40 Nr.^t Erstes Blatt 168 . Jahrgang Dvr SießEr erscheint tätlich, außer Sonntags. — Beilagen: Siestener Kamilievdlsttter; «rrisblatt für den Breis Sietzen. monatl. Ml. 1.20, viertel- jähtttch Mk. 3.69durch Llbhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.10: durch die Post Mk. 3.60 viertel- jäh^. ausschl. BesteLg. Ferirsprech - Anschlüsse. sürdieSchristleitungllS Verlag,Geschän-Lstellebl 5lnschrtn für Drahtnachrichten: Anzeiger Eiehen. Zamrtag. 25. Februar )9t8 eneral-Anzeiger für Oberhessen Zwillingrnmddruck u. Verlag: vnchl'sche Univ.-Such- u. SttindruSerel «.Lange. Schristleitnng, Seschästrstellc u.Druckerei- Schnistr. 7. yostscheckkontO: Kranksurt a.M. U686 Vankvertehr: Gewerbebank Gießen . v-n Me iaflcouvimmer bis jum Nachmittag vorher ohneiedeBerbindlichkeit Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 2 5 Ps., f ü r a u s w ä r t i g e 39 Pf., *üi' Reklamen Mk. 1.— ; bei Platzvor- schrist 20°/, Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Veraistwortlich für Politik u. Feuilleton : Aug. Goetz; Stadt und Land.Bernüschtesu.Ge- richtssaal. M. Meyer; Altzeigeiiteil: L». Beck: sämtlich in Gießen. Whlmann Lzerniu ms Ler nach Bukarest. Wochenrückblick. Der „SsinpliMinrns" brachte dieser Dageesir ermunterndes Bild mit dem Begleitwort: „Nun tüich einen kräftigen Klimmzng, Michel, und du hast dein Ziel erreich^! Michel lstingt kletternd unter dem vorspringenden Gipfel einer steilen Fetslvcrnd. Es handelt sich hier mehr mn eure Kemr-eichnnng, als eine Beranschcrnlichung unserer jetzigen Lage. Es ist ivahr: nach dreinndeiicha.lt> Kriegsjahren dürfen> Mir von dem ganz- nahen Ziel mit unseren Augen nicht abirren, der kräftige Wille znm Sieg w-ird uns binnen kurzer Frist zur' Höhe bringen, Aber man darf es mit dem „einen Klimmzug" nicht zu wörtlich nehmeil. Die wrrkllche Aiischanung Unserer gegenwärtigen Anstrengungen und Aussichten liefert ims ein beüiahe noch stolzeres Bewußtsein, als das Bild MickM at sich dem deutschen Kommando rmterstellt. In Livland stießen unsere Kvlomren Wer Ronneburg, Wolmar und Pandau lsinaus vor. Unter dem Jubel der Bevölkerung sind unsere Truppen in Rjegysa cingerückt. Aon dort stießen sie bis Ljuzjn vor. Minsk wlirde besetzt. - Heeresgruppe Linsingen. Bei der llnterstützung der Ukraine in ihrem Befreiungskämpfe wurden Fortschritte erzielt. In Nowogradwolynsk haben wir die Verbindung mit ukrainischen Abteilungen ausgenommen. Andcie Kolonnen marschieren auf Dubno/ Der Erste Generalquarfiermeister Ludendorff. m Der Abendbericht. Berlin. 22. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Im Osten nehmen die Operationen ihren Fortgang. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 22. F^rr.^ (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauttmrt: Keine besonderen Ereignisse. Truppen der Heeresgruppe Linsingen erreichten Nvwo- gradivolynsk. Der Chef des Genemlstabes. Mb. Deutscher Reichstag. (131. Sitzung vom 22. Februar.) Am Bundesratstiscbe: von Payer, Wallraf, Dr. von Krmcst, von dem Bussche und Dr. Lewald. Vizepräsident Dr. Pansche eroMet ine Sitzung 1 Vi Uhr. Ging eg an gen ist ein Dan kiele gram m das Königs von Bayern ans den Glücktvunsch deS Reichstages -ur gvldnen Hochzeit. Auf der TägeÄord'.mng steht die Beratmrg des ,chlenmge. Da er den Aufforderungen der Polizei nickst folgte, wurde er schließlich verhaftet, toobei er Widerstand leistete. Gegen ein rechtskräftiges Urteil kann der Reichstag ein Mitglied nicht sckzützen. ?lba. Tittmamr war bei Ausübung der-Straftat ergriffen Worten. Unter der Not und dem Ernst des Krieges leiden wir alle, namentlich) auch der Mttelsband und die Beanrten. Ten Arbei- terüand einseitig zir nennen, geht nicht an. (Seist richtig rvcksts. Das unschuldig vergossene Blut floß in den Adern eines Polizeibeamten.: Ter erste Sck)uß fiel ans der Menge. (Zuruf von den Unabh. Soz.: 'Boir dem Spitzel!) Die Schuld ^tragen diejonilTen, die halbwüchsige Burschen zu Gcivalttaten anfreizlen, die auch 511 Angriffen .ruf die Straßenbahn geführt lfaben. Wir wissen den Polizeibeamten, die voll imd ganz ihre Pflicht -gettur haben. Dank. l.Bravo!l Wollen wir ans dem Kriege lxwauskommen, so mscß man zu änderest Mitteln greifen als zu Streiks. Sttmmen Sie dem Friedens vertrag mit der Ükrnine zu,, damit dienen Sie besser denk Frieden als mit dieser Debatte. (Beffall.) Mg. Ebert (Soz.): Es wäre besser geivesen, tvemr auch der Staatssekretär sich Won einer politischen ^Erörterung fermgehalte:« hätte. Schuld an dem Streik nxrr die rmklare Politik der ^steichs- leitung, der Belagenrngszrrstand, die Ernähnrngsverhältnisse und die Bel-andlung der Wählrefonu. Abg. Dr. Müller-Meiningen (Fp-rtschr. Bolksp.): Wir müssen deil Arttrag auf Haftentlassung ablahnen. Es hantelt sich nicht urn ein schveberrdes Sttafverfahrerr. Staatssekretär Dr. von Kranse: Ter Asttrag oerlan.gt dn- Haffentlassimg. Verlangen kamr er aber nur^ etwas, wenn er ein Reckst dazu hat. Das ist hier nicht der Fall. Staatssekretär WaNraf mußte auf die politischen Angriffe Dr. HerzsÄl^ kurz ettmderir. die gegen die Regiermrg gerichtet loaren. Iw übrigeu beurteilen wir die Lage als eine reine Rechtsfrage. Die Berfafflttrg sagt ganz klar, daß die Imimmität zu ivachru ist, wenn cs sich unr ein Der fahren und nicht nur ein Urteil handc'lt. Würde der Reickstag trotz denr die Haftentlassmrg verlangen, so hätte der Reichskanzler auch kein )stecht, diesem Verlangerr stattzugeberr Mg. Gröber (Zentr.): So garrz selbstverständlich, wie cs der Staatssekretär daftteltt, ist es nicht, daß der Reichstag kern Rech: l-abe, die Haftentlassung eines al^rrteilten Llbgeordwsten zu r°er- langen. Herr Ebert l^schrarrkte sich dannrs, sckZärfsterr "Protest eur " ..... (§r hätte gngen ove einlegeu sollen, durcki : Wir Ivüht. keine Sehitstlckst, diesen Räainr lüirber uns zu sehleir. und lehnen den Antrag auf seine Hafterttlasffrng ab. (Beifall.) Die dlbg. Dr. v. Beit (kons^), Dr. Junck >nat.-ttbt ,md Brn hm (Deutsche Frakt.) lehnen den Antrag alr ?lbg. Haase (Unabh. Soz.^: Auf juriUrsche Haarspaldreien lasse ich mich nicht ein. Auf die politisckst Seite konwwn wir spätm zurück. Ick) bitte Sie, unseren Antnvl anzunebmen. ?ll>g. Dr.. von Las zerv s ki (PoleH Wird jenmnd zu den Kolken des Versabrerrs verurteilt, so sind die stvsten d^s Vollzugs rstickxxfrrffen. Ter Reichsttng bat also volles Recht, hier einzu.rreistn TeshaUi stimmen Ivir dem Arrtragr^ zu. Tor Lbrttrcig wind hierauf gegen die Stimmen l»eider sozial demokratisckstr Fraktionrm nnd der Pobai abgelelvtt. W ffstgt dir zweilte Losung des d e N t s ck> n k r a % irisch c n r i e de n s v e r t r a g 0 s mrd daS Zusa (wottm geS Mg. Prinz Schönai ch-Carol itzt h (mit. lib.) lvrickstel über die Verhandlungen des Ausschusses nnd entpffehlt Annattn - der Verträge. Nachdem die Abgg. Tr. Mauer >druibcuren. Lift Eßlingen, Cöras von C armer gospvr>ck)en haben, wird der' Friede-' vertrag ohne besondere Absttnrmung airgenomMen. Bei drin Znastzr>ertrag fo-r-dert zum Artikel 12 Abg. Dr. Mayer-Ästnfbov.ren (Z^nttr.). daß Borkedmtnaor F *pctatpn twrShen gegen artschÄ-iMMüÄose ®ntetg 3 tintg vvn K!os»- :ti}f:.i ^utfdjer ÄLsttMMLMg in her Ukraine. Al^g. E^lshvrn (Deutsche Fnrkt.! tritt gleichfalls Ar eine GntscksipdgMbg lür Krie^sttzäde« mrd Enteignung ein. MmistertaÄnrektvr Tr. Kriege: Es ist vertragsmäßig fest- g^logt fr*PTfcen, das; eine «vgemeffave Entschädigung bei Enteigimng emtrvtt. Abg Graf v. Car me r (floitf.): Die Entschädigung muß «angemessen und voll sein. Es leben nicht weniger als 100 000 Kolonisten derttscher Mstumimmg in der Ukraine. Denen können Wir aÄerhiitgs nur Hellen, wenn sie Zittücllpcmdern wollen. Abg. H-a a s - Karlsruhe (Forlsth. Volksp.): Wtt find überzeugt, daß die Ne:ckxttOg«rung deutsche Kdlonpven schützen wird. Die 7'Qünng de? Vertrages hüllen wir nicht für glücklich. Das Kapitel wird genehmigt. e&amjb nach kurzer Aussprache der Artikel betreffend Ersatz der ^willchäden und bec Rest des Dertvages. Es folgt soßort die dritte Lesung. Abg. Dche idemann (Soz.): Unsere Bedenken gegen die AbgreirMNg der Ukraine und Polens haben wir bereits ausgesprochen. Trotzdem smntmLn wir dem Vertrage zu, weil jeder Frie- denSbÄ-uß dir Position der Kriegstreiber erschüttern Hilst. Abg. Fischbeck (Fortschr. 8wlksp.): Mir stimmen dem Vertrag? zu und Haffen, daß bald die wirtschaftlichen und Handels-! beziehungen aufgeivoumren werden tönncn. Mir sind verpflichtet, dcil Männern, do in Brest^LLdow^k mttgear b e i tet haben, zu danken. Tie srnd im Begriff, da^ FricLenSwerk iortzufetzen imd auch mit Rumänien ziustr Frieden M Lommeu. Besonderer Tank gebührt der- Oberchen Ho^Äeittmg. die uns dre Möglichkeit des Friedensschlusses erst gefcktrffen und den ssZegnern in Brest-Lrwwsk gezeigt hat, daß die Derrtschen. sich nicht necken lassen. ^ Mg. Stpchel iMste): Die polnische Nation erzittert vor Tchmerz angesr-cht? dieses Vertrage? Gr bedeutet die. Teilung Polens. Tie Polen :tterhm stkts als Fremdkörper in Deutschland betrachtet und a£g Bürger zöpertei' Klasse behandelt. Adg. Graf v. Westarp (liims.): Wir stimmen dem Vertrag yu. Die Notschreie der Polen sind übertrieben. Ich bebtncerr, daß 2kbg. Dcheidemanm gejagt hat: Es gibt in allen Ländern ^Kriegstreiber. Bei uns in Dsuff'chüand nicht. (Mg. Gohn ruft: Wer hat derr Krieg au-s geheckt?) Ada. Dohn hat den Mut zu fragen, wer den Krieg mrsgeheckt habe. Gr spricht danrit die Vermntung aus, >aß es Deutschland gStsestm fei. (Großer Lärm bei allen bürgere b-cben Parteien. Zurusch Das wLl ein Deutscher sein! Raus mit dem Kerl!: Wlft^ belpimdern unser Heer und vertrauen auf es, dop, es Schritt für Schritt uns zum Frieden bringen toevde. Abg. Fehrenbach (Zerrtr.): Das Wort Friede ist von be- i anderem Zanbncklmrg, der besonders uns freut, weil er von dort uvmmi, wo uns die russische Dampfwalze zu zerdrücken versuchte. Wir hoffen, daß auf der Grundlage dieses Fri^eusschlusses küus- nge Frlff«rsschWfse tilgen werden. Abg. Stychel saugt aus jeder ^uirmc Gi'!. So oenmylimpft er unsere Gesänge ncnlaaer, die als emo Kulturarbeit ersten Ranges anzusehen sind. Die llnter- hcmdiler in Rumänien begleiten-unsere besten Wünsche. So hoffen nur auch mit den^O sffveprovmzen zu einem Freundschaftsverhältnis zu fommctt. Sic mikjjen ein freies Staatsgebilde werden aus eigner Enffchlietzung. In Deutschland leben nicht die Feinde Polens, Tonfcem die Feinde Povens find die Rutheneu und Letten. (Seift rict»tin' Widerspruch bei den Polen.) Wir wollen mit den Rand- 'wlkern im Osten in Frieden und Freundschaft leben, auch mit dem rmesttgen Königreich Polen, zu dem aber preußische Gebiete nie xru) nimmer geschlagen werden dürfen. (Bravo!) Uns tut jeder ..wpsen Blut leid, der versoffen werden wird, aber wenn unsere . (einte im Westen unsere Hand nicht nehmen, so wird unsere Front 'm Westen durchßalten bis zum deutschen Frieden. (Lebhafter anhaltender Bei fall.. dlbg. C 2 n-Nordhausen Dlnabh. Soz-.): Wir können dem Antrag nicht zustimmen. (Ruf: Friedensfreund!) Er spielt die Ilrvame gegen Rußland aus und ist ein Instrument zu rreüeu Irr^armnenstößen. Gs ist nicht richtig, daß die Balten sich wach Deutschland sehnen, sie waren die ersten Träger des zaristischen Systems. Der ^erste Schritt zum allgemeinen Frieden ist dieser Vertrag nicht. Ich sehe den Tag, an dem das revolutionäre Deutsch- \mp errichtet wird :rnd die Völker den Fürsten gegenüber ihr- Geschick lelber in die Hand nehmen. (Lärm. Rufe: Unerhört Beifall bei den Unobh. Soz.) ^ .Abg. Dr Strasemaunn (nntt-lib.): Me Freude au dem ?rrrWen-Z schlug wird getrübt durch die Reden, die wir heute lffer dörcn mußten. (S'hr richtig!) Nach den persönlichen Aüssübrimgen -?es Fürsten Radziwill spricht jetzt ein Priester des Hasses.' Einen ichlechtereri Anwalts konnten sich die Polen nicht suchen Ein so große-? Volk geht nicht ohne eigene Schuld unter ^ Wg- Stychel (Pc^): Unser polnisches Vaterland wird seit .onnnar fftSMteJgetWCt) NSchgr Sitzuim Som«taa 11 Uhr. 'lerne Vorlagen Mrlrtänsches. — Schluß wich 8 Uhr. Die Verhältniswahl znm Reichstag. Berlin. 22. Frbr. >WITB.) Dem rturondji vvriiegoidat " ,f ' ,‘ a »f "twehmoi. dah der Wtchlki'ech Stein gebildet Wirt» cmö i»n Wech-Iveisen Köln 1 imd 2 irr.oie dem im Stadt Wln ■ f ™ 't? det WchhNnch'eS Win 6, der WalstkreiS Tüslcidvrs -,:L bc: Da«Es^seldöäf 4 mit dem yux Stadt Düsseldorf ge- D«l d« Düfs-M-rf 12. d« Wahlkreis Elb^ rni^ bem JBatyfTrci.j Düsseldorf 2 mit dem Mr Ttadt Ew-r. ' .' 'lthoreaden Deü de. Wablkreifcs Dülssrtdvrf 1. der LvhlkreiS 2^. B^ahtre'. DüssiSwrf 5 mit dem »rr Stadt Essen D-'-E» D°tt k«s WE-eis« Düsseldorf 6. der WahlkrJ ^rnSburg «ms dem WaMreS DüMdorf 6 nnt dem »irr Stadt Overbmrpen^ gtSyiittSmt Der! des WMkveises Düssefdmf 5 der J;' ’ T ' n 8 - ,ml »m Stod, Linden Äd^ndms öaranwn: 9, der WaUkreis SWig irr Stadt Stuttaoei oe- - e-.en Te»l des •»»&, Württenrberg 2 S°- emer eingoheubeu Bsgründutlg ist apf den ReichstaaS^ - '-in,; wra S. Füll 1917 verwiesen und betont, dag ber%-i-,ch-dag»«wabrrrcisr abbehnt. s-sur eine solche. Reform würden BvMdschrchiM bestimmt War. Me grü^ndM diqe Mtelruwe der Wqamlta Nö besorgt hat, berichtet ein am 19. Februar^ abends bei den deutschen Linien eingetrossener russischer Offizier SJwJ' o er^Qn g^bem Lazarett heraus als Balte per Haftel werden sollte, obwohl er als Soldat für Rußland im Felde tzmePflrcht treu erfüllt (hatte. In Fellin wurde eine (alte gtiTt^nne m eurem Rollstuhl arretiert. In Reval, wo alle Dentsch-Balten aefanyor gesetzt sind, wurden alte Männer durch Eax imd Mißhandlungen getötet. Jln stiarva wurden zehn T^rtph-Balten ermordet Besonders grauenhaft Hausen die Bolschck-j ^ ?linde, wo sie auch die meisten deutsch- dalttscheA Frauen verhaftetes! und grausam behandelten. Die rote Garde geht auf ofsizullen Befehl aus Reval in dieser bestialischen, D^dentsche B-vSl^rnng ftcht vor der Dernichtnng. Awh Esten, Letten und Juden leiden entsetzlich unter den Maß- Die ganze Bevölkerung ohne s? 1 <5* • ^ NatümalUnt vt von enter unsäglichen Wut gegen! M(miMfiffat er,aßt und erwartet sehnsüchtig den deutschen Vormarsch Zur Beftffwng aus ihrer katastrophalen Lage. Selbst Tagen einem deutschen, Offizier, rm Falle des deutschen Vormarsches würde er mit der allerdings arur noch aus einem kleinert Häiff- lem ohne Geschütze bestehe, zu den Deutschen übergetzen. ^ ?^ r - 'MTB.) Bei klarem Fvoßwetter und strahlendem ^ Ldmvensch em vollzieht sich der deutsck)e Vormarsch ^stgesv-oeneki Straßen in die Ukraine hinein. Atn 21 Februar war die Lime Lun nriez-Rowm) überschrrttien uno damit dre wvchttge transversale Balmverbntdmrg Birronrowitschi- Ro-,rnn BÄchett^stische Banieai leisten nur geringen WÄ>erstand. Tre Vorräte, die alsiworten aufgefunden mch da- mrt \xn tei Zerstörung durch die bstsch-Loistischen Banden geborgen ln erden, übersteigen war t's n.g e Äußer dem ec* chst,n Krivgs-gerai. Geschützen, Maschine:igc,oehcen, F-lugzsrgen wck» AuttmwbLen fiel den Dsuffchen üor allem erheolickxs rollendes Material in die. Hände. Iju Ldo^Mwwv. südlich von :Rvwno, wurden allein fmrfzig Loöomotioen m.b mehrere hundert Waggons vorgefimden. Tie besetzten Bahnen sind bereits in Betrieb g e n o m m e n. An der noch fehlenden Strecke zwischen der dent^ jchcu und der russischen B-ahnlini-e, zwischm den Orten 5>oüoby und' Pcrespa, wird fic-berhaft gearbeitet. Die. große Lantffcraße nach Luck ist bereits über die trennenden Schü^mgräb«: hcrnoeg fertch- gestellt. In dem Raume von Kowel ivird »der Grundstock zu der nationalen ukrainischen Armee gelegt. Die erste ukrainische Division, öeren Führer, Stabsvffizi.rw und Mannschaften., aus ehemaligen Kriegsgefangenen bestehend ist bereits .in der. Bildung begriffen. Offizi-ere imd Mannschachm, in die Ifistorischk Uniform der ehemailigen nkrvinischen Kosaken a^ll-eioet, lange blau^ Röcke imd weiß-graue PÄzmüzen, uvack-en den' besten Eindruck. Stimmun.g und Aussehen der Leute, die unnfftteldar aus deutscher, Gesangenenlagem kommen, sind das beste Zeugr^s für die Be. Handlung der Kriagsgefangenrn in Deutschland. * * * Die Verhandlungen mit Rumänien. Budapest, 21. Febr. (WTB.) dlügeordnetAuhaus. Alff eine Anfrage über die FriedensverhandXungen mit Ru mäitieit sagte Ministerpräsident Dr. WecferJ.e: Mt. Rumänien werden Berhcmdlimgen geführt, bezüglich deren .ich die Aufklärung Zerteilen kmm, daß sie, wie ich hoffe, sicherlich dem- nächst zu Friedensverhandlungen sichren werden. Wir w^en. es selbstverständlich als unsere Eflicht erachten, im Lauf h-r Verhandlungen Misere staatlichen Interessen nach jeder Richtung hin zu wahren. Me.Bedingungen für die Friedensverhandlungens sind wohl noch nicht festgeftellt. Ja, ich kann aus einzelne terri^ toriale Fragen, die in der Presse besprochen winden, nicht eingehen.. Denn diese hängen von den ntternattonalen Vereinbarungen ab. Dennoch aber erlaube ich mir zu bemerken, daß wir unsere Rechte wahren wollen 1. vom Gesichtspunft. der Verteidignng aus, 2. vom wirtschaftlichen Gesichts'.pmckt aus, 3. voiri Gesichlspmkt des Verkehrs zu Wasser und Zu Lande aus und 4. auch irr der Richtung- da-ü ftde Einmischimg Rumäniens in unsere Angelegenl-eiww unmöglich ',vird. Ja, »vir legen aurh Mif den .Umstand, den der- Interpellant nicht erwähnt, der uns aber nicht gleichgülttg sein! kann, Gewicht, darauf nämlich, 'daß die La<^: unserer in Rumänien lvvhnenden Brüder in jeder ^Hinsicht gesichert werde. Was die zweite Frage betrifft, Paß Siebenbürger au den Verlxmdllmg'ffs tellnehmen, so null ich erklären, daß es sich hier nicht um dic sieben bürgische Frage handelt, sondern um eine Frage gan> Ungarns, um eine Frage, die wir alle nicht nur verstehen roch kennen, sondern von der wift auch durchdrungen sein müssen. Kaiser Karl 5 .m Hairptquartier. Berlin, 22. Febr. (ATB.) Kaiser Karl ivtütz heute int G r^o ßen Hauptquartier zur Besprechung schwebender Fragen. In seiner Begleitung befanden sich den Chef des österreichisch-ungarisichen Generalslabs von Arz und der deutsche Militärbevollmächsigte General von Cramov. An den Besprechungen nahmen auüh der G e n e. r a l f e l d m ar- schal l und der erste Genercrlquartiermeifter teil. Staatssekretär v. Küh/marrn in Wien. Wien, 22. Febr. (WTB.) Staatssekretär Dr. von. Kühl mann ist in Begleitung de^ Legationssekretärs von: Hösch heute vormittag 11 Uchr in Wien eingeirofsen mrd auf dem Bahnsteig des Nordwestvalm^oies vom kaiserlichen Deutschen Botschafter Grafen Bodo U. Wedel begrüßt wor den. Der Botschafter geleitete den Smattssekretär auf die deutsche Botschaft, wo der Staatssekretär abstieg. Wien, 22. Febr. (WTB.) Meldung i>es Wiener k. u. k. Korr.-Bur. Staatssekretär von Kühlrtt.atcn hat heule nachmittag 3Vs Uhr Reise nach Rumänie.n fortgesetzt. Wien, 22. Febr. (WTB.) Den Blätterar zufolge be- gwt sich Graf Czernin heute nach Bukarest. Sollten zu gleicher Zeit neue Verhandlungen mit Rußland beginnen, so würde zu diesem Zwecke eine Spezialdelegation nÄl Briest- Lttowsk entsendet »verden. Kritik im englischen Unterhaus. Bern, 21. Jiebr. (W.B.> Me Ernennung zweier ernflußreichtt. aber nicht sonderliche beleu»nimdelm^ iZeftungsmagnaten zu Kabinetts- mimstern, nämlich des Lord Beav erbrock zum Propaganda- minister und des Lord Northc li ffe Mm Minister für Propaganda in den feindlichen Ländern, bildete im e n g t i)“ d>e n ll n t e r* h'a u s vom 18. Febr. den Gegenstand mehrerer AnfraaSn, die eine starke Unzufriedenheit mit den Ernennungen bekundeten Bona r Law erklärte, daß 9dort1>clifft den Posven erlüllten habe, weil er die Propaganda in den feindlichen Ländern besser zu befov dienst um 200 000 Psb. Sterling zu erhöhm, führte Pring^'» aus. die Ernennung der fragticl>cn Presse-Lords zu 'Nftristern mach^ notwendig von der G-toohEit, die Geheimfonds ohne Er--' örterimg ihrer Anwffrdung zu bewilligen, irbzugehen. Er erhittn daher Auskunft, ob ein Teil dieser Font^ für die Propagandatätigkeit der neuen Minister bestimmt lei, und erwähnte^ es sei bekannt, daß der Gehnmdiemt der Mgiernng agents pwpocctteurs verwercke. Hvgge verlangt die Ziffichrrnng, daß die ftaglichen Fonds nicht fitt Gelieimagenten bestimmt seien, die unter der iitfmftriielteit Bevölbernng Englands llnjznftiM-enl-eit und Streiks erregen. K i nmitb imch Amerika, die Eriuniwung das Lord 'ipolckhstifsi und manches andere, utw Pech einziger Fall davon sei geeignet, Vertrauen ziL erwecken. ®ic%cwcr Ktaditheertev. Dr. Wespe. Lustspiel vcm Roden' ch B e n e d i x. der weiland Schauspieler Roderich Benedft TT er SchE hätte, daß fem. „M Wespe"' noch ein! ^ stah.r.mndert nach dem Tode des Verfassers lelnarskrästig U, l ‘TrT'tjT!L!S? lft Stück nicht überladen, und tor jene, D*r Benedy dann gegen die damals noch recht barm- lmd mehr buntbefiedert als IT!?' r UJt ^ Psychologie des Lustspiels darf man vom beutigcn ^wildpuull nutzt allzu genau unter die Lupe nehmen. Die ^twicklurrg des Stücks es handelt sich um lauter Namens vertouschnngeii beginnt über alle Wahrschemlichkeit lfinweg mit unerboner Schnellheit mü> stürzt sich ebenso rasch gegen Ende lUwwchten ßvde^yi Aber dazwischen liegen so viele lustige witzr« R«dm, derbkomifche oder feiner ausgeführle ggarzn. ■'xrg das Luchpiel unve, wichlich geblieben ist. Der Per! . lmr ^chauftneler mkd wußte, womit num ein verehrliches : y niun Abe up lmig, amüsieren kann. Ergötckich ist besow ZZ T ''TiTT?* Zcksiuß des ersten Aktes. Die Titelfigur ist . ombenrotte", die denn auch der Gast des ?Lends, Carl T>1 ' ^ sichllrchem Behagen voll ausfüllte. Am r ^ uns beim Dichten des Werbungbriefes', eine Szene ^ftattetr und in der er die zahlreich ersckne- ^ Jubel sorrriß. Aber auch die Gießcner Otto Cvnradi stmrdeu auf Kart Volk als würdiger Kaufmann und schivacher n>ie ^, mt f Mv? 1 ' Segen Ende seine besten Szenen c> rchardt dargestellt, war wirk ^ E^lier ausgestatteten jungen ft e - x Elrrl Sternmeyer) fügten sich S* Stnel ern. Die jungen Damen (Elftteidi' Doerr und v^nne Wo, ft, dl o) jähen in ihren kleidsamen Biedermei^- Kostttnren entzückend aus, erstere besonders in ihren Hosen-Szeu,-u Linse Deloi^a tral -nickst ganz so „majorenn" auf, ivre es sich toten mag, spielte aber die verzückte, ichroarmerische Drctzterm mit jo viel unechter Begeisterung dav LL nFL "Eier^ sich könWich uiit fm Jte'lSA,«- ÄpMfi WBX. "• Aus SterHt wttC* Cmt&, lÄ > eßen, den 23. Februar 1918. Lebensmittelmarken. Für die Zeit vom 25. Febr. bis 3. März 1918 haben nachstehende Lebensmittelmarken Gültigkeit: Brotmarken der 9. Woche, gültig vom 25. 2. 1918 - 3. 8. i?18 Buttermarken „ 9. , „ „ 26,2.1918 - 3. 3. 1'lS Eiermarken Nr. 26. Fleischmarken „ 9. „ „ . 35.2.1916 - 8. 3. 1916 Kartoffelmarken, 9. „ „ 25. 2. 1918 - 3. 3. 1918 Seffenmarkerr die für den Monat Februar bis 28. ab 1. 3 für den Monat März. Ein Umtansch verfarlcncr Marke» firttai nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt. Nenanmeldnngen und AnmelDuug von Neugeborenen haben unter Vorlage der nötige« Ausweise, inobcfondere der LebenSmittel-AnsweiSkarie, ans den, Lebens»niltcl amt zu erfolgen. Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzstgc von tztiene« sind in den zuständigen Bezirken anznmerden. GeschäftSftundcu des LebenSmittclamtcS v»n »-I2 »hr vorm., 2-4 Uhr nnchm. Hkarlenansgabe für Urlauber: Sonntags von 19—12 Nhr oormittagS. _ .Dirb ft« hl. der »erfliosseinir, Nach- umri»- ir i ad««** rill 10 bis 12 SWwer i«ih,t ,nui 20 Snttimr Irceröcr, ö Millimeter dicker Xrcabrienicu griieitlen. Wer i>rzu » 1 »^ -^-sMyagen vermag. »oende »ich rat das Pottzeiantt. ** Amtliche Personakna chri chten. Der ^vßyevz-ög hat mn 2. r^-Bniür 1918 bcnt OrLxTkttlichen Pvosessor an tex Gr-vßh. Te-Än^s^cn Hochickuile Geh. Dvsrat Dr. O!U> Tiefsorrbach MiLäUich seiner z-um 1. April 1918 erfotsendcn Ber'. etzung, in bei: Ruhestand das EhrenlreW des Seifrieiiftorben«* Mj lippS beö Großmütigett bcrfteljen. ** Beförderung. SQweförwfccl & chwor »Wecker itntrbe zum ßeirtrumt der Utefertn 1 befördert. ** Tabakersatzstoffe. Nach den Bmides-ratsvorschniften smd alS Ersatzstoffe zngelaffen: fropfcn, ^ buchen bl ätter, Z:cl>or:en- blätter mtf> Arschblätter, jedoch mit der M-^cksade, daß diese Storfe nur k»'i der Herstellung non fldcmchtaL«? 'bM. Zigaretten -für letztere nur Hopfen bis m zehn Prr^ertt teöDCrtbet werden dürfen. Zur Herstälung von Zigarren sind ErsatAoffe aller Art verboten. Daraus geht hervor, das; zu Zigarren, nur Tabak veno endet werden darf. Selbst Tabakrippen dürfen nur Ul Zigarren zum Herstellungspreis mm Mk. 70 für 1000 Stück nenpendet werden. Da diese Preislage rm Kleinhandel meist nicht teurer als M 10 Pf. pro Stück verkauft wird, so kam, sestgeftellt werden, daß alle anderen Ziaarven nur aus reinen TabaMättern olfne jede Beimischung an- pjefcrtigt werden. Mit dieser Feststellung werden sich die Verbraucher hoffentlich beruhigen, denn sie entspriöht genau den behördlichen Vorschriften. ** S1 a d t t h e a 1 e r. Es ist am ,krmtt atenden Montag r>as erste Mol, daß Strindbevgs „Sche iterhau f-kn" Pier y:r Aufführung ßefcmgt. Die Gäste sind erste Kräfte d«s Frcurkfurter Sck-auspiel- bauses, die das Strrndberg'sche Werk bereits an mehreren größeren, Bühnen in der auch für hier vorgesehenen! Besetzung mit stärkstem Erfolg! gegeben haben. Sowohl das Werk wie auch der Nus der Gästk, die hier zum Teil wach mroeLmntt ifsrtb, da sie erst mit dem neuen Jnte'.tdanten cm das Frankfurter Schauspielhaus kamen, dürsten starte Anziehungskraft auStldenr ** Bunter Künstler-Abend. Mr reNwrften nochmals aus den heute abend im „Fürstenho'ft' z,ugu>asten der Unterstützung- kaffe der Kriegsbeschüdigten smttftimendtin Burgen Abend. Die 9damen der Mitwirkenden imd ein ausgesuchtes Pvogmmm versprechen. einige mrderhaltende Stunden. ** G e s l üg el-- u nd Kan in che ira u s stel l u n g. Die mn 23.-25. Februar auf der Liebigshohe stattnndende Geflügel- und Kan.incheiransstel1uny toird gegen 500 Ajusstellungsnumme-rir enthalten. Es sei dahier nochnmts jdavauf hingewiesen. Siehe Anzeige. Lasrdkreis Gieben. —m. Lich, 22. Febr. Auf der Fahrt ins Feld verunglückte ein in den 60er Fahren stehender Mann namens Lotz von hier dadurch, daß seine Kühe vor «men GisenbahnLug schellten und durchgingen.. Er stürzte vom Wagen, wurde überfahren und der Wageir blieb,ans ihn: stehen. Obwohl er alsbald aus seiner unglücklichen Lage befreit werden komtte, hatte er doch am Unterleib so schwere Berletzungeik davo-ngetragen, daß er Noch in der Nacht starb. Starkenburg und Rheinhessen. I Darmstadl, 22. Febr. Auf dem Rangierbahnhof Kranich stein , «geriet gestern abend der Lokonwtivheizer Georg Schuster aus Morins bann AjnkuppÄn einer Maschine zwischen die Puffer. Mit lebensgefährlichenc Verletzungen wurde er in das städtische Kvankcnhvus geschafft. = Ma in «z, 22. Febr. In: Stadtteil .Kastxl betvateil drei elfjährige Schüler die dünne Eisdecke deines olden Festungsgrabens und brachen ein. Obwohl sofort Hilfe z>ur Stelle tvar, gelang es doch inur, einen .Knaben zü retten. Die beiden anderen ertranken. Ein vierter Knabe, der feinen Kameraden helfen wollte, konnte im letzten Augenblick noch geborgen werden. h,> Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 22. »Febr. In einer Aubomobilhalle der Wechendvrifftraße entstand durch die Unvorsichtigkeit einesj Fahrers eine Ben-inexpliosion. !Dic Flammen griffen auf das Benzänlager über, zerstört«: dieses und setzten dann eine benachbarte Scheine in Brand, die samt ihren V^rnräten völlig eingeäschert wurde. Die .Feuerwehr hatte etwa 4 Stunden mit der Bekämpfung des Feuers zu tun. :nr. Frankfurt a. M., 22. Febr. Tie Stadtverwaltung hat rmt dem Schleswig-Hrüsteintlchen Mahl- und Trockenwerken einen Vertrag abgeschlossen, worin sich die Fabrik verpflichtet, die ge- samtc für Frankfurt a. M. beiwngtr Menge Trockenmilch be^t- stellen. Ter Vertrag bedarf »roch der Genehmigung drcrch di^ LEadt- verordnetenversamnilnng. Um der: Mr Mtarmela.de fabrikativn vn komnienden Mrtschaitsiahre notwendigLU Zucker sichrzilstellen, wird dm Großverbrauchern ihre Mstehaide Ration^prozenrual verringert. - Wie in: Vorjahre werden auch dieses Iaht die tviff«:- schastlichen Einrichtungen hes Palinengartens der .st riegsrvrrffchait in weitesten: Maste dienstbar gemacht werden. Tie 6>entt:seiinba:i- flächen werden bedmtend erweitert und Wert darcuff gelegt, NtuNer- anlagen zu schaffen, um den zahlreichen Kleingärtner:: Gelegenherr M geben, eine»: rationellen Betrieb kennen ziu lernen. Gleichzearg werden 'die Dünge versuche mit Ersatzstoffen, die Versuche üb« die zweckiuäßigste Pflanz«un:5waT, SainenMcht usw. in weitestem Unffange aufreckitcrhalteu werden. ----- Frankfurt a. M., 22. Febr. Den Dieben ist,nichts mehr heilig. An: Hellen Tage stablei: .sie vom GütecMch einen groß«: Auto-Anhängewagen, der mir der Rückwand den Reichsadler trug Der Verbleib des schwerer: imd sehr wertvollen Wagens blieb bisher imermittelt. -- B ad H o m b u r g v. d. H., 23. Febr. Ter Fehler im .Kabel der Ueherlandzentrale konnte noch nicht ermittelt werden, trotzdem fieberhaft an seiner Aufffnduiig goarbeitet wird. Inzwischen konnte aber das städtische Elektrizitätswerk in Betrieb gesetzt werden, so daß die hiesigen Geschäfte und Werke heute vormittag wieder Strom itatib Licht erhalten konnten. Ul. Kim bü rg, 22. Febr. Jü dem Schmidtschen Uhr- gescheäft in der oberem (Ärabcnfftraste wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein schwerer EinbruchDveb stahl verübt. Tic gestohlenen Sachen haben einen Wert von etwa 4000 Mark. Bon den Spitzbuben hat man feine Spur. ---- Oberstedten (Taunus), 22. Febr. Einem Grost- fei: er fiele:: in der vergangenen Nacht Hierselbst zwer Scheunon zunt Opfer._._ - c-äsm ^g^^ggggaiW > i baut Sommerölfrüchte zur Milderung der Fettknappheit! Für das Großherzogtum Hessen eignen sich besonders Sommerraps, Sommerrübsen und Stöohn zum Anbau. Habere Auskunft erteilt Landwirtschaftskammer Darmstadt, Allee 6. VERMIETUNGEN L PßDfciOB Brmadl, Heven Bäne 22 Ziemer, IOittaos-a.Abendtisch pr. 1.4. evtl. 1. 5. z. verm. m Ost-Anl. IS, H. W. Rinn. «ev iie ger. t-Zlmr.-Wohng. m.rcichl. Zubehör sos.zuverm. Nab Plockttr. 14,1. 351 Schöne 5-?,im.-Wobng. mit all. Zubeb. pr. 1. April z. vrm. Z. erfr. SobMe»». Veg 18 8. p. iNähe Steins Garten.) ö16 S-ZiMtt'WoljMs preiSmer: sofort z. vermieten VV564 Wilbelmstr. 51. BeLndorslr. 28 schöne3-Zimr.» Wohnung zu vermieten. Näh. Auskunft imHtnterhause. 16 Schöne L Zmr.-Wobna. -u vermieten. Näheres 08861 Scbiffenberger Weg 2 p. 2-KMtt-Wl)h!lg. möbliert, elektr. Licht, Kochgelegenheit, fortzugShalber zu vermieten. Schriftl. 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Die trauern den Hinterbliebenen: Elisabeth© Wagmer Witwe Die Beisetzung findet Dienstag den 26. Februar, 7a4 Uhr, von der Kapelle des Alten Friedhofs aus statt. Beileidsbesuche dankend abgelehnt. 1369 D Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß es Gott gefallen hat, unser innigstgeliebtes Töchterchen Frieda im Alter von 19 Jahren nach mit Geduld ertragenem Leiden zu sich zu rufen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Karl Laub, z. Z. im Felde und Frau Anna geb. Laub nebst Brüderchen Heinr. Scheu Gießen, Plockstr. 8, Alzey, den 20. Februar 1918. Die Beerdigung findet Sonntag, 24. Februar, nachm. 4 1 /, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 09569 €1. F. F. F. G. F. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Kameraden von dem Ableben unseres langjährigen Mitgliedes Herrn Heinr. Schwan in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Sonntag den 24. Febr., nachm. 4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Zusammenkunft 3V« Uhr am Eingang zum dienen Friedhof. Uniform: Tuchrock und Helm. Das Kommando: n „ I) Faber. Wenzel. Danksagun.7. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres teuren Entschlafenen Heinrich Kern sagen auf diesem Wege innigsten Dank die trmifrnlifii Hilitttbliebkm. Harbach (Gießen, Göbelnrod u. Wiesbaden), den 23. Februar 1918. 09562 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unseres teueren Entschlafenen, besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Hart mann, für die letzte Ehre des Kriegervereins, und allen denjenigen, die während seines Krankseins hilfreich zur Pflege standen, unseren herzlichsten Dank. Frau Anna Körber und Kinder. Alien-Buseck. den 20. Februar 1918. 1315 Einem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum empfehle ich bei Einkauf eines Denksteins die Be- sichtigung meines mo reichhaltigen einfacher u. moderner V v IJ & I i I X i in den verschiedensten Preislagen je nach GrSste. Material nud Au.?firbrnua. Gleichzeitig bringe ich hiermit zur gett. Kenntnis, da« es wegen Mangels an Arbeitskräften nicht möglich ist, rote früher, das Publikum zu be- suchen, und bitte deshalb uni geneigten Zuspruch, wobei sicherlich den Reflektanten etwas Passendes und Preiswertes vor Augen geführt werden kann. I. Atzlmch Bildhauerei, Gießen, i,?Ä? Telephon Nr. 400 Bilanz am 31. Dezember 1917 des landwirtschaftlichen Konsumvereins zu Grotzen-Linden, G. m. u. H. Aktiva A Warenvorrat 17 549.32 Ausstände Kassenvorrat Mobilien 95.04 Abschreiben 10% 050 1 074.06 1 591.98 85.54 1861 17 300.90 Die Zahl der Mitglieder Passiva Aufgenommenes Ka- pital Mitgliedergut- haben Reservefonds Betriebsrücklage Warenreserve ! Verlustkonto Dividenten Jt 1 800. betrug Ende 1916 Stand der Mitglieder Ende 1917 .... 2 Großen-Linden. den 20. Februar 1918. Direktor Rechner Lagerhalter Degen I. PH. Pirr III. I. Steinnaa 355D Ludw. Wagner und Familie Friedr. Wagner, z. Z. im Felde n. 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Gastspiel von Jakob Feldhammer und Margarete Swobova. 9er Scheiterhaufen Schauspiel in 3 Alten von A. Strindberg. Nr. 4? SVetter Blatt Ließener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag. 23. ßebrnar (9(8 WtmnamctamMiMt*VM,... — « a nwa ig«— — B— —i An» Ktttdt ttti5 Land. Gießen, Len 23. Februar 1918. Mittel und Wege zur Vermehrung der Fett- , Versorgung des deutschen Voltes. Die gleichnEßige Versorgung der Bevölkerung' mit Fett muß eine erste Aufgabe unserer Ernäli-rungspolitik sein. Die Absperrrmg vom Anslande, der Rückgang der tierischen Fettproduktion, bedingt durch die Abschlachtung der Schwenre und den Rückgang der Milch produktion, zwingen uns, imseve heimische Pflanzenproduktion zu erhöhen. Das ist möglich durch Vergrößerung der Anbaufläche für O e l s a a t e n. Der früher in Deutschland blühende Oelftuchtanban ist durch die ausländische Konkurrenz fast vollständig vernichtet worden. Es liegt an uns selbst, ihn wieder zu heben. Für die Frühjahrsaussaat stehen uns mehrere Oelsrüchte zur Verfügung, die für den geldmäßigen (Anbau auf größeren oder kleineren Flächen geeignet sind. Für unsere Gegeird kommen hauptsächlich der Sommerraps, Sommerrübsen, der Mohn :rnd Lein in Frage. Da in diesem Jahr Saathaser und andere Sommergetreide- arten sehr knapp sind uird in vielen Wirtschaften zur Bestellung der zur Verfügung stehenden Fläche nicht ausreichen würden, so empfiehlt sich aus dtiesem Grunde der Anbau von Sommerölsaaren, durch welche irm Gegensätzen vielen anderen Kriegsersatzmitteln nicht intr der einzelnen Wirtsck)aft, sondern rauch der Allgemeinheit! außerordentlich gedierrt wäre. Bisher ist es in jedem Kriegs fahre gelungen, den deutsche:: Oelftuchtanban erheblich zu vergrößern, in diesen: Jahr müßte er aber verdrei- und verviersacht werden, um das fehlende tierische Fett zu ersetzen, und man braucht nicht zu befürchten, daß dadurch die Anbaufläche aicherer wichtiger Früchte, wie (betreibe und Kartoffeln merklich verkleinert wird. Kulturanwev- snngen sind im landn>. Kalender >sür das Großherzogtum Hessen, Jchrgang 1918, enthalten und werden außerdem von der Landwirt sckpaftskammer zur Verfügung gestellt. Einen sehr wirksamen Anreiz zur Vermehrung des Oelsri:chtanbaues bilden auch die guten Breis'- für alle Oelsrüchte, und weiter kommt hinzu, daß der Oel- s uchtanbauer mit Stickstoffdünger nne Oelkuchen beliefert wird. Deu Oelsaatanbauern wird auch im Verhältnis zur abgeli-efertest Menge Speiseöl für den eigenen Gebrauch zurückgeliefert, bzw. Oclsaat zur Erzeugung von Oel ifür dm eigenen .Haushalt belassen. Nähere Auskunft wird von der Landwirtschaftskammer Darmstadt erteilt>Siche auch Anzeigenteil. * ** Auszeichnung. Der Gefreite Erich Lublinski er- lnelt die Hessische Tapferkeitsmed-ailü. , ** Goldene Hochzeit. Ter Gemüsehändler Heinrich K rieb und seine Ehefrau begehen ent Sonntag das Fest der goldeneil Hochzeit. ** Hfssische Gold- und I u w e l e n w o ch e. An: Sonntag geht die hessische Juwelen- und Goldwoche zu Endei Die Goldankaussstelle Gießen ist auch an diesem Tage vormittags von 1 7|—1 Uhr geöffnet. Verschließe niemand sein Ohr dem Ruf des Vaterlands, das auch ihm Sicherheit und Schutz gewährt. ^Kein .HesK nürd wolleil, daß sein engeres Vaterland an letzter Stelle sieht. Wer an Wochentagen nicht die Zeit gefunden hat, dem ist am Sonntag Gelegenheit geboten, sein Gold einzulösen. ** D i e Dienst st unden der städtischen Aemter sind vom I. März ab von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags. ** Vortrag. Die Gießener Frauenvereine veranstalten am Vcontag, den 25. Februar 1918, abends 8 Uhr, im Hotei Fürsten- ivf einer: Vortrag. Frau Apolant wird einen Urberblick ^.ber die gesamte Tätigkeit der Frau in der kommunalen WichiAhrts-. vftege geben, sowie eine Tarstellmig der Geweindeverwalinnig, aufgebaut auf dem Gedanken der Selbstverwälttmg und Ucberblick über das z. Z. bestehende komtnmrale Wahlrecht, auch das der Frauen,' Argumente der Gegner, Begründung der Befürworter. Siehe Anzeige. ** Anlagen-Musik der Garnison-Kapelle findet am önntag um 12 Uhr in der Ostanlage statt. ** Das L icht spiel haus. Bah n hofsiraße 34, bringt in seinem neuen Programm einen Film „Höhenluft" mit Henny Porten in der Hauptrolle sowie das Drama „Furcht" mit Bruno Devarli als Hauptdarsteller. Siehe Anzeige. ** Im Schwarz- Weiß-Theater (Seltersweg 81) tritt von heute ab Albert Bassermann in den: Film „Herr und Diener" auf. Außerdem wird ein dceiaktiges Lustspiel mit Rita Clermont vorgeführt. Siehe Anzeige. Landkreis (Sieben. i. Ettingshausen, 22. Febr. Paulus Walter wurde zum Gefreiten. befördert, Karl Walter erhielt das Eiserne Kreuz, und Heinrich D i e h l wurde mit der Hessischen Tapfer- keitsmedaille ausgezeichnet. Kreis Friedberg. bz. Butzbach, 22. Febr. Gestern nacht starb in der Zellen- chrafans.'alt Butzbach an Altersschwäche der am 5. Januar 1838 in StHnidorf, Kreis Alsfeld, unehelich geborene Johannes Herchen- röder. Er wurde am 23. Juli 1863 von den: dantaligen Großh Assiseuhvs der Provinz Oberhessen wogen eines in der Nähe von SÄzhcmsen an dem Fuhrmann Adam Müller in Eichelsachsen ver- .übten Raubnrovdes zum Tode verurteilt. In: Wege der Gnade wurde die Todesstraw in lebenslängliche Juchthnwsttast verwandelt. Trefe hat Herchenröder wn 8. Oktober 1363 im Landeszuchthai^ Mlarionschloß angetrete-r. Bei Kriechausornch wurde er van da chit deic übrigen Züchtlingen nach der Zellenstrafanstalt üverge- führt. Er hat über 54 Jahre in: Zuchthaus zugebracht :rnd war der älteste Strafgefamwne im Großherzogttm:. . Starkeubma und Rbeinhessen. ** Darmstadt, 22. Febr. Das Hoftheater bereitet für den Ddanat Mai einen Weingartner-Zpklirs vor, der unter Leitung ves Komponisten die Opern „Geneias", „Kain und tllbet" „Tanw Kobold", sowie ein Kvnzeri ir.it Kompositionen Weingartners urmgi. —, Zu Begirm der nächsten Spielzeit ist ein Richard Strauß-Zyklus geplant, in den: der „Rosenkavalier", Salome", „Ar adne auf Naxos" und ein Konzert mit Strauß'scheu Konr- pvntionen zur Aufführurrg ko muten sollen. ** Mainz, 22. Febr. Ten: Leutnant d. Res. Marx Jn- laberches Msernen Kreuzes erster und zwiüter Masse und der Hessi- ichcnr Tap erieitsmedaille, tvurde das Hessische Kriegsehrenzeichen in Erien verliehen. Hesftn-Nassim. ..)S Marburg, 22. Febr. Zu den: hier angesetzten ersten d:eslährigen Schw.'inenurrkr £>atlent sich eine Menge Kausluslige, zum Teil von weit her mit Wagen und Geschirr kommei:d, ein- geftmden mußten aber wieder von dannen ziehen, denn die Hauptsache, nänclich die Ferkel, fehlten gänzlich. Die wegen der kürzlich lbekcrmrt-gegebenen Höchstpreise " sclw.oll enden Ferkel- ^'cher hatten iricht ein einziges Tier zu Diarkte gebracht. — In ecu^- hier abgelsalterwi: Bersanrmlung der Herdbuck)gesellschaft zur .fuchwng dos Vogels berge,.' Rindes für die Kreise Rdarburg und tirchymn wurde auch üben- die Erfahrunge,:, ivcldyt man bei rotei: hessischen Hüheirvieh infolge des fehle'wen Krastftltters «nacht, m ausführlicher Wieise gespooehen. Die nreisten Züchter darüber eiing, daß die knapp- Fütterung von dieser J tinen Bielrgattung Ml über standen ivird und die Arbeitsleistung wie >cruch die Rttlck)prgiebiqkeit >venig Einbuße er- lttten l^lden. Tie Kreuzung mit Simmentaler Weh wurde nicht für gut gehntzLn wiäl di' erste Nachzucht vielleicht gut, die spätere abcw :n der Wecse ausarten würde, daß die Tiere die vorhandenen Fehler bewer Rassen auf sich veremigtei: Zusammenkunft der Lehrer der Bezirke Hungen, Gießen-Land und 64rünberg. Gießen, 22. Februar. Unser dem Vorsitz des Kreisschulinspektors Professor Dr. Alles fand heute in dein Schulhause der hiesigen Mädchenschule ^ne amtliche Zusammentimft der Lehrer der Bezirke Hungen, G:eßen-Lcnu> und Grünberg st-att. Einleitend gedachte der Vor- fttzend-c farc in: Felde stehenden, krankei: und gefallenen Kollegen. Zu der Zahl der fürs Vaterland gestorbenen Lehver des Kreises stich zlvei weitere hinzugekommei:, zu deren ehrendem 2lndenken die Versainmetten sich von ihrer: Plätze:: erhoben. Es erfolgten nun Mitteilunge:: der KreissckMllvmmission. Hierunter ist hervor- Mhebe:i, daß, >vie in den Vorjahren, so auch dieses Jahr die Absicht besteht, Stadtkinder auf das Land zu bringen. In erster Linie sgller: die hessischer: Kirrder berücksichtigt lverden. Die außerhalb Hessens wohnende:: Kinder werden durch Vermittlung des Ministeriums unlergebracht, an welck>es also dahingehende Gesuche zu richten sind. Hanptlehrer K n a n ß - Gieße,: ergänzte diese Mitteilungen noch und fügte die Bitte hinzu, die Lehrer des .Kr-eises möchten doch ihre gao:ze .Kraft einfetzen, daß es ern:öglicht werde, die .Kinder der Stadt Gießen, welchen ein Landaufenthalt zun: Teil so sehr not tue. im Kreise Gießen unterz-ubrüten. Sodann minfoe daraus hin- gewieseu, wie außerordentlich wmp chensioert und rrotwendig es sei, die durch die Schuljugeiü) vielfach mit schönem Erfolg betriebene Sammelt ätt-gkeit von Mtmaterial, Absallstosfen, Obstkernen, Brennnesseln und Wildfrü^chten mit erneutem Eifer jortzu^etzeu. und zugleich bemerkt, daß eine bessere Organisation bereits erwogen sei, die voraussichtlich zur restlosen Erfassung dieser sonst tvertloser: Dinge führen »verde. 92ach kirrzer Pause sprach hierauf Haupllehrer Bach- Großcu- Linden über die Einheitsschule. Der Vortragende entwarf an Hand der darüber erschienenen Schriften von Joh. Tetvs, von Sckwlrat Block-Darinstadt und der Kieler Thesen des Allgemeinen Deutschen Lehrer Vereins ein Bild der in letzter Zeit hervorgetret e::«: Bestte- bungen un: die ^genannte Einheitsschule, die er in die Formel faßte: Die Bestrebungen der Anhänger der Einheitsschule gehen dahin, hsetrenutos zu vereinigen und Vereintes zu trennen. Nachdem das deutsche Volk im Jahre 1871 natioiml geeint wurde, müsse:: auch die es, also die Tüchttgkeit des zukünftige:: Staatsbürgers, muß für die spätere Stellung und^ Tätigkeit des einzelnen maßgebend sein. Jeder muß an die Stelle kommen könne::, wohin er im Interesse des Volksganze:: gehört. Da dies zu beurteile:: in der erste:: Zeit des Kindes nicht möglich ist, so ergibt sich daraus, daß alle Kircher in die allgemeine Volksschule auszw^hnren sind, die dann später die Schüler dahin überführt, wo sie ihrer Vercnckagung nach hingehören. Die einzelnen Schule:: müsse:: demgemäß eine lebensvolle Verbindung darstellen, orgcvnsch gegliedert sein. Deme:llsprechend sind die entsprechenden Lehrpläne der Eigenart des zu erteilenden Unterrichts gemäß auszuarbeiten. Die seitherigen Vorschulen falle:: weg. Durch die Einheitsschule ist nebe:: der sozialen HebuiV der Schule und Lehrer in erster Linie die Durchführung der Idee von der vollkoinmeucn Bewirtschaftm:g des geisttgen Volksvermögens möglich. Einen Schritt vottvärts in dieser Richtung hat als der erste unter den deutschen Staaten unser. Großherzogtum .Hessen getan, indem es im Februar vorigen Jahres eine Verfügung erließ, wonach es gut veraickagten Volksschülern erniöglicht wird, ohne besondere Prüfung in die Sexta, iind Quinta höherer Lehranstalten ausgenonimen zu werden. Indem dieser Schritt sehr begrüßt wird, wird daran die Hoffnung geknüpft, das Schulministerrun: möge aus diesem, wie sich schm: jetzt herausstellt, gangbaren Wege unentwegt weiter gehen. Ter im allgemeinen objettiv gehaltene Vorttag, der auch den Gegner zu Wort kommen ließ, fand ohne weitere Diskussion die Zusnmmung der Ann-eseichen. AiNthNchL NacL-rkrehrett« Gottesdienst am Sonntag den 24.. Februar. Ei? ' .' In der Stadtkirche. 91 / 2 Pft. Schwabe; 11: Militär- gottesd. Pfr. Schwabe; 2: Kinderk. f. d. Mark.-Gem. Pft. Schumbe: 6: Pft. Mahr, Beichte u. hl. Abendin. s. Matth.-,u. Mark.-Ge:n. - In der I 0 hanneski r ch e. 9V 2 : Pft. Ausfeld; 11: Kinderk. f. d. Joh.-Gem. Pfr. Ausfeld: 6: Pfr. Bechtolsheim er; 8: Bibel- hesprechuug im Johannessaal. — Kirchber g. Born:. 10. — Mainzlar. Nachm. 1 1 2 . Uathottsche Gemeinde. 6Va- Gel. z. hl. Beicbt; 7: Hl. Messe; 8: Aust. d. hl. Komm.; 9: Hochamt m. Pred.; 11: Hl. Messe m. Pred.; 5VZ: Christenl., darauf Passionsand. Dienstag u. Freitag, abds. 8: Fastenand. Fveitag, vorm. 7: Segensmesse. Samstag 2. März, nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z.hl. Beicht. — Diaspora-Gottesdienst am 24. Febr.: Grünberg 9'Hungen 9sft,. (WTB.) Großes Hauptquartier, 23. Februar. (Amtlich.) Orstlicher Kriegsschauplatz. Irr Estland sind unsere Trrr.ppk.ir im Vordringen nach Osten. In Livland wurde Walk besetzt. In der Ukraine haben die südlich von Luck ergehenden Kräfte Dubno erreicht. Im übrigen nelftnen die Operationen ihren Fortgang. Die Zahl der angebrachten Gefangenen hat sich um 2 Generale. 12 Öftersten, 133 Ofsiziel^c und 8770 Mann erhöht. Von den anderen Kriegsschauplätzen Lichts Neues. Der Erste Generalgnartiermeister Ludendorff. * ^ * * * / Die Nordd. Allg. Zig. über die Haltung der russischen Regierung. Berlin, 2 2. Febr. Nach zuverlässigen Meldungen aus Ruß- lwrd kam:, )vre die „Norddeutsche Allge>neine Zeittmg" schreibt, kein. Zweifel darüber obwalte::, daß die bolschelviftische Reg-Krimg ohne weiteres bereit gewef«: wäre, die deutschen Friede::sbedi'.u;nngen, in Bresh-Litowsk zu -ltnfcxtadjnmt, wenn sie nicht die Hoffnung gehabt hätte, daß die Stteikbe.wogung in Deutschland unb Oesler- reich-U:rgari: zur Nevolntion führen würde. Em Frrnkspruch des Rates der Volkskonmftssare vom 21. Febrimr liefert zngleick) den Bo'.veis dafür, daß es der bolschewisttsckM: Regierung auch« jetzt noch genau ebenftloenig unt einer: dauernden Frieoen und um.die Wiederherdellimg fteundnachbarlichssr Beziehungen mit uns zu tun ist. Iw de::: Funkspruch heißt es? 1 : Da sich die derrtsche arbeitende Klasse in dieser dvohendw: Stmche als nnentschlossen und nicht stark genug erwiesen hat, un: die verbrecherische Hand des eigene:: Rttli- tarismns aufzuhalten, so bleibt uns keine andere Wühl, als die Bedingungen des deutsche:: .Jmpericklismü^ anzunehmen bis zu dem Zeitprmkt, wo die europäische Revolution: sie abändenl lvird. Auch diese Kuüdgeft.mg sprickK davon, ^ daß wir m:s bei den: Fria- densschluß mit Rußland bestimmte und sichere Bürgsä-aft«: für die Erfüllmrg aller Verpflichtungen gebe:: lassen müssen, die Rußland vertragsmäßig eiugehen wi?o. Dir Regklung der Uebergungswirtschaft. Berlin, 22. Febr. In der heutigen Sitzung des Reichstagsausschusses für Handel und Gewerbe teilte der Vorsitzeitde mit, daß a:n 21. Februar eingehende Verhandlungen zwischen dem Staatssekretär und dem Unterstaatssekretär des Reichswirtschaftsamtes einerseits und Vertretern sämtlicher Reichstagsfraktionen andererseits in der Frage der N e b e r g a n g s w i r t s ch a f t stattgesunden haben. Aus allen Seiten herrschte llebereinstim:nung darüber, daß auch nach dem Kriege für die ersten Jahre besondere behördliche Maßnahmen, vor allem zur Behebung des Rohstoffmangels, nötig wären. Denmächst soll'dem Reichstage ein Entwurf zu einem besonderen Ermächtigungsgesetz für die Uebergangswirtschait Angehen. Neu-e U-Voot-Erfolge. Berlin, 22. Febr. Amt lick. Nene U-Voots-Ersolge auf frem nördlichen Kriegsschwrplatz: 18 0 0 0 BRT. Unter den versenkten Schiffen befände:: sich ein großer Dampfer von über 10000 BRT. vom Aussehen des englischen Dampfers Drama. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Ter englische Hilsslrcnzer Drama war ein nettes' schnelles, mit Turbinen und drahtloser Telegraphie ausgerüstetes Schiss von 12 927 BNT. und lo'urde am 10. Oktober 1917 versenkt. An Fahrzeugen über 12000 BRT. zähl:e die englische Handelsmarine 1914 nur 71 Stück. Auch der fast täglich: Berlun vieler kleiner Fischerfahrzeuge'schädigt die Ernährung Englands empfindlich, denn die Hochseefischnei und der Geuuß von Fischen spielt drübeu- eitte erheblich wichtigere Wlle als bei uns. Vo-n der eheinals etwa 2200 Dampfer zählenden Fischerftotte ftd’. l-eute, soweit mxrij vorhanden, der größere Teil als Minensucher, Begleit- oder Wach!^ schisse im Marinedienst. Unter Hinwns am diesen Notstand be^ antragte der Abgeordnete Belairns in: Unterhause am 29. Ja-> nuar d. I. die Freigabe von 200 Fischdampfern für de:: Fang. Ter Vertreter der cn:glischen Mmiralität erividerte, daß infolge des wesenden Bedarfs zurzeit an eine Freigabe von Fischdampfern nicht zu de,:ken sei. Da der Fang eines Fischdampfers in Friedenszeiten auf einer zwei- bis dreiwöchigen Reise 100000 Pfund Fische :md mehr beträgt, läßt sich der Ausfall ermessen, den die englische Volksernährung durch dcn: U-Boot-Krieg auch auf diesem Gebiete ^erleidet. Eine neue Neutralitätsveetetzung. Berlin, 22. Febr. Am 16. Februar 1916 kurz nach 8 Uhr abends warf ein Flugzeug fünf Bomben auf holländisches Gebiet bei Hof Derneuzen. Die Bomben richteten ^ Materialschaden an. Am 17. Februar gegen 1 Uhr mittags überflogen zwei Flugzeuge holländisches Gebiet zwischen Prüggc und der Scheldc- mündung. Am 17. Februar 1918 abends warf wiederum ein Flugzeug bei Slnis-Kanal Bomben aus holländisches Gebiet. In allen drei Fällen war die deutsche Regierung sofort in der Lage, an Harw von einwandfteien Meldungen des Flugmeldedienstes rtach- zuweisen,, daß es englische Flugzeuge waren, die die holländische Neutralität verletzte::. Es ist bekaimt, daß es stets Fälle geben kann, in dene?: Flugzeuge durch höhere Gewalt gezwunge:: werden, neutrales Oüebiet zu überfliegen oder dort :wtznlanden, afc- über das Maß solcher Fälle gehen diese drei Neuttalitätsverletzwu gen innerhalb 48 Stunden dicch« weit l/inaus. Böser Wille, vollkommene Gleichgültigkeit oder eine kann: glaubliche fliegerische Unfähigkeit könne:: allein ihr Gründe sein. Dieser ^lngrisl ist wiedernn: ein Beweis der Nichtachitung der Souveränität der ::euLralen Staate:: seitens Englands und beleuchtet eigenartig die so oft reklamehaft wiederholte Behaupttmg Englands, der Beschützer de? kleinen Staaten zu sein. Die Lage in Finnland. Stockholm, 22. Febr. Viel besprochen wird in der schwedö schen Presse die Tatsache, daß 500 0 schwedische Finnen aus einer finnischen S ch ä r e n i n s e l von den Roten Gardisten umzingelt sind und dem Hnngertode zu unterliegen drohen. Die konservativen Blätter fordern energisch deren Rettung, doch erklärte der Marineminister einen: Mitarbeiter von „Aftonbladet", daß die schwedische Aktion zur See wegen der Eisverhältnisse unmöglich sei. Dagegen ivolle die Iiegierung in Helsingfors wegen des Schicksals der ungtücklick)en Weißen Gardisten besonders vorstellig lverden. - Englischer Schiffs-Verlust durch Serunfälle. Berlin, 23. Febr. Ten: L. A. znftlge hat nach der Times vom 16. Februar Sir Maoney ans eine Änftage im Unterhause am 15. Februar erwidert, daß während-des Kalenderjahres 1917^ ins- g. '-amt 69 englische Schisse, über 1600 Tonnen mit einer Gesamten nage von 245 559 Donnen durch See::nfälle verloren- c raangen seien. Dieser Verlust durch Seeunfälle kommt also auch zu den großen Verllchen ditrch den U-Boot-Krieg. Die Londoner Arbeiterkonfcrenz. Rotterdam, 22. Februar. N. Nott. Cour, zufolge erfährt Manchester Guardian, daß die englische unabhängige A r- b e i t e r p a r t e: an der L 0 n d- 0 n e r Konferenz nicht teilnehme, weil sie infolge eines Beschlusses der Arbeiterpartei und des Getoerkschastskongresses kein Recht auf besondere Bertretungi bei der internationalen Konferenz hat. London, 22. Febr. '(Reuter.) Wie ein hiesiges Blatt erfährt, wird eine Reihe^von Geiverksehaften wegen der herrschsüchtigen Haltung des äußersten linken Flügels der Arbeiterpartei eine g e w e r k s ch a f t l i ch e A r b e i t e r p a r t e: zu gründen versuchen die unter dem Einfluß des Geiverkschaftskongresses stehen soll. Aus dem österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 22. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Mgeordnetenhaus. Zu Beginn der Sitzung erklärte Ministerpräsident Ritter von S e: b l c r. Vorgestern erschien in den Blättern eine amtliche Verlantbarrmg, die davon spricht, wo gegemvärtig das Schwergewicht der Oesterreichisch^ungarischen Streitkräfte liegt. Wie aus verschiedmen in der Debatte gefallenen Aeußerrmgen hervorgeht, scheint dieses Communigue teilweise zu mißverständlichen Auffassungen geft'chrt zu haben. Zur Aufklärung möchte ich drei kürzt Bemerkungen Vorbringen: Wie ich schon am 19. Februar mitteilte, beteiligt sich Oesterreich-Ungar:: nicht an der militärischen Aktion (Beifall), die gegenwärtig von Deutschland gegen Rrtßland geführt wird. (Beifall.1 Ter Einmarsch österreichisch-ungarischer Truppen in die Uftaine, mit der wir im Friedensverhältnis stehen, erfolgt nicht. Was Rumänien anbelangt, besteht der Waffenstillstand zwischen Oesterreich-Ungarn und diesem Staate. Die Friedens- verhandlungeri beginuen in den nächsten Tagen. (Beifall.) Das Haus setzte sodann die erste Lesung des Budgetprovi- iorunni> fort. Der christlichi-soz-iiale 'Abgeordnete Hoafter wies entschieden die Ausfühvnngea: der polnischen Rvdiler gegen den Grafen: Czernn: zurück intb betonte die Verdienste bed Olafen Czernin. Bezüglich der Wügsthp nach Entlassung ällerer- Jahrgänge erklärte der Redtrer, er lhabc gester:: mit dckn: Kaiser darüber gesprochen. Ter Kaiser hob«; ihn beauftragt, dem Hm:sc zu sagen, daß es ihm die größte Sorge bereite, den Krieg fort führen zn müssen unb Paß er nichts sehn-- lick'er wünsche, all e Soldat tyrr f 0 bald als n: ögl: ch nach Hause zn schicken. (Stürmischer Beifall links nnd bei den Ukrainer:: und Hochrufe). Besonders liegt den: Kaiser daran- die alten Jahrgänge sobald als möglich zu entlassen. (Erneuter- sswinischer Beifall). Wir verttcucen ans das Wort des Kaisers; er ist ein edler herzensguter Imnii, der keine Freude am Blutvergießen und kein Interesse liat, den Krieg auch nur eine Stttnd« zn verlängeru. Wir vertrauen ans ihn imd seiner: Minister des ^leußern IGrafen Czernin, daß sie uns baldmöglichst den allgemeinen Frieden und allgemeiuc ^Abrüstung bringen nx^rden. (Lebhafter Beifall links und bei den Ukrainerin) Bezüglich der Betvilligung des Bick)getsp:iovisoriiu::s erklärte der Redner, die Gefährdung des Budgetsprovisorintns ^bedeute eine CKfät-raung des Parb:n:ents, weSl alb die Christlich-Sozialen für das Bndgetprvvisorinm sliimnen rverderi. (Lebl-afler Beifall und Händeklatseit, Wärme und Innigkeit z:r rühre:: vernwchten. "Konfekt s'eissät den Stuhlgang b©8 Erwachsenen und Kindern, Aorztlioh empfohlen! Originaldoee Mk. 1.60. r Matt Karten. Lollar Frieda Körner Rein hold Pariow Verlobte Gießen-St&rgard i Pm. 24. Februar 1918. 09496 Bei meinem Wegzuge nach Barm«tadt rufe iv aflen mir befreundeten und bekannten Persön- Hclifctten, von welchen ich mich nicht persönlich ver- abschiedet habe, ein herzliches Lebewohl *u. Wtetten, Februar 1918. 09498 Toni Sander. 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Frnsiiißk V?rßeißkriiW. Wegen Verminderung meines ViehstandeS versteigere 4ch am Dicnstac den 36. Februar 1918, IO 1 /. Uhr Tftrmätäags ' (>0444 Ü Pf-rd- 16 Rinder, %> bis 2^ jährig aegen Barzahlung. Eventuell wird auch Stundung gewährt. Hof Albach b. Sich. Karl Petry. Haferfiocken Mü Oraupeo werden gegen Mahlschein, welcher ans meine Mühle -lauten must, hergestellt bei: Acsl, Niillkt, 4Nrer-KLL'.rl^t?« b. Tarntstadl, : Tei e vbon Nr. 39. D!i!k kk«!)! »dNvriore M«18- rmäLsl'vow«, iLÄsselLsdsrrvarLLr.Le^.Lssi»- jO»«LL Bestellungen können mur bis LonMag. 34. Pew. «berücksichtigl luerbcn. fII• luialbiinfcki, WcinbaGii- Hb 3, JEclte Stein- und IDammsttraß« 41. |mifiinimiiu»»iimiiiinMinnin minimiimictiiii<ä Schwarz- ■“Theater 8 £=*1"^ Programm vom Samstag, 23., bis lnhl. Montag, 25. Februar. Albert Bassermann 1345g. Deutschlands berühmter Bühnenkünstler in Herr und Diener! 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