Nr. 55 (68. Jahrgang lMttWsch. 6. März 1918 Der GletzeBer Iitjflta? rtfdjfini täglich, außer Sonntag-. - BeNaqen: Gietzener Famtti« vblLUer; MeirdtaN ffa öen Kids Sietze«. Bttngsprds: monatl. Mk.1.20, vierteljährlich 'Dtt. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monati. Mk. 1.1); durch diePost Ulk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Beüellq. Aernjprech - Anschlusie: für die Lchrötlc.luug l IS Berlag.Meschä'lsstelleäl AnschrcklsürTratzlnach- rrchlew Lnzeiger Stetzen. postfcheckfont»: Frankfurt a.M. N686 General -Anzeiger sm vankserkehr: Sewerbrdan! Hießen 3VikUngrrv«d-rNck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Zteindruckerel K. Lange. 5christ!eirung. Geschaslzftelle u. Druckerei: Schulftr. 7. Aouaome von Unzetge» K die Tagesnurmner d»4 zum Nachmittag vorter ohnejedeBerbiudlichtelt Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 2b tzi.,für a-n-wärilg« 30 Pi., ^ür Reklamen Mk. 1.— : bet Platzvov- jchrist 2*) °l 0 Ausschlag. Hauptfchri'lletter: Aliq. Ooeg. BerarUioortlich für Politik u. JeüiUeümJ Auq. Woct^; Stadt ml Land, Vermischtes u.Ae» richtssaal; W. Dteyer; Anzeigenteil: p. Beck: sämtlich >n Gießen. §chlUg 6 ?l 0 rde in Brest. (WTD.) Grobes Hauptquartler. 5. März. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauploh. Heeresgruvpen Kronprinz Rupprecht und Deutscher Kronprinz. Lebhafte ErkundungStärigkeit an vielen Stellen der Front. Nördlich von Reims und auf dein östlichen MaaSufer war die französische Artillerie vielfach rege. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Auf Pen östlichen Maas^hen tagsüber heftiger Feuer- kampf. Starke französische Abteilungen brachen am Abend zum Angrift gegen unsere Stellungen östlich von Mouilly vor. Sie wurden im Gegenstoß zurückgeschlagen. Auch an der lothringischen Front und in den mittleren Vogesen herrschte gestern erhöhte Gefechrslätigkeit. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Rumänen hetzen unsere Bedingungen angenommen. Somit tritt der Waffenstillstand mit Rumänien von neuem in Kraft. * Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguarriermeister Ludendorsf. •r'\ ■ ■ * ' . 1 ‘ J l . Der Vbeudberlcht. verli«. F. März, abends. (WTV. Amtlich.; Kl« den Kriegsschauplätzen nichts NrmS. , Während^ wir fftr_ das Ende de§ Zwdfwntimkr'iegeS unserem Schöpfer danken, erscheint vom fernen Osten her eine neue Wolke: Japan. Wir wissen noch nicht, ob es in Sibirien wirklich Truppen lariden roikl oder nicht; nach einer rreuesten Meldung — und alle diese Neuigkeiten gehen ihren Weg über England — hat es bisher noch keine Schritte in dieser Richtung getan. Aber unsere Sorgen^olitiker können sich trösten: ein ganz wolkenloser Hrnrmel ist yar nicht immer das Schönste und Wünschenswerteste! Dre Franzosen bettachten die Wolke am ostasiatischen Horizont mit so viel inbrünstigem Verlangen, wie ein Ackersmann, der von andauernder Glut den Verderb seiner Saaten besiirchtet. Sie möcliten die Wolke wie mit einem Magnetenstein anziehen, damit sie sich über Deutschlands Häuptern als das letzte, vernichtende Unwetter entlade! Aber die Japaner sind solche unternehnrurlgsbustigen Segler der Lüfte nicht. An den westeuropäischen Gestaltungen haben sie nicht allzuviel Interesse, !umd für die französisch-japanische Freundschaft sind ihnen die Knochen ihrer Landeskinder zu teuer. Welch ein Unsinn auch, an^unehmen. daß Japaner und Amerikaner Hand in Hand und Arm in Arm nun über das weite Rußland aegen uns hinweaschreiten würden, um uns Deutsche niederzuwerfen! Washington und Tokio sind Pole, die sich gegenseitig abstoßen! Die Wolke im fernen Osten wird eher das Gegenteil bewirken, als ein Unwetter über Westeuropa herbeizuführen Präsident Wilson wird mit viel größerer Besorgnis nach dem Himmel blicken, als wir es zu tun brauchen. Denn seine großen Zurüstun- gen und Europa-Pläne werden vom Wetter nicht begünstigt, sondern stark beeinttächtigt. Man kann in diesem Falle nicht einmal sagen, daß ihnl das Hemd näher sei als der Rock, denn bei uns, am Rhein oder der ^llaas. oder der Schelde, hat er überhaupt kein unentbehrliches Kleidungsstück liegen gelassen Dort, in Japans Gesichtskreis aber, kann er mcht hemdärmelig erscheinen, sondern er muß iu ganzer, gediegener Toilette sich sehen lassen. Amerikas nächste Interessen kollidieren bort mit denen des aufstrebenden, gar nicht von Weldoerbrüderungsideen erfüllten Japans. Hatte sich Wilson angeschickt, mit dem alten K'reuz- ritterruf^ „Gott will es!" Heere gegen uns abzusenden, so flüstert ihm der kleine gelbe Nachbar zu: Bleib lieber zu HauS, es gibt hier dringlichere Geschäfte. Wenn man auch nicht die Lebensinteressen der Vereinigten Staaten bedro ht sehen kann, so sind sie bei der Auf- rollung ostaftatlscher Fragen doch sicherlich sehr stark betei- ugt. Japan nützt die Lage für sich aus. Beim Zerfall des die benachbarte Küste seinen eigenen japanischen Interessen entsprechend .,gesickert" sehen. Vielleicht denkt es an eine neue Raudrepublik, wie sie sich an den axw cGrenzen Rußlands eingerichtet haben, auf die es rcw? f auszudehnen sucht, ähnlich wie auf *°? dre amerikanischen, englischen unb japanischen Jn- terefjen ziemlich wett auseinandergehen. Auch England blickt Wolke mit Besorgnis. Es wäre nicht unmöglich. daß du neuen Vorgänge in Ostasien durch ihre Bedeutung und ihr Gewicht die eisernen Klammern läsen hel- drk rn Westeuropa den Frieden gefangen halten De- ?*?'! 9 n, f ihr/ lä K Un ° unö Ausstellung im Westen - das waren Ausblicke, die uns froh stimmen könnten. Aber wir dürfen uns nuht zu viel aus einmal erhofsen Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 5. März. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front keine besonderen Ereignisse. Die Operationen zur Herstellung der Ordnung und Sicherheit in der Ukraine nehmen den beabsichtigten Verlauf. Rumänien h t die WafsensttttstandSdedingungender Mittelmächte angenommen. Der Ehes des GenrralstabeS. * i • Erklärungen in vreft-Litowsk. Brest» Li towsk, 4. März. (WTB.) Naäitem die russische Telegation am 1. März die Entwürfe zum Frieoens- vertrag nebst Anlagen und Zusatzverträgen entgegengenominen halte, erklärte der Vorsitzende SokolniLvw. daß er von einer Durchberatung in Kommisfiomm absel-en »volle. Am 2. März nahmen der Vorsitzende und einzelne Mitglieder der russischen Telegativtt Fügung mit den Delegierten der Verbündeten, um sich über die einzelnen Destimmung-en der Euttvürfe Aufklärung zu verschaffen. Wänderungswünsche »vurten rusfilche-rfeits nräiit geäußert. Für die Unterzeichnung der Verttäge wurde im geineinsamen Einvernehmen der 3. März festgesetzt. Am 3. März um 11 Uhe vormittags traten die dlbvrdnungen unter dem Vorsitz des öster- reiän'ch-imgarisckxm Botsctesters. von Merey zu einer Vollver- sainmlnng zusammen. Tie Bollmachien wurven geprüft und richig bcsunden. Im allseiligen Einverständnis wurde Vorbehalten, daß Staatssekretär von Kühlnunrn und Graf Ezernin ihre Unterjämstcn in Bukarest nachtragen sollten. Sodann gab der Vorsitzende der russischen Delegation zwn Erklärungen ab. Tie erste Erklärrmg beschäftigte sich mit Artikel 4, AbsaA 3 des VerlragsenNourfes. betreffend Rußlands Verzicht auf Einmischung in die Neuordnung der swatsrechtlichen und vÄkerroä-llichen Verhältnisse in den ehe- maks türkischen Bezirken E r de ha n, Kars und Datum. Herr Sovoinikow erklärte, daß diese VerttagSbestimnrung eine Gebictsänderung ohne Befragen der Bevölkermkg darsteNe und von Rußland nur unter Protest mrgenomnie.r werde. In seiner zweiten Erklärung betonte der Vorsitzende der russischen Telegation, das deutsche Ultimatum habe die russische Republik im Zustande der Temvbrlmacknmg getroffen. Rußland sehe sich deshalb gezrvungen, das UltnnatuTn anzunehmen und die ihm jetzt vorgelegten Verträge zu unterzeichnen. Dieser Friede sei kein Der» stanvigunasfriede. Tie russischou NaridVölker »vürden unter dein Vvrrvande deS Seshstbestimmungsrechtes dein Einstuß des Gegners unterstellt, um dre dort herrschenden Klassen gegen die gtrrwlulion zu schützen und die Kräfte der Gegenrevolution zu stärken. Auch in Finnland und der Ukraine stütze der Vierbund k IC ^tonSfanMitfra 1 Bestrebungen. Ruf/mrd, durch den Bruch ^slmrds vergewaltigt, unterzcickme, nachdem es vergeblich an dre deutsckien Arbeiter appelliert habe, den Friedensvertrag, ohne m Berhai^lungen darüber ein';-treten. ___ Botschafter v. Merey gab seinem Bedauern über die ntfii'drn Erklärungen ttusdruck. Tie Delegationen des Vicrbnndes hätten gclWlft und gewünscht, daß am letzten Tage der Verhandltmger» fnedliche unb versölmliche Töne angeschlagen nnrrden. Wenn die Nlsmche Telsgatwn die Bestimnrungen über Erdehan, Kars und Battim beanstande, so müsse er hnnerken, daß die ru'si'chen .Herren m der Lage gewesen wären und vollauf Zeit gehabt halben würden, darüber zu verlxrndeln und Abänlerungstvünschr geltend zu rnachei' Wemi sre die ^Entwürfe ohne sachliche Turckcheratung im einzelnen ^ dogen crngenornmen l)ätten, so besäßen sie nicht das Utecht, sich darüber zu beschweren, sondern hätten dies a 1 in zu verantworten. Je de Verantwortung und Schuld für die le.tzige Lage Rußlands müßten die Mächte deS ^/bu ndes ab lehnen. Tie Verhandlungen in Brest-Li- wn^k hätten der voller Waffenruhe zwei Monate brng gedauert. Bei saä>gemaber Verwendung dieser Frist würden die russischen Testierten reichlich Zeit gehabt haben, das Friedenswerk auf der zu Begann der Verhandlungen festgesetzten Grun^Dae durchruarbci- ^n und m einem gedeihlichen Ende zu führen. Ter größte Teil des Materials sei »llierdres m den früheren Verhandlungen tatfk.chlich eingehend durchberaten »vorden. Wenn die rissische Telegati-n später dwsen Weg verlassen und jetzt mrs «rbschließende Bösprechrngen verzrEet habe, so tre fe die Schuld hieran auZschreßlich sie selbst. i’i ngtTtr l Ausführungen und unter Beibringung reichen gesctnaülrchen. eliwograrchiscten und geo- 7 vaphischen Dtatericcks trat - Vorsitzende der otto-manischen Delegation H a k k i P a - lcha der ersten Erklärung Soblnikows entgegen. Er erinnerte dcmm. daß die ftaglichen drei Bezirke vier Jalnh inderte lang der Türkei gehört hätten, daß Rußland sie als Ersatz für eine von der Lurkn mcht bezahlte Kriegsentschädigung an sich gerissen, und daß r*' .^ Ia, Jö e ste -Herrin der Bezirke g »vesen fei, von dort aus Rußland menials bedroht habe. Ten Vonvurs, daß hier eine Annexion iTOBliMe, entkrä tete er durch den .Hinweis Mkf den Wortlaut Verbündeten v-orgeschlagcnen Dertragsbestimmung, wo- SDevölke-rung das Recht haben solle, ihr Mistiges staatliches Sclncksal selbst zu bestimmen. General Ho f f m a n n legte gegen den Vorwurf einer Verletzung des Wattenstillstandsvertrages durch Deutschland Ver- er auy " ^ Erklärungen des Staatssekre- rars v Mhlmann in der Vollversammlung vom 10. Februar' hinwies Herr Kühlmann habe damals dem Volkskommissar sur auswärtige Angelegenheiten stipp und Nar gesagt, daß mit eniem einseitigen Abbruch der Friedensvcrhandlungcn der Waffen- inlllttwd automatisch außer Kraft trete. Herr Trvtzki habe das widerspruchslos zur Kenntnis genomnum. Tie russische Demo- bilisalwn habe mcht erst infolge des Befehls vom 10. Februav begonnen. In Wirklichkeit sei sie schon lange Wochen vorh-r im facto daS russpv^ Heer am 10. Februar bereits denw^kisiert gewes«». Sä)on Wochen vorher kxZe die denkst daß »md wieviel .Kilometer der russischen > mc % von russischen Truppen besetzt »varen Tiefe at aä)l.chen Verhälttiii'se seien der rnsiifchen Regierung natür ] bekannt wi- der deutschen Heereslmtung. Rosenberg, der hieraus das Wort ergriss, führte aus die deu!sä-eu Delegierten hätten sich im Tezemk»er und bem?^- ."'le" Mieden bn Verlstämdiguna znstande- WP b (wl; 6,e I)(rt e " ai l b ? e Rcchle gepocht, die Deutschland §^berungen ^inbh^ex Gebiete litten einräumen können. In dem Wunsche, den Idealen des neuen Rußland entgegenzu- kommen. sei hierauf verzichtet worden. Wber Zn ehxrr Verständigung gehören zwei Pattcsten, die die Verständigung »vünschren, und den gulen Willen hierzu habe die deutsche Delegation auf der russischen Seite vermißt. Infolge eines unseligen Verhängnisses habe die russische Delegation en Regierung nicht drei Tage, sondern sechs Wochen plus drei Tage zur Verfügung gestanden, um sich über die ÄnMhme oder Abänderung^ der Frieoe-iS- bedingungen schlüssig zu werden. Hierzu lomme, daß die Besprechungen im Januar und Februar gerate aus dem Ge bitte, in dem die kompliziert sei, bereits zu »veitgehenten Ergebnissen geführt habe. Der Frieden »verte Rußland nickit ausgezwmv, gen. In der freien Entschließung des ruffifdjen Volkes stehe es, die teutsck-ea Bedingungen crnzunehmen oder den Krieg fortzusetzen. Tie russische Regierimg habe nicht das Recht, die Aufriciüigkeit der vo, Tentsäiil.and verkündeten Absichten mit der Bevölkerung der Randgebiete in Zweifel zu ziehen, um so kveniger, als »nähren» der kurzen Zeit, da sie am Ruder sei. zwischen ihren Worten und ihren Taten sch»verste Widersprüche festgestellt wardcm. Ter Bor» sitzende der russischen Tele-gation habe in seiner Erstärung auch vom deutschen Arbeiter gesprvclMi. Er glaubt, daß der deutsckx Arbeiter für sein Verhalten nach Innen und Außen Verhalttcngs» nraßregcln und Jnsttuktionen vom Auslände beziehe. Tr kenne den deutschen Arbeiter nicht. Der deutsckie Arbeiter sei derselbe Mann,^ der draußen im Schützengraben seit vier Jahren mit grenzeirlteer Hingebung sein Vaterlant» verteidige. Wenn er an der Einrichtung des deutschen HauseS, k'z -gen baten, nicht vorütergehen lassen, ohne der aufrichtigen Hoffnung Ausdruck Äu getesn.. daß der harte Unterzeichnete Frieden es den Völkern unserer Mächtegruppe sonn? Rußlands, die sich langer als 3V* Jahre im Kriege gegenüberstanden, ermöglichen »vird, doch allmählich di« früheren fmmbtaaltTicfen Beziehungen wieder auszunelTmen. Nach Wortffn des Tankes an das Bureau und an die Dol-, metscher erklärte Botschafter 0 . Merey die Friedensverhandlunaev für beendet. * Ein Rückblick auf da- Ringen mit Rußland. Durch den Frieden »nit Rußland ist der Z»veifrontkr«« beendet, der eiserne Umstamtnerungsring um Deutschland ge* sprengt und die nnlitärische Armsreiheit für die Westfront < 1*1 ?ommn. Der Friedensschluß in-ußt« bis zum letzten Ende mit den Waffen erkäm.vst »verten. Dieser Kampf mit den weit ütevq legenen MillwnenHeeren des getvaltigen russischen Rrncl-es. da« der Entente b\e größte Hoffnung war. hat rund 43 Monap» gedauert. Er wurde zn einem ununterbrochener! Siegesznge. seit die ß^nerale Hintenburg und Lutendorff die Führimg der Ost- oterationcn übern ahmen. Tie 250 000 Mann starke Narcnz-. Armee tvurde durch deutsche Minterbett in den letzten August- 1914 bei Tannenberg in offener Feldschlacht vernichttt. 20 000 Gefangene blieben dabei in deutscher Harch. 400.X) tote Runen bedeckten das Schlachtfeld. Am 10. September tes.cloen ^alxres »vurte die gleich starke russische Jnvasionscrrnise Re»rnenkampfs m den masurischen Seen nach fsvmnrer tesC s^lbe" Jahres erfüllt sich das Schicksal Polens Tie Nnrew, Ivue tmrö den Russen entrissen, die Fesvinrgen PultuSk. Roshan. Ostvoleuta und Lomza »perten eivtewt. Am 5. August fällt jckmu am 2G August Brest-Lüvivsk. In der BersteM-ng b<$ njerben dre Wälder von Bial»Ltzvck und die Pichjetsümpfe kämpfend durckHhrnten. Ter Großfürst Nicolai ttnrd en, noch eirmnrl das Schwert in die $Kurb> nttt oenr sie in ungla üblichene Tempo dis Narva, Pleskau, Poloxk, Gomel, Kiew Vordringen und den errdlichni Friedensschluß erkämpfe::. * Der Kaiser an Hindcribnrg. Berlin, 5. Mürz. (WTB. Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser sandte sorgendes Telegramm an den Gen.era.1- seldmarschall v. H i n d e n b n r ^: Nachdem gestern nachmrttag der Frieden mit Rußland unterzeichnet und lsicrmit der fast vierjährige Krieg an der Ostfront zu glorreichem Abschluß gelangt ist, ist es mir tiesenlpsundenes Herzensbedürfnis, Ihnen. lM-ein lieber Generals eldmanchall, und Ihrem treuen Gehilfen, den: General Ludeno-orsf, meinen und des deutschen Volkes heißen Dank errreut anSznsprechen. Sic haben durch die Schlacht von Tannenberg, durch die Winter- chlacht in den Masuren und durch die Kämpfe bei *vdz den Grund für alle weiteren Erfolge gelegt und die Möglichkeit geschaffen, mittels des Durchbruches von Gorlice-Tarnow die russische Armee zrc weiterer« Rück- zibge zu zwingen und in den ferneren Anstürmen feindlicher Heeresmassen siegreich standzuhalten.. Hub nun ist der kosüiare Friederrspreis glorreichen Ringens in unserer Hand. Unsere baltischen Brüder und Volksgenossen sind vom russischen Joche befreit und dürfen sich wieder als Deutsche fühlen. Gott war mit uns, und unrd weiterhelfen. Wilhelm I.R. Deutsche Truppen auf den Aalandslnseln Basel , 5.März. Nach einem Londoner Havasbericht meldet man den Zeitungen aus Kopenhagen, daß die Deutschen am Samstag nachmittag die Aalandsinseln besetzten. Der Bormarsch in Estland. Berlin, 5. März. (WTB) Bon dem deutschen Vormarsch in Estland wird noch gemeldet: Aus Wesenberg sind viele Personen verschleppt worden. Einige wurden durch die Weiße Garde befreit. Zur Zeit besteht eine shste matische Sperre vom Baltischen M^rr bis zum Peipus See. Aus Petersburg eiugetvoftene Deutsche berichten von Hunger. Die Idegierung stützt sich auf die Rote Garde, die tu eine mwe Rote Garde mngebildet wird, die den Friedensschluß unbeachtet läßt. Aruserwählte Teile der Roten Garde verbleiben an der Front und regieren vollkommen will Rrrlrch. Der Vorsteher der schwedischen Mission für Kriegs gefangene empfing heule in Wesenüorg 25 cnrs Nanoa errtflohene Kriegsgefangene, welche dort tm Lause der letz den neun Tage ltux einmal ein wenig zu essen bem^nen. Viele deutsche. Lettische und estnische Gefangene beftnden sich noch dort. Darrrm muß der Vormarsch in größter Arr- spanrrnna und Eile geschehen. Die Bevölckenrng hat sich zur Weißen Garde organisiert. Das estnische Regiment in Wesenberg Hilst den Deutschen bei der Bewachung der Eisenbahnen. Unter großen Sympathiekundgebungen ist heute morgen eine fliegende deutsche Abteilung in Wesen berg einbetroffen. Mehrere Züge mit Sprengmassen, 2150 000 Krlogramm Naphtha, viele Maschürengewehre und Stahl sind unsere Beute. Die estnische BevÄkerung beteiligt sich freiwillig an unserer Hilfsaktion. Die russische Flotte. Stockholm, 5. März. (WTB.) Hier eingeangenen Nachrichten zufolge kamen in He lsing fo rs am 27. Fe bruar vier Kreuzer von Reval zum Schutze des Arbeiter- und Soldatenrates an. In Helsingfors hat die Marine die Gründung einer Roten Flotte beschlossen, die unabhängig vom deutsch-russischen Frieden weiterkämpfen will. vte historische Lnlwtcmmg Vulgarlenr. Unsere heutigen Kartenskizzen geben unfern Lesern ein Bild von den: Eictstel-en und Aufblühen Bulgarieris im frühen Mittelalter, von seiner ersten Knechtschaft, den Wiedererstehen, den fünfhundcrl- jährigen Schlaf urrter türkisä-er Herrschaft und dein raschen Wiedererwachen zu neuem Lelren, das in Misere Tage gefallen ist. Die Bulgaren sind unter den: Zaren Asparuch um das Jahr 660 in die Do-bnwscha ein-, godrmrgen und haben sich hier niedergelassen. Die DobrudsckM ist also gleichsam die Wiege des bulgarisct-en Reiches ge:vescn, und GeueralseldmarschaL! v. Eichhorn über deutsche Kultur im Baltenlande. Frei bürg, 5. März. (WTB) Auf das Glücktvunsch- telogramm des Prorektors der hiesigen Universität anläßlich ber Wiederewberung von Dorpat erwiderte Genoral- felbmarsckall v. Eichhorn mit folgendem Telegramm: „In ganz Deutschland muß sich der urNviderstehliche'Ruf erheben, daß tm Balteirlande ixnltsche Kultur uird Weltanschauung für alle Zeit sichera-esüellr werden: dann wird Dorpat erneut eine Leuchte deutscher Wissenschaft und GeistzeSarbeit im hohen Norden werden." Der Seefrieg. 9ttnt U-Boot-Erfolge. Berlin, 6. März. (Amtlich.) Unsere Untersee-Boote haben im Sperrgebiet um England neuerdings 20 000 Brutto-Register-Tonnen versenkt. Von den vernichteten Schiffen sind zwei wertvolle beladene Dampfer von yt 6000 Br.-R.-T. in geschicktem Angriff, stärkster feindlicher Gegenwirkung zum Trotz, aus demselben Geleitszuge herausgeschossen worden. Einer der Dampfer hatte Munition geladen. Zwei weitere, tiefbelaüene Dampfer wurden an der Ostküfte Englands ebenfalls aus Geleitszügen heraus- geschossen. Der Ehef des Admiralstabs der Marine. Aus dem Reiche. WMrechlSänderung ln Sachsen. D re s d e n , 5. März. (B. T.) Der Verfassungsausschuß der Zweiten sächsischen Kammer nahm den nationalliberalen Antrag auf Einführung des gleichen, gel)eimen und direkten Wahlrechts mit zwei Zusatzstimmen, die nicht nach Einkommen und Vermögen zugeteilt lvcrden dürfen, an. Der Ausschuß der Ersten Kammer stimmte gegen 2 Stimmen der Regierungsvorlage über die Reform der ersten Kammer ohne Aenderung zu. Eine gründliche Aenderung durch die Zweite Kammer ist sicher. Aus Hessen. Ltmdtag^chgeordneter Dr. Osann über dir Wahlrechtsreform. I Tarmstadt, 5. März. In der Mvnatsvcrsammlmrg des »DarmstLdter nationalliberalen Vereins gab Ämdlagsabäeordneter Tr. O \_€L n n bei einem UeÄerbltck über die irrneryolittsche Lage der Hafümng Ausdnlck,, baß m der Frage der Wnhlreästsreform in Preußen W Hi^derTNsse, die einer suchen im Wege stünderr, ün Sinne der .Vorlage beseitigt wurden. Auch für Hessen werde naä) dem Borgmu^ Preußens eine Wahlrechtsreform roniingänglich \~m. Aiuh für das Gwßherzogtum sei die Einführung deS allgemeinen gleichen Waljlrechts mtter Beseitigung, der Pluralstimmen 1 mb deS Abgeordnetenprivilegs der Städte Bingen, Friedbera und MSfeld das Gegebene. Tiefe Ansül>t fand in der daran ans'ßließenden Aussprache die einmütige rückhvltslose Zustimmung der Anwei'enden Nach dem Kriege darrten so ,nichtige wirtschaftliche Fragen der Entscs^dung, daß pol'tischc Wahlrechts. Kämpfe de« deutschen Bolle unbedingt erspatt werden müßtm. lüeraus erklärt sich in erster Linie das Bestreben der Biilcwren, die Dobri^>scha wieder gm^z und ungewilt ihr eigen nemirn zu können. Ist sie doch bis zum Berliner Vertrage von 1876 stets als das bulgarisch' Stomnlland önetCoruri nxnben. Don der Dobriwick-a dehnten sich die Bulgaren rasch nach Wcksden mü> Süden aus und durch Vertrag mil Kousdmnin IV. von Byzanz wurde ihiren die aus unserer Karte verzeichnete ^^ovdgren-^e gegeben., während AspnruclB Nachfolger Terrori sich auch das Gebiet von Bidin bis zum Tmok- Fluß im Westen urvd im SLen die Linie bis in die Gegend von Sojia, Pi-üivpopel und Burgas sicherte. Die folgenden Zaren des-nten den Machtbereich Bulgorierrs rasch nach Norden, Westen urrd Süden aus, und so finden wir aus der zweiten Karte, die dcrS Jshc 864 betrifft, den östlichen Teil UnganrS, ganz Rumänien, Süd-Beharal-ien, Belgrad, Ostserbien und Mazedonien dir hinter Ochrida im vertraglich gesicherten uuge- Ihrtm Besitz Shilgcrintd. Es war dirs die Zeit der ersten Blüte Bulgariens unter dem Zaren Boris b. unter denr die Bnl,q«ren das Ehristeutrrm amrahmeu. Uuler seruern Nachfolger Srmoon wurden die Brilgaren unter dr'm DruÄe der Völkenvandernng genötigt. die Teile ihres Loches jenseits der' Do-nau an. d« Magpareii und Deffchenegen zn überlassen, dafür dehnten sic ihoc Herrschoft mdf\ Westen und Süderr aus, einerseits also an das adriatische Meer, arrd^rerseits bis -an die Tore von Larissa uni> Saloniki. Die Nach- vlger SimwnS verrnochien sich rn'dessen gegen das lvireder erstarlende Byzariz nicht zu behaupten, unp so fld g es fceim bvzantiscl-err Kaiser Basilius II., im Jahre 1018 ganz Bulgarien zu unterwerfen. Wie weit das ganze 6>ebiet indessen, damals schon von den Bulgaren selbst bei söhnt war, wird am bester durch die Tatsacl-e bewiesen, daß die ByzarEiirer die Provinz Bulgarien als ungeleilteS Vermal t-uugsgcdiet beslek)en ließen, toie unsere Karte es verailsckZrulicht. Im Jahre 1186 ettwb I. die Fahr re der Empörung im Nvrteir Bulgariens urrd seine Kalojan und Assen II., vollen^ beten daS Werk der Befreiung. Karte 5 zeigt Bulgariens danmüge MiSbehnnng. Jetzt begann Bulgariens Niedergang. Asiens II. Nachfolger verloren zunächst die nordnx'srlick»en Gebietsteile mit Belgrad an die Serben. Desgleichen Mazedonien. Und nach dern Tode Stefan Duschans, desieit serbiscl-es Reich auseinarrdör-' iel, bildeten sich aus den bulgarischm Teilen Mqzc- dmnens die Fürstentümer Prilep und Welbusctid, wäl-rrnd arrch das alte brtlgarisäie Stammland sich m drei Fürsbentmuer paltete^ Bidm, Tirvdrvo urvd das KüsteiÄand am Schwarze,! Meer. Diese eirkzelucn Länder konnten dem überrnächtigan Tinlc8e dey Türken nicht widerstehen und wurden nachrnvander eine Beute des Siegers. Fünflnrndert Jahre l-aben sie unter türkisck-er Hcrrscl^ft leben müssen, aber nichts hat verm«^li>t, den Charakter des Lande-« und seiner Benxchner zu ändern. Und als dann daS harte Joch ich zu lockern begann, urtb als vor allein in der Religionsfvage die Türkei gezwungini war, dein äußeren und inneren Drucke nack>- zugeben und Zugeständnisse zu macken, erhob die bulgarische Kirct-e als eine der ersten wieder ihr Haupt, mü> unsere Karte des bulg.v- rischen Exarchats belveist genau, wie weit sich die bulgarische Kirche lrud domit^ bulgarische Sprache und bulgarisckie Art trotz aller Widerwärtigkeiten erhalten hatten. Nisch, Pirol und Veles werden in dem betreffenden Firnurn des ßlroßherrn ausdrücklich als bulgarische Exarchien bezeichnet. Auch für Uesküb, Monastir und Ochrida st der bulgarische Charakter ausdrücklich anerkcrrmt kovrden. Wenn es hier zn einer Einsetzung buLgarischer Bischte nicht gekommcit ist, so hat dies an DifferenMn, ^oisckpn der Türkei und dern iw- zwischen befreiten Bulgarien gelegen. Karte 7 sctiildert txiS Bulgarien des^ Berliner Vertrages, das einen Teil der Dobrudschr an Rumänien für das diesen genommene Nkßarabien geben und das Moravagebiet mit Nisch und Pirot an Serbien abtreten mußte, ohne daß seine Wünsck-e auf Nta-cLouiezr Berücksichtigung fanden. Karte 8 envttch zeigt Bulgarien, wie es rur Zeit auäsielst und der Angllederung der chemM bulgarrschen Gebiete ür NockE West und Süd wartet.^ Wir eutnehuien diese Karten dem von dem! bul-garischen Gvi sandten in Berlin D. Rizioff herausgegebenen hssdorischen AttaA^ Aus Stadt und Gießen, den 6. März 1918. Die Vewirtfchastnng der Kartoffeln. Neben dem Vrot ist die Kartoffel zurzeit das zum Durch- halten wickitigste Lebensmittel. Die Kartoffelernte ist im Großherzogtum zwar durchgängig eine gute gewesen, gleichwohl steht zu befürckftcn, daß die Karloffelvorräte im konv- menden Frühjahr knapp sein werden, weil, wie fcstgestellt werden konnte, gegenwärtig eine große Verschwendung mit den Kartoffeln getrieben wird. Es mack)e sich daher ein jeder 5)aushalt klar, daß er mit den ihm zugemessenen KartosfeL- ratiönen anskommen muß. Die Anforderungen an die Kommunalverbände wegen ?lusfuhr von Kartoffeln in Gegenden, in denen die Ernte nick>t ausreichend ist, sind groß. Die Marmeladefabriken erhalten große Kartoffelmengen: zur Herstellung von Kartoffelfabrikaten werden ebenfalls große Lieferungen verlangt mrd unter Umständen muß auch mit der Freigabe für Fntter- zwecke gerechnet werden. Sparsamkeit ist also sehr wohl am Platze und das altbekannte Mittel, die Bestände durch Erd- lohlraben zu strecken, sollte nicht unberücksichtigt bleiben. ** Kv ch t d i e M i l ch a b! ES wird wiederholt die Feststellung gernacht, daß viele L«ute die Milch, die sie zrmr Genüsse erhalten, nicht ab^ockien, sondern urrgekocht verwenden. Da unter den h-entigen Umständen dieses Verfahren nur als schädlick) bezeichnet werden kann, wird Trackchrück- lichst darauf hinaewiesen, die zmn Genüsse bestimmte Milch gleich nach Empfang abzukvchen. Die tägliche Kopfratton au Kartoffeln beträgt ein Pfrmd! Streckt Eure Kartoffeln durch Verwendung von Rüben! Stellt den täglick)-en Verbrauch durch Abwiegen fest. Ersah ft'ir vorzeitig verbrauchte Kartoffeln erfolgt nicht! ** Auszeichnung. Ter Gejr. Ludwig W e l l h a u f c iy Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, wurde mit der Hess, Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. ** B e f ü r de r u n g. Zum Hunptmann befördert wurde der Oberleutncmt d. R. E m m e l von hier. ** R 0 tes Kr e u z. Von der Verband- und Krmcken-E^»- srischungsstelle des Roten .Kreuzes am Bahnhof Gießen nmrvS^ im Mormt Februar 1918 718 drrrchreisende Soldaten mit Kaffee erfnscht. Die Sam.tä'tswache hat 221 TrunSpotte auL- gesülnt und in 124 stmstigen Fullen Hilfe geleistet. ** Ernennung von Gemeinderatsmitgliedern^ Nachden! im Grvß!?erKogtnnr Hessen mit Zustiinmung der beiden Kammern der Landstände die (ssemeinde-Ersatzwahlen bis uack dem Kriege veistl-oben mvd i ie a l'gelau senen Mandate der Gemeinde cats-« Mitglieder vis zu den Neun-ayteu verlängert ivocden sind, fjnbeu me Kreisausschüsse vmi ihrem Recht Gebrauch gemacht, bei Beschiuß- nnfälügkei! der Genlttiweratskv-llcgien infolge Verminderung der Mitglieder durch Todesfälle vorläufig für die Zeit von sechs Monaten wahlfähige eingesessene Eiwoohrrer zu Gemeinderats» mckgliedern w ernennen und zwar mrr vn der Zahl, die zur Ev-» reicharng der Besä>lnßfÄ>igteit erforderlich ist. Sohlenschoner aus Leder verboten. Nach einersosort in Kraft treterrden Bekarrntmachung der Ersatzsohlen^ Gesewchast m. b. H. ist Herstellung, Vertrieb lmb Verwendimg von. Sohlenschonern mrd Sohlenbewelwungen. zu deren Herstellung Lever verwendet ist, verboten. Die aus der Zeit vor dem 30. September 1917 sdcrmmenpen Sohlerrschvner mrd Sohlenbewehrungen aus Leber dürfen bis zum 31. Mai verkauft werben^ urrd auch nach diesem Zeitpunkt verwendet werden^ wemr sie aus je einem gleichmäßig starken Stück kermgem Blank- vder Br>denleder bestehen, mindeslens 2 Millinreter dicr und mindestens 3 Zentimeter lang und nicht irackpräglich geteilt oder verkleinert sind. Gleichzeitig sind HückLtpreise für den KlcürhMwel festgesetzt. ** Unermittelte Heeresan gehörige, Nachlaß-, und Fundsachen. Das Stellvertreterrde Generalkomnunrdo des 18. Armeekorps »veist darauf hin, daß sowohl bei den Larwrats- bzw. Kreisümtern als auch bei allen militärüchen Kommandobehörden. Garnison- mrd Bezirkskommandos, Ersatztruppenteilen, Lazaretten usw. die den Ver'lusÜisten von Zeit z/u Zeit beigegebeneni Listen „Unerrnittelte Heeresangebörige, Nachlaß und Fundsachen" neben den dazu gehörenden Beilagen „BUderlafeln mit Pl-vto- graphieu und Adbildun.Ten von Gegmständen aus den Nachlässen unbekannt Gefallener" eingesehen Norden können. __ Ocfsent 1 iche B ücher ha l le. Jin Febriurr wurden 197b VÄrde auSgeliel-cir. Davon kanren auf: Erzä tuende Literatur 1166, Zeitfckxrifdm 230, Ju.gendsth -ift«n 155, LiteraturgesclückM 10, Gedickte mrd Damnen 33, Lärnder- mrd Völkerkuande 50, Knlturgeschiichte 15^ Geschichte und Biograplften 109, Kunsd, gefchickite 7, Nattlpwlssenschaft mrd Techm>b>> 7 ie 92, Heer- rmd Scv- weseu 14, Hans-, mrd La,^>wittsch».rst 10, Gcsundheitslehre 15, Reiigivn u'rch Pl/ilo'ophie 36, Dtaatsenstchr ft 5, SprackZwissein, schaft ly. Freindspracl>lick-es 18 Bände. Nach austvärts kanvanl 52 Bände. ** U n g e recht se r t i ge Angriffe. In der Presse ist in letzter Zeit wiederholt behaulüet worden, daß die auf dem Gcmüsa- samenmarkte vorlxirüxnen Sckmnerigkeitcn auf M^ßnahiner! dov Reichsstelle für Genittse und Obst zurückzuführen seien. So hat auch ein Herr Karl Knpvert in Ausgabe 6 der Kriegswirtsck-astsickieln Beilage zmn Bayrischen Kurier gegen die Reichsstelle für G<'müs« und Obst die Bel>auptung aufgestellt, daß die deutschen Jtnporteurq von Gemüsesamerr längst in Besitz der irn Auslände gekauften; Sämereien wäreir, wenn die Reickisstelle niäft allein bezugsberechtigt wäre. Herr skappert spricht im Ausätluß daran die Beft'irchtmrg aus, daß infolge dieser Verhältnisse die Gemüseversorgung im Jalwo 1918 einen Zusammenbruch erleiden werde. iDemgegenül^r sei erneut betont, daß der Verkehr mit inläirdiscl>en Gemüsesämereieni frei und ungehemmt ist uird daß das neutrale Ausland entschlossen war, den donlickien Genu'is-ttamerlhäiTdlern den Ankauf von Gemüse sämereien uno deren 2lusful)r nach Deutsckrland überhml.pt z^l verbieten. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst rwu angesichts dieser Lage genötigt, zugunsten der Gemüsesamenhändler einzngreifeür^ gerade um einen ZusamTnrnbruch durch Sperrung der auSlandiscknntz Zufuhren zu verhindern. Nach nwnatelangen schwiettgen Bcrlpmd^ langen ist es «der Reick>sshelle fül.' .YVmüse und' Obst gelungen, nicht uuerli^blicl;e Mengen von Gemüse sämereien inr neutralen ^buslandet zu kaufen und deren Ausstlhr nach Te^ctschland erivirken., die; ohne Eingreifen der Reichs stelle niemals nach Dmtscl)IrLnkt hat, werden itt diesem Jahre den deutscher: Gemüsebauern werm auch nicht reich« liche, so doch armäl^nD genügende Sämereien Kur Verfügur^l stellen, die einen immerl-in auSgubigen Assckxu: von Geinüst zu gewährleisten bestrinmt sind. ** Wie spart man Briefumschläge? Ein «rnsackU-Ä Verfahren zur ErsparrrlZ von Vttefmnschlagen hat die DeutsckM Post-- :md Telegnephenv-ertnaltrmg in Flmchern mrd Wallonien eingefültrt. Die Borgerseiboir der Umsck/äge für den amtlickien Schrif!w7ch'el rverden dirrch ein st^l-ende-^ Kreicz tu vier Mtznlimgr-n ein^eteilt. Nur eine davo,: wird iedesnral ziur Aufstlnist [** nutzt. Vnx der W>ick>erveNvmdmr <7 ftivb die frühere Anfsclwckt und der alte Stempelabdrrick zu durckffbreichen. Bei Briefen, deren Inhalt nicht gel>eim zu TjtaTtejt ist. wird -einpfolsten, nrrr eine:: gelängen Teil der Verschilnßllappe leicht zn schlieftei:, dan:it beim OefftuN de>L Briefe die VcrsckLußllappan nicht zerrissen werden. ** Vereilrigte Fuyrwerksbesi tzer. Gießen. Eme Bereinigung dieses Namens wurde am 6. Oktober 1917 unter dem Varsitz des Hern: Karl Haas jr. gegründet. Tie Veremignug, die heute bereits eine stattliche Anzahl Mitglieder zählt, Versalgt den Zweck, in jeder Bezliahuug eine Regelung des Fuhr- betriebes ldur« rufen, um abgeholt zu werden, und war, als sein Sohn mit dem! Nachen fast herangekommen war, von dem Sturm über die Ufermauer in de:: Rhein gestürzt worden. chBingen brück, 6. März. Der Schrchtmeister Schipp führte in seinen: Rucksack einige Tynamitpatvonen mit sich, kam dabei zu Fall, wobei die Patronen durch den heftigen Aufschlag «plädierten und das Dynamit den Unglücklichen geradezu in Stücke riß. I Heppenheim, 5. März. Am 1 März starb im Alter von 76 Jahren Leutnant a T. Heinrich Gieß. Frührer langjähnger Bezirksfeldwebel in Höchst i. O. und dann in Heppenheim, tat er seit .Kriegsausbruch bis Ende voriger: Jahres als stellvertretender Bezirksosfizier ft: Heppenheim Dienst. Gieß hatte große Verdienste um die hessische Tenknralspflege, deren Bezirksstellvertreter für den südlichen Odenwald er war. Bei zabloser: Llusgrabungen :ust> Untersuchungen tin ganzen Lande war er hervorragend tätig und wurde für seine Verdienste, mft der Silbernen Medaille für .Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet. An der Erforschung der Einhards- basilika in Steinbach hatte ec r-erdienstwollen Anteil, über den Breuberg und die Stckrkenburg gab er eigene Schriften heraus. Dem Kloster Lorsch widmete er wichtige Untersuchungen. So nahm er im Austrage des Freiherrn von Hehl Grabungen aus dem Sechif und auf der Kreuzwiese vor. Der Historische herein für das Ä-oßherzog- tmn Hessen und die Hessische Tenknmlpslege erleid«: durch sein«: Tod einen schweren Verlust. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 3. März. Der Plan eines neuen Verbindungsgleises zwischen den Strecken Lollar—Wetzlar unib Deutz-Gießen von: Güterbalmhof Wetzlar bis zur Zahnbrücke bei Dorlar kommt jetzt zur Ausführung. ra. H o h en s o l m s, 4. März. Die Wiederwahl der Gemeindevorsteher Zimmermann - Bermoll, N i e b ch - Oberlemp und Führer- Hohensolms hat die amtliche Bestätigung gesunden. ra. Katzenfurt (Dill), 5. März. Hauptlchrer Zörb erhielt das Verdienstkreuz für Kriegshilfe. ra. Aus dem Kre:se Wetzlar, 1. März. Mit dem Eisernen Kreuz wurden mBgezeichnet: Flieger Heinr. Feth- Steindorf. Gefreiter Karl L i ch- Münchholzhausen. Friedrich H o f- mann- Laufdorf, Gefreiter Karl G l a u m - Groß-Rechtenbach, Krankenträger Karl L o h - Dutenhofen, Gefreiter Krämer- Griedelbach, Wilhelm Ku r z - Greif«:stein, Heinrich Lücke rt-Nau- boru und Sergeant Heinrich Neeh ans vtannheim. ^ - vessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 4. März. Die Frankfurter Kaimauer an dem Neubau der Kaisers, rücke wurde in den letzten Tagen nach unendlicl>en Schwierigkeiten fertiggestellt. Die Arbeiten Nnlrden mehrfach durch Hochtvasser urtterbrochen, das die Verschalungen wegriß, so daß meist von neuem angesangen werden mußte. Nur dem Umstcust), daß der Winter bisher noch kein größeres Hochwasser mif dem,Maftw gebracht hat, ift es zuznschreiben, daß die Arbeit nunmehr «chgültig vollendet werden konnte. Die sog. Fischerlöcher in der Kleinen Fisck-ergasse werde:: jetzt ebenfalls ausbetoniert, da das dort sich ansammeltwe Grundwasser, das oft bis zu drei Meter hoch steht, eine stete Gefahr für die Neubauten bedeutet. mr. Frankfurt a. M., 4. März. Der Magistrat hat sich durch Vermittlung des stellv. Generalkommandos des 18. Armeekorps an das Kriegsministerium um lleberlassung eines erbeuteten Tanks gewandt, der zu. wohl tätigen Zwecken ausgestellt werden soll. Bisher ist vom Kriegsmmisterium eine Antwort noch nicht ein- getrossen. = Frankfurt a. M., 5. März. Nach der Einführung von zivei neu gewählt«: Stadtverordneten legte Oberbürgermerster Voigt der Stadtverordueteirv'.wsammlung den städtischen HausHaltung s plan für 1918 vor. Tas Ordftmrium der allgemeinen Verwaltung schließt mit 87 Millioiwn, die Betriebsverwaltungen mit 96 Millionen Mark, die kriegswirtschastlick-«: Betriebe mit 3,8 Million«: Mark in Einnahme:: und Äusgab«: ab, zusammen mit 186,8 Millionen (i. V. 146,2 Millionen Mark). Die erhebliche Steigerung um 40 Millionen Mark ist auf die ungeheuer gestiegenen Kriegscrusgaben zurückzufülwen. Unter den Ansgaben sind bemerkenswert '42 MÄlion-en Klart für Familienunter-, st Übungen: die Ausgaben für Lebensmittel lassen sich noch nicht überselen. Zicr Deckung dir Ausgaben sind Erhöhrmgen vorge- selien b« den Marktgebülxren, d«n Wassergcld, den Kehrickst- abfnhrgebühren, ferner Erhöhung der Tarife im Elektrizftäts-, mrd Bahnamt, der Gaspreise, der Betriebseinnähmen in den Ki'ankenairstalt-en (hier 1 .150 000 Mark). Der Zinsendienst er-, fordert 3V2 Millionen Mark. Vorgesehen ist die Aufnahme einer Kriegswrlcil)e bis zu 50 Millionei: Diark. Tie Steuern sollen von 165 mis 172 °A> erhöht wevden. Später soll eine St«ierreform ins Auge gcfaßt werden. Ter Etat sieht ferner vor 3 Millionen! Mark Kriegsteuenrngszulag«:. — Den städtsi'ck-en Verwaltung«r erwachsen weitere große Aufgaben bei der Neugesirilttrng oes Schul- weens, der sozialen Einrichtungen mro des Volksbildungslvei«:s. Für das Wiohrungswesen erhofft inan neue B«oilligungen unv Spenden. — Tie Verwaltung des Lebensmittelamtes^ erfordert 21/4 Millionen Mark. Zu erwägen ist die Monopolisierrntg einzelner Zweige der Lebensn:ittelbei'ch.rff:rng nach dem Kriege. Ter Um'atz an Lebensmitteln durch die Städte beträgt zur Zeit 100 Millionen Mark jährlich. Be: der Ersasswrg der Lebensmittel sollen sich amtlich«: Meldungen zufolge die ländlich«: Genossen- sckiaften nicht allein beieiligeu, s-ondcr>: ratr als Hilssorganisatrow, unr dadurch das Vertrauen der Beoölkeruirg zu gewinnen. Dadurch erhofft man eine bessere Ratiouäeruug. Bis zur nächsten Ernte ist trotz der :ckraftftsck>en Zuschüsse je>xh> keine Besserung zi^ erwarten. Bezüglich der Fteischversorgüng sollen die bisherig«: Sätze für die Großstädte beinhalten werben. Für 1918 ist eine etwas bessere Ver'orauug mit Obst und Gnnüse zu erwarten. Zu bekämpf«: ist miss schärfste d^'e Preispolitik als Arrreizmittel zur Produkt vn. Hiuftchsiich der UeberganAsWirtschaft ist besonders die Frage der Arkitsbeck-assuing in de: Vordergrund zu stell«:, da man nach 'dem Kriege mit eiucnr Arbe:?ern:angel rechnen muß. Für dieArbeits- losen muß die Versicherecng. bzw. di? Arbeit lastmmterstützung «n- treten. — Tie Versammlung gab ihre ZnsttmTnung zu der Annahme einer Sttfturg der Firn:a Beer, Ä>'^chnmer & Co. von, 2 0 0 0 0 0 M a r k für F'unkfnrter Kriegsbeschädig'e — Eine Magistratsvorlage aßf Beteiligung der Stadt an einer Milchtrock- n u n g s a n st a 1 1 in Säileswig -Holsteig zur 6-ewinnung von Trockermnlch fordert 400000 Mark. Das Kilo Trockenmilch wird sich für die Bevölkerung auf 3,80 ML. stell«:. Die Vorlage, die znn: drittenmal zur Berattmg stand, w'rde gegen die S i nmen der Soziäldenmkraten abgelehnt. —> Für die israelitische Volksschule bewilligte man m:s die Dauer von drei Jahren einen jährlichen Zrrschuß von 10 000 Mark. — Tie Bsichluß^assung liier den vom zuständigen Ausschuß empfohlenen Ankauf du Privatkllnik Hohemark bei Oberursel wurde wogen Beschlußunfähigkeit des Hauses vertagt. Die Schließung der öffentlichen Spielbanken. (Eine 50-Jahr-Erinnerung.) — Aus Nassau, 5. März. H«tte vor 50 Jahren verfügte König Will??lm I. von Prcuß«: durch ein Gesetz die Schließimg der öfsentlick^«: Spielbanken zu Wiesbaden, Ems l:nd Homlnirg v. d. H. zum 31.Tezember 1872. Von geradezu ac^schlaggebender Bedeutung für die Eltt:vickl:n:g Homburgs als Kur- und Freindenstadt war die dortige Spieloank. Alle Versuche, seit etwa 1820, in derStadt Homburg eine regelmäßige Kursaison für Freinde ms Leb«: zu ruf«:, Nmren gescheitert, da das wesentlichste Erfordernis dazu, ein K:iftl>ai:s, fehlte. Man entschloß sich daher, den Anträgen der Gebrüder Franoois mvd Louis Blanc aus Paris auf Kouzessio- niermrg einer Spielbank Gehöi zu schenken. 1841 wurde den Unternchmern der auf 30 Jahre daueimde Vertrag genehinigt. Tie Blancs vcrpftichteten sich zugleich zur Erbauung eines Kurhauses und zur Abgabe bed«ttender Summen an die Staatskasse. 1843 waren Kürhaus m:d Spielbank vollendet. Nun bega:m eine Blütezeit für Homburg, wie man sie nicht im entferntesten geahnt hatte. „Homburg ä monts" wurde der Tuntzmelplatz der reichen Franzosen, Russen, Ungarn und Hollmüier, die alle ihr Glück im Roulettespiel versuchten. Das Geld lag damals auf der Straße. Feste und rauscheibde Vergnügung«: jagten einander. Es war die Zeit, da russische Fürsten inü> kaukasische Herzoginnen mit einen: ganzen Hofstaat in Homburg Anf«rthalt für lai:ge Wochen ipahmen und da Adelina Patti im Kurtheater ihre Glcnrzrollen sang. Monsieur Blanc sck>eute keine Kosten, um Homburg zu eiiverN Mittelpunkt deutscklen Badeleb«:s zu mackieu, und es gelang ihm. — Und dann kam iber „Todesstoß". Am 31. Dezeinber 1871 mittags 12 Uhr erschi«: ein preußischer Kommissar int Spielsaal und erllärte das Ende der Bank. ManckM: Zusammenbruch sah darob das Jahr 1872. Die Spieler blieb«: aus. Dafür stellten sich die Engläitder mit dem Lebepriirzen Eduard an der Spitze ein und schuf«: für die kommenden Jahrzehnte aus Lwmburg ein Engländerbad. (ßcricbUiaal. 1 Darmstadt, 5. März. Das Sch w n r g e r i ch t verurteilte den 36jährigen FuhrnMM und Schmied Joh. Röll aus Kleft:- Stemh.'im weg«: Straßenraubs zu sieben Jahre Zuchthaus. 10 Jahren Ehrverlust uach^Stelllmg unter Polizeiaufsicht. Er hat eine lange Reihe von Vorstrafen un?d war vor Verbüßung seiner letzt«: Strafe von 2 Jahren Gefängnis wog«: Zuhälter« beurlaubt, als er im Novemlier vorig«: Jahres in eftrer Wirtschaft in Kl«n- Kvotzenburg dm 70iährig«: Ha!:sierer Gustav Friele keimen lernte. Er wußte, daß dieser eft:e größere Summe Geldes bei sich führte, schloß sich ihm aus euren: Gange nach Froschhau sen an, schlug ihn unterwegs im Wälde nieder und beraubte ihr: seiner Uhr und seiner Barsck>aft vou 123 Mk. Ter Ueberfallene erlitt jedoch keft:e schlveren Verletzinm«:. Eftrige Zeit später wurde R. in Bayern ver- l-aftet und weg«: La:ü>streich?rei abgenrteilt. Er legte dabei ein gleichmütiges Gestäirdnis seines lieber falls ab. A::ch bei oer jetzig«: Berlmndlung legte er völlige Gleichgültigkeit m: den Tag. — Ter 38jährige vcrleiratete Bäcker Sally Reinhardt von Heus«:- sdamm wird unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wegen Verbrechens gegen § 176 Llbs. 2 des StGB, unter ZubllliFimg mildernder Umstände zu 8 dldoualen Gefängnis — abzüglich 3 Monate Untersuchungshaft — verurteilt. Er ist teilweise geständig, oaß er, Vater von 6 Kinder::, sich fortwähreno an eurem im Hause ivobnenden schwacks,sinnigen Mädch«: verging. R. nimmt die Strafe sofort an. Ifttttft rind rMssenschatt. Eine Mozart-Urauffiihrung in Mainz. Wir lesen in einem auswärtigen Blatte: Mainz, 5. März. Mozarts komisch? Oper „Der Schlruspiel- direktor" ft: der Bearbeitung von R. mid L. Berger gelangte im Mainzer Staülthcater rur Uraufftihukng. Der ursprüngliche Text von Stephanie und die spätere Bearbeitung von Schneider nttf ein Vorläufer des „Dreftnäderlhaus^V denn MvMrt erscheint al- Kapi'llmeister leibhaftig auf der Bühne. Die neuen Bearbeiter haben diese Geschmacklosigkeit ausgemerzt. Sie verknüpften die Arien und das .herrliche Terzett durch einen flüssigen Dialog, fügten eine sinnvolle Pantomime und eine Reihe deutscher Tänze organisch m' die Handlung. Um die Wiedergabe der „Sängerinnen" machten sich Ottilie Letti (Madame Herz), Steffi May (Mille Silberklang)^ P. Stüber (Schauspieldireklor): um die Pantomime „Der Kmmriew' Vogel" Frl. H. Metzger (Köniz), sowie die Damen des Balletts, unter Kapellmeister Tissors musikalischer Leitung sehr verdieut. Vrkefkasten der Uedaktksn. IVttosttiinc «lukragen bleiben unberücksichtigt^ lN. h. B. Mit Volksschulbildung ist der Besuch enter niederen Förster- oder Waldbau schule zur Ausbildung als Förster möglich. Försterichulen bestehen in Margvniusdorf (Bromberg), Stein-- busch (Frankftirt a. O.), Hachenburg (Wiesbaden), Waldlxruschula: befind«: s:ch> in Kehcheim (Niederbayern), Trippstadt (Pfalz), Aschasfenburg usw. Für Privatforstbeamte Deutschlands bestrhi eine Forsllehrlingsschule in Templin (Brandenburg). Verrnrschres, Ein Polizeibeamter von Hamsterern erschossen. * Berlin, 6. März. Me dem L.-A. aus Metting^ hausen bei Lippstadt berichtet wird, wurde dort ein Polizei^ beamtc^r Hamsterern, die er verfolgte, aus dem Hinterhalt erschossen. Tie Hamsterer, vier Männer, die in einem Versteck im Walde lagen, sind entkonunen. Letzte rrachrichten. (WTB.) Groftes Hauptauartier, 6. Mär^ (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprlnz Nupprecht. Heftige FeuerWerfälle richtete der deind gegen unsere Stellimgen mif dem Nordufer der Lys. Ein starker englischer Vorstoß bei Waasten wurde im Nahkampf abgewiesen. Beiderseits der Scarpe und in Verbindung mit eigenen erfolK» reichen Erkundung n nördlich und südwestlich von St.Quew' tin lebte die GefechtstätigLeit auf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. In einzelnen Mschnitten Artilleriekamhf. Sturm-M- teilungen drangen in der Gegend von OrneS in die fran>' zösifchen Gräben und brachtm 28 befangene ein. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Südlich com Rh in—Marne-Kanal, im Thanner-Tal und bei Altkirch rege Tätigkeit der Franzosen. Im Osten. Im Verfolg der von der finnischen Negierung erbetenen militärischen Hilfe sind deutsche Truppen auf den AalandSm Inseln gelandet. * Der Waffenstillstandsvertrag mit Numünien ist mm neuem formell unterzeichnet worden. Fricdensi-erhandluo-- gen schlies-en sich unmittelbar an. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. Berlin. 6. März. (Amtlich.) In Buftea ist yester« abend 7 Uhr der Vorfrieden mit Rumänien abgeschlossen worden. Es wurde eine lltägige Waffennrhe vereinbart, innerhalb welcher der endgültige Frieden abzuschlietzen ift auf folgender Grundlage: Abtretung der Dobrudscha bis zur Donau. Der Vierdund sorgt für die Erhaltung eines rumänischen Handelswcges über Konstanza imch dem Schwarzen Meer. Die von Oesterreich-Ungarn geforderte Grenzberichti'. gnng wird grundsätzlich angenommen. Entsprechende Wirt» schaftsmatznalMcn ,verden grundsätzlich zngestanden. Rumänien demobilisiert sofort mindestens acht Divisionen, die übrigen Armeen nach Wiederherstellung des Friedens zwischen Rußland und Rumänien. Rumänien räumt sofort das noch besetzte österreichisch-ungarische Gebiet und verpflichtet sich. Truppentransporte der Verbündeten nach Odessa eisen- behntechnisch zu unterstützen und die Offiziere der mit denk Drerbund im Kriege befindlichen Mächte zu entlassen. Der Vertrag tritt sofort in Kraft. England und die Lage in Ostasten. Lvubyn, 4. März. (WTB. Nichtamtlick,.) Reüternteldmrg'a Im Unter hause erllärte Bal fr>ur aus Anfragen, er sei augenblicklich nickst in: Stande, etwas über die Lage im asiatischen: Rußland zu sagen, außer, (>aß ihr von der britischen Regierunck große Aufmerksamkeit g«vidmct werde. London, 5. März. (W.B. Nichtamtlich.) Reuter. „Dallü Mail" meldet: Die Verharrdlung«: über die Intervention Japans in Sibierien werden in den nächsten 24 Stunden bö< endet sein. Die Botschafter Groß-Britaniens, Frankreichs unh Italiens in Tokio beabsichlrgen g«neinsame Vorstellungen zu machen und zu verfuchm, daß Schritte zum Schutze der Interesse:« bcx Alliierten in Sibirien unlernoinmen werden. Ddan glaubt nichL, daß der Botschafter der Vereinigten Staaten in Doku) an diesen gemeinsamen Vorstellungen Teil nehmen wird. Es ist aber vott Seiten der Vereiiugten Staaten keine Opposition zu erwarten. Berl:n 5 März. (WTB. Nickstamtlich.) Am 21. MürH: findet auf Emladung des Zentralverbandes deutsch«: Zigarren^ fab«kanten rn Bettin eme Konferenz sämtlicher Verbände bcä1 Tawkgewerbes Zwecks Griftckmng eines Tabakindustrierates, stattt Es sollen durch die Brldung erner Kartellvereinigimg vornehm- l:ch d:e M:tttt,tands:nteress«tten im Tabakgewerbe gefördert werU den. — Heute wurde ein Zentral verband Rutscher Elektrotechnik :ns Leben gerics«: Dem Verbmrde sollen ülle sabttztzrenden Firm« der Elettwtechuck anaehören. Eine einlxitüdp Vertretung deä w:rtsckmftl:chen Jnteress«: der dentschien Elektroteckmrk bestand biS^ her n:cht. Wahrend des Krieges rvar eitre lose Vereinigung im Kr:egsaus,chuß der deutsch-«: Wektwtockmik gebildet, die mm in* Zentral verbatst) eme dauernde Form gefunden hat. Amtlicher Teil. e t r.: Sammekwesen. An die Schulvorstände der Landgemeinden des Knikes mtb die Leiter der Ortssanrmelstellen. Montag, den 11. März 1918, nachmittags 2V» Uhr wirb Herr .Hauptmann Hahn vom Stellvertretend«: Generalkonnnand.» des 18. A.-K. im Hotel Großherzog dahier einen Vortrag ül,er die Organisation des Sammelwelens in ländlich«: Genreinden halten. Tie Herren Leiter der Ottssammelstellen tverden dazu mit dem, Bemerken eingeladen, daß ihre Tellnahme an der VeranstaltunÄ drftlgend erwünscht ist. Glttckzzeiftg werden sie darauf aufmerk^ sam gemacht, daß der Erlös der Brenncsselsanrmlung ein- gegangen ist. Tiejenig«: von :hnen, die über die ihnen zustehenden Beträge selbst verfüg«: und nicht zugunsten des Kreis komiteeF verzichten woll«:, werden gebeten, dies binnen 3 Tagen hierbei mitzuteilen und dabei dre abgttieferte Menge genau amugebenl sofern deren Einlieferung in Gießen gelegentlich und nicht burtf' tne Bahn erfolgt ist. Tasl Geld kann an der KreiskasL u? Empfang gerwnunen werden. T«: Schulvorständen wird empfahl«:, die m Betracht Enden Lehrer auf votttel)«ches ausdrücklich hinzmveilen Gießen, den 4. März 1918. Großherzogliche Kreisschulkommission Giraen vr. Usingers Danksagung. Da es Gott dem Herrn gefallen hat meine liebe Frau und Mutter M-rglirethlt Hirtzinger geb. Nikolaus, geb. zu Steinbach nach nahezu zebnwöchiger Krankheit im Alter von 46 Jahren, il Monate und 1 Lag von der Erde abzurufen, sage ich allen Freunden. Ber- wandten und Bekannten, die mir hilfreich zur Seite gestandet, haben, sowie iür die Kranz, spende und Herrn Pfarrer Hey mann für die liebevolle Grabrede meinen herzlichen Dank. Im Namen meiner Familie: Wilhelm Hirtztnger. Rodheim, den 3. März 1918. 1640 in der fürstlichen Oberförtterei Vi Monta« den 11. Mürz, vormittags 10 Ubr» im D-strikl Hard: Scheiter Rm.: 200 Buchen, etwa 6 Eichen D/trii [etwa ZI 3 rund»,- Knüppel Rm.: 20 Buchen, 20 Eichen; töcke Rm: lOO Buchen, 30 Eichen; RetsboU-Wellen: 4000 Buchen. 400 Eichen; 250 Rm. Fichten-Schtchtvaufen, welche meistens Stangen von ß bis 8 cm Durchmesser enthalten. Die Zusammenkunft ist aus der WaldOrahe von Köln- Hausen in die Hard beim Eingang in den Wald. Dienstag den 12 . März, vormittags 10 Ubr, im Distrikt Meilbach: Scheitholz Rm.: 100 Buchen. 2 B,rken (rund), 2 Asoen irund», 2 Fichten trundi; Knüppel Rm.: 120 Buchen. 40 Eichen. 6 Birken, 20 Fichten; Stöcke Rm.: 30 Buchen. 20 Eichen. 100 Fichten: RetSholz-Wellen: 1700 Buchen, 800 Eichen, 2000 Fichten. Die Zusammenkunft ist beiin Pflanzg arten bäuSrben. Bet beiden Versteiaerungen find Wiederverkältfer ausgeschlossen. Es aelien die bet Beginn des Termins zu verlesenden Bedingungen. 15838 Nadelnutzholz-Verkaus. 5,83 25,29 136,31 10,83 23,61 51,73 Fstm. Aus den Waldungen der Gemeinde Annerod soll folgendes Holz aus dem Submissionsweg verkauft werden: q«a t / 7 Kiefernstämme III. Kl. \ 39 , IV. Kl. Los II 387 .. V. Kl. Los III f 12 Fichtenstämme IV. Kl. 141 h "V a, ÄH. Los IV 198 M Vb Kl. Das Holz ist aufgearbeitet, unentrindet und mit der Rinde gemessen. Die Gebote sind pro Festmetcr anzugeben, und Aach Klassen, Lose und Holzart getrennt zu halten. Angebote sind verschlossen bis spätestens 12. März 1918, mittags 3 Uhr, aus Unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung der Gebote in Gegenwart erschienener Dieter stattfindet. Annerod, den 5. März 1918. 1635 Großh. Bürgermeisterei Annerod. '_ H orn. Holzverftergernng im Fürstlichen Forstrevier Hungen, Distrikt Dietrichs- berg gm Freitag den 8. März d. I. Zusammenkunft um 10 Uhr vormittags am Vllliugeu— LUfaer Weg beim Waldeingang von Pillingen. ES kommen zum Verkauf: 1634 B 21 Rm. Buchen-Scheit, 228 „ Buchen-Stamrnprügel, 24 „ Elchen'Prüget, 374 „ Astreiser, 314 o Stammreiser. Das Holz sitzt 4—5 Kilometer von der Station Hungen. Ferner wird bekannt gegeben, dah im Fürstlichen 'Dlftrtkt Fuchsstranch bei Garbenteich ca. 240 Festmeter Brennholz gegen Ende März zur Versteigerung kommt. fyritiat’ 'Unterricht f Schulpflichtige, bes. für zarte u. schwächliche Mädchen. Einholen d. verl. Zeit bei Zurückgebliebenen. TÖCht ersch Ul-Leh r- plan, Erreichen d. nächsten Klassemieles. Beginn 15. April od. a. W. Frau Ulrike FfcUzer-Müller °* TW staatl. gepr. Lehrerin WiUielmstraße 39. - Sprechstunde 2-4 Uhr. Freiwillige Versteigerung. Donnerstag den 7. März 1. I., nachm. 2 Uhr. versteigere ich Kaiser-Allee 35 pari. zu Kieken gegen Barzahlung: 1 Gasbadeofen mit email. Wanne, 2 Kleiderschränke, 1 vollst. Bett, 1 eiserne Bettstelle mit Matratze, eine lackierte eii. KinderbettsteUe, 1 Sofa und 2 Plüsch- sessel. l Waschtisch, 1 polier en Tisch. 6 polierte Stühle mit Rohrsitzen. 1 Glasschrank «S'lberschrant', einen EiSschrank, 3 kleine Fässer. Zuglamven «für rolemn, und Gas und Elektr.», Ste via innen, 1 Petroleurnosen, Vorhängespanner, ei,. Rundstäbe zu Trepvcnläuser. Spiegel. Bilder und sonst. Hanshalkungsgegensiünde. ““ Versteigerung bestimmt, -»B Born. Gertchlsvoüzieoer. 1545 Freiwillige Inventar- Versteigerung. In der Wohnung der Ludwig Krcuder Erben, Kriinberg iH ssen», Barsügerstratze, findet Dienstag den 12 . März 191« Versteigerung gegen Barzahlung von morgens lO Uhr an statt. 1 Landauer, zweisvännig. dazu gehörigen Geschirre. 1 Halbverdeck. Schlitten, mehrere Pserdegeschtrre, l 9,'eit- sattel. Schellengeläut. Aller Art londwtrischasiliche Maschinen, der 'Neuzeit entsprechend, Erntewagen, Schiebkarren. 2 Obstkeltern, 1 Zenlrisuge, Hauöhaltungs- und Küchengeräte. I Lndentheke. 20 Schubladen. Wagen mit Gewichten; ferner Tisch.', Stühle, SosaS. Kleiderlchranke. Betten. Waschtische. Sessel. 1 vollständiges Schuhmacher- Handwerkszeug mit Maschinen, zirka 50 Fuder Srrohsetle, 1 Partie Flaschen und vieles mehr. 09703 lleinr. Hamei Wltw». "v E RM 1 E TU N *GE N (Pension Brandt, Nenen Bäae 22 Bl«n»r, HHtiRg-n. Abendtisch Ifetnf. mübl. Ztmnier z. verm. 09753 Dammttrakte 261 . Möbl. Zimmer mit ganzer Bervflegung z. verm. Neuen Baue 5, Hiuterh. i Möbl. 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Es suchen Arbeit: 1 Bau- und Maschinen'Jngenteur, 1 HandsungSgehtlfe für Nebenbeschäftigung. Weibliche Abteilung Bei hiesigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 1 landwirtschafiliches Äiädcken, 2 junge Mädchen, die schneidern können, l Köchin- 22 Dienümüdchev. 1 Kindermädchen, 10 Laujsrauen, 10 Mädchen für Bahndtenst lZugdtenstl. Bet auswärtigen Arbeitgebern: 2 landwirtschai liche Mädchen, 7 Dienstmädchen, 1 Zimmermädchen, das etwas nähen kann. Nach Bad-Nauheim: Köchinnen, Beiköch nnen, Seroierlräulet», Zimmer» Mädchen, Hausmädchen. Küchenmädchen. Es suchen Arbeit: 2 Stenotypistinnen, 1 Buchhalterin. 3 Verkäuferinnen (1 für Schnbwarenl, junge Mädchen, die zum Teil Maschinenschreiben erlernt haben. 16418 Kutscher gesucht 1 Lohnkutscher Haas, Diezstr. Ordentlicher, fleitziger Arbeiter für Garten- u. Lagerarbeilen sür dauernd gesucht 1354a Marburger Stratze 20. ZnMr BllHe vom Lande für Gartenarbeit gesucht. 1012 R. Lange, Kiesten. _NahrungSberg 8. Ein junflfr SaiiSbiirsche gesucht. 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