W. Jahrgang m.sr I« ilftcira f i q rttt« erlchetnl täglich, auber Sonntags. — Beilagen: Gieheuer Zamiltendlütter; Kicistlatt ffti de» Kreit Sietzea. Betagtpreis: motmtl. Mk. l .80, viertel- jährlich Mt. 3 60. durch Abhole- u. Zweigstellen rnonatl. Pik. 1.10; durch die Post DU. 3.VV viertel- iährl. ausjchl. Bestellg. yernlprech - Anschlüsse: fürdieSchristle>tung112 Derlag.GeschäitsstellebL Anschrist sür Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Aeitag, 8 .Mrz M 8 popfcheSkonts: Krantiurt a.M. Nb86 Vinttvertehr: Sewerdebanl Sietzen Swilllngrnmd-ruck ».Verlag: vrühl'scht Univ.-Such. u. Steindruckrrel «.Lange. Schristleltung, Seschäftrstelle u. Druckerei: Lchulftr. r. Annahme von Anzeige» i. dre Tagesnurnlner viS zum Nachmiuag vorher ohttejkdePerbu'dttchkert Seilenpreiie: für örtliche Anzeigen 2öPf..iürattswärl,ge 3V Pi., °ür Nekla'nen Mk. I.— : bei Piatzvor- schrist SO'/. Aufschlag. Haupkschnitleiter: Aug. Goeg. Aerantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. (Äoetz; Stadt und Land, Vermischtes u. Ge- richtosaal: W. Meyer; Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen« Auch der Kiede mit zmnland unterzeichnet. Trotzes vaoptyuartier, 7 . März. (Amtlich.) ßveftllcher Krirssschau-lLh. HerrrSgrupp« Kronprinz Rupprecht. Rorlnorstlich von Dirmuidcn brachten Stunnabtcilun- ven von einem Angriff gegen zrvei belgische Gehöfte drei Offiziere. 114 Mann und einige Maschinengewehre rin. Die Artillerietätigkcit lebte an vielen Abschnitten auf. Mehrfach wurden englische Erkundungsvorstötze obgewiejen. Heeresgrupp« Deutscher Kronprinz. Dir französisch« Arttllerie entwickelte an vielen Stellen der Front rege TStigkeit. Nordwestlich von Avocourt drangen Stotztrupps tief in die ftanzö fischen Stellungen ein und kehrten nach heftigem Kampf und nach Zerstörung zahlreicher Unterstände mit 27 Gefangenen zurück. \ * 1 ' Fm Lrrstkmmrf wurden 19 feindliche Fkuszeuge smd 2 Festeldallone at^eschossen. Haupttmmn Ritter von Tuczek errang feinen 26. Lust- sieg. Durch Dornbenabwurf englischer Flieger auf ein Lazarett in Tourcoing wurden zahlreiche französische Einwohner gelötet. ^ ffkm den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Genemlauariiermeifter Ludendorfs. * Der «-endderUht. jveerf«. 7. Mürz, abends. (DTB. BwtftW 8dm den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Wir Dirnen an dem gegenwärtigen Zugreisen unserer amtlichen auswärtigen Politik, die dem Siegeszug unserer Heere ordnend und Fun^n auslöschend folgt, unsere Freude haben. „Da hat alles 'neu glotzen Schnitt." stLoch sind in Finnland die roten Gardisten nicht vertrieben, eben erst bat die dortige revolutionäre Nebenregierung mit Rußland einen Vertrag abgeschlossen, der den Bolschewisten „imperialistisch" angehauchte Zugeständnisse verschalst — da werden wir durch sie Unterzeichnung eines deutsch-finnischen Friedensvertrages überrascht. Dieser Vertrag ist die erste und nächste Kvnsequcn' J des finnischen Hilferufes an Deutschland. Wenn wir helfe..' sollen, dürfen wir nicht mehr der Feind von gestern sein. Es soll von vornherein Klarheit herrschen über das Verhältnis, in das wir zu der neuen Republik durch unseren Hilfsfeldzug kommen. Hier handelt es sich wirklich einmal schlecht und recht um einen Verständigungssrieden. Die deutsche Freundschaft und Hilfeleistung steht an der Wiege des neuen Staatswesens. Kein Wunder, daß die deutsche Politik da einige Vorbehalte macht, deren Tragweite über die Dauer des Krieges hinausgeht. Indem wir von Finnland die Zusicherung erreichen, daß es keinen Teil seines Besitzstandes abtreten, noch einer solchen Macht ein Ärvitut in seinem Hoheitsgebiet einräumen wird, ohne sich vorher mit Deutschland verständigt zu haben, befestigen wir unseren Einfluß in der nordischen Politik, der bei der Richtung unseres neuert östlichen Systems unentbehrlich ist. Auf unsere Beziehungen zu Schweden wird diese Vertragsbestimmung einen wohltätigen Einfluß ausüben, wohingegen die englischen Träume und Ankaufsabsich- ten ausgeloscht werden. Alle übrigen Vereinbarungen sichern uns die Ebnung unseres Weges bei der weiteren Kriegführung. Finnland wird durch keinerlei Kriegsentschädigung belastet, es tritt in einen engen wirtschaftlichen Verkehr mit uns ein, der beiden Teilen zum Vorteil gereicht. Die Abschnürung Deutschlands wird inrmcr mehr gelockert; die östliche Wand unseres deutschen Hauses erhält freundliche Fenster, in die der weite Himmclsraum wieder hineinblicken kann. Wer wollte sich jetzt die Stimmung damit verderben, daß er Betrachtungen darüber anstetlt, oo alle die neuen Friedensverträge mrd ihre Einzelheiten für die Ewigkeit^aufi- gebaut sind! Sie werden einen Hauptzweck schon erfüllen, ivenn sie eine Annäherung des allgemeinen Friedens erbeiführen. Sie wirken zweifellos lösend aus den Kitt, der ie Entente noch im Kricgswillen zusammenhält. Berlin, 8. März. Nach einer Drahtung aus Hclsrngsors erregte vre NachriclK von dem bevorstehenden deutsch".: Eingreifen im finnischen Bürgerkrieg unter der Raten Regierung größte Bestürzung. Vvlkslieauftragter Mann« «klärte, das bedeute den Krieg ans Leben und Zob. In Helsickg fors selbst herrscht größte Unordnung. Mm befürchtet erneute Uebergrisfe der Roten Banden. Die Stadt ist überfüllt mit Fremden, besonders Engländern rntb Franzosen, die ans Petersburg cingetvossen sind und einstweilen nicht Weiterreisen können. Es steht jetzt fest, daß die russischen Kreuzer, die in Rer>«l gelegen hatten, nach Hel- frugfors st ächteten. Dort herrscht heute der rate Schrecken in furchtbarster Gestalt. Auch diese Tatsache beweist, daß Misere Hil e für Finnland gegen die anarchistischen Matrosenbanden und Noten Gardisten keineswegs &u früh erbeten unrcbe. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.^ Dien, 7. März. (WTB.) Amtlich wird verlaütbarl: Keine besonderen Ereignisse. Der Chef de§ GenemlstaveS. * . * Der zriedensoerlrag mit Wnland unterzeichnet! Berlin. 7. Mörz. (WTB.) beute mittag ist der F r ie- densvertrag zwi ch-.n Deutschland und Finnland, ebenso ein Handels- und Schissahrtsabbommen, sowie ein Zu- satzprotokoll zu beiden Verträgen unterzeichnet worden. In Artikel I wird erkläri, daß zwisckjen Deutschland und Finnland kein Kriegszustand besieht, und daß die vertragschließenden Teile entschlossen sind, fortan in Frieden und Freundschaft miteinander m leben. Deutschland wird, dafür eintreten, daß die Selbständigkeit und Unabhängigkeit Finnlands von allen Mächten anerkannt wird. Dagegen wird Finnland keinen Teil seines Besitzstandes an eine fremde Macht ab treten, noch einer solchen Macht ein Servitut in seinem Hoheitsgebiet einräumen, ohne sich vorher mit Deutschland darüber verständigt zu hab«p Die folgenden Artikel betreffen die Wieder au stiulMe dak! diplomatischen und konsularischen Beziehungen sofort nach der Bestätigung des Friedensvertrages, gegenseitigen Verzicht auf Ersatz der Kriegskvsten und der Kriegsschäden, die Wiederhersbellmtg der Staatsverträge nnd der Privatrechle, den Austausch der Kriegsgefangenen und Zivilinternierten und den Ersatz für Zivilschäden. Was die Staatsv-erträge anbelangt, so sollen die außer Kraft getretenen Verträge Kölschen Deutschland und Rußland durch neue Verträge ersetzt werden, die den veränderten Arrschauungen und Bec- hältnifsen erttspvechen. Insbesondere soll alsbald über ein Handeln- und Schiffahvtsabkommen verhandelt werden. Einstweilen werden die BerkehrKbeziehungen Kvischen den beiden Ländern durch ein Handels- und Schifs- fahrrsabkorntmen geregelt. Für die Privatrechte treten alle Kriegsgesetze mit der Bestätigung dieses Vertrages außer Kraft. Diee Schuld verhäl tnisse werden wieder herge stellt, die Bezahlung der Verbin i schreiben, insbesondere der öffentliche Sck)uldendienst wieder aufgenonrmen. Zur Feststellung der Zivilschäden soll in Berlin eine Kommission LU- scrrmnentreten, die zu je einem Teil aus Vertretern oer beiden Teile und neutralen Mitgliedern gebildet wird. Um die Bezeichnung der neutralen Mitglieder, darunter des V^-sitzenden soll der Präsident des schweizerischen Bundes- ra^s gebeten werden. Die kriegsgefangenen Finnländer in Deutschland und die Kriegsgefangenen Deutschen in Finnland sollen tunlichst bald ausgetauscht, die beiderseitigen Verschichten oder internierten Zivilpersonen heimbesordert werden. Es folgen Bestimnrun.gen über eine Amnestie, über die Zuruckgabe oder den Ersatz von Kauffahrteischiffen ustv. Zur Regelung der Aalandssrage wird bestimmt, daß die auf den Inseln angelegten Befestigungen sobald als möglich entfernt und die dauernde Nicht- befesti-gnng dieser Insel durch ein besonderes Abkvnunen geregelt werden soll. Die Bestätigungsurkunden sollen tunlichst bald in Berlin ausgetauscht werden. Zur Ergänzurrg dieses Vertrages werden binnen: 4 Monaten nach der Bestätigung Vertreter der vertragschließenden Teile in Berlin zusammentreten. Berlin, 7. März. (WTV.'l In dem zugleich mit dem Friedensvertvag zwischen Deutschland und Finnland abgeschlossenen Handels- und Sckiffahrtsabkommen wird bestimmt, daß die Angehörigen eines jeden der vertragschließenden T«Äe im Gebiete des anderen Teiles in bezug aus den Handel mrd sonstige Gewerbe dieselben Rechte und Begünstigungen aller Art geniehelc, di- den Inländern zusvehcn werde?:. Aktien- gesetlschasteir, Gesellschaften mit beschränkter Haftung nnd andere kommerzielle, industrielle und finanzielle Gesellschaften mit Einschluß der Versicherungsgesellschaften sollen auch in dem Gebiet des anderen Teiles als gesetzlich bestel)cmd anerkannt werden und insbesondere das Recht bäb-en, vor Gericht als Kläger und Beklagte aufzutreterc. Die ZulastuTrg solcher Gesellschaften zum Gewerbe- imb Geschäftsbetrieb sowie zum E^oerbe von ^Endstücken usw. in dem Gebiete des anderen Teiles bestimntt sich nach den dort geltenden Vorschriften, doch sollen die Gesellschaften.' jedenstckls dieselben Rechte genießen., welche den gleichartigen Gfell» schäften irg endest res dritten Landes zustehen. Doderr- und Gcwerbs- erzengnisse sollen vnd) dem Grundsatz der Meistbegünstigung behandelt werden. Diese Bestimnurngen beziehen sich indessen nicht auf die Begünstigungen des Grenzverkchrs, auch nicht aus die Begünstigungen, die einer der vertragschließenden Telle dem einen mit ihm z-)llgi>7urten Lande oHer Gebiete gewährt, und auch nicht auf die, die Deutschland. Oesterreich-Ungarn ^>er einem anderen mit ihm durch ein Zollbündnis verbundenen Lande, das an Deutschland unmittelbar oder durch ein anderes mit ihm oder Oesterreich-Nngarn zollverbündetes Lmw mittelbar augoenzt oder seinen eigenen Kolonien usw. etwa gewährt wird. Während des Bestehens dieses M>kvmmens wird der ftnnische Zolltarif nach dem Stande vom 1. Jcmuar 1914 gegenMer Drutschland in Anwendung kommen Berlin, 7. März. (DTB.) Im Anschluß an die vrtter- zeichnung deS Friedensvertrages zwischen Deutschland und Finnland fand ein Frühstück bnm Reichskanzler statt, an dem außer den Herren bei finnischen Lkbordnuug Staatsrat Tr. Hjelt und Professor Dr. Erich u. n der Chef der Reichskanzlei Unter- staatSsckretär v. Nadowitz sowie Unterstaatssckretär Freiherr von Stumm tcilnahmen. Di« Bedingungen de» Borfrieden» mit Rumänien. Wien, 6. März. (WTB.) Die Blätter erhalten t*>n imter- richteter Seite folgende Bemerkungen über die hMwtjächlichsten dingungen deS Borfrieden s mit Ru m ä n i e n. Tie Rückgabe der Dobrudscha bis zur Doriau in die Hände deS Bcer- bnndes erfolgte, run Istimänien diesen 'Entschluß zu erleichtern. Dieser Punkt betraf Oesterreich-Ungarn mir strdirekt Die Zunche- rung des Handelswegs sowohl zu Lande von Eernaooda bis Kon- st-mrza wie zur S.'e von Kon>tanza über das Sclxoarze Meer gibt Rumänien die Möglichkeit seiner Wiedercrusrick-tung in friedlicher Arbeit, und beweist, haß die Mittelmächte keine nnttschaftliche Erdrosselung Rumäniens anstrelcn. Tie Greuzberichttgungen an btc siebenbürgischen Grenze, die im großen und ganzen den Schutz des Eisernen Tores, der Bergwerke von Petraseny sowie die Borsorg« gegen die Erneuerung des hinterlisttgen Ueüer'alls bedeuten, werden keineswegs tief in rumänisches Gebiet hineinreichen und l-aben natürlich keinerlei annexionisttschen Chwrakter. Tie wirtschafte lichen Forderungen beziehen sich namentlich Mst die Einfuhr von Petroleum sowie lcmdnnrtschastlicher Produkte. Die Räumung österreichisch-ungarischen Gebietes von rumänischen Truppe::^ betrifft den letzten Rest des von Rumänien besetzt gehaltenen Gebiets- streifeus in der Treiläudereckc. Die Bestimmungen endlich, daß Rumänien Truppentransporte der Verbündeten rrach Odessa i-isen- bahntechmsch unterstützen werde, erschien notwendig, um die Sick>e- rui^g des Abtransportes großer in Odessa lagernder Gctteidi^nengsni ^ruf der Wolga 4m3 deni Tnjepr-^-odaun nach der Dondumündung über die Donau noch den ZentrcSstaaten-sicherzusteklen, dann.', auf bieseni Wege dje endgiUtige Durchbrechung' des von d-.-n Fostrdeni um die Mittelmächte gelegten Mockaderings gesich-rl erscheine. Wien - 7. Mtzz. sMeld. d.. W. K., K. Tdlegr.-Koinnrsp.-Vur.) AuS Bukarest wird 'sxmeLdet.'..In hep'hprägrn und in der gestriger Sitzimg der Friedenskö.nf'ereuz im Schlosse Buftea wturde im wesentlichen der dtrbeilsplcm der Konferenz festgesetzt^ (33 sollen ein politischer, ein mllitärischer, ein rechtspolüischer und ein handelspolitischer Ausschuß gebildet werden. Tie Vertreter der Verbcrndsmächte werden in alpl)abetiscl)er Reihensolge derr Vorsitz führen. Tie Sitzungen Werden fortan nicht mehr auf Schloß Buitc«,' dessen Eutsermin-g von Bukarest stmncrh^n beträchtlich ist, sonders in dem in der Nähe von Bukarest gelogenen k ört ÜÄ Ü hM.Schloss Cotrvcem statt finden. Amerika «ad Japa». Washington, «8. März. (WTB.) R euS oa E tzo«. ßm maßgebender Seite tmrb erklärt, daß die UTrianstoaten kerne Mit-, ttiSimgen an Japan über dessen Borschlcrg, in Sibirien ve-v, zuyeherr, gesandt haben. Aber auch ohne schriftliche Mrtterluugrnt kennt Japan die fteundschoftliche Haltung der Bereinigten Staaten. Es weiß auch, daß die Vereinigten Staaten das Vertrauen zu Japan haben, daß die llTtternchmuny in Sibirien in selbstloser Absicht geschehe:: ^»ürde. dlber mit Rücksicht auf eine mögt ich moralische Wirüm-g auf Rußland sind die Vereinigten Staaten der Ansicht, daß, wenn die Mtvon eintritt, ihre absolute Notwendigkeit deutlich geworden sein müsse. Diese Ansicht wurde England gegenüber ausgespwchn, durch dessen Vermittlung» die Vcreirrigten L-taatan von der Haltung Japans in Keruunis gefetzt worden sind. Neuyork, 7. März. Nach einer hrlbanttlichen Meldung der Associated Preß aus Washmatvn habe sich Japan mit seinen Verbündeten gocinigt auf den Grundsatz, daß, wenn sich deutscher Einfluß in Sibirien in schädlicher Weise geltend mach und urrmittelbare Gefahr für den Verlust an .Kriegsvorräten bestehe, Japan berechtigt sein solle, militärische Maßtlalwunr zu ergreifen, um seinen Verpflichtungen genräß den Frieden inl fernen Osten für die Dauer des Krieges zu erhalten. Meinungsverschiedenheiten bestehen darüber, ob Japan aus einer solchen Unternehmung unterstützt werden soll. Die Vereinigten Staaten erteilen keine förmliche Zustimmung zu den Plänen Japans, aber die Lage Japans fnids volles Verständnis, und wann Amerika nicht förmlich zuftinnnt, so wird das keine ungünstige Wirkung auf die beiderseitigen Bl> Ziehungen haben. Der erste Lord der britischen Admkral.tät über de« U-voot-tkrieg. London, 5. März. (W B.) MeldmrgdeSRenterschen BureanS. Ged des bruckZte im Unter hau sc den Voran sck)lag d«Ä Flottenetats ein urü> sagte: Der Seekrieg ist in den le^en drei Monaten wesentlich in derselben Weise fortgesetzt worden, wre im ganzen letzten Jahre. Aber man darf wohl sagen, daß der Seo- krieg sich im ganzen in steigerdem Maße zu unserm Vorteil gewann det hat. Er ist hauptsächlich eftke Kraftprobe zwisckien dem seindlichcn U-Boot und mrstren Maßnahmen zu seiner Bekämpfung. Es hat gelegentlich Zwischenspiele gegeben, wie bn dein Angriff aus deq Lenoicker GcleitMg, die Ausfahrt der „Göben^' und ..Breslau" auS den Dardanelloir und der neuliche lieber fall der Zerstörer aüf unsere Patrouillenfahrz^rge in der Straße von Dover und einig« andere ZunschcnfÄle. In einem BericÄ aus einem neuttalkih Lande nnrrde der Verl:ist eines deutscl«n Toryi'dvlvotes und von zwei Minenräumern bei den friesischen Inseln gemeldet.. ES hcmdelt sich dabei sick-er durchaus nicht um einen vereinzelten Zwischenfall, Gi'legentliche Uebersälle auf unsere Gclaitzüge und auf die engliscken Küste?! fntb die natürliche Folge davon, daß der blockierte J«.nd versucht, die blockierende Flotte zn beunruhigen. Die Ausfahrt von „Göben" und „Breslau" schÜTtt ähnlick>en Ehaoaklers zu sem. Die „GSben" muß als ein wirksames Kriegsschiff betrachtet werden, aber die „Breslau" war ein erirsüichcr Verlust für den Feind der vom militärischen GesickstSpunk! aus den Verlust des Monitor- „Raglans" und des Monitors 28, die in der Rnsu-Bucht stationiert waren, mehr als auswog. Der kürzlich? Angriff auf Patrouillttr- fahrzerige bei Dover war in gewisser Hinsicht einer der besrieddi gendslrn Zwischen fälle des Krieges. Der Kanal wird an der Obeo- stäche durch eine Sperre von Nackit- und Tagespatrmnllen geschützt. Um diese Sperre anzugieifen und die patwullliereirden Sck>iffe zu vernichten, ging der Feind am 14. Februar aus. Naäüstreif>o, dieser Art können von einem entschlossenen Feinde lederzeit untere nvmmen werden und Kau gen in diesem! Frlle für die Wirksaurkotz der Sperre. Das bisher Gesagte betraf hauptsächlich die Lage in den heimischen Ylewässern, da die Haupttätigkeit der britischen Flotte die heimischen Gewässer betras, die auch das Hauptfeld der Dircmti»* bft feotbßkfkTT U-Bvove find. Hier erhielten wir bisher rai/kvc gTOßtcn Erfolge gegen btc U-Boote in letzter Zeit mit Unlerstütülng Ö fL »««Spfaai l Seestreitkräfte. Auf das Mittelmeer eniftelen etwa Prozent des Verlustes von Handelsschiffen, und' der vorigen BerhLmrisse fom man schwer Herr werden. Das Fchtten- romrftando un Mittelmcer haben die Franzosen, in der Adria die Italiener. ^ie britischen Streitkräfte kämpfen in beiden Fällen unter emem französischen oder einem italienischen Admiral. Die ^negfuhrung gegen die U-Boote werde vom Flottenrat der Verbündeten einem Ausschuß Angewiesen, der in Nom zusammen^ trete. Tw Entscheidung war -nur eine Erwetterung des Grundsatzes der euren alliierten Front, der in militärischen Dingen cmgcnom- men worden ist. Um biz Verhältnisse der ins Auslarü) komman- £l Tt fcf nifrer fnweit zu lernen, ging ich zu viner Tagung' des Ausschusses nach. Rom und schlug dem Komitee vor, das; ich danach eme Jnspekttonsrerse im Mtttclmeer unternehme. Der Äus- ^ lnr Mittel nreer operierenden Berbündete« vertreten waren, nahm die Vorschläge des Vizeadmirals CaltbrvpS a^.der nutet französischem Oberbefehl steht, und es wurde beschlösset^ das; die weserttlichsten unterseeischeil! Opevatwnen unter dem Befehle EalthropS ausgesührt ^werden Auf Ersuchen der britischen R-gi-rmtg .)üfen oritt;che -Leeoffrzrere bei deni Wrederaufbau und der 9vt' organijatton der griechischen Flotte und Werften im Mil- wtmeer intt und teilten in steigendem DLaße wertvolle Dienste, ^er Berater des griechischen Marineministers, der den Rang mnes gnechrschen Kontrcndmirals hat, sprickst sich begeistert über dre gricchlschc Flotte aus. x teilte weiter mü, die alliierte Flotte rvevde in kurzem Kriegsschiffe verstärkt. Die .^urve der Handel sschrfss Verluste bewege sich noch "ner ab st er ge »den Richtung. Ter Februar war ein verhaltnrsmafng schlechter Monat, aber dcr Januar war aut. Hier verwies Ged.^s das Unterbrus auf ein Diagramm, um das Aü- dauern der ineder gehenden Kirrve zu zeigen. Ter Verlust de-^ Welt- wnnenraums rm Februar betrug ettvas über die Hälfte dessen oom t * e&n «! ar Während.üns Monaten bis zum 28 Februar 1918 war der Weltschrffsvanmveckusl 10 Pror«rt geringer als iväbrend der entsprechenden lAf Monate des Vorjahres. Ter Scknftsbau di^rttl 1917 monatlich durchschnittlich rund I4tt UUU Tonnen, aber tm Januar nur 58 C03 Tonnen, der Februar bürrte nahezu ooppM so gitt sein. Schließlich kü.mten bis zu drei JHiUwnen Donnen gebaut werden. Llber das wäre nur bei größter Anstrengung aller zu erreichen. Die feindlichen Untersee- ooote wurden rn vermehrter Zahl zerstört. Mit der Entwilllnng Gegen maßregeln luirb die Zahl weniger steigen. Ebenso stcäube r tr L a ^ n1 } Maße die Besatzung gegen die Ausfahrt. Die Aussichten sind mc 1.4 oder 1 dagegen, daß das Unterseeboot von der Operation tn unseren heimatlichen Gewässern heimkeytt. Man Zus'I'k an, einige Mmvctte lang englische und amerttanischk Ltrettrraite rn den beimzschen Gewässern zu so v'el ver'cnk.'en Nnler- '«ebooten kommen als gebaut werden. Ter Feind schreibt W Ab- natynt seiner Erfolge dem starke Rückgang der Zoh' der Schiffe Es See Aber dies ist nicht richtig. Tie Zahl der Fahrzeuge im Mon-at ,^-eornar entsprach tatsächlich dem Durchschnitt d sechs Monate. Maßnahmen urch« Er rndrengen zur Abwchr der JL y . ' “ lw / v O ^ 1 " .JE il j C (.11 Februar entsprach tatsächlich dem Durchschnitt der l-chten - ,on»te. Maßnahmen un^ Er rndnngen zur Aöw hr br. UitteTiecbo«^ unter den Alliierten iwtVn dae.rernd Nxnter entwickelt. Wrr sind /etzt imstande, den größeren Teil der Hilsguellen' für das Mrttelmeer zu gekranch«. . o- kitsvstem ist erheblich entwichst worden, über .^0 0110 Schiffe wurden geleitet, und die Kerluste waren sehr germg. Eme erhöhte Sicherung wurde dadurch erreicht, daß im Geleitzuge die Anordnungen der Admivalitäl streng befolgt wurden, waS b^anerlrcherweise sonst nicht systemattsch geschieht. Wäh- rend der ersten Wangen Monate des uneingeschränkten Unterseo- vootrrregeS r»men m den heimischen Gewässenr 50 Prozent Ver- ruste auf eme Zone jenseits von 50 Mcklen vom Lande. Inner- halb 10 Merl» betrugen die Verluste mrr 21 Prozent. Heute snen dre Jerlusbe außerhalb der 50-Mcilenzone zwar auf ein Prozent der Geimntverluste gesunken, während die Verluste in gröberer Nahe der Küste auf 61 Pwzent gestiegen seien. Dadurch, daß die Angrrne näher an der Küste stattftnden, konnten wir nicht nur yaunger den Feind durch vatrouillierende Wasser- und Lust- «chrzeuge angrnfen. sondern mich viel Schiffe bergen. Tre ver- veNerten BerguttgsMaßnahmen haben die Wiederherstellung einer oü»). b'fchädigter Schiffe zur Folge, was andererseits grotze Anforderungen an Arbeit und Material verursacht, die sonst dem Bau neuer Schiffe gewidmet sein würden. Der Redner schloß mt bem Ausdruck des DmkeS an Offiziere und Mannschaften der Manne. Mmc*- lWTB) Das Reutersche Bureau meldet: Der Tett der Rkoe des ersten Lords der Admiralität Sir Eric G e d d e s . rn dem er über die Aussichten der deutschen Unterseeboote, von ihM Führten zurückznkehren, sprach, habe im Unter- yEfe emige Verblüffung hervorgerufen. Später habe Geddes erklärt, er haoe sagen wollen, daß von je 4 oder 5 U-Booten eures versenkt werde. Tabakmonopol in England. Rotterdam 7. März. (MTB.) „Maasbode" zstsvlgeschreibt .Evenmg Rews : Tie Raucher in England werven es für ^.weitere Tmrer des KnegeS ohne Zigarrmr, Zigaretten oder- Pferfen aus lyal ten muffen. Es rst zwar rvoch für drei Wum-atc Tabak iswgaiibett DiCjCr wird aber für die Soldaten und die Arbeiter m öeriLgsbetrreben reserviert bleiben. Ei« Luftangriff auf Nancy. Bern, 6. März. (WTB.) Pariser Blätter berichteir, daß in der Nacht zum 27. Februar zwischen 6 Uhr abends und Mitternacht deutsche Flugzeuge mehrere Luftangriffe auf N a n c y unternahinen, wodurch in der Stadt und Umgebung beträchtlicher Schaden angerichtet und ungefähr 10 Personen getötet wurden. In der Stadt entstanden mehrere Brände. An mehreren Stellen stürzten Häuser ckn. Es wurden uw- gehcure Trichter aufgeworfen. Dem „Journal" zufolge sind beinahe alle Stadwicrtel schwer betroffen. * * • Annahme des Budgetprovisorium» in Oesterreich. Wien, 7. Mär-z. Das Abgeordnetenhaus nahm nach einer längeren Rede des Ministerpräsidenten v. Seid- ler das Budaetprovisorium an, nachdem sich die Polen aus dem Saale entfernt hatten. § 1, der die allgemeine Ermächtigung für die Ausgaben und Einnahmen enthält, wurde mit 240 gegen 121 Stimmen angenommen, § 2, der dre Kriegsausgaben enthält, mit 208 gegen 161 Stimmen der Tschechen, Südslawen, polnisclstn Sozialdemokraten und der deutschen Sozialoenwkraten. Der § 3 betr. 6 Milliarden Kronen Kriegskredite wurde in namentlicher Abstimmung mit 203 gsgen 165 Stimmen angenommen. Hierauf wurde das Budgetprovisorium auch in dritter Lesung angenommen. Der Scctricg. Llyyd Georges unrichtige Angabe« über den U-Boot-Krieg. ^ Muster dam, 7 März. lMTB.) Die englische Wochenschrift Trrtth' erklärt, ne könne in Zukunft den Mitteilungcil Lloyd Georgcs über den U-Boot-Krieg nach den unrichtigen Angaben, die er bisher darüber gemacht habe, nicht mehr trauen. Im August crflörte er, daß im ersten .Halbjahr 1917 484 000 Tonnen Han- delsschiifsraum erbaut wurden und in der zweiten Hälfte 1090 000 vollendet würden. Rach den Angaben Bonar Laws im Unterbause wurden aber nur iwerug mehr als 60 Prozent baixm hergestellü -Lloyd George teilte ferner im August mtt, daß 330 000 Tonneir gcfauTt lvurdcn, wiederum ein Jrrttlm um 46 Prozent. Einen dritten Irrtum beding Lloyd George, indem er versprach, daß 1917 ber englische Schiffsraum um 1904 000 Tonnen vermehtt werden würde, während diese Vermehrung tatsächlich nur 1333 474 Tonnen betrug, eine Uebeiftrerbung omr 42.8 Prozent. Rotterdam, 6. MürK. (WTB.) Wie der „Nieuwe Notter- damiche Eourant" aus Lorrdon meldet, bedauert A s g n i t h in der Antwort auf die Rede Sir Eric Geddes, daß über den Umfang der engilschen Schnfsverluste U7id über die getroffenen Maßregeln, um Attnst «nv Wissenschaft. ** Ein wiedergewonnenes Merk von Leonardo da Vincr. Aus dem Nackstasse des Baseler Bürgermciitiecs Felir Saraiin rst rn den Besitz der beSannttnr beiden Naturforjckier und Ethnographen F-ritz und Paul Sarasin ein Gemälde übcrgegangen, das schon seit geraunrer Zeit in der Lamardo»Forschung eine Rolle spielt. Es ist; ein jug«rdlicher Johannes der Täufer, der nach dem Besrtzslempe! lange (Ägeattcm des franzöftfckien Wnigsl>au:es war, daun in das der Familie Eond4 übecgegangerr ist mrd, nachdem es von eenem .Kunsthändler in die Sch.veiz gebrach^ \wibtn war, von Jakob Burckhardt wieder entdeckt wurde, der ,'ich für das Werk r:i hohem Gvade begeisterte, cs aus eigenen MitteUr arrLrufte Und — jedoch vergeblich — den öffentlichen Kunst,änrm- lungen in BafÄ und in Fvarrfflrrt a. M. anbot. Ueber die Terrturlg des Bildes sind die Ansichten lange auSeftrandergcgangen. ebenso wie über die Frage, ob das Gemälde als eigenhändiges Werk Leonardos an Ansehen sei. ES stelst in allem de-n besanuten Johannes- bilde im Louvre nahe. Mm hat sich einer der gegeirwärtwenf Besitzer. Paul Scwasin, des Gemäldes augerrommon und lricht allein eine genaue Untersuchung durchgeführt, sondern, es auch unter Mrwendung aller gebotenen Borstchsmaßregekn von dem vortrefflichen Restairrator des Baseler MuseumS, Herrii Beutz. von Men Ueberr.xdurvgen befreien lassen. In einem kürzlich^ oeröffent- llichten Werke macht er das Ergebnis seiner Studien bekarrnt und schert in fesselnder Wrise. tcste unter der Haird des ResbaurattxrS «us der Johannesfraur nach und Tvach sich ein Verkündrgungscnael entwick'llt''. Auf die Moglickueit, daß in dem Larasinschen Johmures ein Berkirud^Mtasengel specke, haben sckMl früher verschebene Lscmardofrricher hnrgcwsesen. Nun hat Bafari um di- Mitte des 16. Jahrh;mderts im Besitze dos Her-os/s Cosinw in Florenz einen VerkündigungsÄngcl das Meisters gesehen, den er in feinem Leben Leonardos genau beschrieben hat. Noch den Forschirngen! Sarasins läßt sich telxniptai, daß dieser VerkündrgimaZengel Leonack)os nunmehr ws^dergewonnen ist, rmd zwar ist Sorasm in UebereinstlmTmrng mit EmL Möller der Arrsicht. daß der Künst. ler diesen Berkündrsungs^igel ;wahrscheinlich noch vor 1507 in MoÄLmd gmnolt hat, niÄhrend der Jvbannes erst nach 1517 cSA er bereits nach FvankreLch übergeiftedelt war, entstanden ist. Durch die Rssta-rrierung ist übrigens das Bild nickst nur verschiedene Fehler lo$gCn*ytbeii, sondern hat mich in künstlerischer, beforü-er-s in koloristtscher Hinsicht erheblich gew»rmum. Ob es sich nun freilich um eine eigenhänidige Arbeit des Meisters handelt,! doS ist schwer und fedenfallS zurzett kaum entsckpiden, ba 1 die Verluste wieder^ cinzrrbringen. nicht genauere Mittelungen gemacht lvürden. In seinem Dorarrscl-lage im Dezember habe der erste Lord ter Admiralität gesagt, daß die Neubauten 1917 denen des Rewri.gahres 1913 glnctstämen. Das Hans wlirde gerne crsahirn, ob dnye Erwartung in der Tat erfüllt wurde oder, ,venn dies nickst der Fall sei. wreweit man der Erfüllung nahe gekommen sei. B o - n « r Law antwortete darauf, daß der Neubau l»n Schiffen für die Flotte und dre Handelsmarine rusammen un-efähr dem Schiffsraum drs Rekottstahres 1913 glnchkomme. Asauith verlangte hieraus die Bekanntgabe der Ziffern über die Handelsmarine und sagte eS rnützten mehr Sckstsße gebaut und rascher fertiggestellt werdend ^n Besprechung der Rede des ersten Lords der Admiralität geben alle Blätter der Enttäuschung über den Rückstand im Schiffsbau Ausdruck. Fast alle Blätter appellieren an die Arbiter, datz sie den Ernst der Lage einsehen möchten. Dir Blatter glauben, paß eme DeEentlichung diw genauen Ziffern deS vor mchteten Schiffsraumes eine ausgezeichnete Wirkung in dieser Hin ftcht haben würde. „Daily Ncn»s" bemerkt dazu, GeddeS vor- ftchttge Worte lreferten einen pei;üichen Kommentar zu den Prophezeiungen des Premierministers vor einem halben Jahre. Madrid, 7. MLrz. (WTB.) Meldirng der Agenoe Havas. Nach einer Meldung im „Jmparcial" berichtet das Martt^kommando in Teneriffa, daß der spanische Dampfer „B l l l a n u c v a" von einem deutschen Tauchboot gezwungen wrrrde, seine als Banngatt anyZprvck-erre Ware über Bord zu werfen, dann aber habe werter faycen dürfen. Au§ dem Reiche. Berlin, 7. März. (WTB.) In der Sitzung des BundesraLs wurden angeirommen: § 1. Entwürfe von Götzen betr. die Feststellung des vierten und fünften Nachtrages zum RerchshauShaltsplan für daS Rechnungs- iaha- 1917, 2. der Eirttvurf einer Bekanntmachung Mr Ab- änderun der Besannttnachung vonl 13. November 1917 betr. w.c.ere Besttmmunaen zur Ausführung des Z 7 deS Gesetzes über den vateriLndischen Hilfsdienst, 3. der Entwurf einer Bekanntmachung über die Vorverlegung der Stunden während der Zeit Pom 15. April bis 19. September 1918, 4. der Entwurf einer Bevordnnng über die Geneh- migurrg von Ersatzlebeusmitteln, 5. der Entwurf einer Devordrrung ge^en den Sck)leichhandel, 6. der Entwurf eines Gesetzes über Kriegs Zuschläge zu den Gerichtskvsten im Laufe der ^ahrl/underte auch ~/Tr^ r m c ({y Bill» ziemlich viel gelittM hat. — .vvi lU’itjcnmp des Medici» Archives. U-uerachter des in Italien gesetzlich eingeführlen Ausfuhrverbotes für Werke uns L-armulungen voll künstlerischem, ^schickst!ickxm oder Atlertumswerte h- wdrige Verkauf dieses Sosdbaren Schatzes nach Verünff der fünf- layrigeir Frist als veriLhrt der Strafe entzogen ist, ist das Archiv ? m o. M. drrrch Ehristte iu .London zur Versteigerung gebracht worden. Der Wert des Archivs wrck> oad-urch nicht veringert dap, es sich n«ht um dic Handsckniften und Urkunden der 5>aupt»' lrme, sondern um die Papieve einer seit dein 17. Iahrhrmdert be- stcherwen Zive.^fc..nrilie handelt, nämlich der Medici-Tornaquinci Lenn Üa9 ckrchw ore;er FamAie ist an außevordentlich wickstigen, Ltucken so rech dap. rrur ttcrli-enisch',' Natistässigkeit es hat ver- aumen kmnr«l, d:e,eri für die GvickMssvrfchung übernns bedent- wmen ^cyatz längst dsrn öffenttichen Bejitz: zu sichern. Ein ^Lls,atz des m Florenz ?n7sckrrnrendeu „M«rzv-eos", der diese An- geregenhelt bchanLeft, bringt and) MiUcrlunMN über die vorz^lchsten « fceS YRcküci-ArckstvS. Seim Papiere reicht von: ^-ahrc 1034 brS zicm Ende des 16. Iahrhirndcrts, urrd es besuchen pch darunter Briefe von Karl VM. von Frankreich -ron Lchovicv DLoro, dem (^oaLthemr von ?Nai1ung fand der Anttag Weber mid Brauer 5™? Errichtung eines For stbe tr ieb s stv ckes, über dejllcar ^cützlcknert rer Antragitellec Weber längere Ansfühnrngen vom Lo «ndirr.ikte des Saäwerstä 4>ige: aus wallte. Tie lei en Äü.s chülse waren mit der Anregung, auf die Angelegenheit im nächsten Jahre zuruckzukommen, lvenn sich die sinanziellen Erttäge llaoer überblicken ließen, einverstanden. , Nach dem Bild, das die Ausschußverhandkungen ergaben, darf mit einer glatten Erledigung des Boransthiages in bcideii Kammern gei'echnet werden, ß> daß der neue Voranschlag rechtzeittg am 1. AprÜ. in Krast ttelen kann. * ?• 2)armftabt, 7. März. Der erweiterte Erste (Kriegs-) AuSschuß der Zweiten Kammer erledigte in seiner heutigen Sitzung eine grvgc Anzahl Anträge und Anfragen. Aur die Anfrage Breidenbacb (Bbd.) u. Geii. wegerr der zn niedrigen P r e i s e, die bei den Vferdeaushebungertz ftirs Heer gezahlt würden, erklärte die Regierung, dafür sei nach (Soz.), die die Befrei ung von der Speckabgabe, bie bisher nur Schwerftarbeitern, die sich ein Schwein halten, zustand, auf Schwerarbeiter ausgedehnt wissen »oollten, hat das Kriegsernährungsamt ablehnend sich rückgeäußert. da dadurch der gMize Erfolg der Maßregel in Frage gestellt würde. Cstne Vorstellung der Frau Luise Hosch in Gießen betr. Milck^. ablieferung wird abgclehnt. Ein Antrag Fenchel (Bbd.) wünscht, daß nicht das oft sehr ungenau festgestellte Eisenbahngewicht, sondern das G^viclst der Gemeindewagen bei Heulieserungen maßgebend sein soll. Der Antrag, dem die Regierung wohlwollend gegenübersteht, wird angciwmmen._Ein Antrag Fenchel-Dosch (Bbd.) rügt, daß die Preisberechnung bei Schmeincablieferungcn rn den einzeliien Gegenden Deutsch!arids sehr verschieden gehandhabt würde und wünscht Entschädigung aus der Reichskasie. Die Regierung wül Säwitte in dieser Sache tun. — Ein Antrag Schmidt (Ztr.) über Urlaub § s p e r r e ist überlwlt \mb güt als erledigt. — Auf eine Aw, ftagck sEißuert (Sl^.), Kriegsieilermig-sbeihllfen an Ge^ mcindebeamten betr.. erwidert die Regierung, die meisten Gemeiiiden geioahrlen bereits entsprechende, zum Teil sogar hö!-eoo Beihilfen als der Staat. Nur we-.iige kleine Geuveinden ,eien im Rückstand. Gegen bw wird von einer Seite des ?lusschuffeS zioangSweises Vorgehen der Regierung gewünscht. — Eine Aufrag« Urftedt-HenM (Fortschr.) bett. Auslegung des Gesetze- über die Kriegsteuerungszulagen beanttvortet die Regu> ruiig^dahin. eine genaue Auslegung ließe sich bei der BielseittgkerS der ^lenstveehälttftsse nicht gcbew Wo das DienstverhÄlnis meho nn Lehrverhältttir sei, Hase man statt der Zulage Lohnerhöhung gegeben. Die Regierung will die von den Anttagstellern oorgebrachten Falle nackrprilfsrr. An Antrag Dorsch (Bbd.) wünscht Aufhebung der Zusammenlegung ver Bsaereien auf dem Lande, da diese mtt Holz lieizen, also KohlmerspainnS nickst in Fage käme. Die Regiermrg ist nicht mstehnend. Ter Antrag wird angenonnnan. Auf einen Antrag Köhler (natl.) bett. rechtzeitige Dorfv-rge für die Hausbrands Kvb,ien in diesem Jahre, daintt im näckstden Winter solck-e Mißstände ^vermieden würden, gibt die Reg elung dem Aartragsteller recht- Sic hat seinen ^Lnrrag dein ReickZ-Vommissar mtterbreitejj und glaubt, datz dieses Jahr rechtzeitig Maßnahmen gettoffeU werden. Aus Stadt unb EcrnÄ. Gießen, den 8.März 1918 Die Sommerzeit. Amttich wird gemeldet: Die Sommerzeit beginnt in dieseotz Jahre am 15. April vormittags 2 Uhr und endet am 16. September vormittags 3 Uhr. Die öffentlickien Uhren such am 15. April 2 Uhr früh aus 3 Uhr vorzustellen, am 16. September früh 3 Uh« auf 2 Uhr znrückMstellen. Da gegen 2 Uhr vormittags die wenigsten Guenbahnzüge verkehren, empfahl irch dieser Zeitpunkt zum Uebergcmg. Landbewohner gedenket der Stadtkinder: Die opferwillige Bereitsck>aft der Landbevölkerung bat im Vonahre mehr als emer l-alb-m Million Kindern per städttsckeN und Jndustrrebevöllern-ig die Segnungen eines längeren Land! mifentlialtes zuteil werden lassen und dadurch in Hervorragendens Maße zur GeimHhaltnng unserer Jngend beigetcagen. Handelt A «Nh rnckst barum, einzelnen zu helfen, sondern dem Vatcrlande. Erneut ist nun in dreien Wock>cn der Riff an da« Land ergangen, rmsere Stadtkinder int kommenden Frübialn» wceoer anfznnehmeil. ° ^ ^ . r Es mich rückhaltlos zugegeben werden, daß auf dem Land« infolge sa-arferer Eihaisung der Erzeugnisse die Versorgung knapp» g ei vor den ist, und daß der Landmann nicht mehr, wie im a^ gelaufenen Jahre dre Nuvglrchkeit hat, seine Stadtkinder so reichlich wie früher zu crrral-ren; eö ist aber ebenso imbestreitbar vatt die ^iälMMgsperhältnisfe in den großen Stabten und Industrie be-ttken erheblich sckAechter srnd. Für jedes erhotunasüedürftig^ StaMTinb, dem eine ländliche, wenn auch nicht mehr so reichliche. so doch kräftigere Kost gereicht werden latm, lvird der Landaufenthalt zu einer nicht zu mlterschätzenden Quelle der Kräftigung, zunuil au chdie gesunde Luft des Landes auf das Wachstun: unserer Jugend günstig eimvirkt. Tah dem Landmann für das Stadtkind, zu dessen Aufnahme er sich bereit erklärt hat, die^glcicken Men,gen an Lebensmitteln! belassen werden, die ihm als Selbstversorger zustehen, dafür leisten die Bestimmungen des neuesten Erlasses des preußischen Staat s- kommissars für Volksernährung Gewahr. Sind ihm die Lebensmittel schon genommen, so sind sie ihm nachträglich wieder $iir Verfügung zu stellen. Tic im Vorjahre hier und dort mit der Aufnahme der Kinder gemachten ungünstigen Erfahrungen dürfen die Landbevölkerung nicht davon abhalten, auch in diesem Jahre unserer deutschen Jugend zu helfen. Durch die in allen Teilen des Reiches gettof- . fcnen Bestimmungen wird Gewähr geboten, daß sich die vorjährigen I Mängel nicht «wiederholen. Vor allem urirb der Kampf gegen die I meist unerwünschten und ri: ächtslosen Besuche der Müller und 4 Verwandten der Kinder mi allen Mitteln durchgefnhrt werden, s Ohne Erlaubnis der entsendenden Gemeinde und ohne Erlaubnis ^er Vertrauenspersoi: des Aufenthaltsortes dürfen Besuche über- l Haupt nicht mehr stattfindon. Erfolgt trotzdem ein Besuch, so erfolgt I ofortige Rücksendung der Kinder. Auch die Streikbewegung, so sehr sic zu verurteile ist, darf ] der so dringend nolMndigen Fürsorge des Landes für unsere Stadt- 1 kruder nicht Abbruch tun. Tic Kinder kann man schlechterdings I nicht die politische Gesinnung ihrer Eltern entgelten lassen. Es J ist auch zu bedenken, daß' vorwiegend Jugerrdliche gestreikt l-abcn, I für d e eine Versorgung von Kindern überhaupt noch nicht in I Betracht kommt. So möge denn die Landbevölkerung unter dem Zeichen des I nahenden Friedens sich wiederum opferbereit zeigen, zum Segen 1 des Berten, was wir haben, unserer deutschen Jugend. Auszeichnungen. Dem Unteroffizier Kräh, dem .Gefreiten Müller, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse, dem ^reiw. Krankenpfleger S t e u e r w a l d die Rote-Krenz-Mc.daille 2. Klasse verliehen. Tie 2lusgezeichncten sind Mitglieder der Freiw. Gicßener Sanitätskolonne. ** m Beförderung. Musketier Heinrich Weitzel, Sohn des Müllers Joh. Weitzel, wurde zum Gefreiten befördert, nachdem chm vor einiger Zeit das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen tooo- oen war. ** Anmeldung zurLandsturm rolle. Die im' Februar 1901 geborene:: La:ü>iturmpflicht:gen der Stadt Gießen müssen sich am 15. März d. I., vormittags um: 8 bis 12 Uhr und nachmittags ')vu 2 Vis 6 Uhr, im alten Rathaus am Marktplatz zur Landstu rn:- rolle melde::. Näheres siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil. ** Ausgabe von Kaffee-Ersatz. Vom 9. bis 16. d. M. nnrd in den Kleinhandelsgeschäften, in denen der Abschnitt 10 der Lebensmittelkarte abgegeben wurde, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte imb Ablieferung des Bezngsabschnittes Nr. 14 250 Gramm Kaffee-Ersatz verabfolgt. Siche Anzeigenteil. ** Diebstahl. In der Nacht zum 7. März 1918 wurde ans der Gaskompreßanstalt des hiesigen Bahnhofes ein 8 Meter langer, 16 Zentimeter breiter und 7 Millimeter dicker Treibriemen entweichet. Da derselbe stark nach Gas riecht, so müßte dies ein guter Anhaltspunkt zur Ermittlung des Diebes und Verbleib des Riemens sein. — Iw Herbst 1917 werden in hiesiger Stadt 6 Kübel Margarine im Geivicht von 130 Kilogramm aus einem verschlossenen Keller entwendet. Sachdienliche Ermittlungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen . ** Warnung. In letzter Zeit ist mel-rfach beobachtet worden, daß sich auf deir größeren Bahnhöfen Personen hernmtreiben. die sich cn: die aus dem Felde kommende:: Urlauber herandrängen und sich ihnen z:rr Besorgung von Paketen anbieten, um diese meist Lebensmittel enthaltenden Sendungen dann zu rmterschlagen und zu ihrem Nutzen zu verwenden. Wenn unsere Urlauber sich vor schaden bewahren wollen, dürfen sie niemals Pakete an Unlv- I fcimte, auch wenn sie Beamtendien st klechung oder Beamten ob- I pichen ttagen, zur Besorguirg aushändigen, sonder:: müssen die | Sendungen immer fAbst bei den amtlichen Annahme- oder Auf- I bewahrungs stellen abgeben. ** Großes Militär-Streich-Kon zert findet am Z Sonntag den 10. März auf der Liebigshöhe statt. Siel-e Anzeige. ** D eu t s ch e Vaterlandspartei. Montag, 11. März, ß spricht :m gvoßen Saale des Hotels Fürsbenl-of Herr Tr. Koppen- j Berlin über: „Was unser Schwert erwarb und was es zu er- I halten gilt". Siebe Anzeige. ** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Ein bedeu- I tendes Filmwerk, „Die Kinder des Kapitän Grant", bearbeitet nach | dem berühmte:: Roman von Jules Verne, steht von morgen ab auf I dem Spielplan. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen. I r . 7-*— Bersrod, 8. März. Musketier Konrad Fuchs I erhwlt das Eiserne Kreriz, Grenadier B a l ß e r die Hessische ^apserkettsmedaille, Musketier Langohr das Hess. Kriegs- I ehrenzeichen. U:tterosfizier Hch. Schmitt wurde zum Sergeanten r befördert und ihm zum Eisernen Kreuz die Hess. Tapferkeits- I medaillc .überreicht. Dieselbe Auszeich:rung erhielt der bei einem I lm Westen steheiche und zum Unteroffizier beförderte Gefr. r He: st er vom .Hofgut Wmnerod. Ferner wurden die Unteroffiziere - 2.^ 1 ubach , Spaar und Karl H o f m a n n zu Sergeanten, i Vwnier Wilh. Döring zum Gefreiten :md Gefreiter Karl Fuchs j ;::m Unteroffizier befördert. j U Lang-Göns, 8. März. Das Eiserne Kreuz und die -vesffsche Tapferkeitsmedaille umrde dem Metzgermeister Wilh. ! Int. Bo Pf verliehen. — Karl Brnckel benachrichtigte seine ! Familie, daß er glücklich au3 der russischen Gefangensckiaft ent- j flohen sei. ** L i ch, 8. März. Musketier Karl Rau erhielt das Eiserne I .Kreuz 2. Lklasse und die Hessische Tapferkeitsmedaille. Kreis Friedberg. Q. Bad-Nauheim, 7. März. In der gestrigen Stadtver- ? ordneten Versammlung wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Zur et- ' waigeu Verwendung für ibie 8. Kriegsanleihe soll bei der Landes- hypotheke:rbank ein Darlehen von 20 000 Mk. ausgenommen werden. ! — Der Verkehrskommission wird ein Bettag von 1500 Mk. bewilligt. — Das Fahren des Leichenwagens wird an Ernst Fritzel ß unter wesentlich erhöhten Bedingungen vergeben. Die Fahrt nach » Ä>er von Gießen kostet beispielsweise 110 Mk. — Die städtischen ] Anschlagsäulen, die in Friedenszeiten 1000 Mk. einbrachten, rverden | für 250 Mk. an Fritz Stamm verpachtet. Starkenburg und Meinhessen. I Darm stadt, 7. März. Der Schriftsteller Ernst Freiherr ! d.Wol zogen, der seit 1905 seinen Wohnsitz in Darmstadt bat, ! wird nächstens Darmstadt verlassen und seinen dauernden Wohnsitz | auf seinen: Gütchen in Oberbapern nehmen, o. Wolzogen tat seit Kriegsbegirm als Hauptniann in der hiesigen Garnison Dienst, wird | aber nun mein seinen Abschied nehmen. Der Dichter ivird sich von I seinen zahlreichen hiesige:: Freunde:: durch eine:: Vortragsabend I verabschieden, auf den: er selbst Werke in Prosa und in Versen aus I seiner Feder vorttagen :vird, während das Schirvingquartctt zwe: I Kammermusikiverke des auch als Komponisten tätigen Dichters zur [ Uraufführung bringen wird. ch. Vom M i t t e l r h e i n, 8. März. Der Wasserstand des I Rheines geht am Oberrhein schon wieder langsam zurück. Er hatte | einen knappen Zuwachs in der letzten Zeit erfahren, der für den Schiffahrtsverkebr ger ettvas Wasser, nachLnm man sich durch entspreckfende La- ungseinschränkungen und Leichterungen bereits hatte durchhelfen r-üssen. vesscn-NasslM. -- Frankfurt a. M., 8. März. Die Stadt hat bisher für 15 990 000 Mk. Brennholz angetanst; hiervon ist bisher erst I der dritte Teil nach Frankfurt gebrockt worden. Der „Rest" konnte I noch nickt zugesührl werden, da der Eisenbahntransport sehr erhebliche Schwierigkeiten bietet, dann aber fehlt es der Stadt auch an k geeignete:: Lagerplätzen. Die Hoffnung, daß die Bürgerschaft sich um das Holz „reißen" würde, und daß dadurch stets Platz für die neu ein treffenden Mengen vorhanden sei, liat sich infolge der hohen. Preise und der großen Feuchtigkeit des Holzes nicht verwirklicht. G. A. Frankfurt a. M., 7. März. Im Mter von 85 Jahren verstarb hier der Geh. Justizrat Tr. Lldolf vor: Harnicr, der 1833 als Sohn des Frankfurter Senators, Schöffen, Shn- dikus und Bürgermeisters Harnier geboren worden -var. Im Jahre 1862 »vor dieser Bürgermeister 5parnier, der auch Frankfurter Bund^'stagsgejändter ivar, vom Kaiser von Oesterreich gerdelt worden. Nach Absolvierrmg seiner juristischen Studien ließ sich der jetzt Verstorbene hier 1856 als Rechtsanwalt nieder und übte feine Praxis bis et:va M:m Beginn dieses Jahrhunderts aus. Im öffentlichem Leben trat er:rur als Stadtvevordneter hervor und gehörte der Versammlung von 1879—1900 an. G. A. Frankfurt a. M., 7. März. Mittwoch abend kurz vor 11 Uhr riß heim Passieren eines Wagens der Linie 15 am Hanplbahnbof ein Knpferdraht der elektrlschen Oberleittmg der Stvaßenbalfu, glücktichei'weise ohne jemand z>r ttefse::. Meterhoch spritzlcm die elektrischen Ficnken. Es entstand eine recht unliebsame Umrangierung einer große:: Anzahl Linien. Ter Montagewagen nmr bald z:ir Stelle und sofort wicrde noch in der Nicht an der Behebung des Schadens gearbeitet. f Licht öer Vssitz mm GM rmö i Zr roete«. stmZem Zas BeNmKMn ' Mit Mmm SchWM öM Nabmanöe SeyvlßMMh<ü«n,«Mmas zu , | rtztMÄ Mö M beMeMDKN' L '’+zrttxx- r ■ ,i ,r Jv" Die ©oIDanfaufftefle in den Räumen dcr Lezirlsspattafse Sieben ist morgen vormittag von fö bisUhr geöffnet! X ö a n a u, 7. März. Tie 21 Jahre alte Tochter des hiesigen Fabrikanten Kaiser hat sich in eurem Anfalle nervöser Störung von einem Bahnzuge überfahren lassen. fc. Idstein, 7. März. Ter Kaiser bewilligte als Beittag für die Beschaffung der geplanten Friede::sglocke der^ Gedächtniskirckfe der Nanauischen Union 300 Viark cris der Sck>abulle. X Kassel, 7. März. In der Sitznna des Vereinsansschusses 'der Landwirtsck-aftskammcr wurde auch die Heu- und Strohm-ot berührt, wobei Bürgermeister Claicß ans Ravst zhan.se n betonte, daß man im Kreise Hanrnl-Land das Stvoh und Heu mit fcer größte:: Beschleunig:eng nach Frankfurt a. M. habe fahren müssen, weil die Heeresvevuraltung es ganz drrrge>:d gebrauchte. Hier sei es aber nicht der Heeresverwalttcng Mgeflosie:, sondern in die Händcj vm: Hä:ü>lern gedommen, die nun ihrerseits zum doppelten Preise die Anlieferung an die Heeresverwaltimg besorgten. (Hört, hört!) So etwas verstehe der La:ck>7nann nicht: er liefere sehr gern cn: die Heeresverfvaltimg und .für die Soldaten, nicht aber hinten her:m: an den Handel, damit dieser nochmals seine Geschäfte macke. Jetzt seien die Landfvirte derart aller Stvoh- und 5)eu- vorräte entblößt, daß es unbedingt wichtig sei, sofort die Wälder öffne:: zn lassen, damit^ Laubstren abgefahren werden könnte und damit auch das Vieh die Möglicksteit l>abe, sich im Walde durch- znfüttern, denn hier gäbe es schon Weidegeleg>rnhcit. Oberprä- sident von Trott zu Solz sagte Untersuchimg der Beschwerde zu. Es scheine aber so, daß vm: diesem der Heeresverwaltung an- zubietenden Meibg'n: Stvoh und Hei: auch einzelne Mengen an den Handel abgegeben worden seien, damit die Industrie beliefert werde:: könne, die, rvie ganz besonders die Rüst>:ngs:ndustr:e, ja auch im Interesse der Heeresverwaltimg tätig sei. Tic Oeffnung der Wälder werde in diesen Tagen überall zur Ausführm^ kommen. KIrcMid?« Nachrrchtea. IsraeNtische Religionsgemeinde. Gottesdimst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag 9. März. Vorabd.: 6.00: morg.: 9.00; abds.: 6.30 u. 7.05. — Israelitische ReligkonsgeseUschaft. Sabbatfeier am 9. März. Freitag abd.: 5.50: Samstag vorm.: 8.30; nachm. 3 30: Sobbatausg.: 7.05. Wochmgottesdienst: nwra.: 7.00. abd.: 5.30. UniversitätS'Nachrkchten. Königsberg i. Pr., 8. März. (L. Ai.) Der ordenttiche Professor der patlvologischen Anatomie, Gclfvimrat Ernst Naumann, langsähriger Direktor des Königsbcrger Pathologischen Instituts, Ehre-ndokdvr der Universitälen Tübingen und Ge::f, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. GericL-tssnal. I Darm stadt, 7. März. Das Schwurgericht verurteilte nach einer bis gegen 11 Ulir dauernden Verlfandlmnx den Eisendreher Friedrich Best vm: hier wegen Verleitung zum Meineid zu 6 Jabre:: Zuchthaus, 10 Jahren El/rverlust urrd dauernder Cndes- unfähigkeit, seine El-esrau Heleste, geb. Got ta, wegen Dreineids zu einem Jahr Gesckvgnis :lnd deren Schwester, ^lnna Marie Gotta. zu einem Jahre Zuchtlfaus. Im Jahve 1914 hatte Best in einem Scheidungsverfahven gegen seme erste Frau, als diese Widerklage wegen Ehebrrcchs gegen ihn ansttengte, seine jetzige Frau veranlaßt, eidlich das Be^hn: eines intimen Verkelns abznlengnen. Ebenso hatte ihre Schwester als Zeugin wissentlich falsä)e Aussagen gemuckst. Später näherte sich bei AngeNagte seiner ersten Frau wieder und erstattete nunmehr selber Anzeige gegen seine zweite Frml u:st> deren Schoester wegen Meineids. Tiefe legten ein reumütiges Ge'täi^nis ab, gaben aber an. daß sie von B. angestiffet worden stnen, fvas jener hartnäckig leugnete. Tie VerhmMung gegen die drei Angeklagten, die bisher unbestraft waren, ivurde unter Aussckstnß der Oeffentlichkeü durcheeführt. Ter Ehefrau stand der einzige Mildcricngsgricnd, der bei Ateineid zugelassen ist. znr Seite, nämlich, daß sie sich bei >vahrl>eits- gemäßer Aussage wafen Ehebruchs selbst sttaffällig gemacht hätte. Bei ihr w::rde deSMb auf GefänMis erkannt. Bei dem verhältnismäßig :mschuldigen Opfer der beiden anderen, der Schwester, nncßte Zucht lwis ausgesfwockien werden, doch l>aben die Geschworenen ein G:ra-dengesuch eingereicht. * Ein Bild ans dem JnllkndqerichtShos. Wir lesen in einem auswärtigen Blatte: O sfen ba ch, 7. März 1918. Er heißt Jehnda Goldstern, ist ein Flüchtling aus Tarnovol und tritt mit einer ttefen Verl^engirng vor den Jugendsenat. Auf deck Anklagebmtt' sitzen zwei Glaubensgenossen und engere Landsleute von ihm, der eine dreizehn, der andere fünfzehn Jabre alt. und ihre Namen sind ebe:: so klangreich wie die des Zeugen O^oldstein. „Erklären Sie einmal, Herr Goldstein, :vie die Sache mit dem^ Winterrock, den Ihnen die beiden da gestohlen habe:: sollen, vor sich ging." Der Zeuge holt tief Atem, rwe einer, der in der nächsten Zeit viel, sehr viel Luft brauckien roird. Dann beginnt er. Es ist erstaunlia^i. daß er nicht bei der Ersckiafftmg der Welt anfängt, sondern lediglich an dem Tage, an dem er seine Vaterstadt verlassen mußte, um den Rnssen „ausV:cweichen". wie er so nett sagt. Die Be- gründ:mg des Zusammenhangs dieser Flucht, die im August 1914, also bei glül>e:bder Sonuerchitze, erfolgte, mit dem Diebstahl einesi Winterrocks im Dezmnber 1917 bleibt er allerdings schuldig, aber das macht nichts. Wie ein Niagara tobt der mächtige Worffcki>wasl über seine Lippen, er redet, redet, redet.... Erzählt von seiner Frau, seinen Kiicdern, den Leuten, bei denen er wohnt, seinen! diversen Gepfloge::heilen: nur den Winterwck, der c^gcntlick- die Richter am u:eisten irtterossiert, erwähnt er mit fletnent Stabend Wörtchen. Der Vorsitzende mackst crcklich Miene, Herrn Goldsveu: auf dieses wichtige Kleidungsstück M bringen, der Zeuge aber — Iaif! ab. „Warten Sie nur, Herr kaiserlicher Rat." sagt er und eine schöml' Geste begleitet diese Worte, v ,id)i werd' schon darauf zu sprechet kommen j" Wer aber nicht aus den Wintercock zn sprechen wmmt, ist Herr Jehuda Goldstein. Er spricht von seinen Geschäften, und, ein verklärtes Läck-eln umspielt sein vollbärttges Antlitz. Aber auch die beiden Angeklagten beginnen verstohlen zu lächeln, der Her« Justizsoldat schmunzelt, der Staatsan:oalt versteckt den Kops irt einem dicken Aktenbü:ck>el, die Beisitzer schütteln läck-elnd das Hach?t< Endlich unterbricht ihn der Vorsitzende, dieser liebenswürdiges konziliante Mensch, doch mit einem mächtigen: ,^Zetzt ve'i>en's erchlich von dem Winterrock!" lind rmn findet Herr Goldstein lediglich die fünf Worte: „Se hab'n mir ihm gestohlen." Wo dies der Fall! war. wie die Begleittimstände der Tat waren, vermochte er nichlk mehr anzugeben. ^ Tie umständliche, phanlasievolle Vorgesckstchte ts-atie seine ganz^ Rdl'efestigkeit aufgesogen, wie ein Schwamm das Wasser aufsaugt^ Und Herr Jehuda Goldstein, der phantasievolle Zeuge, mußte es M seinem Schmerz erleben, daß — die beiden kleinen Angeklagten fr«^ gesprochen wurden. vermochte». ** Ein ganzes Haus gestohlen. Ern gar^es EiM samilienlMls ist rn Tuisburg, wie von dort geschrieben wird, von unbekannten Dieben gestohlen worden. Als der Besitzer, des zurzeit seiner Militärpflicht genügt, auf Urlaub kam, fand et von dem Hause nur noch kümmerliche Mauerrefte vor. Dach Fenster, Ziegelsteinwände. Hvlzteile, alles war systematisch ob-« getragen und gestohlen worden. Meteorologische veobachtungen der Station CiefteiE März 1918- |*o 1 o s 3 u ~ rz $ s u es iS V* a 5 S « o “ 5a - •: .2 « 31 H 2 s; 2 CQ 03 1 I 1 £ V 'S .5 «nal ! ^2 U5*j p **5 I weiter 7. 2» 7.2 3,4 45 0 Sonnenschein 7. 9" WM«» 0,0 3,4 73 — — 0 Klarer Hinnnel 8. 7** 2.0 8,2 80 8 Sonnenschein . ! I j | I Höchste Temperatur am 6. M* 7. Mürz 1918 « -f- 7,2* V. Oliedrigste w , 1918 »- 0.1* 0. Niederschlag 0,0 mm Letzte Aacbricvteir (WTV.) Großes Hauplyuartier. 8. Mär». (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplntz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. Bei DurchMnmg erfolgreicher Erkundungen wurve» östlich von Merkem 30 Belgier, nordöstlich von Festupert 23 Engländer gefangen genommen. Der Artillerie' unL Minenwerferkampf lebte am Abend in einzelnen AdschnittrL anf. 4 Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Sturmabteilungen brachten von einem Vorstoß öftlM von La Neuville (südlich von Berich-au-Bac) eine An^lhl gefangener Franzosen zurück. Im übrigen blieb die Gefechts^ tätigkeit auf Störungsfeuer beschränkt, das sich auf dem westz- lichen MaaSuftr vorübergehend steigerte. Heeresgruppe Herzog Albrecht. An der lothringischen Fwnt entwickelte die französifchlt»' Artillerie zwischen Seille und Plaine rege Tätigkeit. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Geueralguaniermeister Ludendorff. * * * Eine englische Stimme. Berlin,?. März. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt unter der Ueberschrist: „Eine englisch« Stimme": Tie „Taily News"' veröffenttickst eine bemerkenswerte Zws, schrifl des Lvrd Bmkmaster. worin dieser die letzte Rede des Gräfes. Hertling als die wichtigste Aeußcrung eines deutschen Staats^' mannes seit dem Ausbruch des Krieges bczeickinet. Tiefe zu einem Zeitpuntt gel-alte:^ als Rußlarch überwunden zu Deutsch,: laichs Füßen liege, während an der Westfvont die Ruhe vor dem Orkan herrsche, sei bei weitem die gemäßigste, die inan bisher lstirtc. Sie enthalte keine verächtlichen «der ehrenrührige ?ff^drücht für England und seine Alliierten und bebmde mehr als ein ober-»: flächliches Einverstündms mit Wilsons vier GrundbLüngungcnl für den bleibenden Frieden, wobei Hettling begreiffichcrweise vev, lange, daß auch die Mliierten diese Bedirrgungen annehmen. Nich- so vertrauenerweckend seien Hettlings Ausführungen über Belgien Zwar wieder!)vle er, daß Belgien nicht ein Bestandteil des Teat»> scheu Reick^s rverden solle, mach? aber zum Vorbehalt, daß trüb künftige Lage Belgiens es nicht zur Basis feindlicher Machend schäfte:: machen dürfe. Niemand in England habe je an oerattigLßs gedacht' aber der Vorbehalt könne ni:r angenommen werden. rvenA er mit einer völligen politischen Wiederherstellung vereinbar sei., Hertling bemerkte, daß Näheres bei einer Aussprache zn erfahre^ sei und es sei schwer, einzufehen, warum dieser Vorsckstag ab-, gelehnt rocrden solle. Auch die RickstrgSett des Hinrveises, daß eine Verständigung schwer durch öffentliche Reden zu erziele:: fei. lasse sich nicht bestteiten. Man könne natürlich die ganze Aeußc», rnng als :nmufrW,tig Md verttauMsunwürdig hinstellen, ab« wenn man jedes O?ln gebot so bel-andle, werde der Friede nio kommen. Keine schwerere Veranttvorttmg liege auf den Staats^ männern, als die, derartige Angebote unberücksichtigt und UND, gelesen zn lassen." Diese Aeußerung verdient nach Ton wo JnhaU Bcach« tung. Es handelt sich zwar Mm eine vereinzelte Stimmt Immerhin aber ist es erfreulich, ein vernünftiges Urteil ju verzeichtren, das dem Reichskanzler Gerechtigkeit wider> sahren laßt und seinem 0>edankengange ganz ohne Boreiw» gcnrommenheit zu folgen sucht. Unruhen in Kristianio. Kristiania. <7. März. MTB. Nichtanttlich.) bnreau meldet: Nachmittags und abends haben an verschiedenatz Stellen der Stadt U:: r u hen statt gefunden, an de::en der Mob bo^ teiligt war. Vorwiegend chgendlichc Pcponen drangen in dül Läden und Backereien und plünderten sie, wobei die Fensterscheiberr zertrümmert w.rrden. In der Kcttl-.Fohann-Sttaße wurde eütz großer Bäckerladen gestürmt. Tic Polizei nahm mehrere Dertz Haftungen vor. Amtlicher Teil. Detr.: MFitärische Verwendungsfähigkeit der Lehrer. An die Schulvorstände des Kreises. Tiejenigen Lehr-cr. die kürzlich einer Nachnrusternng untt«. »gen worden sind, werden ersucht, uns umgehend durch KarM Sm Grad ihrer militärische:: Verweickbarkeit mitzuteilen. —^ Wir enipfehlen Ihnen, die in Betracht kommenden Lehr« auf tan*. stehendes aufmerksam zu machen. Gießen, de.: 6. März 1918, Grvßherzogliche Kreisschulkvmmissio« Eichen. De. U fing er. Todes-Änzeige. Mittwochabend 8 Uhr entschlief sajhft nach längerem Leiden, jedoch unerwartet, unsere innigstgeliebte, allzeit treusorgende, unvergessliche Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarethe Schneucker Wwe. geh. Arnold im Alter von 55 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Fritz Becker und Frau Luiso geb. Schneucker Karl Euders, z. Z. im Felde, und Frau Käthe geb. Schneucker and 3 Enkelkinder. Giessen (Eichgärten 27), den 7. März 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 10. März, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. $'TV.i'v’i/'v, 't Etz 1C94 Gestern verschied sanft meine liebe Schwiegermutter, unsere gute Großmutter und Urgroßmutter Frau Katharina Rohrbach geh. Schneider im 78. Lebensjahre. Im Namen der trauernden ^Unterbliebenen: Johannes Bechthold. Gießen (Löbershof 8), den 7. März 1918. , 684 Die Beerdigung findet Samstag den 9. März d. J., nachmittags 2'/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt Todes-Anzeige. Heute entschlief sanft nach langem Leiden unsere liebe, gute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Freiwillige üail’sche Feuerwehr, bei S ÄÄÄ* u-n 9 »Kr. Hauptversammlung Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Rechnungsprüfung, 4. Elwatge Am rage, 5. Verleihung von Dienstabzeichen, 6. Ver,chiedeneS. Anzug: In ArbeitSausrüstung DaS Kommando N8. Anträge mit Begründung sind 8 Tage vorher an den Befehlshaber schriftlich etnzuretchen. 18791) Tüciit. Hau^ sasstü Ksmler- Mitdf'hfn in guten HauLha» foFort nein»!. Nekcl. Frankfurt a. M.. Mainzer Vandilratze 13 l. 17Olss FrauHautamtaant!MariSchau ttW*. iil-iiebig’shöhe Schirmer im 85. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Mainz, den 4. März 1918. Die Beerdigung findet auf Wunsch der Verstorbenen in aller Stille statt. 18S5 Am 09878 Sonntag den 1©. März 1018 Rüben- und Gemüse-Verkauf. { , der .tädt. Obst» und Gemuseverietlungsstelle, Brandplatz ch kommen Dienstag, Donnerstag und Sams- tag Gelbe Möhren, Kohlraben und Weihrüben zum ^verkauf. Ausgabe von Kaffee-Ersatz. „ c» „ rr lAnSgabe Nr. 14.) t Dom S. bis 16. d. M. wird in den Kleinhandels- geschaflen, in denen der Abschnitt 10 der LebenSmittel- abgegeben wurde, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Ablieferung des BczugsabfchnmeS W Co 14 4 crsi LLO Gramm Kaffee-GrSab verabfolgt. X Die Kleinhandelsgefchafke haben die Bezugöabfchnitte Nr. 14 bis ivatcttenö HO. d. M. auf Grund des ^ 4 der Verordnung vo»n 18. März 1918 auf dem Srädt. Lebensnuuelamt (Zimmer Nr. 11) abzuliefcrn. Gienen, den 7. März 1918. 1698B Der O berbürgermeister (Lebensmittelaml). BekanntMachung. im Februar 1901 geborenen Landsturm- ^fltchltaeu der Stadt Giehen müssen sich am 15. März d. I., vormittags von 8 bis 12 llbr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr, ,m alten Natbaus am Marklvlatz zur Landstnrmrolle melden. Auswärts Geborene haben bei der Anmeldung ihren -Geburtsschein vorzulegen. Gießen, am 4. März 1918. 16818 __Ter Oberbürgermeister : Keller. pSi-Filiiß Junis! 2.R.E.M.. Pi ent in Chcrreid) Uuncri’, Schwe z und Epa im. Vas unflbertrefflldrfte Werkzeug für Jedermann t Oie gröpie Erfindung, um mit der Hand so ort telbstLnMa.sastmü'-eloS zu rrparier.n: Schuhe, Brschirre Sätttl, Sr» grl,3rlt?.rreibrie"'en. Fabrradmäntel usw. Iurvel n5M Steppstiche wie erne Nah. Maschine. Siändig vie>eÄnerfennu-issen. PoeiS per Stück mit Sorrichirdenen Nadrlo undSpuie mit^aden: Mb. 4.20 unter Nachnahme. Porto und «er j Packung frei. Man beachte: .Iurve!' st Ortgi alfabrikoi aus Rclaü, die Spule;in Hefi gib! beim tiiiycn bcn Zaden ab wie eine Aoh naschive. .Iuwel' ha« so viet »vrzügr, dah :i:e fiochahmungen fast wertlos .'rschemen! <8 1 n c c öl* O ctrtri < b 3 . Höpfl, München?!) canLroessrstralge 39 110688 en70 □ Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34. Künstlerkonzerte. Morgen Samstag die große Sensation Die Kinder des | Kapitäns Orant Eine Sensation in 7 Akten nach dem berühmten Roman von Jules Verne. L Szene: Indianerhäuptling Thnlcave, der die Reisenden durch die Cordilleren und die Pampas führte. 2. Szene: Der Kondor erhebt ßich, den reglosen Körper Robert« ln den Klauen hallend, in die Lüfte. 3. Szene: Die beiden Kinder des Kapitäns Grant bitten Baron Glenarvan. ihren Vater aufzusucheu. 4. Szene: Ein Erdbeben in den Cordilleren. 5. Szene: Kapitän Grant und zwei seiner Matrosen entdecken in der Nacht die .Duncan“ und versuchen sich bemerkbar zu machen. 6. Szene: Durch die Sümpfe Süd-Amerikas. 7. Szene: Paganel sucht auf dem Globus den Weg. 8. Szene: Baron Glenarvan und seine Gattin bereiten sich zur Abreise vor. 9. Sz'me: Ayrt.on zeigt sich ln seiner wahren Gestalt als der Piratenführer Ben Joyce. 1093a Beginn Samstags u. Sonntags um 3 Uhr. 1693a ausgeführfc von der gesamten Garnison- Kapelle, unter persönlicher Leitungdes Kapellmeisters Herrn Hermann. Anfang 4 1 /, Uhr Anfang 4 1 /, Uhr- Rhein-Mainischer Verband für Volksbildung. W Somttag den 10. März 1918 1692D Kemksversammlung in Gießen Tagesordnung: Nachmittags L'/, Uhr Im Saale des Hotels FSrffcubok 1 „Wirtschaftl. Grundlagen deutscher Zukunft." Privatdozenr Dr. Briefs, Giehen. 2. „«eiftige Grundlagen deutscher Zukunft". Dr. Roben Kahn, Frankfurt a. M. 3. Gründung einer Ortsgruppe Gießen de» Rhein . Mainischeu Verbände» für Volk», bildung. Nach den Vorträgen: Allgemeine Aussprache. Abends 8 Ubr im Saale des Hotels Fürstenhof: Deutscher Volksabend. Näheres über den VolkSabend wird in der Tagespreise bekanntgegeben. Die Beteiligung au der NachmittagS-Verfammluug ist kostenlos. Zu dem BolkSabend wird ein Eintrittsgeld von LS Pf. erhoben. Uml-MlckWtt Verbsud für AMWurrg: aus Oüern gesucht. Buchdruckerei Otto Mever Ludwigstrahe 30. Küster, Pfarrer, 1. Vorsitzender. Dr. Robert Kabrr, Geschäflssührender Vorsitzender. Pr Lt» Mbmitendtll Ausschuß i>. Srtsgr. Cictztn: Pfarrer Bechtolsheimcr.SchrlftsetzerHerm.Degenbardt, Geh. Hofrat Pros. Dr. König, Lehrer V. Müller. Frau Oberstleutnant Naumann, Metzgermeisler Fr. Schreiner, Proseffor Dr. R. Strecker. Redakteur Vetters. 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