Nr. 45 Der •leftfncr Lvzetaer erschein» täglich, anver Sonntags. - Beilagen: Gietzever Familien dlätter; UrerUalt ftt Ni Kreis Vietze». Uezttgrpreir: monatl Mt. i .20, oicvtel- iührlich Mt. «60. durch Abhole- u. Zweigstellen monoü l)lk 1.1 >; durch die Post Alt. «.S0orerlel. jahri. ansichl. Bestell-, Aerniprech - Anschlüsse: sür d»eCchr»itlelung>13 Verlaa.O^eschä't-s stelleöl Anschrrst sürTrabtnach« richten: Anzeiger Hirtzen. *68. Jahrgang Zreitag, 22. Zebrnar *9*8 General-Anzeiger für Oberhessen .äs* Swilttngsrunddruck u. Verlag: vrühl'jche Univ.-Vuch- u. 5Lein-nrckerei R. Lange. Zchriftleiwng. GeschaftrsteUe u. Vrrickerei: 5chu!ftr. 7 . ^.nuuiftuc von Anzeige» tne Lagesirummer bi» ;u»n Nachmil»aq vorher ohne jedeVerdmdlichkeit Seilenprelse: für örtliche Anzeigen 2b Pi.» für auswä rtiq« 30 Pi., 'ür Reklamen Alt. I.— : bei Plu ^Vorschrift 2""/, Auifllilag. Hauotfchriitleuer: Aug. Goetz. BeranlivoNiich für Politik u. Feuilleton: Aug. lÄoekz: Stadt und Land, Vermischtes u.Äe- richtsiaal- W. Meyer; A,»ze»gel»le»i: p. Beck; »amtlich »n Gießen. c&a i Das Zanuar-Lrgebnis 0 Tonnen. ctm Ledebour spöttisch als „5)albgötter" bezeichnet worden sind, die aber auch wirklich, namentlich an solci-en Geistern wie den unabhängigen Sozialdemokraten gemessen, in unserem Vertrauen über alles gewöhnliche Mensck>enntaß hirrausgewachsen sind! Das ist. offenbar auch der Eindruck des Kriegs be trachte rs im Berner „Bund", der die Lage wie folgt beurteilt: „Jedenfalls ist die militärische Inanspruchnahme der Zentralmächte im Osten rwch nicht so stark, daß die allgemeine strategische Lage^dadurch wesentlich beeinflusst würde. Letzteres wäre erst dann der Fall, wenn die Absichten der deutschen uird der öster- reichisch-nngarischen Heeresleitung an der Westfront durch die militärischen Exekutionen im Osten geschädigt würden. Darüber werden wir in wenigen Wochen Klarheit erhalten. Heute können wir nur von ständig wachsender Kampftätigkeit an der alten Westfront sprechen. wo englische und französisckie Vorstöße ^ und starke Luftangriffe sich häufen. eine englisÄ-französischZ' Stvrmrgsotieu.rve oder eine doutsckie Gewral- osieilsim' abei iwch nich »um Ausbruch gekommen sind. Bricht das maximalistiche Rußland zusammen und macken die Znntral- mächte iin Osteii ein rascher Ende, so wird der Zerfall des Krieges abermals beschleunigt und seine Liquidation c r t e i ch t e r t." Es kommt fetzt endlich auch äußerlich zum vollen Ausdruck, daß Rußland besiegt, kampfunfähig und sriedens- bedürftig ist. Die Begriffe über den Friedensschluß im Osten hatten sich unter den Schlingen vvn allerlei Phrcssen und bei den Quertreibereien zahlreicher deutscher Verzicht-Poli- tKer allzu stark verschoben Jetzt aber ist von der russischen Wogienntg daS erlösende und bezeick-nende Wort ausgesprochen worden: Wir müssen „angesickM der neu geschaffenen Lage" zum Frieden kormnen. Die schriftliche Be- stättgung dos Funkspruchs ist, von Lenin und Trvtzki unterzeichnet, auf der deutschen Linie ein getroffen, und auch der russische Oberbefehlshaber Kry- ^uko hat eS für zweckmäßig gehalten, noch einmal h^ruberzufu-nk^n, daß es mit dem Friedensverlangen J£ T Maximalisten jetzt wirklich seine Richtigkeit habe. Der -Vormarsch im Osten zeigt, daß unser Sieg so gründlich ist wte nur möglich. Niemals in der Weltgeschichte ist wohl ein ^üh durch Krieg in solche klägliche Zustände hineitv- geschmeitert worden lvie in Rußland. In halbamtlichen Verlautbarungen heißt es, daß die russischen Truppen völlig desorganisiert sind und nur wenig Widerstand leisten. Unsere Truppen haben besondere Anweisungen erhalten, die Bevöl- «rmrg kn EstlMid und der Ukraine gut zu behandeln, da sie 2» ni< ^ in Feindesland kommen. Bon allen Kreisen der tvurde unser Vormarsch lebhaft begrüßt. Ein estnisches Regiment hat sich unter deutschen Oberbefehl gestellt,^ und die übrigen drei estnischen Regimenter haben dte Versicherung gegeben, nicht gegen uns zu kämpfen. Unsererseits wird besonderer Wert aus Wiederherstellung der Eisenbahnen m den besetzten Gebieten gelegt. In der Ukraine hat der Chef des Feldeisenbahnwesens die Ar- oeiten beretts ausgenommen. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien, 21. Febr. (WTB. Nichtamttich.) Avrttich wird verlautdnrt: Auf der HsMäche von Asiago und östlich der Bventa Artilleriekäntp^e. Die Truppen der Hseresgruppe Linstngen sind im weiteren Vorrücken und haben R o w n o besetzt. Der Chef des Genrralftobes. DaS Januar-Ergebnis des U-Boot-Krieges. ^ Berlin. 21. Fevr. (WTB. Amtlich.) Im Januar sind durch kriegerische Mißimlnnen der AUttelmächtr insgesamt 6 32 000Brutto-Negister-Tonnen ves für unsere Feinde ru&fwrrn Handels^iftsraumes vernich et worden. Damit beläuft sich das Ergebnis des ersten Jahres des uneinge'chränkten U-Boot-KriegeS auf 9 590 000 Brutw- Register-Tvnnen. Der Chef des Admiralstads. Rene N-Boot-Erfolge. Berlin, 21. Febr. erten Geiangenenl in Rußland versprochen hätte, dem muß die Röte des Zoims und der Ent.ü.ung em ori i en. w nn er sein Plxrntasi'ge i de mit der rauhen Wirklichkeit der hier vorliegenden Zeugnisse vergleicht. Tie Unter'kun tsräume unserer Gefangenen starren vor Schinutz und wiimneln von Ungeziefer. Tie Lagerkommandanten srnd allmächtig, ur»d glücklich der Gefangene, der die Mittel hat, sich ihre Gtrnst zu erLauien. Die Unsaicberkeit der »mssischen Gesang eirenlager erzeugt zahLreick>e Krankheitm und Seuchen. Die Sterblichkeitszifser unter den Gefongeneti beträgt nach Angabe von einwandfreien Zeugen 40 v. 5). „Das ist recht so. Hier sollen sie verrecken." hat nach eidlicher Auslage ein Rohling von einem Lagerkmnmandanten erklärt. Da es an Medikameicten und Bev- barchsstoff fehtt, wird die Watte ungereinigt immer wieder ver- wetldet. bis sie vollständig von Etter durchtränkt ist. .Kranke mit ansteckenden Krankheiten werden nicht in Isolierbaracken unfcnv ^bracht, sondern müssen mit den übrigen zuscmrmen Mann an Mann liegen. KnutenfckLäge w»d Fußtritte sind an der Tagesordnung. Und solche Greuel geschehen in der „freien" Republik, die sich allen anderen so unendlich überlegen dünkt! Es ist hl« dieselbe Sache wie überall. Ter ganze Bolschewismus ist rai Phrasenrausch. Aber dieser Phvasenrauscb wird bedenklich, wenn M» ihm das Leben von Tausenden wehrloser deutscher Mann« hängt. Abmachungen mit Rußland über die Heimbeförderuug der Zivilgeiangencn. Berlin, 21. Febr. Noch kurz vor der Abreise der deutschen Mitglieder der Petersburger Kommission haben diese mit den russischen Verttetern unter dem Vorbehalt der Genehmigung ihrer Regierrmgen ettie Vereinbarung über die Heimbeförderung der hrideneitigen ZivilangehöriPw unterzeichnet. Aus den Bestrinltrungen dieser Bereinbarun.gen ist hervorzu heben, daß, entfpreck)end dem bekanntlich nickst ratißzierten Ävvenl)agener) Protokoll, die von den russischen Truppe»» nach Rußland fort- geführten Ostpreußen ohne Rücksicht aus Mter U7ch Geschlecht in die Heimat befördert werden sollen. Bon den übrigen in Rußland zurückgehaltenen deutsche»» Zwilper-sonen sind zunächst die Frauen mrd Mädchen, die mänrrlichen Personen unter 16 »rnd über 45 Jahre, die dicnstunLau.glickien Männer innerhalb dieser Altersgrenzen. sonne die Awtzte uird Geistlichen jeder» Alters heiinzu- bcksördern. Tie Heilnbesörderung soll, soweit nicht auf Antrag Ernzelreisen gestattet nZerden, in Trarrsponen erolgen, die möglichst bald in Verbindung mit der Heimschaifung der dienstuntauglichen Kriegsgefangenen durck>zuführen si»»d. Bei der Abfertigung sind tunlichst FrauQi »ord jugendliche Personen m»tev 16 Jalpen. sowie 5kranke. im übrigen die Ostpreußen zuerst zu berücksichtigen. Wegen der Heimbeiörderung der dienstta»»gsicheu »nännlichen Zivilperson er» int Mter zwischen 16 uill> 45 Jahren nmrde eine besondere Vereirrbalurng Vorbehalten. Die deutsche Regilwung hat ihre Genehmigurrg zu der Vereinbarung ausgesprochen. Tie Gene hm i g u n gs er kl ä run g der russischen Regierung steht noch aus, indessen war bei der Abreise der deutschen Kommission bereits »nit dem Abtransrvrt der deutschen Zivilpersonen aus Petersburg nach den Gnurdsätzen der neuen Vereilcharung bosonuar worden. Rußland und Rnmänie«. Petersburg, 21. Febr. (WTB.) Meldung der P-trrs- bccrgrr Telegraphe»t-Agwltur. Ter rumänische Generalstab hat als Abgesandten Oberslen Rvdalesk mrd Hauptmanr^ Kckdere abgeschickt, dm» einen W a f f e n st U l st a n d b»s zürn 1. März zu erbitten, »nn die FriedwrsbevnMmgen an hören zu können, die von dem PrLsidwlten der französischen Mission Haupt- tmmn Reichsdainer angeblich mrgeboten worden sind. Es stellte sich jedockr herarcs. daß Hauptmarm Reickzsdamer keine Voll- »nachten hatte, vielrnehr lediglich bcauftragt war. eine russisch, rumänische Komnnssion zn bclden zu dem ZnZecke, den Stand der Dinge anfzicklären. Wir sind der Ansicht, daß Hauptnurnn Reichö- damer »rnd Oberst Rvdalesk »ms in einen gemäß dem Völkerrecht zulässigen Irrtum geführt habe»». Unsere vcvvliUionäre Würdo gebietet uns jcvoch. den Wasseirsüllsdlnrd bis zu dem festgesetzten. Zeitmrnkt iirn^uhalwn. wobei wir uns a»» die peshtescisten Bedingungen halten, »rach den«»» die Feürdseligkeiten eingestellt werden. Wir behalten uns jedock) gegenseitig das giecht vor. Truppen zu verschieben und zusan»n»onruzrelie!»_ Meichyeitig haben wir ein U1 t i m a t n m abgesmtdt, in dem wir der n»n»änischm Rmie-, c»»ng eine Frist bis »ibermorgen früh zur Annahme folaender Be- dingimgcn geben: Sofortige Räumung Bessarab»ens vvn rumänischen Truppen und gog«)»revolutionären Clen»entc»». die unter Führung Tschwbatscha»»s dorthin gebrach NRnL«, sind unverzügliche gküchrslaltung d«r besch«».g»balniue»i. Rußland hörigen und sich ans bessarabistlinn lZ)ebict hessndcmdon ßstlter. (freier Durchzug für die russischen Truppen aut wmämfdjnn (Zlebiet nack, RußlMid, Auslieferung des Generale T scher bat. schon», fcer van twr Sowiefür vogÄftei erklärt ift, Änsüese- vweq feer Schuldigen an der E rnvor d tmg fees Kameraden Rechal uiib un 6em Doix- ocr 14 m Isnrail erch-ssenen niffiidm ^©1 boten inib Molvoseu fees3 Sachets. Wir modje.t feie nnnaitiiiijen Reaktionäre davavf «Mfraerffam, baß am 1. 'iLprit 5 Ufer morgens feie Jeinfe- fdigtätcr? :m VerteidigmV der russischen Revolution nrieber fee= Irenen. Bei Hm, 22. Febr. Die Wiener Mittagszoitnug vom 20. ge> ibrnar brrngt bLqcabt offenbar trcfmrterte Zuteilung: Was Ru- m.änien betrifft, so ist Fern Ä^.icfeen dafür vor handelt, daß die Rumänen der rillen Sachage Rechnung tragen mtb feie ftonfe r«tcn#en auv ihren Niederlagen- besonoers hrnsichsticki^ feer berechtigten üulsaritcheu Forfeeruugen ziehen wollen. Für wrs ist feie Angelegenheit rftcht ferennrrofe. Wemt Rumänien, feem bet Frieden un- obwäs liebes Bedürfnis ist, geneigt ist, auf vernünftiger Basis mti uns za verhandeln. wird eS uns bereit finden, Ms die Bvlsche- witi feererk fanden, denen gegenüber \mx Irohl das fötxfj$e -an Geduld bekundeten. Gedenkt Rumänien cmders vorzu.gshen. so hat es sich die 3vk^en selbst Niznschreiben. Die Numänen sind es, feie um feie Eimetttrng von Verhandlungen ersuchten. Die schwedische Intervention tti Finnland Stvckholm, 20. Febr. (W.B.) Meldung des Svensöa Tele- gram-Byrons. MrnisterpvccfidentEden beantwortet in feer Zwei- t eit K a mm t r eine In tervellütion des linksffoMüisttlchat RiksfeagSmftgliedes Werrnerström über die Stellung der Notierung feur Fvage feer $ ir te r^etla tiioit i n Finnland sowie der Durchfuhr und ÄuSftchr von Waffen. Eden erklärte, dir Regierung' habe keiner! eh Absicht, eine' Lewaffnele Imervenlirvn zu imteimefemcn., falls das Recht mid die Interessen Schweden-s nicht Kränkungen, susgefttzt seien, feie dazu nötigen würden. Die cm gewissen Stellet^ in Schweden gewünschte Intervention erwecke starken Widerspruch in breiten Lagern fees schwedischen BvlkeS, und würde feie mm fön- dische Staatsorfemrna, feie rferen Erfolg der sckvMfeischeu veckoanE, unter einem Teile des finnischen Volkes sehr verhaßt macketl, gegen, welchen feiest- Wasfien gerichtet, würden. Die schw7.feische Regierung ^fcün nicht feie Msicht, das bestechende Verbot gegen die Durchfuhr unfe feie Ausfuhr von Waffen auWuhefeen oder zu verändern. In dieser Hinsicht seien keine Lüzerrzen,sür feie Regierung Fmnlarck>S gegeben worden. Die Regierung könne feic Bildung von lxwaffneten Korps aus scki>lvefeifchem Bvden nicht gcftalter, aler PrivLÄeute er- hielten die Erlaubnis, als Freiwillige in finnische Dienste emzu- .treten, denselben Grundsätzen gemäß, feie in anderen gieicharrigem Fällen angewmrdt wurden. rlSiprith und Lloyd George. London, 19. Febr. MTV.) Meldung fees stdeuterfchm Bu- vsauS. Asquitlr, der mit einigem Beifall begrüßt '/mnrfee, er- V&Bxix im Unter ha tu f c, Robertson habe ein großes Beispiel gegeben, denn twch allem, was yeschchen sei, brbc er ferne Dienste der Recherung jzur Berfügtirr?g genellt und eilte Stellung lan.genonrm'en, feie, obwohl sie rrrckt in lleberecnsmmnnng mit fernen großen Fähigkeiten stehe, feie tinmc war. über die feie Recherung äugenblicklich verfügte. Lloyd George bestätigte dveS. Asguith ffchr fort, ec hätte es gm: ge'eHan. wenn Die Rede Kos Prenriermrnist'ers eine Wvä,: früher gelmlten worden wärr. Das Publikum habe aus feer Erklärung Llotch Georges vom letzten Dienstag geMossen. daß feie Rechrrimg feie volle Uebereinstimmimg ihrer militärischen Bevlttlmgrn habe. Dies fei aber- offenbar nicht feer Fall. Asonith stellte hierüber einige Fra^etl an Lloyd t^eorge vlttfe wartete aus Antwort. S-erne .Haltiwtg xvd\ Protrsn' von ttrc= sckWchenan Leiten fee» Duffes hervor. Man rtef: „Sir haben kein. Kreuzverhör vorMnehmen!" LlVchfe George etfförte, feer Widerstand sei tat feer Tat sehr unerwartet gekommen. als man schon alle Schwierigkeiten übenvmiden jyn haben glaubte. Asgnith schloß mit der Erklärung, daß er feen BeÄ/üssen drs Rates von Bersaillcs feurchans nicht entgcyentreten wolle. Er sei feer ?)taimng, daß der militärische Vertreter Chef fees Generalstabes sein solle. Das Publikum, sagte er, ist über feie jüngsten Geschehnisse beunruhigt. In. feen leisten zsuei Monaten habe England JeNicve llnfe Noberffvn verloren, feie beide in hohem Maße das Vertrauen fees Lanfees. des Heeres und feer Marim' einncchmen. Die seien zum Rücktritt gezwimgen twovden. Dem Rn.ckrritt feer beider: fei eine feindliche, gewisseickoso Treiberei vonausgegangen. Er halt? es rm Interesse eines günstigen, baldigen Friedens ftrr wichtig, daß die Stimme der varlanrentarffchm Kritik nicht zum Schweigen geboacht würde. W Das uuionistifche Kriegskomitee gegen Northcliffe. Rotterdam, 21. Febr. Das unioniftische Kriegs- Komitee aus dem ettglifchen Ober- und Unterhause hat, wie v * * * ^ht englischer Angriff bei Jerusalem. London, 30. Febr. (WTB.) Melfeuug des Afeeuterschm Bu- rvillts. Amtlicher Bericht aus Palästrna. Am Morren fees 10. Februar rückten unsere Truppen auf einer Front von 15 Meilen östlich von Jerusalem mm Angriff vor. Am Mend waren alle Ziele bis zu enter durchschnittlichen Tiefe von zwei Meilen erreicht. Die tzaltung Wilsons. Berlin, 22. Febr. „TaiNiMewS" berichterc, wie feem B. T von feer Schweizer Grenze tgemefbrt wird, Präsidertt Wilson Hai in einer sreunfeschaftlichen Note an feie Mliiertn: den Wunsch nach einer Ueberprüitarg feer KriegS^sttbefichküsse der Versailler Awuferenz ausgcferücL. Französische Minister auf der Anklagebank. Berlin, 22. Febr. Dem B T. wird von der Schireizer Grenze berichtet, duß nach einer „Figaro'^Melfeung den früheren Ministern Briand und Painlev« feie D 0 r la dung zu einer Vernehmung ma ®mnb einer g.'gen sie erstatteten Anzeige für nächsten Drenstag -Kugese.lt wurde. Die berfeen Staatsmänner haben an feen letzten .Sitzungen feer ^.Kammer nicht mehr teil- genommen. Dir neue Polenfrage. i Köln, 22. Febr. Tie „Köln. Botks-Ztg." erklärt aus zu- verEsiger Quelle, daß ein Abgeordneter fees polnischen Regerii- schaftsrates in der Person des Adrutanten des Erzbischofs Ka- kowski in Berlin eingetrvffon ist, der de«! Reichskanzler ein Daud- schreibe:: des Regentschaftsrates an den Karser überreichte. * * , * Der Hauptausschuß des Reichstags und der Friedensvertrug. Berlin, 21. Febr. (WTB.) Im weiterer Berföuf ferner Sitzung hat fe.T L^ÄUptau s schuß fees Reichstagen auch den Znf-atzvertvllo zu feem Friefeensvertnug mit feer Ukrainischen Volksrepublik angenommen.. Berlin, 21. Febr. (WTB. Amtlich.) Sto-atsfekretär von Kü hl man n. begibt sich heute abend über Wien nach Bukarest. Berlin, 21. Febr. Der Laufet aus schuß fees Reichstages erörterte vor der Absftmmujng über den Friedens- Vertrag mit der Ukraine feie Frage, ob versaffungsgemäß feie sffrNmmürnrg des Reickrstages feem Vertrage in allen feinen Teilet: nötig sei. Mit Ansnahme der Vertreter feer Konservativen rnxb feer Deutsck??n Fra!Iran erklärten sich die Ausfchußmitgtiefeer für feie Zuständigkeit des Reichstages. Direktor im Auswärtigen Amt Kr: ege führte ans: Praktische Gesichtspunkte hatten dazu Ocftlhrt, den ganzen Friedens vertrag dem Reichstage vorzulegen. Es fei kaum curgaugig, aus ernzelnen Vertrn, 7 steilen einen Gesetzentwurf -zusammerurtistellen mtb diesen bem Reichstage vcn zulegen. Iudessm solle durch die Vorlegung fees FriedcuSvertragos k-ftu Präjudiz geschaffen werden, auch nickt m bezug auf 'die laiserlickicn. Rechte. Dos sei m feer Bvg ffinfeunr; auch pn Ausdruck gebracht. Berlin, 22. Febr. Die Ltmrahme des Friedensvertrages mit der Ukraine und des Zusatzvertrages im .^auptausschnst des ReichS- ixsrs eriolgte gegen zivei Stimmen der Umrbhängrgert Sozialdemo- krwen in Abwesenheit der Polen. Am dein Reiche. Dos prerchi^e Wahlrecht. Berlin, 21. Febr. lWTB.) W 0 h l r e ch t s a u s s ch u ß. Em- aegangen ist ein Antrag der Ranonalliberulen. der die Einführung! der Wahl Pflicht Vorsicht. Die Strafen für die Wahlvcriäum- nis sollen 1 dis 50 Mark bctragm, gegebenenfalls den dreifachen Steuerbetrag. Ein konservativer Antrag sieht gleichfalls die Ern- fübruug der Wahlpfliclst vor. Der Minister des Innern bemerkte, daß die Negierung im allgemeinen gegen die Einfschrnug der Wahlpflicht sei. Ein Mitglied der Zentrumspartei sprach sich gegen die Einführung der Wahlpflicht aus. Ein freisinniger Abgeordneter nckinschte, daß man den Sonntag Lls den WahltiLg festlegen sollte. Hierauf wurde vom Abschuß die Einführung der Wahlpflicht grmtdfätzlich beschlossen gegen die Stimmen feer Sozialdemokraten rrnd Polen und die beiden Anträge einem Unterausschuß überwiesen. Berlin, 22. Febr. Der Wo.hlrechtsauSschu ß fees ?lb- geordneten Hauses verwies gestern eine Idnhe von Paragraphen cnc einen Urttevaussdius) und sülnne feie Bevrrtung über die Abgwrd- netetthausvorloge vorlauftg zu Lüde. ■itt i. Köln, 22. Febr. Die „Köln. Volksztg." erklärt zur Abstimmung Über feie Wahlrechtsvorlage, die Lösung der bedeutsamen Fv>rge werde sich nach feer Haltung der Regierung lnur in der Richtung feer Sicherungen finden lassen, wie sie das Zentrum bis jetzt verlangte. Tie Regi,'rung wird von dem Grundsätze des gleickien Wahlrechts nicht abgehen. Diesem unabänderlichen Entschlüsse hat namentlich der ReickMLanzler bei allen per- sönsichen Unter ha, tnugen erneut rückhaltlos Ausdruck gegeben. Die (Änffheifeurtg wird jetzt m der zweiten und dritten Lesung fallen. Es war tmziniehmet:, daß es bis da hm doch noch zu einer Eini- gmrg zsftfä-en der Regierung und einer Mehrheit des Abgeordnetenhauses komme. » Berlin, 21. Febr. Unter neuen Anfragen im Reichstag lvesinden sich auch solche des Abg. Prof. Dr. Werner (Gießen). Eine solche lautet: Feindliche Ausländer füfeischeu Stammes haben sich sowohl bei den Lei>ensntiLtelfcknebungen im Osten als auch bei den Streikhetzereien der letzten Zeit in bemerkenswerter Weise hervorgetan. Was geschieht oder geschah, um diesem tondesverräterischen Treiben zu begegnen? Ich bitte um schriftlichen Bescheid. Während des Krieges sind eine ganze Reihe von Groß--- nrühlen afegebrannt. Ist dem ffeerrn Reicstslanzler diese Tatsache und die angesichts unserer Getreidebewirtschaftung und der Bevorzugung der Gromnül)lenbetriebe barm liegende Gefahr für unsere Bolksernährnng besmmt? Was gedenkt der frerr Reichskanzler zu tun, um den weiteren Verlust wcrwollsten Brotkorns und Mehls zu verhindern, und was geschieht militLrisch zur Bewachung der Großmühlen? Ich bitte um schriftluhe Antwort. Aus Hoffen. D^r VoranÄilsg im Finanzausschuß. 1. To rmsi a d t, 10. Febr. Ter F i n a n z- Aus schn ß iitc Zweiten Ka mmer begann heute vormittag 10 Uhr tue Beratung des Voranschlags. In erner allgemeinen Aussprache waren fick alle Mitglieder des Ausschusses darin einig, datz man sich unbeschaoct der Gründlichleit bei den Verhandlungen mög»- lichstrr Raschheit und 5lürze befleißigen wolle. — Der Vorsitzende, Abg. Tr. Osann (natl.), hat den Abschnitt M i n i sr e r i u m der Justiz (Kap. 88—9?, 136—138), für den er feie Berichtcrsdattuna übernommen hat, bereits durchgearbeitet und kann ihn dem Aus-- schufst vorlcgen. Die ncumrgcforderten StcU-en sollen mir den iw dem Geschoffskre-is der anderen Ministerien angefordertm Beamtem- stellen zusammen beraten werden, und werden deshalb hier voü der Beratung ausgeschicden. Im übrigen wird der Voranschlag des Ministeriums der Justiz einstimtnig genehmigt. Fottstbrrng der Beratungen Mütwoch vorm. 9 Uhr. — Es wäre sehr erfreulich, tvenn der Ausschuß seinen Vorsatz ausfübren und die^ Vorberatung des Voranschlags, trotz dessen durch die ZeitverlMtnisse (Personal-' mangels und Schwierigkeiten der Drucklegung) beditigten, bedeutend verzögerten Fertigstellung, so beschleunigen würde, daß die Bollversammlimg des Landtages am 12. März Mammentreten und der Voranschlag vor dem 1. April verabschiedet werden könnte^ Demr die AUgemernheit besitz: ern erhebliches Initeressc an dem rechtzeitigen Intt'afttreten des neuen Voranschlags, da^eine Verspätung des Voranschlags eilte Verzögerung des neuen Steueraus ’ schlages nach sich ziehen würde, was einen späteren Steuereingang und damit einen nicht uttbettächtlichen Ausfall für den Stactts-- säcke! bedeutet. Der Finanzausschuß wird sich darum den Tank des ganzen Landes verdienen, wenn er seine ganze Ävaft an die rechtzeitige Verabschiedung des Voranschlags wendet. I Darmstadt, 20. Febr. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer ertefeigfcc heute den größten Teil des Voranschlags. Es wurden dniriMnommon: .Kapite! 3 „Weinguts: des Gvoßherzvcflick^n Hauses". Der Vvrmtfchlag der Regierung aus den fräfeeren Erträgnissen, sow.it sie eftve vimtw.^ttigic Verzinsung des Airlagekavitals über'chvckten. einen Fonds zu bilden, und biefen, sowie er eine Mcklivn übersteigt, zur Mbürdnng von 5^riegsfehlbeLrägen zu verwenden, begegnet von verschiedenen Seiten Bedenken und svll, ebenso nie feie ÄirsteUung eines vierten Wiuz^wmntes mit feer Reg rer: mg besprochen werden. — Bei Kapitel. 10, Staatsersanbalmen, fand feer Rückgang feer Einnahmen ernste BeLchtung. — Bei 5diipi,tel 38, Gymnasien usw., soll mit der Re-- gierimg -erw'r.gmt rcerfom, ob das Gesetz vom 21. März 1914 über die tobten bei- höheren Sckxc'-en iriichl einer Llseeer-ung bedürft, da fenrcl^ dasselbe die Gemeinden zu ungleikli belastet würden ofenn Rücksicht auf ihre Leistnrngsfähigkei t. Die 'Lbnsvrfecwung neuer Stellen wird zu gemeinsamer Behcrrkfeliung z urü ck.g r st eilt. — stapitel 99—113, Voranschlag Finanzminifftriums, loirfe nenelmrigr. StÄlenansorderuugen m Kapiri 98 zurückgestelU. — Bei. Kapitel 124, Eisenbahnen, (h^dturnt imd Ergänzmtg fe'r Ban'.en und fees Fuhrparks, werden silnttticke Forfeerirngen bewilligt. —- Kapitel 11 Lotterie, Kapitel 13 Land'tänd?, Kapitel 14—22, Voranschlag fees Stacrt^ministeriums, gele-n zu Ämrerkungen keinen Anlaß, ebenso vom Boranscliag fees Ministeriums des Innern feie Kapitel 22—29 (Abt. Zentral r-'rroaltung) unter Rückstellung der in Kapitel 22 «mgeforfeerteu Stellen. Bei Kapitel 30 Provinzialfeire^- tiotron wird feie Wiefeerabfckvrfsung des Titels Kreistirrktvr gewünscht. Es wunden gencil migt.: die K.ttütel über di - Polizei ui'w. (31—34), über Kirchen (35), übet; Bildung und Unrerrtclst (36. 37, 40—42a). lieber feais neu leingefetzr. Kapitel 42b, Kinderv lege (es werden 20000 Mk. für Krippm, Kinderhorte u-?w. angeiordert), soll die Regierung näheren AussMuß geben. Kapitel 43—45, 46, 47, 48—52a, ferner feie .Kwpitel 59a, 62—63. Bei Kapitel 64, StaatsmtterMtzungskasse, sollen feie Posten Unterstützung hessischer LanfeesMchtiger (18 000 Mk.) und Erwerbslosensürsorge wÄrend des Krieges (20 000 Mk.) mit der Regierung bcsprockxm werden. Erledigt wurden die Kapitel 65—70, bi 1 : Kvpid'l über Lorrdwirtschaft (71—73). Bei Kapitel 74 werden Stellenaniorfeerunscn zurück- gestellt. Bei Kapitel 75, Lanfegestüt. säüägt fest Regrerung vor. wcht mehr wie seither 10 Ml. Deck- und 10 Ml. Fohlgelder m etfee&eii, sondern nur noch 20 Mk. Deckgelder. Der Ausschuß ist dafür, 10 Mk. Teck- und 20 Mk. Fohlgelfeer zu erheben. — Endlich werden rrock genehmigt d-ie Kapitel 7a—9. 128 uub 132. Der Ansscliuß wird ain nächsten Dienstag, vmm. 10 Uhr, die Beratung fees Voranschlags vollenden und am Mittwoch in die Beratungen mit der Regierung ftntteten. * ^Berichtigung In dem Bericht über feie Reichstags-- sitzung vom 20. Februar in Rr.44 fees „Girßener Anzeigers" ist ein Druckfehler unterlmisen, feer zu Berwechsiuugen führen kömite. Iln dem Absätze über die Ausff'ihrun-gen des ?lbg. Ledebour (Unabh. So^.) darf natürlich der Name Dr. S t r e s e m a n n rftcht pespxrrt gedruckt sein, so daß feer Eindruck erweckt wird, als ob Dr. Sttesemann feie folgenden Worte gesagt habe. Vielmehr gehören feie beiden Misäye bis zu „Abg. Radziwill" zu feen Ausführungen Lcdebours. Ans Sradt und LanS. Gießen, den 22. Februar 1918. ** Einbruchsdiebstahl. Vergangene Nacht >vmche an einem Geschäftshaus aus dem Kreuzplatz ein Aus hänge kästen zxa brachen und daraus lveiße Spitzen im Werte von 70 Mark eni* wendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei «itgogen. In; Herz der Ukraine. Zins Herz der Ukraine führt die deutschen Streitkröfte, die beiderseits von Luzk den Bor marsch Dtgettetetr haberr, die Bahn- Linie, die über Rowno nach Berditschew imb von da weiter mich dem alten Kiew führt. Es ist dies die uralte, für das Völker- und Handelsleben des europäischen Ostens hochbedeutsame Straße, die Polen mit dem (Gebiete des Dnjepr und mit Südrmüaiw verbindet, und auf feer sich schon seit vielen Icchrlrundertett, wie die Heere»-- AÜge der Eroberer, z. B. der Mongolen im 13. Jahrhundert, so auch die friedlichen Züge des Handelsverkehrs bctvegt haben. Auf dieser Straße hat Wolhwlien von jeher den Reichtum seiner Wälder den Gebieten PvleitS, Galiziens, Ostdeutschlands zugeführt. Diese Babn- linte ist aber Mgleicb mich geograyhitckr von befonderem Interesse, denn sie bezeichnet die Mittellinie zivischen den becden venätzedenen Teilen, aus denen das wolhynisch' Land bestebt. W«s nördlich dieser Linie liegt — so tarnt man int ganzen mtb großen das geogoiphi-- sche Verhältnis kennzeichnen —, ist von anderer Natttr, als was sich südlich davon uusbreitet. Den Mrden beherrscht fettes unge- haure Sumpfgediet des Privjetslusses: die Poleßje, an deren West- rortd der deutsche Vormarsch bisher Halt gemacht hatte, und die alle großen L>cerftraßen und Bahnwege scht durchweg in weitem Bogen umgehen. Au sie schließt sicki eine EbenenllNtdschQft irrt, deren hauptsächliche Elemente Wälder und Sümpft sind. Die Wäl^ der dieses 'Bezirkes sind reich uno mannigfaltig: der beherrschende Baum ist fevc Fichte, feie mächtisen Strecken mit ihrent dunkeln Nadelkleide das Gepräge aujdrüctt; aber auch herrlickn Eickwit- und Dilchenbeftämde. Birke, Erle und Espe gedeilntt reich auf diesem sumpsbestanden^n Dioden. Uebcrschreitcn wir damt aber feie Dahn-- lime, so besinoen wir uns in einem anderen Gebiete: in der Plai- tenlocndschafl von Südwolhtmien, und damit liaben wir feie große PLatte der Ukraine erreicht, feie sich in einer mittleren MeereÄwhe von 2lX) bis 250 Metertt bis zum Schwarzett Meere erstreckt. Hier Vvetet der LcrMÄaft ein anfeeres Bild: sie zeigt flachgewellie Ackerflächen, von waldbefeecktvil tzügcm nwsäumt, breite, flache Maßtüler mit santten Gehängen und versumvften Talböden. Wie mcat steht, ist es eine irrtümliche Vorstellung, sich diesen Teil der Utnaov ote «tue üöliae, grenionlo^ Ebene vorzustellcn. Da-- ist um so weniger der Fall, als von Galizien und Podolien her das dortige Äoch- und Hügelland mit kräftigen Auslärffern nack) Süd- wolbtpriett vorstößt. Es erreicht ftinen Höhepunkt in dem maleri- scheit Hügellande von Dübno, wo es bis zu 340 Metern anftcigt. Ans diesen Höhen haben feic Flüsse ihren Ursprung, die dem Priptzet zuströmen, und hier ist auch feie Geländebilduuq feer Anlegung von Befestigungen am Atrnstiigsten gewesen. So ist hier das bekcmnte Festungsdreieck Luzk, Dubtw, Rowno entstanden. Das sind heut längst vergessene Plätze, die nur fttzt durch den Krieg) wieder in das Scheinwerserücht der Geschichte $rrü(Tt worden sind. Aber die Geschichte, die sie hinter sich liaben, ist lang u,ld bewegt gemm. So bildete Luzk einst die 5)auptstadr eiites eigenen wol- bvnische.n Fürstentums: rm Jahre 1426 fand hier ein Kvngreß der Fürsten von Osteuropa statt, und noch in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderte zähtte es zu den Groststädte.n des slawischen) Europas. Dubrw ist sehr malerisch auf einer Halbinsel gelegen, feie der Jkwastuß beinahe ganz nmströmt. und die Festemgsanlagen werden vollendet durch Ronnw. das noch in der Mitte des 18. Jahrhundetts die glanzvolle Residenz der Fürsten Lubomirski war. Heute sind all diese Städte nur noch Handelsplätze, feie fast durchweg von den Juden beherrscht werden. Derm tvenn auch die Iikfeen fnur ettva 13L v. L- der Bevölkerung öÜden, so sind sie doch fast ganz in feen Städten zusamnrengeströmt, wo sie das in der Zett der Polen Herrschaft verdrängte ukrainische Bürgertnm ersetzt haverr. In den mittleren und tteitreren Städteit bilden die Inden oft die Aälfte, ja selbst einen noch größeren Bestandteil der Bevölkerung. Erft im Süden stöA feie Balmltnie in das eigentliche Schwarz erdogebftt vor, jenen Teil der Ufraroe, atu dem ihr unerschöps^ licker Reichtum beruht. Sonst herrscht in Südwolhymen Lehm- und Sandboden vor, der ledoch vielfach gleichfalls sehr ergiebig ist. So ist es erklärlich, daß auch schon dieser Teil der Ukraine zu den wohlhabenderen u:td bevölkerteren Be zirkelt Rußlands zälstt. Die Bevölkermtg von Wolhynien wird aus 4 Millioneti berechnet, imb die Landwittsä-aft, die lick) hauptsäckchch kämpstes Pwl4em: die Ehrenverrufsfvoge des deutschen Berbm- d uitgsweftns. An dem ttagischen Ende eines ßvlzen und ausreckftM Mannesckaraktcrs und feem dadurch zerstörten Lebensglück einer liebenswerten MädcheLtgestalt wird die Frage in ihrer itnhftlooU«^ Konsequenz aufte^oigt und m iüeidsfös dem ttagisck^li Ausgang zw« Ä rn unserer Zeit, die auch dem akademischen Leben *mte Wege, neue Ziele nach dem Krcege darf dieses Dramck als ein Bvrkämpftr fees neuen (sftistes begrüßt iwrbm. Es ist aber auch um ferner selbst nnckien. als Erpoo>nug einer starken drama» ttlckien Beg.ttnmg, ntcht gering bewerten. Eine Kandturrg vo-nj scharf vorwärtstterbender Be.r^guitg, kräftig innrissene Oftstalten. echt twettm^eö wnd a.ich tta-gifches Empfinden nehmen feie A-ntetlnahme des IZnsck-auers gefangen und erhalten sie sick> lckS zu dem nt stari^er Erschütterung herau^warlviieten Scküuß Bon d«n Leiter der Ersenacl^ Bülme, Dirrfftor Tren, aufs besft: tmiljerfttYt N^waun sich das Stück einen unbesttittonen Erfolg, der sich nt dreien Hervorrufen dos Dichters u:D feer Darsteller bv- ttmdeü?. Giekener Hochschulgesellschaft. Am Hörsaal des medizinißHon Institutes fanb am Donnerstag >te Gründimg der ©ie-fjnu'T Hochschutgesellscha f t statt. Sic war besucht von 90 Personen, unter welchen Vertreter der Vießener, Offenbacher, Mainzer und Wetzlarer Industrie bemerkt Wurden. Die Mainzer .Handelskaminer war vertreten durch Herrn eKh. Kommerzienrat Tr. B a m b e r g e r, die Gießener durch berrn Geh. Kommerzienrat .Heichelheim, für die großherzog- «Aiche Staatsregierung war erschienen Herr Sdaatsvat Dr. Ernst Weber aus Darmstadt; die 2. Ständskammer war vertreten durch Herrn Justizrat Dr. Osann und Herrn Landtagsabgeordneten Brauer, den Referenten des Finanzausschusses sür die Umver- sitäts-iAngelegenheiten. Herr Provinzialdirckror Geheimerat Dr. Usrnger und Se. Magnifizenz Herr Rektor Geh. Hofrat Dr. Gisevius mit fast dem gesamten Lehrkörper der Universität, weiter auch nahezu sämtliche Stadtverordnete waren anwesend. Die Versammlung wurde eröffnet durch Herrn Geh. Hofrat Dr. Behaghel. Er vollzog den Gründungsakt,-stellte den Satzungs- entwurs zur Beratung, der einstimmig und ohne Aenderung angenommen wurde, und leitete die Wahlen für den Vorstand und den Verwaltungsrat ein, welche folgende Resultate ergaben: Zu Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: 1. Beigeordneter Geh. Kommerzienrat E m m e l i u s-Gießen, 2. Beigeordneter Juftizrat Grünewald -Gießen, 3. Geh. Kommerzienrat 5^ erch cl heim-- Gießen, 4. Kommerzienrat Klingspor- Gießen, 5. Fabritvesitzer Dr. Leitz-Wetzlar. Die Universität entsendet als Mitglieder des Vorstandes die Herren: 6. Geh. Hofrat Professor Dr. Behaghel- Gießen, 7. Geh. Medizinalrat Professor Dr. Strahl-Gießen. Tie Wahl zuin Berwalttmgsrat, der ans 36 gewählten Mitgliedern und 6 von der Universität Delegierten bestehen soll, ergab folgende Herren: Fabrikant Max Bänninger, Gießen: Geh. Kommerzienrat Tr. B a m b e r g e r, Mainz; Ärndtagsabgeordneter Oekonomierat Breidenbach, Tvrheim: Bergwerks-direktor Bergassessor Brock ho ff, Betzdorf, (Vertreter der Firma Fried. Krupp, A.-G., Essen): Brauerei- und Gutsbesitzer Georg Bichiller, Gießen; Landgerickttsdireklor a. D. Bücking, Gießen; Geh. Justizrat Cause, Mainz; Kammerrat Ludwig Elemm, Winnerod; Kommerzienrat C lv o s, Gießen: Geheimerat Dr. Dr. Dietz, Darmsladt : Kommerzienrat Tr. Ernst E s ch, Darnrftadt: Koimnerzienrat Böhm, Offen back): Geh. Kommerzienrat Dr. W. Gail, Gießen; Kommerzienrat Felix Ganz, Mainz; Bergrat Grübler, Wetz- Aar, (Tireklor der Buderusscheic ^Eisenwerke; Kommerzienrat Gr ü n e w a l d, Atsfelv: Bantdirektor >%. Heichelheim, Gießen; Fabrikant Julius.Heyne, Ofsenbach; Oberbürgermeister Keller, Gießen; Fabrikbesitzer Kar! Klingspor, Offenbach; Buckidruckereibesitzer Lange, Gießen; Kommerzienrat Langsdorf, Friedberg; S. Erlaucht Wilhelm Gras zn Solms- Laubach, Arnsbirrg: Professor Dr. Leutert, Gießen: Fabrik- L>irektor Friedrich May, Mcßen: Geh. Kommerzienrat Dr. m,cha.t erörterte, und namentlich hem Bedenken widersprach, da,; etwa die GeMMrft ?lufgaöaa übernehmen wolle, die deni Stairte vüftegan, ergriff das Wort Herr Saatsrat Dr Weber, namens der ßbvosch. Staatsregieruag . welche jilw lebhaftes Interesse und ihre loärmste Sympathie für die 'Gesellschaft zum Ausdrrlck bringen ließ. Sodann begrüßte nameiis der LamdesurnbersiLLt Se. Magräi^cnz Ler Rektor, Herr Geh Hofrat Professor Tr. Gisevius die GesellschafÜ; ihm folgten nchnens der Stadt Gießen der Oberbürgermeister Keller mit einer zu Herzen gehenden Ansprache. Namens der Zweiten Stände- tämmer sprach Landtagsabgeordnoter Dr. Osann seine Freude über das Zustaudetloinmen des hochwichtigen Unternehmens aus, während Herr Geh. Komnlerzienvat Heichelheim sür die Handelskammer Giesen ntit tiefernpsundenen Worten Sympathie und lebhaftes Interesse zmn Ausdruck brachte: er betonte, daß die Handelskammer der jungen Gesellschaft Unterkunft und Obdach, Hilfe und Mitwirkung gewährt 1-abe, und wäusckfte ihr eine gedeihliche Entwicklung zum Segen für .Handel uno Industrie, wie sür das gesamte roirtschaftliche und geistige Leben. Sckssieß- lich überbrachte Herr 0)eh. Kominerzienrat Tr. Bam be r g e r die Grüße der Mainzer Jndustrie.len und Hansel streife, deren leb- lMte Zustim'nruNcg zu der Errichtung der tzsesellschaft er betonte, mi^ dem Hinzufügen, daß eine große Anzahl l-ervmwagender Mainzer Jndnstrilxssen ihre Mitwiri!uug in Aussicht gestellt habe. Herr Justizrat Grünewald sprach die Ueberzeugung aus, daß die nmgegründete Gesellsckiaft ein wichtiges Bindeglied zwisch^eNd Universität und Bevölkerung, Wissenschaft und praktischem Leben bilden werde, und den Wunsch, daß der heutige Tag einen verheißungsvollen Anfang sür ein gedeihliches Zusammenarbeiten bedeute. Nach Schluß der Versammlung bc- tziaben sich die Teilnehmer unter Führung des Herrn Professors Jesionek in die Lupusheckstätte, um die dortiger! therapeuti-- schen Einrichtungen zu besichtigen. Dem Vernehmen nach folgtm sämtliche Hörer mit größtem Interesse den Mitteilungen des Hernl Professors Jesivnek über die Ergebnisse seiner Forschuncen, bei denen er eine Anzahl von Kranken, die tecks in der Hellun.« ve- grifsen, teils bereits vollständig geheilt waren, vorstellte. Es ist sicher, daß das Interesse weler Teilnehmer in außerordexillichem Maße ans diese segensreiche und hochwichtige Anstalt geleM worden ist. Im Physikalischen Institute erläuterte sodann Herr Geh. Hoftat Professor Dr. König die verschiedenen Methoden, durch welche Stickstoff ans der Lust gewonnen und Salpeter 'cherg^tellt toird, indem er mittels schöner Apparate die verschiedenen Verfahren demonstrierte. Seine Ausführungen wurden ergänzt durch eine weitere Darlegung und Demonstration des Herrn Professors Dr. Elbs. Die Tecknehmer an der GrüEurrgsfeier vereinigte sodann ein zeitgemüß einfaches Mäbl im „Fürstenhof", bei welchem noch man- ä-es gute uud schöne Wort gesprochen wurde. j Hessische \ i Juwelen-und Goldwoche ; « ■ ! Schirmherr: Se. Kgl. Hoheit der Grofiherzog. '• m ■ - Die Goldankaufsstelle j » ■ » nri Gebäude der Bezirkssparkasse (Johannesstr.) ■ ist anläßlich der 1157D ■ i hessischen Juwelen- und Goldwoche : -■ ■ ■ morgenvonnittagvonlO-12^Uhr [ j —geöffnet. ' J l Der Ehrenaasschuß der Goldankaufsstelle Gießen. • ** Amtliche Persvnalnach richten. Der Groß- herz>og empfing zuni Vortrag: den Sta-crtsminister Dr. von Ewald, den Adrnisder des Innern Dr. von .Hombergk zu Bach, den Generaladjutmtten General der Kavallerie von Hahn, den Vorstand des Kabinetts Wirkl. Geh eimrat Nömheld. ** A u s z ei chnnn g. Dem Lcnck>sturm7n>aml Konrad R e u s ch wurde das Ecserne Kmuz 2. Klasse vettiehen: die Hess. Tapfer- keitsmedaille ist bereits in seinem Besitz. ** Zur Hessischen Gold- und Juwelen-W oche. Lkuf jeden einzelnen kommt es an. auck, bei der Gol^ablieferuug. Glaube niemand, sein bescheidener Beitrag sei nicht nötig. Auch die Neinste Gabe ist wichtig und notwendig. Biele Wenig machen ein Viel. ** Besitzwechsel. Der Jtchaber der^ Kürz-- und M-ode- waren-Großhamdlung Siegmund Jakob kaufte für 95000 Mark das Anwesen Bahlchofftraße 54, bisher August Montanus 1 gehörig. ** Ent las sung von a. - v.-La nd w i r t e n. Dan stell- vertretemdea General Kommandos wurde aNhemrgegeben, die Ent^ lasftmg von a.-w.-Heimat-Landwirten zu verfügen unter dey Voraussetzung, daß ein Notstand anerkannt ist und die Entlassung ans dem Wege der Rekla'.nation erfolgt. ** Konz e rt rei.se nach Du l g a r ien. Der auch hier bekannte Violoncellist Professor PaulGrümmer aus Wien ivurde für Monat Aprck (während der letztisn 4 Jahve zum 3. Male) für eine Konzertreise nach Bulgarien veryflick^t. Der Künstler wird in Sofia mit denx Kgl. Orchester die Konzerte von Dvorak, Wein- gattner und Bocchenni vortragen. ** Oes fen t l ich er Vortrag. Montag den 25. Februar srndet im Hotel „Fürstenbss" ein Bittrag von Frau I. ^lpolant >auS Frankfurt a. M. über das Thema „Wavum fordern wir Frauen das Gemeindewahlrecht?" statt. Siehe Anzeige. ** Lichtspielhaus Bahnho fstraße. Von morgen ab kommt der Film „5M-enluft" mit Hemch Porten in der Hauptrolle zur Dorftlhimna. Siehe Anzeige. ** Schwa rz-W eiß-Theater. >VMi rnvrgen ab lvivd ein Film vorgefülwt, der Alfred Bassermann in der Hauptrolle zeigt. Sielw Anzeige. Landkrkis Gletzkn. ** Lang - Göns, 21. Febr. Das Eiserne .Kreuz erhielten Wilhelm Herbel und Ernst Webex, die Hessische Tapferkeits- medoille Sck"oei^ermttster Wilbelm Hvfmann. —m. Villrn g e n, 21. Febr. Wilhelm Strack von vier erhielt die Hessische Tapferkeilsmeoackle. Kreis Büdingen. # Büdingen, 20. Febr. Die Firma Gebr. Müller- Dorsten hat hier ein Anwesen Mt Baugelände in der Bahnbof- sttaße känftich für 46 000 Mk. erworben, um darauf eine Konserven- und Äu-ist^wnigsabrik zu errichten. — Nidda. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt Heinrich Fleischer; dasselbe Ehrenzeichen erhielt der Gefreite Heinrich Lehmann. — Nieder -M o ck st a d t. Zu Sergeanten befördert wurden die Unteroffiziere Herxnann Krieger und Karl Schöhl. — Rinder- bü g e n. Das Kriegsehrrnzeichen in Eisen, früher das Eisernck Kreuz, erhielt der Schütze Christian Keuper: sein Brtider Sergeant Wckhelm Keutzer erhielt die Hessische Tapserkeitsmednille, ftüher das Eiserne Kreuz. — Düdelsheim. Das Eiserne Kreuz erhielt der Ersatz-Reservist Heinrich Mahr. — Raustadt. Das HiesUche Kriegsehrenzeichen erhielt Lehrer Georg Lehr, Leut- rmnt d. R. Kr^iS Schotte». up. Aus dem Vogels borg, 80. Febr. Wmu auch zur Zeit die Wildbrrtpreise auf ftüher nicht gefarmter Höhe stehen, sv brachte doch dar sckckechte Wildbestand den Jagdpächtern einen starken Ausfall an Eitmahineu. Die'er Ausfall wird aber mehr als ansgeglichm durch den gnt-en Bestand an Fückii^ und dem außerordentlich hol-en Preis für den Fuchzbalg. Wenn der Jäger das Glück hatte, ein TutE".id Füchse z-n erlegen, so farmte er hierfür wolck an 1000 Mark erzielen. rlikiS Fricdverg. O. Bad-Ra u he im, 21. Febr. Dir tw>m Großh Ktrr- dicekwr nou emgerichttteu Kwumermufik«ALande des Bad^Nane heimer Streichquartetts wurden gestern im Thvatersaale des Kurhauses mit großem Erfolg eröffnet .... Bad-Nauheim, 21. Febr. Ter hiesige Zttrr- und Ber- schonerungsverein blickt am 25. Februar auf ein 50jähriges Bestehen zurück. Starkenburg und Rhcinhessen. ch. Bingen, 21. Febr. Die hiejigeu Schulvorsräude und die r( Sn^ teüxn Schulen sind unter dem Vorsitz des Herrn Schulrat Müller zu enter Sitzung zusammengetreten, um über die rirage, was geschehen soll, um der zunehmenden Verwilderung der fugend entgegenzuwirken. zu beraten. Entspreck-end den Vorschlägen des Schulrats und unter Zustimmung des Bürgermeisters Aussicht genommen, aus den Knaben der oberen Klasse Helserkolonnen^ sür landwirtschaftliche, gärtnerische und Weinbergs- bcken zu bilden. Ferner soll, um eine ftän.dige und geregelte Beichastigmrg für 'die^ größeren Schu'lknaben zu haben, nach dem 49>rgeben anderer Städte ein Knabenhott eingerichtet werden. Fr. Aus dem G rv ßh e r zo g t u m Hessen, 21. Febr. Als allgemeine evangelische Kirchensteuer wird für 1918 ein Zuschla, von 12 vom Hrnldett zur Staatssteuer erhoben Fabrikbrarw. P P v e T s elheim, 21. Febr. Die Rheinffche Kaffee Essenzsabnk von Wilhelm Eckhard ist Mittwoch früh vollständig Tnedergebrannt. Der Schäden ist sehr bedeutend, da alle Warenvorräte von den Flammen vernichtet.wurden. Unter den Vorrät«» befanden sich auch erhebliche Zuckermengen. Die Brandursache rtrttz ?’ J \ Dbebe^ zutt, die vernxutlich >in einem Gänsestall, de» nu otm^öf^ern hantiert haben v Desskll-Nmw». . = ® ° k m bür« d.L. » 21. 8*r. 5nw ge ^rzschluss-8 einem Kabel der Ueberlaxidzenttale ist dxe Stad-. I>eute früh ohne ekftrifrfxm Strom. Alle dem Elekrriz.it ätswer: ^geschlossenen Betriebe ruhen. Auch die beide?! hiesigen Zeitungen -rsck^inen nicht. Die LoLalbahn Frankfurt—Homburg verkehtt nur HZ an die Gas- «änstÄt. An welcher Stelle der Kabelschaden eMstaid, konnte noch nicht ermittelt werden. Das zur Aushckse herange;ocxene Hamburger Elektrjzitats^verk erlitt bei der JnöetrlÄdsetzirng nnen Sckwden an den Sichernngsapparaten und mußte auch vorerst stillgelegt werden. = Franksu rt a. M., 21. Febr. Der Millionenkonkurs des Abzahssmgsgeschäftes W. Fuchs wird jetzt nach mehrjähttger Dauer sein Ende erreichen. In dem ZwangsvergleickMermin er- igab sich eine Mehrheit von über drei Millionen Mark für den Zwangsvergleich. Das Gericht vettagte die Entscheidung über die Bestätigung des Zwaugsvergleichs. Sollte die Bestätigung nicht erfolgen, so kann aus verschiedenen Gründen eine Beendigung des Konrurses nicht vor dem Jahre 1925 erivlgen. mr. Frankfurt die Stelle hatten sich etwa 100 Herren beworben. <9cricbt*faal. Zmn Pirmasenser Raubmord = Zweibrücken, 21. Febr. Heute hat Otto Gebhardt ein Geständnis abgelegt, daß er den Schnhwarenhändler Löwenthal aus Berlin im Stteit erschlagen und bk Leiche im Garten der Parkbrauerei in Pirnxasens vergraben hat. Schott vorgenom- mene Oftabungen bestättaten die Aussage. Tie Leiche würbe in einen Sack genäht und stark verwest an der mrgegebenen Stelle mlsgeftmden. Die fehlenden 40 000 Mk., die der Errnordtte bei sick trug, will Gebhardt in ^Saarbrücken versteckt haben. Letzte Nachrichten. (WTB.) Grohes HauptlNlartier. 22. Februar (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In einzelnen Mschnitttn Artillerie- und Minemverfer- tätigkeit. In kleineren Erkundungsgefechten an der Bahn Mern—Routers wurde eine englische Fewwache überrumpelt rmd gefangen. * In den letzten drei Tagen wurden im Lnfttampf und von der Erde aus 24 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone ab- gefckwssen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe von Eichhorn. In Estland wurde Hopsa genommen. Das l.estländische Regiment hat sich dem deutschen Kommando unterstellt. In Livland stiehen rmftre Kolonnen iwcr Ronneburg. Wolmar und Pandau hinaus Unter dem Jubel der Be^lkerung sind unsere Truppen in Rjezyea eingerückt. Bon dort stießen sie bis Ljuznn vor Minsk wurde besetzt. * Heeresgruppe Linsingen. Bei der Unterstütznng der Ukraine in ihrem Befreiungs- kanrpfe wurden Fortschritte erzielt. In Nowogradwolynsk haben wir die Verbindung mit ukrainischen Abteilungen auf. genommen. Andere Mlonnen marschieren o»tf Dutmo. Der Erste Gcneralguaniermcifter Ludendorff. Bour te msrite. Berlin, 21 Febr. (TOll Nicsttamtlich«? Ter ..RttcW, onzciger" meldet die Verleihtnm des Ordens Bour lc moritt an den General der Kavallerie Frei Herrn hon Richthosen * M #• - M mB Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, dass unsere liebe, unvergessliche Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Eiisabethe Weiss Ww. geb. Luh im 62. Lebensjahre nach längerem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: iiidwlg Weiss, z. Zt in Gefangenschaft in Frankreich Heinrich Weiss, z. Zt. im Felde, und Familie Karl Weiss und Familie Wilhelm Stamm, z.Zt. im Felde, u. Frau Kath. geb.Welse Anna Weiss Grossen-Linden, Hamburg, den 22. Februar 1918. Die Beerdigung findet Sonntag den 24. Februar, nachm. 3 1 /, Uhr, vom Sterbehause aus statt. 1888 Oesfentlicher Vortoag Montag den 25. Februar, abends 8 Uhr im Hotel „Fftrstenhof“ Vortrag m Fm Z. Atlant M FrRksvrt a.M. Leiterin -er Zentralstelle für Frauenarbeit in der Gemeinde über: >f Karten zn f M.u. 50 Pf. im Vorverkauf bei Herrn L. Lhallier, Neuenweg und abends an der Kaste. mm LLa. ventscher Zrasevverein rMee-Zraueiwerein Elisabethen Verein Evangel. Semeinde-Zrauenverein Kravenbund der Ventschen Koionialgesellschaft Zrauenverdand der Deutsch. Luftflottenvereins Krauenverein vom Roten Kreuz f. d. Kolonien Eichener hausfrauen-verein Israelitischer Krauenverein Kindergarten-Verein Lehrerinnen-Vereia Rechtrschutz-Verein Verein Freundinnen junger Mädchen Verein für Krauenstimmrecht. ! Schwarz-Weiss'Theater Ab ■•rgen Samitag Deutschland* berühmtester BühnenhOoitler Uraufführung 18 „ Herr Albert Bassermann [ in seinem neuesten U&d SlS&Sf Gestern mittag 3 TThr verschied sanft nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwager und Onkel Heinrich Schwan. Giessen (Hammstrasse 4), den 21. Februar 1918. Die Beerdigung findet Bonntag, 24. Februar 1918, nachmittags 4 XJhr auf dem Neuen Friedhof statt. ttu In tiefem Schmerz: Emma Schwan geb. Ockel Johanna Schwan Marie Schwan. Statt Karten. Heute entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Altbürgermeister Heinrich Feldmann I. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Frau Marie Feldmann. Lauter, den 20. Februar 1918. Die Beerdigung findet statt Sonntag, 24. Februar 1918 nachmittags 2 l / 2 Uhr. 13,7 Männer u. Frauen (auch auswärtige) finden dauernde Beschäftigung. Eiikinmk Schn, MiiWttthkiiMle, 1296 tn. !b!i erfahren in Wasser-, Kanal- u. Erdbewegungsarbeiten. tüchtig unn energisch, gesucht. 1881 II. DcrlicSs, Wetzlar. MOindtt zum baldigen Eintritt gesucht. Brühl'sche Druckerei (Süßen Schulftratze. Zuverlässiger Maschinist s. stationäre Damvsaulage gesucht. Angebote mit Ge- haltsansprüchen an Hübentdal'sche Damvsschrcinerei und Sägewerk W a t d b r 6 1. Plahardeiter gesucht. 1328 Eisenwerk Haiger Margarctenhütte. Gärtner tüchtig im Gemüse- und Obst bau. alsbald gesucht. Kriegs« beschädigter bevorzugt. Heil- und Psiegcamtalt Gienen. 1185 Jnnses GascbÄltstatlrsdiehea gesucht SeltcrSweg 89. CVUI Sungcrcr HmSbiirslhe gejucht. 01)504 Gebrüder Stamm. GUrtner*L.ehrllus. Braver Junge kann die Gärtnerei bei gründlicher Ausbildung unte»- günstigen Bedingungen erlernen. '*‘ a> Wild Moier. Gärinereibcs. Tiichtiqer Lehrling für Kontor und Säger gesucht. Selbikgeschriebene Angebote an Wild. Wallenfel» Lob« Braugasse. 09(57 Kräftiger Lehriillg für Bureau ».Lager ». sofort oder später gesucht. 1106 K. Köhler, kt». Kolonialwaren-, Eisen-, Dielen- u. Diingemiitelddlg. Lehrling für Poltterwerkstätte aus achtbarer Familie geg. Ber- gütuug für sofort oder später gesucht. 965 IS. 8 Ä Kriisli-k |rn zu einer Botensahrt deSNachmittags gesucht. 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Der Vorstand besteht aus 3 Mitgliedern: Karl Bommersheim in Bettenhausen, Heinrich Dietz daselbst, Wilhelm Köhler III. daselbst. Die Willens- ei* bringen des Vorstands erfolgen durch mindestens 2 Mitglieder. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genoffenschaft die Namensunterschrift beifügen. Die Einsicht der Lifte der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts jedem gestattet. Lich, den 15. Februar 1918. Grohh. Amtsgericht. 1327 8 Rüben- und Gemüse-Verkauf. VERKÄUFE Bet der ftnbt. Obst- und Brandvlatz ", kommen Dienstag tan Gelbe Möhren, Kohlrabew L Gemüse zum Verkauf. Gemüseverteilungsstelle, Donnerstag und SamS« >eihrüben und Schikoree' ScvüueS, solid gebautes L a n d h a u s an einer Eisenbahn,'mtion des Kr. Friedberg, i. d. Nähe eines Badeortes u. einer Stadt mit höh. Lehranstalten, m. 7 Zimmern, L Manf., Küche, Keller, Boden, Stallungen mit Re« mise u. ca. 1600 qm Gartenland ist zum Preise von 25000 Mark sofort zu verkaufen. 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März, vormittags 9'/, Ubr be- tahOtend, werden bei Gaüwirt Hörle zu Merlau aus den 'Diitvikten Haacb GänSheege, Burgwald. Beunemald und 4Lichheege der Foruwariei Merlau, sowie den Distrikten Sinnes und Kammerwald der Forstwariei ^ehnheim versteigert: 2 Eichen 0. Kl. -- 0,51 Fstm., 3 ^ärchenstämme 3. «und 4. Kl. ---- 4 Film, lim BeunewaldI, 2L Am. Etchenuutz- Enllvvel (L5 Mtr. lang). Scheiter Rm.: 1