llr.41 £er Stetzeaer ’Sinfdftt erscheint täglich, außer Sormtags. - Beilagen: Ltchenrr ZamittradlÜtler; XuisUatt m W* Kreis «legt*. Veragspreir: numatt.Mk.iro. mertel- fährt nt, 9K.8-60; durch Abhole- tL Zweigstellen monatt Dtt. ! 1st durch die Dost Mt. 3.60 viertel* ffl&rf. auSschl. Beste llg. fterujpred, • Anschlüsse: lür die Schnitten,»,,a l 13 ^erlag.Veschäst2stelle51 Änschri^t für Drabtnach- richten: Anzeiger Sietzen. *68. Jahrgang enerAnzei General-Anzeiger für Oberhessen Montag, *8. Lebruar *9*8 *68. Jahrgang LtNuaqme von Anzeige» f. die Lagesmnnmer d,S zürnNnchminaq vorher ohnejedeBerb,udlict)keck seiienprelse: für örtliche Anzeigen 2btzs.,füraus,värtigo 30 Pi., 'ür Neklainen Dlk. L.— ; bei Plagvor- schritt 2<) # / 0 Auis l tag. Hauvtschri'tleiter: Aug. Goeq. verantwortlich für Politik u. steuilleton: poffschkckkonls: ■ fl ^ fC,aA8irBB ’ ÄWH * »K 2 v S kV«-.»» m ss ■ a 63 ra w *&/ hu m f » *>oru»cri»:«ii; 2l"ä. choetz: Stadt mrd Zranftuct a.M. **686 ZWÜttttgrrnnd-rllck u.Verlag: Vruhl'sche Unlv.-Vuch' u. Ztemöruckerei R. Lange. Zchristleitung, GeschasLssteHe «.Druckerei: Lchulftr. ?. sännuch ,n (Sieben. Der Waffenstillstand mit Rußland abgelausen. Der englische GeneraljtabZches zurückgetreten. WB6.) Trotzes yarrptauarller. 16. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. ä einzelnen Abschrritten Artilleriktätigkeil. die sich in mpagne zwischen Tnlxrre und Ripont am Abend verschärfte. Kleinere Unternehmungen unserer Infanterie in Flandern und östlich von St. Mihiel hatten Erfolg. * Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalauartierureister Ludendorff. (DM.) Trotzes Hauptquartier. 17.' Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz R npprechl. In Flandern und im Arrois vielfach auflebender Fener- fampf. In kleineren Gefeckrten bei Cderisy und südlich von Marcoing wurden Gefangene gemacht. Heeresgruppen Deutscher Kronprinzund Herzog Albrecht. Bei Tahure und Ripont. auf dem östlichen MaaSufer And im Sundgau zeitweilig rege Gefechtstätigkeit. » Unsere Flieger ftchen in der letzten Nacht Lsiüwn. Dover. DstnNrchen. sowie feindliche Srestreilkräfte an der französischen Nordküste mit Bomben angegriffen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Großrussische Front. Der Waffenstillstand läuft am 18. Februar 1918,12 Uhr Mittags, ab. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generakauarnermeifter Ludenbors f. * Die Abendberichte. Berlin. 16. Febr.. abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Berlin. 17. Febr.. abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Die Feststellung unserer Regierung, daß der Waffenstillstand mit Rußland abgelausen und am 17. Februar »nieder der Kriegszustand eing-errcten sei. enveckt die gemischtesten Gefühle. War es denn überhaupt noch ein Krieg, den mir mit dem östlichen Naclchar halten? Nein, er war langst geschlagen, hatte um Waffenruhe ersucht und war in allerlei Tauschhandel mit unseren Soldaten ei.nge treten. Der größte dieser Tauschhändel dreh e sich um den Frieden, und der von Herrn Trotzki beliebte Sck>ack>er rechnete zu stark mit unserer Langmut imb beinahe gar nicht mehr mit dem Linder den Verhandlungen stehenden Schwert. Aber hinter oiesem Friedens tauschchandel stand noch niehr, nämlich alle erdenkliche Kraftanstrengung der Vdarimalisten, ihr Revo lutwnsideal iveiter ausznbreiten, auch in die Grenzlande, die sich unabhängig erklärt hatten- P ötzlich erkannten lvir die ganze Tücke dieser Fri«>ensscl)Qcherer: sie wollten „weder Friede noch Krieg"' mit uns, sondern nur Zeit und Gelegenheit, ihre eigne Macht zu festigen. Sie entwandten sich dem äußeren Krieg, um desto kräftiger an das Uinsturzproblem zu g Herr Der „stolze K.i-g. der Ehrgeiz macht zur Tugend", wurde zu einem uusauberen Feldzug, Kühnheit wurde zu Frechheit. Und jetzt sehen wir in den ehemals russischen Ostseepvovinzen das düstere Gc- K ber maximal!frischen Ge.ixrlther.schoft in einer er- enden Sä^amlosigt'eit einherge!)en. Die blutigsten Greuel spielen sich, da ab, die von allen Banden frommer Scheu losgelöste PöbelherrsäMst macht sich bceit Sie wütet besonders dort, wo wir nach dem Fneben einen wirlschaft- lichen mcd freundlichen Anschluß bestimmter Völkerschaften an die Aentralmächte erhoff.en, und diese Pöaelherrschaft ^ißt mit sinnloser Hand die Sicherungen ein, die unser Kriegsziel sind. Kann es da noch Waffenruhe mit d-^n Bolschewisten geben? Nein, sie käme nur ihnen zugute. Wir wollen wieder völlig freie Hand behalten, bas verkündigen unsere Amtsstel.en als Ergebnis ber neuesten Beratungen rm deutsck-en Hauptquartier. Und irun werden — tn twlcher Form wissen wir noch nicht — '.vohl gewisse Hilfsaktionen für die bedrängten Gebiete des Ostens ein- setzen. Die Rechtsfragen find für alle Welt geklart, und weim wrr neulich bemerkten, im Osten habe der Krieg auf. gehört, der Wiederaufbau beginne, so bleibt dies zutreffend auch für die neueste Wendung der Dinge. Gegen Wejten wird noch grimmiger Krieg hcrrscl-eu Dort entfch.idet noch keinerlei Politik, sondern nur der rein militärische Gedanke Dies hat die D^sailler Konfe- renz mit allen ihren Beglei.ergebnisscn ansge.pvochrn. Die Gegner haben dem ..Obersten Kriegsrat"' eriveicerte Befug,risse eingeräumt, mü> daS Reuter-Bureau, das uns heute Un fRMinU deS englische GoneralsLabschefs Kv- bertfon meldet, erfahrt dwm ganz offen, alkcr- dtngs sei in der Zuständigkeit deS Oberbefehlshabers der englischen Truppen durch die neue Vereinbarung etwas gestrichen worden. Um Robertsons Emp.'indlichleit zu schonen, stellte man ihm die Wahl, ob er GeneralsdabSchef bleiben oder als Mitglied dem obersten Kriegsrat angehören wolle. Robertson erklärte: keines von beiden, und zog sich verstimmt zurück. Lloyd George aber will zu dieser Neuordnung der Dinge demnächst im Unterhause weiteres sagen. Man fragt svch: warum hat er es nicht bereits in den letzten Tagen getan? Uns kann es ganz recht sein, wenn unseren Hauptgegnern aus diese Weise der Drang und Zwang im Nacken sitzt, der sie dazu schiebt, wohin sic nicht wollen, der ihre Selbste sicherheit erschüttert und die Tage des jetzigen Diktators zählt. Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien. 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlaurbart: Keine besonderen Ereignisse. Der Chef des GenrralstabeS. Wien, 17. FB»r. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Keine besonderen Ereignisse. Der Chef deS GeneralftabeS. * * • Der Waffenstillstand mit Rußland abgelaufeuk Berlin. 16. Febr. (WTB. Amtlich.) In einer amtlichen Mitteilung stellt die Koistrliche Regiermig fest, datz die Petersburger Rrgiermrg durch ihr Verhtlten den W a ffe n - stillstand tatsächlich gekündigt hat. Diese Kündigung ist als am 16. Februar erfolgt auzusehen. Die deutsche Regierung hat sich demgrmätz nach Ablauf der vertraglich vor- gese!)enen vier; h ttägigen Kündigungsfrist freie Hand nach jeder Richtung Vorbehalten. Tie Beschlagnahme der Bankguthaben in Rußland. Stockholm, 18 Febr. Tie P^eesbu^ger Telessea' 'hen-Agen- tirr meldet: Nach einem oerö seullichlen Erluß rcrcrfari alle Guthaben von den alten Pränevtbanken ernlich. Hilferuf der uk ainischen Delegation. Nach einer Berliner Meldurrg des WTB. hat die ukraini» scheDelegation inBrest-Litowskder deutschen RerchS- rogierung eine Erklärirng an das deutsche Volk übermittelt, bid u. a. ans führt: „Die freudige Nachricht vom Friedensschluß mit dem Viev- bund am 9. Februar hat uns nicht den Frieden gebracht. Der Feind unserer Freiheit ist in unser Land eingebrochen. um noch einmal, wie schon vor 254 Jahren, mit Feuer und Schwert das ukrainische Volk zu unterdrücken. Vor der ganzen Wett e> klaren wir. daß die Petersburger Kommissare lügen, wenr^ Uc von eitt?m Aus tand deS Bol in der Ukraine sprechen, daß sie iuuvtt, roeim )tc Die Zentralraoa, das Parlament iu-r ukraintt» scheu Volksrepublik, das aus ukrainischen Sozial!,cen be,teht und weitgehende soziale und demokratische Reformen ins Leben qe^ rrlfen hat, eime Raida der Bourgoocsve nemren. Dir Petersburgs) Kommissare haben die Reste des russischen Heeres von der Front zuruckberufen, um sie heimlich gegen die Ukrairw zu werfen, mit der Absicht, unS zu berauben, die Getreide Vorräte nach dem Norden zu schassen und das Land zu mrteriochen. In Wolhynien und an anderen Punkten sammetti wrr neue Kräfte, um uns den immer neu von SLorden herandrüirgenden Hausen entgegen zu stellen. In diesem harten Kampfe um unsere Existenz sehen wir im$ nach Beistand um. Wir sind davon überzeugt, daß das freie und ocdwmgsliebende deutsche Volk nicht glerchgülttig bleiben wird, werrn es von unserer Not erfährt. Das deutsche Heer. daS in der Flanke unseres nördlichen Feindes steht, besitzt die Macht, uns zu h5fen und durch scknen AngrZ ff unfeve itördliche Grenze vor dem weiteren Eindrvrgen des Feindes zu schützen. Dies ist» waS wir in schwerer Stuitbc zu sagen hatten, und wir wissen, daß unsere Sttmme gehört werden wird. Estnische Hilferufe an Deutschland. Berlin. 16. Febr. (A.B. Nichtamtlich.) Die bevollmächtrgten Vertreter der estnischen KleingruttÖÄesitzer der Kreife Dorpat, Fellin. Pernau und des Dorpater HausbesiyL-o-Bererrrs sind in Danzig ein ge treffen und haben die deutsche äregierung inr Namen aller estnischen Kleingrundb-esitzer Nord-Livlands um Hilfe gegen die Schreckensl>errs6aft der Maximalisten um sofortige Besetzung des Landes durch das sisgreick?e deutsche Heer gebeten. Ebew» so l>aben die Hapsaler Deutschen uw) deutfclnfreundlichen Este« gestern Mtgesaridte an die deutsche Heeresleitung mit der Bitte um schnellste Besetzung des Landes gesandt, da sonst alles verloren ist. Kristiania, 16. Febr. (WTB.) Die Blätter veröffentlichen ansfülirlickiie Telegramme über die Schrecke:isl,eeirsverhrsp. nisfe in Petersburg es gestrMen, wird sich die Komurission miedet dahin zurückbegeben. Ein PermittlungHanicbot Oesterreichs in Petersburg? Bern, 16. Febr. (W'.B.) Nach einer Meldung dos „TempS" aus Peiersburg erklärt man rn maximalästischan Kveisen, die österreichisch Rcgüwmig habe den Vvlksbeauswagten angeboren, auff politisch,n und wirtschaftlichem Gebiet zwischen Nordrußlanv inii) der Ukraine vermitteln. Wftvr lxrbe sich verpflicheh. die Kiewer Rada pi bebeitteitbcn ternioriuten Zugeständnissen an die Petersburger Regreriuig zu r>erai'lassen und dagegen lxilongt^ daß t^lnisch ftA»geordiwte den Unierl-andlungen über die sft-oet»?,- den Fragen benvoimen dürften. Der Rai der ÄvtLlommisstrrL hat« nach erregter ^Sitzung das Aingsbot abgelehntt * Der kurkändifche Landcörat. Kowno, 15. FrSr. (WTB.) Wie die KorrespondeTiH D. ans Mit au meldet, hielt der kurländische Landesrat beute seine erste Sitzung ab, die der Verwaltungschef v. Goßler eröftncto und in der nach Besprechung der Armen- und Krankenfttrsorge auf dem Lande zroci Anträge einstimmig mrgenommen wurd'.'n. betreffend die Umrechnung des russischn Rubels in M . Lvndvn 16 Febr. WTB) fReuter.) Ter Nalirnng-Smittts. wntvolleur beschloß die zwangsweise Duvchffsthrung oer Fleisch- einem Entwurf, der für Loiwon und die vnrg ebenr-ei! GrafschaNen am 25. Februar, für ganz Gwßbritan- msn allgemern am 25. März in Kraft tritt. Die englische Haudel-siatjfrik. ... L^?don, 15. Febr. (MB.) Der Wert der Einfuhr bet-rug rm Jarruar 99 058 714 Pfund mrd twift gegen bas Dor;ahr sine Zunahme von 8 465 75t Pfund'cmf Der Wert der Ausfuhr bezifferte sich auf 41 6£935 Pfund Worüber dem Vorjahr eine Abnahme von £^4607 Pfund. Im Vergleiche mit dem Vorjahre ist zu berurkfrchtigen. daß in den britischen Außen ha ndclsziffern seit dem 1. Juli 1917 die für Rechimng der Regierung ein- und ausgeführten Waren srngevectMel sind, twxä früher nicht der Fall mar. Ter deutsche Vorstoß in der Straße von Dover. rc- 15 Febr. (WTB.) Tie Admiralität teüt mit: Em samickler Vorstoß wurde von einer Flotille von großen fcindllchen Zerstörern Hute früh auf un,ere Patvo..i:len nreitkräite ü> bcc L-traße von To Der uuiernorinnen, ßiii Ftschdanipser (Trawer) rmd siel-en and.re Fischer sah rzeu-,e (Tris '> am ein UM* Jagd machen, I uneben oeeienkt. Tic femvlichn Zerstörer kehrten schiel! nach düorden zurück, bevor unsere .Tr5f e br.t Kamps mit ihnen ausue.hmen konnten. Tos war roih immer ,o: je.^esmal. wenn John Bull ettoas unsanft wacl>gerü!t«st worden u»r, schimpfte er gewaltig über dre RuI-esÄrer, dir nicht abwnrten »oollten, bis er sch den S^hlai m^s den Augen gerieben hatte An dieser symvathiscksen Geuwhn- hect ya.ben »noder die empörten Re en im englischen ttmcrhaus. swchdre „jungen Männer" in bei' britisch.il Admiralität mib im Flo.tcnvomnvando ellvas zai ändern vermocht. Hu$ dcm tzeiche. Dr Sols über die kolonialen KriegS;iele. Karlsruhe. 16. Februar. Der StaatS'ek elär Uneinigkeit zwischen Lloyd George und Wilson Rotterdam. 16 Febr. (WTB.) Der..Nierrt«- Rotter. damsckie Courant" erfährt aus London: „Daily News" er. suhren aus Neuyork über die diplomaische Lage: Die ganze Pvefse fteht ein, daß Asquith Wilson unterstützt wahrend L l o y d GeorgenichtmitWilsoneinigjst Das wrrd von den Blättern höflich. aber furj und deutlich ausgesprochen. Dieser Stand der Dinge hätte besonders jetzt, 5 er * 1 betyr^ der englische Generalanwalt die Vereinigten Staaten besuchte, durch die englische Diplomatie verhindert werden müssen. WashmgiDir ist tatsächlich seit langer Zeit ohwe einen eriglischen Batschaf er getvcsen Lord R c a d i n wwb dort viel aussuklären haben. Was Mtgenblicklich au d«n Spiele steht, ist nichts Geringeres, als die Fortdauer der durch die Börselxuirg Ustandegebrarl,leii Einchnl der ganzen englisch sprechenden Wett im Interesse der Freiheit. 9 * * Ei« Stützpunkt Amerika- auf den Azoren, 16 ö ^br. (WTB.) „Commercio do Porto meldet unter dem 2. d. M., daß die Vereinigten Staa- ten von Nordamerika die portugiesische Reaieruna um Erlaubnis,ersucht haben, zur Errichtung eines Stütz- klmge Taufend Matrosen auf den Azoren zu wnden. Die Vereinigten Staaten, die bereits Artillerie zur Befestigung der Azoren «landet haben, stellen auch die nö- Ng.m Flugzcu^und U-tzoote für die Azoren — für Ma- Der 5eettleg. Neue U-Voot-Ersolge. Berlin, 17. Frbr. (WTB. Amtlich.) Im westlichen Mittclmeer wurden vier bewaffnete Dampfer und zwei Segler mit rund 29 000 B rutIo>Regi stcr-Ton- n - n v e r n i ch t e t. Hierdurch wurden hauptsächlich ita. lienische Reedereien geschädigt, die dabei drei Danipfcr und oerloren, und zwar die Dampfer „Parlicipation" Br.-R.-T.), mit Apfelsinen nach Liverpool, „Caprera" (5040 Br.-R.-T.) uwd ein unbekannter italienischer Dampfer von etwa 80M Br.-R.-T., sowie die Segler „Emma Felice" und „Agnese Madre" mit Farbrinde. Der vierte versenkte Dampfer war der englische Truppentransportdampser „Minnstvnka" (13528 Br.-R.-T.), von dem 10 Gefangene eurgebracht wurden. Der Chef des Admiralstabs der Marine. Reue deutsche Angriffe im Aermelkanal. ’ ¥ 1 i"' l 7 - F-br. (WTB. Amtlich) hervm ivSuTs ?° m - lö : .-um 16. Februar haben wie j*. 1r “ m Seestreilkräfte einen Streifzug in ae ffilr? ‘fifrü l- des Aermelkanals durch- Dle bisherige umfangreche Bewachung in der Straße ^>over—Calais und ln der Linie Kap Grisnez—Folkestonc ^v r t,or Dover wurde ein Vorpostcn- buvü &efd)ü&feuer versenkt. Uw- erC fwÄ t oim Zwischenfall zurückgekehrt. tia« r J? k 6 ’ * febi y?i er Ji ft X unsere Flugzeuge in den süd- Uchen Ho fde n englische Wasserflngboote an, die einen von England n^li Rorterdam fahrenden Geleitzug begleiteten If b rff ,tywmsbnott würbe durch Oberleutnant z. S' o. Re,. Chrijttcmsen brennend zum Absturz gebracht 3. Auf dem nördlichen K r i eg s sch a u p l a tz e wurden von unseren U-Booten sechs Dckmpfer versenkt teßr t 0w6c Tankdampfer dicht unter der eng^ Der Chef des Admiralstabs der Marine. ».Berlin, 16 Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Eine neue Derchung rn der Wirkung unseres U-Voot-Krieges ist est Sestelll worden. Der amtliche Bericht des englischen Kneas- kommt in ßeiner Betraclftung über die Brotgetreideverkaufe zu dem Schluß, daß die En'ente in Ken 5 iII * ncn Tonnen Mizen ein- ratrren muß, daß bte unbedingt notwendige Sparsamkeit mit Echtffrraum im, Bezug aller Getrkidesvrwn fast aus schlief ttä >° u i ^».Bereinigten Staaten bedingt, daß diese aber mttprschend ihrem bisherigen Bedürfe nur 5,4 Millionen Tonnen tteser» können. Hier haben wir den Grund für die 5,^rs°mke,tSbewegung ,n den Bereinigten Staaten Sie käw nen Lebensmittel nur noch exportieren, die sie sich selbst am » t,fcartn \ Bl'rd der sacro egoismo in Amerika soweit ' me we" es die Getreideaus- 5s?«Een soll oder nuh.t Die entfernteren Länder kom- mcn als Lieferanten heute n,cht mehr erheblich in Betracht ^N.'-l.^'N-aten Staatch, n.üssen den Weizen Indiens^ ^-tter. das Fleisch, und die Wolle Australiens und Süb^ afrikas ersetzen. DoS übersteigt ihre Kraft. Also selbst wenn laich genügend Schisse besäße, um die kostbarer, Rohstoffe Ht m ^ ten >um Teil leer em- »eyrm, weu es orüben genug grbt. *>vi oiauro rr eiar des K>l>lcmwlanits. Dr o l s. h elt yent^ vor der Abteilung Karls ^ Kvlonialgcst'llschaft einen Vortrag über dir r^u ts chen Mii i stlnu'n uird benutzte bitfc Oblegen heik zu einer er* ttniten Darlegung der kolvnialen Kriegs.iele Deuischk-inds ^ K (r A^.^kcrtär untern, di«' verdienilvolle Tä i feit de, reutsanw vT(t?itonen b tbr; KonfiLsionen in unseren Sckutzg bieten emer eingeheirden Mi t^ning. und zollte ihivn hervorragenden r.ek)tnngeu m allen Aveigen des Missionswesens rütckh.iltlose An eichcnnurrg. Tie Misttv'en und bie Kvl'>rnalverwrliuug seien aus gegenseitige Forderung und Unten'tützung angovi'sen und batten ? Hmrd gearbeitet. Er rechne mit aller E«>.tmmtheit daraus, baß dte deutschen Mis tonen ihr durch die engllsa>en völH-r^echtKo d> igen Gi'waltmaßnahmen unterbrochenes ^rk nach dem Kriege mit gleick^r Tatkraft «ich Hingebung wieber und d-lh fr im deutsche,, Dolle bie zl-äche bitte stnde,, murrsit,k dke hrnhlten Menschbei siiele zu opfern bereit sei mfL* demgegt-miber f-iner freudigen Zustiin- mimg dlnslnarck. daß dre deut!cl>er! Ms innen in Befolgung des ..Geht lrin in alle Welt und lehret alle L'.s5er daran leichrlten wolleli. das Christentum nach dem Kriege mchl nur m den deutschen Kolonien, sortdern an allen Äättcu chver ■ Jrülynm ©Ürf aniftt wieder zu lehnen lvvraniationalen Aufgabe sei die Zukunft der ™ ■ b f T1 l öcl ^ aI w deutschen Kolonialreiches ens verttrüpft. DaS Z«l der ReichÄet'nng sei die Wieder- des deutschen Kolonialbesitzes und seine lipb ^ ra- ernem w fcvrita dZ älnglN und wittschast- lrch leritungssSchiien Gebilde. Sre sehe es als ihre besondere Auf- u ni Arxben Turovrs gefährdenden Militarisier-ung - artel ^ ä i te7 ‘ entgegenznach iten. Der Staats ekretär trat wr ente gerechte Neuverteilung des kolonia aller Nationen in Afrika ein uni, hczoich^tt als Mnh tcK»e iür t>>fp Nnivcrtttloiig Jom macht t*Üi1iS% ni £ m £ BechÄt-stz bmi Stonbpimft ^ reT »Eschaftlici>en BcbLrfiäsie und kiftontc srni^r, daß bei der notwendigen AnsprÄche aus Mitarbeit an der Erziehung und Rnttcn .die kulturelle Entnncklung und ^1(5^, Portugals nrrd Mlchens genüge, um klar erkennen zu lassen bester geiecht werdende men werden. Nur ÄL iu , kündigen JRm^iftm Äe» ää SiTJÄSSÄÄi.« ”«l«-»-- Der um ©tfrOcutimirf über dir Zusammensetzung des Nei-s-tslagS. 16,Febr. (WTB. Amtlich.) Ans dem Errtmurs ^ f ? die Zusan,mensetzung des ^EichStagS und die Verhältniswahlen in den il °o? f L n ^ b ^ chstaaswahtkreisen. der am 16. Febr *JLy5S5'!? 11110 des BundesratS gefunden hat nird nunmehr vent Reichstag zugeht, werden folgende Bestimmunaeit aus , 3nlmfft ft0Öe,L Die ZahlderMit a Pfe bcc Ob? Reichstages w i r d a u f 4 4 l e r häh t Die Stadt- Zsr-«d^.^ FEksurt a. M.. Müuchrm und Dresden sowie das Hamburgiscl« Stontsgebirt bilden je 5!',^". bhh.^eis. Außerdem w-oden Pooporzwahttreise ae- brldet für Kö n Düsseldorf, ClberfeL. Essen. Dulsburw Hannover, Lcrp/,rg und Stuttgart. Ferner gilt das Berhältt instvahl^rsahrrn für die Wahlkreise Nrederbarnim, Tel- Hindenburg. Kiel, Recklings Hansen §5^!!!' Nürnberg. Chemnitz. Mannheim und lO, Teltow 7, Hamburg 5. Bochum rn? ) e 4 f ^ n / Breslau. Duisburg. Dortmund. Ossen, Nr^dervarnim, München und Dresden je 3 Abaeord- Be^euaunten je 2 Abgeordnete. Die c\< wu^li mindestens von 25 im Wahäkrche m Ausübung der Wahl berechtigten Personen Sie dürfen l)üchstens ^wei NameH mehr wthul en. als Abgeordnete im Wahlkreis z,u wählen sind öeftlimnuiig acht baf,i4 daß m "S 0 ^ cf> ' ö Sr w" einander verbunden werden l'Slmen. Wahlvorschläge dürfen mit gemeinschaftlich zu- rückg-envnmren werden vit gelten den anderen Wahlvor- fäKagen ^gemiber als ein Wahl Vorschlag Die Mbge-ordueten bahlvorschlüge nach dem Verhältnis vor ermittelten Strmmeii vertti t Hierzu werden die Stimmern wrä-einmider durch 1, 2, 3, 4, ufw. geteilt und van den jrch dabei ergebenden Teil^ahlen fa viel .Hächstzachlen oer 2? d L au i?;^ nbcrt ' .wie Abgeordrrete iu ndtytn sind WahlvorftlZiag erhält soviel Abgeordnetensitze wie aus ihre zM>st^hl entfallen. Verbundene Wahlvorschläie Erxn Mtt der Gesamtzahl der ennittelten SlimmenL ein Wah^orschlaa in Reäxnun^ gestellt. Die ihnen Mkom- nreiiden Sitze werden auf die en^lnen Wahlvarschläge ver- eben bescli«riebeii Wie wir noch der umfangreichen Begründung des Gesetzentnmrfes entnehmen, ge^l diese ^lrcforni der Wah tteiseinorilun-g von dem Gedan.en aus ^ ^dem Bundesstaat, in Preußen j^der Provinr' bisherige Besitzstand geivahrt bleibt, andererseits tne Ä te ' ^^t !969 eine ^lEtnismäßig gr?ße Berk ^ ^?olkerung cingcttctcn ist, mehr Abgeordnete als bisher Enttvurs läßt unter billiger Ab tvagung der tatsäcl-Luhm Verhalmisse eine \jylfa S&nneb runa der Äbaen>7-N,k-.^,. ^... JL ^1. «'.77 mit den Vertretern der Reichstags fraktionen fort ^eute wurden zuerst die führenden Mitglieder der national- liberalen Fraktion enipfmigen. Gründung des deutschen IndustrieratS. Berlin, 16. Febr. Heute vormittag ist in Berlin der deutsch' Jndustrieral, die oberste Jntcresseilvertretung der deutjchn Industrie, in Gegenwart von Vertreterii der :nercbs- und Staalsbehärden begründet ioorden. Er wird gebtldet von .den lVenrelern des Zeutralverbandes der den:s..stsn Jndustriel.en. des Bundes ocr Jnduftrül en und 2b-ltralvereinS zur Wahrung der Interessen der chemi- ft^ll Industrie. Er besteht aus 54 Mitgliedern. Je 25 Mitglieder rverden vom Zcntralverband und vom Bund nitd 4 Mitglieder von dem Chenttschii Zoniralvotein ent- jaitdt. Den Vorsitz im Jndustri^at n^rdeii die Vorsitzenden deS Bundes der Industriellen und des Zeiitraloer- bandeS der Jridustriclien füllen, gegenwärtig also KUm- merzrenrat Dr. Friedric1>s nnd Lanorat a. D von Rätgcr. Die Ablieferung troii Heu und Stroh. . Berlin, 17 Febr. (WTB.) Um die Ablieferung von veu und >v t r o h rür das Heer zu bcchleunigen, wurden oon dem Staatssekretär des Kriegsernährungsamts besondere V e r g ü t u n o e n festgesetzt. Für jede Tonne Heu. die aulerlegte Lieferung hinaus freiroillig bis einschließ- ,Ki) 31. März 1918 abgeliesen lvird, kann neben dem sest- Höchstpreis eine besondere Vergütung von 120 Mk., iür Mehrliescrungen an Heu in den Mvnarcn April und Mai tonnen besondere Vergütungen von 80 Mk. gewährt iverden. Bei Stroh beträgt die besondere Vergütung 40 Mk. für jede Lonne, die über die .Hälfte des Gesamtlieferungssolls hinaus bts längstens 30. April 1918 abgeliefert wird. * _ öct lin, 16. Febr (WTB.) In der heutigen Bu ndes- M n ö 0^0119^1 zur Annahme der Entwurf eines SWg* über dre Jnsainmensetzung des Reick-Stags und die Verhaltnioivahien in großen Neick)«smgswau and, 5er Landwirtschaft hx mxb höbc^ ©rafce als bisher Arbeitskräfte und Rohstofft. wie namemlÄ ^ dio/ nicht, k> NMtz SrMtnng oder gor Ttrigmmg dor Enz-rngung auf-in-r unimn rt ^ T annahmch bedenixm Hühr für auSg-schkostri« glckttn. Im emzelnen wtrd für Getreide und H ülsen- fruchte aw? der Ernte 1918 etire Festsetzung der Preise rd° ÄJL f & ur i?! §f- ltn f er ixl ff W«- Auch in diesem Jah?e ist S ” 1 O leferungs Verträgen ztmschn Ver-- bvancher- und Erzengerkretsen tunlichst ^u fördern Es ift twitvir zu !orgm, datz Laudwirtr. bte ferne ütcfermialiSSfiot abaridi^ftS Hubert, nrchi w.e in diesem Jahre hinterher in Ojenalt noti c^rl f» *J*^v*b ^ Kleml-andelsprch^ i^t «S *i€ , {cn. Cs empfiehlt sich dal/er. in den Lieferungsvertrügen den Erzeugern mmdesl^ns das RsckZt vorzubel>alten, für ihre Liese- bTTu? ^^r^orr fPäte ^ Ct S a »ugestundenen Großhandels^ ^ r i 1 ’ € . . lll J^ er Abzug »er Transp-oet üvstien zu ber>.'ch'en KlarlEit muß ge>chften werdeir. daß die Hö-Hstmeise für Ferkel nm für Lck^iwieh acklen. mrd daß der Ferkell>e!SverbÄrde befreit wird Ünver üalüd ^/me wesEche Hemufsetzung der Schl a ch t v iehp^eis^ s ü i In n g v i eh zu erfolnan. da das jetzige Preisi>erl)älviis fu,e-nem Sl^mätzrg-rn Abschioch>M vvn MlilchMzeo mck g4tvnt>m Prer« für Jmrgvicl» w.-it unter hm Gcsmhrnop- if ü!' - *1 ri- 1 .. befindlichen rujiifd^t Krreg^ge^cr g77»en bißven einen so gwfcn Teil der tur 9Wfit ^ llfve Vlöy'.ickt? Rückfalwmig bce Twint* von landwirtschftlichm Betrieben lahm- J<^?n wüvde Aüßerix-m }ck> Die aitcim ^al-rgänge m der rxtd, .hmn Berufe UmtMirtfdnfttkSe Ltcr Arbeiter such, tmrlichst zn beurlmiben. do dir Erl^ilttma uni» Ltr«.-r>mo der So* tertrikfr in der tzeinmt michtig« ist^ts^k Shsobuf *m tn hm benoten feieim. In der Düngenüttelnoae >m Fntenesse der bäuerlichen Bestv-r erficht. mZ ErW&uiufbff runder »bwAwST fiat« bie SZ ftarten .lchch-o.l ens der «Lgvordnetenzokl und dcrini, eine Ännttdet'^ ^ parlanl-ntarisclken Arvert von »orichercin Bksprecl»tmsni mit lxn Vertretern der RcichStugsfrakttoiii-n »F^br. (WTB.) Die Z. am Mittao" Stellvertreber des Reichskanzlers v. Paner setzte heute morgen die gestern begonnenen Brjprechnngen Pcei'^ für KcksidÄnger zu i^ermeLan. der EinHelbesprnlmng ber Forderungen wurde von der. Medenen Seiten eme Erhöhung der MilchpreisT^ck^w Z tem KMnWddiyarM besser bcgegW i gÄ ÄfiffÄ?»IS Mich, irl ÄS «ii, li.:Ä2,‘Ü“i,S5r'« ,W * : " ta “" ”>* » m te. ä.* 5 ä-£äm K-mmissiansvottchtäge Annal/me. aon0Cn ' an ** n Ut vi S" & Nachmittag-sidung wurde ein Glückwunsck>telcgramm> an Ä“ 5 ÄfS i^Äriisr'ÄD t Äriegsausschun sich sM-n^'ätzlich ein GetteiLem^^Ä^ landwirtfchaftsick^i Don i sää ÄtÄt\75«aSS Ä.VÄÄ n tk£»r wornBeMött « fe(, tax gefetzlns« Aimdeoumg des Wahlrecht« zn dech Landwirtschaftslammern vvrgeschlagen dohingchenb, daß auch Arbeiter geiväUt werden können. Kvine Frage sei so brennend für die Landwirtschaft. wie die Arbeitersrage. (Noch sei es Zeit, miß sicherem Ziel /vorgehend, zu verlKtrn. daß auf dern bände ein Keil' zwischen Arbeitgeber und Arbeittr-ckhiner getrieben wird. Abg. Oelonomierat Dr. Hoesch-Neunkirch-en besprach die Frage der Uebergangswirtschaft. Die Landwirtschaft werbe auf eine wirke Einfuhr angewiesen sein. ,Er setzte seine Hoffnung auf den, Vertrag mit der Ukraine. 9!ach weiteren Berichten erreichte die Tagung ihr Ende. (Frkf. Ztg.) Aus Stadt nnd Tand. Gießen, den 18. Februar 1916. Nahttarn-Verteilung. Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung d»s Oberbürgermeisters. Danach haben die Kleinhändler. die Nähgarn unmittelbar arr Verbraucher abgeben, die Verarbeiter (Maß-Schneider, Flick-Schneider u'w.) sowie 'die Anstalten sKrankcnanstalten. Gefängnisse u'w) b'.s zum 21. d. M. dem Stadt. Lebensmittelamt wegen der Zuteilung von 'Nähgarn Anmeldung zu erstatten, deren Insult aus her Bekanntmackmug ersichtlich i't. Verarbeiter haben dabei den Namen und die genaue Wohnung der van ihnen am 1. Dezember v. I. beschäilig'en Arbeiter anzugeben. Für Anstalten ist die Belegstäcke am 15. d. M. maßgebmd. Die e Angobm sind notwendig, dr sie die Grundlage für die Zuteilung von Nähgarn bilden. Verspätet eingereichte Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. .Hierzu wird uns von zuständiger Seite noch folgendes mrt- geteilt: Die zrmehmende Knappheit an Nähgarn hat den Reichsellen Veranlassung gegeben, die Brwirtschastnng und Bert ilung selbst in die Hand zn nehmen. Nach den geltenden Bestimnmngen verteilt die Reichsb sleÄmngisstelle das z-nr Verfügrmg stehende Nätmarn nach Mahgal-c der B"^ötterungs ahl au, die Konnnunalverbä'de. Diese sorgmr ihrerseits'für die Zuteilung an die Kleinverkaufs- geschäste. die für die Versorgung der Bevölkerung in Frage kommen. sonne an die Gewerbetreibenden wie Flick- und Maß- Sckweider. Die erste Zuteilung sollte für das lausende Kälender- viertel'ahr erfolgen. Bis jetzt hat jedoch die Neichsstelle noch nicht mitgeteilt, Welche Mengen an Nähgarn für den genannten Z-?ilraum auf den Kommmralverband Stadt Gießen entfallen. Es kann tmher zumeit noch nicht festgestellt werden, welche Menge an Nähgarn den einzelnen Geschütten. G werbtt' e b nden und Anstalten zn-ie cilt werden kann. Sowie dies feststeh-t. werden durch das Lebensmittelamt den B.zargsbl.wechtigten Bezugsscheine ausgestellt, die von ihnen an die Bezirksstelle 12 in Mainz, die das Nähgarn den Bestellern liefert, einzairttchen sind. Bei dem großen Mangel an Nähgarn ist es bedauerlich, daß die Angelegenheit infolge des Fehlens der ei-forderlichen Mitteilung der Reicks stelle nickst rascher gefördert werden kann. ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 13. Februar den von sämtlichen Freiherren von Nordeck znr Rabenau auf die evangelisch' Pfarrste'le zu Wllmerod präsentierten Pfarrer Edwin M a r g u t h zu Geinsheim für diese Stelle bestätigt. — Der Großherzog hat am 16. Januar d. I. dem Eisenbahnwerkmeister in der Hessisch-Preußischen Eiscnbahngemeinschaft August Kreß zu Darmstadt aus Anlaß seines am 12. Februar d. .I. vollendeten 50. Dienstjahres das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Auszeichnungen. Die Gerriten Karl Stein und Heinrich Schmidt erhielten die Hessisch? Tapferkeitsmedaille Tie gleiche Auszeichmrng erhielt Karl Holland. ** Ein neues Stadl Wappen hat uusere Stadt erbeten. Das neue Wappen ist vom Pvofessor Otto Hupp- Schleiß- heim bei München, einer Autorität ans heraldischem Gebiete, entworfen und vom Groß Herzog der Stadt verliehen worden. Das Wappen besteht in einem Mad) unten spitzen Schild in Sikber, auf dem sich ein roter, schwarz ge'lügetter Lötve zeigt. Oefsentlich ist zuerst das neue Wappen auf du kürzlich eiugeführten Kuchmmwrken zur Arrwendung gekommen. Das neu.e Stad'Lvappen wacht übrigens >m seiner Zeichming einen recht ruhigen und lla'ren Eindruck. ** Besitzwechsel. Das Besitztum der Adolf Z i n ß e r Erben, SüLxmlage 9, tvurde an de?i Zigarren'abrikanten Otto Weberling fstr 90lX)0 Mk. verkauft. — Das Anwesen der Frau Wilhelm Schott, Wolkengasse 27, Ecke Bahnhosstraße, ging für 96 000 Mk. an Heinrich Hahn über. ** Hessische Gold- und I u welen-W o che. Wer auch nur ein Gramm Gold den Goldankaufstellen zuführt, der t-ilft einen baldigen Frieden erringen. M?r seim Uirückbehält, toeil er es mehr liebt als sein Vaterland, ^der fördert die Feinde und ist im* dankbar gegen das Heer. Wtie klein ist dach das geforderte Opfert verglichen mit «den Opfern an ßbteit icnd Blut, die Misere Streiter drmißen willig bringen. ** Stadttheater. Gewiß wird es von allen Theater- fveunden begrüßt werden, daß der bekannte Komiker C. W. Büller wieder einmal auf unserer Bühne einkehrt Für das diesmalige Gastspiel am Freitags 22. l. Mt, ist der Benedixsche ..Doktor Wespe" gewählt worden. Wenn auch die Kunst Büllers keiner besonderen Empfehlung mehr bedarf, so dürfte doch eine Besprechung der „Mn. Ztg." interessieren. Es heißt da: „Das stxir ein dkbend gestenr, an den die Besucher noch lange zurückdenken werden. Mle Faktoren vereinigten sich zu trefflichem Gelingen des Benedirsck>en allerliebsten Lustspiels .,Doktor Wbspe" Die Titelrolle gab Herr Büller. der sich rasch Bürgerrecht auf unserer Bühne erworben hat. Der Künstler versteht es. in seinen Rollen derart aufzugehm, daß die eigene Individualität vollständig f-chwöndet. Man bogireift kaum, daß es em und dieselbe Person ist. welche uns aus „Eharleys Tante" als ..Registrator", als „Wespe" usw. entzückt. Seine Komik, vor allem sein virtuoses Minenspiel. sind unwiderstehlich — ries'g unwiderstehlich, würde Wespe sagen —^ und dabei zeigt er eine Gewnirdtheit der Be- wvgrmg. daß )nan sieht, er fühlt sich aus der Bühne, in seiner Rolle, „zu Haufe". Dve Darstellung des „Dr. Wespe" war «ine unübertreffliche Leistung, bei welcher die Desuä-er aus dem Lackmen nicht herauskamen Cs weht ein llotter Zug durch das Lustspiel, mrd dieser hatte sich auf die Aufführung üoertragcn, welche eine der besten in der Saison war." KrciS Lauterback. rr. Schlitz, 17. Febr. Unter außerordentlich großer Beteiligung wurde am 'Freitag nachmittag der in Frankreich gefallene Unteroffizier Wilhelm Grimm beerdigt. Sämtliche Vereine unserer Stadt erwiesen mit ihren Fahnen dem Kameraden die letzte Ehre. Starkenburg und Mei,Hessen. ----- Aus dem Odenwald, 16. Febr. Der Schreiner und Imker Georg Hartmann von der Heilanstalt Brandau hat einen neuen Twakersatz entdeckt, der alle bisl-erigen Ersatzmittel in den Schatten lt mrd dabei den Vorzug hat, daß er in Deutschland in unge l Mengen vorhanden ist. Es ist die sein gehobelte borkige : )e der Kiefer. Wie Herr Hartmann auf eigener u oer Erfahrung anderer Raucher mitteilt, zeichnet sich der „Kieferu-Tcrbak" durch milden Geschmack, angenehmen Geruch, gute Bekömmlichkeit und andere gute Eigenschaften aus. Hessische I ■ Juwelen- und Goldwoche | Schirmherr: Se Kgl Hoheit der Groüherzog. ■ - — - > ■ Die Goldankaulsstelie ! » im Gebäude der Bezirkssparkasse (Johannesstr.) ■ ist anläßlich der H57v j hessischen Juwelen- und Galdwoche \ morgen nachmittag ii'on 2-4 Uhr - ... ^eöttnet. ZZ , DerEhrenausschuß der Goldankaufsstelle Gießen. » « Hrnen-Nnssau. --- Frankfurt, 17. Febr. Der Kaufpreis für die Friedländische Heilanstalt .Hohemark bei Oberursel, über deren Erwerbung am Dienstag abend die hiesige Stadtverordnetenvcrammlung die Entscheidung zu fällen hat, beträgt 1136 000 Mk., ein Preis, der nach dem Urteil Sachverständiger als müßig zu bezeichnen ist. = Frankfurt a M., 13. Febr. Im Frankfurter Lehrer- verein ist ein b-eo-ndnec l>eimatkundlill>er Ans sch iß in Bildung begriffen, der unter.Millmrlung berufener Kräfte die Herausgabe einer umfassenten Heimatkunde für den Regierungsbezirk Wiesbaden plaarr. Das Werk, für das auch das JUterefse der Behörden wackjigerufen werden soll, wird unmittelbar nack» dem Kriege in Arbeit gekommen. Wie wir hören, haben die Fvanksnrter AmtsstÄle t ihre Un erstntzung bei der Herausgabe der Heimatkirnde bereits zirgesagt. Bes'vn.derer Wert wird vom Slus- sckfuß daraus gelegt, daß sich auch viele Lehrer und andere für die Sackpe interessierte Per^oM aus dem Nassauer Lande an der Mitarbeit durch Einsendung von Material usw. beteiligen, damit in dem 7t«len Werke ein möglichst lückenloses Bild von der kulturellen und wirtschafüichien Dä>cuttung des Gebietes anfgebaut wird. mr. Frankfurr a. M., 17. Febr. Das Lebensmittelnmt beschloß in seirrer letzten Sitzung, das Papier znm Drucke der Lebensmittelkarten stets besonders anfertigen zu lassen, um die dauerrrden Dnebst'älste rmd Nach>rucke zu vernnndcn. Auf dem Gebiete der Kar- tosfelvcrsorgung wurden monatliche, gestaffelte Preise festgesetzt. Die Milchversorgung chabe sich! in dnr letzten Wochen gebessert, sodaßj jetzt auch die Kinder bis zu 10 Jtthren täglich Ä7ian Viertelliter! Vollmilch erhallen können. — J'n einer großen Versamnrlung dev Zentrumspartei, die am heutigen Sonntag stattfand, billigten die Teilnehmer die Reform des Gemeindewa hlrechts und sprack-en sich gleickMitig für?das Gemeindewahlrech': der Frauen aus. Ihn übrigen wurde das Verhältniswahl recht gefordert. X Schtüchtern, 18. Febr. Staatssekretär v. Kühlmann weilte kurze Zeit auf Schloß Ramholz zum Besuche der Freifrau v. Stumm, der Mutter seiner verstorbenen Gattin. Spielplan des Giehener Siadtcheaters. Montag 18. Febr., abds. 7»^: Gew. Pr. lerm.). 15. TienStag- Abonnem.-Borst. „Ein unbeschriebenes Blatt". Freitag 22. Febr.. 7V»: Gav. Pr. „Doktor Wespe'^ C. W. Büller als Gast. Samstag 23. Febr-, 1 %: Sondenwrst. f. d. kriegsbeschäst. Arbeitersch. Kein Kartenverk. „Wann wir allen:". Hierauf: „Znm Einsiedler". Sonntag 24. Febr., 3y 2 : Gero. Pr. „Sah ein Knab' ein Röslein stehn". 7Vr: Gew. Pr. lerm ). „Ein unbeschriebenes Blatt". Montag 25. Febr., 7y a : 0kw Pr. „Der Scheiterhaufen". Margar. Swobcda vom Hosthsater Münchcm. Jak. Feldhammer vom Deutsch. Theater Berlin u. a. m als Gäste. Spielplan der vereinigten frankfurter Stadttheater. Apernhau». Montag 18. Febr. i Geschlossen. Dienstag 19., 6V»: „Der Rosenkavalier." Mittwoch 20., 7: „Ter Barbier von Sevilla". Hierauf: „Klein Idas Munren" Donnerstag 21., 7: .,Mon« Lisa". Freitag 22., 7: Borst, f. d. kriegsbeschäst Arbeitersch. Kein Kartenverk. „Tie lustigen Weiber von Samstag 23., 7: „Ter Maskenball". Sonntag 24., 3'/st: „Das Dreimädeclhaus". 7: „Zar und Zimmermann". Montag 25., 7: „Die toten Augen". Lchausplelhaur. Montag 18. Febr., 6: ,,Don Carlos". Dienstag 19., 7: „Jahrmarkt in Pulsnitz". Mittwoch 20., 2 v / 2 : SchülerVorst. Kl. Pr. „Wilhelm Dell". 7: Tie Schule der Prinzessinnen". Donnerstag 21., 7y 2 : Vorst, f. d. Rüsttings-Jndustrie. „Tie Journalisten". Kein Karten-.'erk. Freitag 22., 7: „Florian Geyer". Samstag 23., 7: „Tie Verführung". Sonntag 24., 1144: Vortrag von Tr. E. Maß, Berlin: „Der Neuklassizismus im deutschen Drama". 3: Bvrst. f. d. kriegsbeschäst. Arbeilersch. Kein Karteir- verk. „Tyckerpotts Erben". 7: „Wilhelm Tell". Montag 25., 7: „Rosmersholm". verinrichtes. Kohlen fchiebung^n. Berlin, 16. Febr. 1918. (Privattelegramm.) Der Berliner Lokalanzeiger meldet aus B o trop (Reg.-Bez. Münster): Hier sind große Kohlenschiebungen aufgedeckt worden. Mehrere hundert Waggons siollon von Zeckfenboamden gegen Lebensmittel und Kleidungsstücke ausgelaustht fein, mit dmen dann unrechtmäßig gehandelt wurde. sZa hl reiche >Ber Haftungen sind beoerts angoorduet. Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptquartier. 18. Februar (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An vielen Stellen der Front lebte am Abend der Artil^- leriekampf auf. Die Jnfant-erietätigkeit bttcb auf Erlun^ dungögefechte beschränkt. ^ Bei klarem Frostwettrr waren die Flieger am Tag und bei Nacht sehr tätig. * MilitäriM Anlagen hinter der feindlichen Front wurden in größerem Umfange mit Bomben belegt. Ein Flugzeug griff London an. ^ In den beiden letzten Tagen wurden im LufMmpf und von d?r Erde aus 16 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone abgesckr-osfen. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalguarliermciiter Ludendorsf. * . * Der Reichstag. Berlin, 18. Febr. Ueber den mutmaßlichen Verkauf der am 19. Februar beginnenden Sitzungsperiode des Reichstages erfährt öer ,L. A.", daß am Dienstag im Plenum Staalssekretcnl v. K ü h l m a n n bei der ersten Lesung des Friedensvertrages mit der Ukraine eine längere Rede halten wird. Am Montag, 25. Februar, wird die allgemeine Aussprache beginnen, während derertz nicht nur der Reichskanzler, sondern auch der Vizekanzler das Wort ergreifen wird. Der russische Nevolutionskrieg. P e t e r s b u r g, 18. F^br. (Privattelegr. W. T. A.)M'ach «einer Sckrlaicht zwischen Matrosen und Roten Gardisten riner- feits rmd tartorischen Truppen andererseits wurde Sim- fervpol, die Hauptsladt der Krim, genomnren. Tie Kathedrale ist beschädigt. Tie Tartaren befinden sich auf der Flucht. Die Truppen, Arbeiler und Matrosen erkennen lediglich die Auto» rität der Sowjets cm. Tie diack-rich«' der ausländischen Presse, im Kaukasus und der Krim herrsche die Pest, ist erstrnden. Stockholm. 18. Febr. (P. T. A.) Die Unternehmungen des Generals Alexeiew gelten im Gebiete von Taganrog vvnvärts. Heftige Zusammenstöße haben zwischen der Roten Garde und den Gegnenr stattgefunden. An drei Punkten kam es zu militärischen Operationen. General Erde! kämpft bei Rostow, General Alexe- jew bei Woronesch. In den erbitterten Kämpfen bei Woronesch nmrden die Sowjetstruvven von allen Seiten umzingelt. Alexejew hat einen strategischen Plan ausgearbeitet, um die revolutionäre«! Truppen einzuschließen. Im Falle des Erfolges will dann Alexejew über Wioronpch und Cherkvw hinaus nach Rioskau und Petersburg vorrucken. Eine Osfiziersverschwörung gegen Lenin. Petersburg. 16. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Telegraphenagentur. Es wurde eine Offiziers-, Verschwörung aufgedeckt, welche den Zweck hat, Lenin auf^ »iheben, um ihn als Geisel zu gebrauck-en. In der Behausung der Organisation wurden Armeebomben urrd geladeire Handgranaten gefunden. Finnland kämpft um Selbständigkeit. Petersburg, 17. Febr. (WTB. Nichtamtlich) Zufolge einem Telegramm der „Prawda" hat am 6. Februar die finnische Weiße Garde in Stärke von 5—10000 Mann Nikolaistadt überfallen, die russisckien Truppen eirtwaffnet und sich in den Besitz der Stadt und des Hafens gesetzt. ttonzert -es ukrainischen Musikoerein; Lyssenko au; Wetzlar. Gießen 18. Februar 1918. Wir 7-nnen UNS hier in Gießen wirllich nicht beschweren, unzeitgemäß zu sein: vielmehr genießen wir die Segnungen des Fortschritts mit an erster Stelle. .Amm haben wir den Frieden mit bn Ukraine, so weilt auch schon der ukrainische Musikverein Lyssenko tn unseren Mauern, um uns unter Mllwirkung von Herrn Seminarlehrer Otto Theiß- Wetzlar und Leo Maslowsky-K'iew Proben nationaler Kunst zu bieten Wer wußte vor dem Krieg etwas von der Ukraine? Tie sogenannte „ukrai'ttsche Frage" war eine rein fachmännische Angelegenheit des Ethnographen und Politikers, spielte wach des öfteren schon eine verhänMkisvvlle Rolle im OtteographieexameN der Prüfnnyskaudidaten; von einer ukrainischen Musik wußte überhaupt niemand etwas Das hat sich nun mit einem Schlage geändert. Demnäck)st dürfte manches b'i uns — wie wir Deutsche Nun einmal sind — ukrainisch werden: um nur eins von vielem herauszngreifen: das Beefsteak ß la tatare hat wohl durch den Krieg defirntiv abgewirtschaftet, und zum Ersatz dafür wird in nicht allzuserner Zeit ttte „ukrainische Platte" als vielversprechender kulinarischer Leckerbissen auf den Speisezetteln der Mchenchefs tzrnd Küchnnnamsellen auftauchen. — Der Reiz des Neuen war denn auch so mächtig gewesen, daß nicht nur das gestriire Konzert in Wrze ausverkaust war. sondern sogar eine Wi^erbolung angesetzt werden mußte, was im Interesse des guten Zweckes der Veranstaltung ti nur zu begrüßen ist. Auf dem Programm standen Lieder,md Soli mit Orchesterbegleitung: dazwischen waren einige Violinvorträge eingestreut. Wir gewannen den Eindruck, daß es sich in den gebotenen Vorträgen um durchaus originelle, verhälttiismäßig hoch entwickelte Volkskunst handelt. Charakteristisch sind das Vorherrsck)en der Molltonart in Melodik und Harmonie, die hochentwickelte Rhythmik Und die damit zusammenhängeiwen häufigen weiblichen ‘ Schlüße. Hervorzuheben wäre noch die icn6 fremdartig berührende. aber sehr wirksame Kadenzierung IV: I in Moll (Nr. 2) und der Melodieschluß ans der Dominante (Nr. 5 a). Auf die von unserer Praxis bedeuterrd abweichende, flüssigere und freiere Stimmführung im Cl)orsatz, auf die grimdverschiedene, zumeist leer und hohl klrngerrde Behandlung der Orchesterbegleitung^ wo öfters nur Mordrudimente an Stelle der vollen Harmonie das harmoni,che Bild komplizieren, näher einzugehen, ist hier nicht der Ort. Genug, es war eine Fülle des Ueberraschenden und Eigenartigen, was da an unserem Ohr vorüberzog. Von den größeren Vorträgen nennen wir besonders Nischen- kowky i's „Vergangen sind mebier Fugend Jahre" und ein sehr ivirksames Tenoriolo, das Herr M o l y k gut vermittelte. Aus dem folgenden „Ukrainischen Liederkrarrz" von Lyssenko-Turula ielen uns besonders Nr. 3 und^ vor allen: das wirllich beitende Schlußstück k, das der Leistungsfähigkeit des Ch?res ein gutes Zeugnis ausstellte imd namentlich im Dynamischen sein abgetönt erllang. Lyssenko scheint überhmipt der begabteste ukrainische Komponist zu sein: als beste seiner Werke erschienen cms die „Ukrainische Dorf,erenade" für Chor mit Tenorsolo, die einen be- so-nders gediogeneir Eindruck hinterließ, und „Tanzlied und Brant- chor" aus der Operette „Tschocuomouei", am Schluß des 1. Teils. Eingclegt tvaren mehrere Solomrmmern. Leo Maslowsky spielte mit besel!em D«r und — im ersten Falle — auch einwandfreier Technik. Rasss Cavatine op. 45 und Bciethovens G-Dur-Romanze. Tschaikowskvs b'kanntcs Lied ohne Worte dann noch als Zugabe. Großen Anllang fanden auch die von D. Dtscherbyna geswrgenen Lieder. Die Begleittmg wurde auf der Bandura — in der Ukraine das typische Jnstrumerrt fachender Säuger rmd Spielleute — ausgefücht. Sie vereinigt die Vorzüge von Mantdvlin- und Zupfgeige, besitzt aber einen be- dertterrd größeren Resouanzboden als diese. Eine besorrdere Rolle in der Bestleitungstcchnik schurren die an Zeilenschlüssen - *9 Zwischen- und Nackt piele häufig austrebcndeir diatonrsch abwärts geführten Läuse zu spiclem Am Lchluß ließ Herr Gymnasiallehrer E. Turula, der sich um die EmstrchieptML der oft respektable Anjordcrangen stellenden Werke mit Erfolg bemüht hatte rmd die Vorträge mit Geschmack Und Umsicht zu leiten verstand, nach Vortrag der deutschen und ukrairnschren Nationalhymne noch durch D. Ztscher» byna den ukrainischen Nationaltanz .Kopak" vorchhren. der ebenso wie desselben Liedervorträge stürmrsck-en Beifall fand. Tr. G. R. » Die Uraufführung einer spanischen Komödie. Man schreibt uns arrs Frankfurt a. M.: Tie Er« Wartungen, mit denen inan der deutschen Uraufführung der Komödie des spanischen Dichters rmd Dtmlschstnmsfre'indes Jacinto Benavente „Tie Schule der Prinzessinnen" im Shauspielhause entgegensah, würben in keiner Beziehmng enttärischt. Die Kw-> mödie behandelt in neicz-eittickien Formen das Tl*ema Liebe rmd Pflichtgefühl irr der Könige Häuser. J>hr Inhalt gewinnt mm durch) den pdlitisck-en Hintergrrmd ganz besonders in der Jetzt-, zeit an Istteresse, als es ein deitt scher Prinz ist, der die trän nierisch er Ronrantik huldigende Prinzessin, als sie dem Zuge ilneS Herzens folgen Will, lehrt rmd überzeugt, daß bei einer Prinzessin Pflichtgefühl rmd Staatsraison vor der Neigrmg rangieren. Die nmnrchmal in etwas dürftiger Weise däbin fließende .Handlung erfährt jedoch durch eine Fülle in die Dialoge versprengte« Geistesblitze rmd hunwristisckwr Wendringen Belebung und Farbe. Dazu kommt, daß sich Walther Brügmcmns Smclleittmg mit besonderer Sorgfalt der Einstudienmg der Komödie an^renommen batte. Die ersten Kräfte der Künsllerschrft rv.rren Träger der Hauptrollen rmd schufen teilweis mösterlich schöne Gestalten, die in dem farbcnglühendm inißeren Rahnren dopvelt angenehm stürk« ten. Ter Ariffühni.ng wolmte eirr erlesenes Publikrim bei. unter dem man neben den Spitzen der Behörde^l rmd e, Mitgliedern der deutsch-st-anischen Eeellschrft auch zahlreich)« Leiter der ersten derrtschen Bühnen bemerlle Das mlsverkaufte Hans bereitete dem Stück und seinen Darstellern eine rmgemein herzlich^ Aufnahme, die eines gewissen politischen Beigeschmacks zirvisellos nicht .mt» behrte. Mlglieöer-Verjammlimg der Deutschen vaterlandsparlei für die Provinz Gberhessen. m WWOMiliiettt Mm Dr. Tmd WktmO, fpucht am Montag, L^. Februar, abends 8 Uhr, im Saale des „Fürstenhofes" über: Mas tut unserem Unterland not?" Einführung von Gästen erlaubt und erwünscht. Die ersten 20 Reihen Stühle werden gegen eine Platzgebühr von Mk. 2.— reserviert. Eintrittskarten zu haben im Hotel „FürsLenhof", bei Benner & Krumm oder abends am Saaleingang. Deutsche Duterlundspurtei Oberhessen Professor Opitz. Todes-Anzeige. vr Freunden und Bekannten die sehmerjrtlehe selo^ö Kinder meln mnigstffellebter der treiworgende Vater Herr Johannes Korber Im 45 Lebensjahre nach längerem, !m Felde zugezogenen Leiden heute morgen sankt dem Herrn entschlafen ist. Dietleftrauenden Hinterbliebenent Fran Anna Kftrber geb, Kratz nnä Kinder. Allan-BuaeeJt, den 18. Februar 1818. Die Beengung findet Dienstag um 8 Uhr statt. 1222 Todes-Anzeige. Nach langem Leiden wurde heute mittag meine liebe Tochter, unsere gute Schwester, Enkelin, Nichte und Gothe Maria Bräun ing ia blähenden Alter von nahezu 20 Jahren in ein besseres Jeneeite abgeraten. Die trauernde? Familie: Lvdwig Brftnning o. Verwandte, Lindenstruth, den 17. Februar 1918. 09094 Die Beerdigung findet Dienstag den 19. Februar nachmittags 4 Uhr, statt. ' m Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde LangSdorf für 1918 liegt vom IS. d. M. an 1 Woche aus dem Amtszimmer des Bürgermeisters während der Drenststunden zur Einsicht aus. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll daselbst vorgebracht werden. ES wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizurragen haben. Langsdorf, den 23. Februar 1918. Großh. Bürgermeisterei. I. A.: Bender. **•* Fischerei-Verpachtung fRßnfftd hm I. fV t o ul- — i..v V ER*Ü I ET U N 6E N ’ ’' j BIcuchelheLti. 4-Zimmer-Wobnung ab 15. März zn vermieten 0.1391 Wilhelm str. 11. 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Febr. l«l8. abends 7'/, Ubr: 11 Dlt’.siag- AVeaa^mcals* VorsUllacg: 1214c Ein »ckMckm Blall Lustspiel in 3 Akten von Ernst v. Äolzogen. Ausgabe vonSüs;stoff(Saccharin). In der Zeit vom l«.—28. Februar Ivlvwtrd gegen den Liefcrungsabschnitt 13 der Z7llnstoffkarten (blau) und gegen den Lieserungsabichnitt 4 der Sützsioffkarten ..4^" (gelb) von den Sünstoffabgabestellen Süststoff ab" gegeben. ES gelangt ein Briefchen bzw. eine Schachtel auf den Abschnitt zur Ausgabe. Mit dem 28. Februar MM8 verliert der Abschnitt 18 bzw. 4 seine Gültigkeit. Nach diesem Zeitpunkt nicht ab» geruiene Sük'ioffmengen dürfen von den Abgabestellen frei verkauft »verdcn. Gtesten, den 16. Februar 1V1L 1L11Ü Ter Oberbürgermeister tLebenSmittelamt). Nähgarn-Vcrteilung. Die NeichSbekleidungSstelle wird demnächst den Kom» munalverbänden Banmwoünähfüden und Letnennähzwirn idiäbgarn, zur Zuteilung an Kleinhändler, Verarbeiter und Anualten zukveifen. Zur Borvereltung der Verteilung wird folgendes bestimmt: !. Die Kleinhändler, Verarbeiter und Anstalten, die die Zuteilung von Nähgarn beanspruchen, haben sich ichrlstlich dem Stäbe. LebenSmlttelamt, Zimmer Nr. 14, nach folgenden Gruppen anzumelden- Wrupve A. Kleinhändler, die entgeltlich Nüdgarn unmittelbar au Verbraucher veräutzern. Es ist anzugeden, wieviel Nähgarn nach Längen gemeffen vom 1. 1. 18 btS 1. 1. 17 tm Kleinhandel angefchafft wurde. Belege sind^auf Verlangen vorzulegen. Grnvve 11«. Personen und Betriebe, die Nähgarn gewerbsmässig in ihnen hierzu überlaffene Gegenstände gegen * ergütung für andere verarbeiten iz. B. Flick» Schneider». (Krnvve II b. Personen und Betriebe, die Nähgarn gewerdsmänia zur Herttelluug von Gegenständen ver» arbeiten tz. B. Mast-Schneider». Be, Gruppe Ha und lltz sind die Namen und Woh. uungen iSrrane und Hausnummer, der am l. Dezember 1917 befchäftigken versicherungSpsitchttgen Arbeiter an- zugeben. Gruvve IIist Anstalten mit Fnfaffen tz. B. Zkranken» anstalien, Gefängnisse,: Die Zahl her Jnfaffen cm 15. Februar 1918 ist anzugeben. II. Betriebe, die gleichzeitig Verarbeitung nnd Klein-andel umsaffen, haben, sotern für jeden v etricb die obengenannten Voraussetzungen zulreffen, sich in jeder der beiden Gruppen anzumelden. Fn der einen Meldung ist auf die andere hinzuwetien. 9n den Meldungen sind die Vorräte, die in der Nacht vom 14./1L Februar 1918 tm Besitze des Anmeldeaden waren, anzugeden. 1^- Die Anmeldungen sind am Kopfe mir der Gruvve zu beregnen, zn der der Antragsteller gehört. Sie sind mtt Bersichernng der Nich'tgkeit und Vvttständigkett und Eingabe der genauen Adresse zu unter* iinen. Nicht fach- aemab ausgestellte Anmeldungen werden nicht berücksichtigt b*i ^Anmeldungen sind bis spätestens »l.Febrnae >818 bf/, dem S'ädl. Leben-mittel amt, Zimmer 14. wo auch erteilt wird, einzurrichen.- verspätet ringer, ichie Anmeldungen werd-n nicht berücksichtigt. ä^?"ge Angaben in den Anmeldungen sind strafbar. Gienen, den 16. Februar 1918. Ter Oberbürgermeister iLebegLmitWlamt).