Nr. \2 Erster Blatt Ter Sietzever Ll^ei-er erscheint täglich außer Sonntags. - Beilagen: SirtzenerKamilttvblütter; Lie.rUett für den Kiels Kietze«. Beiug$pr«is: monalt. uNfcl -20, vierteljährlich Mk. 3.60; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Alt. U l; durch diePoft Alk. 3.60 oiettel- jährl. ausschl. Bestellq. ^ernsprech - Anschlüsse: !ür die Schrittle.umg l 12 Verlag,Gelchattsstelleöl Anschritt für Drahtnachrichten: rnzeiger Kietzen. 168 . Jahrgang Dienstag. \ 1 . §ebruar 1918 postschecktont-: §ranksutt a.M. N636 Bankoerkehr: Gewerbrbank Gießen Zwillinginlnddruck o.Verlag: Brühi'sche Unio.-Vuch- u.Steindruderei R.Lange. Lchristleltang. Geschrftrstelle «.Druckerei: Zchulstr. r. von Anzeige« die Lagesnunnuer V»S zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbmdlichkett 5eilen?reise: für örtliche Anzeigen 25 Vl.,für auswärtige 39 Pi., ttrr Reklamen Alk. 1.— : bei Pwtzvor- schrist 8"*/, Ausschlag. Hauvtschri'tleiler: Auq. Go eg. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Ang. lttoeg; Stadt b Land, Bernns luesu.Ge» richtsiaal: W. Aleyer; Anzeigenteil: v. Beck; sännli h in Gießen. Vormarsch 5er delltjchen Truppen im (DTD.) Trotzes Hauptquartier, 18. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz- An ufatai Stellen der Front lebte am Abend der Artil- teriekampf auf. Die Jnfanterietätigkeit blieb auf Erkundungsgefechte beschränkt. Bei klarem Frostwetter waren die Flieger am Tag und in der Nacht sehr tätig. Militäriche Anlagen hinter der feindlichen Front wurden in gröberem Umfange mit BoMcn belegt. Ein Flugzeug griff Ämdon an. In den beiden letzten Tagen wurden im Luft*ampf und von der Erde aus 16 feindlittM Flugzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen. Kon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generulguaniermeister L u d e n d o r f s. Der -lbendbericht. Berlin, 18. Fetr., abends. (WTB. Amtlich.) Südlich von Ta hu re entwickelten sich cr.liche Kämpfe. An der g r o h - r u s f i s ch e n Front haben heute 12 Uhr mittags die Feindseligkeiten begonnen. Im Vormarsch auf Dünaburg ist die Düna kampflos erreicht. Von der Ukraine zu ihrem schweren Kampf gegen die Grab-Russen zu öiife gerufen, haben unsere Truppen den Vormarsch aus Richtung Kowel angctreren. Der 18. Februar, 12 Uhr mittags, war wirklich ein bedeutungsvoller, viele Erwartungen abschließender Wendepunkt im Weltkriege. Das konnte Pfarrer Dr. Traub, den wir gestern abend hier in Gießen in einer Versammlung der Vaterlandspartei hörten und der auch vom Glockenschlag 12 Uhr sprach, vielleicht noch nicht in vollem Umfange wissen. Denn erst der gestrige militärische Abendbericht teilt die schwerwiegende Nachricht mit, daß von 12 Uhr ab bereits die Feindseligkeiten an der großrussischen Front wieder begonnen haben! Im Vormarsch auf Dünaburg haben unsere Truppen ohne Kampf bereits die Düna erreicht. Und im Süden ist, einem Hilferuf der Ukraine folgend, der Vormarsch aus der Richtung Kowel angetreren worden. Dia Tatsache steht also fest, daß, wie eine amtliche Wiener Meldung ausdrücklich betont, an der Fwnt von der Ostsee bis an den Pripjet „dev- Zeit" ausschließlich deutsche Truppen stehen, während beim Eingreifen in die Verhältnisse der Ukraine unsere Bundesgenossen sich deutscher Mithilfe erfreuen dürfen. Wir wollen über das Maß der Kampsfreudigkcit unserer nächsten Bundesgenossen nicht bitter werden: was einzelne Wiener Blätter in dieser Beziehung geschrieben haben, ist unmaßgeblich, und es liegt kein Anlaß vor, die Bundestreue Oesterreich-Ungarns irgendwie in Zweifel zu ziehen. Aber Enttäuschungen, bittere Stimmungen hat der Abbruch in Brest-Litowsk in den verschiedensten Lagern erweckt. Der Rückblick, den uns gestern abend Pfarrer Dr. Traub gewährte, war mit scharfer Kritik unserer amtlichen Politik, aber auch unseres deutschen Volkes begleitet. Konnte man auch: nicht allen seinen Ausführungen rückhaltlos beistimmen — manches, z. B. das, was er über die Zukunft der Ukraine sagte, waren ja auch nur Aphorismen —, so war es doch jedenfalls ein Gewinn und ein Genuß, einen so temperamentvollen und dabei so abgeklärten, m Ausdruck und Geste, einer feinen, wohltuenden Mäßigung sich befleißigenden Redner einmal zu hören. Wir beneiden die „Massenpolitiker", die diesen Mann in Frankfurt, Mannheim und anderwärts „niedergedrückt" haben, wirklich nicht um ihren politischen „Anstand" und um ihre „Beweisführung". Gerade was Traub über die demokraliscke Massenpsychose in Deutschland sagte, und wie er es sagte, war das eigentlich Wertvolle in seinen Darlegungen. Man muß ihn hören und sehen, wie er die B'rfüh ungskünste gewisser sozialdemokratischer und demokra ischer Führer und Zeitungen nack-ahmte, die zwischen mil.tär,scher und politi- sck)er Führung ihren scharfen Trennungsstrich ziehen: „Die Generäle dürfen Schlachten gewinnen, aber wie ihre Siege gewertet, ausgenutzt werden müssen, welche politischen Echachzüge zum Vesten unserer Zukunft getan werden müssen, das weißt doch d u viel besser, das kannst üu allein am stäiersden beurteilen." Der brave Mann aus dem Volk, der sonst sein Lob sich aus seinem Leiborgan herausliest, würde doch wohl aufmerken, wenn er den prachtvollen Sark asmus Traubs sehen und hören könnte. Denn ec ist ja wirklich nicht so dumm und so blind, um Traub nicht recht varrn zu geben, wenn er sagt, daß unsere Generalstäbler, die seit Jahrzehnten, nicht parteipolitisch sondern ganz sach lrch bte Nachrichten und Me.dungen aus den: Auslanoe verfolgen mutzten. ftlstießlich emeu geübteren Blick für wclt- ^lrtiscke Drnge gewinnen konnten, als Bruder Hinz und ^un», dem einige Auserwähckte zu Hause die demokratische ^ecle Herrichten und erbauen. Aber itod) ein durchdringender "aubs soll hier unterstrichen und hervorgehobeu wer- oen: „Hütet euch wie vor Dolch und Gift vor den Ein- ^'jungen, wir Deutscke könnten nickst den Sieg er- ^ser ständig sich wiederholender Reoetaktik ^^E^unse« üegner gegen uns, die ganz bewußt viel 9^ ren 2^ diejenigen ihrer eignen Bolksaeruissen sprechen.' Sie ranken uns das Phrasen- gewrche zurecht m dem wir gute Deutsche philosophierend K SVÄ 3n der Kritik unserer Politik, die in Bresd-Li.owsk getrieben worden ist, erinnerte Traub an Wir lesen heute im „Vorwärts auch eine kritische Rückschau Friedrich Stampfers, dem. wie ec sagt, die Worte zu schwach und ärmlich sind, um die „Erfolge^ oer Ostpolitik der Mittclmäckste zu charakterisieren Er spricht von den Regierungen von Petersburg und Slsttomrr (vorden, Kiew): beide nennen sich sozialistisch „Aber geben wir ruhig zu. daß der Sozialismus mit ilpten beiden nicht viel Ehre ein- legen kann." Im Gegensatz zu Traub verspricht Stampfer der ukrainischen Regierungspolitik keine gcvge Zukunft. Die Partei, die in Bürgerkriegen bei fremden Mächten Hilfe suche, werde im eignen Volk, in Großrußland, zu der die Ukraine ooch immer gehören werde, weni' Shmpothi- si d n Aber S ampie-s Weisheit letzter Schluß? Unsere Regierung war nicht fried- jerttg, entgegenkommend genug. Sie hätte auf die „Bausteine" des künftigen Mitteleuropa verzinsten, hätte den Bol- sckKwisten nur sagen müssen: Da. habt ihr, was ihr wollt! Jetzt müsse die entsprechende Lehre für den Westen gezogen werden! Durch diese ganzen Ausführungen des „Vorwärts"- Nedakteurs zieht es sich wie eine Rechtfertigung gegenüber dem deutschen Bolschewismus um Haase und Ledebour. Er e n t sch u l d i g t die Bewilligung der weiteren Kriegskredite: „Eine große Partei kann es nicht machen wie Tante Ulrike, die auf dem Sofa sitzt und übel nimmt." Wir erkennen hier wieder die gewisse Abhängigkeit der sozialdemokratischen Politik von Machenschaften, die der „Vorwärts" selbst als „Dummheit" bezeichnet hat. und. «hnltAm. I« d-i ,Gesellschaft ^^Natio^""^nÄlt dasjenige Volk am würdigsten und vernünftigsten, aas kraft- voll und ruhig denjenigen Platz einnimmt, der ihm ver- »uAge semer Macht und KulturMrke PrLonmU. ' Der österreichisch-migarrsche TaaeSbericht. Wien. 18. Fedr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird uerlaulburt: Keine deson-eren Ereignisse. Der Chef des Generalstabes. * i • Die Verhandlungen mit RumLnieu. Berlin, 18 Febr. (Priv.-Tel.) Wie wir hbren, haben dre Verhandlungen mit Rum änien über denFriedens- schluß noch nicht bogonnen. Es ist wahrscheinlich, daß sie am 22. Februar beginnen werben. Alsdann dürfte sich Staatssekretär Dr. v. Kühl mann nach Focsani begeben, um die Berhandlungeii zu leiten. Abdankung des ÄÜuigS von Rumänien? Genf, 18. F?br. Wie die französifckien Zeitungen von Sestern über Italien mitteilen. soll der König von Rumänien abgedankt haben. Eine Bestätigung lag in Paris nicht vor. Der Kampf um K ew. Stockholm. 18. Febr. (WTB.) Meldung der Petersburger Telegraphcn-Agentur. Ein telephonischer Bericht aus Moskau beleuchtet die schrecklichen Vorgänge vor der Ein- nahmevonKiew. Ueber der Stadt lhnq eine dichte Rauchwolke. Die gesamte Artillerie der Bolsckiewiki nahm an den Kampfe teil. An allen hochgelegenen Ske.len, sowie aus dem reckzren Flußufer waren Kanonen aufgestellt. Zweihundert und mehr Feuersch ünbe traten in Tätigkeit. Die Oktober-Ereignisse in Moskau verblassen vor den Ereignissen m Kiew. Der Hauptkampf spielte sich in der Umgebung von Petschere, dem Sammelpunkte der ukrcuntÄ>en Streitkräfte. ab. Es wird erzählt, daß Offiziersschüler sich den ukrainischen Truppen anschlossen Nach bolschewistischen Meldungen kämpfen in den Nei'en der Ukrainer rumänichc, englische und französische Cffisirre. Viele Mönche meldeten sich als Freiwillige. Petersburg. 18 F-ebr. (WB) Meldung der Petersburger Telegraphen-Ageu luv DerKampfbeiKieivwar erbittert. Kieiv ist endgültig von den rrvolutionäreu Streit- krästen genommen ioerden. Das Kommissariat für die Ausrüstungen richtete eine Abteil ung für den Austausch von Waren ein. um dem Lande Industrieerzeugnisse zum festg setzten Pr.ise im Austausch gegen Getreide und Lebensmittel zu liefern. Russische Stenern. Stockholm 17. Febr (MTB) Melbimg der Vttersb^aei' Telegraphen-Agentur. Gemäß den L-teuer vorschlä gen werden die Pstrdebesitzer vom 3. Pferde an 100 Rubel für das Stück bez-ahlen. Tie, im Jal/re 1917 mehr als 2ö Deßjätinen land- wirtjckraftliick^ Flääze besas^n, zahlen 100 Rulel von der fcdften Tewätme ab. Be i^r von Mtum. Zmspapieren mrd Obliaatimien die mehr als 1000 Rubel betragen, zalLe i 20 Prozent des Gesamtbetrages und von 100009 Rubel ab 40 Poo-ent: 25 Prozent der SteueiTn mif Pferde und Grundstücke werden zuaunsen der GrmGbeiiyausschüsse u-nd der Sovjets abgezogen. Die Erhebung der L-teuern färbet mtfm dem 1. Februar und dem 15 März statt. Lteuerrückj:änbige b-e al-len das Topr'ecke. Ein Eraänzunas. cntwnrf erhebt ferner auf Rindvieh 50 Ribel vom vierten Stück ab auf Schaft 10 Rubel vom fünften Stück ab und auf Schweine 20 Rubel vom dritten Stück ab. Oesterreich und der Ablauf des Waffenstiklstande-. Wien, 18 Febr. (WTB.) Aus dem Kriegspressequar- twr wird unter dem 17. Februar abends gemeldet' Der heutige deutsche Heeresbericht teilt mit, daß der W a f f e n st i l l - stand an der g ro ß r u s si sche n F r o n t morgen ablauft Die durch die Abtrennung der Ukraine entstandene grvßrufsifche Front reicht von der Ost'ee bis beiläufig an den jVu^ppe^n ^ T3Cit ausschließlich deutsche ^'.^br.clWTBck Die Blätter besprechen die Beschlüsse des deutschen H a u p t a u a r t i e r s über R u tzl a nd 2 Md das U fbfrctnfom men zwisch'n Deutschland Monarchie, deren Truppen an der Aktion nicht teiL»eümeo> Der ^Bester Llovd" sagt: W« Lind nach tm vor im Kriegszustand mit Rußland, so gut wie Deutschland es ist. Wenn bei einem etwaigen neuen deutsch-russischen Kampfe unsere ^rupperi nicht an der Seite der deutschen Truppen stehen werden, so hat das für das Verhältnis der beiden Mächte und für ihr Bünd- nis so wenig zu sagen, wie etwa die Tatsache, daß heute feind ös^rreichisch-ungariielpen Truppen an der Westfront gegen die Fran- zofen und Engländer kämpfen, oder daß die längste Zeit hindurch Oesterreich-Ungarn allein seinen Krieg gegen Italien geführt hat. ystte Hoffnung unserer Feinde aus eine Lockerung des Bündnisses ist vergeblich. „P e st i N a pl o" sagt: Tie Erlläruug. daß die Uebereinknnft znnschen Deutschlarrd und der Monaräiiie wegen deren! Nichtteiwahme an der militärischen Aktion keine Lockerung des Bündnisses bedeute, ist nicht etwa Schönfärberei. „Uhijrek"^ schreibt: Die uuverständige Halt,mg der russischem Machthaber scheint die deutsche Negierung zu dieser ernsten Erlläruug genötigt zu habm. Die Ententepresse nnrd nicht verfehlen, das Fernbleiben! Oesterreich-Ungarns von der Aktion als eine Lockerung des Bündnisses darzustellen. In Paris und London hat man in dieser Hiw- sickit so, viel Enttäuschungen erlebt, daß cs auf eine eitle Illusion mehr nrcht ankvmmt. Wien, 16. Febr. Mehrere Blätter besprechen die Verschärfung der Beziehungen Deutschlands zu Rußlarrd und drücken f-iie Ansicht aus. daß, wenn der Waffenstillstand an der Front zwisckM Deutschland und Rußland geküiidigt werden sollte, ein Rückfall in den Krieg kaum viel mehr als eine Förmlichtcit sein würde Die mssische Frontarmee sei nicht wHerstandssähig. und da es Deutschland nicht einfalle, sich in die inneren Angelegenheiten Rußlant-s ciuzumischen, dürfte es sich rurr darum handeln, den Randvölkern rasch staatliche Einrichtungen zu sck-a'fen, b;e Bezie- tcilngen zu ihnen zu ordnen und sie gegm Einbftick)e dm Roten Gar^-e zu sck-ützm. Die Blätter betonen, die Erklärung Trotzkis gebe der dmtschen Heeresleitung freie Hand, und man ßn in Deutschland im voll st en Einvernehmen mit Oesterreich- Ungarn. um so entschlossener von dieser Freiheit jeden durch die Sachlage gebotenen Gebrauch zu machen, als das weitere Vei> l>alten der Bolschewisten einen neuen und immer klarerm Einblick m die Hinterhältigkeit der Politik Trotzlis gewähre. Diese Politik, die lüberall bin. nur nicht zum Frieden führt, energisch zu durch- rrauzrm — denn sie brauchen einen keimfreien, sicherm Frieden rmd klare Verhältnisse im Osten und diese herbei zu führen, be- ziehuTrgSweise. wo sie schon bestehen, mit allm Mitteln zu sichern, srüd sowohl Oesterreich-Ungarn wie Deutschland in gleicher Weise fest entschlossen. Was den Standpunkt Oesterreich-Un- >garn§ betresie. daß durch etwaige neue militärische Aktionen Teutschlmrds im Oster, die Stellung Oesterreich-Ungarns in dieser Frage nickü beeinstußt würde, stimmen die Blätter dieser Halnmg mit Beftiedigmrg zu. indem sie darauf verweisen, daß Oesterreich- Urrgarn nach dem Friedensschluß mit der Uftaine keine gemlnn- same Grenze mehr mit Rlßland habe, so daß für Oesterreich Ungarn auch die Notwendigkeit weiterer militärischer Gomzvorkehrungen! igrgen Rußland enttalle. Der Friede mit der Ukraine sei allerdings politisch nn'e auch wirtsckxrfftich für die Monarchie eine sehr wertvolle Errungenschaft, und diese E,rungenschast werde Oesterreich- Ungarn durch ve r ke h rs t e ch n i s ch e Hilfeleistung an frfa Ukraine und. wenn es sein muß, mich durch militärische Hilfeleistung zu behaupten und zu verteidigen wissen. Die Petersburger Machthaber mögen ihr Verhalten darnach einrichten Revolntion in Lissabon. Die „Times" meldet aus Oporto. daß sich der AuS- ftruch einer neuerlichen Revolntionsbeivegunq in Lissabon bestätigt. Es heißt, daß auch der Generalstreik angosagt ist. Senator Hnmbert verhastcr. Paris, 18 Febr. (WB) Senator Charles Hum» bert ist heute ftüh auf seinem Schlosse rm Departement Calvados, wo er vorgestern nngekommen war, verhaftet i norden. Nortttclisfe. London, 17. Febr. (WTB.) Meldung des Renterschen Bureaus. Viscount N o r t h c l i s s e nahm den Posten eines Direktors der Propaganda in den feindlichen Ländern genden genaueren Meldungen über den Vorstoß unserer Torpedobovle im Aermelkanal in der Nacht vmn 14. auf den 15. zeigen daß die deutschon Erfolge noch erheblich größer waren, als ln der ersten amtlichen V-ei-ösferttlichung mitgetcilt wer-den konnte. Unseir Torivdoboeste drMigci, in die Kanälen« zwpchen Dover-F^ükestone und Calais und Kap Gri-Pi z ein und trafen dott eine aus Torpedobooten. U-Boot°Iagcrn. bewaffneten, und Lwßen Dampjerir wrd MotorpatrvuiU«nUu>v«n de- Abende fatrfe Kanolb'tr»tchu7vg cm. Das gesamte Gebiet war durch Scyerriwmer und tet. Ter 'Scheid, mit dem diese mit Torpedos ausgerüstetmt B.vle unß-re Strci kräfte angrif.eu, verdi.rü hervor- gelp^br.t ju nwcden. Ein Mlscheinend älteres Torpeoovoot wurde ateubicfli, mit »veniaen Salven in Brand geschoi'sen und kentrrte dann. Ern U^Äx»t ^äger nrit der B zieichnung „1113" am Bug Wurd,- ans 30 Meter durch eftteu B^l.ref.'er in den Kessel still- delegl und tomf) woröere Treis« zum Sinken Fracht. Tic aus rhnr besntdlrchen Magnesiumleuchl! iitel explodierten mit starke. Tetonarnm und sp: engten unler Hellem Lichtschein Schi fsteile mit der Beiatzurrg cm^einiLnder. Ferner wurde noch das Sinken von nnubeitens Unteren 12 besvassneten Falsrzntgm sowie Treffer ud starke Spreng vrrkuug aut noch mindestens 1.1 b-eu^rfcheten Fnhr- Kuaen mmxrrcbjTei beobachtet, so dag mit Sicherest mizimehmen , ber gröi-te -Teil von tfjiceu ebenfalls gesunken ist. Nur eiu- ^aln-s-euge könnten sich schwer beschädigt nach dem nur loeuigc 1000 Meter entfernten Dover in Sicherheit gebracht haben. Die Mann ich.tsverluite Krim Feinde sii'T denumr,tneechenü hoch einzu schatzen und über!teigen schäbung^v.nse 300. Sänrtliche Ml^trei- 7 OU^ fnudlich Fahrzeuge waren mit O^eschüsen intS Wasser- £Kmu>pt beiva.fnet. Tie ganze Bernichtu^rgsarveit vollzog sich un- nnttolbar vor der^englischen und französischen Küste, ohne bafc geilere feindliche Seesrreitkräfte zur Enilastung der aNtTrgrjfsencn hirizugestoszen wären. Unsere Torpedoboote traten daher nach ersolg- reich durchgesül/rter Aufgabe dm Rückmarsch an, auf den: sie mit .serrchlichen Streit kr ästen nicht mehr zusammcntoafen. 8^> r - (WTB. Amtlich, i Zur englischen Nachricht, ein deutsches U-Boot habe am 16. Februar morgens 12.10 Uhr lo» et beschossen, ist aus Grund der inzwi'ck>en crn- gvgmigeneu genauen Meldungen unserer Seestreitkräite über ihren DoNvotz in den ÜUEnal zu bemertei, baß die eriollgreiche Brschieünng du r ch T o r pedoboote und nicht^durch ein U-Boot ausge ühtt wurde. ±ie söfctcnJxri'icrien von Dover haben das Feuer unserer ©eejtrcUEräfa: ohne Erfolg cnu-ibcrt Aus dem Reiche. Goldene dockMitSkeier des bayrischen Köniqspairres. München, 18 Febr. (WB) Erzherzog Friedrich und GomaHirn sind heute zur aoldenen Hochzeitsfeier des Köni^spaares in München eingelroffcn. AnUiß.rcl). seiner Hocl^rit h.U der slönig durch einen all- yemernen Gnadenerlaß alle B riveise und G.ldstraftn bis ISO Mart einsclZlreßiich, Haft, Festungshaft urrd Gefäng- ntssttasen dis. zu einem Monat, sonne die rückständigen Kvsft-n erlassen. Daneben sind im umfangreichen Muße noch Einzelo^gnadignngen insbesondere so ch,n Personen o ilnböck (Staot,Hnach) aüec „Unsere Handolsbez ehungen nach dem Kcieg zu Oei'bwrcich- Uirgaru ^ und Rufchurd, Shinuner^err v. Oldenburg^Iaiiu- schau üb« die allgemeinc Kttegspolitik. Dlich erforderlichen Betrag in Höhe von rund 5908 Millionen Mark ersckiemen. Zur Herstellung des Gleichgewichts im ordentlichen Haushalt reichen die Einnahmen aus den bisherigen Kriegssteuern nicht aus. Der fehlende Betrag von 2 875 000000 Mark wird aus K r i e g s ft e u e r n gedeckt werden. Die entsprechenden Vorlagen werden dem Reichstag dcmnückist zugehen. Hessische Juwelen- und Goldwoche Schirmherr: Se. Kgl Hoheit der GroBherzog. Die Goldankaufssteile im Gebäude der Bezirkssparkasse (Johannesstr.) ist anläßlich der 1157 D hessischen Juwelen- und Goldwoche morgen vormittag von 1 0-12 , / 2 Uhr geöffnet. Der Ehrenausschaß der Goldankaufsstelle Gießen. Au» Hessen. Ba d N au heim, 18. Febr. In der nännor der nativ- nallidoralen Partei, die aus allen Teilen des Bezirks bc^tckü war, wicrde eitrskimntia beschlossen, a s Landtagskarrdidaten Herrn Med-Rat Dr. Vogt aus Buhba-ck) aufzustellen. Ans £ta£t srnd EanS. Gießen, den 19. Februar 1918. Der Mangel an A'emüfcsämcreien. Tie allgemeine Knapph'it an Gemüsesämereien, di' einesteils bedingt wird durch starke Nachfrage, durch r?e mehrten Anbttu und geringe Einfuhr von Sannen aus dem Ausland.', andernt.'ils durch die häufige Ueberrürdecbcng verschiedener Atbauer, hat eine ungeheure PreissU-igerung h?n?orgerufen. wk sie wohl nur wenig in uns«« Kriogswittscha-ck vettceten sein dürste. Werden doch «As Höchstpreise gezahlt für: » 1918 gegen 1916 Mk. Weißkohl, B^mmschwcig« . . 150 Mk. 7 Rotgol?!, O h.'llo .... . 260 28 Wirsing, Dertus .... . 110 12 Karotten, Nantaie . . . . 92 w 18 Zubikäumstagung des Sundes ver Landwirte. Berlin, 18. J^r. Uiti« Beteiligung von vielen Tau- W rvn Lmrdwirten «öfßrete Tr. Roficke die Versammlung mv ein« Arrsprache, m der « mrsführw: Wir wolltert einens lüdertven Z-vsllaris. daß wir ihn nicht eräMl'en haben, darunter leiden wir noch honte. Caprivi 'cvollte eine Politik, erbt uns vom Auslaich ablKcr^iq macht, der Bund wollte Tentschland ovm Ausland unabhängig matf&i. Dieses Ziol ist heule erreicht, und d« Dirnd Nt b«.,-chtiFL auf sevNie Erwllge sdolz zu sein. Für die Zu- kunfl w-llen wcr die r^lbstäudigl'eck Deutschlands auf allen Gebieten, var allem auf den ErrährunigZaebiet. Man verfangt die AnsEnng unserer Stae r«. Tann muß man bod) Ansie^lungs- «nd haben. Das Siedlun.gsland liegt vsr unseren Toren ,m Osten. (Lebhafte Zusttmimmg.) Wir sehen aber, daß die gndttZrttfirthjm vom 19 Järli dagegen ist. Man sncht das Verlrmlen zur Obersten HoereÄeitimg imtevgnabert, aber ich bm überzeugt daß die Xeutjdm entschlossen hinter tzrndeirbnrg wrd Lud^rdorfs steheir und alle ?lngrifse auf die e Männer zunäck- '?o.au Ter zunehmarch- LchUhTprndel bew-ist, daß Ware da ist. die der Allgemein Hort zugrl-le Kommen könnte, es fetytt nur die richtige OrgM'isativn. Zur Sick^rnng des freien Welthandels wird es gu< sein, wenn wir den Btttern über dem Kanal so nahe steh^m daß w- ihn«! ab mrd y.i mit freundlichem, aber «ns'em Ausdruck v das treue Amgr schnei können Ter Waffen still i'and mft ist abgefa. i't, hofsenllich ind unsere Ärmeni schon aus dem W-'g''. um dir 7krt«i zu befreien. ^LarLaat a L. Roettaer üb«brachte die Glückwünsche des xrttb&Lj -. chusses d« deutichm Industrie, gab der Hoffnung auf -..V.., . .... ,, Ta nun die Samenbeschcn'ftmg im Gemüsebau für einen ver- mehtten Anbau vm; größer Bed.mtung ist, so ist unbedingte Sparsamkeit drftrgend notwendig. In den lchten Jahren nmrde gerade m dies'« Hinsicht große Berschwcnchung, besonders im Priratgarlen. betrieben. Häufig wurde die zelmfache Menge au Samen und mehr ausgesat, mu die notwendigen Pslarrzen henanzuzi.-hen. Noch mehr als im tvt Merten ist in diesem Jahre Syar- samkert geboten. VorallenTingen kanndem kleinen Gartenbesitzer und Landwirt, der nur wen i ge D.flanzen (benötigt, die .Heranzucht derselben nrcht überlassen werden. Tie Hmanzucyt sollte mir von tüchtigen Gärttrern ob« Lantm^rteit an-ige'ührt werden, die den uotloendigen Sarnen von den amtlichen Bert, iluugsstel'et zirr Verfügung qestcllt bekomnten und M - fertigen P lanzen abgebm. M- gemern srnd besonders in den Städten genügend geeignete Betriebe vorhanden. Erwägung hat Luch die Maßnahme der Reichs- gemul es teile ihren Grund, nach der Simen mrr in Mi tdestracHirr. gen twn 10 Gramm an ztmk Ve,-kaui k-'mmen so len. E; i't dÄh«lb den Besitzern von Kleingart mbelri^ben d.ingend zu raten, statt xs teuren ©amen« gut entwr kelte Pckrnzen von der sachkundigen Gsmüsezückrtern zu km^en. Sic sparen damit Geld und Arbeit und Dermnbcn eme Aergestding von Samen, die unsachgemäße Vstanzen^ucht tmmet mit sch bringen wird. Amtliche Personalnachrichten. Der Groß- herztog empfing am Samstag zum Dortvag den Staars- u^rmster Dr. von Ewald, den Vorstand des Kabinetts WirN. Geheinrrat Römheld; außerdem den Oberkriogsaerickttsrat WerffenLach. — Der Großl>er-vg hat am 16. Februar 1918 den ErgänzurrgSrickiüer bei der Kammer für HarrdelSsachen am Landgericht der Provinz Sbcrrkenbnrg mit dem Sitz in Darmstadt, Akrnkdivektor Hu^go Brink in Darmftadt »,m Handelsrechter und den Fabrikbesitzer Philipp tliveder in Darntttadt zum Ergättzungöricliirer bei dieser Kammer, beidr für die Zeit dis jum 31. Dezent der 1918, ernanrtt. r . • ^ Säuglingsheim (Metz- steutstraße, überTmefen dte Herren Kvmmerzienrat Cloos 5P*nn tue Summe von 10000 TUlzL Diese hochherzige Stiftung verdient im jHinKlck auf dü B.r>eutlcng ter Söugttng^yfleige gerade in uitjem Zeit iut>b auf die laitgjal,rige. segensvolle Arbeit deSi „Vereins für Säugliitgspflege" wärmste, dcuckdarste Asvrkrmnms. ** Saatkartossel-Vestelluna. sDiejen Ledensnnttelamt, Zitnm« 14. aTt-mnel- den. Siehe Anzetgettteck. a ^ 6 e r ° V e ste ll u n g. Die Stadt Gießen ist in der künstlichen Dünger (Thomasmehl und Kainil je zur Hälfte gemischt) zum Preise von etloa 3.20 Mk. für den Zonttr«. aus- Mebcn. Wer Dünger beziehen will, hat seinett Bedarf bis zum rJ' •^ Ö 5 uar ^018 dem StciidrisÄMt Levensmittelamt, Zimm« 14, schrmltch oder ntündlich anztumelden. Näl)«es siehe BeLanut- machmg im Anzeiger Neil. ^ Kanin chen felle. Im gut besetzten Saal der Rest. Spuck, Wagengasse, sprach am Sonntag, den 17. Februar Herr Ludw. S t e i n b r e che r-Tarmslndt ülxr Frllverwertung und -be- chlagnahme. Ter Neon« führte unt« anderem aus: Scl-vn vor fahren tourdcn aus den KainnchenaussU'llungen Scl>ul>!t»aren zur Sckxut gestellt, bei ioelckZen dos Oderled« aus Kauiltcl^euselleu hergestellt war. Das fachmÄniisck>e Urteil bestätigte, daß dieses Oberleder slchr gut vertoeredbar ist. Fotzt, wv gerade durch den Krreg nue große Lederkitapvlioil herrscht, ist der Staat gernötigt, aus diese Felle surückzargreisetr und sie mctzbar zu macherr. LHuZ dtesem Grunde erfolgte die Beschlagnahnte. Es handelt sich hi« um W«te, die in die Millionen gehen. Ab« nickZt rmr zu Ledor> werden die brschlognahinten Flle verarbeitet, sie geben auch eil gutes Pclz'werk. i3»r dem Kriege wurden die Kanincheuselle irt großen Men gort hauptsächlich ,rach Fcaukreich ttnd Belgien ausge^ führt, dort verarbeitet mW kamen als frauzösische-s .Kainn in den Handel. Jährlich tmtrden viele Millionen Mark dafür nach dottr A^islande gezahlt. Ztir Stärkung unserer Industrie ist eS erforderlich, daß dieser ^->st.uß ins Auslartb v«hi7rd«t »vitd und daß die Felle «im DaterlMvde veiardeitet wecdett. Große Fabriken Haber bereits dre Verarbeitung aufgeu-ommen und gute Erfolge erziel^ cntch das taeüen? Publikum muß hier helfeit. Kein Jell darf verderben, ein jedes nrnß sachgemäß behandelt und sein«! Besttmmmtg zitgesühtt tocrden. Hier nnrkt die Beschlagnahtne geradezu erzieherisch, uidjrt mir für 3»e Kriegszeit, sondern auch füL die Zukunft. Wetm die ZüclZt« au eine gute Bcl-airdlung der Felle gewöhnt sind, durch diese gute VÜ-andlung auch entsprecl-eud^ Preise für ihre Zelle «halten wird sie müh nach dem Kneg« berbehalten werden. Die Kaninchen werden gezählt. Zirr Diehzäh' lung am I.MLrz 1918 hat der Bundesrat eine A)usführu7tgsver> ordnung erlassen, die eine Zälilung der im Deutsck)ien Reuhe vor« handeiien za Innen Kanmrt^eu ansttmet. Tiefe Zustellung gescheht ;m Interesse ter Heresv«tpalllcir;,. weil die Felle d« Katlüuhen m steigendem Maße für den Kriegsbedarf Bedeutung gewinnen. ** D e r W i n t e r ist nock> nicht vorüber. Nach den letzten warmen Tagen, die fast Frühlingsmäßiges an sick) hatten und in Garten und Feld schon Knospen und Blüten ins Treiben brachten, ist nun ein starker Kältcrückschlag eingetreten. Bei fdiorfer Ostluft ist das Quecksilber bis aus 6 Grad unter Null gesunken, und überall zeigt sich starke Reisbildüng. ** Gießener Konzert-Verein. So im tag den 24 F^. bruar, nachmittags fr llhr. singt in der neuem Aula EornttiA Königlich-r Howperitfänaer aus Berlin. Am rzüugel Herr B. Tabbernal. Näch-res stehe Auzeige. e. ti 4.!/vielhaus (Bahnhosstraße 34). Einen rteuen Hella Moia-Ftlm „Dte gute Partie" enthält der neue Spiclplan. Außerdem nnrd das Filnmxrk ,Menn fturge Herzen brechen" vvr-- gejühtt. Siehe Anzeige. ** Ein einfaches Verfahren, frühen Spargel »r 11, ^ folgendes: Um Mitte Februar setzt man einen Mitstbeetkasten mts ein tragbares Sparqelbeet, in dem man ringsum ernen halben,Fuß tiefen Grabert zieht, m den d« Kasten «ngelassen, wtrd. Tann ^vird das ganze Beel in der Höhe der Brettereinfafsung mit warmem Mist umgeben, die tmtere Fläche ab« mit einer Lage Laub od«' Streu bedeckt. Sodann ^werden in der gelvöhnlichen W«,e Fenster mid Brettec aufgelegt. In drei bis vi« Wollen wird man den Spargel stock>en könn«t. Die innere Bedeckung wird sodann entfernt. Es wurden auf diele Weise vom 20. Mnümz an Hundertzt von Spargeln gestochen, während die Äbri.nm Beete erst «mfangs Mar eine sparsiche Ernte lieferten. Bei günstiger Witt«una müssen mc Fenster.stnßrg ^lüstet werden. Stellt man um Mitte Mai das stechen ent, so können dieselben Beete, .oenn man keine anderm zur Verfügung l-at. jahrelang «ohneiNach'.eit z-ttm Treiben benutzt werden Wenn nurn Spargel nich! so früh v«langL, so kann man den Kasten mrt Zenstern auch entbehren. Man macht dann ebenfalls orneni Graben um das Beet, in den man ftischen PferdemUst feAritt, und belegt oas Beet ebenfalls reich ich damit. Auch kann man ja auff l^c^uartIe ievten Blumenwps sttzett, don man dann el«nfalls mik mit bedeckt, solche Boetc können spat« mit Salat und RadieS besät wcrdml. Landkreis (9ietzm. lb N>r. «I» «KOT« SS5n wurde mit dm, Erf«nen Kreuz 2. Klaise crusgez«chnet. Krris Büdingen. Tapferkeitsmedaille, rüb« oas Eiserne Kreuz, «hcelten Musketier Adolf Stall und 0 ak. - Gettenau. Zum L«geantm befördert Wirde b« Unterofstzt,« Otto Oe streich. Jnhab« d2 Et,«nen Krentzov urrd d« Hessiscki«, Tapstrseitsmedaille. -- Z \ J ß e TI n i Eiserne Kreuz «hielt der Musketi« Metz, tc i ed e r - Mo ck sta d t. Zum Lergeanteir befördert wurde d« ^ ,Klb€r des Eisernen Kreuzes TapwrkntSmedallle. — Or tenberg.^^ Hessische Tapferkntsmadaitt'e «hielt d« Funker Eißner — Leutnant tx Nest befördert wurde d« vize- wachtmnftrr Katt H e n z e l. ^ st Effolderbach, 18. Febr. T»S Hessstck« avieo«*»™. Ä ttt Men früh« das Nserne Kre^^ TavferkntsmedatNe. rrl/ielt der Gefreite Heinrich Benders Orleshausen Das Eis«ne Kreuz «hielt der Landstrrrm- ma>m Hemrtch Schließer. - Burabracht Das fische Tap^rkeitsm^Äe «^elt der Tambour nt Kaufmann. — Ober-Mockstadt. Die fraTififr Tapferkertsm^daille «Welt der Sbaniouter August Lauster miftrm'i" 1 - ^ ^ ««t t>cr fiift Wilhelm »„[[. _ StTbttMae"' Etserne Krettz «hrttl der Kauvtn« Heinrich Kai sc / Von hausen. Das Eisente Kreuz/ftüh« die Hessisch Tavf«- ^itsMedaille, «lnttt der fmbTT^l | l, sirV°> Nwrde der Vizesel^webel und der MUffr« Kreis Schotten. st Schotten. 18. Febr. ?ln Weiftdornfrücht«, mi****. ^Ä^T. SbrrifC ti l5 E m ^-rmm "c ffmsftwfiemnnnw an Mo .^io^nfio-Itirfw t für Kajs^Erlek Erm, erster illiÄr f,,. nnd das Eiserne Kr.'„r «di der »mtmmt Mansch L>hn des G^SM.ers.RauschllöLs^ 85 öfjn?ftcntfpende des Altee-Frauenvereins ei-old i,r hresvg« Stadt dte schöne Summe von 800 Mk 0 Dkr h«siae Znxistverein bei tttict* ^ Bezirks (ollen fimÄn Mm bfe 6Ä im % ^leticr Hemrich RrltS YNedderg. ^ KetchekSheim, 18. Fvdr. T-aS Kriegsehrenztnchen in EZsen erhielt irx Sevsssant Kcrcl S> o r a cf. — Nieder-Wöll- stadt. Zum Urtterchftzier befördert wurde der Gefreite Münk, JndadeT des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapftrküs- medaille. — Friedberg. Leutnant d. R. Otto Schmittner erhielt als 4. Kriegsauszeichnung das Otd.-nburger F-ricbricl^ August-Kreuz 1. Klan'e. — M etbu ch Zum Serg anten bciört^Tt wurde der Urtlcro;fixier Otto .Koch; die Hessiiche Tmstcrkcüs- medarlle erhrelt d.-r Utusürlier Philipp M ö r s ch e l. Slurktitbura uuD 3itzelnhesskN. I Dorm sta d t, 18. Febr. Im der Kaminer eines aus Ober- Hessen ftanmieirden TÄmstmcLxliens mrrde in Ma n n he i m fftrjlicfj dre Muniv cbwö neugedsrenen Kmdes gefunden. Tos Mädchm gibt oat, daß [ic_ das Kind in ihrer Tarmslädder Dienststelle — sie war liier m: Sonrnver 1915 — gedl*ren l-atze. Das Kind sei eines nalnrl:ä^7n Tvdes geswrl>en. Teil dieser Zeü, also 2 l h Jahre, trill sie die Kb:b:4eui^ mrter ih.en Lorch.'n persoeckl l.xrverr. I Darm stadt. 18. Febr. Hier ist geganchirtig das Gerücht im U-mtach. ein hiesiger Arzt, deism Name genannt toird. sei nachts zu einer an-^wlstliei EnMr.vdmrg geho-lt, unlednegs jet'ach von meltrercn MLm:«fn überfal cn mrd ,.bis aufs Hemd" ausge- zvgen n^-rden. Da dle'es Gerücht jedenfulls mod, nac1> auswärts drchsgt, sei hier fefijsje.MXt, daß es vollständig aus der Luft ge- grifsen ist. Darm stadt. .18. Febr. Das? nächste Konzert des Richard-Vaguer-V-creins am Domierstag, den 2i. Februar, inmlF mit Dr. Waldemar St eaegewann, bent bekannten Hofvporu- sämger aus Dresden, bekmrrtt. s “ Kreuznach, 18. Febr. Die ftdbtifdjm Körperschaften er- normten Hindenbnrg und Ludendorff zu Ehrenbürgern Kreuznachs und gaben zwei der schönsten Straßen die dLamcn der beiden verdienten $*eiffiirrcr. Kreis Wetzlar. nt. Wetzlar. 17. Febr. Der Leiter der nnsitärischen Iügenb- Borbild ung d e s Kreises U^eylVatr. .Hn»ptswrnn d. L. I, Präses'or penstiel, i>attc für Scrnv5bag nachmittag Einlndungen pr einem Führerkursus ergeben lai'sen. wacher aus allen Teilen d?s .Kreises gut besucht war. Zuerst splxrch Genemllnituant Schuch über den Werl der Fugendpsloge in der jetzigen Zeü, und die Notwendigkeit, unserem Bolke eiiven in je-der Hinsicht gesunden Nachwuchs zu erhalte::. Zum Schlüsse fütTTie eine Abteilung Zungnlcnmen in der Turnl)alle des Dmnrveveüus einige Uebwtgen vor, die grvste:: Beifall sanden. HesskN-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 18. Febr. Der Magistnrt hat an mehreren Häusern in der Stadt, die sich ihrer Bauart nach be- soirders dazu eignen, große Plakate mit der Aufschrift „Flicger- deckuirg" anbringeir lassen:, äf ien aus Pa vier- gtioei'e und «zentimeteiL-irken Holzfiol/leir. die, mit Nägeln odi'll ähnlichen BewClfnrngen versehen, das Schilliloerk noch plumpcv machen. Dabei sind ine Preise au Unordentlich hoch Während man im Frieden ein Paar dauerhafte Ledcrstiesel ze.nn Preise oon nwa 12 Mark bekam, spslet das KriegssclZuhoerk für Kinder 9.ö0 bis 16,50 Mark, für Frauen 14,50 bis 22 Mark, für Männer 16,50 bis 24 Mark. Der Burschende des Uel^eruxichun^sausscliiulles begründete die hohen Preise mtä .der allgemeinen Feuerung. Dalitz t»oird znm Beispiel die Gebrauchsdrmer der Vollholzsvh'eii nur auf 7 biS 8 Wochen geschätzt. T« eine solche Sohle 3 bis 3,50 Mark kostet, und der Schulpnad»er looh! miudeih'us 2 Mark für die Arbeit nehmen nnrd. so kosten ein Paar der besseren Herrenstiefel den Träger mit den rrolwendigen Reparaturen der Sohle im l-albeir Jache 39 Mark! Ob das Paviergeioebe warm hält utch den Regen verträgt, das ist eine weitere Frage. X Hanau a. M. 16. Febr^ Um den Anbau der .Kart-ofseln ^m^^che^OIL^u^^^ern^remÄch^^^n^utzisch^^^aa^an^ n4rtschaft1«ym V-etriedem, mtttlencn ,md Nernrren Umfanges, ote anerkanntes Saatgut für die Karbofselaarssarü in diesen: Jache bezogen haben, yu ixm KoslN: der Saatgutbeschaffung eine Veihilsv N'eivr: ^zuglrich Idie Knrtofselairbaufldes betreffende:: Be^ triebes 20,70.:über der A7rbmlftäicl-e des Jaches 1917 eine nachrveiS^ bare Berinechirng ersal/ren hat. Es ist oei den z,:rstäi:d:gen Stellen l>«n:tvagt worden, daß diese Beihilfe im Bezirk der Lmünoirl-, sttraftskammer Kassel amh beim Bezüge des oon der Landioird» stliaflskammer feldbesichchg-ten Saatgutes geivächt lnerden niMtft. Eine Erltscl?eid:nrg cherülxr shech norl) ans. Tic Beihil'e beträgt für jede:: z-nr^ vrdramgÄnätzigen Bepflanzung der Akechfläe ven, nendelen Zei:tner 3.50 Mark. Als ortmmnrsmästige Bepflanz'.mg gilt die Anpflanzung von 10 Zentnern aus den Margen. Tie näch- reu Bestimmungen über die Ge.o-ihrung dieser Beihilfe »oerdenj von dem Hnmn Landw^rtschntsminister deimiächst erlasse:: werden. Von zustäichiger Stelle ist außerdem die bestinimte ^usül)erung gegeben wotdv::. daß der Kard)ft-e!preis der Kom:n«n:de:: Ernte der gleich-e bleibt wie im H^-rbst 1917. Derselbe wird sich daher auch im Jache 1916 auf pftiei: Gnindpreis vm: 8 Mark für denj Zentirer .Frühkarwfseln wrd 5 Mark für den Zentner Spätklao» tosseln belairsen. Je narl» der Gege:rd. bei .Frühkartoffeln mul, nach der Lieferin^gszeit, w.nde,: Zuschläge fesche!etzt werden. Tie Ein-, zellAÜler: in dieser Hinsicht bleiben vorbelialten, ebenso die Ent- stchchmrg der Frage, ob wiederum Sä,^Uigkeits- und Anfuhv- prämien m g-ewä chen stin werde::. ] [ Marburg. 18. Fech. In einer im gnosten Saale deSj Pfeifft-rschei: 6>astl)auses abgelxdte::en starkbesurlzlen Bersanimlnng des LmrdwirtsäroftlichTN Kreisvereins wurde davon Kenntnis gegeben, daß in diesem Jache de:: Landivirten in ausgieliigev. Weise hessische Jungmm:nm zur Ernkel-ilfe zngeibese:: u^rderr sollen. Tie Pvseuer Landioirte, bei denen sie im vorigen Jahrs gewesen seien, hätten ichien die beste:: Z>n:g nisse m:s ge stellt. ES wurde auch bemerkt, dast von den rund 2000 Jungmannen etwa« 260 seitens der Lai:dwirtscm /a Waien fl za erwrtooira großenAadrani« 1» doa Ifeoadrorsfollaagoa blltta wir liöTL. aaeb üIBoMchbolt daa aaa-kar*l* Hachaimag-ProBraam voa 4—6 übr aad 6—8 übr ba&acbea ra wolloa. Dl« ßu-obiloa. Harzen breehsn 3*Zmr, 09426 ■Wohug. a. 1.4. z. urui. Ctclnstraße 54, Mansardenmolinuna. 2 bis 3 Zimmer, m. (Maß z. 1 Avril z. vrm. Ladwigstr. 35. 09405 T'u.elLtlAÄ und Schlosser für leichte Arbeit können eingestellt werden. O-ähel & Appel B—4 S 5 1 ö! IHCC=^3> u ij im »i von sehr ruhigen Leuten zu mieten gesucht. Schr. 21ngeb. unter 01)404 a. d. Eiest. Anz. Kinderloses Eheoaar sucht 2 4-Bmr.-Wobua. m.clcf r. Licht zun: I 4. Augeb. unter 0^28 n. d. euest. Anz. Z-l-Ziiiüitkt-MitllHi; für kleine Beamtensamilie z. 1. Avrll aes. Schr. Angebote unter 00421 a. d. Gi e^. Ä nz. latLbarar Haam melekir. Licht u. Waste:l g. ,s. Ladorat.) sos. zu mteteu gesucht tevtl. leere Küchel, diähe Markt bevor« zugt. Schriill. An:eb. i n er 004OB an den Eiest. ?lnz. erb. All ein stehende älterHraü Inrljt kleine Töobnnng in besserem Hause. Augeb. unter 09414 an den frlicfi. Anz. erb. Gärtner tüchtig im Eemüse« und Obstbau alsbald gesucht. Kriegsbeschädigter bevorzugt. Heil- und Pplegcanitalt _ (Rieften. 11&5 Ärnnltrimjitrtrf rum 1. März gesucht. 12246 _Chirurg. Klinik. F u h v m a u u kann eiimetcn bei F.nler y_San d g affe 2 . Laboratorttuus- brirsche gesucht 125V L_Frauenklinik. enär-SnOl ? okrHr,xx. Braver Junge kann die Slärtnetei bei gründlicher AuSbliduug :u:ter günstigen Bedingungen erlernen. WUb Moler, Äürmeretbes. 1180 AliceNtralie 25, Männer,Frauen und jngensliche Arbeiter für sofort gesucht ßl3 Giestcrci Hilfsarbeiter und Former Stahl- nnii Eisknivkrkk Atzler, 8. m. b. S. Atzlar bei Wetzlar. Dame von gewandten UmgangSsormen und mit flotter Handschrift (Kürzschrist und Maschinenschreiben erwünscht) für den kausntänni'chcn Betrieb eines angesehenen Giestener Geschäftes zum 1. April oder früher ges.lcht. Schriftliche Angebote mit Angaben über seit herige Tätigkeit und GehaltSjorderung unter Nr. 1243D an die Geschäftsstelle des Giestener Anzeigers erbeten. Qrd.Lanffrau od.Mädchen zu cinzelnev Dame gelacht 09424 _e.choitürastc 3, i. Für die Abteilung Damen- konsektion sltchen mir eine gewandte OerfäiiferfiL 1102 Gebr. Imheuser. TaclULo. eeuamitAi Verkäuferin auS der Lebensmittel- brauche zu bald. Eintritt aesnctit. 1'teldnngen unter Betsiiaung von ZeugniS- abfchris eil unter 1237 an den Giest. Tlnz. erbeten. Suche zum 1. wlärz eine 54öchiu und ein Hauslnädchen Frau Moritz Herwig Ir., D«Ue,«bürg, 12160 Babuliosstr. l4. Zäligku:, fräft. Snrfdie wird gesucht 1:01 _ Marktplatz 21. £rtr!!s| für Polsterwerküätte aus achtbarer Ja nilie geg. Ber gütuug f.ir sofort oder später gesuch,. 965 HvlmSklssSr.Th.Wck. La rflra» od. MüS-:bea für vor- o er nachnnitags acf.icht 00401 Moltkeurafte 7. ()rd. Mädcbe» od. Lanffra» gesucht Schalttr. 1, ll. +** ^üeügeS Lebensmittel« und Trogennefchäft nimmt einen L c h r t i it a uni)ein Lehrmädchen von achtbaren Eltr:n bei fofovtinei Bergütnng an. Selbftgefchrieb. Meldungen "N er Nr. I2li2 befördert die Geschäftsstelle deü Gieg. Sinz. rrttnleln a«S guter^amilie. welches raleni im Heirtjiien n.Sticken I hat und dieAn e tignng von ^ Hoklmtmi« Arbetien über- nehnien tunst, wvzn Bor- rcnmiiifFc nicht e, fordertich sind ündet dauernde 8^e- schäslianng. l Iti3 Vestr. NmbLLtrr. ,ftO!l)fü({!Cn Blüüillf II gesund und brav, z. 1. Mürz gesucht. 1 ISO Heil- u. Pflegeanstalt. Tiichi.Mädchen jiu’.O.mOcti. Hausarbeti. soivieeinZmeit- mädchen,daSetivaS>:ülien u. bügeln k>:un. in HauSbali von 8Pe r s. z. 1. A p r. g e s. N ä h. z. e r i r. i. dXÄe scha s t c. st. d. Gi^e st^lu z.., „ Wegen Erkrankung meiner 51öchlu suche ich baldigst ein in 5küche u. HgiiS ersahreneS Kääedsa.Anm.2-4Ub: nach!» Sieriuittluug vickn anSgeschl Fra» Matar vr. Kramer, 1241_9 ii bi u i gsviatz 10. '* ,8 > Für meinen kl.HanSbalt ltzüers » suche ich für 15.Marz od. jp. ein usitsskriSilrbsa. das etiv. ko.ueii kann u.Hau^arb. versteht. Lohn nach Bereinb. krsa v. Kaiser-Allee-II ZincriänB. IHlSdehen, dnS gut bürgert, kochen kann u. alick,Han'ai b. ne: stetn. ges. Frau Ulsabetti VToiatraad, VNea'ia d a H., Frank>urterk2»rns;e 69. Näh. 2lnSkl,nf tL, ebigitr. 05 pt. ß : ?.»:s, ztiverl. ISÜ ^ gesucht. Frau M. Hecker. 0i 412_ Brandgnsse 4. Qfinin. Kfiflcbeaob Frau norm, s. HanSarb. z. ein:. Dame ge- sucht. Aäd.z. ertrageni. d.Ge« schü^suel'« d.Gie'i. Anz. iiiiniiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiniiiiniiniiiiiiuiiii^||iiiniiiiiinniiiiiiiiiiiniuniiiiiii[iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Schwa«'2->¥slaäss-TI'ieafei’^2. , K"'l^ Programm vom Dlenstan, 19., bl* iahl. Freltas, 22. Februar. 3. Film der U rba n * G ad * Kerle 1918 Schmuck des fiajahs Sensations-Drama In 4 Gewaltifjen Akten mit NILS CHISAND K LL 91 A R 1 E WIDAL iüeisl. tfilla iy ^epkaufen Feinpikantes Lustspiel in 3 Akten mit MEL ITA nETRI isKtusEiiT Map i * ra iikller L FO I E l K K li T Ab Sam«ta*g: Deiithclilnnd* berühmtester Tragttdo ALBIiRT BASSEUMAIVN im Film! ■$ Branks, ISA. MWkit gesucht Üloetbestr. 31.1. 227 a. d. Giest. Anz. erbeten. 'ltclirres Fränicin auS guter Familie sucht Stellung alSHausbältcrin. Schrift!. Angeb. unter 09420 an den Giest. Anze. e:bten. ^ e ““a"SimiBenfflIfrSnSf au ve:kaufen. Eltern Herdbuch iere H.Earl Ottcrbcin Ruppertenrod, Stat.Mücke. Irci triftige Zicze: zu verkaufen. 'Schr. Augeb. unter 09418 a. d. Giest. Anz. All! tijdini)? in der Nähe des KriegSge- fangeneniagerS zu pachten gesucht. Aimebote mit rage» augabe und Preis an die Kommandantur, 123 i D Schützenbaus. Eine gut erbalkene, schöne 82d?a?2lwwsr-LiariLdiaag zu kaufen gesucht. Schr. 2lngeb. ttnt.tXUlOa. d. Giesten.Anzeig. Zokrsib- mssokins ISystem und Preis» sucht I>oSF**eiiI$raer 1,17 Zschovau in Sachsen. Neuer oder gut erhaltener Bücherschrank z. k. g e s. S ehr. St ng. nebst Preisangabe n. 094 25a. d Giest.Anz. Trauerhute Tratterschleler #ll a Handschuhe Hut- und Armflore Seidenhute WetterhQta UebergangshUte große Auswahl Wilhelm ftfloll. üluiui Frankfürl z. I Gebr. Hobelbank mit etwas Werkzeug zu kauten gesucht. Zu erfragen in derGe« schäslssiettedeS Giest. Anz. ™>, Leere BliiMkülöpse zu kaufen gesucht, ttärtacrel Bloaer, Marburger Sir. 84— WieseckerWeg l9,Televh. 786. Blusen-Seide Taffot und Mesaline Mk. 12.50, 9.50 pr. Meter Sclswarzar Sammet für Blusen und Kleider Ia. Seidensammete Mk. 25.- 23.50. 20.75 per Meter. n .a W! LH ELM NOLL M lenes* ^ ' E- - ! Scliöncs, solid gebautes L a n d h a n s an einer Cisenbavititaiion des Kr. Friedberg, i d. Nähe eines Badeortes u. einer Stabt mit höh. ^ehranskalteir tu. 7Zimmern. 2 Maus.. Küche,Keller, Boden, Stallungen mit Ne« mtse u. ca. 1600 qm Gartenland ist zum Preise von 25000 Mark sofort zu verkamen. Angeb. unter 1216 n n den G testen er A n zeig er. Gut erhalieneS Tafelklavier »ve.tenPiatzmangels preiSiv. abzugebcn. Näheres in der Geschäftsst. d. Giest.Anz. **** Ein gm erhaltener schwerer raulirugon, für jedes schwere Fuhrwerk geeignet, zu verkamen. 1249 W ilhelm fc'cheld 1. BeUersbetm. Sliniicc zu verk. Stiphamtr. 18,1. WlW Ät: Griani*»»«plion zu verk. Näheres SlaiN HVstalLr, Ludwigstraste 58. 00431 5—6 Mark i^o pro Pfund zahle ich für uusgcitiimiuile Frauenhaare. S Fürsorge- stelle, in Landgemeinden auch bet dem Bürgermeister mündlich gestellt werden. Nähere Auskünfte erteilen die Grosch. KreiSämter. Bürgermeistereien und die KrtenSfürsr'rgesieUen des Landes, sowie die Geschäftsstelle der Siitung, Kanzlet der Zweiten Kammer der Landstände in Darrnstadu 2i 5 tf I c r, Erster Präsident der Zweiten Kammer 1219V der Landslände. Ftöberc Bürgerfcbulc zu jVfidda (mit VorfcbulkUffc). Die Anfnahmo neu Hntretendei* Schiller findet ffloii as den 8. April 1918, von 9—12 Uhr, auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten statt. Vorzulegen sind dabei: Geburtsschein, Impfschein und letztes ScnulZeugnis. Wir empfehlen den Eltern dringend, die Kinder im Interesse ihres For kommeus in den höheren Klassen möglichst frühzeitig unserer Anstalt zuzulühren. Die höhere Bürgerschule befolgt den amtlich«» Lehrplan für die Realschulen. Der Unterricht beginnt erst um 9 Uhr (Schluß 1 Uhr), um auch den auswärtigen Schülern den Besuch der Anstalt zu ermöglichen. Anmeldungen werden bis zum 10. Mflrz au das Rektorat erbeten. Weitere Auskunft wird gern erteilt. Nidda, den !7. Februar 1918. Bekto. at der Höheren Bflrserschule. I. E: Lauckhard. 1220D Wir empfehlen: Krsst-Extratt T°°, 115 n. «w P,^ RriilkLWpen-Wrzk Slr.5502oo-^»i. 280 m. Alkisllibriii-Etslitz-WStftlF.. 1OM..S.1 m HüiüfririH'lfTöi'ii'SDiie Pak?- s *«me! 25 m bei N PId. ilö Pf«., b. lOSPid. 1 ü)tl, blliger ab Laden Tteril-Elitt-Zlllj I-Pfd..Paket 12 Psg. Püvnke I -Pfd.-Paket 25 Pfg. Vüilillt u Assztli 100 Pia. $«liJfUfiiit(S|tifc*iMiiti«f) P°r°. 22 W9 . $riiß Ißfeljenf »» 05 m Wg-8llrktli v.m3öm Stück Ol) Pia. Stück 65 Psg. 300.010«. 90 Q „ I iO Pia. Klöllörskr für LtehliA ßlöjforpcr für C>ängtli|t ’ii'gmrrj Schade&Füllfabe, Giessen Bahnhosstr. 2«. [ 1I34 a] Ludwigstr. 20. „ - v 2 ' Schachtel Soita-griifrpfl „ppiter", *> ®.««55 «nt Danksagung. Für die viele herzliche Teilnahme und die reiche Kranzspende bei dem lür uns so schweren Verluste unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter FrauLouiseFrankWwe.geb. Blöcher sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Dis trauernden Hinterbliebenen. 09406 Giessen, Leipzig, Frankfurt a. M., 18. Februar 1918, Wohltätigkeits-Veranstaltung zi fasle« der MMiiW» fc UgsHlgli Samstag den 23. Februar 19J8 Anfang 8 Uhr Hotel Fürstenhof Anfang 8 Uhr Bunter Künstler-Abend nitwlrkende: EJrna Faßbender, Opernsänger!», Frankfurt-Main. Rudolf Weisker vom Großh. U ( *ft h ater in Darmstadt (Humorist isc.heGt**angs vortrüge und Deklamationen, Klavier» sc erze), Josef Garnis vom Opernhaus in Frankfurt-Main (HeitereLieder zur Laute), Ohr. Grimm, V entriloquist Am Flügel Kapellmeister KarlKremer, Frankfurt-Main. T „ , Prel»e der Pltttae: I. Platz Mk. 3—, II. Platz Mk. 2—, (numeriert). 3. Platz Mk. L—■ Der Vorverkauf findet statt: bei Challler, Neuen weg, ISorst, Zigarrengeschäft, Selterswe*. 1154 Wirtschaftliche Vereinigung Kriegsbeschädigter, Gießen, LICHTSPIELHAUS. Wir bitten das titl. Publikum, nach Möglichkeit die Por* Keilungen von 4 — 6 und 6—8 Uhr wegen des zu erwartenden Andrangs in den Abendvorstellungen besuchen zu wollen. Das Programm llt in den Mittagsvorslellungen ungekürzt. ISO Frisch gewässerte Stockfische sind eingctrossen. J. M. Sclißliiof, Marktstraße 4. 298 CieOener Usodelssoliols Bahaholafraßs 88. Beg'nn des neuen Schul- jahres Anfang AprU 1918. Geschlossen durch* geführte BaläJa’jres- osd Jabresklaaaea d.geprüfte Handelslehrer Besond re. Kurse für Anwärter der Beamtaalasf* haha (Post-, Telegr. und Eisenb.). Anmeldungen rechtzeitig nol wendig. Prospekte frei. (1218 //J /cf/i JlßZ^ and Damenabtellnnc:. Mittwoch den 20. Fedr.: U«(el rOfHtenhof. Leitung: Hofrat Hermann Steingoetter. Freitag den 22. Februar, abends 7'/, Udr: lÄWW!Ml»!Lt Oi'.Wösps Lustspiel in 3 Akten von Rod. Benedix. 1L)1c Oiefiener Konzerl-Verein. Sonntag den 24. Februar 1918, nachmittags 5 Uhr in der neuen Aula 21245c Corneiis Bronsgeest Königlicher Hofopernsänger aus Berlin. Am Flügel Herr B.Tabbernal. Programm: Schubert, Franz: Die Winterrei;e. Kintrlttekftrten: M. 3.—. 2.—, 1.—, 0.50. Studentenkarten (numeriert nur gegen Ausweis im Vorverkauf) 0.75 M. bei Ernst Challier, Muslkalienhdlg. (Telephon 671) und abends an der Kasse. Zum Eintritt berechtigen die für das 7. Konzert ausgegebenen Karten. UeberschuS f. Kriegswohlfahrtszwecke. Kaffee Astoria * Heute Mittwoch, von nachm. 4 Uhr ab Familien-Konzert Empfehle vorzügliche Torfen und Waffeln. F&ii»sleirali©f Giessen. Heute Dienstag, abends 8 Uhr 1256 Familienkonzert unter Mitwirkung der Gesangshumoristen Prl. Lnlln Erb und Herrn Braiidenstein. für Wohn-u.Schlafzimme und Küche, abgepaßt um am Stück; weiß, creme und farbig z\ mäßigen Preisen. \U?odehaus Qafomon. krltz [lowach Trotze Busualii In ,m a Stores, fialbitores, Scfteibenldileler, Bettdecken, Draperien und sämtlichen Gardinen = Zutaten. ———■ Gebrannter Kaffee (Eriav) bette Qualität (leine Rühen), 9V a Pfund Vostpaket Mk. 2V.—, franko Nachnahme nur an Selbstverbraucher versendet 1243 I. M. Schulhof, Marktttr. 4. Tel. 119. Mpriitc Nrtskrailkeilklljse lZitßt». Die noch rückaändigen Beiträge zur Kranken« und Invalidenversicherung sür den Monat Dezember 1917 können noch bis zum 28. d. M. 1918 ohne Kosten bezahlt werden. 1252D Gießen, den 18. Februar 1918. Allgem. Ort-krantenkasse Gieße». _ I. A.: H. Fourier. _ Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Bermögen des Schuhsabritanten Ernst Reinhold Reitsch in Gictzen wird nach erfolgter Abhaltung de- Schlußtermins hierdurch aufgehoben Gießen, den 12. Februar 1918. 1235B _ Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Münster für 1918 Rj. liegt vom Freitag den 22. Februar bid Donnerstag den 28. Februar 1918 aus unserem Geschäftszimmer zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Frist können bei uns Einwendungen gegen ihn schriftlich od mündlich zu Pt otokoll vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, -u der auch die Ausmärker herangezogen werden. ' Münster, den 18. Februar 1918. Großh. Bürgermeisterei Münster. Gontrum. 1250 Holzversteigerung indenWaldungenderGemcindeRuppertSburg. Donnerstag den 21. Februar U I., vor» mittag- 19 Uhr anfangend, werden aus dem Distrikt Buchwald (GeräumS, WeideS und Elsterberg) versteigert: Rutzknüppel Rm.: 7^ Eichen (2,5 Mtr. lang), 6 Fichten (3 Mir. lang); Scheiter Rm.: 178,7 Buchen; Knüppel Rm. : 153 Buchen, 34,3 Eichen. 2,3 Kiefern, 30,6 Fichten; Ast°Reistg Rm.: 14 Buchen. 5 Eichen; Stöcke Rm : 44,4 Buchen. 5,5 Eichen, 35.8 Fichten. Nadel-Reisig abteilungsweise. Zusammenkunft beim Pflanzganen an der Straße Ruppertsburg—Röthges, im Buchwald. Ruppertsburg, den 14. Februar 1918. Großh. Bürgermeisterei Ruppertsburg. __ Lehr. _ Holzversteigerung Montag den 25. Februar l. I. werden aus den Distrikten Zuhaag, Krunnnstrauch und Atzwald verneigert: Stämme: 2 Urtdbc 3. Kl. -2,4ö Fstm., 6 dcsal. 4. Kl. “ 4,95 Kstm., « desgl. 5 SH. = 3,89 Fsim., 25 desgl. 6. Kl.--- 7,12 jjttin. Derbstangen: 24 Fichten =2,79 Fstm. Rm. Sebeiter: 14 Buche, 2 Eiche. 14 Fichte; Knüppel: U2JiBucbe, 78 Eiche, 40 Kiefer 36 Fichte: Knüvvelreisig: 48 Buche, 10 Eiche: gewöhnliches Reisig: 478 Buche, 2Ä Eiche: Stöcke: 4 Buche, 2 Eiche, 20 Kiefer, 30 Fichte. Zusanr.nenkunft vormittags 9 Uhr auf der Strahe Grünberg—Lindenstruth am Eingang in den Wald von Grünberg aus. Beginn bei Nr. 16. Das Holz im Aywald wird nicht vorgezeigt und ist vorher etnzusehen. Näheres durch Forstwarr .Kinkel, Harbach. Grünberg, am 15. Februar 1918. Grottl,. Oberlörtterei Grünberg« 12838 Diittger - Bestellung. Tie Stadt Gießen ist in der Lage, künstlichen Düw« gcr (Thomasmehl und Kamit je zur Halste gemischt) zum Preise von etwa 3,20 Mk. sür den Zentner, aus- zugeben. Wer Dünger beziehen will, hat siinen Bedarf bis zum 27. Zebruar 1918 dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 14, schriftlich oder mündlich anzumetden. Bei der Anmcldmig sind anzugebcn: 1. Zu- imd Vorname, Berus und Wohnung fStraße und Hausnummer) des Bestellers. 2. Bestellte Menge nach Pfund. 3. Zu düngende Fläche nach Quadratmeter. Verspätete Meldungen können nicht berücksichtigt werden. Ein Anspruch aus die Zuteilung besteht nicht; Kürzung des angemeldeten Bedarfs bleibt Vorbehalten. Ter Zeitpunkt der Ausgabe wird besonders bekanntgegeben. Gießen, den 18. Februar 1918. 12468 Der Ob--"üraermeister (Lebensmittelamt). _ Saatkartoffel-Bestellttiig. Diejenigen Einwohner, die ihre Saatkartoffeln vor! der Stadt Giesten beziehen wollen, haben ihren Bedarf bis spätestens 2S. Zedruar 1918 mündlich oder schriftlich dem Städtischen Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 14, an- zumelden; auf je 100 Quadratmeter sind 40 Pfund Saatgut zu rechnen. Bei den Anmeldungen sind anzuaeben: 1. Zu- imb Vorname, Beruf und Wohnung (Strass und Hausnummer) des Bestellers. 2. Ob Früh- oder ^pätkartoffel-Saatgut gewünscht wird. 3. Bestellte Menge nach Pfund. 4. Zn bebauende Fläche nach Quadratmeter. Verspätete Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden. Bestimmte Sorten Früh- oder Spätkartoffebc können nicht bestellt werden. Ein Anspruch aus die Zuteilung besteht nicht. Ter Zeitpunkt der Ausgabe sowie der Preis der Kartoffeln werden besonders dekanntgegeben. Giesien, den 18. Februar 1918. 12478 Ter Oberbürgermeister (LebenSmitttiamt). Nr. 42 Zweiter Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhejsen) Dienstag. 19. Kebruar 1918 Die Lage des russischen Bürgerkrieges Ende Zaniiar Im Bürgerkrieg erscheinen als aktive.Partei die Truppen der Bolschewiki. Das Ziel ihrer Operationen jft, die politischen Zeiuren Kiew und Novo Tscherkas^k zu be^e'^en. AnMinend besteht dazu ittgercher Plan. 1. Die U krame und' das Dongebiet zu trennen durch Besetzung der Eitenbahncki.vtemM.nkte Bjelgorod, Cl>rrstrw, Losowaja und Mer a cdmw^k: 2 Die Ukraine zu rvli«ren durch Aufstellung einer Deckung auf der Linie Jekae inoÄaw—Poltawa—Woroshba; 3 den Kosaken -einen! Schlag: -z-u versetzen und das Dongebiet zu> besetzen, . i. gegen die 11 fixirrw? sk, Ickkaterinoslaw, Losowaja ivendet sich die Lage der Ukraäre zum Schlechten. Sie wird vom Don ge- getreunt und Mew vom Süden har bchvohtt. Vpn den Truppen der Südwest»- und der rumänischen Front drvlst der Ukraine anscheinend keine Gefahr. Hier srird die lwlschewrstischen Truppen zum Teil entwaffnet, zum Teil hinter der Grenze der Ukraine disloziert. Das Dongebiet ist direkt nicht zu treffen. Eine Bedrohung von Wvrvnesh und Zaritzin her ist, nicht ernst zu nehmen. Die dortigen Garnisonen sind in Auflösung^ Die Kalmücken sind neutral oder den Bolschewiki feindlich. Seitens des Kaukasus droht bisher keine Ge-- fahr. Operationen gegen das Dongsbiet find nur vom Nordwesten her zu erwarten. Da der Ataman (Hcstman) befohlen hat, dag die Rvsakerr. die die Bolschewiki hinausdrängen, keiiresfolls die Grenzen, des -Gebietes überschreiten sollen, so toi cd sich der Kamp?! an dev Grenze des Dongebretes bei Lugansk, Jlotoaisk und Wolnoroacha aüspirlen. Im allgemeiirvi gilt, ixtß die strategische Lage und die Ma- PAvriertüt igl est bei den Bolschewiki gegenwärtig befriedigend s ind. was tut unserem Vaterland not? —m.— Gießen, 19. Februar 1918. In einer Mitgliederversammlung der Deutschen Vaterlands- V^rter für d:e Provinz Oberhessen im großen Saale des Gasthauses „Fürstenl-o" sprncl) gestern abend Landtagsabgeordnetcr Pfarrer * o/? r a 11 ^ über das Thema „Was tut unserem Val erlaube not 5 _Stelle des abwesenden Vorsitzenden Professor Tr. Opitz eröifnete Stvdtverordneter Krumm die Versammlung und wies ?re Vaterlandspartei nach wie vor der Sammelpunkt suc alle dretenigen, sei, die einen inneren Frieden wollten und denen glerchzellig auch an einein äußeren starken Frieden gelten sei. Die Baterllandsvartei habe bis heute gehallen, loas sie ber der Gründung versprochen. ?lllen Anfeindungen zum Trotz ne fthre Ziele, weirn auch die gegnerische Propaganda 5^^- » , erfordert habe. Der Erfolg der hetzerischen Tätigkeit habe gerade das Gegenteil von dem gebracht, was man ^reichen wollte. Die Mllgliederzcchl habe sich allerorts vermehrt. Tre Gegner hatten somit ungewollt durch Störung der Versammlungen eine Hck.e gebracht. Er selbst, der Regier, bekenne sich wieut aris fortschrittlichen Gründen für eine starke Regierung, und trete dafür ern. Nach der Begrüßungsansprache ergriff Landtagsabgeordneter Pprrrer Dr. T ra u b das Wort lund führte etiva folgendes aus' heutig Tag, der 18. Februar 1918, bedeutet in der Geschichte des Krieges erneu Haltevunkt, an dem nicht vorüber- gegangen werden darf, f Mll dem Glockenschlage 12 lief der mit rwihlMid geschlossene Waffenstillstmrd ab, und die Enttäuschung war allgemein. Wir haben leider von Anfang an die Entwicklung der rulMchen Revolution zu wenig verfolgt. Hätten wir bereits im vorigen November alles das gewußt, was in russischen Zeitungen prano. jo waren tvrr der ganzen weitereii Entwicklung gefaßter gegen über getreten und hätten auch Brest-Lllowsk mit anderen betrachtet. Man denke nur an den Leitspruch Lenins: ^Ter Weltkneg kann nur ldturch die Weltrevolution beendigt i^rden oder mau vergegenwärtige sich, daß Trotzki stets von deni Grundgedanken ausging, daß der Deutsche ' Frieden Tre Verhandlungen in Brest-Lllowsk haben leider wieder vermocht, den Gegensatz zwischen Militarisums und Volt anzustacheln. T<^ darf unter keinen Umständen geschehen. Möglich war das Uebel nur, weil es auch dem gebildeten Deutschen häufig an dein politischen Sinn fehlt. Diese Hilflosigkeit des gebildeten Bürgertums mich beseitigt werden. Ohne Parteipolitik yu treiben, müssen' ünr uns genaue Kenntnisse über Auslaiid, geopolllische ^danken- gange verschaffen, kurz, der politische Sinn muß gestärkt werdeii. Wrr müssen mehr wissen, um den Wankelmut zu beseitigen. Man. betrachte sich Hindenburg amd Ludendorff. Hier liegt der Wille, die Kraft, geschöpft aus einer Schulung, die der ganze deutsche General- und Admirackstab durchgemacht hat, der Schu-- lung, die in jahrzehnteLmigem Studium der Weltpolitik bestand. Wir denken heute oft mit Sehnsucht an Bismarck, trotzdem auch er durch die Preisgabe von Belfort einen Fehler begangen hall Tenn hätten roir heute Belfort, so wären einige Gebietsteile unseres Reiches gesicherter, und manches Blut wäre nicht vergossen worden. Aber gerade dieses Beispiel zeigt uns, daß, wenn wir nach etwas! Notwendigem greisen, wir uns durch nichts beirren lassen dürfen. Dafür setzt sich auch die Vaterlandspartei ein. Es ist uns niemals um Eroberungen zu tun, wir wollen nur das Wohl unseres Volkes. Ist es Eroberungssucht, wem: wir Litauen, Kurland, Polen uns näher verbinden wollen, Länder, die an unserer völlig ungeschützten, flachen Ostgrenze einladend zum Einfall daliegen? Wir brauchen eine östliche Festungslinie: das ist keine Eroberungsgier. Die Verhandlungen in Brest-Litowsk haben ferner gezeigt, was man mit uns vorhatte. Tie Wellrevolution sollte dort geboren, Brest-Lllowsk sollte das Einfallstor werden. Tie Propaganda der Bolschewiki und nicht zuletzt die deutschen rmabhängigen Sozialisten, dre deutschen Bolschewikis, taten ihr möglichstes. Mwl riet zur Ver- tchleppung, man stellte die Revolution förmlich in Aussickü. Was Wrmder, wenn man dann mit dem gesamten Zusammenbruche rechnete. Deshalb brauchen wir auch eine feste Regierung. Eins Regierung, die nicht regiert, hat gar keinen Zweck. Auch die ernsten Sozialdemokraten sehen ein, daß, wenn das Chaos käme, sie selbst die Führung verloren. Seien wir also froh, daß wirklich wieder regiert »vird. Tie Formel: „Eine Revolution ist immer eine Folge einer schwacheii Regierung, nie aber die Künseguenz einer starken", hat ihre Richtigkeit. Das beweist die Geschichte, vielleicht mll Ausschaltung der Bauernkriege. Aber wir haben die feste Regierung. Wir haben aber auch ein Volk, das nicht imsnfriebcn tzu. sein braucht. Tie letzten Streikunruhen der Arbeiterschaft sind nahezu unvcr-^ stündlich, und man muß sich wirklich fragen: ,,^st das Ehrgefühl bes deillschen Arbeiters so eingeschlafcn, daß jetzt in dieser Zeit dop Gedanke an einen Streik aufkommen konnte?" Ter Arbeitersttmd verelendet wahrlich nicht, nein, er kommt in die Höhe, wird zum neuen Mittelstand, dem der alte Platz machen muß. CKradc hierbei mache man sick) aber einmal klar, was es heißt: „Keine Annek- tionen, keine Kriegsentschädigungen". Stl^rtssekretär Dr. Derw- burg meinte, daß man wohl keine Entschädigungen erhalten könne Wir alle brauchen aber eine Kriegsentschädigung, wie auch neulich der bayerische FinaTrzminister ^anz richtig klarlegte. Wir brauchen die Entschädigung, wenn wrr nicht selbst die Kosten des Weltkrieges ttagen wollen. Siegen wir und erhalten keine Ver- chitnngen, so werderr zu Hause die Vermögen abnehmen, niemand nnrd mehr sparen und das Geld selbst wird an Wert verlieren Die Valuta müssen mit dem Schwerte gehoben werden. In diesem Augenblicke müssen wir uns von allen Phrasen frei machen, nicht wie Wilson, der dem deutschen Volk den Köder des PhilosophenKrorhält. Den besten Platz in der Gesellschaft der Nationen wird immer der haben, der sich mll inneriem Stolz und! kräftig den Platz nimmt, der ihm zukommt. Lassen wir uns nicht beirren. Die Versuche der Feinde in Ost und West, das feste Gefüge des Deutschen Reiches zu zersprerrgen, werden scheitern. Vor allen Dingen dürfen wir aber niemals in den Fehler verfallen, an unserem Siege zu zweifeln. Tas^ Mißtrauen, der Zwiespalt von Zweifel und Glauben,^ ist das größte Uebel. Der Erfolg einer kommenden Offensive darf nimmer durch politische Treibereien unsicher gemacht werden. Das deutsche Volk will seinen Frieden von seinem Kaiser und seinen! Hindenburg. Den Krieg will niemand verlängern. Hüte man sich vor den Menschen, die an dem deutschen Sieg zweifeln. U-Boote, Hochseeflotte und Heer werden den Sieg zu erringen wissen. Dankbar, froh und zuversichtlich gehen wir der Zukunft entgegeic. Gott beschütze unfern skaiser, unfern Hindenburg und das deutsche Heer. ^ Nach dem lebhaften Beifall der zahlreich crsävienenen Hörer chloß Stadw. Krumm die Versammlurlg mit dem Hinweis, daß auf die Ausftihrimgen des Redners sich jedes Wovt wohl erübrige ^... - . , Kaiser den . , .^au che. Es ist deshalb nötig, daß die ?luslands- dem deutschen Volke nähergebracht lvird. Noch aus einem andaren Grmrde ist der heutige Dag be- deuts-Mn. Zum erst«! Male Irrten kriegführende Staaten aus- eumnder. Oe,l-erre!ch-Ungic jetzt den Frieden herben. Tie Nach- i NrchtverUEndung der österreichisch-ungarischen Trup- pm m Westen ist vorläufig nur eme Zeitungömeldiing. Bestätigt JmfJr,r<7-fctttr üwhl die Konsequenz ziehen Mid auch 2???, gruppen von der italienischen Front entsenien. Und dann ÖIM Dinge, die kämpfen, als mix Menschen! ; 1915 Gntente lnchrebt, Oesterreich Ungarn von ftch als unmöglich erwiesen, und gerade ? dcaudmig gezeigt. Auch bc- be - öu den Tschechen auch die KlL'l'f 8 1 T g ' £ ne u»e"rg Mig.nehnle Lage für den Das Abrücken Oesterreichs im Osten Bil'idestreue, auf die wir uns auch weiter- M l u tr U]tfy Deutschland hat /etzt eine dop^lte Last zu tvrgyn, und deshtlb ist jeder Deutsche, der auS ** z 1,^. ^^?ange des Wellkrreges, zu **L w'V’ti r Ukoame i|t immer ein Fragezeichen .Ahvn tue Rattütvatton in Wia.l und nicht in Berlin zeigt daT Hier surd eben zwei Richtungen vertreteil. Die eine ceclniet die ^ bÄllschireundlichen Randvölkecn, die andere sieht Ä-im drr Au» Stadt und Lauv. Gießen, den 19. Februar 1918. Blut mw Gold. Spiel nicht mll deiner goldnen Kette, Mann, Und Ländle nicht mit goldnen Reifen, Frau. Die Schar! Die Schar? Jetzt drin in Drahtverhau! Ach. wie das Blut um Brust und Stirnen rann_ Ist das dein Sohn? Er winkt dir mll der Hand! starrt auf die Kette und dein Goldgez-icr . . Er stürmt, er füllt! „Das Lebeii gaben wir Für deine Not, du ringend Vaterland." Mamr mit her Kette, färbt die Scham dich rot? Verbrennt dich, Frau, der Reif mit seiner Glut? — Für deutsche Freiheit der das letzte Blut! Und unser Gold — für deutsches Lebensbrot!! ^ Rudolf Herzog. ** Großherzog -Ern st-Ludwig-Jubiläum s- tiftung. Wir verweisen auf die Bekanntma.llMng des ersterr Präsidenten der zweiten Kammer der Landstände inr Anzeigenteil der heutigen Nummer. ** Zur Hessischen Gold- und Juwelenwoche Unsere Industrie braucht !-üoh,tvffe für die Friedenszell Ohne sic keine Arbeit — kein Brot. Die Kaufkraft unseres Geldes wird durch Geld gehoben. Je meltr Gold, destio billiger die Rohst»ffe d Personen, 1. die entmündigt sind ober unter vorläufiger Vormundschaft stehen, 2. über deren Vernrögen den; Konkursverfahren schwebt, 3. die der bürgerlichen Ehrenrechte entbehren, '4. denen die Fähigkeit zur Belleidung öffentlicher Aemter abgeht, 5. die unter Polizeiaufsicht stehen,^ 6. die während des letzten Jahres eine Armenuntcrstütznng aus öffentlichen Mitteln erhalten haben. Hierauf folgte die Beratung des 8 3 (jeder Wähler hat eine Stimmef. Ter Minister des Innern ftlhrte aus: Die Tatsache, daß in Berlin rund 12 v H. der Arbeller streikten, läßt sich gegen die Einführung des gleachen Wahlrechts nicht verwerten. In der Provinz war die Zahl erheblich geringer. Unser nationales Leben müsse vergiftet' werden, wenn das gleiche Wahlrecht nichi eingeführt ioerde. Vizepräsident des Staatsministeriums Tr. Friedb erg g-ab eine Erklärung ab, rn der er u. a. sagte: Ter konservative Antrag hat, was die Beschränkung des Wahlrechts anbetrifft, meine Erwartungen noch! übertroffen. Ich bekenne offen, daß drr Streik mit seinen ?keben- wcrkungen mir nicht rn festem Zusammenhang mit der Wahlrecksts- frage zu stehen scl-eirll. Die Kombination des allgemeinen Wahl- rechts mit einem berufsständischen Wahlrecht ist für die Staate* rcgxenmg unmrnehmbar. Sie ist nur möglich in Keinen Staaten, dre ftch nicht zwei Kammern leisten können, nicht aber in Preußen, Was das vorgeschlagene Pluralwahlrecht betrifft, so enthalt es gegenüber dnn Kompromißvorschlage des oergcmgenerl Jahres noch eine besondere Berücksichtigung des Grundbesitzes, enthält also einen verstärkten agrarischen Einschlag. Ich muß daher aufs treue erkläveu, daß die Staalsregiertmg zu eiuer Vcrstcrndi- gung rm Rahmen der 'Vorlage bereit ist, daß aber das berussstan- drfche Wahlreckst und ein Pluralniahlrecht mit Zusatzsttmmen für Ernivnunen und Beqrtz unannehmbar sind. Weim man realvvlrttsch denkt, muß inwr doch berücksichtigen, daß die könrglick>e Botschaft vorhanden ist, dre erne Direktive für die Minister enthält, und diese werden alles tun, um die Ankündigung der königlichen Botschaft durchzufuhrcn, wert fie überzeugt 4ind, daß die polrttsche Lage dies erherfcht. Zum U-Boot-Krieg. n «St aJl * 1 ’ MB'^Mchtmntlich.) Wie störend der U-Laot-Kneg mittelbar auf den Lveverkehr unserer Feinde wirkt, wie er dre volle Ausnützung des unversenkten feindlichen Schiffs- raunte sc^ualert, büfv-eist die Aussage eines- Geretteterr von dem. E » <*k 2??*2L ^ versenkt gemeldeten Tanrpsers „Allaüm" w'n P&L mit 6000 Donnen Krhlen nach Malta bestimmte Dampfer gebrauchte für die Fahrt von Hnll nach Btzanta 30 Tage, von denen 14 Tage auf den w^gen U-Bvot- Gefahr an^iwt^Aufenthalt in verichiedeiren Häfen mtftelew llmer frrcdllck-en Berhaltnr,sen hätte der Dampfer die Reit' in! w£% n ill^f e(rCn b fÖm ^ ^Dchdas Fahren in Geleitzügen, das P°rtoi auf and^e ^ochiffe inte Ätilllregen m ,v^ alleo mittelbare Folgen des U.-Voot-Krreges, hat dieser ^.aincher al,o mehr als dreimal so viel Zell als ohne Unterseeq ^tkneg der^^oll gOp-om toave, gebrailckst, oder anders ausae- ^ckt der Lchmsraunr konnte unter Derücksllhftg.img der Lade-. mrd Lochhmt nur etuxr zur Hälfte der ftüh.-reu Leistungssahiakeit auc-genirtzt werden. Eru dcrarttger Fall ist keineswegs eine Aus! ^ni^,r ist er bZeichnend für die Uun-irtschaftlickkell F. Wen, Vorsitzender per Khedi, ^^.^lbmncher-GeiÄl Ick-aft, bestätt'gt sie in einem an die T 11 ^ Dezember gerichteten Brief mll teil Worten Ta3 GÄertzugverfahren verdoppelt die auf eine Reise zu verwendende Zeit und halbiert die Menge der jährlich in England m landeiiven Ladungen. « . • Die Zustände in Petersburg. X ^'.r 0- 3ebr. ^ L. A. fchüdert ein Mitgli«- bod ^ -r mmrs, rv u . die s«cki^ ^Ächen laug in deu v- htstadt an der dlsröert war, run eine Berte la.'idrgung über belllmmte Ernzelftagen mll der bolscheivistischen Regierung zu erzrelcn, ferne Erlebnisse in Petersburg. Er saaL u- - Dre illrsrchechstt nicht allein außerhalb, joirdern auch llrner-, ru 'um-nll von Tag zu Dag zu. Das Ei'jck>elnen be^ tlxfffneter Banden rn Privallvobruriigerr zahlt nicht zu den Selten- Herten. r'Nan sehnt -Ordirnng und Ruhe herbei. Die Roten Gardisten rekrurceven sich aus aebells- und sichtsck-euem G-sindet. Sie ea> "Een 30 Rubel täglich und 'haben nichts zu tun. Sie laufen in llwen schawge-n Zivllanzügen mit dem .Gewelrr aus der Schultest umher, ern llaglrck^s Symbol von RuchlMkds staatlicküei- A-utorllül Wie von verschredetlen Lorten berichtet aoird, wurde in Pcter^ bürg erne Metollsabrrk, in der sick, auderlbalb ^iillioneir Rubeh zur Lohnzalstung befandetr, airgegrrffen. Das Gewehrfeuer dcruertck zwei stunden Der Angriff wurde aber abgeschlagen. Tie Zoll-' vwie dre Werw und Mkvho-llagc'r wurderr gestülmit und nach ftlnfzehnstündigem Kampfe eingeaschsnt. Die gen Mischm Renauld. Longnek, Sem bat und HuyswanS pat t- lndcm., Der Ztvcrk sei, die Fratrzosen zu Kon^effwnm bet res's t^r elsagteotbnngisck^u Frage zu betvegcn. damit diese aus dem Pro- granun der Londoner >1vnfere!iz nicht in der bisherigen starren ( ycnn erscheurc. Die englischen Sozialisten miutfrfx'it. daß die elsas> mtmngijdx* Frage nur von den beteiligten ztvei Stationen geregelt un-rde Archs'rn falls wäre ein Mißerfolg der Lorrdoner Kon streif zu befürchtm. Wilson und die Versailler Kotlftrerrz. Berlin, 18. Febr. Wlf eine Alnfrage im engl ischett llnterhauie am 14. Februar, ob das Versailler Mmiteik me Ansichten aller Eiitentemäche einsckstiefstich der Beremi-ncu Staaten daritelle, gab Bvnar Law- eine zu stimm mde Antwort. Auf eine lvellere Frage, ob Präsident Wilson darülior io ragt worden ser erwiderste B-mar Law. daß Wilsotr keine Ote* tegenlrell jur Zuslllnmuug -oder Mlehnung gelraüt !:abe. daß aber oe* diplomatisch- Bte treter der Pcwyrigtyi Staaten der Kvn- -'-.rvt-ten (tettfcicu sei.