nt. i5 Ter Gictzrver Luzeige» erkfofint tdfllW), außer konntagS. — ffUnqfn: Oirbcner^amiit«ttdUtUer; KteisfcUUt für den Kreis Sietzen. Bezugspreis: monatl. Mt. l .20, viertel- iährlich Mt. 3.60: dltrch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Att. 1.10: durch die Post Mk. 3.60 oiertel- jährl. ausschl. r^estellq. sserryprech - A»:scküüsse: für bie Lchriitleilung 112 Verlag,WeschäN-stellevI AuschriyfürDradtnach- richten: Anzeiger L'etzcn. Erstes Llatt M. Jahrgang Mittwoch. 27 . März * 9 $ AwillingsninLdrvck ». Verlag: vrühi'sche Univ.-Buch- u. StLiilVrnrkerei R. Lange. Schrsitleitung, GeschSftzftrlle u. DniScrel: Schuistr. Z. ^ianaf;ire von Avzeigen i die T«ge-nuinmer t»is zum Nachmikl»g »«rh-r ohne jedePerbindlichkelt öeileupreife: für örtliche Anzeigen 2KPs..fürau«wärlige 30 Hu* Retlarnen Mt. 1.— ; bei Platzvvr- schrist 20'/. Ausschlag. Hauptschriitleiter: Auq. Goeg. Verantwortlich für Politik u.sseuilleron: Aug. ttzoetz; Stadt und Land, Vermischtet u. Ne- richttsaol: W. Dieyer; Anzeigenteil: H. Deck; sämtlich in Gießen. O © (DTB.) Grobes Hauptquartier, 26. Mär;. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Im Weitergänge der groben Schlacht in Frankreich haben unsere Truppen gestern neue Erfolge errungen. Aus Flandern und aus Italien herüngeführte englische Divisionen und Franzosen warfen sich ihnen in verzweifelten Angriffen entgegen. Sie wurden geschlagen. Die Armeen der Generale mn Bclow (Otto) und von der Marwitz Hatzen in hcitzen mechsellwllcn Kämpfen Ervil- ler§ endgültig tzelpruvtet und im Vordringen ans Achist-Le Grand die Dörfer Bihncourt. Dirfvillers und GrevillcrS genommen. Sie cwtzerten Jrles und Miraumont und lwben dort die Ancre üb-erschritten. Bon Albert griffen neu hcrttn- gkfrlhrte englische Kräfte in weiter Front heftig an. In erbittertem Ringen wurde der Feind zurückgeivorfen. Wir lM- ben die Straße Bapaume—Albert bei Courcclette und Po- ziöreS überschritte. Südlich von Rcwnne hat General von Hofacker den Uebcrganq über die Somme erzwungen und die in der Sourrneschlacht 1916 Heist umstrittene Höhe von Maisonette sotvie die Dörfer Diazsvt-Barleux crslllrmt. Starke feiud- luhe Geg'nangriffe verbluteten vor un'cren Linien. Die Armee des Generals von Hnlier hat in körten Kämpfen den Feind bei Marchelevol und Hattencourt über die Bahn Pc rönne—Roye zitrückg'worf'n. Franzosen und Engländern wrtrde das zäl-e vcrtT7igte Etalon entrissen. Von Mryon heranKeführte französische Divisionen wurden bä FreuüheS und Bechanesurt geschlS'Zm. Bussy wurde genommen. Wir stehen auf den Höhen nördlich t*m Nouon. An den errungenen Erfolgen lmtzen unsere Nachrickten- tru.ppen hervorragenden Anteil. In unermüdlicher Artzeit erm glichen fr das Zrrsammeuwirken der nebeneinander fechtenden Verbünde und gaben der Führung die Sicherlmt, die Schlachten in die gnvollten Bahnen zu lenken. Eisenbahntruppen. die erst den gnvalligen Aufmarsch vor Beginn des Kampfes reibungslos vollft'ilxrten, und fetzt den Verkehr hinter der Front bewältigen, arbeiten rastlos an der Wiederherstellung zerstörter Bahnen. Seit Beginn der Schlacht wurden 98 feindliche Flugzeuge und 6 Fesselballone abgeschossen. Rittmeister Freiherr von Richthofen errang seinen 67. und 68., Leutnant Bongartz seinen 82., Oberleutnant Lörzer seinen 21., Vizefeldtvebel Bäumer seinen 28., Leutnant Kroll seinen 22. und Leutnant Thuy seinen 29. Lnftsicg. Die Beute an Geschützen ist auf 968 gestiegen. Mehr als 199 Panzerwagen liegen vor den eroberten Stellungen. An der übrigen Westfront dauerten die Artillcrie- kämpfe an. die sich an der lothringischen Front zu gröberer Stärke steigerten. Wir setzten die Beschießung der Festung Paris fori. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Geueralgnar ürmciftcr Ludendorfs. * Der Abenvbericht. Berlin , 26. März, abends. (WTB. Amtlich) Ein neuer Abschnitt in der gemalt.gen Schlacht? Zu beiden Seiten der S o m m e ist der Feind a;:f breiter Front im Rückzug. In der Verfolgung twinn wir unsere alten Stellungen uor der Sommeschlacht von 1916 rm.ch Westen b reitS an vielen Punkten überschritten. Wir stellen vor Alber t. Lihons, Roye und Noyon sind genommen. Der deutsche Angriff im Westen ist in vollem Schwu geblieben. Der gestrige Hauptbericht der Heeres lei tu nennt namhafte Fortschritte der drei angreifenden Hee und der darauffolgende Abend bericht stellt beinal)e, \l Mit H>indenbnrgs Ausdruck zu spreck>en, einen zweiten A schluß dar, indem er erklärt, daß sunsere Truppen t Albert stehen und daß die wichtigen Orte Lihmvs, Rc und Royon genommen sind! Die Heeresgruppe Hntier l einen strategischen Erfolg erstritten, der den lgegtücki T-orrnarsch auf Mbert vielleicht an Bedeutung noch üb rrrfst, beim eS bestätigt sich, was eine Havas-Darstelln andeirtete: daß es die deutsche Absicht ist, längs der O einen Kerl zwischen die englisch und die französische Arn yrneinzulrcrben. Die Franz.osen haben ihren bedrängt BuudcVgeivosten redlich zu helfen versucht, ^lber sie Hab das Unl^rl das sie selbst bedrohlich niithineinqezog Warden smd, m keiner Werse abwercken kSnnen. Der deuts US” 2:00 ■ fCas ^aröbert, urrd nns, PiMrL Erwartungen scheinen ubertroffen n-erden .",'°cht uns stolz und >frvh, aber nicht üb. mntlg. ~jiav badten beimmdernd auf die feste rrchiae Hl tung der belden oberste,l militärischen Führer, die in Ar und Geste so schlicht und sso vMg ^^scht v erftl ' m ® ütIei,i)lln 8 des großen Wer! ^ 5« "nseren Gegner a«f»hrrche? Den -.iglisch-an ^ r,t die venchelci , yv.iLji ,atitr eaupifcCT, w matt toii ttlemcnce intb den französischen Heißspornen wohl sagen kann, daß sie das Bramarbasieren und das Messerwetzen auch vor den größtmr Abgründen nicht fahren lassen können. Kaltblütigkeit und erirsde Fassung in Not und Unglück sind evoas Rühmenswertes. Aber die Herren Wilson und Lloyd George erfüllen die alten Röm-ertugenden so wenig wie Clemenceau, der nach der britischen Niederlage hysterisch ausgerufen haben soll: „Ich bin entzückt!" In diesern Ansspruch liegt nicht der kleinste Nest von Philosophie, svtldern nur krankhafte Gebrochenheit aller Vernunft. Aber von London und Washington herüber wird „getröstet! Bezeichnend ist, wie Lloyd George und sein Kabirrett den Marschall Haig antelegraphiert: „TaS britische Kabinett wünscht der Armee Dank der Nation für die glänzende Verteidigima ansmsprechen. Es erwartet mit Zuversicht das Ergebnis dieses Kampfes uiü> den Sjeg über tyctn l e tzl e n verzweifelten Versuch des Feindes, die freien Nationen der Wett mit Füßen zu treten. Wir büieinr sind bereit, alles zu tun, um im wahren Geiste Kameradscl>aft zu halten. Jetzt ist es notwendig, alle Verluste zu ersetzen. Tie Geschütze und Maschinengewehre, die ^mn Ersatz der verloren gegangene ge^ braucht werden, sind teils schon in Foankveich, teils aus dein Woge dahin. Weitere^ Verstärkungen an Mannschaften und Gc- jchützeit peheir bereit, in die Schlach geworfen zu werden." Das ist die Sprache eines echten Kriegskabinetts, in dem die Sachkunde betrübt hinter hochmütiger Schreibtisch- jtrategie emhergehcn muß. Marschatt §)aig wird ganz und gar nicht „entzückt" sein. Präsident Wilson hat dem eng- llschen Führer folgende Ermunterungspille gegeben: „Darf ich meiner warmen Bewunderung für die Standfestigkeit uno den Mut, mit dem Ihre Truppen dem deutschen Angriff Widerstand geleistet haben, und dem vollkommenen Veitrauen Ausdruck geben, mit dem alle Amerikaner erwarten, daß Sie den sicheren Endsieg erringen werden." ^nnner ivoch „voMomwenes Vertrauen" ans de „sicheren Endsieg"? Muß die politische Heuchelei auch bi rn dre Todosschuner der Schlachtfelder getragen werden Die Gemüter unserer Feinde und Beschimpfer sind ander geartet als das unseres Volkes. Sie halten von Ernst un WahrhNt inckst vicst Ware c-z S3. auch benfjct, daß i Jeirideshand gefallene Deutsche solchen „Gleicktnrut" an de ^ag leb-en konnten, wie gestern die englischen Gesänge nenzuge, dre durch unser Gießen geleitet wurden uu ihre munteren Schritte durch ein hoch gestimmtes gemeii lrgondeines so „Miffikalischen" englische Marsches beflügelten? Sw sollen geäußert haben, daß si fr-oh waren, der feuerspeienden Gefahr im Westen entrückt * (etn. Darüber soll nicht zu streng gerichtet werdeir, aber wo i ern Rest von Trauer über das Unglück ihres Vater andes bei einem solchen Benehmen zu finden? Oder singe: & “ f ¥>} n der ftcheren Gewähr des Endsieges", zu welchen -'ar/iall Haig m der großen Schlacht einen so vielver sprechenden Anfang gemacht hat? Ter vsterreichisch-ungarrschs Tagesbericht. Wien, 26. März. (WTD.) Amtlich wird vcrlautbvi In V e n e t i e n und im O st e n küne besonderen Kriea Handlungen. Der Chef des GeneralstabeS. » * - * Erneutes siegreiches Vordringen. . Berlin, 26. Mürz. (WTB.) Auch am fünften Ta nimmt dre Kaiserschiacht im Westen Mischen Scarpe u Oise chren für die Dcutscl^en siegreichen Fortgang. D- auf dem alten Somme-Kampffelde, das dem Feinde' imiv wieder die besteii Rückzirgs- und Aufmarschstellnngen n glacisartigem Schnßftld Metet, tvo er sich in feftunc artigen Rninendörsern, ansgebanten Batteriestetlnnaen u betonierten Maschinengetvel-ruesberm verankern konnte si die Engländer erneut geschlagen. Die von nah niw entfe-mteii KriegssckMiplä^en eiligst herangeführt l T , 1 f §.b.n Divis t d n e n haben sich im Nordeii und Süd de^ breiten Angriffsfeldes in Umtenden OZegenanariff verblutet. In heißem Ringen wird ein Ort, eine LA nach der anderen gestürmt. Bäche, KarEle, Flüsse, sie bild kern Hiirderni-s für unsere unvergleick)lichen Truppen .A der breiten, blutgetränkten Wahlstatt liegen Waffen. Au rnstnngsstücke, gefallene Pferde, Panzerwagen, Gesclüitze ii inmrer wieder Mengen von Munition Mischen t^akibrar gerteideten zahlreichen Toten. Um Roupy enLranrw besonders heiße Kumpfe, in denen der vor Verdiin mit de Orden P-vur le msrite mcSgeMchiiete Leutnant Racko l«rre Proben ferner Tapferkeit lieferte. Nördlich der Stra hingemäht,durch unser Fem 1* befpailnte englische Mrrmtionswagen, die im Galoj ihren ^nfanterie-Begleitbatterien Munition bringen wo ^n. Zahllose Spreuatrichter unserer Artillerie weisen d Spuren der Feuerival^, andere mit einem Durchmester vi 30 und einer Tiefe von 6 Metern jrrinnern an die llc unsrer Fwontverlegung im Jahre 1017. Um diese Grano trichter- entspinnen sich besonders barte Kämpfe An c i t ö^lh^n Stellen im Süden sind unsere Truppe u ^l r - ^i lometer v o r g e d r u n ge n. D Beute an Krugsmaterial jeder Art Eist dauernd Schr sr-U) gegen tausend Geschütze, darunter eine Urwen. schwerer und schwerster Kaliber, erbewtet. Der Erfolg der gewaltigen Schlacht steeigert sich von Stunde KU Stunde. Die blutigen Verluste des Feindes sind außerordentlich schwer. Berlin, 26. Mär?. Der 26. P?ärz als sechster Tay der großen deutschen Dertei-dignngsvstensive sieht unsere Armeen nach wie vor in.miunterbrochenen GroßkLnpstn siegreich westwärts säbelten. Starke, von tvcilher hrrangeführw feindliche Reserven konnten trotz ver^cifclter Wehr und GelMiwchr den deutschen dlinslnrm nickst auslxrlten. Die blutigen Verluste der Engländer und ihrer Hilssvö-lker steigen sich UÜ ungeheurer Zahl. Sie übertrefsm alles bisher Dagewesene. Weder in Rußland txxl? m Italien wrren die Opfer in solcher Hohe. Diese Tatsache erklärt sich aus dem zähen Widerstand der Birten und ihren massierten, von Franzosen mch.Amerikanern unterstützten Gegenangrifsen. Dazu klommt, daß die englische Infanterie unter dem Kurzfeuer ihrer eigenen Artillerie leidet. Eine große Anzahl englischer Divisionen ist gänzlich aufgerieben. Inzwischen hat der englische Funkdienst 1>ie geringen Verluste der unentwegt anqreistn-> den DentstiTen zugegeben. Infolge des fast täglich herrschenden Nebels seien sie oft und unbenierkt an die englischen Stellungen herangewmmen. ^ Die auch nach einer Woche nicht nachlassende Wucht des deutfck>en Stoßes muß selbst das Reuterbirreau bekennen. Ter betreffende Bericht des 26. März meldet: „Ter Riesenkampf dauert ununterbrochen fort, ohne das die Kraft des FeindeS merllick) abnimmt." Er fügt hinzu: „Die englischen Trirpp^n ziehen sich langsam yiurütcknnd vernichten alles." Der dncksckv Heeresbericht hatte die Verwisstung franz. Landes Imrch die Engländer gemeldet. Auch das amtliche englische Bureau stellt nunmehr diese Tatsache fest. Die deutsck)e Beule wächst weiterhin. Auch die Gesungenenzahl hat sich wiederum erhöht. Der Erfolg eines jeden Schlachttages wird von dem nächsten ül>erboten, denn in breiter Front hat bereits, die Verfolgung des geschlagenen Feindes bego'.rncn. * Französischer Bericht- Vom 26. März> 2 Uhr nachmittags. Die Schlacht dauerte am 25. M-äyz abends und die ganze Nacht hindurch heftig an. Der Feind verdoppelte seine Angriffe auf der ganzen Front von Noyon nach Ehaulnes. Die in der Gege^rd von Nvyon gut eingerichtete französische Artillerie unterstützte wirksam die französische Infanterie, deren Widerstand häufige Gegenangriffe und Stöße der Deutschen verzögerte und ihnen hohe Verluste zufügte. Nvyon wurde in der vergangenen Nacht in größter Ordnung geräumt. Die Franzosen Hallen das rechte Oiseufer fest. Von der übrigen Front nichts zu melden. Basel, 26. März. In dem Havas -Kommentar zu den Kämpfen !an der Westfront heißt es: Nach strnftägiger Schlacht von bm'pielloser Heftigkeit haben die Deutschen unsere tapferen eng-, lischen Verbündeten gezwungen, auf einer Front von ungefähr 50 Kilometer den Rückzug anzutreten, in) einer Tiefe von nirgends mehr als 25 Kilometer. Gegenwärtig süehe:r sich die Kämpfenden auf dem alten Schlachlfclde an der Somme gegenüber. Das Gelände, das die Deutschen )etzt zurück- erobern, ist genau dasienige, das sie bei ihrem Rückzug im Jahre 1917 als^ strategisch völlig toertlos bezeichnet hatten. Tie neue Front wird gekennzeichnet dnrck) die Orte Crvisilles, Bapamne, Le Tvansloy, Combles, das heftig umstritten ist,. Maurepas, Pe- ronne, durch den Sommeftuß, Näsle, wo der Kampf noch nicht abgeschlossen ist, Ham, Guiscard, Chauny. Die Alliierten leisten dem Vorrücken der Deutschen nördlich der Somme siegreichen Wider- s'sind, und der Feind erzielt hier nur langsame Fortschritte. Zwischen Peronne und ljiam rvurde dem Feinde das Ueberschreiten der Somme verwehrt, flllßabwärts von Ham dagegen passierten die Truppen des deutschm Kronprinzen t-en Flnß und drangen bis gegen Ncsle vor. Zwischen Somme und Oie rückten sie vom ssrozat- Kanal bis Gniscard und Chauny vor. In dieser Gegend wird ganz besonders luftig gerungen. FranzösischeTr uppen sind seit dem 23. März er Seite ist die ^cgcn>ockrimg dar Svst-aten allgronein. Schließlich wird die stn- IMNmenattstlt ^zwisck?en dem englischen und dem französischen ve- enger. Die Schlacht wird allerseits mit s!eichey Kkoatt fvi-tgesetzt Man kam: ihrem wechselnden Verlauf nicht olnre Bewegung, wobl alx-r mit Ver-ttnuen foü>en, denn unsere R e se r- ven, 'torn materielle und moralische Bedingun^n niemals lasser u um, sind an der Vririt unter dem Befehl eines wackstame» mrd erfahrenen Oberkomniandos. Ettgiifchcr Bericht. - . März morgens. .ST*mnt»f schlief wöhrend tvr 9?ack>t ein Unsere v X ur,i -kellnrgen östlich R oye und Albert K aiM ‘!15 W.edevlmfnabme des Kaunch's irrtet, Ixxt jedoch noch Nicht öegm^n. M wird l>erichLL, datz morgen südlich brr Somme Angriffe gegen unsere jmb Ina wanzösifck^en Truppen in der von Rvye und Chaul- neS entroickelien. Tie Verluste des FeindeS bleiben schwer. und er ist genötigt gewesen. fcS«*e Schlachttront von allen Seiten beS westlichen Kriegsschau Platzes x,» verstärken. Ueber 70 letndlulx Divisionen sind bekannternmßen in die Schlacht verwickelt. 26. März nachmittags. .Im Verlauf des gestrigen TaqeZ kam eS südlich von Deronnc sonne südlich und nördlich von Bapaume zu äusterst festigen -Kämpfen. In beiden. Abschnitten wurden vom Feinde heftige Angriffs gcmackst und zahlreiche frische Truppett ins Fe.»er ge führt. Trotz unserem energisck^n Widerstand sahen wir uns ge zwungen, Gelände sreizugeben. Ter Fernd ist im Besitz von NeSle und Baprnone. Die. außewrdOukich hartnäckigen Käm^e nehmen ihren Fortgang. Der Kaiser an den Kronprinzen. Berlin, 26. März. (MTV.) Der Kaiser hat folgende Tepescl^ an den Kronprinzen gemfret: „Die schönen und gwsten Er-olge, welckre die Truppen der Euerer Caifcrficfycii .hvlxnt unterstellten Heere^tppe m den Zbämpfen gegen das englische Heer in diesen Tagen errungen haben, geben mir willkommenen Anlaß, Euerer kaiserlichen Hoheit meine warme Anerkennung dadurch zum Ausdruck zu bringen, daß ich Eure kaiserliche Hoheit zum Chef deS Grenadier->Regiments „Kronprinz" (1. Ostpreußischcs Nr. 1) erneimc. Ich bin überzeugt, daß das tapfere und kr rogser probte.Regiment stch fernes hohen Ehess allzeit würdig enveisett wirb. Großes Hauptguarlier. 24. März Wilhelm I. R. Ein Empfang bei Ludendorff. Ter Kriegsberichterstatter der „Köln. Ztg.", Prüf. Tr. Georg Weg euer. schreibt vom 25. März: Gestern aliend noch nach 11 Uhr empfing unS Exzellenz Ludenbors f. Er h-ch zuerst nnt einem kurzen Mort die Größe der im Fluß beindlichen Er- ngnisse hervor. u (3i steht sehr jyirt," sagte er. Was sich nun auS dem Erreichten weiter entuncLeln werde. daS lasse sich zurzeit noch nicht andeuten. Dann brachte er mit der stärksten Betonung seine Bewunderung vor der außerordentlichen LeisttMg der deutschen Infanterie zum Ausdruck, die, ausgezeichnet unterstützt von dm übrigen Wmfetrgattnngeit, wahrhrt Unvergleichliche; voll- bvacht habe, um fo mehr, als die Mehrzal/l der Solimten, die ka erst in den letzten Nächten vor dem Sturm in die Stellungen! rücken komtten, fünf bis sechs Tage lang vor dem Angriff kaum ordentlich geschLasen hatten, und die mm in mehrtägigem Dor- wärtsdrängen «ickK nur einmal, ionbem lmzähligc Male von Leib unb Leben ein setzen mußten. Ter Engländer habe sich äußerst hartnäckig gewehrt, namentlich mit seinen Maschinengewehren. mit denen die englische Armee außer ordentlich reich ansgestattet lei imd ^>ie sie sehr geschickt zu verteilen p leie. So litten die Engländer hier zu großen, vor jftren Hindernissest liegenden vrMiattrichtern von ihren Unterständen Mts unterirdische Gänge gehabt, und wenn Unsere Artillerie die Äellungeu eingctrommelt hatte .so nxrrcn sie mit ihren Maschinengewehren M diese Trichter gegangeit, wo man sie nicht vermutete und im Nebel nicht sehen konnte, und gaben nun von da beim Sturm chr Feuer ab. Trotzdem wurden sie überwältigt, und gewaltige Mengen dieser Kriegsmaschinerien wurden ihnen aüaenommen. „Tw Armee v. Hutier telephoniert mir soeben, daß sie über <*000 Maschinengewehre erbeutet htt." Der Schwimg sei da, bei unfern Truppen vorn, mm komme es daraus an, ühnen von rückwärts nachzuführen, was sie brauchten, um ihre Aufgaben weiter zu lösen. Er Sam bann auf eine .Aeußernng deS Kaisers mrück. der den tiefsten Enrdntck von den fürchterlichen Verwüstungen des französischen Landes im Kampfgelände mitgebrach! und noch einmal darauf hingewiefen habe, welchen Tank die. Heimat dem Heere buffte schulde, daß eS diese Schrecken von dett eignen Fluren ferngehaltm habe. Das könne in der Tat nicht stark genug unterstncksen werden und sei eine heilsame Lehre für me Zukunft Wir selbst sprachen dann dem General unfern Glückwunsch für die Heutige kaiserliche Auszeickprung aus. Sehr ernst antwortete er, daß er sich dieser Auszeichnung ehrlich gefreut habe für seinen Generalstab, ber mit größter Hingabe die gegeinvärtige Durchbruchsschlacht seit langer Zeit vorbereitet Habs urrd zwar ganz genau und unbeirrt durch alle sonstigen Ereignisse. Die von Myang an in Aussicht genommene Zeit, der Tag des wirklichen Anfangs, der 2 l. März , fei den Eingeweihten bereits seit Anfang Februar bekam nt gegeben »oorden. Ter General schloß die Unterredung mit dem Hinweis auf die sehr frfmwren Kampfe, die zur Stunde um Bapcmme spielten. Er erwarte aber, daß diese Stadt twch während der Nacht genommen werden würde. So ist tzs ja auch gekommen. en Funkendienstes Mkibt' Der ^nzige Angriff im Abschnitte von St. Quentin am 23. Mär» wurde durch den Nebel begünstigt, dessen dichte Scktwa- ben e< dem Feinde ermöglichten, ohne beträchtliche Verluste durch das Sperrfeuer m kommen. Berlin, 26 Mär» MTB.) Die Verluste der Eng- länder haben sich dadurch so außergewöhnlich gesteigert, daß b*e engltschc Artillerie m tun schoß und die englisck>e Jnsan- terte ßtvtschen dem deutschen VernichttmaSfaler uttd dem eigenen Ar- tillertefeuer eingekeüt war. Die große Zal)l der Gefangenen kommt bat Teut,ck-en bet der Wiederherstellung an den Wegen im rückwärtig«! Gebiete besonders zugute. Die neuen Methode» der «rtillerje. Berlin. 26. Mät^ lWTB.) Der Einsatz der Artillerie enolAe mit gewaltiger Wucht und völlig überrasckiend. Zahlreiche m aller Stille erfolgten Berbellerrorgett bewahrten sich glänKmd. Durch bisher nicht angewandte Fliegerdeckimgen blieb der deutscye Vormarsch der feindlichen Ermordung völlig versckileiert. Durch Neue teckmischc Mittel wurde das Einschießen verborgen. Tiefe Vorbereitungen blieben natürlich den eigenen Truppen nicht verborgen, um so mehr muß die Verschsvicgenheit der bei den vor- angcgangeuan ErkuiidigungStzefechten rn FcindcShand geratenen Meu .Kampchericküen und besprechen die Erfolge mit höchster Vvpunderuing. Das ,.N eueWienerIvur- n a l" spricht vom deutschen Sieg-eszug, von Hindenbnrgs Triumph, von den DLundern der Kric^Siechnik und sagt: Ter Eindruck der Berichte über den deutschen Siegeszug im Westen sei atemraubend. Tie Künde von der Deschicsting von Paris aus der Ferne errege grenzenlose Be wunde rnng. Dieses Wunder der Kriegstechnik, das deutsche Nie senge schütz, das künftig auch Englands Küste bedrohen werde, sci ein Pionier des Friedens: über dett Verband sn ein grauenhaftes Strafgericht herein^ebrochtm. Ter „Nene Wiener Abend" verbiiidet seine Betrachtungen süber die Siege im Westen mit dem rumänischen Friede n s s ch l u ß 'und ' hebt drohend l)ervor, nun werde auch ein Mackensen frei. Im ganzen Cftm herrsche Friede, nur die Salmiiffront lagere nach wie ein verirrter Block. Die italienische Preffe. Bern, 25. März (W.B.) Die hcntünm italienischen Mätter enthalten den deutschen H ee r e S bc r i ch t n i ch t. Die Pariser und Londoner Berichte »vollen die deutschen Erfolge abschwächen. Der Pariser Vcrichterstarter des ,,Secolo" erklärt allerdings, in Frankreich l)abc in letzter Zeit etn großer Teil der öffentlichen Meinung nicht mehr an eine graste Offensive geglaubt, jetzt aber eien allen die Augen aufgegangen. ^ Der Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 26. März. Unsere U-Boote versenkten im Aermelkanal und in der Irischen See fünf Dampfer und mehrere Segler mit zusammen 20000 Br.-N.-T. Die versenkten Dampfer waren sämtlich tiesbeladcn. Namentlich wurden festgestellt: die englischen bewaffneten Dampfer Navigator (3798 Br.-N.-T.), Tweed (1777 Br.-N.-T.) mit Koh- lcnladung, der englische Segler Aliza Anne, die engliscl)en Fischkutter Margaret, Wave, Senrise, und der belgische Fischdampfer O. (266 Br.-R.-T.). Der Chef des Admiralstabs der Marine. DaS deutsche U-Boot im Hafen von Ferrol. Madrid, 25. März. (WTB.) Meldung der Agence HavaS. TaS Unterseeboot, daS sich wegen eines Seesckxck^nS in den Hafen vvic Ferrol geflüchtet kxtt, ist drS Unterseeboot 45 Nach einer Einfahrt in den Hafen wurden die SchiftSfche-anben und daS Kriegsmaterial «uS detn Boote entfernt und d^S Boot unter strenger Bewachung mehrerer Torpedoboote gestellt. Ter Kommandant begab sich an Land mtd machte den Seebehörden seinen Besuch. Tie Mehrzahl der 30 Mann betragenden Besatzmtg nrirb Ui Alcal« de HenareS interniert werden. Die Eröffnung der Schiffahrt nach Odeffa. Berlin, 25. März. (WTB.) Ter dcutsckie Dampfer „Pat- n öS" von der Levantv-Linre trnd ein anderer deutscherDamp- ser sind in Ödes so emgetrojfen. Die Sä-issahrt nacü dem wichtigsten Expvrthafen der Ukraftre kamt damit als eröffttet gelten. Dieser Erfolg ist im wesentlick)en der im Schttvtvn Meer tätigen !VtinenrLum-DiVision der Kaiserlichen Mmftne zuzuschreiben, die unter großen SäMterigkriten den Weg durch daS mtnenverseuchte Schkvarze Meer von Eonstanza nach der Donaumündung und von dort nach Odessa freiaemacht hat. Aus dcm Reiche. Die Stichwahl in Niedcr-Barnim. Berlin. 26. März. (WTB.) Bei der heutigen Stichwahl im Neichstag^wahlkreise Nrederbarnim erhielt Wissel tSoz.1 25 232, Dr. B r ei t s chei d (unabh. Soz.) 252 Stimmen. 31)8 Stimmen waren ungültig. Wissel ist somit gewählt. lDie unabhängige Sozialdemokratie hatte für die Stichwahl Wahlenthaltung pro- llamiert.) Aus Stabt und Cmift. Gießen, den 27. März 1918. „Das Feldheer brartcht dringend Hafer, Heu und Stroh! _ Landwirte helft dem Heere!" _ ** Auszeichnung. Dem Krankenträger Adolf Müller wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. ** T ie Gold» und SlilberankausSstelle, Gießen ist in der Zeit von Mittnxch den £7. März bis Freitag den 5. April d. I. geschlossen. "Magermilch. ScitetrZ des Lebensmitdelarntos wird MlS geschriebetr: Mit dem Eintritt der wärmeren Jahreszeit wird es Vorkommen, daß die Magermilch beim Kochen gerinnt. Es kann den Hausfrcrwen deshalb nur empfohlen werden, vor dem Abkochen eine kleine Kvchprobe zu machen und gegebenenfalls die Milch als Scruermilch zu verwenden ** Preußisch-Süddeutsche Klassen - Lot. tcric. Die Erneuerung der Lose zur 4. Klasse muß unter Vorlegung des Vorklassenloses bis zum 3. April, abends 6 Uhr, geschel)en. Auch müssen bis zu diesem Termin die Freilose gegen Rückgabe der Gewinnlose in Empfang genommen werden. ** Annahme von KriegSa nkeihe an Zahlt: n g s st a t t. Man schreibt uns: Bei den Verkäufen und Versbeigerungen aus Beständen der Heeres- und Marine» v-erwaltung, die für Kriegszwecke nicht mehr benötigt werden, kann die Zahlung vorzugsweise durch Hingabe von Kriegsanleihe geleistet lverden. Diese Vorschrift erstreckt sich auf alles, was bei der Demobilisierung zur Abgabe an die Bevölkerung frei wird, also insbesondere auf Pferde, Fahrzeuge und Geschirre: F-eldbabnaerät, Motorlokomotiven und Kraftfahrzeuge nebst deren Zubehör: Futteriniltel und sonstige Vorräte; landwirtschaftliche Maschinen und Geräte s-otvie Werkzeug; F-abrikeinrichtttnaen mtt den zugehörigen Maschinen und Geräten; Eisen, Stahl und andere Metalle: Holz und sonstiges Baumaterial; Wcbftvffe und Rohstoffe aller Art. Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanleihe anbieten, werden bei sonst gleichen Geboten in erster Liilie berücksichtigt. Tie Kriegsanleihe wird zum vollen Nennbeträge angerechnet und bis zur Höl^e des Kauf- oder Zuschlagspreises in Zahlung genommen. MS Kriegsanleihe gelten die 5o/oigen Schuloverschreibunaen aller KriegSan leihen ohne Unterschied solvie die erstmalig bei der 6. Kriegsanleihe ausgegebenen 4hzv/oig^n auslosbaren Schätzung weisnngen. ** T ie Gewerbeba n k Gießen, t. G. m. b. H. hielt am Dienstag im „Gwßherzog von Hessen" ihre 59. Generalversammlung ab. Ter Vorsitzende des. Auf sicht srates, 0>eivvrberat Petri, berührte in der Begrüßungs band es Kassel, Landes hmiptnuurn Frhc. Riedcsel zu E i s e n - hach am 1. Oktober 1918 in den R.chetzand. Frhr. Riedesel zu Erfenbach bekleidet dieses Amt seit dem Jahre 1894, vorlM lvar er Landrat des Kreises GAnhausen. — Limbura, 26. Mürz. Der Kaiser hat dem hiesigen Bischof das Eiserne Kreuz 2. Klasse am weiß-schwarzen Bande verliehen. Kreis Wehlar ra. Wetz 1 a r. 26. .März. In zahlreichen Gemeinden wurde mit ver Gewimrirng vom Fntterreifig beg">lrne:i, das ein gntes Vieh- futter darsteklt. Bor allen beteiligen sich.dar,rr die Schulkinder wrter Leitarng der Lehrer. Jan Dmnrenden Frühjahr soll dann auf ^dieselbe Weise Lcrubheu gennrnen werden, wozu die Forsd- dehörden bereits ihre.Genehmig rng erteilt haben. ra. Hörnsheim. (Kr. MLtzlar), 26. März. Die hiesige Spar- imd Darlehnskasse verteilt für dis abgelausene 6-eschifts'jabr 2059 Mark Reingewinn. Die StnmmMtteile der 41 .Mitglieder beliefen sich auf 8200 Mark, die Spareinlagen w.ch'en an mch 386 152 Mark, die Rücklagen betrugen 3616 Mark. Ausgeliehen waren 168 245 Mark. Gerrchtsvaal. I Da r m stab t, 26. März. Ein bei einem Sprendlinger Tape- zierermeister im Dienst stehender IchLhriger Lehrling aus Offen- la.ch brach wiederholt in einer Villa in O. ein, in der er mit seinem Meister gearbeitet hatte. Das zweite Mal stahl er ein Tutend silberne Eßbestecke und vergrub sie aus bent Sprendlinger Kirchhof. ?bus Versehen ließ er ein Messer bei seinen Arbeitssachen liegen. Dort fand es der Meister und erstattete Anzüge gegen den Dieb. Dieser erhielt 5 Mvnate Gefängnis. — Drei Jugendliche in Ostnr- bach verübten miteinander 2 Einbrüche, und erbeute en 6 Hasen, die sie sckchacbteren. Der eine von ihnen verübte noch einen Einbruch in eine Wirtschaft und stahl für 600 Mark Speck und 100 Zigarren. Er erhielt 10 Monate. Gefängnis, feine Genossen kamen mit 2 Mvnachn davon. — Die 39jährige Ehefrau Barbara Krämer in Lorsck stiftete ihren 13jährigen Sohn an, ihrer Nachbarin Kleider zu stehlen. Das Gericht nahm Mittä erschaft an und verurteilte sie zu 10 Mvuateu, den Buben .zu 3 Wochen Gefängnis. — Der Metzger Aug. T-ocher von Seligenstadt hat bei der Steuererklärung tzhr Kriegssteuer um etwa 14 000 Mark zu niedrig angegeben. 7h r I,interzogene Steuerbetrag beträgt 2500 Mark, und der Staatsanwalt beantragte die dreifache Summe als Strafe. Das Gericht nipimt aber nur Fahrlässigkeit an und setzte Di? Strafe auf 500 Mark fest. — Der Wirt Phil. Schmidt von Mühlheim wurde von der Anklage der Hehlerei freigespvochm. fiauM. ** Darmstadt, 20. Mä^. Der Anssickitsrat d"r Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Dank' beschloß in seiner letzten Sitzung, der Generalversammlung für das Jahr 1917 die Verteilung einer Dividende von 7 Prozent vorzuschlagen. Der Brntto- nutzen beträgt für 1917 einschließlich Mk. 612 901,77 Vortrag aus 1916 Mk. 35 904 469,30. Nach den Abzügen verbleibt der verteil- bare Reingewinn mit Mk. 13 253 835,93. ^kirchliche Nachrichten. Gottesdienst am Gründonnerstag den 28. Marz. Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirchc Äbds. 6: Pjr Schwabe. Beichte u. hl. Abendm. s. d. Matth.- u. Mart.-Gcm. — In der Johanneski r ch e. 9Vr t Pfrüfg. u. Vorstellg. d. Konfirm. d. Joh.-Gem. Pfr. Ausfeld; 7V«: Pfr. AuSseld. Beichte u. hl. Abendm. f. Luk.- u. Joh.-Gem. — Kirchberg. Vorm. 10. KatboIijd)c Gemeinde. Mittwoch 27. März, nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. Beicht. 6V*: Gel. z. hl. Beicht; 7, 7 1 /, u. 8: Aust. d. hl. Komm.; 9: Hockiamt, darauf stille Anbetnngsstunden; 6: Andacht. * Gottesdienst am Karfreitag den 29. März. L . .. rar In der Stadtkirche. 9Vs: Psr. Mahr. Beichte u. hl. Abendm. s. Matth.- n. Mark.-Gem. 11 Va : Kiuderk. f. d. Matth.- n. Mark.-Gem. Psr. Mahr. — In der Johanneskirche. 9'/s;<: Psr. Bechtolsheimer. Beichte u. hl. Abendm. f. Luk.- u. Joh.- Gem. 11 V|: Kinderk. f. d. Joh.-Gem. Psr. Ausfeld: 6: Liturg. Gottcsd. Pjr. Ausfefd. — Kirchberg. Vorm. 10. — Lollar. Vorm. 10. (Hl. Abendm.) UalhoNsche Gemeinde. 7^/2: Beginn d. Anbeluilgssttmden: 9: Verstörte Messe mit Predigt, daraus Anbetnngsstnnden: 6: Andacht. Gottesdienst am Karsamstag den 30. März. 7: Hl. Weihen; & 1 '?: Hockwmt: nachm. 5 u. abds. 8: Gel z. hl. Beicht. -ft ^ Israelitische Relkglonrgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Donnerstag 23. u. Freitag 29. März. Passah- f e st. 1. Tag. Vorabd.: 6.45; morg.t 8 30 Predigt 2. Tag. Vor- abd.: 6.45; morg.: 8.30 Predigt. Samstag 39. März. Vorabd.: 6.45: morg.: 8.30: abdS.: 7.00 u. 7 40. — sfraklit fche Rc igions« gefellfchaft. Donnerstag 23. u. Freitag 29. März. P a s s a h f e st. 1. Tag. Vorabd.: 6.35: vorm.: 8.00 Predigt; nachm : 4.00 2. Tag Vorabd.: 7.35: vorm. 6.00. Sabbatfeier am 39. März. Vorabd.: 6.26; vorm: 8.00; nachm.: 4.00: Sobbatausgang: 7.40. Wochengottesdienst: Morg. 6.30, nachm. 6.00. Dcrmilchici. * Freie Rückbeförderung livländischer Flüchtlinge usw. Mitelloe Deutsche, die aus Liolanh geflüchtet sind, wird für ihre dauern.de Rückkehr nach Livland freie Rückfahrt sowie frachtfreie Deform-rung istrer Habe in demselben Umfange wie den rüüwandernden Flüchtlingen auS Palen links der Weichsel und ans Kurland gewahrt. Zur Erlangung der freien Fahrt ist eine Empfehlung der Verkrhcstwlitischen Abteilung des Oberbesehlsl-abers Ost er'forderlich, die gleichzeitig mit d?r Genehmigung zur Rückfahrt abgegeben wird Polizeilich" Empfehlungen für derarttge Mücht- linge sind wirkungslos. Die Vergünstigung erstreckt sich nicht auf Reisen zum vorübergeheitlxm Aufenthalt an dem frühen Wohnort. Lrtztc rraedrLclstelr. l etreral Wvvd erklärte in der militärischm Kommission des Senats, die Sa-ch^verständien seien alle darvn überzeagt. daß die deutsche Offensive n\d'A geling en werde Er empfnhl, daß di^ Amerikaner so rasch als nröglich 2 Millionen Mann über den Ozemi senden nnd weitere 2 Ndillronen zu Hause ausbilden svllew. Amsterdam, 26. März. (WTB. Nichtamtlich'.) „Allgemcen. Hanbelsblad" erfährt aus Nauyvrk: Der ernste Zustand an der Fvmit wird allgemein emyrurtden. Die Blatter geben oauerrch Sonderausgaben aus. Selbst die konservativen Blätter, die seit den Tagen des Bürgerkrieges niemals Sonntags crschenen sind, erscheinen jetzt mit einer SmrntagSausgabe, um vvr^Optimis- mus zu warnen. Im übrigen schwankt die Stimmung von Nachricht zu Nachricht. Eine Ansprache des Vizekanzlers v. Payer. Berlin. 27. Marz. ."WTB. Nichtamtlich.) Ziir Begrüßung der Besatzung S. M. Hilfskreuzer ^.Wo-l ch fand am TienS^ (af) abend im Zirkus Bu'ch auf Veranlassung der Stadt Berlin ein Festabend statt. Dabei hielt der Vizekanzler von Payer eine Ansprache, in der er n. a. sagte: „Haben'wir nicht manchmal dem Streit der An schau ungeia. b-rc sonst allezeit fein Recht hat, für die Kriegszeiten fast zuviel Mock/ eingeräuma? Haben wir nicht so viel vom taglrck,?m Brot gesprochen?, Uns bleibt noch vieles zu Um. wir s-ollten '.msere Einigkeit der Welt noch besser zeigen, als bisher, solltarr e.atschlossener nniangen mit der schoeren Kunsj des Svurens, sollten, wenn das Vaterland jetzt wieder um Mittel z uin .Kriegen und siegen bittet, mit einer Summe omtworten. wie sie Dentstl'sand noch nicht gesehen. Sollten nns unsere- Pflicht der Fürsorge für die Angehörigen der, aus marschierten Krieger nioch mehr als bisher bewußt sein, solch teu aufs ernstlichde jcht beginnen, dem beimkehrenden ^Kämpfer ein Heim zu schaffen .und es ihm ermöglichm, daß er unvermindert an geschäftlicher, bürgerlicher Stellung seinem Beruf wieder nochLom- mcn kann." DaS neue weittragende Geschütz. Berlin, 27. März. Der „Berliner Lokalanzeigrr" meldet aus Rotterdam: Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus London: Nach einein Exchange Telegramm sei die Geschoß- sprengkrast der deutsck)en weittragenden Geschütze viel geringer als diejenige der Luftl-omben. In einem Fall drang eine Granate in die Mauer eines oicrstöckigen Hauses imfr riß ein großes Loch. Das Dach wurlie nicht beschädigt. Die Fensterscheiben des diit.en Stockwerks wurden zertrümmert, aber die des vierten Stvckwerls blieben ganz. Die Perso:eu, die vettwundet ivurdLi, befanden sich sämttich m ide:i oberen Stockwerken. Eine andere Granate durck sch ug ras Dach eines alten Hauses, wodurch ein Stück Mauerwerk nies ergerissem wurde, aber das dritte Swcklverk blieb uilbeschävigt. Die Mieter bewolpien das Haus imrter. > ^ei Verkäufen und Derflelgerungsn aus Beständen Ser Heeresund Marineverwaltung, die für Kriegszwecke nichi mehr gebraucht werden, kann die Zahlung an Geldes Glatt durch Hingabe von Kriegsanleihe geleistet werden. Diese Vorschrift erstreckt sich auf alles, was bei der Demobilisierung zur Abgabe an die Bevölkerung frei wird, also insbesondere auf Pferde, Fahrzeuge und Geschirre; Feldbahngerät, Motorlokomoliven und Kraftfahrzeuge nebst Zubehör; F u t t e r m i t t e l und sonstige Bor. rate; landwirtschafiUche Maschinen und Geräte sowie Werkzeug; Fabrikeinrichtungen mit den zugehörigen Maschinen und Geräten; Gifen, Stahl und andere Metalle; Holz und sonstiges Baumaterial; Webstoffe und Rohstoffe aller Art. Käufer, Welche öle Bezahümg m Kriegsauleihe ler'steu, Werden bei sonst gleichen Geboten bevorzugt. Oie Kriegsanleihe wird zum vollen Nennbeträge angerechnet und 5°/°igen Schuldverschreibungen des Reichs ohne Lln^fchied b-s zur Hohe des Kauf, oder Zuschlagspreises in Zahlung ge- sowie Sie seit der 6. Anleihe ausqegebenen 4 % %ige« auoiog. nommen. - Als Kriegsanleihe in diesem Sinne gelten sämtliche baren Schatzanweisungen Also: Nur die Kriegsanleihe, nicht der Besitz baren Geldes, bieiei Sicherheit dafür, daß der Landwirt und der Gewerbetreibende nach Friedensschluß das, was er braucht, aus dem frei werdenden Kriegegerät erwerben k«nn. t Statt besonderer Anzeige. Gestern entschlief nach schwerer Krankheit, im Alter von beinahe 76 Jahren, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Christian Ludwig Todt Oberbrieflräger i. R. In tiefem Schmerz: Frau Marg. Todt geh. Barth Familie Prof. Dr. Aug. Todt Familie Kaufmann Aug. Rinn Familie Poslsekretär Wilh. Todt Familie Maschinenmeister Heinrich Dorr. Gießen (Weserstraße 12), den 27. Marz 1918. Die Beerdigung findet Karfreitag den 29. März, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 0390 - II Danksagung. Für die uns erwiesene Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Vaters, Groß, vaters und Urgroßvaters, sowie für die vielen Blumenspenden sagen herzlichen Dank die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Wtth. Zimmer. Sich, den 27. März 1918. 036!) Was ich tue. das weißt du nicht, Du wirst es aber hernach erfahren. Dem Herrn über Leb n und Tod hat cs gefallen, heute abend um 10 Uhi*mei eu innigstgeli *bteu Mann, unseren guten Vater, »., Bruder, Schwager und Onkel, den W Obersteiger a. D. Reinhard Gidnler Bekanntmachung Zur Behebung dos Mangels an kleiner Münze hat die StMvcrordneten-Versammlnng die Ausgabe von Kriegsersahgeld-in Metallstücken zu 10 Pfennig beschlossen. Die Ausgabe erfolgt von heute an. Gießen, den 23. März 1918. 2297B _Ter Oberbürgermeister: Keller._ Bekanntmachung. Bctr.: Das Landgestüt.; hier: den Abgang der Land- geslütsbeschäler nach den Latthgestütsstationeu Auf die Bekanntmachung Gro-ßher-ogliä-eu Kreisamts vom 14. März 1918 im Kreisblatt vom 20. März wird hingewiesen. Gießen, den 22. März 1918. 2299B _ Ter Oberbürgermeister: Keller. _ Stäzt. wohttttngDttncbwcrs Gicszen, wcst-Anlage Zi, Lei. 2 Wohnungen von 6—8 Zinkmern, 2 Wohnnnger von 6 Zimmern. 2 Wohnungen von 5 Zimmern, 1 Woh nung von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern (m! Landen), 1 Ladenraum mit 1 Zimmer, 2 Lndenräume 1 Laden raum mit 3 Zimmert:, 1 größeres Fabrikge bäude, 1 Ladenraum, 1 Lagergeoäude mit Burvauräumen mehrere Lagerräume, Stallung und Heuboden, 1 leer« Zimmer. Zu mieten gesucht: 40 Wohnungen von 1—6 Zimmert:. 22981 kfiädt. dfr&eiisnachideis giessen. West-Anlage 31, Telcph. 2054. ES könnet: eingestellt werden: a) bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Gärtner. 1 landwirtschastl. Arbeiter, 3 Eisendreher, 2 Schlosser, 3 Schmiede, 2 Eisenhobler, 2 Schreiner, 1 Wagnergeselle, 1 Sclnchmacher, 1 jung. Schneider, 10 Bauarbeiter, 1 Photographengehilfe, 1 Weißbinderge- solle. 30 .Hilfsarbeiter für Eisenbahn, 6 Kohlenlader, 1 Fuhrmann, 2Osenarbeiter, 5 Straßenkehrer, 6 Streckenarbeiter. 2 Arbeiter, 1 Stuckateurlehrling, 1 Schneideolehrling ; b) betauswärtigen Ar bcitgebern: 1 Gärtner, 6 Schlosser, 1 Drelier, 4Sckireiner, 6 Müller und Mühlenarbeitcr, 1 Schuhmad>er, 10 Maurer, 3 Glaser, 11ngenieur tmd Statiker, 3 Hochbautechnikeo- 6 Photographengehilfen, 1 Buchdrucker, 1 Schwei^orde- gen, 2 Maschinisten, 1 Heizer, 20 Arbeiter für Stein- brnch, 80 gesunde Arbeiter, 100 Arbeiter für Bahnbau, 1 Hausbursche, 1 Apotheker, 15 Streckenarbetter, 1 Post- aushelser; Nach Bad-Nauheim: 1 Buchhalter, 1 Zkellner uud Hausdiener. Es suchen Arbeit: 1 Bau- und Masännen-Jngenieur für Nebenbeichäk- merdcn kann, 2 kriegsbeschädigte Bttchl-alter (für An° sangsstellung), 1 Scl-reiberlehrling. Weibliche Abteilung Bei hiesigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 1 landw. Mädchen, 1 Köchin, 15 Dienstmädchen, 1 Küchenmädchen, 6 Laufsrauen, 1 Putzfrau, 10 Mädchen für Bahndienst (Zugdienst); Bei auswärtigen Arbeitgebern: 3 landtv. Mädcl>en, für ein'Meldeamt werden Hilfskräfte angenommen, 6 Dienstmädchen, 1 Zimmermädchen, das etwas nähen kann, für eine Pulverfabrik wird eine Anzahl Frauen und Mädck>en gesucht; Nach Bad-Nauheim: Köchinnen, Beiköchinnen- Zimmermädchen, Hausmädchen, Kückienmadchen. Es suchen Arbeit: 1 Stenotypistin, 3 Verkäuferinnen (1 für Schuhwaren) junge Mädchen, die zum Teil Maschinenschreiben erlernt haben. 2300B nach langem, schwerem Leiden im 51. Lebensjahre zu sich in den Himmel zu nehmen. Tn tiefem Schmerz: f Fraa Reinhard (»iebefer Auguste geb. Wagener 2291 Lefrrecht reheier, z. Z. im Felde Erlen Gicbeler. Lumda (Oberhessen), Altenseelbach. Grube Bautenberg, Neun- kirchen, den 23. März 1918. Die Beerdigung findet am Karfreitag nachmittags um 2 Uhr statt. Bi i Wk Familientag CAFE ASTORIA Rente Mittwoch, 27. Rärz. «« Vorzügliche Getränke, Torten u. Waffeln. Pension Branrtl, Netten Bäna 22 Zimmer, fflittags-n.Äbendtisch 7 Zimmer Aid: i'ijrsir. 19 1 o3a ‘ herrkchaftl. /-Zimmer-Wohg. m. au.Zubeh., Gartenant. vr. 1. Mai od. später zu nerm. d. 8. IVallaeh.Bismarckstr. 14,11 | ö Zimmer tood. 5-Ziamer*86!etag9 mit Zubeh. für I.Juli, ev. früher, z.vm. Nah.Walltorstr. 73111. Ich suche für sofort od. sväter 5-6-/immcr-Wohnnng. Schristl. Angeb. unter 03u2 an den Giest. Anz. Gesucht per 1. 7., wenn möglich früher, 4-5 'ZimmerWohnong in schöner Lage. Angeb. unter 0271 an den Giest. Anz. 4-5-ZinMr-Minüng m. allem Znbeh. bis I.Juliod. sväter gesucht. Schr. Angeb. unier 0306 an den Giest. Anz. i 3 Zimmer Wne s-Zim.-Wohng nur an ruhige Leute z. verm. Näh. Ebclftr. 36 v. 2294 I Mo bl. Zimmer] In gutem Hause Zimmer mit 1 Bett und Zimmer mit 2 Betten und voller Verpflegung. 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Zu weiden bei Otto Seivv II., Ober Hörge n. Kr. Giesten Mot ero • erhalten gt uteiue Broschüre über Ursache des Stotterns die Beseitigung dessc ohne BerufSstörung «D. S Die Zusendung cvf Int s im Kuivert obite Firma ständig kostenlos. II. Mcinmcler, Daacuburg tSchauntb. Kt. 75 AM!« NM Sletzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) MttwoH, 2T. März (9(8 Am dem Reiche. Beschränkung des Freindenverkelp-s. Berlin, 21. März. Wie bekannt, plant der VnndeA- rat eine Verordnung zur Beschränkung des Fremdenvev- kehrs. Der Entwurf hat folgenden Wortlaut: Z 1. Die Landeszentralbehördcn können mit Zustim- mung des Reichskanzlers Bestimmungen erlassen, durch die der Aufenthalt und die Beherbergung ortsfremder Personen in Heilbädern, Kurorten, Erholungsplätzen sowie sonstige Orten mit weniger als 6000 Einwohnern in der Zeitdauer oder in anderer Weise beschränkt wird. 8 2. Wer den nach § 1 von einer Landeszentralbehürde erlassenen Bestimmungen zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark oder mit Haft bestraft. 8 3. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündigung in Kraft. Der Reichskanzler bestimmt den Zeitpunkt des Außerkrafttretens. Die Versorgung der Gasthose. Wie das „Berliner Tageblatt mitteilt, hat der Staatssekretär des K r i e g s e r n a h r u n g s a m t s an die Bundesregierungen ein Rundschreiben gesandt, worin die Genrein deverbände mit allem Nachdruck aufgefordert werden, die Gaststätten angemessen zu versorgen. lEs heißt darin: Durch die Verorderung gegen den Schleichhandel vom 7. März wird die bisherige Versorgung der Gaststätten, die leider' in gewissen Punkten auf die Wirksamkeit des Schlei chl-andels ausgebaui war, dieser allerdings auch schon vorher illegitimen Hilfsquellen beraubt und in Frage gestellt. AuS der Erwägung ergibt sich die No Wendigkeit, die berechtigen gewerblichen Interessen der Gaststätten und die gebotenen Rücksichen auf bas reisende Publikum dadurch Zni wahren, daß auf rechtmäßigem Wege den Gaststätten eine zur Fortsetzung der Betriebe ausreichende Belieferung mit Lebens- Mitteln sicher§estellt wird. Ich bitte die dazar notwendigen Anordnungen sofort zu erlassen urD dabei folgende Richtluüen zu beachten: 1. Die Versorgung der Gaststätte: TkU grundsätzlich im Nahmen des allgemeinen Beda rfsan teils der Kommunal verbände zu erfolgen. Sonderziunnnstmgen von seiten der ReichSstellen können bopi in keinem Falle zur Verfügung gestellt werden. 2. Die Versorgung der Gaststätten soll im allgenieinen im VerMtnis zur nachweisbaren oder amtlich gemeldeten Besucherziffer der Sveiseivirt- schaffen erfolgen. Lindere zweckmäßige Maßstäbe lassen sich an der Ablieferung von Fleisch- und Brotmarken berechnen oder aus den Mitteilungen entnehmen, die über t-ie bisherige Praxis in der Belieferung der Gaststätten in den Beiträgen zur kommunalen Kriegswirtschaft zu veröffentlich«: sind. 3: Versorgung mit Fleisch- mü> Ncischwmren, Mehl und Brot fjktt sich im allgemeinen nach den Marken«, bEeferungen seitens der Gaststätten zu richten. Es müssen den Gfafföfchen aber neben den Mengen, die sie nach der Marken- ablieferimg zu beanspiw-ck»«, haben, jonroftl an Fleisch und an Mehl diejenigen Sonderznweisungen übertviesen iverden, die zur gewerbsmäßigen Herstellung ordentlick-er Zubereitung notwendig sind. .Hinsichtlich der Fleisckwersorgung bestimme ich. daß die in den, Rmdickweiben vorn 15. Januar 1917 aufgestellten Grundsätze dahin aus zu logen sind, daß den Gaststätten für Verluste und Schwund über die durch Markau beanspruchten Mengen hinaus ein Zuschlag bis zu 10 v. H. bewilligt Iverden kann. Zur Zubereitu'^4 von Speisen muß den Gaststätten regelnräßig eine ausreichende Menge guter Tickungsmittel zugestellt werden. Die gleichen Bestimmungen gelten für alle übrigen rativaierten Warm, für die die Gaststätten Marken abzuliefern haben. In alten diesen Fällen sind neben den durch Marken beanspruchten Mengen noch Kontingents- Engen zuzuweisen.^4. Diejenigen rationierten Leben-mittel, die die Gaststätten zur S-poisevereitung benötigen, für die sie aber von den Gästen Marken zu erhalten haben, müssen den Gaststätten «regelmäßig irt kontingentierten Nationen M gewiesen werden. Dies gilt insbestmdere für Speisefette, Magermilch Zucker und Nährmittel. Die Zuweisungen sind auf das notwendigste zu beschränken, sollen aber im wirklich notwnidigen Bedarfsfälle sick-er- geslellt werden, damit für die Gaststätten jeder Anlaß zu einer Inanspruchnahme des Schteichl-andels in Wegfall kommt. ö. Bei etwaigen Verteilungen v^n nick^rationierten Lebensmitteln (Fische, Fischwaren, markenfreies Wild und Geflügel, Gemüse und dergl.) sind die Gaststätten grundsätzlich zu berücksichtigen und angemessen zu beliefern. Auch wenn die nach den vorstehenden Rrchlmicst anznordende Versorgung überall sofort eingeleitet wird und dauernd^ aufrechterhalten bleibt, dürfte in vielen Gaststätten gegenüber, der bisherigen rechtswidrigen Versorgung eine erhebliche Minderung der verfügbaren Vorräte Platz greifen. Ich bitte den Kommune, (verbänden anh-ein'.ziuwben, dieser Sachlage durch Vereinfachung der Speisekarte Rvchmmg zu tragen. Die Anweisung schließt damit, daß eine Fortdauer jener bisherigen rechtswidrigen Versorgung nicht weiter grchuldet werden könne. Die Kommnnalverbände sollen verpslichtet sein, in Zukunft der ungesetzmäßigen Versorgung durch gesetzmäßige Belieferung den Boden zu entziehen. Kanalisicrun-g des Oberrheins. Man schreibt der Frkf. Ztg.: Die zitständigen Ressorts der N-j'ichsregierung und mehrerer Bundesregierungen beschäftigt zur Zeit ein großes Projekt zur Ausnutzung der Wasserkräfte arn Oberrhein. Es handelt sich darum, eine Kanalisierung des Rheins zwischen Straßburgund Basel pvrzjun-ehmen und die dadurch entstehen- den Wasserkräfte zur Errichtung eines großen Kraftwerks zu benutzen, das weite Teile Deutschlands-mit elektrischer Kraft versorge:: soll. Die Verhandlungen sind in vollem Gange, und da es sich um die Gebiete mehrerer Bundesstaaten handelt, die bei der Stro-mregutierung und der Versorgung mit elektrischer .Kraft in Betracht kommen, hat das Reich, selbst die Prüfung der Frage in die Hand genommen. Hessischer Landtag« Erste Kammer. 14. Sitzung vom 26. März. Zweiter Präsident Fürst zu Leiningen eröffnet um lUA Uhr die Sitzung. Das Haus ist mittelmäßig besucht. Die Tribünen sind'sehr gut besucht. Am Regierungstisch sind die drei Minister anwesend. Präsident Fürst zu Leiningen feiert die Siege unserer Truppen in den letzten Tagen. Ein mächtiger Keil ist in die feindliche Front gesckstagen. Tie Kette gesprengt. Möge die Folge dieser Stege ein baldiger ehrenvoller «Frieden sein. Das Haus tritt in die Beratung des StaatsvoranschlagS. Finanzminister Tr. Becker bedauert die späte Fertigstellung des dresiährigen Voranschlags. Tie Siege der letzten Tage geben Mbit berechtigte Hoffnung, daß der nächste Voranschlag wieder ern Friedensvoranschlag sein werde. Ter Minister gibt die gleichen Erläuterungen zu Um Voranschlag wie in der Zweiten Kammer Gr kommt ausführlich noch aus den Antrag Weber-Bauer zu in seiner ursprünglichen Fassung mis zu sehr ge- blMben l-atte. *. B.. wem, er bereits Gesetz geworden wäre, es unmöglich gemacht hätte, die Teuerungszulagen obne Steuererhöhung durchznfüyren. Auch in diesen, Hc.u>e wiederholt der Minister seine Mermmg von direkten Reichsstenern. Es wäre der Untergang der finanziellen Selbständigkeit der Bundesstaaten. ES gilt, diesem Versuch von vornherein m widerstehen. Für den Frieden haben wir direkte Steuern mit erhöhten Ausgaben und verminderten Einnahmen Ku rechnen. Wir müssen zu einer Neugestaltung mffereZ Einkommen- und VermögensteuerwesenS gelancfen. Wir dürfen nicht tzv! trübe in die Zukunft blicken. Tic Fehlbeträge sind während des Kriege- zurückgesangen. In, Jahre 1916 halten wir ein Ueber- fchuß, «ebenso 1917, trotz der Belastung durch die Teuerungszulagen. Das Steuersoll hat xugenommen. ES hat eine Auswärtswanderung der Steuerzahler in die höheren Steuerklassen stattge runden. Ter Minister gibt die gleiche,. Zahlen wie in der Zweiten Kammer. Wir dürfen der Zuverffch den Ausdruck geben, daß das deutsche !Ä?lk auch im tFcieden nnrtschastlich stark genug sein werde, die finanziellen Lasten zu tragen. (Beifall.) Graf Stolberg-Roßla gibt seiner Freude Ausdruck, daß der Finanzminisber in beiden .Kammern sich so entschieden gegen direkte Reichssdeuern ausgcsvr»ck)en hat. Tos wäre eine Gefährdung des buickeS sämtlich«, Charakters deS Reickvs, der sich in diesem Kriege so außerordentlich bewährt hat. Ter Redner weist auf die Vorgänge im Reich und in Prcus)en hin. Man könne zur preußischen Wahlrechtsreform stehen wie man wolle, das scheide hier aus. Mer wir wollen uns vom Reich nicht fressen lassen. Ich bitte die Regierrn-bg, auch auf diesem Gebiete Festigkeit zu zeigen. Gras v. Erbach-Fürstenau. Ich möchte alles Wort für Wtztrl unterstreichen, was Graf Stolberg-Roßla sagte. Ter Einheitsstaat wäre ein Unglück für das Deutsche Reich. Der Berichterstatter des Ausschusses Geh. Kiommerzienrat Tr. Strecker hat den Erläuterungen dos .FinanzMinisters nichts zu zu fügen. Das Hans tritt hierauf in die Einzel berat,mg des Staats- Voranschlags ein. Bei Kap. 12 schlägt der Berichterstatter des Finanzausschusses, Geh. Kommerzienrat Dr. Strecker vor, dem Ersuckrei, ber Zweiten Kammer, die Teuerungszulagen der Beamten steuerfrei zu lassen, nicht berzu treten. 'Dagegen bittet l^eb. Tr. Krüger da9 Haus, dem Beschluß der Z,vciten Kammer beizutreten. Die Zulage sei gegeben worden, um einem Notstand abzuhelfen, und die Kamnrern haben dadurch, daß sie die Vorlage der Regierung überboten, schein , zum Ausdruck gebracht. daß sie in der von ilmen bewillig len Summe das Mindestmaß dessen erblicken, was für die verteuerte Lebensstellung erforderlich sei. Auch habe man stnvolL in den Kammern wie in, Lande a nge.no, nmen, daß Iv-e Zulage incht besbeuert iverden würde. So dankbar mm, in der Beamtenschaft sei. daß Regierung und Stände itn er Notlage fürsorglich gedenken, so sick-cr lverde die' Besteuerung Unzufriedenheit hervoiailfen. Ans das Beispiel Preußens sei austj zu verweisen. Jnkonieaent sei es freilich, nur dar Staatsbeamten zu gedenken. iaü> Redner würde eine Eclveiterung auf Privatan- gcstellte vnd Arbeiler fremüq begrüßen. FttAriezmiuisber bittet, dem ablel-nenden Antrag des Finanz- ausschnsses bei^rtretcu. Er wiederholt die Gründe, die er in der Zlvei-ta^ .K,mn»er lvreits dirgelegt hat. Prälat Euler schießt sich den Ausführungen des Geh Kirchurat? Krüger an. Ter Wlsschußanteag wiird mit StimM-ennrehrchnt angenommen, die Steuerfreiheit der TeuensvgsMlagLN sonach abgelehnt. Be, Kap. 20 (Nchernstiniffal-rt) fragt (beh. Kommerzienrat Bamberger an.über die Stellung der Regierung zum sttheiu- Seekowzern und über diic BereUigung Hessens an der Nl-eui- Mainkanalisati-en. Staatsminister Dr. v. Ewald crn?iidert, daß der Entwurf eines Abkommens mit dem M>em—See-SDnze-cn der Prüfung imterliege und. wer:n er die Zustimmung des Ministeriums des Innern erhalten hat, mit des, xustärr.-iwi, preußislhen Stellen iu Verbintdrmg getre^a.i nücd, nachdem frül-er bereits mit der preußischen Regienlng Fülstung gena«m«, wurde. Was den Plan eiireü Mrain—Doqian-.Klrnals anbeüsngt. st» verfolgt die Dtegierung die hierauf gcnrch-tten Bestrebungen mit lebhaftem Interesse und wird, rvenn an sie herangettrian wicd, dieses I'nderesse bctittigen. Zu Kap. 35 (Kirchen) bemerkt Prälat Euler: Es liege bezüglich der Si-aatsxustÄisse an die eparuge-rst^ >md die katholische Kirche seit Jahren — Natürlich nicht bcab'ichigt — eilte Ungleichheit zuungunsten der evangelistl^n $m5c vor. die sei, icrie dies muh im AuSschrßbercch der Zivetten und Ersten ^ Kanrnnr zimr vorigen Hmiptvvranschlag gesagt sei. Tiefe Ungleichheit stetere sich von Fahr zu Jahr mrd er ß>r-dere deSl-alb Acchstst. — Es fabe Herr Donikapitulon Tr. Ben d ix im Anchlnß m eine die BrrwaröraMSi,zt>fltlä, die Anträge zum Jesitütcrcgesetz u,ü) die Abändernng dcr hessischn Ordensgeftchgebung berühiende Zieme,-L ng des Lande-stinoda'aus- schussvs bei der Berattnng des vorigen Jahre^-5?airptvvran.!chlages — in Abwesenheit des Redners — von einer Sensibilität gegenüber der katholischen .Kircl?e g^tw-xch-n. die nicht in der Sache begründet sei, sondern im MisstrantM. Ties weist Regier zurück, zum Schluß gc-meinsrnneS Arbeiten der beiden Kirchen an ge meinst,,,,en Aulgal-en büonend. Bei .Kap. 36 und 37 (Universität und Technisch? Hochschule) wnst Geh. Kirchenrat Krüger gegenüber der Aeußevung de-' Abg. Tr. Osann in der Zweiten .Kammer, belr Mißbrauch der Verleilwng des Ehrendoktors an Sti ter größerer Geld luminm darrruf bin. daß solcher Mißbrauch au der Landesulnversi- tat nicht statt gefunden habe und auch künftig nicht stattsinden toerde und setzt anseinrnider. ivarum auch materielle Zuwendungen die l)e,-vorragenden Bertenste um die Förderung der Wissenschaft begrünten könne,:, die freilich für den Ehrendokter die unbedingte BormlSsetzimq seien. In Anknüpfung hieran gibt er austührliche MitteiVung über die neu gegründete Gächenec Hoch säMlgescllschast. Alle übrigen Kapitel des Staatsvoranschlags werden unter Vertritt zu den Beschlüssen der Ziveitm Kammer genehmigt. Genehmigt werden auch die übrigen 30 Pünkte der Tagcsord^ nnng. bei welcl^en keine Aussprache stattsindet. Es sind darunter die Regierungsvorlagen, betr. Entwurf eines Fina,r»gesetzes für lx,^ Etatsjahr 1918. betr. Bewilligung von Mitteln für die Wiederherstellung der an den Deick)- und Userbanter, an der Nahe entstandenen Horliwasserschäden, u,ü> betr. Erwerb von Gebäuden und Gelände für die Wein bau schile in Oppenheim. Ueber die beiden letzteren erstattete Geh. Kommerzienrat Dr. Strecker und Oberbürgermeister Tr. Gottelmann Bericht. "Ten Vorauscl-lvg für de AuLgabebedi'irfnisse der Ersten Kammer ,m RechnuirgSjahr 1918 ttägt Freiherr von Riedesel zu Eisenbach vor. Er wird genehmigt. Ebenso der nachträglich auf die Tagesordnung gesetzte Jnitiativmttrag .Hchnrich u. Gen, betr Wände- rung t-es Gemei,ü>ceinkon,mensteuergesetzeS, worüber Oberbürgermeister Dr. Gottelmann berichtet. Darauf wird um 2 Uhr die Sitzurrg geschlossen und daS Hau^ vertagt. * Zweite Kammer. 62. Sitzung vom 26. März. Ter Präsident eröffnet um 10y 4 Uhr die Sitzung. Das'Han« ist gut besucht, ebenso die Tribünen. Tie drei Minister sind zu Anfang anwejeiü), bvgxben sich aber dann in die Erste Kammer. (Prchideut Köhler feiert die 'Stege der letzten Tage und spricht den Truppen den Tank der Heimat auS. Er hofft, daß diese Siege unS dem ersehnten Frieden nal-cr bringen. Ueber daS Finanzgesetz für das EtatSjahc 1910 erstattet 2kbgecndneter S o h e r x Bericht. Abg. U l r ich (S^): War werden für das Finanzgesetz stimmen, wer! dtei'clben Berhälttnsse wie in den Vorjahren bestellen. Unser Standp, nkt zu d-r: einzelnen Kapiteln d?S Voran» schlags bleibt unlrerührt. 'Abg. K o r e l l - !M«gerot> (Bbd.) verliest lnei-p, euren An> trag F,nger°Kvrell. der zur Ei,7igreit aufwrdert und zur Zeicl>- nnng der 8. K,ieaSanieihe auf^rdert. Tioser Antrag wiri, zusammen mit dem FävMizgesetz «ngcivommen. El^eust, wird der Verivaltuirssvoranschrag der Regierung angenommen. Die RegierunaSvorkage betr. Bewilligung von Mitteln für die Wiederherstellung der m, d«, Taicl»- und Uferbauten an der Nahe eiitstw,denen H«xliwasserstlMcn ivird einigen Worten deS Ausschuß°Beri»htersbatters So Herr ohne Debatte angenommen Von den Kvsüm vvu Mstunn^r IW 009 Atark don 24 Abgeordneten aller Parteien tmterschriebene Jnitia- tivaittrag Henrich und Gen. über Abänderung des Ge meinte steuert gesctzes wird ohire A«ssvrache nach kurzer Begründung des Bericht- erstaitcrs Soherr angeuomn,en. Taiwch iverden Neneinzieherche, auch wem, sie keinen Wiol>nsitz in der Genreinde haben, gleich den übrigen Gemeindeeinwcchuern zur Steuer herangezogen werden, soforu ihr Nufenlh>alt die Tauer von drei Jahren übersteigt. Tamit wird derselbe Zustand wie in Preußen hcrgesLellt. Die Regierungsvorlage. Ettverb v-on Gebäuden und Gelände für Zwecke der Wein- uikb Obskbauschule in Oppenheim betr., Ivicd ohne Ausspracl)« genehmigt, ebenso die Regierungsvorlage, betr. summarische Uebersich' der EiktnalMeu und Ausgabe,: der Grvßh. Landeskreditkasse für i 11. In den 1. Ausschuß (F-inauzausschuß) wird auf Vorschlag des Abg. v. Brentano statt des Abg. Molthan (Ztr.) der Abg. U e be l (Ztr.) durch Zuruf geivählt. -Der Vorstellmig des Landwirts Jak. Keller in Eritsthofen wird eine Folge „idyt gegeben. Abg. Ulrich (So-z.t bittet die Regierung, wem, auch der Ausschuß eine andere Stel-juug nicht habe annchmen komieu, sich der Sache auzunehmcr,, da die Beunruhigung der Devölkernnq in, Mvdautale über den Nieder-Modarker Fall sich noch kerneswegZ gelegt habe. ^>er Vorstellung des Verbundes südwestdeukscher Kvnstrmvereim in L,rdwigsh 2 sen a. Rh, Solcher besteuern ngan genossen schriftlicher Verteitungsstellen betreffend, wird entsprecliend den, Ausschußanteag gegen die Stimmen der S'uziatdenwk»aten swt gegeben. Eine Vorstellung der t>esit,'chiei, Gerichtsschreiber-Geholfen, ihnen den Titel Aktuar z-u verleil>en, wird der Regierung als Material übenmesen. Der Vorstellung des Großh. KreisgeometerS Huber xn Worms, Anrechnung von Besoldungsvordiens^it der sämtlich angestcllten Geometer I. Klasse betr., rvird keine Folge gegeben. Eine Vorstellung des Verbands der Gvoßh. Hessischen KreiS- geometer. die Tageg^'lder der KreiLgeometer betr., lvird der Negierung zur Berücksichtigung trberlvielen. Zu den Ainttägen der Abgeordneten K o r e l l - Jnaelchein^ v, Brentano, Brauer mrd Dorsch ersucht Abg. v. Brentano (Ztr.) die Negierung, t^c Zahl der ab»nliefernden Eier herab^nsetzen und die Befugnisse der Avmmunalverbände xu beschränken. Landesökoiwmierat Müller weist txnvruf hin, daß, wenn es nicht möiilich sein tverde, die geforderten Eier aufzn- l7ringen, so könnte man seinen Pflichten gegen Kranke, Kinder und Vertvundete ,ncht Nachkommen, ganz abge- scl>ei, davon, daß dann die übrige Bevölkerung noch schlechter versorgt werden müßte. Tie kleinen Hülfinerhalter sind durch besondere Einschränkungen geschont. Die Kriegsgefangenen auf dem Laude- dürfen nicht besser versorgt werden als unsere eigene Be- völk?riing. Es ist das Mindeste gesorderi worden, was möglich war, denn wenn ss nicht möglich sein wird der Bevötke,-ung mindestens alle 14 Tage zuzuwisen, so ist die ganze Arbeit umsonst. Abg. Ulrich (Soz.': Ta die Bestimmungen für die kleinen Hühnerhalter am ggeiähilchsten sind, haben sehr viele davon einfach ilwe Hühner abgesck>a'st. Weirn der Herr Lavdesökonomie- njert daS wüßte, dann würde er wohl auf seine graue Theoriel verzichten. ?lbg. v. Brentano dankt dem Abg. Ulrich, daß er seine 9Reinnngsönderung so offen ziugestmrden habe. Tarcnts gehe rrun s^cvor, daß nunmehr die ganze Kammer geschlossen hinter den Anträgen stehe. Abg. v. .Helmolt (Dbd) dankt gleichfalls dem Abg. Ulrich ,md hoift. daß mm auch der Herr Landes ökonomierat sich bekehren ivürde. Er war bisher objektiv falscher Ansickü- Abg. Eißnert: Die sestg-eietzte Zahl wäre ja an und für sich berechtigt, aber die Verärgerung besteht nur deshalb, tveil in Preußen und anderen Burchesstaaten niedrigere Zahlen festgesetzt ivurden. ?lbg. Fenchel: Die Behauptung des Abg. Eißnert, daß die Hühnerhalter die Hühner setzt abschlachten, um sie zu den ougenblicklichen hohen Preisen loszuschlagen, ist falsch; sie such dazu durch den Fntterinangel gezwungen worden. Zu diesem Gegenstand sprachen nocf> die Abgeordneten v. Helmolt. Fench-tt, Ulrich. LandeSökonomierat Müller: Es stimmt nicht, daß Preußen übe,-a!l weniger Eier z,ir Ablieferung fordert. Tie durchschnitt- siche Ansorderung in Pcrnß'M ist 30 Eier für das Huhn und, 27.4 in 5xssen. Redner gibt damit eine Anzahl statistischer Zahlen und verteidigt sich dann gegen die aus ib, gerichteten persönlichen Angriife. Die Förderung der Landwirtschaft sei ja stets sein Bestreben gewesen, aber nur soweit sie ‘oen Jchtcressen der Allgemeinheit, in deren Dienst er stehe, nicht zuwtderlause. Ferner sprachen noch die Abgg. Hauck (Bbd.). Adelung (Soz.) und Hart mann (S>az.) welch letzterer die Eierknap^ heit hguptsächlich den, Sck»ileicyb.,ndel zur Last legt. Der Ausfchnßantrag, die vier Anträge zusammen als erledigt an zu sehen, nurd einstimmig gngeiwmmen. Einer VvrsteNnng der Frau Luise Hosch zu Gießen, Milch- abliejernng betreffend, wird kerne Folge gggttben. Der Anirag des Abg. Fenchel, die Verwiegrmg des an bei 5>eereSverrvalttn,g gelieferten HcueS betreffend, wird vom ttragsteller nockpinals begründet und darauf einstininrig angenommen. Zum Antrag dc's Abg. Köhler, Bereitstellimg von Holz aus den staatlichen Forsbn, zur Erl eicht ernng des KleinivohnungS- ^'eS,md der Herstellung von Hansmöbeln betreffend, äußerte sich Abg. Eißner in z-u stimmen dein Sinne. Ter Antrag wird sodann genehmigt. Elenso der ANtnag deS Abg. Wiegand, Unterstützurdg der mittleren und kleineren Oknverbebetriebe nack) Kriegsende bettref-, send, imd ein dringlick>er Antrag deS Abg. Tor sch. die Slie^n7^g Nt kleinen Bäckereien berrefsend. (Bericksterstatter: Abg. Dr. Osann.) Eine d,übliche Anfrage des Abg. Tr. Wolf-Gonsenheim, Eisenbalmunfälle auf der Strecke Mainz—Fiittl^n betreffend, be, crntwortet StaatSrat Mlbrcr>^> mit ausführlickimn Material, woraus sich der Antragsteller befriedigt erklärt. Taniit ist die Togesordnnirg erschöpft und tritt eine Dause ein, nach der die RückänHerungen der Erste:, Kammer entgegrn- aenommen und einige zurückgestellle Gegenstarche erledigt werden sollen. Nach Wiedereröfffnrng der Sitz,mg teilt der erste Präsident Dr. Köhler mit. daß es nicht notwendig sei, die Rückäußerung der erste, Kammer abtzuwarten. Die restlichen Gegenstände norden darauf zurückgestellt und paS HauS vertagt sich auf imbestimmp Zeit. Ans LanblagSersatzivahl. Vilbel, 26. März. Die lioutige Landtag'sei-satzwabl im Wahl- Aris Vilbel endete, soiveit sich biSl>er überblicken läßt, mit N* glatten Wahl be3 soziakdemvkratisckien Kandidaten Reumann^ Ossenbach über den. unabhän-gigen Sozialdemokraten Schreines S ch c. u b - Büdesheim. Es nnnixul Stimmen abgegeben in Altenstadt für Neumann 90, Schaub 29, Dortellveil 41 ,md 14, Hain- ckien 47 und 19, Harheim 71 und 28, Höchst a. N. 26 und 19 Niet>ettvöl!stebt 23 u^> 7, Obecrrlenbach 24 und 17. Vilbel II 813 und 45, Vilbel I 172 und 79, Rendel 20 und 39, Büdesheim 45 U7Ü> 94. Bis heute 9 Uhr hatte Neumann bereits 400 Stimrnen mehr als Schaub. Die Ergebniffe ans einigen kleineren Owen ändern nichts mehr an Nenmanns Wahl. . Hri(ffdf(eii frer Nedaktloi». Mnonvme Anfrage»- bleibe» „ . ^ in ll. Sobald die m^esdeUten Ermittelungen abgeschlossen jiurd. erhalten Sie Bescheid. Die Unterzeichneten geben hiermit bekannt, dah ihre Kassen und sämtliche Geschäftsräume am Samstag den 30. März 1918 für jeglichen Verkehr geschlossen sind. Gießen, im März 1918. Bank für Handel und Industrie, Niederlassung Gieren Vezirkssparkasse Gießen Eewerbebank. E. G. m. b. H.. Gießen Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Metzen Varuch Strauß Nachf. 2169O kleinen verehr!. Patienten zur acfl Kenntnis, daß Ich krankheitshalber Mittwochs und Samstags nachmittags keine Sprechstunden mehr halte. Zahnpraxis Lieh Dentist Zutt. 2115 graphische Bedarisarükei kaufen Sie preiswert im ■Spezial-Haus ledizmal-Brogerie z. 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KL 21,00 Hdl. ReiSnangen 0. KL Härchen: 1 Abschnitt « >,oofi 84 cin/l iri mit U,.W Aus dem Distrikt Büchenberg, Fichten: 16 St. stäikeres Bauholz (H. Nr. 4 >/.»4, 59, 04/9. 72/4, 76, mit 8,32 mtm* 73 St. schwächeres mit 14.72 Fsttn., 88 Sl. Derb» st au ge u 1. Kl., 29 Lt 2. Kl.. 10 St. 8. Kl. ;>m Anschlitä au die Nuddolzuersteigerung findet eine Vrennholzveriteiqcruna daselbst statt. Als Richtpreise bet dieser SretuUiolzveritet terung werden im altliemeiuen die WerbuugSkoiten angenommen. ES sollen oerstciaert werden: A>iS dem Distrikt Psasfcnmark 1 Haufen Hai.ibuchc» Dnrchsorklreisla und 22 Hausen, zu je 5 Rm., nicht end nuete Fichtc-ttannen «zu Bobnenttangen vv. geeignet»« auS dem Distrikt Schcncrnwald Eiche«: 3 Rm. Prügel, 3.00 Hdt. Wellen. Linden. 6 Haufen Prügelholz und Reisig, Weiden: 0 Hausen Reis oiz, Nadelholz: 2.53 Hdt. Weilen, Diitrikl Büchenberg Eichen: 1,40 Hdl. Wellen, Nadelholz: 0 Rm. Prügel. 8 Rm. SlocÄiolz. 7,80 Hdt. Wellen, aus dem Distrikt Er. Krenzberge Gemarkuna Bellersdorf) Ei'l-en: 21 Hauten, zu 10 und 15 Rm., DurchforftungS- reuig. Nadelholz gemilcht: 45 Hausen desgleichen. 2273B HolzversteLgerung. Mittwoch den 3. April, vorm. 10 Uhr an- fangend, soll in den Distrikten Streileck, Mittel» schlag, Lehmgrube und Lindenstrulh von der Gemeinde Bersrod nachverzeichnetes H o l - versteigert werden: Scheiter, Buchen: 300 Nm. „ Eichen: 33 n .. Fichten: 22 „ Knüppel, Buchen: 230 „ „ Elchen: 48 H „ Fichten: 74 „ ff Aspen: 2 . Neiser, Buchen: 200 9 i Eichen: 180 H Stöcke, Buchen: 102 „ „ Eichen: 39 ^ , Ftchten: 29 ^ Zusammenkunft im OrL BerSrod, den 26. März 1918. 2303 Bürgermeisterei BerSrod. R e u s ch l i n g.