Ar. 62 Der fitfcmt R«z«lß«r erscheint täglich, außer EonntagS. - Verlagen: Gichter LamMenblLtter; KrtisbUtt YB« len Kreis Sietzen. Sezttgspretr: monatl. uff. 1.20. vierteljährlich M. 3 60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10; durch diePostMk. 3.60 viertel- jährl. auSschi. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schrift! ellung 112 verlag.GeschäitssteÜeül AnschrillfÄr Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe«. Erstes Blatt 168. Jahrgang Donnerstag, U. März 191 § pastscheSkenta: 5 rank-ur 1 a.M. N 686 General-Anzeiger für Oderhessen Vcmlverlehr: Sewerdedank Sietzen 3«illing5nindöruck u. Verlag: vrühl'schr Unio.-Vnch- u. Sirin-ruckerri R. Lange. Schrtstlrltnng, SeschSftrstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. 1iiu>u4|nie oou uuzctgen die Lagesrkunrn'.er bist zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbuidltchkeit Seiienpreise: für örtliche illn zeigen 2LPi,für auswärtige 30 Pi., e ür 3tef tarnen Mt. 1.— ; bei Platzoor- schrist 20°/, Aufschlag. Hauptschri'tleiter: Aug. Goekz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Äe- richtsjaal: W. Nteyer; Anzetgenteü: H. Beck; sämtlich in Gießen. Einzug deutscher Truppen in Odessa. WO!.) Wrotzes Han-kquartier, 13. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In vielen Abschnitten lebte am Abend der Artillerie- kümpf aus. Die Erkmrdungsläligkeit blirb rege. Bei Abwehr eines belgischen Vorstoßes östlich Nieuporl uaHvteu wir einen Offizier und dreißig Mann gefangen. Eigene Unternehmungen östlich von Zonnebeke und südwestlich van Fromelles brachten dreiundzwanzig Engländer und Portugiesen ein. In der Champagne stürnrten westpreutzische Kompagnien nach starker Feuervvrbereitung die französischen Gräben nordöstlich von ProSnes und kehrten nach Zerstörung der feindlichen Anlagen mit neunzig Gefangenen in ihre Linien zurück. * Erkm r dung s tStigbeil in der Lust führte zu heftigen Kämpfen. Dir schossen gestern neunzehn ftindliche Flugzeuge und zwei Fesselballone ab. Rittmeister Freiherr von Richthofen errang seinen vier- rmdsechzigsten, Leutnant Freiherr von Richthofen seinen acht- und^vanzigsten imd neunundzwanzigsten Lustsirg. Im Osten. Deutsche und österreichisch-ungarische Truppen stehen vor Odessa. Mszedonische Front. Bei Makovv im Cernabogen hielt die feit einige» Tagen durch eigenen erfolgreichen Vorstvh hervorgerufene erhöhte Kenertätigkett der Franzosen auch gestern an. Wio« der italieuischen Front nichts Neues. Der Erste Seneralauarttermeister LudestzOrss. Der «tzendbericht. Berlin, 13. März, abends. (WTB. Anttllch.) Deutsche Truppen sind in Odessa einförmigen. Pon den anderen Kriegsfthauplätzen nichts Neues. Durch mehrere Blätter geht die Nachricht, „maßgebende"" Wgeordnete der Mehrheit des Reichstags hätten sich mit polnischen aktivistiscki-en Kreisen verständigt, um die deutsche Regierung auf einen neuen polnischen Kurs festzulegen. Diese .Meldung ist an sich schon nicht geeignet, die Sympathien für die Mehrheitspolitik des Reichstags zu steigern, denn es ist eine unverantwortliche Politik, die da gemacht wird, indem den verantwortlichen Regierungsstellen ins Handwerk gepfuscht wird. Das Mehrheilsgebräu so verschiedener Elemente wie Sozialdemokratie und Zentrum mag sonst hin und wieder einmal einen erträglichen Geschmack haben — wo inan aber damit die konsequente, innerhalb gewisser Grenzen freie und bewegliche Politik des berufsmäßigen Diplomaten ersetzen will, da kann nur ein trübes Ergebnis herauskommen. Die Meldung berührt uns ähnlich, als ob uns gesagt würde, eine Kommission habe beschlossen, gemeinsam ein Bild zu malen oder ein Gedicht zu machen. Da wird mit dem stumpfen Pinsel der Parteigrundsätze und Programme gearbeitet, und man weiß ja, lvie das Wohlwollen gegenüber den Polen in den beiden maßgebenden Mehrheitsparteien in jahrelanger Entwicklung festliegt. Die Polen nutzen dies jetzt aus. Wie verläßlich und versöhnlich sie denken, das haben wir neulich bei der Rede ihres Sprechers im preußischen Abgeordneten-' Hause erfahren. Der neue Kurs der Mehrheit soll nun dahin gehen, daß dem neuen polnischen Staate die vor dem Kriege bestehende westliche Grenze ausdrücklich gewährleistet, daß einem Beitritt Polens zum Mitteleuropäischen Verbaude nähevgetveben, daß weiter in der Chollner Frage das politisch« Interesse möglichst weitgehend berücksichtigt, daß schließlich Polen „in der Richtung nach Westrußland, etwa dem Minster Gebiet"" ein „breiter Korridor zwischen Litauen und der Ukraine'" geschaffen toerden solle. Was nns die Polen in dieser „Verständigung"' versprechen, ist höchst »abewcheinig. Anschluß an das Deutsche Reich? Dann müßte ein guund faßlich er Verzicht auf die großpol krischen Plnr« geleistet loerden. Das haben die Polen schwerlich nn Sinn. Mit Recht meint die „Post": . . 7 -DaS,-^! rrt bkS" der „Frankfurter Zeitung" ist von den Polen wahrhaftig noch nie so ausgÄryt worben, daß sie, um etwas au empl«rgenselbst etwas geben: vielmehr versprachen sie höchstens emmal evoas, um vieles zu erhalten, wenn sie es überhaupt nicht A^brnpereim Vorzügen ungeniert zu fordern statt zu versprechen Auch setzt ta ke Rückkehr dos offiziellen Pvlcntums ju 7 ?ollu?g doch höchstens als Eingeständnis einer Neuen taktrscipen Auffassung pcc Sachlage durch das Polentum hin- ESSSSJ^SL^EfS“ 115 ^^rltch muß es den Polen daran liegen, versagen, durch gütliche llebereinkunft ilyic ~ iSSSZr Lchruens und Weißrußlanvs durät- zulepTu. Hatto» fie aber er)t einmal die Bewilligung dieser ihrer Im Reichstag, der sich ja in den nächsten Tagen über die östlichen Fragen öffentlich unterhalten wird, wird die seltsame Schieberpolitik hoffentlich in ihre Grenzen zurückgewiesen werden. Der Ssterrekchlsch-rrngarlsche Tage»bericht. Wien, 13. Mürz. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbarl: O^sttrdeichisch'MMriiche und deutsche Truppen stehen vor Odessa. In Venetien griffen zwei österreichisch-ungarische Kmnpfstnfftln zur Vergeltung feindlicher Luftangriffe den italienisclren Flugplatz nordöstlich von Mestre an. Vier feindliche ftartterrftc Jagdstaffeln wurden überfallen, auf 300 bis 500 Ädeter Höhe mit Bomben beworftn und unter heftiges Vkafchinengewehrfturr genommen. Eine italienische Flugzeughalle stürzte ein. Unsere Flieger fehrtcn vollzählig zurück imd bombardierten auf der Heimfahrt noch Treviso und die feindlichen Graben an der Piave. An der Tiroler Front besiegte Oberleutnant Linke den 20. Gegner im Lustkampf. Der Clief des Generalstabes. Der türkische Bericht. Kionstantinopel, 13. März. (WTB.) Tagesbericht. An der Palästinafront herrschte abgesehen von schwachem Artilleriefeuer Ruhe. Die am 9. Ääarz bei Togesatlbruch beginnenden feindlichen Angriffe, die fast o^re Unterbrechung bis Sum 10. Mörz spät in die Nacht hinein dauerten, wurden durch die heldenmütige Abwehr der Truppen abgeschlagen. Der augenscheinlich vom Feini^ angestrebde Zweck des Durchbruchs au der Straße Jerusalem—Nablus scheiterte. Dor Erserum leisteten die Armenier unseren Truppen ernsteren Widerstand. Nachdem raxf) gestern unser Angriff bis an die Drahthindernisse einer befestigten Stellung vargetragen worden war, wurden nachts in glänzendem Nachtangriff die HmdevuMe überrmutt mrd die feindliche Landen Wrrückgenwrsen. Unsere Truppen sind in Erserum emgerüctt und bemühoi sich die von den Ijcmoan» vcrucstuchtt» Brände zu lösch«. Da» Verhalten Japan». Tokio, 13. März. (WB.) Meldung beS Renterfche« Bureaus. In Erwiderung einer Anfrage im Abgeordnetem Haus am 9. März erklärte Moto ne, er habe von den Miierten keine Aufforderung erhalten, Truppen nach Sibirien zu schicken; es bestehe aber ein andauerrrder Meinnngsans tausch. Eine nähere Erklärung würde ^zeitgemäß sein. Der Führer der Opposition sprach zu Grursten c>er militärischen Aktion. Der Premiermini st er w- widerte, bisher sei noch keine Entschließung bezüglich der Truppensendung gefallen, aber die Regierung widme ihr die größte Sorge. Die russisch-ukrainischen Friedensvcrhaudlungen. Wien, 13. März. (WTB.) Das ukrainische Burean meldet: Kiewcr Blättern zufolge haben in Kiew die Frie- densvcrhandlungen zwischen Rußland und der Ukraine begonnen. , * Valarrd. SLockholm, 12. März. (WB.) Meldung vom SVenSkÄ Telegrambyrau Die Bevölkerung Aalands hat gleichzeitig an den finnischen Senat, den König von Schweden und den deutschen Kaiser ein Telegrarnm gesarrdt, tn dem sie anheimstellt, auf dem kommenden Friedens ko rcgreß die Wünsche Aalands zu beachten, und in dem sie sich zu einer nenear Volksabstimmung bereit erklärt, falls eure der genannten Regierungen es wünsche. * Die Umzingelung tschechischer Deserteure durch deutsche Truppen. Wien, 13. März. Die „Neue Freie Presse^ schreibt zu der Umzingelung tschechischer Deserteure durch deutsche Truppen in Rußlano: Mit schwerer Anillerie ausziehen, um den eigenen Volksgenossen zu Hause das Brot wegzunehmen, die Soldaten niedcrzuschießen, die auch für Böhmen Lebensmittel bergen sollen, das ist, nach der Politik des tzei^ens beurteilt, schlimmer als Verrat. Die Verräter an Oesterreich begingen auch Verrat am Slaventum. Das .Verhallen der tschechischen UeberlLuser ist widerwärtig. vin ««rtnelnftschlffgeschwader über SnglLnd. Berlin. 13. März. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 12. zum 13. Mürz hat eines unserer Marineluftschi f f g e s ch w a d e r mit gutem Erfolg befestigte Plätze und militärische Anlagen am Humtzer und in der Grafschaft York angegriffen. Die Schiffe stießen auf starke artil- leristische Gegenroel/r, dir den Angriff jedoch nicht anfhnllen konnte. Alle Schiffe sind unbeschädigtzurückgekrhrt. Die Führung hertte auch diesmal wieder Fregattenkapitän Straffer. Aus der Zahl der Kommandanten verdienen als altbewährte Englandfahrer erwähnt zu werden: Korvettenkapitän d. Res. Proehls. Kapitän Leutnant Freiherr Treusch v.Duttlar-Brandenftls. Knpitänleutnant Ehrlich (Herbert), Hauptmann Manger und Kapitänleutnant von Freudenreich. Sine Entschlleßnns der dentsch-tirsrer Landespartei. Wien, 13. März. (WTB.) Tie Blätter melden über eine Versammlung in Innsbruck: Die vier dentsch-t irolev Landesparteien nahmen eilte Entschließung an, snl der ein gemeinfmnes Vorgeheir mit dem Deutschen Reiche in Krieg und Frieden gefordert und als für die Tiroler Deutschen gegenüber Italien besonders wichtig erklärt wird, daß durch die Verstellung einer Tirol besser schützenden Grenze am Rand der Südalpen mit Eirwerleibung der altm deutschen Gebiete Dreizehn-, Gemeinden, Sieben-Gemeinden, Bladen und Zähre, sowie durch die Auferlegung eines ausgiebigen Kriegskostenersatzes Italien ffho seinen beispiellosen Verrat und Treubruch besttast und von ähnlichen tückischen Ueberfallen in Zukunst abgeschreckt werden müsse. Italienische Minister in Pari». Der englische Bericht über den neuen Luftaygriff. Haag, 13. M'ärr. (WTB.) Reuter meldet aus London amtlich: Ms den letzte» Bcrichvm ergibt sich, daß drei feindliche Luftschiffe zwischen 7*9 und 10 Uhr über die Küste von Yorkshire flogen. Nur ein Luftschiff wagte sich einem verteidigten One, nämlich Hüll. Ku nähern, auf das vier Bomben abgeworfen wurden. Ein Haus wurde vernichtet: eine Frau starb vor Schrecken. Die beiden anderen Lustjcliiffe schwebten einige Stunden lang über abgelegene ländlick)« Distrikte m großer Höhe und fclyrten dann nach dem Meere zurück. Die Verluste bei dem Lustangriff belaufen sich jetzt auf msgesamt 2 0 Tote und 4 0 Verletzte. Aürn befürchtet, daß noch eine Leiche unter den Trümrnern begraben liegt. * * * England» Politik und der Friede. Bern, 13. Marz. (WTB.) In einer Versammlung in der Est-ex Hau zn London am 6. März jut Unterstützung der Vorschläge Lansdownes wurde ein Schreiben Lord Partn-oors verlesen, der dem zlveiten Briefe Lansdownes vollen Beifall zollt. Lee Smith führte aris, das große Hindernis für die Friedensverhandlungen liege in dem Marbel einer gemeinsamen Politik der Alliierten. Obgleich sie ernschen würden, daß sie ihre Höchstforderungen nicht durchsetzen würden, blieben sie im Felde stehen, well sie nicht den Milt hatten, sich um den Tisch zn setzet und sich darüber zu einigen, welche Forderungen em jeder apfgeben soll. Das Vorgehen Japans werde ihnen nitue Verwicklungen bringen. Nirch Crisp bemerkt dazu, Japans Vorgehen rverde Rußland auf fünfzig Jahre für England verschließen und die englischen Fabrikanten eines miqe- henven Absatzgebietes berauben. * Graf Luxburg. Merlin, 14. März. Das B. T. meldet aus dem Haag: Hvllandsch Nieuws Bureau lutrichtet aus London: Gras Lux- bürg ist nach einer Meldung der Exchange Telegraph Conv- pany nach Chile geflüchtet. Der Militäraltachee ist ebenfalls verschwunden. Die Polizei ist seit mehreren Tagen ohne rede Spur von den beiden Herren. Es wird angenonü- men, daß Graf Luxburg sich gestern nach der deutschen Gesandtschaft in Chile begeben hat. Paris, lö. vjca rj. Mcwung öer Agence Hü- v.as. Die italienischen Minister Orlando und B i s s o l a t i find in Paris angckommen. Die Kriegslage in Zlandern. Berlin, 13. März. Aus Flandern wird lms geschriebarz Dre trockene Witterung der letzten Tage harte ein Ausflammcn der bewerseitigen Gefechdstatigkeit zur Folge. Die Anillerien tenutztertz die in Flandern so seltene Sicht, um die feindlichen Anlagen und Batterien zu schäoigen.und Bewegungen zu stöien. Starke Feuern wellen, rricht selteri bis zum Tromnvclfener gesteigert, tommo, täglich vor. Auch die Jnstruterie ist durch das Ad trocknen deö ölten SM acht selbes von 19Z.7 wieder bewegiargsfähiger geworden. Allnächtlich breck?en starke Patrouillen oder Sturinttuppen in die feindlichen Lnrierr errr, holen Gefangene \mb Beute heraus und zerstören die senrdlichcn Betonbauten und Hindernisse. Die Gegner^sind nicht müßiger. Von der Kü,ste bis zur Lys tasten fte dre \yvmii ab, um Einblick in unsere Verteidig mg zu bekommen selbst die.Belgier haben sich eittsckÄceßen müssen, mll Sboßttnpps unsere vorgeschobenen Posten zu bemrruhigen. Ter' Erfolg bleibt ihnen meist versagt, während die Zahl der belgisckren Gefangenen neuerdings nneder erheblich gestiegen ist An einer Stelle gelang es rhnen. eirien weit nrs .U-eberschveinnrungsgebiet vorgeschobenen», arn .Vorabend erst von uns genommenen Posten zurückzudrängcn und dal>ei Gefangene zu machen. Drs Aufsehen, das die Tyun!* spruche des Eiffelturms imi diesem Ereignis drei Tage lwrg matfo ton beweist daß bei unseren Feinden anscheinend ein Bedürfnis twrnegt, das Vertrauen z^rr Kampfkraft heZ belgischen Heeres zu surfen ^.ie Engländer haben zu einzelnen Un:e7ned7nurrgen ganze Batarllonc angesetzt Ihre Verluste wArtrsia" von 2767 BRT. und der ena Asche Schmier „Mc kich" von 145 ®9?S„ Mt 6rfbm griechischen Ar^pser ^^kvarmina" von 4191 BRT. und „Ebariton" von IM BNL., der italienische bewaffnete Dampfer „Atlcmtide" von S3,4 VNT. und die italienische Bark „Francesco" von 1093 BRT r Die Ladung der Schiffe bestand aus Messing. Zink, Gummi. Tabak. -Opium, Fellen, Lebensmitteln, Erdnüssen und Koprah und war nach sranzösiscl>en, italienischen oder Läsen der Vereinigten Staaten bestimmt. Außer den 7,0 Zentimeter-Geschützen der beiden bewaffneten Dampfer wurden aus den Ladungen Zink, Messing und Gummi heim gebracht. 2. Im östlichen Mittelmeer hat e'in U-Boot, Kommandant Oberleutnant zur See Sprenger, sechs Dampfer und -wn Segler mit zusammen etwa 26 000 BRT. versenkt. Im besonderen^ wurde der Transportverkehr von Alexandrien und Pon Said geiaht. Tie Dampfer waren bewaffnet. Ihre starke Siche- Oing lieh auf wertvolle Ladung schließen. Ein an der syrischen Küste torpedierter Dampfer, der Kurs auf Jaffa hatte, führte au3 der auffallend starken Detonation zu schließen, Munition. Dw Boot hat ferner auf einen als Sicherung fahrenden 5lrcuzer der MrSbisklasse einen Torpedotrefser erzielt. Ter Chef des Admiralstabes der Marine. Aus dem Reiche. Hin-rnvrrrg und Graf Hrrlling beim Kaiser. Berlin, 13. März. (MTB. Amtlich.) Der Kaiser miu> die Kaiserin sind gestern vormittag in Berlin eingetrvf- fen. Der Kaiser empfing nach einem Eintreffen den General- seldmarschall v. Hindcnburg und Anschließend den Reichskanzler Grafen H e r t l i n g zum Vortrag. Später nahm der Kaiser den Generalstabsvortrag entgegen. Staatssekretär Dr. Sols über eine Umlegung des Kolonial besitzes. i. Köln, 14. März. Staatssekretär Tr. Sols , der gestern m emcr zahlreich besuchten Versammlung über die deutschen Missio- und die kolrullaLen Kriegs ziele sprach, erklärte u. a.: Ein dw>ernder Friede wird mir dann möglich sein, wenn der kolonialen Nottvendigke-ft Deutschlands bcher entsprochen wird, als dies bei der frühe«» Verteilung des Kolonialbesitzes der Fall ge- ^Wesen. Andere und- kleinere Länder haben immer große Blitze gehabt, die zu erschließen intö- der Allgemeinheit nutzbar zu mackwn sie nicht im Stande gewesen sind, während Deutschland sich mit •einem kleinen, zerstückelten Kolonialbesitz Ijot begnügen müssen. Aus diesen^ Mißnerhältnis mußten sich mit NattcrnotwenRgkeit »virt> sckastliche St»annnngen ergeben, die das srie •! cte Ncbeneinandcr- lebeu der SSöTier störten. Ter Zustand rmrt'chastlicher und polittschr Spaamung Lvm für die Zukunft nur dadurch verleitet werden, daß lder Kbeieg eine Umlegung des Kolonialbesitzes nach meinem grerechten, mich die Bedürfnisse Toutschlands berücksiächgendeu 'Maßsdab gewährleistet. Der preußische Landtag. Berlin, 13. März. (WTB.) Der Aeltestenausschuß Abgeordnetenhauses beschloß, Samstag den 16. März , rmSsrei für Ausschußsitzungen freizulassen. Die Osterpause für rs Plenum soll am Freitag den 22. März beginnen und bis Dienstag den 23. April währen. Der V e r f a s s u n g s a u s s ch u ß wird seine Sitzungen nach Ostern bereits am 11. April wieder aus- -rehmen. Es wird angenommen, daß am 10. und 11. April sich die Fraktionen mit den Wahlrechtsfragen beschäftigen werden. Tie zweite und dritte Lesung der Wablrechtsvorlage wird voraussichtlich vor Pfingsten erfolgen, so daß die Psingstpause in die VersalsungSmäßia vorgeschriebene Frist von drei Wock>en die Mischen der dritten Lesung und der endgültigen Abstimmung notwendig ist, fallen dürften. Die Nnttomrlliberatni und der Alldeutsche Verband. Berlin, 13. März». (WTB.) Die nationalliberalen Parlamen- “ °°lankenbur«, Keinath, List (Eßlingen), Schu- Amer kenbnrg, Dr. Stresemann und Tr. Stub»nann haben btm Alldents chen Verbände nachstehende Erklärung zu- Mheu lassen: „Angesichts der innenpolitischen Haltung und der unerhörten 5klrmpfes»veis-e gegen die Nationalliberale Partei, deren sich die von dem Alldeutschen Verbände begründete „Deutsche Zeitung" befleißigt, ist es uns unmöglich, dem Alldeutschen Verbände fernerhin anzngehören. Wir ersuchen daher, uns aus der Mitgliederliste des Alldeutsck-en Verbandes zu streichen. Wir fügen die ausdrückliche Erklärung hinzu, daß mit diesem EntscUnß keinerlei Aende- amng in unserer Arbeit für eine starke Sicherung der deutschen Zukunft verbunden ist." Mb. Deutscher Reichstag. 139. Sitzung vom 13. März 1918. Am BrendcSratstisch: Freiherr v. Stein, v. Scheuch. Mzcwräsideitt D o ve eröffnet die Sitzung. Auf der Tagesord- hvrng steht die Interpellation be£ Zentrums, betreffend die wirtschaftlichen Verhältnisse des selbständigen Mittelstarkes im Handwerk, KaufmamrSftand und in der Kleinindustrie. Staatsekretär Freiherr v. Stein erklärt sich zur sofortigen sBoorrtwortung der Interpellation bereit. Abg. Irl (Zentr.): Insbesondere das Handlvcrk zeigte in den Letzten Jahren Zeichen eines neuen Aufschwunges. Da kam der Krieg dazwischen und brachte viel Elend über diese Kreise. Der -Krieg hat bewiesen, daß die Kleinbetriebe ebenso notwendig sind -Wie die Großbetriebe, und diese zu schützen haben wir alle Voran- (Ballung Für den neuen Mittelstand, die Privatbeamten und Techniker usw., ist aber viel mehr geschehen durch die Privataugestellten- j Versickerung und sonstige soziale Maßnahmen. Sv ist für die Zu- (ttmrt des neuen Mittelstandes besser . esorg t, als für die Familien' ,des alten selbständiaen gewerblichen Mittelstandes. Bersihuldung ist feingetreten. Die Unterstützungen für die Familien eingezogener Handroerker reichen nicht aus. Der Mangel an sttohmaterial und! konsttge Umstände richten das Gewerbe systematisch zugrunde. Wir wollen wissen, wie das neue NeickMüNschaftsantt sich zu dieser Frage stellt. (Beifall im Zentrum.) Staatssekretär Freiherr v. Stein: Mit dem FrageMler erkenne ich die Notwendigkeit an, der weiteren Verschärfung der schnnerige»: Lage des gewerblichen Mittel- Aandes entgegenMttvirpen und die entstandenen Schäden, soiveit es geht. auszuateichen. Ein erschvpsx-ndes Programm für die zu tref- fe»iden Maßnahmen zu mtwickeln, ist nicht meine Absicht, sonst müßte ich die gesamte Entwicklung mkseres Wirtschaftslebens nach dem Kriege in den Kr ins meiner Betrachtung ziehen. Ich beschränke mich auf einige im Vordergründe des Interesses stehende Punkte. Da ist Akerst dre Stillegung und Zusammenlegung von Betriebe,! Di« Nvtwendigileit, mit den Rohstoffen und der Arbeitszeit haushälterisch untätiges)«:, zwang dazu, eine Anzahl der Arbeitsstätten in den einzelnen Betrieben und Gelverben zeitweilig zusammenzulegen. Weiter sollte dann Vorsorge getroffen »verden, daß die im öffentlichen Interesse zur Stillegung gezwungenen Betriebe insofern schadlos gehalten ,verden, daß ihnen aus den Gewürnen der weiberarbeitonden Betriebe einige Entschädigimgen Mwährt werden. Immerhin ist diese Stillegung gerade gegenüber kleinen Betrieben eine ernschneideiide Maßnahme gewesen. Ich kann, jetzt schon sagen, daß ein« Stillegung in größerem Umsange, nreni'g- stens soweit handtverksmäßige Triebe in Betracht Kommen, nicht in Aussicht genommen wird. Mo aber die Berl-ältnisse zioingen, ist das eine selbersbchndliche Ilöotwendrgkeit, daß die davon be- twfftnan Kreist- selbst mit .Hand anlegen, um Schädigungen über notwendige Maß lstnauS zu vermeiden. Bei der Velmrtscl-aftung. te. Rohstaff-e erwarber die einen alles gute mrr vorr der- ichleunigen Rückkehr der vollen Freiheit des HarrdelS. Auf der anderen Seite wird im 0>genieiL ein weiterer Ausbau der durch den Zwang des Krieges herbeigeftkhrtrn rell beschränkt bleiben wird, da cs sinh nicht nur um die Beschaffung der Rohslvfte, sondern in gleicher Wi'is«^ um die Lieferung im großen, sei es an Private, sei es an den Staat, handelt. Auch hreriul ist der Krieg Lehrmeister gewesen. . Dü Behörden werden im Interesse des ganzen darauf bedacht sein müssen, dem Hand:verk die Selbständigkeit zu ermöglichen. Das iverdcn ne um so leichter können, wenn ihnen lersttingSsälstgr Liese-- rurgsverbünde gegenüberstehen. Ausgabe dcS Rcichswirtschafts-' amtec' wird es sein, derartige geschäftliche Verbindungen nach strattcn zu tördern. Ebenso wichtig wie die Beschaffung der Roh- stosfe ist auch die der Arbeitskräfte. Da ist besonders die Frage der Erziehung des Nachwuchses. Sck-on vor dem Kriege lwden die betretenden Haiidwerks- und Gewerbekammern mit dem Minister des ttmern darüber verharrdelt, wie hier vorgegangcn werden könnte An Hand der Kriegserfahrungen ist au eine Revision der Handwerks- und Gewerbcordnung l-ercmzugehen. Dabei wird auch die Frage zu prüfen sein, wie man uirgelernten Handwerkern den Ucbergang in das Handwerk ermöglichen tan. Mit vollem Recht wendet man auch der Schaffung von Beratungsstellen Aufmerk- >am.eit zu. Hier hat sich innerhalb der einzelnen Bundesstaaten nur Ueberemstinimung ergeben Diese Stellen sollen Arbeits- gelegenheit vermitteln. Bei der Schaffung von Rohstoffen und Maschmeu, wo die nötigen Mittel nicht beschaftt werden könnM aus eigenem Vermögen, soll Kreditgeivährung durch genossen- >a>aftliche öffentliche Mittel erfolgen. Zu diesem Zwecke sind ja die KiTiegshilfskassen geschaffen worden. (Redner gibt eine genaue Auszahlnng von der Tätigkeit dieser KiTiegshüfskaNen in Preußen. ^.aS jJirirf) wird an den Lasten des Krieges und an den Auswenduw gen ,ür die Wiederherstellungsarbeiten schwer zu tragen haben, ^.er letzte kurze Krieg liatte, wenn auch in ungleich geringerem wcaßstabe, auch die .Kreise des Mittelstandes berülwt. Damals hat das Reich 12 Millionen ausgewendet, eine für die damaligen Verhältnisse Miselmliche Summe. Wie weit das Reich jetzt in der Lage sein wird, eigene Mittel in dem erforderlichen Umfange aus zuwenden, steht dahin. Auf Antrag des Abg. Gröber (Ztr.) findet eine Bespreclmng der Interpellation statt. Abg. Brüh ne (Soz.): Nach Beendigung des Krieges werden die erngezogeneit Handwerker sich in Mafien der Sozialdemokratie anschlr-eß'nr. Ter Krieg besorgt die V.-rnichtung des Kleingen-er les Den Konkurrenzkampf gegen das Großkapital tvird der Kleinbetrieb nicht durch ühren können. Wenn bei der Urlanbserteilung aus land- nnrtschafttiche Betriebe Mcksicht genommen wird, f« bat das Handwerk zum mniwiltn das gleiche zu verlmr^gcn. Drs GroßkEpital. häuft gewaltige Göioinire ans. Tie Daimlerwerke konnten die Iie- giernng schröpfen, ohne daß der Staatsanwalt eingeschrittet wäre gingen schlimmer als die Straßenräuber vor. Mit schönen Worten kann dcnr Miittlstrordnicht gehTfen werden. Es find Tatcn notwendig. Abg. Dvorm ann iBp.): Tie Parteien sind sich einig dar über, daß dem Mittelstand gehob'lw werden niuß, uneinig nur über die Mütcl. Ob die bisherige Mittel,'tandspolitik wirl'lich eure Förderung des Mittelstandes bedeutete, inag dahingestellt bleiben. Mernes Ernchtnrs sind nur die Starken gestärkt und die Distanz zwischen ihnen und den Schwächeren aber nur erweitert worden. Lelbsthll^e h.rlten ivir noch imnrer für das Zweckmäßigste, insbesondere aus genvsscnschaftlick)em Wege. Leider war die Uebcriührung des Handels m dre üls-enttiche .Hand im .Kriege nicht zu vermeide!:. Ta, wo das Wirtschaftsleben in: August 1914 abgebrochen wur-de, wird es nicht wieder unmittelbar anknüpfen können. Dein Hand-- werk mülsc-a nicht nur von Heer und Mcarine Liefermrgen übertrageu werden, sondern auch von anderen großeu Verwaltungen. An Organisationen setztt es dein Handwerk nicht. Neben die beruflichen Organisationen nrüssen die wirtschastlickren treten. Von den vorhandenen Rohstoffe!: nmß ein angeinessener Tell dein Handwerk zugeführt werden. Ter freie Handel nr'uß sobald als möglich wieder rn ferne Rechte treten. An: allerschsversten hat der kauftnännisckse Mittelstarck gelitten, Hinzln kommt, daß ihan die Sympathien nicht erwidert wunden, die dem Handwerk zuteil > verden. Abg. Lützel (natl.): Dein Haridnierker gegenüber genügt die finanzielle .Hilfe des Reiches nicht. Es muß für Rohstoffe gesorgt werden, für deren Beschaffting in den Fricdensverträgen besondere Besttminunge:: zu treffen snch. Ferner muß die Veschafftrng von Wertz-engen und Maschinen beachtet werde::. Für die Rohstoff- beschaffung müssen den Handwerkern angemessene Kredite gewähnt werden. Für die Heeres- und MarineverwalttiTv; sowie sonstige Reick-sbettiebe müsse:: gesteigerte Liescrungscrusträoe an das Handwerk gegeben werden. (Beifall bei den Nationallibcral«:.) Darauf wird die Weiterberatung auf Donnerstag 2 Uhr vertagt. Aus dem Hauptausschuß des Reichstags. Der HauptnuSfchutz des Reichstes setzte am Mittwoch seine Verhandlungen fort. Die Abstimmung über den von allen Parteien unterstützten Antrag auf U e b e r -- wach un g der ftrr den Heeresbedarf liefernden Betriebe mü» wls Einsichtnahme in die Geschäfts>bück>er dieser Ve- triebe d:rrch das Kricgsmin:sterium, die auf diese Sitznng Mrück- gestellt war, soll erst ün Lause der Sitzutlg erfolgen. ZunackK wurde der .Haushalt der Reichsschuldenverwaltung erledigt, wobei Reichsschatzsekretär Gras Rödern Längere verttaulickre Mitteilungen machte. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen kam es zu einer län gere Aussprache über die Sparsamkeit im Reichs Haushalt. Abg. Erzberger (Zentr.) meint, der Reichstag müsse sein Etatsrecht wieder straffer in die Hand nehmen. Sei es z. B. nötig, daß das Kriegspress'eamt mit einem großen ?luftvand an Personal hier seinen Unfug treibe? Mllitär und Sparsamkeit feien ja eigentlich Antipoden um» Ludendorfs habe wiederholt zur Sparsamkeit ermahnt. Generalmajor v. Wriesberg und General von Oven machten längere vertrauliche Mittellungen. General von Coupette von der FelLtzeugmeisterei gab, wenn auch mit getvissen Einsckwänkungen, Ui, daß zuerst zu hohe Preise bewilligt worden seien, aber man müifse berücksichtigen, daß die Werke in der ersten Zeit Mich kostspielige Erfahrungen hätten, sammeln müssen. Erst die Nachkattnlatiouen konnten endgülttg Klarheit über die Verhältniffe bringen. Das Eisenhütteirwerl in Thale habe schon in Friedeirszell gut gearbeitet und die hohen. Kriegsgewirme des Werkes seien der Heeresverwaltung bekannt, aber es kömie nicht ohne weiteres gesayt werden, an welchen Artikeln mm gerade der hohe .Kriegsgeimnn erzielt wird. Bon der Felt>zeugmeisterei wird ständig nachkalknlierr und bei neuen Auf- trägwr nötigenfalls ein neuer Preis seshgesetzt. Alle Stellen, die sich mit der Preisfestsetzung befasse::, müssen nach einer Anordnung oes 5bricgsMinisters sich nnl deni Wumba in Verbindung setzei:, um bestimmte Grundsätze zu vereinbaren. tzessikchcr Lanvtag. Zweite Kammer. 64. Sitzung vom 13. März 1918 Präsident Köhler eröffnet um 9 1 /* Uhr die Sitzung. DaS Haus ist sehr schwach besucht und füllt sich langsam. Tie Tribünen sind leer. Am Regierimgstisch sind anwesend der Staatsminister v. Ewald, der Minister des Innern v. Honibergk zu Vach nnd zahlreiche Räte, später erscheint auch der Finanzminist-er. Das Haus trllt in die Allgemeine Aussprache über den Staatsvoranschlag cm. Ter Berichterstatter, Vorsitzender des Finanzausschusses Abg. Tr. Osann (natl.): Unsere Beratungszeit ist knapp bemessen: in sieben Tagen sollen tvir den Hauptvoranschlag bewältigt haben. Darum sehe ich ab von einer Darlegung in meiner Eigenschaft als Mitglied des Finanzausschusses und spreche nur als Vertreter der nationab- liberalen Partei. Ter Hanptvoranschlag enthält viel Erfreuliches: Die wirt-. ichaftlichen Verhältnisse, die sich» in Stcuercinnahmen und Holz-> geldern crusdrücken, find mit gcivaltigem Mehr vorgesehen: erstere mit, 4 200 000, letztere, mit 2 800 000 Mark. Diese Erhöhung entspricht den Ergebnissen der Vorjalire: 1916 ein Mehr an Steuern gegen den Voranschlag von 1400 000, 1917, dessen Ergebnis noch nicht feststeht, ein Mehr von mehreren Millionen, bei den »virklichen Eimullimen an Holz 1917 von 7 Millionen gegen den Voranschlag mit 5 Millionen Mark. Dagegen eine rüclläusioe Bewegung bei den Einnahmen aus Eisenbahnen: 1916 ein Mehr von 950 000 Mark gegen den Voranschlag, 1917 eine Wenigerein-i nähme von 5 Millionen und damit für 1918 ein Voranschlag von nur 15 312 000 Mark. Unmittelbar berührt unsere Finanzen dieser Auslass nicht, da er in dem 2lusgleich- und Tllgnngsstock seinen Ausgleich Hübet. Aus diesen Zahlen ersehen »vir das Bild unserer industriellen und standwirtschaftlichen Lage in günstigsten Farben, denn diese jawttenden Erlverbsstäude bringen uns das Mehr an Steuern und die gEeigertcn Erttägnisse von Holzgcldern. Wir mögen ja jetzt die günstige finanzielle Gegenwart der ^taatsfinanzen genießen, allein »vir beachten auch die Zukunft, öie lin Q em 0l c Zeit nach dem Kriege. Für sie müssen wir uns auch nach oer etwa eintretendeu ungünstigen Konjunktur rüsten und unsere Sparbüchse in dem ersten Restestock mit allem Bedacht zuiamnierihalten. Zudem l-aben wir kurz vor dem Krieg und in dem Krieg ge- loattige Lasten auf ,u»:s genommen: Tie Beamtenbesoldungs-, er Höhung von durchschnittlich 4 Millionen Mark jährlich, jetzt r:;elter dre Kriegstc-uer-nugsbieiliilfen an Beamte, Lchver usw. für 3 488»)0tt Ml., 1918 vorgesehen mit 4 455 000 Mk. Liese beträchtlichen Ausgaben lassen sich aus unsere.: Ein- rwhmen besttcilen olftle eilte Stcuereriwhmig. . Welches Bild wirb uns in der Zell nach dem Friebensschluß beschlcde»l sein? Vielleicht eine Mörder ein nähme aus Steuern, voraussichtlich nicht dauernd die so erl-eblich gesteigerten Hvlzeinnah- men. Bedenklicher aber noch wird die Belastung der Genreinden in die Erscheinung treten. Tie seitherigen Ausgaben der Slädte und Landgemeinden für die Kricgersürsorge sind, in die Millionen gelMid, ungedeckt, »verden zurzeit auf Tarlel-en genommen, vom Staate mit semeni 5bredit gedeckt und vorgeichofsen. Tie Gemeinden muffen die Schulden in festen Anlehen uni»vnndeln, für Verzinsung 'und Tilgung sorgen. Und dann das Reich mit seinen ganz be- dcutcnden Ansprück/en. Tie Verzins-nug und Tllgung der Reichs- kr:egsschulden vor: 127 Mllliarden müssen auch der einen oder anderen Fonn ixm den Steuerzahlern getragen »verden. Svlche Gedanken der Zuknntt tasten auf dem erfrei'lichen Bild der Gegenwart und r>eranl.assei: zur Vorsicht in der Verivendung der staatlichen Miltcl. Ich l-abe schon die Teuerungszulage der Beamten »n:t 1455 000 Mark envähnt: weitere soziale Maßregeln lur die Beamtenschaft sowie die Allgemeinheit sind im Voranschlag mthalten. 79 neue Beanitenstel!-m stellte Großh. .Regierung ein, die von dein Ausschüsse um 10 Stellen von Hilisgerichtsschaeibern erhöht wurden. Lassen Sie mich bei den Beamtenfragen die Steuerfreiheit der Kricgsteuewmgszulageri behandeln, die ja mit dem Hauptvoran- jchlag :n ->>erbindung stel-en. Preußen hat hier Steuersreil^eit gesetzlich ausgesprochen, wir und eine ganze Reihe mrderer Bundes- itaaten Nicht. Ich persönlich bin für Steuerfveiheit, eirrmal, »oeil es eure ungerechte und damit uneitträgliche Brüstung der iu .Hessen wohnenden preußisck-en und Reichs-Beamten ist gegenüber it>reu in Prenßeii lvohne»:den Kvlttgen. Tann aber sind die hesfisckien .Kriegsteuerungszulagen an sich schon recht mager ausgefallen und vertrage:: keinen Abzug aa: Steuenr. Redner spricht sodann Wer die Notlage des Notariats und der Rechtsan»valtfchaft. Tie Anwatts- uiid Notargebülnen sind im »vesentlichen noch ans dein Stand von 1879. Eiwlich ist die Oteichs- Vorschlag der Erhöhiing der Gebühre:: um 30 Prozent für die erste und uin 20 Prozent für die zweite Inftmiz als eine Zkriegsnotmaßnahnre hnvorgetreten; ich erachte die Er- hohung für M gering, sie entspricht nicht den Berhältnisten, in dem se:t 1679 der Geldivert gesunken ist. Mer Hessen muß baldigst mit seiner Gebührerwrdnung für Okotare und Reckitsanwälte bezüglich der freiwilligen und Verwaltungsgerichtsbarkeit folge»:. Es l?at sich ein Zusdand der Außerachtlassung der Gesetze entwickelt, der schon jetzt die schlimmsten Erscheinungeii zeitigt. Niemand küinmert s:ch um die Strafbestimmungen, sie werden ein» lach übertreten und es wird lieber ei»:e Anzeige riskiert. Das zieht iveitere Kreise: Niemals sind Eigenttlmsvergelien so zahlreich geive^jeu. Jugendliche bevölkern die Gerickztssäle als Airgeklagte, aridere Delikte als Diebstähle sind Seltenhc-it geivvrdm L:e unter.Strafe gesttstten Verbote bringen aber auch die Be- volrerniig m größte Uarzu frieden hei t. Die Regierung weiß gar Nicht, »velche Unznsriedeuheil aus dem Lande Platz -»egrisfen lxtt, m:d diese macht »:ch dadurch Raum, daß Gesetze und Verordnungen Nicht melir. erngehalten frechen. Wer hält sch an Höch'lpceise? Lre Friianzvenvattung des Reick-s gibt mit vollen Händen aus, Mid deslwlb schwellen die RuckMuulden ins Unglaubliä« Ä viel ansgegeben »wird, haben die Derdierishe der Daimler- Ge,cllschaft und anderer drastisch bewiese,:: wieviel andere Fälle konnten noch angefül-rt werden, in denen sch ganz ungerecht- pertlgte Prerst'erwilligimgen l-eransgestellt haben. In frulxren Zeiten galt der ^ratz: .Ke:,re Ausgabe ohne Teckumg: tzas kann für den Krieg »ncht mehr MifEerl-alten »verden. Es scheint aber daß man :ni Reich an die Schellbenlast, die man dort jetzt au? Nch nimmt, zu weing denkt und Tcmer: sonderlichen Hang zur LPar»amkett lind Zittücll-altting hat. Wie die Deckung, Berzin- »nng und Tilgung zu geschllw»: .hat, berührt ncht nur das Rech, ,andern ^auch dre Birndesstaaten, in erster Lblie aber den ein- ^"2^Een«rsabler. Mit aller BestimmtWt habe»: sich bereits bundesstaatlivte Mrmßer gegen den Zugriff des Reichs auf die direkte.: Steuern ausgesprvch-en, so der bayerische Fiuanzmmisti-r der oadpche, der sogar »emcnr.Rücktritt in 'Aussicht stellte »venn hiergegen gesürrdiat nnrd, und her hessisckie Finairzmiiiister der sich vor einigen Wockjen scharf geizen den Emgriff in linsere Fi- nanzantorität »varrdte. Wir stimmen dem zu und wiederholen damit nur, was nur im Interesse der Bundesstaaten sckwn früher oft, mals ausgesprvchm hatten. Es spiikt der Gedanke einer tellweistn VermögeEonsiskatwi: in den Köpfe»:, mancher, die damit bi* ReimssMId tilgen oder verringern »volle::. Niemand wird vor der Verpflichtung verständiger Schilden tllgung zurückschrecken, abe: die Wegnahme von cnnern Viertel oder einein Drittel des Vermögens ist gerade für den Mittelstand unerträglich Ich möchte — zu politischen Fragen übergeheird — absehen von der Erörterimg der parlamentarischen Regierung. Mir scheint daß die erste An»oendnng des neuen Regierungsprinzips imReick>staq nicht sonderlich zu der unbedingt nottgen Einheit des ganzen Volkes m dieser Zeit beigetragen habe. Wrr erstreben in der national- ttbera en Parte: auch mehr cm besseres Zusammenarbeiten mit bei* Regierung und einen größere»: Einfluß auf die^lbe 'm den wichtigen Fragen. Die Volksverttettmg gilt bei vielen nur als eine Geldbe- nnl lgungsmascknne, man d^nkt zu »lTcnig darmr, dc-ß sie das Volk m semen verschiedenen Bevölkerungsklaffen, in seine»» verschiedenen wirtschaftlichen und »Malen Interesse»: darstellt und deshalb Anbruch auf Beachtung u»:d Berücksichtigung erhebt. ^ Lch mer ne nicht etiva, daß die Minister gegen de»: einzelnen Volksvertreter zuvarkom»nender sein, ihn mehr Miszeichnen sollen' davon :»t n:ch^ dw Rede. Tie BolÜverttetting als solche bedarf wid verlangt e»ne größere Rttcksichtnahine. Es ist nicht richtig, daß bei eurem Be,uche dos Rerck-skcrnzlers, des Staatssekretärs in Darm- vdt allem me Regierung, aber nicht das Präsidium unserer Kammer beachtet »mrd. Nur höchst ungern haben wir uns dem Pluralwahlrecht an schließen mus»en,,um d:c direkte Wahl zu erreiche»:, de»:n ohne Plnral.vahl- rrcht keine Greste Walch, lautete damals die entscheidende Frage Wie aber »cfci tm Rnch, vielleicht auch in Preußen die Verhältnis wähl eingeführt »vcrdetl soll, so erachten wir eine solche hlr di« ^ ,,lC ^ C aH eiricn AtbgcordlietW wahlA (SchLuß Au» Stadt rrno Land. Gießen, den 14. März 1918. ** Amtliche Pers nalnachvichten. Dev Groß- herzog empfing zum Vorrvag: den <5äN.eral-Adjntanten General der Kavallerie vva .Hahn, den Borstand des Kabinetts Wirkt. Geheime rat Römheld. — Der Gvoßherzog hat am 9. März den ordentlichen Professor der Gynäkologie und GMlrtshilfe in der medizinischen Fakultät der Landes- Umversität und Direktor der Universitätsfrauenklinit in Gießen, Dr. E rich Opitz, auf sein Nach suchen mit Wirkung vom 1. April 1918 aus dein Staatsdienst entlassen. ** Die Auszahlung der Familieri--Unterstützungen an die Angehörigen der zum Heeresdienst Eingeruseinm für 16.—31 Marz 1918 findet in den nächsten Tagen statt. 'Liehe Anzeige. . ** Die Mustern na der im Jahre 1900 geborenen Landsturmpflichtigen der Stadt Gießen findet am 90. und 21. März 1918 in der Turnhalle der Stadtmädchenschule. S^illerstraße 8, statt. Siehe Bekanntmachung im Anzeigeu- ** Nähvmittel - Ausgabe. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellten Waren für März 1918 können von Samstag den 16. d. M. ad gegen Vorlage des Besüell-AuSweises zur Nährmittelkarte und Abgabe der Nährmittelmarke für März (3) in Empfang genommen werden. Siehe Bekanntmachung. ** Lebensmittelkarten-Ausgabe. Die Ausgabe der Brot-, Fleisch-, Kartoffel-, Nährmittel-, Wurst- und Zuckermarken erfolgt in den nächsten Tagen. Siel)e Bekannt machnng. ** Kaffee-Ersatzmittel. Auf Veranlassung des Kriegsaussch.'.sses für Kaffee, Tee und deren Ersatzmittel in Berlin, werden die Besitzer von Kaffee-Ersatzmitteln, die sich bei Inkrafttreten der Verordnung über Kaffee-Ersatzmittel vom 16. November 19t 7 und vc?in 18. Dezember 1917 schon im Handel befunden haben und deren Einstandspreis über dem Höchstpreis liegt, zur mündlichen oder schriftlichen Anmeldung bei dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 13, aufgefordert. Näheres siche Anzeigenteil. ** Beschlagnahme und Höchstpreise von Kuts ch- wagenbereifungen. Am 14. März ist eine Bekanntmachung Nr. G. 2210/1.18. K. R. A., bette,send Desta^scrlebung, Bescklm- nahme und Höchstpreise VM Kutschwag enbereisimgen, in Keaft getreten, durch die sämtliche getaauch.e, ungebrauchte, montierte und nichttnontiert-e LS'agengummiibercifuugen (z. B. Drahtreifen, sogenannte Kelly-, Reform- Berliner-, Ätamiheimer- und Quest-s-reifeu nsw.) beschlagnahmt werden. Trotz der Beschlagnahaie ist die Weiler- bemltzimg der auf Wagen befindlichen. Reifen bis zum 15. April 1918 ohne lveittres, nach diesem Zeitpunkt nur nach ausdrücklicher Einwilligung der Inspektion der Kraftfahrtruppen erlaubt. Eine iBeräußerung der beschlagnahmten Bereifungen ijt ebenfalls an die Inspektion der Kraflfahrtrupven oder mit ausdrücklicher Zustimmung der Inspektion der Kraftfahrtruppen zu den in der Betaunt- rnachnng gleic!"'.e'tm festaesetzien Höchstpreisen gestattet. Bereifungen, die bis zum 1. Müß 1918 nicht an die Inspektion der Krastfahr- truppcn oder a n er ne von dieser bezeichnet^ stelle geliefert odcp von dieser freigegeben sind- werden enteignet werden. Dch Be-i reifungen unterliegen einer einmaligen Meldepflicht an die Inspektion der Kraftfahrtruppen, und zwar ist der am 14. Marz 1918 vorhandene Bestund bis zaun 1. April zu melden. Kr astwag en- bereifuugen werden von 'der BckamrtmackMNg nicht betroffen. Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in der heutigen Nummer unseres Blattes einzusthen. ' ** L ich tbildervortrag. Am Muntag, 18. März, abends 8 Uhr spricht in der xmim Universitätsaula Geh. .hofrat Prof. Tr. König über feine „Winterreise an die Westfront". Siehe Anzeige. ** Kaninchenausstellung. Dem Bereinigten Kaninchenzucht- und Pflegeverein Gießen wurde die diesjährige Landes-Verbandsausstellung hessischer Kaninchenzüchter übertragen. Die Ausstellung findet zu Ostern in der Turnhalle, Steinstraße, statt. Die Vorarbeiten dafür sind fast beendet. Aus allen Teilen Hessens laufen die Anmeldungen ein. Die Sckiirmherrschaft hat Oberbürgermeister Kelle r übernommen. Es hat sich ferner ein Ehrenausschuß gebili- det und gehören demselben an: Provinzialdirektor Geh- Rat Dr. Usinger, Landgerichtspräsident, Geh. Rat Dr. Dr. Güngerich, Geh. Aomm.-Rat Dr. Phil. Gail, Geh. Komm.-Rat Heichelheim, Vankdirektor Gustav Mül- l e r ,' Komm.-Rat K l i n g s p o r, Komm.-Rat Gustav M u e l- l e r, Komm.-Rat I. V. Noll, Komm.-Rat Schirmer, Brauereibesitzer B i ch le r und Stadtverordneter Simon. Die Zusagen von einigen Herren stehen noch aus. Meldungs? schluß ist am 16. März d. I. Die Kriegs-Fell-Aktiengeselli- schaft beteiligt sich durch ihre rühmlichst bekannte Kollektion. Preisrichter sind die Herren Steinbrecher-Darnistadt, Maus- Gernsheim, Wiesler-Neu-Jsenburg und Löchel-Darmstadt. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag den 30. März, geschlossen am Dienstag den 2. April. Näheres werden die Anzeigen besagen. Landkreis Gießen. ** Utphe, 13. März. Am - vergangenen Sonntag fand hier eine g.'lt besuchte Versammlung deö hiesigen Flottenvereins statt. Der Vorsitzende Will). Filsinger eröffnete die Versammlung, mit einer längeren Ansprache, woraus Pfarrer Ku.llmann von Berstadt eirren lehrreichen Vortrag über den See- und Landkrieg lnelt. Lehrer Biedenkopf forderte zu reger Zeichnung auf die 8 . Kriegsanleihe auf. In ber Versammlung traten 5 Einwohner dem Verein als neue Mitglieder bei. % Stlnkenbnrg und Rheinhessen. --- h ei de s h e i m , 13. März. Ein mit dem Franßurt—Kölner Nachtzuge hier eingetvosfener Reisender erstattete die Lluzeige, das; er zivischen Budml^eim !und Heidenheim von zwei Burschen, die in Budenhcim ein gestiegen seien, im Abteil übersctUe.l und seiner Barsch.r t beraubt worden sei. Tie Rötabrr seien kurz vor der Stakiem aus dem langsam einfahrenden Zuge gesprungen und in der Dunkel heit verschwunden; ihr Alter könne auf höchstens 16 Jahre geschätzt werden. Nach den Versonalbeschreibimgen, die der U-ebers>ak'lene gab, handelt eZ sich Um hiesige Buftchen. von denen einer seit Sonntaguacht, dem Tage >der Tat, verschwunden ist. Dksscn-Nnssgu. — B ad h ombur g v. d. h., 13. März. Nach dem Beschlüsse von 13 größeren Bädern Westdeutschlands, die Kurtaxen tnuf- tig 511 erhöhen, stimmte auch die hiesige Stadtverordnetenversammlung der betresfend r.\ Ntagisiratsvorlage zu. Danach kostet in der hauptttrrzeit die Starte für die erste Person 30 Mk., für die zweite 15, für jede weitere Person 10 Mk. — Für die Errichtung einer Schwesiernscha't vom Rot.m .Kreuz bewi l.gte inan einen Jahresbeitrag von 1000 Mk. — Tie ha re Bestrafung der Personen, die während des Au'aut Halts der kai, erlichen Hofhaltung Hierselbst in der Stadt ohne Personalausweis augetroffen wurden, wurde in der Stadtverordnetenversammlung scharf kritisiert. Ta alle eavon betroffenen Persornn als gerichtlich bestraft gellen, hat ein Stadtverordneter, der auch iba-3 „Malhnrr" hatte, den Kaiser unter Schilderung der Berhättnftse um Milderung bzw. Umwandlung der Strafen in Polizeistta en gebeten. Tie Antwort soll der Oesfentlichkeit unlerb reitet werden. --- h ö chst a. M , 14. März. Zugunßen der Nationalsttstung sind infolge eines Merbeauftufes, der an 600 Kreis ein gesessene erging, bisher von 72 Personen 14 696 M ark gezeichnet worden. Von dieser Summe sti tele Kommerzienrat O p p e n h e i m e r - Okriftel Mein 10 000 Mk. = Vom Main, 14. März. Unter dem Namen „Bayerische Schisfsbaugeseckschast G. m. b. h." wird bei E r l e n b a ch eine Werft gegründet, die als das größte dercrttige Unternehmen am Main angesehen werden kann. Für die Anlage wurden bisher 35 000 Quadratmeter Land mit 300 Metern Wasserlänge in der Gemarkung 'Erlenbach käuflich erworben. Auf der Werft können Schiffe bis zu 2000 Tonnen Wasserverdängimg erbaut und erneuert werden. An dem Unternehmen sind vor allem Reeder aus Bayern, Hessen und Preußen beteiligt. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptquartier, 14. März. (Amtlich.) W r st l i ch e r Kriegsschauplatz. Die feindliche Artillerie entwickelte in einzelnen Ab- schnitten Mischen der Lys und der Scarpe. beiderseits der Ata-as und tm SundMu in der Gegend von Altkirch rege Tätigkeit. Auch an der übrigen Front vielfach lebhafteres Störungsfeuer. Kleine In fanteriegefechte im Vorfelde der Stellungen. * Gestern wurden im Luftkanipf und von der Erde aus 17 feindliche Flugzeuge und 3 Feoelbaltone abgeschosfen. Von einem nach Freiburg fliegenden feindlichen Geschwader wurden an der Front drei Flugzeuge heruntngeholt. Rittmeister Freiherr von Nichthofen errang seinen 65. Luftfieg. Im Osten. ^ x Die im Einvernehmen mit der rumänischen Regierung von Braila und Galatz-Vendery auf Odessa angesetzten deutschen Truppen haben nach Vandenkampf bei Moldowanka Odessa besetzt. Ihnen sind von Shmerinka österreichisch-unga' rische Truppen gefolgt. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * * * Das Kaiserpaar beiden Reichsdeutschen aus Feindesland. Berlin, 14. März. Das Kaiser paar nahm gesdern abend an der Natiivnalfeier der Reichsd-euts-chen ans Feindesland teil, die vmn Verein für das' Deutschem im Anslande und vom Zentralkomitee der Vereine vom Roten Kreuz im Dome veranstaltet worden war. Durch zahlrevchie Vertreter war üas durch den Krieg vertriebene Deutschtum unter einem Dache mit dem Kaiserpaar vereinigt. Oberhofprediger D. Dry ander wies ans die Bedeutsamkeit des Augenblickes hin. in dem sick) die Deutschen aus allen europäisckMi Ländern davon überzeu.-pm könnten, wie das Herrscherhaus das Schicksal eines ganzen Volkes als sein eigenes im Herzen ttägt. Frankreichs Rolle beim Kriegsausbnrch. Berlin, 14. März.,Aus Paris konmien dunkle Andeulun- gen, als lob man ^jetzt neue und nnwiderleglick^ Beweise dafür bringen röime, daß Frankreich durch Deutschland in diesen Krieg hineingezogen worden sei. Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Man .kann in Deutschland allen Enthüllungen über die Vorgeschichte des Krieges mit um so größerer Ruhe entgegensehen, als noch manches Schriftstück vorhanden ist, das der/Oefsentlichkeit nock,» nicht bekarrnr ist und durch das die Frage nach dem Verschulden nicht nur am Ausbruch des Krieges, sondern auch am Kriege.selbst so deutlich beantwortet wird, daß hüben und drüben alle Berdrehungskünste eitel bleiben müssen. Gerade die Rolle Frankreichs als oes Einpeitschers Rußlands wird dadurch immer deutlicher. Die „Nvrd- deutsch-' Allgemeine Zeitung" teilt Auszüge aus belgischen Ge- sandtscktaftsberick^en mit, welche diese Fest-,:ellung berühren, und sagt, die von ihr mitgeteilten Zeugnisse stellten auch die bündigste Rechtferttgung des Inhalts der Friedensverträge mit Rußland dar. Wenn durch die Bestimmungen des Brest-Litowsker Vertrages die Bedrohimg des Weltfriedens auf absehbare Zeit oerbannjt: sei, so nmßten die ihre größten Lvbredner sein, die heute ihre kritischen Messer^ ausgiebig daran wetzen. Der amerikanisckpe 5irieg6rniuifter und der deutsche Luftangriff. Berlin, 14. März. Ter amerikanische Kriegsfekretär B a ker und der amerikanische Bettreter im Kriegs rat von Versailles General Bliß hatten gerade in Paris eine Konferenz, als der Lruftangriff erfolM. Ter Hoteldirektor drang daraus, daß sie sich in den Keller begeben sollten, wo die Korrferenz fottgesetzt wurde, erber bevor das Signal gogeb.m roar, daß es roieder sicher sei, verließen beide den Keller und suchten ihr Zimme' wieder aus. Baker ^ erklätte nach dem „Berl. Lok.-Anz." einem Journalisten gegenüber: „Wir schicken unsere Tru.ppen nach Europa, um die Welt von diesen Schrecknissen zu befteien." Amerika als Gläubiger. Amsterdam, 13. März. (WTB. Nichtamtlich.^ Ein hrenges Blatt erfährt aus iNeuyork, daß die Bereinigten Staaten den Alliierten insgesamt bisher 4.679.000000 Dollars gelieh-en haben. Davon entfallen auf Englmid *2.250.000000, aus Frankreich 1.140 000 000, aus Italien 6.500000000, auf Rußland 325.000 000, ans Belgien 30.400000, auf Kuba 15.000 000, und auf Serbien sechs.Millionen Dollars. r m r ETy n ^ f. | Wlod. B'Z'cacier-Kelß^ga mit Zubeh. für I. .tt.'.-i. ev. trüber. -.vm. Nah . WallIorrtv. 73III. Sch3ne 4-Zmr.-Wohua. ver 1.Avril z. verm. < -estznachsr. Seltcrswca 1 . 036 Wiloclmstr. 2 Dtansarde. 2 Zimmer, 2 Kammern und Küche z. 1.4. an ruh. Leute zu vrm. 9täh. Parrerre. 01014 Zu vernlieien Scheune, Werkitärre mit Lagerräumen, event. zum Ümerüellen von Möbeln. Zu erfragen bei 031 Karl HauS, vleuftadt 49. 4—5-Zäninißr-V. ohnff. in guter Lage für 1.April od. spätestens I.Juli gesucht. 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März, nachmittags 3 1 /, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt 5877 m Danksagung. Allen, die unserer bei dem Heldentod, der Ueberführung lind Beisetzung unseres einzigen, unvergeßlichen Sohnes, Bruders und Schwagers, des Leutnants der Reserve und Bataillons-Adjutanten Otto Fischer mit solch teilnehmender Liebe gedacht, den Gefallenen durch ihre kostbaren Kranzspenden geehrt und seine sterbliche Hülle zur Ruhestätte auf dem Heimatfriedhofe begleitet haben, sagen wir herzlichen Dank. Ganz besonders danken wir den Herren Pfarrern Hoch und Wilhelm für die trostreichen Worte im Hause und am Grabe, Herrn Staatsanwalt Dr. Knaus für den ehrenden Nachruf namens der Landmannschaft Chattia und ihres A.-H.-Bundes, Herrn Lehrer Häuser von Selters für seine tiefempfundene Ansprache im Namen des Krieger-, Gesang- und Musikvereins Setters und den erhebenden Gesang der Schulkinder, dem Kasinoverein Ortenberg und dessen Vorsitzendem Herr Forstmeister Pröhl sowie dem Zweigverein Ortenberg des V. H.-C und dessen Sprecher Herrn Postverwalter Göllner für ihr inniges Gedenken, dem Militär- und Veteranen verein Orlenberg für seine zahlreiche Beteiligung, dem Kriegerverein Selters für die Erweisung der militärischen Ehren, der lieben Heimatgemeinde für ihre wohltuende Teilnahme und dem Personal unseres Hauses für seine treue Hilfe. Im Namen der trauernden Familie: 1885 Heinrich Fischer. Selters, den 12. März 1918. \ Danksagung. Allen denen, welche nns bei dem Heimgänge unserer lieben Mutter tröstend nahe standen, sowie für die vielen Kranz- und ßlumenspendenund Beileidsbezeugungen sagen wir auf diesem Wege unseren aufrichtigsten, innigen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Fritz Becker und Frau geb. Schneucker Karl Enders, z. Z. im Felde, und Frau '. geb. Schneucker. Giessen, den 11. März 1918. 1828 1852 — 19058 . Dom Ableben unseres Heben Altersgenossen Herrn Pfarrer Friedrich Hellwig t eben wir mit dem Ansügen Kenntnis, daß die Zeerdigung am 15. l. I., nachmittags 4 Uhd auf den: Neuen Friedhof stattfindet. 1882 d Ter Vorstand. 1 " ''vERkHü'fe"""1 Oldtnburqer ©tute, für Landwirtschaft geeignet, a n verk. D iezst r. 7. O lm l Ein schöner, iprungfäbiger Sinuncntfllr? ZiMliußt. 18 Mou. alt, von etngeführter Kuh, zu verkaufen bei UWW3 Karl Kehler I., Gr.-Lindcn. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat eö gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Bruder, Schwiegervater und Großvater Heinrich Schneider Weichensteller I. Klasse nach kurzem Leiden im 57. Lebensjahre zn stich zu rufem In tiefem Schmerz: Familie Schneider. Hörnsheim, den 12. März 1918. Die Beerdigung findet Freitag den 18. März d. M., nachmittags 2y a Uhr, statt. 031 Eine schwere, trächtige, fahrbare Kuh, Siimnenia er Raste, zu verkaufen. 1K73 August Dambmann III., Naiurod bei Schotten. Eine frischmelkende, junge Ziege *u verkaufen bei 1WJ öl a spar Bogenbard Ncinbardsbaiu b . Grlinbg. n ?u verkaufen Wenig gebrauchtes K u p e S ein- und zweisoännig, mit dkolfitz. verkauft Aneum lülblnser, Seltersweg 79, Telephon 2022. 183a halbrunde u. kantige Latten ii. Leitbölzerinailen Längen zu haben. Sägewerk tieorff JSchnbrckcr, Erdkanterweg 2 j. 1786 Ein kleiner Posten ( 0I01ü Konfirmandexhüle billigst Fricdrlchstr. 13,111. Neuer Zlonfirinandendnt, Größe 53, zu verkaufen Crednerttr. 3« p.,Uuks. 50 er Vereinigung 1862—1912. Wir setzen unsere Altersgenossen von dem am 12. d. Dt. erfolgten Ableben unseres lieben Wilhelm Mayer geziemend in Kenntnis und bitten um möglichst vollzählige Beteiligung bei der am Freitag den 15.März, nachm. 3V, Uhr, stattfindend. Beerdigung. i 878 v ver Vorstand. m Latin kr Wwirte non ©ifjjta s. Uivg. Wir erfüllen hiermit^die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Vorstandsmitgliedes Wilhelm Mayer geziemend in Kenntnis zu setzen. Gießen, den 14. März 1918. Der Vorstand. Die Beerdigung findet Freitag den 15. d. M., nachm. 3 1 /* Uhr statt. Die Mitglieder werden gebeten, sämtlich teilzunehmen. 1871 D Danksagung. Jur die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für die Aufmerksamkeiten während der langen Krankheit unseres lieben Kindes sagen innigen Dank IulioS Michel und Frau Helene geb. Katz. Gietzen, den 13. März 1913. 040 FRITZ NOWACK Stores und Halbstores in Erbstüll, Mull, Batist, ferner Bettdecken • Scheibenschleier ln großer Auswahl 1874a . Lager in f sämt!ichenMessmg-u.Gardmen-Zutaten Bekanntmachung. Die HJcuftraag der im Hehre 1900 geborenen Landsturm Pflichtigen der Stadt Gießen findet am 20. und 21. März 1918 rn der Turnhalle her Sdadtmädchk-nschule, Schillerstraße Z, statt. Gs haben sich zu stellen: Mittwoch den 20. März 1918, vormittags 8Uhr, die Dienstpflichtigen von Buchstaben A bis K: Donnerstag den 21. M ärz 1918, vormittags 8 Uhr, die Dienstpflichtigen von Bu chstaben L bis Z. Ich fordere die Lcrndsturmpflichtigen hiermit auf. sich an den vorgenannten Tagen rechtzeitig im Mnsterungs- lokal einruftnden. Besondere Ladu ngenerqchen tige. die durch Krankl>eft am Gescheinen im Musterungslokal verhindert sind, haben mir rechtzeitig beglaubigtes ärztliches Zeugnis einzureichen. Wer sich der Gestellung entzieht, wird bestraft, auch kann im Falle der Tauglichkeit sofortige Einstellung als unsicherer Dienstpfliästiger erfolgen. Gießen, den 12. März 1918. 1878B Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Die AuSzabluag der Familie» U»terstütz»«ae» a» die Slngebörigen der zam Heeresdienst Cingcr»fe»e» für 16.—31. März 1818 findet statt: An diejenigen, deren Manien beginnen mit: A—U Freirag den 15. März 1918 J—R Samstag den 16. März 1918. S—Z Montag den 18. März 1918. Die Auszahlungen finden von 8— 1 Ubr iMDtadt» bans, Zimmer Nr. 7 statt. Die Unterstützungen dürfen nur an deL^borge uaunteu Tagen abgcbolt werden. Wegen Abschlusses der IabreSrechuuag stnd aUt früher fällig geweienen. noch nicht abgehobene« Unter- stützuugSrateu diesmal unbedingt abzubolen. Gießen, den 8. März 1918. 1847 Der Oberbürgermeister: Keller« Lebensmittelkarten-Ausgabe Die Llusgabe der Brot--, Fleisch-, Kartoffel-, Nährmittel-, Wurst- und Zuckermarken geschieht wie folgt: 1. Freitag den 15. d. M. für die Bezugsberechtigte^ deren Zunamen beginnen mit den Buchstaben A—K, 2. Samstag den t6. d. M. für die Bezugsberechtigten, deren Zunamen mit den Buchstaben L—Z beginnen. Gießen, den 13. März, 1916. 18799 Der Oberbürgermeister (LebenSmittelamH. Nährmittel - Ausgabe. Tie bei den Kleinhändlern der Stadt Grehen bestell- tat Waren für März 1918 können von Zamrtaz den 16. d. M. ab gegen Vorlage des Bestell-Auswerses tziur Nährnrittelkarte .imd Abgabe der Nährmittel marke für März (5) in Empfang genommen werden. Einzelne ab- getrenme N?ährmittelmarkeir ohne den Bestell-Ausweis find ungültig rurd berechtigen nicht pm Bezug von Waren. Es entfallen: 1. Auf die gelben Karlen Kinder-Gerstenmehl 76 Pfennig. Mein Handelsgeschäfte, die dile festgesetzten Höchstpreise überschreiten, haben außer strafrechtlicher Vecsol- gung den Ausschluß von weiteren Zuteilungen zn gewärtigen. Gießen, den 13. März 1918. 1881B Ter Dberfkürgermcifter iLebenSmittrüwE Kaffee - Ersatzmittel. Ans Lerantasfung des KrirgSlrusschusstS fftr Tee und deren Ersatzmittel in Berlin werden die sitzer von Kaffee-Ersatzmitteln, die sich bei Inkrafttreten der Verordnung über Kaffee-Ersatzmittel vom 16. November 1917 und voni 18. Dezember 1917 schon im Handel befunden haben und deren Einstandspreis über bem Ööchstpreis liegt, zur mündlichen oder säniftlichen Anmeldung bei dein Städtischen Lebensmittelnmt. Zimmer Nr. 13, an sge fordert. Es sind hierbei folgende Angaben zu machen: 1. Genaue Adresse des Besitzers. ' 2. Borharckene Menge. 3. Ans welchen Rohstoffen ist der Kaffee-Ersatz! her- gestellt? 4. Preis für 100 Kilogramm. 5. Wer ist der Hersteller oder Liefer«? 6. Datum der Lieferung. Die Anmeldungen haben bis fpSteftens 25. HUrj 1918, mittags 12 Uhr, zu erfolgen; verspätete Anmeldungen werden nicht berücksichtigL Gießen, den 12. März 1918. 18808 Der Oberbürgermeister (LebenSmittelamt). OberbeffenS großes MöbclwarendauS ). 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Balvr wind demnächst an die Front gehen und die dortigen ameriftrnischeii Truppen besichtigen. nm ihnen (und sich) für die große Entschnünng Mnt M machen. T«ser Kriegssettetär ütauto-n Diehl Baker, vvlös- tünüich ber feinen Land^leilleir kurzlveg N ew t y genannt, ist errre rn jentec jetzigen Eigenschaft als Sckflachtenleiiker etwas merkwürdige Persönlichkeit. Er war .nie Soldat, ist kein mili- ^ d £L3' ad, ’ mmDt ' IjGt mi1 Strategie und Kriegsorganisativus keine Ahnung. Ec war sein Leben lan-g ein betriebsamer Partei-, Went und Bürgermeist-er in Eleveland (Ohio). Er hatte in einem Advokaten bnreau das Prozessieren gelcrill .mrd rühmte sich, für ferne L-tadt noch keinen Propst vor den höchste Gettchtshöfeni Amerikas Verllvnm zu haben. Er war im Staate Olsto der skrm»cll'o,estc Fül-ror per demokrattsckien Partei. Mit Wilson verband üm von der Dom Hopffns^Universllät her eure Studenten- fr^mdschaft. Er hieb W-cksvn bei vrelen WaUkämpfen heraus pw rLimte thm manchen Balken aus dem Wege. Zum Tank dafür machte chn der Freund und ^Präsident, als der wirklich sachverita.rd,ge Garnson ging, mn Kriogsnllnister. Baker war bis ttIt ? ne!I ^eittschenfreurch, sprach deutsch, las ivrttsche^ Zeitungen, besetzte «offene Stellen mit Teutschen, atz Mrch in errrer deuttchen W>einstnbe und enthüllte viele Schiller-, Gvet^- und Richarch-Wagirer-lDeirkmUer. Das ist mm alles ganz «Ickers gervorta, seitdem. frerr BaIer am Kabinetts tische Wilsons sitzt und die militärffchen Angelegenheiten der Vereinigten Staaten |u bearbeiten hat. Mit der Geschicklichkeit, mit der dieser el-enialige Avvvkatenlelirlmg schwarz in weiß zu verkehren versteht, hat ** ttch entern Pazifisten in einen Heeifführer verwandelt und tn vre schwierigsten Fragen der amerikMiisckxen Kriegflihrmcg in ^iwpa emgear beibet. Bor dem Kriegsansschntz oes Senates in Wasymgttm gab er kürzlich eine hixchst sachv^erständig klingende i^Uürung über ta Aorbeveitnngen für ein amerikanisches Heer tfb, wobei man nicht wuchte, was man mehr bewundern soll' die JMtakunst, mit der Herr Baker die gewagtesten Zahlenreihen addierte und multtplrzierte, oder die Naivität, mit der Baker van der „Niedergesnüagerrheit der F-einde" spracki,, die kommen müsse, wenn ta ^euffcheu sahen, dach die anverikamsche Demokratie ihre voue Kwttt e Betrieb leisttmgsähig erhalten, die Fortsetzung und womöglich die Steigerung der landwirtsclMffliche^ EiHengNiffe gesichert ,vird, die Preise auch hinreichende Amor- ll>attvlisqnoten für spätere Wiedebherstellicng von Ordnungs- niid Kraftziustand in sich schlietzeii müffeii, die Verbraucher aber nicht r-? - belastet werden als unvermeidlich. Die Bevordming schließt sich m ihren: Atifbau der vorjährigen Regelung unter Fvrtlassung der Gettndepreise an. , Wie bereits früher in Aussicht gestellt, baut sich der Kartoffel- Preis wie im Voriahre auf einem Grundpreis von 8 Mark für den Zentner Frülchrrtvfseln unfo 5 Mark für den Zentner Spätkar- tofstln auf. Je nach der Antaigegeild und bei Frühkartoffeln auch nach der Lieferzeit ist die Feftsetzwig föm Zuschlägen vorgesehen. i>er Zuckerrübenbau ist im vorigen Jahre etwas zurückgegangen, obwohl durch Erhöhung deS Rübenpreises auf 2,50 Mark für den Zentner uiid Freigabe voii Schnitzeln und der Melasse in vermehrten Umfange ein erhöhter Arrreiz zum Anbau gegeben war. Im Interesse der Znckerversorgung der Bevölkerung und der allgemeinen Bodenkultur mußte angesichts der erheblichen. Erschwerung, der der Rübenbau im neuen Wirtschaftsiahr rrnterliegt, und unter Berück,ichttgung des infolge Mangels an künstlichem Dünger zu ^wartenden Minderertrages auf den Hektar, um einem weiteren Rückgang der AnbanfläÄM entgegenzuwirken, neben dem durch die BeroHnung vom 2. Februar 1918 (ReicÄgesetzblatt Seite 69) auch für das lcmfende Jahr eingeführten Anbauzroang und der er- wetterten Freigabe zuckerhalttger Futtermittel der Zuckerrüben-- pveis au, 3 Mk. erhöht werdem Die übrigen Rübenpreise halten sich in angegebenem Verhältnis zum Kartoffel- mtb Zuckerrüben- preis. Bei den Kohlrüben ist, da die geltar Kohlrüben geringere Erträge als weiße liefern und von den Verbrmicherri als wertvoller bevorMgt werden, zwischeii gelben und weißen Kohlrüben untett Amtlicher Teil. sttzoden worden. Der Preis für die gelben Kohlrüben ist auf) 2,2o^Mk. fepgesetzt, bei dem sich der Anbaii lohneiid gestalten wird. ^ Sitzen Kohl- und Futterrübeii wurde der bisherige Preis von 1,50 Mk. beiüehalten. Dieser Preis ist nun auch für Wassev- ruben vorge,eheu. Für Futtermöhren ist, wie im Vorjahre, bei! P^ls m Höhe des Zuckerrübenpreises festgesetzt. Bei, Hülsensrüchten wurden frte bisherigen Preise den gesteigerten Proou ttwnsöosveii ontsprecl-end mrd um dem Arrbau die dringend Förderung angedeihen zu lassen, im allgemeinen je um 100 Mark für die Tonne erhöht. Für die Lupinen wurde angesichts der wach, enden Bedeutung, die die Lupine mit Rücksicht auf die Steigerung der Eiweiß- mrd Fettknappk^it neuerdings geivonnai hat, ein Tonnenpreis von 500 Mark festgesetzt. Für den Oelfrucht- antai muß die Fruchtfolge beizeiten festgesetzt werden. Tie Verordnung sieht daher im Jnttoesst einer weiteren Vermehrung des -Oelsru chtanbones vor, daß die für Oelsrüchte der Ernte 1918 festgesetzten Preise auch für die nächstjährige Ernte gelten. m ^ Auszeichnung. Die Grenadiere Carl Hanauer/ Ernst Schulhof und Hans Wilhelmi erhielten das Eitane Kreuz 2. Klasse. ** Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße gelangt dort Samstag ab der zweite Teil des bedeutenden, aufktärenden Film- Werks „Es werde Licht" zur Ausführung. (Siehe Anzeige.) Gelegentlrch erner Aufführung in Berlin schrieb die „Vossische Zeitung" zu dem Film: Ter Film soll wie der erste Teil, Klarheit und Erkenntnis 'über eine der furchtbarsten Gefahren für das Volksganze verbreiten mrd unheilvollem Opttmismus ebenso wie tatenlosen Pessimismus den Boden entziehen. Der ,'ünsakttge Film' bewälttgt diese Aufgabe sehr eindrucksvoll, indem er in nna* flcmen Persvnenkreis die Schatten des Leidens fallen läßt und rn dramattschen, 'den Rahnren des guten Geschmacks nie verlassend«! Geschehnissen bildhafte Lehren uird AuffcMsse über Tinge und Gefahren gibt, die vom Gefellschastsbrauch sonst totgeschwiegen zu werden pflegen. Unter Oslvalds Leitung wird (mit Bernd Llldor, Theodor Loos, Eva Speyer, Rita Clermont uno Paul Hart mann in den Hauptrollen) fesselnd gespielt und wieder eine Darstellung^-, hok-e erreicht, die durch ehre Verbindung von Bildkraft und Wirk- ttchkettsnähe von starker Wirkung ist. ^ Heisen-Nassaa. <■^. n ^ Stadwervrdnetensitzuargl erläuterte Oberbürgermeister Tro,e im Anschluß an den Ber- waltungsbericht, der eine gesunde Entwicklung des ftädttschen Ge- msrnwesens zeigt, den HaushaltsMil für 1918. Dieser schließt ab m Entnahme und Ausgabe mit 1827 475 Mk., gegen 1 755 240 Mk mr Voriahre. Dre Einnahmen aus direkten Stenern, die wie seit- 7 ?i iKA M dwMtt ZMckflLgen bemessen bleiben, werden mit 7911o0 Mk. berechnet Bn den höheren Schulen, die seit dem K^ge emen be^teüden Schülerzuwachs zu verzeichnen haben, tcfyat 151409 Mk. Einnahmen 286 450 Mk. Ausgaben gegen- nber ^re Armenverwaltung beansprucht 76 310 Mk. gegen 47 050 nn Voriahre. — Ter vom Magistrat gestellte Antrag, den Fahrpreis bar Straßenbahn, der einheitlich 10 Pfg. beträgt, zu erhöhen und für jeden Wageir einen zweiten Schaffner atrzustellen^ wurde abgelehnt. Rr. G. 2210/1. 18. K. R. A., betteffend Bestandrerhebung, Beschlagnahme und Höchstpreise von Rutschwagen- bereisungen, ausschließlich Nrastwagen- bereifungen. vsm März J9J8. ^ , Nwhstehende BekannttnackMra wird ädig1 oder zerstört: ?. wer ta Aufforderung ta zuständigen Behörde zum Berkans ton Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, nicht nachkommt; 6. wer Vorräte an Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt srno, den zuständigen Beamten gegenüber verheimlich; 6. wer den nach § 5 des Gesetzes, betreffend Höchstvreise,' erlassenen Ausfuhrungsbestimnnmgen zuwiderhandelt. Bei vorsätzlichen Znwiderhandlnnaen gegen Nr. 1 oder 2 ist die Geldstrafe mmdestens aus das Doppelte des Betrages zu bemessen um den ta Höchstpreis überschritten worden ist oder in den Fällen der Nr. 2 ütasckmtten werden sollte; nbersteiat der Mindestbettag zehwausend Mark, so ist ans ihn zu erkennen. Im Falle mildernder Umstände kann die Geldstrafe bis auf die Hälfte des Mindestbe- ttages ermäßigt werden. In dm Fällen der Nummern 1 und 2 kann neben der Straft a^aeordnet wetten, daß dae Verurteilung auf Kosten des Schuldiaen Ssf«rtttch bekanntzumackien rst; auch kann neben Gesän>7nisstraft auf Verlust ta bürgerlichen Ehrenrech.tt eckkannt iverden. Neben ta Ltrase kann auf Einziehung der Gegenstände, auf die sich die uro Ware Handlung bezwht, erkannt werden ohne Unter-sch>ied. vb ste dem Tater gehören oder nicht. **) Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis ziu-elm tan send Mark wird, sofern nicht nach allgemeinen Sttgft gesetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft: 2 . eincn t beschlagnahmten Gegenstand bei sei te- , ic ^Beschlagnahme chtt die Wirkung, daß die BornahmS Vvir Veränderungen an den von ihr berührten Gcgemränden ver- bvtQi rst und rechtsgeschäftlvche Verfügungen über sie nichtig smd. Ten .rechtsgeschäftlichen Verfügungen stehen Verfügungen alkich- bre NN W^e ta Zmangsvollstteckung ota SlrwrfttwS» zrehlung eriolgen. 8 7. GeLmmchSerlmümiS. ist die WeLterbemchung ta auf befnMick-en Beverfungen bis zum 15. April 1918 ohne weneres gestartet. s 1 15 -. 1918 ist di- ffieitcrbenrtBno der in 9 l taerömeten Gegenstände nur nach ausdrÜLLucher EinwSL, Berlin W 8. Lrrms«, n ~ ?^ recf>fTÜ * Anträge sind mit polizeilich bescheinigter Be- SR blevvrbezeichnete Ltelle zu richten. Besvnta^ Vordrucke für derartige Anttüge werden nicht ansgegeben. § S. Veräußerungserlaubnis. b-,. ist ta Veräußerung und L«serimg der rm § 1 bezeichneten Gegerrstände erlaubt: 1. an dre Inspektion der Kraftfahrtruppen, 1 fabrtnwta^^ Zustimmung ta Inspektion ta Kraft-, § 9. Enteignung. inio^-i? 1 § ^.bezeichnten Gcgemtände, welche bis zum 1 Mai 1918 nicht mi ta .ttispektton der Kraftfahrtruppen oder an' einer öon dieser bezeichneten Lttlle geliefert (§ 8) ota für den Ge- brvirch sreigegeben (§ 7) sind, werden enteignet werden. 8 w. Höchstpreise. r- im § \ «tft&tbe werden hiermit fftt ie 100 Kilogramm folgende Höchstpreise festgesetzt: 1. Kut schrva g eure i fen. gebrauchte ota wrgebrauchte, weiche in zw-mml W bur* 2. ^tidnrogatmfen^OTirmtifjte ober innpSrrawfite, weiche bä 85' 9Btft,r ^ en ™9 m der Ziffer 1 nicht entsprecht 3 ' E urttrr Ziffern 1 ober S foflat, msbesontae angekrustete, 10 tzltark. ^ ^ -DEpreist schließen die Kosten für die Beförtaum, tlä'Ä» gSKSSÄTS*- § 11 . Inkrafttreten der Bekannttnachtmg. Diese Bekanntmachung tritt am 14. März 1918 in Kraft. Frankfurt (Main), den 14. März 1918. ^^.stellv. Kommandierende General: Rredet, General ta Infanterie. Mainz, den 14. Mä^ 1918. Der Gouveineur ta Festung Matt«. __ Mansch, Generalleuttrant. den des Kreises. tai vorstehende Bekanntmachung d-S stellvertteteu- von l deute ventasm, beauftragen wft Sie. geben uni? ^^lyscnten alsbald Kenntnis zu SÄ& m 3&rtm «»tt^immer »ur £ Gießen, den 14. März 1918. ^^^rzogtiches ZckreiSamt Gießen. I.B.: Langermann. Hslzv§rfteig§rmrg der Gräflicher; Oberförstcrei Arnsburg. Mittwoch fceu 20. Mar-, beainuend vorm. II Nbr werden im Tbörner schea Saale A"-. schlug von Mwoerverkiiliiern aus den ^luru rn Linnen stein. AeuhereS und .inneres Chor. EolltShauterlovi. Dantelskovr. Hard. Kre.ttberg. WetterberA und vam versteinert: Dchciler Rm.: ?20 Buchen. 90.1 Elchen. 6 Lüe,».- bol^- «eüael Rm- l^.H» Bucken K>r,chbamn, Lt.!,. Elchen, n. 79.7 Nadel nn LWeichhoU; Etörfe Xi.: t IW'b ud; :n. iS Erchen. 78.4 yinbcl» und SgeufcboU; Ctammreiier Rm.: 412 Buchen. 193 Eichen. 323 l-ladel- "Nd WrelchhoL, Ast rciier Rm.: 711 Buchen. 875 Elchen. 371 ^adel- und Weichho?;: Kickten Derbttanaen: W Stück - 2.W y"m. 1. Kd, t'ä L:uck Kitm. 2. Kl.. 93 Stuck = 4,01 »yltnu 3. SIL. 729 Sruc. -• 11,70 ?>«m. Reisstangen. .vü Rm. Erchen- roerffdicit Das ttitöboli kommt erst nach 2 Uhr zum Ausgebot. Blau unternrichene Nummern werden mcht verüeiDer^e erteilt Z-vrstwart Melchror, Arnsburg, arrch ist derselbe am Versteigernngstage von <> Uvr an, im Kloster zur Zührung bereit. der Holzverfteigemmg er Kräflicheu Qbcrsörtterei Laubach. ho!Z-§ÄbNi?siSR. Aus den Waldunqon der Gemeinde Treis a./Lda. soll folgendes Holz aus dem Submissions- wea verkauft werden: 2 Kiesernstämme IV. Kl. ----- 1.38 Fstm. 208 . V. Kl. = 84,90 „ Das Holz ist aufgearbeitet, mit Rmde gemessen. Die Gebote sind pro Festmeter anzugeben und verschlossen bis spätestens Donnerstag den 28. März t I., nachmittags 4 Uhr, aus Gr. Bürgermersterel einzureichen, woselbst auch die Eröffnung m Gegenwart etwa erschienener Käufer stattsindet. TreiS a./Lda.. 10. März 1918. 186o Großh. Bürgermeisterei. B e n n e r. Montag den 18 . März 1918, vorm. 10 Ubr« nach Nurnminenkunit ans der Laubach— Schouener Strafe an der sMn Heegbrücke, ans: ;. Tbomasbicgel 5 und ._• All.'» (Snrfipit. 4>tlt lirnael. 7/ Stöcke IHO -CüclUJUUift i, ‘*" v • 'r'" 1 ' 1 , i 13 Stöcke: Kohlreiser und Lejeholz auö Tbomasbregel Slrutb. Aue. Seilenderg ,lnd ^anqbecke. stachenwette: da- Lichtbildervortrag W erei ®Ie|esi Sämtliche Jntcresienten, welche sich an einer Schäserei dahier beteiligen wollen, werden zwecks Gründung einer solchen 189LD u einer Sitzung für Lamstag den 16. März M8. n abend? 8 Uhr. in die Wirtschaft zum Sch-z-knpas; eingeladen. Die Einberuser Brennholz-Versteigerungen Montag den 18. März,, von 7,11 Uhr vormittags ab, werden aus den Domanialrvalddlstrlkten Hegwald 9 und Hailob 3 und 4 der Forstwartet Langd veriteigert. Scheiter rm: 344 Buche 1. KL 11 Elche. Qi Eicbe, 2 (§lsbeere, 3 P>avpel, 5 Lärche. Scifio m: 1&8 Buche 'meist 1. Durchforstung'. KO^Eiche, 31 Lärche. Stücke rm: 87 Buche. 52 Eiche, 3 Lärche. Die Versteigerung findet im Saale des GaltwirrS Sann zu Langd statt, weshalb man das Holz l ' or ^ t 2’ letzen wolle. Blau uuternrichene Nummern kommen nicht zum Angebot. Nähere Auskunft erteilt der Gro^tz. Forst- "^^TfenStag den NL Marz werden aus den Domanial- walddistrikten BorkhardS 2 und 3, Bauwald.4, -vegwa d 1 und Dörrenberg der Forstwartel StornfelS verstelg>.rt. Scheiter rn:: 41'! Buche 1. SIL, 41 Buche 14. .gl.» 5 £»irfc. Oni' I ‘ifc , cl IIN: 159 Buche. 19 Eiche, t Birke. »es na rm. 770 Buche, 36 Eiche. Slockc rm: 82 Buche I. KL, l> Buche H ^Zusammenkunft vormtttagS ii Uhr auf Sckottener Strah? an» Dntrrkt Bottbaros 2. Dus Hott auS kDtstrtkl Hegwald 1 wird mckt vorgezeigL Nähere Auv ermst erteilt der Grohtz. Forstwart Jakob zu Stornfel^ EtchelSdorf, den 9. März M8. Grosttz. Oberförsterei Eichelsdorf Walter. [1889B Eisen- und Stahl Härtemittel zu M. 65.00dielOOkff ab Lager Leipzig einschließl. Verpackung liefern Gebr. B ess - Leipzig Drahtaufschrift: Brüderrieß. Fernsprech.: 6522 u. 2727 v: Montag den 18. März, abends 8 Uhr in der neuen Univerfitätsaula Vortrag ' von Herrn Beh. Hosrat Prof. Dr. König über: „Meine Winterreise an die Westfront" (Mit zahlreichen, größtenteils selbstangefertigten Lichtbildern.) 3 u recht zahlreichem Besuch laden die Unterzeichneten Vereine freundlichst ein. Bürgerverein - Kaufmännischer Verein Ortsgewerbeverein. Eintritt frei für jedermann. -MG iE Bilanz am 31 .Dezemder 1917 . Aktiva Warenvorrat Inventar-Konto Ausgeliehenes Kapital Kassen Vorrat Ausstände 921.96 298,27 Frkihcrrlich RieSesel'stcs N-ier Zitgtilbirz. Brennholz-Versteigerung. Do-oerSt-a dcn 2r.Mar» lS 18 . von vormittags 11 Ubr ab, im Saale der Döll'lchen Gastwirrfchafl in WaNeurod. Distrikte: Schaidbag, Ztoken, Roteberg, bübnerkuopeh Mullensetfen, Hetzelshausen. vuckre: 664 Nm. Scheit, 182 Rm. Brugel. 1000 Rm. ReiS. Fieder 2 Nm. Sdieil, 15 Nm. BrugeL Virke: 3 Rm. Scheit, o Rm. Prügel. Li«de: 17 Rm. Scheit, 20 Rm. BrugeL 4chte: 5 Rur. Prügel. ^Holzhändler 'und Zwischenhändler sind zu dieser Versteigerung zugelanen. Wegen vorheriger Benchtigung ^ «an sich an den Kreiherrllchen Forstwart Schnell deS Holzes wolle in Allmenrod wenden. Sickendorf, den 10. März 1918. Puchert. 1841V Eber-Ankauf. Die Gemeinde LLnnerod beabsichtigt einen spruugfähigen Eber anzukausen und können sich Besitzer solcher Tiere aus hiesiger Bürgermeisterei melden. * Annerod, am 12. Marz 1918. Grotzh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 1885 500,— 846,96 164,62 Summa d. Aktiva 2731,81 Jt Passiva Mitgliederguthaben 407,— Reservefonds 1000,— Betriedsrücklage 1064,23 Reingewinn 260,58 für 1800 Mädchen, Knaben und Frauen eiugetrofsen bei Fmnz Nenmeier Sonnenftratze 2V. Summad.Passiva2731,81 Mitgliederbewegung 1917: Mitgliederstand Ende 1916.38 Es gingen zu 1917 . .. 38 Es gingen ab .1917. 1 Daher Stand Ende 1917.37 Leihgestern, den 11. März 1918. m , Konsumverein II E. G. m. u. H. Der Vorstand: Georg Sechp V., Direktor. Georg Reitz, Rechner. GMchtt GgshllchMtü (Midnpüak Fabrikat Junker L Nutz) ind in großer Auswahl wieder eingetrofsen. 1792 Brüder Schmid Haus- und Küchengeräte- Magazin. ncHMe.!!!»!' Bilanz am 31. Dezember 1917. Aktiva Jh 4> An Waren 3 227 17 K asienbestand 2 264 37 Sparkasienguthaben 3 105 — Ausstande 3 017 72 11 614 26 Passiva An Mitgliederguthaben 700 „ Schulden 1001 71 „ Reservefonds 3 400 Betriebsrücklage 4 543 83 „ Neingewinnl 968 72 11 614 26 Mitgliederstand Ende 1916.13o Abgang in 1917 ... 137 Zugang . • Daher Stand der Mitglieder Ende 1917 Reiskirchen, den 12. März 1918. Lalihrvirtschiisil. Kgnsüüivrrciil n, k. 8. in. n. H. Philipp Stumps VII., Starl Debus, Direktor. Lagerhalter. 1872 iniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiniimiiiiimiiiiiu iiiiiiiiiiiiiiiiimmiiiiMütmimmiiimiimiiiiiiiiimiiiiim iiiiiiitiiiin m 122500 Siicb — Turnhalle Sonntag dru 17. März irofe Kino-Vorstcllung uaÄmittagS 4 Ubr und adsudö 8 Uhr: Vorführung bet neuesten Kriegsausnahme« von Ost und West, sowie Dramas. Derestiv- und Lustspiele. 5kinder haben abends keinen Zutritt. Lreiie der V!ätre: 1. Platz 1 Mt., II. Platz für Wer I. Matz 60 Pf., II. Platz 4t) Pf. OOOfc | 5 H 5 Bo«ag 5 a 51 f 5 I[ 5 H 51 HaiSilsB 5 llsMsMsEl TSP1ELHÄUS Bahnhofsipaese S4 ^iiMstaes* -SC©K2ea*te- Ab Samstaff bi» ftnkl« Dienstag t&sl> »*> 3 Ubr v.R.G M P<- ent in t?kicrreich llngarn. Schwe z un>- Spa 'ien. 'Zas unübertreiflictzste N):rk° zeug für lebcrmannl Oie gröftte Erfindung. um mrl der Hand so orl >eldslLnvig,fastmü!'eIos zu reparier n : Schuhe, Geschirre Sättel, ©e» g' l.Zettl-.Tr-ibr en'en, Fahrrtidrnäu'i-l usw. Juwel uö-bt Stepp- Ni«t>e wie eine Nuh- rna^hine. S:ändig vie eAnerkennungen. PxciS per Stück mii Zver'chicdene» Nadeln und ©pule mit ?aden MK. 4.20 u"i?r Nachnahme. Porio und B?r ^ Packung frei. Man beachte: ,Juwel' fl Orig' oisaSrikat ans Ne'o l, die 6pule >v, Hest gib' beim Mhrn dcn I^aden ab w,e eine Aäh- noschinr. ^ ,2uwel' hat so viel Lorzü«-. das; .sie 7iaehahmungen säst vert'os erjcheiaeo! General-Vertried z. L)öpfl, München 76 Landwcdr^raste 39. 110683 rVERS*CHiE9£N£sl 50jähriaer. rüstiger Herr 18—20000 Mark Vermöaen, f. Vekannlsdiaft in. Mädchen oder Witwe zwecks Heirat. Bermöaen erwünscht, am liebsten Einheirat. Suchender zst Hesse, Metzger und Landwirt. Sdiristltche Angebote unter 049 an den Giegener Anzeiger erbeten. E6 wird noch ein 1013 Tisehgast gef. Zu erfr.t.b. (6efch.d.G.A. Kultur- und AufkläruDgsfilm in 5 Akten. HüüatarstiitznngdsrAerzn. Gesellschaft iür GesclilscMskranklieiteü. Ein Film in sich abgeschlossen und unabhängig vom I. Teil. Hark and »war: 1 . Hauptpreis bar . . . JJ- 3 H . Hl. 2n O.- e!- 7 . je W 59 - n 100 .-' 18.—27... ,, je l lli.- M. 100. 2. Hauptpreis bar 4- 5» 1, ii 8.—17. ,i ii 28.—67. ii ii . . . . 500.- jß M. 100 .— M. 200 . jß M. 20. — M. 200. je M. 5 .- M. 200. Frisieren u. Kopfwäschen zu erlernen. Schrift!. Anaeb. mit Breis unter 09992 an den Gtetzener Anzeiaer erbeten. Die Beleidigung gegen 60OOO - m. 12OO00 Christian MöbuS ll. nehme ick als unwahr hiermit zurück. 09994 Maria Münch Wtw. ^ ... „ ft -h Entscheidung durch das Los unter diejenigen, die sich an »!• Trojtprelf« „«Ö 1 Ver.and.pe.en tr»*t der Empfing«. ait irucii'iw^ '-‘TTnuln' Mni' Ui^sehr ff. ringen Versandspesen trägt der Empfänger, dieser 3 Wochen nach Lößungseingang Nachricht, ob diese richtig ' Si • erhalten von uns innerhalb »jochenp^X'eVtXngiTermin. Durch' Einsendung der ist uni gleichseitig auch n - .. . d-, e Lö-mng senden Sie uns sofort In verschlossenem Lötung verpflichten Sie *Jch xu n • A _ j e ihrer genauen deutlich geschriebenen Adresse. SÄ:RüekJS«S : für Pforte, Schreiblohn, l.ucksachen tuw. bet- zu/ügpn Feldpost wird nicht beantwortet. ^ ^ 1888D VON Antiquitäten. Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt» eisen, sowie allen von mir geführten Artikeln. 78 Louis Rothenberger «Mark 11 nnp tu..cV,en Km»«l»er!«q ,«»<»' <■> Bremen Nr. 693 . 5—ü Marr 1263 pro Pfund zahle ich für »Hsgeküramte Franenhaare. Süsklnd, Nencnweg 29. Unfern Mitgliedern zurNack- ^ richt. dast in den nächsten Tagen bein Waggon Dickwurz hier ein- ^trifft und sind Besrellungen um» ^gehend an den 1. Vorsitzenden - . . > Ü.'ödiger zu macken. Die syuttermarken stehen vom TonncrSiag "b zur Der- Maung laut Merkblatt II. nnv werden die MilgUede, gevelen. sich streng hiernach au rtepten. 'Steuanilieldunaen zum Beitritt in obrgenVerein werde» jederzeit eiltgegenaenommen. An alle Einwohner linserer Stadt und Umgegend ergeh! nochmals dw dringende Bitie, alle i nrhendenen Kaninckenielle umgebend an die von unö errichteten yeni sanuncl,teilen abiiefern zu wollen. Der Vorküm»