgenossen verwüsten, angeblich um den derctschen Vvrntapsch zu hemmen, den gleichwohl sieben Tage lang weder Kanäle. Flüsse oder versumpfte Trichterzonen noch stärkste englische Befestigungen aufhalten konnten. Bereits liegen die lvüh- tigsten englischen Bahnzentren und Stapelplatze St. Pot mrd Doullens unter schwerem deutschem Fernfeuer. Mit reichlich erbeutctern englischen Pionieraerät und Material werden alte Straßert^erslörungen schnell uieden hergestettt. In Poziöres wurde neben wohtgesüilten Werkstätten viel vollendes Material erbeulet, darunter allein 20 Feldbahnlokomottven. Immer wieder tverden überall die schweren blutigen Verluste der Engländer festgestellt. Bei Noyon grenzen die khakibraunen Engländer- an dis hellblauen französischen Leichenselder. Das Sommetal ist ein englischer Kirchl-of. In einer Mulde bei Ctery lag ein völlig zusammengeschossenes englisches Artillerieregimeitf mit 40 Geschützen. Der englische Mannschastöcrsatz. Amsterdam. 27 .März. lWTB.) Tie,^Daily Mail"^chreibN Um für alle Fälle gerüstet zu sein, hat die Regierung beschlossen, die Werbung schneller dnrchznführen. Die bereit- gemusterten Mamischaften müssen schneller zu den Waffen gerufen werden, als es im Anfang beabsichtigt war. Nötigenfalls wird die Regierung strerrge Maßnahmen treffen. Tie Bergarbeiter haben beschlossen, der Regierung zn helfen, um die nötigen jungen Leute aus bc» Bergwerken bereitznstellen. Sie stellten ihre ganze Organisation den Behörden zur Verfügung. Tie Ereignisse an der Front regten freiwillige Meldungert zum bürgerlichert HÜfS, dienst an. * Roch ein Telegramm des Königs von England. London, 27. März. (Reuter.) Der König drahtete au Feldmarschatt Haig: Ich spreche dem General Sal- m o n d und allen Offizieren und Mannschaften des britischen Luftdienstes in Frankreich meine Dankbarkeit für ihre ausgezeichneten Leistungen während dieser großen Sckilachl aus. Jrh bin stolz darauf, ihr oberster Befehlshaber zu sein. Wiedereinbernsung des englischen Parlaments. Rotterdam, 27. Mär-. (W.B.) Der „Nieuwe NotterdamschT Courantt' meldet aus Lortdon, daß Premierminister Lloyd George, um das Publikum auf dem Laufettden $tt erhalten; mgeordnet habe, daß alle Hoigschen Berichte am Ktirfreirag. am ersten und wahrscheinlich auch am zweiten Osterfeiertag an samt- liclie Telegraphenbureaus des Vereiitigtzen Königreiäis d'legrophierr u. dort sosott angeschlagen werden sollen. ESwiä> von d. Dtögltäckeit gespwcheit, daß das eben vertagte Parlament wieder ein- berufen werdert soll. Einige Blätter verweisen aus Amerika, wo der Senat unter dem Eindruck der großen Ereignisse Kriegsmaßnahmen artNtnehsimm beschlossen habe. „Daily Chrvnicl^ glaubt, daß das Parlament muh seiner Wiedereinberustmg tm Erhöhung des M-ilitärdienstallers bcichließcn werde. Churchill redet! London, 26. März. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Mmulionsnkinister Winston Churchill fordert in einer öffentlichen Bekanntmachung zu ganz besonde- 55? Anstrengungen zum sofortigen Ersatz der ernst- ^ er ^ u l' te an Geschützen, Maschinengewehren und Schreßbedarf infolge der großen Schlacht in Frankreich auf. lDre Ausrüstung der fechtende Truppen müsse auf der Hölie erhalten werden. GlucNictieriveise genügten die Hilfsmittel in lebet Hinsicht, doch sei die höchste Eite geboten, ^bwisse Arten von Geschützen und Granaten könnten in noch viel höherer Zahl als bisher angefertigt werden, ebenso Tanke, Maschinengewehre und Ausbesserungswerkzeuge. Die Arbeit dürfe auch wahrend der Osterfeiertage nicht rul>en Das känipfende Heer solle jetzt sehen, was das Heer in den Fabriken leisten könne. Trübe englische Betrachtungen- Rotterdam 27. März. Nach Meldung des „Nieuwe Rotter- ^»m,che Courant" aus London enthalten die englischen Blatter sehr pessimistische Betrachtungen über die Offensive im Wes««- Oberst Repington schreibt in der „Mvrnmg Dost": Dre Absicht des FerndeS ist jetzt klar geworden. Me weiteren Ec- solgc, me er erringt, können zu ernsten Entscheidungen führen. Für die Mllrerteit ist das Wichtigste, daß sie die Trennung ihrer Armeen Verhüten. Sie müssen ihre geschlossene Linie belvahren und eng- anernar'-der^efchlr'ssen «bleiben. So sehr auch der Gebiets Verlust zu bedauern ist, rvare es ein viel schlimmerer Verlust, wenn die Al Inerten bei ihrem Rückzug getrennt würden. In diesen Au gen- vlrck kow'en. wrr noch hoffen, daß sie nicht gezwungen seien werden, etwas wirklich Entscheidendes auszugeben. * Telegrammwechsel zwischen Reichskanzler und Hrndenburg. B e r l i n, 27. Marz. (WTB.) Reichskanzler GrafHer t- itng hat nach dem großen deutschen Siege im Westen an den Generalfeldm arschall v. Hindert bürg folgende Depesche geschickt: „Doll aufrichtiger Bewunderung für die he r r l i ch e n Ta t e n Unseres Heeres unkr Euerer ErAellenz und IlweS ersten General- guartrermeriters bewA)r!er Leitung begrilste ich mit freudiger Ge- tmgtmmg die Verleihung des höchsten mititärisckien Ehrenzeichens an Euere ErzelLenz und die so verdient? Auszeichmrng Ihrer Mitarbeiter. Mit mir freut sich das ganze deutsche Volk, das mit einem w berechtigten Vertrauen auf Euere Exzellenz blickt und weiß, daß, wo Htndenburg und Ludendorff führen, der Sieg eine No Noendig JCeit ist." Gerteralfeldmarschall v. Hiudenburg ließ dem Reichskanzler daraufhin folgende Antwort zugehen: „Euerer Exzellenz sage ich für die freundlichen Worte, die Euere Erzellenz anläßlich des Sieges über das englische Heer an mich zu richten die Gütz hatten, tief empfundenen Dank. Im Vertrauen aus m'sere herrliche-.: Truppen haben unr den großen Schlag gewagt. S'olz darauf, unter Füllung und unter der: Angen ihres obersten Kriegsherrn zu fechten, schlagen sie sich über olles Lob erhaben, ndernmnn erfüllt von dem Bewußtsein, daß es um die Znsimft des geliebten Vaterlandes geht. Das Heer toird Nicht nackstas'en, lis es mit Gottes .Hilfe der Heimat den ganzen den Morgenstunden jede FklmtLtvgkett ansschlvß, surr verzog. Mg- ten die gesamten Luststreitkräfte den gleickxn unüberwilwlichim Angriffsgeist »vie die «ruf dem Schlachtfeld vorskürinende Truppe. Tie Iagdstreikräfte behauptete:: ihre unbedingte lieber* Icgenheit in der Luft. Sie schossen am ersten Airgriffstages allein sechs Fesselballone ab und brachten um Verlauf der weitere»^ Kampftage bisher 93 Flugzeuge zum Absturz. Ter 67. und 68. Lustsieg des Rittnreisters Frhrn. v. Nicht Hofen beweist die oft bewährte ,U-eberlogenheit unserer alte:: Meister des Luftkampfes. Drei Llbschüsse des Leutnants Win di sch an einem. Tage zeigen, daß auch der NachmuchZ an Leistnagen nicht nach-, steht, starke Sch lacht ge sch wader begleite::, das erbitterte fteuer jber feindlichen Maschiirengewehre Nrcht achtend, in ganz gerulger Höhe die stürmende Infanterie. Sie brachten feuernde, fetnmioc Batterien durch Wnrfnrmen, Bomben mrd Maschinengewehr fener zum, Schweigen fand risse:: an dar Hauptbrennpnnktech des Kampfes die stürmende Tnrppe über die letzte feiirdlich: Gegenwirkuirg nach, griffen die heoaneüe:rden Kolon:ren des Geg- ’ZJr 7 -Win..- >VH|V UVfc .LTvlIliUl V-1.H IJUllJl. Sieg erkänrpft hat, dm sie als Grundlage ihrer auf einen kraft vollen deutschen Frieden gestützten Zukunft braucht." Die Antwort des Kaisers an den Reichstag. Berlin, 27. März. (WTB.) Auf die Depesche des ersten Vizepräsidenten des Reichstags Tr. Paasche cur den Kaiser ist wlgende Antwort eingegangen: Für die Mir übersandten Glückwiünsche des Reichstages sage Ich Mckncn wärmsten Tank. Die Taten der Armee, welche in den letzten ^rgen .geleistet 'worden sind, reihen sich würdig an die glänzendsten Waffenenolge des Krieges. Vorbereitung, Führung und die Energie der Truppen haben mit Gottes Hilfe Englands Heeresmacht schwer erschüttert. Täglich geht es trotz zähen Wcherstandes weiter vorwärts. Tie Zahl der Geangenen ist groß, die Deute an Rncg5nvatcrial unermeßlich. Möchte das deittsche Volk, besonders seine erwählter: Vertreter, aus der Größe der Leistungen erneut, bas feste Vertrauen schöpfen, daß das deutsche Sdwert uns den Frieden erzwingen wird, möchte es erkennen, daß es jetzt heißt, Puch in ber Heimat mit gespannter Ausdauer den Siegeswillen zu Neigen, dann wird der kvmunnde Weltfrieden durch deutsche Kvatt gesicherter sein wie bisher. Tazu hckfe uns Gott. Wilhelm I. R. Das weittragende Geschütz. .. Wien. 27 März. (WTB.) Die „Reichspost" erklärt d,e Pariser Nachricht, daß die Paris beschießenden gern geschutze österreichische seien, für unrichtig. Es sen a d R.. 27. März. (WTB.) Herr Krupp von Bohl en-Halbach hat von Kaiser Wilhelm nachstehendes Telegramm erhalten: ^Fhrneues Geschütz hat mit der Beschießung von Paris er 100 Kilometer Entfernung seine Probe gfan- Ri-, ? lc !)abei1 mxt *** Fertigstellung be> Geschützes der Otzs agch e d^Z La.iseS Krupp ein neues Ruhmis lat h zuge ü t. vv PS ?m 3 )SlC1 . 1 11 ^ ^en Ihren Mitarbeitern meinen kaiser- für diese Leistung deutschen Wissens und deutscher Ar- * Die Hoffnungen Frankreichs.. Paris, 25. März. (WTB.) Nach einer Meldung der hat der Krieg smttersekretär Abram: vor »aAreichen Abgeordneten in den Wandelgängen der Kammer cnU ni La ge auseinandergesetzt. Seine Aus- fühtzTungen lassen shch wie folgt zufammenfassen: Nach den schwerer: Kämpfen, die die deutschen Truppen jetzt mit den emflischen Trup'pen ausgestochten haben, werden ste auf das ^ ll jy, r ^ e / opferbereite und durch einen Vorhang ***: gedeckte französische Heer stoßen, Nur errnge felbstLndtge Divisionen haben das Vordringer: des Mndes verKgert. Andererseits treffen die geivaltigen ena- lrschen Reserven auf den Schlachtfeldern lttn, so daß der Eher vom Feinde erzielte Geländegewinn nur vorübergehender Natur sein wird. Die Erklärung wurde von den Abgoordiveten, Senatoren und Journalisten niit Begeisterung aumenommen, die um Nachrichten einzusehen, in das Patatv Bourbon gekommen waren. * Die Mithilfe der Luftstreftträfte. tWB.) «in den siegreichen VmhkEtn- g tagen der Schiacht zwischen und La Mw daben unsere, den L u s I st r «i tk r a, t e hervvliageichcn ?lnteil. Während der b erertu ngen ,nr dre Durchbruil>äschlach! MiMN unsere Flugze^ achter. E-r fe^dllckxn Gegenwirkung die Snme bietend, i^r -ruiilärung lückenlos ins weit ins Hinterland des Feindes DiS fer ner rückwärtigen Stellungen war i,n Lichtbild festzelegt ^ Straßen pemlichst überwacht und so der deutschen Führung die Gewißlieit versck-asst. da ß d e r Ge g n er von dem unmittelbar bevorstehenden Stoß keine Ker in tni S ha tte. Dir eigene Infanterie war durch Lichtbilder »der ,cdc EirW-Icheit der ^1 erstürmenden kkambfsd-'lung des Geg- ü ber jedes Mchlji^'rnssM-elnnesi und jeden Minen,o>-rßrslaä> Ias^strcrtträlftc hatten diese gefahrvolle Tätig- ÜL »ud bat feindlichen Luftstreit traf: eu fcn tarrMkf tn unsere «orberettunaen durch rücksichtslosen Angriff -rfolsrttch verwehrt. AV «n 21. Mjxz der Nebel, der in lUngcm des Feindes zu erkunde:: u:w sofort der Wirkung unseres Feuers mrZzulieferw Erkwünrugsstüge von über 1000 Kilometer Lange über die feindlichen Bahnen bis zu o«: Hase:: bc$ Kanals enthüllten die Gegenmaßnahmen beS schwer Setrofse::e:: fzeindes. ;r , Ä a l t on e leistete:: der Führung wie der Truppe ganz pescnwcre Dienste. Der 21. März wird ö: der Gescknchte ein ganz besonderer^El-rentag bleiben. Bon frischem Drang nach vorwärts f:e der Infanterie dichtauf im Hochtransport.. ßvrotz des schnellen ööeländogewinnes blieben die Ballonbevbachter kd ber Lage, umutterbrochen die Stellungen der eigmien Truppe iund d:e Kernpunkte des feindlichen Widerstandes der Führung zu melden. Trotz aller feindlichen ^gemvehr — auf eönm Ballvnzug allnn wurden an nnem Tage 60 Fliegerbomben gewonen — ver-- laren mir während der bislierigen SckFachttage nur zioei Ballone. Auch ine F-lugabwehrkanonen beteiligten sich vom ersten ^ngriff^tage an am Marsch. Kraftwagengesckchtze folgten unniittel- bar der stürmende:: Trupt« und sick-erten in: eroberte:: Gelä:che Frugzeug- und Ballonbeolmchter. Unsere Bon:ben-Geschw- der griffen in den Nächten vor mW zwischen: den SäLachttagew Bahnknotenpunkte hinter der feindlichen Front ttotz des teilweise ungünstigen Wetters in großem Maßstabe mit Bomben an. Auch d:e englischen Hafenorte Calais und Dünkirchen wurden m:t 10650 Kilogramm Bomben belegt. Von bei anderer Bedeutung ist ein Angriff auf eine Haupt ei sen bahn lunc h:Mer der ^ckstackstsront, der m:s ga,^> geringer Höhe 36 Kilometer hinter der Front austzTsühtt, besonders gute Erfolge zeigte. den Bombengeschwader:: in den vier Nachten loa 666 Ärbogramm Bomben geworfen. * . ^ Der amerikanische Senat. Washington, 27. März. (Reuter.) Unter dem Eindruck der deutschen Offenswe war die Debatte des Sena- t e s beinahe ganz der Beschleunigung der Kricgsvorbereitun- gen gewrdnret. Senator Lodge schlug die 'Einführung der allgemeinen Dienstpflicht für alle jungen Leute zwischen dem 18. und dem 21. Lebensjahr vor. Die Diplomatie der Entente wieder in Petersburg. Moskau 25. März. (P. T.-A.) Gestern setzte der oanischc Gesandte den Kommissar für auswärtige Angelegenheiten in Petersburg, Joffe, davon in Kenntnis, daß das diplomatische Korps der Alliierten, das sich in Finnland befinde, wünsche, nach Rußland zurück z u kehren. Auf Anordnung Joffes wurde ihm unverzüg. lich ein Sonderzug zur Verfügung gestellt. Der 5ee!rieg. Neue U-Voot-Erfolge. Berlin, 27. März. (Amtlich.) Unsere Untersee-Boote haben in der I r i s ch e n S e e und an der O st k ü st e E n g lands neuerdings 20 000 B r. - R.-T. feindlichen Handelsschifssraumes vernichtet. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Nus Hessen. LandtagSersahwahl. <- 27-Marz. Tie gestrige Ersatzwahl zvr Zwei- den hessischen .Kammer hatte folg«U>es Ergebnis: Bürgermeisler Tiehl-Hochwnsel (Bar'er::lnnid) 1059 Stimmen. Rechtsanwalt Tr. Schröder-Friedberg (Zentrum) 566, Dr. Vogt (nvttmwl- liberal) 527, Dr. Strecker (Vpt.) 310, Bnnw Witt ich .Maschinenmeister (Ssz.) 325 Stimmen. Danech sindet Stickiivahl statt zwischen Bürgermeister Tiehl-Hochweisel (Bauernlnuch, und Dr Schröder (Zentrum). Bei der heutigen Ersatzwahl zur ttei: he:slw>en Kan:mer, die im Zeichen des Burgsi-iede Hoheit, Darm stad: < Gefechtsfelde wurde mir gemeldet, daß die Tnrppe:. T^n.r*' ? im,La l! ut r ^ ,m Tagen wiederum Vortresflick)es a«- und zu den säwnen Erfolgen hervorraaeiid beiqelra^ IXlben. Ich freue mrckz Dir dieses mitteilen zu können. Mü vidert ® cü ^ cn - ^ ^ , grz. Wilhelm/' , Seiner Maiestät dem Kaiser. , . A" Dir vm: gcmzew. Herzei: dankbar für Dein Telegramm Divisun: Anteil babcn: durfte an den gewal ttgen Erfolgen. d:e mper unvergleictstiches Heer unter Deine'- ^USch^ben ernn:aen hat. Ich weiß, mü wclckier Begeisteruim mein Hessen es «nmehmen werden, wenn ich ihnen Deine lobende Anerkennung alsbald mitteile. Unser aller treueste Wü:ffa> sinb m:t Dir und unseren Waffen. gez. Ernst Ludwig " des gdwJmmvZH«™ ^ ^^-zoglich- Dioision foi«n, 25. Infanterie-Division. .. ^.Soeben telegraphierte mir Seine Majestät der Kaiser feri Tatm vollbracht ha! i'„ oroüjn Schlacht. ^caTskrtauf wir all- und » ü «Uemloser SpaniuuV verfolgen. Gott sei weiter mit Euch! «Ä. Ernst Ludwig." Siebener MWHrz-pferdemanr. th. Gießen, 28. März 1918. Ter gestrige FrühjahrS-Pferoe markt hatte kaum 80 Pferde aufzuweisen, die vorherrschend aus schwerem Arbeitsmaterial be- Amben, für welckres ciwrm hohe Preise verlangt wurden. Für das PuLr gute Pferde wurden 10—15 000 Mk. verlangt, und an i^en hohen Preisforderungen scheiterten meistens die eingeleiteLgn Händel, so daN der Markt an sich recht flau abschnitt. Im Vorführungsring herrschte trotz der kühlen Witterung recht reges Leben. Bei der Prämiierung waren anwesend: Land- stallmcistcc Oberstleutnant Schoerke, der Sekretär des Landes- Pserdezuchtvercins Major v. Stark (beide Herren aus Tarm- stadt'-, der Vorsitzende der Landwittschastskamm-^r, Oekonoinievat Breitenbach -Dorheim, solvie deren Vorstandsmitglieder Gustav M o g k - Schivalheim und deren Sekretär Tr. Walter- Gießen. Uni den Ring hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefundcn, die mit Interesse die vorgeführten Tiere musterten. Die P r e i s v e r t e i l u n g nahm folgenden Verlauf: Reitpferde, unter dem Reiter gezeigt: Hch. Staub^'^Wittelsberg (4jähr. dunkelbraune Stute) 1. Pr. Wagensch läge, paarweise prämiiert: S. Kaufmann Rieder-Weisel (4jähr. braune Wallache) 3. Pr. Schivere Arbeitsschläge, paarweise prämiiert: S. Michel-Gießen (5jähr. braune Wallache) 1. Pr. Leichte Arbcitsschläge, paarweise: S. Kaufmann- Nieder-Weiscl (4jähr. Juchsstuten) 1. Pr. I. Rülf-Holzhausen (5- und 4jähr. Fuchs- und Notschimmelstuten) 2. Pr. S. Michel- Gießen. (4jähr. Fuchsstuten) 3. Pr. Äug. Frensdorf-Gießen (br. Fuchssttttenj 4. Pc. Derselbe (6- und 4jähr. hell- und dunkelbraune Stuten) 5. Pr. Schwere Arbeitsschläg e, einzeln: S. Kausmann- Nieder-Weiset (4jähr. Rappen-Wallach) 2. Pr. — Aug. Frensdorf- Gießen (9,ähr. dunkelbraune Stute) 3. Pr. Leichte Arbeitsschläge, einzeln: S. Kaufm.cm,v- Nieder-Weisel (3jähr. Fuchsstute) 1. Pr. — S. Michel-Gießen tbjähr. Notschimmel-Stute) 2. Pr. — S. Kmtfmaun-Nieder-Weisel i4jähr. braune Stute).3. Pr. — I. Nüls-Holzhauien (5jähr. Fuchsstute') 4. Pr. — S. Michel-Gießen (4jähr. Fitchsslute) 5. Pr. — Aug. Frensdors-Gießen (4jähr. Fuchsstute) 6. Pr. Schwere Arbeitsschläge, einzeln (Diese Pferde müssen mindestens 6 Moirate im Besitz von Landtvirten sein, die dem Landes-Pferdezuchtverein oder einem landwirtscha tlichcn Be- Dirfsverein des Groß herzogt ums angehären): Wilh. Wagner II.- KirchgönS (6jähr. Rotschimmclslute) 1. Pr. — Joh. Philipps XIII.- Fauerba'ch v. d. Hl. (7jähr. br. Stttte) 2. Pr. — Karl Heil-Butzbach l4iähr. hcllbr. Stute) 3. Pr. — Joh. Gg. Krausgrill VI.-Niede» Weisel 4. Pr. — Landto. Institut-Gießen (braune Stute) 5. Pr. — Ferner erhielten Aberkennungen: Rud. Veith-Heick-elheim (Wett.), Gg. Bill I.-Rieder-Weisel. Hch. Dreut II.-Griedel. Jak. KrauS- grill VI.-Rü^er-Deisel, Aug. Petry-H-attenrod, Hch. StraSheim- Griedel und L. Wagner-Albach. Leichte Arbeitsschläge, einzeln (Diese Pferde müssen mindestens 6 Moiutte im Besitz von Landwirten sein, die dem Landes-Pferdezuchtverein oder einem landwirtschaftlichen Be- zirksvcrein Ui Grvßl-erzogtums angehören): H. W. Strasheim- Griedel (8jähr. braune Stute) 1. Pr. — D. Schäfer VI.-Heskem (6j,tzc. br. Stute) 2. Pr. — Gg. Bill I.-Rieder-Weisel (4jähr. br. Stube) 3. Pr. — Hch. Stau bi tz-W rt te lSderg, Kr. Marburg (4jühr. dunkelbr. Sttrte) 4. Pr. — Rob. Schäfer-Beltershausen (4jähr. Rappenstute) 5. Pr. — Es erhielten ferner für ihre Tiere Anerkennungen: Beigeordneter H. Schenidt-Torf-Gull, H. K. Strasheim- Griedel, R»b Schäfer-Bcltersbausen, A. Koch VIII.-Nonnenrod, Hch. Heller-Echzell, Karl Frighard II.-Gießen, Moritz Bender Butzlxrch ined Ludw. Keßler V.-Großen-Linden. Arbcitsschläge, paarweise (Diese Pferde müssen mindestens 6 Monate im Besitz von Landwirten sein, die dem Lander-PserdezL>ck1»erein oder einem landvnrtschaftlichen Bezirksverein des Gr»ßhe-rzsgtum- an^ehören): Karl Hatt-Vudbach (4- und 3jäyr. hellbr. Stuten) 1. Pr. -— Hch. Treu: II.-Griedel (5- und 7jähr. FuahSstoien) 2. Pr. — Rob. Schäfer-Beltershausen (4- und 3jähr. flWjwvEJaflad* und Stute) 3. Pr. — Rud. Beith- Heuchelhei«, Wettersni (7- und 3jähr. te. Stuten) 4. Pc. — Bür^ germeister Schmidt-Trohe (4jähr. FuchssNite und Wallach) 5. Pr. — Ferner erhielten «uf ihre Tiere noch Anerkennungen: Konr. Kl. Zbel-Lcmggihas, Aug. Petrq-Hattcnrod, Hch. Heller 1.-Echzell, A. Buckow-MütelSmühle, Herm. Velten-Göbelnrod und Geor-.: Bill I.-Rieder-Wcisel. Dreijährige Fohlen, geboren 1915, Wagenschläge. 9k*. Schäfer-Beltershausen (Rappwallach) 1 Pr Dreijährige Fohlen, geboren 1915, ArbeitS schlage. Barl Heil-Bntzbach (hellbr. Stute) *1. Pr. — Jak. KrauA«rill VI.-Nchder-Wei,el (Rotschimmel) *2. Pr. — Hch. Stras- heim-Gaiedel Gr. Schutze) *3. Pr. — Kvnr. Kl. Gbel-Langgöns *4. Pr. Anerkeimungen erhielten nach: Rud. Veith- . D. Bender-Butzbach, H. Gottmann-Gie- ßeu und Jak. A. Bisiel-Gri^el. Zweijährige Fohlen, geboren 1916, Wagen- schlüge. H. C. Lt*»cheim-Griedel (dEbr. Stute) 1. Pr. — Konr-. (Fricl^fttrte) Herrchelheim (Weiter«). Ant. Wagner Lang-Göns (schwvr. Wallachs ^ Pr. - (yg. Mchler- Gießen (dNbr. Stute) 3. Pr. — Hch. Fifä-er-Veltershausen (Rotsch.- Stute) 4. Pr. M Zwei j ähri ge Fohlen. geboren 1916,ArbeitS- schläge. Rud.' Veith-Heuchelhelm (Wetterm.) (br. Stute) *1. D» — Kvnr. Kl. Ebel-Lang-Gbns (Fuchsstute) *3. Pr. — L. Wagner> Albach (br. Stttte) *4. Pr. Zuchtstuten Mit Saug sohlen oder mehrere'» Nachkommen ^Wagenschläge. Friede. Fenttiel-Griever (10jähr. dklbr. mit einem Fohlen) I.Pr. — Herm. Kwrr. StraS- heim-Griedel (9jähr. br. mtt zwei Fol/len) 2. Pr. Zucht st ulen mit Saugfohlen oder mehreren Nachkommen, Arbeitsschläge. Karl Heil-Butzbach(8jähe. hellbr. mit zwei Fohlen) *1. Pr. — Rud. Veit^-Hmchelhei« (Wetz- ter-au) (7j-ahr. br. zwei Stück 2- und 3jahc Faßllen) *2. Pr. — Rud. Petrp-Hattenrod (8jähr. Fuchs mit zwei Fohle«) *3. Pr. Zkonr. Kl. Ebel-Lang-Göns (7jayr. Fuchs mit eine« Fohlen) *4. P^ Zucht st Uten, nachweisbar in 1917 gedeckt un» erkennbar tragend. Wagenschläge. Fricdr. Fenchel- Griedel (lOjähr. bübr.) 1. Pr. — Herm. Kvnr. St«Lshrim-<Äricdel (9jähr. br.) 2. Pr. — H. Heller I.-EchreN (lOjähr. br.) 3. Pr. — Hch. Keßlec-Gr.-Linden (br.) 4. Pr. — Hch. Heller I.-Echzell (4jähr. br.) 5. Pr. ZuchtstUten. Nachweis b«r in 1917 gedeckt und erkennbartragend, Arbeitsschl tae Nikh. Wagner II.» Kirch-GönS (6jähr. Rotsch.) *1. Pr. — Joh. Pl«lipps HII.-Fanerbach v. H. (7jäln. br.) *2. Pr. — Joh. Gg. Kr«ut«rill VI.-Nieder- Weisel (4jähc. hellbr.) 3. Pr. — L. Wagner-Mbach (br.) 4. Pr. — Hch. Trent II.-Griedel (7jähr. Fuchs» 5. Pr. — Aug. Petry-Hatten- rod (8j-ähr. Fuchs) *6. Pr. — Gs erhielten ferner für iOnre Tiere iroch Anerkennungen: Beigeordneter H. Schmldt-Tori-Güll, Frei» Herr v. Tiemer-Eberstadt, Rud. Beith-.HnlchellKnm (Wetterau^ Gg. Bill I.-Nieder-Weisel unk das Landwirtschaftliche Jerstitut Gi^ße«. Nach beerrdeter Preisverteilung fand eine Könmg statt, bei der ficken Stuten von neun Tieren angekört ivucden. Tie mit * bezeichneten Preise sind von dem LondwirtschastS- tammer-Aus schuß für Oberhessen gestiftet worden. Briefkasten dev Redaktion. H. Zch. in w. Die Annahmestelle für getragen blaue Uniforrn-- stücke befindet sich im neuen Amtsgeriästgckä^rde part. (LebenS- rmttelamt), Zimmer Nr. 8. Gescl-äftsftunden werktags vormittags 9—12 und nachmittags 2—4 Uhr. Liebigshöhe Am fflontacg den I. Upril (2. Onterfciortaff) 0430 ansgefiihrt von der gesamten Garnison- Kapel*o,nnter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn iS e r m a » n. Anfang: 4 1 /, Uhr. Anfang 4 l / a Uhr. LffltorMs- Äiissleilio m 38.Müj bis 2. Avril i» dtt'luriihallt.Lltiiisir. EitttritttzprclS: 2U * 30. März 1.—Mk., 31.Mürz und I.Llprll 4V Ps. Zu zahlreichem Besuch ladet ein der Borstünd. i £?astu)irtscfiaft jur 'ßermania TLiCihge stern 15 Bahnhofstrasse 15 Meinen werten freunden und Bekannten von (>iessen und l>m%ebung. sowie enter werten Einwohnerschaft bringe meine Lokalitäten in empfehlende Erinnerung. Zum Ausschank gelangen reine Weine, hell und dunkel Bier, gute Schnäpse. Zu zahlreich Besuche ladet ergebenst ein 'Eduard von Foulion . 0433 An Großverbraucher Kreis- und Gemeindeverwaltungen,Schulcn,Fi'n sorge stellen, Fabriken oder deren Gcaustragte liefere ich HoSzFdiuhe (HMIünrfifdie Klomben) uua Hart- und Weichholz, für Männer, Frauen, Schüler, .Kinder. H&I». Or@her*, Buizliaclh Fernrtif 273. K-?-ZiN!M-L»hMz nebü allem Zubehör kann alsbald preiswert aU-ege: en werden. Scbr. Angev. unter 6124 a. d . Gien. A n_ Zwei sehr gut etngerichteie tneinandergehende Zimmer mil Zentral heiz., elektr. Licht, ,Wassert, usrv. or. 1.4. z. vrm. '«V6 -SeltcrS^es 79. u Ctt ttj ZCBOOOOCCCa&CCCXXD Hfibi. Wohn- DEd Sciililzioimsr freie, schöne, sonnige Lage, zu vrrn. Bchionvviftr. 1 L. 114 «ac3i»ocaxcooxa3acajcao Mitzliertc- Zimmer mit 2 Betten und voller Tension tu vermieten. Zu ersr«gen in der Geschäftsstelle deö Gießener Anzeig erS. 2330 Möbl. Zimmer zu i erm. Sleueu Baue L.r. Oreüener HLLcläAo§mm Hölwe Privatschule mit den Klassen Sexta- Oberprima. Unterricht nach dem Lehrplan* der Gymnasien, Realgymnasien und Oberealschulen :: H Beaufsichtigte Arbeitsstunden. Einjährigen-, Primareife- u. Abiturientenprufung Schülerheim für etwa 100 Zöglinge. Anerkannt gute und reichliche Verpflegung. Drucksachen versendet kostenlos die Direktion Wilhelmstr. 16,Fernruf2075,Gießen(0. Hess.) In den beiden Schuljahren 1916/17 u. 1917/13 bestanden 41 Fanjahr.,. 6 Primaner, 5 Abitur. 2344 3- !•%]mmer *VI Almung parterre oder 1. Stock, von allerer Dame bald gesucht. Schriitl. An«eb. unter 0421 an den GMr,. Anz. Beamter sucht für sofort eine 3—4. Zimmer' r^-bnuug. Angeb. un er 64A2 an den Gießener Anzeiger. Beamienfautilie sucht rotzige 3- oder 4-Zim«er-B-»tz- nnna zürn I. 7. Schriftliche Angeb. unter 0435 an den Gie ßener Anzeiger^_ 3'Zimmer mit geschlossenem Borolatz, von.einz. Dame zum I. CWi ob. früher au minrn gesucht. Angeb. unter 04»4 an den Gteßener Anteizer. Zum alsbaLdigen Eintritt suchen wir einen tüchtigen ? Schriftliche Angebote unter Angabe der Gehalts ansprüche erberen. Gießen, den 28. März 1918. Grotzh. üni*erfit(H$*getvctartaL Erle. 2331D Hausbursche | Putzfrau 2-3-Zimr.-PK»tz»L. s. C4 mU oder frfibet vo^r «eilicht. Atlgeb. unter M 7 an d e n Gie ß euer A n ze ift*. Gesucht «tzbl., Lrizdsretz Zimmer (Mn*eWcHrt). S«r. Anzetz. unter tzv?v an den Gienener An^eizer. Müdl. evtl. m>t Mitie^effew z. 3. 4. «efriche. Dchrinl. Auzebste u»t. 04« an den ^»irßener Hhkmp zu« ba!^i,en<äimr!rl gesucht 1U4| ff-j, A4S_I o h an n esst 4. _ Irift. Sasse hm Lrtte der s«» Waznertzxindwerk ersernr« rnttz, zefucht. Wild. Rl-sod, tzr«,uerinftr.. — Drsiu b nch. 0305 t's' f’.i.AhigTn 'ral Militarfreier Buchhalter (auch krieRSbestdä-isler^ der nt. sämllichenK,nl»r«7beiren vertraut ist, stnd-i dauernde Stellung. Schrifti. Än«eh«e nnt ZeuRniSabschriften lind Gebalt-ans-rüchrn erbeten. !^. Rösewtisa! Landwirtschasit. w» w " c Na scheuen. Schreidhilfk ßksn-t. L. Tchre»L«etzilseU oder SebreibA-bilstr, sucht Grotzh. Be^rktzkasse 2338 Kellner für Sonnt«,s aesncht. «rr Tr inkan» , Selier 4«es s»S. gftw ciVgr, Franks, tztr. 30. Kchrolni’rlfkrlliie. Braver Junne gesucht. E. Bimmermckun. 2254 Neuen Baue 1ö. As irifitl. 3iift kann in die treten bei K. Ralte«fch«ee. Pchrn t e »«meist« r,PStzi»,e»4. »esucht- *m vr. »ittMCV, Land,ra i ItzilirP-Platz 10. Waeen ^vkraneun,- des iefc!«** krLtt eeS, M«hchex ß s«v Landlsedichast sofort ,esnch< StkiNkknr^er Gtr. Sr Ta,es gesuchL. Niderer 2»«_Lied^ S«. SS. ab 8. Avrii auf tangere Zeit gesucht. 2M8Ü Ctzirnrelsche Minik. tin t Gesncht en für die Küche. Hausmädchen »orhanden. 2171 Fr«u Getzeimrckt Klinikllraße 41. TOehtlßc, HUilchen gesucht. 2258 Fran Lims», Grabe»str. 7. «eltere» «Sdchen »tz. Frau Gesucht znr Führnn, d.HanS- !»a!^» eines älteren Herrn Nähere- zu erfr. MW «»«Ittrifr._OS. »artt Btifettfrsuleitt Köchinnen. Haus-, Zimmer-, Küchen-, ^chetnmädchen erhallen f. «tkden n. Bad'Rau- tzeirn «vte Steilen s. sofort d. Nran Mar«. Herr, 04M Eonnenüraße %. teRKb^a in *i. Han»ari»,i,,n erfahr., mit gut. Zeuantssen. 4.1 -I sril od. snäier aesucht. Zeugnisse mit Bild und ^e'yaltsansvr. senden au ltzran Fabrik- brüll. Tbiele, D)ie»baden, Utzlandstraj^ 10. LUlIck Krästsse^ H a rr s n> ä d ch e n sofort gesucht. 2,2? Hsdel mci*. M«L»r. Aeltepea XSadotxen für Küche und Hausarbeit refucht zum 15. Avril. Frau Berarnr Dauneubers. Alicestr. 1L1. 04» "Besucht für 15. Anril t«ch. tiae- Mädchen für Kükt>e und Hau«. Bermittlun, nicht au4,esch1offen. L!18 Frau Prosefsar G»»kel, Mol,kei'ügc^ Mädößen das selbständig kochen kann und den Haushalt gründlich versteht. 2263 Frau Apotheker ^emvel, Cöl« , Zßloicher Play Ist Flinkes, ruverlässigeS M ä d ch e n gesucht zum 15. dlpril. Frau vr. Rordmann, 2270 Lollar «Hessen» Ehrl., iaa&ereS Miiiichril gesucht. Hosbälker Noll, Ä29 Dlätlöburg 12. Jüngeres Mädchen geillcht. °*°* Ädami, MnuSburg 14. Lehrmädchen gegen Veraütung für sofort gesucht. Porz^klanbauS OlOO Löwer tzr Bechstein. Stüiftcr Knezsiilvslilie welcher die Handelsschule besticht bat, sucht Stellung aus Bureau. Schrift!. Angeb. unter 2 27 Mi d. Gieß . Anz . erb. Junger UnDi'iC3an:< der seine iLehre beendet bat, sucht für l. April in einer LebenSmittelbr. pass. Stell., übernimutt auch Lageristen» arbeil. DchrifrlicheAng. unter 0901 an den Giei'. 'Anzeiger. D ii n g e k cr l k eingctrossen. 0418 C. Rfibsamen. Ferttsvr. 259. Dreiarmiger (VvSkron leuchter fof. zil verkaufen 0406 L ebigstr. 85, Hanhart Zu verkaufen: Stückeisen, Stiickbleche, Blechkanne». Ofenrohre, t?ktnrtcck- schlöfscr, Fiichbänder, Hanovritschenwagen, Dovverzvliudergedläie. 100 fcr Sei warzpech. Schreibmaschilte m. nchib. G m. b. H. 'lmftr. 4S. S 1 großer und 1 kleiner Schrift. &. firoef* & So ^Wilhe l ßi Tisch, 2 Schreibtisch, 1 Waschtisch mit Marmo» platte n. Lvietzcl, 1 Nachttisch sofort zil verkaufen. 2m Güd-rialaac 7. Ein guterhaliener ttinder- wagcn aus Kori-gcftccht preiswert zu verkaufen. 0382 Neue» Däne Nr. S. 1 erstklassiges, kompl. Bett (Nußbaum) kann sofort ab- gegebeit werden. Schr. Ang. nnt.0428 a. d. Gieß. Anzeiger. 2!) Ttiiil PsstkiMcii 5 bis 8 k:r sofort abzngcben 0496 Licbigstrane 71, II. Grbsenrciser abzugebe« 0403 Etetnstraße 43. 2 gnterbalt. Handksfscr l>nd eine do?velie Herrcn- butichachtei in Leder abztl- geben. 8ü4r.Ll. 811. 2950 , Suche ein gutes, braun pol. Piano zu kaufen Schr. Angeb. u. 0427 a. d. f)e- schaftsstelle ded Gieß. Anz. ehe Mkuh rL7"»- Waldmiible b. Bieder. Wegen Platzmangels z. verk. 3 bochträcht. Ziegen, sowie ein üjäbr. starker Zughund Mil Ge'chlrr und Wägelchen. Pli. Svaar V.. Neiskirchen bei Gienen. Wohnhaus mil Ladenlskal nnd großem Hosrauill, für Bäckerei sehr aeeigitet, in der Nähe der Neuen SMintfeu, leilungtz- halber zu verkaufen. Anfr. un ter 2S42 an den G ie ß. Anz. sch- 3-Zirnmer> V””® Wohnungen zil verkaufen. Ansr. unier 0408 «n den Gtest Anzeiger. Ein Haus iu «uter Loge 41t verkaufen. 2845 Gchgfer, Li che r Dir. ll. Eine Wiese am Auliveg -tl verkatisen. 2260 Mäu-bura 11, Getzrauchtetz Speisezimmer mit Mnschelanfsatz «inb Stecherei, bestehend aus: Büfett, Kredenz. 6 Stühlen. Autzziehlisch, Spiegel und Paneel, gut erhalten, abzu- geben. Wo? durch Tb. Brück. S ch lotz gasse 16. 2 2S3 Ein ,ul erhaltenes Tafel- klavier billig zu verkaufen 0 SH 7 Tammitraße 89 * Bsbr. kflcheasobriBk, 1 Tisch u. 2 Stfthia zu ueifaufe» 0416 (Lreduerltralre 47. Gut erdaltcuer Schulranzen zu kaufen hefucbr. Weferstrgße 0. SL tSrbr.Woschmiischine ?.u kaufen gesucht. Schrifti Angebote unter 0414 an den Gießener Anzeiger erbeten. Bnchen-Erbsenrciser billig abzugebeu. 0401 _SModbrimer Ttrahe 2. Ssdnlblledsr f.Qnana, Real» gymitasiuM' zukatisengesucht' Stepbanstraße 29 I* •** Oründl. Und «n icht in den Ansang-griinden des Türkischen tvird erteilt. Näh. in der Geschäftsstelle des Gießen er Anzrtgers. 2324 Gesucht wird e:n 13jährige- Mädelchea mitTöchtersitznl« biiduttg. zur Tetlngh^e an S^riv»1eip>tor'r-Ic'I»tz. Adresse im Gießener Aw zeiger zu erfragen. V4N Ks82odl kr!««««r zwecks täg» licher Prtl&uij der A&!gabea eines Untersekundaners de- Landgraf - Ludwig - Gymn. Schr. AnKeb.lt. 28-23 a. d. Sie* schäfttzsielle d. Gieß.Anz. erb. V5P5 Ei WC 3 □ 29 . III. ;iAseo. * *1 «. ®««e*vtrei» t«toIsHrg«K I. Osterfeiertas nachmittag Dnien st asten (Ia«dichlötzchen.) Abmarsch: Tin Uhr Lab» brücke, bet unaltnstigerWitterung: Abfahrt 8'» Uvr. Ne Vorstände: 2332t 8t. Haseutrug • . 1 ;y.? V . -1 O Vaterland, du forderst vieL Plötzlich und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daß^ unser heißgeliebter, treuer Sohn, Bruder, Bräutigam, Pate und Wilhelm Fischer Sergeant im Infanterie-Regiment 116, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hess. Tapferkeitsmedaille am 26. d. M. infolge schwerer Verwundung In einem Feldlazarett, nach 44 Monaten ununterbrochener treuer Pflichterfüllung, den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist. In tiefem Schmerz: JToh. Flacher. Polizeidiener, nnd Frsa geh Mulch Heinrich Flacher, Offz.-Siellv^ z. Z. irn Feld nnd Fran Jlf nna geb. Briele, nebst Kindern Wilhelm, Heinrich und .lülntti Anna Kiehl als Braut Familie Heinrich ffluleh Familie \Vllh. Wedcraann nebst allen Anverwandten. Eberstadt (Kreis Gießen), Offenbach a. M n 28. MArz 1-16. 2648 Die Beerdigung unseres für das Vaterland gefallenen Heben Sohnes, Bruders und Schwagers Dr. phil. Karl Klein Leutnant d. ß.-Inf.-Regt. 116 findet nach erfolgter Ueberführung am Samstag den 30. MArz, nachmittags 4 Uhr auf dem Friedhof in Buchenau (bei Marburg) statt 23*8 Im Namen der Trauerndem A. Klein. Todes-Anzeige. TI v A m ?• ^rf 1 * «Btachlief ganz plötzlich und unerwartet unsere Hebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Maria Kraushaar Ww. im 6L Lebensjahre. geborene Schwalb Die trauernden Hinterbliebenen: Farn i 1 ie VVil heim Kraushaar Familie Ludwig Kraushaar, Daubrlngen, den 28. März 1V18. Die Beerdigung findet Karfreitag den 29. MArz, nachmittags 8*/, Uhr, in Daubringen statt. 0431 Für die liebevolle Teilnahme an dem Tode unserer lieben Tante Fräulein Leopoldins von Schützbar gen. Milchling in Treis a. d. Lumda, sowie für die schönen Kranzspenden sagen wir unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Marburg and Nordeck, im März ,y,8. »a»D Danksagung. Für Die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heimgange unseres kleinen Lieblings, für die liebevolle, aufopfernde Pflege der Schwester während der kurzen, schweren Krankheit, fürdie zahlreichen Kranz, und Blumenspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrassistenten Schmitt am Grabe sagt herzlichsten Dank Familie Carl Seipp, Sattler. Lollar, den 27. März 1918. Leitung: I Hofrat Htrtnaan Stelfigeettsr. ! Sonntag den 31. März, abends 7-/, Uhr: Elegante Damen-LJ «1 _ und Kinder- II UI 6 -garniert und ungarniert --- bringe ich in allen Preislagen für jeden Geschmack In weitaus größter Auswahl zu äußersten Preisen WILHELM NOLL - Seltersweg 36. —-— Sämtliche Zutaten: Formen, Borden, Bänder, Blumen, Ranken, Reiher-Gestecke, Federn usw. Höhere Bürgerlcbule zu JSidda (mit YorfdniihUffe)* Die Aufnahme neu eintretender Schüler findet Ziontag den 8. April 1918. von 9—12 I hr, auf dem Amtszimmer de« Unterzeichneten statt. Vorzügen sind dabei: Geburtsschein, Impfschein und letz 1 es Schulzeugnis. Wir empfehlen den Eltern dringend, die Kinder im Interesse ihres Fortkommens in den höheren Klassen möglichst frühzeitig unserer Anstalt zuzuführen höhere Bürgerschule befolgt den pinn für «Ile liealachaten. Die (liehen Lehr* Der Unterricht beginnt erst um 9 Uhr (Schluß 1 Uhr), um auch den auswärtigen Schülern den Besuch der Anstalt zu ermöglichen. Anmeldungen werden bis «um 10. MArz an das Rektorat erbeten. Weitere Auskunft wird gern erteilt Nidda, den 17. Februar 1918. Rektorat der Höheren BOrgernchnle. LE.: Lauckhard. 1220D i? 2°33 Sanatorium Stolzenberg t t.Soden.LalmÜ,riter.Linier>ranks./M.-Bebra. Natur- ♦ heil-in'ialtn.Erholungsheimf. d »eb.Mittel i. Bekannt ^ forgtälLindtvid.Behandl.».Verpflegung Mäsi. Preise. ♦ Beschrankte Patientenzahl. Prospekt frei. «.,!) ^ Aerztiicher Lener: Dr. mcd. K. KtrUnckmnnn. Zaubermärchen mit Gesang von Ferd. Raimund. Montag de« I. Avril, nachmittags 2'/» Uhr: Schauspiel in 4 Akten von Ernst v. Wiidenbruch. Abends 7',, Ubr: 8. Kriegsanleihe Erleichterte Zeichnung »»mntttlnnnmomsrmmnnnnnnnumnsMummnManuuuuuu durch die Kriegsanleihe - Versicherung dCT Deutschen Lebensvers. - Bank „Arminia"inMünchen. (Durch «i M ster le Le Erlass« empfohlen.) verteilnng der Einzahlung ans 10—12Labre. Bierieijahrsraie 19^0 M. für ie 1000 Mark An- ieihezetchnung. Im Todesfall hört die Ratenzahlung auf, und die Anleihe wird unaetürzt den „ ^ Hinterbliebenen auSgehmidlgt. 2177 Keine ärslitche Untersuchung. HeereScmgehörige zahlen keinen besonb. Zuschlag. Anmeldescheine kostenfrei dnrch Generalagent 2l. Fröhlich, Gießen. Nord-Anlage A. Teiephon 20At. VerfrchernngSbestand: 200 Millionen Mark. Mitarbeiter in alle« Kreisen nnd allerorts gef. Astliche BkksmtllchMge» Ser LtaSt Kietzen. Rüben-Verkanf. . Bei, der ftäbt Obst- nnd GemüseverteNungSftelle. Brandoiatz 3» kommen DienStag. Donnerstag und Samstag Gelbe MSHrerr Kohtraben und Weihrüben aum Berkaui. \ Bekanntmachung. Dte AnSAablnng der Kamiiiennuterttühnnge« an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für L bis 15. Avril 1818 bzw. für März 1918 findet statt: a) ReichSunterktützung: An diejenigen, deren Namen beginnen mit: A—H DrenSraa den 2. April 1918 d—ft Mittwoch den L Avril 1918 6—2 Donnerstag den 4. April 1918. b) Weitere Uaterfiötz«»« 4Miet-r«fch«b): Au diejenigen, deren Namen beginnen mit: A—H Freitag den 5. April ISi8 J —R Oamstag den 6. April 1918 8 — Z Montag den 8. Avril I91& e) A« Vermieter, die MtetbetrSge abtzolen: DienStag den 9. Avril 1918. °°" im S..d.. Dir Unterftützuagen dürfe« ««, a, he« «orac uannten Tage« abgebolt werde«. Gieheu, de« 32. März 1918. Der Oberbürgermeister: Keller. 1. 2 Eichenstamm-Abschn. 1. Kl.-- 4,11 Fstm. 2. 9 2. „ --- 14,66 ff 3. 27 3. . “ 31,14 ff 4. 7 4. . ----- 4,51 5. 2 Buchrnstamm. , 2. , - 2,15 6. 2 Fichlenstamm- , 1. » = 7,44 ff 7. 12 2. „ =30,23 ff 8. 14 3. „ **-<* 21,96 0 9. 3 4. „ a.« 1,33 r 10. 27 5« , == 13,98 11.145 bb ^ «= 38,36 " 12. 1 Kicfnnstamm.Abschn. 2. . = 1.32 13. 3« 3. n =18,93 ' 14. 91 4. , =39,92 15.140 Kiefern.-Bauholz 5. . = 47,42 16.273 „ -Grubenholz 5. , =77,79 17. 5 Weißtannenst.-Abschn. 5 a , = 2,01 18.205 5b „ =45,76 u rzi Holz»nSe!g»u»g btt Slobt ®i/, Ubr beginnend, werden in den Waldungen der Siadi Gieüen meistbietend versteigert: 1 Rm. r^chtenscheit Lw m lang, 2 Rm. Eichenknüovel. L50 m lang. 3 Rm. Etchenknlipvei. 3,75 m lang, Z4 Rm. Klefernknüopel. 17 Rm. Mchtenknfippel. 5 m ff 1420 Wellen Eichen-Reifig. °~~ A -- 2050 Wellen dichten Reisig. Wellen Kiesern-RetsiL Overette in 3 Akten von Leon Zessel. 2340c EHD MMM'M Die Zusammenkunft ist am Bahnübergang auf der Grünbcrger Siraire am Babnwärterhauv. Holzhündier sind vom Mikbiet-n ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen Eigen-Bebarf steigern. Giehen, den 27. Mä-z 1918. oz^B Ter Oberbürg-rmeiüer, fKR; Erltnewald, Da- Holz ist aufgearbeitet und mit Rinde ge« messen. Angebote hieraus find nach Sortiment und Klaffen getrennt pro Fstm. bis zum 2. April l. nachmittag- 2 Uhr, verschlossen und mit entsprechen- der Aufschrift bei Unterzeichneter Bürgermeisterei ein- zureichen, woselbst auch bei Eröffnung die weiteren Bedingungen bekannt gegeben werden. Da- Holz lagert in den Distrikten Hainberg, Struth, Pfingsb. köpf und Hangelstein. 2195 Alten-Buseck, den 21. Mär- 191$. Grotzherzogl. Bürgermeisterei Alten-BuseS. _ Rau, Beigeordneter. Holzversteigerung. DienStag den 2. April 1918, von vormittags 10 Uhr ab, werden im Wald der Gemeinde TreiS a./Lda., Distrikte Aspenstrauch und Niederseilbach, folgende Holzsortimente versteigert: Stämme: Eiche 10 Stück ^ 5,63 Fstm.. Fichte 51 Stück --- 20,19 Fstm., Kiefern 4 Stück = 3,10 Fstm., Scheiter: Buche 65 Nm., Eiche 24 Rm. Knüppel: Buche 38 Nm., Eiche 15Nm„ Erle 3 Nm., Kiefer 10 Rm., Fichte 26 Rm. Reisig: Buche 142 Rm., Eiche 30 Rm., Erle »8 Rnu, Kiefer 104 Rm., Fichte 86 Rm., Stock: Buche 28 Rm., Eiche 6 Rm., Kiefer 17 Nm.» Fichte 10 Rm. Zusammenkunft im Aspenstrauch am Ge- meinde-Steinbruch. . Treis a./Lda., 26. März 1918. 2306 Großh. Bürgermeisterei. Senner. Holzversteigerung. Mittwoch den 3. April, vorm. 10 tthr an- fangend, soll in den Distrikten Streiteck, Mittel- schlag, Lehmgrube und Lindenstruth von der Gemeinde Bersrod nachverzeichnete- Holz versteigert werden: Scheiter, Buchen: 300 Rm. „ Eichen: 33 n h Fichten: 22 „ Knüppel, Buchen: 230 „ * Elchen: 48 w n Fichten: 74 „ - Aspen: 2 „ Reiser, Buchen: 200 g , Eichen: 180 „ Stöcke, Buchen: 102 , n Eichen: 39 p y Fichten: 29 n Zusammenkunft im Ort. Bersrod, den 26. März 1918. 2303 Grokh. Bürgeruieisterei Bersrod. __ Reus ch ling. n. Hasdorbeiisnnlerriciil 0138 W. Bräsinlng, Plockstratze 2 . beginnt Montan den H. Avril 1918. Neuannieldunaen ab 3. April erbeien. Hosz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Alten« Buscck soll folgendes Holz im SubmifstonSwege vergeben werden: Nr. Zweites Bl att Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) D onnerstag. 28. März 19(8 21 u* Stodt nnd Land. Gießen, den 28. März 1918. Die Karwoche. 'JJiftrt vierten Male in diesem größten, gewaltigsten aller bisherigen Ziriege rückt das Osterfest heran, diesmal begleitet von der stillen Freude und Genugtuung über die Erfolge deutschen Mutes, deutscher Kraft und Fe l d Herrn kn n st. Die Karwoche, in der wir gerade stehen, brachte Erfolge auf Erfolge. Kaum war eine Siegesbotschaft richtig ausgenommen, als schon die zweite ankam und mit ihr die ersten neuen Gefangenen, Engländer in schmutzig-gelben Uniformen, gleichgültige Mienen zur Schau tragend, ja selbst lustige Liedlein v«or sieh hin pfeifend. Mit einer emsigen Geschäftigkeit zieht heute der Gründonnerstag ins Land, der in vergangenen Zeiten des Friedens das bunte Bild rührigster Tätigkeit Hot. Aus der Umgegend eilte da Groß und Klein zur Stadt, um noch allerhand für das bevorstehende Osterfest einzukausen oder den angesammelten Eiervorrat abzusetzen. Schwälnrer und oberhessische Trachten belebten das Marktbild, und die Auslagen der Konditoreien und Eonfitürengeschäfle überboten sich in der Pracht der ausgestellten itzerrlichkeiten. Das ist heute anders geworden. Das gefärbte Ostec-Ei und der .Schokolade-Hase, der sitzend sein Männchen macht oder im Nest mit süßem Inhalt thront, fehlen, dazu noch so allerlei, womit man sich gegenseitig beschenkte. Was will das aber besagen in Anbetracht der Größe der Zeit, in der wir leben: da trägt man gern und verzichtet selbst auf alte Gebräuche und Sitten. Auch gibt es ja so viele andere schöne Ostergeschenke. Man denke bei der Ostergabe nur einmal au die „Kriegsanleihe", oder man erinnere sish der Kranken und Verwundeten, denen man mit einer Aufmerksamkeit bereits die größte Freude machen kann. Der Grünbonnerstag hat an seiner Bedeutung nichts eingebüßt; nur etwas sti.ler ist es gelvorden und mit einer größeren Innerlichkeit werden vielleicht Tausende von Menschen dem morgigen Karfreitag entgegengehen. Ob an diesem Tage heller Sonnenschein die Natur überflutet, oder ob graue Wolken und dichte Nebelmassen einen düsteren Mantel weben, gleichgültig, der Tag hat seine ganz besondere Stimmung, seinen „Karfreitagszauber"'. Eine erhabene Ruhe liegt über Stadt und Land, über den heimatlickien Fluren; ein fast demütiges Insichh neil schauen macht sich bei den Menschen bemerkbar, ohne daß jie eigentlich die Ursache fühlen. Das ist der Karfreitagszanber, der durch ^Jahrhunderte zurückgeht und dessen Wiege am Kreuze zu Golgatha steht. Geschlechter kamen, Geschlechter gingen, der Wechsel der Zeiten schuf schillernde, farbenprächtige Bilder, die auftauchten und verlöschten. Der Karfreitag kehrte jedes Jahr wieder und mit ihm jener Zauber der stillen, andächtigen Beschaulichkeit, der sich über die Menschen ausbreitet, die ihn empfinden und ihm Rechnung tragen. Daher gehört der Karfreitag dem inneren Menschen, der mit sich selbst zu Rate steht. Zwei Tage später, und die Osterglocken werden mit Hellen Klängen den jungen Frühling begrüßen. —m. Zeichnet die Kriegsanleihe, denn: EinfolchPapier.anGoldundSilberStatt, ist so bequem, Manweißdoch, was man hat. (Goethe, Faust.) Anbau- und Ernteflächenerhebung im Jahre 1918. Durch Brmdesrats veuo-rdmmg ist ebenso wie in den Vorjahren eine Erhebung über die Anbau- und Erntest a che an Getreide und den übrigen für die menschliche Ernährung und als Futtermittel hauptsächlich in Betraclxt kommenden, feldmäßig an- gebauten Lruchtarten an geordnet worden. Die Erhebung findet m der Zeit vom 6. Mai bis 1. Juni statt. Die Ausführung liegt den Gemeinoebehörien ob. Sie hat durch Befragung der Grundeigentümer und landwirtschaftlichen Betriebsinhaber zu erfolgen. Zur Nachprüfung der von den Befragten gemachten Angaben über die Größe der von ihren bewirtschafteter Fläche haben vre Gemeindebehörden überall die Katasterunterlagen zum Vergleich heran zuzielen und etwaigen darrach sich ergebenden Unstimmigkeiten nachzngehen und sie richigzuftellen. Tie Erhebung erstreckt sich nur auf dar feldmäßigen Anbau, während der gartenmäßige Anbau außer Betracht bleibt. Cs ist für die gesamte bewirtschaftete Fläche anzugeboir. wieviel davon landwirtschaftlich und wieviel nicht landioirt'chrftlich benutzt wird. Fr'ir die land- wirtschpaftli'ch benutzten Flächten sind sodann im einzelnen die Anbau- und Ernteflächen für alle Gttreidearten. Hülsenfrüchte. Oel- früchte. Gffpiustpflanzen, Kartoffeln, Zuckerrüben und sonstige Rüben. Weißlvhl, die übrigen Kl-Marten, Zwiebeln, die sonstigen Gemüsearten und die Futterpflanzen anzngeben. ferner die Größe der nicht bestellten Ackerflächen-und der Wiesen und Viehweiden. Die Erhebung dient als Grundlage des den Verbrauch der wichttchten Nahrnngs- mrd Futtermittel für das kommende Wirtschaftsjahr regelnde i Wirtschaftsplanes, sie bildet ein wichtiges Glied in der Kette der Maßnahmen, durch webhje die Ausl/ungeningspläne Unserer Feinde mich weiterhin vereitelt werden sollen. Alle Beteiligten müssen es als vaterländische Pflicht betrachtlnr. mit Vier-, ständnis und Hingebung zur gewissenhaften Durchführung der Erhebung beizutragen. * ** Auszeichnung. Dem Grenadier Otto Schumann zwurde das Eiserne Ktteuz 2. Klasse verliehen. ** Gewerbeschule. Eltern und Lehrmeister weisen wir darauf hin, daß der Unterricht in der gelverblichen Fortbildungsschule in der Woche vom 22. April seinen Anfang stimmt. Lehrlingen alker Handwerkszlveige wird eine tüchtige Ausbildung in Freihandzeichnen. Fachzeichnen, Deutsch. Rechnen Buchführung, Naturlehre, Materialkunde und Ge- setzesknnde zuteil. Der Unterricht erstreckt sich auf 3 Jahre an einem Nachmittag und bereitet die Schüler zugleich für die Ablegung der Gesellenprüfung vor. Mögen recht viele von dieser günstigen Gelegenheit Gebrauch machen, damit ein tüchtiger Nachwuchs im Handwerk erstarke, denn nach Beendigung des Krieges wird im geschäftlichen Wettbewerb neben praktischem Können auch ein Umfangreiches Maß theoretischen Wissens von unserem Handwerkerstand verlangt lverden. **. Kaninchenausstellung. Die zu Ostern in der Turn- P a J. e .J n Steinstraße statt findende Landes Verba ndsa us stell u n g hefnso»er Kaninchenzüchter verspricht viel Sehenswertes. Das gc- Tiermaterial ist reichhaltig. In 500 Käfigen werden über 700 Dure zur Schau stehen. Me Ralfen sind gemeldet und.oerden zu Berglerchen cmregen. Belgische graue Riesen in 70 Käfigen, benen flch durch deutsche Züchter herausgezüchtese Weiße Riesen in zrrke 40 Käfigen anschlicßen. und Silberkaninck>en in Grau, Gelb und Braun rn imgefähr 120 Käfigen bilden den größeren Teil. Daneben kann man me munteren Schwarzlohkaninchen, die Hasenkauinchen, dre blauen Wiener, die großen Germaniasitber. die schwarz-weißen Rresenschecken, die Holländer, die zierlick-en weißen Hermelinkanin- 'cherr und tme bie Rassen alle heißen, bervundern. Von mehreren Züchtern sind auch aus Kaninchenfellen hergestellte Pelzsachen zur Schau gestellt. Unter anderen eine Berufsjoppe mit Kaninchenpelz gefuttert. Ebenso ein Sch'^anzen ^-'s Kaninchmleder beraestellt, d Jahre gebraucht. Ern gebra enes Kaninchen wird wohl manchen Bejuch^r reizen, auch einmal Kmiinchcnfleisch zu versuchen, Die Literatur über Kaninchen wird gleichfalls reichhaltig vertreten fern. Die Kriegsfellaktiengesellschaft zeigt in ihrer Kollektion, wie me Felle behandelt werden sollen, und an schlecht behandelten Zellen, wie sie nicht behandelt werden dürfen. Weiter zeigt sie, n-as gut und schlecht behandelte Felbe für Pelze und Leder ergeben. Den Ausstellern winken dank der Unterstützung des Staates, des Kreises, der Stadt, der Opferwilligkeit unserer Bürgerschaft und des die Ausstellung veranstaltenden Vereins auch sehr viele Preise, so daß die besten Tiere damit bedacht werden können. Die Eröffnung der Ausstellung sindet durch Oberbürgermeister Keller, den Schirm- Herrn der Ausstellung, und den Ehrenausschuß am Samstag den 30. Mürz, nachmittags 4 Uhr statt. Näheres besagen die Plakate und die Anzeigen. ** Stadltheater. Es sei darauf hingewiesen, daß noch bis zum 28. April regelmäßige Vorstellungen stattsin- ben; auch für den Sommer sind außer den Vorstellungen für die kriegsbeschäftigte Arbeiterschaft einzelne Gastspiele des Kurtheaters Bad-Nauheim vorgesehen. — Am ersten Feiertage wird, wie schon bekannt gegeben, Raimunds ewig junger „Verschwendet mit der Musik von Konradin Kreutzer gegeben. Der Ostermontag bringt am Nachmittag eine Aufführung von Wildenbruchs „Haubenlerche", am Abend eine Wiederholung der Operette „S chwarzwald- m ä d e l". ** Da.s 'Kreisblatt Nr. 30 enthält Verordnungen über; Auskunftspflicht, Aufstellung der Gemeindevoranschläge, Feldpolizeidienst, Feldbereinigung Oberbessingen und Grümngen. Landkreis Gießen. # Langgöns, 27. März. (Besitzwachfel.) Tie Gastwirtschaft unter den Linden mit schönem schattigen Garden, BahNho-f- straße 9, wurde von dem bisherigen Besitzer Peter Grote für 29 500 Mark an den Metzgermeister Karl Hebbel II. verlauft; derselbe wird nicht nur die Wirtschaft fortführen, fan-benü auch seine bisher betriebene Metzgerei dahin verlegen. Mctzger- meister Karl Hebbel II. veriauf.e sein Besitztum, Bcrgstr. 6, für 10000 Mark an den Eisenbahnboamten Krismer von Kirch- göns. Kreis Büdingen. **Nieder-Ohmcn. 27. März.. Der Gefreite Fritz E a r l e wurde mit dam Eisernen föreu-> 1. Klasse ansgezeickMet. 4 Orten berg, 27. März. Unteroffizier Dachdecker Heinrich Hebbel wurde znm 'Sergeanten befördert. Kreis Lautcrbach. ** Sau t erb d d), 28. März. Oberjäger Rudolf H o e ck würde, nachdem er vor kurzem dos Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt, zum Sergeanten befördert. Kreis Schotten. 4 La ubach, 27. März. Leutnant der Reserve Johannes Nebel, 'Sohn des hiesigen Pfarrers Nebel, erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse . Starkenburg und Rßeinhesscn. I T a r m st a d t, 27. März In der Nacht' zum Dienstag wurde ein aus Groß-Gerau stammender Kohlenlader am Hauptbahn Hofe von einem elektrischen Krahn erfaßt und erlitt B.'in- und Rivven- bräche.— Etwas später brachte eine« Schaffnerin ihren; Arm ziivischen die Puffer zweier Güterloagen und zog sich schrvere Quetschungen zu. = Aus dem R Heinglau, 28. März. Die Kanvaewschüsse der deutschen Westoffensive waren auf den Rheinhöhen während der letzten Tage unausgesetzt hörbar. Auf der „Johannisburg", einem besonders hoch und fveigelegenen Besitztum oberhalb von Johannis-q berg, surrten infolge dos' gewaltigen Luftdrucks die eisernen Balkon-cj fortgesetzt. ch. Vom Mittelrhein, 26. März. Die Natur ist in diesem Frühjahre außerordentlich früh erwacht. In den Anlagen knospen, sprießen und blühen die Sträuckxw bereits, in den Gärtenl stehen die Aprikosenbäume im Blüten schurr ck. Deil'fN-Nassau. ----Höchst a. M.. 26. März. Der Kreistag beschloß heute die Errichtung eines Kreiswohlfahrtsamtes für Wohnungsfürsorge, Bekämpfung der Tuberkulose, Beratung der Bewahranstalten, Krippen und Hinterbliebenenfürsorge. Zu den Unkosten stellten die Farbwerke auf fünf Jahre jährlich 1000 Mk. zur Verfügung. Für Kriegsfamilienunterstützungen genehmigte der Kreistag die Aus- nahme einer weiteren Anleihe von 2 500 000 Mk. Die Kreisaus- aaben erhöhen sich damit auf 12 200 000 Mk. Zur Beschaffung von Möbeleinrichtungen für l-eimkehrende Krieger utid bedürftige An- gebörige des Mittelstandes und der Beamtenschaft aus den: Kreise Höchst bewilligte man 300 000 Mk. Die Möbel werden durch Vermittlung der heimischer Möbel-Großindustrie beschafft. Der Nas- slauischen Siedlungsgescllsä>aft in Wiesbaden trat der Kreis mit einer Stammeinlage von 50 000 Mk. bei. Der Haushaltsplan der Ksreiskasse für 1918 wurde in Einnahmen und Ausgaben auf 676 700 Mk. festgesetzt. Ei ~ ~ da die Einnahmen aus d erheblich steigerten. Für stellte man statt 6000 jetzt -- O b e r u r s e l, 28 genehmigten den Ankicruf ron großen Ländereien für Villenbauten und Arbeiterwo.hrangen und brioilligten dazu 133 000 Mark. Gießener Strafkammer. Gießen, den 26. Mürz 1918 Der 18 Jahre alte Schveizer Franz W. dorr RuvvorcsHütten in Bayern erhielt wegen Diebstahls in 2 Fällen eine Gesamtgefängnisstrafe vorr 4 Wochen. Terselbe hat dem Verwalter des Pächters L. in Wisselsl-eim, bei dem er bedienstet lvar, 1 Paar Sch^rürschiche und ein Paar braune Gamasch.n entwendet. Eine Gesamtgesänguisstrafe von 7M>ona en erhielt der 17 Jahre alte Arbeiter Lemchard H. von Gießen wegen zweier Diebstähle. Er hat in Gemeinschaft mit dem bereits verurteilten Arbeiter Ernst K von Gieße,: auS einem Gebäude einen weißen Damast-Bettbezug, ein Nachthemd und ein Paar Lackstiefel im Gesamtwerte von zirka 50 Mark gestiolflen. Die Elise S. Witwe in Burg-Gemünden wurde wegen schwerer Urkundenfälfck)ung unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Wock?e Gefängnis verurteilt. Die Angeklagte ist von ihrer Schwester auf Zahlung von 170 Mark aus einem im Herbst 1915 gewährten Darlel)en verklagt worden. In dem Rech sstreite bestritt diese, ein Darlehen erchrlten zu haben und legte unter der Behauptung, sie habe u!N das Darlehen an gehalten, wnl sie das Geld zur Zahlung eines Kleiderschrankes nötig geh-ubt, eine Quittung des Sstweiner- meisters Pf. in Burg-Geinündrn vor, wonach sie den Resckaufpreis bereits am 16. November 1913. mithin vor der behaupteten Dar- lel-enshingabe, lvzablt hatte. Diese Quittung ist, wie die Angeklagte Mgibt, von ihr gefälscht, die Quittung ist in Wirklichkeit erst am 16. November 1915 erteilt wordeü, sie hat die 5 in 3 ab- geändert. Der Bahnwärter i. V. Franz^ B. von Blankenau ist vom hiesigen Schöffengericht wegen Diebstahls eines Paar Schuhe mit einer Woche Gefängnis verurteilt worden. Der Mgeklagte wollte am 9. November v. Js. in drnt hiesigen Schuhhaus S. für seine Frau Sckmhe kaufen. Hier wurden ihm Schuhe nicht verabfolgt, weil er keinen Bezugsschein hatte. Er benutzte die Gelegenheit und nahm vom Ladentisch ein Paar Schuhe im' Werte von 6,70 Mark an sich, steckte sic ein und verschwand. Er tvar aber beobachtet worden, wurde alsbald verfolgt und sestgerwminen, ihm auch die Schulie wieder abgcnommen. Seine gegen dieses Urteil eingelegte Berufung T>at;c keinen Erfolg, sie rvurt-e kostenfällig zurückgerv-iesen. Ter anr 2. 4. 01. zu Lampertheim geborene Ludwig M. war in Friedberg in einem dortigen Hotel als Hansbursche beschäftigt und !mt in dieser Eigenschaft verschiedene-.! Hotelgästen Hemden, Strümpfe und einen Anzug entwendete; auch wurden -bei seft'em Gepäck ein Bettuch und zwei Handtticl^r, die dem Hotel gehörten, gefu7!den. Das Gericht verurteüte den geständigen Angeklagten zu eurer Ge'amtgefänMisstrase von 6 Monaten. Ter 19 Jahre alle Bergnrann Karl. M. von Saasen ist vorn Schöffengericht Eaü'ckerg zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt worden, weck er am 2£-, IS. 17. zu Saasen in einer Kirche l!e Eryotinng oer Steuern tritt nicht ein. '.x kriegswirtsck>aftlich>en Vern-alttina sich die Bekämpfung der Lungentul>erkulose 9000 Mk. ein. . März. Die städtisckven Körperschaften schimpfenden Unfug verübte, indem er in der Kirck-e auf^dem Veits^ berg während des Gottesvierrsues Zigaretten rauchte. Seine gegen dieses Urteil eingeleg re Berufung hatte keineir Erfrolg, sie wurde loslensällig zurückgew!e,cn. Auf dem hiesige Eilgüter bahn Hose aus einem dort stehenden! Eisenlmhnwagen, hab.n die jugendlick-en, bereits wegen^ Diebstahls vorbestraften Brüder Karl und Emll Wt von Gießen ca. 18 Postpakete für französische Kriegsgefangene cntwenoei. Die Pa^ kete, -rsteckten sie znnäch t unter der Rampe. Ms sie mit dem Ocffnei! der Pakete beschäftigt waren, riefen sie den in der Nähe weilenden, ihnen bekannten 15 Jdhre alten Bahnarbeiter Friedrich K. von Gießen, der bereits wegen Hehlerei vorbestraft ist, herbei, und dieser erhielt bztv. imhn aus einem bereits geöffneten Paket 3 Eier, 1 Büchse Oelsardinen und eine Tafel Shokolade an sich. Hiernach wurden dieselben alsbald entdeött und festgenommen. Wegei- Tiebsmhls erhielten Karl W. 3 Monate. Emil W. 2 Mo* nate >'nd der Angeklagte K. wögen Hehlerei 3 Miock).en Gefängnis. Meteorowglsche veobachtungen der Station Giehen.' März l 1818 Zb 1 i ►» Z « a D L ^ V 1 CJ Z 3 2 "as sL ^ l « A I 1 G 1 1 Ä s iO 1 x‘-3 üJeUtt 27. 2» 6.0 l 3,3 ! 60 6 Sonnenschein 27. 9"! — 2.1 33 62 — — 10 Bed. Himinel 28. 7,^ 0.8 3.1 j 61 10 Diebel ! I 56ft> r te Teinperatrn 1 am 26. bl } | 1 27. März 1918 = -f 5.6' 0. Niedrigste . . . , «,8 = -|- 6,6 • C. 90eöfvjct)laq 0,0 mm. Eltern, Großeltern! Schafft euren Kindern und Enkeln ein Andenken an die große Zeit, das, ihnen und euch zum Stolz, dereinst Zeugnis ablegen wird, daß ihr mitgearbeitet habt an, Sieg und mitgcopfert. Wer über keine größeren Barmittel verfügt, braucht nicht zur Seite zu stehen, er nimmt eine „Kriegsanleihe-Versicherung" beim Allgenleinen Deutschen Bersiche-' rungs^Verein a. G. in Stuttgart. Schon mit 50 bis 60 M. Jahresbeitrag könnt ihr eine Kriegsanleihe- Versicherung über 1000 M. erwerben. Ihr helft daniit dem Vaterlande und ebnet zugleich euren Kindern den Lebensweg. 21020 Letztc liaciirtcbfctt« (WTB.) Großes Hauptquartier, 28. Marz. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Aus dem Schlachtfelde in Frankreich führte der Engländer erneut frische, aus anderen Fronten berausgezogene Divisionen unseren Truppen entgegen. Nordwestlich von Bapaume warfen wir den Feind aus alten Trichterstellungen auf Buequoy und Hebuterne. Mit besonderer Zähigkeit kämpfte der Feind vergeblich um die Wiedereroberung von Albert. Starke, von Panzerwagen begleitete Angriffe brachen auf den Hängen der der Stadt westlich vorgelagerten Höhen blutig zusammen. Südlich von der Somme bahnten sich unsere Divisionen an vielen Stellen den Weg durch alte feindliche Stellungen und warfen Engländer und Franzosen in das seit 1914 vom Kriege unberührt gebliebene Gebiet Frankreichs zurück. Die siegreichen Truppen des Deutschen Kronprinzen lya btn in unaufhaltsamen Angriffen von St.Quentin überdß Somme die feindliche Stellung in 60 Kilometer Tiefe eingestoßen. Sie drangen gestern bis Pierrepont vor und habev Montdidier genommen. * Unsere Verluste halten sich in normalen Grenzen. An einzelnen Brennpunkten sind sie schwerer. Die Zahl der Leichtverwundeten wird auf 60 bis 70 vom Hundert aller Verluste geschätzt. * An der lothringischen Fwnt nahmen die Artillerie- kämpfe an Starke zu. * Rittmeister Freiherr von Nichthofen errang seinen 71., 72. und 73. Luftsieg. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste EZeneralauariicrmcister L u d e n d 0 r f f. Der Friede mit Rumänien. Berlin, 28. März. Ter „Berl. Lok.-Anz." meldet m4 Budapest: Der Speziatberichterstatter des „Pesti Naplo" meldet aus Bukarest: Die Verhandlungen am letzten Tage verliefen äußerst lebhaft. Marghiloman versuchte, alle Argumente gegen die einzelnen Paragraphen auf marschieren zu lassen. Schließlich kam aber doch eine Vereinbarung zustande. Graf C z e r n i N hat seine Mreisc auf morgen verschoben. Für Donnerstag ist die VerSsfentlichuug des Fricdensvcrtrages zu erwarten. Graf Czernin und Tr. v. Kühl mann werden sodann Bukarest verlassen^ Mit Rücksicht auf die Enrpfindtichkeit der K ö n i g i n , die erklärte, nie mehr nach Cotrozeni zurückzukehren, wenn die Verhandlungen dort beendet lverden würden, lvurden die Verhandlungen am letzten Tage ins Handelsministerium verlegt. Der Eindruck des dmtschen Sicges in Italien. Berlin, 28. März. In Italien hat der Eindruck bet deutschen Offensive ein wahres Entsetzen herv-orgeanfen. Man beginnt mit einer österreichischen Offensive an der italienischen F-ront zu rechl!cn. Prinz Aumist Wilhelm nicht zum Landrat ernannt. Berlin, 28. März. \%ic vor einigen Tagen von Berliner Blättern über den Prinzen August Wilhelm gebrachte Meldung von einer zukünftigen landrätlicheu Tätigkeit wird vv^ Posener Blättern als u n - u t r e s f e n d bezeickm'ct. Die Mrcklenbui-gcr auf dem Schlachtftlde. Berlin, 28. März. Ueber diö Mecklenburger hat sich der K a! s e r sehr lvbeud ausgespwel^n. In einem Telegramm an den Gvoßherzog heißt es: Ich habe die 17. Division auf dem: Lchl acht selbe berückst. Sie hat ftch unvergleichlich geschlagen Ins- be,vndere beglückwüusckie ich Dich zu Deinen Grenadier-Regiurm-t Nr. 89. das aus eig^re-n Entschluß las Dorf Sttiguie^ stürmt hat. Die ReichstagSersatzwahl in Zwickau. Berlin^ 28. März. Tie Reichstagscrsatzwabl im Kreise Zwickau, die durch den Tod des Abg. Stolle (Unabh Sozi notwendig geworden ist, nnrd, dem „Berl Lok.-Anz?' zufolge am 13. Piai stattftnden^ 8303 Lv Einnahmen. Frankfurter Hypothekenbank. 55&H Geschäftsjahr. Abschluß per 31. Dezember 1917. IahreSrcchnttng. AnSgabe». . ewinn-Dortrag vom Jahre 1916 . . . . Unsen miö: Hypotheken. Jt 22 970 575.60 Kommunal-Darlehen . . „ 43L 101.39 ^ombard-Darlehen.Wechfeln, Sonto-Korrem u. Staats- vavieren. . 1846 417,2t Darlebensvroviüonen . . . . . . . . Lon den Hypothekenschuldnern ersetzte Stempelsteuern. «mit»«. M I * 915 39C,io 25 252 034 20i 43824 24 10260 Zinsen von: Pfandbriefen .... Kommunal-Sbligationen _ VerwaliungSkosrcn und Zahluitgen Kriegssürsorge. Steuern und Stempel M 20 223 203.40 » 2-23570 20 für Kursverlnn aus Deutsche StaatSvapiere . Überweisung an den Pfandbriefagiovortrag Iteingewinn, beschlossene Verwendung: Ü*/ 2 °/o Dividende UNS Jt 22000000.- Jt 2090000.— Überweisung an die auher- ordenrliche Okcserve . . n 600000.— Taniteinenu. Gratifikationen „ 8898(57.99 Borirag auf 1918 . . . . * 988 668.6! Jt 20 446 833 559788 49 618 233 70 28 182 15 300000- 4 268 536 60 26 221574 54 Bilanz. 26 22f57i54 Passiva. Hhpotbeken sämtlich in daSDeckungsregister eingetragen,. Hvvothcn',inscn 683 070,— Lombardfordernpacn . . . . . . . I Guthaben b. Bankhäusern.I Deutsche Reichs- u.Preuü. unverzinsl. Echalzanw. M 18 700 000.— Schecks.» 38 561. !7 Kontokorrent: Debitoren. Qmmobilicit: Bankgebinde. M 500090.- Sonittger Grundbesitz. . „ 294 321.44 329 871 172 72 5890413 54 1048991361 1038 867 78 21660 221 20 1 790 949 67 ! 2 400 000 - 18 738 561'47 862784- 794 321 44 593 037 205i 431 Aktienkapital. Reservefonds: gesetzlicher. außerordentlicher . . . AnSsall-Reserve .... Slaatspavier-Reserve . VortraaSvvften: Pfandbrief-Agio.... Zinsen li.Darlehensprovts. Gewinu-Borlrag . . . Pfandbriefe: 4"/>,ige. 3‘/>°/o. Verloste Stucke .... 4°/.,ine . 3'/-°/»ige Jt 17 030 000.— 4500000.- 2 0.5 000.- I ff 7 oaa- .K 1602003.33 „ 1841 147.84 ff 988 668.61 Jt 38t 143800.— r 144 293 700.- Jt 2327 090.- ff 4 399690.- | Jt> I 4 22000 000- 24 305 000 Zinsen von Pfandbriefen und Kommunal- Obligationen fiir dieZeit bis 31.Dez. I9l7 Nuerbobene Dividende. Kontokorrent: Kreditoren Depo ntcn. Dall'nftcuer'Konto . . . Dividende für 4917 . . Tautismeu und Orraifikationcu 4 431819 525439 500 58500 6726 600 78 04 4 433518 159 750 538 794 1924 619 50 539 235184 2090 000 — 389 867 99 Der Dividendenschein pro 1917 gelangt von heute ab mit Jt 95.— = 97,% zur Einlösung. 593 037 205 43 Frankfurt a. M., den 26. März 1918. Die Direktion. Brenn abor- Kinderwagen u. Klappwagen in großer Auswahl eingetroffen. » August Kilbsngsr 7 Seitersweg 79 1977a Zur Selbstanfertigg. v. Hüten in sehr grosser Auswahl Q Tfcdcha its Kabmnri * d- Ott>3‘en Jh/h/iu’ a.uo Kreuzuacher Kraham-Zro! ist wieder einge:rofsen und gegen75O'Gramin-Broimark. zu haben bei Osorx W ullcnfeJs, Marktvlav 21. |867 VERSCHIEDE 14 ES Erklärung. Ich nehrne die am 26. unb 27. Februar l. F. gegen Herrn Kaspar Dort, Bahn- arbeiler ans Daubringen, ausgesprochenen Beleidigungen als univahr zurück urtb habe in ich vervflichiet, die etlistandeneuKosten z. tragen und 5 Mk. Bus;e zu zahlen, (biehcn, den 23. März 1918. 23221) Wilhelm Bcnucr. PüVlitimttmA i. Pensum d. 1. bis 3. Scknl» jabres höh. Schulen wird von erfahr. Lehrkraft erteilt. Auskunft: Qitanlagc 30p. 2017 für Schüler u. Schülerinnen unt. Klassen ert. Ctuderuin. Rah. z. ers. i. Gietz. Anz. 2325 erhalten gratis meine Broschüre über die Ursache des Stotterns und die Beseitigung desselben ohne Bcrufsüijrnng,D. R.P.) Die Zusendung ers Int sofort im Kn wert ohne Firma voll- ständig kostenlos. 2315 St- ^»tcSnineier, Hagenbtt rg «Schaimib.’* 1?.). MMM&M Kriegsanleihe- Versicherung derHamh.-SSannheimer Versicherungs-Aktien* Gesellschaft wird abgeschlossen bei der Be^rksln peklion für den Giesrener Bezirk Paul Scholz, K, ;iaus. in* von 7lnt!gnltii;en. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt- eiien. sowie allen von mir geführten Artikeln. 78 bouis gotliöndsrgör. Kräitigangsmittal mMm in reichster Auswahl empfiehlt Med.-Drog zum Kreuzplatz, Krenzplat/. 9. dje Flasche 1016er Lprendlinger, n m 1016er SLiersteiner w n 1915 er Dirmsteiner Jesuiten- hosgarten , „ 1915er Dürkh. FcuerSerg 1915 er „ Michelsberg n H 1915 er Oppenheimer Goldberg ^ ^ 1915 er u. 1916crNüdesheimer Riesling (^luslese) „ „ 1969 er Kiedricher Berg (Gewächs bcr Gräfl. Eltz'schen Gutsverwaltung) , w 1911er Jphöser Bcttenberg in Boxbeutcl n n 1905 er Milcheimer Nosenberg (Wachstum Conen Felten) m m 1901er Bockfteiner (Wachstum Nheiner, inkl. Glas) p H 1914 er Dürkheimer Feuerberg (Notmcin) n n 191\cr Fngelheimer Früh- burgunder „ „ Franz. Ratnr-Notmein „ „ Rum, Kognak, Kirschen- und Zwetscheu-Wasscr, Mousscnx erster Firmen zu Originalpreijen bei Markchlak 17 0140 Tekcbbon 262. 4.50 5.25 5.25 5.00 5.50 5.50 5.50 6.00 6.50 7.00 7.50 6.00 7.50 6.75 Besonders günstiger Abschluß, zumal bei einmali ger Zahlung. Prospekte und Besuche sofort aus Wunsch. 2098 Achte Kritgsan'.cihe im Betrage von 1000 bis 400000 Mark kann ohne besoudere Anzahlung gegen magige, vom 6. Fahre an abnebm-nde Jahres' oder Biertel jahrSbeitrüge mittels der Krikgsanleihe-Velsichenmq 1834 0 L lS. erworben werden. Slufnabmefabia find Bersone« beiderlei Oicschlectrtö v. vollend. IlhLebcuslabrean. Näheres durch den Vertreter: Etbrüiicr Suöniflasj, Sieben, krsSMr.7 mummm