ftt. 35 Der Girtzine* Äajetyef erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: tieften? r ^amNieubiiller; Kretsblatl für den Kreis rieften. vezugrpreir: monatl. Mt. l.20. viertel- >rl,ch Mk. 3 60-. durch »hole- u. Zweigstellen monatl. ^ik. 1.10; durch diePostMk. 3. V0 Vierteljahrs. ausschl. Bestellst. Fernjprech - Anschlüsse: postscheckkont»: für die Schnitt Ölung 113 Frankfurt a.m. N68H Berlag.Geschäitsstetteöl Erster vlatt - 168. Jahrgang - . > . Montag. \] Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Montag. Zebruar 1918 Anuadme von Anzeige» s. die Tagesnummer bis zum Nachmiltag vorher ohnejedeBerbmdlichkeit Seilenprelse: für örtliche Anzeigen 2b tzs.siür auswärtige 30 Pi., *ür Reklamen Mk. 1.—; bei Platzvorschrift 20 °/ # Auss vlag. Hauptschriitleiter: Aug. Goekz. Berarrtwortlich für Politik u. Feuilleton: Vanlverfehr: Aug. Goetz; Stadt und Stwcrdtd-nl «i-b. Auch der Friede mit Rußland hergestellt. Brest-Litowsk, 19. Febr. Die dentsch-österreichisch-ungarisch-rnssische Kommission für die Behandlung politischer und territorialer Fragen hielt gestern und heute Sitzungen ab. In der heutigen Sitzung teilte der Vorsitzende der rnssischen Delegation mit, das; Rußland unter Verzicht ans die Unterzeichnung eines formellen Friedensvertrages den Kriegszustand mit Deutschland, Oesterreich-Ungarn, der Türkei und Bulgarien für beendet erklärt und gleichzeitig den Befehl zur völligen Demobilisierung der russischen Streitkräfte an allen Fronten erteilt. Für die aus dieser Lage sich ergebenden weiteren Besprechungen zwischen den Mächten des Vierbundes und Rußland über die Gestaltung der wechselseiti en diplomatischen, konsularischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen verwies Herr Trotzki ans den Weg unmittelbaren Verkehrs zwischen den beteiligten Regierungen, ans die bereits in Petersburg bestehenden Kommissionen des Vierbundes. (WTB.) Großes Hauptquartier, 9. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Nördlich von PaSschendacle und westlich von Oppy vmchten wir in kleinen Infanteriegefechten Gefangene. Das Borfühlen einer schwachen Erkundungs-Abteilung bei tzontaine-les-Croiselles lüste beim Feinde auf breiter Front heftige Feurrtätigkeit aus. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Am Osthange der Eotes Lorraines hatte ein Handstreich gegen die feindlichen Stellungen nördlich von Ronvaur Er- folg. Die französische Artillerie war in einzelnen Abschnitten zwischen Maas und Mosel tätig. Nördlich von Livray wurden Amerikaner gefangen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Der Frieden mit der Ukraine ist heute 2 Uhr morgens unterzeichnet worden. * Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquarticrmeister * Ludendorff. (WTB.) Großes Hauptquartier, 10. Februar. (Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An einzelnen Stellen der Front Artilleriekampf. In Erkundungsgefochien wurden nahe an der Küste Belgier und Franzosen, nordöstlich von Ypern, sowie zwischen Cambray und St. Quentin Engländer gefangen. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und Herzog Albrecht. Im Maasgebiet, beiderseits der Mosel und in einzelnen Abschnitten nordöstlich und östlich von Nancy erhöh e Tätigkeit des Feindes. Französische Erkundungs-Abteilungen drangen in der Sette-Niederung vorübergehend in unsere Linien bei Allendorf ein: in der Gegend westlich von Bla- nwnt wurden sie vor unseren Hindernissen abgewiesen. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorff. • Die Abcndberichte Berlin, 9. Felrr., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Berlin, 10. Febr.. abends. (WTÄ. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. . Wie lernst, groß und feierlich ist die Stunde! Das W- Friede ist uns zum zweiten Male eingeläutet worden, de wenn auch. Herr Trotzki dieses Wort nicht ausdrücklich a: gesprochen hat, wenn er vorläufig auf eine förmliche V' kragsschließung verzichtet, in der von „Frieden und Freu: die Rede ist, so bedeutet seine Erklärung, die die wrtrge Demobilisierung aller Fronten einschließt, nichts c t]h ♦ av *? ic ® n ff cn ivrtan ruhen und der Friede ei teort. Die Politik unserer Unterhändler ist von einem gros Erfolge gekrönt! Trotzki wollte allem Anschein nach eiw Ultimatum der Mittelmächte zuvorkommen, und er hat e geset^n, daß nach den: Frieden, den die ukrainische Vol republlk abgeschlossen hat, auch dem nördlichen Rußla niasts anders übrig bliebe, als den Frieden anzunehuu ciL} a A^ewaltigung ist, sondern eine dauernde V söhnung der bisherigen Gegensätze. Der Krieg hat gewaltigl Umfior7nmrge-n aeschaffen, als MeasschM-ngeist es je vermo hatte. Das große Zarenreich des Ostens, das durch Erol rungs- und Machtwttlen zusammengehalten worden war, z fallt rn seine natürliche Teile, und das große Kulturp, blem das unter dem Selbstherrscher aller Reußen niem< zu lösen gewe,cn war - Rußla,id ist groß und der Zar mt — geht letzt seiner Lösung entgegen. Was will Tro mehr? Er hatte, wie einst der Zar, einen ungeheuren Er- oberungswillen. Er wollte das große sozialdemokratische Zukunftsreich alter Völker grüiiden. Aber nun sieht er ein, daß er die Macht dazu nicht besitzt. Wir kennen seine und seiner Mitregierenden intimsten Gedanken und Wünsche noch nicht. Sicherlich ist es das harte Muß, dem er zunächst gehorcht. Aber wenn schoweinmal die g ro ßen Pläne zerflattert sind, wenn es keinen Zweck mehr hat, angesichts sich mehrenden ungeheuren Schwierigkeiten uicd Wirren im Imwrn des russischen Reiches noch hohen Weltbeglückungsabsrchten nach-- zugehen t—sollte Trotzki dann nicht wenigstens eine Mission annehmen, die besser und ruhmwürdiger ist, als einfach unterzugehen, unter den hvchgehenden Wogen des Volkes wieder zu verschwinden? Das von den Petersburger Herren ausgesprochene Wort wirkt demonstrativ, wirkt diesmal wirklich wie eine hocherfreuliche Kundgebung. Diese geht über die Bedeutung einer Sonderabmacliung weit hinaus. Mit seinem schnellen Entschluß, der Ukraine in ihrer Friedensrat auf dem Fuße nachzufolgen, scheint die Petersburger Regierung den bisherigen Verbündeten Rußlands zurufen zu wollen: „Gebt euch keine Mühe mehr! Die Welt ist reif für den Frieden! Wir können ihn den Deutschen nicht diktieren, denn sie sind stärker als wir!" Ob Trotzki so gedacht hat, wissen wir nicht. Aber auf dieselbe Wirnurg wird sein Vorgehen hinansfemmen. Wie es heißt, sind die diplomatischen Vertreter der Enterrte aus Petersburg ab gereist. Die künftigen Beziehungen zu Ruß- land sind noch nicht so abschließend im einzelnen geregelt, wie in dem hsute veröffentlichten Wortlaut des Friedensvertrages mit der Ukraine. Trotzki verwies die Mittelmächte auf die in Petersburg tätigen Ausschüsse. Es herrscht wohl kern Zweifel, daß das Vorbild der Ukraine auch hier nützlich und fördernd wirken wird. Jnr übrigen sind die neuen Wirtschaftsregelungen, die mit der Ukraine getroffen worden sind, weit bedeutnngsvvller als die mit Petersburg $u erwartenden Abmachungen. Denn die Ukraine ist die Korn- und Vorratskammer des alten Rußland gewesen. Die junge Republik hat sich in affen wirtschaftlichen Fragen zu einem durchaus freu:idsck)oftlichen Verhältnis zu uns bequemt. Das nxrc freilich selbstverständlich, da ihr die Sieger keine Kriegsentschädigung u:rd auch keine Landabtretung aufgenötigt haben. Wir werden höchst bedeutsame ivivtsch,östliche Erleichterungen zu erwarten haben, und die Westmächte mögen ihre Zukünstsrochnung noch einmal revidieren! Wir stehen in einer großen, feierlichen Stunde, gehobenen, aber nicht jauchzenden Herzens. Der Friede hat uns noch nicht alles gebracht, was uns die Zukunft glättet uni» uns die Sicherung des Reiches verheißen kann. Es ist erst ein Teilfriede, die mit England im,Bunde stehenden Völker verharren noch im Kriegswillen. Noch lösen nicht Gesang und Tanz die blutigen Schlachten ab, noch prangen nicht Altar und Kirche im Festesglanz. Aber beinahe noch weihevoller und herrlicher ist dieser Tag, als es eine ausgesprochene Vollendung des geschichtlichen Schaffens wäre. Der Herr hat Großes an uns getan. Wir haben uns nicht geirrt: Der Sieg wird uns und unseren Bundesgenossen bleiben! Mit tiefer Bewegung lesen wir die Hamburger Rede unseres Kaisers. In erhebender Stunde ist «er uns wieder ein Herold, ein lange gesuchter Weiser unseres Volkes. „Es hat unser Herrgott entschieden mit unserem deutschen Volke noch etwas vor!" Er sprach) von den großen Weltreichen, die wieder zusammew- gefallen seien, weil sie auf dem falschen Wege gewesen seien. „Nun hat er uns Aufgaben gestellt." Das Wort wird heute nur geringen Widerspruch finden, der in der begeisterten Zustimmung des deutschen Volkes verhallt. Wer kann es bestreiten und nicht wollen, daß:vir eine große Weltaufgabe lösen, indem wir alle unsere nationalen Kräfte gegcm neidische und tückische Hemmungen siegreich entwickeln? Wir wollen, so sagte der Kaiser, ,chas Rechte und das Gute". Wir wollen es, und wir k ö n n e n es auch, zum Siege führen! Wie viel zuversichtlicher klingt das stolze Wort des Kaisers an unsere Nachbarn, die Frieden und Freundschaft von uns haben können, wenn sie den Sieg dev deutschen Waffen anevkagurt habere alA der neueffe Rütlischwur der Franzosen, von dem uns heute gemeldet wird! Hier, bei uns, nach siegreichem Teil frieden, ein Auflodern ungebrochene:: Mutes zu neuen Taten, dort ein letztes Aufraffen der Kräfte in Aengsten und Verzweiflung!. Aeußerlich erinnern die in der Sorbonne gelvechselten Reden an die Rürkerischeu Strophen: „Wir schwören: stehen zu tvollen den Geboten des Lands, des Mark wir tragen tn hat Röhren: und diese Schwerter, die wir hier empören, nicht effr zu senken als vom Feind zerschroten." In Wahrheit fühlen die Franzosen sich aber keineswegs auf sich selber gestellt. Wllt Äoyd George, gibt Wilson das Zeichen zur Friedenswällfahrt — was wollen dann die Franzosa: sich :wch groß empören? Wir aber werden, wie der Kaiser sagte, unseren Frieden auch weiter hm unter unserem großen Hindenburg erfechten. Wir wollen uns aber dazu auch die Worte der Franzosen merken, daß jetzt auch in der Heimat Entscheidungsschlachten geschlagen werden Die österreichisch-ungarischen Tagesberichte. Wien. 9. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Kerne Kampfhandlungen von Bedeumng. Heute 2 Uhr vormittags wurde in Brest-LitowSk der Friede mit der ukrainischen Republik abgeschlossen. Der Chef des Generalstabes. Wien, 10. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden und ösllich der Brenta lebhafte Artillerietätigkeit. Der Chef des Generalstabes. Die Unterzeichnung des Zriedensver.'rages mit der Ukraine. Brest-Litowsk, 10. Febr. (WTB.) Bei Enrtritt der letzten Berhandlungspause konnte bekannt gegeben werden, daß die Grundlagen für den Abschluß eines Friedens zwischen dem Vierbnnde und der ukrainischen Volksrepublik gesimden seien. Nach der Rückkehr der Telvgation rmch Brest-Litowsk war auf diesen Grundlagen weiter verhandelt worden. Dank energisa>er, unermüdlicher Arbeit aller Kommissionen und dank dem Geiste der Versöhnlichkeit und des Enütegcatkommens, der alle Teile beseelte, war es im Laufe des gestrigen Tages gelungen, eine Einigung in wesentlichen Punften herzustellen, so ha« zur Schluß,rcdaktiou der Vertrage imd zu deren Untxnzeichnunig geschritten werden konwe. Tic mitcher Herstellung von bims Vertragssätzen verbundenen teckinischen Schivierigkeiten führtet: dazu, daß die feierliche Sckilußsitzung und die Untersertigung erst 'in de:: ersten Morgenstunde!: des 9. Februar möglich war. Staatssekretär v. Kühl manu eröffnete als Vorsitzender die Sitzung kurz vor 2 Uhr nachts mit folgender Anftwache: Meine Herren? Nieinand von Fhnen wird sich der historischen Bedeutung dieser Stunde twrschließen kötmen, ii: der dic Vertreter der vier verbündeten Mächte mit den Vertretern der ukrainischen Volksrepublik in diesen: Saale znsa:nme::gekoiünre>: sind, um de:: erste:: Frieidm zu unterzeichnen, der in diesen! Weltkriege zustarche komnl t. Daß dieser Frieden^ unterzeich ne t tvi rd mit bem jungen Staatsivesen, das ans den Stürmen des großen Krieges hervor- gegangen ist, gereicht den Vertreten: der verbüntxfen Delegationeir Kur besonderen Genugttmng. Möge der Fri.'den dw erste v-on einer Reihe segensreicher Friedensschlüsse sein, segensreich sowohl für die verbündeten Mächte, als auch für die ukrainische Volksrctmblik, für deren Zukunft wir alle die besten Wünsche l-egn:! Der Vorsitzerlde der ukrainischen Delcgatwn, Herr S s e w r i n k> entgcgnete: Mit Frendn: stellen wir fest, da,ß vom heutigen Tage an der Friede beginnt zwischen dein Vierbunde und der Ukraine. Mlerdnrgs sind wir hcrgercist in der Hossirung, es zu einem all- gcinernen Frieden bringe:: zu kon::cn und ein Eiche zu mackien denr bnidermordnchen (lriege. Die politische Lww ist über so. daß nicht alle Mächte sich hier znsammcngesimden habei:, um enren allm>. nveinen Frieden zu rmterzeichnen. Beseelt von dcr glül-e d'en Liel>e ztn wiser-em Volke mW in der Erkenntnis, daß dieser Lange Krieg die kulturellen:md nationalen Krä'tc unseres Volkes erschöpft !«t. müssen wir nunmehr alle Lkvait darmcf verwende:: n:ch das Unsere tun, Irin eine neue Zeit der Wiedergeburt Ocrtviur'iHnvn. Fn Nt festen Ueberzengnng, daß wir diesen Frieden abschlicßen im Fute: - esse unserer breiten demokratischen Mafien imd daß dicher Friede beitragen ioird zur allgemeinen Becndigimg des großen Krieges, sPllvn wirr hier gern fest, daß die lcrirge und schlvrre Arbeü, die h«tr in Brest-Lüowsk geleistet lvurdc, von Erfolg getüjnt ist wü» ivft arHAt ftcfHmnnntgm Wer sblaorbe GegenstLnve: Wiederher-t stellung der konsularischen Beziehungen, Medö»- 9tfrj Teilung der StaateDertrdgc, Wiederherstellung der Privatrechth, Ersatz für Zioilsäßiden, die durch die ^briessgesetze oder völte> vechtswid-rige Akte anaerichlet worden sind, Austausch der Kriegs gelegenen und der Zivilrnternierten. Pflege der Grabstätten der rn Jondesland Gefallenen, Fürsovge für die Rücöoanüerer, Am-- ^irie, Behandlung der in die Gewalt des Gegners gefallene» Kau > sahrros chiffe. Tie Deröffenilichung des ZusatzverlroLes must Vorbehalten bleiben, da weaen der Ueberlastung des Drahtes der sehr umfangreiche Text noch nicht nach Berlin übermittelt werden konnte. Die Diplomaten der Entente aus PeterÄmrg abgereist. , Berlin, 11. Febr. Nach ebver Meldung des ,Lok.-Anz." mrs Haparanda wurde einon Telegramm aus Haparand zufolge t»rt btt* bevorstel)endc' Ankunft eines Sonderzuges ans Petersburg gemeldet, mit dem alle Ententediplomaten mit dem Personal threr Botschaften und Gesandtschaften Rußland verlassen hätten, da nunnrehr die Lage in Rußland für sie völlig hoffnungslos geworden ist. emen denrokvattschen und für beide Teile ehrenvollen Frieden er- -E haben Vom heutigen Tage an tritt die ukrainische Bo7ks- republrllzu einem neuen Leben geboren, «cks selbständiges Reich rn dmSkrers der «-Lauter ein Sie stellt auf ihrer Fcmrt den Krieg qm und wdrd dafür Sorge tragen, daß alle Kräfte, die in ihr ver- bovgm sind, zu nettem Leben erstehen und erblühn. Staatssekretär v Kühl mann lud sodann di.’ bevollmächtig- vQi ÄchttÄet. em, zur Unterzeichnung des Frtedensvcrtrages zu schrerten. Um 1 Uhr 59 Minuten Unterzeichnete Staatssekretär von Kuhlmann als erster die für Deutschland bestimmte Ausfertigung tfaeoat&?erta*jeö. Um 2 Uhr 20 Minuten waren sämtliche Unterschriften geloster. Der Wortlaut der Kn'edenrattkke!. Brcst-Litowsk. 10. Febr. , FriedoSverttag zwischen.Deutschlmid, Oesterreich-Ungarn, Bull Amen und der Türkei einerseits und der ukrainischen Bvlksrcpu-, vllk andererseits. ^^^Da das ukrainische Volk sich im Laufe des gegenwärtigen i-isatmeges als unabhängig erklärt und den Wunsch ausgedrückt hat, zwischen der ukrainischen Volksrepublik und den mit Rußland rm lrrreye befindlichen Mächten den Friedenszustand herzustelle."., Yaben die Regierungen Deutschlands, -Oesterreich-Ungarns, Bull gm^ns und der Türkei beschlon'en, mit der Regierung der ukrall Ärschen Vollsrepublik ernen Friedensverttag zu vereinbaren: sie wollen damit den ersten Schritt tun, m einem dauerhaften und für ehrenvollen Weltfrieden, der nicht nur den Schreck- snrssen des Kneges em Ende setzen, sondern auch zur Wiederl-er- stellung per fremrchckMtllichen Beziehungen zwiicl^r den Völkern auf volttischem, rechtlichem, wirtschaftlichem und geistigem Ge- mere rühren soll. Zu diesem .Zwecke sind die Bcvollmächttgien der vorbezeich Remerunmm zur Einleitung von Friedensverhondlmige^ m zwammengetteten und haben sich mÄ Vorlage r 3 ™ 1 J 1 und gehöriger Form beswidenen Vollmachten über wlgende Bestem mutigen geeimgt: ^ „ Artikel 1. ^ D vttschland, Oesterwlch-Unsarn, Bulaarion und die Türkei 53Prrnd btt ufraratitoc Volks repubM andrerseits erklären/ vatz der .KvuA^nfdrnd zwischen ihren beendet ist. Die verttag- ichUestmden Parteien srnd entschlossen, miteinander fortan in tvttebrtt. mtD Freundschaft zu leben. Artikel 2. Aschen Qrfttryeich^UngMm einerseits und der ukrmnisclttn BkLSo^ublik andererft-its werden, insoweit diese beiden Mochte an- ein«,Der grenzen werden, jettt Grenzen bestehen, loelche vor Aus- vruch.des gegenwärtigen .Krioges zwischen der östereici-isch-uw. gmnschen Monarchie und Rußland bestanden haben . IJ*^**^ .die Grenze der ukrainischen Bvlks- r^uvlil von^Tarnograd arrgesangen im allgemeinen in der Linie * LvzoszebrzsMi - Kmsknvstaw - Pugaszow - Radrn- "AslÄto - MkW - Kaiuenietz- rSvsiS/ verlaufen. Im einzelnen ^ dm ohnograpl-ischen Verhältnissen und mr- terBerücksichttgung der Wünsche der Bevölkerung durch eine gemischte Kommission festgesetzt werden. ^ dre ukrainische Volksrepublik noch mit Grenzen svvte, werden hierüber besondere Vereinbarungen vorbei . ^ Artikel 3. w befvtzben Gebiete wird unverzüglich nach ^ Frndensvertoages beginnt Räumung und die Uebergalw der ^ ^nch Bevollmächtigte der interessierten Artikel 4. w ? lonfillarischen Bezielprngeu zwischen S“ 1 “ 'Ebci, sofort rauft d« Ratifilaüon mt fp e ;?°mm£n werden. Wn«en mMWt ivcit- gebmttn durch militärische Maßnahmen m vorgenommenen Reguisittonen . .. . Artikek6. veDerleitigen Kriegsgefangenen werden in ihrer Heimat E Mit Zustimmung des Aüfenthalts- Idaal^, m ^in^l^^bietlnr M bleiben oder sich in ein anderes Land ^^^ Tin ^. Ä ^ T hiermit zusatnmenhängenden fragen erwlgt ine m.Ar el g ^gesel-cnen Einzelverträge Dte wirtschaftlichen Beziehungelr ,, Artikel 7. ..r. dtt wMchaftlichen Beziehungen Amschen den Vertrag- scylretzenden Teilen wird vereinbart: 1. die vertragschliestendeir Teile verpflichten sich aegerrseittg lmverzugllch on wirtschaftlicl)cn Bozi-chungen anzuknüpfmr Mid de» War^iiaustausch auf Grund folgEr BZimLfen zu o™ or Vf c 1 - des kaufenden Jahres ist der gegenseitiae rfjLfl \ i} f b <£ r ^Üifse der wichtigsten landwird'cliaft^ Ee"l«rchziM^E^ D^lklr zur Deckung der laufenden Bedün %vt der Dvodukte deren Austausch in lft/ n ^! cbcn m ' ] Seite ^ ststpestelLt, dre mrs einer gleichen Anzahl von Mitgliedern beider werten besteht und sofort rmch Unterzeichnung des Friedensvertrages Zusammentritt, _^ Produkte beim erwähnten Warenaustausch wkchmmifGvund gegenseitiger B e r e i n b a ru n g durch emeuonimisteon festgeitelll, die aus der gleichen Zahl von Mtt- ättwern der beiden Seiten besteht, f? Dokd mif folgender Basis: m ^ld. der ukrainischen Volksrevnblik ibJ Rube l Ofafl) brä früheren rusmchen Kaiserreiches (1 Rubel ' n .rawaüä., nfcrr 1000 österveichrsch-ungarisch .Kronen Gold — 393 N«w-nrwc 76^Grosch Gold der ukraiinschen Volksrepublik — fl Ä ** Eis-^n Äm# d) der Austaus ch der Waren, die durch die in Absatz a rDTen^K^issüm festgestellt tvevden, erfolgstdurch die st^at toni j 001,1 ® taat£> kontrollierten Zcntral- tclr r Produkte, welche durch die o^n voran ehenerr Kdmmisftonen > ^ >estgestellt werden, erfolgt im Wege \ den Beditigungen des prvvisorisckien wtjdelsvertt-ages, der in der folgenden Ziffer 2. vorgesehen ist. Der russische Zolltarif von 1903. br» 1 vorgesehen ist, sollen ^ PJ^tmngen zwischen den vertragschließen? j£LJfc ln L pwvnarisch bis zum Abschluß eines eLgülttgen stlbs b !nu^ 9e5 '/ w? bis zum Ablauf von mindestens ^ Redens zwischen Deutschland. und der Türkei einerseits und den zurzert mit chnen rm Krreg befindlichen europäischen Staaten Staaten von Amerika und Japim^andS folgernde Besttmneungcn zugrunde gelegt werden: ^ ? 'iti! ore wirtschaftttchen Beziehungen zwischerr dem Deutt'chen m^^^?^^,mschen Volksrepublik diejenigen Vereinba^ K"' ^nach.ttl^uden Besttmmungen des deuttch-russi- s ?' 5^- ftahrtsverttoges von 1894/1904 nieder- smd. (Die Artikel werdeii dann einzeln aufgezählt) Dabei stellt cv-i Einverständnis über folgende Punkte - } ' wo3Wcm^&tS: mcf,e 3oUtarii Bom ia/26 - S(rraOT Freie Durchfuhr. r^l- IEkel 5 erhält folgende Fassung: „Die verttaa- £ C ?5 n, ^ € r C - tinpfttchteu. sich, den gegenseitigen Vermehr» durch keinerlei E^ns'uhr-, Ausfuhr- ödest- Dmrch- stat^«^^bote zu lstemmen und die ßoeie Durchfuhr zu qe- Htten. Ausnahmen ftnd nur für solllie Erzeuamsse ruläina cine * *** vertragschüeh«H>en Teile s Gegensl-crrch eines Staalsmvnopols bilden oder bilden werben jG^sundbOt für die aus Rücksichten auf die m^s and^ ^rrnürpolizn und die öffentliche Sicherheit oder aus anderem schiverwiegenden polittschen und wirtschaftlichen Verbots maßregeln, insbesondere im Zu- bn mtf bm We8 folgenden UebergangsL «ÄÄS t&SZ W ^r’ir^U™Ä tCn m *“ nucr (ürtnwnt von 15 Smmn<4ern Breite gewahrt oder gewahren wird. , j- Avttkel 10 erhält fvlcr.mde Fassung: „Die Waren aller Art wechselseitig von leder DurchgangÄtb-aaL frei sein durchgessthrt werden/tzes. daß sie a»gvlÄ>m. -MMAgcrt und lÄt m!fi- treti': S ‘ eUe *** ^Els 12 a soll fotgstAe Bestimmung < des Urheberrechts. M'ch des gegenseitigen Schutzes des Urheberrechts an ^nd Photographie sollen im Berhält- rf,cn ^^ukschland lmh der ukrainischen Volksrepublik die ^^^^bn des zwischen dem Tatschen Reiche und Rußland geschlvssmen Vertrages vom 28. Februar 1913 geltet. . „. 5' ^llchtlich des gegenseittgen Schutzes der Warenbe- zeichnnnaen wllen die Besttmmungen der Dcllavattrmeu vom 23 No^nber.1873 auch in Zukunft maßgebend sein ... 0 Dce Bestimmung des Schlu ß protoko lls zur A^- tckel 19 erhalt folgende Fassung: „Tie vertragschließenden Delle werden einander im Eis enbl^h^tariswesen Äreftoo -L-rist vmlichst sich untv'rstü^ stu d^i-m Lmck smd brche vertraqschliehcndm Teile bereit, möglichst bald cn Verhandlungen einzutteten." ^ ^ rc ^ r^r , Teiles des SchLußpvotokolls erhält solmmde Fassung: „Es oesteht beiderseitiges ErnverstMivms, daß die Zoll- amte r der bell.en Länder^ an allen Tagen des Jahres geöffnet bleiben nrrl sAuZiuchme 'der Sonntage imdixw gafetzlilltii Feiertage " «r J^ C .Besätze beziehen sich dmnl auf das Wirtschaft «ict^ BerhÄttns tzu Oesterreich-Ungarn, Bulgarien und der Türkei. Artikel 8. ~ac .Verstellung der öfferttlicheii und privaten Recdts- beziehimgen, der Austausch der KriegsgeflUdganen und der llioll- mtcmerjfn, ,die Amnestiefrage sowie die Fstage der Belianl^ ln V 1 ' - jA ' n>ai - t des Gegners geratenen vmldeisschisse werden m Einzclverttagen unt der ukrainischen VotksrepiMik gen>gelü 1 welche ernen wrsenlllchcir Bestandteil des gegenwärttgen Friedens- treten 0^'' ^ ^wre tunlichst gleichzeitig mit diesem in Kraft cv ... Arti kel 9. .Frrcdensverttag getroffenen Deveinbarunge,^ hlüen 0,11 unttnlbares^Ganzes \ J l m Artikel 10. JL r J*} dieses Vertrages sind ftlr die Beziehungen znpclien Deutschland und der Ukraine der dsutsche und der ickrai- 7 ^!-' Hiwi*' lüt ^ Eichungen zwischen Oesterreich--Ungarn und ^ deutsche der ungarische und der uLinische To< Urr dir Begehungen zwischen Bulgarien und der Ukraine der bull gariplie uiid der ukrainische Text und für die Beziehungen .Ävischeu nmßgeboä ^ ^ Ukraine der türkische und der ukrainische Text Schlu ßbestimmung. f*. , *pssss k rÄ , a?Ä'Ä äs tauscht werdeii. Ter Friedeiisvertrag tritt, soweit darüber Ts anderes oesttmmt wird, mit seiner Rattfikatton in .Kraft. Zu Urkm d B'ÄÄS» 1 » 1 “ 2 bruar^Äl8^^ ^ Urschrift in BvesllLitowSk am 9. Fe- Es folgen die Untersckiriften. t y ^,5 itJßo 11 f En ische Zusatzvertrag. ^ vorgesehene deutschmkraimsche Zusatzver- ttag ist glochfaklÄ am heuttgeii Tage unterzeichnet Warden Er Die Greuel in Finntaud. Kopenhagen. 9..Febr. (WTB.) Ter vvn der „Berlingske Lwoide «rusge^aichde FrmllandsVorresrvndent, der jetzt Finnland mit erner sclrwednstien Vllfsoxpes)rtvon verließ, sendet von Ä)rd eines ichwodistlzen Kriegsschiffes ein Funtentelegramm, irt bon es heißt: „Tie ersten R evolutions tage in Velsingfors ver- llefen ermgerrnahen ruhig, die Stadt war vollkommen in der Macht der Nevolutwnsregi-erWvg und der Roten (Nrrde. Die Bür- stO. wurden mit Gewehren und Bajonetten in Schwach gehallen. Berbmdung mit der Außenwelt war abgeschnitten. Kein Burger durfte die L>tadt verlassen. In den ersten Tagen durften noct> Telegvamme abgrsaiidt werden, aber später wurde die Zen- >ur emgeführt, und es war mit Lebensgefahr verbunden, Telegramme aufzugeben über das Blutbad, das die Rote Garde zusammen vitt anarchistischen russischen Matrosen, nachdem sie die Siegteruna Mamrerl-eims und Sicolas zur Seite schoben, seit Do in ners.ag voriger Woche in dem unglücklichen Helsmgfors anrillüete. ^n der Nacht auf T>onnerStag sandte die -Rote Garde Meuchele wörder mrs. zahlreiche junge Männer der Bürger-, Jajan wurden verhaftet, irach dem Gouv^ernementsgebäude qe-, ' bvacht und erschossen. Die Verhaftungen wurden am Freita« sortgoetzt. Ruftische Matrosen beteiligten sich hierbei als Rode Gardisten verllerdet und trugen Zrvülleider mtt dem roten Bande um den vut- Aitt dem -Offizierskasrno, wo die russischen Matrosen ^^Vtmiattrer hatten wurde eine schwarze Jahne mit einem Totonkopf gchlßt. Die Burger von HAstugfors wurden von Panik <*"5 lk^chavrschen Untertanen Übergriff. Ter sthwechsche Generalkonsul M-lstvom setzte es energisch bei der! schwappen Revoluttonsrsgierung dirrch, daß ein Zug zur Veriüauna gestellt ^ D.> tmc te&e mb bie lirSÄwTS, Respekt vor der schwedisihen Flagge, daß sie Nicht wagtet, den Abgang des Zuges zu verhindern. Freitag, Samstag !t!lLwr lfca § &? ie Mon.kM abend gingen Züge nach Mämtylvuta, und Aohin ab. Die icho-disck^i Entsatzschisfe trafen erst Montag ein. llin Tage l)errio?!e bi Helsnrgfors anschstnend Rilhe, aber «! c beronbvach. kamen die Mörderbanden aus tttten Verstecken-hnwor 'und suchten die Stadt und die Bürger hom.. ^ver 78 Jahre chte General S i l v e r j e l m empfing die Angreifer an seinem Schreibtisch sitzend.. Mit dem Revolver in haLe Stunde lang über 200 Roten Oktr* rjrjjj gegenüber okrrtb, die zu feige waren, vorzugehen, und ! ^stchrt^te er gegen sein Herz. Tw Roten Gachiittn nnßhaiideltar dia,Leiche und plünderten und < . üleuAm Nacht wurde eine grDße Anzahl Morde und Ueberfälle rn den anderen Stadtteilen und m der Umgebimg verübt." Abberufung Cadorna». ^Lug^Lii. 0 , 10. Febr. Cadorna ttmrde aus denk Eirtotte-KrtsgsrLt abberufen und dtrrch Giardino den bisherigen italienischen Unterstabsches und früheren Krieas- nnnrster ersetzt. Die Gründe, die dresen Wechsel im jetzigen Augenblick herbergeführt haben, sind noch unbekamtt * * * Kriegskuudgeburrg in der Sorbonne. r dariS. ,9. Febr. (MTB.) Mch einer MEmg ser Wence L^as bat eure nattMmle Kmchgebung der großen französischen Gesellschaften für dre heilige Grmgkell in der Sorbonne ttr ^^senhot d« Präsidenten Pvincars stattgefundeir. Ten Vvr< )itz führte Kammerpralidott Deschanel. Wle Mitglieder des lnplonmtischen Korps, die Mitglieder des Institutes und Vertrete M;atz-L 0 lhrNlg,eiis warerk zugegen. Kanimerpräsiitett Deschanel crofsnele dve Sitzung milleiner Ansprache, die mtt folgendem Gelöb- ins Frankreichs schloß. Wir schweren angesichts der Soldaten vv,r Marne, der Aer urch Verdun, die Waffen nicht nieder-, zu leg eitt b^ das Recket gerächt, bis das seit vierzig Jahren geven die Freiheit der WÄt vorbereitete Attentat besttast, bis Belgttn. stören uiw Rumänien befreit und bis die Frmrkreick) 1870 ^ 19.4 oittlsieilOi Gebiete weder zirrückgegeben sein werden. Nach ! lvelberen Cicklarungen m deinselben Sinne, die u. a> von Ernst F äll st and Tlwmas abgegeben wurden, erklärte der MarinemLnistcr G«vrge Lehgues rm Namen der Rofterung unter einstimmigem Wir srnd versammelt, um den Pakt der Einheit zu ^ neuern rrnd neuerlich vor der Welt ben unbeugsamen Will ^^Äm.Siege ^ bekräftigen. Bei allen Kriegführ^ den wird hinter der Fr^nt eine gewaltige Schlacht geMagm . ^me kann^ entschüdend sein. Ter Fond weiß, daß er Militärisch den Krieg verlpreir hat. Er bemüht sich nun. bett £>tcg durch feine Diplomaten^ durch Agenten für Naumacherri und Verrat zu gewinnen. Der .Krieg an den inneren Frontet begann, mtt. l s^alen Mtstungen und politischen Einrichtungen, ^.ie wirtschaftlichen zttäfte und die Tüchttgkeit des ernzelnen mid im Begriffe, sich im Kampfe zu messen. Jedes Volk 'tritt völlig m em. veldenzotalter ein, es kämpft um sein Schicksal Frarck ^ sich nicht borgen m ferner ruhigen, gtühendeu Entschlosseill ^ett und Zuversicht, es wird imerschutterlrch breiben. Frankreich ^I.^e Welt in Staunen, wol die Welt es Nicht mehst kargte Es wtthüllte sich ihr mit ernem Schlage m dem ganzen Glanze e^s.?>?^üenheit Das Volk, das mttn frivol ^an^tt, sst das lüttste m den Sttcnden der Sammlnng. das am meisten eblat Pu6en hmmgebene, das Volk Lassen (^danken sich zu den höchstes die das L^ben veredeln und die Mensche h^t besser machcm. Das Volk, das man erschöpft, vergangenheits-^ milldc urid M b-labmmrt Stürmen imb Ruh nauute. besi^t -in- img-heurc mrar- Starke Es ist Bott, bessm Ami-, »rast mä fnegmufc Diilgrnben stch imt ,-dem stRschssecht erneuern und leder Prliftmg zutage treten. ^ " * * Eine FeuerÄwunst in Toulouse. Bern. 11. Febr. (Privattelegvamm.) Fvanzösische Blätte m,4den oiis Toulvuse daß eine FenerSbrunst fa dortige BcmnrwvMabrik mtt allen Vorräten vernichte hat Der Schaden bettägt mehr als 2 Millionen Francs. 2 «>aven Die amerikanische Hilfe. Berlin, 9. .Febr (WTB.) „Chicago Tribun^' veröftenll licht eincm Tnl emes Berichts des amerikanischen Mst- nitivnsamls an den Smat. Aus dieser BeEtMtlickrirna geht hervor, daß das Munitionsamt mich kein einziges G<^ schütz an das amerikanische Heer geliefert & futb die Truppen m den Uebungslagern noch vollständig o h,i« Artillerie. Auch rstj- keine Aussicht vorhanden, daß Geschütze vor Sommer geliesettwerden. Die amerikanischen Truppen also nach Europa abrosen, olme das Geivehr und Geschütz zu keimen, mtt dem sie satter schieben müssen. Die Folge dcwon ifL tme die halbamtliche „Army and Rovv" sagt, daß die bereivs mit MstrÄge n tflteriyteftew Fabrllkn England?: tmb Frankreichs auch noch die Amerikaner bewaffnen und ansstatten müssen, während bisher die amerikanischen Fabriken cm der Ausrüstung der Entento- heere mitgeholfen haben. Auch frn amerikanischen Schiffs^ bau ist eine Verzögerung eingetreten. Die Amerikaner sind hier in denßLben Fehler verfallen, tm bei der Herstellung von Geschützen und Gävehr-en. * » * Dom griechischen fyrtr. Bern, 10. Febr. Die Ageiroc Hellenique meldet: Die Stimmung m der griechischen Armee ist keineswegs für die Negierung VenizÄos' günstig. Die Offiziere sind in zwei feindliche Lager geschieden. Tie Auflösung in der Arwoe schreitet trotz aller getroffenen Maßnahmen fort. Acht Zehntel der griechischen Soldaten stehen treu zu König Konstantin. Die Ein lei Hang von über zweihundert französiscl,en Ofsrzreren in die griechische ^lrmee ruft bei den Truppen gewaltige Mißstimmung hervor. Sultan Mdul Hamid 1'. Konstanlinopel, 10. Febr. en Oelfruchtbanern bis zu slüv'o, bei Mohn und Dotter bis zu 5)0 °/o des Gewiclsts der ab- gelieferten Oessiaat auf Afrttag ziirückgegeben. Diese Oelkucheu dürfen in landwirtfct>afllick>en Betrieben des Oelfnuckftl'auers verfüttert werden. 3. Kartoffeln. Kartoffeln dürfen weder verfüttert noch zu Futterzwecken verarbeitet werden. 'MSgenvunMeil fi.^d kranke Kartoffeln und Kartoffeln bis.zrrr Größe von 1 sZvll. vljluh die Versäuerung von Kir- toffelstärke Kartoffelstärkemehl und Erzeugnissen der Kartosfel- ttocknerei (Kartoffelmehl, Kartoffelstöcken) ist verboten. Diese Er- zeugniste sind an die _ Trocken karsto ffel-Verwerttlngsgcsellßbg ft m. b. H. zu Berlin abzuliefern. Me .Verfütterung verdorbener Erzeugnisse ist tMelaffe 0,2o/o des' abgelieserten Rübengewichts zurücktiefern. Die Rüben banendeni Landwirte dürfen dcese ihnen zurückgelieferten Futtermittel im eigenen landwirffchafllichen Betriebe verfüttern. Im übrigen dürfen Zuckerrüben mtd zuckerhallige Futtermittel nur.verfüttert werden, wenn sie zu diesem Zivecke vlon der Bezugs- Vereinigung der deutschen Landwirte G. m. b. H. zugeteill find. 5. Sonstige Futtermittel. Die übrigen selbsterzengten Futtermittel kann der Lcmdwrrt in der eigenen Wirtschaft beliebig >verfüttern. Mes' gilt vor allem für alle Futterrüben arten, für Pferdenröhven, für Eicheln unÄ Kastanien, ferner für Hen urid Stroh und für das im ^eigenen Be- ttiebe durch Ausschließung von Stroh gewonnene Kraftstrvh. Nickst verfüttern >barf der Landwirt die Mengen Heu und Strohs die er für Zwacke der Kriegslvirtschaft noch Anordnung des Lieferungsverbandes abzuliefern hat. Ueber die Sammlung und Verwertung 'von Bucheckern könnm. die Landeszentralbehörden Bestimmungen treffen. Verboten ist die Verfütterung von Zichorienwurzeln, Zrrm Schlüsse mag noch hervorgehoben.werden, daß die Erlaubnis zur Verfütterung noch keineswegs die Ermächtigung zur Veräußerung enthält. Vielnrehi: sind alle.Futtermittel, mit Ausnahme von Grünftltter, Heu, Stroh, Häcksel, Fütterrüben, Pferdo-- knöhren an die Bezugs Vereinigung der Deutschen Landwirte G. m. b. H. abznliefern, soweit sie rächt rn der eigenen Wirtschaft verfüttert werden. Mese Mlieferungspflicht gilt insbesondere für Melasse, Schnitzel, Mais, Echeln und Kastanien. Ten Verkauf von Heu, Stroh und Häcksel-haben die Lieferungsverbände vielfach von ihrer Genehnägung abhängig gemacht. m ** Diebstahl. In den letzten Tagen sind in verschiedenen hiesigen Wirtschaften Grcrnrmophonplcrtten ge» stöhlen worden. Als Täter korninen zwei jnnge Leute in Frage, die Rucksäcke mit sich führen. Sachdiennche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. Da derartige Mebstähle rwch mehr zu erwarten sind, werden Gastwirte hiermit nachdrücklichst gewarnt und ihnen an- empfohlen, die Grammophonplcttten unter Verschluß zu nehmen. — In 'der Nacht zum Sonntag wurde in bem Wiesecker Weg dahier an zwei Stellen eingebrochen, wobei den Meben fünf weiße Gänse und sechs Stallhasen in die Hände fielen, die sie von dem Tatorte auch weggedracht hal^n Wer über den Verbleib des gestohlenen Gutes und der Diebe Auskunft zu geben vermag, wird gebeten, das ebenfalls der hiesignen Kriminalpolizei mitzuteilen. ** Von der Post. Eingaben über Angelegenheiten v«s Be- ttiebsdienstes bei den Post- und Telegraphenanstallen find nicht an die Ober-Postdirekäon, sondern an >das beteiligte Post- oder Telegraphenamt zu Ächten. Zu diesen /Angelegenheiten gehören u. a. Be- schlverden über Beamte, über Verluste, Verzögerung und Gebührew- übethelrung, Anzeigen über Wo hnungslyrderungen und Erteilung von Vollmachten, Anträge aus Nachsendurrg von Briefen und Zeinmgen, sowie auf .Herstellung neuer Fernsprechanschlüste ustv. An die Ober-Postdirekävn wolle man sich nur dann wenden, wenn Veranlassung vor liegt, gegen den Bescheid eines Post- und Tele- graphenamtes Berufung ernzulegen. Landkreis Gießen. — M. Hungen, 11. Febr. Adolf Schwarz von hier nncrde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Kreis Büdingen. = Büdingen, 11. Febr. Zu den 230 Specksündern aus dem Kreise >Büdrngen haben sich ^weitere 85 gesellt, die am SamstaA vom Kreisamt wegen Nichtablieferung von Speck mit insgesamt 1120 Mart bestraft wurden, Starkenburg und Nheinhessea. ** Darmstadt, 11. Febr. Als Nachfolger Josef Marms. der mi die Berliner Hofoper engagiert wurde, hat das Tarmstädter Hofthcater den ftmgen Isländer Peter Jonsson verpflichtet, dev 'chon bei seinem Gastspiel als Troubadour mrd Stolzing außerordentlichen Erfolg hatte. Dür junge Künstler, der ursprünglich Arzt tverden wollte, wurde in Kopenhagen bei einem Sttrdentew- konzert entdeckt und fand sein erstes Engagement am Stadttheateri in Kiel, von wo er !nun nach Darmstadt übersiedelt. Peter Jonssoitz dürfte woh5 der einzige Isländer aus der deutschen Bühne sein. dz. Tarmstadt, 11. Febr. Me „Darmst. Ztg." meldet: Im Großherzoglichen Haus- und Staatsarckstv ist in den letzten Jahren ein« Sammlung der Namen der Hof- rmd Staatsbeamten aus dem Zeitraum von 1600 bis 1830 angelegt worden. Es ist ein alphabeäscher ZettMatalog, in dem die Quellen,,das Akten^ bündel, angegeben find über oiensllichc und mich außerdienstliche Verhälttässe dos einzelnen Beantten. In dieser Sammllmg sind rächt etwa nur die höheren Beamten, sondern mcch die niederen auf- genomlnen: also nicht nur die Oberforsttneister, sondern accch dH Hül>n«rjäger und die Lapreilknechte. In alphabetischer Ordnung der Nameil iolgen in bunter Reihe die Minister, Geheimbdelr-Näthe, Peinliche Richter, Pagenhosmeister, Sammtrhinzvllnackxganger, Eigenbeederheber und Keller, Hofsänger, Hofpcruker und Halbmond- bläser, Schult heism, Amts Vogte und Schreibstuben-Accesisten, C«nt- grasen, Botemneifter ulld Kammermeister. Heppmsörsler, Leibspürrr und Wildmeister. Da sind in dem Verzeichnis viele, viel« Personen zu finden, die, aus allmeärfachsten Familien stammend, sich zu den höchsten Würden empcwgvarbeitet haben. So entschied auf ein Referat eines Ministers bei einer Stellen-Besetzullg Landgraf Ludwig IX. in Pirmasens: ,^Jich statuire absottcke kein Dttmo- polium. Ick- l)abe Exempel, daß Mr Bauern und Soldaten Söhnr besser ausgefallen sind, als die Sohne von gelfiämen und anderen Rathen; jene verlassen sich rächt auf Pvotection." — Ter Zettelkatalog umfaßt ettvn 10000 Namen, rmd das Staatsarchiv wird, wenn der Weltkrieg vorbei ist, diesen zur Familien forscknlng gern bereit halten Ernst Beck Kreis Wetzlar. Weylar, 11. Febr. Me Inhaber der Opäsch-nvochr m'schen Werkstätten, M. ErrrstL e i tz s«n. und M. Ernst Lcitzftm.. ülrerwiesen der Stadt für verschiedene gemeinnützige Ztvccke 500 00tl Mark. Ferner stiftete:: sie 100 000 A!ark für di« Invaliden-, Mit wcm-. rard Waisenkasse der Firma Ernst Leitz, 100000 Mark für dir Nationalstiftung und 30000 Ndark der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen Vessen-Nassa». *== Bad-Homburg v. d. H., 11. Febr. Infolge vvrgv« komnchmer Unregelmäßigkeiten wurde auf Äilordnung des Lanh. ' rtsamtres die hiesige Haferslockeufabrik lwlizcilich geschloffen Die vou den Selbstversorgern der Fabrik zur Verarl^eitung überwiesenen Früchte werden turrch die Polizeih'hörde. die alle BarrLlr besäLa^ nahmt«, wieder zurückerstattet. i odes-Anzeige. ^leute entschlief sanft nach langem schweren, hn Kampfe ums Vaterland zugezogenen Leiden mein geliebter Mann, mein guter braver Lohn, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Neffe Tierarzt Georg Steinebach Veterinär d. R. Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse. In tiefem Schmerz: Edith Steinebach geb. Schneider Frau Dr. Steinebach Wwe. • Hanna Betze! geb. Steinebach Forstmeister Schneider, z. Z. Hauptmann imFelde, und Familie Adolf Betzel, Bauingenieur. Treis (Hessen), Mainz-Kastei, Mainz, den 8. Februar 1918. non» 0 .,, Die Beerdigung findet Dienstag den 12. Februar, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes in Gießen statt ^ Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Am 8. Februar verschied nach langem, schwerem Leiden, das er sich nach über zweijähriger, treuer Pflichterfüllung im Felde zugezogen hatte unser lieber A. H. Veterinär Georg Steinebach. In tiefer Trauer Math.-Nat. Verbindung. io8od Fuhr, stud. math. X r..J? an ?i tae abe"d 7 Uhr entschlief sanft nach s«se»fchwerem Leiden im/«.Lebensjahre meine Uebe Frau, unsere gute, lreusorgendc Mutiert iäSSSC ro6 “ l,tI ' Schw°s.°r! Frau Katharine Magel geb. Diehl. Die trauernden Hinterbliebenen: Tob. Magel Familie August Magel Familie Heinrich Magel Familie Webrm Familie Leinmann Familie Wcbuer. Gtetzra iSöwengafse Nr. 13), Binnen, Merkenfrie den 9. Februar 1918. Die Beerdigung findet DtenStag den 1L fte&rtMr nachmittags um 2«/* Hör, auf dem ä & oof statt. J044 Holzversteigerung der Gräflichen Oberförsterei Arnsburg. , ^«$L 00 den 15. Februar 1918, nach Zufammen- kuint 1 Uhr am Eingang zum Distrikt Haide, von Münzen- berg, werten versteigert: Knüppel Rm.: 10 Aspen,- Stmnm- rener Rm.: 740 Eichen, 70 Kielern, 80 Weichholz. (1U41B Holzsrrbmiffion. Freitag den iS. Februar d. I., I Uhr, werden folgende Holzsortimente membe Langsdorf von Unterzeichneter meisteret vergeben: nachm. der Ge- Bürger- FreiUg nachfc l»/ 4 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere geliebte, stets treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Karoline Dietrich geh. Noll. In tiefer Trauer: Jean Dietrich Johanna Dietrich Ottilie Pfeil geb. Dietrich Wilhelm Pfeil , und 2 Enkelkinder. Die Beerdigung findet Dienstag den 12. Februar, naohm. 3V* Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes ans statt. Blumenspenden sind nicht im Sinne der Verstorbenen. 0®1« Giessen (Steinstrasse 52), % den 11. Februar 1918. Pappelstämme III. Klaffe 9,3 Fstm. Statt Karten. Frieda Hohmeier Fritz Schreiner Verlobte 0Ö188 Gießen, Februar 19iS. - — Statt Karten. MARIE FUHR HERMANN NOLL Verlobte Babenhausen z . z . G , e8sen Bahnhofstr. 51 Februar 1918. 1030 5,64 2,14 0,28 2,51 5,28 1,32 0,47 3,70 2,11 1,21 0,46 (Heggen) j IV. \ 6 „ V. 1. 1 VL ). 3 Akazienstämme II. 5. s „ in. 7. 4 TV . _ it xy • r. 2 „ v. [• 51 » vi. ). 2 Eschenstämme II. ;• i * III. l. 5 „ VI. Die Bieter erkennen die Berkaussbedingungen als rechtsverbindlich an und sind 14 Tage an ihr Gebot gebunden. Die Gebote gelten für nichtent rindetes und mit Rinde gemessenem Holz. Angebote sind nach Sortimente und Klaffe getrennt pro Fest Meter bis zum Freitag den 1b. Februar d. I., nachm. 1 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Langsdorf einzureichen,woselbst dannErüffnungderOfferten stattfindet. Bemerkt wird noch, daß das Holz direkt beim Ort am Ausgang nach Hungen zu liegt, und zu jeder Zeit abgefahren werden kann. Langsdorf, den 9. Februar 1918. 1031 Großh. Bürgermeisterei Langsdorf. Bender. Fräulein *1 bod sich gei::ei:is.ligs.lich mit der Hausfrau jeder Arbeit uu> e.'was nähen kann, in kleinen Haushalt Jahren, bet Familienanschlust gesucht. Angebo.e mit Gehaltsforderung an — Oeffeniliche Vergebung. «Lf'fc“"®"’ der für Großh. Landgericht Staatsanwaltschaft Gießen im EtatS- er f°I bcr[ld F n SchreibmateriaUe.. und Buchbindcrarbe.te,, sollen auf dem Wcqe der Submission vergeben werden und können Angebote ÖÄ" mS « <«“ ?** r » 1018 ’ vorm. 10Uhr. auf der Gcc,chts,chre,bere, Großh. Landgerichts. A^nlos niedergclegt werden. -Äeziigkich der Beschaffenheit der Schreib- und Konzeptpapiere wiro aus die Bekanntmachung Großh. ^taatsministeriums vom 17. Januar 1907 b°- reffend Erlaß von Bestimmungen über Berwcndnnq von Papier be. den Großh. Staatsbehörden verwiesen Die Vergebung erfolgt unter den in An- * O0e A . b f ® rta ff cS sämtlicher Ministerien vom 16. Jum 1893 enthaltenen Bedingungen, die hier emzusehen und kostenlos erhältlich sind. Die ftn- schlagsfrist beträgt 10 Tage. ö Gießen, den 7. Februar 1918. iossj) Der Großh. Landgerichts Sekretär. Holzverfteigerung m der Fttrstlicheu Oberförsterei Lich. Montag den 18. JTfbtmif, Vormittaas 9 1 /« llhr werden unter Ausschluß von Wiederve Käufern und unter den vor dem Barkauf bekannt zu geben denBedinc,„nl ?e“fe) SrncK eU Sd,waxiwalb unö ^!cr (Albacherhos- Ztödc ' IM» »orflraeßen. ist ouf der sogenannten allen be«"' Eingang in den Md ö,» Stein" bach her (-wischen Höler und Schtvarzwald). 103ZZ Fischerei-Verpachtungen. r , Samstaa den 16. d. M.. vormittags 9 Ubr, sollen folgende Freiherrlich Schenck'sche Fischereien in der Gemarkung Herrn nun stein in der Gastwirtschaft Rühl zu Hermann.tein auf 9 Jahre verpachtet werden: kje B.laSbach (Forellenbach) und 2. die Dtü in 3 Abteilungen. Homberg (Oberhessen), 9. Februar 1918. Nep p, Rentmeister. 1029 Bekanntmachung. 1". »UE?Aedböfe sind in der Zeit vom 16. Februar bis *■J a ? 1918 von s ttbr morgens bis 6 Uhr abends gcostnet. Gissten, den 2. Februar 1918. _Der Oberbürgermeister: Keller. _ Angehende Verkäuferin aus der Lebensmittelbranche wird gesucht. SchristL Mel- düngen mit Zeugnisabschrift u. GehaltSansprüchen unter 1037 a. d. Giest. Anz. erbeierr. Solides fltißigkS MSijchen -tsiiA . Caf6 Agtorla i960 Plockitr. 13. Gewandtes Hausmädchen für feines Fremdenpensionat im Taunus gesucht. Zu erfr. Llaiser-Allce 13, u. 0nil4 NrtttsHousmädchrn gesucht. Vermittelung nicht ausgeschlossen. 998 Ho sm annttraste 10. Wegen Erkrankung unseres Mädchens sofort e n ordentl. Hausmädchen gesucht. Aliceschule, 57ochschule, 840V Steinsrraste 10. AH7seWM7MüM ür Küche und Haus ^um 1. April gesucht. 09182 Frau I. Adami, Süd-Anlage 19. Zur Aushilfe Mädchen od. Frau sogleich gesucht 09196 Goetbcttr. 31.1. Verkaufe meine seither als Zigarrenfabrit innegehabten 104J Gebäude in Frankenbach mit Stallungen u. Garten. WiUtelm Niederehe, Fronhausen a.Lahn. Ein noch sehr gut erhaltener KinderliksiNvasirn zu verk. Wesar tr. 27,11. 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Febr. 1918 abends 7 l lt Ubr: Gastiviel Matbien Pfeil vom Schauspielhaus Franb' furt am Main Dolberg Historisches Schauspiel in5Auszügen von Paul He yse. Nr. 35 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Montag, U. Februar (9(8 Ans Stadt ttnfc Cnnft. Gießen, .beit 11. Februar 1918. ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzvg empfing zum Vortrag den Staats mini-: er Dr. v.Etvald, den Minister des Innern Dr. von Hombergk zu Vach, den Vorstand des Kabinetts Wirkt. Geheimrat Römheld: außerdem den Kommerzienrat Karl tarn Opel und den Pfarrer Memm-ert. — Der Großherzog hat ain 30. Januar den Direktor der Realschule zu Lauter dach, Heinrich Formes, aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu ge- Icifbcten Dienste mit Wirkung vom 1. April 1918 in den Ruhestand versetzt lrnb aus diesen: Aichas; die .'Leone ?>uin Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehe::. ** Eine hessische Juwelen- und Goldwoche soll toiie uns mitgcteilt wird, vom 17. bis 24. Februar veranstaltet werden, und zwar in Gemeinschaft mit Baden, Württemberg und der bayerischen Pfalz. Es kann:mr wiederholt aus die Notwendigkeit der Abgabe von Goldsachen hingewiesen werden. Der Goldbestand der Reichsbank must gesteigert werden und Nur brauchen bares Gold zur Bezalchung der ausländischen Lieferungen. Gebt das Gold dein Vaterlandc! ** Zur Schweinehaltung T-er Reichstagkabgeordnrie Behren statte sich sriircrzrit an den Staatssekretär des Kri.-gL- ernälwungsamtcs mit dein Ersuchen gewannt, die Aufzucht von Ferkeln für dst Hausschlachtung zu gestatten. Daraus erh'elt der Abgeordnete Behrens vom Kriegsernährungsautt jetzt die Mitteilung, daß seinen: Wunsche, in der mir Veranlassung des Staatssekretärs vom '.Kren Fischen Landes'! ei schämt he rausgc geben en Verfügung vom' 14. Januar 1918, Rechnung getragen sei. Diele sicht vor, daß vpn der Enteignung ausgenommen sind: „Ferkel, di bereits für die Hansschlachtuug in: nächsten Winter anaestellt sind, ftnd Läufer, die ebenfalls für die Hansschlachtungg in: nächsten Winter äugest eilt wurden, fa'ern sie ein Lebendgeivich! von 25 Kilo grmnm noch nicht erreicht haben und der Nachtveis geführt- ivi-ch, daß unsreickeudes zulässiges Futter (so insbesondere auch Abälle von Haushalten, Schlachthöfen usw.st zu ihrer Dnrchhaltimg Vorhand«: sttrd." ** D i e Friedhöfe ftnb in der Zeit vom 16. Februar bis 15. März 1918 von 8 Uhr morgens his 6 Uhr abends geöffnet ** Ukrainer- Kon ze r t. In dem am 17. Februar in der neu«: Aula 'cor Universität ran dein ukrainischen Muttk verein „Lysstnko" veranstalteten Konzert merbcn: in er'ter Linie ukrainische Kompo-ü^im, vor allen: auch Lh^e tto, dessen Name der Verein trägt, zu Wort konmten. Alte Heldenlieder, sowie sonstige Lyrik sind in dem Pvogranrm zum Vortrag vorgesehen und als Solisten hervorragend bewührie Herren Ifaben ihre Mitwirkung zugesagt. Von besonderem Interesse wird es sein z>: hören, daß auch das ukrainische Natronalinstrument, die „Band"ra", riu.c Art MmÄoliue, zu Gehör kommen wird, wie auch sämtliche Künstler in ihren: ukrainischen Nationaliaseünl erich in«: werden. So verspricht das Konzert ein eigenartiger :rnd doch mit Rücksicht auf las Programm im besten Sttrn edler Genuß zu Ivecdcn. ** S t a d t t h c a t e r. Nochmals sei darauf hingewiesen, daß die heutige Aufführung der Stücklcuschm Komödie „Die Straße nach Steinay ch" als 14. Denstag-^lbvnnementsvorstelluns? tzahlt. — Die 15. und letzte Dienstag Äbonuementsvorstellung :mrd sein Vater, weil er die geladene Schastivaffe im unverschlosfenenj Schranke aufbewahrt hatte, zu 8 Tagen Ölefängans verurteilt. --- N i e d e r 1 a h n ft e i n, 10. Fobr. In der Nähe des Bahnhofs entgleisten von einem Güteczuge n:ehre-e Wagen und stürzten um. Es entstrand dadurch eine mehrstündige Betriebsstörung auf der "trecke. st Aus Kurhessen, 10. Febr. Die Gemciirdeobstverkäufe brachten den 22 Landkreisen .Kurhessens insgesaint 1 809 051 Mark ein gegen 537 965 Mark im Jahre 1916. Anslall, Ivo hl die erste ihve^r Art in Japtan, so! t zwei Mteilungen erhärten, erw., die der P./osik, ch:e, die der Chemie geividmet ist. Japanische Gelehrte faltet darin forschm. auch fall es der Industrie und der Technik freiftelwn, dort Untersucht mgert ausführen zu lasjen.^ Tie Anstatt wird Veröfseittlick-.mger: herausgeben, die fortlau send über die in ihr ausgefführte: Arbeiten berichten. Der Ausschuß, den: die Einrichtung der wissenschaftlichen Forschungs-i >ar:stalt anvertraut ist, hat in einem vorlänfigen Bericht verötfentlicht, in dein er die Zwecke der Anstalt auseilt- andersetzt und unter anderem angibt, mttches die Gründe zu ihrer Lchafsung gewesen sind. Ausdrücklich tmrd ansgeführt, daß dir Jaro^r neuerdings zwar alle Fortschritte der west!i-cl/ui Kulturvölker verfalgt und nach K'räpen mit ihn eit Schritt gehalten l-abeu, daß aber in^Japan selbst auf dein der Wissmschaft wie auf l^m der Teckriik nnr ivcuiae Fortschritte gemacht sind. Zn der er folg reichen Nacha Hutung anJerrr Völler fall :tiut tu der Physikattsch-chennschen Forschrmgranstalt die eigene Forschung und Erfindung kommen, bu bcfanders der japanisch n Technik und Industrie zugute konuneu fallen. Allem Anschnne nach habeit den Japanern die deutschen Kaiser-Wilhelnr-Jnstitute für Forschutgen cmf verschiedenen Gebieten der W-tssenschart vorgeichivebt. Wiürer einmal haben sie sich als — recket gelehrig gezeigt. SpteTpIan des Kiehener Ztadttheater;. Mmttag 11. Febr., 7^: 6>ew. Pr. ferm.V Neuheit! 14. Dii-ns- tag-Abonnem -Vorst. „Die Straße nach Steinaych". Freitag 15., Opcrit-Gastspiet. „Der Barbier von Swllla". Sanistag 16, 7V 2 : Allster 'Abmrnem. Mathi^-n Pfeil, vom Sch mstellb Frki. a. M' als Gast. „Colberg" Sonntag 17., 3V-: 5N. Pr. „Der Raub der Sabrnertnnen" l\/ 2 : Gew Pr. „Sah ell: Knab' ein Röslei:: stehn". Montag 16., 7\ 2 : Gew Pr (erm.). 15. Dienstag-Abonnem.-Vorst. Ein unbeschriebenes Blatt". Ge«'rcL)rs?acrL. I D a r m ü a dt, 10. Febr. Ein 23jähriger Kriegsinvalide von hier, der im Felde Ämn: Ahnt verlorm hat, erbrach b& Behälmiffe eines im Felde 'stehenden Vaters und seiner Geschwister und stahl verschiede ne Gegenstände, darunter die Tvorder:. Die Letzte Rachrichlen. (WTB.) Großes Hauptquartier, 11. Febniar (Amtlich.) W e st l i ch e r Kriegsschauplatz. HeereSgruppeKronprinzRupp recht. Erkundungsvorstößc der Engländer an vielen Stelfatt der Front in Flandern und im Artois führten namentlich tzei Marneton und östlich von Armentieres zu heftigen Kämpfen. Wir machten dabei Gefangene. Heeresgruppe Herzog Alb recht. An der Lothringischen Front und in den mittleren Vogesen lebte dir Gefachtstätrgkrit am Nachmittage auf. Eigme Erkundungen südlich von Embermcnil, bei Se- rwnes und am Buchenkvpf brachten Gefangene ein. Italienische Front. Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden lebhafte Av- tillerietätigkeit. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquarttermeifter L u d e n d o r f f. Die Stimmung in Bulgarien. Sofia. 10. Febr. In den breiten Schichten btx Bevöl-, kernng hat die hente vormittag mitgrsteitte Nacttcicht von der Unterzeichnung des Friedensvertrages nrit der Ukraine eine begeisterte Aufnahme gefunden, wie es nach dem bereits erfolgten Umschlwmg der Stfmpathien für die Bolschewiki :md TroAi zu erwarten war. Man beglückwünschte sich auf den Straßen und in den föiftecf) entfern und besprach eifrig die Folgen, diq dieses Ereignis voraussichtlich für Rumänien und für das übrige Rußland nach sich ziehen werde. Schwedischr Stimmen. Stockholm, 10. Febr. Die Beirrieilung des mit tirr Ukraine abgesch^osso::en Friedensvertrages in Schweden ist insofern von besondere::: Interesse, als nicht mrr die rechts stehenden Blätter, die den Bierbund stets mit einen: gennssen Wobtivvllc:^ behartdelten, sondern auch die links steheitden Blätter, die doch für den Biervund nicht gerade sonderlich viel übrig haben, rück-) haltslos die hohe Bedeuttu:g des abgeschlossenen Sonderfriedens» für Deutichlmrd und feilte Verbündeten anerkennen. Dtt Ukraine als Vorratskammer. Berlin, 11. Febr. Ter „Berliner Lokalanzeiger"' berichtet ans Budapest, „Kileti Erteritoe" meldet: Tie neue Repu- blik Ukraine, die mit den Zentralmächten den Frieden abgeschlossen hat. verfügt zurzeit noch über große Al engen Kreide. Ms Wyrube, der Sekretär des ukrainischen Berinlegungsmini- steriums, in: vorigen Mormt in Petersburg ivrilte, habe er dort mitgetrilt, daß die Mrame der russische,: Regierung um einen acnnsstn Preis 80 Millionen Pud Getreide überlassen kmur. Auch fallen in der Ukraine noch! Getreideüberschüsse aus den Ernten 1915 und 1916 vvrlianden sein. Eine neue Schifferprililion ftlr Fim'.land. Stockholm. 10. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) „Svenska Telegixrinbpran" meldet: Sonntag geht eine neue Hilfs- erpedition nach Finnland zur Abholung der dort weilenden Schweden. Tie Erpedition besteht ans denselben Schisien, und unter derselben Führung ivie die erste. Aufhelnmg der Speri-e der tzüländifch-u Kabel. London, 10. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter. AsntUch. Dir Sperre der l-olländisch^n Kabel ist vorlauftg mifgchoben ivoro-en. <ßic{jciier Tkonzertverekrr. Gießen, den 11. Februar 1918. Klavierabend Max Bauers bedeutet immer ein musi- kalyches Ereigütis ersten Ranges. dRax Bauer bat allüberall seit Jahvei: seine Genteind«, und sie ist beständig in: Wach'er begriffen. Abseits ovn der großen Heerstraße des zünftiger: Brrtuo enöurns geht er unbeirrt semm Weg: allem äußeren Wesen ui der Kunst gründlich abhold, ist er in erster Linie :md um so mehr Mnnler, der aus Grund seines bis zur B o l l kv m m e n h e: t a u S g c r c i f- tenL>p:els Etndriicke von gvo-ßarttger Wirkung hervorzubrinaei: weiß. Nur ein paar Dalle — und alles steht im Banne feiner Persönl-.chkeit, die an Großzügigkeit der Auffassung und (Gestaltungskraft wie ^anch in liebevollem Versenken iit Stimmungen imb Serienzustände ihrcsgle ch-n: suck-t. Söller: wir n«>te eine ^stondere Seite Zeines Spiels hervorhebei:, so ist cs vielleicht die Kunst des Uebergangs, die er in geradezu hervorragende'- Weise se:n eigen nännm dach, des Nebergangs nicht nur in hnr- mvnisch mod-Uilatorischer Veziehnng — wo er natürlich imincr afa absvlnte Klarheit bedacht ist — sondern vor allem auch da, wo rin Ltmnniingsmechfri, eine Wandlirng im Elxtrakter vorgettageuen r^S!§!r- Erliegt: hier zeigt sich die kongenial nachfaxgiend.? leriGLst Paicers wohl am cui^nfällichtait: wenige verstehen so wie er. zwischen den Zeilen zu lesen, Dcnge, die g mr den .sbo:n- ponpten unaussprechbar sind, mit sick-erem Takt h r.mez'n'inden und dem Dorer völlig glaubhaft zu übernrittrin. « gestrigen Klavieral'Ätd leitete der Künstler ein mit W&Jb* chrmnattsck/er Fantasie und Fuge T-Moll. Es ist über- K ^^^clxrvrdentlick modenl uns dieses Werk anmuret. als halte tt-act) bereits die Vollkomurenheit des modernen Wnzcrt- fa ge'.'onltig sind die AuSntastc, so unendlich rftd-te Allisornckskraft dic.es Werkes, dem aus den übrigen Klaoier- wechen Bachs nur noch das Wohltemporiertc Klavier und einige der engl:sck.en pullen m: die Seite zu stellen siitd. Hervor^:heben cvälc r5 C Y = , 5t'^n!et,:erlite Wieurgäbe des rezilattvisch gehaltenen Smluifa, der nantasie : die nachfolgettde Fuge lvurde mit beivlkßtcr m:sangtto?er .Iteerve im Xnaramiiicf^en sehr klar vorgetragen und gegen schlug zu mächtiger Strigerirng enttrickelt. Beethovens Rondo op. 51 Nr. 2 zeigte dam: vor allem dar Musiker der Klciukirnst. Es war eine Lust, zu sehen, wie hier alles, Technik, Dynamik, Rhythmik. Phrasierung und nicht zuletzt auch der sangbare Vortrng der Melodie selbst sich lute in einem Brennpunkt vereinigte,:, um der zugrunde liegende voel:scs-cn Idee zu klarem Ausdruck zu verhelfen. — Und nun Schubert.' Damit war der Künstler mit vollen Segeln ins Fahrwasser der Jtomanük ringebogen. Wir leben in einer Zeit des Ersatzes und der BezitgKscyrine. Da ist es doppelt wlllkommen, wem: uns mal wieder jemand einen echten Sämbert vorsetzt. — ein Vorzug, den die Musik auch in den jetzigen Kriegsläuften immerhin ruxh genießt, wenngleich die Preise der „Kriegsausgaben" unverbältnis^ mäßig hoch zu nennm sind. Der.Herr Verfasser des musikalischen Teils des „Dreimüderlhaus" wird es mir nicht verübeln, wenn ich behaupt^ daß der in diesem 'Stücke gebotene „Schubert-Ersatz" sich zu genannt Stellen bec A-Tnr-Sonate op. 120 verhält wie eine Tasse Kriegsko.ffae zu einer Tasse Mokka. Vielleicht haben aber derartige Stt'icke doch wenigstens das Gute, daß manck-er sich vielleicht veranlaßt fnhte: miefa recht eifrige Quellenstudien $1 treiben, um zu erkennen, wo all d:e schöner: Melodien eigentlich hex* stammen und gl das ganz, von: Zaurber der Romaitttk umflossene Capriccio H--Droll, das sehr geschmackvoll und innig gespiette Intermezzo AfaDur op. 118 9c.r 2 und das mit Ferrer vorgetragerre Erstlingswerk (das me OvusraM 4 kriegt): Scherzo Es-Möll. Mit stteh-t verlangte dep nach allen Nummern stark rinfetzende Beifall der sehr zahlreich cr-. ,a..enenen Zuhörerschaft iwel) eine Zugabe, die denn auch ,n Gestalt tum Mendelssohns einig jungen: Spinnerlnd bevritwilligst erfolgte. Tr. G. R? ^ , v . w . .eigentlich l-er^ linmmen und zu welchem Martyrrum sie infolge des ilmen auf- gepfropfter: Textes verurteilt sirch-, die jetzt schon seit beinahe Jahresfrist ganz Mitteleuropa in einen Tanmri der Begeisterung versetzt haben. - - Kommen auch die Sämlertschn: Sonaten den Beethoven- scheu mr E'eschlchsenheit des Anibatrs und Feinheit der Arckntektnr nicht gleich, so vermögen sie dock? diese Mängel rvettzumachen durch der: beitrickenden Reiz der in ihn'er: eittblltenen Mclodien, durch besonders gewablte, kühne .Harmonik und Modulation, durch aller hand sonstige echt Schubertfa-k ttcberrafchnngen. Neben da: beiden m A d.kLoll und der großen B-Dnr-Svnate verdiente ja eigentlich auch die iroch seltener gespielte in A-Dur op. 120 größere Beachtung seitens unserer Pianisten. Doch es ist nicht jedermanns Sackrc. Und Schubert verlangt einen Poeten am 8lavier! Herrn Bauers Wiedergabe war vollendet. Die sehr schwierigen synwtnmisck^n Etüden Schumanns boten dann dem Krcktstler reichlich Gelegenheit zur Entfaltung einer alle Schunerigkeiten meisternden Technik und sprül enden pianistischen Temperaments, immer aber so, daß der seelische Gehalt und der wahrhaft orchestrale Bau des Ganzen aufs llarsve in die Ersck>einung traten. — Don Albend beschlossen drei B r a h m s s che Klavierstücke, GNtz-ner Stadttheater. Ein untztschrietzenes Blatt. Lustspiel in drei Aufzügen von Ernst von Wolzvqen abend: Ein unbeschriebenes Blatt von Wrizogen. f'l Direktion hat auf ein stark verblaßtes Stück zurückgegriffen wid llcrt un-o daisttt vor Algen gellchrt. daß unser Welt- und Lebensgefubl zur Dürftigkeit dieser Knust kein Verhältnis melw hat. ^.as nur fordern, sind Menschen in menscknumöglichen Silna- ttonen. Davon war m btefem Sttick nicht viel zu verspüren. Statt riesten: ^chlvankinotive ältester Fassung und eine Emae dr-'' ofaficht-'-- selds, die kern Witz überllcidcn konnte. Ten B: verleihen. Unter O-ttar Feigels Lritunq nmrde das Sttick in ttvttem Tempo gespielt und reichlich bcllMfcht.