Kr. 12 Ter -1 ebener Htqriftv erscheint täglich, ander Sonntag?. - Beilagen: Hiehencr5ki...istnblatter; Kre.Lblelt tür den Kreis Hießen. Bezugspreis: inonatl.Mk. 1.20, Vierteljahr! ich Mk. 3.6O. dnrch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Bit. 1.1): durch die Post Pik. 3.60 vierteljäh rl. ausschl. Bestellq. fferusprech - Anschlüsse: für die SchrUtle.lung 112 „ Verlag,(tteschäitsstelleol •' Anschrist sürDrabtnach- rlchten: Anzeiger Giehen. Erstes Blatt 168. Jahrgang Dienstag. 26. März 1918 Postscheckkonti: Zranksurt o.M. 11686 Bankverkehr: Gewerbedank Gießen ArorHingzrttnddruä u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u. Lteirrdruckerei R. Lanze. Zchriftreitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulftr. 7. Annahme von Anzeigen *. die Lagesnnmmer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindtichkeit Setlenpreise: für örtliche Anzeigen 25Zf.,fürauswär1ige 30 Pf., 'ür Reklamen Dtt. 1.—; bei Piatzvor- schrift 29*/, Ausschlaa. Hauptschri'tleiter: Au^ Goetz. Verantivortlich für Politik u. Feuilleton: Ang. Goetz; Stadt uno Laicd, Berinischtes u.Ge- richtsfaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. «LS .t (WTB.) GroheS Hauptquartier, 25. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Kronprinz Rupprccht von Bayern hat mit den Armeen 0er Generale von Below (Otto) und von Der Marwitz in dem gewaltigen Ringen bei Baprunne den Feind aufS neue geschlagen. Wahrend die Korps der Generale von dem Borne, von Lindequist und Kühne die starken Stellungen des Gegners nordöstlich von Bapamne in erbitterten Kämpfen durchbrachen, warfen von Osten und Südosten her die Truppen der Generale Grünerl und Staats den Feind über Aires »md Sailly zurück. Der zäl-e, dnrch frische Kräfte verstärkte feindliche Widerstand wurde in heftig n Kämpfen gebrochen. Reue herangeführte Divisionen und zahlreiche Panzerwagen warfen sich längs den von Bapaume auf Car.brai und Pe- ronne führenden Straßen unseren vonnärtsdrängenden Truppen entgegen. Sie konnten die Entscheidung nicht zugunsten des Feindes herbei führen. Am Abend fluteten sie geschlagen in westlicher Richtung zurück. In nächtlichem Kampfe fiel Bapaume in die Hände der Sieger. * Heihe Kämpfe entspannen sich um Combl?§ und die restlich vorgelagerten Höhen. Der Feind wurde geworfen. Eng i'che Kavallericangriffe brachen zusammen. Wir stehen nördlich der Somme mitten im Schlachtfelde der Sonune- jchlacht. Der Deutsche Kronprinz hat mit der Armee des Generals von Hutier den Uebcrgnng über die Somme unterhalb von Ham erzwungen. Seine siegreichen Truppen haben in erbitterten Kämpfen die .Höhen westlich der Somme erstiegen. Heftige Gegenangriffe englischer Infanterie und Kavallerie brachen blutig zusammen. Die Stadt Neste wurde am Abend erstürmt. Zwischen Somme rmd Oise haben die über den Crozat- Kanal vorgedrnngenen Truppen noch spät am Abend des 23. März die stark ausgebaute und zähe verteidigte Stellung auf dem Ostufer de§ Kanals erstürmt. In heißem Ringen wurden Engländer, Franzosen und Amerikaner durch die unwegsamen Waldgelände über La Neuville und Villquier- Anmont zurückgeworfen. Gestern aing der Angriff weiter. Französische, zum Gegenstoß angesetzte Infanterie- und Ka- valleriediviiionl'n wurden blutig zurnckgeschlagen. In rastloser Verfolgung stteßen die Generale von Conta und von Gayl dem weichenden Feind nach. Guiscard und Chauny vurden am Abend erobert. * Mit weittragenden Geschützen beschossen wir die Festung Paris. Die blutigen feindlichen Verluste sind ungemein schwer. Die gewaltige Beute, die seit dem 21. in unsere Hände fiel, ist noch nicht zu übersehen. Festgestellt sind mehr als 45 000 Gefangene, weit über 600 Geschütze, Tausende von Maschinengewehre!:, ungeheuerer Bestand an Munition und Gerät, große Vorräte an Verpflegung und Bekleidungsstücken. * An der flandrischen Front östlich Reims, vor Verdun und in Lothringen dauerten Artilleriekämpfe an. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalanarlirrmeistcr Ludendorff. # Der Abeirdvericht. Berlin. 25. März, abends. (WTB. Amtlich.) Horte Kämpfe zwischen Bapaume und Perönne. Wir warfen den Feind hier auf seine alten, vor Beginn der Sommcschlacht 1916 gehaltenen Stellungen zwischen Anrre und Somme zurück. Zwischen Somme und Oise sind unsere Truppen kampfend im V o r d r i n g e n. K . iS te * e können die große Umwälzung an der Westfront, schneller als der Frühling gekommen ist, noch nicht recht fassen, aber wenn gesagt wird, eine übergroße Ab- nwnpsung «unserer Bevölkerung sei daran schuld, so ist dres doch nur halb- Wtreffend. Es »weiß jedermann, daß ynr i e h t vor den größten Entscheidungen stehen und daß vn den Ereignisse:! dieser Tage der Ausgang des Krieges ano |em baldiges Eiche abhängeu wird. Das ruhige Ab- warten, m das sich keinerlei stürmische Erregung, und vor Mein kerne Ueb-ertreibung, mischt, ist zu einen: guten Teil >em sict-eren und gewohnheitsmäßigen Vertrauen zuzu- chrerven, das wir alle in unsere hnilitär'.sche Führung epeil. ^l.lniay.rch, wenn die Kämpfe de^s ersten Anpralles überwunden sind, wenn der Bewegungskrieg nocki sicht- vll^v-orden sein wird, dam: ivirö -auch der Jubel *J a ? ^bwomiene lauter lverdeu. Wie war's denn in den Ma:tagen des Jahres 1915, als uns die erste Kundq. Vom Durchbruch der russischen Front in Galizien kam? Da waren die ersten Tage auch nur (ein stumn:es Lauschen, und als die erste Meldung der sösterreichisch-ungarischen Heeresleitung von 8000 Gefangenen sprach, da zauderte man, nachdem ein unsinniges Sonnragogerücht vorher von 80 000 gefabelt hatte. Die zweite Meldung vom 4. Mai nannte 30 000 Gefangene, aber nur 22 Geschütze und 64 Maschinengewehre! Die Frontbreite des Durchbruchs aber war, wie gegenwärtig im Westen, 80 Kilometer! Der deutsche Heeresbericht vom 6. Mai rühmte, daß die Zahl der Gefangenen auf über 40 000 gestiegen sei, „wobei", so fügte er wörtlich hinzu, „zu beachten ist, daß es sich um reine Frontalkämpfe handelt." Um solche handelt es sich auch zwischen Cambrai und La Mre! Erst später, nach etwa 14 Tagen, als die Gesangenenziffern stiegen, und die Verfolgungsfront sich vergrößerte, als unter Mackensen ein unerhörter Siegesmarsch angetreten wurde, wie er in Frankreich zur Krönung des jetzigen Erfolges in gleicher Ausdehnung kaum nötig werden wird, da nahm ein jeder gerne täglich die Landkarte und das Meßinstrument zur Hand nno jubelte über jeden Tagesfortschritt. Wollte Gott, ähnlich würde es jetzt auch in Frankreich kommen! Dort stehen zweifellos besser gerüstete, kriegsgeübtere Feinde als damals in Galizien, uno die strategische Aufgabe ist wohl verwickelter als diejenige, die Mackensen so stürmisch löste. Aber wenn der Durchbruch vollendet wird — und alle Anzeichen deuten darauf hin! — vielerlei Möglichkeiten gibt es dann, für die unsere Feldherren sich entscheiden könnten. Bapaume ist genommen, der Feind dort erneut geworfen, und im Süden der Angriffsfront rückt .General Hutier über die Somme und den Crozat-Kanal. stellenweise ist unser Vormarsch schon 40 Kilometer weit vorgerückt. Ter Kaiser gibt in seiner Siegesdepesche an die Kaiserin die Marschrichtung an: nach neuem, heftigem, siegreichen: Kampfe zwischen Bapaume und Peronne geht es weiter gen Westen; Albert, der erste wichtige Knotenpunkt, der bereits in Flammen steht, ist das nächste Ziel! Nicht nur die Bedeutung der bevorstehenden Entscheidung ist so groß wie diejenige des BefreiuugsWerkes in Galizien; auch der bereits vorliegende Erfolg mit seinen 45 000 Gefangenen, 600 Geschützen und der Unsunime des unübersehbaren gewonnenen Materials läßt den Wertungen von 1915 nichts nach! Unsere Dankbarkeit und Zuversicht darf jsich nicht messen lassen, denn es ist ja die letzte, schwere Aufgabe, an der unsere tapferen Heere ringen. Wie unsere Heeresleitung an ihnen den stürmischen Siegesdrang. die gehobenste Vorwärtslust rühmt, so darf es in diesen Stunden auch unter uns in der Heimat keinen geben, der zweifelt und zaudert und die neue Zeit nicht mit froher Begeisterung begrüßt. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 25. März. (WTB.) Amtlich wird verlanlvart: Im Westen vermögen keinerlei Gegen an griffe das Vordringen unseres siegreichen Bundesgenossen zu hemmen. Sonst nichts Neues. Der Chef des Generalftabes. Der Lieg im Westen. Infanterie und Artillerie in gutem Zusammenwirken Berlin, 25. März. (WTB.) Die große Schlacht dauert an. Harte Kämpfe brache.: an vielen Stelle:: den oerzweifelten Widerstand der tapfer kämpfenden Engländer. Ihre Gegenangriffe verb-lute?: im Feuer der deutschen Infanterie und Artillerie. Du och das wellige Gelände folgen die deutschen Kolonnen auf allen Wegen der fechtenden Truppe. Mit einem Schs'age sind die in: jahrein:: gen Stellungskrieg erstarkten Massen elektrisiert. Ter ganze Vormarscb vollzieht sich in musterhafter Ordnung und Ruhe. JMt kommt den Deutschen ilyrt langjährige Frietens-, erziehung »:d praktische Erfahrung zugute. Nichts überrascht Führer und Trippe. Sie. die durch den Winter Masnrens, durch das unwegsame Rußland, über die Gletscher der Alpen gedrungen sind, kennen kein Hindernis, lieber jedes Lob erhaben sind dis Leistungen der verbündeten österreichisch-ungarischeu und der deutschen Artillerie. Die deutsche Infanterie weiß, daß auch die schweren Batterien ihr auf den: Fuße folgen. Sie kann sich fcl'ensest aus ihre Schwesterwaffe verlassen: kaum war.Peronne genommen, als diese in dröhnendem Galopp auffuhr und ab probte und todbringendes Feuer aus die pollgedrängten westlichen Rückzugs st r aßen des abziehenden Gegners richtete. Offizier uub Manu kennen das Gelände. Vertrant sind ihnen die Namen der. Orte, Höllen, Kanäle, Bäcte, Flüsse. Sic kennen die Beobachtung^- Posten aus den früheren Kämpfeir. Sie grüßen die Wvlff.att wie. ein altbekanntes Manöver gelänte. Die Truppe wird nichts mute, sie rastet am Wege, schläft auf freiem Felde, zieht voller Siegest freute und Siegeszuversicht von Kmnpf zu Kampf. Der Eisenbahnknotenpunkt Albert in Flammen. Berlin, 25. März. (WTB.) An einzelnen Stellen ist die deutsche Infanterie in ununterbvochpnen harten Kämpfen bis zu 40 Kilometer vor gestoßen. Tie heftigen Gegenangriffe .frischer englischer wie auch französischer Infanterie- und Kavalleriedivisvonenl scheiterten nach heißem Ringen icnter schwersten Feiudverlusten und kostete.: bei Guiscard und Chauny dein Feinde allein 100 Offiziere imd 3500 Mann, 18 Geschütze und zahlloses Kriegsgerät. An vielen Stellen des weiten Schlachtfeldes häufen sich die Zeicknen eines fluchtartigen Rückzrcges und erinnern an die Katastrophe der italienischen Arm een a m Isonzo. Tie englischen Rückzugsstraßen liegen unausgesetzt unter schwersten: deutsch«: Fernfeuer. Schon brennt, den vorgeheicherr Deutschen erkennbar, ter wichtige englisch^ Bahuhiof uitd Eisenbahn- knotenp::nkt Albert, den: die südlich Bapaume vorrückendenj deutschen Angrifsskoloniren zustreben. Zahllose zu Gegarstößen eingesetzte biTitische Tanks, untermischt mit zusammengeschlossenen Motorbatterien schwerste:: Kalibers, lügen zertrümmert in frcn Straßen. An einer Stelle liegt eine ganze Batterie mit 25 toten Pferden. Ungeheuere Munitim:sstavel von vielen Hunderttarfferwen von Artikleriegeschossei: türmen sich hier und da hochj empor. Tie genaue Ziffer der nach Tausenden/ zäl/lenden genommeneu Maschiueugev^ehre läßt sich iwch nicht - annähernd angeben u:ü> übersteigt alles bisher Dagewes-ene. Der unaufhaltsame Sturmlauf unserer uiwergleichnchcn Infanterie läßt keine Zeit zur Zählung der gewaltige:: Bestände an Kriegsgerät Lebensmitteln und sonstiger Beute. Außer den ivüt über 600 erbeuteten Geschütze:: iourden .viele verschüttet oder außer Gefecht gesetzt. Die unerhötte Leistung der deuffchen Armeen konnte nur erzielt werden von einer Truppe, >die vollständig in der Hand der Führer aller Grade ist. Das Vorbrechen der deutschen Infanterie in dem dachten Ncbelineer zersprengte die gegnerische Befehlsgebung. In allen Phasen der folgenden Kämpfe zeigte es sich, daß die eirglische Führung nahezu völlig ausgcsckxlltet war. Bis zum letzte:: deutschen Trainsoldaten wollte jeder einzelne Mann seinen Teil an ten begonnenen Erfolgen haben. Es war, als triebe eine unsichtbare magische Kraft nahezu eine Million Ntensck>en dem großen Ziele der Erringung der Entscheidung zu. Durch das zum Teil kopflose' Vorwerfen seiner Reserven, um sich gegen die drolwnde 0)efahr von Norden Luft zu schaffen, hat der Eimländer seine Niederlage am 22. und 23. mir vergrößert. Das Beutefeld, über das die Deutsck>cn vordrangen, stellt mit seinen unerhötten Meilen Munition, Pioniergerät und Lebensnritteln einen Wert von ungezählten Millionen dar. Kaum wurde der leiseste Versuch gemacht, diese Bestände zu vernichten, stiur eine Armee, die sich vollständig geschlagen fühlt, kann das Kampffeld in einer solck?en Ge',dalt d-em Sieger überlassen. Hieran könne:: auch die Berichte der Geg:rer nichts ändern. Der Sieg ist u:ü> bleibt bei unserenj deutschen Waffen. Fm Standort des Generalstabs. Berlin, 25.Marz. (W.B.) Seit Tagen äst alles in fieberhafter Spannung soffizier, der für eine halbe Stunde sinn«: Tisch t*~r- lAßt, sintet bei seiner Rückkehr eir.cn: Berg von eingickaufeuLnl wc. I^LMrnnke ist kostbar, da gibt es keine Schonung. Die AÄe:ÄN7eldMlg bringt eine große Anzahl von Gefangenen m,d Beute, die fortdauernd steigt. An dem folgenden Tage liegt alles in einem undurchdringlichen Nebel. Auch die Nachrichten von vorne lauten unsicher, was eine Gewisse Spcnrmmg auSlöst. Doch schon gegen Mittag laufen von allen Seiten Meldungen ein von -einem frischen Draufgeld und einem einheitlichen Zusammenwirken. Ueberall weicÄ der Feind: fc» er tapfer standhält wird er umzingelt, heraus manövriert oder gefangen. Wien Bataillons bis aus 350 Meter vom Feinde, ja sogar vor der eigenen Infanterie auf und schossen den Gegner aus seiner eigenen Stel- lung heraus. Gl ärrzend war der Schneid der Sturm tri lvven unter perför'.liäier Führung ott , bewahrter Kommandeure. Oberleutnant Schneider, ern m vielen Kämpfeil erprobter Offizier, fiel an der Spitze ferner Leute, nachdeni er persönlich mehrere Maschinengewehre mit Handgranateii niedergekämpft hatte. Zwei weitere >^tt'posfizrere, die Vers önlich in feindliches Maschinengewehr scurinlen,^ramen bis auf drei Schritte heran und wurden dann ver- -wundet. Stünmung der am Angriff beteiligten Triroven ist glanze! rd. Obwohl drei Tage ohne Schlaf, läßt Sieges freu de sie alle Ättnpazen vergessen.^ Tie Verpflegung aus unserer eng- bscmnr Bellte rst vortrefflich. Ueberall firlden die deutt'chen Truppen Taüak. Zigaretten, Kwiserven und andere hochwillkommene Dinge. Die deutschen Sturmfahrzeuge. ,, Derlin 25^ März? lWTB.) Den ssidostkich von St. Quentin vampsekwer putschen Dlvisionen waren Danks zugeteilt. Tie Lentschen Sturmfahrzeuge haben sich glänzend be- und Belveqlichkeit wird überall ge- rühmtt Santtliche emgesetzten Wagen kehrten unversehrt w.rs dem Kampf zurück. Ihrem Eingreifen ist es hauptsächlich mit zu danken, daß der zähe Widerstand des Feindes, besonders der eng- ll,cl-em Mn, chirlcugQvehrnester. schnell und leicht gebrochen wurde. E Tal bei Urvillers gelegenen Beton fasern e nruiDc durch die Tanks sofort überwältigt. Der Kaiser an die Kaiserin. (W.B. Amtlich.) Der Kaiser sandte Wn dem Swlachtfelde der .groyen ^Schlacht in Frankreich das ^olgegwe Telegramm an die Kaiserin: Großes Hauptguartier, 25. März 1918, 11 Uhr vormittags Heute nach-t fiel Bapaumc nach schwerem Ringen. Meine negreick«n Truppen sind im Vordringen von Bapaume nach Westen. Weiter südlich Vo r m a r s ch a u f A l be r t Die Somme oberhalb Pdrvnne ist an vielen überschritten. Der ©ei!t der Truppen ist frisch wie am ersten Tage. Ueber 45 000 Gefangene, über 600 Geschütze, Tausende von Maschin«lgetvehl-.m, unge^uere Bestände an Munition nrrd Verpflegung, ähnlich wie nach der Isouzoschlacht in Italien. Gott mit uns. Wilhelm. Der Kaiser an Htndenburg und Ludendorff. Berlirc, 25. März. (WTB. Amtlich.) Die Handschreiben, in denen der Ko l s e r dem Generalfeldmarschall v. H i n d e n b u r q L ndendor ff ihnen aus Anlaß der großen Schlacht in Frankreich Auszeichnungen verleiht, haben folgende. Wortlaut: Lieber Feldmarfchall' In tw!)l der größten Schlacht der Weltgeschichte ist in diesen Taigen an grotzer Teil des englisckien Heeres aus feinest Stellungen gervorfen und von unseren heldenmütigen Truppen ^schlaben worden. Ihre hohe Feldl-errnkunst har sich hierbei wieder aus daS glänzendste bewährt. Für den Sieg von Belle Alliance «rbrelt der Feldmarschall Fürst Blücher das besonders für ihn qchttttete Eiskrne Kreuz mit goldenen Strahlen MeseS nm einmal verliehene höchste Ordenszeickren Ihnen beute .zu verleihe:!. ,ft mir eine gmrz besondere Herzensfreude. Mit dem gesamten Daterlande w«.ß ich mich eins, daß diese hohe Auszeich- gmng memanbem vrehr gebührt als Jhnerr, dem auch heute wieder Französischer Bericht. 25. März, 2 Uhr nachmittags: Tie französischen Truppen begannen in der Nacht des 23 März in die an iber britischen Z-rvnt irrt Gang befindliche Schlacht einzugreifen. Sie lösten einen D e r l der alliierten Streitkräfte ab und nahmen an dresem vlbschnitt der Front den Kamps auf ibre Rechnung aus. Gegenwärtig steheir sie in hartem Kampf in der Gegerrd von Novon, wobei sie die Höhen aus dem rechten Oiieufer bedeuteerdeu deutscb'-n Streitkräften stteitig machen. Nordwestlich von Rcims hefüge Ar- ttllerieaktionen in der Gegend von Courcp-Loivre. In der Cham- pagne ^scheiterten zrvei deutsche Handstreich? östlich der Siupl>e Frai^zosrsme Patrouillen machten bei Talpire Odeiangene. Olroße "lrtulerretättgkett bei Arracvurt in den Vogesen. Bei Tagesanbruch ^ Deutschen die französischen Linien östlich von Blemerp inw östlich von Badonvillers an. Tie Deutschen wurden mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Englischer Bericht. vom 24. März, abends. Neue feindliche Angriffe von großer Stärke entwickelteir sich morgens anIxr ganzen Schlackstfront und hielten den ganzen Tag über an. Südlich von Peronne gelang es dein Finnde wach schwerein Kampfe, die Sonrme an gewissen Punkten zu überschreiten. Diese werden später mitgeteilt. Nördlich rwu Pe- vonne waren ^ die feindlichen Angriffe mit äuß^ster Heftigkeit lgagen dre Linre der Torttlle gerichtet. Unsere Truppen zogen sich an diesem Absckmitt der Schlachtfnntt kämpfend auf neue Stellungen zurück. Wetter nördlich wurden wiederholte von starken Verbanden ccusgeführte Angriffe der deutschen Infanterie unter sckrweren Verlusten fahr den Feind abgeschlagen. In diesen Kämpfen zeichneten sich die 17. urid die 40. Division besonders aus, indem sie viele feindlick-e Angriffe abwiesen. Die Beschießung von Paris. Paris, 25. März. 10 Uftr 30 vormittags. Me düng der Agence .Havas. Die Beschießung von Paris durch das weittragende Geschütz, das in einer Eiikfernung von mehr als hundert Kilometewi auf die Haiiptstadt feuert, ist um sieben Uhr morgens wieder aufaeirommen worden. Die Schüsse folgten in denselben Zwischenräumen stvie gestern. Bisher wurden nur einige Todesfälle gemeldet. Genf, 26. März. (L. A.) Die Zahl der Sonntag vormittag innerhalb Paris erzielten Treffer aus deittschen FerugeschützQi wird auf 15 angegeben. Der Wagen verkehr, der vormittags eingestellt gewesen, konnte nachmittags, da kein ! verte res Bombardement enolgte, wieder ausgenommen iverden. Die Abendblätter be- scknälikten sich ms gaarz allgemein gehaltene Angaben über die Verheerungen in Paris und der Bannmeile. Schiveizer Blätter lassen sich aus Paris melden, daß bei andauernder Beschießung die Regierung nach dem Süden abr eisen werde. In einem Artikel Renaudels wird festgestellt, daß, wäl>- rend die rätselhaften^ Kanonenschüsse fielen, in den öffentlichen Aemtern in Paris, die mit der Kriegführung beschäftigt sind, die Beamten sich in die Keller verzogen, um von dort aus weiter den Krieg zu führen. Genf, 26. .März. (L. A.) Tie Polizei verhaftete die Verkäufer von Crtradlättern, tn denen die .Häuser angeführt waren, die am Svirnabend und Smndag in den am sckiwersten von der Ve- chießmrg heimgesuchten Stadtvierteln getroffen waren. Gestern v e r rtt p g e r t e n sich die Pausen ztmschen den einzelnen Abschüssen aus sieben Minuten. Zielrichtung war die lim* gebung dwi St. GobarnS. Die Blätter gestehen zu, daß die Fachkreise aus ba: spärlich anfgelesenen Granatenstücken keine haltbaren Vermutstirgen über die Art dieser technischen Neuerung der deutschen Batterien miffotftet können. Der Börsenverkehr soll in Kellerräumen abgehalten werden. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 25. März. 0DTB.) Don der Pa sä st i n a f r v n t wird vom '23. März noch mtthittäglich »gemeldet daß b<üm Morgengrauen dieses Tanes der Gegner nach 'Artillerievorbereitung bei Amurie angriss. Vorübergehend kam er in den Besitz der nördlrcki> -es Torfes gelegenen Höhe. Dann warf ihn ein schnell einsetzender Gegenstoß zurück, so daß imtee Stellungen unverändert in rmserem Besitz blieben. Am 23. März war das ^lr- tilleriefeuer wieder fast mrf der gan^zen Front lebhaft, teils steigerte es sich zu größerer Heftigkeit. Unsere Batterien antwortei-en mit mitem Erfolg. Oestlich- der Stwaße nach Mablous herrschte- auch Infanterie- und Maschinen gewehrfeuer. Zu größerer infanteristi-- scher Gefechtstätigkett kam es nicht. Fünvtiche Patvorrillen die am verschiedenen Stelle:, der Fwnt Vorgehen wollten. Irirrden durch Feuer vertrieben. Eigene Patwuillen gingen ba Abuain Oschild- schulje Sindsohil erfolgreich vor. Am Jordan hatte der Gegner am 22. März abends Schcinmrgriffe und Uebergantrugen, entsprechen ße nun mein der der übrigen Bevölkerung für den Kopf zustehnu>-n Menge '-Mt zuständigen Stellen waren sich bei dem Erlaß der Maßnahme bttmcht, daß sie der landroirtschaftlichen Bevölkerung an Opstr auferlegt, sie war aber unbedingt nvtlvendig, um die Relchsgetterdestelle in den Besitz genügender Getteidemmgon zu bringen, um die Gesamtbevölkerung aus den Vorräten der alten Ernte bis zum Eingang genügender Zustrhren aus den besetzten Gelneten uiw aus der Ukraine soivic bis zum Einsetzen des Früh- druscps zu vew>orgem Die Maßnahme wird als eine vorübergehende gedackst. Erfüllen sich die Hoffnungen auf genügend«; ÄchUchren so wird dre Wiederhcrstell,mg der bisher geltenden! Sclbstoersvrgerratton von 8i/ 3 Kg. erfolgen. Damit eine derartige Wrederherllellung, wenn die Vorräte es gestatten, imvorzüglüh vorgenommen werden kann, wurde die Maßnalnne vom kanzler dem Staatssekretär- des KriegsernälwungcEtes zur selbst- stä idigcn Anordnung überlassen. Um zu vermeiden, daß die schwer- arbeitenden Landwirle gegmüber den städtischen Sck^wecarbeitcrn - du^l) Herabsetzung der Selbstversorgerration zurückgesetzt werden, traf cne Retck-sgetteidestelle die Vorsorge, daß der sckkwervrbeitendertj Landbevölkerung währeird der Bestellzeit und wälxrend der Ernte Z u l a ge n gewährt werden könnet,. Hervorgehoben sei, daß diejenige Vcenge, die die Lairdwirte auf Grund der neuen Verordnung abllefern, ihnen zu ben vor dem 1. März 1918 geltenden vollem Höchstpreis bezahlt tvird, da sie insoiveit seldstverstäiü>lich kein Verschulden wegen der verspäteten Ablieferung trifft. * Berlin, 22. März. Reichstagsabg. Dr. Werner hat folgende Anfrage gestellt: „Infolge einer Bekanntmachung oer „Kontrollstelle für fteigegeüenes Leder" vom 1. Oktober 191/ s,nd die Lederkleinhändler und Rohstoffgenossenschaft- ten verpflichtet, die ihnen zugeteilten Ersatzsohlen in Verkehr zu bringen: die Sckiuhmacher such verpflichtet, sie abzuneh- men und zu verarbeiten. Ausnahmen hiervon werden äußerst selten zugelassen. Die zugeteilten Ersatzsohlen werden nicht, zuruckgenommen, und die Verweigerung ihrer Abnahme hat für den Lederkleinhändler oder die Rohstoffgenossenschaft, bzw. den Schuhmacher den Ausschluß von der Zuteilung aller Ersatzmaterialien und von Bodenleder zur Folge. Die Erzeugnisse der Ersahsohlen-Gesellschaft, die Sperrholzsohlen, werden in Verbrauchcrkreisen vielfach als höcl)st minderwertig angesehen. Was gedenkt der Herr Reichskanzler 5 ier Zu tun? Beabsichtigt er eine Verordnung, wonach die Lederabfälle ebenso verteilt werden müssen wie das Bodew- leder? Ich bitte um schriftlick-e Antwort." Aus Stadt und Land, Gießen, den 26. März 1918. ** Amtliche PersonalNachrichten. Der Grvßherzog hak am 23. März den außeroidentlichm Prvfessör Tr. Rudolf Tlvvdvr Edlen von Iaschke rn Gießen zum vrde,ttli>chen Professor der Geburtshilfe ,rnd GpnLkvlogi.e in der medizinisck«n Fakultät der LandeSuuiversttät Gießen mrb zum Direktor der Universttälsq Franenklinik mit Wirkung vom 1. Slpril 1918 er,rannt _ Ter Gvoßherzvg hat am 23. März den Oberlehrer an der Oberreal-, sck-nle zu Worms Karl Ansüos zum Oberlehrer an der Oberreal« schule zu Maiuz, den Oberlehrer an der HRieren Mädchmschulci zu Gießen, Jakob Beck, zum Oberlehrer an &m allen Gynrnaiium zu Marnz, den Oberlehrer an den, Alten Gymnasium zu Mainz. » 5 r,tz Bender, zum Oberlehrer an dem Re-alühnmasium zu Mainz, den Oberlehrer an der Oberreglsch lle zu. Worms!, Kurl Dörsam, zum Obevlehi-er an der Ludwigs-Obervealschule zu Tarmstadt' den Oberlehrer an der Oberreul schule zu Gießen, Hans Herrberg zum Oberlehrer an der Rculichch und dem Pvog,>mnasrum zu Bingen!, den Oberlehrer an der Real- imd Landwirtschaftsschpe zu Gvoß-, Umstadt, Professor Augrot Hirsch, zum Oberlehrer an der Liebigs- Oberrealschule zu Tarmstadt^ de,r Oberlehrer mi der Realschule und dem Dwgymnasrum zu .Bingen, Pwfessvr Ludwig Kreisel, zum Oberlehrer an der Obervoalschule zu Mainz, den Oberlelrrer an dem Rcchgymnasrum zu Mainz, Professor Tr. Ludwig Lambinet. zum Oberlehrer an dem' Neuen Gi>mnasru^r zu Maiirz, den Oberlehrer an der Oberr^lschnle w Gießen, Professor Dr. Reinhard stim ^?brlehrer fülyrer Gustav Petri wurde das Ritterkreuz des Kgl. Haus- vtdenS von Hohenzallern mit Schwertenr Verliesen. ** B c f ö'r b e r u n g. Kanonier Bernhard Müller wurde zum Ofaraefmtcit befördert. ** Ausgabe von kondensierter Milch und Trocken milch.,In den Kleinhandelsgeschäften, in denen der BeANgsabschnitt Nr. 10 abgeliefert wurde, kann von Dienstag den 26. d. M. ab gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Ablieferung von je 2 Bezugsabschnitten Nr. 17 1 Büchse kondensierte Milch oder ein Beutel Trockenmilch abgeholt werden. Siche Bekanntmachung. ** Beschlagnahme und Enteignung von Ein- richtung-gegenständen aus Kupfer, Nickel, Aluminium und Zinn. Am 26. März 1918 ist eine Bekanntmachung Nr. M. 8/1. 18. K. ffi. A. in .Kraft getreten, durch welche die Beschlagnahme, Enteignung und Meldepflicht von Einrichtungs- gegenständen' auS Kupfer, Kupfer leg icr-nngair, Nickel, Nickellegierungen, Aluminium und Zinn verfügt, wird. Die Bcfchil-agnahnve und Enteignung erstreckt sich ans Wweglick^c und eingebaute Gegenstände mannigfaltigster Art in Läufern, Wohn- u. Gesästiftsräumen, an Beförderungsmitteln u. dgl.: die betroffenen Gegenstände sind im si3 der Bekanntmachung namentlich ansgeführt. Das Eigentum an den der Enlciguung unterworfenen Gegenständen geht aus Grund der Vckamrtmacksomg ohne besondere Benachrichtigung der bei rossen an Personen auf den ReichSmititärfiSknS über. Beschlag na lM t sind cuftct beit namentlich aufgeführten Gegenständen auch alle übrigen gebrouäitcn und nicht gebrauchten Zstrugegepstände. atme Rücksickst aus Bescbasf-enheit und tatsächliche Vertvendung einschließlich Zier- gegenständen aller Art, Kunsbgvgenständen, Schau- und Samm- li-ngSstücken. Tie Enteignung erstreckt, sich jedoch nur auf die nament ich ausgefülTr^n G-genstäride. Die Bekan:stmachutrg enthält verschiedene ^lusttahmebestimurrrngen von der Beschlagnahme und Enteignung. Unler diesen Ausnahmebcsttrmmiung-en ist, iiesont-erS lervorznheben, daß Gegenstände, die zur gecverbsmämgen Ber- äusterung oder Verarbeitung bestimmt sind, nur unter die Beschlagnahme, nicht'aber unter die Enteignung fallen, und daß solche ent- eim'.ete Gegenstände, für welche durch ei um von der LaiDeSzewral- lx'Hörde anerkannten SachverstLntüg-i: cin l-^'d?rer wi senschgft- ' licher. künstlerischer oder kunftgewerulick^.- Wert Keftgestellt wrrd, aus Antrag von der Enteignung befreit tverdon können. Des weiteren werden durch diese Bekanntmachung,die Beschaffung von Ersatzstücken für gewisse uuentoebrlickse Gegenitände und der Ausbau solcher Gegenstände, die vom Besitzer selbst, nicht zur Ablieferung! sreigemackt werden können, geregelt. Erblich werden die Ueder- nahmepreist sw dir entngneten Gcgcmstanda festgesetzt und die bisherigen Preisbestimmungen auf, Grund früherer Metallmobil- macku n q.s-Bekan Nimachu ngen verein focht mrd zu smn'men gefaßt. Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in der heutigen Nummer unseres Blattes veröffentlicht und bei den kommunalen. Metallsam'melstellen cru^u sehen. ' ** Feldpostpakete über 5 0 Gramm. Der Staatssekretär des NeichZPostamts gibt^bekamrt: Zur Verhütung sonst un- vermeidlickier Störungen und Stockungen des gesamten Feldpost- verkehrs wurde im Einvernehmen mit der Heeresverwaltung die Annahme nichtamtlicher Feldpostbriefe über 50 Gramm (Päckchen) an Truppcncnrgeh orige t^r Westarmeen von sogleich ab bis auf weiteres eingestellt. Hiernach unzulässige Sendungen werden den Absendern znrückgegebeir. ** Bank f ü r Handel und In d u st r i e. Die 65. ordentliche Generalversammlung findet am 20. April in Damnstadt statt. Siehe Anzeige. ** Stadt the ater. Am ersten Osterfeiertag findet liur eine Vorstellung am Abend statt, Und zrvar wird Raimunds klassisches Zaubermärchen „Der Verschwender" ge- geben. DaS Werk mit der köstlichen, volkstümlichen Musik von Konradin Kreutzer ist seit einer sReihe von Jahren hier nicht, mehr gegeben worden und wird sicherlich bei der sorgfältigen Einstudierung, die ihnr zuteil wird, große Anzichungskrast ausüben. ** Marine-Festspiele im FürstenHof. Heute nachmittag 4 Uhr und abends 8 Uhr gelangt letztmalig das gewaltige Filmwerk „U 35" ftirc Vorführung. Anschließend wird der Film „Der erste Grvßkam pf ta g der G ene r a lo f f e n s i v e" gezeigt werden. Siehe auch Mrzeige. ** Lichtspielhaus, ^ahnhofstraste. Der Kolossalfilm in 5 Akten ..Das Geschient der Sckmlme" mit Friedrich Zelnik in der Hairptrolle steht von heute ab auf dem Spielplan. Ferner wird der Henny Porteu-Fikm „Die Faust des Riesen" bis ei^schOenlich Donnerstao p>''ter voraesührt Der Beginn der Vorstellungen ist auf 3' 5.30 und 7.45 Uhr festgesetzt. Siehe Anzeige. Kreis Frledbera. Q. Bad-Nauheim, 25. März. Gestern. nacht wurde in das in der Parkstraße gelegene Uhren- und Gold waren ge schärt eiuge- brschcn und für etwa 6000 Mk. Uhren unv Schmuckgegenstände gestohlen. Die Diebe hatten die Fcnsterlcchen hochgeickoben und eure Scheibe eingedrückt, um sich Eingang in den Geschäftsraum zu verschaffen. >, Heisen-Nassau. « Frankfurt a. M., 26. März. Stadtrat a. D. Albert von Metzler, der Seniorchef deS Bankhauses B. Metzler, ist heute früh im Alter von 79 Jahren gestorben. ][ Marburg, 26. Marz. An Stelle des in den Ruhestand getretenen Superintendenten 5) a v P i ch wurde Pfarrer Eduard Landau aus Fromhausen, früher in Münchlxmsan, zum Sriper- iutendanten der c.^aiiqc£ifcf>'th 1 1I>erifd>cn Diözese Marburg-Kirck^- Hain-Frankenberg-Äöhl gewählt und bestätigt. Letzte Nachrichten. (WTB.) GrotzeS Hauptguartier. 26 . März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Im Weitergänge der groben Schlackt in Frankreich, haben unsere Truppen gestern neue Erfolge errungen. Aus Flandern und aus Italien hiTangcführte englische Dunsionen und Franzosen wirrfen sich ihnen in verzweifelten Angriffen entgegen. Sie wurden geschlagen. ' Die Armee der Generale von Be low (Otto) und von der Marwitz haben in hntzeri wechselvollcn Kumpfen Ervil- lers endgültig behauptet und im Vordringen auf Achist-Lr sürand die Dörfer Bihucourt. DicsvillerS und GrevillerS genommen. Sie eroberten JrlcS und Miraumont unb haben dort die Anere überschritten. Bon Albert griffen neu heran- gefülwte englische Kräffe in weiter Front heftig an. In erbittertem Ringen wurde der Feind zurückgeworfen. Wir haben die Straße Bapaume—Albert bei Courcelctte und Po- ziöreS überschritten. Südlich von Pewnne hat General von Hofacker den Uebrrgang über die Somme erzwungen und die in der Soimnefchlacht 1916 heiy umstrittene Höhe von.LNaisonette sowie die Dörfer Diazliet-Barleur erstürmt. Harle feindliche Gegenangrisft verbluteten vor un'eren Linien. Die Armee des GeimralS von Hutier l^at in harten Kämpfen den Feind bei Marchelepot und Hattencourt über die Bahn Peronne—Roye zurückgenwrftn. Franzosen und Engländern wurde das zähe verteidigte Etalone entrissen. Don Norton lierangcfülmte französische Divisionen wurden bei Freniches und Betbanrwrrt aeschlagen. Bussy wurde ge- nommen. Wir stehen mrf den Höhen nördlich von Mo von. An den errungenen Erfolgen l?aben unsere Nachrichtrn- truppen hervorragenden Anteil. In unermüdlicher Arbeit ermöglichen sie das Zusammenwirken der nebeneinander fechtenden Verbände und gaben der Führung die Sicherheit, die Schlachten in die gewollten Balmen zu lenken. Eisenbahntruppen, die erst den gnvaltigen Aufmarsch vor Beginn VeS Kampfes reibungslos vollfül^rttn, und jetzt den Verkehr hinter der Front bewältigen, arbeiten rastlos an der Wiederherstellung -l-rstörter Bahnen. Seit Beginn der Schlcuht wurden 93 feindliche Flugzeuge und 6 Fesselballone aügeschofsen. Rittmeister Freiherr von Richthofen errang seinen 67. und 68., Leutnant Bongartz seinen 32., Oberleutnant Lörzcr seinen 24., Vizefeldrvebel Bäumer seinen 23.. Leutnant Kroll seinen 22. und Leutnant Thuy seinen 29. Lustsi g. Die Beute an Geschützen ist auf 963 gestiegen. Mehr als 199 Panzerwagen liegen vor den eroberten Stellungen. An der übrigen Westfro-t dauerten die Artrllcrie- kümpse an, die sich an der lothringischen Front zu gröberer Stärke steigerten. Wir setzten die Beschiehung der Festung Paris fort. Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste 6;eneraLgnarlicrmeister Ludendorff. Der Friede mit Rumänien. Bukarest, 26. März 1918. (WiTB.) Die wichtigstem politischen, territoriale^ und militärische Bestimmrmgen des Frie- densvertrages mit Rumänien.sind heute um 4 Uhr, tndrgeüs paraphiert worden. Ebenso wurde ein umfangreicher Rest politischer Zusatzverträge paraphiert und die Grmrdlage^ineö Llb- kommens über die Erdölfrage mrterjchrieben. Tie übrigen wirtschaftlichen Fragen werden in Kvmmisiionsberatungen iveiter verhandelt. Einer Verabred'.mg anit den rnmwrichuen Delegierten ent» sprech^md, wird das gesamte VertragÄverk nach ferner Fertigstellung gleirstzeitig uirterzeichtret und veröffentlicht werden. Der Eindruck in Schweden. Stockholm, 85. März-. (MTB. Nichbamlükh.) T« dent^ sch-e Westvffensive macht ia Schweden gSvalt'gen Eindruck. D« Blätter aller Nichtrmgvn heschlästiger. Ji(c eingehend mit ihr. ' Svenska Ta gdl a d" sSMibt.Dis Deutschpn l-aben oic t wg,i lische Front dnrchprodjcn. ADas viickincht der grögte Teil der Menschheit. crttcnibrvG irr feeit Enteirteländ^rn, rahrelang fu« unmöglich erklärt hat. ist jetzt tatsächlich iur Lw.cke vo^.r ein paar Frühlingstage emgetreten Wie irmwz sich Lwh^ die FvrrsetznntA gestalten mag, öairn .natitrkick rmisr keinen UaritäThden srezwerwit werden, baß die brutsche Z'nfanLerie fert dan ,23 3. aoendS ans einer Fww von rmewfähr 8 MeAeir bis ^ Kilometer tief in Die englischen Stellung e'ngetnn'.ngni ist. Meh- kann man von tmem Durchbruch nickst verlange, srckbst wenn die Enbentr durch gewrise:, iür sie günstige Umstände rm Schande sein sollte, die Dirkimgen weise, m neutralisieren Z.rm ersten Mate xv der Geschichte beg Stellungskrieges hat DenrsckLvnd die Mach' gehabt, so Mit wre sein« ganzen Streitlräfte aogen M'rslon v, rammeln narb das Ergebnis ist öbmwah.tTDT±). Der Borban-g har sich vor dem Entscheid dungspnnkke des Weltkrieges geteilt. Was täsher geschehen ist, kann als das blutige Vorspiel getpig wobei TeutsckAand emens seiner Gegner nach dem andern geschlagen hat, währmd es z^ui gleich England »irotwendig in Schranken hielt. Erst letzt hat Deutschland freie Hand bekommen, um ferne" schwersten Feind nieberzuwerfen unb der Anfang verheißt nichts gutes für daI stolze öllbivn. „Stockholms T i d n i n g e n," ertlärr, man habe das dSubß lichiste Gefühl, daß nran var Ereignissen stehe, die für die Machtstellung ü: Europa und damit iyer panyea Welt für , IÄhrzehnt« hinaus entscheidend seien. Wie rief dre Err^mg in E'.llenterreisertz ist, beweist der Aufsatz BrantingS in .,Soziäb.^m--kr 2 ten". der narl^ilweisen sucht, baß von einem deutschen Dirrchbruch nichts die Rede sein könne, und an die Marneschlacht erinnert. Dert Artikel schließt mit den Worten: Die nächster Tage werden ob die Hilfe beS deutschen 6^cktes, di« offiziell angefleht nnriz. dieses Mal melTr vermag, als v: Anfang des Krieges. CAFE ASTORIÄ Mittwoch den 27. Mftrz. Vorzugfiche Getränke, Torten u. Waffeln, Fürsten h o ff“ Heute letzter Tag: 4 und 8 Uhr - F & s 4 s p s e 8 e WM" 1135 Soeben eingelrotfen! Hierauf- Soeben eingetroffen! Oer epsie Orosskampftag der* Geraspsdoffensiwe Be^mMnachttttg^ Wegen der Feiertage eriolgt die 'AnSgade der Brotmarken Donnerstag den .28. d. M. Gleichzeitig werden neue Eierkarten ausgegeben, deren Güvigkeit mir dem 1. April d. I. beginnt. Die alren seit» herigen Eierkarten sind gegen Empfang der neuen zurück- zugeben. Der in dieser Wache gültige Abfchnin 28 ist abzmrennen. Hübnerhalter erbakten keine Etcrkarten. ' Gießen, den 25. März 1918. 22678 _Der O berbürgermeister (LebenLmirte!amt ) Ausgabe von kondensierter Milch und Trockenmilch. (Ausgabe Rr. 17). .In den Kleinbandelsgeschäslcn. in denen der Bezugs- abschni t Nr. 10 abgeliefert wurde- kann non Dienstag den 26. d. M. ab gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Ablieferung von je 2 Vezngsabichnitten Nr. 17 1 Büchse kondensierte Milch oder ein Deutel Trocken- milch abgebolt werden. Die Ablieferung der Dezngsabschnitte Nr. 17 durch die.(lleinbandelsge'chaste hat bis spätestens 3. Avril 1918 ans dem Städt. LebenSmiuelamt. Zimmer 12. zn erfolgen Gienen, den 2ö. März 1918. 22»;6B Der Oberbürgermeister /Lebeusmittekamll. Gietzcner Stadttyearer. Menschenfreunde von Richard T e h m e t Richard D e hm els Sck)ansviel. „D ie Menschenfreunde", dat er aus- gevoten, d.ose Gestalt eines solchen Zweidrit^el-Mörders aus Huma- uttat lerbhastig vor Augen zu stckleu. In der Schöpfung der mit unzähligen Zügen ausgestattcten. wahrlZaft geschaute>r Figur, die Albert Heinemann durch alle Nüancen hindurch vortrefflich Mlsrührte, besteht, wenn wir uns nicht irren, der eigentliche Örtliche Wert djes erschütternden Dramas. Von allen Furien der Ermnnung gepeitscht, geistig und körperlich zusammenbrechend, dennoch mrt nie versagender Selbstbeher-rschuna sich stets wieder empornchtend, den Fluch des Mammons an sich reichlich erlebend, gemartert durch die ihm furchtÄrre Erfahrung, daß die wahre Memchcnlrebe allem die von Person zu Person ist, die sich durah keine Verschwendung von Millionen ersetzen läßt, stets mit dem Geständnis spielend, sucht er nach einer Sa'ke, der er sein entsetzliches Geheimnis anvertrauen kann. — AtS Gegenspieler stellt der Dichter diesem „hirmanen" Mörder seinen Vetter entgegen, den er einst um das Miterbe betrogen kfat. der den Gedanken der starren. Gercchtighit vertreLen soll. — und der dem Verzweifelnden, Zerrissenen in unheimlicher Gemefsenh.'it gegenübertrilt. Aber cs ist nicht das reine, heilige L8cht der Gerechtigkeit, das inn erfüllt; er ist. kein Richter ^sondern ein Detektiv; er fühlt sich als Betrogener, er verfolgt den Mörder mit grausamem Haß und bleibt ebendeshalb doch ein ,/rrmer Mensch", nicht würdig, daß er das Geständnis vernelwre. Fritz K e n n e in a n u raub sich mit der undankbarm Rolle in anerkennenswerter Weise ab; vielleicht würde sie ihm noch besser gelingen, wenn er die Maske —> er soll irt ungefähr 50 Jahre alt fein — etwas bejahrter wählen, wollte. Neben ihrn die alte Anne die Verkörpenn dar alles verstehenden und verzeihenden Liebe, de?.' echten, frommen, w.rrmen ?Nenschenliebe: die dalTer würdig ist, das letzte Oüeständnis zu empfangen: auch das keine leichte Rolle. Bettina Brehm würde den Intentionen des Dichters noch gerechter werben, wenn sie die Gestalt schlichter ausfaßte: diese alte Wirtschafterin ist keine vornehme „barmherzig' Schwester", andern eine Frau aus dem Volke, und ebendarum in ihrer Ein- achheit so groß. Außerordentlich ergnicklich sind für den Zuhörer, den die Schwere bo5 Dramas vielleicht Niederdrücken möchte, einrge Nebenpersonen. die daS Urteil der Welt zeigen, auch das aller „Menschenfreunde". wenigstens wenn man nach ihren Morten urteilt: ein Bürgermeister mit langatmigen Reden in schönstem „Brustton" drs Biedermanns, der dabei m gelegentlichen Entgleisungen seine wahre Meirrung ^eigt (von Otto Laubinger ergötzlich vorge- ffihrt); sodann em Regierungspräsident von feinerem Schlage (Fritz Wendhausen), der freilich mit seinen Anszeickmnngen und Anerkennungen nicht undeutlich nach den großen Geld sacken zielt; daneben ein vornehmer Minister (Ft^tz Sinn), ein lieber, alter Lperr, auch als Minister ein Meirsch; schließlich ein zappelig^'r, jovialer Sanitätsrat, den August Springer sehr lebendiy dar- stellte. Das wohl abgetönte Zusammenspielen dieser Nebenfiguren zeigte vor allem die geschickte Hand des Spielleiters (Dr. Fritz Wendhausen). DaS ganze Stück leidet — man darf es nicht verhehlen — an «einer gewissen Eintönigkeit: eS zeigt wenige Hauptfiguren, die zwar \n unzähligen Variationen, aber doch immer Uneder über dieselbe Sache reden. Das war mit der Art des Aufbaues des TramaS, wie wir sie geschildert haben, $n einem gewissen Teile gegel>en. Um so mehr wäre es die Aufgabe des Dichters gewesen, für die dem Theater nun einmal une:itbehrlick>e Spannung birnf) allmähliche Steigerungen zu sorgen. Das aber ist schwerlich in vollem Maße geschehen. Zwar per ersr All reißt den Zuhörer gewaltig in die Dinge l>erein: aber bereits dieser gibt ihm über die Vorgeschichte so viel Klarheit, daß sie auch in den folgenden Akten nicht mehr erheblich Überboten werten kann. Trotzdem ist die Wucht, mit der der Dichter die das Ganze beherrschende Gestalt des großartig angelegten Mörders durchführt, die Feinheit, mit der er alles äußere Gefächen hinter die Szene verlegt und aut das innere Leben dringt, der Reichtum deö Geistes, mit dem ec dem Verbrecher Und seine Tat in schillernden Lickscern unaufbörlict: beleuchtet, und nicht zuletzt die' Hoheit seines Denkens über echte und unechte Menscherckicbe so groß, daß das Drama trotz allen Einwendungen, die man dagegcur erheben mag, als das bedeutsame und intcressants Werk eines ernsten Künstlers gewürdigt werden muß, der vieles zu sagen hat und es geistreich zu sagen versteht. Das Gießener Publikum lhars der Leitung unseres Theaters dankbar sein, daß wir das Werk in einer so trefflichen Verkörperung haben hören dürfen x. y. z. „Irrgend." Bon Max Halbe. Die starke Sensation, die Max Halbes „Jugend". daS Drama drS Smrntag-Abends, einst erregt hat. ist längst ncrtreffen und fern gegenwärtigen Geschlecht säst rmverständlick geworden. Dennoch läßt man auch noch hentzirtcuw die traurig lüßc Geschichte von der leidonschastlichen und bock) so lwssnuugslosen Liede des Studenten und seines liebliwcn Mädchens gern au sich vvrübev- ^iehen. Man empfindet mit dem jun-gen Manne de»! innevni Zwiespalt, mit brm ihn der berste Drang in die Freiheit und die ^rne, und andererseits die Liebe, tue iTnt an bn engen Raum mit Rosen- retten fesseln möchte, schnrerxvoll auseinander-ieder; und man läßt sich selbst t-en leichten Hauch von Sentimentaiitä!, per über dem Ganzen licai. rvehmütig lächelnd gefallen. Schade aber leibt es doch, daß per Drcbter im In'tereste eines dramarrsc! wirkenden) Schlusses das Mädchen durck: einen unglücklichen Zufall fallen läßt: hier war kern Zufall me!;r rrötig. mar doch diese Liebe durch ihre Natur nicht für die Treuer bestimmt; irnb ;me viel schöner wäre ein einfaches. boffnungSvolles unb doch hoffnungslose" Abschiednehmen gewesen! Daö wäre srellrch wenig dramatisch gewesen Aber man kann die Zweifel nicht unterdrücken, ob der ganze Stoff sich nickK seinem Diffen nach besser für die Novelle als das Drama eignet. Unsere Sckxruspi'tüer waren, mcch l^cute unter Wilhelm S t e n - sgelS Leitung wohl auf dem Platze: Helene tfirllmav als ein niedliches, frisches Aemuhen, die beiden Piai?rertyL^m (Wilhelm Stengel unb Kurt Wenzel) in vorrrefflickxm Masken mcd in echter Haltung, Willy Borckarbt in der schwierigen Rolle eines SchwackLrnnigiv: glaubrnürdig und RudoLs Ielikow als Gast der loarmherzige, urrreife Student, wie er im Buche stellt. Und burckgesaUcn ist heute abend eigentlich nur — unser Sonntags- Publikum, daS an der jarten Schönheit der Poesie Halbe-- offenda« Nieniger blesallen fand als an fernen gelegentlichen Derbheiten und Uevertr^eibungen, mck dem ein oder jüns nickü angehende Kriegs- streichhölzer mitten in der holdesten Szene eine unsaaliche Freude bereitetet:. ^ x. y. a. Strahbnrg i. fl, S4. fNTB.) Wie tm , Straßburger Nene Zeitung" meldet, ist der lstkanntr L inatsreckitlehr« Professor Tr. L m Saale des Gaitwirts .«rubrer in HobenfolmS versteigert werden« Nnlrboiz. AnS dem Distrikt (tzruudwald. Fichten: . ,— ~ ~- --' • I . V. . I V-T»lUllUIUUkU. (VIIU ? u ö, 7 ' o 18 a 46/ ? Mit 5,99 8-1*1111., 14 St. i.valz Okr. 3, 6. 10, 15, 22. 24/7, 30,2, c mit ch92 Fstni., 2;) St. schwächeres mit T0l 8>in^, ^2^S? Derbitangen II KL. Eichen: 1'/,Rm. Rollen 2 Mtr. lang. hstlJolßoHzSf*“" ln Thar - inj.- AbiL-Pr. fr _ SO Mark Belohnung! Lollar, den 24. März 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch mittag 2 1 /, Uhr statt K>ltS kräftig getauter 12275 Foxrerrier m. gelber Zeichng. am Kopfe, auf den Namen rZ-lock hörend abhanden gekommen. Fran KtfhSer, Weit-Anlage 35. Tel. 2080. r-oaivaxrj.* Kriegsanleihs- Versicherung derHamb.-SSannheimer Versicherungs-Äktien- Geseilschaft wird abgeschlossen bei der Bezirksin'peknon für den Gietzener Bezirk Paul Scholz, k ss 5 . Besonders günstiger Abschluß, zumal bei einmaliger Zahlung. Prospekte und Besuche sofort auf Wunsch. 2098 Landwirte, welche noch K l e e s a m e n auSzndreichen haben, können ihn sofort gereinigt bekommen. Zn melden bei ^ Otto Ecipp II., »*» Ober-Hörgeen, Kr. Giesten. 6.21 Z-nm. 26 St. schivächeres mit 6,53 Fstin., 5 St. Derb- Uangen 1. Kl., 9 St. 2. Kl. Aus dein Diitrikl Eichelsbeeg. Erchen: 2 ^-t. Stammholz mit 0.65 Fstm. tWaguerbolzi, Fichten: 9 Sr. stärkeres Bauholz «Holz Nr. 6/8, 27. 2:' 30, 3-/3, 3.» mit o,67 »vitin., 24 St. schwächeres mit 5,94 •?' U r ' .^0 ^t. Derbitangen 1. Kl., 160 St. 2. Kl.. 46l St. r S ' S bt> Neisnangen 4. Kl., 21,00 Hdk. Neisstan„en !•» Lurchen: 1 Abichnitt lZopf) 34 cm/4 m ntii 0,38 Um- ;lus dem Distrikt Buchenberg, Fichten: 16 Sll stärkeres Bauholz (H. Nr. 49/54, 59, 64/9, 72/4. 76» mit 8.32 Ainu., 73 St. schwächeres mit 14,72 Fstm., 38 St. Derb« stangen 1. Kl., 29 St. 2. Kl., 10 St. 3. KL Im Anschlust an die Nuizbolzversteigerung stndet eine Vrennholzueritetgeruttg daselbst statt. Als Richtpreise bet Dnrchsor^relng und 22 Hauten, zu je 5 Rm., nicht eut- astete ,r:chte;rstanaen tzu Bohnenstangen pp. geeignet), auö dbm Distrikt Lcbeuernwald Eichen: 3 Rin. Prügel, 2-00 Hdt. Wellen. Ltndcn: 6 Hauten Prllgelholz und Reisig, Weiden:6 vausen Reisool-.. Nadelholz: 2.55 HdL Wellen. Dlitrikt Buchenbfrg Eichen: 1,40 Hdt. Wellen. Nadel- „olz: 6 s Juw\ PrugeL 8 Rn». Stockholz. 7,80 Hdt. Wellen. U"S dem Dl,tritt (5)r. Krenzlieege Gemarkung Bellers- dort) Ehdeu: 21 Hauten, zu 10 und 15 Rm., Durchforstungs- retiig. Nadelholz gemischt: 45 Hansen desgleichen. 22738 31 . am Aktiva. 1 4t $ An Kassenvorrat 3112.39 Waren lt. In ventur 2238.55 „ Ausstände 1376.11 „ Mobilien nach Abschr.v. 10°/o 34.20 Ausgeliehene Kapitalien lOOO.— 7761.25 Sepöer 1917 . Passiva. £ Per Mitglieder- „ gulhaben 1145.— „ Reserve- sonds 2035.— „ BetriebS- rücklage 3250.57 „ Reingewinn 1330.68 ^761.25 115 Die Zahl der Mitglieder betrug 1916 Abgang in 1917 ........ — Zugang in 1917.. Daher Stand in 1917.TTo Staufenberg, den 15. März 1918. Landwirtschaftlicher Konsumbekem e. G. m. u. H. 2272 Der Direktor: Der Rechner: Der Lagerhalter: I. B.: H. Becker III. Meyer Heibcrlshaujeir. Lebertran-Enurfsion Portemonnaie (blau Leder) am 25.3. zwischen 11 u.l2Ubr v. Nlöser,SelierS- weg, bis Ecke Seltersweg— West-Anlage varlo?»,. Abzugeben gegen gute Belohnung Seltersweg 701. März. 5 Uhr von empfiehlt in verschiedenen Preislagen Mod.-Drog. zum Kreuzplatz, Kronzplatz 9. 15,4 ixriaixxrcoaxxxxcixrxsaxTxjxo . lm Ludwigstraste 32 bis Goethe straste 271. LLdvarrsslüsaLr Lfirksi verUraa. Bitte diesen daselbst abzug. Wiederbring, erdält Belohnung. 0338 C i, 6 stehen geblieben. Gegen Belohnung abzngeben. Geheimrot Reah 0357 V^oetbestraste 2811. W-UWW W von Antignitäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt- eiten, sowie nllen von mir getuhrten Artikeln. 78 - 0 ui 8 Rothenberger. CE MAIMchU« Geschäftstüchliqe Dame 2248 a Für die ^ Feiertage ^ empfehlen wir 1910er ^Mchmr, 425 ^ 1915er fimiliciiijfiifr, 9ffltut 599 -r 1915er SijiflS 'BiiffcIlirimrr^Ä 8 500 ^ 1915fr Mützcimkr Hölle m , e81(ni) 609 Gewächs Wwe. Herz 1915er ßnißdicr 500 ^ 1915er Brrnineberger Rheiiihcsiisliice Siolroeli 1915« Amügklhcinier 1915er Dberingclhrmer bU rfÄ »i.575 -s */, aiof*c 440 ^ Slalch- 4?5 ^ Flasch- 525 Ä sucht Gesehäst zu kaufen. (Lebensmittel ausgeschlossen) Würde sich auch m. 5—lOOOOMk. tätig beteiligen. Uebernimmt auch Bertrauensstelle. Ang. u. 0365 a. d. Giestener Anzeiger Die Preise sind einschließlich Flasche, für die wir 3V Pf. vergüten. Reichhaltige Auswahl in j!iptr?n«. ZMstlkg (inSäffcnöcre AbsäOe und AlllltelitHe und zwar 22SIV llupser.Brortze.llotgutz.Mssslktg,Antimon, Alrimininm, Zinn und Zinnlegierungen kaust zur Erfüllung von Kricgslieserungen im Anstrage der Kriegsmetall-AktiengeseUschast ausgesuchte Qualitäten, nur orientalische Dabake < von 21—65 Pf., von 9—15 Pf. , Solange Vorrat Liiftsiihrertiliiil Taschksi-Feiierjeuli ZVillr ! Paket, 10 Brieschen 55 Pf." ( djabr&^üttjtrabf | 5 . 6 LL 8 .Mrvi«rg;rahn) Giestci» Vahnhosstratze 28 Ludwigstraße 2S. < Nr. 72 Zweites Blaff Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderheffen) vienstag. 26. März Törichte Gerüchte zur Nrirgsanleihe. Das Re i ch s s ch a ^ a tn t gibt bekannt: Ban nicht urteifv fälligen ober gewissenlosen Personen toetben aus An lag ber Zeichnung auf bic 8. Kriegsanleihe wieder allerhand Gerüchte verbreitet. Obwohl biefe Gerüchte ftfnm mehrfach eine Wid erlegg l.ng von berufener Seite erfahren haben, soll noch eimnal festgestellt iverd'en, baß alle Redereien über eine Beschlagnahme des Vermögens -oder der Bankguthaben nnb über eine Schäbigrmg ber Kriegsanleihebesitzer durch eine Verntögensabgabe in das Reich der Fabel gehören. Allein die glänzenden Eraebrrisse urfferer 7 Kriegsanleihen müß.e jedermann selbst davon überzeugen, baß in Deutschland uw h imr der-Gedanke irgend eiires Zwanges ober einer Beschlagnahme von Vermögen gar keinen Platz hat. Dagegen! haben unsere Gegnwr ein großes Interesse daran, baß solch beunruhigende Gerüchte entstehen. |tiub durch sie die Kriegsfinanziermng und damit auch die mili- täriscln Kriegsführung gestört wird Soweit nach bem.Stiege die Mittel für die dem Reiche erwachsenden Ausgaben, insbesondere für die Kriegsan- leihezinsen, durch Steuern aufgebracht werden müssen, wird es das Bestreben der Regierung wie des Reichstages sein, diese Stenern nach dem Grundsatz der Gerechtigkeit auf alle tragfähigen Schnlte-rn zu legen. Keineswegs wird hierbei der Kriegsanleihebesitzer stärker belastet lverden, als derjenige, der sein Vermögen nicht in Kriegsanleihe angelegt hat: Fm Gegenteil: wie der Staatssekretär des Reichs- schatzamtes, Graf von Roedern, bereits früher erklärt hat, sollen sogar diejenigen, die dein Reiclie in schwerer Zeit durch Uebermahmc von ^Kriegsanleihe geholfen haben, wenn irgend möglich, vor andarn, die nicht Kriegsanleihe gezeich- -net haben, bevorzugt werden. Bis jetzt ist diese Bevorzugung frf>on ausgesprochen worden hinsichtlich der Kriegsgewinn steuer, bei der die Zahlung der Steuer in Kriegsanleihe zum lltennwerr gestattet ist, sowie des Verkaufs ,der bfli der Demobilisieruirg freiwerdenden Materialien, bei dem nicht nur die Kriegsanleihe zmn Nennwert'entgegengenommen werden, sondern auch derjenige bevorzirgt werden soll, der ben Verkaufspreis in Kriegsanleihe zahlt. Aus Stfai srssd LcsnS. Gießen, den 26. März 1918. ** Zeichnet die Kriegsanleihe! Die Handtzls- kanrmer erachtet es als ihre besondere Pflicht, die bezirks- einaesesseneit Firmen auch an dieser Stelle eindringlich und' nachdrücklich auf die Wichtigkeit des Erfolges der neuen! Kriegsanleihe hinzuweisen. Handel und Industrie haben im gegenwärtigen Augenblick die vornehmste Ausgabe, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln Deutschland die Möglichkeit zu gewähren, bis zum guten grüben durchzuhalten; die Geldmittel, die verfügbar gemacht werden können, müssen heute an erster Ste lle der Kriegs aullei he gewidmet werden. Zahlreiche Erfahrungen haben gezeigt, daß durch eiive eindringliche persönliche Werbetätigkeit unter Angestellten und Arbeitern beträchtliche- Summen der Kriegsanleihe zugeführt werden können. Die Handelskammer hält es daher für vaterländische Pflicht einGf {eben. Firma, im Kreise ihrer Untergebenen zu werben Und sich nicht wegen Geschäftsüberlastung 'oder durch anfängliche Mißerfolge von der Erfüllung dieser Aufgaben abschrecken zu Lassen. Die Erfahrung lehrt, da,ß nur Ausdauer und Eifer zum Erfolg führen. ** Le sehallen-Verein: Der Schriftsüh'rer des Lesehallen-Vereins berichtet über tue vorjährige Tätigkeit des Vereins: Die Anstalten dos Lcsehallen-Vereins halx?n während des Jahres 1917 unter vielfach ersckssverten Verhältnissen das Ihrige zu leisten versucht. Mtte »Oktober nötigte uns der Mangel an Kohlen, die Ausleihe in der Bücher Halle auf fünf Stunden eines Nachmittags zu bescknänken. Nicht nur darauf führen wir es zurück, daß die Zahl der ausgeliehenen Bände (27 554) gegen das Jahr vorher um 3320 zurückgegangen ist Tie Hemmungen des Buchhandels rrnd die Nöte der Buchbinderei !-aben dazu mitgewirkt. Aber auf die Höhe der Ziffer konrmt es nicht an, ja weniger wäre vielleicht mehr, wenn man beobachtet, wieviel wahllose Lesesucht uns zu bestürmen. Sie erklärt sich aus der Erregung der Zeit, für die Bildung der Menstl-en bleibt sie im fruchtbar und nn-< .erfreulich. Auch war die Menge der Benutzer zumal an dem einzigen NachMittag, weniger leicht zu sichten und zu gliedern; es war seltener möglich bein einzelnen und seinen besonderen Anliegen einläßliche Sorgfalt zuzuivenden. Immerhin stellen wir fest, daß auch, tver mir zum Zeitvertreib liest, ein wirklich wertloses Buch nickst in die Hand bekommt, und daß die .Klassiker und die Prosadichtuugen. des vorigen Menscheiullters (G. Keller, G. Freytag, Th. Storni, M. von Ebner - E schenbach) immer im Umlauf gewesen sind. Werke belel-renden Inhalts wurden seltener als sonst in aufsteigender Folge benutzt. Steht dock> der Stamm bildungs-, eifriger Männer vor dem Feind im Feld! Wir l-aben zu Weihnachten die einzelnen Trnppeickörper der Hundertsechzehner wiederum mit einer Auslese von SckMften bedacht, aber auch hier am Orte konnten wir Angehörigen des Heeres zu seelischer Erholung und zum Selbstunterricht nützen und helfen. — Tie Lesehalle wurde fleißig besucht, und nicht nur der Zeitungen wegen. Das Zimmer nach der Anlage urit seinen Bildern, und den schöngeistigen Zeitschriften hat manchen angezogen, 'der dem lärmenden Zuruf des Tages entgehen wollte. Auch die Schache der Schn ck>ard schon Sammlimg sind betrachtet und erläutert worden. Freilich, 'wenn irgendwo, jo wird es hier augenfällig, daß der Krieg Misere Entwicklung incht fördert. Längst bedarf der Bestand an Handbück-ern und Nachschlagwerken der Ergänzung!, für deir Schmuck der Wände und Nisclstn lonnte wenig geschehen, und gerade düsen Raum ge» dacksteu wir ammer wol/nlick/'r und immer heiterer zu gestalten. Jetzt aber tvollen wir zufneden sein, daß unsere Anstalten äußerlich unversehrt und innerlich ungebvochwi bestehen, und lvollen uns dessen getrosten, daß uns für die Zukunft.unsere Aufgaben nur um so heller voran leuchten. Im neuen Teutichand vac wir flickst sich der Begriff des freien Volkes als einer geistig-sittlichen Mackit. — Die Zahl der Vereinsmitglieder ist unerheblich gesunken; hoffentlich erreicht sie bald wieder den vorigen Stand. Stadt, Kreis, Sparkasse, Konsumverein und persönlickM Spender haben uns mit Geldmitteln unterstützt. Der Vorstand hat eines ferner Mitglieder durch den ^Dod verloren. Professor Tr. Ludwig Ho lz* apfel war ein genauer Gelehrter, im zarten Körper ein Geist von stoischer Kraft. Als Fremrd unserer Sackte tjat er fast zioei Jahr» zel-nte hindurch die nnscheinbarste, aber auch die nachhalligstr der TugenL>en, Gewissenhafligkeit, treulich bewährt. Fr. ** Schwarz-Weiß-Theater, Seltersweg 81. Von heule ab tritt Hans Mierendorf, der Darsteller des Harry Higgs, in seinem Filmwerk „Der S a r a t o g a k o f f e r" auf. Außerdem wird das Lebensbild „Die alte Schere" gegeben. Siehe Anzeige. Kreis Büdingen. # Nidda, 25. März. Fürs Vaterland starb der Musketier Hugo L e o p o l d, Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille. —. Kohden. Durch. Unfall starb im Dienste des Vaterlandes der Eisenbahnschaffner Pionier Louis Nühl. — Eckartshaulen. Das Eiserne Kreuz und'die Hessische Tapferkeitsmedaille erhiel^ der Gefreite Friedrich Mahr. KreiS Alsfeld. ** Billertshausen, 26. März. Unteroffizier Georg Kore l l wurde zum Sergeanten befördert. Kreis Schotten. # Gedern, 25. März. Zu Ehrenfeldschützen wurden di« Gemeinderatsmitglieder Fritz K l i n g e l h ö f f e r, Kcmrad G t o» lad), Friedrich Müller, Maier Vöhl, Gustav Limpert, Christian O b e r h e i m IX., Christian G u t h II., Hermann W i n- heim und Carl Carl I. ernannt. Gerichrssaal. I Tarmstadt, 24. März. Die Kriegerwitwe Halslebtt» von hier heiratete den Lokoinotrvführer Schchmachpr. bezog aber; ruhig ihre Witwenunterstützung toeiter, indem sie sich in den be-> hördlickf-en Fragebogen nur als Haushälterin des Sch eintrug. Sie erhielt 6 Monate Gefängnis. — Zahlreiche Hasen- und L>ühnerdiebstähle wurden in Viernheim durch vier Siebzehnjährige verübt. Tie Beute wurde in Mannheim abgesetzt. Der eine, dem 12 Fälle zur Last fallen, erhielt 1 Jaln 4 Väonate, der zweite, der in 9 Fällen beteiligt war, erhielt ein Jiahr, der dritte für sechs Fälle 3 Monate und 2 Wochen und der Vierte, der nur einmal mittat, 2 Wochen Gefängnis. Zwei Frauen wurden wegen nicht ausreichenden Schuldbeweises von der Hehlerei fr eigesp rochen^ dagegen erhielt der Vater des einen, namtens B u r k e r t, zwei Monate und die Mutter eines andereir, Frau Busalt, 1 Monat Gefängnis. Nmtttcher Teil. Nr. M. 8/1.16. K. N. A. betreffend Beschlagnahme, Enteignung und Meldepflicht von Eiurichtuuasgegen- ftändeu hW. steiwüllge Ablieferung auch von anderen Gegenständen aus Kupfer, Nupserlegierungen. Mel, Nickellegierungen, Aluminium und Zinn, vom 26. März ;«)$. Nachstehende Bekanntmachung wird auf Ersuchen des Königlichen KriegSministerrums hiermit zur allgemeinen K^enntnis ge- brackck mit dem Benrerken, daß, soweit nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen vernnckt sino, jede Zuwiderhandlung gegen die Beschlagnahmevorschriften nach § 6*) der Bekanntmachung über die Sick>ersliellung von Kriegsbedarf in der Fassung vom 26. April 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 376) in Verbindung mit der Bekanntmachung v-onr 17. Janirar 1918 (ReichZ-Gesetzbl. S. 37) und jede Zuwiderhandlung gegen die Meldepflicht nach § 5 **) der Bekanntmachmg über ^luskunftspflicht vom 12. Juli 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 604) bestraft' wird. Aurh kwrn der Betrieb des Handelsgewerbes gemäß der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 603) untersagt werdaw 81. Durchführung der Beknuntmachung. Mit der Durchführung dieser Bekaimtmachmg werden hie- selben Behörden beauftragt, denen bereits die Durchführung der Bekanntmachung Mc. 1/3. 17. K. R. A. vom 20. Juni 1917, betreffend Beschlagnahme und freiwillig« Abliesernny von Ein- rick.itimgsaegenstänL-en ans Kupfer imd Kupferlegierungen (Messing, Rotguß, Tombak, Bronze), übertragen worden ist. Tie Metall -Mobil machungsstelle hat das Einspruchsrecht gegen Anordnungen der beauftragten Behörden amb die Entscheidung in strittigen Fällen, die sich bei Ausfühnmg der Bekanntmachung zwischen den Betroffenen Md den beauftrag teil Behörden ergeben. *) Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe zu zelwtausend Mark wird, sofern nicht noch ben allgcmet StrafgeiäPen höljere Straseir verwirkt sind, bestraft: 1. wer der VerpfliclZtung, die ent eigneten Gogeirstände hero zngkckvn oder sie anf Verlangen des Erwerbers zu überbringen i zu übersenden, zwoiderhandölt: 2. wer unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beise schafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft c kauft, oder ein anderes Veränßerungs- oder Erwer geschäft über ihn abschließt: 3. wer der Verpflichtnng, die beschlagnahmten Gegenstände verwahren und pflegllch zu behandeln, züwiderhandelt; 4. wer den erlassenen Ausführungsbestünmungen zuwü handelt. « , , . D 5 er vorscitzlich die Auskunft, Lu der er mif Grund dieser- vannrmachung verpflichtet ist, nickxt in der gesetzten Frist ert oder wlsfentsich unrichtige oder unvollständige Angaben macht r wer vorsätzlich die Einsicht in die Geschäftsbriefe oder Geschä oder tue Besichtigung oder Untersuchung der Betriebseinr tungen oder Rwime veriveigert, oder wer vorsätzlich die vorgesch ^neil Lagerbucher einzurichten oder zu füllen unterläßt, wird 7 ^°vgnis bis zu seck>s Monaten und mit Geldstrafe bis zu z« twiserid Mark ^er mit einer dieser Strafen bestraft, auch tön Errate, die verschrnegen worden sind, im Urteil als dein Stc ^rfalleu erklärt werden, olme Unterschieb, ob sie dem Auskun Pflichtigen geliören oder nicht. , Wer salwlässig die Auskimft, zn der er mrf Grund dieser kamitmackning verpflichtet ist, nickst in der gesetzten Frist ert oder unrickstlge.oder unvollständige Angaben macht, oder wer fr lässig dre genin| § 3 Ws. 2 i'iargndmebnieit Lagerbückr-r ct-uut fuhren latterläßt, wird nnt Yöeldstrafe bis zu d «npend Diark bestraft. § 2 . Vetrofftne Personen, Vetrirbe rffw. Don der Bekamitniachung werden betroffen: alle Besitzer (natürlühe und juristisch? Personen, einschließlich offentlicl)-rockst!id>e Körpersck-aften uiid Verbände), auch Erzeuger und L>ändler der vou dieser Bekanntmachmrg be- twffeuen Gegenstmide (§ 3). ^ Demgemäß fällt auch der kirchllck-e. stiftische, kommunale, Reichst oder Staatsbesitz unter- diese Bekanntmachung. ^ 8 3. Betroffene Gegenstände Don der Bekanntmack^ing werden betvoffenl: a) die unten aufgeführten, aus Kupfer, Kupferlegieru.ngen, Nickel, Nickellegierimgeu, dlluminium und Zimi bestehenden Gegenstände. Lfv.Nr. Reihe I 1. Ablagen für Kleider. 2. Aschenbecher, AsckMsteller und Zigarrenablagen, ausgenommen in Haushaltungen. 3. Aushängeschilder uno Wahrzeichen der Handwerker rurd Geschäfte: Becken der Barbiere, Brezeln. Brillen, ButterUrgeln, Gastl-ofabzechm, Handschuhe, Hüte, Kessel der Kupferschmiede, Operngläser, Schirme, Schläch- terhaken, Schlüssel, Sck)utzmarken, Stiesel, Warenzeick-en, Zuckerhüte. 4. Bekleidungen der Heizkörper von Zentralheizungs- anlagen. 5. Briefbeschwerer, fabrikmäßig hergestellte. Ausgenommen sind solckie, bei denen nur enr geringer Teil arrs be- schlagnahnitein Mater'ial bastelst. 6. Briefkastenschilder, Briefeinwürfe, svweit diese selbst nicht ein ge mauert sind. Ausgenoinmen sind Einrichtungen der öffeirtlichen Postxrnslalten. Diese werden durch Sondernraßnahmen erfaßt. 7. Buchstaben, Nummern und Warenzeichen von Firmen- und Namenbezrickmimgen. AusgenomTnen sind Buchstaben, Namerr imd AufsckZriften von Denkmälern unb Grabstätten. 8. Fensterfeststeller. 9. Formen zur Herstellung von K^en, Seife« und Gummiwaren, ferner solche zur Bereitung von Speiseeis, Zuckerwaren u. dg l. 10. Garderoben haken, Huthaken, Mantelhaken mit dazugehörige Unterlagen. 11. Ga st Wirtschaft s-E inrichtungsge gen stände, Ab- fallsammter, Aufsätze und Tafeln für Tische (z. Br für Stammtische in Form von Fahnen, Figriren, Schildern usw. mit und ohne Aufschrift), Asthenbeck-er, Bier-glasunter- sätze. Brotkörbe, Flasckremmtersä tze, Streichlwlzstau der, Lvrelteller, Zrgarrenablagen (auch in Kasinos, Klublokalen Pensionatnnd Borhangznbehör- Stmlgen uild Starrgenhalter, Stangen endknöpfe, Schnur- knöpse und -guasten, Svangen, Träger, Rosetten. Ausgenommen snrd Stangerr mrd Stangenhalter in Wohnungen, ferner .Gardnren-, Portiereir- und Borhangringe allgemein. 13. Ge gen stände der Schaufensterdekoration und Geschäftsausstattung, auchZubehörteileda- z u: Ablviegcschauseln, Ansckwauböien, Arme flir Glasplrt- teir, Beilhalter, Büstenspitzen, Decket (vcm Stairdalälern, Kaffeeinühleir u. dgl.). Darell)alter, Dekorationsräuder, Telorationsständer, -schaleir, -Vasen, Drahtständer, Fleischt gabeln, Fleischgerüste. Fleischwngeu und Fleischschienen . Fruckitkörbe urld -schalen, Gemüsekörbe und -schalen,' Gestelle aller Art, Glasschutzkonsolen, Handschuh- stützkissen, Haken aller Art, Halter aller Art, Hutarme. Kutstander, Ka ffvem ühleutri chter (nicht in Haushaltungen), Kvrtenlfalter, Kvrlenständer. Zlönfekt- kasten, -körbe nird -schalen, Kreuzstücke, Ladentischnrstütze, Ladentischkoirsol^r, Mäntel für .Sck^ualz- imd Talg" schusseln, Marniorplattenhalter, Paktisck!gitver, Rahmen aller Art, Säiaufenstergestelll irebst Zlllel)ör. Schlangenarme, Schirmhalter und Schirmlhülsen. Ständer und stützen aller Art. Stecknadelsckplen, Stockhalter uild Stock- Hülsen, Tmger aller Art. Berkaiifsapparate rrnd Verkanfs- behälter für Kaffee. Kakao. Schokolade und Tee Wandgerüste, Wandkr-rsolen, Wurstgerüsbe. Wurststangen, Zal)l- platten, ZigarreuablEn. 14. Griffe, Ketten irmd Stangen zur Betätigung porr Ventilat Mrsklapperr. von Ventilatvousschiebern. von Zugvorrich- tungeii mr Spülei'urichtungen in ?lbvrteu. 15. Halter fto HLiLtzicher. Doilxttnwm«. fl B5Ö Lfv. Nr. Seife, letztere in Schalen- und Kettenform, einschließlich der Ketten dazu. 16. Kannen jeder Art für gewerbliche Betriebe; Petroleum-, kannen auch im Haushalt. 17. K e r z e n l e u ch t e r, abschraubbare und aushängbare, mit Rosetten und Unterlagen, von Klavieren und Flügellu 18. K ii g e l von Ko p ie r p r e s sen, feslgeschraubte, nicht äugen ielete. 19. Marken aller Art, Arbeiterkmrtvollmarken.^Viermarken Garderobenmarke-n, Spiel- mrd Zahlmarken, SckLüsselmar- ken, Flascli-en- «ich Sck/rüsselzeichen. 20. Namen-, Firmen- und Dezeichnun gsschilder. AnSge o-nmen sind Leistungsschlder an Maschinen, Sckül- der ufib Sdirifttafeln an Denkmälern imd Grabstätten, Bauinschriften mit denkmalartigem Charakter, Schilder von weniger als 250 qcm Fläche, wenn sie für einen besonderen Zweck einzeln her gestellt oder mit Auffchrift versehen worden sind. 21. R e k l a m e g e g e n st ä n d e ohne ?lüsnahme; Aschenbecher, Briefbeschverer, Briefösstier, Feuerzeuge. Löscher, Kalen» ^ dergestelle, Schreibzeiiggarnitureu usw. 22. S ch m u tz a b t r e t g i t t e r. 23. Ständer für Garderobe, für «Lchirme, für Zeitungen. 24. Stoß bleche, Sockel- und Schoner bleche an Ein-- und Durchgangstüren aller Art, an Ladentheken unh Schankbüfetts, an Säulen und Pfeilern. 25. Treppenlä wfe r st a n g e n, Treppeillä-nserstangenend, knöpfe. 26. T ü r k l o p f e r. 27. U n t e r s ä tz e von Kleiderablagen, von Kleider- und Schirm» ständern sowie von Möl>eln. 28. Wäschekörbe und W ä s ch e h a k e m 29. Zierat, Zierknöpse, Zierkiigeln, Zier spitzen, aufges-chraubte, aufgesteckte oder versliftete. an Gitterir, Geländern, eisernen uiid hölzernen Gardfoobesaken, an Garderobenablagen, an Garderoben stäirdern, an Gardembengarniturerr, an Schirm-, ständerii und an Zeittmgsstäiiderii: Zieraufsätze, auch Lldler, Kroneii an Sänlenivaglnr, svtveit sie rncht zum Tragen des Wagebalkens erforderlich sind, ferner Aus still tzingsbe^ schlag^ an Geschirren von Zugtieren, soweit diese Teile nicht znm Gebrmrchj notivendig sind. 30. Zierst liefe, figürliche und ornamentale, an und auf Ge^ bänden, in Dauseingängen, in Treppenhäusern, in nicht öffentlichen Höfeii und Gärten (Figuren, Gnippen. Vasen, Obelisken, Brunnen,- Reliefs, Epitaphien, Wappen). Aus» genommen sind tz>egenstände der genannten Art an Grab» statten, auf öffentlichen Plätzen und Straßen, in öfftnt^ lichen Gärten, Parks nsw. Reihe II 31. Arme, Ausleger und Träger für Lampen und Laternar am Aeußeren von (Z^ebäichen. 32. Barrieren st an gen aller Art. nebst Pfosten und Stützen, Knäufen, Rosetten, Zieraten und Zierringen. 33. Bekleidungen, hiv&e und äußere (nicht Tragekonstrud tionen) a) von Fensteni, von Schaufenstern, von Schaukasten, wn Vitrinen und von Aussdellschränken: b) von Haustt'iren, von Wrridor- und Zimmertüren, von Ladentüreir, von -Windfangtüren, ^on Drehtüren, von FalgrstnUtüren u. dgl., von Türrahmen, von Türnischen (Laibungen. Tirrstocklüllungen): c) von Ka-ssenschaltem, von Faln'stuhlkabinen. von FahrstM» umtvehrimgen und von Telephonkabinen: * 6) von Pfeilern und Füllungen, lvon SchariktisäZen. von Lchmrkbüfetts, von Anrichien, von Ladeillisck-en, von Theken u. dgl.: e) vmi Pfeilern und Füllumwu a>i Balkons und mr Fassaden, sotveit sie nickst emgemanert sind. 34. Brau seköpfe (s. auäf lsde. Nr. 48) einschließlich -L t e i g e r v b r e von Bädern, Badeöfen rmd tZadewannor m Haushalttmgen. 35 ' ^ ^ererri ffe und Fenfterknöpfe (f. auch lfde. Nr 49), die incht zur Dillätigung eines Verschlusses dienen. Ausgenonunen smd<öriffe und Knöple. deren Grisftelle nickst ^ .vollständig ans den beschlagnahmten Metalle n bestehen. 36. Fillerrahmen, Filterroste mcd Filterzellen ui Rahmenflltern, Schrlenfiltern. Twinmelfiltern und ä\yn* Tuben Flltrattvnsanlagen, soweit sie nicht im Geln^ruch sind. 37 - Füllungen und Handlersten vou (Mtfftnbcrn und Balkon gittern. 38. Geländer, Griffe und Gitter (f. wich, lfde. Nr. 50) vn Tack^erm, an Ballons, an Fensrern. in Gängen, in Wart eran men, an .Baden^mneii und Bädern, auch frei^ stellende soweit die Eittfernung vlfne Verletumg pvli^ü, k ltchrr Verschnftan ihrtthafl ist. Sfc.Rr •'59. Hauswasserpumpen, stillgesetzte oder ausgebaute, nebst zugehörigen Brunnen rohren, Brunnenventüen, Kolüen- stiefeln und Rvhrleitungeri dazu. 40. Rohrleitungen, Reduzierventile und andere Vorrichtungen zu Ausjchankavparaten für Bier, Selters wasser, Limonaden imd andere Flüssigketten, soweit sie nickst im Gebrauck) sind. 41. Treppen schu tzstangen und Geländer (s. auch lfde. Nr Umgänge verpflichtet, in dem eine Aufforderung seitens der beauftragten Behörden dazu ergeht. 8 7. Ablieferung. Tie enteigneten Gegenstände sind alsbald freizumachen (nötigenfalls ausznbanen) und entsprechend den Anwssungen der beauf 64 ?- M « vnb äfliZSSÄmS & £ hwflten Behörden an die kommunalen Sammclstellcn abzulieiern. % fJrir’w, tJÄ £. 2 "“*" 3amnten ohne Verletzung volinilicher Vorschriften ftattbaft ift 01 Vu J 'd>ei er Gegmstanoe eNvlgen mutz. 44. 46. 46. ohne Verletzung vol.'z-eilicher Vorschriften statt hast ist. 4L Tür knöpfe, Türgriffe, Türhandhaben. Türstangen nebst Zubehör (s. lfde. Nr. 55), soweit sie jivdjt zur Betätigmrg eineö Verschlusses dienen, an Daustüren., an Korridor» und an ,Zimmertüren, an LaL«ntüren. tigt, in besonderen Fällen ohne Mrgabe der Grüitde eine spätere ZahliMg vorzunehmen, die jedoch auch baldmöglichst zu erfolgen hat. Wenn Besitzi-» von zruteigircben GegensbaTiden mit den vor- bezeichneten Nebernalnnepreisen nicht einvcrstairden sind, s-o wird der PreiS^gemäß §8 2 ^ind 3 der BekmmtnmchlTrg des BundeSrats über die Sickjersttllung von. Kriegsbedarf auf Antrag des Besitzers durch das Nelchsschiedsgericht für Krr-egswirtschafl. Deklin L^V 61, Gitschiner Straße 97, nach erfolgter Ablieferung endgültig festgesetzt. 8 11- Ausnahmen von der Beschlagnahme. I. Bon der Besckflagnahme nach K 4 sind auSgenommm: 1. Gegenstände, bei denen di-a yn § 3 der Bekanntmachung genannten Metalle nur als Uebcrzug oder Plattierung verwendet sind; 2. (^fegenslänie, die zur gwerbsmäß'ge i Veräußerung »>dec Verarbeitung bestimmt und bereits durch die Bekanntmachuna ML 1/4. 16. K. R. A. besMagnahmt sind. II. MS Einschränkung der BeMagnahn,c nach 8 4 wird bestimmt: 1 Tie örtliche Deräicherimg imd Veräußerung von Gegenständen, für die ein wissenschaftliche, künstlerischer vder kunstgewerblicher W>ert duvck) innen von der Landeszentralb-r- yörde anerkamtten Sachverständigen festgeftellt wurde, ist gestattet, soseni die Gegenstände dadurch nicht der Beschlag- nalMe entWgen werden. Ilste Verarbeitung oder Einsckunch. zung ist verboten. 2. Gegenstände, die zur gclverbsnmßigen Veräußerung od-.r Verarbeitung bestimmt sftrd, dürfen an die. Kriegsinetall- Aktiengk-sellschaft vei-kaust und abgeliesert werden. 3. Gegenstände, über welche ein Sprrmetall-BeMgSsch'in oder ein Neben-Bezu^schffn von einer HlMPt'Ves.chafftlngsstelle oder ein Freigabeschffn der Kriogs-Noystoff-Abteilung vor- liegt, bÜrfeir narh den Bestimmungen deS Bezugsscheines' bzw. des Frei gäbeschelneS verwendet werden. 8 12 . Ausnahmen von der Enteignung. Von der Enteignung nach 8 5 sind die in § 3 unter a genannten Gegenstände ausgenommen, welche 1. rmchweiÄich vor dem Fahre 1850 s-ergestellt wurden: 2. zur gewerbsmäßigen Veräußerung vder Verarbeitung bestimmt siiü): 3. mit einem Ueberzug «us Gold, Silber vder Platin versehen lind: 4. auf Grrrnd eines Sparnretall-Bezugsscheines ober eineG NebenMezugsich ines einer Haupt-Bechaffungsstelle oder eines Freig-chclch.'i.neS der Kriegs-Rohstvfs-Abteilmlg vevH wendet werden. 8 13. Widerruf der Enteignung. Tie boauftragtair Behörden haben mrf Antrag den Widerruf der Enteignung und auch) die Befreiung von der Ablieferung stzK solch-e Gegenstände zu verfügen Und zu Ixschieinigen, deren be« sonderer wissensch>aftlich)cr, künstlcrisckier oder kunstgetverblicher Wert durch einen von der Landcszeutralbehorde anerkannterr Sach° verständigen festgestellt ist. Für Gegenstände, deren Enteignung widerrufen wurde, bleibt die Beschlagnahme gemäß §§ 4 und 11 in Kraft. 8 14. Zurückstellung von der Ablieferung. Tie beauftragten Behörden können die Zurückstellung ent» eigneier Gegenstände von der Mlieferulrg verfügen, wenn 1. ein Gegensttard zur Bsfriddigung eines dringenden täglichen, aus andere Weise nicht -zu befriedigelrden Bedarfs nachv^is- sich notwelrdig ist: 2. ein .Gegenst-mck) znr Herbeiftihrun^ der durch crftblidje Bestimmungen geforderten Sicherhett unentbel/rlich Ist sofern er mangels -des notwendigen Ersatzes oder der notwerrdigen AuSbauhilfe nicht riznerl^rlb der geforderten Zeit abgesie- fert werden kann: ferner wenn 3. efti Gegenstand mit dem Man-erwerk derart fest verbunden ist daß er nur unter erheblicksec Beschädigrmg des Rtauer» Werks freigenlacht Iverden körmte. Tie Zlirückstellimgen werden nur widerruflich verfügt und können jederzeit zurückgezogen werden. , § 15. Freiwillige Ablieferung. Tie beauftrvgtm Bel^örden nehmen Mich andere als die im 8 3 gen-annten Gegeustände aus den dasxlbst genannten Metallen z u d en U c b c r n a hmepre i sen des §10 an, sofern für sie nicht andere Preisfesffetzlmgen noch in .Kraft sind (s. § 17), und fasern sie nicht zur gewerbsmäßigen Veräußerung oder Verarbeitung bestimmt sind. 8 16. Anfragen utw Anträge. 2llle Anfragen und Anträge, die diese Dekmmtlnachung betreffen, sind an die beauftragt eit Behörden zu richten und mtt der Bezeichnung „Betrifft' Einrickzttmgsgugenstände" zu versehen und bfirfat andere 'Angelegenheiten nicht behandeln. 8 17- ^ Aushebung und Abänderung früherer Bekanntmachungen. Tie Bekanntmack^mg, betreffend Beschagnahme und Freiwillige Abllefcrinig von Einrichittmgsgegensländen aus Kupfer und Kupferlegierungen (Messing, Rotgnß. Tombak, Bronze) Nr. Me. 1/3. 17. K. R. A. vom 20. Juni 1917 und der Nachtrag dazu Nr. Me. 1700 A/8. 17. K. R. A. vom 2. Oktober 1917 treten mtt dem 26. März 1918 mißer Kraft. Dom 26. März 1918 ab lverden ^zahlt. 1. für vallstialtungsgegenstände, rvelche durch die Aekannt- maGung LI. 2684/2. 16. K. R. A. vorn 15. Dlärz 1916 betroffen sind. 2. für 2sier krugdeckel und Bier- gloSdecket aus Zinn, welche durch die Bekanntmachung LI. 1/2. 17. 5t. R. A. vom 8. Februar 1917 betroffen sind . . 3. für Aluminiumgegenstände, welche durch die Bekanntmachung Me. 600/2. 17. K. R. A. vom I. März 1917 bzw. durch den Nachtrag LIe. 1700,4. 17. K. N. 2l. vom 10. Dtal 1917 betroffen sind .... Tiefe Preise gelten für Metalle ohne Beschläge. 'Etwa an den Gegenständen haftende, nicht aus den beschlagnahntlen Metallen be- stehende Teile (Beschläge), sirrd soweit wie irgend möglich durch den Besitzer vder dessen Beauftragten vor d e r A b l i e f e r u n g -u erttfernen. Das 6>cwicht der BesckLagtette, die nickst entfernt worden fiitb, wird geschätzt und von bent (Gelernt» gewicht der Otogen stände abgesetzt. Tie im § 7 der Bekmrntmachung M. 2684/2. 16. K. R. A. vom 15. März 1916 mrd im § 9 der Bekanntmachimg Nr. Mo. 1700/4. 17. K. R. A. vom 10. Mai 1917 festgesetzten lieber^ nahmepreise für Metalle mit Beschlägen werden hierdurch aufgeR [ysyben. Tie im § 10 der Bekanntmachung Nr. M. 2684/2. 16. K. R. A. vom 15. März 1916 unter a und im § 10. der Bekannt^ mack im g Nr. M.^ 1/2. 17. K. N. A. vom 8. Febniar 1917 unter a, b und c für freiwillig abgclieserte, gebraEsfähige Gegenstände festgesetzten Uebernahiriepreise toerderk hierdurch aufgel>oben. Für diese Gegenstände werdet mit dem Jnkrafttreteit dieser Bekanntmachung die im § 10 genannten Preise gezahlt. Ofegenstände, für die kein anderer Uehernahmepreis festgesetzt rst, sowie Mtmaterial sind zu den folgenden Preisen anzunehmen: 1.70 Mk. für das Kilogramm Kupfer, 3.90 Ji für 1 kg Kupfer, 2,90 12,90 1 Messing, 1 w Nickel 8,00 Ji für 1 kg Ztira» 12,00.// für 1 Aluminium. 1,00 4.50 1,60 2.50 2.00 0,40 Kapseln). Kn pserlegierungan. Nickel. Nickellegierungen, Aluminium, Zmn (auch ^tamiiolpapier), Zink wrd Blei (auch Flas'cheNK 8 16. Inkrafttreten der Bekanntmachung. Tie Bekanntmachung tritt mit dem 26. März 1919 in Kraft. Frankfurt (Main), den 26. März 1918. Ter stellv. Kommandierende General: Riedel. General der Infanterie. Mainz, den 26. März 1918. Der Gouverneur der Festung Mainz. Bausch, Geileralleuinant. Betr.: BeschllagnalMe, Entergirung und Meldepflicht von Ern- ricktungsgogenständen bzw. freiwillige Llblieserung muh von anderen Gegenständen ans Kupfer, Kupserleiiie-rungen, Nickel, Nickellegreningen, Mirmmium und Zrnn. An die Grofch. Bürgennnstkreien der Landgemeinden de§ Kreises. Auf die vorstehende DeKamttmcvckxung rrebst den dazu erlassenen Aussührnngsbestinmul.naen mack.ieil rvir Sie ^besonders aufmerksam und bean ft ragen Sie, das Fobrer zu machen: Folgende alsbald ortsüblich bekmrnt^ Das stellv. GenerakKoinmaltdo XVIII. Armeekorps hat ein« Bekanntmachmrg betreffend Beschlagnahme, Enteignung imt> Meldepflicht von EinrrchtungsaegeirMrden bztv. freitoillige Ab- liefenmg auck) von anderen GeginrstLnden avß Kupfer, Küpfer- legienmgen. Nickel, dtickellegiermrgcn, Murninmm und Zinn erlassen, ans welche ganz besonders mcffnerksam aemackst wird. Cie enthalt im allgemeinen: TnrrMli'ru.ng der Beflulnttnaicksting, betroffene Person>en, Betriebe usw., betroffene Gegenstände, Be- schlagnahme und ilwe Wiirkimg, Enteignung und ihre Wirkung, MeDcisilicht, Ablicffenmg, Ersatzbeschr sfung, Ausbau, llebernahmapreis, ArrS-ca huren von de»- Beschlagnahme, AnSnahnrm von der (?7ntcignnng, Widerruf der Enteignung, ZurücksErM vcnc der Mieferimg. frei null ig« Ablieferung. Anfragen und Airträgc. 2(nshebnng und Abändcrumst frfcfetrt ^)^Öiöt»itnttal|aßgFai und Kckvafttte-en der Bcvcorrtt- machrotzverza.,Ua»fs Lfeersamt Gießen. Vr. U s i n g e r. zu der Bekanntmachung Ar. M. 8 /t. 18 . K. R. A.» betreffend Beschlagnahme, Enteignung und Meldepflicht von Einrich- tungsgegenftanden bzw. freitoißige Ad- liescrung auch von anderen GegenMnden aus Kupfer r ttupferlegierungen, Bickel, Nickellegierungen, Aluminium und Zinn, vom 2 b. März J9J8. Lu § 4. Beschlagnahme. Tie beschlagnahmten Gsgenstänfe finb pfleglich zu behandeln. Diesbezüglich loird aus §§ 4 und 6 der VekamUnmchmg über die Sichuslellimg vvn Kriegsbedarf .verwiesen jsiehe Fußrwte *) 3. der Bekanntmachung^ Es wirb darauf lchrgewiesen, daß sämtliche gebrauchten und ungebrauchten Znmgegenstcnrfe des privaten, wirtschaftlichen und gewerblü5.en Gebrauchs«ohne Rücksicht auf Besck)afsen!)eit und tat- sächliclIe Verwendung einsckiließlich der Ziergegenstäufe beschlag- nafent sind, auch wenn sie in der nanrentlichm Ausführung des 8 3 der BekanntmackMNg nicht genannt tverden. ' Gegenstände, die zur d'ewerbÄnäßigon Veräußerung oder Ver- arbeitlmg bestimmt siird, füllen ebenfalls unter die Beschlagnahine nach ß 4, jedoch Incht unter die Enteignung nach 8 5 der Bekanntmachung. Sie sollen rmverzüglül) der Kriegsmetatt-Aktiengesell- schaft, Abt. M, Berlin W 9, Potsdamer ^ Straße 10/11, zum Ibauf angcbvtcn Werder Sie werden durch besondere Maßnahmen erfaßt. Au Z 5. Enteignung. Tie durch § 5 der Bekannt mach mg enteigneten Gegenstände sind mit Ablauf des Tages nach Ausgabe des amtlichen Blattes, m dem die Bestmrntmackring amtlickz veröffentlichit wird, in das Eigentum des fftrichSmilii ärftskus übergegangeu. T>en Besitzern geht also keine besondere Enteiguun-gsarwrdnung zu, sie sind zur Ablieferung der Dlteignetrm Gegenstände gn die unten genaimlen ©flrmmsiflrllcn nutzer Boachtung der nachsalgeuden Bestinnnunsvii verpflichtet Au § 6. Meldepflicht. Me Besitzer, auch Erzeuger und Händler, der rm 8 3 ge- raratten Gegenstände sind, unbesckxibet aller srül-er abgegebenem MeKnmgen, zur Meldung in dem Umfange verpstuhlet, in dem eine Aufforderung dazu errpeht. Demgemäß sind auch Ikirchen, Stifttmgen, Kommunen, 'Reichs- und Staatsbehörden usw zur Abgabe von Meldungen verpflichtet. Jeder Besitzer muß .die von ihm verlangte Meldung ge- wisienl^aft und pünktlich erstatten. Tie Vordrucke sind bä der unterfertigten Beerbe erhältlich. Wer die Meldung unterläßt, oder sie unvollständig oder unpünktlich erstattet, macht sich strafbar inü> hat außerdem die Nachteile und Unmmchmttchketten, die ihm später bei der Turchführung der BekamltmaclMig daraus entstehen, selbst verschuldet. Au 8 V ALlieftrung. Die Mliefermrgspflicht für die Gegenstände der Reihe I ist völlig unabhängig 'von der Ersatzbescfefftmg (8 8) und Vvn der Ausbauhilfe (ß 9). Felder Besitzer muß die in Werfe I genamrten Gegenstände selber frei machen und sie gemäß der Aufforderung der uitter- fertigtzeu Behörde ohne Berzug an die hierunter vermerkte Sammelstelle abliefern. Ihre Belasfung bis zur Ersatzbeschaffung kann nicht gefordert tverdm. Besitzer von Gegenständen der Reihen II, III urrd IV müssen ihrerseits bemüht fern, die ENatzbesAZaffung und den Ausbau baldigst herbeizuführen. Die AbliefermrgSpslickK für diese Gegenstände beginnt, sobald sie ausgebaut, bzw. ersetzt find. Als Ausnahmen werden jedoch bestimmt: 1. Türklinken usw. <8 3 der BekLnutmachung lfde. Nr. 55) von Haustüren und von Kvrridvrtüren (das siird solche, die eine Wohuung nack) deni Tveppenhau.se hin abschließen), mit den dazugehörigen ttitterlagen belassen. .2. Wenn Besitzer von Türklinken die Ausbauarbeiten selber ausführen oder sie von! bezahlten Arbeiten! oder .Handwerkern ans- banen lassen, also die behördlich gestellte Ausbauhilft nicht in Anspruch nehmen, so ivwden die zu den Türklinken gehörender Unterlagen (Langschilder, Rosetten usw.) bis auf weiteres belassen (siehe Aussüfeungsbestimmung zu § 9.). 3. Tie belassenen Türklinken und Unterlagen sind erfordert ichew- falls erst auf eine neue Anordmmg hin abzuliefern. Ter Besitzer oder dessen Beauftragter hat etwa an den Gegenständen hnflende, nicht aus den bchchlagnahmten Acetal len bestehende Teile (Beschläge) soweit als irgend möglich vor der Ablieferung zu entfernen.. An Türklinken und Fenstergriffen können die Beschlagteile belassen werden, tvcil ihre Entfenruua schwierig ist. Bei der Ablieferung ist die genaue Adresse des Eigentümers der abgeli prlen Gegenstände anxugeben. Bi-sitzer enteigueter Gegenstände, hie mit dem int F 10 der ^ekanntmnch-mg genannten Uebernahmepreis nickDt einverstanden irnD, mün'en dies sofm7t bei der Ablieferung erklären gIeM>üttg eine schriftliche Beschreibung der Stücke ab- geoen für welch- her Uebernahmepreis beanstandet wird. Tie Be- K^bung muß dem Reich Schiedsgericht für Kriegswirtschaft die ^brtdestimmunq der fraglich! Gegenstände einni^glräi'.m vie übereigm-ten Ge-^enstände iricht innerfelb der vor- geschriweiieil Zeit abliesert, macht sich stzcafbar. Außerdem werten dre abluseriingspfliöstigen 6>^ensdinde abgeholt bzw. airch mis- ^baut. wnm sie nicht ausdrücklich von der Mliäerung zurück- gestellt sind (siehe 8 14). Tie Koten dieser Einziehrmg wc-r^en gegen den tte.xrnahmepreis verrnfeiet oder im Wege des Vor- wcu tu n gs zrvangsvcr fafeens ein gezogen. Zn 8 8. Ersatzbeschaffmkg. Die m ^Zeit obwaltenden Umftimfe bedungen die Verwinde. Am0 M* Ecsatzbefchchsung aus daä deckbar gecinLslx Miß. Ersatz soll deshalb nur insoweit beschafft werden, als die Gebrauchsfähigkeit der Gegenstände oder Einrichtungen, mit denen die ent- eigneten Stücke verbunden uraren. erhalten bleiben muß und dann nur aus einem den KriegsumstÄndcn angenressenen Material. Temzu folge nnrd die behöroliclie Mittvirkmig bei per Ersatzbeschf- fang aus die in flieihen III und IV genannten (Gegenstände beschränkt. Für die Gegenstände der lsden, Nrm 44, 45, 48, 49 und 55 wird Ersatz aus Grund der erstatteten Meldungen (ß 6) bel>ördlich beschafft. Für die Gegenstände der lfdn. Nrn. 46, 47, 50, 51, 52, 53 und 54 wird im Bedarfsfasle auf Antrag oat die unterfertigte De- l-örde Material zrcr .Wnsertigung der notwendigen Ersatzstücke zugewiesen. Jedermann kann sich die notwendigen Ersatzstücke selber beschaffen oder sch der behöMichen ErsatzbesclZasfmkg gegen Zahlung der für die Ersatzgegenstäudc festgesetzten Preise bedienen. Mer sch den tZrfatz selber beschnfft, erwirbt damit nicht das Recht, die enteigneten Gegenstände länger zu fehalten als jemand, der behördlich beschiafnen Ersatz in Anspruch nimmt. Wer von der Behörde Ersatzgegenstände in Ansprnch nimmt bzw. sch Material zun»üsen läßt, muß den ihm geboteneist^Ersatz annehmen. Tie Einziehung der enteigneten (^egenstäirde kann durch eine Ablehnung der Verwendung der Ersa^tücke nicht anfgehalten lverden. Au 8 9. Ausbau. Als Ausbau gilt nur eine Arbeit, wefefe handwerkStschnisfe Nebung und die Verwendung besonderer Werkzeug;, wie Bohrer, Säge, Feile, Hummer und Meißel, verlangt. Tas Lösen von Schraube!^ gilt in der Negell nchl als Ausbauarbeit. Tem»ufolge lvmntt Ausbau nur ftir die Gegenstände der Reifen II und IV in Frage. Ter Ausbau ist von den Betroffenen tunlchst selbst oder mir Hilfe von selbst feje. Nr. 55) selbst auSbaut, kann die dazugehörigen UTtterla^en (Lang-sshilder, No^'e^ten usw.) ciustwrÜen noch zurückbehalden (ftefe zu 8 1, Ablieferung). Wer zum Ausbau vori Fenstergriffen usw. (8 3 der Dekvnnt- macy!mg. lsdr. Nr. 49) bzw. von Türklinken usw. (§ 3 der Bekanntmachung, lsde. Nr. 55) di« koi'denlose Gfetellung von Ausbauhilfe in Anspruch ninrmt, muß au»h den behi>rdlich> gelieferten Ersatz beziehen und die zu den enteigneten Gegenständen gehörenden Unterlagen (Langschlder, Rosetten usw.) söÄcich abliesern. Ihm werden jedock) für die Mrbrrngung der Ersatztung der Bestimmimg der Dekanntmachimg, insbes-ondere nicht von der MelldepsltckK i &uux feü L 6 der Bekanntmachung Au ü 15. ^Freiwillige Mlieserung. Die Sammelftellen nehmen mißer den enteigneten Gegen stünden auch andere Lfe«lichier Art als freiwillige AbttesenlNg an, sovxrt sie nicht zur gewerbsmäßigen Veräußerung oder Vercrrbettur^ bestimmt sind. Hauptsächlch kommen die sagenden Gegenstände w Frage: __ Nippessachen Notenständer Obstmesser, ObstmesserstLnfer Obstschalen Oft n rohrabs chlu ßringe Osenvorsetzer und Feuergcschtrr dazu Plätten Pokale Portierenfdnugen mit Dalbevn. und Ringen aus Wehmmgeu Rauchserviee Rasierservice Reinigungsdeckel an -Oefen ufw. Range zu Gardinen, Vorhang«^ Portieren usw. Rollen von Betten, Tischen usw> mit Messingrrugen dazu Samoware ,Schablo:«n zum WäschezeichrM Schalen und Säulen von Tafel-, Säulen- und Hängewagcn Schall^Äer von. Orgeln, Orchv» strien usw. Schienen an Treppen Schilfer, Namen-, Firmen- «rib Vezeichnungsjchilfer SchlcttengelLute Schlösse^ Schlüssel. Schlüsietteisten Schreibze-u g garui turen Schau eln aller Art. z. B. malschippen Setbstschänler Serviettenringe Signal pftisen Sparbüchsen Spielteller Spiel waren Spritzen Spucknäpfe Staubsau ger-Zubebörteile Stiefelknechte Streichholzständer Stn'envorsto ßs chienen Taselaufsätze, Tafelgeschirre Tassen und llntersätze dazu Teeglas Halter Teekannen, Teemaschinen Teller aller Art T Herniometer-Ständer Tintenfässer Tischglocken Tortensck-auftln Trichter Tritte und Trittbretter t*m Fuhrwerken Türschließer Uhrgehäuse, Uhrgewichde, Uhv» schlüssel Untersätze für Flaschen, Krüge. Gläser Vasen Verdampfers chalar Vogelkäftge Vorfengstangen mit Halbem MÄ Ringen aus Wohnungen Wagebalken von Säulew- Hängewagen Wandteller Wasserhähne aus Wvhwungen Weinkühler hnstochergestelLe iergegenstände igarrenabschneider igarrenab lagen igurrenanzünder uckerdosen Zuckerzangen. Albumständer Aschenbecher und Aschentekker Au tozube hörteile, wie Hupen, GaZentwickler. Kotschützer usw. Balkeösen Becher akkm Art Beschläge an Möbeln,Koffern usw. Bestandteile von Beleuchtungskörpern, Fernrohren, Apparaten. optischen, Physika! isck-en und Lhnlick^en Instrumer.ten BierglasdeckÄ. Bierkcngdecfel Biersaßhähue Biersck^auksäulen. Viersyphons Bierwärmer. Bierwärmerstänfer Bilderrohmen Blumenspritzen Blumenteller /BlumentÄler Halter Blunrentöpfe und -ckübel Bodenschutzbleche vor Oeftn Und He'.den Bowlen ans HaushLttunOM Briesbeschtvener Bronzesiguren Brotkörbe Büchwftänder Bügel gerate Bürßenbleche Tosen aller Art Eierbecl)er Einrichtungs -«Gegenstände aus Ställen Etageren Etektris ievapparcctt Fahnen stau gen s pitzen Flaschen korkenau fsätze Gardinenstangen mit Haltern und Ringen aus Wohnungen (^)asHähne aus Wohnungen Gießkannen Gongs Glocken von elektrischen Klingeln, Läutewerken usw. Griffe txm Möbeln, Klavieren, Schubkästen usw. Grammophorttrickster und ütchenzM> gen Umbördler usw. Musikinstrumente Für die freiwillig abgesieferten ^Gegenstände werden die Preis6 deS 5 10 der Bekanntmachung gc^ahtt. Soweit die Gegenstände befetts durch diese oder frühere Dv- ranntma-ck-'.mgen enteignet sind, besteht eine AblieftrungSpflicht: für sie werde?! die Prerfe der betrefftvrden Bekanntmachung gezahlt. HemSbalturrgSgegenstände auS Kupfer, Messing und Nickel sind bereits nach der Debcrmttmachuna LI. 3231/10. 15. K. R. A, Lllu^ miniumgerätt'chaften nach fer Bekanntrmockxmg LI. 6. 500/2. 17. K. R. A., BierglaSfeckel und Bierkrugdecfel aus Zinn nach der BekannLnrachung Ll. 1/2. 17. K. R. Ä. ablieferungsvflichtig. G« genstünde dieser Art, die ohne besondere behördliche Genehlniguirg »urückbehalten sind, werden demnächst zwangsweise eingezogen. BiÄ aus weiteres werden muh diese noch -u den im 8 17 der BekannL-i machnng genannten Preisen angenommen. Für Gegenstände, wÄstfe mrcht enteignet sind und sreiwilligl abgelicfert werden, ist eine Forderung über die festgesetzten lieber-, nalMepreise hinaus, also auch eine Inanspruchnahme dos ff schiedögerichtS ft'tr Krieg-Wirtschaft ausgeschlossen ^ RerchÄe' Au § 16. Anfragen und Anträge. Jede Perfon kann an den hierunter bezeichnen Stellen mündlich Auskunft über diese Bekanntmachung erhalten, inSbeson^ dere, innüewett Gegenstände unter die Bekanntmachung fallen^ wo und wann sie abgeliefert werden müssen, inwiefern auf Er- satzbeschaffimg zu reck-nen ist, und auf welckie Weise sich der etwa! nötige AuSl^ru l>ewerksttlligen läßt. Alle schriftlichen Anfragen und ArckrÄge, fee fee oorfttfend« Bekanntmachung betreffen, sind an die unterfertigte Behörde zn richten und mit der Ve>eichmcng,L)etrifft Einncktun^Sgegeilstünde^ -n versehen und dürfen andere Angelegenheiten nx&t hehwrdÄAl. Hin sichtliichder Stadt Gießen wird benrerkt, daß mrr der Oberbürgermeister mständig ist; dlf Gesuche sind daher an dcescn zu richten. Weitere örtliche BestiMM«NAeir. Mit Bezugnahme auf ß 5 totb 15 wird bestimnrt, daß ftie den Landbezirk deö Kneisek Gießen eine Hauptfamnrelstölla auf dem Lager ver Firma „Dereiuigte Getreidehändlett" m Gießen (Margaretan-Hüttc ic?b Friedrüfennßc 8) errichtet wird. AIS HilfSsmnmelstrllen kommen die Dür-gec meistere um Grife^ berg. Hungen, Lrch. LanggS,«S, Lotlar und Londorf in Beträfe, die an je einem Tage ün Monat zur Emgozermahv« der ab zu-, liefernden Gogcnstände und »u etwaigen V^ratuugen einzelner AblikferungSpflichtiger gvvffiret sind. Tie Avsertigungstage werdet zu Beginn feueS j^xm Monats bekenntnegabvm. Hinsichtlich der Stadl Gießen wird die erflordernche Sammele srcklc durch den hierfttt Kustundiaen Oberbürgermeister mwchteE Morden. Demnächst erjoist vvn diesem weitere Bekarrtürachu« hierüber. AuS der Stadt Gächm dürftn lLbttefenmsaz an fee Firma ..Deveiuigte (Yetteidehändilett' nicht erft Lombards geg. börsengän Wertpapiere . Vorschüsse te und Schecks außerdem Aval- und Bürgschaft sverpflich lungen Mx 32 114 960.35 Uebergangsposten aus Niederlassungen untereinander . Unerhobene Dividenden Reingewinn des Jahres 1917 Jt 4 852 409.32 Vortrag aus dem Jahre '016 Jt 103 961.10 / / OOOOOOOOj 9250000 44X044 710 56 16084508 993505 40566 4956370 45 13 42 Gewinn- and Unkosten a) Gehälter und Geschäfts Unkosten. b) Tantiemen der Filial direkt oren, der Prokuristen und der Vorsteher der Depositenkassen. so wie Gratifikationen und Teuerungszulagen an die Beamten . c) Für die zu den Fahnen einberufeiLcn Beamten u deremFarnilien, sowie für and. Zwecke der Kriegsfürsorge . d) Steuern., Beiträge zum Bcamtenversicherungs- ve, ein des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes und zur Pensionskasse der Bank Abschreibungen auf Bankgebäude .... auf Mobiliar. Reingewinn Verteilung: 7% Dividende a. 60 009000 Tantiemen an Aufsichtsrat und Vorstand. Vortrag auf neue Rechnung 5-J0269 7501561 TcrSuKt-ßechnnng; per 540269750 56 31. Dezember 11*17. 3622513 02 1135469 G0 700027 573713 52 118608 106403M 124 730,97 4200000,- Gewinn-Vortrag aus 1016. Gewinn aus Zinsen sowie aus deutschen u. fremdeh Wechseln. Gewi.n aus Provisionen . Gewinn aus Wertpapieren und Konsortialbeteilig. . Gewinn aus dauernden Beteiligungen bei Banken und Bankfirmen . . . . Kleine Gewinne und .Mieteinnahmen M | 103961 7172430 3538424 63 251736 22 282276 07 Bank für Handel und Industrie. 65 . ordeaüiclie Seaeraiversammitrag. Wir beehren uns, unsere Aktionäre nach §§ 24 bis 27 der Satzung zu der am ^onimbend den 20. April d. J., nachmittags 3 Uhr >n unserem Geschäftslokale zifc Darmntadt stattfindenden rünfuuduechzigaten ordentlichen General- verearanilmis mit folgender Tagesordnung einzuladen: 1. Bericht, des Vorstandes und des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 1917; “• Genehmigung d(>r Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Gewinnverteilung: a unfr der Entlastung an die Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrats; 4. v\anl von Aufsiehtsratsmiteliedern. j._ I ^I Ilr 1 ,ter , Ie * U r* der Aktien hzw. des ordnungsmäßigen Hinterlegungsscheines eines deutschen Notars, der Reichsbank oder der Bank des Berliner Kassen-Vereins in Gemäßheit des § 24 der Satzung hat. apüte- *ten* am April ». er. während der üblichen Geschuftsstunden zu erfo gen, und zwar entweder Del den N i e d e rl a s s u n gen unsoifs Instituts in Berlin, Dai nisladt, AscliuffTcnburg, Aussbarr. Bamberg, Beulhen Biebrich a. Rh., Bingen a. Kh., Breslau, Cotib«*, CuSha/eii, IJttHseiaorf, ü-oi-sl i. L., Iraiikfart a. II, Frankfurt a. *>., FreIburg i. Fürth (Bayern). «'»kr. «lel^vltz, Görlitz, Grcifawald, ©üben, Halle a. 8.. Hamburg, Hannover SSrndc -bur^. IIir*chbeig (Schlesien), .lauer, KnttowDz. LLrcuzburg. Landau (Pfal: ii« w”' « ip . ’ k©®*>«cliü<®, EiUdivig^h ifen a. Eth., Mainz, .lla inhelm. 1B chcUtndt äilinchon; ilg^wlowjir. XeoMadt (llaardf), Xeofttadt (O.-d.), Nürnberg, OfT nbach , ©noein, K for,?,eim. Prenzlan, Quedlinburg, Itatibor, llLybnlk, Senftenberg, 8orau äargard Vj' Stettin. Slraübnrg 1 E., Sintfgart, Wiesbaden, bei der Deutschen $atlonaltmuk, Kommaadit-Gesellschaft auf Aktien Herrn 1,copold Seligmann, Deutschen Aalionalbauk. den Herren Alber! Herrn Simon na. Sp oder in •cm borg B emen Cobtenz Dortmund Dresden -Kimen a. Duhr Gfogun Grii borg i. Schl, ■SeilbroM n Königsberg i. Pr. W neben l'oNcn Trier I. O., l. M., (X.F.), Berlin und Darmiti Kommandit-Gesellschaft auf Aktien, Kuntzc Al Lo., If Ir*eh!nnd, W. Flic*bacli’n Wwe., „ IB !W. rilcukach’s Wwe„ den Herren Hüntel In L Co., der Ostbank für Blandcl und Gewerbe, „ den Herren I?lerck, Finck & Co., " der Ostbank für Handel und Gewerbe, " den Herren U. Kaufmann «L Pappenheim, dt, den 26. März 1918. 2257D Bank für Handel und Industrie. v. Klllzing. 641 46*3 36 11100)) ’flj l 11348 838|2l! abgehaltenen 63. ordentlichen Liehtspiel haus, Bah nhofstr. Vornehmstes Unternehmen am Platze. Nach dem erfolgreichsten und berühmten Roman von Fecfor von Zobeltitz Ein Kolossalfilm in 5 Akten. - In der Hauptrolle Friedrich Zelnik. L 11348 83;-; 21 uns °lo fes gesetzt- J? „ d er heut? ungehaltenen 63. ordentlichen Gi'neralversomtnlnn Aktionäre wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 1917 auf Der Dividendenschein für 1917 komm mit Mk. 21.— für jede Aktie zu Mk. 300 •* Jvl, — 1200 »ar Auszahlung. Die Einlösung der Dividendenscheine erfolgt von heu © ab- in Frukfyt . DI., Btrlin, Bwta-Bafea, Cola, Essen, Färib, BliÄii fci- WtVi K,r “t?. k, i «"> !>"-, !. P.. Mai«. Mtb" ” H&frtSi ,“l Wto»taü* bei unseren Niederlassungen, sowie b i unseren Denositc, kass >> und \\ echselstuben in Alsfeld i. H.. Friedberg i. H., Höchst a. £1., Laat&r'.-asfc I. 2. Darbarg a. d. L., Cffeabacb a. E., Vs zea (Prov. Hannover) und Ws’x ar unseren Agenturen in BfldiBOsa und Bntsbach an unseren Kassen nuttngs zwischen 9 und 11 Uhr, in Gahlaaz bei der Firma LeoaoUl i» u H L ei « der - ? J r 7 ,a Selig«aaa in Hamburg b d Ti |I. a . rlb RL; w 7 r C i 0,, ri , \ Lel ‘-5l 2 . b 1 ,M <,er AUijeme’.nen De;its:hen Cre’ü-Ar.sUli (Abloi- }*“? C °‘ *i’,‘i ?!eia,a ,^ e!! unc\ t Go !ia bei der ^aak für Thürlngeu vor ^ , *‘ n BiS8^Uscaaft, in Itfünehen bei den FirÄien H. ünihänaer SchnI ®* 2 a, n Stnttgart bei der Firma Ooerlonbach L üta. 0. uj. b. K t?i H nd ^"hiLIS^ bei der BaakcaniDiar.tille Siegmaad Weil. '' -Na n 1 d6 ? ( - 6nS - C u el 11 81nd auf d ® r Rückseite mit dem Firmenstempel oder a«m Namen des hinreichenden zu versehen. ouer Fraaklarl a. M., den 23. März 1918. Der Vorstand der Mitteldeutschen Creditbank. ^_Pr. g^izansiieabsBea. Hoffiasee. EoInUart. Wolfempargar. D Eine Hochstaplergeschichte von packender Wucht u n d dramatisch bewegter Handlung. B3 “'"Ml vor- fh Saliatnsaa, | Irma 35. Auf vielfachen Wunsch verlängert bis einschließlich Donnerstag Henny Porten in Prosramm vom Dieastag, 26., hl« inkl. Donners)ag, 28.ALoz. HI. Der Sarätogakoffer. Ein spannendes Detektiv-Erlebnis des ' berühmten Harry Higgs | ln "^nSotelw «n'«l"5*Akten Die Faust des Riesen I. Teil 2240a yj Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Beginn der Vorstellung 3, 5,30 und 7,45 Uhr. Wegen des zu erwartenden großen Andrangs zu diesem ganz hervorragenden Meisterwerk bitten wir 1,ö51. nach Möglichkeit die Nachmittags-Vorstellungen besuchen zu wollen. TT . 4 mit Han« Mieremiorf und Ihca Sarulen, 2259a Kostüme von J. Mannheimer. _ Regie R. Meinert Dis alte Sehers Erirre i f end^ Lebensdrama in 3 Akten hJ & u Kt l von Kudolf del Zopp. Karfreilaß; bleibt da»Tbcater ^Nchlossen, Ab IK Joe-D^bbs-Fiiisi. Hauptdarsteller: Max Land». n,iu„,nnmn'iiminmiimni,,, ; ' El r o n nabor- Kinderwagen u. Kiappwagen in großer Auswahl eingetroffen. « |H ÄUgRSUC5fbmyer,Se!tersweg_79 wwim Gictzener Hausfrauen-Bcrcin. nÜ ebe '' n - nllc J J0n dem Vi-rein entliehenen Sch 'hleiuen TonnerSta^ den 28 . 1018 , »ach. wifiahfir?* 1 d r c " U,,l> 5 U6c in Geschäftsstelle, Mausdura o, abzugcbeit. 2261v Die Vo,sitr«'nde. NechtsschutzMe. Fraue» u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft inNechtSanqelegenhelteil im allen Nathans Markt- Platz 14AlUtwochabends « ron 6—8 Uhr. (8975D I giüfiperein ns Seien Kreuz Gießen 2229c 3diet*Sraacnofrtia. ZmMeiii Gießen, Alte Klinik, Liebigstmhe Unsere sämtlichen Geschäftsräume, einschliesslich Vezirksausschuz für vermis;tc und tricgSacsanzenc Deutsche bleiben vom 28. März bis 3. April einschließlich ISF* geschlossen.-M« ^ui*m h Iiiifi ter Pa uui n . (51. 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