Nr. 48 Erstes Blatt 168. Jahrgang Dienstag. 26. gebruar M8 Der ^irtzener Anzeitzer erscheint täglich, außer Sonntags. - Verlagen: f ttftcncr $atnilicnblätter; KtCiStlotl für itn Kreis Stehen. vezngrpreis: monatl. I -20, otertel- jährlich "Ulf. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen »nonatl. 2)tk. 1.1'); durch die Post Alt. 3.60 viettel- jährl. auSjchl. Beitellq. Feristprech - Anschlüsse: für die Schristle.lung113 Verlag,GeschäN 2 stelleo 1 nch^Änz.^r«!«»^ SWillingrrnaLdniü ».Verlag: Brühl'jche Univ.-Buch. u. Llemdruüerel «.Lange. Schr-stleilung. Geschättslielle u. vruckerei: S6;ul„r.7. YoftscheSkonto: Frankfurt a.M. N686 nzeiger s Vankverkehr: Gewcrdebank Sietzen von Anzeige» 9. die Taqesnunnner bis zum Nachmittag vorher ohne jedeBerbtiidlichkeit SeUenpreise: für örtliche Anzeigen 2 b M..für auswärtige 30 Vi., *iir Reklamen Alk. 1.— ; bei P'mtzvor- fchrtst 20»/, Aufschlag. Hauptschrittieiter: Aug. Goeg. Veraitlivortlich für Politik u. Feuilleton: Atlg. Goetz; Stadt un& Land, Vermischtes »r.Ge- richtsfaal: W. Nieyer; Anzelgenteü: H. Beck; sämtlich in Gießen. (WTB.) Grobes Hauptquartier, 25. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Vielfach Artillerie- und Mircuwerfcrrümpfe. An verschiedenen Stellen der Front Erkundungsgefechte, die uns westlich von Armentieres Gefangene »tnd Maschinengewehre einbrachten. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe von Eichhorn. Unsere Truppen besetzten Pernau. Ein Estenbataillon hat sich dort dem deutschen Kommando unterstellt. Ihren Divisionen voraus haben gestern vormittag die Sttrrmkompagnie 18 und die 1. Schwadron des Husaren- regiments 16 Dorpat genominen. Auf dem Wege dorthin wurden 3000 Gefangene gemacht und viele stunden Fahrzeuge erbeutet. Diese fliegende Abteilung frtf somit in 57s Tagen über 210 Kilometer ^uruckgelegt. Heeresgruppe Linsingen. In Nowrw ist der gesamte Stab der russischen ..besonderen Armee" in unsere Hand gefallen. Ihr Oberbefehlshaber war entflohen. Vortruppen erreichter» Sbitomir und dort die Verbindrmg mit ukrainischen Truplnn auf. Kon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalqnarriermcistcr L u d e n d o r f t m Der Vbeudbericht. Berlin. 25. Febr.. abends. (WTB. Amtlich.) Stadt und Festung Reval wurden heute 10 Uhr 30 Minuten vormittags nach Kampf besetzt. Plesken (Pekow), südlich vom Pripussee, ist in unserer Hand. Der Friede an der gesamten Ostfront in naher Sicht! %cr Reichskanzler Graf Hertling nannte dies eine „hocherfreuliche Mitteilung", und wirklich, sie tönt in allen Herren frercdig nach. Damit hatte aber auch diese Kanzlcrrede irn Rrirchstag eine so feste und solide Grundlage, daß die Auseinandersetzung mit den verbleibenden Gegnern maßvoll, leidenschaftslos, aber auch kühl bis ans Herz hinan sein konnte. Gras Hertling setzte die „hocherfreuliche Mitteilung" nicht an die Spitze seiner Ausführungen, sondern reihte sie der Besprechung der neuesten Wilsonschen Vorschläge an. Das hatte seine guten Gründe. Wir brauchen die neueste Entschließung der „Volkskommissare" nicht zu einer alles erschütternden Begebenheit aufzublascn; die Entscheidung war im Grunde längst gefallen. Auch der Bestand, die Festigkeit der jetzigen russischen Regierung verlockt nicht gerade zu tiefgründigen Zukunftsbetrachlungen. Die Westmächte sollten nicht annehmen, daß unsere allgemeine Friedenspolitik durch das Petersburger Ergebnis irgendwie ins Schwanken oder in eine neue Richtung gekommen wäre. Was aber den Reichskanzler froh stimmt und zuversichtlich macht, das ist die nunmehr völlig sickiere Gewähr, daß von der Ostsee bis zum Schwarzen Meere fortan des Krieges Stürme schweigen werden und daß die „des Krieges übersatte Welt" Ausschau zu halten genötigt ist nach dem Zugang zum allgemeinen Frieden. Die Russen haben ein deutsches Ultimatum, in dem unsere Bedingungen angegeben waren, angenommen; es wird nicht wieder zu unfruchtbaren Diskussionen kommen. Die Friederrsverhand lungen mil Rumänien versprechen emen raschen, geord- jeetem Verlauf. Graf Hertling sprach in einem überaus versöhnlichen Don, mrd das ist nicht M tadeln. So kann und darf die Sprache des Siegers klingen, der nicht binausgezivaen ist, zu erobern, der jedoch auch nicht gewillt ist, auf irgend welchen englisch-amerikanischen Leim zu gehen. Ern Nach laß in unseren bisherigen Forderungen, die wir an den Frieden stellen müssen, ist nicht erfolgt. Graf Herlling hat in der bestzischen Frage kein „Desinteressement ausgesprochen. er hat nn Gegenteil ruhig und bestimmt wiederholt, was schon Bethmaun Hollweg angekündigt hatte. Neu war nur, daß die deutsche Regierung in engerem Kreise mit gegnerischen Delogierten genn über Einzelheiten der belgischen Neuordnung reden möchte. Was wir dort Vorhaben, ist ja bekaimt; wir wolle:» das Land nach den flämischen und wallonischen Bewohnern unterscheiden und gerade hier das moderne Selbstbestimmunasrecht walten lassem Da kein vernünftiger Mensch den „Statusguo" in seiner Reinheit aufrecht^uerhalten und wie ein Heiligtum zu Hüter» geneigt sein wird — nach Wilson soll ja auch die albe, ränkevolle GleichgewichtStheorie ausaeschaltet wer den —, so findet der Wunsch nach einer „Besprechung in engerenr Kreise" jetzt vielleicht mehr Anklang als vorher. Mit Wilson setzte sich Härtling sehr vorsichttg urrd geschickt auseinander. Es ist natürlich seines Amtes nicht, dem großen „Mensckiensreund" mit der hellbrennenden Fackel der ganzen Wahrheit ins Gesicht zu leuchten und ihrn die alten, wohlberechiigben Anklagen wieder zuzurufen. Unsere Regierung mag ihm eine Brücke zur Vernunft bauen ober eine Himmelsleiter, wie sie Jakobs Träumen vor- schwebte. Nur, das fügte auch Hertling hinzu, stehen wir noch nicht auf der obersten Sprosse! Der Weg von der Theorie xur Praxis ist weit und beschwerlich; die führenden Mächte der E»rtente verkündigen ja noch immer offene Eroberungsziele (Elsaß-Lothringen, österreichisch-ungarische Gebietsteile, Palästina, Syrien, Arabien). Gerade dieser Teil der Rede Hertlings, feine Vorbehalte, war geradenwegs und mutig. Und sein Schluß klang in eine Mahnung an die Entente aus, die nicht aus ängstlichem Herzen, sondern aus wahrem, menschlichem Gefühl geboren war. J»n ahnungsvollen Geist sicht er schon des Gottes Schreiten, der die Verblendung des feircdlichen Völkerbundes rächen wird. Wir sind bereit zu neuer militärischer Auseinandersetzung, lehnen aber die Verantwortung für die unfruchtbaren neuen Schrecken und Greuel des Krieges ab. Der Vizekanzler v. Payer hat in einer verhältnismäßig ruhigen und besonnenen Weise die innerpo iti chen Verhältnisse betrachtet. Neues hat er nicht gesagt und angekündigt. Seine Mahnung zur Einigkeit muß belierzigt werden, sowohl von den rechts-, wie auch den links stehenden Parteien. Daß der Vizekanzler mit einigen durchsichtigen Wendungen sich besonders gegen die Rechte wandte, ist bei seiner politi- chen Vergangenheit und den vielerlei Erwartungen seiner Parteifreunde ja begreiflich. Aber vernünftige und besonnte Politiker »verden diese Sätze nicht zum Anlaß neh- m-on. in eine aufgereate und aufregende Positnr zu svrin- gen, wie es die „Franks. Ztg." bereits - getan hat. Man sollte warten, sich gedulden und sich mäßigen, bis wir vor wirklichen Taten stehen. Noch ist die preußische Wahlrechts Vorlage ja nicht abgelehnt, und aus der andern Seite hat Herr v. Payer auch den richtigen Don gegen die Streikschürer gefunden. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 25. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: An dem Piave war die ArtUlerietäti-ikeit lebhaft. Bei der Hce esgrrmpe L i n s i n g e n nttnn*n deutsche Dortr lpven in S !) i t o m i r die Verbindung mit den utraim-- scheu Truppen auf. Der Chef des GeurralstabeS. ' Nb. Deutscher Reichstag. 133. Sitzung vom 35. Februar. Am BnndesratStifche: Graf von Hertling, von Payer, von Capelle. Graf Stöbern, Dr. Drews. Dr. Friedberg, Dr. von Krause, Tr. Schisser. Wallraf, von Waldow. Freiherr von Stein, Freiherr von dem Bussche wtb viele Kommissare. DaS Haus ist sehr aut besucht, die Tribünen überfüllt, auch die Hofloge ist dicht besetzt. Vizepräsident Dr. Pasche eröffnet die Sitzung um 3 Uhr 20 Minuten und gedenkt kes Ablebens des Großherzogs von Mecklenburg-Slrelitz. Das Hans erhebt sich zu Ehren des dahingesc hie denen Fürsten von den Siitzen. Der Vizepräsident erbittet und erhält dir Genehmigung, dem König von Württemberg zum 70. Geburtstage die Glückwünsche des Reichstags übermitteln zu dürfen. (Lebhaftes Braoo?) Mit freudig bewegten Worten gedenkt er sodann der gfück!iä>en Heimkehr S. M. Hilfskreuzers „Wolf" (wiederholte Beisall stand- get-ungen). dem es gelange:» ist, nach fünfzchwnonatiger 'Fahrt in fernen Gewässer», mit Besatzung und reicher Beute in den Heimathafen zurück?: > kehren. (Lebha'ser Beifall.) Aus der Tagesordnung steht die erste Lesung des Etats. Ueichrkanzler Gras hertling. Meine Herren! Der Reichstag hat den berechtigten Anspruch, Aufschluß slber die außenpolitische Lage und die von der ReiclB- leitnng dazu eingenommene Stellung zu erhalten. Ich komme den sich hieraus ergebenden Berpfliä-tung »rach, 'Man kann auch andererseits gewisse Ziveisel hegen über den Nutze:» uiü> Erfolg der seit" her von Ministern »rnd Staatsmännern der kriegführenden Staaten vor der Oeffentlichkeit geführten Zwiegespräch. Ein liberales Mitglied tes englischen Unterhauses u:rd früherer Mini her Walter R u n c i m a n hat kürzlich der 'Meinung Ausdruck gegeben, daß nran dem Frieden weit uäl>er komme, wem: sttrtt dessen berufene u:rd verantwortlich Vertreter der kr »cg füllenden MäckÄe »ich in engerem Kreise -zu einer gegenseitigen Aussprache vereinigen »vvtl- ten. Ich kann dem nur zu stimmen. Es wäre das der Weg. alle die vielen gewollten und ungewollten Mißverständnisse ausz:r- räumen u:st> :msere Gegi^r zu nötige::, imsere Worte so zu nehmen wie sie gemeint sbrd irnd curch il>rerseits mit der Farbe herausz::.- rücken. Ich kann »oeirigslens nicht studen. M 3 die Worte, die ich bei zwei Gelegenheiten hier gesproäpen habe, im feindliclien Ausla:»del eine objektive und vorurteilslose Mirdigung gefunden hättca». (Zustimmung.) Eine An^inandersetzaeng im enger» Kreis »nürde zirdem allein xu einer Berstmchigirng über die vielen Eirrzelfragen führen könne::, die bei eine::: Msgleich bestehender Gegensätze in Betraäü kommen und deren Erörterung erst den Ausgleich wirtlich herbei- füllen kaum Ich denke hierbei ganz besonders an unsere Stellung gegenüber Belgien. Zu wiederholte:» .Male:, ist von diese»' Stelle ans gesagt worden, daß wir nicht daran denken. Belgien zu behalten, den helgisck>en Staat zu eine::, Bestandteil des Deutfchm Reiches zu machen, daß wir al^r. was auch in der Papstnoie Vvm 1. August ausgeführt wurde, vor der tz>esal/r l>c'nltet dleiben müssen, daß das Lmvd. mit dem wir nach dem Kriege wieder in Friede:: und Fre»n:d'ch:ft leben wch'en. zum Gegenstand otav zum Aufmarschgebiet feiniWu.'frr ^Mächensck>asten -umrde. Ucber die Mittel, dieses Ziel zu erreichen, und damit dem ablge:neine:: Weltfrieden zu -dienen, sollte in einem derartigen Kreist oerl»andelt werden. Wenn also em Vorschlag in dieser Richtung von der Gegenseite känie, etn»a von der Regierung in Le Havre, so »nürden wir uns nülft ablehnend verl-olten, wem» a:vch die Besprechurrg selbst- verständlch zmläck/t nur unverbindlich sein könnte. Einstweilen aber scheint es ni-eftf, als ob die erwähnte Anregung des englischen V^lamentariers Aussicht hätte, greifbare Gestalt anzunehmen. Und fo nn»ß ich die bisherige Metl)vde des Dialogs über den .Kanal und den Ozcm: beibehalten. Indem ick» mich hierzu ansckrcke. gebe ich gerne zu, daß die Botschaft des Präsidenten Wilson vom 11. diesc-s Mruiats vielleicht einen lleinen Schritt zur seitt'ge:: Annäherimg barstest Ich ül>er,gel^ dotier auch die voraus- geschickten überlangen Ansführimgen. um mvl> gleich zu den vier Grundsätzen zu nrendou. welclze nach», Ansicht des Hern» Wi'l'on bei critem gejaiieiiiaen Meiium-gse.ustausch Anwendung finde:: müssen. Ter erste Satz besagt, daß jeder Teil einer endgültigen Vereinbarung im wesentliche:: enrf Gerechtigkeit in dem bcstimrnten F^lllo und d»och kenut der Pcäsidmrt der Berei:rigten Kroaten, ime wenigstens die deutsche Ausgabe seines Buches über den Staat beweist, die deutsche staatsrechtliche Literatur mnd weiß, daß bei un5 Fürst und Regierungen die obersten Glieder des im Staate organisierten Volksganzen sind, oberste Glieder, bei denen die letzt« (Ditßheidung liegt, so aber, daß, weil auch sie, wenn auch als oberste Organe, dem Ganzen angehören, n:rr das Wohl des Ganzen, die Richtlinie für die m treffende Entscheidung ab gibt. Es mag nützlich sein, den Landsleuten dies ausdrücklich zu Gemütc zu ühren. Wenn endlich am Schlüsse des zweiten Satzes das Spiel deS (Gleichgewichts der Kräfte sür immer diskreditiert erklärt wird, ss können wir dies auch nrur freudig begrüßen. Bekanntlich war es England, 'welches das Prinzip vm» der Erhaltung des Gl eich gemuht- der Kräfte erfrmden hat (Heiterkeit), mn es insbesondere^ daim geltend zu machen, wenn ihm einer der Staaten des europäischen Kontinents zu mächtig zu werden drohte. Es war nur ein anderer Ausdnick für die Oberherrschaft Englands. Ter dritte Satz, wonach jede Lösung einer Gebietsfrage, die durch diesen 5krieg aufgeworfen wurde, im Jntereffe und zugurrfte« der betroffmen Bevöl^rungen und nicht als ein Teil eines bloße» Ausgleiches oder Koinpromiffes der Ansprüche rivalisiere»cher Stao?, ten gettvsfen werden »nuß. muß nur eine Ausführmrg des vorhergehenden, nach einer bestimmten Richtung oder auf eine Kvn- seguenz aus derselben oder daher in die dieser erteilten Zustimmung mit eingeschlossen sein. . Endlich der vierte Satz, der verlangt, daß alle klar «rmsichriebei nen nationalen Ansprüche die weitesdgeherche Besriedi-, gung finden sollen, dis Urnen zuteil »ererben kann, ohne neue od« auf die Verewigung aller Elemente von Gegnerschaft für denl FriÄ'.en Europas hinauslaufende und damll den Frieden der ganzen Well wahrscheinlich bald störende Ele:nente aufzmrehmeiu Auch hier kann ich grundsätzlich beistimmen und erkläre somit dem Präsidenten Wilson, daß ein allgemeiner Friede aus einer solchen Grundlage erörtert werden kann. (Bewegung.) Nur ein Vorbehalt ist zu mack-en, es müßten diese (5nmfa sätze nicht nur v-m» dem Präsidenten der Vei-einigten Staaten vorgesckckagen, sondern auch von allen Staaten und Völkern tatsächlich anerkannt sein. (SEHr timl/r.) Herr Wilson, dev dem deutsche:» Reichskanzler gelegentlich eine geioisse Rückständigkeit vorgetlwrsen hat (Heiterkeit), sck-ei:ll mir in seinem Jdeen^ ftuge der bestehenden Wirklichkeit weit vorangeeilt zu sein. Genuß, ein Völkerbund, der auf Gerechtigkeü ,md gegenseitiger selbstloser Anerknrnung rmsgebaut wäre, ein Zustand der Menschheit, in dem mit den Resten ftüherer Barbarei der Krieg völlig verscbwmrden wäre, nnd es keine blutigen Opfer, keine Selbstzersleischung der Völker, keine Zerstörung mühsam ernwrben« K::lturwerte melu gäbe, das wäre ein Ziel aufs innigste zu wünschen. 9lber rwch ist dieses Ziel nicht erreicht, noch besteht kein von allen Nationen zur Wahnmg des Friede:»s im Namen der Gerechtigkeit >»errick'/eteS Schiedsgericht. Wenn Herr Wilson gelegentlich sagt, der dmtsck)e Reichskanzler spreche zu dem G e r i ch t s h v f der ganzen Welt, so muß ich, wie die Dinge honte stehen, im Namen deS Deutschen Reiches und seiner Verbü::deten diesen Geinckxtshof als befangen ablehnen (Beifall', so fre::dig ich es auch begrüßen würde, wenn ein unparteiischer Gettch'sbof bestände »rno so gern ich dazu mithelfen würde, einen solche:» id^llen Zustand herbeizuführe:». Leider aber ist von einer ähnlickren Gesinmrng bei den füh- rmden Mäckilen der Entente nichts zu perspinan. Tie Kriegsziele Englmrds. wie sie in den Rc>en Lloyd Georges neuerdings zutage freien, sind »roch immer durchaus imperia^ l i st i s ch e r Natur »mb wolle:» der Welt eineu Frieden nach Englands Gefallen anftwingen. Wenn Engla:ü) von dem Selbstbestimmungsrecht der Völker sPrülK. so benfl es dabei nicht daran, diesen Grundsatz auf Irland, Aegypten mrd Indien anzuwenben. Ur'.fer Kriegsziel ist von Anfang die Ve»-teibigung des Vaterlandes gewesen. Die Ausrechterhalttmg unserer terntorialen Integrität und die Freiheit unserer Wirtscbaftlicl>en Entwicklurrg nach allen Richttmgen hin. Unsere Kriegsrührung, auch wo sie aggressiv Vorgehen muß, ist ihrem Ziel nach defensiv. Ich betone das gerade jetzt mit besonderem Naclrdruck. um keine Mißverstmchnisse über unsere Operativ nen im Osten auskommen zu lasse:». Nach dem Abbruch der Frilbensverbandlungen seitcus de»- russisckren Delegation arn 1.0. d. M. hatte:» nur Rußland gege:rüber freie Hand. Der sieben Tage nach dem Abbruch begonnene Vormarsch unserer Truppen hatte lediglich den Z:veck. un.s die Früchte des mit der Ukraine geschlossenen Friedens zu sichern:. Eroberungste:ü^nzen waren in keiner Weise bestimmend. Unterstützt wurden wir dcrbei tmrch den Hilferuf der Ukraine, sie in der Ordnung ihres jungen Staat-- wesens gegen die von den Bolschewiki unter:wmmei»en Störmgen zu uuterstützen. Wenn sich dara:: weiterhin militärisck-e Operationen aus anderen Gebieten gesckKossen lwben. so gllt von ihnen das gleiche. Sie verfolgen schlechterdings keine Eroberungs- Z i e l e. Sie geschelwn ausschließlich auf eindringliche Mtten und Vorirellrmgen der Bevölkenmg hin, die gege:: die Greueltaten und Verwüstungen der Roten Garde und anderer Banden zu schützen sind. Sie sind somit im Namen der Mensck>lichkeit unternommen« Hutsmaßnahmen und sollen keiuen anderen Clwrakter babc'N. Eg gilt. Ruhe u»ü> Ordiumg im Interesse der friedliebenden Bevölkerung zu schaffen. Wir denken nicht daran, uns etwa in Estland oder Livland fest zu setzen, sondc'rn haben »ntt de:: Wunsch, mit den dort cntstelumden ftaatliclx'n Olebilden nach dem Kriege in einem gut »racküwrsrcuridlichen VerhälttriS zu leben. (Lebhafter Beifall.) lieber Kurland und Litauen brauche ich he::te nichts zu sagen. Es gilt, den Bevölkerungen jener Länder die Oroane idrer Setbstbetzünuums mti> Gelbst Verwaltung schaffen. oder die schon im Aufban begriffenen zu stücken. Der "Attren Entwickelung sehen wir mil Ruhe entgegen. Die militü- Aktionen im Osten haben Eier einen weit fixier fes ursprüng- l l $ gciteckte, von mir soeben bezeichnete Ziel lftnausgehende Er- wlgie g^rntigt. Das eine ist ja den Herren schon auS den von dem Venn Staatslekretär des Auswärtigen Amtes gemachten MitLei- lungLN bekannt, bah Herr Tr oh kl durch Funkspruch. dem alS- bald d-ie fchristlicT?c Bestätigung folgte, sich bereit erklärt hat, die abgebrochenen FriefenSverhandlungen wieder auizunchmen Urr- tererseits ist sofort durch Uebersendung unserer FriedenÄredrngun- l J] P 0 c m e * n c 3 Ultimatums geantivortet lucrben. Gestern nun. und du§ ist die hocherfreulichc Mitteilung. Sre ich Ihnen meine Herren, zu machen habe, ist die Nachricht emgetrvfft'n. daß die Petersburger Regierung unsere F r i e d e n sb e d i n g u n ge n angenommen hat (Bei- MM' und Vertreter zu den lmiteretl Verhandlungen nach Brest-LrtowSk crbg-esanht l-at. Demgemäß sind auch die deutschen Delegierten pcsttrn abend dorthin abgereist. Möglich, daß über Ernzelherten nach gestritt.n wird, aber die Hau-t- «luhe ist erreicht. Ter Friedenslville ist von russischer Seite ausdrücklich kundgetan. Unsere Frredcnstedingungen sind angenommen, und der Friedensschluh mutz in kürzeste r F r i st e r so l g e n. (Lebhafter Beiftlll.) Noch niemals vielleicht in der Geschichte fet das Sfrifbotefliefe -Üwrt, DQy wir uiia i'im Krieg entschliefen müssen um des Friedens tvulen, eine so glärrze-rde Bestätigung gefunden. Um die Früchte unseres Friedens mit der Ukraine zu schützen, hat unsere Heeres- das Schwert gezogen. Der Friede mit Rußland wird dos glückliche Ergebnis sein. Die Freude hierüber wollen wir uns auch nicht durch die immer ivieder durch die Welt gehenden t«>richtieu und aufreizenden Funksprüche verkümmern lassen. Die Friedensverhandlungen mit Rumänien baben am gestrigen Tage in Bukarest in Gegenwart des Staats- sekretärs des Auswärtigen Amtes begonnen. Es erschien notwendig, datz dieser bei den ersten grundlegenden Fragen dort anwesend ML Nunmehr dürfte er sich alsbald nach BrefeLitowsk begeben. Bei den Verhandlungen mit Rumänien ist zu bedenken, feig wir rncht allein daran beteiligt sind und die Verplichtung habc.i, ans kur die berechtigten Interessen unserer getreuen Verbündeten Oefer- rerch-Ungarn, Bulgarien und fer Türkei einzu setzen, und einen Ausgleich etwa ausernandergehender Wünsche zu suchen. , . . Es wird möglicherweise Sckrfeeriahnten geben, aber bei all- seitig Gütern Willen lüe b n ich diele Sich Neuigkeiten überwinden lallen. Aber auch Rumänien gegenüber muß für uns der Grund- |atz lauten, daß wir die Staatswesen, mit denen wir jetzt, auf die Erfolge unserer Waffen gestützt, Frieden schliefen, zu unseren Freunder! in der Zukunft machen müssen und machen wollen. Wenn ich in diesem Zusammenhänge Ein Wort üfer Polen sage, für das sich neuerdings die Entente und auch Herr Wilson ganz beionders zu interessieren scheinen, so ist das leicht begreiflich. Durch die vereinten .Kräfte Deutschlands und OesterreicfeUngarns Mt es aus der erdrückenden Abhängigkeit vom zaristischen Rußland beireit, mit der Absicht, einen selbständigen Staat ins Leben Kr rufen, der in, der ungehemmten Entfaltung seiner nationalen Kultur zugleich ein Pfeiler für den Fri-Ven Europas werden soll. Alatsrechtliche Problem im engeren Sinne, die Frage, welche Verfassung das neue Staarsroesen erhalten soll, konnte begreiflicher-- NL-iie nicht sofort entschieden werden und befindet sich auch jetzt noch im Stadium eingehender Beratungen zwischen den drei beteiligten Ländern. Zu den mancherlei Schwierigkeiten, welche herber zu überwinden und, Schwierigkeiten, die besonders auf Wirt»« Icho'tlichem Gebiete liegen, ist durch den Zusammenbruch des alten ^ - -, v Rußlands noch eine ncue^hinzugekommen, welche sich aus der A b - Wohlwollen und Vertrauen, festen ich mich in Ihrer Mitte so viel: grenzung des neuen Staates gegen die benachbarten russischen! vcvca&en durfte, *ntr auch in meiner jetzigen Stellung be- GÄnetsteile ergibt. Ans diesem Grunde hat das Bekanntwerden des wayroi (Lebhafter Beifall. ) Heute, im vierten Jahre des Krieges. Friedens mit der Ukraine itt Polen im erfen T ----- - — ^ k: * * - Beunruhigung hervorgerufen. Ich hofft aber Willen gelingen wird, unter billiger Berücksichtigung d< graphischen Verhältniffe zu einem Ausgleich der Answnickie zu gelangen. Muck- l-a: d e kundgegebene Absicht, einen ernsten Ver- autokratische Deutschiland als den Störenfried hmKustekleu, der im Interesse das MältfriLfenZ in die engsten Edjwuikn verwiesen, weim nichL vernichtet werfen müsse. Durch ein S y st e m von Lüge und Verleumdung sind sie unausgesetzt bemüht, wie die eigenau Völker-, jo mtd> die neutralen Staaten gegen die Mittelmächte aufzufetzen. rnsbeenderc auch diese letzteren mit dem Gespenst errerr Neutralitätsverletzrmg von seiten Deutsck-- lands zu schrecken. Gegenüber einem Intrigenspiel, tme es neuerdings wiofer in der Schweiz beirieben ivird. ergreife ich die Gelegenheit, vor aller Welt zu erklären, daß wir nie einen Augenblick daran gedacht haben, noch daran denken werden, die sckM>eiZerische Neutralität anzulafen. (Lebhafte Zustmnnnmg.) Wir wissen uns der Schweiz gegenüber nicht nur durch die Grundsätze des Völkerrechtes, sondern durch die Jahrhunderte alten freundschaftlichen Beziehungen mg verpflichtet. Ter Schweiz, wie den übrigen neutralen Staaten, Holland, den skanoinavisck-rm Ländern und dem durch seine geographische Lage besonderen Schwierigkeiten mrsgesetzteu Spanien, nicht minder auch den noch in beit Krieg e mg et re reuen au ßereuro päischm Ländern zollen wir die größte Hochachtung und Tankbarteit dafür, daß die mannhaft Anfechtungen und Bedrückungen zum Trotz die Neutralität bewahren. Tie Welt sehn: sich nach Frieden. sie hat keinm anderen Wunsch, als daß die Leiden des Krieges, unter denen sie seufzt ein Ende finden. Aber die Regierungen der feindlichen Staaren wissen immer aufs neue die .Kriegsfurie innerhalb ihrer Bevölkerung «mfzupcitschen. Tie Fortsetzung des Krieges bis zum äußersten, das war, soviel davon verlautet hat, die jüngst von der Konferenz in Versailles ausgvgebene Parole, und in den Reden des engliüfei Premierministers findet sie immer wieder ein lautes Echo, -daneben haben sich allerdings in England auch andere Stimmen hören lassen. Neben der Rede Walter Ru« c i mans, der ick) sogftfth zu Anfang gedacht habe, ist neuerdings twch eine ähnlich, gerichtete, vielleicht noch persönlifera. aber auferparlamentarüsche Äeuferung Lord Milners bekannt geworden. Mcm kann nur wünschen, daß solche Stimmen sich mehren, daß lau? nnzweifelhafi auch in den Entente ländern vorhandenen, Friedens,trömungm sich durchsetzen: denn die Welt steht vor der r rö ß t en schicksalsschwersten Entscheidung: Elutwedm dcr Feind entschließt sich, Frieden zu machen, — unter welchen Voraus,etzungeu wir bereit sein würden, in Verhandlmpten weiß er — oder aber er meint, den Verbrecher!- Ich c D W o h n s i n n des Eroberungskrieges weiter sort- shtzcn zu sollen, dann werden unsere herrlichen Trnppon unter chren e.^ialen Mlhrvrn weiter kämpfen. (Beifall.) Daß und in welchem Umsvuge wir dazu vorbereitet sind, ist auch den Feinden zrn Genüge bekannt, und unser bewunde-rungswürdiges Volk wird weite: -msharren. Abm das Blut der Gefallenen, die Qual der Verfrünimelten, alle Not w:d alles Leiden der Völker wird über die Häupter derer kommen, die sich hartnäckig weigern, den Stimmen L»er Vernunft und der Menschlichkeit Gehör zu schenken. -'Lebhafter, langanhalteudn' Beifall.) vlccianzler von Payer: .Die offizielle Vorstellung in meiner fetzigen amtlichen Eigen- schasr roerdm Sie mir wohl erlassen. Wer wie ich diesem hohen Hanse oll p^rhre als Mitglied angehört bot und unmittelbar aus tiihrr Mitte heraus h? die Regierung berufen worden ist, kann wie ein Fremder gegennbertreten. (Beifall.) Umgekehrt l.retracl'te ich es als einen wichtigen Bestandteil meiner fetzigen vercnltwortimgsreichen Aufgabe, gestützt aus meine langjährige Tätigte.- im .Hause, einem, vertrauensvollen und reibu n g s l o I e u & v ' a ni m enwirken zwischen Regierung und Volksvertretung b. ^stge -Ti ebnen. (Beifall.) Meine Bitte geht fehin,-die Herren vl-en. femät dieses Ziel erreicht roerden kann, das persönliche wch m dieser Ruh tu .'«.ju machen, schon jetzt zu einer großen Beruhigung m den polnischen Kreisen geführt, was ich mit Genugtuung feststelle. Volt deutscher Seite wird bei Regelung der Greuz- fragen rrur das aus militärischen Gründen Unerläßliche' gefordert werden Wie Sie, meine Herren, aus den gegebenen Darlegungen ent- rwmnien haben, :st die Anssicht auf einen Frieden an der gesavtten Ostfront voll der. Q-ffee bis zum Schwarzen Meere in greifbare .i!at,e geruat (Beisall!' und die des .Krieges übersatte Welt, besonders auch m den nöutrrleu Ländern, fragt sich in sieberfester Spannung, od damit nicht auch der Zugang zum allgemeinen Frieden eröffnet iei. Abrr noch scheinen die Leiter der (Zntente, scheint man in Engli.ud, Frankreich und Italien völlig abgeneigt zu feilt, der Stimme der Vernunft und fer Menschlichkeit Gehör zu geben Gegensatz zu fozn Mittelmächten hat dieEntente von Änsano an Erobern na s ziele ferstlgt. Sie kämpft für die Heraus- ^ kämpft österreichisch-ungarischer Gebiets- beseitigt. (Sehr richtig.) Sie kämpft für die Äbtretnug Pa'i'ä'- Vlnas, Syrien», und Arabiens vom türkischen Reiche. Be,anders aus die : - kijchen Gebiete hat England sein Augenmerk gerichtet, es fei plötzlich ein Her- für die Araber entdeckt und hostt, durch den Voi'pann der Araber, vielleicht durch die Sck>af- Nmg ^nes von ennllscher Herrschaft abhängigen Schutzstaates dem englischen Reiche neue Gebietsteile anzuglirchern. . Angesrcksts du-ler durch rmd durch aagressivetl, auf die Aneignung freni7.fr Gebiete gerick^teten Politik wagen oie Staatsmänner der Entente noch immer, das militaristische, imperialistische ... n, Stadtthcater. I«t Scheiterhaufen. Bon Llugnst Strindberg. E „Ein Kammerspiel-Abend. zu dem hervorragende Kräfte erster hauptstädtischer Bühnen an das Gießener Theater geladen wareri, und eine Strin-öberg-Aufführung: also ein Ereignis für unser Publikum. Man gab den „Scheiterhaufest' des vielgenannten Schweden. Wenn der Vorhang ausgeht, ist die eigentliche Handlung schon gesck)Lhen, und alles, was an unseren« Augm minmehr vor sich geht, ist nur das Schlußftück. Ein tüchtiger durch dre Ehe an nn Weib geschmiedet, das nur ihrem Ä v jemals zu lügen gelernt hat, weil sie durch ihre Natur die Verkörperung der Lüge ist. Genußsüchtig und verschwen- oerrjch, aber ,ur alle andern geizig, läßt sie Mann und Kinder hungern und frieren, um ihrem Vergnügen leben zu können. Einem Jsmu?eren hat ue ,ich an den Hals geworfen und schließlich ihre unichuldige Tochter an ihren Geliebten verheiratet. Ihr Mann ist vor Entbehrungen — sie hat ihn „listig wie ein Tier" beständig beschylm — uno ttor Verzweifking gestorben. Der Sohn, vo^ nnifer Egend an verwahrlost und vrrdorbm, stotternd nnv hüsteliid, tm, Begriff, ein Trucker zu werden und dem Tode verfallen. D^e Hwidlurrg dw uns vorgeführt wird, zeigt nun, wie die beiden Geschwister, das schuldlose Paar, die Taten des sckmldigen Paares enapren, und ntre schließlich fer Sohn, verzweifelt und halb berauscht, das Haus anzündet als einen „Sck-eiterfeufen" — daher dchausprels „in dem all das Alte, all das alte Pfeie, Garstige und Häßliche verbren.lt". Tie Miitter stürzt in rhrer Todesangst aus dem Fensher, die Geschwister werden vom oiau«i>e erstickt. . '.^^ 'rstauenvolle Geschehen ist die Dichtung eines aufs t.v",w enta rten, alltr gesellschaftlicher! iUebereinkunft die schöncl li-illigllnt unseren ,'iegrinck>en Heeren zu ermöglichen und zu erleichtern, ihre schwere Auigafe zu erfüllen. Zu diesem ZweÄ muß beseitigt werfen, was an I rermrofen Hindernissen heute noch zwischen den verichiefenen Aevölkerungskreisen liegt. Len Gnrnd zu dieser Politik fet fei Bcuffnn des Krieges, geß.cht auf idic Kaiserlichen Worte vom 4. August 1914, voll gamsfergvm Vertrauern i» das ganze deutsche Vcckk der srül/nr Nechsba-rzler v on B et h m a n u - Hol l steg ge sst J7stn gebührt dafür immer der Dank des feutsck-en Bolbes. (Leofester Beifall.) Er und seine Nachsolgrr sind di-eler Losung un-entwegt treu geblieben. In der ersten Zeit fes Krieges ist das Wort des Kaiüws: Ick? kenne leine .Parteien me ft, ist der Burgfriede so gut Zote allgemein beachtet ivovden. Du:,er SelbsüdifzicpLin des Volkes ist es mit zu verdanken, wenn wic -damals dem ungestümen und unerwarteten Abrprall lmferer Feinde sünch-felten konnten, und daß w:r heute in nach allen Nickrtimgen ,vesick)erber Stellirng der rociteren Entwicklung entgegense'hen künnan. 'Damals hielt der Gedanke, daß gleichen Pflichten ^ die glcick>en' Rechte entsprechen müßten, seinen Eiutzatg in Deutschland. (Znsüiminuug.) Vedauer- i'ch-'t- aber vershä dlüfeafw. iä fet maackxes Vorbnrrminis fer späteren Jahre :n oiese Stimme Bresche gelegt. Der Burgfrieden wurde von manchou Sechen auALLlrchlöck-ert üicksten Herzens in den Winkel gesollt, aber in feiner ?veit üfernnki-enfen Rchh-rziahjl stand das feirtscljie Volk doch unter Zeichen ber Einigkeit unty des Zusammenfeltens rmd es uärd jola.rge unter ihm stehen, bis fer Friede gesichert i& den me brauchen und crfeltai mciteti., (Lebhafter Beifall.) 01nte Op>er fer Eff^ekn-n- geht es fefei nicht ab. Es ist ern- lcuchtend, daß fenen, die wirtschaftlich schwächer sind als die anferen, und fenen fesfetb das Wirtsäxrften schwer fallt, diese:^ anderen mit ccm ausfetsen müssen, was.sie selbst voraus Hafen, lAefe richtig«), Ventäridlich ist es auch, daß die große Masse der Bevolkermig, je schoercr die Ocher und Lasten auf ihr liegen, um w mefe auch von dem Streben nach poetischer Bewegung^- ireipeit, polmsck^er Macht und tuich Einfluß auf die Negierung beherrscht loird. (Sehr richtig.) Die verbündeten^Reirierungen fefen manapenGesichtSpunkt aufgegeben, an dem sie früher sestgehalttm - Maske gewaltsam herurtterreißenden Geistes. So ist die Welt, und das r!t das Weib. — sv will er sagen, rufen, schreien! So ist die gute Mutter, die ihn am Tage ihrer silbernen Hochzeit in rührenden Gedichten snert: das ist „der Pelikan, der seine Jungen mit seinem Blute trankt!" Lüge, nichts als Lüge! Mann und Weib stellt er einander gegenüber: auch fer Mann war nicht ohne Fehler und ■ m jf y' liferr gegen Weib und Känd untafelig, sie aber ist Berbrecherin, auch wenn das Gesetz sie nicht erreichen kann, wnd rn furchtbaren, seinaeschliffenen Worten, die er seinen Helden ^ spricht der Dichter selber/sein höhnisches Urteil aiis übch: Ehe und Freuridschaft, über das Leben der Familien, über Gencht und Gesetze, üfer die öffentliche Meinung, das sind Worte, «charf, stchnerdend, giftig wie vergiftete Schwerter! So oft aber der Hörer sich ab-werrfen möchte von all diesem Quälenden, so Mnngt ihn fer Dickster immer wieder: in seinen Bann. - vc fee wnnferbare Lbunst fer Exposition, die ^tnub&erg Ibsen abgelauscht haben mag; dient doch ein großer Teil der ganzen Komposition ebenso ivie fei dem beiÄhmten Norweger keinem anderen Zweck, als das vorher Geschehene zu ossen- Aus den zuerst nur zögernferi und anfeutenfen Reden tritt allmählich immer deutlicher werfend, das Bild fer Vergangenheit hervor Es ist, wie wenn eine Lanüscfeft von blutroten, hier und oa wckzucttmfen und stets wieder verschwindenden Lichtern un- QnJ™r^ tt i r'Zj’t' p-lctzt in «tmxfigem ItraMt Atemlos folgt fer Dorer diesen gräßlichen Entdeckungen — Und dann Die ebenso große Kunst, die Gestalten lebendig vor Augen zu stiellen, daß mmi vergißt, ein Sä-auspiel vor sich zu haben. Es ist erstaunlich, wie viel Üeine Züge der Dichter aus so engem ! ?x a S ,n Z,'f^unertträgt. um seinen Figuren Leben zu verleihen Da ist fee Mutter, die eigentliche Hauptperson des Stückes sdaraestellt von M a r g a re t e ^ m o 0 o b a vom Hoftfeater in Münckren) unfeilbar bo,e und doch von Gewissensängsten gepeitscht, „ein Verbrecher, der nicht erklären kann, wie es zuging'', fee unter den anhaben, von Mfmrg an nach beiden.Richüargsr dieser Bewegung Rechmmg getragen. Sie waren sich ichver Pflicht bewußt, vms Reichs wegen für eine stets wachsende, aber auch ünmernotweiidigerv Füig'-orge für die Kinder und Angehörigen^der Einbe>' r u f e n e n und bereit Hinterbliebenen eilNAntveLen. Sick haben durchs die Herabsetzung der Altersgrenzie für^ den Bezug der Altersrente manche Not gcrnilfert, uno sie haben sich nicht auf oie materiellen Fragen beschränkt. Sie I>alcn. dem freiheitlichen dürfnis der Mv ölkerung RechunnF tragend, ferrch Aenferung deH Vereinsgesetzes, durch hie Novelle zum DÄitärstoafgesetzbuct» urrd zum Schutzhaftgesetz sich der Freiheit und des persönlichen Rechtes des einzellron angenommen. Tie verbündeten IiegierunMN sind gewillt, wie die Herren chen. auf diesem Woge weiterzuschreiten. (Lebhafter Beifall.) Dem Hause ist der Entivurf eine' Ärbeitskammergesetzes zugegangen, ebenso rin Gesetz über die Neueinteilmig fer Wahlkreise. Ter Entwurf, betr. die Aushebung des § 153 der Gewerbeordnung soll, ans einem heißumstrittenen Gebiete Rufe schaffen. Tie Gefetzenv- mime zur Belqmpsung fer tz-eschleckstskrankferten und gegen die Verhinderung der Geburten sollen schwere sNißstänfe beseitigen. Kommen wird noch eine Minfesratsverordirung gegen Preise troiferei. An dem Willen der Reichsleitung, berechtigten Morschen Rechnung zu tragen, kann niemand zweifeln. Auch die Wofe nungssücsorge ist ins Auge gefaßt worden. Hier werfen in erster Linie die Einzelstarten nnrken müssen, aber auch das Reich wird bereit sein, helfend einzugreifen. (Beifall.) Ter Vizekanzler fefpcicht dann die prvuhisckre Wahlrechtsvorlage Es liegt mir fern, mich in die preußischen Angelegenheiten fenZu.- mischen. Aber die preußische Wahlrechtssrage greift auch tief in Die Verhältnisse des Reiches ein. (Beifall links.) Tie Reichsleituny» wird sich in dieser Frage zurückhalten, aber sie würfe es begrüßen, trenn die preußische Regierung ihre Absicht verwirklichen und den l-arten Streit so beendigen könnte, wie sie gewillt ist. Tie Reichs-- leitung stelst dabei durchaus auf dem Boden fer jüngsten Erklärungen des Reichskanzlers und preußischen Ministerpräsifentien gegenüber dem Präsidenten fes preußischen Abgeordnetenhauses und fes prerißischrn Ministers des Jirnern, die sich beide irw- fedingt drür eingesetzt haben, daß der Standpunkt fer kaiserlichen Botschaft vom 11. Juli 1917 unverändert festgehcckden und dem'- entsprechend die Reform durchgeführt werfen müsse. (Starker Beifall.) Alle staatsrechtlichen Möglichkeiten werden jetzt öffentlich mit einem Eifer diskutiert, als wenn fer Entwurf endgültig gescheitert wäre. Fch kann nicht aimchmcn, daß dem so ist. Es ist im parlamentarischen Leben schon manckier Entwurf mindestens ebenso gefährdet gewesen wre dieser und ist schließlich doch zustcmdegekommen. Ich kann nicht an die Möglichkeit glauben, daß die Parteien, in deren Hand nun die Entscheidung liegt, sich der Einsicht verschließen werfen, waS sic in diesen kritischen Stunden der Ml gemein- heit schuldig sind. Sie werden auch den Verdacht fer Verschleppung von sich weisen. Nach meiner persönlichen UÜberzeugung besteht die Gewißheit, daß das im Entwurf vorgesehene Wahlrecht für Preußen kommt, cs bestellt die begründete .Hoffnung, daß es auch bald^kommt. (Beifall links) In dem Maße, wie sich dis Regierung zur Trägerin einer den Verfeltnissen augevaßten Politik machte, ist auch das Vertrauen fes Volkes gewachsen. Soll diese Entwick- lmrg Früchte tragen, so ist allerdin^ guter Wille aus allen Seiten! notmend'g. Leider wird, je länger fer Krieg dauert, das Bild der! Geschlossenheit etwas gferübt. Die am meisten ins Auge sallenfe^ Erscheinung ist der von fer äußersten Linken vor einigen Wochen ins Leben gerufene, ivenn auch balb wieder beendete Streik Vom Standpunkt der Allgemeinheit aus wird er aufs tieffte beklagt und verurteilt werden. (Sefe richtig?-'Traupig genug, daß man jetzt darüber streitet, wer ihn veranlaßt habe, die eigenen: Volksgenossen oder das feindliche 'Ausland. Er hat mrs im allae-- meinen nicht in dem Maße geschadet, als zunächst befürchtet wurde, aber er hat politisch geschadet, indem er die Hoffnungen unserer! Feinde wieder zeitweise gesteigert hat. Niemand kamt wissen, ob er nicht den Krieg gam; direkt verlängert hat. (Sehr ridtfig!) Er fett auch viele Arbeiter rn wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht und Opfer an Menschenleben und Mensä-onglück gesocdert. Die Gewerkschaften und die sozialdemokratische Partei haben ihre Betcilr-» tzirng an dem Stteik zunächst abgelehnt, es war aber ein Fehler, daß sie sich ihm dann später teilweise anschlossen, angeblich, um Sckstimmeres zu verhüten. Umstände anderer Art, namentlich die, Besonnenheit und fee Entschlossenheit fes obrigk-eitlichen Em-- ^ greisens (Lackien bei den Soz..), die Ernücksterung und der Mangel an Geld haben fer Bewegung ihr Ende bereitet, lieber den Streik wird wahrsck-eiulich noch bei der Haushaltsberatung viel gesprochen toet-fen. Ich glaube nicht, daß sich aus dieses Signal hm das in fen Fabriken fesck>ästigte deutsche Volk plötzlich erheben wollte, um das immerhin erträglickte Joch seiner Negierung abzuwerfen. Ebenso wenig einleuchtend ist fer Gedanke, durch den Streik die Ernäh- inuncssschwierigleiten zu beseitigen. Man kann sich auch nid# vorstellen.^wie in der Foag-t des Belagerungszustandes, fer Zensur und fer Schutz fest durch fen Streik eine Besserung herb eige führt werden sollte Aber auch sonst ivird siegen unser Zusamrnenhalten sck-wec gesündigt, nicht bloß von links, sondern auch von rechts. Die Aussprache über die Kriegs- und Fr jede ns ziele ist ja ßveigegeben, nur muß sie ihre Grenzen finden in dem Wohl d.s Vaterlandes. Wie dort von links, so glaubt man hier rechts ner Politik Kraft geben zu fömrnt, daß mxnt denjenigen, die anderer Meftmng sind, fen gitten Glauben abspcicht. (Sehr wahr! links, große Unruhe rechts, RufeiUnerhövt!) Unsere Feiride suckien aus solchen Kimdgelnmgen stets neue Kraft zu ziehen und bedenken nicht, daß es nur Minder feiten sind, die sich fen Schein größerer Bedeutung geben. (Große Unruhe rechts.) Es wird immer betont, fest die Interessen des Vaterlandes in höchster Gefahr seien, wenn nicht nach fern Willen einer Minderheit regiert ttneb. (Zustim- rmmg der Mehrheit. Uiraxfe rechts.) Es stiftet schweren Sck)aden. wenn in großen Berftnnmlnngen von der „niederträchtigen Frie- fensresolution des Reichstages" gesprochen wird, und wenn das Bild fes ersehnten Reichskanzlers heran ft es ch worm wird, auf den geschossen wird, der aber nicht schießt. Ter Redner mahnte Kum Schluß daun Mir Einin-keit. (Auf der Lücken ertönte Beifall, aus der Rechten Pfuirufe, die Vizepräsifent Tr. Paasche rügte.) Fortsetzung der Beratung: Dienstag 1 Uhr. Sckiluß 5 Uhr. klagenden Worten ihres Sohnes einen Augenblick aufwacA, um bann der Tochter gegenüber sofort wieder zurückzufallen: do.s aroimrttge Büd einer geborenen Verbrecherin, wenn auch ihre Daten, durch die bürgerlichen Verhältnisse, unter fenen sie lebt, gemätzrgt erscheinen. Neben ihr der Sohn (Jakob Fe ldh a m m e r vom Deutschm Theater in Berlin), eine vcrkümmette Gestalt, feffen grüßlickie Schreie in fer Trunkenheit durch jedes Herz zit tern, der durch das Schicksal bestimmt ist, die Rache an der Mutter kur den gemordeten Bater zu vollziehen, und sich doch dem Mit- leid Mi fer „Unfellferen" nicht ganz verschließen kann. Dann die kinoltche Tochter (?)?argit Frep tag vom Sckwuspielfeus in ryrarcksurt). die bisher all das Böse wohl von Ferne gi'ahnt, aber ww im Schlafwandler,'chlas einhergegangen ist, bis sie fer Bruder iveckt mrd sie mit ihm znsammen gern zucrrunfe geht. Schließlich, ausgestattet, ihr junger Mann, einst von fer Mutte>- versührt. kalt nnd br-utal (Helmut K r a^, ß vom Schauspielhaus in Frankmp!,) die bisher all das Böse wohl von ferne geahnt aber all^ laugst gewußt hat (Mathilfe Einzig vom Schauspielhaus ^.^nkfurt). Alle diese Rollen stellten an das Können fer Darstellenden hohe Anforderungen. Wir dürfen feststellen, daß die Ans führuug fen ganzeti Strmdberg ausschöpfte (Leitung: Hermann Steingoetter). Auch dafür, daß die Leitung fen Anblick des. Dau'es nur von ferne andeutete, wird man nur dankbat ^. dürfen, das seelt,ck»e Erleben fes ^Scheiterhaufens" ttat um so starker hervor Unser Publikum wird diese Ausführmtg noch lange im Gedächtnis behalten. m>a> * h . 25 Der Müncheirrr rkapi-Nmrisirr L»r> Rüth erregte m Kopenhagen mit einem Beetboww- Bmhms.llfend Aussehen. Das Publikum war begeistert und auck» fes Orckiester brachte fem Künstler Ovationen. Dw Kopenhagenei' Pveife macht Vergleiche mit Mkisch und Wemgartner^^^ Die Verhandlungen in Bukarest. Wire-n, 24. Febr. (W.B.) Das K. u. K. Bureau meldet «uS Bukarest: Als Vertreter Bulgariens bei den sFriedensVerhandlungen mit Rumänien trafen ein: Finaz- mnnister Dontschew und der Vizepräsident der Sobranje Dr. MorntschiLow in Bukarest ein ; die türkischen Vertreter, der Minister des 2lestern Achmet Nessimi Bey und General IMt Pascha, treffen den bisherigen Dispositionen zufolge am Dienstag ein. Der Vertreter Rmnäniens, General Averescu, weilt bereits seit einigen Tagen in Bukarest * * * Der Kaiser und der Hilfskreuzer „Wols"^ Berlin, 25. Febr. (W.B.) Der Kaiser hat anläßlich der Rückkehr des .Hilss'kreu^ers „Wolf" an'den Kommandanten, Fregattenkapitän Nerger, das folgende Tele- jgrarmn gerichtet: „Ich heiße Sie und Ihre tapfere Besatzung nach der langen und erfolgreichen Kreuzfahrt durch alte Ozeane will- kormnell in der Heimat Indem ich ihnen hiermit bett Orden Pour le msrite verleihe, lasse ich für den Stab unp die Besatzung eine Anzahl Eiserne Ldrenz-e erster und zweiter Klasse folgern Ihnen alten wünsche ich ein frohes Wiedersehen mit den Ihrigen und eine gnte Erholung nach den langen Entbehrungen und Anstrengun.ge." Der Seekrieg. Neue U-Boot-Erfolge. Berlin, 25. Febr. (Amtlich.) Im Sperrgebiet um England wurden von unseren U-Booten fünf Dampfer und zwei Fischcrfahrzeuge versenkt. Zwei Dampfer wurden aus Geleitszug herausgeschossen. Die Fischersahrzeuge waren der englische Segelsischer Holker und der französische Segelfischer Marconin. Der Chef des Admiralstabs der Marine. An- Stadt tmb Land. Gießen, den 26. Februar 1918. ** Beförderung. Vizefeldwebel Karl Peters wurde zum Leutnant d. Res. befördert. ** Viehzählung. Nach Bundesratsbeschluß vom 8. Februar 1918 findet am 1. März 1918 wieder eine vierteljährliche Viehzählung statt. Näheres siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil. ** E i n Helddes „W o l f". Wie unS mitgeteilt wird, befindet sich unter der Besatzung des jetzt nach 15monatiger Streifsahrt zurückgekehrten Hilfskreuzers „Wols" auch ein Gießener, nämlich der Kapitänleutnant d. Res. Karl Sch mehl, der dem Schiffe als Navigationsoffizier zu- geteilt war. i ** Gemeindewahlrecht der Frauen. Die in unserer Nr. 47, zweites Blatt, vom 23. d. M. enthaltene Ankündigung eines Vortrags von Frau I. A p o l a t über das Thema „Warum fordern wir Frauen das Gemeindewahlrecht?" haben zahlreiche Frauenvereine als einladende Vereine unterzeichnet. Wir sind hierzu um die Feststellung gebeten worden, daß der Kreisverband Gießen des Alice-Frauenvereins mit dieser Einladung nichts zu tun habe, und daß auch dem Vorstand der Ortsgruppe Gießen des Deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz für dieKolonien nichts davon bekannt ist, daß der Verfasser der Anzeige dazu ermächtigt worden wäre, den Verein als Einladenden unter die Ankündigung zu setzen. . ** KreiS-Obst-und Gartenbau verein. Tie am Sormt-ag im Hotel Großherzog abgeljaltenL Vereinsversmnmlmrg n-ar gut besucht. J!n der Begntstirngsaissprnä^e wies Herr Re- gienmgsrat Langermann darauf hin, wie rnotwendig cs sei, m den Hausgärten die Erträge zu steigern durch planmäßige und sachkundige Maßimhmen. In den näch'tien Jahren sei dies sehr wohl zu beachten, denn eine wesentliche Verbesserung der Bezugs- mügliächeit bum Gemüse dürfte in der nächsten Zeit nicht zu erwarten sein. Do »vie das Spricft.oort „Eigner Herd ist Goldes Wert" bereckftigt sei, könne man jetzt sagen „Eigner Garten i|t EvDes wert", öiercmf führte Herr Garlenmeister Rentsch ans Friodberg etwa solides aus: Bei der Bewirtschaftung des Haus- gartleirs ist ein Unterschied zu machteir z-wisä-en den Pflanzen, je nach ihrem besonder rn Tüngebedürftns. Er empfalst Dreiteilung des Gartens, wobei ein Drittel mit aus dauernden Pflanzungen, wie Spargel, Erdbeeren, Rhabarber nsw. bepflanzt ist. Von den anderen Apei Dritteln sei alljälwlich die Hälfte mit Stallmist zu düngen und hi-evauf das Gemüse zu pftanzen. Auf tzem mrderen Drittel kömren die sonstigen Kulturen untergebracht werden, vielleicht mit einem Zusatz v>on künstlichem Dünger, wie z. V. Kalisalz für Zwiebeln und Plwspl»rsäure für Stangenbohnen. Erbsen rmd Bui'chbol-nen gediehen jedoch ohne Dünger besser. Maßgebend für die Ernte sei in allen Fällen das Gesetztes Minimums, daß von Liebig seinerzeit ausgestellt worden sei. Ties besage, daß der Ertrag abhängig sei von demjenigen Pflanzen^ nährsüofi, der in geringster Menge vorl)»cnrden ist. Beispiele machten diese Ausführungen leicht verständlbch. Bezüglich der Düngerbe j-ckfaffung sei die Haltung von Hasen zu empsehlen. Der dibei gewonnene Mist mit etwas Zusatz von künstlichem T-üngec mache eikre ausreichende Düngung im Hausgarten möglich. Der Redner verbreitet sich -erngchend über die Züchtung von Samen, auch die Anzucht der Pflanzen, sowie auch über die Bodenbearbeitung. Dem Arbeiter mit der Hacke legte er cmve größere Bedeutung bei als demjenigen mit der Gießkanne. Anfragen wegen Bekämpfung der Kohlhernie ^Knollen an den Wurzeln) wurden cingehcnrd beantwortet. Tie Versammlung zollte dem Redner reichen Beifall. 20 neue Mitglied traten dem Verein ei. ** Oberhessischer Kun stverein. Sämtliche ang meldeten Kunstwerke des Künstlerbundes Karlsruhe, welche seither im Großl>erzoglichcn Museum für Kannst in Weimar ausgestellt waren, sind eingetroffen. Die Ausstellung kann somit, wie vorgesehen, am kommenden Spnntag eröffnet werden. ** Strumpfflickkursus. Am 5. März beginnt der dritte Strzimpfslickkursus des 5)alisftattenvererns, in welchem die Teil- nelpn er innen lernen, ihr« sonst oft wertlosen Strümpfe durch Einsetzen von Stücken wieder tadellos herzurich'-ten. Besondere Be achtuug verdient auch das von der Leiterin des Kursus, Fräulein Preu schien, aresgedackie Verfahren, Hand- ober masckstnengestrickte Strümpfe auf diese Weise instand zu setzen, was muh bei anderen Vereinen Beifall gefunden hat und dort eingeführt werden soll. Ta Anstricken oder Anweben bei der Knappheit der Garne eben nicht in Betracht kommen kann, ist diese Arbeit besonders cnrpfehlens- wert, denn sie ist nicht allein mühe o'ec als das seitherige Stopfen, sondern auch schöner und dauerhafter. Der Besuch des Kursus nimmt nur 3 Nachmittage von je 5—7 Uhr in Anspruch, in. welcher Zeit alle Mrssührungen gelehrt werden, so daß die Schülerinnen nachher iinstaude sind, mit Hilfe der gut passenden Sch i te alle Arbe.:en selbständig auszusül/ren. Anmeldungen zum 3. Kursus werden in der Geschäftsstelle, Dcäusburg 5, entgegen- genommen. Näl-eres svel-e Arrzeige. ** Die Sommerzeit 1918. Die „Nordd. Mg. Ztg." schreibt: Die Erfahrungen, die man mit der Sommerzeit 1916 und 1917 gemacht hat. haben diesmal Veranlassung gegeben, die Sommerzeii, das heißt die Vorrückung der Uhr um eine Stunde, auch für 1918 anzurrehmen und sogar erheblich zu erweitern. Wäh- rcnd die Sommerzeit 1916 für dre Zeit vom 1. Mai bis 30. September, für 1917 vom 15. Lkpril bis 16. September festgesetzt war, wird sie in diesem Jahre bereits am Ostermontag, den 1. April, beginnen und erst am Sonntag, 14. Oktober, enden. Nach normaler Zeit geht die Sonne am 1. April um 5 Uhr 55 Min. auf und um 6 Uhr 40 Min. unter. Infolge der Vorrückung der Uhr um eine Stunde erfolgt der Aufgang der Sonne erst um 6 Uhr 55 Min., der Untergang um 7 Uhr 40 Min. Tie Sonnenaufgangs zeit entspricht bennrnrf) den am 2. März herrschenden Verhältnissen, die Untergangs zeit eilt der Normalzeit um 40 Tage voraus, denn normal geht die Sonne erst am 9. Mai um 7 Uhr 40 Min. unter. Landkreis Gießen. )( Mainzlar. 26. Febr. Musketiere WÜHL« SkÜMVrO erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaille. Kreis Schotten. # Schotten, 26. Febr. Das Eiserne fltac* erhielten d« Brüder Erfotz-Reseroift Karl Aitbert und Schütze Wilhelm Albert. Der dritte Bruder, Georg Albert, erhielt duse Auszeichnung schon ftüher. Starkendurg und Ntreinhessen. AuS dem Odenwald, 25. F«br. Bei \m Lchkrpmy« nach Eisenerzen in den Tälern des östlrchen Odewoaldes hat n«m im Minnlinchale ainscheinend rocht ergiebige Eisenerzlager fest- gestellt. Tic Eisenrndustri-L des Mümlinatales kann auf eine lange Vergangenheit zarrückblicken. Schon 1607 wird die gräflich E» backnfchc Hütte bei Michdlsstadt als '„lange bestehend" erwähnt. Bis zur Mitte des 19. Jal-rlftmderts waren Hütte irnb Hamrnrv» werk für Holz kohlen betrieb im Gange. Erst als mit d«r Eisenbahnen fremdes Eisen seinen Einzug in den Odenwald hielt, mußteil die heimischen Werke still ge legt werden. Auch bei Eisenbach 'm unteren Mümlingtal, bestanden b-is vc-r 50 Jahre» Bergwerke, deren Erze man nach Laufach zur BerhüMmg brachte. Ti« gegenwärüg bei Eiseirach sestgestellten Lager gc,batten die Hoffnung .auf Wiederaufnahme der Betriebe, zurnal bei dem heutige» Sta,lde der Technik eine weit bessere AuswutzuNgsmäglichteit rat Erzstätten möglich ist, als es bisher der Fall war. Neben de» Schürfungen im Odenwalde urcrdcn auch solckie in den gegen den Main abfallenden Spessarttälern vorgMommen. Krei/Ä^lar ra. Wetzlar, 25. Febr/Me LVercrmgm^ rhemrsch-westML- scher Buchbindereibesitzer, hak daskKchrigl. Konsistorium der Rheiw- prvvinz darauf alifmerksam gemNcht-j daß es in diesem Jahre nicht möglich sein werde, alle Koufinnanten wie üblich mit neue» Gesangbück-ern zu versorgen. Da fefic Konfirmation an vielen Orten wesentlich früher als sonst angeseß.1 sei nrrd eS den BuckKnnderei- besitzern an Arbeitskräften fehle, könne die erforderliche Anzahl! von Gesangbüchern nicht hergestellt werden. GS sei in. der Folge zu befürchten, daß viele Kinder, die jetzt ziur Konfirmation kein eigenes Gesangbuch erhielten, nachher jahrelang ohne ein solches blrebew. und darum sei es nötig, daß möglichst voll einer Früherlegung der Konfirmation Mstand genommen werde, wenn eine lange nach- wirke7i.de „Gesangbuchllot" vermieden werden solle. Das §0^- sislorium bringt dies d-en PresbYteri'M zur Kenntnis, da diese Grürrde bei Erwägungen über eine Verschiebung des KonsirmationSzeiü Punktes immerhin Bedeutung geirirrnen könnten. ra. W e tz l a r, 25. Febr. Unterfeeboot-Boots77rannS-Maat Hans Jost von hier erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse und wurde zur» Obermaat befördert. ** N i ede r kleen, 22. Febr. Wilhelm Gatzerr erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Tie Hessische TapferkeitSmedailk: wurde ihm schon im 1. Kriegsjahre vcrliehew vessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 26. Febr. Ter frühere Krankenho» diener KtAil Suter, der im November v. IS. die Eiserrbah» schaffnerin Paula Weigelt errnordet hat, gestarrd im UntQ> Ncchungsgesängnis zu Schtvyz zu, auch an der Russin Poirä in Zürich in der Nacht zum 1. Juli 1917 einen Lustmord verübt zv haben. -- Frankfurt«.M., 26. Febr. Die von den ädmfm»- vereinen Frankfurt, Mannheim, Dcrrmstadt, Mainz, Wiesbaden, Höchst, Gießen usw. geplante Erbauung einer großen Bezirks- gerei hat nunnwhr greifbare Form au genommen indem me sich 20 Vereine mit mehr als 110 000 Mitgliedern zur Beteiligung an dem Übernehmen verpflichteten. Am l.'Aprll d. Js. begin» bereits die Einzahlung zur Ertverbrmg von Stammanterlen. Wah» scheiallich wird sich auch die Badisch-Pfälzische Emkaussveremigun- an der Bezirksmetzgerei, mit deren Errichtung bald nach dem Kriege begonnen werden soll, beteiligen. =■= Frankfurt a. M., 25. Febr. Die Polizei verhaftete fünf 17—25jährige Burschen, die in verschiedenen hiesigen Wäschcreie» große Einbiwche verübt haben. In der Breitegasse entwendeten sie aus einer Wäscherei für 4000 Mark Wäsche. Ferner stuhlaz s!ije aus einer Wäscherei der Landsberggasse ebenfalls für 4 000 Mark Wäsche. Die Wäschestücke wurden Hehlern zugestellt- vo» t*enen sie teilweis wieder zurückgeholt werden konnten. Auch die Hehler kamen in Haft. Favorite 1396a Das neue Album für Frühjahr Ist da! Za haben im QTTodehnus ^alomor. Auch jugendliche! -A.I°ö0St0I* jugendliche! ? Arbeiterinnen 2 S A**T sowie 1422 D Birkenreisigbesen schöne Ware. 10 Stück 9 Mk 100 Stück 85 Mk. Q solange Vorrat reicht, liefert per vtachnahme 8 veter Wiesner, Gross-Umstadt (Kessen). StsllnamjiUtP Suche für sofort 11425 pissübalicD d. erialiressQ Kaufmann pnüglichst branchekundig. A. Wächtler ^Getreidemühle u. -Handel. Frise,irgebilse gesucht. M!10 Melior, ^öberstr. 311. Gärtner -Ittchtlg iin Gemüse- und Obst' bau. plsbald gesucht. Kriegs' »beschädtgter bevorzugt. Heil- und Vileaeauitalt tSieken. 1185 Mehrere tüchtige Stelnhauer s. Hochofcnbauten f. sos. ge. sucht. Spezialbaugeschäst. i.-i Dortmund, Leipziger Stratze 13. Aelter. durchaus erfahrener Schlosser als Werkzeugmacher und Einrichter w.vie ein ^»erster z. sofortigemEintrilt gesucht. Heb. Scböo L Co., G. di. b. 8 Aitztiger Sreljer sofort gesucht. 1403 _LLöbel & Avvel. 1 Üitöric. öltfrtr ^son an Hobelmaschine zu bald. Eintritt gesucht. 1415 ändl-638 _Steiustrake 7. Fuhrmann ltrsnchi. 1412 _Vulvermüble. Ordentlicher, fleißiaer r b e i t e r für Garten- u. ^agerarbeiten für dauernd geincht 1354a Marburncr Straße 20. Mil MMoih für Süddeutschland gesucht. Zu melden bei Aktien-Geseilschaft für Hoch- u. Tiefbauten, vorm. Gebrüder Helfmann, Frankfurt a. M. ■ > - Neue Mainzer-Straße43=== Flotte S t © n © t y p I s t i n (keine Ansängerin) zum möglichst sofortigen Antritt, spätestens 1. April, gesucht. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften, Referenzausgabe und Gehaltsforderung an Bännin^er Gr.m.b.H., Giessen. 1414 Arbeiter fn*t Ferdinand ISurk, 1401 Kunitmühle. Junges N«»ekittt»d3r2vli8l»«n gesucht SeltcrSwca tvail £cbrli#| für Poltterwerkstätte aus achtbarer Familte geg. Vergütung für sofort oder später gesucht. 965 ht>lmöbkls-br.Ts,.Bt 8 lk. Suche zu Ostern für meine Eisen- und ttolouialwarcn Handlung einen braven, ge sttnden, evang I.ekrlLn« m. guten eleinentaren Schul kenn'nissen ouc^ anständiger Familie. Familtenauschlust, sowie Kost und Wohnung im Hause. Otto Matibieö, OOÖÖÖ Gründers iHesjen). Lßhrllnn [<*»" ans achtbarer Familie unter aünst. Beding bei gründlicher Ausbildlliig gesltclit. Derns. ist Gelegenheit Erlernung orthovnd. wirbelten geboten. 5r. BZaldjchmidt. Schuh- machermitr., ^ricdrichstr. 3. khrl., slntb. PlitzmDchcit gesucht. 1404 Medizinal - Drogerie „Bum Kreuzpialr". P IJ t E. Flotte Arbeiterin, die selbständig arbeitet, sofort nach Marburg gesucht. Angebote mit ÄehaltSansvr. evtl, bei freier Station unter 06601 an de n Gieß. Anz. erbeten. Tüchtige Putssran für zwei dtachmitiage in derWocke gesucht. krres i^rok. Peomma. 1420 Bleichstrane 20. Frau od.Mädchen für zwei Stunden vormittags gesucht. 0K,M Einbäuirr, Ebeistr.30l. gesund und brav, z. 1. März gesucht. 1,86 Heil- u. Pflegeanstalt. Ich suche zum l. Avril ein tüchtig. Mädchen für die Yuche. 1304 Frau Bankdirektor ttänig Süd'Anlage 17 a 11. ZlivctliiüijicS MiiSilittt in kleinen Haushalt für 15. Avril gesucht. Sedvimral 8efcä!«r. Wilhalmstr. 13. Mädchen daS alle landwirtschaft liche Arbeiten versiebt, ge» sucht. LvuiS Schmitt, 00605 Schützenürage 11 Tüchtiges, aeietrtcS Mädchen für kleinen Haushalt gesucht 1373 Liebiastrakke 15. Erfahrenes Alleinmädchcn. daS auch kinderlieb ist, zum 1. Avril gesucht. Kpeldungen zwischen 2 n. 4 Uhr od. abcndS nach 7 Uhr erbeten 1406 Ost-Anlage 0, p. ftlcitiiflcä, sltllb. Mikklt für Küche und Hausarbeit z. l. Avril gesucht in kleinen Haushalt. 1410a Fr&9 TcrUgsbnchhflndllr.Roth, Phrrbnrger Straße 20. Suche z. 1. Avril, evtl früher ehrliches, fleißiges Alleinmädchen. Frau Wilson, 1405 Alteestrage 12. Ein pcipif. Wohnhnüs iEichenhol^baul auf Llbbrnch zu verkaufen. Näh. bei 1357 ^Kickermür. Adel! Halhschlag, Kidd^Obgrb., Marktplatz 17. Bes», liaafl'nätlcben gesucht. Frau Bärrn. gewerbsmäßige Stellenver- mt nlcrin, Kirchenpl. 11. r Als Anshllfe -«8 Mädchen oder Frau iür einige Stunden, eventl. über Mittag gesucht. 0l»580 frankfurter Straße 34 lll. Bei eiuz. Frl. sinder Konstr- rnandiit v. Lande Stelle. Ders. ist Geleg. geboten, das Kochen n.Kleidermachen zu erlernen, dläbereö in der Geschässst. des Gießener Anzeigers. ' 89 Töillt., scsctztes Iflödicn findet in kleinem Haushalt gute Stcüung 1432 _Lie b igstraß c 1». i' ansmädchen sür'uachm. ges. 09611 ^öberttr. 3, T.L üriecabencliUdiKter (26 Jahre» sucht sofort Stellung als Kasseubote, Regt- straior oder ähnlicheslJeug- Nisse vorhanden. Schr.Ängeb. unt. 09604 an den Gieß. Anz. ZnilgtS MäWn welches Kenntnisse in kauf- wann. Fächern besitzt, sucht Vehr- oder Anfangsstelle per 1. Avril L)d. später. Angeb. unter 1427 an d. Gieß. Anz. Wtshrahsus (3maL 4 Zmr.l in guter Vage, tu. kl. Gärtchen u. Bleichplatz, zu verkaufen. Anfrage unter 1208 an den Gteß. Anz. erb. Brennholz (Säumlinge) kann abgeholt werden Sägewerk SdiHeritr TaL Gewöänüclies, eUläir. Bell m. Strodsackmatratze,2Kissen und Decke zu verkaufen. ^ H. Boiler IV., Lajnj-66ae. 1 gut erhaltene Waschmaschine zu verkaufen. Näh. Viebigstraße 57 Part. 09609 Ein fast neuer Küche nach rank preiswert z. verkaufen. Näh. zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 08581 09606 I \ Shrlsebmelkonde zu ve rkaufen. Schüts enttr. 1L Drei ivrungfädige Simmcntalfc Zuilitbiillcit haben abzugebeu 1424 Ciifl &8efcarp, Wladheaaea. Fahrkuh. Eine junge Simmentaler Fabrknb zu verkaufen. 1389 tztastdaus zum weißen Roß. ÄtejllllgeAhrknll zu verkaufen 09586 sttodbc im a. d. B., Nr. 28. 096121 Eine trächt. Biege, ein 1 fl ü »ke^Lter. 62x92 groß, fast neu. sowie eine BaaTdallvage ohne Gewicht billig zu vert. Hch. Ast. Großen'BuseL Fast neue Nähmaschine wegen Vlatzinanaelö z> verk. 095V Babnbosstr. 64. H. Zu verkaufen BST schöner 4 »aulierd 3stamm., weiß emaill., Back- rauin mit Grilleinrichtuna. Neustadt 141« 1434 Gut erb. Kinderwagen und einKindcritüblchcn zu verk. Zu erfragen Wetzsreinstr. 46. 5—6 Mark 12 » pro Pfund zahle ich für auftgekäminte Frauenhaare. SUftkind, 'Neuenweg 29 is- Möbeln, Alt- von Antiguitä'.en. ganzen Einrichtungen, eisen, sowie allen von mtr geführten Llrtikeln. 78 Louis Rothenberger. Verschiedenes Zuilg.LanLwirt evang., 27 Jahre^ mtlitärfr. wünscht ein Mädchen vo» Vande mit etwa 10—15 Mille Vermögen zwecks l»elr«t kennen zw lernen. Schrift!. 'Angebote mit Bild unter 09588 an den Gieß. Anz. erb. M MM MßMM MO, Verloren Samstag abend ein brauner Pelz (Nerzl o. Wolkengasse— Bahnhofstraße b. Füritenhos. Wiedcrbringer erhält gute Belohnung. FrauHerameL Wolkengasse 26. ^ fiwiitfi# Zu verkaufen: 1 Auöttel- lnngSkattcn, 1 großes, gut erhaltenes Bogenfenster. 09570 Friedrichstraße 3. Kaufgesuche Garten. Ein Garten zu mieten eventl. zu kaufen gesucht- Angebote unter 1388 an d. Gieß. Sln.z. 1 gebrauchter, gut erhaltener Bücherschrank zu kaufen gesucht. Schrift!. Ang. u 1.362a n den Gieß. Anz Gebr., gut erhaltener Ailldcr-Litz'Llkgkiiikßkit zu kaufen gesucht. Schrift!. Ana. u. 09500 a. d Gieß. Anz. Anujtrküllliisei Wiederbrtnger gute Belohn. Bor Ankauf wird gewarnt. Weinli*iidl.Sclivaa. Selters». HM bade fortlaufend zu vergeben. Angebote unt. 1418» an den Gießener Anzeiger Rechtsschutzstelle. Franc» n. Mädchen erhalten aneutgeltttch Rat und Auskunft iv RechtSangelegtnhtltea tmallenNathauSMarkt- plav >4MtltwochabeudS von 6—« Uhr. (897o0 Oott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere Hebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Marie Menges geb. Müller nach langem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden im Alter von 60 Jahren zu sich zu rufen. In tiefer Trauer: Frau Lina Graf VVw., geb. Menges und 2 Kinder Familie Göbel Gießen, Bahnhofstr. 24, Großen-Buseck, den 25. Februar 1918. dem Die Beerdigung findet am 27. Februar, nachmittags 4 Uhr, auf Neuen Friedhof statt 1430 Allen Verwand wjnjlFrduiiden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht^ ass heute mittag 3 1 /* Uhr nach kurzem Kranksei^ unsere liebe, unvergessliche Tochter und Schwester Marie Reitschmidt im Alter von 18 Jahren sanft entschlief. Die trauernden Hinterbliebenen: Job. Roitschisiidt V. Anna Reitsehnsidt geb. Schäfer Karl Beilschinldt Katharine ReUschznidt, Growmufcter nebst allen Angehörigen. Watzenborn, den 24. Februar 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch den 27. Februar 1918, nachmittags 3 Uhr, statt. osso? Verkauf von Eschen-, Pappe!-, Linden- usw. Sianmcholz. Auf dem Wege der schriftlichen Anbietung iwerden verkauft: 1. Aus der Kreisstraße AlSfetd—Lautervach, I V, Stunde von der Station Renzendorf: 17 Eschenstämme von 20—56 Ztm. Durchm. 7,30 Fstm.; 5 Pappelstämme von 32—41 Ztm. 'Durchm. = 5,75 Fstm.; 48 Lindenftämme von 24 bis 64 Ztm. Durchm. = 22,02 Fstm. 2. Auf der Kreisstraße Ruppertenrod — Ermenrod, unmittelbar am Ort Ruppertenrod, 1 Stunde von der Station Mücke. 60 Pappelstämme (kanad.) von 26—71 Rtm. Durchm. =? 108,71 Fstm. 3. Auf der Kreisstraße Ober-Ohmen —Gramen- tob, D/ 2 Stunde von der Station Mücke. 4 Pappelstämme (italienisch) von 26—52 Ztm. Durchm. --- 2,71 Fstm. 4. Auf der Kreisstraße Grünberg (Kreuz- Lurgj—Lehnheim—Atzenhain, 1 Stunde von der Station Mücke. 47 Lindenstämme von 31—65 Ztm. Durchm. ----- 17,81 Fstm.; 4 Pappelstämme (kanad.) von 41 :bis 57 Ztm. Durchm. --4,71 Fstm.; 2 Kastanien .stamme von 26—46 Ztm. Durchm. = 0,49 Fstm. 5. Aus der Kreißstraße Alsfeld—Leusel, V» Stunde von der Station Alsfeld. 5 Eschenstämme von 25—56 Ztm. Durchm. — 2,61 Fstm.; 8 Ahornstämme von 26—60 Ztm. 'Durchm. — 3,85 Fstm.; 107 Lindenstämme von ^0—66 Ztm. Durchm. = 46,80 Fstm.; 3 Nüster- stamme von 34—64 Ztm. Durchm. = 1,63 Fstm. *9 Kastanienstämme von 28—53 Ztm. Durchm. <3,22 Fstm. 6. Auf der Kreisstraße Angenrod—Oberkleen bis Abzweig nach Geimertshausen, 1 Stunde von Station Zell-Romrod. 16 Lrndenstämme von 20—58 Ztm. Durchm. ----- 10,66 Fstm ; 13 Eschenstümme von 24—67 Ztm Durchm. ---8,49 Fstm.; 21 Pappelstämme von 30 bis 62 Ztm. Durchm. = 50,32 Fstm.; 1 Ahornstamm von 57 Ztm. Durchm. ----- 0,87 Fstm ; 5 Rüster- stamme von 20—63 Ztm. Durchm. — 1,88 Fstm. 7. Auf der Kreisstraße Obergleen—Lehrbach, V/t Stunde von Station Ehringshausen. 14 Lindenstämme von 33—58 Ztm. Durchm. ---- 9,97 Fstm.; 33 Pappelstämme von 24—70 lftm. Durchm. — 51,71 Fstm. 8. Auf der Kreisstraße Storndorf—Windhaufen, 1V, Stunde von der Station Renzendorf. 3 Pappelstämme von 46—60 Ztm. Durchm' = 3,48 Fstm.; 9 Eschenstämme von 23—51 Htm. Durchm. — 2,52 Fstm. Die Angebote find schriftlich bis zum Kreitag den 15. März l. I., vormittag» 11 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Die einschlägigen Bedingungen können Mitt- woch und Freitag, vormittags aus dem Bureau des Großh. Kreisbauinkpektocs eingesehen und die Holzverzeichnisse von dort zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Alsfeld, den 22. Februar 1918. Der Großh. Krei-barrinfpeltor. ,874 D Todes-Anzeige. Am 24. d. M., nachts 12 x /a Ohr, verschied nach kurzer Krankheit unsere innigstgeliebte, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau verwitwete Stabsarzt Elise Klewitz geb. Harmuth. In tiefem Schmerz: Oberstabsarzt Dr. Karl Klewitz und Frau Frieda geb. Blindow und 3 Enkelkinder. Gießen (Ludwigstraße 1), den 25. Februar 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch den 27. Februar, nachmittags 3 Uhr auf dem Alten Friedhof statt 1421 Danksagung. Für die vielen Beweise Herzlichster Teilnahme bei dem schweren Verluste meiner lieben Tochter, unserer guten Schwester Marie Brunning sagen wir unseren innigsten Dank. . Die trauernde Familie: E Ludwig Bräuning. Lindenstruth, den 26. Februar 1918. 3 Zimmer 3-Zlmnier-W oh nanu: i. Zentrum der Stadt an ruh Mieter per 15. April au ver» mieten. Zu erfr. in der Geschäfts,t. d. Gtetz. Anz. 09613 öhl. Zimmer Zimmer zu verm 08699 Kivlausaasse 14.1. Möbl. Zimmer in gutem Hause an Damezu vermieten. Näheres *u erfr. m der Ge- schäftsft. d. Gletz. Anz. Möbl. Zimmer zu verm 09566 Löberttr. 61. H. Suche z. 1. Juli d. Js. eine 7-Zimmcr-Wohming mit Bad u. Zubehör, eleki'r. tstcht oder Gas tu der Nähe oer Straßenbahn, part. od. 1. Stock. Angeb. unter 09597 an den Gieß. Anz. erbeten Gsfüuifi. 4-5-Ziifl0j8f-Wii)g, i- d. Nähe der Bahnbofstratze ^u mieten gesucht. Angebote unter 1433 a. d. Gien. Anz. ^Zum 1.Avril 1918 von smet Damen 3-4-Zimmer Wob- unug gesucht. Angeb. unter 09583 an den Gietz. Anz. Gesucht für sofort od. später 2-3 ■/Insmcr-U ohnanj; mit Küche u. Zubeb. von zwei rirh. Leuten, am itebsten i. d. Nähe d. Bahnhofs od. frankfurter Strafe. Schr. Angeb. unter 09585 a. d. Gten. Anz 2-3- für sofort gesucht. Anie'b. unter 09608 an den Gien. Anz. Nrenndl. 2» bis 3-Zimmer Wohnung oder kleines Hänschen mit Gärtchen und Stall baldigst zu mieten gesucht. Angeb. m. Preisangabe unter 09589 a. d. Gieü. Anz. Sind. weil, lucht zum l. 3. schön möbl. Zimmier mit Frühstück n. Abendessett, bei den Kliniken bevorz. Anaeb unter mm a. b. Gietz. Anz. Möbl. Zimmer sev. Eingang, Wort gesucht. Schriftl. An geb. unter 09 02 an den Gietzener Anzeiger. 1 od. 2Port.-Biomo, trocken, bell und heilbar, flirKlavier- Reparaturwerkstau, w. mögt, m. Wohnung, z. mtet. gesucht. Angeb. an Pink*, Weserstr. 9. Ein Laden SelterSweg, MäuSburg od. Kreuzvlatz. für Zigarren Geschäft geeignet, gesucht. Schrtsil. Angeb. unter 14<)8 an den Gietzener Anzeiger. fWti Holzverftergerung. Samstag den 2. Marz 1918 wird aus den Frei herrlich von Nordeck zur Rabenau'schen Waldungen nach stehendes Holz versteigert: I. AuS den Distrikten Strutbwald a u. d und Buch wa.d bei Beuern nach Zusammenkunft um 9'/, Uhr im Strutbwald bei Holz Nr. 114: Jfm .: 3 Suche, 2 Eichen Knüppel Rm.: ^4 Buche, 32 Eiche, 2 5ktefern. 7 suchte, 4 Asve: Stamm- Reiser Rm.: 456 Buche, 20Eiche, «Aspe; Knüppel-Reiser Rm.: 4 sichte, Stöcke Rm.: 23 Buche, 5 Fichte. IL AuS dem Distrikt Eichwald 9d, 9c und 3 lBuch- kovfi nach Zusammenkunft gegen ll Uhr an der Abfahrt zum Eichwald aus der KreiSstratze Allertshausen—Beuern- Scheiter Rm.: 276 Buche, 16 Hainbuche. 4 Eiche: Knüppel Rm.: 128 Buche. 57 Hainbuche, 38 Eiche, 2 Kiefern. 1 Fichte,- Reiser Rm.: 830 Buche, 20 Eiche. 10 Asve,- Stöcke Rm.: 178 Buche, 2 Eiche. Das im Buchwald sitzende Holz wird nicht vorgezeigt. Nähere Auskunft erteilt Freiherr!. Forstwart Leyerer, CUmbach. Gtetzen. den 23. Februar 1918 1381 Freiberrliche Obersörsterei Rabenau. I. B.: Traut wein. Geh. F orstrat. Holzversteigerungen. der Gräflichen Obersörsterei Laubach. 1. Montag den 4. März, vorm. 10 Uhr, nach Zusammenkunft aus der Lauüach—Schottener Strafte am Heinzeberg und an der dürren Heegbrücke, aus: Heinze- berg und Forstwiese: Scheit Rm.: 422.6 'Buchet, 1. und 2. .Klasse, 1 Ahorn, N,9 Eichen 2. Kl., 3,1 Fichten 2. Klasse. Brüacl Rm.: 800 Buchen i. und 2. Kl. (meist Stamm, prügeii. 12 Eichen, 7,1 Nadel: Stöcke Rm.: 31,6 Buchen: Rciierprügct 31m.: 65 Buchen,- 1 Eichenfchnittstamm, 4m lang. 90om Durchntesier — 2,54 Fstm., 2 Eichenstangen iDeichseli — 0.10 Fstm.: Kehlreiser und LeSholz aus Heinze- berg und Birken flächenweise. — Das Holz ans Forst- wtese wird unvorgezeigt im Heinzeberg versteigert. Rot unterstrichene Nummern kommen nicht zum AuSgebot. 2. Dienstag den 5. März. vorm. löll&r, nach Zu- sammenk.mft am Eingang zum Lenzeöderg von Btllingen. aus: Lenzesderg. Sieinlnorr. Einzäunung und Hub- berg: Scheit Rm.: 23« Buchen 1. und 2. SH.; Prügel Rm.: 64« Buchen 1. und 2. Kl. (metit Stammurugel», 119 Eichen, 12 Nadel: Stöcke Nm.: 22 Buchen: Reiser Rm.: 7^ Buchenstammreiser, 859 Buchenzops eiser. — Das Holz ans Hubberg—Steinknorr und LenzeSbergein zäununa kommt unvorgezeigt am Eingang zum Lenzesberg zum Ansgebm. LeSholz aus LenzeSberg und Hubberg flächenweile. 112« B Vvrspätst. lhrs am 16. Februar 1916 vollzogene Kriegstrauung beehren sich anzuzeigen Oberleutnant Madlung Adjutant dor 49. Infant.-Brlgade (1. Qroßh. Hess.) Freda Wilhelma Madlung geborene Gräfin v. Schwerin. woa Die glückliche Gebart eines kräftigen Mädchens zeigen hocherfreut an Prof. Schaum und Frau Ella geb. Winter. Gießen. 24. Februar 1918, 09584 Bekanntmachung .8» den Wagen der städtischen Stratzenbahn wurden in der Zeit vom 1. Mai 1917 bis 3b Dezember 1917 nach- folgende Gegenstände gefunden: 19 Damenschirme, 11 Herrenschirme, 7 Ktnderschtrme, 7 Handtaschchen, 3 Bemel, 10 Geldbörsen nm Inhalt 5 Paar van dich» he. 4 einzelne Handschuhe, 3 Schlüssel. 1 Rucksack, l Rolle Papier, 1 Damengürtel, 1 Honigdose, 1 meiner Musi, 1 Feldmütze. 1 Paar Obrenschützer^ 1 Kästchen. 2BUcoer.uPakete. I Linial, 1 Zigarreniasche, 1 Späten, 1 schwarzes WachSkuchmüppchen, 1 Taschen- mesier, INottzb.ich, 1 Brille, l Brustbeutel. 1 Landuurm- F^J.' } ^-blenläffssl, l Trauring, 1 Paar Militär- i Stöcke, 1 Fahrmappe. 1 Paar Kinderschuhe. 1 Sack. 1 Damenmantel und 1 Schürze, r-r Sachen können auf dem Bureau der Erektrizttatswerke und Srratzenbahn, ^ahnstratze 28, Zimmer 9cr. 4, >n Empfang genommen werden. Gtetzen. den 19. Febrtmr 1918. 1321Z Elektrizitätswerke und Stratzenbahn der Stadt Gtetzen. Stolle. Berichtigung. ^.^nderBtlanzdeSLandwirtschastlichen.KonsttmveretnSztt Groven-^tnden G.m.u..v^veröffent licht in Nr.47 des Gietzener " Druckfehler, der hiermit berichtigt wird. A Mk. 145-19,3Ä Bekanntmachung. Betr.: Niehzählung am 1. März 1918. dcach Bundeöratsbeschlutz vo,n 8. Februar 1918 findet stmu's« ^ 1918 wieder elye vierteljährliche Biehzählung Holzversteigernng. Donnerstag den 28. Februar HM8, von morgen- 9V 8 Uhr an, soll aus den Waldungen der Gemeinde Annerod folgendes Holz versteigert werden: Scheitholz: 2 Rm. Buchen, 4 Rm. Kiefern, 2 Rm. Fichten; Knüppel: 11 Rm. Buchen, 57 Rm. Eichen, 105 Rm. Kiefern, 67 Rm. Fichten; Reisbolz- Wellen: 150 Buchen, 200 Hainbuchen, 1370 Eichen, 800 Kiefern, 3650 Fichten; Slöcke: 55 Nm. Kiefern' 42.5 Nm. Fichten. Die Zusammenkunft ist am OppenrSder Weg beim Pflanzgarten. Holzhändler find vom Mitbicten alt-geschlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen Eigenbedarf steigern. Annerod, den 23. Februar 1918. Gr. Bürgermeisterei A«nerod. __ Horn. 1414 Gardinen 1178« für Wohn- u. Schlafzimmer und Küche, abgepaßt und am Stück; weiß, creme und farbig zu mäßigen Preisen. «ui viviuc. uiimu'icg, 'ocyote, Schweine und Federvieh. Neu ausgenommen ist nur die zahmen Kaninchen, da deren Felle in stetgen- dem Matze für den Kriegsbedarf Bedeutung gewinnen. Die Zahlung selbst findet durch Zähler statt. Wer vorsätzlich die Angaben feines Biehbe^tandeS, zu der er bet dieser Zahlung amgesordert wird, nicht erstattet, oder wer wissentlich unrich ige oder unvollständige Angaben wird mit GeiängniS bis zu tt Monaten oder mit Geldstrafe bts zu zehntausend Mark bestraft. Auch kann Bteh. dessen - orhandensem verschwiegen worden tst, im urteil für dem Staat verfallen erklärt werden. Gtetzen, den 22. Februar 1918. 14168 Der Oberbsirnermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. m ^u^abluna der Familieuunlerstütrunaon an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen für l btS 15. Marz 1918 bzw. für Februar 1918 findet statt: al RcichSnnterstüljuna: § An diejetUgen. deren Namen beginnen mit: A—U Donnerstag den 28. Februar 1918 Lreitag den 1. März 1918 S—Z Samstag den 2. März 1918. ^«ELeitere llnterttützuna (Mietsznschvtz): An dtejenigen. deren Namen beginnen mit- A— H Montag den 4. März 1918 J — R Dienstag den 5. März 1918 8 — Z Mittwoch den 6. März 1918. c) An Vermieter, die Mietbeträge abbole»' Donnerstag den 7. März 1918. Die Auszahlungen finden von 8—1 Ubr im Stad», haus, Zimmer Nr 7. statt. 9 ® mDt * Die lliiierftflnumc« dürfen nur ob den nannten Tagen abgcbolt werden. " Gtetzen, den 19. Februar 1918. 1W0B Der Oberbürgermeister: Keller« Nr. 48 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag. 26 . Februar 1918 Aus Stadt nnd Land. Gieren, den 26.Februar 1918. ** Die Generalversammlung der Steinkohle n- Vezugsgesellschaft Gießen, welcl>e am Samstag abend im „Postkeller" tagte, ivar von 50 Mitgliedern besucht. — Der Vorsitzende A. Dickors erstattete den Jahresbericht. Auf die Kohleirnot eingehend. verwies der Redner darauf, daß sich die Kohleicknapphnt immer mehr fühlbar gemacht hat und sich noch inehr verschärfen wird, inr Fall der Krieg noch über den nächsten Winter andauern solle. Dre rückständige Belieferung der Mitglieder mit Brennmaterial hat in it der Zeit stark Angenommen und, um wenigstens bei der dringenden Not äb-uhelfen, mußte der Verein dazu übergehen, den Bestellern die Brennstoffe in kleineren Mengen zu liefern: um dies ausführen zu können, nxrr es nötig, einen Lagerplatz yu. mieten, von dem aus die Verteilung (zwerzent- nerweise) erfolgte. Mit dem Jnslebentreten der Ortskohlenstelle fMcri 1917) und der Einführung der. Kohlenbezugsscheine wurden alle rückständigen Bestellungen auf Brennmaterial, die für zahl-' reiche Mitglieder Vorlagen, aufgehoben, mit diesem Zeitpunkt auch der ganze Betrieb der Verwaltung durch die neue Ordnung er-- schwert. Obgleich der Umsatz der Menge nach um mehr als die Hälfte Aurückging, war die Arbeitslast des Vorstandes, des Rechners. des .Whlenausfahrers usw. bebeutiend vermehrt. Zivar hatte der Reicl)stohlenkommissar 90 Prozent des seitherigen Kohlenver- bvauchs für unsere Stadt zugesagt, doch sind kaum 60 Prozent davon nach Gießen gekommen. Die Lieferung von Nnß- oder Küchenkohlen l>at fast ganz aufgchört. Der Verein bat in den letzten 5 Jahren folgende Kohlenmengen für seine Mitglieder bezogen: 1912/13 bei 1352 Mitgliedern 480 Doppel-?öagen. 1913/14 bei 1459 Mitgliedern 5)20 Doppel-Wagen, 1914/15 bei 1538 Mitgliedern 485 Doppel-Magen, 1915/16 bei 1510 Mitgliedern 538 Doppel-Wagen, 1916/17 bei 1457 Mitgliedern 253 Doppel-Wagen. Von den im letzten Jahre bezogenen Kohlen wurden 38 Doppel- Wagen ziweizentnerwri.se abgegeben. Abgesehen von einer wes ent- liefen Preiserhöhung der Brerrnstoffe selbst verteuerten sich dieselben noch wesentlich für die Bezieher durch die ueueingeführte Kohlensteuer, durch höhere Fuhr- und Arbeitslöhne sowie durch die erhöhten Frachtstempelkosten. Die Einziehung der monatlichen Beiträge für zu liefernde Brennstoffe bei den Mitgliedern wurde im letzten Rechnungsjahr eingestellt, soll aber vom April dieses Jahres bei den Mitgliedern, die Kohlen bekommen haben, müder ausgenommen werden. Ter Vorsitzende teilte noch mit, daß die Stadt bzw. die Ortskohlenstelle der Gesellschaft zur Abgabe in kleineren Mengen mehrere Waggon Westerwälder Braunkohle überwiesen hat. welche auf K'ohlenmarten (für eine Marke 2 Zentner) zur Zeit zu haben sind und auf dun Lagerplatz, Turnhalle (Steinstraße , lagern. Ter von dem Rechner. R-echnungsvat S ch i f f n i e erstattete Bericht über die Rechnung, welche von den Revisoren geprüft ^und richtig befunden ist, wurde zur Kenntnis genommen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Die aus scheidenden Mitglieder des Vorstandes wurden durch Zuruf wicdergowäkstt, neugewählt wirrden Hilisgerichtsvollziehcr Sain- tonges und' Postsekretär Kinzenbach. Die seitherigen Mit- tzlicder der Rechnungsprüfungskom Mission wurden durch Zuruf wiedergewählt. Tie Versammlung bewilligte aus Mitteln des Reservefonds für den Rechner 600 Mk., für den Borsitz.mden 200 Mk. pud für den Kohlenauffeher 150 Mk. Auch im lausenden Geschäftsjahr soll diese Ver-güttrng -aus dem Reservefonds bezahlt werden. Tie Versammlung beschloß ferner, ine Berechnung der Kohlen nicht mehr in Winter- ir.ii> Sommerpreisen gesondert, sondern zu einem Durchschnittspreise erfolgen zu lassen, da dies der Gereckftig- lieit eirtspricht U)td die Sominerbestellungen meist erst im Winterhalbjahr und die Windecbestellungen erst im darauffolgenden Sommer erledigt werden können. mmmmmmmmiui i'i in /■■■!■■ IiiimÜ m Tu jj p fr* e [ plan tritt Waldemar Psi.lcm.der in seinem neuesten Gesellschafts- dvama in vier Akten „Der gefesselte Sieger" auf. Außerdem wird auf vielfachen Wunsch das Lustspbel .Höhenluft" mit HemU) Porten wiederholt. Siehe Anzeige. ** Schwarz-Wciß-Theater. Der 1. Film der Jve- Teebs-Serie 1918 „Der Onipknopf" steht bis einschließlich Frei" tag aus dem Spick plan. Auch, ein unterhaltendes Lustspiel. „Ein Jagdausflug nach Berlin", gelangt zur Vorführung. Siehe Anzeige. Letzte Slacbriditctt. Line feindliche Propaganda gegen Ludendorff. Berlin, 25. Febr. Amtlich. Jneiner Pressebesprechung am 11. Februar h.tt der Chef des K r i eg s p r e s s e a mri c $ den Pressevertretern folgendes mitgeteilt: Nach verschiedenen Meldungen, deren Glaubwürdigkeit nicht im geringsten anzuzweifem ist. ist die Enterrteyresse im Begriff, das raffinierte Mittel eines neuen PMpagandaplanes gegen die Person des ersten G e n e r a l g u a r t i e r m e i st c r s in Szene yu setzen. 23 c g mit Ludendorff, heißt dieParole. Mit diesem neuen Schlachtruf wendet die Entente eines der hinterlistigsten Mittel an, um Deutschland zu schwächen. Es soll damit eine große .Kluft rm d-utsclnen Volke geschaffen tvcrden. von der die Enteilte ihre stiettung erhofft. Auf ihr Schwert und unsere Aushungerung scheint man große Stücke nicht mehr zu setzen. So versucht man uns des Führers zu berauben, der a/3 rechte Hand Hindenburgs unersetzlich ist. Ich gebe der Presse von. dieser feiudlicl^en Unternehmung Kenntnis, damit sie durch ihre Haltung der Endente von vornherein mich «diese Hoffnung zerstören kamt. Btru einer näheren Bekanntgabe der tatsächlich vorliegenden Nachrichten, die zu der vorstehend angeführten Mitteilung an die Pressevertreter Veranlassung gab, mußte aus begreiflick>en Gründen abgesehen werden. Die Behandlung dieser Mitteilung in der Presse hat dal)in geführt, daß sie von einzelnen Zeitungen für den P arte i k a m pf und zu Angriffen auf politische Person- lischkeiten ausgenutzt wurde. Ta dies in keiner Weise dem Zweck der Mitteilung entsprach und nicht gebilligt wurde, hat das Kviegsprcsseamt in einer Preßbesprechung am 18. Mbruar die Pressevertreter ^ gebeten, diese unerwünschten Erörterungen einzustellen, und erneut betont, daß die Presse lediglich über die Pläne der Entente unterrichtet sein falle, um sie zu durchkreuzen, sobald sie ans Tageslicht treten. Tie öffentliche Feststellung die ec Vorgänge ist notwendig geworden, nachdem die Zeitungen, die^bei den Pressebesprechmgen vertreten Ware: und somit über den Sachverhalt unterrichtet sind durch ihre Darstellung die Vermutung aufkommen lassen, ob das Kriegspresseamt den schädlichen Parteikampf oder die söulrchen Angriffe gebilligt habe. FriedettSbereitschaft Rußlands. Bern, 24. Febr. (W.B.) Der „Dcmps" meldet Petersburg: Das Exesittivkomitee des Zentralrates Sowjets beschloß, alle Maßnahmen der Bolschewili-Regie- rnng im Hinblick ans einen Friedensschluß gut- z-uh.eißen. Tie militärpflichtigen Engländer werden aufgefordert, sich zum Verlassen Rußlands binnen sechs Stunden bereits halten. Den übrigen Engländern wurde der Rat erteilt, Rußland so schnell als möglich zu verlassen. In Smolensk fand eine MilitärKonferenz statt. Petersburg, 24. Febr. P. T. A.) In der Nacht vom 24. Februar fand eine Voll ft ring des a u s f ü h r e n d e n Haupt- ausschusses statt. Nach, heftiger Debatte wurden die d e u t - als per- aus der sch dur eit Friedensbedingungerr von Brest-LittKosk, die aber urch die letzten Zusatz? Kühlmmms ergänzt waren, angenom^ men. 126 Stimmen wurden dafür und 85 dagegen abgegeben. 26 Mitglieder enthielten sich der Stimmabgabe und zwm Anarchisten nahmen an der AbstiMntung nicht teil. Petersburg, 24. Febr. (P. T. A.) Folae-rdes Telegramm wutde heute früh 7 Uhr durch Funksprüft! cm die deutsche Regier rung in Berlin, die österreichisch -ungarisch«? in» Wien, die bulgarische in Sofia und die os.nanischp in Konstantinvpel abgesandt: Gemäß der vom crusführenden Hauptausschuß rmd vom Rate der Vertreter der Arbeiter, Bauern und Soldaten am 24. Februar 4 Uhr 30 Minuten früh getroffenen Entscheidung hat der Rat der Volkäbeaustragten beschlossen, die von der deutschen Regienmg gestellten FriedenSbeditrgmrgen anznnehmen und eine Abordnung zur Unterzeichnung des Friedens nach Brest-Litowsk zu entsenden. Der Vorsitzende des Rates der Volksbeaustragien Wladimir Lenin. Der Volksbeanfttagte für auswärtige Angelegenheiten Leo Trotzki Die Entwicklung der preußischen Hochschulen. Berlin, 25. Febr. IM Haushalrsausschuß des Abgoorb- netenhauses teilt? bei Beratung des Kultusetats der Kultus--, minister mit, daß die Zahl der Studierenden an alten preußischen Hochschulen zurzeit 37 779 betrage, darunter 4104 weibliche Studier ende. Sehr erheblich vermehre sich, du Zahl der weiblichen Studierenden, was den Minister schwere Sorge nrache, zumal namentlich für den höheren und den Elementarschuttehrer- Beruf zurzeit schon eine .zieinliche Ueberfüllung ^ vorhanden sei. Für die Zukunft w'ürde er nickst umhin können. eine Warnung vor dem wwiblichen Studium ergehen zu lassen. Schließlich wurde ein Antrag angenommen, wonach die Regierung Vorkehrungen treffen soll, daß an den preußischen Hochschulen möglichst schon im Winter 1918/19 wissenschaftliche Vorlesungen über Pvli- t i k gehalten iverden, sowie ein Antrag, wvnack> behufs zweckmäßiger Ausbildung praktischer Volkswirte in leitenden Stellungen, die seither geeigneten Einrichtungen an dmr Universitäten verinehri werden sollen, insbesondere durch praktischeren Ausbau der Seminare für Nationalökonomie, unbeschadet der theoretischen Ausbildung der Studierenden. Zur Kmrzlerrede. i. Köln, 26. Febr. Der Berliner Korrespondnrt der Köln. Ztg. erklärt zur R.nchZkanzlervck)e: Das deutsche Volk sehe den kommenden Kämpfen um so unerschütterlicher und zuversichllichep entgegen, als es mm zum ersten Male mit seiner ganzen Kraft an einer Front kämpfen könne. In diesem Augenblick legt oer Ideichs- kanzler in einer tiefernsten Mahnung den Fecnöen die Frage vor, ob und in welcher Weise Europa rifpart tverden kann, daß em.' furckstbares Blutopfer kommen muß, wenn sie jetzt nicht bereit sino, ans dem Wege der Verhandlung den Weg zum Frieden zu ftnden. Ter Kamps gclte nicht der Eroberuirg, sondern der 2)erteidigunjg, nicht der ALlrängigmaa.ung unab^ürgiger Völker, sondern der Er-, Haltung des Bestandes uw) der Selbständigkeit der mitteleuropäischen Staaten. — Zur Rede des Vizekanzlers von Payer bemerkt die Köln. Volksztg., wenn es die Ausgabe eines Vertreters der Regierung sein sollte, die Parteileidenschaften auf das schäftste gegeneinander zu fühcen, dann habe Payers Rede die beabsichtigte Wirkung gehabt. Mas was an Fragen der Krisgs-- ziele nicht auf dem Boden der Linken stehe, müßte sich aufs empfindlichste verletzt fühlen. s^SoLtbstckiuls ^steaüilaüen, verbunäsn mit Porfdiule, erteilt etnlährlgenzeugnis. ail 8s Oestentlreher Vsvtv«g Mittwoch den 27 . Febrnar, abends 8 Uhr im Hotel „Fürstenhof“ vsrtrag höh gtoi 3 Jpolant m granffnrt n.M. Leiterin der Zentralstelle für Frauenarbeit in der Gemeinde über: J?» IM wir tai dasGemeiniewaiiteil?“ Karten zu \ M. u. 50 pf. im Vorverkauf bei Herrn L. Lhallier, Neuenweg und abends an der Kaste. i3i9v ALg. Deutscher Zrauenoerein Giehener hausftauen-verein Alice-Frauenverein Israelitischer Zrauenverein Llisabethen-Verein Nindergarten-Verein Loangel. Gemeinde-Zrauenverein Lehrerinnen-Verein Frauenbund der Deutschen Uolonialgesellschaft Rechtoschutz-Verein Zrauenverbaud des Deutsch. Lustflottenvereins Verein Freundinnen junger Mädchen Frauenverein vom Roten Rreuz f. d. Rolonien Verein für Frauenstimmrecht. XW2Q70 ^ ttttrrttttNttrrttttrnmrr : :::ttNRN : :: r r:: r ;:r::r: r rttLr : r r r:rrttiMLr rrrrRrRttr Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Erstklassige Künsherkapelle. Ab hente Waldemar Psilander in seinem neuesten Geseü- schaft 8 dranm in 4 Akten W V V V W 17 17 V \7 V s g \7 SCHWARZ-WEISS-THEATER Ab hente grosses Hoppel-Programm vom 26 Febrnar bis 1. März. I. Film der Joe-Deebs-Serie 1918. Der Onixknopf! Ein spannendes Erlebnis des berühmten SD Detektiv Joe mitgeteilt von ihm selbst JLFüüHJ» j n 5 gewaltigen Akten 51 an „Jo© May“ fü9ax Lancia als Joe öeebs!“ 95 1 auB Heidemann! der beliebte Teddy, in seinem brillanten Lastspielsclilager Ein Jagdausflug nach Berlin! in 3 Akten. 1409a Tätlich Vorführung nnr erstklassiger neuester Filmwerke. In Vorbereitung: „Qiovanis Rache!“ Harry Hlggs Detektiv-Film. 2 S 1 w v 2 17 17 V 17 \7 S 17 \7 17 T7 17 17 V 17 17 17 17 Kaffee Astoria = Mittwoch, von nachm. 4 Uhr ab Familien-Konzert Empfehle vorxügllclie Torten and Waffeln. Der gefesselte Sieger. Außerdem: Auf 1000fachen Wunsch 1410 a Henny Porten in dem besten Lnstspielschlagcr der 8atson „Höhenluft“ Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, und hervorragendsten Kunstwerke der modorneu Lichtspielkunst Hotel Fürstenhof Konzert Abschied des Herrn Brandenstein, von Frl. Lullu Erbe. Frauenbund der Deutschen Kolonialqeskllfchaft, Abt. Kiesten. Allen, die uns Bücher und Bilder für die Otefanuenen. laaer in Südwest zugesandt haben, danken wir herzlich dafür. - Gieichzeitia fordern wir unsere Mitalieder auf. sich am Verarbeite» der Sachen zu vorschriftsmäßigen Mappen a« beteiligen. Vvrlä' fine Arbeitstage: Donnerstag, 28. Februar unoDienStag, k>. März 1VI8 von rr Ubr nachm, an bet Frau Kommerzienrat Noll, Molikeiiratze 14. [14i;*D] Bis^zu diesen Tagen werden auch noch Bücher usiv. angenommen. Der Vorstand. Gießener Haußfrauen-Berein Anmeldungen zu dem nächsten &itruinip?flickkursus werden Donnerstag den 23. Februar, nachm, von 4 bis MäuSburg 5. 6 Uhr in der Geschäftsstelle nommen. Die ( schlosten. entgegen ge- _ 1407 c. chuhflicklehrstube ist Mittwoch 27. Febrnar ge- Die Vorsitzende. Weiß-Wein 1909 er Enkircher, 1915 er Aiersteiner 1915er Riersteiner Domtal 1915 er DÜrkh. Feuerberg 1915 er Winkler Oberberg 1909 er R ii des Heime r 1907 er Ruppertöburger iAchtmorgenl 19liier franz. Nat.-Rotwein 1909 er CHLt-BrilletteMouli- 1905er CHLt-Latour deMonS die Flasche Jk 4.50 4.75 4.75 5.00 5.00 5.00 5.50 0.90 6.75 7.50 8.00 Mousseux erster Firmen zu Originalpreisen bei August Wallenfels Marktplatz 17 -m TelePhon 2«L