«k. 2) fcet Hirßener erscheint täglich, autzer Sonntags. - Beilagen: A«btncr^mUi<:«Mtter; Kt« stU,ti f8? de» Kreis Hietzev. Vezugrpreis: monatl. 'ÜIL i .20, viertel* jährlich 'Dlf. ^ 6 ' durch Abhote- u. Zweigstellen inonatl Dlk. 1.1» durch bte'öo(t 'Dlf. 3.60 uiertel" jährt. ausschl. L^üellq. Ferirfprech - Einschlüsse: für die Lchr'.lt luugN2 Ver!ag»Gescljäusstei!e51 Anschrü, für Traütnuch- richten: Anzeiger Sieden. tö8. Jahrgang Montag, 4. Lebruar l9s8 postscheckkont»: 5ransiutta.N. nzelger yankvrttehr: Gewerbedanl Siehen Zwillrngrnmd-rvck u. Verlag: Vrühl'sche Univ.'Vuch- a. Stctefcniderci L. Lange. Zchristlettang. GtsÄMrfteüe u. Druckerei: Schulftr. 7 . An,.utime von Anzeige» i. die iaqe*Miummei dlS »um Nnchminaq vorder ohneiedeBelbn.dlichkert seilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 tz:.,sür auswä rt:ge 30 Bi., °ür Reklamen Alk. l.- : der P a ^Vorschrift 20 */ 0 Auls ulag. Hal,olichri'r!eiler: Aug. Goeg. Berank >v örtlich für Politik u. ijeiuileum: Auq. l^oetz: Stadt mb Land, Vermischtesu.Ar- richt-siaal: W. Dteqer; Anzelgenteü: V- Beck; sämtlich tn Gießen. Die Entscheidung üdei die belbständizkeit der Ul aine. (WTV.) Grobes Hauptquartier, 2. Februar. (Amtlich.) Von den KriegSsihaup! ätzen nichts dkeues. Der Erste Genernlquar iermrister Luve udorfs. (WTB.) Grobes Hauptquartier, 3. Februar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht. An der flandrisckren Front kam es am Nnchnnt ag zwischen dent Houtlwulster-Wlllde und der Lys zu lcvh'sten Ar- tilleriekampfen. Auch, in der Gegend von Lens, beiderseits der Straße und westlüch von Canftirai lebte die Fcuenätig? leit zeitweilig auf. Bei Vwnchy wurde ein starker Erkun»- duugsvvrstotz der Engländer abgewiestn. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und Herzog Albrecht. Am Oise-Aisne-Kanal liehen die Franzosen bei einem gescheiterten Nuternehmen Gefangen? in unse er Hand. La :gs -er Ailette, im Abschnitt von Reims, auf der Müssest' und am Hartmannsweilerkops vielfach Artil!erie:äti?k it. Unsere Infanterie brachte von Erkundungen auf dein Ostusir der Maas und nördiicki von Badonvi.l r einige Franzosen zurück. Italienische Front. Lebhafter Feuerkampf auf der Hcckplächr twn Asiago. Mm Den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues. Der Erste Generalquariiermrister Ludendorff. » Die Abeudberichte. Berlin, 2. Fel-r., abends. (WTB. Amtlich.) Von den Kinegsschauplätzen nichts Neues. Berlin. 3. Febr., abends. (WTB. Amtlich.) Kon den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Dio Stveikbervogung in DeutsckKrnd ist Un Abflauen, die P er trne r Blätter äußern die Ansicht, daß am heutigen Montag überall die Mehrheit der Streikenden die Arbeit wiedar aufnehmen wird. Geschadet hat dieses Ereignis nach außen hm sicherlich; unsere Feinde werden es nach Kräften für ihre Zwecke ausnutzen. Der „Erfolg", den sich die Urheber versprochen haben, jist ausgeblieben!uno wird ausbleiben. Der Reichskanzler ist fest gebsieben; er denkt nicht , daran, seine Politik von solchen EcpressungSversUchen beeinslüsien zu lassen, und eS war durchaus wohlenvogen und richtig, daß die Regierung sich mit den Ausständigerl in keinerlei Verhandlungen einließ. Dabei Haber: auch die sozialdeuwkrati- schsn Führer eine Niederlage erlitten. Sie trollten deru Reiässkanzler einen gemisckften Ausschuß zur Verhandlung aufdrängen, und sie ipurden mit ihren wiederhol.en Vorstellungen abgewiesen 9bur einige Organe der äußersten Linken haben versucht, das Verhak en der Regierung zu tadeln; sie sirrd rndeflen von einer anfänglich pokernden Ablation in eine vorsichtigere Zurückhaltung verfallen. Es ist nämlich auch ihnen klar geworden, daß diese Streikversuche höchstens die Reihen der rechtsstehenden Parteien Verstärker: können, und von der großen „Bolksmehrheit", die nach dem „Vorwärts" hinter den Bestrebung er: der Ausständigen stehen sollte, ist man nach den zahlreicher: Protesten, die von allen Seiten gegen * dorr Streik erhoben worden sind, ganz stille geworden. Einige gerichtliche Nachspiele werden noch von sicb reden machen. So wird der Reichstagsabgeordnete Dittmann wegen versuchten Landesverrats und Widerstands gegen die Staatsgewalt vor dem außerordentlichen Kriegsgericht sich zu verantworten haben. Es weht doch jetzt so etwas wie Besorgnis vor der Volksmeinung, oder gar etwas von bösen: Gewissen durch die Zeilen des „Vorwärts", lverrn er in seiner Sonntagsnummer schreibt: „Die Sozialdemokratie treibt weder ^Landesverrat"" noch „Arb^iterverrat". Denn die Arbri.er u. das Land gehören zusammen, und man kann nicht das Land verraten, ohne die Arbeiter mitzuverraten: man kann aber auch nicht die Arbeiter verraten, ohne das Land mitznveo- raten. Denn wenn sich das Land nach außen verteidigen soll, dann dürfen sich seine Arbeiter nicht „verraten" fühlen!" In rvclch winkligen Gassen der Logik sucht man sich da zu verstecken! Die Arbeiter wären keineswegs „verraten"" gewesen, wenn die Sozialdemokratie offen vor dem Streik und seinen Hetzern gewarnt hätte. Wie schmähckch das Verlangen der Streikenden war, unsere Regierung sollte sich dem Standpunkte Trotzkis unterordnen, wird mit jedem Tage offenkundiger. Das neueste Rededuell zwischen der Trotzkischen Partei und der selbständigen ukrainisckstn: Delegation ist ja voll neuer praktischer Erfahrungen! Da wurde von dem Vertreter der Ukraine das bolschewistische Treiben klarer und schärfer gekennzeichnet als es irgend jemand anders hätte tun können. Das Organ der deutschen Regierung, die „Nordd. Allgem. Ztg.", zieht ganz richtig die Folgerungen aus der Lage, wenn es schreibt: „Wir haben «gesehen, wie die Maximal: stcn durch ihre laugen Reden vom Setbstbestimrmmggsrecht der Völker in Brest Obduktion zu niachen versuchten. Das deutsch Volk muß mit der Möglichkeit rechnen, daß diese Taktik beibehaltcn wird, und es wird sich ä*u' kragen Haber:, ob ^nnd welchen Wert Deutschand überhaupt auf den Friedensschluß mit Nordrußland legen nniß. Mle Nack^rick/isn stimmen darin übooein, daß oas bolschewisrifche Elenuntt Nordrußland einem völligen Stirn, überliefert hat, nicht mir in politischer, sondern -n sich das Egerlan-ischt SchntzenregiMLUt Nr. 6 nnd das Lanssturmre-lment Nr (>, das P-lsener -cchnnenregimevt Nr. 1 und das misi,rische Landttu mr giment Nr. 25, das 3. Vataistön des 2. Regiments der Tiroler Kais rjäqer vwic die Tiroler Landstnrmbaralstoue Nr. 168 und 171 besonders ansgeze chuet. Der Chef des Geueralstabes. Wien. 2. Fetz?. (WTB. NnlMmtlich.) Amtlich wird vnlmttharl: . ^ Auf der Hochfläche von Asiago und östlich der Brenta blieb die ArlilLerietätigkcit lebhaft. Der Chef des Generalstabes. Wien. 3. Fetzr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlantbart: Auf der Hochfläche der Gemeinden hielt dir lebhafte Artillerietürigkieit an. Der Ck)ef des GeneralftabeS. Die verhandiungcn in Vrtst-Litowrt Die ukrainische Frage. Brest-Litowsk, 2. Febr. (WTB.) Gestern nachmittag scmd unter Teilnahme sämtlicher Delegationen, einschließlich dev inzwischen in Brest-Litotvsk wieder eingetrosfenerr Abordnung der ukrainischen Rada. eine Vollsitzung statt, die zum Zwecke hatte, die S-t-cNung:«rhn-.e der beteilig en Regrerrcngen zu der u k r a i ne- scheu Zentral rada endgültig zu klären. Zu Beginn der Sitzung teilte der Vorsitzende, bulgarischer Militarienollmächtigter Oberst Gan tschew, mit, daß an die Stelle des bisherigen Vor- sitz-ei'chen der Abordnung, des Jnstiz.mini xc Pvporv. von jetzt ab der brckgari'ch.' MörisberpräsL«tt RadvÄamow trete. Herr Sewrjnk, der- herauf das Wort evgriff, gab bekannt, daß an Stelle des bisherigen Bori'itzenden der Abordnung der ukrainischen Rada Herrn Holubowitsch er selber den Vorsitz übernelnne. Zur Tagesordnung übergehend, wies der Redner dann ein lautend aus das in der Plermrsitzung an, 10. Januar 1918 verlesene Universal HI der ukrainischen Zentralvada vom 7. November a. St hin, womit tue ukrainische Volksrepublik proklamiert und deren internationale Stellrrng bestinrntt worden sei Tie intrr nationale Stellring der ukrainischen Volksrepublik sei dcmrals so tttohl durch den Rat der Volkskommissare als mrch durch die Vertreter der vier verbündeten Mächte anerkannt worden. Im Sinne di-eser Erklärung sei denn auch während des ganzen Ganges der V^rl-andlringen bis zur letzten Unterbrechung die ukrainische Dele> gation von allen Kvtrserenzmrteien stets als Delegation eines un abhängigen Staates mrgesehen worden. Nach der Unterbrechung habe nunmehr Herr Trotzki versucht, die Stellung ^und Rechte der ukrainische Delegation zr, leignen. n»rbei er sich ans das bis ^dahin rrie ettvährrte Vorlrm'^nsTin des Exekutwa"Sschrrsses in Charkow berufen habe. Tie ukrainische Delegation halte es für notwendig. festzustellen, daß die von Herrn Trotzki in dieser Sitzuna ge- lvrltene Rede in vollständigem Widerspruch zu aNcn seinen früheren Erklärrrngen stehe, tvovauf sie gez-tvungen fei, folgende Erklärung cchzugeban: „Wir sind durchaus einer Ansicht mü Herrn Trotzki, daß in dem staatlichen Leben der Ukraine Verärgerungen vorgekommen sind, die aber ganz anderr Natur sind als dir, Mrs welche Herr Trotzki hinwres. Das Wesen dieser Berändennrgen steht im Zusammenhang mit deur IV. Universal der ukrainischen Z«7ttrolmda ii-n, 24. Januar. In diesem heißt es: „Von rar.: ab bildet die ukrairnsche Volksrepublik euren stlbständige-r. rvn niemwid abhängi gen, freien und souveränen Staat des ukrainischen Volkes."" 5>'ierzu müsse ^er bemerken, daß die Regiericng der ukrainischen Volksrepublik bestrebt gewesen sei, einen Bund aller Republi*en zu schaffer, die aus den frg.lv urssisckwr Kaiserreiches c;t 1 vnden c e und ein g m rn^ m/efö d r t v- Steffi, nrugi R s land zu bilden. Da. avor ln5 zur Erlösung das tüertm Universal trotz aller 'Versuche der ukrainischen Regi-rnng ein derartiges gemeinsames födevatsi'es Organ nicht zustarrdegekorntnen sei. und da laüs der augenblicklichen Lage bervvrgeh-, daß ein solches auch nicht Mstmrdekomnren könne, so habe die ukrainische Zentralrada di»? Bildurig «irrer föderativen Regierung fallen lassen inüssen und habe durch das vierte Universal die Ukraine zum gan z selbständigen und von niemand abhängigen Staate pro- klavliert. In einer so hohen Versammlung, wie eS^ die Friedenskonferen z sei, scheirre das von Herrn Trotzki angewandte ststittel, die staatlickien Recht e der ukrai Nischen Zentral rada auf Grund eines Telegramms aus Peteis bürg zu bestreiten, osferrbar rinzulässig. Mit dnn durchaus gleichen Recht könitte sich die ukrainisch" Delegation m,f einen Funffvruch lE- ru'en, der in der zweiten Hälfte des Januar (n. St.) meldete, daß sich einige RegimLnter in Petersburg zur BeckeibiMMg der kon- s'Ntnierendeu Ve^-'ammbiN'g oj- - \'r ^-»sf-^kom- mft[j|an.T erhoben haben, und daß dort arrs den Straßen Kampfe nrit imgürrstigern A,»«t«:<>u?e für ine ^e.elx-n . .ut, lesnnden hätten. Ten, Beispiel des Hern, Trotzki folgend, lömtte die ukrai nische LeleKation aus Grund dieses Telegramms verlangen, daß die Delegation des Rates der'Dosks^^i^"-' m-’V (rnrr*rmrt mfrbe, was sie jedoch nicht tue, da sie das als eine russische Frage Mitelre. „ ^ w , Hierauf gab auf Aufforderung des Herrn ^votzkr der der cns- sischen Delegation angehörepde Vertreter de sukrarnrs Exekutivausschusses. Herr Mjedwjedjew erne Erklärung ab. in der er auSfülwtt. der ukrainische Exekutivausschuß habe von Anfang an die Kiewer Rada nicket sür berechttgt gehalten, im Namen des ukrainischsn Volkes zu sprechen. Was die 'btzrgen Frie^-ensverl-Midlungen betreffe, so stehe der ExekuM'ausschuß der ukrainischen R-epub-lik ganz auf jenen Gimlidsätzen des dewottattschen Friedas, die durch die russisck)-e R-cvolution propagiert und von dem ukrainischen Sowjet -bestätigt worden sei, eines Fried,-ns ohne Annexionen und Uvuttibutionen, der den Völkern das Recht der Sckbstbestiinrnung sichett. Was die besetz'en Gebiete anbctreffe ko ?ile der Exekutivausstlnuß ganz den S'andvuirkt.^ dmi die ruisische DNegation lster vertreten habe, mrd erkläre, daß das ukrar nisa^ Volk irgeridwekche Üebereinkommen und Verträge mit der niewer Rada nicht anerkennen werde, und daß diese nicht zum Leben gelangen würden, wteirn sie nicht dnrch die Delegation der föderanoe» russischen Republik ane-ckannt und gutgielieißen worden seren. , An knüpfend daran führte Herr Trotzki aus: Es sei in ftwer Werse zu bestreiten, daß er hier seinerzeit erklärt habe, du zwischen der Kiewer Rada und der Petersburger Regierung bestehenden Konflikte können keinen Einfluß darauf pusüben, daß er du Ukramq als unabhängigen Staat anerkenne. Die Anerkerrnung der Lockbst- 'tändigkeii oder Unabhängigkeit eines Staates körrne alur mcht m« der Anerker-nung diefti oder jener Regierung vermengt werden^ In welckum Maße die interna'io mle redliche Stellung der Ukraine noib im Weeden h-gck^'' '' ' daraus,hervor, daß nmn heuu aus dem Munde des Vorsitzenden der ukrainisck>en Delegation! eine außerordentlül) wichtige r , otv'ahc Aenderung des jc-^anb* Punktes der Kiewer Rada in der Frage teriinternarivnalen vechlttchen Stellung der Ukraine erfahren habe. Die Kiewer Rada lehne ecnL Beteiligung an der föderativen russischen Republik ab, und dtes erfolge jetzt, nachdem aus dem dritten Kongreß der Songets unten der Teilnahme von Vertretern des ukrainischen Volkes der russische Staat als föderative Republik anerkannt worden ser. Die Mittelmächte hätmr ein Interesse daran, chv Verhältnis zur Ukraine m materieller Hursichr präzisierett zu können, damit sie nicht fiktive Größen für tatsächlich an, Gerade deshalb hatte er es für nottvendig, darauf hinzuweisen, datz in manchen Kreisen die sepavattstischen Tendenzen mr heutigen revolutionären Rußland überschätzt würden. In den Randgebieten des früheren russischen Reiches seien gerade petzt dlnentgen Klassen, Gruppen mrd Schichten Träger der separattstrschon Ga- danken, die unter dem alten Regime in hartn^kigner Werst für de» Zentralismus cingetteten seien. Je Mehr fick) die Macht der E^w,et8 im ganzen Lande stisttge, desto mehr legten die ixTsitzerlden Massen ihre separatistischen Tendenzen aus die Randgebiete. Wenn diese Gruppen im jetzig«: Rußland siegen^ würden, dann würden sie sofort rvicder zu Trägern der Zentralisation werden. Tie Vettreter der Mittelmächte könnten her natürlich mcht die Rolle eines Schiedsrichters über die jetzigen VerhAmisse m RußlarU) urcd irr der Ukraine übernehmen. Solange die ^elegotton der Kiewer Rada ihre Vollmachten berbebalde, erhebe er keinen Einspruch gegen deren selbständige Teilnahme an den Verliand- lrmgen Er müsse aber jetzt, wo auch Vertreter d^s ukraini, chen Exekutivausschusses in den Verband der russischen Tel.>gation nn- getreten seien, mit doppeltem RaäHruck wiederholen, daß nur derartige Abkommen mit der Kiewer Rada die Anarkerrmurg sin. der: könnten, die auch von seiten der russischen Tclegatton anerkannt würden. ^ . * Hierauf erbat das Mitglied der ukrainischen Delegatton, Herr Lubynsky. das Wort zu den nachsteh'nden Darlegungen: An dem Steuerrad der rnssisckMr Republik haben im Lause des Jahres verschiedene Regierungen gestanden. DaS Jahr hat begonnen unter dem 2-e^er eines Kaisers, und es erch-rgt, nackidenr eS die Stadien einer Kadetten- und edler sozialistisch-kadettiscl>en Regierung durchlaufen hatte, genau mit denselben Schießereien auf den Sttaßen PeterA- burgs und mit den eifrigen Vorbereitungen der bolschewrstrscheu Regieruna zur Bertteibung der kvnstittiierenden Versammlung. Nur in einer einzigen Beziehung sind alle diese verschiedenen Regierungen durck>aus solidarisch gebLieben, in ihren kapitalistischen Bestrebungen und in ihren gierigen Wünschen. d:e neuentstehenden Völker zu erdrosseln und alle unter ihre mächtige Hand z-u bekommen. Aber im Andenken an die Bor. gange aus dem Thron, welche mcht nur durch die gemeinsamen Anstrengungen der sozialen, sondern auch der nationaler: Revolution Msttlrzt worden fiitb, hat die Regierung der Bvlschewiki daS Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völker mir zu dem Zwecke pwklamiett, um damit entschiederwr das Prinzip in seiner prakttscben Durchführung zu bekämpfen. Die lauten Erklärungen: der Bolschewrki über die vollkommene Freiheit der Völker Rußlands sind nur grobe demagogische Mittel. Tie Regierung der Bolsckrewisten, welche die konstituierende Versammlung auseinandergejagt hat und sich nur auf die Bajonette der Söldner der Roter: ßstrrde stützt, rnirt; sich nie dazu entschließen, in Rußland selbst die lwchgerechten Prinzipien des Selbstbest im mim gS- rechtes durck^-uführen. Derrn sie weiß sehr wolst. daß nickst nnr km zahlreichen Republiken, die.Ukraine, dos Dongebiet, der Kaukasus und andere fichsiicht alsjiihre Regierung anerkenncr^ werden, sondern daß auch das ruffische Volk selbst ihr dieses Reckst versagen wird. Nur aus Furcht vor der Entwicklung der nationalen RevoUttiv^ haben die Bolfckiewiki mit der iftum angeborenen Demagogie sonroht irr Rußland 'selbst ^vie hierauf )er Friedenslvrrferenz, dost Prinzip des Selbstbestimmungsrechts aufgestellt. Zur Be- kämpsimg der DurckMhrung in die Praxis nehmen sie ihre Zuflucht nicht nur zu den SölQnerfck^ne'n der Rotei: Garde, sondent sie schrecken nach zu sÄimrchnvn and urMiläffigeren Mitteln: sie unterdrücken die Zeittnrgen, jagen die Volksversammsinrg auseinander, verhaften und erstlsteßen Pvlckiker und greifen scksticßlich^ dazu, durch vollständig falsclze und tendentziöse Sckstlderung^-n die Autorität der Regierung der eine:: oder anderen junger: Repul'sik zu untergrabe::. Bekannte Sazi-alisttem und alte Revoluckanäre werden von ihnen beschuldigt, als gckhörteir sie zur Br'urgoi^e und zu den Gegenrerwl lttionären. Die Rpisierung der B^lsck»w:kH erklärt den heiligen .Psiag der Republik, indem sie dir Vertreckmng, der Borlrgeosie-Regierungen verlanffh mit deiren angeblich dir sozialistische Regierung der Botjcheimk: selbst über die Beerrdiguna des brrldcrnivrdendcn Krieges reine Verhairdlungen pflegen NRlll. So führt die Negicrmrg der Bvlschennki anstatt des Grundsatzes! des Sesbstbestirmnungsreck)tes der: Grundsatz der Anarchie und der Zerrüttung durch, da sie weiß, daß eS leichter ist. zu zerstören, als neu zu sck>aff>m, und stie HÄt sich an dasj alte französische Sprickvwvrt: ^Veüeurujde, vcrlemude, es. schvn etwas haften blechen." Dir ttfttttnjfrfj? 310ha, hie sthvn im Jamarr Dortgen IahosS dv erfte urnatntidie iflogrrnntg, das Gtenewrffcfretoriüt geiröWt hat. b«tte damit bk erste JRcgrrrintg m RußLarrd ge&Ubet, bie ausMieß- llckMvs Sozialisten zusammengesetzt ist. So faxt das ufTaiaiiüV Volt -chritt für Schritt batrd> eigene Arbeit seinen eigenen Staat ge !chaf«n, mtb >irr Eimnilchmrg nt unsere ntitereit Berhällmssc Iwi j>te PeterÄmrger 3kgicnmt7 keinerlei Veranlassung und keinerlei l^uxid In WrrDÄrkeiL liegen die Dinge so. daß rtmfy dem Go.ne, oez Urrtrarc und irarfr den daran anstlk- ocete. Lcanckinckl allerdings nahmen an diesen Sow.ets auch Ver- tr^cr der Arbeiter der fetrefveubeu Städte teil. Vtt: dem Wunsch:. ??ch unter diesem oder jenem Vorwände in da: Leben der Ukraine ^ einzrmtisck^n, l)aüen die Petersburger Bolsch«wiki angegangen. von der ukraini- 'chen Regierung zu verlangen, das; die ganze R e- % l ^ 9 s ge was t in der Ukraine gerade diesen ^olda ten r äten übergehen werde ohne jÄ>e Berücksich-- rMmg der von der: Bolschewik: auf der. Friedenskonferenz aufge- stellten Forderungen, datz fremde Trupp.-:: aus be-etzten Gebieten wrrzu rühren seien. Natürlich kann die ukrainische Regierung diese tforverung nicht erfüllen. . T en zweiten Anlaß zur Einmischung in das innere Leben najem Republik bildet die Forderung der Petersburger Bolscho- wm. Neuwahlen der Zentralrada zu veranstalten. Indem rch besserte lasse, daß eine solche Forderung eine offenbare Verletzung des SelbstbeftimmungKrechtes ist. i'\ diese Forderung auch deÄvogen unausführbar, weil die Vorschriften Wer die Vertretung in der Rccka jeden Augenblick den Wählern das Recht geben, ihre Vertreter in der Roda nb^uberufen und fve durch andere zu ^eyen. Tie Wahlen zur konstituierenden Versammlung ganz t/cutzlarrds, die Ende November vorigen Jolwes stattiarrden. führten ans dem gwrzen Gebiete der Ukraine zu einen: glänzenden Siege der ukrarnischeu Zentralrada und zum Siege der darin organi- Uerten Parteien,^ indem von den ukrainischen Kandidaten über iö Prozent gewählt worden sind, während die anderen Parteien, p* in der Zentralvcka vertreten sind, etwa 15, die Bolscl^ewiki sogar weniger als 10 Prozent erzielt haben. llmsere Zukunst, unsere Geschichte, unsere Nackkvmmen und dw breiten Masten des arbeitetrden Volkes, die auf beiden Seiten der Frontlinie stehen, werden ^selber darüber entscheiden, wer von ums reckt hat und wer die Schuld bat, wer Sozialist und wer Gesmrevolurionär ist, tv-er schasst oder wer Geschaffenes zerstört. . Hierauf gab der Vorsitzende der österreichsschaingarischen Delegation Gras Czernin folgende Erklärung im Namen der Delegation ab: ,Lm Namen der Delegationen der vier verlandeten Mächte beehre ick mich, zu der abgegebenen Erklärung der ickra mischen Lansdowne über die Zriedenrsrage London^ 2 Ieb. (MTV.) In seiner Antwort an die Journalisten und Schrift jvttlcr, die Lansd-owne wogen seines Priels an den „Daily Telegraph" dne Anerkeunuiigsadresse überreichten, sagte Lord Lansdonnre weiter, er fei überzeugt, daß ein ohne einen bindenden Vertrag am Konferenztisch, jetzt erzieltes llebererukoiiimer: wegen eines internationalen Schieds- gerlchtshoses ein mssickwes Dasein haben werde. Aber ein blcher Verl rag setze eine genas sc Uel>ereinst:mnumg hinsichtlich der Grmcksätze mmaus. auf Grurck welcher die hauptsächlichsten 0>e- öietSschlvierigkeite»:. die dir Mache trennen, geregelt werden zollen erne Regelung, die nicht in grober Weise die Billigkeit mä> Freiheit verletzt. Es wäre unbillig, gegenüber der Regierung nick gegenüber den Verbündeten in diesem Raume den Wog zu erörtern, auf dem diese GebierSfragen geregelt werden sollet:, aber er sttmme mit Llotch l^^eorge darin überein, daß sie aus der Grwck.age der nat^malei: SelbsU'S immnng geregelt werden ssll- ien. Er sei der Ansicht, daß die Friedenskonferenz sich mit diesen Fragen auf Grund dieser Prinzipreu befassen cklle. und daß sie tne mi^ick^n Hossinrngen rech ertigim tv-erde. Aber, fügte Lans- >)ow e hinzu, man könnte van ihr sagen, daß sie nach dem Mvndr ichie.e. rauh Dingen, die so weit anf^rhalb unserer Reiä^veste liegen. ALan kam: nid* auf die Rede HertlingS verweisen. <>ch gebe zu, daß die tRede sehr e-rttäufch: lm: fte scheint mir diwlerck und unnacksgiebig zu sein, ^lber ich bin geireigt. Hertling einiges zugitte zu halten. Ich glaube, niemand wäre mehr über- racht als er. wenn er annimmt, wir würden Gibraltar Hongkong oder irgendeinen anderen kleinen Test der Erde crusliefern/denn yu gleuiser Zeit hielt Ezenirn seine Rode, we'ch: sehr viel hoifnungsvoller war. Aber ich messe der Anssassnng derjenigen sie 7 ‘T*+ VI.V JIL n VJ, t UUl U.iu^ U\ ; lULUliUlUPt il Delegation folgendes auszustchren: Wie bekannt, bar der Bor- sttzmde der ukrainischen Delegation Staatsminifter H o l n b o - wytsch in der Plenarsitzung vom 10. Januar 1918 erklärt, die ukrornilche Volksrepublik nehme, fußend ans dem zweiten Universal der ukrainischen Zentralrada vom 7./2O. November 1917, ihre internationale Existenz wieder auf „und trete" in vollem Um- *e der Vorsitzetwe der russrschen Delegation rn der Plenarsltzung vom 30. Januar 1918 in diel'er frate eingenommen hat, wonach rmr solche Abkommen mit der Ukraine anerkannt und aktiviert werden könnten, welche durch die Regierung der föderativen Republik Rußland formell bestätigt seien, geben die Delegationen der vier verbündeten Mäc^e arrgesichts deS eben dargelegten Stwckvunktes der Deiegalron des L?reE Bollsministerrates folgende Erklärung ab: „Wir haben keilten Anlaß, die in der Plenarsitzung vom 12. Ja- ranrr 1918 erfolg» Anerkennung der ukrainischen Delegation als axirz selbstandlgen Delegation und als einer beovlimächtigttnt Vertretung der ukrainischen Volksrermblik zurückzuneinnel oder ciu- zuschränken Wir sehen utts vielm h w e er rera^.la t, d i e u k r a i- ?^sche Republik schon letzt als un.ab i) ang igen , r - z t lt S 'o^verünen Sta at anzuerkennen, der rn der Lage ist, selbständige internationale Abmachmigen zn treffen." Trotzt: benrerkte kurz, er l^abe seine bisherige ?l,nf:s,ung i^cker die ukrainische Staatlichkeit nicht geändert und mü^'e'darauf »mweisen. daß es den vier verbündete.: Mächten schnrer fallen toerde. oie genauen Grenzen der von ihnen soeben anerkaiuttei: Republik anzugeben. Bei den Fri^-densverhondlungen seien di? Grenzien eines Staates keine gleichgültige Fvcvge. Sodann wurde die Sitzung geschlossen. D e rote Armee. Petersburg, 1. Febr. fWTB.) Meldung der Petersburaer Telegravhen-Agentur. Ter Rot der Bolkskommislärf hat d» Bllckung einer Roten Armee cmgcord et. die als Wall der Macht^der Sowjets uxck im gegebenen Augenblick als sichere Grundlage für die Ersetzu-ng der recpllären Armee dienen wird Ti^ Rote Armee wird aus Mvcrlässigen Elementen >r Arbei!ermas>n gebildet: der (Antritt in ihre Reih m stel^ allen Bü"g ru der russistd-n publik frei, die das Atter von 18 Iahrrn erreick)- hiben Ied-s Mrtgtied der Roten Arrnee muß bereit sein, sein" Krä te und ststn Leben für die Verteidtgung der Errmgensck.'st'ni dr Oktober-Resolution, der Döocht der Sdwiets und de^> S'zialiZmits zu opfern /^-um Eintritt in die Rote Armee ist er erfordntlich. ein.- Empfeh- stnig der Armee-Komi'«es, der deim>kro7ischen Organisation in:, die die Leitsätze der Sowiets aTTerkennw:, dw Be^u's- wck v^litiichm Orgarnsotiouen oder wenigstens zweier Mitglieder derartiger £r* ganisotior^m rwrzuweisen. Tie Soldaten der Roten Annee der Vauern rmd Arbeiter iverden vollkommen vom Senate w'terlxtlte:: umd erha'trn außerdem 50 Rub-ck Oberstes Berwaldrngsoi-gan der Roten Armee sind die Volkskommissare. Ter unmittelbare Oberbefehl mti> die Verwalt»mg b.T Armee sind beim .strieg^k»nttmssanot m eenem sonderrot zusanrmengeaßt, der aus Telegrerten ganz Rußlands zusammengesetzt ist. F^in fand. Berlin, 2. Febr. fWTB. Nichtamtlich.) Die h-'esigen Bevollmächtigten der finnischen Reaieruna habet: dom WTB s lg nde Erklärung * •■efje i las>i: „Herr Trotzki hat in der ley e: Sitzung de.- F nsdel gatto:: erklärt, datz die q'^ge-lwärtig? inniiche R grerung ge ü y u d r tzt woraen sei durch eure Arbeiter- und Bauernregiermta, und daß er kerirerle^ Hindernisse da ür sehe, drß Abaoorcknete dieser Gierung an den FcredensverhaEungr?: in Brest-Litvwsk trilnehnn-n Dem- gsa-n:ü.be. erAck:en wir, daß die Reweru:^ Fiwnlcrnds keincsw-gS gemirzt rst, daß rnelmehr nur im Südei: FrnnlMchz er:» fozmli- tttsche Regrerung vorübergehend sich der Macht in einem kleinen T-gle deS Landes ohne gesetzliche Berechtigung, lediglich gestützt «ui die br,rtale v liegt die Boveuttmg der Disknssivn. die sie und ich fuhren, darin, daß sie die bestrittenen Prmkbc zur Kenntnis der Leiste auf beiden Seiten bringt. ;vie Lloyd George un- llingst zn einer Abordnung der Arbeilerpottri sagte: Jede Ge- n»ms«l»aft ivlle die Aünasstmg ihrer Rvgierung formen, so daß dre letztere ihre Ansicksten durch d» öffentliche Meinung im erger.cn Lande m Form gebrackst besäße, und. fügte er hinzu dies schnnI mrr eine durnlnrts demokratisch-.? Auffassnreg zu sein. Es w gt daraus, dastcuch beider: Seiten die Seit,mg dahin ülenrammen nwrwi muffe, day die Devölkerimg nur ü'er die wahren Tatsachen m vollstaudlger W-ei e unterrichtet wrr^e Unsere eigene Bevölkerung wrdert erne» gster: Teil dr Ansllärumi ü'e- denilben Gegensta'id .Wenn Sr- alles znr An klärung tun, wrs möglich ist. so Werder: Sie .va'?e der Renenn:g stärkm. nicht schväclren. Wir wünschen ernlck? rnen klaren Friede,:, begründet auf vollständiger W-icrw- her,!Älung der cruck: dre voll 'ä-ckige Sichrlseit für die Zukunft g:vl, mit dein^.v.rnsck' nack), Lösung aller etwa ausstel-cnden in- rerrmt o alen 'werigfciteit, um mit Wilson zu sprachen, gemäß cv: lststvrlsch g-w.'-rdemm Lfttien der nationalen Zngehörmkest. W:r wunrchen sehr, daß der Friede so bald als möglich erreich' nvreen mö^ite Wir vertr.lr"e: darauf, daß nickt unnötiger- nvr e w^cstergekanrpft ,mrd in -der überttiel-eren FuE. in eine Frie- de s al e zu gttck> ho?je?: wir. daß un'ere Regiernng m Ver ß>g dchse : ai:f meie Bedml^ungen hin nichts unversucht lasten ward, mag eS noch so sckmerig sein, und keinen Weg unbeschritten lauen wird, mag er raxfr so voller Hindernisse schchnen. England und die baltischen Provinzen. i 1 ' ). Die „Köln. Ztg." meldet aus 1. »rrfn.-uar: Wrc rn gutuntcrrrchteten Kreisen ver- loutet, soll England die Bildung eines nordischen Bundes anstreben, der ans den skandinavischen Mäcktcn, Fmw- lano und den Laltvcken Provinzen beitrhen soll. Der Ausdehnwtg des deimchen Emflnstos aus die LaltiEn 'Prvckiher: steht Ejng^ ^nd ab,olut stnndlrch gegenüber, da es hier in eine Bedrvhuna Ausstchr von und nach Rußland, die bisher fast Echl»ßl:ch u^r d:e baltisclvn Hafen gmg, erblickt. Zum Sckmtze seiner Interessen hat England dem Vernehmen nach Veziehungen zu den esthn:scheu m:d lettischen .Kreisen angeknüpft, nnt deren .Hille oem deullchen Einfluß in den baltischer: Provinzen mtgegengearbcstel rverr>'n >oll Im Zsisamnstml-ang mit diesem Vorgehen steht auch das Veittelx'N, möglichst viel Grund :md Voden rn den baltstchen Provinzen in englischen Besitz zu bringen Der Luftangriff auf Pari-. Daris, 3. Febr. (Havas.) Bei dem Luftangriff am st 0 . und 31. ^ a n u a r wurden in P a ri s 33 Personen getötet, darunter drei Frauen und drei Kinder. v ^ wurden in Paris 134 Personen, darunter 50 Frauen unb 10 Kinder, und in der Bannmeile 72 Personen, darunter 38 grauen und 7 Kinder. Ei« türkisches Berkehrsprojeit. Konstantinopel, 2 Imd in Berlin und m anderen Oftioßstädteu bi? Arbeiter gefolgt und :n den Streik eingvtteten. Mit Befriedigung kann jedoch fcftgrüdft rceöcen, daß rni Verhältnis zu feer (hesamtzah! der Arbeiter inr Reiche mir ein kleiner Bruchteil pslichrvergefscn dir Arbeit niedev- legte. Durch frivole Streiks wird der Krieg nicht abge- kürzt, wic dies die Hetzer angeben, so nbern vor längertz uni) dem tfeir.be in bic Hände gearbeitet. Unsere Geg^ ner werden durch Streiks zum WeiterLajmpfe angefpornll Unsere sti-rude lauern schon lange darauf, daß Deutsckloeck du ick innere Unru^n und Streiks in seiner Kampfkraft geschwächt nckrd und» deute werde. Vlögen sich die deutschen Arbeiter femcc Täuschung hrngeben: In solcher Lage würden sie die schlimmsten Fvlgsr zu tragen haben. Ai:ch die Interessen der Arbiter werden durch nicht gefördert, sondern aus das schlimmste geschädigt. Aushebimg der Bersammlungssreihüt, Militarisierung der Betriebe usw. werden die Folge sein. Auch die Versorgung mit LebMs-- mttteln wird durch die Streiks nicht gebessert, sondern verschlechtert. Unser Vaterland ist vcm allen Seiten bedroht. In dieser Sit u a^> tion t|t ein Streif Verrat am Vaterlande. an uns “ r . en Söhnen und Brüdern an der Front. Wrr »rno es ihnen schuldig, daß wir sie nickt im Stiche lassen und ftlle unsere Jrrätte rn bert Dienst der Provuktion stellen, damit sie nicht wehrlos, dem Feinde gegenüberstehen. Mitarbeiter? Kollegen und Kottegmnen! Wir fordern Eick hiermit auf, nickt bloß lech, souIX'rn aucli später, wenn von genannter Seite Putschs unb Streiks verrucht wrr'drn sollten, diesen mit aller Energie mmruRrft mtgegenzuttedem ^ut tvie seither so «yuch rn Zukunft (äare Pflicht. ^’ aini Fftr am besten Euren Interessen dienen. ^er VorstMtd. I. A.: Wiehert, Ve rbandsvorsstzender. Eine Konferenz in Berlin. Berlin, 3. Febr. Zur Teilnahme an einer Be-> l prechun g über politische und wirtschaftliche tf r o gen aus den gemeinsamen Interessengebieten ^ntsch- lanos uno Oesterreich^llngarns werden, wie wir erfahren, morgen der Staatssekretär O. Kühlmann, Minister Graf E z e r nt rt und Genera! Ludendorff hier eintreffen. Auch der deutscye Botschafter in Wien, Gras Wedel, wird zur Teilnahme an der Besprechung in Berlin erwartet. Pillkallen, 2 . Febr. lWTB? ^Bei der heutigen ^ ^ e r) ö 1(5 tu ö f) [ im Wahlkreise Nagnitz- h l A-fi a J iS n an ^kelle des konservativen Abgeordneten ^ott!ckalk->L>auerwald war bis gegen 11 Uhr abends das Er- gebnis aus 212 von insgesamt 242 Wahlbezirken bekarntt. Es wurden von 11 667 Wahlberechtigten 4655 gültige Stirn-' men abgegeben, davon für Generallandschaftsdrrektor Kapp (kons.) 4545; Zersplittert waren 100 Stimmen. Die Wahl ^ cm tm deichen des Burgfriedens. Wien. 2. tfebr. (Priv.-Tel.) Den Blättern zufolge be«- gaben sich die Leiter des Ernährungsamtes Minister H ö - ser sowie der Vorsitzende des gemeinsamen Ernährungs-' au^schusses, Generalmajor Landwehr, gestern abend nach V e r i: n, wo heute die Beratungen über die M e h l f r a g e beginnen. Aus dem rttiegsausschuh öer hes?. Zweiten rtammer -ä ~ . Darm stadt, 1. Februar Der Erweiterte Erste sKriogs-) Ausschuß her Zweiten Kann mer bene! lxeute von 9 Uln dis nach 2 Uhr ohne Pause Boi Eintritt iu die Tagesordnung gab der M in: st er de s Z ii n e. r i öu?_ bcrats gomeldete Erklärung über die ablech^nd-e Haltung der tzespichen ckrbeiterschaft gegen die Ctveilbeweguna ob Sodann er- wü^rte sie Regierung aus den Antrag Leun (Bbd.), den Lohn, arbntern bet HauSschlackttrngen die Speckabgabe zu' las 17N. dast dies nur f 1 1 n-krfrr'h^rj Vrt-rmo «.. lasten, daß dies nur soweit gesckehen kö:me. als die Selbstver^rae e er st-Arbeiter sind. Weitergehende Wünsche könnet: nick t ^ rr — - . »..: «• »t .... . . » Aus dcm lleiche. rer Kekchs^aijler nn?> die Zszialdl'mokratie. Berlin, 2. Feor. (WTB. Anitlich.) Die Abgeordneten Ebert.Haasc Ledebour und Scherdemann sirck heute varunttag vom Roich5kaiizler Gvaen von Hertling zu einer Besprechung empfang: worden, an der auch dessen Stell vettreter v on Payer. ^Staat^ieki'etär Wall ras und der Mi mfter des Innern Drews tckl-iohlnen Di,' Adgwrdn.ckm unter- bveilstm dem stonzler den Wunsch, bei den Militärbelstirden darauf ckzunnrken, daß Bertrmiensmänuern der streikenden Arstftcer- aruppen erlmckt werden möchte, in einer g e s ch l o s s e n e n Versammlung über die dstich den Streik gsschasfene Lage zu be- vallnr. -Lex Kanzler stellte sich £*eingegerdlber auf den Stand'mnkt. ea» ot? Rrgumung ba-5 Zw a dellnnmei: einer Versammlung, deren Beschlüsse darauf l/r.uriislaustm könnlen, aesetztvidrige Haudlimaen gutzul-eißen oder für ihre Fortführung evtzutreten, nicht befür- wnten könne. Auch^ iiremi die Berfammbing zu dem Ergebnis Vhoen sollte, daß die SlreiLenden einen neuen Antrag sllllten mit der Regierung zu verl-audeln, würbe dies die Lage nur netter verschärfen, da die Regü-rung auf einen solchen Antrag nur ablehnend antworten köm^ Klange deshalb keine Gen^jh-e da ür '»orftoge. bat} die 2seftnck„i:.gen lediglich dalstn wirken würden l v Streik zu bocken und alle allgemeinen pvftlisckm Wünsche der Arleiter künftig cnii. dem gesetzmäßige:: Woge über die Volks- illctroter rickenbors-fstvsentl)al an die mit der Bah: aukommenden Arbeiter die in die Fabrik gehen wollten. Zettel, die zum Streik au hnderten' Der Ge'ichtshoi versagte dnn Augekl"a'en mildernde Umstände m:d .nko-mte n> -gen vn uchlen Lundrsv rvatt u vic Monat: Zucht- bssus, die ft, s e ch s M o n a t e G e s a .. g n i s tang-tvaiwett tvurden Ter Angell<»gte wurde in Haft behalten. Ein Attfilif des ckrt'tlichen Metattarbeilerverbandes D u i s b u r a , 2. Febr. (WTB.) Der Vorstand dks chrtstltchen Metallorbeiterverbands Deutschlands erließ balgenden Aufruf an seine Mitglieder: Schw... .. .. eriüIU nterben. Ter Auttag wird zurückgezogen. — Gleichfalls zi. ruclgeiosm nnrd der Antrag Leun bttr. Zwangsninlag »ur Ausbrrngung der Schweine Der Minist eräner, die bekannten Gründe zur Abschlachtung der Schweine. Die ir zwischen von Renl)swegen getroffenen Erlcickterungen unter bk stimmten Voraus:etzungerr wurden in der ..Darmft Ztg " hall amtlich. lrekannft;egek^n. — Eine Anfrage Adelung bemöngel daß viele ländliche Lieseruugsverltände der Mlftorderu'ng des Bun desrals. die Kriegsunteruützungen zu erhöhen, nicht nachgekon: w.en seren, oftoohl sie bis zu 5 Mk. vom Reiche zurückerjtattm wm den. Tre Stogier-rmg erklärte: 12 Kreist haben die Umerstützunqe um p Mll erhöht, der Kreis Offen dach der Ehefrauen um 6, b« svuliiglm Ang-ehön bäuerlichen B« »=l)*nintfl sic habe fcfoit bei den irrtti tariichen steifen unter Hmwats auf den fpülien Stand der Erme arbeiten und der Herbstbe u-llüng rechte ^denken erhoben ck ^a nn gedrungen, die Zurückziebung bis Mitte ^v.-mber zu r> r Ich eben. Sie hat aber die Antwort erhalten e* fe* leider rn möglich, da die Gefangenen m der Industrie und in ber Forstwirt Miaft aebraE werden. Im Marz sollten die (öefaugenen an ihr- alcn Mave zurückkehnm. - Eme Anfrage Dorsch >'Bbd.) tma ■'armiT hin. datz durch >e Abgabe vo, Dolz an» «emeind« Waldungen für Müitanwecke die Bers-r--,», der '»-erolkc ^ dtzMrckoff gefährdet >nrr!>c. T,r Rcarrvma er. fl-dntr. ^ ,Besn.edrg>mg der müitärischm Bedürfnh^ ist wtcr lausche Mlldt. Tarühcr hmauS rmirt»^ elle« getan, indem niar auch ,», Sommer fällte „ich sich nicki» an die hrefg-Iäne h,,-lk »n »t s^rpinn te BcoöNerimg kroh des Arr>citernimitem,n> sogar'ten Falstm der Noran,ästag überschrrtte Ter Airtraa Fcnriä «» «tresknd Abgabe 001 : Drin au» fi«kalk- f *11 e L l J rnan 5.17 ' wurde avselehnt. da die Reg,m,Ns nackmnte aas, er hraktrsch sich uich! dnrchsttbreu Virf-o - ffim ZeutralverbaudS deuffcher NtesumueA.» um BerErchdgnna der Kvnsumgenossenschasien in bihtectetert (utet Julcrcslenvertretungen mied te Regien,ng a» ^trn ] utenmesen^ — Aus eine Anfrage ikore ll ^ n a e> li rim m! . feSSÄS !Ä,'^ Rc^rung es seien afferdin^noch 191 uncrIfbt|,t ' flf ffl * ate auf mbqlteb rafrf, ^ 6 Sch-wrr ^ t-r Zman* Seichrtagsabgeordneler Möller über verftändtgungr- srieben und Freiheit. Gießen, 3. Februar. Die sozialdemokratische Parteileitung des Kreises Gießen hatte im Gasthaus „Fürsten Hof" eine Versammlung einberusen, in der der Reichstagsabgeordnete Hermann. Müller -Berlin über „Verständigungsftieden und Freiheit sprach. Durch seine Abführungen suchte rt den Beweis zu erbringen, daß seine Partei, die bekannt- !ich einen annexionslosen, aus dem Selbstbestimmungsrecht der Völker ruhenden Frieden ohne jegliche Entschädigung befürwortet, bis jcyt alles getan 'habe, eiinen baldigen Frieden z-u bekommen. Vieles, was vor dem Kriege allgemein richtig gegolten habe. hätte sich als falsch erwiesen, so auch die Meinung, daß ein Weltkrieg nur von kurzer Tauer sein könnte. Richtig aber sei die Politik gegen den Krieg gewesen, die seine Partei stets befürwortet habe, und die auch in Zukunst stets eingehakten toerden müsse. Roch Lonne keine restlose Bilanz, des Krieges gezogen werben, aber schon !M Frühjahr 1917 habe die Sttldiengesellsck>aft in Kopenhagen festgestellt. daß der unselige Krieg schon 7 Millionen Tote gekostet. 5 Millionen Ganzinvalidcn geschossen und 350 Milliarden Kriegs- kosien verursacht habe. Und obwohl sicher kein Bolk dabei aus seine Rechnung komme, so sei trotzdem zurzeit noch nicht bas Ende ab- ?,usehen, denn es stehe eben zu viel aus dem Spiele aus allen Seiten Ilm die Friedenssehnsucht des deutscher! Volkes zu offenbaren, hätte die Regierung auf Veranlassung der sozialdemokratischer Partei verschiedentlich Friedensangebote gemacht. .Tie Friedensresolution der Reichstagsmehrheit vom 19. Juli vorigen Jahres könne keineswegs als Schwäche ausgelegt werden, denn, unsere Er folge hätten das Gegenteil bewiesen. In der darauf gegründeten Vaterlandspartei hätten sich die Reaktionäre aller Schattierungen, die Reichsparteiler, Antisemiten, Cchwerindustrielle, überhaupt alle Volks feindlichen Elemente zufammengeschlofsen, um, wie sie sagten, Stellung zu nehmen gegen einen Verzicht- oder Hungersnedcn -Seine Partei habe von allem Anfang an den Krieg als Verteidigungskrieg aufgefaßt und alles ausgeboten, daß das deutsche Voll 7richt vergewaltigt würde. Ebenso aber forderte ftcj. daß kein anderes Volk vergewaltigt, also ein Verständigungsfrieo-en geschlossen tverde. So müsse Belgien wieder ein neutraler Staat werden, und zwar auch um unseretwillen, denn der Besitz der flandrischen Küste und die deutsche Herrschaft über Belgien trage von vornherein der Keim neuer Verwicklungen und einen baldigen Krieg mit England in sich, und gerade das müsse vermieden, werden. Einen Hnnger- srreden erhielten wir bestimmt, wenn ein Gewaltfriede geschlossen werde, wie ihn die Vatertandsparteiler haben wollten, denn dadurch werbe ein Wirtschaftskrieg heraufbeschworen, durch den die Industrie Deutschlands, die doch aus Rohstoffversorgung durch d Ausland angewiesen sei. vollständig lahmgelogt toerde. Wenn auch zwischen den Verhältnissen Rußlands und des Teutschen Reiche, ecu großer Unterschied bestehe, so müsse dock rückhaltlos anerkannt werden, daß den Bemühungen der Bolschewiki ein Ivelthfttorisckcs ^'Verdienst zuzuschreiben sei. Tenn sie hätten dem Frieden .ine breite Bahn gebrochen, und diesen Ideen müsse entgegengckommei' und die Forderungen rückhaltlos und ehrlich erfüllt werben. Für uns habe .Kurland, das sich sicher zu 96 Prozent gegen Deutsch fand ausspreche, geringen Wert, für Rußland einen um so größeren Alle Völker seien lricgsmüde, und wenn wir mit Rußland zn einem Frieden gelangten, so würde diese Tatsache in den ander!' uns feindlichen Ländern für die Friedenssache sehr wertvoll sein Unsere innere Politik wollten wir selber besorgen, davon sprächen unsere Gegner auch nicht mehr. Aber cs sei endlich an der Zeit, taß das Treiklassenwa hl recht in Preußen beseitigt und durch das allgemeine, direkte Wahlrecht ersetzt werde, auch für die Frauen, die doch in diesem Kriege AußerordenUiches geleistet hätten. Redner gebt dann kurz aus den Ausbruch der Streiks in Berlin und in anderen Städten ein, der nicht aus wirtschaftlichen, sondern aus rwlitischen Ursachen entstanden sei. Preußen müsse endlich mit seinen alten Methoden brechen. Praktisch habe der Streik der Landesverteidigung nicht geschadet. Aber die Mißstände müßten rasch und bald abgestellt werden, die zn solchen Zuständen führten. Tie Pa misten mehrten sick nach dem Kriege sicher, und es sei zu wünschen, daß auch Deutschland als Hort der Freiheit in die Reihe und Gesellsä)ast der Friedensstaaten eintrete. Als erster Diskussionsredner hatte sich Stadtv. Krumm zum Wort gemeldet. Iw durchaus sachlicher, treffender Weise führte er aus, wie sich die Vaterlandspartei nur zum Ziel gesetzt habe, einen für ims dienlichen Frieden zu erlangen, und von da besten Absichten ausgehe. In innere politische Fragen mische sie sick nickt. Tie Reaktionäre hätten vorher bestanden nnd beständen auck in Zukunft. Auch die Söhne der Mitglieder der Vaterlandspartei kämpften für das Vaterland. Tas Selbstbestimmungsrecht der Völker habe auch seine Schattenseiten, das l)abe man bei der Kleinstaaterei im früheren Teuffchlarrd gesehen. Tie einzelnen Nationen müssen sich zu lammen schließen. Es sei die ^Auffassung weitere' Schichten un'ercs Volkes, daß die ReichstagSrc'olntwn vom 19. Juli 1917 die Friedenssache nicht gefördert habe Tas habe die Vaterlands varwi auf den Plan gernfen. Man solle sich nun nicht aufs Sch im fen verlegen, sondern sich zu verständi-e^r suchen. Das iverde dem Gemeinwohl dienlicher sein. Auch hätte die Reichstagsmehrheit sich der Regierung gegenüber viel energischer dafür ins Zeug legen dürfen, daß endlich einmal dem ungeheuerlichen Gebaren der KriegswuckMr ein Ende gemacht tverde. Kassenkontrollenr Beckmann führte dann mrs. wie eine von den Anhängern der unabhängigen sozialdemokratischen Partei in Gießen beabsichtigte Versammlung infolge der Beschränkungen der Regierung nicht zustande gekommen sei, und benutzte die Gelegenheit, sich mit den Mehrlxütssozialisten auseinandcrzusetzcn. denen er varwars. von dem Parteiprogramm abgenuck-eu zu sein und ihre Schuldigkeit nicht getan zu haben. Professor IX t ft a b t stimmte dem Redner des Abends in allen wesentlichen Punkten zu und ist: der Ansicht, daß die Partei der Mehrheitss-ozialisten aus dem reckten Wege sei. Er schlägt es dieser Partei um ,o höher an, srch restlos für einen baldigen L^n-ständi- gungssrieden eingesetzt zu lwben als gerade die Arbeiter vielfach« sich durck den Krieg zweifellos pekuniär be'ser stellten, was man von den Beamten nicht sagen könnte. Für einen Verständignngsfrieden sei auch die fortschrittliche Volkspartei, doch müsse die Unversehrtheit des deutschen Gebietes Vorbedingung sein. Solange unsere Feinde immer noch auf dem Standpunkte ständen. El'aß-Lothcinecn vom Teut'chm Reicks boszureißen nnd unsere Kolonien zurückzubehalten. könne von Friedensrerlraudlirngen keine Rede sein. Für unsere Kriegsin validen irgendwelches Siedärnas'and zu erwerlüm, sei unzweckmäßig Durch Aufteilung des Großgrundbesitzes könne allen geholfen iverden. Ter zur Zeit ausgebrochene Streik sei törichd, denn er bereitet der Regierung SchoarigHten. hebt die SHmrmm/» unserer Feinde und gefährdet die inneren Reformen. Tas Interesse des gesamten d-entÄisu Vaterlandes erfordert, daß alles zusammengeht. Tie Temokvattfterimg sei mrr durch einen demokratischen Reichstagsb'ock möglich. Das herrlich deutsch Rmcksgebäude wüßte so ausgebairt werden, daß es ''e'^em darin gefallen könpe. In seinem Schlußworte ging der Reichstagsabgeordnete Müller auf die Führungen der eiw-elnen Diskussionsredner naher ein, die er zu widerlegen suck»'e. Eiirc von dem Vvrsttienden vorgesehene Resolution die de'! StaTrdrunkt der sozialistisckien Mehr Huts Partei wiedergibt, fand Annahme. ** Besitz .vechse t. Brauei-eidirektor LouiS Semm6 erwarb für 48 000 Mk. die Billa von Professor Leist, Ecke Moltkestraße und Kaiser-Allee. — Die Besitzung der Frau Rentier Witwe Schmidt, Seltersweg 67, ging für den Preis von 65 000 Mk. an die Firma Chr. Inderthal über. Mrw OMö ZMß Kr? Ms VateMmö Mtmrenl Im €eldciiifa.m^ficfexv \ yäfim v&Mim 0Mwm Die Golöankaufftelle in Sen Räumen dcr Sezirkssparkaffr Giehen ist morgen nachmittag von 2 bis 4 Utzr geöffnet! Lnndtreis Gießen. - ** Birklar, 2. Feb. Wilhelm Engel, Sohn des Gast- nnrt Engel, erhielt das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. ** Taubringen, 2. Febr. Die Schwesternspende, die an Kaisers Geburtstag von unserer Lehrerin erhoben wurde, ergab 153,30 Mk. ** Großen-Buseck, 2. Feb. Heute feiert Bahnhofsauf- seher Volpert von hier sein 25jähriges Tienstjubiläum. ö L a n g - G ö n s, 1. Feb!. Ter Kanonier Willi Keßler erhielt die Hessisch Ta pferkeits Medaille; gleichzeitig wurde er zum Gefreiten befördert. ** Lich, 2. Febr. Ober gefreiter Max Chambre wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, nachdem er vor einiger Zeit ;«!£ Hessische Tapserkeitsmedaillc erhalten hatte. Kreis Schotten. 0 Gedern, 3. Febr. Durch die Gendarmerie wurden auf dein hiesigen Bahnhof Pakete mit großen Vorräten von Wurst ausgesunden. Wie dife Nachforschungen ergaben, war die Wurst im benachbarten Burkhards gestohlen nwrden. Die Diebe, die mit 5er gestohlenen Ware Weiterreisen wollten, ließen diese beim Hercmnahen der Gendarmerie auf dem Bahnhof stehen und machten .ich aus dem Stabe. Starleubury und Meinheslen. 1 D a r m st a d t, 3. Febr. Die Großherzogin besuchte letzten Donnerstag abend IOV 2 Uhr die Verpflegungs-i stelle vom Roten Kreuz am Bahnhof. Sie beteiligte sich bis uach Mitternacht an der Ausgabe der Speisen und Getränke und verteilte Liebesgaben an die durchreisenden Soldaten. ( I. Darmstadt. 2. Febr. Die Frauenh'lfe hat zusammen mit der städtischen Kriegsfürsorge im .Hallenscbwimmbrd versuchsweise eine Wäscherei, Flickerei- und JnstandsetzungÄverkstätte eingerich- et, bei der alle Kiiegsunterstützungsberechtigte. auch Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene, ihre Wäsch: besorgen lassen können. Hessen-Nassau. W. Weil bürg, 1. Febr. Durch die Bezirksfettstelle ist den Gemeinden Eubach. Langenbach und Seelbach ein künstlerisch ausgestattetes Diplom verliehen woroen. als Llnerrennung für ihre gute Ablieferung von Milch upd Butter zur Milderung der Er- nährungsschwierrgketten in der retzigen schweren Zeit. Spielplan des ©tefjener 5'odttheater-.. Montag 4. Feb., 7y 2 : Sondervorst, f. d. lriegsbeschäst. Arb. Kern Kartenverk. Neuheit? „Meine Frau, die Hoischanspielerin". Samstag 9. Feb., 7 \/ 2 : Gew. Pr. (erm.). 14. Freitag-Monnem.- Vvrst. „Ein unbeschriebenes Blatt". Sonntag 10. Frb., 3 1 / 2 : Gew Pr. (erm.). Neuheit! „Tie Königin der Lufttd 7y 2 : Gew. Pr. Gcrstsp. von Mathieu Pfeil vom Schauspielh. Frkst. a. M. „Eol- berg". Montaig 11. Feb., l l k : Gew. Pr. (erm.). 14. Dienstag- Alonnem.-'Borst. Neul-eit! „Tie Straße nach Steinayck" ~ Aschasfenburg, 3. Febr. Der Distrikt Aschafsen- 'burg stellte dem bayerischen Königspacrr aus Anlaß der goldenew Hochzeitsseier zur Errichtung einer Krieget- und Krieger-Hinter- ^liebenensürsorge 100 000 Mark zur Verfügung. Ectzt' 2Iaa riv^ten* (WTB.) Großes Hauptquartier, 4. Februar. (Amtlich.) Westlicher Krtegsschauplatz. An vielen Stellen der Front Artillerittä-igkrit. die sich namentlich in Flandern zwischen dem Houthoulster-Walde und der LyS, sowie beiderseits der Scarpe gegen Abend steigerten. Westlich non Bellicourt scheiterte ein starker Erkuw- dmrgsvorstoß d^r Engländer. An der Ailette nördlich von Braye drangen die Fran- zosm vorübergehend in unsere Postcnstellung ein. Eigene Infanterie und Pioniere lwlten nordwestlich von Be^onvaux 19 Gefangene aus den französischen Gräben. In Lustkämpfen und von der Erde aus wurden in den beiden letzten Tagen 18 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballone zum Absturz gebraM. Italienische Front. z Zwischen Etsch und Piave vielfach Artitteriekampf. ?üon den anderen Kriegsschauplätzen nichts.Neues. Der Erste Generalguartiermeister Ludendorff. * * Neue N-Boot-Erfolge. Berlin, 2. Febr. (WTB. Amtlich.) Dicht unter der englischen Ostküste wurden durch unsere Unterseeboote bei starker Bewach«ung und Gegenwirkung kürzlich sechs Dampfer sowie der englische Schlepper „Desire" mit zwei Motorleichtern versenkt. Die Dampfer waren iaft durchweg tief beladerr, einer von ihnen mit Holz. Der Chef des Admiralstabes der Marine. B er lin, 3. Febr. (Amtlich.) U-Boot-Ersolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz; 18 000 Br.-R.-T. Die Schisse waren fl^ft sämtlich tiefbeladen und zum größten Teil im Aermelkanal vernichltet. U. et. wurde hier ein großer Frachtdampser in gewan.dtem Angriff ans einem Geleitszuge herausgeschossen. Namentlich festgestellt konnte der englische Dampfer Hunsgrove (3063 Tonnen) werden. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Frankfurt a. M., 3. Febr. Die „Franks. Ztg." meldet aus dem Haag; Hier ist die von neutraler Seite stammende Nachricht eingetroffcn, daß am 26. Dezember ein großes englisches Kriegsschiff, das von einigen Torpedosägenc begleitet war, in der 9?ähe des Kriegshafens im Firth os Forth auf eine Mine gelausen und gesunken ist. London, 2. Febr. (Amtl.) Der bewaffnete englische Truppentransportdampfer Louvain wurde im östlichen Mittelmeer am 21. Januar torpediert uird ist g e s u n ke n. Sieben Offiziere und 217 Mann sind ertrunken. Berlin, 2. Febr. MTB.) Zum Jahrestag des uw eingeschränkten Tauckfbootkrieges hat der Kaiser dem Chef des Admiralstabs v. Holtzendorfs und dem Chef der Hochseestreitkräste Admiral Scheer das Eichenlaub zum Orden Pour le merite verliehen. Englische Windbeutelei über den U-Boot Krieg. London, 2. Febr. 'Muter.) IN einer Unterredung mit einem Vertreter der Associated- Preß sagte der Erste Lord der Admiralität Sir K. Gedde s über das Ergebnis van 1 2 Mona ten u neiiH geschränkten U-Boot-Krieges u. c.: Das U-Boot ist inv Schach gehalten. Die Versenkung von Handelsschiffen ist setzt aus ein niedrigeres Maß gebracht worden als vor dem uneingeschränkten'. U-Boot-Krieg. Wtt hoben in der betztLn Zeit U-Boote ebenso chneÜ versenkt, als Derttschland sie bauen ckann. Wir bauen jetzt Handels-' schiffe in größerer Zahl als in unseren Rekordzeiten vor dem Kriege, und bevor das Iah?- 1918 vorbei ist, werde:! nur Sckiffe aller Art im doppelten Umfange jenes Rekordsahres bguen. Die Zernörung von Sckiff^n der Alliierten nimmt ständig ab, wäb^end der Bau von Handelsschiffen ständig tzrurimntt. Das Versenken deutscher U-Boote nimmt ständig größeren Umfang an. Tic deutschen' offiziellen Feststellungen über U-Doot-Erfolge enthalten Ueber- treibungen. In diesen Berichten sind Sckiffe mir gezählt, die torpediert, dann aber noch, gerettet wurden. Ss>temn fügte der deutsche Admiralstab' jedesmal einige Tausend Tonnen zur Abrundung Mit dem Nacklassen der deutschen Erfolge, im Juli, August nnd Septenrber sah sich, der deutsche Admiralsiab genötigt, seine Angaben immer offenkundiger zu fälschet, am dem deutschen Volke die Ue'berzeugun-g beizubriugen, daß der U-Boot-K'riog ern \ortathie erregen zu können £,,rt Wenzel als Geheimrat führte die kleine Rolle fein durch. Willy Borchardt versuchte den Regienmgsrat Landgrebe zu ckyrnck- terisieren. Zu erwähnen wäre rwch Hernunm Stichel als treuherzige „Dornigkeit" -w,m.- iM Schmerzerfüllt teilen wir mit, daß uns unser innigstgeliebter, herzensguter Herr Alex Salomon gestern nacht plötzlich durcli einen Schlaganfall entrissen wurde. Mitten aus seinem arbeitsreichen Leben nahm ihn der Tod zu unserem und seiner Freunde größtem Schmerze. Gießen, den 4. Februar 1918. In tiefster Trauer: Lina Salomon geb. Löser Meta Dreyfuß geb. Salomon Arthur Dreyfuß Ludwig, Hans, Werner Dreyfuß Beerdigung Dienstag den 5. Februar, nachmittags 3 Uhr. — Blumenspenden und Kondolenzbesuche dankend verbeten. l m a' ' vV Tode^- Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, dass mein lieber, herzensguter Mann, unser treubesorgter Vater. Schwiegervater, OJrossvater, Schwager und Onkel Carl Becker II., Rentner gestern früh, nacn mit Geduld getragenem Leiden, im 70. X^ebensjahre sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen* MOD Giessen- den 4. Februar 1918. Die Beerdigung findet Mittwoch, 6. Februar, nachmittags 8 XJhr, auf dem neuen Friedhof statt. W v>v . Statt jeder besonderen Anzeige. ' 0eb “ rt MädCh “ S ' "' dne Frau Lina Steinberger geb. Sack. In tiefem Schmerz: Dipl.-Ing. C. Steinberger und Kinder Frau Margarethe Sack Leutnant d. R. Dr. Ludwig Sack und Frau geb. Petri Elisabeth Sack. Gießen, Frankfurt a. M., im Felde, den 4. Februar 1918. Die Beisetzung findet in aller Stille statt. Von Beileidsbezeugungen bittet man abzusehen. e«#D ’ V Er'm 1 ET u‘ N Q E N j EöbL Zlausar m. defir. liefet ru verrn. Tcigler, ** ** An fcen Bahnhöfen 2 0 . Schön möbl. Zlmnicr mit eigenem Eingang und elektr. ^ichr zu vermieten ■ 00001 Plockstrafie i‘ 4 ,IL Ml. Wim $80 _ (tbtt iix. 11 A , p. Älefne Wohnung ->. oerm. 4/9002 Wett-Aalage 27. H. Kleine Wohnung äu vermöeten. Karl Scham. Uteuenroeci 42 . 09017 MIETGESUCHE rr: fucht sofort aut .möbliertes Zimmer mög- Uctztt mit voller Vension in der Nähe der Kliniken. An» nebote mner 862 an den Gtefi. Anz. erbeten. - SZ-iSLJLs. H } STELLENANGEBOTE | TSOiger PlerME Ä _ gesucht. 848 €hh*S, frankfurter Str. 59. Buchblndkrsrhrling sucht Paul Richter. Buch, binderet, Bismarckstr. 11. «*>» Zum möglichst baldigen Eintritt wird ine in Schreibmaschine und Stenographie ewanderte sucht mannl. Perlon für die letzten drei Tage der Woche. Schriftliche Angebote unter 09015 an d. Giefi. 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Rnbt auf dem SelterS- wege auSgcsprocheneBeleldt« gung zurück. 09011 Th. Schweitzer. K