rrr. so Erstes Blatt 168 . Jahrgang Der Gfttzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Siehener Kamilknbliitler; Nre rdlatt fit It« Kreis Siegen. Veznysprels: monatl. Mk. l -20, vierteljährlich Mt. 3.00 . durch Abhole- u. Zweigstellen rnonatl. Mk. 1.1'): durch die Post Alk. 3.60 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sür die SchrittleitungllS Verlag,Eeschä'tsftellebl " Anschriü fürDradtrigch- richten: Anzeiger Glehen. Donnerstag. 28 . 5 ebruar j 9 j 8 Postscheckkonto: Zrantsvlla.M. N686 ener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ZlsMingsrun-druck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- u. 5 teindruckerei R. Lange. ^»,.u,.uie von Anzeige» f . Die Lagesnurnmer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeVc-rbliidlichkeil Seiienpreise: für örtliche Anzeigen 25 lZs.,für auswä rtige 30 Pf., °ür Reklamen Wik. 1.— : bei Platzvor- schrist 2i) °/ 9 Aufschlag Hauptschriitleiter: 'Uu#, Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vankoerkehr: Aug. Eoetz; Stadt und Skwirbedan!EIrtzen Land.B-rmischtesu.G«. rrchtsiaal: W. Aleyer; Schriftleltung, Gesch3ft?M!e ».Druckerei: Schulftr.?. &jj*; Die Wahrten des „Wolf" mb das Zchichal seines bei Stagen ? gestrandeten Veglettschiffes. (WTB.) Großes Hauptquartier, 27. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An der User wurden einige Belgier gefangen. An der flandrischen Front, beiderseits von der Scarpe. in der Champagne und auf dem westl. Maasufer lebte die Artillerietatig- keit am Abend auf. Vielfach kam es zu heftigen Lustkämpfen. Ein einheitlicher Angriff englischer Flieger g gen unsere Ballone zwischen Oise und Aisne scheiterte. Wir schaffen gestern 15 feindliche Flugzeuge und 3 Fesselballone ab. Hauptmann Ritter v. Tuezek errang seinen 24. Luftsieg. Gefreiter Kästner brachte bei einem Fluge zwei Fesselballone zum Absturz. O e st l i ch e r Kriegsschauplatz. Heeresgruppe von Eichhorn. Nördlich lwn Dorpat nahmen wir zwei russische Regimenter bei ihrem Rückmärsche gefangen. HeeresgruppeLinsingen. In der Ukraine wurde ein feindliches Bataillon. daS sich bei Korosstychew (30 Kilometer östlich von Shitomir) unserem Vormarsch in den Weg stellte, unter Verlust zerstreut. Südlich von Shittmir drangen unsere Truppen gegen Verditschew vor. In Kremenez (südlich von Dubno) nahmen wir den Stab eines russischen Generalkommandos, einen Divisionsstab und 200 Mann gefangen. Mazedonische Front. Englisckte Abteilungen, die über den Butkowafluh gegen die bulgarischen Stellungen rwrdrangen, wurden im Gegenstoß zurückgcworfen. Italienische Front. Nichts Neues. Der Erste Generalguarriermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin, 27. F^rr.. abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Die Neurordmrna Europas und der Weltpolink ist nicht an den Namen Erzoerger gebunden, und seine große Recht- serti-gungsrede, die er gestern im Reichstag gehalten hat, beweist dies aufs neue. Seine Vielseitigkeit, sein Fleiß und sein Eifer, auch ein gewisses agitatorisches Geschick, sind im Hinblick aus die großen Ziele, die sich Dealtschland neu zu stecken hat, nicht zu hoch in Anschlag zu bringen. Die ursprüngliche Farbe Schwarz, die er ins Feld führte, ist uillcr mancherlei Sonnenstrahlen abgeblaßt und übergegangen zu allerlei Mischfarben, die jetzt seine ganz persönliche Heraldik ausmachen. Von allen Politikern des Reichstags schleppt dieser Abgeordnete am schrversten an der Vergangenheit. Gr kann mit ihr nicht recht fertig werden, und wenn wir ihn gestern sahen, wie er in dem Fahrwasser der Parieileidenschaften herumsteuerte, wie ferne verletzte Seele sich über „Pack", „Gesindel" und. all die Gegirersch asten hinaufschwang, so hoch, daß das neue Gefüge des historischen Schicksals eindruckslos an ihm vorüverging und an ihm herunterglitt, so müssen wir ihn im Grunde doch wohl zu den „vergangenen" Größen rechnen, ein Schicksal, das er mit andern Kraftnaturen, wie Nikolajewitsch, Benizelos, Bra- tianu, teilt. Ob er freilich wirklich heute noch in einein eianen Auto fährt, ob die Regierung sich noch so ausgiebig hne früher seiner diplomatischen Hilfsdienste bedient, hat er rn seiner Rede nicht völlig aufgeklärt. Vieles schüttelte er ab, aber den Nimbus will er behalten. Unheilbar erschüttert ÜUf ine - Sehergabe, f e { n Prophetensinn. Wir wollen uns £"9* von ihm prophezeien lassen, wie lveit das deuhche Volk gehen und wie weit es nicht gehen kann. Auch dre Rerchstagsurehrheit, die er mit der von ihm mitgebo- renen Entschließung vom 19. Juli in allen Tonarten feierte, ^d schwerlich Lust tragen, Herrn Erzberger etwa als Bevolllnachtigten nach England hinüberzusenden, wo er in ein paar Stunden mit Lloyd George über den Frieden wohl Rerne kommen könnte. Wir brauchen die alle Leier nicht mehr^ und Herr Stresemann hatte ganz recht, als er gestern rm Reichstag meinte, man solle die Entschließung doch iricht Lum Fetisch machen. Dre Zeit ist eine ganz andere geworden, und w-eirn wir auch niemals vorn Der leid iäungs- Eroberungskrieg übergehen, so müssen wir und dürfen wll doch jetzt die Methode und Taktik dem Feirrde gegen-- über gründlich andern. In den „Bremer Nachrichten", aus ein Leser aufmerksam macht, finden wir einige Sotze, die wre eine Parole für die Volksvertretung ltiirgen: „Wir meinen, daß jetzt der Zeitpunkt für Forderungen gekommen ist, durch die das Volk selbst die kaiserliche Erklärung er- ganzen muß. Das deutsche Volk muß verlangen: Mit jeder weiteren Woche des Krieges wird die Entente verpflichtet, die Mittel- maa/,c um cm erhebliches Stück mehr schadlos zu halten. Da die »yere stark militärische Lage nickt anerkennen, müssen sre die weiteren^Folgenves^Krieges wirtschaftlich allein tragen und wis rn entspreckiender Werse tributpflichtig werden. Werter müssen alle Falle Grenzsrcherungen verlangen, die uns vor zu- o Revancheknegen schützen. Niemals lassen wir uns auf Luandabtretungen ern, frei müsscrr die Meere werden und unbehindert muß unsere wirtschaftliche Entwicklung auf dem Weltmarkt fern. Zeigt dem Feinde mrr die Zähne tmb stellt euch Mann für Acamr oline Ausnahme ^rnter bestimmte Forderungen. die durch ^ L' Fedrde geffcüW werde», und ttr wevdct sehen, welch tiejcn Erdrück Wc Fespgkett jqi i> Ge^ Mossenheit bei ihnen machen wird. Es wurde kürzlich ausgerechnet, daß die Aufbringung der jetzigen Kriegs kosten nach dem Kriege etwa 45 Prozent des Verdienstes aller Steuerzahler ausmachen wird. Tie Feinde wollen, daß das deutsche Volk zukünftig auch den größten Teil ihrer Kri.g te'cn tragen soll. Kellen wir den Spieß um, wir sind sonst ruiniert, auch die Arbeiter, von denen Tausende auswandcrn und verachtet in der Welt umherirreu und Frondienst suchen müßten. Nerven behalten, stall sein und siegen, das rufen ivrr dem deutschen Volke zu. " Die Retcystagsnielfth.ll dar, ,ia) uich: an einen Fetisch klammern, noch darf sie ihren Erzberger heilig erklären und mit ihm die Fehler der Vergangenheit hüten, sondern sie muß frischen und vorurteilslosen Sinnes die neuen Tatsachen und die nene Wjendung der Dinge für ihr künftiges Verhalten prüfen Dcr)ssteichskanz''er wird über die Mehrheit und ihren Vizekanzler noch oft das mahnende, versöhnende Wort zuc ^uutjieü uuo zum Zusammenhalt aus- rufen müssen. Der österreichisch-ttngarif.che Tagesbericht. Wien. 27. Febr. (WTB. Nillpamtlich.) Amtlich wird perlmztbarl: Zwischen Etsch und Brenta erhöhte Arrillerietätig- keit. Italienische Flieger bewarfen dve weit hinter unserer Front lkyenden. nicht befestigten Orte Cles. Mezzolombardo und Bozen mit Bomben. y Der Chef des GenevatftabeS. Die §ahrt des Hilfskreuzer? „Wolf-. Berlin, 27. Febr. (WTB.) Leber dee Fahrt S. M. Hilfskreuzer ,Mvlf" erfahren wir im Anschluß an die amtliche Meldung die folgenden Einzelheiten: Ausreise und Heimreise stauten unter dem Zeichen eines anhaltend schlechten Wetters, Sturm. Nebel und Eisgang waren «war zum Durchbrochen der englisä^n Blockadelmie willkommene Dundesgonrossen, stellten aber andererseits an die Navigation hvte Anforderungen. Unerkannt gelang es „Wolf" gegen Ende 1916 in den Ozean zu gelangen. nx> er sich gegen Silben wandte. Das Auftreten von „Wolf" zeigte sich in den eirrtretenden Schiffsver- lusten im südlichen Atlantischen Ozean. Diese wurden zuerst aus Sabotage, dann auf Tauchboote zurückgesührü Erst als englischer Stolz die AwvesenlMt eines deutscher Hilfskreuzers! -„geben mußte, um die Scl-ifsahll vor ihm zu warnen, erlstelt eine Rech.- von Schifssuntergängen ihren Aufschluß. Bon Südafrika ans wandte sich „Wolf" noch dem Indischen Ozean und kreuzte vor der Insel Ceylon, wie auck) an der Westküste von Vorderindien. Aich jetzt wieder meldeten drahtlose Nachrickiten von den schnell ein getretenen Erfolgen und dem Sinken wertvoller großer Dampfer Wachse-idc militällsä^ Maßnahmen des Feindes wurden beobachtet. Tie Schifahrt in den indischen Gewässern rv-ar alarmiert, uird 8^ Tät.gknlsgebiet des H^l'skrenz-ers mußte verlegt prnHen. An der Verfolgung des Hilfsllerrzers beteiligten sich slart der englisäien vorwiegend japanische Schiffe. 11m diese Zeit wurde der cng'ische Dompfcr „Tnritella" erbeutet, der ftühere deutsche Dampfer „GutenfeLs", und als Hilfskreuzer timter dom Namv.r .Iltis" verwendet. Er sollte die Sch f ai/rt im Golf vor, Aden stören, fvälyrend „Wolf" nach Südt aktiv.ksfäl/ig war, zog in der nächsten Nähe der Koralleninsel ein englischer Dampfer vorbei, dem das Flugzeug vermittels eines auf das Deck heruntergeivorfenen Beutels die Aufforderung überbraäue, sich sofort und ohne seine FimkentelegraplMi z-u gebrauckxn. zu dem Lnlfskreuzvr zu begeben. Alsbald kam der Dampfer dem Befehl nach und wurde prompt versenkt. Nicht einfach war die Kohlenergänz-ung. Nicht weniger als elf Monate mußte „Wolf" von den eigenen Beständen leben. Häufig auftrctendes schleclMs Wetter verhinderte melrrfach via UebeiTnalMe von KvlLen aus aufgebrach'an Dampfern, so daß diese mitsamt ihrem wertvollen Inhalt versentt werden Mußten. Die Ma'chnven arbeiteten wälzend ber ganzen Kreuzfahrt ohne erheblich: Störungen. Das beclzlnisckZe Geschick dös Maschinenpersmials. verbunden mit der nie erlahmenden Alrbeitsfreudigkeit ließ dag Sch^ aller durcli die lange Reisedauer brrtstandenen Sä-vlerigkeiten Herr werden. Die Versenkung der ausgebrachten Scknffe wickelte sich im allge> meinen ohne Zwischenfall ab. Nur mit dein japanischen Dampfer ,L>itachbMlar^ Mißte ein kurzes Feuer ge secht dirrchgeführt werden, da dieser sofoll nach dem Anhalten ^lmstalten machte, aus einem GesckKtz das Feuer zu eröffne». Einige Salven brachen seinen Widerstand, rrchteten aber an Deck des Jala.ners große Verwirrung an. Bei dem wpslosen Zuwasfenoersvn der Rettrmgsboote verloren mehrcra Mmschen ihr Leben. Die Beschädigungen des Dampfers wurden alsdann misgebessell mrd dieser eine Zeitlamr als Begleitschiff ncrtgenommen. Seine auf sieben Dllllionen Mark jn schätzende wertvolle Ladung vcrichwawd im Laderanm des Etwas später wurde der spanische Dampfer „Igotz M e n d i" (4648 BRT.) mit einer vollen Kohlenladung aufgebracht. Bei schwerem Wetter ergänzte „Wolst' seinen Kohlen^ Vorrat und rüstete den Spanier als Begleitschiff aus. Die Kajüts^, eintichtungen des Japaners wurden hinübergeschafst und Kam> mern eingebaut, und dadurch Untellunst für 60 beffere Passagiere, daruirter acht Damen und mehrere Kinder, geschaffen^ Zwanzig japanische Schisfskellner wurden zu ihrer Bedienung hinübergeschasst. Auch der gefangene Gouverneur befand sich auf dem Begleitschiffe. Ohne bedeutenden Zwischenfall gelang es, beide Schiffe in die europÄschen Gewässer zu bringen, wo der Kapi,- tän des japanischen Dampfers Selbstmord beging. Aus einem zurückgelassenen Schreiben ging hervor, daß Gewissensbisse über das Schicksal seines Schiffes und der Tod der bei d« Aufbringung umgekomurenen Menschcn den Japaner in. den Tod ge», trieben halten, nachdem er nun das Leben seiner übrigen Mannschaft und seiner Passagiere in ziemlicher Sicherheit wußte. Bei schwerstem Wetter verlor jedoch „Wolf", schon in den nordeuropäi»« schen Gewässern eingelroffen, das Begleitschiff in Nacht uno Nebel aus Sicht. Dieses hat die Reise nach Deutschland selbstärckig sollgesetzt, ist aber vor einigen Tagen in einem stallen Nordwesh- sturm bei S k a g e n gesttundet und hat einen Teil seiner Passagiere, vor allem Frauen und Kickder, und die Neutralen, (n Stagen gelandet, um deren Sicherheü zu gewährleisten, sür den Fall, daß die Versuche, den Danrpser flott zu machen, erfolglos bieiben werden. Fast ein ganzes Jahr lang hatten einige > Gefangene den „Wolf" auf seinen abenicuellichen Fahrten begleitet. Ihre Zahl war allmählich auf 467 gsoachsen. Engländer aller Hautsarben, Australier, Franzosen, Japaner, Indier, Spanier, Amerikaner Norweger usw. Ihr Verhalten war im allgemeinen zufriedav« stellend, doch bildete sich bald ein gespanntes Verhältnis -wische» Japanern und Ickiern einerseits und Englwrdern andererseits her» aus. das in Tätlichkeiten ausartete und eine räumliche Tremcung nötig machte. Ter Gesundheitszustand der Besatzung und der Gefangenen wttr im allgemeinen tzut: nur zuletzt machte sich ein Mangel an frischein Proviant empfindlich bemerkbar, und es traten die erften Anzeichen von Skorbut auf, jener Krankheit, die durch schlechtes Ttinkivasser und den Mangel an frischem Gemüse ai^ laugen Seereisen hervorgerufen wird. Welche cvißeroidentlichen Schädigungen des feindlichen Fracht- raumes „Wolf" erziett hat, ist ja inzwischen schon bllmrutgegebe» nfnbm. Die Höhe der durch ihn mit >Xm Schiffen rmd bereit Ladungen vernichtllen Welle läßt sich genau nicht ab schätzen, geh» aber in die Hunderte von Millionen Mark. Eine nichj hoch genug zu bewertende Wirkuirg der einenwielleljnhllich^t Kreuzsahll des Hilfskreuzers liegt darin, daß er wie andere ähnliche Unternehmungen der deutschen Marine eine außerorderrtlich große Zahl feindlicher Kriegsschiffe, Bewaclmngssahrzeuge usw. in Atem gehalten und Sckiisfahrt und Handel des Feindes auch indirekt aufs schwerste geschädigt hat. Das bei Stagen gestrandete Begleitschiff. K o p en ha ge n , 25. Febr. Ritzaus Bureau meldet au- Stegen: Der Bilbao-Dampfer „I g o z M e n d i" sttandete gestern abend ösllich Skagens Leuchtfeuer. Ter von deutschen Ojfi r\ zieren geführte Dampfer hatte eine deutsche P r i ) c uh Mannschaft an Bord und fühlle zahlreiche Fahrgäste mit, die Besatzungen von etwa einem Dutzend veftenkter Schiffe. Mehrere trtaren seit acht Monaten an Bord und hatten den Stillen und ben Mtentischen Ozean durchguell. 32 Leute wurden durch die Ska- gener RettungsiTimmschaft bei Skagens Leuchtfeuer gelandet. —i Einer späteren Meldung zufolge wurden zwei weitere Gesäugen« von dem spanisck>en Priseudampfer. und ^var zwei australische Militärärzte, interniert. Tie Prisenbesatzung weigerte sich, den Dampfer,zu verlassen, ebenso die vierzig Mann spanischer Besatzung. Zwei Rettungsboote sind klargemacht, um bei unruhiger See auszulaufcn. Au Bord hatte sowohl Beriberi als mich Skorbut gel-errsckt. Unter den gelaiv, beten Führ gasten des „Jgo-z Mendi" sind 9 Frauen und 2 Kirrder. Sie waren alle sehr l>eruntcrgekommen und erllärlen, in beiq letzten vier oder fünf Tagen sehr schlechte Kost bekonimen zu haben. Unter den Fahrgästen sind verschiedene Nationalitäten vertreten^ ein Tüite, ein Schwede, ein Norweger, zwei Finnländeitz zwei Amerikaner, ein Tülle, der Rest Engländer oder englische Kolonisten. Der gerettete Däne erzählt. daß sein Schiff, der enrellkanische Dampfer Vereruna. rm Stillen Ozean auf der Reise von 9?euseeland nach San Frmrrisco von dem deutschen Hilsskiruzer Wolf am 2. Juni 19 l 7 genommen wurde. 14 Schiffe wurden aufgebracht oder vefteiikt. DaS letzte war die nonvegische Bark Stvrgrund. Im Stillen Ozean versenkte ber Wolf den japaniscl>en Postdampfer Hedatzc Maru. der einertz Well von 60 Millionen Kronen hatte. Einige Fahrgäste wurden auf den Jgoz Mendi hinübergebracht mti) befinden sich jetzt in Stegen. Der Jgoz Mendi ist erst vier Jahre all und wird auf seä)s Millionen Well geschätzt. Eine weitere Meldung aus der Nackst zum 26. Februar besagt: Der bei Stegen gestrandete spanistlie Dampfer siw nach iminer fest, lieber die eigcMliä>e Besatzung und die Pllsen- mannsckcfft^ insgesamt 55 Manu, sowie über das Schiff snck noch keine Bestrmmungen getroffen. Ter deutsche Hilfskreuzer Wojff hatte^ den Dampfer vor neun Monaten gekapert und mitgefühll. 32 Fahrgäste landeten heute früh. Einige von ihnen waren ,'e-t Monaten an Bord. Der heute früh an Land gekommene znxnte Konrmcmdant der Pllsemmrnnschast wurde unter Protest im Le..chv, türm MEtegcn interniert. T-er Dampfer ist 4600 Tonnen groß. Die Fahrgäste wohnten u. a. vor drei Tagen de, Versenkung eineö Transportdampfcrs mit 30G Mann bei. Slagen, 26. Febr. Kurz nach MitternaclK begann starker Leogmlg. Die RettungsUiamrschaft wurde herbeigeruscn. Um -uej Uhr gab der Dampfer Jgoz Mendi daS Signal, txrß die Besatzung an Land wolle. DaS Rllturvasbovt ging hinaus, nahm die Spcnuer und Deutschen an Bord mrd brachte sie nach dem Boien-Lemht-, feuer. wo eine ärztliche Untersuchung erfolgte. Tie Oterettrtöh wurden alle nach Stegen gebrackilt. Tie Dentichm werden drtcrnü-r^ die L panier heim gesandt w:wden Eine BLilttävabdnlrmg von borg wird die Beivachiurg der 'DyUpipu üllrrnehmeu. Mb. Deutscher Reichstag. 135 . Sitzung, Mittwoch den 27. Februar 1918, vorm. II 1 /* Uhr. Tie erste Lesung d»s .Haushaltsplanes wird fortgesetzt. .Abg. Tr. Wi einer (Fortschr. Lp.): Die Regierung stützt sich in ihrer Politik aus die Mehrheit des Reichstages. Unsere Ber Handlungen stellen einen Fortschritt auf der- Bahn parlamentarischer Entnncklung dar. Auch wir stimmen den EruLrungen de. Reichskanzlers über die auÄvärtige Politik zu. Wir legen das größte Gewicht auf die Wiederherstellung dauernder guter und fremrdschaftlick-er Beriel-ungen zu Rußla-nd. Wir verfolgen keine Eroberung s pläne. Unsere Starte liegt in dem Festhalten an dem Gedanken des Verteidigungskrieges. Wir müssen dafür sargen, daß Belgien nicht wieder der Tummelplatz feindlicher Machen scl-afvcn wird. Mit den Erklärungen des Reichskanzlers gegeiiüüer Präsident Wilson können wir uns einverstanden erklären. Tie Rede des Herrn v. Heydebrand war zwar temperamentvoll in der Form, aber überaus mager in ihrem sachlichen Inhalt. Man kann zwei feln, ob von der äußersten Rechten oder von der äußersten Linken mehr gesündigt wird. (Heftiger Widerspruch und erregte Zurufe rechts. — Vizepräsident Tr. Panische bittet, die Mahnung des Reichskanzlers, den Burgfrieden zu wahren, zu beherzigen.) Ter Reichstag kann durch Herrn v. Oldenburg nicht beleidigt werden. Die konservative Partei wird wohl im Ernste das unglückselige Wort vom Schießen nicht verteidigen wollen. Die Errcguirg der Konservativen hat ihren Grund darin, daß sie il-re Herrschaft wanken fühlen. Tie ganze Richtung vaßt ihnen nicht. (Laclien rechts. Tie 'Beamtenschaft muß leistungsfähig erhalten werden. Ter Mittel- stand hat unter dem .Kriege am meisten gelitten. Große Mittel werden hier notwendig sein. Wir verkennen die Leistungen unsere- Kriegsgesellschasten durchaus nicht, aber wir müssen sie bald tvieder loswerden. Die stadttsche Bevölkerung versteht die Verhältnisse au dem Lande oft nicht richtig. Mer man hat auf dem Lande die Interessen der Allgemeinheit vielfach hinter die eigenen gestellt. Zu deir deutschen Erfolgen hat die Arbeiterschaft viel beigetvagen, um so bedauerlicher ist der Streik. Tie Hirsch-Dunckerschen Gewcrfr -schäften haben vor ihm gewarnt. Wir freuen uns der Erklärungen des Vizekanzlers über das preußische Wahlrecht und legen schärfste : Verwahrung dagegen ein, daß Herr v. Heydebrand sich darüber : beschwert, daß der Vizekanzler als Württemberg er hier gesprochen hat. Er sprach als Deutscher. Elsaß-Lothringen muß die Selb ständigkeit erhalten. Ter inneren Politik des Vizekanzlers stimmen urir zu. Der demokratische Gedanke muß die Grundlage des modernen Staates fein. Abg. Tr. Stresemann /natt.): Der Friede mit Rußland bedeutet die Niederrrn-guN.^ unseres gefährlichsten Gegners Dieses Ereignis wird unS in leinen moralischen Nachwirkungen denr Frieden näher bringen. Zrmächst lvird der rumänische Frieden folgen. Damit beginnt die Liquidierung des Kriegs auf denr Balkan. Tie Eiuheitsbesttebun-gen der tapferen Bulgaren werdm verwirklicht tverden. Unser Vormarsch rm Osten ist unglaublich rasch erfolgt. Tas war auch notwendig, um dem feindlichen Wüten Einl-crlt zu tun. Es ist beschämend, daß man behauptet hat, die Hilferufe aus dem Baltenlande werden in Berlin gemacht. Völlig unabhängige jStaatsgebilde dort im Osten sind immöglich. Sie müssen eine Anlehnung suchen. Tie Oesterreichs waren zuerst gegen den deutschen Vormarsch. Ms sie aber hörten. ^ daß so viel Lebensmittel erbeutet wurden, schlug die Stimmung um Ein neues Friedensang-ebot des Reichskanzlers wäre verfehlt. Ich bin nicht einverstanden damit, daß Belgien völlig unabhängig, gegen wen auch immer sein soll. Die den Führern der fläntiischnn Bewegung geinachten Zusagen sind doch nicht zurückgenominen. Wir gedenken dankbar der rumänischen Politiker, die bis zuletzt an der Neutralität sestgehalten haben. Nachdem unsere Feinde unsere FrrÄ»ense mit Hohn zurückgewiesen haben, haben .vir wirrer freie Hano. Rumänien muß eine Kriegs-; entschädigung bezahlen, und zwar mit wirtsckzaftll.cb.it Zugestäilduissen. Sollen Wir in Steuern ersticken? Wir brauchen auf diesen ruchlosen Feuid keine Rücksicht zu nehmen. Unser Kolonialreich muß wieder hergestellt iveiden. Hätten wir früher für richtige Verteidigtlgsmittel gesorgt, dann wären unsere Kolonien nicht vcrborengxgangm. Wrr geben fen. hankbar der heldenhaften Kämpfer Tcuasch-Osdaftikas und senden ihnen die Grüße des deutschen Aolles. Beifall). Es wäre gut, wenn uns die Beruhigung gegeben würde, daß an ehre Aufgabe unserer Stellung als Kolonialmacht röcht gedacht wird. Die Art des Friedensschlustrs im Osten wird erzieherlsch im Westen wirken. Das tragische Ableben^ des Gvoßherzvgs von Mecklenburg-,Sttelitz legt uns die Schaffmdg eines Michj^refetzeS nahe, rovnach nur deutsche Fürsten auf einen deutschen Thron folgen körrnen. Wünschenswert sind Angestelltenkainnu-rn. Erfreulich ist, daß das Reich sich an der Beseitigung der Wohnungsnot beteiligen will. Wir wünschen. Auskunft über die Wirkungen einer Vereinheitlichung der deutschen Eisenbahnen. Tie Wählrechtssrage in Preußen ist eine deut'chie Frage- Neenn jetzt da:- gleiche WaAvocht schitcrt, damr würde der nächste Reichttag eine Znsammensetzung haben die der Lösung wichti'e'- Aufgaben nicht günstig ist Die uatirmalliberale Rehhwagsftalttou steht fast einmüft^ auf dem Standpunkt, daß die Einführung des gleichen Wahlrechts in Preußen unbedingt nötig ist. Beifall.) Ter Redner Yrrv.br 1 fick gegen den Streik imb verurteilt die Entgleisung d?s Herrn von Oldenburg. Dem Rener mgsprog ramm stimmen wir zu, ivahren uns aber unsere Selbständigkeit. (Beifall.) Staatssekretär des Reichskvlonialmnts Dr. S o l f: Bon deutscher Seite ist niemals eine Unklarheit darüber gelassen worden, daß wir einmütig auf bem Standpunkt stehen, daß wir unsere Kolonien wieder haben wollen. (Beifall.^ Die Kolomalpolitik ist für Deutschland eine Lel>ensfrage und Ferne Luxussrage. General Smuts will auch das deuttchre Kolonialreich vernichten, um daS britische Imperium sicberzuirellen. Er will also 'Deutschland das einzige Reservoir rmchen. ^drs es für seine Industrie hat. Tie Engländer haben es besonders auf Deutsch-Ostasrika ab ge se krön, dessen Reichtum sie schiKxwn. Sie veriolgen den alten Plan eurer Kap - Kaiw - Bahn, weiter. Sie prediam die englische Monvoedektrin. England will eine lückenlose Weltherrschaft haben. Nun wird^uns vorgeworfen^ wir wollten die Firbigen militarisieren. Der Staatssekretär weist nach, daß davon fr »' Rede sein kann. Wir haben in allen Kolonien nur schwock-c Pn>liz>errruvpen gehalten, während die Engländer und Fvan?pvien mrbige Heere von mehreren Hunderttausend Mann aufgestellt haben. Zu Beginn des Weltkrieges wollten wir die Kolonien neutralisieren. Iht^-c Feinde lehnten ab, weil sie uns überall schädigen rvollten. Sre sind jetzt sogar zu ZwarrgsausHebungen in den Kolonien übergegangen. Unsere Schutzgebiete waren für keürei, Kampf vorbereitet und auch nicht befestigt. Sie hätten sich nicht so lange halten Immen, wenn sie nicht zweimal von der Heimat mit Waffen und Munition versorgt tvorden nreren. Die Engländer wollen aus den ‘sfolo-nteu so viel heraustiolen wie nur irgend möglich. Auch in England gibt es viele Träger des Friedensgo- danlens. Aber hinter dem General Smuts stcht die britische Regierung, und damit müssen wir rechnen. (Beifall.) Abg. Bruhn f(D.Fr.) verlangt Vorkehruirgen im Osten gegen die Wldimg einer polnischen Jrvedenta. Besonderer Fürsorge bedarf der Mittelstand. Abg. Haasc (U. Sotzi.): Das Ultimatum an Rußland bedeutet den vollen Sieg der Evoberungspolitiker. Graf Hertling ist nur das Aushängeschild, Ludendorff diktiert. Unsere Politik muß ehrlich sein. (Lärm rechts.) Elsaß-Lothringen wolbm aucb wir nicht heraus- gebeil, aber die Bevölkerung soll über ihr Schicksal entscheiden. Die Stveikwasse muß international Lnge.machet werden, denn wir wollen imser eigenes Land nicht schlechter stellen als die Mideren. Abg. Erzberger (Ztt.): Die Friedens-entfchließung des Reichstages war cbi hervorragendes Verdienst Drei Reick^kanzler l-abcm diese Entsck-ließnng zur Grundlage ihrer Politik gemacht, und mit Genugtuung können wir sehen, daß in den feindlichen Ländern die Friedensströmungen von Tag -u Tag >wachsen. Die Friedensentschließung bietet wich die einzige Möglichkeit. Deutschland wickder in den Besitz seiner Kolonien zu bringen. Den russischen Frieden bcarÄßen wir warni, beim er liegt im Rahmen der Friedensentschließung. In den östlichen Randläiidern solleir nur Pö.-eittuppen bleiben, die wir so bald als möglich zurüctzrel>en wollen. Deutschland wird den Ostfrüdeu ziu einen i dauernden wachen, wenn es die Zeit bentttzt, uni die Zufnucheuheit der Rand- Völker RußlantH herbeiZruführen. Die EhüaLmng' an die belgische Regierung, die der ReichsÄm^er hat ergehen lassen, ist von Herrn v. Heydebrand vollkommen falsch auSgelegt worden. Der Reichs-- kaTizler bezieht sich auf die Papstnote vom 1. August, die die vollständige Räumung Belgieris mit Garantie der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Unabhängigkeit, gleichviel welcher Macht gegenüber, verlangt. Die Regierung in Le Havre hat sich fast ohne jeden Vorbehalt ans den Boden der Papitnote gestellt. Was Herr v. Heydebrarrd gesagt hat, gleicht der Annexion wie ein Ei dem andern. Einen schlechteren Frieden fann Belgien über* aupt nicht bekommen. Eine solck-e Erklärung wirkt ttiegsverlän- gerrür. Eine Debatte im englischen Unterhaiis bewnlt, wie stark vereitS in England die Sttömung für den Abschluß eines baldigen allgemernen Friede-ns ist. Reuter hat darüber der Welt nichts milgeteilt. In Paris blickt man aus diese Enttvicklung mit großer Sorge. Wir seheii bereits große Unterschiede in der Mentalität des englischen und französischen Volkes. Daß Wilson mit dem Versailler Kriegsrat nicht einverstanden ist. ist eine offenkundige ans geboten (Zustimmung links und in ZeiUrum.) Die Hetze gegen die ReickMagSmehrheit wird mit -en modernsten Mitteln geführt. Es ist die schlimmste Korruption >eS ganzen öl'fenllicl-en Lebens, schlimmer als die Zeitungsskandale in Amerika. Die Schwerhrdustrie Hüt in Bunde mit der Deutschen Vaterlcnrdspartei die ?lla geschaffen, um auf die deutschen Zeitungen in alldeutschem Simre einzuwirken. (Hört, hört! links und im Zentrum.) Der letzte Sturm gegen mich erhob sich, als ich im Ausschuß bocmttagte, daß den wenigen Leuten, die noch exportieren dürfen, der Unterschied zwischen Auslands- und Inlandspreis abgeknöpft lmirde. Es handelte sich dabei um nicht weniger als 684 Mitttlnren. (Hört, hört!) Der Redner erklärt: Manchmal erfaßt mich Ekel und Verachtung, daß man sich mit soläiem Pack und Gesindel l)erum.schlagen mnß. (Beifall links irnd im Zentrum.) Ter Redner wendet sich gegen iveitere Angriffe besonders von seiten der Vaterlands Partei und betont die Notwendigkeit des Zu- sammenarbeitens der Mehrheitsparteien. Tonnevstag, 11 Uhr, Weiterberatung. Schluß Vs? Uhr. Finnland. Stockholm, 27. Febr. Amtlich wird mitgeteilt: Der finnische Eisbrecher Mustala und der Dampfer B a l 1 1 o, die früher bei Aaland lagen, sind in der Bucht Lumparfjürdcn auf Aaland mit roten Gardisten und Russen eingelaufen. Aus einer eingegangenen Mitteilung geht aber hervor, daß leine Verwickelung bevorzustchen scheint, sondern die getroffeneti Uebereinlünfte durchgeführt werden. Madrid, 28. Febr. Die UnabhängigkeitFinn- lands ist von der spanischen Negierung anerkannt worden. Die verschlimmerte Laae in Irland. Rotterdam. 27. Febr. Der N. Rotl. Cour, meldet aus L-onoon: In der letzten Zeit hat sich die Lage in Irtan d so rtwährend verschlimmert. Diese Woche werden vermutlich die letzten Sitzungen in der Konvention statt- sinden. Die Sinnseiner-Unruhen breiten sich über ganz Irland aus. Wie die Franzosen unsere Gefangenen behandeln. Berlin, 24. Febr. ^Nichtamtlich.) Ein aus fran^ö- s-ffchcr Gefangenschaft znrückgekehrter deutscher Unterosfizrer berichtet über die ihm widerfahrene Behandlung. Don dem französischen Oberst wurde er geohrseigt, weil er seine deutsche Karte verbrannt hatte. Ihm und sämtlichen Gefangenen wnrderr Uhren und Brieffachen abgenommen. Einem deutschen Offizier wurden die Achselstücke und das Eiserne Kreuz 1. Klasse abgerissen. B>oc dem französischen Nationalseft am 14. Juli habe man die Gefangenen 3 Tage hungern taffen, um sie dann in ihrem elenden Zustande der Bevölkerung zu zeigen, die sie, bei ihrenr Durchzug mit Steinen beworfen und ang-espuckt habe. Diese Schilderung beweist aufs neue die weltberühmte französische Ritterlichkeit. Fliegerangriff auf Bozen. Innsbruck, 28. Febr. (W.K.51.T.-K.-B.) Gestern, nacht fanden drei oder vier feindliche Fliegerangriffe auf Bozen statt. Es wurden 15. Bomben geworfen, von denen eine Quartiere traf, die von Kriegsgefangenen bewohnt waren. Acht Kriegsgefangene wurden gelötet, 20 verwundet. Der Seekrieg- Neue N-Boot-Erfolge. Berlin, 27. Jebr. Eines unserer U-Boote, Kommandant Oberleutnarrt Mr See Lohs, hat kürzlich in der Irischen See und im AermeQ'anal 9 Dampfer mit rund 25 000 B. R. T. versenkt, daruirter die bewaffneten ties- beladenen englischen Dampfer Eleanor (1980 B.-R-T.). Polo (2915 B.-R.-T.), Carlifle Castle (4525 B.-R-T ), ferner die englischen Kiistendampfer Lrmesfield, Ardbeg, Ben Rein Mit den versenkten Schiffei i gingen für die Feinde wertvolle Ladungen an Kriegsmaterial und Gebra-uchsgegen- standen verloren, so mir dem Dampfer LÄeanor eine Schiffsladung Minen, für den Mittelmeerkriegsschauplatz bestimmt. Die drei Küstendanipser waren mit Werg, Soda und Seife voll beladen Besonders wertvolle mit mehreren Geschützen bewaffnete Dampfer von 4000 und 7000 B.-R.-T. wurden in der Einfahrt zur Irischen See ans stärkster Sicherung herausges chossen Der Chef des Admrralstabes der Marine. England und der N-Boot-Krieg. Rotterdam, 27. Febr. (WTB.) Dem „NieuweRotier- damschen Courant" zufolge teilte Chiozza Money im Unterhause mit, daß im letzten Jahre in England 200 Hairdelsschisfe von 1600 Tonnen und darüber mtt einer Gesamttonnage von 1067 696 Tonnen fertiggestellt worden seien. Der diettoVerlust an englischen Schiffen von 1600 Dörmen und darüber betrug 598 Schiffe. Das bedeutet einen Verlust von 20 Prozent des englischen Schiffsraums, der 1916 zur Verfügung stand. Von den zur Einfuhr nach Eng- larrd bestimmten Ladurrg-en gingen aber nur 2 Prozent verloren. In beu letzten drei Monaten seien im November 22 Schfse mit zusammen 130 375 Bruttotonnen, im Dez. 21 Sck)iffe mit 115 752 Tonnen und im Januar 11 Schiffe mit 55.568 Bntttotonnen in Dieirst gestellt worden. Die „Times^' bemerlt daM, daß irt diesen drei Monaten ^usanmieir 147 Sck)isfe von über 1600 Bntttotonnen versenkt worden seien. Die englischen Schiffe in den russischen Gewäflera. Berlin, 28. Febr. Dem L.-A. wird von der Schweizer Grenze berichtet, daß nach einer Meldung des Exchange Telegraph die englischen Schiffe im russischen Eismeer Befehl erhielten, innerhalb 24 Stunden die russischen Gewässer zu verlassen. Ein Funkspruch der englischen Admiralität verbietet den britischen Schissen das Auslaufen von Archangelsk. Ans dem Reiche. T-er neue Großherzog von Mecklendurg-Strelitz. N e u - S t r e l i tz, 28. Febr. Eine So-nder er» neuern zu müssen. Eine neue ArbeiterorganiÄtion. In einer von 140 Vorstandsmitgliedern und Verttauens^ männern der Werkvereine in Frankfurt a. M. imb Umgebung, Offen buch, Fulda, Kassel u. a. kleineren Orden stark besuchten Versa mnilünq nmrde am vergangenen Sonntag beschlossen, die Wirt- schastsfriedlicheu Arbeiterorganisatiorcen, -die Werkvereine, zum Zwecke einer wirkimgsvollen Vertretung der Standes- und Berufsinteressen ilwer Mitglieder organisatorisch weiter anszubauen und ihre sozialen Unterslützungseinrichlungen durch zenttale Wöch-- nerinuen-, Militär-, Kä-anlen--, S terbe sa ÜA\ nterstützmrgs ka ssen sowie durch eine Pcusionskasse (Alters- und Invaliden-, Witwen^ reuten-- und Waisenaussteuer) zu vervollkommen. Auch wurde die Gründung einer gemeinsamen Arbeitslosenmrterstütznngskasse beschlossen. Die twtitischen Massenstreiks wurden allseitig auf das schärfste verurteilt. Ferner ist ein „Verband Mitteldeut-^ scher W e r k v e r ei n e" (Hessen-d7assau, Hessen und angrenzend« Gebiete) gebildet Ivorden: geschäftsführender Vorsitzender ist Bo- zirksleiter Geister, Geschäftsstelle und 'Arbeitsnackpovis befirrden sich in Frankfurt a. M--West. » rSus Oessen. I. Dar m st a dt, 26. Febr. Der Finanz-Ausschuß der Zweiten Kammer erledigte in seiner heutigen Sitzung die Besprechung des Staats Voranschlags und wird morgen vormittag- 9 Uhr in die gemeinsame Bespreämng mit der Regierung ein- treten, in der die Kapitel durchgenommcn werden, bei denen der Ausschuß nähere Erläuterungen wünscht. * Am nächsten Mittwoch den 6. März wird vormittags der Finan.zLussck>uß der Zweiten Kammer allerlei Rückstände aufarbeiten, am Nachmittag werden die Finanzausschüsse beider Kammern die in der Verfassung vor dem Zusammenttitt der Plenarversammlung beider Häuser vorgeschriebene gemeinsame Besprechung des Budgets abhalten. Am Donnerstag den 7. März wird der Erweiterte Erste (Kriegs-) Ausschuß der Zroeiten Kanrmer tagen.. Am 12. März begirmt die Tagung der Zweiten Kammer, die vor- aussichtlich bis m die Karwoche hinein dau ern^ rmrd. Aus Stadt sind €an$. Gießen, den 28. Februar 1918. ** Am tliche Person alnachrichten. Der Groß- herAo>g hat am 23. Febr. die von oer Stadtverordnetem-! versammlurrg zu Darmstadt getroffene Wahl des Stadtbaurats August Buxbaum zum besoldeten Beigeordneten der Haupt- und Residenzstadt Darm stad t auf die Dauer von zwölf Jahren und am 23. Febr. die von der Stadtverordnetenversammlung zu Gießen getroffene Wiederwahl des Rechtsarrwatts Justizrats Wilhelm Grünewald zum unbesloldeben Beigeordneten der Provinzialhauptstadt Gießen auf die Dauer von sechs Jahren bestätigt. — Am 20. Febr. d. I. wurde Georg Jaeobi aus Groß-Gerau vom 2. März 1918 an zum Schreibgehilfen bei dem Finanzamt Groß-Gerau ernannt. ** Beförderung. Vizewachtmeister O. Behaghek wurde zum Leuttia^tt d. Res. der Feldartillerie befördert. ** D ie b st a hl. In der Nacht zum 25. Februar 1918 wurde in dem Lwtel Lenz dahier ein Diebstahl begangen, wobei dem Täter ein brauner Lederhandkoffer, zwei Paar braune Herren-Schnürstiefel mit Sporenansatzen, Größe 42 und 41Vs, Marke Salamander" und „Manes", wovon ein Paar benagelt sind, ein Paar schwarze Herren-Boxcalst- Schnürstiefel, Größe 42, Hemden, Unterhosen, Taschentücher, Brownings Rasiernresser, Rasierapparat, Seitengewehr (Dolch) mit Koppel und Portepee, 20 weiß-leinene Bettücher, teils cingewebt mit „Hotel Lenz" und teils mit roten cmgcnähten Buchstaben „Hotel Lenz" gezeichnet, und schwarze, graue und gelbe Damen- und Kinderstrümpfe in die Hände sielen. ** K r e i s a u s s ch u ß. Um bei Durchführung der Feldbereinigung in der Gemarkung Münster bessere Borflut- verhältnisse zu schaffen, ist die Beseitigung eines Wehrs bei der Papiermühle beschlossen worden. Gegen diese Beseitigung hat der Besitzer der Steinesmühle Einspruch erhoben mit der Begründung, daß hierdurch eine Ueberschwemmungs- gefahr für sein Anwesen geschaffen werde. In der Sitzung des Kreisausschusses vom 18. Oktober v. I. war Beweisbeschluß dahin erhoben worden, daß die technische Behörde durch Bornahme von Messungen bei Hochwasser feststellen soll, inwieweit diese Behauptung zutreffend isfr Nachdem diese Feststellungen gemacht und das Gutachten eingegangen war, wurde in der mündlichen Verhandlung fcstgestellt, daß die Befürchtungen des Besitzers der Steinesmühle unzutreffend sind, worauf dieser seinen Einspruch zurückzog. Lanvkrets Gießen. -m. Birklar, 27. Febr. Gefreiter Adolf Lechens von hier wurde mit der Heffischen Tapferkeitsmedaille auS. gezeichnet. Er besitzt auch das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Gerichtssen GemelndewahlenZ __ t . Gießen, 28. Februar 1918. Die gestern abend von den Frauenvereinen nach dem Hotel Fürstenhos einberuscne öffentliche Versammlung, in welcher Frau I. A pol an t-Frankfurt a. M. sprach, war von ca. 80 Frauen, mickst aus den mittleren und besseren Bürgerkreisen, besucht, die mit Interesse den Aussübrungen der Rednerin folgten, welche als Vertreterin der Zentralstelle ftir Gemeindeämter der Frau sprach. Außerdem waren als Vertteter der Stadt erschienen: Bergeord- Ueter E m m e l i u s, die Stadtverordneten Heichelheim, Dr Ebel, Dr Urstadt und Vetters. — Frau Apolant wres einlettend darau hm. daß sich in Preußen außer einer Umgestaltung des Wahlrechts für den Landtag auch eine Ntmgestaltuna der Gememdeverwaltturg vorbereite, weshalb es an der Zeit sei, im Interesse dec kommunalpolitischen Entwicklung sich mit dem Frauenstimmrecht bei t«n Gcmeindcivahlen zu beschästigeir Die Rednerin gab dann einen historischen Rückblick über die E,U»mL« bntff bes modernen StädiereckM und wies darauf hin. daß wir in Deutschland Mar kein einheitliches Gemeinldcrecht besitzen, daß ober in allen fcutfdjen ©tottctt Städte- und Larebgemeü'dcvrbtmir- jgon bestehen, welche nur den Männern das aktive und passive Wahlrecht zu freu VertveterkörpersHaften in Preußen unbilligen. Als zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in Preußen Freiherr von Stein daß Gemeinfrerccht einführte, mag der Ausschluß der Frauen vom Wahlrecht zu den Körperschaften der Verwaltung berechtigt gewesen sein. Die Bevölkerung in Deutschland lebte größtenteils vom Ackerbau, und die Verhältnisse waren auch noch recht einfach. Hterit« sei aber «doch ofsensichtlich. daß mit der ganzen E>rt- vulLurig irnserer sozialen und ErwerbsverhAtniffe die Frau ein Recht erworben hat, gleich dem Manne mitzuarbciten an den Aufgaben in,der kommunalen Verwaltung in Stadt und Land. Oberbürgermeister Westerburg-Kassel habe im preußischen Herrenhaus auch offen zugegeben, daß der Ausschluß der Frauen vom Gc- meindewahlrecht sich überlebt hat und daß auf diesem Gebiete Wandel geschaffen werden müsse. Zwar besitzen in mehreren deutschen Staaten wie Bayern, Hohenzollern, Weimar-Eisenach usw. Frauen unter gewissen Voraussetzungen das Wahlrecht für die kommunalen Vertretcrschaften, doch können sie dasselbe nur ansüben durch einen männlichen Bevollmächtigten. Dieses Wahlrecht der Frau ist aber nicht etwa allgemein, sondern ist nur zuerkannt, wenn ein gewisser Grundbesitz und eine entsprechende Stcner- leistung vorhanden sind. Die FrauenorganisLtionne für das Frauenstimmrecht haben sich von Frankfurt a. M. ans bemüht, scstzn- stellen, daß in einer Anzahl Dörfer im Taunus 1228 Frauen Stimmrecht für die Gemeinderatswahl nach der Landgemeinde- ordnung besitzen. Es bedurfte feiner großzügigen Agitation, um von diesen Frauen 400 zu veranlassen, das Stimmrecht auch aus- zuüben. Es ist überhaupt ein Verdienst der Frauenorganisationen, das Frauenstimmrecht für die komnmnaten Wahlen in Fluß gebracht ^u haben. Die Gegner wenden dagegen ein, daß eine ernstliche Bcschältigung der Frauen mit politischen und sozialen Fragen den Charakter verderbe und zu unangenehmen Reibungen zwischen Mann und Frau führe. Frau Apolant erklärte, daß, wenn die Politik den ChaWkter der Männer nicht verderbe, sie auch dem Et>arakter der Frauen keinen Schaden tue. Ebenso hinfällig sei der Einwand, daß die Politik eine gefährliche Reibungsfläche in der The erzeuge. Auch tzler gegnerische Einwand, daß die meisten Frauen politisch unreif sind und die Mehrheit derselben das Wahlrecht gar nicht haben will, ist nicht durchschlagend. Man hat die Männer auch nicht gefragt, ob sie das Wahlrecht zu. den Gemeindevertretungerl haben wollen, als man es ihnen gab. Wenn auch nur 5 Prozent aller Frauen bereit sind, das Ge- meindctvahlrecht ausMüben, so ist es ein Unrecht, cs diesen vor- zucntl-altcn. Nach der Berufszählung von 1007 waren bereits 9'/, Millionen Frauen in Dcutschlaild berufstätig. Während des Krieges hat sich die halbe Frauenwelt im Berns bewährt. Im Jahre 1918 waren in Deutschland allein 11 000 Frauen als Waiseupslegc- rinncll tätig, sie konnten aber nick-jt an den Sitzlungen des Go- mcinderats teilnehmen, sie hatten das Recht, Bormündcrinnen zu sein, hatten aber nicht das Recht des Vorschlags eines Dov- mrundes. Bayern, Baden, Neuß machten allerdings Ausiuhmen: dort läßt man die Frauen als Waisenräte zu. Im Großherzog- tum Dessen verfügte der Justizministcr, auf Antrag der Stadt Ossenbach, Frauen, allerdings nur mit beratender Stimme, zu den Sitzungen des Waisenrates zuzuziehen. Ebenso liegt cs mit bei Armen- und Schul pflege. Die Großstädte halfen sich, indem sie Frauen zum Beispiel in der Armenpflege und Schulpsleäe in die Deputationen beriefen. Noch der: schulgesetz- licheu Bestimmungen in Dessen ist die Berufung einer Frau in die Schuldeputa'.ion allerdings nicht zulässig. Als bezahlte Beamtinnen im Gemeindedienst haben sich die Frauen in Deutschland durchaus bewährt, wie allgemein anerkannt wird, z. B. als Schutpslegerinnen, Polizeiassistcntiunen. Wohmmgspslegerinnen/ in der Armen-, Trinker- und Tuberkulosen fürsorge usw. Durchgreifende Maßnahmen, um die Gleichberechtigung der Frauen mit den Männern in der koinunmalen Verwaltung herzustellen, sind nicht erfolgt. Man hat bisher in feinem deutschen Staat ihnen das gleiche Stimmrecht wie den Männern für die Gemeindewahl zuerkannt. In der Berliner Stadtverordncten-Versammlmrg hat sich nun neuerdings der Oberbürgermeister für die Gewährung des Frauenstimmrechts für die Gemeindenxthlen ausgesprochen. Die Freisinnige Volksparte« !-at im preußischen Abgeördnetenhause unter Billigung deS Zentrums und der Sozialdemokraten-einen Antrag durch den ^lbgeord- n-eden Cassel gasucllt, wonach zu hoffen ist, daß das Frauenstimmrecht für die GemÄndan in Preußen Gesetz werden wird. Tie Frau hat ein Recht, das attioa und das passive Wahlrecht zu den Gemeindevertreiungelr zu verlangen, und es muß ihr üu Interesse dar Allgemcinlx'it auch gewährt werden. In den Staaten Schweden, Norwegen und Dänemark ist dieses Recht den Frauen gegeben und die Erfahrungen., die man dort auf den verschiedensten Gebieten der kommunalen Tätigkeit, in denen die gewählten Bürgerinnen tätiix waren, gemacht hat, werden durchcais günstig be- urteilr. Tie Kommunem und die politischen! Parteien der skandinavischen Staaten l-abcn durchaus wichtige und heilsame Anregungen durch die Frauen erhalten. Ter Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt a. M. hat sich jüngst im Magistrat rückhaltslos für die Gewährung des Gemeinde-Stimmrechts an die Frauen ausgo- sprochen: auch Oberbürgermeister Dutlo-Ossenbach und andere Stadtoberhäupter vertreten den gleichen Standpunkt. Ter Kr« lmt uns aus verschiedenen Gebieten gelehrt, wie notwendig es ist, alle Kräfte für das Gemeinwohl heranzuziehen, die Verhältnisse nach dem Kriege werden aber zweifellos dazu drängen, Luch den berechtigtere Forderungen -der Frauen naherzn-tveten. Frau Oberstleutnant Naumann, welche die Versammlung leitete, erklärte, daß in Gießen Frauen nur in der Armenp'lege seitens der städtischen Verwaltung herangezogen würden Mit Ausbruch des Krieges habe man anch Frauen in den Kommissionen für Kriegs für sorge und zur Lösung der Crnäh-rungssragen herangezogen. Beigeordneter Emmelins entschuldigte das Fernbleiben des Oberbürgermeisters in der Versammlung; er selbst wmdc aber Veranlassung haben, die Gesichtspunkte, welche die Rednerin zum Ausdruck gebracht habe, dem Oberbürgermeister mitzuteilen. Mitteldeutsche Creditbank. Einladung zur 63. ordentlichen (üeiiernlver'ammlung. Die Aktionäre unsrer Bank werden hierdurch zu der am Sonnabend den 23. Mürz 1918, vormittags 11 Ubr in unsrem Bankgebäude Reue Mainzerstraße 32 dahier staltfiudenden dreiund- sechzigsten ordentlichen Generalversammlung eingeladen. Eegenktände der Berbckndlung find: 1. Vorlage des Berichts deS Vorstands für daS Jahr 1917 mit den Bemerkungen des Aufsichtsrats,- Befchlußsassung über die Genehmigung der Bilanz und Gewinn- und Berlustrechnung per 31. Dezember 1917, sowie über die Verwendung des Reingewinns. 2. Entlastung deS Vorstands. ß. Entlastung des AtlfsichlsratS. 4. Aufnchtöralswahlen. 5. Aenderung des 8 18 Abs. 1 der Statuts (Erhöhung der Höchstzahl der Aufsich.sralSnütglieder). Die Aktionäre, welche au der Beschlußfassung in der Generalversammluckg teil- nehmen wollen, haben ihre Aktien spätestens am Montag den is. März 1918 bei einer der nachstehend verzeichneten Stellen oder bei einem deutschen Notar zu hinterlegen: in Frankfurt a M. bei der Mitteldeutschen Creditbattk, in Berlin bei der Mitteldeutschen Creditbank oder bei der Bank des Berliner Kgsseu'Bereius, tu Baocu-Bade»;, EWen, Fürth. (Sichen, Hanau, Hannover. Hildesbeim. Karl-rube, Köuigsberg i. Pr. und Mainz bet den Filialen der Mitteldeutschen Creditbank, in München bei der Niederlassung der Mitteldeutschen Creditbank und der Firma H. Ansbä-kse-, in Nürnberg und Wiesbaden bei den Filialen der Mitteldeutschen Creditbanr, soivie bei den an andern Plätzen befindlichen Wechselstube-« und Niederlassungen der Mitteldeutschen Creditbank, in Codlenz bei der Firma Leopold Scliamaun. in Cöln bei den Fir cn L. Heß & Söbne und Leopold Seligmann, in Hamburg bei der Firma M. M. Marburg & Co., in Leipzig bei der ^Uae- meiuen Deutschen Credit-Auttalt ("Abteilung Becher ^ Co.), in Meiningen bet der Bank für Thüringen vormals B. M. Srrupp Aktiengesellschaft, in Stuttgart bei der Firma Doertenbach & Co. G. ra. b. H.. in Tübingen und Hechingen bei der Bankcommaudite Siegmund Weil. Bei diesen S ellen sind auch die Eintritts- karten in Empfang zu nehmen. Im übrigen wird auf die 88 28 bis 30 des Statuts Bezug genommen. Frankfurt a. Dt., den 28. Februar 1918. 1464V Der AnfsichtSrat der Mitteldeutschen Creditbank. Richard v. Passavant-Gontard. Joses Baer. Hole! Fürstenhof Mente Donnerstag 1470 Eonzert Letztes Auftreten des Herrn Brandenstein. An unsere werte Kundschaft! Die hohen Flaschen, und Rohprodukten- preise, sowie die hohen Spesen zwingen uns, ab 1. März für Wasser- u d Limorraden- Flascheu 40 Psg. Flaschenpfand zu nehmen, ebenso müssen die Limonaden- und Wasserpreise erhöht werden. Die Flaschen find unverkäuflich und werden zum selben Preise zurückgenommen. ^ Die Mineralwaffe - u. Limonaden- Fabrssgüten und -Händler. Gardinen 1178a für Wohn- u. Schlafzimmer und Küche, abgepaßt und am Stück; weiß, creme und farbig zu mäßigen Preisen. Muts ßirnmer in. Ache «n> Zubehör zu vermieten. «_Neustadt 8. Mansarde Wohnung zu Herrn. Kais v -Allee 18. 090,7 Möbl. 8imiucv zu oerm. 09599 ttavlansggsse 14,1. T G ES U*C H E** ‘*j . Bon ruhigem, kinderlosem Ehepaare ^Staatsbeamten) 3 -Zimmcr-Wohn ing gesucht für Anfang Avril o'd. später. Angeb. m.BreiSnng. unter 1458 an denGieß. Anz. ccrxnocoscococccmxrx^^ Ein Laden Seltersweg, MäuSbnrg od. Kreuzplatz, für Zigarren geschäft geeignet, gesucht. Schriftl. Angeb. unter l4»8 an den Gießener Anzeiger. a nmxtcaxx Doaxsxa x a rx Q | STELLEn'a NG E \ÖtF| Hagel- versichkrnng a. G. In landwlrtschaftl. 5kreisen bekannter u. beliebter Herr gesucht zurGewinn. von Versicherungen in dortigen Bezirken gegen Provision und Tagegeld. Schriitttche Angebote unter 1283 an die Ge- s chäitssteUe des Gieß. Anz. Militttsr. iltcrcr Mn an Hobelmaschine zu bald. Eintritt gesucht. 1415 Änclrsas Euler _eteinürahe 7. © ä v 1 1! e v tüchtig im Gemüse- und Obstbau, alsbald gesucht. 5lrieg0' beschädigter bevorzugt. Heil- nud Bstegcauttalt _ Gieße». _ 1135 Slfi&tflcit Hiiisbütsthtn sucht KoAiUUr«! ftiiUltr. Arbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht. 1471 Lotz, Kohlcnhandlung. Gesucht älterer Älrbeiter für meine Sandgrube. Wilhelm Ceipp LII», 1460 Ludtpigstr as;c 28. Ordentlicher, fleiitiger 2lrbeiter für Garten- u. Lagerarbeiten für dauernd geiucht 1354a Marburg er Straße 20. Jiinzktkr, WWsjt wird gesucht. 1487 Georg WallenselS Marktpl . 2 1. Telepl ou 942. If « t x. Flotte Arbeiterin, die selb- üändig arbeitet, sofort nach Marburg gesucht. Angebote mit Gehaltsanspr. evtl, bet freier Station unter 09601 an den Gieß. Anz. erbeten. Tüchtiges Mädchen oderunabbängigeFra«, auch tagsüber, und jüngerer HarrSburschcn sofort gesucht. Zu melden BabnlrosstraßettOu. 18., Gießeacr Handelsschule. Scrciffriniifn jjt[. J. ü'arm&ß Zigarren llfieniabrik 1 483 Schilterstr. 18. _ Waschfrau und ein Hausmädchen Z gesucht. Hotel Schütz . Zur Führ. e. kittd.- u. srauenl.- biiral. Haush. >v. ein auttänd. äll.Attgrh., evgl.,40 I., Wtve., oh. Auh. n. auSgeschl.,a. ehrenhafter Fam., m. gut. Etups., d. g. koch. k. u. a.HanSarb. übern.. Qcfndit. Spät. Herr, nicht ausgeschlossen. Schriitliche Angebote unter 09056 an den Gie tzener Altzeiger erbe en. Suche tüchtige 0 Ü 0 Ü 1 Uerkiiuferltl und Kehrmüdchen LLntüaus küsotlsr. Züü.,slilib Mdüialölcii zum 15.März ob. 1. Avril gesucht. Zu er fr. i. d. Geschäfts- stelle des Gieß. Anz. 09059 Unter der wissenschaftlichen Kontrolle des vereid. Geric ts- und Handels-Chemikers Professor Dr. Heinrich Becker, Frankfurt a. M. Sii[ , würbe von vorzüglicher lleschafTenhelt. Cbemisclie Fabrik Br. Kasi g. ff; Fraakfnrt a. M. zur Hesse in Leipzig, Zeissighans, III. Stock, Stand 254. llÖOsB Auch *<• ^2. S “I*tr* Auch jugendliche! ils UvilO jugendliche! Arbeiterinnen 3ä sowie ,D 1 ! für Süddeutschland gesucht. Zu melden bei Aktien-GesellschaftfürHoch- u. Tiefbauten, vorm. Gebrüder Helfmann, Frankfurt a. M. ------------------kieue Mainzer-Straße 43-------------- Ein auf der Schreibmaschine (Underwood oder Continental) und m der Kurzschrift durchaus bewandertes und zuverlässig arbeitendes Fräulein zum Eintritt spätestens anfangs März d. I. gesucht. Bewerbungen von Anfängerinnen zwecklos. Angebote erbitten U54 D Buderus'fche Eisenwerke, Wetzlar. Stfsiot y p i s 11 n (keine Anfängerin) zum möglichst sofortigen Antritt, spätestens 1. April, gesucht. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften, Neferenzaufgabe und Gehaltsforderung an J3äxi.nin$Gi: Gr.m.b.H., («Hessen. 1482 M. MstSkt, 57600 Schulstrahe I,XI. Suche zuverlässige?.sauberes Allein mAdchcn. (Selbständiges Kochen nicht erforderlich.) Meldungen 12—4Uhr od. nach? Ubr abds. rras L.r. Kasfclsr, Fraukiurler Str. 44. Mistes SicüSilÖdicn per 1.Avril od. früher gesucht Ti-zü S'arBaxn Ssmaiarscklag Bahuhofftrasre 44. Zu meiden zwischen 6 und 8 Ubr abends. 1484 fiub. Mdlbe-i für Küche und Hausarbeit z. 1. Avril gesucht in kleinen HanSbalt. 1419a Fraa TörläBflS&scM»äaülr.a®!h, Marburger Strafe 20. Suche z. 1 Avril, eml früher cbrlichcö, fleihigcS Alleinmädchen. Frau L. Wilson, 1405 Alieeürane 12. .ft c d) f ii die tt tti ü ii fi) f n cfunb und brav, z. 1. März esucht. . 1186 ttsii- u. Filegeanstall. Ich suche zum 1. Avril ein tüchtig. Mädchen für die .Küche. 1394 Iran Bankdirektor König S üd-S lnlage 17a II. Orck. Wüüeksa gesucht. Ge- lcgenh., d.Kochen z. erlernen. 09644 Müblstr. 31,1. Fimliks Mädchen sofort oder später gesucht. Frau Ludwig Webrum 1461 Creduerstrafie 16. MsitKe» s!Z Äiishilsc für sofort gesucht. 1459 Baer, Ifiebigstraße 3. Züiiß. Mädliiktl llksuckt. Bäckermeister Rübl 09638 Niarktplatz. Dienstmädchen für Landwirtschaft gesucht. 1473 Franttbl.Ebelstr.32. \ STEL LLENQi* SUCHE ÜJ SohrelbffeliUfft der auch läng. Jahre a. Buchhalter 'ätig war u. im L Om, .Kraukeukasseu- u. Invaliden- wesen kundig ist, sucht vnss. Stellung pr. 1.4. ev. a früher. Augeb. u. 1481 a-d. Gieß. Au^. Tücht. SvrvlerkrüÄolll sucht Stelle, Übern, auch Hausarbeit. Schriftliche Angebote unter 09654 a. d. Gieß. Anz. Lriilljkill 20J. alt. s. Stelle bei Zabnarzt, Photograph oder ähnlichem. Schriftliche Angebote unter 09653 an den Gießener Slnzeiger erbeten. Maufi von Alteisen, Lumpen. Papier, Flasche«. LonisRolhenbrrM. Televh. 176. Neuenweg 2L KONTORISTlIf mit gnt.Kenntn. in eins. Buch fuhr., Stenvgr. u. Maschinen schreiben s. Anfangsstellung Schrift!. Angebote unt. 0964. an den Gieß. Anz. erbeten. ZiiugcS MWeir welches Kenntnisse in kauf- männ. Fächern besitzt, sucht Lehr- oder Anfangsstelle per 1. Avril od. später. Angeb. unter 1427 an d. Gieß. Anz. BanrfoissGliölerin lÄ'nu'r kanfmännischemBureau oder Kontor. Ang. ankrusSrawL. l-sidgsLlvru, Bahnhofstr. 133. VE^r kTu FE 1 Paar Pferde Füchse lNufieni, zu verkaufen KreiSabdeckerei im Garbenteich. Ein reinrass., fprungsühiger BogelSberiitr ßuditbufle sieht zum Verkauf bei Karl Christ, (ftrttnberalH.) 09520 Neustadt 6t. Drei fprungfäbige LiiMcütliIer Zuchtdiillen haben abzugeben 1424 v»1L L8r:d»rp. Eine trächtige Ziege zu verkaufen. Zn erfragen t. d. Geschäflsst. d. Gieß. Anz. °* iS * Äwt® 8/16 Landanlet tKupee), ohne Gummi, für billigen Preis, Ät. 2400, zu verkaufen. Schr. Ang. u. 09641 an den G. Anz. Lö Ztr. Dilkiviirz Kann Söhne Weit-Anla g e 38, Kontor. Fast »teuer Tisch u. 1 Sitz- badcwanne zu verknusen. Näheres in derGeschäflSstelle des Gteßene r^lnzei gers. Bettdecke mit 2 Kopfkissen zu verkaufen. Näheres Marburger Str. 111. Platzmangels halber zu ver- kansen: 1 v1»vr».2»k!»pphetl, Loks, riLLd n. N?.cHtsc'jrza'i. Zu erfrag. Hlarbistr. 25. H u tt d kleiner oder mittelgroßer Rosse zu kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe unt. 09640 an den Gießeüer Anz. Garten. Ein Garten zu mieten eventl. zu kaufen gesucht. Angebote unter 1388 an d. Gieß. Anz. 5—Ö Mark i 2 C 3 pro Pfund zahle ich für tintige kämmte Frauenhaare. Süftkind, dieuenweg 29. zahle ich für gebrauche Möbel aller Art. Kaufe auch ganze Haushaltungen. L. Rosenzweig, oo6is 1 SelterswoR 58 1, P*VE R S *C H *1*E pIe'n ES^j )ung.Landwirt evang., 27 Jahre, mllitörft^ ivunscht ein Mädchen vo» Lande mit etwa 10—15 Mive Vermögen zwecks Heirat kennen zu lernen. Schriftl. Angebote mit Bild untsr 09588 an den Gieß. Anz. erü 2 Jg.Baytaa höh. St., Freund- bd. blondu.v. ang. Aeuß.,20u. 21J^ wünsch, in. akad. geblld Herren t.Briefw.z.trel. Ang. m.Bild n.1463 a.d. Gietz.A»Ä. Voläsvs 2 MsäQUIo» v. Bahnhof bis Elektrische und von da bis Plockstraße verloren. Wiederbr. erhält Belohn. Ab- zugeben am Polizeiamt. °—* Herr sucht krivstnvt,rr!chl in M slhinkitschltibett. Schriftl. Angebote unt. 09649 an den Gießener Anzeiger. Für einen 16jübr. Schüler einer höheren Lehranstalt wird fi Ostern ante Penfio« gesucht. Gewünscht wird Zimmer für denselben allein. Schr. Angeb. m. Preisangabe unter 1477 an den Gieß. Auz. Schön. knPp«Ikol»kon«r em- zutansch.geg.8vdrallk,V»»»d- liseh o d. 8o ks. Lloic kstr. IS. I. Mil dem Unterzeichner der Erklärung in der Beleidigungssache deSZHerrn Postschaffners Diebl dahier bin ich nicht identisch. 1474 Jcau Fckert BiSmarckstraße 1L Nehme hiermit die über den Eleklromoutettr Becker aus Bieber verbreiteten Ge rückte als unwahr zurück. VAM_ E. Schlicht. StröhiiQte zum Umpressen erbittet schon jetzt J.Heilbronner MarktstraSe 17Rillergasse 8 il- von Anligiittälew Möbeln, ganzen Einrichtungen, Alt- eisen, sowie allen von mir gcjllhrten Artikeln. 78 llouis kotkönder^sr. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen innigstgeliebten Mann, den treu- eorgeraden Vater seiner 3 Kinder, unseren guten Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Neffen, Paten und Onkel, den Gefreiten Karl Rinck nach kurzem, aber schwerem Krankenlager, von einem Leiden, welches er sich im Felde zugezogen hat, am 26. Febr. im 32. Lebensjahr zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen: Frau EJisab. Rinck geb. Karber August Rinck und Frau Adolf Rinck, z. Z. Gefangensch. \ > und Kinder Heinrich Rinck nnd Frau Marie Rinck Albert Rinck and kraut, z. Z. im Felde Waldemar Rinck Frau Georg Karber Elisabeth Volk nebst allen Angehörigen. Odenhausen (Lahn), Gelnhausen, Wommelshausen, Neon- kirohen, Trier, Sfcrassburg, den 26. Februar 1918. Die Beerdigung findet Samstag den 2. März, nachmittags um 2 Uhr, statt. 1430 Todes-Anzeige. Am 26. d. M. vormittags 9 Uhr starb nach kurzer Krankheit meine herzensgute, treusorgende und unvergeßliche Frau» unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Schubecker im 55. Lebensjahre, Kinzenbach, Krofdorf, den 27. Februar 1918. geb. Mandler In tiefem Schmerz: Wilhelm Schubecker nebst Angehörigen. Die Beerdigung findet Freitag nachmittags 2 Uhr statt un Danksagung. FOr die Beweise herzlicher Teilnahme beim Ableben unserer geliebten Mutter sprechen wir allen nur hierdurch unseren tiefempfundenen Dank aus. 14T3 Oberstabsarzt Dr. Klewitz und Frau. Für die wohltuende Teilnahme bei dem uns betroffenen schmerzlichen Verluste meines geliebten Mannes und unseres guten Vaters sagen wir innigsten Dank. Emma Schwan geb. Ockel Johanna Schwan Marie Schwan. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns bo schwer betroffenen Verluste sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Weiss, z. Z. in Gef. Heinrich Welse, z. Z. im Felde, and Familie Karl Weis» and Familie Willi. Stamm, z. Z. im Felde, n. Fran Katharine geb. Weiss Anna Weiss. Grossen-Linden, den 26. Februar 1918. I486 Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes spreche ich auch im Namen der übrigen Hinterbliebenen meinen herzlichsten Dank aus. im D SlarprdA $fif gtl Barth. Gießen, den 27. Februar 1918. 0!s Geschäfts nscbfolgsnäsr Firmen sind ab 1. März 1918 wieder wie folgt geöffnet: Von 8 1 / 2 Uhr bis 1 Uhrund von 2 % Uhr bis 7 Uhr. Franz Bette Friedr. Levermann A. Salomon & Co. Jul. Schulze Friedr. Teipel Aug. Waag Wilh. Wirsig. UM Rücklieferung der Kohlensäureflaschen. Um Zrrluiner zu vermeiden. len. Der Unterricht beginnt erst um 9 Uhr (Schluß 1 Uhr), um auch den auswärtigen Schülern den Besuch der Anstalt zn ermöglichen. Anmeldungen werden bis zum 10. M&rz an das Rektorat erbeten. Weitere Auskunft wird gern erteilt Nidda, den 17. Februar 1918. Rokto>at der Höheren Bürger«chiil©. I. E.: Lauckhard. 1220D Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Londorf für 1918 Rj. liegt vom 2. Mürz \ I. ab eine Woche lung aus der Amtsstube des Bürgermeisters zur Einsicht der Beteiligten offen, woselbst innerhalb. dieser Frist Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll borge- bracht werden können. Es werden Umlagen erhoben, zu denen auch die Ausmärker beizutragen haben. Londorf, den 27. Februar 1918. 1478 Großh. Bürgermeisterei Londorf. A u m a n n. Nutz- Uh BrtSkhch-Verßeigttllilg in den Waldungen der Gebrüder Schrvarzentrau- zu Hof Bubenrod am Dienstag de« 5. März, Zusammenkunft morgens 10 Nhr aus dem Hof. 1. 545 Stück Fichten- und Niesern-Derbstangen, 1.—3. Klasse mit 22,17 Fstm. 2. 70 Rm. BuchewScheit und .Knüppel. 147! 3. 560 Rm. BuchendurchsorstungSreiser 1. Klaffe. »IW» I. G. (Alte Stuttgarter) "“SB Gegründet 1854. Nens Anträge 1917.ülonsa B. teicbraplami. 1 Milliarde o. 195 Millionen M, ^ Auskünfte ertMlt: b GHeBta -- foVFr. Karl fflenxerllng, BTeastadt 46^ riMfilßjunM* e.R.S M- P. ent tu Lllnreich U-i«ar', Echw? z un» Spa ton. "Das rrnübertreffllchste lverk- 3fU<3 ftr Jedermann! Di« gröhtc Srsinbuntz, um müder Hand jo orr elvstäNk'ig.fastmat'elos zu r>parier n: Schuh, Geschirre Süll 1. S>- g t.Zelt.Tr,br rn en, Fahrradmänrel usw. Juwel näht Steppstiche wie eine Nähmaschine. & änbtfl die eAnerkennu >^en Preis per Stück mü 3verschiedenen Nadeln U'.id Spme mit,'bden: MK. 4.20 unter Nachnabme. Porto und Verpackung frei. Man beacht«: .Juwel« st Or.gi alsobrikat au« NetaO, die Spule im Heft gibt beim Häben ö-n Kaden ab wie eine ASH -nafchine. .Juwel' hat so viel Vorzüge, dast Ne Nachahmungen fast wertlo« ^scheinen! General-Vertrieb ). k)öpfl, München 70 LandweHritratz« 39. 1106 ss VEREINE □ 1.111.8'i 1868 1918 Zu einer Besprechung betr. die diesjährige AerLmimgirng gestatten wir uns, die Altersgenossen aus Camping den L. Marz. abendS 81. Uhr, im Kaiierbos, Sonncnsir. 8. ergebenst elnzuladen. »«» DcrvorbcrcilrndeAllssckmß Leitung: Hofrat Hermann Stelngoottor. SamStag, 2 . Marz 1918 abends 7'/, ltbr: 18. rroltags-LhonnoDsntn- 1476 c Vorstellung: Othello Tranersplel von William Shakespeare. Nr. 50 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag. 28.ZebruarM8 Xu# Stadt und Land. Gießen, den 28.Februar 1918. Gießener Hochschulgesellschaft. Im Hinblick auf die Gründungsversammlung der Gießener Hochschulgesellschaft ist die Ansicht laut geworden, daß die Mitgliederliste geschlossen sei und niemand mehr Mitglied werden könne. Dies ist selbstverständlich ganz irrig. Anmeldungen zur Mitgliedschaft erfolgen fortgesetzt noch und werden, wie die Hochschulgesellschaft gerne wünscht, _ noch in größerer Anzahl erfolgen: rechnet man doch auf eine Mitgliederzahl von Tausenden, während bis jetzt erst etwa 300 Mitglieder eingetragen finb. Auch die Ahnung, daß nur Gesellschafter mit erheblichen finanziellen/Beiträgen erwünscht seien, ist nicht richtig. Man hat sich gerade im Gegensatz zu anderen ähnlichen Vereinen die Errichtung der Gießener Hochschulgesellschaft auf möglichst breiter Grundlage gedacht und hat deshalb zwar ordentliche und außerordentliche Mitglieder bezeichnet, aber einen Unterschied in den satzungsmäßigen Rechten beider Mitgliedcrkreise nicht geschaffen. Wie in der Gründungsversammlung hervorgelw- ben worden ist, möchte die Gesellschaft neben den Angehörigen der Industrie, des Handels, der Technik, der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft alle Bürger, die ein Interesse an der Sache haben, zur Mitgliedschaft heranziehen, damit die t ochschulgesellschaft so recht eine Veranstaltung des ganzen andes werde. Gilt es doch, die Gießener Hochschule, die in der Versammlung der „Stolz des H e s s e n l a n d e s" genannt wurde, zu unterstützen und ihr die Bewältigung der großen Aufgaben zu erleichtern, welche die kommende Zeit bringt. In der Versammlung wurde auf die scharfe Konkurrenz hingewiesen, welche den kleineren Hochschulen Heidelberg, Gießen, Marburg durch die große und mit reichen Mitteln ausgestaltete Universität Frankfurt erwachsen ist. — Jedes neue Mitglied, mag es dem Stande der Gewerbetreibenden oder einem Berufe angehören, der eine akademische Vorbildung voraussetzt, jeder Arzt, Beamte, Rechtsanwalt trägt zur Stärkung der Hochschulgesellschaft bei, durch seine Person, sein Ansehen, seinen Einfluß, seine Mitarbeit an dem gemeinsamen Zwecke. Die Bevölkerung der Stadt Gießen insbesondere hat ein doppeltes Interesse in der Förderung der Hochschulgesellschaft, indem die Existenz einer so großen Institution in der Stadt wichtig für sie ist, deren Veranstaltungen, Vorträge usw. anziehend wirken, wie ferner auch jede Stärkung der Universität einen Nutzen und Vorteil für die Stadt Gießen bedeutet. Die tägliche Kopfration an Kartoffeln beträgt ein Pfund! Streckt Eure Kartoffeln durch Verwendung von Rüben! Stellt den täglichen Verbrauch durch Abwiegen fest. Ersatz für vorzeitig verbrauchte Kartoffeln erfolgt nicht! ** Auszeichnung. Dem Feldpostillon Karl M ü l l e r wurde die Hessische Tapferkeitsmedallle verliehen. ** Die Schnellzugszu sch läge. Der preußische Minister für öffentliche Arbeiten erklärte int Abgeordnetenhaus, die am 1. Aprll eintretende Erhöhung der Eisenbahn-Fahrpreise solle nicht zu einer nochmaligen Erhöhung der Schnellzugspreise Veranlassung geben, vielmehr sollten die bisher gezahlten höheren greife tunlichst beibehalten lverden. Wie das zu ermöglichen sei, bilde noch den Gegenstand von Beratungen. Wahrsck-einlich werde man bestimmen, daß der Reisende 3. Klasse eine Fahrkarte !2. Klasse, der Reisende 2. Klasse eine solche 1. Klasse und der Reisende 1. Klasse je eine soläze 1. und 2. Klasse lösen müsse. ** De u t sche Gesellschaft für stzan s m a uns - Erholungsheime. Ter Gesellschaft, die bekaunttich auch in Bad Lalzhausen ein großes stark besuchtes Heim unterhält, sind auch hl letzter Zeit eine Reihe von Zuwendungen gemacht »norden. Wir nenne»! u. a.: Geh. Kommerzienrat Hammel, Rtainz, 5000 Mk., Geh. Kommerzienrat H-eichell-einr, Gießen, iveitere 2000 Mk.. Dampfte,'selsabrik vorm. Arth. Rodberg, A-G., Darmstadt, 1000 Mark, Trapp und Münch, G. m. b. H., Friedberg i. H., 1000 Mark, Ludwig Ganz, A.-G., Mainz, 1000 Mark. Ad. Thomae und Co., G. m. b. H., Mainz, 1000 Mk., Eollet und Engelhardt, Offenbach, 1000 Mk., Grundmamr und -Altichnl, Offenbach, 1000 Mark, Ritdolf Kahn, Ofsvnbach, weitere 1000 Mark. ** Rhein-Mainisch er Ver band für Volksbildung. Eine Ortsgruppe Gießen dieses Verbandes wird sich in nächster Zeit, wie wir hören, hier bilden. Gestern abend fand bereits unter Teilnahme von ungefähr 25 Herren aus allen Kreisen der Gießener Bevölkerung und unter dem Vorsitz von Herrn Professor Tr. Strecker eine Sitzung statt, in der sich ein vorbcreitendeü Ausschluß bildete. Tie dargÄegten Gedanken irnd Meinungen fanden allenthalben Beifall, s'o daß die bevorstehende Gründung der Ortsgruppe wohl als gesichert betrachtet werden darf. ** Das Großh. Hessische Regierungsblatt, Nr. 4, aus gegeben Darmstadt, den 21. Februar 1018, hat folgenden Anhalt: 1. Verordnung über Anrechnung von Kriegsdienstzeit der Kriegsteilnehmer des Justiz- und Verwalluirgssaches. sowie über deren Zulasficn-g zur Staatsprüfung. (S. 43.) — 2. Bekanutma-- chung, betr. Sckchachtoerbote. (S. 48.) — 3. Bekanntmachung, betr. Ueberwa.chu.ng der Trvckneveien. (S. 48.) — 4. Bekamttmachung> über den Verkehr mit Brennholz. (S. 49.) — 5. Bekanntmachung Über ine Verarbeitung von Gemüse und Obst. (S. 50.) — 6. Bekanntmachung über den Anbau von Zuckerrüben und das Brennen von Rüben im Betriebsjohr 1918/19. (S. 50.) .** Die Versorgung der Kurfremden in der Reisezeit. Gegenwärtig finden tzwischen Preußen, Bayern, Württemberg, Hessen und Baden, Mecklenburg und den thüringischen Staaten Verhandlungen darüber statt, wie die Fracke der Versorgung der Fremden geregelt »verden kamt, ohne daß das Hamstern wieder einen ft>Id>c*u Umfang annimmt, wie im Vorjahre. Die Verhandlungen falten im Anschluß an die gegewvärtig zwischen ben Bundesstaaten schwebenden Fragen über die Bekäntpsung des Schleichhandels erfolge-a und so schnell gefördert werden, daß noch vor Anfang der Reisezeit die Frage zur' Zufriedenheit der Gäste uud Gastgeber erledigt werden kann. ' Landkreis Gießen. ** Birklar, 27. Febr. Unteroffizier Wilhelm Wolf, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, erhielt die Hessische Tapfer- keitsmodaille. B. Großen-Buseck, 27. Febr. Der Gastnnrt Dietrich erhielt das. Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Hausen, 27. Febr. Dem Ofsz.-Stello. Ludwig Sch äs er wurde das Eiserne Kreuz 1. Klasse verlieheu.. Das Eiserne .Kreuz 2. Klasse, «die Hessische Tapferkeitsuredaille, soivie das Ehrenzeichen für treue Dienste erhielt er bereits früher. ** Nodheiin, 27. Febr Am 24. Februar feierten Jakob Schlierbach und Eheftau das Fest der Goldenen Hochzeit. Kreis Friedberg. N. Z. Bad-Nauheim, 27. Febr. Bon vielen Seiten wird «ngeregt, zur Landlagswahl einen Kandidaten aus bäuerlick-en Kreisen auszustellen, der ttiäft einer politischen Partei angehört, die Verhältnisse der hiesigen Gegend jedoch genau kennt und vertreten kann. Eine geeignete Persönlichkeit, welcher Landwirt und Gewerbetret ben der rst, hat sich zur Uebernahme der Karrdidatur bereit erklärt. Der Name soll in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Starkknbttra und iUhcinhkssen R. M. K. Dar mstadt, 27. Febr. Der Groß Herzog hat stey in Bealettung des Generaladjutauten General der Kavallerie von Hayn Mtd des Flügeladjutauten Dstajor Freiherr von M a s s e n b a ch 'nach amtlicher Meldung Mt die Front begeben. — Eine Hoftrauer von 14 Tagen irtuttfco msä> Anlaß des Äb^ lebens des Großherzogs Adolf Friedrich VI. von Mecklen- burg-Ttrslitz bis zum 9. März einschließlich« Migevrdnet. K. P. Hechtsheim, 27. Febr. Beim „Kriegspielen" ver^ unglückt ist gestern der 12 Jahre alte Sohn des Bahnschaffners Schmitt. Der Knabe war mit andern Jungen lftnaus in einen nahe beim Torfe gÄegenen Steinbruch gezogen, mn dort „Krieg" zu spielen. Man hob zunächst „SäMengräden" aus. Hierbei lösten sich plötzlich große Mengen Erde und L-teine los und verschütteten den Knaben vollstäirdig. Die anderst Jungen machten sich zwar sofort daran, ihren verschütteten Kmneraden auszugrabeir. Dieser wurde auch iroch lebend hervvrgezogen, doch starb er schon wenige Minuten darauf mn Platze. Die vvrgenommene Untersuchung stellte fest, daß der Knabe durch einen herabfallenden Stein einen Genickbruch erlitten hatte. Ein anderer Junge trug eine erhebt ick)« Bein V erletzung davon. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 27. Febr. lieber den Verkehr und Verbrauch d-er Eier ist für den Umfang des Kreises Wetzlar eine neue Verordnung ergangen. Für Hühner mit freiem Auslauf sind mindestens 30 Eier und für Hühner ohne freie Auslaufs Möglichkeit mindestens 10 Eier pro Jahr abzuliesern. Tie abzngebcnde Mindestmenge lvird durch eine in jeder Gemeinde zu bildende Kommission überwacht. Die Ortssammelstelle stellt über die abgelicferten Eier Quittungen aus. ra. Aus dem Kreise Wetzlar. 27. Febr. Mit dem Eisernen .Kreuz wurden ausgezeichnet: Heinrich Schalch-Kraftsolms, Antvu T a u n ^ Vollnkirchen, Wilhelm Friedrich-Nauborn, Friedrich Hartmann - Leun, KUrl S ch e p p - Münchholzhausen, WishÄm Bender- Sckwalbach. Will?elm Kurz- Grei- fcnstein, Karl Weller- Dutenhofen, Friedrich Koch- Atzbach sorvie Otto und Karl Förster aus Dorlar. ra. Oberlemp, 27. Febr. Wilhelm Valentin, Theodor Weber und Wilhelm Koob erhielten das Eiserne Kreuz. ra. Ulm. 26. .Febr. In der Bürgermeisterei Greisen stein hat sich ein Verein für Krvsgsfürsorge und KriegswoUfahrtspflege gebildet. <ßcrid)t$faai ( I Da r m stadt, 27. Febr. Bor der Strafkammer hatte sich ein viert-lättriges Kleeblatt von 17jährigen Einbrechern aus Offenbach wegen verschiedener (finbrüche in einen Zigarrenladen, einer Wohnung und ein Lederlager zu veranticwrten. Zwei von ihnen sind bereits vorbestraft. Der Spenglerlehrling I. Sch. erhält 5, der Eisendreher H. S. 6, der Fabrikarbeiter O. Fr. 4 und der Porte- ieuiller A. Kr. 3 Monate Gefängnis. — Ter aus Westfalen stammende 18jährige Werkzeugschlosser W. K. öffnete in einer Wirtschaft in Rüsselsheim eine Schublade uno entwendete ein Mäppchen mit Papiergeld. Eine elektrische Sicherheitsklmgel verriet ihn. Er erhielt 4 Monate Gefängnis. Sein Landsmann, ebenfalls ein Werkzeugschlosser, der mit il/m in der Wirtschaft anwesend ivar, hatte zuerst angegeben, ihn niclft zu kennen. Er geriet desl/alb in den Verdacht der Mittäterschaft, wurde jedoch freigesprochcn. — Weil er gegen die Kriegs vorschriften ein Zckhrrad benutzte, das er sich von erneut Fahrradber.chtigten entlehnt l/atte. erhielt ein Gärtner in Offenbach vorn Schöffengericht 20 und 60 Mark Geldstrafe. Die zivefte Strafe wircde ans 30 Mark ermäßigt. X Hanau, 27. Febr. Der 18 Jahre alte Pulverhilfs- arbeiter Heinrich Kaufmann aus Rückingen hatte am Abend des 11. Januar d. I. auf dem Bahnl-ose Niederrodenbach bei Han Mt in einem für ihn günstigen Augenblicke aics einem Posllvagen vier Postbeutel entweichet, in denen sich auch Geldbriefe mit 4612 Mk. Inhalt befanden. Das lwstohleit^ Geld verbrachte er in den Keller seiner elterliche Wohnung. Er wurde alsbald des Diebstahls überführt, die Beitte wurde ihnt wieder abgenommeit. Anßerdetn hatte er in der Pulverfabrik zwei Treibriemen im Werte von 400 Mk. entwendet. Tie Strafkammer veritrteille ihn zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes H a u p t 0 u a r t \ c v , 28. Februar. (Amtlich.) W estlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Die Engländer setzten ihre Erkundungen an vielen Stellen der Front fort. Mit stärkeren Kräften stießen sie während der Nacht am Houthoulster-Walde und nördlich der Scarpe nach hestigl-r Feuerwirkung vor. Im Nahkarnpf und im Gegenstoß wurden sie znrückgeschlagen. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und HerzogAlbrecht. Erfolgreiche Unternehmungen bei Atwrourt und Les Eparges brachten uns siebenundzwanzig Gefangene ein. O e st l i ch e r K r i e g s s ch a n p l a tz. Die Operationeil nehmen ihren Verlauf. In Estland hat sich das 4. Estenrcgiment zur Bekümpfuilg der das Land durchstnifenden Banden unsrem Kommando unterstellt. In Minsk wurden zweitausend Maschinengerrehre lind sechsnnd- sünfzigtanfend Gewehre eingebracht. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermcister Ludendorff. * * * Die Verhaftung des Senators Humberr. Berlin, 28. Febr. Zu der Angelegenheft H u m b e r t wird dent B. T. Mts Genf bertclüet, daß diese eine nette Wendung nehme. Der Getteralstaalsün>oalt vott New Porck ntachte Ncftteftung über die Entdeckung eines Hunibert gebörigett BMlkdepots in Amerika. Der Sermtor sott dort ein Bankkonto von 170000 Dollars angeblich deutschen Ursprungs gehabt lwben. Die Summe soll vott Bolo für Rcchnnitg Huinberts eiugezahlt worden sein. Nach r."t Feststelung.u soll Humbert zeittveise in New A^rk über Bettäge vott einer lwloett Million Dollars vetffügt haben, die zum Teft nach Frankreich überwiesen lvurdett. Außerdem soll Humbert auch enum Kässettschrant' in Genf gehabt haben. Humbert erllärte sich vor dem UtttersuchungSriclilter bereft, Viesen Schwank in Anwesenheit seines Vertreters öffnen ztt lassen. Ein schwedischer Dampfrr torpediert. Stockholm, 27. Febr. (WTB. Nichdanttlich). Wie „Soaiska Tagblad" aus Goten bürg erfährt, ist der schwedische Lloyd- dampfer „Hugin" (2500 T-onnon) vor der Küste von Eovn- lvall torpediert lvorden. Ein Dementi. Berliu, 27. Febr. (WTB. Nichtuinttich.) Die von verschiedenen Mtsländiscl^en Zeitimgen tvievergegelx'ne Meldung, daß das Mol ff'sche Tele g rapheu-Buren u in oas Eigentum der Firma Friedrich Krupp A-G., übergogaitgetl sei, entbehrt jeder Begründmrg irnd ist vollständig ftei erfundett. Herbftgemüft. Berlin, 27. Febr. (WTB. Nichttmttlich.) Der StaatssekreiM des Kr ie gsernährungsa in ts lint seine Gcuel 7 iniglmg für erteilt, daß atTf^ Herbstgent ü s.e, über wÄches Liefermtgs- verttäge nicht zu Stmtde kmtrmen, der Absatzlvschränkung tmtrr- liegcit soll. ES dmff mfthftt jeder Anbauer für sich zwar bel-alten, was er in ,'einem Hansl^ftt verbrauckü und in fernem Betrieb verarbeiten will: geht er aber dazu über. Ware iin Hmtdes al^zusetzett, so bestimmt die ReickMelle fitt Geitrüse und Obst oder die ihr nach- geordnete zifftättdige Stelle, tovliin die Ware zu leiten ist tutd toer sie zu erlitten hat. Ju keinem Falle lvird alsdann ein hölierer, wahrscheinlich aber etn niedrigerer als der LiefetMtigSvertt'ags!- preis be^chll werden. Aus Hegen. Ans dein Finanzausschuß. i. Dar mstadt, 27. Febr. Der Fiuansauss chuß der Zweiten Kammer begann heute die Aussprache ntrt der Regierung über b-cu Bormtschlag. Bei Kapitel 2 (K'ameral- und Forstgüter) wird der ^lutrag Sc b c r und Brauer auf Gründung eines Forstbetriebs,! o ck e s besprochen. Ec bezwettt u. a., daß die gegen den Voranschlag erzielten tatsächlichen Mehr- eiimahmeit zu einem Stock augesatmtwlt werden sollen, um dor ntit der Regierung dahin, daß bei Auttag zurückgestellt wird, bis sich das Verhältuis von Eiwnahinen uud Ausgaben flater überschau eit läßt. — Bei Kapitel 38, Gymnasium usw., wird an Hand der im Voranschlag abgedrucktetr Tabelle nachgeiviescn^ daß die Beiträge der einzelnen (Gemeinden und di? Staatszuschüsse nicht richtig abgestuft ,eten zu der Leistung 2 sä hi gleit oer eftizelnen Gemeinden. Dies gibt die Regilwung bis zu eineat gewissen Grade zu und verspricht tvach dem Kriege das (besetz über die Kosten der Scbulett nach dieser Rickjäuug hin einer Nackwrüfuttg zu ttnter- ziehen. k— Bei K'apitel 7a (Braunkohlenbergwerk Ludwigs Hoffnung) beantwortet die Regierimg die Anfrage,^ ob sich nicht durch Steigerung der Förderung eine Erhöhung der Einnahmen hatte erzielest lassen, damit, daß wegen des Mangels an Arbeitskräften eine weitere Steigerung der Förderung nicht möglich gewesen sei. — Es werden sodann die in den verschiedenen Abteftungen des Voranschlags neu attgeforderten Beamten st e l l e n zur getnemsamen Behandlutrg zusammcngefaßt und die Aussprache darüber begonnen, in der morgen . Donnerstagvormittag 9 Uhr ^wrtgefahrett lverden sott. Tie Aussprack^e tntt der Regier trug dürfte morgen zn Ende geführt lverden. Am Freitag unternintmt der Ausschuß eine Besichtigung der Hafeitanlagen und der krtegsindristriellott Anlagett in Offenbach. Amtlicher Teil. Bekanntmachnng. Dent Oberhessischen Viehhandelsverband sittd aus dem Erapverr* gebiet 48 Kühe als Milchkühe überwiesen, von denen ein Teft hochtragend oder frischmelkend' ist. Diese Tiere sollen an ober-, hessische Landwirte verlost werden, uird zwar zum Selbstkosten- preis, das ist der Schlachtviehhöchstpreis zuzüglich der entstmtdenert Kosten, doch ist ein billiger Ausgleich dahin geschaffen, daß gute Milchtiere und hochttächtige Tiere entsprechend höher, geringere Milchttere entsprechend modriger bewertet sind. Tie Verloj'ung ftn- det statt MoMag den 4. März, vormittags 11 Uhr, in den) Stallungen des Gastwirts Sick, Hanimstraße 7. An der Verlosung teilnehmen kann jeder Landwirt, der fol- gettde Bescheiniguttg oorlegl: 1. der zuständigen Bürgermeisterei, daß der Landwirt über das nötige Futter verfügt. 2. des zuständigeit Bertrauensmanttes d^r Landes-Milch- mtd' 'Fettstelle, daß der Landlvirt seiner MilchablieferungsPflicht stets ordnuugsgemäß tiackigekommen ist, oder daß diese Pflt-ckft seither nicht bestanden hat. Wer diese Bescheinigungen nicht vorlegert kann, darf an der Verlosung nicht tcilnehmen. Jeder Landwirt, der ent Tier erhält, nmß sich verpflichten, das Tier mntdesteits' 9 Monate im eigenen Stall zu halten tmd die Milch des Tieres au die Landes-Mftck>- und -Fettstelle a^ultefern. Eine frühere Veräußerung darf nur mit Genehmigung des Ober- hessischen Viehhandels verbMrdes erfolgen. Für jeöe Zuwiderhandlung gegen diese Verpflichtung unterwirft sich der Erwerber einer Vertragsstrafe von 1000 Mark. Jeder Landlvirt. der eilt Tier erhalten hat, scheidet für die Verlosung der übrigen Tiere aus. Nach der Verlositttg sind die Tiere sofort zu übernehmett. Tie Tiere werdeit ohne jete Gervähr abgegeben. Der Preis ist bei der Ueberttahnte in bar zu bezahlen. Gießen, den 26. Februar 1918. 1442c Gberhessischer Viehhandelsverband. ,Der Vorsitzende: Rosenberg. I Bekanntmachung. 9tach der Vekanntntachung vom 7. August 1917 (Deutscher ReichSangtger. Nr. 187) werden sämtliche Säcke, die mit Ware gefüllt von den Verbrauchern einschließlich Sack erworben sind oder erworbert werden, ttach Entleerting für die Reichs-Sackstelle in Ansprttch genonttnen^ Tie Säcke werden vott den ntit der Einziehung der Säcke beauftragteit und mit einem Ausweis versehenen Sackhändlern (tntt der Wirksatttteit als Unleriamtnelstelleitt etn- gesatttntelt. Ettolgt die Abboltntg nicht binnen 14 Tagen ttach der Entleerung der Säcke, so ist der zuständigen Sam- melfteflc hiervon Anzeigern erstatten. Der Verbraucher ist berechtigt, die leeren Säcke attch ttnmitlelbar der Sam- melftelle zu übersenden. Soweit beftimmten Industrien das Recht zum Rnckkatts der leeren Säcke übertragen ist, sind letztere an die Jitdttstrien zttrückztlsenden. Eigentümer von Säcken, welche die von der ReichS-Saristelle in Anspruch genommenen Säcke dem mit amtlichem AuSweiH versehenen Beauftragten der zuständigen Sammelstelle vorenthalten oder bei Nichtabholung die erforderliche Anzeige bei der zuständigen Sammelstelle unterlassen, werden gemäß Bekanntmachnng des BnndeSrats vom 27. Juli 19iß mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu Mk. 15 009 bestraft. Als Verqütmtg für die Abgabe der leeren Säcke erbält der Detbrattcher die vont Reichskanzler in der Bekanntmachung vom I. 8. 1917 (Deutscher Reichsnnzeiger Nr. 183) sestgeseßtett Höchstüberttabmepreise. Dte Zabltntg erfolgt sofort bei Empfattg der Ware gegen Outttungsletstttng. Für den Bezirk Lberhcssen ist die Firnta Aron L- Co.. Frankfurt a. M. als Dammclstelle bestellt wordett. Als Sackhändler (Untcrsammclstclle) ist sttr den Kreis Gictzcn-Stadt die Firma M. Ch. Mühlstein, (Äiesten und die dazugehörigen Ortschaften — Aicben-Laud — di« Firma Sit. Tronik, Gictzcn, be elli. Reichs-Sackstelle. Pedell.