Nr. n Der ^etzcner Lnzekg« erscheint täglich, außer bormtagS. — Berlage«: Gietzener^amiliendlätter; KtewsMolt ffit * *cn Krcif Gieße«. vezu-rprcis: rnonatl. Vit. 1.20, viertel- jährlich Mt. 3.60- durch Abhole- u. Zweigstellen rnonatl Mt. 1.10: durch die Post Mt. 3.60 oiertcl- fährt. auSschll Bestellq. Fernsprech - Anschlüsse: sür die SchriitleNnnq l 12 Per!ag,Geschästsstetteö1 Anschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Erstes Blatt 168. Jahrgang Montag. 25. Marz 1918 Postscheckkonto: 5-raukchtta.M. 11686 Vairlvettehr: Sewerdebant Siehen SwUNngrrund-kuck u. Verlag: vrühl'schc Univ.-Vuch- u. Steinüruckerei N. Lange. Schriftleitung. Seschästsjtelle ».Druckerei: Schulstr. 7. rrnua^me von ?lnzetgen *. die Laqeennrnmer dis zum Nachmiltag vorher ohne jedeVerbmdlichkeit Setlenprelfe: für örtliche Anzeigen 25M.,sür auswä rtrqe 30 Pf., *ür Reklamen Mt. 1.— : bei Platzvorschrift 20 •/„ Aufschlag. Hauptschristleiter: Au«. Goetz. Verantwortlich für Politik u. fteuiUeton: Aug. Goetz: Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; Airzergenterl: H. Beck; sämütrch in Gießen. Der Sieg über die Engländer. peronne. Ham und Chauny genommen. Kamps in dcr Linie Le Translsy-Lombles-Maurepas. Paris aus weittragenden Geschützen beschossen! (DTB). Trotzes Havptyuartier. 23. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Unter ftüfjnniß Sr. Majestät drS Kaisers uufc Königs ist die Angrifssschlacht gegen die englische Front bei Arras, Cambrai und St. Quentin seit zwei Tagen im Gange. Auch gestern wurden gute Fortschritte gemacht. Divisionen dcr Hcerecgrrwpe Kronprinz Rupprecht stürmten die Höchen nördlich und nordwestlich rwn Croisib- les. Zwischen Fontaine—Les Croisilles und Dioeuvres drangen wir in die zweite feindliche Stellung ein und nahmen die stier gelegenen Dörfer Daur-Vraurourt und Morchles. Starke englische Gegenangriffe scheiterten. Zwischen Gonnelien und dem Omignon-Bach wurden die ersten beiden Stellungen des Feindes durchstosten, die Höhen westlich lwn Gouzeaucourt. Heudicourt und Villers- Daucon wurde genommen, im Tale des Cologne-Baches Roisel und Marguaix erstürmt. Erbittert waren die Kämpfe um die Höchen von Epehy. Von Norden und Süden umfc fatzt. mutzte der Feind sie unseren Truppen überlassen. Zwischen Epehy und Roisel versuchte dcr Engländer vergeblich in starkem Gegenangriff unsere siegreich vordringenden Truppen zum Halten zu bringen. Sie warfen ihn überall unter den schwersten Verlusten zurück. Die Höhen nördlich von Vermand wurden erstürmt. Wir stehen vor der dritten feindlichen Stellung. Unter dcr Einwirkung dieser Erfolge räumte der Feind seine Stellungen im Bogen südwesllich von Cambrai. Wir sind ihm über Demicourt. FleSguieres und Ridecourt gefolgt. Zwischen Omignon-Bach imd der Somme haben die Korps der Heeresgruppe Deutscher Kronprinz nach Eroberung der erittn feindlichen Stellungen den Weg durch den Holnorr-Wald und über die Höhen von Savy und Roupy erkämpft und drangen in die dritte feindliche Stellung ein. Südlich der Somme duiMrachen Divisionen die feind- Ä Linien und warfen den Feind im unaufhaltsamen Dören über den CwHat-Kanal nach Westen zurück. Zäger- -atailloue erDvangen oen üedergang über die Oise westlich von La Fere. Im Verein mit den ihnen nachfolgenden Divisionen erstürmten sie die mit den ständigen Werken von La Fere gekrönten Höhen nordwestlich von dcr Stadt. An Beute haben biskser gemeldet: Heeresgruppe Kronprinz Rnpprecht: 15 000 Gefangene. 250 Geschütze. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: 10 000 Gefangene, 150 Geschütze, 300 Maschinengewehre. An der übrigen Westftont dauerten die Artillcrie- kämpfe zwischen Lys und La Bassce-Kanal, beiderseits von Meims. vor Verdun und in Lothringen fort. * Osten. Infolge der durch Neubildung des rumänischen Ministeriums hervvrgerusenen Verzögerung der Verhandlungen wurde die Waffenruhe mit Rumänien um drei Tage verlängert. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier. 24. Mürz. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Schlacht bei Monchy-Eambrai-St. Quentin-La Fere fit gewonnen. Die englische 3. und 5. Armee und Teile der fierangcführten ftanzüsisch-amerikanischen Reserven wurden geschlagen und auf Bapanme-Vouchavesnes. hinter die Somme zwischen Peronne und Ham. sowie auf Chauny unter schwersten Verlusten zurnckgeworfen. Die Armee des Generals iwn Below (Otto) hat die Höchen vvn Adonchy erstürmt und südlich Bapaumc den Angriff auf Wancourt und Henin nach Westen vorgetragen. Nordöstlich von Bapanme stellt sie im Kampfe urrrhie dritte feindliche Stellung. Starke englische Gegenangriffe wurden zurückgesch lagen. Die Armee des Generals von der Marwitz blieb dem geschlagenen Feinde auf den Fersen und sttetz in scharfer Verfolgung noch in der Nacht vom 22. zum 23. bis zur dritten feindlichen Stellung in Linie Eauanconrli-Hurlu- Temleux-La Eosse-Vernes vor. Gestern früh griff sie den Feind erneut an und schlug ihn trotz verzweifelter Gegend wehr und dauernden feindlichen Gegenangriffen. Die Vereinigung mit dem linken Angriffsftügel der Armee des Generals von Vclow wurde erzielt. Zwischen Manancourt und Peronne haben die Truppen der Generale von Kathen und von Gontard den Uebergang über den Tortille-Wfchnitt erzwungen und stehen auf dem Kampffelde dcr Sommesckflachl im Gefecht um Bouchavesnes. Peronne fiel. Andere Divisionen drangen südwestlich davon vis an die Somme vor. Schon am Abend des 22. März erstürntte die scharf nachdrängende Armee des Generals v. Hutirr die 3. feindliche Stellung, durchbrach sie und zwang den Gegner zum Rückzüge. In rastlosem Folgen haben die Korps der Generale tarn Lüttwitz und von Octinger die Somme erreicht. Ham fiel nach erbittertem Kampf in die Hände unserer siegreichen Truppen. Englische Reserven, die sich in vcrzweifcltem Angriff ilmen entgegemvarfen. verbluteten. Die Korps der Gene'- rale t-on Webern und von Conla und die Truppen des Generals von Gay! haben nach heißem Kampf den Crozat Kanal überschritten. Sic warfen eiligst von Südwester! zum Gegen- zmgrisr herangestchrte kranLöjiichL. englische mid americ kanische Regimenter auf Chauny und ln südweslluher RuV tung zurück. Trrwpen aller deutschen Stämme haben zur Erringung dieses g wattigen Erfolges ihr Bestes herg:geben. Dcr Angriffsgeist der Infanterie war durch nichts zu übertreffen. Sie hat gezeigt, was deutsche Tapferkeit vermag. Leichte, sckuvcre und schwerste Artillerie und Minenwerfer. rastlos Vorworts drängend über das Trichterfeld, trugen wesentlich dazu bei. den Angriff unserer nach vorn drängenden Infanterie im Flust zu halten. Flammenwerfer taten das Ihre. Die Pioniere ze.gten sich im Kampfe und bei ihrer Arbeit in alter Höhe. Flieger und Ballone brachten der Fühlung wertvolle Meldungen, und sieggewohnte Jagd- und Schlacht- staffcln behaupteten in harten Kämpfen die Herrschaft in der Luft und griffen zurückflutende feindliche Kolonnen an. Kraft- wagentruppen. Kvtonn n und Trains arbeiteten rastlos. Die Verkehrspnnkte im Rücken des Gegners waren das Ziel un- serer Nacht für Nacht tättgen VonüiengesckMader. Die Deute ist auf über 3V000 Gefangene und 600 Geschütze gestiegen. * An vielen Stellen der übrig n Westfront dauerten Artil- leriekäulpfe und Crkundungsgefechte an. Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts NeneS. Der Chef des Generalstabes. Ludendorff. * Die Abendberichte. Berlin. 23. März, abends. (WTB. Amtlich.) Der erste Teil der Großen Schlacht in Frankreich ist beendet. Wir haben die Sch l acht bei Mon chy— Cambrai —St. Quentin —La Före gewonnen. Ein erheblicher Teil des englischen Heeres ist geschlagen. Wir kämpfen etwa in der Linie nordöstlich von Da-' paume —Peronne —Ham. Berlin. 24. März, abends. (WTB. Amtlich.) Gewaltiges Ringen um Bapanme. Kampf in der Linie Le Transloy—Comdles—MaurepaS. Zwischen Peronne und Ham ist die Somme an vielen Stetteil im Angriff überschritten. Zwischen Somme rmd»Oi,e sind unsere Korps kämpfend im Vordringen. C ha u n y ist genommen. Die Beute an Kriegsmaterial ist gewaltig. Die Engländer verbrennen auf ihrem Rückzug französische Orte und Städte. . Mit weittragenden Geschützen beschossen wirdieFestungPariS. Die Ri'esenschlacht zwischen Sccrrpe und Oise ist für uns gewmrn-en! Das ist auch bei den -ungeheuren Dimensionen dieses Weltkrieges ein wuchtiges Wort! Wir haben uns an den Gedanken gewöhnt, daß die letzte Entscheidung im Stellungskrieg des Westens nur durch einen Front-Durchbruch vollzogen werden könne, und bei Schlachten im gewöhnlichen Sinne, die dieses Ziel nicht erregen, denken wir in der Regel nur mit Grauen an das entsetzliche Massenster- ben, an die qualvolle Langwierigkeit dieses Krieges. Aber diese gewonnene Schlacht bei Monck)y-Cambeai-Sl. Quentin- La Mre geht doch über das bisher Erlebte getvaltia hinaus. Wir sehen die Front der englischen.Heere auf 80 Kilometer erschüttert und zerrüttet, und indem an einzelnen Stellen schon die dritten Stellungs-Linien des Feindes geworfen und durchbrochen wurden, sirid wir auf diesen 80 Kilometern bereits etwa 30 Kilometer vorangekommen! Es sind bis gestern 30000 Gefangene und 600 Geschütze gezählt worden, aber diese Ziffern werden nach dem Wortlaut dcr neuesten Berichte weiter anwachsen, und besonders das eroberte Material ist, wie es in den Meldungen heißt, noch ganz und gar unübersehbar. Es ist eine Niesenschlacht gewonnen, die den Gegner aufs empfindlichste schwächen wird, und wie die in halbamtlichen deutschen Darstellungen verbreiteten Vergleiche mit früheren Offensivstößen ergeben, wird der Ausgang dieses Ringens keinesfalls in der bloßen Tatsache sich erschöpfen, daß unser Vorstoß schließlich abgeriegelt wird. Das Ungeheure hat sich in kaum drei Tagen abgespielt, und bie Nachwirkung der gewonnenen Schlacht wird sich erst rroch zeigen. Sie hat die große Ueberlegenheit unserer Führer und Kämpfer über den Gegner erwiesen, und es ist nock> keinerlei Anzeichen dafür vorhanden, daß die Engländer mit Hilfe ihrer Freunde das deutsche Vorgehen einzudämmen im Begriffe stehim. Im Gegenteil, französisch-amerikanische Hils's- truppen sind bereits geschlagen worden! Unsere Heere stehen auf vorgerückten, neuen, ausgedehnten Kampfiinicn einem erschütterten Feinde ge^-fenüber und unsere Soldaten siegesbewußt, in gehobenem Angriffsgeist — die Gegner verwirrt, in Unordnung und Rückzug, den Durchbruch und den Bewegungskrieg fürchtend. Die Aussicht dieses Bewegungskrieges ist vorhairden! Der Berner „Bund" schrieb vor einiger Zeit: „Eine in der Linie Arras-Bapaume-Peronne-Chaulnes angesetzte deutsche Offensive „hätte Albert und Amiens zum Ziel, roo die großen Stapel errichtet sind, deren Verlust die Engländer in Gefahr brächte, den Materialkrieg zu verlieren, auf den il-re Armeeii eingeschworen sind. Bricht eine bcnrtsche Offensive Ävischen Searpe und Oise auf Amiens durch, so zerreißt sie die englisch-französische Frorct an der Nahtstelle mrd bedroht das unter dein sttategischen Schich der EnglMider stcheilde Pari s". Nun, weittragende deutsche Geschütze haben, etwa 100 Kilometer vor der französischen Hauptstadt stellend, dieser bereits die drohende Gefahr lebhaft vor die Seele gerückt. Wir kennen Lindenüurgs Plan nicht, willen nicht, pb er aut dem will. Es wäre denkbar, daß er nach der Erschütterung deS vom Berner „Bunde" angedeuteten Wege zum Ziele kommen englischen Heeres ganz überraschend nod) an einer anderen Stelle zum Durchstoße ansetzt. Wir warten mit Vertrauen und feiern mit dem Kaiser, der die siegreichen Tage mit allen Zeichen weittragender Erfolge bekleidet hat, das bisher Errungene! Soll doch auch Hindenburg selbst, nach einer Mitteilung eines Berichterstatters, nach dem ersten Angriffstag schon geäußert haben: „Es geht alles, wie es gehen soll, ich bin zufrieden." Das Erhebende an den jetzigen Vorgängen ist, daß unsere militärische Führung des endlichen Sieges so sicher ist! j Wir stehen vor neuen Tagen schwerster Spanrrung. Unsere Feinde beurteilen, so weit es sich bis jetzt übersehen ' läßt, die deutsche Offensive mit den vieldeutigsten Vermu-. tungen. Ein englisches Blatt meint, es sei der Ausfluß der Verzweiflung, daß Hindenburg so znschlüge, wir könnten nicht mehr länger durchhalten und müßten das Letzte versuchen. Ein anderer Engländer hat die gegenteilige, ettoas schmeichelhaftere Ueberzeugung, unsere Oberste Heeresleitung wolle nur die letzte englische Novemberoffensive wettmacheu und das alte, vom deutschen Heer preisgegebene Gelände zur Herstellung des deutschen Prestiges wieder besetzen. LeereS Gerede, beides! Wir wissen und ahnen, daß in diesem Frühjahr die große Harrptentscheidung im Anzuge ist! r ■ . « lArsrrnmo ammm- -> ■- Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien, 23. März. (WTB.) Amtlick) wird verlantvartt Im Westen wurde ein großer Erfolg errungc«. An den übrigen Fronten nichts Neues. Der Chef des Generalstodes. W i e n, 24. März. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Der Erfolg im Westen reift weiter aus. Zm Osten und in Vcnetten nichts Neues. Der Chef des GeneralstadeS. ver Sieg im weste«. Berlin. 23. März. (WTB.) lieber 4 t»m erst« «stÄgreiHnß Großkam vftag der deutscherr Offensive gegen die englische Front ist zu berichten: Der Nachthimmel rötet sich stammerch von dem MündungS- feuer tausender' deutscher Geschütze. Der Engländer antwortet nur ffchnmch. Gaswolken die sich auf seine Batterien senken, tun ihre Schuldigkeit. Um 8 Uhr 40 fallen die Minenwerfer ein. Eine Stunde später begimrt der Sturm. Die Stimmung ist wildenk- dchlossen. Die Infanterie tritt an; überall kommt sie gut mrs den. Gräben. Die ersten Wellen haben karim Verluste. Um U Uhr ist die Linie Hargicontt—Pvntru erreicht. Die Lust ist dick von Nebel, untermischt mit GesclZotzgeruch und Gasschwaden. Die englische Abwehr verstärkt sich: Gegenangriffe wettxm mrgesctzt. Tanks koin-t men herangerassclt. Man sieht stellenweise keine zehn Sä>ritt nx'it, aber der deutsche Angriff geht weiter. Die englisä)en Artillerio- Schutzstellungen werdär an zahlreichen Stellen überschritten. Zm Rlnissoy-Walde werden allein vier Batterien gerwmmen. Gegen Mittag weicht dcr Nebel. Die Luft schtvirrt von Fliegerir Die ersten englischen Gefangenen kommen nach rückwärts, erst kleine Trupps, dann immer mehr. Bleich erschöpft, gebwäZen berichten sie: daS deutsche Trommelfeuer hat verheerend gewirkt. Die Gräben sinh voll Toter. In den Arülleriestellungetr liegt die Bedienung vergast über den Geschützen. Die Engländer haben den Angriff an dieser Stelle nicht erwartet, zum mindesten rechneten sic auf einen späteren Zeftpunkt. Die Ueberrasäping ist vollkommen gelungen. Berlin, 24. März. (WTB.) Tie Ent s che idung in der Schlacht Monftch—Cambrai—St. Quentin—La ge re wurde'durch dos rasche Ueberrennetl der dritten Lttellung her>^ beigcfübrt. Südlich Bernes l-atten die Engländer am 22. Diär) ebeti erst weder ans» gel«ut haben, zerstörte der Engländer vor keinem Abzrlg 'i’ilvt ^er Tlbzug ging überhastet vor sich Reiche Beute blieb allent^ l)lrlben zurück, dludonwblle mit englischer Stälen jagten krrrz vonn ANgrifi dcr Tautschalr ans der Stadt. Znnschm den zurück rveickienden Kvnrpagmen falnen Tanks, die kaum neue ?ürgr-iff« inelfr n»agcn. Deutsche Sch l a ch t st a f f e l n begleiten den Rück» zrig. Ihre Bomixm und Maschnirengeroehre säterr Dvd rrird Ver> roirren. Tie englischen Flieger nahmen keinen Kampf an und bogen ab, sobald sie ^ie derttsthen Imrdstchrer sichteten. Berlin, 23. März. (DTB^ Das „Mi7itä>-Nwche7rbl»rtt* meldet bie Besörlxwung dcS Geiteruls der Jnjantcric v^ Bühy Lmu Eenevalodcrften, Die größte englische Niederlage in der britischen Geschichte. _ Berlin, 24. März. (W.B.) Auf dem Schlachtftlde zwischen a r pc und Oise erlitt innerhalb.dreier Tage, vom 21. bis 2 ö. amiy, das englische Heer die größte Niederlage V * 1 [ c , Tl Geschickt e. Die ungeheure SckMelligkeit und E«lcht des deutschen Angriffs warf den mächtigen, sich tapfer wehreuden Feind ans allen seinen mit aller Technik sorgsam aus- gebauten starken Stellungen. _ Damit ifl die erste Pfafc des- großen Angriffs abgeschloffen. Wv M. der hartnäckige Gegner zu falten versuchte, nnitfa er durch Aufvollen seiner Flanken, zum Teil vom Rücken her, zum eiligen ^vrng mmnjgm. Uebcrckll sah ‘man deutlich, mit welcher Eile die Gnglmwer in letzter Zeit an ihren rückivärttgen Stellungen gearber-- o rt hatten Kurz vor der Offensive standen allein in der vordersten .lrvas und La Fere rund 28 englische Divisionen, ohne Berücksichtigung der Reserven. In dem durch die vorjährige deutsche Fronwerkürz-nng histo- rffch getvoweinm Gelände werden die gesckstagenen Teile zweier 'Mischer Armeen u n a u f ha l t sa m na ch W e sten ge dr a ng t. ^hve Ruazugsstratzen liegen unter dem schweren Feuer unserer Fe r n va 1 t e r i c n , denen es durch Dermeusclsti :er eingebüßt. Unübersehbar ist das von den geschlagenen Armeen ver- £$- r ene Kriegsmaterial. Die englischen Verbände sind zer- vmen und durckeirmndergeworsen. Bei den maffiertat, mit großem Vchnen. ausgeführten Gegenstößen, bei denen .sich bereits eiligst von anfarcn lackst ftlfarn berfargernsenc Franzosen und beteiligen mußten, hatten sie fascmders schwere ^nnüe. Die amerckamsfa und fvanzösisfa HM kam zu spät. »Jyrc ITruPfan Tcurbai mit in die englische Niederlage hinein gerissen. o tgicnen SSfa: lütte Jmb nach wie vor gering geblieoen. Ungezählt sind die ftanzcki scheu Orte irnd Städte, die von den sieg- retsfan Trnrfau genommen wurden.' Schon am Mittag des 23. *!?ar unsere unaufhaltsam vorstürmende Infanterie an den nreriben (LTtellen über 20 Km., gegen Abend desselben Tages über •A) Km. ü t> t g cbr u tt 5 cn Was die monatelangen Kämpfe an der Atsne und m Flandern trotz vielfacher Ueberlegenfait an Material und Sttakräften nie erzwingen formten, pollbrachten hier Teile des fairts^ren Heeres in knapp drei Tagen. Der ungebvocheuel Angriffsgept der deutschen Truppen, der seit 3 l / s Jahren an allen erwuten gegen eine Welt von Feinden siegreich war, hat hier aufs neue öeii hartnäckigsten Feürd Deutschlands geschlagen. Französischer Abenbbericht vom 23 .März. .^^taueise heftige Artiilerietätigkeit südlich der Oise, in der von Reims und in Lothringen. Zwischen Harracourt um» den Vogesen, im Oberelsaß, scheiterte ein feindlicher Handstreich aus den Ln.rtzlacher Wald in unserem Feuer. In der Zeit vom 11. bis zum 20. März wurden 2 6 Flugzeuge und ein de u t s ch c r F e s s e l b a l l o n von unseren Fliegern abgerchosten. Außerdem wurden 19 feindliche Flugzeuge ernst- N g^poTfeTt und fieSat in ihren Linien nieder. Im Laufe des f~ .Marz imrtfan drei dctcksfa Flugzeuge im Lnttkamps o5ge- schonen oder schwer beschädigt. In der Nacht zum 23 Mär; warfen uwere Bombenflugzeuge 16 01 t, Kilogramm Geschosse aus An- lagen, Unterkürrste und Babuhüft in der feindlichen Zone, wo' schwere Schaden scstgestelll wurden. Englischer Heeresbericht vom 23. März, abends, rv ^ht mit der größten Heftigkeit an der gesamten ^-ront südlich der ^carpe weiter. Südlich und westlich von Qu ent i n haben unsere Truppen ihre neuen Stellnn- gen bezogen und sind in schwere Kämpfe mit dem Feinde verwickelt. Im Ltcmfo der Nackst wurden starke feindliche Angriffe ln der Gegend von Jussy mrt großen Verlusten für den Feind ad- gewaesen nördlichen Teile der Schlachtsront wurden die feind- »chen Angriffe mat äußerster EnffHossenheit und ohne Rücksicht icrus Verluste vorgetriefan. Unsere Truppen hielten ihre Stcllurt- ven «n dem größeren Teile dieser Frorrt nach einem langen, wilden Ringen. Große Tapferkeit wurde von den in die Kämpfe in diesem Gebiet ryld Wetter südlich verwickelten Truppen an den Tag tzmegt &,iel9. und die 9. Division zeichneten sich durch die Tapstr- fnt Threr Verteidigung aus. Allein in einem Abschnitt wurden sechs fomWfa Angriffe, an deren zweien deutsche .Kavallerie teil die näheren Umstände und Ergebnisse des Angriffes bekanntgeben. — Der Präsident der Republik und der Ministerpräsident begaben sich heute morgen an versfaefane Punkte, an denen Bomben eingeschlagen sind. Sie besucksten auch Kinder einer im Keller untere gebrachten Schule und wurden von ihnen mit der klingenden Rkarseillese empfangen. Der Alarm war um! 3,20 nachm, beendet. Des Kaisers Befehl zum Flaggen. Berlin, 24. März. (MTB. Amtlich.) Ter Kaiser hat befohlen, daß, am.25. März anläßlich des Sieges in der Schlacht ber Monchy—Cambrai—St. Quentin—La Före zu flaggen utld Viktoria zu schießerr ist. . e r I i it, 24. Marz. (Amtlich.) Se. Maj. der Kaiser haben befohlen, daß am 25. März anläßlich des Sieges in der Schlacht fau Mo 7 lch,y—Cambrai—St. Quentin—la Fere der Unterricht in den Schulen der Monarchie aus fallen soll. Falls Air- orduung für den 25. März nicht angängig, daTrn für den 26. März. Der Kaiser an die Kaiserin. Berlin, 23. März. (WTB. Amllich) Ihre Majestät die Kaiserin erhielt folgendes Telegramm: Freue Mich, Dir melden Ml können, daß durch Gottes Gnade die Sck)lacht bei Monchv—Cambrai—St. Quentin—La Fere gewonnen ist. Der Herr hat herrlich geholfen. Er wolle weiter helferr. Kaiserliche Ehrung der siegreichen Heerführer. ^ Großes Hauptquartier, 24. März. (WTB. Amtlich.) vJl. der Kaiser überreichte faute in der Befehlsstelle der Obersten Heeresleitung auf dem Kriegsschauplatz dem Geireral- leldmarschall v. Hindenburg das Eiserne Krmz mit goldenen «Ltvahlen^ 7 ind dem Ersten Gerl oral a mvti er m ei ster General der pnfairterie Lndendorfs das G'.oßkreTiz des Eisernen Kreuzes, ^son den Abteilurrgscheis der Obersten Heer^foitung erlstetten General v. Barttenwerffer den Roten Wlerardeu 2. Klasse mit ErcheTllmlb und Sckiwerckern, Oberst v. Merz den Orden Pour fo mönte, Oberstleutnant W e tz e l l ein S^ndbild Seiner Majestät, Oberltleutnant B-auer das Eick-enlaub zum Orden Pour le meinte, dre übrigen Abteilungschess das Bilo Seiner dNajestät mit Unter- rchrlff U7ld Datirm der Schlackxtt-age vom 21.—23. März. Das Eiserne Kreuz mit goldenen Strahlen i stdie höchste Auszeichnung des Eisernen Kreuzes. Sie warde bisher nur einmal, rnld zwar dem Für,den Blücher bei Belle-Atliance, verliehe:!. General Äldendorfs ist der sumste Inhaber des Großkreuzes dos Msernen Kreuzes. Diese Auszeichnung trägt außer ihm Seine Maiestät der Kaiser und die GeTreralseldmarschälle v. Hindenburg. Prinz Leopold von Bayern und v. Mackensen. Die Wirkung der deutschen Artillerie. Rotterdam, 24. Marz. (WTB.) Der „Times" wird aus dem englischen Hauptguartier geirveldet: Das Artillerieffeuer, das am Freitag um V 26 Uhr nwrgens auf der ganzen Front beMiru. war äußerst heftig. Auf entern großen Ivontteil hatten die Teutsck-en ihre Geschütze tu einem duvckjfchchtlickZem Abstand von. zehn bis vierzehn Aieter ^ußerdmn eine bedeutende A-nzahl Laufgrabcnmörser ausgestellt 'vi il w-itu yitr ll cii utuiiurc jnujaitene ceu- WJJ, Don enter unserer Jnsonteriebrigaden abgeschlagen. Tie Xembiiüf Ui Angrtße dauern mit großer Heftigkeit fort. Ter größte Druck des Feindes richtet sich gegen die verwüsteten Gebtete, durch dte die Deutschen sich :iach der Sommeschlackst Auruckzogen. Weder chve taktisck>en noch ihre territorialen Gewinne qrößcvem Werte fein. Es erscheint als wahrschc-iiv. Nchtte Mognmkett, oaß mehr auf äußeren Schein bereck-nete Gründe, totjfyx m Die Lage ver,atzen, zu fahanpten, daß er den fri'cheren SSerlust wieder eingebvachr hat, von größerem Gewicht sind, als erne beMmmte strategische Absicht. Die Nachrichten, die aus den Fe^ 77 wtrveln tu den unzusammcnhangcrlden Grabenstücken ein- treffen, la,,en sich rrur sehr schwer miteinander verbinden und geben noch kern klares Bild der La.ge. Um 10.50 morgens rückte der ^oInd in großen Ma,sen zn beiden Seiten nördlich und Muh von St. Leger vor. Um 11.35 vormittags wurden dichte Kolonnen, die von LagnicouT-t gegen die Straße Bapaume—Lagni- court herab durch Baulx—Vrancourt marschierten, gemeldet. Heute nachmitttag wurden drei Kavallerieabteilungen mff dem Marsch- vus den Strotzen Ham—Notignv :md Ham—St. Quentin bemerkt. Es verlautet, dal; dre temMicfa Infanterie den So m me -Kanal üb er sch ritten (habe, Wmn diese letzteren Nachrichten zu- rreffen, fat cß bot An,chein, daß die Deutschen versuchen, eine Drehbewegung zu vollsuhren mit Ham als Angelpunkt. Inzwischen ^echt das Vetter prächtig. Das schreckliche Gemetzel der feindlichen Waffen aus ver Erbe ünd in der Luft dauert weiter an. * Die Beschiehuung der französischen Front. G e n f, 25. März. Französische Blätter melden von der prtmt, daß das feindliche Artilleriefeuer jetzt die ganze französische Front aufwühle. Die Militärbehörden haben Befehl gegeben, soweit noch möglich, die Zivil- bevo-llermrg aus Berdutt fortzubringen. Die feindliche Ar- ttllerre arbeitet mit solcher Stärke, daß die ersten Linien in dichtem gelb-schwarzem Danrpf liegen, was die Maßnahmen Luhersst chffchwert . Die Beschießung von Paris. JP, av i?' ^ Mär^. (WTB.) Die Agence Havas meldet amtlich: Seit acht Uhr nrorgens beschoß der Feind Parts viertelstündlich aus einem weittragenden Geschütz. 240 Granaten trafen die Hauptstadt und ihr Weichbild. Etwa zehn Personen wurden getötet und fünfzehn verwundet. Maßnahmen Lur Bekärnpfung des Geschützes sind im Gange. Paris 23. März. (WTB.) Meldung der Agence Havas. Nach den letzter! Meldungen hat das weittragende Geschütz, das Paris beschossen hat, aus einer Entfernung von 120 Kilometern gefeuert. Es war etwa 12 Wmneter von der französischen Front aufgestellt. Der Fliegerangriff aus Paris. Paris, 24. Mär^. (Havas.) Eine amtliche Mittnffung besagt' Um 8,20 Uhr nwrgens gelang es einigen feindlichen Flugzeugen, die m sehr gwßer Höfa flogen, die Linien zu überfliegen und Paris anzu greifen. Sie wurden sofort in die Flucht gesckstagen und zwar sowohl von Fliegern des Standottes als auch von FronMegern. An mehreren Punkten wurden Bomben abgen»««i, ck HSRX&. Opfer forderten,. Mn spaterer Bericht ivird S,xz Be,ch?eßrmg unserer vordersten Stdllungeu gi'hött wahrsch?in- l'ch m der 'heftigsten Bescksteßimg, die in diesem .Krieg vor- gelammen ist, und auch die Diese, über die das Granatfeuer sich eriteeckte, war ganz ohne Borbckd. Es standen nickst nur die ersten Laufgräben und die Reservelinfon Imter Feuer, sondern es wurde auch das ganz dahinter liegende Gebiet, well entfornte Städte uttd Dörfer und^das 'freie Land besckmssen, auch auf Entfernungen, r durchs ^.ff ickllseuergesckü^e tau großem Kaliber erreichbar ffnD. Es handelt sich n>.rh-rsckumltch um die größte bisher da gewesene An hänfnng von Artillerie. In einer Ueber^ickst über die Lage schreibt der „Nieuwe Rotter- damsche Courant^: Die Fortschritte, die die Deutschen letzt ut zwei Dagen gemackst haben, ftnjd ebenso groß, wie die woaxtmum-^orffchritte der Mliierten in der ganzen monatelangen Ossenftve an der Somme chnd sind größer als die. die die Eng- lander m threr großen Ypern-Offensive im vorigen Jahr erzielt faben. Dzenn es den Deuhchien gelingt, noch ungefähr vier Tage tfaen Bormarch tit dfaent Tempo fortzusetzen, würde man sich der unerhörten Tatsache eines Durchbruchs durch die Front gvgen- ubertehm. Vergleiche mit früheren Offensiven Im Westen. derlin, 24. März. Der große Sieg im Westen über die Eng- ^ al erz^lt, wie [te in der Gesclstchte dieses Krieges seit Beginn des Stellunaskampfes von der Entente niemals auch nur im enffernteften aus dem westlichen Kriegsschauplatz erveicht N^rrden. Die Offensive der Engländer bei Arras im April 1916 hatte eine Breite von 20 Kllometer. Der anglo-ftänkiscfa Angriff an der Somme im Juli 1916 hatte die doppelte Ausdehnung Die Franzosen griffen an der Aisne 1917 in 40 Kilometer Breite an. Die Angriffsabschnitte der rnmtatelangen englischen Gcnxlltkämpfe in Flandern siberschrttten niemals den Raum von 30 Kilometer. Die Beute all d'.eser Ententeschlachten betrug in den ersten Tagen mir ein emsiges Mal als Höchstsnmme 10 000 Gefangene. Wäfa rend der ersten Tage dieser Arrgriffe gelangten iveder Engländer noch Franzosen weiter als bis zum äußersten Rand des Trichtergeländes der deutschen vorderen Stellungen. Lediglich bei Cambrai taten bie Engländer einen bald in eine Niederlage verwandelten Angrinsersolg von 7 Kilometer Tiefe. Die vtermorratigen Ueber matertalschlachren in Flandern, in der mehr als 93 brtttsck^ Divt- Junten kämpffen^ und eineinhalb Mlllionen der besten englisckMt Trupfar: eingebüßt wurden, brachten dem Engländer einen Strei- - ^lometer Bwlle ein. der nur an wenigen Stellen -eme Tteje txm über 6 Kilometer erreichte. Der gesamte Gllände- Mwinn der fast einhalbjährigen britischer! Kampfe betrug doch nur IlX) Quadratkilometer. An den Offensiven der vielfach überlegenen Feirtde erkennt man erst recht die große Bedeutung deck deutichen Sieges in der dreitägigen Schlackst im Westen, die m der kurzen Zeit einen Geländegeioinn von rund 2000 Quadratkilometer erbrachte. 2luf S. dem Weg nach Amiens? Rotterbarm 25. Mcfaz. Dem „N. Rott. Cour." zufolge erfahrt der „Weckly Dispatch" von gutunterrtchteter Seide, daß ^ t e t l tü b e r d c e deutsche Offensive ernst ist und daß dce nrchtamlltchen Berichte nicht die rickstigen Eindrücke von seiner ^deutung geben. Der seurdlichc Plan, sagt das Blatt, hat zum Zivcck, bni vorspringenden Winkel bei Ccunbrai einzndrücken wie bet St. Quentin dis Somme tmb den Weg nach Amiens ui ? n von St. Quenttn und südlich der Stadt ist »der Vorstoß am bedeutendsten tmd hat eine Tiefe von acht Meile-.i erreicht. Der Keil, den er in unsere Linie getrieoe:! hat, » flfcbi chmal und für den Feind selbst sehr gefährlich. Der Ztzanal der lner einen scharfen Bogen beschreibt, bildet eine auZge;eickmet? -tefensivstellung. W unterliegt keinem Zweifel, ^aß wir in lana- atldauernoe Kämpft verivickelt sind. Es wird jedoch noch einige Tage dauern, ehe der feindlichL Stnrmlaus auch nur ziemlich etngedämmt wird, .und ^roch länger, ^fa wir eine Gegenojfem'itle unternehmen können. l Die „TempS" über die Notwendigkeit japanischer Hilse. T.) Der „Temps" schreibt: Wäre Wilson heute mitlechenLer Zeuge des B a r i s e r B 0 m b a r d e m e n t s geweseil, würden seine letzten Beden^n gegen die von Japan tfo* Mnschte einwandfreie Ermächtigung der Vereinigten Staaten in Rußland ftete Hand zn erlangen, sollen. Nichts läßt uns Japan s Hilfe dringender erscheinen. * Die größte militärische Kundgebung seit Beginn des Krieges. . . Bern, März Vetit Parisien" nreldet mcS Was- g ton: Mllitaristfa Kvetft äußern sich über die Tragiveite der deutfckien Offenswe skepttftl^ geben jedoch zn. daß es sick» um di.- " r ö ß t e militärische K n n b g e b u n 0 seit Beginn b e a r le^eg fanbeft Man glaubt übrigens, daß es sich mnl, nickt 11 m ben entscheidenden großen Stoß handelt, da das Kriegsnrin- n«erium der Bereinigten Staaten bekanntge-geoen hatte, der Plan hi wahrsck^inlich aufge hoben worden. 5\n autortsia rta ÄcaJai hebt man -wox herpor, daß diL klänmgen des Krieg sdepartemenls öfters verworren ^eien. Tie Ereignisse müßten mit Ohifa -abgewartet werden. Tie Miierteü würden den Stoß abfangen. Eine andere Nkeldung besagt, daß das Publikunl die ZeitungSbuvoaus belagert, und daß um die Zeitungen, die in Sonderausgaben erscheinen, regelrechte Schläse- men statt sind«!. Die Stimmung in Holland. Amsterdarn, 25. März. AuS Holland heißt es in verschiedenen Blättern: Seit denr englisch-arnerikanischen Wer die Ereigniffe, worauf id? hmgennesm habe, bewft'en, daß wir zu perfanfalln versu-chten. wo eme wesentliche Grundlage für eine Berein-- varnng fehlte, nämlich das Vorhandensein eines freien Willens, selbst wenn das Wfommen geschlossen wor- ^ die Macht zu unabhängigam Handeln, die allein l ie lKnn könnte. Ich .sage dies nickst zur Kritik der holländiffan .Regierung. Ich habe tiefe Sympathie für sie in ihrer fostmerigen Lage unter der Tuohimg eiruw Mlllärrnackst me in leder Wüse ihre Nickifackstung fas weck>ftlseitigen Rechts fack, Aber da dieser Zrvairg tatsäckstch besftcht, bta't uns Ulfas übrig als das, was wir sonst sicher durch ein ^kommen- erreiche hatten, dnrckij dir Anwendung unseres unbestreitbaren Souverän! tätsEs zu erreichen. Es^ sind daher Sckxritte getan, um den im Bereich rmierer^ Rackstsgewalt lie^fcnfan hollündisfan chfffsraum m unseren Dienst -zn nehmen. Dieses Verfallen unsererseits und ein gleiches Verfahren seitens far Regierung unserer (rftuionen laßt Holland im Besitze eines reichliche Sckstff.<, LMshlr semen eigenen und kot,miialen Handel. -Es kann U,K . G-tr-Le 5u h°l^ ^ M Schiffe wefal reichkich mit fcffnt B tää?E^-^lcht bL^^M^,"^^tbaren Q^n^t ^.klart, bleibt fas Mrasenschwulsdes und aller Um- ein — nackter Staub? Tie tiefe Svml«tbi^^ v'tLgeipwch-n ,mcü. lLgt"jmu i^ljuiL Der Seekrieg. Neue U-Voot-Erfolge. Berlin, 23. März (WTV. Amtlich.) Im westlichen Mittelmeer versenkten deutsche und österreichisch-ungarische Unterseeboote fünf wertvolle gesicherte Dampfer von Kw- scmrmen cüva 24 000 Bruttoregistertonnen. Unter den versenkten Schiffen war ein Dampfer mit Schmierölladung nach Malta bestimmt, ein Tankdampfer mit Heizölladung, der nach dem Torpedotreffer schwer beschädigt mit Schlepperhilfe Malta zu erreichen versuchte, sank, bevor er den Hafen erreichte. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Berlin, 24. März. Neue U-Bootserfolge auf hem nördlichen Kriegsschauplatz: 18000 B.-R.-T. Unter den versenkten Ähisseu waren zwei Dampfer von je 5000B.-R.-T.. Namentlich festgestellt wurde der englische Dampfer Baygiten VIII (3073 B.-R.-T.), der im Aermel- kanal versenkt wurde. Aus dem Ueiche. Berlin, 23. März. Bekanntmachung. Zur Verhütung sonst unvermeidlicher Störungen und Stockungen des gesamten Feldpostverkehrs wurde im Einvernehmen mit der Heeresverwaltung die Annahme nichtamtlicher Feldpostbriefe über 50 Gramm (Päckchen) an Truppenangehörige der West armeen von sogleich ab bis auf weiteres eingestellt. Hiernach imzulässige Sendungen werden den Absendern zurückgegeben. Der Staatssekretär des Neichspostamts. Au» StaSt und Lnnv. Gießen, den 25. März 1918. Parolewvrt und Feldgeschrei Ist l^ute: „Zeichnet Kriegsanleih'!' ** Osterverkehr 1918. Auf die Bekanntmachung der Eisenbahudirektion in heutiger Nummer sei besonders verwiesen. ** Diebstahl. Gestern wurde in hiesiger Stadt ein junger Mensch sestgenommen, der in der Garderobe des Stadttheaters, insbesondere im 2. Rang, fortgesetzt Diebstähle ausgesührt hat. In seinem Besitz wurden 1 Paar rotbraune Lederhandschuhe, 1 weißes Taschentuch, gez. H., 1 weißes Taschentuch ohne Zeichen, LDamenpvrlemonnaies, l Herren- portemormaie und 2 Papiergeldtascheu vorgeftruden, die offenbar auch gestohlen sind. Die Eigentümer und etwa sonstige noch Bestohlene werden ersucht, sich bei der hiesigen Kriminalpolizei zu melden. ** B u n t e r K ü u st l e r - A b e n d. Am Samstag abend fand im großen Saale des Hotels „Fürstenhof" der zweite Bunte Künstler-Abend statt, veranstaltet von der Wirtschaftlichen Vereinigung Kriegsbeschädigter, Gießen. Frl. Faßbender erfreute abermals als Koloratursängerin durch die Leichtigkeit, mit der sie der schwierigsten Passagen Herr wurde. Das Organ, das in tieferen Lagen etwas bedeckt klingt, entwickelt sich in der Höhe zu strahlender Klarheit. Die Arie aus „£afmc" war eine Achtung gebietende Leistung. Herr Bauer mann (Bariton) vom Opernhaus in Frankfurt a. M. brachte mit selten schöner, weü!>er, wohltuender Baritonstimme den Prolog aus Bajazzo, die Arie des Bombardon aus „Das goldene Kreuz" sowie verschiedene heitere Lieder- zu Gehör und erntete -stürmischen Beifall. Frl. Gretel G>odlewski tanzte recht anmuckig Chopin und Strauß, und Hern Grüning vom Neuen Theater- Frankfurt a. M. sorgte geschickt dafL, daß auch der Humor auf seine Rechnung kam. Alles in «allem ein tvohlgelun- gener Abend. ** Marine-Festspiele im Fürstenhof. Jn- technischer Schwierigkeiten, welche erst gegen abend ve- .oben werden konnten, mußte die gestrige Nachmittags-Vorstellung ausfallen. Abends nach 8 Uhr ging der Film „U 35 in Szene. Heute und morgen, nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr, gelaugt der Film wieder zur Vorführung. Siehe Anzeige. .. ** Erhöhung von Nebengebübren. Die Tariferhöhung bei den Eisenbahnen am 1. April erstreckt sich auch aus estrige Nebengebühren. So wird die Schutzwagen- gebühr und die ermäßigte Deckenfracht für Privatwagendecken wegen der gestiegenen Selbstkosten erhöht. Die Schn.tz- wagengebühr beträgt dann 20 Pfennig für jeden Schutzwagen und das Tarifkil-ometer mit Einschluß der Verkehrs- steüer. Sie betrug bisher 15 Pseuuig. Die ermäßigte Deckenfracht für Privatwagendecken ohne Ladung beträgt vom 1. April an ebenfalls mit Einschluß der Verkehrssteuer 60 Pfennig. Bisher betrug dieser Satz 30 Pfennig. Der Kriegszuschlag von 15%, der sonst erhoben wird, wrrd aus diese Gebühren nicht angewandt. Kreis Frstdberg. Q. Bad-Nauheim, 23. März. In der Stadtverordne t e n v e r s a m m t u n o mürben solgeirde Beschlüsse gesalzt: Tu Stadt beteiligt sich mit 50 000 Mk. an der achten Kriegscmlnhe. — Dem Vereine vom Riten Kreuz nckrd für KriegsfürforgeMecke ein monatlicher Zuschuß von 2000 $)&f. bewilligt. — Städttsckre Gelder dürfen bis zur Höhe von 100 000 Mk. bei dem hiesigen Spar- und Vorschußverein angelegt werden. — Tie Gebührerl sür die städtische Müll-rbfuhr lverden um 100 Prozent, erhöht. — Tie Stadt tritt dem hiesigen.Landwrrtfchaftlichen Verein als Mit glied bei. — Der Grirndtaris für DroschSensiahrterr wird auf das Doppelte des Friedenspreises sestorlegt. ** Bad-Nauheim, 23. März. Die gemeinschaftliche Generalversammlung des hiesigen Spar- und Vorickmß-Vrreins und der Pseimigsparkasse wurde am vergangenen Mrtkivoch abend rm Sprudel-Hotel al>gehaltin. Die Mitgliedorzrhl beträgt 628. Der Gesamtumsatz beläuft sich auf 51373 989 Mark. (13 271 413 Mark wehr als im vorherg-cslienden Jahre.) Tie Stainmanteile der Mitglieder umfassen 365 844 Mark, der Reservefonds beträgt 370 406 sNark. An Verwaltungskosten wurden 29 268 Mark verausgabt. Der Reingeioinn l^trägt 40 011 Mark. Die Dividende wurde aus 6 °/o festgelegt. Aus dem Geschästsergeb-nis der Pfennigsparkasse entnehmen wir: Die Zahl der Sparer beträgt 260. Die Einlagen. in?l. der Zinsen betragen 1825.45 Mark. Das Guthaben aus 1916 hivz'u. ergibt zusammen 6390,48 Mark.. Die Rück zaUnn gen betrugen 2235,84 Mark; es verbleibt ein Restguthaben tm\ 4154,64 Mark. Ter Reservefonds beträgt 1102,92 Mark. Starkcnburg und Rlwinhr''ssen. D. Z. Da rm sta dt, 25. März. Nach der Befuchs-Uebersicht der Tvchnstdien Hwä)schule für das Winter-Semester 1917/18 waren für diese Zeit bei ter Doch rischen Hochschule 1106 .Studierende linb 96 Gäsve eingeschrieben. Beurlaubt wegen Militärdienstes waren 960 Studiereui^e, mithin hatten Vorlesungen belegt insgesamt 116 Studierende und 96 Äösbe. Diese verteilen sich ans die einzelnen Fächer wie folgt; Arclst'cktnr: 36, Aigenieurwesen.: 15, Maschinenbau 27, Papierrngenicnrwesen: 5, Elektro wckmik: 16, Chemie: 31, All gemeine Abteilung: 16. Unter den Studierenden befanden nch 23 Tainen, unter den Gästen 68 . .Ausländer weist die Besuchs-Heberst cht 30 auf. I.. Tarmstedt, 24. März. Die StMverorchretenverfamm- lung genehmigte die Tariferhöhung der elektrischen Straßenlmhn, die sie in ihrer letzten Sitzmrg an den Ausschrß zurückverwiesen hatte. Sie hat im Ausschuß eine Umgestaltung dahin erfahren, daß die Preise für Stadt- und Vorortsverkehr gleichmäßig erhöht werden, (Ursprünglich sollte der VorortSvcrkehr nur um 25 vom Hundert, der Stadtverkclw um 50 vom Hundert erhöht werden.) Tie Erhöhung der Zeitkarten urrd der Arbeiter karten wird ermäßigt. Aus der Versammlung heraus erfuhr die falsche Wirtfchastspolttck der Heag im Friede,:, die nunmehr so große Abschreibungen nötig mache, eine scharfe Kritik, ebenso die mangelhafte sr^iale Fürsorge für die Angestellten. — Tcm schidenben Intendanten des Hof- il>eaier$, Tr. Eg er, sprach die Versammlung den Dank der Stadt aus sür seine künstlerisck)en Leistungen, ein Vertreter der Arbeiterschaft schloß sich diesem Daick ausdrücklich im Namen der Arbeiter- scl>ast an. «reis Wetzlar. *» SB c 6 ta r , 23. MÄr» Jin btr 2Ui| W^ratäi rutschen Eisrnwerk wurde der RkckMung4ab,/k>luß für lSl? -wv gelegt. Ter am 20. AmU m Frankfurt a. M IMtlftndcndem vau^. Versammlung soll die Verteilung einer 3xwbertf>e twn 10 v. D. (gegen 7 1 /, v. H. im Vorjahre) vorgesckilagen werden. ra. k e ß t a t, 24. Mär,. Der klcmhandelsvrerz sür Spniv- kartosfeln in hiesiger Stadt wurde.nunmehr aus 9 Pfennrg für M» ^ ra. Wrß mar (Kr. Wetzlar), Karl M üdicken wurde das VerdrenstkreuK für Krregshck.se verliehen. vessen-Nassau. -- Frankfurt a. M.. 23. März. Tie ^ 63 Versammlung der Mitteldeutschen Kreditbank, m der 1 ^ 6 SL Sfmr-- men ein Aktieitkapttal von 11 28 j. 6 JO Mk. die Dividende auf 7 Prozent (vn^Vorzahre 6 V 2 ) stlt niw ertrnlde Aufsichtsrat und Vorsdcurd Entlastung. Dre aus scheidenden ^lut- sichtsratsmitglieder wurden wieder gewälK. N^i in den w sichtsrat wählte man Generaldrrektor Georg Ebeling-Han- nover, Bergvat Grübler-Metzlar, Kommerzienrat Schumann-Grube Ilse (Ni ederbuchtzl ,m> Konsul A. Sr ebert-Fmnv. surt a M Tie Satzrorgen wurden dabin abaeärrdert, oatz üev Aufsichtsrat in Zukunft 25 Mitg'üchw (bWvx : 22'. umfaßt. ]r Marburg. 24. März. In der im Furltenhaus abgehab- tcnen Kreistagssitzung wurde der im vorigen Herbite bereits aus- aenommenen Anleihe von einer Million Mark und erner neuen.' Anleihe in gleiä)er Höhe zur Deckimg der Kosten sur dce Unter- stützung der Kriegersamilien die osenehmigung erteilt. Es Ist dES die neunte Anleil-e, die seit jkriegsbeginn zu drefem Zwecke gemacht wurde. Der Monatslxdars beträgt letzt ungefähr 200 000 ML — Ter VoranschlagMdes Kreishaushalts sür das ^ahr 1918 wurde vr Einnahme und Ausgabe mit 5 252 880 Mk. genehmigt. Briefkasten der Nedaktiotr. K. S. B. l. Zur Internierung in der SckMüz snid nur Schwan verwundete und kranke Kriegsgesa,rgene berechttgt. Ern A-ntmg! ist gegebenenfalls beim Zweigverein vom Roten Kreuz, Bezrrks- ausschuß sür vermißte und kr reg s gefangene -^eutsck-e, zu \m\ttL ES schweben bereits seit lvdonateir Verhanbllnuzen zrorichen beides Regierungen, um alle Fmnilienväter mit 3 oder mehr Kruder^, die 18 Monate in Gefange,rsck)ast sind, in oie '»u entlasten und alle Gcsangeneu, die sich länger als 18 Monate in Gefangen--, schaft befinden, in der Schf.vei. zu internieren, doch sttch che ^ser* harMungen noch nickü zum Absa>luß gekommen und Iaht srch auch heute noch nichts Bestimmtes hierüber sagen. Spielplmr der vereinigten Zrantfutter Stadttheater. Opernhaus Ädcmtag 25. März, 7: „Ter Troubadour^. Dienstag 26„ 7t .Das Glöckchen des Eremsteu". Mitttvock) 27.: Gcschlosten. Donnerstag 23., 7: „Tie Zauberslöte". Karfreitag:,Gcschlo,sew Samstag 30., 7: „Fidelro". Sonntag 31., 4: „Parsifal". Schausplelhaur. Montag 25. März, 7: 3. Bassermann-GastsP- ^Der Dienstag 26., 4. u. letztes Bassermanrr-Gastsp. „Egmo nr ^ Mittwoch 27.. 7: „Rosmersholm". 7i>vnnerstag 28., 7: .^phugenE aus Tauris". Karfreitag: Geschlossen. Samstag 30., 7: „Clavrgo * Sonnrag 31., 3: Kl. Preise. „Johannesfeuer". 6 : „^on Carlos ^ Liohtspieihaus Giessen Ab morgen: DasSeschiecM dorSdieime ■ 1 —1 Eine Hochstablergeschiclite ' Kolossalfilm in 5 Akten, sowie Henny Porten in: Die Faust des Riesen r Die olückllche Geburt eines gesunden MÄDELS zeigen hocherfreut an Lehrer Huth und Frau Helene geb. Freiin Röder von Diersburg Gießen, 24. März 1918. J Ausgebildeter Heizer 22410 für Niederdruckdampfheizung aushilfsweise für sofort gesucht Vorstellung werktags zwischen 10 und 12 Uhr vormittags auf der Verwaltung erwünscht. Großh. VeterinärNiniken. ßliiiSbiirsckic kcsullit evtl, nuct) Schuljunge. nt4 Ernst Balier, Mäusburg 11 %m Fahrbmjkhc gesucht 2*240 Grokstväscherei Edelweiß. 3» Ottern wird aus das Kontor einer hies.Zigarren' sabrik ein Lehrling mit guter Schulbildung gesucht. Schriftl. Anacboke unter 2188 an den Giek. An». Landwirt, Witwer, 60 bis 80 Mille Vermögen, sucht ölt. Mädchen ob. Bitmf welche die Landwirtschaft verreck, zur Fiihnma dcS HaustmltS. Schriftl. Angeb. unter 0297 an den Gien. Anz Tüchtiges, gesundes Hausmädchen sür berrschgstlichen HanSbalt von vier er- wachjenen Pcrsoneu per sofort itcfilcht. Rngcb. au Frau Fabrikant Bertha Hitler-Ulrich, Frankfurt a. JH., Park- straire 50. 2234bv BkssereM^lljkll evangelisch, sür kleinen Hau- halt <1 Mädchen 12 Jahre! ivegen Heirat des jetzigen Mädchens niögl. fof. gesucht Frau von Necken fflnlnz 2236 nz Hindenburgstraße 2811. Preisrätsels Ec . 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Drkhslheibei kaust gegen Barzablnna Kail Hknzü, Cafltvirt, Nbarnhoscil i. vbnh. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß unsere innigstgeliebte, unvergeßliche, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante © Frau Anna Kleinhenn Wwe. geb. Vogt in kurz vollendetem 64. Lebensjahre gestern früh 1 Uhr nach langem, mit größter Geduld ertragenem Leiden sanft verschieden ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen: Theodor Kleinhenn Mathilde Kleinhenn Marie Linsenmayer geb. Kleinhenn Else Kleinhenn Adolf Kleinhenn Christ. Linsenmayer Ludwig Kleinhenn Grethel Kleinhenn geb. Blomberg. Gießen (Bahnhofstraße 59), Wetzlar, Herborn, Eltmann a. M., den 25. März 1918. Die Beerdigung findet am* Mittwoch den 27., nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt »»«d m 'Ä- Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Sohn, unseren guten Bruder, Schwager und Onkel Friedrich Theiß nach langem, schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: 0318 Familie Job. Theiß HL Familie Ludw. Theiß. Klein-Linden, 25. März 1918. | Die Beerdigung findet statt Dienstag, 26. März, nachmittags 4 Uhr. Danksagung. Für die vielseitigen Beweise inniger Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. K. Seipel, Gerichtsvollzieher L R. und Kinder. Auf diesem Wege danken wir herzlich für alle Beweise inniger Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Bechtolsheimer für seine warmempfundene Trostrede. Frau Regina Scherer u. Kinder. Gießen, Ebelstraße 18, den 25. März 1918. 2*23 Danksagung. Für die uns bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Großmutter erwiesene Teilnahme, für die zahlreichen Kranzspenden, sagen wir unseren innigsten Dank. Familie J. Conr. Rompf Familie Ludw. Wehrum. Lang-Oöns, Garbenteich, den 23. März 1918. > 28 « Danksagung. Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme an dem schweren Verluste unseres lieben Söt,n- chens, die zahlreichen Blumenspenden, iür die herzliche Teilnahme der Direktion und Beamten der Straßenbahn, sowie der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sagen wir auf diesem Wege unfern tiefgefühltesten Dank. 0278 Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Schöneweib. Osterverkehr 1918. Alle verfügbaren Betriebsmittel müsse« . _ vor tn erster Linie Heereszwecken und zur Bewältimra- des Güterverkehrs dienen. j>fir den Personenverkehr za Ostern können daher besondere Vorkehrungen nicht ge« troffen werden. Mit Unmträglichkeiien aller Art, Zurückbleiben beim Reiseanlritt oder unterwegs must gerechnet werden. Alle nicht unbedingt nötigen Reisen mit der Eisenbahn müssen unterbleiben. 2247* Frankfurt Main), tm Mär- 1918. Königliche Etie»babndirektto». Nähgarn - Verbrauchsregelung. Aus Grund der Bestimmungen in § 6 der Beümnt- machung der Reichsbekleidungsstelle vom 29. Dezember 1917 wird d-ie Näligarnvertellung in der Stadt Gießen nach dem Bestell verfahren durchgrführt. ES wird daher folgendes bestimmt: 8 1. Tie Verteilung des in jedem Vierteljahr yat Ber- sovgung der Verbraucher, Gewerbetreibenden (Schneiderund Anstalten der Stadl Gießen zugeteilten Nähgarne erfolgt auf Grund eines besonderen Schlüssels, Hierbei wird bestimmt, welche Menge Nahgarn auf jede Grupvk entfällt, K 2. Ter Verkauf des Nähgarnes an die Verbraucher er- \o\at auf Grund von NLI>garrrkarten im Wege des Bor- be'lell Verfahrens durch besonders bekannt zu gxüendr Verkaufsstellen. § 3. Die Verbraucher haben auf dem hierfür bestimmten Raum der NLHgarnkarte ihren Zu- und Vornamen und ihre Wohnung einzutragen. Nahgarnkarten ohne diese Eintragung sind ungültig; Nähgarn darf darauf nicht abgegeben werden. 8 4. Firma Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise Herz sicher Teilnahme während dem schweren Krankenlager und bei dem Gang zur letzten Ruhestätte unseres lieben Kindes sage ich im Namen aller Angehörigen aus diesem Wege allen herzlichsten Dank. Heinrich Rinn Heuchelheim, den 23. März 1918 neu garns vorgesäwiebenen Stelle ein und gibt die NLHgarnkarte dem Versorgungsberechtigten als Ausweis über die er- folgte Bestellung zurück, während sie bm KorttrÄLab- schnitt abtrennt und -urückbchält. 8 5 . eilen haben die Kontrollabschnitte zu n auszukleben und dem Städt. Lo- ubmissionsholzverkauf von Fichlen-Derb- stangkn bei der Stadt Gießen. AuS den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des Forstwarts Geisel-Gteßen sollen die nachstehend verzeich- neten Fichten'Derbsrangen tm Submissionsweg verkauft werden: Los 1 122Derbstangen von 10—12Ztm.Dchm. ---- 13*83 Fstm. 2 . » , . „ =13,85 „ 19 » ff ff ff 9 — 331 ff 4 18 » • » • . - 2,90 „ 8-9 ff ff 6-7 - 5,63 11,61 -22,33 - 1,98 9,37 6.N 0 5 8ö » ^ «201 ^ 7 318 o 8 23 b » 9 226 ff 10 187 ff ff m ff ff Das Gebot gebt auf den Festmeter und tst für jedes Los besonders anzugeben. Gegen ausreichende Sicherbeil wird Zahlungsfrist bis 18. November 1918 gemährt. Augebole sind verschloffen und mit der Aufschrift „SubmisstonSholzoerkauf der Stadt Gießen" bis spätestens 27. März 1918. vormittags 11 Ubr» an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen einzureichen, woselbst um die angegebene Zeit die Eröffnung der Angebote in An« wesenbett etwa erschienener Bieter erfolgt. - Wegen vorheriger Besichtigung des HolzeS wende man sich an den Forstwart Geisel. Giesten, den 2V. März 1918. 2111B Der Oberbürgermeister. I. D.: G r ü n e w a l d. Pcnftion Brandt (Bellevue!, Neuen Bäue 22. Gut möbl. Zimmer frei. Beste Verpflegung, Bad. eleftr. Licht. - Tel. 1085. **• Zimzn er LuoeL 6-Kunm9i-Beleta|9 mit Zubeh. für I.Jult, ev. früher, z. vm^ Nnh.Walltorstr. 73111. Schöne 5°Zimmer-Wod- nnng. 1. Stock, in freier Lage, südl. Stadtteil, vr. 1. Juli zu vermieten. Anfr. unter 0328 an den Giestener Anzeiger. Zimmer 2 ‘Zlmmer-Wohnnnf; mit Küche u. Zubeb. an ruhige Familie zu vermieten MM Sleinstraße 71. 1 Möbl. Zimmer 2 gut möbl. Borderzinr.m. G. i. ruh.H. z. vrni. BloIebstr.lt 1. In gutem Haufe Zimmer mit zwei Betteil und voller Verpflegung 2250 BiSmaretttr. 6 ,IL Möbl. Zimmer zu verm. 0901 Atterweg 80. biÜL (fcp. Etng.) au vrm. Babnbofttr. VL.U. bUfiBhaB von 5—8 Zimmern nebtt Zubehör per sofort oder später zu mieten gesucht. Angebote mit AreiS unter 2235 an den Giestener An« seiger erbeten. _ Für sofort oder später ßinfamilienhaaM von 5—7 Zimmern m. Garten zu mieten gesucht. Gegend der Neuen Kliniken bevor- zugt. Angeb. mit Preis und näheren Angaben unter 2216 an den Gieß. An^ erbeten. 4-5-Zimmer-WohnW mit allem Zubeh. bis 1 . Juli od. später gesucht. Näh. in der GeschäflSst. o.Giest. Anz. <** 2-3-3iwr.-Aohilj,. § mögt. tm südl. Stadtteil, so- kort zu mieten gesucht. Näh. bet >öd«1 ft Appel, Alicestr.25. Die Verfang sammeln, auf bensmittelamt unter Beifügmrg einer schrifllichen Mittelung über die Anzahl der abgelieferten Abschnitte zur NachprüfuM einzureichcn; auf Grund der eingereichten Abschnitte erfolgt die Zuteilung von Nähgarn an die einzelnen Verkaufsstellen. 8 6 . Der Verkauf des Nähgarns an die Besteller erfolgt durch die Verkaufsstellen gegen Abgabe des BestellauK- lveisos. Die BeftellauSwesse sind von den Verkaufsstellen sammeln und nach Ablauf der bestimmten Frist in einem verschlossenen Umschläge unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung -über die Anzahl der abgelieferten Aus^ weife, sowie über die nicht abgeholten Nähgarn mengen dem Stadt. Lebensmittelamt zur Prüfung einzureichen. 8 7. Ererhalb deren die Nähgar nka rte n den ZerkaufMellen zur Einzeichmung ihrer Firma vorzulegen, forme tue Beswllausrveise abzugeben sind, werden jeMils besonders bekanntgegeben. Die Menge an Nähgarn, die auf jede Kürte entfällt nmr» für rede Verteilung! besonders fa a hwnt gemacht. 3 8. Gewerbettvivende und Anstalten erhalten durch das Stävt. Leberrsmittelamt für jei>e Verteilung einen besonderen Ausweis zum Bezug des ihnen zugeteilten Nähgarns. Der Ausweis ist der darauf verzeichneten Verkaufsstelle gegen Empfangnahme des Nähgarns abzu- liefern. Die Verkaufsstelle hat diese Ausweise zu sammeln und nach Abschluß der vierteljährlichen Ver^ilung an das Städt. Lebensmittelamt zurückzugeben. § 9. r zwischen dem StDt. Le- Für den bensmittelamt und den Verkaufsstellen werden durch das Stadt. Lebensmittelamt nähere Bestimmungen getroffen. Verkaufsstellen, die den geltenden Bestimmungen zu-- widerhandeln, können von der Verteilung ausgeschlossen werden. 8 10 . Vorstehende Bestimmungen treten mit dem Tage der Veröffentlichung in Wirksamkeit. Gießen, den 22. März 1918. 21856 Der Oberbürgermeister (Lebmsmittelmnt). Gut möbl. Zimmer «n der Nähe de» Bahnhofs zu mieten gesucht. (©ml. mit Pension». Angeb. unier '.231 au den Gieß. Anz. erbeten. Nähg-rrn - Verteilung. h Das der Stadt Gießen für das erste Vierteljahr Id 18 zur Versorgung der Berbraud-er überwiesene Nähgarn kommt durch nachstehende Verkaufsstellen auf Grund des VorbestrllVerfahrens zum Verkauf: 1. Bette. FrMlA, Mänsburg 2. Elsoffer. B., Marktstraßc 3. Goldschmidt, ZL Schulstraße 4. Haas, Robert Nachfl., Seltersweg 5. Leilbronner, I., Marktstraße 6. Holterhoff, A. Söhne, Seltersweg 7. Konsumverein Gießen, Schanz^rstraHe 6. Kuhn. Jost. Frankfurter Straße 9. Marum, Max. Bahnhosstraße 10. Rosenbaum F Jakob, Neustadt 11. Salomon. A. Lc Co., Schulstraße 12. Sauer Geschra. Nach,!. s§. Walter). Lindenrtcch 13. Schulze, Julius, Kreuzplatz 14. Student Geschwister, Marktstraße 15. Terpel, Fr., Marktplatz 16. Volk, Peter Wtw., Kaiser-Allee. Gewerbetreibende (Schneider) und Anstalten ertzallen besondere Mrttellungen fcher den Bezug des ihnen «geteilten Nähgarns. . U.-.?*** §Eilie von 3 oder mehr Personen erhält eine Nahgarnkrrte. * III. Die Nähgarnkarten füll» fpätestenr am 59. März 1918 einer der vorbezeichneten VerkausSstellen zur Eintragung ifjrcr Firma und Abtrennung des Kontrollab^ sclnnttes vorzulegen. Verspätet vorgelegte Nähgarnkartru können bei der Verleilmrg nicht berikksichtigt werden. IV- Die Verkaufsstellen haben die auf Bogen auf' gallebten Kontrollabsdmitte nebst einer Ausstellung über Wfjl ber abgtliefcrtat MsckMitte bis zum ä. April 1918 dem Städt. Lebeivsmtttelamt, Simmer vr. 8. ein- Ziurerchen. Gießen, den 22. März 1918. 2186h Der Oberbürgermeister (LebenSmittelmn^. Nr. 71 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Montag, 2 l. März X9X8 Hessischer Landtag. Zweite Kammer. 61. Sitzung vom 22 März. (Schluß.) Oap. 38—41 tord>en genehmigt. _ Bei Kap. 42a (Jugendfürsorge) fragt Abg. Eißnert ('Loz. ^ LN. ob ans den Mitteln für Jugend für sorge auch den Jugendabte:* bmgen der Arbeitevorgatttsationen Mittel g«väl)rt wevdeir fotlen. Staatsrat ©üffcrt: Alle Organisativuen der Jug«wpflege formen Zuschüsse bekomm«:, wenn sie sich der Organisatvon der militärischen JUgendausbildnug unterwerfen. Nach dem Kriege soll die Jugendpflege neu geregelt werden. ^ ^... Abg. Eißnert: lieber die militärische Jngendauslnldnng sind die Meiinmgen geteilt. ^ . Staatsrat Süffert: Tie militärische Jugendpflege ijl. tm Kriege eingeführt worden und hat ihren Zioeck sel)r gut erfüllt. Nach dem Krieg !vird die ganze Frage neu geordnet werden. Kap. 42a wird mit einen: Antrag v. Brentano (Ztr.) dazu, ein Teil der Mittel den Jnngfrauenorganisationeu aller Konfessionen zuzuweisen, gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Kap. 43—70 werden genehmigt . ^ i Bei Kap. 71—75a: Fcldber«n:gnt:g, wünscht ?lbg ^enchel fBbddie Einstellung von größeren Personal Mitteln zur rasax.n Durchführung oer FÄdbereirrignng, da die Gemeinden durch die Verzögerung groß«: Schaden erleiden. . Abg. Tr. Weber (Bdd.) wünscht die rasche Turchsührmrg der Mnstorfeldbereinigungm in Oberhessen, über die schon seit drei Jahr«: Verlfandlniigen schvebeir. . hierauf wird der Rest des Voranschlags des Mmisrermms des Innern angenommen, (bis Kap. 87). .. . . . . Zu dem Voranschlag des Ministeriums der Justiz Mrd keine allgemeine Aussprache gewünscht und sofort in die Etnzclbera- tung getreten. ^ , Staatsminister Tr. v. Ewald: Die Rechtspflege steht noch stark unter dei: Einwirkung des Krieges. Tie Zahl der bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten ist im Krieg erheblich zurückaegangen. Iw Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit zeigt sich im OttUerwech« m den beiden letzten Jahren eiiie, wenn auch nicht sehr beträchlmx- Hebung des Verkehrs. Damit in unmittelbarem Zusammenhang sieht die ungünstige Lage der Rechtsanwaltschaft und des Notariats. Tie noch) nicktt absehbare Besserung dieser Verhältuisfe hat eine Erhöhung ihrer Einkünfte unabweisbar gemacht. Tic Erhöhung der Gebühren der Rechtsanwälte durch die Reichisgesetz- gebung sieht unmittelbar bevor. Air sie wird sich die Erhöhung der landesrechttichen Rechtsanwaltsgcbühren, sowie die Gebühr der Ortsgerichte anschließen. Für die vom Notariat neuerdings' angeregte organische Revision der Notariatsgebühren fehlt es unseres Erachtens zurzeit an der hierfür erforderlichen Grund- läge, als welche, da die Revision dauernde Verhältnisse schaffen fall mir normale Zustände betrachtet werden können. Sobald das Reichsgesetz über die Rechtsanrvaltsgebühren, das einen prozentualen Ztrschllag für einen gewissen Zeitraum vorsieht, ergangen ist. werden wir den Ständen eine Vorlage unterbreiten, in der eine prozentuale Erhöhung auf Notariats gebühren für die Kriegsdauer u.1rd eine Uebergangszeit Vorschlägen wird. Ta- rreben werden wir, wie seither, wo nötig, mtt Teuerungszulagen- Helsen. Mit ernster Sorge nruß jeden Vaterlands freund die Wahrnehmung des verderblichen Einflusses erfüllen, die der Krieg auf die Moral unseres Volles arrsübt. Die Kriminalität, namentlich der Jugendlichen, ist auch in Hessen in erschreckendem Maße gestiegen. Sie ftndet ihre natürliche Erklärung in der vielfach mangelnder', elterlichen Aussicht, wo der Vater im Heere steht und die Mutter dem Arbeitsverdienst nachzngehen gezwungen ist. Hierzu einige Zahlen: Im Jahre 1914 wurden in Hessen wegen Verbrechen jugendliche — also Personen vor vollendetem 13. Lebensjahre — .rechtskräftig verurteilt: 96. Im Jahre 1915: 285, 1916: 347, 1917: 463. Wegen Vergehens: im Jahre 1914: 585, 1915: 114v, 1916: 2395, 1917: 4012. Dementsprechend war die Jugcirdabteilung in der Zellen stra saust alt Butzbach am 1. Avril 1914 belegt mit 9 jugendlichen Sträflingen, am 1. April 1917 mit 34, am 13. Februar 1918 mit 72 jugendlichen Sträfling«:. Die Zahl der Verurteilung Erwachsener wegen Verbrechens ist seit 1914 zurückgegang?::, die Zahl der Verurteilungen Erwachsener wegen Vergehens dagegen erheblich gestiegen. Auch hieran die Zahlen. Im Jahre 1914 wurde:: Erivachsene wegen Vergehens in Hessen verurteilt: 4721 Personen, 1915: 5272, 1916: 7310, 1917: 12349. Welche Rolle dabei die Zuwiderhandlungen gegen die kricgsivirtschastlicknn Borsckiriftcn spielen, dazu folgende Zahlen: Wegen HöäKpreisüberschreitungen waren 2732 Verjähren am Oberlandesgerichr Darmstadt im Jahre 1917 anhängig. In 383 Fällen wurde das Verfahren eingestellt, in 1542 Fällen erfolgte Verurteilung, in 36 Fällen Freisprechung. Wegen Kriegswnckvers waren im Jahre 1917 anhängig 470 Verfahren, 39 wurden eingestellt, in 350 Fallen erfolgte Verurteilung, in 13 Fällen Freisprechung. Wegen Zuwiderhandlungen anderer Art waren 3082 Verfahren anhängig, 451 wurden eingestellt, 1156 führten zur Verurteilung, 28 zur Freisprechung. Abg. Zuckmaher (Ztr.) bedauert, daß im Kriege l^ben der Zahl der jugendlichen Sträflinge auch die Zahl der Ehescheidungen erschreckend zugenommen hat. Die Gerichlsschreiber sollten, wenn sie mich nicht immer fest angeftellt iverden könnten,^weil keine Stellen offen seien, Ivenigsbens die Gehälter dieser Stelle:: von einem gewissen Dienstalter ab erhalten. Abg. Cal man (natl.) unterstreicht die Ausführung«: des Ahg. Zuckmaher. Das Verhalten der Richter dem Publikum gegenüber hat sich in der letzten Zeit bedeutend besser gestaltet. Eine Einschränkung der Zeugenvorladungen aus den gewerblichen oder landwirtschaftlichen Geivcrben sei dringend zu wünschen. Der Redner wünscht, daß bei Erlaß von Kriegsgesctzen stets veröffentlicht werde, wel^e Paragraphen des Strafgesetzbuches Anwendung finden sollen, um der RechtsUnsicherheit zu steuern. Kapftcl 88—97 werden genehmigt. Bei dem Voranschlag des Finanzministeriums, >vo keine allgemeine Aussprache gewünscht wird. werden die Kap. 98 bis 117 ohne Debatte genehmigt. Nur bei Kap. 103 wünscht Mg. Fenchel (Bbd.), daß die Reigievung darauf hinwirken möge, daß auch die Privatbahnen ihren Beamte:: Teuerin^szulagen bewilligen. Die Steuerfreiheit der Teuerungszulagen. Hierauf holt dts Haus die Abstimmung nach über Kap. 12 (direkte Steuern) mit den Anträgen Reh und Gen. auf Befreiung der Teuerungszulagen von Steuern, einem Arttrag Ulrich und Gen., auch die Teuerungszulagen der Arbeiter sreizulassen, und einem Antrag Brauer und Wiegand auf Streich-Mg der 10 neu eingestell ten F inan zamtsa ssistenten st eilen. Abg. Ulruh (Soz.) begründet seinen Antrag, der mit dem Antrag Reh zu verbinden sei. i Abg. W : egand (Ztr.) begründet seinen Arttrag auf Strei- chung der Finanzamtsassistentenstellen: man solle die Finanz- bureau Vorsteher vorrücken lasse::. Finai-uzmimster Tr. Becker: Der Antrag Reh ist inkonsequent. Konsequenter ist der Antrag Ulrich. Mer ganz konsequent wäre es dam:, alle infolge des Krieges erhöhten Entnahm«: stenerftei zn lassen. Ich bitte, den Antrag abzulehnen. Für die Schifftmg der Frnanzamtsassistentenstellen spreche:: Gründe der sozialen Fürsorge. Wrr brauche:: die Finanzamtsassistenten. Tie Bureauvarsteher werde:: nicht benachteiligt. Als sie damals um den Titel „Bureauvarsteher" baten, den sie dann erhielten, haben sic ausdrücklich erklärt, sie erstrebten dadtroch keine Gleichstelttmg mit den «anderen mittteren Beamten. Ich bitte, den Antrag abzulehnen^ Mg. Henrich (Fortsch.) wendet sich gegen den Aittrag Brauer, der eine Beamtenkategorie wegen der anderen bei:achteckige. Etwas mderes sei die Forderung, daß jedem Beamten die Möglichkeit gegeben werden müsse, durch Ablegung einer Prü fung nt eine höhere Kategorie aufzusteigen. Wir finfc für Steuer fteihett der Teuertmgszulagen, weil diese a:uh in Preilßen und im Retch stenerftei sind und die hessischen Teuerungszulagen an und für sich geriiu; sind. ^tbg. Brauer (Bbd.) begrü:chet seinen Antrag; wir be Mchten. daß hie Vorstände der Finanzämter ans dem Lande in Das wollen als einem I Zukunft aus den Finai: za ssisteu ten getrommen werden. ^ 1 Uhr verbittern. Wir betrachten die Teuertmgszulagen j Gehaltsteil und lehnet: deshalb die Steuersreil-ett ab. v. Brentano (Ztr.): Ich werde mich der Abstimmung enthalten, da mir die Kürze der Zeit keine Prüfung erlaubt, ^m Aeitc- stenrate tverde ich aber Mittel beantragen, d:e eine derart überstürzte Etatberatung unmöglich machen. Abg. Adelung (Soz.) spricl-t geg«: dei: Antrag Brauer und für den Antrag Ulrich. Der Finanzminijter dürfe me chr:n- zipienreiterei nicht zu weit treiben. t Abg B a ch (natl.) stellte Echo:: voriges Jahr den Antrag aus Steuerfreiheit der Teuerungszulage::. Wären diese ein ^bhalts- teil, so müßten sie auch mii die Pension angerechnet werde:: und wären auch pfändbar, was nach gerichtlick-er Entsckfeidung :ncht der Fall ist. Die Teuerungszulagen |iub sehr gering im Derhalttus zu bet: anderen Bundesstaaten (in Hessen 15, in Preußen 45 Prozent). Sie können mit den Riesenlöhnen in der Kriegs:ndustr:e nicht auf eine Stufe gestellt werden. Abg. Weber begründet noch einmal die ablehnende Haltung des Bauernbundes zu der Steuerfteiheit und die Zustimmung zum Antrag Brauer. Es würden durch die Einschicbung der ,.nnanz- vssisttttten statt zweier zufriedener drei unzufriedene Beamten- kategorien geschaffen. Auch liegt die Gefahr vor, daß die F-inanz- amtsvorstände in akademische rn der Stadt und nichtakademische auf dem Lande sich spalten würden. _ Hieraus wird das Kap. 12 nach den Vorschlägen des Aus- schtlsses cinsttmmig angenommen. ^ Der Antrag Brauer und Wiegand m:s Ablehnung der Finanzassistentenstellen wird mit 18 gegen 15 Sttmmen abgelehnt und die Stellen genehmigt. , Der Antrag Ulrich, die Steuerfteiheit der Teuerungszulagen auf die Arbeiter auszudehnen, wird abgelehut, dagegen der Antrag Reh auf Steuerfreiheit tor Veanttenteu-erungszulagen angenommen. Hierauf wird datt Raubmord vor. Ter stark verwesten Leiche waren die Stieseln ausgezogen. Die Stiften, die im Wagen stanoen, Uitö ihres Inhalts beraubt. Der Ermordete kam mit der Erlenbahw- send-rmg als Begleitmcrnu mit dem als „W a g a 0 n K öl n J 2 1b bezeicht:eten Waget: aus dem Felde Jedoch konnl< d:c Abgangs- statton noch nicht ermittelt werden. Auch wurden sofort umsanende Untcrsuchunget: nach detn Wege, den der Wagen ftihr, cmgelettel, ebenso nach den einzelnen Haltestellen. Der Wagen war fett dem 1.2. März unterwegs. Mit ihm traf noch ein ztveiter W-agcn em, nach dessen Begleit mattu, der von den Vorgängen etwas gemerkt haben dürfte, die Polizei fahndet. Wie noch festgestellt wurde, hat man auch den Toten völlig ausgeplündert, selbst die Papiere und die Erkenimngsmarke fehlen. Der Polizeipräsident hat für die Ermittln irg des Täters eine Belohnung von 1000 Mk. ausgesetzt. Aus und Land Gießen, den 25. März 1918. ** Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- herz-og empfing zum Vortrag: den Minister des Innern Dr. von Hombergk zu Vach, deat Finanzminister Dr. Becker, den Geheimen Legattonsrat Dr. Neidhart; anßerdein den Major Fryr. von Recktenberg n:td den Beigeordneten Stadtbanrat Buxbanm. — Der Gvoßherzog hat atn 16. März d. I. dem Pfarrer Friedrich dNüller zu Wimpfen die evangelische Pfarrstelle zn Rüsselsheim übertragen. — In den Mtl>e- stand versetzt wurde am 16. März der Gerichtsvvllzteher mit dein Amtssitze in Worms Adam Merker ans sein Nach- suchon unter Atierkennnttg seitter langjährigen trerten Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit. Gleichzeitig wurde ihm vom Grvßherzog das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Auszeichnung. Gefr. Oskar Schön wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. ** Nähgarn - Verbrauchsregelung. Auf Grund der Bestimtnungen in 8 6 der Bekanntmachung der Reichsbekleidungsstelle vom 29. Dezember 1917 wird die Nähgarnverteilung in der Stadt Gießen nach dem Bestellverfahren durchgesührt. Siehe Bekapnlmachung. ** Nähgarn-Verteilung. Das der Stadt Gießen für das erste Vierteljahr 1918 zur Versorgung der Verbraucher überwiesene Nähgarn kommt durch eine Anzahl Verkaufsstellen, deren Namen im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht sind, zum Verkauf. ** Reichsanleihen. Es wird darauf Hingeiviesen daß die Z i n s sch e i n e aller Reichsanleihen, also auch der St riegsanleihen, vom 21. des dem Fälligkeitstage vor hergehendett VTonats ab nicht nur bei allen P 0 st a n st a l ten — einschl. der Postagenturen —, sondern auch von den hessischen Staatskassen in Zahlung genommen werden. Die Einlösung der Zinsschcine ist damit den Besitzer:! der Kriegsanleihe außerordentlich leicht gemacht. Dies Wirt: hoffentlich recht vielen und vor allem auck> der Landbevöb kerung den Entschluß zum Zeichnen der Kriegsanleihe erleichtern. ** 8. Kriegsanleihe. In der Zeit vom 18. März bis 18. April 1 Uhrmittags nehmen alle Postanftalten Zeichnungen aus die 8. Kriegsanleihe entgegen. AM/A r&m* ( K)-a4jfnßvxi ßn*t4n vfiQjf&Pl .Sil Wi|! Die Gslö- und SilberaüfaMfsfteflc in den Küsimcn dc r vezirkssparlaffe S'etzen ist morgen nachmitiag von 2 dis \ Uhr geöffnet! Landkreis Gießen. ** Lich. 25. März. (Wohltätigkeitskonzcrt im Schloß.) Durch Veranstaltung her fürstlichen Herrschaft wurde am Freitag den 22. März den Soldaten des hiesigett Lazaretts und den zahlreichen Gästen «aus der hiesigen Beamten- und Bürgerschaft echte volle::dete Kimst geboten. Tie Ouvertüre Rosa- murche von Fr. Säptbert, vom Streichorchester der Gießener Gartrisonkapelle aus geführt, entführte die Hörer in die hciteve:i Gefilde des Friedetts. Exaktheit und schöner Glanz der Bläser machten sich besoitders angenehm bemerkbar. Stcllen:veise hätten wir in dcm solge:tden Nummern uns nicht nur seitens der MilitärkapLe die Bcgleittntg im Interesse der Verstcutdlichbeit der gesungenen Worte leiser geivmtscht. Einen wefentlichen Inhalt des Programms bildetet: Lieder des Herrn Mtisikdirektors Höcker, der selber am Flügel mit hinreißeitf>?m' Sckiwung die sehr selbständig behan^efte wertvolle Begleittmg ausführte. Frätt- lein Bangert erer Lage tvahrhaft ersrettende::, vollen, reichen Sopran- stimme mehrere Lieder Höckers mit gentütvoller Wärme zt: Gehör. Herr Küht: bot ebenfalls .Höckerlieder dar. Besonders! in „Wir warten" erhob sich sein starker, wohllautender Tenor zarr volle::, der Wucht der bedeutenden Komposition etltsp:rchend«i Größe. Herr Kaufmann war uns als Violinvirtuose hier kein Frentder mehr. Mit gewohnter Meisterschaft spielte er das ltohe Anforderungen stellende Violinkonzert von A. Dvvrük mit Or chesterbegleittrng mtd Rvnranzen von Beethoven. Daß das Konzert für tnusikhnngrige Mettschen wirklich eine Wohltat war, für die man dankbar seit: .di'crfts, bewies der allen Mitwirkendct: begeistert gespendete Beifall. ... v. Hesstn-Nassaa. Der Mord im Eisetchahnwngen. — Frankfurt a. M., 24. März. Der in dem Eisenbahnwagen an der Weilbnrger Straße tot aufgefttttdene junge Begleit- n«mn ist. wie mit l>oher Wahrsck-einlichveit angenonnnet: wird, der Kvaftsahrcr Ludwig Füll, geboren am 2. Juli 1898 in Niedev- Seelbach bei Jdsteitr l T. Die *r Pathologischen Institut öorgo letzte Nachrichten. (WTB.) GroßrS Hauptquartier, 25. März (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Kronprinz Nupprecht von Bayern hat mit den Armeen der Generale von Velow (Otw) und von der Marwitz in dem gewaltigen Ringen bei Vapamne den Feind aufs Neue geschlagen. Während die Korps der ö^enerale von dem Borne, von Lindeguist und Kühne die starken Stellungen des Gegners nordöstlich von Vavaume in erbitterten Kümpfen durchbrachen, warfen von Osten und Südosten her die Truppen der Generale Grünert und Staats den Feind über Aires und Saüvly znrlick. Der zähe, durch frische Kräfte verstärkt« feindliche Widerstand wurde in heftigm Kämpfen gebrochen. Neue h rangesührte Divifionen und zahlreiche Panzcnvagen warfen sich lä::gs den von Bapaume auf Eambrai und Pe- ronne führenden Straßen uüsercn vorwärtsdrängenden Truppen entgegen. Sie konnten die Entscheidung nicht zu G'.msteu des Feitwes herbeisühren. Am Abend fluteten sie geßljlagen in westlicher Richtung zuriick. In nächtlichem Kampfe fiel Bapaume in die Hände der Sieger. * Heiße Kämpfe entspannen sich um Comb lös und die westlich vorgelagerten Höhen. Der Feind wurde geworfen. Engttfche Ktwallerieangrisft brachen zusammen. Wir stehen nördlich der Sonrme mitten im Schiluchtfelde der Sommeschlacht. Der Deutsche Kronprinz hat mit der Armee des Generals von Hutier den Ucbergang über die Somme untev- halb von Ham erzwungen. Sttne siegreichen Tnwpen haben in erbitterten Kämpfen die Höhen westlich der Somme er- sttegen. Heftige Gegenangriffe englischer Infanterie und Kavallerie brachen bltttig zusammen. Die Stadt Nesle wurde am dlbend erfttirml. Zwischen Somme und Oise haberr die über den Crozat- Kanal vvrgedrungenen Trw-pen noch spät am Abend des 23. März die stark ansgebaute und zähe verteidigte Stellung auf dem Ostufer des Kanals erstürmt. In heißem Ringen wurden Engländer, Franzosen und Amerikaner durch die unwegsamen Waldgelände über La Neuville und Villguie» Anmout zurückgeivorfen. Gestern ging der Angriff weiter. F-ranzösischk. zum Gegenstoß angesetzle Infanterie- und Ka- valleriediviswnen wurden blutig zurückgeschlagen. In rastloser Verfolgung stteßen die Generale von Conta und von Gayl dem weichenden Feind nach. Guiscard und Chauny wurden am Mend erobert. * Mit weittragenden Geschützen beschossen mir die Festung Paris. Die blutigen ftindlichen Verluste sind ungemein schwer. Die gewaltige Beute, die seit dem 21. in unsere Hände fiel, ist noch nicht zu übersehen. Festgestellt sind mehr als 45 WM) Gefangene, weit über 600 Geschütze. Tausende von Maschinengewehren, imgcheuerer Bestand an Munition und Gerät, große Vorräte an Verpflegung und Bekleidimgs- stücken. * An der flandrischen Front östlich Reims, vor Verdun und in Lothringen dauerten Artilleriekämpfe an. * Von den anderen Kriegsscharlplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguartiermeister Lubendorfft * * * Paris während der Beschießung. :. Köln, 25. März. Tie „Köln. Bvtks-Ztg." meid« aus 01enf: „Pmgrös d-e Dpvn" schildert die Entdvücke der Pariser übev die gestrige Brscküeftmy: Das Bo-mb^rrdentent begann um 8 Uhr 20 Minuten früh. Schtvere Gesick^sse trafen die nordöstlichen! Bezirke. Tie Zahl der Opfer ist Wege:: der um gestürzten Häuser noch ungewiß. Tie Markthallen, Geschäfte, Cafes, Re^anrcmtS und Redaktionen s-owie die Agenttrren der „Juformattvn" :mrrdent sofort geschlvsfot:. Tie Abendblatts twirbent dieserl>alb unterdrückt. Me staatlichen BehörHen beurlaubten ihr Persona!. Tie „Gothas" bliebet: mehrere Sttrnden über Paris in £v59e von 8000 Mater. Ergj um 6 Uhr abends verkündetet: die Siretten den Schluß des Bvut^ l^aüdcmcnts. Paris bvt ürit seinen leer«: Straßen mvd ge schlossenar Läden dasselbe Bild wie rm Augtch 1914 tmch der Flucht der Reichen t«rch Bvrdeanr. Dogenstvß ztm: stehen. Unsere Kavallerie liontrte im Jdrdatrtale tmch Süd«: vvrdttngett. Dm Versuch des Oiegners, mtt drei Booten an: Jvrdanuser zu landen^ wurd^.' drrrck Feuer vereitelt. Ett: Boot tvurde dcckei versenkt, Dkus dem A s s i r trnd Finnen eingetvvffeim Meldtuuren über di« Ereignisse nr letzter Zett lasset: erkcntun:. mit :velcher Treue unsere dort befttMickM: Trupp«: i'hre Pflicküt tu::. Sie haften mit Energie die Rebellen niedergehtlten rn zal^rttcks«: Mmpfen mit! den Engländer:: an: Rot«: Meere und au der Küste m:d bei scküöue Erfolge rmare. t der Engländer sch der tz)eg«rd von Hodeida :var kein danetnioer Erfolg besarßnt gedacht werden. Universität Frankforl a. W. Das Vorlesunssverzelchul*« für das am 16 April befdnnende Sommer-Semester ist erschienen und wird vom Sekretariat (Jordanstraße 17) freien Voreinsendung von 45 Pfff. (Nachn.60 Pfff., Ausland80 Pfg.) zugresandt. T4 ss Gewerbebank jts Eichen eingetragene Genoflenschast mit beschräntter Haftpfiicht. Die verchrlichen Mitglieder unserer Bank werden zu der am Vier-stag den 26. Mär; im 8'/-- Uhr abends im Hotel «rotzherzog von Hessen stattfindenden 59. ordentlichen General-Versammlung ergebenst eingeladen. 1 Tagesordnung: 1. Erstattung des Geschäftsberichtes für 1917; 2. Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahresrechnung und Bilanz und die dem Bor staube und Aufsichtsrate zu erteilende Entlastung; * 3. Verteilung des Reingewinnes; ' 4. Ersatzwahl ausscheidender Mitglieder des Aufsichtsrates; O' Atzung des Höchstbetrags der anzunehmenden fremden Gelder aus 6 Millionen Mark o l Tf* 1 ©.)• «Letzen, den 8. März 1918. I3WD Gewerbebank zu Gießen eingetragene Genoffenschaft mit beschräntter Haftpflicht. Der Vorsitzende des Auffichtsrate»: Holzverfteigeruug m der fürstlichen Oberjörsterei rich. im vormittags roubv. werden !K-^!!A^.Äk?dw°ld 778 Flchtenirairgen — A^17 Festmeter Mnlltch meistbietend nentetnert. Es sind Stangen von £-16 Zentimerer Mittend,rrch melier und 7 bis 14 Meter mmme “ e5Cn welch- ht l n?^h^ , w??s^ c 7s unft J\ au f dem Wege von Hattenrod ^urlvdea R.edwald nag- der Kolbenmühle ungefähr in der Müte des Wegstücks durch den Wald. 2.gl8 L. Petri II. X 4.50 5.25 ■&H BB B Zam Beznffe von 2237a Haligarsien nimmt entgegen XHeilbroniiiF Marktstraße 17 Rittergasse 8. Brennabor- Kinderwagen u, Klappwagen in großer Auswahl eingetroffen. » August Kilbinger, Seitersweg 79 Weiß-Wein bi , 3m , 1916 ei* Sprendlinger, 1916er Riersteiner 1915 er Dirmstein er Jesuiten- bofgartcn 1915 er Dürkh. Feuerberg 1915 er „ Michel-berg 1915 er Oppenheimer Goldberg 1915 er u. 1916erSiüdeshcimer Riesling (Auslese) 1999 er Kiedricher Berg (Ge« wächs der Gräfl. Eitz'schen Gutsverwaltung) 1911er Jphöfer Bettenberg in Boxbentel 1995 er Mrrrheirner Roseuberg (Wachstum Cönen Felten) n 1904 er Boclsteiner (Wachstum Rheiner, inkl. Glas) 1914 er Dürkheimer Feuerberg * (Rotwein) 1915 er Jngelheimer Frühburgunder ^ranz. Natur-Rotwein ° „ Rum. Kognak. Kirsche«, uud Zwetschcu-Wasser, Mouffeux erster Firme« zu Originalpreisen bei MLZZLZLi WailenfeSs Marktplatz 17 2142 Telephon 262. 5.50 6.00 6.50 7.00 7.50 6.00 7.50 6.75 Hotel Fürstenhof Sonntacr^4..1!Ioiitac. 25., Dienstag. 26.MürE tätlich nachm. 4 llhr, und abends 8 Uhr: Marine-F estspiele Vorführnnj de« cewaltlgea Filmwerke« Oie Siegssfahrt #1 5Sf Tätlich 4 Uhr \ * ScliOler- J§ Res. Plalz fl. f.69 ß i I. Platz „ y li. Platz Saal “1 1977a ZurSelbstanfertigg. v. Höten ir. sehr grosser Auswahl f fflbdebaus f Zaforrm. 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