Nr. 30 Erster Blatt 168. Jahrgang Ter Gletzerier Anzeiger erscheint täglich, ander Sonntag?. - Betlagen: Girtzener Zamilienblatter; Nreirdlittl ffir len Kreis Siesten. Bezugspreis: monatl. 1 20. vierteljährlich Mt. 3 60-. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.10; durch die Post Mt. 3.60 viertel« jährl. ausschl. Bestellg. Ferniprech - Anschlüsse: pofischeSkonto: Zrantsmt a.M. U686 ral-Anzeiger für Oderhessen Dienstag. 5. §ebruar 1918 Lnuuymr von Anzeigen s. die ^agesnummer dis zu in Nachmittag vorher ohne jedeBerbindlichkeit Zellenpreise: für örtliche Anzeigen 25 M.» für auswärtige 30 Pi., ^ür Reklamen Mk. 1.— ; bei Platzvorschrift 20% Aufschlag. Hauvtschriitleiler: Aug. Goetz. Beranttvortlich für Politik u. fteuiUetün: Vankvertehr: Aug. (öoetj; Stabt >md 6t»e,bebaut •«»<> «rt'Ä für die CchnttlemmaNZ _ _ Verlag.lAcfchäitss!elle51 " " ^ ^ 1 w „„ ' ' _ - x * A ~ Änzetgentetl: H. Beck; rich^mAnzeigerSietzen. 3wMingrnin--ruÄ u.Verlag: vrShi'sche Univ.-Vuch. u. §tein-ruckerei «.Lange. Zchrlstleitung, Geschäftsstelle u.Druckerei: Zchulftr. L. sämtlich ln Gießen. Kühlmann. Lzernin und Ludendorff in Berlin. __: jr, cm.™ •a^x.n X*r ->»» wrrf ttivfi (WTV.) Großes Hau-tqusrtier. 4. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. . A« vielen Stellen Der Front Artillerieiätigkett, die sich namentlich in Flandern zwischen dem Houthoulster-Wawe und der Lys, sowie beiderftits der Scarpe gegen Abend sttr- ^^Westlich von Bellicourt scheiterte ein starker Erkurr- duugsvorltoh der Engländer. ^ _ An der Ai.ette nördlich von Braye drangen die Franzosen vorübergehend Ln unsere Postenstellung ein. Eigene Infanterie und Pioniere holten nordwestlich von Bezonvaur 19 Gefangene aus den französischen Gräben. <*n Luftkämpfen und von der Erde aus wurden in den beiden letzten Tagen 18 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone zum Absturz gebracht. Italienische Front. Zwischen Etsch und Piave vielfach ArtilleriekanM. Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquariiermeistcr * Ludendorff. Die Abrridberichre. m Berlin. 4. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Kon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Die Führer der bürgerlichen Ncichstags-Fraktionen haben den Antrag aus sofortige Einberufung des Reichstags abgelehnt, und so unterbleibt das unfruchtbare parlamentarische Gerede über eine Sache, die sich rasch von selbst geklärt hat. Die Ernüchterung der Sozialdemokratie ist diesmal recht groß, und die amtliche „Nordd. Allgem. Ztg. sucht Herrn Scheidemann und Genossen die Lage noch etwas deutlicher zu machen mit dem Hinweis aus das englische Munitionsgesetz, das alle Arbeiter und Fabriken unter Staatsaufsicht stellte, und mit der Bemerkung datz auch der Deutsche Reichstag nach den Erfahrungen dieser Woche für eine derartige Maßregel Verständnis aufbrächte, wre wohl fauch den Partei«! nicht verborgen geblieben sei, mt. letzt dringend danach verlangten, daß das Parlament zusammen' tritt. Eine sehr feine Warnung und Beleuchtung der Phrase des „Vorwärts", daß die „ungeheure Volksmehrheit" hinter den Streikenden stände. Und was sagt der „Vorwärts i e tz t dazu? Er rappelt durchaus nicht mehr so geräuschvoll mit dem Volksknüppel, sondern klagt nur mit etwas Bitterkeit, die Rechte werde nach dem ihr von dem Regierungsorgan zugeworfenen Köder gierig schnappen. Die Sozialdemokratie aber, so schliebt das Blatt seine Betrachtung. „lehnt es ab, für Dummheiten verantwort lich gemacht zu werden, die sie nicht verhindern kann und für die Folgen, die diesen Dummheiten notwendigerweise entspringen". Das klingt wenigstens ein wenig klarer tzmd ist auch ein bißchen vernünftiger als blt gestern hier ~ . " ' "" lw nun doch heraus, Mr hoffen, das schweizerische Blatt wird durch die kommenden Tatsachen dazu gebracht werden, ferne leisen zitierten Sätze desselben Blattes. Es ist also . datz die ganze Bewegung eine „Dummheit" war, und über dieser Erkenntnis kann man vorläufig schonend die Akten schließen. Den Rcichstagsabg. Dittmann aber hat vor dem Berliner Kriegsgericht bereits die schnelle Strafe ereilt, und man muß gestehen, die Vorhaltungen, die hier der Verhand- lmigsführer dem Angeklagten machte (siehe nachfolgenden Bericht!) sind in ihrer Knappheit hinreichend, und drei Tage Reichstagsverhandlung hätten die Wahrheit auch nicht besser . Zweifel an der inneren Festigkeit des dentscyen Volkes wieder anfzngeben! Es ist aber wichtig und bedeutungsvoll: unser Verhalten in der Heimat wirkt schrvettwivgend aus unsere Aussichten an den entsäieiderrden Kampffronten. Wer den Krieg verkürzen, den Frieden beschleunigen will, der trage still, ohne schädliches Gerede und Politisieren, die unvermeidlichen Beschwernisse, die uns die harte Zeit noch bringt. ____ Die österreichisch-ungarischer, Tagesberichte. Wien. 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: . Zwilchen EtschundPiave lebhaft? Arnllenekämpse. Oesllich der Brenta wurden zwei feindliche Erkundungsvor- stötze abgewiesen. ^ ^ Der Chef des Genrralstabes. * . * Die Verhandlungen in Vrest-Litowsk. Breft-Litowsk, 3. Febr. (WTB Amtlich.) Heute vormittag hielt die deutsch-österreichisch-ungarisch-rusMche Kommission zur Regelung der politischen und territorialen, Fragen eine weitere Sitzung ab. Tie BespreäMngen begannen mit einer Aeutzerung des Staatssekretärs v. Kühl mann zu der Frage der Emladnng bzw. Zulassung von Vertretern der westlichen Randstaaten .zu den Berhrndlungen in Brest-Litowsk Ter Staatssekretär erklärte, der frühere Standpunkt der Mittelmächte in deö Angelegenheit sei vollkommen unverändert geblieben. Herr Trotzki führte aus: „Wir unsererseits erkennen die Selbstmidigkeit und llnak-hängigkeit des polnischen Staates im vollen Umfange an, aber wir können mcht die klugen vor der Tatsache verschließen, daß die Selbständigkeit nur mne schern- bare ist, solange Polen unter dem Regime der Besetzung steht. Gerade deswegen, weil wir die Selbständigkeit des twlmlchen Volkes und seines Staates anerkennen, können wir, ohne ö?e Seid- ständigkeit des polnischen Staates anzutasten, doch mcht cneremgen Vertreter, die durch den Mllen der besetzenden^Bchorden: »nge- setzt sind, als Vertreter des polnischen Volkes mrsehen. Als be-- vollmächtiat Mr Teilnahme an diesen VerhanÄungen konnte er nur eine Lrtretung Polens ansehen. d,e stch aui die perlen Mafien stützen würde. Er möchte daVurf aufmerk;am machen, da« me russische Delegation, wenn sie die Regierung Kucharezen^ry mcht als bevollmächtigte Regierung des polnischen Volkes anseye, damit durchaus mcht sage, daß sie die Unabhängigkeit des polnischen Staates und des polnischen Volkes nicht anerkenne. In Erwiderung fyterauf wies Ltaarssekrerar von Kühl-- mann zuerst auf die Aeußerungen hin. die Vertreter der MUte!- machte bei den Kommissis>nssitznngen am 11. und 15. Januar zu dieser Frage abgegeben haben. Anknüpfenü hieran bemerkte der Staatssekretär, er wisse nicht, warum der Vorsitzende der russischen Delegation von den westtichm Randvölkerü heute Polen atrsgesondert habe. Tie Angelogenheiden der Polen, Litauer und Kurländer seien bisher, zusammen erörtert worden. Er glaube aber einen gewissen Fortscli-ritt darin erkennen zu können, daß Trotzki die Selbständigkeit des polnischen Staates im vollen Umfange anerkannt k>abe. Wenn der Vorsitzende der russischen Delegation auch für die anderen westlichen Randvölker Rußlands die Selbständigkeit anerkennen wollte, so würden die Verhandlungen hier mit einen erheblichen Schritt vorwärts kornmen. In Beantwortung einer vorl^er gefallenen Bemerkung Trvtzns. daß die Rogicrrmgen der Mittelmäclste die neue 'finnische Regierung nrnl, nicht anerkannt hätten, erklärte Staatssekretär von Kühl mann, er sei über die Vorgänge in Finnland n-och nicht genügend unterrichtet, doch seien ihm von zuverlässiger finnischer Leite zahlreiche Klagen i-arüber zugek-mmen. daß die russische dort »in die iititeren Kämpfe eingegriffen habe und dnß die mehrfach geäußerten Wünsche ans Zurückziehung der russischen Truppen von dem finnischen Territorium von der ruplschen Regierung nicht'in befriedigender Weise beantwortet nwrden teien. Die S-tellungnahme zu den durck, die Ereignisse in Finnland ge- schassenen Zuständen müsse daher durchaus Vorbehalten bleiben. Gras C z e r n i n wies darauf hin. daß Herr Trotzki eine ganz richtige Unterscheidung zwischen den Staaten und deren Regierimgen gemack>t habe. Trotzki erkenne nur die Selbständigkeit des polnischen Staates an. wolle jedoch baß Recht der dort bestehenden Negierung, dielen Staat zu vertreten, nicht anerkennen. Mit Besriedigimg konstratrere er. daß Trotzki mit seinen heutigen Erklärungen wenigstens die Eristenz der Selbständigkeit be3 polnischen Staates anerkenne, womit eine Annäherung der beiderseitigen Standpunkte angebahnt zu sein scheine Dagegen vermöge er nicht zuzugeben, daß die Frage, ob die gegenwärtige polnische Regternng den polnischen Staat zu vertreten berachtigt sei. dem Schiedsspruch einer dritten Regterung nnterltege. Zur sinnländischen Frage bemertt dann Herr Trotzki, vre Petersburger Regierung l>abe die Unabhängigkeit Finnlands wahrend des Krieges anerkanM, so daß sich damals noch L.rupprnteüe, die am Kriege teilnahmeir. aus finnischem Boden befarten Ms der finnische Senat sich mit der Bitte um Anerkennung der Selbstanvrg- teit Finnlands ntach Petersburg gewandt habe, habe drcse selbst den Gedanken geäußert, drß die Truppen spätestens nach Abichluß des Krieges zurückgezogen würden, falls es mcht aus mrlrtarischen Rücksichten' möglich wäre, sie schon srüber zurückzuzrchen. Zur Herbeiführung eines Einvernehmens hierüber sei erne Kommission gebildet Als nun in Finnland vre Revolution der Arbeitermassen de- gom, Wx iich bie KwnfdX Sorwldmwkrat« an d»e n.ssisÄcn Truppen mit dem WunsÄe «wenbrt ba6 I>c6 btefc njAt tn b« Kmnpi« ekrmischen nröchtern Em inesem Wunsche ennvrc^nbeÄ Telsgrmnrn sei von rlxn selbst an dir frmrische R-chcrrmg gesonbt sei nicht ausgeschlossen, dast fn ulÄe n W teüungeu der russischen Truppen und T«-en der sucnilchen Md-grrarme- Zn- sn Ganq. der inneren KSmpse in Rnnlanb hStte" haben Knnen Was bte heranzreNtng polnischer Brr t retrr betresse, so werbe e,chränkt das Recht de« polnischen Vsttes an. selbständig und un-abbängig zu «rstreren. Aber er ivolle nicht die Auaen davor verschließen, daß dieser polnische Staat jetzt von fremden Truppen besetzt sei. und daß die sogenannte polnische Regierung sich mrr innerhalb der Grenzen betvegen dürfe, kie iln vmi oben her gesteckt würden. Sei der polnische -Ltaat nn Staat, so müsse er goograp-ische Grenzen haben. Wenn nn L>taat wm&n noch arm Mria habe, dann ia tu fwi Staat und kein Königreich. Man habe es hier mit noch nicht enUllllg gestalteten Verhältnissen zu tun. Aus die Bemerkungen des Voriitzen^n der österreichisch-ungarischen Delegation habe er zii erwidern, datz snne Regierung durchaus nicht als Schiedsrichter m dieser terage aus- treten wolle. Sie schlage nur einen Weg kür die Nachprüfung der > Berechtigung der polnischen Regierung vor. . _ ^ In Erwiderung hierauf bemerkte Grat Czernin,^ct darauf aufmerksam machen, daß dis Delegationen der verhandelnden Mächte nicht hierhergekommen seien, um einen geittrgen Rrt'gkamM auszufechten. sondern zu versuche^ ob und sei, zu einer Verständigung zu gelangen. Für ^e Vertreter eines fremden Staates sei es schwer, festzustellen, iwvtewett eins in einem anderen Staate bestehende Regierung zu Rechr bejtehe. Tie Fortsetzung der Erörterung üE^r diese Frage \c\ tema sich nach unfruchtbar.- Der polni,che Staat sei. m seiner Entwicklung begrissen und sein Entwicklungsprozeß noch Nicht abgeschlossen. Deshalb habe Polen. wie H-err Trotzki ganz richtig bemerkt habe, auch noch keine feststehenden Grenzen. Aber auch die ruspsche Republik. die noch in der Entwicklung begrrsfen ser. habe noch keine teststehenden Grenzen, was indessen die Mächte des Bierbundes nicht hindere, mit der gegenwärtigen rufinchen Regierung zu verbandeln- ohne sich auf die Prüfung il)irer Legittnntcü ernzulassen Wemi! Herr Trotzki gegen die Viächte des Bte^rndes ben Vorwurf zu erheben scheine, idaß sie die neue sumnsche Regierung ?ich^ttkenntenZ so müsse er teststellen, daß ihm von ^A^icht emn N^verstä^ digimg nichts bekannt sei. Daß die Mächte des BrerbM>es ülmgenS auch bereit seien, mit dZn Mgierungeii zu v^^ln^e sie für ziemlich radikal iyaittn , gehe aus der Tatsache der .Btester Ber Handlungen zur Genüge hervor. „ Staatssekretär v. Kühlmaun fugte hinzu, die zweite klärung des Vorsitzenden der russischen Delegation habe gezeigt, daß es schwer sei. ohne den Wortlaut ,o weiteeichender Erklärungen vor sich zu haben, sich ein srchetes Urteif u&er & a 3 GMagte zu bilden. Da ein Widerspruch rn den Erklärungen eines so geschulten Dialektikers, wie .Herr, Trotzki es sei. ausgeschlossett erscheine, so liege ostenbar ein Mißverständnis von seiner ^eite vor. Aus der ersten Erklärung ^rotzkis habe er den Eindruck gewonnen, als hätte der Redner damit rückhaltlos in vollem Umfange die SelLständigkeit des polinschenStaates anerkannt. Nun habe aber Tvotzki in seiner zweiten Erklärung anSgefühtt, v'aß Polen mangels fester Grenzen und mangels emes Könms weder StLSWWtÄTfci W^tteÄ^'fÄ die SM. ständigkeit eines Staates,anzuerkennen, der gax, fern öteöt t L Er müsse aber doch daraus Hinweisen, daß man Uch vollftandigm ten Wolken verliere, wenn man bie Grundlagen aner tmoa»i juristischen Instruktion verlasse. ^ Am Schlüsse machte Staatssekretär v. Kü hl mann Mitteilung davon, daß er durch unabweisbare Pflichten gezwungen sei. aut kurze Zeit zu verreisen, frie Seit, bte mfolge deiner Abwesenheit für die Sitzungen der politischen Kommttswn verloren gehe, würde durch Verhandlungen von Macht M Macht zwischen den anderen in Brest vertretenen verbündeten Delega^ tionen und der russischen Abordnung, sowie durch 'Arbeiten der Rechts- und Handelskommission puszufüllen sein. Tie Sitzung wurde hieraus geschlossen. * * * Waffenstillstand-Verhandlungen mit Rumänien. Berlin. 5. Febr. Laut „V. Z." beginnen heute in Sinaja die Verhandlungen zwischen dem Brerbunde und Rumänien über den Abschluß eines Massen st rllstandes. Trotzki über Rumänien. Amsterdam, 4. Febr. (WTB.) Emein hieftgen Blatte zufolge erfahrt die „Time s" aus P etersburg.: uo tzkt erklärte tu einem Gespräch mit Vertretern der Pres,e, datz dre ruffische Republik an stiumamen nicht den Däeg erklärt, sondern nur den rumänischen Gesandten ausgewiesen habe. Trotzte sagte, wir Mhrew nur den Bürgerkrieg gegen die rumänischen^ Generale und die Bourgeoisie, die den Krieg an die russischen Soldaten und tmsere demokratischen Einrichtungen an der rumänischen Front erklärt hüben Wir kämpfen nicht mit den rumänischen Arbeitern. Es soll eine demokratische rumänische Regierung mit jeder denkbaren moralijchen und materiellen Unterstützung Rntzlands, ms Leben gerufen werden. Wir werden diese Regierung nnt dem Gold des in Moskau beschlaguahmten rumänischen Fonds verstehen Mit der alten rumänischen Regierung wird ohne Ramicht verfahren werden. Wir sympathisieren mit den rumänischen Demo- -kcaten in Rußland, aber wir behandeln die Vertreter der rumän^ scheu Bourgeoisie als Geiseln, wemi die rumänischen Generale trat dem Aufmarsch ihrer Truppen sortfahren. • „ London, 1. Febr. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bii- r«ms. Tie „Times" erfahrt aus Petersburg, daß wn dram ber Entente-Gesandten in Petersburg um Verlängerung des Äb- teisetermms des rumänischen Gesandten bei der russischen Regierung nachgesucht wurde. Aber die Bvllchewite-Regio- rung. blieb unbeugsam. Der rumänische Gesmidte wurde von kinem besonderen Kommissar zur finnischen Grenze begleitet. In jedem Wagen des Extrazuges befanden sich zwei bewassnete wär- trosen. Als Di am an di aus der Gefangenschaft entlassen wurde, drahtete fr an die rumänische Regierung in Jassy, daß er aImme, daß die Volkskommissare ihn als Geisel für gesongene Bolsche- wiki-Agitatoren an der rumänischen Front sesthalten wolltyr, und er nach der Entlassung aus dem Gesälngnis schnfürch vev. spvechen sollte, die Befreiung dieser AgüatorLit zu bewerkstelligen Da also seine Freilassung die Form einer Auswechstung Kriegsgesmigenen annehmen sollte, weigerte er sich, dem Ersuchen stattzugeben. Er bat die rumänische Regierung um sffna ZmÄckberufung, erhielt aber keine Antwort. Wahrscheinlich sinv alle Telegramme von den russischen Behörden unterschlagQi worden. ^ Der französische Botschafter übernahm vorläufig die Vev» trettmg der rumänischen Interessen. Die Zustände in Nutzland. Stockholm, i. Sa n. (WTB.) Die Zustänbe kn De« tersburg werden von Tag zu Tag schlimmer. In der Nacht MM 1. Februar wurde das Mitglied des Zentralkomitees deÄ Ardoitec- und Sowaten-Deputationen Goldmann Hofer a u s - geraubt. In der gleichen Nacht wurde PreobraschenSkh' ettH Mitglied des Vollzugsausschusses des Arbeiter- und ^oldatew- rates, auf dem Semctisky-Markt des Mantels, der Briestaschs und des Revolvers beraubt, wobei die Banditen erllärten, daß jhe aus Befehl des Rates der Arbeiter- und Soldatew-Deputatio- nen alle Passanten zu imtersuchen hätten. Im Litemy-Rayott wurden Läden geplündert, darunter auch eine Niederlam: der Firma Termchohnik. Einige Plünderer wurden erschollen. In de« Nacht Mm 2. Februar wurde ein Weinkeller in der Gogolstro^,. geplündert. Maschinengewehre traten in Tätigkeit^ ZeituugSaai»^ Mten Kusolge gab cS über breißig P«Mmdet«. Die Schreckensherrschaft in Finnland. v^-^E>ckholm. 4 Febr. Nach Meldungen der Stockholmer «rattrr nanmt bie Schreckensherrschaft der Noten Garde in H el - NnHsors immer schrecklichere Formen an. Die ganze Nacht him- rurcr) kmck man Osvedr-eiker. Auch in letzter NLcht wurden wieder m ch rr re Bur«rr E^i.n. Nach Angabe der Gisenkchrcheamten **rr-rl '^E^Ga.tzc oud) tn Hclsingfvrs Unteruütziiiig durch dv rnUrschen Truppen urcker Befehl eines Kommissars. Unter r en heute na.ck?t Ermordeten befindet sich auch ein junger Arzt, der rm RoterELAlzk-Kra nkenhcm se an gestellt war. Nach Berichten von Angenzengen wurde der frühere General der finnischen Garde LUsdehiclm, der i«h, obwohl schon fiebrig Jahre alt, tapfer gegen die chn lckenallenden Soldaten der Roten Garde verteidigte. k 011 Utwermacht rÄerwaltiigt. getötet, dann mit Bajonettstich'n durchbohrt und rn einen Sack gesteckt. Tie Kriegsabteilung £-fJL5* u Li vlkskommissariats hat die russischen Soldaten durch Order anfgefordcrt, die Rote Garde Ln Finnland zu unterstützen. Die Berliner Beratungen. derlin, 4. Febr. (Priv.-Del.) Wie bekannt, ist heute erno Anzahl hoher Politiker und militärischer Persönlich- kerten in Berlin eingetroffen Die Verhandlungen erstrecken sich, rvie wir hören, einesteils auf die Ernährungs- agen, andernterls auf unsere Beziehungen zu unseren östlichen Gegnern und insbesondere ans den erhofften Friedensschluß mit der ukrainischen Republik Be rlin^ 5. Jan. 3m. Konferenz Ludcndorff-Kühlmann- iwnm sagt der „So Pa laus ei g er". Jedenfalls dürfen wir vorauf vertrauen, daß die Berliner Besprechungen einen rascheren' Verlauf nehmen werden als diejenigen von Brest-Litowsk Gene- ral Su^ndorff, der zu ihnen hierhergekommen ist, wird es wahr-, fchernlich ziemlich eilig haben, recht bald wieder ins Große Haupt- quartier zurückznkehren. In der „Berl. Volks ztg." lieft man: Alle Boraus- letzmrgen und gegeben, um mit der Ukraine, wenn nicht Unvorhergesehenes dazwischen kommt, binnen kürzester Frist Frieden zu schließen. ^ reuZz eitun g" hat Anlaß, eine Darstellung des für zutreffend zu halten, nach der auch die rumänische Fr a g e lert einigen Tagen in ein neues Stadium getreten sei. wcan glaubt, daß dye rumänische Regierung durch die Ereignisse ocr letzten Zeit eines Bessern belehrt, nunmehr entschlossen sei, aus chrer haltlos gewordene Lage die Konsequenzen zu ziehet und, dem Beispiel, der Kiewer Rada folgend, sich von Rußland und lernen Volksgeiwnen losxutösen. 9 Die „Mordd. ALgem. Ztg." über Kurland. "^ordd. Mg. Ztg." wird über die knrländische —«rndesversammlung und ihre Entsckließung eine Mitteilung twn guturtterrichteter Stelle veröffentlicht. Diese Landes- veesanrmlung faßte eine Entschließung, die lxscxgt, daß sie den sckMtz und Schirm des Deutschen Kaisers mrd des Deut schrn Rckches erbitte und Vertrauens voll als dir von der Bem>lkerung Kurlands entsandte Vertretung ihr Geschick ^ Hand dos Deutschen Kaisers und der von ihm ern- .resetzten Verwaltung lege. Außerdem bettet sie darum, einem EL^rMitte gewählten Landesrat zum Ausban ihrer geschichtlichen Vertasiung trnd TKrlnalttrng stellen zu dürfen iMnernsam mit der deutschen Verwaltung an viele ^ 'lmverständlich, heißt es in .3^ ' lOTe behauptet werden darf, daß ^ Willen der Gesamtbevölkeruna Mrr Aarsdmtch bringe, da er auf vollkommen versassunas Mgn Wege Mtandegekvmmen ist. Me Schichten der ^v olkvnmg sin d berauaezogen. 'Die Gesetzlichkeit der zu- ltandogekommenen Besc Mfle tst n icht zu bezweifeln. Die nationale IwaugSrationierung in England. Nach langem Zpg^rn hat das britische MwBSkabmttt beschlossen, nnt tunlichster Beschleunigung die n 7* iL KLV r a i n X e r u 11 9 einzuführen. Rhondda Sr T^^ ,f 010 v 81 - er hofic, daß die von ihm und emige anderc ^ Turnkte angeordnete l okale Ratio- ni^mg Anfang Man durchgefühtt fem werde, wmanf sofort Maßnahmen ergrrfien werden würden, daraus eine einheitliche Ratio- Smrze Königreich zu entwickeln. Anscheinend sollen ^L Öer, !l?? RattomccnngÄwzirke, in die das Land einqeteilt lo abgegrenzt iwrden, daß in jedem derselben die we sentliche n durchs dazu bestimmte Landwirt- ^chen. T« Schapung eines nationalen ^ebeNZMittel-Clarrng-Hause ru Änidon soll lediglich dazu dienen B nngegrmen werden könne, wo die Bestände un- ^ ^ «^«-nEver- 9 LanSdowne» Tiitigkeit. 'o 5 ' ^t T ‘ ® ie bie -.Mornrirg Post" melict, ™w,,r^. b sdvwoe rnm den Gewerkscdafton in Manümsirr. Binninghan, nnd Glasaow Einladunff-n »i '^ n Mehrfach dar-,csegten (SruX ernet Berstandrgung mit den MittelmächLeir. eim sicheres Gefühl der Stärke, Vir Vekräftigt Witt» durch die Eiw- lieitlichkeu der Anschauungen. der Gewissen und des Willens erstncbt als ein- zV«s Zwl dre Vetteiidigung der zivüisiettcn Völker gegen das brutale ^»orhaben der Unterjochung der Wett. Sie setzt den Gv- walttarM-etten des Frigides jene Ruhe enlgegert. die der Besitz der höchiüen^und immer neu ergmrznn: Energie ihr verleiht. Tie großen Soldaten unserer Demokratien haben sich durch unveraleich- llch.' Helrxmluger^den ihren Platz m der Gefchicküe schon bestrmmt. edle Startd-Hafti^keit jedoch, die unsere Zivilbevölkerung bei den furchtbarer, Pnifungen jtidcu Tag bekurrdet, bestätigt nicht mmder als der prächtdge Schneid unserer Arm«, welch einen mooa- lrscl-en Sit^g der militärische Endsieg der befveienden Entente glor- rerch verkünden wird." Französische Klage über die Mifterfol-e de» Verbände» zur See. „Journal du Che x" sckireibt am 22. Dezember. 3md Ereignisse von nicht geringer Bedeutung haben sich soeben in der Nordsee abgelprelt; sie zeugen von eirver ge- nnssen .Kühnheit der deutschen Marine urrd sind leider nrcht gerächt worden, was die Deutschen geiniß zii einer Wiederholung veranlassen wird Will die deutsche Marine sich auf diese Weise für ein ernsteres Vorhaben einüben? Dann hieße es allerdings scharf aufzupassen. Inzwischen frohlocken dre AdmiraliM und die gesamte deutsch Presse über den vollcht Siog dicht vor der englischn Küste und bei den Shetlandinseln, wo man doch mit gutem ReM annehmen dürfte, es sei eine bessere Ueberwachung organisiert gervchen. „Die feindlichen Kräfte zogen sich unbehelligt zurück," — berichten die Engländer, die neuei^ings kerne Wahrheit scheuen. Dieses Argeständnis zeigt gerade den ganzen Ernst tneses ttaurigen Vorfalls. Me ist es, bei den sehr beträchtlichen Seeftreitkräften, die dem Verbände zur Versügu.ng stehen, überhaupt mö^glich gewesen, daß der Feind dre neutralen Dampfer und die'Begleitschiffe hat versenken können, ohne daß die imposante Mach, die sich doch in dieser OKgech befirtden mußte, auch nur aus dem Kampfplatz erschau wäre? Am selben Tage konnte ein ganz ächlicher feindlcher Angriff mit demselben Erfolg an der Tpnemündung^ ausgeführt werden. Und es ist lwch unver- au£ ^ herbei kein einziges englisches Kriegs- schfs de?, feindlichen .Kreuzern den Weg versperrt hat, denn man hätte vollauf Zeit gehabt, sie zuberiachrrchttge?!. Die Deutschen sind berechigt, sich dieses Doppelersvlges zu freuen, zumal der Abfall Rußlands eine ganze Anzahl Kriegsschiffe frermacht, die bis jetzt in der Ostsee festge- balten wurden. Die zunehmende Kriegstättgkert gibt sich bereits auf zienilich drohende Art zu erkennen, wie es der erste Lord der britischen Admiralität selbst zugibt Sir Eric Geddes hat sich nicht ZcsckMrt zu sagen: „Die U-Boote ver- mchten mehr Darupfer, als wir bauen können" — eine Tatsache, deren Bedeutung keinem entgehen wird." —- Das Ergebnis der Versailler Konferenz. «fctÄÄJg (Start™ r7«^-z*VhL „Tvr £}&fpte Sh.wß^ivtt irrfifte foc-afältia bie rifetoitm firn- a TranmBtrr. be-e _bait tonj( erS imb be» Ä^düffcua, g-riichen Mirnster? des terßent. Er verrrwchtc irr diesen Erslänin cta tmurf n Sfttnabenrrtfl arr bie von samNrcheir SfiegimrtaertTi- ^Inerten frorrnilrerfct maHroll«. iüevmgMgrn *u erfronor ,fa ‘wn,' ^ te: fcmtwft »mischen tar^Ä* tÄ afewir*Kfent 9 Öre Mrtielmächie te S8«Ä2 ä in Ä ct Ä. 1 ' ihr mm »ffrn m W lrewröS ^-imben noch R-md urA®r»benms hcrvorrust. ist nw S Unter diesen Unrsttinden lrEei lkrrr-rseor als seine nrnnitlrlbvre Pflich, vjc 2° li ™Wter emroic X'burrf, oeil de. ÄUuerte» slchlNMit.eloen. Diese Arbeit wird fernerb-. >i getm? werden m üssen, b is sie bei den feindlichen Regierungen und Bolkei^^en (^mnungswvchsel herbeifickmi. der Ausfich- auf ben Bedin-mng. n L nM daraus hrirmrÄausen, dar, ine ,ürntlichen Prrnrwien derren , derchÄsen, die knitterten enijEchsen sind nutritiv der GerechtrLt'^'L «ft*? »rn^ben Hofften bet Natrorren, dem oasteifiwn MllittrrismuS •Zv eTttftfteitattffen ine der Mat getroffen hat, umfassen nickt pralle mUttarrschen Angel egercherlen der «mn, J^St rln. fie lrtreffen mÄnchmderr che nNd Virksamstr V ere? n her l l, chu ng sämtlicher Anregungen der m, Lamm grgeu die Zentralstaaten vereinigten Mächte unter bet A-ntrolle d« Rates ^e Befugnisse des Rate« mäS S b, L ,m r.l f0 °T^ r f- mawtI ° a-ckaesteUien öhmbfätrebrt wIü,f*Di®nf^twtö bet Einheit der Mion nnrrdcn in konkreicr mts vraktuchet Werfe auög.önu In all drefen fragen ist nach emgehendiier Erörterung der cin»usch,agenderr Ärlilik und dar N^ma«« Ve, eme lkmrmrn« . r#.elt wachen. Bol,ständig^ und den leitenden Mrli- icheremftonmerch gefaxten Bochlirrse. tztenmS crmdchst nntz ollen Der Zeettleg. Rene N-Bovt-Ersolge, Berlin, 4. Febr. Der feindliche TranspvrrvertDhr nach dein Orient und Italien wurde durch unsere U-Boote rm mittleren und bcsmiders im Mühen DeiLe des M i t t e l - meeres durch Bernickchung von vier Dampfern und vier Seglern wieder erheblich geschädigt. Einer der versenkten Daurpfer scheint der Oemaffnete englische Dampfer „Ha??tpswad" (3447 Donnen) gewesen zu sein. Der vernicbtete italierrische Seg:er „Gnifeppe" hatte Phosphat geladen. Der Chef des Admiralstabes der Mwviw. Berlin, 4. Febr. (Nchtamtlich.) Ueber die Ver- “ J 1 9 vv n Phosphat wurde schon öfters berichtet. Es zahlt zu den Düngemitteln, die über See in die feind- lrchen Mtttelmeerlander geführt werden müssen, um dort die finkenden Erträgnisse der Landwirtschaft zu steigern. U-Boot- Krreg und ^chufsraummangel verursachten in dem vergangenen ^ahre einen gewaltigen Rückgang der Einfuhr pkwsphat- halttger Düngemittel nach Italien. Diese fielen dem „Eco- nomnr d Jckalra" vom 5. Januar zufolge in Genua, dem Hailpreinluhrhafen Italiens, von 98 638 Donnen im Jahre i 91 ? auf 38578 Tonnen im Jahre 1917. Daraus folgt klar der Schaden den die Ernährung unserer Feinde auf diesem mittelbaren Wege erletdct. Rn§ dem Reiche. Die Verhandlung gegen den Abgeordneten Dittmann. Berlin, 4. Febr. Bor dem außerordentlichen Kriegsgericht sur Berlin 2 stand heute Termin gegen den Reichst«gs- abgeordneten Wllh. Dtttmann cwmrb-b. Soz.) Dcm BvrM süßte LairdgenchtsdirektMr.Laue, fbie Berwidrgung führten die Rechts- anwälte vaast^und Dr. verzfeltz. Die Anklage lautet auk Landesverrat, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Uebettretuna der Vcrordmmg wonach den Mitgliedern der Streikleitung rede Betäti-- gung unterlagt iü. Der Angeklagte ist Porlefiekretär der unabhängigen Sozsragsaö geordneten bestanden. , . ^ v r s i tz end e r: Sie als Reichstagsabgeordneter lverden doch keinen Zweifel darüber 'habeic, datz es eine verbrecherisch? Döltia^ kett ih, warn die Arbeirer in der Zeit, in der das Vaterland in schlverem. Kriege steht, Deutschland in den Rücken fallen. Deshalb^ 'müfien die Regierung und die Heeresverwaltung mü allen Mitteln, gegen solä>e schjwrwe Verstöße gegen das Gesetz Vorgehen.. , Auge kla gter: Aus mich trifft dies nicht zu. Ich habe auch ÜFtdem ich nicht mehr an der Hobelbank stehe, mich stets än-gstliäl geh ulet, den Aabeltern zu sagen, ob sie streiken oder nicht Nreikel, sollen. Dies ist Sache der Arbeiter selbst. Und ich habe auch nichts ^r Förderung oieses Slceils getan. Die vom Borfitzenden betonte gefährliche Folge 'trifft'auch in diesem Falle tniäF denn es handelt sich hier nur um einen DemvnsrrationSstreif und zur Bekundung des,Willens, sah -wir keinen As.mexwnsfiie.den, sondern einen BeritmrdlMmgstncden schließen möclüen. Ter Streik sollte auch mir drei Tage oauern, und wenn die Regiernnp in die erbetene Ber-. Handlung erngetreten wäre, würde er auch mir drei Tage gedauert: haben. Er 'war nur als politisch^ Demonstrationsstneik gedacht. , L^-^?cnder: Ob ein Teinonsttattonsstteik oder nicht, ist egal Tatsache ist doch, daß \n einer Anzahl von Krroasbetrieben ein Visier Teil der Arl^ter gestreikt h.rt und die Betriebe lahmgeleal «ne Bwogimst ausbrrebt, so ist es doch ein gefährfiches Spu-l mit dem Feuer, selbst wenn er mrr ztveiTaae dauerte: denn es kann ni -mmrd dafür emftcfom, daß man bie Arber- SjJf«? vwrd bat, dag dieB-ew?gung nicht ins Ungemessene an- bummer inc Gej-ahr nahe: „Die Geister, die ich riifr werde rch mm mchl los." . ^ Angeklagter: Als intellektueller Urheber des Streiks ist nnt i. t»-. Mis. m der Ent« etannnassachr von Frtedderg dahir.. daß ftü^ da-,, an MKw«, der Schlhelmsrrahc von der Staat bendtigte „Straßen"- Gclairbe chmatz der jchon dar elwa 2V JÄdren »rft«-sirlll«r Bau lluchtlune w ^.Mk. prv cflv für das cm die Bismarckstvafte stoßende Ä das Mt Festsetzung der Msmarcksttaßensluchtlinie im Jahre 1895 Barrgelände war. je 8 M. inv qm von der Stadt M Unter neTimerm tzu Een rim>. Gesetzlicher Norschriv zufolge ta&t die. üiii e rrtc|ra die Kiostmr des Berfahcens. — In etnamm liBiger schvebenden Patentenl^iehungssv cke hatte der Äe^ terlmte kurz vor dem Termin die Erklärung abgegeben, daß er ans tte Ausübung des Patents und die Rechte aus diesem verzichte; dem Antrag bn klagent^i Bchörde, die BerbanÄ.ung cwSzusetzen, um erne lleu^rung der Diszivlinarbehörde darüber zu veranlassen, ob, ckttc mit der Zurückgabe des Patentes fei, oder aut ^urchsuhrurkg des Verfahrens mit förmlicher Entziehmra des Patents veftehe. wurde statckgegeben. — In einer aus dem Büdingen Bezirk anhängigen Klage eines f^fennnrckvnrtsimLglieds, das sich trotz mchtsiackTen unentffchuldigten Fernbleibens von denj iGemeinberatssitzungen zu Unrecht mit einer Ordmurgs- graw belegt glaubt«, hatte der Betmssrne die Zurückmchmr der Klage ercklätt, so daß es nicht zur Verhandlung kam. , ** H e b e r f a ft r c Tt. 3n ter Rahe des Bahnhofs wurde gestern vormittag ein Mann aus Köln von einem Straßenbahnwagen überfahren. Er befand sich mit Frau und Kind auf dem Wege zur Bahn und wollte kurz vor dem Wagen mxh btc Geleise überschreiten. Während Frau und Kind dies gelang, wurde der Mann jedoch von dem Wagen erfaßt und vor den Augen feiner Angehörigen überfahren. Der Bedauernswerte wurde in die Klinik verbracht, wo er bald daraus temen schweren Verletzungen erlegen ist. * v ZuckerauSgabe. Der bi d?n Kleinhindferu der Stadt Greßen bestellte Zucker für Februar 1918 kann vvn Mittwoch den 6. d. M. gegen Vorlage des BestÄlausweises Zltckerkarte und MLieferung der Zuckermarke Nr. 2 nt Empfang genommen werden. Siehe Bekatmtmackitna rm Anzeigenteil. ** L an dw i r tscha ft liche B e xsa m ml u ng. Wä^ rend des Krieges mußte naturgemäß die lmrdw. Bersamm^ ungstätigkeit erheblich eingeschränkt we,Den. In vielen Kreisen der Landwirtschaft besteht aber das Bedürfnis, näberr: Mitteilungen zu erhalten über Fragen, die für die Landwirt- ichaft während und nach dem Krieg von besorrderer Bedeutung sind. Die durch die Verhältnisse bedingten Schwierige leiten im landw. Betrieb haben ebenfalls das Bedürfnis zu erner Aussprache der Landwirte mit ihrer landw. Beruss°- vertrelung hervorgerufen. Hierzu ist in einer von der Lrnd^ wirtschaftslammer auf nächsten Donnerstag den 7 Februar ncchmittags 2V, Uhr, im Turnsaal der Augustinerschule (Gymnasium) zu Friedberg stattfrndenden landw Versammlung zu der alle Landwirte eingeladen sind, Gelegenheit Die Versammlung wird erngeleitet durchs einen Vortrag des Derrn Oekonomierats Dr. Hamann-Darmstadt über Die Laudwirtsckaft während und nach dem Krieg". Im Anschluk daran ist allgemeine Aussprache. Näheres ist aus der in der SamstagMummer dieses Blattes veröffentlichten Anzeiae tu ersehen. H 6 r X-Neue Telegraphen-Fernleitung. In den Haushaltsplan der preußischen Eisenbahnverwaltung ist für das Rechnungchahr 1918 auch ein Betrag von 69 000 Mk eingestellt worden für die Herstellung einer Telearadben^ Fernleitung von Berlin nach Gießen. ** Holzversteigerung. Montag den 11 Februar 1918 werden in den Waldungen der Stadt Gießen im rmttt« UtH-tfUmS ** Ern abermaliger Bicrausschlaa Rack, erner neuen Verordnung des Kriegsernährungsamies ist der Rrerprers um 3 Mk. pro .vekroliker erhöh, morden Die hresrk gen Brauereren gaben deshalb ihrer Kundschaft bekannt dasi msolgedessen dieser erhülne Preis in Änrechnuna M bri'nam tst. Demgemäß erhöhten ich auch die Preise si r bieck-.>ck Flache Bier um 2 Pfg. und fA*htS'&W? £ Landkreis Gießen. ul Hungen, 4. Feb. Schütze Otto S«uerroein vvn Ver wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. .Masse ausgezeichnet. Kesselbach, 5. Febr. Musketier Wilh. Weber erhielt das Hessische Kriegsehren.pichen in Eisen. Gleichzeitig wurde ihm das Karpatbenverdiensdadzeicheir überreicht. Weber ist fdjlcm feit längerer Zeit Jirlxrbcr des Eisernen Kreuzes 2. Masse und der Ernsd-Lndwig-Eleonoren-Medaille. ** Lich, 5. Febr. Auch der Kanmckieu-Zrlchtvereiu von Dich und,Umgegend hat heitte eine Kriegs-Fell sammel- stelle eingerichtet. Kreis Büdingen. 4 Ortende rg, 5. Febr. Bei der durch den hiesigen Bo ",rrksverband des Alice-Frauenvereins durchgr ührton Schwesternspende an Kaisers Geburtstag gingen ein: in Bergheim 49,15 Mk., Effolderbach 46,20 Mk., Hirzercharn 100 Mk., Kvnradsdorf 55 Mk., Lißlierg 65,10 Mt., Ortenberg 282,10 Mk., Selters 75,25 Mk., Usenborn 65,35 Mk., Wippenbach 16^>0 Mk., zusammen 754,65 Mark. ^ 4 Wallernhaus'en, 5. Febr. Tie Holzpreise scheinen in diesem Jahre noch höher zu merdeit als im vorigen. Bei einer in veracrngener Woche im Walddijtrikt Fintenloch ovrgenornmenen Holzventeigerung wurde für den Raummeter Bucheuscheft durck>- schiuittlich 40 Mk. geboten. Kreis Lnuterbach. rr. Queck, 4. Jab. Llm Sonntag Abend fanfr in der Sippel- schen Gastwirtschaft eine von der Leitung der Schlitzerländer Vaterlands Partei einbernsene Versammlung ffjaft, die sehr zahlreich besucht war. Nach ei cm ausführlichen Vortrag über unsere militärische imd rmrerpolitische Lage bildete sich ein Ortsverein der Vaterlaudspartei mi: vorläufig 17 Mctglied-ern. Kreis Frieoberg. 14 Weckesheim, 4. Febr. Das Eiserne Kreuz und das Hess. Verdienstkreuz erhielt d§r Landsttrrmmcrnu Otto Strede rt. — Rodheim. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Gefreite Ru ll in anit. — Friedder g. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Unteroffizier Ferdinand Eichler. Dasselbe Ehrrnzorchen erhielt der Landsturmmann Arno .L ö cb n c r. — Nied er- W öl! stad t. Das Eiserne^ Kreuz, früher die Hess. Tapferkeitsmedaille, erhielt der Telephonist Arrton Scheidet.—, Melbach. Die Hessische Tapferkeitsmedaille, früher das Eiserne Kreuz, erhieU der Grenadier .Heinrich 5) eg er. — SD cf ft a b t. Das Etserne Kreuz und die Hessische Tapfmckeitsmedaille erhielt der Wehrmann Georg Dönges. Starkenburg und Meinhessen. X Offenbach a. M., 5. Febr. In den .Hausihaltsplau für 7918 der preußischen EisendalmverwalNino ist u. a. ein fernerer Teilbetrag von 1500 000 Mk. für die Erweiterung des Haupt- bahnhos-es Offenbach eingestellt worden. Tie Gcsamtkosten sind mit 7 323000 Mk. varanschlagt, für das J-ahr 1919 verbleibt noch ein Restbetrag von 1423000 Mk. zu verivffligen. Heffen-Nasjau. mr. Frankfurt a. M., 5. Febr. Die Streikbewegung ist in Unserer Stadt vollständig abgeebbt. Trotz aller Prvpagandaverskiche der unabhängigen Sozialisten legten nur in den allerwenigstenl Betrieben einzelne Arbeiter die Arbeit nieder. Auch der dreitägige Sympathiestreik der Metallarbeiter ist dank der Einsicht des größten Teiles der Arbeiter im Sande verlaufen. X Hanau, 4. Febr. Durch eine 0 5000 Mark betragende Spende eines ung-ervcrnnlen Bürgers ist es der Stadt Hanaar. möglich geworden, auf dem Gebiete sozialer Fürsorge wertvolle Einrichtungen zu schaffcir Ein Kinderheim, bestimmt für Kinder solcher Familien, deren .Haussnrnd vorübergehend zur Auslösung gekonrmeu rst, sowie eine Milch'küche sind aus den Mitteln dieser Stiftung bestritten und heute in Betrieb gencmrmen worden. Das Kinderheim ist in einer der Stadt Hanau bereits vor Jahren durch letztwilliges Bermärli-ttris eines Bürgers zicgefallenen Billa untergebracht und hat eint zwecke,ttsprechrmde ütnere EiTrrichttrng gefunden. Weiter lind die Mitte! der Stiftung verwendet worden siir die Einrichtung einer Mütter- und Säuglingsbercrtungsspelle. ---- Aus der Rhön, 5. Febr. Der Bezirksausschuß Derm- bach beschloß, das Schloß Zella zum Dtommvermögen der Gemeinde Zella und die Kemenate Diedorf der Gemeinde Diedorf zuzuschlagen. Schloß Zella sollte in eine Zigarrenfabrik, die Kemenate in einen landwirtschaftlichen Betrieb umgewandelt werden. Durch die Beschlüsse des Bezirksausschusses werden zwei geschichtliäze Bandeittmaler rechtzeitig vor Entweihung und Entstellung bewahrt. Shsget'oüM. (Für Form und Inhalt aller unter die,er Rubrik stehenden Artikel übcrn.mml bie Reoattwn dem Publikum gegenüber keinerlei Leramwortung.- Die Gewallherrsichatt in Rußland. Berlin, 4. Febr. ^Priv.-Detogr.) Die „Bvssische Ztg." meldet aus Zürich: „Utre Messij" wird aus Nv-wo-Tscl-erkask berichtotl Aus den früheren Kommandartten des Petersburger Militärbezirks^ General Polkownikow wurde ein Attentat verübt. Der General wurde schwer verletzt, zwei Begleitoffiziere wurden leichte» verwundet. General Jäsivkiowicz, Kommandant des 1. polnischen revo-- luttonären Schützen re gimentt-, ist von den Bolsck-ennki auf entsetzlrche Weise ermordet worden, >weil seine Truppen sich wngerttDi,- gegen die Ukraine zu marschieren. In Ihrem Bericht über die s oz ia l de m o krati s ch e Versammlung (am Sonntag) haben Sie .das Schlußwort des Herrn Abgeordneten Müller etwas summarisch bel^andclt. Dadurch ist aber eine wichtige Erklärung des Herrn Müller unbeachtet geblieben, daß ich sie nachholeu will. Herr Professor Urstadt wollte .auch den Frieden ohne Air- n-qrimteri und Kontribultion.cn — aber er möchte doch damit den Feinden nicht einen Freibrief für alle Zeiten ausstellen, WQM sie doch den Krieg fre:>el sxrst verlängern wollen. In diesem Falle aber will Herr Urstadt Entschädigungen geltend machen. Dagegen sagte aber Herr Müller ausdrücklich, daß die sozialdemokratische Partei bei ihrem Kriegs ziele bleibe (also ohne Ent- schülügmrgen), auch wenn die Fei. de den Krieg sortsetzeu sollten (was ja nach ihrem Beschluß in Paris gelchieht). Tie Sozialdemokratie — so erklärte Herr Mcüller — gehe auch, wenn der Frieden nicht angenommen würde, mcht von ihrem Grundsätze: O hn e Annex io n e n u nd Ko n t ribu t ion en ab. Bon der ganzen Rede des Herrn dläüller scheint mir diese Erklärung die weitaus wichtigste, da sie für Amerika, England, Frankreich einen Freibrief für die mutwillige Verlängerung des Krieges bedeutet. Ein Bersammllmgsbesucher. verrn Achtes. * Berlin. 4. Febr. (Priv.-Tel.) Der „B. Z. .am Mittag" zufolge strengte der Schuster Wilhelm Boigt, letzt Prümtter in Luxemburg, der als „Haupt mann von Köpencck" b& rühmt geworden ist, beim Landgericht l in Berlin Klage gegen Frau Gertrud Werll-eim an, weil diese die ihm seruerzert aus-r gesetzten Rente von 109 Wirk monatlich seit dem Konkurse ihres Mannes Wolfs Wertheim schuldig geblieben ist.__ Letzte riaehrichtcn. (WDB.) Großes Hauptquartier, 5. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bon der Küste bis zur Lys Artilleriekampf, der ft# am Abend an der Balm BoesinM—Staden bei Abwehr eines englischen Vorstoßes, sowie zwischen Pasjchendaele und Beee- laere beträchtlich steigerte. Auch südlich vrm der Lys, am La Bassee-Kanal und an der Scarpe lebte die Feuertätigkeit zeitweilig auf. Hei crfolgrestben Erkundungen südlich von Armeniens und hei Graineourt wurden einige Engländer gefangen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz BadiM Stoßtrupps drangen südlich von Beaumont vis tief in die französischen Stellungen, fügten dem Gegner schwere Verluste zu und kehrten mit dreiunddreißig Gefangenen und mehreren Maschinengewehren in ihre Linien zurück. Heeresgruppe Herzog Albrecht. Auf den Maarhöhen, rötdlich> und südlich tnn St. Mihiel lebte die Gefechtstätigteit am dtachmittage auf. Von den arweren Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeifter 9 ii h t n o r f f. Der seiner Zeit schwer verwundete McrxiM Gor kr bestnÜL sich außer Lebensgefahr. Tendenziöse russische Verichterstatlung. Berlin, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Einen nene-n Beweis für die tenpen?>iösc wahrheitÄvidrige Information der Oes- Örtlichkeit Rußlands und des gesamten Auslandes gibt ein Acle- gramm der Petersburger Telegraphcn-Agrntur über die Verhandlungen in Brest-Litowsk vom 30. Januar. Tort wird als Begründung für die Teilnahme des bayerischen Ministers lNra^ fen Podewils an den Verhandlungen angegeben: Seine An-' Wesenheit ist die Folge fan; gegensätzlichen Halt u n a, die von der bayerischen Presse aegerrüber der Berliner Polttir em* genommen worden ist. Ein Kommentar hierzu ist überflüssig. —- Ter Bericht bringt dann auch durch die Veröffentlichung v«r'' W. T. B. wiedcrgegebene Erklärung Trotzkis, wonach er seitgestellt habe, daß der von der Petersburger Telegraphen-Agentur veröffentlichte Berickst über dst Sitzung vom 28. Dezember, der eme Darstellung enthalte, aus Petersburg niemals abgeschickt worden sei. Tie von der deutschen Presse fälschlich gegen die Petersbur^rl Telegraphen-Agentur erhobene Anllage richte sich also gegen dre. die dieses Telegramm nach Stockholm oder Berlin gesandt hätten. Hierzu kcmn mitgeteilt werden, daß senes Telegramm zuerst in der dänischen Presse am 3. Januar durch Ritzau's Bureau vev- bveitel worden ist. Das cm dieses gerichtete Originaltelegramml ist unterschrieben .Mjesttrik" (das ist der russische dtame der Agm--- tur) und ist datiert aus Petersburg vom 2. Januar. Die sck)ivedische Schiffserpedilwn nach Finnland. Stockholm, 4. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der BefehlZ-. Haber der schwedischen Schi fssexpedition nach Finn-, land, die die Skandinavier dort abholen soll, tollt radiütels^ gnaphisch mit, daß am Sonrttag V 2 I Uhr von Raefsoe beit- Maenttyoto Granat sener gegen das vorderste Schiss ervtsnet wurde. Ungefähr sechs Granaten explodierten im -Eise etwa 1000 Meter vor dem Eisbrecher. Nach vier Stunden kamen russische Matrosen und Bertrtter der Roten Garde an Bord des Kanonen-? bootes „Svenskund" und teilen mit, daß die Russen die Schiffe mft scharfen Schüssen angehalten hätten, well sie den Mbrecher für den von Finnland entflohenen Eisbrecher „Lampe" gehaltai hätten imb befürchteten, daß die Schiffe Truppen Mid Waffen führten. Tie Schiffe mit Ansnalinre des Kanonenbootes „Lvens- kund" erhielten darauf die Erlaubnis, in den Hasen von Maent- ltzoto einzulausen. Die Opposition gegen Clemencean. Bern, 4. Febr. MTB. Nichtamtlich.) Tie Tätigkeit btt; französischen Sozialisten gegen Clemenceau dauert an. Die: Deputierten Moutot und Ren-audel brachten eine Interpellation über die Bedingungen du, unter denen die Mllitärftcstiz ftmk^ tioniert Sie gehen dabei von der Tatsache «ans, daß Clemenceaui am 24 Dezember 1917 als Chef der Mllitärjnstiz den Genera!! Duball ersuchte, den durch seine schürfen nationalistischen Ansichten: bekannten Oberst Favart als Vorsitzenden für eines der Pariser Kriegsgerichte vor dem die Skandalaffären zur Sprache kommen werden zu bestimmen. Tubail weigerto sich unter dem Hinweis, daß seit der Treysußaffäre Vorsitzende und Richter der Kriegsgerichte halbiahrlicb im Voraus bestellt werden. Clemenceau stand erst von seinem Dorhabeir ab, als Duball seine Enllasffmg anbot. r, H 3§ M en Ltz 4-b-2w.-Vodg. m. allem Znbeb. in sehr ruh. Hanse vr. I.Iuli anderm z. verm. Näh. 000H7 Lllrottstraße 3, L Br. 4*Zmr.-Wohg. f 1. St., a. d- An!., m. vwrt., vr. 1.6. ob. 1.7* z. vrm. Schrillt. Ansr. unter 090 4 an den Gieß. Anz. 2-Lmr/-V«dr»g. m. Zubeh. im N eveuh. z. um LaLk re-LN»« IS Kleine Wobunrm an ruh. Leute ver 1. Avril zu vermieten. Zu erfragen Markt- frraße 10, !. Stock. 0902t MM M §-8 Zinnjiern zum 1. Juli zu mieten gesucht. Angeb. mit Preisang. unter 09013 an den Gieß. Anz. 3 *Zlmm©r*Wohnm:g zum 1. ober 15. 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Gesucht wird auf Kriegsdauer ein Geschäftsführer für das BerstchernngSamt, der mit der RetchsversicherungS- ordnung nebst ihren AndfiihrungSbestimmun ion und der Bearbeitung von Anträgen der Kriegsbeschädigten- und Htnlerbtiebenentürsorge nebst der KriegSrvochenhitse völlig vertraut sein muß und sie allein erledigen kann. Bewerber wollen sich binnen 14 Tagen schriftlich melden miter Nachweis ihrer seitherigen Tätigkeit. Gießen, den 2. Februar 1918. Großh. Kreisamt iVersicherungSamr) Dr. Usinger. 893D [l][°![°]!ä]!ä!|ö] r ä T [ö]^(ä][l]!D![äl[äJ[5][ö][ö|[ä] Zum möglichst baldigen Eintritt wird eine in Schreibmaschine und Stenographie bewanderte Korrespondentin gesucht, die gewohnt und in der Lage ist, nach Angaben selbständig zu arbeiten. Die Stelle ist dauernd, also auch für Frieden und wird bei guten Leistungen entsprechend bezahlt. Schriftliche Angebote unter 839 5 an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. Aelterer. ersabrever Werkzeugschlojser sowie ein Einrichter gesucht. 33. 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Bürgermeisterei Annerod. ._ Horn. 1 Frisch gewässerte Stockfisch. sind cingetroffen. J. M. Schulhof, Marktstraße 4. Ein Waggon Schternmkreide ^ trifft voraussichtlich anfangs V Februar ein. Bestellungen werden noch entgegenge- nommen. 08882 8. 11. 8ondhelm. üieStß, Farben- u. Lacktabrikaie. , Nord-Ant. 11. Fernsvr. 2084 Frisch gewässert» Stockfische \ empfiehlt 2t C. G. Kleinhenn, Telephon 66. Bahnhofstr. 6 » Oründl Unterricht in 8837 b I MascbinsQSCbreiiieD 9 | Stenographie Srojjlj. RtalgyiMslW zu Wen. Anmeldungen für die Sexta werden Mitt- woch den 6. Februar, vorm, von l hll — l /*l und nachm, von Vs5 6 Uhr, solche für die übrigen Klassen Donnerstag den 7. Februar, vorm, von V,11— Uhr im Amtszimmer des Direktors, Ludwigstr. 11 I, entgegengenommen. Hierbei sind Geburtsschein, Impf- (bzw. Wiederimpf-) Schein und letztes Schulzeugnis vorzulegen. Gießen, den 1. Februar 1918. Grosth. Direktion des RealgymnafiumS. Or. B a u r. Ich praktiziere wieder :: Sprechstunden :: von 2 bis 4 Uhr nachm. 871 Pr. .Stuhl Süd-Anlage 7. Landwirtschaft!. Versammlung. Am Donnerstag den 7. Februar 1V18, nach, mittag» 2 l U Uhr, findet zu Friedberg im Turnsaal der Angustinerschule (Gymnasium) eine Versammlung der Landwirte aus den Landwirt- IchaflSkammerbeztrken Vilbel. Friedberg. Bad-Nau- beim. Bnybach und aus dem Bezirk NiddaEchzeN. toweit dte Gemeinden direkte Eisenbahnverbindung nach »zriedberg haben, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Bortrag über: „Dir LaildmAaft wShmd md nmö Dn Krieg" von Qekonomterat Dr. Hamann- Darmstadt. 2. Aussprache. ^ ^ . Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein ^.i>dwir»<»az,«k,«wrr^ürda^«roi,dkr4o,w»i->»ffr,,. ZXSZfi klltzlckuhanlagen bet erhöhter Sicherheit und unerreichter Billigkeit. Lieferung von Ersatzniaterialien sofort ab Lager, aus Wunsch mit Momage-Anweisung. 5irma zriedr. hinderthür. Siegen i. W. Bliyableiterfavrik u. Betricbserdrrnge« D. R. P. u. D. R. G. M. Ausführungen feit 1827, reich illustrierte Prospekte und Preislisten frei. Holzverfteigerrmg in der fürstlichen Obersdrsterei Hohensolms. Montag den 11. Sebrnar. vormittags ab 10 Ubr. werden im Saale des Gastwirts Kraft auf der Giier«. band aus dem Distrikt Windelbach versteigert: A. Nutzholz. Fichten: 1 Abschnitt Schnittholz, 40 Htm. b-v lOMtr. mit U*j»nu 5©iü(f stärkere" StammMz RM M & Aück schwächereS mit tl7 Fftm. Aspen: 1 .2 Rm. Prügel 1,5 Mir. lang. «r ^Buchen: 82 Rm. Scheit, 22V Rm. Prügel, 114,00 Hdt. Stainm- und Astmellen. Aspe«: 4 Rm. ZÄL. Radelbdlzer: 2 Rm. Prügel, wichen: 8 Rm. Prügel, 5^20 Hdt. Wellen. Wsv o. allen Hsndelsfächevn. Tag««- a. Abenftknm Honorar für Einzel- ficher Mk. 10,-, für Kurs« nach besonderer Vereinbarung. Anmeldung täglich. Koste lose Stellea- rmittlung. Goethestr. 32. Tel. 2051. von Antiquitäten, Möbeln, ganzen Etnrichtungen, Alteisen, soivte allen von mir gesühnten Artikeln. 78 Louis Rothenberger. (r Ein« ErtSsung fdrJ<£denistun!ar Spmnzband t Ohrt« P«dcri Ohne Eomfrxben*, Vertonten SAß P/v^Att Wr Er/'.-7tforr Gebr. 113 . St8885fS|&f^ foillicfcif! ßabslsiirjjr* OllSSM und Damenabtollung E. V Anlätzlrch der m Wiederkehr d. Geburtstages unseres Altmeisters Mittwoch den 6. Februar UnrerhaltungS» abend, verbunden mit einem Vortrage des Herrn K. H. Kubl über..GabelSberger^ im Hotel Fürttenhof. Be- ginn 8 Ubr. 87üv De« Borftaub. Die Geburt eines kräftigen Jungen ■eigen hocherfreut au Lehrer Ortwein und Frau geb. Weyl. Groflen-Buseck, am 1. Februar 1918. 0©009 Kur Beriehtiguiig. Bas Welssbrotbacken für Monat Februar hat außer C. Klingelböfer m. Müller, ffecesvtg 2 und E. Math, ktvlgitr. 44. §fllpcr|eijjctnn|j der Stadt Wes. Montag den 11.Februar 1818, vormittags S'/.Ubr beginnend, werben in den Waldungen der Stadt Giehen tm Bezirk des Forstwans Arft-Hvchwart, Abteilung kLernewald Nr. 18—23, meistbietend versteigern 0,7 Rm. BirfenknÜvvel, 1,4 0 Aspenknüvpel, 1250 Wellen Duchenretsig, 550 „ Etchenrelsig, 940 „ Kiesernreistg, 860 „ Fichtenreistg. Tie Zusammenkunft ist aus der KreiSstrahe Annerod- Steinbach an der StrangSmiese. Holzhändler sind vom Milbieten ausgeschlossen. Jeder Steigerer darf nur seinen Etgen-Bedarf steigern. Giehen, den 4. Februar 1918. 8848 Ter Oberbürgermeister. I. V.: Grünewsld. Ausgabe vonSühstosf(Saccharin). . In der Zelt voni I.—15. Februar 1V18 wird gegen den LieserungSabfdrnitt 12 der Lühstofskarten .,H“ (blau) und gegen den Lieferuvasabichnitt 2 der Sühstoffkarten 2 (gelb) von den Sühstossavgabeftellen Sühstoff ad" gegeben. Es gelangt ein Brieschen bzw. eine Schachtel auf den Abschnitt zur AuLgade. 2)ttt dem 15. Februar 1918 verliert der Abichnitt 12 hztv. 3 seine Güt-Lgkei? Nack diesem Zeitpunkt nicht abgerusene Sühstoff- mengen dürfen von den Abgabestellen frei verkauft werden. Giehen, den 2. Februar 1918. 8588 _ Ter Oberbürgermeister (L^benSoiittelaint). Zuchr-Ausgabe. Ter Lei hat Kleinhändlern bei: Stadt Me Heu bestellte ZurLr für Februar 1918 Lom von Mittwoch den 6. b. M. gegen Vorlage d«S BesiellauAyeifeK M Zuckerkarte und Mieferung der Zuckermarke Nr. 3 in Empfang genommen werden. Einzelne abgetrennle Zuck^rtnarken ohne den BeftellanÄoeis sind ungültig und berechtige!! nicht zum Empfang von Zucker. ES entfallen auf die Zuckermarke 2 (Februar 1918) 250 ©ramm Kandierucker und 250 Gramm Mundzucker. Mit dem 28. Februar 1918 versiert die Zu cker marke 2 ihre Gültigkeit. Wer bis zn diesem Zeitpunkt den Zucker nicht abgeholt hat, hat keinen An- spnlch mehr darauf. Tie MeinhaTtdelsgeschLfte haben die vereinnahmterr Zuckermarken 2 (Februar 1918) zu sanrmeln urrd zu je 100 gebündelt bis längstens 2. März 1918 an das Stadt. Lebensmittelamt unter Beifügung einer schrifd- lichen Mitteilung über die Anzahl der abgelieserten Marken einUtsenDen; die nicht abgeholten oder mehr überwiesenen Zuckerntengen sind nach vorgeschriebenem Muster dem St(idt. Lebensmittelamt zu mewen. Nichteinhaltung dieser Frist, sowie unrichtiae An-« gabrn über den Zuckerbestand intb Urrreaelm äßrgkeiten! bri der Abgabe des Zuckers haben den Ausschuß von der Zuckervertettung zur Folge. Ter MrinverkcmfshAchstpreis für das Pfund Zucker bettägt: 1. Kristallzucker nnd gemahlen« Zucker »s nicht raffiniert (Konsumzuck«). . 40 PKmniZ b) raffiniert.s 42 a 2. Hutzucker, Plattayuck« a) im garrzen Hut oder Platte» . ^ 40 ^ b) lose ausgewogen. . ^ 42 » 3. Würfelzuck«.* u . 44 4. Kandiszucker.. 53 Gießen, den 4. Februar 1918. 8828 _ Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelaint). zfiädt. rfrbeitsnachißeia giessen. West-Anlage 31, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden: 2 ) bei hiesigen Arbeitgebern? 2 Eisendreher, 4 Schloss«, 1 Schmied, 4 Schreiner, 8 Heizer, 1 Schireider, 30 Hstssarbeit« für Eisenbahn und Industrie. 1 Weißbind«, 3 Ofenarbett«, 10 Bauarbeiter 1 Photographengehilfe, 2 Wächter sÄr Wach» Utckt Schließgesellschast, 6 Kvhleitl-ader, einige jugendliche Ar-- beit«, 1 jüng. Pferdebursche, 1 Stuckatcurlehrling, > Schreibsehllse; b) bei auswärtigen Ar beitgebernr 1 Werkzeugschlosser, 1 Faln-ikschloss«, 1 Bäcker, SO&tffc- arben« für Industrie, 10 Arbeiter für Steinbruch, 5 Schrein«. 6 Photogratchengehüseu, 1 Mssengehilft^ 70 gesunde Arbeit«. Io StteckenarÜetter. Es suchen Arbeit: v 1 Obergärtn«, 1 Photograph, 1 Vmv- und Maschknen- Ingenieur, 1 handlurrgstzehilse, 1 BurrangehNfe, 1 jung. RechtSanwaltsschreiber Weibliche Ab'te8l»«G bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Mckchr, 10 Dienstmädchen, 10 Lauffraiven, 10 DW» chen für Bahndienst, 1 lanttv. Mädchen. Frauen nnd Wer- MiÜ^hcn für LilfÄ-icnsi: bei auswärtigen Arbeitgederm 2 bmdw. Mädchen, 3 Dienstmädchen r Es suchen Arbeit: 1 ExpMentin, 1 Verkäuferitf., 1 BmWMerin, 'fiam Machen, die zenn Nril Masc^errschvegben «Lernt Nr. 29 Zweiter Blatt Gietzeuer Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag. 4. Zebruar (9(8 Aus Stadt uud LanS. Gießen, den 5. Februar 1913. MetsSabgade von Industrie, Handel und Gewerbe. Dte HmrdeLskancmer Gießen schreibt uns hierzu' Die gogenwLrttae ernste Mrtallage m-acht es unbedingt erforderlich daß dre in allen Betrieben von Industrie, Handel und Handloerk noch verfiigbaren abgabefähigen Sparmetalib-estände (Kupfer, Rotguß, Bronze, Messing. Nickel. Zinn. Aluminium, Neusilber uslv., und zwar nt jedem FabrttatVnszustaude. dcnl Heeresbedarf utngehend zugeführt werden. Soweit dieselbeit öeschlaignahmt uno melde pflichtig sind, ist dem Vernehmen nach mit ihrer demnächst gen Enteignung Zn redjnen- Aber auch die bisher nicht melde- pflichtigen kleinen Bestände, lz B. Rohmetall, Vorfabrikale aus Messing iiuter 150 Kilogranrm), die beschlagnahmt sind, sowie die beschlagnahntefreien MetulLerzeugntsse dürften in Kürze zwangsweise erfaßt werden. Aus Anregung der zuständigen Stellest ist in nuferem Bezirk die endpetzend näher be-etchnete Vertrauensstene für frenvillige Sparntetaltabgabe errichtet worden. Ihre Ausgabe ist es, den Ankauf aller mobilen beschlagnahmtest und beschl^Lgnahmefreien Spornte'allbestände in jedem Fabrilä- tronsKuftande, sofern sie zur gewerbsmäßigen Weiterverarbeitung bzw. Deräkrhevmrg bestimmt sind oder sich als Berbrauchsorsatz auf den Nabriklägerit befinden, zu vermitteln Hierbet wird die Vertrauensstelle die Abgeber in allen «nschlägigen Fragen sowie bei den Preis Verhandlungen in unvigenniltziger Weise beraten. Bei der Berrranensstelle sind nichst anzubietert die in den Betrieben eingebauten sogenannten immobilen Maschinenteile, Apparate, Rohrleitungen, Kessel, elektrische Anlagen, Blitzableiter us:n, welche von der Metall-Mobilmachung sstolle, Berlin SW, Wilhelmstraße 20, erfaßt werden, sowie die in den Haushaltungen und Geschäften bisher im Gebrauche befindlicher, nicht zur gewerbsmäßigen Veräußerung bestimmten HaUschaltungs- und EinrichUtngs- gegenstände aus Kupfer, Messing und Nickel. Letzte werden nach wie vor von den bominmnalen Sammelstellen an gekauft. Die Adresse der für den Kcunmerbezirk zuständigen Vertrauens stelle ist: „Vertrauens stelle für freiivitlig e Spar- inttaLl-Abgabe, Handels kammerb eznck Gießen (Lonystraße 7). ( * ** Sammeldienft der G ießener Schulen. Wir berichteten neulich über eine neue durchgehende Organisation doZ Sammelns von Msallstoffen aller 21rt mit Hilfe der hiesigen Sri Men Ta da We l b uu f ö li i gedeiht, w rde un ere Leser rnzwischn an den Besuchen der stunnteltreudig'en Jugend selbst bemerkt haben. Es freut uns, berichten zu können, das; dio Ergebnisse bis jetzt dem auf gewendeten Eifer durchras entsprechend, find. Eure geradezu überraschende Dchnge vivn wertvollem material, une Papier, Lumpen, Metall, Flaschen Frauenhaar, Kork usw. ist schm beigebrach und Mt die Amttralsantmelstelle (Rotes fKreuz, Alle Klinik) wertergelechet ^ von tausend fleißigen Kindern Händen wird täglich noch weiteres aufgestöbert. Möge der Eifer mich erlahmen und möge auch unsere EiNlvohnerschaft nich Nachlassen, alles Verwmdbare sorgfältig aufsnbewlchren und den jungen) Sammlern »u übergeben. Es sollte nicht .mehr Vorkommen, daß Man in den Straßen der Stadt noch so vielfach in Mülleimern usw. Kvnservervdofen, Papier und anderes Verwendbare achtlos weg- gewörsen sieht. „Das Aller mindeste müßt Ihr entdecken Aus das Geschoindefte in allen Ecken!" (Goethe.) ** Auszeichnungen. Musk. Friedrich Traut- mann und Musk. Weber erhielten das Eiserne Kreuz. **VonderSanitätswachedesRotenKreu- zes am Bahnhof Gießen wurden im Januar 1918 947 durchreisende Soldaten und Verwundete mit Kaffee erfrischt; die Sanitätswach führte 235 Transporte aus und hat in 194 sonstigen Fällen Hilfe geleistet. ** Als Führer Hunde für Kriegsblinde benötigt der Vorstand des Teutschn Vereins für Sarntätshmrde in Oldenburg i. Gr. Deutsche Schäferhündinnen. auch Dobennann- und gdottweiler-Hündiimen. Wer in Opferfreudlgleit seinen Hund für den edlen Zneck, zum Führen unserer erblindeten Soldaten, den bedauernswertesten Opfern des Krieges, zur Verfügung stellen will, gebe dem Verein Nachricht, der jedem Interessenten ein mit Abbildungen versehenes Heft über die Führung Kriegsblinder durch Hunde gern Loslenbos übersendet. ** OeffentlicheBücherhalle. Im Januar wurden 1953 Bände ausgeliehen. Davon kommen aus: Erzählende Literatur 1136, Zeitschriften 229, Iuaendschrifben 162, Literaturgeschichte 13, Gedichte it. Dramen 48, Länder- !u. Völkerkunde 36, Kulturgeschichte 13, Geschichte mtd Biographien 93, Kimstgesclxichte 9, Naturwissenschaft und Technologie 96, Heer- imd Seewesen 5, Haus- und Landwirt selbst 8, GefimdlMtÄehre 4, Religion mtd Philosophie 45, Staatswissenschaft 11, Sprachfmsftmsäiaft 20, Fremdsprachliches 25 SÖöufctf. däach auswärts kamen 41 Bände. ** Steigende Bücherpreise. Der Dörsenverein der deutschen Buchhändler schreibt: Wie bei den meisten Herstellungsbetrieben ist auch im Berlagsbuchliaudel eine außerordenlliche Steigerung der Herstellungskosten eingetreten; die Papierpreise sind aitf das Sechsfache, die Druckkosten aus mehr als daS Doppelte gewachsen. Ter Verlaasbuchhandel nmß ^dementsprechend in der nächsten Zeit seine Preise ganz wesentlich erhöhen. Auch der Ladens lnichlMrdler ist durch die stark verändeiAnt wirtsclutftlichen Verhältnisse in Mitleidenschaft gezogen. Llußerdem tritt in nächster Zeit eine große ^Lavenknappheit im Btuchl^tdel ein, wodurch dev Umsatz sehr stark sinken wird. Diesen Verhältnissen Rechnung tragend, hatte die offizielle Vertretung des deutschen Gesamtbuch^ Handels in Leipzig durch einen AjtlsKclmß im September 1917 ein-» stimnng einen Teuevungs Zuschlag als notwendig empfohlen, ünd die Kreis- mtd Ortsvereine haben eilten zehnprozentigen' Teuerungszuschlag zu den Bücherpreisen als unbedingt notwendig erkannt. ** Der Mangel an Waschmitteln. Die Knappheit an Wastchnrtteln. die in den letzten Monaten immer mehr zugenommen hat, wird dadmrh y-rvorgerusen, daß die laufeirdc Erzeugung an kalzinierter Soda in wachsendem Maße für die Bedürfnisse der Heeresverwaltung in Anspruch! genommen werden muß. Tie Seiftm-Indrtsttie ist für die Herstellung ihrer Erzeugnisse derart auf kaizütierte Soda angewiesen,^ daß trotz aller Bemühungen der Seistnhersttllitngs-- mtd BertiebsKeellsckMt, durch eine veränderte Erzeugung des Scisenpulvers den Ausfall an Sc»a einigermaß«: auSzualei/chen, WasckM.it ttl in genügendem Maße nicht hergestellt werden konnten. Um zu vermeiden, daß einzelne auf die in ihren Händen befindliche SeifenÜirte überhaupt nichts erhalten, mußte eine Herabsetzimg der gegen die Karte zur Abgabe kommenden Mengen an Seifenpulver angeordnet werdert. Es ist aber in Aussicht genommen, sobald wieder reiily* lichere Sodaznteilimgen an die Seifenirtdustrie werden erfolgen können, die AuteilKNgsMenge an Seifenpulver wieder auf die alte Höhe hevaufzusstzeit. ** Gießener Konzert-Berein. Sonntag frrrt 10. Februar findet in der Neuen LLula ein Klavierabend des Professors Max Pcmer aus Stuttgart statt. Siehe Anzeige. ** Schwärz-Weiß-T heater (SelterÄoeg 81). Ter neue Spielplan enthält n. a. das packende Schauspiel ,,Das Geheimnis der Pagöd^h sowie das Lustspiel „Ein kaltes Menteuepb (öiehe Anzeige. »» Lichispielhaus. SoT»nTjoffllto6c 34. Eimm Asta Nielsen-Film „Lebenswirbel" enthält neben dem Lustspiel „Wie man Männer fesselt!" der neue Spielplan. Siche Anzetge. Landkreis Gteßrn. ** Allendorf a.d.Lahn, 4. Febr. Zum Sttgsanten befördert wurde der Unteroffizier der Reserve Ludwig Lu h. . ** Großen-Bnseck, 4. Febr. Telegraphtjt Karl Bol- pxrt erhielt die .Hessische Tapferkeitsmedaille, nachoem er vor kurzetn mit dem Eisernen Kreitz 2. Klasse.ausgezeichnet L i ch, 4. Febr. - LandsturmMann Emil Isaak erhielt die Hessische Tapserkeitsmedaillc. 1 ** Oppenrod, 5. Febr. Schütze Heinrich Hahn erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. ** Röthges', 4. Febr. Dem Militär-Kranstnwarter August E in r i ch wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verltel-cm. TaS Mtlt- tär-Sanitätskreuz ist schon in seinem Besitz. Kreis Büdingen. £ Nidda, 4. Febr. Beim Metzgermeister und Gastwirt August Kammer wurde in der Nacht znm letzten Freitag ein großer Teil Wurst aus einer tags vorher vorgenommenen Haus- schlachtung gestohlen. Kreis Alsfeld. n Lehrbach, 5. Fel». Ter Uittevoffizier Friedrich Pfeil voir hier, Inhaber des Eisernen^ Kreuzes - sowie der Hessischest Tapferkeitstnedaille, wurde zum Sergeanten befördert. Kreis Schotten. 41 Eichelsdorf, 4. Feb. Tie Hessische Kriegs Verdienstmedaille erhielt Heinrich Schntittberger. Hessen-Nassau. ----- Frankfurt a. M., 4. Febr. Von der letzten der alten! großen Franfiurter Privatsammlungen wertvoller MLnzen und Medaillen, der des Rentners Finger-Rumpf, bsabsschtigt die städtische Münzen- und Medaillensamntlung die kostbarsten ihr noch fehlenden Stücke, etwa 223, zpl erwerben. Ajus Airregnng des Geheimrats Cbrard ist der größte Teil der zum Ankauf erforderliches Summe von 50 000 Mk. bereits auf dem Wege privater Zeichnungst aufgebracht worden. Den Mst in Höhe von 23 200 Mark soll die Stadt decken. Eine entsprechende Vorlage hu der Magistrat der Stadtverordnetenversammlimg bereits Mgehen basten. Durch den Ankauf dieser Münzen erhält die städtische Sammlung eine Vollständigkeit, une sie rm gleichen Maße nicht wieder anzirtrefftn sein dürfte. ra. Aus Nassau, 5. Fob. Dem Feld^Divisionspfarrev Reick -enrath-Oberlahnstein wurde das Eiserne Kreuz 1. Kl. verliehen. — Auch Adjutant Albert F u n k - Biedenkopf und Vize- foldwebel Karl Grebe- -Wallau wurden mit dein Eisernen Kreuz 1. Kt. ausgezeichnet. Gericrnsfattl. I Darm stabt, 4. Feb. Der 30 Jahre alte vorbestrafte Tag^ löhner Daniel Alle s von Offenbach versuchte int vorigen ,Frühjahr 1000 Mark Kriegsanleihe in eurer Frankfurter Bank zit verkaufen. Man erkannte das Stück als wegen Diebstahls gesperrt, worauf A. flüchtig ging. Er verübte nrzwtzchen einen Einbruch in Köln, verbüßte ferne Strafe und wurde dann bei einem EinbruchSversuch in Frankfurt erwischt, wofür ec 5 Monate Gefängnis erhielt. Tie 1000 Mark rührten von einem Einbruch bet einein Gemüsehändler in Frankfurt her, dem Ll. gegenüber wohnte, und bei denr damals 7000 Mark Kriegscurleihe, 1500 Mark m bar, eine goldene Uhr und Sparkassenbücher entwendet worden ivaren. Ä. behauptet, 6000 Ndark Krteasanleihr auf dem Abort des Sachsenhauser Lokalbahnhofs gesimden und sie bis auf den Rest verkauft und den Erlös verjubelt zu Hubert. Man konnte ihn auch des Einbruchs nicht übersi'thren, so daß er nur wegen Lundunter-, s ch l a g u n g unter Einrechnung der Frankfurter Strafe zu 1 Jahr 9 Morraten Gefängnis verurteilt wurde. Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 ^ _—... Täglich Kiinsllfirrfeonz®rte« Ab heute vorztig’iche Elite-Programm »IELSS 1 iimiMimimmiiiiiiinitiimiiiiimimimiiiiiiiiMi! in dem ^anz vorzüglichen Drama in 4 Akten l*el3>en,$wii B 1hel I Sch warz-Weiss -Theater =8i = PROGRÄÜ^I vom 5. bl» InkL 8. Februar. Das Geheimnis der Pagode! Gewaltiges DetektivBchauspiel in 4 Akten. — Regie: Uodolf Meinert. William Jandrik.Bankier, Hr.Laurence,— Claris^a, sein Frau, Fr 1 . Perron. Jack, deren Sohn, Hr. Horsten. — Neil, dere > Tochter, Fr!. Rita Uer- raont. — Miß CarU Tünzeriu. Frl Thea Sandten. - Fred Lop, Professor, Hr. Eichgrün. — Baron Frenk, Hr. Huck. — Fim Morson, 1 nedr. Kühne. —Jim. ein Gehilfe, Hr. Lo- we. - Harry Higg,Hans Mieren dort. die Geschichte einer Leidenschaft von Hans Hy an. Ausserdem: in dem köstlichen Lustspiel in 2 Akten Rita dex*moxtt Wie man Männer fesselt! p TTncL das glänzende Sexprogramm. tsssa M Gin kaltes Abenteuer!! Lustspiel in 2 Akten mit f fflellta g^efrl | I Leo M enkert J 873a Wer wi d Vater? Lustspiel in 2 Akten. mmmiimiimmnmmiiimmimiiimiiiiiiinuml iiiiiiitiimMiiiiiiiiiiiiimiimiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiii Kailee Astoria Donnerstag, von naehmittajpe 4 Uhr ab 870 Famiiien-Konzert Empfehle voreüglfctie Apfeltorte ond WafTeEn. Hotel Fiirstanhof, Gießen. Meute abend 8 Uhr: Familien- Konzert Frl. Lnlla Erbe, jugendlicho Gesan^humorisfein als Gast nebst nnsorm Bfierr ISrandenateln in seinen besten bun en Nummern. Den Hinterbliebenen der im Krieg Gefallenen wird Gelegenheit geboten, an einem teilzunehmen. 847v Meldungen werden entgegengenommen: Montag nachmittags zwischen 3 u. 4 Uhr in der Sprechstunde der städtischen Hinter bliebenenfürsorge, Stadthaus Zimmer Nr.2. Aiieeftnil-bereist (8. 1), Gieße«. it t « £ „ in Schneidern, Handarbeiten. Weißnähen, ^ ♦ i ^ Kochen p /4 u Jahr!, Ani. 13. März, Mel» düngen bis 9. März im Schuihause. Steinslraße 10. Hanshaltnngsschrile Nun»°n biä. f»£t für HandarbeitS- und HaußwirtschaftS. dktNTNfKke lebrerinnen . Aul vielsettigen Wunsch findet Mont»« ein nener KnrHiis statt, wo sich jeder au- allen, abgetragenen Kleidungsstücken die schönsten und warm,len Schuhe und Pantoffeln heraellen kann. ^ . Nähere Auskunft u. Anmeldungen täglich von 0-12 und 2-6 Uhr im V ülu Die Leiterin: Frau Fischer. FRITZ NOWACK Zierschürzen mit und ohne Träger Kinderschürzen in allen Grössen Hausschürzen • Kleiderschürzen Unterröcke in verschied. 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