Kr. 2> M. Jahrgang Der ttffcmr Anzeiger erscheint tätlich, außer Sonntags. - Beilagen: -ießenerFamillenblütter; Nie -t lci! für den Ureis Sietzen. vezugspreis: rnonarl. Mk. i.20, vierteljährlich Mk. 3 6>> durch Älbhole- u. Zweigstellen ,nonall litt. 1.1 >. durch die Bost 'I'ff. 3.60 viertel- jährl. auSjchl. Beüeüg. ^eritlprech - Anschlüsse'; sürdreSchristlr.lunqllL (ÄeschüirsstelleLI richrcn- Anzeiger AWjffingrs'paddrllck U. verjag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Ztein-rrlÄerei n. Lange. §chrifL!eitnng. Geschäftzstette u. Druckerei. Schuistr Mittwoch, 30. Januar \%S postscheckton-s: Kranksnrt a.M. U63b kankoerkehr: GeDervedank Gießen Kn»»»»»,».»« v«u LL. zeigen die Lagesiuunmer bis ;uin Nochmiltag vorher ohnejedeBerbuidlichkeit ZeUenoreise: für örtliche Anzeigen 2b 6i.,sürauswärllge 30 Pf., *ür Reklamen Mk. l.— . bei P'.aqvor- schrist 20 °/ 0 Anis vlag. Haiwtschri'tleiler: Auq. Goeg. verantwortlich fitt Politik u. Feuilleton: Äug. l^oetz; Stadt >>ib Land, Vermischtes u.Ge- richrsiaal: W. Meyer Anzeigenteü: io. Beck; iäunltch nt Gießen. (WTB.) Großes Hauptpuarlier, 2d. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An verschiedenen Stellen der Front ArtillerietäffgreU. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz In der Chancpagne entwickelten sich lebhafte örtliche Kämpfe. Beiderseits der Straße Hi'aire—St.Souplet scheiterten am Morgen kleinere französische Angrifssunrerneh- mungen. Unsere Stellungen zwischen den von Somme-Py und Ripont nach Südosten ftchrenden Strotzen lagen am srihn Nachmittag unter heftigstem feindlichem Fencr. Unter seinem Schutze stietz französische Infanterie mit Flammenwerfern zu starken Erkundungen gegen mehrere Stellen der Front vor. Mit schweren Verlusten wurde sie zum Teil vor unseren Hindernissen, zunl Teil im Nahkampf, zurückgeworfen. Einige Gefangene dlreden in rmserer Hand; mehrere Flammen- werfer wurden erbeutet. Rege Fliegertätigkeit führte zu zahlreichen Luftkämpsen. Wir schossen gestern dreizehn feindliche Flugzeuge und einen Fesselballon ab. London und Sheernetz wurden erfolgreich mit Bomben beworfen. Französische Flieger setzten ihre Angriffe gegen unsere Lazarette fort. Wahrend im Monat Dnemtttr die Lazarett- anLagen von Nethel meh-fach das Ziel ihrer Bombenabwürfe waren, griffen sie in den letzten Tagen die Anlagen von Labry (östlich von Eonflans) an. Italienische Front. Auf der Hockfflache der Sieben Gemeinden ist von neuem heftiger Kampf entbrannt. Die Italiener griffen gestern in dem Abschnitt östlich von Afiago und der Brenta mit starken Kräften an. Am Monte Sisnnol und westlich brachen ihre Angriffe vor den österreichisch-ungarischen Stellungen meist schon nn Feuer zusammen. Der Monte di Val Bella, auf dem sie vorübergehend Fuß fassen konnten, wurde ihnen im Gegenstoß wieder entrissen. Ebenso warfen unsere Verbündeten den in dem Gebiet des Csl di Rofso sowie zwischen Frencela-Schlucht und der Brenta anftürmenden Feind nach schweren Kämpfen zurück. Wiederholte Versuche des Feindes, örtliche Einbruchs- stellen durch Einsatz seiner Reserven zu erweitern, scheiterten unter blutigen Verlusten. Zehn Offiziere und dreihun- derrfünfzig Mann wurden gefangen. Eines unserer Bombengeschwader warf in der Nacht vom 26. zum 27. Januar mit guter Wirkung 21 060 Kilo Bomben auf Eastclfranco. Treviso und Mestre. Grohe Brände waren weithin sichtbar. Kon den anderen KriegssihauMtzei: nichts Neues. Der Erste Generalguaniermeister Ludendorff. * Der Abendbericht. Berlin. 29. Jan., abends. (WTB. Anttlich.) Kon den Kriegstzhauplätzen nichts Neues. Der „bolschewistische BaziNuS" ist nach Deutschland hereingeschnruggelt worden und hat in Norddeutschland einige Verbrertnng gefunden — so kennzeicknret ein Blatt richttg die Loge, lieber den Umfang der Strelkbewegrrng, die Hauptsäckstckch ihren Sitz in Berlin, aber auch in Kiel und Stettin Eingang gefunden hat, steht nichts Sicheres fest. Auch wenn es sich nur um ein oder zwei hunderttausend Streikende handelt, ist dieses Ereignis schlimm und bedeutsam genug! Cs ist, wie der „Vorwärts" Augibt, in der Hauptsache ein politischer Streik, der politische Maß- nahmen und Entschlüsse unserer Regierung erzwingen tritt. Und zwar sind es die bekannten sozicrldenrokratt schen Forderungen, die darin gipfeln, daß unsere Unterhändler in Bvest-Liwrnsk sich den Bedingungen Trotzkis fügen sollen! Wie wird dieser Prophet des Zukunftsstaates durch solche Geschehnisse in Deutschland ermuntert, sein herausfordern- des Verhalten weiterzuführen, wie wird mit chm die ganze feindliche Welt hoffen, daß binnen kurzer» auch bei uns oie Revolution einziehen muffe! Aus England liegt heute eine Meldung vor, wonach Äloyd George die ängstlich, gewordene englische Geschäftswelt ans diese nahe Wahrscheinlichkeit triumphierend hingewiesen haben soll. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" geht sehr milde mit dem das Vaterland schädigenden Treiben der Streikenden ins Gericht. Bon anderer Seite wird von „Landesverrat" gesprochen, und wenn wir auch nicht die Masse der Streitenden für solche „Verräter" halten möchten, so sind doch die Aufwiegler, die die Tragweite ihres Handelns über^ blicken, die sich benmßt $xm Diener der russischen Propaganda gemacht haben, ganz gewiß Vatcrlandsverräter. Es ist ein sehr böses Anzerchen, daß beide sozialdemokratische Fraktionen nicht etwa ihren Einfluß geltend gemacht haben, das frevle Unternehmen zu verhindern, sondern daß sie es als ein Mittel aufgreisen, ihre eigenen Zwecke zu fördern, die ja nn Grunde die gleichen sind. Der „Vorwärts gibt HU, verwerflich wäre das Bora hen der Arbeiter, wenn |ie damit als Minderheit einer Mehrheit den Willen auf- Hiuillgen wollten. Aber die Dinge lägen anders: „Was die streikenden Arbeiter wollen, das will im Grunde mit ihrren oie gewaltig überwiegende Mehrheit der ganzen Be Volke- nrny." Man müßte dazu zunächst fvcvgen, woher der „Vorwärts^" die Berechtigung zu dieser Lttrnahme nimmt? Kann und darf er meinen, die Reichs tagsm ehrheit wäre für ein bedingirngSloses Nachgeben Herrn Trotzki gegen^ über oder gar für einen solchen Denu-ustratwnsstteik- Unter dem phrasenhaftem Bvrwvflid, daß man bk ,^ewcMge Volk^ mehrheitt" hinter sich habe, kann matt ja scArestlich alles mögliche ins Werk setzen wollen Recht und Ordnung stehen aber bei solchem Standpunkte nicht. Und wenn die sozialdemokratischen Führer jetzt nach der sofortt gen Einberu,ung des Rci^/Skags rufen, so fallen sie damit lediglich unseren Berhandlungsftihrertt in Brest-Li owsk iit den Rücken! Wo alles hinaus soll, das deutet der „Vorwärts" mit folgenden Sätzen an: „Und wie es im Innern gilt, alle Kräfte zur Einheit zu- sammenzuschnrieden, so gilt es, auch über die Gronzett und über die Scktützengräbett hinaus die Arbeitermatzen -ur Solidarität aus- -nrusen. Jetzt können die englischen und die französischen Arbeiter zeigen, ob es ihnen ebenso ernst um den Frieden zu tun ist >vie den deutschen! Wir verlangen und erwarten von ihnen nicht, daß sie der eigenen Landesverteidignng in den Rücken fallen, so tvenig wie wir das selber tmr., aber lvrr verlangen und erwarten von ihnen, daß sie mit dem gleichen Nachdtmck, toie wir es tun, ihre Regierung dazu au ff ordern, dem grmren vollen Bölkercingen ein Ende zu bereiten." Es scheint, das Blatt habe gar nicht gelesen, was die englischen Arbeiter soeben erst beschlossen haben! Diese verhalten sich g a n z anders ihrer Regierung gegenüber! Und diese Regierung Lloyd Georges ist doch eine ausgesprochen cmnerionisttsche und denn Fri den entgegottg wunde S l. e der oeutsche Demvnstrattons streik darum ,ich nicht l.eber gegen diese Seite richten? Ein nützlick)-er Deanonstratiotts- streik in diesem Sinne wäre es, wenn die deutschen Arbeiter eilte Entschließung gegen.die feindlichen Kriegsrerlän- gerer los.ießen, damit dein Anstand die Augen ausgingen darüber, daß von einer Revvlurion in Deutschland nicht die Rede sein kann. Ihren Versprechungen und Zusagen zuwider haben die russischen Botschewisten mm auch in Finnland den Bürgerkrieg ange^ettelt. Sic führen rm ergenen Lande, ohne es irgendwie zu „bofragen", die schlimmste Gewattherr- sckiast. S«hr zutreffend bespiegelt der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Len sch in 'her „Glocke"' das Schlagwort vom Selbstöestimmungsrecht der Völker. Er weift zunächst darauf hin, daß dieses Schlagwort schon seit jeher Mode geroeien ist, wenn es galt, in irgendtvelcher versteckten Form Annexionen zu macheir. Cs sei höchst wunderbar, daß die Sozialdemokvatte in dieses Modegeschrei mit ernftimme, denn das Selbftbestimmungsrecht widerspreä)e den Grundgedanken der Partei, die auch im politischen Leben die Zusammenfassung kleiner Betriebe befürworte. Wörtlich fährt dann Lensch fort: „Ter Glaube, aus Grund dvS SelbstbestimmunAArechts mit unseren Gegnern, wie sie min einmal sind, einen „Berstän- digungsfrievetr" abschließctr zu Lmnerr, ist und bleibt ein Traum. Das Wort „Beritändigung" Hot ja wvhl irgend etwas mit Verstattd zu Lun. Solange aber der Verstand im Ententc- lager noch so wetiig, der Größemrxchn und die Verhetzung in den amtlicl^tt Kreisen noch so Dted zu sogen haben, ist an einen Verständigutrgsfricden nach wie vor leider nicht zu def.'kien. Wie der „Verständigungsfriede" aussieht, den uns die Entente heute anbietet, das haben tms die Reden PichonS, Lloyd Georges und Wilsons deutlich gerrng gezeigt. Mitteleuropa würde danach wie ein am Querholz aufgehätrgtes Wilds,chwcrn anssehen, das die Etrtente mü einer Träne im Auge» aber im übrigen mü stillem Schmunzeln cruSweiden koanUe." Der Ssterrelchtsch-unsarlsche Tagesbericht. Wien, 29 . Fan. (WTB. Nkhtauttlich.) Amtlich wird verlautbarl: Auf der Hocksslüchr von Asiago ging der Italiener gestern nach dreirägiger Arttllerievoröercittmg zum Jnsan- terieatlgriff über, der zu schöneren Kümpfen um den Eol del Nos so und den Monte di Val Bella ft'rkn-te. Dank der .rährn Ausdauer der tapferen Verteidiger blieben beide HöhenWAch wechselvollem Ringen mit dem an Zahl stark überlegenen Gegner in unserem Besitz. Oertliäre EinbNlchsftellen vermochte Der Feind nicht zu enveitern. Im Wcstteile der Hochfläche brachen die italienischen Angriffe bereits in unserem Abwehrfeuer zusinrnnrn. BieHer wurden 10 Offtziere und 350 DiÄNN gefangen eingebruckst. Der Chef des GerreralsLaveS. * . * Die Kriegslage. Berlin, 39. Jmr (WTB.'i An der Westfront lebte am 28. Januar bei aufllärender Sicht die Gefecht Stätigkeit wieder auf. .Wahrend wir in Fbrndern U7id an verfchiedetten Stellen! der Westfront in kleinerett Unternehmungen erfolgreich waren und verschiedentlich Gefangene und Maschinengewehre znrück- brachte», setzten die Franzosen in der Chamoagnc zu Mwaltsamen Erkundungen größeren Stiles stmckere Kräfte ein. Am Morgen des 28. Januar erfolgte nach kurzer Artillerie- und Minenfeuer- vorbereitnng beiderseits der Sttaße St. Sonplet—St. Hilaire der Vorstoß eines starken französischen Sturmtrupps gegen unsere dortigen Stellungen. Wirksam von unserem Sperr- und Maschincn- gewehrfener ersaßt, entzog sich der Gegner unter schweren Ver- msten durch eilige Flucht unserem Gegenstoß. 1 uyr 45 Vtin. nachmittags setzte schlagkräftig erneut Fenervorbereitung zu einem sroßzügigrn feindlichen Patrouillenunternehmen ein. Urtsere Stel- lungen südlich der Linie Sommepy-Rouvrois lagen unter starkem Trommelfeuer. Bereits um 2 Uhr nachmittags traten starke französische Sturmabteilung eil gegen Misere Stellungen bei Butte de Tabure und Butte de Mesnil und westlich dieses Ottes zum Sturni an. Zum großen Teil brach der Angriff bereits vor unseren Drahthindernissen in wirksamem Sperrfeuer zusammen. An arrderen Stetten wurden die Franzosen in blusigem Nahkampf unter sckMcrcn Verlusten zurückgeichlagen. Hierbei wurden ihnen mehrere Gefangene und Flainrnenrocrfer, die in großer Anzahl den Angriff unterstützen sollten, abgenommen. Zwischen Asiago unb der Brenta haben sich die .Jta- lieiter, die mit starken Kräften wiederholt die ösderreichrisch-ungarischen Stellungeti angrifsetl, eine schwere blutige Niederlage geholt. Außer den zehn Ossizieren imb 350 Mann, die sie während des mißluttgeium Angriffes als Gefangene einbüßten, erlitten sie infolge des rücksichtslosen Einsatzes ihrer Reserven außerordentlisth hohe blutige Lerlufde. Die Nevolution in Finnland. Stockholm. 30. Jvn. Wie die hiesige finnische Gesandtschaft geislern drahtlich erfuhr, hat der finnische Senat Helsitigsors verlassen urtd sich an einen lmtetajmtem Ort begeben, um dort seine Arbeit fortsetzen zu können. Die Stadtj ist von russisckteu Truppen besetzt worden. Es herrscht völlige Ajnarchie und nicht einmal dem Roten Kreuz wird erlaubt, ieittfl Pflicht zti tim. Zum Oberbefehlshaber der bürgerliä>en Schtitz- truppew ijs.1 General der Kavallerie Baron Manners'heim ernannt worden. Stockholm, 29. Jan. (Sv. Te!.-Byr.) Aus Hel sin g- fors wird gemeldet: Der Streik dauert cm. Rote Garden beschossen gestertr mit Maschinengewehren einige Häuser im Mittelpunkt der Stadt. Es gab aber nur wenige Tote tmd Verwundete. Die Nacht war ruhig. Das russische Militär verhält sich passiv. Auch Wiborg ist ruhig. Die Eisenbahnbrücken von Torsjoki und Karisalmr wurden gesprengt. Schutzkorps mit 20 Maschinengewehren und Tausenden von Gewehren marschieren: südwärts gegen Helsingfors. S tockhol m/39. Jan. (P. T. A.) In Finnland ist dis Revolution des Proletariats ausgert-lfen worden. Der sozialLenwkratische Ausschuß hat am Sonntag abetrd eine revolutionäre Erk.arung beröffentlicht, in der er an kündigt, daß die Gewalt ausschließlich der Arbeiterklasse und ihren Organett gehöre. Ter allgemente Ausstand hat in Helsingfors am Montag begonnen. In anderen Städten hängt die Erklärung des allgemeinen Hß Ausstandes von örtlichm Umständen ab. Ein Aufruf ermahnt die fremden Untertanen sowie die friedlichen Bürger, sich an den Plätzett, wo Kämpfe stattfinden sollten, seind!Handlungen zu enthalten. Ter Hauptaus'ch tß der Arbeiter hat den Belagerungs- zustach verhängt und das Tragen von Waffen außer für die Rote Garte verboten. Je e revolutionäre Handlung und Plünderungen werden nach der ganzen Strenge der revolutionären Gesetze bestraft werden. — Nach einer späteren Meldung ist heute der a l l - gemeine Ausstand erklärt worden, außer in den Werken für Gl^trizität und Gas. sowie den Apotheken, Krankenhäusern und Lebensmittelgeschäften. Tre ^)rdirutrg wird von der Roten Gvrde und Vkiliz aufrechter halten. Die staatlichen Eitrrichttrngen be^ finden sich in den Händen der Roten Garde. Mtglieder der Weißen Garde und Senattoren sich verhaftet vwrdim. Tie Weiße Garde hat bet der Station Oria täte Brücke in die Lust gesprengt. Von de^ anderen Orlen fontmct ähnliche Meldungen. Stockholm, 29. Jan. (Sv. Tel.-Bvr.) AuS HelfmgforS wird vom 28. Januar nachmittags gemeldet: Der Eisenbahnverkehr ist allgemein eingestellt. Mehrere öffentliche Bauten, darunter das Senatsgebäche, sich von roten Gardisten besetzt. Tie Universität ist geschlossen. Zeitungen erscheitten nicht. Ter Straßen-, verkehr ist sehr lebhaft. Rote Gardisten patrouillieren überall Tie Fernsprechverbindungen sind im Innern des Landes unter- brocheu. Die Sitzungen des Landtages sich eingestellt. Die Eisen- bahnbrucke Avria-Haapvmseki ist gesprengt. Die Senatsmitglied« befinden sich in Sicherheit. Haparonda, 30. Jan. (Sv. Tel.-Byr.) Seft gestern ist gan^ S üd- Fi nn la nd bis Hammerford in den H än oen der Roten Garde, die von rufftfcfjen Soldaten unterstützt wird. Das Telegraphenamt und andere öffcntttiche Gebäude in Helsing- fors sich von roten Garden besetzt, die den Svnat für abgesetzö erklärten uch die Bolschawiki als Herren der Regierung ausriefen. Das Gerücht über die Verhaftung von Mitglieoern des Senates ist nicht bestäsigt. In Nvrd-Finnlach gelang es der bürgerlichen Garde, die rote Garde im Schach Au halten. Es herrscht dorti verhälttiismäßig Ruhe. In Dornea sich mir achtzig russische Sol- dawn zurückgehalten. vis Verhandlungen in Vreft-Litowsk. Brest-Litowsk, 29. Jan. (WTB.) Im Laufe des gestrigen Tages sich in Brest-Litowsk eittgetroften am Nachmittag: Ter österreichisch-nntgarische Minister des Aenßern Czernin mit dien übrigen Mitgliedern der österreicknsck>-ungarischen Delegation, abends: Staatssekretär v. Kühlmamr, der bayerische Staats- minister uch ehemalige Ministerpräsidertt Gras Podewils mit Begleitung, ferner Großwesir Talaat Pascha, der Minister des Aeußern Nessim Bey, der Botschafter Hakki Pascha mit einigen anderen türkischen Herren, echlich Telle der bulgarischen Delegation mit Oberst Gantscholv an der Spitze. Heute vormittag gegen y»12 Uhr ist auch Volkskommissar Trotzki in Brest-Litowsk angelangt. Die auf russisches Ersucherr aus heute anberaumte Sitzung der politisck-en Kommission ist auf morgen vertagt worden. Berlin, 30. Jam Zur Erklärung Trotzkis ,daß die lttissische Delegation ihre Forderungen nicht Preisgaben und keinen Separatfriedetr schließen werde, heißt es in der „N o r d d. A l l g. Z t g." in einer redaktionellen Bemerkung: Es erscheint uns doch recht fraglich, ob die Versprecknrngen Trotzkis, daß die Wett- revolution den Frieden am sichersten herbei ühren werde, der grasten Masse des russischen Volkes eine ausreiä-enÄe Bürgschaft für die Befriedigung ihres Friedensverlmtgens ist. Sie weiß jedenfalls, daß die Mittelmächte in ehrlickier Friodensberettschaft au die Ford siltzung der Verlxmdlungen hevangeheu, und man wird gut tun« abzuwarten, ob die Maximalisten wirklich das Risiko einer Ent« täusch.mg des russischen Friedensverlangens zugunsten ihrer revolutionären Propaganda aus sich nehmen werden. .Die „Post" schreibt: Wenn es dem dm!schon Gerechägkerts- j&tn und der deutschen Friedensliebe entsprochen hat, die Brest- Lidowsker Verhandlungen nickst brüsk abzubrechen und es noch eiw mal mit gütlichenr Llusgleich zu versuchen, so stel^n wir jedenfalls nurunehr nach allem, i-vas wir von dem maximalistischen Treiben erfahren haben, vor eftiem völlig verändetten Lagebild. Unter allen Umständen ist es jetzt Pflicht der Unterhändler, den Spreck-ern de» BolsckMviki mit aller Schärfe entgegenzutreten und ihren tönenden Phrasen die real? Tatsache der deutschen Vonnachtstellung im Osten Eurotxrs aufs nachdrücklichste entgegonzuhalten. Berlin, 29. Jan. 9dach Mitteilung der in Brest-Litowsk verbliebenen Vertreter der Mewer Zeittralrada soll die ukrainc- sck-e Delegation gestenr aus Ki«v abgefahren sein. Ans Rufjlcnö. Berlin, 29. Jän. Die „B Z. am Mittag" belichtet auS Bise!: Tie Ligence Havas meldet aus Petersburg: Am 24 Januar lu&rrtot alle Mitglieder des sozialrevolutionären Komitees von Moskau und desienigen der Provinz Moskau gefangen g e setz t. Dasselbe Blatt meldet aus Genf: Dir' Agenre Havas meldet auS Helsingfors: Der finnische Senat ist von dev sinni« sckien Bolschewiki, die durch Maisinetru.ppen der Sotvjets unterstützt wurden, aufgelöst worden. Der Senat twotestil-rtc gegen die Einmischung russisckxw Soldaten und Matrosen in die intieven An« ^elegnthcitcn Finnlands, Der Präsident des SeuE vmrde v«^ Haag, BO. Ms London !t# gemeldet: Nach freute ^Edgetwffenen Nachrichten rhn Stunden zu verlassen. Die Mreü'e erfolgte -um Mitternacht nach Stockholm. Türkisch-ukrainische Verhandlungen. Konstantinovel, 24. Jmmar. (WTB. Verspätet singe tcopen.) Die Telegraphen-Agenrur Milli meldet: Die türki- >chen Delegierten in Breft-Litowsk hatten am 17. Januar eine private Zusammenkunft mit den Ukrainern Nachdem inan an die alten historischen Beziehungen erinnert hattt:. tue die beiden Mächte verknüpfen, und feftgeftellt hatte, da« tttktn sich nicht afe Kriegführende, sonderrc als alto Freunde gegenüverrbehe, wurde in die Erörterung der in den Friedens' Ertrag mit den Ukrainern anfMnehinenden Fragen eingetreten Es tvnrde festgestellt, daß, wenn die politischen Beziehungen! nrit Rußland und der Ukraine wiederhergestellt sein würden, ein. Vertrag mit der^ Ukraine geschlossen werden könne, sobald der Friedensvertrag seine endgültige Form erhalten und die Verbündeten der Türkei diese Auffassung teilen würden, und daß e£ für die Türkei durchaus rvichtig sei, die politische ns Grenzen der Ukraine zu kennen. Denn erst nach Aufklärung cnesss Punktes werde man über die das Schwarze Meer betreffenden Fragen sprechen können. Die osmanische Delegation) erklärte, daß eure sofortige Antwort aus die gestellten Fragen niM dringlich sei urrd daß die Ukrainer sie in voller Muße studieren und mit sich danVer zu Mate gehen könnten, um zu ffchcn, auch sie Fragen aufznwerfen haben. Der erste Delegierte der Ukraine anttuvrtete hierauf inr Namen der Delegation, daß die Ukraine damals, als die Ukraine noch mit dem russischen Kaiserreich einheitlich verbunden war, sich zu wiederhvtten Malen aus dem Schlachtsetde mit den Türken gemessen hätten, daß aber diese Kämpfe kerne Feindschaft gegen die Türkei geweckt, sondern vielmehr in ihnen Pfühle der Bewunderung für den Mut und die Tugenden der Türken wachgerufen hätten. Dem jetzigen Augenblick messe die Ukraine besondere Bedeutung bei, denn er bedeute. die Grundsteinlegung Wr die Beziehungen zwischerr sin beiden Länder- rmd sei ge- signet, das Einvernehmen zwischen ihnen herzusUllen und aufrichtige FrezmdschaftÄurnde zu verbürgen. Die rechtliche Lage der Ukraine in ihrem Verhältnis M Rußland sei noch nicht vollkommen geklärt. Die Grenzen zwischen der Ukraine einer- feits und Deursäüand und Oesterreich-Ungarn andererseits kötmten qi Breft-Litowsk geregelt •' werden. Dagegen seien die Grenzen Ftvischen Rußland und der Ukraine, tvenn auch bis zu ein ein gewissen Punkte fixiert, doch nicht endgültig festgesetzt. Was sie Seesirütkräfte im Schwarzen ^Neer dett-effe, so sei es, obwohl ^ sie heute einzig und allein der Ukraine gehörten, nicht möglich, vorauszufehen, wem sie künftig unterstehen würden. Die osmani scheu Delegierteil kauften dem Redner vür dir den Türken bekundeten frej j iiJ>fd>aflIicl>eti Gefühle uttv> thronten die Notwendigkeit, geiviffe Gesichtspmckte und Vorbehalte m formuliere. An den westlichen Grenzen dnr Ukraine sei die Tür wi wicht unmittelbar interessiert, dagegen müßte sie die ö st l i ch e n und südlichen Grenzen kennet lernen, um zu wissen, wer chr dsichbar ttn Schwarzen Meer sei. Sie ersuchten um AufNü- rmM en über diesen Gegenstand urü> nahmen gern Kenntnis von der Erklärung, daß die Schwarze^Meer-Flotte der Ukraine unterste IN. Sodann wurde sestgestellt, daß die persische Frage nickst in die Einflußsphäre der Ukraine gebürt. WaS sie Tardanellenfray« btetrifft, jo betonte die ürvarm.sche Telesarion. daß sie ausschließlich die Türkei an gehe und '>aß sie diesbe.Mlich nichts Endgültiges sagen könnte. Tre Frage müßte von der Regierung studiert rvertzen, die sie vertrete. Äsi dreser Gelegenheit würden die Schwarze-Meer-Frage und die Frage der freien Durchfahrt durch das Schwarze Meer zur Erörterung ÜXbatgen. Andere neue Fragen würden wahrscheiiilich lsinzukommen. Für die Ukrainer müßte,' diese Fragen ein PrÜfstnn für die Freundschaft und die Sympathien bilden, die zwischen den beiden Ländern bestehen. osman'rfchen Delegierten erklärten, daß das Recht der freien Durchfahrt lür Haichelsschifse in Frredensz eiten seachtet werden würde, daß jedoch die Türkei in Kriegszeiten notwendigerweise zu jenen Verteidigunysmitteln greifen würde, die zum Schutze der vsmanischen Hauptstadt sich als erforderlich erweisen würden. Sie fügten ftrnzär, daß, da ausgemacht fei, die Räumung der von den Russen während des Krieges besetzten osmanischen Gebiete als conditio sine gua non des Friedens zu b-etracksten, es für die osmaniichvn Teleggetten von gwßem Werte wäre, die Begebungen kennen zu lernen, die zwischen der Ukraine und dem Kaukasus besteh-nt. Die ukrainischer Delegierten erwiderten, daß diese Bezieh lÄlgerr freundschaftlich und aufrichtiger Natur seien, daß sie aber kern Interesse an der künftigen Organisation dieses Gebietes hätten und nicht nrüßten, mit wem und wie der Kvukasus feine künftigen Beziehungen und wie er fein inneres- Leben ein richten w-erde Die englische GefchäftswelL und Lloyd George. K-o pen Hagen, 28. Jan. 'Privatte)'.) Narb hier eingetrvffe- neic Nachrichten herrscht in bei; engliseben Geschäftswelt starke Ntiß^immung, iveil das ganze GeschäftÄeben so gut wie lahrngelegt sei, imd die ungeheueren Verluste, die die Kaufleute schon jetzt erlitten hätten, von Tag zu Tag größer würden. Äsin habe sich in der schärfsten Tonart an Lloyd George gewandt mit der Frage, warum er nicht aus Kosten von Englands Verbündeten mit Deutschland einen für England vorteilhaften Frieden schließe. Lloyd George habe geantwortet, dazu sei rrmner noch Zeit, denn er l-abe die absolute Gewißheit, daß Deutschland jederzeit zu einem solchen Friesen, der England stt-one, auch im Falle cinc0 völligen Sieges. Bereit sei. Er — Lloyd George — schätze die amerikanische Hilfe auch nur gering und verkenne keineswegs die wachsende Gefahr des U-Boot-Krieges. Die Herren möchten mir noch kurze Zeit Geduld baden. Nach ganz zuverlässigen Nachrichten stehe die innere Revolution Deutschlands unmittelbar bevor(f). Die ganze demokratische Bewegung irr Deutsästand sei so stark, daß nian auf diesem Wege, ohne die eigenen Verbündeten preiszugeben, mit Sicherheit zu einem sogenannten annexionsloien Frieden ge- langrnl werde, der Englands Kriegs^iel: die wirtsä)aftliä>e Vernichtung T«ttsch!cnrds, ohne daß Deutschland es selber bemerke, vollauf befnedige. Äie FLeifchraLionierung in Engeand. Bern, 29. J«cm. (WITB.) Angesichts der anhaltendLN. Fleis chkna p p hei t, die Gilde rer vorigen Wvcke besvnvers her vertrat, kündigte Lord Nhvndöa bei einer Beratung im Mansivn House am 24. Iarruar an. daß sofort Maßnahmen ge- trofjeil rvurdsn, um die bereits für Fettstoffe verordnete Z w a n g s- r-at ioni cru ng vom 25. Febrrvar an, auch auf Fleisch aus- zut^hnen sei. Mnindda bemerkte, daß die Fleisclwers^orauug innerhalb der näck-sten zwei Monate sabe im vorigen Herbst zu viel wfchiiachiot. Es lägen Line Bttveise dafür vor, daß die Landwirte jeht mit den'^ SäÄachivie!?s zurückhielbeu. Xic vor- l?fi»ioen«n Best-Äide feien nicht schlachtreif, der Rationierimasplan \wiit zunächst eine Zn-angsrationierung nrach den einzelnen. Ti- str.ften vor. Cs rvivo indessen beabsichtigt, die Maßnahmen, auf ganze Land gleichmäßig auszu-dehnen. Die möchmtlicm; Fleistch- rativn, dre bisher bei der freirwlligen RaUivnierung istXl Gramm betri^g, f ü r L o n d o n a u f 4 25 G r a nc nr herabgesetzt tverötm. DaS KriegSamt hat mit einem großen Loutroner Sästacht- bans Verein bar-rügen zur Gerwerrung Kriegsbeschädigter Pferde für den m-enschlichen Gelruß getroffen. Nene LuftK^Lriffe auf Ssudou. London, 29. Jan. (Amtlich^ Es lvurd« ein weiterer An griff auf London nach Mitternacht unternommen, lln- ste-ähr 1272 Uhr wurden Bomben abgeworsen. Ter Angriff dauert noch fort. London, i?9. Iärr. .'Amtlich.) Feindliche F l u g z e n g e überflogen die Küste von Kerrt uädEfex kur^ vor 8 Uhr abends und näherten sich 5Lo'!^on. Einige Flugzeuge gelangten bis ^ur Hanvtlttidt, ivo die zwischen 9 und 10 Ulw abends Bomben ab- w-arfen. Die letzte .Meldung beric-'-ret, daß eines der stündlichen Flugzeuge durch unsere FNegerhrmaniischaft in Effer abge- säwssen worden sei. - E8rr KrSegHraL in Prrrzs. Rv m, 28. Jan. (WTB.) Meldung der Agerrzia Stefani. Der Minister des Aeu^rn So n ni no ist am Sonntag nach Parts abaereist. Paris, 28. Jan. -WTB.) Der „Temps" meldet: P i ch o n und S o n n i n o iverden an den morgen und übermorgen zwischen den Chefs der Negierungen Frankreichs, Englands und Italiens ftattfindenden Besprechungen teilnehmen. Der Kriegsrar der Verbündeten tagt wahrscheinlich am Donnerstag. Lon do n, 28. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Lloyd George und der italicnisthe Ministerpräsident Orlando haben London verlassen und sieb nach Paris begeben. L o n d o n, 30. Jan. (Reuter.) Lord M i l n t r und Sir William Robertson sind Montag nachmittag mit zahlreicher Begleitung nach Frankreich abgereist. Sie werden den größten Teil der Woche in Versailles zubringen, wo die Verhandlungen des Kriegsrates abgcbalten werden. B e r l i n, 30. Jan. Wie dem L.-A. ans Genf berichtet wird, sollen die heute in Versailles beginnenden Ententeberatungen unter Clemenceaus Vorsitz bis zur Abreise Lloyd Georges und Orlandos vier Tage beanspruchen. Die LebenSmittelversorgnng i« Frankreich. ** *«* »• Jan- (A8A.) Meldung der Aaence Havas der Erörterung m den Interpellationen Wer die Brvtkartc T l b LrSbensmittel versvrgcung, wobei besonders an das System der gleichmäßigen Zuteilung non 300 Gramm mff den Kvvf Kritik geübt wurde, führt? der Minister für die Lebensmittel.. Versorgung aus: Die Einsclrränftrngm sind nvttvendig infolg'' der ungenügenden Tonnage, die z°rr Verfügung steht. Es rst besser, sich emzuschränkem ehe die Vorräte erschöpft sind Der Minister erinnerte, daß die Brotration von 300 Gramm weit höher sei, als die rn allen anderen Ländern Europas, und wenn er von Frankreich verlange, daß es sich einige Elttbehrungen aui- erlege, so geschehe dies, um beat Bundesgenossen zu beweisen, daß freaufreüf) Opfer drin«, um eine Gegenleistung m erhalten Er schloß mit dem Appell an den Geist und die Opferwilligkeit des Die Kammer nahm durch Handcmfheben die Tagesordnung an, die der Regierung das Bertrauen ausfpckcht, daß sie die Frage bet Brot Versorgung ööS Landes mit Hilke geeigneter Maßno hmen l&ot werde RadsSlawow Über die Lage. Budapest, 28. Jan. (WTB.) Der bulgarische Mentstervrcisi- ldenr Rad a slawow äußerte sich über die jetzige internatwnake! Loge dem Mitarleitec brJ „Az E,'t" gegenüber imt folgt: Wenn auch die jetzigen russischen Machchader stürzen, sy würde das den Frieden nicht v-erhmvern Bimm. Wffs besonders bk Haltung Bm'Mrir-ns r^etrifft, so haben irrir Rußland nichts w-e-g-i genomrnen und wollen ihm auch nichts w eg nehmen. J!n der gleichen Lage ist Rußland uns gegenüber. Die Dobrudscha hoben wir von ni rnänischer, hie Miormva von serbischer ömirfraft befreit. Von Griechenland, mit dem wir feit ehttnr J-ahw uns im KrieoAzustand befinden, besetzten tvir Drama, Serres urrd die Gegend von Kavalla, die bekanntlich im ersten Balkan ftre$ «n Bulgarien gefallen war. liniere Nachbarn und (Gegner fÖrat«rt sich bezüglich dieser Gebiete nicht aus den Rechtssbandpunkt stellen, (jü diese Gegenden feit Urzeiten $u Bulgarien gehören. Die Kmftz unserer Geginr ,H gvbrvckren, die unsere dagegen verdoppelt. Sowohl das Recht wie die Macht.ist aus unserer Seite. Der M i nutzer Präs L«nt äußerte ferner, er beabsichtig« bezüglich der Friedens Verhandlungen keine Erklärungen abzu geben, lns mit Rußland eine vollkommene Ueberenrstimuntng erzielt moiibeu sei. Dann würde das vollständige Ergebnis der Sob-ranje verkündet werden. Er hofft, da her bis dahin nicht mehr lan • L zal märten haben wurde. Der Mini ^Präsident schloß: .„Schon lange wird die Frage erörtert, xk> r ii>: Ertcntearn'e^ in Mazedonien. bleiben oder ob sie inr Beivnßtsein der ZwoMvigKSit dos rmterr* Kampfes abziel>en lassen. Die Frage rnttressiert uns sehr. Das Ergebnis unserer großen Sach: hängt aber nicht davon ab. Wir fetfofil l-aben keine offenfiden Msichien und sind andererseits siäier gegen jede Offensive der Entenpeländer. Die VerLreLerinnen von 900000 österveichischen Fronen de m Grafen Czernin. Wien, 28. Jan. (WTB.) öiefümt öormirtag erfchver^en bei dem Grasen C-ernm Frau Helene Grachitsch, Fvcar Foüntz FvQUtd» Marens, die Präsidentinnen iycv RÄchSorgnnisatiNN der Hans- fncnien Oester re ch?', nnd üborrÄchkM ihm namens des! genawtten. Vereins zwei Ka'eltvn mit Datten und Zuschriften von 900000 ö st e r r e i ch i s ck) e n F r a u e n. In ihrer Ansprüche an den Grcffen Czernin bkbo-nte Frau Helene Gvcmjiffch. daß m hvcser Kund» aebung d^r Sd'ich^oog'Mnsatron das volle Bettrauau züm Ansdruck delMge, das die österreichisch-n grauen in die vom Minister des Auswärtigen geführte FrledArSvv nir alle schwer, nicht zum geringsten für den, der die Bennttwortmrg für die Innere Politik zu tragen hat. 'Das Vertrauen des Hinterlandes hÄft mir. diese Last m tragen. Die 100000 österreichischen Fronen aller Länder irnid Schichten, die mir Mn Zeichen ihves Vertrauens 'hre Karten abgegeb^i hrben. sollen mir und damit der Sachr, der ich diene. Wenn dre/sr fürrchterl'iä/«: aller Kriege einmal beendet r ei.it wird. wAM ent ehrenvoller Friede dank unserer unvevgleich- l'chser Armsen und heafe de? standhaften Hinterlandes erzwungen (ein wird, dmm wird rnan den Frauen Oesterreichs ein Monument in Wien setzen am schönsten Platze der Stadt. Die noch 'SmnnenPen GeMttüber fetten mit Ehrfurcht und Liebe 'euer Fvanen gedEm, die Zapfer und voll Entsagimg inuchgehalten haben bis zum ehrenvollen Ende. Im Laiffe der hiercvff s^lgende,?. Unierchaltung richteten dü erschienenen Frauen an den Minister des Auswärtigen bk Frage, in welcher Weise sie eine Mtivn unterstützen könnten. Czernin erhärte, jede einzelne Frau könnte ihm bet dem TDafom Wrr'ke Hellen. Jede Fvmt solle in ihrem Hause und in ihrer Familie dahin wirken, daß trotz aller Sargen und Mühsal die Spanne Zeit überwunidm werde, die wirs twt dem Frieden trenne, mrd daß e£ nur der Ruhe »mv des vollen Vertrau r n s des Hinterlandes zu ihn: bedürfe, um ihn in ''einer schwierigen Aufgabe imrffam zu nnterstün.^, Ter Minister fuhr fort: „Im übrigen m&cre i Sie überzeug!, fleiu, daß ich ^ für meine erste und vo-cnehmste Pflicht erachte, bei de:: abzuschließelrden Friedensverträtzau Sicherheitmr baSiix m schaffen, daß unsere Bevölferung rascheste ns mit allem Nötigen ver-^ so r g t tverde, und mit Men Mitteln, die mir zur Berküaimg stehen, dafür emzutretwr. daß ihr die WXiTv&crtiM des täglichen Lebens in gcrerfver W.ä'e auf direktem Woge und zir den billigsten Prelsen zugänglich gemacht werden." Die „Nsrdd. Attgem. Jtg." über die Gtreikbewegnn-. Berlin 29. Jan. sWTB.) Die „Norddeutsche Allgemeine ^tung" ' chreibl: In Berlin und an sin^lwrn Stellen irn Reiche «wchten Arbeiter den jetzigen Achaenblick M fass Deriuch, durch Niederlagen der Arbeit aus die Regierung ei ne n volitisHoch Druck Mszuüben. Ein von den. Streikenden in Berlin gebildet« Ausschuß stellte Forderung-en aus. die sich u. a. auch mH urnec-i politischen Fragen beschäftigen. Soweit sich varm ein Zweifel a» der Entschlossenheit ausdrüctt, die von ihr zsrgesagteu Reformen! im Innern duräMtfetzen, gehen sie von einer völlig falsche« 5sorctu£iefcima ans. Was »sie gleichsolls in den Jvtzberungen Äe- r>"chrt^n F r t e d e n s v e r h a n d l u n g e n in BresEitowsk betrifft, so sind sich sie streikenden Arbiter vermutlich niäü barWee klar, day ihr Varl-alten zu sinr Gegenteil dessen führen muß, waÄ ste erreichen wollen. Statt die Verhandlungen über den Friede« M fördern, erschweren und verschleppen sie vererü Verlauf, indein sie unseren Feinden in ihren An^ sprüchen gegen unsere Unterhändler beigetrete» l'sud. Die Negierung, die in Brest-Litows!l verhandelt, um -u em-em Frieden zu gelangen, der sie deutschen Lesinsinteresser^ liareTt, dabei aber L-as sreimdnachbarliche Verhälttrll- Dt unseres bisherigen Feinden möglich macht, Witt) sich durch derartige Kundgebungen von dem als richtig erkannten Weg nicht ab- dringen lassen, Sie muß vielmehr erwarten, baß die strer- ttirden Arbeiter sich bei ruhiger Ueberlegung baldigst von der 'schLdlichbeit ihres Verhaltens überzeugen und zu ihrer ArbÄt zurück kehren, die für jeden heilige Vftiäxt gegen das Vaterlaird isst Noch stehen wir in einem schweren Kampfe. Jeder, der'in der Her-> mat dre Arbeit vernachlässigt oder gar niederlegt, versündigt sich an unseren Brüdern in: Felde, sie mtt ihrem Blut unter den größten Ansttengnngen und Gefahren dm Fei.rrd asivehren, der es auf die Nieoerwerfung Deutschlmeds, sie Venrichtung seiner wirtschafte lrcheu Stellung und damit auf sie Verarmnng de^ deutschen Volkes, also cui.ch der deittschen Arbeiterschaft, abgesehen har. Das Pflicht- bewußtsten, mit dem unsere Atzbetter sich bisher um das Volks wohl versient gemacht haben, und das sie in ihrer erdrürüenden Mehr- Herr auch heute noch dom Baterbrnde ö^veistm. wird das Geinrge) bazu beitragen, um sie Streikbewegung baldigst zu Ende zu Vrrn-Mn. Berlin. 29. Jan. (WTB.) Der SbaatSsekrotLr des Inner« Wall ras wurde heute von Bertrevern der beiden soziale d e m o k r a L i s ch e n F r a k 1 i o n e n um eine Ninrcrredung et> sucht, cm der mtch Wgesandte der streikenden Brbeiterl ttilnelchnm^ sollten. Ter StiuttSsekretär erklärte, d-aß er bereit sei, sie sozialistischen LLbgeordneren zu empfangen, mit den nicht der Dolksvertrettmg angehörigen Arbettern könne er sich irchessen über Fragen der allgemeinen Politik nicht unterhalten, sir Brspoechungerr dieser Art vor^das Forum des Rsichsrages gehörten. Dar gevlante Unterredung ist daraufhin unterblieben. Wir das „B. T." erfährt, hat sie ch-sialde^nokratische Fraktion bei dem Präsidenten des Rnck-srages sie sofortige Einberufung des Reichstages beantragt. Begründet isird siestw Anlwag mit der imruhigen Lage, sie sirrch sie Streikbewegung geschaffen worden sei. Berlin, 30. Jan. Der „Berl. LoLalanzeiger" schreibt: Des Streik ist heute allgemeircer geworden, wemrgleich vos eurem Generalstreik noch nicht die Rdde fein kann. In Span-- ft a n hat in. sim Fabriken gleichfalls eine Anzahl Arbeiter die Arträt niedergelegr. Als Grrurd wird angegi'.sim., daß die Lebens- rrtittrl ibnen zu knapv zugencessen seien. Die Arbeiter haben mehrfach erklärt, daß sie höhere Löhne sirrchans nicht motten. Hervor- gehoben sei, daß, :venn sich in der Mehr 7 .ahl der Fabriftm die Zabl der AuHständigen vermehrt hat, es auch einzelne Fabriken gibt, in denen, die Zahl der Arbeitenden zugenommen hat. Bon Demo^ ftratioiren und Unnchen ist bisher von keiner Stelle etwas gc>» nreldet worden. Im „Berliner Tageblatt" lieft man: Bon den großen Zrerken erfahren wir, daß sie Ä. E. G. noch '.richt in der Lage ist, sie Satte lag; wt übersehen. Erst nachmittags könne feftgestellt werden, wie ftor! die StreikbetÄldgu-ng ist. Bei LudN'. Loerve 8- Co. ist die Bewegung nur ganz gering. Nur 500 Arbeiter haben bisher wisgesetzt. Auch bei Mär & Genest sind nur 'wni-ye cmAcÄiebknr. Die opsisate Anstalt Goe-cz teilt mit. daß sie gestngtm Nachrichten Über ein«« vol.'^mmO^i Streik ülwrlrieben waren. Gat 'Teil der alteren Leute gehe nach wie vor dem Berufe noch. Auch vei S-chwartzkopff ist mir ein Bruchteil der Larttc an getreten. Sehr stark ist sie ddlsstauds- bewegung in Johannistha) und Mershof deren BetvnL^ fast votsi ständig ruhen. Berlin, 30. Jan. Verschiedene Blatter sagen, da die sozialdemokratischen Parteien resp. Fra t i o n e n, bie volle Verantwortung für den Streik, die sie zuerst abzulehnen versuchten, auf sich ;u nehmen sich bereite finden lassen möchten. Aus dem Reiche. Depefthemvechfel Wischen König Ludwig nnd dem Kaiser. Berlin, 29. tages des Kaisers faul rmd dem K a i s e an. (WTB.) Anläßlich des Geburts- zwischen dem König von Bayern r folgender Telegrammwechsel statt: „Zu Deinem siseburtsrag, den Du auch heuer in kriegsw äßiger Einfachheit begehst, bringe ich Dir meine und meines Hauses allerwärmste Glückwünsche dar. Deutsch!cnrds Fürsten ;md Freie Städte rmd das gesamte Volk stehen aeschtosfen wie \z zum Ti-utichen Kaiser, sie wissen in ihm sin Gichrben an die llnüber-- Ninsiichkeit unseres Vaterlmides gegenüber der Uebermacht vorr Feinden verkörvert und teilen mit chm den festen Willen, den! Kamps zum Abschbrß Zu bringen, der Deutschland mib seinen. Verbündeten den Bestand und eine z-uftmst^reiche Entwicklung m der Well srciwrt. (rsvtt gesi Wir zu siesem hohen Ziele seinen! S^gnr und Beistand im neuen Lebensjahre. Jil aller Treue Dem L u d w i g." „Wärmstsr Dank für Deine, mich besmrsirs erfreuenden Glücte wüntche. Mtt Dir bin ich voll starker Zuversicht, daß unserem; herrlichen Volk aus der Nvl der Zett ein starkes und sicheres Reich und ecNL glückliche Znftmft erwachsen wird. Die Be^isteruug, mit der unsere Söhne im Mgust 1914 aus^gen, ncuß sich frei ber Länge des Krieges immer mehr ru eiwe Stimnurng unoeugsmner Entschllrssenheit auslösen, sie auch das Schwerste inuttA zu tragen berert ist. Dam brauchet wir die Hilfe aller, die unser schwer geprüftes Volk lieb hasiu, der politiscknnr Führer zumal. Gott fcfomfr srnS, daß solche Stimm,eng ,cns immer mehr Zuteil Werda In treuester (^eiinrnmg Dein Wilhelm." * ^ Berlin, 29. Jmr. (WTB.) S. M. der Kaiser und König hat dem Oberpräjidenten der Nhsinvrovinz zur Lm--- derung der ersten Not bei den D o ch lv a s s e r s ch ä d e n im Nahetal eine weitere Svende von 50000 Mark aus (Ufer* höchst (efner SchatullT ziehen lassen. Aus Stadt «nd Land, Gießen,'den 30.Januar 1918. *^usseichnung. Schütze Klarl Sann erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. — Otto Birkenbeul wu^e mit dQn Wernen Kreuz 2. Klasse anSgezeickE. llnttmoffiKier Fritz Alt Hof, Sohn des Zugführers erhielt das Eiserne Kvsuß S. .Baffe. ** Neue Fra chtbrie fs. Die Pavierknappheit hat sirsu geführt, an Stelle des bisherigen Frachtbrieftnusters ein nencL einsusühren. Es ist um sie -HäLfte in der Wolfe verKettiett, daß sie Rückseite mit brr rechten Hälfte des jetzigen Mujfer« bedruckt wird. Die vorhandenen Bordrrtcke des bishrrigen Musters dürfen Mrsgebraucht werden: empffEUt sich, fie in erfttzr 9ircfo in den Fällen -u verwenden, in den«r dem Fnachtbries fmifUfi?: Beglritpapierc (&. B. Zoll- mtb Steuerpapieve, Deckenftachtbriesü uffv.) beizu geben find. Soweit der nftie Frachtbries verwendet wird und Begleitpapiere als Anlage brigegeben find, müffertz sie Frachtbriefe der Breite nacy gefal-t weichen. Die Beilagen fmd so dauerhaft wie möglich mit dckn Frachtbrief zu varbMdew Stadtthsater. Vvr der Erstaufführung bet ^©trttfef, nach csternah. ch" «jk 'SsinMenben! Samstag bürfir sine Taffima iwtereffteTen, tffc hie ^,Franrprrttr Zeittmq" öot fitr^m ge- IsgrntliÄ ber Berliner Urauffü^Tinto, des Werkes gebracht hat. Es dßt bc: „Einer, der Banalem seelische Leuchtkraft |a geben weiß 7rni> unS damit z-u einer Kckben Hoffnung wird: so halten mir Mil v ~tdm GtücklenS literarische (Srrfdxdnmig nach dieser ersten Begcg- rnrno in der ^rmifenina fest. Wilhelm Stückten versteht «i charakterisieren Gut gesehene Dopen tauchen aus. Handlung imb Chorak- tfrilKf sind- c . L6esentlich aber als das Sttick scheint der Eer- '-sprr. und c. oulicher als diese gute Sicherheit der Handlung^ führuna, die immer i>a entstehe wo aus dem Innern der Charaktere Äeraus gearbeitet wird^ ist seine Begabung, dem Banalen seelische ^eucktkrasl zu geben. stückten zeichnet so. daß die Phantasietätig- ttit des Zuschauers wachgrroi . - wird und man aus einem hinge- norr-men Zwanttgmarkstück au. nur klicken Reichtum zu schließen geÄ^rmgen ist. Tas ist es. was mir Stückten bemerkenswert und VAi macht : wie er die Zwanzi^markslücke, die schließlich jeder in der Tasche führt, hinwirfl Darin ist die Geste des Werfenden und dmmen, wenn man sich erst über die unbeVannte Fi.rmd sichern baldige Erledigung zu. .Fragt nvan nach geraumer Zeit crn, weil man von Tag fu Tag vergebens wartet, so^ bekommt man keine ^Antwort Er di-7 Äufrage kommt als unbestellbar $uriuf. Die Schwm.dl«er' lytfrer sich inzwischen verdachtet. Ihre Festnahme wird nicht selten dadurch besonders en'ckdvert, daß sie.unter- falschen Namert arbeiten! Und Irrt Namen — «es .sind Häufig recht wohlklingende, oie l sag ende Firmenbezeich;nungerr — gleichzeitig mit der Stätte ihrer Wirk- wr'ch' t wechsln. Selbst, lvenn sie später arrs findig gemacht tveroert, vst wenig Hostnrmg gegeben, wieder .zu seinem Gelöste zu kommen. Sie haben das Geld entweder verpraßt oder an 'willfährige Helfers- h?ls-'r verschoben. Alsto Borsich r gegenüber unbekannten Firmen, deßmders trcrni sie sofortige EinsenÄimg des Geldes verlangen! Eric erkundig« mau sich. Erhält man keine ausreichende Auskunft, barm sehe man twn einem Ge'chäft ab. Gerade die Verl'xkeud^ttn Anpreisungen sollten sn heutiger Zeit >mv'hst denn je das grösste Mißtrauen auslösen. Ist man aber schon einem Schwindler zum Ovfer gefallen, ^ami säume man. nicht mit seiner Verfolgung., Man »vvnd? sich unverzüglich an die Zentralstelle zu Bekämpf'mg der Sch'nin^sersirm-sn in Lübeck, die Jdlan Manchen Schwindler! entlarvt «und vielen Wetvogen-en ihr -Geld zurückverschafft hat. IiDernvann kann die Hilfe der.Zentralstelle unentgeltlich in Anspruch nehmen. ** B e n i\ b n n Q, der Schnellzüge durch beurlaubte Mil l t ä r p e r s o 7t e n. Di? Berechtigung ztlr^. ^ ?mtzirnp v",, Sck nellzügen bei Urlaubsreifen zu den Sätzen de-' Militärtarifs ist von der Eiseubahnverwaltung bis auf weitere auf Reisen über 300 Kilometer beschränkt worden. Di? Benutzung gilt nicht für die Urlauberschnellzüge. Diese dürfen auch künftig von den Urlaubern ohne Schnellzugs- "' echtiachng benutzt werden. Bei Urlaubsreisen unter 300 lilan'eter Entfernung dürfen zuschlagspflichrige Schnell- mge nur benutzt werden: a) von Militärpersonen, die rvegen schwerer Emkrankitng oder Todesfalls in der Familie neurlaubl sind, b) von Militärpersonen. die nachweislich nnautschiebbare persönlich? oder geschäft ick?e Angelegen heilen ztc regeln haben, bei Reisen über 100 Kilometer. * v Kuochensammlung mtb N-Boot-Krieg. Ucbcr die Be^eunmg 'c-ec .Knochensanrmiung gibt ein zweites Merklilatt der Zentrale für .".riegshilsc der Schulen bemerkens^verte Angaben. Ans geioisSen >Kn«hen wiro das Klauerr- oder Knoct-enöl hergestellt. Es ist dst's der einzige Stofs, aus dem Torpedo-^Schnrierol für unsere Marine gewonnen werden kann. Ginen Ersiatzstass für dieses Oel gibt es nicht. So steht die Sammbmu, und Verwertung der Kiwichen m unlösbarem Zusammenhang mit dem U-Boat-Krieg. Nach einem Gutachten des Reia^gesuiidl-eitsamts karm ferner aus dem Knoci)en- feit ein vollwertiges Sveisesett her ^'stellt werden. Außerdem wird daraus dos Ölein gewmmgn. das rn der VetteidungsiTÜmstne unumgänglich rwtwendig ist, ferner Glyzerin, das in' den Kerzerr- juH-ifr'u verarbeitet trnrb, Poch, das in dm verfchiedenstm Ge- werlmr Berlvendung findet. Selbst stark vorgekochte Knochen enthalten etwa b — 6o/o Feit, tvemger stark vorgekochte .Knochen 8 — 10«'". Trotz des großen FettnnrngelS werden bei uns noch täglich große Mm gen von Knochen achtlos beiseite geworfen.'. Städten unt Kommrmalverbänden nnrd 1°/y des abgelieserten gesamten KnochsnMaterials in Form von Margarine ufote Anrechnung auf die Fettratiorr, forme ein Quantum Knocken brüh- Würfel zur Derfstgung gestellt. ** Schrrtz den Ha selnußsträuchern und den Weiden. Naeldem seit 10 Tagen die Witterung ungewöhnlich ja frsthliiig'smäßig mild ist. zeigetr sich bereits die ersten Vorboten des vierten K'riegslenzcss. Es sind die „Raupen" der Haselnuß- sträucher amb die stlbergrauen „Kätzchen" der Weidm. Wie stets sv mutz man auch diesmal nüeder die betrübende Tatsache beobachten, daß wl)e Hände diese Strärrchn rüksichtslos plünderm Wenn jemand sich einen Zweig vorsichtig absclpreider, tvill man ja nichts dagegen einwenden, aber es ist doch icnverantwvrtlick. wie manche „Naturivennde" die Achte büschelweise abreiß-m und später — forttverfen. Bedenken diese Leute denn gar nichr, daß die Sträu- cher erhebtväZ in ihrem Waclxstum geschädigt werden und daß viele tausend Zenttrer Haselnüsse verloren gel>en? Landkreis Gießen. ** Großen-Linden, 30. Jan. Dem Krieflsinvaliden Heinrich Peter. Inhaber der Hessischen Tapserkettsmedaille wurde nachträglich das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. ** L i ch, 29. Jan. ÄelwMMM Heinr. L i ß m a n n erhielt die Hessische Tapfersteitsmcdaille. :: O b e r - B e s s i n g c n, 30. Jännor. Im Alter von 73 Jahren starb hier nach 36jähriger Dienstzeit unser Bürgermeister Kühn. Biel hat der Verstorbene für dre Gemeitcke getan und hat sich durch die Grbammg eines neuen SchritlME^s, der Eiserr- bahn und Wafferleiturrg, den Anschluß an die elektrische Ueberland- zentrale, Vornahme der FVbereinig-lNg und den Ankauf der in hiesiger Gemarkung gelegenen fürstlichen Wiesen ein bleibendes' Denkmal gesetzt. Vor einigen Wochen stierte er noch mit seiner? rüstigen Gattin das Fest der goldmen Hochzeit. r * Mrlnstcr, 30. Jän. Am 31. Januar blickt unser Ge- meindesörster Plnlivp Sieg auf eine bOiährrge Amtstätigkeit zurück Kreis Büdingen. <*■ Büdingen, 24.;Jan. Nicht weniger als 210 .Kreis- einwohner aus 30 Orten bestrafte das hiesige Kreisamt in einer einzigen Veröffentlichung wegm verweigerter Sperkabgabe mit Geldbußen in Höhe von 3 bis 100 Mark. Die gesamte Geldstrafe beläuft sich ans 4580 Mark. In einigen Dörfern, wie Wenings und Bingenheim, verfiel fast jede Haushaltung der kreisamtlichen Bestrafung. Mit dm früher schon verhängten Strastn hat die Zahl der Specksünder aus dem Kreise Büdirrgen die stattliche Höhe von 341 erreicht. Starkenbnrg und Mhkinhessen. Mainz, 30.Inn. iesigen Kreist die VorrotcheststelLungm über Brotgetreide, Gerste, Hafer, Hüls-ensrüchte sowie Heu und Stroh. Zur Bestellung der zum Betriebe gehörigm Grundstücke werden als Saatgut bewilligt: an Gerste 80 Pfund auf den Morgen, an Erbsen und Hafer 1 Zmtner aus den Vlorgen. In dcn Gerneircken Baaunsels, Greifenstein, Olneöclbach, Hohensolms und Bellersdorf wurden IV« Zmtner Saathafer auf den Morgm gestattet. vesken-Nasstiu. « Frankfurt a. M., 29. Jan. Ter zrveite literarische Gc- stllschaftsabmd brarliüe die U r au f f ü h ru n g von Johann igurj-onssons „Qoftnr, der SÄmärmer". Die Fabel des Stückes, dem isländischen Sagernreis entlehnt, behandelt in fesselnder Form die Liebe einos angehendm Priesters zu einer Magd, deren Unglück und Tod der Jüngling verschnldei. Durch die Liebe zur Bischofs- tock^ter fühlt er sich frei, gereinigt mrd eükmnt seine Bestimmung Besseren. Eine Stimme von obm laßt ihn wissen, daß in ihm das Böse stärker iffc als das' Gute. Er stirbt. Das Sckauspiel, ungemein lebendig gespielt und erfüllt von zahlreick>en iesselnöm Gestaltm, vielleicht besser chrrafterisiett als die Hauptperson selbst, fand wohlverdimtm lebhafdm Beifall. Hysschauspstler Ianssen mvs München als Loftur und unsere heimische Schauspielerin Frl. Fuchs als Magd botm hervorragende Probm ihrer reisen Kunst. Frankfurt a. M., 29. Jan. Ein aufregender Vorfall spielte sich Montag mittag im Hauptbahnhof ab. Mit einem größeren Transport Strafgesangmer sollte auch der vielmals vorbestraste Heinrich 55rinkaus von^hier zur Verbüßung von sieben Jahren Zuchthaus nach der Strasans'talt Butzbach verbracht werden. In dem Augenblick, als der Frankfurt-Gießener Zug mit .einem Gesangmen-Transportwagen in die Halle cin- li-es, riß sich Trinkaus von dem mit ihm znsammengesesselten Mitgefangenen los, fprmrg unmittelbar vor der nock rollenden Maschine über die Geleise auf den anderm Bahnsteig und verschwand spurlos. Die sofort vorgenommmm umfassenden Verfolgungen hatten keinm Erfolg. Der Verbrecher konnte bis zur Sttmde nicht ergriffen werden. = Frankfurt a. M., 29. Jan. Durch zwei Berliner Kunsthandlungen soll im Laufe dieses Jahres eine der hervorragendsten Kimstsammlungeir der W^elt, die des Privatmannes Fritz von Gans, öfsmtlich versteigert werden.. In jahrzehntelangem Sammeln hat dieser eigenartige Kunstfreund und Kunstkenner unter Auswenduirg gewaltiger Mittel eine schier endlose Fülle der er- lesmsien Skulpturen, Malereien und kunstgewerblick-m Gegenstände aller Zeiten in seiner Villa an der Tannusanlage znsammen- getragm. Unerreicht i)f der Schatz an Juwelen und antiö?m Gold- schmuck Vor fünf Jahren schenkte Herr tzians seine Antikensamm- lnng den Kgl. Museen in Berlin und erhielt dafür den Adelsbrief. Es ist zu hoffen, daß diese Millionen rvertende Sammlung des jetzt 84jährigen Greises restlos deutschen Museen und Mnslsreunden verbleibt. ^ mr. Franksu r t a. M., 29. Jan. Tie heutige Stadtvervrü-- -netenversammlimg beschäftigte sich eingehend mit der Aenderung der Gemernideverfassung, insbesondere des Wahlrechts. Es lagen bän-M Anträge der Sozialdemokraten und der Fortschrittlichen VolkSparter vor, 'die Jtcü in vielen Punkten näherten. Beide Parteien fordern das Wahlrecht der Frau, das Wahlalter wollen dic So- z-ialdemokrcrten aus 21 Jahre, die Fortschrittler auf 24 Jahre ststgesetzt wissen. Zur Wähl soll derjenige berechtigt sein, der ein Jahr in Frankfurt fern eit Wohnsitz hat. Das Hausbesitzerprivileg zur Wahl in die Stadtverordnetenversammlurrg soll abgeschafft werden. Der Magistrat unterstützte die Anträge in ihren wesentlichst Punkten, nur w-ill er das Verhältniswahlrecht eingeführt wchsen. Auch den Kömmiituckbeamten soll das Recht z-u wählen zu- gestantfen rverden. Die Zentrnmssraktton unterstützte gleichzeitig die Anttäge der Fortschrittlichen Volkspartei, während die National liberalen von einer Aenderung der Gemeindeversasfung nichts böreir nwllen. Nach dreistüich-iger Debatte wurde ein von Fort- scknittlern und So^ialdeniokraten eingebrachter Antrag auf Ein- setzurtg einer gemischten Kommission des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung Mr Ausarb.nttlng einer Petition an die Regierung gegen die Sttmmen der National liberalen angenommen. -- Eppstein i. T., 28. Jan. Oberhalb des Dorfes löste sich an einem Berge infolge Tmtwetters ein gewaltiger Felsbl-ock los und stürzte in die Tiefe. Die Gesteinsmassen, etwa 2000 Zentner, sperrten die Hauptstraße. Menschenleben waren glücklicherweise nicht zu beklagen; auch Materialschaden wurde nicht an gerichtet. *= Kreuznach. 29. Jan. An der Eisenbahnunfatlftelle bei Kirn an der Nalie fanden Taucher die Reste eines noch tief im Schlamm steckenden D-Zugwagens; unter den Trümmern lagen drei Leick)en. Es werden von Angehörigen noch zaliäreickx Offiziere gesuckst, die sich an dom Unglückstage ans der Heimreise nach der Heimat befanden, seither aber nichts wieder von fick httren- ließen. Geriehtssaa!. 1 Darmstadt, 29. Jan. Der 19jährige Hilfsarbeiter Wilh. Stehling aus Kanusladt unterhielt mit der 28jährigen Schwiegertochter seiner Pflegoellern, einer KriegerSwittve in Offenba-ch. ein Liebesverhältnis. Nach eitrem Zerwürstiis reiste er^ von Offen- bach ab tmd nahm in Abwesenheit der Witwe Kleider des Gefallenen mir. Die Witwe zeigte ihn aus RackL NTegttr schweren Diebstahls an, das Gericht sprach ihn jedoch frei, da der Angeklagte das Einverständnis der Witwe annehmen konnte. —Der 32jährige Fuhrmann Friele von Offenbach verkaufte einein 16jährigeit Fuhrmann 2 Säcke Hafer aus den Vorräten seines Herrn. Er tst bereits 16 mal vorbestraft mtb erhält 1 Iabr 3 Monate (^fängnis. Der andere, der aus Sorge uin sein unterernährtes Pferd handelte, wird zu 3 Monaten verurteilt. — Der Prokurist Ioh. Ad. Angersbach ans Offenbach verwaltet als langjähriger Angestellter der Baufrrma Beck etwa 40 Ofsenbackjer Amvoscs die Tre))pe in die Waschküche hinab, zog sich einen Schädel- brnch zu rrmd starb anr rrächstert Tage. Wegen Vernachlässigung der S rche r hei ts vockkehrm? gen als Hans^iertvalter wrrrde Ä. zu 2 Monaten Geiängnis verurteilt. Letzte Aerchrichten. (MTB.) Großes Hauptquartier, 80. Januar. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. An persMedeneu Stellen der Front Artillerie- und Minenwerferkämpfr. Die Jnfanterietätigkeit ülieb auf Hrkundungsgefechte beschränkt. Unsere Flib fügten erfolgreiche Angriffe auf Eng- larrd und die fran^ fische Mrdküste durch. London mW Souchrnd, sowie Dünkirchen. Gravelinrs mW Calais wurden mit Bonwen beworfen. Im Luftkampf?vurden gestern acht feindliche Flugzeuge mW zwei Fessetdallone abgestlwfsen. Oestlicher Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Mazedonische Front. Die Vorstöße feirwlick^r Kompagnien gegen bulgarische Feldtwtchstelllungen nordöstlich vom Doiran-See wurden abgewiesen Italienische Front. Auf der Hochs!äck)e von Asiago ha^en die Italiener mit starken Kräften ihren Angriff ftrrtgesetzt. Im (Gebiete des Monte Sisemol sind sie unter schweren Verlusten gescheitert. Der 9Nvnte Di Bai Mtla und Col del Msso blieben muh hartem Kampf tu Händen des Feindes. Der Erste Generalgnariiermeister Ludenvorff. . * Neue U-Boot-Ersolge. Berlin, 29 .Jan. (WDB. Amtlich.) Neue U-Bvvt^ Erfolge tm mittleren und östlichen Mittelmeer: 8 Dampfer. 3 Segler mir rund 30 000 Brutto-Register- Donnen. Die Dtehrzahl der Dampfer war ttef beladen und befaird sich teils in stark gesicherten Geleitszug, teils einzeln unter Zerstörer- und Wschdampferbedettung fahrend auf dem Wege rmch Jtalieri dz>w. dem Orient. Unter den versenkten Schissen tonnte der englische Dampfer „West> Wals" (4331 Dörmen), mit Kohlen nach Port Said, ferner ein großer Tankdampft^c und ein Dmnpfer von 4000 Tonnen, der nach der hesttgen Explosion zu urteilen, Munition geladen hatte, festgestellt werden. An den Erfolgen war im besonderen der k. u. t Linienschifssleutnant .Hudezel beteiligt. Der Chef des Admiralstabes der Marirw m Madrid, 28. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Nach Berichten über die Torpedierung des s p a n i- s ch e n Dampfers „G i r a l d a" ist das Schiff am 26. Januar, 30 Meilen westlichi von La Guerdie, von einem Tauchboot angehalten und zur Explosion gebracht worden. Die Be- satzurig wurde durch das Scl)isf „Cabv Mener" ausgenommen und in Vigo au Land gesetzt. Paris, 28.Jan. (WTB.) Der Materialtransportz- dampfer ,,D r o m e" und der Fischdampser „K e r b h a n" sind angesichts von Marjeille auf Minen gelaufen und gesunken. 40 Mann werden vermißt. Klagen schwedischer Kaufleute, Stockholm, 28. Jan. (WTB. Nichtamtlich..) In attm Schreiben an den König hat sich, wie „Stvckhvlmsl D-ogbladet" mit- teilt der Reichs verband der s ckwedis chen Kolon ialwa ren»» Großhändler über die bevorzugte Stellung der bekannter^ T r a n s i t o - G e s e l l s ch a f t in Schwedeir beNagt. NackHem die Versuche der Importeur-: für Kolonialivaren. ihre in Etrgland, liegenden und dort beschlagnahmten Wlarenpartie^t frei zu bekommen, vhite Resultat blieben, sal-en sich die schwedischen Kaufleute zun Vermeidung schwerster Verluste gezwungen, diese Waren für einen lülligeren Preis an die Aktiengesellschaft Transiw zu verkaufen. Erst dann und auch nur dann gelang es den schwedischen Unter- Händlern in England, die Waren zum Verkauf in SchwcLen frei* zubekommen. Auch auf eine neuerliche Anfrage der Verbands- Mitglieder, wie die Frei-gabe ihrer Waren erreicht werdet: farme, tvurde ihnen mitgeteilt, sie sollten sic an die Dransito-Gesellsck^ifü verknusen. Demgemäß ist die Unzufriedenheit unter den schwedisä-en Importeuren sehr groß. Der Reichsverband wandte sich daher an» (>en König mit der Mtte-, die in Eitglnnd^ wellenden schwedis-chenl Unterhändler zu veranlassen, darauf hinzunnrken, daß die Waren cm ihre wirklichen Besitzer sreigegebert werden Die literarische Produttiou in Deutschland und Fral'.kreich. B e r l i n , 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die literarische P r o d u k t i o n Frankreickis betrug 1913 über 11000, 1915 weniger als 4000 Neuerscheinungen. Das abgesperrte, unkultivierte Deutschland veröffentlichte in den gleichen Jahrert 36 000 und 24 000 Bücher. Deutschland produziette also sechsmal so viel Bücher im Kriege. Sogar Italien übertras die literarische Produktion Frankreick>s im Jahre 1913 um das Dreifache. Aus dem österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Das Abgeord-, netenhaus wählte den deutschen Sozioldemotraten Seitz zum Vizepräsidenten au Stelle des verstorbenen Abg. Pernerstorfcr. In der fortgesetzten Aussprackie über die Jnterpellationsbeant- wortung beantragte Stanek, die Ittterpellationsbea'.rtwortnng des Ministerpräsideitten über die Konfistation der Deklaration^ der böhmischen Abgeordrteten nrck)t zur. Kenntnis zu nehmen. Ministerpräsident von Seidler erklärte, nach der sckarfen Kritik der Resolution in der Jnterpellationsbeautwortung habe die Oeffinttlichkoit ein Recht daran, die Resolution selbst kennen zu lernen und sich ein selbständiges Utteil zu bilden, ob die Regierung recht hat oder nicht. Er habe deshalb die Freigabe der Resolution verfügt. Seitz erklärte namens der deutschen Sozialdemokraten, daß sie sich nach der Erklärung des Ministerpräsk-^ denren der Abstimmung enthalten werden, und betonte, daß die Bestrebungen der tschechiicken Parteien nach Vereinigung von Böhmen, Mähren und Sck)>lesien zu einem staatsrechtlichen Ganzen, durch die die deutschen Staatenländcr einer nationalen Gewaltherrschaft ausgeliefert wurden, den schärfsten Widerstand aller Deittschen, das Proletariat mit eingeschlossen, finden würden^ Der Antrag Stanek wurde mit 155 gegen 105 Stimmen abgelehnt. Die Verteilung der Nahrungsmittel aus den besetzten Gebieten. Berlin, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich., Immer wieder tauchen in der Presse des In- und Auslandes Angaben über die Teilung der Vorräte des besetzten rumänischen und italienischen! Gebietes zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn ans, die je nach der Parteirichtt-ng in diesem oder jenem Sinuc kommentiert werden. Eine .Klarstellung scheint daher am Platze. Aus Italien kommt die Anfuhr von Lebens- und Futtermitteln^ überhaupt nicht in Betracht, da die dort vorhandenen Vorräte nicht einmal mehr zur Ernährung der italienischen Bevölkerung ausreichen. Aus Rumänien hal>en seit der Besetzung des Landes bis zum heutigen Tage Deutschland 630000 Tonnen, Oesterreich-, Ungarn 756 000 Tonne:: Getreide einschlieUick Mais erhalten^ Zrrr richtigen Beurteilung dieser Zahlen ist zu berücksich-igen, daß das Verhältnis der Einwohnerzahl zwischen Deutschland undi Oesterreich-Ungarn. 7:5 l>ettägt und daß im Frieden Deutschland 5 2 /~ Millionen Tonnen Getreide einschließlich Mais cittntOrenT muß, während Oesterreick>-Ungarn eine .tenncnswerte Einfuhr in diesen Dingen überhaupt nicht hat. Die übrigen Rohstofse im# Landeserzeugnisse des besetzten rumänischen und ttalienischen Ge«, bieteS sind zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn nach denr Grundsatz geteilt, daß jeder Staat dasjenige erhält, :oas er aml^ nötigstkni braucht. Eine große FeuerÄrunst in Neuyork. Berlin, 30. Jan. Laut „Deutscher Tagesztg." melden inm* zösische Blätter, eine riesige F e u e r s b r u n st in 5'?euyor5- habe Docks ans enter Zcaw von 3000 Metern svivis sieben staatliche Speichelt verntchret. _ E*eg©Ät «S@a Stsafeifafrsg bol Erwachsenen und Kbdei tt« Aor2lilch empfoiilon! Orlginaldoao Wk 50 . ümversifät Frankfnrl a.E Das VoplcsnnK«ver*eich!sls für das am 16. April been Mädchens wird ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen alsbald gesucht. 08900 v. fäSarajra, Wilhelmstraffe 10, L TöA. V.zi!m!.MDEkil für sofort gesucht 08906 Marktplatz 11. Ein ordentliches Dienstmädchen und ein IB&defocn für morgens auf 2 Stunden gef. 750 Plockstr. 9. im Laden. Lehrmädchen mit guter Schulbildung in feineres Papiergeschäft ge* sucht. KVn»* Bt&taer, 753 Gießen. | stelLenqesuchsTI Fi*ai 8 l©iBU im Kochen, sowie in allen hänslichen Arbeiten bewandert. iucht Stelle als Stütze. Schrifil. Angeb. unter 08846 a. d. Gieß. Anz. erbeten. 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