Nr. 24 Ter Lirtzener X\ erscheint täglicb. außer Sonntags. - Beilagen: Sietzener Zamttb ndlötter; UreiskIüN sür dcn Urett Gießen. Bezugspreis : monatl. Mi. l 20, vierteljährlich DU. 3.60; durch ) 5lb()oIc- u. Zweigstellen ' inonatl. Bit. 1.1'); durch die Post DU. 3.60 viertel» jährl. ausschl. Beitellg. Lernsprech - Ansckllisie: siirdieSchri'tlei:uuq112 ' Berlag.Geschäils stelleöl A>UchrnlfiirDrahr»iach- richlen: Anzeiger Giehen. Erster Blatt ch 8 . Jahrgang Samrtag. 9 . Zebruar bl 8 poftscheMonto: Kranksurttt.M. N686 Vankvettehr: Gewerbebant Giehen AMlmgrrunddruck ».Verlag: Brühl'sche Unio.-Such- u.Steindruckerei ».Lange. Schristleilung, SeschästLstelle u.vruclerei: Schulstr. 7. Anilührne von Anzeige« i die Dagesnuinmer bis zmn Nachmittag vorher ohne jed?Verbindlichkeit Seiienpreise: für örtliche Anzeigen 25 Pi., sür auswärtige 30 Pf., *ür Reklainen Mk. 1.— ; bei Platzvor- schrift 20 */ 0 Ausschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz; Stadt rino stand, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; Alrzeigenteil: H. Beck; sämtlich in Gießen. ra w riede mit der WochenrückbUck. ©et „Demsts^f 'hatte bei der russischen Aufforderung an die Endende, an 'Friedensverbandlungen mit den Mittelmächten teilzu nehmen, zornig yervorgestoßen, es falle Frankreich nicht ein, rn einer Räuberhöhle Frieden zu schließen. Das Mar ein überraschendes urrd von uns belächeltes Eingeständnis, wie viel man bei unseren w-estlichen Nachbarn von dem Bundesgenossen des Ostens noch hielt. Deutschland ttnd seine Waffengefährten waren in der Beurteilung der Nachfolger Kerenskis nicht ganz so scharf vorgegangen; es war nicht ihre Sache, nachzuprüfen, ob von Lenin und Trotzki ein Segen über das russische Land niedergehen würde, es war vielmehr ihre Aufgabe, im Versuch einer Verständigung mit diesen zeitweiligen Inhabern! des einstmaligen Zarenthrones unsere eigne Kriegsloge zu erleichtern. Biel Kanonenschüsse und sonstige Attacken lvaren von den Russen ja zwar ohnehin nicht mehr zu besorgen, aber die Friedensverhandlungen haben doch auf die freiwillige Auflösung an der russischen Front gewirkt wie etwa ein lösendes Mittel gegen Hustenansälle. Die Kehrseite der Medaille aber war ein ganz ungeheuerliches Anschwellen des staatlichen Machtb-swußtseins der Maximalsten. Sie „traten auf mit beherztem Schritt' und durften „über den Bürger küyn wegschveiten wie der Feldherr über der Fürsten Haupt". Sie sandten die Funksprüche ihrer Propheten- träunre „an alle'" in der Welt. Es begann von ihren Häuptern die Propaganda für die Weltrevolution auszugehen. Wofür die Franzosen nur grimmige Verachtung äußerten, dafür erglühte der Menschheitsvater Wilson in höchster Begeisterung; er sang wahre Psalmen auf die edlen und vortrefflichen Weltbeglücker. Nun haben, .die Mittelmächte keine tat nge Strecke Weges mit Herrn Trotzki und den Seinen zstsmnmengehen können, denn es kommt aller Wahrscheinlichkeit nach mrt den Petersburger Gewalten kein Friedensschluß zustande, aber der Herr im Weißen Hause wird mit einem leichten Schreck zurückfahren, wenn er gewahrt, wohin die von ihm gepriesenen Tugendbolde ihre Gewehre und Mordwaffen verteilt haben. Jetzt gleicht Petersburg wirklich einer Räuberhöhle, und jetzt zucken auch Hertling, Kühlmann und Czernin die Achseln und gestehen sich, daß da kein Friedensschluß zu machen ist und daß eh: solcher überdies keinen Wert hätte. Man. hätte gewiß eine ganz andere Fried enstaktik der Mittelmächte sich denken können, man kann im Zweifel darüber sein, ob die ausgedehnten Disputationen über „Selbstbeftimmnngs- recht" uitb ähnliches nötig und zweckmäßig gewesen sind, soviel ist indessen sicher: die bösen Dinge sind schließlich zum gnven gewendet worden. Wir haben bei den: Zerfall des russischen Reiches in Einzelstaaten ein Mit b estimm ungs- recht ausgeübt und können hoffen, daß die maxunalistischen Wegweiser in der Ukraine und in Finnland beiseite geräumt werden. Augenblicklich geht es dort noch recht bunt und schreckensvoll zu. Die „Rote Garde" der Maximalisten raubt, mordet, sengt und brennt und scheint beweisen zu wollen, daß nur durch Kamps zu Ruhe und Recht, nur durch Krieg zum Frieden zu gelangen ist. Rohen Gewaltsinn und Grausamkeit besitzen sie genug, aber ihre rote Sturzflut von Blut wird auf die Dauer nichts erreichen. Die letzten Nachrichten sagen aus, daß die Gegenwehr der Ukrainer, die an ihren! eignen Selbstbestimmungsrecht fefthalten wollen, von Erfolg gewesen ist. Der maximalistische Oberseldherr Krylenko, der sich wohl schon an der Spitze eines revolutionären Weltheerss träumte, ist mit seinem Stab gefangen genommen worden. Nach der Unterdrückung des Aufstandes oer P-olschewiki in .Kiew ist an die Spitze des neugewählten ukrainischen Ministeriums der Vorsitzende der ukrainischen Friedensdelegatton, Herr Holubowich, berufen worden, dessen Nachfolger in Brest-Litowsk die Annraßnngeu des Herrn Trotzki höchst nachdrücklich zurückgewtesen und charakterisiert hat. Der große Redestreit in Brest fyaft das einstweilige Ende genommen, daß die Mittelmächte erklärt haben, an der Selbständigkeit der ukrainischen /Delegation fefthalten zu wollen Wenn man alt diese Dinge und ihr Ausmaß sür die .'Gestaltung der Zükunft übevbfittt, so erscheinen die Ausgänge der Streikbewegung ip. Deutschland in einem überaus kläglichen Lichte.' Die Mehrheit, die Herr Trotzki im eignen Lande nicht besitzt, die sollte er nach dem „Vorwärts" in „gewaltigem Maße" beim deutschen Volke haben! Daß auch dre fortschrittlichen Fraktionen diesen Verrat an der Sache des Vaterlandes zurückgeimefen und namentlich auch die Haltung unserer Regierung dabei ausdrücklich gebilligt haben, das tvar für die Förderer und Beschützer des Aus stand es sowie einen unverantwortlichen Erpresser-Politik ein barter Schlag. Der „Borirärts" hat hinterher die Ein- fädelung der Streikbewegung als eine „Dummheit" bezeichnet. Er begründ^ die Teilnahme des Parteivorstandes an der Leitung der Bewegung damit, daß die Sozialdemokratie als Vertreter/n der Arbeiterklassen die Streikenden nicht habe iul Stiche lasse)! können. Das Interesse der Gesamtheit wurdc- also hiitter das Klasseninteresse zurück- gestellt. Und babfli wußten die soziald e mo kra tis cben Führer, daß'wohlverstandene Arbeiterinteressen hier überhaupt nicht in Frage standen. Dies offen ausznsprechen, hatte die sozia Ibtmv kratstme Parteileitung nicht den Mut. Die Ironie des Geschicks will es nun, daß die Leute von der unabhängigen Sozialdemokratie, also die .Herren Laase, Lede- bonr. Dittmonn, ebenfalls bea Vorwurf mangelnden MuLes an die Fühxer Scheidemann und Ebert richten. Damit^ist der BolschEwE-Mut, der Mut zur Revolution, gemeint. Der „Vorwärts" weist mit Ekel diese Vorhaltungen zurück urid meint, es loerde ja demnächst noch! darüber gesprochen werden, wer in Wirklichkeit die Vorsicht für den besseren Teil der Tapferkeit gehalten habe. In der Tat, es waren außer dem verhafteten und zu schwerer Freiheitsstrafe ver- urteilteu Abgeordneten Dittmann ja wohl auch noch andere „unabhängige" Kräfte in Tätigkeit gewesen, die ihre Verdienste sorglich im Stillen gelassen haben. Im höchsten Aerger über die mißglückte Einigkeit der Vertreter der Arbeiterklassen und über die fortgesetzten „Stänkereien" von links her spricht der „Vorwärts" folgende bewegliche Bitte aus: „Ihr Arbeiter Berlins, macht doch diesem Rumnrel endlich ein Ende!" Die „Solidarität" spielt der beutfcfren Sozialdemo kr a lie häufiger einen schlimmen Streich gegen chr eigenes besseres Wissen und Gewissem Sie ließ ihr als geweihte Tempelstätte gelten, was in Wahrheit doch nicht viel mehr als eine Räuberhöhle ist, und ^'oer prinzipielle Glaube an den Sieg der Internationale versetzt mitunter Berge von Tatsachen, so daß allerhand „Dummheiten" einen gewissen Kurswert behalten. .. r '~th— m (WTB.) Grohes Hauptquartier. 8. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Fast an der ganzen Front war die Gefechtstötigkeit gering. Auf dem östlichen Maasufer, bei V-ezonvaur und südwestlich von Ornes brachte unsere Infanterie von Erkundungen eine Anzahl Gefangerrer zurück. Tagsüber blieb die Artillerie in diesem Abschnitt tätig. * Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Gerreralauarttermeifter Ludendorff. 9 Der Abendbericht. Berlin. 8. Fchr.. abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. * Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. Wien. 8. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlauDart: Keine besonderen Ereignisse. Der Chef des Generaljtabes. Der Friede mit der Ukraine abgeschlossen! Brest-Litowsk. 9. Febr. (WTB. Nicht-Amtlich.) Heute, am 9. Febr-uar, 2 Uhr morgens, ist der Friede zwischen dem Vierbrmde und der ukrainischen Volksrepublik abgeschlossen worden. * Die verhandinngen in Vrest-Litowsk. ' Brest-Litowsk, 7. Februar. (WTB.) Staatssekretär v. K ü h l m a n n und der Minister des .Aeußern Gras E z e r n i n sind gestern abend wieder in Brest-Litowsk eingetroffen. Heute vormittag hielt die dewsch-österreichisch^nngarisch-russische Kom- mhsion zur Regelung der politischen und territorialen Fragen eine erneute Sitzung ab. Staatssekretär v. Kühlmann kam zunächst aus die schon früher erötterte Frage nach dem Ursprung gewisser angeblich gefälschter Telegramme der Petersburger Tele»- graphen-Mgentur zuriick. Trotzki entgegnete, er habe sich zur Klärung des Sachverhalts bezüglich des erster Telegramms alle Originale der Depeschen der Petersburger Telegraphen-iAgentur vorlegen taffen, das' beanstandete Telegramm aber nicht darunter gestruden. Was das zweite Telegramm anlange, so sei durch die in der letzten Zeit vorgekommenen Hausiam. Unterbrechungen die Drahtverbindung mit Petersburg behindert gewesen, er werde aber, sobald die technischen Möglichkeiten gegeben seien, alles versuchen, in kürzester Zeit diese beiden Mißverständnisse oder Fälschungen aufzuklären. Bor Eintritt in die eigentliche^ Tagesvr4>nuna. auf der die Fontsetznng der Besprechung über die Frage der Beteiligung der polnischen Vertreter an den Friedensverhandlungen stand, erhob Trotzki Einspruch gegm die, wie er meinte, in der deut- schm und österreichisch-ungarischen Presse „sehr gut organisierte Kampagne", die den Zweck erfolge, der russischen Delegation eme Verschleppung der Fniodea isver handlu ngei! vorzuwerfen. TemgegeTrüber' müsse er darauf Hinweisen, daß die große Bedeutung der von der Gegenseite bekannt gegebenen Bedingungen seinerzeit eine Pause zu deren Prrlstmg durch die russische Regierung notwendig gemacht habe. Jedenfalls haltt er es für notwendig zu er- Kcrmt, daß die Verantwortung für die Verschleppung nicht auf die russische Delagatiou falle. Gerade der .Herr Vorsitzeude der deutschen Delegation wünschte eine theoretische Erörterung der verschiedenen Fragen. Staatssekretär v. Kühlmann erklärte hierauf, er habe die Vvnr Herrn Vorsitzenden der russischen Delegation als )oohl organisiert be^eichnere deutsche Preßkampagne nicht verfolgt. Dank der Oeffentlichkeit der Diplomatie, die auf Wunsch, der russischen Delegatuon im Laufe dieser Besprechungen durchaus beobachtet worden sei, habe die deutsche Presse sich aus den veröffenllichten VerhandlNngsberichten! ein eigenes llrteil bilden können. Der deutsche Jonrnalich sei Maims genug, um sich unabhängig ein Urteil / bilden zu können, und wenn aus dem Urteil, zu bem die deutsche Presse gelangt sei, manches der russischen Delegation nicht gts falle, so stelle es der russischen Presse ihrerseits vollkommen frei, diejenigen Absichten zu verfechten, die sie sür richtic; halte. Er müsse jedenfalls jede Unterstellung, als wären die Vorlitzenden der • verbündeten Delegationen sür eine Verschleppung der Verhandlungen verantwortlich, auf das nachdrücklichste z u r ü ck w e i s e n. es sich bei den Verhandlungen um Gedankm handle, die größten- . teils ireu seien, und für die weder in der internationalen Theorie n>ock) Praxis Vorbilder Vorlagen, fo sei es unbedingt notwendig gewesen, auch von der theoretischen Seite die gestellten Fragen! zu beleuchten. Wäre eiue Einigung über die theoretischen Punkte erzielt ivorden, so wäre mau, wie den: Herrn Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten gesagt wntde, zu einer alle und auch ihn sehr befriedigenden Lösung der gemeinsamen Aufgabe sehr nahe gekonnnen.^ Herr Trotzki habe mit Recht darauf hingewiesen, daß die Wichtigkeit der Vorschläge der Gegenseite ihm ein. gründlickzes Studium hätte nötig erscheinen lassen. Er glaube Herrn Trotzki dahin zu verstehen, daß es seinem Wünsche entsprochen hätte, wenn, wie er es ohnehin beabsichtigt habe in einer der allernächsten Sitzungen die bisherigen Ergebnisse der Verhandlungen zusammen^faßt würden. Minister Gras Czernin erklärte in längerer Ausführung, daß auch die österreichische und ungarische Presse ihre Anschauung gen Mer die Haltung der BolsäMäll ohne eine Beeinflussung seitens der Regierung geäußett hätte. Nach einer nochmaligen Verwahrung gegen den Vorwurf der Verschleppung erklärte Herr Trotzki, er müsse zwar offen ein-- gestehen, daß seine Regierung während der Zeit der Revolution eine ganze Reihe von Zeitungen unterd>rückt habe, nicht weil sie an dem Volkskommissar sür auswärtige Augelegenherten Kritik geübt hätten, sondern deswegen, weil sie zu Gewalttaten aufforderten. + Staatssekretär v. Kühlmann wies daraus hin, daß es auch in Deutschland keine Vorzensur gebe, und daß Angriffe aus die auswärttge Politik und deren Vertreter, nne einem so gründlichen Kenner der deutschen Zeitungen, wie es Herr Trotzki sei, nicht entgangen sein könne, nicht zum Verbot solcher Zeitungen zu führen pflegteir. _ . Minister des Aeußern Graf Czernin stellte fest, daß die in Oejterreich und Ungarn bestehenden Zensurbehörden nicht in der Lage seien, vorsichtige Ausführungen der Presse zu veranlassen. Sie,könnten stets negativ wirkm und in beschränktem Maße Preß- crussührurrgen. die für schädlich gehalten werden, verhindern. In Oesterreich und Ungarn jei seines Wissens seit langem keine Zeitung unterdrückt worden. Hierauf wurde,auf Antrag des Herrn 'Trotzki das Wort dem Mitgliede der russischer Delegation Bobinski als Sachverständigen für polnische Angelegenheiten ertellt. Herr Bobinski verlas nunmehr eine Aufzeichnung in russischer Sprache, die von seinem Genossen R a d e k sodann in deutscher Sprache wiederholl wurde. Die beiden Herren bezeichneten in ihren Darlegungen sich als die einzigen berufenen Vertreter des polnischen Volkes, forderten die sofortige Entfernung der jetzigen Regierungsorgane in Polm und ergingen sich in Anklagen gegen die bisherige Entwicklung der Unabhängigkeit Polens. In der Auszeichnung wurde des weiteren erklärt, daß bis jetzt einzig uud allein das revolutionär« Mußlmid die wahren Jitteressen der Freiheit Polcus verteidige, föm: Bobinski und Herr Radek beriefen sich in ihren Anssührungeir auch auf die in der deutschen und österreichisch-ungarischen Armee kämpfenden Polen. Staatssekretär v. Kühl mann richtete nach der Verlesung dieser Schrift die kurze Anfrage an den Vorsitzenden der russischen Delegation, ob das ebeca verlesene Dokument als eine offizielle Mitteilung der russischen Abordnung anzusehen sei. Herr Trotzki entgegnete, die eben verlesenen Llnsicbten seien nattirlich nur in denjenigen Grenzen gültig, die die russische Delegation bei Beginn der gegenwärtigen Verhandlungen festgesetzt habe, ünd innerhalb dieser Grenzen sei sie als offizielle Erklärung an Zusehen. Was über diese Grenzen hinausgehe, sei nur als informatorische Mitteilung zu betrachten. Staatssekretär v. Kühlmann gab hierauf folgende Erklärung iab : Ich finde es merkwürdig, daß in derselben Sitzung, in der der Vollskonnmissar für die answärtigen Angelegenheiten den Vorwurs weit von sich weist, daß er die Verhandllrngen verschleppe, er uns cairch ein Mitglied seiner Delegation Ausführungen von dieser Länge vorlesen läßt, sür >die e?r daim halb nnd halb die Verantwortung ablehnt. Mir htt die eben verlesene Erklärung den Ein- d-ruck gemacht, daß sie durchaus zum Fenster hinausgesprochen ist. Wie der Herr Bonitzende der russischen Delegation zu der Llusfaffung kommt, daß durch derartige rein agitatorische Volksreden dem Fortschritt unserer Vcrhandllmgeu gedient werden soll, ist mir völlig unklar. Ich für ineine Person lehne es auf das bestimmteste ab, dorr seiten der rnssffchen Delegation irgendwelche offizielle Erllärungen entgegen-zünehme:!, rvelche nicht von vorn- Heren: sich als offizielle Erklcttungen der gesamten Delegation dar- stellen. Die (fseduld der Vorsitzenden der verbündeten Delegationen dürfte durch Vorgänge, täte die eben gehörten Reden eines Müt- gliedes der russischen Delegation auf eine sehr harte Probe gestellt W":rdktt, strnd es iverden jetzt wcht ntnr bei der deutschen Presse sehr eriffte Ztveifel darüber entstehen müssen, »b auf seiten 8er russischen Delegation toirklich die Msicht vorliegt, die hiesigen Bcv > handllmgen erfolgreich zun! Mschluß zu bringen. General H o f f m a n n fügt folgendes hinzu: Ich p r o t e -- stiere dagegen, daß die Herren Bvilnnski und Radek sich anmaßen, im Namen von Aingehörigeni des dentschenHeereszu sprechen. Ich muß die Sbldaten des deutschen Heeres polnischer Nationalität, die ans allen Kriegssckiauplätzen ehrenvoll fürs Vaterland, das Deutsche Reich, gekänrpft haben, gegen derartige Versuche airs das energischste in Schutz nehmeir.j Herr Trotzki entgegnete, er halte gegenüber den befmuttenl Willensäußerungen, auf die sich die Gegewpattei berufe, die Ansicht und das Urteil der in! Verbände seiner Delogwion vertreten mp Polen sür außerordentlich wichtig für die Stellungnahme seinep F)elegation in dieser Frag«. Staatssekretär v. Kühlmann schloß hierauf die Sitzung mit der Bemerkung, daß den Wünschen der russischen DelegafiroH entsprecktend, in der nächsten Sitzung die Er'gebnisse der bisberi.ten: Arheit zusammensassend erörtett lverden sollen. Eine russische Kriegserklärung gegen China? London, 9. Febr. (Reuter.) „Times" erfahret: ans Peters bnrg, !d»iß der Rat der Volks tomntissare dwKriegserklä r uitgi gegen China erwäge, weil dieses die Ausfuhr von Lebensrnitteln noch Rußland verweigert. * * * Die schwedische Schiffsexpedition für Finnland. Stockholm, 8. Febr. Svenska Tttegrambyran meldet: Ein Teil der nach Finnland ent s and t e n Schi ffe hat in der Nacht den hiesigen Losen erreicht. Der andere Teil wird heute erwartet. Die Gesamtzahl der aus ihnen Heimgeführten beträgt 427. Auch drei russische Bolsche:nisten sind m: Bord. Aeitrmgs- vertreter schildern die Reise reich an fürchterlichen Erlebnissen. Ein Zollbeamter wurde vor den Augen der Fahrgäste ohne den gerinZter Anlass von Roten Gardisten erschossen. Stockholm, 9. Febr. Tie finnische Gesandtschaft erhielt gestern morgen ein Telegramm ans Dornoa, daß sich in Tornea am Mtttttwch al»end die russischen Soldaten ergeben haben. Dic Weißen Garden verloren 5 Tote und 7 Verwundete^ Ir: Uleaborg fies ein ganzes Viertel den Flammen inw Ocher. Die ilielanden Einwohner wurden von den Revolutionären mederge- schossen und allerlei sonstige Grausamkeiten gegen sie verübt. Tornea ist jetzt ruhig. Ein neuer Oberbefehlshaber der Entente? Bern, 8. Febr. Pariser Blätter veröffentlichen heute die Meldung. daß in Rechtfertigung der auf dic Konferenz zu Versailles gesetzt«: Envartungeu eine gemeinschaftliche Beschlußfassung über das Oberkommando der alliierten Kräfte erfolgt sei und nunmehr ein General von bedeutendem st rategischen Können.o in denbürg als Gegner gegen übe r- gestellt werde. * * * Französische Heere unter amerikanischer Verwaltung Berlin. 9. Fetlstuar. Nach einer L.-A.-Meldung ans dem Laag veröffentlich«:> „Times" Einzelheiten über die Versorgung des amerikanischen Leeres in Frankreich. Es mr dafür nötig, die vollständige Verfügung über vechchiedene französische Hafenstädte zu erhalten, um alle Bedürfnisse dem Heere aus Amerika zuzmühren, denn in Frankreich selbst darf für das cimteLanHche Heer nichts reguiriert oder gekauft werden. Diktator Wilson. Berlin, 9. Febr. Wie dem f £. A." aus Genf berichtet wird, hat nach einer Depesche des >Mtttn Senator Overmann, einer der nächsten Freunde Wilsons, einen GefetzeiMvurf eingebcacht, um die Gewalten Wilsons für die Kriegsdauer auf Kosten des Parlaments $n verstär ke n. Das Wort Diktatur wird vermieden, die Absicht ist jedoch offenbar. 1 senilen Dampfern hatte der eine 315 000 Liter Run: von Nrartinique nach. Bordeaux geladen, der andere englische Schoner Charles Eisenerz nach Swansea. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Die Behandlung des Kapitäns v. Müller durch die Engländer. Berlin, 8. Febr. (WTB.) Das Reuterfche Bureau versucht die von Kapitän von Müller einem Korrespondenten des Wolffbureau gegenüber gemachte Behauptung, daß seine Behandlung aus dem englischen Linienschiff .London" auf dem Wege von IMö inrch England nicht ritterlich gewesen sei, zu bestreiten. W gibt zwar zu, daß infolge eines unglücklichen Zufalls Kapitän von Müller ohne \6x& Gepäck hätte abreisen müssen, daß man ihn: aber cm Bord des Schiffs etwas ausgeholfen hätte. Es verschweigt aber zum Beispiel, daß Kapitän von Müller die Fahrt nach Englate bei kühlem Oktoberwvtter nach einer vorhergehenden Angina-Erkrankung, die ihn körperlich sehr mitgenommen hatte, in einem! ganz leichten, dem Klima Maltas entsprechenden Anzüge machen i-rußte. Tatsächlich aber galten die Beschwerden des Kapitäns von Müller weniger der eigentümlichen Art seines heimlich vorbereiteten und ihn völlig überraschenden dlbtransports von Mal t a, als vielmehr den Behandlungen an Bord der .London" und nach seiner Ankunft in Tevonport. So erwiderte der von mehreren Offizieren lrmgefrerte Kommandant des Schisses, als von Müller an Bord kam 'und den Kommandanten und die Offiziere höflich grüßte, den Gruß nicht, sondern zeigte ihm mit einer brüsken Landbewegung den Weg nach Achtern zum Niedergang in die für von Müller bereit gemachte Kammer. Zwei Posten mit aufgepflanztem Seitengewehr setzten sich vor und hinter von Väüller. In dieser Auf- nwchung, die man wohl an Land schweren Verbrechern gegenüber angewandt sieht, wurde der unter dem Druck der öffentlichen. Meinung der Welt von den Engländern selbst als ritterlich bezeichn-ete Kapitän von Müller in die Kammer gchvacht- Der Weg zu der dem deutschen Kvmmdndanten angewiesenen Toilette füllte über Oberdeck, auch bei schlechtem Wetter im Atlantic, wo fortgesetzt starke Spritzer über dasselbe lftniveggingen. Hierbei wurde von Müller in den ersten Tagen wie bei seinem Empfange an Bord von zivei Bosten mit aufgepftanzbem Seitengewehr begleitet. Erst Ms eine diesbezügliche Bemerkung dem Kommandanten gegenüber wurde diese eigentümliche Behcrtelung etwas geändert. Reuter verschweigt «srner, daß von Müller wach der Ankunft in Devonport von dem Linienschiff .London" fort für zwei Tage in eine Militär- Arrestanstalt gebracht und zunächst in eine kalte Soldaten- zelle eingesperrt wurde, bis auf eine Beschwerde hin ihm in ber Arrestanstalt eine andere Unterkunft zugewiesen wurde. Übrigens sei bei dreser Gelegenheit bemerkt, daß Kapitän von Müller durchnrs persönlich nichts daran liegt, über seine eigene "^Wandlung in England als Gefangener zu klagen. Er ist nur einerseits der von der englischen Presse vetti retteten Legende entgegen getreten, das; er von den Engländern besonders gut behandelt worden sei, andererseits war es ihm darum zü tun, auf das Los von vielen Tauseicken noch gesungenen deutschen Zivilisten und Marine- und .Heevesangehörigen a!mmerksam zu machen durch den Hinweis, daß in vielen englischen Lagern sehr erhebliche Mängel der Einrichtung !mrd Bvhaatenng bestehen. Ueber diese wird noch zu sprechen sein. Der Rücktritt des Kabinetts Seidler vom Kaiser abgelehnt. Wien, 8. Febr. (WM.) Dir morgige ..Wiener Zeitung" veröffentlicht folgendes Mlerhöchste Handschreiben: „Lieber Ritter von Seidler! Im Einverständnis mit den übrigen Mitgliedern im Ministerium haben Sie mtt angesichts der parlamentarischen Situation die Bitte um (Bewährung der Demission: des Gesamtkabinetts :mterbreitet. Da ich aanz besonderen Wert darauf tege, daß das mein volles Vertrauen be- sitzende, :mter schwierigen Verhältnissen bewährte Ministerium im Amte verbleibt, firrde ich mich rächt bestimmt, der gestellten Bitte zu willfahren. Baden, 7. Februar. Karl m. p. Seidler m. p. ' Der Seefrleg. Neue N-Boot-Erfolge. Berlin, 8. Febr. (Amtlich.) Eines unserer U-Boote, Kommandant Kapitänleutrrant R e m h, hat kürzlich im westlichen Teile des Aermelkanals und an der französischen Westküste acht Dampfer und zwei Segler mit rund 28 000 Br. -R. -T. versenkt. Vier Dampfer wurden aus -gesichertem GeleitSzuge herausgeschossen, darunter der englische D«irvser Arrino (4434 Tonnen), und ein etwa 6000 -Tonnen großer Dampfer vom Typ der City- Lmtt Zwei weitere Damvttr wprdm: vor Cherbourg ver- ’ettit, frrifcf tie^beiader. mit Beskimmurrg nach Cherbourg, also höchstwahrscheinlich .Kri»g-7rptteriastransvorte. Zwei an- üiic Dampfer, banmtrr der französische Dampfer Union, haUen Kohlen für Frankreich cm Bord, von den beiden ver- Aus dem Reiche. Der GeüurtStagsdunkerlaß des Kaisers. Berlin, 8. Febr. (WTB.) Ter „Rttchsanzcigett' veröffentlicht folgenden Erlaß des Kaisers an Pen Reichskanzler: „Zn meinem Geburtslage sttid mir aus alle:: deutschen Lande:: und weit darüber hinaus unzählige treue Grüße und Wünsche hergebracht worden. Je ernte die Zett und je größer die Verauävvrtung ist, die mtt von Gott auferlegt ist, um so >oär- wer Md dankbarer empfinde ich diele Zeichen treuester Anhänge lichkeit an: mich und mein Hanks. Das VerttanmnsverhÄtnis zwischen Krone und Volk, von meinen B)ttahren in langer Geschichte erworben, ist gerade tu den schwersten Zetten am ttungsteu geknüpft. Es leuchtet mir entgegen, wenn ch unfern heldenmütigen Kämpfern an der Front den Dank des Vaterlandes ausjpreche, es berührt mich tief, '.penn ich an den Betten unserer Verwundeten und Sterbenden stehe, es tritt mir trt allen Gairen der Hemmt in nrich bewogeich-er Weife entgegen, auch ha, wo es sich tm offene:: Ausdruck ernster Sovae um dir Zukunft des Vaterlandes äußert- Durch 26 Jahre ist es mein Herz-rnsanliLgen gewesen, das vom großen Kaiser und seinem eisernen, geeinten Reich! in F r ic»d ent auszubauen. Wtttschaftsleben, Wissenschaft und Technik mnd damtt den Ausstieg des gesnutten deutsche:: Volkes zu immer stärkerer Teilnahme an den geistigen und wirtschaftlichen Gütern des Vaterlandes zu fördern, als der Neid unserer Feinde mich zwang, alle Kräfte unseres Volkes zur Verteidigung der heimischen Erde auf- zurnfen. Mtt tiefer Dcuckbarkeit gedenke ich jene* stolzesten Tage der Geschichte Deutschlands, als alle Stände u:ü> Parteien bewiesen, daß unser geliebtes Doterttritd jhuen jedes Opfer wert war. Seitdem find :ms daitt der überlegenen K'.'ttchü'teng unseres großen Feld-, Herrn, der erhebenden Tüten! unseMs Heervs und der Hilfe unseoer' uns tteu zur Seite stchanden (Bundesgenossen weltgeschichtlick)«! Erfolge zuteil geworden. Die opferwillige Llkvsdruar und die gewaltigen Arbeitsleisturigen der H-eimat haben auch der Not und Entbehrung Trotz geboten, so daß unser im Felde :rnd im Lande bewShrtes Volk mtt Gottes HUfe voll starker Zuversicht einem guten Frieden entgegensehen kann. Äenzu bedarf es aber jetzt der ernsten Selbstsucht, dm htracren Geschb>ssen- hett, der willigen UuMordnunN ntzrtar die gvoßesir Ziele ur:d de-r Bereitschaft, auch das Schiversto tz-u trogen, des Verttauens auf die eigene U.:rbesiegbarkett -und der Eiufjzellrl'Ng aller Kräfte für das ern?e große Ziel der Erkämpfiurg einer starken und fick^eren Zuku^.rft des Vaterlandes. Hierzu erbitte ich die treue Mitarbeit aller, die unser Volk lieb haben :n:d seiner Zukunft dienen wollen. Dann wird ans der Saat dieser schweren Jtchve und dem Mute der gefallene:- Söh've Deutsclstands ein stz^rkes Reich und ein glückliches, an wirtschaftlichen, geistigen und fitttichen Gütern g-esegnetes Volk hervorgehen. Dazu lre«Tfe uns Gott! Ich ersuche Sie. diesen Erlaß Kur öfftattlichen Kenntnis M bringen. ^ ^ Großes Hauptquartier, den 7. Februar 1918. Wilhelm I. R. Der Hmrsabrmd ge^en die NusstArßßeschlüsse zur Umgestal- ttmg des preußischen .Herrenhauses. Berlin,. 7. Febr. (WlTB. Nichtamtlich.) Die in den letzten. Tagen gefaßten Bttchlüsse des Ausschaffes des Abgeordneten-» Hauses über die künftige Zusammensetzung des preußischen Herrenhauses geben den: Hansabund Anlaß, seinen entschiedenen Einspruch gegen die beabsichttgte Benachteiligung von^ Hairpel, Sckftffahrt und Industrie gegenüber der Landwirtschaft geltend zu machen. Nach der Vorlage der Regierung sollten Industrie und Hmrdel im Herrenhause durch 36 Leiter großer Unternehmungen und 36 Mitglieder, rvelche als Bertteter von Jnd::sttie mtt) Hairdel von beit Haft auch in dem neuert Herren Hause einen weit über ihre tatsächliche läufige Bedeut:mg in der Gesamtwittschaft hinausgehenden Einfluß sichern will. Jndttstrie tust) Handel haben Anlaß, der Mehrheit des Abgeordnetenhauses von vornherein des deut- lickfflen zu erklären, daß sie angesichts ihrer heutigen ^wittschaft- ttchen Bedeutung nickft genullt sind, sich dauernd in eine unterge-: ordnete Stellung innerhalb des Hervenhnrses zurückdrängen zu lassen. Nicht nur das gute Reckü a:ff Gleichstellung mtt der La^> wirtschaft gibt dem Handel und der Industrie Anspruch auf die gleiche Zahl tf>n Vertretern im Herrenhause,^ wie diese die Land-q Wittschast erhalten soll: auch ganz abseits jeder politischen Beurteilung müßte jeder Objekttvdenkende bam kommen, der Industrie und dem Handel mindestens dieselbe Zahl von Bettretern zu bewilligen, wie diese die Landwirtschaft erhalt, ist doch die Landwirtschaft in der Art ihrer Betättgung und in ihren Zielen und, Interessen viel einheitlick-er als die so ungemein vielgestaltige Jln-z dusttte und der Hattdel. Mährend der Vertreter der ländlicl>est Selbstoettvaltttng und darüber hinaus auch der provinzialen Selbstverwaltung, während die Vertreter der reichsständigeir Häuser, Fürsten, Herren und mtt erhebt:cl>em Rechit auif Sitz und Stttirme schon Tjeute dem Herren hause ungehörigen Personen fast alle gleich- fjalls der Landwirtschaft angehöre:: werden, so daß diese zu 72 vffi- zielleir Vertteten: lnoch swe:tere ü08, .Vertreter erhält, besteht durchaus kerne Sicherheit .dafür, daß die Per trete der städtisckmr Selbstverwaltung künftig alle oder doch in der Mhrzahl aus dem Handel und der Industrie, gewählt werden, zumal doch zweifellos in absehbarer Zeit auch eine Demokratresierung des Gemeindewahlrechts: erfolgen wird. Wtt warnen die Mehrheit des Mgvordnetenhauses davor, ihre zeitige Macht Ku benutzet: und den Handel urid diej Industrie in dieser Weise an die Wand drücken >zu wollen. Wir NGriten sie um der Wohlfahrt unseres Vaterlandes und des deutschen Volkes teilen. Die jetziae Zett ist wahrlich sticht dazu angetan, die erwerbenden Stände zu eruem scharfen Gegensatz gegeneinander crufzurufen. * ^ Berlin, 8. Febr. (Priv.-Del.) Im Haushaltsausschuß des Abgeordnetenhauses erklärte der Minister des Innern Dr. Drews bei der Erörterung der kürzlich hier stattgefundenen A u s st ä n d c, es sei sonnenklar, daß durch den Streik der Kriegswille in Frankreich und England verstärkt worden sei, und daß dadurch der Krieg verlängert werde. Auch wenn die Anstifter des Streiks diesen Zweck nicht ausdrücklich wollten, aber Nüssen mußten, daß dies die Folge sei, so seien sie des Landesverrats schuldig. Es sei unzweifelhaft, daß bei dem Streik die ersten Schüsse aus den Bolköversammlungen heraus gefullen jsien. Immerhin falle ins'Gewicht, daß in Ber lin von x 300 000 Arbeitern nur 180 000 am Streik beteiligt rvaren, zirka zwölf Prozent. In der Prpvinz war die Beteiligung viel geringer. Magdeburg, 8. Febr. (WTB.) ^e: der heuttgen Landtag sersatzwahk im Wahlkreise . ^ten^dal 2 wurde Genera! der Infanterie a. D. v. Lieber t-Berlm- Wilmersdorf (kons.) allen abgegebenen 292 Stimmen gewühlt. Ein Gegenkaichidat war nicht ausgestellt worden. B e r l i n , 9. Febr. Wie die Blätter melden, besteht die Möglichkeit, daß in einiger Zeit die A u f h e b V.n g d e r außerordentlichen Kriegsgerichte )Jattf:nden wird. Alsdann werden btV* noch nicht zur Aburte^ung ge.- langten Strafsachen den ordentlichen Gerichten ül>erwteen werden. Ans "Heften. Ausltctnmg der Pfenve für HecreSzwecke. Abg. Breidenbach m:d GenoffM haben in der Z:o»:iter: 5dr.:.tzmer folgerte dringl:ck>e Anfrage geiteltft Ist es der Govßh. Regiervng betaunt, daß bei der derzeitige:: vrä'- Seit«: des stetes de: an? Aushebung der Pferde bez/ttstten nAdrige Poetst dre bettofftnet: Pserdebefitzor gar^ erhebliäien Schaben ertederv? Welche Schrtttt gedenkt die Regieru::g zu stun, um die .^ttwlftnren zu eirtschädigen ^ Die Verwieglurg des au dtt Heeresverwaltung gelieftrtcm Heues. Abg. Fenchel hat svlgertden Llntta^ gestellt: Die stellvettr. Jntendmttur des 18. Arn.'^V'korps Franffutt a. M. ettennt als Gewicht des Heus, welches die Landwitte an sie liefert, rart das bahnamtlich festgestellte Gewicht an. Hierbei hat sich ergeben, daß die Gewichte der litten Eisenbahnwage::, die nicht jedesmal vorher besonders festgesllilt iperben , mi t dev Gerichten, die auf ihnen verzeichnet sind, in Brrklichikeit naht über- einskimmen. Die ^ Folge hiervon ist, -daß zteschen den aus der -Ortswage des Verladeotts festgestellte:: Gewicht^: und den Bahn- gewicksten große Fehlgewichte zum Nachteil der' Lcntdwitte entstanden sind. Die Beschwerden der Landwitte häufen sich mtt Uecht :md die Lieferungsfreudigkett dürfte^ de sh alb nachlafferr-' Diesem Mißstand zu begegnen, beanttage ich Grvßh. Regierungjj m erficchen, dahin zu wirken, daß l.^bei denienigev ^Laduu.gel'^ bei wellllen Gewichtsdifferenzen ftftgestellt tvurden, .diese seitens> des bettefienden Proviantamts, welches das Hm: emv^mgen hat^ nachgemblt werden. 2. ksmftig nicht mehr lmhnamtlick>e GewickEe^ weil nicht zuverlässig, sonder > enii der Ottswage des. Verlade- ott? festgestellte Gewicht zur Auszahlung kommt, ivenn die SBrege* scheine eingesandt werden. Ans tmb Gießew, den 9. Februar 1918. ** Auszeichnungen. Dem ^anttäts-Urttervffizte Bayer, Inhaber des Effernen Kreuzos, ivurde das Hessische M- litär-Santtätskveuz cun Bande der TateerkeitsMedaille vettiehen. — Der Gefteite Heinrich Schmidt echielt die Hessische Tapfer-- keitsmedaille. —Musketier Klingle r erhielt das Eiserne Krenzl 2- Klasse. ^ ^ ** Ober hessischer ;Kunstve kern. Reu za:r stellung gelangten einige G-e:nälde von Pros. ($. Morgensterw, Frankfurt, Prof. P. F. Müller-München, M. Schrener-Düsseldorf Pros. Ecken ffikder-München und von Emma v. Müller. Diese Gv- mälde, sowie die Sanrmftmg von Pvvf. Beste :md Frau bleiben nur noch 8 Tage ausgestellt. ** Schadenfeuer. Gestern abend kur^ twr 1 / P 7 llhr ertönte in der Neustadt vom Grundstück der ehenteigen Hrmbierger- scheu Fabrik, ivelches jetzt der -Oekonom Noll iw»re hat, zwo: Mlü der Ruf Feuer. Es herrschte in dem SttaßenMA' tee immer um diese Zett lebhafter Personenverkehr und dile Menge staute sich vor irnd auf dem Hofe des Grundstücks, wo eine alte, au^ Lehnw sachwett erbaute Schimer, deren unterer Raum ak* Biehstallung; benutzt wurde, während darüber der Speicher voll Stvoh und Heu lag, in: Innern in hellen Flammen stmid. Beide. F-enerwehrrn waren sämell -ur Stelle und begauntt: zuerst das tovende Vieh aus dem Gebäude zu retten. Die städtische Feuorweln archieittte, mtt drei Schlauch!eittntgen der Auwipritze, während die Gattsche Fer: erwehr mit zwei, darunter einer Doppe-lleituTUt, dem Umficy- greifen des Brandes :vehtte. Bon der Scheuer war nichts mehr M retten, es galt nur, das Uebergreiftn der Gbttei: auf die anderen: 5>cmser des Grulrdstücks, die tettweise tt: einem Abitande von nur: 2 Matten: vom Brandherde entserrtt tvare::, zu verhütQr Nach, einer knappen Sttinde Löscharbeit war der Brand gelöscht uatb die Gefahr beseitigt. Es war seit der neuen Orgmttsation unserer städtischen Feuerwehr der erste ernstliche Brandfall, den trnsere beiden FeuettvelTren zu bekämpf«: hatte::. Der gewaltige Feuerschein, welcher sich wetth-rn über utrsere Stadt verbrettet hatte, brachte sehr viel Neugierige um die Brandstelle, doch kam :ric:nand in die Nähe des Feirers. Die PolizeibArntten hatten die Neustadt von der Sand- gaffe bis zum Oswaldsgatten abgespertt und sorgten da^' da^ die Feuerwehr in ihrer Tätigkett unbehelligt vom Publikum blieb. Zur Unterstützung der ständiger: Feuettvache wurden nur noch die Mmrnschasten der beiden Mehren herbeigehott, we^. ^ leittmg angeschlossen sind. Eine Alarmierung der sämtlichen Feuern Wehn laute purch die Sirene brauchte rricht §u erfolgen. Ueber die Ursache des Brandes hörte man gestern nur Vermutungen. ES fehlte in dem allen Gebäude die elektrische Beleuchtung. ** Stad tt he ater. Es sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, daß die -heutige Vorstellung von „Ein unbeschriebenes Blatt" 14. im FreitagÄ-Abomremertt zählt. ** Sch iedsgericht bei Streitig keilen über Mängel der Marm-elade. Bei Stteitigkctten über Mängel der Marmelade, die sich aus einer mtt Genehmigung der Kriegs-- gesellschaft für Obstkonserwen und Marmelade:: erfolgten Lief^' hung zwischen HtesEer und Abnehmer ergeben, entscheidet nach Maßgabe der im „Reichsanzeiger" N^ 29 bekannt gegebenen. Schiedsgottchtsordnung unter Ausschluß des ordentlichen Rechts-- Weges ein bei der Re:chsstelle ftrr Gemüse und Obst MichtLtes Schiedsgericht. ^ffcn-Nassa«. = Frankfurt a. M" 9. Febr. Auf einer Berliner Berste: gern ng konrmt Ende Febttuar ett: besonders wertvolles Literatur- den km al'zum Ausgebot, n-ch.rtf'idv Goethes eig-nhändiges .Korrektur, exentplar der ersten Mflaqe ^ „Wietther". das für den Verleger zum Zwecke der züoeiten AuflE bestrmmt war. Das Buch mthAt m:f der letzten Seitt die eigenM^dige Niederschrift des WidmungS-, gedichtes l>cr zweiten Auflage iW Barbara Schullbees. — Frankfurt a. M., .9. Febr. Die Stadtverordneten Dißmann, Hüttmann u.^ T< Levv haben sich xur „unabhängigen sozialdemokratischer: SlndttTevordnttenftaktion" ver einigt. Zwei Mlitärzüge verunglückt. Magdeburg, 5. Febr. (WTB. Amtlich.) Heute 1 Vs Uhr früh riffen von einem von Güst«:^ .Xvch Eisleben fahrender^ Militärzüge 41 Achsen ab utib rollttv.' in dem statten Gefälle in der Richtung (Mstm: zurück. Kurz vov dem Bahnhof Güsten stieße:: diese Wagen auf einen dvtt hallew^n Güterzug. Bei dem Zusainmenstoß entgleisten von den: Mili.Vft'zuq vier Personen- Nnd ein Güterwage::; sie n«:rben stark beschädigt. Getötet wtrrden zwei Schaffner und fünszeh:: Soldatei:, vorletzt 36 Soldaten^ darunter 21 schiver. Die Verletzten sind den lVak-aretten in Bern-« bürg zu geführt worden. Köln, 8. Febr. (Priv.-Tel.) Hertte fri^i 6.55 fuhr, tee die Eiseteahn'oirektion mitteilt, der Urlanberz::g auf den D-Zugs 252 im Gütevbahnhof Köln-Ehrenfeld m:s. Das Signal ;var *itr den UrlmkberKig mtf Hialt gestellt, bevor der D^Zng den vorliegenden. Stteekenabschnitt verlassen hatte. Fnwlge des Zusammen^ sto^es wurden 6 Soldaten:md die Dienstftau des D^^Znges rntötel, 20 Soldaten verletzt. Dir llntersuchmg ist eingelettet^ Arin-t und Wissenschaft. . — (Etrt irc.’LJi: Rembrandt! 25$emt jetzt auS Amsterdam ^ purem rieui.i ;)^m4wcmdt bericht wrrdi, fe> tzanid-ett es sich i»rt Jbiciem Falle nicht um eine jener DaKrreir- uni» Reklamenachricht'en, int in jihtgfiter Zeit übcrl-cmd gcruramneii haben. Gs ist /wirklich eis. Leglmi'bäÄes nsu«A Werk de-S großen iHoLärnLorS entdeckt worden, ajjtb olxTtfrrcm ent solches, das noch UlnMrng tr»ce Güte besondere! 'Brachtm^ wert ist. Das Werk wurde kiuMch von. der KmisthLnd-' 4u«.g Goudsvikker in dem Amsterdamer Künstlecv-erein „Ärti et ÄL^eitiac" ausgestellt' es^ ist in England Qckdeckt worden und bildet -er* impo.Mckes Frühwerk des Meisters, das durch seinen .^unstwert, sseme bed.acSenden Ätbmessimgen (84 : 78> und seine gute ErhaEmtg «als eine qcnrfr, antzergeivochrliche Ersch-wirung des AuM-andels zu !tLK!nckmeil ist. M. D. HenSel gibt in der Seemannschen „Kunst- einen lehrrerckien Bericht Über die wertvolle Entdeckung. Äargesbellt ist der Aipostel Paickis, ein ehrwürdiger GreisenLM mit langem, toallendem KavP- un3> Blartchrare mtb durchfurchter Stirn, wie er, über einen FiaLvmtM gvbewgt, in cengesürengres Nnchdearm m-rssunken, im Schreiben rnnoMt, dve Weder noch in der Reckften mit den dicken, ungegliederten Fsrngern haltend, um gleich wieder im Schreiben sortMsvchren, roam er den paffewden Ausdruck für seine Gedanken gesunden hat; die STtitfe ruht auf dem Buche. (S|£ blickt vor sich bim gleichsam in sich sbaroertd. seine rechte Gesichts- HÄfte ist in Scharten gehüllt, die linke voll beleuchtet. Aus dem Tische vor ihm liegt ein Baui«r, Bücher,, die sehr naturalistisch behandelt sind, ein prächtiges SM-ejbeit, sein Schwert und links ein Matt Papier mit der vollen Signatur des Meisters. Rembrandt bat in seinen jungen Jahren den Apostel Paulus mit besonderer Vorliebe dar gestellt, gewölmlich aber in viel kleinerem Formate als aus diesem stattlichen Bilde, dessen. Typus etwa in dem finsteren Gr eisen bilde zu Petersburg, das auch in den Abmessungen dem GvudstiKerschen Paulus ziemlich nahe Lammt, wiederUierkennen ftL Ms Rembrandt sehr viel später, im Jicchre 1661. tetfdE5ot «eaern» stand, einen schreibenden Evangelisten, wiederum bcrffcdjte— mbtat Matthäus des Louvres, ber beilüllsig fast das gleiche Format hat, wie der neuenldcckte Paulus —, da hatte fidf leim AuffamrnS gründlich geändert. Statt der etwas bäuetlichwotmitat Panlusftgirr mit ihren grobe ,7 Hämdvn und.ihrer ruhigen Sicherheit schilderte er in 6«n Pariser Bild^' einen mehr oergerstichLN. grübleriichen und etwas asketischen Typus mit abgemagerten Zügen, hdhlen Wangen! und schmalen, nervösem, Händen. Z'.ochjfel haben diesen Äumn. gv-> gualt, schwere untere Kämpfe Imt er ditrchgesuchten. bis er die himnilische Sttuime vernehnitu durfte, die aus dem Engel harter ihm zu ihm redet. Der junge Rembrandc laßt den Apo-Itei ans eigener Kraft die WfthrhjÄt finden, der alte Renvbvcaidt gibt dam Evangelisten einen Engel zur Seite, der ihm die Wahrster! 8in«Htnfci Hyp©tkekenbank m Hamburg“, dl 4 dl 4 Jt Jt 4 $?&**■* um! Guthaben bei Bankea Aktienkapital-Cento. 36 000 000 — Kassenbeatftnd. 98 941 01 Ordentlicher Reservefonds .... 15100 000 — Giro^uthabon bei der ßeichsbank Reaerre-Conto II (erhöht sich durch «nd bei der Verein^bauk in Hamburg . 337 362 13 ] die diesjährige Zuwendung aus*dem ^atiiiabeu m laj) Lender Hecliauiui' hei | Reingewinn auf .#> 6 330 030,77) 5 856 467 62 der Deutschen Bank und anderen ! Eff kten-Absciireibuugs-Reserre . 653 114 50 «.ken Bankhäusern. . 4 759 337103 5 195 640 17 ! Hypothekenpfanribriefe, 424 217 800 ' W^hHel-Conto (SchatzanWeisungen) 5 050 000 — 4 °/ 0 ige Pfandbriefe ^C^*kten-€onto(^l 1 ^10001 -3°/ ige 3 1 /, °/ 0 ige 106 133 600 1 530 351 400 Reichs- n. bundesstaatücheAnleihen, Fällige Hypotbekenpfftndbriefe . 4 838 — <^0750000,— 5°; 0 ige Reichsanlcibe Pfandbrief-Zinsen (davon M 1550 000, — 5°y„ige Reichs.Sehatz- M 3 708 574,75 fällige Zinsscheine) 7 455 271,96 anweisungen, ^4lUOüOO,— 5°/ 0 i?e J Dividendeu-Conto (Restanten) . . . 44 025 _ Preussisi’he Schatzanweisungen und j Pfandbrief-Agio-Couto (§ 26 des 000 000, — 4 1 /,°/ 0 igeReich8-Schata- Reickshypotbekenbankgesetzcs) . . 896 946(76 anweisungen) znzügl. laufend. Zinsen 24 595 430 92 Vorträge anf Provisionn-Coate . . 4 253 435132 C^avon ins Pfaudbriefdeckaugsre- 1 Vortr6ge anf Zinsen-Conto .... 5 016130 gfeter eingetragen dl 2550000, — ) j Vortrag auf tTnkosten-Conto . . . 90 0001 - Jj'atOHien auf IlTpothcken. 200 000 _ 'ralonsteuer-Conto.. . 829 562 37 ifjpötheken (davon inß Deeknagsre- Bpamten-Unterstätzangsfondf' . . 1 432 198>25 iäster eingetragen «^552697 993,62) 566 711 734 61 Dr, Karl-Stiftnng. 50 000! F^ügeII vpotheken-Dai lehnszinsen Creditoren in laufender Rechnung 738 956 91 taiiekatändig ^ 1341851,71) .... 6 540 711 80 Gewinn- and Verioät-Couto .... 6 211 476; 42 Bmju: -häade-Conto Hamburg . . . 700 000 _ Ät(^kgci);lade*Contü Berlin . . . . 500 000 - J>otftitoren in lanffender Bechunng 479 191191 Jt 609 972 709|41 dl 609 972 709 41 VERKÄUFE Soll. «^ r™- .. An f^raudbrief-Zinsen.. , ^Unkosten-Conto: Saldo des Contos. Vortrag auf neue Rechnung . . »Talonsteucr-Conto. , ^Rücklage für Hypothokar-Aus- piUe... Uebersclmss . Haben. Ji 1 080 977 90 000 in dl l-v^ 20 679 709159 1 170 977 150 000 33 2 500 6 211 476 16 42 Ä 544 66$|l7 Per Bilanz-Conto. „ Hypotheken-Zinsen . . . „ ZinHOu-Conto. „ Proriaions-Conto . . . „ Pfandbrief-Agio-Coato Jt 3) di dl 1 475 844 93 24 843 329178 1 352 444 78 667 096*80 205 946,88 Hamburg, den 31. Dezember 1917. Hypothekenbank in Hamburg. Die Direktion: Dr. Golpelce. Dr. B*>i»tfljxe»i. Dr. Henneberff. Geprüft und richtig befunden. Hamburg, den 11. Januar 1918. Friedrich Vogler, beeidigter Bücherrevisor 28 544 663] 17 100933 Oer Geschäftsbericht kann kostenfrei diroki von der Bank oder durch die Pfandbriefverkaufssteüen bezogen werden. La KritgWWiisr für Drle uüö Fette, Berlin schließt Äralräp !Sr tarfpiile. ;vüt, v Se,'L'SL zu verkaufen. Anzusehen vormittags 9—12 Ubr. Babn- bosttraße 3 41, Eingang Schanzenstraße. 999 Neue Izialwap zu verkaufen. 09173 Karl Schmidt. Neuenweg 4L Neues Küchcuoefcbirr und guter Stoßkarrcn zu verkaufen. Näh. z. erfr. i. d. Geschäftsstelle d. Gieß. Auz. 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Betmau, y.öbcvS vof 9,1.3t. ^ üWioaf"SciE Jung und einfach war dein Leben« Treu und fleißig deine Hand. Und so wollst du weiter streben, Mußt nun ruh’n in Feindesland. m Ruhe sanft! Die Erde sei dir leicht, Schlaf wohl in fernen Gründen, Du hast das schöne Ziel erreicht. Wo wir uns wiederfinden. Wer dich gekannt, wird unseren Schmerz ermessen, Was du uns warst, wir können’s nie vergessen. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser innigstgeliebter und unvergesslicher ältester Sohn, »Bruder und Enkel Musketier Wilhelm BalSer in einem Reserve-Infant.-Regiment, Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse am 4. Dezember, an seiner, am 3. Dezember erhaltenen schweren Verwundung im blühenden Alter von 22 Jahren nach 29 monatiger treuer Pflichterfüllung auf dem Hauptverbandsplätze gestorben ist. In tiefer Trauer: Frau Margarete Balsser Witwe Heinrich Balsser, z. Z. im Felde 14arl Balsser, z. Z. in Garnison Ludwig Balsser Gretcüien Balsser Philipp Balsser ISS., Grossvater. Gestern morgen 7 l / 2 Uhr entschlief sanft nach langem,’ schwerem Leiden im 67. Lebensjahre meine liebe Frau,, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Elisabeths Loh ged. Schupp. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ljadwig Loh Wilhelm Beil, z. Z. im Felde, nnd Familie. Grossen-Linden, Düsseldorf, den 8. Februar 1918. Die Beerdigung findet Montag den 11. Februar, nachmittags um 3 Uhr, statt. 05158 MSN Rödgen, den 9. Februar 1918. 09177 Wiedersehen war seine und unsere Hoffnung. Am 7. d. M. ist unser Prokurist Herr Wilhelm Attig nach längerem, schwerem Krankenlager aus dem Leben geschieden. Wir betrauern in dem allzufrüh Entschlafenen, der mehr als 30 Jahre in unserem Hause tätig war, einen treuen Mitarbeiter, dessen kluger, bewährter Rat das Geschäft in hervorragendem Maße gefördert hat. Seine persönliche Liebenswürdigkeit und immerwährende Hilfsbereitschaft haben ihm die Freundschaft aller erworben, die ihn kannten. Wir werden ihn niemals vergessen. »»D Tribus & Sundheim, Gießen. Danksagung. Für die überaus zahlreiche Beteiligung beim Heimgange unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwagers August, welcher uns durch einen tragischen Unglücksfall im blühenden Alter von 22 Jahren in der Zeit seines Urlaubes entrissen wurde, sagen wir auf diesem Wege allen Teilnehmern unfern herzlichen, tiefgefühlten Dank. Besonderen Dan? Hrn. Pfarrer Beusch für die trostreichen Worte am Grabe, Hrn. Obersteiger Schliffer für seinen warmen Nachruf im Namen der Grube Hedwig und seiner Arbeitskollegen, dem Kriegerverein für das erwiesene Ehrengeleite, sowie sür die über- überaus große Kranzspende. 1010D Die tiefbetrubteu Eltern und Geschwister, nebst Angehörigen. I. d. N: Wilhelm Volk II. und Frau. Nieder-Ohmen, den 8. Februar 1918. Unfern Mitgliedern empfehlen wir dringend, in allen Hypothekenangelegenheiten unsere Geschäftsstelle, Bahnhsf- ftratze 46, in Anspruch zu nehmen. Hausbesitzer-Verein. 981D Bilanz am 31. Dezember 1917. Aktiva Jk H Warenkonto . . 2752,41 Kassenkonto . . 1701,57 Debitorenkonto. 298,02 Geschäftsutensi. lien. 81,99 Eingelegte Kapitalien .... 3365,50 Passiva ^ Reservefonds . 3234,20 Betriebsrücklage 1571,21 Geschäftsgut- haben .... 1140,— Reingewinn . . 2254,08 Summa 8199,49 Mitgliederbewegung. Stand der Mitglieder Ende 1916 betrug Wahrend 1917 gingen zu Summa 8199,49 113 4 :: Von unserem Kriegsieger liefern wir :: Zement für notwendige Reparaturen gegen behördliche Bescheinigung. m Jean Oern & Co. Weslanlage31u.FrankfurterStr.1l / 4.Fernspr.21 flacht Eure Dauerwäsche selbst! 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Insbesondere genügende Sicherheit inderRecht- schreibuyig. -- Für Schülerinnen mit höherer Schulbildung findet bei genügender Beteiligung ein besonderer Lehrgang statt Anmeldongen wolle man möglichst bald an die Schulleitung gelangen lassen. Von ihr sind ausführliche Prospekte kostenlos zu haben. Auswärtigen Schülern und Schülerinnen werden gute Wohnungen in der Nahe der Schule nachgewiesen. 896 Kaufmännische Privat-Schule von Karl Wolf in We^ea, Burgstraße. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen, schmerzlichen Verluste sagen wir innigsten Dank. * Luise Becker geb. Möhl Adolf Becker Wilhelm Becker und Familie Arthur Schuster und Familie. Gießen, den 8. Februar 1918. >*7D Min Geschäft bleibt vorerst jede Woche sonntags, Montags und dienstags infolge des großen Andrangs und zwecks Erledigung der vorliegenden Aufträge für jeden Verkauf geschloffen. Heinrich Hahn, Samenhandlung. Gießen Ecke Bahnhofstrahe — Wolkengasse. 1(U6 GießenerHausfrauen-Bemn. Die Abgabe des bestellten WeikkrauteS ^erfolgt: den 11. Februar, nachm, von 4—5 f / 3 Ubr WlUUiag in bcc Geschäftsstelle MäuSburs 5. Zugleich werden noch Anmeldungen zu dem nächsten Strom pfflickkarsas angenommen. 995c Die Vorsitzende. Die FürsmgevmnittlunMclle für erwerbstätige Frauen u. Mädchen West-Anlage 31 bietet Frauen und Mädchen unentgeltlich Auskunft und Beistand in häuslichen und persönlichen Angelegenheiten, sowie Beratung bei der Wahl der Beschäftigung. 9858 Mutter« und Säugliugsschutz, Kiuderfltrsorge. Sprechstunden: 9 Äf CÄÄ Organisation der Uindergärtnerinnen und Hortnerinnen. Ortsgruppe Metzen. Mittwoch. 13. Februar 4*/, Uhr. im „Fürstenbof" Zusammenkunft. -- Vortrag von Frl. Xölting. —- Gäste (auch Kinderpflegerinnen) willkommen. Interrlch sbeglnn: 3. April 1918. Programme kostenlos. Ober Beurens mit Abschlußprüfung für Leiterinnen von Gartenbaukolonien. — Unterkursnn für Frauen und Mädchen zur Allsbildung im praktischen Garten- und Gemüsebau. — Mosplfanttmieii- kurse vorgesehen. — Anmeldungen wie Auskunft im Landw. Institut (Geschäftszimmer). 1019D Wieder ein ge troffen: VERWllETUNGEf Pension Brauüi, Neuen Bä’ w Zimmer, Mittage-a, Abend m ich Nea deiner. S-Zlmr.-Wcl m.reichl.Zubehör fof.su o Näh. Vlockttr. 14, L Schöne 6-^im.-Wohng. all.Zubeh. pr. 1.April- Z. erfr. Lodlktend. We»4 «N ähe Steins Garten. » teere Z-Znir.-K mit Zubehör u. Garte» in Grünberg zu verun 1. April. Schr. Angeb. 091 52 an den Gieft. Ay n LLLakolsir. 28 schüne3-Z7 Wohnung zu vermieten. £ Auskunft im Hinterhaus Möbl. Zimmer zu vernzi 09047 Babubofstr. 12 Möbliertes Zim zu vevmieten In LöderS Hof Herrsll,astl.k-7'ZM^K. pr. 1.4. evtl. 1. 5. z. ver> Ost-Anl. 12. H. “ Lader t erst.’ m. groft. 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Schrift!, lebotc nitt Preisangabe uipej 09t4S an den Gtehener Äßjzeiger. efucht. 09127 Nr. 3H Zwettes Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vveryessen) Samstag. 9. Kebruar M8 Aus Ktcrdt tut6 Cattö* G ießen, den 9. Februar 1918. Neue Reisebrotmarten. Amtlich wird mitgetellt: , In den nächsten Tagen gelangen neue Rerselwocknarien Mr Ausgabe, und zwar außer den bisherigen über 50 Gramm Gebäck auch noch solche über 500 Gramm. Diese 500 Gramm-Marken werden zweckmäßig von denen, tue Dvot nicht in einzelnen Schnitten, sondern im ganzen beziehen wollen, benutzt, also von Militärurlaubern, Binnenschiffern, Arbeitern, die außerhalb ihres Wohnortes tätig sind, Reisenden, die sich in volle Verpflegung begeben :chv. Wogen Stoffersparnis werden die Reisebrotmarlen nur in Dogen zu je 10 Stück ausgeaeben, also nicht mehr auch in Heften. Aus dem gleichen Grunde sind tue Marken bett bisherigen gegenüber erheblich verkleinert. Die 50 Gramm- Markenbogen zeigen als Wertpapierunterdruck einen grauen Reichsadler auf graublauem, die 500 Grau:m*Martendvgen einen solchen auf rotgrcmem Gruiide. Zur Verhütung von Fälschungen ist das Papier mit Wasserzeichen sonne roten und blauen Fasern versehen. Mit der Ausgabe der neuen Marken werden die bisherigen noch nicht ungültig; sie gelten vielmehr neben den neuen noch bis zum 15. März einschließlich. Erp vom 16. März ab dürfen nur noch die neuen verwendet werden. Ferner hat das Direktorium der Reichs ge tr Lid este l. e neue Bestimmungen über die Entwertung der eiugelösten Marken durch Bäcker, Gastwirte nsw. getroffen. D:ef-e haben nämlich die Marten sofort nach Empfangnahme zu eick- werten. Reichen in Zukunft die Bäcker nicht eickwertete Reisebriotmarken den Gemeinden ein, um Mehl darauf geliefert zu erhalteir, so werden ihnen solche nicht angerechnet werdeii. Die Bäcker werden also, um sich vor Schaden zu hüten, gut tun, die von beit Kommunalverbänden noch ergehenden näheren Bestimmungen über die Enckveriung sorg- fälrig zu beachten. + ** Amtliche Personalnachrichten. Der Großherzog hat am 9. Januar dem Lehrer an der Volksschule zu Mainz Ärdwig Buxbaum anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — In den Ruheftand versetzt wurde an: 9 Januar der Lehrer an der Volksschule zu Mainz Ludw:g Buxbaum auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 16. Januar. ** Auszeichnung. Dem Kaufmann Gefr. Heinrich Giel wurde das Eiserne Kreuz 2. KlcZse verliehen. ^Beförderung. Adam B eck, Inhaber des Ester nen Kreuzes, wurde zum Unteroffizier befördert. ** Steuermahnung Unter den heutigen amtlichen Bekanntmachungen der Stabt Gießen befindet sich auch die Mahnung des 5 Zieles der Gemeindesteuern und Kanalgebühren für das Rj. 1917. Die Zahlung kann noch bis einschl. 2. März bei der Stadtkasse ohne Kosten erfolgen. Nach Wlcmf dieser Frist erfolgt die Beitreibung, wodurch Pfandlingskosterr entstehen. Wer seine Steuern durch Postanweisung, ZaUkarte oder Ueberweisungsscheck entrichtet, hat außer seinein Namen die Nummer des Hebregisters anzugeben und gleäckMitig die vorgeschriebenen Gebühren miteinzuzahlen. Zur Förderung des bargeld losen Verkehrs wird wiederholt gebeten, sich der Heber Weisungen aus Bant-, Scheck oder Sparkafieickonten zu bedienen. . ^ L „ ** Städtischer Eierverkauj. In der Wvche vom 11. bis 17. Februar d. I. werden an die Bezugsberechtigten gegen Abgabe der Ei-ermarke Nr. 24 je 2 Eier abgegeben. Siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil. .... ** S aa t karto fseln. Wie uns geichneben wird, dürfen nach der Bekanntmachung des Kriegsernährungsamtes vom 3. Februar 1918 S-aatkackoffettr aus eurem Kommunalverband in einen Wideren auch dann geliefert werden, wenn die Lieferung aus Grund eines in der Zeit vom 5. Februar bis zum 5. März 1918 einschließlich ^geschlossenen und-von dem Kommunal verband, aus dessen Bezirk die Kartoffeln geliefert werden sollen, genehmigten schrisllickien Vertrags erfolgt. Wer auf Saarkarbvff-ett: reflektiert, muß rechtzeitig mit seinem Lieferanten, sofern dieser in einem anderen Kounnunalverbande wohnt, den schriftlichen Vertrag ab- schließcn und die Genehmigung des zuständigen Komimuralver- bands einholen. Soweit Saatgutverträge bereits vor dem 15. November 1917 abgeschchssön sind, behalte:: diese ihre Gültigkeit. ** Rotes Kreuz. . Die Weihnachtsgaben des Hessischen Roten Kreuzes sind bei unseren Soldaten im Felde gut ange- komrrwn. Bis setzt gingen bei der Matcrialien-Abtettung im Alten Palais zu Darmstadt etwa 1300 Empfangsbestätigungen und Dankbriefe ein von Truppenteilen, Lazaretten im Felde, Lazarettzügen und den Internierten m der Schweiz. Me Schriftstücke attnen warmen Dank an die Heimat. Soweit es sich um Empfangsbestätigungen und Briefe für Gäben handelte, die Unsere Zweigvereine, Gemeinden oder Einzelpersonen Asteten, wurden diese Schriftstück sosori M die Spender weitergeleitet. Dies wird auch fernerhin geschehen. Leider können eine Anzahl Stifter Nachricht über den Verbleib ihrer Gaben nicht erhalten. Es haben nämlich manche Truppen, bestätigungen Mrüickgeschickl. sondern ihren herzlichen Dank in welche Einheitsschachteln bekamen, die aus verschiedenen Zwergvereinen und Gemeinden stammten, nicht dre einzelnen Empsangs- einem zusammensassenden Schreiben chlsgedrückt. Durch dieses 'gutgememte Verfahren bleibt indessen der Materialien-MteilnuO und den Spendern unbekmrnt, von wem die Einheitsschachtelft herrübrten, welche die betreffende Truppe erhielt. Die Haupt-, sachc ist:! unsere Feldgrauen haben Weih nach tSge scher »ekommev und sich darüber gesteut. ** Vom Hessischen Landesverern v o in Roten Kreuz wird uns geschrieben: Unsere Mateckalien-Abtettung beschenkte in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember des vorigen Jahres 1495 wieder ausmarschierende Soldaten mit Gaben im Werte von 5980 Mark: desgleichen 1014 Mann im Felde auf Wunsch mit Sachen im Werte von 11408 Ndark. Im Kalenderjahre 1917 wurden auf diese Mckse beschenkt 8971 tbäairn mit Sachen im Wecke von 31437 Mark. Büchergaben sind hierbei nicht mitgezählt "worden. ** Der G ie ßen er Haus fr allen verein Veranstallet eben bei reger Beteiligung den ersten Strümp sslickkursus, in welchem an 4 Nachmittagen nach leichtfaßlick-er Methode, gelehrt wird, wie an Hand von gut ausgevoobten Schnitten gewebte, alte, sonst völlig uni.rauchbare Strümpfe durch« Einsetzen von Sohlen, Fersen oder Spitzen, aber durch Herstellen und Ansetzen von ganzen Füßlingen wieder tadellos instand gesetzt werden. Auch lassen ^sich, aus alten Damenstrüntpfen noch Kmderstrümpfe Herstellen. Fiir die Ersatzteile sind nicht allein alte Strümpfe, sondern ebensogut Stücke von llnterbernfleidern, stärkeren Unterjacken usw. verwendbar, auch läßt sich das Verfahren in etwas veränderter Fornr bei gestrickten Strümpfen allweudcn. Bei dabgeliaft stellt zur Anschauung eine große Kollektton gut und fchlecyl behandelter Felle aus. Nähere Auskunft werden ftnzergen geben. Landkreis (ließen. ** utvhe, 8. Febr. Unteroffizier Karl Rühl, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Masse und der Hessischen Tapferkecksmedartle. wurde zum Sergeanten besördeck. - Kreis Schotten S Schotten, 8. Febr. Im Beisein .mehrerer Mckgtreder des für den Kreis Schotten geoildeten Ehremursichusses für den Ankauf von Gvldsachen fand im hiesigen Rathaussaal erne Verlosung von zwei Goldarrkaufs gedenk b l ä ttern statt. Das erne Ge- denkblatt kam müh Schotten, Iws andere nach Laicbach O Gedern, 8. Febr. Ter Fiärftliche Forstschütze Gecrerter Ferdinand Oberheim «wurde mit der Hesftschen Topserkerts- medaille ausgezeichnet. Starkenbura und Rhcinßrssm. --- R üde s hei m, 8. Febr. Zun: ersten Mal seit dem 5. Jan. lag heute wieder Sonnenschein über dem Rheingau. Sonst herrschte in den ersten Wochen trübes Wetter, in den letzten 14 Tagen stdoch ein undurchdringlicher Nebel., der den SÄifsabcksverkchr empftnd- lichi beernträch'tigle. Fc. Aus der Pfalz, 8. Febr. Rerchsrat Franz von Buhl in Teideshein: hat zur Errichtung der bei der Universität Mün>ck«en geplarften Forschangsansbalt für Schrdlingsbekainpsnng die Sunkme von IM 000 Mark dem Kirltus Ministerium überwiesen. Vessen-Nassnu. -- H ö cb st a M . 9. Felr Tie Stadtoerordnetenversammlmrg beschloß, die durch Penswmerung fteiwerdende Hauptlehrerstette im Stadtteil Sindlingen in eine RektorsMe umzuwandeln. Fc. Wiesbaden, 8. Febr. Exzellenz von Plbetz, der stellvertretende General des 8. Armeekorps, scheidet aus seiner Stel lang mis und siedelt wieder nach hier über. Lk-vchNchs ßac&ridHcm Gottesdienst ain Sonntag den 10. Februar. Eua.*i?,e6t;chc hicrn z inöe. In der Stadtkirche. 9Vs: Pfr. Schwabe:1t: Kinderk. s. d Mark.-Gem. Psr. Sckwabe; 6: Pfr. Mabr. — In d. I, o h a n n e s- kirche. 9y 2 l: Psr. Ausseld; 11: Kinderk. f. d. Joh.-Gem. Pft Ausfeld: 6: Pft. Bechtolsheimer: 8: Biüelbespr. im Johmuressaal. — Kirchberg. Vorin. 10. — Mainzlar. Nackm. iy 2 . — Lollar. Mds. 8: Kriegsbetstunde. Uathslische Gemeinde. 6V-,: Gel. z. hl. Beicht: 7: Hl. Messe: 8: Aust. d. hl. Komm. 9: Hochamt mit Pred.: 11: Hl. Messe m. Pred.: 2: Christenl. davWft And. Dienstag u. Freitag, abds. 8: Kxiegsbittand. Sams tag 16. Febr., nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. Beicht. — Diaspora Gottesd. am 10. Febr.: Grimberg 9*5, Hungen 9V 2 . — Ascher Mittwoch wird nach den Messen die geweihte Asche ausgsteilt. fehlungen gegen § 176 Abs. 3 des StGB, begangen zu haben. Er wird nach nichtöffenllickjer Verhandlung zu zwei Jahren Gesang nw verurtellt. — Ter Taglöhner Max Z o p f aus Ravensburg Uvhl emem Quartierwirt 76 Mk . die dieser in seinem Bett verfteat ^atte, urrd ging damit slüchttg. Er wurde inzwischen m K:et wegei: eines anderen Diebstahls vernckeilt und erhielt immneyr unter Ernrechnung der Kieler Strafe 4 Jahre Gefängnis. I Dar m sta dt, 6. Febr. Die nächste Sch lv u r g eri cht s - t ag ung für Starkenburg wird am 4. März beginnen. (Vor- itzender: Lairdgerichtsrat Schinidt, Stellveckreter: Landgerichtsrat Tr. Lehr.) Aus der Tagesordnung stehen vier Fälle, von den«: drei unter Ausschluß der Oessentlichte:t verhandelt werden dürften. I T a r m st a d t, 8. Febr. Der Kriegsinvalide Gg Täufer von hier, Vater von vier Kindern, bezieht eine Rente von 65 Mk. monatlich, ist aber teilweise erwerbsfähig. Dem Beispiel eines iürz- lich verurteilte:: Verwandten folgend, prellte er verschiedene vcurs- besitzer, irü-em er angeblich Dachausbesserungsarbeiten ausführte und sich teuer bezahlen ließ. Auch verübte er diese Schwindeleien verschiedene Male unter falschem 9^an:en. ,11nter Zubilligung mtU dernder Umstände erhielt er 6 Monate Gefängnis. B-iefkaften der Uedaktion. iAnouvme Tlufragcn bleiben unberücküchttat.» Zrau rc„ Kietzen. Wir sind nicht befugt, darüber Auskunft zu eckeilen. ^ c ^ p. M. 100. Wenden S:e j:ch an das Betrrebsanck I, dahun, wo Sie alles Nähere erfahren können. Vermachtes. * Ein polnischer Anw ärter für den Nobelpreis. Tie Krakauer Akademie der Wissenschaften hat den polnischen Romandichter Wladislaw Reyntont für den ltterarischen 9kobelpreis dieses Jahres in Vorschlag gebracht, und diese Kaudidaftir soll der Wiener Wochenschrift „Polen" zufolge günstige Lülsftcht .haben. Reymont ist einer der hervorragendsten polnischen Romandrchter «der Gegenwart. Sein Ron:an „Tie Bauern", der in deutsckstr Übersetzung bei Eugen Tiederichs in Jena erschienen ist, gibt ein Gemälde des ländlichen polnischen Volkslebens in größtem Stile und hat bei der deutschen Krittk wohl durchweg eine höchst rühmliche Msnahnre gesunde::. Gleichfalls in deutscher Uebertragung ist Reymonts sozialer Roman „Das gelobte Land", erschienen, dessen Schauplatz die große polnische Fabckkitadt Lodz mit ihren in:- geheurer: Gegensätzen bildet. Gegenwärtig arbeitet Reymont W: einen: großen geschichtlichen Romane, der de:: Niedergang.Polens und der: erster: Ausstarid von 1794 zum Gegenftande hat. per Dichter würde, wenn er den literarischen ddobelpreis erhalten sollte, nach Henrik Sienttewicz u:ü Frau Curie-Sklodowska der dritte Llstgehörige >des polnischen Volkes sein, dem diese Auszerchmmq zufällt. Meteoroiogische veodachtungen der Station Giehen. Leb- ji| o z ru- m>$ * 2 .2 1 - r* a- «i. a, ** 1 fc-» 1 ^ »-> 2 r = S = 2 1 %' 4 o ~ «2 3 lg 3 3/0 \ fXi 0» (ff ) OS | ÜO 1 ■s C JO £ A «» ^3 jO B St T* 5S2 Jts 2153 9g>$* *£& Wetter 8.' 2» - \ 1 8,2 | 7,7 1 95 10 Bed. Himmel 8.1 9” - 9,3 8,2 j 94 — — 10 V » 9. 7**1 - 8,0 7,4 ' 92 10 I H * Höchste Temperatur am 7. bi* 8. Februar 1018 ---- -s- 9,4' 6. 9'liedrigste „ * » » * 1^18 = — 7,0 C« Niederschlag 1,4 mm. Gießener Strafkammer. Gießen, den 8. Februar 1918. Der vielfach^ :nsbapndere wegen Diebstahls, vorbestrafte Andreas I. von Friedberg, der z. Z. ein-e 2jährige Zuchthausstrafe verbüßt, sowie der SrÄchmacherlehrling Karl G. von Friedberg, sind aiVellagt und geständig, in der Nacht vom 16/17. Mai 1917 eine:: dmn Hauptlehrer 2dj>. in Friedberg gehörigen Stallhasen :m Wecke von ca. 12 Mark und in der Nackst vom 29./30. Ada: v. I. zwei der Witwe E. in Fckedbevg gehörige Stallhasen :n: Werte von ea. 30 Mark ans umschlossenen Räunrer: entwendet zu haben. I. erhielt unter Einbeziehung einer ihm am 11. Januar l. I. wege,: D iebstahls zuerkannten Zuchthcn:sstrafe von 2. Jahren eine Gesanttzuchthausstrafe von 2 Jahre:: und 6 Monaten und der Angeklagte G. eine Gesamtgefcdrgnissttafe von 3 Monate::. Der HandAsmani: Isaak W. zu Rüddungshause:: ist vom Schösfengerickft Grüuberg von der Anklage des Diebstahls und der Tier.au älevei fteigesprocher: worden. Geger: dieses Uckell verfolgt die Staatsanwaltschaft Berufung. Es wird ihn: zur Last gelegt, mn 12. Juni 1917 die Schwanzhaare dreier den: Landuürt Ludivig L. ftn Wettershain gehöckger Kühe abgeschnittcn und cnt- :ve.ndck zu habe::, ferner ein Tier dadurch gegnätt zu haben, daß er die Schwanzhaare zu hart absckinttt, so daß einen Tag la:rg das Schwanzende blutete und dun Tiere hefttge Schmerzen verursachte. Ter Angeklagte bestcktt auch heute die ihm zur Last gelegten Sttaf- tcrten; trotzdem erachtete ihn das Geckcht was Grund der Zeugenaussagen für iibersührt und üenirtetlte ihn wegen der E:ftwend:mg der Sch:vai:zhaare zu 3 Wochen Gefängnis, bezüglich der Tierquälerei blieb es bei der Freisprechlmg. Tic Elise G., Wsttwe. von Bernsbirrg erhielt einen Strafbefehl vor: 20 Mark, weil sie anfangs Juli 191? Butter hergestellt ::ud dieselbe an andrere Eiinvohner verkauft habe. Mf ihmn geg-e:< den Strafbefehl erhobenen Einspruch:vurde sie von: Schösfeugerich^ Alsfeld frei gesprochen. Ge.ger: dieses llrtett verfolgte die Staats - anumltschafl Beri:fu::g. Die Angeklagte ist geständig, einem in 'Urlaub befindlichen Soldaten, ehe er wieder ins Feld abreis.e, Mlf Bitten 1,3 Pfund Bittier zu 2,50 Mark verkauft und an nnsns anderen Einwohner als E:ttgelt für geleistete Arbeit auf dessen Verlangen Butter gegeben zu haben. Das Gericht hob das angefochtene Urteil auf und verurteilte die Angeklagte zu einer Geldstrafe von 5 Mark bzw. 1 Tag Gefängnis. GerichlsfaaK. I Tarmadt, 7. Febr. Der verheivatete Schul Verwalter Kalbfleisch von Lampeck^eim ist geständig, zahlreiche Der Letzte Nachrichten. (WTB.) Großes Hauptyuartier. 9. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht. Nördlich von Passchendaele und westlich von Oppv machten wir in kleinen Jnfanteriegefechten GefangenL. TurS Vorsühlen einer schwachen Erkundungs - Mteilung bei Fontaine-les-Eroisellrs löste beim Feinde auf breiter Front heftige Femrtätigkeit aus. Herzog A lbrecht. Am Osthange der Lotes Lorraines hat ein Handstreich gegen die feindlichen Stellungen nördlich von Ronvaux Hr- Die frmrzüfische Artillerie war in einzelnen Mfchnitten zwischen Maas und Mosel tätig. Nördlich von rivrap wurden Amerikaner gefangen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Der Frieden mit der Ukraine ist heute 2 Uhr morgens unterzeichnet word en. * Bon den anderen Kriegsschmiplätzeit nichts Neues. Der Erste Generalguartiermerster L u d e n d o r f f. Die Lage in Rußland. Amsterdam, 8. Febr. (WTB. Nichta:nttich.) Nach einem hiesigen Blatte erfähck die „Times" aus Petersburg: Nack, lau bestätigten Gerüchten fahren infolge des Vorgehens des Generals Merejew längst die Eisenbahnzüge nur noch von Moskau bis Wvronesch. Aus stdolMw' wird geineldck, daß das bolschewistische Hauptguartier und der Stab :mch Petersburg .übergeführt werde:: sollen, weit die polnischen Legvonsioidaten emem Teil der russischen Front bedrohen. Die Versenkung des amerikanischen Truppentransportdampfers Tuscania. Washington, 7. Febr. (WTB. Nickstamtlich.) Reuter. Krieqssekretär Baker gab folge::de Erllärung ilber d:e Berfen- kimg der „Tuscania" bekannt: Tie Versenkung stellt sich uifteren Kckegsverluste:: in ihrer unbarmherzigsten Gestalt von Angesiast zu Angesicht gege:rüber. Es ist eine neue Herausforderung, er Satzung. 6. Verschiedenes. Um zahlreiches u. vimktliches Krschciaen wird aedeten. Gienen, den 8. Februar 1918. Der Vorstand. Die Rechnung liegt bei dem Vorsitzenden, Herrn A. Di ckors, Scha'rKenuraste 8, vom 14. Februar 8 Lage zur gefl. Einsicht der Mitglieder offen. Wie ZikpMcht-Vrma Sich» iE. V.) Somitoo den 10 Drnar, vachinitiazS 3 Uhr, findet im Smrle des „Psülzer Hofs" A. Rahneseld, Schanzenstrahe 2 gchsWe CtSkrslVersWMlskg statt. TageS-Ordnung: RechnunaHablage, Berichterstattung über VerctnsvmemöaeN' Versicherungsprämien, Neuwahl der Tarotoren, BerfchtedeneS. Gleichzeitig Vortrag über Zuchtrichtung, Pflege u.ro Fütterung der Ziege. Go wird hüflichit um aUseitiaes Erscheinen der Mitglieder, ebenso oer Frauen, gebeten. 807 Der Vorstand. t tllllllHIIIIIIIfKIIIIIKIIIIIIHIIIHIIIIMIIUIIIIillllllill imiiniHiniimiimitiiHiiiitiHiiuiiiiimtiiiixiuiii Schwarz-Weiss-Theater Programm vom Samstag, 9., bis Inbl. Kontag, 11. Februar. Bar Sa,l©n-Cowt»oy! Sensationelle« Wildwest-Schauspiel in 3 Akten. Maria Orska, die beliebte Tragödin, in ihrem besten Filmwerk Das letzte Eennen Die Tragödie einer Ehe ln 4 Akten. _Hauptdarsteller:_ | Hugo Flink. | und außerdem hochinteressante Pferderennen. Ab Dienstag: " 991a Wanda Treumann in: „Das Opfer der Gella Rogesius“. injifimiiifiwiHMnmiiiiimmiiniiiiiiiiHiiiimiii Der Voranschlag der Gemeinde Leihgestern für 1918 liegt vom Montag den 11. Februar d. F. eine Woche lang bei der Unterzeichneten Stelle zur Einsicht offen. Einwendungen können schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Ausmärker haben zu den Umlagen beizutragen. Leihgestern, den 8. Februar 1918. Grotzh. Bürgermeisterei. 1011 Jagd - Verpachtung. Am SamStag deu 2. März 1918, nachmittags 3'/, Uhr, wird die Jagd der Gemarkung Oberbiel, groh 545 ha, darunter 210 ha Wald, in meiner Schreibstube zu Oberbiel öffentlich vervachtet werden. Oberbiel liegt etwa 20 Minuten vom Kahnhof Albshausen der Lahn- bahn entfernt. 1V07D Oberbiel (Kreis Wetzlar!, den 5. Februar 1918. Der Jagdvorsteher: Paul. Jagd - Verpachtung. Am Samstag den 2. März 1918, vormittags .IV 2 Uhr, wird die Jagd der Gemarkung Niederbiel, grog 823 ha, darunter 425 ha Wald, in meiner Schreibstube zu Niederbiel öffentlich verpachtet werden. Niederbiel liegt etwa 20 Minuten vom Bahnhof Burgsolms der Lahnbcchn entfernt. Niederbiel tKreis Wetzlar), den 5. Februar 1918. _ Der Jagdvorsteher: Heed . 1006D tm Fürstlichen Forstrevier Hungen. Distrikt Tiergarten, am Montag den 11. Februar 0 . I. Anfang 10 Uhr vormittags. Zusammenkim fr an der Hungen—Schottener Straffe bei der Grube Abendnern. Es kommen zum Verkauf. Nutzholz: 3.5 Rm. Esche, 4 Mir. lang 72 Stück Fichten-Bohnenftangen. Brennholz: 114 Nm. Buchen-Scheiter 488 87 1764 168 8 37 m alles iu'der Nähe'der Stamm-Prügel Prügel Reiser Reiser Stamm-? ÄmNeise Eilten Eichen- und Buchen-Gtöckr Eichen-Retser Fichren-Nutzretsts. Dar Holz ützt alles tu der Nähe der Eheruflee Lü K»n. von der Station Hungen. und BrauafelS» den 5 Februar 1918. Fürstliche Reutkammee. 08?D Deffentl.Inventarversteigenlng Dienstag de« 12. Februar laste ich in der Hof. reite Wetzlarer Stratze 31 mein gesamtes totes und lebendes Inventar gegen Barzahlung versteigern. BerfieigeruugSanfang 9 Uhr vor«, Vesichtiguvg 2 Stunden vorher. 4 Pferde, Esel, Jungvieh, 15 trächttge Lamm- schase, 5 Lammschafe mit Lämmer. Sämaschine (2 M.) Selbstbinder (neu), Grasmäher, Kartostelrode- maschine, Holzeggcu, verschiedene eiserne Eggen, Federzahueultivator, Hackmaschine, Scheibenegge, verschiedene Pflüge, Ackerwagen, gr. Biehwage mit Gewichten, Dezimalwage, Kettevwage, Ringel- Walze, 3teilige Holzwalze, Henweuder, Heurecheu. Fegmühle, 3 Flegel, Wirtschaftswage« mit Kaste«, Eruteletteru »md Ketten, kl. KasteOwage«, gr. u. kl. Handwagen usw. Betten, Tische, Stühle, Schränke usw. Iauchepumpe, Wastcrpnmpe, gr. dbflketter und Obstmühle usw. Landauer, Break, stlberplattterteS Thaiseugefchirr ein- u. zweispäuuig, Schlitte» »tt rote« Plüsch- Polster und Schelteugeläut. Ferner alle in der Landwirtschaft gebränch- licheu Handgerateschaste». Alles in sehr gute« Anstand. Bntzbach (Oberheste»), 1. Febraar 1918. 83 iv_Bernhard Reitz. Achtung ^kr'Sßfjfenidonci s d. vorgeschriebencn Preisen sowie gute Lchnbriemeu ab- zugeben. Karktxlat- 17. 111. K. 23/17. Freitag deu 8. März 1918, nachm. 3 Ubr, werden in unserem Amtszimmer die denPeterScheppEbeleuten zu Burkhardsfelden zugeschriebenen, nachstehend ver- zeichneten Parzellen versteigert : Flur 8 Nr. 297 10 -- 280 qm Wohnhaus mit Hosraum hinter dem Steeg, zwischen der Chaussee rmd dem Mittelweg. Buchnerstr. 2. Flur 8/ Nr. 3,V/, 0 - 250 qm Bauplatz daselbst. Flur 8 Nr. 35°/, 0 = 230 qm Bauslatz daselbst. Flur 8 Rr. 3ti%, = 231 qm DohnbauS mit Hosraum daselbst, Glaubrechtstr. 9. Gietzen. den 22. Januar 1918. Grotzh. Ortsgertcht. I. B.: Leo. 646D Schüler oder Schülerinnen v. auswärts, die die hiesigen Schulen besuch,nnd. ganze od. teilweise Pension b. Frau llr. LLVrl^D., Bahnhoftir. 45. m M'WkM W 8 W Empfehle meine 2 Bl. W., 90 Pt., 1 DR.-Sch.-Nammlcr. Deckgeb. 1 Mk. 09142 s. SrrlsL. I. d. Eichgärten23. ilk Zreiwillige Versteigerung. Montag de« 11. nnd Dienstag de« 12. >. M., vormittags von 9—12 und nachmittags von 2—5 Uhr, versteigere ich in der „Krone" hier für Rechnung, den es angeht, gegen Barzahlung: MobiliargegenstSnde a«er«rt,wie Betten. KleiderfchrSnk«, SpiegeNchränke, Wafchkommo- »eu. Nachtschränkchen, Chaiselongues. Tische, Stühle, Teppiche, Borlagen, Läufer, Gardinen» Sofakiffen, Spiegel, Bilder, Aegnlatenre, Garten- nnd Balkonmöbel, Bertikos, ein Büfett, 1 Nähmaschine, 1 Rähtischchc«, eine» Herren- und 1 Damenschreibtisch, l Bogel- käsig mit Ständer, 1 Trumean. 1 Wäschemangel, 1 Kopierpresfe, 1 Ledertoffer. eine» Kinderwagen, Gas» und «lettr. Belenchtungs- körper, Petroleumlampen, Waschgar,litnren, oiletteneimer, Wasserftaschen. Wassergläser, großen und 1 kleinen Eisschrank. 2 Küchcn- ttsche, Küchengerät und Porzellan, eiserne Bettstellen» 3 rote und 2 braune Plüsch- garniturcn (Sofas nnd Sessel usw.), sowie 3 vollstäudigc Schlafzimmereinrichtuugen. Berfteigevnng bestimmt. 'MK Die Versteigerung der 3 Schlaszimmerein- richtungen findet erst am Dienstag nachmittag statt. Bad-Nauheim, den 7. Februar 1918. S t « u l, Gr. Gerichtsvollzieher. 959 »oer Metals Bakahofstrafit 69 . Beginn des neuen Schuljahres Anfang April 1918. Geschlossen durchgeführte HalktaJires- «ad JaHresklassta d. geprüfte Handelslehrer Anmeldungen rechtzeitig notwendig. Privat-Kurse in einzelnen Haadelslfiehtra: Buchführung Stenograph i« Maschinenschreiben Sektoaehreitoa aew. können jederzeit begonnen werden. Prospekte frei. Persönliche Rücksprache das Richtigste. 826 Gründl. Unterricht in 1004 HimMss Stenographie Buchführung u. allen Handelsflchern durch bewährte Lehrkräfte. Tagea-n. Abendkurs® Beginn neuer Kurse Aafaug April. Honorar für Einzelfächer Mk. 10.— für Korse nach besond. Vereinbarung. Anmeld ng ägllch. Kostenlosest llenvennitt- lun'g. FraDzVogt&Go-.GieBen Coothestr. 32. Tel. 2034. k- lä ferkaoi von Smtiauttäten, MöbM. nonsen Emrichtungcn, Alteisen. sowie allen von mir gesllhNen Artikeln. 78 Louis Rothenberger. Königliche Obersörsterei Krofdorf- Im Wege des schriftlichen Angebots soll das zum grötzten Teil bereits fertig aufgearbetteke Fichtenrundhol- tStammhol») aus dem Einschläge des Wirtschaftsjahres 1918 von 17cm Mtttendurchmester aufwärts oer» kauft werden. Los 1: Schutzbez. ztrofdorf rb. 240 Fstm. Rumdholz I.—IV. KL Los 2: Schutzb. ^ Salzböden i rd.460Fstm.Rundh. I.—IV. KL Los 3: Schutzb. Stoppetberg rd. 300Fstm. Rundh. L— IV. »L i. fti. II. äi. ui- KI. IV. ÄL Anbaltspreise wr LoS 1 I 52 Dt. ! 4« M. ! 40 M. I 36 M. * „ ^ 2u.3 !50M. l45M. !3SM.!94vr. Hegemeister Echternacht. Krofdorf, Hegemeister Bratze Forsthaus Waldbaus, Förster Schuch. Forsthaiis Slopoee- berg, lverden auf Verlangen das fertige Holz vorwetfe» und Auskunft geben. Die Gebote Ünd schriftlich abzugeben. Sie müssen ftr verschloffenem Briefumschlag mit der Aufschrift »Ftchlen- nutzholz-Verkaus" bis zum Montag deu 18. Febr. d. nachmittags 0 Ubr, der Oberförsterei Krofdorf, ^retS Wetzlar, einnereicht werden. Die Gebote sind loSweise und nach Taxklaffen getrennt auf volle 10 Pf. abgerundet je Festmeter Derbholz abzugeben, sie mllffen den ausdrücklichen Vermerk enthalten, dast Bieter den Holz- oerkaufSbedlngungen sich rückhaliSlos unterwirft. Jeder Vre er hat feinem Gebot eine Bescheinigung der KriegSamtstelle beizukügen, dag er das Holz zu Heere-- zwecken benöttgt. BerkautSbedingnngen gegen ErstatMag der Schrctbgcbllhr von der Obersörsrerei zu beziehen. Eröffnung der Gebote am 19. Febr., 9 Ubr vorm., auf dem Geschäftszimmer der Obersörsterei in Gegenwart der etwa erschienenen Käufer. 989 B SilMßeiMU der 6taM ßitlra. Montag den 11. Februar 1918, vormittags 9V, Ubr beAiinend, werden in den Waldungen der Stadt Gieheu im Bezirk deö Forstwarts Arft - Hochwart, AbteUung Fernewald Nr. 18—23, meistbietend versteigert: 0,7 Rm. Birkenknüvvel, 1.4 „ Aspenknüvoel, 1250 Wellen Buchenreing, 550 „ Eichenreisig, 940 „ Kiesernreing. Ä , _ , 800 „ Fichtenreistg. Dt^ Zusammenkunft ist auf der Kreisstratze Annerod— Stein bchch an der Strangswiese. Holzhändler sind vom Milbieseri ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen Etgen-Be^darf steigern. Giehev' den 4. Februar 1918. 8848 Ter Oberbürgermeister. I. V.: G r ü n e w a l d. Nadelnuhholzverküuf. Aus dervForstwartei Gietzen I IFörster Brück-Rödgen, Abteilung 25,' unmittelbar an der Grünberger Stratze am Bahnübergar.^i kommen im Subntissionswege zum Verkauft Los I 35 Füchten-Stämme III. Klaffe mit 56.95 Festm. /r ir 86 n ^ IV. „ „ 96^6 „ III 132 ^ „ Va . „ 87.K ^ - " 77 " ^ " Vb n „ 2Ü28 ^ * V 2 Kiefe-rm-Stämme IV u.V^ „ 1,08 „ r VI 7 Flcht?Ll-Derbstangen 10— 13 mit 1,21 „ Das Holz ist uusgearbeitet, unentrindet und mit der Rmde gemeffen. Das Gebot ge.^t auf den Festm. und ist ftir jedes Los besonders anzrigeben. Gegen ansreichende Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 15. November 1918 gewährt. Angebote stnd .^"rschloffen und mir der Anflchrift »Nadelnutzholzverkau?' bis spätestens 11. Februar, vormittags 10 Ubr, hierher einzureichen, woselbst um die angegebene Zeit .die Eröffnung der Angebote in Anwesenheit der etwa »Erschienenen Bieter erfolgt. Gietzen, den 1. Febriinrr 1918. 8L58 Der Oberbürgermeis.^r. I. B.: Grüne Wald. Städtischer Eierverkanf. In der Wocke vom 1L—tf7. Januar d. I. werden an die DeengSbcrechttgle« gegen Abgabe der Etermarke Nr. 24 je 2 Eier abgegeben nnd Anxm: Cierbandlung steinreich: 1. Bezirk Montag 2. * Dienstag 3. „ Mittwoch 7. * Donnerstag lt n Freitag 12. K Samstag. Molkerei Gebrüder Grieb: Bezirke 4, 5, 6, 8, 9 und 10 in den ftir die Butterabgabe bestimmten Verkaufsstellen an den Hierfür festgesetzten Lagen. Der Preis beträgt 40 Pfennig für das Stück. Giehen. den 8. Februar 1918. 10006 Der Oberbürgermeister sLebensmittelamt). Bekrmntmachttng. Das im Monat Januar d. I. fällig- gewesene 5. Riet Gemeinde steuern und AmaLgMHren für das 191? kann noch Ks emsdst. 2. MKrz d. I. ohne Kvsten bezahlt werden. Diejenigen, die mit der ZahütNl, dieses Zieles noch im Rückstände sind, werden hiermit gemahnt, die Abgabe bis zum 2. März an die Stadtkiaffe zu eritrichten. Vom 4. März an be-ginrtt die Bcrtreibung, nwdnrch Pfän-- dungÄosten entstehen. Ueberwersung^n im Bank- und BtMcheckver^ehr tnüssen am 2. März ebenfalls gut-- geschruberr sein, mrdernfalls die Beitreibimasllosftm erhoben werden. Gießen, den 8. Februar 1918. 1001D Der Stadtrechmer: Mäser. kfiädt. dfrbeitsnachu)ci$ giessen. West-Anlage 33, Teleph. 2054. Es können eing'estelll werden: ^ a)beihiesigenTtrbeitgebern: 2 Eiiendre^r, 4 Schlosser. 1 Bäcker, 4 Schreiner, 1 Heizer. 1 SchrveLer, 1 Schuhmacher, 30 Vilssarbeiter für Eisen- bahn nnd Industrie, 10 Bauarbeiter, 1 Photographen- gehilfe, 1 Weißbindergeselle. 2 Wächter für Wach- und Schließgesellschrft, 6 Kvlstenbader, - einige jugeudl. Arbeiter, 1 fting. Pferdcdursä)e, 2 Streckenarbeiter, 1 Stuk- .kateurlehrlmg; d) bei au swärtigen Ar bertgebern: i Werk-eugschlosser, 1 Fabrikschlosser, 1 Schuhmacher, 1 Mcker, 5 Maurer, 1 Heizer, 80 Hilfsarbeiter für In- dustine^. 10 Arbeiter für Stecnbruch, 5 Schreiner, 6 Php- togcv'-pyengehilsen, 1 Ktassengehilfe, 70 gesunde Arbiter, 15 Streckenarbeiter. 3 Bahnarberler. EZ suchen Arbeit: 1 Obertz'ärtncr, 1 Bau- und Maschinen-Jngenieur, 2 HanLLr'Pvrsgehilfen (1 für Neb'nbesclstiftigung!), 1 Bnrecm- gehilfe, ä jüng. Re wvaltss ch reiber. W e i b l t ch e Abteilung Bei hi.e^si'g'en Arbeitgebern können eingestellt werden: 1 Köchin 1\7 Dienstmädcl)en, 14 Lausfrauen, 10 Mädchen für Ba^ndiensr, 1 landio. Mädckxm; bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landw. Manchen, 7 Dienstmädchen. 1 Kindermädchen, 1 Servierfräub^'n. Es suchen Arbeit: 1 Erpedientin, Maschine-nsäweiben Etatn, 1 Stcruv typistm, 1 Verkälts errn, jinrnp Mädchen, die -um Teil Maschinenschreiben erlernt 10V3Ü