Kl. 49 Der «ietze«er Xftjtlgicy pt!rf>einJ täglich, «u&er £otrat««4. — Vertagen: Gietze«er FamillendiLtter; Xre 5tiaN sür »e« Xeetr -letzen. VezugLpreis: rnonatl. Pt h: .20, viertel' jährlich Mk.S S0. durch Abdole- u. Zweigstellen monatl Mt. 1.1); durch die Post Mt. 3.6V viertel« jährl. ausfchl. Bestellq. Fernsprech - Anschliisie: für dre SchnktlkUung l 13 Verlog.ltteschänsstelleül Anschrist sürDralNnach- rrchren: Lnzelger Ließe». M. Jahrgang MiWoch. 27. Februar 1918 PMchecklonI-: Kranlsvrt o.m.U6«6 Vankvrrkehr: Geverbedant Gießen Zwttttngsninödnlck u. ver!a§: Vruh!'Iche Uttio.-Buch- u. Stcmönufcrei R. Lange. §chrisL!e!tung, GeschäfLzsteHe ».Druckerei: 5chu!str. 7. L'.t,ruame va» Anzeige» dte Lagesnummer dis zumRachminag vor!>er ohnejedeBclbmdlichkell Aeilenpreise: , für örtliche ^lnzeigen 25 131, für auswärttge 30 Pl., 'ür Reklamen Mk. 1.— ; bei Plahvor- schrist SO"/, AussNüag. Hauptichriitleiter: Auq. Goeg. Berautivortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Woc^; Stadl mio Land, Vermischtes u.Ge- richtsiaal: W. Meyer; Anzergenterl: v. Beck; sämtlich «U Gießen. Die vM Ru (WTB.) Grohns Hauptquartier, 26. Februar. (Amtlich.) Oeftlichrr Kriegsschauplatz. Heeresgruppe von Eichhorn. Vier Tage nach Uederschi^itung des Moon-Sundes hetzen gestern vormittag die auf Reval cingrsctztcn Truppen — Radialerer. Kavallerie und Maschinengeuxhr-Scharf- schützen an der Spitze — unter Führung des Generalleutnants Freiherrn vvn Seckendorf nach Kampf die Festung genommen. Zn Livland haben viele Städte bei unseren» Einzüge geflaggt. zahlreiche, durch Russen verhaftete Landeseinwohner wurden befreit. Südlich von Pleskau (Pskow) stießen unsere Regimenter auf starken Widerstand. In heftigem Kampf schlugen sie den Feind. Die Stadt wurde genommen. Heeresgruppe Linsingen. Feindliche Kräfte warst« sich unserem in der Ukraine längs des Pripstt wrdringenden Abteilungen bei Kvtenko- tvitschi entgegen. In schneidigem Angriff wurde der Feind geworfen, Stadt und Bahnhof erstürmt. In wenigen Tagen haben die Truppen der Heeresgruppe Linsingen zu Futz. mit der Bahn und auf Kraftwagen unter grotzen Anstrengungen und Entbehrungen m hr als 360 Kilometer zurückgclegt. Im Verein mit ukrainischen Truppen haben sie grafte Teile des Landes von plündernden Banden befreit. Die ukiainische Regierung hat in den vom Feinde gesäuberten Gebieten Ruhe und Ordnung wieder her- gestellt. * An Gefangenen wurden an der Ostfront neuerdings riugebracht: 3 DimsionSstäbc. 180 Offiziere und 3676 Mann — Gefangene » zahl un d Beute aus Reval und Pleskau lassen sich noch nicht überiehen. * ftou den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalauarriermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 26. Febr.. abends. (WTB. Amtlich.) Die Operationen im Osten nehmen den beabsichtigten Verlauf. Von den arweren Kriegsschauplätzen nichts Neues. Die „hocherfreuliche MiÜ-eilimg", von der Graf tzert- krng irn Reichstag gesprochen hat, voll zu würdigen, sind wir erst jetzt recht in der Lage, nachdem vom Regierungs- tisch in der gestrigen Reichstagssitzmrg auch der Wortlaut des an Rußland gerichteten und von ihm angenommenen Ultimatums bekamt tgegeben worden ist Unsere Erwartungen sind übertrofsen: die zehn Paragraphen jistb eine so präzise Formulierung alles dessen, was wrr verlängert mußten, daß den Herren Trotzki und Lenin nicht das kleinste Lurchen mehr offen steht, wieder ins wilde Weite chaotischer Zukunfts pläne zu entschlüpfen. S-ogar die früher von Trotz ft verworfene Formel, wonach die Länder sich verpflichten, künftig „in Frieden und Freundschaft" nebeneinander zu leben, ist jetzt von den Maxirnaliften gebilligt rvorden. Wer wollte jetzt darüber streiten, ob es sich hier um einen Verstandigungs- oder einer: Machtfriederr handelt! Im Verkehr und in den Beziehungen der Länder überzeugt nicht so sehr der gute Wille oder das entgegen- kcmrmende Wort dieses oder jenes Staatsmannes, als viel- -mehr die Macht der Verhältnisse, die Gewalt des ordnenden Schicksals. Die Unterschrift der beiden Volkskommissare unter das Verständigungsdolirment ist uns bei weitem nicht so viel wert als die unumstößliche Tatsache, daß kerne russische Regierung mehr in der Lage ist, die Zukunft anders zu wenden, als sie in der von den Mittelmächten vorgelegben Friedensformulierung beschlossen liegt. Es hat uns nicht überrascht, daß der sozialdemokratische Führer Scheidemann gestern im Reichstage zu dem bevorstehenden Friedensver trag den Kopf schüttelte und erklärte, die Politik, die Rußland gegenüber getrieben werde, sei »licht die der Sozialdemokratie. Wir haben bereits auf Grund anderer Aeußcrungen aus dem sozialdemokratischen Parteilager der Vermutung Ausdruck geben können, Scheidemann und seine Genossen wünschten ein einheitliches starkes Rußland, damit-die Macht und Herrlichkeit Deutschlands nicht so hoch auswachse. Wie die Sozialdenwtratst in ihrem Parteiinteressc immer die bekannte „Beretendmtgsrheorie" hochhielt, ob gleich die wirkliche Entwicklung ihr unrecht gab, so kann sic bei ihrem Drange zur Internationale auch kein sieghaftes, wachsendes und wohlgedeihendes Deutschland brauchen. Me nrgstens steht ein solches der Aufrührung weiterer Iln- zufru:denheit mit dem Bestehenden entgegen. Alle anderen Kreist aber, die nicht von dieses Gedankens Blässe angekräm kelt smd, können sich jetzt nur herzhaft freuen über diesen Ausklang des großen Weltkrieges nach der einen, östlichen Seite hin, wo mit künftigen Gefahren aufgeräumt wird, und in absehbarer Zeit keine Einspinnung und Einkreisung mehr gegen uns lebendig werden kann. Und steht es denn zudem wirklich nicht so, daß Rußland und die von ihm los- gelöjten RandvölVer bei den künftigen Verhältnissen nicht auch ganz gut selig werden, in friedlicher Arbeit und freundlichem Einvernehmen mit den Nachbarn wohl zufrieden sein ^können? Warum ist Scheidernann nicht erfreut, daß ein großer Imperialismus, der immer voll dem Allslawentum ousaeaäugen ist, zertrümmert und zerstört worden ist? Man soll sich bei der neuen Rede des sozialdemokratischen Führers nichts vormachcn: es fließen im Grunde bloß Tränen ob der mißlungenen revolutionären Neuordnung tu ganz Europa! Die tollkühnen Prophet-en uno Soldaten der Weltumsturzid-ee, wie sie in den Maximalisten erschienen. müssen. den Rückzug an- treten, auf die Stockholmer Niederlage der Internationale ist eine neue gefolgt. Wir aber oeatcu heme oaiu’L>at Der unermüdlichen Tatkraft unserer tapferen Heere, die unS dies.en Frieden erkämpft haben! Ein Blick in die Anfänge des gefahrvollen Krieges, wo gerade dieses militärisch stärkste Volk im Osten uns in starke Sorge versetzte, läßt uns um so tiefer ausatmen bei der Betrachtung des Falles eines großen eisernen Tores, das uns den Osten verschloß, an dessen Stelle jetzt ein friedliches, freundliches Gesildc urbar und wegsam gernacht wird! Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 26. Felrr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlmttvarl: Westlich der Brenta schriterre ein Vorstoß der Italiener. Der Chef des GeneralstatzeS. Mb. Deutscher Reichstag. (134. Sitzung vom 26. Februar.) Am Bundesratstische: v. Payer, Graf Rödern, Tr. Schiffer. Wall.af. Vizepräsident Dr. Paasche eröffnet die Sitzung wn 1 Uhr 15 Minuten. I Auf der Tagesordnung stehen zunächst Anfragen. Abg. Alpers (Dtsth. Fvakt.) fragt nach der Verlegung des Reichsausschusses für den Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte von Berlin nach emer der Hansestädte. UnterstaatssekretLir Dr. v. Wonkheer: GS ist unerläßlich, daß der Reichsansschust jederzeü Gelegenheit hat. mit den Lbrchen Rerchsstellen in Verbmduna zu treten. Eine Verlegung in ein« Hrmjesliiidl würde das Verfahren nur oerlangsaMen. Abg. H e ck s ch e r (Fortschr. Bolksp.) fragt nach Maßnahmen zur Besserm:g k>e-s Loses deutscher ZivilgesLngen-er in England. Geh. Legationsrat v. Heller: Das Schicksal der gefangerren Deutschen wird mit Eifer verfolgt. Beschwerden sind wiederholt erhoben worden. Erfolge sind schon erzielt tooedeu. Tie deutsche Regierung ttrirb weitere Maßnahmen ergreifen, insbesondere deir Zivil ge farrgenen Zusatznahrungsnrittel durch neictrale Hilfe zukommen zu lassen. Am schlimmsten slest es um die Deutschen in den englischen Kolonien. Tie dortige Behmrdluna bedeutet vielfach eine Grausamkeit, namentlich in Indien. Teutschrarrd verlangt die vollständige Räumung dieser Lager und fordert die Freilassung vieler Gefangener. Abg. Bart scher (Fortschr. Bolksv.) Nnlnscht Befreiung von An sfu hrerschver ungen über S», unter denen die oft-- u.nd west- preußischen Seehäfen, insbesondere Königsberg, schwer leiden. Ein Regierungskommissar sagt möglichste Beseitigung der Ursachen der Beschwerden zu. Sodann nnrd die erste Lesung des Etats fortgesetzt. Staatssekretär Graf Dort Rödern: Meine Herren! Bei den finanziellen Tarl-ogtmgert. für dhe ich Ihre Änfurerksamkeit zu erbitten l?abe, kann ich mich kurz fassen, da ich mich heute aus den laufenden Etat^ in dem die Mittel für die Kriegskosren nicht angefordert sind, wlbst zu beschränken habe. Ter Reich6i>aus- lMltsplan für das Fa> 1918 bietet in seiner formellen Gestaltung keine wesentliche Aendernng gegenüber den lnshc'rigert Kriegsetats und vertnag in seinem materiellen Gehalt JlMen, die Sie an der Finanzgebarun,^ des letz-t'en Jahres teilgenommen haben, auch ivesentliche Ueberraschrmgen nicht zu bringen. Der ordentliche Haushalt balanziert mit 7 332 699 306 Mark gegen 4 941 876 080 Mark im Vvn'ahre. iveist also eine Steigenrug tun 2 390 823 246 Mark nach. Der anstroocLeittliche Hauslwlt Mießt mit 426 068 323 Mark gegen 93 201 992 Mark ab. Bei der letztsährigen Etatsoe- willigung hrttett Sie zmn Ausgleich neben larrstnden neue kt Steuern durch den 26pwzentigen Zufchsag ztrr KriegSswner eine eimnalige Einnahme bewilligt, die wir damals es Abschnittes, der der Hauptpoi'ten der Mehrausgaben entl)ült, also mit der Reichs schuld. Sic erfordert eine Mehrausgabe von 2,316 Milliardär Mark. Dieser Betrag setzt sch im weserrtlülvu zusainntekt ans der Smnme von 2.270 Milliarden kür den Zirtsert- )ienft jener 45 Milliarden mrd ernenn Mehr cm Zinsen in Hö!>e von etwa 55 Millchren, für den auf 6 Millrorden erhöhten Betrag )es zur Verstärllmg für die Kriegsmittel der Rechshinrytkasse nach ^2 des -Etvtsgesetes zur Verfügung zu stellenden jährlichen l Lchat^iTveiftmgskredits ?md aus der in diesem Jahre Mi ersten Male erscl-erne'.cheu Rückzahlungss'mnme von 16,9 Millionen Mark für die .ausz.ul.osenden vier einli-albpvoren tigen Sckra tzanweisungen der sechsten und siebenten l^riogsanleihe. Der zweite 5-alkvtgrmtd >es GesamtmelTrbedarfs liegt in der bereits erwäl/nten Tatsyä-e, ^aß der im vorigen Jahre beivilligte Zuschag zur Kriegs- ste ue r ein einmaliger war. sein danrals veranlagter Betrag also in diesem Jahre erneuter Deckmrg bedarf. Setzt man diesen Zuschlag -ach Maßgabe der vorjährigen VeransMagimg tmd tmter Be- cücksichigung des in diesem Jahre veranschagten Ertrags der übrigen Kriegssteu-kTr mit runtb 460 Millionen Aäark ein, dann ergibt die Addition von 2,346 Milliarden und 460 Millionen, datz noch cm Betrag von nicht gairz 70 Millimtert an dem Aiehv* bedarf von 2,575 Milliarden sthlt, der sch aus Mindereinnahmen und Mehrausgaben der einzelnen Venvaltrmgszweige verteilt. Ter Redner erörtert dann die Mhrausgaben durch Stellenvermeh* rrmgen beim ReichSnnrtschaftsamr und den anderen Aenrtern, der Post, der Eisenbahn usw. Bei dem außerordentlichen Etat lyabe ich lediglich darauf aufmerksam zu machen, daß die Erhöhung auf die Einstellung von 300 Millionen aus Grund des Gesetzes betreffend die Wiederher^ stellurrg der Flotte zurückzufübren ist. Noch ein Wort zu dem heute auch zur Berawrtg steherreen AbändernngSgesetz zum Kriegssteuergesetz. Es handelt sich um eine reine Verrechrrmtgsvorschrift. Zu § 38 des Kriegsstcuergesetzes hatten Sie beschlossen, ein et- waigeö Defizit des Jahres 1916 aus die Kriegssteuer zu verweisen. Dieselbe Möglichkeit soll jetzt auch für das Reckmungsjahr 1917 beschlossen werden. Ich bemerke dabei, daß dieses Defizit sich im Rahmen dessen von 1916 etwa halten nnrd. und daß für beide zusammen die Deckung mit erheblich werriger als der Hälfte des Eirtganges der Kriegssteuer erfolgen kamr. Meine Herren! Ich habe über den Betrüg der in den beiden letzten Kriegsjahren be--, willigten Kriegssteuern sclwn im Dezember gesprochen. Ich kann ergänzend hmzufügen, daß der Ertrag der sogenannten Kriegs- g e w i n n st e u e r mit Zuschlag voraussichtlich 5 l / 2 Millionen überschreiten wird, daß die Kohlen st euer weiter in der letzten Zeit 75 Millionen im Monat gcbrack>t hat und daß b-ie Zigaretten st euer den gegen den Boransä?lag niedrigen Ertrag der Warenumsatzsteuer reiä^ich aufwiegt. Wenn wir, wie ich hoffe, aus dem Kriege ohne ungedeckte Fehlbeträge der Kriegsjahrr herausgehen werden, so ist das auf die beiden Bewilligurtgen der letzten Jahre Kurückzusühren. Daß der Reichstag die Absicht hat, an diesen bisher befolgten Grundsätzen weiter fest- zuhalten, glaube ich mit Bestimmtheit annehmen zu dürfen. Die entspreä-enden Vorlagen für das kommende Rechnungsjahr werden Ihnen, da sie noch nicht im Bundesrate durchberaten werden konnten, erst zu Ostern zugehen können. Die Erörterung des Etats, die auch in früheren Jahre?! der Beratung der Stcucrvorlagekj vorausging, wird im Hauptausschuß, wie ich annehme, die Zeit bis zur Osterpause auch ziemlich ausfüllen. Ob wir die Ihne» dann zugehenden Vorlagen als den ersten Schritt für die große am Ende des Krieges erforderliche Finanzgesetzgebung oder wieder als eine Zwischengesetzgebung während der weiteren Dauer deS Krieges zu betrachten haben werdert, steht noch dahin. Aber auch für den letzteren Fall werden unsere Gegner an der Westfront an dem Willen und an der Kraft, finanziell den E n d k a m p f auch an dieser Front M bestehen, nicht zu zweifeln haben. (Lebhafter Beifall.) Die Kapitalien unserer Sparer rüsten sich zrt der im März wieder aufzunehmetiden Kriegsanleihe rmd der Umstand, daß die Depositert der deutschen Kreditbanken im letzten Jahre wieder um mehrere Milliarden zugenonrnren haben, weist ebenso wie der starke Zuwachs bet den Sparkasse^ auf vermehrte Spartätigkeit hnr. Meine Herren! Zwei Mitglieder des hohen Hauses verfolgen diese Spartätigkeit des deutschen Volke bei den Banken und Sparkassen regelmäßig in den von ihnen herausgegebenen Zeitschriften. Herr Geheimrat Rießer im „Bankarchiv" und Herr Justizrat Gotting im amtlichen Fachblatt des deutschen Sparkassenverbandes. Vor mir liegt das Fe- brrrarheft detr letzteren Zeitschrift. Dort weist der hiejige Spar- kassendirektor auf enren Zuwachs von 3 V, Milliarden bei den deutschen Sparkassen im letzten Jahre, und zwar nach Abrechnungen aller Zeichnungen auf die Kriegsanleihe, jjm. Dort ivird die Tatsache dervorgchoben, daß sick die Zahl der tLparkassenbücher im Jahre 1917 um mindestens 1 1 /2 Viillionen vermehrt hat. Beide Zahlen beweisen doch ,vVhl, -aß im ^kriege nun einmal schneller rollendes Geld in weite Krei^ geflossen ist, in Kreise, welche die Millioirenzahl der Zeichner der letzten Anleihen stellt und sie hofsenllich bei der nächsten wüÄev stellen werden. Abg. Trimborn (Zetrtr.): Das Friedensbedürfnis wächst in den Ländern zusel^nds. Dem -Kaiser danken wir sür seine Friedensbereitschaft. Leider habtm die Bemühungen des Papstes keinen Erfolg gcl-abt. Wir können dem Reichskanzler darin zu- stimmcn, daß er die vier Wilfvnschen Grirndsätze geprüft und als Gtvundlage für ein Einvernehmen anerckaTmt hat. daß keine An- nexionerr eintreten sollen, daß Belgien nicht der Schauplatz kriege- rilckftsr Machenschaften werden soll, daß es andererseits von uns niM behalten werden soll. Alles andere wird sich am Beratungstische finden. Die Sozialpolitik muß ausgebaut werden. Wir begrüßen unseren früheren langjährigen Kdllcgen v. Payer in seinem neuen Amt. Seine gestrigen Ausführungen liaben ihn jedenfalls in er treulicher Frische gezeigt. (5)eiterkeit.) Möge dem Reichskanzler Erfolg zutell werden z?rm Nutzen unseres Vaterlandes. lBci- fall.) Wir streben einen Parlanrentarisrmrs an. wie er der o-art- scl-en Eigcn.ian. Ruß- lMtd verzichtet auf jede Einmischung in die inneren Berbältnistv der GeRete. DeutsMand und Oesterreicl>-Ungarn beabsichtig-TTr. das künftige Sckftcksal der Gebiete im Einvernehrnen nrll 'dereq Bevölkerung zu bestimmen. Deutschland ist bereit, sobald der allgemeine Friede geschlossen und die russische Demvbllisatüm vollem ^Kommen durchgesührt ist, die Mich der oben genannten Linie gelegenen Gebiete m rcrumen, someit sich mcht aus Artikel 3 etwas anderes ergibt, i 3. Livland und- Estland werden von russischen Truppen und der Roten Garde nnverzügliich geräumt und von deuticker Bolizeimacht besetzt, bis die Landeseinrichtungen die Sicherheit gewährleisten und die staatliche Ordruuig hergestellt ist. Me aus politischer» Gründen verhafteten La»»destawohner sind sofort frei Anlassen. 4. Rußland schließt sofort Frieden mit der Ukrainischen Volksrepublik. Tie Ukraine und Fimrland werden ohne jeden Verzug von russischen Truppen und Roter Garde geräumt. 5. Rußland wird alles in seinen Kräften Stehende tun, um Wlsbald die ortarungsgemäße Rückgabe der ostanatolischen Pro oinzerr an die Türkei sictarzustellen, und erkerrnt die Wschas- fung tar türkischen Katnrutationen au bs. Tie völlige De mobil machungdeSrussischen Heere s, einschließlich der von der jetzigen Regierung neugeüildc- ketl Heerestcile ist unverzüglich durchzuführen. 6d. D i e r u f f x f ch c n Kriegsschiffe im Schwarzen Meer, >ul der Ostsee und im Eismeer, find entrveder in russische Häfen zu überführen und dort bis zum. -allgemeinen Friedensschluß zu be- Ersten oder sofort zu tascmniercn. üttegsschiffe der Entente im ists die Wiege der Sozialpolitik, es wird auch den neuen Gedanken Gestalt geben und sie und? deutscher Art kritisch zur Lösung bringen. (Stürmischer Beifall.) Abg. He y de b rand (kons.): Wir sind mit den Ausführungen des Staatssekretärs durchaus einvershlmden. Nichts anderes als emjachcr Landesverrat hat den Streck angestistet. Er mar beein- slutzt von Luslandisüwn Agenten und avtvagen von dem Einfluß der deutschen Sozialdemokratie. «Rufe' uorsirm! Der Ada. Lebe- bvur wird we^en dieses Rufes zur stiuhe gerufen.) Die Mit- teilungeu des Üteicl-skanzlers über dxe FriedenSaussichten mit Rußland werden int* allen ein tiefes Aufatmen gebracht haben. Wir werden von einem Druck befreit, den nur wenige voll empfunden haben. Dieses Mlllioirerch^er lvar bedeutungsvk-ller, als nran all- gemein angenommen hat. Daß wir ihm haben widerstehen können, ist! fast ein Wunder. Mit den Frvedensbedingun-gen sind wir emver- ftauben. (Zuruf links: Das glauben wir!) England wird nur weichen, wenn es sich einer unbedingten Macht gegen ii versieht. Das wird unser .Heer und. unsere Flotte chon besorgen. (Bravo!) Zu dein Pvograurm des Vizekanzlers brauche rch mich nicht zu äußern. Äs entspricht dem oes ReiäM- 'anzlers. Seine Ausführungen haben -aber das Vertrauen zwischen ÄnksVertretung u.'üd fstegierimg rnöln gestarkt. Es war cixui parteipolitische Neide voller Emseitigkeit. so daß. man den Der letzte Borstost der Franzosen. Berlin, 26. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Ueber den Borst oß der Franzosen vom 23. Februar wird gemeldet: Am 23. Februar feuerte der Franzose im Sundgau von 10 A /g Uljr vormittags aus 52 Batterien, Kaliber bis 28 Ztm., und aus ^schweren Minentverfern an 30 000 Artllleriegeschvsse und 450 schwere Flügelminen gegen unsere vorderen Linien, das Batteriegelande und die Straßen im Abschnitt Niedercrspach—Erdrücke—i'cietar burnhaupt. Um 1 Uhr mittags ließ er aus Kreuzwald gegen , Riederaspach Gas ab, baß über Nprtair nach Nordwesten drehte und in das Thcnrner Tal zog. Auch mit Granaten versuäste er den Abschnitt zu vergasen. Nach einem siebenstündigen Feuer stürmten drei ausaeruhte, durch Wochen hinter der Front zum Angriff geschulte Mataillone heran. Streckenweise brach der -Sturm schon in uuserm Feuer nieder. Bei Ex brücke linirte er im Kamps Manu gegen Mann erststickt. In Niotaraspach drang der Feind ein. Die Besatzung war an Zahl unterlegen, geschwächt, erschüttert und betäubt von den zahllosen Deton.ation.en. — aber sie zögerte keine Sekrmde, tvartete keine Reserven, keine Hilfe ab, ^riss den Feind Nachteil des parlamentarischen Snstents daran erkeirncn konnte. Er ist id.pch sonst ein so besonnener Mann. Die Besonnenheit ist ilm» russischen Machtbereich sind wie russische Kriegsschiffe zu behandeln 6c. Die Handelsschif fahrt im Schwarzen Mecrznrohl bei dem schnelle?!. Aufstieg zum BizvLvr-zler verloren ge- tzrrrd in der Ostsee wird wieder ausgenommen, wie es im Waffen-! «ÄMyen. Das preußisch? Wal-lrertü ist «me preußische Aalgelegenheit, stillitandsr-ertrag vorgesehen war Las Minenräumen dafür hat! Die Wütttetnberger. Bayern mm) Baderwr würden firf; eine Ein- rofort zu beginnen. Das Sperrgebiet im Eismeer bleibt bis zun: | Mischung auch verbitten. Unsere .Krösgsziele liegen im Interesse des Allgenleinen Friedensschluß bestehen. ^ ! Reiches. Nie kmrn. man uns aus eine Stufe stellen mit den. 7. Der deutsch-russische Handelsvertrag von Unabhängigen Sozialisten. (Abg. Leidebour: Ist eine Ehre Artikel 7 Ziffer 2a des Friedens mit der'Ükvaine für ^ie?) rnte 1604 tritt wie in wieder in Kraft unter Wegfall der im Artikel 1l Ziffer 3 Absatz 3 des Handelsvertrags vorgrstchenen besonderen Bergünstigungca für asiatische Länder. Ferner wird her ganze erste Teil des Schluß und mit Streikenden. So etwas must die Gemüter er- Protokolls wieder hergestellt Dazu kommen Sicherung de r A u s s u h r f r e i h e i t und A u s f u h r z o l l f r e i h e i t für Erze, alsbaldige Verhärtung übe,- Abschluß eines neuen HandMocr- träges, Sicherung der Meistbe.Tünstignng bis mindestens Ei:de 1925 auch für den Fall der Kündigung des Provisoriums, endlich Bestimmungen errtsprerhend Artikel 7 Ziffer 4s Absatz 1 und Ziffer 5 des FrietanSvertrqas nrrt der Ukraine. 8. Dierechts Po litifchen Angelegen heilen werden geregelt auf der Grundlage der Beschlüsse erster Lesung der deutsch- russisckren ReckUskoinmission. Soweit Beschlüsse noch nicin festgesetzt sind, als in sta solidere Ersatz von Zivilschätan auf Grundlage der deutschen Vorschläge, Ersatz der Aufwendungen für Krie«s-- gefangene auf Grund des russischen Vorschlages. Rußland ivird btutfcfa Immissionen zum Schutze deutscher Kriegsgefangener, Zivilpersonen und Rückwanderer zulasscn und nach Kräften unterstützen. 9. Rußland verpflichtet sich, jede amtlich:' oder amtlich unter- stützte Agitation oder Propaganda gegen die vier verbündeten Regierungen und ttjrc Staats- und Heeres- einrichtimgen Mich in den von den Zentralmächten besetzten Gebieten eirrzu stellen. 10. Borstehenta BeLängungen sind innertalb 46 Stunden an Zunahmen. Russische Bevollmächtigte haben sich unverzüglich nach Brest-Litowsk zu begeben, uni dort binnen drei Tagen den Frieden Hitzen, zumal bei uns mancher sitzt, der sein Leben lang seinem Batevlanta treu gedienr Sache Vorwürfe kann mau uk(>t auf sich sitzen lassen. Man muß sich wehren.. (Abg. Lodebour: Sie macken es auch«! Heiterkeit.) Wir motten die Kriegslast ruhig Frieden, tar der Opfier lvert ist. (Lebst. Bei fall). rvagen bis zum Reichskanzler Graf Hertling: Ich gehe auf den persönlichen Ton am Schlüsse der Rebe des Mg. Hepdebrand ein. Tie Stimmung am Schlüsse der gestrigen Rede des Vizekanzlers rvar nicht vollkommen bm°echtigt. Wem: Sie die Rede nochmals gekwuer besehen, so »verden «s-ie finden, daß sie nicht richtig.bei der Unruhe im Hause verstanden worden ist. Er bat zwischen den Streikenden und Ihnen (nach rechts) einen Strick) gezogen und für das preußische Wahlrecht keineswegs die Kon»Potenz des Ncickistages beansprucht. Wir wolle:, nichts anderes, als eine Politik führen, die »ms Deutsche echrheitlich zurckunnenhÄt. Bitte, helfen Sie aus allen Sekten dazu. (Zfeifall.) Begraben Sie. was hinter zr:rs liegt, damit !vir einheitlich beieinander stehen. (Bewegung und lebhafter Beifall.) Tcrrauf toird die Woiterberatung aus Mittwoch 11 Uhr vertagt. Schluß 5.45 Uhr. zu unterznckmen. der innerhalb weiterer zwei Wjpcl^m rattfizfert' werden muß. (Lebhafter Beifall bei den bürgerlichen P >WW>M>MW»»»WWWWM WW Parteien, Zische»» bc: den mrabr-änglger» Sozialdeinokvliteu. Die russische Delegation, zu der auch Herr Trotzii und Joffe gehören sollen, ist bereits von Petersburg abgevcist. Sie har aber einen unfreiwilligen Aufenthalt nördlich von Pskow dadurch, daß dort eine Brücke gesprengt ivochon ist. Sie wrrd aber im Laufe des morgigen 'Tages in Brest-Liwwsk eintreften. In Brest-Likotm-k ist die deutsche uird^ österreichisch-ungarische Delegation bereikö versammelt. Die türkische und bulgarische Delegation wird im Lause deS heutigen Tages dort erntreffen. ^Lebhafter Beifall M bau bürgerlichen Parteie:», Zischen bei den unabhängigen Sozial- demvkradm. ^ Abg. & d) 1 1 b c »iu y 1t It (Spz.': Ich muß deH russischen 2 ^auer- 1 p»els gedenken. War., jetzt aus Rnyland geworden ist, enttpricht Vicht der Absicht der deutschen Sozialdemokratie. Wir kämpfen zur Verteidigung unfere-s Vaterlands, aber nickst um die Zerstückelung Rußlands. Die Politik, die Rußlarrd gegenüber getrieben wird, ist nickst unsere Politik. Die Loslösung der Randvölker von Rußland scheint unvermeidlich zu sein. Dcnnll wird aber Deutschland nicht des Volkes i.ät einer Minder!>eiL Politik machen. Eine ähnliche Kvaftvrobc: I.n Westen einen bedingnngslrsten Fineden zu erzielen, vcäxe für Test fehlend auf alle Fälle gsfährlich. Wirt» der Frieden rein r«lö;rer F ged w. daun haben wirbic Revolution. Unsere letzten tfraird;'u«nim AuSl.rnde gehen verloren. Die Honkburgec Rede war völlig :u:7Ngebracht. In dieser Zeit muß jed-cs Wort von tavtaritatirrc-r Deire ruf die Goldtvagie gelegt werden. Man höre miit den» törichten aus, der Streik sei mit ausländischem ckSeldc- gewachst worVen. Eine schamlose Alge ist es, das; dem Streike lant.csverrä^ciscize Absichten zug.'M'nt^ gelegen Hütten. Wenn talche Streiks, wie wir nictz lzollen, sich wiederholen, so »nutz Generalobecit von Kessel in Schutzhaft gesetzt werben. DaS allein könnte helfen. (Heiterkeit.) Staatssekretch Wallvaf, «dtzrs Erbstück ,ruo der Äerr Michaelis,, hätt^ drei bis vier Tage Streik und Hrmverterr braven t-irveitern lcmmübriges Zuchthaus erspart, hätte « die Arbeiter cm wanden. Als Ebert und ich in den Aktion D auSschuß ettrtraten, 'vu'che uns ein Jahr Gefängnis angepiwhr. In München wurden gte-ichhmrdelnden (öenosfen in der Kammer von dem Nachfolger de- Gvasen Hertling, Ministersasidenren v. Dandl. Älentllch der Dar. mnL^esvrochen. (Sehr gui?) Die Presse w'irt) nach wie vor drang-aliert. Die Zensur »st inrtschuüng an dem Aufbruch des Streiks. Mr verfolgen unser Ziel in dem Bewußtsem: Die Zukunft gehör, der Demokratte, den Arbitern und der Sozialdemokratie. (Beafati bei den Sozialdemokraten.) Schmrrsfekrerür Wallraf: Der Vorredner hat scharfe Worte Öfeget meine Person gerichtet. Das war fein Recht. Mein Neckst m eh, mjqch dagegen zur wehren, soweit die Interessen des Vater- mnb&i es gestatten. Es koird so hmtzestellt, als ob der Streik ans der UnLurrievenheit geboren worden sei. £*rr v. Pager hat schon Ä üi>rt, daß die «mgegebenen Ziele nicht auf diesem Wege er- ivürden. Der Krieg ivürde dadurch nickst verkürzt werden und die Ern-älrcungisschwierigkeittn nickst brbobeil und das Wahlrecht nicht gefördert. Der Kobtanmangel ist kein stichhaltiger Einwan-v Der Anfang der ausländischen Streikpropaganda ist in der Ber- frmimiy eines m Zürich gedruckten Fbrgblattes aus dem Herbst 1917 m suchen. Der Streik wurde gefordert in Stockholm unb inrrd) die bolschewistischen Funksprüche, von Fliegern abgeworsentt VeMätter. Gleichzerttg mit dem Waffenstillstand setzte die bolsche- wrsttsche Propaganda »m großen ein. Daß auch Lste Entente in dem Krch-l Sirrne bei uns agitiert hat, ist allen mäßig festgestellt Fk»rgbiatter werden immer noch auö den, Auslände eingeschmuggelt Das Ausland mufcte schon von dem Streik, als er noch nickst bestand (Unruhe. Sehr richtig!) ,.Du1digung. Ich d4eioe daber, datz oer Bolschewismus auf dem Wege ülwr Oestvrreich- llsr«rrn m Deutschland die Grundlagen des Staates imtmuüblw Bts m Amerika sich eine ähnliche Beweg,rng zeigte, ließ WMdatt!Wüson das ganze Aktionskomitee verhaften. (Hört. ? ÖT *. ^ ^^^rsorderungen wurden als Minckestiorderungeri Ich war gern bereit die Abgeordneten zu empfangen» sE wer die Strervenden, »veil es sich um hochpolittsche Forderungen lstrndeckte. Ich konnte nicht verhandeln, da ich in diesem Falle ^mrtec des RerchstanzlerS war In »oirft'chaftlichen Fragen habe m Vion o]t nnt Arbeitern verhlmdelt. vier lag die Sach' aber iochers Hier sollte ein Druck «usgeübt »vertan. Die Regierung (eilig unter das kantamschk Joch gezwungen werden. Deutschland Der Vormarsch in Estland und Livland. B c r l i n , Ä. Febr. In Estland wütet die rote Garde weiter, ohne sich von 'ihrer Negierung im mindesten beeinflussen zu lassen. Umso energischst^ vollzieht sich der Vor- marich der Deutschen, der,durll> plötzlich Ansetzende schlechte Witterung, Schnee, Wr'stwind und starke Temperaturschwan- kirng?'.! mcht ausgehalten werden kann. Zahlreiche tiefgegliederte nebe.reinaiLder nsrd- und ostwärts vormarschierende deutsche Kolonnen, die sich strahlenförmig ausbreiten und starke fliegende Abteilungen mir Artillerie und Maschinen- ge»vehren vorausschicken, sieben größ.te,rteils bereits in der Bahnlinie Pleskau- Dorpat — Reval. Kilometerweit ziehen Schlitten kolonnen durch die Wälder und zu- -gefrorenen Sümpfe Estlarrds »md durch Livlands freundliches tzügelgelande. ^ Die Lübecker Handelskammer sprach in einem L e legramm an das R e v a l e r Bö rfenkomitee Lübecks herzliche Freude aus in her Stunde der Befreiung Revals vom Banne blutiger Gewaltherrschaft, in dem Wunsche, daß ein ganz neuer Schutzbund, enger und unverbrüchlicher als die alte Hanse, die baltische Äüste mit ihrem deutschen Mutterland innig verknüpfen und zur Entfaltung kraftvoll sprießenden neuen Lebens starke, dauernde Grundlagen schaffen nwge. Lenins Gründe für den Frieden. „Daily Telegraph" meldet aus Petersburg: Lenin sttzt in einem Artikel in der Presse seine Gründe zugunsten des Friederrs auseinander. Die deutsche Antwort enthalte härtere Bedingungen, als es diejenigen von Brest-Litowsk an und warf ihn hinaus. Die ganze vordere Linie ist fest in unserer Hand. Infanterie und Ar __ ^. .. . rtillerie schlüge,: sich glänzend. Der Feind hat in ihi^m Feuer schwer bluten müffen. Gefangene erzählen davon. Lebensmiliettnapphett in Ameriia und England. Bern, 26. Februar. (MTB?- Die ,/Efnuä-' meldet aus Washington vom 22. Februar: Der Lebensmittelkontrolleur Hoover hat den Ostswaten Mitteilung von einer bevorstehenden. Lebensmittclknapphcit gemacht, die vernrullich 60 Tage anhaltetij werde. Seine Erklärung bestätigt die Berichte über das Unvermögen de r Ei se'n ba hn e n, genügende Mengen von Lebensmitteln nach dem Osten zu befördern, um die an den atlantischen Küsten liegenden Sck)iffe bis zur vollen Ladefähigkeit zu befrachten.- Dabei sind die Geckvertalürserunge», Kur Zeit mn 45 Milliviren Bushels hinter dem Liesernngsplan zarrück. Hvooer betonte, daß die Lage die kritischste in tar Geschichte des Landes fei. In oielen großen Konsum gebieten seien die Konserverwvrräte auf dem Punkte' der Erschöpfung mrgelangt. Er schiene die ganze Schuld daran der Verstopfung der- Eisenbahn zu, die nicht nur die kritische Nahrung^ mittellagc in tan Bereinigten Staaten herbei geführt, sondern drete. auch verhindert habe, ihre Versprechungen zur Verpflegung tar Alliierten zu erfüllen. In Arbeiterkreisen wird behauptet, daß dis jetzt im Regieruirgsdi-enst stehenden Leiter der Eisenbahn^esell^ schäften tau Versuch »»»achten, die Versmatlichung zu diskreditieren^ und daß sie dalier nickst ihr Bckk-es täten, um die Tr-ans^wrtsrago zu lösen. Aber man kann unmöglich glauben, daß ver-antivoctlicht Männer unter tan gegenwärtigen Umständen so unpatriotisch tan- deln. würden. Es ist jedoch eine Tatsache, taß die schlechten Wetter- Verhältnisse allein die eingetretenen Berzögermrgen nicht ausreichend erklären. Bern, 35. Febr. (Privattcü) Entgegen den in England mehrfach laut gewordenen Behauptungen, daß die Wolsthabenden in großen Hotels im Luxus schwelgten, veröffentlicht die „Daily Mail" eine Zuschrift, ist. der behauptet wird, diese Annahme sei irrig. „In tan» sehr prächtigen, teueren Hotel, in dem ich wohne," schreibt ein Berichterstatter, „habe ich seit meiner Ankunft vor einer Woche nickst eine Scheibe Metzgerfleisch, niiist ein Stück Z»»cker gesel-e>». Zum Tee erhalte ich zwei kleine Bisauits, aber keinen Käse, Feine Früchte uitb keine Milch. Die Delikatessen dieses eleganten Lokals bestehen in Hering nnd Kanruchenpastete. Tie Preise getan immer lwtar, je geringer die Vorräte werden. Wofür mar» hier eigerrtlich bezahlt, tvoiß ich nicht!, es sei denn für die vergoldeten SpiogelralMen, das Orchester und den Wintergarten. 9licht einmal ein Zündholz ist im Holet vorbanden. Zum Frühstück s Weißkleisck» und einen Erköiiel voll unaesüstter» Maceavoni ' acst, es Weißfleisch und einen Erlössel voll ungesüßter» Maccaroni' Pudding. Ter Preis beträgt fünf Schilling. Zum Diner gab es etwas Kartoffelsalat mit K'rabberr. ei»ren kleinen Teller dünner Suppe, zwei Qnadratzoll Schellfisch und anderthalb Unzen Fasanen. Für viele nrögen die.Menus y'wßartig klingen, aber Hors d'oe»»vres varies bedeittet lediglich erne Sardine und etwas gesalzenen Ko ist, Herl an it la bonnc Femme ist nichts nne ein t'leuun Weißfisch mrt Gräten und wenig Substanz, Pommes de Terre naturelles bedeutet seifige Kartoffel. Auch in den luxuriösesten Hotels ist der Abendanzug für Damen und Herren fast gänzlich ver- schnnmtan. Die Her'ftcrZuttg vs»r StiSstoff in AmerikM. Washington, 26. Febr. (Reuter.) Präsident W i l* s o n genehmigte 33asserkraftanlagen im Staate Alabama, um Stickstoff aus der Lust für die Hrerstellung von Munition und Düngemitteln zu gewinnen. gewesen seien. Trotzdem sei er überzeugt, daß nur diejenigen, welche durch die revolutionären ScyLagworte vollständig verwirrt seien, sich weigerter», diese Bedingungen anzunehmen. Bisher habe er iit£gefietm versucht, die Mitglieder seine" Partei von der Notwendigkeit AU überzemgen, ihr Bewußtsein volutionare»» Heuchylci -u reinigen. Jetzt müsse von der revolutionä.ren es öffentlich ttrn, denn urrgluckticherw^se seien seine trübsten Prophe^eiurgien eitigetroffen. Er habe damals gesagt, wenn man den Frieden von Brest-Litorvsk nicht unterzeichne, würden schwere Niederlagen ^Rußland -wingen, einen rmch ungünstigeren <&ov, her fr taten zu schließen. Es sei »roch schlimmer gekommen, als er oorausacsagt habe. Dann fährt Lenin fort: Unser Heer scheint aufyew-st zu sein und weigert sich endgültig weiter zu sämpslvn. Nur blindwütiger Partei- ftandpuukt kann Dißland in taefrn Augenblick -mnuten. d-en Kamps fort-usetzen. Ich persönlick) würbe keinen Augenblick langer an der Regierung oder nn.Zentralaitsschr»ß bleiben, wenn die Politik der Phrasen noch einmal die Oberhand bekommen sollte. Diese nackte Wahrheit hat sich uns so scharf fühlbar gemacht, daß es unmöglich ist, sie nicht £it spüren. Die ganze Bürgerschaft Rußlands jubelt über das Naher kommen der Deittschen. Nur jeurand, der chrrch Phrasen blind geworden ist, übersieht das, daß die Revolution ohne Heer Wasser auf dir MüHünr der Bourgeoisie leitet. Wir müssen uns einem erniedrigenden Frieden unterwerfen. Die Verhandlungen mit Rumänien. Berlin, 27.Febr. Airs Bukarest wird dem L A. über Bubapest gemeldet: Sofort nach Unterzeichnung des Friedens Vertrages soll das ruinän ische Parlament in Bukarest zu einer Beratung zusammentreten, mit den Friedens- kchluß zu genehmigen Bem-ervenSwert ist, daß die Mitglieder tas Kabinetts Äverescu den Standpunkt Marghilomans billigen, der in Bukarest für eine Verständigung werkt. Die Türke« wieder i» Trapezunt. Ävn ft a n t i n o p e l, 24. Februar. (W. B.) Das Krieas- prefsenuartier teilt mit: Im Laufe des 24. Februar wurde auch Trapezunt von dem Drucke der Räuberbcmden befreit. Unsere z,um Sa/nye aus.gesandten Truppen mar- sckfterten in Kolonnen durch die Stadt und versolgtim die nach Osten fliehenden Banden Unsere Truppen drangen auch m die Stadt Man, ahatun ein, deren größter Teil von Banden eingeäschert ist. Die sich in der Richtung aus Erzerum zurück-rehenden Banden mordeten und verbrann-- tan in den Dörfern, die sie ourckMgen, gegen 300 wehrlose Muselruanerr Der Seefrieg. Neue U-Boot-Erfolgr. Berlin. 26. Fcbr. (Amllich.) Auf dem nördlichen K ri e g - s chn u pl a tz vernichtetett mrsere U-Boote 19 000 B r u 1 1 o r e g i ft e 1 1 o n n c n feindlicher» HantalsschiffsrMmeS. Die meisten Schisse nmrdei» an der englischen Ostküste mrter erheb- licher fenidlicher Gegenwirkung vcririchtet, unter ihnen der tawasst? nete englisck)e Dampfer „Achonio" (4078 BRT.). Ein anderer Dampfer von mrndeste»»s 4000 BRT. wurde als größtes Schiss eines Geleitszuge? in geschickt durchgeführtem Angriff abgeschossen. Fast allje Dampfer waren tief bclader». Ter Chef des Adinirulstabes der Marine. Die Erörterung tar Ernährungsschwierigkeiten mmmt seit Ende vorigen Jahres in tar englischen LtafsenllichkeiL einen breiten Raum ei»t. Die Zeitunaen sind an ge füll l mit trüb- [titiitait Bettachtnngen über tau Einfluß des U-Boot-Krieges ans tan steigenden Mangel, mit Seitenblicken ans die durch die deutsch- russischen Frietansveromrdlung^r sich vorbereitende Besserung der LebenömrttelVerhältnisse tar Mittelmächte. Dem Ernähru»ig>spessi- misnms geben die Leiter des englischem LebeirsmittelamteS ttessen- tan Ausdruck. Der „Times" von» 3. Februar zufolge sagte Herr Prot Heros in einer Persammlung von Vertreter tar englischen Lm»d»oirischaft: Dü' nächsten acht Monate such die gefährlichste Zeit in der Geschicl.üe Englands. — Laut „Dailtz Telegraf)" vom 25. Januar lvarnte Lord Rhondda das Publikum, nicht zu große Erwarttncgen au die Wirkung der ZwanqSzuttilung zu knüpfen. Man müsse mcht glauben, daß die Rationierung mit dem Mißstand tar Polonäsen austämnen werde. Die „Times" vom 25. Februar fügen hinzu: Lord Nhonidda hätte auch erwätart. daß die Mr See mckoMmenden Fleischzufuhren kau»,» »veiter als aerata für tan Bedarf des Heeres ausreichte, wäl)rend vor dem Kriege etü-a 40 Prozent tas Fleischbedarfs der bürgerlichen Bevölkeinng durch Einfuhr beschafft »vurdcn. Der englische Armeerat setzte deshalb die Lebensmrttelratwn für die in. Englarrd dienenden Trutze pen und Pferde ztveckS Erspariris von Frachtraum bedeutend herab. Die Beute des Hilfskreuzers „Wolf". Berlin, 26 Februar. Amtlich.) S. M. Hilfs» kr eurer ,Molf" .hat in Durä-führung tar ihm Übertragemmi Aufgabe m rüdeste ns 35 feind li che oder für den Feind fahrende Handelsschiffe.mit einem Gesamt-Tvnnew. Gehalt von mz n de ne ns 210 000 Brutto-Re gi ster- Tonnen vernichtet oder so schwer beschädigt, daß »hre Wretarvernxmoung für längere Zeit ansgeschlossen ist. Es handelt sich vorwregend um große, »vertvolle englisä>e Dampfen, deren gleichu^rtmer Ersatz in absehbarer Zeit nicht möglich ifch Mehrere dieser Dampfer »varen besetzte eirglisckic Truptan-Tm»»<> porte: »hr Untergang tat entsprechende Menschen Verluste mx Früge setapt. Ferner s»»»d durch die W-egSmaßnahinIen des Hilssttrilze-rÄ der lapaniscke LriuensctMreuHer ,,Har»rna" von 28 000 Lomiatt Wasst-rverdraltgung und cii» «rgttscher otar japanischer .Kreuzer, tafte» 1 Name mcht ststaestellt tvcrtan Smnte, säS^vr beschädigt wtixtk Der Chef tas 'Aidmiralstata der Marine. /- Aus Hessen. Die Errichtung eirres Fü^rvelrvebSstockS. Die Abg. Dr. Weber und Brauer haben in der Zweiten Kammer beantragt, die Kammer wolle beschließen: Großh. Negierung zu ersuchen, unter Kap. 2 des Hauptvoranschlags einen Forstbetriebsstock in der Weise zu errichten, daß die unter Tit. 1, I (Nutz- und Brennholz) dem Voranschlag gegenüber erzielten tatsächlichen Mehreinnahmen, soroie die unter Kap. 2 Tit. 5 Ord.- Nr. 2. 4 u. 5 statigehabn'n Minderausgaben einem Fonds zugeführt werden. Aus diesem Forstbetriebsstock' sind die bei der Holzverwertung sich gegenüber dem Voranschlag ergebenden Mindererlöse bis zur volleil Höhe des vorgesehenen budgetmäßigen Betrags zu ergänzen, sowie die den genehmigten HauptvoranschLag überschreitenden Beträge an Holzhauerlohn, Kultur- und Wegebaukosten zu entnehmen. Der Höchstbetrag des Forstbetriebsslocks wird auf 10 Millionen Mark, die höchste Jahresentnahme auf 2 Millionen Mark festgesetzt. In der B e g r ü n d u n g heißt es: Der Krieg hat die Holzpreise auf das 2—3fache der Friedens preise gesteigert. Die Einnahmen aus Holz unter Kap. 2 jetzt auf ü'b-er 8 Millionen Mark (anstatt der früher erz ielten 4 Millionen) ge stieben. Aus diese Kriegskonjunkturgewinne in Höhe von 20 bis 30 Millionen Mark in einem Zeitraum von 4—5 Jahren dürfen dauernde Staatsausgaben nicht begründet werden, wenn nicht bei dem zu erwartenden nnvermeid- liehen Rüwschlag naef) betn Kriege das letzte Dcckungsmittel: die direkte Staatssteuer, ins Ungemessene gesteigert werden holl. Der Zeitpunkt erscheint deshalb günstig, tun eitlen Forstbetriebsstock zu bilden, in dem ein Teil dieser Kriegsgewinne für spätere ungünstige Preislagen bei fehlender Nachfrage nach Nutzholz (Jndustriekrisen) angesainmelt und zur Dechi'ng von Fehlbeträgen Unter Kap. 2 verwendet werdeir soll. Au» Staidt un& LsrnS. Gießen, den 27. Februar 1918. Warnung an Gemiisesameiiwucherer. Di. amtlicher: Richtpreise für Gemüsesamen werden häufig derart überschritten, daß sich die Reichs stelle für Gemüse mch Obst genötigt sieht, dagegen aus das schärfste eülKuschreiten. Die Schuldigen werdet: 'unnachsichtlich den Strafgerichten ausgeliefert (Höchststrafe: 1 Jahr Gefät:g::is nebst 10 000 Mark Geldstrafe mrd entschädigungslos Ein- ziehuti.g der Samenv-orräte), die Handelsbetriebe polizei- Älch geschlossen, sowie die Vorräte beschlagnahmt und eitler amtlichen Stelle zwecks Veräußerung zu den Richtpreisen ntrmittelbar an die Verbraucher überiviesen. Diese Matzregeln sind schon mehrfach durchgeführt worden, auch ii: HKoß-B-erlm. Auf irgendwelche Nachsicht darf nicht mehr aerecksnet werden. Es wird daher dringend vor lieber* schrei drugen gewarnt. * ** Aus>zcichnung. Landsturmma::»: August FillMann erhielt die Hessische Tapserkettsmedaille. ** Beförderung. UtUerosfizier Kvnrad Mull wurde zum Sergeanten befördert. ** Diebstahl. In der Zeit vom 24. bis 26. Februar dieses Jahres wurden aus einen: Gartenhäuschen auf dem Nahrungsberg eine blaue Brust schürze, ein grauer Korb, eine grau-grüne Hose und ein einzelner Schnürschuh, ferner aus einer Wohnung in den Neuen Bauen ein Paar neue Vox- calk-Schnürstiefel, Grüße 42, gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. ** Der E vang. Arbeiterverein hielt am letzten Samstag 'eine Hauptversammlung ab. In Verhinderung des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Heuser leitete der 2. Vorsitzende K. Weller die Verhandlungen, Nach dem vom Schriftführer erstatteten Jahresbericht zählt der Verein zurzeit 274 Mitglieder. 185 Milglieder, das Vermögen die ec Kasse beträgt 6254,15 Mark Tie ra - —"-e. «n- t-.-^ ^ ^ - gen Tätigk, schule arbeitete in der gewohnten Weise segensreich weiter und ermöglichx- es mancher Mutter, ruhig an die Arbeit zu geben, in der Gewißheit, das; ihr Kind gut aufgehoben ist. Ti? Rechts- bevatun gsstelle des virei-nS wurde im abgelaufenen Jahre von 184 Personen :n 20? Fälle:: in Anspruch geiwmmen. Tie im Felde befindlichen Mitgl:ck>er des Vereins wurden auch im abge- toufenen Jahre durch Uebersendung von Feldpostseiwnngei: erfreut. Bei dm in der Versammlung vorgenvmmenen Wahlen wurde der seitherige Vorsitzewe Dr. .Heuser wicdergewrhlt, eberrsv der größte Teil der ausschftdenden Vorsvandsmitglisdec: um ge. tvählt in den Vorstand wurdm die Herren Pt/il. Wagner u:ü> Hrch. Schneider. ** S t adt t hea t er. Die letzte Freitag-Abonnements-Vor- stellung findet am näckLten Samstag den 2. März statt und bringt Shakckpmres „Othello". — Der nächste Sonntag-Nachmittag bringt statt der auf dein Spielplon aufgeführten Vorstellung vor: „Das imbeschriebcue Blatt" eine Wieoerlrolung des hübschen Lustspiels „Meine Frau die Hofschauspielerin". ** Zn va l idenver sicher ung. Ter Kriegsbeschädigte H. K in Naunheim wi:rde an: 19. März 1916 derarttg verwundet daß ihm oer linke Oberschenkel anpintiert werden mußte. Er wlirde deshalb :mter Gewährung einer 75 prvzentigei: Rente von: Mältär entlassen. Wirßerdem tklwlhrte ihm die Landesversicherungs- anslalt in Darmstaidt die Kranken reute. Da K. der Ansicht war, daß es sich um dauernde Invalidität handele, legte er durch Vermittlung der Verwunde ten der atu ngs stelle Gießen geger: den Bescheid der Lant>e.->v-. Auch der Kriegsteilnehmer L. M., z. Z. in: La'.arett dabier, chrttr mit »einer Benrftmg gcgm den' Bescheid der LandesversichanrngLanstalt insofern Erfolg, als sich die Landesversic!?t'rnM':ansial. Tarmstadt zur nachttäglichen Zahlnim einer höheren Invalidenr-e:tte bereit erklärte. Warnung vor Kriegsanleihe-Wucherern Dem Vernehmen nach, sollen hier und da, insbesondere in länd- chchen Bezirken, immer noch gewissenlose Leute dem lichtscheuen Gewrbe obliegen. wen:ger erfahrenen Besitzern ihre 5kriegsanleil-en durch allerlei Zuslniterungen weit unter dem Preise herauszubxttn uni sie alsdann ihrerseits zu höheren Preisen wieder zu verkaufe»:' Bor solch.?': Aufkäufern kann nicht eindringlich genug gewarnt werdm. Wenn ein wirklich.^ »virnchaftlickies Bedürfnis vorliegt Mark zum Ausgabekurs von 98 Prozent, abzüglich de:' üblichen ^'-^"'sgebühr, unmittelbar von den Zeichnern jederzeit ankaufen. .Richtpreise für getragene Kleider. D:e Neichsbetlerdimgsstelle veröff>'ntl:cht in ihren Mitteilungen * ^lytprchse für gettagenr >Hiwren-, Damm- und Kinder- overkleider, d:e gegen früher bedeutend erhöht »tmrbei:. So sollen. ieruer mitteilt, stehen ihr in nächster Zeit größere Menge:» vor: Scheu rwiüchern zur ^rargung. Die zur Verteilung kommerwen Scheucrtücher sind bezugs, che»upflrchti,. ** G r o ß h. H e s s i s ch es Regierungsblatt. Die Chronologische Uebersicht de. im Regierungsblatt vom Jahre 1917 ent- haltmen Gesetze, Berocdi:nugM us>v. ist soeben erschienen. LlN'.bkleiS Gießen. th. Grünüerg, 26. Febr. Gesterr: wurden vom Kreisfeucr- wehrInspektor T i cko r e - Gießen im Aufträge des Groscher- zoglict>en zöreisanrtes die von bem Großherzog an die freiivilligm Fmenvehrleute Bäckermeister Georg Fuldat uw) Eisenbahu- bediensttter Hch. Schenk für 25jädrige trme Dienste verliehenen Ehrenzeiclim in Anwesenheit des Bürgern:?isters u:w des Bor- stMldes. der freilvilligen Fmerlbehr feierlich überreicht. N on n e u r o t h, 26. Febr. Zum Ober Fahriei:schmied ernannt im:rde der Sergeant Heinrich.Koch, J»:haber des Eisernen Krei:z,es und der Hessischen Tapferkeitsmedaille. Llreis Büdingen. # Büdingen, 25. Febr. Zum Sergeanten besördcr: wurde der Unteroffizier und Bail.-Tambour Schlegel, Jnl;aber 5eÄ Eiserne,: Kreuzes 1. mib 2. Klasse und der .Hestischm Lapferkeits-- Medaille, ferner der Untewffizier Ludlvig H o f f m a n n, Jnl-aber des Eisernm Kreuzes. — Das-Hessische Kriegsehrmzeichen erhielten die Forstivarte Karl Schm ü ck - Büdingen, L e hn i ng-Eckartshansen und R e ichert- Himbach. — Ninderbügen. Die Hessische Tapferkeitsinedaille, ^früher das Eiserne Kreuz, erhielt dev Kanvlricr Heinrich Kaiser. — Ben ndeho s. Das Eiseri:e Kre:rz. frülier die Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Reservist Fritz Reichert. — Ke fenrod. Das Eiserne Kreuz erhielt der Telegraphist Wilhelm Betz. — Altenstädt. Das Eisenu: Kreuz erhielt >der Muskel re:' Jan: in Siesel. — Ha in eben. Zum Sergeanten befördert murtx' bs’r Unterv-fsizier Za u bach, Inhaber der Hessisch)?:: Tapfer kr itsundaillc. — Ober- Mw ck sta d t. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Friedrich K,t a u s. — Nieder- M io ck st ad t. Zum Serge:,tten ^ befördert rvurde der Unteroffizier Heinrich Haas, Inhaber des Eisernen Kreuzes. — Orten 5er o. Das Eiserne Kreuz erhielt der Känegsbeschädigte Louis Hebbel. — In: Kreise Büdingen die „Sch::>esttrnspende" den Ertt.:g von 6791 Mark. ^Ortender g, 27. Febr. linteawfsizier Katt Frech wurde zum Sergemrtm befördert; sein BruLx'r Hermann Frech erhielt das Eiserne Krkus; Gefr. G.org Holz Warth wurde Urtter- vfsizier. Krciö Lnttttrbgch. rr Schlitz, 26. Febr. Frau Barbara Eckardt, dahier, erhielt' von ihrem Mann ans Lemberg die Nachrickst, ^daß es ihnt unter gvoßen Schlviecigkeitm gelunge,: sei, nach über 178^10.3«^ Ge- sangeichchaft aus Mtzland zu entkommen. K'.ciS Frledbers. B. Z. F r i e d be r g, 27. Febr. Di? Grvßl-erzogtich>e Handels- kmnnier in Friedberg hat für ihre,: Bezirk eine Anineldestttle für Verpackungsmaterialim eingerichtet. sDer Zweck derselben ist. oer Belastung der Eismbahn durch den Versand sperriger Vervacknngs- Materialien zu steuern. Die Tä:igt>.it der Meldestielle findet in der Weise statt, daß Besitzer sperriger Vertzackungsmateriaflcu (Kisten. Harrasse. Störbc usiv.h welche dieselben abz-ngeben »vünsck-en, au: der GeschästZttlle der .Handelskammer nrittels Vordrucken, welche die Handelskammer zur Verfügung stellt, anmttden. Die A:unel- dnngen liegm auf der Geschäftsstelle zerr Einsicht für jedr'canamv osfm, so daß Jnteressmtm jederzeit davon Kmntnis nehmen können, ob und nw sie die nötigen. Berpackungsmateriali-en am Platz? käuflich erwerben können. Die Tätigkeit der Meldestelle ist vollständig uir- eittgeltlich. = Vilbel 27. Febr. Ms Kandidate:: für die Landtagsersatzwahl in: Wali'lcreis Villtt stellte die s-ozialdemekrat;sch' Parteileitung den Bezirks sekret är Neu mann aus Offenbach aus. Die Wahl wird lampfbos vollzogen, da der Wahlkc'eis schon lnsher in .sozialdemokratischen: Besitz nxrr. Kreis Wetzlar. ra. W e tz l a r, 26. Febr. Flieg erleuttw.nl Hans S ch n: i d t, Sohn des früheren Kantors Gchjrnidt, uicd Lehrvr Gaul wurden beide mit dem Eisermen Kreuz 1. Klasse ausgezeickmet. ra. Wetzlar, 26. Fwr. Ter Landrat knackst oie Landwirte darauf aufmerksam, sich rockst zeitig ,für Arbeitskräfte im Sominer zu sorgen. Es dürfte sich empfehlen, sich einen Jtmgmairnen zu chcher,:. Außer freier Kost wrd Wohnung betragen die nwnatlichxm Kosten (Führerge.'d, Bersicherirng nnd Tasck-eugeld) 16,74 Mark. Im vorige:: Jahre Ovaren die Landwirte mit den Leistungen, der J-ungmannen dnrckttseg rocht zufried-er:. ra. Ans dem Biebertal, 25. Felw. In diesen Tagen wurden sie ersten Holzver-steigerungen in der Königl. Oberförstcrei Strupbach und im Fürstlichen Distrikt „Hclflwlz" unter starker Bewerbnng al^gel-alte,:. Die Preise nxrren natürlich sehr lwch: es l'ost?!«n z. B. 2 (l'w Bnck-ensckstii bis 68 Mark mrd 100 Bnckienwellcn Io Mark. .Knüppel- und Astholz^ stellte sich durchschnittlich etwa 10 Mark bckliger. OEn-Ngssgu. ^ Frankfurt a. M., 26. Febr. Ans einem Eismbah:^ wagen, der mit UviKNgsgut von Brüssel nach Frankfurt bestimmt war, soll polizeiliche»: Mitteilungen zufolge eine Kiste mit zwei Bildern im angeblichen Werte von mehreren H u n d e r t t a 11 f ? »t b Mar k gestohlen inonben sein. Die Bi7er sollen Arbeiten holländischer Meister des 17. Jahrhunderts sein. Eines ber Ckmälde stellt einen Ma»:n stehmd, das andere cii:e sitzende Frau dar. Beide Persoven ttagen dunkle .Wstüme »nit breiten iveißan Krage::. Die Brlder siich in breite Gold:ahn:e»: gefaßt. ** Frankfurt a. Dt., 26. Fahr. In der herittgen Bilanz- sitzmrg des Anffichtsrats der Mitleldentsckien Creditbank wurde beschlossen, in der cmf den 23. März d. I. ei»:zuberusenden Gene- ralversamncknng die Verteilung einer Dividende von 7 °/o (gegen 67z % im Vorjahre) zu be.rntragen. .^7. Frankfurt a. M., 26. Febr. Die Erttckstimg der Nassau:schm Möbelbeschasfungsgesellschast in. b. H., die mit Unterstützung der Negierung, der Stadtvenvaltnngen und Gemeinden gemeinsckxlstlich arbeiten soll, kani: als gesickert gelten. Die Bevölkerung soll dirch die Gesellschaft mit preiswerten, künstlerisclxm Möbeln versorgt »verte-,:, die ans Abzahl:,ng gekauft »verden, m- bei die Geineii^cn den Besteller»: gegenüber die finttrzielle Garantie übennmmt. Mit der Anstttligung der Möbel sollen in der Hcnlvtsache die selbständigen Handiverker n»:d ihre Organisationen die Möbelsaliriken erst in zweiter Linie, betraut werden X H^na u, 26. Febr. Die große Meistschiebcweiassö^ in, ist. Da für das Pfurw Mehl eigentlich nicht mehr als 25 Psg ge- jordett »verdeu durfte, das geschobene Mehl aber als „Ausland^- mehl" beze:ch»:et und ein Preis von 1,50 bis k,99 Mark für das Pfund genomnieg !:>ord?n ist, kann man ernvessen, >mlch envnner Verd-ienst in die Taschen der beteiligter: Personen geflossen ist. Fc. A u s de m Unter w e st e r,v a l d. 26. Febr Bein» Spiel mit Papierdrachen vnnuiglückten zwei Schüler von Herschbach be<- eine leicht, der aMe schwer. Die Schüler wirren bei diesen: Spiel mit der Hochspa:nmngssc'ri:le:ttmg in Bettchruirg gekonunen Ocrichtsfaal. I Darm st adt, 25. ohne jeden Grund m:s das gemei'Me beleidigte; ^Für Lmupen^siichel habe sie kernen Platz." Das Lchlstengencht verurteilte sie, obnwhl sie alles ableuMtt? nn) die Mgnbwürdigt'eit des Klägers und der Zeugm, eines Schuh'»mnneS und eines Lekwms, l>estritt zu seuchö Wochen Gesäirgrns. Die Verurteilte legte Bernmng dagegeu ein- zur L^rhaudlnng »var der Kläger, ein 38jähriger Lrmdstnnnmann der bis znm Ausbruch des Krieges als Kausmanu in Rumänien stcrird. aus Lein ftdbe e:schic»:en E>- mochte d, u tun kbar günstigsten Eßchruck uno seine Auslage üva- .ne gefallene sck-tvere Beleidig-",^: verdient vollen Glauben. Dir v: - nmirhe p er w ' r? e u Dir AngeUagu »yill nun Revpion beim Oberlcurcricht nvlcgm — Die l9jährige Mqrg^ccke G 00., .'llsvach hatte einen ihr anvertranttr: Steuerbetrug tton Mark unterschlagen und den Steuer-eitel aus bei. Namen der Lock er des int Felo-.' stehenden Einnehmers, die öfters vorläufig.- Ourttungen für den Stelloei> tretet ihres Baders aus stellte, gefäl scht. Da es sich nur um eine vorläufige Quittung hcmvelte, nahm das Gericht mir Fälschung einer P r: v a t n r l u nde (und lerne: stenttichen Urkunde) an und sprach eine Strafe von 6 Wiock^»: Gefängnis aus. — Tie Ehe» feau Ad. Gryh II. in Epperrsha u s e n hatte von emern in einer Bäckerei beschäftigten Arbeiter gesdvhlcires Mehl gekauft Das Schöffengericht batte sie frei gesprochen Auf Berufung des Staatsanlvaltes wurde sie .zu 2 Monaten t.'öefängnis verutteilt. Bier 14- bis 15jährige Schüler von hier, von denen einer inzwischen gestvrben ist, und cic Mutt.n , es Verstorbenen, die 44jährige Frau Elise Schmidt waren angeklagt, aus plombierten Wagen ans dem Güterbahn Hose Pakete mit Lebensmitteln, Schuhen u. a. gestohlen zu haben Di? Knaben sind geständig. Dir Frau leugnet, Wirt» aber durst-- das Zeugnis der Knaben, auch ihres verstorbenen Sohnes, überftiln., im Einverständnis mit denselben gewesen zu sein. Sie crlsti.lt roegen Beihilfe 3 Monate, die Knaben 6 Wochen bzw. 2 Monate Gefängnis. Siporr G. A. Frankfurt a. M.. 27. Febr. Im Alter von 48Jahren verstarb in Neuß Jakob Koch, einer der bekanntesten deutsck)en Ringkämpfer. Koch- trat sportlich Mer st als Turner und Ainateur^ ringkämpfcr herwr. Seine Erfolge auf diese»:: Gebiete veran laßtcn ihn schließlich, zu een Berufsringer:: überzugehen. Im Jahre 1W4 traf Koch in Berlin mit dem deutschen Meister Heinrich Eberle zusammen, den er einwandfrei auf die Matte legte Auch den bedeutendsten französische»: Ringkämpfer Pons besiegte er. Ein Rivale crumchs ihm schlie.ckick. an« dem jungen Sturm, den er nicht bepvingen konnte. Jahrelang »nieden sich Koch und Eberle, die beiden besten deutschen Meister, bis cs endlich im Jahre 1914 gelang, die beiden z»: einein Kampf zusammenzubringen, der hier- in: Albett-Schumann-Theater ain 23.. 24. urÄ 25. März, zum AuStrag kam. Eberle legte damals ^ttrch auf beide Säpiltew. »UetEiogische veobachtungen der Station Sietzeiu Feb- ru- ar- 2f-Jb ’5 0 «* 2' 2? ri L r- - ^ 3Z 3 ® 2 ®: -5 S L2.S 1 3« TS !s s k 3 1 % <* i »1 »1 a 5 -S’sl 1 ^ 1 i*i i9tU«x 26. 2” 1 1 1 6.0 4,6 64 - -1 w Sonnenschein 26. | 9" 3,9 1 3,6 59 - 2 Klarer Himmel 27. 7»" 4.6 6.0 94 s - - 1 2 Bed. Himme' Höchste Temperatur am 25. bi» 26. Febr»»ar 1918 -»-f- 6,V' 6. Niedrigste „ , „ , 1918 «- 2.7'0. Nleder>chlaq 0,6 mm. Letzte r«l«cyrict?ten. Der Erste Generalqnarkiermeister Ludendorff. » * Die Neuwahlen in Spanien. B e r n, 27. Febr. Nach den berichttgten Dteldungen der srmr- zösisck.cir .Blätter gesllaltete siich das Wahlergebnis in Spanien wie folgt: In Madttd wurde u. a. gewählt dar ßtepuhlikaner Jglesias und Mrnra. Ter emeutefreundliche Repu.- blikaner Lervvux :m»:de in Dttrdttd und Bcrrcelona geschlagen; und scheibtt aus dem Parlament aus. Mttauiades Wverez wurde in Madrid gleickufalls gesch'ager:. in seinem anderen Walstkreis ist das Ergebnis iirxch urceutschoben. Ti- Regwnalisten halien im ©ebief von Barcelona einen großen Erfolq meirfit. Tie stärkste Gruppe in der neuen Kammer unrb wahrsch.rulich von den Anhängern! Priems gebildet »verven. Die Rc^gMimliswn haben ettva 40 bis 45, die Dattsten mehr als 80 Silre. Die spanisckien Blätter be- spveck.n die Wahlen entgehend und hebe»» den S-üig der MvuarM- st«»: l)ervvr, den die rupnbtikanichn Blätter den üblichen Wahl- Praktiken zu schreiben. Die parlamentarische Lage in Oesterreich. Wien, 26. Febr. (WTB. Nickftamtlch.) Am Nachunttag fand im Ab geordneten bau eine gevlernsame Beratung der Vertrete:- der Tsck»ochxn. Südslaven und Italiener über die gege-mv-ärtcge pEich Lai^e statt. Die 'Larteierr des Herrenhauses hielte»: heute gleickMllv Berattmgen ab. Wie ver> lautet, befckiLoß die Verfassomgspattte:, in der morgigen Plenar» sitzung des Herwentza)»ses eme EkttsckAiefmw: ernzichringen, lovrin dem Grasen Ezerniu das B«r»raue,i nusgespvockZen und das Fe»> halten an dem Büivdnis itrit Deutschland betont wird. Die Resolution wird gemeinsam und in: Einvernehmen mit der Mittelpartei des Herrenhairs-es eingebracht »verden. Dir Beute des ,,«W. Neu v b> rf, 25. Febr. (WTB. Ajmtllch.) Reuter. Amtlich. Der deutsche Hilfskreuzer „W'vlf" versenkte während ferner Itrmvnatcgeu .Kreuzfahrt vermutlich 1t Schiffe im Jndisctien! und Sttlleu Ozean u»w machte die Besatzung zu Gefangenen Diese Schiffe, die fett langen: als vermißt grmckldet ivurden. sind die Dampfer: „^urriiella", ..Jamna", „W^rdswortl, „XtC* die Segelschtsw „Warrneck „Wiuslvw", >,Boluga", ..Cnrmr'", „Mab ttma" „Httachi", „Maru^ Lgvtz Muiwi", „Turritella". dir ern unbewaffnetes xmndcl^cknff unvnickst eu, .Kreuzer unr. würbe vmn „Wolf" im Februar 1917 gekarx-rt und eine deutsche Prisen- Besatzung au Bord gebracht. ^,TurrittNa" wurde dann zum Minvr« legen ausgerüstet, aber wenige Tage darauf von einem brittscheu .är:cacsch»sf gestellt, nvrans die Prisenln-satzung die .T .u r rvctt.a' versenkte, selbst aber v:» Gefangene»: launte, Statt besonderer Anzeigs. Unsere liebe, gute Matter, Grossmutter und Schwester Frau iiflaihiide Süffert gab. Bornemann Witwe des GroSh. Steuerrats Ludwig Süffert ist heute nacht nach langem Leiden sanft entschlafen. Wir bitten um stille Teilnahme. Staaterat SGffert nnd Famiüo Major a. D. A. Bornem&nn and Frau Ludwig Süffert und Frau geb. Bültmaun geb. Runge Anna Bornemann geb. Eigenbrodt. Forstmeister B. Bornemtmu Dannstftdt, Burg Gretesch b. Osnabrück und Bad-Nauheim, 25. Februar 1918. Die Beisetzung findet in der Stille statt. Bekanntmachung. - Der Boranschlag der Gemeinde Weickartshain für 1918 Rj. liegt vom Freitag den 1. März Dis einschl. Donnerstag den 7. März 1918 auf unserem Geschäftszimmer zur Einsichtnahme ?offen. Innerhalb dieser Frist können bei uns Einwendungen schriftlich oder mündlich zu Protokoll vorgebracht werden. ES ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. 1446 Weickartshain, den 25. Februar 1918. Großh. Bürgermeisterei Weickartshain. Knöß. Volksschule zu Gießen» Die Anmeldung der Kinder Mit Volksschule, die bis Ostern d. I. das sechste Lebensjahr zurückgclegt haben, findet statt: 1- Än der Stadtmädck.enichule — Schillerstraste 8 — Montag de» 4. März. vormittags von 10—12 Uhr, 3. In der Stadtrnabcnschule — West-Anlage 48 — Dienstag dev 5. März, vormittags von 10—12 Uhr. Auch können an obengenannten Lagen, soweit es die gegenwärtigen Verhälinisse gestatten, vormittags von 9— IO ttlrr solche Kinder, die bis zum 30. September d. F. daS 6. LebenSiahr vollenden, nngemeldet werden, falls sie geistig und leiblich gut entwickelt sind. Bei der Anmeldung ist der Impfschein und bei auS- iiöSttS geborenen Kindern auch der Geburtsschein vor- ruleaen. i Gtetze». den 25. Februar 1918. Der Schulvorstand. 1435B Für eine auswärtige Pulverfabrik wird eine Änzahl Frauen und Mädchen === gesucht. - - ■-= Auskömmliche Verpftegung wird gewährt, durch den Näheres 1182D Ltüiit.ArbriLsnallüscis, $c|*!Ki(i|c31,2eU()54. Fioüta Stoaot y p i s t ft n (keine Anfängerin) zum möglichst sofortigen Antritt, spätestens 1. April, gesucht. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften, Referenzausgabe ^md Gehaltsforderung an E ii e 3 s fö ft. 1414 Favorite 1356 s Das neue Album für Frühjahr Ißt da! Zn haben im 21 Pension Bras&l, E«a«a Bäre 22 rlmmor.Rtttass «.Ldonüttsei, iHtkrslhlstl.k'7-Zm.-V. vr. 1.4. evrl. 1. 5. z. vernr. Ost-Aul. 12, fg». W. Rinn. S-Zimmer-Wohnung zu »vermieten. H. MatbeiS, ; 1451 Bahnb osstr.26111. j S-Zlauaor-Wolißff. in. Zubeb. z. verm. Kreurvlatz 12. lLSdUortos Zimmer zu verm. »09614 Kaurleiberg 5 . , Zimmer m. Küche an kl. Fam. la. verm. Kauzleiberg &. '™ lf Saubere Frau fstr einige Stunden tägl. ges. Frau Gebeimerat Elbs, 001/11 Frankfurter Str. 50. Wegen Sterbesalles ältere alleiustebcnde Fra» oder Wirwe zur Führung eines landwirtschastl. Haushalts gesucht. Eintritt möglichst baid. Näheres i. d. Geschäftsstelle d. Gieg. An». 1387 _ Plockftrafie ß u. ^UtUli tHcui'RtocA 18 zu vermieten. 471 Ott Anlage 12,H.W.Ninn. iBeamtenfamilie, 3 Personen, lucht z. 1. Juli Wohnung. bestehend aus 3—4 Räumen, Gliche und Zubehör. Schr. Angebote unter 09538 an den Diestener Anzeiger. [ 3-4-Ziiiiiiier-Wshililiig jvon 2 alt. ruhigen Leuten zu imteten gesucht. Schr. Angeb. hinter 08368 a. d. Gieh. Anz' \l- Ikür sofort gesucht. Anaeb. : unter Q9G08 an den GietT An-. Möblierle od. mUL Zimier in gutem Hause in der Nähe der Schule gesucht. Schriftliche Anerbieten an 1440V Al iceschule, Strinttr. 1 0. Wl. ZiMkt *:;ar Angebote mit Preisangabe unter 09631 a. d. Gieh. Anz. 1 Haushälterin gesucht. «Herr u. 2 Kinder v. 10 u. 12 Jahren.» Schriftliche Angeb. u. 14 50 q. d. Gtest. Anz. Ein auf der Schreibmaschine (Ünderwood oder Continental) und in der Kurzschrift durchaus bewandertes und zuverlässig arbeitendes Fräulein zum Eintritt spätestens anfangs März d. I. gesucht. Bewerbungen von Anfängerinnen zwecklos. Angebote erbitten H5 ‘D Buderus sche Eisenwerke, Wetzlar. m. mm i» 09635 Scbnlttrake 1,11. Ich suche zum l. Avril ein tüchtig. Mädchen für die Küche. 1394 Frau Bantdirektor König Süd-Anlage 17» II. Für sofort selbständige Stütze tüchiig im Kochen und Hausarbeit, sowie sauberes kräftiges Mädchen für 1. Avril gesucht. 09619 Fraa Zahnarzt B^iisewald Süd-Anlage 18. DgLedsa CiL cnaltii. Fraa, die etwas nähen kann, gesucht 09634 Rieaelpfad 35 v. Gesucht sofort oder später erfahrene B£ßch!n, die auch Hausarbeit übernimmt. Frau Pros. Roloff, 1397 Waütorstraste 48. Ehr!., ssAb.Püpszldr« gesrichl. 1404 Medizinal - Drogerie „Zum Kreuzvlatz". Suche für meinen Sohn ofekaofra. LebFii.igsslelle. Angeb. unter 09622 an den Gienen er Anzeiger erbeten. 32jähr.LrLa1., seith. ^Geschäft tätig, wünscht i. gut. christl. Hause Kochen u.al'.eHnusarb. zu lernen, ohne gegen«. Vergütung. Schriftl. Angeb. um. 09521 an den Giestener Anz. Junge Dame s. Berät, auf Kontor. Perf. in Maschinenschreiben, Kenmn. in Stenographie. Angeb. unter 09620 an den Giest. Anz. erbeten. Fast neues, # 4 . 4 . zu ver- vollständigeskaufen. Wo? sagt die Geschäftsstelle des Giest. Anz. 09621 KopJerpre»sft, Wasch- mangel. Kegral, aller Schreibtisch, Kinder- sihhlch., kB. Pali. Ifloflse- d»I,u.z. v Ei« 2 ftrr,kst?.20-. Laudösen «nd Ofenröhren elngetroffen.Gibr jed. Quantum ab Dürbeck Nachf., D. ie zstr. 6, Telefon 283 « ^0 Z\ K!. korzhesrizer HiniS zu kaufen gesucht. Schristl. Ang. u. 09823 a. d. Gietz. Anz. Zu kaufen geinchl: Best. Wohnhaus Beschreibung mir Preis unt. 09625 an den Gietzener Anzeiger erbeten. Garten. Suche für mein Eisenmaren-, Haus-u.Küchcngeräteqeschäst sofort branchekundigen Vertäuter (in) welcher auch Kontornrbetten mit übernehmen kann. 1386 J. B. Büro «er, Neustadt 56. rss Garten möglichst in Nähe d. Kliniken »u mieten evtL z. kaufen ges. Nr. v. Jordan, -1441 frankfurter Str. 4. HL L E BQTE ^ I Gärtner tüchtig im Gemüse- und Obstbau, alsbald gesucht. Kriegs- deschädigter bevorzugt. Heil- und Pflegeanstalt Giesteu. 1185 Jüngerer (Wefelle oder Lebrling gesucht. 09242 Äug. Deibel. Bäckermeister, Neuenweg 50. Ein braver stunge. der die Kunst u. Handels- garkuerei erlernen will, ge« lucht. Friedrich tieorf 996 SeUerSweg 41. evang., für kleinen Haushalt tl Mädchen 12 Jahre), wegen Henat d. jetzigen Mädchens möglichst fofort gesucht. 13 °qz I ran v. Recken. Mainz Hindenburgstratze 281 . Ein tüchtiges, älteres Mädchen, das schon tn besseren Häusern gedient hat, für alle Arbeiten gesucht. Iran I. Wilbelmt. 09629 Wilhelmstr. 10 p. Etn in Gurtenarbetten er» sahrenes Mädchen sofort gesucht ^udwigttr. 61. 1448 Jnneea Httdchen znr Hausarbeit tagsüber per sofort gesucht. Meldungen zwischen 1—4 Ubr. 0i>627 kr», Dr. Steinreich, Neuen Baue 25. gesund und brav, z. 1. März gesucht. 1186 Heil- u. Pflegeanstalt. Gewisfenbafte, erfahrene Weh westcr wünscht Privatvflege. Schr. Angeb. unter 096.:0 an den Gien. Anz. erbeten. ^ ... V E R .kTufE^ ***'| I Paar Pferde Füchse iRusten). zu verkaufen ZkreiSabdeckerei Garbenteich. u SS Fahrkuh. Eine junge Simmentaler Jabrkub zu verkaufen. 1689 ISnstbanS zum weinen Rost. 006121 Eine lrächt. Z «ge, ein 1 f Ul n. Fe i»l ar, 62x92 aroü.fast neu. sowie einettsüLdsUvsy« ohne Gewicht billig zu verk. Hch. Aff» Grogen-Buseck. Wachsamer Hund z. verk. 09626 Krofdorrer Str. 7. An Draimer Da^mnann (Rüde) zu verkaufen. Näh. durch die Geschäftsstelle des Gietzener AnzetgerS. 09628 ÜgnSM. vl«r 4-Zimt •ydUU Wohnungen er- zu verkauf n. 1265 Näheres Nord-Anl. 31, L. 4 Bank-Losas, Tische, Stuhle, Bett mit Matratze zu verkaufen Näheres 1456 Marburger Str. ». Zu verkaufen ein Hauö mit Laden in guter Lage, für iedes Geschäft geeignet. Näh. in der GeschäslSst. d. Gieh. Anz. m '" Ein Garten zu mieteneventl. zu kaufen gesucht. Angebote unter 1388 an d. Gien. Anz. !«d- ÄIMM lgebraucht od. neu), zu raitfen gesucht. W. AlbiSbanfen, Cnba ch b.Wet lbu rg a. d. L . lJU Eigenes Scitcngewedr undCbaiiclongue zu kaufen aefucht. Anaeb. mit Breis unter 09527 n. d. Giest. Anz. Stockfische empfiehlt 292 6. 6. Kleinhenn, Telepho n 66. Bahnh ofär. 59. ^WLte>ur- BhotvgkspdHU kLukvn prvl«tr«rr FHvwgr. Ärtike! in der BefL-erog. i grenzplstz Spezial- Photo-Haus Kreotpl. 9 . Todas-Änzeige, Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unsere innigatgeliebto Mutter, ßeh wieder» mutter, Großmutter und Taute Frau Katharine Schwalb Wilwe geb. Wagenbach tm vollendeten 73. Lebensjahre nach kurzem Kranksein sanft dem Herrn entschlafen Ist, Die tieftrauemdon Hinterbliebenem Kar! Freund Margaret« Freund geb. Schwalb nebst drei Enkelkindern. Alten-Buseck, den Februar 1918. Die Beerdi&nnff findet Donnerstag den 23. F#bmar, nachmittags 2 Uhr etatt, 1457 Schloß fu Hich. Freitag den März W8, abends 8 AHr Porlrag vm Herrn proseffor vr. König mis Gießen über seine Reise an die Front (mit tidjtMlöcrn). == Gintritt frei, - Umbern unter *2 Jahren ist der Zukitt untersagt m«d Oiessener Konzert-Verein 8. Konzert. Sonntag den 3. März 1918, nachm. 5 Uhr, in der Neuen Aula Maria Philippi ^ Philipp Neeter (Alt) aus Basel Viola d'amore u. Bratsche a.Stuttgart Professor Trautmann am Klavier Lieder von Brahms und Schumann Solovorträge auf der Viola d'amore von Ariosti und Milandre Eintrittskarten 3.-, 2.-, !.-, 0.50 M. Studentenkarte« numeriert (nur gegen Ausweis im Vorverkauf; 0.75 M. bei Ernst Cballier, dlung (Telephon 671), und abends an der Kasse- 1374D Musikalienhandlung (Telephon 671), und abends an der Kasse : Ueherschuß für Kriegswohlfahrtszwecke. IDankHaffnof. Für die uns anläh- lich unserer Goldenen £ Hochzeit erwiesenen ♦ zahlreichen Ausmerk» $ famkeiten unseren herz- Y licöiten Dan5 09616 -» S. Lrlsd a. Frau. Wer für Pesach Tomor beziehen will, muß bis s»äiestensFreitag, 1. März die Butlermarken Nr. 13 und 14 abliesern. 09633 8. Ziegelstein, Landgraf - Philipp - Platz 8. Naßwäsche reinigt bei grösster Schonung Waschanstalt Cchrvau 09478 Liebigsrraste 63. VERSCHiEOENES Wer erteilt einem jungen Mädchen Unterricht im Lervicren 7 Anaeb. unter 09624 a. d. Gieß. An-;, erb. Vergangenen Sonmag blieb aus der zweitletz en Bank in der Stadlkirche ein Griang- buch lieaen. Abzugeben geg. Belohnung bei Kirchendiener Ludwig, Ldberö Hof 5. L«kahs!»traS« SS. Reffinn des ueuen Schul- jahies Anfang Aprii 1918. Geschlossen durch- ffeführte Halbie^res- aad Ja'iresklass&a d.geprüfte Handelslehrer Anmeldungen rechtzeitig noiwendij?. Priyat-Kurse in einzelnen Saa£9!3!2choro: Buciiführung Stenographie Maschinenschreiben Schönschreiben usw. können jederzeit begonnen werden. Prospekte frei. Persönliche Rücksprache das Richtigste. 826 li! Leitung: Hofrat Kenaacm Stolngoottor. TamSta«. U. März 1918 abends 7'/, Ubr: . IS. Pr,ttag»-Ldonov«oatA- l455c Vorztollang. 0 ifs© 18 ® Trauerspiel von William Shakespeare. ccccceqocfloooggacQccoceo Cafe Amend Heute Mittwoch, 8 Uhr: Familien-Konzert Kaifee Astoria £ Mittwaels, von nachm. 4 Uhr ab Familien-Konzert Empfehle Torsflgliohe Torten und Waffeln, VeseilM ffir AS- hhü VöllerkMde. Zweiter Vortrag. Montag den 4 . Marz, 8 '|. Ahr in der Neuen Aula der Universität Herr Z. Waller (Riga): Land ».Volk der Valtischen Provinzen «Mit Lichtbildern^. Arbeitsvergebung. Das Auf- und Abschlagen des 7treibadrS, 'L'.olkS« fchuldadeS, sowie der Echungeläuder für die Pferde- schwemme soll Mittwoch den 6. MSrs d. S.. voruu 1« Udr. öftemltch vergeben werden. Arbettsbeschreibung und Bedingunge« liegen bet vnS zur Einsicht osten. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an uns etn- zureichen. ZuschlagSirist s Wochen. Gietzen. den 23. Februar 1918. 144SB Stadtbauamt Gtetzen. __ B r a u b a ch. Von unseren Kriegö-Zementlagern tn Gieße« und Heuchelheim liefern wir Zement gegen behördliche Bescheinigung. ^kiclk sL Jn&iu&rdt;.