m. 6? Der «adeltet Jfrrjel'ptr frfrfxim töfllid), außer SounkagS. — Beilagen: Girier LLlniliettv'.üjter, Ukerblc.11 ffir den Kreis Sichen. vezutzsprei;: monatl. Mk. 1.20, vierteljährlich Mk. ^60; durch Abbole- ru Zweigstellen monatl. Mk. 1.10.' durch die Löst Mk. 3.60 oiertel- sä!)rl ausschl. Bestellg. steitlsprech - Anschlüsse: mrdieSchriÜle>tungN2 Verla q,G esch äi t* stelleö 1 Anschritt fill Drahtnachrichten: Anzeiger Giehcn. Erstes Blatt 168. Jahrgang - . Mittwoch, 20. März 1918 pvstschecklonlo: Lranlsurt a.M. 1*686 ArMlingsrunKdruc? u. Verlag: brrMsche Unw Vankverkrhr: Gewerbebank Gießen Steindruckerei R.Lange. Schriftteitung, Geschäftrstelle ».Druckerei: Schulftr.7. Anneymr von Anzeigen i. die DageSnummer dis zum Rachinittag vorher ohnojedeBcebiiidlichkeit sellenpreise: für örtliche Anzeigen 2511,für auswärtige 30 Pf., *iir Reklamen Mk. 1.— ; bei Plnhvor- schrist 20» . Ausschlag. Hauptschnstteiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt b, Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; An-eigenteil: H. Leck; sämtlich in Gießen. (WPS.) Trotzes Hauptquartier, ly. Marz. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Sdrrmtruppen preußifchkr, bayerischer und sächsischer Divisionen führten in Flandern erftllgreiche Erkundungen mr§ und nahmen datzei mehr als 3W Belgier gesungen. Bon der Küste bis zum La Vassee-Kanal rvar der Feuer- kampf mn Abend gesteigert. An der übrigen Front blieb er in mäßigen Grenzen. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und von Gallwitz. Bei Auvinevurt holten örandenburg-r Stoßtrupps nach hartem Mmpfe 20 Gefangene aus den feindlichen Gräben. Das Artillerrefeuer lebte beiderseits von Reims und in der Estanrpagne zeitweilig auf. An der Nordfrvnt von Verdun nahm es an Stärke zu. Wir setzten unsere Erkundungen fort. Sächsische Abteilungen brachten mis dem Ostufer der Maas 56 Gefangene ein. Heeresgruppe Herzog Albrecht. An vielen Stellen der lothringischen Front, in den Vogesen mrd im Sundgra rege Tätigkeit der Franzosen. * Wir schossen gestern im Lnftkrmryf und von der Erde aus 23 Fümzeuge und 2 Fesselballone ab. * ? Kon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * Her Abendbericht Berlin, ly. Mürz, abends. (WTB. Amtlich.) Regen sthräntte an der Westsrom die GcftchtStätrF- keit ein. An Der Nord front von V e r d u n imd im Parois-Walde blieb das Artillerieseurr lebhaft. Pon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Als Ergebnis der neuesten Konferenz der Entente in London veröffentlicht das Reuler-Vureau eine amtliche Regierungserklärung, worin gesagt wird, die versammelt ge- tvestmen Führer der Entente lehnten es ab, den Frieden mrt Rußland und Rumänien zuh Kenntnis zu nehmen, und sw legten Wert darauf, zu verkündigen, daß sie den Krreg zur Befreirag aller Völker fortsetzten. Die mit dieser Erklärung verknüpfte Polemik gegen die Mittelmächte ist ein so dummes Gefasel, daß man von einer Wiedergabe absehen kann. Nur ehre kleine Probe soll hier ausgestellt fein: „Warum iroch mit deutschen Versprechungen Zeit verlieren, wenn nur sehen, daß es sich in keiner einzigen Periode seiner Eroberungs ge schichte — nicht als es Schlesien überrannte und nicht als es Polen verteilte — als der Verfechter nationaler Unabhängigkeit, sondern rat als der Feind der Rechte der Menschheit und der zivilisierten Nationen gezeigt hat." . . . „Wir kämpfen und wir haben die Absicht, weiter zu kämpfen, bis diesen Plün- derungsmethoden ein Ende gemacht ist und an deren Stelle die friedliche Negierung der Gerechtigkeit gesetzt ist." Hätte der Krieg eine für die Entente günstige Wendung genommen, so wären die ras und unseren Bundesgenossen zu- gedaehten Beraubungen und Zerstückelungen natürlich keine „Plünderungsmethode" gewesen. Die historischen Hinweise aus Polen und gar die „Ueberrennung Schlesiens" stehen ebenfalls ganz außerhalb eines vernünftigen Betrachtungskreises, mrd sie erinnern höchstens an das Jhlmmern bestrafter Kinder, die an die Türe trommeln, hinter der man sie eingeschlossen hat. Dann aber überwiegt doch wieder der Eindruck jener diesen Herrschaften bei ihrer Politik „zur zweiten Natur gewordenen Heuchelei", die auch jetzt wieder — über die Wand, hinter der das holländische Zwangsgeschäft erledigt wird — zu uns herübcrgrinst. Es ist im hvl)en Grade bedauerlich, daß dieser Tage rin Hauptausschuß des Reichstags ein Falt erörtert werden mußte, den die Gegner bei ihren Methoden so recht willkommen heißen werden. Fürst L i ch n iow s k h, unser ehemaliger Botschafter in London, hat unter seinen. Vekaratenkreisen eine Denkschrift verbreitet, die mittlerweile auch im feindlichen Llusland bekannt gewordeii und veröffentlicht worden ist, Mid worin er sich ganz in Gegensatz stellt zu der amtlichen deutschen Politik. Er wirft dieser vor, sie habe sich den englischen Neigungen, die er, Lichuvwsky, als erprobt und förderlich entdeckt habe, nicht genügend angepaßt und so den Ausbruch des Weltkrieges verschuldet! Der Vizekanzler v. P a y c r teilte aus diesem Dokument, das der Fürst, wie er zugesteht, aus der bloßen Erinnerung, ohne Zugrundelegung von Akten, niedergeschrieben hat, einige Jnhaltspro- ben mit. die aus eine zu krankhafte Eitelkeit und einen zu zerrütteten Gemütszustand des Verfassers schließen lassen, als daß unsere Feinde viel Kapital aus der Sache schlagen könnten. Lichnow.sky hat mit seinen Ansichten und Meinungen offenbar vor und beim Kriegsausbruch in keinem angenehmen Verhältnis zum Auswärtigen Amt und dessen Leitern gestanden; er spricht immer wieder'von „persönlicher Mißgunst", die sich seinen großen Erfolgen entgegengestellt habe. Der Fall zeigt nur, daß bei der Auswahl unserer Diplomaten künftig eine viel größere Vorsicht und Sachkunde walten muß. Wenn Abgeordnete wie Scheidenrann und VtüUer-Meiningen diesen hohlen Auffassungen des Fürsten Lichno'msky eine Absage erteilen, so muß es mit der Friedensnuß, die er «uns hatte reifen lassen wollen, wirklich nicht lveit her gewesen sein. Ernst und bedauerlich ist es, daß seine Denkschrift ins Ausland getragen worden ist. Lichnrowsky erklärt, daran unschuldig zu sein; es liege da nur eine Indiskretion eines seiner /Bekannten vor, die er tief bedauere. Das deutsche Volk aber wird diesen früheren Botschafter gleichwohl schuldig sprechen, und es wird nur damr begreifen, daß er nicht zur Verantwortung gezogen, wird, wenn es feststeht, daß das Benehinen des Fürsten aus selnern leidenden Gesundheitszustände zu erklären ist. Wenn aber Scheidemann erklären konnte, wegen der zutage tretenden Unznverlässigkeit und lächerlichen Eitelkeit Lich- nowskys sei „diese Broschüre für einen Diplomaten geradezu eine Blamage", so wird viellnchl ie.'tt auch das vie«gelesene „Berliner Tageblatt", das den Fürsten zn seiiren eifrigen Mitarbeitern zählte, vielleicht davon Abstand nehmen, seine wirren Angaben für eine paMj'chcye Pollut uuszu- schlachten. ——•amaUMMiaiBlXD . Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 19. März. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Keine Ereignisse von Betrag. Der Chef des Generalstnbes. Nb. Deutscher Nekhstsg. (143. Sitzung vom 19. März.) An: Nundesratstischr Unterstaatssckretär von dem Bus s che und Staatssekretär W a l l r a f. Vizepräsident Dr. P aas che eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 20 Minuten. Nach Erledigung kleinerer Anfragen wird die Aussprache über 1»en deutsch-russtschen und den deutsch-ftnnischen Friedensvertragl fortgesetzt. 9tbg. Dr. Stresemann (n-at.-lcb.): Es ist nicht richtig, wie der Aba. Dr. David es darstellte, daß der Friedensoerrrag mit Rußland in Deutschland einen schleckten Eindruck gemacht habe und nur als ein Provisorium anziusehen sei. Angesichts des Zersetzungs- Prozesses in Rußland muß Deutschland ferne Interessen roll uiw ganz wahren. Die deutsche Politik tvährenL, der Regierungszeit Kaiser Wilhelms II. war eine nrcbedingte Friedenspolitik. Niemals haben wir die Notlage anderer Völker ausgenutzt, um Deutschlands Macht ausMbascen. Während des nlssiw>-jL^xanisck>en Lbrieges konnte Rußland getrost das letzd^ Bataillon von der deutschen Grenze lve-gziehen, denn es war unserer Neutralität sicher. England war währerw des Bureakkrieges unserer neutralen Haltung gewiß. Selbst Italien konnte sich Tripolis aneignen, während wir die Freundschaft nüt der Türkei aufs Spiel setzten. Was !var der Tank? Das Ergebnis waren der Krieg und der Haß der ganzen Welt .gegen uns. England dagegen handelt immer so. wie c* seine Interessen erfordern, so auch jetzt dcnr Neutralen gegenüber. Schmerzlich ijt. was Tr. David über die Vorgänge in den baltischen Landen sagt. Der Baron Sievers ist genau so Vertreter des baltischen Volkes wie irgend ein polnischer Fürst als Vertreter der Polen von den Sozialdemokraten anerkannt wird. (Sehr richtig!) Mit der Selbstürdigkeit Litauens sind wir einverstanden unter fcirc VorauUetziing einer Militärkvnvention und einer Zoll-, Münz- und Ei send ahn-.Un io n mit uns. Eine völlige Selbstcnrdigkeit ist nichts als reiire Glorie imd in der Praxis ist sie nicht durchslihrbar. Unsere Interessen müsse-,c obenaü stehen. Mit einem katholisck-llt Herrsck)er für Litauen sind wir durchaus unverstanden. Die VerwalUuigSöeamten müssen nach den gleichen Prrnzipieri ausgewählt werden. (Sehr richtig?) Das wird dann, dazu führen, daß beide Konfessionen ihre seMnsreiche Arbeit für oas deutsck-e Volk fottsetzen können. In der polnischen Frage ftitb in erster Linie Angriffe von polnischer Sette gegen uns erhoben worden. Eine Diskusßou darüber, ob Westprerißenund Posen zu Polen zu schlagen sind, gibt eS iricht. (Sehr richüg.MZe^ weniger Polen yu uns kominen, desto besser ist es. Wleim aber die Führer unserer Heere erklären, c-aß unsere Grenzen ungünstig sind, so muß der Forderung der Obersten Heer^leitung entsProckMn werden und auch die Neichsleirun-g kann sich dem nicht entziehen. Die Epxedition nach Finnland dien: wur der Fundierimg des Friedens und länger wollten wir dort nicht Polizei spielen. Die deutschen Asuslaud^forderungen in Rußland müssen gesichett werden. Zur Beseitigung der Milliardenlast dürfen wir nicht auf eine Kriegsentschädigung verzichten. Die Friedensresolution war auf dein ethischen Gedanken gegrü-ldet, einen baldigen Frieden herbeiMsührcn. störuch der schroffen Ablehnung der Fciedens00 MilliLmer: Rückzahlung von ^amikienmtterstütznngen an du Kvmmmralverbände, Ternnuagsm lagen au Beamte usw., so ist noch die S teigerung m erster Linie auf die erhöhten jmntiflefa baren Anst»rderunMn des Heeres zirrückzuführrn. Erweiterung unserer Kri egs s cha n pl ä tze, die Tatsache, daß wir unsere Lokomotiven und Wagen für ihre Versorgung in halb Europa laufen lassen müssen, die Notwerchigkeit. im tz-ebrauch neuer .stampfmittet mit dem Gegner nickt mrr Schritt zu halten, sondern ihn zu überskügeln, haben diese fortdauerrrd vermehrten Anforde. rungen herbeigerührt. Ich spreck^ von dem Programm. daS im September 1916 auf dem Gebiete der Waffen- und Ddnrrions- licferung einsetzte, das.eine lnmsangreictch Ausdehnung aller WaffeN.- und Munitionsfabriken erforderte und das daher 'in bezug auf Leistung und .Kosten erst nach geraumer Zeit auf seine volle Höhe gebracht werden konnte. Ich kann heute sagen, es hat die geplante Höhe erreicht rächt nur in den .Kosten, sondern auch in seinen Leistungerl. Seine volle Auswirkimg auch nach dieser Richtung wird mir von der Heeresverwaltung bestätigt. Und diese volle Auswirkung fällt in die richtige Zeit. Auch in der Marine Verwaltung sind die Kosten in den letzten Monaten ge Uogen, und die Wirkung dieser höheren Aufwendungen ,die ftnden Sie täglich in den erneut steigenden Versenkungsziffern mrserers U-Boote. Meine Hörern! In England sind die im Dezember bewilligten Kriegskosten gleichfalls erschöpft. Und bei der Anforderung der neue rckbredite hat der Schatzkanzler eine Berechnung der täglichen Kriegskosten im letzter! Jahre gegeben. Wenn er sie im Durchschnitt mit 130 Millionen pro Tag des letzten Jahres angibt. so zeigt meine Monatsrechnung für die letzten 5 Dcomrte, daß wir noch etwas unter diesen stttregs kosten geblieben sind, aber mir noch etwas. Mir dürfen nicht vergessen^, daß die englisämk Kriegskosten von uns fast erreicht sind. Tie .Hauptlast des Krieges in Eurova. die ruht jetzt auch in dieser Beziehung aus Deutschland und England. Meine 'Herren? Ich sprach früher schon Zweimal von den Wett- krieg^k-osten. Ihre Beoechmmg toird immer fächeriger. Denn ich weiß nicht, was Asien. Südamerika außveuden. Ich lasse deshalb die anderen Kontinente außer Betracht und beschranke mich auf die ettrijred'ent* Ziffer in Europa., aber erschreckend im höheren! 'Maße Ar unsere Geg-Er ccks für uns. Ich berechne die bisherigen. KriegM^ten Europas ans nicht weniger als 550 Milliarden und bin der Ueberzrengnng, daß von ihnen die Entente mindestens 370 Mil- liiarden, die Gruppe der Zentralmächte mü ihrem Verband nicht mehr aE 180 Milliarden Mark ausgegeben hat. Aus den Kopf der Bevölkernng bereckmek, entfallen auf Deutschland rund 1600 Mark, auf England über 2400 Mark, auf Frankreich 2300 Mark und in Iratien haben die .Kriegskosten, auf den .Kopf der Bevöl^rnng berechnet. sckvm mrnähernd die österreichische, aus den Kops der artigen Bevöllm-ung entfallenden .Kriegskosten erreicht. Ich bemerke hierbei gegenüber hervargettet-enen Anzweiflungen. daß ich merncm Berechnungen die Dori'chü.'se mt die Verbündeten natürlich vei der Entente wie bei uns gleichmäßig in Rücksicht ziehe, als in Tvci-bflit Fälle?! einmal, ober auch mir einmal, mit berücksichtigt sind. Meine Herren! Ich erwähnte vorhin, unter den Gründen der Steigerung öer Kriegs kosten in den letzte^ tNo-naten die Ausdelmung der Kriegsschauplätze, die nach vielen Richtungen hin in den letzten M-onatei! noch fortbestanden. Run. meine 'Herren, vvm Schwarzen Meer bis zur Osts« schweigen die .Kanonen, und die zusammen^ geftrßte Kraft des 'Deutschem Reiches kann sich zum ersten Mule mit ungeteilter Wucht nach Westen wenden. Bon dort — von Westen her — wurden in letzter Zell zwei UÄm eiternde Kamchvn sagen gehört, von Elemcnceau und von Bvnar Law, und in beide haben die PcrrlLwcntte eingestimmt, sie tn England einmütig, in Frankreich fast eirrmütig die .m^gskredite bewilligt. Cleinenceau ruft hier wieder, er denke an 1 J3r^ wi den 'Krieg: Boncrr Law verkündet zum so und so vielten ^ Kriegsziel der Entente die Vernichtung des deutsckxr.- MilüLrrismus. Mit solchen Schllrgwörtern lassen wir uns nicht besiegen. Der französische Ministerpräsident hat an das Wort erinnert, daß derjenige Sieger ist. der eine Viertelstunde länger an Den ^ivg gkanbt. Durch die ganze Weit geht die Empfindmrg, daß wer dieser letzten VierÄkstunde nicht mehr allzu ferne sind. Und mtt^emllffer Spannung sieht Eirwpa auf den Krieasschaupkatz im -üesten wo besser gerüstet denn je, mit allem, was die unerschöpf- ll.chen Quellen der .Heimat Und des Fleißes des ganzen Volkes ge- sBen hat. verstärkt durch die freigewordenen Und freiwei^ent'EN' kommenden Entscheidung mit unend- lchom Bertvarren enLgegensehen. Auf diese gemeinsamen Interessen al^r Volksschichten möchte ich heute die Blic^ lenken und zwar' das Gcknet de? überseeischen Auslandes. Am meisten droht 5 uns mit der svüterern S^Lre der Textilstoffe. Aber kann sich «auch aui nnrncbe andere Gebiete erstrecken. .England uns die Ozaanscbiffahrt sperrte und uiffere MinütionS- rr'-brrkr,! und inffere Landwirtschaft um den Chilffcllveter. brachte, habend nrft i# tzEchrr Wykr, deutschen Kalles und deutscher Ernnvungsgabe ven Stickstoff aus der Luft geholt. Sperren sie uns ^ und ^unttvolle dann hoffe ich, daß rvir uns ihre Ersatz- ^oife aus den deutschen Wäldern chllen können, in denen .cnn öMlöbau gettreben worden ist, wie in den anderen Ländern. < usVwirtschaft aller Bundesstaaten hat in weiser Voraus- ftcht Mvetteifert in der richtigen Behandlung des deutschen Waldes. Das der diveften Verwendung von Cellulose in einer SpUMMÜen und Webereien geeigneten Art schemt mir der vvakttschm Lösung nahe zu sein. Es ist ein nationales Problem !»on hocku.ür Bedeutung, za: dessen Behandlung die Reichsregierung nmner wieder aufruftn möchte. Die Drohungen im Westen n'ir jetzt imo !paftr zeigen, t«ß wir sobald noch nicht zur Ruhe kommen ,o€ P I - Durch brauende Wol^n schwerster Gefahr auf mllüLrischrm und rmrtschaftllchem Gebiete ist das deutsche Volk während der verflossenen 3*/» Jahre hrndurchgegangen. Ein Künstler, der in lemem VevenSdvcmg um den künstlerischen Ausdruck tiefster Ideen M emer der deutschesten nach der Universüät unter den Künstlern aller Zeiten erwiesen hat, hat sein letztes Werk den Z y- Todes genannt. Nacktem er alle Gefahren, die das D^mchengeichlecht bedrück^. Krankheit, Krieg usw. gemalt hat, laßt Ma:.- Kliugler den Menschen in einem weiteren Bilde auf- Die Neubildung des rumänischen Kabinetts. Bukarest, 19. März. (WTB.) Marghiloman ist zrmr Mimsberprüsideuteu ernannt worden. B u k a re st, 19. März. (WTB.) Alexander Marghi- lvman hat bekamrtlich, als die Friedensverhandluugen mit Rußland in Drest-Litowsk begannen, an die damalige Fassher Regierung Bratiarm-Tako Jonescu eine Denkschrift gerichtet, in der er in dringlicher Weise darauf hin- wieg, daß der geeignerfte Augenblick gekommen sei, um Friedensv^rhandlungen mit den Mittelmächten zu b-eainnLN. Die Bevöllernng der Moldau hat erst durch die kürzlich veröffentlichte Unterredung Marghilomans mit dem Vertreter einer Jassyrr Zeitung vo-u dieser Denkschrift Kenntnis erhalten. Die dleußerungen Marghilonmns haben, wie au-s Jassyer Blättern ersichtlich ist/in allen Kreisen der Moldau tiefster Eindruck gemacht Und haben die Erbitterung gegen'die früheren Machthaber ins Grenzenlose gesteigert. Bratianu sowohl als Take Jonescu haben jich unter )iesen Umständen genötigt gesehen, auf die Erklärungen Marghilomans zu. erwidern. ^Die Blätter Bratiamrs geben tu, daß Marghiloman an den früheren Ministerpräsidenten >ie Mahnul rg gerichtet habe, die günstige Lage ausz-unutzen und so rasch als möglich Fried«n zu schließen Bratianu ab-er hätte diesen Rat nicht befolgen könTven., solange noch ein Schatten von Hoffnung Ivorhanden war, daH die Front nn Osten Widerstand leisten forme. Die von Take Jonescu geführten ententefreundlllchen Konservativ-Demvkraten erklären, da.ß sie von der Mitteilung Marghilomans keine Kenntnis hatten, und das; Bratianu wahrschenlich deshalll sie nicht verständigt habe, um nicht schon damals eine Kabinettskrise herbeizuführen, da er wußte, daß die Konservativ^ Deniokraten entschlossen seien, den Abschluß des Friedens mrd selbstverständlich auch Hen Eintritt in Friedensverhandlungen unter keinen Umständen zu^ugeb-en. recht nrs der Finsternis der ausgehenden Sonne entgegen schrecken und er setzt unter dieses Bild die Worte „Und doch!" Die Stim- nmng Jx& Urck doch" hat unser Volk hier in den letzten Jahren veherr,cht. Auch der ZumnftÄn.'ohnns werden wir das „Und doch" en^egense^i^ Zeigen Sie uns durch Ihre Annahme dcr Kredit- oorlaye^ daß S^e von dieser Stimmung getragen sind und dem deutschen Bolle rufe ich zu, es möge bei seiner Mitwirkung bei der gestern aufgelegten Kriegsanleihe unfern Gegnern wieder Lurufen „Und doch!" Db^Haase lUncck. Svtz>.) will bei der dritten Lesung seinen ablehnenden Standpunkt begründen. , .Zn zwecker Lehmg wird der Nachtragsetat ohne Diskussion bewüliHt. Gegen 6 Uhr vertag! sich das Haus auf Mcktwoch, 3 Ubr. Novelle zum Postscheckgesetz, RüftungsbetrreLe. Var verhalten Hollands. Haag, 19 .März. Der Minister des Aeußern Lom don erklärte in der Zweiten Kammer. Obwohl die Re- Äwrung noch keine Mitteilung über die Aufnahme erhalten habe, die die ncederländischen Bedingungen bei den Alliierten gefunden hätten, halw er es für nützlich, der Kammer, um feine gestrigen Erklärungen verständlich zu machen, mitzuteilen, daß die Delegierten der Niederlande bei den Besprechungen in London zugestimmt hätten, einen Teil der nreder- länü.ichen Tormage den Alliierten unter der Bedingung zur Verfügung zu stellen, daft die Schiffe nicht in der Gefahr- Armenische Gransamreiten. Kon st an tinopel, 18. März. (MTV.) Dic. Lliganoe Milli verbreitet folgenden Auszug aus oen Depeschen Kommandierenden der dritten Armee über armenische Grausamkeiten: „Tie Armenier metzelten etwa 50 Muselmanen aus Hochan und Kaltschik nieder. Muselmanen, deren. Anzahl nicht bekannt ist jurcd die von Armmiern unter dem Vorwände eines Straßenbaues aus ?Ras7ali fort geführt wurden, kehrten nicht zurück. Armenier, die aus der Stadt Erkiniß, nördlich von Erzerum, flückfteten, töteten 60 9Ruselmanen. In Erzerum fanden wir 250 schrecklich verstümmelte LeichiMire. Tie osmanische Kavallerie, die Hassan Kale besetzte, stellte fest, daß Frauen, Männer und Kinder in diesen! Tlocse und in seiner llmgebrmg in barbarischer Weise durckn Beilhiebe und Dolchstich-: von den Armenien! nieder- gemacht worden waren. Tie Armenier Xyaten mich einen Teil der Bewohner svrtgeführt und hatten Hassan Kale in Brand gesteckt." Eine Auszeichnung Mackensens durch den ÄSnig von Bulgarien. Sofia, 18. Mar^. (WTB.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agentrtt'. König Ferdinand hat dem Generalfeldmarschall v. Mackensen den nationalen St. Mexandervwden erster Klaffe mit den. Schwertern verliehen und den Minisderpräsidenten Radostawvw beauftragt, dem Generalfeldmarschall die Insignien des Ordens in Bukarest zu überreichen. Bei der lleberreichung hielt der Ministerpräsident eine wurme Ansprache, in der er die aroßen, von dem Generalfeldmarschall der Sache der b-ulgarrschen Einigung geleisteten Dienste hervorhob. Der Seekrieg. Neue U°Boot-Erfolge. Berlin, 19. März. (Amtlich.) U-Boot-Erfolqe auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 16000 Brv-Reg.- Tonnen. Ein tiefbeladener bewaffneter Dainpfer wurde an der englischen Ostküste aus stark gesichertein .Geleitszug herausg-eschoffen. Ein anderer Dampfer, wahiffcherulich mü Dontition, versank augenblicklich nach derToetonatron. Der Chef des Admiralstabs der Mar me. Aus dem Reiche. Abschaffung des EiuMrigm-EramenK. In der Smustags-Sitzung des Staakshausha schusses erklärte der preußische Kultur-minister auf Ansragerr wegen künftiger Gestaltung der Eftniährig-FreiwsllsgelmPrü^ fung, daß» seine Verwaltung die fragliche Angel egenheut- in ftändigern Einvernehinen mit der Militärbehörde weiter fördere. Nach seiner Ueberzeug-nng werde als A^ÄkAÄbnis die Beseitigunb der sogenannten WissenschafllilüLi^ Vlasung für den Einjahrigeudienst in Betracht öomnum. wovoltz er sich eine Eutlasttlug der hä-hereu Schute:: zrersprach^ die dadurch ihrer eigentlichen Aufgabe wied '.^geführt würden. Der Ausschuß nahnr die Ercklärusg. m lebhaftem Beifall auf. Fürderhin sollen für die Berechtigrmg zum einjährigen Dienst in erster Lime rein müötärrfch« Oualb täten ausschlaggebend sein. » Berlin, 19. März Der Ausschuß des Reichstages für Bevölkerungspolitik setzte l>eute dre Beratung des Gesetzentwurfes zur Bekämpfung der Ge-' schlechtskranllheiten bei § 5 fort. Dieser Paragraph gibt der Behörde die Möglichkeit, weibliche Personen, die gewerbsmäßig Unzucht treiben, einer gesundheitlichen Beobachtung, zu unterwerfen, zwangsweise zu untersuchen und zloarrgs-- weise einem Heilverfahren unterwerfen zu lassen. Nach eingehender Aussprache nahm der Ausschuß diese Bestimmung an und dehnte sie auf alle Personen aus, die dringend verdächtig sind, geschlechtskrank zu fein urrd ihre Erkrankung- weiter zu verbreiten. * ^ Wegen Beraubung von GisenbahngLtern uph Schleppdampfern auf dem füdöstl rchen Krieg^H s ch a u p l a tz hatte sich ReichswgSabgvördnster Dr. Werner am 2. 2. 18. an den Kriegsurinißer gewandt und er hi eck folgend« Antroort: „Zum Schutze der Eisenbahngüter gegen Beraubimtzeri aus /dem südöstlichen. Kriegss.chauplL6> sind pviizeickchc' lieber-- machungskommarrdt.>2 eingerichftt worden, die ihre Tüttsbnt am 15. 2. 18. aufgQWmmen haben. Wogen Verhiuderung der Be« vaubung der Donau schlepps find oie zuständigen DrenststellcV ersucht worden, das Erforderliche zu vernnlassem Essen 20. März. Ter Konzern der T Hy s s en s che» Werke überwies der Ludendorf f-Spende eine halbe MÄ> lion Mark. Ans Hessen. M a i n z, 18. März. Als Kandidat für- die: durch den Rücktritt des Kommerzienrats M o l t h a u (Maiirz) notwendig gewordene Landtagswahl im Kreise Niederolm— Gonsenheim. wurde von der Vertrauensmänner-Verfammlung der Zentrumspartei Lehrer Schorn (Mainz) Lllfgestellt. Hessifchee Landtag. Zweite Kammer. 57. Sitzung vom 19. März. Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 10 Uhr. Das Haus beginnt die Einzelberatung des StnatS- voranschlags. Kapitel 1: Rest aus früheren Jahren, wird ohne Avsfp^ache genehmigt. Bei Kap. 2: Kameral- und ForstgLter, wird eine Vorstellung de- Verbandes der Gemeinde- und Staatsarbecker. Zuschuß zu den Teuerungszulagen für das technische Personal des Großh. tl>oaters betreffend, und der Antrag Tr. Weber-Brauer auff Schaffung eines Forst bet riebs st ockes zur Beratung gestellt. Zu der Vorstellung, über die Abg. Brauer (Bbd.) berichtet^ teilt Staatsminister Dr. v. Ewald mit, daß das Hoslheater seinen Mitgliedern bisher Kriegsteuerungszulagen im Gesamtbeträge von 71161,35 Mark bewilligt habe. Das technische Personal beziehe durchschnittlich eine Teuernngsznlage von 100 Mk. Die Gewährung der einmaligen Zulage von 200 Mk. und der Kinderzulage sei bisher auf das dekretlich angestellte Personal des Hvstheaters beschränkt gewesen. Nack den mit der KabinettÄ)irektion über die Vorstellung des Verbandes der Staats- und Gemeindearbeiler geführten Bev- Handlungen, hat die Hostheaterdirektion in Ausffckü genommen» dem Wunsche des technischen Personals, auch ihm die eirmuUige: Zulage von 200 Mk. und die Kinderzulage zukommen zu taffen» in irgendeiTwr Forn! zu entsprechen und zwar schon vom 1. 2lprü d. I., dem 1. Gagentage, ab. Der hierdurch voraussichtlich ent** stehende Fehlbetrag solle aus der Krvnrente gedeckt werden. Der Großherzog habe sich mit dieser Regeluna eftwerstcrnden erklätt. Dem Anträge des Ausschusses sei deshalb beizutreten. Alsdann begründet 2lbg. Dr. Weber (Bt^.) ausführliche seinen Antrag auf Schaffung eines Forstbetriebsstockes. Er gibt dem Antrag eine neue Fassung, die den Verhandlungen im Ausschuß Rechnung trägt, und bittet, diesen neuen Antrag an den Finanzausschuß zurückzuveriueisen. Zlbg. Grünewald .(fortjchr.) erkennt die wirtschaftlich« Vorteile der Nadellwlzknllur cm, bittet aber, doch der Bucheickultur vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken, da sonst die Gefahr b& steht, daß unsere Buchannxilder verschwinden. Geh. Staatsrat Tr. W i l b r a n d stellt fest, daß die An» Pflanzung der Buck>en in Hessen nirftt zurückgegangen ist, sondern, sogar vermehrt wurde. Abg. Tr. Weber (Bbd.): Eiche und Buch: mackien 2/3 ^ hessischen Waldgebietes aus, Kiefer und Fichte nur ein Trittei Allerdings hat stellenweise die Kiefer die Buche verdrängt. Dü hessischen Forstbeamten sind für möglichste Erhaltung unserer Buchenwälder, sie mischen m den Buchenwald andere 5)ölzer hinein. Abg. Brauer (Bbd.), Ter Wald ist für Oberhessen, was der Wein für Rheinhessen ist. Der Redner wünscht, daß die Waldwesr vor den Waldrand gelegt werden, um dadurch das Feld von der Ueberschattung durch den Wald zu schützar. Abg. E i ß n e r t (Soj.) fragt an, ob genügend Holz für Ban- und Möbelzwecke geschlagen wurden und ob dafür erschwing" liche Preise vorgesehen worden seien. Finanzminister Tr. Becker macht darauf aufmerksam, daß die Anfrage Eißnert Gegenstand eines eigenen 9kntrags Köhler ist. der später behandelt werden soll. Ter neue Anttag Dr. Weber und Brmier nnrd im Ausschuß zu behandeln sein. Im übrigen wird die Regierung sich in ihren Antworten kurz fassen und bittet das Haus, das gleiche zu tun, da der Voranschlag in dieser Woche erledigt werden muß. Abg. 111 fl a b t (Fortschr.) bringt Beschverden der Beamter über Zuweisung von Brennholz vor. Kpt. 2 lvird genehmigt, die Vorstellung für erledigt erlläri und der neue dlnttag Weber dem Finanzausschuß überwiesen. Ohne Aussprache tverden Kap. 3—6 genehmigt. Bei Kap. 7a, Braunkohlenbergwerk Ludwi gs ho f sn u n g . bringen die Abg. Breidenbach (d^-^ und Dorsch (Bbd.) Wünsche für bessere Belieferung mit Preßsteinen derjen-igen ^Gemeinden vor. die auf diese Art Hausbrand ein gerichtet sind. Bei Kap. 8 lBad-Nauheim und Salzhausen) wünscht Abg. Raab (Soz.), daß die Salinenarberter dieselben Löhne erhalten sollen, wie die Arbeiter der Privatürdnstrie. Die Salinen hätte» ja auch die Salzpreise erhöht. Finanzminister Dr. Becker: Die Staatsbetriebe niüffen sich in ihren Löhnen der Pttvatindustrie mr.passen, doch kann der Staat die Löline der Kriegsindustrie nicht völlig mittnachen. Die Löhne sind iin Laust des Krieges rmr 80 Prozertt erhöht worden. Die Erhöhung der Salzpreise wurde durch die Erhöstmg der ZvUenPreise verursacht. Kack 9 wird olZne Debatte genehmigt. (Schluß ivlatt) . z. Z Urlaub Kriegsgetraut. Kart Hengst Ober-Matrosa Else Hengst geb. Baumaon März 191g. ©leßan Kaffee Astoria Z ÜRitfwoch, von nachm. 4 Uhr ab Familien-Konzert Empfehle vorzügliche Torten nnd Waffeln. ZJ Cafe Amend Hmrte Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Hotel Filpstenliof &onntnff,24.,Wontas, L5.,Vlsn»t»s, 26.MÄr* Ul^ilch nachm. 4 Ihr, and abend» 8 Uhr: Mar i n e - Festspi el e Yerführonff des gewaltigen Film werken US© Siegesfahne schloß m. frdtao den 22. märz 1918, nachm. 4 Utzr wohltätlMeitz Romen 2005D unter Mitwirkung der Sicßcncr 6 ar nifonftapcllc (KapcUmflr.: Hermann) Bilanz am 31. Dezember 1917. Aktiva. Kassenbestand Sparkassengut- haben Ausstände und Manko Warenvorrat < Einkauf) Mobilien J* <$ 162.38 5000,— 525.59 3083.07 74.43 8845.47 Passiva. Jt $ Warenschulden Stamm gul- haben Vecwaltungs- kosten Reservefonds Betriebsrück- läge » Reingewinn 778.13 360. 368.85 3000.— 2594.74 1743.75 8845.4 i Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1916 67 Zugang.1917 9 Abgang.1917 3 Stand der Mitglieder Ende . . 1917 73 Beuern, den 18. März 1918. mi Larrdw. Konsumverein JL c. G. w. u. Haftpflicht zu Beuern. Der Vorstand: Ludwig Ranft IL, Ludwig Kl oS II. Direkwr. Lagerhalter. Bilanz am 31. Dezember 1917. Aktiva. Kassenvorrat Warenvorrat Kapitalien Debitoren Emballage ^ £ Passiva. Jt $ 1795.92 Geschäftsgur- 759.65 haben der 1053.68 Mitglieder 330.— 35.05 Reservefonds 1745.— 6.— Betriebsrücklage 714.43 Reingewinn 860.87 "$660730 3650. ÖO Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1916 66 Während 1917 gingen zu. — Während 1917 gingen ab.— Daher Stand der Mitglieder Ende 1917 ~66 Oppenrod, am 19. Januar 1918. 2007 Landwirtschaftlicher Konsumtrerew eingetr. Gcnosseuschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Der Direktor: Der Lagerhalter Ludwig Balser II. Ludwig Weis. nmmasfZL 0 Ber ipi 8 W m Erklärung®-Ansprache: 2064 D Herr Theaterdirektor Artur Taeger-Hamburg. Vorverkauf: Musikalienhandlung Challier. Nachm. 4 Uhr: Schüler-Vorstellung. Bes. Platz 50, I. Platz 30 Pfennig. ii spür! toi der Mnhändler Donnerstag, 21. März, nachmittags 3 Uhr findet in Giehen „Eisenbahn- Hotel", Friedrichstratze 4 eine Versammlung statt zu der alle Schuhwarenhändler Oberhessens nebst den Kreisen Wetzlar und Marburg höfl. eingeladen werden. Es liegt im höchsten Interesse aller Schuh- warenhändler, dieser Versammlung bei- zuwohnen und wird solche bei jedem Kollegen die Ueberzeugung festigen, datz ein enger Zusammenschluß aller Schuhhändler in einem grotzen, starken Verbände heute mehr als je dringende Notwendigkeit ist. -oso Stellenangebote Referent Herr Peter Heinrich aus Köln. Peesisn Er ?.&£!, Kep.sn Bitea 82 Stsamer,lEiHaQS-o.£&andt 2 Ccli Pension 15 ran dl (Bellevue), Neuen Baue 22. i töut möb?. Zimmer frei. Bette Verpflegung, Bad, elektr. Licht. — Tel. 1085. ö Zimmer Eieg. 5-Ziaaraer-Wokg., tunt., Balkon, einaericht. Rad, Heiffwaffer, Liuoleumböden uslv., f. 1.Jn!i z. vrm. 0125 Eim, Friedrichstr. 14, I. Achte Kriegsanleihe im Betrage von 1VVV bis 400000 Mark kann ohne besondere Anzahlung gegen mätzige, vom 6. Jahre an abnehmende JahreS'oder Vierteljahrsbeiträge mittels der Kriegsanleihe-Versicherung der 1834c Gothaer LebeaSversicheriliiBhank a. 8. erworben werden. Anfnabmefäbig Und Personen beiderlei Geschlechts v. vollend. iv.Lcbensjabrean. Näheres durch den Vertreter: (fitbrädkr Zullmsini, Cietzeo, Crsbenßr. 7 . Schöne S-Zimmer-Wobg. m. relchi.Zubeh., Elektr., Gas, Vleichpl. z. 1. Juli zu vernr. 0173 Ebelstratze 3. N'ach L'Liw«vr-De!stsgs mit Zubeh. für i.Juli, ev. früher, z. vm. 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Die Altgebote nnd verschioffeil bis 25. 'März, vorm. 11 Uhr, einzureichen. Grotzb. (^n'rnbabn- BetricdSamt! Gietzrn .^ xn id Fräulein sucht ab April aus einige Monate streng diskr. Unter- kunst bei gltter Verpflegung, ^-chrnu. Angebvie um. 1907 an den Gieffener A n Zeiger. Junge Malta unJ Ssiiöler Nnden in gutem Hause liebe- vvlle Atlsnahnte n. gewiffen- hafte Verpflegung. 173? Biim ai-cksjraße Ji, II. NllDüskßlllldks für Schüler u. Schülerinnen unt. LUaffen ert. Studentin. Nab, z.erfr. t.Gieff .Anz. 2084 TnterH<'ht in den AnjangSgründen de» , - Türklschen ivird erteltt. Näh ^ , . . I?"" 206t', in der Geschäftsstelle de». Neuenw^gg?, I ®ieöcnev Anzeiger». 2088' Statt jeder besonderen Anzeige Heute mittag 1 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Müller, Maschinist im 67. Lebensjahr, was wir Verwandten und Bekannten hiermit tiefbetrübt anzeigen. ] m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Helene Müller geh. Weigel Ludwig Mtiller II. und Familie nebst allen Angehörigen schwerem Leiden unsere innigstgeliebfce, einzige Tochter Heute morgen 7 Uhr entschlief sanft nach langem srern Leid und Schwester Di na Rinn im kaum vollendeten 15. Lebensjahre. Klein-Linden, Heuchelheim, den 19. März 1918. Die Beerdigung findet Donnerstag den 21. März, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus, Frankfurter Straße 13, aus statt. iasswMVni In tiefem Schmerz: Heinrich Elan XYS. and Frau Theodor Kinn. Heuchelheim, den 19. März '.918. 2080 Die Beerdigung findet Donnerstag den 21. Marz, nachmittags 1V 2 Uhr, vom Sterbehause Wilhelmstr. 16 aus statt. Suppn-wiirze in kleinen Originalfiafchen non V,8, */ 6 Viter fahrt,Uert | ff>r. OcfclJir & Co., Kahl amMain. Vertreter gesudir. HaudelserlaubniS 2. 10. 10 vom ^anbratSaint •Onnau u. Genehmigung von Preis- prüfuugsstellen vorhanden. Statt besonderer Anzeige. Gestern vormittag 3 3 / 4 Uhr entschlief sanft meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante Frau Marie Seipel geb. Koch im Alter von 54 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Konrad S ipel, Gerichtsvollzieher i. R. Gießen (Liebigstraße 13), den 20. Mä r z IQ 18. S079 Die Beerdigung findet auf besonderen Wunsch der Verstorbenen in Wieseck Donnerstag 2 1 / 2 Uhr von der Wohnung des Karl Schneider, Alicestr., aus statt. m Süssholz «^hv in Paketen zum 20-Pf.- Verkauf. 250 Pakete PI 1 . 37.53, !0r0 Pakete 145 B5k. portofrei. Nachnahme. Preisliste über Pfelf'vraSaE-Cachoa und SahaJaitpastiiJen usw. frei , IC r tz s t «>i Witt, Jüaatborg 23. gl. %%? eingetragene Genossenschaft mit beschränkter haftpsiiA Die verehrlichen Mitglieder unserer Bank werden zu der am viettstKg de» 26. März W8, 8% Uhr abeuös im Hotelt Grostherzog von Hessen stattfindenden 59 . ordentlichen General-Versammlung ergebenst eingeladen. TageSordrrrrng: 1. Erstattung des Geschäftsberichtes für 1917; 2. Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahresrechnung und Bilanz und die dem Borstande und Aufsich^tsrate zu erteilende Entlaslung; 3. Berteilung des Reingewinnes; 4. Ersatzwahl ausscheidender Mitglieder des Aufsichtsrates; 5. Festsetzung des Hochstbetrags der anzunehmenden sremden Gelder auf 6 Millionen Mark (8 49 Ziff. 1 G. G.). 1977a |Zur Selbstanfertigg. v. Hüten* | in sehr grosser Auswahl %dch jusK, üFomon. f (Hetzen E» Schuistmty» Amsteiir- PWographen kaufen preiswert [ Photogr. Artikel in der no4a J\ Med.-Brag. i. tazplalz ' Spezial- Photo-Haas K'eazpJ. 9. Gießen, den 8. März 1918. 1VMD Gewerbedank zu Eichen eingetragene Genossenschaft mit beschrankter Haftpflicht. Der Borsitzende des NufsichtSrateS: L. Petri II. Nachlaß-Konkursverfahren. Ueber daS Vermögen des Nachtasses von Hauptmann Walter Koch von Gießen wird heute, am 19. März 1918, vormittags ll s / 4 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Louis Althofs in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. 2078B Konkurssorderungen sind bis zum 5. April 1918 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 132 der Konknrsordnung bezeichnten Gegenstände-ausFreitag den 12.April 1918, vormittag- 8 l / 2 Uhr, — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag den 12 . April 1918, vormittags 8 l / 2 tthr, — vor dem Unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 3, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkurse Masse etwas schuldig sind, wird aufgeqeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auserlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum d. April 1918 Anzeige zu machen. Großherzogliches Amtsgericht in Gießen. GescliLNpriisunst. Die diesjährige Gesellenprüfung findet im Monat April statt. Anmeldungen bittet man bis 7. April d. I. an die GcschüftSftette der Fleischer- Fnnung Gießen, Westanlage 46 (Nebengebäude) zu richtest, woselbst die Anmeldungssormulare zu erhalten sind. Gießen, den 20. März"l918. Der GesettenprizfungSauSschuj; der Fleischsr-Fnuung Gießen. L. Vogt, Vorsitzender. AMD Hslz^ersteigerrmg. Im Distrikt Stangenwald und Burgwald sollen Montag den 25. d. Mts. versteinert werden: 4 Eichen-S amme mit 1.26 cbm Wagnerholz, 2 Bucheu- Stümme mit 1,40 cbm, 250 Jicluenslangeri 3. und 4. Klasse und 12-0 Fichten-Bohnenstangen, sowie 160 Rm. Buchen und Elchen-Scheil und Knüvvel, 150i> Btichen-Reifig-Welleu, 180 Rm. Eichen- und Kiefern»Durchsorstungsrets und 10 Rm. Bucheu-Stöcke. Zusainmenkunsl vormittags 9V 2 Uhr auf der Mar- burger Strafie an der Hoheitsgrenze. Friedelbause-, am 10. März 1018. 2077O J-reib. v. Radcnauirhes Revier Friedelbauien. Schneider. Holzkohlen in Waggonladunffen und kleinen Posten liefern Gebr. Riess ♦ Leipzig 35 Drahtaufschrift: Brüderrieß. Fernsprech.: 6622 u. 2727 Vogelfrrtter Hühnerfutter Kückcnfnttsr Papagcifuttcr empfiehlt Wfrllerrfels Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Begräbnis unseres lieben Vaters Wilhelm Barthrl sagen wir vielen Dank. W. Barthel und Else Mühlberger. Gießen, den 19. März 1913. 2061 Marktplatz 21, »» gegenüber d. Engelavotheke. Marmelade-Verteilung. (Ausgabe Nr. 16.) Vom 21.—28. d. M. wird in den KleinbandelSgeschästew ..in denen der Bezugöabsdmitt 10 der Lebensmittelkarte abgegeben wurde, gegen Vorlage der Lebensmlttelkarre und Ablieferung des Beznasabrchntttes Nr. 16 1 Pfund Marmelade Lum Preise von 90 Pfennigen für das Pfund verabfolgt. Die Ablieferung der Bezugsabschnttte 16 durch die Kleinbandelsgeschaste hat bis ivätestens 8. Avrrl d. I. auf Grund des 8 4 der Verordnung vom 1.8. l. 18 beim Slädr. Lebenömtuelamt, Zimmer Nr. 12, zu erfolgen. Gietzen. den 19. März 1918. 20698 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelanrt)._ Inh.: €1. Jiermea Ba&nholsSraQe GO. Tel. 1697. Beginn des neuen Schuljahres Anlass April 1918. Geschl. durchgof. Balklahre JsIb r fcsklassen d. geprüfte Handelslehrer Bes. Kurse f. Anwärter d. Baasitöälaslii&liTs (Post-, Telegr. u. Eisenb.). Anmeld, rechtz, notw. Prospekte frei. [1218 Leitung: Hofral Hermann Stoingoeiter. Samstag de» 23. März, abends TV» Ubr: Gesamt-Gastsplel von Mitgliedern des Mainzer StadttheaterS 9 u Schauspiel in 3 Akten von Rtch. Dehmei. 2086c Das echte Kasseler Süimens-B^ot ist von jetzt ab wieder regelmähig und tn bekannter Güte gegen Brot» marken erhältlich bet ( 1M9 hv Carl Schwaab y Gg. Wallenfels, Hch. Driesch. AsitliKe BckilirittiülichMzktr kr Stiit Tikßrs. Betr.: Ausgabe der Vollmilchkarteu. Bekanntmachung Die Ausgabe der Vollmtlchkarten an Kinder unter 6 Jahren, werdende und stillende Mütter, sowie an alle Kranken, denen üver den 1. April 1918 Vollmilch bewilligt worden ist, findet SamStag den 23. d. M., vormittags von 8—12 Ubr und nachmittags von 2—6 Uhr in den zustan' digen Bezirken statt. An Kinder, werdende und stillende Mütter, denen rmr bis zum 1. April 1918 Vollmilch bewilligt worden iti, und an vorübergehend anwesende Personen erfolgt die Abgabe der Vollmilchkarten aus Jtmmer Nr. 7 des Städt. Lebensmlttelamteö, ^it-Anlase 13 und zwar an solche mit den Anfangsbuchstaben: A biS R Donnerstag den 21. März j bis Q Jreilag den 22. März R biS Z Samstag den 23. März vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmillasö von L bis 4 ^Die AuSweiskarten zum Bezüge von Vollmilch smd den 19. Mär» 1918. Ml» Der Oberbürgermeister (LebenÄmittebamt). Sperrzeit von Tauben. Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Artikel 89 Absatz 1 Zister 2 des JeldstraigeseveS vom 13. Juli 1904 und des § 2 des ReichSgesetzes. betreffend den Schutz der Brieftauben usw. vom 28. Mai 1894, NeichSgesetzblatt Seite 64 ausge ordert, ihre Tauben während der Saatzeit bis Lum S. Avril d. I. elnzuhalien. Diese Sperrzeit findet auf MiUlarbrieftauben für.die ersten 10 Tage der Sperre Anwendung. Giefien, den 19. Aiarz 19181 2070B Ter Oberbürgermeister. I. D.: Grünewald. Bekanntmachung Die in Geinühheit des Rcichsv ebienchenaeietzes auf- aesiellten Listen der beitragspflichtigen Pferde- und Nindvrebbcsitrer der Siad> Gtenen und der Gemarkung Schissenberg liegen während 8 Tagen vom Tage der Ber« östentlichung dieser Bekanntmachung ab auf dem Stadt» Zimmer Nr. 15 — zur Einsicht osten. Einwendungen gegen die Einträge können nur während dieser Ostenleguugsfrist und nur von den beteiligten Vieh- besitzern vorgebracht werden. Gieheit, den 16. März 1918. 2068 B Der Oberbürgermeister: Keller. HöizUl'slti^rllU llkk Staut Elches. Donnerstag den 21. März 1918, vorm. 97* llbt beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Giehen im Bezirk des ^orstwarts Geisel-Giefien meistbietend versteigert: 4 rm Vuchen-Scheitholz 76 , 1 5 , 10 , 36,5 4,2 41 2 Eichen- Birken- Linden- „ Kielern- „ Jichten- „ ^ Budien-Knüppel Eichen- « Linden- 69 im Kiefern-Knüvvel 68,3 „ Fichten- „ 80 Wellen Buchen-Retsi^ 1260 „ Eichen- n 1770 „ 51lefern- „ 2400 „ Fichten- „ 7 rm Etchen-Siockholz Linden- Die Zusam nenkunfl ist am Alten Steinbacherweg an der 3. Schneise. Hotzhandler find vom Mi!bieten ausge« chlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen Eigenbedarf tetgern. " 20048 Gtefien, den 16. Mörz 1918. Der Oberbürgermeister: I. B: Grünewalk. Nr. 67 Swettes Blatt Meßener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 20. Marz \9\S Aus Stadt und Canft. Gieren, den 20. März 1918. Viseribahnreformen. Tie „Norddeutsche dClgemerne Zeituncst^ schreibt: Tie durch die DasoSVresse versckstedentliich gebrachte Mitteilung, der Minister der öffeMicheu Arbeiten habe im Llbgeorbneten^ Hanse erklärt, die T«Züge sollten in Ankunft nur iwch die 1. und 2. Masse Uhren, trifft nicht zu. Bei der Mnßerordentlichen Steigerung aller Ausgaben ist die Eisenbahnvenvaltung allerdings (genötigt, durch eine Vereinfachung der Zugbildung auf eine Herab- rninberuug der Betriebskosten brnMwirk-en. Diese Vereinfachung soll aber dadurch erreicht werdest, daß künftig, und znvar voraussichtlich erst nach dem Kriege, nach den: folgenden Richtlinien in möglichst weitem Umfange in den Zügen tunliM mir nockn zwei Wagen klaffen geführt werden. Für di e überwiegende M ehrzahl der 0-Züge (Schnellzüge) — etwa 75 v. H. — soll die 2. und 3. Klasse vorgesehen toerden. Ein geringerer Teil der 0-Züge — etwa 8 bis 10 v. H. — soll wie früher nun: die 1. und 2. Klasse führen. Hierfür sollen in erster Linie die v-Hüg-e in Frage kommen, die dem großen internationalen Verkehr ,awie dem Verkehr zwischen den Haupt verkehrspunkten dienen und bei denen auch bisher die 1. Klasse gut besetzt war. Diese Züge sollen unter Einschränkung der Zahl der Aufenthalte mit besonderer Besästeimigung durchgeführt und, soweit möglich, mit Wagen neuer Bauart ausgerüstet werden. Auf Strecken mit geringerer Zugzahl und da. wo es in Würdigung be- ' simrderer VerwhrsVerhältnisse geboten sein sollte, werden jedoch lanSnahmsweise auch O-Züge mit der 1., 2. und- 3. Klasse bestehen bleiben. Da für weite Reisen sckstm jetzt die O-Züge bevorzugt tverden, sollen die den durchgehenden Verkehr bedienenden Eilzüge in v-Züge umgewandelt werben. Eilzüge sollen im allgemeinen Mrr noch auf mrttkere Entsermurgeu, etwa bis 250 Kilometer, gefahren werden. Sie führen grundsätzlich nur die rßbeite und dritte Klasse. ES ist ferner die Einrichtung von Ellzügen mit 3. und! 4. Klasse in Aussicht getrommen, da die 4. Klasse nicht nur im Nahverkehr, sondern tm gewissen Umfange auch auf weite Strecken benutzt wird. Es soll damit auch den Reisenden der minderbemittelten Kreise die Möglichkeit geboten werden, rveite Reisen in kürzerer Zeit zurückznlegen. Diese Eilzüge sollen vornehmlich dem starken, sich auf weite Entfernungen, wie z>. B. Berlin—Frankfurt (Main), ab wickelnden Verkehr der Arbeiter und ihrer Angehörigen dienen imb im Anschluß an Tagespettsonenzüge auf' solaren Strecken verkehren, auf denen Reisende in größerer Zahl die Fahrt in der 4. Klasse cmf weite Entfernt vagen zn rücklegen. In den eigentlichen Personenzügen fällt die 1. Klasse grundsätzlich weg. Schon jetzt ist sie nach und nach beseitigt, ohne daß sich Urrzutraglichkeiten ergeben hätten. * ** Nährnrittel - Vefr' brauchsvegellung. Die am 15. und 16. d. M. zur Ausgabe gelaugten Zucker- und Nährmittelkarten sind bis spätestens 26. März 1918 einer Verkaufsstelle Zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung "des Kontrollabschnittes vorzulegen. Näheres siehe die Be- kanrnttnachrrngen in Nr. 65 des Gießener Anzeigers dieser Woche. ** Aus-gabe v>on Kunsthonig. Vom 20. bis 26. März 1918 wird in der: Kleinha n delsgeschäften, in denen der Bezugsabschnitt IO der Lebensmnttettarte abgegebep wurde, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Llbgabe des Bezugsabschnittes Nr. 15 250 Gramm Kunsthonig verabfolgt. Näheres siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil der Nummer 65 des Gießener Anzeigers vom Montag dieser Woche. ** Ausgabe der Pvlltnilchkarten. Die Ausgabe der Vollmilchkarten an Kinder nnter 6 Jahren, werdende und stillende Mütter, sowie att alle Kranken, denen über den 1. April 1918 Vollmilch bewilligt worden ist, suchet Samstag den 23 .d. M., vornrittags von 8—12 Uhr uud nachmittags von 2—6 Uhr in den zuständigen Bezirken statt. Siehe Bekanntmachung. ** Marmelade-Verteilung. Vom 21. bis 28. d. M. wird in den Kleinhandelsgeschäften, in denen der Bezugsabschnitt 10 der Lebensmittelkarte abgegeben wurde, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Ablieferung des Bezugsabschnittes Nr. 16 1 Pfund Marmelade zum Preise von 90 Pfg. für das Pfund verabfolgt. Siehe Bekannt? machung. **SperrzeitvonTauben. Die Besitzer von Tauben werden aufgefordert, ihre Tauben während der Saatzeit bis zum 5. April d. I. 'einzuhalten. Siehe Bekanntmachung. ** Tie Freiwillige Gails ch e Feuerwehr hielt Hestern iaberrd bei Kamerad Arnold, Schipkapaß, ihre diesjährige sehr gut besuchte .Hauptversammlung ab. Nach dem vom ersten Hiauptmaun vorgetragenen Jahresbericht stehen von den 99 aktiven Mitgliedern zurzeit 56 rmter den Fahnen. Ein äußerst treuer und tüchtiger Kamerad, Wilhelm Leun, blieb auf denn Felde der Ehre. Außerdem beklagt die Wehr den Tod ihres langjährigen Rechners Robert Sattler, der in tteuefter und Eifrigster Pflichterfüllung nahezu 40 Jahre dies Amt zur vollen Zufriedenheit verwaltete. Die Versammlung ehrte die beiden Kameradei: in besonderer Weise. Dem ersten Hauptmann Karl Wenzel, sowie den Kameraden Anton Lehr und Karl Schön wurde das von Sr. .Kgl. Hoheit dem Großherzog gestiftete Ehrenzeichen der Hess. Freiw. Feuerwehren durch Gwoßh. Kreisamt Gießen überreicht. Auch war die Wehr tt: der angenehmen Lage, für 5- bis 45jährige Dienstzeit weitere 21 Tienstausz-eichnnngen zu verleihen. Der Wehr gehören , noch 17 Kamcraoen an, die 25 und mehr Dieuftjal/re haben. ** Mar i n e- Fe stspiele im Fü rsten hof. Zum ersten Male wird uns Gelegenheit geboten:, die geheimnisvolle Tätigkeit unserer ersv-lgr'eichen U-Boote kennen zu lernen. Gelegentlich des au: Sonntag, 24. März, bagtt manchen Gastspieles wird das gewaltige Jilmwerk „U 35" vorgesührt. (Siehe Anzeige.) Tie „Frankfurter Zeitung" schreibt scher den Film: U 35 im Kino. Wenn in dem langen, schmalen Vorführungsraum das Licht auffchießt und hundertfältiges Leben an die weiße Wckrch zaubert, in d,rs der schlanke Bug front U 35 in prächtigem Anprall man bretten Wögen überschäumt, hineinrattsM, da ist es einen:, als stehe man selber an Deck des U-Bootes und beginne mit KapttüNtentnant Arnauld de la Periere j-e-re berühmte Fahrt, die den: Feind 60 000 Tmrneüi Schiffsraum kostete und 21 Schiffe ans dem Grund des Meeres verschwinden: ließ. Nach iveaigeu, sehr stimmmrgsreichen Aufnahmen folgt ein Kampfbild 'nach den: madern: vor dem kleinen, gefährlichen Boot schaukelt der riesige Leib eines niedergekämpften feindlich:-:: Schisses auf wird ntteder. Durst;, die in allen: Spiegelungen un:d Bewegungen glänzenden Wellen sieht mau das Ueberivasser-Torpedo seine schaumgekrönte Bahn: ziehen, bis es den Rumpf oes 5bolo-ssts, der, von: allen Passagieren: verlassen, hilflos oaliegt, erreicht unü> ihm die Einrgeweide zerreißt. Wassersäulen, Rauchmassen mch Sch iss steile wirbeln: durcheinander. Wie ein Kranrler auf denn Sterbelager ivirft sich dar Schiffslech langsam und schnoer hin und her. Doch schon: begiuntt der Todeskanrps. 2ln den Bordwänden nagen unablässig Hnnrderte kleiner nveißer Wellen:, als wollten: sie helfen, den Riesen in den: .Grund zu ziehen. Das gelingt bald. Das Vorderteil taucht langsau: ins Wasser, das Hinterschiff mit dem Abwehrgeschütz rich'et sich steil auf, und in 'wenigen Sekunden gleitet das gr-wattige Schiff zur Tiefe lstnmb. Mit allerlei Variationen wiederl-olt sick» da- gleiche Schauspiel noch viele Male. Ein präch-llger Film. In den: Programm der Kinotheater, in das er nach serrwr nichtöffentlichen Vorführnmg ausgenommen: werden soll, wird ec nrich, nrnr ein: spauuencheS Schnn'.objrkt sein:, sondern: auch ctt: wertt'olle' Dokum-eitt unserer Zeit. Er wirb die Aufgabe, die ihm gestellt ist. trefflich erfüllen: ein Bild von den Leistungen unserer tt.-Boot-Waffe zu geben: und zugleich einte Dorsiellung von dem Schaden: zn: vermitteln, der unseren Feinden Dag für Tag zugefügt ivird. ^ dttheater. Anläßlich der am Saiustag stattfiudcn- den Ausführung des Dehnnelscheu Schauspiels „Menschenfreunrde" tWSKM2*MbE*.~di'er. & Hoch - Weisel, 19. März. Tie 32 Mitglieder zählende Bezugs- imb Absatzgonofsensck^ft HvchW-oisD hatte im verflosse- n:en Jahre^als Aufkäufer tmb U.n!er-Kommissionäre bei der Erfassung von: Frucht, Obst nrud Kartoffeln mttgewirkt mW bannt für ihren Teil sich in die Erfafsnngsorganrsatton ettrgereiht. D-urch die 6)en:ossenschaft wurden: 8659 Zentner Körnerfrüchte, Obst uno Kartoffeln im^ Werte von 121 390 s)Nark abgesetzt. Der Wert der gelieferten Schur eine beträgt 6426 Mark unb der sonstige Warenv- absatz belänfft sich auf 9313 Mark. Nach ^lbzug der Berwaltungs- Vvston verbleibt ein Gewinn: Vvn 5824 Mark, nvelchev zur Zeichnung von: 3000 Mark Kriegsanleihe und der Rest zur Stärkung des Vereinsvermögenrs dient. Die erhaltenen: Gebühren stießen: ungeschmälert der Genossenschaft und damit wieder dem Erzeugerort SU. , Lang enha in, 19. März. Tie Hessische Tapferkeits- Medaille erlste'lt der Schütze Erntst Werner; sein Bruder, Musketier Karl Werner, nvnwde mit dem Eisernen Kre:^ 2. Klasse ausgezeichnet. Starkenbnrg und Rhcjithessen. R. M. K. Darmstadt, 19. März. Ans Verantlassnrng des Ernst--Lu!dwiig-Veveins zur Errichtung billiger Wvl-nungen: ffand vor kurzem eine Besprecht.mg der auge'ebentsticn: hessischen Architekten statt, um die Beschaffung von Arbeitskräften imb Baumaterialien: zur baldmöglickren: Aufiralune der Bautätigkeit nach dem Kriege zu besprechen. Ten Vorsitz führte Ministerialrat Dr. Wagner. In: der eingehenden Aus'sprackre, an der sich LandeZwohnnmgs-, inspestor^ Gretzschell betesti^te, nwtrde hervorgehobrn, daß der Naturslern wieder nnehr wie bisher für den WvhmrngSban lneran- gezogen noetzden nnässe. Es wurde zun: Schlüsse ein engerer Arbetts- ausschuß eingesetzt, der die ernzelnwi: Fragen: prüfen und alles vorbereiteu soll, damit nach dem Kriege baldigst und nröglichst billig gebantt werden farmt. = Ans dem Oden Wald, 20. März. Bei der Verpachtung; der Genwindefagd von Mackenbeim bei Oberabtsteuwch stieg der bisherige Pachtprcäs von 60 Mark auf 1255 Mark. vesseu-Nassarr. mr. Fra nkfurt a. M., 20. März. Das städtisck^ Arnnenamt soll nach einem Beschluß des Magisttats in ein Wohlfahrtsamt unrgewandelt wnden. Dem nteuen Amt sotten alle Fürsorgezweigc auIegliedert lverden, also nicht nur die Armewasteae, sondern: auch die Bekä.ignmg auf dem Gebiete der Ertverbsbeschränktensürsorack der Kran lenfürsorge (Lungen-, Geistes-, Nerven:- und Geschlechts» kranke), überhaupt die gesamte unterstützende oder vorbeugeudc Wohlfahrtspflege soll dem Amt zu gewiesen nverden. Die Znsanmnen- setzung des Amtes soll aus mindestens drei Magisttatsmitgliedern (darunter der Vorsteher des JügendarnteZ) denn Oberstcüüarzt, zehn: Einr.vohnern:. von denen Zwei Staidtverordrtete sein sollen, drei Armei:vorstel)ern, drei Vertretern der privaten Fürsorge und zwei Frauen bestÄ-en:. Mit der Errichtung des Wohlfahrtsamts wird einte Neneintestnmg der ^lrmenpftegicübezirke Hand in: Hand ge'hcn. . Frankfurt a. M., 19. März. Auf einer Versteigerung bei H e n r i c i (Berlin) wurden zahlreiche Goethe-Andenken zn: erheblickien: Preisen: verkauft. Den lHöchstpreis erbrachte ein Exemplar der Erstausgabe der „Leiden des jnngen Wert her" mit den eigenhändigen Verbesserungen Goethes für die zweite Ausgabe mit 9600 Mk. 3300 Mk. kamen für das der Temviselle Wilhelminr Herzlieb gewidmete Exemplar von „Hermanm und Dorothea"" ein Ein hübsches Widmungsblatt Goethes mit den: Spruch; „Rente, wem: es brennt, so lösche, hat's gebrannt, bau wieder auf" brachte 2400 Mk., ein anderes, vermutlich für die Familie Frommaun in Jena geschrieben, 1250 Mk. Kassel, 19. Mürz. Seit Kriegsausbruch galt der Lanp sturmm>ann Bonsennteier aus Vteuden als verschollen. Tie Militärbehörde bestätigte den Tod, tvovanf sich die Frau des Land stürmers vor einigen Montaten ivieder verheiratete. Dieser Tage traf ein Lebenszeichen des bis dahin: verschollenen Manntes aus Rußland ein. Bouscmeier hatte hier bis Friedensschluß in fangenschaft geschutachtet; alle feilte Briefe an die Frau sind nie- nnals .eipgetroffen. Run teilt er seine baldige Ankunft in der Heimat u:it. = Kassel, 20. März. Aus dem Obersiiadt-Bahnhofe wurde dieser Tage eilt während des Krieges erbauter Postbahuhos dem Verkehr übergehen. Der neue Bahnhof nun:faßt vier größtenteils überdachte Ladebahn stüge von: zusann men 450 Metern Sänge und sieben Gleise von zusammen: 750 Metern: Nutzläntge. Mit dem Postantt ist auch der aus weiten Gebietsteilen Hessen-Nassaus Thüringens, Wttldecks und Westfalens tt: .Kassel zusamnnenströ- rnenttne Militärpaket-Berkchr als DurckMtgs- bzw. Umichha-gspos, verkukipft. Amsterdam, 17. März. (WTB.) Sintern hiesigen Blatte Msivlge werden ungefähr f-ünfzig Dabakittbriken von Montag an. ihre Arbeit rvegen McrnrgÄs an IHoHstoffen: einstellen. Amsterdam, 13. März. (WTB. Nichtauttiich.) Wie em hrejiges Blatt aus Wiindhoven: erfährt, ist durch Bermittlinng der Zenrtralleitnmg der Zigarreidarbeiter^Berbände die Schließung der Fabriken in ber L>tadt imb ihrer Umgebung noch ettnmal verhindert worden. Man nvird sich energisch bemühen, Tabak zu bekommen. WermiUlyte&> .K. S. Meinheinn, im März. Tie Mandel bäume stehen in hiesiger Umgegend:md längs der Hänge der Bergstraße seit heute m voller schneenveißer Blüte. .Falls das sonnige Wetter anliält sv steht in der Bergstraße ein weißes Blütenostern in .Aus- iwsx-u-.muu sicht. Na ch «den F-ruchtansätzea: zu urtei len, sind die Dedttn g^ n n <ür das Obsftahr 1918 nickst ungünstig, zumal tt: diesem eine Lpätblüte stattftnrdet, die gegen WitterungsunbNl nüderstands- fähig ist. * G r a n d e n z, 20. März. (L. A.) In T : r s ch a u nvurden 15 jugendliche Personen verhaftet, die fortgesetzt Eilgüter auf der Güterabfertigtutg in großen Mengen gestohlen haben. Nvirfkagett -sr Revaktkon- Mttouvme rlttfragcn bleibeo unberücksintztigr^ C. h. } U- 1 Deckoffizier kam: jeder Kapitulant werden, auch bei Volksschulbilduntg. Die Ausbildung ist kostenlos. 2. Wer als Sch'iffsfuuge eintritt, kann sich selbst mit Volksschulbilttuna zum Steuermann nsw. ennporarbeiten. 3. Je nach Bedarf und Qualifikation: lärru die Stufe des Deckoffiziers schon nach 10—12 Jahren err-eickst werden. 4. Wenden: Sie sich an das Bezirkskommando, wo Sie lMes Weitere erfahren tverden:. Letzte nrtclmcli£ci?. (WTB.) Grohrs Hauptquartier, 20. März (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und Deutscher Kronprinz. Zwischen X ig'r Küste und dem La Bassce-Kana! Lauerte die rege ErttmdnngStätigkeit fort. Das in diesen Abschnitten am Morgen obflanen.de Arlillerieftuer nalM am Nachmittag wieder an Stärke zu. Au der übrigen Front lebte die Ge- fechtstätigleit nur in den Abendstunden südwestlich von Cam- brai, zwischen Oise und Ailette, nördlich von Verry au Bae und an einzelnen Stellen der Champagne auf. Heeresgruppen von Gallwitz und Herzog Albrecht. Der Feuerkampf vei Verdun ging heftig weiter. Die beiderftitigeu Artillerien bekämpften sich vielfach mit größerem Munition sei nsatz. Nordöstlich von Burrs brachte ein Angrisssunt-'ruehmm Gefangene und Maschinengewehre ein. .Stark- sä igkei cn w ckeltt d r Feind im Par.o WaOe Das vom frühen Morgen an gesteigerte Feuer hielt fast ohne Unterbrechung bis zur Dunkelheit an. Auch in den Abtritten von Vtanwnt und Vadonvillers war die französische Artillerie rcge. Osten. Zn der Ukraine haben württembcrgische zur Säuberung der von Olwwpol nach Nordost führenden Bahnen vorgehende Truppen bei Nowo-Ekrainka stärkere Banden im Kampfe vertrieben. * Der vertragsgemätz am 19. März abgelaufene Waffenstillstand mit Rumänien wurde bis zrrm 23. März, Mitternacht, verlängert. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister Luden darf f. ^ * Der „Vorwärts" über den Fall Lichnowsky. Berlin, 20. Mävz. Im ^Vorwärts" heißt es; Es ist keirnH Schmrde nmd bvauchit kett: Ilngilück zu sein, haß die deutsche Politik vor Ausbruch des Krieges auch außerh^tlb der Sozialdemiokvatrk» scharfe AnfeckstrurV geftnst>en hat. Das Auslimd darf dies als Züchen dafür ansehen, daß tt: Deutschland die Gewissen tüncht schlafen.. Aber es würde sich täuschen, wenn es fron dieser Veröffentlichung einen: Nrederbrnchj der allgemeinen Stimmung erwartete. Diejenigen in Teutschlantd, die manches für richtig halten, tvaS Lickk-udnosky sagte, werden sich dadurch in ihrem Willen- das Land vor einen: Niederlage zu bewahren, nickst erschüttern lassen. Die Entscheidung Hollands. i Köln, 20. Mürz. Zur Annahme des Berban:ds-Ulti- matums an Holland bemerkt die „Köln:. Ztg."n Wir haben: uns an die Ergebnisse zu halten:md man: kann sie in einen: Wort zusammenfassen; Verlängerung des Krieges. Man darf aber die Rechnung des Verbandes nicht damit für abgeschlossen halten, daß der Lebensinittelversorguntg und der Tr::vpenü>eförderung neue Möglichkeiten geschaffen tverden, vielmehr steigt mit den: Zeitgewinn die Aussicht, auf dem europäischen Kriegsschauplatz Verstär- uiugen: auS den Vereinigten Staaten: erscheinen zu sehe:: und den schon in Frankreich gelandeten: Truppen eine Schulung angedeihen zu lassen, durch die sie wirkliche Gefechtssähigkeit erhalten. Schließlich sprickst zweifellos die Hoffnung mit, das erzwungene Verhältnis Hollands könne zu einer Zuspitzungnnserer Beziehungen zn: Holland !ähren, die mit dem Bruche endet. Wir können nur Wahrscheinlich- keitsschlilsse aus den Gedaukengang unserer Gegner ziehen:, glauben aber ans dem richtigen: Wege zu sein. Das eine ist sicher: Auch eine Verwicklung, wie sie entstehen kann, ist feine Ueberraschnng für unsere Oberste Heeresleittmg. Wir müssen es dem niederländischen. Volk überlassen:, wie es seine Stellung zu uns nmd seine Geschicke gestalten: will. Aber wir leben im Krieg und haben das Recht, die Neutralität nicht zu unserem Schaden beschädigt zu sehen, ohne einen Ausgleich dafür zu haben. Die BesprechAng der Regierungserklärung in der holländischen Kammer. Haag, 19. März. (WTB. Nichtamtlich.) In der Kammer erklärte ans die Rede des Münsters Lmcdon der Führer der christ- üch-historischen Partei de S a v e r n i n - L o h n: a n u , daß er er- ckttnntt sei über die Erklärungg der Regiernng, noelche im Wider- sstTuch mit den Reuteverklärtmgen über die Forderung der Mti- lertent stünde. Tie Regierung spreche von einer Vereinbarung, aber wenn man es mit einem Kompromiß zu tm: Habe, , j spreche man '.uckst von: Forderungen, sondern von Dedmgungu:, er frage ob dre Regierung einen: Zrvcmye gewichen sei, ferner, warum die Re- giernng von Deutschland 100 000 .Tonnen: Weizen im:erl?alb znvaier Moräne gefordert habe, während aus den Erklärungen des Land- wirtschastsnrmisters hervorgehe, daß die .Niederlande noch bis zum Jul: oder August Brot hätten, iffianrm gibt die Ragienmts Reaste des nrederlmrd:schien Volles Preis, ohne mit den General, stöben verhandelt zn haben? Unser Volk ist n'^-' so entartet das; es nicht Not und Mangel vorzieden noi'irr - dm llimb^ häugigkeu zu retten. Ter Redner glnrubt, daß . rnn:g mehr an. die Int eres der Reeder als daran geduckt Die Sicherhett des Landes a ufoechtzu erhalten. Wir haben: n,.e.'s genvomten .orwern nur verloren, indem wir tt: dieser Wieise !'.:ndeltcn. Die Politik Japans. U e r d a m , 19. März. (WTB. Nichttmn.;ltt!^ . Einem lm> ,:gen: Blatte zu folge erfährt die „Tinnes" aus Tokio: In: dem heuttgeu Krön rat, dem vermutlich der Kaiser beige wohnt hat, nmck-e es für unttmhrscknoinlich gehalten, daß man: zn: einer mil:- tarnchen Aktion: üborgehm würix-, ehe das Parlament am Ende dieses Dtouats vertagt worden: sei. Heute wurde tt: einem Artikel be<3 Opponition-hsattes „A)ahit" die Mieiunmg ausgesvrochen. daß vckotono nmhrscherulich abtreten: nverde, nveil er nicht imstande sei, ftG der Zusttmnrung seuter .Kollegen zu einer Intervention zu vei- s:ck?eru, für die Motouo bereits in: November stärker ein^etretvs :st, als er Ehacbii: ober Wladiwostok besetzen nwllte Nach dem Abschluß des SviLerfticdeus zivisckwn Deutschland uud Rußland h:elt Mvtono die Zeit für ett:e Jntervension für gefamntm nnij überlegte gemdnfam mit den: Alliierten. Insbesondere stimmte Pichon dem 7 >u. ")lber obwohl England, Frankreich n:nd Italien Mononvs ^Vorschlag billigten, nvaren seine Kollern weniger e.ea:eigt, ihn: mrznnehnkcn:. Die Folgen: davon: >:>aren:, daß dir Fühlnnlg mit den: Miierton verlor, sodaß wrck, der ?lnsich: beä Blattes sein Rücktritt der einzige ?ü^weg ist.